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65 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

terror, theaterstück, von schirach, buecherseele, gesetze

Terror

Ferdinand von Schirach
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Piper, 07.12.2015
ISBN 9783492056960
Genre: Romane

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(25)

53 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

fantasy, bücher, thursday next, literatur, lustig

Thursday Next: Wo ist Thursday Next?

Jasper Fforde , Joachim Stern
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.07.2013
ISBN 9783423214537
Genre: Fantasy

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(28)

135 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

endzeit, justin cronin, vampire, fantasy, dystopie

Die Spiegelstadt

Justin Cronin , Rainer Schmidt
Fester Einband: 992 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 31.10.2016
ISBN 9783442311804
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich hatte wirklich meine Bedenken, ob ich gut rein finden würde in diesen Band. Doch zu Beginn bekommt man noch mal eine Auffrischung von den Ereignissen, die im zweiten Band waren – was auch nötig ist. Denn bei solchen 800-1000 Seiten Büchern, gibt es so einiges an Geschichte, an die man sich wieder erinnern muss.

Das wird sehr Geschickt gemacht, denn es wird in einem „Heilige Schrift“-Stil gehalten. Aber auch indem man zu Beginn noch mal alle wichtigen Charaktere durchgeht bzw. je ein Kapitel aus deren Sicht bekommt. Das sorgt jedoch auch dafür, dass das Buch eine recht lange (mehrere hundert Seiten) Einleitungsphase hat.  

Der Stil ist wieder sehr ausschweifend und detailliert. Dadurch aber auch sehr atmosphärisch und authentisch. Aber das macht es eben auch recht lang – das Buch ist eher langsam, mit langen Passagen. Diese sind keinesfalls langweilig, aber schon lang. Jedes Wort und jede Schilderung oder „Schlenker“ gehört zur Geschichte und hat seine Daseinsberechtigung – es wäre aber auch nicht alles notwendig gewesen.

Buch lässt sich nicht schnell lesen. Es fordert viel Aufmerksamkeit von einen ein. Das liegt vor allem daran, wie diese Geschichte erzählt ist. Es werden ständig (pro Kapitel) die Sichten gewechselt. Man bekommt also jede Menge Fäden/Handlungsstränge in die Hand. Erst nach und nach, merkt man wie diese Fäden miteinander verknüpft sind und wie alles zusammen hängt.

Nicht alles davon war für mich greifbar: z.B. die „tiefere Realität“ bzw. diese Fantasy-Passagen waren für mich manchmal ein wenig zu viel des Guten und fast schon etwas abgedreht. Wobei es auch nicht so wäre, als würden sie nicht irgendwie rein passen.

Das Buch lässt es nicht zu, dass man in einen Lesetrott gerät. Man wird regelmäßig mit Umbrüchen auf Trapp gehalten – gerne in Form von (beachtlichen) zeitlichen Sprüngen.

In diesem Teil erfährt man aber auch viel über Zero, der erste Infizierte  – der Zerstörer, der Weltenverschlinger - beginnend mit seinem noch 18jährigen Ich, welches gerade an Harvard angenommen wurde. Das war vermutlich noch am deutlichsten eine Geschichte in der Geschichte.

Zunächst war ich davon nicht so unbedingt angetan. Ich hatte mich gerade wieder in die „eigentliche“ Geschichte/Handlung rein gefunden und mich wieder an alle wichtigen Charaktere erinnert und dann wird mir plötzlich ein ganz anderer Roman vorgesetzt. Aber, oh mein Gott, es war so gut. Es war eine so mitreißende Geschichte – so gut erzählt, mit viel gewählter Sprache, mit einer Geschichte über das Erwachsen werden, mit viel Emotionen, einer Liebesgeschichte aber auch tragischen Momenten. Ich kann es nur als faszinierend beschreiben.

Der „Rest“ des Buches steht dem aber in absolut nichts nach. Denn diese Reihe ist nicht die Geschichte eines einzelnen, sondern wie der Bericht einer Menschheitsgeschichte, mit vielen Geschichten in der Geschichte.

Das Buch ist durchaus spannend – keine Spannung im Sinne von Aktion oder Explosion – sondern auf einer tieferen Ebene. Blutig ist diese Geschichte aber durchaus, sie birgt auch brutale Kampfszenen, aber alles fügt sich authentisch ins Bild.

Diese besondere Tiefe (sowohl bei der Spannung, als auch der Geschichte selbst) ist wirklich schwer zu beschreiben. Das geht vielleicht am besten mit einem Abstrakten Bsp.: Wenn normale Spannung/Geschichten wie Feuer sind, dann ist diese Geschichte wie Lava – langsam, aber markerschütternder und nachhaltiger.

 

Fazit

Insgesamt  ist es in allen Bedeutungen ein großartiges Buch. Es bietet so unglaublich viel und ich finde es ist wirklich ein Meisterwerk.

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Tags: endzeit, fantasy, roman   (3)
 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das Ende des Lebens

Annette Großbongardt , Rainer Traub
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei DVA, 09.04.2013
ISBN 9783421046031
Genre: Sachbücher

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86 Bibliotheken, 1 Leser, 5 Gruppen, 14 Rezensionen

alice im wunderland, alice, kindheit, märchen, liddell

Alice und ich

Melanie Benjamin
Fester Einband: 367 Seiten
Erschienen bei Bertelsmann, C, 01.02.2010
ISBN 9783570100479
Genre: Romane

Rezension:

Ich mag den Stil, der sich leicht und flüssig lesen lässt und einen doch gefangen nimmt.

Man wird tatsächlich auch gleich in diese Zeit versetzt, In die Gepflogenheiten und Umgangsformen, ohne dass es gewollt oder gar aufgesetzt wirkt.

Die Figuren die natürlich den echten Vorbildern nachempfunden sind, fand ich ebenfalls gut in Szene gesetzt. Gerade Mr. Dodgson (Lewis Carroll) und Alice Liddell fand ich gut eingefangen – besonders das Wesen von Alice, erinnerte mich an manchen Stellen tatsächlich etwas an die Alice aus dem Roman „Alice im Wunderland“.

Aber auch alle anderen Charaktere wirkten mit all ihren Facetten sehr authentisch.  

Besonders spannend fand ich die Verwebung von wirklich existierenden Fotos, Briefen oder Gerüchten bzw. nachweislichen Fakten mit der fiktiven Geschichte.

Die Autorin muss sich sehr lange mit Recherchen aufgehalten haben und sich wirklich mit dem Leben der Personen auseinander gesetzt und hin eingefühlt haben. Dabei alleine ist es aber nicht geblieben, sondern es ist ihr auch gelungen diese zu einer Geschichte zusammen zu setzen und diese glaubwürdig aufs Papier zu bringen. Das wurde sehr geschickt gemacht und die Grenzen verschwimmen dort z.T. sehr unterhaltsam.

Die Geschichte ist dabei ist im Prinzip in drei Teile untergliedert: Die Kindheit von Alice, Alice als junge Dame und als Erwachsene.

Den ersten Teil fand ich wunderbar erzählt und gerade dort spürt man das Mädchen Alice aus dem Buch sehr deutlich.

Der zweite Teil ist nach dem Bruch zwischen Mr. Dodgson und der Familie Liddell gesetzt, welches bis heute nicht aufgedeckt werden konnte, was wirklich geschah.

Dieser Teil hat mir leider weniger zugesagt. Dort driftete die Geschichte leider zu einer recht banalen Unterhaltung ab. Herzschmerz, Ansehen und Drama domminieren die Geschichte. Lichtblick bietet jedoch das Spiel der inneren Alice und der jungen Dame, die sie nach außen hin geben muss.

Der dritte Teil entschädigt einen jedoch, den ich von allen Teilen am meisten mochte.

Dieser Abschnitt von Alices Leben ist auch am wenigsten dokumentiert und somit bot es der Autorin mehr erzählerischen Spielraum, den sie gut genutzt hat.

Es zeigt die Erwachsene Alice bis hin zu alten Frau, die auf ihr Leben zurücksieht, das auch von tragischen Ereignissen nicht verschont blieb. Es gibt sehr berührende Szenen, die mich sehr mitgenommen haben. Trotzdem haftet dem Ganzen eine besondere Hoffnung an. Diese Mischung fand ich wirklich toll.

 

Fazit

Das Buch ist sehr schön erzählt – es ist berührend und unterhaltsam.

Als Fan von „Alice im Wunderland“ sowieso sehr empfehlenswert, aber das hier ist auch ein Buch für jemanden, der mit dem Wunderland nicht viel am Hut hat.

Ich kann es sehr empfehlen.

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Tags: roman   (1)
 

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

fantasy, frankreich, ralf isau, london, loreley

Die Masken des Morpheus

Ralf Isau
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbj, 18.03.2013
ISBN 9783570138359
Genre: Jugendbuch

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

gedächtnisverlust, wuli top 20, schwul, familie, gedächtnisverlust , briefe

Kennen Sie diesen Mann?

Carl Frode Tiller ,
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 31.08.2015
ISBN 9783442756162
Genre: Romane

Rezension:  
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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

beate grimsrud, wuli top 20, lb-tipps, roman

Verrückt und frei

Beate Grimsrud , Ina Kronenberger
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 06.10.2014
ISBN 9783442753369
Genre: Romane

Rezension:  
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37 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

geburtstagsgeschenk, gwynfaer, theater, skurril

Gretchen

einzlkind
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.11.2014
ISBN 9783453438019
Genre: Romane

Rezension:  
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(154)

370 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

vampire, hexe, hexen, dämonen, liebe

Das Buch der Nacht

Deborah Harkness , Christoph Göhler
Fester Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 02.03.2015
ISBN 9783764505271
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich habe mich sehr auf den diesen letzten Teil der Trilogie gefreut. Wurde jedoch nicht so begrüßt, wie ich erhofft hatte. Denn der Einstieg war nicht unbedingt einfach. Ich musste feststellen, dass ich doch recht viel von den vorherigen Bänden vergessen hatte.

Vor allem bei Namen hatte ich mal wieder so meine Probleme. Es gab da auch praktisch keine Hilfestellung. Bei so vielen Charakteren, die alle irgendwie miteinander verwoben sind, wäre ein Glossar durchaus angebracht gewesen.

Das Buch ist hauptsächlich aus zwei Sichten geschrieben, nämlich aus der von Diana und Matthew. Allerdings wird das ab und an unterbrochen und das Kapitel wird dann von einer anderen Figur erzählt. Gerade zu Begann  ist es multiperspektiv geschrieben – das hilft auch nicht gerade dabei in die Geschichte gut reinzukommen.

Auch dieses Buch ist wieder sehr ruhig. Viele könnten es auch langweilig finden. Ich empfand es weitestgehend angenehm, auch wenn ich dieses Mal sagen muss, dass in diesem Teil (mind. die erste Hälfte) nicht so viel passiert. Sehr lange geht es z.B. um das Weben von Zaubersprüchen – das ist nicht unbedingt uninteressant, aber nach einer Weile reicht es dann auch. Es ist schon recht gestreckt.

Ab einen bestimmten Punkt aber, hatte ich dann endlich wieder das in diesem Band gefunden, was ich an den ersten beiden so mochte. Da wurde die Geschichte wieder interessanter, die Atmosphäre und Stimmung war wieder da und auch die Handlung nach deutlich an Fahrt auf.

Die Geschichte bot auch ein paar gute Wendungen und in diesem letzten Band wurden auch alle Handlungsstrenge zusammen geführt, auch wenn nicht alles davon wirklich realistisch war.

Eine bestimmte Kernwendung jedoch fand ich wirklich störend, bzw. das Prinzip dahinter. Das war im zweiten Band auch schon der Fall: Nämlich, dass im vorherigen Band ein großes Ereignis gab, was dann aber im folgeband auf einmal wieder ganz oder so halb nichtig ist. Als Begründung werden gerne die Geheimnisse er Vampire vorgeschoben. Das kann man schon so machen, aber irgendwann nutzt es sich dann doch einfach ab.

Außerdem sind dieses Mal Dinge passiert, wo ich mir einfach nur dachte: „In welchem Universum“ – die waren so unsinnig, das war schon nicht mehr feierlich.

Ich mag es aber nach wie vor, wie die übernatürlichen Wesen dargestellt sind und wie viel Geschichte und Details dort drinsteckt. Nun kam diesbezüglich sogar noch eine deutlich wissenschaftliche Komponente hinzu, was ich wirklich interessant fand.

Die Beziehungen zwischen den Charakteren sind natürlich recht verwirren. Das sorgt aber auch dafür, dass es viel zu entdecken gibt.

Dieses Mal gab es aber auch noch mehr schmalzige Stellen (zwischen Diana und Matthew) als sonst. Ich mein gut, diese Liebesgeschichte war von Anfang an etwas schwierig – man konnte durchaus fragen, ob das wirklich noch eine Liebesgeschichte oder eine Abhängigkeitsgeschichte ist. Aber das wird in dem Buch selbst thematisiert und angesprochen – das fand ich schon wieder gut. Auch wenn das nicht so reflektiert wurde, wie ich das gerne gehabt hätte.

Aber in dieser Geschichte geht es auch viel um Loyalität, Familie und Zusammenhalt.

 

Fazit

Ich mag die Ruhe und Atmosphäre in dem Buch und ich liebe die Darstellung der übernatürlichen Wesen. Aber es gab auch dieses Mal wieder ein paar Punkte, die mich doch stören.

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Tags: fantasy, liebesgeschichte, roman   (3)
 

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

scifi, jugendbuch, aktion, spannung

Der Game Master - Das Spiel ist aus

James Dashner , Karlheinz Dürr
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.08.2016
ISBN 9783570309636
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf diesen Band habe ich mich schon sehr gefreut, weil ich von den ersten beiden Bänden sehr begeistert war…man sollte sich nicht zu früh freuen.

Es begann schon nicht gut. Hatte es bei allen Dashner-Büchern, dass ich mich zu Beginn jedes Buches etwas an den Schreibstil gewöhnen muss. Dieses Gefühl ging bisher aber recht schnell wieder weg – dieses Mal war das nicht so problemlos.

Mir ist das erste Mal aufgefallen, dass das Buch (zumindest vom Schreibstil her) wirklich eher für jüngere Jugendliche ist (viele der Aktion-Szenen allerdings nicht) – die Dialoge fand ich z.B. an sehr vielen Stellen recht einfach und sogar aufgesetzt.

Das Buch ist optisch ziemlich gestreckt – es hat dickes Papier und große Schrift. Es ist also nicht so viel Geschichte vorhanden, wie es aussehen mag. Das verursacht leider ein paar Probleme. Zum einen, ist die Handlung nicht so dicht, wie die Vorgänger – es zog sich an manchen Stellen.

Aber vor allem sind dadurch vorher kleinere Fehler nicht so aufgefallen, weil man schnell von einer rasanten Handlung abgelenkt wurde. Das fällt in diesem Band weg. Mir sind ein paar Handlungs- und Logiklücken aufgefallen. Außerdem gab es dieses Mal auch ein paar Wendungen, die für mich alles andere als überraschend kamen – das kannte ich von den vorherigen Büchern nicht. Das sorgt nicht gerade für Freude beim Lesen.

Fairerweise: man findet aber durchaus Spannung und Aktionszenen in dem Buch. Die Welt ist auch nach wie vor kreativ und es gibt auch interessante Aspekte.

Realismus schreibt diese Geschichte auch nicht gerade groß. Das alleine finde ich noch verschmerzbar, aber es gab nicht gerade selten schnellere und einfachere Lösungen – aber aufgrund von Drama, wurden die in aller Regel nicht gewählt.

Noch mal was positives zum Schluss: Ich fand das Ende wirklich gut. Und ich mochte es, dass viel um die Frage ging: Was ist Realität? Wenn der Mensch in der Lage wäre, eine ultrarealistische Welt zu erschaffen, die praktisch genauso ist, wie die echte Welt – woher soll man wissen, ob man sich gerade in der Realität befindet?

Verstärkt wurde das Ganze noch, durch die immer Tiefer gehenden Schichten – ähnlich wie ein Traum in einem Traum – woher weiß man, wann man wach ist?

Das hatte etwas von „Inception“ und bot geradezu philosophische Fragen.

 

Fazit

Sehr vieles in dem Buch ist nach wie vor fantasiereich und auch interessant und spannend – es lief aber auch so einiges schief. Insgesamt, bin ich leider ziemlich enttäuscht von dem Buch.

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Tags: aktion, jugendbuch, scifi, spannung   (4)
 

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(126)

255 Bibliotheken, 9 Leser, 3 Gruppen, 14 Rezensionen

fantasy, magie, metalle, asche, vin

Krieger des Feuers

Brandon Sanderson , Michael Siefener
Flexibler Einband: 989 Seiten
Erschienen bei Heyne, 04.01.2010
ISBN 9783453523371
Genre: Fantasy

Rezension:  
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(80)

129 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

england, harold, schwarzer humor, melvin, vater

Harold

einzlkind
Flexibler Einband: 222 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.09.2011
ISBN 9783453435971
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch wurde mir von einem guten Freund empfohlen mit den Worten: „Du magst ja schräge Figuren, lies das Buch!“

Schräg sind in der Tat nicht nur die Figuren, sondern das ganze Buch – und ja, ich mag sowas sehr.

Beginnen wir aber mal damit,  dass dieses Buch wirklich unglaublich komisch ist. Wir reden hier aber von trockenen, sehr schwarzen Humor – typisch britischer Humor oder mit anderen Worten: Der Humor ist unschlagbar! Wer das nicht mag, sollte um dieses Buch einen weiten Bogen machen.

Bsp. für den Humor: Im Krankenhaus. Melvin redet mit einem Mann mit Krebs im Endstadium. Der Mann bringt seinen Satz unter großer Anstrengung gerade noch zu Ende und sein Kopf kippt zur Seite, worauf Melvin darüber sinniert, ob er die Krankenschwester oder gleich ein Bestattungsunternehmen Bescheid sagen soll. Der Mann beginnt dann aber laut zu Schnarchen und die Szene endet mit dem Satz: Pech für die Krankenkassen.

So ziemlich alles, was beschrieben wird, wird erst einmal düster geschildert – dem Buch haftet eine gehörige Portion Pessimismus an. Aber gerade durch den Humor und sehr feinen, gewählten Formulierungen, erdrückt es einen nicht, sondern hat sogar etwas Leichtes an sich. Um zu verdeutlichen, was ich damit meine, ein (typischer) Beispielsatz: „Schon am Morgen zeigte sich das Wetter schlecht gelaunt“ (S. 165).

Die Charaktere stehen dem in nichts nach. Harold sieht die Welt eher in dunklen Tönen, vorwiegend in schwarz. Er ist sehr introvertiert und neigt dazu mit jeder Situation überfordert zu sein und daraufhin in Starrte zu verfallen oder wenn es ganz brennzlich wird, sich mit Inbrunst auf Nichtigkeiten zu fokussieren und so zu tun, als wäre er gar nicht da. Man könnte ihn wohl als resignierten Pessimisten mit Sinn für Galgenhumor bezeichnen.

Melvin ist ein kleiner von sich selbst eingenommenes Genie und Klugscheißer, ohne jede Sozialkompetenz und den Hang nicht aufhören zu können zu reden. Beide zusammen sind einfach genial!

In meinen Augen ein Manko ist leider die Geschichte. Sie ist leider weder neu, noch spannend oder originell. An manchen Stellen fand ich es sogar geradezu langweilig und wenn man bei nur ca. 200 Seiten das Gefühl bekommt, dass es sich ein wenig zieht, dann läuft etwas nicht richtig.

Es gab aber auch (in der ersten Hälfte) Szenen, die einem mehr boten. An diesen Stellen grenzt es fast an Erkenntnis-Philosophisch. Ich liebe z.B. den Vortrag von Melvin zum Thema Demokratie und Menschsein.

 

Fazit

Dieses Buch lebt von seinen Protagonisten und vor allem von der Sprache bzw. den Schreibstil mit dem pechschwarzen Humor. Denn Geschichtlich hat einen dieses Buch nicht viel zu bieten.

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Tags: heyne, humor, roman   (3)
 

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(44)

114 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

selbstmord, liebe, depressionen, young adult, trauer

Mein Herz und andere schwarze Löcher

Jasmine Warga
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 08.12.2016
ISBN 9783733500511
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(34)

86 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

liebe, musik, kyra groh, tage zum sternepflücken, musical

Tage zum Sternepflücken

Kyra Groh
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 14.03.2016
ISBN 9783734101755
Genre: Liebesromane

Rezension:  
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(6)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

spannend, gelesen 2016, killer tötet kille

So was von tot

Chris Holm ,
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.02.2016
ISBN 9783426517413
Genre: Krimi und Thriller

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(30)

80 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

sci-fi, weltraum, dystopie, red rising, krieg

Red Rising - Tag der Entscheidung

Pierce Brown , Bernhard Kempen
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.09.2016
ISBN 9783453534438
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Das Buch beginnt wieder richtig hart. Fast alles was geschieht ist hart und wird auch so dargestellt, ohne dass es unpassend oder überspitzt wäre.

Man hat sofort wieder dieses bestimmte Gefühl, welches man während des ganzen Lesens hat. Spannung und unvorhersehbare Wendungen sind stätige Begleiter während der gesamten Reihe. Ich hätte nicht für möglich gehalten, dieses Level bis zu Letzt zu halten, ohne dass es sich abnutzt – aber dieses Buch, die ganze Reihe, hat mich eines besseren belehrt.

Dieses Buch ist eine wahre Meisterleistung – die Handlung ist in allen Momenten durchdacht und bis ins Detail ausgearbeitet.

Das zeigte sich gerade auch in der Ausarbeitung der verschiedenen Bewohner dieser Gesellschaft. Diese Gesellschaft ist glaubwürdig und es funktioniert.

Die Details sind dabei sehr wichtig. Es gibt unterschiedliche Dialekte, aussehen, Mentalitäten und Geschichte. Das macht es lebendig.

Allerdings muss ich auch sagen, dass man dieses Mal an wenigen Stellen die Konstruktion deutlich herausgelesen hat. Realismus schreibt sich dieses Buch nicht unbedingt auf die Fahne – gerade was die ganzen Wendungen und Schlachten angeht.

Es war auch das erste Mal so, dass ich bei manchen Wendungen dachte, dass man diese auch hätte weglassen können. Ein, zweimal hatte ich das Gefühl, dass das diese Wendung nicht unbedingt einer logischen Schlussfolgerung gefolgt ist, sondern eher etwas noch mal unterstreichen sollte, was für mich sowieso schon deutlich war.

Auch in diesem Buch gibt es wieder Kritiken an Politik, Medien, Gesellschaft und Krieg. Das meiste wird nicht direkt angesprochen, sondern es schwingt unterschwelliger mit. Das empfinde ich aber als angenehm.

Es gibt natürlich auch viele Beschreibungen von den Schlachten und damit verbunden auch von den Kriegstaktiken. Wenn man das nicht mag, wird man an dem Buch möglicherweise nicht so viel Freude haben, aber ich liebe das.

Denn zum einen macht es das episch und aber vor allem zeigt es auf, wie dreckig Krieg ist, es ist moralisch und ethisch Grenzwertig und auch darüber hinaus. Es wird nicht durch Ruhm oder Ehre romantisiert. Es ist ehrlich.

Man wird jedoch auch wieder mit vielen Namen konfrontiert, bei denen vorausgesetzt wird, dass man sie kennt bzw. einordnen kann. Mir fällt sowas recht schwer, weil ich kein gutes Namensgedächtnis habe und hier wird z.T. Detailwissen aus den vorherigen Bänden voraus gesetzt. Ein wenig Hilfestellung wäre da ganz nett gewesen.

Ich mag es, wie die Charaktere dargestellt sind. Die Figuren wirken authentisch und sind vielschichtig. Ich bin vor allem ein großer Fan von Sevro – einer der drecksverdammt coolsten Sidekicks überhaupt! („Drecksverdammt“ ist übrigens ein beliebtes Wort in den Büchern, falls ihr das nicht wusstet)

Es gibt wie gesagt sehr viele Figuren und ich bewundere die Gedankenarbeit des Autors, dass er so viele unterschiedliche Charaktere mit individuellen Geschichten und Ansichten erschaffen konnte.

 

Fazit

Ich bin wirklich unglaublich beeindruckt von diesem Buch und von der ganzen Reihe. Sie halten durchgängig die Spannung und bieten sehr viele unerwartete Wendungen.

Außerdem zeigen sie Krieg wie er ist, ohne Verherrlichung.

Eine wirklich epische Reihe.

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Tags: dystopie, krieg, sci-fi   (3)
 

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(12)

24 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

jugendbuch, missbrauch, entführt, gewalt, alice

Living Dead Girl

Elizabeth Scott
Flexibler Einband: 170 Seiten
Erschienen bei Simon & Schuster, 08.09.2009
ISBN 9781416960607
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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(140)

234 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

dystopie, zukunft, utopie, selbstmord, folter

Corpus Delicti

Juli Zeh
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei btb, 09.08.2010
ISBN 9783442740666
Genre: Romane

Rezension:

Ich finde den Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig und ich stehe dem ein wenig zwiegespalten gegenüber.

Zum einen finde ich, dass die Sprache recht gewählt, aber nicht überfordernd oder aufgesetzt ist (meistens jedenfalls) – das fand ich angenehm.

Auf der anderen Seite, finde ich diesen Stil zwar sehr präzise, aber fast unterkühlt, geradezu steril. Als hätte die Autorin selbst keinen emotionalen Zugang zu ihrer eigenen Geschichte gefunden – somit ich als Leser, auch nicht.

Das gleiche gilt für die Charaktere. Sie sind so geschildert, dass man keinen wirklichen Zugang zu ihnen bekommt. Sie sind nicht unbedingt unsympathisch, aber sympathisch sind sie eben auch nicht.

Die Charaktere sind eigentlich nur Mittel zum Zweck. Sie sollen durch das was sie tun und sagen, eine Aussage oder eine Kritik vermitteln.

Dort liest man die Konstruktion der Autorin deutlich heraus. Ich finde das, aber interessante Weise nicht unbedingt negativ. Bis auf ein paar Dialogen am Ende, da empfand ich diese Konstruktion auch manchmal anstrengend.

Dieses Buch ist in meinen Augen eine klare Kritik an dem System. Hier dargestellt durch das System der „METHODE“, der hier erschaffenen Gesellschaft.

Besonders interessant an dem Buch ist das Gesundheitssystem. Gesundheit ist schließlich etwas wünschenswertes, aber in dieser Gesellschaft wurde das zur Perversion überspitzt.

Es gib hier ebenfalls das Bild des „durchsichtigen Menschen“, aber eben auf der Gesundheitsebene. Alles wird überwacht und es gibt Strafdelikte, weil man  z.B. nicht körperlich Aktiv genug ist, Krankheiten wurden ausgerottet, selbst die Toiletten messen automatisch in den Ausscheidungen, ob die Werte vom normalen abweichen.

Das schlimmste daran ist, dass das nicht undenkbar ist. Ich musste sofort an die Idee der Krankenkassen denken, die durch Belohnungsmaßnahmen den perfekten, gesunden Patienten anlocken wollen, indem man seine körperlichen Daten preis gibt.

Ich finde es faszinierend, wie durch diese Überspitzung, eine subtile Kritik gegen unsere herrschenden Systeme vermittelt wird.

Es gibt allerdings auch Thesen, die für mich keine Substanz hatten. Ich konnte den Ausführungen zwar folgen (glaube ich zumindest), kann ihnen aber nicht zustimmen.  

Ein zusätzliches kleines Highlight war für mich ganz klar „die perfekte Geliebte“. Diese Figur ist ein regelrechter Stilbruch. Sie passt im wahrsten Sinne, nicht ins Bild. Aber ich mochte ihr Sinnbild der Idee, die der Protagonistin in den Kopf gepflanzt wurde und vor allem mochte ich den Humor, der durch diese Figur eingebracht wurde.  

 

Fazit

Ich finde die Kritik am System faszinierend. Das Buch bietet einen dort sehr viele Denkanstöße.

Den Stil finde ich allerdings recht gewöhnungsbedürftig – er ist sehr speziell und nicht an allen Ecken angenehm.

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Tags: dystopie, gesellschaft, kritik, roman, sci-fi   (5)
 

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(137)

264 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

endzeit, dystopie, apokalypse, cormac mccarthy, weltuntergang

Die Straße

Cormac McCarthy , Nikolaus Stingl , ,
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.04.2013
ISBN 9783499255526
Genre: Romane

Rezension:

Im Prinzip ist es geradezu monoton in Blocktexten geschrieben. Ohne Abwechslung oder wörtliche Rede. Das ist gewollt, wie ich vermute, denn es unterstreicht die Geschichte bzw. diese Welt und die Situation, in der sich die Figuren befinden. Monoton bleibt es trotzdem.

In gewisser Weise ist das Buch deprimierend. Die Welt ist verbrannt, es gibt nichts außer Asche. Alles ist zerstört, das Wasser ist schwarz, im Regen folgt tödliche Kälte.

Vater und Sohn folgen ohne wirkliche Hoffnung einer Straße durch verbranntes Land.

Das ist eigentlich alles was man erfährt, denn sonst weiß man nichts.

Ab und an, gibt es mal einen kurzen Rückblick. Aber man erfährt trotzdem nichts über die Figuren – nicht was für ein Leben sie vorher geführt haben, also bevor die Welt verbrannte, man weiß nicht einmal ihre Namen.

Man weiß auch nicht, was überhaupt mit der Welt passiert ist. Es gibt sehr wenige Andeutungen, aber die sind z.T. auch widersprüchlich oder logisch schlicht nicht erklärbar. Man kann Theorien aufstellen, aber man weiß es nicht.

Mir ist klar, dass das so gewollt ist, das unterstreicht die Atmosphäre in dem Buch, deshalb konnte ich das verschmerzen. Ich mag sowas aber trotzdem nicht unbedingt.

Wirklich viel Handlung bietet das Buch nicht. Es gibt Momente in dem Buch, die sind erdrückend und belastend und welche die sind einfach grausam und erschütternd.

Das Buch zeigt vielleicht auch die Abgründe des Menschen auf – zu was der Mensch in Ausnahmesituationen fähig ist.

Es gibt ein paar immer wiederkehrende Muster, z.B. wenn sich der Mann und das Kind unterhalten fällt sehr oft das Wort „okay“. Das ist vermutlich ein Sinnbild dafür, dass man dieses Wort sehr oft benutzt, obwohl nichts okay ist.

Solche Parabeln lassen sich mehrfach in dem Buch finden. Allerdings fand ich diese ständigen wiederkehrenden Muster auf Dauer auch etwas anstrengend.

 

Fazit

Das Buch bietet einen eine einmalige düstere und bedrückende Atmosphäre. Außerdem behandelt das Buch ein paar moralische Fragen. Allerdings ist es insgesamt recht monoton.

  (2)
Tags: dystopie, roman   (2)
 

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(57)

106 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 45 Rezensionen

tokio, abschied, japan, jugendbuch, umzug

Sieben Nächte in Tokio

Cecilia Vinesse , Stephanie Singh
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 26.08.2016
ISBN 9783423761499
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Schreibstil ist gut – er ist einfach und trägt einen flüssig und schnell durch die Geschichte. Außerdem mochte ich den Humor – er war nicht so aufdringlich (so gewollt komisch), sondern eher etwas unterschwelliger.

Hauptgrund warum ich dieses Buch lesen wollte war, dass es in Tokio spielt. Ich liebe diese Stadt sehr und war sehr auf die Beschreibungen der Stadt gespannt.

Die gab es auch, Tokio floss immer mal wieder in die Geschichte ein. An sich war das auch nicht schlecht gemacht, aber mir hat das Herz gefehlt.

Das hätten auch genauso gut Schilderungen eines Touristen oder Reiseführers sein können, aber nicht von jemanden, der dort schon lange lebt und diese Stadt liebt – da haben auch die japanischen „Fachbegriffe“ nichts geholfen. Das wurde auch noch unterstrichen, dass sie nicht einen einzigen japanischen Freund hat oder selbst sagt, dass sie länger in Japan als nirgends sonst gelebt hat, aber praktisch kein japanisch sprechen kann.

Eigentlich frage ich mich sogar, warum das überhaupt in Tokio spielt. Die Handlung hätte auch überall sonst spielen können. Zumal sie sowieso nur eine Parallelgesellschaft von den „Ausländern“ in Japan wiederspiegelt.

Nur ganz selten gab es mal Momente in denen ich tatsächlich eine Liebe zu dieser Stadt gespürt habe.

Was hingegen sehr gut rüber kommt ist, das Gefühl von Verlust – wenn man einen Ort und die Menschen zurücklassen muss und versucht jede Sekunde die einen noch bleibt festzuhalten.

Weiterhin ist auch der Wunsch nach einem festen Zuhause sehr präsent und vielleicht auch etwas nach einer intakten Familie.

Im Groben und Ganzen, kam ich mit der Protagonistin ganz gut zurecht. Sie ist nicht geraden der Inbegriff einer starken Person mit viel Eigeninitiative, sie hat auch ihre Jammerlappen-Momente, aber eben auch stärkere Momente. Etwas anstrengend fand ich aber, dass sie fast krampfhaft als perfektes, nettes Mädchen dargestellt wurde.

Die Gruppe (also der Freundeskreis der Protagonistin) war eine merkwürdige Konstellation. Sie war durchaus unterhaltsam, allerding habe ich mich auch gefragt, wie es dazu kommen konnte, dass sie befreundet sind und warum sie es noch sind. Denn das beliebteste Hobby ist es, hinterm Rücken über die anderen herzuziehen, zum Teil auch vor dem Rücken. Wir haben wieder diese typische Darstellung von verkorkster Freundschaft.

Die Liebesgeschichte ist da nur bedingt besser. Die Gefühle für Jamie kippen sehr schnell (von „ich hasse ihm“ zu „ich fühle mich so wohl bei ihm“) – ich fand vieles diesbezüglich nicht wirklich glaubwürdig. Jedenfalls nicht in der kurzen Zeit, aber das ließ sich durch den Countdown wohl nicht vermeiden.

Die Liebesgeschichte selbst ist aber ganz süß. Sie hat etwas Zartes an sich und es wurde auf zu viel Kitsch verzichtet (ein gewisses Maß an Kitsch gibt es natürlich trotzdem). Außerdem haftet dadurch natürlich etwas süßes-tragisches an der Geschichte.

Die Handlung selbst ist leider nicht sonderlich originell. Stattdessen besteht sie aus künstlichem Drama und vielen Teenie-Klischees. Ich spreche dem Ganzen nicht mal eine Unterhaltsamkeit ab, aber es ist auch irgendwie anstrengend.

Was mich am meisten gestört hat ist, dass es so viele Dinge unausgesprochen, ungeklärt, wenn nicht sogar verdrängte wurden.

In dem ganzen Buch hat sich nie jemand für irgendwas entschuldigt – obwohl genug Mist passiert ist. Die Familiensache blieb auch ungeklärt. Es gab absolut keine Aussprache und Konsequenzen in dem Buch.

 

Fazit

Letztendlich ist es eine ganz süße Liebesgeschichte für eher jüngere Jugendliche, vor der Kulisse von Tokio.

Mehr bietet einen die Geschichte aber auch nicht.

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Tags: contemporary, dtv, familie, jugendbuch, liebesgeschichte   (5)
 

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(155)

299 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

big brother, dystopie, überwachung, überwachungsstaat, klassiker

1984

George Orwell
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.01.2007
ISBN 9783548225623
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Buch ist in drei Teile gliedert. Der erste beschäftigt sich allein mit Schilderungen wie diese Gesellschaft (und das Leben des Protagonisten) funktioniert – das nimmt sehr viel Raum ein, bevor dann wirklich mal Handlung einsetzt. Wobei das Buch generell nicht unbedingt viel Handlung aufweist.

Was irgendwie typisch ist für relativ alte Bücher: Es ist nicht unbedingt spannend. Was damals für riesige Aufreger sorgen konnte, ist heute eher…naja. Wir haben heute wohl ein anderes Verständnis von Spannung.

Ich würde das Buch aber eher als langsam bezeichnen. In gewisser Hinsicht fast unemotional und ruhig.   

Ich muss sagen, dass ich dieses technische bzw. diesen Überwachungsstaat nicht so beeindruckend fand. Nicht mal unbedingt, wenn ich die Zeit berücksichtige, als das Buch erschienen ist. Ich habe diese Schilderungen auch eher wie ein Beobachter gelesen, ich war nicht so richtig involviert.

Was mich hingegen gepackt hat, war die soziologische Ebene – das Zwischenmenschliche. Was so ein Staat aus den Menschen macht (besonders mit den Kindern).

Die Dummheit und daraus folgender bedingungsloser Gehorsam der Bevölkerung, die auch das noch so offensichtlich falsche schlucken, weil es die Regierung eben sagt – das fand ich ein sehr interessanten Punkt.

Der Knackpunkt lautet dabei natürlich: Bildung! Das dumm halten der Vielen, damit sie nicht verstehen, dass die Wenigen zu nichts dienlich sind und so leicht überrannt werden könnten. 

Die Vielen sind dumm und sollen bewusst dumm gehalten werden. Der Rest ergibt sich von allein. Das ist der Kern. Und das ist ein Spiegel unserer wirklichen Welt und Gesellschaft.

Ich denke genau dort liegt das erschreckende an dem Buch (auch heute noch), dass man gewisse Parallelen in der jeweils aktuellen Gesellschaft und Weltpolitik findet.

Eigentlich ist das extrem deprimierend. Guckt euch doch die aktuelle politische Lage an: Einfache Antworten, einfache Weltbilder, einfache Feindbilder damit die Bevölkerung nicht auf die Idee kommt, die richtigen Fragen zu stellen.

Das Buch selbst ist im Prinzip ein Gedankenspiel. Besonders deutlich wird es in den Schriften von „Goldstein“, ab dem zweiten Teil.

Dort werden auch viele interessante Strukturen und Thesen aufgeworfen, bei denen man gar nicht anders kann, als es mit unserer Realität zu vergleichen.

Ich muss aber auch sagen, dass sich das Ganze etwas zieht und zum Teil in Schleifen erzählt wird. Manche der Erklärungen, wie diese Regierung, diese Welt des Romas funktioniert und Aufgebaut ist, fand ich nicht gerade schlüssig. Es ist eben ein Gedankenspiel – manches davon bewegt sich ihm Rahmen der Unlogik – es würde so nicht funktionieren. Andere Fragen wurden gar nicht erst aufgegriffen oder blieben unbeantwortet.

 

Fazit

Ich finde dieses Buch als Gedankenspiel durchaus interessant und es hat definitiv seine erschreckenden Momente – sei es in den Parallelen zur aktuellen Realität oder auf der totalitären oder soziologischen Ebene.

Allerdings hat das Buch ziemliche Längen und wird geradezu monoton erzählt.

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Tags: dystopie, gedankenspiel   (2)
 

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(75)

130 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

alzheimer, familie, liebe, krankheit, demenz

Still Alice

Lisa Genova , Veronika Dünninger
Flexibler Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.02.2015
ISBN 9783404271153
Genre: Romane

Rezension:

Das erste was mir aufgefallen ist, war der sehr angenehme Schreibstil. Die Sprache an sich ist einfach, aber sie erzeugt eine annehmliche Atmosphäre. Es nimmt einen irgendwie gefangen.

Die Protagonistin wird einen dabei sehr plastisch beschrieben. Man lernt zunächst ihr Leben, z.T. auch Orte kennen, aber ohne, dass es wie eine langweilige Erklärung rüberkommt.

Sondern das geschieht fast beiläufig, aber auf eine Art, die einem tatsächlich ein Gefühl für die Protagonistin gibt. Man bekommt mit wenigen Worten den Eindruck, diese Figur zu kennen.

Wesentlich in dem Buch ist natürlich das Vergessen, die Alzheimer Erkrankung.

Zunächst sind es kleine Dinge, die man unter normaler Vergesslichkeit verbuchen könnte, dann werden die Lücken jedoch größer, bis schließlich die Wesensveränderung immer deutlicher wird.

Das ist wirklich toll geschildert. Man kann die Gedanken und Gefühle der Protagonistin ganz genau verfolgen und nachvollziehen. Insbesondere natürlich ihre Ängste. Das machte es beim Lesen gelegentlich auch etwas bedrückend.

Interessant war es aber auch verfolgen zu können, wie ihre Umgebung auf ihre Krankheit reagiert.

Das Ganze ist natürlich sehr emotional und manchmal auch irgendwie erschreckend, was man liest, aber es wurde gänzlich auf Kitsch und Drama verzichtet. Dafür ist es ehrlich, manchmal auch fast schmerzhaft deutlich.

Das sind zum Teil Ängste, die vermutlich jeder von uns nachvollziehen kann, weil sie essentiell sind.

Das Buch schafft es aber, dabei nicht total deprimierend zu sein. Es gab auch schöne oder lustige Momente – aber eben auch traurige und bedrückende. Es wurde eine gute Mischung geboten.

Das Buch wirft dabei (so ganz nebenbei) auch einen Blick darauf, was unser Leben ausmacht. Faszinierend fand ich, dass dabei keine Wertung vorgenommen wird, denn alles was unseren Alltag ausmacht ist für unser Leben von Bedeutung, aber manche Dinge sind langlebiger (vielleicht auch wesentlicher) als andere.

 

Fazit

Ich war wirklich sehr beeindruckt von dem Buch. Wie die Krankheit, aber auch die Protagonistin und ihr Leben beschrieben wurden, war sehr ehrlich, nah und emotional, aber ohne Drama oder Kitsch.

Ich kann das Buch sehr empfehlen.

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Tags: familie, leben, roman, schicksale   (4)
 

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(81)

167 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 9 Rezensionen

klassiker, freundschaft, novelle, roman, wanderarbeiter

Von Mäusen und Menschen

John Steinbeck
Flexibler Einband: 139 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.01.2002
ISBN 9783423620727
Genre: Klassiker

Rezension:

So ziemlich jede Figur in diesem Buch, spricht mit Dialekt. Das passt sogar zu den Gegebenheiten, aber ich empfinde sowas als anstrengend.

Da das Buch auch recht alt ist (1937 erschienen), war mir der Sprachfluss nicht gerade vertraut – ich brauchte so einiges an Gewöhnungszeit, auch wenn, bis auf ein paar Wörter, keine Verständnisprobleme hatte.

Die Handlung: Es spielt auf einer Farm, mit verschiedenen Persönlichkeiten/Charakteren. Diese Figuren bleiben auch nicht unbedingt farblos, aber vielschichtig sind sie auch nicht, das liegt vermutlich auch nicht im Interesse des Buches.

Es ist auch so, dass diese Gemeinschaft dort – gewisse Strukturen oder Verhaltensweisen – exemplarisch für die allgemeine Gesellschaft betrachtet werden können. Das ist dann aber auch so ziemlich das einzige, was ich dieser Geschichte entnehmen konnte: Die Erkenntnis, dass das Streben nach Träumen und Gesellschaft in allen Zeiten gleichen bleibt.

Allerdings, wie ich finde, ohne jeden Charme erzählt. Ich muss leider sagen, ich finde nicht, dass sich das Lesen in diesem Falle lohnt.

Die Geschichte plätschert so vor sich hin, ohne irgendwelche Höhepunkte – kurz: es war langweilig und hat mir praktisch nichts geben können.

 

Fazit

Man kann in das Buch etwas rein interpretieren, wenn man es denn will, man muss aber auch nicht.

Ich muss sagen, ich fand es ziemlich langweilig.

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Tags: freundschaft, klassiker, roman   (3)
 

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(160)

234 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

ehre, journalismus, medien, boulevardzeitung, gesellschaftskritik

Die verlorene Ehre der Katharina Blum

Heinrich Böll
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 01.01.1974
ISBN 9783462031454
Genre: Klassiker

Rezension:

Man könnte wohl sagen, dass in diesem Buch, Heinrich Böll mit dem Sensationsjournalismus  der Boulevardpresse abrechnet.

Denn Böll sah sich selbst als Opfer einer Rufmord- und Hetzkampange der Bild (1972).

In der Vorbemerkung heißt es so auch verkürzt: „(…) Ähnlichkeiten mit den Praktiken der Bild-Zeitung (…) sind weder beabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidlich.“

Dieses Buch zeigt dabei auf, wie diese Art von Presse funktioniert und was sie verursacht.

Dabei sind diese Schilderungen auch durchaus überspitzt dargestellt. Wobei ich mich auch gefragt habe, was ist zwar krass dargestellt, aber trotzdem noch realistische Praxis? Man weiß schließlich wie weit die Boulevardzeitung bereit ist zu gehen, nur um eine Titelseite zu füllen.

Das normale Geschehen, wird auffällig ruhig und sachlich geschildert. Vermutlich um den Kontrast zur „ZEITUNG“ (so wird die große Boulevardzeitung in dem Buch genannt) so deutlich wie möglich zu gestalten.

Also man erfährt zunächst, was wirklich passiert ist, durch die Schilderungen oder Protokolle der Betroffenen und dann das was die „ZEITUNG“ daraus gemacht hat.

Wie harmlose Äußerungen, reißerisch verdreht werden. Den Skandal nicht mal nur aufzuputschen, sondern ihn überhaupt erst erschaffen und so tun als wäre das Journalismus und es ginge nur darum den interessierten Leser zu informieren.

Zwischendurch wurde sogar mal ein kurzer Vergleich zur Berichterstattung von seriösen Zeitungen gezogen. Der Unterschied ist natürlich frappierend.

Aber auch die polizeilichen Vernehmungen sind mehr als fragwürdig – als würde versucht werden die Protagonistin zu einer Falschaussage zu nötigen.

Oder auch wie ungenügend der rechtliche Schutz der einzelnen Person gegenüber der Presse ist – Pressefreiheit, also Schutz eines Konzerns, wird über den des Menschen gestellt. Ich würde zwar sagen, dass das hier überspitzt, aber leider nicht so wirklich unglaubwürdig dargestellt wurde.

Man sieht ganz deutlich, was diese Verleumdungen, Lügen und Verdrehungen der „ZEITUNG“ bei der Protagonistin anrichten – wie sich auch ihr Wesen Zusehens verändert.

Es ist an der Grenze zu widerlich und ja natürlich drängt sich eine ganz bestimmte Zeitung dabei auf – von der man weiß, dass genau das die angewandten Praktiken sind.

Mit Journalismus und Recherche hat das nichts zu tun – das ist einfach nur widerlich und das ekelerregendste daran ist, dass es funktioniert. Die Leute kaufen es, sie zerreißen sich das Maul und scheren sich einen Dreck um dessen Wahrheitsgehalt.

Dieses Buch wirft vielleicht auch die Frage auf, wer eigentlich die Presse kontrolliert. Außerdem legt es eine nahe, die eigene Mediennutzung zu überdenken – denn auch außerhalb der Boulevardpresse kann man sich fragen, wie viel Wahrheit und wie viel Sensationsgier liegt in dem Bericht.

 

Fazit

Obwohl das Buch nun doch schon ein paar Jahre auf den Buckel hat (1974 erschienen), ist es noch sehr aktuell.

Meiner Meinung nach sollte das jeder einmal gelesen haben, der in irgendeiner Form mit Medien zu tun hat – und das dürften so ziemlich alle sein.

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Tags: dtv, klassiker, roman   (3)
 
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