CirillavonCintras Bibliothek

138 Bücher, 41 Rezensionen

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427 Bibliotheken, 5 Leser, 6 Gruppen, 25 Rezensionen

liebe, südamerika, klassiker, kolumbien, roman

Die Liebe in den Zeiten der Cholera

Gabriel García Márquez , Dagmar Ploetz
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.02.2004
ISBN 9783596162512
Genre: Klassiker

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229 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

abenteuer, mississippi, mark twain, südstaaten, klassiker

Die Abenteuer des Huckleberry Finn

Mark Twain , Ekkehard Schöller , Douglas W Jefferson
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Reclam, Philipp, 01.11.2007
ISBN 9783150201480
Genre: Klassiker

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981 Bibliotheken, 17 Leser, 9 Gruppen, 42 Rezensionen

fantasy, magie, kvothe, musik, liebe

Die Furcht des Weisen Band 2

Patrick Rothfuss , ,
Fester Einband: 520 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 27.02.2015
ISBN 9783608939262
Genre: Fantasy

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(135)

281 Bibliotheken, 10 Leser, 4 Gruppen, 26 Rezensionen

thailand, england, bangkok, familiengeheimnis, krieg

Das Orchideenhaus

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 30.04.2012
ISBN 9783442478040
Genre: Liebesromane

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Tags: familiengeheimnis, roman   (2)
 

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81 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

england, orchideen, thailand, familiengeheimnis, familie

Das Orchideenhaus

Lucinda Riley , Simone Kabst , Marie-Luise Goerke
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 06.05.2011
ISBN 9783867177658
Genre: Romane

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3 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

space opera, science fiction, demon princes

Der Dämonenprinz

Jack Vance
Geheftet: 160 Seiten
Erschienen bei Heyne
ISBN B0000BTX39
Genre: Sonstiges

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(652)

1.144 Bibliotheken, 27 Leser, 8 Gruppen, 61 Rezensionen

fantasy, kvothe, magie, universität, patrick rothfuss

Die Furcht des Weisen Band 1

Patrick Rothfuss , Jochen Schwarzer , Wolfram Ströle
Fester Einband: 859 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 07.11.2014
ISBN 9783608938166
Genre: Fantasy

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Tags: high fantasy   (1)
 

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33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

betrug, marokk, geld, bank, rowohlt

Mogador

Martin Mosebach
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 19.08.2016
ISBN 9783498042905
Genre: Romane

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(1.110)

1.881 Bibliotheken, 59 Leser, 3 Gruppen, 229 Rezensionen

harry potter, fantasy, hogwarts, theaterstück, magie

Harry Potter und das verwunschene Kind

J.K. Rowling , John Tiffany , Jack Thorne
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.09.2016
ISBN 9783551559159
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Warum dieses Buch kein typischer "Harry Potter" ist


"Harry Potter und das verwunschene Kind" wird als "die achte Geschichte", also als vollwertige Harry Potter Geschichte vermarktet. Aus drei Gründen trifft dieser Titel nicht so ganz zu. Zum einen entstammt die Geschichte nicht Joanne K. Rowlings alleiniger Feder, wie die bekannten sieben "Harry Potter" Geschichten, es wirkten John Tiffany und Jack Thorne mit.
Der zweite Unterschied ist, dass dieses Buch das Skript zum gleichnamigen Theaterstück, also Regieanweisungen und Dialoge enthält und damit nicht in Romanform geschrieben ist. Anfangs irritiert das vielleicht ein bisschen. Man gewöhnt sich aber schnell an diesen Aufbau.
Der dritte Unterschied ist, dass dieses Mal Harrys Sohn Albus Hauptfigur des Geschehens ist. Harry nimmt zwar immer noch eine große Rolle ein, steht aber nicht mehr im Mittelpunkt.

Inhalt


Albus Potter hat es nicht leicht. Er hat einen berühmten Namen und steht damit immer in Harrys Schatten. Er wird von seinen Mitschülern auf Hogwarts grundsätzlich kritisiert, da er ihren Erwartungen an Harry Potters Sohn einfach nicht gerecht werden kann. Albus leidet unter diesem Druck und fängt bald an sich in Hogwarts unwohl zu fühlen. Das einzige, woran er sich festhält ist seine Freundschaft mit Scorpius.
Aber auch Harry Potter hat es nicht leicht. Er arbeitet inzwischen im Zaubereiministerium und ist viel beschäftigt. Außerdem leidet er unter der sich ständig verschlechternden Beziehung zu seinem Sohn Albus. Als der dunkle Lord auf einmal anfängt in Harry Träumen aufzutauchen und seine Blitznarbe wieder anfängt zu schmerzen, gibt es allen Grund dafür beunruhigt zu sein.

Wie es mir gefallen hat


Sogar nachdem ich zwei Nächte über dieses Buch geschlafen habe, bin ich mir noch nicht ganz sicher, was ich von ihm halten soll. "Das verwunschene Kind" lies mich zwiegespalten zurück und das hat mehrere Gründe.
Der Fokus bei den Charakteren lag auf Albus und dieser ist nicht gerade mein Lieblingscharakter. Er hat viele Probleme, aber anstatt sich aufzuraffen und an sich zu arbeiten, gibt er seinem Vater die Schuld für alles Elend. Der Punkt, an dem Albus beschließt etwas zu ändern und aus seinem Leben auszubrechen, wird nicht durch sein eigenes Leben herbeigeführt. Nein, er will lieber Harrys Fehler wiedergutmachen. Natürlich entwickelt sich Albus im Laufe der Geschichte auch zum Besseren. Dadurch wird er ein ganz erträglicher Protagonist.
Scorpius ist Albus' bester und einziger Freund und trotz schwerer Schicksalsschläge der beste Mensch in diesem Buch. Er erinnerte mich mit seiner streberhaften Art ein wenig an Hermine, machte aber selbst einige Witze darüber. Scorpius ist durch und durch sympathisch und lockert die Geschichte dadurch auf.
Harry macht einen Spagat dazwischen, Albus ein guter Vater zu sein, und ihn gleichzeitig zu beschützen. Dabei verhält er sich teilweise sehr verständnisvoll, teilweise aber auch richtig gemein. Er war in diesem Buch launisch und nervte mich dadurch hin und wieder. Ginny war meistens verständnisvoll, blieb aber hinter ihrer liebenden Ehefrau- und Mutterrolle etwas farblos. Ron und Hermine erfüllten ihr Klischee als Workaholic-Zaubereiministerin und Scherzartikelinhaber mit komischen Witzen.
Die Geschichte gefiel mir ganz gut. Manche Entscheidungen konnte ich zwar nicht nachvollziehen, die Handlung wurde aber nach den einführenden Szenen richtig spannend. So manche Wendung war für mich nicht vorhersehbar und mir gefiel das Spiel der Autoren damit, was aus Harry, Ron und Hermine alles hätte werden können.
Aufgelockert hat diese Geschichte etwas Humor. Ron war immer für einen schlechten Witz zu haben aber auch Scorpius hat seinen Teil dazu beigetragen. Es gab ein paar Stellen, die ich mir richtig lustig im Theater vorstelle.
" 'Es geht das Gerücht, dass er Voldemorts Sohn ist, Albus.' Eine schreckliche, unbehagliche Stille tritt ein. 'Das ist wahrscheinlich Unsinn. Ich meine...schau mal, du hast doch eine Nase.'  "
Außerdem gibt es immer wieder Hommagen an die alten "Harry Potter"-Bücher. Dumbledore wird zitiert, das Trimagische Turnier spielt eine wichtige Rolle und es finden sich weitere Andeutungen. An diesen Stellen schlug mein Fanherz immer ein bisschen schneller.
Trotzdem hat mir die typische Atmosphäre gefehlt. Die "Harry Potter"-Bücher haben sich für mich immer durch Hogwarts ausgezeichnet: Die schwingenden Treppen, die große Halle, fliegende Kerzen, Kürbispasteten, Kamine, der Gemeinschaftsraum, Quidditch... Alle Erzählungen über Hogwarts haben ein großes Wohlfühlgefühl in mir ausgelöst. Sogar im letzten Teil, als Hogwarts teilweise zerstört wird, wird Harrys Liebe zu dieser Schule deutlich. Scorpius meidet Hogwarts dagegen und dieses Unbehagen kommt auch beim Leser an. Daher fehlte mein geliebtes, wundervolles Hogwarts in diesem Buch vollständig und wurde durch einen kalten Ort ersetzt.
Als ich dieses Buch gekauft habe, hatte ich keine hohen Erwartungen an die Geschichte oder die Figuren. Mir war klar, dass dieses Buch kein neuer "Harry Potter" für mich sein wird. Dennoch erwartete ich ein Stückchen Heimkehr nach Hogwarts, ein bisschen Atmosphäre und Behaglichkeit. Stattdessen verhielt es sich andersrum. Die Figuren waren ganz in Ordnung, die Geschichte unerwartet gut, aber die typische Hogwartsstimmung fehlte.
Daher würde ich dieses Buch mit Einschränkungen empfehlen. Natürlich kommt es nicht an die alten Werke heran, aber wer sowieso jegliche Fanfictions oder Hintergrundgeschichten auf Pottermore liest, für den ist dieses Buch sicher ein kleines Fest.

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Tags: fantasy, young adult   (2)
 

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1.255 Bibliotheken, 43 Leser, 19 Gruppen, 104 Rezensionen

fantasy, magie, kvothe, universität, dämonen

Der Name des Windes

Patrick Rothfuss ,
Fester Einband: 864 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 14.06.2017
ISBN 9783608938159
Genre: Fantasy

Rezension:

" 'Und wenn wir hier ehrlich zueinander sind, war ihr Gesicht für meinen Geschmack auch ein wenig zu schmal. Sie war keine vollkommene Schönheit, Reshi. Ich muss das wissen. Auf diesem Gebiet habe ich zahlreiche Studien angestellt.' Kvothe starrte seinen Schüler mit ernster Miene an. 'Wir sind mehr als die Summe unserer Teile, Bast' sagte er leicht tadelnd." (S. 496)

Erwartungen 


Die Königsmörder-Chronik stand schon lange auf meiner Wunschliste. Nach all den guten Meinungen, die ich dazu gehört habe, wusste ich, dass diese Reihe mir nur gefallen kann. Ein kleines bisschen Angst davor, enttäuscht zu werden, hatte ich natürlich auch, aber der Grund, warum ich erst jetzt zu diesem Buch gegriffen habe, ist ein anderer. Ich lese gerne Fantasy und bin gerade schon in einigen Reihen versunken ("Die Überlebenden", "Die Königin der Schatten", "Das Lied von Eis und Feuer"...). Noch eine Reihe anzufangen, würde für mich also bedeuten, mit den bisherigen Reihen langsamer voranzukommen. Außerdem wollte ich mir dieses Buch aufheben, quasi als Schokolade ganz hinten im Vorratsschrank für schlechte Zeiten versteckt. Als ich diesen Klopper aber zum Geburtstag bekam, lachte er mich dann doch so sehr an, dass ich mich bald in der Geschichte versenkte und sobald nicht mehr auftauchen konnte. Meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt.

Inhalt 


Patrick Rothfuss schreibt die Geschichte eines geheimnisvollen Mannes namens Kvothe, der einem Chronisten seine Lebensgeschichte erzählt. Schnell wird klar, dass Kvothe früher ein großer Magier war, sich aber aus unbekannten Gründen zurückgezogen hat und in trüben Gedanken feststeckt. Die Geschichte seiner Jugend ist dafür umso lebendiger. Sie handelt von einer schönen Kindheit, die durch ein schreckliches Ereignis zerstört wurde, von Trauer, Armut, Liebe und Wissbegierigkeit.

Schreibstil 


In den meisten meiner Rezensionen widme ich mich der Sprache des Autors wenn überhaupt nur in ein bis zwei Sätzen. Patrick Rothfuss' Schreibstil verdient aber mehr. Kvothe ist bei den Ruh aufgewachsen, einem fahrenden Volk, dass es versteht, Geschichten zu erzählen. Im Laufe des Buches wurde mir klar, wie gut Rothfuss diese selbst gesetzte Vorgabe gemeistert hat. 
"Der Name des Windes" ist voller bildlicher Erklärungen, wie sie besser nicht sein könnten. Abgedroschene Worte finden sich dagegen nie. Rothfuss spielt mit der Sprache und gibt ihr neue Bedeutungen, was sich unheimlich schön lesen lässt und gleichzeitig die Stimmung im Buch auf den Leser überträgt. Mir ist es schon lange nicht mehr passiert, dass ich so versunken in ein Buch war. Hier werden Gefühle, wie Behaglichkeit, Angst, oder Liebe so emotional beschrieben, dass mir tatsächlich auch mal Tränen kamen. 
"Ich könnte sage: Ich bekam weiche Knie. Oder dass es mir den Atem verschlug. Aber das wäre nicht die Wahrheit. Mein Herz pochte mir nicht bis zum Hals, und es blieb auch nicht stehen, und es setzte auch nicht einen Schlag aus. Das sind so die Dinge, die in Geschichten immer behauptet werden. Törichter Unfug. Übertreibungen. Schund. Aber..." (S. 501)
Beispielhaft für Rothfuss' bildhafte Sprache möchte ich auf den Prolog eingehen. Er ist mit "Eine dreistimmige Stille" überschrieben und der Name ist Programm. Es werden die drei Arten von Stille beschrieben, die in dem Wirtshaus herrschen: die erste offensichtlichste, umfassende Stille - die simple Tatsache, dass keine Geräusche vernehmlich sind -, die zweite Stille - sie wird durch zwei Männer erzeugt, die im Haus sitzen und vermeiden ernste Gespräche anzuschneiden und damit der Stille etwas Mürrisches geben - und die dritte Stille, von der ihr selbst lesen müsst. Alleine dieser Prolog auf 1 1/2 Seiten erzeugt dabei mit dem Wortspiel der tieferen Bedeutung der Stille, so viel Stimmung, dass ich bereits hier von dem Buch überzeugt war. 
"Mit Worten über Worte sprechen zu wollen, das ist, als würde man versuchen, mit einem Bleistift eben diesen Bleistift zu zeichnen, und zwar auf dem Bleistift selbst." (S. 801) 

Eindruck 


Wie man vielleicht schon gemerkt hat, hat dieses Buch mich in jeder Hinsicht mitgenommen. 
Ich mochte die Charaktere. Kvothe selbst ist überdurchschnittlich intelligent, gleichzeitig zeichnet ihn seine Vergangenheit, sodass er auch vor Missetaten nicht zurückschreckt. Er ist Licht und Schatten, fürsorglich und draufgängerisch und dabei immer sympathisch. Er hat einen großen Wissensdurst und lernt viel neues. Mich persönlich hat diese Eigenschaft auch selbst motiviert. Die anderen Charaktere sind alle einzigartig und liebevoll entworfen. Es gab keine Person, die ich mir nicht vorstellen konnte.
Von Rothfuss' Sprache habe ich bereits genug geschwärmt, dennoch möchte ich noch mal kurz darauf eingehen, wie stark er dabei Gefühle erzeugen kann. Kvothes Eltern werden zum Beispiel mit ihren Eigenschaften und ihrem Können beschrieben, sodass man sich auch dadurch ein Bild von ihnen machen kann. Definiert werden sie aber durch ihre Liebe zueinander. Das wird für den Leser in kleinen beiläufigen Neckereien oder Kvothes Gedanken sichtbar. Es gibt kaum ein Buch, in dem Liebe so schön beschrieben wird, wie hier die sich liebenden Eltern. Auf der anderen Seite schafft Rothfuss es den Leser Kvothes Feinde fürchten und hassen zu lassen, Hunger und Kälte zu transferieren. Dieses Buch lässt einen so schnell nicht mehr los. 
Kommen wir zum Kern, zur Geschichte an sich. Kvothe streut immer wieder Andeutungen, sodass der Leser daher schon weiß, in welche Richtung die Handlung sich entwickeln wird. Dennoch war ich von den Auf und Abs aus Kvothes Leben fasziniert. Es passierten oft Dinge, die mich überraschen konnten und trotz der über 800 Seiten gab es keine Durststrecken. Die Erzählung blieb spannend und es gab keine Stelle, an der ich das Buch freiwillig, ohne weiterlesen zu wollen, aus der Hand gegeben habe.

Fazit 


Dieses Buch war für mich bisher das beste, das ich in diesem Jahr gelesen habe. Ich werde so schnell, wie möglich zum zweiten Band greifen und kann "Der Name des Windes" jedem Fantasyliebhaber nur ans Herz legen.

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Tags: fantas, high fantas   (2)
 

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242 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

fantasy, krieg, erika johansen, die königin der schatten, magie

Die Königin der Schatten - Verflucht

Erika Johansen , Sabine Thiele
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 16.05.2016
ISBN 9783453315877
Genre: Fantasy

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968 Bibliotheken, 27 Leser, 1 Gruppe, 77 Rezensionen

jojo moyes, kriegsbräute, liebe, australien, england

Über uns der Himmel, unter uns das Meer

Jojo Moyes , Katharina Naumann , any.way , Cathrin Günther
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.02.2016
ISBN 9783499267338
Genre: Romane

Rezension:

"Die einzigen Menschen, die Antworten auf alles haben, sind diejenigen, die noch nie mit wahren Fragen konfrontiert wurden." (S. 404)


Inhalt


Australien 1946. Sechshundert Frauen machen sich auf eine Reise ins Ungewisse. Ein Flugzeugträger soll sie nach England bringen, dort erwartet die Frauen ihre Zukunft: ihre Verlobten, ihre Ehemänner – englische Soldaten, mit denen sie oft nur wenige Tage verbracht hatten, bevor der Krieg sie wieder trennte. Unter den Frauen ist auch die Krankenschwester Frances. Während die anderen zu Schicksalsgenossinnen werden, ihre Hoffnungen und Ängste miteinander teilen, bleibt sie verschlossen. Nur in Marinesoldat Henry Nicol, der jede Nacht vor ihrer Kabine Wache steht und wie sie Schreckliches erlebt hat im Krieg, findet sie einen Vertrauten. Eines Tages jedoch holt Frances ausgerechnet der Teil ihrer Vergangenheit ein, vor dem sie ans andere Ende der Welt fliehen wollte … Quelle: rowohlt-Verlag

Erwartungen


Jojo Moyes' Buch "Über uns der Himmel, unter uns das Meer" begegnete ich mit gemischten Gefühlen. Einerseits gefiel mir "Ein ganzes halbes Jahr" gut, sodass ich Lust auf weitere Bücher der Autorin hatte. Andererseits fällt es mir oft schwer mich auf Titel einzulassen, von deren Autor ich bereits ein anderes Buch mit einer so speziellen Thematik gelesen habe. Dieses Buch geht aber in eine völlig andere Richtung als „Ein ganzes halbes Jahr“ es tut.

Was ich davon halte


Der Hauptstrang der Geschichte spielt im Jahr 1946, bei drei verschiedenen Frauen, die auf der HMS Victorious nach England gebracht werden sollen. Dieser Handlungsstrang ist in eine Geschichte in der Gegenwart eingebettet, die von Jennifer und ihrer Großmutter handelt. Der Teil in der heutigen Zeit nimmt nur einen kleinen Platz in der Geschichte ein, worüber ich ganz glücklich war. Das liegt vor allem daran, dass die Charaktere in der Gegenwart mir etwas überzogen und zu einfach gestrickt vorkamen. Die Geschichte widmet sich aber bereits nach dem Prolog den Erzählungen im Jahr 1946.
Ab diesem Zeitpunkt begann die Geschichte mir zu gefallen. Drei ganz verschiedene und vielschichtige Frauen werden auf ihrem Weg zur HMS Victorious begleitet, wo sich dann ihre Geschichten verweben. Jede der Frauen hat ihre eigenen Vorstellungen von Moral und einem guten Leben und ihre eigenen Ziele. Alle fiebern ihrem Ziel, einem neuen Leben in England entgegen. Die Fahrt entpuppt sich als schwerer als erwartet, die Frauen haben mit der rauen See, kleinen Unterkünften auf engem Raum oder der Angst vor unerwarteten schlechten Nachrichten zu kämpfen. 
Das Leben auf dem Schiff kann sich der Leser dank beiläufigen Beschreibungen und Erörterungen gut vorstellen. Man merkt, dass Jojo Moyes einiges recherchiert hat, um dieses Buch zu schreiben. Dadurch wirkt die Erzählung umso authentischer und stimmungsvoller.
Der Kern dieser Geschichte ist das Aufeinandertreffen verschiedener Vorstellungen und Vergangenheiten und die Konflikte, die sich daraus ergeben können. Margaret ist das offene und herzliche Mädchen aus dem australischen Outback, das einfach erzogen wurde und alle direkt für sich einnimmt. Als Leser kann man nicht anders, als sie zu mögen. Avice kommt dagegen aus einer wohlhabenden Familie, kümmert sich um ihr Aussehen, Kleidung und standesgemäßen Umgang. Francis macht einen zurückgezogenen und etwas geheimnisvollen aber ordentlichen Eindruck.
Im Laufe der Reise lernen die Frauen sich besser kennen, entwickeln Freundschaften oder geraten aneinander. Sie offenbaren so manches und verändern die ein oder andere Einstellung. Da jede Frau ihre eigenen Probleme hat, kommt es zu vielen Emotionen, zu Trauer, Zusammenbüchen, aber auch Liebe und Freundschaft haben ihren Platz in diesem Werk.
Insgesamt mochte ich das Personengefüge und die aneinanderprallenden Einstellungen. Oft gab es kein schwarz oder weiß und die ein oder andere Person sorgte für Überraschung. Bis zu einem bestimmten Punkt kam mir dieses Buch sehr authentisch und nachvollziehbar vor. Ungefähr zur Hälfte, kommt es aber zu einem besonderen Ereignis, dass das Gefüge erheblich verändert. Ab hier vertritt Francis eine bestimmte Ansicht, die mir nach heutigen Maßstäben gefällt, die mir aber für 1946 ziemlich modern vorkommt und der Authentizität daher etwas schadet.
Ansonsten ließ sich das Buch angenehm lesen, war zwar manchmal etwas vorhersehbar, ist aber alles in Allem ein gutes Buch über Probleme, die auftreten, wenn verschiedenste Menschen auf engem Raum miteinander auskommen müssen, über Emotionen und Akzeptanz. Dabei regt es den Leser dazu an, selbst über das Gelesene nachzudenken.

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Tags: historischer roman   (1)
 

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(823)

1.633 Bibliotheken, 37 Leser, 16 Gruppen, 64 Rezensionen

fantasy, westeros, drachen, krieg, das lied von eis und feuer

Die Saat des goldenen Löwen

George R. R. Martin , Andreas Helweg
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.09.2011
ISBN 9783442268214
Genre: Fantasy

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(1.302)

2.359 Bibliotheken, 13 Leser, 12 Gruppen, 177 Rezensionen

märchen, harry potter, zauberer, fantasy, magie

Die Märchen von Beedle dem Barden

Joanne K. Rowling , Klaus Fritz (Übersetzer) ,
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 11.12.2008
ISBN 9783551599995
Genre: Fantasy

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(2.578)

3.374 Bibliotheken, 44 Leser, 9 Gruppen, 68 Rezensionen

dystopie, klassiker, big brother, überwachung, utopie

1984

George Orwell , Michael Walter
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.06.1994
ISBN 9783548234106
Genre: Klassiker

Rezension:  
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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

science fiction, mount pleasant, kirth gersen, andere welten, star king trilogie

Die Mordmaschine

Jack Vance
Sonstige Formate
Erschienen bei HEYNE WILHELM, 01.07.1988
ISBN 9783453305892
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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85 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

fantasy, magie, rebellion, young adult, liebe

Crown of Midnight

Sarah J. Maas
E-Buch Text: 433 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury Childrens, 15.08.2013
ISBN 9781408834954
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt

Celaena hat es geschafft, sie hat das Turnier gewonnen und ist Adarlans offizieller Assassine. Doch das macht es nicht leichter. Sie soll im Auftrag des Königs, ihres größten Feindes, morden, um die zu schützen, die ihr nahe stehen. Dabei glaubt sie selbst gar nicht daran, dass es eine Rebellenbewegung geben könnte und selbst wenn, hätte diese sowieso keine Chance gegen den König. Es scheint, als würde ihn eine dunkle Macht umgeben.

Was ich davon halte

Der Bewertung von "Crown of Midnight" möchte ich kurz voranstellen, was mir so an "Throne of Glass" gefallen hat. Das war nämlich vor allem Celaena, mit ihrer starken, herausfordernden, fast schon etwas kratzbürstigen Art. Außerdem mochte ich den Plotaufbau, der auf den ersten Blick etwas einfach gestrickt erschien, sich dann aber spannend entwickelte, da immer mehr Elemente miteingewoben wurden.

Und damit starte ich direkt mit meinem Hauptkritikpunkt an seinem Nachfolger: "Crown of Midnight" bleibt viel zu lange auf dem Level, auf dem "Throne of Glass" aufhörte. Die Geschichte zieht sich in der ersten Hälfte unheimlich. Die meisten Charaktere sind schon bekannt, ebenso die magischen Elemente und Celaenas Art. Im ersten Teil machte es mir Spaß das alles zu entdecken, der zweite hätte meiner Meinung nach aber stärker darauf aufbauen müssen. Es genügt für mich als Leser eines zweiten Teils nicht, wenn, wie hier der Status des ersten Teils auf über 100 Seiten ausgeschlachtet wird und handlungstechnisch wenig passiert.

In diesem Teil des Buches kam mir Celaena so vor, als würde sie wie in Trance handeln, nicht nach rechts oder links schauen und vor allem nichts hinterfragen. Sie ist leichtgläubig und lässt sich Geschichten auftischen, denen sie direkt glaubt, wobei man als Leser schon merkt, dass wohl einiges an ihnen faul sein muss. Celaena kam mit ihren Forschungen kaum vorwärts und drehte sich mit ihren Gedanken im Kreis. Insgesamt zeigt sich in dem ersten Teil nicht viel von der Vorsicht und raschen Auffassungsgabe, die mir im ersten Buch so gut gefallen hat.

Nach diesem viel zu langem Anfang kam dann gottseidank doch noch Schwung in die Geschichte. Das in "Throne of Glass" angedeutete Liebesdreieck entwickelt sich weiter und Romantik wird genug Platz eingeräumt. Chaol und Dorian entwickeln sich beide auf ihre Art weiter. Vor allem Dorian offenbart einige Überraschungen und glänzt durch seine innere Stärke und die Art, wie er mit dem schwierigen Beziehungsgeflecht umgeht.

Ab der Hälfte des Buchs ging es dann aber endlich richtig los. Wäre das Buch nur so gewesen, hätte es von mir auf jeden Fall eine vier bis fünf Sternebewertung bekommen. Eine überraschende Wendung bringt die Geschichte endlich ins Rollen, Action und Kampfszenen kommen zum Einsatz, Geheimnisse werden gelüftet, Ränke aufgedeckt und Celaena zeigt ihre berechnende, kaltblütige Seite. Es wurde spannend und packend und die Geschichte zog mich voll in ihren Bann. Der zweite Teil ist genauso gewesen, wie ich es mir für das gesamte Buch gewünscht hätte.

Der Anfang von "Crown of Midnight" zieht sich etwas, dennoch lohnt es sich durch diesen Teil zu kämpfen, denn ab der Hälfte macht diese Geschichte sehr viel Spaß.

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(1.915)

3.116 Bibliotheken, 46 Leser, 3 Gruppen, 313 Rezensionen

obsidian, liebe, fantasy, lux, aliens

Obsidian - Schattendunkel

Jennifer L. Armentrout , Anja Malich
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.04.2016
ISBN 9783551315199
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Jugendbuchklischee


Zugegeben, ich bin wirklich spät damit, diese Reihe für mich zu entdecken. Zum einen natürlich altersmäßig, ich bin schon seit neun Jahren nicht mehr vierzehn, vor allem aber weil die gesamte Bloggerwelt, mit Ausnahme von mir, auf den fünften Band wartet und ich erst jetzt endlich mal den ersten gelesen habe. 

Da wird sich einigen die Frage stellen, wie es so weit kommen konnte. Wie konnte ich mich die ganze Zeit hinter meinem Laptop verstecken, obwohl der Hype wirklich jeden schon lange erreicht hat und die Bücher noch dazu so wunderschön aussehen. Ich muss sagen, meine Vorurteile waren mal wieder schuld. Das Buch wurde so sehr gehypt und überall habe ich von dieser Bloggerin und ihrem sexyschmecksi Typen gehört, dass ich aus zwei Gründen daran gezweifelt habe, dass das Buch wirklich etwas für mich ist:

Erstens, es ist ein Jugendbuch und zweitens, der sexy Typ. Ich mag Jugendbücher und eigentlich sollte diese Kennzeichnung kein Grund sein mich von einem Buch fernzuhalten. Aber in Verbindung mit dem heißen Wunderkerl hat es mich zu sehr mit "Klischee" angeschrien. Das Klischeejugendbuch mit einem geheimnisvollen gutaussehenden Jungen ist für mit "Twilight" oder "Biss zum Morgengrauen". Versteht mich nicht falsch, ich mochte damals insbesondere den ersten Band der "Biss-Reihe" aber die Filme waren schlecht und die Reihe wurde auch immer schlechter. Der ganze Hype hat mir die Reihe irgendwann madig gemacht und dennoch vergleiche ich auch heute noch viel zu viele Jugendbücher mit "Biss zum Morgengrauen". Und wenn die Bücher sich zu leicht vergleichen lassen, dann ist das nicht gut. Es bedeutet für mich, dass das Buch keine neue, eigene Idee beinhaltet, sondern an einer Thematik geschrieben wurde, die sich als Jugendbuch profiliert hat.

"Obsidian" und "Biss zum Morgengrauen" im Vergleich


Im Endeffekt hat mich dann aber doch das Cover gekriegt und ich bin ganz froh darüber. Denn jetzt gleich werde ich euch meinen ultimativen "Biss zum Morgengrauen"-Vergleich bieten. Aber zunächst noch ein Bild des wunderschönen Covers mit einem etwas anderen Lichteinfall. Der Umschlag changiert beim Drehen so wunderschön und selbst ohne Schutzumschlag habe ich das Buch noch bewundert.

8 Gemeinsamkeiten


1. Ein, durch ihre Vergangenheit belastetes, sich selbst als unscheinbar empfindendes Mädchen kommt in eine neue Kleinstadt und kennt zunächst niemanden.
2. Der (habe ich ihn schon erwähnt?) sexy Wundertyp rumpelt in ihr Leben und irgendetwas ist mysteriös an ihm.
3. Dabei verhält er sich anfangs ihr gegenüber wie der größte Arsch der Welt.
4. Er hängt an der Schule nur mit einer geheimnisvollen Clique Jugendlicher ab, die alle wunderschön sind und nur unter sich bleiben.
5. Es kommt zu peinlichen Situationen in der Schule.
6. Die Protagonistin wird ständig von vielen angestarrt.
7. Ein Schulball spielt eine Rolle.
8. Beide Bücher haben eine unheimliche Sogwirkung. Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen, obwohl ich eigentlich gar nicht so viel Zeit hatte.

Meine 5 liebsten Unterschiede


1. Die Protagonistin: Bella und Katy sind zwar beide zunächst unscheinbar, Katy ist aber viel aktiver, als Bella es mit ihrer schüchternen Art sein könnte. Katy gibt Konter und provoziert, ist sich selbst genug, anderen gegenüber aber dennoch offen. Sie braucht ihre Freiheit und Abstand, ist unabhängiger. Ein Problem hatte ich nur mit ihren etwas zu aufopfernden unüberlegten Handlungen am Ende. Insgesamt mochte ich Katy mehr.
 2. Die Chemie zwischen Bella und Edward einerseits und Katy und Daemon andererseits ist sehr verschieden. Edward ist Bellas Beschützer und Daemon eher Katys Widersacher. Die Gespräche zwischen beiden nehmen einen großen Teil des Buchs ein und in der meisten Zeit streiten sie sich. Umso böser ihre Worte werden, umso stärker ziehen sich die beiden an, was zu einer starken Spannung führt, die einen als Leser für sich schnell einnimmt.
3. Daemon ist kein glitzernder Vampir, sondern viel cooler. ;)
4. Katys beste Freundin ist Dee, Daemons Schwester. Und sie ist wirklich eine Freundin, nicht nur eine Alibifreundin, wie einige von Bellas Schulfreundinnen.
5. Katy bloggt. Hallo! Wie cool ist das denn. Sie hat ihren eigenen Bücherblog und umso mehr ich über ihren Spaß am bloggen gelesen habe, umso mehr Lust bekam ich, direkt etwas an meinem zu basteln oder  etwas zu posten.

Wie mir "Obsidian" gefallen hat


Mit den offensichtlichsten Gemeinsamkeiten und Unterschieden bin ich an dieser Stelle fertig. Doch was will ich euch damit sagen? Die Gemeinsamkeiten sind sogar größer, als ich es anfangs erwartet habe, aber das möchte ich so nicht als Fazit stehen lassen. Denn trotz diesem ähnlichen Reihenanfang hat mich das Buch voll in seinen Bann gezogen. Die Geschichte war nicht mal besonders unvorhersehbar und trotzdem konnte ich nicht aufhören zu lesen. 

Das lag zum einen an Katy. Sie ist tougher, als ich es wahrscheinlich bin. Sie verhält sich meist stimmig und lässt sich von Daemon nicht zu sehr einschüchtern. Die Streitgespräche zwischen beiden und die aufgeladene Stimmung, die dabei erzeugt wird tut ihr übriges. Ich musste oft loslachen und hatte viel Spaß dabei. Außerdem mochte ich die Nebencharaktere, Katys Mom, Dee, Lesa. Ich habe mich in dieser Geschichte wohlgefühlt, konnte mich fallen lassen und einfach abschalten. Denn auch wenn dieses Buch noch so sehr das Twilightklischee erfüllt, ist es mit viel Liebe ausgearbeitet und entführt in eine lockere Geschichte, die einen nicht mehr loslässt.

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Tags: light fantasy   (1)
 

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darm, sachbuch, verdauung, körper, medizin

Darm mit Charme

Giulia Enders , Giulia Enders
Audio CD
Erschienen bei Audio Media Verlag, 01.03.2014
ISBN 9783868043679
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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48 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

lichthof, light fantasy, fae, liebe, jugendbuch

Schattentraum: Vor dem Lichtglanz

Mona Kasten
E-Buch Text: 235 Seiten
Erschienen bei null, 11.03.2016
ISBN B01CIJVJGO
Genre: Fantasy

Rezension:

     "Wenn ich bei dir bin, dann ist egal, wer ich bin. Es ist egal, was ich getan habe und noch tun werde, weil du da bist. Ich kann freier atmen, seit ich dich kenne." (Pos. 1007)

Inhalt


Emma ist am Hof der Dunkelfae angekommen, um von Belial, dem König der Dunkelheit, zu lernen die Schatten und damit sich selbst zu kontrollieren. Dabei ist unklar, welche Ziele Belial verfolgt und ob sie ihrem ehemaligen Feind trauen kann. Gabriel, der Emma begleitet um ihr beizustehen, hat selbst mit der Dunkelheit an diesem Ort zu kämpfen, die ihn als Lichtfae auf Dauer schwächt. Schon bald stellt sich die Frage, wie ihre Beziehung weiter bestehen kann und ob sich wirklich alles so leicht in Gut und Böse einteilen lässt.

Was ich davon halte


Ich weiß gar nicht genau warum, aber auch noch bei dem Abschluss dieser Reihe begann ich etwas skeptisch mit dem Lesen. Irgendwie wollte es noch nicht ganz in meinen Kopf, dass die quirlige Youtuberin Mona Kasten, die man auch mal als Fangirl kennt, selbst gute Bücher schreibt. Nicht, dass ich es ihr nicht zugetraut hätte. Das tanzend und singende Bild, das man aus ihren Vlogs kennt, lässt sich nur nicht so leicht mit der Arbeit verbinden, die in einem Roman stecken muss. Nach diesem Reihenabschluss muss ich aber wirklich anerkennen, Frau Kasten, Sie können schreiben. Und zwar nicht nur so lala.

Mal abgesehen vom Titel ("Hinter der Finsternis" hört sich einfach viel mysteriöser und weniger schnulziger an als "Vor dem Lichtglanz") wurde die Reihe von Buch zu Buch besser. Ich mochte den ersten Band. Die Thematik der Fae war für mich neu und die Geschichte ließ sich leicht und flüssig lesen. Dennoch war ich nicht hundertprozentig überzeugt und hatte einige Kritikpunkte. Im zweiten Band bekamen die Charaktere mehr Farbe, wirkten echter und damit wurde auch mein Hauptkritikpunkt zum ersten Band ausgeräumt. Vor allem das Ende des zweiten Buchs war unheimlich kraftvoll und hat meine Meinung um Meilen nach oben katapultiert.

Genau da, wo "Mitten im Zwielicht" auf meiner Buchliebeskala aufhörte, setzte der letzte Band an. Ohne großes Vorgeplänkel wird der Leser in die Geschichte geworfen und es geht direkt weiter. Wir leiden mit Emma und Gabriel und lernen Belial und seinen Hof besser kennen. Die Geschichte wartet nicht bis kurz vor dem Ende, um zu richtig spannenden Stellen zu kommen, sondern reiht eine Action geladene Situation an eine heißere Szene zwischen Gabriel und Emma. Dem Leser wird keine Pause gegönnt, ein Ereignis folgt auf das nächste. Tempo gewinnt die Geschichte auch dadurch, dass sie nicht nur aus Emmas Sicht erzählt wird, sondern auch zu Belial und Gabriel wechselt. Durch all diese Elemente schaffte es diese Geschichte mich voll in ihren Bann zu ziehen, sodass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Dazu kommt, dass mir Gabriel viel sympathischer wurde, als er es im letzten Band teilweise war. Er kümmert sich aufopferungsvoll um Emma und nahm für mich wieder Traumprinzstatus an. Ich mochte auch die Worte der beiden zueinander und die Art, wie sich ihre Beziehung entwickelte. Wer mich kennt weiß, dass ihre Beziehung für mich trotzdem ein kleines bisschen weniger hätte im Mittelpunkt stehen können, wobei das wirklich Geschmackssache ist und vielen vielleicht auch andersrum gehen dürfte. Als Gegenstück entwickelt sich Emma selbst auch sehr und wird zu einer starken Frau, über die zu Lesen Spaß macht.

    "Du hast mir eine neue Perspektive gegeben. Du erdest mich, wenn ich den Kopf verliere. Wir sind gleich und gleichzeitig total verschieden" (Pos. 2325)   

Die Geschichte selbst war spannend, einnehmend und auch zu einem Großteil unvorhersehbar. Ich mochte die meisten Wendungen und las oft noch ein Stück weiter als eigentlich geplant. Das einzige was mir ein wenig zu abgedroschen vorkam, war, dass Emma sich selbst als Gefahr für alle ansieht und sich daher von ihren Liebsten abkapselt. Diesen Konflikt kenne ich schon aus zu vielen anderen Romanen, aber ansonsten mochte ich dieses Buch wirklich sehr gerne. Das Ende hat gestimmt, es war nicht zu kitschig und alle Entwicklungen wurden konsequent zu Ende geführt.

Zum Schluss noch einen kleinen Tipp für alle, die das Buch noch nicht gelesen haben: es lohnt sich zur letzten Seite zu wechseln. Nein, nicht um euch zu spoilern, sondern wegen Monas Schreib-Playlist. Sie eignet sich wunderbar auch zum lesen.
Alles in allem war "Vor dem Lichtglanz" für mich der stärkste Teil dieser Reihe und ein sehr gelungener Abschluss.

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Tags: jugendbuch, light fantasy   (2)
 

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theaterstück, englisch, dramatik, klassiker, english books

A Streetcar Named Desire

Tennessee Williams
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Penguin / The Times, 01.01.2010
ISBN 9780141195247
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:  
Tags: english books, klassiker   (2)
 

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mount pleasant, kirth gersen, andere welten, science fiction, rache

Jäger im Weltall

Jack Vance
Sonstige Formate
Erschienen bei HEYNE WILHELM, 01.05.1988
ISBN 9783453305366
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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thriller, familie, verbrechensvorhersage, pflegetochter, krimi thriller

Das Joshua-Profil

Sebastian Fitzek , Simon Jäger , Sebastian Danysz , Andy Matern
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.10.2015
ISBN 9783785751428
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Direkt nachdem ich "Die Blutschule" beendete, widmete ich mich Fitzeks "Joshua Profil". Ein Buch, dass groß beworben wurde und das ich schon seit Erscheinungsdatum lesen wollte. Sebastian Fitzeks Thriller lassen sich grob in drei Kategorien einteilen: die psychologischen, die blutigen und die mit einem Hauch von Verschwörungstheorie wie z.B. "Noah". "Das Joshua Profil" ist eher ein Thriller der letzten Art. Als solcher greift er eine brandaktuelle Thematik auf, die zum Nachdenken und Recherchieren anregt, da möchte ich euch aber nichts vorwegnehmen.
Die Geschichte hörte ich, wie die meisten Fitzeks, als Hörbuch. Simon Jäger ist momentan mein Lieblingsleser. Er verleiht den Figuren immer andere Stimmen, ohne es dabei zu übertreiben oder ins Lächerliche zu ziehen. Stattdessen, schafft er es so spannend vorzulesen, dass es schwerfällt das Hörbuch auch nur für kurze Zeit zu unterbrechen.
Der Hauptcharakter Max Rhode war mir bereits als fiktiver Autor der "Blutschule" bekannt. Dieser Schachzug von Fitzek, dem "Joshua Profil" ein Buch vorweg zu veröffentlichen, das dann im nächsten Buch auftaucht, ist eine geniale Spielerei. Leider gefiel mir "Die Blutschule" nicht so gut, die Idee für sich genommen macht "Das Joshua Profil" aber noch anschaulicher und lässt es realer wirken. Man muss "Die Blutschule" aber nicht vor dem "Joshua Profil" gelesen haben, um die Geschichte zu verstehen.
Die Charaktere dieses Buches wurden viel besser gezeichnet als diejenigen der "Blutschule". Im Laufe des Buches lernt man Max Rhode und seine Denkweise gut kennen und auch seine Tochter schließt man schnell ins Herz. Die Erzählersicht wechselt oft zwischen den verschiedenen Handlungsträgern und entwickelt so ein rasantes Erzähltempo. Dabei werden die verschiedenen Stränge gegen Ende schön zusammengeführt.
Die Geschichte war von Anfang bis Ende spannend, wie man es von Fitzek erwarten kann. Nicht alles war unvorhersehbar, es gab aber viele Wendungen, die das rasante Erzähltempo aufrechthalten. Über den Inhalt möchte ich aber gar nicht mehr schreiben, da man alles am besten selbst entdeckt. Ich habe über dieses Buch schon ein paar schlechtere Rezensionen gesehen, kann mich ihnen aber nicht anschließen. Im Gegensatz zu der "Blutschule" bekommt man hier einen packenden Thriller mit interessanter Thematik und Charakteren, die einen mitfiebern lassen. 
Mir persönlich gefallen Fitzeks psychologische Lösungen zwar immer ein wenig besser, mit diesem Buch macht man aber definitiv nichts falsch.

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sebastian fitzek, berlin, familie, die blutschule, tagebuch

Die Blutschule

Max Rhode , David Nathan , Sebastian Danysz , Sebastian Fitzek
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 08.10.2015
ISBN 9783785751947
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sebastian Fitzek schrieb "Die Blutschule" als Vorgeschichte bzw. Buch im Buch für "Das Joshua Profil" unter dem Namen Max Rhode. Max Rhode selbst ist Protagonist in "Das Joshua Profil" und sein Buch "Die Blutschule" spielt eine zentrale Rolle in diesem. Diese Idee hat mir richtig gut gefallen und daher wollte ich "Die Blutschule" auf jeden Fall vor dem "Joshua Profil" lesen. 
Ich habe die Geschichte zu Weihnachten als Hörbuch geschenkt bekommen und mich sehr darauf gefreut sie endlich anzuhören. David Nathan war mir als Sprecher bereits aus unter anderem "P.S.: Ich töte dich" positiv in Erinnerung geblieben. Er liest auch diese Erzählung wunderbar bedrohlich vor und konnte damit viel Spannung erzeugen.
Ich war anfangs voller Erwartung auf diesen etwas anderen 'Fitzek' und hatte bereits gehört, dass der Thriller Horror und übersinnliche Elemente beinhaltet, was mich aber nicht abschrecken konnte. Sowohl der Klappentext, als auch die Andeutungen des Autors am Anfang des Buchs geben schon einen Teil der Entwicklung der Geschichte preis. Anschließend wird über eine längere Zeit beschrieben, wie es dazu kommen kann. Die Erzählung baut sich langsam auf und damit steigt die Spannung. Gleichzeitig erhöhten sich meine Erwartungen an die Erklärungen für alles Angedeutete. 
Als der Knackpunkt dann erreicht wurde, der den Umbruch der Geschichte ermöglichte, nahmen die übersinnlichen Horrorelemente überhand. Die Erklärung dafür war schon zuvor angedeutet und so fieberte ich auch nicht auf eine Auflösung hin. Max Rhodes/Sebastian Fitzeks Intention ging wohl dahin, den Leser hier mit schauerlichen Erzählungen zu gruseln und ihn so zu fesseln. Bei mir hat das leider nicht so ganz geklappt. Ich langweilte mich eher und fragte mich, wie viel noch passieren muss, bis es endlich auf das Ende zugeht. Natürlich gab es auch in diesem Teil spannende Stellen, die mich wieder überzeugen konnten, aber insgesamt lag mir der Schwerpunkt hier zu sehr auf dem Übersinnlichen. Alleine für sich, hätte mich das noch gar nicht so sehr gestört. Ich mag Fantasy, Horrorelemente und Genremix. Ich habe kein Problem damit mich ein bisschen zu gruseln - im Gegenteil, aber das Gruseln stellt sich bei mir nicht ein, wenn irgendwelche schwarze Magie auf einmal grundlos um sich greift. Da suche ich eher nach dem Sinn dahinter. 
Mein Problem mit der "Blutschule" war, dass der Horroraspekt einfach in die Geschichte geworfen wurde ohne eine sinnvolle Erklärung oder einen tieferen Grund, der alles ein bisschen enger an die Realität geknüpft hätte. Mir hat hier einfach der 'Aha-Moment' gefehlt. Sebastian Fitzek hat es mit "Der Nachtwandler" geschafft, dass eine meiner besten Freundinnen hinter ihren Kleiderschrank schauen musste, bevor sie einschlafen konnte und auch mir kam bei vielen seiner Bücher eine Gänsehaut. "Die Blutschule" legt es gerade auf ein solches Gruseln oder zumindest Erschauern an und dennoch lies sie mich von all seinen bisherigen Werken am kältesten. Neben allen Horrorelementen blieb der Spannungsaufbau der Geschichte leider weit zurück.
Ein weiterer Kritikpunkt, den ich an "Der Blutschule" habe ist, dass weder eine aktuelle Problematik, noch ein moralisches Gut oder ein sonstiger tieferer Sinn vermittelt wird. Sebastian Fitzeks Bücher greifen für gewöhnlich so spannende Themen auf, dass ich immer wieder von der Tiefe der Geschichten verblüfft wurde, aber "Die Blutschule" empfand ich als nichtssagend. Es kam mir so vor, als würde dieses Buch nur bestehen, um "Das Joshua Profil" zu ergänzen, was für sich ja eine tolle Idee ist, alleine gesehen aber ein mittelmäßiges Buch ergibt, dass man nicht unbedingt lesen muss.
Leider hat mich die Geschichte der "Blutschule" enttäuscht. Das lag vor allem daran, dass ich einen 'richtigen Fitzek' erwartet habe, aber auch ein eigenständig überzeugendes Buch und nicht nur den Annex zu einem größeren Roman.

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märchen, luna, mond, liebe, winter

Wie Schnee so weiß

Marissa Meyer ,
Fester Einband: 848 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.01.2016
ISBN 9783551582898
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf Marissa Meyers Abschluss der Luna Chroniken mit "Wie Schnee so weiß" habe ich mich dieses Jahr am meisten gefreut. Dementsprechend hatte ich sehr hohe Erwartungen an dieses Buch und habe es direkt gelesen, als es in meinem Briefkasten gelandet ist. Diese Rezension hat trotzdem etwas auf sich warten lassen, einfach weil die Reihe damit für mich abgeschlossen ist und ich diesen Zeitpunkt noch ein bisschen hinauszögern wollte.
Mit seinen 844 Seiten ist "Wie Schnee so weiß" der dickste Band der Luna Chroniken. Die Geschichte läuft anfangs etwas langsam an, um den Leser abzuholen, kommt nach den ersten Einführungen aber wieder ins Rollen. Die sympathische Besatzung der Albatros macht dem Leser den Einstieg so leicht, wie nur möglich, mit ihren altbekannten spielerischen Sticheleien und dem einzigartigen Humor. Als Fan der Reihe fühlte ich mich daher sofort wieder wohl.
Der neue märchenhafte Zuwachs, Prinzessin Winter, ist sehr einzigartig. Sie ist etwas verrückt und passt nicht in das System von Luna. Anfangs wusste ich nicht so wirklich, was ich von Winter halten soll. Einerseits hat sie unheimlich starke Entscheidungen getroffen und geht bedacht vor. Sie weiß ihre Trümpfe auszuspielen, um ihrer Stiefmutter Levana Zugeständnisse abringen zu können. Andererseits kam sie mir manchmal vor, wie ein naives zehnjähriges Kind.  Umso besser ich Winter kennen lernte, umso mehr schloss ich sie aber ins Herz und im Endeffekt war ich sehr froh, dass Marissa Meyer uns einen so abwechslungsreichen und manchmal komischen Charakter zur Seite gestellt hat.
Schon der Anfang der Geschichte verrät, dass Winter ein Auge auf Jacin, ihren Wächter geworfen hat. Jacin lernten wir bereits in Cress' Geschichte "Wie Sterne so golden" kennen, wo er geheimnisvoll blieb. In Winters Leben, ist er dafür umso leichter zu durchschauen. Die Prinzessin nimmt für ihn den höchsten Stellenwert ein und alles was er tut, dient auf irgendeine Weise ihrem Schutz. Jacin war daher leider ein etwas einfach gestrickter Charakter, den man als Leser zwar mag, der es aber nicht mit den anderen Männern der Reihe aufnehmen kann. Das liegt zum einen daran, dass wir Kai, Wolf und Thorne einfach schon länger kennen und ihre Art, den Humor und die Macken über mehrere Bände begleiten durften. Vor allem fehlte mir zu Jacin einfach mehr Hintergrundwissen. Kai leidet unter dem Tod seines Vaters, ist hin und hergerissen zwischen seinem Abscheu gegenüber Levana und dem Willen seinem Volk zu helfen. Wolfs Vorgeschichte ist die gesamte Kuzrgeschichte "Die Armee der Königin" gewidmet und er hat stetig mit dem inneren Raubtier zu kämpfen. Thorne ist ein liebenswerter Macho, Meisterdieb, humorvoller Kapitän und hatte unter der Blindheit zu leiden. Dagegen wird Jacin fast ausschließlich durch seine Zuneigung gegenüber Winter definiert, was vergleichsweise etwas flach ausfiel.
Die Liebesgeschichte zwischen den beiden hat mir dennoch gefallen. Winters Unbeholfenheit und die Tatsache, dass Jacin eigentlich rein professionell mit ihr umgehen muss, gibt der Beziehung eine besondere Würze. Mich persönlich hat es nur ein bisschen gestört, dass jeder der vier Bände eine Liebesgeschichte zwischen immer zwei neuen Charakteren beinhaltet, wobei von Anfang an klar ist, dass die beiden zueinander finden werden. In den ersten zwei Bänden hat mir das noch sehr gut gefallen, spätestens beim vierten Band empfand ich es dann als zu vorhersehbar. Immerhin wurde der Geschichte von Winter und Jacin nicht der Schwerpunkt des Buches gewidmet.
Dieser lag nämlich auf Cinders Plan Levana von Lunas Thron zu stoßen. Die Gruppe versucht einen Weg nach Luna zu finden, Scarlet zu befreien und einen Aufstand anzuzetteln. Dabei kommt es zu mehreren Auf und Abs. Mal muss sich die Gruppe verstecken, dann kommt es aber wieder zu unerwarteten Kämpfen und berührenden Szenen. Oft konnte ich das Buch vor lauter Spannung nicht weglegen, dann rührte mich eine Stelle wieder sehr. Ich liebe Geschichten, die eine Rebellion des Volks gegen ungerechte Herrscher beinhalten. Solche Szenen sind immer so kraftvoll und geben das Gefühl, dass alles möglich sein kann. Daher freute ich mich auch hier sehr über Cinders Plan das Volk von Luna auf ihre Seite zu bringen.
Man merkt, dass die Charaktere zunehmend unter Druck geraten. Während ich zum Beispiel an Cinder, in den Vorgängerbänden, ihre bedachten Handlungen und ihre Beherrschung schätzte, kommt es hier auch zu schwerwiegenden Fehlschlägen ihrerseits. Dafür blüht sie in manchen Szenen als Lunarierin neu auf. Die ängstliche Cress entwickelt sich hingegen zu einer der mutigsten Personen und Scarlet wird immer sarkastischer. Wegen dieser Abwechslung und des gelungenen Mixes aus Spannung, Freundschaft, einer Priese Liebe und geliebten Charakteren lies sich das Buch trotz der Dicke in schnellem Tempo lesen.
Der Märchenaspekt rückte dieses Mal etwas in den Hintergrund, weil Cinders Geschichte der Vorrang eingeräumt wurde. Dennoch sieht man die Geschichte von Schneewittchen sehr deutlich in "Wie Schnee so weiß" und die Umsetzung hat mich wieder hundertprozentig überzeugt. Vor allem der vergiftete Apfel aus dem Märchen wurde sehr gelungen übertragen, ohne hier zu viel zu verraten.
Es hat mir viel Spaß bereitet das Geschehen zu verfolgen. Ich mochte die Charaktere und das Ende. Ich bin sehr traurig, dass die wunderbaren Luna Chroniken mit diesem Band enden, auch wenn es noch eine Kurzgeschichte geben wird. Cinders Gruppe wird mir fehlen. Einen Stern ziehe ich dem Buch dennoch ab, weil der Zugang zu Jacin leichter hätte sein können und im Vergleich zum ersten Band vieles vorhersehbarer war. Insgesamt ist die Reihe eine meiner Lieblingsreihen geworden und ich kann sie wirklich jedem empfehlen, den sie auch nur minimal anspricht.

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