Leserpreis 2018

CorniHolmess Bibliothek

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Die Nachtflüsterer - Das Erwachen

Ali Sparkes , Manuela Knetsch
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 28.01.2019
ISBN 9783446262324
Genre: Kinderbuch

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24 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

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Woodwalkers - Tag der Rache

Katja Brandis , Claudia Carls
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Arena, 14.01.2019
ISBN 9783401603971
Genre: Kinderbuch

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31 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Sturmwächter – Das Geheimnis von Arranmore

Catherine Doyle , Sylke Hachmeister , Cornelia Haas
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 21.01.2019
ISBN 9783789109522
Genre: Kinderbuch

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50 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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RIVERDALE - Der Tag davor

Micol Ostow , Doris Attwood
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei cbt, 14.01.2019
ISBN 9783570312957
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Vorweg: Ich kenne die Serie Riverdale leider nicht. Noch nicht. Ich möchte ich sie mir auf jeden Fall noch angucken. Warum ich dennoch unbedingt dieses Buch lesen wollte? Es sprach mich einfach sofort an, allein schon das Cover finde ich klasse. Da es sich hier um die Vorgeschichte zur Serie handelt, hoffte ich sehr, dass man das Buch auch ohne das Wissen aus der Serie gut lesen kann.


Herzlich willkommen in Riverdale, einer beschaulichen Kleinstadt, die auf den ersten Blick ganz ruhig und unschuldig wirkt. Dieser Eindruck täuscht aber, denn hinter der Fassade Riverdales schlummern jede Menge dunkle Geheimnisse. Doch welche Geheimnisse haben Archei, Jughead, Betty und Veronica eigentlich gehabt, bevor RIVERDALE seinen Anfang nahm? Wie kam es, dass Veronica ihr Leben in New York aufgeben musste und nach Riverdale zog? Warum sind Jughead und Archie nicht mehr die guten Freunde von früher? Was hat Betty getan, bevor alles begann? Fragen über Fragen, die nun endlich beantwortet werden.


An mir kann man sehr gut sehen, dass man das Buch ziemlich problemlos lesen kann, wenn man die Serie nicht gesehen hat. Ich hatte hier nur ganz leichte Einstiegsprobleme, die sich aber sehr schnell gelegt haben. Nachdem ich einmal reingekommen bin, habe ich das Buch richtig weggesuchtet und innerhalb eines Tages verschlungen. Jetzt steht für mich auch nur noch mehr fest, dass ich die Serie unbedingt gucken muss. Mir hat das Buch richtig gut gefallen.


Ich kann mir hier nur sehr gut vorstellen, dass der Lesespaß schon etwas höher sein wird, wenn man die Serie kennt, da man auf viele bekannte Charaktere trifft und endlich mehr über ihre Vergangenheit erfährt.

Ich habe hier anfangs ein kleines bisschen gebraucht, bis ich genau wusste, wer wer ist. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus vier Perspektiven: Archie, Jughead, Betty und Veronica, also den Hauptcharakteren aus der Serie.


Mir haben diese Erzählerwechsel unheimlich gut gefallen. Ich liebe so etwas in Büchern, wenn die Handlung nicht nur aus einer Sicht erzählt wird.

Sympathisch waren mir allerdings nicht alle Charaktere. Veronica fand ich furchtbar arrogant und eingebildet. Allerdings mag ich es ehrlich gesagt sehr gerne, wenn man auf solche Charaktere in Büchern trifft. Mögen tut man sie nicht, aber es macht irgendwie Spaß, sich beim Lesen über sie aufzuregen. Wisst ihr, was ich meine? Für mich jedenfalls dürfen so zickige Charaktere in einer solchen Art von Buch einfach nicht fehlen.


Am besten haben mir immer die Kapitel mit Betty gefallen. Sie befindet sich gerade in LA, wo sie ein Praktikum macht. Betty war mir von den vier Jugendlichen am sympathischsten und ihren Alltag fand ich am interessantesten. Allerdings haben mir alle vier Sichten echt gut gefallen; selbst die Kapitel mit Veronica, obwohl ich sie überhaupt nicht leiden konnte.


Ob es der Autorin gut gelungen ist, die Charaktere hier so auftreten zu lassen, wie sie es in der Serie tun, kann ich nicht sagen, schließlich kenne ich die Serie ja nicht. Mir jedenfalls hat die Ausarbeitung der Charaktere sehr gut gefallen, sowohl die unserer vier Hauptfiguren als auch die der Nebencharaktere.


Zwischen den Kapiteln gibt es immer wieder Textnachrichten, E-Mails, Reklamen und noch so manches mehr. Sie fügen sich stets wunderbar zum Geschehen in der Handlung ein und machen diese nur noch fesselnder und geheimnisvoller. Da wiederum denke ich, dass die Story für jemanden wie mich, der die Serie nicht kennt, etwas spannender ist. Ich jedenfalls war wie gebannt. Dass ich das Buch innerhalb eines Tages durchgelesen habe, spricht ja wohl eindeutig für eine mitreißende Handlung, oder? ;)

Wenn man die Serie gesehen hat, weiß man, worauf die Vorgeschichte hinauslaufen wird, sodass sich das Ende vermutlich als wenig überraschend herausstellen wird. Das war bei mir natürlich anders. Ich persönlich kann das Buch beiden Teams sehr empfehlen: #teamriverdale wird endlich mehr Infos zu geliebten Charakteren erfahren; #teamriverdaleinspe wird heißhungrig auf die Serie gemacht, schließlich möchte man nach diesem Ende unbedingt erfahren, wie es mit Archie, Jughead, Betty und Veronica weitergehen wird. Zumindest ich möchte das, ich weiß schon, womit ich demnächst meine Abende verbringen werde. :D


Zu den Settings möchte ich noch sagen, dass ich sie sehr gelungen fand. Vor allem natürlich das Städtchen Riverdale, welches eine ganz eigene Atmosphäre verströmt. Aber auch Bettys Aufenthaltsort, also Los Angeles, und der von Veronica (New York) haben mir richtig gut gefallen.


Der Schreibstil konnte meinen Geschmack ebenfalls absolut treffen. Er ist flüssig, jugendlich und liest sich richtig angenehm.


Fazit: Für Riverdale-Fans ein großes Muss, allerdings ist das Buch auch für diejenigen, die die Serie noch nicht kennen, absolut lesens- und empfehlenswert! Wenn man, wie ich, die Serie noch nicht gesehen hat, wird man hier vermutlich ein etwas spannenderes Leseerlebnis haben als die Serienliebhaber. Diese aber wiederum werden endlich mehr Infos über geliebte Charaktere erfahren, sodass ihr Lesespaß vermutlich das interessantere ist. Ich, als Nicht-Serienkenner, hatte hier jedenfalls jede Menge Spaß beim Lesen und ich möchte mir die Serie jetzt endlich unbedingt anschauen. Ich kann die Vorgeschichte zu Riverdale sehr empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen!

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I can see U

Matthias Morgenroth
Buch
Erschienen bei Coppenrath, 01.02.2019
ISBN 9783649631903
Genre: Jugendbuch

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Luzifer junior - Ein höllischer Tausch

Jochen Till , Raimund Frey
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 14.01.2019
ISBN 9783743202795
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Seit Band 1 bin ich ein großer Luzifer junior-Fan. Die Reihe ist einfach nur genial, bisher konnte mich da jeder Band hellauf begeistern. Dem Erscheinen des fünften Bandes habe ich schon ganz ungeduldig entgegen gefiebert. Kurz nachdem er bei mir eintraf, habe ich es mir mit dem Buch gemütlich gemacht und mich mit Luzie und seinen Freunden in ein neues, teuflisch gutes Abenteuer gestürzt.


In der Regel verstehen sich Luzie und Lilly richtig gut, aber auch zwischen den beiden kommt es mal zu Unstimmigkeiten. Kurz nachdem sie aus Frankreich zurück sind, soll ein besonders heftiger Streit mit katastrophalen Folgen enden: Bei einem Gerangel um das Dämonen-Handbuch aktivieren sich plötzlich die dämonischen Kräfte der beiden und es kommt zu einem Körpertausch. Luzie ist auf einmal Lilly und Lilly steckt in Luzies Körper fest. Wie konnte das nur passieren? Das muss schleunigst rückgängig gemacht werden, da sind sich beide sofort einig. Aber was ist das? Der Fluch will sich einfach nicht wegzaubern lassen, nicht einmal Luzifer senior, der Teufel höchstpersönlich, weiß Rat. Und nun? Luzie muss nun wohl oder übel auf Lillys Mädchenschule gehen und Lilly wiederum zieht nach St. Fidibus, einem Jungeninternat. Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, benimmt sich Luzie als Lilly furchtbar peinlich und macht sich zum Gespött der ganzen Schule. Unbeabsichtigt natürlich. Lilly ist verständlicherweise dennoch fuchsteufelswild. Ganz klar: Dieser Schlamassel muss sofort ein Ende finden! Zum Glück sind die beiden nicht auf sich alleine gestellt. Mit der Hilfe ihrer beiden Freunde und der von Hausdämon Cornibus wird es ihnen ganz bestimmt gelingen, den Zauber wieder rückgängig zu machen. Oder?


Kennt ihr schon Luzifer junior, den Sohn des Teufels? Wenn ihr noch nicht das teuflische Vergnügen hattet, ihn kennenzulernen, habt ihr eindeutig etwas verpasst! Die Bücher mit ihm sind so witzig und richtig klasse. Mir hat bisher jeder Band während des Lesen ein breites Dauergrinsen auf den Lippen beschert; der Humor in den Luzifer junior-Büchern ist einfach absolut meiner. Auch in diesem Band hat der Autor nicht mit lustigen Szenen gespart. Meine Gesichtsmuskeln waren hier äußerst aktiv und oft haben Schmunzler auch nicht gereicht. Leise vor sich hin schmunzeln ist bei den Luzifer junior-Büchern quasi unmöglich, hier sind laute Lacher garantiert. :D


Ich rate hier, die Bände in der chronologischen Reihenfolge zu lesen, da diese doch sehr aufeinander aufbauen. Gerade den fünften Band sollte man besser nicht vor dem vierten lesen, da man sich sonst sehr spoilern würde. Am Ende von Band 4 erfahren wir nämlich eine überraschende Neuigkeit.


Bei mir trat bei diesem Band mal wieder der Fall ein, der bisher bei jedem Luzifer junior-Buch aufkam: Einmal angefangen mit dem Lesen, habe ich das Buch in Rekordtempo weggesuchtet. Für mich, als geübte Leserin, lesen sich die Luzie-Bücher einfach viel zu schnell. Der Schreibstil ist höllisch gut, er liest sich richtig klasse. Da die Schrift recht groß und die Kapitel schön kurz sind, flogen die Seiten bei mir mal wieder nur so dahin. Hinzu kommen dann natürlich noch die Illustrationen, von denen es zu meiner großen Freude auch in diesem Band wieder eine Menge gibt. Die witzigen, comicartigen Zeichnungen von Raimund Frey harmonieren einfach nur perfekt zu den Luzifer junior Geschichten und geben das Geschehen im Text richtig lustig und erstklassig wieder.

Sie tragen auf jeden Fall auch dazu bei, dass man das Buch ratzfatz durch hat, da sich so auf vielen Seiten nur wenig Text befindet. Für Lesemuffel natürlich eine feine Sache. ;)


Mädchen und Jungen, die sich sonst eher weniger für das Lesen begeistern können, kann ich die Luzifer junior-Bücher wirklich sehr empfehlen. Sie machen einfach so viel Spaß zu lesen, da werden ganz bestimmt auch die größten lesemuffeligen Kinder zu begeisterten Lesern mutieren.


Für mich, als eingefleischter Luzie-Fan, hieß es hier auf viele liebgewonnene Charaktere wiederzutreffen. Luzie, Lilly, Aaron, Gustav, Luzifer senior – alle haben sie hier ihren Auftritt und noch viele Charaktere mehr. Luzies knuffiger Hausdämon Cornibus ist natürlich auch wieder mit von der Partie. Was wäre ein Luzie-Abenteuer ohne Cornibus? Geht für mich gar nicht, ich liebe diesen kleinen süßen Kerl, ihn kann man wohl sogar als meinen Lieblingscharakter dieser Reihe bezeichnen. Cornibus ist einfach so goldig. Seine lustige Art zu sprechen lässt mich immer breit lächeln. Da hätte ich auch überhaupt nichts dagegen, wenn sich ein Cornibus bei mir einquartieren würde. Bei mir wäre so ein niedlicher Hausdämon jederzeit herzlich willkommen. :D


Neben alten Charakteren dürfen wir hier allerdings auch ein paar neue kennenlernen. Chiara zum Beispiel. Chiara ist eine Mitschülerin von Lilly und mega unsympathisch. Sie ist so ein richtiges Biest, sie ist zickig, eingebildet und einfach nur unsagbar doof. Das Schlimmste an ihr ist, dass sie es gerade ganz übel auf die arme Lilly abgesehen hat und sie richtig fies mobbt. Obwohl Mobbing echt schlimm ist, hat es mir hier sehr gut gefallen, dass der Autor dieses Thema aufgreift. Das Buch unterhält einen nicht nur bestens, es geht auch ein bisschen in die Tiefe und regt einen zum Nachdenken an.


Ein weiterer Punkt, der mich mal wieder richtig begeistern konnte, ist, wie groß hier die Werte Freundschaft und Zusammenhalt geschrieben werden. Für ihre tolle Freundschaft kann man Luzie, Lilly, Gustav und Aaron wirklich nur bewundern. In diesem Band fliegen zwischen Luzie und Lilly zwar öfters gehörig die Fetzen, aber dies ist zum Glück kein Dauerzustand zwischen den beiden, keine Sorge.


Was dazu führen wird, dass insbesondere Lilly eine Stinkwut auf Luzie entwickelt, ist übrigens so witzig. Zumindest ich musste da öfters laut loslachen. Der arme Luzie hat leider immer noch so seine Schwierigkeiten damit, die Gepflogenheiten bei uns auf der Erde zu verstehen. In der Hölle geht eben doch vieles etwas anders zu als bei uns hier oben. Luzie gerät durch seine Unwissenheit öfters mal in heikle Situationen, vor allem in diesem Band. Ihm ist das noch nicht einmal groß peinlich, aber weil er sich hier größtenteils in Lillys Körper befindet und alle denken, Lilly wäre die echte Lilly, ist es für sie natürlich alles andere als prickelnd, was Luzie da so alles anstellt, während er in ihrer Haut feststeckt.


Da dieser Teil mit einem gemeinen Cliffhanger endet, können wir sehr davon ausgehen, dass es noch mindestens ein weiteres Abenteuer mit Luzie und seinen Freunden geben wird. Auf den sechsten Band freue ich mich jetzt schon sehr. :)


Fazit: Was für ein teuflisch gutes Buch! Mit dem fünften Luzifer junior-Band ist Jochen Till erneut eine richtig geniale Fortsetzung gelungen, die große Lust auf mehr macht und die einen bestens unterhält. Mir hat die Geschichte richtig gut gefallen und auch von den tollen Illustrationen von Raimund Frey bin ich mal wieder ganz begeistert. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen und vergebe gerne 5 von 5 höllischen Sternen!

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Die Pferde von Eldenau - Galopp durch die Brandung - Band 2

Theresa Czerny
Fester Einband
Erschienen bei Magellan, 16.01.2019
ISBN 9783734850394
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf den zweiten Band von „Die Pferde von Eldenau“ habe ich mich richtig gefreut. Der erste Band konnte mich hellauf begeistern, daher habe ich dem Erscheinen der Fortsetzung schon ganz ungeduldig entgegen gefiebert. In das Cover habe ich mich sofort verliebt, ich finde es genauso hübsch wie das vom ersten Band, vielleicht sogar noch ein bisschen schöner. In meinen Augen hat sich der Magellan Verlag da selbst übertroffen; für mich sind die Cover dieser tollen Reihe eine der schönsten Pferdebuchcover, die ich kenne.


Nach einem traumatischen Erlebnis lässt sich Jannis Stute Dari nicht mehr reiten. Für ihn fallen Springturniere also vorerst einmal flach, er muss erst wird Vertrauen zu seiner Stute aufbauen. Da er gerade nicht trainieren kann und daher sehr viel Zeit hat, hilft er Frida und ihrem Pony Liv dabei, sich für das alljährliche Strandderby vorzubereiten.

Auf das traditionelle Derby freuen sich alle schon sehr, es ist DAS Ereignis für Gut Eldenau. Dann jedoch kommt es zu einem Reitunfall, bei dem ein Mädchen aus einer Reitgruppe schwer verletzt wird. Dieser Vorfall wird sich äußerst negativ für Gut Eldenau auswirken. Im Internet und in den Zeitungen wird über den Reiterhof hergezogen, angeblich sollen ihre Ponys unberechenbar sein. Sogar die Absage des Strandderbys droht. Frida und Jannis können es nicht fassen. Ihre Pferde, unberechenbar? Sie setzen sofort alles daran, das Gegenteil zu beweisen und nicht nur die Ehre des Guts, sondern auch das Derby zu retten. Ihr Vorhaben wird allerdings alles andere als ungefährlich werden, denn sie bekommen es mit äußerst unangenehmen Widersachern zu tun…


Theresa Czerny ist mit dem zweiten Band ihrer wundervollen Pferdebuchreihe eine richtig schöne Fortsetzung gelungen. Ich persönlich finde den zweiten Band sogar noch etwas besser als den ersten. Ich habe das Buch quasi inhaliert und hätte nach dem Beenden am liebsten sofort zu Band 3 gegriffen. Diesen wird es zum Glück geben, nur leider ist er noch nicht erschienen. Da werde ich mich wohl leider noch etwas gedulden müssen, schnief.


Ich rate hier, lieber zuerst den Reihenauftakt zu lesen und dann erst zu der Fortsetzung zu greifen. Die Bände bauen doch sehr aufeinander auf, ich halte es daher für sinnvoller, die chronologische Reihenfolge hier einzuhalten.


Bei mir war es nun tatsächlich schon wieder fast ein halbes Jahr her, dass ich den ersten Band gelesen habe. Obwohl ich eine absolute Vielleserin bin und leider viel zu schnell wieder Details aus Büchern vergesse – besonders bei Namen hapert es bei mir immer ziemlich – hatte ich hier überhaupt keine Einstiegsprobleme. Es war irgendwie, als hätte ich erst vor kurzem den ersten Band gelesen. Die Autorin hat mich mit dem ersten Band von „Die Pferde von Eldenau“ so beeindruckt, dass mir die Handlung sehr genau im Gedächtnis geblieben ist. Zudem hat sie die Charaktere so wunderbar ausgearbeitet, dass hier sogar meine Namensschwäche keine Chance hatte. Ich konnte mich tatsächlich noch an alle Charaktere erinnern, allen voran natürlich an die beiden Protagonisten Frida und Jannis.


Wie bereits in Band 1, so erfahren wir auch hier die Handlung wieder abwechselnd aus der Sicht der beiden Teenager. Jannis ist mir längst ganz fest ans Herz gewachsen, er ist so ein lieber Kerl, den man einfach sofort gern haben muss. Frida fand ich im ersten Band manchmal etwas zu kratzbürstig, bei ihr hatte ich ein Weilchen länger gebraucht bis ich komplett mit ihr warm geworden bin. Ein Hitzkopf ist sie nach wie vor, allerdings hat Frida da in meinen Augen eine tolle Entwicklung durchgemacht. Zumindest ich habe sie als reifer und weniger hitzköpfig empfunden.


Was mir hier ganz besonders gut gefallen hat, ist, wie nahe sich die beiden mittlerweile gekommen sind und wie innig ihre Freundschaft geworden ist. Bereits im ersten Teil konnte man spüren, dass da mehr ist zwischen den beiden. In diesem Band wird dies nur noch eindeutiger. Ich fand es stellenweise richtig süß, wie eifersüchtig gerade Jannis oft wurde, wenn er Frida mit anderen Jungs zusammen gesehen hat und auch Frida realisiert so langsam, dass Jannis echt verdammt gutaussehend und ziemlich niedlich ist. Da die beiden vierzehn Jahre alt sind, habe ich es hier als absolut authentisch empfunden, dass die beiden Gefühle füreinander entwickeln. Wobei ich gestehen muss, dass mir Jannis und Frida oft älter vorkommen. Ich persönlich hätte sie vom Verhalten eher fast schon auf 16 geschätzt. Das ist aber nicht als Kritikpunkt gemeint. Vielleicht sehe ich das auch nur so, weil ich selbst schon etwas älter bin. Die Zielgruppe wird es wahrscheinlich ganz anders empfinden.


Wovon ich vom ersten Moment wieder ganz verzaubert war, ist das Setting. Natürlich wird es auch in diesem Band wieder viele Ausritte in der Natur und wunderschöne Pferdemomente geben. Pferdefans werden hier auf jeden Fall ganz auf ihre Kosten kommen. Die Bindung zwischen Mensch und Pferd wird wieder großartig und so gefühlvoll von der Autorin beschrieben. Auch die Beschreibungen der Landschaft sind ihr wieder erstklassig gelungen. Theresa Czerny ist mit diesem Buch erneut so ein richtiges Wohlfühlbuch gelungen, bei welchem einfach alles stimmig und so wunderbar harmonisch ist.

Das heißt jetzt allerdings nicht, dass es nicht spannend zugeht. Ganz im Gegenteil! Ich habe die Handlung als richtig mitreißend und temporeich empfunden. Langeweile kam für mich beim Lesen definitiv nicht auf. Für meinen Geschmack habe ich das Buch dann auch viel zu schnell wieder beendet.


Wie bereits der erste Band, so erzählt auch der zweite eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft, Liebe, Mut und Vertrauen. Für Pferdefans ist die Reihe definitiv ein großes Muss, allerdings kann ich die Bücher auch deutlich weniger pferdebegeisterten Lesern sehr ans Herz legen.


Fazit: Eine wundervolle Fortsetzung! Auf den zweiten Band von „Die Pferde von Eldenau“ habe ich mich zurecht so gefreut. Mir hat das Buch richtig schöne Lesestunden beschert. Die Handlung lädt von den ersten Seiten an zum Träumen und Mitfiebern ein und macht große Lust auf mehr. An alle, die gerne Pferdebücher lesen und „Die Pferde von Eldenau“ noch nicht kennen: Schaut euch die Reihe unbedingt mal näher an, es lohnt sich! Ich bin richtig begeistert und vergebe gerne 5 von 5 Sternen!

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Meine Checkliste zum Verlieben

Anja Janotta
Fester Einband
Erschienen bei Magellan, 16.01.2019
ISBN 9783734850332
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Bücher von Anja Janotta lese ich richtig gerne. Als ich entdeckte, dass im Magellan Verlag ein neues Buch von ihr erscheinen wird, stand für mich sofort fest, dass ich es unbedingt lesen muss. In das hübsche Cover hatte ich mich auf den ersten Blick verliebt und auch der Klappentext konnte mich sofort überzeugen. Die Story hörte sich zuckersüß an; hier war ich mir sehr sicher, dass „Meine Checkliste zum Verlieben“ ganz genau das Richtige für mich sein würde.



In Naomis Leben läuft gerade so einiges schief. Da ihr Papa beschlossen hat, auf Weltreise zu gehen und seine Familie verlassen hat, musste Naomi mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder umziehen, da sie sich ihre alte teure Stadtwohnung nicht mehr leisten konnten. Der Vater meldet sich so wie gut wie nie und Naomi fühlt sich noch nach Monaten richtig fremd in ihrer neuen Klasse und hat keine Freunde gefunden. Auch ihr heimlicher Schwarm Gustav schenkt ihr kaum Beachtung. Na ja, er steht auf der Jungen-Rangliste der Klasse ja auch ganz weit oben, klar, dass er sich mit jemand so Uncoolen wie Naomi nicht abgeben möchte. Dann aber stößt sie auf die Liebes-Checkliste. Diese umfasst 36 Fragen, mit denen es einen angeblich gelingen soll, sich zu verlieben. Dafür wäre Gustav doch der perfekte Kandidat! Bevor sie ihm aber die Fragen stellt, probt Naomi lieber erst mal mit Adrian. Adrian ist anders als die Kinder in seinem Alter. Er hat Asperger, besitzt den IQ von Einstein und mit der Empathie sieht es bei ihm eher mau aus. Ironie ist auch ein ziemliches Fremdwort für ihn, genauso wie Spontanität. Bei Adrian sind die Tage stets bis zur allerletzten Sekunde genau durchgeplant. Ausgerechnet mit diesem sonderbaren Jungen wird Naomi sich anfreunden.


Ich bin hier eindeutig nicht mit zu hohen Erwartungen an das Buch herangehen. Mir hat „Meine Checkliste zum Verlieben“ richtig gut gefallen, sogar besser noch, als von mir erhofft. Dies war mal wieder so ein Buch, welches ich für meinen Geschmack viel zu schnell wieder beendet habe. Einmal angefangen mit dem Lesen, flogen die Seiten bei mir nur so dahin. Der Schreibstil von Anja Janotta ist einfach klasse. Er ist herrlich locker-leicht und flüssig und liest sich richtig angenehm.


Unsere Protagonistin Naomi habe ich vom ersten Moment an ganz fest in mein Herz geschlossen. Wir erfahren alles aus ihrer Sicht in der Ich-Perspektive, sodass wir einen sehr guten Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt bekommen.


Naomis Leben sieht gerade ziemlich chaotisch aus. Nicht nur ihre unerwiderten Gefühle für Gustav machen der 13-jährigen zu schaffen – noch schwerer wiegt eigentlich die Trauer und der Frust darüber, dass ihr Vater einfach so verduftet ist und sich irgendwo in der großen weiten Welt herumtreibt, ohne sich zu melden. Und wenn er es doch mal tut, dann bekommt nur Naomis kleiner neunjähriger Bruder Tim eine Karte, sie nicht. Hallo, was ist das bitte schön für ein Vater? Da konnte ich es absolut verstehen, dass Naomi nicht immer nette Worte für ihn übrig hat.


Die Geschichte, die hier erzählt wird, kann man quasi als eine Sammlung von E-Mails an Naomis Vater bezeichnen. Immer wieder spricht Naomi ihren Vater direkt an, warnt ihn vor, wenn gleich wenig schmeichelhafte Worte über ihn folgen werden oder sagt, dass sie diese ganzen E-Mails vermutlich eh nie abschicken wird. Dass Naomi ihrem Vater die ganze Geschichte erzählt, merkt man aber eigentlich nur an diesen Anreden, die immer mal wieder fallen. Ich persönlich habe es beim Lesen öfters sogar kurz vergessen, dass Naomi die ganze Zeit ihrem Vater von ihrem Leben erzählt.


Mir hat die Idee mit den E-Mails sehr gut gefallen. Ich habe es als sehr authentisch empfunden, dass sich Naomi ihren großen Frust von der Seele schreiben muss und ihrem Vater unbedingt erzählen möchte, wie es ihr geht und wie sich damit fühlt, dass er sie verlassen hat.


Als authentisch habe ich auch alles andere empfunden. Besonders die Charaktere, die erstklassig von der Autorin ausgearbeitet wurden. Vor allem Adrian. Hach Adrian, er war mein persönlicher Liebling in dieser Geschichte. Über ihn musste ich ständig schmunzeln. Eigentlich nicht nett von mir, schließlich hat Adrian durch sein Asperger ein alles andere als einfaches Leben, aber meistens konnte ich einfach nicht anders. Ich habe Adrian vom ersten Moment an ganz fest in mein Herz geschlossen. Ich habe ihn dafür geliebt, dass er immer so direkt und ehrlich ist, dass er Naomis ironische Witze nicht versteht und dass sein Leben komplett durchgeplant ist. Adrian schickt Naomi relativ zu Beginn des Buches einen Plan davon wie ein perfekter Wochenendtag bei ihm aussieht. Da hatte ich beim Lesen wirklich ein richtig breites Grinsen auf dem Gesicht. Adrian ist einfach zuckersüß. :D


Wen ich dafür umso weniger mochte, war Naomis kleiner neunjähriger Bruder Tim. Boah, was habe ich mich stellenweise über ihn aufgeregt. Da wäre ich beim Lesen wirklich manchmal liebend gerne in das Buch hineingekrochen, um Tim mal so richtig durchzuschütteln oder einen kleinen Tritt zu verpassen. Sorry, aber er kann echt nervig sein. Wenn Tim nicht sofort seinen Willen bekommt, lässt er nicht locker, bis sein Gegenüber endlich nachgibt. Mir tat Naomi ziemlich oft echt leid, dass sie so eine kleine Kröte als Bruder hat.


Wer mir dann wiederum wieder deutlich sympathischer war, war Juli. In ihr wird Naomi endlich ihre neue beste Freundin finden. Sie wird sogar so etwas wie eine Schwester für sie und Tim werden, da Juli zu Hause gerade ziemliche Probleme hat und bei Naomi Zuflucht sucht. Der Vater von Juli ist echt krass drauf, da konnte ich die arme Juli absolut verstehen, dass sie sich zu Hause nicht wohl fühlt.


Meine Highlights in dem Buch waren auf jeden Fall die Momente, wenn Naomi und Adrian zusammen waren und die Liebes-Checkliste abgearbeitet haben. Hinten im Buch werden alle 36 Fragen übrigens noch mal aufgelistet. Wer mag, kann also gerne mal selbst das Experiment starten und schauen, ob die Liste einem wirklich dabei helfen wird, sich zu verlieben. Ich warne nur vor, manche Fragen haben es echt in sich. Nicht alle sind leicht zu beantworten und doch sehr persönlich. Die Antworten vom lieben Adrian sind teilweise so lustig. Hach, ich kann mich da nur immer wieder wiederholen: Adrian ist einfach toll. :D


Ich kann das Buch wirklich absolut empfehlen! Die Geschichte ist witzig, sie ist tiefgründig und regt sehr zum Nachdenken an. Sie macht einen glücklich und bringt einen zum Schmunzeln und Lachen. „Meine Checkliste zum Verlieben“ ist ein wundervolles Buch über das Anderssein, über Freundschaft, Liebe und das Finden zu sich selbst. Ich habe hier jede einzelne Seite zutiefst genossen und habe Naomi und Adrian liebend gerne dabei begleitet, wie sie die Liebes-Checkliste Punkt für Punkt abarbeiten. Da würde ich mich ja sehr über ein Wiedersehen freuen. Irgendwie mag ich die beiden einfach noch nicht verlassen, ich möchte so gerne wissen, wie es mit ihnen weitergehen wird. Ich gehe allerdings davon aus, dass es sich hier um einen Einzelband handeln wird. Hoffnung, dass es eine Fortsetzung geben wird, habe ich aber natürlich dennoch. ;)


Fazit: Was für ein wunderschönes, zuckersüßes und zum Schmunzeln schönes Buch! Meine Erwartungen wurden hier komplett erfüllt, ich bin richtig begeistert von „Meine Checkliste zum Verlieben“. Ich kann euch die Geschichte von Naomi und Adrian wirklich nur ans Herz legen, sie zaubert einem beim Lesen ein richtig breites Lächeln aufs Gesicht; stimmt einen zugleich aber auch sehr nachdenklich. In meinen Augen eine tolle Mischung. Von mir gibt es nur zu gerne volle 5 von 5 Sternen!

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Ganz schön kaputte Tage und wie Noah Oakman sie sieht

David Arnold , Ulrich Thiele
Fester Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Arena, 21.01.2019
ISBN 9783401603926
Genre: Jugendbuch

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Mein rätselhafter Freund Rorty

Sharon Cohen , Annette von der Weppen
Fester Einband
Erschienen bei Carlsen, 31.01.2019
ISBN 9783551556844
Genre: Kinderbuch

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Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe

Michael Ende , Wieland Freund , Regina Kehn
Fester Einband
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 15.01.2019
ISBN 9783522185004
Genre: Kinderbuch

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Blackwood

Britta Sabbag
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 27.03.2019
ISBN 9783841440136
Genre: Romane

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Spinster Girls – Was ist schon typisch Mädchen?

Holly Bourne , Nina Frey
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 31.08.2018
ISBN 9783423718011
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem mich Holly Bourne mit dem ersten Band ihrer Spinster Girls Trilogie hellauf begeistern konnte, war ich auf den zweiten Band schon richtig gespannt. Mit diesem habe ich dann auch sofort begonnen, nachdem ich den ersten Band beendet hatte.

Lottie hat die Nase gestrichen voll davon, dass es auf der Welt so viel Sexismus gibt. Sie möchte etwas dagegen unternehmen. Einen ganzen Monat lang möchte sie auf alle sexuell diskriminierende Situationen aufmerksam machen, die ihr im Alltag begegnen. Neben dieser Aktion beschäftigt sie aber noch etwas ganz anderes: Das Vorstellungsgespräch für die Eliteuni Cambridge rückt immer näher. Ein Platz an dieser Uni ist Lottie sehr wichtig, nur leider büßt sie durch ihre Aktion immer mehr schlechtere Noten ein, da sie weniger Zeit fürs Lernen aufwendet. Und dann wäre da noch Will. Will treibt sie des öfteren regelrecht in den Wahnsinn, allerdings ist er auch ziemlich süß...

In meiner Rezension zum ersten Band hatte ich ja angemerkt, dass das Thema Feminismus durch die Beschreibungen von Evies Erkrankung etwas in den Hintergrund der Handlung gerückt ist. Dieser Punkt hatte mich persönlich aber überhaupt nicht gestört.
In diesem Band bekommen wir dafür jetzt die geballte Ladung an feministischen Themen. Mir war das anfangs ehrlich gesagt fast schon etwas too much. Im Verlaufe des Buches aber konnte mich dieser Punkt dann doch immer mehr begeistern. In meinen Augen ist Holly Bourne hier eine absolut gelungene Fortsetzung gelungen, die, wie schon Band 1, sehr zum Nachdenken anregt.

Was ich nur beim Recherchieren entdeckt habe: Im Englischen ist „Was ist schon typisch Mädchen?“ der dritte und nicht der zweite Band der Spinster Girls-Trilogie. Ein bisschen merkt das schon, da zwischen diesem Band und dem ersten über ein Jahr vergangen ist und wir nebenbei erfahren, dass Amber zwischendurch in Amerika war. Über sie und ihre Reise wird es dann in „Was ist schon Liebe?“ gehen, im Deutschen also der dritte Band.

Da man die Bände aber recht gut unabhängig voneinander lesen kann, ist es eigentlich fast schon egal, in welcher Reihenfolge man sie liest. In meinen Augen kann man wirklich problemlos mit diesem Band hier starten. Ich persönlich fand es nur sehr schön zu sehen, wie sich Evie weiterentwickelt hat. Ich empfehle daher, Band 1 zuerst zu lesen. Aber wie gesagt, für das Verständnis ist es nicht notwendig.

In „Was ist schon normal?“ war Evie die Protagonistin. In diesem Band übernimmt Lottie die Rolle der Ich-Erzählerin.
Wie schon bei Evie, so war mir auch Lottie auf Anhieb sympathisch. Mir hat ihre pfiffige, schlagfertige und extrem selbstbewusste Art unheimlich gut gefallen. Ich habe sie sehr dafür bewundert, wie sehr sie bereit ist für ihre Ziele zu kämpfen und wie genau sie schon weiß, wie ihre Zukunft aussehen soll.
Lottie möchte auf die Universität in Cambridge gehen. Da sie ein sehr kluger Kopf ist, stehen die Chancen gut, dass sie angenommen werden wird. Durch ihr Studium erhofft sich die 17-jährige, eine führende Person in der Politik zu werden und etwas in der Welt verändern zu können.
Letzteres nimmt sie jedoch jetzt schon in Angriff. In Band 1 hatten Lottie, Evie und Amber den Spinster Girls Club gegründet. Dieser hat sich mittlerweile erweitert: In ihrer Schule haben die drei die Fem AG ins Leben gerufen, in welcher über feministische Themen diskutiert wird.

Zusammen mit ihrer AG möchte Lottie einen ganzen Monat lang auf sexistische Situationen aufmerksam machen. Anstoß dazu war ein sexistischer Vorfall, den sie selbst durchmachen musste.

Mich hat es beim Lesen richtig erschrocken zu sehen, auf wie viel Sexismus im Alltag Lottie und die Fem-Mitglieder stoßen. Ich denke nicht, dass die Autorin da übertrieben hat, auf mich hat alles absolut realistisch gewirkt, was das Ganze nur noch schockierender macht.

Wie Lottie dann auf alles aufmerksam macht, ist stellenweise echt krass. Vor ihrem Mut und großen Selbstbewusstsein kann man wirklich nur den Hut ziehen. Allerdings ist auch Lottie verletzlich und in manchen Dingen sehr unsicher. So muss sie bei ihrer Aktion natürlich eine Menge einstecken, was sie nicht kalt lässt. Hinzu kommt die Sache mit Will.
Will tritt als Kameramann der Fem AG bei und filmt Lotties Aktionen, um sie daraufhin auf ihrem Kanal ins Internet zu stellen. Mit Will hat die Autorin sehr gekonnt das Thema Liebe mit ins Spiel gebracht. Lottie fühlt sich sofort zu Will hingezogen und auch er scheint Gefühle für sie zu hegen.

Wie in schon in Band 1 so fand ich es auch hier großartig gelungen, wie viele Themen die Autorin in ihrem Buch vereint: Feminismus, Sexismus, Freundschaft, Liebe, Zukunftspläne und noch so vieles mehr.

Was dann natürlich auch nicht unerwähnt bleiben darf, ist der Humor. Dieser konnte mich ja bereits im Vorgängerband hellauf begeistern. Auch hier war ich ohne Ende am Schmunzeln. So ernste und wichtige Themen auf eine so herrlich humorvolle Weise zu verpacken ist wirklich eine Gratwanderung und einfach nur große Klasse. Hier mal ein ganz großes Lob meinerseits an die Autorin!

Fazit: Eine absolut gelungene Fortsetzung der Spinster Girls Trilogie! Mit „Was ist schon typisch Mädchen?“ ist Holly Bourne ein unheimlich wichtiges Jugendbuch gelungen, welches einen sehr zum Nachdenken anregt, einen aber dank des großartigen Humor auch bestens unterhält. Mir hat das Buch richtig gut gefallen und ich hoffe sehr, dass mich auch der letzte Band der Trilogie so begeistern wird. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

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9 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Offline ist es nass, wenn's regnet

Jessi Kirby , Anne Brauner , Imke Sönnichsen
Flexibler Einband
Erschienen bei Loewe, 14.01.2019
ISBN 9783743203778
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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Spinster Girls – Was ist schon normal?

Holly Bourne , Nina Frey
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.07.2018
ISBN 9783423717977
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit der Spinster Girls-Reihe habe ich eine ganze Weile geliebäugelt. Eigentlich hatte sie mich von Anfang an sehr angesprochen, nur irgendwie hat es dann doch etwas gedauert, bis ich endlich zum ersten Band gegriffen habe. Was bin ich froh, dass ich es getan habe! Mir hat das Buch richtig gut gefallen, viel besser sogar, als erwartet.


Evies größter Wunsch? Normal sein. Evie möchte das Leben einer ganz normalen 16-jährigen führen, sie möchte zur Schule und auf Partys gehen, sie möchte sich mit Freundinnen treffen und Dates haben. Wie soll das aber möglich sein, wenn ihr Leben von ihrer Krankheit bestimmt wird und sie immerzu mit der großen Sorge leben muss, dass jemand von ihren Zwängen erfahren könnte? Dass niemand davon wissen darf, steht für Evie absolut fest, zu groß ist ihre Angst, sonst von allen als Spinnerin abgestempelt zu werden. Nicht mal ihren neuen Freundinnen Amber und Lotti kann sie sich anvertrauen.

Die drei Mädchen beschließen, nachdem sie Jungstechnisch einiges einzustecken hatten, den Spinster Club zu gründen. Sie beginnen sich über feministische Themen auszutauschen und wollen unbedingt für die Gleichberechtigung der Frauen kämpfen. Evie nimmt an diesen Treffen gerne teil, allerdings wird dies zunehmend schwieriger für sie, da ihre Zwänge erneut schlimmer werden und sie zunehmend den Kampf gegen ihre unguten Gedanken zu verlieren droht.


Bei „Was ist schon normal?“ handelt es sich um den ersten Band einer Trilogie um die Mädchen Evie, Lotti und Amber. In diesem Band ist Evie unsere Protagonistin. Wir erfahren alles ausschließlich aus ihrer Sicht und bekommen einen sehr guten Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt.


Mir war Evie auf Anhieb super sympathisch, in sie konnte mich jederzeit wunderbar hineinversetzen. Evie hat mit den gängigen Problemen eines Teenagers zu kämpfen: Jungs, erster Kuss, erste große Liebe, Partys...allerdings sind es nicht nur diese Dinge, die die 16-jährige beschäftigen. Evie leidet an einer Zwangsstörung. Bis vor kurzem befand sie sich sogar noch in einer Klinik, da ihre Erkrankung so schlimm wurde, dass sie es ohne stationäre Hilfe einfach nicht mehr geschafft hat.

Zu Beginn des Buches ist Evie aber wieder zu Hause. Sie geht wieder zur Schule, besucht regelmäßig ihre Therapeutin Sarah und sie nimmt weiterhin ihre Medikamente ein, von welchen sie aber unbedingt loskommen möchte.


Ich lese wahnsinnig gerne Bücher, die von psychischen Erkrankungen handeln. Mir war das hier gar nicht so bewusst gewesen, wie sehr Evies Erkrankung im Vordergrund der Handlung steht. In meinen Augen rückt dadurch das Thema Feminismus, welches das Buch ebenfalls behandelt, etwas in den Hintergrund der Geschichte, aber gestört hat mich das nicht, überhaupt nicht.


Ich fand es unheimlich interessant mitzuverfolgen, wie Evie versucht gegen ihre Krankheit anzukämpfen. Dass dieser Kampf schwer ist, wird mehr als deutlich. Ich habe so mit der armen Evie mitgelitten. In meinen Augen hat die Autorin das Thema Zwangsstörung absolut authentisch behandelt. Mir gingen die Beschreibungen teilweise richtig unter die Haut. Ich hatte beim Lesen öfters Gänsehaut und habe immer wieder nur gedacht: Gott, Mädchen, was tust du da nur?

Vor allem, als Evies innere Stimme und damit verbunden die Zwänge immer schlimmer werden und sie immer mehr wieder in alte Verhaltensmuster zurückfällt, klebte ich förmlich an den Seiten, da ich diese Schilderungen so bewegend und ergreifend fand.


Mich konnte die Story richtig fesseln, sodass ich das Buch quasi inhaliert habe. Klasse fand ich, wie sehr die Geschichte in die Tiefe geht und wie viele wichtige Themen und Werte sie anspricht: Psychische Erkrankungen, Liebe, Freundschaft, Vertrauen, Akzeptanz, feministische Themen und noch so vieles mehr. Das mag nach viel klingen, vielleicht nach zu viel, aber das ist es tatsächlich nicht. Der Autorin ist es wunderbar gelungen all diese Themen unter einen Hut zu bekommen, ohne dass die Geschichte zu überladen wirkt.


Richtig warm ums Herz wurde mir, wenn Evie Zeit mit ihren neuen Freundinnen verbracht hat. Lotti und Amber sind ebenfalls wundervolle und sehr starke Charaktere, die man einfach sofort gern haben muss.

Die drei Mädchen gehen hier mit einem sehr guten Beispiel voran und zeigen uns, wie wichtig es ist, für seine Ziele und Rechte zu kämpfen. Die drei treffen sich regelmäßig und diskutieren darüber, was man als Frau tun kann, damit man mehr Gleichberechtigung erhält.


Obwohl das Buch viele ernste Themen behandelt, ist es dennoch herrlich humorvoll. Hach, was habe ich hier viel geschmunzelt. Meine Gesichtsmuskeln waren hier wirklich äußerst aktiv; der Humor war definitiv absolut meiner. Stellenweise habe ich sogar laut losgelacht, besonders die drei Mädels zusammen haben mir öfters Gründe zum Schmunzeln geliefert. Was die Treffen der drei aber etwas getrübt hat, sind die Sorgen, die Evie immerzu plagen. Sie kann Amber und Lotti einfach nicht erzählen, was mit ihr los ist, zu groß ist ihre Angst, dass sie von ihr abrücken werden, weil sie Evie für eine Spinnerin halten. Ich fand es unendlich schade, dass Evie so wenig Vertrauen in ihre neuen Freundinnen hat, konnte es aber auch verstehen. Ich glaube sogar, ich hätte an Evies Stelle ganz genauso gehandelt.


In meinen Augen ist Holly Bourne hier ein wundervoller Reihenauftakt gelungen, der in einem die große Vorfreude auf die nächsten beiden Bände weckt. Zumindest bei mir ist das der Fall. Zum Glück steht der zweite Band bereits in meinem Regal und wartet darauf, von mir gelesen zu werden. Hoffentlich wird mir dieser genauso schöne Lesestunden bescheren wie sein Vorgänger.


Fazit: Für mich hat sich der erste Band der Spinster Girls zu einem richtigen Highlight entwickelt; mir hat das Buch sogar viel besser gefallen, als erwartet. Es behandelt viele wichtige Themen, es ist mitreißend, berührend, absolut authentisch und herrlich humorvoll. Mein Lesespaß war hier perfekt und ich freue mich nun schon sehr auf den zweiten Band, der mir hoffentlich genauso gut gefallen wird wie der erste. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen und vergebe gerne volle 5 von 5 Sternen!

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Die Muschelsammlerin – Deine Bestimmung wartet

Charlotte Richter
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Arena, 04.02.2019
ISBN 9783401604350
Genre: Jugendbuch

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Land of Stories – Das magische Land 1 – Die Suche nach dem Wunschzauber

Chris Colfer , Fabienne Pfeiffer , Brandon Dorman
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 13.03.2019
ISBN 9783737356329
Genre: Kinderbuch

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Die Hexen von Fairhollow High - Plötzlich magisch

Ariana Chambers , Doris Attwood , Susana Diaz
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei arsEdition, 21.01.2019
ISBN 9783845828381
Genre: Kinderbuch

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Zarah & Zottel – Und das zerbrechliche Herz

Jan Birck , Jan Birck
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 26.09.2018
ISBN 9783737355735
Genre: Kinderbuch

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Zimt und verwünscht

Dagmar Bach , Inka Vigh
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 12.12.2018
ISBN 9783737341523
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Zimt-Trilogie von Dagmar Bach habe ich wahnsinnig gerne gelesen. Als ich letztes Jahr Band 3 beendet hatte, war ich ja schon etwas wehmütig bei dem Gedanken, dass ich mich nun von Vicky und Co verabschieden muss. Anscheinend ging es vielen so, auch der Autorin. Was war meine Freude gewesen, als ich entdeckte, dass ich doch noch einen vierten Zimt-Band geben wird. Sobald dieser bei mir eintraf, habe ich mich sofort in das neue aufregende Zimt-Abenteuer gestürzt.


Vicky ist mit ihren Freunden gerade in der Stadt unterwegs, als es mal wieder passiert: Ihr steigt der ihr mittlerweile nur zu gut bekannte Zimt-Geruch in die Nase und ehe sie es sich versieht, ist sie in eine Parallelwelt gesprungen. Mist, warum gerade jetzt? Der Moment hätte nicht ungünstiger sein können. Sie hätte doch eigentlich gleich aus der U-Bahn steigen und sich durch den Großstadtdschungel kämpfen müssen. Stattdessen findet sich Vicky plötzlich in einem Schwimmbad wieder. Das Schlimmste dabei: Es findet gerade ein Schwimmwettkampf statt und auf ihr, Vicky oder besser gesagt auf Parallel-Vicky, liegen alle Erwartungen. Da heißt es wohl nun, schwimmen was das Zeug hält. Mega anstrengend. Leider wird es auch nicht nur bei diesem einen Welten-Sprung bleiben. Was eigentlich eine nette Shoppingtour-Unternehmung werden wollte, entwickelt sich zu einem äußerst turbulenten Tag voller peinlicher Momente, jeder Menge Gefühlschaos und einer überraschenden Bekanntschaft. Also, eines ist dieser Tag auf jeden Fall nicht: Langweilig.


Da es sich hier um das Sequel zur Zimt-Trilogie handelt, könnte meine Rezension Spoiler enthalten. Als kleine Warnung an alle, die noch nicht in den Genuss der zimtigen Reihe von Dagmar Bach gekommen sind.


„Zimt und verwünscht“ ist leider etwas dünner als die drei vorherigen Bände und unterscheidet sich auch sonst ein wenig von den anderen Büchern. Vicky wird hier in eine ganz neue Parallelwelt springen, in der die Parallel-Vicky ein ziemlich anderes Leben führt als sie selbst. Konstantin und Pauline kennt sie gar nicht, etwas, was Vicky entsetzt und auch traurig macht. Ihr wird hier noch mal so richtig bewusst, was für tolle Freunde sie doch hat und wie glücklich sie vor allem mit ihrem Freund Konstantin ist. Dieser ist aber auch klasse, wäre ich fünfzehn, würde ich mich garantiert auch bis über beide Ohren in ihn verlieben. Mein Leseherz jedenfalls hat er schon längst erobert. :D


Vicky mag ich natürlich auch unglaublich gerne. Ich liebe einfach ihre lustige und tollpatschige Art. Mit ihr hat Dagmar Bach eine tolle Protagonistin erschaffen, die man sofort ins Herz schließen muss und die einem stets lauter Gründe zum Schmunzeln liefert. Die liebe Vicky lässt aber auch wahrlich kein Fettnäpfchen aus. Stellenweise kann sie einem ja schon etwas leid tun. Besonders in diesem Band ist sie ein absoluter Tollpatsch, was ziemlich peinlich für sie ist, aber höchst amüsant für uns Leser. ;)


Mir hat das Buch wunderschöne Lesestunden beschert. Leider sehr kurze, aber egal, Hauptsache ist doch, dass es überhaupt ein neues Zimt-Abenteuer gibt. Dieses umfasst gute 150 Seiten und auf diesen passiert wirklich eine Menge. Die Handlung ist durchweg temporeich und spannend, sodass keine Langeweile aufkommt und man durchweg am Mitfiebern ist. Und lustig ist die Story natürlich auch, sehr sogar. Der Humor ist, neben den Charakteren, eine ganz große Stärke von Dagmar Bach.


„Zimt verwünscht“ ist nicht nur wundervoll, das Buch ist auch eine perfekte Überleitung zu Dagmar Bachs neuer Trilogie, von der der erste Band nächstes Jahr im Juni erscheinen wird. Wir dürfen hier die Bekanntschaft von Lina machen, ein total sympathisches Mädchen, die in „Glück und los!“ die Protagonistin sein wird. Auf die Reihe bin ich ja schon so gespannt! Als Vicky auf Lina trifft, wird sehr schnell deutlich, dass diese etwas verbirgt. Da freue ich mich wirklich schon sehr, ihre Geschichte zu erfahren. Dagmar Bach ist es mit dieser kleinen, aber feinen Geschichte erstklassig gelungen, uns Leser ihre neue Reihe so richtig schön schmackhaft zu machen. Ich jedenfalls werde garantiert eine der Ersten sein, die sich auf den Auftakt ihrer Trilogie stürzen wird, sobald dieser erschienen ist.


Neben „Zimt und verwünscht“ enthält das Buch auch noch eine Leseprobe zu „Glück und los!“. Hach, da hätte ich ja am liebsten sofort weitergelesen. Schon schade, dass wir uns noch bis zum Sommer auf das Buch gedulden müssen, seufz.


„Zimt und verwünscht“ und die Leseprobe sind übrigens nicht die einzigen Leckerbissen, die wir hier zu lesen bekommen. Hinten im Buch befindet sich noch ein Bonuskapitel: „Zimt und versteckt“. Bei diesem handelt es sich um eine Ostergeschichte mit Vicky, die ebenfalls total schön und zuckersüß ist. Hat zwar nicht so richtig zur aktuellen Zeit reingepasst, schließlich ist gerade Weihnachten, aber ich hatte natürlich dennoch richtig viel Spaß beim Lesen.


Also, an alle, die die Zimt-Trilogie kennen und so sehr lieben wie ich: Dieses Buch ist ein absolutes Muss für euch! Wer die Reihe noch nicht kennt, dem rate ich dringend, zuerst die Trilogie zu lesen und dann erst das Sequel. In meinen Augen ist das Einhalten der richtigen Reihenfolge hier schon sehr sinnvoll.


Fazit: Zimtig süß, herrlich turbulent und zum Schmunzeln schön! Ein großes Dankeschön an Dagmar Bach für dieses wundervolle neue Zimt-Abenteuer! Ich hatte hier großen Spaß beim Lesen und habe jede einzelne Seite zutiefst genossen. Die Zimt-Bücher sind einfach absolute Wohlfühlbücher für mich, ich liebe sie. Wer sie noch nicht kennt: Unbedingt lesen, es lohnt sich! Nach der Trilogie konnte mich nun auch die Kurzgeschichte mit Vicky hellauf begeistern. Von mir gibt es nur zu gerne volle 5 von 5 Sternen!

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Schneefeuer

Kyra Dittmann
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.10.2018
ISBN 9783649627098
Genre: Kinderbuch

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Der Zaubergarten – Geheimnisse sind blau

Nelly Möhle
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 13.03.2019
ISBN 9783737341424
Genre: Kinderbuch

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Der 1000-jährige Junge

Ross Welford , Petra Knese
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 14.01.2019
ISBN 9783649630272
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Mit seinen ersten beiden Kinderbüchern konnte mich Ross Welford richtig begeistern. Als ich nun in der Vorschau des Coppenrath Verlags entdeckte, dass es ein neues Kinderbuch von ihm geben wird, war meine Freude groß gewesen. Da wusste ich auch schon, ehe ich mir überhaupt den Klappentext durchgelesen hatte, dass ich „Der 1000-jährige Junge“ unbedingt lesen möchte.

Alfie Monk ist anders als die Kinder in seinem Alter. Obwohl er aussieht wie elf, zählt er tatsächlich schon 1000 Jahre. Wenn man ihm begegnet, würde man niemals auf die Idee kommen, dass Alfie die Zeit der Wikinger in England miterlebt hat oder Charles Dickens höchstpersönlich begegnet ist. So etwas geht ja auch eigentlich gar nicht. Tja, eigentlich. Denn Alfie ist tatsächlich ein 1000-jähriger Elfjähriger und lebt zusammen mit seiner Mutter, die ebenfalls eine Nimmertote ist und der Katze Biffa gut versteckt in einem kleinen Häuschen im Wald.
Als Alfies Mutter eines Tages durch ein schreckliches Feuer ums Leben kommt, ist Alfie plötzlich auf sich alleine gestellt. Er landet in einem Kinderheim und es wird zunehmend schwieriger sein großes Geheimnis zu wahren. Alfie aber möchte gar kein ewiges Leben mehr führen, er möchte ganz normal altern und schließlich irgendwann sterben. Doch um kein Nimmertoter mehr zu sein, muss er an einen geheimen und gut versteckten Ort reisen. Zum Glück muss er dieses große Abenteuer nicht alleine antreten. Seine beiden neuen Freunde Aidan und Roxy sind sofort bereit, ihm bei seinem Vorhaben zu helfen.

In meinen Augen ist Ross Welford auch mit seinem neuen Werk erneut ein wundervolles Kinderbuch gelungen. Im Vergleich zu seinen beiden vorherigen Büchern empfinde ich es als ein wenig schwächer, aber ich bin natürlich dennoch ganz begeistert und habe richtig schöne Lesestunden mit dem Buch verbracht.

Wie in „Zeitreise mit Hamster“ und „Was du niemals tun solltest, wenn du unsichtbar bist“ beinhaltet auch dieses Buch Fantasy-Elemente. Nach Zeitreisen und der Unsichtbarkeit ist nun also das ewige Leben an der Reihe. Alle drei Themen finde ich wahnsinnig interessant. Und das Coole bei den Büchern von Ross Welford ist: Der Autor hat ein Händchen dafür diese total unrealistischen Dinge so rüberzubringen, dass man fast annehmen könnte, dass sie tatsächlich möglich sind. Man weiß natürlich, dass so etwas wie in der Zeit reisen, sich unsichtbar machen oder tausend Jahre alt werden nicht geht, aber der Autor hat`s einfach drauf, Realität und Fiktion so gekonnt zu vermischen, dass man es irgendwie doch für möglich halten könnte. Wobei ich diesen Punkt in den beiden vorherigen Büchern deutlicher gelungener fand.

In „Der 1000-jährige Junge“ hatte ich nicht diesen Effekt, dass ich für einen Moment dachte, hey, ja, klingt irgendwie logisch, vielleicht ist das ja doch möglich? Wie es Alfie gelungen ist, tausend Jahre alt zu werden und dabei immer noch wie ein Elfjähriger auszusehen, ist doch sehr kreativ und fantasiereich. Da ich nicht zu viel von der Handlung verraten möchte, werde ich hier nicht erzählen, wie es eigentlich sein kann, dass Alfie zu einem Greis im Körper eines elfjährigen Junge wurde. Wenn ihr das gerne wissen möchtet, müsst ihr das Buch schon selber lesen. Was ihr unbedingt tun solltet, das Buch ist echt klasse! :D

Besonders gut gefallen hat mir, das wichtige Werte wie Freundschaft, Vertrauen und Zusammenhalt sehr im Vordergrund der Handlung stehen. Und auch die Bedeutung und der Sinn des Lebens ist ein großes Thema in der Geschichte. Sie gewinnt dadurch sehr an Tiefe und stimmt einen nachdenklich.

Bei mir war es hier wieder so wie bei den beiden vorherigen Büchern von Ross Welford: Einmal angefangen mit dem Lesen flogen die Seiten nur so dahin. Der Schreibstil ist einfach super, er ist locker-leicht und flüssig und herrlich humorvoll. Der Humor von dem Autor ist stets ganz nach meinem Geschmack; seine Bücher liefern mir immer eine Menge Gründe zum Schmunzeln. So auch hier, auch wenn meine Gesichtsmuskeln hier nicht ganz so aktiv waren wie bei Ross Welfords vorherigen beiden Büchern. „Der 1000-jährige Junge“ ist doch deutlich ernster. Sehr gut unterhalten hat mich das Buch aber natürlich trotzdem.

Wie man sich denken kann, benimmt sich Alfie nicht so ganz wie ein typischer Elfjähriger zu unserer Zeit. Seine Art zu sprechen zum Beispiel ist doch etwas ungewöhnlich und altmodisch. Und auch sein Wissen ist enorm groß. Logisch, schließlich hat er schon so einige Jahrhunderte miterlebt.

Wenn andere Menschen auf Alfie treffen, spüren sie sofort, dass mit ihm etwas nicht stimmt. So auch die beiden Kinder Aidan und Roxy.
Roxy ist ein kleines, quirliges und äußerst cleveres Mädchen, die man einfach sofort ins Herz schließen muss. Auch Aidan und Alfie sind zwei richtig sympathische Charaktere. Ich mochte alle drei Kinder unheimlich gerne.

Erfahren tun wir alles im Wechsel von Aidan und Alfie in der Ich-Perspektive. Da ist es dem Autor in meinen Augen prima gelungen, den Schreibstil so anzupassen, dass man die ganze Zeit weiß, dass Aidan ein Junge aus unserer Zeit ist und der liebe Alfie einige Jährchen mehr zählt. Die verschieden Erzählperspektiven machen das Lesen wunderbar abwechslungsreich und richtig unterhaltsam.

Spannend geht es natürlich auch zu. Ich habe das Buch als sehr temporeich empfunden, sodass für mich beim Lesen an keiner Stelle Langeweile aufkam. Besonders zum Ende hin bin ich richtig ins Mitfiebern geraten.

Kinder, die eher ungern zu etwas dickeren Büchern greifen, sollten sich von den gut 380 Seiten bloß nicht abschrecken lassen. Das Buch liest sich wirklich schnell und richtig gut. Nicht nur aufgrund der packenden Handlung und dem tollen Schreibstil – auch die herrlich kurzen Kapitel tragen dazu bei, dass man das Buch im Nu durch hat. Die Kapitel sind stellenweise wirklich extrem kurz, manchmal umfassen sie sogar nur eine Seite. So etwas heiße ich in Büchern ja immer sehr willkommen, ich bin überhaupt kein Fan von langen Kapiteln.

Für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren bietet sich das Buch prima zum Selberlesen an. In meinen Augen ist es aber auch für deutlich ältere Leser absolut lesenswert.

Fazit: Mit „Der 1000-jährige Junge“ ist Ross Welford erneut ein richtig schönes Kinderbuch gelungen, welches einen tollen Mix aus Realität, Fiktion, Humor, Spannung und wichtigen Werten enthält. Ich hatte hier jede Menge Spaß beim Lesen und kann das Buch Kindern und Erwachsenen, die gerne witzige, teilweise auch ernste und zum Mitfiebern einladende Abenteuerromane lesen, wärmstens empfehlen. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

The Hurting

Lucy van Smit , Sophie Zeitz
Fester Einband
Erschienen bei Carlsen, 28.02.2019
ISBN 9783551521125
Genre: Jugendbuch

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Ich wär dann bereit fürs Happy End

Nora Miedler
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Arena, 21.09.2018
ISBN 9783401603650
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Von der Autorin Nora Miedler hatte ich bereits drei Jugendbücher gelesen, die mir richtig gefallen haben. Meine Neugier war daher sofort geweckt, als ich in der Vorschau des Arena Verlags entdeckte, dass dieses Jahr ein neues Buch von ihr erscheinen wird. In das Cover habe ich mich auf den ersten Blick verliebt und auch der Klappentext sprach mich sofort an. Ich ließ „Ich wär dann bereit fürs Happy End“ daher bei mir einziehen und war schon sehr gespannt, was mich zwischen den hübschen Buchdeckeln wohl erwarten würde.


Obwohl Sophia den Jungen Mars nie persönlich kennengelernt hat und noch nicht einmal weiß, wie er aussieht, beginnt ihr Herz höher zu schlagen, wenn sie an ihn denkt. Seit sie im Internet auf seinen Blog gestoßen ist, schreiben sich die beiden regelmäßig Nachrichten. Ob Sophia ihren geliebten Mars aber jemals treffen wird? Eher unwahrscheinlich, da sie auf ein Mädcheninternat geht und er auf eines für Jungen. Dann aber wird die große Unwahrscheinlichkeit tatsächlich Wirklichkeit: Durch ein Schimmelproblem in Sophias Schule sind die Schülerinnen gezwungen, für einige Wochen umzuziehen – und zwar nach Altenburg, ein Jungsinternat. Und zwar nicht nur irgendein Jungsinternat, nein. Es ist das, auf welches Mars geht. Aber wer ist Mars nur? Er selbst hat sich als groß, blond und sportlich beschrieben. Ist er vielleicht Jonas? Oder Magnus? Aber hat Sophia überhaupt eine Chance bei einem so gutaussehenden Jungen? Es scheinen eh alle Jungs auf ihre zickige Stiefschwester Amelie zu stehen. Diese nutzt natürlich die Gunst der Stunde und flirtet, was das Zeug hält. Blöde Kuh. Sophia aber gibt nicht auf, sie will endlich wissen, wer Mars ist. Zusammen mit ihren zwei besten Freundinnen versucht sie herauszufinden, wer hinter ihrer Internetbekanntschaft steckt. Ob ihr das wohl gelingen wird?


Lest ihr gerne humorvolle Jugendbücher, die einfach nur süß und richtig unterhaltsam sind? Dann ist „Ich wär dann bereit fürs Happy End“ ganz bestimmt genau das Richtige für euch.

Mir hat das Buch herrliche, kurzweilige Lesestunden beschert. Der Humor war absolut meiner, ich war hier immerzu am Grinsen und Schmunzeln. Allerdings darf man sich an etwas Kitsch, einem jugendlichen Schreibstil und auch an etwas vorhersehbaren Szenen nicht stören. Das Buch ist eindeutig ein Teenieroman, ich denke daher, dass er nicht für jeden Erwachsenen etwas sein wird. Wer aber gerne zuckersüße, witzige Teenagergeschichten liest, der wird hier ganz auf seine Kosten kommen. Also wie ich. ;)


Bis auf einen kleinen Kritikpunkt habe ich an dem Buch nichts auszusetzen. Was ich etwas schade fand, war die Auflösung. Die kam für mich leider nicht sehr überraschend. Ich hatte schon recht früh eine Vermutung, wer der Junge Mars sein könnte und diese hat sich dann auch bestätigt. Mein geliebter Aha-Moment am Ende blieb für mich also leider etwas aus. Groß gestört hat es mich aber nicht. Ich fand es dennoch richtig spannend mitzuverfolgen, wie Sophia und ihre beiden Freundinnen Molly und Kaja herumrätseln, wer denn nur Mars sein könnte. Sophia weiß nämlich nicht, wie ihr Internetfreund aussieht. Nur, weil er meinte, dass er den Look eines Surfertyps hätte, sprich sportlich, blond, groß und gutaussehend, muss das ja nicht heißen, dass es stimmt. Als die Mädchen also nach Altenburg kommen, legen sie sofort damit los, die Jungs der elften Klasse genauer unter die Lupe zu nehmen. Dass Mars ein Elftklässler ist, wissen sie nämlich. Ganz schön verzwickt das Ganze. Und damit nicht genug: Durch einen dummen Irrtum denkt Mars, dass Sophia ihre Stiefschwester Amelie ist. Das Chaos ist hier also vorprogrammiert, was für Sophia meist nicht so angenehm ist, für uns Leser aber äußerst amüsant. ;D


Die Protagonistin Sophia, aus deren Sicht wir alles aus der Ich-Perspektive erfahren, war mir auf Anhieb sympathisch. Sie ist ein total liebes, witziges und tollpatschiges Mädchen, das man einfach vom ersten Moment an gern haben muss. Auch Molly und Kaja habe ich sofort ins Herz geschlossen.

Sophia hat wirklich tolle beste Freundinnen, auf die sie sich immer verlassen kann. Die beiden lassen Sophia auf der Suche nach Mars natürlich nicht im Stich, wobei ihre Hilfe öfters dazu führen wird, dass Sophia am liebsten im Erdboden versinken möchte. Etwas unauffälliger wäre vielleicht manchmal gar nicht so schlecht gewesen. Wobei – nee, dann hätten wir Leser ja weniger zum Lachen gehabt. Sophia tat mir zwar schon manchmal etwas leid, denn sie gerät wirklich oft in peinliche Situationen, aber das macht das Leseerlebnis für uns natürlich nur noch schöner.


Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, ist das Setting. Wer gerne Internatsgeschichten liest, der sollte sich „Ich wär dann bereit fürs Happy End“ unbedingt mal näher anschauen. Und wer es gerne mag, wenn in Büchern Textnachrichten geschrieben werden, dem kann ich das Buch ebenfalls wärmstens empfehlen. Der Email-Austausch zwischen Sophia und Mars liest sich echt toll und richtig unterhaltsam.


Neben all dem Witz und dem Humor behandelt das Buch allerdings auch noch ernstere Themen, sodass die Handlung etwas an Tiefe gewinnt. Die Autorin greift den Punkt Patchworkfamilie auf und die damit verbundenen Probleme. Durch die neue Freundin ihres Vaters bekommt Sophia eine neue Stiefschwester, Amelie. Amelie ist wirklich die totale Zicke. Ich konnte sie überhaupt nicht leiden. Sie kann so ein richtiges Biest sein und macht Sophia das Leben im Internat sehr oft ziemlich schwer. Ich habe Amelie erst zum Ende hin ein klein bisschen lieber gewonnen, aber sympathisch war sie mir bis zum Schluss nicht.


Freundschaft, Internatsfeeling, Liebes- und Verwechslungsgeschichte, Zickenkriege, Textnachrichten, ein jugendlicher Schreibstil, liebenswerte Charaktere, eine zuckersüße, humorvolle und turbulente Handlung – ihr mögt so etwas? Dann kann ich euch dieses schöne Jugendbuch sehr ans Herz legen.


Mehr verraten werde ich hier dann auch nicht. Wenn ihr gerne wissen möchtet, was Sophia auf der Suche nach ihrem Mars so alles widerfahren wird und wer sich denn nun eigentlich hinter ihrer Internetbekanntschaft verbirgt, müsst ihr schon selber zum Buch greifen und mit dem Loslegen. :D


Fazit: Ein richtig süßes und herrlich humorvolles Jugendbuch, welches mich bestens unterhalten konnte. Mir konnte Nora Miedler mit ihrem neuen Jugendroman richtig schöne, kurzweilige Lesestunden bescheren. Obwohl das Ende leider etwas vorhersehbar für mich war, bin ich dennoch ganz begeistert von dem Buch. Für Mädchen ab 12 Jahren, die gerne witzige, romantische Teeeniebücher lesen, ist „Ich wär dann bereit fürs Happy End“ absolut perfekt. Von mir gibt es 4,5 – hier gerundet auf 5 von 5 Sternen!

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