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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

verlust des vater, kurzweilig, humorvoll, pubertät, pakt

Zoom

Lena Hach
Flexibler Einband: 247 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 02.03.2015
ISBN 9783407811851
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf das neue Jugendbuch von Lena Hach hatte ich mich vor Erscheinen schon sehr gefreut, nachdem ich "Wanted. Ja. Nein. Vielleicht" schon mehrere Male gelesen habe und mittlerweile schon zu meinen Lieblingsbüchern zähle. Ich erwartete etwas ähnliches wie "Wanted": Ein lockerer Schreibstil, originelle Charaktere und eine Geschichte, die Spaß macht zu lesen. Doch leider wurde ich in meinen Erwartungen etwas enttäuscht.

Der Roman besteht hauptsächlich aus der Liebesgeschichte zwischen Till und Paula. Zwar spielen auch die Frage nach Tills Vater, der Schülerzeitungswettbewerb und auch Freundschaft eine Rolle, rücken jedoch eher in den Hintergrund.
Mir gefällt, dass Lena Hach die Geschichte wieder unmittelbar aus dem Leben gegriffen hat und dadurch sehr authentisch erzählt, somit fiel es mir als Leser leicht, in die Geschichte einzusteigen.
Bei der Liebesgeschichte zwischen Till und Paula bin ich schon etwas zweigespalten. Einerseits fand ich sie süß und es hat Spaß gemacht, sie zu lesen, andererseits war sie aber auch sehr vorhersehbar und einiges ging mir, vor allem zu Anfang, ein wenig zu schnell.
Der Konflikt mit Tills verschwundenem Vater spielt, wie schon gesagt, nur eine untergeordnete Rolle, allerdings passt hier der Verlauf der Handlung sehr gut und trägt dazu bei, dass die Geschichte realistisch bleibt.
Die Geschichte war mir oft eine Spur zu oberflächlich, hat mich aber manches Mal zum Schmunzeln oder laut Lachen gebracht, was ihr nochmal einen großen Pluspunkt einbringt.

In diesem Roman hat sich Lena Hach an einer außergewöhnlichen Perspektive versucht, nämlich aus der Sicht eines Mitschülers von Till und Paula. Am Anfang konnte ich mich sehr für die Idee begeistern und dachte, dass man dadurch mal eine neue Sicht auf die Protagonisten bekommen hätte, weil man als Leser auch nur das sehen könnte, was dieser Beobachter sieht, schnell legte sich die Begeisterung allerdings, denn im Wesentlichen war es einfach nur ein allwissender Erzähler, der auch in die Köpfe von Paula und Till "hineinschauen" konnte. Ich hätte es schöner gefunden, wenn die Autorin entweder rein beim allwissenden Erzähler geblieben wäre oder sonst wirklich nur aus der Sicht eines Beobachters geschrieben hätte, etwas dazwischen finde ich nicht so gelungen.

Zu den Charakteren habe ich auch wieder eine gespaltene Meinung.
Einerseits gefällt es mir wieder, wie originell Lena Hach die Charaktere gestaltet hat, sodass jeder seine ganz eigenen Charaktereigenschaften und Vorlieben hatte, die dem Leser im Kopf bleiben.
Leider wurde ich allerdings erst gegen Ende hin so wirklich warm mit Till und Paula. Anfangs war mir vor allem Paula manchmal ziemlich unsympathisch und hatte auch als einzige keine wirklich feste Persönlichkeit in meinen Augen, gegen Ende hin wurde das aber besser.
Ein großes Lob muss ich der Autorin aber vor allem für ihre Nebencharaktere aussprechen, denn diese sind wieder einmal grandios gelungen!

Der Schreistil Lena Hachs ist auch in diesem Jugendroman einfach und stellenweise in Jugendsprache gehalten. Teilweise hat sie mir mit dem jugendlichen Slang jedoch übertrieben und einige Stellen wirkten dadurch sehr gezwungen.
Insgesamt war das Buch leicht und flüssig zu lesen.

Fazit: Lena Hachs neues Jugendbuch hat mich leider etwas enttäuscht. Es war teilweise zu oberflächlich gehalten und die Autorin hat mit der Jugendsprache übertrieben, allerdings haben mir tolle Nebencharaktere und eine ordentliche Portion Humor auch eine Menge Lesespaß eingebracht!

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1.362 Bibliotheken, 29 Leser, 4 Gruppen, 100 Rezensionen

freundschaft, liebe, jugendbuch, briefe, leben

Das also ist mein Leben

Stephen Chbosky , Oliver Plaschka
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Heyne, 26.09.2011
ISBN 9783453267510
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit diesem Roman habe ich bereits vor einiger Zeit einmal begonnen, allerdings habe ich vielleicht den Klappentext nicht gründlich genug gelesen oder dieser verrät einfach zu wenig über das Buch, aber ich bekam etwas vollkommen Anderes, als ich erwartet hatte. Mit "anders" meine ich nicht schlecht, doch ich war irritiert von den Charakteren, besonders von Charlie und der gesamten Geschichte, sodass ich nach einiger Zeit das Buch zur Seite legte ohne es fertig gelesen zu haben.
Nun habe ich vor kurzem, das Buch wieder in die Hand genommen und bin ohne jegliche Erwartungen und vor allem mit ein bisschen mehr Vorwissen darangegangen und muss sagen - ich bin absolut begeistert.

Charlie schreibt Briefe an einen dem Leser unbekannten Freund. Schnell fällt auf, wie ungewohnt kindlich Charlie ist und wie leicht und naiv die Sprache ist, in der die Briefe geschrieben sind, denn Charlie ist kein normaler 15jähriger Junge. Er hat zwei Menschen verloren, die ihm lieb waren und musste deshalb auch einige Zeit in der Psychiatrie verbringen, wie sehr er durch diese Erlebnisse psychisch hinterherhängt zeigt sein Verhalten und seine Sprache sehr deutlich.
Stephen Chbosky hat behutsam gezeigt, wie zerrüttelt Charlies Psyche ist ohne dabei zu übertreiben und lässt den Leser daran teilhaben.
Ich hatte oft das Gefühl, dass Charlie selbst gewissermaßen in der Zeit stecken geblieben ist, was bei dem, was er erlebt hat, in der Realität nicht ungewöhnlich ist, und wenn der Autor sich das Gleiche dabei gedacht hat, dann hat er es wirklich gut geschafft, dies umzusetzen.
Die Geschichte greift viele wichtige Themen beim Erwachsenwerden auf. Die Beziehung zwischen Charlie und seiner Familie rückt zwar in den Hintergrund, wird jedoch auch beleuchtet, im Vordergrund allerdings stehen die Tehmen Freundschaft, erste Liebe, Erwachsenwerden, Umgang mit dem Tod und natürlich die psychischen Probleme, (Achtung: Spoiler!) vor allem die Verarbeitung eines sexuellen Missbrauchs.

Charlie ist - wie bereits gesagt - kein normaler 15jähriger Junge, dadurch ist es natürlich besonders schwer, sich in ihn hineinzuversetzen. Stephen Chbosky hat jedoch sein Innenleben so klar und ehrlich dargestellt, dass ich Charlies Denken, Handeln und Fühlen in Anbetracht seiner Vergangenheit irgendwie nachvollziehen und verstehen konnte.
Die Charaktere dieses außergewöhnlichen Romans, seien es Hauptcharaktere wie Charlie, Sam oder Patrick, aber auch die Nebencharaktere wie Mary Elizabeth oder Charlies Schwester, besitzen alle deutliche Charakterzüge und unheimlich viel Tiefe.
Obwohl es voranging natürlich um Charlies Probleme geht, macht der Autor deutlich, dass nicht nur er es ist, der Problem hat und um den die ganze Welt kreist, sondern dass auch alle anderen Menschen ihr Leben mit Höhen und Tiefen zu meistern versuchen.

Der Schreibstil von Stephen Chbosky ist wie die Geschichte selbst - direkt, klar, ehrlich und gleichzeitig einfühlsam. Da aus der Sicht von Charlie Briefe geschrieben werden, fließt natürlich auch im Schreibstil der Charakter Charlies ein, so ist das Ganze oft naiv und kindlich geschrieben, manchmal ist von vollkommen unwichtigen Dingen die Rede, die für Charlie aber auch in irgendeiner Art und Weise wichtig erscheinen, und das ist es, was mich vor allem begeistert hat. Der Autor scheint sich wirklich vollkommen in Charlie hineingefühlt zu haben.
"Das also ist mein Leben" gehört außerdem zu diesen Büchern, in dem sich unzählig viele wunderschöne Zitate finden, was es mir schwer gemacht hat, ein einziges gutes Zitat für die Rezension zu finden. So viele Zitate konnten mich noch neben der eigentlichen Geschichte zum Nachdenken anregen und werden mir wohl länger im Gedächtnis bleiben.

Fazit
Stephen Chbosky hat mich mit seinem Roman nachdenklich gestimmt, tief berührt und erschüttert. Die Geschichte von Charlie nimmt einen von der ersten Seite an mit und neben wichtigen Themen, die in diesem Roman angesprochen und äußert behutsam und ehrlich behandelt werden, glänzt sie mit wundervollen Charakteren und einem herausragenden Schreibstil! Ich ziehe meinen Hut vor dieser schriftstellerischen Leistung!

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734 Bibliotheken, 11 Leser, 5 Gruppen, 185 Rezensionen

magersucht, schwestern, briefe, familie, lilly lindner

Was fehlt, wenn ich verschwunden bin

Lilly Lindner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 19.02.2015
ISBN 9783733500931
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich bin sprachlos. Mit ihrem neuen Jugendroman konnte Lilly Lindner mich umhauen, berühren und vor allem zeigen, welche Kraft hinter Worten stecken kann.

Von der ersten Seite an stechen zwei Ungewöhnlichkeiten ins Auge. Eine Hauptthematik ist Magersucht, kein seltenes Thema in Jugendbüchern, doch ungewöhnlicher ist es, die Geschichte aus Sicht der kleinen Schwester zu sehen. Zum zweiten dürfte bereits hier Lilly Lindner außergewöhnliches Sprachgefühl auffallen.
Mit viel Gefühl und Wortgewalt hat sie die Briefe der neunjährigen Phoebe an ihre große Schwester April verfasst. Berührende Briefe voller Sehnsucht nach April, voller Schmerz, Unverständnis und Hoffnung, zugleich voller Ernst und kindlicher Leichtigkeit.
In Lilly Lindners Worte finden sich schöne Weisheiten, die so simpel und einfach erscheinen, doch auch so wahr und bitterernst sind.

Die neunjährige Phoebe ist aufgeweckt, neugierig und sehr intelligent. Ihre Briefe spiegeln alles wieder, was ihr wiederfährt oder sie bedrückt, wie ihre Familie durch Aprils Krankheit auseinanderbricht, aber auch zusammenwächst, wie selbstsändig sie wird, wie sie den Wert von Freundschaft kennenlernt.
Mit der Zeit zeigt sich, was April in die Magersucht getrieben hat, aber das ist nicht der vordergründige Punkt des Buches. Vielmehr geht es darum, wie alle damit umgehen, nicht nur Phoebe, sondern auch die Eltern der beiden oder Aprils beste Freundin.

"Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" hat bislang alles, was ein guter Roman braucht: Eine tiefgründiger Geschichte und grandiose Charaktere. Ein guter Schreibstil der Autorin wäre nun nur noch ein i-Tüpfelchen, nur noch etwas, um das Ganze noch abzurunden.
Doch Lilly Lindners Schreibstil als "gut" zu bezeichnen wäre eine glatte Untetreibung und in diesem Fall ist der Schreibstil nicht die Kirsche auf dem Kuchen, sondern der Kuchen, während die Kirsche allein schon aus der Geschichte mit zauberhaften Charakteren besteht.

Die Autorin beschreibt unfassbar wortgewaltig, anschaulich und einprägsam. Ich als Leser kann mich ihren Worten nicht entziehen, denn es ist, als zögen sie an mir mit all ihrer Gewalt und Schönheit.
Lilly Lindners Worte beschreiben Sonnenschein und dunkle Abgründe zugleich, kindliche Naivität und bittere Realiät gemischt zu impulsiven Feuerwerk.
"Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" ist in meinen Augen nicht einfach nur ein Jugendroman. Es ist, als hätte Lilly Lindner sich das Schmetterlingsnetz eines Literaturagenten (wie Phoebe es sich vorstellt) geschnappt und die schönsten Worte, die unsere Welt zu bieten hat, damit gefangen. Und diese Worte hat sie dann in Phoebes Programm für Schriftsteller gesteckt, vermischt und herausgekommen ist ein wundervolles Buch, das wir nun lesen dürfen.

Es ist schwierig, die richtigen Worte für ein besonders gutes Buch zu finden, denn ich habe das Gefühl, dass alle meine Worte diesem Roman niemals gerecht werden könnten, deshalb lasse ich so viel auf jeden Fall gesagt: Ich habe schon viele Bücher gelesen, darunter auch viele sehr gute Bücher, die ich bald zu meinen Lieblingsbüchern gezählt habe, doch "Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" hat mich umgehauen wie kein anderes zuvor. Absolutes Lieblingsbuch!

Fazit
Lilly Lindner hat mit ihrem Buch mein Herz zerrissen und wieder zusammengeflickt, sie hat mich zum Lachen und Schmunzeln gebracht, doch auch zu Tränen gerührt. Die Briefe von April und Phoebe sind geprägt von Schmerz, Hoffnung und vor allem von wunderschönen Worten. Ich kann euch nur ganz fest ans Herz legen: Bitte lest dieses Buch!

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Every Day

David Levithan
Sonstige Buchform
Erschienen bei Alfred A. Knopf Books for Young Readers, 28.08.2012
ISBN B00AUQY0F0
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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4.196 Bibliotheken, 46 Leser, 10 Gruppen, 388 Rezensionen

liebe, selection, dystopie, prinz, kiera cass

Selection

Kiera Cass , Sibylle Schmidt
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 01.02.2013
ISBN 9783737361880
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich hatte nicht viele Erwartungen zu diesem Buch, als ich es begann zu lesen. Die Meinungen dazu gingen auseinander und der Klappentext klang für mich nicht besonders ansprechend, aber ich war dennoch neugierig und wollte mir meine eigene Meinung bilden. Und ich muss sagen: Das Buch hat mich (wegen fehlender Erwartungen) vielleicht nicht unbedingt enttäuscht, aber ich bereue es, für so ein Buch kostbare Lesezeit verschwendet zu haben!

Das Cover finde ich okay, aber nicht unglaublich toll. Es ist in meinen Augen ziemlich langweilig und fällt im Regal nicht so unbedingt auf, aber mir gefällt die Farbwahl und der Bezug zum Buch. Den Titel "Selection" finde ich gut gewählt, auch wenn er nicht überaus großartig oder originell ist.

Amerika (bzw. es heißt nun Illeá) in der Zukunft: Die Menschen sind in verschiedene Kasten eingeteilt, an der Spitze das Königshaus. Soweit erinnert es einen schon irgendwie an viele weitere Dystopien. Durch ein Casting, zu dem 35 ca. 16jährige Mädchen aus Illeá eingeladen werden, wählt der Prinz sich seine Prinzessin selbst aus - und darum kämpfen natürlich alle Mädchen. Diese besondere Idee ist originell und ich war gespannt wie die Autorin sie umsetzen würde, so habe ich mir doch erhofft, dass sie damit nicht so oberflächlich umgeht, wie die Idee zuerst klang. Doch leider war es genau so: Oberflächlich.
Weiter ging das Buch mit der typischen Dreiecks-Liebesgeschichte. America liebt eigentlich Aspen, doch plötzlich ist der Prinz Maxon sympathischer als erwartet, damit ist das Gefühlschaos doch vorprogrammiert!
Die ganze Geschichte war für mich unglaublich oberflächlich und ich fand sie sehr konstruiert und vorhersehbar. Die Autorin hat einfach nicht wirklich neue Ideen und Handlungstränge mehr eingebracht und deshalb hätte ich oftmals das Buch am liebsten einfach an die Wand geworfen!
Neben der vorhersehbaren Liebesgeschichte hat die Welt Illeá und das System mit den Kasten eine viel zu untergeordnete Rolle gespielt. Nur an wenigen Stellen wird America misstrauisch über bestimmte Dinge oder hinterfragt das ganze System. Aber das kommt eindeutig zu wenig!

Die Charaktere sind flach, oberflächlich und bestätigten Klischees.
America kommt aus einer eher niedrigen Kaste, sieht natürlich wundervoll aus, ist zu jedem freundlich und hilfsbereit und bei allen sehr beliebt. Das sie die perfekte Prinzessin und Maxon sofort in sie verliebt ist, ist ja wohl klar, oder? Aber natürlich darf sie nicht zu perfekt sein, also hat sie hin und wieder auch mal ihre bockigen Phasen, in denen sie dann wirkt, als wäre sie aus dem Kindergartenalter nicht herausgekommen. Mir war sie dadurch einfach nur unsympathisch und durch diese offensichtlichen Charaktermerkmale, war sie so auch nicht menschlich für mich.
Auch Prinz Maxon ist natürlich unglaublich perfekt. Er ist freundlich, witzig, ein wenig schüchtern und alle sind davon begeistert, so jemanden als Prinz zu haben. Aber für mich wirkte er genauso blass und unmenschlich wie America.
Auch die Nebencharaktere sind mir zu stereotypisch und besitzen wenig bis gar keine Tiefe.

Das Buch ist einfach und flüssig zu lesen. Daher gibt es noch einmal einen kleinen Pluspunkt - aber auch nur einen kleinen, denn besonders fand ich ihn auch nicht. Es ist nichts, was einem im Kopf bleiben würde.

Fazit: Ich bereue es wirklich, meine Zeit mit diesem Buch verbracht zu haben. Die Charaktere sind blass und stereotypisch und die Geschichte vorhersehbar und oberflächlich. Absolut keine Leseempfehlung!

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435 Bibliotheken, 9 Leser, 3 Gruppen, 39 Rezensionen

magersucht, prostitution, vergewaltigung, lilly lindner, missbrauch

Splitterfasernackt

Lilly Lindner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.07.2013
ISBN 9783426784884
Genre: Biografien

Rezension:

...ich bin sprachlos. Nur wenige Bücher schaffen es, mich so mitzunehmen, zu schockieren und auch so zu beeindrucken, aber "Spltterfasernackt" gehört wohl eindeutig zu diesen wenigen. Die Geschichte von Lilly Lindner hat mich erschrocken, nachdenklich und ganz besonders sprachlos zurückgelassen.

Die Autorin schlidert ihr eigenes Leben, wie sie mit sechs Jahren vergewaltigt wurde und daraufhin beginnt, sich aus dem normalen Leben in ihre eigene Welt zurückzuziehen. Noch als Kind beginnt sie, ihren eigenen Körper zu zerstören, ritzt sich und wird magersüchtig, als junge Erwachsene verkauft sie ihren Körper in die Prostitution.
Diese ganze grausame Geschichte erzählt Lilly Lindner mit einer solchen Offenheit und Direktheit, dass der Leser genauso wenig wie sie selbst die Augen davor verschließen kann.

Ich als Leser kann es mir natürlich nicht anmaßen, über die Geschichte zu urteilen, jedoch würde ich trotzdem erwähnen, dass Lilly Lindner für mich eine sehr starke junge Frau ist. Es mag zwar stimmen, dass sie sich eher Hilfe holen als hinter einer Maske aus Schmerz und Verzweiflung verstecken sollte (ich habe einige Rezensionen gelesen, in denen das kritisiert wurde, daher erwähne ich es, auch wenn ich der Meinung bin, dass keiner, der so etwas nicht selbst erlebt hat, darüber zu urteilen hat), aber im Nachhinein doch darüber zu schreiben und dadurch offen darüber zu reden, finde ich auf jeden Fall mutig - und ich habe zwar leider im Internet wenig darüber hinausfinden können, wie es ihr heute geht, aber ich vermute, dass ihr das Schreiben auch geholfen hat.

Die Art, in der das Buch geschrieben ist, unterscheidet diese Autobiographie von so vielen anderen. Lilly Lindner weiß es, mit Sprache umzugehen und schrieb ihr Buch mit einer solchen Wortgewalt und Ehrlichkeit, die mich einfach nur umhaute.
Die Wut, die Angst, die Einsamkeit, das alles wird sehr eindrlinglich geschildert und die Autorin lässt den Leser gerade durch diese direkte Beschreibung ihrer Gefühle ganz an ihrer Geschichte teilhaben.

Fazit: "Splitterfasernackt" hat mich umgehauen, schockiert und nackdenklich zurückgelassen. Ein Buch, das ich jedem - wirklich jedem, ohne Ausnahme! - dringend weiterempfehle!

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1.515 Bibliotheken, 7 Leser, 5 Gruppen, 51 Rezensionen

klassiker, rache, drama, dürrenmatt, geld

Der Besuch der alten Dame

Friedrich Dürrenmatt
Flexibler Einband: 152 Seiten
Erschienen bei Diogenes Verlag, 01.08.2003
ISBN 3257230451
Genre: Klassiker

Rezension:  
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319 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

liebe, vergewaltigung, familie, jenny downham, jugendbuch

Ich gegen dich

Jenny Downham , Astrid Arz
Fester Einband: 382 Seiten
Erschienen bei cbt, 26.03.2012
ISBN 9783570161388
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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572 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

elfen, liebe, fantasy, avalon, laurel

Elfenglanz

Aprilynne Pike , Anne Brauner
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei cbj, 22.04.2013
ISBN 9783570138878
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der vierte und letzte Band der Elfensaga - im Klappentext wird er mit "Das atemberaubende Finale der Elfensaga mit einem überraschenden Ende" beschrieben. Aber dem kann ich nicht ganz zustimmen. Die Geschichte ist nicht mehr das, was sie einmal war. Von Buch zu Buch hat sie ihren Zauber verloren und so konnte mich dieser vierte Band längst nicht mehr so überzeugen wie der erste Band.

Das Cover ist ähnlich wie die der Vorgänger gestaltet. Und immernoch finde ich diese Cover allesamt einfach nur wunderschön. Zu sehen ist Laurels Gesicht und ein Blütenblatt. Das Cover dieses vierten Bands ist sehr in hellen Blautönen gehalten, was hier meiner Meinung nach auch sehr gut passt, weil es ja auch hauptsächlich um die Winterelfe Yuki geht und blau, besonders so ein helles blau, die Farbe für Winter ist.

Die Geschichte, die mir im ersten Band noch so gut gefallen hat, ist mittlerweile längst nicht mehr so gut. Die gesamte Idee gefällt mir zwar noch immer wunderbar, aber wie das Geschehen geschildert wird, ist mittlerweile nicht mehr so einzigartig und besonders wie beim ersten Band, sondern eher ziemlich durchschnittlich und 0815-Mäßig.
Der Anfang schließt nahtlos an den dritten Band an, deshalb würde ich euch empfehlen, bevor ihr das Buch lest, noch einmal die Vorbände zu lesen.
Das Buch ist streckenweise sehr spannend, teilweise aber auch ein wenig langweilig und uninteressant. Die Autorin heftete ein Ereignis ans nächste, wodurch ich teilweise das Gefühl hatte, dass sie das Buch nur unnötig in die Länge ziehen will.

Die Charaktere diesmal zu bewerten fällt mir schwer, insbesondere, weil ich die anderen Bände nicht direkt davor, sondern vor längerer Zeit, gelesen hab.
Laurel hat mir noch immer wie im ersten Band sehr gut gefallen. Sie hat eine starke und auch sympathische Persönlichkeit. Mit ihr konnte ich mich gut identifizieren und mich auch gut in sie hineinversetzen.
Tamani und David haben mich mittlerweile jedoch teilweise ziemlich gestört, da sie ewig Eifersüchtig auf den anderen sind und einfach kaum zu zweit sein können ohne, dass daraus ein Streit herausbricht. Das hat sich jedoch glücklicherweise im Laufe des Buches auch gelegt und beide konnten wieder beweisen, warum ich sie in den anderen Büchern noch so sympathisch fand.
Wer mir immer noch sehr gut gefällt und wer sich auch kaum verändert hat, ist Chelsea. Eine meiner Lieblingspersonen im ganzen Buch, da sie einfach eine unheimlich sympathische, selbstbewusste und liebenswerte Art hat.

Der Schreibstil von Aprilynne Pike hat mir nun nicht mehr so gefallen wie zuvor, denn er hat wie die Geschichte an seinem Zauber verloren und ist sehr "durchschnittlich" (wenn ich das so sagen darf) geworden. Sie hat es nicht mehr geschafft, mich voll und ganz in diese Welt voller Elfen eintauchen zu lassen und die ganze Geschichte konnte mich auch einfach nicht mehr so mitreißen.
An einigen Stellen wurde das Buch, wie schon gesagt, etwas langweilig, an anderen Stellen aber konnte die Autorin in meinem Kopf ein wunderbares Kopfkino hervorrufen, welches ich gerne noch länger gehabt hätte.

Am Ende kann Aprilynne Pike leider nicht so ganz vom Kitsch die Finger lassen, aber trotzdem ist es für mich ein schönes Ende, welches dieser Reihe einen gebührenden Abschluss bereitet.

Fazit: Leider hat dieser letzte Band den Zauber der Vorgänger ziemlich verloren und ist zu einem durchschnittlichen Jugendbuch geworden, wodurch es mich nicht mehr so überzeugen konnte.

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502 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 126 Rezensionen

dystopie, partials, jugendbuch, krieg, kira

Partials - Aufbruch

Dan Wells , Jürgen Langowski
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Piper, 12.03.2013
ISBN 9783492702775
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Schon hier wird die Stimmung der Geschichte besonders in den Farben gut widergespiegelt. Außerdem erkennt man auch am Cover schon eindeutig das Genre des Buches. Was mir am Cover auch gut gefällt ist, dass man das Mädchen, das wohl Kira darstellen soll, ausnahmsweise mal von hinten und nicht von vorne sieht. Dabei macht der Buchrücken einen dann jedoch einen Strich durch die Rechnung, denn hier ist das Mädchen von vorne zu sehen.
Auch den Titel der Reihe "Partials", sowie den dieses Bandes "Aufbruch", finde ich gelungen, da er kurz und prägnant ist.

Das Buch wird ja im Internet schon stark gehypt und dennoch bin ich ohne irgendwelche Erwartungen an das Buch rangegangen. Zuerst war ich noch am Zögern, ob ich das Buch überhaupt lesen sollte und selbst, als ich mich dann dazu entschieden hatte, war ich mir noch nicht sicher, wie es mir gefallen würde. So lies mich der Hype doch ziemlich kalt, was ich gut finde, da so diese Rezension auch nicht geprägt davon sein wird.
Die Idee hinter dem Buch finde ich wirklich gut und originell. Während eines Krieges erschaffen die Menschen sogenannte Partials, die ihnen helfen sollen, diesen Krieg zu gewinnen. Wenige Jahre danach jedoch stellen sich die Partials gegen die Menschen und da sie künstlich erschaffen und somit auch um einiges stärker als Menschen sind, überlebt nur ein kleiner Teil der Menschheit. Viele sterben an einem sogenannten RM-Virus, abgesehen von wenigen Überlebenden, die immun dagegen sind, und auch jedes neugeborene Kind stirbt kurz nach der Geburt an diesem Virus, sodass die Menschheit vom Aussterben bedroht ist. Kira, eine angehende Medizinerin, versucht ein Heilmittel zu finden und erkennt, dass die Partials ihre einzige Rettung sind.
Die Idee mit den künstlich erschaffenen Wesen, den Partials, gefällt mir sehr gut und ich habe so eine oder eine ähnliche Geschichte auch noch nirgendwo anders gelesen. Die Geschichte ist sehr actionreich, hat gleichzeitig aber auch viel mit Medizin zu tun, da Kira ja nach einem Heilmittel sucht. Von einer kitschigen Liebegeschichte verschont einen Dan Wells glücklicherweise, denn diese wäre hier wirklich unpassend und so finde ich es gut, dass die Liebe eher in den Hintergrund gerückt ist.
Die Geschichte ist außerdem keine dieser 0815-Dystopien, die es zur Zeit meinem Gefühl nach fast nur noch gibt, sondern geht mehr schon in die Richtung Thriller, während sie eigentlich eher nur noch dystopische Züge hat.

Kira als Hauptcharakterin hat mir sehr gut gefallen. Sie ist ein sehr selbstbewusstes und kluges Mädchen, sodass sie mir schnell sympathisch war. Kira hatte immer ihr Ziel, das Heilmittel zu finden, fest vor Augen und gibt auch alles darum, es zu finden
Auch Samm, der Partial, konnte in mir die gewollten Sympathien wecken und genau wie Kira war auch ich mir nicht sicher, in wie weit man ihm trauen kann. Der Autor hat Samm zwar durchaus menschliche Züge gegeben, trotzdem aber auch nicht außer Acht gelassen, dass er in echt ein Partial ist.
Auch die weiteren Nebencharaktere, wie Marcus, Jayden und Xochi, haben mir gut gefallen und ich konnte sie mir immer gut vorstellen.

Das Buch ist flüssig zu lesen, wenn ich es auch nicht unbedingt als leichte Urlaubslektüre bezeichnen würde, da es ja doch ziemlich ernst ist. Der Schreibstil von Dan Wells konnte mich von Anfang an gut überzeugen, jedoch hat mir an einigen Stellen zwischendurch etwas die Spannung gefehlt. Es war zwar durchaus Spannung vorhanden, jedoch hat mir der Kick etwas gefehlt und das Buch konnte mich nicht direkt fesseln. Dazu muss ich jedoch sagen, dass ich einen großen Teil des Buches auf Chorfreizeit und noch einen weiteren kleineren Teil bei meiner Oma gelesen hab, wo ich ja doch jeweils auch schneller abgelenkt vom Buch war.
Dan Wells Schreibstil ist anschaulich und er beschreibt die Szenen so, dass ein wirkliches Kopfkino entsteht. Dabei wird der Schwerpunkt mehr auf die Handlungen als die Gefühle gelegt, was bei dieser Geschichte auch eindeutig passender wird.

Das Ende lässt noch einige Fragen offen und macht auch Lust auf mehr, sodass ich den zweiten Teil bestimmt lesen werde.

Fazit: Ein origineller Roman mit einer tollen Hauptcharakterin, den ich gerne weiterempfehle, auch wenn er mich nicht immer fesseln konnte!

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

skoobe

Leaving Paradise

Simone Elkeles
E-Buch Text: 336 Seiten
Erschienen bei cbt, 14.01.2013
ISBN 9783641084080
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Allgemeines

Titel: Leaving Paradise
Autor: Simone Elkeles
Verlag: cbt
Preis: 8,99 €
Seiten: 336
Genre: Jugendbuch

Klappentext

Das Letzte, was Caleb Becker vorhat, als er in seinen Heimatort Paradise zurückkehrt, ist, sich in Maggie Armstrong zu verlieben. Denn wegen Maggie, die er in jener fatalen Nacht mit dem Auto angefahren haben soll, war er verurteilt worden. Maggie wiederum will alles, nur nicht Caleb wiederbegegnen – dem Jungen, den sie für ihr Unglück verantwortlich macht. Und doch verbindet diese eine Nacht sie für immer, und so fühlen sich Caleb und Maggie, als sie sich wiederbegegnen, gegen ihren Willen zueinander hingezogen. Aber gerade, als die beiden sich näherkommen, kommen Dinge ans Tageslicht, die alles zu zerstören drohen…

Zitat

"Daran musst du arbeiten, weißt du. Angst davor zu haben,
Risiken einzugehen, ist schlimmer, als tatsächlich die
Dinge zu tun, die eine Herausforderung für dich sind."

Meine Meinung
Zu dem Cover kann ich ehrlich gesagt nicht besonders viel sagen. Es ist sehr dunkel gehalten mit einem schwarzen Hintergrund und man erkennt Calebs und Maggies Hand ineinander liegend. Es ist meiner Meinung nach nicht besonders aussagekräftig und würde in einer Buchhandlung auch nicht sofort meinen Blick auf sich ziehen. Direkt abstoßen würde es mich aber auch nicht.
Den Titel "Leaving Paradise" finde ich jedoch sehr gelungen, da er wirklich perfekt zum Buch passt.

Die Geschichte gefällt mir sehr gut und hat mich auch schnell in ihren Bann gezogen. Caleb kommt aus dem Gefängnis und sein ganzes Leben hat sich über das eine Jahr sehr verändert. Auch Maggies Leben hat sich seit dem Unfall stark verändert, da sie ihre Statusposition in der Schule verloren hat. Caleb und Maggie wollen sich eigentlich nicht begegnen, doch da sie Nachbarn sind und vor dem Unfall auch miteinander befreundet waren, lässt sich das natürlich nicht vermeiden. Wie es der Zufall so will, arbeiten sie dann auch noch bei der selben alten Frau (Mrs. Reynolds), Caleb um seine Sozialstunden abzuleisten und Maggie, weil sie Geld braucht um nach Spanien reisen zu können, was ihr Traum ist. Dabei verlieben sich die beiden, obwohl sie sich eigentlich gar nicht lieben wollen....
Das Buch ist abwechselnd aus Calebs und aus Maggies Sicht geschrieben, was mir auch gut gefallen hat, da der Leser so Einblick in beide Sichten bekommt. Die Geschichte handelt viel von Liebe, aber auch viel von Freundschaft und Vertrauen, sodass es keinesfalls eine kitschige Lovestory ist.

Sowohl Caleb als auch Maggie wurden als Charaktere sehr gut ausgearbeitet. Beide hatten feststehende Caraktereigenschaften, entwickelten sich aber dennoch im Buch weiter.
Maggie war mir von Anfang an sympathisch und auch Caleb konnte im Laufe der Geschichte meine Sympathie gewinnen. In beide konnte ich mich außerdem sehr gut hineinversetzen.
Wer mir von den Nebencharakteren besonders gut gefallen hat, war Mrs. Reynolds. Sie hat eine unglaublich direkte und dennoch auch gutmütige Art, sodass ich sie sogleich in mein Herz geschlossen habe.

Der Schreibstil von Simone Elkeles ist flüssig und einfach zu lesen, jedoch war er mir manchmal etwas zu jugendlich gehalten und mir fehlte die sprachliche Besonderheit, die ein sehr gutes Buch ausmacht.
Das Buch lässt sich sehr schnell lesen und baut auch genug Spannung auf, dass man gerne weiterliest.

Das Ende hat mir wirklich sehr gut gefallen, auch wenn es nicht direkt ein geschlossenes und in allen Dingen schönes Ende ist. Ich finde es schade, dass es noch Folgebände gibt und es nicht bei diesem einem Buch geblieben ist, weil sich bei dem Ende meiner Meinung nach der Leser schön selbst sein Ende "basteln" kann. Daher weiß ich auch noch nicht, ob ich die Folgebände lesen werde.

Fazit: Ein einfach zu lesendes, aber dennoch recht gutes Buch, dass ich gerne weiterempfehle!

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953 Bibliotheken, 11 Leser, 5 Gruppen, 140 Rezensionen

schule, freundschaft, wunder, familie, august

Wunder

R.J. Palacio , André Mumot
Fester Einband: 381 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 28.01.2013
ISBN 9783446241756
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Allgemeines

Titel: Wunder
Autor: Raquel J. Palacio
Verlag: Hanser
Preis: 16,90 €
Seiten: 384
Genre: Jugendbuch

Klappentext

August ist anders. Dennoch wünscht er sich, wie alle Jungen in seinem Alter, kein Außenseiter zu sein. Weil er seit seiner Geburt so oft am Gesicht operiert werden musste, ist er noch nie auf eine richtige Schule gegangen. Aber jetzt soll er in die fünfte Klasse kommen. Er weiß, dass die meisten Kinder nicht absichtlich gemein zu ihm sind. Am liebsten würde er gar nicht auffallen. Doch nicht aufzufallen ist nicht leicht, wenn man so viel Mut und Kraft besitzt, so witzig, klug und großzügig ist - wie August.

Zitat

Wenn ich eine Wunschlampe finden würde und einen Wunsch frei
hätte, würde ich mir wünschen, ein normales Gesicht zu haben, das
nie jemandem auffallen würde.
-
Ich heiße übrigens August. Ich werde nicht beschreiben, wie ich
aussehe. Was immer ihr euch vorstellt - es ist schlimmer.

Meine Meinung
Ich weiß gar nicht genau, wo ich bei diesem Buch anfangen soll. Mit Worten kann man die Begeisterung, die ich für diesen außergewöhnlichen Roman empfinde, kaum beschreiben.
Bereits das Cover macht neugierig auf die Geschichte. Der Titel ist einmal sehr groß, mit zwei Buchstaben pro Zeile jeweils in Kreisen, und dann nocheinmal kleiner abgedruckt. In der Mitte ist außerdem ein Junge, er soll wohl August (oft Auggie genannt) darstellen, wie er einen Karton über sein Gesicht hält, damit man dieses nicht sieht. Das passt sehr gut zum Buch. Das gesamte Cover ist weder zu schlicht, noch zu aufdringlich, stattdessen macht es sich meiner Meinung nach sehr schön im Regal. Auch der Titel "Wunder" gefällt mir gut. Er passt gut zum Buch, da August ja wirklich ein Wunder ist, und ist zudem auch noch kurz und einprägsam.

Die Geschichte gefällt mir sehr gut. Sie handelt von Lebensfreude, Mut und Freundschaft und sie zeigt, wie wichtig die inneren Werte gegenüber den äußeren sind.
Die Geschichte ist gut durchdacht und es sind oft Kleinigkeiten, die ihr das gewisse Etwas verleihen, das mir am besten an ihr gefällt.
Das Buch ist in acht große Abschnitte eingeteilt. Drei Stück davon sind aus der Sicht von August erzählt, die anderen fünf jeweils von anderen Personen. So wird zum Beispiel mal aus der Sicht von Jack, Augusts neu gefundenem Freund, oder aus der von Via, Augusts Schwester erzählt. Mit diesen Perspektivenwechseln ermöglicht die Autorin den Lesern eine Sicht aus mehreren Augen auf Augusts Leben, wodurch man vieles mehr versteht und besser nachvollziehen kann. Was ich besonders interessant an den Perspektivenwechseln finde und was der Autorin auch besonders gut gelungen ist, ist, wie die verschiedenen Charaktere anders betrachtet und beurteilt werden. Wenn aus der Sicht von August oder einem seiner gleichaltrigen Freunde geschrieben wird, kommen einem diese 10jährigen Kinder älter vor, als wenn es aus der Sich von Augusts 14jährigen Schwester geschrieben wird, da diese ja sozusagen vom Alter her auf sie "herabblickt".
Innerhalb der Abschnitte gibt es kleine Kapiteln mit immer sehr treffenden Titeln.
Das Buch spielt genau ein Jahr und zwar das gesamte 5. Schuljahr von August über und an einigen Stellen gibt es auch mal Rückblicke.

Die Charaktere sind alle sehr lebendig und natürlich gestaltet. Bei keinem von ihnen werden nur positive oder nur negative Eigenschaften gezeigt.
August habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Er hat eine unheimlich witzige und oft auch sarkastische Art, mit der er mit seinem entstellten Äußeren zurecht kommt. Er ist außerdem ein sehr starker Junge, hat aber auch oft im Buch Phasen, an denen seine Kraft nachlässt und er nur noch in sich zusammenbricht, was ihn sehr menschlich darstellt.
Auch Summer, Augusts Freundin, hat mir gut gefallen. Ich finde es toll, wie sie sich gleich am ersten Tag zu August gesetzt hat und sich nichts daraus gemacht hat wie Augusts Gesicht aussieht.
Und natürlich hat mir auch Jack total gut gefallen, auch wenn er nicht immer voll und ganz zu August gehalten hat, konnte er sich letztendlich doch als echter Freund beweisen.
Via, Augusts Schwester, verkörpert für mich ein einfaches, normales Mädchen. Zwar liebt sie August über alles, dennoch wünscht sie sich manchmal, ihre Eltern würden auch ihr so viel Beachtung schenken wie August und ihr ist es peinlich, August vor Freunden und Bekannten zu "präsentieren".
Alle Charaktere, insbesondere August, entwickeln sich im Verlauf der Geschichte weiter und es ist wirklich interessant zu lesen, wie sie sich verändern.

Der Schreibstil der Autorin Raquel J. Palacio ist wundervoll und einfach nur unbeschreiblich. Der Schreibstil ist locker und dennoch nicht so einfach, wie bei vielen anderen Büchern. Das Buch ist gespickt von schlauen Sätzen und Hinweisen und aus der Geschichte kann man dadurch auch einiges lernen.
Die Autorin beschreibt besonders die Gefühle sehr stark und beim Lesen dieses Buches explodiert in einem ein Feuerwerk von Gefühlen. Raquel J. Palacio lässt den Leser mitleiden und mitlachen. Sie katapultiert einen voll und ganz in die Geschichte und es entsteht nicht nur ein einmaliges Kopfkino, es kommen auch alle Gefühle, die das Buch zum Ausdruck bringen möchte, in einem hoch.
Ich kann nicht beschreiben, wie es sich anfühlt, dieses Buch zu lesen. Lest es einfach selbst und ihr werdet es merken!

Das Ende hat mich wirklich zu Tränen gerührt. Es ist nicht traurig, nein, aber ist einfach so unbeschreiblich wunderschön.

Fazit: Ein unbeschreibliches, wundervolles Buch, das voller Lebensfreude und vielen Emotionen steckt. Ein Roman, der es wirklich wert ist, gelesen zu werden!

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282 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

sommer, liebe, erwachsen werden, krebs, freundschaft

Der Sommer, als ich schön wurde

Jenny Han , Birgitt Kollmann
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.04.2013
ISBN 9783423625364
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Allgemeines

Titel: Der Sommer, als ich schön wurde
Autor: Jenny Han
Verlag: dtv
Preis: 8,95 €
Seiten: 320
Genre: Jugendbuch
Hier findet ihr das Buch auf der Verlagswebsite

Klappentext

Die Sommer in Susannahs Strandhaus waren schon immer die Highlights in Bellys Leben. Und Susannahs Söhne Jeremiah und Conrad sind vielleicht das Wichtigste an den Ferien. In diesem Sommer fühlt Belly sich endlich nicht mehr wie ein kleines Mädchen, sondern wie eine attraktive junge Frau. Und endlich interessieren sich auch die Jungs für sie. Nur Conrad, in den sie schon immer heimlich verliebt war, reagiert zurückhaltender als früher. Und auch der sonst so fröhliche Jeremiah wirkt bedrückt.
Was steckt dahinter? Belly begreift, dass ihr Kindheitstraum von den gemeinsamen Strandhausferien in diesem Jahr endet. Und dass sie ihn erst loslassen muss, bevor sie bereit ist für etwas Neues.

Zitat

Außerhalb dieses einen Wortes, dieses Momentes scheint
nichts zu existieren. Es gibt nur uns. Alles, was in
diesem Sommer geschehen ist, und in jedem Sommer davor,
alles hat daraufhin geführt. Auf diesen Moment. JETZT.


Meine Meinung
Den Titel finde ich zur Geschichte sehr passend gewählt, da dies ein Gedanke ist, der Belly oft durch den Kopf geht. Das Cover ist relativ einfach und unscheinbar. Es ist weder hässlich noch wunderschön, es ist eher ausdruckslos und somit etwas dazwischen. Direkt meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde es nicht, dazu sieht es zu uninteressant aus. Das Mädchen soll wohl Belly darstellen, die aufs Meer blickt.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht und sofort war ich mittendrin und erlebte diesen Sommerurlaub gemeinsam mit Belly. Die Autorin konnte in mir von der ersten Seite an die richtige Stimmung auslösen und ich fühlte mich voll und ganz in die Geschichte ein.
Die Handlung ist nicht wahnsinnig originell, es geht hauptsächlich um die erste Liebe, um das Erwachsen werden und auch um Freundschaft, aber die Autorin hat das alles in eine wunderschöne Geschichte mit lauter Höhen und Tiefen verpackt.
Der ganze Roman spielt während dem Sommerurlaub, den Belly wie jedes Jahr mit ihrer Mutter, ihrem Bruder, der besten Freundin ihrer Mutter und deren beiden Söhne verbringt. Doch dieses Jahr, wünscht sich Belly, soll anders werden, denn sie ist erwachsener geworden und möchte diesen Sommer "schön werden", wie auch der Titel sagt, wobei sich das "schöner" werden, wie ihr euch hoffentlich denkt, eher auf innere Werte bezog.
Hin und wieder gibt es Kapiteln mit Rückblicken in die vergangenen Sommerurlaube, so wird beispielsweise auch viel über den Sommerurlaub, als Belly 14 Jahre alt war und ihre beste Freundin Taylor mitgenommen hat, erzählt.

Bei Belly ist meine Meinung ziemlich geteilt. An einigen Stellen konnte ich mich wunderbar in sie hineinfühlen und konnte sie total verstehen, oftmals kam sie mir aber auch sehr naiv vor und ich konnte ihre Handlungen überhaupt nicht verstehen. Sie meint oft, sie wäre nun so erwachsen, benimmt sich aber dennoch oft sehr kindlich, was mich sehr gestörrt hat. So war sie mir nicht sonderlich sympathisch und als Hauptcharachterin wurde ich einfach nicht warm mit ihr. Es ist nicht so, als dass ich sie total schlimm gefunden hätte. Nein, teilweise konnte ich sie, wie schon geschrieben, auch wirklich total gut verstehen und sie war mir manchmal auch tatsächlich sympathisch.
Conrad und Jeremiah dagegen haben mir besser gefallen. Sie besaßen Charachter und zeigen diesen auch. Beide konnte ich mir lebhaft vorstellen, da sie nicht platt dargestellt waren sondern ganz eigene Eigenschaften hatten.
Bei Cam weiß ich auch nicht genau, was für eine Meinung ich mir zu ihm bilden soll. Ich habe einfach nicht genug im Buch über ihn erfahren, da hätte ich mir eindeutig mehr gewünscht. Ich konnte ihn mir leider nicht immer gut vorstellen.

Der Schreibstil von Jenny Han gefällt mir ausgesprochen gut. Sie baut schnell eine sehr schöne "Sommerferienstimmung" auf und ich konnte mich voll und ganz nach Cousins, der Stadt, in der sie ihren Urlaub verbringen, träumen und erlebte in diesen 320 Buchseiten einen Urlaub dort. Die Autorin beschreibt so anschaulich, dass man sich alles bestens vorstellen kann, aber dass es sich noch nicht in die Länge zieht. Zudem baut sie durch diese Stimmung auch eine gewisse Spanung auf, die einem am Buch hält, obwohl die Geschichte an sich nicht gerade spannend wäre.

Fazit: Ein Roman, der eine wundervolle Stimmung in einem auslösen kann, bei dem ich aber mit der Haupcharachterin leider nicht ganz warm wurde. Trotzdem lege ich diesen Roman allen, die gerne realistische Jugendromane lesen, ans Herz!

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275 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 59 Rezensionen

liebe, küssen, humor, jugendbuch, balzverhalten

Wen küss ich und wenn ja, wie viele?

Mara Andeck
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Boje, 11.01.2013
ISBN 9783414823502
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Allgemeines

Titel: Wen küss ich und wenn ja, wie viele?
Autor: Mara Andeck
Verlag: Boje
Preis: 12,99 €
Seiten: 240
Genre: typisches Mädchenbuch

Klappentext

Lilia hat es satt! Die Jungs in ihrer Klasse nehmen sie überhaupt nicht wahr. Das muss sich ändern, beschließt sie an ihrem 16. Geburtstag. »Das Balzverhalten im Tierreich« - so lautet das Thema ihres Bio-Referats. Und weil der Mensch auch nur ein haarloses Tier ist, wendet Lilia ihr neues Wissen einfach auf dei Gattung Homo sapiens an. Was folgt, ist ein wahres Liebeschaos...

Zitat

Wissenschaftliche Erkenntnis des Tages: Von den Gladiatorfröschen
kann man viel lernen. Auf der Suche nach dem Frosch fürs Leben hüpft
die Fröschin von Männchen zu Männchen und haut jedem so richtig eine
rein. Wer umfällt, ist raus aus dem Spiel. Am Schluss nimmt sie den,
der übrig bleibt, denn der kann am besten wegstecken. Hmmm, gefällt
mir irgendwie. Verstößt aber vermutlich gegen die Schulordnung...

Meine Meinung

Ich habe einmal im Thalia zufällig die Leseprobe zu diesem Buch gesehen und da ich gerne typische Mädchenbücher lese, sie einfach mal mitgenommen. Nachdem ich sie gelesen hatte, ist das Buch gleich nach ganz oben auf meiner Wunschliste gewandert, denn schon die Leseprobe gefiel mir unglaublich gut.
Sowohl Cover als auch Titel gefallen mir total. Beides ist ansprechend und passt perfekt zum Buch, schließlich geht es hauptsächlich um die Frage, wann und mit wem Lilia ihren ersten Kuss erleben wird.

Die Geschichte ist wirklich eine typische Mädchengeschichte. Lilia hat mit allen Problemen zu kämpfen, die jeder von und nur zu gut kennt und erzählt so in ihren Tagebuch davon, wie sie ihren Alltag bewältigt. Dazu kreist immer wieder die Frage um sie herum, mit wem sie ihren ersten Kuss erleben wird - denn den will Lilia möglichst bald erleben. Da sie noch dazu gerade ein Referat über das Balzverhalten von Tieren halten muss, beschließt sie, das Gelernte auch bei den Menschen anzuwenden. Das ist mal eine neue Idee, die mir sehr gut gefällt. Sie verleiht der Geschichte das gewisse Etwas, das ein Buch braucht.

Das Buch ist in Tagebuchform geschrieben und dadurch sehr umgangssprachlich, was mich hierbei aber auch keineswegs stört, sondern mir eher gut gefällt, da das Buch dadurch lebhafter wird und man sich besser in Lilia hineinversetzen kann. Zwischen den einzelnen Tagen, also auch Kapiteln, gibt es außerdem immer wieder E-Mails von Tom, einem guten Freund von Lilia, und dessen Bruder. Dadurch erfährt man außerdem noch einige Sachen, die Lilia selbst noch nicht weiß und es ist umso lustiger und interessanter, alles aus Lilias Sicht zu lesen.

Lilia hat mir als Hauptcharachterin sehr gut gefallen. Sie verkörpert ein normales 16-jähriges Mädchen, hat aber auch so ihre Eigenarten, Macken wie auch wunderbar gute Eigenschaften. Lilia ist oft chaotisch und ich hatte das Gefühl, dass sie auch eine ziemliche Träumerin ist und etwas abseits vom wirklichen Leben schwebt. Aber das machte sie mir nur noch sympathischer.
Ich konnte mich wunderbar in Lilia hineinversetzen, konnte mit ihr mich freuen und mit ihr leiden. Alle ihre Gefühle spürte beim Lesen auch ich.
Auch bei allen anderen Charachteren hat die Autorin es geschafft, die gewünschten Sympathien/Abneigungen in mir hervorzurufen. Ich konnte mir von allen Charachteren ein klares Bild machen und konnte mir auch zu allen meine Meinung bilden, die mit Lilias Meinung doch meistens übereinstimmte.

Der Schreibstil von Mara Andeck ist flüssig und leicht zu lesen. Und noch dazu ist das Buch mit einer guten Portion Humor versehen.
Die Autorin schafft es, einen mit einer gewissen Spannung und viel Humor an das Buch zu binden, sodass man es kaum mehr aus der Hand legen möchte.

Fazit: Ein sehr schönes und lustiges Mädchenbuch, mit einer guten Idee und einer sympathischen Hauptcharachterin! Absolut Empfehlenswert!

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

liebe, julia, alvin, usa, joe

Vom Finden der Liebe und anderen Dingen

David Lampson , Eike Schönfeld , Cornelia Niere
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 01.02.2013
ISBN 9783789141812
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Allgemeines

Titel: Vom Finden der Liebe und anderen Dingen
Autor: David Lampson
Verlag: Oetinger
Preis: 14,95 €
Seiten: 221
Genre: Jugendbuch

Klappentext

Manchmal ist die Liebe kurz. Aber aufregend. Joe ist das komplette Gegenteil seines Zwillingsbruders Alvin und irgendwie nicht so recht von dieser Welt. Aber zum Glück hat Joe ja Alvin, der sich stets um ihn gekümmert hat. Zumindest so lange, bis der sich Hals über Kopf in Julia verliebte. Und plötzlich ist Alvin spurlos verschwunden. Dafür taucht Julia bei Joe auf und bittet ihn, ihr bei der Suche nach Alvin zu helfen. Gemeinsam machen sich die beiden auf nach Tennessee und bald schon merkt Joe, dass er mehr für Julia empfindet. Und dass er herausfinden muss, was mit seinem Bruder passiert ist.

Zitat

"Talente sind dazu da, verschleudert zu werden", sagte er. "Wir sollen
sie verbrauchen und verschwenden und nicht mit einem Basketball-Stipendium
Kapital daraus schlagen. Nie lernen, nie zurückdenken. Das Leben ist so
kurz wie ein brennendes Haus.

Meine Meinung

Das Buch hatte ich eher durch Zufall im Verlagsprogramm des Oetinger-Verlags entdeckt, ohne, dass ich davor schon einmal etwas davon gehört hatte. Das Cover sah ansprecehnd aus und auch der Klappentext gefiel mir, aber dennoch konnte ich ohne große Erwartungen an das Buch herangehen, indem ich mit einem einfachen Jugendbuch rechnete. Und so wurde meine Erwatung auch genau bestätig.

Die Geschichte gefällt mir gut, doch der Klappentext erzählt von etwas völlig anderem, als die tatsächliche Handlung. Den Großteil des Buches geht es kaum um Alvin, Joes Bruder, sondern mehr um die wachsende Beziehung zwischen Julia und Joe. Außerdem hatte ich meist nicht das Gefühl, als würden die beiden Alvin tatsächlich suchen und finden wollen.
Die Geschichte ist nichts großartig besonders Originelles, aber doch unterhaltsam.

Die Charachtere haben mir außerordentlich gut gefallen. Sie haben wirklich Charachter und werden so dargestellt, dass man sie sich gut vorstellen kann. Alle Charachtere haben ihre ganz eigenen Eigenschaften. Keiner wirkt platt, aufgesetzt oder unrealistisch, sondern sie alle haben sowohl ihre Macken, als auch ihre guten Seiten.
Joe hat mir gut gefallen und ihn konnte ich mir besonders gut vorstellen. Er wird als nicht unbedingt der Hellste dargestellt, da er nicht lesen kann, aber er hat eine Art, die man einfach mögen muss.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und einfach zu lesen. Er bringt öfters mal etwas Witz in die Geschichte rein und gestaltet alles sehr lebhaft und gut vorstellbar. Die Handlung konnte ich mir gut vor meinem inneren Auge vorstellen und ich konnte mich auch hineinfühlen. Das Buch ist angenehm zu lesen, doch es fehlt das Besondere im Schreibstil, das gewisse Etwas.

Zum Ende hin wurde die Geschichte jedoch verwirrender und irgendwann fiel es mir auch schwerer, der Handlung noch zu folgen. Das ganze Geschehen wurde immer absurder und verrückter, was zwar einerseits auch ganz witzig ist, andererseits sollte man es aber auch nicht übertreiben.

Fazit: Ein einfacher, unterhaltsamer Roman, den ich zwar weiterempfehle, der aber auch kein absolutes Muss ist!

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Vom Finden der Liebe und anderen Dingen

David Lampson
E-Buch Text: 224 Seiten
Erschienen bei Verlag Friedrich Oetinger, 28.02.2013
ISBN 9783862744824
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Allgemeines

Titel: Vom Finden der Liebe und anderen Dingen
Autor: David Lampson
Verlag: Oetinger
Preis: 14,95 €
Seiten: 221
Genre: Jugendbuch

Klappentext

Manchmal ist die Liebe kurz. Aber aufregend. Joe ist das komplette Gegenteil seines Zwillingsbruders Alvin und irgendwie nicht so recht von dieser Welt. Aber zum Glück hat Joe ja Alvin, der sich stets um ihn gekümmert hat. Zumindest so lange, bis der sich Hals über Kopf in Julia verliebte. Und plötzlich ist Alvin spurlos verschwunden. Dafür taucht Julia bei Joe auf und bittet ihn, ihr bei der Suche nach Alvin zu helfen. Gemeinsam machen sich die beiden auf nach Tennessee und bald schon merkt Joe, dass er mehr für Julia empfindet. Und dass er herausfinden muss, was mit seinem Bruder passiert ist.

Zitat

"Talente sind dazu da, verschleudert zu werden", sagte er. "Wir sollen
sie verbrauchen und verschwenden und nicht mit einem Basketball-Stipendium
Kapital daraus schlagen. Nie lernen, nie zurückdenken. Das Leben ist so
kurz wie ein brennendes Haus.

Meine Meinung

Das Buch hatte ich eher durch Zufall im Verlagsprogramm des Oetinger-Verlags entdeckt, ohne, dass ich davor schon einmal etwas davon gehört hatte. Das Cover sah ansprecehnd aus und auch der Klappentext gefiel mir, aber dennoch konnte ich ohne große Erwartungen an das Buch herangehen, indem ich mit einem einfachen Jugendbuch rechnete. Und so wurde meine Erwatung auch genau bestätig.

Die Geschichte gefällt mir gut, doch der Klappentext erzählt von etwas völlig anderem, als die tatsächliche Handlung. Den Großteil des Buches geht es kaum um Alvin, Joes Bruder, sondern mehr um die wachsende Beziehung zwischen Julia und Joe. Außerdem hatte ich meist nicht das Gefühl, als würden die beiden Alvin tatsächlich suchen und finden wollen.
Die Geschichte ist nichts großartig besonders Originelles, aber doch unterhaltsam.

Die Charachtere haben mir außerordentlich gut gefallen. Sie haben wirklich Charachter und werden so dargestellt, dass man sie sich gut vorstellen kann. Alle Charachtere haben ihre ganz eigenen Eigenschaften. Keiner wirkt platt, aufgesetzt oder unrealistisch, sondern sie alle haben sowohl ihre Macken, als auch ihre guten Seiten.
Joe hat mir gut gefallen und ihn konnte ich mir besonders gut vorstellen. Er wird als nicht unbedingt der Hellste dargestellt, da er nicht lesen kann, aber er hat eine Art, die man einfach mögen muss.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und einfach zu lesen. Er bringt öfters mal etwas Witz in die Geschichte rein und gestaltet alles sehr lebhaft und gut vorstellbar. Die Handlung konnte ich mir gut vor meinem inneren Auge vorstellen und ich konnte mich auch hineinfühlen. Das Buch ist angenehm zu lesen, doch es fehlt das Besondere im Schreibstil, das gewisse Etwas.

Zum Ende hin wurde die Geschichte jedoch verwirrender und irgendwann fiel es mir auch schwerer, der Handlung noch zu folgen. Das ganze Geschehen wurde immer absurder und verrückter, was zwar einerseits auch ganz witzig ist, andererseits sollte man es aber auch nicht übertreiben.

Fazit: Ein einfacher, unterhaltsamer Roman, den ich zwar weiterempfehle, der aber auch kein absolutes Muss ist!

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695 Bibliotheken, 17 Leser, 2 Gruppen, 44 Rezensionen

liebe, john green, freundschaft, roadtrip, suche

Margos Spuren

John Green , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.11.2011
ISBN 9783423624992
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Allgemeines

Titel: Margos Spuren
Autor: John Green
Verlag: dtv Reihe Hanser
Preis: 8,95 €
Seiten: 336
Genre: Jugendbuch

Klappentext

Solange Quentin denken kann, ist Margo für ihn das begehrenswerteste Mädchen überhaupt. Doch je näher er ihr kommt, desto rätselhafter und unerreichbarer wird sie. Und dann steht Margo eines Nachts plötzlich vor seinem Fenster und bittet ihn um Hilfe: Er soll sie auf ihrem persönlichen Rachefeldzug begleiten und Freunden, die sie enttäuscht haben, einen Denkzettel verpassen. Quentin macht mit. Für eine Nacht wirft er alle Ängste über Bord. Doch am nächsten Morgen ist Margo verschwunden. Quentin sucht sie verzweifelt und findet Spuren, die ganz bewusst gestreut wurden. Um Margo zu finden, taucht er ein in ihr Universum und folgt ihr quer durch die USA. Es ist eine Reise zu einer Frau, die viel mehr ist, als er sich je erträumt hat, und zugleich ganz anders, als er je hat wahrhaben wollen.

Zitat

Margo hat Rätsel immer geliebt. Und bei allem, was später
passierte, wurde ich den Gedanken nicht los, dass sie
Rätsel vielleicht so liebte, dass sie selbst zu einem wurde.

Meine Meinung

Wieder ein Buch von John Green und ich weiß einfach nicht, was ich noch weiter sagen soll. Dieser Autor ist einfach großartig, einzigartig, fantastisch! Und genau so hat mich auch dieses Buch wieder vollkommen umgehauen.
Das Cover ist eher schlicht und spricht mich persönlich nicht so wirklich an, wie auch der Titel, der so an sich eher wenig aussagt, aber da es ja um den Inhalt und nicht um die Gestaltung geht, tut dies dem Buch keinen Abbruch.

Die Idee gefällt mir sehr und die Geschichte wurde besonders gut ausgearbeitet. Sie ist eher tiefgründig und mit vielen kleinen, aber dennoch wichtigen Details. Und dennoch ist mir kein einziger Logikfehler aufgefallen, sondern John Green hat wirklich jede Kleinigkeit berücksichtigt.
Das Buch ist in drei Teile geteilt: Im ersten Teil erlebt Quentin die Nacht mit Margo, im zweiten Teil ist Margo verschwunden und er beginnt, ihren Spuren zu folgen und im dritten Teil fährt Quentin mit seinem Freunden in einem Rennen gegen die Zeit zu Margo. (Ich hoffe, das sieht hier keiner als Spoiler an.)

Die Charachtere sind gut ausgearbeitet und John Green hat genau die Abneigungen und Sympathien ihnen gegenüber in mir hervorgerufen, die er wohl auch beabsichtigt hatte.
Quentin ist ein einfacher Junge. Eher der Musterschühler und guter Sohn, der keine Dummheiten macht, aber nicht wirklich außergewöhnlich. Ich konnte mich gut in ihn hineinversetzen und mit ihm denken und fühlen. Ich hatte wirklich oft das Gefühl, alles aus seinen Augen zu sehen.
Anfangs konnte ich nicht genau sagen, was ich von Margo halten sollte. Sie ist ein großes Rätsel, das im Laufe das Buches allmählich gelöst wird. Nach ihrem Verschwinden zeigt sich plötzlich in ihren Spuren eine andere Seite, als bisher angenommen und genauso wie Quentin war auch ich erstaunt und wollte immer mehr über diese neue Seite von ihr herausfinden.
Auch Quentins Freunde, Ben und Radar, sind zwei einfache, normale Jungs. Beide lassen oftmals den ein oder anderen witzigen Spruch los und besonders wegen ihnen musste ich oft schmunzeln.

Das Buch hat mich bereits nach den ersten Seiten vollkommen in seinen Bann gezogen und bis zum Ende konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. John Green baut eine gewisse Spannung auf, die schon gleich zu Anfang rasend schnell in die Höhe steigt und auch so bleibt. Ich wurde wie von einem Strudel in die Geschichte hineingezogen, habe die Geschichte so miterlebt, als wäre ich selbst in dem Buch drin gewesen und war so gefesselt, dass ich nichts anderes tun konnte als Weiterlesen.
John Greens Schreibstil ist außergewöhnlich, witzig und auch ernst. Das Buch ist gespickt mit schlauen, ernsten, witzigen und auch traurigen Zitaten.

Fazit: Ein Buch, das mich von der ersten Seite an vollends fesseln konnte und das ich auf jeden Fall weiterempfehle!

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50 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

bulimie, magersucht, verstecken, freundschaft, new york

Stone Girl

Alyssa B. Sheinmel , Kathrin Wolf
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Heyne, 21.01.2013
ISBN 9783453534247
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Allgemeines

Titel:Stone Girl
Autor: Alyssa B. Sheinmel
Verlag: Heyne fliegt
Preis:12,99 €
Seiten: 272
Genre: Jugendbuch

Klappentext

Sethie hat eigentlich alles, was man sich nur wünschen kann: Gute Noten, coole Freunde - und natürlich Shaw, den sie zwar mehr liebt, als er sie, aber das ist schon in Ordnung. Zumindest, solange Sethie nicht darüber nachdenkt. Doch sie denkt sehr oft nach. Über sich, über ihr Leben, über ihren Körper. Und plötzlich bekommt ihre perfekte Welt Risse - und sie hat das Gefühl, dass ihr alles entgleitet.

Zitat

Zwei Dinge gibt es über Sethie zu sagen, die ganz sicher
stimmen: Erstens, dass sie immer Hunger hat, einen gemeinen,
wütenden Hunger, der sich wie eine Glasscherbe im Bauch
anfühlt, und zweitens, dass sie Shaw ununterbrochen vermisst.

Meine Meinung

Das Cover des Buches sagt noch nicht besonders viel aus. Es ist einfach nur ein Mädchen, das über ihre Schulter schaut gezeigt. Es ist nicht besonders farbenfroh, sondern eher kalt und grau gestaltet.
Es ist eher ein unauffälliges, unspektakuläres, einfaches Cover.

Die Geschichte ist meiner Meinung nach ziemlich oberflächlich. Es geht um Magersucht und Bulmie, aber auch viel um Drogen, Freundschaft und Liebe.
Ich konnte mich kaum in die Geschichte hineinfühlen, da sie oftmals wirklich sehr oberflächlich war. Nur an wirklich vereinzelten Stellen, bekam die Geschichte wieder ein wenig Tiefe und konnte mir besser gefallen.

Sethie war mir total unsymapthisch. Ich konnte mich überhaupt nicht mit ihr identifizieren und konnte so auch oft ihre Handlungen und Gedanken nicht nachvollziehen. Oft hätte ich ihr gerne einfach mal in den Hintern getreten und so richtig die Meinung gesagt, weil sie mich echt zum Haare raufen gebracht hat.
Auch Shaw, Sethies Freund mochte ich von Anfang an nicht und ich konnte nicht verstehen, wie Sethie mit ihm zusammen sein konnte.
Die einzige, die mir von den Personen wirklich gefallen hat, war Janey. Sie war mir sympathisch und ich mochte ihre Art einfach. Ich fand es toll, dass sie sich mit Sethie anfreundete und war froh, dass Sethie sich durch ihre Freundschaft langsam und auch nur ein wenig, aber zumindestens etwas, änderte.

Entgegen der Geschichte und der unsympathischen Hauptcharachterin hat mir der Schreibstil der Autorin ausgesprochen gut gefallen. Sie schreibt flüssig und spannend. Ich musste weiterlesen, obwohl ich mich über Sethie nur aufregen konnte. Der Schreibstil zieht meine Bewertung somit etwas höher.

Fazit: Ein Jugendroman, der zwar schön geschrieben ist, aber mit einer absolut unsympathischen Hauptcharachterin vieles kaputt macht.

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

gewalt, familie, eifersucht, probleme jugendlicher, hass

Roter Zorn

Brigitte Blobel
Flexibler Einband: 236 Seiten
Erschienen bei cbt, 07.09.2009
ISBN 9783570306314
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Über die Bücher von Brigitte Blobel hatte ich schon viel Gutes gehört, bis ich mir endlich mal ein Buch von ihr zur Hand nahm und ich kann nun sagen: Ich bereue es nicht, ein Buch von ihr gelesen zu haben!
Das Cover passt gut zum Buch und besonders zum Titel. Es ist nicht unbedingt das Schönste, aber es schreckt mich auch nicht total ab. Ich finde es eher wenigsagend und kann mir daher auch keine genaue Meinung dazu bilden.

Im Moment lese ich gerne Jugendbücher, die ernstere Themen behandeln, wie auch dieses Buch es tut. Die Stelle, als Mara Tibor mit dem anderen Mädchen sieht, spielt eigentlich im gesamten Buch gar keine so große Rolle und kommt erst ganz am Ende. Stattdessen geht es hauptsächlich um Maras Leben. Darum, wie sie keine Freunde in der Schule hat, versetzungsgefährdet ist und oft schwänzt, darum, wie ihre Mutter mit nichts mehr zurecht kommt und Angst hat, das Haus zu verlassen und darum, wie ihr Vater arbeitslos wird und im Alkohol versinkt.
Die Autorin schildert ihre Verhältnisse sehr deutlich und anschaulich. Sie beschreibt Maras Gedanken so, dass man gut mit ihr mitfühlen kann und sie oft auch verstehen kann.
Das Buch ist spannend, Brigitte Blobel hat einen Schreibstil, der einen schnell mitreißt.

Die Charachtere beschreibt Brigitte Blobel anschaulich und ich konnte sie gut vor mir sehen. Wie schon gesagt, werden Maras Gedanken sehr gut beschrieben und so konnte ich mich in sie hineinversetzen und mit ihr fühlen.
Mara kommt mir oft sehr unsicher vor. Sie versucht, nach außen hin kühl und unannahbar zu wirken, doch in Wirklichkeit möchte sie auch mal, dass sich jemand um sie kümmert, dass sie jemand liebt.
Und Tibor ist die Fröhlichkeit in Person. Er plaudert im Bus ganz munter mit Mara und ignoriert, dass sie so schlecht gelaunt ist. Zwar tut Mara vor ihm, als würde er sie eher nerven, doch in Wahrheit freut sie sich sehr, dass sich jemand für sie interessiert, dass sie von jemandem gemocht wird. Und so kommen die beiden zueinander...

Das Ende hat mich sehr berührt und ich fand es auf eine gewisse Weise auch sehr schön.

Fazit: Ein berührender, sehr ernster Roman, den ich gerne weiterempfehle!

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1.492 Bibliotheken, 26 Leser, 2 Gruppen, 88 Rezensionen

liebe, freundschaft, tod, internat, jugendbuch

Eine wie Alaska

John Green , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.06.2009
ISBN 9783423624039
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch ist das zweite, das ich von John Green gelesen habe und ich muss wirklich sagen: Jetzt hat mich dieser Autor restlos überzeugt! Das Buch ist, genau wie Das Schicksal ist ein mieser Verräter, wahnsinnig gut und hat mich schon nach wenigen Seiten wirklich umgehauen.
Das Cover ist ziemlich unscheinbar und ich finde es ehrlich gesagt nicht so gut gewählt. Es ist ein Cover, an dem man in der Buchhandlung vorbeigeht, ohne sich das Buch genauer zur Hand zu nehmen und das finde ich bei dem tollen Inhalt wirklich schade.

Es geht in diesem Roman nicht, wie der Klappentext vielleicht vermuten lässt, ausschließlich um Alaska, sondern auch hauptsächlich darum, wie Miles auf der Suche nach dem "Vielleicht", wie es im Buch oft genannt wird, und seinem Platz im Leben ist.
Alaska spielt dabei eine große Rolle, aber ebenso auch der Colonel, Mides Zimmergenosse, der schnell ein guter Freund von Miles wird.

Das Mädchen Alaska hat auch mich von Anfang an fasziniert. Sie hat eine undurchschaubare, einzigartige Art und ich konnte nicht genau sagen, was ich von ihr halten sollte. Ich konnte mit Miles mitfühlen, wie hin- und hergerissen er von ihr war.
Miles hat mir gut gefallen. Er ist ein ganz normaler Junge, kommt weder aus total reichen, noch aus total armen Verhältnissen und findet sein Leben bis zum Internat viel zu langweilig. Doch dort freundet er sich mit dem Colonel an, lernt Alaska kennen und sein ganzes Leben ist plötzlich vollkommen verändert und überhaupt nicht mehr langweilig.
Der Colonel war mir anfangs ein wenig unsympathisch, doch das hat sich schnell gelegt. Einerseits hatte ich das Gefühl, er wäre etwas distanziert von allen und versucht, seine Unsicherheit zu vertuschen, indem er vor Miles cool tut. Er ist sehr aufbrausend und unberechenbar, doch auch er hat durchaus seine "zarten" Seiten und zeigt manchmal Gefühl.
Alle Charachtere kamen mir unheimlich lebendig vor. John Green hat alle sehr realistisch beschrieben, ihnen allen ihre ganz besonderen Angewohnheiten, Merkmale und auch Macken gegeben. Keiner der Charachtere kam mir platt oder lieblos dahin geschrieben vor, stattdessen besitzen sie viel Tiefe.

Das Buch ist nicht direkt in Kapitel geteilt, aber in zwei große Teile: "Davor" und "Danach". In "Davor" werden die Tage heruntergezählt, was tatsächlich eine große Spannung aufbaut, denn man möchte natürlich wissen, was denn an dem Tag passieren wird.
Aber auch sonst ist das Buch sehr spannend. Der Autor schafft es, einen von der ersten Seite an wirklich an das Buch zu fesseln und lässt einen beim Lesen alles um einen herum vergessen.
John Green besitzt einen herausragenden, wunderbaren, lobenswerten Schreibstil. Er schreibt gleichzeitig witzig und ernst. Ich muss gleichzeitig schmunzeln und weinen, weil er so viele Gefühle in mir auslösen kann, und das auch noch gleichzeitig. Ich fühle mich beim Lesen seiner Bücher, als ob ich tatsächlich im Geschehen drin wäre, ich sehe die Szenerien genau vor mir, kann mir genau vorstellen, wie es aussieht, was gerade passiert.
Dieser Autor hat wirklich eine wahnsinnig tolle Art zu schreiben und ich lege euch allen ans Herz, einmal ein Buch von ihm zu lesen!

Fazit: Ein herausragender, berührender und auch ernster Jugendroman von einem Autor mit einem unglaublich guten Schreibstil!

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

fantasy, zeit der begegnungen, niamh, ebook, pegasus

Saphirtränen: Teil 2 - Zeit der Begegnungen

Jennifer Jäger
E-Buch Text
Erschienen bei BookRix GmbH & Co. KG, 14.11.2012
ISBN 9783955007423
Genre: Sonstiges

Rezension:

Bei diesem eBook kann ich mich nur den Lobesworten meiner Rezension zum ersten Teil anschließen!
Die Geschichte schließt direkt an den ersten Teil an und sofort war ich wieder in dieser fantastischen Welt eingetaucht. Die Autorin beschreibt diese Welt so anschaulich, wunderschön und auf eine gewisse Art auch sehr märchenhaft und zog mich gleich in die Welt und in die Geschehnisse hinein.

Diesmal ist das Buch nicht nur aus Niahms Sicht geschrieben, sondern außerdem auch aus der Sicht von Enya und später auch noch teilweise aus der von Cedric, einem Berg-Ilyea.
Ich konnte mich wieder sehr gut in Niahm hineinversetzen und mit ihr fühlen. Ich konnte mir genauso wenig wie sie, eine Meinung darüber bilden, wie sehr sie Edan vertrauen konnte und konnte verstehen, wie hin- und hergerissen sie war.
Auch Enya konnte ich mir gut vorstellen und auch ihre Gedanken und Gefühle konnte ich verstehen und nachvollziehen.
Genau wie die Welt, die Umgebung, die Landschaft hatte ich auch die Charachtere bildlich vor meinem inneren Auge, denn auch sie waren sehr schön beschrieben.

Der Schreibstil von Jennifer Jäger ist, wie ich ihn schon beim ersten Band gelobt habe, wirklich fantastisch. Wunderschön, märchenhaft und sehr malerisch. Ich konnte voll und ganz in diese Welt eintauchen, denn sie beschreibt wirklich sehr anschaulich, wie z. B. an dieser Stelle:

[...] als plötzlich sanfte Töne an mein Ohr dringen. Klar und rein.
Sie erinnern mich an das Rauschen des Windes in den Baumwipfeln
und das zarte Gezwitscher von Vögeln. Erdiger Geruch dringt in meine
Nase, durchmischt mit feuchtem Laub und blühenden Blumen.

Außerdem hat der Schreibstil auch etwas an sich, das einen an das Buch fesselt. Es ist keine Spannung wie in einem Actionreichen Roman, aber dennoch eine gewisse Spannung, die einen schnell mitreißt, vorhanden.

Fazit: Ein wirklich gelungener zweiter Teil mit einem immer noch fantastischen Schreibstil!

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421 Bibliotheken, 2 Leser, 11 Gruppen, 35 Rezensionen

dystopie, mond, jugendbuch, weltuntergang, familie

Die Welt, wie wir sie kannten

Susan Beth Pfeffer , Annette von der Weppen
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.09.2012
ISBN 9783551312037
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Cover hat mich anfangs lange Zeit von dem Buch abgehalten, erst nachdem ich mehrere positive Rezensionen gelesen hatte, wollte ich das Buch doch lesen. Das Cover ist sehr dunkel und auch eher schlicht, weshalb es mich tatsächlich überhaupt nicht anspricht. Jetzt jedoch bereue ich es nicht, das Buch tatsächlich gelesen zu haben.

Das Buch ist in Tagebuchform geschrieben, was mir gut gefällt, denn so kann man meiner Meinung nach die Gedanken der Hauptcharachterin besser verstehen und auch nachvollziehen.
Die Geschichte beruht auf einer originellen und guten Idee. Die Autorin hat sie auch gut umgesetzt, denn sie hat alles logisch erklärt und ich konnte alle Geschehnisse verstehen und nachvollziehen.
Das Buch war zwischendurch sehr spannend und hat mich wirklich gefesselt, teilweise ließ die Spannung aber auch leicht nach. Tatsächlich langweilen konnte es mich aber glücklicherweise nicht, sondern es war hauptsächlich doch relativ spannend.

Die Charachtere waren von Susan Beth Pfeffer sehr gut beschrieben.
Ich konnte mich wunderbar in Miranda hineinversetzen und sie war mir schnell sympathisch. Ich finde außerdem, dass sie sich im Laufe des Buches sehr verändert hat und wirklich augenscheinlich erwachsener geworden.
Auch die anderen Charachtere haben mir sehr gut gefallen. Besonders Jonny hat mir sehr gut gefallen. Aber auch Mrs Nesbitt mochte ich wirklich gern und (Achtung: Spoiler!) ich fand es schade, dass sie im Buch sterben musste.
Auch Matt, Mirandas Mutter, Dan, Sammi, Megan und alle anderen mochte ich wirklich.

Der Schreibstil der Autorin ist eher locker, da es ja auch in Tagebuchform geschrieben ist, und daher auch leicht zu lesen. Die Autorin beschreibt einige Szenen sehr anschaulich und ich konnte mich gut hineinfühlen und konnte vieles wirklich vor mir sehen. Jedoch ist ihr Schreibstil nicht immer wirklich flüssig sondern manchmal fand ich ihn etwas holprig und unbeholfen. Beispielweise sind mir öfters abrupte Themenwechsel in einem Gespräch aufgefallen.
Größtenteils hat er mir aber doch gut gefallen und das Buch war gut zu lesen.

Fazit: Ein Buch mit einer schönen Idee und einer guten Umsetzung, aber nicht ganz ohne Fehler. Den zweiten Band werde ich aber auf jeden Fall lesen!

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488 Bibliotheken, 5 Leser, 5 Gruppen, 111 Rezensionen

dystopie, liebe, mutter, elysium, gavin

Renegade - Tiefenrausch

J. A. Souders , Charlotte Lungstraß
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.08.2012
ISBN 9783492702812
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: Renegade - Tiefenrausch
Autor: J. A. Souders
Verlag: IVI
Preis: 16,99 €
Seiten: 368
Genre: Dystopie

Elysium liegt am Grund des Meeres, abgeschrimt vom Rest der Welt. Dort hat Mutter ein Paradies geschaffen. Sie organisiert den Alltag der Menschen, schützt sie vor Gefahren und regelt sogar die Geburten. Doch dieser Friede wird teuer erkauft - Gefühle sind in Elysium verboten, Berührungen unter Lebenden werden mit dem Tod bestraft. Evie vertraut in dieses System - doch als Gavin, ein Oberflächenbewohner in ihre Welt eindringt, weckt der junge Mann Zweifel in ihr: Warum plagen sie Erinnerungslücken? Weshalb besteht Mutter auf Evies tägliche Therapiesitzungen? Und wieso kann sie sich durch Gavin an Dinge erinnern, die absolut unmöglich sind? Evie erkennt, dass sie Teil eines gewaltigen Plans ist, aus dem es für sie ohne Gavin kein Entrinnen gibt.

So viele Erinnerungen, alle verloren.
So vieles, was ich mir zurückholen muss...
Wieder einmal. Bis sie mir das nächste Mal alles
wegnehmen. Aber diesmal nicht.
Diesmal nicht!

Meine Meinung

Das Cover des Buches ist sehr gut gelungen und lädt einen ein, das Buch zu lesen. Es ist in Blautönen gehalten, wodurch Wasser dargestellt wird. Es passt perfekt zum Buch und sieht gut aus.

Die Idee zu der Geschichte gefällt mir sehr gut. Es ist etwas neues, dass die Menschen sozusagen in einer Unterwasserwelt leben.
Die Autorin beschreibt Elysium sehr anschaulich und ich konnte es mir gut bildlich vorstellen.
Am Anfang des Buches wird Evies "perfektes" Leben dargestellt. Der Schreibtsil ist noch sehr sachlich und zeigt auch, wie Evie in einer Art Trance lebt. Oft fällt der Satz "Mein Leben ist absolut perfekt", welcher Evie eingeredet wurde.
Schnell wendet sich die Geschichte aber und Evie findet ihr Leben plötzlich gar nicht mehr so perfekt. Hier ändert sich auch deutlich der Schreibstil der Autorin, was ich sehr gelungen finde.
Die Spannung steigt sehr schnell an und man wird regelrecht an das Buch gefesselt. Die Autorin schafft es, die Spannung über das ganze Buch bis hin zum Ende zu halten und so ist das Buch gut in einem Rutsch zu lesen.

Evie war mir schnell sympathisch und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. J. A. Souders hat mit viel Einblich in ihren Charachter gegeben, was mir gut gefallen hat.
Auch Gavin mochte ich sofort und ich konnte ihn mir sehr gut vorstellen.
Mutter war mir von Anfang an, wie von der Autorin gewünscht, sehr unsympathisch. Auch sie konnte die Autorin sehr gut darstellen.

Fazit: Eine Dystopie, die ich sehr gerne weiterempfehle!

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facebook, zukunft, liebe, freundschaft, jugendbuch

Wir beide, irgendwann

Jay Asher , Carolyn Mackler , Knut Krüger
Fester Einband: 395 Seiten
Erschienen bei cbt, 27.08.2012
ISBN 9783570161517
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: Wir beide irgendwann
Autor: Jay Asher, Carolyn Mackler
Verlag: cbt
Preis: 17,99 €
Seiten: 400
Genre: anderes

Im Mai 1996 bekommt die 16-jährige Emma ihren ersten Computer geschenkt. Mithilfe ihres besten Freunds Josh loggt sie sich ein und gelangt zufällig auf ihre eigene Facebook-Seite – 15 Jahre später. Geschockt stellt sie fest, dass sie mit 31 Jahren arbeitslos und unglücklich verheiratet sein wird. Josh hingegen, bislang alles andere als ein Frauenheld (der erst kürzlich von Emma einen Korb bekommen hat), wird das hübscheste Mädchen der ganzen Schule heiraten und zudem seinen Traumjob ergattern. Emma ist jedoch nicht gewillt, sehenden Auges in ihr Unglück zu laufen. Um das Zusammentreffen mit dem Jungen zu verhindern, der sie später mal unglücklich machen wird, beginnt sie, bewusste Änderungen in der Gegenwart herbeizuführen. Doch der Versuch, in ihr Schicksal einzugreifen und dadurch ihr künftiges Facebook-Profil zu verändern, setzt eine fatale Kettenreaktion in Gang ...

Es heißt, Emma Nelson Jones sei früher auf die
Lake Forest High School gegangen. Sie hat einen
Mann namens Jordan Jones Jr. geheiratet und wurde
am 24. Juli geboren. Die Jahreszahl fehlt, aber
der 24. Juli ist mein Geburtstag.

Meine Meinung

Die Idee hinter dem Buch hat mich gereizt, das Buch zu lesen. Es ist wirklich eine originelle und gerade sehr aktuelle Idee, dass Emma und Josh ihre Zukunft in ihren zukünftigen Facebookprofilen sehen.
Die Idee konnten die beiden Autoren noch dazu auch grandios umsetzen. Sie haben darauf geachtet, dass bei Veränderungen in der Gegenwart auch die Zukunft verändert werden muss, was ich sehr wichtig finde, denn sonst passieren oft schnell kleine, aber doch auffällige Fehler, die stören.

Den Schreibstiel beider Autoren kann ich nur loben. Jay Ashers Schreibstil ist mir bereits in "Tote Mädchen lügen nicht" positiv aufgefallen, doch von Carolyn Mackler war dies mein erstes Buch und ihr Schreibstil hat mich überzeugt.
Beide schreiben locker, aber dennoch nicht total in Jugendsprache, was ich sehr gelungen finde. Das Buch ist leicht zu lesen. Es baut sich eine Spannung auf, sodass man gerne schnell weiterlesen möchte.

Die Charachtere waren schön ausgearbeitet. Sie wirkten sehr real und man konnte sie sich sehr gut vorstellen.
Sowohl Emma, als auch Josh waren mir sympathisch und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen.

Fazit: Ein leichtes Jugendbuch für Zwischendurch.

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liebe, julia, romeo, shakespeare, fantasy

Julia für immer

Stacey Jay , Antje Görnig
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei INK, 09.02.2012
ISBN 9783863960216
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: Julia für immer
Autor: Stacey Jay
Verlag: Egmont INK
Preis: 17,99 €
Seiten: 344
Genre: Fantasy

Was ist wirklich geschehen, damals in Verona, im Schicksalsjahr 1304? Romeo und Julia sind nicht im Namen der Liebe gestorben. Nein, Romeo hat Julia ermordet, um selbst Unsterblichkeit zu erlangen. Als Söldner der Apokalypse verhindert er seit 700 Jahren, dass Liebende zueinander finden. Doch auch Julia ist in Wahrheit unsterblich geworden und kämpft auf der Seite der Botschafter des Lichts für die wahre Liebe. Als erbitterte Feinde kämpfen sie in verschiedenen Körpern für ihre jeweilige Mission. Jahrhunderte später erwacht Julia im Körper des Mädchens Ariel. Auf der Suche nach deren Seelenverwandten trifft sie zu ihrem großen Entsetzen zum ersten Mal auf Romeo selbst. Dies könnte ihr letzter Kampf werden. Es sei denn, die Liebe holt die beiden wieder ein, wenn auch anders als jemals vorstellbar ...

"Aber es macht mir nichts aus, wenn du schon mal jemanden geliebt hast."
Ich ziehe die Augenbrauen hoch. "Nein?"
"Nein. Es ist mir egal, wenn ich nicht der Erste bin." Er legt den Kopf
schräg und flüstert an meinen Lippen: "Solange ich der Letzte bin."

Meine Meinung

Das Cover von Julia für immer finde ich eher mittelmäßig. Mittlerweile ist es nicht mehr so interessant, wenn auf jedem Cover ein Mädchengesicht zu sehen ist und das Cover von Julia für immer zweigt nichts weiter besonderes. Was mir aber am Cover gefällt sind die Farben. Es ist fast ausschließlich in Rottönen gehalten und gefällt mir damit sehr gut.

Der Einstieg in die Geschichte geht schnell. Das erste Kapitel ist eher wie ein Prolog und spielt zu der Zeit von Romeo und Julia. Erst im zweiten Kapitel beginnt die Geschichte richtig. Julia findet sich in Ariels Körper wieder und da sie sich selbst erst einmal richtig finden muss und etwas über Ariel erfahren muss, bekommt man sehr viele Informationen sofort.
Die Idee hinter dem Buch, die Liebesgeschichte von Romeo und Julia so ganz anders dazustellen und Romeo und Julia in anderen Körpern zu leben lassen finde ich sehr originell und auch gut umgesetzt.

Leider startet das Buch zwar sehr spannend, doch es verliert auch geanuso wieder schnell diese Spannung. Erst zum Ende hin konnte mich das Buch wieder richtig fesseln. Das heißt nicht, das es total langweilig war zwischendrin. Nein, es konnte mich einfach nur nicht richtig mitreißen.

Mit den Charachteren konnte ich mich nicht so besonders gut anfreunden. In viele wurde mir zu wenig Einblick gegeben.
Julia bzw. Ariel war mir nicht besonders sympathisch. Ich konnte sie zwar auch nicht gar nicht leiden, aber wirklich Sympathie entwickelte ich nicht für sie.
Romeo konnte ich mir gar nicht richtig vorstellen. Ich konnte auch seine Einstellung nicht ganz einschätzen, weil ich das Gefühl hatte, dass er seine Meinung immer wieder anders zeigte. Mal war er verliebt in Julia, mal war er gegen sie. So richtig klar wurde mir nicht, was er wollte.
Gemma konnte ich mir zwar besser vorstellen, mit ihrer Art wurde ich aber einfach nicht warm.
Der einzige, der mir wirklich gefallen hat, war Ben. Er wurde ausreichend beschrieben und ich mochte ihn wirklich.

Der Schreibstil von Stacey Jay hat mir ansonsten gut gefallen. Das Buch ist flüssig zu lesen und nicht total langweiliig und langatmig oder viel zu schnell beschrieben. Hier hat die Autorin eine gute Mischung gefunden.

Fazit: Ein gutes Buch für Zwischendurch, interessant, aber nicht ohne Mängel.

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