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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

Please don't hurt me

Jennifer Nanik , Jennifer Nanik , Coupeh Ruzbeh
Flexibler Einband: 196 Seiten
Erschienen bei Nova MD, 14.04.2017
ISBN 9783961112388
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Handlung

Zunächst erscheint der Tag wie jeder andere auch, als Sunny mit ihrer Mutter zum einkaufen fährt. Doch schon wenig später verwandelt sich alles in einen Albtraum, als sie entführt wird und wenig später an ein Heizungsrohr gefesselt erwacht. Sunnys heile Welt wird Stück für Stück von ihren Entführern zerstört.

Charaktere

Die Charaktere konnten mich nicht wirklich begeistert. Eigentlich fehlte den meisten, zumindest in meinen Augen, die notwendige Tiefe um die Figuren greifbar zu machen. Besonders mit der Protagonistin hatte ich so meine Probleme. Sie erschien mir schlichtweg zu naiv für ein achtzehnjähriges Mädchen, sowohl im Handeln als auch in ihren Gedanken. Auch mit zunehmender Seitenzahl blieb der Charakter seltsam flach und ich fand keinen wirklichen Zugang und konnte manchmal, im Hinblick auf die Naivität, einfach nur den Kopf schütteln.

 

Schreibstil

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen und teilweise auch sehr detailliert. Der Einstieg in die Handlung erfolgt rasch, dennoch hatte ich an einigen Stellen das Gefühl, etwas durch die Geschichte „gescheucht“ zu werden, was einige Stellen oberflächlich wirken ließ.

 

Mein Fazit

Ich bin bei diesem Buch etwas zwiegespalten. In meinen Augen hat das Buch durchaus Potential, leider mangelte es etwas an der Umsetzung. Den Figuren mangelt es in meinen Augen an Tiefe und besonders die Protagonistin hinterlässt bei mir einen schalen Eindruck. Für die angesetzten 18 Jahre ist sie mir viel zu naiv gewesen und konnte mich auch sonst wenig überzeugen.

Gut gefallen hat mir dafür der Einstieg in das Buch. Ich finde es sehr mühselig, wenn man bei einem Buch erstmal 50 Seiten benötigt, um einen Einstieg in die Handlung zu finden. Dies war hier nicht der Fall, da ich sofort einen Zugang zu der Handlung fand. Dieses rasche Tempo zog sich durch das komplette Buch. Dies fand ich angenehm, hatte jedoch an einigen Stellen das Gefühl, dass eine „gedrosselte“ Geschwindigkeit der Handlung ganz gut getan hätte, um dem Ganzen ggf. etwas mehr Tiefe zu verleihen, auch vom psychologischen Aspekt.

Der Schreibstil ist angenehm, hält aber keine großen Überraschungen bereit. Die Erotikszenen fand ich manchmal etwas zu viel des Guten, hier wäre weniger sicherlich manchmal mehr gewesen. Gestört haben mich auch die Logikfehler, über die ich ab und zu gestolpert bin.

Gefallen hat mir dafür der Plot am Ende, denn alles in allem war es eine spannende Handlung, die leider etwas unter Logikfehlern und flachen Charakteren zu leiden hat. Dennoch bekommt man auf 196 Seiten eine spannende Handlung geboten, die sich rasch lesen lässt. 

Diese und weitere Rezensionen findet ihr auch auf meiner Website www.zeit-der-buecher.de

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(13)

18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

gloria und die londoner liebschaften, krimi, marlene klaus, viktorianisches london, spannung

Gloria und die Londoner Liebschaften

Marlene Klaus
Flexibler Einband: 276 Seiten
Erschienen bei Dryas Verlag, 20.02.2017
ISBN 9783940855718
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Handlung

Im Jahre 1889 wagt sich Lady Gloria Wingfield an ein revolutionäres Projekt; sie gründet einen Frauenbildungsverein. Doch schon der Abend der Eröffnung steht unter keinem guten Stern, denn es geschieht ein Mord. Dies sorgt für jede Menge Aufmerksamkeit und einige Gäste scheinen sich besonders komisch zu verhalten. Gloria kann nicht widerstehen und beginnt Nachforschungen anzustellen und tritt dabei mehr als einer Person auf die Füße.


Charaktere

Gloria ist ein sehr angenehmer Hauptcharakter, der sich wunderbar in das viktorianische Zeitalter einfügt. Als starke, selbstständige und selbstbewusste Persönlichkeit entspricht sie  nicht unbedingt dem damaligen Frauenbild und überzeugt aber gerade dadurch den Leser vom Tiefgang und der Authentizität der Figur. Ein wenig erinnerte sie mich an eine nicht ganz so schrullige, dafür dezentere und natürlich wesentlich jüngere Miss Marple.

Neben Gloria erwartet den Leser eine ganze Reihe an komplexen Figuren, die allesamt sehr authentisch wirken und wunderbar den Zeitgeist des viktorianischen Zeitalters widerspiegeln. Etwas anstrengend wäre dies vor allem auf den ersten Seiten, da schon recht viele Figuren auf wenig Seiten eingeführt werden. Das Personenregister am Ende des Buches bietet dem Leser jedoch einen tollen Überblick aller beteiligten Personen samt Kurzbeschreibung, welches das Lesen ungleich angenehmer macht.


Schreibstil

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen, erzeugt hier jedoch einen eher ruhigeren Krimi. Die Sprache ist sorgsam gewählt und erzeugt eine tolle Atmosphäre des viktorianischen Zeitalters und passt sich dem wunderbar an. Die Kapitel haben zudem eine angenehme Länge.


Mein Fazit

"Gloria und die Londoner Liebschaften" ist der dritte Teil der Gloria-Romane und gleichzeitig der Erste, den ich aus der Reihe gelesen habe. Dies machte für mich jedoch keinen Unterschied, da ich auch ohne Kenntnisse der Vorgängerbände wunderbar in die Geschichte hinein kam und auch zu Gloria sofort einen Zugang fand.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, der gewählte und dennoch flüssig zu lesende Schreibstil in Kombination mit authentischen und tiefgründigen Figuren bilden einen tollen Rahmen für einen atmosphärisch dichten Roman, der den Leser geradewegs in die gehobenen Kreise des viktorianischen Londons entführt. Gemeinsam mit einer angenehmen Hauptfigur begibt man sich auf Spurensuche, an dessen Ende die Entlarvung des Mörders wartet. Neben einer großartigen Kulisse und einem spannenden Fall bekommt man zudem noch eine zarte Liebesgeschichte geboten, die keinesfalls kitschig ist und das Lesevergnügen abrundet. Ich kann dieses Buch guten Gewissens weiterempfehlen und freue mich schon auf die anderen Romane der Gloria-Reihe! Ich vergebe 4,5/5 Punkten.

Diese und weitere Rezensionen findet ihr auch auf meiner Website www.zeit-der-buecher.de

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(215)

369 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 102 Rezensionen

liebe, anne freytag, jugendbuch, homosexualität, den mund voll ungesagter dinge

Den Mund voll ungesagter Dinge

Anne Freytag
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 06.03.2017
ISBN 9783453271036
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Handlung

Sophie, 17, ist alles andere als begeistert, als sie kurz vor ihrem Abi mit ihrem Vater zu dessen neuer Freundin und ihren beiden Söhnen ziehen muss. Ginge es nach ihr, würde sie keinesfalls nach Bayern ziehen, sondern in ihrer Heimat Hamburg ihr Abi machen und weiter ihren besten Freund Lucas vermissen, der unglücklicherweise gerade nach Frankreich gezogen ist. Alle sind glücklich, nur Sophie nicht. Obwohl München, und der neue Teil ihrer Familie, gar nicht so übel zu sein scheint, ist Sophie alles andere als begeistert. Doch dann begegnet sie Alex, dem Nachbarsmädchen mit den schönen grünen Augen und der Lücke zwischen den Zähnen. Zum ersten Mal überhaupt kann sich Sophie voll und ganz auf einen anderen Menschen einlassen und erlebt eine neue, aufregende Zeit. Und schließlich verändert ein Kuss alles…

Cover

Ich bin total begeistert von diesem Cover. Der Titel hebt sich mit den Farbverläufen in der Schrift auf angenehme und doch ungewöhnliche Weise vom roten Hintergrund ab. Die unterschiedlichen Buchstabengrößen springen dabei ähnlich ins Auge, wie die Rückansicht des Mädchens, welches das Cover ziert. Ich kann nichtmal genau sagen, was mich so begeistert. In meinen Augen stimmt beim Cover einfach das Gesamtpaket. Besonders gefallen hat mir auch die „handgeschriebene“ Playlist im Buchumschlag, die auch in der Handlung mehrfach erwähnt wird.

 

Schreibstil

Auf eindringliche Weise wird die Handlung aus der Sichtweise Sophies in der Ich-Perspektive erzählt. Der wunderbare Schreibstil konnte mich von der ersten Seite an begeistern und in den Bann ziehen. Mit ihrer bildhaften und metaphorischen Sprache schafft die Autorin es die Handlung mit ruhigen Tönen zu erzählen und dabei unvergleichlich lebendig erscheinen zu lassen.

Charaktere

Gefühl und Hingabe erkennt man bei den Figuren schon auf der ersten Seite. Sie zeugen von viel Tiefsinn und Vielschichtigkeit.

Sophie ist eine sehr eigensinnige Protagonistin. Ich kann nicht unbedingt sagen, dass sie mir von der ersten Seite an sympathisch war. Um ehrlich zu sein, hatte ich auf den ersten Seiten so meine Probleme mit ihr, wirkte sie doch sehr egoistisch und selbstbezogen. Im Laufe der Handlung behauptet sie ironischerweise von sich selbst kein Sympathieträger zu sein. Ich für meinen Teil konnte mich nach ein paar Seiten erstaunlich gut mit ihr anfreunden und auch ihre Gefühle und Launen erstaunlich gut nachvollziehen.

 

Mein Fazit

„Den Mund voll ungesagter Dinge“ ist mein erstes Buch von Anne Freytag und ich bin begeistert. Ich liebe ihren metaphorischen und tiefsinnigen Schreibstil, dessen gefühlvollen Unterton man wunderbar herauslesen kann. Auch das Vielschichtige der Charaktere begeistert mich, die Ecken und Kanten, die in meinen Augen die Figuren erst wirklich greifbar machen.

"Also, wenn ich einen Film schaue oder eine Serie oder eben ein Buch lese, dann will ich, dass es sich so anfühlt, als wäre ich Teil der Handlung. Wie eine unsichtbare Nebenfigur. Ich will vergessen, dass jemand sich das alles nur ausgedacht hat." S. 294

Besser könnte man das perfekte Buch gar nicht beschreiben. Anne Freytag hat es geschafft, dass man sich während des Lesens tatsächlich wie eine unsichtbare Nebenfigur fühlt. Dieser an sich sehr ruhige Roman hat mich vollends in seinen Bann gezogen und tief in das Gefühlsleben der Figuren eintauchen lassen. Ich kann diesen Roman nur empfehlen und vergebe 5/5 Punkten.

Diese und weitere Rezensionen findet ihr auch auf meiner Website  http://zeit-der-buecher.de/

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(88)

176 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 20 Rezensionen

thriller, mord, mörder, serienkiller, level 26

Level 26: Dunkle Seele

Anthony E. Zuiker , Axel Merz , Axel Merz
Flexibler Einband: 430 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 20.05.2011
ISBN 9783404160570
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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(215)

369 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 102 Rezensionen

liebe, anne freytag, jugendbuch, homosexualität, den mund voll ungesagter dinge

Den Mund voll ungesagter Dinge

Anne Freytag
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 06.03.2017
ISBN 9783453271036
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Handlung

Sophie, 17, ist alles andere als begeistert, als sie kurz vor ihrem Abi mit ihrem Vater zu dessen neuer Freundin und ihren beiden Söhnen ziehen muss. Ginge es nach ihr, würde sie keinesfalls nach Bayern ziehen, sondern in ihrer Heimat Hamburg ihr Abi machen und weiter ihren besten Freund Lucas vermissen, der unglücklicherweise gerade nach Frankreich gezogen ist. Alle sind glücklich, nur Sophie nicht. Obwohl München, und der neue Teil ihrer Familie, gar nicht so übel zu sein scheint, ist Sophie alles andere als begeistert. Doch dann begegnet sie Alex, dem Nachbarsmädchen mit den schönen grünen Augen und der Lücke zwischen den Zähnen. Zum ersten Mal überhaupt kann sich Sophie voll und ganz auf einen anderen Menschen einlassen und erlebt eine neue, aufregende Zeit. Und schließlich verändert ein Kuss alles…

Cover

Ich bin total begeistert von diesem Cover. Der Titel hebt sich mit den Farbverläufen in der Schrift auf angenehme und doch ungewöhnliche Weise vom roten Hintergrund ab. Die unterschiedlichen Buchstabengrößen springen dabei ähnlich ins Auge, wie die Rückansicht des Mädchens, welches das Cover ziert. Ich kann nichtmal genau sagen, was mich so begeistert. In meinen Augen stimmt beim Cover einfach das Gesamtpaket. Besonders gefallen hat mir auch die „handgeschriebene“ Playlist im Buchumschlag, die auch in der Handlung mehrfach erwähnt wird.

 

Schreibstil

Auf eindringliche Weise wird die Handlung aus der Sichtweise Sophies in der Ich-Perspektive erzählt. Der wunderbare Schreibstil konnte mich von der ersten Seite an begeistern und in den Bann ziehen. Mit ihrer bildhaften und metaphorischen Sprache schafft die Autorin es die Handlung mit ruhigen Tönen zu erzählen und dabei unvergleichlich lebendig erscheinen zu lassen.

Charaktere

Gefühl und Hingabe erkennt man bei den Figuren schon auf der ersten Seite. Sie zeugen von viel Tiefsinn und Vielschichtigkeit.

Sophie ist eine sehr eigensinnige Protagonistin. Ich kann nicht unbedingt sagen, dass sie mir von der ersten Seite an sympathisch war. Um ehrlich zu sein, hatte ich auf den ersten Seiten so meine Probleme mit ihr, wirkte sie doch sehr egoistisch und selbstbezogen. Im Laufe der Handlung behauptet sie ironischerweise von sich selbst kein Sympathieträger zu sein. Ich für meinen Teil konnte mich nach ein paar Seiten erstaunlich gut mit ihr anfreunden und auch ihre Gefühle und Launen erstaunlich gut nachvollziehen.

 

Mein Fazit

„Den Mund voll ungesagter Dinge“ ist mein erstes Buch von Anne Freytag und ich bin begeistert. Ich liebe ihren metaphorischen und tiefsinnigen Schreibstil, dessen gefühlvollen Unterton man wunderbar herauslesen kann. Auch das Vielschichtige der Charaktere begeistert mich, die Ecken und Kanten, die in meinen Augen die Figuren erst wirklich greifbar machen.

"Also, wenn ich einen Film schaue oder eine Serie oder eben ein Buch lese, dann will ich, dass es sich so anfühlt, als wäre ich Teil der Handlung. Wie eine unsichtbare Nebenfigur. Ich will vergessen, dass jemand sich das alles nur ausgedacht hat." S. 294

Besser könnte man das perfekte Buch gar nicht beschreiben. Anne Freytag hat es geschafft, dass man sich während des Lesens tatsächlich wie eine unsichtbare Nebenfigur fühlt. Dieser an sich sehr ruhige Roman hat mich vollends in seinen Bann gezogen und tief in das Gefühlsleben der Figuren eintauchen lassen. Ich kann diesen Roman nur empfehlen und vergebe 5/5 Punkten.

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1.150 Bibliotheken, 59 Leser, 5 Gruppen, 179 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, achtnacht, berlin, fitzek

AchtNacht

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.03.2017
ISBN 9783426521083
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Handlung

Benjamin Rühmanns Leben könnte weitaus besser laufen: pleite und fast geschieden, lebt er in den Tag hinein. Doch plötzlich scheint es nicht nur weiter bergab zu gehen, sondern ein wahrer Albtraum beginnt: in einer perversen Todeslotterie wird sein Name ausgelost. Für denjenigen, der ihn innerhalb der AchtNacht umbringt, winken 10 Millionen Euro. Zusammen mit dem zweiten Opfer beginnt für ihn ein Wettlauf gegen die Zeit. Werden die beiden es schaffen dem Mob zu entrinnen und die AchtNacht zu überleben?

Cover

Das Cover ist passend gestalten und gefällt mir wirklich gut. Die rote Acht auf dem dunklen Hintergrund ist unbestritten auffallend, hebt sich aber, zumindest vom Cover her, nicht übermäßig aus der Masse an Thrillern heraus.

 

Charaktere

Fitzeks´Protagonist, Ben Rühmann, ist ein gescheiterter Musiker, geschieden und Vater einer beinahe erwachsenen Tochter. Trotz der vermeintlichen Ecken und Kanten, die man beim Lesen seiner Beschreibungen erwarten würde (zumindest ging es mir so), fehlten mir diese. Auch wenn der Charakter in seiner Umwelt überall anzuecken scheint, erschien er mir in gewisser Weise zu fad. Unsympathisch war er mir nicht, dennoch hätte ich mir an einigen Stellen durchaus gewünscht, der Charakter wäre aus der Reserve gelockt worden. Rückblickend erscheint er mir so einfach zu blass.

Die anderen Figuren waren allesamt ganz gut konstruiert und den Leser erwartet eine bunte Mischung. In diesem Zusammenhang ist mir jedoch besonders die Nebenfigur des Priesters aufgefallen, der mich schmunzeln ließ. Dieser hätte gerne noch etwas mehr Raum einnehmen können. Auch habe ich mich gefreut auf Martin Schwartz zu treffen, der den Lesern von Passagier 23 ein Begriff sein sollte. Als Nebenfigur war er hier gut konstruiert, und ich habe mich gefreut auch „nebenbei“ etwas von seinem Werdegang nach Passagier 23 erfahren zu haben.

Schreibstil

Wie auch bei seinen anderen Büchern, versteht sich der Autor gekonnt darauf seine Leser mit seinem spannenden und rasanten Schreibstil zu fesseln. Die Handlung wird wieder größtenteils aus der Sicht Ben Rühmanns erzählt und bettet den Leser so gut in die Handlung ein, sodass man wieder das Gefühl hat unmittelbar dabei zu sein. Die Kapitel sind kurz gehalten, aber zwingen einen förmlich dazu immer noch ein weiteres zu lesen.

Mein Fazit

„AchtNacht“ bietet dem Leser wieder einen klassischen Fitzek Roman, der sich zum wahren Pageturner entwickelt.  Die Charaktere bieten eine bunte Mischung, stechen aber nicht signifikant hervor. Die Handlung ist rasant, spannend und lässt jedes Thrillerliebhaberherz höher schlagen. Auch der Plot am Ende ist interessant und überraschend, und hat mich keinesfalls enttäuscht. Auch wenn ich die Idee des Buches, eine Hetzjagd auf zwei Individuen, nominiert durch eine Lotterie, wirklich spannend finde, hätte ich mir etwas mehr Pepp in der Umsetzung gewünscht. So ähnelte das Geschehen zwischenzeitlich fast einer (blutigen) Schnitzeljagd durch Berlin und erinnert mich vom Ablauf her, in Zusammenhang mit einigen anderen Büchern Fitzeks (z.B. das Joshua-Profil), etwas an Schema F.

Nichtsdestotrotz habe ich das Buch gerne gelesen, zudem auch wichtige Thematiken wie Mobbing, Psychosen und andere angesprochen wurden. Wer kurzweilige aber spannende Unterhaltung sucht, ist bei diesem Buch gut beraten, auch wenn mir der Aha-Effekt etwas gefehlt hat. Ich vergebe 3/5 Punkten.

Diese und weitere Rezensionen findet ihr auch auf meiner Website www.zeit-der-buecher.de

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

kgb, deduktion, hörspiel, krimi, consulting detective

Sherlock & Watson – Neues aus der Baker Street: Die Spur des Teufels (Fall 3)

Viviane Koppelmann , frei nach Motiven von Arthur Conan Doyle , Leonhard Koppelmann , Johann von Bülow
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, 18.03.2016
ISBN 9783862315208
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Handlung

Der bei den Hörern beliebte Sherlock befindet sich nach einem spannenden Fall mal wieder in seinem allseits bekannten Schwebezustand: die zur Verfügung stehenden Fälle erscheinen ihm zu banal und langweilig, um sich ihrer anzunehmen. Doch dann erfährt der Tag eine interessante Wendung, als völlig unvorhergesehen ein unbekannter Mann auf den Stufen der bekannt, berüchtigten Adresse Baker Street 221b zusammenbricht und eine unverständliche Phrase brabbelt. Sherlock Holmes wittert einen neuen Fall und ich sie es sich versehen befinden sich Sherlock Holmes und Dr. Watson mitten in der Schusslinie einer internationalen politischen Verschwörung, deren Strippenzieher niemand anderes als Holmes´ Lieblingsfeind Professor Moriarty zu sein scheint.

 

Charaktere

Da ich bereits die ersten beiden Folgen der Reihe rezensiert habe, möchte ich gar nicht so sehr auf die einzelnen Charaktere eingehen. Wer mehr dazu lesen möchte, sei auf die vorhergehende Rezension verwiesen.

Sherlock Holmes ist auch in dieser Folge altbekannt schrullig, brilliant und unterhaltsam, wie man es zum einen von der Figur erwarten würde und auch von den ersten beiden Folgen kennt.

Auch zu Dr. Watson möchte ich an dieser Stelle nicht allzu viel sagen. Verglichen mit den ersten beiden Folgen, handelt es sich hier jedoch schon um einen wesentlich „normaleren“ Dr. Watson, da er sich anscheinend von seiner, in den ersten Folgen thematisierten PTBS, weitestgehend erholt zu haben scheint.

 

Mein Fazit

Auch die dritte Folge der Reihe konnte mich wieder überzeugen und begeistern. Die Story ist spannend, atmosphärisch dicht und einzelne Audiosequenzen untermalen immer wieder passend die einzelnen Spannungsmomente. Auch die hochkarätigen Sprecher verstehen es gekonnt, ihre Figuren authentisch in Szene zu setzen und damit den Hörer zu begeistern. Meine immer wieder aufkommenden Bedenken, Holmes´Eigenarten könnten nicht ausreichend umgesetzt werden, konnten auch diesmal wieder restlos ausgeräumt werden, da Johann von Bülow Holmes´Eigenarten sprachtechnisch wieder gekonnt umgesetzt hat.

„Die Spur des Teufels“ hat mir bisher am besten gefallen und ist in meinen Augen von den ersten drei Folgen handlungstechnisch die Stärkste. Wie man es als guter Sherlock Holmes Fan erwartet, besticht die Handlung mit ihrer Raffinesse und Vielschichtigkeit. Der Hörer trifft neben Sherlock Holmes und Dr. Watson natürlich auch auf weitere, altbekannte Gesichter (oder Ohren?), so darf man sich (unter anderen natürlich) auf eine anwesende Haushälterin Mrs. Hudson und einen diesmal nicht ganz so inkompetenten Inspector Lestrade freuen. Auch Moriarty findet diesmal (sehr zu meiner Freude) etwas mehr Eingang in die Handlung, ich hätte mir an dieser Stelle aber noch deutlich mehr Fundament gewünscht. Der ein oder andere Schlagabtausch zwischen den beiden Figuren wäre sicher noch drin gewesen und hätte zusätzlich sicherlich die Dynamik der Hörspiels noch unterstreichen können.

Nichtsdestotrotz kommt man hier als Sherlock Holmes Fan vollkommen auf seine Kosten. Der Erzählstil in Blogeinträgen seitens Watsons scheint in dieser Folge „perfektioniert“ worden zu sein und überraschte mich auch dieses mal ihrer originellen Umsetzung. Alles in allem ein tolles Hörspiel, welches ich unbedingt weiterempfehlen möchte. Einzig für den Preis muss ich einen Stern abziehen, da ich 14,99€ (UVP Verlagsseite, Stand 09.04.17) für ein Hörspiel von 1h 26min doch als sehr hoch empfinde. Allerdings sei weiterhin angemerkt, dass die ersten drei Folge der Serie „Holmes & Watson – Neues aus der Baker Street“ aktuell für Amazon Prime Mitglieder ohne zusätzliche Kosten angehört werden können.

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(1.116)

1.897 Bibliotheken, 53 Leser, 6 Gruppen, 298 Rezensionen

thriller, psychothriller, sebastian fitzek, fitzek, das paket

Das Paket

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer, 26.10.2016
ISBN 9783426199206
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Handlung

Seit die Psychiaterin Emma in ihrem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, traut sie sich nicht mehr aus dem Haus. Sie wähnt sich als die einzige Überlebende eines Serienkillers, der sich der Friseur nennt, da er seinen Opfern die Haare abschneidet. Handfeste Beweise, dass es sich bei Emmas Vergewaltiger um den Friseur handelt, gibt es laut Polizei, trotz ihrer abgeschnittenen Haare, nicht. Als sie einige Wochen nach dem Vorfall ungeplant ein Paket für ihren Nachbarn, dessen Namen sie nie gehört, geschweige denn die Person je gesehen hat, scheint das Unglück seinen Lauf zu nehmen…

 

Cover

Das Cover, als Paket gestaltet, ist ein richtiger Hingucker und macht unweigerlich neugierig. Zudem ist das Buch zusätzlich wie ein Paket verpackt. Das finde ich zwar eine interessante Idee, die sich sicherlich von der Masse abhebt. In Anbetracht der zusätzlichen, unnötigen Verpackung für einen kurzen „Auspackmoment“, stößt mir das aber eher unangenehm auf.

 

Charaktere

Wer schonmal ein Buch von Fitzek gelesen hat, kennt in etwa die Konstruktionen der Charaktere. Emma erscheint auf den ersten Seiten als eine sehr selbstbewusste junge Frau, dies ändert sich nach  jedoch nach den ersten Kapiteln, sie wird zu einem reinen Nervenbündel. Eine Besonderheit in der Charakterdarstellung liegt darin, dass Emma selbst Psychologin ist und folglich ihre psychische Situation analysiert.

Die Charaktere wirken auf den ersten Blick alle einigermaßen eindeutig, mit steigender Seitenzahl entwickeln sich jedoch zunehmend Abgründe.

 

Schreibstil

Der Schreibstil ist spannend, rasant, angenehm und flüssig zu lesen. Man erlebt die Geschichte aus der dritten Person, fühlt sich dabei gut in das Geschehen eingebunden. Sprachliche Auffälligkeiten gibt es eher weniger, dafür begeistert der Autor wieder mit spannenden Thrillmomenten zu Ende eines Kapitels, die man getrost als Cliffhanger bezeichnen kann.

 

Mein Fazit

Ich lese Fitzeks Bücher gerne und bin dabei in all den Jahren auf noch keines gestoßen, das mich enttäuscht hätte. Auch „das Paket“ hat mir gut gefallen, auch wenn ich sagen muss, dass es in meinen Augen eher zu den schwächeren Werken Fitzeks zählt. Die Handlung war spannend und ich muss auch sagen, dass ich in der ersten Hälfte des Buches auch einigermaßen im Dunkeln tappte. Besonders gefallen hat mir dabei der Zwiespalt Emmas zwischen einstiger Psychologin und Patientin. Dies führte dazu, dass ich als Leser schnell begann wirklich alles zu hinterfragen.

Fitzek hat in diesem Buch wieder eindrucksvoll die Abgründe der menschlichen Psyche beschrieben und mir dabei ein ums andere Mal einen Schauer über den Rücken gejagt. Leider wirkte die Handlung in vielen Punkten zu gewollt und konstruiert, die Personen, und vor allem Emma, handelten in einigen Situationen mehr als unlogisch. Auch wenn mich einige Wendungen zwischenzeitlich überraschten, hatte ich mit zunehmender Seitenzahl schon eine Ahnung, welches Ende das Ganze nehmen würde. Gut fand ich die Cliffhanger am Ende einiger Kapitel, die das Buch zum wahren Pageturner machten. Leider wurde ich zu Beginn der neuen Kapitel oftmals enttäuscht, da viele der sogenannten Cliffhanger harmlos aufgelöst wurden.

Das Paket ist dennoch ein netter Thriller, der mich aber nicht aus den Socken hauen konnte. Neben dem gewissen Etwas, habe ich auch hier logische Handlungen der Figuren, besonders Emma vermisst. Den Plot am Ende fand ich zwar wirklich gut, insgesamt habe ich aber schon deutlich bessere Thriller von Fitzek gelesen. Wer seine Bücher mag, wird aber auch hier wieder gut beraten sein, denn auch dieses Buch verspricht einen netten Fitzek-Thillerabend.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Tell

Thomas Vaucher
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Stämpfli Verlag, 19.10.2016
ISBN 9783727279003
Genre: Historische Romane

Rezension:

Handlung

Wilhelm Tell ist Müllergehilfe und lebt nach der Ermordung seines Vaters bei seinem Onkel. Als er das erste Mal auf die hübsche Anna trifft, ist es um ihn geschehen. Beim Johannisfest jedoch kommt es zur Schlägerei zwischen ihm und einem reichen und einflussreichen Bürger. Ihm bleibt nichts anderes übrig als seine Heimat zu verlassen und seinen Unterhalt als Söldner zu verdienen. Schon bald steigt er auf und wird als einer der besten Armbrustschießer zum dritten stellvertretenden Hauptmann befördert und trifft bald darauf auf den Mörder seines Vaters…

Dieses Buch thematisiert das Leben um die Legende Wilhelm Tell und den Apfelschuss.

 

Charaktere

Die Charaktere wirken alle sehr authentisch und vor dem Hintergrund der damaligen Zeit gut recherchiert. Besonders auffällig ist dies bei der Figur Tells, denn dem Autor ist es gelungen diese legendäre Person, für deren Existenz es schlussendlich keinen wirklichen Beweis gibt, vor dem Hintergrund einer tollen Recherche authentisch und vielschichtig wirken zu lassen.

 

Schreibstil

Das Buch ist neben Prolog und Epilog in zwei große Teile geteilt. Einzelne Kapitel gliedern das Buch zusätzlich, oftmals mit Information zum handelnden Ort in der Überschrift. Der Schreibstil ist eingängig und flüssig zu lesen, wenn auch oftmals sehr prägnant in Bezug auf die Dialoge. Beschreibungen hingegen sind oftmals ausführlich, dabei aber keinesfalls langweilig sondern angenehm anschaulich.

 

Mein Fazit

Der Name Wilhelm Tell sagte mir anfangs wenig, von der Legende des Apfelschusses hatte ich hingegen schon gehört. Die Existenz Tells oder der Ereignisse lässt sich historisch nicht belegen, doch ich bin begeistert wie der Legende um diese Person im Buch Raum gegeben und das Leben Tells dargestellt wurde wie es hätte sein können. Eine tolle Rahmenhandlung runden dabei das Lesevergnügen ab und wecken das Interesse selbst noch etwas zu recherchieren. Auf die Handlung an sich möchte ich gar nicht weiter eingehen um nichts vorweg zu nehmen. Auch das Nachwort ist höchst interessant, ebenso spannend fand ich das Ortsverzeichnis. Für den Leser ebenfalls sicherlich interessant ist das Wortregister, welches einige Begriffe noch erklärt. Das Personenregister am Ende verhindert außerdem, dass man bei der Fülle an Figuren beim Lesen durcheinander kommt. Auch die hochwertig illustrierte Karte im Umschlag des Buches inklusive Legende hat mir wirklich gefallen und konnte mich begeistern.

Insgesamt empfehle ich das Buch guten Gewissens an Liebhaber historischer Romane weiter. Das Buch bietet eine tolle Story, eine spannende Legende, überzeugende  Charaktere und eine tolle Recherche, die sich ua in der Karte und den Registern äußert. Ich vergebe 4/5 Punkten, denn einen muss ich für den saftigen Preis von 39, 00€ leider abziehen.

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

cia, kalter krieg, oss, spionage, politischer einfluss

CIA

Tim Weiner , Elke Enderwitz , Ulrich Enderwitz , Monika Noll
Flexibler Einband: 864 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 22.02.2012
ISBN 9783596190591
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Der Clan

Dwayne A. Smith , Maria Hochsieder , Maria Hochsieder
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.12.2014
ISBN 9783426514405
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Handlung

Martin Grey ist ein aufstrebender, junger und afroamerikanischer Anwalt. Als er in einem aufsehenerregenden Prozess gegen den renommierten Anwalt Damon Darrell antritt und diesen sogar gewinnt, öffnen sich ihm die Tore in die höchsten Riegen er mächtigsten afroamerikanischen Geschäftsleute New Yorks. Über das Wochenende wird Martin Grey von dem mächtigen elitären Zirkel zu einem Ausflug eingeladen. Nichtsahnend sagt er zu, ohne zu wissen, dass ihn dieser Ausflug zu Dr. Kasims Landsitz führen wird, welcher einer Hochsicherheitsanlage gleicht. Nicht ohne Grund, wie Martin bald herausfindet, denn Dr. Kasim hat eine perverse Art und Weise entwickelt, das Leiden seiner Ahnen in der Sklaverei zu "sühnen". Verborgen in den dichten Wäldern hält er sich auf seinem Landsitz eine Vielzahl an weißen Sklaven und herrscht mit harter Hand...


Charaktere

Ich bin etwas unentschlossen, wie ich die Charaktere beschreiben soll. Ich würde sie nicht unbedingt als authentisch bezeichnen, das Gegenteil trifft jedoch auch keinesfalls zu. Martin Grey, der Protagonist, und seine Frau Anna, sind sehr angenehme Charaktere, deren Basis ein hoher moralischer Grundsatz ist, der Leben und Handeln bestimmt. Klassifiziert man die Figuren in Gut und Schlecht, stehen sie unangefochten auf der guten Seite.

Grauschattierungen bei den Figuren sind meines Erachtens nach kaum zu finden, was vom Autor provokativ sicherlich auch gewollt ist.


Schreibstil

Ebenso wie das Thema, ist der Schreibstil schonungslos, direkt und auch etwas provokativ. Der Leser erlebt die Sicht hauptsächlich aus der Sicht Martin Greys, zwischendurch werden Perspektiven anderer Figuren eingeschoben. Die Kapitel sind kurz und enden nicht selten mit einem Cliffhanger.

Mein Fazit 

"Der Clan" ist ein mehr als provokatives und radikales Buch, welches den Racheakt auf eine ganz neue Stufe stellt. Schonungslos wird ein Szenario entworfen, welches einem einen Schauer über den Rücken jagt. Nicht nur der moralische Grundsatz des Protagonisten wird auf die Probe gestellt, sondern in gewisser Weise auch die des Lesers. Mit schweren Geschützen beschreibt der Autor eine zynische und provokante Parallelwelt, bei der einem ganz anders wird.

Alles in allem ein gutes, sehr heftiges Buch, welches ich weiterempfehlen kann. Ich vergebe 4/5 Punkten.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

sklaverei, brasilien

Das Lied des Kolibris

Ana Veloso
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.07.2015
ISBN 9783426501313
Genre: Romane

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das verrückte Tagebuch des Henry Shackleford

James McBride , Werner Löcher-Lawrence
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei btb, 14.11.2016
ISBN 9783442714483
Genre: Romane

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

indianer, sklavin, sklaven, 19. jahrhundert, sklavere

Licht über weitem Land

Jane Kirkpatrick , Renate Hübsch , www.arcangel.com und shutterstock , Daniela Sprenger
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Brunnen, 15.06.2016
ISBN 9783765520686
Genre: Historische Romane

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105 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

rassentrennung, kathryn stockett, rassismus, usa, gute geister

Gute Geister

Kathryn Stockett , Cornelia Holfelder-von der Tann
Flexibler Einband: 832 Seiten
Erschienen bei btb, 14.11.2016
ISBN 9783442714506
Genre: Romane

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Stigmata

Phyllis A. Perry
Fester Einband: 357 Seiten
Erschienen bei Ullstein HC
ISBN 9783550082511
Genre: Historische Romane

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58 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

menschenhandel, thriller, prostitution, mord, russische mafia

Sieben Gräber

V. S. Gerling
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bookspot Verlag, 08.03.2016
ISBN 9783956690488
Genre: Krimi und Thriller

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93 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

wolfgang hohlbein, buch, maschinen, gänsehautaction, irland

Irondead - Der zehnte Kreis

Wolfgang Hohlbein
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei INK ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 06.02.2014
ISBN 9783863960667
Genre: Fantasy

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573 Bibliotheken, 18 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, spannung, fitzek, psychothriller

Das Joshua-Profil

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783404175017
Genre: Krimi und Thriller

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Handlung

Verbrechen begehen nur die Figuren in seinen Büchern, denn der eher erfolglose Thrillerautor Max ist ein gesetzestreuer Bürger. Sein Bruder Cosmo, Insasse einer psychiatrischen Anstalt, ist das genaue Gegenteil. Ohne eine Ahnung scheint Max schon bald ein fürchterliches Verbrechen zu begehen, ganz im Gegensatz zu denen, die ihm dicht auf den Fersen sind und ihn töten wollen bevor es zu spät ist.

 

Cover

Das Cover besticht in gewohnter Fitzek Manie. Ich finde das Cover für einen Thriller passend und mir gefällt es wirklich gut. In der Buchhandlung auf jeden Fall ein Blickfang.

 

Charaktere

Die Charaktere sind Fitzek-typisch aufgebaut und überzeugen mit ihrer Authentizität. Verschrobene Ermittler sucht man hier allerdings vergeblich, sondern bekommt es mit einem mehr oder weniger sympathischen Thrillerautoren zu tun.

 

Schreibstil

Der Schreibstil ist Fitzek-typisch sehr angenehm zu lesen, rasant und spannend, sodass man das Buch kaum mehr aus der Hand legen kann.

 

Mein Fazit

Mit „Das Joshua-Profil“ bekommt der Leser einen soliden Thriller nach der Fitzek Manie geboten, welcher sich wunderbar in die Reihe seiner übrigen Werke einordnet. Ich würde ihn nicht als meinen liebsten Fitzek bezeichnen, doch begeistern konnte er mich natürlich trotzdem. Die Story ist gewohnt rasant, undurchsichtig und fesselt einen von der ersten Seite an. Die Charaktere konnten mich überzeugen und selbst die „schwierigen“ Figuren konnten sich so etwas wie Sympathie erschleichen.

Alles in allem bekommt der Leser hier wieder einen furiosen Fitzek-Thriller mit einem hochbrisantem Thema geboten, welches beim Leser ein dumpfes und mehr als unangenehmes Gefühl hinterlässt. Aus der Reihe der übrigen Romane des Autors muss dieses Buch in meinen Augen aber deshalb nicht zwangsweise herausstechen. Wer Fitzek mag, wird hier wieder voll auf seine Kosten kommen und das Buch nur schwerlich wieder aus der Hand legen können. Auch das Nachwort ist mehr als lesenswert! Insgesamt vergebe ich 3,5/5 Punkten.

Diese und weitere Rezensionen findest Du auch auf meiner Website www.zeit-der-buecher.de

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563 Bibliotheken, 25 Leser, 1 Gruppe, 153 Rezensionen

thriller, cody mcfadyen, smoky barrett, die stille vor dem tod, mord

Die Stille vor dem Tod

Cody McFadyen , Axel Merz
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.09.2016
ISBN 9783785725665
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Handlung

Smoky Barrett ist zurück, gemeinsam mit ihrem Team geht sie nun landesweit auf die Jagd nach Serienkillern. An einem regnerischen Oktobertag werden sie in eine zunächst beschauliche Wohnsiedlung in Denver, Colorado gerufen. Drei Familien wurden innerhalb von nur einer einzigen Nacht bestialisch ermordet und außerdem eine blutige Nachricht für Smoky persönlich hinterlassen. Doch was dann folgt, hätte sie sich in ihren kühnsten Träumen vorstellen können.

Cover

Das Cover besticht in altbekannter McFadyen-Manier und reiht sich damit wunderbar in die Smoky-Barrett-Reihe ein und lässt wohl fast jedes Thrillerliebhaberherz höher schlagen.

 

Charaktere

Leser, die die Vorgängerbände bereits gelesen habe, müssten ja bereits mit diesen bekannt sein, weshalb ich lieber auf Auffälligkeiten eingehen möchte. Besonders von Smoky war ich in diesem Band mehr als enttäuscht. Die einst so sympathische, energiegeladene und widerstandsfähige Figur hat sich hier in ein farbloses und weinerliches Nervenbündel verwandelt. Auch die anderen Figuren wirken eher farblos und oberflächlich und konnten mich überhaupt nicht mehr überzeugen.

 

Mein Fazit

Wie viele andere Leser auch habe ich mich wahnsinnig auf den neuen Smoky Barrett Band gefreut und war trotzdem skeptisch, als wieder mal ein Erscheinungstermin bekannt gegeben wurde. Natürlich war die Freude dann umso größer, als ich das Buch endlich, nach Jahren der Wartezeit, endlich in der Hand hielt. Diese Begeisterung hielt auch die ersten 130 Seiten an, ein spannender Schreibstil und eine rasante Handlung fesselten mich in altbekannter McFadyen-Manier von der ersten Seite an.

Doch dann flachte alles auf merkwürdige Weise ab. Die Figuren wurden blass und oberflächliche, die erst so vielversprechende Handlung nur noch vage weiterverfolgt, Handlungszweige unter den Tisch gekehrt und das weinerliche Gefühlsleben von Smoky in den Mittelpunkt gezerrt, sodass ich mich ernsthaft frage, ob McFadyen das Buch wirklich zuende geschrieben hat. Ich habe mich durch seitenlange Beschreibungen von Smokys abstrusen Träumen, inneren Monologen und Psychiatergesprächen gequält, in der Hoffnung den roten Faden der Handlung wiederzufinden, oder wenigstens wieder etwas Logik in der Handlung zu erkennen. Mir hat hier wirklich (fast) alles gefehlt, was mich an den ersten Bänden begeistern konnte. Smokys Art, hier leider nur noch weinerlich und nervig, ging mir von Seite zu Seite mehr auf die Nerven und auch die anderen Figuren waren und wurden nicht besser. An einigen Stellen hatte ich tatsächlich das Gefühl der Autor hätte sich hier nur der Copy and Paste Funktion seines PCs bedient, da die Figuren häufiger immer wieder auf dieselbe Art und Weise beschrieben wurden, so als galt es möglichst viele Seiten zu füllen.

Auch das (offene) Ende konnte mich keinesfalls versöhnen. An den Büchern des Autors schätze ich es immer besonders, dass ich oft bis zum Ende eines Buches im Dunkeln tappte – sowohl was die Hintergründe als auch den Täter oder Hintermänner anging. Hier erschien mir, zumindest was den Täter anging, manche Dinge zu offensichtlich und auch die offen gebliebenen Fragen und Hintergründe, die sicherlich noch Stoff für weitere Bücher hergeben, reizen mich nicht besonders. Dennoch werde ich wohl, sollte es zu weiteren Bänden kommen, dem Ganzen noch eine Chance geben, da mich die übrigen Werke des Autors wirklich überzeugen konnten.

Alles in allem werden die meisten Fans der Reihe hier wohl enttäuscht werden, ich vergebe 1,5/5 Punkten.

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55 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

england, london, anne breckenridge, krimi, historischer krimi

Engel der Themse

Anne Breckenridge
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Dryas Verlag, 06.09.2016
ISBN 9783940855664
Genre: Historische Romane

Rezension:

Handlung

Im viktorianischen London des Jahres 1864 verschwinden immer mehr Kinder. Betroffen sind die Kinder der Ärmsten. Die Bevölkerung macht den Schatten verantwortlich, ein verzweifelter Versuch die Kindersterblichkeitsrate zu erklären? Als auch Gladys neugeborener Bruder verschwindet, unternimmt die Polizei wie gewohnt nichts. Als schließlich jedoch das Kind eines Lords wie vom Erdboden verschluckt scheint, ist ganz London in Aufruhr. Auch das junge Küchenmädchen Emma beteiligt sich an der Suche und wird prompt verdächtigt. Als sich Gladys und Emma schließlich über den Weg laufen, müssen sie alles daran setzen um das Geheimnis um den Schatten aufzuklären.

 

Cover

Die Aufmachung des Buches gefällt mir ausgesprochen gut, gerade mein Herz als Liebhaber des viktorianischen Londons lässt ein solches stimmungsvolles Cover sofort höher schlagen.

 

Charaktere

Im Laufe der Handlung trifft man auf relativ viele Figuren und auch wenn einige davon nur oberflächlich betrachtet werden, erhält man in meinen Augen als Leser einen guten Einblick in die damaligen Bevölkerungsschichten und Gesellschaftsdynamik der damaligen Zeit. Die Protagonisten Gladys und Emma scheinen sich zunächst grundlegend zu unterscheiden, entdecken jedoch nach und nach ihr Verständnis für den jeweils anderen.

 

Schreibstil

Als Leser erlebt das man die Handlung hauptsächlich aus der Sicht Gladys und Emmas in wechselnden Kapiteln. Der Schreibstil an sich ist sehr angenehm zu lesen und ermöglicht es einem gut sich in die Charaktere hineinzuversetzen.

 

Mein Fazit

„Der Engel der Themse“ ist ein toller historischer Krimi, der Liebhaber des viktorianischen Londons begeistern wird! Vor einem gut recherchierten Hintergrund wird dem Leser eine spannende Geschichte geboten, die das Buch zu einem wahren Pageturner werden lassen. Mit 272 Seiten ist das Buch kein Wälzer, die angenehme Länge der Kapitel lassen es zu das Buch schnell mal zwischendurch zu lesen und dabei voll auf seine Kosten zu kommen.

Auch wenn mir vor allem Emma manchmal ein wenig naiv erschien, hat mir die authentische Ausstrahlung der Figuren doch gut gefallen und so die gründliche Recherche deutlich wurde, auch wenn ich mir an einigen Stellen noch etwas mehr Hintergrundinformationen gewünscht hätte. Die Charaktere geben außerdem einen guten Einblick in die Gesellschaftsdynamik der damaligen Zeit.

Etwas schade fand ich, dass das Buch zum Ende hin ein wenig schnell abgehandelt wurde, ich hätte mir an der einen oder anderen Stelle noch eine etwas ausgiebigere Erklärung gewünscht, dies hätte in meinen Augen das Buch noch etwas mehr abgerundet.

Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen und ich gebe hier eine klare Leseempfehlung! Für Liebhaber des viktorianischen Londons ist dieses Buch sowieso ein absolutes Muss! Ich vergebe 4/5 Punkten.

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110 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

thriller, missbrauch, mord, psychopath, wahnsinn

Eric

Marco Monetha
Flexibler Einband: 243 Seiten
Erschienen bei Schardt, M, 15.06.2016
ISBN 9783898418935
Genre: Krimi und Thriller

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474 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

internet, dystopie, social media, überwachung, dave eggers

Der Circle

Dave Eggers , ,
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.10.2015
ISBN 9783462048544
Genre: Romane

Rezension:

Handlung

Die 24 jährige Mae kann es kaum glauben, denn sie hat es geschafft einen Job im hippsten Unternehmen des Landes, ja beinahe der ganzen Welt zu ergattern, dem Circle. Innerhalb von nur sechs Jahren hat das renommierte Internetunternehmen die Branche revolutioniert und die Geschäftsfelder verschiedener Konkurrenten übernommen, indem alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausgestattet werden und die Internetanonymität somit abgeschafft wird. Mit der zunehmenden Transparenz der ganzen Welt, und der Abschaffung der Privatsphäre, sieht sich der Konzern in der Möglichkeit eine bessere Welt zu schaffen, doch zu welchem Preis?

 Mae ist begeistert von der verqueren Ideologie des Unternehmens und treibt den irren Wahn der durchgehenden Transparenz immer weiter. Benebelt und geblendet vom Glanz des Circles, welches den Mitarbeitern einen eigenen Campus mit unendlich vielen Partys, kostenlosen Produkten und Glanz und Glamour zu Verfügung stellt, versinkt sie immer weiter, bis schließlich ein mysteriöser Kollege auf der Bildfläche erscheint, welcher die drohenden Gefahren erkennt..

 

Cover

Das Cover lässt nicht viel Rückschlüsse auf den Inhalt zu, zeigt dafür aber scheinbar das Logo des Circles. Ansonsten finde ich es sehr ansprechend gestaltet und erweckte zumindest meine Neugier.

 

Charaktere

Viel gutes kann ich über die Charaktere nicht sagen. Auch wenn sich der Autor augenscheinlich Mühe bei der Ausarbeitung seiner Figuren gegeben hat, erscheinen diese allesamt flach, oberflächlich und wenig authentisch. Besonders die Protagonistin Mae ist beinahe unerträglich naiv und anstregend, sodass ich trotz der 560 Seiten einfach nicht mit ihr warm werden konnte. Mit den übrigen Charakteren verhielt es sich ähnlich.

 

Schreibstil

Der Schreibstil lässt sich angenehm und flüssig lesen. Der Leser erlebt die Perspektive aus Maes Sicht. Besonders in die Protagonistin einfühlen konnte ich mich dabei allerdings nicht. Etwas komisch fand ich die fehlenden Kapitel, lediglich Absätze gliedern das Buch in einzelne Abschnitte. Gestört hat mich das allerdings nicht.

 

Mein Fazit

„Der Circle“ besticht mit einer interessanten Idee mit einem mehr als aktuellem Thema. Die Selbstdarstellung durch Facebook, Twitter und Co hat schon jetzt für viele einen unangenehmen Beigeschmack und mit Blick in die Medien sind auch Stichworte wie Privatsphäre und Überwachung aktuell wie nie. Kein Wunder also, dass ein Buch, welches sich (auf satirische Weise) mithilfe eines fiktiven Unternehmens einen spekulativen Blick in die Zukunft genehmigt, ein breites Publikum anspricht und von sich Reden macht.

Die Idee finde ich großartig, die Umsetzung dafür umso weniger. Flache Charaktere und überspitzte Darstellungen haben dabei die anfangs vielversprechende Idee des Buches ruiniert und in ihrer Umsetzung gegen die Wand gefahren. Das Buch war zwar nicht zäh geschrieben, aber unnötig hingezogene Beschreibungen von Gebäuden oder Szenen zogen das Buch unnötig in die Länge und ließen zwischendurch trotz des eigentlich spannenden Themas schon etwas Langeweile aufkommen. Zudem kam auch zum Ende der Handlung keine wirklich Spannung auf, obwohl von dieser her schon ein gewisser Showdown zu erkennen gewesen wäre. Auch eine gewisse Eigendynamik habe ich vermisst.

Alles in allem kann ich die ganzen positiven Stimmen um dieses Buch nicht wirklich nachvollziehen. Mir ist zwar bewusst, dass es sich hierbei um eine Satire mit einem spekulativem Blick in die Zukunft handelt, dennoch fand ich das ganze zu lächerlich dargestellt. Ich würde nicht sagen, dass ein ähnliches Szenario nicht möglich wäre, denn auch ich betrachte gewisse Entwicklungen sehr skeptisch, doch die Umsetzung dieses Buches konnte mich überhaupt nicht überzeugen, nicht zuletzt aufgrund der nervigen und schrecklich naiven Protagonistin.

Eine tolle Grundidee, welcher definitiv mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden muss, in diesem Buch allerdings leider nur leidlich gut umgesetzt wird. Schade! Aufgrund des doch sehr interessanten Themas vergebe ich gerade noch 2/5 Punkten.

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171 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

zwangsstörung, gedichte, liebe, jugendbuch, freundschaft

Mit anderen Worten: ich

Tamara Ireland Stone , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Magellan, 25.01.2016
ISBN 9783734850219
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Handlung

Wirre Wörter und endlose Gedankenschleifen schwirren in Samanthas Kopf herum und hindern sie daran ein normales Leben zu führen. Zunehmend fühlt sie sich von ihnen bedrängt, aus Angst als verrückt abgestempelt zu werden verheimlicht sie ihr Leiden auch vor ihren Freunden. Einzig ihrer Mutter scheint sie ihren inneren Kampf zwischendurch zu offenbaren. Als Sam schließlich Carolin kennenlernt, sich einem Dichterclub anschließt und einen Jungen kennenlernt, scheint es endlich aufwärts zu gehen. Sie entdeckt wie befreiend Worte sein können und beginnt endlich eine Beziehung zu sich selbst aufzubauen. Doch dann passiert das Unglaubliche und stellt alles infrage.

 

Cover

Das Buch überzeugt schon vom Äußeren. Die zarten Blautöne und der leichte Retrotouch sind ein wahrer Hingucker. Auch wenn dies vielleicht nicht unbedingt zum Cover zählt, gefällt mir außerdem der kleine Wal des Magellan-Verlags wirklich sehr gut.

 

Charaktere

Schon von der ersten Seite an konnten mich die Charaktere des Buches überzeugen. Die Protagonistin Sam lernt man schon früh als sehr feinfühliges und sensibles Mädchen kennen, welches neben den „alltäglichen“ Problemen eines Teenagers auch mit Zwangsstörungen zu kämpfen hat. Als Leser konnte ich mich gut in Sam hineinversetzen und bin begeistert von der authentischen und tiefgründigen Darstellung der gesamten Charaktere.

Schreibstil

Den Leser erwartet hier einen schonungslose, aber gleichzeitig tiefgründige und wortgewaltige Sprache, die mich von der ersten Seite an begeistern konnte.

Mein Fazit

„Mit anderen Worten: ich“ ist ein poetischer und tiefgründiger Roman, der es versteht den Leser mit sich zu ziehen. Der schonungslose und doch gleichzeitig tiefgründige und sanfte Schreibstil in Verbindung mit einer wortgewaltigen Sprache machen das Buch zu einem Lesevergnügen der besonderen Art.

„Mit anderen Worten“ ist in Zusammenhang mit diesem Buch eine passende Phrase, denn genau auf diese Weise thematisiert die Autorin „kritische“ Themen wie Zwangsstörungen auf gefühlvolle und verständliche Weise.

Mich begeistert eigentlich alles an diesem Buch, die authentischen Charaktere, die tiefgründige und wortgewaltige Sprache und die Art und Weise, wie die Leserschaft für Themen wie Zwangsstörungen in Verbindung mit der Gefühlswelt eines jungen Mädchens sensibilisiert wird.  Ich möchte eigentlich gar nicht weiter auf den Inhalt eingehen, denn es gibt Bücher, die es verdienen gelesen zu werden und dazu zählt dieses allemal. Ich kann nur jedem empfehlen gemeinsam mit Sam in die Welt des Dichterklubs abzutauchen und eine tolle Protagonistin dabei zu begleiten, wie sie Stück für Stück zu sich selbst findet. Ich vergebe 5/5 Punkten an dieses tolle Buch!

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106 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

thriller, baby, mary kubica, pretty baby, psychose

Pretty Baby - Das unbekannte Mädchen

Mary Kubica , Nele Junghanns
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 18.07.2016
ISBN 9783959670333
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Handlung

Schon von Berufswegen ist Heidi ein absolut hilfsbereiter Mensch, doch auch privat kümmert sie sich um jeden, der Hilfe benötigt. Als sie auf dem Weg zur Arbeit ein junges, wahrscheinlich obdachloses Mädchen mit einem Baby am Bahnhof entdeckt, geht ihr dieses nicht mehr aus dem Kopf. Als sie diesem einige Tage später ihre Hilfe anbietet und sie samt dem Baby mit nach Hause nimmt, ist dies ihrer Familie ein Dorn im Auge. Schon bald beginnt sich Heidi zu verändern und auch das Mädchen ist mehr als mysteriös. Heidis Ehemann engagiert einen Privatdetektiven um die Vergangenheit des Gastes zu erforschen und stößt dabei auf erschreckendes.

 

Cover

Den Leser erwartet ein schlichtes, dunkel gehaltenes Cover, welches erstmal nicht viel schlussfolgern lässt und so wunderbar zum Titel des Buches passt. Mir persönlich gefällt dieses schlichte, etwas geheimnisvolle Cover sehr gut und passt in meinen Augen, nachdem ich das Buch gelesen habe, wunderbar zum Gesamteindruck des Buches.

 

Charaktere

Ein wenig lässt die Kurzinformation zur Handlung ja schon auf die Charaktere schließen. Der Leser trifft auf eine Fülle an Charakteren, welche sich im Laufe der Handlung nicht so einfach klassifizieren lassen wie es zunächst den Anschein haben mag.  Ein unbekanntes, sehr verschlossenes Mädchen mit einem Baby, eine hilfsbereite Mutter mit einem Helfersyndrom und ein (mir zumindest) unsympathischer Ehemann bilden dabei die Hauptbesetzung der Handlung.

 

Schreibstil

Den Leser erwartet ein angenehmer und flüssig zu lesender Schreibstil, während man die Handlung aus den verschiedenen Perspektiven der handelnden Personen, an verschiedenen Orten und Zeiten erlebt. Dabei hatte ich trotzdem das Gefühl etwas auf Distanz gehalten zu werden, vielleicht auch, weil man eben die Geschichte aus (vielen) verschiedenen und vor allem subjektiven Perspektiven erlebt. Insgesamt hat mir der Schreibstil jedoch gut gefallen, auch wenn er für meinen Geschmack ruhig etwas „thrillermäßiger“ hätte sein können, wenn man bedenkt, dass das Buch ja als Thriller eingestuft wird.

 

Mein Fazit

„Das unbekannte Mädchen“ ist ein spannendes Buch, welches ich innerhalb von kurzer Zeit ausgelesen habe. Die Handlung offenbart sich dem Leser nicht einfach, vielmehr erhält man durch kurze, eingeschobene Rückblicke die Möglichkeit das Puzzle Stück für Stück zusammenzusetzen, um am Ende dann doch noch einmal überrascht zu werden.

Die Handlung ist spannend geschrieben, an einigen Stellen zwar nicht unbedingt zäh zu lesen, dennoch finden sich einige Wiederholungen, die mich jedoch nicht übermäßig stören. Insgesamt gefällt mir das Buch wirklich gut, auch wenn mir etwas das gewisse Etwas gefehlt hat. Eine gruselige Story, auf jeden Fall, aber für einen Thriller fehlt mir da noch etwas.

Die Entwicklung der Charaktere ist enorm und konnte mich vollends überzeugen – vor allem wenn man sich vor Augen führt, dass der Zeitraum, in welchem die Handlung spielt, lediglich wenige Tage beträgt. Wirklich gut fand ich, dass die Autorin es hier geschafft hat die einzelnen Figuren von vielen Seiten zu beleuchten, so bekam ich vor allem von Willow ganz unterschiedliche Eindrücke. Auch hätte das Ende noch etwas fülliger ausfallen können, denn einige Dinge blieben leider unbeantwortet.

Insgesamt ein tolles Buch für zwischendurch, welches ich guten Gewissens mit 3,5/5 Punkten weiterempfehle, da mir für einen Thriller noch etwas gefehlt hat.

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