Leserpreis 2018

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Die Rose des Herzogs: Roman

Marita Spang
E-Buch Text: 683 Seiten
Erschienen bei Knaur eBook, 01.09.2018
ISBN 9783426441572
Genre: Historische Romane

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123 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

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Die Unsterblichen

Chloe Benjamin , Norbert Möllemann , Charlotte Breuer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 29.10.2018
ISBN 9783442758197
Genre: Romane

Rezension:

Der neue Roman von Chloe Benjamin bekommt ja derzeit viel Aufmerksamkeit. Und auch ich konnte mich dem Sog des Klappentextes und dem wirklich gelungenen Cover nicht entziehen. Es scheint wieder modern zu sein, Familiengeschichten zu erzählen und das gefällt mir sowieso gut. In diesem Fall wird von den Geschwistern der jüdischen Familie Gold berichtet, die als Kinder im New Yorck der sechziger Jahre eine Wahrsagerin aufsuchen, die angeblich das Todesdatum ihrer Kunden voraussagen kann. Das ist ja schon immer Gegenstand schriftstellerischer Phantasie gewesen. Gibt es so etwas wie eine self fullfilling prophecy? Sind wir Meister unsrer Schicksale, oder ist sowieso alles vorherbestimmt? Ein geschickter Kunstgriff der Autorin, vier Lebensläufe in diesem Rahmen zu erzählen, oder tatsächlich das Thema? Ich habe nicht ganz verstanden, worum es der Autorin wirklich ging. Es ist schwierig zu benennen. Mir kam nur die Figur des Simon wirklich nah. Die restlichen Geschwister schienen mir entweder zu überzeichnet oder zu blass. Trotzdem war ich total gespannt, was es mit den Prophezeiungen auf sich hat. Werden sie alle wirklich sterben, wie vorhergesagt? Das ist schon verdammt clever gemacht. Zumal die Todesdaten nicht von Anfang an verraten werden. Und die Lebenswege wirklich sehr verschieden sind. Fest steht, dass die Geschwister sich untereinander durch die Prophezeiung entfremden und verlieren. Dass jeder für sich alleine klarzukommen versucht, anstatt die Bürde seines Wissens mit den anderen zu teilen. Das könnte schon die Botschaft sein. Je mehr wir unsre Ängste verbergen und verdrängen, desto mehr Macht gewinnen sie über unser Leben. Und könnten es sogar zerstören. Mein Fazit: ein sehr lesenswerter Roman, der mich nicht völlig begeistert, aber dennoch sehr gut unterhalten hat.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Ungebunden

Kathrin Wilsmann
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 24.10.2018
ISBN 9783743127180
Genre: Romane

Rezension:

Die Autorin hat sich auf den Zettel geschrieben eine „Rebellin, Pionierin und Quertreiberin in Sachen Liebe“ zu sein. Dass das nicht einfach sein kann in einer Gesellschaft, die Monogamie und Ehe zum gültigen Ethos erhoben hat, ist naheliegend. Kathrin Wilsmann glaubt, die Welt brauche Mut zum Umdenken und zu authentischeren, unkonventionelleren Beziehungsformen. Das trifft bei mir auf jeden Fall auf einen Nerv und interessiert mich. Ich tauche also sehr gespannt ein in die Geschichte der Protagonistin Leila, die sich Hals über Kopf in eine Liebesbeziehung wirft, aber immer weniger an ihre persönliche Erfüllung in einer romantische Zweierbeziehung glaubt. Zwar fühlt sie eine Verpflichtung dem Vater ihrer Kinder gegenüber, aber sobald eine gewisse Routine einkehrt, das erste Kind zwei Jahre alt ist, hat sie den Drang davonzulaufen. Der Reiz des Neuen, Prickelnden, Fremden ist größer als Vertrautes, Gewohntes, Sicherheit. Es fehlt ihr einfach Etwas und sie kann nicht bleiben. Sie muss Neues wagen sich verlieben, „fremd“ gehen. So mäandert sie von Begegnung zu Begegnung, erlebt Enttäuschungen, flüchtiges Glück, Ekstase und jähes Erwachen, hat Erkenntnisse über sich und ihre Bedürfnisse und kehrt dann doch an die Seite ihres Mannes zurück. Sie bekommt zwei weitere Kinder mit ihm, verlässt aber immer wieder die Beziehung, um sich auszuleben. Leila hält wenig von ihrem Mann, sie bezeichnet ihn wiederholt als schwach, als nicht mit ihr mithalten könnend in seiner Entwicklung, als emotional von ihr abhängig. Und sie ist immer weniger bereit, ihn mitzunehmen, wie sie es nennt. Mag ihn nicht länger inspirieren, über sich hinauszuwachsen, Neues zu probieren. Was sie lebt, ihre Suche nach kompromissloser Ehrlichkeit, einem Erfüllen all ihrer Bedürfnisse, kommt mir immer egozentrischer und getriebener vor. Ich spüre hinter all dem auch Leid und Getrennt-Sein. Dessen scheint sich die Figur der Leila aber nicht bewusst zu sein. Das scheinbar wilde, freie Leben ist nicht begehrenswerter oder schöner und schon gar nicht leicht. Es wirkt auf mich seltsam leer. Der Kern der Idee der freien Liebe ist, wenn ich es richtig verstanden habe, eine Öffnung zum Fluss des Lebens, anstatt dem Festhalten am vermeintlich Sicheren,Vertrauten.Vor allem dann wenn es zu Lasten von Ehrlichkeit und Authentizität geht. Dies sollte im Idealfall zu einer offeneren Liebe für mehr Menschen als für „den Einen“ führen. Also letztlich zu mehr Liebe für sich selbst und dadurch auch zu mehr Liebe für die Welt. Bei Leila entdecke ich jedoch wenig, das mir liebevoll vorkommt. Das kann an der Art des Erzählens liegen. Leila spricht nicht, es wird über sie geprochen. Ihre Geschichte kommentiert immer wieder eine Art Über-Ich, das für mein Empfinden unangenehm belehrend wirkt . Das hinterlässt mich als Leserin distanziert. Ich kann und will mich nicht mit dieser Leila identifizieren, die außer sexuellem Begehren wenig Gefühlstiefe zu kennen scheint. Die Sex- Szenen des Romanes ( ist es ein Roman? Ich weiß es nicht) sind wohltuend unpornographisch. Ich verstehe die sinnliche Anziehung, kann sie gut nachvollziehen. Hier lebt Leila auf, wird fassbar. Ausserhalb ihrer Sexualität kann ich sie kaum wahrnehmen. Dass fast nur Beziehungen zu Männern thematisiert werden, Kinder, Freundinnen oder Familie spielen keine Rolle, machen dieses Leben zu einem Ausschnitt, der vielleicht genau deshalb so unvollkommen, so aus dem wirklichen Leben gefallen wirkt. Mein Fazit ist also: ein interessanter Versuch, die polyamore Sehnsucht zu beschreiben. Bei mir ist nicht so viel angekommen, wie ich mir gewünscht hätte, weil mir die Figur der Leila und vor allem der „Seelenstimme“ ( ich nenne sie mal so) zu fremd blieben. Trotzdem finde ich es schön, dass sie Autorin sich so offen zeigt und bewundere sehr, dass sie mit ihrem Buch ein Plädoyer für mehr Wahrhaftigkeit in Beziehungen halten möchte. Lesenswert ist das allemal.

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188 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 59 Rezensionen

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Schattenthron - Das Mädchen mit den goldenen Augen

Angelika Diem
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.07.2017
ISBN 9783841500915
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich schätze Angelika Diem als Autorin sehr. Sie entwirft mit leichter Hand magische Märchenwelten. Mit dem Schattenthron führt sie ihre Leser in das Königreich des bösen Herrschers Gisir. Es gibt nur Einen, der noch schlimmer ist als der König, nämlich sein diabolischer, zwergenhafter Berater Ivald, der auch den jungen Prinzen Leonard erzieht. Rahel, ein einfaches Dorfmädchen gerät wider Willen auf die Brautschau des Prinzen und muss sich bald gegen mißgünstige Konkurentinnen und unbekannte Mächte behaupten. Nur gut, dass sie über geheime Kräfte verfügt. All das ist in einfacher und doch schöner Sprache geschildert und erschafft heimelig- vertraute Märchen-Stimmung. Man weiß von Anfang an, wie es enden wird. Gut und Böse sind klar verteilt. Und genau das ist auch schon mein kleiner Kritikpunkt. Ein wenig mehr gegen den Strich gebürstete Mädchenbücher gefallen mir deutlich besser. Die Girls müssen sich nicht immer in schönen Kleidern und typischen Frauentugenden gefallen. Bei dieser wunderbaren Phantasie, die Angelika Diem ihr eigen nennt, würde ich mich riesig freuen, wenn sie zu einem etwas moderneren, spritzigeren Frauenbild beitragen könnte. Etwas weniger Mainstream und etwas mehr Humor, eine Prise mehr Tiefe und weniger Schwarz-Weiß, dann wird es ganz großes Kino.

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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Einfach loslassen - "The Work" to go

Ina Rudolph
Buch: 40 Seiten
Erschienen bei Königsfurt-Urania Verlag, 24.09.2018
ISBN 9783868261721
Genre: Sachbücher

Rezension:

The work to go ist eine witzige Idee. Und sie funktioniert. Wer wie ich schon mit The Work“ gearbeitet hat, wird durch die Karten, die schön und liebevoll gestaltet sind, direkt animiert,sich seine aktuellen und chronischen Themen noch einmal durch die Work- Brille anzusehen. Und das kann man gar nicht oft genug machen. Mich jedenfalls hat das Set sehr inspiriert. Wie das für jemanden ist, der „The Work“ noch gar nicht kennt, mag ich nicht beurteilen. Vielleicht ist dafür die wirklich kurze Anleitung doch zu knapp.

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27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

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toi, toi, TOT!

Ronny Rindler
E-Buch Text
Erschienen bei books2read, 15.10.2018
ISBN 9783733712853
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Hamburg Krimi aus dem Musical-Milieu. Hier schreibt einer, der sich auskennt im Business, der mit Klischees spielt und mit Worten. Ronny Rindler hat eine bunte Welt aus sympathischen, durchgeknallten und witzigen Charakteren erschaffen, die den Leser in wildem Reigen an der Nase herumführen. Wer gerne ermittelt und nach Spuren sucht, ist hier richtig. Man kann nach Herzenslust rätseln und bangen. Es ist wirklich spannend. Zwar haben sich für mich einige Details nicht vollständig geklärt, aber das tat dem Lesespaß keinen Abbruch. Fühlte mich prächtig unterhalten und würde jederzeit dem Personal weiter folgen wollen. Meine Lieblingsfigur ist Schwester Bärbel, der Drachen aus der Psychiatrie. Ein kurzweiliger, mit leichter Hand geschriebener „Whodunnit“ mit viel Hamburger Lokalkolorit, dem ich viele amüsierte Leser wünsche.

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Tags: hamburg, krimi, musical   (3)
 

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26 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

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Schattenthron II - Der Prinz mit dem flammenden Herz

Angelika Diem
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Machandel-Verlag, 12.10.2018
ISBN 9783959591300
Genre: Fantasy

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2 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Übersee, Buch 1, Die Plantage

Xaver Engelhard
Flexibler Einband: 228 Seiten
Erschienen bei epubli, 08.05.2018
ISBN 9783746722764
Genre: Romane

Rezension:

Ich habe viel länger für „Übersee“ gebraucht, als ich dachte. Das passiert mir wirklich selten. Der blasse Protagonist Hermann ist ein deutscher Kriegsveteran, der den ersten Weltkrieg mittellos und vollkommen desillusioniert überlebt hat und nun relativ planlos auf einer Insel in der Südsee ankommt. Er hat kein Geld, wenig Ambitionen und als einzige Idee bleibt noch, seinen Freund aus Studientagen aufzusuchen, der auf eben dieser exotischen Insel zuhause ist. Hermann hofft, sich irgendwie verdingen zu können, stellt aber bald fest, dass seine Talente und er nicht wirklich gebraucht werden. Das koloniale Leben der Siedler, oder besser gesagt, der Besatzer zerstört schnell und nachhaltig das indigene Leben der Insulaner. Natur und Kultur erliegen wehrlos der zersetzenden Ausbeutung. Der selbstherrliche Pflanzer, der seine chinesischen Arbeiter zu Tod schindet und das völlig normal findet, die Eingeborenen, die scheinbar gleichgültig, ergeben ihren eigenen Tod schon im Leben willkommen heißen, all das wird von Hermann als gegeben hingenommen. Der schwindsüchtige Freund, der vollkommen irre seine schwindenden Lebenskräfte dem Bau einer irrsinnigen Maschine widmet. Und Hermann, der immer nur ein Beobachter ist, weder sich selbst noch irgendetwas anderes wirklich von Belang findet, nicht einmal mehr wirklich weiß, was er sucht. Er ist traumatisiert und verloren, bräuchte Heilung und Trost. Bekommt aber nichts dergleichen. In Dave, einem hawaianischen Surfer-Dude, der Wellen nachjagt und die Inselmädchen mit seiner Ukulele bezirzt, findet er einen hedonistischen CarpeDiem- Lehrer, der ihn an die Hand nimmt und versucht, ihm das verlorene Paradies der Südsee zu erklären. Das alles ist und bleibt so unwirklich wie ein Traum. Ich bekam keinen wirklichen Bezug zu den Personen. Sie bleiben mir fremd und es gelingt mir nicht, wirklichen Anteil an ihrem Leben nehmen. So spannend auch die Inselausflüge und Einblicke ins Südseeleben sind, so bleibe ich doch distanzierte Zuschauerin. Menschen sterben, Taifune wüten, unfassbar dekadente Touristen richten ungestraft Unheil an, aber es lässt mich emotional viel kälter, als es sollte. In dieser Stimmung mochte ich nicht über längere Zeit verweilen. Deshalb konnte ich den Roman, der wirklich gut geschrieben ist und großartige Detailfülle und Wissen über eine mir bis dato völlig unbekannte Welt bietet, nur in kleinen Dosen genießen. Die Lektüre deprimierte mich schleichend aber sie faszinierte mich genug, um immer wieder weiter zu lesen. Es ist ein bißchen so, als würde man eine Frucht öffnen, hineinbeißen und dann sehen, dass sie von Maden befallen ist. Sie schmeckt süß, aber sie verwest bereits. Kein angenehmes Gefühl. Trotzdem ein toller Roman.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Liebe und Verderben

Kristin Hannah , Gabriele Weber-Jarić , Eva Mattes
Audio CD
Erschienen bei Aufbau audio, 14.09.2018
ISBN 9783945733417
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch ist ein Liebesbrief an Alaska. Und Alaska bekäme hier alle Sterne. Ich bin regelrecht hingerissen von der Atmosphäre, die von der Autorin aufgebaut wird, von diesem spannenden Aufbruch in eine neues Leben als einfache Siedler im rauhen Naturparadies. Für die 14 jährige Lennie und ihre Eltern ist es ein Abenteuer, auf das sie eigentlich nicht vorbereitet sind. Denn es naht der lange Winter, vor dem die Einheimischen einen Heidenrespekt zu haben scheinen. Die Vorbereitungen auf diesen Winter mitzuerleben ist großartig, man wird direkt hineingesogen und spürt die Gefahr und die Schönheit dieses Neuanfangs hautnah. Letztlich wird schnell klar, dass das eigentliche Problem nicht außerhalb der Blockhütte lauert. Nicht Schnee und Eis oder Bären, sondern der Alkoholismus und die Kriegstraumata ihres Vaters bestimmen immer mehr Lennies Leben. Ein Entrinnen scheint undenkbar, die Katastrophe unausweichlich. Die Autorin skizziert ein Paradebeispiel für Co-Abhöngigkeit und familiäre Verstrickung. Das ist toll gemacht und sehr fesselnd. ( Achtung ein kleiner Spoileralarm😈) Wäre nicht das langatmige, ziemlich unglaubwürdige, fast ärgerliche Friede-Freude- Eierkuchen-Ende, und wäre das Buch einfach 1/3 kürzer, ich wäre restlos begeistert. So sind es immer noch gute vier Sterne und ich werde noch lange an die Lektüre zurückdenken.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Perlen der Demenz

Almut Pfriem
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Sheema-Medien, 12.09.2018
ISBN 9783931560058
Genre: Sachbücher

Rezension:

Dieses Buch ist ein ganz Besonderes. Nicht weil es von Familie, einer Demenzerkrankung und dem Sterben erzählt. Sondern weil es einen packt direkt da, wo es weh tut. Was tust du, wenn deine Mutter dich nicht mehr erkennt, wenn sie sich verändert, vor deinen Augen, immer zerbrechlicher wird und immer anstrengender? Was ist die Essenz der Liebe? Wann ist eine Begegnung wahrhaft authentisch? Wo ist die Schnittstelle von Vernunft und Menschlichkeit? Wieviel kann man ertragen und warum gerade ich? Almut Pfriem gelingt hier ein Kunststück, das gar nichts Gekünsteltes an sich hat. Sie schreibt aus zwei Perspektiven: der ihrer Mutter, die demenzbedingt immer mehr abbaut und aus der einer Tochter, die ständig hin-und hergerissen zwischen, Liebe, Pflicht und Überforderung, ihr Bestes versucht, nicht ohne immer wieder zu scheitern, zu verzweifeln. Es wird hier nichts geschönt. Es tut wirklich weh, wenn alte Wunden aufreißen und die Angst und die Müdigkeit ihren Preis fordern. Diese Mutter ist kein Lämmchen, sie hat Kraft und Charisma und doch braucht sie in dieser schweren Lebensphase alle ihre Kinder ganz dringend. Das könnte nun eine deprimierende Geschichte sein, die mit dem Tod endet, als Gipfel der Zerstörung. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Die Heldinnen, Mutter, Tochter und weitere vier Geschwister, gelangen im Verlauf zu großer Nähe, wahrer Intimität. Almut Pfriem lässt die Leser dicht herankommen. Sie schreibt ehrlich und unmittelbar. Das berührt ganz tief. Gerade weil es nicht einfach ist, sondern wirklich schwierig, kommen die Geschwister näher zusammen, schließt sich im Tode ein Kreis. Diese Familie lebt und erlebt intensiv. Almut Pfriem hat das auf eine feine und weise Art erfasst und festgehalten. Ich wünsche diesem schönen Buch viele ergriffene Leser und Leserinnen.

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57 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

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Dodgers

Bill Beverly , Hans M. Herzog
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 26.09.2018
ISBN 9783257070378
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

East ist in LA in dem heruntergekommenen Viertel „The Boxes“ aufgewachsen und hat früh eine kriminelle Karriere im Drogenmilieu begonnen. Dabei verhält er sich mit seinen fünfzehn Jahren erstaunlich verantwortungsbewusst und abgeklärt. Sein zwei Jahre jüngerer Halbbruder Ty, ein Psychopath reinsten Wassers geht mit Schusswaffen deutlich besser um, als mit Menschen. Die beiden werden zusammen mit zwei anderen jugendlichen Ganoven vom „Boss“ auf eine Mordmission quer durch Amerika geschickt, was natürlich nicht gutgehen kann. Gewalt, Entfremdung, schiere Langeweile und Trostlosigkeit prägen das Leben der Teenager. Trotzdem ist es total spannend diese Welt aus den Augen von East zu betrachten. Denn der beobachtet sehr genau und zieht überaus scharfsinnige Schlüsse. Er ist ein Überlebenskünstler und vollkommen streetsmart. Was natürlich auf dem Land nicht ganz so nützlich ist. Kann es für ein solches Schicksal ein happyend oder wenigstens Hoffnung geben? Ich habe auf jeder Seite mitgefiebert, es mir gewünscht, aber natürlich verrate ich nicht, wie es ausgeht. Es lohnt sehr, das selbst zu lesen. Ein Roadtrip der anderen Art, lakonisch, bitter und doch unwiderstehlich.

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290 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

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Ein ganzes Leben

Robert Seethaler
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.01.2016
ISBN 9783442482917
Genre: Romane

Rezension:

Es ist ein ambitioniertes Unterfangen „ein ganzes Leben“ auf hundertachtzig Seiten unterzubringen. Zumal es sich bei diesem Leben um eines mit viel Schmerz, Krieg und Unglück handelt. Manchmal funktioniert das, ich nenne es mal „lakonische“ Schreiben. Aber hier leider nicht. Der Autor, der ohne Frage schreiben kann, hat versucht, einen einfachen Menschen zu porträtieren, dem schlimme Schicksalsschläge widerfahren, der jedoch sein Leben einfach immer weiterlebt, es sozusagen erduldet. Auch ein wenig Glück und Liebe ist dabei. Das könnte wirklich schön sein, so einfach und karg und doch bewegt. Aber Bewegung spüre ich einfach nicht. Es gelang mir nicht, mitzufühlen mit „Egger“, obwohl ich es gerne getan hätte, denn eigentlich unsympathisch ist er mir nicht. Trotzdem fehlt ihm etwas und das laste ich dem Autor an. Sein Werk ist nicht wirklich zum Leben erwacht, sondern bleibt etwas künstlich. Vielleicht ist das gewollt. Aber eben das Gewollte ergreift mich nicht. Schade eigentlich.

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9 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Vox

Christina Dalcher
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Erschienen bei Argon Verlag, 15.08.2018
ISBN B07F8R26Z4
Genre: Romane

Rezension:

Wie würde ich mich fühlen in einer Welt, in der Frauen ins viktorianische Zeitalter strafversetzt sind, während Männer als höhere Spezies betrachtet werden und einfach alles bestimmen? Dies wird in erster Linie mit Sprachkontrolle bewerkstelligt, da alle weiblichen Wesen ein Armband tragen müssen, das ihnen Elektroschocks mit steigender Voltzahl verpasst, wenn sie mehr als hundert Wörter pro Tag sprechen. Mädchen dürfen nur noch Hausarbeit lernen und einfache Arithmetik, geschäftsfähig werden sie nie. Schwule und Lesben müssen ins Arbeitslager, bis sie „ geheilt“ sind. Die Neurolinguistin Gianna hat drei Söhne und eine Tochter. Es tat mir fast körperlich weh, aus ihrer Perspektive mitzuerleben, wie es wirkt, ( so das waren schon hundert Wörter) wenn Menschen gedemütigt, unterdrückt und buchstäblich mundtot gemacht werden. Und das wahrhaft Erschreckende ist, dass dies geschah und immer noch geschieht. Nicht nur Frauen, sondern natürlich auch ganzen Völkern. Es ist eigentlich für mich unfassbar, dass noch vor wenigen Jahrzehnten in Deutschland als ganz „normal“ galt, dass Frauen nur mit Zustimmung des Ehemannes arbeiten dürfen, dass wir nicht wählen gehen konnten, dass wir stigmatisiert, unterdrückt und systematisch klein gehalten wurden. Dass uns eine verminderte Intelligenz bescheinigt und dass Frauen quasi als lebensuntüchtig galten. In recht vielen, vor allem muslimisch geprägten Kulturen ist das auch heute noch so, Da haben allein die Männer das Sagen. Was dies nun mit Sprache und Ausdruck zu tun hat, war mir bisher nicht so klar. In „Vox“ kommt es schmerzlich zu Bewusstsein. Es ist ein Plädoyer für Freiheit und Bildung und politisches Bewusstsein. Es genügt nicht zu wissen, was richtig ist, man oder frau muss gefälligst auch etwas tun. Brav sein und anständig genügt nicht. Ich würde dem Hörbuch 10 Sterne geben, wenn es nur um Aufrütteln und Idee ginge. Leider ist aber die Auflösung, also das letzte Viertel des Buches, nicht ganz so überzeugendd. Aber egal, das Hörbuch und sicher auch das Lesebuch reihen sich ein in neue feministische Literatur. Christina Dalcher ist das Kunsstück gelungen, hautnah miterleben zu lassen, wie sich Unterdrückung und Diskriminierung anfühlen. und dass es auch in moderenen Zeiten jederzeit wieder geschehen kann, dass das „ Rad der Emanzipation“ zurück gedreht wird, wenn wir nicht aufpassen. Die neuen „Rechten“ sägen derzeit an unsreren Stühlen, überall auf der Welt. Also helfen Bücher wie dieses uns aufzurütteln. Dafür allein gebührt der Autorin schon großes Lob. Der Schreibstil ( zumindest in der deutschen Übersetzung) ist klar und prägnant. Die Botschaft ebenso. Für mich ein „mustread“ in diesem Jahr.

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Tags: frauenfeindlichkeit, politisches bewußtsein, unterdrückung   (3)
 

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210 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 135 Rezensionen

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Ins Dunkel

Jane Harper , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.07.2018
ISBN 9783499274732
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wie schon im ersten Roman „The Dry“ gelingt es der australischen Autorin Jane Harper das Seelenleben ihrer Protagonisten in der wilden Natur des Landes zu spiegeln. War dies im ersten Band eine quälend- beängstigende Dürre, die drohte in einen verheerenden Flächenbrand auszuarten, so sind es diesmal die Gefahren der Dschungelwildnis in einem dunklen Wald, die das kleine zarte Leben eines Menschleins auslöschen und dann in nullkommanichts mit Flora überwuchern könnten, als sei nie etwas geschehen . Dass an diesem Ort vor Jahren ein Massenmörder sein Unwesen trieb, macht die Szenerie nicht heimeliger. Und ausgerechnet hier findet eine, den Teilnehmerinnen aufgezwungene Outdoor-Teambuilding- Maßnahme statt. Die Frauen können sich von Anfang an nicht besonders gut leiden und besonders das vermeintliche Opfer tut sich durch Biestigkeit und Arroganz hervor. Es ist überaus geschickt gemacht, dem Leser die Ermittlungen abwechselnd mit den vorangegangenen Ereignissen zu präsentieren. Ich wollte einige Male vorblättern, aber ich habe es dann doch nicht getan. Die Spannung wird gehalten bis zum Schluss und die Auflösung ist sehr stimmig. Obwohl im zweiten Band der Ermittler Aaron Falk keine ganz so große Rolle spielt - was ich bedauere, denn er ist mir sehr ans Herz gewachsen- hat mich die Story in ihren Bann gezogen. Ich würde jederzeit ein weiteres Buch der Autorin kaufen. Sie beherrscht die Kunst, Spannung zu erzeugen, psychologisch interessante Protagonisten zu erschaffen und dabei noch gute Geschichten zu erzählen, ohne billige Schockelemente zu verwenden.

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76 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 70 Rezensionen

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Bülent Rambichler und die fliegende Sau

Anja Bogner
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei btb, 14.05.2018
ISBN 9783442716760
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich mag Provinz-Krimis, schräge Ermittler und Kontraste. Vom tollen Cover bezaubert und von der Grundidee, des türkischstämmigen Polizisten wider Willen, der seiner Kindheitsenge in fränkischer Dorfhölle nach dem mondänen Nürnberg entfliehen will und nun doch zurück muss als ebenso unwilliger zuständiger Ermittler, begeistert, wurde ich jäh in eine Welt schenkelklopfenden Brachialwitzes geschleudert und nach gefühlten 500 000 Umdrehungen wieder ausgespuckt. ( Entschuldigung für diesen Bandwurmsatz) Nein, das ist so gar nicht meins. Die Autorin, die angeblich besser schreiben, als küssen kann, verfasste bereits einen Eheratgeber, dem ich nach der Lektüre ihres ersten Krimis besser gar nicht erst zu nahe kommen möchte. Denn es geht hier sehr derb zur Sache. Die „Dorfmatratze“ oder auch „Gelbwurstpflunzn“, die gleich zu Beginn des Buches sterben muss steht für mich hier stellvertretend für einen Humor, mit dem anzufreunden mir auch in hundert Jahren nicht gelingen könnte. Da fehlt mir schlicht ein Gen. Für Liebhaber von Karnevalssitzungen, Mario Barth und Mr Bean ganz bestimmt ein Highlight. Ich fand es sehr schade, dass die Autorin, die schriftstellerisch begabt ist und vor Ideen nur so sprudelt, nicht einfach zwei- drei Humorgänge herunterschaltet und sich mehr den feineren zwischenmenschlichen Nuancen zuwendet, in denen sowieso schon genug Witz und womöglich sogar echter Charme gelegen hätte.

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34 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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Tankstellenchips

Antonia Michaelis , Kathrin Schüler
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 23.07.2018
ISBN 9783789109188
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Antonia Michaelis steht für besondere Bücher. Sie versteht es, Witz und skurrilen Humor mit ernsten Themen zu kombinieren. In diesem Jugenbuch spielt ein aus dem Iran geflüchteter Jugendlicher, der zufällig Zeuge eines Mordes wird, die Heldenrolle. Sein Begleiter, der streetsmarte Davy ist gerade aus dem Kinderheim abgehauen und sucht verzweifelt nach Nestwärme. Das ungleiche, aber doch irgendwie kompatible Pärchen gerät auf seiner abenteuerlichen Flucht in eine Fülle urkomischer, haarsträubender und bisweilen wirklich unglaublicher Abenteuer, die gespickt sind mit Wortwitz und politischen und gesellschaftskritischen Anspielungen. Für meinen Geschmack ist das manchmal ein bißchen dick aufgetragen. Aber die Protagonisten sind derart liebenswert und naiv, dass Forest Gump dagegen wirkt, wie ein abgecheckter Actionheld. Ich mag den Humor der Autorin sehr. Shayan zum Beispiel wird von Davy „Sean“ genannt. Shayan identifiziert sich mit Sean Connery, alias James Bond, während Davy dabei eher an Shaun, das Schaf gedacht hat, Erst gegen Ende klären sich viele dieser witzigen Mißverständnisse auf und es kommt auch die Tragik und politische Dimension zutage. Das wirkt manchmal etwas überzogen und gewollt und nimmt den Figuren Überzeugungskraft. Trotzdem habe ich mich an vielen Stellen wahrhaft „königlich“ (ein kleiner Insider) amüsiert. Kaninchen, Kühe, Ganoven und Dialekte spielen ebenfalls eine große Rolle. Mir haben die Tankstellenchips gut gemundet. Was Jugendliche von der wilden Story halten, kann ich nicht beurteilen.

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Tags: roadmovie   (1)
 

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Reise in die innere Wildnis

Ulrike Dietmann
Flexibler Einband: 244 Seiten
Erschienen bei spiritbooks, 07.04.2015
ISBN 9783944587097
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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Die Zeitwanderer: Bündnisse

Sarah Cepin
E-Buch Text: 462 Seiten
Erschienen bei null, 12.04.2018
ISBN B07C594Z9F
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Verkaufte Erleuchtung

Peter Schwendele
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Silberburg, 28.03.2018
ISBN 9783842520868
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich habe ihn gerne gelesen, diesen Krimi, bei dem das „Whodunnit“ für mich eigentlich nur eine sehr kleine Rolle gespielt hat. Obwohl es durchaus auch spannend war, zu rätseln und erst am Schluss aufgelöst wird, wie es sich für eine spannenden Krimi gehört. Was mir aber vor allem gefallen hat, waren die lebendigen Charaktere, das kraftvoll erzählte, ganz und gar glaubwürdige Stimmungsbild in einer sogenannten spirituellen Gemeinschaft. Zunächst nimmt man an, die Spannungen resultieren aus den Konflikten mit dem ländlich-spießigen Umfeld, aber dann wird immer klarer, dass hier jeder - auch die Ermittler- mindestens eine der berühmten Leichen im Keller haben. Über Alt- Meister Bhaghwan erfährt man allerlei Interessantes. Warum das Buch „gekaufte Erleuchtung“ heißt, hat sich mir allerdings nicht ganz erschlossen. Denn um Erleuchtung geht es hier nur am Rande und kaufen kann sie sich nun wirklich niemand. Was interessant für mich war, ist eher die Beleuchtung des Aufeinanderprallens von Perspektiven. Hier blickt der Autor nach meinem Verständnis zunächst tiefer, als bei einem Krimi erwartet, endet dann aber doch mit einem -für mich- eher enttäuschend- plakativen Fazit. Das fand ich schade. Trotzdem würde ich jederzeit ein weiteres Buch von Peter Schwendele lesen, da er es wirklich versteht, gut zu unterhalten.  Die "bösen" Buben im Spiel hätten allerdings etwas mehr Tiefe verdient.  

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Die Seidenhändlerin

Gabriela Galvani
E-Buch Text: 498 Seiten
Erschienen bei dotbooks Verlag, 01.06.2018
ISBN 9783961482078
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der historische Roman um zwei ungleiche Zwillingsschwestern verwendet das, bei Zwillingsgeschichten gerne genutzte Verwechslungsthema. Hier stirbt -Achtung Spoiler- ausnahmsweise mal die böse Schwester. Die „Gute“ gibt sich von nun an als die Böse aus und trifft pikanterweise den ehemaligen Liebhaber der anderen Schwester und verliebt sich in ihn. Das klingt doch spannend, könnte vielleicht auch witzig sein, oder tragisch? Vor dem Hintergrund napoleonischer Eroberungsfeldzüge, gut recherchierter historischer Bezüge und viel lombardischem Lokalkolorit mäandert die Geschichte um die unfreiwillige Seidenhändlerin Emilia und den Zeitungsverleger Francesco hin und her. Um Seide geht es nur am Rande. Es wird gemordet, geliebt und gestritten, aber so richtig berührt hat mich das nicht. Das liegt nicht am Schreibstil, der ist gekonnt. Ich könnte nicht den Finger darauf legen, aber für mich funktioniert die Geschichte nicht so gut. Was mir fehlt ist echtes Gefühl. Woran das liegt? Keine Ahnung. Vielleicht geht es ja nur mir so. Trotzdem finde ich, dass die Autorin wirklich gut mit Worten umgehen kann und ein Händchen für den historischen Roman hat. Auch sind einige der Frauengestalten ungewöhnlich emanzipiert für die damalige Zeit. Das gefällt mir gut. Mein Fazit: unterhaltsam aber nicht berührend.

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Beziehungsleben: Wie du die Lösung für eine erfüllende Partnerschaft findest. Ein Beziehungsratgeber für Paare und Singles.

Wieland Stolzenburg
Flexibler Einband: 152 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 14.03.2018
ISBN 9783746024240
Genre: Sachbücher

Rezension:

In seinem handlichen Ratgeber gibt der Therapeut Wieland Stolzenburg vor allem der Beziehung Raum, die der Ursprung all unsrer Beziehungen ist. Ja, auch wenn es Mancher schon nicht mehr hören mag : Das spätere Beziehungsverhalten ist geprägt von unsren ersten Bezugspersonen. Und das sind eben fast immer die Eltern. Für mich war es ein sehr lehrreiches Buch. Gleich am Anfang gibt es eine Übung, die mich zutiefst erwischt hat. Ich habe darin erkannt, wie sehr ich ständig wiederhole,,was ich „unfreiwillig“ und unbewusst von meinen Eltern übernommen und gelernt habe. Dabei kann es durchaus sein, dass es teilweise 1:1 gleich oder diametral entgegengesetztes Verhalten ist. In allen Fällen besteht ein deutlich sichtbarer Bezug. Das war für mich erstaunlich. Ein echtes Aha- Erlebnis. Wieland Stolzenburg hat eine sehr offene, mitfühlende Art, seine Erkenntnisse zu teilen. Obwohl ich eine feine Alarmanlage für Belehrung habe, ist die Sirene keinen Moment losgegangen. Das fand ich besonders schön. Ich würde mir das Buch eventuell noch als Print bestellen, da es als ebook für mich nicht so leicht zu lesen war. Es mag daran liegen, dass es für die Kindle- Version auf dem Ipad noch nicht perfekt ausgereift ist. Aber so ein Buch eignet sich auch zu Nachblättern und das ist bei echten Büchern für mich immer noch am einfachsten. Ich empfehle Allen, die sich für gelungene, befriedigende Beziehungen interessieren - und das beginnt ja erstmal bei der Beziehung zu uns selbst- sich auf dieses kleine, feine Buch einzulassen. Es lohnt sich.

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La Grande Bleue

Helga Hutterer
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei STROUX edition, 15.03.2017
ISBN 9783981843002
Genre: Romane

Rezension:

La grande Bleue ist ein biographischer Roman. Ich kannte diese Stilform bisher nicht wirklich. Dass dies ein Roman ist über Hannah und dass ebendiese Hannah auch gleichzeitig die Autorin Helga Hutterer ist, habe ich tatsächlich erst nach einer ganzen Weile verstanden. Ob jedoch alle Details dem tatsächlich Erlebten entsprechen, das vermag ich nicht zu sagen. Ich fand die Form irritierend. Erzählt hier jemand seine Geschichte? Oder verfremdet er die persönliche Geschichte, um eine Geschichte zu erzählen, eine Art Zeitzeugin zu sein mit einem innerem Abstand? Ist der Abstand zum „ Ich“ das, was die Geschichte so zerrissen, so distanziert so quälend unnahbar macht? War das die Absicht? Ich weiß es wirklich nicht. Zum Inhalt: die junge, deutsche Ballett- Elevin Hannah, reist nach Paris, um an einer Ballettschule zu studieren. Ihr bißchen Geld kommt schnell abhanden, aber sie will nicht zurück nach Deutschland in ein kleinbürgerliches Leben in Süddeutschland. Da kommt es wie gerufen, dass sich der 30 Jahre ältere, weltgewandte René als Mäzen, als väterlichen Freund zur Verfügung stellt. Ihm macht es anscheinend Freude, die naive, schöne junge Frau wie seine ganz persönliche Eliza Doolittle zu formen. Hannah lernt den mondänen Luxus kennen, Salonphilosophie und Dekadenz. Gleichzeitig bleibt René undurchsichtig, wenngleich brillant und sehr geistreich. Was anfangs noch die pure Freiheit für Hannah bedeutet und nach Abenteuer riecht, wird schnell zu einer Art Abhängigkeit, ja Hörigkeit, auch wenn sie ihrem Freund bis zuletzt ihren Körper versagt. All dies geschieht vor dem Hintergrund brutaler Auflösung der Kolonialregierung in Algerien. Hannah, die ohne René im luftleeren Raum schwebt, keine eigene Lebensidee hat, folgt dem politisch engagierten „Freund“ nach Oran. Dort lebt sie von Anfang an mit Terror, Bomben und allgegenwärtiger Todesgefahr, was sie allerdings nicht so recht wahrzunehmen scheint. In dieser eigenartig traumwandlerischen Stimmung bleibt sie, bleibt der Erzählton, bis zum Ende des Romanes. Das Verhältnis zu René wird dabei immer absurder, man fragt sich als Leser ständig, was dieses ungleiche Paar aneinander kettet. Ich habe es bis zum Schluss nicht ganz verstanden. Die Stimmung in einem Land, das sich auflöst und neu zu erfinden versucht, findet Entsprechung in der Suche Hannahs nach Unabhängigkeit. Vielleicht ist das der Grund, warum die Geschichte genau dort spielt. So wie Algerien trachtet, sich vom Usurpator Frankreich, der Kultur, der Dekadenz und der Erpressung zu lösen, so will sich auch Hannah von René, der ihr viel gegeben hat, sie aber auch klein und abhängig hält, trennen. Es ist ein seltsames Buch, das mich durch die Heimatlosigkeit und Zerrissenheit der Heldin trotzdem berührt. Von Algerien habe ich wenig erfahren, es gibt nur kleine Augenblicke aufs verlorene koloniale Paradies zu erhaschen. Hannah jedenfalls wird durch ihren Blick auf die große Welt für immer fürs Kleinbürgerliche verdorben sein. La grande Bleue, das weite Meer bleibt als Sehnsucht. Ich als Leserin stehe ein wenig ratlos daneben. Vielleicht kann ich dem Buch nicht wirklich gerecht werden, denn ich habe das Gefühl, dass mir etwas Wesentliches entgangen ist. Gelohnt hat es sich trotzdem.

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hitlerdeutschland, kindererziehung, nachkriegsjahre, nachkriegszeit, trauma, vergangenheitsbewältigung

Die vergessene Generation

Sabine Bode
E-Buch Text: 278 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 07.11.2012
ISBN 9783608105049
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich weiß auch nicht, warum ich so lange gebraucht habe, bis ich dieses Buch endlich gelesen habe. Es hat schon so lange auf mich gewartet. Und kaum angefangen, konnte ich nicht mehr damit aufhören. Ich habe bei der Lektüre immer wieder geweint. Und ganz plötzlich tief gefühlt, verstanden, warum ich mich häufig so trostlos, so abgetrennt, so falsch gefühlt habe. Wohlgemerkt, ich bin kein Kriegskind, sondern eine Kriegsenkelin. Und obwohl ich viel gelesen habe zum Thema 2. Weltkrieg, Holocaust, Vergangenheitsbewältigung und Psychologie, das Verhältnis zu meinen Eltern schon aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und durchaus ein Wissen über kollektive Gefühle besaß, ist mir erst jetzt bewusst geworden, wie sehr mich der Krieg von damals noch selbst betrifft. Sabine Bode ist meiner Meinung nach ein großes Kunststück gelungen. Sie beschriebt in Fallbeispielen einiger weniger „ Kriegskinder“ die Auswirkungen von Traumatisierung durch Bomben, Flucht, Vergewaltigung oder schlicht Todes- Angst, Hunger und Verzweiflung auf das spätere Leben. Dies geschieht auf sehr schlichte und dadurch besonders eindrückliche Weise. Den wenigsten Deutschen der Nachkriegszeit war es vergönnt, ihre Verluste und Wunden angemessen zu betrauern und damit zu verarbeiten. Es musste ja weitergehen und außerem hatten ja andere ( zum Beispiel die Opfer des Holocaust) noch viel schlimmer gelitten. Das Recht auf Trauer hatten die Deutschen einfach nicht verdient. Tüchtig und fleißig und brav musste man sein. Es gab bei den Menschen, die im Krieg geboren waren einfach kein Bewusstsein für ihre Traumatisierung und auch kein Verständnis. Es war ja normal. So wuchs eine ganze Generation von emotional Beschädigten heran, die ihrerseits das erlittene Unbewältigte an ihre Kinder weitergaben. Diese simple Tatsache ist anscheinend noch immer schwer anzunehmen. Vor allem von den Betroffenen selbst. Dabei wäre es so heilsam. Ich jedenfalls bin sehr froh über die neuen Einsichten, die zu mehr Empathie meiner Elterngeneration gegenüber und größerer Lebensfreude für mich selbst beitragen. Sabine Bode schreibt sehr reflektiert, wissenschaftlich und trotzdem emotional erkennbar berührt. Sie hat sich sehr bemüht, dem Tabu der deutschen Kriegs- Vergangenheitsbewältigung einfühsam gerecht zu werden. Darin kommt ihr eine Vorreiterrolle zu, die nicht hoch genug bewertet werden kann. Es war nötig, dass dies ans Licht kommt. Bitter nötig. Mitgefühl kann nur entwickeln, wer dies sich selbst gegenüber auch empfindet. Ich wünsche dem Buch noch viele bewegte LeserInnen und habe mir bereits das Nachfolgewerk „Kriegsenkel“ bestellt.

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Tags: trauma, vergangenheitsbewältigung   (2)
 

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Wirksame Wege aus der Krankheit – Adieu Colitis – Was tun bei Colitis ulcerosa (Teil 1)

Michaela Barthel , Michaela Barthel
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei edition Zwischenräume, 24.10.2016
ISBN 9783981528626
Genre: Sachbücher

Rezension:

Als Heilpraktikerin habe ich in den letzten Jahren zunehmend mehr und mehr mein Augenmerk auf den Darm gerichtet. Sehr viele Erkrankungen, seien es Autoimmunkrankheiten oder Stoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-Krankheiten aber auch Demenz und Alzheimer lassen sich meiner Meinung nach auf einen kranken Darm und eine ungesunde Ernährung zurückführen. Von der Fülle der Informationen zum Thema Ernährung schier überwältigt wusste ich schon bald nicht mehr, was ich meinen Patienten denn noch guten Gewissens raten sollte. Soll es Paleo, Autoimmunprotokoll, vegan, vegetarisch, glutenfrei sein? Sind Kohlenhydrate böse? Ist der Zucker an allem schuld? Fette ja oder nein, welche? Wann, wieviel und wie oft darf man essen? Ist Fasten gesund? Irgendwann bin ich darauf gekommen, dass es nicht eine Wahrheit gibt, sondern dass der Patient aufhören muss, seine Heilung vom Arzt oder Heilpraktiker verordnet zu bekommen. Er muss lernen, selbst wieder auf deinen Körper zu hören. Dabei ist es nützlich von den Erfahrungen anderer zu profitieren, sich sozusagen inspirieren zu lassen. Beratung ist ok, Verordnung meistens nicht. Und genau deshalb kann ich das Buch von Michela Barthel uneingeschränkt empfehlen. Sie erzählt hier ihre ganz persönliche Krankheitsgeschichte und es braucht schon wirklich starke Nerven, diese zu verfolgen. Ich habe mich mehr als einmal gefragt, wie sie all das nur aushalten konnte, ohne völlig zu verzweifeln. Wohl nur durch den starken Rückhalt ihrer liebevollen Familie. Wie sie es schaffte aus der weit verbreiteten Arzt- Patienten- Hörigkeit die uns das System der modernen Medizin vorschreibt, zur selbstbewussten und selbstverantwortlichen gesunden Frau zu reifen und hier ihre ureigenste Begeisterung für natürliche Bewegung, Kochen, Körpergefühl und Kreativität wiederzuentdecken und daraus sogar wieder eine Berufung zu entwickeln, das liest sich sehr inspirierend und überzeugend. Ich habe wirklich keine Ahnung, ob Vollwertkost und Dr. Bruker das alleinseeligmachende Ernährungskonzept sind, aber allein das ausprobieren, das überprüfen, das für sich selbst testen, wie es bei mir wirkt oder eben auch nicht, das lohnt bestimmt. Egal,ob ich an Colitis ulcerosa erkrankt bin, oder nicht. Das Buch macht Lust auf Selbsterfahrung und Selbstermächtigung und das ist großartig. Ich bin sicher, dass es Sinn macht, seine Nahrung möglichst naturbelassen zu genießen. Und ich habe viele nützliche Anregungen erhalten, die ich gerne einmal ausprobieren möchte.

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Tags: vollwertküche   (1)
 

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Die Frauenburg

Marita Spang
Flexibler Einband: 816 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.03.2018
ISBN 9783426520239
Genre: Historische Romane

Rezension:

In diesem 800 Seiten starken historischen Roman um eine der mächtigsten, wenn nicht die mächtigste Frau des 14. Jahrunderts Loretta von Starkenburg-Sponheim, gelingt Marita Spang ein echtes Kunststück. Sie schreibt historisch gut recherchiert und trotzdem phantasievoll und lebendig. Sachliche Politik und Verantwortung für ihr schweres Amt und Herzensdinge wiegen gleich schwer für ihre Regentinnen-Figur. Sie emanzipiert sich auf eine so glaubhafte und integre Art, dass es eine wahe Freude ist. Auch Feigheit, Unvermögen, Berechnung, Manipulation haben ihren Platz. Genauso wie Liebe, sexuelle Lust, Eifersucht und Trauer. Alles wird gekostet, verdaut und alles hat seinen Preis. Der Mann dominiert zunächst das vermeintlich „schwache Weib“, bis er -mit seinen eigenen Waffen bezwungen- empört aufschreit: „Aber das ist doch etwas ganz anderes.“ Ist es nicht. Auch Frauen können gemein sein und dabei politisch korrekte Schlupflöcher nutzen. Das ist weder besser noch schlechter. Marita Spang, alias Loretta macht es möglich. Ich empfand beim Lesen die selbe Genugtuung, wie bei „drei Engel für Charly“, oder Lara Croft, wenn arroganten Fieslingen so richtig mit spitzen Pumps zwischen die Beine getreten wird. Ha! Take that! Und doch ist es kein plumpes Tit for tat. Loretta lernt aus ihren Fehlern, gelangt am Ende gar zu Weisheit. Keine Minute habe ich mich dabei gelangweilt. Ein richtig toller Schmöker.

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Tags: frauenburg   (1)
 
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