ClaudiasBuecherhoehle

ClaudiasBuecherhoehles Bibliothek

460 Bücher, 430 Rezensionen

Zu ClaudiasBuecherhoehles Profil
Filtern nach
460 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(10)

35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

gruselig

Mein schönes falsches Leben

Hilary Freeman , Ulrike Köbele
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.03.2017
ISBN 9783785584484
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mein schönes falsches Leben von Hilary Freeman
erschienen bei Loewe

Zum Inhalt

Was wäre, wenn dein Leben ganz anders verlaufen wäre?

Als Ella eines Morgens aufwacht, hat sich auf einmal alles verändert: Ihre Haare sind über Nacht mehrere Zentimeter gewachsen, sie ist plötzlich eine Einser-Schülerin und ihre Eltern haben sich doch nicht getrennt. Was zunächst gar nicht so schlecht klingt, entwickelt sich zu einem wahren Albtraum. Denn ihr Freund weiß nicht mehr, dass sie schon seit Jahren zusammen sind, und ihre beste Freundin erkennt sie nicht wieder! Verzweifelt versucht Ella herauszufinden, was mit ihr geschehen ist. Eins ist klar: Sie will in ihr altes Leben zurück – koste es, was es wolle.

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Der Klappentext machte mich sehr neugierig auf die Geschichte rund um Protagonistin Ella. Es handelt sich hier um einen Coming-of-Age-Roman mit einem Hauch Mystery, der sehr gut die Gedankengänge von Ella aufzeigt.
Der Leser wird zusammen mit dem jungen Mädchen nach einem kurzen Prolog in die neue und verwirrende Situation hineingeworfen. Auf den Prolog wird an anderer Stelle wieder Bezug genommen, was mir gut gefiel. Er ist dann komplett in die Geschichte integriert und ergibt endlich einen Sinn. Durch den personalen Erzählstil ist der Leser sehr nah am Geschehen und der Spurensuche dran. Es werden Verschwörungstheorien aufgestellt, und nach einiger Zeit erhält der Leser endlich erste Hinweise. Ich konnte mich richtig gut in Ellas Gefühlswelt hineinversetzen, mir tat das Mädchen stellenweise sehr leid. Hat sie doch niemanden mehr, dem sie sich bedingungslos anvertrauen und von ihrem Leben erzählen kann. Sie wirkt anfangs wahnsinnig unsicher und findet weder Sicherheit noch eine Art von Geborgenheit. Ella hat wirklich das Gefühl, langsam aber sicher verrückt zu werden. Ihr Zustand ist schließlich nicht rational zu erklären…

Ich weiß nicht, wovor ich mehr Angst habe: herauszufinden, dass etwas mit mir nicht stimmt, oder gar nichts zu finden.
18% des E-Books

Die mit der Zeit aufgestellten Theorien zu Ellas neuem Leben sind nicht neu und waren für mich vorhersehbar. Aber jeder Autor macht aus den Gegebenheiten etwas Anderes. So hat mich Hilary Freeman auf eine durchaus interessante, wenn auch stellenweise etwas langatmige Reise mitnehmen können. Es kommen Dinge in Ellas neuer Welt ans Licht, die eine kleine Überraschung darstellen. Jeder Mensch hat eben seine Geheimnisse… Sehr bewegend fand ich die Textpassagen, die gerade das nachfolgende Zitat ausdrücken:

Jeden Tag wachen Menschen auf und haben nicht die geringste Ahnung, dass sich bis zum Sonnenuntergang ihr gesamtes Leben grundlegend verändert haben wird.
26% des E-Books

Hilary Freeman hat mich mit Mein schönes falsches Leben auf eine turbulente Reise mitgenommen. Die aufgestellten Theorien waren zwar nicht neu und kommen heutzutage doch das ein oder andere Mal in Jugendbüchern vor, wurden aber durchaus plausibel erklärt. Ich habe ordentlich mit Protagonistin Ella mitgelitten und hätte gerne den Ausweg parat gehabt. Der Leser sieht eine deutliche Entwicklung an dem jungen Mädchen, was mir gut gefiel. Nicht nur das eine Zitat hat mich zum Nachdenken gebracht. Auf jeden Fall enthält die Story eine Botschaft, die man nicht einfach unter den Tisch fallen lassen sollte. Die eigentliche Lösung für Ellas Dilemma erschreckte mich für ein Jugendbuch mit der Altersempfehlung doch sehr – kann ich nicht abstreiten. Die letzten Seiten sind aber noch einmal äußerst interessant und lassen das Geschehene noch einmal in einem anderen Licht erscheinen. Ich vergebe für die gute Unterhaltung 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


Zum Autor

Hilary Freeman ist freie Journalistin und Autorin von Jugendbüchern. Sie hat bereits für die Zeitung, verschiedene Magazine und Webseiten sowie für das Fernsehen und Radio gearbeitet. Zu ihren Leidenschaften gehören Karaokesingen und Vorsichhinkritzeln. Zurzeit lebt sie mit ihrem Partner im Norden von London.

ab 13 Jahren
336 Seiten
übersetzt von Ulrike Köbele
ISBN 978-3-7855-8448-4
Preis: 14,95 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

  (39)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(26)

93 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

spiegel des bösen, hass, hotel, jugendbuch, liebe

Spiegel des Bösen

Björn Springorum , Maximilian Meinzold
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.02.2017
ISBN 9783522202305
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Spiegel des Bösen von Björn Springorum
erschienen bei Thienemann-Esslinger

Zum Inhalt

Ein Grandhotel, in dem das Grauen herrscht, ein Zimmermädchen, das auf Rache schwört, drei Berghexen, die auf Seelen lauern, und eine Liebesgeschichte, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist ...
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Ich gehe ja selten auf ein Buch-Cover ein, aber dieses ist wirklich erwähnenswert. Ein richtiger Eye-Catcher, der mir in der Buchhandlung schon von Weitem ins Auge gefallen ist. Es wirkt durch die relativ dunklen Farben nicht nur mysteriös, sondern hat beim näheren Hinschauen noch einen Schimmer-Effekt auf Vorder- und Rückseite zu bieten.
Das Buch selbst besteht aus vielen kurzen und relativ knappen Kapiteln, was der Story ein unheimliches Tempo verleiht. Jeder Kapitelanfang ist mit einigen schwarzen Verästelungen gestaltet worden, was gut zur mysteriösen Grundstimmung passt. Außerdem sind die Kapitel nicht nur nummeriert, sondern geben auch den jeweiligen Aufenthaltsort der Protagonisten an. Da kommen die verschiedensten Schauplätze in einem eigentlich sehr malerisch gelegenen Hotel zu Stande. Grandhotel Rabenfels liegt in den Bergen, nicht nur durch den mangelnden Handyempfang ziemlich abgeschnitten vom Rest der Welt. So kommt es jedenfalls der fünfzehnjährigen Sophie vor, die einige Tage mit ihren Eltern Zimmer 217 gebucht hat. Es geht sowohl für den Teenager als auch für den Leser sofort los – merkwürdige, nicht rational erklärbare Dinge geschehen, während ein dichter Nebel um das Hotel wabert. Gruseliger kann eine Geschichte bald gar nicht starten! Es vergingen noch nicht einmal 30 Seiten und es war schon eine Menge passiert. Ich fühlte mich teilweise an die Filme Ghost Ship und Shining erinnert, was durchaus positiv zu werten ist. Die Spannung war teilweise kaum auszuhalten! Ich habe den Weg und Kampf von Sophie, Max, Ludwig und Margarete Nägel kauend mitverfolgt.
Der Autor hat zwischendurch einige hellgrau gedruckte Kapitel eingefügt, die den Leser in das späte 19., beziehungsweise das frühe 20. Jahrhundert katapultieren. Anhand dieser Abschnitte hatte ich schon eine leichte Vorahnung, um wen und was es sich handeln könnte, aber dies tat meiner Lesefreude keinen Abbruch. Es blieben trotzdem noch genügend offene Fragen übrig, die allerdings auch zum Schluss beantwortet werden.
Auf den Inhalt und die einzelnen Charaktere möchte ich auch gar nicht näher eingehen – dies sollte wirklich jeder lieber selbst auf sich wirken lassen.

War es nicht erstaunlich, wie schnell sich flammende Liebe in lodernden Hass umkehren konnte?
Seite 93

Björn Springorum hat mich mit Spiegel des Bösen äußerst positiv überrascht. Hier hat mich nicht nur die Leseprobe, sondern jede einzelne Seite mitreißen können. Man stürzt förmlich ins Geschehen und findet sich in einer höchst unheimlichen Welt mit allerlei mysteriösen Gestalten wieder. Der Autor spielt gekonnt mit den typischen Gruselelementen wie Spiegeln, Albträumen, Geistern und auch Krabbeltieren, was aber zu keiner Zeit „abgenutzt“ wirkt. Man sollte allerdings beim Lesen lieber das Licht anlassen… Die Atmosphäre ist durchgängig unheimlich, die Spannungskurve hoch und die Story wahnsinnig temporeich. Die Geschichte hat außerdem etwas Tragisches an sich, was den Leser noch einmal über das vermeintlich Gute oder Böse nachdenken lässt. Die Story steuert geschickt auf den großen Showdown hin, der keine offenen Fragen zurücklässt. Ein wirklicher Gruselspaß mit Message für junge und erwachsene Leser erhält von mir 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

Der Hass macht Menschen zu Monstern.
Seite 360


Zum Autor

Björn Springorum, geboren 1982 in Calw, würde am liebsten am zweiten Stern rechts abbiegen, im Kleiderschrank eine neue Welt entdecken, durch einen Kaninchenbau ins Wunderland fallen, mit einem Ring unsichtbar werden, nur durch das Lesen eines Buches nach Phantásien reisen oder eine recht wagemutige Partie Quidditch spielen. Weil sich das alles als schwieriger herausstellt als gedacht, schreibt er eben solange seine eigenen Geschichten. Björn Springorum studierte Englisch und Geschichte, lebt, schreibt und liest in Stuttgart und wird von drei Katzen gehörig auf Trab gehalten.


ab 13 Jahren
384 Seiten
ISBN 978-3-522-20230-5
Preis: 14,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

  (35)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(238)

579 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 77 Rezensionen

colleen hoover, liebe, nächstes jahr am selben tag, dtv, 9. november

Nächstes Jahr am selben Tag

Colleen Hoover , Katarina Ganslandt
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.03.2017
ISBN 9783423740258
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nächstes Jahr am selben Tag von Colleen Hoover
erschienen bei dtv

Zum Inhalt

Ausgerechnet am Abend, bevor sie von Los Angeles nach New York zieht, lernen sie sich kennen: die 18-jährige Fallon, Tochter eines bekannten Filmschauspielers, und der gleichaltrige Ben, der davon träumt, Schriftsteller zu werden. Beide verlieben sich auf den ersten Blick ineinander und verbringen die Stunden vor dem Abflug zusammen. Doch wie soll es weitergehen? Wollen sie sich wirklich auf eine Fernbeziehung einlassen und ihren Alltag nur halbherzig leben? Um das zu verhindern, beschließen die beiden, sich die nächsten fünf Jahr jedes Jahr am selben Novembertag zu treffen, dazwischen jedoch auf jeglichen Kontakt zu verzichten. Und wer weiß, vielleicht, so die Hoffnung, klappt es am Ende der fünf Jahre ja mit einem Happyend.
Doch fünf Jahre sind eine lange Zeit - und so kommt ihnen trotz aller intensiven Gefühle, die bei jedem Treffen der beiden hochkochen, ganz einfach das Leben dazwischen …

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Nachdem ich die letzten beiden Bücher der Autorin ausgelassen habe, freute ich mich umso mehr auf eine neue Geschichte aus ihrer Feder. Bisher haben alle gelesenen Bücher von mir die Bestwertung erhalten – ob mich dieses Buch ebenso überzeugen konnte? Findet es heraus:

Die Story wird abwechselnd im personalen Erzählstil aus der Sichtweise der Protagonisten Fallon und Ben geschildert. Es dreht sich immer wieder um einen 9. November – so heißt das Buch übrigens auch im Original. Dieser Tag ist für Fallon ein ganz besonderer, aber leider kein positiver. Die junge Frau war mir auf Anhieb sympathisch. Trotz eines schweren Schicksalsschlages hat sie ihren Mut und die Hoffnung nicht verloren. Die erste Szene des Buches ist ein Streitgespräch zwischen ihr und ihrem Vater – einem ganz besonderen Exemplar. Er wirkt äußerst arrogant, selbstgefällig und ziemlich direkt. Mit dem Mann möchte ich nicht an einem Tisch sitzen, geschweige denn verwandt sein. Aber seine Verwandtschaft kann man sich ja leider nicht aussuchen… Ich bin immer sehr dafür, meinem Gegenüber die Wahrheit zu sagen, aber die Art und Weise von Fallons Vater ist definitiv nicht das Gelbe vom Ei. Die Wahrheit ist nicht immer leicht wegzustecken, aber man kann sie schließlich gut verpacken und der Ton spielt auch eine große Rolle.

Wer auch immer gesagt hat, dass die Wahrheit wehtut, hat massiv untertrieben. Die Wahrheit ist ein mieses Dreckstück.
Seite 29

Besagte Anfangsszene ist ebenfalls der erste Auftritt von Ben, den ich absolut sympathisch fand. Ohne zu viel verraten zu wollen – bei diesem starken Anfang muss man sich auf der Stelle in den jungen Mann verlieben. Er hat seine kleinen Geheimnisse, die aber noch im weiteren Story-Verlauf zu Tage gefördert werden.

Die Story konzentriert sich auf einige Stunden des besagten Tages, jedes Jahr wieder. Der Leser erlebt in kurzen Reflektionen, welchen Schicksalsschlägen die Protagonisten im vergangenen Jahr ausgesetzt wurden. In einem Jahr kann sich eine bestimmte Situation genauso stark verändern wie die entsprechende Person selbst. Das Selbstbewusstsein von Fallon steigert sich enorm, was schön mit an zu sehen ist. Mir ging besonders der vierte 9. November ans Herz. Er hat es wirklich in sich – Colleen Hoover, wie sie leibt und lebt ;) Menschen vor den Kopf stoßen ist hier ebenfalls ein Thema, welches die Autorin relativ intensiv beleuchtet hat.

Colleen Hoover hat mich durch Nächstes Jahr am selben Tag geradezu hindurchrasen lassen. Hat man das Buch einmal aufgeschlagen, kann man es nur schwer wieder zuklappen. Ihr Schreibstil ist wunderbar, ihre Stories individuell. Obwohl es hier ein paar Zufälle zu viel gibt, bin ich wieder einmal begeistert und auch tief bewegt. Mir hat die Geschichte gezeigt, dass man seine Chancen nutzen und nicht einfach verstreichen lassen sollte. Bestimmte Gelegenheiten sind dann einfach auf und davon, verstrichen und nicht mehr zurück zu holen. Das Leben kann sich so schnell ändern, in einem Jahr kann einfach zu viel passieren. Nicht immer ist ein gewisses Zögern wirklich von Vorteil. Man sollte jeden Moment nutzen und sich das Leben weder vom Leben selbst, noch von seinen Mitmenschen vermiesen lassen! Von mir gibt es ganz klar wieder einmal 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen.



Zum Autor

Colleen Hoover stand mit ihrem Debüt ›Weil ich Layken liebe‹, das sie zunächst als eBook veröffentlichte, sofort auf der Bestsellerliste der ›New York Times‹. Mittlerweile hat sie auch in Deutschland die SPIEGEL-Bestsellerliste erobert. Mit ihren zahlreichen Romanen, die alle zu internationalen Megasellern wurden, verfügt Colleen Hoover weltweit über eine riesengroße Fangemeinde. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas.


ab 14 Jahren
376 Seiten
übersetzt von Katarina Ganslandt
ISBN 978-3-423-74025-8
Preis: 14,95 Euro
erscheint am 10. März 2017 als Printausgabe

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Vorab-Exemplars bedanken!


  (23)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(15)

25 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

krimi, entführung, jugendbuch, oxford, indien

Das mordsmäßig merkwürdige Verschwinden der Lily Cooper

Renée Holler
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 20.03.2017
ISBN 9783845815930
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das mordsmäßig merkwürdige Verschwinden der Lily Cooper von Renée Holler
erschienen bei arsedition

Zum Inhalt

Selina hat ihre Kindheit in Indien verbracht, wo ihre Mutter für ein Umweltschutzprojekt arbeitet. Doch völlig unerwartet soll Selina nach Oxford ziehen und bei ihrem Onkel wohnen, einem bekannten Experten für antike Texte. So kommt Selina an einem dunklen Winternachmittag aus dem bunten Indien im grauen England an. Ihr einziger Lichtblick ist, dass sie ihre gleichaltrige Cousine Lily wiedersehen wird. Bei ihrer Ankunft herrscht im Haus ihres Onkels jedoch helle Aufregung: Lily wird vermisst. Die Polizei nimmt an, dass sie einfach ausgerissen ist, doch Lilys Freund Eric hält eine Entführung für sehr wahrscheinlich. Am Vorabend ihres Verschwindens hatte Lily ihm eine SMS geschickt. Lily war anscheinend einer großen Sache auf der Spur! Gemeinsam mit Eric macht sich Selina daran, die Puzzleteile um Lilys Verschwinden zusammenzusetzen. Aber was sie dabei herausfinden, darf nicht sein!
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Bei diesem Buch steigt der Leser sofort in die Geschichte ein, es startet äußerst spannend und ein wenig mysteriös.
Die fast 13-jährige Selina ist ein sympathischer Teenager, der Köpfchen und Durchhaltevermögen beweist. Man merkt ganz deutlich, wie viel ihr ihre Cousine Lily bedeutet. Dies empfand ich als sehr schön, da ja gerade dieses Alter von Zickenkrieg geprägt ist …
Eric ist der Nachbarsjunge und im selben Alter. Auch er macht einen netten Eindruck und versteht sich gut mit seinen kleinen Zwillingsschwestern und Selina. Eric und Selina ergeben ein wirklich gutes Team!
Lily lernt der Leser erst einmal durch Erzählungen kennen, da sie von Anfang an schon verschwunden ist. Selina und Eric begeben sich auf die Suche nach ihr und leisten wahre Detektivarbeit. Diese erscheint durchaus plausibel und nicht unnötig aufgesetzt, was mir gut gefiel. Die Möchtegern-Detektive beobachten so einige merkwürdige Dinge und versuchen ihre Schlüsse daraus zu ziehen.
Die Satzkonstruktionen sind der entsprechenden Altersempfehlung durchaus angepasst, die Seiten lassen sich ohne Stolpersteine gut lesen.

Renée Holler hat mit Das mordsmäßig merkwürdige Verschwinden der Lily Cooper eine solide Geschichte rund um Detektivarbeit geschaffen. Der Schreibstil ist leicht verständlich, die Schlussfolgerungen der jungen Ermittler nicht überspitzt dargestellt. Ein Hauch von Exotik wird durch Selinas indischen Hintergrund stellenweise mit eingebaut und gibt dem Buch noch eine besondere Note. Ich persönlich hätte mir zwar noch ein paar weitere Eckpunkte zu den Charakteren gewünscht, aber für die angegebene Altersempfehlung hat die Autorin genau den Punkt getroffen. Die Geschichte ist zwar in sich abgeschlossen und die Fragen sind beantwortet, für eine eventuelle Fortsetzung bleibt jedoch noch genug Raum. Ich vergebe 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen und kann Kindern dieses Buch nur empfehlen.

Zum Autor

Renée Holler studierte in München Völkerkunde und Geographie. Auf ihren Reisen um die Welt tauchte sie in fremde Kulturen ein und erfüllte sich nach einem China-Aufenthalt ihren Kindheitstraum: Sie veröffentlichte ihre ersten Kinderbücher. Heute lebt sie in England und denkt sich mit großer Leidenschaft Krimis für junge Leser aus.


ab 10 Jahren
240 Seiten
ISBN 978-3-8458-1593-0
Preis: 14,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

  (15)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(38)

179 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

rhiannon thomas, märchenadaption, dornröschen, hundertjähriger schlaf, fluch

Ewig - Wenn Liebe erwacht

Rhiannon Thomas , Michaela Kolodziejcok
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.02.2017
ISBN 9783737354691
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ewig – Wenn Liebe erwacht von Rhiannon Thomas
erschienen bei Fischer Sauerlaender

Zum Inhalt

Sie hat hundert Jahre geschlafen.
Ein Prinz hat sie wachgeküsst.
Doch ab da ist nichts mehr wie im Märchen ...
Nach hundertjährigem Schlaf wird Prinzessin Aurora von Prinz Rodric aus dem Schlaf geküsst. Für den Prinzen und seine Familie ist alles klar: Aurora und Rodric sind füreinander bestimmt. Doch ist es das, was Aurora will? Schnell muss sie erkennen, dass sie nur eine Schachfigur in einem Intrigenspiel um Thron und Macht ist. Denn nur wer Aurora, die rechtmäßige Thronerbin, heiratet, hat auch Anspruch auf den Thron. Rodrics Eltern sind tyrannische Herrscher, die Auroras Volk grausam unterdrücken. Und so beschließt Aurora, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und ihr Volk zu retten. Und da ist auch noch der geheimnisvolle Prinz Finnegan, zu dem sie sich gegen ihren Willen hingezogen fühlt.

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Eine neue Märchenadaption, die meine Neugier weckte. Dazu noch ein ansprechendes Cover – was will man mehr? Ob mich die Geschichte vom Dornröschen der Neuzeit überzeugen konnte, erfahrt ihr hier:

Die Geschichte wird in der dritten Person geschildert und startet schon gleich mit dem berüchtigten Kuss, durch den die 18-jährige Aurora wiedererwacht. Für sie ist es zuerst ein Schock, hat sie doch über hundert Jahre geschlafen. Die Welt, die sie kannte, hat sich sehr verändert. Eigentlich gibt es sie nicht mehr. Auroras Eltern sind tot, ihr Zuhause weist viele Veränderungen auf. Aurora fühlt sich verlassen und trauert um das nicht gelebte Leben. Das junge Mädchen wird von dem derzeit amtierenden Königspaar sofort unter ihre Fittiche genommen. König und Königin wirkten auf mich anfangs sehr übereifrig Aurora gegenüber und behandeln sie eher wie eine Trophäe als ein Familienmitglied. Anscheinend wissen nur sie, was wirklich gut für die junge Frau ist. Dabei treten sie äußerst bestimmend auf.
Der König ist ein sehr grausamer Mann, mit dem man sich lieber nicht anlegen sollte. Die Königin ist der berechnende Teil des Zweiergespanns. Sie ist nur auf ihren Vorteil bedacht und lässt dies Aurora auch spüren.
Rodric wirkt ziemlich steif und kam leicht unsympathisch rüber. In seiner Gegenwart fühlte sich nicht nur die junge Frau stellenweise unwohl…
Dagegen sind die beiden anderen Männer Tristan und Prinz Finnegan ganz anders. Vielleicht etwas draufgängerisch oder vorlaut, aber im Großen und Ganzen gefielen mir die beiden besser.
Aurora lernt stückchenweise eine ganz neue Welt kennen und muss sich darin zurechtfinden. Teilweise kam sie mir ziemlich naiv vor. Trotzdem war es schön, sie in Tristans Nähe ganz unbeschwert zu erleben. Im Schloss hingegen steht sie nur unter Beobachtung und wird wieder einmal eingesperrt... Durch ein bestimmtes Ereignis hat der Leser das Gefühl, dass sich der Kreis wieder schließt.

„Man hat immer eine Wahl, Prinzessin.“
Seite 267

Insgesamt ist die Story sehr ruhig angelegt, Spannung kommt nicht wirklich auf. Trotzdem habe ich mich nicht gelangweilt, sondern alles gespannt mitverfolgt. Die letzten 150 Seiten nehmen dann doch noch einmal etwas an Fahrt auf, was der Story gut zu Gesicht stand.

Rhiannon Thomas hat mir mit dem Auftaktband ihrer Dilogie schöne Lesestunden beschert. Die Idee, ein Märchen als Grundlage zu nehmen, gefiel mir sehr gut. Eine Rolle spielt es zwar lediglich in leicht abgeänderter Form, aber das schmälerte meine Lesefreude keinesfalls. Ewig – Wenn Liebe erwacht hat ein großes Spektrum an Figuren zu bieten und besticht durch seinen angenehmen Schreibstil. Eine zarte Liebesgeschichte und die typische Rebellengruppe dürfen natürlich auch nicht fehlen. Ich hoffe, in Band 2 noch mehr von beidem zu bekommen. Sehr schön empfand ich den Hauch von Magie, wovon ich mir im Finale ebenfalls mehr erhoffe. Das gewisse Etwas hat allerdings für eine Bestwertung gefehlt. Ich vergebe 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


Die Reihe

Ewig – Wenn Liebe erwacht
Ewig – Wenn Liebe entflammt (erscheint voraussichtlich im Juni 2017)

Zum Autor

Rhiannon Thomas hat Englische Literatur in Princeton studiert. Zurzeit lebt sie in York, England, im Schatten einer gotischen Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert. Wenn sie sich nicht mit Fantasy-Romanen beschäftigt, schreibt sie in ihrem Blog www.feministfiction.com über Feminismus und Medien. Ewig – Wenn Liebe erwacht ist Rhiannon Thomas` Debütroman und der erste Teil einer Dilogie.


ab 14 Jahren
400 Seiten
übersetzt von Michaela Kolodziejcok
ISBN 978-3-7373-5469-1
Preis: 16,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

  (18)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(143)

265 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 91 Rezensionen

briefe, liebe, tumblr, verlust, nie verschickte briefe

Ich wollte nur, dass du noch weißt ...

Emily Trunko , Nadine Mannchen , Lisa Congdon , typealive
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.02.2017
ISBN 9783785586082
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich wollte nur, dass du noch weißt… herausgegeben von Emily Trunko
erschienen bei Loewe

Zum Inhalt

In ihrem Tumblr-Blog Dear My Blank postet die 16-jährige Emily Trunko anonyme Briefe, Nachrichten und E-Mails der mehr als 35.000 Leser ihres Blogs, die eigentlich nie versendet werden sollten: herzzerreißende Liebesbriefe, zutiefst traurige Abschiedszeilen und auch Worte voller Hoffnung. Diese Texte zeigen, dass wir mit unseren Problemen nicht allein sind, und geben uns den Mut, unseren eigenen Brief vielleicht doch noch zu verschicken.
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Dieses Buch kann keine „normale“ Rezension erhalten, denn die Standards dafür liegen einfach nicht vor. Es geht nicht um eine Geschichte mit einem ausgewählten Protagonisten. Der Schreibstil ist auch nicht durchgehend derselbe. Spannung hat in diesem Format ebenfalls nichts zu suchen – es gibt nicht einmal Seitenzahlen! Doch gerade, weil dieses Buch anders ist, bin ich darauf aufmerksam und neugierig geworden. Worum es geht, seht ihr am „Klappentext“. Bei der Aufmachung handelt es sich um ein Hardcover mit abgerundeten Ecken, Folienprägung und einem Lesebändchen. Das allein sieht schon klasse aus. Aber der Inhalt steht dem Äußeren in Punkto Gestaltung in nichts nach! Jede Seite ist anders gestaltet: sie sind farbig unterlegt und es wurden verschiedene Schriftarten gewählt. Die Illustrationen von Lisa Congdon sind einfach toll, wenn auch nicht sehr detailverliebt. Sie hat immer etwas Passendes zum jeweiligen Brief oder der E-Mail gezeichnet.
Man muss dieses Buch auch nicht einfach so am Stück lesen, sondern kann immer mal wieder hereinschauen und sich einen Brief „herauspicken“. Mal ein etwas anderes Lesen, das sehr entspannt ist. Der Leser muss sich einmal nicht merken, was gerade auf den zuletzt gelesenen Seiten passiert ist. Eigentlich kann man auch nicht alles wie einen Roman hintereinander weg lesen, weil man doch gewisse Pausen braucht. Der Leser findet sich in dem ein oder anderen Schriftstück sicherlich wieder und kann sich mit dem Urheber gut identifizieren.
Diese Briefe oder auch Mails behandeln alle möglichen Sparten, Gefühle und Altersgruppen. Daher ist das Buch auch in verschiedene Kategorien eingeteilt. Es geht um Mut, Tapferkeit und Selbstzweifel und natürlich jegliche Art von Liebe. Manches ist eher eine kleine Notiz, andere haben wirklich eine Briefform. Einige Briefe waren so herzzerreißend und emotional, dass mir die Tränen liefen.

Ich muss wirklich sagen, dass mir dieses Buch und die ganze Idee sehr gut gefallen haben. So etwas habe ich in der Art noch nicht gelesen. Vor allem stecken hinter den Briefen reale Menschen wie du und ich, sodass alle Gefühle authentisch wirkten. Ich habe mich in dem einen oder anderen Schrieb wiedergefunden und denke, dass es vielen Lesern so gehen wird. Ich wollte nur, dass du noch weißt… als Lebenshilfe zu bezeichnen, wäre vielleicht zu viel gesagt. Aber auf jeden Fall merkt man den einzelnen Briefen ganz deutlich an, dass man mit seinem eigenen Problem oder seinen Gefühlen nicht allein ist. Das geht in dieser Welt heutzutage viel zu sehr unter, weil viele nur auf sich selbst bedacht sind und zum Egoisten mutieren… Ein absolut ungewöhnliches, aber auch sehr emotionales Buch, das man auf jeden Fall näher unter die Lupe nehmen sollte. Ich vergebe 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

Zum Herausgeber

Emily Trunko ist eine faszinierende Sechzehnjährige aus der Kleinstadt Copley in Ohio. Mit elf hat sie einen Blog namens On Emily’s Bookshelf ins Leben gerufen, in dem sie Bücher rezensiert hat, und mit vierzehn begann sie das Clover Chain Project, das es sich zur Aufgabe gemacht hatte, Teenager mit ähnlichen Problemen zusammenzubringen, worauf sogar die regionale Presse aufmerksam wurde. Dear My Blank wurde geboren aus Emilys eigenem Notizbuch voller Briefe, die niemals abgeschickt werden sollten, und ist inzwischen eine Internetsensation.

www.dearmyblank.tumblr.com


ab 14 Jahren
192 Seiten
übersetzt von Nadine Mannchen
illustriert von Lisa Congdon
ISBN 978-3-7855-8608-2
Preis: 14,95 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag und Vorablesen für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

  (14)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(72)

158 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

zeitreise, fantasy, jugendbuch, liebe, zeitreisen

Forever 21

Lilly Crow
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783846600443
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Forever 21 – Zwischen uns die Zeit von Lilly Crow
erschienen bei beHEARTBEAT/One

Zum Inhalt

Geh zum Spiegel. Erkennst du dich? Nein, natürlich nicht. Nur die Angst in den Augen ist dir vertraut. Dachtest du wirklich, du könntest seiner Strafe entkommen?
Ava ist 21 Jahre alt. Für immer. Sie hat eine schwere Schuld auf sich geladen und wurde zur Strafe mit einem dunklen Fluch belegt. Nun muss sie immer wieder durch die Zeit reisen, an immer neue Orte, in unterschiedliche Situationen. Nur ihre Aufgabe ändert sich nie: Sie muss zwei Seelenverwandten helfen, zueinanderzufinden. Dazu hat sie jedoch nie viel Zeit. Ihr Blut ist wie Säure, und wenn sie sich nicht beeilt, ihre Aufgabe zu erfüllen, leidet sie unsagbare Schmerzen. Dann lernt sie in einem der Sprünge Kyran kennen. Und auf einmal ist alles anders. Doch haben die zwei eine Zukunft, wenn Ava die Zeit und den Ort, an dem Kyran lebt, wieder verlassen muss?

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Diese Geschichte wird in der dritten Person geschildert und ist kein Einzelband, wie ich erst vermutet hatte.
Die 21-jährige Ava ist eine sogenannte Seelenwanderin, was ich sehr interessant fand. Sie übernimmt praktisch Amors Job, hat dafür aber nicht viel Zeit. Dafür wechselt Ava ständig ihren Körper und übernimmt für kurze Zeit das Leben eines anderen Menschen. Dabei spielen Geschlecht und Hautfarbe wohl keinerlei Rolle. Aber auch die Zeit wechselt ständig, so dass der Leser sich in den Jahren 2015, 1907, 2016 und 1729 wiederfindet. Eine gute Mischung, gerade weil es perfekt die Unterschiede der jeweiligen Epochen aufzeigt. Im letzten Fall kommen noch geschichtliche Fakten hinzu, was mir gut gefiel.
Von Anfang an habe ich mit der jungen Frau mitgelitten und fand ihre Situation schrecklich! Sie ist zu Beginn natürlich sehr verwirrt und hat erst keine Ahnung, was eigentlich vorgeht. Ava muss sich immer wieder neu auf die jeweilige Situation einstellen und das vorliegende Rätsel lösen, die entsprechenden Personen ausfindig machen. Angst, Einsamkeit und auch Trauer beherrschen nun das Leben der 21-Jährigen. Als Leser habe ich mitgerätselt, warum gerade Ava sich in dieser Situation befindet und was sie ausgelöst haben könnte. Bisher bin ich nicht auf die Lösung gekommen und auch die Autorin hat bis zum Schluss noch nicht viel preisgegeben.
Kyran fand ich sehr sympathisch. Er besitzt einen gewissen Charme, der mir gut gefiel. Ihm gönnt man als Leser nur das Beste.
Es handelt sich bei dieser Story wirklich um einzelne kleine Liebesgeschichten, die ganz unterschiedlich sind. Zuerst kam ich mir vor wie in dem Film Tatsächlich…Liebe oder etwas Vergleichbarem, dann wechselte die Stimmung aber mit dem nächsten Zeitsprung wieder. Auch die Theorie der Zeitkrümmung wurde anschaulich verdeutlicht – wie im Film Déjà Vu. :D So unterschiedlich die einzelnen Geschichtchen auch sind, Ava trifft in jeder Zeit auf ein ganz bestimmtes Detail. Ich interpretiere dies als ihre Konstante, von der ich aber auch noch nicht weiß, was sie genau bedeuten soll.
Eine überraschende Begegnung hat sicherlich nicht nur Ava aus den Socken gehauen, auch mir blieb kurz der Mund offenstehen. Überhaupt hat die Autorin einige Überraschungen eingebaut, was ich toll fand.
Nicht so gut hat mir allerdings ein wiederkehrender Zeitfehler der Autorin gefallen, weil mich dies beim Lesen sehr verunsicherte und rausbrachte.

Lilly Crow hat mir mit Forever 21 – Zwischen uns die Zeit nette Lesestunden beschert. Die kreierten Charaktere wirkten authentisch, die Idee hinter der Story gefiel mir gut. Der Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. Beim Lesen bin ich auch immer wieder zum Nachdenken animiert worden – besteht nicht bei vielen von uns der Wunsch, gewisse Dinge im Nachhinein noch einmal anders machen zu können? Die Zeit einfach zurückdrehen zu können? Was würde wohl für ein Chaos entstehen, wenn es uns wirklich möglich wäre…?
Das Einbringen eines kleinen geschichtlichen Intermezzos empfand ich als passend und abwechslungsreich. Der Zeitfehler im letzten Drittel des Buches brachte mich allerdings etwas raus und ließ mich einige Seiten immer wieder zurückblättern. Zum Ende hin spitzt sich die Lage dramatisch zu und die Story endet mit einem spannenden Cliffhanger. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung und erhoffe mir eine Menge Antworten! Von mir gibt es 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


Die Reihe

Forever 21 – Zwischen uns die Zeit
Forever 21 – Band 2 erscheint voraussichtlich im Herbst 2017

Zum Autor

Lilly Crow ist Jugendbuchautorin und seit Jahren eine der Hauptautorinnen und –Plotterinnen bei »Dahoam is dahoam« im BR. Sich neue (gefühlvolle, witzige, dramatische) Geschichten auszudenken ist also ihre tägliche Arbeit. Umso spannender war es, mit ihr gemeinsam an der Idee für Forever 21 zu feilen, nachdem wir im Lektorat bereits zusammengesessen und geplottet hatten. Bei Boje ist bisher der Psychothriller Tausend Mal gedenk ich dein erschienen. Neben Romanen im Spannungsgenre schreibt sie aber auch gerne Fantasy – und dass sie das kann, beweist sie mit Forever 21.


ab 14 Jahren
288 Seiten
ISBN 978-3-8466-0044-3
Preis: 15 Euro/9,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

  (10)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(64)

116 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 46 Rezensionen

faun, fantasy, jugendbuch, mechthild gläser, jane austen

Emma, der Faun und das vergessene Buch

Mechthild Gläser
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.02.2017
ISBN 9783785585122
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Emma, der Faun und das vergessene Buch von Mechthild Gläser
erschienen bei Loewe

Zum Inhalt

Als Emma beim Aufräumen in der Bibliothek ihres Internats ein altes Notizbuch findet, denkt sie zunächst, es wäre eine Art Chronik der Schule. Aber es ist genau umgekehrt: Alles, was man in dieses Buch hineinschreibt, wird tatsächlich wahr.
Natürlich beginnt Emma sofort damit, den Schulalltag auf Schloss Stolzenburg ein wenig zu „korrigieren“. Doch nichts geschieht so, wie sie es sich gedacht hat. Zumal auch schon früher Chronisten das Buch genutzt haben. Zum Beispiel eine junge Engländerin, die Ende des 18. Jahrhunderts ein Märchen über einen Faun verfasst hat und später eine erfolgreiche Schriftstellerin wurde. Oder Gina, die vor vier Jahren plötzlich verschwand, nachdem sie ihre Geheimnisse der Chronik anvertraut hatte.
Als sich jetzt auch noch Ginas Bruder Darcy einmischt, ist das Chaos perfekt. Denn Emma und Darcy sind einander in herzlicher Abneigung zugetan – zumindest glauben das die beiden.

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Ich liebe die Bücher von Mechthild Gläser und war besonders auf dieses neue Werk von ihr gespannt. Klang es doch ganz anders, als die vorherigen Bücher. Wie mein Fazit ausgefallen ist, könnt ihr jetzt lesen:

Die Story wird in der ersten Person geschildert, was ich prinzipiell schon richtig klasse finde. Mir persönlich fällt es so in den meisten Fällen leichter, eine Verbindung zum Protagonisten herzustellen. Auch hier gelang mir dies von der ersten Seite an. Emma hat mir gleich gut gefallen und schlich sich in mein Herz. Sie ist bodenständig - das nette Mädchen von nebenan.
Ihr Vater – seines Zeichens Schulleiter auf Schloss Stolzenburg – war mir auch von Anfang an sympathisch. Er ist ein Hypochonder wie er im Buche steht und gerät dadurch in einige witzige Situationen. Seine Gedanken schweifen auch gerne mal ab, was ihn wie einen zerstreuten Professor wirken ließ.
Emmas Freundin Charlotte gefiel mir auch recht gut, auch wenn sie eher etwas zurückhaltend ist.
Darcy und Toby sind ja nur Gäste im Internat, nahmen aber einen großen Teil der Geschichte ein. Toby wirkte auf mich noch recht freundlich, obwohl ich sein Agieren so manches Mal nicht richtig verstanden habe.
Darcy hingegen ist eher die Sorte Muffelkopf. Ständig schlecht gelaunt, gibt kaum eine Antwort – einfach sehr schwierig…
Frederick fand ich ganz nett, auch wenn ich ihn nicht zu jeder Zeit richtig einschätzen konnte. Er war neben Darcy der andere „geheimnisvolle Fremde“ ;)
Das Setting mit dem Internat im Schloss fand ich klasse! So ein altes Gemäuer birgt doch schon von vorneherein das ein oder andere Geheimnis. Dies hat die Autorin sehr gut und eindringlich beschrieben.
Die Story beinhaltet neben den Gegenwartskapiteln auch Einträge aus längst vergangenen Zeiten, was mir sehr gut gefiel. Sie sind interessant gestaltet worden und der Leser wird somit immer neugieriger auf den weiteren Story-Verlauf gemacht.
Wie schon im Klappentext angekündigt, fällt Emma die Chronik der Schule in die Hände und sie benutzt sie ebenfalls. Meiner Meinung nach für viel zu banale Dinge, was ich nicht gerade sehr spannend fand. Sie lässt sich da auf ein gefährliches Spiel ein, das unter Umständen kein gutes Ende nehmen könnte…

Mechthild Gläser hat mir mit ihrem neuesten Werk Emma, der Faun und das vergessene Buch wieder einmal schöne Lesestunden beschert. Ihr Schreibstil ist einfach klasse und eingängig. Ich habe mich vom ersten Moment an abgeholt und in der Geschichte wohl gefühlt. Als Leser wird man neben den Charakteren dazu eingeladen, an den verschiedenen Spekulationen, Geheimnissen und Rätseln teilzunehmen. Die Einträge sind interessant gemacht, die Figuren authentisch dargestellt. Aber die eigentliche Geschichte empfand ich als zu dünn. Es steckt irgendwie nicht viel dahinter, man jagt nur einzelnen Vermutungen hinterher und erhält keine fundierten Ergebnisse. Die Erklärung am Ende des Buches und das Ende selbst empfand ich als gut, aber eher durchschnittlich. Es erschien mir im Kontext zu überhastet und war leider recht unspektakulär. Von mir erhält dieses Buch 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.



Zum Autor

Mechthild Gläser wurde im Sommer 1986 in Essen geboren und hat Politik, Geschichte und Wirtschaft studiert. Auch heute lebt und arbeitet sie im Ruhrgebiet, wo sie außerdem ab und an unfassbar schlecht Ballett tanzt – aber nur, wenn niemand hinsieht. Sie liebt es, sich abstruse Geschichten auszudenken, und hat früh damit begonnen, sie aufzuschreiben. Inspiration dafür findet sie überall, am besten jedoch bei einer Tasse Pfefferminztee.
Hier geht es zur Webseite von Mechthild Gläser:
www.mechthild-glaeser.de


ab 12 Jahren
416 Seiten
ISBN 978-3-7855-8512-2
Preis: 18,95 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

  (12)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(33)

44 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

geister, band 1, gespenstergeschichte, geisterhaus, ich-erzählerin

House of Ghosts - Das verflixte Vermächtnis

Frank M. Reifenberg , Fréderic Bertrand
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 16.01.2017
ISBN 9783845817125
Genre: Kinderbuch

Rezension:

House of Ghosts – Das verflixte Vermächtnis von Frank M. Reifenberg
erschienen bei arsEdition

Zum Inhalt

Eine Villa zu erben, ist nicht übel. Wenn sich dann aber herausstellt, dass die Bruchbude aussieht, als würde sie jeden Moment einstürzen, ist so eine Erbschaft vielleicht doch kein Glücksfall. Melli wäre lieber in New York geblieben, statt in dieses deutsche Kaff zu ziehen. Aber weil Familie Bower notorisch pleite ist, greifen ihre Eltern die Gelegenheit beim Schopf und ziehen in die alte Villa ein. Melli merkt schon in der ersten Nacht, dass hier irgendwas nicht stimmt. Immer wieder ist ihr schaurig kalt und es kracht und knirscht im Gebälk. Manchmal hört sie sogar ein leises Seufzen. Zusammen mit dem Nachbarsjungen Hotte kommt Melli dem gut gehüteten Geheimnis ihrer Urgroßschwiegercousine Emilie auf die Spur und ist plötzlich mittendrin in einem richtigen Geisterabenteuer!

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Ich habe dieses Buch zusammen mit meinen beiden Kindern (10 und 8 Jahre alt) gelesen. Es hat zwar nicht allzu viele Seiten, aber jede Seite ist wirklich eng bedruckt. So brauchten wir doch eine Weile, bis wir mit dem Vorlesen fertig waren. Zum Selberlesen finde ich es aus dem Grund für das Alter noch nicht unbedingt geeignet.
Die Geschichte beginnt sofort mit dem Umzug in das neue Haus, was relativ lustig dargestellt wurde. Der Leser lernt auf einen Schlag die ganze Familie Bower kennen, was von Vorteil war. Mit Melli hat der Autor ein nettes Mädchen von nebenan erfunden, welches auf mich ganz sympathisch wirkte. Meinen Söhnen hat Mellis Vater am besten gefallen, denn dieser hat die ein oder andere Eigenart an sich und ist mit seinen Gedanken nicht immer bei der Sache. So entstanden natürlich wieder witzige Situationen.
Den Sprachstil empfand ich allerdings stellenweise als sehr anspruchsvoll, da meine Jungs zwischendurch ein großes Fragezeichen im Gesicht hatten. Der Autor verwendet teilweise Begriffe, die Kinder auch mit 10 Jahren nicht unbedingt auf dem Schirm haben, z.B. Oberlicht, Gebälk oder Tribut. Überhaupt sind einige Sätze geradezu verschachtelt und nehmen kein Ende. Dadurch sank die Motivation zum Weiterlesen immer mal wieder und die Story stagnierte etwas, weil einfach zu viele „unwichtige“ Details dazu kamen. Bis auf den letzten Punkt erörterte Beschreibungen führten da eher zur Ermüdung. Meine Jungs waren dann plötzlich ein wenig abgelenkt.
Trotzdem fanden wir immer wieder lustige Passagen in der Geschichte, wobei meine Kids stellenweise aus dem Lachen nicht mehr herauskamen. Gerade die Art und Weise des Anwalts Alfons Wiesendübel war schon recht komisch.
Mit jeder weiteren Seite waren wir drei dem Geheimnis von Emilie Bauerfeind auf der Spur und fieberten mit Melli geradezu mit. Nach ungefähr 70 Seiten wurde die Story etwas flüssiger, und der erste verbale Schlagabtausch zwischen Melli und Hotte war einfach nur grandios. Doch auch dann hat der Autor leider wieder langatmige und nicht altersgerechte Erklärungen eingebracht, die den Lesefluss erneut stagnieren ließen.
Ein großer Kritikpunkt betrifft die Passage über das umgebrachte und verscharrte Baby, das sicherlich in einem Kinderbuch nichts zu suchen hat. Dies habe ich beim Vorlesen komplett unter den Tisch fallen lassen. Die Heimsuchung eines Geistes kann man auch anders veranschaulichen!


Frank M. Reifenberg hat uns dreien mit House of Ghosts – Das verflixte Vermächtnis nette Vorlesestunden beschert. Die Charaktere sind gut beschrieben und wirkten authentisch.
Die Illustrationen und Vignetten von Frédric Bertrand waren uns schon aus den Scary Harry-Bücher bekannt und gefielen uns seit jeher sehr gut.
Der Schreibstil mit nicht alltäglichen Begriffen und den teilweise detailverliebten Beschreibungen führten immer mal wieder zu kleinen Ermüdungen und Überforderung. Seitenlange Erklärungen taten ihr Übriges… Die Geister waren altersentsprechend in Szene gesetzt und sorgten nicht für schlaflose Nächte ;) Bei einigen Details hätte der Autor lieber etwas kindgerechter vorgehen sollen, große Traurigkeit und Diskussionsstoff haben für mich in einem Buch mit der Altersempfehlung nichts zu suchen. Insgesamt war die Story recht langatmig und wurde nicht genug auf den Punkt gebracht. Spannung kam erst richtig zum Ende auf. Das Buch hinterlässt einen großen Cliffhanger, wobei ich mir nicht sicher bin, ob wir die Fortsetzung überhaupt lesen werden. Wir vergeben schwache 3 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

Die Reihe

House of Ghosts – Das verflixte Vermächtnis
House of Ghosts Band 2?

Zum Autor

Frank M. Reifenberg absolvierte eine Ausbildung zum Buchhändler und arbeitete danach als Presse- und Öffentlichkeitsreferent. Er besuchte die Internationale Filmschule Köln und schreibt seit dem Jahr 2000 Romane und Drehbücher. Seit 2008 engagiert er sich in der Leseförderung von Jungen, veranstaltet zu diesem Thema Seminare, Vorträge für Multiplikatoren und Workshops. Die Universität zu Köln berief ihn als Lehrbeauftragten für die Leseanimation von Jungen. 2012 wurde er vom Luxemburger „Centre national de littérature“ mit einem Stipendium ausgezeichnet.


ab 10 Jahren
176 Seiten
ISBN 978-3-8458-1712-5
Preis: 12,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchten wir drei uns noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

  (7)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(55)

155 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

hexen, prophezeiung, freundschaft, magie, jugendbuch

Die Prophezeiung der Hawkweed

Irena Brignull , Sibylle Schmidt
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 16.03.2017
ISBN 9783737354240
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Prophezeiung der Hawkweed von Irena Brignull
erschienen bei Fischer Sauerlaender

Zum Inhalt

Ember und Poppy kommen in derselben Gewitternacht in weit entfernten Teilen des Landes zur Welt. Durch einen mächtigen Fluch werden sie noch in der Sekunde ihrer Geburt vertauscht. So wächst das Mädchen Ember in einem Clan von Hexen auf. Und Poppy, die Hexe, in einer Kleinstadt in England.
Immer und überall spüren die beiden, dass sie anders sind und nicht dazugehören. Doch von der uralten Prophezeiung, die ihr Schicksal bestimmt, ahnen Ember und Poppy nichts. Erst als sie sich eines Tages gegenüberstehen, wissen sie, dass es höchste Zeit ist, für dieses Glück zu kämpfen. Koste es, was es wolle…

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Das Cover machte mich zuerst auf das Buch aufmerksam, denn es ist wirklich schön. Viele Details sind eingearbeitet worden, was mir gleich positiv ins Auge gestochen ist. An einer Geschichte über Hexen kann ich sowieso nie vorbeigehen – also musste dieses Buch einfach bei mir einziehen. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir die Bewertung eines Buches selten so schwer gefallen ist…

Die Story startet mit dem Prolog, der vor der Geburt von Ember und Poppy spielt. Hier wird einiges schon zu dem Fluch der Hawkweed und der Prophezeiung erklärt. Ebenfalls wird die Beziehung von Charlock und Raven unter die Lupe genommen. Ein guter Einstieg in die Geschichte. Das erste Kapitel fand ich sehr erschütternd. Es ging mir persönlich als Mutter sehr zu Herzen… Die gesamte Geschichte wird in der dritten Person geschildert. Ich fand es toll, dass es nicht um Hexen im Mittelalter geht, sondern in unserer Zeit spielt. So blieb der historische Faktor ganz außen vor. Die erste Szene im Anfangskapitel erschien mir identisch mit einer bestimmten Passage in Kami Garcias Sixteen Moons. Dies war mir aus dem Grund einfach zu platt.

Poppy und Ember sind die beiden Protagonistinnen der Story. Sie sind völlig unterschiedlich, haben aber eines gemeinsam: Sie sind beide in ihrer Welt Außenseiter. Einfach aus dem Grund, weil sie anders sind. Anders zu sein finde ich bei solchen Geschichten echt klasse, weil diese Figuren immer ihre Alleinstellungsmerkmale aufweisen. Beide Mädchen empfand ich auf ihre Art und Weise naiv, sympathisch waren sie mir aber trotzdem. Der Leser sieht ebenfalls, wie sehr sich Poppy und Ember im Laufe der Story verändern. Gerade bei Poppy ist mir dies stark aufgefallen, was nicht immer ganz positiv auszulegen ist. Ember hat eher den Charme und die Unwissenheit eines kleinen Mädchens, da sie nichts von der „realen Welt“ weiß. Dies war eigentlich ganz niedlich mitanzusehen. Und Poppy ist in diesen Szenen eine geduldige Ansprechpartnerin. Hier prallen zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinander, die eigentlich nur einen Steinwurf voneinander entfernt sind.
Embers Cousine Sorrel mochte ich gar nicht, sie hat eher den zickigen und leicht bösen Part zugewiesen bekommen. Egal ob es sich um Ember, Poppy oder Sorrel dreht – jedes dieser Mädchen lebt nicht das Leben, für das es vorgesehen war. Ziemlich traurig und auch beklemmend zu lesen.

Denn man wurde sehr einsam, wenn man nie so sein konnte, wie man wirklich war.
Seite 28

Insgesamt finde ich das Buch sehr düster und traurig. Es gibt wenig Positives von den Charakteren, da ist auch Leo keine Ausnahme. Jede Vorgeschichte ist fast schon schrecklich und einfach nur deprimierend, was mir mit der Zeit zu viel wurde.
Geschieht die erste Begegnung zwischen Poppy und Ember relativ früh im Buch, dauert es noch eine ganze Zeit, bis sich Poppy ihrer Herkunft bewusst ist. Das hat mich etwas gestört, weil man sie als Leser am liebsten einmal kräftig gerüttelt hätte. Ihre erste Begegnung mit Leo hat absolut etwas Magisches an sich. Eine weitere Erklärung dazu gibt es ziemlich spät im Buch und leider nur am Rande.

Das Lächeln enthüllte sie, offenbarte sie ohne die Tarnung und Fassade, hinter der die meisten Menschen ihre Gefühle verbergen.
Seite 69

Irena Brignull hat mich mit ihrem Jugendbuch-Debüt Die Prophezeiung der Hawkweed relativ gut unterhalten können. Sie hat eine interessante Welt um ihre Protagonisten herum erschaffen und die Entwicklung der beiden Mädchen gut herausgestellt. Die ganze Story hindurch passieren immer wieder Kleinigkeiten, die keinesfalls uninteressant waren. Doch ich hatte ständig das Gefühl, dass nun einmal etwas Größeres oder auch Bedeutsameres geschehen müsse. Etwas, was mehr in die Richtung der Prophezeiung geht. Ich kam mir oft wie auf einem Pulverfass vor. Die Geschichte plätschert ohne nennenswerte Ereignisse vor sich hin, die Atmosphäre ist sehr düster gehalten. Dann kommt der langersehnte Showdown, aber danach flachte die Story wieder etwas ab, bevor sie schlussendlich zum Ende kam. Auch dieses ist relativ offengehalten worden und nicht unbedingt typisch. Aber hier setze ich ganz stark auf Band 2. Durch den angenehmen und einfachen Schreibstil der Autorin fliegt die Geschichte um Hexen und Prophezeiungen nur so dahin. Nach längerem Überlegen habe ich mich für eine mittlere Bewertung entschieden, die mich 3 von 5 möglichen schwarzen Katzen vergeben lässt.

Die Reihe

Die Prophezeiung der Hawkweek
The Hawkweed Legacy (Originalausgabe erscheint voraussichtlich im August 2017)


Zum Autor

Irena Brignull wuchs in den Chiltern Hills im Südosten Englands auf und lebt heute mit ihrer Familie in London. Nach ihrem Studium der englischen Literatur in Oxford schrieb sie Drehbücher für preisgekrönte Kinoerfolge wie ›Shakespeare in Love‹, ›Die Boxtrolle‹ oder ›Der kleine Prinz‹. ›Die Prophezeiung der Hawkweed‹ ist ihr erstes Jugendbuch.

ab 14 Jahren
400 Seiten
übersetzt von Sibylle Schmidt
ISBN 978-3-7373-5424-0
Preis: 17,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!


  (40)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

grafitti, schule, wettbewer, katastrophe, freundschaft

Lil April – Eine Katastrophe jagt die nächste

Stephanie Gessner
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734847110
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Lil April 2 – Eine Katastrophe jagt die nächste von Stephanie Gessner
erschienen bei Magellan

Zum Inhalt

An Lils chaotischem Familienleben hat sich nichts geändert: Der Vater lebt in England, die Geschwister nerven und zu allem Überfluss macht auch noch ihr Freund Dennis mit Lil Schluss! Aber nicht genug: Richtig Ärger gibt es, als an der Schulmauer plötzlich ein Graffiti prangt. Lil wird zur Hauptverdächti-gen. Dabei kann sie sich nicht erklären, wie ihre Zeichnung an der Schulmauer landen konnte! Wer steckt wirklich dahinter?
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Da es sich bereits um den 2. Teil der Reihe handelt, weise ich auf eine gewisse *SPOILERGEFAHR* hin!

Im Auftaktband der Reihe traf ich bereits auf eine komplett chaotische Familie, die aus dem Elternpaar, 6 Kindern, einem Au-Pair-Mädchen und einem Hund besteht. Ein absolut wirrer und irrer Haufen, den ich sofort in mein Herz schloss. Umso schöner war nun ein Wiedersehen mit Familie April! Die Kinder sind alle nach griechischen Göttern benannt, was ich als eine tolle Idee empfinde. Die Namen bleiben nachhaltiger im Gedächtnis.
Wie schon Band 1 wird auch diese Fortsetzung im personalen Erzählstil geschildert.
Lils Leben hat sich um einiges verändert: ihr Vater lebt mittlerweile seit 5 Monaten in Cambridge (die Familie wird noch folgen), ihre HALF Hellie (helliehafte allerliebste Freundin) ist mit Lils ältestem Bruder zusammen und zu allem Überfluss hat die Dreizehnjährige den ersten Liebeskummer ihres Lebens. Da fühlte ich mich doch stark an meine eigene Teenager-Zeit erinnert – man glaubt ja allen Ernstes, dass das Leben nun für immer vorbei ist und man niiiiiiie wieder glücklich sein kann. Eine schreckliche, aber im Nachhinein auch schöne Zeit. Genau dies macht das Buch dem jungen Leser klar, was ich sehr gut fand. Ein Teenager zu sein, dem Pickel das Leben schwermachen und der sich an die aufgestellten Regeln der nervigen Eltern halten muss, ist echt nicht leicht. Für mich war es erfrischend zu lesen, da diese Zeiten bei mir doch schon einige Tage her sind ;) Im Gegensatz zum Erwachsensein sind solche Probleme noch so herrlich einfach – was einem in dem Alter aber natürlich nicht bewusst ist.
Sehr schön empfand ich die geschichtliche Komponente, die sich um Anne Frank dreht. Die Autorin hat viele Details wunderbar in die Story eingeflochten und somit auf eine unaufdringliche Art und Weise auf das Schicksal des jungen Mädchens aufmerksam gemacht. Geschichtsunterricht mal anders!
Die gesamte Familie April neigt dazu, in Metaphern und Sprichwörtern zu reden, was die Kleinsten unter ihnen noch nicht verstehen können. Dies führte zu etlichen Erklärungen, die teilweise witzig, aber mit der Zeit auch zu viel waren.
Lil begibt sich mit Freunden und Geschwistern auf die Suche nach der Wahrheit. So erhält der Leser noch einen Hauch von Detektivarbeit drauf zu, die nicht allzu kompliziert gestaltet wurde.

Stephanie Gessner hat mir mit dem 2. Band um die chaotische Familie April wieder schöne Lesestunden beschert. Lil April – Eine Katastrophe jagt die nächste ist vom Stil und Aufbau her genau wie Band 1. Die verwendete Sprache ist sehr jugendlich, was ich für Leser in der bevorzugten Altersstufe absolut passend halte. Die Charaktere sind bunt gemischt und jeder auf seine Art liebevoll dargestellt worden. Mich hat die Story zum Schmunzeln gebracht, aber eine Botschaft wurde von der Autorin auch nicht vergessen. Ein toller Mix, den ich vor allem den jüngsten Teenagern empfehlen möchte – hier kann man sich mit den Figuren bestens identifizieren. Von mir gibt es 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


Die Reihe

Lil April – Mein Leben und andere Missgeschicke
Lil April 2 – Eine Katastrophe jagt die nächste


Zum Autor

Stephanie Gessner wuchs in einem kleinen Dorf in der Nähe von Limburg auf. Als Jüngste von sechs Geschwistern lernte sie früh, gute Verstecke zu finden, zum Beispiel für Süßigkeiten – und für ihr Tagebuch. Sie hat Literaturwissenschaft studiert, eine Zeit lang Reiseberichte für Zeitschriften geschrieben und arbeitet heute als Texterin. Nebenbei schreibt sie Romane und Kurzgeschichten. Sie lebt mit ihrer Familie in Mainz.


ab 11 Jahren
304 Seiten
ISBN 978-3-7348-4711-0
Preis: 14,95 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

  (27)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(114)

296 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 91 Rezensionen

fantasy, liebe, jugendbuch, märchen, märche

Königreich der Schatten: Die wahre Königin

Sophie Jordan , Barbara Imgrund
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 06.03.2017
ISBN 9783959670708
Genre: Fantasy

Rezension:

Königreich der Schatten – Die wahre Königin von Sophie Jordan
erschienen bei Harper Collins

Zum Inhalt

Schwarze Finsternis, die seit siebzehn Jahren über dem Reich Relhok liegt, und die dicken Mauern ihres Turms – etwas anderes kennt Luna nicht. Die Welt muss sie für tot halten, nachdem ein Verräter bereits ihre Eltern ermordete, um sich der Krone zu bemächtigen. Als sie jedoch fliehen muss, weil ihr Leben in Gefahr ist, hilft ihr der Waldläufer Fowler, der ihre dunkle Welt mit Licht erfüllt … Doch nicht einmal ihm darf sie sagen, dass sie die wahre Königin Relhoks ist. Denn der neue König sucht weiter nach ihr, um sicherzustellen, dass sie niemals ihren Thron besteigt.
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Ich liebe die Bücher von Sophie Jordan und habe mich nach langem Überlegen auch an diese Geschichte von ihr herangewagt. Sie behandelt ein vollkommen anderes Thema und spielt in einer gänzlich anderen Welt als die bisherigen Bücher. Die Story wird im personalen Erzählstil widergegeben, aus der Sicht der Protagonisten Luna und Fowler.
Schon ab der ersten Seite war ich fasziniert von der erschaffenen Welt der Autorin. Sie fackelt nicht lange und entlässt den Leser sofort in ein Land voller Dunkelheit. Eine sehr befremdliche Situation, der eine dreiundzwanzigstündige Sonnenfinsternis zu Grunde liegt. Warum dies so ist, habe ich allerdings bislang nicht erfahren. Doch nicht nur die Dunkelheit macht den Menschen das Leben schwer, auch die Finsterirdischen sind nicht gerade die Netten von nebenan… Man muss ständig um sein Leben bangen und für jede Kleinigkeit kämpfen – dies wird dem Leser schon nach kürzester Zeit klar. Was macht man, wenn man nur eine Stunde Tageslicht am Tag hat? Wie sollte man diese kurze Zeit am effektivsten nutzen? Eine wirklich schreckliche Vorstellung für mich!
Die Darstellung der Schwarzen Wälder empfand ich teilweise als richtig gruselig. Kein Ort für einen Sonntagsspaziergang…

„Alles ist Trostlosigkeit und Tod“, fügte er tonlos, fast rügend hinzu.
40% des E-Books

Schon nach kurzer Zeit wird ein überraschendes Detail aufgedeckt, das viele Dinge der Story noch einmal in einem anderen Licht erscheinen lassen. Clever gemacht!
Allerdings wird zu einem frühen Zeitpunkt schon relativ viel Zeit mit der Analyse von Gefühlen dem anderen gegenüber verwendet, was mich sehr irritierte. Die entsprechenden Situationen waren mehr als bescheiden…
Luna und Fowler begeben sich auf eine spannende Reise, gespickt mit unendlichen Gefahren. Ich habe mit den beiden zu jeder Zeit mitgefiebert und -gezittert. Die letzten 20% des Buches setzten noch einmal eine Schippe drauf und waren äußerst aufregend und temporeich. Die Story endet mit einer wahnsinnigen Enthüllung und einem tollen Cliffhanger.

Sophie Jordan konnte mich mit ihrem Auftaktband Königreich der Schatten – Die wahre Königin auf eine dramatische Reise entführen. Die von ihr kreierte Welt ist wunderbar beschrieben, der Schreibstil sehr angenehm zu lesen. Die Protagonisten gefielen mir beide sehr gut, die Nebenfiguren wurden ebenfalls ausreichend gezeichnet. Ich hatte von allen eine genaue Vorstellung in meinem Kopf. Die Autorin hat eine spannende und zugleich leicht gruselige Atmosphäre erschaffen, was mir gut gefiel. Der Gefühlsüberschwang im ersten Drittel des Buches und die nicht gelieferte Erklärung bezüglich des Entstehens der Sonnenfinsternis brachten mich beim Lesen etwas aus dem Konzept, wofür es einen Punktabzug gibt. Ansonsten war ich gefesselt von der Story und kann eine Fortsetzung kaum erwarten! Sehr zufriedene 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


Die Reihe

Königreich der Schatten – Die wahre Königin
Rise of Fire (Originalausgabe erscheint voraussichtlich im Februar 2017)


Zum Autor

Geschichten über Drachen, Krieger und Prinzesssinnen dachte Sophie Jordan sich schon als Kind gerne aus. Bevor sie diese jedoch mit anderen teilte, unterrichtete sie Englisch und Literatur. Nach der Geburt ihres ersten Kindes machte sie das Schreiben endlich zum Beruf und begeistert seitdem mit ihren eigenen Geschichten. Die New York Times-Bestsellerautorin lebt mit ihrer Familie in Houston und wenn sie sich nicht gerade die Finger wund tippt bei einem weiteren Schreibmarathon, sieht sie sich gerne Krimis und Reality-Shows an.


384 Seiten
übersetzt von Barbara Imgrund
ISBN 978-3-9596-7070-8
Preis: 18 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

  (36)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(33)

93 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

laufen, blindheit, blind, freundschaft, jugendbuch

Wie ich dich sehe

Eric Lindstrom , Katarina Ganslandt
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551583475
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wie ich dich sehe von Eric Lindstrom
erschienen bei Carlsen

Zum Inhalt

»Ich bin wie du mit geschlossenen Augen, nur schlauer!« Das ist Parkers Credo, und sie hat strenge Regeln aufgestellt, wie sie behandelt werden will. Seit der Trennung von ihrem Freund Scott und dem Tod ihres Vaters verlässt sie sich nur noch auf sich selbst. Für jeden Tag, an dem sie nicht heult, gibt sie sich einen Goldstern. Sie trainiert fürs Laufteam – okay, sie ist blind, aber ihre Beine funktionieren ja. Und sonst hält sie sich die meisten Leute mit Ruppigkeit vom Hals. Bis Scott ihrer Liebe doch noch eine Chance geben will...
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Die Story wird in der ersten Person erzählt. Bei jedem Kapitel wird zusätzlich die Kapitelnummer in Brailleschrift verfasst, was mir sehr gut gefiel.
Schon von der ersten Seite an war ich fasziniert von Parker. Sie hat einen unbändigen Lebenswillen und meistert ihren Alltag auf ihre ganz besondere Art und Weise. Trotz ihrer Behinderung geht sie jeden Tag alleine joggen und besucht eine „normale“ Schule. Das junge Mädchen hat dadurch von Anfang an einen sehr starken Eindruck auf mich gemacht. Hilfe von ihren Freunden nimmt sie ungerne bis gar nicht in Anspruch, was aber auch eine gewisse Sturheit impliziert. Sie nimmt viele Situationen mit Humor und hat mich so manches Mal zum Schmunzeln gebracht. Gerade ein Schuhkauf ist mit Parker höchst interessant… Doch mit der Zeit merkt der Leser, dass nicht immer alles Gold ist, was glänzt. Die Fassade bröckelt – näher werde ich darauf an dieser Stelle nicht eingehen.

Ich sehe dich dann morgen… Außer du siehst mich zuerst.
26% des E-Books

An der Schule wird dem blinden Mädchen eine neue Mitschülerin für die täglichen Stolpersteine im Unterricht an die Seite gestellt. Molly schießt sich schnell auf Parkers Angewohnheiten und Regeln ein. Dadurch ist sie eine große Stütze und wirkte auf mich äußerst sympathisch.
Auch Parkers beste Freundin Sarah mochte ich sehr gerne. Sie hat immer ein offenes Ohr und erdrückt ihr Gegenüber nicht mit überquellender Hilfestellung. Sowas macht eine wirkliche Freundschaft aus. Als sich ihr Verhältnis drastisch ändert, verstand ich die Welt nicht mehr und war richtig entsetzt!
Tante Celia empfand ich als großen Kontrollfreak – sie war absolut nicht mein Fall. Ihre Art und Weise mit Parker umzugehen, gefiel mir nicht. Gut, dass ihre Rolle nicht sehr groß ist…

„Sollen soll man sowieso nie etwas.“
35% des E-Books

Die männlichen Figuren in diesem Buch wurden ebenfalls gut gezeichnet. Sie haben ihre Macken, schlechten Eigenschaften, aber auch teilweise überaus süße Ideen. Das Liebesdreieck gestaltet sich in dieser Geschichte ganz anders, als man es sonst aus Jugendbüchern kennt. Für mich war es nicht komplett vorhersehbar, was mich sehr ansprach.
Mit Fortschreiten der Story hat sich der Autor aber sehr in den Analysen eines jeden Problems verloren. Ich kam mir schon vor wie auf der Couch eines Therapeuten … Seitens Parker besteht unheimlich viel Redebedarf, was ich mit der Zeit geradezu nervig fand.

Eric Lindstrom hat mir mit Wie ich dich sehe schöne Lesestunden beschert. Dieses Buch ist mehr als ein Jugendbuch, das sich „nur“ um eine schwierige Liebesbeziehung dreht. Außer um Liebe handelt es von Freundschaft, Einsicht, Trauer, Geheimnissen, Lügen und Wahrheit - viele Themen, die der Autor ohne Kitsch hat unterbringen können. Überhaupt hat Erich Lindstrom einen sehr schönen und flüssigen Schreibstil, der die Emotionen gut transportiert. Die Geschichte wirkte sehr authentisch, die Protagonistin stark, aber keinesfalls perfekt. Hier wird mit der Zeit ein Prozess in Gang gesetzt, der mich berührte und nachdenklich gemacht hat. Obwohl Parker Schlimmes durchgemacht hat und ihr Leben auch jetzt alles andere als einfach und bequem ist, spürt der Leser keine deprimierende Stimmung. Alle Zeichen sind eher auf Hoffnung gestellt. Ich vergebe für dieses etwas andere Jugendbuch 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

„(…) Ein Mensch, der ganz genau weiß, wie gestört du in Wirklichkeit bist, und der das nicht hinnimmt sondern der dich dafür liebt! (…)“
64% des E-Books

Zum Autor

Eric Lindstrom hat viele Jahre als Game Designer, Art Director und Autor in der Unterhaltungsindustrie gearbeitet und wurde dann Vor- und Grundschullehrer. Er lebt mit seiner Frau und mehreren Katzen an der Westküste der USA. Mehr unter www.ericlindstrombooks.com.

ab 14 Jahren
352 Seiten
übersetzt von Katarina Ganslandt
ISBN 978-3-551-58347-5
Preis: 16,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!


  (33)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(110)

282 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 79 Rezensionen

chosen, bestimmte, rena fischer, fantasy, gaben

Chosen - Die Bestimmte

Rena Fischer
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.01.2017
ISBN 9783522505109
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Chosen – Die Bestimmte von Rena Fischer
erschienen bei Planet!

Zum Inhalt

Entscheide dich jetzt!

Zwei verfeindete Clans, die sie auf ihre Seite ziehen wollen.
Ein Internat für Schüler mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, das ihr vorkommt wie ein Gefängnis.
Und ein Junge, den sie mehr liebt, als es gut für sie ist.
Zwischen Liebe und Verrat, Lüge und Verschwörung muss Emma die Wahrheit finden.
So schnell wie möglich, sonst werden sie sie kriegen. Und töten.

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Ich habe mich sehr gefreut, dass ich dieses Buch vorab als Wunschangabe über NetGalley erhalten habe. Das Cover und auch der Klappentext hatten mich auf den ersten Blick schon angesprochen. Natürlich ist die Story in dieser Form nichts wirklich Neues, aber jeder Autor verpackt seine Geschichte schließlich anders. So war ich äußerst gespannt und freute mich aufs Lesen. Doch schon nach läppischen 5% des E-Books drehte sich alles in meinem Kopf… Ich wurde überschwemmt mit ersten Eindrücken und hatte keine Zeit, mich in der Story zurecht zu finden. Der Leser wird abrupt in die Situation geworfen, in einer Tour folgt ein Ereignis aufs nächste. Ich kam mir regelrecht gehetzt vor! Zeit zum Luftholen blieb da nicht wirklich. Vor allem kam mir die Lektüre wie das „Abarbeiten“ bestimmter Details vor. Alle Geschehnisse flossen ineinander, sodass klare Erzählstrukturen nicht erkennbar waren. Leider konnte ich keinerlei Verbindung zur Protagonistin Emma aufbauen, geschweige denn zu den verschiedenen Nebencharakteren. Sie hatten für mich einfach keine Tiefe.

Rena Fischer konnte mich mit dem Auftaktband ihrer Dilogie Chosen – Die Bestimmte nicht wirklich überzeugen. Obwohl ich ein Fan von kurzen Kapiteln bin, erzielten sie bei mir in diesem Buch nicht den erwünschten Effekt. Meine Leseunlust nahm von Seite zu Seite zu – da konnte auch der personale Erzählstil nicht mehr viel dran ändern. Die Geschichte an sich weist so viele Ähnlichkeiten mit anderen Büchern desselben Themas auf, so dass ich mir wie in einer Endlosschleife vorkam. Schwierige Familienverhältnisse sind wohl nach wie vor sehr beliebt… Das Setting in Irland gefiel mir gut, ebenso das Cover. Doch alles in allem reichte dies leider nur für 1 schwarze Katze.

Die Reihe

Chosen – Die Bestimmte
Chosen - ? (erscheint voraussichtlich im Herbst 2017)


Zum Autor

Rena Fischer, geboren in München, schrieb schon als Kind begeistert eigene Geschichten und „Gedankenbücher", die sie mit Fotoschnipseln, Eintrittskarten, Zeitungsausschnitten und allem Möglichen zu Scrapbooks anreicherte. Nach Abitur und Wirtschaftsstudium beruflich nach Cork (Irland) geschickt, verliebte sie sich in die wildromantische Landschaft. Der Traum vom Wohnen am Meer erfüllte sich ein paar Jahre später jedoch in wärmeren Gefilden, als sie mit ihrem Mann und ihrer Tochter nach Spanien zog. Nach der Geburt ihrer Zwillingssöhne hängte sie ihren „respektablen" Beruf an den Nagel, ließ ihrer Kreativität freien Lauf und begann mit dem Schreiben von Kinder- und Jugendbüchern. Zusammen mit ihrer Familie lebt sie heute in München.


ab 13 Jahren
464 Seiten
ISBN 978-3-522-50510-9
Preis: 16,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars und somit meine Wunscherfüllung über NetGalley bedanken!




  (28)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(36)

132 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

fischer, tabletten, erinnerung, paige, drake

Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden

Emily Barr , Maria Poets
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.03.2017
ISBN 9783841440075
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden von Emily Barr
erschienen bei fjb

Zum Inhalt

Sie hat kein Gedächtnis und nur eine Erinnerung: und dafür geht sie bis ans Ende der Welt.

Flora Banks Leben ist wie ein tausendteiliges Puzzle in allen Farben des Regenbogens. Jeden Tag muss sie es erneut zusammensetzen. Sie muss sich daran erinnern, wer sie ist und was los ist. Manchmal stündlich. Nichts, was seit ihrem 10. Geburtstag passiert ist, bleibt ihr im Gedächtnis. Doch auf einmal ist da diese eine Erinnerung in ihrem Kopf. Und sie bleibt, verschwindet nicht wie die anderen Details aus ihrem Leben. Es ist die Erinnerung daran, wie sie nachts am Strand einen Jungen geküsst hat. Bewaffnet mit Handy, Briefen von ihrem Bruder aus Paris, einem prallgefüllten Notizbuch und tausenden von Zettelchen macht sich Flora Banks auf eine Reise, die sie letztendlich zu sich selbst führt. Denn zum ersten Mal in ihrem Leben kann sie jetzt entscheiden, wer sie wirklich sein will.

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Der Klappentext dieses Buches hat mich sehr gereizt. Die Story hat mich auf eine aufregende, wenn auch teilweise nervtötende Reise mitgenommen. Erzählt wird Floras Geschichte in der ersten Person.
Das junge Mädchen muss ständig ihre Arme und Hände oder Notizzettel beschreiben, damit sie gewisse Dinge nicht vergisst. Wie es zu diesem Gedächtnisverlust gekommen ist, wird erst einmal nur am Rande erwähnt. Am Ende des Buches gibt es die umfassenden Informationen, was ich allerdings etwas spät fand. Ich hätte gerne schon vorher mehr über Floras Zustand und die Umstände dazu erfahren. Doch so hatte ich einen Teenager vor mir, der den Geist einer Zehnjährigen hat. Die Naivität wurde allerdings von der Autorin sehr gut dargestellt und Flora wirkte durchaus authentisch. Ihr muss ständig ein „Aufpasser“ zur Seite gestellt werden, was sicherlich mit der Zeit an die Substanz geht. Schließlich ist Flora inzwischen 17 Jahre alt, auch wenn sie sich ständig daran erinnern muss. Ich habe allerdings nicht verstanden, wie die Eltern ihre Tochter für mehrere Tage nur in der Obhut ihrer Freundin lassen können. Gerade Floras Mutter ist übervorsorglich - und dann gibt sie das Zepter einfach aus der Hand?
Sich alle paar Stunden wieder neu erinnern zu müssen, muss wirklich sehr frustrierend sein. Für Flora selbst, aber auch für ihre Umwelt. Denn die muss ihr ja auch immer wieder erklären, wer man ist und was geschehen ist. Auch dies hat die Autorin wunderbar auf den Punkt gebracht, aber mir waren die andauernden Wiederholungen schon nach gut 30 Seiten zu viel… Es fallen immer wieder die gleichen Sätze, wie ein Mantra.
Obwohl Flora wie ein Kind im falschen Körper wirkt, versucht sie sich dem Leben zu stellen. Gerade diese eine Erinnerung gibt ihr wieder Mut und verleitet sie aber auch zu unbedachten Handlungen.
In dieser Geschichte geht es auch um Liebe, aber um verschiedene Formen von Liebe. Es ist mal zur Abwechslung kein Liebesdreieck vorhanden, stattdessen geht es mitunter um falsche Liebe. Falsche Liebe, die einen Menschen dazu bringen kann, unlautere Dinge zu tun. Und dies alles nur aus purem Egoismus… Es geschieht zwar nicht auf die böse Art und Weise, aber richtig ist es auch nicht.

Emily Barr hat bei mir mit Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden zwiespältige Gefühle geweckt. Die Thematik fand ich sehr interessant, die Umsetzung teilweise ermüdend. Durch die ständigen Wiederholungen stoppte mein Lesefluss etwas und ich habe kürzere Passagen übersprungen. Protagonistin Flora wurde sehr gut dargestellt und erhielt das nötige Maß an Authentizität. Das Setting mit einem idyllischen Städtchen in Cornwall und dem kalten und gefahrenträchtigen Nordpol wird wunderbar in Szene gesetzt. Ich hatte mir erhofft, etwas mehr über den Auslöser und auch die Diagnose zu erfahren, was leider erst zum Story-Ende stattfindet. Aber das Buch hat auch eine deutliche Botschaft, was ich immer wieder sehr schön und auch wichtig in Jugendbüchern finde. Es kommt auf jeden Fall auf die richtige Hilfe bei kranken Menschen an – nur eine Gabe von Unmengen an Medikamenten kann es einfach nicht sein. Gerade nicht bei einem so jungen Menschen! Der Originaltitel des Buches spiegelt sehr gut die Story wider, der deutsche Titel stößt uns Leser auf die eigentliche Botschaft. Das Leben kann sich innerhalb eines Wimpernschlages komplett verändern – man sollte wirklich jeden Augenblick genießen und sich nicht von so vielen „unmöglichen“ Dingen im Leben abhalten lassen! Das Ende fand ich emotional und hat noch einmal einiges bei der Bewertung rausgerissen. Ich vergebe 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

Zum Autor

Emily Barr arbeitete lange Zeit begeistert als Journalistin. Manchmal sehnte sie sich jedoch nach einer stillen Ecke, um die Geschichten aufschreiben zu können, die ihr im Kopf rumspukten. Schon als Kind hatte sie nachts immer ihren Vater gehört, der auf seiner alten Schreibmaschine Romane schrieb. Emily lernte dadurch, dass man seine Träume verwirklichen kann, wenn man es will. Also begann sie selbst mit ihrem ersten Buch. Die englische Presse war begeistert. Mittlerweile hat Emily einige Bücher veröffentlicht. ›Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben sein‹ ist ihr YA-Debüt. Emily lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Cornwall, England.


ab 14 Jahren
336 Seiten
übersetzt von Maria Poets
ISBN 978-3-8414-4007-5
Preis: 16,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

  (23)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(56)

126 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

fantasy, märchen, fluch, krieg, gift

The Sleeping Prince - Tödlicher Fluch

Melinda Salisbury , A. M. Grünewald
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 15.02.2017
ISBN 9783845817941
Genre: Jugendbuch

Rezension:

The Sleeping Prince – Tödlicher Fluch von Melinda Salisbury
erschienen bei Bloomoon 

Zum Inhalt

Das Land ist in Aufruhr. Die Königin hat eine alte Legende entfesselt und den gefährlichen Schlafenden Prinzen nach vielen Jahrhunderten wieder zum Leben erweckt. Nun bringt er Krieg und Zerstörung zu den Menschen von Tregellian. Die junge Apothekerstochter Errin versucht verzweifelt, sich in diesen gefährlichen Zeiten über Wasser zu halten. Doch seit ihr Bruder Lief verschwunden ist, muss sie sich alleine um ihre kranke Mutter kümmern. Über die Runden kommt sie nur, weil sie verbotene Kräutertränke braut, die sie heimlich verkauft.

Als Soldaten sie und ihre Mutter aus ihrem Dorf vertreiben, gibt es nur einen, an den sich Errin wenden kann: den mysteriösen Silas. Ein junger Mann, der tödliche Gifte bei ihr kauft, aber nie verrät, wozu er sie verwendet. Silas verspricht, Errin zu helfen. Doch als ihr vermeintlicher Retter spurlos verschwindet, muss Errin eine Entscheidung treffen, die das Schicksal des Reiches verändern wird ...

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Da es sich bereits um den 2. Teil der Reihe handelt, weise ich auf eine gewisse *SPOILERGEFAHR* hin!

Der Einstieg in diesen Mittelband der Trilogie fiel mir nicht allzu schwer, da es sich hier um eine andere Protagonistin handelt – Errin. Ich finde diese Idee immer wieder toll, aber auch beängstigend. Man muss sich als Leser wieder auf neue Personen einstellen, was nicht immer ein Vorteil ist. Aber hier gefiel mir Errin gleich sehr gut. Sie ist nicht auf den Mund gefallen und ziemlich direkt. Damit kann nicht jeder umgehen, aber ich mag solche Menschen! Einen Bezug zu dem Auftaktband gibt es natürlich auch, denn Errin ist die darin bereits schon erwähnte Schwester von Lief. Dieser spielte in Band 1 eine große Rolle.
Errin ist eine Herbalistin. Dadurch erfährt der Leser eine Menge über das Mixen bestimmter Tränke und auch Gifte. Dies fand ich sehr interessant. Die junge Frau ist trotz ihres schweren Schicksals immer noch hoffnungsfroh. Das gibt auch der Story einen großen Hoffnungsschimmer. Sehr schön empfand ich auch die kleinen eingestreuten Rückblicke in Errins und Liefs Kindheit. Dadurch lernt man die Familie noch näher kennen und kann einiges besser verstehen und nachvollziehen.
Silas hat mir sehr gut gefallen, bringt er doch die geheimnisvolle Komponente ins Spiel.
Die Kapitel werden im personalen Erzählstil geschildert, was mir wieder einmal sehr zusagte. Die Legende des Rattenfängers und des Schlafenden Prinzen fand ich sehr interessant. Das Buch beginnt auch sofort mit der Erzählung der Legende und dem Vormarsch des erwachten Prinzen. Eine Karte der drei Königreiche ist auch wieder im Buchdeckel zu finden.

Wir alle hatten vergessen, dass der Schlafende Prinz und sein Sohn nicht bloß eine Erfindung gewesen waren.
Seite 76

Die Geschichte ist wesentlich spannender und temporeicher als der Vorgängerband. Die Autorin hat eine Menge an Fantasie mit eingebracht, eine bedrohliche Atmosphäre ist fast durchgängig für den Leser zu spüren. Es passiert viel Unerwartetes, der Überraschungsfaktor ist enorm hoch.

Paige McKenzie hat mich mit ihrem Mittelband der Trilogie um den Schlafenden Prinzen komplett überzeugen können. Mit Errin hat sie eine sehr sympathische und starke Protagonistin erschaffen, mit der ich gerne durch die Königreiche gereist bin. Der Schreibstil ist sehr bildhaft und flüssig. Die Story besticht durch Hoffnung, aber es gibt auch genügend Platz für Trauer und Trostlosigkeit. Die Autorin hat diese Elemente gekonnt miteinander verwoben. Flüche, Alchemie, Magie und Fantasie stehen an erster Stelle. Der Cliffhanger des letzten Buches wird geklärt, auch The Sleeping Prince – Tödlicher Fluch endet wieder mit einem ebenso grandiosen. Dieser Mittelband war wesentlich temporeicher und auch einen Tick spannender als der Auftakt. Ich vergebe 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen und hoffe auf eine baldige deutsche Fortsetzung.


Die Reihe

Goddess of Poison – Tödliche Berührung 
The Sleeping Prince – Tödlicher Fluch
The Sin Eater´s Daughter 3: The Scarecrow Queen (Originalausgabe erscheint voraussichtlich im März 2017)



Zum Autor

Melinda Salisbury lebt im Süden Englands am Meer. Als Kind war sie davon überzeugt, dass das Buch Matilda von Roald Dahl ihre Biografie war. Zu diesem Irrtum maßgeblich beigetragen hat ihr Großvater, der Melinda in seiner Zerstreutheit oft „Matilda“ nannte. Zu ihrem Bedauern hat sie selbst nie telekinetische Fähigkeiten entwickelt. Melinda liebt es zu reisen und Abenteuer zu erleben. Außerdem mag sie mittelalterliche Burgen, nicht-mittelalterliche Aquarien, Richard III. und alles, was aus Skandinavien kommt. The Sin Eater’s Daughter ist ihr erster Roman.


ab 14 Jahren
368 Seiten
übersetzt von A.M. Grünewald
ISBN 978-3-8458-1794-1
Preis: 17,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

25 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Fire Witch - Dunkle Bedrohung

Matt Ralphs
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 20.04.2017
ISBN 9783845816418
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Fire Witch – Dunkle Bedrohung von Matt Ralphs
erschienen bei Bloomoon

Zum Inhalt

Die Feuerhexe Hazel Hooper steht vor einer großen Herausforderung. Ihre Mutter Hecate opferte sich dem Dämon Baal, um eine Invasion böser Mächte zu verhindern, und nun ist Hazel fest entschlossen, ihre Mutter in die ihrige Welt zurückzuholen. Koste es, was es wolle! Doch nur der unberechenbare Nicolas Murrell, der schuld an Hecates Schicksal ist, kann ihr dabei helfen. Er wurde von den blutdurstigen Hexenjägern in das sicherste Gefängnis Londons gesperrt, das sich auf Cromwell Island befindet. Als Junge verkleidet, schleicht sich Hazel unbemerkt in die Reihen der Hexenjäger ein, um Murell persönlich zu befragen. Aber kann sie ihm trauen? Oder werden die Hexenjäger auch ohne seine Hilfe ihre wahre Identität herausfinden? Hazel spielt ein brandgefährliches Spiel. Wird sie Hecate von ihrem Schicksal erlösen können?
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Da es sich bereits um den 2. Teil der Reihe handelt, weise ich auf eine gewisse *SPOILERGEFAHR* hin!

Bei diesem zweiten Teil war ich ja darauf vorbereitet, dass die Geschichte im 17. Jahrhundert spielt. Das Setting in London gefiel mir richtig gut, und der Autor hat die Atmosphäre der damaligen Zeit sehr schön eingefangen. Die Figuren wirkten in der entsprechenden Kleidung äußerst echt. Zu der Zeit spielte nicht nur die Hexenverfolgung eine große Rolle, sondern auch die Pest. Beides hat Matt Ralphs hervorragend eingefangen und mein Kopfkino in Gang gesetzt.
Hazel wirkte sehr gereift und pfiffig – das drückt auch schon das Cover für mich aus. Sie strotzt geradezu vor Mut und Kampfeswillen, was mir sehr gut gefiel und eine enorme Weiterentwicklung des Mädchens zeigt. Zusammen mit ihrer Haselmaus Bramley und dem ehemaligen Hexenfinder Titus White geben die drei zwar ein sonderbares Gespann ab, das sich aber durchaus durchzusetzen weiß.
Es sind ebenfalls wieder bekannte Personen aus Band 1 dabei, wie zum Beispiel der Dämonologe Nicolas Murrell und der Hexenjäger Hopkins. Beide von eher zwielichtiger Natur. Titus` ehemaliger Lehrling David hat ja noch im Vorgängerband die Seite gewechselt, was gerade für Hazel sehr schmerzlich war.
Die Story setzt dort an, wo Band 1 aufhörte. Hazel versucht immer noch, ihre Mutter Hecate aus den Fängen des Dämonenprinzen Baal zu befreien. Ohne Hilfe ist dies schwer möglich, doch das Mädchen sieht immer wieder eine Möglichkeit, ihrem Ziel ein Stück näher zu kommen.

Matt Ralphs konnte mich mit Fire Witch – Dunkle Bedrohung fesseln und hat eine enorme Steigerung seines Könnens an den Tag gelegt. Er hat nicht nur das London im späteren 17. Jahrhundert wunderbar eingefangen, sondern auch die richtige Atmosphäre erschaffen. Seine Charaktere sind ein gutes Stück gereift und wirken nicht mehr so unbeholfen wie zuvor. Der Leser erfährt außerdem noch einiges über die Hintergründe der Figuren, was sie einem wesentlich näherbringt. Die Story empfand ich als spannend und interessant. Allerdings störte es mich zunehmend, dass Hazels Pläne immer aufgingen und ihr so gut wie keine Steine in den Weg gelegt wurden. Dies war mir etwas zu unrealistisch. Ihre Ideen hinsichtlich der Befreiung ihrer Mutter wurden pfiffig und logisch in Angriff genommen. Das Ende dieses Teils kam viel zu schnell, und ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung! Von mir gibt es 4 sehr zufriedene schwarze Katzen.


Die Reihe

Fire Girl – Gefährliche Suche 
Fire Witch – Dunkle Bedrohung


Zum Autor

Matt Ralphs war schon als Kind eine besessene Leseratte, darum ist es nicht verwunderlich, dass er schließlich als Lektor bei einem großen englischen Verlag landete. Dort hat er mit viel Freude zahlreiche Fantasy- und Science-Fiction-Bücher redigiert. Irgendwann war er es leid, immer auf die Fehler der anderen hinzuweisen und versuchte es selbst besser zu machen. Matt lebt nun als freier Autor und Kapitän auf seinem Boot „Nostromo“ (eine Hommage an den Film „Alien“) und ist irgendwo auf dem Grand Union-Kanal zwischen London und Birmingham anzutreffen.


ab 12 Jahren
320 Seiten
übersetzt von Doris Hummel
ISBN 978-3-8458-1641-8
Preis: 14,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!


  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(24)

62 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

dämonen, 5 sterne, paige mckenzie, jugendbuch, fantasy

Sunshine Girl - Das Erwachen

Paige McKenzie , Alyssa Sheinmel , Doris Hummel
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 15.02.2017
ISBN 9783845815213
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Sunshine Girl – Das Erwachen von Paige McKenzie
erschienen bei Bloomoon

Zum Inhalt

Sunshine Griffin ist keine normale Siebzehnjährige. Sie ist eine Luiseach, ein Mensch, der Geister und Dämonen sehen und mit ihnen kommunizieren kann. Und der Geistern dabei helfen kann, ins Jenseits weiterzuziehen.

Doch ihre neu entdeckten Kräfte machen Sunshine auch Angst. Nicht immer ist sie dazu in der Lage, die Geister, die sie umgeben, zu kontrollieren. Darum stimmt sie zu, mit ihrem Mentor in ein geheimes Ausbildungszentrum nach Mexiko zu fahren, auch wenn das bedeutet, dass sie ihren besten Freund und Beschützer Nolan zurücklassen muss.

Aber Antworten auf Sunshines viele Fragen bleibt ihr geheimnisvoller Mentor ihr auch in Mexiko schuldig. Dafür beginnt Sunshine langsam zu begreifen, dass die Aufgaben, die auf die letzten verbliebenen Luiseach warten, weitaus größer und gefährlicher sind, als sie es sich je vorzustellen vermochte ...

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Da es sich bereits um den 2. Teil der Reihe handelt, weise ich auf eine gewisse *SPOILERGEFAHR* hin!

Wie schon Band 1 wird auch dieses Buch aus Sicht von Protagonistin Sunshine in der ersten Person erzählt. Sunshine muss nun mit ihrem neuen Leben als Luiseach zurechtkommen. So manche Situation ist da nicht ganz einfach. Gerade, wenn das Mädchen im Auto sitzt und eine Massenkarambolage passiert. Dabei stürmen eine Vielzahl von Geistern auf sie zu, was doch für etwas Ablenkung sorgt…
Sunshine gefiel mir weiterhin sehr gut, weil sie anders als andere Mädchen in ihrem Alter ist. Mit ihrem leiblichen Vater Aidan steht eigentlich noch eine große Aussprache an, die allerdings auf sich warten lässt. Diese Vater-Tochter-Beziehung ist eindeutig schwieriger Natur. Daher fand ich es bemerkenswert (oder einfach nur naiv?), dass sich Sunshine darauf einlässt, mit Aidan in ein „Trainingslager“ für Luiseach zu fahren. Auf unbestimmte Zeit und weit weg von ihrer geliebten Mutter, die gerade selbst erst von den Fähigkeiten ihrer Tochter erfahren hat.
Nolan ist Sunshines Beschützer und hat leider nur einen kleinen Part in diesem Mittelband ergattert. Als Leser kann man ihn eher aus der Ferne beobachten, was ich etwas schade fand.
Dafür wird aber ein neuer junger Mann ins Spiel gebracht: Lucio. Mir kam es so vor, als wenn er an Nolans Stelle gerückt wäre. Auf jeden Fall gefiel er mir gut und er bringt die berühmte Komponente des Liebesdreiecks in die Story.
Dieser zweite Teil der Trilogie ist ganz anders als der Auftakt. Vermisst habe ich massiv die gruselige und düstere Atmosphäre, die mir im ersten Band noch ein zusätzliches Leselicht bescherte. Die Spannung baut sich hier erst relativ spät auf, was ich auch etwas schade fand. Dafür ist der Leser hautnah am Training von Sunshine dabei, welches sich ziemlich langatmig gestaltet. Es passiert in der Beziehung auch nicht viel Neues. Sunshines Fähigkeiten sind anders als bei anderen Luiseach, was absolut interessant ist. Aber diese Passage hätte man deutlich abkürzen können.
Die eingeworfenen kursiv gedruckten Kapitel waren in der Auflösung auch nicht allzu überraschend – es konnte eigentlich nur eine bestimmte Person dahinterstecken.
Anna spielt immer noch eine Rolle in Sunshines Leben. Sie lässt das junge Mädchen einfach nicht zur Ruhe kommen, auch wenn ihr Part hier eher passiver Natur ist.

Der Mittelband der Trilogie von Paige McKenzie ist definitiv ganz anders als der erste Teil. Die Autorin hat sich bei Sunshine Girl – Das Erwachen mehr auf Sunshines Ausbildung als Luiseach konzentriert und die Geister als Randerscheinung auftauchen lassen. Es herrscht leider keinerlei gruselige Atmosphäre mehr, was wirklich sehr schade ist. Der Schreibstil und die Charaktere konnten mich dafür aber wieder genauso überzeugen. Der Spannungsbogen ist relativ flach gehalten und steigert sich erst ungefähr ab der Hälfte des Buches. Der Leser macht mit der Protagonistin zusammen beunruhigende Entdeckungen und erhält schon einige Antworten. Der Showdown hat einiges wieder wettgemacht und endet mit einem fiesen Cliffhanger. Von mir gibt es gerade noch 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


Die Reihe

Sunshine Girl – Die Heimsuchung 
Sunshine Girl – Das Erwachen
The Sacrifice of Sunshine Girl (Originalausgabe erscheint voraussichtlich im April 2017)


Zum Autor

Als Tochter einer Schauspielerin verbrachte Paige McKenzie ihre Kindheit auf Filmsets. Mit 16 stellte sie den youtube-Channel The Haunting of Sunshine Girl online – sie beschreibt die Serie selbst als eine Mischung aus Gilmore Girls und Paranormal Activity – und generiert damit jeden Monat Millionen von Klicks. Sie selbst ist Miterfinderin, Co-Produzentin und Hauptdarstellerin der Serie und sie arbeitet unermüdlich daran, die Fanbase weiter wachsen zu lassen. Paige lebt in Portland, Oregon.


ab 14 Jahren
336 Seiten
übersetzt von Doris Hummel
ISBN 978-3-8458-1521-3
Preis: 16,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(306)

740 Bibliotheken, 41 Leser, 2 Gruppen, 194 Rezensionen

prinzessin, prinz, fantasy, attentäter, der kuss der lüge

Die Chroniken der Verbliebenen - Der Kuss der Lüge

Mary E. Pearson ,
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783846600368
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Kuss der Lüge – Die Chroniken der Verbliebenen 1 von Mary E. Pearson
erschienen bei LuebbeOne

Zum Inhalt

Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Doch die Prinzessin entscheidet sich, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie flieht und heuert weit entfernt von zu Hause in einer Taverne an. Dort lernt sie zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Beide sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt sich Lia zu beiden hingezogen ...
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Die Story wird in der ersten Person geschildert und aus der Sicht von drei Personen erzählt. Natürlich meldet sich Protagonistin Lia zu Wort, die den Löwenanteil der Kapitel erhält. Dann gibt es jedoch noch die Abschnitte des Attentäters und die des Prinzen. Später werden diese Beschreibungen durch die jeweiligen Namen ersetzt, aber der Leser kann noch eine lange Zeit rätseln, wer wirklich dahintersteckt. Hat mir sehr gut gefallen, und ich muss leider sagen, dass ich komplett danebengelegen habe… Da war die Autorin richtig geschickt! Die Auflösung der Identitäten erfolgt also noch in diesem Teil, was ich toll fand.
Lia empfand ich als sehr stark und sympathisch. Sie weiß ganz genau, was sie will und was nicht. An ihrer Seite ist Pauline zu finden, die ebenfalls mein Herz im Sturm eroberte. Ich habe mit den beiden jungen Frauen sehr mitgefiebert und auch gezittert. Lia gibt ein eigentlich sicheres Leben auf und erhält nach ihrer Flucht ein komplett anderes. Doch sie verliert nie den Mut und stellt sich den vor ihr liegenden Aufgaben.

„Und wenn man jemandem in der Liebe nicht trauen kann“, fügte ich hinzu, „dann kann man ihm gar nicht trauen.“
Seite 200

Die Autorin hat sich sehr intensiv mit den Gefühlen ihrer Figuren beschäftigt, ja fast schon analysiert. Das hat mir einerseits gefallen, aber mit der Zeit wurde es ein wenig zu viel. Ebenso die Beschreibungen der Umgebung, der Feste und der Traditionen. Mary E. Pearson hat all dies sehr anschaulich beschrieben, mir war es aber mit der Zeit einfach zu überladen. Dadurch wirkte die Geschichte relativ langatmig.
Die Andeutung eines Liebesdreiecks darf selbstverständlich auch nicht fehlen. Es hat mir aber gefallen und war nicht zu kitschig oder ausufernd.

„Manche Dinge kann man nicht vergeben.“
Seite 201

Mary E. Pearson hat mit ihrem Auftaktband Der Kuss der Lüge einen tollen Anfang geschaffen. Von der Grundstimmung her würde ich es eher als ruhig bezeichnen, aber es gibt natürlich auch actionreiche Szenen. Die Autorin hat viel Wert auf die Analyse ihrer Charaktere gelegt, was mir teilweise gefiel. An einigen Stellen hätte man sicherlich etwas weniger ausschweifen und somit das Buch auch um gute 100 Seiten kürzen können. Das Rätselraten um die Identitäten fand ich klasse, weil man als Leser gehörig zwischen Sympathie und Antipathie den Männern gegenüber schwankt. Nach der Offenbarung kippt die Situation aufs Dramatische und verändert sich noch einmal komplett. Gerade diesen Teil und die Seiten danach empfand ich als unheimlich emotional, so dass ich die Tränen kaum zurückhalten konnte. Da hat die Autorin noch einmal gegen Ende eine enorme Schippe draufgelegt! Ich hoffe, dass ich in naher Zukunft Band 2 in meinen Händen halten kann und vergebe erst einmal 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.



Die Reihe

Der Kuss der Lüge
Das Herz des Verräters (erscheint voraussichtlich im Mai 2017)
Die Gabe der Auserwählten (erscheint voraussichtlich im Herbst 2017)
Der Glanz der Dunkelheit (erscheint voraussichtlich im Frühjahr 2018)


Zum Autor

Mary E. Pearson hat bereits verschiedene Jugendbücher geschrieben. Der Kuss der Lüge, Auftaktband der Chroniken der Verbliebenen, ist der erste ihrer Titel, der auf Deutsch erscheint. In den USA hat sie damit in Bloggerkreisen geradezu einen Hype ausgelöst. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Hunden in Kalifornien.


ab 14 Jahren
559 Seiten
übersetzt von Barbara Imgrund
ISBN 978-3-8466-0036-8
Preis: 18 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

  (11)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(24)

70 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

zimt und we, rezension, wundervol, verliebtindiesesbuc, buchtipp

Zimt und zurück

Dagmar Bach
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.02.2017
ISBN 9783737340489
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zimt und zurück – Die vertauschten Welten der Victoria King 2 von Dagmar Bach
erschienen bei Fischer kjb

Zum Inhalt

Seit Vicky in Parallelwelten springen kann, ist ihr Leben ganz schön kompliziert geworden. Trotzdem schwebt Vicky auf Wolke Sieben, denn sie ist seit kurzem mit Konstantin zusammen, dem coolsten Jungen der ganzen Schule. Aber wie verhält man sich eigentlich, wenn man einen Freund hat? Vielleicht ist so eine Parallel-Ich sogar ganz praktisch – damit kann sie nämlich in der Parallelwelt »üben«, ein bisschen weniger schüchtern zu sein! Aber Vicky hat die Rechnung ohne das Schicksal gemacht. Denn das hält für sie eine ganz schön große Überraschung bereit, als sie aus ihrer ganz persönlichen »Test-Umgebung« zurückkehrt ...
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Da es sich bereits um den 2. Teil der Reihe handelt, weise ich auf eine gewisse *SPOILERGEFAHR* hin!

Endlich konnte ich wieder mit Vicky in der Parallelwelt unterwegs sein. Allerdings ist es in diesem Buch eine andere, was mich überraschte. Die Story wird weiterhin in der ersten Person geschildert.
Schon gleich auf den ersten Seiten wird der Leser in das Chaos um Vicky und ihre recht schräge Verwandtschaft geworfen. Ihre Großeltern kommen gerade von einer Tauwanderung, Tante Polly kreuzt in einem Prinzessin-Elsa-Nachthemd auf, Kahlgusstaff macht jedem alles nach und mit dem Röschen erscheint ein weiteres Unikum auf der Bildfläche. Wobei Letztere nicht mit Vicky verwandt ist, sondern nur in dem Bed & Breakfast ihrer Mutter für ein paar Tage untergekommen ist. Aber allein die Beschreibung war schon wieder einmal klasse: Sie ähnelt Professor Snape aus Harry Potter – allerdings mit drei Kinns (oder Kinne?) und gut 100 Kilogramm mehr auf den Rippen. Schon nach den ersten 20/30 Seiten habe ich vor Lachen fast unter dem Tisch gelegen! Daher, wie bei Teil 1, noch einmal eine Warnung an alle Leser dieses Buches: Lest es nicht in der Öffentlichkeit, schon gar nicht an einem Montagmorgen!!! Eure Mitmenschen wären wohl zu sehr irritiert… ;)
Neben Vicky und ihrer Familie sind natürlich auch wieder Konstantin (ganz frisch der erste feste Freund), ihre beste Freundin Pauline, deren nicht offiziell bestätigter Schwarm Nikolas und die kleine Zicke Claire dabei. Alle Figuren wirkten erneut authentisch.
In dieser Fortsetzung liegt das Augenmerk eher auf Vickys erster Liebe als auf den Zeitsprüngen. Die Unsicherheit und das Schüchterne ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Selbstverständlich versucht Vicky in der Parallelwelt das Beste für sich und ihr anderes Ich herauszuholen. Dabei lässt sie sich auf so manch waghalsige Situation ein. Stellenweise schoss sie, meiner Meinung nach, dabei über das Ziel hinaus. Die Idee mit einer Gebrauchsanweisung und einem Fragebogen fand ich aber nicht schlecht – für beide Seiten.

Denn was wäre eine Welt ohne Schicksal?
Seite 103

Dagmar Bach hat mit Zimt und zurück – Die vertauschten Welten der Victoria King einen guten Mittelteil erschaffen, der mir wieder vor Lachen die Tränen in die Augen trieb. Durch kurze rückblickende Erklärungen ist der Leser sofort wieder in der Materie drin. Die kreierten Figuren besaßen weiterhin ihren Charme und ihre Authentizität. Manchmal meinte ich schon, den Zimtschneckengeruch selbst wahrnehmen zu können. Neue Personen mischten die Geschichte noch einmal ordentlich auf. Die Story ist lustig, chaotisch und enthält trotzdem auch ernstere Seiten. Es tauchen erste Theorien zu den Sprüngen in die Parallelwelten auf. Außerdem hält die Autorin auf den letzten Seiten auch noch eine große Überraschung parat. Die erste Liebe der Protagonistin nimmt eine sehr große Rolle ein, was stellenweise ein wenig zu viel werden konnte. Obwohl ich gerne etwas mehr Parallelwelt erhalten hätte und diesen Mittelband teilweise langatmig empfand, vergebe ich immer noch 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen und erwarte gespannt das Finale mit Antworten!


Die Reihe

Zimt und weg 
Zimt und zurück
Zimt und ewig (erscheint voraussichtlich im Herbst 2017)


Zum Autor

Dagmar Bach, Jahrgang 1978, war schon immer der festen Überzeugung, dass es mehr als ein Universum geben muss. Denn manchmal passieren ihr so merkwürdige Dinge, dass die ganz klar aufs Konto eines ihrer Parallel-Ichs gehen. In einer dieser Welten war sie außerdem Innenarchitektin und schrieb jahrelang auf so ziemlich alles, was ihr unter die Finger kam. Heute ist sie glücklich im Schreibuniversum ihr Zuhause gefunden zu haben und sich nur noch ihrer großen Leidenschaft des Geschichtenerzählens widmen zu können. Dagmar Bach lebt mit ihrer Familie in München.


ab 12 Jahren
320 Seiten
ISBN 978-3-7373-4048-9
Preis: 16,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

  (10)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(36)

66 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

witches of norway, polarschattenmagie, dark diamonds, norwegen, carlse

Witches of Norway - Polarschattenmagie

Jennifer Alice Jager
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 30.12.2016
ISBN 9783646300055
Genre: Fantasy

Rezension:

Witches of Norway 2: Polarschattenmagie von Jennifer Alice Jager
erschienen bei Dark Diamonds

Zum Inhalt

**Gefährliche Sehnsucht im Schatten des Polarlichts**

Elis hat den Weg zurück in ihre Gegenwart gefunden, doch ihre Gedanken und ihr Herz hängen noch immer an den Geschehnissen im Norwegen des Jahres 1905. Sie setzt alles daran, wieder in die Vergangenheit zu gelangen, um Kjell, den jungen Mann mit der Seele eines Löwen, zu retten. Aber niemand aus ihrem Hexenzirkel will ihr glauben, dass sie durch die Zeit gereist ist. Nur der charismatische Hexenmeister Stian vertraut auf ihre Fähigkeiten. Gemeinsam suchen sie nach einem verschollen geglaubten, magischen Grimoire, von dem Elis sich Antworten erhofft. Dabei spürt sie erneut die starke Anziehungskraft, die von Stian ausgeht, und sie kommen sich immer näher… gefährlich nahe.

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Da es sich bereits um den 2. Teil der Reihe handelt, weise ich auf eine gewisse *SPOILERGEFAHR* hin!

Die Wartezeit bis zu diesem Teil war ja nicht wirklich lang, und Teil 2 schließt nahtlos an die vorangegangenen Ereignisse an. Der Leser sollte keine Schwierigkeiten haben, wieder gut in die Story zu finden.
Die Autorin hat erneut ein wunderschönes Vorwort geschrieben, das einen zum Nachdenken anregt. Neu ist, dass dieser zweite Band eine Altersempfehlung ab 16 Jahren, anstatt ab 14 Jahren hat. Das konnte ich in so weit nachvollziehen, da es schon einige Dinge im Buch gibt, die diese neue Empfehlung wirklich rechtfertigt.
Kjells Geist ist weiterhin in Elis` Nähe. Somit ist die junge Frau immer noch auf der Suche nach den Hintergründen. Auch kümmert sie sich nach wie vor um Lucs Therapie, was ein toller Charakterzug von ihr ist. Allerdings gefiel mir Elis in diesem Teil nicht mehr ganz so gut, da sie keine große Weiterentwicklung zeigt. Auch sind ihre Handlungen teilweise nicht richtig nachvollziehbar gewesen. Dies habe ich ebenso bei den anderen Charakteren feststellen müssen, was ich sehr schade fand. Überhaupt wirkte die Story stellenweise etwas konfus auf mich, die Zusammenhänge fand ich nicht immer klar definiert. Ebenso treten Namensverwechslungen auf, die mich in meinem Lesefluss störten.

Was definiert uns denn als Mensch, was macht uns aus? Und was geschieht mit uns, wenn wir das, was uns zu Individuen macht, verlieren?
30% des E-Books

Sehr schön empfand ich den Ideenreichtum der Autorin. Angefangen bei der Darstellung des Zirkels und der dazugehörigen Hexenkunst bis hin zu den verschiedensten Zeitreisetheorien. In dieser Beziehung wird so einiges in den Raum geworfen, was mich als Leser so manches Mal schwindelig machte – aber das gehört bei diesem Element einfach dazu;)
Leider waren mir einige Passagen zu übertrieben dargestellt. Jennifer Alice Jager wollte in der Beziehung wahrscheinlich zu viel und reihte somit ein Klischee ans andere, was mich an der Glaubwürdigkeit der Figuren zweifeln ließ.

Was ist Zeit überhaupt? Ist sie unveränderbar, ist unser Schicksal vorprogrammiert?
52% des E-Books

Nach einem von mir hochgelobten ersten Teil der Reihe konnte mich Witches of Norway 2: Polarschattenmagie von Jennifer Alice Jager nicht richtig überzeugen. Der Schreibstil und die Umgebungsbeschreibungen sind weiterhin toll, die Handlungsweisen der Charaktere stellenweise leider nicht richtig nachvollziehbar. Zu viele Klischees und zu viele verschiedene Details auf zu wenig Seiten ließen mich mit der Geschichte um die junge Hexe Elis nicht mehr richtig warm werden. Dafür gibt es von mir gerade noch 3 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


Die Reihe

Witches of Norway 1: Nordlichtzauber 
Witches of Norway 2: Polarschattenmagie


Zum Autor

Jennifer Alice Jager begann ihre schriftstellerische Laufbahn 2014. Nach ihrem Schulabschluss unterrichtete sie Kunst an Volkshochschulen und gab später Privatunterricht in Japan. Heute ist sie wieder in ihrer Heimat, dem Saarland, und widmet sich dem Schreiben, Zeichnen und ihren Tieren. So findet man nicht selten ihren treuen Husky an ihrer Seite oder einen großen, schwarzen Kater auf ihren Schultern. Ihre Devise ist: mit Worten Bilder malen.


E-Book
ab 16 Jahren
342 Seiten
ISBN 978-3-646-30005-5
Preis: 4,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!


  (19)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(62)

298 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 49 Rezensionen

physik, jugendbuch, verlust, trauer, sommer

Ein bisschen wie Unendlichkeit

Harriet Reuter Hapgood , Susanne Hornfeck
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.02.2017
ISBN 9783737340335
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein bisschen wie Unendlichkeit von Harriet Reuter Hapgood
erschienen bei Fischer kjb

Zum Inhalt

»So ist es, wenn man jemanden liebt.
So ist es, wenn man um jemanden trauert.
Ein bisschen wie Unendlichkeit.«

Als die Ferien anfangen, möchte Gottie eigentlich nur unter dem Apfelbaum liegen, in die Sterne schauen und über das Universum nachdenken. Sie kennt jede Theorie zu Raum und Zeit und kann alles mit einer Formel erklären.
Außer, warum ihr bester Freund Thomas, der vor einigen Jahren weg¬gezogen war, plötzlich wieder auftaucht. Warum niemand ihre Verzweiflung über den Tod ihres Großvaters Grey versteht. Und warum sie in Flashbacks ganze Szenen ihres Lebens erneut durchlebt. Verliert sie den Verstand oder wird sie wirklich in die Vergangenheit versetzt? Und wie kann sie in der Gegenwart bleiben – bei Thomas, dessen Küsse ihr Universum verändern?

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Dieses Buch hat mich nicht nur wegen des schönen Covers angezogen, auch den Klappentext empfand ich als sehr ansprechend. Zudem wird die Story in der ersten Person erzählt, was ich liebe.
Die ersten Seiten sind in einer sehr schönen, fast schon poetischen Sprache verfasst. Es geht hierbei meist um Beschreibungen der Umgebung. Doch wenn es sich um Gotties Gedankengänge dreht oder Dialoge eingebracht werden, erschienen mir die Sätze zu sprunghaft. Ich hatte enorme Schwierigkeiten, bei der Sache zu bleiben und dem Buch eine Chance zu geben.
Gottie, eigentlich Margot, ist ein Mathegenie und siebzehn Jahre alt. Sie vermisst ihren kürzlich verstorbenen Großvater Grey sehr und erinnert sich durch das Lesen seines Tagebuchs gerne an alte Zeiten zurück. Diese Passagen haben mir gefallen. Durch sie erhielt ich ein gutes Bild von Grey – bei Gottie sah dies leider anders aus. Die meiste Zeit machte sie auf mich einen sehr traurigen Eindruck, was dem Buch einen negativen Touch verleiht. Auch ihre Beziehung zu Thomas ist nicht klar definiert. Auf Facebook würde man wohl „es ist kompliziert“ angeben ;)
Über den Inhalt des Buches möchte ich auch gar nicht mehr verraten, nur so viel: es ist keine locker-leichte Liebesgeschichte, wie ich anhand des Klappentextes erwartet hatte. Vielmehr geht es um Wurmlöcher, Filmrisse, Zeitachsen und mathematische Formeln. Diesen Dingen konnte ich nur schwer folgen, da sich nach kurzer Zeit schon alles in meinem Kopf drehte… Die Autorin hat sicherlich an dieser Stelle auch wissenschaftlich erwiesene Fakten mit eingebracht, was mich aber mehr verwirrte als erhellte. Den Wechsel zwischen der Wissenschaft und ganz banalen Dingen fand ich allerdings sehr gelungen. Es war schön, auch einmal von Partys, Scrabble-Spielen oder backen lesen zu können. Das hob die negative Stimmung wieder etwas.

Unendliche Welten, unendliche Universen, unendliche Möglichkeiten.
Seite 83

Harriet Reuter-Hapgood hat mir mit Ein bisschen wie Unendlichkeit eher komplizierte als entspannte Lesestunden beschert. Der Klappentext hat mich persönlich auf eine völlig andere Fährte geführt, was mich stellenweise sehr verwirrte. Dieses Buch ist keine lockere Lektüre für zwischendurch, sondern stellt schon gewisse Ansprüche an den Leser. Ob es mit einer Altersempfehlung ab 14 Jahren richtig angesetzt ist – ich bin mir nicht ganz sicher. Denn hier muss man wirklich alles andere ausblenden und sich nur noch auf die Story konzentrieren. Mir waren die Gedankengänge der Protagonistin stellenweise zu kompliziert und verwirrend angelegt. Die Fakten und Formeln konnten mich nicht richtig erreichen. Neben den Zeitreisetheorien geht es auch um Verlust, Tod und Trauer, was Menschen jeden Alters angeht. Es ist bestimmt ein wunderbares Buch, das hoffentlich seine Leserschaft finden wird – für mich war es leider nicht so. Ich vergebe 3 von 5 möglichen schwarzen Katzen.



Zum Autor

Harriet Reuter Hapgood lebt in Brighton, England. Als Modejournalistin schrieb sie unter anderem für die Zeitschriften »InStyle« und »MarieClaire«. Ihr Großvater war ein deutscher Mathematiker und hat sie zu diesem Roman inspiriert. ›Ein bisschen wie Unendlichkeit‹ ist ihr Debüt.

ab 14 Jahren
384 Seiten
übersetzt von Susanne Hornfeck
ISBN 978-3-7373-4033-5
Preis: 16,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

  (8)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(107)

211 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

geister, london, fantasy, geisterjäger, lockwood

Lockwood & Co. - Das Flammende Phantom

Jonathan Stroud , Katharina Orgaß , Gerald Jung
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei cbj, 28.11.2016
ISBN 9783570159644
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Lockwood & Co. – Das Flammende Phantom von Jonathan Stroud
erschienen bei cbj

Zum Inhalt

Im vierten Abenteuer um die Geisterjägeragentur Lockwood & Co. bekommen Anthony Lockwood und George es mit einem besonders schrecklichen Verbrechen zu tun. Die Spur hinter dessen dunklem Geheimnis führt sie mitten ins Herz der Londoner Gesellschaft. Um diesen Fall zu klären, müssen sie alle Kräfte mobilisieren und so bitten sie die in Geisterdingen hochbegabte Lucy, als Beraterin in die Agentur zurückzukehren. Doch die Freunde ahnen nicht, wie sehr diese Nachforschungen sie selbst in ihren beruflichen und persönlichen Grundfesten erschüttern werden und dass sie damit Kräfte auf den Plan rufen, die selbst sie nicht mehr kontrollieren können ...
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Da es sich bereits um den 4. Teil der Reihe handelt, weise ich auf eine gewisse *SPOILERGEFAHR* hin!

Ich verfolge die Reihe schon von Anfang an und bin ziemlich begeistert. Im Grunde läuft jede Story nach dem gleichen Prinzip ab: Der Leser wird anfangs mitten ins Geschehen geworfen und findet sich in einem aktuellen Fall von Geisterverfolgung wieder. Dieser hat jedoch nichts mit dem eigentlichen Fall zu tun. So hat man aber die beste Gelegenheit, sich erneut mit den Protagonisten vertraut zu machen und ein Gefühl für die Story zu entwickeln. In diesem vierten Teil trifft der Leser zuerst auf Lucy. Sie hat sich gegen Ende des letzten Buches von Lockwood & Co getrennt und agiert nun als freie Mitarbeiterin für verschiedene Agenturen.
Die Figuren sind mir über lange Zeit ans Herz gewachsen, und ich habe mich sehr auf ein erneutes Wiedersehen gefreut. Schon nach den ersten Sätzen hat mich die besondere Atmosphäre der Reihe ein weiteres Mal begeistern können.
Den Schädel, den Lucy mit sich herumträgt, empfand ich in diesem Teil als besonders witzig. Ich habe mich stellenweise kaum vor Lachen einkriegen können.
Das Phantom hat allerdings sehr lange auf sich warten lassen und kam mir auch eher wie eine Randerscheinung vor. Ich hatte das Gefühl, dass der Autor auf andere Dinge mehr Wert legte als auf den im Klappentext angekündigten Fall.

Jonathan Stroud hat mir mit seinem neuesten Geisterjägerfall wieder einmal schöne Lesestunden beschert. Obwohl das Flammende Phantom nur einen sehr kleinen Teil der Story einnahm, hat mich dieser vierte Band ebenso überzeugen können wie die Vorgänger. Der Autor hat es erneut geschafft, eine spannende Geschichte mit gruseliger Atmosphäre zu kreieren. Die Protagonisten sind wahnsinnig sympathisch und authentisch. Die letzte Seite endet mit einem wahren Paukenschlag – ich will unbedingt mehr!!! Daher vergebe ich für Lockwood & Co. – Das Flammende Phantom sehr zufriedene 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen und hoffe auf eine baldige Fortsetzung.


Die Reihe

Lockwood & Co. – Die Seufzende Wendeltreppe
Lockwood & Co. – Der Wispernde Schädel
Lockwood & Co. – Die Raunende Maske
Lockwood & Co. – Das Flammende Phantom
Band 5???


Zum Autor

Jonathan Stroud wurde in Bedford geboren. Er arbeitete zunächst als Lektor. Nachdem er seine ersten eigenen Kinderbücher veröffentlicht hatte, beschloss er, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er wohnt mit seiner Frau Gina und den gemeinsamen Kindern Isabelle, Arthur und Louis in der Nähe von London.

Berühmt wurde er durch seine weltweite Bestseller-Tetralogie um den scharfzüngigen Dschinn Bartimäus, dessen Abenteuer in »Das Amulett von Samarkand«, »Das Auge des Golem«, »Die Pforte des Magiers« und »Der Ring des Salomo« erzählt werden.


ab 12 Jahren
512 Seiten
übersetzt von Katharina Orgaß und Gerald Jung
ISBN 978-3-570-15964-4
Preis: 19,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

  (10)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(46)

161 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

wunderland, morpheus, jeb, fantasy, alyssa

Dark Wonderland - Herzkönig

A.G. Howard , Michaela Link
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei cbt, 28.11.2016
ISBN 9783570164334
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dark Wonderland – Herzkönig (Bd.3) von A.G. Howard
erschienen bei cbt

Zum Inhalt

Al hat den Angriff beim Abschlussball überlebt, doch ihre Liebsten wurden von Königin Rot entführt. Um sie zu retten, muss Al sich in einem finalen Kampf der Königin stellen, um den Krieg um Wunderland ein für alle Mal für sich zu entscheiden. Dafür muss sie ihre Besonderheit als Netherling endgültig die Oberhand gewinnen lassen – was sie ihre Liebe zu Jeb kosten könnte ... Haben die beiden überhaupt eine Chance auf ein Happy End? Oder wird Al sich sowieso für Morpheus entscheiden? Wer wird letztendlich ihr Herzkönig?
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Da es sich bereits um den 3. Teil der Reihe handelt, weise ich auf eine gewisse *SPOILERGEFAHR* hin!

Nach zwei wirklich guten Teilen stand nun das Finale dieser Reihe an. Ich hätte zwar nach Band 1 keine Fortsetzung mehr gebraucht, aber Teil 2 konnte mich doch wieder in seinen Bann ziehen. Dieser dritte hat es nicht ganz geschafft, sich aber dennoch als würdiges Finale erwiesen. Dieses Buch schließt beinahe nahtlos an den Vorgänger an und hält eine ganze Menge an Rückblicken bereit. Dies fand ich toll, da einem die vorherigen Schlüsselereignisse noch einmal sehr gut ins Gedächtnis gerufen werden.
Die Autorin bietet dem Leser wieder eine breite Auswahl an kreativen Kuriositäten, die sich fast an jeder Ecke tummeln. Die Atmosphäre empfand ich dieses Mal nicht als ganz so düster und unheimlich. Es werden einige Blicke in die Vergangenheit der verschiedenen Charaktere geworfen, so dass endlich meine offenen Fragen beantwortet wurden. Einerseits führte dies zu einem besseren Verständnis, doch andererseits zog sich die Story dadurch auch stellenweise. Der Leser wird mit zu vielen Antworten auf einmal konfrontiert und muss sich dann noch in der bizarren Welt von Al zurechtfinden. Der Schreibstil war ebenfalls manchmal ein wenig kompliziert, so dass ich einige Textstellen mehrfach lesen musste. Dies stoppte meinen Lesefluss etwas.

A.G. Howard hat ihrer Trilogie mit Dark Wonderland – Herzkönig ein würdiges Finale bereitet. Einige Stolpersteine in Form von komplizierten Wortgebilden oder auch zu viel Konfrontation auf einmal sind allerdings vorhanden. Ich fand es schön, noch einmal in Als Welt eintauchen zu dürfen, muss aber auch sagen, dass es nun Zeit für einen Abschied war. Die ganz besondere Atmosphäre der beiden Vorgänger habe ich hier leider nicht wiederfinden können, dafür erhielt ich aber eine Menge Antworten. So wurde die Geschichte rund und stimmig. Das Ende fand ich nun doch ziemlich überraschend und auch etwas – nein, das kann ich jetzt leider nicht sagen, sonst würde ich alles verraten. Lest es selbst und bildet euch eure Meinung! Von mir erhalten Al und Co gerade noch 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

Die Reihe

Dark Wonderland – Herzkönigin 
Dark Wonderland – Herzbube 
Dark Wonderland - Herzkönig



Zum Autor

A.G. Howard wurde durch ihre Arbeit in einer Schulbibliothek zu "Dark Wonderland" inspiriert. Sie hatte sich schon immer gefragt, was wohl passiert wäre, wenn die gruselige Stimmung in Alice im Wunderland deutlicher zutage getreten wäre. "Dark Wonderland" ist ihr Tribut an Lewis Carroll. Wenn A.G. Howard nicht schreibt, liest sie, fährt Rollerblades, gärtnert und macht Urlaub mit ihre Familie - inklusive Ausflügen zu uralten Friedhöfen und von Geistern heimgesuchten alten Schulen, die ihr als weitere Inspiration dienen.


ab 14 Jahren
544 Seiten
übersetzt von Michaela Link
ISBN 978-3-570-16433-4
Preis: 17,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

  (21)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(60)

216 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

fantasy, drachenmond, drachenmond verlag, phönix, masken

Ein Himmel aus Lavendel

Marlena Anders
Flexibler Einband: 284 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 12.10.2016
ISBN 9783959919159
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein Himmel aus Lavendel von Marlena Anders
erschienen bei Drachenmond

Zum Inhalt

Deine Seele gegen eine Gabe. Oder einen Fluch?
Es heißt, es sei gar nobel, sein Leben für das eines geliebten Menschen zu geben. Doch niemand hat davon gesprochen, wie es sich anfühlt, diejenige zu sein, die diese Bürde auf sich nimmt. Darf man eine solche Entscheidung bereuen?
Diese Frage stellt sich Emery in ihren dunkelsten Momenten. Denn weder ihre Mutter noch ihre Schwester wissen, auf was sie alles verzichtet, um ihnen ein normales Leben zu ermöglichen. Ein Fremder war es, der ihr für ihre Seele eine Gabe versprach – die Fähigkeit, in gefährlichen Situation wie ein Phönix in Flammen aufzugehen. Doch auch wenn der Phönix für neues Leben steht, bringt jede Verwandlung Emery einen Schritt näher an den Tod.
Um dies zu verhindern, macht sich Emery verzweifelt auf die Suche nach einer Möglichkeit, um den Handel rückgängig zu machen. Dabei soll ihr Nael helfen, der ihr eine Ausflucht aus ihrem alten Leben bietet. Aber ihm sind seine eigenen Dämonen dicht auf den Fersen …

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Angezogen von diesem wunderschönen Cover und interessant klingendem Klappentext musste ich dieses Buch einfach lesen. Zudem hatte ich noch das Glück, bei einer Leserunde dabei sein zu dürfen.
Die Story wird in der ersten Person geschildert, was mir prinzipiell immer gut gefällt. Die Kulisse mit den Gondeln und dazu passenden Wasserstraßen fand ich wunderschön. Sie erinnert natürlich stark an Venedig, aber das soll hier kein Nachteil sein. Das Tragen von Masken ist ebenfalls eine schöne Idee, die mich auch zum Nachdenken anregte. Würden wir alle Masken tragen, hätten wir einerseits mehr die Chance, uns auf die inneren Werte unseres Gegenübers zu konzentrieren. Man wäre nicht von den Äußerlichkeiten abgelenkt und würde wahrscheinlich anders urteilen. Andererseits wären Menschen auch wieder schwerer einzuschätzen, da man beim Sprechen nicht ihre Mimik sehen kann.

Die Augen sind die Spiegel zur Seele, Emery, hatte Vater gesagt. Also achte darauf, wer hineinsehen darf.
9% des E-Books

Die Idee mit gewissen Schlüsseln fand ich auch absolut klasse, werde aber darauf hier nicht näher eingehen. Das müsst ihr schon selber lesen ;)
Protagonistin Emery gefiel mir recht gut, obwohl sie manchmal zu unüberlegten Handlungen neigt. Dies erschloss sich mir nicht immer wirklich. Das von ihr erbrachte Opfer lässt einen darüber nachdenken, ob es sich wirklich gelohnt hat. Auch dies könnte man sehr gut auf unsere Realität anwenden. Wie würde man selber reagieren, wenn man eine einmalige Chance erhalten würde? Könnte man mit den Konsequenzen leben oder würde man so einen „Pakt“ ewig bereuen?
Emerys Freunde Rhys, Caia und Ascher habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Mit ihrem Schicksal umzugehen ist nicht immer leicht, aber man merkt deutlich, dass die drei immer für Emery da sind.

Am Tage tot wie ein Stein und nachts an das Gerippe der einst prächtigsten Kathedrale des Landes gekettet.
Für eine verdammt lange Ewigkeit.

6% des E-Books

Diese Geschichte lebt von einer ungewöhnlichen Atmosphäre, die die Autorin durch die Erwähnung des jeweiligen Mondstandes und einen gelegentlichen lavendel-farbigen Himmel ausdrückt. Wobei hier natürlich auch der Bezug zum Titel hergestellt wird. In diesem Buch findet der Leser eine tolle Geschichte, bei der auch die Magie nicht zu kurz kommt.

Marlena Anders hat mich mit ihrem Auftaktband Ein Himmel aus Lavendel und ihrem zauberhaften Schreibstil fast ganz überzeugen können. Sie hat eine wunderbare Atmosphäre und authentische Charaktere erschaffen. Obwohl mir mancher Gefühlsausbruch zu plötzlich oder das Agieren von Protagonistin Emery zu konstruiert erschien, habe ich schöne Lesestunden mit dem Buch verbracht. Man kann hier von einer Detailverliebtheit sprechen, die Marlena Anders sehr gut zum Ausdruck gebracht hat. Die Geschichte startet sehr interessant, flacht im Mittelteil leicht ab, wird aber zum Ende hin wieder richtig spannend. Ich wusste manchmal nicht so recht, worauf die Story nun letztendlich hinauslaufen soll. Die sympathische Autorin hat noch einige Überraschungen eingebaut, die mir regelrecht den Mund offen stehen ließen… Der Cliffhanger im letzten Kapitel macht es dem Leser sehr schwer auf die Fortsetzung zu warten. Ich vergebe 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

Die Reihe

Ein Himmel aus Lavendel
?


Zum Autor

Marlena Anders, geboren 1994, lebt in Wolfsburg. Bereits mit vierzehn Jahren begann sie, erste Kurzgeschichten zu schreiben. Mit jeder Zeile wuchs ihr Wunsch, einen Roman zu veröffentlichen. Die einzelnen Zeilen reiften zu Seiten heran, aus Seiten wurden Kapitel und schließlich aus Kapiteln ganze Bücher, die in phantastische Welten entführen. Wenn sie nicht gerade schreibt oder nach Inspiration sucht, widmet sie sich ihrem Studium der Rechtswissenschaften.


284 Seiten
ISBN 978-3-95991-915-9
Preis: 12,90 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag und der Autorin für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken! Die Leserunde auf Lovelybooks hat viel Spaß gemacht.

  (33)
Tags:  
 
460 Ergebnisse