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tiere, wald, kindergeschichten

Mucker & Rosine Die Rache des ollen Fuchses

Kristina Andres , Barbara Scholz , Barbara Scholz
Fester Einband: 159 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 30.09.2016
ISBN 9783407821669
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das erste Buch „Mucker und Rosine“ habe ich nicht gelesen. Das ist für diesen Band auch nicht notwendig. In der Geschichte erfährt der Leser, dass der Fuchs im vorhergehenden Buch geschrumpft und mit einer Silvesterrakete Richtung Mond geschossen wurde. Es ist also klar, warum er Rache üben möchte. Auch wenn der Titel es vermuten lässt, steht die Rache des Fuchses nicht im Vordergrund.

Aufmachung des Buches
Das Hardcover Buch ist durchweg bunt bebildert. Die Schrift ist größer und es sind ausreichend Abstände zwischen den Zeilen vorhanden, sodass auch Kinder das Buch gut lesen können.

Umsetzung
Ein roter Faden fehlt in diesem Buch. Es handelt sich eher um die Aneinanderreihung verschiedener Geschichten, die nichts miteinander zu tun haben. Der kleine Drache lernt zu Beginn des Buches fliegen und später bringt ihm Rosine das Lesen bei.
Tante Heidi kommt zu Besuch und will ihren Putz Fimmel ausleben. Durch Zufall erlebt sie, wie die Zauber vom Bären auf ihren Staubsauger wirken und will ihn dazu überreden, ihre Staubsauger zu verzaubern, damit sie diese verkaufen kann.
Der Fuchs wurde vor knapp einem Jahr geschrumpft und mit einer Silvesterrakete Richtung Mond geschossen. Diesen hat er natürlich nicht erreicht und so streift er wieder durch den Wald, mit dem Wunsch erneut groß zu sein und sich an den anderen Waldbewohnern zu rächen. Einen Plan hierfür hat er nicht. Er führt Nacktschnecken an, die ihn durch den Wald tragen. Und später befiehlt er Förstern, ihn zu Mucker zu bringen und diesen „weg zu pusten“. Allerdings kommt in diesem Moment der Zauberbär vorbei und sagt dem Fuchs, dass dieser verschwinden soll, was selbiger auch tut.
Das Buch ist durchgängig bunt bebildert. Teilweise nehmen diese eine ganze Seite ein und weisen viele Details auf. Sie sind auf jeden Fall mehr als einen Blick wert.
Schwierigkeiten habe ich mit dem „Turbo“. Die Eule wickelt sich immer wieder einen Turban – richtig benannt wird dieser leider nicht.
„Sie äugte die Regale ab[…]“ S. 39. Der Duden kennt beäugen – abäugen ist ihm unbekannt.
Gerade weil Kinder die Sprache erst noch erlernen müssen, finde ich es wichtig, dass zutreffende Begriffe genutzt werden.

Fazit
Ein paar nette Geschichten zum Vorlesen oder Selberlesen, aber leider fehlt ein roter Faden. Man erfährt etwas über das Leben der Waldbewohner, während die Geschichten Höhepunkte leider vermissen lassen. Auch der Fuchs – immerhin im Titel des Buches benannt – spielt nur eine Nebenrolle. Die Auflösung des Konflikts mit ihm ist enttäuschend.

*Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar überlassen*

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Tags: kindergeschichten, tiere, wald   (3)
 

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weihnachten, obdachlose, nächstenliebe, männlicher protagonist, selbstlosigkeit

Hotel Wunderbar

Jutta Nymphius , Stephan Pricken
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei TULIPAN VERLAG , 19.08.2016
ISBN 9783864292521
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt

Mika ist der Sohn eines Hotelbesitzers. Eines Tages im Winter trifft er auf einen Obdachlosen und bietet ihm einen Platz zum Schlafen an. Mit der Zeit kommen neue Hilfsbedürftige hinzu und er gibt sich alle Mühe, Betten herzurichten, Frühstück zu machen und alles geheim zu halten. Selbst als die Schule wieder anfängt, verzichtet er auf Schlaf und Freizeit, um zu helfen. Im Gegenzug findet er neue Freunde, die sein Leben bereichern.

Umsetzung

Der Einstieg ins Buch ist eher traurig. Der Leser erfährt, dass Mikas Mutter vor einiger Zeit gestorben ist und sich der Vater von diesem Schlag nicht erholt hat. Er verbringt wenig Zeit mit seinem Sohn und stürzt sich in die Arbeit. Weihnachten geht an ihm gänzlich vorbei. Mika belastet das.

Die Figuren sind alle authentisch und jede hat ihre Eigenheiten. Teddy hat ein gemütliches Wesen. Seine Freundin Käthe hingegen redet sehr viel und ist schnippisch. Herbert hingegen drückt sich sehr vornehm aus. Durch diese unterschiedlichen Figuren wird die Geschichte lebendig und spannend.
Besonders liebenswert ist Silvester. Ein junger Hund, der noch nicht stubenrein ist, aber dafür gerne kuschelt.

Die s/w Bilder sind sehr detailliert.

Mikas Lieblingsspiel ist „Hase und Jäger“. Eine Spielanleitung dazu gibt es am Ende des Buches

Fazit

Ein spannendes Buch über Selbstlosigkeit und Menschlichkeit. Den Einstieg finde ich ein wenig schwermütig, aber die tollen Figuren überzeugen von Anfang an. Und die Botschaft hinter der Geschichte ist großartig.

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar überlassen

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Tags: hilfsbereitschaft, kinderbuch, selbstlosigkeit, weihnachten   (4)
 

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kinderbuch, sternbilder, sterne, tiere, bilderbuch

Der Sternenhase

Martin Klein , Jochen Stuhrmann
Fester Einband: 36 Seiten
Erschienen bei TULIPAN VERLAG , 19.08.2016
ISBN 9783864292750
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexempar überlassen.

Inhalt

Nebo möchte weder Kuschel-, noch Osterhase, sondern Hütehase werden. Schon als junger Hase beschützt er seine Familie vor Füchsen und zieht irgendwann in die Welt hinaus, um andere Tiere zu beschützen. So arbeitet er mit einem Schäferhund zusammen, bringt eine Kuh zu ihrer Herde zurück und arbeitet sogar in Indien, wo er sich um eine Elefantenherde kümmert. Doch als er erfährt, dass sich niemand um die Tiere am Himmelszelt kümmert, lässt er sich von einem kräftigen Elefanten hoch zu den Sternen schleudern.

Umsetzung

In diesem Buch spielen die Sterne eine große Rolle und immer wieder kann man einen Blick auf den Himmel werfen, wo der große Bär die Fische jagt oder sich der kleine Löwe ängstigt, wenn die Nacht besonders dunkel ist.

Mit Nebo reisen die Kinder einmal um die Welt. Sie begleiten ihn beim Hüten von Schafen und Rindern. Auch reist er auf eine Pferderanch in den wilden Westen und sorgt selbst bei einer Elefantenherde in Indien für Ruhe und Ordnung.

Sternenbilder sind eher abstrakt und schwer zu vermitteln. Hier gelingt das aber sehr gut. Die Sterne werden groß dargestellt und mit Linien verbunden. Rundherum sieht man die Umrisse der dazugehörigen Tiere und kann sie am Himmelszelt beobachten.

Nebo hat seinen eigenen Charakter. Er möchte gerne helfen und tut dies bei anderen Tieren, dafür angestellt zu sein. Zur Verabschiedung stupst er seinen Freunden stets auf die Nase.

Fazit

Ein Buch, passend zur Winterzeit. Mit einer schönen Geschichte kann man Kindern den Sternenhimmel näher bringen. Vor allem ist es früh dunkel, sodass sie die Sterne selbst bestaunen können.

Neben der Geschichte sind auch die Sternbilder über Nord- und Südhalbkugel abgedruckt, mit denen die vielen Sternenbilder sehr schön veranschaulicht werden.

Eine schöne Möglichkeit, Kindern die Welt der Sterne zu zeigen.

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Tags: bilderbuch, kinderbuch, sternbilder, sterne, tiere   (5)
 

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weihnachten, hummel, kinderbuch, familie, geschenke

Die kleine Hummel Bommel feiert Weihnachten

Britta Sabbag , Maite Kelly , Joëlle Tourlonias
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 18.10.2016
ISBN 9783845816456
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der Verlag war so freundlich, mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen.

Aufmachung des Buches

Das Bilderbuch ist quadratisch und hat einen festen Einband. Schon auf diesem kann man sehen, wie detailliert die Zeichnungen sind. So spiegelt sich die Hummel Bommel auf einer golden glänzenden Weihnachtskugel wider.

Inhalt

Es ist Heilig Abend und die Hummel Bommel ist schon früh morgens aufgeregt. Während die Eltern noch schlafen wollen geht die Hummel nach draußen und besucht seinen besten Freund. Sie bauen gemeinsam einen Schneemann und dann zieht Bommel los, um zu sehen, was die anderen Insekten so machen. Gisela Grille ist erkältet und kann am Abend keine Weihnachtslieder singen. Marie Marienkäfers Kekse sind angebrannt und für neue fehlen die Zutaten. Pastor Fliege findet nicht die richtigen Worte für seine Weihnachtsansprache und Doktor Weberknecht war mit dem Kaufen von Weihnachtsgeschenken dran, hat dies aber nicht geschafft. Es sieht so aus, als müsse das Fest ausfallen. Doch als sich alle treffen, um gemeinsam zu feiern, ist schnell klar, dass das Wichtigste an Weihnachten die Gemeinschaft ist.

Umsetzung

Die Bilder sind allesamt gelungen und für Kinder gibt es jede Menge zu entdecken:

- Fina Floh springt mit Hilfe von Federn an den Schuhen durch die Gegend
- Bommel ist ganz verrußt, als er vor Maries Fenster steht, aus dem wegen der verbrannten Kekse schwarze Rauschschwaden abziehen
- Die Wohnzimmerwand der Hummeln ist reich dekoriert: hier hängen Fotos von Bommel, eine beschriebene Postkarte und Kinderbilder, die Bommel gemalt hat

Die Texte sind kurz und verständlich gehalten. Kinder können der Geschichte sehr gut folgen.
Auch der Spanungsbogen ist gut gemacht. Es reiht sich ein Unglück an das nächste und die Frage, wie ein Weihnachtsfest ohne Geschenke, Musik und Kekse werden soll, fesselt die Kleinen. Umso schöner ist die Auflösung, als alle tanzen und die Weihnachtsfreude daher rührt, dass alle zusammen sind – dies ist schließlich der Sinn der Weihnacht.

Und wenn die Kleinen Hunger auf Honigkekse mit Blütenstaub bekommen, kann man einfach das Rezept am Buchende nutzen und selber welche Backen.

Die kleine Hummel Bommel ist eine Bilderbuchreihe. Für diese haben sich die Macherinnen einige Extras einfallen lassen. Unter anderem gibt es auf einer eigenen Homepage:

- zu jedem Buch ein Lied mit Liedtext, zum Mitsingen
- kostenlose Ausmalbilder
- Grußkarten zum Runterladen und Verschicken für Weihnachten und Ostern
- Kalender und Sticker Hefte

Fazit

Ein wunderschönes Weihnachtsbuch. Der Klappentext bringt es auf den Punkt: „Ein Bilderbuch mit der zeitlosen Weihnachtsbotschaft: Es kommt nicht auf die Geschenke und den schönsten Weihnachtbaum an – was wirklich zählt, sind Freunde und Familie.“

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Tags: bilderbuch, immer wieder lesenswert, kinderbuch, tiere, weihnachten   (5)
 

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kinderbuch, kinder, lernen, erstleser

Starke Geschichten zum Lesenlernen

Christian Tielmann , Imke Rudel , Julia Boehme , Kerstin M. Schuld
Flexibler Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.04.2016
ISBN 9783551315335
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches

Das Taschenbuch ist auf der Vorderseite schlicht aber schön gestaltet.

Inhalt

Das Buch enthält drei Geschichten von unterschiedlichen Autoren, mit Bildern unterschiedlicher Illustratoren.
Marie ist keine Brillenschlange

In der Schule soll es einen Vorleseabend geben, bei dem die Kinder auch in der Klasse übernachten sollen. Marie ist kurzsichtig und braucht daher eine Brille. Erst findet sie diese toll, doch dann macht sie sich Sorgen, dass sie auf Ablehnung stoßen könnte.
David im Fußballcamp

Die Freunde David und Michi nehmen an einem Fußballcamp teil, um zu trainieren. Dort treffen sie auf Alex, einen schwierigen Jungen, der nichts von Teamgeist hält.
Conni und der Frechdachs

Kater Mau hat immer wieder Hunger, obwohl sein Napf wie immer gefüllt wird. Erst später merkt Conni, dass sich eine andere Katze bei ihnen eingeschlichen hat und ihm das Futter stibitzt.

Umsetzung

Die schwarz-weißen Illustrationen sehen super aus, obwohl ich persönlich den Stil von Herdis Albrecht am Schönsten finde.
Trotz der relativ kleinen Seiten ist weder an Schriftgröße, noch Zeilenabstand gespart worden. Kinder haben es hier leicht sich mit den Texten auseinanderzusetzen.
Jede Geschichte ist in drei Kapitel eingeteilt. Am Ende jedes Kapitels gibt es Aufgaben für die Kinder: Verständnisfragen, Wörter, die man in exte einsetzen muss, Bilderrätsel und Labyrinthe. So ist für Abwechslung gesorgt und die ersten Erfolgserlebnisse stellen sich ein.
Alle drei Texte sind super für Erstleser geeignet, den letzten Text finde ich aber aufgrund seines Zusatzmaterials besser. Die ersten beiden Geschichten enden mit Listen für Leseabende und Ausflüge ins Fußballcamp. Bei der letzten hingegen geht es um Katzen. Hierzu gibt es einen Info Text, darüber, was es alles für Katzen gibt (mit entsprechenden Bildern) und eine Katze, an der gezeigt wird, was diese Tiere für besondere Eigenschaften haben. Hier ist der zusätzliche Lerneffekt meiner Meinung nach am größten.

Fazit

Ein abwechslungsreiches Buch für Erstleser.

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Tags: erstleser, kinder, kinderbuch, lernen   (4)
 

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meerjungfrau, mut, freundschaft, toleranz, meer

Die schönsten Geschichten für kleine Meerjungfrauen

Antonia Spang , Katja Rau
Fester Einband
Erschienen bei Kaufmann, Ernst, 01.08.2016
ISBN 9783780662637
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar überlassen.

Aufmachung des Buches

Der Hardcover-Einband ist bunt und ansprechend gestaltet. Meerjungfrauen, Seepferdchen und Fische tummeln sich im Meer, während auf dem Meeresboden Algen, Korallen und Muscheln zu finden sind. Einen besonderen Touch bekommt der Einband durch sparsam eingesetzten Glitzerkleber, der einzelne Aspekte der Tiere und Pflanzen akzentuiert und dem Bild das gewisse Etwas gibt.

Inhalt

In insgesamt 14, in sich abgeschlossenen, Geschichten begleiten die Kinder Meerjungfrauen, Nixen und Wassermänner durch ihre großen und kleinen Abenteuer.
Bei manchen Geschichten geht es nur um die Meeresbewohner, in anderen knüpfen Kinder und Meerjungfrauen Freundschaften.

Umsetzung

Die Illustrationen dieses Buches sind wirklich toll. Sie sind farbenfroh, detailliert und die Mimik der Figuren aussagekräftig. Als Fische Im Netz gefangen genommen werden, sieht man die Angst der Fische und die Nixe Liva ist besorgt, während sie versucht das Netz mit einer scharfkantigen Muschel zu zerschneiden. Ein Junge ist überrascht, als er im Meer einer Meerjungfrau begegnet und die Kinder im Schwimmbad haben sichtlich Spaß von einer Meerjungfrau das Schwimmen zu lernen.
Besonders das Bild eines Unterwassermarktes ist gelungen. Kinder kennen den Wochenmarkt bestimmt schon vom Einkaufen. Hier aber treffen sie auf Kraken, die Perlen verkaufen, Fische, die Algen anbieten und ein Stand für Kleidung und Hautpflegemittel darf natürlich auch nicht fehlen. Hier gibt es viele Details zu entdecken.

Was bei den Geschichten auffällt, ist die Themenwahl, die hinter diesen steht: Freundschaft, Mut und die Akzeptanz von Andersartigkeit.

In einer der Geschichten denkt ein Delfin, dass Nixen nix können – woher sonst sollte der Name herkommen? Doch von dieser überheblichen Art lässt sich Liva nicht beeindrucken. Als Fische und auch der Delfin in einem Fischernetz landen, befreit sie die Tiere sofort und der Delfin sieht ein, dass Vorurteile nichts Gutes sind.
In einer anderen Geschichte freundet sich eine Wassernixe mir einem Feuergeist an. Diesen will sie zu ihrer Geburtstagsfeier einladen, aber die Eltern lehnen Feuergeister ab und verbieten es. Trotzig bläst das Mädchen die Feier ab und die Eltern geben nach. Auf diese Weise begegnen sich die Familien von Wasser- und Feuergeistern auf einer großen, gemeinsamen Feier. Beim Kennenlernen stellen sie fest, dass die Unterschiede kleiner sind, als gedacht.
In Meeresgeschichten dürfen Wasserungeheuer natürlich nicht fehlen. Sina, eine Meerjungfrau und Tochter des Königs wird von einem Seeungeheuer gefangen und eingesperrt. Der König ruft alle seine Untertanen zusammen, doch sie fürchten sich so sehr, dass sie nicht in den Kampf ziehen wollen, um die Meerjungfrau zu retten. Einzig und allein drei kleine Fische, Sinas beste Freunde, schwimmen zum gesunkenen Schiff, in dem sie eingesperrt ist. Gemeinsam überlisten sie das Ungeheuer und befreien ihre Freundin – Freunde lässt man schließlich nicht im Stich.

Fazit

Ein rundum gelungenes Buch. Die Illustrationen sind toll, die Geschichten gehen gut aus und zeigen, was mit Freundlichkeit, Offenheit und Hilfsbereitschaft alles zu schaffen ist. Das Buch scheint für Mädchen geschrieben, ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass auch Jungs, die das Meer fasziniert, ihren Spaß haben werden. Wer bereits Weihnachtsgeschenke für Kinder sucht, sollte hier zugreifen.

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Tags: freundschaft, meer, meerjungfrau, mut, toleranz   (5)
 

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erste leseübungen, pferde, picknick, mit bildern lesenlernen, kinderbuch

Das große Conni-Buch zum Lesenlernen

Julia Boehme , Herdis Albrecht
Flexibler Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.04.2016
ISBN 9783551315304
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches

Das Taschenbuch ist auf der Vorderseite schlicht aber schön gestaltet. Man sieht Connie, die gerade interessiert in einem Buch liest und eine Katze schaut ihr über die Schulter.

Inhalt

In dem Buch gibt es drei Geschichten rund um Connie. Die erste handelt von einem Pony-Picknick, bei der zweiten ist Connie eifersüchtig auf ein anderes Mädchen, das Flecki, ihr Pony, sehr zu mögen scheint. Und in der letzten Erzählung macht sie einen Streifzug durch den Wald.

Umsetzung

Die Texte sind groß geschrieben, und die Zeilenabstände sind ausreichend gewählt. Die Sätze sind kurz und einfach gehalten. Einzelne Wörter werden durch Bilder ersetzt. Erstleser können sich hier in Ruhe mit den Texten auseinandersetzen.
Weniger ist oft mehr, was die Illustrationen beweisen. Sie sind in schwarz-weiß gehalten, aber filigran und detailreich.
Das Lesen wird durch Rätsel und andere Aktivitäten für Kinder aufgelockert. Zudem werden sie unter anderem aufgefordert die Namen von Tieren aufzuschreiben und anhand von Frage zum Text Lösungsworte zu finden. Das fördert nicht nur das Lesen, sondern auch das Schreiben.
Am Ende der jeweiligen Geschichte gibt es Bilder mit Informationen, so zum Beispiel, wie man mit Ponys umgeht, bevor und nachdem man sie reitet. Auch Lernen die Kinder viele Waldbewohner kennen.

Fazit

Das Erstleserbuch ist toll gestaltet und stellt viele Möglichkeiten bereit, sich mit dem gelesenen Text auseinanderzusetzen. Die Abwechslung zwischen Texten, die mit Bildern gespickt sind, Kreuzworträtsel, Lückentexte, Malbilder und Informationen rund um die Tierwelt runden das Buch ab. Hier lernen Kinder nicht nur lesen.

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Ahoi, ihr Landratten!

Kristin Lückel , Friederike Großekettler
Fester Einband
Erschienen bei Kaufmann, Ernst, 01.08.2016
ISBN 9783780662644
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Aufmachung des Buches

Auf dem Hardcover-Einband sieht man ein Piratenschiff und einige Figuren, die in den kommenden Geschichten anzutreffen sind. Im hinteren Teil des Schiffs, halb vom Segel verdeckt, darf die Schatztruhe natürlich nicht fehlen und die Totenkopffahne sieht ein wenig anders aus – anstelle von Knochen kreuzen sich hier Gabel und Hähnchenkeule.

Inhalt

Das Buch besteht aus insgesamt elf Piratengeschichten, die alle in sich abgeschlossen sind. Die Themen sind vielfältig und lassen Piratenherzen höher schlagen. Es gibt Schatzkarten und -suchen, Piratenüberfälle und natürlich auch eine Piratenschule für den Nachwuchs.

Umsetzung

Das Kinderbuch ist reich bebildert. Hakenhände, Holzbeine, Augenklappen und Papageien auf des Kapitäns Schulter dürfen da natürlich nicht fehlen. Mit vielen kleinen Details gibt es einiges für die Kinder zu entdecken. In einer der Geschichten geht es um einen Kapitän, der sich seit Monaten nicht gewaschen hat. Passend hierzu umschwirren ihn Fliegen und als er ein Bad nimmt, zieht er im Wasser eine lange schmutzige Spur hinter sich her.

Keine Geschichte ist wie die andere. die Themen variieren deutlich, sodass keine Langeweile aufkommen sollte. Hier einige Themen der Geschichten:
– Piraten suchen einen Schatz
– Der Papagei des Kapitäns möchte eine Freundin haben
– Penelope muss zur Piratenschule
– Eine Entführung geht nicht so aus, wie von den Piraten erhofft
– Wenn man als Pirat nichts mehr verdient, geht man ins Showgeschäft

Es sind auch einige Geschichten zum Schmunzeln dabei. In der ersten beispielsweise rackern sich die Piraten ab, aber der Kapitän krächzt immer neue Befehle. Das Schrubben des Decks will kein Ende nehmen. Erst durch Zufall finden die Piraten heraus, dass ihnen der Papagei Befehle gab und sie ihren Kapitän beim Badeurlaub auf einer Insel vergessen haben.

In einer anderen Geschichte wollen Piraten Lösegeld für eine Frau. Ehe sie sich’s versehen, müssen sie das Deck schrubben, sich waschen und rasieren und am Ende zahlen sie freiwillig Gold, damit sie wieder von Bord geht.

Einen Stern Abzug gibt es für die immer wiederkehrenden Schimpfwörter. Unter anderem fallen Begriffe wie „Sumpfschwein“, „verdammte, schlickfressende Quallengrundel“ oder „ihr verfluchten Klabautermänner“. Hier hätte ich mir „kindgerechte Schimpfwörter“ gewünscht, wie „beim Klabautermann“, „Potz Blitz“, etc. So aber finde ich manche Stellen sehr derb.

Fazit

Eine gelungene Zusammenstellung verschiedener Piratengeschichten. Die Länge ist angemessen und überfordert Kinder nicht. Andererseits sind die Geschichten so unterschiedlich, dass keine Langeweile aufkommen kann. Da es sich um kurze Texte handelt, sind sie auch gut als Gute-Nacht-Geschichte verwendbar. Einzig die Schimpfworte hätten „freundlicher“ ausfallen können.

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fantasy, krieg, erika johansen, die königin der schatten, magie

Die Königin der Schatten - Verflucht

Erika Johansen , Sabine Thiele
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 16.05.2016
ISBN 9783453315877
Genre: Fantasy

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43 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

fantasy, elfen, drachen, wiedergänger, high fantasy

Die letzte Schlacht

David Falk
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.07.2016
ISBN 9783492280730
Genre: Fantasy

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kinderbuch, kaufmann verlag, 4 bis 6 jahre, weihnacht, barbara peters

Weihnachtsfest mit Hindernissen

Barbara Peters , Regine Altegoer
Fester Einband
Erschienen bei Kaufmann, Ernst, 01.08.2016
ISBN 9783780662613
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ich habe freundlicherweise ein Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten.

Aufmachung des Buches

Das Bilderbuch hat einen Hardcover-Einband und das Papier ist für die vielen Illustrationen bestens geeignet. Besonders gut gefällt mir die Vorderseite des Buchumschlags: hier wurde stellenweise Glitzerkleber aufgetragen, der Geschenkbänder, Kerzenschein und Girlanden besonders schön herausstellt.

Inhalt

Die Freunde Felix Waschbär und Jonas Igel machen einen Spaziergang durch den Wald. Dort treffen sie zufällig auf Danko Dachs, der sich ein Bein gebrochen hat. Wieder daheim scheint es, dass das jährliche Weihnachtsfest aller Tiere bei ihm ausfällt. Felix und Jonas überlegen sich, wie sie ihren Freund aufheitern können, der sich schon sehr auf die Feier gefreut hat. Und so packen alle Tiere im Wald an, um in Dankos Heim Weihnachten zu feiern – wie jedes Jahr.

Umsetzung

Das Bilderbuch ist reich an Details. Hier können Kinder auf die Suche nach versteckten Figuren gehen. So sieht man von einer Maus nur noch die Ohren, als sie sich einen Weg durch tiefen Schnee bahnt. Die Schneemänner sind Schneemäuse und Schneeigel, je nach dem, welches Tier den Schneemann gebaut hat. Auch Fenster und offene Türen zeigen keine leeren Flächen, sondern Tiere, Möbel, etc.

Lustige Bilder sind ebenfalls dabei. So beobachten Felix und Jonas die Mäuse beim Backen. Ein Ei ist auf dem Boden gelandet, die Packung Zucker umgefallen und Teig verschüttet. Und mitten in diesem Chaos sind die Mäuse eifrig bei ihren Weihnachtsvorbereitungen.

Der Text ist einfach geschrieben, sodass Kinder ihm leicht folgen können. Darüber hinaus ist er gespickt mit leicht abgewandelten Weihnachtsliedern, die von Wildschweinen vorgetragen werden und die Eule hat passend für Heiligabend ein Gedicht verfasst. Das bringt viel Abwechslung in den Text.

Fazit

Es handelt sich um eine Geschichte über Freundschaft und darüber, dass das Weihnachtsfest am schönsten ist, wenn man es gemeinsam mit anderen feiert.

Dieses Weihnachtsbuch ist lesenswert. Die Liebe zum Detail bei den vielen Illustrationen und der tolle Text begeistern – egal ob jung oder alt. Es ist genügend Abwechslung an Handlungsorten und im text selber vorhanden, um abwechslungsreich und spannend für Kinder zu sein. Andererseits werden sie nicht überfrachtet und können der Handlung sehr gut folgen.

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kinderbuch, kinderbibel, bibel

Rica erzählt: Die Bibel

Sebastian Tonner , Johanna Ignjatovic
Fester Einband
Erschienen bei Kaufmann, Ernst, 01.08.2016
ISBN 9783780662675
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches

Das  kleine Bilderbuch ist im Hardcover gebunden. Die Seiten selber sind stabil und aus glattem Papier, wie es bei Bilderbüchern üblich ist. Die Verarbeitung erscheint hochwertig, sodass man lange Freude an ihm haben sollte.

„Rica erzählt“ ist eine Buchreihe, in der das Schaf Rica Kindern Inhalte der Bibel nahe bringt.


Inhalt

Im Buch werden je fünf Geschichten aus dem Alten und dem Neuen Testament erzählt. Die Kinder erfahren unter anderem etwas über die Arche Noah, Jona, Jesu Geburt und Ostern.


Umsetzung

Das Schaf Rica führt die Kinder durch alle Geschichten. Sie hat ein rotes Band mit einer Glocke um den Hals, mit denen sie sich von den anderen Schafen absetzt. Sie ist nicht nur eine Geschichtenerzählerin, sondern erlebt die Geschichten mit. So versteckt sie sich im Schilf, um Mose zu beobachten, kuschelt sich in der Scheune ins Stroh und hüpft vor Freude, wenn Jesus Menschen heilt.

Die Geschichten werden bildlich sehr gut untermalt. Vorkommnisse, wie  die Sintflut, das über Jona hereinbrechende Gewitter und Jesu Tod werden dunkel und schwermütig dargestellt. Einen deutlichen Kontrast hierzu geben die frohen Bilder, wenn sich die Geschichten positiv auflösen.

Die Texte zu den Geschichten sind kurz und für kleine Kinder verständlich.

Vor allem die Geschichten des Alten Testaments sind immer wieder von Gewalt und dem Zorn Gottes durchzogen. Die kleine Bibel schafft es aber, die positiven Aspekte herauszustellen. So geht es bei David und Goliath nicht um den Kampf, sondern darum, dass die Israeliten danach in Frieden leben können. In Ägypten werden nicht die Morde an den Jungen ins Zentrum gerückt, sondern die Rettung Moses. Die Bibel selbst hat viele Facetten, doch hier wird den Kindern die meiner Meinung nach wichtigste gezeigt: die Liebe Gottes zu uns Menschen.


Fazit

Ein tolles, kleines Buch, das Kindern den Einstieg in die Bibel ermöglicht. Die Qualität spricht für sich: ich habe das Buch ausgeliehen und prompt wurde es von den Eltern selbst bestellt.

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Tags: bibel, kinderbibel, kinderbuch   (3)
 

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kinderbuch, bestatter, silke schlichtmann, großfamilie, ab 8 jahre

Pernilla oder Warum wir nicht in den sauren Apfel beißen mussten

Silke Schlichtmann , Susanne Göhlich
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 14.03.2016
ISBN 9783446250895
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches
Das Buch ist im Hardcover gebunden und zeigt Pernillas Familie. Passend zum Titel sieht man zahlreiche Äpfel und der Sarg deutet schon an, dass es sich hier nicht um eine „normale“ Familie handelt.

Inhalt
Gleich zwei Entwicklungen machen Pernilla und ihren Geschwistern Sorgen: Der Vater bekommt seit einigen Monaten keine Aufträge mehr und die Mutter wird wegen ihres neuen Buches auf Verleumdung verklagt. Es sieht schlecht aus und Pernilla will auf keinen Fall wegziehen müssen und von Hartz IV leben. Und so setzen sich die Kinder zusammen und entwickeln Pläne, mit denen sie ihre Familie retten wollen.

Umsetzung
Weniger ist oft mehr und wird hier anhand der Illustrationen deutlich. Sie sind in schwarz-weiß gehalten und schlicht, aber ausdrucksstark. Für die Kinder eine regelmäßige Ergänzung zum Text. In der Regel sind die Bilder eine halbe Seite groß, sodass Figuren und Szenen schön eingefangen werden.

Ich kenne den ersten Band nicht, das ist für die Geschichte aber auch nicht von Belang. Man findet sich sehr schnell in die Familie und die Situation ein, sodass man sich von der Handlung mitreißen lassen kann.

Der Beruf des Vaters scheint gar nicht zu einem Kinderbuch zu passen: er ist Bestatter. Die Umsetzung ist aber gelungen. Mit Pernilla lernt man Särge und auch eine Bestattung kennen, ohne verschreckend zu wirken. Ein ungewöhnliches Thema, dass aber absolut kindgerecht dargestellt wird.

Im Zusammenhang mit der Geschichte müssen auch Verleumdung und Hartz IV erklärt werden. Auch hier zeigt die Autorin, dass sie ein Händchen dafür hat, komplizierte Sachverhalte einfach und kindgerecht zu erklären.

Das Buch ist lustig geschrieben und bringt den Leser immer wieder zum Lachen. Ein Auszug aus dem Strafgesetzbuch wird zitiert. Ein Text, der sowohl für Kinder und Erwachsene gleichermaßen schwer zu lesen und verstehen ist. Passend hierzu hält Ole fest: „ ‚Wahrscheinlich hatte der Typ, der das geschrieben hat, sein Leben lang eine Fünf in Deutsch. […] Und dann musste er sich hinsetzen und dieses Buch schreiben, zur Strafe, damit er’s endlich lernt: Heißt ja auch Strafgesetzbuch‘“ (S. 54). Auch Pernillas Brüder sind erfinderisch, wenn es darum geht, Sten nicht zu wickeln.

Das Buch bleibt von Anfang bis Ende spannend. Der Vater scheint nichts zu tun, um an neue Aufträge zu gelangen und wird bei den Recherchen der Kinder sogar bei der Konkurrenz gesichtet. Zwischendurch will Pernilla noch Regenwürmer retten und macht sich Gedanken zum (augenscheinlichen) Verschwinden der Rennmäuse. Und dann will auch noch aufgeklärt werden, ob der Roman der Mutter einen Bauern in den Ruin getrieben hat.

Die Familie ist sehr sympathisch. Von allen Figuren kann man sagen, dass sie authentisch wirken und alle verschieden sind, mit ihren Eigenarten und Ausdrucksweisen. Selbst der Fiese Fiete ist am Ende doch nicht so fies, wie Pernilla denkt.

Die Geschichte wird aus Pernillas Perspektive geschildert und in der Regel in der dritten Person erzählt. Für mich war es teils irritierend, wenn in die Ich-Perspektive gewechselt wurde, aber das ist vom Leser abhängig.

Fazit
Empfehlenswerter Lesespaß für Groß und Klein. Die Figuren sind lebendig, die Geschichte spannend und die Illustrationen gelungen.
Die Einteilung in 19 Kapitel macht das Buch zu einer super Gute-Nacht-Lektüre, die man in überschaubaren Teilen entweder selber oder sich vorlesen lassen kann.

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kinderbuch, tierliebe, vögel

Wovon singen wundersame Vögel vom anderen Ende der Welt?

Irina Straka
Flexibler Einband
Erschienen bei Buchwerkstatt Berlin, 01.02.2016
ISBN 9783940281869
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches

Das Softcover ist solide verarbeitet und wird von zwei Amadinen geschmückt, die im Verlauf des Buches zu den Lieblingshaustieren der Zwillingsschwestern Mariia und Sofiia werden.

 

Inhalt

Im Buch geht es um das alltägliche Leben der Zwillingsschwestern Mariia und Sofiia. Der Leser erfährt viel über die Mädchen und wie sie ihre Freizeit verbringen. Eines Tages geht die Mutter mit ihnen in eine Tierhandlung und sie dürfen sich ein Haustier aussuchen. Gemeinsam entscheiden sie sich für zwei Amadine, die sich einen Käfig teilen und ein Liebespaar sind. Zwei obdachlose Katzen dringen in den Wintergarten ein, in dem die Vögel zuhause sind, können aber von ihnen vertrieben werden.

 

Umsetzung

Die Illustration des Buches is durchweg gelungen. Es gibt reichlich Bilder, mit vielen Details, die sehr schön anzuschauen sind.

Die Geschichte beginnt eher diffus, es gibt keinen klaren, roten Faden, der einen durch die Geschichte führt. Es handelt sich vielmehr um einzelne Szenen aus dem Leben der Mädchen und später von den Vögeln, die aneinandergereiht werden.

Interessante Geschichten handeln von einem Konflikt oder einer Aufgabe, die gelöst werden soll. Diese vermisst man hier leider. Man erhält mehr den Eindruck eine Abhandlung über das Alltagsleben in einer Stadt zu lesen. Dies ändert sich mit der Bedrohung durch die Katzen für die Vögel, welche aber erst 20 Seiten vor Buchende einsetzt.

Die Welt scheint ein einziges Paradies zu sein. Alles wird als schön beschrieben. Die Menschen haben sich lieb, sind nett, hilfsbereit, freundlich. Zwischen den Schwestern gibt es keinerlei Konflikte, sie bezeichnen sich nicht nur als Schwestern, sondern auch als beste Freundinnen. Eltern-Kind-Konflikte gibt es gar keine. Das ist eine schöne Utopie, macht den Rahmen der Geschichte aber unglaubwürdig und leider auch fade.

Streunende Katzen, die natürlichen Feinde eines jeden Vogels, werden hier als böse bezeichnet. Dabei offenbart sich in ihren Unterhaltungen, dass sie sich selbst nur ein warmes Zuhause, Fürsorge und Nahrung wünschen. Hier wird ein schiefes Bild gezeichnet.

 

Fazit

Die Geschichte ist nett gemacht, aber fesseln kann sie nicht. Ein roter Faden fehlt. Die „perfekte“ Welt wirkt langweilig.

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Tags: kinderbuch, tierliebe, vögel   (3)
 

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kinderbuch, kind verschwunden, hasen

Die Mümmelmanns vom Kleppehof

Ursula Klinkenberg
Buch
Erschienen bei Buchwerkstatt Berlin, 01.04.2016
ISBN 9783940281944
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches

Das Softcoverbuch ist vernünftig verarbeitet. Die Türkise Grundierung sieht gut aus, passt aber nicht zu den Farben der Hasen, die selber wenig ansprechend sind.

 

Inhalt

Die Familie Mümmelmann wohnt auf einem Bauernhof. Dort lernen die Hasenkinder die anderen Tiere kennen, gehen auf die Hasenschule und machen einen Ausflug, um dem Osterhasen dabei zu helfen Ostereier einzufärben. Zwei der Kinder gehen dabei verloren und kommen erst später durch Zufall wieder zur Familie zurück.

 

Umsetzung

Das Buch ist spärlich bebildert. Leider wirken die Illustrationen unprofessionell und nicht ansprechend. Auch das Druckbild ist nicht ganz sauber.

Zu Beginn sind Namenskonstellationen wie Hasen-Jenny oder Henne Berta in Ordnung. Allerdings werden diese das ganze Buch über durchgehalten. Darüber hinaus wird vor jeden Namen der bestimmte Artikel gesetzt. Die Sprache wirkt dadurch sehr unnatürlich.

Schwierigkeiten beim Lesen macht leider auch das regelmäßige Fehlen von Absätzen. Dies fällt besonders bei Dialogen auf, bei denen nicht klar abgegrenzt ist, wer etwas sagt.

Eltern und Kinder sind auf die Hasenschule gegangen und der Lehrer legt Wert darauf, dass alle das Bemalen von Ostereiern lernen, um dem Osterhasen bei seiner Arbeit helfen zu können. Dann allerdings weiß niemand, dass sich jedes Jahr viele Hasen auf einer Lichtung in der Umgebung treffen, um Eier zu bemalen. Hierzu müssen die Haseneltern erst andere Tiere aus dem Wald befragen. Das wirkt unlogisch.

Auf der Reise zum Hasentreffen gehen zwei der Kinder verloren. An sich weder schlimm, noch neu in der Kinderliteratur – wenn diese gesucht/gefunden werden. Hier aber kümmern sich die Eltern überhaupt nicht um die verlorenen Kinder! Die Mutter weint, mehr passiert aber nicht. Erst als eines der Kinder nach langer Zeit im Hasen Bau auftaucht, erkundigt sich der Vater bei den Waldbewohnern, ob diese vielleicht etwas von einem Hasenmädchen gehört hätten. Aber selbst als es scheint, dass seine Tochter bei einem freundlichen Dachs untergekommen ist, sucht niemand nach ihr. Ein für mich absolut unmögliches Verhalten!

Die Ausdrucksweise der Autorin lässt immer wieder zu wünschen übrig. Mir ist schleierhaft, wie man „erbärmlich stechen“ kann, wie man „sich jucken muss“ oder Gerüche spüren kann.

Ein unbeliebter Kater geht eines Tages in den Stall. Hühner und Hasen  haben natürlich Angst, allerdings schaut er sich nur um. Die Reaktion des Hofkaters besteht darin, den „Eindringling“ zu verprügeln.

 

Fazit

Dieses Buch ist nicht kindgerecht und meiner Meinung nach sehr schlecht geschrieben. Leider kann ich von einem Kauf nur abraten.

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Tags: hasen, kinderbuch, kind verschwunden   (3)
 

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kinderbuch, drachen, vampire, freundschaft, geister

Die tollsten Geschichten für Jungs

Kaufmann Verlag
Fester Einband
Erschienen bei Kaufmann, Ernst, 20.01.2016
ISBN 9783780629890
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches
Zwischen den Hardcover-Deckeln befinden sich stabile Seiten, die es den Kindern ermöglichen selbst einmal umzublättern, ohne gleich Papierfetzen in der Hand zu haben. Dem bunten Buchumschlag folgen viele bunte und schöne Illustrationen im Inneren. Bei der Jubiläumsausgabe liegt ein Bogen mit Aufklebern bei, einer für jede Geschichte.

Inhalt
In 12 Geschichten können Jungs ihrer Fantasie freien Lauf lassen. In den Geschichten geht es um freundliche Drachen, um Piraten, die Furcht und Schrecken auf den Meeren verbreiten und die Kinder können einen Blick in die Monsterschule werfen. Alle Geschichten sind in sich abgeschlossen und die Themen so vielfältig, dass keine Langeweile aufkommt.

Umsetzung
Die Sammlung der Geschichten ist gelungen. Da sich hier verschiedene AutorInnen finden, haben die Texte ihre ganz eigene Sprache und Themen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Die Vielfalt macht einen Teil des Reizes dieses Buches aus.
Alle Geschichten sind bunt illustriert und detailreich. Kinder haben hier ihre Freude, wenn sie sich Gespenster bei Nacht angucken können oder einem echten, kleinen Vampir begegnen.
Am tollsten fand ich die Geschichte „WSDS oder EFÜB“. Über das Piratencasting Wir suchen den Super-Seeräuber sucht eine Piratenmannschaft nach neuen Matrosen für ihre Kaperfahrten. Nicht wenige landen dabei im Wasser.
Etwas gefühlvoller geht es in der Geschichte „Der kleine Drache Sonderbar“ zu. Kann sich ein Drache gut fühlen, wenn er einfach keine Lust hat, fies und gemein zu sein und dafür von der Familie ausgelacht wird?
Es gibt Abenteuer zu Land und auf See. Manchmal sind Kinder die Helden, dann Piraten oder Drachen. Die Geschichten drehen sich immer wieder um Themen wie Freundschaft, Vertrauen und das es gar nicht so schlimm ist, anders zu sein oder sich verändern zu wollen.

Fazit
Wie bei Sammelbänden üblich gibt es auch hier Geschichten, die mir mehr oder weniger gefielen. Insgesamt ist dieses Buch aber sehr gelungen. Egal ob zur Schlafenszeit oder für Zwischendurch, die kurzen Geschichten machen Freude und das ist die Hauptsache.

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Tags: drachen, freundschaft, geister, kinderbuch, piraten, vampire   (6)
 

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kinderbuch, tiere, natur, kann aber leider nicht überzeugen!

Aishas Abenteuer im fernen Malaya

Sylvia Angelika Oelwein
Flexibler Einband: 72 Seiten
Erschienen bei Shaker Media , 15.02.2016
ISBN 9783956314117
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches
Das Cover gefällt mir sehr gut. Die verschiedenen Grüntöne harmonieren miteinander und die Motivwahl, ein Baum und ein Leguan, passen zum Ziel des Buches: Menschen Natur und Tiere näherzubringen.

Inhalt
In 13 Kurzgeschichten begleitet man in der Regel Aisha, ein junges Mädchen von sieben Jahren, welches mit Tieren sprechen kann und in einem kleinen, malaysischen Dorf lebt. In verschiedenen Situationen erfährt man etwas über ihre Erlebnisse mit den dort lebenden Tieren.

Umsetzung
Das ganze Buch ist mit schwarz-weiß-Zeichnungen gespickt. Sie sind schlicht, aber schön anzusehen und passen zu den einzelnen Geschichten. Tiere und Landschaft bekommen so ein Gesicht.
Die Geschichten spielen alle in Malaysia und die Autorin hat hierzu eine tolle Idee gehabt. Landesgerichte und einzelne Tiere werden auf Malaysisch benannt, die deutsche Übersetzung hierzu gibt es in Fußnoten am Seitenende.
Leider wirkt dieses Buch an manchen Stellen belehrend. „[Delfine] haben eine bedingungslose Liebe und verdienen es, geachtete zu werden.“ (Fußnote S.37) „Ihr habt von uns [Schweinen] einen kurzen Genuss […] ihr werdet immer kränker und kränker […] Seit diesem Tag hatte der Vater nie wieder ein Tier erlegt und seine Gesundheit wurde mit jedem Tag besser.“ (S.52 Z.4ff.)
Meiner Meinung nach sollte jedes Tier geachtete werden und ob wir Fleisch verzehren oder nicht, sollte die Entscheidung jedes einzelnen Menschen sein. Solche Aufrufe finde ich persönlich unpassend.
Es fehlen immer wieder Absätze oder sind unpassend gesetzt. So wird es teilweise schwierig Unterhaltungen zu folgen und ein Satz, der mittendrin auseinandergerissen wird, mindert den Lesespaß.
Negativ fällt auch auf, dass die Zeiten nicht eingehalten werden. In einem Text kann es vorkommen, dass sowohl in der Vergangenheit, als auch der Gegenwart erzählt wird und sich die Zeiten mehrmals abwechseln. Das stört immer wieder den Lesefluss.
Der Preis ist meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt. Die erste Geschichte fängt erst auf Seite 17 an (51 Seiten Text), in größerer Schrift, mit Bildern. Gute Texte möchte ich nicht an ihrer Länge festmachen, aber hier hätte mehr kommen müssen.

Fazit
Kindergeschichten aus einem fernen Land, die den Umgang mit Flora und Fauna positiv beeinflussen möchten, sind eine super Idee. Leider ist die Umsetzung nicht gelungen. Immer wieder entdeckte ich handwerkliche Fehler, die das Buch für mich leider wenig lesenswert machen.

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Tags: kann aber leider nicht überzeugen!, kinderbuch, natur, tiere   (4)
 

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kinderbuch, mut, freundschaft, tiergeschichte

Tierisch-tolle Minutengeschichten

Katharina Mauder , Christine Kugler
Fester Einband
Erschienen bei Kaufmann, Ernst, 20.01.2016
ISBN 9783780629913
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches
Der Buchumschlag zeigt einige der Protagonisten, denen die (Vor-)Leser begegnen werden. Der Umschlag fühlt sich an, als wäre er leicht gepolstert. Das Buch liegt weich und angenehm in der Hand, während die Seiten glänzend weiß sind und stabil wirken. Das Buch kann man Kindern bedenkenlos in die Hand geben, damit sie sich die vielen farbenfrohen Bilder selbst ansehen können.

Inhalt
Insgesamt 14 Geschichten, die sich innerhalb von drei bis sieben Minuten vorlesen lassen, warten auf die Kinder. Die Themen sind vielfältig. Ratte, Kellerassel und Laus messen sich bei einem Wettrennen. Drei Mäuse müssen ihre Burg gegen eine Katze verteidigen. Und der griesgrämige Fuchs Faustus lernt, dass das Leben mit Freunden doch um einiges schöner ist, als alleine zu sein.
Im Inhaltsverzeichnis werden die Geschichten kurz angerissen, sodass man sich im Vorfeld besser für eine entscheiden kann. Als roter Faden ziehen sich die Themen Mut und Freundschaft durch die Geschichten.

Umsetzung
Die Geschichten sind von verschiedenen Autoren geschrieben worden und so vielfältig sind die Geschichten, Figuren und Schreibweisen. Sie spielen an den verschiedensten Orten: Hunderennbahnen, im Meer, im Wald, in einem Schloss, und und und. Die Fantasie darf sich immer wieder auf neue Tiere und Gegenden einlassen. Für reichlich Abwechslung ist gesorgt.
Zu jeder Geschichte gibt es Illustrationen, die die Texte ergänzen. Mäuse in Ritterrüstungen, ein Huhn, das Gitarre spielt und ein karierter Tiger sind nur wenige der tollen Tiere, denen die Kinder begegnen.
In einzelnen Geschichten wird das Thema Freundschaft sehr schön angegangen. In diversen Situationen müssen Freunde bei Gefahren zusammenhalten oder entdecken, dass die Andersartigkeit des jeweils anderen etwas Großartiges sein kann.

Fazit
Egal ob zur Schlafenszeit oder einfach für Zwischendurch, die kurzen Geschichten lassen sich wunderbar in den Alltag integrieren.
Besonders die Illustrationen haben mir sehr gut gefallen. Sie sind farbenfroh und voller Details.

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Tags: freundschaft, kinderbuch, mut, tiergeschichte   (4)
 

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liebe, partnerschaft, flirten, gefühle, frauen

Beziehungsstatus: kompliziert: Die absolute Wahrheit über Männer, Frauen, Sex und Liebe

Nina Deißler
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.02.2016
ISBN 9783426787618
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhalt
Das Buch behandelt zwischenmenschliche Beziehungen und vor allem Liebesbeziehungen zwischen Mann und Frau. Es geht dabei ebenso auf geschlechtsspezifische Unterschiede, wie auf den Leser ein und gibt zahlreiche Anregungen zu neuen Sichtweisen und einer Änderung des eigenen Verhaltens.

Umsetzung
Der Sprachstil ist locker. Witzig, frech und teils sexistisch – aber das verzeiht man Nina Deißler gern. Es macht Spaß das Buch zu lesen, da es kein trockener Ratgeber ist, der mit theoretischen psychologischen Ansätzen die Beziehungen zwischen Mann und Frau zu erklären versucht. Vielmehr fußen Einsichten auf scharfsinnigen Beobachtungen im Alltag und Erfahrungen aus zahlreichen Seminaren.
Jedes Kapitel beginnt und endet mit einer Erzählung aus alltäglichen Begebenheiten oder Situationen, die die Autorin in ihren Seminaren erlebt hat. „Neben mir in der U-Bahn sitzen drei Jungs Anfang zwanzig und unterhalten sich darüber, wer am Wochenende wie viele Mädels ‚klargemacht‘ hat. […] Die drei ‚Checker‘, die in der Bahn neben mir saßen, stehen auf und gehen Richtung Tür. Da stehen zwei echt süße Mädchen in ihrem Alter. Keiner sagt was. ‚Klargemacht‘ und aufgerissen wird wohl nur am Wochenende.“ (S. 30 ff.)
Jedes Kapitel ist mit Merksätzen gespickt. Hier werden einzelne Infos prägnant zusammengefasst, über die man sich eine Zeit lang Gedanken machen kann und sollte. Beziehungsstreitigkeiten, in der eine Seite z.B. angibt immer alles zu versuchen, sich Mühe zu geben und der anderen Untätigkeit vorwirft fasst Nina Deißler zusammen: „Wenn wir in einer Partnerschaft immer dieses Spiel von ‚gut und böse‘ (oder wahlweise Recht und Unrecht) inszenieren und wir immer die Guten sind, dann muss der andere zwangsläufig der Böse sein.“ (S.206 Z.2ff.) Und wenn wir davon ausgehen, dass wir das Böse bekämpfen wollen, so wird der Partner zum Feind. Kein guter Stand für eine Partnerschaft.
Auf den Leser warten regelmäßig Aha-Momente. Es wird aufgezeigt, warum manche Strategien nicht funktionieren, weil sie vom anderen Geschlecht einfach nicht so aufgenommen werden, wie sie vielleicht gemeint sind. Besonders schön ist, dass sich die Kapitel Männern und Frauen widmen. Hier lernt man viele Dinge über das andere Geschlecht, die zum Nachdenken anregen und neue Sichtweisen eröffnen.
In lockerem Tonfall wird der Leser auch immer wieder aufgefordert, sich mit sich selbst auseinander zu setzen. Es ist reines Wunschdenken, wenn man glaubt, man könne alle anderen Menschen ändern oder diese müssten sich nach einem selbst richten. Durch Vorschläge und kleine Aufgaben erhält man die Möglichkeit an sich selbst zu arbeiten und positiver auf das andere Geschlecht zuzugehen.

Fazit
Ein grandioses Buch über Menschen und ihren Umgang mit sich selbst, ihren zwischenmenschlichen und ihren Liebesbeziehungen.
Es sorgt für Kurzweil und immer wieder für Aha-Momente und Selbsterkenntnisse. Es regt zum Nachdenken an, wirkt dabei aber nie belehrend. Es ist mehr wie ein Spiegel, der einem vorgehalten wird. Und wie bei einem Spiegelbild liegt es am Betrachter selbst, ob man sich am Ende verändern will oder eben nicht.
Eine klare Kaufempfehlung an alle Menschen, egal ob in einer Beziehung, auf der Suche oder glücklich allein.

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Tags: beziehungen, beziehungsratgeber, flirtratgeber, immer wieder lesenswert, liebesbeziehungen   (5)
 

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vorlesen, pinguine, stricken, weihnachtsmann, ab 3

Tinna, Tam Tam und der Weihnachtsmann

Stephanie Trabitzsch , Stephanie Trabitzsch
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Zauberblume, 20.06.2015
ISBN 9783906246048
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches
Das Buch ist mit einem schönen Hardcover-Umschlag gebunden und kann den Kindern auch bedenkenlos einmal in die Hand gedrückt werden. Die Seiten selber sind aus beschichtetem Papier, das solide wirkt und vor allem die Farben und Details der Illustrationen zur Geltung bringt.

Klappentext
Es ist Weihnachten und wie jedes Jahr besucht die kleine Tinna, mit ihren beiden großen Schwestern Sinna und Unna, ihre Tante Lilija.
Auf dem Weg zur Tante erleben Tinna und ihre kleine Freundin Tam Tam ein wahrhaft großes Abenteuer: Sie lernen den Weihnachtsmann kennen. Oder war vielleicht alles ein Traum?

Umsetzung
Wie bei Bilderbüchern üblich, sind die Texte eher kurz gehalten und die Seiten farbenfroh bebildert.
Hier gibt es für Kinder auch einiges zu entdecken, denn sie sind äußerst Detailreich. Der Korb für Tante Lilja zum Beispiel ist mit Strickutensilien, Punsch und mehr gefüllt.
Die kleine Tam Tam ist immer an Tinnas Seite. Sie lugt mit ihr zusammen in das Iglu des Weihnachtsmannes, trinkt aus dem Blaubeersirup-Ozean und am Ende der Geschichte bekommt sie sogar ein kleines Geschenk.
Mimik und Gestik sind schön umgesetzt. Vor allem die Freude und Freundlichkeit von Tinna reißen den Leser mit und machen Lust sich auf die Geschichte einzulassen.
Besonders Spaß werden die Kinder an den löchrigen Socken des Weihnachtsmanns haben. Bei so langen Reisen zum Verteilen der Geschenke hilft auch kein Stopfen mehr.

Fazit
Die Geschichte selber ist recht kurz gehalten. Das Leseabenteuer ist aber keineswegs schnell vorbei. Es gibt bei den Bildern viel zu bestaunen und lauter Kleinigkeiten zu entdecken.
Ein Buch zum Vorlesen, selber lesen und verschenken.

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

familie, glück, trauer, liebe, partnerschaft

Glück allein

Jochen Rack
Fester Einband: 180 Seiten
Erschienen bei ars vivendi, 04.03.2016
ISBN 9783869136233
Genre: Romane

Rezension:  
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61 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

blumen, magie, kinderbuch, zauberei, vogel

Der magische Blumenladen: Ein Geheimnis kommt selten allein

Gina Mayer , Joëlle Tourlonias
Fester Einband
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.04.2017
ISBN 9783473404056
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches
Der Hardcover Buchumschlag ist sehr schön gestaltet. Die Illustratorin stellt Blumen und Blumenladen verspielt dar und man bekommt einen ersten Eindruck von Violet. Das Cover glänzt und so kommen die vielen Farben kräftiger und schöner zur Geltung. Leider sind die Ecken des Buches nach mehrmaliger Nutzung leicht abgegriffen.

Inhalt
Violet verbringt mehrere Tage in der Woche bei Ihrer Tante Abigail, die einen eigenen Blumenladen hat. Als eine Kundin nach „Pimpernell“ fragt, anscheinend eine Blume, die Violet noch nicht kennt, reist Tante Abigail überstürzt nach Schottland ab. Violet bleibt im Blumenladen und kümmert sich um die zwei Haustiere, Kater Lord Nelson und Wellensittich Lady Madonna. Zusammen mit ihren besten Freunden Jack und Zack entdeckt sie ein gelbes Blumenbuch, das die Wirkungen von Blumen auf Menschen beschreibt. Ungewollt wirkt ihre Blumenmagie auf den Falschen und Violet ist damit beschäftigt, ihren Fehler auszubügeln und mehr über ihre magische Gabe zu erfahren.

Umsetzung
Die Idee Blumen magische Kräfte zuzuschreiben ist toll in Szene gesetzt worden. Das magische Buch kann zwar von jeder Person gelesen werden, aber nur Violet und Tante Abigail scheinen diese Magie auch nutzen zu können. Da Tante Abigail dies bisher verschwieg, begleitet man Violet bei ihren Versuchen Blumenmagie anzuwenden.

Die Illustrationen sind grandios geworden. Es sind Bilder, die zum größten Teil in Graustufen gehalten sind. Lediglich einzelne Elemente, wie Beispielsweise Rosenblätter oder Violets Haare sind koloriert.

Violet und ihre Freunde Jack und Zack werden vorgestellt und wirken lebendig in dem, was sie sagen, wie sie reagieren und sich verhalten. Man kann sich direkt in sie hinein versetzen.

Die Themen des Buches sind vielfältig und auf den Alltag von Kindern zugeschnitten. Die kindliche Neugier und das Ausprobieren von neuen / verbotenen Dingen spielt ebenso eine Rolle, wie der Zusammenhalt unter Freunden und Familie. Ohne erhobenen Zeigefinger lernen Kinder etwas über Verantwortung und Hilfsbereitschaft Die eingefädelte Liebesgeschichte zwischen zwei Lehrern macht das Buch abwechslungsreich und spannend.

Lord Nelson und Lady Madonna tauchen immer wieder auf und sorgen für teils sehr lustige Momente. „ ‚Ich wünschte, ich hätte [Lady Madonna] nie das Sprechen beigebracht‘, seufzte Tante Abigail mindestens dreimal täglich. ‚Dann müsste ich mir jetzt nicht ständig ihre frechen Sprüche anhören.‘ ‚Jammerschade‘, zwitscherte Lady Madonna […]“ (S. 12 Z.12ff.)

Im Buch kommen immer wieder selbstgemachte Karvendelbonbons vor. Für den Fall, dass die Kinder Hunger auf Bonbons bekommen, steht das Rezept am Ende des Buches.

Fazit
Ein tolles Kinderbuch, mit lustigen Figuren, verschiedenen Strängen, die die Kinder fesseln und liebevoll gestalteten Illustrationen. Absolut lesenswert.
Leider müssen kleine Abstriche gemacht werden. Am Ende des Buches tun sich verschiedene Fragen auf: Warum versteckt sich Kater Nelson gegen Ende des Buchs? Haben er und Tante Abigail eine telepathische Verbindung? Woher stammt das gelbe Buch und was hat Tante Abigail in Schottland wirklich gemacht? An dieser Stelle hätten einige Rätsel aufgelöst werden sollen, um die Kinder nicht mit offenen Fragen zu überfrachten.

Der Folgeband „Ein total verhexter Glücksplan“ ist bereits erschienen.

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Tags: blumen, freundschaft, kinderbuch, magie, verantwortung   (5)
 

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freunde, schuld, märche, sommer, geschichte

Schneeflockensommer

Barbara Schinko
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Tyrolia, 01.10.2015
ISBN 9783702234843
Genre: Jugendbuch

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kinderbuch, wissen, lehrreich, umwelt

Schätze der Erde

Susanne Riha , Eva Rudofsky
Fester Einband: 48 Seiten
Erschienen bei Tyrolia, 01.10.2015
ISBN 9783702234874
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aufmachung des Buches
Das Buch ist im Hardcover gebunden und das Papier ist ein wenig dicker. Hier können Kinder immer wieder lesen und nachschlagen, das Buch wird sich lange halten.

Inhalt
Es handelt sich um ein Sachbuch für Kinder. Thematisiert werden verschiedene Dinge des täglichen Lebens, wie Wasser, Gestein, Gemüse, Weizen und Obst. Die Wahl der Themen ist vielfältig und bezieht sich auf Stoffe, die Menschen jeden Tag aufs Neue begegnen.

Umsetzung
Jedes Thema wird auf einer Doppelseite vorgestellt. Das Buch ist klar aufgeteilt. Auf der linken Seite gibt es Texte und Infokästchen, die interessante Details zum vorgestellten Gemüse, etc. enthalten.
Auf der rechten Seite finden sich verschiedene Bilder. Beim Wasser zum Beispiel wird dem Kind gezeigt, in welchen Formen es vorkommen kann, als Regenwasser, Schneeflocken, Eisberg oder Fluss. Beim Weizen werden die verschiedenen Getreidesorten wie Roggen, Gerste und Hirse bildlich dargestellt und deren Verwendung gezeigt. Die Bilder sind detailgetreu und eine super Ergänzung zu den Texten. Kinder können hier direkt sehen, in welchen Formen die Schätze der Welt vorkommen und wofür sie verwendet werden.
Die Texte sind einfach und verständlich formuliert. Super zum Verständnis für Kinder.
Gelesenes vergisst man auch schnell wieder. Durch die Bilder bleibt es eher hängen. Allerdings hat sich die Autorin noch etwas Weiteres einfallen lassen, damit Kinder nachhaltig etwas lernen können und Spaß dabei haben: Experimente, Bastelideen und Rezepte.
Beim Wasser zum Beispiel kann man die Auftriebskraft sehen. In ein Glas mit Wasser ein rohes Ei legen und Salz dazu geben. Schon sieht man, wie das Ei Stück für Stück nach oben getragen wird. Einfach, schnell zu machen und die Kinder können es selbst umsetzen.
Im Kindergarten haben wir aus Kartoffeln Stempel angefertigt. Eine Anleitung hierzu gibt es auch in diesem Buch. Selbst Zwiebeln können zum Verzieren von Karten oder ähnlichem verwendet werden.
Das Buch ist meiner Meinung nach nichts für Kinder ab 5 Jahren. Die Informationen werden von den Kleinen nicht aufgenommen, dafür sind es zu viele. Ich persönlich empfehle das Buch für Kinder ab 8 Jahren.
Die Informationen werden super aufbereitet. Allerdings gibt es genügend Erwachsene, die nicht wissen, was (Speise-)Stärke oder ein Aggregatszustand sind oder das die Baumrinde aus Borke und Bast besteht (da habe ich selbst etwas gelernt). Ich denke, dass sich Kinder einige Infos nicht merken können und an verschiedenen Stellen die Hilfe der Eltern zum Verständnis brauchen.
Man hat mir beigebracht, dass mit Essen nicht gespielt wird. Deshalb finde ich das Basteln mit Kartoffeln oder Zwiebeln nicht so gut. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass mir selbst keine andere Verwendung einfiele, damit Kinder mit dem Gemüse arbeiten können.

Fazit
Ein lehrreiches Buch für Kinder, das einige Schätze unserer Erde verständlich vorstellt und erlebbar macht. Mit Sicherheit wird auch das ein oder andere Aha-Erlebnis für Erwachsene dabei sein. Ich empfehle das gemeinsame Lesen durch Eltern und Kind, da mit Sicherheit an der einen oder anderen Stelle Fragen aufkommen werden.
Die Experimente für die Kinder sind leicht und ungefährlich. Da reicht ein wachsames Auge der Eltern in der Regel aus. So können die Kleinen eigenständig forschen und lernen.
Ich kann mich dem Leitspruch der Autorin nur anschließen: „Vom Staunen zum Wissen und vom Wissen zur Wertschätzung“.

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Tags: kinderbuch, lehrreich, umwelt, wissen   (4)
 

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96 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

schule, freundschaft, jugendbuch, patrycja spychalski, heute sind wir freunde

Heute sind wir Freunde

Patrycja Spychalski
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 28.03.2016
ISBN 9783570164105
Genre: Jugendbuch

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