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842 Bibliotheken, 27 Leser, 5 Gruppen, 61 Rezensionen

schweden, südafrika, atombombe, roman, humor

Die Analphabetin, die rechnen konnte

Jonas Jonasson , Wibke Kuhn
Fester Einband: 443 Seiten
Erschienen bei carl's books, 15.11.2013
ISBN 9783570585122
Genre: Romane

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(1.086)

1.815 Bibliotheken, 19 Leser, 13 Gruppen, 220 Rezensionen

vampire, liebe, hexen, fantasy, werwölfe

Shadow Falls Camp - Geboren um Mitternacht

C.C. Hunter , Tanja Hamer
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 21.06.2012
ISBN 9783841421272
Genre: Jugendbuch

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(81)

126 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

irland, lebensgeschichten, menschen, tod, freundschaft

Hundert Namen

Cecelia Ahern
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei S.Fischer Verlage, 25.10.2012
ISBN 9783104022666
Genre: Sonstiges

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(178)

372 Bibliotheken, 8 Leser, 3 Gruppen, 60 Rezensionen

unsterblichkeit, liebe, dschungel, jessica khoury, wissenschaft

Die Einzige

Jessica Khoury , Ursula Höfker
Fester Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2013
ISBN 9783401068695
Genre: Jugendbuch

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(175)

325 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 67 Rezensionen

dystopie, phee, fantasy, jugendbuch, pheen

Spiegelkind

Alina Bronsky
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2012
ISBN 9783401067988
Genre: Jugendbuch

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(2.794)

3.667 Bibliotheken, 23 Leser, 13 Gruppen, 157 Rezensionen

thriller, dänemark, entführung, krimi, sonderdezernat q

Erbarmen

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.02.2011
ISBN 9783423212625
Genre: Krimi und Thriller

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(67)

99 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

bretagne, krimi, frankreich, kommissar dupin, georges dupin

Bretonische Brandung

Jean-Luc Bannalec
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 18.04.2013
ISBN 9783462044966
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt: 
Zehn Seemeilen vor Concarneau: Die sagenumwobenen Glénan-Inseln wirken mit ihrem weißen Sand und krstallklaren Wasser wie ein karibisches Paradies - bis eines schönen Maitages drei Leichen angespült werden.
Das hatte Kommissar Dupin gerade noch gefehlt: Eine wackelige Bootsfahrt am frühen Morgen, ein nervtötender Präfekt, zu wenig Kaffee und keinerlei Anhaltspunkte. Wer sind die drei Toten am Strand? Wurden sie Opfer des heftigen nächtlichen Unwetters? Alles deutet auf den Tod durch Ertrinken hin. Doch als sich herausstellt, dass einer der Toten ein windiger Unternehmer mit politischem Einfluss, der andere ein selbstherrlicher Segler mit jeder Menge Feinden war, ahnt Kommissar Dupin nichts Gutes. War der vermeintliche Unfall auf offener See in Wahrheit ein kaltblütiger Mord? Wer ist der dritte Tote, und was verbindet die drei Männer? Während bereits der nächste Sturm aufzieht, begegnet Kommissar Dupin modernen Schatzsuchern, militanten Meeresbiologen, attraktiven Taucherinnen und unheimlichen Gestalten aus der überreichen Fabelwelt der Bretonen. Die Ermittlungen führen ihn tief in ein gefährliches Labyrinth von Verstrickungen, die Ereignisse spitzen sich zu - und am Ende ist die Wahrheit, wie so oft im Leben, kompliziert. 


Meine Meinung:
Über den ganzen Roman verstreut meint Kommissar Dupin immer wieder, dass es sich bei dem vorliegenden um einen seltsamen Fall handeln würde - in dieser Hinsicht kann ich ihm nur zustimmen. Allerdings betrifft das nicht nur den Fall der drei Leichen, sondern das gesamte Buch. Die Sprache. Die nicht vorhandene Spannung. Die sich selbst in nur drei Tagen dahinschleppende Handlung. 

Georges Dupin ist nicht gerade jemand, dem man sich blind anvertrauen würde, auch nicht in Verbindung mit einem Mordfall. Für seine Mitmenschen scheint er nur wenig übrig zu haben, was seine beiden Inspektoren Riwal und Kadeg immer wieder zu spüren bekommen. Besonders Letzteren kann er nämlich nicht leiden, wobei mir der Grund dafür noch immer nicht einleuchtet. Möglicherweise steht im ersten Band - den ich nicht gelesen habe - etwas darüber. Und darum, den Präfekten anzurufen, drückt er sich die meisten Zeit, wodurch sich die Laune seines Vorgesetzten verständlicherweise immer mehr verschlechtert. Es mag sein, dass dieser Herr auch nicht unbedingt die angenehmste Gesellschaft ist, aber dass der Kommissar den Anruf immer wieder hinauszögert, obwohl er ihm ja bloß vom neuesten Stand der Ermittlungen berichten sollte, halte ich für übertrieben.
Je länger man liest, desto mehr bekommt man den Eindruck, dass Dupin seinen heißgeliebten Kaffee der Anwesenheit sämtlicher Personen und wohl auch einem möglichen Ermittlungserfolg vorzieht. Ständig kreisen seine Gedanken darum, wie er an Koffein gelangen kann. Außerdem leidet er an einer "Boots-Phobie" und mag Pinguine... Doch trotz dieser Informationen wurde er mir nicht wirklich sympathisch - im Gegenteil, die Art, wie er immer wieder einfach auflegt, wenn er genug weiß (bzw. hat), nervte mich. Ach ja, das Telefonieren: In diesem Buch auch ein Kapitel für sich. Ich glaube, es werden an die 25 Gespräche über Handy geführt, wobei Dupin auch schon einmal mitten in einer Befragung nach draußen geht, um jemanden anzurufen. Bloß, weil ihm gerade etwas eingefallen ist, das aber auch genauso gut nach seinem augenblicklichen Gespräch zu erledigen wäre. Dann ruft er wieder Leute an, ohne dass es einen wirklichen Grund dafür gibt, nur um ein, zwei Sätze mit ihnen zu wechseln...

Die Dialoge fand ich dabei im Allgemeinen öfters verwirrend. Es war gelegentlich schwer zu erkennen, wer was sagt, außerdem erscheint die Kommunikationsweise unnatürlich, beispielsweise werden Fragen mit ihrer Wiederholung beantwortet, Leute erwidern auf ganz gewöhnliche einfach nichts, was dem Kommissar aber ganz normal erscheint, etc. Hölzern ist wohl der passendste Ausdruck für diese Schreibweise. 

Dagegen sind die Landschaftsbeschreibungen, Informationen über die Bretagne, ihre Einwohner und Spezialitäten durchaus gelungen - wenn hier auch oft etwas fehl am Platz, da die kaum vorhandene Handlung des Krimis noch mehr hinauszögernd. Wenn der Autor mit "Bretonische Brandung" einen Reiseführer verfasst hätte, würde meine Kritik jedoch sicherlich um einiges positiver ausfallen. Man hat richtiggehend das Gefühl, er mache Werbung für die französische Region, und das sogar erfolgreich. Auf jeden Fall war er ganz bestimmt schon mehr als einmal dort und hat die die Bretagne ins Herz geschlossen, was man aus vielen Zeilen herauslesen kann.

In kriminalistischer Hinsicht wage ich es allerdings, dieses Werk als Katastrophe zu bezeichnen: Noch selten zuvor war ich während der Lektüre eines Buchs so gelangweilt und kaum an der Ermittlungsarbeit interessiert. Denn da auf ca. 300 Seiten kaum etwas geschah, es keine aufregenden neuen Entwicklungen gab und auch niemals jemand in Notlage geriet, war es wohl klar, dass sich der Fall auf den verbleibenden 50 wie aus heiterem Himmel quasi von selbst lösen würde - und so war es dann auch. Dupin bewegt sich immer nur zwischen den Inseln und dem Festland hin und her, führt unzählige Telefonate, bis er keinen Empfang mehr hat, und kaum aufschlussreiche Gespräche mit etwaigen Verdächtigen, während seine Kollegen dasselbe machen oder die Büroarbeit erledigen... bis jemand, wohl ebenso unaufgeregt und ganz bestimmt nicht unter Druck gesetzt, gesteht. Wer einen spannenden Krimi lesen möchte, ist hier definitiv fehl am Platz. 

Hinzu kommt die Verwendung eigenartiger und hochgestochen klingender Fremdwörter wie "kaprizieren", "Diktion", "tendenziös", "klandestin", "justiziabel" oder "opponieren", um nur einen kleinen Teil der Liste an Merkwürdigkeiten zu nennen. Besonders irritierend ist, dass diese auch in direkten Reden vorkommen - wer verwendet im Gespräch bitteschön solche Begriffe?! Und nicht selten folgt solchen Sätzen dann gleich wieder ein "So ein Scheiß", sodass das ganze vornehme Konstrukt augenblicklich in sich zusammenfällt und die Frage hinterlässt, ob sich der Autor sein Werk nach dem Schreiben überhaupt ein zweites Mal durchgelesen hat. (Beziehungsweise ob der Lektor schlecht bezahlt wurde... Tipp- und "Sie/sie"-Fehler habe ich nämlich auch gefunden.)
Dann stachen mir noch einige sonderbare Ausdrücke ins Auge, bei denen es sich offensichtlich um Wortneuschöpfungen und Experimente bei der Verbindung von Begriffen handelt. "Unfasslich" erschien es mir etwa, wenn sich "veritable Wellen" auf dem Atlantik zeigten oder der Kommissar mit "klarem Schritt" über den Strand ging. Im krassen Kontrast dazu ist der Schreibstil die meiste Zeit über aber sehr einfach gehalten, mit kurzen, jedoch nicht unbedingt prägnanten Sätzen, die sich am Ende noch einmal einen dramatischen Höhepunkt erreichen:
"Das waren sie. Die Worte, die alles gut werden ließen. An diesem Tag. Am Ende dieser Tag. All dieser Dinge. So war es. So war es wirklich." (S. 352)
Die Fremdwörter wirken daher so, als seien sie nachträglich wahllos eingefügt worden, um dem Ganzen doch noch einen sprachlich gewandteren Eindruck zu verleihen. Was dem Autor aber oft auch bei gewöhnlichen Sätzen nicht gelang, so etwa auf S. 290:
"Das alles hier entwickelte sich zu einer regelrechten Szene aus einem Roman."
Literarische Fragwürdigkeiten, soweit das Auge reicht. 

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

finnland, der heulende müller, natur, dorf, andersartigkeit

Der heulende Müller

Arto Paasilinna
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.11.2012
ISBN 9783404167906
Genre: Romane

Rezension:

Zum Inhalt:
In einem kleinen Dorf im Norden Finnlands taucht ein Mann namens Huttunen auf. Ihm gelingt es, die baufällige Mühle wieder in Betrieb zu setzen. Der eigenbrötlerische Müller hat nur eine befremdliche Angewohnheit: Er verfällt bisweilen in tiefe Traurigkeit - und heult wie ein Wolf. Um ihren Schlaf gebracht, verbünden sich die Dorfbewohner gegen Huttunen. Sie wollen, dass der Sonderling ins Irrenhaus eingewiesen wird. Doch Huttunen kann fliehen und versteckt sich in der Wildnis der Wälder. Und so macht sich das Dorf auf die Jagd nach dem heulenden Müller...

Meine Meinung:
Es ist zweifellos eine Geschichte der etwas anderen Art - kein Buch, wie ich es für gewöhnlich lese. Auch wenn er in Finnland so bekannt ist, hatte ich zuvor noch nie von Paasilinna gehört und wählte diesen Roman nicht etwa wegen seiner Bekanntheit. Der Pressestimme auf der Titelseite muss ich widersprechen: Das Zielpublikum dürfte nicht unbedingt aus "allen Fans von Jonas Jonasson" bestehen, da sich er und der Schwede doch in einigen Punkten unterscheiden. Nicht nur, dass sie verschiedenen Nationalitäten angehören - ich habe "Vom Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg und verschwand" letztes Jahr selbst gelesen und musste dabei immer wieder lachen. Was beim "Heulenden Müller" nicht der Fall war. Paasilinnas Humor ist subtiler, tiefergehender und viel näher an menschlichen Abgründen angesiedelt als der seines skandinavischen Schriftstellerkollegen. Der "Hundertjährige" ist eine ebenso unrealistische wie in sehr positivem Sinn komische Geschichte, in der immer wieder die absurdesten Dinge geschahen, die den Protagonisten quer über den Erdball reisen lassen. Dagegen spielt Huttunen global gesehen keine wichtige Rolle, war nie bei hohen Politikern zu Gast und zog nicht im Ausland die Fäden. Er ist ein einfacher Müller, der in einem kleinen finnischen Dorf lebt, und was ihm widerfährt, kann als Anklage gegen die Vorgangsmethode der Gesellschaft gegenüber Menschen, die nicht der Norm entsprechen, gewertet werden. 

Anfangs erscheint einem das Benehmen des Müllers selbst eigenartig, doch je länger man liest, desto sympathischer wird einem der Mann. Er handelt zwar gelegentlich nach einer sonderbaren Logik und genauso, wie es ihm gerade zumute ist, womit er eben den Ärger der Dorfleute auf sich zieht - doch hat er auch ein großes Herz und will nur das Beste für die Frau, in die er sich verliebt hat. Sie, die Klubberaterin Sanelma Käyrämö, ist wiederum eine der wenigen Personen, die auch noch während der allgemeinen Jagd auf ihn zu ihm steht und ihm um nichts auf der Welt verraten würde. Sein von offizieller Seite bestätigter Wahnsinn ist für sie kein Grund, sich nicht mehr mit ihm zu treffen, da sie ihn mit all seinen Fehlern liebt. Ich mochte sie von Anfang an und hoffte die ganze Zeit über auf ein Happy-End für die beiden. 

Vieles von dem, was erzählt wird, ist bildlich zu verstehen. Huttunen steht für jemanden, der anders ist, einen Außenseiter in einem Dorf, das sonst aus lauter langjährigen Einwohnern besteht. Allein deshalb misstraut man ihm erst einmal, denn vielleicht hat er ja doch irgendeinen unlauteren Grund, aus Südfinnland in den kleinen Ort im Norden zu ziehen? Als er die alte Mühle wieder in Stand setzt, kommt ihm das nicht nur auf wirtschaftlicher Seite zugute - denn von nun an ist der Fremde auch den anderen nützlich. Einzig und allein sein ihm selbst nicht begreiflicher Drang, in den Nächten wie ein Wolf zu heulen, stellt eine Störung des dörflichen Friedens dar. Deshalb wird er in ein Irrenhaus (keine Psychiatrie, in diesem geht es nämlich überhaupt nicht professionell zu) eingeliefert, wo den gelegentlich ganz gesunden Patienten mit äußerst fragwürdigen Methoden Jahrzehnte ihres Lebens gestohlen werden. Kurzum: Jemand ist anders, das passt seinen Mitmenschen nicht, und deshalb wird er eingesperrt. Mit der Begründung, dass er für die anderen so keine "Gefahr" mehr darstellt, obwohl beide Seiten sicherlich gut miteinander auskommen würden, wenn die sich als "normal" bezeichnenden Leute näher mit ihm beschäftigten. Dann würden sie nämlich bestimmt bemerken, dass er im Grunde niemandem Böses will und keinen größeren Wunsch hat, als mit der seiner Sanelma ein glückliches Leben zu führen. Später handelt er auch nur zu ihrem Nachteil, weil sie zuvor mit ihm dasselbe machten. Überhaupt stellt sich die Frage: Wen oder was kann man schon als "normal" bezeichnen? Jeder hat irgendwelche Eigenarten und seltsamen Angewohnheiten - zählt die gute Absicht eines Menschen nicht am meisten, und ist es nicht gut, dass sich jeder von den anderen unterscheidet?

Außer Sanelma zählen auch noch ausgerechnet zwei Männner, die sich eher am Rande der Gesellschaft befinden, zu Huttunens Helfern. Ein alkoholabhängiger Briefträger, dem der in allen möglichen Dingen bewanderte Müller beim Schnapsbrennen hilft, und ein nicht geisteskranker Immobilienmakler, der sich nur ins Irrenhaus einliefern ließ, um nicht in den Krieg ziehen zu müssen. (Leider durfte er dieses aber auch nicht mehr verlassen, als der Krieg vorbei war und er sich als geistig völlig unbeschadet herausstellte, weshalb er eines Tages die Flucht wagte.) So ist es tatsächlich oft: Die, die wenig haben, helfen trotzdem bereitwilliger anderen, denen es schlecht geht, als wohlhabende. Sie wissen nämlich, wie sich das anfühlt. 
Und dann ist da noch der wankelmütige Polizist Postimo, der sich zwar auf Huttunens Seite schlägt, das aber niemals vor seinen Mitbewohnern zugeben würde und sich mit ihnen sogar auf die Jagd nach ihm macht. Man weiß nicht wirklich, woran man bei ihm ist und ob ihm der Müller vertrauen kann - bis zum Ende, an dem seine wirkliche Position in dem skurrilen Kräftemessen doch noch deutlich wird. 

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614 Bibliotheken, 8 Leser, 4 Gruppen, 61 Rezensionen

krimi, mord, taunus, dorf, nele neuhaus

Schneewittchen muss sterben

Nele Neuhaus
Flexibler Einband: 537 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch, 08.09.2010
ISBN B004WSO6A6
Genre: Krimi und Thriller

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(1.916)

2.926 Bibliotheken, 48 Leser, 4 Gruppen, 227 Rezensionen

computerspiel, jugendbuch, thriller, erebos, sucht

Erebos

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 485 Seiten
Erschienen bei Loewe, 06.06.2011
ISBN 9783785573617
Genre: Jugendbuch

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243 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

liebe, meer, elodie, guernsey, hainixe

Meeresrauschen

Patricia Schröder
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.08.2012
ISBN 9783649603207
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Inhalt:

Als Gordian von seiner Reise in den Atlantik zurückkehrt, bleibt Elodie und ihm kaum Zeit, ihre Liebe zu genießen. Kyan sinnt auf Rache: für Elliotts Tod und für die Schmach, die er im Kampf mit Gordy erlitten hat. Cyril offenbart Elodie einen Teils seines Geheimnisses und kämpft um ihre Zuneigung, und ein Wiedersehen mit Javen Spinx birgt neue Überraschungen. Die Unruhe in Rubys Clique und die schwelende Feindschaft unter den Meeresbewohnern lässt die Stimmung schließlich endgültig umschlagen, und inmitten der katastrophalen Ereignisse ist plötzlich Gordian verschwunden. Elodie stürzt sich blindlings ins Meer, um ihn zu retten, und wird unversehens mit dem wahren Ausmaß ihres Schicksals konfrontiert. Mit einem Mal erkennt sie, dass sehr viel mehr auf dem Spiel steht als ihre Liebe zu Gordy. - Aber welchen Preis ist sie bereit, dafür zu zahlen?

Meine Meinung: 
Das Cover gefällt mir noch besser als das von "Meeresflüstern", wahrscheinlich weil die Farben wärmer wirken. Und das Gesicht erscheint auch nicht so künstlich, weil man einen kleineren Teil davon sieht als beim anderen. Da finde ich sogar die glitzernden Pailletten in Ordnung ;) Auch die Schrift bei den Titeln der Kapitel gefällt mir sehr gut. Von der Gestaltung her habe ich an dem Buch gar nicht so viel auszusetzen. 

Ehrlich gesagt habe ich den zweiten Band ja bloß gelesen, weil ich ihn bereits zusammen mit dem ersten ausgeliehen hatte und die Antwort auf so einige Fragen erfahren wollte, die sich nach dem Cliffhanger am Ende des ersten Buches stellten. Und rückblickend bin ich froh darüber, dass in den Sommerferien das Ausleihen in unserer Bibliothek für Jugendliche kostenlos ist und ich somit keinen Cent für diese "betörende Liebessaga" bezahlen musste!

Ich habe schon bei anderen Rezensionen den Vergleich mit Bella und Edward gelesen, aber da er so zutreffend ist, muss ich das auch noch mal hier auf meinem eigenen Blog loswerden: Der erste Teil des Buches handelt wirklich nur von der Beziehung zwischen Elodie und Gordian und liest sich wie "Twilight". Es ist ein ständiges Auf und Ab, einmal sind die beiden zusammen und dann "verlieren" sie sich wieder für eine kurze Zeit, klagen anschließend darüber, dass sie das auf Dauer nicht aushalten, und immer wieder gibt es die Diskussion  "Küssen verboten da potenzielle Todesgefahr", wobei sie es letztendlich doch tun. In dieser Hinsicht sind auch unschwer Parallelen zu Bellas Wunsch nach dem Biss ihres Vampirs zu erkennen, mit dem Unterschied, dass der das nur einmal tun musste ;) Und von der unbeschreiblich tiefen seelischen Verbundenheit der Protagonisten, ihrer unendlichen Liebe zueinander und der Glückseligkeit, wann immer sie in der Nähe des anderen sind, kann man sich auch in unheimlich romantischen Dialogen überzeugen. Wenn man allerdings nicht unbedingt ein Romantikfan ist, sind solche Passagen eher schwer zu ertragen. 

Gordians Minderwertigkeitskomplexe ("Ich bin ein Plonx und zu nichts nütze, eigentlich sollte es mich gar nicht geben") gingen mir schon ziemlich auf den Geist. Wie schon bei "Meeresflüstern" wiederholt er sich nur, damit ihm Elodie wieder auf die Nase binden kann, wie toll und wunderbar er doch ist und dass sie unglaublich in ihn verliebt ist. Oh, tatsächlich? Was für eine Neuigkeit! :P 

Als Elodie dann (endlich!) wieder aus Guernsey abreiste und all die Hai-, Wal- und Delfinnixe hinter sich ließ, freute ich mich regelrecht. Endlich hatte sie begriffen, dass sie die ganze Sache nur psychisch fertigmachte und ein hübscher junger Mann noch lange kein Grund ist, sein Leben aufs Spiel zu setzen... Weshalb sich mit einem Krieg zwischen den Nixen herumplagen, wenn sie doch in Lübeck ganz normale Freunde hat, die sie in keiner Weise gefährden? Noch erholsamer fand ich die Stelle, an der sie sich endlich wieder mit Sina trifft. Und sich bewusst wird, dass sie erst einmal gedanklich mit Gordian abschließen muss, bevor sie wieder für andere Dinge bereit werden kann! Erleichtertes Aufatmen, als sie sich zu guter Letzt doch tatsächlich auch mental von ihm trennt. Jetzt ist endlich Platz für etwas Neues in ihrem Leben...

Von wegen. Gerade, als man als vom Liebesgesülze genervter Leser an einen Neubeginn zu denken wagt, läuft - oder besser gesagt, schwimmt - ihr der heißgeliebte Nix wieder hinterher. Naja, sonst wäre die Meerestrilogie ja auch schon beim zweiten Buch zu Ende gewesen. Aber jetzt geht das Ganze eben wieder von vorne los. Und dann auch noch die fadenscheinige Behauptung, Gordian wäre nur wegen Elodies Verletzung den weiten Weg an die Ostseeküste geschwommen und wolle sie jetzt auch nie wieder sehen - na klar. Sobald sie den schönen Nix erblickt, wirft das Mädchen ihre Zukunft in Deutschland mit Mutter und Freunden auch schon wieder über den Haufen und springt ins Meer. Wo im dritten Band dann höchstwahrscheinlich zwischen ihren Liebesschwüren der Krieg zwischen Delfin- und Hainixen toben wird - aber das möchte ich dann nicht mehr miterleben, wenn es sich vermeiden lässt. 
Das, was die Autorin über die Verschmutzung der Meere und die Schuld der Menschen am harten Leben ihrer Bewohner schreibt, bringt ihr zum Abschluss aber doch noch lobende Worte meinerseits ein. Ich finde es gut, dass sie uns dieser nicht sehr ehrenwerten Rolle bewusst macht, wobei Javen Spinx' Engagement als Umweltaktivist allerdings mehr zur Sprache kommen hätte können. Nichtsdestotrotz ist es ein guter Ansatz. 

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983 Bibliotheken, 10 Leser, 7 Gruppen, 98 Rezensionen

geocaching, thriller, krimi, mord, salzburg

Fünf

Ursula Poznanski , , ,
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.07.2013
ISBN 9783499257568
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:

Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. An der bezeichneten Stelle wartet ein grausiger Fund: eine Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und ein Rätsel, dessen Lösung zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. In einer besonders perfiden Form des Geocachings, der modernen Schnitzeljagd per GPS, jagt ein Mörder das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger von einem Leichenteil zum nächsten. Jeder Zeuge, den sie vernehmen, wird kurz darauf getötet, und die Morde geschehen immer schneller. Den Ermittlern läuft die Zeit davon, sie ahnen, dass erst die letzte Station ihrer Rätselreise das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird...

Meine Meinung:
Das Cover ist eher einfach gehalten, aber wie auch bei Poznanskis anderen Büchern, die ich bisher gelesen habe, perfekt. Der Holzzaun mit dem Raben und dem Weiß und Grün im Hintergrund ist vielleicht nicht das auffälligste Gestaltungsmittel, wirkt aber in Kombination mit den schwarzen und roten Buchstaben sehr gut. Das Ganze sieht irgendwie... ordentlich aus und bildet einen Kontrast zum weißen Hintergrund.

Die beiden Ermittler waren mir sofort sympathisch. Beatrice Kaspary hat es auch in ihrem Privatleben nicht leicht: Ihr zeitaufwendiger Beruf lässt sich oft nicht damit vereinbaren, dass sie sich auch noch um ihre Kinder Mina und Jakob kümmert - weshalb die beiden regelmäßig zu ihrer Mutter oder ihrem geschiedenen Mann gebracht werden. Über diesen Sachverhalt ist sie alles andere als glücklich und erklärt sich auch bereit, ihren brisanten Fall abzugeben, sollte er noch mehr Zeit in Anspruch nehmen. Währenddessen terrorisiert ihr Ex sie regelmäßig nachts und hält ihr vor, keine gute Mutter zu sein. Aber Beatrice hat außerdem noch mit einem Problem zu kämpfen, das in der Vergangenheit liegt. Immer wieder fragt sie sich, was geschehen wäre, wenn sie damals als Studentin zur richtigen Zeit die richtige Entscheidung getroffen hätte... Und aus irgendeinem Grund scheint der Unbekannte von dem schrecklichen Erlebnis vor vielen Jahren Wind bekommen zu haben. 
Florin (dessen Namen ich übrigens noch nie ohne a gesehen habe xD) ist stets um Beatrices Wohl besorgt und erinnert sie daran, angesichts all der Ermittlungsarbeit nicht sich selbst zu vergessen. Er steht ihr auch bei Meinungsverschiedenheiten mit dem strengen Vorgesetzten Hoffmann bei, verteidigt sie, wenn sich dieser wieder einmal wegen fehlender Ermittlungsergebnisse oder Unpünktlichkeit aufregt, und würde sie nie im Stich lassen.

Die Geschichte ist sehr gut durchdacht und logisch konstruiert, und die Recherche hat die Autorin bestimmt nicht wenig Zeit gekostet. Wie sie im Nachwort erklärt, stimmen nämlich alle Koordinaten ungefähr mit den ihnen zugeschriebenen Orten überein, und ich bin mir sicher, dass auch die Zahlenrätsel (die der Täter den Polizisten immer wieder aufgibt) richtige Ergebnisse liefern. Selbst nachgerechnet habe ich das allerdings nicht xD Wie ich es von Poznanskis Büchern schon gewohnt bin, ahnt man die Lösung auf all die Fragen bis zum Schluss nicht, und der Leser kann die Identität des grausamen Geocachers nicht erraten. Ganz im Gegenteil kommen im Laufe der Geschichte ständig weitere Rätsel hinzu, was die Spannung erhält. 

Etwas unrealistisch erscheint mir dann allerdings, dass Beatrice am Ende plötzlich ohne ihren Kollegen an den Ort des Geschehens fuhr, und das noch dazu bei Nacht und in dem Wissen, dort höchstwahrscheinlich endlich auf den Gesuchten zu treffen - schon etwas leichtsinnig, oder? Ob das eine professionelle Kriminalpolizistin tatsächlich tun würde, darf bezweifelt werden. So wirkt die brenzlige Situation, in die Beatrice da hineingerät, fingiert und nur um des spannenden Höhepunktes willen in die Geschichte eingefügt. An dieser Stelle hätte ich es besser gefunden, wenn sie den mehrfachen Mörder wenigstens gemeinsam mit Florin enttarnt hätte, was eine glaubwürdigere Variante wäre. 

Fazit:
Die Autorin beweist wieder einmal, dass sie ihr Handwerk beherrscht - und das nicht nur beim Schreiben von Jugendbüchern. Abgesehen von einem etwas aufgesetzten Ende der Verbrecherjagd gibt es daran nichts auszusetzen. Die Geschichte ist sehr spannend und für Liebhaber von Thrillern ebenso empfehlenswert... allerdings nichts für schwache Nerven!

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39 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

baby, familie, tiefer schnee, schön, neugeborenes

Stille über dem Schnee

Anita Shreve , Mechtild Sandberg
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2007
ISBN 9783492249485
Genre: Romane

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(234)

449 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 99 Rezensionen

meer, liebe, guernsey, elodie, nixen

Meeresflüstern

Patricia Schröder
Fester Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.01.2012
ISBN 9783649603191
Genre: Jugendbuch

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(8)

15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

thriller, jugendliche, ash, jagd, freunde

Knochenkälte

Graham McNamee , Yvonne Hergane-Magholder
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 01.12.2009
ISBN 9783570306093
Genre: Jugendbuch

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(92)

153 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

humor, weltuntergang, simon peters, tommy jaud, freundschaft

Überman

Tommy Jaud
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 14.11.2012
ISBN 9783651000322
Genre: Humor

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(448)

794 Bibliotheken, 5 Leser, 5 Gruppen, 34 Rezensionen

tagebuch, liebe, irland, familie, trauer

Ich schreib dir morgen wieder

Cecelia Ahern , Christine Strüh
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 15.05.2012
ISBN 9783596512126
Genre: Liebesromane

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(370)

653 Bibliotheken, 7 Leser, 3 Gruppen, 60 Rezensionen

facebook, liebe, zukunft, freundschaft, jay asher

Wir beide, irgendwann

Jay Asher , Carolyn Mackler , Knut Krüger
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.11.2013
ISBN 9783442480166
Genre: Romane

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(289)

610 Bibliotheken, 5 Leser, 4 Gruppen, 66 Rezensionen

dystopie, liebe, jugendbuch, fantasy, perry

Getrieben. Durch ewige Nacht

Veronica Rossi , , ,
Fester Einband: 364 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 01.01.2013
ISBN 9783789146213
Genre: Jugendbuch

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(491)

1.045 Bibliotheken, 13 Leser, 11 Gruppen, 113 Rezensionen

dystopie, liebe, aria, zukunft, perry

Gebannt. Unter fremdem Himmel

Veronica Rossi , Heinrich Koop , Franca Fritz , Carolin Liepins
Fester Einband: 428 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 01.01.2012
ISBN 9783789146206
Genre: Jugendbuch

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(1.042)

1.869 Bibliotheken, 16 Leser, 12 Gruppen, 268 Rezensionen

mittelalter, rollenspiel, thriller, fluch, wald

Saeculum

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Loewe, 02.11.2011
ISBN 9783785570289
Genre: Jugendbuch

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krimi, mord, familie, irland, broken harbour

Schattenstill

Tana French , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Fester Einband: 736 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 04.06.2012
ISBN 9783502102236
Genre: Krimi und Thriller

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krimi, taunus, mord, windpark, nele neuhaus

Wer Wind sät

Nele Neuhaus
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.06.2012
ISBN 9783548284675
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:

Im Firmengebäude des Unternehmens WindPro wird der Wachmann Rolf Grossmann ermordet aufgefunden. Schon bald ist den Ermittlern des K11 um Pia Kirchhoff klar, dass der Chef des Energiekonzerns, Theissen, nicht so unschuldig ist, wie er sich anfangs gibt. Denn es dauert nicht lange, bis der alte Ludwig Hirtreiter umgebracht wird - und ausgerechnet dieser war bisher der einzige ernstzunehmende Widerstand gegen den geplanten Windpark, der Theissen eine Menge Geld einbringen würde. Nun sind die Chancen, dass Hirtreiters für die Zufahrt benötigte Wiese endlich verkauft wird, weitaus höher, denn dessen Söhne plagen große finanzielle Nöte, und auch die Tochter Frauke hätte nichts gegen eine Aufbesserung ihres Gehalts. Doch leider ist da noch ein Testament, das ihnen einen Strich durch die Rechnung macht...

Gleichzeitig führt eine Spur im Fall Grossmann die Polizei zu einer Gruppe von Umweltschützern, deren Vorstand nun Jannis Theodorakis heißt - ein unangenehmer Mann, bekannt für seine Wutausbrüche, dem auch viele Mittel recht sind, um an sein Ziel zu gelangen. Nämlich, die Erbauung des Windparks zu verhindern. Gemeinsam mit Frauke Hirtreiter und seiner Freundin Ricky arbeitet er in einem Tierheim, in dem auch der 16-jährige Mark aushilft. Und die graue Maus Nika, deren Vergangenheit anscheinend so langweilig war, dass sie nicht einmal der Rede wert ist. Doch hinter der freundlichen Fassade gibt es auch in diesem Milieu dunkle Geheimnisse.

Meine Meinung:

Das Cover finde ich mittelmäßig. Der Hintergrund, diesmal blau-grau mit den sporadischen roten Flecken, der den wolkenübersäten Himmel während eines Unwetters zeigt, ist denen der vorangegangenen Bände ähnlich. Allein durch den Raben auf dem Strommasten unterscheidet sich das Titelbild wirklich von den anderen. Das erhöht natürlich den Wiedererkennungswert, allerdings hätte ich einen blasseren Farbton gewählt, um einen stärkeren Kontrast zu bilden und den Vogel mehr in den Vordergrund zu rücken.

Die Schrift darauf ist schlicht und gewöhnlich - für meinen Geschmack etwas zu gewöhnlich. Es hätte sicherlich einfallsreichere Varianten gegeben.

Auch wenn man die vorigen Bände der Krimireihe nicht gelesen hat, fällt einem der Einstieg in die Geschichte nicht besonders schwer. Die ermittelnden Hauptpersonen Pia und Bodenstein wirken auf Anhieb sympathisch und vertrauenswürdig, auch weil sie nicht selten mit persönlichen Problemen zu kämpfen haben. So erweist sich der "Chef" Bodenstein als nicht sehr professionell, als er der Liebe wegen alle Vorsicht vergisst und sich auf ein Verhältnis mit einer potenziellen Mörderin einlässt. Doch gerade das, genauso wie Pias gelegentliche Zusammenstöße mit ihrem Lebensgefährten, macht die Ermittler so menschlich. Es wäre sicherlich nicht besonders unterhaltsam, von Fällen perfekter Kriminalbeamter zu lesen, die immer alles richtig machen. Ständige Schilderungen von unüberwindbaren psychischen und gesundheitlichen Problemen können hingegen auch schnell nerven, doch darauf verzichtete die Autorin zum Glück.

Neuhaus ist es gelungen, ausnahmslos allen Charakteren Leben einzuhauchen, sodass man einen tiefen Einblick in sie gewinnt. Als Leser hat man eine klare Vorstellung von jedem Einzelnen und kann seine Handlungen nachvollziehen. 

Allerdings hätte sich die Autorin lieber ausschließlich auf die den geplanten Windpark betreffenden Mordfälle und deren Aufklärung konzentrieren sollen, anstatt noch eine zweite Haupthandlung hinzuzufügen. Oder zumindest ein paar Dinge verändern und die globale Ebene, auf der letztere geschah, um ein paar Nummern verkleinern - beispielsweise auf den Kreis, höchstens das Bundesland. Jedenfalls verlor die Geschichte durch die Erwähnung der Verstrickungen in überregionale Konflikte zwischen Klimaforschern an Authentizität. Es wurde auch schwieriger, den Überblick zu behalten, da beinahe jeder der ohnehin schon vielen Protagonisten etwas damit zu tun hatte. Dass die Windpark-Morde im Taunus einen Zusammenhang mit weltweiten Klimakongressen und einschlägigen, international renommierten Wissenschaftlern haben sollten, machte das Ganze nicht mehr so glaubwürdig. Hier gilt wieder einmal: Weniger ist mehr, Lokales ist besser als Internationales. 

Das Ende dieser zweiten Handlung war dann auch ziemlich unbefriedigend. Es hatte ein bisschen den Anschein, als wäre der Autorin die Sache schließlich auch zu groß geworden, und sie hätte sich lieber mit dem Verschwinden einer Person begnügt, anstatt auch diesen Fall restlos aufzuklären. Bis zur letzten Seite erwartete ich immer noch eine Wende in der Causa, doch die kam zu meiner Enttäuschung leider nie. Jemanden einfach auf und davon fliegen zu lassen, kann zwar eine Lösung sein - aber sie hinterlässt ein paar Fragezeichen und das Gefühl einer unfertigen Geschichte.

Fazit: 

Die Morde und ihre Aufklärung waren gut durchdacht und die Figuren einfach stimmig. Von der internationalen Klimaverschwörung hätte die Autorin allerdings die Finger lassen sollen, da sie mehr Verwirrung stiftete, als Licht ins Dunkel gebracht wurde. Ein dahingehender Streitfall auf Bundeslandes- oder Kreisebene hätte auch gereicht und das Ganze glaubwürdiger erscheinen lassen. 

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wallander, krimi, schweden, mord, sekte

Vor dem Frost

Henning Mankell , Wolfgang Butt
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.03.2011
ISBN 9783423212595
Genre: Krimi und Thriller

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geist, liebe, charleston, sophie kinsella, london

Charleston Girl

Sophie Kinsella , Jörn Ingwersen
Flexibler Einband: 495 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.01.2011
ISBN 9783442473991
Genre: Liebesromane

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