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144 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

fantasy, phönix, drachenmond, ein himmel aus lavende, drachenmond, absolut lesenswert

Ein Himmel aus Lavendel

Marlena Anders
Flexibler Einband: 284 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 12.10.2016
ISBN 9783959919159
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein Himmel aus Lavendel von Marlena Anders
erschienen bei Drachenmond

Zum Inhalt

Deine Seele gegen eine Gabe. Oder einen Fluch?
Es heißt, es sei gar nobel, sein Leben für das eines geliebten Menschen zu geben. Doch niemand hat davon gesprochen, wie es sich anfühlt, diejenige zu sein, die diese Bürde auf sich nimmt. Darf man eine solche Entscheidung bereuen?
Diese Frage stellt sich Emery in ihren dunkelsten Momenten. Denn weder ihre Mutter noch ihre Schwester wissen, auf was sie alles verzichtet, um ihnen ein normales Leben zu ermöglichen. Ein Fremder war es, der ihr für ihre Seele eine Gabe versprach – die Fähigkeit, in gefährlichen Situation wie ein Phönix in Flammen aufzugehen. Doch auch wenn der Phönix für neues Leben steht, bringt jede Verwandlung Emery einen Schritt näher an den Tod.
Um dies zu verhindern, macht sich Emery verzweifelt auf die Suche nach einer Möglichkeit, um den Handel rückgängig zu machen. Dabei soll ihr Nael helfen, der ihr eine Ausflucht aus ihrem alten Leben bietet. Aber ihm sind seine eigenen Dämonen dicht auf den Fersen …

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Angezogen von diesem wunderschönen Cover und interessant klingendem Klappentext musste ich dieses Buch einfach lesen. Zudem hatte ich noch das Glück, bei einer Leserunde dabei sein zu dürfen.
Die Story wird in der ersten Person geschildert, was mir prinzipiell immer gut gefällt. Die Kulisse mit den Gondeln und dazu passenden Wasserstraßen fand ich wunderschön. Sie erinnert natürlich stark an Venedig, aber das soll hier kein Nachteil sein. Das Tragen von Masken ist ebenfalls eine schöne Idee, die mich auch zum Nachdenken anregte. Würden wir alle Masken tragen, hätten wir einerseits mehr die Chance, uns auf die inneren Werte unseres Gegenübers zu konzentrieren. Man wäre nicht von den Äußerlichkeiten abgelenkt und würde wahrscheinlich anders urteilen. Andererseits wären Menschen auch wieder schwerer einzuschätzen, da man beim Sprechen nicht ihre Mimik sehen kann.

Die Augen sind die Spiegel zur Seele, Emery, hatte Vater gesagt. Also achte darauf, wer hineinsehen darf.
9% des E-Books

Die Idee mit gewissen Schlüsseln fand ich auch absolut klasse, werde aber darauf hier nicht näher eingehen. Das müsst ihr schon selber lesen ;)
Protagonistin Emery gefiel mir recht gut, obwohl sie manchmal zu unüberlegten Handlungen neigt. Dies erschloss sich mir nicht immer wirklich. Das von ihr erbrachte Opfer lässt einen darüber nachdenken, ob es sich wirklich gelohnt hat. Auch dies könnte man sehr gut auf unsere Realität anwenden. Wie würde man selber reagieren, wenn man eine einmalige Chance erhalten würde? Könnte man mit den Konsequenzen leben oder würde man so einen „Pakt“ ewig bereuen?
Emerys Freunde Rhys, Caia und Ascher habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Mit ihrem Schicksal umzugehen ist nicht immer leicht, aber man merkt deutlich, dass die drei immer für Emery da sind.

Am Tage tot wie ein Stein und nachts an das Gerippe der einst prächtigsten Kathedrale des Landes gekettet.
Für eine verdammt lange Ewigkeit.

6% des E-Books

Diese Geschichte lebt von einer ungewöhnlichen Atmosphäre, die die Autorin durch die Erwähnung des jeweiligen Mondstandes und einen gelegentlichen lavendel-farbigen Himmel ausdrückt. Wobei hier natürlich auch der Bezug zum Titel hergestellt wird. In diesem Buch findet der Leser eine tolle Geschichte, bei der auch die Magie nicht zu kurz kommt.

Marlena Anders hat mich mit ihrem Auftaktband Ein Himmel aus Lavendel und ihrem zauberhaften Schreibstil fast ganz überzeugen können. Sie hat eine wunderbare Atmosphäre und authentische Charaktere erschaffen. Obwohl mir mancher Gefühlsausbruch zu plötzlich oder das Agieren von Protagonistin Emery zu konstruiert erschien, habe ich schöne Lesestunden mit dem Buch verbracht. Man kann hier von einer Detailverliebtheit sprechen, die Marlena Anders sehr gut zum Ausdruck gebracht hat. Die Geschichte startet sehr interessant, flacht im Mittelteil leicht ab, wird aber zum Ende hin wieder richtig spannend. Ich wusste manchmal nicht so recht, worauf die Story nun letztendlich hinauslaufen soll. Die sympathische Autorin hat noch einige Überraschungen eingebaut, die mir regelrecht den Mund offen stehen ließen… Der Cliffhanger im letzten Kapitel macht es dem Leser sehr schwer auf die Fortsetzung zu warten. Ich vergebe 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

Die Reihe

Ein Himmel aus Lavendel
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Zum Autor

Marlena Anders, geboren 1994, lebt in Wolfsburg. Bereits mit vierzehn Jahren begann sie, erste Kurzgeschichten zu schreiben. Mit jeder Zeile wuchs ihr Wunsch, einen Roman zu veröffentlichen. Die einzelnen Zeilen reiften zu Seiten heran, aus Seiten wurden Kapitel und schließlich aus Kapiteln ganze Bücher, die in phantastische Welten entführen. Wenn sie nicht gerade schreibt oder nach Inspiration sucht, widmet sie sich ihrem Studium der Rechtswissenschaften.


284 Seiten
ISBN 978-3-95991-915-9
Preis: 12,90 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag und der Autorin für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken! Die Leserunde auf Lovelybooks hat viel Spaß gemacht.

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220 Bibliotheken, 10 Leser, 2 Gruppen, 13 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, witch hunter, band 2, spannend bis zum ende

Witch Hunter - Herz aus Dunkelheit

Virginia Boecker , Alexandra Ernst
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 11.11.2016
ISBN 9783423761512
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Witch Hunter – Herz aus Dunkelheit (Bd.2) von Virginia Boecker
erschienen bei dtv 

Zum Inhalt

Zwischen Liebe und Verrat.
Was bleibt der gefürchteten Hexenjägerin Elizabeth Grey, nachdem sie ihr Stigma und damit ihre magische Unverwundbarkeit verloren hat? Ihr Kampfgeist. Und ihre Liebe. Doch nicht alle trauen der ehemaligen Gegnerin. Und was hat John, der Heiler, gewonnen, nachdem die Kraft des Stigmas auf ihn übergegangen ist? Sein Leben. Und eben jene Unverwundbarkeit. Aber diese Kraft verändert ihn. Und schon bald erkennt Elizabeth ihn kaum wieder. Denn seine neue Macht treibt ihn in den tobenden Krieg. Wird Elizabeth John vor dem Sog des Stigmas schützen können? Ohne ihre einstige Stärke, aber mit dem Mut der Verzweiflung?

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Da es sich bereits um den 2. Teil der Reihe handelt, weise ich auf eine gewisse SPOILERGEFAHR hin!

Nach dem grandiosen Auftakt der Reihe war ich wahnsinnig gespannt auf Teil 2. Die Bewertung ist mir wider Erwarten in diesem Fall ungewöhnlich schwergefallen…

Das Buch sieht auch ohne Schutzumschlag wieder sehr edel aus. Passend zum Umschlag ist auch auf dem „nackten“ Buchdeckel ein Schwert zu sehen.
Virginia Boecker besitzt einen sehr bildgewaltigen Schreibstil, so dass ich mir ihre Welt im 16. Jahrhundert richtig gut vorstellen konnte. Überhaupt las sich das Buch relativ flüssig und schnell – wie auch schon Band 1.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir allerdings sehr schwer. Ich hatte große Schwierigkeiten, die einzelnen Figuren richtig zuzuordnen. In der Beziehung ist leider vom Vorgänger bei mir nicht viel hängen geblieben… Ich habe auch diverse Rückblicke vermisst. So saß ich doch so manches Mal vor dem Buch und hatte ein großes Fragezeichen im Gesicht.
Das Training für den großen Showdown und viele kleinere Kämpfe stehen hier an erster Stelle. Es ging weniger um Hexerei und die ganze Magie, die mich im ersten Teil so angesprochen und fasziniert hatte. Ebenso fehlten mir intensivere Erklärungen zu einigen Details, die ich in diesem Finale eigentlich erwartet hatte. Der Verlust von Elizabeths Stigma führt bei ihr zu einer großen Identitätskrise. Das Stigma ist zu einem regelrechten Damoklesschwert für sie geworden, was mir vom Ansatz her gut gefallen hat. Aber auch hier fand ich zu wenig Erklärungen zu einzelnen Details.
Die Story beinhaltet außerdem leider nicht mehr den tollen Humor, der mir sehr gut im Auftaktband gefallen hatte. Ich empfand diese Geschichte als wesentlich blutiger und brutaler, was mir nicht wirklich gefiel.

Virginia Boecker hat mich mit ihrem Finale eher zwiespältig zurückgelassen. Viele Dinge haben mir gut gefallen, aber ich habe auch eine Menge Kritikpunkte. Leider. Ich hatte wirklich erwartet, dass mich Witch Hunter – Herz aus Dunkelheit genauso begeistern könnte wie Band 1, aber dem war leider nicht so. Die Autorin hat mehr auf den großen Showdown gesetzt und dabei einige Details im Hintergrund dümpeln lassen. Die Geschichte warf mit der Zeit immer mehr Verständnisfragen auf, Erklärungen habe ich vergeblich gesucht. Eingebaute Überraschungen und auch der schöne Schreibstil konnten mich stellenweise fesseln. Auch die kleine Kräuterkunde fand ich interessant. Die Darstellung des 16. Jahrhunderts hat mir ebenfalls gut gefallen. Doch leider waren auch mehrere Kritikpunkte dabei, sodass ich an dieser Stelle nur 3 von 5 möglichen schwarzen Katzen vergeben kann.


Die Reihe

Witch Hunter 
Witch Hunter – Herz aus Dunkelheit


Zum Autor

Virginia Boecker hat ihren Abschluss in Englischer Literatur an der University of Texas gemacht. Sie lebte vier Jahre in London, wo sie sich auf jedes kleinste Detail zur mittelalterlichen Geschichte Englands gestürzt hat, die die Grundlage für Witch Hunter, ihren ersten Roman bildet.


ab 14 Jahren
384 Seiten
übersetzt von Alexandra Ernst
ISBN 978-3-423-76151-2
Preis: 17,95 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

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109 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

thriller, mord, drogen, atlanta, georgia

Blutige Fesseln

Karin Slaughter , Fred Kinzel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 31.10.2016
ISBN 9783959670517
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Blutige Fesseln von Karin Slaughter
erschienen bei Harper Collins

Zum Inhalt

Es ist der persönlichste Fall in Will Trents Laufbahn. Das spürt der Ermittler schon in dem Moment, als er das leerstehende Lagerhaus betritt und die Leiche entdeckt – die Leiche eines Ex-Cops. Blutige Fußabdrücke weisen auf ein zweites Opfer hin. Eine Frau. Von ihr fehlt jede Spur. Das Brisante: Gegen den prominenten Eigentümer des Lagerhauses ermittelt Will bereits seit einem halben Jahr wegen Vergewaltigung. Erfolglos! Als am Tatort zudem ein Revolver gefunden wird, der auf Wills Noch-Ehefrau Angie zugelassen ist, ahnt er, dass dies ein Spiel auf Leben und Tod wird.
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Da es sich bereits um den 7. Teil der Reihe handelt, weise ich auf eine gewisse SPOILERGEFAHR im privaten Bereich hin!

Ich bin seit Jahren schon großer Karin Slaughter-Fan und konnte mir dieses neue Buch nicht entgehen lassen. Obwohl ich vor einigen Jahren auf Jugendbücher umgestiegen bin, ist die Autorin trotzdem immer noch eine feste Größe in meinem Regal.
Mit ihrem Ermittler Will Trent hat Karin Slaughter vor einigen Jahren einen tollen Charakter erschaffen, der mir sofort ans Herz gewachsen ist. Als sie dann noch ihre vorherige Protagonistin Sara Linton mit der Geschichte von Will Trent verknüpft hat, war ich restlos begeistert!

Wer die Bücher von Karin Slaughter kennt, trifft hier auf viele alte Bekannte. Amanda, Faith, Will, Sara und Angie sind schon lange mit dabei und haben auch hier wieder ihren Auftritt. Amanda fällt weiterhin durch ihre Strenge auf, Faith unterstützt ihren Partner Will wo sie kann. Will und Sara sind meine Lieblinge und passen gut zusammen. Ihre Beziehung dauert nun schon 18 Monate an und ist nicht immer ganz einfach. Nicht zuletzt wegen Will´s schwerer Vergangenheit. Zudem ist Will´s Noch-Ehefrau Angie ein weiterer dunkler Schatten, der über der neuen Beziehung schwebt. Man merkt wieder einmal ganz deutlich, wie sehr Angie immer noch die Kontrolle über Will hat. Dafür muss sie nicht einmal körperlich anwesend sein… Angie mochte ich noch nie richtig – das hat sich mit diesem Buch auch nicht wirklich geändert. Sie ist eine Frau, die schon viel Schlimmes in ihrem Leben durchgemacht hat. Trotzdem rechtfertigt das noch lange nicht ihr Verhalten Will und Sara gegenüber. Sie ist wahnsinnig berechnend und wirkt kaltherzig. Da kochte nicht nur einmal mein Blut vor Wut fast über…
Sara´s letzte Jahre waren auch nicht immer einfach, gerade wegen des Verlustes ihres Ehemannes. Doch der Leser sieht ganz deutlich eine Entwicklung in die richtige Richtung und gönnt ihr das neue Glück :)

Der aktuelle Fall des sympathischen Ermittlers beginnt mit einem spannenden Prolog, auf den im weiteren Story-Verlauf detaillierter zurückgekommen wird. Die eigentliche Geschichte spielt nur an 2 Tagen und wird mit einem Rückblick auf eine Woche vor diesen Geschehnissen unterbrochen. In diesen 6 Tagen kommt Angie allein zu Wort. Der Leser hat so die Möglichkeit, ihre Handlungs- und Sichtweise zu verstehen. Danach hat die Autorin einen Zeitsprung von 10 Tagen eingesetzt und schlussendlich noch den Prolog, der 6 Monate nach den Ereignissen anzusiedeln ist. Die zeitliche Abfolge fand ich sehr interessant und spannend.
Die Story ist gespickt mit detaillierter Spurensicherung, Beweisaufnahme und medizinischen Fakten. Wie immer hat Karin Slaughter all dies sehr gut recherchiert und viel Arbeit investiert. Was auch wunderbar geklappt hat, denn die Geschichte strotzt nur so vor Authentizität. Sie wirkt aber zu keiner Zeit überladen oder besserwisserisch.

Karin Slaughter konnte mich auch mit dem neuesten Fall ihres sympathischen Ermittlers zu 100% überzeugen. Ich bin froh, auch mal wieder einen Ausflug in die Thriller-Welt unternommen zu haben. Bei dieser Autorin bekommt der Leser gewohnte Qualität. Natürlich sind einige Szenen auch brutal und blutig. Man erhält ungeschönte Details eines Verbrechens und muss sich mit einer etwas raueren Sprache auseinandersetzen. Doch trotzdem sind diese Dinge nicht überzogen dargestellt und Szenen unnötig auf Effekthascherei ausgelegt! Besonders gut gefiel mir die private Entwicklung der einzelnen Charaktere und die Rückblicke auf ihre beginnenden Beziehungen. Seit vielen Jahren bin ich als Leser an der Seite der Figuren und sie liegen mir am Herzen. Doch auch die Ermittlungen sind interessant dargestellt. Man merkt genau, wie mit der Zeit ein Rädchen ins nächste greift und das Puzzle immer mehr Gestalt annimmt. Auch hier war wieder alles stimmig. Will Trents siebter Fall Blutige Fesseln erhält 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

Die Reihe

Verstummt
Entsetzen
Tote Augen
Letzte Worte
Harter Schnitt
Bittere Wunden
Blutige Fesseln


Zum Autor

Die internationale Nummer-1-Bestsellerautorin Karin Slaughter ist eine der weltweit populärsten und gefeiertsten Schriftstellerinnen. Ihre Bücher wurden in 33 Sprachen übersetzt und haben sich insgesamt über 30 Millionen Mal verkauft. Ihr Gesamtwerk beinhaltet die Grant County und Will Trent-Reihen, außerdem Cop Town- Stadt der Angst, das für den renommierten Edgar-Krimipreis nominiert wurde, sowie den psychologischen Thriller Pretty Girls. Karin Slaughter stammt aus Georgia und lebt zurzeit in Atlanta.


512 Seiten
übersetzt von Fred Kinzel
ISBN 978-3-9596-7051-7
Preis: 22 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!


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148 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

jennifer alice jager, dark diamonds, norwegen, hexen, witches of norway

Witches of Norway - Nordlichtzauber

Jennifer Alice Jager
E-Buch Text: 319 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 28.10.2016
ISBN 9783646300048
Genre: Fantasy

Rezension:

Witches of Norway 1: Nordlichtzauber von Jennifer Alice Jager
erschienen bei Dark Diamonds

Zum Inhalt

*Eine magische Liebe, die Zeit und Raum überwindet*

Die 21-jährige Kunststudentin Elis hat kein Händchen für die Liebe und Schuld daran ist einzig ihr wohlgehütetes Geheimnis. Elis ist eine Hexe. Aber keine besonders gute. Immer wenn sie glaubt, alles im Griff zu haben, funkt ihr die Magie dazwischen. Nachdem ihre Verlobung geplatzt ist und sie beinahe ein Haus zum Einsturz gebracht hätte, bricht Elis kurzerhand das Studium ab und reist nach Norwegen. Hier will sie lernen, ihre Kräfte zu kontrollieren und trifft dabei auf den charismatischen und faszinierenden Hexer Stian, zu dem sie eine eigentümliche Verbindung spürt. Doch die Magie hat mal wieder ihren eigenen Plan und plötzlich findet Elis sich hundert Jahre zurückversetzt, im Norwegen des Jahres 1905 wieder…

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Und noch ein weiterer Diamant aus dem neuen digitalen Carlsen-Label. Mich reizen Geschichten um und mit Hexen von Natur aus sehr – da musste ich doch diesen Reihenauftakt einmal ausprobieren!

Das Buch beginnt mit einer wunderschönen Widmung der Autorin – ihr müsst sie einfach selber lesen, ich werde dazu nichts verraten. Auf jeden Fall ganz, ganz toll!
Die Story startet dann mit einem sehr emotionalen Prolog, der mich noch gespannter auf die vor mir liegende Geschichte machte.
Der Leser lernt zuerst die junge Elis kennen. Eine Hexe, die ihre Magie nicht so richtig im Griff hat. Da kann schon mal eine Fensterscheibe zu Bruch gehen oder die Wände fangen an zu beben… Ansonsten hat Elis einen ganz normalen Alltag mit Haushalt, Studium, Verlobten und Nebenjob. Sie war mir auf Anhieb sehr sympathisch. Durch die geplatzte Verlobung kommt es zu einer Kurzschlusshandlung, und Elis reist nach Norwegen. Dort wird sie wegen ihrer unzureichenden Hexenkünste des Öfteren minderwertig behandelt und niedergemacht. In solchen Situationen tat mir die junge Frau richtig leid.
Amalie ist zwar eine etwas chaotische, aber trotzdem sympathische Frau. Ihre Cousine Anna ist das genaue Gegenteil von ihr und eine wahrhaftige Zicke.
Sander ist der Frauenheld der Geschichte. Obwohl ich auf ein solches Machogehabe gar nicht stehe, gefiel mir der junge Mann doch recht gut.
Stian dagegen ist sehr charismatisch und schlich sich sofort in mein Herz. Seine besondere Verbindung zu Elis wird im weiteren Story-Verlauf noch für einige Probleme sorgen…

Sie hatten das Herz am rechten Fleck und wussten Recht und Unrecht zu unterscheiden. Und darauf kam es schließlich an.
46% des E-Books

Die Umgebungsbeschreibungen haben mir Norwegen etwas schmackhafter gemacht. Ich konnte die Szenerie jederzeit geradezu vor mir sehen. Ein wirklich schönes und besonderes Setting. Die Autorin hat auch einige norwegische Sätze mit eingebaut, was dem Ganzen noch mehr Authentizität verlieh. Insgesamt gefiel mir der flüssige Schreibstil richtig gut. Das Buch war in kürzester Zeit ausgelesen.

Wie eine fremde Welt – die Heimat von Feen und Elfen.
18% des E-Books

Jennifer Alice Jager hat mich mit ihrem Auftakt Witches of Norway 1: Nordlichtzauber in eine magische Welt entführen und vollkommen überzeugen können. Durch den personalen Erzählstil war ich hautnah an Protagonistin Elis dran und konnte einen guten Draht zu ihr entwickeln. Das Setting hat mich unerwartet sehr angesprochen. Die Story empfand ich als spannend und aufregend. Stellenweise wird der Leser von einem Anflug Humor erwischt, was mir richtig gut gefiel. Ein Grinsen konnte ich mir daher manchmal nicht verkneifen. Die Zeitreise ins Jahr 1905 hat mir ebenfalls gut gefallen. Die Details dieser Zeit wurden von der Autorin sehr gut herausgestellt. Harry Potter-Fans werden ebenfalls auf ihre Kosten kommen – der junge Zauberer findet in der Story immer mal wieder eine Erwähnung :) Dieser erste Band endet emotional und mit einem fiesen Cliffhanger. Gut, dass die Wartezeit für Teil 2 nicht mehr allzu lange dauert! Ich vergebe 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen.



Die Reihe

Witches of Norway 1: Nordlichtzauber
Witches of Norway 2: Polarschattenmagie (erscheint voraussichtlich im Dezember 2016)


Zum Autor

Jennifer Alice Jager begann ihre schriftstellerische Laufbahn 2014. Nach ihrem Schulabschluss unterrichtete sie Kunst an Volkshochschulen und gab später Privatunterricht in Japan. Heute ist sie wieder in ihrer Heimat, dem Saarland, und widmet sich dem Schreiben, Zeichnen und ihren Tieren. So findet man nicht selten ihren treuen Husky an ihrer Seite oder einen großen, schwarzen Kater auf ihren Schultern. Ihre Devise ist: mit Worten Bilder malen.


E-Book
ab 14 Jahren
319 Seiten
ISBN 978-3-646-30004-8
Preis: 4,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

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(9)

18 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

ann-kathrin wolf, die märchenherz-reihe, carlsen verlag

Zwischen Macht und Spiegel

Ann-Kathrin Wolf
E-Buch Text: 294 Seiten
Erschienen bei Impress, 03.11.2016
ISBN 9783646602463
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zwischen Macht und Spiegel (Märchenherz-Reihe 3) von Ann-Kathrin Wolf
erschienen bei Impress

Zum Inhalt

*Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Mächtigste in diesem Land?*

Nach der Flucht aus Grimms Manor kommen sich Alex und ihr Wächter William Grimm endlich wieder näher. Aber Alex‘ Gedanken wandern immer wieder zu dem charmanten Prinz Ian zurück, der weiterhin wie vom Erdboden verschwunden scheint. Wie soll sie ihn nur finden, wenn eine viel schwerere Aufgabe auf sie wartet? Schneewittchens größte Rivalin ist erwacht und ihre schwarze Magie droht die Märchenwelt zu verschlingen – und mit ihr auch die Welt der Menschen. Alexandra und ihre Freunde setzen alles daran, die böse Königin aufzuhalten. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn nur eine kann den Kampf zwischen Liebe und Hass gewinnen…

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Da es sich bereits um den 3. Teil der Reihe handelt, weise ich auf eine gewisse SPOILERGEFAHR hin!

Mit dem Finale ihrer Trilogie setzt Ann-Kathrin Wolf genau da an, wo Teil 2 endete. Alex begibt sich auf eine Reise, deren Ende auch das Ende der bösen Königin sein soll. Auf ihrem Weg begleiten sie ihr Wächter Will und ihre Jägerin Lilly. Außerdem möchte Alex noch ihre geliebte Großmutter von dem Fluch befreien und sie wieder in einen Menschen zurück verwandeln. Ich konnte mich noch gut an alle Charaktere erinnern, fand jedoch immer noch keinen richtigen Zugang zu ihnen. Das Problem hatte ich schon mit den beiden Vorgängerbänden.
Die Kapitel starten jeweils mit einem Zitat aus den verschiedensten Märchen. Natürlich sind sie passend auf das aktuelle Geschehen abgestimmt.
Das Vermischen von verschiedenen Märchen gefiel mir weiterhin sehr gut. Man taucht als Leser quasi in ein ganzes Märchenbuch ein, was die Autorin jederzeit toll darstellte. Parallelen werden natürlich immer gezogen. Das machte diese Trilogie aber auch sehr lebendig.
Außerdem erfährt man etwas über die Vergangenheit des Krähenmannes, und eine längst überfällige Begegnung steht an.
Nicht so gut haben mir die stellenweise endlosen Diskussionen über das weitere Vorgehen gefallen. Dies kam mir fast wie Zeitschinden vor.
Natürlich dürfen in einem Märchen gewisse Liebespaare nicht fehlen. Das Geplänkel wird hier gut eingesetzt und nicht überstrapaziert.

Ann-Kathrin Wolf hat mir mit Zwischen Macht und Spiegel ein tolles Ende ihrer Trilogie beschert. Ich habe mich die ganze Story hindurch in einer gigantischen Märchenkulisse bewegt, was mir gut gefiel. Natürlich kommen Märchen nicht ohne Opfer aus – so muss sich der Leser auch hier darauf einstellen. Sehr interessant fand ich die Ähnlichkeit und namentliche Erwähnung einer ganz bestimmten Szene aus dem Film Fluch der Karibik. Hat mir gut gefallen. Der große Showdown findet mehr oder weniger an zwei Orten gleichzeitig statt, was ich sehr gut fand. Dies hat dem Ganzen noch einen besonderen Reiz verliehen. Allerdings wurde eine Sache nicht aufgeklärt, was ich etwas schade fand. Für die Entführung in die Märchen unserer Kindheit und das Aufpeppen durch Relikte aus unserer Zeit vergebe ich noch 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


Die Reihe

Zwischen Schnee und Ebenholz
Zwischen Blut und Krähen
Zwischen Macht und Spiegel


Zum Autor

Ann-Kathrin Wolf, geboren 1989 in Neumünster, lebt heute im schönen Schleswig-Holstein. Nach ihrer Ausbildung zur Erzieherin, in der sie das Märchenerzählen für sich entdeckte, begann sie an der Fachhochschule Kiel das Studium »Soziale Arbeit«. Neben Zeichnen, Lesen, ihren beiden Katzen und Kaffeetrinken, ist das Schreiben schon immer eine große Leidenschaft von ihr gewesen.


E-Book
ab 14 Jahren
340 Seiten
ISBN 978-3-646-60246-3
Preis: 3,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

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236 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

drachen, julie kagawa, talon, fantasy, drachennacht

Talon - Drachennacht

Julie Kagawa , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 31.10.2016
ISBN 9783453269729
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Talon - Drachennacht von Julie Kagawa
erschienen bei Heyne fliegt

Zum Inhalt

Auch wenn ihr dadurch größte Gefahr droht, hat sich das Drachenmädchen Ember endgültig von der mächtigen Organisation Talon losgesagt. Nun hat sie auch noch ihren wichtigsten Verbündeten verloren: Garret, den Georgsritter, der ihr Feind sein sollte, der sie aber liebt. Obwohl Ember tief für ihn empfindet, hat sie ihn doch von sich gestoßen. Zutiefst verletzt, reist Garret nach London. Dort entdeckt er ein schreckliches Geheimnis über den Georgsorden. Ein Geheimnis, das sie alle, Ritter wie Drachen, ins Verderben reißen könnte. Und er erfährt, dass Ember dabei ist, in eine tödliche Falle zu laufen. Er muss zurück zu ihr …
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Da es sich bereits um den 3. Teil der Reihe handelt, weise ich auf eine gewisse SPOILERGEFAHR hin!

Auch dieser dritte Teil wird im personalen Erzählstil geschildert, immer abwechselnd aus der Sicht der Charaktere Ember, Garret, Riley und Dante. Manchmal musste ich mir zwar ins Gedächtnis rufen, wer gerade dran ist, aber ansonsten gefiel mir dieser Schreibstil wieder sehr gut. Julie Kagawa hat stellenweise kleine Erinnerungshilfen an die beiden vorherigen Bände eingestreut, so dass dem Leser der Wiedereinstieg doch recht gut gelingt.
Ember gehört nun auch zu den Einzelgängern, hat Albträume, lebt in einem einzigen Gefühlschaos und jagt mit Drache Riley und dem Menschen Wes zusammen Griffin hinterher. Dieser soll ein Verräter sein und seine gerechte Strafe erhalten. Ember mochte ich von Anfang an sehr gerne. Ihre innere Zerrissenheit machte teilweise auch mein Herz schwer…
Riley ist eher der Coole und hat was ganz Raues an sich. Im letzten Band hat der Leser ja schon einiges zu seiner Vergangenheit erfahren, was sehr interessant und aufschlussreich war.
Dante arbeitet nun voll und ganz für Talon und nimmt seine Aufgaben sehr ernst. Er war mir in den beiden Vorgängern schon immer etwas suspekt. Ich konnte ihn schlecht einschätzen. Dieses Mal meine ich, etwas hinter seine Fassade sehen zu können. Aber wirklich sympathisch ist er mir immer noch nicht geworden.
Garret wird sowohl von Talon als auch vom Georgsorden verfolgt, was ihm zurzeit kein einfaches Leben beschert. In diesem Band gibt es Rückblicke in seine Vergangenheit, was für mich schon längst überfällig war. Garret wirkte auf mich erneut wesentlich älter als 17 Jahre, was manches Detail etwas unglaubwürdig erscheinen ließ.
Das obligatorische Liebesdreieck ist weiterhin am Start. Ich empfand es stellenweise als nervig, da es sich zwischen die ganzen Kämpfe und Hinterhalte nicht gut einfügte.

Innerhalb eines Wimpernschlages konnte einem jeder genommen werden.
Seite 356

Julie Kagawa hat mir mit dem 3. Teil ihrer Reihe Talon – Drachennacht schöne Lesestunden beschert. Wie schon oft von mir erwähnt, liebe ich die Bücher und den Schreibstil der Autorin. Auch wenn ich diese Reihe für mich persönlich am schwächsten empfinde, bin ich auf jeden Teil sehr gespannt und habe Freude am Lesen. Obwohl dieses Buch mit knapp 500 Seiten ein ordentlicher „Schinken“ ist, ließ es sich relativ schnell durchlesen. Auch das spricht ein weiteres Mal für den unnachahmlichen Schreibstil von Julie Kagawa. Die meisten Charaktere sind mir bereits in den Vorgängerbänden ans Herz gewachsen. Sie wirken authentisch und äußerst lebendig. Die abscheulichen Experimente, die hier noch mit eingebracht werden, verleihen der Story noch einmal etwas Neues. Das Ende war für mich sehr überraschend und ich konnte meinen Mund nur schwer wieder schließen… Auch dieser Teil endet mit einem fiesen Cliffhanger. Ich vergebe 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


Die Reihe

Talon – Drachenzeit
Talon – Drachenherz 
Talon – Drachennacht
Legion (Originalausgabe erscheint voraussichtlich im April 2017)


Zum Autor

Schon in ihrer Kindheit gehörte Julie Kagawas große Leidenschaft dem Schreiben: Langweilige Schulstunden vertrieb sie sich damit, all die Geschichten festzuhalten, die ihr im Kopf herumspukten. Nach Stationen als Buchhändlerin und Hundetrainerin machte sie ihr größtes Interesse zum Beruf und wurde Autorin. Mit ihrer Fantasy-Saga Plötzlich Fee wurde sie rasch zur internationalen Bestsellerautorin. Drachenherz ist der zweite Band in der Talon-Serie um eine magische Liebe, die nicht sein darf. Julie Kagawa lebt mit ihrem Mann in Louisville, Kentucky.



ab 14 Jahren
480 Seiten
übersetzt von Charlotte Lungstrass-Kapfer
ISBN 978-3-453-26972-9
Preis: 16,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

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(30)

68 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

geister, liebe, annie j. dean, seelenhauch, seele

Seelenhauch

Annie J. Dean
E-Buch Text: 439 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 28.10.2016
ISBN 9783646300109
Genre: Fantasy

Rezension:

Seelenhauch von Annie J. Dean
erschienen bei Dark Diamonds

Zum Inhalt

*Für einige Geheimnisse muss man direkt in die Vergangenheit reisen…*

Die 20-jährige Helen glaubt nicht an Geister. Als fertig ausgebildete Krankenschwester hat sie bereits einige Menschen sterben sehen, aber nie wurde sie von einer rastlosen Seele heimgesucht. Das ändert sich schlagartig, als sie sich nach einer scheinbar harmlosen Partie Gläserrücken plötzlich nicht mehr allein fühlt und von einem sterbenden Patienten um einen letzten Gefallen gebeten wird: Sie soll das Zuhause eines gewissen Kilian aufsuchen. Ihre Recherche führt sie in ein steinreiches Villenviertel und direkt in die Arme des attraktiven Jungdesigners Elias. Zusammen versuchen sie der Geschichte des verstorbenen Erben auf die Spur zu kommen – und werden dabei direkt in die Vergangenheit katapultiert…

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Hier hat mich neben dem toll klingenden Klappentext das Cover auf das E-Book aufmerksam gemacht. Ob mich auch die Geschichte überzeugen konnte, lest ihr hier:

Das Buch startet mit einem sehr mysteriösen Prolog, der in der dritten Person erzählt wird. Die restliche Geschichte wird im personalen Erzählstil geschildert, jeweils aus der Sicht der beiden Protagonisten Helen und Elias.
Mit Helen hat die Autorin eine sehr sympathische Figur erschaffen, die sich augenblicklich in mein Herz schleichen konnte. Sie macht einen bodenständigen Eindruck, auch wenn sie sich nach einer unheimlichen Séance ständig verfolgt fühlt. Ebenso begegnen ihr stellenweise schattenhafte Schemen, für die es keine wissenschaftliche Erklärung gibt…
Elias ist einige Jahre älter als Helen, wirkt aber in seinen Handlungen teilweise viel jünger. Das ließ mich so manches Mal die Augen verdrehen, aber jeder Mensch ist ja nun einmal anders ;) Elias arbeitet im Familienunternehmen und muss sich dort gewissen Regeln unterwerfen. Nicht immer leicht für den stark tätowierten jungen Mann. Der Leser merkt ganz schnell, dass etwas Schwerwiegendes auf Elias` Seele liegt und ihn nicht zur Ruhe kommen lässt…
Ronja und Marissa sind Helens Mitbewohnerinnen und Initiatorinnen der Séance. Die beiden sind ganz unterschiedlich, passen aber gut zu Helen. Mir haben sie gefallen.
Die Atmosphäre des Buches ist gruselig und es gibt durchaus unheimliche Gänsehautmomente. Eine passende Lektüre für Halloween und die herbstliche Jahreszeit. Das Licht sollte man dabei doch schon an lassen… Durch kleine Cliffhanger am Ende einiger Kapitel lechzt der Leser geradezu nach mehr! Natürlich hat Annie J. Dean gerade an solchen Stellen einen Charakterwechsel eingebaut… Dies steigerte die Spannung ins Unermessliche.
Außerdem darf der Leser mit den Protagonisten in eine längst vergangene Zeit eintauchen – Deutschland Anfang des 20. Jahrhunderts. Die beschriebenen Szenen wirkten auf mich sehr authentisch und gefielen mir richtig gut. Es hat der Geschichte noch eine zusätzliche Variante gegeben.

Nun zerbreche ich mir schon den Kopf darüber, wo die Logik ist, wenn jemand, der tot ist, noch den Drang hat zu atmen.
15% des E-Books

Annie J. Dean konnte mich mit ihrem Diamanten Seelenhauch vollkommen überzeugen. Sie hat authentische Charaktere erschaffen und eine unheimliche Atmosphäre kreiert. Ihre Umgebungs- und Figurenbeschreibungen sind toll – genau passend und nicht zu ausschweifend. Die Story an sich fand ich sehr interessant, gerade mit dem Einbringen einer Art Zeitsprung. Im letzten Drittel wird sie auch noch einmal richtig spannend. Die Protagonisten und der Leser kommen der Auflösung immer mehr auf die Spur. Diese beinhaltet auch eine gewisse Tragik, was der Geschichte noch den letzten Schliff verleiht. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, bekam stellenweise eine gewaltige Gänsehaut und vergebe daher 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


Zum Autor

Annie J. Dean wurde 1972 in Dortmund geboren und dachte sich schon als Kind eigene Fantasy- Geschichten aus. Nach ihrem Schulabschluss erlernte sie einen Beruf im Bürowesen, ehe sie 2013 begann, ihren ersten Roman zu schreiben. Mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern lebt sie heute am Rand des Ruhrgebietes und hat neben dem Schreiben eine große Vorliebe für Tiere. Daher hat sich bei ihr zu Hause mittlerweile ein halber Zoo angesammelt.


E-Book
ab 14 Jahren
439 Seiten
ISBN 978-3-646-30010-9
Preis: 4,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!


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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

dark diamond, carlsen, das erwachen, johanna lark, traumhaft 1

Traumhaft - Erwachen

Johanna Lark
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 28.10.2016
ISBN 9783646300024
Genre: Fantasy

Rezension:

Traumhaft – Das Erwachen (Band 1) von Johanna Lark
erschienen bei Dark Diamonds

Zum Inhalt

*Was würdest du träumen, wenn du in deinem Traum die Realität ändern könntest?*

Als Psychologiestudentin sollten der 21-jährigen Klara die Grundbegriffe der Traumdeutung eigentlich nicht fremd sein. Dennoch kann sie es sich nicht erklären, warum sie und ihre Freunde auf einmal die gleichen Träume haben und diese so absolut real wirken. Oder warum sie plötzlich von einer knisternden Begegnung mit einem höchst attraktiven Studenten träumt und dieser ganz genau Bescheid zu wissen scheint. Zufall, Schicksal oder etwas ganz Anderes? Als Klara ihre außerordentliche Gabe der Traumlenkung entdeckt, eröffnen sich ihr plötzlich Welten, die sie sich kaum vorstellen konnte. Bis sie versteht, dass auch ihre Träume zum Spielball anderer Begabter werden können…

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Ein neues digitales Label vom Carlsen-Verlag – gespannter hätte ich auf das Buch nicht sein können. Hat die Ankündigung aller 6 Neuen doch schon sehr verheißungsvoll geklungen! Die Story wird in der ersten Person geschildert.

Die Autorin hat mit Klara eine sehr authentische und bodenständige Protagonistin erschaffen. Auf den ersten Seiten erfährt der Leser sofort etwas zu Klaras Umfeld, was mir sehr gut gefiel. Es war nicht einfach nur ein „Abarbeiten“ von Informationen, sondern man konnte sich ein gutes Bild von Freunden und Familie machen. Die junge Frau hat eine Abneigung gegen den ganzen „Modekram“ – was mir ebenfalls gut gefiel. Man sollte zwar Wert auf sein Äußeres legen, aber zu viel muss ja auch nicht sein ;)
Ihre Freundin Jessy ist das genaue Gegenteil von ihr, aber die beiden passen sehr gut zusammen. Ich mochte Jessy ebenfalls recht gerne.
Klaras älterer Bruder liegt seit Monaten im Koma, was die junge Frau sehr mitnimmt. Der Kontakt war immer relativ innig. Nun fehlt natürlich ein großer Teil in Klaras Leben. Man spürt als Leser ganz genau, wie belastend die Situation für sie ist.
Adrian und auch der geheimnisvolle Unbekannte waren nicht unbedingt mein Fall. Adrian war mir in seiner Art Klara gegenüber zu herablassend, der andere war mir zu geheimnisvoll. Er wirkte auf mich fast durchscheinend und kaum existent.
Der Schreibstil ist erfrischend und sehr flüssig. Ich hatte das Buch in kürzester Zeit durchgelesen, die Kapitel sind relativ kurzgehalten. Die Thematik rund ums Träumen hat mir sehr gut gefallen und mich natürlich auch stark an die Silber-Trilogie von Kerstin Gier erinnert. Hier bekommt der Leser noch einige wissenschaftlich erwiesene Fakten mitgeliefert, was absolut nicht verkehrt war.

Johanna Lark hat mit Traumhaft – Das Erwachen einen tollen Auftakt ihrer Reihe erschaffen, der den Leser nicht müde werden lässt. Die Autorin hat durch ihren erfrischenden Schreibstil eine interessante Thematik mit einem Schuss Erotik verbunden. Die Charaktere wirkten authentisch, die Story stimmig. Stellenweise wurde sie mir allerdings etwas zu langatmig. Das nahm dem Ganzen doch schon das Tempo beim Lesen. Der Leser wird in eine Welt geführt, in der ureigene Ängste, bereits Erlebtes und unerfüllte Wünsche eine große Rolle spielen. Was wirklich in unseren Träumen passiert, weiß keiner. Ich finde es aber hochinteressant, sich damit näher auseinander zu setzen. Für mich war die Geschichte inhaltlich in sich abgeschlossen, daher bin ich sehr gespannt, worum es genau im nächsten Teil gehen wird. Ich vergebe 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

Die Reihe

Traumhaft – Das Erwachen
???


Zum Autor

Johanna Lark interessierte sich schon immer für Sprachen, weshalb sie nach dem Abitur Amerikanistik und Romanistik studierte. Bereits in der Grundschule wollte sie Autorin werden und entdeckte noch während des Studiums ihren zweiten Traumberuf: Lektorin. Seitdem verbringt sie ihre Zeit beruflich und privat mit ihren eigenen Romanfiguren oder mit den Figuren und Ideenwelten anderer Autoren. Sie lebt und arbeitet in ihrer Geburtsstadt Berlin.

E-Book
ab 14 Jahren
398 Seiten
ISBN 978-3-646-30002-4
Preis: 3,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

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352 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

black blade, monster, jennifer estep, fantasy, magie

Black Blade - Die helle Flamme der Magie

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492703574
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Black Blade – Die helle Flamme der Magie (Bd.3) von Jennifer Estep
erschienen bei Piper

Zum Inhalt

Als Diebin hat Lila Merriweather eine Begabung für drei Dinge: Erstens, sich in den Schatten zu verbergen. Zweitens, überall unbemerkt einzubrechen. Und drittens, Geheimnisse zu lüften. Diese Talente kommen ihr auch bei ihrer Arbeit als Bodyguard der Sinclair-Familie zugute - immerhin eine der mächtigsten magischen Mafiafamilien in Cloudburst Falls. Jeder weiß, dass Victor Draconi sie und die anderen Familien einkassieren will - und vorhat, jeden einzelnen Sinclair umzubringen. Doch was niemand weiß, ist, dass Lila ihm auf den Fersen ist. Auf keinen Fall wird sie zulassen, dass der Mann, der ihre Mutter getötet hat, weiteren Menschen, die ihr etwas bedeuten, Schaden zufügt. Nicht so lange es noch Häuser gibt, in die sie einbrechen kann, nicht so lange es noch Dinge gibt, die sie stehlen muss und besonders nicht so lange Devon Sinclair an ihrer Seite kämpft ...
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Da es sich bereits um den 3. Teil der Reihe handelt, weise ich auf eine gewisse SPOILERGEFAHR hin!

Was habe ich dem Finale dieser Reihe entgegengefiebert! Für mich ist die Black Blade-Trilogie die beste Reihe der Autorin. Die Protagonisten sind mir allesamt sehr ans Herz gewachsen. Gerade Lila mochte ich auf Anhieb. Auch dieses Finale wird aus der Sicht der jungen Frau in der ersten Person geschildert.
Die Geschichte geht an der Stelle weiter, an der Band 2 aufhörte und man ist als Leser sofort wieder mitten im Geschehen. Das Ziel ist klar – die Draconi-Familie muss bei ihrem teuflischen Vorhaben gestoppt werden. Dafür ist bei allen Beteiligten eine Menge Übung im Schwertkampf nötig. Leider sind das genau die Szenen gewesen, die mich an dem Buch gestört haben. Es wurde viel zu viel Wert auf Kämpfe gelegt, die beiden Liebesbeziehungen gingen fast ganz unter. Dies fand ich richtig schade, denn die zwei Pärchen wirkten in den Vorgängerbänden nie übertrieben.
Der Showdown war richtig spannend. Ich konnte das Buch zu dem Zeitpunkt kaum noch aus der Hand legen!

Jennifer Estep hat mit Black Blade – Die helle Flamme der Magie ein durchaus spannendes Finale ihrer neuesten Trilogie erschaffen. Der Leser wird durch den flüssigen Schreibstil geradezu nach Cloudburst Falls gebeamt und ist hautnah an den Geschehnissen dran. Die Autorin hat sogar eine kleine Verbindung zu ihrer Spinnen-Reihe mit eingebaut, was mich sehr zum Schmunzeln brachte. Das Buch las sich fast in einem Rutsch durch, aber leider blieb die Liebe etwas auf der Strecke. Da konnte ich keine Entwicklung ausmachen, was ich sehr schade fand. Das Augenmerk lag hier eher auf Kampfstrategien und -techniken. Die Charaktere gefielen mir alle richtig gut, sie wirkten auch jeder für sich äußerst authentisch. Langeweile kommt bei diesem Finale keineswegs auf. Schade, dass die Reise nun zu Ende ist. Die Vorgängerbände fand ich zwar noch einen Tick besser, aber trotzdem bekommt dieses Finale noch 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


Die Reihe

Black Blade – Das eisige Feuer von Magie
Black Blade – Das dunkle Herz der Magie
Black Blade – Die helle Flamme der Magie


Zum Autor

Jennifer Estep ist Journalistin und New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab und lebt heute in Bluff City, Tennessee. Bei Piper erschien bisher ihre All-Age-Serie um die »Mythos Academy« sowie die Urban-Fantasy-Reihe »Elemental Assassin«.


ab 14 Jahren
336 Seiten
übersetzt von Vanessa Lamatsch
ISBN 978-3-492-70357-4
Preis: 14,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

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319 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

fantasy, rebell, drachenmond, spiegel, drachenmondverlag

Rebell

Mirjam H. Hüberli
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 18.10.2016
ISBN 9783959917155
Genre: Fantasy

Rezension:

Rebell - Gläserner Zorn (Teil 1) von Mirjam H. Hüberli
erschienen bei Drachenmond

Zum Inhalt

Manche Träume entführen uns in eine Welt, die wir noch nie zuvor betreten haben.
Und obwohl sie uns fremd ist, kennt sie unsere Seele seit Hunderten von Jahren.
Mein Name ist Willow Parker. Eigentlich dachte ich immer, ich sei ein ganz normales Mädchen. Okay, nicht ganz normal, denn wer sieht schon in den Augen der andern deren eigenes Spiegelbild? Aber seit heute weiß ich nicht einmal mehr, was es bedeutet, normal zu sein…

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Willow – die Carrie Bradshaw mit den Spiegelbildern
Sam – die Samantha Jones mit der losen Klappe
Noah – der schüchterne Mr Big
Bo – der geheimnisvolle Blasse

Aber wer will denn schon normal sein?

6% des E-Books

Nach einer gefühlt unendlich langen Vorbereitungszeit kam dieses E-Book mit dem wunderschönen Cover als Vorab-Leseexemplar bei mir an. In das Cover war ich ja schon länger verliebt. Es ist aber auch einfach wunderschön und drückt das Mysteriöse an der Story perfekt aus. Spiegel sind für mich ja immer so eine Sache, aber hier steckt wenigstens keine Horror-Story dahinter… Eine direkte Verbindung vom Cover zum Inhalt gibt es übrigens noch im weiteren Story-Verlauf.

Das Buch startet mit einem emotional aufwühlenden Prolog in der dritten Person. Die restlichen Kapitel spielen vierzehn Jahre später und werden in der personalen Erzählform geschildert. Der Leser merkt auf den ersten Blick, dass Willow anders ist. Nicht gravierend und auffällig, aber doch anders. Sie sieht in den Augen ihrer Mitmenschen deren Spiegelbilder, was ja nicht wirklich normal ist. Mir gefiel die junge Frau auf Anhieb sehr gut. Aber auch ihre Freundin Sam mochte ich gerne. Sie ist nicht auf den Mund gefallen und steht jederzeit an Willows Seite.
Noah war jetzt nicht unbedingt mein Fall. Irgendwie war er mir zu wankelmütig in der Beziehung zu Willow und hat zu wenig von sich preisgegeben.
Bo kam von Anfang an sehr unheimlich rüber, was mir sehr gut gefiel. Mir lief es stellenweise eiskalt den Rücken runter, wenn er auftauchte… Ich hätte mir nur gewünscht, dass er etwas schneller zum Punkt gekommen wäre. Mein Lesevergnügen wurde dadurch aber keineswegs geschmälert.
Was ich an Mirjams Büchern immer wieder bewundere, sind ihre absolut authentischen Figuren. Sie nimmt nie „überkandidelte“ Personen, sondern einfach die Typen von nebenan und haucht ihnen Lebendigkeit ein. In den einzelnen Charakteren kann sich der Leser sehr gut wiederfinden. Jeder hat was ganz Eigenes und wirkt auch zu keiner Zeit langweilig.
Die Umgebungsbeschreibungen sind – zum Glück – nicht zu ausschweifend, man kann sich von allem ein gutes Bild machen. Das Einbringen der Romanze hat mir gut gefallen und ist dramaturgisch gut platziert.

Anders ist nicht gleich anders
48% des E-Books

Mirjam H. Hüberli hat mit ihrem Trilogie-Auftakt Rebell – Gläserner Zorn einen wunderbaren Anfang der Reihe geschaffen. Sie hat das große Talent, den Leser ganz und gar in ihre Welt abtauchen und den Alltag mal Alltag sein zu lassen. Rebell ist wieder ganz anders als all ihre vorherigen Bücher. Mirjam hat mich mehrfach überraschen können, und ich wusste nie genau, worauf die Story nun wirklich hinauslaufen soll. Trotzdem wirkten die Story und die Charaktere stimmig und authentisch. Romantik und Spannung wurden mit einer großen Prise Emotionalität in die Geschichte eingeflochten, das Buch las sich in einem Rutsch durch. Die wunderbaren selbst gezeichneten Illustrationen sind im E-Book zwar leider nicht zu finden, aber durch soziale Netzwerke hatte ich trotzdem die Möglichkeit, diese bewundern zu dürfen. Das Ende von Teil 1 beinhaltet zwar keinen fiesen Cliffhanger, aber es sind natürlich noch genug offene Fragen übrig. Wieder einmal hat mich die sympathische Autorin begeistern und mitreißen können – ich könnte noch stundenlang so weiter schwärmen! Aber da ich keinesfalls etwas von der Story verraten möchte, bleibt mir nur noch die Vergabe von 5 total zufriedenen schwarzen Katzen. Danke Mirjam!

Die Reihe

Rebell – Gläserner Zorn
Rebell – Gläserne Stille (erscheint voraussichtlich im Frühjahr 2017)
Rebell - ?




Zum Autor

Vor vielen Jahren erblickte Mirjam H. Hüberli, dicht gefolgt von ihrer Zwillingsschwester, in der schönen Schweiz das Licht der Welt. Da lebt sie auch heute noch, in luftiger Höhe zwischen grünen Wiesen und dunklen Wäldern. Erst während des Studiums zur Online-Redakteurin wurde ihr bewusst, was sie wirklich will. So beschloss sie, den Schritt aus dem stillen Schreibkämmerchen in die aktive Szene zu wagen, um das zu leben, was das Herz ihr zu flüstert: Eigene Geschichten schreiben.


260 Seiten
ISBN 978-3-95991-715-5
Preis: 12,90 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich bei Mirjam für die Bereitstellung dieses Vorab-Exemplars bedanken! Die Rebellenelfen stehen hinter dir <3


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47 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

diamantkrieger, jugendbuch, urban fantasy, fantasy

Die Diamantkrieger-Saga - La Lobas Versprechen

Bettina Belitz
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei cbt, 24.10.2016
ISBN 9783570164259
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Diamantkrieger-Saga – La Lobas Versprechen (Band 2) von Bettina Belitz
erschienen bei cbt 

Zum Inhalt

Sara kann ihr Glück kaum fassen, als Damir plötzlich in ihr Leben zurückkehrt, obwohl er doch eigentlich den Bund des Schwertes mit einer anderen eingegangen ist. Dass ihre Treffen zunächst geheim bleiben müssen, nimmt Sara in Kauf. Es ist La Loba, bei der sie sich auf eine Aufnahme in den Geheimbund der Diamantkrieger vorbereitet, die erkennt, dass hier etwas nicht stimmen kann. Sara wird auf eine schwere Probe gestellt: Welche Rolle kann und will Damir in Zukunft in ihrem Leben spielen? Und ist sie in der Lage, ihre dunkle Vergangenheit hinter sich zu lassen?
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Da es sich bereits um den 2. Teil der Reihe handelt, weise ich auf eine gewisse SPOILERGEFAHR hin!

In dem Sekundenbruchteil, in dem eine unfassbar machtvolle Kraft durch die dichten Schleier meines Tiefschlafs drang und mir befahl, meine Augen zu öffnen, war ich bereits hellwach.
Seite 7

Allein dieser erste Satz sorgte schon bei mir für Gänsehaut und ich war schwer begeistert! Das ergeht mir sonst eigentlich nie so. Obwohl gerade die ersten Sätze eines Buches sehr wichtig und entscheidend sind, ob es ein Treffer oder ein Flop sein wird. Ich war also sofort wieder in dem sagenhaften Schreibstil von Bettina Belitz gefangen. Dieser zweite Teil wird abermals in der ersten Person geschildert, was den Leser ja bekanntlich noch näher am Schicksal seiner Protagonisten teilhaben lässt. Der Einstieg wurde mir sehr leicht gemacht, da die Autorin stets kleine Rückblicke mit in die Story einfließen ließ. Wie man sich beim ersten Satz schon denken kann, gibt es noch weitere poetische Ergüsse innerhalb der Geschichte. Die Beschreibung eines Sonnenaufgangs gehört zum Beispiel auch dazu. Trotzdem ist dieses Buch ganz anders als Band 1. Die brutalen Szenen wurden hier (zum Glück!!!) ganz weggelassen und es geht mehr in die esoterische Ecke. Das erwartet man anhand des Klappentextes nun nicht wirklich, gefiel mir persönlich aber sehr gut! Ist sicherlich nicht jedermanns Sache und irritiert vielleicht auch teilweise. Doch mir hat dieser Mittelband ganz klar gezeigt, wie wandelbar die sympathische Autorin sein kann.
Sara hat ihre Verwandlung nun durchlebt, muss sich aber weiteren Prüfungen bei und durch La Loba unterziehen, um ihr Glück zu finden. Dieser Part ist sehr umfangreich angelegt. Sara muss ihren eigenen Weg finden und hat eine lange und teilweise auch beschwerliche Reise vor sich. Anfangs wird sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, die eine Welle aus Schmerz, Trauer und auch Selbstmitleid auslöst. Die junge Frau wird quasi davon überrollt. Diesen emotionalen Moment erlebt der Leser hautnah mit und leidet ebenso. Doch Sara ist stark und steht auch nach dem schlimmsten Tiefschlag wieder auf!

Aber mein Herz hatte sein Vertrauen verloren.
Seite 67

Sara muss gegen ihre Sucht des Stehlens vehement kämpfen, was nicht immer einfach ist. Doch der Weg, den Bettina Belitz für ihre sympathische Protagonistin gewählt hat, gefiel mir sehr gut. Hier wird dem Leser keine rasende Action mit unendlichen Schwertkämpfen vermittelt, stattdessen hat man ein eher ruhiges Buch vor sich. Ein Buch, das mich nach gut 100 Seiten schon zum Nachdenken angeregt hat. Und ich bin nun bestimmt kein Mensch, der sich schon immer mit Esoterik beschäftigt hat! Neben diesem Kernpunkt findet der Leser aber auch einen unterschwelligen Humor in der Story, der schon fast an Sarkasmus grenzt. Alte Bekannte sind ebenfalls wieder präsent, so wie der gute Herr Goldwasser. Er hat mir im ersten Teil schon sehr gut gefallen – hier war es nicht anders.
Damir hat wieder eine verhältnismäßig kleine Rolle, was ich aber nicht bedauerlich fand. Es passte einfach zur kreierten Geschichte. Eine ausschweifende Liebesgeschichte wäre zu diesem Zeitpunkt fehl am Platze gewesen. Sein Auftritt lässt auch wieder mit Spannung auf sich warten :)

Unsere Seelen waren miteinander verbunden, jenseits von Vernunft, Zeit und Raum.
Seite 132

Das Verhältnis zwischen La Loba und Sara fand ich sehr interessant. Die beiden verbindet etwas ganz Besonderes. Es tat gut zu lesen, wie sich La Loba für Sara einbringt. Man hat zwar das Gefühl, dass sie die junge Frau auf eine gewisse Art und Weise erziehen möchte, aber tatsächlich steckt viel mehr dahinter.
Eine auf den ersten Blick unbedeutende Kleinigkeit aus dem Vorgänger wurde hier wieder aufgegriffen und erklärt. Gefiel mir richtig gut.

Es war so einfach…und kostete solchen Mut.
Seite 208

Bettina Belitz konnte mich mit Die Diamantkrieger-Saga – La Lobas Versprechen auf ganzer Linie überraschen und vor allem überzeugen. Die Charaktere waren mir schon im ersten Teil sehr ans Herz gewachsen und ein Wiedersehen mit ihnen tat mir richtig gut. Ich empfinde die Bücher der Autorin als frei interpretierbar – jeder könnte sich in ihren Geschichten selbst wiederfinden. Auch hier kommt dies durch den ausgeprägten esoterischen Touch besonders gut zur Geltung. Ist sicherlich nicht für jeden das Richtige, aber meinen persönlichen Nerv hat es auf jeden Fall getroffen! Man muss sich darauf einlassen und sich auf gewisse Art und Weise berieseln lassen. Dieser Mittelband hat trotzdem wieder etwas ganz Eigenes, fast schon Magisches an sich. Die dargestellte Verbindung zur Unterwelt und ihren Kreaturen wurde hier zwar nur kurz angerissen, versetzte mich aber sofort wieder in die Story von Band 1 zurück. Für mich ein sehr intensives Buch mit einem erschütternden Ende, das sich 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen vollkommen verdient hat. Ich bin wahnsinnig auf das Finale gespannt!


Die Reihe

Die Diamantkrieger-Saga – Damirs Schwur 
Die Diamantkrieger-Saga – La Lobas Versprechen
?

Zum Autor

Bettina Belitz, geboren 1973 in Heidelberg, verliebte sich schon früh in die Magie der Buchstaben. Lesen allein genügte ihr bald nicht mehr – nein, es mussten eigene Geschichten aufs Papier fließen. Nach dem Studium arbeitete Bettina Belitz als Journalistin, bis sie ihre Leidenschaft aus Jugendtagen zum Beruf machte. Heute lebt sie umgeben von Pferden, Schafen, Katzen und Hühnern in einem 400-Seelen-Dorf im Westerwald und lässt sich von der Natur und dem Wetter zu ihren Romanen inspirieren.

Mehr Infos zu den Büchern von Bettina Belitz unter:
www.bettina-belitz.de


ab 14 Jahren
464 Seiten
ISBN 978-3-570-16425-9
Preis: 17,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

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63 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

the evil me, stefanie hasse, dystopie, evil me, zukunft

The Evil Me

Stefanie Hasse
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 06.10.2016
ISBN 9783646602289
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

The Evil Me von Stefanie Hasse
erschienen bei Impress

Zum Inhalt

*Du kennst niemanden weniger als dich selbst…*
Eine bessere Welt, ein erweiterter Horizont, grenzenloses Wissen und die ununterbrochene Möglichkeit, mit jedem und allen in Verbindung zu treten – das und noch viel mehr verspricht die Koryphäe Zukunft, der MindLog. Monica wartet gefühlt schon ihr ganzes Leben darauf, endlich den Chip eingepflanzt zu bekommen. Fast alle in ihrem Freundeskreis haben ihn bereits und der Graben zwischen ihnen wird immer tiefer. Als es zu ihrem achtzehnten Geburtstag endlich dazu kommt, ist die Erfahrung überwältigend. Doch dann beginnen ihre Freunde sich zu verändern. Auf Blackouts folgen unheimliche Identitätsstörungen und böse Taten. Was ist nur mit ihren Freunden los? Und was geschieht mit ihr, wenn sie selbst das Bewusstsein verliert…?

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Ich war sehr gespannt auf dieses Buch von Stefanie Hasse, da es doch etwas ganz Anderes ist, als ihre vorherigen Bücher. Das Cover ist auf jeden Fall schon sehr auffallend – knallige Farben und ein großes Mädchenporträt ziehen den potentiellen Leser sofort in ihren Bann.
Die Story wird größtenteils in der dritten Person geschildert. Es werden immer wieder einige Kapitel in der personalen Erzählform eingestreut, was zum Rätseln einlädt. Durch diese Kapitel wird schnell klar, wie sie mit dem Rest der Geschichte der zusammenhängen. Doch das Warum und was letztendlich wirklich dahintersteckt, ist natürlich bis zum Schluss unklar.
Technologie wird in diesem Buch großgeschrieben, und bei den meisten Sachen kam ich auch gut mit. Zum Ende hin war es mir persönlich etwas zu viel und zu detailliert. Die Idee hinter der Story fand ich sehr interessant. Ich habe jedes Kapitel mit Spannung verfolgt. In der Welt von Monica zu leben, wäre nichts für mich. Wenn das normale Leben weitgehend von modernster Technik gesteuert wird, droht da nicht automatisch der Kontrollverlust? Ein wirklich beängstigendes Zukunftsszenario...
Ich habe natürlich immer mitgerätselt, was wohl hinter diesen erschreckenden Blackouts der Protagonisten steckt. Sind tatsächlich Drogen dafür verantwortlich oder ist die Antwort gar nicht so einfach? Monicas Leben geht innerhalb weniger Stunden den Bach runter. Ich konnte ihre Verzweiflung teilweise hautnah spüren.

Stefanie Hasse hat mit The Evil Me eine ganz andere Seite ihres Könnens gezeigt. Hier geht es mal nicht um Liebesgeschichten vermischt mit Fantasy-Elementen. Dieser Genrewechsel gefiel mir sehr gut. Ich hatte das Buch innerhalb weniger Stunden ausgelesen. Die Charaktere hätten allerdings etwas mehr Tiefe vertragen können. Es gibt zwar eine „Vorstellungsrunde“ von Monica und ihrer Clique am Buchanfang, aber da prasselten die verschiedenen Infos einfach zu schnell auf mich ein. Der Schreibstil gefiel mir richtig gut. Ich empfand ihn als sehr gereift. Die Auflösung überraschte mich total, damit hatte ich keinesfalls gerechnet. Für diesen gelungenen Genrewechsel vergebe ich sehr zufriedene 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


Zum Autor

Stefanie Hasse lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen im Süden Deutschlands. Als Buchbloggerin taucht sie stets in fremde Welten ein und lässt ihrer eigenen Kreativität in ihren Romanen freien Lauf. Ihre zwei fantasybegeisterten Kinder machen ihr immer wieder aufs Neue deutlich, wie viel Magie es doch im Alltag gibt und dass mit einem kleinen Zauber so vieles einfacher geht.



ab 14 Jahren
340 Seiten
ISBN 978-3-646-60228-9
Preis: 3,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

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116 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

liebe, mina, malen, herzseilakt, freundschaft

HerzSeilAkt

Mirjam H. Hüberli
Flexibler Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 01.08.2016
ISBN 9783959917131
Genre: Liebesromane

Rezension:

HerzSeilAkt: Samtküsse unter den Sternen von Mirjam H. Hüberli
erschienen bei Drachenmond

Zum Inhalt

Der großen Liebe hat Mina längst abgeschworen, auch wenn ihr Horoskop etwas anderes prophezeit, alleine ist sie besser dran, dessen ist sie sich sicher. Ihr Leben ist eh schon chaotisch genug, da braucht sie nicht auch noch einen Mann, der mit ihrem Herzen spielt.
Doch gerade, als sie sowieso schon genug mit ihrer kranken Mutter, den Freundinnen und ihrem Buchclub zu tun hat, kommt ihr das Schicksal in Form von Frederic in die Quere, der ihr unverhofft vor die Füße fällt. Nicht nur ihre Gefühle, sondern auch ihr Leben werden ordentlich durcheinandergewirbelt und obwohl er genauso schnell verschwindet, wie er in ihr Leben tritt, hinterlässt er ein merkwürdiges Kribbeln in ihrem Herzen.

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Ich bin ein großer Fan von Mirjam Hüberlis Büchern. Doch dieses hatte ich erst gar nicht so auf meiner Liste, da es sich um einen Liebesroman handelt. Nun habe ich es durch Zufall doch gelesen und muss sagen, es war ein großer Fehler, es nicht eher getan zu haben! Ich wurde ein weiteres Mal überzeugt und kann dieses Buch nur empfehlen.

Mit Mina, 33 Jahre alt, Bauchmensch und absolute Chaotin, hat die Autorin wieder einmal eine äußerst sympathische Protagonistin erschaffen. Sie eroberte mein Herz im Sturm – genau wie schon die ersten Seiten des Buches.
Frederic fällt Mina sozusagen vor die Füße und lässt ihr ab sofort keine ruhige Minute mehr. Auch er wirkte auf mich sympathisch und authentisch.
Minas Freundinnen und ihr Buchclub sind einfach toll und stehen der jungen Frau stets zur Seite. Solche Freundinnen wünscht man sich fürs Leben…
Jedes Kapitel startet mit einem Tageshoroskop von #MissStarlet, was mir sehr gut gefiel. Außerdem gibt es ebenfalls vor jedem Kapitel eine Illustration, die eigens aus der Feder von Mirjam Hüberli stammt.

Ich möchte zur Geschichte gar nichts mehr verraten, sondern dieses Buch einfach nur jedem ans Herz legen. Es ist keine typische Liebesgeschichte, die vielleicht vor Kitsch und Romantik nur so strotzt – nein, HerzSeilAkt ist definitiv anders. Ich war von der ersten Seite an gefesselt und hatte das Buch in kürzester Zeit durch. Durch den personalen Erzählstil ist der Leser ganz nah an Protagonistin Mina dran und durchlebt mit ihr nicht nur gute Tage. Vor allem die emotionalen Momente ließen sich von mir nur unter Tränen lesen… Einige Offenbarungen waren für mich zwar offensichtlich, aber das tat meiner Lesefreude keinen Abbruch. Mirjam H. Hüberli hat es wieder einmal geschafft, mich mit ihrem angenehmen Schreibstil, mit Charme, Humor und Emotionalität zu begeistern. Ihre selbst kreierten Illustrationen waren noch das Sahnehäubchen! Ich bin froh, dieses Buch gelesen zu haben und vergebe 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen.



Zum Autor

Vor vielen Jahren erblickte Mirjam H. Hüberli, dicht gefolgt von ihrer Zwillingsschwester, in der schönen Schweiz das Licht der Welt. Da lebt sie auch heute noch, in luftiger Höhe zwischen grünen Wiesen und dunklen Wäldern. Erst während des Studiums zur Online-Redakteurin wurde ihr bewusst, was sie wirklich will. So beschloss sie, den Schritt aus dem stillen Schreibkämmerchen in die aktive Szene zu wagen, um das zu leben, was das Herz ihr zu flüstert: Eigene Geschichten schreiben.



290 Seiten
ISBN 978-3-95991-713-1
Preis: 12,90 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich bei Mirjam und Sarah Nisse für das Gewinnspiel und die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!


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71 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

geister, friedhof, grusel, edinburgh, janine wilk

Seelenlos - Fluch der Rauhnächte

Janine Wilk
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 20.09.2016
ISBN 9783522504676
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Seelenlos – Fluch der Rauhnächte von Janine Wilk
erschienen bei Planet!

Zum Inhalt

Nebel wabert über die Grabsteine des Greyfriars Graveyard und außer Lucy hält sich zu dieser nachtschlafenden Zeit niemand mehr auf dem Friedhof auf – eigentlich nichts Besonderes, schließlich wohnt sie hier. Auch an die Geistererscheinungen, die jeden ihrer Schritte zu beobachten scheinen, hat sie sich längst gewöhnt. Als sich jedoch merkwürdige Geistervorfälle häufen und sogar Besucher attackiert werden, wird es selbst Lucy mulmig zumute. Irgendetwas oder irgendjemand scheint auf dem Friedhof sein Unwesen zu treiben. Zusammen mit ihrer besten Freundin Amelia folgt Lucy einer unheimlichen Spur, und was sie dabei herausfinden, lässt ihnen das Blut in den Adern gefrieren …
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Dieses Buch sprach mich gleich auf den ersten Blick an, und im Herbst mag ich gerne mal etwas Gruseliges lesen. Ob es auch gruselig genug war? Lest selbst:

Lucy ist 13 Jahre alt, die Tochter des Friedhofswärters und wohnt mit ihm auf dem Friedhof. Als wäre dies nicht schon merkwürdig genug, hat das Mädchen auch noch farblose Augen, worauf sie ständig angesprochen wird. Mir gefiel Lucy sehr gut. Sie ist nicht auf den Mund gefallen, clever und mutig. Wer wirkt in dem Alter schon zu nachtschlafender Zeit an einer Art „Geistershow“ auf dem Friedhof mit?
Ihre Freundin Amelia ist ebenfalls ein toller Charakter. Das besondere an ihr ist die Sucht nach Schoko-Toffees und ihr außergewöhnlicher Kleidungsstil. Die beiden Mädchen verbindet seit Jahren eine tiefe Freundschaft, was die Autorin sehr gut zum Ausdruck gebracht hat.
Die Story wird in der dritten Person erzählt und hat mit dem Setting in Schottland mal etwas Anderes in ein Jugendbuch gebracht. Mir gefiel es sehr gut, da die Landschaftsbeschreibungen für meinen Geschmack ausführlich genug waren.
Die beiden Mädchen begeben sich auf Geisterjagd – ein Thema, das schon diverse Male in schriftstellerischer Form verewigt worden ist. Doch Janine Wilk hat mit ihrer Geschichte die nötige Tiefe in verschiedenen Bereichen dargestellt. Die Kälte im Winter konnte ich durch die Seiten hindurch spüren, die Figuren agierten logisch und authentisch. Gruselige Stellen kamen äußerst gruselig rüber – ich erwähne da gerne nur einen Fernseher, der plötzlich nicht so funktioniert wie eigentlich gedacht… Bei solchen Szenen bekomme ich schon automatisch eine Gänsehaut! Das Aussehen einer bestimmten „Geistersorte“ fand ich sehr detailliert und für die angegebene Altersempfehlung ein Stück weit zu heftig. Mein Sohn wäre an dieser Stelle wohl aus dem Raum geflüchtet…

„Namen sind wichtig, Lucy. Am Ende ist das alles, was von uns übrigbleibt: unser Name und ein paar flüchtige Erinnerungen.“
8% des E-Books

Janine Wilk hat mit Seelenlos – Fluch der Rauhnächte ein wirklich spannendes und auch gruseliges Kinderbuch geschrieben, das mich komplett überzeugen konnte. Die Altersempfehlung hätte ich persönlich allerdings etwas heraufgesetzt. In diesem Buch geht es nicht nur um die Geisterjagd, sondern auch ernstere Themen, mit denen man sich oft viel zu wenig beschäftigt. Es geht um Freundschaft, Verlust und auch Trauer. Um Aufopferung und das Auseinandersetzen mit dem Tod. Die Story ist sowohl zum Schmunzeln, als auch zum Nachdenken gedacht. Diese verschiedenen Komponenten hat die Autorin wunderbar miteinander verschmelzen lassen. Ebenso das Einbringen von geschichtlichen Fakten hat mir gut gefallen. Auf einige Dinge kommt die Autorin auch noch in ihrem Nachwort zu sprechen. Das Ende lässt durchaus noch Spielraum für eine Fortsetzung, die ich gerne lesen würde. Von mir bekommt dieses Buch 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

„Der Tod ist nicht der Untergang, der alles aufhebt und zerstört, sondern eine Wanderung und der Beginn eines anderen Lebens, welches ein Ende nicht hat.“
Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.), römischer Redner und Staatsmann

45% des E-Books



Zum Autor

Janine Wilk wurde am 07.07.1977 als einziges Kind eines Musikers und einer Malerin in Mühlacker geboren. Schon von Kindesbeinen an war die Literatur sehr wichtig für sie, mit elf Jahren schrieb sie ihre ersten Geschichten. Bis zum Abitur stand jedoch die Musik für sie im Vordergrund: Mit sechs Jahren fing sie an Klavier zu spielen, sie war auf einem musischen Gymnasium, belegte den Musik-Leistungskurs und arbeitete bis 2010 als Klavierlehrerin. Mit Anfang zwanzig wurde das Schreiben jedoch immer wichtiger für sie und sie fing mit der Arbeit an ihrem ersten Buch an. Schon bald folgten die ersten Veröffentlichungen im Bereich Lyrik und Kurzprosa. Mittlerweile schreibt sie sowohl spannende Kinder - und Jugendbücher, als auch unterhaltsame Erwachsenenromane unter Pseudonym. Zurzeit lebt Janine Wilk mit ihrem Mann, ihren zwei Kindern, Hund und Katze in der Nähe von Heilbronn.


ab 11 Jahren
368 Seiten
ISBN 978-3-522-50467-6
Preis: 14,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars über NetGalley bedanken!


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(51)

191 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

jugendbuch, liebe, fantasy, wurmloch, parallelwelt

Gefangen zwischen den Welten

Sara Oliver
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 24.08.2016
ISBN 9783473401444
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Gefangen zwischen den Welten von Sara Oliver
erschienen bei Ravensburger

Zum Inhalt

Ve und Nicky gleichen sich bis aufs Haar. Doch Ve und Nicky sind keine Zwillingsschwestern. Zwischen ihnen liegen sprichwörtlich Welten! Eine mysteriöse Apparatur hat Ve in ein Paralleluniversum katapultiert - mitten hinein in das Leben ihrer Doppelgängerin. Um in ihre eigene Welt zurückkehren zu können, muss Ve sich mit Nicky verbünden, mutiger sein, als sie es jemals zu träumen wagte, und eine große Liebe opfern ...
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Der Klappentext hat mich sofort angesprochen, und ich hatte das große Glück, an einer Leserunde bei Lovelybooks dabei sein zu dürfen. Auch das Buchcover ist wunderschön gestaltet. Auch ohne Schutzumschlag wirkt das Buch richtig toll. Leider entpuppte es sich aber als eine kleine Mogelpackung – das Paralleluniversum-Phänomen wurde nach relativ kurzer Zeit an den Rand gedrängt. Stattdessen erhält der Leser eine Story, die sich mit Firmenpolitik auseinandersetzt. Das hat mir nicht wirklich gefallen.
Die ersten 150 Seiten waren noch wirklich gut, mysteriös und auch spannend angelegt, aber dann kristallisierten sich immer mehr kleine Ungereimtheiten und übertriebenes Gehabe der Charaktere heraus. Auf die Story möchte ich wegen der Spoiler-Gefahr gar nicht weiter eingehen, aber gerade Protagonistin Ve verhält sich nicht sehr authentisch. Sie ist viel zu emotionslos, beinahe kaltherzig, nimmt Umstände erstaunlich locker hin und reitet nicht nur sich mit ihrem unüberlegten Verhalten in Schwierigkeiten. Dazu verlaufen auch noch viele Dialoge merkwürdig. Mitten im Gespräch macht sich Ve ohne Hinweis für die anderen Beteiligten aus dem Staub. Sie handelt oft einfach nur kopflos, was der Geschichte die Glaubwürdigkeit genommen hat.

Sara Oliver konnte mich mit ihrem Trilogie-Auftakt Gefangen zwischen den Welten nicht richtig überzeugen. Die ersten Seiten waren wirklich toll. Dank des flüssigen Schreibstils war ich innerhalb kürzester Zeit mit den einzelnen Abschnitten durch. Doch die Charaktere hatten leider keinerlei Tiefe, agierten stellenweise viel zu übertrieben und das Phänomen einer oder mehrerer Parallelwelten geriet viel zu schnell in den Hintergrund. Dafür erhält der Leser einen Einblick in die Firmenpolitik eines großen Konzerns. Dies ist zwar für die Story nicht unerheblich, aber doch mit der Zeit ziemlich langatmig. Insofern finde ich den Klappentext sehr irreführend. Das Ende hinterlässt zwar noch einige offene Fragen, aber nachdem nicht einmal die Protagonisten an einer Aufklärung wirklich interessiert sind, werde ich es wohl auch nicht mehr sein. Von mir gibt es leider nur 2 von 5 möglichen schwarzen Katzen.



Die Reihe

Gefangen zwischen den Welten
Verloren zwischen den Welten (erscheint voraussichtlich im März 2017)


Zum Autor

Zu der "Zwischen den Welten"-Trilogie wurde Sara Oliver durch ihre eigene Geschichte inspiriert. Sie hat nämlich eine echte Doppelgängerin – eine Zwillingsschwester – mit der sie in einem kleinen Dorf in Süddeutschland aufgewachsen ist. Auch heute werden sie und ihre Schwester oft miteinander verwechselt. Sara Oliver wohnt mit ihrem Mann in Düsseldorf.


ab 14 Jahren
416 Seiten
ISBN 978-3-473-40144-4
Preis: 16,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag und Lovelybooks für die Bereitstellung dieses Exemplars und die interessante Leserunde bedanken!

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60 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

tod, jugendbuch, familie, liebe, hamburg

Für dich soll's tausend Tode regnen

Anna Pfeffer
E-Buch Text: 320 Seiten
Erschienen bei cbj, 12.09.2016
ISBN 9783641156978
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Für dich soll´s tausend Tode regnen von Anna Pfeffer
erschienen bei cbj

Zum Inhalt

Wer Emi auf die Nerven geht, dem verpasst sie in Gedanken eine Todesart. Und seit dem Umzug weiß sie nicht, wer mehr nervt: die Neue ihres Vaters, die sich ernsthaft in der Mutterrolle sieht, ihr Strahlemann von Bruder, der das auch noch gut findet (stirbt bestimmt mal, weil er auf seiner Schleimspur ausrutscht), oder Erik, Alphatier an ihrer neuen Schule, der einen auf cool macht und sie ständig provoziert (stirbt garantiert an einem Hirntumor wegen übermäßigen Handykonsums). Als sie sich in Chemie mit Alpha-Erik anlegt, kracht es wortwörtlich zwischen den beiden. Die Strafe dafür sind acht Samstage Graffiti schrubben. Mit Erik! Kann das Leben noch beschissener sein? Um aus der Nummer rauszukommen, schlägt Emi einen Wettstreit vor. Doch Erik ist nicht kleinzukriegen. Emi wünscht ihm tausend Tode an den Hals, bis sie merkt, dass es gar nicht so nervig ist, Zeit mit Erik zu verbringen …
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Das Cover ist ein Traum! Es ist bunt gestaltet und beinhaltet viele Kleinigkeiten, die es zu entdecken gilt. Der Buchschnitt ist grau gehalten, die einzelnen Seiten haben etwas von einer Traueranzeige. Man sieht schon hier ganz deutlich, dass der Tod dein ständiger Begleiter ist… Die Story ist in der ersten Person geschrieben und hat sich dadurch schon einen Pluspunkt bei mir erarbeitet ;)
Emi ist die Neue an der Schule und hat es nicht leicht. Dies liegt aber nicht nur allein an ihren Mitschülern, denn auch der Teenager steht ihrem neuen Leben nicht gerade positiv gegenüber. Das Wort „beschissen“ fällt zum Beispiel auf den ersten Seiten sehr oft. Emi macht sich ungewöhnlich viele Gedanken über den Tod anderer Leute und beschäftigt sich auch intensiv mit diesem Thema, was auf mich stellenweise schon ziemlich makaber wirkte. Doch damit nicht genug: sie besitzt außerdem ein ominöses schwarzes Buch, in das sie keine bunten Zeichnungen malt…
Ihr zwei Jahre älterer Bruder Oliver ist da doch etwas positiver gestimmt und macht das beste aus der neuen Situation. Klar, dass die beiden nicht unbedingt die besten Freunde sind ;)
Toni ist Emis einziger Kontakt in der Schule. Die ziemlich kleine Japanerin redet ohne Luft zu holen und machte auf mich einen sympathischen Eindruck.
Erik ist natürlich der „Böse“ in dieser Geschichte. Seine erste Begegnung mit Emi ufert in einen verbalen Schlagabtausch aus, der mich stellenweise sehr grinsen ließ.

Das Autorenduo hinter dem Pseudonym Anna Pfeffer konnte mich mit ihrem Jugendroman Für dich soll´s tausend Tode regnen gut unterhalten. Die Sprache ist sehr jugendlich gehalten, was für die angegebene Altersempfehlung äußerst passend gewählt wurde. Aber auch mir als etwas älterem Leser gefiel der Schreibstil gut. Es wirkte zu keiner Zeit übertrieben oder gestelzt. Etwas langatmig empfand ich die Challenges, die sich Emi und Erik immer wieder gegenseitig stellten. Doch die feinen Nuancen zwischen den Zeilen und die daraus resultierende Message gefielen mir umso besser. Wer auf schwarzen Humor steht, ist hier genau an der richtigen Adresse. Das Ende des Buches ist äußerst passend und stimmig. Ich vergebe 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


Zum Autor

Ulrike Mayrhofer und Carmen Schmit, die beiden Autorinnen hinter dem Pseudonym Anna Pfeffer, sind seit ihrer gemeinsamen Schulzeit in Wien befreundet. Schon damals entwarfen sie Geschichten, die aus Lehrern paranoide Agenten und aus Mitschülern tragische Helden machten. Heute leben sie in Hamburg und Wien, sind zusammen 71 Jahre alt, haben zwei Männer, sechs Kinder und einen Hund und schreiben noch immer zusammen. „Für dich soll’s tausend Tode regnen“ ist ihr erster Jugendroman.


ab 12 Jahren
320 Seiten
ISBN 978-3-570-17155-4
Preis: 14,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!


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145 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

heidrun wagner, jugendbuch, erinnerung, spannung, amnesie

Wenn du vergisst

Heidrun Wagner , Miri D'Oro
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Oetinger 34 ein Imprint von Verlag Friedrich Oetinger, 22.08.2016
ISBN 9783958820289
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wenn du vergisst von Heidrun Wagner
erschienen bei Oetinger34

Zum Inhalt

Stell dir vor, du wachst auf und weißt nicht mehr, wer du bist.
Stell dir vor, deine Zeichnungen zeigen Erinnerungssplitter voller Schmerz und Dunkelheit.
Stell dir vor, du hast ein Geheimnis, das dein ganzes Leben zerstört hat.
Stell dir vor, du könntest mit jemandem noch einmal neu anfangen.
Würdest du dich erinnern wollen?

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Schon vor der Leserunde hatte ich das Buch einige Male in der Hand und war auf Grund der Illustrationen fasziniert. Wie froh war ich nun, es endlich lesen zu können!
Die Story wird in der ersten Person erzählt und bringt dem Leser die Situation unserer Protagonistin sehr nahe. Anfangs hatte ich ein paar Schwierigkeiten mit dem etwas abgehackten Schreibstil. Doch so werden die doch leicht wirren Gedankengänge des hilflosen Mädchens authentisch dem Leser übermittelt. Nach ein paar Seiten konnte ich auch wesentlich flüssiger lesen. Die wirklich tollen und einzigartigen Illustrationen brachten mich erst auch etwas aus dem Konzept, weil ich mich schwer auf Text und Zeichnung konzentrieren konnte. Der Leser hat durch die Kombination sehr viel auf einer Doppelseite zu entdecken, da muss man sich erst einmal ein gewisses „Lesesystem“ überlegen, damit auch nichts verloren geht. Teilweise geht der Text auch in eine Zeichnung über oder ist eingearbeitet worden, was mir ebenfalls sehr gut gefiel.
Das Mädchen, das unter Amnesie leidet – ein Name ist natürlich nicht bekannt –, machte auf mich einen sehr authentischen Eindruck. Man merkt sofort, dass sie ihren Gedächtnisverlust nicht vortäuscht, sondern wirklich gar nichts mehr weiß. Eine absolut schreckliche Vorstellung, wie ich finde. Sicherlich kennt jeder von uns das Gefühl, dass man einige Dinge in seinem Leben sehr gerne vergessen möchte, aber so unfreiwillig? Und nicht einmal den eigenen Namen zu wissen oder irgendetwas zu erkennen? Die zusätzliche Angst, sich morgen unter Umständen nicht einmal mehr an heute zu erinnern, war ebenfalls nachvollziehbar. Das Vertrauen zu anderen Menschen in dieser Situation aufzubauen, ist sicherlich sehr schwierig. Wenn man nichts von der Welt und seinem bisherigen Leben weiß, wie soll man denn da Gut von Böse unterscheiden können?

„Es kann auch Vorteile haben, alles zu vergessen“, unterbricht er meine Gedanken und schaut an mir vorbei in Richtung Klinik.
Seite 49

Elias und Niklas sind die beiden Männer an der Seite unserer Protagonistin. Einer hat sie in diesem desolaten Zustand gefunden, der andere kümmert sich im Krankenhaus um sie. Mir persönlich hat Niklas besser gefallen, weil er nicht so undurchsichtig wie Elias war. Außerdem fand ich ihn auch ehrlicher – mehr Details werde ich an dieser Stelle allerdings nicht verraten.

What you see ist what you get.
Seite 195

Natürlich gibt es mit der Zeit auch erste Erinnerungsschnipsel, die nicht nur das Mädchen rätseln lassen. Im weiteren Story-Verlauf werden eine Menge Fragen aufgeworfen, die selbstverständlich in diesem ersten Teil noch gar nicht richtig beantwortet werden. Für mich gab es eine unerwartete Wendung, die wieder einmal alles auf den Kopf stellte und noch mehr Fragen aufwarf… Das Ende ist ein krasser Cliffhanger, der ein Warten auf Band 2 sehr schwer macht!

Heidrun Wagner konnte mich mit ihrem Auftaktband Wenn du vergisst fast zu 100% überzeugen. Der Anfang fiel mir etwas schwer, ich musste mich wirklich intensiv in die Geschichte reinlesen, damit ich nichts verpasse. Das Zusammenspiel von Autorin und Illustratorin ist einfach nur genial! Die beeindruckenden Zeichnungen spiegeln fast immer das Erlebte perfekt wider. Man merkt deutlich, dass sich Miri D´Oro mit der Story beschäftigt, sich in sie hineinversetzt und nicht nur ihren Teil „abgeliefert“ hat. Die Liebesgeschichte, die sich anbahnt, ging mir allerdings viel zu schnell und wirkte etwas konstruiert. Mit diesem Buch hat der Leser etwas ganz Besonderes in der Hand – ich kann es nur empfehlen! Für diesen tollen Anfang der Trilogie gibt es sehr zufriedene 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

„Meinst du, wir sind mehr als die Summe unserer Erinnerungen?“, frage ich.
Seite 202


Die Reihe

Wenn du vergisst
Brennt die Schuld (erscheint voraussichtlich im Oktober 2016)
In deinem Herz (erscheint voraussichtlich im Januar 2017)


Zum Autor

Heidrun Wagner lebt mit ihrer Familie in Freiburg. Beruflich sucht sie mit Menschen, deren Leben ins Wanken geraten ist, nach neuen Wegen. Diese Einblicke in andere Lebensgeschichten sind sicher ein Grund, warum sie schreibt.
Bisher wurden von ihr Kurzgeschichten in verschiedenen Anthologien veröffentlicht. Ihre Kurzgeschichte „Das Porträt“ kam auf die Shortlist des Walter Kempowski Literaturpreises 2013. Ausführliche Informationen über ihr schriftstellerisches Schaffen finden sich auf ihrem Blog: heidrunsfeder.blogspot.com


ab 14 Jahren
240 Seiten
Illustrationen von Miri D´Oro
ISBN 978-3-95882-028-9
Preis: 9,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag und Was liest du? für die Bereitstellung dieses Exemplars und die interessante Leserunde bedanken!

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(88)

185 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

demon road, derek landy, vampire, dämonen, roadtrip

Demon Road - Hölle und Highway

Derek Landy , Ursula Höfker
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Loewe, 19.09.2016
ISBN 9783785585085
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Demon Road – Hölle und Highway von Derek Landy
erschienen bei Loewe

Zum Inhalt

Wenn ihr glaubt, eure Eltern wären schwierig, dann solltet ihr euch mal mit Amber unterhalten!

Amber Lamont ist gerade 16 Jahre alt, als sie feststellen muss, dass ihre eigenen Eltern sie gerne zum Abendessen verspeisen möchten. Nur so könnten sie ihre Kräfte wieder aufladen. Alles klar: Ambers Eltern sind waschechte Dämonen.
Seitdem ist Amber auf der Flucht. Quer durch die USA ist sie auf der Demon Road unterwegs, einem magischen Straßennetz, das unheimliche Orte und schauerlichste Wesen miteinander verbindet. Sie trifft auf Vampire, Hexen und untote Serienkiller und erfährt nach und nach, was für teuflische Fähigkeiten in ihr stecken ...

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Ich habe von Derek Landy bereits einige Teile seiner Skulduggery Pleasant- Reihe gelesen und war gespannt, was er dieses Mal für uns Leser bereithält. Die ersten Seiten der Leseprobe konnten mich auch sofort überzeugen und ich freute mich sehr auf die höllische Geschichte, die nun vor mir lag. Auch das Cover finde ich gut, es ist ein richtiger Eye-Catcher.
Die Story wird in der dritten Person erzählt und stellt dem Leser gleich Protagonistin Amber vor. Das Mädchen gefiel mir recht gut, ein typischer Teenager eben.
Ambers Eltern sind nicht nur merkwürdig, sie sind regelrecht skurril. Solche Eltern sind wahrscheinlich nicht gerade wünschenswert, wenn man sich den Inhalt des Klappentextes ansieht… Und so kam es dann auch immer wieder vor, dass das Töten und Verspeisen der eigenen Kinder in den Raum geworfen wurde. Anfangs kann man die Situation ja vielleicht noch mit Humor nehmen, aber irgendwann fand ich diesen Aspekt gar nicht mehr witzig. Eher absurd und ziemlich abstoßend. Überhaupt wird mit blutigen Details in diesem Buch nicht gespart, was mir absolut nicht gefiel. Passt für mich auch nicht zu der empfohlenen Altersfreigabe.

Derek Landy konnte mich mit seinem höllischen Auftaktband leider nicht wirklich überzeugen. Sowohl der Schreibstil als auch der gelegentlich vorkommende Sarkasmus sind wieder einmal grandios. Die blutigen Details und die doch recht kranke Idee mit dem Verspeisen der eigenen Kinder geraten eher etwas zu absurd. Außerdem fehlte mir manchmal die Logik für das Geschehene und die Dialoge. Ein roter Faden war stellenweise schwer erkennbar. Außer, es handelte sich um diverse Blutspuren ;) Die Reihe mit dem skelettartigen Detektiv hat mir im Gegensatz hierzu wesentlich besser gefallen, obwohl dort einige Szenen auch etwas brutaler sind. Für Demon Road – Hölle und Highway vergebe ich 3 von 5 möglichen schwarzen Katzen.



Die Reihe

Demon Road – Hölle und Highway
Demon Road 02 – Desolation (Originalausgabe)
Demon Road 03 – American Monsters

Zum Autor

Derek Landy, Autor der weltweit erfolgreichen Bestseller über Skulduggery Pleasant, gibt wieder Vollgas. Demon Road ist ein irrwitziger Roadtrip, eine außergewöhnliche Coming-of-Age Geschichte und zugleich eine großartige Hommage an das amerikanische Horrorgenre, vonStephen Kings Klassikern bis zur Erfolgsserie Supernatural.


ab 14 Jahren
480 Seiten
übersetzt von Ursula Höfker
ISBN 978-3-7855-8508-5
Preis: 19,95 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses höllischen Exemplars bedanken!

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(141)

254 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 122 Rezensionen

liebe, gift, fantasy, jugendbuch, melinda salisbury

Goddess of Poison - Tödliche Berührung

Melinda Salisbury , A. M. Grünewald
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 19.09.2016
ISBN 9783845815138
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Goddess of Poison – Tödliche Berührung von Melinda Salisbury
erschienen bei Bloomoon

Zum Inhalt

Die siebzehnjährige Twylla ist kein Mädchen wie jedes andere: Sie ist die Verkörperung der Großen Göttin und wird als solche im ganzen Land verehrt - außerdem ist es ihr bestimmt, einmal den Kronprinzen zu heiraten. Doch ihr göttliches Schicksal bringt auch eine schreckliche Verpflichtung mit sich: Jeden Monat muss sie tödliches Gift trinken, gegen das nur sie, als göttliche Inkarnation, immun ist. Doch jeder, der Twylla berührt, wird von dem Gift infiziert und stirbt.

Twylla ist der einsamste Mensch der Welt. Wer kann schon ein Mädchen lieben, das regelmäßig Verbrecher und Verräter durch seine Berührung hinrichtet? Vor der alle erschrocken zurückweichen, sobald sie einen Raum betritt? Sogar der Kronprinz, der ja einmal ihr Mann werden soll, meidet sie. Doch alles ändert sich, als Twylla ein neuer Wächter zur Seite gestellt wird. Mit frechem Grinsen und unangemessenen Bemerkungen zieht der junge Mann alles, woran Twylla geglaubt hat, in Zweifel. Ist ihre Heirat mit dem Prinzen wirklich vom Schicksal vorherbestimmt? Ist sie tatsächlich die Verkörperung einer Gottheit? Und nicht zuletzt: Was hat es mit dem schrecklichen Gift auf sich, das auf alle, außer auf Twylla, eine tödliche Wirkung hat?

Nach und nach deckt Twylla mit Hilfe ihres charmanten Beschützers eine mörderische Intrige auf, die die Grundfesten des gesamten Landes Lormere ins Wanken bringt …

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Ich muss sagen, dass mich in erster Linie das Cover auf das Buch aufmerksam gemacht hat. Es sieht aber auch wirklich toll aus! Dieses Abstrakte und Mysteriöse gepaart mit kräftigen Farben – einfach ein Eye-Catcher. Ob die Story hinter diesem Cover auch so ansprechend ist? Lest es selbst:

Sehr gut gefiel mir die Karte des Königreiches, die sowohl vorne als auch hinten im Buchdeckel zu finden ist. So kann der Leser jederzeit nachschlagen und sehen, wo sich die Charaktere befinden. Die Story ist in der ersten Person geschrieben, was einen sehr nahen Kontakt zur Protagonistin zulässt.
Twylla gefiel mir ganz gut, obwohl ich manchmal eine rebellische Ader an ihr vermisst habe. Sie ist mehr oder weniger eine „Sklavin“ der Königin und muss jederzeit für sie springen. Ob es zur Unterhaltung ist oder ob wieder eine Hinrichtung ansteht – Twylla hat parat zu stehen. Und sie nimmt es einfach so hin…
Lief mochte ich recht gerne. Er machte einen bodenständigen und einfühlsamen Eindruck.
Die Geschichte siedelt sich mehr im Romantasy-Bereich an, was unter anderem für ungewöhnliche Namen, eine gänzlich andere Welt (vergleichbar mit Game of Thrones) und eine altertümliche Sprechweise sorgte. Ich hatte hinter dem Klappentext mehr Action erwartet, stattdessen aber eine etwas schwermütige Geschichte erhalten. Die gelegentlichen Schwertkämpfe waren in der Beziehung schon das Spannendste. Natürlich darf auch das obligatorische Liebesdreieck nicht fehlen – wer häufiger Jugendbücher liest, kennt das ja schon. Ich hätte diesen Aspekt nun nicht unbedingt gebraucht, aber das ist reine Geschmackssache.

Melinda Salisbury hat mit ihrem Auftaktband Goddess of Poison – Tödliche Berührung einen interessanten Anfang der Fantasy-lastigen Trilogie geschaffen. Ihr Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, mir haben allerdings manchmal die Dialoge gefehlt. Die kreierte Welt war gut vorstellbar, die Hintergrundidee interessant. Wer eine actiongeladene Geschichte erwartet, ist hier allerdings falsch. Sie ist manchmal eher etwas langatmig und schwermütig. Auch unsere Protagonistin ist nicht unbedingt die unangefochtene Rebellin. Der Leser darf sich viel mit den Göttern und dem Glauben auseinandersetzen. Außerdem wird schon ein bedeutender Fakt aufgeklärt. Das Ende ist natürlich in Hinblick auf Band 2 offengehalten worden. Ich vergebe 3 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


Die Reihe

Goddess of Poison – Tödliche Berührung
The Sin Eater´s Daughter 2: The Sleeping Prince (Originalausgabe)
The Sin Eater´s Daughter 3: The Scarecrow Queen (Originalausgabe erscheint voraussichtlich im März 2017)



Zum Autor

Melinda Salisbury lebt im Süden Englands am Meer. Als Kind war sie davon überzeugt, dass das Buch Matilda von Roald Dahl ihre Biografie war. Zu diesem Irrtum maßgeblich beigetragen hat ihr Großvater, der Melinda in seiner Zerstreutheit oft „Matilda“ nannte. Zu ihrem Bedauern hat sie selbst nie telekinetische Fähigkeiten entwickelt. Melinda liebt es zu reisen und Abenteuer zu erleben. Außerdem mag sie mittelalterliche Burgen, nicht-mittelalterliche Aquarien, Richard III. und alles, was aus Skandinavien kommt. The Sin Eater’s Daughter ist ihr erster Roman.


ab 14 Jahren
352 Seiten
übersetzt von A.M. Grünewald
ISBN 978-3-8458-1513-8
Preis: 17,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag und Vorablesen für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

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(38)

100 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

entführung, jugendbuch, familie, spannung, cat clarke

Falsche Schwestern

Cat Clarke , Jenny Merling
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.08.2016
ISBN 9783841402257
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Falsche Schwestern von Cat Clarke
erschienen bei Fischer FJB

Zum Inhalt

Vor 13 Jahren verschwand meine Schwester.
Jetzt ist sie wieder da.
Nichts ist, wie es war.

Faith kennt ihre Schwester Laurel eigentlich nur von einem Foto. Ein lächelndes sechsjähriges Mädchen, das eines Tages spurlos aus dem Garten verschwand. Doch dann, mehr als 13 Jahre später kommt ein Anruf. Eine junge Frau ist aufgetaucht. Und sie hat Laurels Teddy im Arm. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen: Endlich hat Faith ihre große Schwester zurück. Dann aber schlägt ihre Freude um. Irgendetwas fühlt sich verdammt falsch an. In Faith wächst ein schrecklicher Verdacht.

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Gerade vor einiger Zeit habe ich Ihr letzter Sommer gelesen, ein Buch mit derselben Thematik. Logischerweise habe ich nun auch meine Vergleiche gezogen: die beiden Bücher sind sich erschreckend ähnlich und doch wieder ganz unterschiedlich.
Diese Story wird aus der Sicht von Faith in der ersten Person geschildert. So bekommt der Leser die Gefühle des Teenagers hautnah mit. Faith gefiel mir sehr gut und ich konnte mich mit ihr identifizieren. Sie hat gerade ihrer Mutter gegenüber ständig Gewissensbisse – oft nur wegen der banalsten Dinge. Das Mädchen kommt seit dem Verschwinden ihrer Schwester nicht zur Ruhe und führt kein „normales“ Leben. Stattdessen führt sie ein öffentliches Leben, da es ständig neue Zeitungsberichte oder Sendungen im TV zu Laurels Verschwinden gibt. Faith fühlt sich oft zurückgesetzt, unwichtig und unsicher bezüglich ihrer Gefühle ihren Freunden gegenüber. Mir tat sie sehr leid, denn sie ist ebenfalls ein Opfer der vermeintlichen Entführung. So ein tragisches Ereignis wirkt sich schließlich auf jedes verbliebene Familienmitglied aus. Als dann der erlösende Anruf nach 13 Jahren kommt, ist nicht nur Erleichterung bei Faith spürbar. Sie wirkte auch sehr verunsichert, denn ihr Leben verändert sich nun schon wieder. Eine merkliche Distanz ist anfangs zwischen ihr und ihrer Schwester greifbar – so viele Jahre sind schließlich kein Pappenstiel… Aber es ist trotzdem auch eine gewisse Vertrautheit spürbar, so wie es unter Geschwistern sein sollte.

Unter Schwestern sollte es keine Geheimnisse geben.
Seite 192

Laurel wirkte auf mich ungewöhnlich stabil und offen anderen Menschen gegenüber. Man merkt ihr die vergangene Gefangenschaft nur sehr selten an. Ich hatte große Schwierigkeiten, sie richtig einzuschätzen. Es dreht sich immer noch alles nur um sie, eine Menge Interviews werden gegeben und Auftritte in Fernsehshows absolviert. Und fast zu jeder Zeit hatte ich das Gefühl, dass die junge Frau die Aufmerksamkeit regelrecht genießt. Sie war mir stellenweise einfach zu cool.
Dieser neue Alltag der Protagonisten war mit der Zeit etwas ermüdend, da es wenig Neues gab. Die Story zog sich teilweise sehr dahin. Interessant fand ich die Entwicklung und Veränderung der Figuren. Laurels Verhalten wird immer gewagter, Faith vernachlässigt ihre Freunde um nur ja alles bei Laurel richtig zu machen.
Mich machte die Geschichte sehr nachdenklich, da sie durchaus einen realen Hintergrund hat. Es verschwinden tagtäglich so viele Kinder auf der Welt, was wirklich beängstigend ist. Das brachte bei mir die Frage auf, ob wirklich jedes verschwundene/entführte Kind bei der Suche durch die Polizei die gleiche Aufmerksamkeit erhält oder ob es eine Frage der sozialen Schicht und der finanziellen Mittel ist…

Cat Clarke hat mir mit Falsche Schwestern ein Buch zum Nachdenken gegeben. Der Schreibstil gefiel mir gut, ebenso die personale Erzählweise. Ich habe sehr mitgelitten und mich natürlich auch gefreut – eine Entführung kann doch eigentlich nicht besser ausgehen, oder? Der Originaltitel The Lost and the Found gefällt mir noch besser und ist greifbarer als der deutsche. Während des Lesens schwirrte in meinem Kopf ständig die Frage herum, worauf die Story eigentlich hinauslaufen soll. Der Alltag der Protagonisten wirkte auf mich teilweise sehr langatmig und ermüdend. Die Autorin hat mich einerseits ziemlich an der Nase herumgeführt, andererseits war die Geschichte auch vorhersehbar. Doch nicht mit allen Konsequenzen… Am Ende kommt eine erschütternde Wahrheit ans Licht, die ich so niemals vermutet hätte und die mich noch nachhaltig beschäftigt. Ich vergebe 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

PS: Habt eure Kinder immer gut im Blick und bringt ihnen Verhaltensregeln gegenüber Fremden bei!!!

Zum Autor

Cat Clarke wurde in Sambia geboren, hat aber den Großteil ihres Lebens in Schottland verbracht. Bevor sie ihren ersten Roman schrieb, arbeitete sie in einem englischen Verlagshaus als Kinderbuchlektorin – spannende YA-Bücher sind ihre Leidenschaft. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in London.


ab 14 Jahren
400 Seiten
übersetzt von Jenny Merling
ISBN 978-3-8414-0225-7
Preis: 14,99 Euro


© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

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(68)

174 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

thriller, entführung, thailand, jugendbuch, spiel

Wonderland

Christina Stein
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 25.08.2016
ISBN 9783733502898
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wonderland von Christina Stein
erschienen bei Fischer Taschenbuch

Zum Inhalt

Sie machen eine Reise ins Paradies. Und landen in der Hölle auf Erden.
Thailand. Sonne, Palmen, eine Villa direkt am Strand. Der perfekte Urlaub! Doch als Lizzy am Morgen nach einer Strandparty aufwacht, ist sie gefangen. Mitten im Dschungel, mit ihren besten Freunden – und mit Jacob. Jacob, den keiner von ihnen richtig kennt, und der sie auf diese verdammte Strandparty eingeladen hat. Nur wegen ihm sind sie in einem Reality Game gelandet, in dem es nur schwarz oder weiß gibt, verlieren oder gewinnen, opfern oder geopfert werden.
Wer sind die Player in diesem Spiel? Was haben sie vor? Und welche Rolle spielt eigentlich Jacob? Lizzy hat keine Ahnung. Sie weiß auch nicht, wie lange sie ohne ihre Herzmedikamente überleben kann. Sie weiß nur eines: Die Gruppe muss bis morgen entscheiden, wer von ihnen das nächste Opfer sein wird …

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Liz: die kranke Ballerina
Nelli: die singende Starke
Amelie: die stinknormale Rothaarige
Colin: der gutaussehende Doppelgänger
Ben: der tote Mann im Meer
Jacob: der geheimnisvolle Fremde


Diese Story ist in der ersten Person geschrieben und zeigt dem Leser drei unterschiedliche Protagonisten. Gerade dies ist störte mich anfangs sehr, denn ich wusste leider nie sofort, wer gerade erzählt. Doch die Geschichte fesselte mich trotzdem so sehr, dass ich mit der Zeit darüber hinweglesen konnte.
Die Protagonisten sind alle Anfang Zwanzig und Studenten, was ich für diesen Thriller genau passend fand. Die drei jungen Frauen haben ein Around-the-World-Ticket und sind momentan in Thailand unterwegs. Gerade auf Liz wirkt die Kulisse wie das berühmte Wunderland. Sie ist total fasziniert und hätte nicht gedacht, dass sie noch so etwas Schönes in ihrem Leben sehen wird. Denn eine lebensbedrohende Krankheit schwebt wie ein Damoklesschwert über Liz. In Thailand lernen die jungen Leute dann den mysteriösen Jacob kennen, der sie spontan in das Haus seines angeblichen Onkels einlädt. Und damit beginnt der Albtraum…

Es gibt bestimmte Dinge, die kennen keine gesellschaftlichen Raster, Depression gehört dazu. Da kann man buchstäblich zusehen, wie ein Mensch, den man liebt, sich vor den eigenen Augen auflöst.
Seite 156

Während des Lesens schwebte mir die ganze Zeit nur eine Frage im Kopf herum: WARUM? Warum geschieht dies alles, warum passiert es gerade diesen Studenten, was steckt wirklich dahinter und vor allem – wo führt es hin? Je weiter ich las, umso weniger konnte ich das Buch aus der Hand legen. Der Spannungsbogen ist ziemlich hoch, das langsame Zermürben der Protagonisten schreitet in nur wenigen Stunden rasant voran. Es geschehen teilweise makabre Dinge, die Situation spitzt sich immer weiter zu, an grausigen Details wird nicht gespart. Wem kann Liz noch vertrauen? Wie reagieren ihre Mitgefangenen? Ständig den Tod vor Augen zu haben (mehr als sowieso schon), regt doch merklich zum Nachdenken an …
Die Charaktere sind von der Autorin ausreichend dargestellt worden. Bei einigen gibt es Rückblicke auf ihr Leben vor Thailand. Somit kommen einzelne Puzzleteile ans Licht und der Leser findet einen noch besseren Draht zu ihnen. Für mich ging es nicht einfach nur um das Spiel, sondern um viel, viel mehr…

In diesem Moment sehe ich ihn zum ersten Mal richtig. Als hätte er plötzlich ein Fenster geöffnet, durch das man in den dahinterliegenden Raum schauen kann.
Seite 186

Christina Stein konnte mich mit ihrem Thriller Wonderland komplett überzeugen. Trotz eines schwierigen Anfangs und dem eigenwilligen Schreibstil fand ich mich bald in die Geschichte ein und konnte nicht mehr loslassen. Die authentisch dargestellte Situation eines perfiden Spiels raubte mir so manches Mal den Atem. Dieses Buch ist ein wahrer Pageturner, der mich noch nachhaltig beschäftigte. Die Charaktere waren ausreichend gezeichnet, die Umgebung gut beschrieben. Für schwache Nerven ist dieses Buch wohl eher nichts, daher kann ich nur sagen, dass ich eine Altersempfehlung ab 16 Jahren für angemessen halte. Die Story ist rasant und spannend geschrieben, der Leser und die Protagonisten kommen kaum zur Ruhe. Die Intentionen der „Spieler“ werden am Ende aufgeklärt, doch über die Opfer hätte ich gerne noch das ein oder andere mehr erfahren. Trotzdem ist es ein rundum gelungenes Buch, das mich an den Lesesessel gefesselt und sich daher 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen verdient hat.


Zum Autor

Christina Stein, geboren 1978 in Bonn, studierte Archäologie und Kunstgeschichte und arbeitet im Marke¬ting einer großen Firma. Für ihre Kurzge¬schich¬ten und ihr Ro¬man¬debüt wurde sie mehrfach aus¬gezeichnet.


ab 16 Jahren
384 Seiten
ISBN 978-3-7335-0289-8
Preis: 12,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!


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(235)

582 Bibliotheken, 20 Leser, 1 Gruppe, 72 Rezensionen

dystopie, jugendbuch, das juwel, magie, liebe

Das Juwel - Die weiße Rose

Amy Ewing , Andrea Fischer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.08.2016
ISBN 9783841422439
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Juwel – Die weiße Rose von Amy Ewing
erschienen bei Fischer FJB

Zum Inhalt

Violet ist auf der Flucht. Nachdem die Herzogin vom See sie mit Ash, dem angestellten Gefährten des Hauses, ertappt hat, bleibt Violet keine Wahl, als aus dem Palast zu fliehen oder dem sicheren Tod ins Auge zu sehen. Zusammen mit Ash und ihrer besten Freundin Raven rennt Violet aus ihrem unerträglichen Dasein als Surrogat der Herzogin davon. Doch das Juwel zu verlassen ist alles andere als einfach. Auf ihrem Weg durch die Kreise der Einzigen Stadt verfolgen die Regimenter des Adels sie auf Schritt und Tritt. Die drei Geflohenen schaffen es nur äußerst knapp, sich in die sichere Umgebung eines geheimnisvollen Hauses in der Farm zu retten. Hier befindet sich das Herz der Rebellion gegen den Adel. Zusammen mit einer neuen Verbündeten entdeckt Violet, dass ihre Gabe sehr viel mächtiger ist, als sie sich vorstellen konnte. Aber ist Violet stark genug, sich gegen das Juwel zu erheben?
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Da es sich bereits um den 2. Teil der Reihe handelt, weise ich auf eine gewisse SPOILERGEFAHR hin!

Genau wie bei Teil 1 besticht das Cover wieder einmal durch schlichte Eleganz. Vom Stil her sind sie gleich, doch während Protagonistin Violet auf dem ersten Cover noch in Fötus-Haltung zu sehen war, ist hier schon eine deutliche Veränderung geschehen: sie hat sich erhoben und stellt sich ihrem Schicksal und dem Kampf. Das Juwel – Die Gabe hat mich nur mittelmäßig überzeugen können – vielleicht sieht es mit diesem Mittelteil ja besser aus…

Wie schon im Vorgängerband wird auch hier die Geschichte aus der Sicht von Violet in erster Person erzählt. Die Story schließt nahtlos an die vorangegangenen Ereignisse an, so dass mir ein Einstieg nicht sehr schwer fiel. Violet ist mit ihrem Liebsten Ash und ihrer besten Freundin Raven auf der Flucht. Hilfe erfährt sie durch den Sohn der Herzogin – Garnet – und die männliche Zofe der Fürstin – Lucien. Mir waren alle Figuren sehr sympathisch und ich habe ihre Entwicklung mit Spannung verfolgt. Sie wirkten äußerst authentisch.
Violet ist ein Surrogat, die sich gegen das ihr vorgezeichnete Leben auflehnt.
Ash war ein Gefährte und hadert mit sich und seinem Schicksal. Er fühlt sich unnütz und versucht, neue Seiten an sich zu entdecken.
Raven ist ebenfalls ein Surrogat und Violets beste Freundin. Nach einem tränenreichen Wiedersehen bemerkt Violet merkwürdige Veränderungen an ihrer Freundin.
Garnet fand ich einfach nur klasse. Für meinen Geschmack hätte er gerne noch öfter in Erscheinung treten können! Ein Spion im Hause der Herzogin erweist sich doch schon als sehr nützlich…
Die Herzogin ist so grausam, dass der Leser schon gleich am Anfang des Buches von einer Welle der Trauer überrollt wird. Das Verhalten ihren Untergebenen gegenüber hat mich schon im ersten Teil sehr schockiert. In ihren Augen sind nur die Adeligen Menschen. Surrogate werden als Gebärmaschinen gesehen, die ihren Job zu erledigen haben: Babys mit reinem Blut zur Welt bringen. Die Adeligen im Allgemeinen gehen quasi über Leichen und sprechen gerne und oft über den Preis für ihre Surrogate. Da mag man sich nicht vorstellen, was hinter verschlossenen Türen wirklich abgeht…

Doch wir sind keine Gegenstände, wir sind weder die letzte Mode noch die teuerste Trophäe. Wir sind Menschen.
Seite 202

Die Flucht von Violet und ihren Freunden empfand ich als spannend und abenteuerlich. Der bildhafte Schreibstil der Autorin ließ gerade die Umgebung zu jeder Zeit vor meinem inneren Auge Gestalt annehmen. Durch die Flucht lernt der Leser auch die anderen Kreise der Stadt kennen und erkennt zum Teil sehr krasse Unterschiede. An dieser Stelle hätte ich mir jedoch die Karte aus dem ersten Teil zurückgewünscht, um mich noch besser zurechtzufinden. Der Umgang mit den Auspizien ist hier etwas weniger geworden, doch die Gabe eines jeden Surrogats einzusetzen, erhält noch eine große Bedeutung.

„(…) Du besitzt eine Macht, die du nicht mal ansatzweise ermessen kannst. (…)“
Seite 92

Amy Ewing konnte mich mit diesem Mittelband ihrer Trilogie wesentlich mehr begeistern als mit dem Auftakt. Eine Verbindung zum Titel wurde ebenfalls mit eingebracht, was mir persönlich immer sehr wichtig ist. Die Geschichte erhält durch die abenteuerliche Flucht der Protagonistin den gewissen Touch an Spannung. Durch die Erzählungen verschiedener Figuren bezüglich ihrer Vergangenheit, wirkt die Story noch interessanter und persönlicher. Eine Revolution steht kurz bevor, die Spannungskurve war angemessen hoch. Die Liebesgeschichte von Violet und Ash ist zwar Teil des Ganzen, dominiert aber zum Glück nicht zu sehr. Sie ist eher eine Randerscheinung. Das Juwel – Die weiße Rose endet mit einem richtig fiesen Cliffhanger, der mich laut aufstöhnen ließ. Ein toller Mittelteil, der sich sehr zufriedene 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen verdient hat.


Die Reihe

Das Juwel – Die Gabe
Das Juwel – Die weiße Rose
The Black Key (Originalausgabe erscheint voraussichtlich im Oktober 2016)


Zum Autor

AMY EWING ist in einer Kleinstadt in der Nähe von Boston aufgewachsen und hat in New York Kreatives Schreiben studiert. Die Autorin wohnt im New Yorker Stadtteil Harlem und verbringt ihre Zeit mit Schreiben, Käse essen und gelegentlichem Schauen von »Vampire Diaries«-Folgen. Der erste Band ihrer Trilogie ›Das Juwel‹ war gleich ein SPIEGEL-Bestseller.

ab 14 Jahren
400 Seiten
übersetzt von Andrea Fischer
ISBN 978-3-8414-2243-9
Preis: 16,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

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(66)

104 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 60 Rezensionen

hexen, magie, belle et la magie, verrat, liebe

Belle et la magie - Hexenherz

Valentina Fast
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 01.09.2016
ISBN 9783646602654
Genre: Fantasy

Rezension:

Belle et la magie, Band 1 - Hexenherz von Valentina Fast
erschienen bei Impress

Zum Inhalt

*Die neue Reihe der »Royal«-Autorin Valentina Fast!*

Die 17-jährige Isabelle Monvision lebt in den Tiefen eines so geheimen Walds, dass niemand ihn betreten kann, ohne vorher in einen festen Schlaf zu verfallen. Wie alle Hexenmädchen ihres Dorfs muss sie von Kindesbeinen an nicht nur Rechtschreibung und Mathematik lernen, sondern sich auch in der Zauberei üben. Dass das nicht immer so klappt, zeigt sich, als Belle auf einer Pariser Studentenparty den gut aussehenden, aber viel zu arroganten Gaston in eine Kröte zu verwandeln versucht – was ihr nicht ganz gelingt. Doch Belle ist nicht nur irgendeine Hexe, sondern die Tochter der Hexenkönigin, und hat für ihre Fehler geradezustehen. Um den Zauber wieder rückgängig zu machen, muss sie Gaston in den Magischen Wald bringen. Worauf er nur gewartet hat…

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Die Royal-Reihe fand ich schon ganz klasse und daher war ich sehr gespannt, was sich die Autorin jetzt Neues hat einfallen lassen. Vom Thema her könnten die Geschichten nicht unterschiedlicher sein.
Mit Belle wurde eine tolle und sympathische Protagonistin geschaffen, die temperamentvoll und etwas ungeschickt im Umgang mit ihrer Magie ist. Ich mochte sie auf Anhieb, konnte aber auch eine leichte Kratzbürstigkeit an ihr feststellen – ähnlich wie bei ihrer Hauptfigur in der anderen Reihe.
Die Story ist in der ersten Person erzählt, überwiegend aus Belles Sicht, manchmal kommen aber auch Gaston und Sandrine zu Wort.
Gaston ist eine richtig impertinente Person, die ich schwer einschätzen konnte. Er war mir nicht sehr sympathisch und hatte etwas Verschlagenes an sich.
Vincent ist der beste Freund von Belle und ein eher unauffälliger Typ.
Sandrine mochte ich ganz gerne, sie ist die beste Freundin von Belle und bereits eine voll ausgebildete Hexe.
Ich konnte einige Ähnlichkeiten mit Cassandra Clares Reihe Chroniken der Unterwelt ausmachen, gerade was die Charaktere betraf.
Der magische Wald mit all seinen Details gefiel mir sehr gut. Ich fühlte mich von Anfang an zugehörig und verzaubert. Der Wald wimmelt nur so von magischen Wesen, die alle etwas ganz Eigenes an sich hatten. Dazu noch das französische Flair – eine perfekte Mischung. Valentina Fast hat wieder einmal ihre Umgebung lebendig werden lassen und eine Menge Details mit eingebracht. Man merkte ihrem Schreibstil ganz deutlich eine Veränderung an. Er wirkte gereifter, genau wie ihre kreierten Figuren.

„(…) Menschen sind unwissend blind für all die Wunder um sie herum. (…)“
30% des E-Books

Mich störten allerdings das Agieren der einzelnen Figuren in bestimmten Situationen – es wirkte auf mich nicht immer ganz durchdacht. Auch die Interaktionen untereinander waren so manches Mal etwas unbeholfen. Dazu kommen noch das Flirten und die sexuellen Anspielungen in den unpraktischsten Situationen. Diese minderten das Tempo der Story und ich fühlte mich etwas ausgebremst.

Valentina Fast hat mit ihrem magischen Auftaktband Belle et la magie – Hexenherz einen guten Anfang für die Reihe hingelegt. War ihr Schreibstil schon in der ersten Serie toll, wirkt er hier noch ein Stück gereifter. Ein bisschen Humor wurde mit eingebaut, was der Story noch eine gewisse Leichtigkeit verlieh. Die Umgebungsbeschreibungen des magischen Waldes und die einzelnen Figuren konnten mich absolut verzaubern, die kreierte Welt gefiel mir sehr gut. Der Leser merkt ganz deutlich, dass plötzlich etwas Seltsames in Belles Leben vorgeht… Die Geschichte fand ich gut, aber der tiefere Sinn dahinter blieb mir leider verborgen. Ich bin gespannt auf Teil 2, erhoffe mir einige Antworten und vergebe 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

Gab es nie die Chance auf ein friedliches Miteinander? Auf ein Leben in Rücksichtnahme, die Stärken und Schwächen des jeweils anderen anerkennend?
95% des E-Books

Zum Autor

Valentina Fast wurde 1989 geboren und lebt heute im schönen Münsterland. Beruflich dreht sich bei ihr alles um Zahlen, weshalb sie sich in ihrer Freizeit zum Ausgleich dem Schreiben widmet. Ihre Leidenschaft dafür begann mit den Gruselgeschichten in einer Teenie-Zeitschrift und verrückten Ideen, die erst Ruhe gaben, wenn sie diese aufschrieb. Ihr Debüt »Royal« entwickelte sich aus einer ursprünglichen Kurzgeschichte zu einer sechsbändigen Reihe.


E-Book
ab 14 Jahren
468 Seiten
ISBN 978-3-646-60265-4
Preis: 3,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

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99 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

hexen, dämonen, fantasy, england, hexe

Fire Girl - Gefährliche Suche

Matt Ralphs , Doris Hummel
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 18.08.2016
ISBN 9783845816401
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Fire Girl – Gefährliche Suche von Matt Ralphs
erschienen bei Bloomoon

Zum Inhalt

Hazel Hooper hat die ersten zwölf Jahre ihres Lebens auf einer Waldlichtung verbracht, die von ihrer Mutter Hecate durch einen Zauberbannkreis von der Außenwelt abgeriegelt wurde.

Hazel sehnt sich danach, die Welt draußen kennenzulernen. Aber am allermeisten wünscht sie sich, endlich selbst magische Fähigkeiten zu entwickeln. Als ihre Mutter von einem gefährlichen Dämon entführt wird, erwachen Hazels Zauberkräfte - dennoch gelingt es ihr nicht, ihre Mutter zu retten.

Nun ist sie ganz auf sich allein gestellt – vielleicht nicht ganz allein, denn Hazel hat irrtümlich eine kleine Haselmaus verzaubert, die ihr nun als verlässlich missgelaunter Gefährte zur Seite steht. Gemeinsam machen sich das Mädchen und die Maus auf, um den Dämon zu verfolgen und Hecate zu befreien. Doch schnell muss Hazel feststellen, dass das Leben außerhalb der Lichtung weitaus gefährlicher ist, als sie angenommen hatte. Gnadenlose Hexenjäger bevölkern die Landstriche – und die wenigen verbliebenen Hexen schrecken nicht davor zurück, sich die Macht der gefährlichen Dämonen zunutze zu machen, um sich zu verteidigen.

Als Hazel den jungen David trifft, den Gehilfen des genialen - doch unglücklicherweise meist betrunkenen - Dämonenjägers Titus schöpft sie Hoffnung; doch sie ahnt noch nicht, dass der Junge und sein Meister auch berühmt dafür sind, Hexen aufzuspüren …

(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Anfangs war ich von dem Buch doch etwas enttäuscht, da ich nicht erwartet hatte, dass nicht nur der Prolog im England des 17. Jahrhunderts spielt. Doch nach dem ersten Schock sagte ich mir, ich sollte doch auch mal etwas Neues ausprobieren. Ob ich es bereut habe? Seid gespannt…

Die Story wird in der dritten Person erzählt und die Hauptcharaktere sind die 12-jährige Hazel und ihr Vertrauter, die Haselmaus Bramley. Ehrlich gesagt hat mir die Maus besser gefallen als das Mädchen. Hazel kommt doch – eigentlich für ihr Alter typisch – sehr naiv für den Leser rüber. So manches Mal hätte ich sie gerne wachgerüttelt und etwas mehr Verstand gefordert. Doch wahrscheinlich war der Druck auf sie auch einfach zu groß. Immerhin hat Hazel die nicht gerade leichte Aufgabe, ihre entführte Mutter wieder zu finden. Im weiteren Story-Verlauf wächst die kleine rothaarige Feuerhexe aber immer mehr an ihrer Aufgabe und verändert sich zum Positiven.
Bramley wirkte zwar manchmal etwas übereifrig, aber er hatte eine lockere Art, die mir gut gefiel. Er hat Hazel immer begleitet und ihr Kraft gegeben.
David ist der Lehrling des berühmten Hexenfinders Titus White. Ihn konnte ich die ganze Zeit nicht richtig einschätzen und fand ihn auch etwas unnahbar.
Die Geschichte startet mit einem – für meinen Geschmack – sehr langen Prolog, der noch nicht viel Aufschluss über die bevorstehende Story gibt. Danach geht es eigentlich auch schon sofort los. Der Klappentext des Buches wird quasi innerhalb weniger Seiten „abgearbeitet“. Dies gefiel mir sehr gut, da ich dann auf eine Reihe von spannenden Überraschungen gewartet habe. Doch die Spannung hielt sich etwas in Grenzen. Sie kommt zwar immer mal wieder auf, aber der Spannungsbogen war doch sehr wankelmütig, die Story stellenweise etwas zäh. Einige Szenen waren ziemlich gruselig (gefiel mir richtig gut!), andere wiederum eklig und brutal (nicht mein Fall). An diesen Stellen habe ich mich auch gefragt, ob die Altersempfehlung ab 12 Jahren wirklich so glücklich gewählt wurde…

Matt Ralphs hat mir mit Fire Girl – Gefährliche Suche ein paar nette Lesestunden für zwischendurch beschert. Zu meinem Glück blieben historische Fakten des 17. Jahrhunderts weitestgehend im Hintergrund, so dass ich mich in der Zeit der Hexenverfolgung doch recht wohl fühlte. Was man von den Hexen sicher nicht behaupten kann … Die Charaktere besaßen allesamt zu wenig Tiefgang, ich erfuhr gerade über den Hintergrund von Hazels Mutter nicht genug. Ich denke, dass gerade sie noch eine wichtige Rolle im nächsten Buch spielen wird. Der Schreibstil gefiel mir gut, das Buch las sich flüssig und relativ schnell. Die schwankende Spannungskurve minderte mein Lesevergnügen etwas. Dieser erste Teil endet mit einem Cliffhanger, der einen auf Band 2 aber neugierig warten lässt. Für diesen Auftaktband vergebe ich 3 zufriedene von 5 möglichen schwarzen Katzen.

Die Reihe

Fire Girl – Gefährliche Suche
Fire Witch (Sequel zur Reihe? Originalausgabe erscheint voraussichtlich Ende August 2016)


Zum Autor

Matt Ralphs war schon als Kind eine besessene Leseratte, darum ist es nicht verwunderlich, dass er schließlich als Lektor bei einem großen englischen Verlag landete. Dort hat er mit viel Freude zahlreiche Fantasy- und Science-Fiction-Bücher redigiert. Irgendwann war er es leid, immer auf die Fehler der anderen hinzuweisen und versuchte es selbst besser zu machen. Matt lebt nun als freier Autor und Kapitän auf seinem Boot „Nostromo“ (eine Hommage an den Film „Alien“) und ist irgendwo auf dem Grand Union-Kanal zwischen London und Birmingham anzutreffen.


ab 12 Jahren
320 Seiten
übersetzt von Doris Hummel
ISBN 978-3-8458-1640-1
Preis: 14,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

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(24)

82 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

hexe, the school for good and evil, agatha, schule, gut

The School for Good and Evil - Eine Welt ohne Prinzen

Soman Chainani , Ilse Rothfuss , Iacopo Bruno
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.10.2016
ISBN 9783473401413
Genre: Jugendbuch

Rezension:

The School for Good and Evil, Band 2 – Eine Welt ohne Prinzen von Soman Chainani
erschienen bei Ravensburger

Zum Inhalt

Agatha und Sophie kehren an die Schule der Guten und Bösen zurück, doch dort ist nichts mehr, wie es war. Statt Gut gegen Böse heißt es nun: Mädchen gegen Jungen! Prinzessinnen aller Märchenkönigreiche haben ihre Prinzen vor die Tür gesetzt und regieren allein. Das wollen sich die Prinzen natürlich nicht bieten lassen - und greifen an! Was die Mädchen nicht ahnen: Die größte Gefahr lauert mitten unter ihnen ...
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Da es sich bereits um den 2. Teil der Reihe handelt, weise ich auf eine gewisse SPOILERGEFAHR hin!

Das Cover ist sogar noch märchenhafter als bei Band 1. Dieses Mal sind nicht nur Agatha und Sophie zu sehen, sondern auch ein Junge, der wahrscheinlich Prinz Tedros darstellen soll. Das Cover wirkt nicht mehr ganz so düster und der Leser entdeckt mehr eingearbeitete Kleinigkeiten. Sowohl im vorderen als auch im hinteren Buchdeckel befinden sich wieder die Karten der Schule von Gut und Böse. So hat der Leser erneut einen guten Überblick über die einzelnen Räumlichkeiten, was dieses Mal aber eher nicht von Belang ist.
Seit neun Monaten sind Agatha und Sophie nun wieder zurück in ihrer Heimatstadt Gavaldon. Monate, in denen sie von den Bewohnern verehrt und praktisch auf Händen getragen wurden, da der Fluch der Kindesentführungen angeblich gestoppt wurde. Doch beide Mädchen sind nicht wirklich glücklich.
Sophie kämpft noch immer gegen die Hexe in sich an und kommt mit dem neuen Leben ihres Vaters nicht richtig klar. Sie ist nicht mehr der alleinige Mittelpunkt in seinem Leben, was ihr schwer zu schaffen macht.
Agatha hat zu Gunsten von Sophie auf ihren Prinzen und somit ihr Happy End verzichtet, lacht aber kaum noch. Sie gefiel mir erneut wesentlich besser als Sophie. Agatha ist nicht so wie die anderen Mädchen, sie ist anders und steht dazu. Sowas gefällt mir.
Mit Evelyn Sadler kommt eine neue und zugleich mysteriöse Figur ins Spiel. Sie ist die neue Schulleiterin und erschien mir äußerst undurchsichtig.
In diesem Teil haben mich massiv die Wiederholungen gestört, die alle paar Seiten vorkommen. Ständig wird dem Leser vor Augen geführt, dass ja dies und jenes getan oder gelassen werden sollte, damit die Geschichte noch einmal geändert werden kann. Mit der Zeit nervte es sehr…
Dieses „falsche“ Happy End hat nun auch noch die Schule völlig umgekrempelt und es herrscht das reinste Chaos. Nimmer und Immer stehen Kopf, es gibt fast nur noch Streit.
Sehr gefallen haben mir die typisch märchenhaften Elemente und die eingebauten Details. Zum Beispiel gefiel mir die Idee einer Flowerpower-Bahn sehr gut. Mein Kopfkino lief auf Hochtouren! Auch die wilden Verfolgungsjagden fand ich spannend. Die Message, dass man sich doch sehr genau überlegen sollte, was man sich wünscht, gefiel mir ebenfalls.

Ein einziger unbedachter Wunsch hatte einen Krieg in Gang gesetzt!
Seite 127

Mir hat auch in diesem zweiten Teil der Trilogie die Idee hinter der Story sehr gefallen. Die Frage, ob nicht in jedem weiblichen Wesen sowohl eine Prinzessin als auch eine Hexe stecken mag, wird sich jeder wohl selbst beantworten können. ;) Der Schreibstil von Soman Chainani ist toll und lässt sich gut lesen. Die märchenhaften Elemente hat der Autor wieder gut in Szene gesetzt und mit diesem Mittelband einen ziemlich düsteren Folgeband erschaffen. Leider trieft dieser Teil vor Streitigkeiten und Wiederholungen in den einzelnen Absätzen, was mich sehr genervt hat. Ich wollte so manches Mal schon Streitschlichterin spielen, weil ich es kaum noch ertragen konnte… Durch das ständige Gekeife untereinander erschien mir die Geschichte auch sehr laut. Mit der Zeit gab es nicht mehr viel Neues in The School for Good and Evil – Eine Welt ohne Prinzen zu entdecken und es lief nur noch auf die Änderung des Happy Ends hinaus. Das war mir etwas zu wenig. Dieser Teil endet allerdings noch mit einem gewaltigen Cliffhanger, der einen neugierig auf Band 3 warten lässt. Von mir gibt es 3 von 5 möglichen schwarzen Katzen.




Die Reihe

The School for Good and Evil, Band 1 – Es kann nur eine geben
The School for Good and Evil, Band 2 – Eine Welt ohne Prinzen
The School for Good and Evil, Band 3 – Und wenn sie nicht gestorben sind (erscheint voraussichtlich im Frühjahr 2017)



Zum Autor

Soman Chainani, Schriftsteller und Drehbuchautor, glaubt noch mehr an Märchen als die Bewohner von Gavaldon. Deshalb schrieb er seine Doktorarbeit in Harvard über die Frage, warum Frauen im Märchen die besseren Bösewichte sind. Und warum in jeder Prinzessin auch ein bisschen Hexe steckt – und umgekehrt. Aus dieser Idee entstand seine Roman-Trilogie „The School for Good and Evil“, mit der er die New-York-Times-Bestsellerliste eroberte.


ab 12 Jahren
544 Seiten
übersetzt von Ilse Rothfuss
ISBN 978-3-473-40141-3
Preis: 16,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

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