Leserpreis 2018

ChristineToulons Bibliothek

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332 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 53 Rezensionen

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Closer

Donn Cortez , Friedrich Pflüger (Übersetzer)
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2008
ISBN 9783426637036
Genre: Krimi und Thriller

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(240)

455 Bibliotheken, 8 Leser, 10 Gruppen, 59 Rezensionen

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Kind 44

Tom Rob Smith , Armin Gontermann
Fester Einband: 507 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag, 22.02.2008
ISBN 9783832180560
Genre: Krimi und Thriller

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(155)

333 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

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Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär

Walter Moers
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Knaus, 11.11.2013
ISBN 9783813505726
Genre: Romane

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(2)

20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

femke, gilde, shandar

Die Gilde von Shandar - Der Jäger

Mark Robson , Tanja Ohlsen
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei cbt, 05.02.2009
ISBN 9783570305355
Genre: Fantasy

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(6)

22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Die Gilde von Shandar - Der Verräter

Mark Robson , Tanja Ohlsen
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei cbt, 04.12.2008
ISBN 9783570305348
Genre: Fantasy

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(15)

38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Die Gilde von Shandar - Die Spionin

Mark Robson , Tanja Ohlsen
Flexibler Einband: 381 Seiten
Erschienen bei cbt, 22.10.2008
ISBN 9783570305331
Genre: Fantasy

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(34)

77 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Exkarnation - Seelensterben

Markus Heitz
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 10.01.2017
ISBN 9783426518793
Genre: Fantasy

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(49)

119 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Exkarnation - Krieg der alten Seelen

Markus Heitz
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.04.2016
ISBN 9783426505922
Genre: Fantasy

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(9)

20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

buchhaltung, duke, earl, geister, götter, hölle, horror, kommandeur, magie, never dead ned, oger-kompanie, parodie, tammy, vampire, zombies

Diner des Grauens Die Kompanie der Oger

A. Lee Martinez , Karen Gerwig
Flexibler Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.12.2010
ISBN 9783492267755
Genre: Fantasy

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(541)

1.003 Bibliotheken, 31 Leser, 1 Gruppe, 99 Rezensionen

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Das Joshua-Profil

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783404175017
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Man mag Fitzek, man ist es gewöhnt von ihm gute Bücher zu lesen, kann sich nicht vorstellen, dass einmal nicht so sein könnte und dann, dann kommt das eine Buch. Jenes eine Buch, dass die komplette Betrachtung auf die Fitzeks ändert oder positiv betrachtet auch eine Ausnahme für die Bestätigung der Regel sein könnte.  Nun aber ganz von vorne. Es ist der typische Fitzek, den man da vor sich liegen hat. Ein ganz spezieller Flair, eine spezielle Art die Geschichte aufzuschreiben und die Szenen zu schildern, eben ganz Sebastian Fitzek. Doch dann kommt es dazu, dass man sich wie in einem Flashback wiederfindet. Ein bisschen 'Die Therapie' ein bisschen 'Augensammler' und 'Augenjäger' - Bücher die so unglaublich gut waren. Die Themen werden wieder aufgegriffen und lassen einen erst einmal die Augen rollen. Hatten wir schon, lautet die nüchterne Erkenntnis. Fast ist man im Unwillen weiterzulesen, aber da sind ja noch die spannenden Konflikte. Warum soll die Tochter von der Familie ausgegliedert werden? Wie kommt das Jugendamt dazu? Hat der Bruder von Max Rhode etwas damit zu tun oder wer versucht da Max etwas anzuhängen. Man liest also weiter und dann, dann kommt wieder der gewohnte Sog des geschrieben Wortes, dann kommt die Faszination und die Magie zwischen den Seiten zum Einsatz. Da ist er wieder, das, was man auch den Fitzek-Effekt nennen könnte. Man hat Spaß an jedem Wort, an jeder Zeile und im nächsten Moment wird man wieder mit dem Auto vor die Wand gefahren. Dieses Mal möchte man sagen: "Verdammt, Fitzek, was tust du da?"

Es geht dabei um das Joshua - Profil. Man weiß genau, dass dieser Handlungsstrang überzeichnet ist. Weiß aber nicht, ob es an der Stelle sonderlich notwendig gewesen wäre, dieses Horrorszenario sogar noch weiter zu dramatisieren. Dieses Mal nur eine persönliche Meinung: Ich fand es unnötig. Ein bisschen weniger hätte dem Ganzen gut getan. 

Andere positive Aspekte des Buches sind vor allem der Umgang mit der Thematik der Pädophilie. Kein Leser soll oder wird Sympathie für pädophile Neigungen mitbringen, doch gelingt es Fitzek in der Gestaltung der Charaktere, dass man eine Art Verständnis, eine Empathie für die innere Zerrissenheit von Betroffenen erlangt. Man erkennt auf einmal hinter dem Monster, dass es eigentlich keines ist, sondern ein Mensch mit einer Störung und so kann ich als Leser seinen Aufruf und seinen Aussagen im Nachwort zustimmen. 
Beeindruckend war, wenn wir schon in dem Themenkomplex sind, die Aufarbeitung von Misshandlung und Missbrauch. Mit unglaublicher Hingabe versucht Herr Fitzek es, die Charaktere glaubwürdig in den Situationen zu schreiben, bleibt den Verhaltensweisen der Charaktere treu und er recherchiert sich schier die Seele aus dem Leib, um die Themen mit dem nötigen Respekt zu behandeln. Dafür wird er immer einer meiner Lieblingsautoren bleiben, denn das finde ich großartig. 
Apropos großartig: Es leben seine Nachworte hoch! Es gibt kaum etwas schöneres, informativeres als sein Nachwort und natürlich nichts lustigeres als seine Danksagungen. Deshalb, auch der ach so bittere Rest lohnt sich! 

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(71)

263 Bibliotheken, 25 Leser, 2 Gruppen, 33 Rezensionen

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Kernstaub

Marie Graßhoff , Andrea Grautstück
Flexibler Einband: 980 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 01.06.2016
ISBN 9783959917018
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Die Aufmachung eines Buches kann den Inhalt eines Werkes grob umreißen, ohne viel zu verraten und bei diesem Roman ist das ebenfalls so. Die gesamte Gestaltung des Buches hat mit dem Inhalt und der Geschichte zu tun. Selbst auf den Seiten selbst gibt es kleine Zeichnungen, die den gesamten Roman zu einem Abenteuer machen. Man kann da auch dem Verlag und dem Autoren die Liebe zu dem Roman anmerken. Liebevoll bis ins letzte Detail, weswegen es sich lohnt den Roman zu kaufen. 

Nachdem dem der Optik und dem schicken Gewand nun die Ehre zu Teil wurde, soll es zum Inhalt gehen. 
Man kann den Inhalt im Grunde nur schwer umreißen, ohne dass man zu viel verrät. Ich denke die kleine Zusammenfassung auf der Rückseite des Buches fasst es schon ganz gut zusammen. 
Mara, die Protagonistin, wird aus ihrem Leben heraus gerissen, das sie bisher für ganz normal gehalten hat und mit einer Geschichte konfrontiert, die sie nicht so recht für wahr halten möchte. Doch schließlich kann Glenn, den Mara den "Geschichtenerzähler" nennt, nicht anders, als Mara mit einer anderen Realität zu konfrontieren, die ihr ganzes Leben und Dasein selbst im körperlichen Sinne verändert. Dass dabei dann aber ausgerechnet neben dem 'Geschichtenerzähler' auch noch Juan, der große Bruder ihrer besten Freundin, dabei ist, ist ihr dabei noch weniger geheuer. 
Doch all das führt zu einem Sinn zusammen, den die Autorin, durch elegante, geschickte und spannende Zeitsprünge und kleine Anekdoten erreicht. Eine Anekdote ist dabei schöner als die Andere und jede tragisch und traurig auf die ein oder andere Art und Weise. 

Die Figuren, die in dem Roman auftauchen, sind vielschichtig, liebevoll gestaltet und verfehlen nie ihr Ziel. Jeder von Ihnen ist auf der Suche nach einer Lösung, in einem System und einem unendlichen Kreislauf, der philosophischer kaum anmuten könnte. 
Die Handlungen aller Beteiligten sind logisch begründet, sind niemals einfach so da und haben ihre Hintergründe, die von der Autorin auch zum Teil gelüftet werden. Dabei ist gerade dieser Sci Fi lastige, Steampunkige Flair und die dystopische Umgebung unglaublich interessant und faszinierend. Man kann sehr gut in diese Atmosphäre eintauchen und sich alle aufgrund der Detailverliebtheit vorstellen. Man ist regelrecht in einen Bann gesogen und es ist einfach jedem empfohlen, der besondere Geschichten liebt, es selbst zu erleben und zu erfahren. Es ist schwierig all die Gedanken, die einem dazu in den Sinn kommen, zu sortieren, geschweige denn in Worte zu fassen. 

Der einzige Kritikpunkt, der objektiv bestehen bleibt, ist der Schreibstil an sich. Subjektiv betrachtet, könnte ein Leser sich an der malerischen, feinsinnigen Schreibweise stören, die es zuweilen schwer machen, bei der Sache zu bleiben. Dabei gibt es allerdings Unterschiede in den Kapiteln selbst. Es gibt Erzählungen der Autorin, die einem wie von selbst von der Hand gleiten und es gibt Passagen, wo man sich wirklich bemühen muss, über die Schwere des Textes hinweg zu klettern. Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt, der wirklich angemessen bei Kernstaub zu sein scheint. Ansonsten ist es ein Meisterwerk in sich. Ein Lesevergnügen, dass sich so schnell nicht wiederholen wird und das gerade auch von den Wechseln der Perspektive lebt und Abwechslung bietet. Wer also philosophisch interessiert ist, wer sich gerne in andere Welten entführen lässt, wer Steampunkt und Sci Fi liebt, kann mit Kernstaub, dem Auftakt einer Reihe kaum viel verkehrt machen. 

Von mir gibt es insgesamt, für die Idee, für die Umsetzung, für die Gestaltung, die Figuren und dem Spannungsaufbau im Roman vier statte Sterne. Aber leider durch die Zähigkeit der mir zu blumigen Sprache an manchen Stellen nicht die vollen fünf, die ich zu gerne gegeben hätte. Normalerweise würde ich, wenn ich die Möglichkeit hätte 4 1/2 Sterne geben, denn eigentlich ist der Kritikpunkt nicht so dramatisch, dass ich einen ganzen abziehen möchte, aber da es keine halben Sterne gibt, bleibt es bei den vieren. 
Ich freue mich jedenfalls darauf, zu erfahren, wie die Geschichte nun weitergeht und wie sie ihrer Nemesis entgegen wollen. 


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(42)

137 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Der Drachenbeinthron

Tad Williams , Verena C. Harksen
Flexibler Einband: 979 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 04.03.2018
ISBN 9783608961614
Genre: Fantasy

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(123)

303 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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Codex Alera 1 - Die Elementare von Calderon

Jim Butcher , Andreas Helweg
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.09.2013
ISBN 9783442269372
Genre: Fantasy

Rezension:

Tavi ist fast ein ganz normaler Junge in den Weiten von Alera. Im Calderon-Tal, wo seit einigen Jahren keinerlei Gefahren mehr aufgetaucht sind, wächst der junge Tavi sich und behütet bei Tante Isana und Onkel Bernhard auf. 
Es ist mehr ein kleines Ereignis, dass zum Ausbruch der ganzen Geschichte im ersten Band führt. Wo vergessene Schafe in einer Schlacht zwischen den Menschen und den Marat führt. Wobei man sich hier die Fronten nicht zu normal vorstellen sollte. 
Der erste Band strotzt vor zwischenmenschlichen Interaktionen, er strotzt vor Figuren. Aber selbst die vermeintlichen Bösen haben nicht nur Motive sondern neigen dazu Sympathien aufzuwerfen. Jim Butcher hat sich enorm Mühe gegeben einen guten ersten Band abzuliefern, der sprachlich mitreißend ist. Die Geschichte ist ungewöhnlicher als man meinen mag und die Klischees wollen sich so gar nicht immer bedienen lassen. Etwas was für gute Literatur spricht. Insgesamt scheint auch keine Figur übermächtig zu sein, obwohl es vielleicht im ersten Moment den Anschein hat. 

Es lässt sich sagen, wer Fantasy liebt ist mit Codex Alera wirklich gut beraten, zumindest lässt sich das über den ersten Band sagen und es bleibt zu hoffen, dass er sich auch in den anderen Büchern genauso viel Mühe gegeben hat. 



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Tags: alera, amara, bernhar, calderontal, elementare, erdwirke, herdentöter, intrigen, isana, magi, marat, tav, wasserwirkerin   (13)
 

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(45)

113 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

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Der stille Sammler

Becky Masterman
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.01.2015
ISBN 9783404171811
Genre: Krimi und Thriller

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(41)

80 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Purpurschatten

Philipp Vandenberg
Flexibler Einband: 540 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 31.08.2005
ISBN 9783404147717
Genre: Krimi und Thriller

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(626)

1.185 Bibliotheken, 14 Leser, 4 Gruppen, 219 Rezensionen

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Die Dreizehnte Fee - Erwachen

Julia Adrian , Svenja Jarisch
Flexibler Einband: 212 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 05.10.2015
ISBN 9783959911313
Genre: Fantasy

Rezension:  
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(131)

243 Bibliotheken, 5 Leser, 4 Gruppen, 10 Rezensionen

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Ein gutes Omen

Neil Gaiman , Terry Pratchett ,
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.05.2005
ISBN 9783492285056
Genre: Fantasy

Rezension:

Was passiert, wenn der Antichrist geboren wird und man ihn auf einmal durch ein Hütchenspiel verliert? Was passiert, wenn Himmelsgesandte und Höllenbewohner zu lange auf der Erde sind? Welche Menschen streift das Schicksal, wenn der Weltuntergang bevorsteht? Nun, Terry Prachett und Neil Gaiman sind diesen Fragen auf 460 Seiten mit Witz und Charme auf den Grund gegangen. Einige bekannte - nun ja - zumindest vertraute Gesichter tauchen auch auf. Wie zum Beispiel Erzengel Raphael in Gestalt von Erziraphael, Crowley und Metraton und wer Terry Prachett kennt, natürlich auch Tod. Wie gewohnt spricht letzterer wieder in Großbuchstaben. Manche Dinge bleiben eben immer gleich, egal in welcher Welt. 
Adam Young spielt in dem ganzen Chaos um den drohenden und sehr nahenden Weltuntergang eine enorm wichtige Rolle, die hier allerdings nicht verraten werden soll. Vielmehr sollen euch Brotkrumen hingeworfen werfen, wie zum Beispiel Hund oder "freundliche und zutreffende Prophezeiungen der Agnes Spinner", um euch neugierig von den Klängen von Tschaikowskis Klassiker "Another one bites the dust" lesen zu lassen. 
Außerdem solltet ihr euch nicht entgehen lassen, wie modern die vier apokalyptischen Reiter geworden sind und wie genau Vergnügen an einer Ölpest dazu passt. 
Man könnte unendliche Andeutungen machen, aber das würde den Spaß letztendlich am Lesen kaputt machen. Alles in allem sei gesagt: Wer Dogma liebt, kommt an "Ein gutes Omen" wirklich nicht vorbei. Zumal auch Hexenjäger eine Rolle spielen und wir alle wissen, für eine gute Weltuntergangsgeschichte, gehören auch Hexenjäger unbedingt mit dazu. 

Nun aber zu den Fakten - jede einzelne Seite lohnt sich wie üblich, sie zu lesen und die Denkweise der Autoren wird hier natürlich ganz klar deutlich. Es ist wieder einmal eine Hommage an die Menschheit und es dreht sich einmal nicht um die Scheibenwelt, sondern schlicht und einfach um unsere allzu normale, nicht ganz normale Erde. All das wird in so einen humorvollen Mantel gepackt, dass man niemanden böse sein kann und insgesamt ist die Kritik auch gar nicht so übel. Man könnte beinahe behaupten, ein bisschen Liebe zur Menschheit steckt auch darin. Es lädt geradezu ein, sich in dem Buch wohlzufühlen, mitzufühlen und mitzufiebern. Sie ziehen in den Bann und durch den Fluss und die Perfektion der gesetzten Worte, kommt man aus dem Baden gar nicht mehr raus, bis es zu Ende gelesen ist. Die Figuren wachsen einem ans Herz, ob das nun die Sie sind, die vier anderen apokalyptischen Reiter oder Crowley und Erzi. Es macht einen guten Autoren aus, wenn er es vermag Figuren lebendig zu gestalten, Humor hineinfließen zu lassen, flüssig zu schreiben und schräge Ideen zu haben. Gaiman besitzt es und mit Pratchett ist uns ein Autor verloren gegangen, der diese Kunst in all seinen Büchern beherrschte.

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Tags: adam young, antichrist, apokalypse, apokalyptische reiter, crowley, dämonen, erziraphae, hexe, hexenjäge, himme, himmelscharen, hölle, höllenhund, hunger, kinder, krieg, metatron, pestilenz, prophezeiungen, tod, verwechslungen   (21)
 

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(24)

52 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Jamil - Zerrissene Seele

Farina de Waard
E-Buch Text: 518 Seiten
Erschienen bei neobooks, 05.03.2016
ISBN 9783738060324
Genre: Fantasy

Rezension:

Was passiert, wenn du deine alte Heimat verloren hast? Das Schicksal dich aus deinem alten Leben reißt - der Tod dich jedoch nicht einholt? 
Diese Fragen muss Jamil, der Protagonist des Romans, für sich lösen. Dabei stößt er auf Vorurteile, Ablehnung, Angst, Intrigen und Mordlust. Nicht nur bei sich, sondern bei fast allen, die an dieser Geschichte beteiligt sind. Einzige Hoffnung für den gepeinigten Jamil ist Ashanee, eine Frau aus einem ihm völlig fremden Volk. 

Die Geschichte ist von Anfang an mit Spannung versehen und so ganz weicht sie nie. Man hat beim Lesen immer das Gefühl, dass genau jetzt etwas passieren könnte. Man ist dabei nie ganz sicher, ob es von Ashanees Volk kommt, von Jamils Volk oder von Jamil selbst. 
Die Beiden stehen zwischen dem schwelenden, sich zuspitzenden Konflikt zwischen Kas'Tielern und den Sukrani. 

Es gibt genügend Kniffe, Wirrungen, Wendungen, die den Leser bei Laune halten und für Jamil eine unglaubliche Zuneigung entstehen lassen. Man leidet regelrecht mit ihm und möchte eigentlich den beiden Völkern Sinn und Verstand einreden.
Ich finde, die gesellschaftliche Problematik sehr gut dargestellt. Fremde gegen Fremde und Stadtmenschen gegen Naturvolk ... Eben das Nicht-verstehen und das Nicht-verstehen-wollen. 


Was besonders hervor sticht, ist der geschickte Sprachstil, die unglaublich bildreiche Sprache, die einem das ganze Szenario in den Kopf malt. Die unglaublich feinfühlige Mythologie der Sukrani hat bewegt sehr. Das war ein schöner Anblick in die Kultur der Sukrani und geschickt gelöst. Die leise Kritik an der Religion beider Völker, das leise Hinterfragen ohne Glauben zu zerstören, war dabei ebenfalls vorsichtig angestoßen, ohne zu aufdringlich dagegen zu sein. 


Interessanterweise hatte ich am Anfang etwas Probleme mit dem ein oder anderen Namen. Aber das hatte sich gelegt, als ich über die Namen insgesamt nachgedacht habe und finde es daher inzwischen nicht mehr schlimm, dass besonder Azrael dabei ist. 

Ein bisschen erinnerte das Ganze an Pocahontas, aber auch nur ein bisschen. Das ist nichts Schlechtes, im Gegenteil, das gab dem Ganzen noch einen speziellen Reiz und ich als Liebhaber der Geschichte um Pocahontas, habe damit auch nicht das Problem gehabt. 

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Tags: ashanee, dämonen, geister, intrigen, jamil, kas'tiel, konflikte, mord, naturvolk, sukrani, uneinsichtigkeit, verbannung, vorurteile   (13)
 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

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Schwalben

Ira Ebner
Flexibler Einband: 375 Seiten
Erschienen bei AAVAA Verlag, 01.06.2014
ISBN 9783845912233
Genre: Historische Romane

Rezension:

Immer wieder ist man mit dem Thema 2. Weltkrieg, Nationalsozialismus und den Nachkriegswehen konfrontiert worden, was nach heutiger Sicht auch tatsächlich mehr denn je notwendig ist.
"Schwalben" ist dafür ein guter Ansatz und absolut lesenswert. Ich muss gestehen, dass ich es nicht in einem Ruck durchlesen konnte, sondern immer wieder Zeit dazwischen brauchte, um das zu durchdenken, was ich gelesen habe. Dabei ist diese Liebesgeschichte zwischen Fee und Kalju das Hauptaugenmerk. Eine ergreifende Geschichte, zwischen Mitgefühl und Mitfiebern.
Ich fand es beeindruckend, wie die unterschiedlichen regionalen Landschaftsbeschreibungen einflossen und die Sehnsucht nach Heimat genauso in den Fokus gerückt wurde, wie die Geschehnisse drum herum. Insbesondere hat mir gefallen, dass es um Estland ging. Ausnahmsweise mal nicht vorrangig um Deutschland - denn wir jeder wissen sollte, war der Nationalsozialismus nicht nur in Deutschland vertreten. Ich finde es ist wichtig, dass auch in anderen Ländern zu betrachten. Jetzt wünschte ich mir Estland einmal besuchen zu können.
Ich fand die Story auch insgesamt sehr glaubhaft gemacht. Sehr sehr schön. Am Ende habe ich schließlich sogar Tränen vergossen, weil mir Fee so leid tat. Also sehr bewegend geschrieben, sehr gut aufgebaut, sehr schöner Sprachstil - anspruchsvolle Literatur!
Absolut zu empfehlen.

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Tags: estland, weltkrieg   (2)
 

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1.702 Bibliotheken, 27 Leser, 4 Gruppen, 73 Rezensionen

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Das Kind

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 03.09.2012
ISBN 9783426512173
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Satz und das Gefessele vor den Buchstaben und Seiten und der Geschichte geht los. Mit dem ersten Satz fällt man in die Geschichte, sieht die Umgebung vor sich und erlebt das Abenteuer, wie die Hauptfigur aus erster Hand. Es war Liebe auf die ersten Worte.
Eine Geschichte, die so wahnwitzig packend ist, die alle Register der Gefühlswelt bedient. Von Mitgefühl, über Humor, hin zur Verzweiflung, Ekel und Freude. Es war alles dabei. Er hat Figuren zusammengebracht, von denen man nicht denken könnte, dass sie so gut harmonieren. Doch das tun sie. Unglaublich so etwas.
Jede Figur hat ihre exakte Rolle in dem Roman. Je länger man am Ende über die Geschichte nachdenkt, desto brillanter erscheint die Figurenkonstellation.
Was eine Krankenschwester, ein Strafrechtsverteidiger und ein ehemaliger Pornofilmchenhersteller und Schläger miteinander zu tun haben und wie sie übereinander stolpern, das muss man sich selbst erlesen. Natürlich, was vor allem, das alles mit einem zehnjährigen Jungen zu tun hat, der sich selbst für einen Serienmörder aus dem früheren Leben hält.

Nebst dem Figurengefühl, fehlt es Fitzek hier auch nicht am Feingefühl für die Storyline, die aufregender gar nicht sein könnte. Was alles für Wendungen auf einen Warten, was alles nicht so ist, wie es scheint und die Abgründe der Menschheit sind wirklich gut dosiert. Vorallem würde man von selbst gar nicht auf die Verbindung von dem Jungen mit Rückführungsproblematik, eine mysteriöse Mordreihe, Päderasten und Kindesentführung kommen. Aber Sebastian Fitzek hat mit den einzelnen Zutaten, etwas brillantes erschaffen.

Lesezeit: 12 h
Lesefun: 100 %
Seiten: 386 (mit anderen Worten zu wenig) aber mehr hätten die Geschichte vielleicht nicht auf den Punkt gegart, wie es beim lesen war.

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Tags: kind, krimi, mystery, sebastian fitzek, thiller   (5)
 

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Der Nachtwandler

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.03.2013
ISBN 9783426503744
Genre: Krimi und Thriller

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agent, akte x, dana, dana scully, fbi, geheime x-akten, katherine, mulder, mysterie, mystery, science fiction, science-fiction, scully, special, tv

Gezeichnet

Les Martin , Chris Carter
Fester Einband: 123 Seiten
Erschienen bei VGS, 01.08.1998
ISBN 9783802523656
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Akte X - eine meiner absoluten Lieblingsserien aller Zeiten. Man kennt die Figuren, liebt sie, hält sie manchmal für doof und hat ein eigenes Gespür für sie, durch die bewegten Bilder der Flimmerkiste. Gerade wenn man ein Buch zu einer Serie schreibt, will man in dem Buch die Folge Revue passieren lassen und sich noch einmal eigene Dinge vorstellen und irgendwie in die Materie noch tiefer eintauchen.
Wer mit der Erwartung an das Buch heran geht, den Flair von Akte X wiederzufinden, wird am Ende wahnsinnig enttäuscht sein. Es wirkt beinahe, wie ein kleines Drehbuch - eine Art Kurzroman. Der zumindest von der deutschen Übersetzung her mit Stilblüten wirklich heraussticht. Schöne Sätze und interessante Vergleiche machen das Leseunvergnügen nicht ganz so desaströs. Allerdings ist die Story, der ersten Folge auf wenigen Seiten abgehandelt. Es wird kurz abgerissen, was passiert und nicht wirklich beschrieben, wie die Figuren das Szenario erleben. Das was man in 45 Minuten abhandelt, geschieht hier auf 123 Seiten, in einer Form, die kaum überzeugen kann. Besonders fürchterlich ist, das der Übersetzung geschuldetet "Yeah" statt "Ja" und die "Agency" wird mit "Firma" übersetzt - was zur Hölle??
Gerade diese zwei Sachen, haben mich komplett verärgert. Es störte einfach. Sicherlich war es früher so, dass man alles komplett übersetzte. Aber der Übersetzer hat an der Stelle verdammt schlechte Arbeit geleistet. Das eine stehen zu lassen und gerade das FBI als Firma zu bezeichnen.
Insgesamt war die Sprache auch ziemlich einfach und wenig beeindruckend, bis auf die paar erwähnten sprachlichen Perlen.
Da hat mir das Taschenbuch "Ruinen" von Akte X eindeutig besser gefallen - was nicht zuletzt daran lag, dass sich da jemand die Mühe gegeben hat, einen Roman daraus zu machen und keine fürchterlich, stupide Kurzfassung der Episode ...
Zwei Sterne für den Kurzroman und insbesondere den Übersetzer...

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Tags: akte x, mysterie, science fiction   (3)
 

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516 Bibliotheken, 10 Leser, 3 Gruppen, 26 Rezensionen

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Der Goldene Kompass

Philip Pullman , Wolfram Ströle , Andrea Kann
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.10.2015
ISBN 9783551583406
Genre: Jugendbuch

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Abgeschnitten

Sebastian Fitzek , Michael Tsokos
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2013
ISBN 9783426510919
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Tragische Figuren, geniale Ermittlerfiguren und interessante Wendungen, das sind drei gute Argumente dieses Buch zu lesen!
Ich war von vornherein absolut begeistert von der Idee, dass Michael Tsokos - dessen Lektüre "Der Totenleser" ich gelesen habe - und Sebastian Fitzek GEMEINSAM ein Buch schreiben. Ich habe wirklich viele Erwartungen in das Buch gesteckt. Ich habe Recherche erwartet, tiefe Informationen, den realistischen Anstrich und dieser Tick Besonderheit, den ich bei den "Fitzeks" immer wieder finde. Etwas extravagantes. Das Buch hat meine Erwartungen sogar noch übtroffen. Sicherlich an manchen Stellen - das man so sagen - gerade in der Pathologie am Ende war es dann doch etwas viel - aber man verzeiht es ihnen gerne, denn der Rest ist hochwertig und spitze.
Was da passiert und gespielt wird hinterließ am Ende so einen Hauch von enormer Wut. Nicht nur dem Sadler gegenüber sondern... ach ja, ihr sollt das ja noch lesen. Den Gedanken führe ich nicht zuende.  Ich finde es grausam, jemanden einen Strick daraus zu drehen, dass er dafür gesorgt hat, das RICHTIGE zu tun.
EIn Pathologe ist kein Richter und das ist denke ich auch ganz gut so. Ich sollte mich jetzt nicht auf die moralischen und ethischen Fragen einlassen, die die beiden Autoren super gut in das Buch eingearbeitet haben. Was passiert, wenn Gerechtigkeit nicht Recht ist und Recht eigentlich Unrecht wiederspiegelt, ist in dem Roman perfekt aufgewühlt worden.
Es lohnt sich das Buch zu lesen! Ich empfehle es gerne. Spannung, Grusel und eine Menge an Ärger und Mitgefühl reißen einen durch die Geschichte und animieren zum Weiterlesen. Wen ich besonders ins Herz geschlossen habe ist Ingolf von Appen, auch wenn er gleichermaßen Idiot wie treudoof ist. Irgendwie schon ein Herzchen.
Ich mag den Roman abgeschnitten und versucht doch einmal die Telefonnummer auf dem Cover anzurufen ;)



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1. band, sebastian fitzek, thriller

Der Augensammler

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur TB, 01.06.2011
ISBN B00QW3ET9W
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wer Thriller mag, wird Fitzek lieben. Bereits das zweite Buch von dem deutschsprachigen Autoren, dass den Weg in meine Hände gefunden hat und wieder so spannend und aufregend, wie auch schon die Therapie. Was an Fitzek begeistert ist nicht nur der Humor in den Büchern trotz der ernsten Themen, sondern auch die Authenzität in der Geschichte und er ist wohl der erste Autor der einem das Gefühl gibt, dass auch Deutschland zu einem hervorragenden Schauplatz für Thriller und Krimis werden kann. Noch etwas zu dem Aufbau, denn der muss in dem Buch auf jeden Fall erwähnt werden, weil er aussergewöhnlich erscheint. Zum einen wird erwähnt, dass die Geschichte rückwärts erzählt wird. Das stimmt auch, obwohl die Geschichte gleichzeitig vorwärts geht.  Die Seitenzahlen beginnen von hinten und arbeiten sich nach unten, was einem auch einen drängenden Eindruck vermittelt. Die Zeit läuft ab und unterstützt das Ultimatum, welches einen durch den Roman führt.
So gelungen, wie der Aufbau ist, so spannend ist auch die Geschichte.
Da ist ein Ex-Polizist im Fokus, der eine Frau erschossen hat, die bei weiterem wohl ein Baby hätte über das Geländer einer Brücke werfen können. Diese Information bekommt man am Anfang und es rückt einen näher zu der Figur. Man selbst darf sich ein Urteil darüber bilden, ob man Zorbachs Selbstvorwurf folgt, jemanden ermordet zu haben oder ob man lieber der Meinung ist, dass Zorbach das richtige getan hat.
Doch nicht nur dieses Thema macht den Protagonisten greifbar, sondern auch die Noch-Ehefrau Nicci scheint es Alexander Zorbach nicht leicht zu machen. Eine Frau der Esoterik schier zu stark verfallen, versucht immer wieder ihm klar zu machen, dass er sich von seiner Entscheidung die Frau zu erschießen komplett verändert hatte. Inzwischen arbeitet der Mann auch gar nicht mehr als Polizist, sondern als Polizeireporter und über einen mysteriösen Polizeifunkruf findet er den Weg zu einem Verbrechensschauplatz, der ihn wiederum immer mehr in den Fokus einer Mordermittlung rückt. Mit jeder Entscheidung ein Stück mehr. Ein verlorenes Portmonee ist der Anfang vom Ende dieser Geschichte. Das eine blinde Frau im Laufe der Geschichte zu ihm stößt, lässt einen zunächst verwirrt zurück, Fragen werden aufgeworfen. Viele Fragen. Die einen genauso grübelnd nachdenken lassen, wie die zwei Protagonisten. Zumal Alina Grigorev auch noch eine besondere Fähigkeit hat und zwar vermeindlich in die Vergangenheit zu sehen.
Es war großartig den zwei Ermittlerfiguren zu folgen. Stoya sympathischer, als Scholokowsky, kurz Scholle. Aber beide darauf fokussiert den Serienmörder zu fassen, der Berlin in Angst und Schrecken versetzt. Stoya mit einem kleinen Abhängigkeitsproblem und Scholle mit einer unendlichen Wut im Bauch, lassen ein wenig die Hoffnung schwinden, dass das zu einem guten Ziel führt und auch der Protege des Zorbachs Frank Lahman ist der schiere Joker in der Geschichte, immer da, wenn man etwas braucht und der gerne aushilft, seinem Boss und Mentor den Hintern zu retten. Doch irgendeiner in dem Spiel spielt falsch. Irgendeiner kennt die Polizeifrequenz, irgendeiner wusste wo die Morde stattfanden und versucht Zorbach die Mordserie in die Schuhe zu schieben. Das führt zu merkwürdigen Situationen, einem spannenden Versteckspiel vor Stoya und Scholle und gleichzeitig muss die Konzentration darauf liegen, in 45 h und 7 ein Geschwisterpaar zu retten. Vielleicht ist es möglich das Ende vorhersehen, ich selbst aber war tatsächlich überrascht und fühlte mich so zerschlagen, wie die Figuren selbst. Ich werde jetzt auch noch den Folgeband lesen, weil dort die Geschichte im Hintergrund weiterzulaufen scheint. Fakt ist: Das Buch hat alles, was man für eine gute Geschichte braucht. Lesen dringend empfohlen!

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