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Und wer rettet mich?

Stefanie Neeb
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 25.04.2018
ISBN 9783733503369
Genre: Jugendbuch

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Das wilde Uff, Band 4: Das wilde Uff braucht einen Freund

Michael Petrowitz , Benedikt Beck
Fester Einband
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 04.04.2018
ISBN 9783473403141
Genre: Kinderbuch

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Love Song. Wo auch immer du bist

Tine Körner
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.03.2018
ISBN 9783841505002
Genre: Jugendbuch

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Sommer mit Opa

Sarah Welk , Alexander von Knorre
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 23.04.2018
ISBN 9783845821955
Genre: Kinderbuch

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Die schlimmsten Kinder der Welt

David Walliams , Bettina Münch , Tony Ross
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.04.2018
ISBN 9783499218002
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die Bücher von David Walliams lese ich immer sehr gerne. Ich liebe seinen skurrilen Humor und bin bei jedem neuen Buch von ihm immer schon sehr gespannt, was sich der britische Autor wohl in diesem wieder hat Witziges einfallen lassen. „Die schlimmsten Kinder der Welt“ war daher auch ein absolutes Muss für mich.


Vorsicht! Dieses Buch ist nicht ohne, daher an alle, die sich schnell gruseln, fürchten oder ekeln: In den zehn Geschichten, die ihr hier zu lesen bekommen werdet, werdet ihr die wohl schlimmsten Kinder der Welt kennenlernen. Ob Junge oder Mädchen, die zehn Kinder in diesem Buch kann man einfach nur als grauenvoll und abscheulich bezeichnen. Ihr wollt sie dennoch kennenlernen? Seid ihr verrückt? Habt ihr denn die Warnung hinten auf dem Buch nicht gesehen? Da steht doch groß: LEST DIESES BUCH BLOSS NICHT! Das schreckt euch aber nicht ab? Nun gut, wenn ihr meint...

Hier also schon einmal ein kleiner Vorgeschmack: In diesem Werk der weltschlimmsten Geschichten werdet ihr zum Beispiel die Bekanntschaft von Sofia Sofa machen, die süchtig nach fernsehen ist und die ganze Zeit nur auf dem Sofa sitzend vor der Glotze hängt. Dies tut sie so lange, bis sie schließlich an dem Sofa festwächst!

Dann gibt es da auch noch den Sabbernden Sascha, der am liebsten schläft und dabei eines ganz ausgiebig tut: Ja, genau, SABBERN. Und das nicht nur so ein kleines Bisschen, oh nein. Sascha sabbert so viel, dass er sogar ein ganzes Museum während eines Schulausfluges unter Wasser, beziehungsweise unter Sabber, setzt.

Ein letztes Beispiel, welches euch hoffentlich deutlich macht, dass ihr dieses Buch AUF GAR KEINEN FALL lesen solltet, ist Popel-Paul. Diesem gelingt mit seinen Popeln eine monströs große Rotzkugel, die er dann auf die Welt loslässt...

Das waren drei Kurzvorstellungen der wohl schlimmsten Kinder der Welt, die euch hoffentlich klar gemacht haben, dass ihr unbedingt die Finger von diesem Buch lassen solltet. Was? Ihr wollt mehr? Ihr wollt auch die anderen sieben Kinder kennenlernen? Tja, ihr habt es so gewollt…


Wie ihr wohl bereits gemerkt habt, konnte auch mich die fettgedruckte Vorwarnung auf dem Buch nicht vom Lesen abhalten. Mich schockt so leicht nichts, auch nicht der schwarze Humor von David Walliams. Dieser ist teilweise echt nicht ohne, der britische Autor gilt schließlich zurecht als der würdige Nachfolger von Roald Dahl.


Mich hat bisher jedes seiner Bücher hellauf begeistern können, auch wenn ich bei manchen Szenen schon am Zweifeln war, ob diese wirklich angebracht sind für ein Kinderbuch.


Auch in „Die schlimmsten Kinder der Welt“ kommt man als Leser in den Genuss von schrägen Einfällen und verrückter Ideen. Zehn Kinder – zehn Geschichten, von denen ich gar nicht sagen könnte, welche denn nun die schlimmste war. Ich persönlich fand die Geschichte von Heidi, der Heulsuse, ziemlich grausam. Da hätte ich mich als Kind vermutlich schon ein wenig gegruselt, da sich das Mädchen Heidi, die wirklich richtig hinterhältig ist, alle Haare rausreißt, um dann zu behaupten, dass ihr kleiner Bruder ihr das angetan hätte, damit dieser zur Strafe kein Dessert bekommt und sie es verspeisen darf. Heidi liebt Desserts!


Das Buch wird für Kinder ab 8 Jahren empfohlen und dieser Altersempfehlung schließe ich mich an. Ein paar der Geschichten sind zwar etwas gruselig und widerlich, sie sind aber noch kindgerecht und sollten jüngere Leser nicht ängstigen.


Ich jedenfalls hatte hier jede Menge Spaß beim Lesen und habe mich köstlich amüsiert. Besonders gut gefallen hat mir die Geschichte von der pupsenden Pipa. Da bin ich aus dem Grinsen wirklich gar nicht mehr herausgekommen und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass gerade diese Geschichte bei Kindern sehr gut ankommen wird.


Mit dieser verrückten Sammlung an abscheulichen Geschichten versucht David Walliams auf eine sehr skurrile Art zu verdeutlichen, dass man manche Dinge besser nicht tun sollte, denn man könnte ansonsten so enden wie die zehn Kinder in diesem Buch. Jede der Geschichte hat eine Moral am Ende, wobei vermutlich jedes Kind weiß, dass das, was den schlimmen Kindern hier passiert, in der Realität gar nicht sein kann. Müllmonster, endloses Sabbern, mit einem Sofa verwachsen...verrückt ist das Ganze ja schon, aber Botschaften übermitteln tun die witzigen Geschichten dennoch.


Mich konnten nicht nur die sehr unterhaltsamen Kurzgeschichten hellauf begeistern – auch deren Gestaltung ist klasse. Illustriert wurde das Buch – wie soll es auch anders sein – natürlich wieder von Tony Ross. In meinen Augen muss ein Buch von David Walliams einfach von Tony Ross illustriert sein. Dieses Buch ist sogar farbig illustriert worden und dies wirklich erstklassig.


Aber nicht nur die tollen Bilder von Tony Ross haben mir richtig gut gefallen. Auch die Spielereien mit der Schrift konnten mich begeistern und haben meinen Lesespaß nur noch erhöht. Verschiedenen Schriftarten, unterschiedliche Schriftgrößen, fettgedruckt, kursiv, geschwungen oder sogar so angelegt, dass man das Buch drehen muss – hier findet man vermutlich alles vor, was man in einem Buch mit der Schrift nur machen kann. Das Lesen wird daher wirklich nie langweilig, was aber natürlich auch an den tollen Geschichten liegt, die einem, wenn man auf schwarzen Humor steht, ganz bestimmt richtig gut gefallen werden. Meinen Geschmack haben sie jedenfalls komplett getroffen und ich würde zu einem zweiten Band ganz bestimmt nicht nein sagen.

Anders als Raj, der Zeitschriftenhändler. Allen David Walliams Fans wird dieser nur zu bekannt sein, da er, soweit ich weiß, in nahezu jedem seiner Bücher auftaucht. Hier spielt er zwar in keiner der Geschichten eine Rolle, aber er gibt zu jeder seinen Senf dazu und auch am Ende sagt er deutlich: Bloß keinen zweiten Band! Tja, ich bin da anderer Meinung, lieber Raj. Mir hat das neue Buch von David Walliams richtig gut gefallen und ich würde schrecklich gerne noch mehr schlimme Kinder mit ihren schlimmen Geschichten kennenlernen.


Fazit: Wunderbar witzig und herrlich skurril! Aber Vorsicht! Das Buch steckt auch voller gruseliger, ekliger und schlimmer Ideen! Es heißt ja schließlich nicht umsonst „Die schlimmsten Kinder der Welt“. Mich aber konnten der Titel und auch die Vorwarnung nicht abschrecken. Zum Glück, denn ansonsten wäre mir ein tolles Lesevergnügen entgangen. Ich kann euch das neue Buch von David Walliams absolut empfehlen! Wer gerne humorvolle, schräge und verrückte Geschichten liest und zudem auf schwarzen Humor steht, der wird hier ganz auf seine Kosten kommen. Kinder werden hier jede Menge Spaß beim Lesen haben, aber auch Erwachsenen kann ich das Buch sehr ans Herz legen. Von mir erhalten die zehn schlimmsten Kinder der Welt volle 5 von 5 Sternen!

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Soul Mates - Ruf der Dunkelheit

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 18.04.2018
ISBN 9783473585205
Genre: Jugendbuch

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abschließen, bipolare störung, freundschaft, gutes ende, liebe

Nur um dich lächeln zu sehen

Emery Lord , Ilse Rothfuss
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei cbj, 26.03.2018
ISBN 9783570165164
Genre: Jugendbuch

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Iron Flowers - Die Rebellinnen

Tracy Banghart , Coco Plümer , Theresa Horeis
Audio CD
Erschienen bei Jumbo, 02.05.2018
ISBN 9783833738562
Genre: Jugendbuch

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Wind und der geheime Sommer

Antonia Michaelis , Claudia Carls
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 23.04.2018
ISBN 9783789108693
Genre: Kinderbuch

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Sternschnuppengeflüster

Sofie Cramer
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.04.2018
ISBN 9783551651846
Genre: Kinderbuch

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69 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

jugendbuch

Irgendwas von dir

Gayle Forman , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.04.2018
ISBN 9783841422385
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Von Gayle Forman hatte ich bisher noch kein Buch gelesen. Ich habe bereits mit einigen ihrer Bücher geliebäugelt, habe sie dann aber doch erst einmal auf meiner Wunschliste gelassen. Bei „Irgendwas von dir“ jedoch konnten mich sowohl das hübsche Cover als auch der sehr vielversprechend klingende Klappentext auf Anhieb überzeugen. Auf dieses Buch war ich schon richtig gespannt und sobald es bei mir eintraf, habe ich ganz erwartungsvoll mit dem Lesen begonnen.


Cody und Meg sind die allerbesten Freundinnen. Sie gelten in ihrer Heimatstadt als die Unzertrennlichen und erzählen sich alles voneinander. Zumindest dachte Cody immer, dass sie alles von Meg wüsste und sie in und auswendig kennen würde. Doch dann wird Meg eines Tages Tod in einem Motelzimmer aufgefunden. Gestorben an Gift, welches sie eingenommen hat, um zu sterben. Cody ist geschockt. Wieso hat ihre beste Freundin sich umgebracht? Was hat sie dazu gebracht, so etwas Furchtbares zu tun? Und wieso hat sie, Cody, nichts geahnt? Als Megs Eltern Cody darum bitten, nach Tacoma an Megs College zu fahren, um dort deren Sachen zusammenzupacken und nach Hause zu schicken, merkt Cody, als sie dort angekommen ist, wie viel ihre beste Freundin ihr nicht erzählt hat. Cody wusste so gut wie nichts über Megs neues Studentenleben. Megs Mitbewohner oder Ben, der Gitarrist in einer Band ist und mit dem Meg etwas laufen hatte. Von alldem wusste Cody nichts. Was gab es wohl noch, was Meg ihr verschwiegen hat? Cody beginnt nachzuforschen. Warum hat ihre beste Freundin sich umgebracht? Auf Megs Computer stößt Cody auf eine verschlüsselte Datei, die sie erst nicht öffnen kann. Mit der Hilfe des Nerds Harry gelingt es ihr schließlich doch und Cody stößt auf Dinge, mit denen sie niemals gerechnet hätte…


Dies war also mein erstes Buch von Gayle Forman und es wird ganz bestimmt nicht mein letztes gewesen sein. Mich konnte „Irgendwas von dir“ von den ersten Seiten an in seinen Bann ziehen und mich das Buch im Rekordtempo verschlingen lassen.


Die Handlung beginnt ohne große Einleitung. Wir erfahren durch eine Email von Meg von deren Selbstmord. In dieser Mail, welche ein Abschiedsbrief ist, erklärt Meg, dass es nicht anders ging, sie ihren Schmerz nicht länger ertragen konnte und das niemand, nicht Cody und nicht ihre Eltern, Schuld an dem Ganzen tragen.


Wie man sich denken kann, ist der Selbstmord ihrer besten Freundin ein großer Schock für Cody. Bisher dachte sie, dass sie alles von Meg wüsste und dass diese ihr auch immer alles anvertraut hätte. Machen das beste Freundinnen nicht eigentlich? Nun aber musste Cody auf eine so furchtbare Weise feststellen, dass es da doch so einiges gab, was Meg ihr verschwiegen hat.


Wir erfahren alles aus der Sicht von Cody in der Ich-Perspektive. Mir war Cody auf Anhieb sympathisch. Sie hat eine etwas ruppige und sarkastische Art, welche mich aber nicht daran gehindert hat, sie zu mögen und mit ihr mitzufühlen. Ihre Gefühle und Gedanken werden von der Autorin sehr authentisch und gut nachvollziehbar beschrieben, sodass ich mich ohne Probleme in Cody hineinversetzen konnte.


Mit ihr zusammen begeben wir uns auf die Suche nach Antworten. Wieso hat Meg sich umgebracht? Was hat Meg Cody alles verschwiegen? Was befindet sich in der verschlüsselten Datei auf ihrem Computer? Ist sie, Cody, vielleicht doch mit Schuld an Megs Selbstmord?


„Irgendwas von dir“ war etwas anders als erwartet, aber keinesfalls schlecht anders, ganz im Gegenteil. Für mich hat sich das Buch als viel spannender als gedacht herausstellt, sodass ich durchweg am Mitfiebern war und das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Wie Cody wollte auch ich Antworten auf die vielen Fragen erhalten. Ich fand es daher richtig aufregend mitzuverfolgen, wie Cody auf immer mehr unerwartete Dinge stößt und ein ganz neues Bild von ihrer Freundin Meg erhält. Besonders spannend wurde das Buch für mich, als es Cody mit der Hilfe des Nerds Harry gelingt, die verschlüsselte Datei auf Megs Rechner zu öffnen.


Gayle Forman ist in meinen Augen ein ganz wundervoller Roman gelungen, der auf eine sehr emotionale und einfühlsame Weise das ernste Thema Suizid behandelt. Meiner Meinung nach ist dies ein sehr wichtiges Thema, welches gerade in Jugendbüchern verstärkt behandelt werden sollte. „Irgendwas von dir“ verdeutlicht absolut realistisch, wie sehr die Hinterbliebenen von Selbstmordopfern zu leiden haben und wie schwer es ihnen oft fällt, mit diesem schlimmen Verlust klarzukommen.

Cody versucht ihren Schmerz damit zu verarbeiten, indem sie auf die Suche nach Antworten geht, um verstehen zu können, was ihre beste Freundin dazu gebracht hat, sich das Leben zu nehmen.

Das Thema des Buches ist wahrlich keine leichte Kost, dennoch habe ich die Atmosphäre als nicht zu bedrückend und ernst empfunden. So gab es auch Szenen zum Schmunzeln. Zudem hat die Autorin auch eine kleine Liebesgeschichte mit eingebaut, sodass es stellenweise auch ein wenig romantisch wird.


Das Augenmerk der Geschichte liegt jedoch auf Cody und ihrer Verarbeitung von Megs Selbstmord. Durch den sehr flüssigen und modernen Schreibstil, welcher sich richtig angenehm lesen lässt, gelingt es einem wunderbar, sich auf die Handlung einzulassen.

„Irgendwas von dir“ ist ein Jugendroman, ist in meinen Augen aber auch absolut lesenswert für Erwachsene. Mich konnte mein erstes Werk von Gayle Forman hellauf begeistern und ich bin schon sehr gespannt auf die weiteren Bücher der Autorin.


Fazit: Einfühlsam, bewegend und absolut mitreißend! Mich konnte die Handlung von „Irgendwas von dir“ von den ersten Seiten an fesseln, sodass ich das Buch richtig verschlungen habe. Ich bin hier von allem hellauf begeistert: Die Charaktere, die Atmosphäre, der Schreibstil, die Umsetzung der Idee – auch das Cover ist wunderbar gelungen, sodass ich an dem Buch wirklich überhaupt nichts zu bemängeln habe. Wenn ihr gerne spannende, emotionale und unterhaltsame Bücher lest, die ein ernstes Thema gekonnt leicht verdaulich behandeln, dann kann ich euch diesen Roman sehr ans Herz legen. Mir hat „Irgendwas von dir“ herrliche Lesestunden beschert und es erhält von mir eine absolute Leseempfehlung sowie volle 5 von 5 Sternen!

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Oscar - Ein Hund findet ein Zuhause

Annette Moser , Jennifer Coulmann
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Edel:Kids Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH, 08.02.2018
ISBN 9783961290307
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Als ich gefragt wurde, ob ich nicht Lust hätte, „Oscar – Ein Hund findet ein Zuhause“ auf meinem Blog vorzustellen, war ich sofort Feuer und Flamme. In das süße Cover hatte ich mich sofort verliebt und auch der Klappentext konnte mich auf Anhieb überzeugen. So ließ ich den Mischlingshund Oscar wirklich nur zu gerne bei mir einziehen.


Der Mischlingshund Oscar ist ein Streuner. Seit er aus dem Tierheim ausgebüxt ist, lebt er auf der Straße, gehört niemanden und kommt sehr gut alleine zurecht. Sein Lieblingsplatz ist der alte Schuppen neben dem verlassenen Haus. Dort ist es warm und gemütlich, ein optimaler Schlafplatz für einen kleinen Hund, der sein eigenes Herrchen ist. Oscar bezeichnet sich selbst als den glücklichsten Hund auf der Welt. Doch sein Leben ändert sich von einen Tag auf den anderen, als plötzlich eine neue Familie in das verlassene Haus einzieht. Zu dieser gehört auch ein kleiner Junge namens Jan. Dieser beginnt sofort auf Entdeckungstour zu gehen und stößt dabei auf Oscar. Jan hat sich schon immer einen Hund gewünscht und möchte sich gerne mit Oscar anfreunden. Diesem aber gefällt das gar nicht. Der Junge soll ihn in Ruhe lassen, auch seine blöde Wurst, die er ihm anbietet, möchte er nicht. Oscar nimmt reißaus. Er streunt in der Umgebung umher, auf der Suche nach Futter. Als es zu dämmern beginnt, knurrt sein Magen immer noch. Oscar muss ständig an die Wurst denken, die der Junge ihm angeboten hat. Als er schließlich doch wieder in seinen Schuppen zurückkehrt, findet er nicht nur die versprochene Wurst, sondern auch eine kuschelig weiche Decke und etwas zu trinken vor. Doch als Jan am nächsten Tag wieder im Schuppen auftaucht, läuft Oscar erneut weg. Er ist verzweifelt, dieser dumme Junge bringt sein schönes Leben komplett durcheinander. Dann aber sieht er Jan ganz alleine auf dem Spielplatz, mit gesenktem Kopf und trauriger Miene. Als dann auch noch zwei Jungen damit beginnen, den armen Jan zu ärgern, wittert Oscar sofort die Gefahr. Laut kläffend vertreibt der die Jungen. Oscar ist nun klar: Jan braucht einen Freund. Aber möchte er, Oscar, denn auch einen? Wie wird der kleine Streuner sich wohl entschieden?


Ich kann euch dieses wundervolle Bilderbuch absolut empfehlen. Annette Moser erzählt hier eine sehr warmherzige Geschichte über Freundschaft und Vertrauen, die wirklich großartig von Jennifer Coulmann illustriert wurde. In die vielen schönen Zeichnungen habe ich mich sofort verliebt und auch die Geschichte, die der Hund Oscar uns hier erzählt, hat mir richtig das Herz erwärmt.


Wir erfahren alles aus der Sicht von Oscar. Ich konnte mich ohne Probleme in ihn hineinversetzen, konnte mit ihm mitfühlen und sein Denken jederzeit nachvollziehen. Durch diese außergewöhnliche Erzählweise erschafft die Autorin hier eine ganz besondere Atmosphäre, welche durch die liebevoll gezeichneten Bilder nur noch verstärkt wird.


Ich habe Oscar vom ersten Moment an in mein Herz geschlossen. Eigentlich sogar schon, bevor ich mit dem Lesen seiner Geschichte begonnen habe, denn als ich das Cover das erste Mal betrachtete und mich diese treuen Hundeaugen anblickten, war es wirklich sofort um mich geschehen.


Obwohl wir nicht erfahren, was Oscar in seiner Vergangenheit erlebt hat und wie es dazu kam, dass er im Tierheim landete, ist einem sofort klar, dass er schlimme Erfahrungen mit Menschen gemacht haben muss. Er scheut deren Nähe, nimmt reißaus, wenn sich ihm jemand nähert und reagiert stets äußerst misstrauisch. So zumindest verhält er sich, als die neue Familie in das Haus neben seinem Schuppen einzieht und er das erste Mal auf den Jungen Jan trifft.


Oscar ist anfangs überhaupt nicht begeistert von Jan. Er sieht ihn als Eindringling an, welcher ihn aus seinem Revier vertreiben möchte. Die Gefühle von Oscar werden erstklassig beschrieben, gerade Kinder werden sich wunderbar in den Mischlingshund hineinversetzen können. Aber auch mit Jan wird sich wohl nahezu jedes Kind identifizieren können. Welches Kind wünscht sich nicht einen Freund? Oder einen Hund? Sehr einfühlsam und liebevoll wird hier beschrieben, wie sich Jan dem Hund Oscar vorsichtig annähert, Vertrauen zu ihm aufbaut und dem Hund allmählich seine Scheu und Skepsis nimmt.


Ich kann euch Oscars Geschichte wirklich wärmstens empfehlen. Sie ist so schön und herzerwärmend und wird besonders Hundefreunde hellauf begeistern können. Kinder ab 3 Jahren werden die Handlung problemlos verstehen können und genauso wie ich den Hund Oscar sofort ins Herz schließen. Das Buch eignet sich wunderbar zum Vorlesen und bietet einen Lesespaß für die ganze Familie. Oscars Geschichte lädt zum Blättern, Staunen und Mitfühlen ein, aber auch zum Nachdenken und Diskutieren.


Ich habe das Buch nun schon viele Male durchblättern müssen, da ich von den wundervollen Illustrationen einfach nicht genug bekommen kann. Das Cover bietet uns ja schon einmal einen sehr guten Vorgeschmack und ich kann euch versichern, dass es nicht zu viel verspricht. Sowohl Oscar als auch der Junge Jan wurden großartig gezeichnet; besonders die Mimik ist wunderbar gelungen. Diese ermöglicht es einem nur noch besser, sich in die beiden hineinversetzen und mit ihnen mitzufühlen zu können.


Am besten jedoch haben mir die Landschaft und die Häuser gefallen. Ich bin ja ein großer Astrid Lindgren Fan und mag die Bullerbü Geschichten besonders gerne. Die Zeichnungen von Jennifer Coulmanns Häusern haben mich sofort an Schweden und Bullerbü denken lassen. Mein Lesevergnügen war hier wirklich perfekt und ich bin richtig froh, dass Oscar nun ein Teil meiner Bilderbuchsammlung sein darf.


Fazit: Wunderschön und herzerwärmend. Aus der Sicht eines Hundes wird uns hier eine zauberhafte Geschichte über Freundschaft und Vertrauen erzählt. Das Buch wurde großartig illustriert und bietet ein perfektes Leseerlebnis für die ganze Familie. Ich bin hellauf begeistert von „Oscar – Ein Hund findet ein Zuhause“ und vergebe gerne volle 5 von 5 Sternen!

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15 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Myriad High - Was Chloe entdeckt

Carly Wilson
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 29.03.2018
ISBN 9783423740371
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dem Erscheinen des dritten Bandes der Myriad High-Reihe habe ich ganz ungeduldig entgegen gefiebert. Da der zweite Teil, wie schon der erste, mit einem fiesen Cliffhanger geendet hat, konnte ich es wirklich kaum noch abwarten zu erfahren, wie es auf der Myriad High weitergehen wird.

Bei Hannah, Sophie und Chloe läuft es leider gerade nicht allzu rund. Hannah, die nun endlich fest mit Ryan zusammen ist und deswegen eigentlich auf Wolke Sieben schweben sollte, kann ihr neues Liebesleben leider nicht so genießen wie sie es gerne getan hätte. Schuld daran ist ihr Exfreund Matt, der mit ihrer Abfuhr nicht klarkommt und einfach nicht einsehen will, dass es vorbei ist. Auch Sophie ist gerade alles andere als glücklich. Die Sache mit Evan beschäftigt sie sehr und dass Allyssa plötzlich ständig mit Chloe abhängt, passt ihr gar nicht. Choe wiederum hat etwas Stress mit Connor und weiß nicht so recht, wie genau es mit ihnen weitergehen soll. Liebt er sie eigentlich? Wenn ja, wieso zieht er sich dann ständig wieder zurück? Erst als deutlich wird, dass Dylan sich für Chloe interessiert, wird er aktiver. Diese ganzen Beziehungsangelegenheiten rücken aber verstärkt in den Hintergrund, als Hannah auf neue Hinweise bezüglich des mysteriösen Todes ihres Vater stößt. Steckt wirklich Matts Adoptivmutter Deborah Steiner dahinter? Wenn ja, aus welchem Grund hat sie so eine schlimme Tat begangen?

Es geht spannend weiter auf der Myriad High. Bei dieser Reihe rate ich dringend, mit den ersten beiden Bänden zu beginnen, ehe man sich dem dritten Teil widmet, da man ansonsten ziemliche Probleme haben wird, alle Zusammenhänge zu verstehen. Ich kenne Band 1 und Band 2 natürlich, habe aber dennoch eine kleine Weile gebraucht, ehe ich mich wieder komplett in der Welt von Myriad High zurecht gefunden habe. Da ich sehr viel lese und es nun auch schon wieder einige Monate her ist, dass ich den zweiten Myriad High Band gelesen habe, habe ich wieder das ein oder andere vergessen und musste mich auch erst einmal wieder mit den vielen Charakteren zurecht finden.

Wir erfahren alles erneut aus verschiedenen Perspektiven, was immer mit dem jeweiligen Namen kenntlich gemacht wird. Ich mag solche Erzählerwechsel in Büchern richtig gerne, da sie es einem ermöglichen, viele Charaktere besser kennenzulernen und deren Handeln nachzuvollziehen. Zudem wird die Handlung so gut vorangetrieben und mehr Spannung erzeugt.

Auch im dritten Band sind die vielen Wechsel hervorragend gelungen. Hannah, Chloe, Sophie, Allyssa, Ryan, Matt und Dylan – alle kommen sie zu Wort und ich könnte gar nicht sagen, welcher Charakter denn nun mein liebster ist. Vermutlich Chloe, aber auch Hannah mag ich sehr gerne. Weniger sympathisch ist mir Allyssa. Im Vergleich zum ersten Band ist sie zwar deutlich auf meiner Sympathieskala nach oben gestiegen, aber wirklich warm geworden mit ihr bin ich auch in diesem Teil nicht.

Auf was wir ebenfalls in diesem Band wieder treffen, sind die vielen genialen, technischen Erfindungen und die coolen Unterrichtsfächer. Ein Hologramm-Sport-Trainer, selbst ein Computerspiel erfinden - ein sogenanntes My Wave Game - Romeo und Julia in einer wirklich spacigen Version einstudieren und noch so allerhand mehr. Für mich persönlich wäre die Myriad High vermutlich nichts, da ich es nicht so mit Technikkram habe, aber darüber zu lesen bringt unheimlich viel Spaß. Besonders gut gefallen in diesem Band hat mir diese My Wave Sache. Ich war richtig gespannt zu erfahren, welche Spiele die Schüler konzipieren werden und war auch die ganze Zeit am überlegen, was ich mir denn Schönes ausdenken würde. Vielleicht auf Gespensterjagd in einem Geisterhaus gehen? Oder auf einer einsamen Insel ums Überleben kämpfen? Oder mit Cowboys und Indianern den wilden Westen unsicher machen? Der Fantasie sind hier wirklich keine Grenzen gesetzt.

Neben den coolen Einfällen kommt natürlich auch die Spannung nicht zu kurz. Ich war immerzu am Mitfiebern, habe mit rumgerätselt und der Lüftung der verschiedenen Geheimnisse eifrig entgegen gefiebert. Ganz besonders natürlich dem allergrößten Geheimnis: Wie kam es zu dem plötzlichen Tod von Hannahs Vater? Wer steckt dahinter? Dieses Rätsel wird dann auch endlich gelüftet, aber wie die Auflösung lautet, das verrate ich hier natürlich nicht. ;)

Obwohl es sich hier um den letzten Band der Reihe handelt, endet auch dieser wieder ein wenig offen. Es wäre also durchaus Potenzial für einen weiteren Teil vorhanden. Lassen wir uns überraschen, vielleicht kommt da ja doch noch etwas. Und wenn nicht, so bleibt es eben der Fantasie von uns Lesern überlassen, uns auszumalen, wie es wohl weitergehen könnte.

Ich kann euch den dritten Band der Myriad High-Reihe absolut empfehlen! Er ist spannend, einfallsreich und witzig. Er ist zudem in einem herrlich lockeren, flüssigen Schreibstil geschrieben, welcher besonders die Zielgruppe, Mädchen ab 12 Jahren, sehr ansprechen wird. In meinen Augen bietet sich diese tolle Jugendbuchreihe aber auch wunderbar für ältere Leser an. Wer gerne Internatsgeschichten und Jugendromane liest, die voller Geheimnisse, Intrigen und Zickenkriege sind und in denen auch die Liebe nicht zu kurz kommt, dem wird die Myriad High-Reihe ganz bestimmt sehr gut gefallen.



Fazit: Ein toller Finalband einer richtig coolen Reihe! Mich konnte das Buch von den ersten Seiten an in seinen Bann ziehen und mir herrliche Lesestunden bescheren. Endlich wird das große Geheimnis gelüftet, welches vom ersten Band an für lauter Rätsel gesorgt hat. Obwohl es sich hier um den letzten Band handelt, endet auch dieser wieder mit einem kleinen Cliffhanger. Ein vierter Band wäre also denkbar, ich würde definitiv nicht nein dazu sagen. Ich kann euch die Myriad High-Reihe absolut empfehlen und vergebe für den dritten Band volle 5 von 5 Sternen!

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33 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Ein Sommer auf gut Glück

Morgan Matson , Franka Reinhart
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.04.2018
ISBN 9783570403570
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf dieses Buch habe ich mich riesig gefreut! Die drei Bücher, die ich bereits von Morgan Matson gelesen habe, haben mir alle drei richtig gut gefallen, ganz besonders von „Amy on the Summer Road“ war ich total begeistert. Meine Vorfreude auf Morgan Matsons neues Werk war daher groß und sobald „Ein Sommer auf gut Glück“ bei mir eintraf, habe ich ganz erwartungsvoll mit dem Lesen begonnen.


Andie ist stets gut vorbereitet und plant alles weit im Voraus. So steht auch schon seit langem fest, was sie dieses Jahr in den Sommerferien machen wird: Sie konnte einen Platz in einem Sommerkurs an einer hochangesehenen Uni ergattern. Dieser Kurs wird sich sehr gut für ihre spätere Collegebewerbung machen und ist zugleich eine perfekte Vorbereitung für ihr Medizinstudium, welches sie anstrebt. Doch dann kommt alles ganz anders, als geplant: Ihr Vater, ein sehr bekannter Politiker, wird durch einen Skandal zum Rücktritt gezwungen und der Rektor, der Andie zu ihrem Platz im Sommerkurs verholfen hat und ein angeblich guter Freund ihres Vaters ist, zieht seine Empfehlung kurz darauf zurück. Tja, was nun? Das erste Mal in ihrem Leben steht die 17-jährige komplett ohne Plan da. Sie verbringt daher notgedrungen ihre Sommerferien zu Hause, zusammen mit ihrem Vater. Und da sie nicht ohne Sommerjob sein möchte, sieht sie sich nach etwas anderem um. Für die guten Jobs ist sie nun leider zu spät dran, aber Andie wird dann schließlich doch noch fündig. Ihre neue Beschäftigung ist zwar eine ganz andere als ihre ursprünglich geplante, aber mit der Zeit merkt sie, wie viel Spaß ihr diese macht. Jeden Tag führt sie Hunde aus und dabei trifft sie auf den Jungen Clark. Dieser ist unglaublich süß und schleicht sie mit der Zeit immer mehr in ihr Herz. Auch Clark scheint Andie sehr zu mögen und so dauert es nicht lange, bis es zu einem ersten Date kommt. Andie wird plötzlich unsicher. Bisher dauerten ihre Beziehungen nie länger als ein paar Wochen an, doch mit Clark scheint es anders zu sein. Ob aus den beiden wohl mehr werden kann als nur eine schöne Sommerromanze?


Mit diesem Buch habe ich, glaube ich, einen neuen Lese-Rekord aufgestellt. Gut 686 Seiten in weniger als drei Tagen, das ist doch mal was, oder? Zumindest für mich ist es eine ganz schöne Leistung.

Es spricht auch eindeutig für das Buch, dass ich dieses in einem solchen Affenzahn durchgelesen habe. Hier kann man wirklich davon sprechen, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.


„Ein Sommer auf gut Glück“ war einfach ganz genau mein Geschmack. Es passiert eigentlich eher wenig und als spannend würde ich die Handlung auch nicht bezeichnen. Ehrlich gesagt hat es mich, nachdem ich das Buch beendet hatte, etwas erstaunt, dass dieses tatsächlich fast 700 Seiten hat. Gefühlt waren es für mich weniger. Was aber nicht negativ gemeint sein soll. Es passiert zwar, dafür, dass das Buch so dick ist, gar nicht so viel, mich aber konnte die Geschichte durchweg in ihren Bann ziehen.


Ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, dass Szenen in die Länge gezogen wurden oder zu langatmig und langweilig waren. Ich bin gar nicht so der Fan von viel Action, ruhigere Geschichten sind mir deutlich lieber.


Für mich hat hier einfach alles gestimmt. Das Buch erzählt eine sehr schöne Geschichte über Freundschaft, Liebe und einer etwas distanzierten Vater-Tochter-Beziehung. Zudem kommt man beim Lesen eine herrlich sommerliche Atmosphäre auf, daher kann ich „Ein Sommer auf gut Glück“ ganz besonders für die warme Jahreszeit empfehlen.


Wir erfahren alles aus der Sicht von Andie. Sie mochte ich auf Anhieb, sie ist sympathisch, selbstbewusst und manchmal etwas sarkastisch, Eigenschaften, die ich bei Charakteren, insbesondere bei den Protagonisten, immer sehr gerne mag.

Es wird schon ganz am Anfang deutlich, wie sehr Andie unter dem Tod ihrer Mutter leidet. Diese ist vor einigen Jahren durch eine Krankheit verstorben. Seitdem lebt Andie mit ihrem Vater zusammen, wobei dieser durch seine Arbeit als Politiker immer schwer beschäftigt ist und kaum Zeit für seine Tochter hat. Andie aber kennt dies gar nicht anders. Sie ist es von klein auf gewöhnt, dass sie durch die wichtige Stellung ihres Vaters ständig in den Medien zu sehen ist und daher auch immer höllisch aufpassen muss, was sie in ihrer Freizeit tut, da negative Dinge wie Partys und Alkohol dem Ruf ihres Vaters schädigen könnten.


Diesen Sommer aber kommt alles ganz anders. Durch den Rücktritt ihres Vaters, verbringen Vater und Tochter wieder mehr Zeit miteinander, was ihrer Beziehung sehr gut tut. Ich fand es so schön zu sehen, wie die beiden sich wieder näher gekommen sind und endlich mal wieder so etwas wie eine richtige Familie waren, wenn auch leider ohne Mutter.


Ebenfalls sehr gut gefallen haben mir Andies Freunde. Palmer, Bri, Toby und Tom – auch sie bleiben die Ferien über zu Hause. Die Freunde treffen sich nahezu jeden Tag, haben Spaß zusammen und genießen den gemeinsamen Sommer.

Zu ihrer Clique stößt dann noch der Junge Clark. Er war mit mein Lieblingscharakter, er ist süß, charmant und witzig und ich konnte es wirklich sofort verstehen, dass Andie sich in ihn verliebt hat.


Meiner Meinung nach steht die Liebesgeschichte zwischen Andie und Clark nicht im Mittelpunkt, was man ja durch den Klappentext schon annehmen könnte. Es gibt romantische Szenen, allerdings werden diejenigen, die man einer gefühlvollen Liebesgeschichte gerechnet haben, hier wohl etwas enttäuscht werden. Ich war es zum Glück nicht. Für mich war die Mischung der verschiedenen Themen genau richtig. Das Augenmerk liegt auf Andie, die sich in diesem Sommer sehr verändert und dies absolut nachvollziehbar und authentisch. Auch das Thema Freundschaft ist in diesem Buch sehr wichtig. Es wird auch sehr deutlich, wie innig diese ist. Hier haben mir besonders gut die Chatgespräche zwischen Andie und ihren Freunden gefallen. So etwas finde ich in Büchern immer klasse, da sich solche Gespräche immer so herrlich locker und humorvoll lesen.

Doch nicht nur diese Stellen lesen sich super, das ganze Buch ist in einem wunderbar flüssigen und leichten Schreibstil geschrieben, der mein schnelles Lesetempo nur noch gefördert hat.


Ich würde sagen, dass ich mich hier zurecht so gefreut habe. Mich konnte das Buch komplett überzeugen und mir tolle Lesestunden bescheren. Wenn man gerne locker-leichte Sommergeschichten liest, die von Liebe, Freundschaft, Familie und natürlich auch von Hunden handeln – diese wundervollen Vierbeiner kommen hier definitiv nicht zu kurz – dann ist „Ein Sommer auf gut Glück“ genau das Richtige für einen.


Fazit: Humorvoll, sommerlich und einfach nur schön. Auf dieses Buch habe ich mich zurecht so gefreut, denn mir konnte es großartige Lesestunden bescheren. Für mich hat hier einfach alles gestimmt: Wundervolle Charaktere, ein herrlich flüssiger Schreibstil, eine schöne Mischung aus verschiedenen Themen wie Liebe, Freundschaft und Familie, sowie einer tollen sommerlichen Atmosphäre. Auch die Entwicklung der Protagonistin hat mir richtig gut gefallen, da diese absolut authentisch und nachvollziehbar ist. Hinzu kam dann doch, dass Hunde eine große Rolle in der Geschichte spielen, daher kann ich Hundeliebhabern dieses Buch ganz besonders ans Herz legen. Ich bin hellauf begeistert von „Ein Sommer auf gut Glück“ und vergebe volle 5 von 5 Sternen!

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

Emily Windsnap – Die Bestimmung

Liz Kessler
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 22.02.2018
ISBN 9783737340694
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die Emily Windsnap-Reihe lese ich seit meiner Kindheit wahnsinnig gerne. Diese wurde nun neu aufgelegt, daher ist es mir auch zuerst gar nicht aufgefallen, dass es nun endlich einen sechsten Band gibt. Nach vier Jahren dürfen wir uns endlich wieder mit Emily in ein neues Abenteuer stürzen. Ich war schon sehr gespannt, was uns in diesem wohl erwarten wird.


Emily, halb Mensch, halb Meermädchen, lebt mittlerweile wieder Brightport, wo sie von montags bis donnerstags auch zur Schule geht. An den Freitagen und Samstagen jedoch ist sie Schülerin der Nixenschule von Schiffriff. Etwas blöd findet sie diese Aufteilung ja schon, aber was soll man machen, wenn man als Halbwesen in beiden Welten zu Hause ist? Zum Glück muss sie dieses Hin und Her nicht alleine durchmachen, denn ihr Freund Aaron ist ebenfalls ein Halbwesen und geht mit ihr zusammen auf beide Schulen.

Als eine Klassenfahrt zur Fünfbuchteninsel ansteht und Emily erfährt, dass nicht nur ihre Klasse aus Brightport, sondern auch ihre Nixenklasse dorthin fahren wird, ist sie hellauf begeistert!

Und wie wir Emily kennen, lässt das nächste Abenteuer dann auch nicht lange auf sich warten. Auf der Insel angekommen, entdecken sie und Aaron während eines Ausfluges ein mysteriöses Schiff. Das Seltsame ist: Nur sie und Aaron können das Schiff sehen, für andere scheint es unsichtbar zu sein. Was hat es mit diesem geheimnisvollen Schiff auf sich? Wieso taucht es so plötzlich auf und verschwindet genauso plötzlich wieder? Handelt es sich bei diesem etwa um ein Geisterschiff? Emily und Aaron beginnen dem nachzugehen. Von dem Inselhüter Lyle müssen sie schließlich etwas Furchtbares erfahren: Auf dem Schiff befinden sich Menschen, die in großer Gefahr schweben. Wenn sie nicht rechtzeitig gerettet werden, werden sie für immer in Atlantis festsitzen und nie mehr zurückkehren können. Und es gibt noch eine weitere schreckliche Nachricht: Emily ist die Einzige, die die Schiffspassagiere retten kann. Sie muss sich nun schnell entscheiden, denn es bleiben nur noch wenige Stunden. Sind diese verstrichen, wird es für die Menschen auf dem Schiff keine Rettung mehr geben.


Da es bei mir nun schon gute vier Jahre her ist, dass ich einen Emily Band gelesen habe, war ich zuerst am überlegen, die Bücher erneut zu lesen, ehe ich mit dem neuen Band starte, um wieder in die Reihe reinzukommen. Ich habe es dann aber doch erst einmal so probiert und musste schon nach wenigen Seiten feststellen, dass ich ohne Probleme wieder in Emilys Welt hineingefunden habe.


Emily ist mittlerweile dreizehn Jahre alt und auch schon etwas reifer und vernünftiger – dennoch ist sie noch ganz die Alte und es gelingt ihr nach vor von einem Abenteuer ins nächste zu stolpern. Natürlich lässt auch auf Klassenfahrt das nächste nicht lange auf sich warten.


Mich konnte das Buch von den ersten Seiten an in seinen Bann ziehen. Wie ich es von den vorherigen Bänden gewohnt bin, so ist auch dieser Teil in einem herrlich lockeren und flüssigen Schreibstil geschrieben, der sich sehr angenehm lesen lässt.

Wir erfahren wie immer alles aus der Sicht von Emily in der Ich-Perspektive, sodass wir einen guten Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt bekommen. Besonders die Zielgruppe, Mädchen ab etwa 10 Jahren, wird sich wunderbar mit Emily identifizieren können. Aber auch mir ist dies mal wieder ohne weiteres gelungen. Sehr zum schmunzeln gebracht haben mich immer die kleinen Liebesszenen zwischen ihr und ihrem Freund Aaron. Die beiden sind schon ein niedliches Pärchen, frisch verliebt, aber noch recht verhalten, wie das eben so ist beim ersten Mal verliebt sein.


Neben diesen kleinen romantischen Szenen gibt es natürlich auch wieder jede Menge zum Mitfiebern. Emily und Aaron stoßen schon relativ schnell auf ein geheimnisvolles Schiff, welches ihnen lauter Rätsel aufgibt: Wieso können nur sie beide es sehen? Warum verschwindet es so plötzlich wieder? Und wer ist die Frau, die Emily hinter einem Bullauge gesehen hat?


Die Handlung nimmt also sehr schnell an Fahrt auf und wird auch an keiner Stelle langweilig. Besonders zum Ende hin wird das Buch richtig spannend, sodass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.


Ich kann den sechsten Emily Band absolut empfehlen! Für Emily Fans ist er definitiv ein Muss und Neueinsteigern würde ich zwar raten, zumindest den ersten Teil zu kennen, allerdings denke ich, dass es hier auch kein Problem sein sollte, wenn man mit diesem Band startet, da alles Wichtige zu Beginn des Buches von Emily erzählt wird.


Neben der spannenden Handlung hat mir auch das Setting richtig gut gefallen. Das Buch spielt die meiste Zeit auf der Fünfbuchteninsel, welche ich mir durch die anschaulichen Beschreibungen wunderbar vorstellen konnte. Ich habe hier beim Lesen eine unbändige Lust verspürt, selbst mal wieder eine Insel zu besuchen oder zumindest am Strand Urlaub zu machen. In meinen Augen bietet sich dieser Emily Band am besten für die Sommerzeit an, da hier beim Lesen eine richtig schöne gute Sommerlaune aufkommt.


Das Einzige, was mir hier nicht so gut gefallen hat, ist die neue Aufmachung des Buches. Mir haben die alten Cover deutlich besser gefallen und ich finde es schade, dass die Bücher neu aufgelegt wurden. Da ich die ersten fünf Bände in der alten Ausgabe besitze, sieht es bei mir im Regal nun ein wenig unschön aus, da der sechste Teil so anders aussieht. Aber ich bin da auch sehr pingelig, muss ich gestehen, andere wird das vermutlich nicht so stören.


Bis auf das Cover finde ich den sechsten Band sehr gelungen. Mir hat das Buch tolle Lesestunden beschert und ich kann es jedem Emily und Meermädchen Fan sehr ans Herz legen. Für mich ist die Emily Windsnap-Reihe einer der schönsten Meermädchen-Reihen, die ich kenne und ich hoffe sehr, dass es noch weitere Bände geben wird.


Fazit: Spannend, magisch und einfach nur schön! Endlich dürfen wir uns wieder mit Emily in ein neues aufregendes Abenteuer stürzen, welches zum Mitfiebern und Miträsteln einlädt. Das Buch wird an keiner Stelle langweilig und ist besonders Mädchen ab 10 Jahren sehr zu empfehlen, die gerne Meermädchen- und Abenteuergeschichten lesen. Mir hat der sechste Emily Windsnap Band richtig gut gefallen und ich vergebe 5 von 5 Sternen!

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Der zauberhafte Wunschbuchladen - Die wilden Vier

Katja Frixe , Florentine Prechtel
Fester Einband
Erschienen bei Dressler, 19.03.2018
ISBN 9783791500706
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Auf den vierten Band dieser schönen Kinderbuchreihe habe ich mich sehr gefreut. Den ersten Band hatte ich mir damals spontan in der Buchhandlung gekauft, da mich das wunderschöne Cover und der sehr vielversprechend klingende Klappentext sofort überzeugen konnten. Da ich vom ersten Band so hellauf begeistert war, habe ich natürlich auch die beiden weiteren Bände gelesen, die ebenfalls einfach nur wundervoll sind. Meine Vorfreude auf das vierte Abenteuer im zauberhaften Wunschbuchladen war daher richtig groß.


Im zauberhaften Wunschbuchladen geht es mal wieder turbulent und chaotisch zu. Frau Eule muss sich neben ihrem eigenen Laden zurzeit auch noch um den „Schokohimmel“ von Frau Ting kümmern, da diese gerade in Frankreich ist. Der Kater Gustav leidet am extremen Liebeskummer und dann es gibt da auch noch vier Bücher, die ständig aus der Reihe tanzen und für lauter Unfug sorgen, wie Übelkeit erregende Gerüche, die nach Hundefurz stinken. Oje, was für ein Chaos. Frau Eule hat wirklich alle Hände voll zu tun. Als sich dann auch noch die Wunschbuchladen-Kommission für die regelmäßige Wunschbuchladen-Überprüfung ankündigt, gerät selbst die sonst so ruhige und stets gut gelaunte Frau Eule so langsam in Panik. Was für ein Glück, dass sie ihre kleine Assistentin Clara hat, die sie jeden Tag im Buchladen besucht und ihr hilft, so gut sie nur kann. Natürlich unterstützt Clara sie auch bei den Vorbereitungen für die Prüfung, denn schließlich möchte sie ja auf keinen Fall, dass ihr geliebter Buchladen geschlossen wird. So übernimmt Clara die Aufgabe, den vier unartigen Bücher Manieren beizubringen. Ihr Freund Leo hilft ihr selbstverständlich dabei. Ob der Wunschbuchladen wohl die strenge Prüfung bestehen wird? Die Lage ist wirklich ernst, denn in dem ganzen Chaos wittert der gemeine Herr Schlurz seine neue Chance, den magischen Zauberspiegel Herrn König endlich in seinen Besitz zu bringen. Da Frau Eule, Clara und Leo aber nicht alleine sind, sondern noch von so einigen weiteren, lieben Menschen unterstützt werden, sollte die Prüfung doch zu meistern sein, oder?


Hach, diese Kinderbuchreihe ist wirklich einfach nur schön. Mich konnte auch der vierte Band hellauf begeistern und ich fiebere dem Erscheinen des fünften Bandes jetzt schon ganz ungeduldig entgegen.


Der vierte Teil vom zauberhaften Wunschbuchladen knüpft ziemlich direkt an seinen Vorgänger an. Zum Verständnis muss man nicht unbedingt die Bände davor kennen, allerdings spoilert dieser Band ein wenig zum dritten Teil, daher rate ich hier, diesen besser vor dem vierten Teil zu lesen.


Ich habe mich bereits nach den ersten Seiten wieder pudelwohl in dem zauberhaften Wunschbuchladen von Frau Eule gefühlt. Echt schade, dass es nicht bei mir in der Nähe so eine tolle Buchhandlung gibt. Wobei, ist vielleicht doch ganz gut, denn ansonsten würde man mich aus dieser sehr wahrscheinlich gar nicht mehr herausgekommen und ich würde vermutlich mehr Zeit dort verbringen als zu Hause. ;)


Der Wunschbuchladen von Frau Eule ist aber auch wundervoll. Ein sprechender Kater, ein magischer Spiegel, Bücher, die sich bewegen können und aus denen immer mal wieder Buchstaben oder sogar Figuren entschlüpfen – und dann wird man auch noch von der wohl nettesten Frau auf der Welt bedient, die stets gut gelaunt ist, einem mit einem breiten Lächeln begrüßt und leckere Schokotörtchen anbietet.


Klingt doch klasse, oder? Allein schon bei diesen großartigen Beschreibungen bekommt doch jeder Bücherfreund – und Schokoliebhaber - große Augen.


Doch leider macht der Ärger auch vor so einem herrlichen Ort nicht halt. Ausgerechnet jetzt, wo Frau Eule eh schon schwer beschäftigt ist, kündigt sich die Wunschbuchladen-Kommission an. Und diese wird leider von einem äußerst unsympathischen und miesepetrigen Mann durchgeführt. Da ist ja abzusehen, dass bereits der kleinste Patzer dazu führen wird, dass Frau Eules Buchladen nicht bestehen wird.


Doch natürlich lässt Clara Frau Eule in so einer Situation nicht im Stich. Sie hat es zwar anfangs nicht leicht mit den vier ungehorsamen Büchern, aber clever wie sie ist, fällt ihr rasch die rettende Idee ein. Davor allerdings sorgt besonders „Timo“, der Tierratgeber, für allerhand Blödsinn und für uns Leser für jede Menge Lacher. Die Gerüche, die dieses Buch immer wieder gerne ausstößt und ganz extrem nach Hundefurz riechen, bringen die arme Clara leider in die ein oder andere peinliche Situation. Ich habe zwar mit ihr mitgelitten, musste aber dennoch ziemlich schmunzeln und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass gerade die Szenen mit „Timo“ bei Kindern sehr gut ankommen werden.


Weniger lustig ist die andere Sache, die Clara und auch ihr Freund Leo gerade sehr beschäftigt. Ihr Klassenkamerad Ben wird ganz übel von zwei Mitschülerinnen gemobbt. Vivi und Sarah, die wohl blödesten Zicken überhaupt, piesacken Ben, wo sie nur können. Gar keine Frage, dass Clara und Leo dabei einfach nur stumm zugucken. Da kommt ihnen das Schauergeschichten-Buch, welches ebenfalls zu den vier unartigen Büchern gehört, wirklich gerade recht.


Ihr merkt vermutlich schon, dass auch der vierte Band jede Menge fantasievolle Ideen und aufregende Abenteuer zu bieten hat. Ich bin hier mal wieder nur so durch die Seiten geflogen und war durchweg am Mitfiebern und Schmunzeln. Und am Träumen, denn den zauberhaften Wunschbuchladen stelle ich mir wirklich wahnsinnig schön vor.


Der Schreibstil von Katja Frixe ist wunderbar flüssig und liest sich richtig angenehm. Für etwas geübtere Leser bietet sich das Buch prima zum Selberlesen an, aber auch zum Vorlesen eignet es sich perfekt. Bei dieser schönen Reihe wird garantiert auch so mancher Erwachsener einen riesengroßen Spaß beim Lesen haben. In meinen Augen sind die Bücher vom zauberhaften Wunschbuchladen nicht nur Kindern ab etwa 8 Jahren sehr zu empfehlen, sondern auch erwachsenen Lesern.


Was dann auch auf keinen Fall unerwähnt bleiben darf, sind die wundervollen Illustrationen von Florentine Prechtel. Diese sind wirklich zauberhaft und geben das Geschehen im Text immer erstklassig wieder. Die Bilder sind farblich ganz besonders gestaltet und auch sehr detailreich, sodass es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt. Das wunderschöne Cover verspricht da also eindeutig nicht zu viel. Apropos Cover: Sieht das nicht mal wieder klasse aus? Ich liebe die Covers dieser tollen Reihe und kann mich an denen einfach nicht satt sehen.


Fazit: Fantasievoll, magisch und einfach nur schön. Auch der vierte Band dieser tollen Reihe hat mir herrliche Lesestunden beschert. Ob spannend, lustig oder auch etwas ernster, von allem ist etwas dabei, sodass man beim Lesen ins Mitfiebern und ins Schmunzeln gerät und auch zum Nachdenken angeregt wird. Ich bin hellauf begeistert von diesem Buch und kann es absolut empfehlen. Von mir gibt es volle 5 von 5 zauberhaften Sternen!

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Conni 15 4: Mein Freund, der Eiffelturm und ich

Dagmar Hoßfeld
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.03.2018
ISBN 9783551260048
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich bin seit meiner frühesten Kindheit ein großer Conni Fan. Ganz egal für welche Altersklasse, ich lese alle Conni Geschichten richtig gerne, auch heute noch, als Erwachsene. Besonders gerne mag ich die Conni 15 -Reihe, daher habe ich mich auch schon riesig auf den vierten Band gefreut. Kurz nach Erscheinen durfte das Buch bei mir einziehen und wurde dann auch sogleich von mir gelesen.


Eigentlich könnte alles gerade so schön sein. In der Schule läuft es zurzeit richtig gut für Conni, mit ihren Freundinnen versteht sie sich bestens und seit Phillip aus Amerika zurück ist, kann Conni endlich wieder jeden Tag mit ihm zusammen verbringen. Doch irgendwann beginnt sich alles so normal anzufühlen, gar nicht mehr so besonders. Wo sind nur die Schmetterlinge in Connis Bauch geblieben, die immer dann auftauchten, wenn sie mit Phillip zusammen war oder wenn sie nur an ihn dachte? Doch nicht nur das: Phillip hängt nur noch mit seinen Freunden rum und verbringt immer weniger Zeit mit Conni. Ihre Freundinnen raten ihr, Phillip vorsichtig darauf anzusprechen, doch ehe Conni die Gelegenheit dazu bekommt, macht Phillip ihr ein unglaubliches Angebot: Sein Vater muss in den Osterferien beruflich nach Frankreich reisen und Phillip wird ihn dahin begleiten. Und – jetzt kommt‘s – Conni soll mitfahren! Conni freut sich riesig und endlich ist es wieder da: Ihr geliebtes Kribbeln, das sie so vermisst hat. Zum Glück erlauben Connis Eltern ihr die Reise. Mit Phillip zusammen in Frankreich, Connis kann sich gerade nichts Schöneres vorstellen. Aber es soll tatsächlich noch besser kommen: Sie und Phillip beschließen spontan für einen Tag nach Paris zu fahren. Für Conni wird ein Traum war, in diese wundervolle Stadt wollte sie schon immer mal. Und nun wird sie diese zusammen mit ihrem Freund unsicher machen, hach. Doch leider verläuft nicht alles so wie geplant und der Paris-Trip wird zu einem weit größerem Abenteuer als erwartet.


Wie oben bereits erwähnt, bin ich auch heute noch, mit 24, ein riesengroßer Conni Fan. Besonders gerne mochte ich als Kind die Conni Pixie-Bücher und auch die Kassetten habe ich damals rauf und runter gehört. Als vor fünf Jahren der erste Conni 15 Band erschien, stellte sich mir daher auch gar nicht erst die Frage, ob ich die 15-jährige Conni kennenlernen möchte. Sowohl der erste Band, als auch die beiden nachfolgenden konnten mich hellauf begeistern, daher habe ich dem Erscheinen des vierten Bandes auch ganz ungeduldig entgegen gefiebert.

Und ich habe mich hier wirklich nicht umsonst so gefreut, denn auch „Mein Freund, der Eiffelturm und ich“ hat mir wundervolle Lesestunden beschert.

Obwohl ich mittlerweile ein kleines Stücken älter bin als Conni, ist es mir mal wieder überhaupt nicht schwer gefallen, mich in sie hineinversetzen. Connis Gefühle und Gedanken werden erstklassig beschrieben und da wir alles aus der Ich-Perspektive erfahren, gelingt es einem auch nur noch besser, ihr Denken und Handeln nachzuvollziehen.

Was ich ja so gerne an den Conni Geschichten mag und ganz besonders an der Conni 15-Reihe: Sie sind so realistisch und aktuell. Ob die alltäglichen Teenagerprobleme wie Pickel, Klamotten oder Stimmungsschwankungen oder das Erwähnen von gerade angesagten Hits und Sängern – all dies und noch so einiges mehr trägt dazu bei, dass wohl so gut wie jedes Mädchen oder auch diejenigen, die mal welche waren, sich wunderbar mit Conni und ihrer Welt identifizieren können.

Bevor es mit Conni und Phillip nach Frankreich geht, befinden wir uns noch in Neustadt, mitten im nasskalten Winter. Wie später Paris, so wird auch Connis Heimatstadt sehr genau und bildhaft beschrieben, sodass ich mir von allem ein ganz genaues Bild machen konnte. Dagmar Hoßfelds Schreibstil ist wirklich großartig. Nicht nur ihre detailreichen Beschreibungen gefallen mir immer richtig gut, auch ihre locker-leichte Art zu schreiben kann mich immer wieder aufs Neue begeistern. Bei mir flogen die Seiten nur so dahin und ehe ich es mich versah, war das Buch auch schon wieder für mich vorbei und nun heißt es wieder warten auf den nächsten Band. Den wird es zum Glück auch geben, da er hinten im Buch angekündigt wird, juhu!

Aber zurück zum vierten Band. Nachdem wir Neustadt im Winter erleben durften, kommt Frankreich an die Reihe und zwar in den Osterferien. Ich war leider noch nie in Frankreich, aber dadurch, dass Dagmar Hoßfeld auch hier wieder alles erstklassig beschreibt, ist es mir überhaupt nicht schwer gefallen, mir die Orte ganz genau vorzustellen.

Bevor es nach Paris geht, lernen wir das Städtchen Deauville in der Normandie ein bisschen näher kennen, welches direkt am Meer liegt und im Sommer bestimmt herrlich sein muss.

Am zweiten Urlaubstag geht es dann endlich nach Paris. Dort erwartet Conni und Phillip das eigentliche Abenteuer, welches nicht nur spannend und aufregend ist, sondern auch romantisch. Letzteres muss einfach sein, schließlich ist Paris ja die Stadt der Liebe. :D

Wie schon die Schauplätze davor, so wird auch Paris großartig von Dagmar Hoßfeld beschrieben. Und zwar nicht nur die schönen Seiten. Die Autorin erwähnt auch die negativen Seiten der Stadt wie die schmutzigen Armenviertel, die vielen Obdachlosen oder die Soldaten, die am Bahnhof mit Maschinengewehren aus Sicherheitsgründen patrouillieren.

Mir hat es richtig gut gefallen, dass Dagmar Hoßfeld nicht nur das schöne Paris beschreibt mit seinen vielen tollen Sehenswürdigkeiten wie dem Eiffelturm oder der Champs-Élysées, sondern dass sie auch die hässlichen Seiten von Paris erwähnt.

Ich war noch nie in Paris und habe daher immer nur die eindrucksvollen und tollen Orte von dieser großen Stadt im Kopf. Allerdings machen eben leider diese allein Paris nicht aus, daher finde ich es wirklich gut, dass mir dieser Conni Band mal vor Augen geführt hat, wie es in Paris wirklich aussieht.

Die Szenen in Paris haben mir besonders gut gefallen. Natürlich bin ich von dem ganzen Buch restlos begeistert, aber am spannendsten und interessantesten empfand ich Connis und Phillips Abenteuer in Paris. Ich bin ja eigentlich gar nicht so der Fan davon, wenn Bücher in Frankreich spielen, ich kann noch nicht mal sagen warum, aber hier hat mir dieses Setting unglaublich gut gefallen und ich habe beim Lesen eine unbändige Lust verspürt, endlich auch mal nach Frankreich, insbesondere nach Paris, zu reisen.

Das Einzige, was mich ein wenig gestört hat, war das Verhalten von Phillips Vater. Ich fand es etwas verantwortungslos von ihm, dass er Conni und Phillip ganz alleine mit dem Zug nach Paris fahren lässt. Und als dieser Trip dann etwas länger als geplant andauert, hat mir der Vater auch zu gelassen reagiert.

Aber das ist wirklich mein einziger Kritikpunkt. Ich bin hellauf begeistert von dem vierten Conni Band und freue mich nun schon so sehr auf den fünften Teil. Da frage ich mich allerdings, ob es dann immer noch Conni 15 heißen wird. Conni ist am Ende von diesem Band nämlich schon fast 16. Vielleicht wird der nächste Teil ja Conni 16 heißen und somit eine Art neue Conni-Reihe beginnen? Lassen wir uns überraschen. :)


Fazit: Eine weitere tolle Fortsetzung einer wundervollen Reihe! Mir hat auch der vierte Conni 15 Band richtig gut gefallen und ich kann das Buch absolut empfehlen. In meinen Augen ist man für Conni nie zu alt, daher kann ich „Mein Freund, der Eiffelturm und ich“ nicht nur Mädchen ab 12 Jahren, sondern auch älteren Leserinnen sehr ans Herz legen. Man muss übrigens auch nicht die drei vorherigen Conni 15 Bände kennen, um hier alles verstehen zu können. Zumindest bin ich der Meinung, dass man auch problemlos mit diesem Band starten kann, wobei es natürlich schön ist zu sehen, wie Conni sich vom ersten Band an immer weiterentwickelt. Ich habe das Lesen hier zutiefst genossen und vergebe sehr gerne volle 5 von 5 Sternen!

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20 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Zartbittertod

Elisabeth Herrmann
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbj, 19.03.2018
ISBN 9783570165133
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf den neuen Jugendthriller von Elisabeth Herrmann habe ich mich sehr gefreut. Ich lese sowohl ihre Jugendromane, als auch ihre Krimis für Erwachsene richtig gerne, wobei ich ersteres bevorzuge. Meine Freude war daher groß als ich in der Vorschau des cbj Verlages die Ankündigung von „Zartbittertod“ entdeckt habe.


Seit mehreren Generationen betreibt Mias Familie ein kleines Chocolaterie-Geschäft in Meißen. Mia ist also mit dem Herstellen von Schokolade groß geworden und versucht sich selbst immer wieder gerne an den kreativsten Rezepten. Sie könnte sich durchaus vorstellen, das Geschäft eines Tages zu übernehmen, nur wird dies vermutlich ihr Bruder tun, da er der ältere ist. Mia beschließt daher, Journalismus zu studieren. Für die Aufnahmeprüfung soll sie die Geschichte eines Familienfotos erzählen. Zum Glück muss Mia da nicht lange suchen, denn ihr fällt das rätselhafte Bild ein, welches ein lebensgroßes Nashorn aus Schokolade zeigt und das schon immer in der Wohnung hing, ohne je groß beachtet zu werden. Neben dem Schokoladennashorn befinden sich auf dem Bild auch Mias Urgroßvater, der ein Schwarzer war sowie dessen Lehrherrn, der weiß war. Mia weiß von ihrem Urgroßvater nur, dass dieser aus dem damaligen Deutsch-Südwestafrika kam, aber wie er nach Deutschland kam und wieso, darüber weiß Mia nichts. Sie beginnt daher zu recherchieren. Schnell findet sie heraus, dass es sich bei dem zweiten Mann um Gottlob Herder handelt, Gründer einer bekannten Schokoladenfabrik in Lüneburg. Mia nimmt telefonisch Kontakt zu den Nachkommen von Gottlob Herder auf und erreicht dessen Enkel, Wilhelm Herder. Dieser scheint sehr erfreut über Mias Anruf und lädt sie zu sich nach Lüneburg ein. Doch dort angekommen, erwartet sie eine böse Überraschung. Anscheinend hat jemand etwas dagegen, dass Mia in der Familiengeschichte nachforscht und möchte sie mit allen Mitteln daran hindern…


Der neue Jugendthriller von Elisabeth Herrmann hat mich leider etwas enttäuscht. Ich würde das Buch auch nicht als einen Thriller bezeichnen, obwohl „Zartbittertod“ vom Verlag so betitelt wird. Ein paar Thriller-Elemente sind zwar enthalten, allerdings habe ich selbst diese als nicht so wirklich spannend empfunden.


Für mich hat sich das Buch stellenweise etwas gezogen. Es liest sich zwar recht gut, da der Schreibstil von Elisabeth Herrmann, wie ich es von ihr gewohnt bin, richtig klasse und wunderbar flüssig ist – allerdings hatte ich mit deutlich mehr Spannung gerechnet.


Das Hauptthema des Buch ist die deutsche Kolonialgeschichte in Afrika. Ein Thema, über welches ich kaum etwas weiß, da es nicht groß in der Schule behandelt wird und auch nicht so wirklich zu den Dingen zählt, für die ich mich interessiere. Ich fand es aber dennoch recht interessant, hier mehr über dieses Thema zu erfahren, wobei es mir manchmal dann auch schon wieder zu viel wurde und ich mich dabei ertappte, dass ich die besonders langen Passagen, die von der Kolonialgeschichte handelten, zu überfliegen begann.

Versteht mich bitte nicht falsch, ich halte dieses Thema für wichtig und finde es auch gut, dass die Autorin es aufgreift – da ich mich aber einfach nicht so wirklich für die deutsche Kolonialgeschichte begeistern kann, haben mir die ausführlichen Beschreibungen darüber meinen Lesespaß etwas geraubt.


Es gab zwar einige Szenen, die mich dann doch packen konnten, allerdings würde ich nicht davon sprechen, dass ich das Buch deswegen nicht mehr aus der Hand legen konnte, das war leider nicht der Fall.


Was mir aber richtig gut gefallen hat, war der Schauplatz. Da Lüneburg nicht weit von mir ist und ich schon sehr oft dort war, hat es mich richtig gefreut, dass das Buch in dieser schönen Stadt spielt. Ich finde es immer klasse, wenn die Schauplätze in Büchern mir selbst sehr gut bekannt sind und Orte erwähnt werden, an denen ich selbst schon war.


Ebenfalls sehr gelungen fand ich die Charaktere, allen voran die Protagonistin Mia, die mir auf Anhieb sympathisch war. Auch die Nebencharaktere wurden sehr gut von der Autorin ausgearbeitet wie zum Beispiel der junge Mann Will, mit dem Mia zusammen beginnt, in der Familiengeschichte nachzuforschen.


Wie der Titel und der Klappentext verraten, geht es in dem Buch auch um Schokolade, ein Thema, was in meinen Augen immer geht. ;) Ich fand Mias einfallsreiche – und teilweise etwas verrückte und gewöhnungsbedürftige – Schokoladenrezepte sehr interessant und habe ihr richtig gerne beim Herstellen von Schokolade über die Schulter gesehen. Für meinen Geschmack hätte das Buch gerne etwas mehr von Schokolade und dafür weniger von der deutschen Kolonialgeschichte handeln können.


„Zartbittertod“ war wohl einfach nicht so ganz mein Fall. Für mich ließ es sich nett lesen und komplett enttäuscht bin ich jetzt nicht – ein Pageturner ist es aber auf jeden Fall nicht für mich und es zählt auch nicht zu meinen Lieblingsbüchern von Elisabeth Herrmann, da haben mir ihre anderen Werke deutlich besser gefallen.


Fazit: Anders als erwartet und leider nicht so ganz mein Fall. Das neue Jugendbuch von Elisabeth Herrmann ist nicht schlecht, nur hat es mich leider etwas enttäuscht, da es hier in meinen Augen um keinen Thriller handelt. Das Hauptthema des Buches, die deutsche Kolonialgeschichte in Afrika, halte ich schon für wichtig, nur war mir die Handlung stellenweise dann doch zu geschichtlich und zu langweilig. Ich kann das Buch aber dennoch empfehlen. Man darf hier einfach keinen fesselnden Thriller erwarten. Wenn man dies weiß und sich zudem für das Hauptthema des Buch interessiert – und natürlich auch für Schokolade – dann ist „Zartbittertod“ bestimmt genau das Richtige für einen. Ich hatte hier leider nicht ganz so viel Spaß beim Lesen wie von mir erhofft und vergebe sehr gute 3 von 5 Sternen!

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Tildas Tierbande - Wühler, das wuschelige Wunschkaninchen

Anna Lott , Verena Körting
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 29.03.2018
ISBN 9783423762052
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Auf den zweiten Band von Tildas Tierbande habe ich mich richtig gefreut. Vom ersten Teil war ich hellauf begeistert und als ich in der Verlagsvorschau entdeckte hatte, dass es ein weiteres Abenteuer mit Tilda und ihrer Bande geben wird, wanderte das Buch natürlich sogleich auf meine Wunschliste.


Was kann es Schöneres geben als Sommerferien? Nichts? Oh doch, nämlich Ferien im Trüffelweg, zusammen mit der besten Tierbande der Welt! Tilda, Tati und Tomma genießen die Sommerzeit in vollen Zügen und verbringen diese am liebsten zusammen mit ihren ihren Tieren: Muffin, das Wollschwein, Kasi, das Seidenhuhn und Wühler, das Angorakaninchen. Noch schöner könnte es sein, wenn die blöden Jungs von der Gruseltierbande nicht wären, die immerzu am Streiche aushecken sind. Momentan aber konzentrieren sie sich ganz aufs Geld verdienen. Sie wollen Schneckenschleim verkaufen und hoffen, mit diesem reich zu werden. Eigentlich gar keine so schlechte Idee, finden Tilda und ihre Freundinnen. Geld könnten sie gerade auch sehr gut gebrauchen. Tilda möchte für Muffin unbedingt eine neue Leine kaufen, aus der er sich nicht mehr so leicht befreien kann. Aber wie kommt man schnell an viel Geld? Schneckenschleim kommt für die Mädchen gar nicht in Frage, der ist ihnen viel zu eklig. Dann aber hat Tati den rettenden Einfall! Ihr Wühler ist angeblich ein Wunschkaninchen. Wenn man sich um 11.11 Uhr mitten im Wald unter eine ganz besondere, silberne Birke stellt, dann an dem niedlichen Puschelschwänzchen von Wühler dreht und sich dabei etwas wünscht, dann wird dieser Wunsch in Erfüllung gehen! Das müssen die Mädchen sofort ausprobieren. Direkt am nächsten Tag stehen sie frühmorgens bei besagter Birke und warten darauf, dass es endlich 11.11 Uhr ist. Doch ehe Tilda dazu kommt, sich etwas zu wünschen, reißt Muffin sich mal wieder von seiner Leine los und flitzt in einem Affenzahn davon. Oje, nicht schon wieder. Sofort starten die Mädchen eine Wollschwein-Muffin-Suchaktion, bei der ihnen dann auch unerwartet die Jungs von der Gruseltierbande zur Hilfe kommen.


Ist das nicht mal ein süßer Titel? Wühler, das wuschelige Wunschkaninchen, ich finde diesen Untertitel einfach nur genial. Und auch das Cover finde ich richtig niedlich.

Meine Vorfreude auf das Buch war daher wirklich groß und ich wurde zum Glück auch nicht enttäuscht. Mir hat auch der zweite Band von „Tildas Tierbande“ tolle Lesestunden beschert, wobei diese für mich leider recht schnell wieder vorbei waren, da das Buch nur gute 140 Seiten besitzt und diese auch noch voller schöner Illustrationen sind.


Für die Zielgruppe, sprich Jungen und Mädchen ab acht Jahren, ist die Seitenlänge natürlich perfekt geeignet. Auch der Schreibstil ist altersgerecht. Er ist flüssig und liest sich wunderbar leicht und sehr angenehm. Zudem sind die Kapitel schön kurz und die Schrift recht groß, sodass ich hier wirklich nur so durch die Seiten geflogen bin.


Ich rate hier, lieber mit dem ersten Band zu beginnen. Zwingend notwendig wird es wohl nicht sein, man versteht die Handlung auch recht gut ohne die Kenntnisse aus dem ersten Teil – aber in meinen Augen wäre es besser.


Der zweite Band schließt auch ziemlich direkt an seinen Vorgänger an. Wir haben immer noch Sommerferien im Trüffelweg, die wir zusammen mit Tilda, Tati und Tomma verbringen dürfen. Und natürlich auch mit den drei Tieren Muffin, Kasi und Wühler, die auf dem Hof von Bauer Hartmut leben und um die sich die drei Freundinnen liebevoll kümmern. Auch die Jungs von der Gruseltierbande sind wieder mit von der Partie und Sorgen für reichlich Ärger. Allerdings zeigt sich in diesem Buch auch, dass die Jungs eigentlich auch recht nett sein können und gar nicht so blöd sind, wie die drei Freundinnen immer gedacht haben.


Anna Lott ist mit dem zweiten Band von „Tildas Tierbande“ eine richtig schöne Fortsetzung gelungen, die große Lust auf mehr macht. Besonders ans Herz legen kann ich die Reihe allen Fans von Bullerbü und denjenigen, die gerne spannende und lustige Abenteuergeschichten lesen. Meiner Meinung nach sind die Geschichten von „Tildas Tierbande“ sowohl für Mädchen als auch für Jungen wunderbar geeignet.


Mich konnte die Story sofort in ihren Bann ziehen. Solche schönen Kindergeschichten, die dieses besondere Bullerbü-Feeling haben, herrlich gute Sommerlaune verströmen und einfach nur total liebenswert sind, sind immer genau das Richtige für mich.


Im zweiten Band hat mir besonders gut gefallen, dass der Wald ein wichtiger Schauplatz ist. Wälder verströmen immer eine ganz eigene Atmosphäre, die mich immer wieder aufs neue faszinieren kann.

Auch sehr schön fand ich, dass die Mädchen von Tildas Tierbande und die Jungen von der Gruseltierbande gemeinsam nach Muffin gesucht haben. Eigentlich sind die drei Jungen gar nicht so übel, im Gegenteil, sie können sogar richtig nett und hilfsbereit sein, das wird auch den Mädchen während ihrer Suche nach Muffin bewusst.


Der zweite Band von „Tildas Tierbande“ erzählt, wie bereits der erste Teil, eine lustige und abenteuerliche Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und der Liebe zur Tieren.

Diese wurde übrigens wieder richtig schön von Verena Körting illustriert. Ich mag ihre Zeichnungen total gerne. Sie sind sehr liebevoll gezeichnet und geben das Geschehen im Text immer perfekt wieder. Sehr gelungen finde ich auch die Einbandillustrationen, die alle sechs Kinder mit Namen zeigen. So hat man immer eine wunderbare Übersicht über sämtliche Bandenmitglieder, was besonders Neueinsteigern eine große Hilfe sein wird.


Ich hoffe nun sehr, dass es noch eine weitere Fortsetzung geben wird. Auf Tilda und ihre Bande warten ganz bestimmt noch jeder Menge toller Abenteuer, welche ich wirklich liebend gerne gemeinsam mit ihnen erleben möchte.


Fazit: Lustig, spannend und wunderbar abenteuerlich! Mit dem zweiten Band von „Tildas Tierbande“ ist Anna Lott eine großartige Fortsetzung gelungen, welche mir herrliche Lesestunden beschert hat. Ich finde es immer so schön zu sehen, wie liebevoll sich die drei Mädchen um ihre Pflegetiere kümmern und wie toll die Freundinnen zusammenhalten. Sehr ans Herz legen kann diese schöne Reihe allen Bullerbü- und Tierliebhabern und denjenigen, die gerne, so wie ich, Bandengeschichten lesen. Wenn diese dann auch so schön illustriert sind wie hier, dann ist der Lesespaß wirklich perfekt! Ich vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die Heuhaufen-Halunken - Gülleduft und Großstadtmief

Sven Gerhardt , Vera Schmidt
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei cbj, 26.03.2018
ISBN 9783570175057
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Da mir die ersten beiden Bände der Heuhaufen-Halunken richtig gut gefallen haben, habe ich mich auf das dritte Abenteuer dieser coolen Dorfbande schon sehr gefreut. Der lustige Titel und auch der Klappentext versprechen erneut eine witzige und unterhaltsame Geschichte und da die dieses Mal nicht in Dümpelwalde, sondern in Berlin spielen wird, war ich auf diesen Band ganz besonders gespannt.


Die Heuhaufen-Halunken sind ganz hibbelig vor Aufregung, denn für ein Wochenende werden sie die zwei Großstadt-Heuhaufen-Halunken Alfons und Marius in Berlin besuchen. Endlich wird ihre Bande für ein paar Tage wieder komplett sein und es kann gemeinsam ein krummes Ding gedreht werden. Dafür ist es wirklich schleunigst mal wieder Zeit, schließlich wollen sich Meggy und Co ja auch in Zukunft die Heuhaufen-Halunken nennen dürfen. Unsere Freunde müssen dann auch gar nicht lange auf ein neues Abenteuer warten. Da die Villa von Marius‘ Eltern mitten in dem Revier von Kalle und seiner fiesen Großstadt-Gang liegt, dauert es natürlich nicht lange, bis diese auf unsere Heuhaufen-Halunken aufmerksam werden. Dass die drei Großstadtganoven alles andere als begeistert von einer weiteren Bande in ihrem Revier sind, kann man sich denken. Sie fackeln dann auch gar nicht lange und legen sich mit unseren Halunken an. Als kleiner Vorgeschmack dient eine bedrohliche Nachricht, die groß und gut lesbar mit roter Farbe an die Hauswand gesprüht wurde. Und auch vor dem Swimming-Pool in Marius Garten haben Kalle und seine Gang nicht halt gemacht und ihn mit dem Waschmittel zum Überschäumen gebracht. Unsere Heuhaufen-Halunken dürsten nach Rache. Kalle und seine Bande wollen Krieg? Den können sie haben! Es wird also schleunigst ein Halunken-Plan ausgetüftelt, und zwar, wie es sich für eine richtige Dorfbande gehört, in guter alter Bauerntradition...


Dieser Band der Heuhaufen-Halunken ist ein wenig anders als die beiden Vorgänger, denn ihr drittes Abenteuer erleben die Halunken nicht in ihrem Dörfchen Dümpelwalde, sondern in Berlin. Das erste Mal in ihrem Leben dürfen Meggy, Schorsch, Knolle und Lotte also Großstadtluft schnuppern.

Wenn ihr nun aber befürchtet, dass der dritte Band durch diesen komplett anderen Schauplatz total anders sein wird und auch die schönen Bauernweisheiten an den Kapitelanfängen fehlen, dann kann ich euch beruhigen. Denn obwohl wir uns zusammen mit den Heuhaufen-Halunken in Berlin befinden, kommen wir dennoch in den Genuss von Gülleduft und den witzigen Kapitelüberschriften, die einen auf eine sehr unterhaltsame Weise schon mal ein wenig auf den Inhalt des jeweiligen Kapitels vorbereiten. Mein Lieblingsspruch war das des ersten Kapitels, über den ich sehr schmunzeln musste: „Kehrt im Dorf der Frühling ein, wird es wohl bald Frühling sein“. Macht irgendwie Sinn, oder? ;)

Mein Einstieg in das Buch war also wirklich perfekt, denn ich habe schon zu grinsen begonnen, ehe die eigentliche Geschichte überhaupt los ging.


Aber nicht nur mein Einstieg war klasse, auch mein Lesespaß war herrlich. Für meinen Geschmack habe ich die gut 150 Seiten viel zu schnell zu Ende gelesen. Da die Schrift recht groß und die Kapitel schön kurz sind und das Buch lauter tolle Illustrationen besitzt, bin ich hier wirklich nur so durch die Seiten geflogen.


Zu Beginn des Buches befinden wir uns noch in Dümpelwalde, allerdings verschlägt es uns dann zusammen mit den Heuhaufen-Halunken und der Mutter der kleinen Lotte recht schnell nach Berlin. Marius hat seine Freunde das erste Mal zu sich nach Hause eingeladen; eine riesige Villa mit einem großen Garten und einem eigenen Swimming-Pool.

Zusammen mit Alfons vertritt er die Heuhaufen-Halunken in Berlin und da Meggy die Bandenchefin ist, wird es wirklich mal allerhöchste Zeit, dass sie in der Halunken-Großstadt-Filiale nach dem Rechten sieht, zusammen mit den anderen Bandenmitgliedern, sodass unsere Halunken endlich mal wieder vereint sind.


Mir hat das Großstadtabenteuer der Heuhaufen-Halunken richtig gut gefallen. Es ist witzig, spannend und natürlich auch ein wenig hinterhältig, schließlich bekommen wir es hier mit zwei gewitzten Banden zu tun, die beide gerne Streiche spielen, welche äußerst clever und kreativ sind. Da dies aber eine Buchreihe für Kinder ab 8 Jahren ist, sind die Streiche natürlich nicht zu gemein.


Der dritte Band hat mich mit seinen vielen lustigen Ideen bestens unterhalten. Und von diesen gibt es, dafür, dass das Buch sehr dünn ist, erstaunlich viele. Ob der kleine Bandenkrieg, die herrlich schrägen und liebenswerten Charaktere, die Steckbriefe über die Bandenmitglieder am Anfang oder die witzigen Notizen von Meggy, die ja auf keinen Fall fehlen dürfen – all diese Dinge haben dazu beigetragen, dass ich richtig schöne Lesestunden mit dem Buch verbracht habe.


Auch sehr gut gefallen haben mir natürlich die lustigen Illustrationen von Vera Schmidt. Diese geben das Geschehen im Text immer wunderbar und sehr amüsant wieder. In meinen Augen passen ihre witzig-frechen Zeichnungen einfach nur perfekt zu dieser tollen Kinderbuchreihe.


Ebenfalls klasse fand ich die Botschaften, die das Buch enthält. Im Vordergrund steht natürlich wieder die besondere Freundschaft, die die Heuhaufen-Halunken verbindet und deren toller Zusammenhalt. Aber auch das Thema Vorurteile kommt hier sehr schön zur Sprache. Die Heuhaufen-Halunken merken nämlich mit der Zeit, dass sie sich in Kalle und seiner Gang ziemlich getäuscht haben, denn so fies, wie diese anfangs scheinen, sind sie eigentlich gar nicht.


Ich kann euch das Buch wärmstens empfehlen. Besser wäre es hier vermutlich, mit dem ersten Band zu beginnen, um Verständnisprobleme zu vermeiden.

Besonders ans Herz legen kann ich die Reihe Jungen und Mädchen ab 8 Jahren, die gerne Bandengeschichten und witzige und spannende Bücher lesen.


Fazit: Ein witziges und spannendes Leseabenteuer, welches von den ersten Seiten an zum Mitfiebern und Grinsen einlädt. Ich habe mich beim Lesen köstlich amüsiert. Ob die cleveren Streiche, die wunderbar liebenswerten Charaktere oder die vielen lustigen Illustrationen von Vera Schmidt – all dies hat dazu beigetragen, dass ich hier richtig viel Spaß beim Lesen hatte und nun sehr auf eine weitere Fortsetzung hoffe. Ich kann das Buch absolut empfehlen und vergebe gerne 5 von 5 Sternen!

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85 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

familie, high school, college, erste liebe, jenny han

Always and forever, Lara Jean

Jenny Han , Anja Hansen-Schmidt
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 12.03.2018
ISBN 9783446258655
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich liebe die Bücher von Jenny Han, ganz besonders mit ihrer „Sommer“-Trilogie konnte sie mich restlos begeistern. Auch die Lara-Jean-Reihe mag ich wahnsinnig gerne. Als ich gesehen hatte, dass es noch einen dritten Band geben wird, war ich kurz davor, kleine Freudenhüpfer zu machen. Ganz sehnsüchtig habe ich dem Erscheinen des dritten Lara Jean Bandes entgegen gefiebert.


Es ist soweit, Lara Jeans letztes Highschool-Jahr hat begonnen. Eigentlich könnte alles gerade so schön sein: Lara Jean und Peter sind ein glückliches Paar, demnächst wird ihr Vater die Nachbarin Ms. Rothschild heiraten und ihre große Schwester Margot kommt für ein paar Wochen aus Schottland zu Besuch. Doch all diesen schönen Momenten wird ein kleiner Dämpfer verpasst, denn für Lara Jean heißt es nun, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, was nach der Schule sein wird. Wo möchte sie studieren? Weit weg an einem College oder doch lieber in der Nähe von ihrem geliebten Zuhause? Und was wird aus Peter? Ist ihre Liebe stark genug für eine Fernbeziehung? Lara Jean tut sich schwer mit einer Entscheidung. Noch schwerer wird diese, als sie von ihrer Traum-Uni eine Absage erhält. Was nun? Große Veränderungen haben Lara Jean schon immer sehr zu schaffen gemacht, nur gehören diese eben einfach zum Leben und zum Erwachsenwerden dazu. Für welchen Weg, der sie zu einem neuen Abschnitt in ihrem Leben führen wird, wird Lara Jean sich schließlich entscheiden?


Dieses Buch habe ich von den ersten Seiten an geliebt. Wie schon bei den Bänden davor, so konnte mich auch der Finalband sofort in seinen Bann ziehen und mir wundervolle Lesestunden bescheren.


Da die einzelnen Bänden ziemlich direkt aneinander anschließen, rate ich hier wirklich dringend, die Reihe chronologisch zu lesen. Nicht nur, weil man einfach das Wissen aus den vorherigen Bänden benötigt, um allem folgen zu können, es ist einfach auch so schön zu sehen, wie sich die Charaktere in jedem Band weiterentwickeln, ganz besonders die Protagonistin Lara Jean.


Lara Jean habe ich seit dem ersten Band ganz fest in mein Herz geschlossen. Sie ist ein so wundervoller Charakter, sie ist lieb, süß und selbstbewusst und ich konnte mich von ersten Moment an wunderbar mit ihr identifizieren. Wie Lara Jean, so komme auch ich überhaupt nicht gut klar mit Veränderungen. Ich finde mich daher immer sehr in Lara Jean wieder, ganz besonders in diesem Band, in welchem es um große Lebensveränderungen und das Erwachsenwerden geht.


Im ersten Band musste Lara Jean sich damit abfinden, dass ihre Schwester Margot das Haus verlässt, um woanders zu studieren. Nun ist sie an der Reihe, eine so wichtige Entscheidung in ihrem Leben zu treffen. Da Lara Jean sehr an ihrem Zuhause und ihrer Familie hängt, stellt sich ihr gar nicht erst die Frage, ob sie, wie Margot, in einem anderen Land oder gar auf einem anderen Kontinent studieren möchte. Für sie wirklich völlig undenkbar. Sie würde am liebsten das College nehmen, das am nächsten von ihrem Zuhause liegt und auch von der Uni, auf welche Peter gehen wird, nicht allzu weit entfernt ist. Ich hätte mich ja so für Lara Jean gefreut, wenn dies geklappt hätte, nur leider bekommt sie, ziemlich unerwartet, eine Absage von ihrem College-Erster-Wahl.

Lara Jean trifft dies schwer, allerdings gehören eben auch solche Momente zum Leben dazu. Ich fand es richtig spannend mitzuverfolgen, wie Lara Jean am Abwägen und Überlegen ist. Welches College wird sie wohl nehmen? Und was wird aus Peter, ihrer großen Liebe?


Peter ist übrigens auch ein so toller Charakter. Wenn er nicht schon vergeben wäre, hätte ich mein Glück auf jeden Fall bei ihm versucht, ich liebe seine humorvolle und etwas trottelige Art. Allerdings hat auch Peter sich prima entwickelt. Er ist reifer und erwachsener geworden, hat aber zum Glück dennoch seinen Charme von früher nicht verloren. Man spürt die ganze Zeit über, wie sehr Peter Lara Jean liebt und ich habe keinen Augenblick daran gezweifelt, dass die Liebe der beiden stark genug für eine Fernbeziehung ist.


Das Buch befasst sich aber natürlich nicht nur mit Lara Jean und Peter und der College-Frage. Es geht auch um die Song Schwestern und um die Familie. So hat auch die kleine Kitty, die jüngste der Song-Schwestern, sich weiterentwickelt. Kitty finde ich ja so unglaublich süß! Okay, sie ist wahrlich nicht auf den Mund gefallen und kann manchmal echt ziemlich frech und vorlaut sein, aber eigentlich gerade deswegen ist sie mir so ans Herz gewachsen. Ich amüsiere mich immer köstlich über Kitty und ihre Bemerkungen und komme teilweise gar nicht mehr aus dem Schmunzeln heraus.


Diese Reihe ist einfach ganz genau mein Geschmack. Ich liebe deren Atmosphäre, ich liebe die Themen, mit der sie sich befasst und ich liebe Charaktere, die einfach so süß und liebenswert sind. Dann mag ich auch den Schreibstil richtig gerne, der sich wunderbar angenehm lesen lässt.

In meinen Augen ist die Lara Jean - Reihe eine absolut perfekte Reihe. Bei allen drei Bänden habe ich das Lesen in vollen Zügen genossen und bin nun auch, ehrlich gesagt, etwas traurig, dass die Reihe mit diesem Band beendet ist. Das Ende ist zwar recht offen, vieles bleibt der Fantasie von uns Lesern überlassen, aber auf einen vierten Band können wir dennoch leider nicht offen, da Jenny Han in ihrer Danksagung deutlich schreibt, dass es sich bei diesem Teil wirklich um den letzten handelt.


Ein nettes kleines Extras, welches mich dieses Buch nur noch mehr hat lieben lassen, sind die beiden Zitate am Anfang und am Ende der Geschichte. Diese stammen beide aus „Anne auf Green Gables“ von Lucy Maud Montgomery, eine absolute Herzensreihe von mir. :D


Fazit: Ein perfekt gelungener Abschluss einer wunderschönen Reihe! Ich fand es so schön, noch einmal in die Welt von Lara Jean eintauchen zu dürfen. Ich hatte hier richtig viel Spaß beim Lesen und habe jede einzelne Seite in vollen Zügen genossen. Für Lara Jean Fans ist dieses Buch auf jeden Fall ein absolutes Muss und diejenigen, die die Reihe noch nicht kennen, rate ich dringend, mit dem ersten Band zu beginnen. Mir hat der dritte Band der Lara Jean - Trilogie so, so gut gefallen und vergebe sehr gerne volle 5 von 5 Sternen!

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Manege frei für die Piratenklasse

Ulrike Schrimpf , Barbara Scholz
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Aladin Verlag, 21.03.2018
ISBN 9783848921065
Genre: Kinderbuch

Rezension:

2,5 Sterne

Von der Autorin Ulrike Schrimpf kannte ich bereits ihre Zara - Reihe, welche mir sehr gut gefallen hat. Als ich nun in der Vorschau des Aladin Verlages entdeckte, dass es ein neues Kinderbuch von ihr geben wird und dieses von Barbara Scholz, einer meiner liebsten Illustratorinnen, illustriert ist, wanderte „Manege frei für die Piratenklasse“ sogleich auf meine Wunschliste.


Die 2c kann man nur als die reinste Chaotenklasse bezeichnen. Seit der Erzieher Toby aber coole Piratennamen eingeführt und die Schüler die wichtigsten Regeln gelehrt hat, die ein echter Pirat wissen (und natürlich auch befolgen) muss, ist die 2c auch eine richtige Piratenklasse. Als so eine heißt es natürlich auch, spannende und aufregende Abenteuer zu erleben. Die Kinder sind daher sofort hellauf begeistert, als ihre Klassenlehrerin Frau Tüpfel sie bei einem Zirkusprojekt anmeldet. Von nun an gibt es Z-Tage und S-Tage, wobei die Z-Tage, also die Zirkustage, natürlich deutlich besser sind als die Schultage, denn an diesen proben die Kinder für ihre Zirkusaufführung. Ob Jonglieren, Hula-Hoop tanzen oder eine Trapeznummer einstudieren - die Piratenklasse nimmt alles, was man sich nur denken kann, in ihr Programm mit auf. Allerdings darf man nicht vergessen, dass wir es bei der 2c mit einer Chaotenklasse zu tun haben. Dass die Vorbereitungen für die große Aufführung daher nicht immer reibungslos und geordnet verlaufen, kann man sich denken…


Sieht das Cover nicht niedlich aus? Auch der Klappentext klingt richtig süß. Vielleicht hatte ich einfach zu hohe Erwartungen an das Buch, denn leider hat es mir nicht so gut gefallen.


Ich konnte mich zum einem mit dem Schreibstil einfach nicht anfreunden. Wir erfahren alles aus der Sicht von Marlene und da diese erst in die zweite Klasse geht, ist dementsprechend auch die Erzählweise sehr kindlich. Eigentlich mag ich so eine Art zu erzählen richtig gerne, nur fand ich sie hier teilweise etwas anstrengend zu lesen. Mir waren die Sätze manchmal zu sprunghaft und die Übergänge zu abrupt. Auch hat mich gestört, dass Marlene öfters andere Wörter verwendet, als üblich sind. So sagt sie zum Beispiel nicht „leider“, sondern „schade“. Oder nicht „zum Glück“, sondern „ein Glück“. Eigentlich finde ich diese Idee gar nicht schlecht, nur hat es mich beim Lesen immer ziemlich irritiert und mich aus meinem Lesefluss gerissen.


Die Charaktere aber haben mir sehr gut gefallen. Marlene ist ein ganz liebes Mädchen und auch ihre Klassenkameraden fand ich sehr sympathisch. Zum Schmunzeln gebracht hat mich immer, wenn die Piraten sich aufgestellt und alle nacheinander ihre Piratennamen ausgerufen haben. Diese sind sehr kreativ, wie „Charly Augenklappe“ oder „Firewoman“.


Das Buch hat schon so ein paar lustige Einfälle zu bieten. Dennoch hielt sich mein Lesespaß hier leider in Grenzen. Mir war die Geschichte einfach zu langweilig und ich habe mich beim Lesen stellenweise auch dabei ertappt, dass ich angefangen habe, den Text nur noch zu überfliegen. Vielleicht lag es auch einfach an mir, vielleicht war das Buch einfach nicht so meins. Ich hätte mir hier mehr Spannung gewünscht und dadurch, dass wir alles aus der Sicht von Marlene erfahren, hat es mir auch manchmal an Erklärungen gefehlt. So habe ich mich gefragt, ob die 2c eine Klasse mit lernschwachen Kindern ist. Vielleicht liege ich da falsch, aber zumindest bei Marlene habe ich mich immer wieder gefragt, ob sie ein klein wenig an Autismus leidet. Aber wie gesagt, ich kann mich da auch irren, ich hatte nur eben manchmal den Eindruck, dass es so ist.


In meinen Augen wurde hier eine sehr schöne Idee nicht so gut umgesetzt. Neben der wenig aufregenden Handlung haben mich auch die Illustrationen enttäuscht. Die, die vorhanden sind, sind natürlich klasse, da habe ich bei Barbara Scholz auch nichts anderes erwartet. Ich hatte nur mit mehr gerechnet.


Was mir aber noch sehr gut gefallen hat, waren die schön kurzen Kapitel und deren Überschriften, die ich sehr amüsant fand. Auch der Piraten-Schlachtruf, den die Klasse immer wieder ausruft, hat mir richtig gut gefallen. Reimen kann Ulrike Schrimpf wirklich klasse, mit ihren Reimtexten konnte sie mich bereits in ihrer Zara - Reihe richtig begeistern.


Fazit: Obwohl das Buch ein paar sehr nette und lustige Ideen zu bieten hat, bin ich dennoch leider enttäuscht von „Manege frei für die Piratenklasse“. Vermutlich war es einfach nicht das Richtige für mich, mir war die Geschichte zu langweilig und stellenweise zu wirr erzählt, was vermutlich an der kindlichen Erzählweise gelegen hat. Wirklich schade, aber ich kann dem Buch leider nur 2,5 - hier gerundet auf 3 von 5 Sternen geben.

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27 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

briefroman, jean webster, klassiker, lieber feind

Lieber Feind

Jean Webster , Ingo Herzke
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.03.2018
ISBN 9783551560452
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Von Jean Websters erstem Briefroman „Lieber Daddy-Long-Legs“ war ich hellauf begeistert, daher stellte sich mir auch gar nicht erst die Frage, ob ich ihren zweiten Roman „Lieber Feind“ lesen möchte. Obwohl dieser bereits 1915 das erste Mal erschienen ist, kannte ich diesen schönen Klassiker bisher noch nicht. Dies wollte ich schnellstmöglich ändern, daher habe ich mich auf die wundervolle Neuausgabe von „Lieber Feind“ aus dem Königskinder Verlag schon sehr gefreut.


Sally McBride erklärt ihre beste Freundin Judy für komplett verrückt, als diese ihr eröffnet, dass sie sie als die neue Leiterin des Waisenhauses John-Grier-Heim vorgesehen hat. Sallys Begeisterung hält sich anfangs sehr in Grenzen. Und sie wagt auch zu bezweifeln, ob sie wirklich geeignet für diese wichtige Stellung ist. Auch ihr Verlobter kann über Judys absurden Vorschlag nur laut lachen. Wer weiß, was geschehen wäre, wenn er dies nicht getan hätte, denn sein schallendes Gelächter hat Sallys Ehrgeiz geweckt. Sie willigt daher ein und hatte sie vorher gar keine Kinder, um die sie sich kümmern muss, so hat sie nun gleich über einhundert an der Backe. Und als wäre es nicht schon Arbeit genug, sich um ihre neuen Schützlinge zu kümmern, so muss Sally bei ihrer Anreise auch noch feststellen, dass sich das Heim in einem katastrophalen Zustand befindet. Dies muss geändert werden! Sally möchte ihren Kindern das Bestmögliche bieten, allerdings sind nicht alle erfreut über Sallys neue Pläne. So wäre da zum plötzlich der Kinderarzt Robin MacRae, der regelmäßig ins Heim kommt, um nach den Kindern zu sehen. Er ist Schotte durch und durch und treibt Sally mit seiner Art, die nicht jedermanns Sache ist, des öfteren regelrecht in den Wahnsinn. Er ist wohl von allen ihr liebster Feind und macht ihr das Leben als neue Heimleiterin wahrlich nicht immer leicht…


In Jean Websters ersten Briefroman kamen wir in den Genuss von JudyAbbotts Briefen, die sie an ihren lieben Daddy-Long-Legs schreibt. In dem Folgeband „Lieber Feind“ spielt die liebe Judy ebenfalls eine Rolle, allerdings ist nicht sie dieses Mal die Briefeschreiberin, sondern die Empfängerin.

Wir bekommen in diesem Buch die wundervollen Briefe von Sally MacBride zu lesen, eine gute Freundin von Judy. Anders als in „Lieber Daddy-Long-Legs“, in dem es nur einen Adressaten gab, schreibt Sally an mehrere Leute. Darunter eben auch an Judy, an die sogar die meisten Briefe gehen.


Mir hat es richtig gut gefallen, dass wir so auch indirekt erfahren, wie es mit Judy weitergeht. Antwortbriefe von ihr bekommen wir zwar nicht zu lesen, aber da Sally immer sehr auf die Schreiben ihrer Freundin eingeht, werden wir doch mit recht vielen Infos versorgt.


Neben Judy schreibt Sally auch öfters an den Kinderarzt Robin MacRae, mit welchem sie immer wieder aneinander geregt. Für sie wird er dann auch zu ihrem Feind und spricht ihn sogar in ihren Briefen mit dieser Anrede an. Worüber dieser natürlich alles andere als begeistert ist. ;)


Mir hat „Lieber Feind“ richtig gut gefallen. Wie Judy, so besitzt auch Sally einen wunderbaren Humor, welcher auch sehr stark in ihren Briefen zu finden ist. Ich war beim Lesen immerzu am Schmunzeln und Grinsen, wobei mir, wenn ich die beiden Bücher vergleichen, „Lieber Daddy-Long-Legs“ schon etwas besser gefallen hat. In dem Buch hatte ich einfach mehr Zugang zu der Protagonistin. Sally ist mir natürlich auch sehr sympathisch, aber die liebe Judy ist mir da doch etwas mehr ans Herz gewachsen als Sally.


Dieser Punkt hat aber in keinster Weise dazu geführt, dass ich hier nicht großen Spaß beim Lesen gehabt hätte oder dass ich einen Stern abziehen würde. Für mich ist „Lieber Feind“ auf jeden Fall ein 5-Sterne Buch. Wie schon bei dem Vorgänger, so habe ich mich nun auch hier gefragt, wieso mir die Bücher bis kurzem gar nicht bekannt gewesen waren. Ich bin auf diese erst gestoßen, als der Königskinder Verlag diese wunderschönen Neuausgaben herausgebracht hat. Wer weiß, es kann sehr gut sein, dass ich diese beiden herrlichen Klassiker von Jean Webster vielleicht nie gelesen hätte, wenn diese nicht als Königskinder erschienen wären. Was wäre mir da Wundervolles entgangen! Also, lieber Königskinder Verlag, vielen, vielen Dank, dass ich dank euch nun endlich in den Genuss dieser zwei tollen Bücher kommen durfte!


„Lieber Feind“ ist großartig geschrieben! Humorvoll, liebenswert und etwas altmodisch, aber da die Geschichte über hundert Jahre alt ist, ist dieser Stil natürlich absolut passend. Der Schreibstil wird nicht jedermanns Sache sein und auch Sallys trockener Humor ist manchmal etwas eigen. Mir aber hat beides sehr gut gefallen.

Besonders schön fand ich, wie Sally ihre kleinen Schützlinge beschreibt. Unter denen sind nämlich so einige mit speziellen Eigenarten und obwohl Sally manchmal wirklich nicht weiß, wo ihr der Kopf steht und sie Judy in ihren Briefen regelrecht anfleht, doch bitte, bitte eine neue Heimleiterin zu suchen, liebt Sally die Waisenkinder und ihre Arbeit sehr. Das wird in ihren Briefen wirklich nur zu deutlich.


Für alle „Lieber Daddy-Long-Legs“-Liebhaber ist dieses Buch definitiv ein großes Muss! Man muss den ersten Teil übrigens nicht kennen, um in „Lieber Feind“ alles verstehen zu können.

Wer gerne Briefromane liest und auch ein großer Fan von Klassikern ist und zudem nichts gegen bissige Kommentare und einen trockenen Humor hat, dem kann ich dieses Buch sehr ans Herz legen. In meinen Augen ist „Lieber Feind“ nicht nur von außen eine Augenweide (unter dem Schutzumschlag sieht das Buch übrigens ebenfalls wunderschön aus!) - auch dass, was einem zwischen den Buchdeckeln erwartet, ist absolut bezaubernd.


Als letztes möchte ich dann noch die Illustrationen erwähnen. Wie bereits in „Lieber Daddy-Long-Legs“ so werden auch hier einige Szenen im Text mit sehr unterhaltsamen Zeichnungen begleitet, über die ich mich teilweise köstlich amüsiert habe.


Fazit: Ein wundervolles Buch, welches mich hellauf begeistern konnte und mir herrliche Lesestunden beschert hat! Der Vorgänger hat mir zwar ein bisschen gefallen, aber auch „Lieber Feind“ ist in meinen Augen ein großartiges Buch, welches ich absolut empfehlen kann. Es ist humorvoll, charmant und stellenweise wunderbar sarkastisch. Allerdings ist das Buch ab und an auch ernster und regt einem zum Nachdenken an. Mir hat „Lieber Feind“ richtig gut gefallen und ich vergebe volle 5 von 5 Sternen!

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10 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

abenteuer, feriengeschichte, handy, hörbuch, kinder auf dem land

Ein Sommer in Sommerby

Kirsten Boie , Julia Nachtmann
Audio CD
Erschienen bei Jumbo, 09.03.2018
ISBN 9783833738401
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Letzten Monat habe ich das neue Buch von Kirsten Boie „Ein Sommer in Sommerby“ gelesen. Da das Hörbuch von Julia Nachtmann gelesen wird, eine Sprecherin, die ich gerade in der letzten Zeit richtig gerne höre, war ich auf das Hörbuch schon sehr gespannt. Meine Leseeindrücke von dem Buch waren zwar noch recht frisch in meinem Kopf, aber da ich dieses so unglaublich schön finde und mich diese wundervolle Geschichte vermutlich nie langweilen kann, bin ich in diese nun eben erneut, kurz nach dem Lesen und dieses Mal mit dem Hörbuch, eingetaucht.


Dieser Sommer wird für die Geschwister Martha, Mikkel und Mats ganz anders werden als sonst. Sie müssen ihre Ferien bei ihrer Oma auf dem Land verbringen und dass ohne Mama und Papa. Diese befinden sich nämlich in New York, wo die Mutter nach einem Unfall im Krankenhaus liegt. Der Vater der Kinder hat sofort alles stehen und liegen lassen, um seiner Frau beizustehen und hat Martha, Mikkel und Mats solange bei Oma Inge untergebracht. Diese ist ein wenig seltsam. In den Augen der Kinder sogar mehr als nur ein bisschen. Oma Inge wohnt sehr weit abgelegen in einem kleinen Haus, zu welchem noch nicht einmal ein Weg führt, sie hat kein Telefon, keinen Fernseher und erst recht kein Internet oder WLAN. Das ist ja schon kein Mittelalter mehr, sondern Steinzeit, findet die 12-jährige Martha. Wie soll sie denn jetzt ihrer besten Freundin WhatsApp Nachrichten schreiben? Oder mit ihren Eltern telefonieren? Doch so sehr sie diese ungewohnte Situation auch entsetzt, eines muss Martha zugeben: In Sommerby ist es wunderschön und herrlich idyllisch. Mit der Zeit gewöhnen sich die Kinder auch daran, dass es zum Frühstück nur Brot mit selbstgemachter Marmelade gibt oder man abends, anstatt Fernsehen zu gucken, schön gemütlich eingekuschelt gemeinsam ein Buch liest. Doch dann taucht ein geheimnisvoller Mann auf, der dafür sorgen wird, dass die anfangs so ruhigen Ferien plötzlich richtig spannend und auch gefährlich werden...


Meine Meinung zu „Ein Sommer in Sommerby“ hat sich nicht groß geändert. Höchstens, dass ich mich jetzt nur noch mehr in diese wundervolle Geschichte verliebt habe. Ich habe es beim Zuhören zutiefst genossen, Martha, Mikkel und Mats wiederzutreffen und zusammen mit den drei Geschwistern Ferien bei Oma Inge in Sommerby zu machen.


In meinen Augen ist Kirsten Boie hier wirklich ein wahres Meisterwerk gelungen. Nachdem ich mir „Ein Sommer in Sommerby“ nun angehört habe, lechze ich nur noch mehr nach einer Fortsetzung. Ich bin eigentlich ein großer Fan von Einzelbänden, aber von manchen Büchern kann man einfach nie genug bekommen, da dürfte es unendlich viele Fortsetzung geben. Kennt ihr das auch? Ich jedenfalls habe so einige Bücher, bei denen ich es richtig schade finde, dass es erst gar keine weiteren Bände gab oder die Reihen eben irgendwann beendet waren.


Auch „Ein Sommer in Sommerby“ ist so ein Buch. Da hätte ich wirklich überhaupt nichts dagegen, wenn es noch mindestens einen weiteren Band geben würde. Ich würde liebend gerne mit Martha, Mikkel und Mats bei Oma Inge Weihnachten verbringen oder zusammen mit ihnen auf Ostereiersuche gehen. Kirsten Boie hat in ihrem neuen Kinderbuch eine so besondere und einzigartige Kulisse erschaffen, von der wohl nahezu jeder hellauf begeistert und fasziniert sein wird. Ein herrlich idyllischer Ort fernab der Großstadt, von Wasser umgeben und wunderbar ruhig gelegen, an diesem Ort lässt sich wirklich wunderbar träumen und großartige Ferien verbringen. Ein Leben ohne Internet, WLAN und Fernseher, ja, bei Oma Inge sogar ohne Telefon, so etwas ist für die meisten Menschen heute vermutlich undenkbar oder sogar auch unmöglich. Es ist mittlerweile einfach so, ohne die Social Medien oder die ständige Erreichbarkeit können wir uns ein Leben heutzutage einfach nicht mehr vorstellen. Aber wisst ihr was? Probiert es doch einfach mal aus! Macht Urlaub in Sommerby, dann merkt ihr, wie schön das Leben ohne Handy, Computer oder Fernseher sein kann. Das haben auch Martha, Mikkel und Mats in diesen Sommer gemerkt. Während ihrer Zeit bei Oma Inge haben sie gelernt, was wirklich wichtig ist im Leben.


Ich kann euch diese wunderschöne Geschichte so sehr ans Herz legen! Ob das Buch oder das Hörbuch, beides kann ich absolut empfehlen.


Julia Nachtmann liest hier einfach mal wieder grandios. Sie hat eine sehr wandelbare Stimme, sodass man beim Zuhören immer sofort weiß, wer gerade spricht. Besonders klasse liest sie den kleinen Mats. Wirklich bemerkenswert, wie gekonnt es Julia Nachtmann gelingt, einen vierjährigen Jungen zu sprechen. Man nimmt ihr dies wirklich ab, genauso wie Oma Inge, die sie ebenfalls erstklassig liest.

Mir hat dieses Hörbuch mal wieder gezeigt, wie gerne ich Julia Nachtmann höre. Sie hat eine sehr ruhige und angenehme Stimme, die für diese zauberhafte Geschichte einfach nur perfekt ist.


Mir hat nach dem Buch auch das Hörbuch von „Ein Sommer in Sommerby“ richtig gut gefallen. Das Einzige, was ich ein wenig vermisst habe, ist Musik zwischendurch. Oder Geräusche im Hintergrund wie Meeresrauschen oder Möwenrufe. Das hätte diese sommerliche und idyllische Atmosphäre nur noch verstärkt. Aber es ist dem Hörbuch auch ohne diese kleinen Extras ganz wunderbar gelungen, mich wieder zum Träumen und Schwelgen zu bringen und mich nach Ferien in Sommerby sehnen zu lassen.


Fazit: Ein wunderschöner Hörspaß für die ganze Familie! Nach dem Buch konnte mich auch das Hörbuch von „Ein Sommer in Sommerby“ hellauf begeistern. Julia Nachtmann liest diese wundervolle Geschichte einfach nur grandios. Ich hatte hier jede Menge Spaß beim Zuhören und kann das Hörbuch jedermann, egal ob Kind oder Erwachsener, absolut empfehlen! Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

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29 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

idee, kinderbuchreihe, meer, mia, hamburg

Mia 11: Mia und der Jette-Jammer

Susanne Fülscher , Dagmar Henze
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.03.2018
ISBN 9783551650764
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Auf den 11. Mia Band habe ich mich riesig gefreut. Ich mag diese schöne Mädchenbuchreihe von Susanne Fülscher richtig gerne und fiebere dem Erscheinungsdatum jedes neuen Bandes immer ganz ungeduldig entgegen.


Mia, Jette, Alina und Leonie sind die allerbesten Freundinnen und wollen dies auch für immer bleiben. Vor allem Mia und Jette sind unzertrennlich und die wohl allerallerbesten Freundinnen, die es auf der Welt gibt. Die Mädchen sind daher mehr als entsetzt, als Jettes Mutter ihnen eröffnet, dass sie vorhat nach Sylt zu ziehen, um dort die Apotheke einer Freundin zu übernehmen. Und Jette soll mit! Aber das geht doch nicht. Jette auf Sylt, weit weg von Hamburg und ihren Freundinnen? Die Mädchen sind untröstlich. Die letzte gemeinsame Zeit genießen die vier daher auch in vollen Zügen. Leider vergeht diese viel zu schnell und ehe es sich die Mädchen versehen, ist er auch schon da, der Abschied von Jette. Alle Versuche, Jettes Mutter doch noch umzustimmen, sind gescheitert, daher heißt es nun wohl Augen zu und durch. Schon nach wenigen Tagen ist die Sehnsucht nach der Freundin kaum noch auszuhalten. Nein, so geht das einfach nicht, Mia, Leonie und Alina müssen Jette unbedingt wiedersehen! Wenn diese nicht hier bei ihnen in Hamburg sein kann, dann müssen sie eben zu ihr nach Sylt fahren. Die Mädchen tüfteln daher einen gi-ga genialen Plan aus, der sie, hoffentlich ohne Komplikationen, zu ihrer Freundin Jette bringen wird…


Auch der 11. Mia Band hat mir einen gi-ga genialen Lesespaß beschert. In dieser Reihe sind einfach alle Bände schön, mich hat da noch kein Band enttäuschen können.

Ich rate ja meistens bei Buchreihen, diese lieber in der chronologischen Reihenfolge zu lesen. Auch bei der Mia-Reihe halte ich es für besser, unbedingt notwendig ist es allerdings nicht. Da die Bände recht eigenständig und in sich abgeschlossen sind, sollte es meiner Meinung nach kein Problem sein, wenn man mit dem 11. Band startet. Wobei es natürlich schon schön ist zu sehen, wie Mia und ihre Freundinnen sich weiterentwickeln und dies vom ersten Band an mitzuverfolgen.


Wie alle Mia Bände, so besitzt auch der elfte Teil wunderschöne, farbige Einbandillustrationen. Diese zeigen mit Namen die wichtigsten Charaktere der Reihe, was besonders für Neueinsteiger sehr hilfreich ist.


Unsere Protagonistin ist, ihr ahnt sich sicher schon, die 12-jährige Mia, die zusammen mit ihren Eltern und ihren drei Geschwistern in Hamburg lebt. Da ich selbst aus der Ecke kommen, freut es mich immer wieder aufs neue, dass die Mia Geschichten in dieser tollen Stadt spielen. Ich liebe es, wenn in Büchern Orte genannt werden, die ich selbst gut kenne und besonders bei den Mia Büchern denke ich immer wieder, hey, die Straße oder diesen Stadtteil von Hamburg kennst du doch! :D


Aber nicht nur den Schauplatz mag ich supertruper gerne. Auch die Charaktere finde ich klasse, diese sind mir schon längst so richtig ans Herz gewachsen. Allen voran natürlich Mia, die man mit ihrer liebenswerten, witzigen und etwas chaotischen Art einfach sofort gern haben muss.

Aber auch ihre trubelige Familie, ihre Freunde, ja, selbst die kleinsten Nebenfiguren sind so wundervoll von der Autorin ausgearbeitet worden, dass sie einem auf Anhieb sympathisch sind.


Mir gefällt an den Mia Büchern immer besonders gut, wie die wunderbare Freundschaft der Mädchen beschrieben wird. Mia, Jette, Leonie und Alina sind eine mega tolle Clique, die man für ihren Zusammenhalt und ihre Freundschaft wirklich nur beneiden kann. Zusammen erleben sie all die Dinge, die wohl jedes Mädchen in dem Alter erlebt und selbst sehr gut kennt. Die Zielgruppe wird sich daher problemlos mit den Mädels identifizieren können. Da die Gefühle aber wirklich erstklassig beschrieben werden, kann auch ich mich immer wieder ohne weiteres in Mia und ihre Freundinnen hineinversetzen, obwohl ich mittlerweile gut doppelt so alt bin. Ich kann daher auch älteren Lesern und Erwachsenen die Mia-Reihe sehr ans Herz legen, da man sich hier beim Lesen wieder herrlich jung fühlen kann.


Im 11. Band wird besonders deutlich, wie lieb sich Mia und ihre Freundinnen haben und dass sie sich jederzeit aufeinander verlassen können.

Nachdem feststeht, dass Jette tatsächlich wegziehen wird, sind alle vier Mädchen todunglücklich und wollen die restliche Zeit, die ihnen noch bleibt, am liebsten rund um Uhr miteinander verbringen.

Gerade die Trauer von Mia und ihren Freundinnen wird so gefühlvoll und einfühlsam beschrieben, dass ich richtig mit den Mädchen mitgelitten habe.


Zum Glück war das Buch aber nicht nur traurig. Keine Sorge, es gibt auch wieder jeder Menge zum Schmunzeln und zum Grinsen und auch mitfiebernde Szenen gibt es jede Menge. Witzig, turbulent, traurig und spannend – von allem ist etwas dabei, sodass der Lesespaß hier wirklich perfekt ist.


Mich konnte die Geschichte von den ersten Seiten an ihren Bann ziehen und dank des wunderbar flüssigen, herrlich humorvollen und mädchenhaft frechen Schreibstils von Susanne Fülscher, der sich super angenehm lesen lässt, bin ich hier nur so durch die Seiten geflogen.


Besonders geeignet ist der 11. Mia Band übrigens für den Sommer, da hier eine herrlich gute Sommerlaune aufkommt. Da das Buch teilweise auch auf Sylt spielt, wird es hier nicht nur wunderbar sommerlich, sondern wir kommen auch noch in den Genuss von einem tollen Insel-Feeling.


Klingt doch gi-ga mega irre genial, oder? Ich jedenfalls bin total begeistert von dem 11. Mia Band und würde am liebsten sofort zum nächsten greifen. Diesen wird es zum Glück geben, hurra, nur leider erst im nächsten Jahr. Da heißt es also leider noch etwas warten.


Fazit: Ein rundum perfekter 11. Band, der mir herrliche Lesestunden beschert hat. Für alle Mia Fans ist dieses Buch definitiv ein absolutes Muss und diejenigen, die gerne witzig freche Mädchenbücher lesen, kann ich die Mia-Reihe wirklich sehr ans Herz legen. In meinen Augen ist man für diese schönen Geschichten nie zu alt. Ich freue mich jetzt schon sehr auf den 12. Band, der ganz bestimmt genauso supertruper werden wird wie die Bände davor. Witzig, liebenswert, gefühlvoll und wunderbar sommerlich – meine Erwartungen wurden hier komplett erfüllt und ich vergebe gerne volle 5 von 5 Sternen!

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