Leserpreis 2018

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Die Göttin des Hauses (Fräulein Schumacher 5)

Andrea Instone
E-Buch Text: 326 Seiten
Erschienen bei null, 09.06.2018
ISBN B07CQPD1N8
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

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Tags: 1920er, krimi   (2)
 

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49 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

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Das Erbe von Juniper House: Roman

Sophia Herzinger
E-Buch Text
Erschienen bei Forever, 02.07.2018
ISBN 9783958183025
Genre: Historische Romane

Rezension:

"Das Erbe von Juniper House" von Sophia Herzinger nimmt uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit und stellt sich den Herausforderungen der Gegenwart.
2004, Saras Freund spricht plötzlich davon nach Irland auszuwandern. Zudem fallen bei ihm öfters die Worte Heirat und Kinderkriegen. Sara ist mit dieser Situation etwas überfordert und bedingt sich Zeit zum Nachdenken aus. Sie beschliesst nach Kiel ins Haus ihrer Grossmutter Emma zu fahren und gleichzeitig diese wieder einmal im Pflegeheim zu besuchen. Bei ihren Besuchen erfährt Sara mehr über Emmas Vergangenheit und die schwierigen Zeiten, welche ihre Grossmutter durchmachen musste. Kurzentschlossen beschliesst sie, selbst noch Nachforschungen anzustellen und fliegt nach England. Dabei macht sie eine Entdeckung, mit welcher weder Sara noch Emma gerechnet hätten.

"Das Erbe von Juniper House" erzählt in zwei unterschiedlichen Erzählsträngen die Geschichte von Sara und ihrer Grossmutter Emma. Einerseits verfolgt der Leser Saras Leben in der Gegenwart, auf der anderen Seite wird er durch Emmas Erzählungen immer wieder in die Vergangenheit zurückversetzt.
Der Erzähltstil ist eher gemächlich, die Sprache leicht verständlich, der Text flüssig zu lesen. Die Perspektive wechselt je nachdem ob die Geschichte gerade in der Vergangenheit oder der Gegenwart spielt. Dabei vermag es die Autorin die Vergangenheit sehr lebhaft und anschaulich darzustellen. Sobald die Handlung wieder in der Gegenwart spielt, merkt man erst, dass die Rahmenhandlung eigentlich eine andere ist.
Die Geschichte um Emma ist sehr gefühlvoll beschrieben und man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen. Manche Momente rühren nicht nur die Protagonisten zu Tränen, sondern auch die Leser.

Eine wundervolle Geschichte, die zeigt, wie wichtig es ist, sich mit der Familiengeschichte auseinanderzusetzen. Viel zu oft bereut man es, nicht mehr Zeit mit den Grosseltern verbracht und mehr über ihr Leben erfahren zu haben.

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Tags: eigenständigkeit, familie, vergangenheit, verlust   (4)
 

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

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Das Erbe von Broom Park

J. C. Philipp
E-Buch Text
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 28.06.2018
ISBN 9783960873846
Genre: Historische Romane

Rezension:

"Das Erbe von Broom Park" spielt zu Beginn des 19. Jahrhunderts und nimmt uns mit auf eine Reise von Schottland nach Indien und wieder zurück. Die junge Fischerstochter Hazel lebt mit ihrer Mutter und ihren beiden älteren Brüder an der Westküste Schottlands. Viel Freizeit hat sie nicht, doch wenn sie für ein paar Stunden dem Alltag entfliehen kann, zieht es sie immer nach Broom Park, dem verfallenen Herrenhaus in ihrer Nähe. Wie so oft wandelt sie durch die verlassenen Räume und träumt  davon wie es wohl wäre das Haus in seinem alten Glanze zu sehen und dort zu leben als sie unvermittelt auf Lord Simon Denby stösst. Er stellt sich als Besitzer des Anwesen heraus und will dieses restaurieren und wieder bewohnbar machen. Für Hazel ist dies eine schicksalshafte Begegnung und der junge Lord lässt sie nicht mehr los...

Die Geschichte von Hazel und Simon ist zwar abwechslungsreich und von vielen Schicksalsschlägen gezeichnet, dennoch vermag sie leider nicht wirklich zu fesseln. Der Schreibstil der Autorin J.C. Phillipp ist zwar flüssig und die Sprache angemessen und einfach verständlich. Dennoch fehlt der Geschichte die tiefen Gefühle. Als Leser hat man meist das Gefühl, dass man die Protagonisten mit der Kamera verfolgt. Kopfkino ist bei der Lektüre eines Romanes zwar erwünscht, jedoch möchte man mehr von den Figuren selbst erfahren und nicht nur die Aussensicht haben.
Trotz dieser "Kamerasicht" kommt die Beschreibung der Landschaft, Kleidung, Aussehen etc. manchmal zu kurz. Hier hätte etwas ausführlicher darüber berichtet werden können.
Einige Geschehnisse wirken etwas befremdlich und konstruiert. Dadurch fällt es noch einmal schwerer, die Geschichte zu glauben und in sie abzutauchen.

Alles in allem ist "Das Erbe von Broom Park" eine kurzweilige Lektüre, der leider das gewisse etwas fehlt. Leser, welche Regency-Romane mögen, kommen bei anderen Büchern mehr auf ihre Kosten.


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Tags: indien, love story, regency, schottland   (4)
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Wenn die Liebe Funken schlägt

Gabriela Hesz
E-Buch Text: 261 Seiten
Erschienen bei dotbooks Verlag, 19.03.2018
ISBN 9783961484133
Genre: Liebesromane

Rezension:

Magdalena Andergast, genannt Leni, fällt etwas aus dem gesellschaftlichen Rahmen. Sie gibt nämlich keinen Deut auf ihre Klamotten, ihre Haare oder ihr Aussehen allgemein. Am wohlsten ist sie im Hinterzimmer des Goldschmiedladens, in welchem die talentierte Goldschmiedin ihrem Talent alle Ehre machen kann. Doch dann trifft sie auf den rüpelhaften Stardirigenten Michel Lorenz und obwohl sie ihn so gar nicht leiden kann, verliebt sie sich. Doch da ist ja auch noch Michels Bruder Ben, der so ganz anders ist als Michel. Irgendwie fühlt sie sich zu beiden hingezogen, doch welche Wahl trifft wohl ihr Herz...

Obwohl es auch bei "Wenn die Liebe Funken schlägt" um eine Lovestory handelt, so kommt diese erfrischend humorvoll daher. Die tollen Schlagabtäusche zwischen den Protagonisten führen immer wieder zu sehr unterhaltsamen Lesemomenten. Das Ende ist zwar im Kern absehbar, dennoch gibt es kurz vor Schluss noch eine überraschende Wende.
Auch die "Nebendarsteller" - namentlich Anatol - sind wunderbar besetzt. Man muss den kleinen, schwulen Russen einfach ins Herz schliessen.
Der Schreibstil ist flüssig und das Lesen eine wahre Freude. Die Handlung wird schnell vorangetrieben ohne gehetzt zu wirken. Langeweile kommt keine auf.

Eine empfehlenswerte leichte, humorvolle und unterhaltsame Lektüre. Egal ob im Sommer im Strandbad oder im Winter zu einer heissen Tasse Tee.

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Tags: muski, österreich, romance, salzburg   (4)
 

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210 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 127 Rezensionen

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Zu nah

Olivia Kiernan , Klaus Timmermann , Ulrike Wasel , Carla Felgentreff
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 03.04.2018
ISBN 9783959671835
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: irland, krimi, serienkiller   (3)
 

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51 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

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Dünenzauber

Evelyn Kühne
Flexibler Einband: 328 Seiten
Erschienen bei Forever, 06.07.2018
ISBN 9783958189706
Genre: Liebesromane

Rezension:

Klara fällt aus allen Wolken als ihr ihre beste Freundin Jessi erklärt, dass sie nach Kanada auswandern will. Was heisst will, wird. Und zwar schon in wenigen Wochen. Vorher wird sie jedoch noch Heiraten. Ach ja, da war ja auch noch die Schwangerschaft. Klara hat erst einmal viel zu verdauen. Als ihr Jessi dann noch mitteilt, dass die Hochzeit an der Ostsee stattfinden wird, hat Klara endgültig genug. Mehrere traumatische Erfahrungen an der Ostsee haben nämlich dazu geführt, dass sie diese seit Jahren meidet. Doch was bleibt ihr anderes übrig als mit Jessi in den Norden zu fahren und in kürzester Zeit eine Hochzeit zu organisieren. Schliesslich ist Jessi ihre beste Freundin und wird schon bald das Land verlassen.
Kann Klara ihr Ostsee-Trauma überwinden? Und was hat es eigentlich mit dem ominösen Angler auf sich?

Der kurzweilige Roman "Dünenzauber" bietet Ostseefeeling pur. Land und Leute werden ebenso liebevoll beschrieben wie die gewaltige Kraft des Meeres und die tobenden Stürme.
Die Sprache ist einfach gehalten und absolut passend. Der Leser findet schnell in die Geschichte und kann diese hervorragend mitverfolgen. Die zum Teil sehr schlagfertigen Dialoge wirken realistisch und authentisch. Ein bisschen Humor, etwas Drama, Freundschaft, Liebe und Spannung tragen zum Lesevergnügen bei.
Die Geschichte verläuft in mehreren miteinander verknüpften Handlungssträngen. Einerseits die Hochzeit, dann der unbekannte Angler und zu guter letzt ist da noch die Geschichte mit der alten Dame, die unter Umständen eine Bestseller-Autorin ist. Dabei wirkt das Ganze weder konstruiert noch aufgesetzt.

Ein gelungener Roman bei dem die Liebe nicht zu kurz kommt und doch kein typischer Liebesroman ist.

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Tags: freundschaft, ostsee, romance   (3)
 

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(13)

16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Verzehrende Leidenschaft: Historischer Liebesroman

Hannah Howell
E-Buch Text: 301 Seiten
Erschienen bei Edel Elements, 05.04.2018
ISBN 9783962151447
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die unter ihrem gewaltätigen Vormund leidende Moira geht bei Sturm über Bord. Doch ein Fremder springt ihr nach in die eiskalten Fluten. Moira erwacht am Strand und stellt nicht nur fest, dass sie tatsächlich vor dem Ertrinken gerettet wurde, sondern auch dass sie auf Gedeih und  Verderb dem Unbekannten ausgeliefert ist. Eine Reise durch die schottischen Highlands beginnt, auf welcher sowohl Moira wie auch der Unbekannte nicht nur den jeweils anderen, sondern auch sich selbst besser kennenlernen.

Nicht nur der Klappentext, auch das folgende Zitat:
"Wenigen Autoren gelingt es, die schottischen Highlands so kenntnisreich und farbenprächtig zu beschreiben wie Hannah Howell" [Publishers Weekly]
lassen auf ein Abtauchen des Lesers in die schottischen Highlands hoffen. Diese Hoffnung wird leider sehr bald zerstört. Die Handlung könnte nämlich so ziemlich überall stattfinden. Detaillierte Beschreibungen der wunderschönen Landschaft oder der schottischen Kultur sucht man nämlich vergebens. Das ab und an eingestreute "nay" resp. "aye" machen diesen auch nicht wett. Dazu kommen unlogische Aussagen und Abläufe, z.B. was Sonnenauf- und untergang anbelangt. Dies lässt leider darauf schliessen, dass die Autorin keine grosse Kennerin Schottlands ist und lediglich versucht unter dem beliebten Label "Schottland" ein Buch zu verkaufen.
Die Geschichte an sich liest sich gut und ist mehr oder weniger schlüssig. Stellenweise ist sie sehr spannend, zum Teil wird die Handlung jedoch sehr schnell vorangetrieben. Die Sprunghaftigkeit der Protagonistin ist manchmal sehr schwer nachvollziehbar und wirkt zeitweise unrealistisch.

Alles in allem handelt es sich hier um eine kurzweilige Lektüre.  Schottland-Kenner und/oder -Fans kommen jedoch nicht auf ihre Kosten.

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Tags: historischer roman, romance, schottland   (3)
 

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(471)

917 Bibliotheken, 42 Leser, 1 Gruppe, 195 Rezensionen

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Die Geschichte der Bienen

Maja Lunde , Ursel Allenstein
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei btb, 20.03.2017
ISBN 9783442756841
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: bienen, philosophie, zukunft   (3)
 

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(25)

30 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

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Lehrstunden des Herzens

Dorothea Stiller
E-Buch Text: 224 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 01.04.2018
ISBN 9783960873327
Genre: Historische Romane

Rezension:

England 1811, hohes Fieber quält Philip, den Sohn der Familie Dallaway. Leider überlebt er die Nacht nicht. Das stürzt die gesamte Familie in ein schweres Loch. Der herzkranke Vater wird wohl auch nicht mehr lange leben und mit Philip ist der einzige männliche Nachkomme verstorben. Eine Zukunft in der Mittellosigkeit scheint unabwendbar. Insbesondere für die beiden Schwestern Clara und Evelyn bedeutet dies eine Zäsur in ihrem Leben. Nun heisst es einen geeigneten Ehemann zu finden. Leider ist dies nicht so einfach in einer Zeit, in welcher die Gefühle bei der "Wahl" des Ehegatten eine untergeordnete Rolle spielten. Was wird obsiegen, das Herz oder der Verstand?

Dorothea Stillers Roman liest sich ohne Anstrengung und Vorkenntnisse der damaligen Zeit. Der Handlung kann gut gefolgt werden, sie ist jedoch wie in fast jedem Roman dieses Genres, absehbar und birgt keine Überraschungen.
Sowohl der Handlung wie auch der Beschreibung der Charaktere und des Settings hafftet etwas Oberflächliches an. Eine detailliertere Beschreibung wäre hier wünschenswert gewesen. Die Figuren entsprechen den Stereotypen: ungleiche Schwestern, "guter" und "böser" Bruder, missgünstige (Schwieger-)mutter etc.
Von daher ein Roman, der in diese Zeit passt. Dennoch wäre es wünschenswert, würde die Autorin aus dem bekannten Liebesroman-Muster ausbrechen und uns etwas Neues bieten. Die Heldin, so stark sie auch scheinen mag, schafft es auch hier nicht auf eigenen Beinen zu stehen und kann ihr Glück nur in der Ehe und dem Kinderkriegen finden. Dies passiert zudem in kürzester Zeit, was dazu führt, dass dem Leser kaum Zeit bleibt ein Ereignis zu verdauen, bevor schon das nächste eintritt.
Etwas mehr Musse um durch detailierte Beschreibungen in diese Zeit abtauchen zu können, hätte dem Roman gut getan. So ist er zwar nicht schlechter als andere seines Genres, aber leider auch nicht besser und kann sich nicht aus der Masse abheben.

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Tags: england, regency, romance   (3)
 

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(240)

414 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

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Die kleine Bäckerei am Strandweg

Jenny Colgan , Sonja Hagemann
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag Taschenbuch, 01.06.2016
ISBN 9783833310539
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags: chick lit, cornwall, romance   (3)
 

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(122)

247 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

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Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg

Jenny Colgan , Sonja Hagemann
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.06.2017
ISBN 9783492311298
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags: chick lit, cornwall, romance   (3)
 

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(71)

154 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

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Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg

Jenny Colgan , Sonja Hagemann
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2017
ISBN 9783492311533
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags: chick lit, cornwall, romance   (3)
 

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(15)

20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Das Schloss am Moor

Sylvia Weill
E-Buch Text: 237 Seiten
Erschienen bei Edel Elements, 14.05.2018
ISBN 9783962151546
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die junge Margareth Harper hat erst kürzlich ihre Mutter verloren. Da schlägt ihr Vater vor, eine Reise nach Freiburg zu unternehmen, um die Heimat von Margreths Mutter kennenzulernen. Ein grosses Abenteuer für die junge Frau, welche noch nie aus England herausgekommen ist. In Freiburg angekommen, werden die beiden von Margareths Tante Sabinelotte herzlich aufgenommen. In Freiburg lernt Margareth den jungen Engländer Robert kennen und fühlt sich ihm nahe. Doch auch zu Friedrich, ihrem Cousin, fühlt sie sich hingezogen. Als kurz nach ihrer Ankunft der Vater erkrankt und stirbt, bricht eine Welt für sie zusammen. Erst recht, da sie nur wenige Tage zuvor erfahren hat, dass sie adoptiert wurde. Als Vollwaise auf sich alleine gestellt, beschliesst sie Roberts Heiratsantrag anzunehmen und mit ihm nach England zurückzukehren. Dort wird sie jedoch alles andere als freundlich in Empfang genommen. Zudem gehen seltsame Dinge vor sich in dem alten Schloss am Moor.

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und wirkt wie die Protagonistin etwas naiv. Das passt natürlich, da es sich hier um eine Ich-Erzählerin handelt. Die Handlung verläuft linear, es gibt keine Zeitsprünge und aufgrund der Ich-Erzählerin auch keine andere Perspektive als die der Protagonistin. Dafür erhält man als Leser einen guten Einblick in die Gedankenwelt Margareths.
Obwohl der Titel "Das Schloss am Moor" heisst, wird die Handlung erst nach mehr als der Hälfte des Buches in eben jenes Schloss verlegt. Der erste Teil, welcher mehrheitlich in Freiburg spielt, erscheint zudem ausführlicher und "gemächlicher". Zurück in England geht es Schlag auf Schlag, wobei meines Erachtens die zeitlichen Abfolgen nicht ganz zu stimmen scheinen.
Vor allem der Schluss wirkt irgendwie überhastet und sehr schnell abgehandelt.

Die Figuren wie auch die Handlung sind nach einem einfachen Strickmuster aufgebaut. Die Handlung ist vorhersehbar und Spannung kommt leider keine auf. Die eingewobenen mystischen Elemente können leider auch nicht überzeugen. Eine schnell gelesene Lektüre, welche aber nicht wirklich zu fesseln vermag.

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Tags: england, freiburg, love story, regency romance   (4)
 

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(23)

26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Der Sandmann

Susann Anders
E-Buch Text
Erschienen bei Edel Elements, 11.05.2018
ISBN 9783962151553
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der historischen Persönlichkeit Adolf Seefeldt werden nachweislich 12 Morde zur Last gelegt. Man kann jedoch davon ausgehen, dass noch viele weitere - manche sprechen von rund 100 Ermordeten - auf sein Konto gehen. Seefeldt gehört somit zu einem der schlimmsten Serienmördern Deutschlands. Dass es sich bei den Getöteten aussschlieslich um junge Knaben um die 10 Jahre handelte, lässt die Mordserie noch einmal erschütternder erscheinen.

Susann Anders hat sich der Geschichte Adolf Seefeldts angenommen obwohl die Aktenlage dazu nicht sehr viel hergibt. So zeigt sie in ihrem Buch ein mögliches Szenario, wie Seefeldt bei der Ermordung der Kinder vorgegangen ist und was in dazu bewogen hat.
Der Schreibstil ist flüssig und der Text leicht verständlich. Die Kapitel sind aus unterschiedlicher Perspektive geschrieben und zeigen sowohl Seefeldts Vorgehen wie auch die Tätigkeit seitens des Ermittlerteams, welches Seefeldt dingfest machen will. Es gibt jedach nicht nur Sprünge zwischen den Personen(gruppen) sondern auch Zeitspünge, welche einen Einblick auf Seefeldts Vergangenheit erlauben. Der eigene Missbrauch wird beispielsweise lediglich angedeutet und kommt erst im Epilog richtig zur Sprache.
Oft hat der Leser Einblick in Seefeldts Psyche und seine Gedankengänge.

Die Thematik ist an sich sehr spannend, dennoch hat mich die Autorin mit ihrem Buch nicht zu fesseln vermocht. Woran das lag, kann ich nicht genau bestimmen, da sich der Text, wie gesagt, flüssig lesen lässt und gut verständlich ist. Möglicherweise liegt es daran, dass ich Mühe habe, wenn ein solch tiefer Einblick in die Psyche einer historischen Persönlichkeit gewährt wird, obwohl man selbst über ihre Beweggründe nur spekulieren kann. Insbesondere, wenn es sich um ein solch ernstes Thema handelt und versucht wird eine wahre Begebenheit zu Papier zu bringen. Bei anderen historischen Romanen, in welchen sowohl fiktive wie auch historische Personen vorkommen, empfand ich dies bisher als weniger störend.

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Tags: 20. jahrhundert, historische personlichkeit, serienmörder   (3)
 

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(46)

102 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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Das Haus der Geschichten

Thomas Franke
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 10.07.2010
ISBN 9783865915726
Genre: Romane

Rezension:

Thomas Franke ist ausgebildeter Sozialpädagoge und nur nebenberuflich als Autor tätig. 2010 erschien sein erster Roman „Das Haus der Geschichten“. Seither folgten „Das Tagebuch“ (2013), „Der Spiegel des Schöpfers“ (2014) sowie „Der Geschichtensammler“ (2015).

Marvin Heider lebt in Berlin und träumt von einer Karriere als Autor. In seiner Altbauwohnung stapeln sich Bücher um Bücher und auch er selbst hat schon einiges zu Papier gebracht. Leider war bisher kein Verlag von seinen schriftstellerischen Fähigkeiten überzeugt, sodass Marvin sich mit immer wechselnden Jobs über Wasser hält. Ein Stellenangebot sollte sein Leben jedoch grundlegend verändern. Ein Buchhändler und Antiquar sucht einen Gehilfen. Für den Bücherliebhaber also ein idealer Job. Doch der rätselhafte alte Mann betreibt im Keller seines Buchladens eine narratorische Apotheke. Was es damit auf sich hat und wer die hübsche junge Frau ist, welche immer wieder in der Buchhandlung auftaucht, wird Marvin schon bald erfahren.

 

„Das Haus der Geschichten“ erzählt in einer Rahmenhandlung die Geschichte von Marvin Heider. In mehreren voneinander unabhängigen Kurzgeschichten werden immer wieder Fragen zum Glauben und dem Sinn des Lebens aufgeworfen. Die Geschichten sind dabei sehr unterschiedlich, fantasievoll, tragisch, unterhaltsam, zum Nachdenken anregend. Dabei steht, wie zu erwarten war, der christliche Glaube im Vordergrund. Das Buch ist aber weder moralisierend noch missionierend und auch nicht nur für Menschen gedacht, welche dem christlichen Glauben angehören. Vielmehr werden auch allgemeinere Fragen gestellt resp. solche, die nicht zwingend mit dem Christentum in Verbindung gebracht werden müssen. Eindrücklich schafft es der Autor, dass man als Leser immer wieder neu in eine Geschichte eintauchen kann und so zeitweise sogar die Haupthandlung vergisst. Der Schreibstil ist flüssig und gut verständlich und dennoch hat er etwas Poetisches. Franke erzählt sowohl die Kurzgeschichten wie auch die Rahmenhandlung auf eine unaufgeregte, langsame und bedächtige Art und Weise. Dennoch lässt einem das Buch nicht los und Seite um Seite will gelesen werden. Dieses Zitat aus dem Buch beschreibt sehr schön wie es zumindest mir beim Lesen ergangen ist: "Die Zeit verging so rasch, als hätte jemand ein Loch in die Uhr gebohrt, sodass die Minuten reihenweise herauspurzelten."

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Tags: glaube, gott, kurzgeschichten   (3)
 

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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Libori-Lüge

Ludgera Vogt
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 29.06.2017
ISBN 9783740800857
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit einer Kinderbuchreihe startete Ludgera Vogt ihre Autorenkarriere. „Libori-Lüge“ ist ihr erster Ausflug ins Krimi-Genre, welcher unbestritten geglückt ist.

Bela Assmann und sein Partner Dominik Gerke ermitteln im Fall der jungen Louisa, welche beim Sturz von einem Hochhaus ums Leben gekommen ist. War es Selbstmord oder vielleicht doch ein Mord? Doch wie sieht es mit einem Motiv aus? Louisa hat sich so auf die Rückkehr ihres Freundes aus den USA gefreut, warum sollte sie also kurz vor seiner Ankunft Selbstmord begehen? Irgendwie passt das Ganze nicht zusammen und es braucht einiges an Ermittlungsarbeit bis Assmann und Gerke auf die richtige Spur kommen.

„Trocken-launiges Ermittlerteam trifft auf grotesken Todesfall – eine perfekte Mischung aus Drama, Liebe und Humor“ (Klappentext). Dieser kurze Satz trifft es sehr genau. Bei „Libori-Lüge“ handelt es sich um eine wundervolle Mischung aus Drama, Liebe und Humor. Vogt versteht es verschiedene Alltagssituation mit einer gehörigen Portion Situationskomik auszustatten, sodass der Leser seine helle Freude daran hat.

Die Figuren, allen voran die beiden Ermittler Assmann und Gerke, sind liebevoll und realitätsnah porträtiert. Beide schliesst man sofort ins Herz. Dies liegt bestimmt auch daran, dass sie so bodenständig, imperfekt und herrlich menschlich sind. Das Buch liest sich flüssig, die Sprache ist gut verständlich und der Erzählstil passt gut zu dieser Art von humorvollem Krimi. Obwohl wie erwähnt Situationskomik und Humor massgebend zur Geltung kommen, bleibt aber auch die Spannung eines Krimis nicht auf der Strecke. Der Leser selbst tappt wie die Ermittler lange Zeit im Dunkeln. Die Geschichte ist alles andere als vorhersehbar und somit spannend bis zum Schluss. Immer wieder kommt man ins Grübeln und Rätsel, ohne einen schlüssigen Ablauf konstruieren zu können. Perfekt also für Leser, welche selber als Schnüffler agieren und mitraten wollen. Was die Spannung und Neugierde zusätzlich verstärkt, sind Auszüge aus einem Tagebuch, welche zwischen den Kapiteln eingefügt sind. Ist es das Tagebuch von Louisa? Oder vom Täter, wenn es den einen gibt? Gerade diese tiefen Einblicke in eine unbekannte Psyche lassen das Leserherz höher schlagen.

Meiner Meinung nach handelt es sich bei „Libori-Lüge“ um einen tollen Kriminalroman und ein gelungenes Krimi-Debüt von Ludgera Vogt. Die Auflösung des Falles bleibt bis zum Schluss verborgen. Zahlreiche Spekulationen seitens des Leser sind möglich, doch die Chance, dass man ins Schwarze trifft ist bei diesem Krimi eher gering.

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Tags:  
 

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brahms, claudius morgen, klavier, liebe, musi, musik, roman, stalking, unerfüllte liebe

Solo für Sophie

Claudius Morgen
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Edition Blaes, 08.06.2017
ISBN 9783942641128
Genre: Liebesromane

Rezension:

„Solo für Sophie“ ist nach „Coverboy“ erst der zweite Roman des Autors und Journalisten Claudius Morgen (Pseudonym).

Die Ausgangslage ist die eines typischen Liebesromanes. Laura liebt Sebastian, Sebastian liebt Sophie und Sophie weiss nicht einmal, dass Sebastian existiert. Wie es sich ebenfalls für einen typischen Liebesroman gehört, ist dem Leser von vornherein klar, dass Laura und Sebastian zusammen kommen, kommen müssen, kommen sollten. Doch genau das ist nicht so einfach wie es scheint. Laura und Sebastian studieren zwar beide Jura an derselben Universität doch Sebastian ist seit Jahren heimlich in die französische Star-Pianistin Sophie Bonnard verliebt. Wann immer möglich fährt er zu ihren Konzerten, um sie aus der Ferne anzuschmachten. Dasselbe tut Laura, sie schmachtet Sebastian – aus der im Hörsaal etwas weniger weiten Entfernung als im Konzertsaal – an. Und Sebastian scheint keine Notiz davon zu nehmen. Als Sebastian nach einem Konzert den vermögenden Rentner Otto Falter trifft und sich dieser als Sebastians Mentor anerbietet, scheint die Sache mit Sophie ins Laufen zu kommen. Für Laura sieht es um so düsterer aus. Doch was steckt eigentlich hinter Falters Motivation Sebastian unter die Arme zu greifen? Und kommen Laura und Sebastian am Ende etwa doch nicht zusammen?

Claudius Morgen hat einen eigenen Schreibstil gefunden. Was nicht heisst, dass er auf komplizierte Art und Weise erzählt. Im Gegenteil liest sich die Geschichte sehr flüssig, der Stil hebt sich dennoch etwas von anderen ab, wobei erfrischenderweise auch der Humor nicht zu knapp kommt.

Die Figuren sind meist realistisch gezeichnet und die Mehrzahl der Leser kann sich wohl mit der einen oder anderen identifizieren oder finden sich in ähnlichen Situationen wie die Protagonisten wieder. Am wenigsten zugänglich ist dabei Sophie Bonnard. Wir erfahren nicht sehr viel über sie und das was der Leser erfährt, macht sie nicht unbedingt sehr sympathisch. Sie wird in Rolle als Star-Pianistin gezwängt, was ihr eigentlich gar nicht zusagt. Gleichzeitig wirkt sie sehr naiv und in gewissen Belangen unreif. Der Aspekt, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, sprich aus der Sicht der unterschiedlichen Figuren, erzählt wird, bringt Abwechslung und erlaubt dem Leser einen tieferen Zugang zu den Charakteren und ihrem Gefühlsleben zu erhalten. Es gibt einige unerwartete Wendungen, wobei die Frage nach dem erzählerischen Motiv dafür schon mal auftaucht. Ohne hier zu spoilern, doch was sollte die Episode mit Kate und ihrer kurzfristigen Umorientierung? Da diese nicht weiter thematisiert wird, erscheint sie irgendwie substanzlos und schwer nachvollziehbar.

„Solo für Sophie“ ist eine hübsche Liebesgeschichte. Unterm Strich aber auch nicht mehr. Ich persönlich würde sie auch nicht als „schwarze Liebeskomödie“ betiteln, dafür ist sie, verglichen zu anderen, bei weitem nicht schwarz genug und entspricht doch eher dem klassischen Vorbild eines Helden, einer Heldin und eines Bösewichts, welcher sich aber erst später in der Geschichte zu erkennen gibt.

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augsburg, buchmaler, historischer krimi, historischer roman, jagd, mittelalter, narziss renner, reformation, schwanenorden, schwanenritter

Die Hetzjagd

Mattias Gerwald
E-Buch Text: 320 Seiten
Erschienen bei dotbooks, 30.05.2017
ISBN 9783958249844
Genre: Historische Romane

Rezension:

Unter dem Pseudonym Mattias Gerwald hat der Autor Berndt Schulz bereits diverse historische Romane veröffentlicht. Unter anderem konzipierte er eine 25-bändige Tempelritter-Saga, an welcher mehrere Autoren beteiligt waren und er selbst einige der Bücher verfasst hat.Die Hetzjagd: Historischer Kriminalroman aus Augsburg“ verbindet Fiktion mit historischen Begebenheiten und Persönlichkeiten.
Der 18-jährige Narziss Renner erhält den Auftrag ein Andachtsbuch für die Markgräfin Susanne zu malen. Darüber hinaus soll er die Offizin des Vikar Felix übernehmen. Dieser war bei einem Unfall auf einer Hetzjagd ums Leben gekommen. Schon bald steht Renner jedoch unter Verdacht, seinen Konkurrenten ermordet und diesen Mord sogar in einem Bild festgehalten zu haben. Renner‘s Geliebte, die 27-jährige Herbergswirtin Agnes, hält zu ihm. Gemeinsam mit dem Stadtbeamten Gaspart Dollfuss wollen sie das Rätsel um den Mord von Vikar Felix lösen und Narziss so vom Mordverdacht freisprechen. Doch bald schon geraten sie in einen Netz aus Intrigen, Machtgier und stossen auf einen Orden, der die rechten Pfade verlassen zu haben scheint.

Der Einstieg gestaltete sich etwas schwierig. Eine Fülle von Informationen, Gedankenfetzen, Rückblenden, Erinnerungen prasseln auf den Leser ein. Die Sprache ist zwar leicht verständlich, die Sätze zum Teil etwas sehr verschachtelt und mit vielen Sinnbildern gespickt, sodass sie auch mal holprig wirken und den Lesefluss etwas hemmen.
Die Geschichte an sich ist gut konzipiert. Die Spannung steigt als es relativ früh zu einer Attacke auf Narziss Renner kommt. Der Spannungsbogen flaut danach jedoch wieder ab. Es gibt mehrere längere Stellen, in welchen die Spannung quasi ganz raus ist und die Geschichte nur langsam vorwärts getrieben wird. Wieder wird der Leser mit vielen Informationen gefüttert, wobei nicht klar ist, inwiefern diese für den weiteren Verlauf der Geschichte wichtig sind. Ebenso unklar ist, ob es sich dabei um reale historische Geschehnisse handelt und der Leser somit nebenbei etwas über die Geschichte jener Zeit erfahren kann oder ob die beschriebenen Szenen fiktiver Natur sind.
Die Figuren sind alles in allem anschaulich gezeichnet, jedoch sticht keine besonders hervor und bleibt länger im Gedächtnis haften. So verhält es sich auch mit dem Roman an sich. Er ist unterhaltsam, an einigen Stellen spannend an anderen nicht, einen bleibenden Eindruck vermag er jedoch nicht zu hinterlassen. Es gibt keinen Aha-Moment, keine unerwartete Wende oder ein bestimmtes Ereignis, das dazu führen würde, die Geschichte von anderen ihrer Art abzuheben.

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Tags: augsburg, narziss renner, reformation, schwanenorden   (4)
 

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erzbischof, investigativer journalismus, irland, johann wahlberg, katholische kirche, oberbayern, pädophilenring, pädophilie, psychiatrie

Das Schweige-Kartell

Emile Claassen
Flexibler Einband: 408 Seiten
Erschienen bei blattFuchs, 26.07.2016
ISBN 9783946652014
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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71 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

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... und morgen werde ich dich vermissen

Heine Bakkeid , Ursel Allenstein
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 23.06.2017
ISBN 9783499290558
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Heine Bakkeid, welcher bisher als Jugendbuchautor auf sich aufmerksam machte, schrieb mit „… und morgen werde ich dich vermissen“, seinen ersten Thriller (öfters auch als Kriminalroman angepriesen). Hauptfigur ist Thorkild Aske, ein ehemaliger Polizeibeamter, welcher gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde. Den Grund für seine Haftstrafe erfährt der Leser erst nach und nach durch kurze Rückblenden. Thorkild ist ein psychisches Wrack, nimmt unzählige verschiedene Medikamente ein und hat Suizidgedanken. Ein Suizidversuch in der Gefängnisdusche ist zwar gescheitert, dennoch sucht die Erinnerung daran ihn immer wieder heim. Er weiss nicht so recht was er mit sich anfangen soll und wie er überhaupt wieder in ein Leben ausserhalb der Gefängnismauern zurückfinden soll. Die Bitte dem mysteriöse Verschwinden des jungen Rasmus Moritzen nachzugehen, kommt daher im rechten Moment. Thorkild macht sich auf in den Norden, wo die örtliche Polizei Rasmus‘ Verschwinden als Tauchunfall ad acta legte. Thorkild lässt jedoch nicht locker und stösst auf grauenvolle Geschehnisse in der Abgeschiedenheit des hohen Nordens.

„… und morgen werde ich dich vermissen“ wird aus der Ich-Perspektive von Thorkild Aske erzählt. Das ganze Geschehen wird also durch seine Sicht gefiltert. Es kommt auch nie eine Off-Stimme des Täters zu Wort, sodass sich der Leser kaum ein Bild von ihm machen kann. Jedoch erfährt der Leser viel über Thorkild, sein Seelenleben und seinen Geisteszustand. Aufgrund der unzähligen Pillen, die er schluckt und seiner psychisch stark angeschlagenen Persönlichkeit, bildet er sich immer wieder Begebenheiten ein, die so in Wirklichkeit nicht stattfinden. Die Unterscheidung zwischen Realität und Einbildung ist nicht immer einfach und mit der Zeit weiss man kaum noch, was man als tatsächlich geschehen erachten kann und was nicht. Die Tatsache, dass es sich hier um einen labilen, selbstmordgefährdeten Ich-Erzähler handelt, lässt bisweilen Zweifel am gesamten Handlungsverlauf aufkommen. Eine esoterisch angehauchte Séance, in der eine Tote zu Wort kommt, verstärkt diesen Eindruck zusätzlich.

Sprachlich hingegen ist der Thriller keine Herausforderung, das Lesen entsprechend mühelos und flüssig. Die Handlung wirkt stellenweise zäh, richtig Spannung kommt nicht auf. Momente, in denen dem Leser der Atem stockt, werden vergeblich gesucht. Dafür werden viele Details über Thorkilds Verfassung, seine Tablettensucht, Verdauungsprobleme etc. zu Tage gefördert. Obwohl man durch die Ich-Perspektive einen tieferen Einblick in Thorkilds Persönlichkeit erhält, bleibt er unzugänglich, eine Identifikation mit ihm ist nicht wirklich möglich. Verschiedene Szenen wie die Flucht aus dem Krankenhaus oder die Unterwasser-Auseinandersetzung mit dem Täter wirken aufgrund des angeschlagenen physischen und psychischen Zustands Thorkilds unrealistisch. Auch die Entwicklung des Täters von einem Kleinkriminellen zu einem Mehrfachmörder innerhalb kurzer Zeit ist nicht nachvollziehbar.

Für einen Thriller ist „… und morgen werde ich dich vermissen“ zu wenig fesselnd. Die ganze Geschichte ist wie die Hauptfigur selbst unzugänglich und nicht wirklich fassbar. Trotz der mystischen, unheimlichen Atmosphäre an der sturmumtobten Küste konnte das Buch nicht wirklich überzeugen.

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50 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

entführung, marcus hünnebeck, thriller, undercover

Sommers Tod

Marcus Hünnebeck
Flexibler Einband: 322 Seiten
Erschienen bei Independently published, 21.06.2017
ISBN 9781521549117
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Sommers Tod“ ist ein weiterer Thriller aus der Feder des freien Autors Marcus Hünnebeck und der erste mit Kommissar Lukas Sommer. Gemäss Klappentext handelt das Buch von der Entführung eines 17-jährigen Mädchens uns seines 8-jährigen Bruders. Kommissar Sommer kommt dem Entführer auf die Spur, wird jedoch beim Versuch die beiden zu retten schwer verletzt. Ihm bietet sich eine zweite Chance die Kinder zu retten, doch „sein Gegner ist ihm immer einen Schritt voraus“.

Wer nun einen packenden Thriller über die Entführung zweier Kinder erwartet, wird zumindest teilweise enttäuscht werden. Im ersten Teil des Buches geht es tatsächlich um die Entführung der beiden Kinder und dem Leser werden auch verschiedene Perspektiven geboten. Der Beginn ist dementsprechend spannend und abwechslungsreich.Nach dem missglückten Rettungsversuch wird jedoch nicht mehr auf die Kinder und den Entführer eingegangen. Die Handlung spielt nun drei Jahre später und Sommer arbeitet als Undercover-Polizist. Er liess sich in eine Rockerbande einschleusen und versucht mehr über ihre Machenschaften herauszufinden. In diesem Teil, erfährt der Leser sämtliche Eindrücke und Geschehnisse nur aus den Augen von Lukas Sommer. Der Autor versuchte damit die Isolation Sommers aufzuzeigen und hat bewusst weder andere Perspektiven zugelassen noch die Kinder oder den Entführer zu Wort kommen lassen. Dies glückt Hünnebeck jedoch nicht wirklich. Der Leser stellt sich eher die Frage warum hier eine total andere Geschichte erzählt wird und warum sich eigentlich niemand mehr um die Kinder kümmert. Selbst Sommer „hatte immer seltener an die Entführungsopfer gedacht" (Kap. 26). Dass durch die Schilderung der Geschehnisse allein aus Sommers Sicht die Isolation eines Undercover-Polizisten dargestellt werden soll, erschliesst sich dem Leser nicht ohne weiteres. Erst gegen Schluss des Romans kommen sowohl die Kinder wie auch der Entführer wieder ins Spiel.

Das Buch ist gut geschrieben, die Sprache für einen Thriller angemessen und der Schreibstil flüssig. Der erste Teil ist tatsächlich spannend, danach verläuft sich die Geschichte irgendwie und es wird leider kein Page-Turner daraus. Einige Geschehnisse scheinen zudem etwas unglaubwürdig oder unlogisch. Desweiteren fehlt hier auch der Tiefgang. Vor allem Sommer agiert mehr wie eine Maschine als wie ein Mensch. Emotionen oder menschliche Eigenschaften (Selbstzweifel, Skrupel etc.) werden kaum angesprochen, obwohl sich gerade der Mittelteil, als Sommer undercover arbeitete gut geeignet hätte nicht nur seine Taten, sondern eben auch seien Psyche genauer zu beleuchten.

Da ich erwartet habe, einen Thriller, der von der Entführung zweier Kinder handelt, zu lesen – und nicht von einem Undercover-Polizisten in einer Rockerbande – war ich dementsprechend vom Verlauf der Geschichte enttäuscht. Davon abgesehen, war die Geschichte leider auch nicht wirklich fesselnd und es konnte nicht gehalten werden, was versprochen wurde.

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Tags: entführung, undercover   (2)
 

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Das vorwitzige Frauenzimmer

Regina Jennings
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 19.06.2017
ISBN 9783957342348
Genre: Historische Romane

Rezension:

„Das vorwitzige Frauenzimmer“ (im Englischen Original: For the Records) ist ein weiterer Roman der US-amerikanischen Autorin Regina Jennings. Die Handlung spielt im Jahre 1885 in der Kleinstadt Pine Gap irgendwo in Missouri. Die junge Betsy Huckabee konnte sich bisher erfolgreich gegen alle Verehrer und somit auch gegen eine Heirat wehren. Sie lebt im Haus ihres Onkels und seiner neuen Frau, wo sie einerseits die Kinder und den Haushalt betreut, andererseits dem Onkel bei Recherchearbeiten und der Herausgabe einer Lokalzeitung hilft. Ihr grosser Traum ist es, mit ihren Zeitungsartikeln über den Stadtrand hinaus bekannt zu werden und für eine grosse Zeitung schreiben zu können. Leider passiert in dem verschlafenen Nest am Ende der Welt, kaum etwas worüber sich zu berichten lohnt. Dies ändert sich als der schneidige Deputy Joel Puckett aus Texas nach Pine Gap zwangsversetzt wird. Puckett muss sich nicht nur mit dem unfreundlichen und inkompetenten Sheriff Taney, den „Bald Knobbers“, einer Gruppe von maskierten Männern aus dem Dorf, welche zur Selbstjustiz greifen, herumschlagen, sondern auch mit der vorwitzigen, neugierigen und alles andere als leicht loszuwerdenden Betsy Huckabee.

Das Buch ist in einem christlichen Verlag erschienen und christliche Werte spielen eine wichtige Rolle. Dieser Hinweis sollte aber auch für der christlichen Religion weniger verbundene Leser kein Hinderungsgrund sein, dieses Buch zu lesen. Es werden weder Dutzende von Bibelzitaten angebracht, noch ist die Handlung langweilig. Im Gegenteil, es gibt durchaus auch blutige Szenen, wie es sich für einen Roman mit Cowboys und Revolverhelden, mit unfähigen Sheriffs und Männern, die das Gesetz in die eigene Hand nehmen, gehört. Ein Unterschied liegt möglicherweise in der Sprache. Während in anderen Roman mit ähnlicher Thematik geflucht und geschimpft wird, ist dies in „Das vorwitzige Frauenzimmer“ nicht der Fall. Einfluss auf das Lesevergnügen hat dies keinesfalls.

Der Erzählstil ist einfach und der Handlung kann gut gefolgt werden. Die Figuren werden liebevoll porträtiert und insbesondere Betsy ist wohl jedem Leser auf Anhieb sympathisch. Sehr schön sind auch einige Details. Zum Beispiel schaut Betsy jeweils welche Kleidung an der Garderobe hängt und nimmt dann wahlweise, den einen oder anderen Mantel. Solche Szenen verdeutlichen die Zustände der damaligen Zeit, als nicht wie heute, die meisten mehrere Winterjäcken oder –mäntel im Schrank hängen haben.

„Das vorwitzige Frauenzimmer“ ist ein beschaulicher Roman, in welchem auch mal Spannung aufkommt und eine Liebesgeschichte nicht fehlen darf. Das Buch bietet sicherlich einige Stunden Unterhaltung, letztendlich hat mir jedoch etwas gefehlt, das den Roman von anderen seiner Art abheben würde.

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Tags: 19. jahrhundert, christlicher glaub, wilder westen   (3)
 

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124 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 23 Rezensionen

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Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Jonas Jonasson , Wibke Kuhn , Otto Sander
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 25.08.2011
ISBN 9783867177818
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: humor, skandinavien   (2)
 

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blut, deutschland, dresden, frederic zucker, geraldine silvestri, killer, rache, stalker, surrealer thriller, toralf mahnstein, vampijäger, vampir, vampire, vampirjäger, van helsing

Die Wahrheit hat Zähne

David Pawn
Flexibler Einband: 238 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 22.06.2017
ISBN 9781547091683
Genre: Fantasy

Rezension:

Hinter dem Pseudonym David Pawn versteckt sich kein hauptberuflicher Autor, trotzdem hat er schon mehrere Werke, vor allem aus dem Fantasy-Genre, veröffentlicht. Mit „Die Wahrheit hat Zähne“ erschien nun auch ein Vampir-Thriller aus Pawns Feder.

Bereits das Cover verrät, wo die Handlung spielt. Nämlich im wunderschönen Dresden. Und dies nicht im irgendwann im tiefen Mittelalter, sondern in der Gegenwart. Geraldine Silvestri, die Letzte aus der Familie der berühmten Vampirjägern van Helsing, setzt die Familientradition fort indem sie genau das tut, Vampire jagen und töten. Als sie jedoch den Vasallen Toralf Mahnsteins eliminiert, macht sie sich einen mächtigen Feind. Toralf sucht Rache und zwar im Duell mit Geraldine. Dazu ist ihm jedes Mittel rech, auch wenn Unschuldige sterben müssen. Geraldine, welche sich eigentlich absetzen und abwarten wollte bis Gras über die Sache gewachsen ist, sieht sich gezwungen, sich der Herausforderung zu stellen. Toralf ist jedoch bei Weitem nicht der Einzige, der Geraldine gerne zu Gesicht bekommen würde. Sie zieht auch die Aufmerksamkeit von Kommissar Winkler sowie die eines irren Stalkers auf sich.

Der Erzählstil ist flüssig und die Handlung wird rasch vorangetrieben. Bereits der Auftakt ist voller Spannung, denn der Leser findet sich inmitten eines Kampfes Mensch gegen Vampir wieder. Die Sprache ist einfach und leicht verständlich, stellenweise etwas derb, was jedoch sowohl zu den Akteuren wie auch zur heutigen Zeit passt.

Was besonders auffällt, ist dass der Autor mit einigen gängigen Mythen über Vampire aufräumt. Durch die Stimme Toralfs erfährt der Leser welche der Vampiren zugeschriebenen Attribute tatsächlich der Wahrheit entsprechen und was ins Reich der Ammenmärchen gehört. Pawns Vampire – oder zumindest Toralf, andere werden nicht näher beschrieben – sind eine Mischung aus blutrünstigen Monstern und pragmatisch denkenden Zeitgenossen. Um ihren Blutdurst zu stillen, ist beispielsweise nicht von Nöten das Opfer dabei zu töten. Es reicht aus, sich von einem Menschen zu nähren, ohne dass er dabei das Leben lässt. Die Protagonisten Toralf und Geraldine werden am ausführlichsten beschrieben und man erfährt auch etwas über ihre Vorgeschichte. Dennoch bleiben sie irgendwie unnahbar. Es ist schwierig, sich in ihre Lage zu versetzen, geschweige denn, sich mit ihnen zu identifizieren. So richtig nahe kommt man ihnen nicht und somit schafft es auch die Geschichte nicht vollends zu fesseln. Als Leser bleibt eher der Beobachter aus sicherer Entfernung als jemand, der tatsächlich am Geschehen teilhat.

„Die Wahrheit hat Zähne“ birgt einen unterhaltsamen Lesenachmittag sowie einige (neue) Einblicke über das Wesen von Vampiren. Mich als Leser in den Bann zu ziehen, hat der Roman leider nicht geschafft. Auch der Schluss kam für mich wenig überraschend. Doch er lässt Raum für eine Fortsetzung.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

frauengeschichte, gesellschaftsstan, historischer roman, lesben, lesbische literatur, liebe

Claire

Nathalie C. Kutscher
E-Buch Text: 163 Seiten
Erschienen bei telegonos-publishing, 15.06.2017
ISBN B072NBWYWV
Genre: Historische Romane

Rezension:

Nathalie C. Kutscher ist unter verschiedenen Pseudonymen und in diversen literarischen Genres, unter anderem Dark Fantasy, Thriller, Erotik, vertreten. „Claire“ ist ein historischer Roman, welcher das Leben und Wirken starker junger Frauen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufzeigt. Claire, die einzige Tochter der Familie wird in ihrer Kindheit und Jugend stark von ihrer konservativ eingestellten Mutter geprägt. Als Michelle, die junge, selbstsichere und moderne Angetraute ihres Bruders, in ihr Leben tritt, stehen für Claire grosse Veränderungen bevor. Michelle zeigt ihr den Weg in eine neue Welt. Eine Welt, in welcher Frauen ihr Leben selbstbestimmt gestalten können. Claires Wunsch Kunst zu studieren, wird von ihren Eltern erfüllt und so zieht sie vom beschaulichen Boston ins grosse, weltoffene, aufregende New York. Bereits vor ihrem Umzug, hat Claire festgestellt, dass sie sich von Frauen angezogen fühlt und in ihrer Zimmergenossin Josephine findet sie die grosse Liebe. Eine Liebe, für die es sich zu kämpfen lohnt, obwohl in den 1920er Jahren eine lesbische Beziehungen alles andere als einfach war.

Die Idee, die Geschichte eines lesbischen Paares zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit all ihren Hürden und Schwierigkeiten zu erzählen, ist anregend. Kutscher zeigt dabei nicht nur die Probleme auf, welche sich einem homosexuelles Paar stellen, sondern allgemein die Stellung der Frau zur damaligen Zeit und die langsame Loslösung von festgefahrenen Rollenbildern. Der Weg der schüchternen und zu Beginn etwas naiven Claire zu einer selbstbewussten und starken Frau wird liebevoll und anschaulich dargestellt.

Die Tatsache, dass Claire als Ich-Erzählerin fungiert, erlaubt uns einen Einblick in ihre Gedanken und Emotionen. Der Leser teilt ihre Ängste, Wünsche, Freuden und Geheimnisse und kann sich so gut in sie hereinversetzen und sich mit ihr identifizieren. Die Sprache ist einfach gehalten und spiegelt so gut Claires Hintergrund. Die Sätze wirken zum Teil etwas holprig, was vor allem an der manchmal ungewöhnlichen und schwerfälligen Syntax liegt. Zahlreiche Tipp- und Grammatikfehler erschweren das Lesen stellenweise zusätzlich. Claires Leben wird bis in die 1960er Jahre verfolgt, was nicht ohne Auslassungen geschehen kann. Dennoch wäre an einigen Stellen eine ausführlichere Darstellung wünschenswert gewesen. Der Klappentext erwähnt, dass sich Josephine in Mafia Kreisen aufhält. Auch da wäre eine eingehendere Beschreibung, welche über die oberflächlich gehaltene Erwähnungen der Mafia hinausgeht, schön gewesen.

Das Buch zeigt die Geschichte von Claire und Josephine auf eine liebevolle Art und Weise auf. Der Schluss ist mir persönlich zu pathetisch. Die gesamte Frauenbewegung(en) auf diese eine Generation zu projizieren und die Zurschaustellung der weltoffenen, amerikanischen Gesellschaft der 1960er Jahre sind hier etwas übertrieben. Dennoch bleibt es eine schöne Geschichte, aus der man jedoch mehr hätte machen können.

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