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Thalamus

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.08.2018
ISBN 9783785586143
Genre: Jugendbuch

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Orcasommer

Sabine Giebken
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Magellan, 17.07.2018
ISBN 9783734856051
Genre: Jugendbuch

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Und was siehst DU?

Jochen Till , Kerstin Laheyne
Fester Einband: 36 Seiten
Erschienen bei TULIPAN VERLAG , 23.07.2018
ISBN 9783864294150
Genre: Kinderbuch

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Liebe ist so scheißkompliziert

Sabine Schoder
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 22.08.2018
ISBN 9783733504069
Genre: Jugendbuch

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Drei Pferdefreundinnen - Filmpferd in Not

Antje Szillat
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.07.2018
ISBN 9783423762250
Genre: Kinderbuch

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Hyde

Antje Wagner
Fester Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 10.07.2018
ISBN 9783407754356
Genre: Jugendbuch

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Mitgehangen, mitgefangen!

Kai Pannen , Kai Pannen
Fester Einband: 104 Seiten
Erschienen bei TULIPAN VERLAG , 23.07.2018
ISBN 9783864294051
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Endlich sind Bisy und Karl-Heinz zurück! Die ersten beiden Bände dieser wundervollen Buchreihe konnten mich hellauf begeistern, daher habe ich mich schon richtig darauf gefreut mich mit den beiden Freunden erneut in ein spannendes, aufregendes Abenteuer zu stürzen.


Mittlerweile fühlen sich die Stubenfliege Bisy und die Kreuzspinne Karl-Heinz in ihrer Buchenhecke richtig heimisch. Ein Tag ist wie der andere, also alles ganz normal. Bisy ist dies zu langweilig, er braucht dringend Abwechslung. Karl-Heinz dagegen kann es nicht ruhig genug sein, er genießt dieses beschauliche Leben in vollen Zügen. Doch mit diesem soll es auf einen Schlag vorbei sein, als sie einen Anruf von Tante Kassandra erhalten. Die Spinnendame lädt die zwei zum Essen ein, was bei den beiden nicht so wirklich auf Begeisterung stößt. So ein gemeinsames Essen mit einer Spinne, die nicht wie Karl-Heinz ein Vegetarier ist, kann nicht ganz ungefährlich sein. Stubenfliegen sind für die Achtbeiner schließlich wahre Leckerbissen. Die beiden sagen aber trotzdem zu. Doch im Spinnennetz von Tante Kassandra angekommen, müssen die Freunde feststellen, dass ihre Gastgeberin spurlos verschwunden ist. Merkwürdig. Wo steckt sie nur? Und warum ist ihr Netz so verwüstet, als hätte ein Kampf stattgefunden? Da stimmt doch was nicht! Ist Tante Kassandra etwa Opfer einer Entführung geworden? So furchtbar die Spinnendame auch ist, so etwas hat nicht mal sie verdient. Karl-Heinz und Bisy zögern nicht lange und beschließen der Sache auf den Grund zu gehen.


Kennt ihr schon den korpulenten Spinnerich Karl-Heinz und die aufgeweckte Stubenfliege Bisy? Bereits zwei spannende Abenteuer durften wir mit diesem ungewöhnlichen Duo erleben und mit „Mitgehangen, mitgefangen!“ geht es nun in die dritte Runde. Falls ihr noch nicht die Bekanntschaft mit den beiden gemacht haben solltet, ist dies natürlich sehr schade, es sollte aber nicht hinderlich dabei sein, dem Geschehen im dritten Band folgen zu können. Die Bände bauen zwar schon aufeinander auf, erzählen aber dennoch recht eigenständige Geschichten, sodass man die Bücher meiner Meinung nach gut unabhängig voneinander lesen kann.


Ich kenne natürlich die ersten beiden Bände, daher war es für mich ein freudiges Wiedersehen mit liebgewonnenen Charakteren. Ich habe Karl-Heinz und Bisy seit Band 1 ganz fest in mein Herz geschlossen. Die beiden zusammen sind herzallerliebst und sorgen durchweg für laute Lacher. Besonders Karl-Heinz mit seiner stets etwas schlechtgelaunten, aber dennoch unheimlich liebenswerten Art mag ich richtig gerne. Die Illustrationen zu ihm sind übrigens richtig klasse, aber zu den Bildern komme ich noch.


Die Kreuzspinne und die Stubenfliege geben schon ein ulkiges Pärchen ab. Ich liebe die Dialoge zwischen den beiden, sie lesen sich so herrlich amüsant und sind einfach zum Schmunzeln schön. Die beiden unterscheiden sich nicht nur äußerlich gewaltig, auch vom Wesen her sind sie sehr verschieden. Aber wie heißt es so schön, Gegensätze ziehen sich an und auch wenn sich die beiden öfters mal in den Haaren liegen, mögen sie sich doch wahnsinnig gerne und sind froh, einander zu haben. Gerät einer von ihnen mal in Gefahr, ist der andere sofort bereit seinen Kameraden zur Hilfe zu eilen.

Aber nicht nur gegenseitig helfen sie sich. Karl-Heinz und Bisy sind beide sehr hilfsbereite Insekten und retten auch diejenigen, die sie eigentlich gar nicht leiden können. Wie Tante Kassandra. Als die Freunde feststellen, dass die nervige Spinnendame entführt wurde, zögern sie nicht lange und starten eine alles andere als ungefährlich Rettungsaktion.


Klingt das nicht spannend? Nun, das ist es auch. Ich war hier durchweg am Mitfiebern und auch wenn ich Tante Kassandra genauso wenig leiden kann wie unsere beiden Helden, habe ich doch gehofft, dass das Abenteuer gut ausgeht und alle am Schluss gesund und munter sind. Wie das Abenteuer ausgehen wird, verrate ich hier natürlich nicht. ;)


Neben den aufregenden Momenten kamen, wie oben bereits erwähnt, natürlich auch die witzigen Szenen nicht zu kurz. Der Kai Pannen hat aber auch immer Ideen. Sein Humor ist wirklich ganz genau mein Geschmack.


Ebenfalls hellauf begeistern konnten mich natürlich wieder die vielen schönen farbigen Illustrationen des Autors. Von diesen gibt es eine Menge in dem Buch und allesamt haben sie mir richtig gut gefallen. Sie verleihen dem Buch eine ganz besondere Atmosphäre und geben das Geschehen im Text perfekt wieder. Zudem sind sie richtig witzig. Die Insekten sehen teilweise so herrlich komisch aus. Ich kann mich gar nicht oft genug wiederholen, wie super ich die Illustrationen finde. Diese sind stets meine Highlights in den Karl-Keinz und Bisy Büchern. :D


Ich kann auch den dritten Band dieser wunderschönen Kinderbuchreihe absolut empfehlen. Sehr gut gefallen hat mir in diesem auch, dass er wichtige Botschaften und Werte enthält. So gehen Bisy und Karl-Heinz mit guten Beispiel voran und zeigen, dass auch so ungleiche Persönlichkeiten wie beiden die besten Freunde sein können. Zudem wird deutlich, wie viel man erreichen kann, wenn man zusammenhält und einander vertraut. Gemeinsam ist man stark und kann viel mehr bewirken, als wenn man auf sich alleine gestellt ist.


„Mitgehangen, mitgefangen!“ ist ein großartiges Buch für die ganze Familie, welches sich prima zum Vorlesen eignet und Jung und Alt ein wundervolles Lesevergnügen bescheren wird. Ich hoffe sehr, dass wir noch viele weitere Abenteuer mit Karl-Heinz und Bisy zu lesen bekommen werden.


Fazit: Eine weitere tolle Fortsetzung einer wundervollen Reihe! Mich konnte auch das dritte Abenteuer von Karl-Heinz und Bisy hellauf begeistern. Das Buch ist zum Schmunzeln schön, zum Lachen komisch und zum Mitfiebern spannend. Meine Highlights waren mal wieder die zauberhaft schönen Illustrationen, die richtig witzig und herrlich farbenfroh sind. Von mir erhält „Mitgehangen, mitgefangen!“ eine absolute Leseempfehlung sowie volle 5 von 5 Sternen!

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Drachenerwachen

Valija Zinck , Jona Mues
Audio CD
Erschienen bei Argon Sauerländer Audio ein Imprint von Argon Verlag, 22.08.2018
ISBN 9783839841853
Genre: Kinderbuch

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Baum der Wünsche

Katherine Applegate , Katrin Fischer , Charles Santoso
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 17.08.2018
ISBN 9783764151485
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Sieht das Cover nicht wunderschön aus? Bei mir war es hier Liebe auf den ersten Blick. Da mich auch der Klappentext auf Anhieb überzeugen konnte, stand für mich sofort fest, dass ich die große alte Eiche Rot unbedingt kennenlernen wollte.


Ihr glaubt, Bäume können nicht sprechen und nicht denken? Nun, mit dieser Annahme liegt ihr leider falsch, denn Bäume – und auch Tiere – besitzen tatsächlich Stimmen, mit denen sie reden können. Sie tun es nur nie, da dies strengstens verboten ist. Allerdings hält das die mächtige alte Eiche Rot nicht davon ab, uns ihre Geschichte zu erzählen. Rot ist ein sogenannter Wunschbaum und schon über 200 Jahre alt. Vieles hat Rot schon gesehen und daher eine große Menge an Wissen angesammelt. Als die 10-jährige Samar eines Tages mit ihrer Familie in die Nachbarschaft zieht, ist Rots große Weisheit bedeutender denn je. Samar vertraut der alten Eiche nämlich ihren größten Wunsch an: Sie wünscht sich einen Freund. Diesen möchte Rot nur zu gerne für sie finden. Nur wie? Wie soll es ihm als Baum nur gelingen, den Wunsch des kleinen Mädchens wahr werden zu lassen? Zum Glück ist Rot nicht alleine, sondern hat viele tierische Freunde an seiner Seite, die bereit sind ihm zu helfen. Doch wird es ihnen auch gelingen Samars Wunsch zu erfüllen ohne das Gesetz zu brechen?


Habt ihr schon mal ein Buch gelesen, dessen Handlung aus der Sicht eines Baumes erzählt wird? Bücher mit Tieren als Protagonisten gibt es ja eine Menge, aber Baumgeschichten? Ich jedenfalls kenne ich keine, daher war ich schon so gespannt was mich in „Baum der Wünsche“ erwarten wird.


Mich konnte die poetische Erzählweise des Buches von den ersten Seiten an begeistern. Wir erfahren alles aus der Sicht der alten Eiche Rot. Rot ist ein sehr stattlicher Baum, der schone viele, viele Jahresringe zählt, schon eine Menge erlebt hat und ein fester Bestandteil der Nachbarschaft ist. Viele Tiere beherbergt Rot in seinen ausladenden Ästen, seinem breiten Stamm und unter seinen Wurzeln. Und für die Menschen ist Rot ein Wunschbaum. Einmal im Jahr, am ersten Mai, wird Rot mit den Wünschen der Menschen geschmückt. Ob auf Papier geschrieben, auf Stofffetzen, sogar Unterhosen werden gerne mal verwendet – am ersten Mai ziert das Geäst der großen Eiche die verschiedensten Wünsche. Die Menschen haben bis heute nicht den Glauben daran verloren, dass Rot ihre größten Träume wahr werden lässt.


Doch mit den Jahren hat sich leider doch etwas in der Straße verändert, in der Rot seine Wurzel geschlagen hat. Das Miteinander der Einwohner ist anders geworden. Merken tut Rot das an dem kleinen Flüchtlingsmädchen Samar, das neu mit ihrer Familie in die Stadt gezogen ist. Samar ist eine Muslimin und anscheinend sind diese nicht gerne in der Nachbarschaft gesehen.


Aus der Sicht von Rot erfahren wir, wie Samar von den anderen ausgegrenzt wird und zu spüren bekommt, dass sie und ihre Familie unerwünscht sind. Rot macht dies sehr traurig und er beschließt dem Mädchen zu helfen.


Ich habe ganz gebannt verfolgt wie Rot und die Tiere gemeinsam versuchen, Samars Wunsch zu erfüllen. Als wirklich spannend würde ich das Buch nicht bezeichnen, dafür aber als wunderschön und herzerwärmend. Katherine Applegate ist mit „Baum der Wünsche“ ein ganz bezauberndes Kinderbuch gelingen, welches eine berührende Geschichte über Toleranz, Zusammenhalt, Freundschaft und ein friedliches Miteinander erzählt. Mich hat das Buch sehr nachdenklich gestimmt und mich durch die gefühlvolle Erzählweise von Rot auch sehr bewegt. Auch zum Schmunzeln gab es für mich eine Menge. So hat mich Rots beste Freundin, die Krähe Bongo, mit ihrer aufgeweckten Art bestens unterhalten. Auch die anderen Tiere fand ich sehr amüsant, ganz besonders ihre Namen. Jede Tierart hat ihre eigene Vorgehensweise bei der Namensgebung. So sind zum Beispiel die Waschbären so vergesslich, dass sie sich Namen gar nicht merken können. Bei ihnen heißen die Kinder einfach alle „Du“. Sehr witzig fand ich auch die Namen der Stinktiere. Diese benennen sich nach Gerüchen. Ich kann euch ja schon mal verraten, dass dadurch ziemliche ulkige Namen zustande kommen. ;)


Neben dem Versuch, den Wunsch der kleinen Samar zu erfüllen, beschäftigt Rot auch noch eine andere Sache: Er bekommt mit, dass er gefällt werden soll, aus verschiedenen Gründen. Klar, dass ihn auch diese Neuigkeit traurig macht. Entsetzt sind natürlich auch die Tiere, da sie ihr Zuhause verlieren würden. Es heißt nun also für alle, zusammenzuhalten und zu versuchen, einen Wunsch wahr werden zu lassen und die große Eiche Rot zu retten. Ob ihnen das gelingen wird, verrate hier natürlich nicht. Da müsst ihr das Buch schon selber lesen.


Was ich aber noch unbedingt erwähnen möchte, sind die zauberhaften Illustrationen, mit denen das Buch versehen wurde. Wir kommen hier in den Genuss vieler schöner schwarz-weiß Zeichnungen von den verschiedensten Tieren und auch von Rot befinden sich tolle Zeichnungen in dem Buch. Die Bilder begleiten das Geschehen im Text perfekt und machen das Buch nur noch wundervoller.


Mich konnte „Baum der Wünsche“ hellauf begeistern. So ein Buch habe ich wirklich noch nicht gelesen, hier ist Katherine Applegate etwas ganz besonderes gelungen.

Die Botschaften der Geschichte wurden schön leicht verständlich verpackt, sodass auch jüngere Kinder diese verstehen können. Obwohl es hier um ein Kinderbuch handelt, kann ich auch Erwachsenen Rots Geschichte sehr ans Herz legen. In meinen Augen ist das Buch für jedermann, ganz egal welchen Alters, absolut lesenswert!


Fazit: Wunderschön und herzerwärmend. Mit „Baum der Wünsche“ ist Katherine Applegate ein ganz besonderes Buch gelungen, welches ich jedem sehr ans Herz legen kann. Aus der Sicht eines Baumes wird eine wundervolle Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und Toleranz erzählt, die große und kleine Leser begeistern wird. Mir haben Rots Erzählungen richtig gut gefallen und ganz besonders schön finde ich die zauberhaften Illustrationen. Ich kann das Buch sehr empfehlen und vergebe volle 5 von 5 Sternen!

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My First Love

Tanja Voosen
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 23.07.2018
ISBN 9783453271630
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf „My First Love“ von Tanja Voosen war ich richtig gespannt. Beim Cover war es bei mir Liebe auf den ersten Blick, es hat so etwas herrliches Sommerliches und Romantisches. Auch der Klappentext konnte mich sofort überzeugen. Hier war ich mir sehr sicher, dass ich sehr schöne Lesestunden mit dem Buch verbringen werde.


Von Tanja Voosen habe ich bisher erst ein Buch gelesen, den ersten Band von „Nova und Avon“. Da es sich bei diesem um ein Kinderbuch handelt, sollte „My First Love“ also mein erster Jugendroman von der Autorin sein.


Der Einstieg in das Buch fiel mir spielend leicht. Was mir sofort zusagte, war der Humor. Bei diesem liegen Tanja Voosen und ich eindeutig auf einer Wellenlänge. Ich war beim Lesen durchweg am Grinsen und Schmunzeln und habe mich bestens unterhalten gefühlt.


Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der 17-jährigen Cassidy. Obwohl sie mir stellenweise etwas zu tough war, habe ich sie dennoch sehr für ihre Schlagfertigkeit bewundert und sie ganz fest in mein Herz geschlossen.


Ihre sarkastische und zynische Art verbirgt auch nur, wie es in Cassidy wirklich aussieht. Denn so hart und selbstsicher, wie sie sich gerne gibt, ist sie in ihrem Inneren gar nicht. Ihr Familienleben ist alles andere als einfach. So bleibt es oft an Cassidy hängen, den Haushalt zu schmeißen oder sich um die Rechnungen zu kümmern, da ihre Mutter mehr Zeit damit verbringt, ihren Liebhabern hinterher zu trauern, anstatt sich um ihre Kinder kümmern. 


Ihr merkt vielleicht, das Buch ist nicht nur witzig und humorvoll. Neben den Familienproblemen befasst sich die Story auch mit den ernsten Themen Verlust, Trauer, Unsicherheit und Zukunftsängsten. Das hat mich sehr positiv überrascht, da das Buch so deutlich mehr an Tiefgründigkeit gewonnen hat als ich erwartet habe.


Auch Colton hat mich sehr überrascht, im positiven Sinne. Anfangs dachte ich noch, dass wir es bei ihm mit diesem typischen Bad Boy zu tun bekommen würden. Allerdings musste ich dann feststellen, dass Colton alles andere als das von mir erwartete wandelnde Klischee ist. Auch er hat sein Päckchen zu tragen und hat sich aus Schutz dieses coole, locker-lässige Gehabe zugelegt. Dieses bekommt Cassidy auch sehr zu spüren, denn Colton ist, wie man sehr gut nachvollziehen kann, alles andere als begeistert davon, dass Cassidy seine Beziehung beendet hat.


Zwischen den beiden kracht es öfters gewaltig und es fliegen immer wieder die Fetzen. Man sollte eigentlich besser Warnschilder aufstellen, wenn die zwei aufeinander treffen, denn die beiden ergeben eine sehr explosive Mischung. Aber wie heißt es so schön, was sich liebt, das neckt sich. Ich habe mich über den Schlagabtausch der beiden köstlich amüsiert und mir war auch sofort klar, dass die beiden mehr füreinander empfinden. Bei ihren ersten Aufeinandertreffen kann man dies zwar kaum glauben, da fast schon so etwas wie Hass zwischen den beiden herrscht. Allerdings ändert sich ihr Verhältnis im Verlaufe des Buches. Wie es der Zufall will begegnen sich die beiden auch immer wieder; wir kommen also in den Genuss von jeder Menge sehr unterhaltsamer Wortgefechte. :D


Neben den Hauptcharakteren, den schlagfertigen Dialogen, dem Schreibstil und dem großartigen Humor haben mir auch die Nebencharaktere richtig gut gefallen. Allen voran Cassidys beste Freundin Lorn und deren heimlicher Schwarm Theo. Theo war ein Junge ganz nach meinem Geschmack. Schade eigentlich, dass er sich bereits in eine andere verguckt hat. ;)

Ganz besonders schön fand ich die innige Freundschaft zwischen Cassidy und Lorn. Die beiden Mädchen sind wirklich so richtige Freundinnen fürs Leben. Sie können sich stets aufeinander verlassen und sind immer füreinander da.


Was mir auch noch richtig gut gefallen hat, ist das Setting. USA/Kalifornien – diesen Schauplatz habe ich schon immer geliebt. Tanja Voosen hat mir mit ihren bildhaften Beschreibungen ein richtiges Kopfkino beschert. Das Meer, die Natur, die Ranch (mein neues Zuhause, die Adresse bitte!) - alles wurde so schön dargestellt. Es kam dadurch auch ein wundervolles Sommerfeeling zustande; das Cover verspricht hier also eindeutig nicht zu viel.


Ich habe das Buch für meinen Geschmack viel zu schnell zu Ende gelesen. Mir hat es echt richtig gut gefallen. Es hat mich zum Lachen und Schmunzeln gebracht, es hat mich berührt und nachdenklich gestimmt und auch Momente zum Mitfiebern gab es für mich eine Menge. So habe zum Beispiel den Verlauf der Wette ganz gebannt verfolgt.


Wer hier denkt, es mit einem typischen, klischeehaften Teenieroman zu tun zu bekommen, der wird, wie ich, sehr rasch feststellen, dass dem nicht so ist. Klar, Klischees sind natürlich vertreten, aber das gehört für eine richtige Lovestory doch auch einfach dazu, oder? Mich jedenfalls hätte es schon sehr enttäuscht, wenn diese gefehlt hätten.


Fazit: Witzig, romantisch, tiefgründig und herrlich humorvoll! Für mich die perfekte Mischung schlechthin! Dies war also mein erstes Jugendbuch der Autorin und es wird auf jeden Fall nicht mein letztes gewesen sein. Ich werde mich nun demnächst auf die weiteren Bücher von Tanja Voosen stürzen und hoffe sehr, dass noch Nachschub kommen wird. Also, liebe Tanja, falls du das hier liest: Schön eifrig weiterschreiben, ich will unbedingt noch viele weitere Werke von dir lesen. „My First Love“ konnte mich richtig begeistern und ich vergebe gerne volle 5 von 5 Sternen!

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Monsta

Dita Zipfel , Mateo Dineen
Fester Einband: 48 Seiten
Erschienen bei TULIPAN VERLAG , 23.07.2018
ISBN 9783864293870
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Sieht das Cover nicht super süß aus? Ich habe mich auf den ersten Blick in dieses knuffige Monster mit den großen Kulleraugen, den schiefen Zähnen und diesem herrlich flauschigen Fell verliebt. Monstergeschichten fand ich schon immer klasse, für mich, als große Bilderliebhaberin und Monsterfan stand daher sofort fest, dass ich Monsta unbedingt kennenlernen wollte!


Monsta ist frustriert: Er hat sich doch so ins Zeug gelegt, hat sich seine hübschen Beißerchen gefeilt, eifrig böse Monsterblicke geübt, schaurig mit den Knochen geknackt, hat mit Türen gequietscht, seine eindrucksvollen Klauen gezeigt...und was ist? Na, nichts ist! Kein ängstliches Keuchen, kein Weinen, kein panischer Kinderschrei. Ein Monster sein ist echt nicht mehr das, was es mal war. Monsta hat die Schnauze gestrichen voll. Sein Kind scheint kaputt zu sein, unreparierbar, nichts zu machen. Anstatt sich vor ihm zu gruseln, schläft es friedlich, schnarcht leise und lächelt sogar im Schlaf! Angst? Keine Spur, nicht der Hauch von dem klitzekleinsten Grusel. Monsta gibt auf, ihm gehen die Ideen aus. Dann heißt es nun eben: Tschüssikowski, ade Kind, Monsta macht sich von den Socken und sucht sich einen neuen Job. Vielleicht in einer Geisterbahn, die sind doch immer auf der Suche nach einem gruseligen Monster und wissen dieses auch zu schätzen. Und vielleicht kehrt Monsta irgendwann wieder zurück zu seinem Kind und gibt diesem eine zweite Chance. Aber wirklich nur vielleicht. Probehalber.


Hach, ich bin gerade richtig schockverliebt in dieses niedliche Bilderbuch. Nicht nur die süßen Illustrationen von Monsta haben es mir angetan, auch die Geschichte ist herzallerliebst und so putzig. Traurig zwar, das schon ein bisschen, aber zugleich auch unheimlich liebenswert und zum Schmunzeln schön.


Vermutlich fragt ihr euch, wieso ich die ganze Monsta schreibe und nicht Monster, oder? Nun, das kommt daher, dass unser gruseliges Monster in diesem Buch nicht ganz fehlerfrei schreiben kann. So wird aus „Monster“ eben „Monsta“ und „Kind“ wird „Kint“ geschrieben.


Die Geschichte, die wir hier zu lesen bekommen, wird nämlich in Form eines Briefes von Monsta erzählt. Ist das nicht eine ulkige und süße Idee? Monsta weiß einfach nicht weiter, alles, was er versucht hat, um sein Kind zu gruseln, ist fehlgeschlagen. Monster sein ist heutzutage echt ein verdammt harter Job. Da Monsta mittlerweile wirklich todunglücklich ist, beginnt er sich seinen Frust von der Seele zu schreiben. In seinem Brief erzählt er seinem Kind von seinen unzähligen Gruselversuchen, es berichtet, wie es dazu kam, dass es sich bei dem Kind einquartiert hat und dass es, falls es das Kind noch nicht weiß, was sehr wahrscheinlich ist, unter seinem Bett haust. Beziehungsweise gehaust hat, denn wenn das Kind diesen Brief liest, welcher ein Abschiedsbrief ist, wird Monsta weg sein. Vielleicht wird ja eine Geisterbahn sein neues zu Hause sein, an so einem Ort wird die Monstrigkeit jedenfalls noch gewürdigt.


Klingt das nicht zuckersüß? Ich finde die Idee der Geschichte so genial und auch deren Umsetzung ist erstklassig gelungen. So hat mir die Schrift ganz besonders gut gefallen. Wie gesagt, es handelt sich hier um einen Brief von Monsta und wie man sich denken kann, haben Monster nicht die ordentlichste Handschrift. So bekommen wir hier eine tolle monsterhafte Krakelschrift zu lesen, die einfach prima zur Handlung und zu der ganzen Aufmachung des Buches passt. Und keine Sorge, man kann die Schrift natürlich problemlos lesen. Monsta hat sich zum Glück viel Mühe beim Schreiben gegeben, damit nicht nur sein Kind seinen Brief entziffern kann, sondern auch wir.


Meine Highlights in dem Buch aber waren natürlich die Illustrationen. Das Cover liefert ja schon mal einen sehr guten Vorgeschmack darauf, was uns in diesem tollen Buch erwartet. Es verspricht auch nicht zu viel, so viel sei gesagt. Die Illustrationen sind so schön, ich liebe sie. In erster Linie natürlich die Bilder von Monsta, von denen wir hier jede Menge zu sehen bekommen. Aber auch die anderen Monster, von denen Monsta erzählt und deren Anblick uns nicht verwehrt bleibt, werden das Herz jedes Monsterliebhabers höher schlagen lassen. Für alle Monsterfans ist dieses Buch auf jeden Fall ein absolutes Muss! Ob große oder kleine Monsterfanatiker, diese schöne Geschichte bietet für Jedermann einen wundervollen (Vor-)Lesespaß.


Sehr empfehlen kann ich das Buch übrigens Kindern, die Angst vor dem Schlafen haben und denken, dass ein Monster in ihrem Zimmer haust. Dieses Problem kennen wohl viele Eltern. "Monsta" ist die beste Therapie gegen diese große Monsterpanik. Wenn Kinder die Geschichte von Monsta zu lesen bekommen, wird ihnen ganz bestimmt die Sorge genommen werden, dass sie nachts von schaurigen Kreaturen heimgesucht werden. Denn mal ehrlich: Kann man sich vor Monsta fürchten? Irgendwie doch nicht, oder? Dafür sieht er einfach viel zu lieb und knuffig aus.


Für mich ist „Monsta“ ein richtiger Bilderbuchschatz. Es erzählt eine herrlich komische, skurrile, fantasievolle und wunderschöne Geschichte, die zwar auch Werte wie Trauer, Wut, Enttäuschung und Hoffnungslosigkeit enthält, die aber dennoch richtig viel Spaß und gute Laune bereitet und einen zum Lachen und Grinsen bringt. Ich bin mir sehr sicher, dass sich Monsta in das Herzen aller Leser schleichen wird. Sein Kind weiß ja gar nicht, was für ein liebenswerter Zimmergenosse ihm da abhanden gekommen ist. Unter mein Bett darf sich Monsta sehr gerne einquartieren, ich hätte nichts dagegen. Und Monsta zuliebe würde ich mich auch ein bisschen vor ihm gruseln. ;)


Fazit: Zum Schmunzeln schön, zum Lachen komisch und zum Gernhaben niedlich. Ich kann dieses wunderbar fantasievolle Bilderbuch absolut empfehlen! Die Geschichte ist zuckersüß; ich finde die Idee, dass Monsta hier alles in Form eines Briefes erzählt, richtig genial. Die liebenswerte Geschichte zusammen mit den großartigen Illustrationen, von denen ich einfach nicht genug bekommen kann, liefern Jung und Alt ein herrliches Lesevergnügen! Ich kann das Buch jedem sehr ans Herz legen und vergebe 5 von 5 monsterhaften Sternen!

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140 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

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Du wolltest es doch

Louise O'Neill , Katarina Ganslandt
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.07.2018
ISBN 9783551583864
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich beim Durchstöbern der Vorschau des Carlsen Verlags auf DU WOLLTEST ES DOCH gestoßen bin, konnte zuerst das hübsche Cover meine Neugier wecken. Dann las ich mir den Klappentext durch und mir war sofort klar: Dieses Buch wird keine leichte Kost sein. Ich lese allerdings sehr gerne Bücher mit ernsten Themen und da ich das Thema Vergewaltigung für sehr wichtig halte, stand für mich sofort fest, dass ich DU WOLLTEST ES DOCH unbedingt lesen möchte.


„Du bist so hübsch!“ Wie sehr es Emma liebt diesen Satz zu hören. Die 18-järhige weiß ganz genau, wie attraktiv sie ist und genießt es auch in vollen Zügen so schön und beliebt zu sein und stets im Mittelpunkt zu stehen. Dass sie sich gerne mit Jungs umgibt und diese mit ihren knappen, aufreizenden Klamotten provoziert, ist bekannt. Eine Party soll ihr Leben auf einen Schlag verändern. Emma trinkt zu viel, wirft Pillen ein, flirtet mit den Jungs. Dann verschwindet sie mit Paul im Schlafzimmer. Und dann? Was ist dann passiert? Am nächsten Tag, nach der Party, wird Emma von ihren Eltern vor ihrem Haus gefunden, bewusstlos, mit zerrissenem Kleid und einem schlimmen Sonnenbrand. Was im Schlafzimmer und danach geschehen ist, daran kann sich Emma nicht mehr erinnern. Filmriss. Ihre Mitschüler aber wissen es. Sie haben die Fotos gesehen, die im Internet aufgetaucht sind. Fotos, die zeigen, was während der Party im Schlafzimmer und danach geschehen ist. Emma ist entsetzt. Ist das wirklich sie auf den Bildern? Zweifeln tut niemand daran. Emma, die jeden rumkriegt und stets bereit ist, für die Jungs die Beine breit zu machen. Sie wollte es ja nicht anders, das Mädchen in dem kurzen Kleid. Alle sehen diese schrecklichen Fotos und nahezu jeder scheint sich sicher zu sein, dass Emma schuld ist.


Ich warne hier lieber mal vor: Es kann sein, dass diese Rezi nicht ganz spoilerfrei ist. Mir fällt es richtig schwer eine Rezension zu dem Buch schreiben, ohne genauer auf den Inhalt einzugehen. Denn nur so kann ich deutlich machen, wie furchtbar und gleichzeitig gut ich dieses Buch fand.


Mein Einstieg in die Handlung verlief sehr leicht, was eigentlich erstaunlich ist, da mir der Schreibstil anfangs gar nicht so zusagte. Mir kam er ziemlich chaotisch vor, da die Autorin viele Sätze in Klammern gesetzt hat und auch öfters in der Zeit gesprungen ist. Dennoch konnte mich das Buch sofort packen.


Wir lernen gleich zu Beginn die Protagonistin Emma kennen, aus deren Sicht wir alles in der Ich-Perspektive erfahren. Emma, das kann man leider nicht anders sagen, ist überhaupt kein Sympathieträger. Sie ist eingebildet, egoistisch, gönnt ihren Freundinnen nichts und möchte stets im Mittelpunkt aller stehen. Da lässt sich wirklich nichts beschönigen, Emma ist ein ziemlich unsympathischer Charakter und ich konnte zuerst keine Verbindung zu ihr aufbauen. Normalerweise stört mich so etwas in Büchern immer sehr, wenn ich die Protagonisten nicht leiden kann. Ein Pluspunkt war es hier natürlich auch nicht, mich hat es aber dennoch nicht davon abgehalten weiterzulesen. Dafür war meine Neugier auf die weiteren Geschehnisse einfach zu groß.


Emma macht zudem eine sehr große Verwandlung in dem Buch durch. Das Buch ist in zwei Abschnitte geteilt. Der erste Teil ereignet sich vor der schrecklichen Nacht, im zweiten Teil erfahren wir, wie es Emma ein Jahr danach ergeht. In diesem lernen wir eine Emma kennen, die sich sehr verändert hat.


Was auf der Feier geschehen ist, daran hat Emma keinerlei Erinnerung mehr. Aber es gibt Bilder, die zeigen, was sich zugetragen hat. Schlimme Bilder, erniedrigende Bilder, Bilder, die einen, ohne sie zu sehen, nur von den Beschreibungen her, richtig zornig machen und einen schockieren.


Noch schockierender ist allerdings, wie die Gesellschaft auf die Bilder reagiert. Anstatt Mitleid mit Emma zu haben und das Offensichtliche zu sehen, nämlich, dass Emma Opfer einer Vergewaltigung wurde, ziehen die Leute über Emma her, bezeichnen sie mit den übelsten Schimpfwörtern. Bissige, gemeine Kommentare werden zu den Bildern gepostet, diese Kommentare werden gelikt, wirklich niemand scheint zu Emma zu stehen.

Auf den Straßen wird Emma schief angeguckt, es wird hinter ihrem Rücken getuschelt, sie wird gemieden, niemand möchte in ihrer Nähe sein oder Kontakt zu ihr haben.


Emma versucht zuerst noch, alles herunterzuspielen. Dies gelingt ihr aber nur sehr kurz. Sie beginnt sich vor allen zurückzuziehen, geht nicht mehr zu Schule, ist eine Gefangene ihres eigen Gedankenkarussells.

Mich hat es so entsetzt, wie mit Emma umgegangen wird und das einfach niemand erkennt, dass sie das Opfer ist und das alles nicht gewollt hat.

Am schlimmsten fand das Verhalten der Eltern. Dieses hat mich richtig zornig gemacht. Der Vater kann seiner Tochter nicht mehr in die Augen sehen und verbringt immer Stunden auf der Arbeit. Auch die Mutter lässt Emma deutlich spüren, dass sie ihr eigenes Kind nicht mehr erträgt und ihr die Schuld dafür gibt, wie die Familie nun dasteht.

Nur Emmas Bruder steht zu ihr und versucht ihr zu helfen. Emma jedoch lehnt seine Hilfsangebote ab, kann sie einfach nicht annehmen, weil sie sich zu schuldig fühlt. Nur trägt sie gar keine Schuld, das ist dem Leser von Anfang an klar.


Auch nach einem Jahr, nach dieser furchtbaren Nacht, kreisen Emmas Gedanken ununterbrochen um den Vorfall.

„Gespreizte Bein. Entblößtes Fleisch.“

Diese Sätze lassen Emma nicht los, sind mittlerweile fest in ihrem Kopf verankert. Da wir alles aus Emmas Sicht erfahren, bekommen auch wir diese Sätze immer wieder zu lesen. Dies mag nervig klingen, ist es aber nicht. Es verdeutlicht nur, wie sehr Emma leidet und wie fertig sie das alles macht.


Richtig frustriert hat mich das Ende. Es ist leider die Realität, zumindest in den meisten Vergewaltigungsfällen. Wie das Buch endet lässt einen wütend und fassungslos zurück. Louise O´Neill beschönigt in ihrem Roman wirklich nichts. Absolut authentisch und ehrlich beschreibt sie Emmas Fall, welcher die grausame Wahrheit erzählt.


Das Buch ist wirklich keine leichte Kost und ich würde es auch keinem empfehlen, der nur schwer mit dem Thema Vergewaltigung umgehen kann. Wer aber denkt, dass er damit klarkommt, der sollte das Buch unbedingt lesen. DU WOLLTEST ES DOCH ist in meinen Augen ein sehr wichtiger Roman, den man gelesen haben sollte. Mut machen tut einem die Geschichte nicht, aber sie zeigt auf, wie wehrlos Vergewaltigungsopfer leider meistens sind und das dagegen ganz dringend etwas unternommen werden sollte.


Fazit: Schockierend, authentisch, erschütternd. DU WOLLTEST ES DOCH ist ein Roman, der einen aufwühlt, einen nachdenklich stimmt, der einen frustriert und wütend zurücklässt und einem noch sehr lange nach dem Lesen beschäftigt. Das Buch ist wirklich alles andere als leicht verdaulich, dennoch sollte man es meiner Meinung nach gelesen haben. Ich kann DU WOLLTEST ES DOCH absolut empfehlen und vergebe volle 5 von 5 Sternen!

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Die Nordseedetektive. Unter Verdacht

Klaus-Peter Wolf , Bettina Göschl
Fester Einband: 152 Seiten
Erschienen bei Jumbo, 20.07.2018
ISBN 9783833738654
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Endlich gibt es einen neuen Band von den Nordseedetektiven! Da mir die ersten fünf Bände aus dieser schönen Kinderbuchreihe richtig gut gefallen haben, stellte sich mich hier gar nicht erst die Frage, ob ich die Geschwister Emma und Lukas auch auf ihrem sechsten Abenteuer begleiten möchte. Ich war schon sehr gespannt darauf zu erfahren, welchen kniffligen Fall die beiden wohl dieses Mal zu lösen haben.


Erneut ist der Spürsinn der Nordseedetektive gefragt. In dem Städtchen Norden, in dem die Geschwister Lukas und Emma zu Hause sind, treibt eine Verbrecherbande ihr Unwesen. Die Diebe scheinen es auf wertvolles Geschirr abgesehen zu haben und haben nicht nur im Teemuseum Beute mitgehen lassen, sondern sind auch bei Emmas und Lukas Nachbarn Kunschewski eingebrochen und haben dort ein teures ostfriesisches Teeservice gestohlen. Was für ein Glück, dass das Grundstück von Herr Kunschewski von einer Videokamera überwacht wird. Das Blöde ist nur: Auch die Nordseedetektive sind auf dem Videoband zu sehen und gelten nun als die Hauptverdächtigen! Was für ein Unsinn, die Nordseedetektive sollen Diebe sein? Die beiden wollten sich doch nur ihren Ball wiederholen, der beim Spielen mal wieder im Nachbargarten gelandet ist. Emma und Lukas legen sofort mit dem Ermitteln los, um den falschen Verdacht zu widerlegen und die richtigen Täter zu finden.


Ich rate bei Reihen ja meistens, diese von Band 1 an in der chronologischen Reihenfolge zu lesen. Auch bei den Nordseedetektiven halte ich dies für sinnvoll, es ist aber nicht unbedingt notwendig, da man der Handlung im sechsten Teil auch sehr gut ohne den Kenntnissen aus den vorherigen Bänden folgen kann. Zudem wird auch noch mal alles Wichtige aufgegriffen, sodass wirklich keine Verständnisprobleme auftreten sollten.


Ich kenne natürlich die ersten fünf Fälle der Nordseedetektive, daher war es für mich ein freudiges Wiedersehen mit vielen bekannten Charakteren. So haben neben unseren beiden Protagonisten Emma und Lukas auch die beiden Diebe Lang und Finger wieder ihren Auftritt. Sogar einen recht großen, so viel kann ich ja schon mal verraten. Ich amüsiere mich beim Lesen ja immer köstlich über ihre Dämlichkeit. Die beiden sind wirklich nicht die hellsten, irgendwie schon erstaunlich, dass sie dennoch recht erfolgreiche Einbrecher sind.

Die beiden Langfinger sind auf jeden Fall meine Lieblingscharaktere in dieser Reihe, auch wenn sie die Bösewichte sind. Das passiert bei mir ja eher selten, hier ist es aber tatsächlich so. Lang und Finger sind ja auch nicht so wirklich böse, schließlich handelt es sich hier um eine Kinderkrimi-Reihe ab 8 Jahren. Die beiden werden einfach immer so herrlich dumm und übertrieben dargestellt.


Natürlich mag ich aber auch unsere beiden Helden der Geschichte, Emma und Lukas, richtig gerne. Die Geschwister sind zwei ganz liebe und normale Kinder, die man sofort ins Herz schließen muss. In die beiden kann man sich immer bestens hineinversetzen, selbst mir als Erwachsene gelingt dies immer wunderbar. Die Zielgruppe wird sich natürlich ganz besonders gut mit den beiden Kindern identifizieren können.


Mir hat der sechste Band der Nordseedetektive sehr gut gefallen, allerdings habe ich die Bände davor als ein wenig spannender empfunden. Ich hatte hier aber natürlich dennoch sehr viel Spaß beim Lesen und kann das Buch jeder kleinen Spürnase wärmstens empfehlen.


Für etwas geübtere Leser ab 8 Jahren bietet sich das Buch wunderbar zum Selberlesen an. Der Schreibstil ist sehr leicht und altersgerecht, die Schrift schön groß und die Kapitel angenehm kurz. Zum Vorlesen kann ich die Reihe auch sehr empfehlen. Die Geschichten sind immer zauberhaft von Franziska Harvey illustriert. Auch dieser Band wurde mit wunderschönen Illustrationen versehen, die das Geschehen im Text perfekt wiedergeben. Viele der Bilder sind sogar farbig und ganzseitig. Hinten im Buch befindet sich erneut eine schöne bunte Karte, die genau zeigt, wo das Buch spielt, also Ostfriesland. Ich liebe ja Karten in Büchern und finde die in den Nordseedetektiv Büchern ganz besonders schön.


Fazit: Spannend, witzig und ein Muss für jede kleine Spürnase! Auch der sechste Fall der Nordseedetektive lässt das Herz von Detektiven höher schlagen. Für mich hätte es ein wenig spannender sein können, aber ich hatte hier dennoch sehr viel Spaß beim Lesen und hoffe sehr, dass es auch noch einen siebten Band geben wird. Ich kann das Buch sehr empfehlen und vergebe 4,5 – hier gerundet auf 5 von 5 Sternen!

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Für immer und einen Herzschlag

Tamsyn Murray , Julia Gehring
Fester Einband
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.07.2018
ISBN 9783522505703
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bei diesem schönen Buch wusste ich einfach auf den ersten Blick, dass es ganz genau das Richtige für mich sein wird. In das Cover habe ich mich sofort verliebt und der Klappentext konnte meine Neugier auf Anhieb wecken. Von der Autorin hatte ich bisher noch kein Buch gelesen - „Für immer und einen Herzschlag“ sollte also mein erstes Buch von ihr sein.


Jonny bezeichnet sich selbst gerne als Roboter. So ganz unrecht er da damit auch nicht, schließlich erhält ihn eine Maschine am Leben. Der 15-jährige hat einen Herzfehler und hat mehr Zeit im Krankenhaus verbracht als zu Hause. Da Jonny einer seltenen Blutgruppe angehört, haben er und seine Eltern die Hoffnung fast schon aufgegeben, dass sich ein Spenderherz für ihn finden wird. Doch dann erhalten sie endlich die so sehnsüchtig erwartete Nachricht! Nach einer erfolgreichen Herz-Transplantation kann Jonny endlich das Krankenhaus verlassen und zu leben beginnen. Nur lässt ihn ein Gedanke nicht los: Von wem stammt sein Spenderherz? Er macht sich auf die Suche nach Informationen über seinen Spender. Recht schnell stößt er im Internet auf einen Jungen namens Leo, der vor kurzem bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen ist. Jonny forscht weiter nach und erfährt, dass Leo eine Schwester hatte – Nia. Jonny nimmt Kontakt zu ihr auf und möchte versuchen, über sie mehr über ihren verstorbenen Bruder in Erfahrung zu bringen. Die beiden kommen sich näher und aus Freundschaft wird sehr rasch mehr. Nur steht die Wahrheit über Jonnys Herz zwischen ihnen. Nia den wahren Grund zu verraten, weswegen er sie kennenlernte wollte, fällt Jonny schwer. Ob es ihm wohl noch gelingen wird?


Ich weine ja wirklich nur sehr selten bei Büchern, aber die Geschichte, die wir hier zu lesen bekommen, hat mich emotional so mitgenommen, dass selbst ich beim Lesen stellenweise Tränen in den Augen hatte. Ich warne hier daher lieber vor: Man sollte sich sehr gut mit Taschentüchern eindecken und diese beim Lesen auch immer griffbereit haben. Das Buch ist sehr bewegend, es ist traurig und schockierend. Zugleich ist es aber auch wunderschön, es schenkt einem neuen Mut und zeigt einem, wie wichtig es ist sein Leben zu leben und es in vollen Zügen zu genießen. Ein Leben währt nun mal nicht ewig, für manche ist es sogar leider viel zu schnell wieder vorbei.


Das Buch wird im Wechsel aus der Sicht von Jonny und Nia erzählt. Den Anfang macht Jonny. Wir lernen ihn im Krankenhaus kennen, angeschlossen an eine Maschine, ohne die er nicht mehr leben kann. Jonny ist herzkrank und er hat die Hoffnung fast schon aufgegeben, dass sich ein Spenderherz für ihn finden wird. Doch dann soll er tatsächlich eines bekommen.

Jonny war mein Lieblingscharakter in diesem Buch. Er ist ein super sympathischer und lieber Junge, den man einfach sofort gernhaben muss. Seine Gefühle, Ängste und Hoffnungen werden erstklassig von der Autorin beschrieben, ich konnte mich wunderbar in Jonny hineinversetzen, sodass mir seine Geschichte richtig nahe gegangen ist.


Auch die Gefühls- und Gedankenwelt von Nia wurde wundervoll von der Autorin dargestellt. Ihre Geschichte hat mich ebenfalls sehr mitgenommen, nur habe ich bei Nia leider etwas gebraucht, bis ich mit ihr warm wurde, da sie sehr kratzbürstig sein kann. Allerdings habe ich ihre Ruppigkeit und Schlagfertigkeit auch als sehr erfrischend empfunden. Und als authentisch. Nia blieb gar nichts anderes übrig, als sich einen dicken Pelz zuzulegen. Sie stand jahrelang im Schatten ihres Zwillingsbruders Leo, der der Liebling aller war und stets die gesamte Aufmerksamkeit der Eltern bekommen hat. Damit soll es aber jäh vorbei sein, denn Leo stirbt bei einem tragischen Unfall während des Urlaubs. Mir stockte beim Lesen wirklich der Atem und ich saß stocksteif da, als beschrieben wurde, wie es zu dem schlimmen Vorfall kam. Das Buch ist wirklich keine leichte Kost. Nicht nur der Unfall nimmt einen sehr mit, die gesamte Geschichte ist sehr emotional - hier kann man zurecht von einer Achterbahnfahrt der Gefühle sprechen.


Ich habe das Buch in nur zwei Tagen durchgelesen und war richtig geflasht. „Für immer und einen Herzschlag“ zählt auf jeden Fall zu meinen diesjährigen Jahreshighlights. Durch den angenehm flüssigen Schreibstil und die schön kurzen Kapiteln liest sich das Buch weg wie nichts. Dazu kommt dann natürlich noch die fesselnde Handlung, die einen einfach nicht mehr loslässt. Zumindest war es bei mir so. Mir haben das hübsche Cover und der vielversprechend klingende Klappentext also definitiv nicht zu viel versprochen.


Was mir besonders gut gefallen hat, ist, wie viele wichtige Themen hier zur Sprache kommen und wie authentisch und gefühlvoll die Autorin diese beschreibt: Organspende, Trauer, Verlust, Neuanfang, Depressionen, Krankheit, Tod – alles sehr ernste und alles andere als leichte Themen. Das Buch ist dadurch natürlich schon sehr traurig, allerdings ist es der Autorin wunderbar gelungen, die Handlung nicht zu bedrückend zu gestalten, sodass man beim Lesen auch Gründe zum Schmunzeln und zum Glücklichsein findet.


Auch die Liebesgeschichte, die sich zwischen Jonny und Nia entwickelt, hat mir richtig gut gefallen. Dieser haftet nichts Überzogenes oder Klischeehaftes an.


Obwohl es hier um einen Jugendroman handelt und die Protagonisten erst fünfzehn sind, kann ich das Buch auch Erwachsenen wärmstens empfehlen.


Mich hat das Buch sehr nachdenklich gestimmt und es wird mir auf jeden Fall noch ziemlich lange sehr gut in Erinnerung bleiben. „Für immer und einen Herzschlag“ ist ein ganz besonderes Buch, das man in meinen Augen gelesen haben sollte.


Fazit: Herzzerreißend schön und zutiefst berührend. Mit „Für immer und einen Herzschlag“ ist Tamsyn Murray ein ganz besonderer Jugendroman gelungen, welcher einen auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitnimmt und einem auch nach dem Lesen noch lange beschäftigt. Mich hat diese wundervolle, emotionale Geschichte sehr aufgewühlt und mich sogar zum Weinen gebracht. Besonders das Ende hat mich sehr getroffen. Das Buch ist traurig, zugleich ist es aber auch wunderschön. Für mich zählt das Buch auf jeden Fall zu meinen Jahreshighlights 2018 und ich kann es jedem sehr ans Herz legen. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

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Du schaffst das!

Zapf , Zapf
Fester Einband: 44 Seiten
Erschienen bei TULIPAN VERLAG , 23.07.2018
ISBN 9783864294136
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Da mir der erste Band vom kleinen Stachelschwein so gut gefallen hat, war meine Freude groß gewesen als ich entdeckte, dass es von „Ich bin für dich da!“ ein zauberhafte Fortsetzung geben wird. Für mich stand sofort fest: Dieses schöne Buch muss ich haben!



Ach, kann das Leben schön sein. Urlaub am Meer, herrlich. Aber was ist das? Das Stachelschwein traut seinen Augen nicht. Da futtert doch neben ihm ein Walross genüsslich einen Maiskolben. Dieser Anblick weckt in dem kleinen Stachelschwein sofort einen großen Heißhunger auf Mais! Und was für ein Zufall, nicht weit von ihm, auf einer kleinen Insel, befindet sich eine Maispflanze mit vielen leckeren Maiskolben. Die muss muss das Stachelschwein unbedingt haben! Es gibt da nur ein kleines Problem: Das Stachelschwein kann nicht schwimmen. Das hält es aber natürlich nicht davon ab alles Mögliche zu versuchen um auf die Insel zu gelangen. Leider misslingen seine zahlreichen Versuche. Der Schwimmreifen und die Stacheln des Stachelschweins harmonieren nicht so wirklich, das Ruderboot hat ein Leck und geht unter und dann trifft das kleine Kerlchen auch noch auf gruselige Fische. Tja, da wird der Traum vom Maiskolben wohl ein Traum bleiben müssen. Oder? Vielleicht auch nicht, denn andere Tiere haben die unermüdlichen Versuche des Stachelschweins beobachtet und beschließen nun, ihm zu helfen, damit dieser sein Ziel doch noch erreichen kann.



Sieht das Cover nicht niedlich aus? Ich habe mich ja bereits im ersten Band sofort in dieses putzige Stachelschwein verliebt mit seinen großen runden Kulleraugen.

Ich kann auch versichern, dass das Cover nicht zu viel verspricht. Zwischen den Buchdeckeln schlummern noch jede Menge weitere wunderschöne Illustrationen, die einen richtig das Herz erwärmen. Sowohl die vielen Bilder von dem Stachelschwein als auch die der anderen Tiere sind zauberhaft schön und sehr liebevoll von Zapf gezeichnet worden.



Das Buch besteht überwiegend aus Bildern; Text ist kaum vorhanden, auf jeder Seite steht meist nur eine einzige Zeile, manchmal sogar nur ein Wort. Eine Doppelseite ergibt meist einen vollständigen Satz und obwohl sich die Textmenge hier wirklich sehr in Grenzen hält, steckt in dieser so viel und vermittelt eine Menge. Manchmal reichen eben nur ganz wenige Worte, um die Sache auf den Punkt zu bringen.

So beinhaltet diese herzallerliebste Mutmach-Geschichte viele schöne und wichtige Botschaften: Gib nicht auf und verliere nie den Mut. Wer den Willen hat, etwas zu schaffen, der schafft es auch. Glaub an dich selbst und an deine Stärken. Und wenn du mal etwas doch nicht alleine bewältigt bekommst, dann vertraue auf andere, denn es gibt ganz bestimmt immer jemanden, der zu helfen bereit ist.

Mich hat diese herzerwärmende Geschichte richtig berührt. Sie hat mir ein breites Lächeln auf die Lippen gezaubert, mich schmunzeln lassen, mir neuen Mut geschenkt und mich glücklich macht.



Ganz besonders gut gefallen haben mir die vielen, farbigen Illustrationen, die die Geschichte auch ganz alleine erzählen könnten, ohne den Text. Auf diesen möchte man aber natürlich nicht verzichten, da die Sätze zauberhaft schön formuliert wurden und einfach perfekt zu den wundervollen Bildern passen.



Man muss übrigens nicht den Vorgänger kennen, um hier der Handlung folgen können. Die Bücher erzählen eigenständige Geschichten, sodass man sie ohne Probleme unabhängig voneinander lesen kann. Was nun aber nicht heißen soll, dass ihr das erste Buch vom Stachelschwein nicht zu lesen braucht. Das solltet ihr unbedingt, denn dieses ist genauso schön und herzallerliebst wie „Du schaffst es!“.



Ich kann das Buch absolut empfehlen! Nicht nur Kindern, denn in meinen Augen handelt es sich hier nicht um ein reines Kinderbuch. „Du schaffst das!“ bietet Jung und Alt einen tollen Lesespaß und zaubert garantiert jedem, ganz egal welchen Alters, ein breites Lächeln aufs Gesicht und macht einem Mut und Hoffnung.



Fazit: Berührend, zum Schmunzeln schön und zauberhaft illustriert! Ich kann das Buch jedem sehr ans Herz legen, ganz besonders all denjenigen, die sie sich gerade etwas mutlos und unglücklich fühlen. „Du schaffst das!“ wird diese Gefühle vertreiben, ganz bestimmt. Wie sein Vorgänger, so konnte mich auch diese wundervolle Geschichte hellauf begeistern und ich vergebe gerne volle 5 von 5 Sternen!

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Scarlett

Laurel Remington , Britt Somann-Jung
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.07.2018
ISBN 9783551520968
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Sieht das Cover nicht hübsch aus? Klar, es ist natürlich immer Geschmackssache, mich jedenfalls konnte es auf den ersten Blick verzaubern und meine Neugier sofort wecken. Auch der Klappentext überzeugte mich auf Anhieb. Hier war ich mir sehr sicher, dass diese zauberhaft schöne Geschichte ganz genau das Richtige für mich sein wird.



Scarlett ist richtig genervt von ihrer Mutter. Diese ist mittlerweile eine sehr erfolgreiche Bloggerin und postet auf ihrem Blog lauter privates und richtig peinliches Zeug über ihre Tochter. Eigentlich geht es ja keinen was an, was für Unterhosen Scarlett trägt, oder? Nun, ihre Mutter denkt da offenbar anders. Sie hat ihre Tochter zum unfreiwilligen Star ihres Blogs gemacht, sodass jeder, auch Scarletts Mitschüler, über jedes ihrer peinlichen Erlebnisse Bescheid wissen. Kommt gut bei den Followern ihrer Mutter an, bei Scarlett dafür umso weniger. Für sie bedeuten die Freitage Horror pur, denn an diesem Wochentag geht immer ein neuer Blogpost ihrer Mutter online. Doch dann soll Scarletts Leben eine rasante Wendung nehmen, als sie eines Tages in der Küche ihrer Nachbarin auf eine wundersame Entdeckung stößt: ein handgeschriebenes Kochbuch. In diesem befinden sich lauter tolle Rezepte und Scarlett kann nicht verstehen und probiert eines davon aus. Das Kochen und Backen soll einiges in ihrem Leben ändern und verbessern. Scarlett findet neue Freundinnen, mit denen sie einen geheimen Kochclub gründet. Zusammen probieren sie ein Rezept nach dem nächsten aus und haben beim Mischen der Zutaten, Verzieren der Köstlichkeiten und dem gemeinsamen Essen jede Menge Spaß. Einen Teil ihrer Freude geben sie auch weiter und bewirken dabei Erstaunliches. Woran es wohl liegen mag, dass plötzlich alle glücklicher wirken?



Hach, was für eine zuckersüße Geschichte. Mir haben Klappentext und Cover definitiv nicht zu viel versprochen, mir hat der Debütroman von Laurel Remington herrliche Lesestunden beschert. „Scarlett: Ein Löffelchen Geheimnis und der Duft von Magie“ ist so ein richtiges Wohlfühlbuch, welches eine zauberhafte Geschichte über Freundschaft, Familie, Hilfsbereitschaft und Liebe erzählt. Und ja, natürlich kommt auch das Kochen und Backen nicht zu kurz. Und auch andere wichtige, und ernstere, Themen kommen hier zur Sprache wie Mobbing, Vorurteile, Missverständnisse und Trauer.



Ich habe hier beim Lesen wirklich eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt. So habe ich zutiefst mit der Protagonistin Scarlett mitgelitten. Die 12-jährige leidet sehr unter den Blogposts ihrer Mutter, was ich auch nur zu gut verstehen konnte. Ich meine, hallo, im Netz zu schreiben „Wo gibt’s mehr Keime – im Zimmer meiner Tochter oder auf einem öffentlichen Klo?“ oder „Psst, soll ich euch was verraten? Die beste Freundin meiner Tochter ist strohdumm“ - das geht echt gar nicht. Ich habe Scarletts Mutter fast schon dafür gehasst, was sie ihrer Tochter damit antut. Und sie scheint es wirklich noch nicht einmal zu merken, wie weh sie Scarlett damit tut.



Scarletts Leben hat sich durch den erfolgreichen Blog ihrer Mutter sehr geändert. Sie hat sich vor allen zurückgezogen, nimmt an keiner Aktivität oder AG mehr teil, ist im Unterricht deutlich stiller geworden und fürchtet sich vor jedem neuen Freitag, 8.00Uhr morgens, wenn der neue Blogpost ihrer Mutter online geht...



Obwohl ich ein Stückchen älter bin als Scarlett, konnte ich mich wunderbar in sie hineinversetzen. Mit ihr hat die Autorin eine wundervolle Protagonistin erschaffen. Scarlett ist liebenswert, aufgeweckt, clever und einfach so ein Mensch, den man sofort gernhaben muss. Es tut einem als Leser daher richtig weh zu sehen, was der Blog von Scarletts Mutter mit dem Mädchen anrichtet.

Aber keine Sorge, das Buch ist natürlich nicht nur traurig. Ganz im Gegenteil. Es ist auch witzig und humorvoll, es bringt einen zum Schmunzeln, lädt zu Träumen und Mitfiebern ein und weckt in einem die riesengroße Lust aufs Kochen, Backen und Essen. Ich warne hier lieber vor: Lest das Buch besser nicht im hungrigen Zustand und haltet sicherheitshalber was zum Knabbern bereit. Besonders Naschkatzen und Schleckermäuler sollten sich gut eindecken, denn ich kann versichern, hier wird garantiert jeder plötzlich die unbändige Lust auf die schmackhaftesten Gerichte bekommen. Da fällt die Entscheidung dann schon schwer: Buch beiseite legen, um sich was zu futtern zu holen oder diesem Drang widerstehen, weil man unbedingt weiterlesen möchte. ;)



Die Geschichte, die hier erzählt wird, ist noch nicht mal so wirklich spannend, sie ist eher ruhig, aber dennoch zieht sie einen sofort in seinen Bann. Durch den wunderbar flüssigen und lebendigen Schreibstil und die angenehm kurzen Kapitel fliegt man hier nur so durch die Seiten.

Mir hat das Lesen hier jede Menge Spaß gemacht. Ich fand es richtig aufregend mitzuverfolgen, wie sich der geheime Kochclub gründet, was für leckere Gerichte hier kreiert werden und wie Scarlett und ihre neuen Freundinnen durch das gemeinsame Kochen Glück und Zufriedenheit empfinden. Und auch, wie sie der alten Mrs Simpsons helfen, fand ich herzerwärmend schön. Im Klappentext steht, dass dieses Buch glücklich macht und wisst ihr was: Das stimmt absolut!



Ich hoffe sehr, dass ich euch das Buch schmackhaft machen konnte. Ich kann es wirklich sehr empfehlen, auch erwachsenen Lesern. Hier wird garantiert jedem, der gerne witzig liebenswerte Teenieromane liest, ein wahrer Leckerbissen geboten.



Wenn ihr gerne wissen möchtet, was für leckere Gerichte hier gekocht und gebacken werden, wenn ihr euch fragt, wie es sein kann, dass der Kühlschrank der Nachbarin auf geheimnisvolle Weise stets gut gefüllt ist, obwohl die alte Mrs Simpsons gar nicht da ist, und wenn ihr gerne erfahren möchtet, was die geheime und besondere Zutat ist, dann müsst ihr schleunigst zu diesem wundervollen Buch greifen, denn mehr verraten werde ich hier nicht.



Fazit: Magisch, liebenswert, humorvoll und zauberhaft schön! Die Aussage im Klappentext, dass dieses Buch glücklich macht, kann ich absolut unterschreiben. Man empfindet hier beim Lesen zwar auch Gefühle wie Trauer und Wut, dennoch stimmt einen die Geschichte rundum zufrieden, lässt einen Glück und Freude empfinden und, kleine Vorwarnung, lässt einen das Wasser im Munde zusammen laufen. Scarlett und ihre Freunde kochen und backen hier wirklich die leckersten Gerichte und diese werden so anschaulich beschrieben, dass man den Geruch nach Zimt förmlich riechen und den Geschmack von zarter Buttercreme richtig auf der Zunge schmecken kann. Ich bin hellauf begeistert von diesem schönen Buch und vergebe gerne volle 5 von 5 Sternen!

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Wir drei verzweigt

Robin Benway , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband
Erschienen bei Magellan, 17.07.2018
ISBN 9783734850325
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf den neuen Jugendroman von Robin Benway habe ich mich riesig gefreut! Ihr Buch „Emmy & Oliver“ ist mein absolutes Lieblingsbuch aus dem Magellan Verlag, daher war meine Freude wirklich groß als ich beim Durchstöbern der Vorschau entdeckte, welches schöne Buch mich in diesem Sommer erwarten wird. Das hübsche Cover und der sehr vielversprechend klingende Klappentext konnten meine Neugier nur noch steigern. Hier war ich mir sehr sicher, dass mich Robin Benway mit einem ihrer Bücher erneut hellauf begeistern wird.



Anstatt zusammen mit ihrem Freund Max zum Homecoming-Ball zu gehen verbringt die 16-jährige Grace diesen Abend im Krankenhaus auf der Entbindungsstation. Ihr Kind gibt sie direkt nach der Geburt zur Adoption frei. Seit diesem Moment ist der Wunsch in ihr, ihre leibliche Mutter kennenzulernen, unendlich groß. Grace wurde als Baby selbst adoptiert, ihre richtige Familie hat sie nie kennengelernt. Von ihren Adoptiveltern erfährt sie, dass sie zwei Halbgeschwister hat, Maya und Joaquin, die sogar gar nicht so weit entfernt wohnen. Die drei nehmen Kontakt zueinander auf und obwohl es sich anfangs merkwürdig anfühlt, Fremde als seine Geschwister zu betrachten, fühlen sich die drei Teenager sofort miteinander verbunden. Grace aber hat ihr eigentliches Ziel, ihre Mutter ausfindig zu machen, nicht aus den Augen verloren und versucht ihre Geschwister für dieses Vorhaben zu begeistern. Leider zeigen sich diese erst sehr abgeneigt. Als sie dann aber erfahren, warum dieser Wunsch in Grace so brennt, lassen sie sich darauf ein. Werden sie ihre Mutter finden? Möchte diese überhaupt gefunden werden? Schließlicht hatte sie bestimmt einen guten Grund, warum sie ihre Kinder damals weggeben hat. Was wird die drei wohl erwarten?



Bei diesem Buch war meine große Vorfreude absolut gerechtfertigt! Ich habe es von den ersten Seiten an geliebt und habe es für meinen Geschmack viel zu schnell durchgelesen. Weniger als 2 Tage habe ich gebraucht, das spricht doch eindeutig für das Buch, oder? ;)



Wir lernen in „Wir drei verzweigt“ drei Jugendliche kennen, aus deren Perspektiven wir die Geschichte im Wechsel erzählt bekommen: Grace, Maya und Joaquin, die alle drei die gleiche leibliche Mutter haben und bis vor kurzem nichts voneinander wussten. Erst als in Grace der Wunsch groß wird, ihre richtige Mutter kennenzulernen, erfährt sie, dass sie zwei Halbgeschwister hat.



Grace und Maya wurden beide als Babys adoptiert und sind in sehr normalen Familienverhältnissen aufgewachsen. Grace ist als Einzelkind groß geworden und hatte bis zur ihrer Schwangerschaft mit keinen großen Problemen zu kämpfen. Während und besonders nach der Schwangerschaft aber hat es die Jugendliche alles andere als leicht. So fällt es ihr schwer ins Schulleben zurückzukehren und ganz besonders der Gedanke ihres Babys, das sie weggeben hat, macht ihr sehr zu schaffen. War es wirklich richtig, ihr Kind zur Adoption freizugeben? Davon erzählt sie ihren Geschwistern allerdings vorerst nichts. Verständlich, oder? Maya und Joaquin sind zwar mit ihr verwandt, aber dennoch Fremde für sie. Und fremden Personen vertraut man in der Regel ja nicht sofort seine größten Geheimnisse und Probleme an.



Maya ist ebenfalls wohl behütet in einer Adoptivfamilie groß geworden. Diese ist sogar sehr wohlhabend, sodass es Maya wirklich an nichts gefehlt hat. Bis vielleicht auf das Gefühl, wirklich dazugehören. Maya sticht mit ihrem dunklen Haar zwischen den Rotschöpfen hervor, sodass man auf den ersten Blick sieht, dass sie anders ist als ihre Adoptivfamilie. Die vielen Familienfotos verdeutlichen diese Unterschiede nur noch. Das macht Maya natürlich sehr zu schaffen. Auch, dass sie sich mit ihrer Adoptivschwester Lauren nicht immer gut versteht, sorgt für einige Spannungen zu Hause.



Das schwerste Los aber hat Joaquin gezogen. Er ist der Älteste der drei und wurde nie von einer Familie adoptiert. Sein Leben bestand bisher aus Kinderheimen und mehreren Pflegefamilien; ein richtiges Zuhause hatte der Teenager nie. Seit zwei Jahren lebt er nun bei Linda und Mark, ein sehr sympathisches Ehepaar, die Joaquin wie ihren eigenen Sohn lieben und sehr gerne adoptieren möchten. Nur ist dieser am zögern. Grund dafür ist ein schlimmer Vorfall in seiner Vergangenheit.



Alle drei Jugendliche haben ihre Probleme, die sie alle drei anfangs voreinander verschweigen. Erst so nach und nach, nach mehreren Treffen, bauen sie Vertrauen zueinander auf, lernen sich besser kennen und erzählen sich mehr voneinander.



Mir hat es so gut gefallen, wie wunderschön und gefühlvoll die Autorin beschrieben hat, wie die drei Geschwister sich näher kommen und sich gegenseitig immer mehr Vertrauen schenken. Mit den dreien hat Robin Benway wundervolle Charaktere erschaffen, deren Geschichten ich liebend gerne und richtig gebannt verfolgt habe. Grace und Joaquin mochte ich am liebsten; Maya war mir dann stellenweise doch zu ruppig und vorlaut drauf. Sie hat, was sie selbst aber sehr gut weiß, schon einen recht speziellen Humor. Ich mochte Maya aber natürlich dennoch sehr gerne. Alle drei sind mir richtig ans Herz gewachsen und ich hätte sie nur zu gerne noch ein Stückchen länger begleitet.



Meine, doch recht hohen, Erwartungen an das Buch wurden hier komplett erfüllt. „Wir drei verzweigt“ ist einfach ein Buch ganz nach meinem Geschmack: Es ist ruhig und regt einen durch die ernste Thematik sehr zum Nachdenken an. Durch den humorvollen Schreibstil und den liebenswerten Charakteren unterhält einen das Buch aber auch bestens, es bringt einen sehr zum Schmunzeln und trifft einen dank der gefühlvollen und emotionalen Beschreibungen mitten ins Herz.



Dieser wundervolle Jugendroman macht nur zu deutlich, dass kein Leben perfekt ist. Jeder hat mit Problemen zu kämpfen, bei manchen sind diese kleiner, bei anderen größer. Unsere drei Protagonisten haben besonders viele Hürden in ihren Leben zu meistern. Neben den ernsten Themen beschreibt Robin Benway auf eine sehr einfühlsame Weise auch die alltäglichen Probleme der drei, um die die meisten Jugendlichen in dem Alter nicht herumkommen. Die drei Geschwister wirken dadurch nur noch authentischer und man kann sich als Leser noch besser in sie hineinversetzen.

Mir hat das Buch wunderschöne Lesestunden beschert und ich hoffe sehr, dass wir noch viele weitere so großartige Bücher von der Autorin zu lesen bekommen werden.



Fazit: Ein ernster, berührender und sehr emotionaler Jugendroman! Mich konnte Robin Benway mit ihrem neuen Buch hellauf begeistern und absolut überzeugen. Ich fand es richtig spannend mitzuverfolgen, wie unterschiedlich die drei Geschwister aufgewachsen sind, wie sie sich, nachdem sie voneinander erfahren haben, immer näher gekommen sind und langsam Vertrauen zueinander aufgebaut haben. Mich hat das Buch sehr berührt, es hat mich nachdenklich gestimmt und mich stellenweise auch sehr zum Schmunzeln gebracht. Ich habe „Wir drei verzweigt“ von den ersten Seiten an geliebt und kann es jedem sehr ans Herz legen. Ich vergebe nur zu gerne volle 5 von 5 Sternen!

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Ich bin dann mal Prinzessin – Chaos, Kekse und königliche Cousinen

Meg Cabot , Ilse Rothfuss
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.07.2018
ISBN 9783423762175
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Dem Erscheinen des zweiten Bandes von „Ich bin dann mal Prinzessin“ habe ich ganz ungeduldig entgegen gefiebert. Ich bin seit meiner Jugendzeit ein großer Fan von den Büchern von Meg Cabot und kenne wirklich alle ihre Kinder- und Jugendbücher, die bisher auf Deutsch erschienen sind. Band 2 ihrer neuen Reihe war daher ein absolutes Muss für mich. Hinzu kam natürlich auch, dass mir der erste Band richtig gut gefallen hat. Ich war nun schon richtig gespannt zu erfahren, was Prinzessin Olivia wohl in Genovien alles erleben wird.


So richtig glauben kann Olivia es ja immer noch nicht, dass sie wirklich eine Prinzessin ist. Und auch, dass sie fortan im Palast von Genovien leben soll, konnte die 12-jährige noch nicht so wirklich realisieren. Endlich ist sie umgeben von einer netten Familien, kann den Luxus am königlichen Hofe genießen und besitzt sogar ein eigenes Pony! Klingt super? Nun, das ist es auch. Zumindest fast. Denn leider kommt auch eine Prinzessin nicht um die Schule herum. Der Start an der königlichen Akademie verläuft auch leider nicht ganz so gut wie erhofft. Grund ist Olivias superzickige Cousine Luisa Ferrari, die ihr das Leben an der neuen Schule ganz schön schwer macht. Als wäre ihr Leben nicht eh schon kompliziert genug. Zum einen sind da die Leguane im Schlossgarten, die es auf Olivias Grandmère abgesehen zu haben scheinen. Und auch in der Schule läuft, abgesehen von Luisas Mobbingattacken, nicht alles rund. Olivias Tanzpartner Prinz Gunther hat einen richtigen Narren an ihr gefressen, was bei ihr nicht so wirklich auf Wohlwollen stößt. Und dann wäre da noch Prinz Khalil, der ziemlich gut aussieht und auch richtig nett ist. Aber Olivia empfindet auf gar keinen Fall mehr für ihn als nur Freundschaft...zumindest geht sie davon aus. Sicher ist sie sich da mittlerweile irgendwie nicht mehr. Das Leben einer Prinzessin kann aber auch turbulent sein. Hinzu kommt dann auch noch, dass die Hochzeit von Prinzessin Mia immer näher rückt. So eine königliche Vermählung verlangt einiges an Vorbereitungen, schließlich sind über 500 Gäste eingeladen! Puh. Im Palast herrscht wirklich das reinste Chaos. Ganz klar: Jetzt ist Olivias Einsatz als Hochzeitsretterin gefragt – mit tatkräftiger Unterstützung von Grandmère versteht sich. Ob es den beiden wohl gelingen wird, die Hochzeit zu retten, damit diese nicht in einem königlichen Desaster endet?


Wie der Reihenauftakt, so konnte mich auch die Fortsetzung von „Ich bin dann mal Prinzessin“ hellauf begeistern. Ich rate hier, lieber zuerst Band 1 zu lesen, ehe man mich sich dem zweiten Teil widmet. Band 2 schließt ziemlich direkt an seinen Vorgänger an und obwohl das Wichtigste noch mal kurz erklärt wird, halte ich es hier für sinnvoller, die Reihe lieber chronologisch zu lesen.


Bei mir war es noch nicht allzu lange her, dass ich den ersten Band gelesen habe, daher hatte ich hier einen wunderbaren Einstieg. Schauplatz in Band 2 ist, anders als im ersten Teil, das kleine Fürstentum Genovien, wo Prinzessin Olivia, unsere Protagonistin, fortan am königlichen Hofe zu Hause sein wird.


Mir hat das Setting richtig gut gefallen. Den Palast habe ich mir herrlich luxuriös vorgestellt, ein bisschen beneide ich Olivia ja, dass sie an so einem tollen Ort leben darf. Wobei ich mir nicht so sicher bin, ob ich wirklich mit ihr tauschen wollen würde. Klar, so ein Leben als Prinzessin hat so einige Vorteile zu bieten wie schöne Kleider oder ein eigenes Pony. Allerdings kann ein Prinzessinnenleben auch schrecklich anstrengend und stressig sein. Diese Erfahrung muss auch Olivia machen. Als Leser bekommen wir es hier mit einer witzig turbulenten Szene nach der nächsten zu tun, sodass man jede Menge zum schmunzeln hat.


Der Schreibstil ist herrlich locker-leicht, erfrischend und humorvoll. Eben so, wie ich es von Meg Cabot gewohnt bin. Wie Band 1, so handelt es sich auch hier um das Tagebuch von Olivia. Ich mag Bücher im Tagebuch-Stil ja wahnsinnig gerne. Diese lesen sich immer ganz besonders unterhaltsam.


Dadurch, dass Olivia alles ihrem Tagebuch anvertraut, bekommen wir einen sehr guten Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt. Mir ist die 12-jährige bereits im ersten Band richtig ans Herz gewachsen. Sie ist ein total liebes Mädchen, sie ist sympathisch, frech und einfach so jemand, den man sofort gernhaben muss. Nur sorgt Olivias neuer Prinzessinnenstatus leider dafür, dass sie an ihrer neuen Schule gemobbt wird. In erster Linie von ihrer Cousine Luisa Ferrari, die es Olivia einfach nicht gönnt, dass sie, im Gegensatz zu ihr, eine Prinzessin ist. Bei Luisa ist nicht nur der Name doof, auch sie selbst ist es. Olivia aber lässt sich nicht unterkriegen, was vielleicht auch daran liegt, dass sie von ihrer alten Schule schon so einiges gewohnt ist.


Zum Glück gibt es aber auch deutlich nettere Mitschüler. Und auch ziemlich gutaussehende. Wie es sich für einen Teenieroman gehört, so kommt auch hier die erste Liebe ins Spiel. Nur versucht sich Olivia ständig einzureden, dass sie auf gar keinen Fall mehr für einen bestimmten Jungen empfindet als nur Freundschaft. Ich fand ihre Gedanken unheimlich süß, sie sind ganz normal in diesem Alter und lassen Olivia nur noch authentischer wirken.


Die vielen Charaktere sind Meg Cabot mal wieder super gelungen. Wir treffen wieder auf viele bekannte Gesichter wie Prinzessin Mia oder - diese darf natürlich auf gar keinen Fall fehlen - die einmalige Grandmère, die mich mit ihrer ruppigen Art stets bestens unterhalten kann.


Neben dem gelungenen Tagebuchstil haben mir auch die SMS und Chat Nachrichten sehr gut gefallen, die immer mal wieder zwischen Olivia und ihrer besten Freundin fallen. So etwas liebe ich in Büchern, sie lockern die Handlung wunderbar auf.

Ebenfalls klasse fand ich die vielen Illustrationen, die von Meg Cabot selbst stammen. Hier zeigt sie erneut, was für ein großes Zeichentalent in ihr schlummert.


Ich habe überhaupt nichts an dem Buch zu bemängeln. Mir hat es herrliche, wenn leider auch recht kurze, Lesestunden beschert. Die Bücher von Meg Cabot lesen sich einfach immer viel zu schnell, was aber natürlich für diese spricht. ;)

Ich hoffe sehr, dass es noch eine weitere Fortsetzung geben wird. Ich möchte schrecklich gerne erfahren, wie es Olivia in Genovien weiter ergehen wird und wie sie sich weiterhin als Prinzessin macht.


Fazit: Eine super Fortsetzung! Für alle „Plötzlich Prinzessin“- Fans ist auch Band 2 dieser schönen neuen Reihe von Meg Cabot ein absolutes Muss! Sehr empfehlen kann ich das Buch all denjenigen, die gerne Prinzessinnenbücher lesen und Bücher im Tagebuchstil mögen. Obwohl die Reihe für Kinder ab 9 Jahren angedacht ist, ist sie in meinen Augen auch für deutlich Ältere absolut lesenswert. Witzig, turbulent und herrlich humorvoll – ich bin hellauf begeistert von dieser wundervollen Fortsetzung und vergebe sehr gerne volle 5 von 5 Sternen!

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Pasta Mista 2: 2 Rezepte für die Liebe

Susanne Fülscher
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.08.2018
ISBN 9783551650269
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Bücher von Susanne Fülscher lese ich immer unheimlich gerne. Für mich sind diese immer so richtige Wohlfühlbücher. Da mir der erste Band ihrer Pista Mista-Reihe so gut gefallen hat, war ich auf die Fortsetzung richtig gespannt.


Diese Sommerferien werden ganz besonders schön werden, denn Liv und ihre Mutter werden Urlaub in Italien machen! Endlich wird Liv ihren Freund Angelo wiedersehen und kann jede Menge Zeit mit ihm verbringen. Zusammen werden die beiden am Strand relaxen, auf das herrlich blaue Meer schauen, den strahlenden Sonnenschein genießen und - darauf freut sich Liv mit am meisten - echtes italienisches Essen kosten. Für Hobby-Köchin Liv ein wahrer Traum. Nur leider werden die Ferien dann doch nicht so schön wie erhofft. Wie nicht anders zu erwarten, lässt Liv mal wieder kein Fettnäpfchen aus und gerät in die ein oder andere peinliche Situation. Was aber noch viel schlimmer ist: Angelo verbringt verdächtig viel Zeit mit einer äußerst heißen Blondine namens Chiara. Läuft da etwas zwischen den beiden? Auf ihre Nachfragen reagiert Angelo sehr ausweichend, was Livs Verdacht nur noch verstärkt. Ob Angelo sie wohl wirklich hintergeht?


Wie der Reihenauftakt, so konnte mich auch die Fortsetzung von Pasta Mista hellauf begeistern. Einmal angefangen mit dem Lesen wollte ich das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand. Leider musste ich dann doch immer mal wieder kurz unterbrechen, habe das Buch aber trotzdem für meinen Geschmack viel zu schnell durchgelesen. Es liest sich einfach klasse, locker-leicht und herrlich angenehm. Susanne Fülscher hat einen tollen Schreibstil, wunderbar flüssig und erfrischend jugendlich. Für die Zielgruppe wirklich perfekt, aber auch Erwachsene werden diesen spritzigen Schreibstil lieben.


Ich rate hier, den ersten Band gelesen zu haben, ehe man in den zweiten abtaucht. Es wird zwar alles Wichtige noch mal aufgegriffen, aber besser wäre es in meinen Augen schon, wenn man das Wissen aus Band 1 hat, damit in der Fortsetzung dem Geschehen problemlos folgen kann.


Obwohl es bei mir nur nun schon fast wieder ein Jahr her ist, dass ich den ersten Teil gelesen habe, hatte ich überhaupt keine Schwierigkeiten wieder in die Welt von Pasta Mista hineinzufinden. Ich hatte wirklich einen super Einstieg und habe mich bereits auf den ersten Seiten bestens unterhalten gefühlt. Der Humor in den Büchern von Susanne Fülscher ist einfach ganz genau mein Geschmack, ich habe in diesen stets eine Menge Gründe zum Schmunzeln und Grinsen.


So also auch hier: Liv ist wirklich die reinste Chaosqueen und lässt selten ein Fettnäpfchen aus. Peinlich für sie, aber höchst amüsant für uns Leser. ;)


Neben den witzigen Szenen haben mir auch die ernsteren richtig gut gefallen. Es kommen einige Themen zur Sprache, die einen nachdenklich stimmen und in meinen Augen sehr wichtig sind. Ganz besonders für Jugendbücher. Sehr gekonnt hat die Autorin Problemthemen wie Essstörung, Diebstahl und Eifersucht eingebaut. Gerade letztes ist ein großes Thema, mit welchem sich Liv auseinander setzen muss. So plagt sie nicht nur die bange Frage, ob ihr Freund Angelo sie betrügt, auch das absolut nachvollziehbare Gefühl von Eifersucht macht sich in ihr breit. In meinen Augen völlig normal und sehr authentisch. Generell habe ich die Handlung als sehr realistisch und lebensnah empfunden.

Die Charaktere wurden allesamt richtig klasse von der Autorin ausgearbeitet und gerade mit der Protagonistin Liv, aus deren Sicht wir alles in der Ich-Perspektive erfahren, ist Susanne Fülscher ein wundervoller Charakter gelungen. Liv muss man einfach sofort ins Herz schließen, sie ist ein total liebenswertes, fröhliches, aufgewecktes und, ja, auch sehr tollpatschiges, Mädchen. Und natürlich muss auch sie sich mit den gängigen Teenagerproblemen rumschlagen, was die 15-jährige nur noch authentischer macht.


Auch wie sich die Liebesgeschichte zwischen Liv und Angelo entwickelt, hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin hat einfach ein Händchen dafür, dass alles wie aus dem Leben gegriffen wirkt, sodass man das Handeln der Personen, ihre Gefühls- und Gedankenwelt und die gesamte Entwicklung der Story absolut nachvollziehen kann und sich selbst in so einigen Dingen wiederfindet.


Ebenfalls hellauf begeistern konnte mich das Setting. Italien wird wunderschön und sehr detailreich beschrieben, sodass ich mir von allem ein ganz genaues Bild machen konnte. Leider war ich noch nie in Italien, möchte aber unbedingt mal dorthin. Susanne Fülscher hat mit ihren schmackhaften Beschreibungen dieses Fernweh in mir nur noch größer werden lassen.


Apropos schmackhaft: Ich muss hier ganz dringend vorwarnen: Lest das Buch ja nicht in einem hungrigen Zustand. Wie der Titel schon deutlich macht, wird hier eine Menge gekocht. Die leckersten italienischen Gerichte werden hier zubereitet, serviert und gegessen. Mir ist beim Lesen richtig das Wasser im Munde zusammen gelaufen, ganz besonders bei den Pastagerichten hat mein Magen ein lautes Knurren von sich gegeben. Bei den Muscheln eher weniger, dafür wieder umso mehr bei den Desserts. Yummy! :D


Ich habe wirklich überhaupt nichts an dem Buch zu bemängeln. Hier hat für mich einfach alles gestimmt. Sehr schön fand ich auch dieses tolle Sommer- und Urlaubsfeeling, welches die ganze Zeit über herrscht. Für die warme Jahreszeit kann ich das Buch daher ganz besonders empfehlen.


Fazit: Nach Band 1 konnte mich auch die Fortsetzung der Pasta Mista-Reihe hellauf begeistern! Die Story ist wunderbar sommerlich und romantisch, sie ist witzig und spannend und macht einfach gute Laune. Durch die angenehm kurzen Kapitel, den tollen Schreibstil und die temporeiche Handlung fliegt man hier nur so durch die Seiten. Mädchen ab etwa 12 Jahren kann ich Pasta Mista ganz besonders ans Herz legen, allerdings kann ich die Bücher auch älteren Leserinnen wärmstens empfehlen. Von mir erhält der zweite Band – genauso wie sein Vorgänger – volle 5 von 5 Sternen!

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21 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Caldera - Die Wächter des Dschungels

Eliot Schrefer , Ulrike Köbele , Emilia Dziubak
Fester Einband
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.07.2018
ISBN 9783522506069
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Als ich das erste Mal das Cover von „Caldera“ sah, dachte nur, ui, sieht das aber toll aus! In mir hat es sofort eine große Abenteuerlust geweckt. Bücher mit Tieren als Protagonisten habe ich schon immer sehr gerne gelesen. Da mich auch der Klappentext auf Anhieb überzeugen konnte, stand für mich sofort fest, dass ich mich unbedingt auf eine spannende Reise in den magischen Dschungel von Caldera begeben möchte. 

Das Panthermädchen Mali ist anders als ihre Familie. Obwohl sie zu den Nachtwandlern gehört, findet sie tagsüber oft keinen Schlaf und verbringt die helle Tageszeit im wachen Zustand. Dies ist allerdings strengstens verboten. Sollte ihre Tante Usha davon erfahren, droht Mali die Verbannung. Zu dieser kommt es dann auch. Mali verlässt ihren Bau und macht sich mit Gleichgesinnten auf den Weg zum Tempel im Herzen des Dschungels von Caldera. Mali, so weiß sie mittlerweile, gehört zu den sogenannten Schattenwandlern. Und nur diese können Caldera vor der großen Ameisenkönigin retten. Die böse Herrscherin droht aus ihrem Gefängnis auszubrechen und ihr Plan ist es, alle Wesen Calderas mit der Hilfe ihrer Ameisenarmeen zu ihren Untertanen zu machen. Zusammen mit dem Pfeilgiftfrosch Rumi, der Fledermaus Lima und dem Kapuzineräffchen Gogi stürzt sich Mali in ein aufregendes – und sehr gefährliches - Abenteuer. Ob es ihnen wohl gelingen wird, Caldera vor den Ameisen zu retten?


Mir hat das Cover hier nicht zu viel versprochen. Mich konnte die Handlung von den ersten Seiten an packen und mich durchweg mitfiebern lassen. Für Kinder ab 10 Jahren ist dieser schöne tierische Fantasy-Schmöker sehr zu empfehlen. Aber auch so mancher Erwachsener wird hier sehr viel Spaß beim Lesen haben.


Unsere Protagonistin ist das Panthermädchen Mali. Sie war mir auf Anhieb sympathisch, sie ist liebenswert, selbstbewusst und mutig. Mali lässt sich nicht unterkriegen und ist jederzeit bereit, sich für ihre Familie und ihre Freunde zu opfern. Besonders für ihre Schwester Chumba würde das Panthermädchen alles tun.


Mali zählte auf jeden Fall zu meinen Lieblingsfiguren in dem Buch, aber auch ihre Kameraden haben mir sehr gut gefallen. Besonders das Kapuzineräffchen Gogi, das ein richtiges Plappermaul ist, hat mich mit seiner witzigen Art bestens unterhalten. Das Buch ist definitiv nicht nur spannend und mitreißend, auch zum Schmunzeln und Lachen gibt es eine Menge.


Zusammen mit unseren tierischen Helden begeben wir uns als Leser auf eine abenteuerliche Reise durch den Dschungel Calderas. Ein spannender Moment folgt dem nächsten - Langweile kommt hier beim Lesen garantiert nicht auf.


Neben den Charakteren, deren Zusammenspiel und Verhaltensweisen konnte mich auch das Setting hellauf begeistern. Der Dschungel mit all seinen Gefahren und all seiner Schönheit wird erstklassig von dem Autor beschrieben, sodass man sich hier alles ganz genau vorstellen kann. Man merkt beim Lesen sehr, dass der Autor weiß, wovon er schreibt. In einem Interview, welches sich im Anschluss an die Geschichte befindet, erfahren wir, dass Eliot Schrefer selbst eine Tour durch den Dschungel unternommen hat und daher weiß, wie es da so abgeht. Denn, so musste er feststellen, nicht die Moskitos haben ihm die größten Probleme bereitet, wie er erwartet hätte, nein, es waren die Ameisen. So entstand die Idee zu diesem schönen Buch, in welchem Ameisen eine große Rolle spielen. Jedem, der sich für diese faszinierenden Krabbelviecher interessiert, kann ich „Caldera“ daher ganz besonders ans Herz legen. Aber auch denjenigen, die, wie ich, gerne Tiergeschichten lesen, kann ich das Buch absolut empfehlen!


Richtig gut gefallen haben mir die Bildchen an den Kapitelanfängen und die ganzseitigen, wunderschönen Illustrationen. Von letzteren hätte es gerne mehr geben können, von denen gibt es leider nur recht wenige. Die Bilder von Emilia Dzuibak durfte ich nun schon in einigen Büchern betrachten und jedes Mal aufs Neue staune über ihr großes Zeichentalent. Ihre Bilder in diesem Buch verstärken diese magische Dschungelatmosphäre nur noch, die die ganze Zeit über herrscht.


Dank der packenden Handlung und dem flüssigen und sehr humorvollen Schreibstil des Autors bin ich hier nur so durch die Seiten geflogen. Hinzu kommen dann noch die angenehm kurzen Kapitel, die ich in Büchern ja immer sehr willkommen heiße.


Das Buch endet mit einem gekonnten Cliffhanger, sodass in einem die große Lust auf Band 2 geweckt wird. Zumindest in mir wurde diese entfacht. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterlesen und bin schon sehr gespannt, wie es mit unseren tierischen Helden weitergehen wird.


Fazit: Spannend, witzig und mitreißend! Mir hat der erste Band von „Caldera“ einen tierisch schönen Lesespaß beschert. Fanatsyfreunden und Tierliebhabern kann ich das Buch ganz besonders ans Herz legen. Wer Lust auf eine abenteuerliche Reise durch den wilden Dschungel hat und mal wieder so richtig ins Mitfiebern geraten möchte, dem kann ich das Buch sehr empfehlen, sowohl Jungen und Mädchen ab 10 Jahren als auch erwachsenen Lesern. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

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5 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

Rosa Räuberprinzessin

Annette Roeder , Katrin Engelking
Fester Einband
Erschienen bei cbj, 23.07.2018
ISBN 9783570170885
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aufmerksam geworden auf das Buch bin ich durch das Cover. Da habe ich auf den ersten Blick gesehen, dass es von Katrin Engelking gezeichnet wurde, eine meiner absoluten Lieblingsillustratorinnen. Allerdings haben mich hier natürlich nicht nur die Bilder gereizt, auch auf die Geschichte, die mich in diesem schönen Buch erwarten wird, war ich schon sehr gespannt. Für mich stand daher sehr schnell fest, dass ich kleine Rosa Räuberprinzessin unbedingt kennenlernen wollte!


Fröhlich, frech und wild, so ist die fast 7-jährige Rosa. Meistens trifft man sie in den alten Latzhosen ihrer drei großen Brüder an und sehr oft sieht man sie auch auf Bäumen sitzen, da sie es liebt, auf denen herumzuklettern. Prinzessinnenhaft ist das ja eigentlich nicht, oder? Eine Prinzessin ist anmutig, ordentlich und stets hübsch gekleidet. Also das genaue Gegenteil von Rosa. In dieser aber schlummert schon seit längerem der Wunsch, eine Prinzessin zu sein! Wie gerne würde sie ein schönes rosa Rüschenkleid tragen und ein goldenes Krönchen. Die Farbe rosa ist einfach eine tolle Farbe! Nur leider sieht das niemand in ihrer Familie so. So richtig rosa sind eigentlich nur die Ferkel im Stall. Aber immerhin besitzt Rosa schon ein Einhorn. Zumindest fast. Ein richtiges Einhorn ist Esel Einhorn nicht, aber immerhin hat er ein Horn. Und zwar in rosa! Und sprechen kann er auch. Ja echt! Und verdammt gute I-A-deen hat Esel Einhorn auch. Mit seiner Hilfe wird es Rosa ganz bestimmt gelingen, endlich eine echte Prinzessin zu werden.


Mir hat das Buch richtig schöne Lesestunden beschert. Es ist in insgesamt vier Teile aufgeteilt, die vier Geschichten über die kleine Roswita, kurz, Rosa erzählen. Mit ihr hat Annette Roeder eine wundervolle Heldin für Kinder ab 6 Jahren erschaffen.


Der erste Teil erzählt, wie Rosa zu ihrem Esel Einhorn kommt. Bei diesem handelt es sich um einen Esel vom Jahrmarkt. Das Besondere an Esel Einhorn ist, wie es der Name schon sagt, dass er ein Horn wie ein Einhorn besitzt. Nur scheint das niemand außer Rosa zu sehen. Und auch, dass er sprechen kann, fällt nur Rosa auf. Mich hatte es anfangs etwas irritiert, als Esel Einhorn plötzlich zu reden begann. Es wird auch nicht erklärt, wie das überhaupt sein kann, dies bleibt der Fantasie von uns Lesern überlassen.

Nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, dass der Esel sprechen kann, fand ich seine Bemerkungen richtig witzig. Es wird sehr schnell deutlich, dass Esel Einhorn ein verdammt cleveres Kerlchen ist. Auch wenn seine Ideen vielleicht nicht immer die besten sind. Aber egal, sie tragen auf jeden Fall dazu bei, dass wir hier beim Lesen jede Menge Spaß haben.


Alle vier Geschichten sind total liebenswert, sehr lustig und ziemlich verrückt. Und niedlich. So fand ich die kleine Rosa unheimlich süß. Sie hat mich stellenweise an Pippi Langstrumpf erinnert, da sie ähnlich frech und vorlaut ist und nur Flausen im Kopf hat. Ich habe mich zum Teil wirklich köstlich über ihre verrückten Einfälle amüsiert und musste auch sehr über sie schmunzeln. Rosa ist eine wundervolle Protagonistin, die man einfach sofort ins Herz schließen muss und die ganz besonders bei jungen Mädchen sehr gut ankommen wird. Ich kann mir gut vorstellen, dass so manches junge Mädchen gerne wie die wilde Rosa wäre. Und viele werden auch deren großen Wunsch teilen: Eine Prinzessin zu sein!


Sich diesen Traum zu erfüllen, ist nur nicht leicht. Besonders für Rosa ist es äußerst knifflig. Zu Hause, im Grillenwinkel, teilt niemand ihre Leidenschaft für die Farbe rosa. Rosa hat drei Brüder, die zwar alle total lieb sind, nur eben nicht so auf rosa Dinge stehen. Auch die Eltern, insbesondere die Mutter, scheinen eine Abneigung gegen rosa Sachen zu hegen. Dabei ist das doch DIE Farbe für eine Prinzessin! Wie soll Rosa da jemals nur eine Prinzessin zu werden, wenn ihr zu Hause ständig Steine in den Weg gelegt werden?


Die vier einzelnen Geschichten erzählen so nach und nach, wie Rosa ihrem große Traum immer näher kommt. Erst bekommt sie ein Einhorn (bzw. ein Esel Einhorn), dann wird die Sache mit dem Kleid geklärt, auch ein Krönchen darf natürlich nicht fehlen, und zu guter Letzt muss auch noch das Schloss von der Liste abgehakt werden. Erst dann kann sich Rosa als eine wirkliche Prinzessin bezeichnen. Ob sie dies schließlich auch wird und welche Rolle dabei blau angemalte Brötchen oder eine leicht durchgeknallte Frau vom Bürgermeister spielen, das verrate ich hier natürlich nicht, dafür müsst ihr das Buch schon selber lesen. Was ihr auch tun solltet. Ganz besonders zum Vorlesen kann ich es sehr empfehlen. Die Kapitel sind schön kurz und der Schreibstil sehr kindgerecht und leicht. Es gibt viel wörtliche Rede und sogar ein paar Liedchen gibt es zwischendurch, da Rosa sehr gerne reimt und singt. Sie ist wirklich so ein richtiger Wirbelwind, die „Räuberprinzessin“ Bezeichnung passt wirklich perfekt zu diesem aufgeweckten Mädchen.


Was mir hier natürlich ganz besonders gut gefallen hat, sind die vielen farbenfrohen Illustrationen. Der Zeichenstil von Katrin Engelking ist einfach unverkennbar, ich liebe ihre Bilder. Für diese schöne Geschichte eignen sie sich wirklich perfekt. Sie geben das Geschehen im Text perfekt wieder und laden zum Staunen und Betrachten ein.


Ich freue mich nun schon sehr auf den zweiten Band, welcher im nächsten Frühjahr erscheinen wird. Dieser wird hinten im Buch angekündigt und er wird hoffentlich eine genauso schöne, liebenswerte und fantasievolle Geschichte erzählen wie sein Vorgänger.


Fazit: Süß, fröhlich-frech und total liebenswert! Wie Rosa, so sorgt auch die Geschichte, die wir hier in vier Teilen zu lesen bekommen, für richtig gute Laune. Die aufgeweckte Rosa muss man einfach gernhaben, wie auch die vielen Nebencharaktere. Selbst die etwas unsympathischen Figuren muss man ins Herz schließen, da sie teilweise so herrlich verrückt dargestellt werden. Zusammen mit den vielen schönen, farbigen Illustrationen von Katrin Engelking wird Jung und Alt hier ein zauberhaft wilder (Vor-)Lesespaß beschert. Ich kann das Buch sehr empfehlen, ganz besonders denjenigen, die auf die Farbe rosa stehen, auch schon immer gerne eine Prinzessin sein wollten und auch den wilden Räuber in sich spüren. Aber auch allen anderen kann ich das Buch natürlich sehr ans Herz legen. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

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Billionen-Boy

David Walliams , Dorothee Haentjes-Holländer , Tony Ross
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.07.2018
ISBN 9783499218095
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die Bücher von David Walliams lese ich immer richtig gerne. Da freue ich mich immer sehr auf jedes neue Buch. Bei „Billionen-Boy“ handelt es sich zwar um kein wirklich neues Werk von dem britischen Autor, sondern nur um eine Neuauflage – da ich diese Geschichte aber noch nicht gelesen habe, war ich auf die neue Ausgabe, die diesen Monat im Rowohlt Verlag erschienen ist, schon sehr gespannt.


Joe Spud ist der reichste Junge der Welt. Er ist nicht nur Millionär, auch kein Milliardär (pfff, also bitte), nein, er ist Billionär! Joe hat also eine Menge Gründe, glücklich zu sein. Er kann sich schließlich alles, kaufen was er möchte: Eine eigene Achterbahn im Garten, jedes Computerspiel, das es auf der Welt gibt, ein eigenes Krokodil (oder vielleicht auch zwei) – was sich aber nicht mit Geld kaufen lässt, ist ein echter Freund. Und genau diesen wünscht sich der 12-jährige Joe sehnlichst. Er überredet daher seinen Vater, ihn auf eine ganz normale Schule zu schicken. Dort möchte Joe inkognito ein ganz gewöhnlicher Schüler sein. Niemand darf erfahren, dass sein Vater das Hintern-Abwischen revolutioniert hat und dadurch unendlich reich wurde, denn die anderen Kinder sollen ihn nicht nur wegen seines vielen Geldes mögen. Hm, so richtig klappen tut Joes Vorhaben nur leider nicht. Es stellt sich als gar nicht so einfach heraus, sich ganz normal zu benehmen, wenn man daran gewöhnt ist, mit Geld nur so um sich werfen zu können…


Ich habe mich hier beim Lesen köstlich amüsiert. Ich liebe den Humor von David Walliams, ich finde, dass er zurecht als der würdige Nachfolger von Roald Dahl gilt. Man muss allerdings auf schwarzen und einen etwas derben Humor stehen, um seine Bücher zu mögen. Wer dies tut, der wird bei den Büchern von dem britischen Autor ganz auf seine Kosten kommen.


Auch in „Billionen-Boy“ kommen wir in den Genuss von herrlich skurrilen Ideen und jeder Menge schräger Charaktere. So macht ja schon der Titel mehr als deutlich, dass man es hier mit einer äußerst verrückten Geschichte zu tun bekommt. Ich meine, Billionen hat wohl keiner auf dem Konto, oder? Zumindest nicht, dass ich wüsste. ;) Aber das machen die Bücher von David Walliams eben aus: Diese total durchgeknallten Einfälle und diese Übertreibungen, die einfach irre komisch sind. Aber wie gesagt, sein Humor wird nicht Jedermanns Sache sein, er ist stellenweise schon recht speziell. Einige Bücher von David Walliams waren manchmal selbst mir zu makaber.


In „Billionen-Boy“ war dies aber nicht der Fall. Mich hat das Buch bestens unterhalten, ich bin hier aus dem Grinsen teilweise gar nicht mehr herausgekommen. So hat mir gleich am Anfang die Auflistung all der Dinge richtig gut gefallen, die sich Joe mit seinem Geld kaufen kann. Für irgendwas muss die viele Knete auf dem Konto ja gut sein. Schon krass, was der 12-jährige alles besitzt, wobei dies alles natürlich ziemlich unrealistisch ist. So bekommt Joe einfach mal so zum Geburtstag 2 Millionen Pfund von seinem Vater geschenkt. Und ein 50 Pfund Schein ist für Joe und seinen Vater natürlich nichts, 50 Pfund Scheine werden gerne als Streu-Ersatz für den Hamsterkäfig verwendet.


Was aber erstaunlich an dem Ganzen ist: Joe ist keineswegs ein gebildeter oder verhätschelter Junge. Na ja, ein bisschen vielleicht, so ganz lässt sich dies vermutlich auch nicht verhindern, wenn man es von klein auf gewohnt ist, Geld ohne Ende zu haben. Auf mich hat Joe aber dennoch einen sehr vernünftigen Eindruck gemacht. Und sympathisch war mir auch von Anfang an. Joe macht sich gar nicht so viel aus dem ganzen Geld und gibt es auch gerne an andere weiter. Allerdings muss er erst lernen, dass man sich nicht alles mit Geld kaufen. Wie Freundschaft. Neu an der öffentlichen Schule, die er fortan besuchen wird, freundet sich der dickliche Joe mit dem ebenfalls dicken Bob an. Zuerst weiß dieser nicht, wer genau Joe ist, schließlich versucht dieser, dies geheim zu halten. Als es schließlich doch rauskommt, kommt es leider zu einigen unschönen Momenten.


Mir hat die Botschaft des Buches sehr gut gefallen: Geld allein macht nicht glücklich und egal wie viel man davon hat, wenn man keine Freunde hat, kann auch eine Million oder meinetwegen eine Billion nicht dazu führen, dass man Freude am Leben hat. Diese Erfahrung muss auch der 12-jährige Joe machen.

So verrückt und skurril die Geschichten von David Walliams auch immer sind, sie enthalten doch immer eine wichtige Botschaft. Diese ist stets nett verpackt in einer total schrägen und humorvollen Story. Ich frage mich ja immer wieder, wie der Autor nur auf diese vielen witzigen Ideen kommt. So dürfen wir hier zum Beispiel die Kantinendame kennenlernen, deren Gerichte äußerst gewöhnungsbedürftig sind. Ich sage nur „Raupenbrühe“ oder „gefrorener Pappkarton“. Klingt doch lecker, oder? ;D


Für mich war das Buch mal wieder viel zu schnell gelesen. Die Bücher von David Walliams habe ich immer wahnsinnig flott durch, sie lesen sich wirklich klasse. Der Schreibstil ist herrlich humorvoll und wunderbar flüssig. Die Kapitel sind angenehm kurz und die Schrift recht groß. Dadurch, dass mit der Schrift immer sehr gekonnt gespielt wird (mal kursiv, mal groß und fett gedruckt) ist das Lesen hier wirklich sehr abwechslungsreich.

Was bei einem David Walliams Buch auf gar keinen Fall fehlen darf, sind die genialen Illustrationen von Tony Ross. Auch hier gibt es wieder eine Menge seiner unterhaltsamen Bilder. Sie machen diese urkomische Geschichte nur noch witziger. Wie manche Figuren hier aussehen, also, im realen Leben möchte ich denen lieber nicht begegnen. Wie den Grubbs Zwillingen, die sich bis aufs Haar gleichen und bei denen noch nicht einmal die Eltern wissen, wer von den beiden nun das Mädchen ist.


Ich kann das Buch absolut empfehlen, mich konnte es richtig begeistern. Für Kinder ab etwa 9 oder 10 Jahren ist es sehr gut zum Selberlesen geeignet, aber auch zum Vorlesen bietet es sich in meinen Augen prima an. Hier wird auch so mancher Erwachsene nicht mehr aus dem Grinsen und Lachen herauskommen.


Fazit: Skurril, witzig und herrlich schräg! Mal wieder konnte mich David Walliams mit einem seiner verrückten Bücher begeistern. Wer auf britischen Humor steht und mal wieder so richtig Lust darauf hat, herzhaft zu lachen, dem kann ich das Buch sehr empfehlen. Meinen Geschmack hat „Billionen-Boy“ absolut getroffen und ich vergebe volle 5 von 5 Sternen!

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21 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Der kleine Flohling

Sandra Grimm , Anja Grote
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 23.07.2018
ISBN 9783789108846
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Als große Kinderbuchliebhaberin bin ich immerzu auf der Suche nach neuen schönen Kinderbüchern. Als ich in der Vorschau des Oetinger Verlags auf „Der kleine Flohling“ gestoßen bin, habe ich mich auf den ersten Blick in das niedliche Cover verliebt. Sieht es nicht süß aus? Auch der Klappentext überzeugte mich auf Anhieb. Meine Neugier war geweckt, ich wollte den kleinen Waldwichtel Flohling nun unbedingt kennenlernen!


Der kleine Flohling gehört zum Wichtelvolk der Littels und lebt zusammen mit diesen und seiner Familie im Wald. Jeder Littel besitzt von Geburt an ein besonderes Talent, welches mit der Zeit zu Tage tritt. Bei manchen früher, bei anderen erst später. Flohling hat sein Talent leider noch nicht gefunden, was den kleinen Waldwichtel sehr traurig macht. Schon so viel hat er ausprobiert, aber irgendwie scheint er in nichts gut zu sein. Überall, wo er schon war, hat er Chaos hinterlassen. So liegt ihm das Handwerk nicht, auch in der Backstube oder in der Wäscherei hat er zwei linke Hände und musikalisch ist der kleine Littel auch nicht. Aber in irgendetwas muss er doch gut sein! Flohling beschließt, sich auf die weite Reise zu Lilvis, der Weisen des Nordens, zu begeben. Vielleicht kann sie ihm ja weiterhelfen und ihm sagen, welches Talent in ihm schlummert. Anfangs sind seine Eltern zwar nicht sehr begeistert davon, ihren Sohn auf so ein gefährliches Abenteuer zu schicken - da sie aber spüren, dass Flohling diesem gewachsen ist, lassen sie ihn losziehen. Zudem ist er nicht alleine. Seine Freundin Lisbet begleitet ihn, zusammen mit ihrer Kröte Krotte und auch der Familienspatz Pilfink ist mit von der Partie. Ob es Flohling wohl noch gelingen wird, sein Talent zu finden?


Mir haben Cover und Klappentext hier nicht zu viel versprochen, die Geschichte des kleinen Waldwichtels Flohling, der auf der Suche nach seinem Talent ist, konnte mich von den ersten Seiten an verzaubern. Mit ihm hat Sandra Grimm einen ganz besonderen Protagonisten erschaffen. Flohling ist unglaublich liebenswert, er ist hilfsbereit, mutig und willensstark. Für ihn kommt Aufgeben überhaupt nicht infrage. Daher ist er auch unermüdlich am Ausprobieren, in welchem Bereich er gut ist. Schließlich hat jeder Littel ein Talent, also muss er auch eines besitzen. Mir hat der kleine Flohling so leidgetan, dass er einfach nicht fündig wurde und so darunter gelitten hat, dass alle Littels ein Talent besitzen, nur er nicht. Seine Gefühle werden sehr genau von der Autorin beschrieben, sodass man sich wunderbar in Flohling hineinversetzen kann. Ganz besonders Kinder werden den kleinen Littel sofort ins Herz schließen. Man muss ihn einfach gernhaben, er ist so ein lieber Kerl.


Zusammen mit ihm und seiner besten Freundin Lisbet, die übrigens eine Kräuter-Begabung hat, begeben wir uns auf eine spannende und aufregende Reise zu Lilvis, der Weisen des Nordens. Auf ihrem Weg müssen die beiden Littels so einigen Gefahren trotzen. Ungefährlich ist ihr Abenteuer auf jeden Fall nicht. Zum Glück aber sind die beiden nicht auf sich alleine gestellt, sondern haben hilfsbereite Freunde an ihrer Seite, die sie unterstützen.


Ich war durchweg am Mitfiebern und habe die Suche nach Flohlings Talent ganz gebannt verfolgt. Auch zum Schmunzeln gab es einiges. So fand ich die witzigen Muskis total süß mit ihrer lustigen Art zu sprechen. Ach, eigentlich haben mir alle Figuren unglaublich gut gefallen, das Buch wimmelt wirklich nur so von liebenswerten, fantasievollen Charakteren.


Was ich ebenfalls sehr gut fand, ist die Länge der Kapitel, die angenehm kurz ist. Auch der Schreibstil konnte mich auf Anhieb begeistern. Er liest sich sehr flüssig und locker-leicht, sodass sich das Buch wirklich optimal zum Vorlesen eignet. Zum Selberlesen empfehle ich die Geschichte etwas geübteren Lesern, da sie für Leseanfänger zu schwierig sein wird.


Ganz besonders gut gefallen haben mir die traumhaft schönen Illustrationen von Anja Grote. Sie sind wunderbar liebevoll gezeichnet und so herrlich farbenfroh. Da hätte es sehr gerne mehr von geben können. Das Buch wurde zwar mit sehr vielen Bildern versehen, nur hatte ich dann doch mit ein klein wenig mehr gerechnet. Und auch eine Karte vorne im Buch, die den Littelwald und die anderen Orte zeigt, zu denen Flohling reist, hätte ich sehr schön gefunden. So eine Übersichtskarte habe ich dann doch etwas vermisst.


Ansonsten aber habe ich überhaupt nichts an dem Buch auszusetzen, bei diesem handelt es um einen richtigen Vorlesebuch-Schatz. Dieser enthält auch eine wundervolle Botschaft: In jedem von uns schlummert ein Talent, auch wenn dieses auf den ersten Blick nicht so deutlich ist. Zudem kommt es auch eigentlich gar nicht darauf an. Sei du selbst und bleib dir treu, das zählt im Leben. Habe Träume und Wünsche und sei bereit, für diese zu kämpfen. Flohling geht da mit einem wunderbaren Beispiel voran und zeigt uns, dass auch so kleine Wesen wie ein Waldwichtel mit Mut, Entschlossenheit und Stärke Großes erreichen können.

Neben dieser schönen Botschaft beinhaltet die Geschichte auch noch wichtige Themen wie Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt. Ich bin wirklich begeistert von dem Buch und ich hoffe sehr, dass wir noch weitere Abenteuer des kleinen Littels Flohling zu lesen bekommen werden.


Ach ja, ob Flohling sein Talent schließlich noch finden wird, das verrate hier natürlich nicht. Dafür müsst ihr das Buch schon selber lesen. ;)


Fazit: Zum Träumen schön! Mir hat das Abenteuer des kleinen Waldwichtels Flohling richtig gut gefallen. Das Buch erzählt eine wundervolle Geschichte über Freundschaft, Mut und Entschlossenheit und davon, dass man in seine eigenen Stärken vertrauen soll und niemals aufgeben darf, um seine Ziele und Wünsche zu erreichen. Neben der abenteuerlichen, liebenswerten Geschichte konnten mich auch die vielen schönen Illustrationen hellauf begeistern. Ich hoffe sehr auf ein Wiedersehen mit Flohling aus dem Littelwald. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

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Die Pferde von Eldenau - Mähnen im Wind

Theresa Czerny
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 17.07.2018
ISBN 9783734850387
Genre: Jugendbuch

Rezension:

4,5 Sterne

Obwohl ich selbst nie geritten bin, lese ich Pferdebücher seit meiner Kindheit wahnsinnig gerne. Wie viele Mädchen, so hatte auch damals meine Pferdephase und anscheinend habe ich diese nie ganz abgelegt, denn schöne Pferdegeschichten zählen auch heute noch mit zu meinen liebsten Genres. „Die Pferde von Eldenau“ war daher ein großes Muss für mich.


Für Frida gibt es nichts Schöneres, als mit ihrem Pony Liv am Strand entlang zu reiten. Der Wind, das Rauschen der Wellen, das Gefühl von Freiheit und diese innige Verbundenheit zu ihrem Pferd – Frida liebt diese Momente. Sie kann daher auch überhaupt nicht verstehen, was Jannis daran findet, mit seinem Pferd jedes Wochenende auf Turniere zu gehen und anstatt auszureiten, nur zu trainieren. Auf Frida macht Jannis anfangs einen ziemlich arroganten Eindruck. Er und seine Mutter sind gerade aus Berlin nach Eldenau gezogen, wo sie auf den Carlshof einen Neuanfang wagen wollen. Jannis wiederum sieht in Frida zuerst in erster Linie das typische Ponymädchen, das zwar gut mit Pferden klarkommt, nur überhaupt keinen Ehrgeiz beim Reiten hat. Als Jannis Springpferd Dari sich immer seltsamer verhält und ein sehr nervöses Verhalten zeigt, fragt Jannis schließlich Frida um Rat, da er spürt, dass sie Ahnung von Pferden hat. Frida ist sofort bereit, Jannis zu helfen, wobei sie dies nur Dari zuliebe tut. So beginnen die beiden, Dari einem Gelassenheitstraining zu unterziehen. Zuerst klappt das auch sehr gut und die beiden Teenager schöpfen Hoffnung. Nur dann scheint Dari plötzlich viel scheuer zu sein als vor dem Training. Jannis ist verunsichert. Liegt es an Fridas Methoden? Ist sie schuld? Oder steckt jemand anderes dahinter?


Was mich an Pferdebüchern immer am meisten reizt, ist diese besondere Atmosphäre, die in diesen geschaffen wird. Pferdegeschichten haben immer so etwas Harmonisches und Entspannendes, so ein richtiges Wohlfühl-Feeling.


In „Die Pferde von Eldenau“ hat mir diese Atmosphäre ganz besonders gut gefallen. Der Autorin Theresa Czerny ist es erstklassig gelungen, eine wundervolle Stimmung zu erzeugen, die den Leser von den ersten Seiten an verzaubert.


Schauplatz des Buches ist ein herrlich idyllisch gelegener Ort direkt an der Ostsee. Ausritte am Meer sind hier also Programm und zu meiner großer Freude gibt es von diesen eine Menge in dem Buch. Das war ja schon immer ein Traum von mir, einmal mit einem Pferd am Strand entlang zu reiten. Das stelle ich mir wunderschön vor. Durch die tollen Beschreibungen, die wir hier zu lesen bekommen, ist diese Sehnsucht in mir nach so einem Erlebnis nur noch größer geworden.


Mir hat „Die Pferde von Eldenau“ richtig schöne Lesestunden beschert. Genau so muss ein Pferdebuch für mich sein: Eine zum Träumen einladende Atmosphäre, ein tolles Setting und dann diese gefühlvolle und innige Bindung zwischen Pferd und Mensch. Dass diese bei unserer Protagonistin Frida sehr ausgeprägt ist, spürt man vom ersten Moment an. Sowohl zu ihrem Pony Liv als auch zu anderen Pferden: Frida hat einfach ein Gespür für diese Tiere und liebt diese sehr. Für sie geht es daher auch gar nicht, wenn sie ein Pferd leiden sieht. Dies tatenlos mitansehen kann sie nicht. Turniere reiten kommt für sie auch nicht infrage, da sie dies als Tierquälerei empfindet.

Jannis jedoch sieht das anders. Er ist ein erfolgreicher Springreiter und ist in diesem Sport auch sehr ehrgeizig. Als er und Frida aufeinander treffen, kommt es daher auch zu einigen Meinungsverschiedenheiten. Gerade Frida kann ein ziemlicher Hitzkopf sein und wenn es um das Wohl der Pferde geht, versteht die Jugendliche gar keinen Spaß.

Mich haben die vielen Wortgefechte der beiden bestens unterhalten. Klar, streiten ist nicht schön, aber so kleine Kabbeleien lesen sich ja dann doch immer recht amüsant. Frida und Jannis geben schon ein niedliches Pärchen ab. Obwohl sie sich öfters in den Haaren liegen, spürt man sehr, dass sich die beiden eigentlich sehr gerne mögen und vielleicht auch etwas mehr als Freundschaft füreinander empfinden.


Die Geschichte wird sowohl aus Fridas als auch aus Jannis Sicht erzählt. Kapitelweise wechseln sich die beiden mit dem Erzählen ab, sodass wir beide Hauptfiguren näher kennenlernen dürfen. Jannis war mir auf Anhieb sympathisch, er ist ein einfach so ein Typ, dem man sofort gernhaben muss. Mit Frida bin ich leider nicht sofort warm geworden; sie war mir dann stellenweise doch zu zickig und kratzbürstig.


Mit den beiden zusammen erleben wir hier ein wundervolles und auch spannendes Abenteuer, bei welchem Pferdefans ganz auf ihre Kosten kommen werden. Jedem Pferdebuchliebhaber kann ich diesen schönen Jugendroman daher ganz besonders ans Herz legen. Man merkt beim Lesen sehr, wie sehr das Herz der Autorin für die Pferde schlägt und wie gut sie sich auch mit ihnen auskennt.
Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass die Handlung ein wenig braucht, um so richtig in Fahrt zu kommen. Aber groß gestört hat es mich nicht, ich habe mich hier beim Lesen richtig wohlgefühlt und sobald die Geschichte auch packender wurde, bin ich richtig ins Mitfiebern geraten.

So habe natürlich auch ich mich gefragt, wieso sich Jannis Stute Dari plötzlich so seltsam verhält. Da habe ich immerzu Vermutungen aufgestellt, wer oder was wohl dahinter stecken könnte. Dies wird auch am Ende geklärt; das Buch ist ziemlich in sich abgeschlossen, bietet aber dennoch genügend Spielraum für eine Fortsetzung. Diese wird es auch geben, auf die freue ich mich jetzt schon sehr! :D


Fazit: Ein wundervoller Jugendroman, der eine richtig schöne Geschichte über Freundschaft, Familie, Abenteuer und Pferde erzählt. Mir hat das Buch herrliche Lesestunden beschert und ich kann es ganz besonders Pferdefans sehr ans Herz legen. Ich habe mich hier beim Lesen richtig wohlgefühlt; diese harmonische Atmosphäre, die ich in Pferdebüchern immer so liebe, ist hier ganz besonders gut gelungen. „Die Pferde von Eldenau – Mähnen im Wind“ ist ein Buch, das zum Träumen und Mitfiebern einlädt und das Herz jedes Pferdemädchens höher schlagen lassen wird. Von mir gibt es 4,5 - hier gerundet auf 5 von 5 Sternen!

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Prinzessin undercover – Geheimnisse

Connie Glynn , Maren Illinger
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 25.07.2018
ISBN 9783737341288
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Prinzessin undercover“ war eines das Bücher, auf welches ich mich aus den Fischer Neuerscheinungen am meisten gefreut habe. Prinzessinnenbücher habe ich schon immer gerne gelesen; dieses schöne Buch hier war daher ein absolutes Muss für mich!


Eine Prinzessin sein, und wenn auch nur mal für einen einzigen Tag, dies ist wohl ein Traum vieler junger Mädchen. In Lottie Pumpkin schlummert schon lange dieser Wunsch. Niemals hätte sie damit gerechnet, dass sich dieser eines Tages erfüllen wird! Als sie neu auf das Elite Internat Rosewood Hall kommt, soll sie sich da ausgerechnet mit Ellie ein Zimmer teilen. Ellie, müsst ihr wissen, ist eine richtige Prinzessin! Nur muss dies ein Geheimnis bleiben, in Rosewood darf niemand erfahren, wer Ellie in Wirklichkeit ist. Tja, nur irgendwie klappt das nicht so richtig mit der Geheimhaltung. Schon nach wenigen Tagen nach Schulbeginn geht in der Schule das Gerücht um, dass sich eine Prinzessin unter den Schülern befindet. Bevor noch herauskommt, welche Schülerin von königlicher Abstammung ist, tüfteln Ellie und Lottie einen Plan aus: Ellie, die ihr Prinzessinnenleben eh hasst und Lottie, die sich ein solches sehnlichst wünscht, tauschen einfach kurzerhand die Rollen. Nur ob der Plan auch aufgehen wird? Anscheinend hat es jemand auf die Prinzessin von Maradova abgesehen, denn Lottie erhält merkwürdige Nachrichten und unheimliche Drohbriefe. Denkt dieser jemand wirklich, dass Lottie die Prinzessin ist oder hat er die Mädchen durchschaut und Ellie schwebt in großer Gefahr?


Einmal angefangen mit dem Lesen, wollte ich hier am liebsten gar nicht mehr aufhören. Mir hat das Buch richtig gut gefallen und ich fiebere dem Erscheinungsdatum des zweiten Bandes jetzt schon ganz ungeduldig entgegen. Leider wird dieser erst nächstes Jahr erscheinen, schnief.


Das Buch liest sich einfach klasse. Connie Glynn hat einen tollen Schreibstil. Er ist flüssig, locker-leicht und spritzig modern. Durch ihn und durch die angenehm kurzen Kapitel flogen die Seite bei mir wirklich nur so dahin. Also Achtung: Hier besteht definitiv Suchtgefahr! Wobei es natürlich immer Geschmackssache ist. Nicht jeder liest gerne Jugendbücher – geschweige denn welche, in denen es um Prinzessinnen geht. Ich kann euch aber versichern, dass man es hier nicht mit einem albernen, klischeehaften Teenieroman zu tun bekommt. Okay, ein paar Klischees sind schon vertreten, aber diese machen die Story nur noch lebendiger und liebenswerter. Und spannend ist sie auch; Langweile kommt hier beim Lesen garantiert nicht auf.


Das Buch erzählt eine wundervolle Geschichte über Freundschaft, Liebe, Mut, und Vertrauen. Und ja, natürlich handelt die Story auch von Prinzessinnen, zumindest von einer: Ellie, Prinzessin von Maradova.


Ellie aber ist alles andere als eine typische Prinzessin, die in rosa Glitzkleidern herumstolziert und nichts anderes im Kopf hat als Prinzen, Kleider und Ballveranstaltungen. Nee, Ellie ist wohl das genaue Gegenteil: Sie ist ein richtiger Wirbelwind, sie ist chaotisch, frech, nicht auf den Mund aufgefallen und kleiden tut sie sich auch eher unprinzessinnenhaft. Ellie hasst ihr Leben als Prinzessin, was Lottie unbegreiflich ist. Seit ihre verstorbene Mutter ihr Märchen vorgelesen hat, träumt Lottie davon, eine Prinzessin zu sein. Dies ist wohl ein Traum vieler Mädchen. Ich muss gestehen, dass ich als kleines Mädchen auch davon geträumt habe. Und es vielleicht auch heute noch ein bisschen tue. ;)


Allerdings wird hier sehr schnell deutlich, dass ein Prinzessinnenleben nicht nur Vorteile mit sich bringt. Reichtum und Luxus allein macht eben nicht glücklich. Man kann sich als Prinzessin auch schrecklich einsam fühlen. Und ungefährlich ist so ein Leben auch nicht. Auch das müssen Lottie und Ellie zu spüren bekommen.


Mein Lieblingscharakter war Lottie, die eigentliche Protagonistin der Geschichte. In sie konnte mich wunderbar hineinversetzen. Lottie ist ein total liebes und sehr fleißiges Mädchen. Sie ist, anders als die rebellische Ellie, eher ruhig. Ängstlich aber ist sie nicht, im Gegenteil. Als Lottie in die Rolle der Prinzessin schlüpft, zeigt sie, was in ihr steckt und dass eine enorme Stärke und eine große Entschlossenheit in ihr schlummern.


Na, habe ich euch ein bisschen neugierig auf das Buch gemacht? Oder vielleicht sogar sehr? :D

Ich hoffe es, denn ich kann „Prinzessin undercover“ absolut empfehlen! Nicht nur Prinzessinnen-Fans, auch denjenigen, die gerne spannende Jugendromane und Internatsgeschichten lesen. Der größte Teil der Handlung spielt nämlich in Rosewood Hall, einem sehr angesehenen Internat, in dem eigentlich nur die Reichsten zur Schule gehen. Oder die Schlausten, wie Lottie, die es mit ihrem Fleiß geschafft hat, eines der seltenen Stipendien für die Schule zu bekommen. Ich, als eingefleischter Hanni und Nanni Fan, habe mich hier natürlich ganz besonders gefreut, dass hier so ein schönes Internatsfeeling aufkommt.


Fazit: Ganz klar eines meiner Buch-Highlights in diesem Monat! Mir hat der erste Band von „Prinzessin undercover“ richtig gut gefallen! In gut zwei Tagen habe ich das Buch weggesuchtet und wenn es Band 2 schon geben würde, hätte ich sofort nach diesem gegriffen, um weiterzulesen. Wer gerne Prinzessinnenbücher liest, die spannend und witzig sind und eine wundervolle Geschichte über Mut, Freundschaft, Abenteuer und Träume erzählen, dem kann ich diesen schönen Jugendroman sehr ans Herz legen. Mich konnte das Buch von den ersten Seiten an verzaubern und es erhält von mir sehr gerne volle 5 von 5 Sternen!

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