Leserpreis 2018

Chris_86s Bibliothek

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Eins, zwei, drei - alle Tiere frei

Mariken Jongman , Eva Schweikart
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Urachhaus, 12.03.2018
ISBN 9783825151263
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches

Das Kinderbuch ist im Hardcover gebunden. Illustrationen gibt es keine. Dennoch sind verschiedene Einschübe als „Handschrift“ in grün abgedruckt, was den Text auflockert und etwas „fürs Auge“ bietet.

Inhalt

Linus ist ein ganz normaler Junge mit einem ganz normalen, also ganz unaufgeregtem, Leben. Doch an einem Schultag soll sich alles ändern. Er erhält von Mila, die ihn bisher ignoriert hat, einen Fragebogen. Ohne zu wissen wofür, füllt er diesen aus. Es folgen ein paar Prüfungen und schon wird er Mitglied in einer geheimen Gruppe, die eingesperrte Tiere befreit. Von nun an schleicht er nachts aus dem Haus, immer der Gefahr ausgesetzt, entdeckt zu werden.

Umsetzung

Der Schreibstil der Autorin ist spannend und fesselt den Leser von Anfang an. „Linus bemühte sich, den Blick nicht von der Tafel zu wenden, obwohl vor seiner Nase etwas unendlich viel Interessanteres lag. Fragen. Von Mila Romein. Gleich würde er wissen, was sie von ihm wollte. Gleich, sobald Herr Allard woandershin schaute. (S.5 Z.17ff)

Ihre Vergleiche sind erfrischend originell. Der Freitag zieht sich nicht wie Kaugummi, sondern „[d]er Freitag kroch dahin wie eine deprimierte Schnecke.“ (S. 55 Z. 23f.) Zu oft habe ich schon gelesen, wie Gedanken kreisen. Aber hier nicht: „[d]iese Fragen spukten wie Bettlakengespenster durch seine Gehirnwindungen“ (S. 9 Z.2f.) Die Autorin spielt gekonnt mit der Sprache und es macht einfach Spaß zu lesen, wie sie dieses oder jenes beschreibt.

Der Humor kommt in diesem Buch mit Sicherheit nicht zu kurz. Ich musste immer wieder lachen und das an etlichen Stellen. Hier zwei Beispiele:

Linus ist zurückhaltend, hat aber gerade in Erdkunde ungewollt gestört. Schon will der Lehrer wissen, ob er aufgepasst hat:
„‘Wie kommt es, dass der Boden hier einen so hohen Salzgehalt hat?‘[Fragt Herr Allert]
‚Das kommt, weil letzten Winter ziemlich viel gestreut wurde worden ist.‘ [Antwortet Linus]
Wieherndes Gelächter. War wohl die falsche Antwort. Egal, grinsen und sich nichts anmerken lassen, dann glaubten die anderen, er hätte das mit Absicht gesagt. Bad Boy, der er war!“ (S.39 Z. 19ff.)

Mila hingegen ist eine Draufgängerin, die sich auch schon mal Omas Roller ausleiht:
„Wie bist du denn an [den Roller] gekommen?“ [Fragt Linus]
„Gehört meiner Oma.“
„Und die lässt dich damit fahren?“
„Bestimmt, wenn ich sie frage.“ (S.68 Z.15ff.)

Das Buch thematisiert die schwierige Freundschaft zwischen zwei Kindern, die so ganz unterschiedlich sind. Es deckt auf, wie bereichernd so eine Freundschaft sein kann und das Menschen oft anders sind, als der äußere Schein vermuten lässt. Der Leser betrachtet Mila nur aus Linus‘ Perspektive. Und tatsächlich wirkt sie unnahbar, taff und abgeklärt. Doch mit der Zeit lernt man auch ihre verletzliche Seite kennen. Linus hingegen entwickelt sich durch seine Freundschaft zu Mila weiter. Sie schubst ihn quasi aus seiner Wohlfühlzone und er lernt ganz neue Seiten an sich kennen, für die er dankbar ist. Die Entwicklung beider Figuren wird behutsam vorangetrieben und wirkt authentisch. Generell wirken alle Figuren lebendig. Es fällt leicht sich in die Personen und ihr Umfeld einzufinden. Von der ersten Seite an fühlte ich mich in die Geschichte hineingezogen.

Das Buch beschönigt nicht, entwickelt aber auch keine Horrorszenarien. Mila liebt Schweine, doch durch eine Dokumentation hat sie erfahren, wie Schweine in der Massentierhaltung leiden müssen. Sie ist wild entschlossen alle Tiere vor Quälereien zu retten. Wenn Kinder noch glauben, dass alle Schweine glücklich auf des Bauern Wiese leben, werden sie hier die realen Folgen unserer Konsumgesellschaft kennenlernen. Doch durch die Figuren Mila und Linus werden auch verschiedene Ansichten mitgeteilt. Mila zum Beispiel ist sehr radikal. Sie hat sich entschieden Vegetarierin zu sein und verurteilt Fleischesser. Ihre Haltung zu Fleisch ist klar: „Ich stopfe doch keine Leichenteile in mich rein!“ (S.90 Z.3f.) Linus hingegen fragt sich, ob man Fleisch essen und trotzdem Tiere gern haben kann. Das Buch gibt keine klare Tendenz vor oder will die LeserInnen in eine bestimmte Richtung drängen. Ganz im Gegenteil: es traut Kindern zu selbst nachzudenken und sich eine Meinung zu bilden. Klar wird jedoch: auch Tiere sind Lebewesen mit Bedürfnissen und Gefühlen wie wir sie haben.

Immer wieder fallen die kuriosen Neologismen auf, die den Text bereichern. So wird das Essen von Tortilla-Chips zu einem „Knabberknusperorchester“ (S.48 Z.27) oder bei Oma Anneliese riecht es „schleckermäulig-schmackofatzig“ (S.26 Z.19), da sie Plätzchen gebacken hat.

Im Glauben daran das richtige zu tun, brechen die Kinder Gesetze. Schön finde ich die Wendung dahingehend, dass sie sich mit den Folgen ihrer Taten auseinandersetzen müssen und sie bessere Alternativen finden, um für Tierschutz einzutreten.

Und hier die Kurzzusammenfassung

+ humorvoll geschrieben
+ spannende Geschichte
+ traut Kindern zu selbst nachzudenken und zu reflektieren

Fazit

Dieses Buch hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen. Ich musste selber immer wieder lachen und habe die Geschichte mit Spannung verfolgt. Der Autorin gelingt es, das ernstes Thema Massentierhaltung kindgerecht anzusprechen. Dabei erhebt sie nicht den Zeigefinger oder will die Kinder in eine bestimmte Richtung drängen – die LeserInnen können und sollen selbst für sich entscheiden, was richtig ist. Ebenso fesselnd ist die Geschichte über eine Freundschaft zweier Kinder, die so ganz unterschiedlich sind. Dieses Buch wandert jetzt in mein Bücherregal, zum letzten Mal habe ich es aber bestimmt nicht gelesen.

Wer humorvolle Literatur mag, kommt hier auch als Erwachsener auf seine Kosten.

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt

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Selbstmotivation

Reinhold Stritzelberger
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Haufe-Lexware, 25.03.2015
ISBN 9783648069264
Genre: Sachbücher

Rezension:

Aufmachung des Buches

Diese Reihe des Haufe Verlags wird in kleinen Taschenbüchern herausgegeben, die sich wunderbar unterwegs lesen lassen. Informationen werden kompakt angeboten. Oft ergänzen bildliche Darstellungen und Tabellen den geschriebenen Text.

Inhalt

Das Buch gliedert sich in fünf Abschnitte: Anderes Denken – höhere Selbstmotivation Justieren Sie Ihre Einstellungen Trainieren Sie Ihre Risikobereitschaft Nutzen Sie die Kraft des wirklich Wichtigen Selbstmotiviert zum Ziel
Das Buch behandelt verschiedene Themen, so zum Beispiel wie die innere Einstellung unsere Wahrnehmung beeinflusst und wie sich diese beeinflussen lässt. Ebenso stellt der Autor seine Methode vor, mit der Ziele erreicht werden können.

Umsetzung

Bereits zu Anfang fällt auf, dass sich das Buch vor allem auf das Berufsleben bezieht. Es gibt zwar immer mal wieder Beispiele für private Situationen, diese sind aber eher selten. Dennoch lässt sich das Vermittelte oft auch auf das Privatleben übertragen.

Im Buch sind immer wieder verschiedene Kernaussagen untergebracht, die das Geschriebene in einem Satz zusammenfassen. So stellt er zum Beispiel klar, dass Motivation eine Entscheidung ist und nicht vom Umfeld abhängen darf, denn Abhängigkeiten machen auf Dauer unglücklich.

Besonders gefallen hat mir der Teil, in dem er auf die Einflussbereiche eingeht. Oft regt man sich über Dinge auf, die man selber nicht beeinflussen kann (amerikanische Außenpolitik, Verhalten von Prominenten oder Organisationen,…). Anstatt seine Energie auf Dinge zu fokussieren, die man nicht beeinflussen kann, rät der Autor sich auf jenes zu konzentrieren, was beeinflussbar ist. Beispielsweise ob ich eine Sprache lerne, liegt zu 100% an mir. Ich entscheide, ob ich Kurse (be-)suche, mir entsprechende Literatur anschaffe und daheim lerne. In anderen Bereichen kann man zwar Einfluss nehmen, doch auch externe Einflüsse spielen eine Rolle. Das Klima im Büro z.B. ist so ein Fall. Indem man seine Energie auf beeinflussbare Dinge richtet, erreicht man mehr. Die Erreichung von Zielen wiederum steigert Selbstvertrauen und Zufriedenheit, welche wiederum die Motivation erhöhen etwas Neues zu wagen.

Zur Motivation gehört auch mit Niederlagen umgehen zu können. Oft spricht der Autor von der Fokussierung der Wahrnehmung, so auch hier. Anstatt sich auf die Niederlage zu konzentrieren, sollte man Abstand gewinnen und sich fragen, welche positiven Effekte man aus einem Vorhaben ziehen kann, auch wenn es schlussendlich schiefgegangen ist.

Interessant ist, dass der Autor die Bedeutung verschiedener Worte aufgreift, die für Schwierigkeiten stehen. So steckt in dem Wort „Krise“ das Wort „Entscheidung“ oder „Wendung“. Und „Problem“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „die gestellte Aufgabe“ (siehe Duden). Er nimmt diesen Worten den „Schrecken“ und zeigt auf, dass es sich um Situationen handelt, die Entscheidungen und Taten erfordern.

Die Inhalte dieses Buches habe ich schon in anderen immer mal wieder gelesen – wer hier also auf gänzlich neue Ansichten hofft, wird enttäuscht. Inhaltlich stimme ich dem Autor vollkommen zu, doch finde ich die Inhalte bei anderen Autoren besser aufbereitet und vor allem mit mehr praktischen Anwendungsbeispielen. Meiner Meinung nach wird das Finden und Verfolgen von Zielen im Buch „Ziele erreichen“ von Susanne Nickel (ISBN 978-3-648-09406-8) besser herübergebracht. Darüber hinaus gibt es auch hier etliche Anregungen, um motiviert zu bleiben. Zu Motivation gehört auch immer ein Schuss gute Laune. Hier hilft „Optimistisch Denken“ von Elke Nürnberger (ISBN 978-3-648-05227-3). Meiner Meinung nach versucht der Autor zu viele Themen in diesem Buch unterzubringen, sodass es ihm an Tiefe fehlt. Hier ist die Lektüre spezifischer Ratgeber besser.

Und hier die Kurzzusammenfassung

+ Aussagen werden auf einfache Art erklärt und mit Beispielen veranschaulicht
+ Zusammenfassung des Gesagten am Kapitelende
+ Definition von Einflussbereichen, um Energie auf das beeinflussbare zu lenken
– behandelt verschiedene Themenbereiche, geht aber nicht sehr in die Tiefe
– die Lektüre anderer Bücher ist meiner Meinung nach zielführender, um motiviert Veränderungen oder Ziele zu erreichen

Fazit

Das Buch beschäftigt sich nicht nur mit dem Thema Selbstmotivation, sondern auch mit naheliegenden Themen, wie dem setzen von Zielen zur Steigerung des eigenen Wohlbefindens. Der Ratgeber ist ok, doch wer seine Ziele erreichen und motiviert sein möchte, dem empfehle ich eher die zwei Ratgeber „Ziele erreichen“ von Susanne Nickel und „Optimistisch Denken“ von Elke Nürnberger, diese sind ebenfalls bei Haufe erschienen. Wer darüber hinaus schon mehrere Bücher zu dem Thema gelesen hat, wird hier keine neuen Erkenntnisse finden.

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Tags: haufe-lexware, motivation, reinhold stritzelberger, selbstmotivation, ziele erreichen   (5)
 

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Das große Panoramabuch: Unser Sonnensystem

Sam Smith , Peter Donnelly
Fester Einband: 16 Seiten
Erschienen bei Usborne, 26.10.2018
ISBN 9781782328827
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches

Es handelt sich um Pappbilderbuch, das sich zu einem Panorama aufklappen lässt. Es ist farbig illustriert und mit einzelnen Anmerkungen zu Satelliten, Planeten, Monden und Kometen versehen.

Inhalt

Das Buch stellt unser Sonnensystem bildlich von der Sonne, bis zum Asteroidengürtel hinter Pluto dar.

Umsetzung

Es handelt sich um ein Pappbilderbuch, das entsprechend robust verarbeitet wurde. Auch wenn es etliche Male auf- und zugeklappt wird, es hält und hält.

Das Sonnensystem ist auf beiden Seiten des ausgeklappten Buches abgebildet. Auf einer Seite fehlen die Texte, sodass man die Bilder der Planeten und Satelliten auf sich wirken lassen kann. Auf der gegenüberliegenden Seite hingegen finden sich Kurzinfos. So erfährt man zum Beispiel, dass auf dem Neptun die Stärksten Winde unseres Sonnensystems wehen, mit Geschwindigkeiten von bis zu 2100km/h. Es gibt sogar einen Zwergplaneten mit Namen „Haumea“, der sich so schnell um die eigene Achse dreht, dass er die Form eines Rugbys angenommen hat.

Ergänzend zum Buch kann man auf der Internetseite des Verlags verschiedene Verweise auf Internetseiten finden, die Kindern unser Sonnensystem näher bringen wollen. So hat die Europäische Weltraumorganisation (ESA) einen Bereich eingerichtet, in dem viele Informationen kindgerecht vermittelt werden. Auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betreibt eine Internetseite mit vielen Informationen. Zudem kann man unser Sonnensystem in Bewegung sehen.

Da die Links mit Zusatzmaterial in erster Linie für Kinder gedacht sind, finde ich sehr gut, dass es Sicherheitshinweise für diese gibt. Kindern wird dort geraten vor der Internetnutzung einen Erwachsenen zu fragen und niemals private Bilder und Daten hochzuladen. Für weitere Informationen steht ein extra Link zur Verfügung.

Das Buch versucht Kindern unser Sonnensystem vor allem visuell näherzubringen. Lange Texte mit entsprechender Informationsvermittlung finden sich hier nicht. Wer ein Buch sucht, das viele Erklärungen bietet, wird bei diesem Produkt nicht fündig werden.

Und hier die Kurzzusammenfassung

+ robuste Verarbeitung
+ anschauliche Bilder
+ ergänzendes Onlinematerial

Fazit

Die Darstellung unseres Sonnensystems ist visuell super gelungen. Neben den farbenfrohen Illustrationen gibt es etliche Fakten rund um unser Sonnensystem. Das Buch ist eher als Einstieg ins Thema gedacht, denn lange Texte mit entsprechender Wissensvermittlung gibt es nicht. Der Verlag hat auf seiner Seite aber Links zusammengetragen, über die Kinder weitere Infos erhalten können.

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt

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Tags: kinderbuch, panoramabuch, sonnensystem, usborne verlag, wissen für kinder   (5)
 

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Buuuh!

Kristin Lückel , Pia Eisenbarth
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Kaufmann, Ernst, 01.08.2018
ISBN 9783780663283
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches

Das Buch ist im Hardcover gebunden. Die Geschichten sind regelmäßig farbig illustriert. Als Zugabe gibt es eine Seite mit Stickern, die im Dunkel leuchten.

Inhalt

In diesem Buch finden sich insgesamt elf Geschichten rund um Wesen wie Vampire, Monster und Hexen. Sie sind alle in sich abgeschlossen und bauen nicht aufeinander auf.

Umsetzung

Durch die Zusammenführung verschiedener Geschichten diverser Autoren sind viele gänzlich unterschiedliche Ideen zu Gruselgeschichten zusammengekommen. So geht es unter anderem um ein Monster, das sich im Bettkasten versteckt, ein Gespenst, das von einem anderen lernen möchte, wie man andere erschreckt oder einen Vampir, der seinen Freund schminkt, damit dieser unerkannt auf eine Vampirparty mitkommen kann.

Die Sticker sind schön gemacht.

Einige Geschichten waren wirklich gut. So konnte ich die Anspannung von Max förmlich spüren, als er nachts mit Wolle, Klebeband und einer Taschenlampe bewaffnet den Bettkasten seines Bettes öffnet, um sich dem darin lebenden Monster zu stellen. Die Geschichte des jungen Gespenstes, das lernen wollte unheimlich zu sein, war lustig. So bindet es sich z.B. eine Eisenkugel mit Kette ans Bein, um schaurig durch das Schloss zu wandeln, doch die Kugel ist für das Gespenst zu schwer, sodass beide die Treppe hinabsausen.

Eine Schwäche dieses Buches ist, dass ein paar AutorInnen gehobene, beziehungsweise Erwachsenensprache verwenden, die von Kindern der Zielgruppe nur selten gesprochen/verstanden wird. Begriffe wie „pikiert“ (S.18 Z.30), „Funken stoben hoch“ (S.17 Z.7) oder „nestelte an seinem Hemd“ (S.20 Z.26) hätte man leicht durch kinderfreundliche Wörter ersetzen können.

An anderer Stelle finde ich immer wieder unpassende Vergleiche. „Er findet, dass [das Monster] ein wenig aussieht wie Lady Gaga, nur eben in Grün.“ (S. 28 Z.4ff.). Lady Gaga sieht man mit ihrer übertriebenen Schminke und grässlichen Kleidung eher im Klatschfernsehen. Kinder, die davor geparkt werden, kennen Lady Gaga – denen wird aber bestimmt nicht vorgelesen. Die nicht geparkten Kinder hingegen können mit dem Vergleich wahrscheinlich nichts anfangen.

Und hier die Kurzzusammenfassung

+ interessante Ideen
+ spannende und lustige Geschichten
– Sprache verfehlt immer wieder die Zielgruppe

Fazit

Schön zu lesen, aber nicht herausragend. Die Illustrationen sind gelungen und etliche Geschichten auch einfallsreich geschrieben. Leider wird die Sprache der Zielgruppe immer mal wieder verfehlt.

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt

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Tags: gruselgeschichten, kaufmann verlag, kinderbuch, vorlesebuch   (4)
 

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Erklär mir, was Sterne sind

Katie Daynes , Marta Alvarez Miguens
Fester Einband: 12 Seiten
Erschienen bei Usborne, 31.08.2018
ISBN 9781782328872
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Buch ist im Hardcover gebunden, der Einband ist dabei rund 3mm stark. Die Seiten sind aus stabiler Pappe und rund 1,5mm stark.

Inhalt

Jede Doppelseite widmet sich einer anderen Frage:

Was sind Sterne?
Aber was sind Sterne?
Kann ich zu den Sternen reisen?
Wie viele Sterne gibt es?
Welcher Stern ist uns am nächsten?
Sind alle Sterne gleich?

Umsetzung

Da sich dieses Buch bereits an sehr junge LeserInnen richtet, ist die Verarbeitung solide. Die Doppelseiten sind stabile Pappseiten und mit einem noch dickeren Bucheinband eingebunden. Auch wenn das Buch zu Boden fällt oder ruppig damit umgegangen wird, ist es nicht so leicht kaputt zu kriegen.

Die Bilder des Buches sprechen für sich.

Das Buch beschäftigt sich nicht nur mit der Sonne, sondern zeigt auch andere Sterne und sternförmige Lebewesen/Objekte auf (Stars, Seesterne, Blumen).

Sternzeichen werden bildlich erklärt, indem man zuerst die Sterne als solche sieht und nach dem Aufklappen erkennt, wie die Sterne verbunden werden, um das jeweilige Tier zu bilden. Hier werden allerdings nur Stier und Bär gezeigt. Interessiert sich das Kind dafür, was es sonst noch für Tierzeichen gibt, so kann man diese zwar benennen, Bildmaterial dazu gibt es aber nicht.

Die Vergleiche sind kindgerecht. Die Zahl der Sterne wird mit der Anzahl von Fischen im Meer, den Vögeln am Himmel und Sandkörnern verglichen, um so plastisch darzustellen, dass es Milliarden von ihnen gibt.

Das Buch vermittelt ebenso Wissen darüber, was für Sonnenarten es gibt und das Sternschnuppen eben nur den Namen „Stern“ tragen, aber keine sind.

Der Aufmerksamkeitsspanne kleiner Kinder angepasst, gibt es nur wenig Text. Alle Informationen werden in kurzen Hauptsätzen präsentiert. Darüber hinaus wird das Vorgelesene durch Bilder ergänzt.

Und hier die Kurzzusammenfassung
+ stabile Ausführung
+ kurze Texte und passende Illustrationen
+ auch für Leseanfänger geeignet

Fazit

Dieses Buch bringt Kindern die Sterne näher. Es kann Kleinkindern vorgelesen und auch zum selber blättern überlassen werden. Durch die Einfache Sprache ist es aber auch für Leseanfänger, für die das Lesen zu Beginn anstrengend ist, zum Üben geeignet, wenn sie sich für unseren Sternenhimmel interessieren.

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt

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Tags: katie daynes, kinderbuch, kindersachbuch, sterne, usborne publishing   (5)
 

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Ben & Lasse - Das Agenten-Knobel-Rate-Buch

Harry Voß
Fester Einband: 142 Seiten
Erschienen bei SCM R. Brockhaus, 15.03.2019
ISBN 9783417287950
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ben (11) und Lasse(6) verbringen ihre Sommerferien gemeinsam mit ihren Eltern auf einem Campingplatz an der Nordsee. Bei den Kinderbibeltreffen lernen sie neue Freunde kennen. Dennoch gibt es für sie so manchen Kriminalfall zu lösen. Sei es der Diebstahl von Lasses Geldbörse oder mysteriöse Lichtsignale auf dem Meer, während immer wieder die Vorzelte einzelner Besucher angezündet werden.

Umsetzung

Lesen muss nicht bedeuten, dass man einfach da sitzt und die geschriebenen Worte in sich aufnimmt. In diesem Buch können Kinder aktiv werden. Die Geschichte erzählt einzelne Erlebnisse von Ben und Lasse während ihres Urlaubs. Es sind Kurzgeschichten, die nacheinander spielen. Am Ende jeder Geschichte gibt es ein Rätsel, das es zu lösen gilt. Aufmerksames Lesen ist wichtig, um auf die Lösung zu kommen. Am Ende jedes Textes kann man die Auflösung des Rätsels mit der UV-Lampe nachlesen. Auch in den Geschichten selber gibt es immer wieder Aufgaben zum Mitmachen. So werden in der Geschichte Morsesignale gesendet, die die Leser anhand des abgedruckten Morsealphabets entschlüsseln können – Ben und Lasse benötigen die Information nämlich, um einem Verbrechen auf die Spur zu kommen. Sind die Rätsel gelöst findet sich am Buchende zu jeder Geschichte ein kurzer Text, der diese abschließt.

Das Buch ist lustig geschrieben. Immer wieder finden sich Kinder auch in ihrem Alltag wieder. Wer kennt nicht die gemeinen Eltern? Lasse muss nachts auf die Toilette, traut sich aber nicht alleine zu den Toilettenhäusern. Seine Mama meint, dass Ben ihn ja begleiten könne, aber Lust hat dieser keine: „Da kommt Mamas Stimme von der anderen Seite des Wohnwagens: ‚Nun geh doch mit ihm, Ben. Ihr seid doch schnell wieder zurück.‘ Ben hätte am liebsten laut rumgebrüllt. Mama ist zu müde. Aber Ben darf gehen, ja? Typisch Eltern!“ (S.22 Z.21ff.)
Auf einem Kinderflohmarkt sieht Lasse eine Ritterburg, die ihm sehr gut gefällt: „Boah, schau mal, Ben! Eine Ritterburg! Fast noch vollständig! Fehlt nur das Dach und die Steinwand und die Figuren und … äh … ach, vielleicht fehlt doch zu viel.“ (S.35 Z.15ff.)

Wissenswertes wird in die Geschichte eingestreut. So werden Ebbe und Flut erklärt und die jungen LeserInnen erfahren woher das Morsealphabet stammt.

Schriftgröße und Zeilenabstände sind für die jungen LeserInnen größer gewählt. Die Sprache ist nicht zu einfach und dennoch verständlich.

Das Buch ist in einem christlichen Verlag erschienen, dementsprechend oft gibt es Referenzen zur Bibel. Ben und Lasse besuchen täglich den Kinderbibeltreff am Strand und lernen dort jeden Tag eine neue Geschichte aus der Bibel kennen.

Der Stift mit UV-Lampe ist ungefähr so groß wie ein Füller. Die Lampe hat keinen Schalter oder Knopf, mit dem die Lampe an- und ausgeschaltet werden kann, sondern einen Druckknopf, der gedrückt bleiben muss, soll die Lampe leuchten. Der Knopf ist eine kleine Kugel, die mit Kraft gedrückt werden muss. Nach längerem Drücken hat man ein unangenehmes Gefühl am Finger.

Die Rätsel sind gut gemacht und man muss ein wenig nachdenken, um auf die Lösung zu kommen. Bei zweien ist mir dies aber nicht gelungen. Nach Lesen der Lösung fand ich diese im Nachgang einleuchtend, aber im Text gab es meiner Meinung nach nicht genügend Hinweise, um von alleine auf die Lösung zu kommen.

Und hier die Kurzzusammenfassung

+ Suchaufgaben im Buch und Rätsel am Ender der Geschichten laden Kinder ein selbst aktiv zu werden
+ Lustig geschrieben
+ Wissensvermittlung fließt nebenbei in die Geschichten ein
– nicht alle Rätsel waren einleuchtend
– der Knopf der Lampe ist schwergängig

Fazit

Dieses Buch lädt Kinder zum Mitmachen ein. Die Rätsel und AUfgaben sind immer wieder anders, Monotonie gibt es nicht. Auch wenn dieses Buch Teil einer Buchreihe ist, sind die Geschichten in sich abgeschlossen und es ist nicht notwendig alle Teile zu erwerben und in einer vorgegebenen Reihenfolge zu lesen.

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt

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Tags: ben & lasse, harry voß, lustig, rätsel, spannend   (5)
 

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Mia schafft das schon

Nina Hundertschnee
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Kaufmann, Ernst, 01.08.2018
ISBN 9783780663290
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Mia ist ein kleines Mädchen, das bald in die Schule kommt. In elf kurzen, in sich abgeschlossenen Geschichten, begleitet man sie in ihrem Alltag. Sie besucht u.a. den Zahnarzt, hilft Oma und Opa im Schrebergarten und wechselt vom Kindergarten in die Grundschule.

Umsetzung

Wie jedes Kind hat natürlich auch Mia ein Lieblingstier, es heißt Wolle und ist ein Schaf, das überallhin mit muss. Das Kuscheltier ist regelmäßig zusammen mit Mia in den verschiedensten Situationen abgebildet.

Die Geschichten kommen direkt „aus dem Leben“. Die Alltagssituationen sind durchweg realistisch, doch wie der Alltag im realen Leben sind auch diese Geschichten weniger spannend. So schmuggelt sie Kekse und Eis in den Einkaufswagen (das mache ich heute noch, wenn ich meine Eltern besuche 😉 ) oder sie hat Spaß beim Essen, wenn Kelloggs zu kleinen Schiffchen in einem Milchmeer werden, die Strudeln und Wellen ausgesetzt sind.

An mehreren Stellen lacht die Mutter immer wieder, obwohl es unpassend ist. So steht sie unter Zeitdruck und sagt Mia mehrmals, dass diese sich für den Kindergarten anziehen möge. Am Ende trägt Mia die Kleidung ihrer Mutter und hat sich die Lippen mit Lippenstift angemalt. Ich kenne keine Mutter, die in dieser Situation lachte.

„Zum Glück hat Mia immer tolle Ideen, wie sie die Dinge aufregender gestalten kann, auch wenn dabei nicht immer alles glatt läuft. Doch Mia schafft das schon!“ (Klappentext). „Die kleine Mia hat ihren eigenen Kopf. Sie ist schließlich schon groß und kommt bald in die Schule. Ihre Ideen bringen sie allerdings so manches Mal in die Bredouille […]“ (Buchbeschreibung auf der Seite des Ernst Kaufmann Verlags). Zusammen mit dem Bild des Buchumschlags dachte ich, dass hier die Geschichten eines ungewöhnlichen Mädchens erzählt wird, das „wild“ ist und seinen eigenen Kopf hat. Leider erfüllt sich diese Erwartung nicht.

Die letzte Geschichte konnte mich nicht wirklich überzeugen. Auf wenigen Seiten sind neun Monate untergebracht, von der Schwangerschaft bis zur Geburt des kleinen Bruders. Es gibt etliche Sprünge bei Zeiten und Orten.

Und hier die Kurzzusammenfassung

+ Kinder erkennen ihren Alltag wieder
– gewöhnliche Alltagsgeschichten

Fazit

Das Buch habe ich mir spannender vorgestellt. Einband und Klappentext haben mir den Eindruck vermittelt, es handele sich um ein „wildes“ Mädchen, das allerlei Abenteuer erlebt. Leider ist Mia sehr brav und die Geschichten könnten Erzählungen aus dem Leben sein, sind aber – wie der Alltag der meisten Menschen – eher unspektakulär. Für kleine Kinder sind die Texte ok, aber 5-6 jährige werden Spannung vermissen.

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt

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Tags: kaufmann verlag, kinderbuch, kindergartenkinder, nina hundertschnee   (4)
 

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Einfach zauberhaft!

Katharina Mauder , Katrin Merle
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Kaufmann, Ernst, 01.08.2018
ISBN 9783780628633
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches

Das Buch ist im Hardcover gebunden und bunt illustriert. Die Vorderseite des Einbands ist mit Glitzer verziert. Das Buch enthält eine Seite mit 13 Stickern mit Motiven aus den Geschichten.

Inhalt

Die Geschichten sind so vielfältig wie die Autorinnen selbst. Mal geht es um eine junge Hexe, die verzweifelt hofft, dass ihr eine riesige Warze auf der Nase wächst, denn Hexen ohne Warze gibt es nicht. In einer anderen Geschichte freunden sich eine Elfe und ein Trollmädchen an und in einer weiteren Geschichte streitet sich ein Drache mit seiner besten Freundin.

Umsetzung

Bei Glitzer bin ich vorsichtig, denn oft genug bleibt etwas an den Fingern hängen. Nicht so bei diesem Buch, der Glitzer bleibt wo er soll: auf dem Buchumschlag.

Das die Geschichten aus den Federn verschiedener Autorinnen Stammen kommt dem Buch zugute. Die Ideen sind vielfältig. Keine Geschichte gleicht der anderen, selbst wenn ähnliche Figuren (Elfen, Hexen) in ihnen vorkommen.

Die Geschichten der Autorinnen sind originell. So wünscht sich eine junge Hexe eine dicke Warze, aus der ein Haar wächst, denn Hexen haben nun mal Warzen auf der Nase. In einer anderen Geschichte hat ein Drache Schnupfen und bei jedem Nießen speit er ungewollt Feuer, wobei er seiner Freundin die Kleidung verkohlt. Aber wie kommt man nur an feuerfeste Taschentücher?

Dieses Buch enthält Freundschaftsgeschichten für Mädchen. Auch wenn sich manche Figuren miteinander streiten, so gibt es immer ein Happy End. Der Großteil der Geschichten zeigt die Freundschaft ganz unterschiedlicher Wesen. Es ist kein Hindernis für eine Freundschaft anders zu sein. Das wird in all den Geschichten deutlich.

Die Texte sind kurz, Schriftgröße und Zeilenabstände sind größer gewählt. Die Worte sind, mit ein paar Ausnahmen, einfach. Auf Bandwurmsätze wird verzichtet. Durch diese Gestaltung kann das Buch nicht nur vorgelesen werden, sondern man kann es Leseanfängern auch zum selber lesen überlassen.

In manchen Texten finden sich die Kinder auch selber wieder. Wer kennt diesen Moment nicht, indem man als Kind darauf wartet was Spannendes zu lernen oder mit den Eltern zu machen und dann haben diese irgendwas anderes zu tun, bevor es losgehen soll? Das findet auch Amelie, als ihre Eltern zuerst essen wollen, bevor ihre Mutter ihr den Elfentanz zeigen will.

Und hier die Kurzzusammenfassung


+ originelle Texte
+ die Geschichten zeigen, dass Freundschaft auch Unterschiede verträgt
+ sprachlich ansprechend

Fazit

Ein zauberhaftes Buch mit Freundschaftsgeschichten für Mädchen. Action und Aufregung bieten die Geschichten nicht. Sie sind dennoch spannend anzuhören, weil die Ideen vielfältig und die Texte toll geschrieben sind.

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Tags: freundschaft, katharina mauder, kaufmann verlag, kinderbuch, lesenswert   (5)
 

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City Crime. Strichcode in Stockholm

Andreas Schlüter , Markus Spang
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei TULIPAN VERLAG, 19.02.2018
ISBN 9783864293863
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches

Das Buch ist im Hardcover gebunden und stellenweise s/w illustriert. Auf den Innenseiten des Buchumschlags ist das Zentrum Stockholms mit etlichen Straßennamen und wichtigen Gebäuden abgebildet. Dort findet ein Großteil der Handlung des Buches statt.

Inhalt

Finn und Joanna reisen alleine nach Stockholm, um ihren Cousin Oscar zu besuchen. Beim Schlendern durch die Stockholmer Innenstadt entdecken sie einen Obdachlosen, der anscheinend tot ist. Als sie mit einem Polizisten zurückkehren, ist der Mann verschwunden. Dort wo der vermeintlich Tote saß, finden sie eine Streichholzschachtel mit einem geheimnisvollen Strichcode. Zusammen mit der Obdachlosen Ronja untersuchen die drei den Fall und geraten dabei selbst in Gefahr.

Umsetzung

Besonders haben mir die Figuren im Buch gefallen. Jede von ihnen hat ihre Eigenheiten und zum Teil auch Sprache. Man kann sie hierdurch nicht nur auseinanderhalten, sondern findet leicht Zugang zu ihnen. Joanna zum Beispiel ist leicht auf die Palme zu bringen, besonders wenn man an ihrer Ehrlichkeit zweifelt. Da kann ihre Stimme schon mal schrill werden oder sie rollt genervt mit den Augen. Finn hingegen kann mit Burgern und Pommes immer eine Freude gemacht werden. Und er wünscht sich endlich einmal einen krimifreien Urlaub, sieht er doch so selten etwas von den Städten, die er besucht.

Die Geschichte spielt in Stockholm. Die Umgebung wird immer wieder genutzt, um wissenswertes über Stadt und Land zu vermitteln. So erfährt der Leser, dass Surströmming, eine schwedische Spezialität, ein gärender Fisch ist, der unappetitlich riecht. Die "Vasa" ist ein Kriegsschiff aus dem 17. Jhdt., das auf seiner Jungfernfahrt nach nur 1,3 Kilometern gesunken ist und nun in einem eigens für das Schiff eingerichteten Museum steht.

Dieses Kinderbuch ist modern gehalten. Es versucht nicht die Jugendsprache zu imitieren, aber Finn und Joanna sind geübt in der Nutzung ihrer Smartphones und Apps. Darüber hinaus sind IKEA und McDonalds wohl den meisten Kindern vertraut. Die Geschichte wird hierdurch in der Gegenwart verwurzelt, ohne künstlich zu wirken.

Hilfe erhalten die Kinder durch Ronja, ein junges Mädchen, das auf der Straße lebt. Durch diese Verbindung erhalten die Kinder Einblicke in das Leben von Obdachlosen. Das Elend, in dem diese Menschen leben wird gezeigt, ohne überdeutlich zu sein und Kinder zu „erschrecken“. Darüber hinaus liegt der Fokus darauf zu zeigen, dass Obdachlose auch Menschen sind.

Spannend ist das Buch durch die Wendungen, die es immer wieder erfährt. Zuerst scheint es, als sei ein Obdachloser gestorben. Etwas später ist er verschwunden. Durch Zufall sehen die Kinder den vermeintlichen Toten wieder und müssen feststellen, dass seine Obdachlosigkeit lediglich Tarnung ist. Doch die Rätsel um den Fremden gehen weiter. Bis zum Ende fragt man sich, welches Geheimnis der „Obdachlose“ birgt und wie sie seine Entführer stellen können.

Auch wenn es sich um einen Krimi handelt, kommt der Humor nicht zu kurz: "'Saft!', sagte Oscar und Finn wollte die Gelegenheit nutzen: 'Gibt's Cola?'. Joanna warf ihm einen vorwurfsvollen Blick zu. Ihr Bruder wusste genauso gut wie sie, dass sie zu Hause keine Cola zu trinken bekamen wegen des Koffeins. Finn grinste sie an. Darum hatte er ja gefragt." (S. 123 Z.1ff.) Wer kennt diese Momente nicht?

Einen runden Abschluss bildet das kleine schwedische Wörterbuch am Ende des Bandes. So kann man ein paar Worte Schwedisch lernen (u.a. Zahlen, Tage und Monate oder Begrüßungsformen).

Und hier die Kurzzusammenfassung

+ interessante und „lebensechte“ Figuren
+ Informationen über Schweden fließen ein
+ Spannend und modern

Fazit

Dieser spannende Kinderkrimi gefällt mir sehr gut. Die Figuren sind lebendig und man taucht sehr schnell in die Geschichte ein. Im Verlauf der Geschichte tun sich immer neue Rätsel auf, die am Ende gelöst werden. Auch wenn es sich um eine fiktionale Geschichte handelt, könnte sie so passiert sein, Umgebung und Handlung wirken realistisch.

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt

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Kinder- und Jugendbuch schreiben und veröffentlichen

Heidemarie Brosche , Detlef Kersten
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Autorenhaus-Verlag, 01.04.2009
ISBN 9783866710627
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die Kinderliteratur ist weitaus differenzierter als die Erwachsenenliteratur. Während es bei Büchern für Erwachsene kein Problem ist Altersgruppen von z.B. 20-49 zu definieren, so sind Kinder viel differenzierter zu betrachten. Sie entwickeln sich in den ersten Jahren besonders schnell und so umfassen Zielgruppen in der Regel nur wenige (2-3) Jahre. Je nach dem, was für einen Text man schreibt, muss man diesen eben genau auf seine Zielgruppe abstimmen. Deshalb wird hier auch sehr detailliert auf Pappbilderbücher, Vorlesebücher, etc. mit vielen Beispielen und Anmerkungen eingegangen.

 

Dieses Buch richtet sich speziell an KinderbuchautorInnen. Allgemeine Schreibtipps sind daher nicht Gegenstand dieses Buches. Vielmehr wird auf die sprachlichen und gestalterischen Besonderheiten von Kinderbüchern eingegangen. So beschäftigt sich ein Kapitel mit dem Handwerkszeug, wie Wortschatz, Grammatik, Figuren und Handlung.

 

Positiv finde ich die aus der Praxis herausgenommen Beispiele. Exposé, Vita und Anschreiben werden auch beim Kinderbuch gefordert. Frau Brosche hat hierzu eigene Texte abgedruckt, mit denen sie sich bei Verlagen beworben hat.

 

Geschichten für Kinder werden nicht nur in Kinderbüchern abgedruckt. Auch Kinderzeitschriften und Hörfunk haben Bedarfe an Texten für Kinder. Sie weist (auch aus eigener Erfahrung) auf diese Alternativen hin und öffnet so den Blick für andere Medien.

 

Der Klappentext weist bereits darauf hin, dass es sich um „[e]in[en] realistische[n] Ratgeber aus der Praxis[…]“ handelt. Da liegt meiner Meinung nach die Stärke dieses Buches. Es hat nicht den Anspruch eine ideale Vorgehensweise vorzustellen oder Situationen zu beschreiben, die so oder anders sein sollten/könnten. Sie berichtet über positive und negative Erfahrungen und Herangehensweisen, die für sie funktioniert haben. Ebenso sind die Beispiele nicht ausgedacht, sondern schildern Erlebtes. Welche Anregungen man ausprobiert bleibt am Ende immer dem Leser überlassen.

 

Das Buch endet mit einer Liste namhafter Kinderbuchverlage, in denen zum Teil auch persönliche Ansprechpartner genannt werden. Wer eine „komplette“ Liste sucht, sollte sich im Internet informieren. Auch das „Handbuch für Autoren“, welches regelmäßig aktualisiert wird, bietet einen guten Überblick.

 

Manche Tipps sind unnütz, bzw. lassen sich nur schwer nachvollziehen. So rät die Autorin zum Beispiel „Lassen Sie sich diese auch etwas kosten, wenn es ein gutes Seminar ist.“ (S.64 Z.8f.) Woran ich im Vorfeld ein gutes Seminar erkenne, bleibt im Verborgenen. Auch plädiert sie mit Nachdruck für das Schreiben von Geschichten per PC. Wie man eine Geschichte schreibt bleibt jedem selbst überlassen, da gibt es meiner Erfahrung nach kein „richtiges“ Werkzeug. Manche Autoren diktieren Texte und lassen sie niederschreiben oder nutzen Sprachprogramme. Andere nutzen den PC oder die Schreibmaschine. Ich selber schreibe am liebsten mit dem Kugelschreiber. Da ich meinen Text langsamer zu Papier bringe feile ich bereits beim Schreiben intensiver an Formulierungen. Meiner Meinung nach gilt: das richtige Schreibwerkzeug ist jenes, das für den Betroffenen funktioniert!

 

Und hier die Kurzzusammenfassung

+ etliche Beispiele

+ geht speziell auf Kinderbücher ein

– manche Ausführungen sind nicht zielführend

 

Fazit

Meiner Meinung nach ist dies ein nützlicher Ratgeber. Frau Brosche informiert über die verschiedenen Themen zum Schreiben von Kinderbüchern aus ihrer persönlichen Erfahrung. Der Text liest sich flüssig, ohne lehrhaft wirken zu wollen. Allein bei der Lektüre kam mir eine Idee für ein Kinderbuch. Das Lesen hat sich also bereits gelohnt.

 

Meine Rezension bezieht sich auf die aktualisierte dritte Ausgabe 2009 [ISBN 978-3-86671-062-7]

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Weihnachtsüberraschung für Paul

Monika Larsen , Ulla Mersmeyer
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Kaufmann, Ernst, 01.08.2018
ISBN 9783780663238
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Titelbild verrät viel über den Ideenreichtum und die Liebe zum Detail, die die Illustrationen auszeichnen. Die Illustratorin hat sich dafür entschieden kleine Mäuse in ihre Bilder einzubauen. So sieht man neben den menschlichen Hauptdarstellern immer wieder kleine Mäuse mit roten Zipfelmützen, die unbemerkt mit ihren Menschen zusammenleben. Sie fahren Schlitten, bauen Schneemäuse und haben natürlich auch ihr eigenes Geschirr auf dem Frühstückstisch. Ich selber habe mir die Bilder mehrmals angesehen und immer wieder etwas Neues entdeckt. Neben Mäusen findet man auch immer wieder kleine Schafe. Auch wenn sie kein rotes Halsband tragen denke ich, dass sie eine Anspielung auf Rica, das kleine Schaf, sind – eine Buchreihe, die ebenfalls im Kaufmann Verlag erscheint.

Die Bilder unterstreichen die Geschichte. Sie wirken lebendig, nicht statisch. Darüber hinaus vermitteln sie die Gefühle der Figuren recht gut.

Die Satzlängen variieren, sodass sowohl das Vorlesen, als auch Zuhören Spaß machen. Um das Zuhören zu erleichtern wird auf Neben- und Schachtelsätze verzichtet, ebenso finden sich keine schwierigen oder fremden Worte. Dafür sind immer wieder längere Sätze vorhanden, sodass es nicht zu einem Stakkato kurzer Sätze kommt.

Die Sprache ist kindgerecht, aber nicht kindisch. Um den Text aufzulockern sind immer wieder Begriffe wie „schwuppdiwupp“ oder „juhu“ in den Text eingeflochten.

Und hier die Kurzzusammenfassung
+ detailreiche Illustrationen
+ kindgerechte Sprache

Fazit

Dieses Kinderbuch zu lesen macht Spaß, was nicht nur der Geschichte zu verdanken ist. Die Illustrationen ergänzen den Text sehr gut. Vor allem die vielen kleinen Details laden dazu ein dieses Buch immer wieder aufzuschlagen und nach noch unentdeckten Mäusen oder gar dem Weihnachtsmann auf seinem fliegenden Schlitten zu suchen.

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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Tags: ab 5 jahren, bilderbuch, kaufmann verlag, lesenswert, monika larsen, weihnachten   (6)
 

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Ziele erreichen: Von der Vision zur Wirklichkeit (Haufe TaschenGuide)

Susanne Nickel
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Haufe, 12.05.2017
ISBN 9783648094068
Genre: Sachbücher

Rezension:

Dieses Buch habe ich zuallererst in einem Rutsch gelesen. Die Sprache ist bildhaft und leicht verständlich. Den Inhalt allerdings muss man zunächst wirken lassen. Es handelt sich nicht um einen Ratgeber, den man “mal eben“ liest und dann loslegen kann. Mit diesem Buch zu arbeiten heißt tatsächlich einige Stunden damit zu verbringen sich über sich selbst und die eigene Wünsche klar zu werden.

Sehr gut gefällt mir, dass das Buch nicht erst bei den Zielen ansetzt, sondern bereits davor. Vor jedem Ziel gibt es einen Wunsch, ein Bedürfnis. Erst wenn man selbst dieses Bedürfnis benannt hat, kann man nach Zielen suchen, die dieses Bedürfnis befriedigen. Umso wichtiger ist es sich klar zu machen wo man gerade im Leben steht, sei es beruflich, privat oder im familiären Umfeld und herauszufinden, was man für sich selbst erreichen will – denn manchmal schließen sich Ziele gegenseitig aus.

Die Autorin arbeitet bei der Zielerreichung vor allem mit zwei Mitteln. Zum einen fordert sie immer wieder auf Dinge niederzuschreiben, damit sie besser im Gedächtnis verhaften (hierauf wird generell bei Ratgebern/Seminaren zu Themen wie Zeitmanagement, Ziele erreichen und Motivation hingewiesen). Darüber hinaus fordert sie auch auf, Ziele zu visualisieren. Das kann abends fünf Minuten vor dem Einschlafen sein, wenn man sich den Moment vorstellt, wenn das Ziel erreicht ist, sich vorstellt, was man fühlt und sich bewusst macht, warum man dieses Ziel zu erreichen sucht. Es gibt aber auch andere Vorschläge, wie zum Beispiel Collagen, die man anfertigen und dann aufhängen kann, um sich immer wieder an das eigene, gesteckte Ziel zu erinnern.

In einem Unterkapitel widmet sie sich ganz der Frage „Wie mache ich einen Wunsch zu einem Ziel?“. Anhand des Bewusstseins über die eigenen Wünsche können Ziele mit der SMART-Formel formuliert werden, was einfach und anschaulich erklärt wird.

Zu den prägnanten Ausführungen gibt die Autorin auch regelmäßig ausführliche Beispiele, mit denen das vorher gesagte verdeutlicht wird. Zusammen mit dem Verzicht auf Fach- und Fremdworte ist ein Buch entstanden, das leicht verständlich ist.

Die Bildhafte Sprache macht das Lesen sehr angenehm, sie verdeutlicht aber auch manche Aussage besser, als es eine lange Erklärung könnte. Ist das aktuelle berufliche Umfeld (es lässt sich aber auch auf alles andere übertragen) das richtige, um sich zu entfalten? Die Autorin fragt hierzu ganz konkret „Steht Ihre Karriereleiter an der richtigen Wand?“ (S.104)

Eingeprägt hat sich mir folgender Satz: „Jeder Mensch brennt für etwas. Es lohnt sich, es zu finden.“ (S.93) Wir setzen uns keine Ziele für andere oder um das zu erreichen, was andere wollen. Unsere Ziele gehören uns und nur wenn wir intrinsisch motiviert sind, können wir alles dafür geben.

In diesem Buch werden sieben Gute-Laune-Loops vorgestellt. Ziele zu erreichen ist anstrengend. Mit verschiedenen Vorschlägen gibt die Autorin dem Leser Möglichkeiten an die Hand mit Rückschlägen, Zweifeln und schwierigen Phasen umzugehen, um das Ziel dennoch zu erreichen.

Und hier die Kurzzusammenfassung

+ Geht nicht nur auf Ziele ein, sondern auch auf das „Warum“
+ viele Aufzählungen, Checklisten und Zusammenfassungen
+ Bildhafte Sprache, einprägsam und leicht verständlich
+ alltagstaugliche Tipps

Fazit

Dieses Buch ist kein Kurzratgeber für zwischendurch. Die verschiedenen Übungen und Aufgaben durchzugehen dauert Stunden – die ich gerne bereit war zu investieren. Als mir klar wurde was mir wichtig ist, konnte ich auch meine Ziele viel leichter definieren. Der Teil über die Umsetzung der Ziele ist reich an Anregungen. Definitiv einer der guten Ratgeber, wenn es um Zielerreichungen geht. Ich empfehle dieses Buch.

Wer nach weiterer Literatur zum Thema „Ziele erreichen“ sucht, dem möchte ich „30 Minuten Gewohnheiten ändern“ von Markus Hornig und „Optimistisch Denken“ von Elke Nürnberger empfehlen.

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Tags: haufe, motivation, susanne nickel, ziele erreichen   (4)
 

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Optimistisch denken

Elke Nürnberger
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Haufe-Lexware, 18.12.2013
ISBN 9783648052273
Genre: Sachbücher

Rezension:

Als Buchhalter bin ich ungern gesehen. Wenn ich mich zu meinen Kolleginnen aufmache, dann geht es meist darum, dass ich Rechnungen kritisch hinterfrage oder Buchungen falsch sind – und ich Korrekturen einfordern muss. Privat wiederum möchte ich mich endlich an meinem Buch und neuen Kurzgeschichten versuchen, aber der innere Kritiker nimmt mir manchmal die Lust. Von diesem Buch habe ich mir versprochen, dass es mir hilft Kritik positiver zu vermitteln und privat endlich wieder zu schreiben. Diese Entscheidung war goldrichtig.

Aufmachung des Buches

Die Bücher der Haufe-Reihe sind klein und lassen sich somit wunderbar mitnehmen und unterwegs lesen. Sie bieten kompakt Informationen zum jeweiligen Thema, wobei Texte durch Grafiken, Aufzählungen und Zusammenfassungen ergänzt werden.

Inhalt

In diesem Buch geht es um Optimismus und wie man ihn aktiv herbeiführen kann. Der Leser soll Werkzeuge an die Hand bekommen, mit denen er sich selber mehr zutraut, positiver denkt und handelt. Andererseits wird vermittelt, wie man nach außen hin positiv kommuniziert.

Umsetzung

In diesem Buch lassen sich viele Aufzählungen, Grafiken und Checklisten finden. Sie fassen die Inhalte immer wieder kurz und prägnant zusammen. Dadurch kann man ebenfalls die Kernaussagen leicht herausschreiben, wenn man sich diese im Alltag per Post-it wieder ins Gedächtnis rufen will.

Die Autorin zeigt auf, warum optimistische Menschen erfolgreicher sind. Es liegt nicht daran, dass ihnen alles gelingt, sondern daran, dass sie mehr versuchen – und sie deshalb unterm Strich mehr erreichen. Dabei zeigt sie nicht nur Wege auf, mit denen man optimistische Gedanken herbeiführen kann. Sie fordert auch immer wieder dazu auf die eigenen Glaubenssätze zu hinterfragen. Warum beginnst du ein Projekt, wenn du schon vorher weißt, dass du nicht gut genug bist und es sowieso nicht schaffen wirst? Eben! Alles beginnt mit dem Glauben an die eigenen Fertigkeiten, daran, dass man sein Ziel erreichen kann.

Positiv fällt auf, dass Lesern nicht weiß gemacht wird, dass positives Denken vollkommen ausreicht, um Ziele zu erreichen. Im Gegenteil – zu viel Zuversicht kann schädlich sein. Die Autorin warnt den Leser davor.

Optimismus hängt nicht nur von der eigene Person ab, sondern auch von der Umwelt. Die Autorin geht deshalb auch auf z.B. Medien ein, die aufgrund der besseren Verkaufschancen eher auf Katastrophenmeldungen setzen, als auf positive Nachrichten. Sie empfiehlt daher auch das eigene Umfeld zu untersuchen. Mitgefühl zu zeigen ist wichtig, aber mitzuleiden zieht einen nur runter, ebenso wie der regelmäßige Konsum von Katastrophenmeldungen.

Interessant ist die Exkursion zur selbsterfüllenden Prophezeiung. Bisher ist der Begriff eher negativ besetzt, wird er doch meistens dafür herangezogen sich selber zu erklären, warum etwas schiefgegangen ist – man wusste es ja vorher. Diese selbsterfüllende Prophezeiung kann man nutzen, indem man diese positiv besetzt und sich selbst den Erfolg vorhersagt.

Die Anregungen, die Leser erhalten, um das eigene Denken positiv zu beeinflussen sind alltagstauglich und wirken. Ich selber habe zum Beispiel mit einem Motivationstagebuch gearbeitet. Dazu habe ich einen Tischkalender genommen und jeden Tag aufgeschrieben was positiv war (egal wie „unbedeutend“ das Ereignis war) und ebenfalls notiert, was ich für meine Zielerreichung geleistet habe. Dieser Tipp half zum Beispiel auch dann keine Durchhänger zu haben, wenn ich einen ganzen Tag nichts für meine Ziele geleistet hatte – immerhin konnte ich in diesem Kalender die vielen positiven Tage sehen. Am nächsten Tag arbeitete ich motiviert und optimistisch weiter an meinen Zielen.

Ebenfalls hilfreich waren die Tipps zur positiven Kommunikation. Ich selber bin kein Freund von Euphemismen, aber manchmal können sie hilfreich sein. Wenn ich zum Beispiel Dokumente in Excel einrichte oder Auswertungen anfertige, dann versuche ich diese so unkompliziert zu erstellen, dass Fehler bei der Anwendung ausgeschlossen sind. Manchmal höre ich dann, dass ich sie extra so erstellt habe, dass selbst Dummies nichts falsch machen können. Ich spreche dann einfach von Nutzerfreundlichkeit und schon müssen alle lachen.

Ich erinnere mich noch gut an eine Situation. Ich ging zu einer Kollegin, weil ein Beleg falsch war. Sofort wurde ich mit einem skeptischen Blick empfangen. Aber anstatt zu sagen, dass der Beleg falsch ist, gestaltete sich die Konversation folgendermaßen:
Sie: „Was habe ich jetzt falsch gemacht?“
Ich: „Wir können diesen Beleg zusammen verbessern.“
Sie: „Und wie?“
Ich: „Wir fangen mit dem Stornieren an.“
Im Endeffekt war die bisherige Buchung falsch und alles musste rückgängig gemacht und neu erstellt werden. Aber der ganze Vorgang begann mit einem Lacher. Die Situation war positiv aufgeladen und die Zusammenarbeit gestaltete sich gut.

Und hier die Kurzzusammenfassung

+ Tipps, die sich leicht in die Praxis umsetzen lassen und funktionieren
+ etliche Grafiken, Aufzählungen, Checklisten
+ Zusammenfassungen der Kernaussagen an jedem Kapitelende

Fazit

Der Kauf dieses Ratgebers hat sich auf jeden Fall gelohnt. Nach der Lektüre habe ich verschiedenes ausprobiert, sowohl auf der Arbeit, als auch privat. Die Anregungen im Buch haben tatsächlich geholfen die Zusammenarbeit leichter und fröhlicher zu gestalten, selbst wenn Kritik geübt wird. Darüber hinaus hilft es privat dazu zu motivieren, an den eigenen Zielen zu arbeiten und Durchhänger abzumildern. Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung.

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Tags: elke nürnberger, haufe, motivation, optimismus, positives denken, ratgeber, ziele erreichen   (7)
 

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Florentius der Gärtner

Kestutis Kasparavicius , Saskia Drude , Kestutis Kasparavicius
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Urachhaus, 12.03.2018
ISBN 9783825151485
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Florentius ist ein begnadeter Gärtner, der seine Blumen hegt und pflegt. Jede Woche verkauft er Rosen auf dem Wochenmarkt, als eines Tages die Königin zu seinem Stand kommt. Diese hat von schwarzen Rosen gehört, aber nie welche gesehen. Florentius schwindelt, indem er behauptet, dass diese erst in eine Woche blühten. Gleichzeitig macht er sich auf die Suche nach einer Anleitung, mit der man schwarzen Rosen züchten kann. Diese sind aber bei weitem nicht so harmlos, wie man glauben mag.

Umsetzung

Gut hat mir die blumige Sprache gefalle, in der das Buch verfasst ist. So gibt es unter anderem “Sonnenaufgang farbige“, „hasennasenfarbige“ und „Walderdbeertortenrosafarbige Rosen“ (S. 8, Z. 16f.)

An manchen Stellen allerdings ist die Übersetzung holprig, beziehungsweise machen Aussagen wenig Sinn. Der Bäcker möchte den Landstreicher davon überzeugen Polizist zu werden. Sprachlich wird das im Buch so ausgedrückt „Der Bäcker aber drang in ihn, Polizist zu werden.“ Hier dring niemand in niemanden ein. Vielleicht hätte es besser „Der Bäcker aber drängte ihn, Polizist zu werden“ heißen sollen. Es gibt immer wieder Formulierungen, die befremdlich wirken. So heißt es zum Beispiel „Aus ihr stieg die Königin in höchsteigener Person […].“ S.14 Z.24f.)Kann sie die Persönlichkeit wechseln und als jemand anderes aussteigen? „[…] rief die Königin begeistert aus“ (S. 19 Z.7f.). Warum muss sie etwas ausrufen? Ist sie ein Marktschreier? In der Geschichte sind mir etliche Stellen aufgefallen, die meiner Meinung nach anders hätten formuliert werden sollen.

Die Bilder selber sagen mir vom Stil her leider gar nicht zu. Sie wirken in meinen Augen statisch. Die Bäume im Wald sehen aus, wie mit dem Lineal gezeichnet. Freude und Kummer kann man in den Gesichtern nur anhand des Mundes erkennen. Mimik oder Gestik geben dies nicht wieder. Andererseits fehlen mir auch ein wenig die Details. Der Bäcker hat laut Text Vanillezucker an seinem Fell, aber man sieht es nicht. Der Imker wird von Bienen umflogen, aber es ist keine abgebildet. Auf der Verlagsseite könnt ihr euch einen Teil der Bilder ansehen und selbst entscheiden.

An manchen Stellen passen Beschreibungen und tatsächliche Handlungen nicht überein. Die Bienen werden als aggressiv und gefährlich beschrieben, als Florentius diesen aber begegnet sind sie freundlich und hilfsbereit. Der Stadtstreicher interagiert nur wenig mit den Dorfbewohnern und umgekehrt, plötzlich bezeichnet Florentius diesen aber als seinen Freund.

An anderer Stelle beginnen die Augen des Landstreichers bei einer Unterhaltung zu strahlen und Florentius muss die Hand vor Augen nehmen, um nicht geblendet zu werden. Diese Stelle hat sich mir nicht erschlossen.

Und hier die Kurzzusammenfassung
+ blumige Sprache
– statische Bilder
– holprige Übersetzungen
– Beschreibungen und Handlungen passen nicht zueinander

Fazit

Ich persönlich kann dieses Buch leider nicht empfehlen. Die Bilder wirken statisch auf mich und haben mich nicht überzeugt. Darüber hinaus finde ich die Übersetzung der Geschichte nur zum Teil gelungen. Es gibt immer wieder Formulierungen, die einem im Alltag nicht begegnen.

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Der Weg zum Bestseller

Natascha Becker
Flexibler Einband: 168 Seiten
Erschienen bei Humboldt, 19.02.2009
ISBN 9783869101569
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhalt

Der Klappentext verspricht, dass man mit diesem Buch praktische Informationen erhält, mit denen man sein Exposé optimal präsentiert und einen geeigneten Verlag findet. Der Inhalt ist in fünf Kapiteln gegliedert, die sich mit folgenden Themen befassen:

wie findet man ein Thema für ein Buch und bereitet es auf? wie findet man den richtigen Verlag? Lektorat und Honorare Tipps zum Schreiben von Büchern Marketing
Umsetzung

Die Autorin geht in ihrem Ratgeber sehr methodisch vor. Sie beginnt bei der Idee und den Vorarbeiten zu einem Buch, bevor sie über den Schreibprozess und das Manuskript zur Verlagssuche kommt. Am Ende stellt sie Möglichkeiten vor, Abseits von Verlagen zu veröffentlichen und berichtet von Marketingmaßnahmen, die man nach der Veröffentlichung durchführen kann.

Positiv sind mir die vielen Infoboxen aufgefallen. Sie geben praxisnahe Tipps, wie ein Exposé aufgebaut ist und welche Infos es enthalten sollte, wie man einen Presseverteiler oder Kontakte zu Buchhändlern aufbaut, etc.

Auch wenn es sich um einen Ratgeber handelt, ist er zu keiner Zeit langweilig. Die Thematik wird locker aufbereitet. Weiterhin positiv ist, dass weitgehend auf Fach- und Fremdworte verzichtet wird.

Wer an Schriftsteller denkt, dem fallen sicher sofort Ken Follet, John Grisham oder Joanne K. Rowling ein. Die Autorin vermeidet es aber, ein romantisches Bild vom Schriftsteller und seinem Leben zu zeichnen. Schriftsteller zu sein sei hart und die wenigsten könnten davon leben. Sie versucht aufzuzeigen, dass eine erfolgreiche Veröffentlichung noch lange kein Grund sei, seinen Brotberuf aufzugeben. Und obwohl dem so ist, macht sie Mut das eigene Buch zu schreiben.

Die Autorin hat den Anspruch einen Leitfaden für Romane, Sachbücher und Belletristik geschrieben zu haben. Dem kann ich leider nur in Teilen zustimmen. Sehr viele Beispiele beziehen sich auf das Erstellen von Sachbüchern. Darüber hinaus rät sie, zuerst ein Konzept und ein Exposé einzureichen, um herauszufinden ob das Thema für einen Verlag interessant ist. Im Bereich Belletristik sind Ideen meines Wissens nach nur selten genug – das gilt insbesondere für unbekannte Autoren – immerhin will kein Verlag die Katze im Sack kaufen.

Nicht jedes Buch hat einen Markt (z.B. Vereinsbuch, Autobiografie). Aber auch hier werden Möglichkeiten der Veröffentlichung dargestellt, über Books-on-Demand oder Druckereien. Leider schlägt die Autorin auch vor sich mit Druckkostenzuschussverlagen zu beschäftigen, wenngleich man wegen der Kosten aufpassen solle. Diese Abgrenzung ist mir zu schwammig. In der heutigen Zeit gibt es keinerlei Grund mehr auf Druckkostenzuschussverlage zurückzugreifen. Im Internet lassen sich professionelle Illustratoren, Lektoren und andere finden, die bei deutlich niedrigeren Kosten bei der Erstellung des eigenen Buches helfen.

Das Buch widmet sich auch den Alltagsproblemen von Autoren. In kurzen Listen gibt es Vorschläge gegen Schreibblockaden, für bessere Texte und es erklärt warum Kritik etwas Positives ist – jeder Autor kann an ihr wachsen, wenn sie gutgemeint und sachlich begründet ist. Kein Ratgeber kann alle Bereiche des literarischen Schreibens erschöpfend abdecken. Die Vorschläge sind daher nur als Anregungen zu verstehen. An weiterführender Literatur führt kein Weg vorbei.

Auch das Thema Steuern wird gestreift. Einem Vorschlag der Autorin muss ich widersprechen. „Wenn Sie keinen Steuerberater haben, der sich ohnehin um solche Fragen kümmert, kann die Anschaffung eines Ratgebers zu diesem Thema lohnend sein – hier findet sich der ein oder andere Tipp, der gerade für Freischaffende bares Geld wert sein kann.“ (S. 133 Z.23ff.) Ich bin studierter Betriebswirt und arbeite als Buchhalter und aus meiner Praxis heraus kann ich sagen, dass Steuerthemen sehr komplex sind. So informativ Ratgeber sein können, den Rat eines Steuerberaters können sie meiner Meinung nach nicht ersetzen.

Titel sollen Aufmerksamkeit erregen und zum Kauf anregen. Hier ist es nicht anders. Es gibt keinen Leitfaden, mit dem jeder einen Bestseller schreiben kann. Und auch wenn hier viele gute Ideen zum Besten gegeben werden, benötigt man mit Sicherheit weiterführende Literatur, je nachdem, welche Wissenslücke man schließen möchte (Exposé schreiben, Marketing, Handwerk des Schreibens,…).
Im Anhang gibt es ein paar Buchvorschläge und Internetseiten, über die man sich mit weiteren Infos versorgen kann. Leider ist diese Liste recht kurz gehalten und hätte ohne Mühe deutlich üppiger ausfallen können.

Und hier die Kurzzusammenfassung

+ hoher Informationsgehalt
+ viele praxistaugliche Tipps
+ Der Erfolg eines Buches hängt auch vom Marketing ab. Dementsprechend viele Tipps gibt es in diesem Bereich
– konzentriert sich in vielem auf Sachbücher
– Manche Ratschläge sind zweifelhaft

Fazit

Das kleine Büchlein lässt sich recht schnell lesen, doch enthält eine Fülle von Informationen und Praxistipps, deren Umsetzung Stunden und Tage in Anspruch nehmen werden. Besonders gefällt mir, dass das Buch bereits vor der Anfertigung des Manuskripts, bei der Themensuche, beginnt und über den gesamten Erstellungsprozess des Buches bis hin zur Vermarktung nach der Veröffentlichung reicht. Es ist für Neulinge sicher interessant. Wer aber bereits Ratgeber zu verschiedenen Facetten des Schreibens gelesen hat, erfährt hier nur wenig Neues. Darüber hinaus sind viele Informationen eher für Sachbuchautoren interessant.

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30 Minuten Gewohnheiten ändern

Markus Hornig , Gilles Karolyi , Sonngard Dressler , Gordon Piedesack
Audio CD
Erschienen bei GABAL, 30.09.2017
ISBN 9783869368207
Genre: Sachbücher

Rezension:

Wie kann man sich angewöhnen täglich zu schreiben, zu lesen, Obst statt Joghurt zu essen,…? Mit diesem Buch möchte ich herausfinden, warum Gewohnheiten sind, wie sie sind. Ich möchte verstehen, wie sie funktionieren und wie ich sie steuern kann, um gewohnheitsmäßig die Dinge zu tun, die ich tun möchte. Mit diesem Ratgeber habe ich genau das bekommen.

Aufmachung des Buches

Das Buch ist im Softcover gebunden. Aufgrund der geringen Größe und Dicke kann man es gut für Unterwegs mitnehmen. Die 30-Minuten-Reihe von Gabal zeichnet sich dadurch aus, dass man diese Bücher in kurzer Zeit durchlesen kann, indem man sich auf die Kurzzusammenfassungen am Kapitel-, bzw. Buchende konzentriert. Ich lese die Bücher gerne in Gänze und brauche somit deutlich mehr als 30 Minuten.

Inhalt

Der Autor Markus Hornig beschäftigt sich mit dem Erlernen neuer Gewohnheiten und der Abstellung von „schlechten“ Gewohnheiten. Zuerst stellt er dar, wie Gewohnheiten entstehen und wodurch sie ausgelöst werden. Der zweite Teil des Buches beschäftigt sich dann ganz konkret damit, wie man bestehende Gewohnheiten ändern und neue Gewohnheiten einführen kann. Er hat dazu einen Fahrplan entwickelt, der unabhängig vom Vorhaben zum Erfolg führen soll.

Umsetzung

Sehr gut gelungen finde ich die Schritt-für-Schritt-Anleitungen in den letzten beiden Kapiteln. In Kapitel vier wird theoretisch erklärt, wie Gewohnheiten wirken und welche Fragen man sich stellen sollte, um Handlungsalternativen zu finden, also die bisherige Gewohnheit durch eine neue zu ersetzen. Sehr detailliert wird dann im letzten Kapitel beschrieben, wie man sich neue Gewohnheiten Schritt für Schritt antrainiert. Verschiedene Beispiele verdeutlichen die theoretischen Ausführungen.

Wenn es darum geht eine Veränderung herbeizuführen, geht der Autor sehr methodisch vor. Vom Beginn bis zur Umsetzung der neuen Gewohnheit durchläuft man zehn Stationen. Interessant ist der Ansatz, dass man nicht sofort mit Änderungen beginnt, sondern sich zuerst Gedanken über die Veränderungen macht. So ist die erste Frage nicht „wie erreiche ich mein Ziel?“, sondern „erreiche ich mit meinem Ziel das, was ich tatsächlich will?“. Nach der mentalen Vorbereitung geht es dann an die Umsetzung des Vorhabens.

Es gibt immer wieder Einschübe mit hilfreichen Anmerkungen. So zum Beispiel, dass Verbote nicht wirken und der dadurch entstandene Mangel überkompensiert wird (z.B. Jo-Jo-Effekt). Oder das man für Veränderungen mental ausgeruht sein sollte. Manche der Anmerkungen sind aber auch Tipps, die bei der Zielerreichung helfen und im Alltag eingesetzt werden können.

Der Praxisratgeber gibt nicht nur Ratschläge, was, wie, wann, wo getan werden kann, um Gewohnheiten zu ändern. Er bietet auch einen „Blick hinter die Kulissen“. Die Leser erfahren wozu Gewohnheiten gut sind und wie sie funktionieren. Der Autor verzichtet aber, soweit möglich, auf Fachbegriffe und Fremdworte, was das Lesen angenehm macht.

Der Einstieg in das Buch ist allerdings anstrengend. Nach den ersten 30 Seiten habe ich mich gefragt, ob sich die Lektüre lohnt. Grund dafür sind die vielen Wiederholungen von ein und denselben Aussagen. Ein Beispiel:
„Haben Sie gute Vorsätze, wie regelmäßig Sport zu trieben, ein paar Kilos abzunehmen, stressfreier zu leben, weniger im Internet zu surfen, früher ins Bett zu gehen oder mehr Zeit mit der Familie zu verbringen?“ (S. 6 Z. 3 ff.)
„Regelmäßig Sport treiben, abnehmen, weniger Stress haben oder mehr Zeit mit der Familie verbringen, sind die Klassiker unter den Neujahresvorsätzen.“ (S.9 Z.6 ff.)
„[…]Demnach nehmen sich 60% der Deutschen vor, im neuen Jahr stressfreier zu leben. Auf Platz zwei und drei landen, jeweils mit 55%, die Vorsätze, mehr Sport zu treiben und mehr Zeit mit der Familie zu verbringen.“ (S. 10 Z. 6 ff.)

Das letzte Kapitel ist so aufgemacht, dass man direkt in das Buch schreiben kann. Negativ fällt mir auf, dass die Schreibboxen viel zu klein sind, um diese nutzen zu können. Vor allem da der Autor regelmäßig fordert sich intensiv und detailliert mit verschiedenen Fragestellungen zu beschäftigen.

Und hier die Kurzzusammenfassung


+ Anleitung, wie man „schlechte“ Gewohnheiten untersuchen und gezielt verändern kann. Darüber hinaus wird detailliert aufgezeigt, wie man neue Gewohnheiten schaffen und somit Ziele erreichen kann
+ Am Ende jedes Kapitels gibt es eine Kurzzusammenfassung
+ praxisorientierter Ratgeber, mit hilfreichen Tipps und Tricks
– Sprachlich ist das Buch anstrengend. Etliche Aussagen werden in kurzen Abständen mehrmalig wiederholt

Fazit

Meiner Meinung nach ist dieses Buch absolut alltagstauglich und hilft mit einfachen Methoden Gewohnheiten zu ändern und Ziele zu erreichen. Die Sprache ist einfach und verständlich. Der Einstieg allerdings ist schwierig, da durch etliche Wiederholungen der Eindruck entsteht, dass es keine klare Gedankenführung gibt.

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Reitprüfung auf dem Kastanienhof

Silvia Möller , Milada Krautmann
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Kaufmann, Ernst, 17.01.2018
ISBN 9783780663047
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die Weihnachtsferien nähern sich und mit Emmas Besuch ist die Ponybande wieder komplett. Die Kinder nehmen Reitstunden, um sich auf ihr neues Abzeichen vorzubereiten. Doch ständig werden sie bei ihrer Vorbereitung gestört: Frau Tanner lässt kein gutes Haar an den Kindern und ihrer Trainerin, das Pony Blümchen benimmt sich eigenartig und ein Pony verschwindet. Können sich die vier bei so viel Trubel auf die Prüfung konzentrieren?

Aufmachung des Buches

Das Buch ist im Hardcover gebunden. Neben der Geschichte gibt es ein Blatt mit über 20 Stickern. Das Papier ist ein wenig dicker und reinweiß, so kommen die Illustrationen sehr gut zur Geltung.

Umsetzung

Positiv fallen die detailreichen Illustrationen auf. Passend zur Winterzeit sind auf dem Pferdehof keine Schneemänner, sondern kleine Schneeponys zu finden. Manche Mähnen bestehen aus Stroh, andere aus Girlanden oder aus Sternen, die auf Zweige gesteckt sind. Ohne überladen zu sein bieten sie den Kindern etwas fürs Auge.

Kinder werden über lustige Situationen lachen können. Ein Beispiel: Lena steigt von Krümelchen, um ihn durch eine dicke Schneedecke zu führen. Sie rutscht aus und landet im Schnee. Krümelchen springt daraufhin zu ihr in den Schneeberg. Paul kann nur kurz über dieses Missgeschick lachen, denn sein Pony springt den beiden samt Reiter einfach hinterher. Am Ende sind alle durchnässt.

Ich bin ein Fan von Kinderbüchern, die neben einer unterhaltsamen Geschichte auch Werte wie Hilfsbereitschaft und Freundschaft vermitteln. Bent zum Beispiel begeht eine Dummheit für seinen besten Freund und dessen Schwester. Deren Eltern sind arbeitslos und somit gab es keine Geschenke an Heiligabend. Um den beiden eine Freude machen zu können, stellt er sich vor den Supermarkt und bittet um Spenden. Besonders gelungen finde ich auch, wie aufgezeigt wird, dass Tiere – genauso wie Menschen – Gefühle haben.

Die Geschichte ist in Kapiteln gegliedert, welche um die zehn Seiten lang sind. Mit dieser Aufteilung lässt sich das Buch auch gut etappenweise lesen, ohne das die Geschichte mittendrin unterbrochen wird. Die einzelnen Kapitel sind in sich abgeschlossen, ergeben aber eine zusammenhängende Geschichte.

Es handelt sich um den zweiten Band der Ponybande. An verschiedenen Stellen bezieht sich das Buch auf seinen Vorgänger, welchen ich nicht gelesen habe. Das verwirrt zuweilen ein wenig. Ich empfehle daher, zuerst den Ersten Band zu lesen, da beide aufeinander aufbauen.

Die Zielgruppe des Buches ist klar: Pferdeliebhaber. Aus diesem Grund kommen etliche Begriffe aus dem Pferdejargon vor, wie die Namen verschiedener Pferderassen (Pinto, Isländer,…) oder andere Begriffe aus dem Reitsport (Trense, voltigieren,…).

Sollte das Buch Kindern vorgelesen werden, die kaum Berührungspunkte mit Pferden haben, schlage ich den Erwachsenen vor, es vorher selbst zu lesen und sich „vorzubereiten“. Denn die Kleinen werden sicher fragen „was ist das?“

Und hier die Kurzzusammenfassung

+ Detailreiche Illustrationen
+ Ohne erhobenen Zeigefinger werden Werte wie Freund- und Hilfsbereitschaft vermittelt
– Das Buch ist auf Pferdeliebhaber zugeschnitten. Dementsprechend oft liest man Wörter aus dem Pferdejargon, die den meisten Kindern und Erwachsenen unbekannt sein werden

Fazit

Ein schönes Kinderbuch, das Pferdeliebhaberinnen und –liebhaber unterhalten wird. Die Illustrationen sind gelungen und die Geschichte ist kurzweilig.

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt

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katie daynes, kindersachbuch, usborne verlag, wissen über den körper

Ich weiß mehr! Mein Körper

Katie Daynes , Colin King
Fester Einband: 16 Seiten
Erschienen bei Usborne, 09.03.2018
ISBN 9781782327783
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches

Das Buch ist im Hardcover gebunden, der Einband ist dabei rund 3mm stark. Die Seiten sind aus stabiler Pappe und rund 1,5mm stark.

Inhalt

Im Buch gibt es viele Informationen über den menschlichen Körper. In insgesamt neun Kapiteln können Kinder (und Erwachsene) einiges lernen:

Die Wunder des Körpers Essen und verdauen Die Lunge Der Blutkreislauf Knochen und Muskeln Das Gehirn Die Sinne Das Harnsystem Körperwörter
Um die Verschiedenheit der Bereiche des menschlichen Körpers, die vorgestellt werden, zu unterstreichen, sind alle Doppelseiten in einer anderen Hintergrundfarbe gehalten.

Umsetzung

Das Buch ist sehr anschaulich. Neben den kurzen Texten helfen die Bilder dabei das vermittelte Wissen aufzunehmen. Nur hin und wieder wird einige Vorstellungskraft gebraucht. So zum Beispiel, wenn es um die Muskeln geht. Muskelzellen sind länglich und bewegen sich spiegelbildlich, um die Knochen zu bewegen.

Das Buch geht auch auf Funktionen des Körpers ein, die uns Erwachsenen eher unangenehm sind und zeigt dabei, dass es sich um ganz normale Körperfunktionen handelt. So erfahren die Leser, dass Pupsen ein ganz normaler Vorgang ist, über den übel riechendes Gas aus dem Darm geleitet wird. Geschmacks- und Geruchssinn helfen uns verdorbene Lebensmittel zu erkennen. Ignorieren wir die Informationen unserer Sinne, so drückt der Magen verdorbene Lebensmittel über unsere Speiseröhre wieder nach draußen.

Thematisch gibt e auch einen kurzen Ausflug in den Bereich Ernährung. Es werden Proteine, Fette und Kohlenhydrate kurz vorgestellt. Ebenso die Tatsache, dass Fast-Food in der Regel ungesund ist und Zucker den Energiebedarf eines Menschen nur kurzfristig deckt. Auch auf die Folgen des Rauchens wird kurz eingegangen. Es handelt sich hierbei aber nicht um Belehrungen, sondern mehr um Informationen darüber, wie wir unserm Körper schaden können.

Immer wieder werden Kreisläufe im menschlichen Körper erklärt. Zum Beispiel kann man zu Beginn den Weg des Essens vom Mund über die Speiseröhre und Magen, bis hin zu Dünn- und Dickdarm verfolgen. Durch Nummerierungen helfen Kindern dabei, die Klappen in der entsprechenden Reihenfolge zu öffnen.

Manche Klappen lassen sich schwer öffnen. Hier sollte die hilfreiche Hand eines Erwachsenen den Kleinen helfen, damit diese nicht aus Versehen Teile des Buches beschädigen. Gut finde ich aber, dass sich die Klappen bei wieder sehr gut schließen lassen. Will man es erneut lesen, stehen die Türchen beim Aufschlagen nicht gleich offen.

Das Buch geht nicht nur auf die Funktionen im Körper ein, es werden auch manche Krankheiten erklärt. So erfahren die Leser zum Beispiel, was Asthma ist und wodurch es ausgelöst wird. Begleitet wird das Ganze von Bildern, in denen normale und verengte Atemwege gezeigt werden.

Die Informationen sind vielseitig und in einfacher Sprache und kurzen Sätzen prägnant auf den Punkt gebracht. Fachbegriffe/Bezeichnungen, wie „Dentrit“ und „Axon“ (Teile von Nervenzellen des Gehirns) können nicht gänzlich fehlen, sie werden aber dosiert eingesetzt. Neben dem „akademischen Wissen“ gibt es auch andere, interessante Infos. So lernen Kinder, dass die Iris nach der griechischen Göttin des Regenbogens benannt wurde und unser Blut jeden tag eine Strecke von rund 19.000 km zurücklegt.

Wie und warum es zur Gänsehaut kommt, wird erläutert. Leider fehlt der Hinweis darauf, dass dieser Wärmeschutz aus einer lange vergangenen Zeit stammt. Beim heutigen Menschen funktioniert dieser Wärmeschutz wegen der spärlichen Körperbehaarung nicht mehr.

Über die Homepage des Usborne Verlags kann man digitale Inhalte zu diesem Buch aufrufen. Hier können Kinder ihr neu gewonnenes Wissen spielerisch abrufen. Es gibt unter anderem Ausmalbilder, Kinderexperimente und Quizfragen zu verschiedenen Bereichen des Körpers.

Da sich die Internetseite an Kinder richtet, finde ich sehr gut, dass es Sicherheitshinweise für diese gibt. Kindern wird dort geraten vor der Internetnutzung einen Erwachsenen zu fragen und niemals private Bilder und Daten hochzuladen. Für weitere Informationen steht ein extra Link zur Verfügung.

Und hier die Kurzzusammenfassung

+ vielfältige Informationen
+ tolle Bilder
+ einfache Sprache
+ begleitendes Material per Internet (Quiz, Ausmalbilder,…)
– Manche Türchen sind nur schwer zu öffnen

Fazit

In meine Augen ist das Buch rundum gelungen. Es erinnert mich ein wenig an die Kinderserie „Es war einmal… der Mensch“. Der Körper und seine Funktionen werden rundherum erklärt und durch die Vielzahl an Bildern anschaulich vermittelt. Darüber hinaus gibt es ein digitales Angebot, das über die reine Wissensvermittlung hinausgeht. Durch Angebote, bei denen Kinder selbst aktiv werden können (Ausmalbilder, Quiz), kann das erlernte erneut abgerufen werden und verfängt besser im Gedächtnis. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt

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hygiene, katie daynes, kindersachbuch, usborne verlag

Vor dem Essen Hände waschen!

Katie Daynes , Marta Alvarez Miguens
Fester Einband: 12 Seiten
Erschienen bei Usborne, 09.03.2018
ISBN 9781782327745
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches

Das Buch ist im Hardcover gebunden, der Einband ist dabei rund 3mm stark. Die Seiten sind aus stabiler Pappe und rund 1,5mm stark.

Inhalt

Auf insgesamt sechs Doppelseiten geht das Buch folgenden Fragen nach:

Was sind Keime?
Wo leben Keime?
Wie verbreiten sich Keime?
Kann mein Körper Keime bekämpfen?
Wie helfen Medikamente?
Wie kann ich Keime stoppen?

Umsetzung

Das Buch beschäftigt ich mit Hygiene m Allgemeinen. Gut finde ich dabei, dass es nicht nur schlecht über Bakterien und dergleichen berichtet und nicht versucht Angst davor zu machen. Manche Bakterien sind auch nützlich, so braucht es diese zum Beispiel um Käse und Joghurt herzustellen. Und auch Schimmel ist nicht nur eklig oder ungesund, im Gegenteil, er kann mitunter für Medikamente verwendet werden.

Kindern wird hier Wissen vermittelt, das sie bereits im Kindesalter umsetzen können. Zum Beispiel, wenn es darum geht sich nicht die schmutzigen Hände in den Mund zu stecken, weil man dadurch krank werden kann, ebenso sollte man offene Wunden nicht anfassen. Andere Tipps hingegen sind für das Erwachsenenalter nützlich: Man sollte hinter seinem Hund sauber machen und Oberflächen regelmäßig putzen. Hier musste ich an eine Folge aus „Es war ein einmal…der Mensch“ denken. Es ging um die Zähne und warum man sie regelmäßig putzen sollte. Noch heute höre ich die Bakterien singen, während sie mit Presslufthammern den Zahnschmelz bearbeiten. Auch in frühen Jahren kann man Kinder Wissen für das spätere Leben mitgeben.

Keime und Bakterien sind überall. Das Buch betreibt aber keine Panikmache, im Gegenteil. Es zeigt Kindern, dass sie das Rüstzeug dazu haben, ihnen zu widerstehen. Und wenn es ihnen dennoch einmal schlecht geht, gibt es Medikamente, die ihnen helfen können. Dass Sechsjährige hinter dem Hund sauber machen, denke ich nicht, aber es ist nicht zu früh, um ihnen Tipps für das Erwachsenenalter mitzugeben. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

Die Klappen lassen sich zum Großteil wieder verschließen.

Und hier die Kurzzusammenfassung

+ Einfache Texte und dazu passende Bilder
+ Kindgerechte Wissensvermittlung
+ Tipps fürs Kinder- und Erwachsenenalter

Fazit

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Kleine Kinder sind auf der einen Seite wissbegierig, andererseits fehlt es manchmal an der Aufmerksamkeit. Dieses Buch trägt beidem Rechnung: es vermittelt Wissen rund um Keime, andererseits sind die Texte sehr kurz, sodass sie schnell aufgenommen werden können.

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt

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kaufmann verlag, kommunion

Stoppt die Schatzräuber!

Silvia Möller , Manfred Tophoven
Fester Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Kaufmann, Ernst, 17.01.2018
ISBN 9783780663061
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt

Neben der Martinuskirche werden Eigentumswohnungen gebaut. Lena, Alex und Tim schleichen sich auf die Baustelle und entdecken durch Zufall einen Rubin. Damit niemand erfährt, dass sie sich dort aufgehalten haben, legen sie ihren Fund zurück und warten darauf, dass die Zeitung über einen spektakulären Fund berichtet. Doch nichts passiert. Wer will den Schatz an sich reißen?

Umsetzung

Das Buch richtet sich an Kinder, die christlich erzogen werden. Es gibt immer wieder Bezüge zur Bibel, zum Beispiel wenn Jesus tausende Menschen mit Brot und Fischen sättigt oder es um Zachäus geht, der auf einen Baum klettert, um Jesus gut sehen zu können. Ein Kind, dem die Bibel fremd ist, wird hier keinen Bezug zur Geschichte finden. Doch auch wenn die Kommunion im Buch eine wichtige Rolle spielt, eignet es sich als Lesestoff für zwischendurch.

Damit Kinder die Geschichte selber lesen können, sind die Abstände zwischen den Zeilen größer gewählt und auch die Buchstaben sind größer abgedruckt. Darüber hinaus ist es in Kapitel aufgeteilt, die zwischen fünf und sieben Seiten lang sind. Und es gibt regelmäßig Illustrationen, die eine halbe Seite ausfüllen. Sie lockern den Text auf. Es ist daher auch sehr gut für geübte Leseanfänger geeignet.

Die Autorin setzt den jugendlichen Sprachstil gekonnt um. Die Sprache wirkt natürlich. Sie streut nur hin und wieder Wörter wie „voll krass“ (S. 24) oder „obercool“ (S. 20) ein und erreicht damit, dass man die jungen Menschen für authentisch hält, ohne dass es aufgesetzt wirkt.

Wäre das Buch ein Aufsatz gewesen, hätte mein Lehrer wohl „Thema verfehlt“ unter den Text geschrieben. Buchumschlag und Titel legen nahe, dass es sich um einen Krimi handelt, bei dem es darum geht, dass Räuber einen Kirchenschatz stehlen wollen. Leider kommt dieses Thema viel zu kurz. Zuerst geht es darum, dass die Kinder aus Versehen die Drohne von Tims Bruder kaputt machen, die sie sich ohne sein Wissen ausgeliehen haben und nun heimlich versuchen, diese zu reparieren. Auf der Baustelle finden sie einen Rubin und forschen über den verlorenen Kirchenschatz nach. Das eigentliche Thema, der Schatzraub, wird auf den Seiten 52-72 abgehandelt. Er spielt also für die gesamte Geschichte nur eine untergeordnete Rolle. Darüber hinaus lösen die Kinder den Fall nicht selbst. Sie holen sich Hilfe. Hier denke ich an „Emil und die Detektive“. Es ist viel Spannender, wenn die Protagonisten selbst aktiv werden, anstatt Dritte hinzuzuziehen, die dann alles aufklären.

Und hier die Kurzzusammenfassung

+ große Schrift mit Abständen für geübte Erstleser
+ tolle Illustrationen
+ ansprechender Schreibstil
– Thema verfehlt
– Dritte lösen den Kriminalfall

Fazit

Die Aufmachung des Buches ist schön und die Schrift für Kinder lesefreundlich. Der Schreibstil ist ansprechend. Der Buchtitel lässt vermuten, dass es sich um einen Krimi handelt, bei dem es um den Raub eines Kirchenschatzes geht. Dieser spielt leider nur eine untergeordnete Rolle. Während eines Großteils des Lesens stellt sich die Frage: „Wann geht es mit dem Krimi los?“ Auch enttäuscht, dass die Kinder den Fall nicht selbst lösen.

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Leni und das Eichhörnchen

Juliane Jacobsen , Tanja Husmann
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei SCM R. Brockhaus, 20.02.2018
ISBN 9783417287974
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches

Das Buch ist im Hardcover gebunden und farbig bebildert.

Inhalt

Leni geht mit ihrer Mutter im Wald spazieren und dort finden sie durch Zufall ein junges Eichhörnchen, das wahrscheinlich aus seinem Nest gefallen ist. Sie nehmen es mit zu sich nach Hause und päppeln es auf. Doch neben dem Eichhörnchen muss sich Leni auch um den Nachbarsjungen Fabian kümmern, der immer wieder mit seiner Steinschleuder auf die Vögel schießt, die sich an ihrem Futterhaus aufhalten.

Umsetzung

Das Buch richtet sich an Erstleser und genauso ist es aufgemacht. Die Sprache ist in der Regel einfach. Bei den Wörtern, die für kleine Kinder noch schwer zu lesen sind, wie „Eichhörnchen“ oder „Handy“ gibt es zu Beginn des Buches eine Seite, auf der die Aussprache der Wörter erklärt wird.

Leseförderung fängt im Kindesalter an und hier hat man meiner Meinung nach ein klasse Konzept gefunden. Das Lesen ist mit diesem Buch nichts, was allein gemacht wird. Gemeinsam mit den Eltern können Kinder die Geschichte verfolgen. Auf jeder Seite gibt es einen Einschub, der mit einer Eule gekennzeichnet ist. Das Kind sieht sofort, dass es sich um „seinen“ Text handelt und es folgt der Geschichte aufmerksamer, da es immer wieder an der Reihe ist vorzulesen. Sind die Kinder größer, können sie das Buch auch in Gänze selber lesen. Um es ihnen leichter zu machen, ist der gesamte Text größer auf den Seiten dargestellt und die Zeilenabstände sind breiter gewählt.

Es handelt sich um ein Buch aus einem christlichen Verlag, folgerichtig spielt auch Gott eine große Rolle in der Geschichte. Leni freut sich, als sie das Eichhörnchenjunges zu Gesicht bekommt und ist sich sicher, dass Gott sich bei der Erschaffung dieser Tiere ebenfalls gefreut hat. Später besucht sie eine Kinderbibelstunde und erfährt etwas über das Gleichnis vom armen Bettler, dem seine Schulden vom König erlassen werden (Matthäus 18). Die zentrale christliche Botschaft dieses Buches ist die Vergebung, auf die immer wieder eingegangen wird.

Das Buch erzählt die Geschichte aus Lenis Sicht. Für sie ist Fabian ein Strolch, der mit einer Steinschleuder auf wehrlose Vögel schießt, während diese friedlich auf Lenis Futterhaus sitzen. Im Lauf der Geschichte wird klar, dass er die Vögel vertreibt, weil er ihnen Gutes tun möchte. Die Geschichte ist dabei so erzählt, dass offensichtlich wird, das viel Streit hätte vermieden werden können, wenn man miteinander geredet hätte. Kinder (und Erwachsene) können hier mitnehmen, dass eine (schlechte) Tat auch gute, aber vielleicht falsche Annahmen haben kann.

Die Illustrationen sind rundum gelungen. Das kleine Eichhörnchenjunges ist wirklich süß und regelmäßig zu sehen, egal ob es gerade gefüttert wird oder sich in einen Pullover kuscheln kann. Auch die Mimik der Figuren kommt sehr gut rüber. So sieht man unter anderem der Mutter an, dass sie erschöpft ist, nachdem sie sich eine ganze Nacht lang um das Eichhörnchen kümmern musste und Leni wirkt sehr nachdenklich, als sie von Vergebung hört und an Fabian denken muss. Meist gibt es pro Doppelseite ein Bild, sodass der Text aufgelockert wird.

Das Buch ist in Kapitel eingeteilt, die in der Regel 3-5 Seiten lang sind. Gerade für kleine Kinder ist die Konzentration auf eine Sache schwerer, gibt es doch so viele interessante Dinge. Durch diese kleinschrittige Aufteilung kann man das Kind ans Lesen heranführen, ohne es durch lange Texte zu überfrachten – immerhin ist lesen in den ersten Jahren nicht nur schön, sondern manchmal auch anstrengend.

Und hier die Kurzzusammenfassung

+ große Schrift
+ einfacher Text, schwierige Wörter werden im Vorfeld erklärt
+ Kurze Kapitel
+ schöne Illustrationen

Fazit

In meinen Augen ist es ein tolles Buch für ErstleserInnen. Die Sprache ist einfach gehalten und der Text so gestaltet, dass Kinder ihn sehr gut lesen können. Durch das gemeinsame Lesen bleiben Kinder dabei, schließlich kommen sie regelmäßig dran. Die Bilder sind schön.

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt

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igel, lesenswert, natur, tulipan verlag

Finn und Frieda finden den Frühling

Martin Klein , Kerstin Meyer
Fester Einband: 48 Seiten
Erschienen bei TULIPAN VERLAG, 19.02.2018
ISBN 9783864294112
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches

Dieses Buch gehört zur ABC-Reihe des Tulipan Verlags. Diese sind auf verschiedene Altersklassen ausgerichtet, sodass junge LeserInnen das richtige Buch zum jeweiligen Lesefortschritt erhalten. Das Buch ist im Hardcover gebunden und durchgängig farbig bebildert.

Inhalt

Finn und Frieda finden in ihrem Garten einen kleinen Igel, der schlapp und krank wirkt. Nach der Schule bringen sie ihn zu einer Tierärztin und diese ist sicher: wenn sich die beiden um den Igel kümmern und der Frühling rasch kommt, dann schafft es auch dieses Tier durch den Winter. Kurzerhand gehen die beiden mit ihrem Opa in den Park, um nach Anzeichen zu suchen, dass der Frühling kommt - und dieser kündigt sich mit Kräutern, Blumen, Vögeln und Frühlingsgefühlen an.

Umsetzung

Das Buch ist für geübte Leseanfänger geschrieben und dies macht sich in vielem bemerkbar. Die Schrift ist größer, als bei Erwachsenenbüchern und es gibt ausreichend Abstand zwischen den Zeilen, um nicht aus Versehen zu verrutschen. Darüber hinaus ist der Text im Flattersatz angelegt. Verliert man sich doch einmal irgendwo, kann man den Anfang leichter finden, als bei einem Blocksatz. Die Sätze selber sind in angemessener Länge für Siebenjährige.

Die Bilder sind schön und mit verschiedenen Details gespickt. Mit diesem Buch lernen Kinder auch ein wenig über Igel – und das ganz nebenbei. Nachdem die Lehrerin von Finns und Friedas Fund erfahren hat, werden diese nämlich zum Thema in der Grundschule.

Die Geschichte ist unterhaltsam und locker geschrieben, ergreift dabei aber trotzdem den Leser. Einige Male macht man sich um den kleinen Igel doch große Sorgen. Action und Hochspannung wird man in diesem Werk allerdings nicht finden.

Eins hat mir nicht gefallen, da bin ich eigen. Als Frieda glaubt, der Igel sei gestorben, weint sie und presst ihr Gesicht an die Schulter der Mama. Sie sagt unter anderem „Ügel hobn Loctose-Üntoleronz“. Es ist klar, dass man Frieda an dieser Stelle nicht gut verstehen kann, aber bei Büchern für Erstleser finde ich wichtig, dass diese in richtigem Deutsch geschrieben sind.

Fazit

Ein faszinierendes Buch über Igel und darüber, wie sich der Frühling ankündigt. Es ist unterhaltsam geschrieben und auf die Anforderungen junger ErstleserInnen abgestimmt. Vielleicht animiert es die Kleinen auch selbst einmal hinauszugehen und den Frühling zu suchen. Es gibt sicher einige Pflanzen und Tiere, die selbst den Erwachsenen mittlerweile unbekannt sind.

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt

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Tags: igel, lesenswert, natur, tulipan verlag   (4)
 

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Erstes Aufklappen und Verstehen: Warum brauchen wir Bienen?

Katie Daynes , Christine Pym
Fester Einband: 12 Seiten
Erschienen bei Usborne, 09.02.2018
ISBN 9781782327608
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches

Das Buch ist für kleine Kinder konzipiert. Es ist im Hardcover gebunden, der Einband ist dabei rund 3mm stark. Die Seiten sind aus stabiler Pappe und rund 1,5mm stark.

Inhalt

Im Buch gibt es viele interessante Informationen rund um Bienen. Auf sechst Doppelseiten geht das Buch den Fragen nach:
- Was sind Bienen?
- Warum brauchen wir Bienen?
- Wo leben Bienen?
- Wie machen Bienen Honig?
- Wer ist wer im Bienenstock?
- Erstaunliche Bienen

Umsetzung

Zuerst fallen die wunderschönen Bilder ins Auge. Kinder haben oft Angst vor Bienen, denn sie können stechen und oft fliegen sie vor dem Gesicht herum oder in die Nähe des Ohrs, was unangenehme Gefühle auslöst. Die Insekten n diesem Buch haben alle große Augen und lächeln freundlich – es wird Kindern ganz klar gezeigt, dass sie sich nicht zu fürchten brauchen.

Die Vorgehensweise im Buch ist immer die Gleiche: in einer großen Überschrift wird pro Doppelseite das Thema vorgegeben und hinter den Türchen verbirgt sich die Antwort auf die jeweilige Frage. Das Buch beantwortet dabei fragen wie „wie tragen Bienen Nektar?“, „was tun Arbeiterinnen?“, „warum besuchen Bienen Blumen?“

Viele Informationen waren auch für mich neu. Wusstet ihr, dass es blaue Bienen gibt? Im Internet findet ihr Fotos zur blauen Mauerbiene, ein interessantes Geschöpf. Und an einem Glas Honig arbeiten etwa 20.000 Bienen. Dieses und mehr könnt ihr durch das Buch erfahren.

Die Biene ist in Gefahr. Das Buch erklärt das Warum und viel wichtiger: es zeigt Kindern und Eltern was sie tun können, um die Biene zu retten. Dazu braucht es weder viel Geld, noch viel Zeit.

Einen Stern ziehe ich ab, da ich einige Fenster vorsichtig mit meinem Geodreieck öffnen musste (lange Fingernägel könnten auch ausreichen), denn diese waren zum Teil derart fest geschlossen, dass ich sie nicht ohne Hilfsmittel aufbekam. Um das Buch nicht zu beschädigen muss man sehr vorsichtig sein. Die Seiten bestehen aus einer Pappe, auf der Bilder und Antworten zu den Fragen stehen und darauf aufgeklebt ist eine Pappe mit den Fenstern zum Öffnen. Bei mir haben sich die Pappen einer Seite beim Umblättern gelöst. Ich konnte das Buch zum Glück reparieren: ich habe mehrere Fotokleber angebracht, die die Pappen wieder zusammenhalten.

„Grau, teurer Freund, ist alle Theorie
und grün des Lebens goldner Baum.“
Faust 1, Studierzimmer. (Mephistopheles)


Manche der Dinge, die man im Buch erfährt, kann man draußen selbst beobachten. Warum geht ihr also nicht gemeinsam mit euren Kindern und einer Kamera raus und sucht nach Bienen, Hummeln und all den anderen Insekten? Sicher könnt ihr tolle Fotos machen, auf denen man nach Vergrößerung die Pollen am behaarten Körper der kleinen Insekten sieht. Ihr könnt sie summen hören und tanzen sehen.

Und hier die Kurzzusammenfassung

+ interessante Informationen
+ tolle Bilder
+ einfache Sprache
- Manche Türchen sind nur schwer zu öffnen

Fazit

Dieses Buch ist spannend, informativ und schön aufgemacht. Hier gibt es nicht nur unterhaltsame Wissensvermittlung für Kinder, sondern auch für Erwachsene. Und das Schönste daran: man kann die Tiere live in der Natur erleben. So wird der nächste Waldspaziergang zu einem spannenden Abenteuer. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt

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Tags: bienen, kinderbuch, kindersachbuch, natur, wirklich lesenswert   (5)
 

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fitnessprogramm, gesundheitstipps, im sitzen, rückenschmerzen, sachbuch/ratgeber, wirklich lesenswert

Fitness für Vielsitzer (mit DVD)

Ekard Lind
Flexibler Einband: 80 Seiten
Erschienen bei GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH, 07.08.2017
ISBN 9783833861666
Genre: Sachbücher

Rezension:

Aufmachung des Buches

Das Buch ist im Softcover gebunden. Auf der Innenseite ist eine DVD-Hülle aus Pappe angebracht. Der Kleber lässt sich leicht lösen, ohne das Buch oder Hülle beschädigt werden.

Inhalt

Auf der letzten Seite findet sich eine Inhaltsangabe zur DVD. Alle Übungen können einzeln ausgewählt werden, sodass jeder sein individuelles Übungsprogramm zusammenstellen kann, stehen aber auch als Gesamtprogramm zur Verfügung. Die Titel der DVD werden in vier Gruppen zusammengefasst:

Sitzhilfen (rund 2 Min.)

Stop Easyts (rund 15 Min.)

Pump & Schaukel (rund 18 Min.)

Intensiv Easyts (rund 30 Min.)

 

Umsetzung

Das Buch ist schön strukturiert und führt den Leser umfangreich an die Thematik heran. Es beginnt mit einer Vorstellung des Menschen und seiner Entwicklung und warum Bewegung für uns so wichtig ist.

Darauf aufbauend werden verschiedene Krankheitsbilder, ausgelöst durch mangelnde Bewegung, vorgestellt. So erklärt der Autor wie Dauersitzen unter anderem Bandscheiben und Wirbelsäule belastet und welche negativen Auswirkungen sie auf die Muskulatur, Augen und Venen haben kann.

Der Autor stellt zudem Sitzhilfen vor, die dabei helfen das Sitzen für den Körper weniger belastend zu machen. Im Einzelnen wird beleuchtet, wie Pezziball, Ballkissen, Kipphocker und ergonomische Bürostühle dazu beitragen können, das Sitzen angenehmer zu gestalten. Neben dem Text gibt es auch ein 2-minütiges Video auf DVD, in dem die Vor- und Nachteile dieser Sitzhilfen kurz beleuchtet werden.

In einer Liste werden die Bedingungen für optimales Sitzen am Arbeitsplatz vorgestellt. Vieles war mir bekannt, da dies auch Teil der Einweisung zur Sicherheit am Arbeitsplatz war. Es hilft aber auch daheim diese Kriterien zu kennen. So kann man den eigenen Heimarbeitsplatz auf Schwachstellen prüfen und selbst dafür sorgen, dass man zumindest zuhause vernünftig sitzt.

Zu jeder Übung gibt es Erläuterungen: es wird erklärt wozu die Übung nützlich ist und welcher Teil des Körpers entlastet wird. Darauf folgt eine kurze, aber verständliche Erklärung der Übung. Zu jeder Übung gibt es mindestens zwei Bilder, die den Text visuell unterstützen und verdeutlichen, wie die jeweilige Übung ausgeführt werden soll. Zudem sind die dazugehörigen Übungsaufnahmen auf der DVD vermerkt, sodass man sich die jeweiligen Kurzfilme hierzu heraussuchen kann. Die Übungsvideos sind mit einer entspannenden Melodie hinterlegt und eine angenehme Frauenstimme führt den Anwender durch jede Übung. Bei der Kameraführung wurde darauf geachtet, dass man sowohl Frontal-, als auch Seitenaufnahmen hat, sodass man die entsprechend geforderte Körperhaltung sehen kann.

Einen Teil der Übungen führt man im Stehen aus, bzw. stoppt die derzeitige Tätigkeit, um sich auf die Übung zu konzentrieren – sie sind also eher in der Pause anzuwenden. Um das zu tun ist einige Überwindung vonnöten, die sich lohnen kann. Andererseits dürfen die Übungen nicht zu lange dauern, immerhin ist die Pause begrenzt. Die vorgeschlagenen Übungsprogramme lassen sich daher in einer Zeitspanne von fünf bis zehn Minuten durchführen. Andere Übungen kann man unbemerkt im Sitzen und ohne Unterbrechung der Arbeit durchführen. So entlastet die Venenpumpe die Beine oder durch das Schaukeln der Schultern werden die Muskeln im oberen Brust- und Halsbereich entspannt.

Ein Tipp im Buch lautet, sich einen Wecker zu stellen, der alle paar Minuten klingelt, wenn man arbeitet. Wenn er das tut soll man prüfen wie man gerade sitzt, um festzustellen ob man wieder in alte Sitzmarotten verfallen ist. Leider ist dieser Rat für den Arbeitsplatz nicht brauchbar. Ich habe ihn ausprobiert, aber durch die ständige Ablenkung durch das Handy ist meine Arbeitsleistung  gesunken. Im Zeitmanagement spricht man vom sogenannten Sägezahneffekt, den ich zu spüren bekommen habe. Immer wieder wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Zuhause ist das vielleicht weniger wichtig, sodass man dort das richtige Sitzen üben kann, auf der Arbeit ist er aber nicht umsetzbar.

Die Vorstellungen der richtigen Sitzmöbel finde ich gut – daheim kann man auf jeden Fall aktiv werden und den 08/15 Bürostuhl austauschen. Auf der Arbeit habe ich das Thema ebenfalls angesprochen und einen Pezziball erhalten (diese gibt es schon für 19 EUR, hohe Kosten sind also kein Argument für den Arbeitgeber). Eine Kollegin hat nun ebenfalls einen. Moderne, ergonomisch geformte Bürostühle sind kostspielig und damit schwerer auf der Arbeit durchzusetzen. Die vorgestellten Sitzhilfen kann man aber für wenig Geld erwerben und nutzen – auch auf eigene Kosten, sollten sich Arbeitgeber gegen eine Anschaffung entscheiden.

Für ein Buch, das sich an die Allgemeinheit richtet, finde ich die Sprache immer wieder unpassend. „In ihrem Inneren ist das Rückenmark schützend aufgehoben und an den Seiten treten die Spinalnerven aus, welche die oberen und unteren Extremitäten innervieren.“ (S. 8). Andere Begriffe sind „differieren“ (S. 8) oder „Dysbalance“ (S. 10). Bei einem Fachbuch erwarte ich eine solche Ausdrucksweise. An Praxisratgeber stelle ich aber die Anforderung verständlich und leicht lesbar formuliert zu sein.

Auch stehe ich kritisch zu der Aussage, dass man während des Autofahrens verschiedene Übungen absolvieren kann, dies aber einstellen sollte, „wenn Sie gerade mit hoher Geschwindigkeit über die Autobahn brausen oder sich im wuseligen Stadtverkehr konzentrieren müssen.“ (S. 64) Anders ausgedrückt: es gibt kaum Anwendungsmöglichkeiten beim Fahren. Zudem vertrete ich die Meinung, dass sich FahrerInnen immer zu 100% auf das Fahren zu konzentrieren haben, wenn sie hinter dem Steuer sitzen.

 

Und hier die Kurzzusammenfassung

+ verschiedene Sitzhilfen werden vorgestellt, die man überall einsetzen kann

+ die Übungen werden verständlich erklärt und die Bilder/Videos helfen bei der Ausführung

+ etliche Übungen können parallel zur Arbeit ausgeführt werden

+ Erklärung, wie sich falsches Sitzen negativ auf den Körper auswirken kann

+ Checkliste zum optimalen Sitzen

- umständliche Sprache

- die Durchführung der Übungen vor anderen kostet Überwindung

 

Fazit

Ich habe die Übungen im Buch nun drei Monate ausprobiert. Offen auf der Arbeit zu trainieren traue ich mich nicht. Dennoch setze ich die Übungen daheim um und übe versteckt am Arbeitsplatz. Darüber hinaus laufe ich nun öfter zum Drucker oder besuche meine Kolleginnen, anstatt sie anzurufen. Durch das Plus an Bewegung sind Nackenverspannungen und Rückenbeschwerden deutlich zurückgegangen. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Wer viel sitzen muss kann hier seinem Körper wirklich Gutes tun.

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Timmi fängt ein Nachtgespenst

Petra Glinka
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Carow Verlag Gruppe, 17.11.2017
ISBN 9783944873145
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches

Das Kinderbuch ist im Hardcover gebunden und durchgängig farbig illustriert.

Inhalt

Timmi besucht seinen Freund Max Murmelmaus. Sie spielen gemeinsam Fußball und am Abend darf Timmi bei seinem Freund übernachten. Des Nachts wird er von einem Heulen geweckt und sieht am Fenster ein Gespenst. Gemeinsam mit Max will er den schaurigen Gast beobachten.

Umsetzung

Auch wenn es um das Thema Angst und ein Gespenst geht, ist dieses Buch nicht gruselig. Im Gegenteil, das Gespenst lächelt und wirkt eher freundlich. Die Angst entsteht nur durch Timmis Einbildung, sodass es für die jungen Leser nichts zu fürchten gibt.

Timmi ist ein Elefant und wird wie ein Kreis mit Füßen dargestellt, während Max Murmelmaus einen großen Oberkörper und ganz zierliche Beine hat. Die Illustrationen sind nicht kindisch, aber sie erinnern an Kinderzeichnungen, was ich sehr schön finde. Zudem sind manche Bilder echte Hingucker und bringen die Kleinen zum Lächeln, wenn sie Timmi dabei beobachten, wie er sich unter einem Tisch versteckt, ängstlich unter seiner Decke hervorlugt oder er und Max ganz heimlich aus dem Fenster spähen.

Der Text kommt ohne schwere Wörter aus und die Satzlänge variiert. Er ist daher sowohl verständlich, als auch Abwechslungsreich. Einem siebenjährigen Kind kann man das Buch zum Lesen geben. Die Wörter sind generell größer gedruckt, als bei Erwachsenenbüchern. Zudem sind sie optisch ansprechend: manche Wörter werden fett oder besonders groß gedruckt. Das Lesen wird hierdurch abwechslungsreich.

Als Kind kennt man manche Situationen, die Timmi und Max erleben. Auch bei uns daheim hieß es oft genug: „husch, husch, ab in die Betten“. Es ist eben eine Geschichte, wie sie jedem Kind selbst passieren könnte.

Das Buch ist kurz gehalten, sodass es sich hervorragend als Gute-Nacht-Geschichte eignet. So wie Timmi brauchen dann auch die Kleinen keine Angst zu haben.

Fazit

Es handelt sich bei „Timmi fängt ein Nachtgespenst“ um ein wunderschönes Kinderbuch zum Thema Angst. Die Illustrationen überzeugen, der Text ist einfach und spannend. Und weil es hier keine gruseligen Momente gibt, kann es wunderbar als Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen werden. In meinen Augen absolut (vor-)lesenswert.

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt

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