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Das wilde Uff jagt einen Schatz

Michael Petrowitz , Benedikt Beck
Fester Einband
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.10.2017
ISBN 9783473403134
Genre: Kinderbuch

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48 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

liebe, jugendbuch, unfall, lieb, erwachsen werden

Unsere verlorenen Herzen

Krystal Sutherland , Petra Koob-Pawis
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei cbt, 25.09.2017
ISBN 9783570164976
Genre: Jugendbuch

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Das ist kein Spiel

Barry Jonsberg , Ursula Höfker
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 25.09.2017
ISBN 9783570164549
Genre: Jugendbuch

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Die Heuhaufen-Halunken - Volle Faust aufs Hühnerauge

Sven Gerhardt , Vera Schmidt
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei cbj, 25.09.2017
ISBN 9783570174197
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Auf dieses Buch hatte ich mich schon sehr gefreut! Der erste Band der Heuhaufen-Halunken hatte mir richtig gut gefallen, daher war ich schon ganz gespannt gewesen zu erfahren, was unsere lieben Halunken noch so alles an Abenteuern erleben werden. Der Titel des zweiten Bandes klingt herrlich komisch und da auch der Klappentext wieder richtig vielversprechend geklungen hat, war meine Vorfreude auf das Buch sehr groß gewesen!


Die Anführerin der Heuhaufen-Halunken Meggy hat sich ausgerechnet mit den fiesen Miesmann-Zwillingen angelegt und dadurch nun ein ziemlich großes Problem an der Backe. Mal wieder konnte sich Meggy nicht bremsen und hat ihre große Klappe zu weit aufgerissen. Was für ein Glück, dass gerade die Sommerferien begonnen haben und die Heuhaufen-Halunken wieder komplett sind. Alfons und Marius sind nämlich aus Berlin nach Dümpelwalde gekommen und alle sechs zusammen tüfteln sie nun einen genialen Abwehrplan gegen die Zwillinge aus. Für alle, die die Heuhaufen-Halunken noch nicht kennen: Die Halunken sind eine Bande, die weit über Dümpelwalde hinaus bekannt sind. Mitglieder sind Anführerin Meggy, ihr Bruder Schorsch, deren Cousine, die kleine Lotte, Knolle sowie Alfons und Marius, die beide in Berlin wohnen. Die sechs halten stets super gut zusammen und haben gemeinsam immer die besten Ideen, sodass das öde Leben auf Land am Ende der Welt etwas erträglicher wird. So haben sie auch diesmal wieder einen rettenden Einfall: Sie fordern Siggi Miesmann zu einem Boxkampf heraus, bei dem sie ganz sicher als Sieger hervorgehen werden, schließlich tritt Schorsch für sie an, der zurzeit von einer Boxerkarriere träumt. Nun hat er also endlich die Chance, sein Können unter Beweis zu stellen. Ob die Heuhaufen-Halunken wohl den Kampf gegen die Miesmann-Zwillinge gewinnen werden?


Mir hat auch der zweite Band der Heuhaufen-Halunken so einige sehr nette Lesestunden beschert. Die 150 Seiten waren bei mir im Nu gelesen, sodass ich das Buch innerhalb eines Tages durch hatte.

Der Schreibstil ist wirklich super, schön leicht und flüssig, genau richtig für Kinder ab 8 Jahren.


Wie schon Band eins ist auch der Folgeband sehr unterhaltsam und lädt zum Mitfiebern ein. Die Heuhaufen-Halunken habe ich ja schon längst allesamt fest in mein Herz geschlossen und ich könnte echt nicht sagen, welches Bandenmitglied ich nun am liebsten habe.

Meggy, die Anführerin und so etwas wie die Hauptprotagonistin in dieser Reihe, kann mich immer wieder aufs Neue mit ihrer Schlagfertigkeit und ihrem Selbstbewusstsein in Erstaunen versetzen. Meggy ist wirklich nicht auf den Mund gefallen und nimmt ihre Stellung als Bandenanführerin auch sehr ernst. Manchmal ist mir die liebe Meggy allerdings auch etwas zu ruppig. Sympathischer ist mir da ihr kleiner Bruder Schorsch (richtiger Name ist Georg) ja schon ein wenig. Er hat in diesem Buch die große Aufgabe, die Ehre der Heuhaufen-Halunken zu verteidigen und gegen Siggi Miesmann im Boxring anzutreten.

Über Knolle (richtiger Name ist Ben) habe ich mich ja bereits im ersten Band sehr amüsiert. Er ist immerzu am Futtern und denkt die meiste Zeit ans Essen. Wen wundert es da, dass sein Berufswunsch Restaurant-Tester ist. ;-)

Alfons und Marius, die beide in Berlin wohnen, können leider immer nur in den Ferien zu den übrigen Halunken stoßen. Auch wenn das Leben auf dem Land im Gegensatz zu dem aufregendem Leben in einer Großstadt natürlich etwas öde ist, freuen sich die beiden immer sehr, zusammen mit ihren Heuhaufen-Freunden Streiche und Pläne auszuhecken und Abenteuer zu erleben.


Wer natürlich in der Bande auch nicht fehlen darf, ist die kleine Lotte. Sie ist die Cousine von Meggy und Schorsch und erst fünf Jahre alt. Streng genommen ist auch noch gar kein richtiger Halunke, sondern hat aktuell noch den Status „Nachwuchs-Halunke“. Aber besonders in diesem Band zeigt sie, dass sie ein würdiges Bandenmitglied ist. Ihrem zuckersüßen Lächeln kann einfach niemand widerstehen, was durchaus sehr nützlich sein kann, und auch an genialen Einfällen mangelt es der Kleinen nicht.


Die sechs zusammen sind wohl die coolste Bande überhaupt, zumindest in Dümpelwalde und Umgebung.

Da die Heuhaufen-Halunken aus Jungen und Mädchen bestehen, eignet sich das Buch prima für beide Geschlechter. Für Kinder ab 8 Jahren, die gerne Banden- und Abenteuergeschichten lesen, ist diese Reihe genau das Richtige.

Man muss auch nicht unbedingt den ersten Band kennen, um dieses Buch verstehen zu können, da die Bücher relativ in sich abgeschlossen sind.

Sehr schön fand ich hier, dass, wie schon im ersten Band, gleich im ersten Kapitel alle sechs Halunken in Steckbriefen kurz vorgestellt werden. Die Steckbriefe lesen sich wirklich richtig nett und man hat so schon gleich zu Beginn des Buches einen guten Überblick über die Heuhaufen-Halunken samt deren Eigenschaften.


Worüber ich mich ja auch sehr gefreut habe, waren die lustigen Sprüche bei den Kapitelanfängen. Diese hatten mir ja bereits im ersten Band richtig gut gefallen. Man kann diese Sprüche recht gut als Bauernweisheiten bezeichnen. Immer passend zum Thema des jeweiligen Kapitels bekommen wir einen witzigen Satz zu lesen wie „Mit ‘nem Kuhfladen am Schuh, hast du vor Fliegen keine Ruh“ oder „Weht die Gülleduft dir entgegen, gibt’s im Nachbardorf meist Regen“. Ich finde diese Sprüche ja echt klasse und bin beim Lesen dieser immer schon ganz gespannt zu erfahren, was sich passend dazu wohl in dem Kapitel ereignen wird.

Was man dann natürlich auch noch erwähnen und loben muss, sind die vielen tollen Illustrationen von Vera Schmidt! Von denen gibt es hier jede Menge und über sehr viele musste ich ja sehr schmunzeln. So wird Lotte total niedlich gezeichnet und auch die Notizen, die sich Meggy immer macht, sehen klasse aus. Diese werden immer auf einem karierten Notizblock geschrieben und lesen sich auch immer sehr unterhaltsam.


Zusammenfassend kann man sagen, dass auch der zweite Band der Heuhaufen-Halunken turbulent, mitfiebernd und richtig witzig ist. Auch wird hier sehr schön verdeutlicht, wie wichtig und wunderbar gute Freunde sind und wie viel Spaß man zusammen haben kann. Die Heuhaufen-Halunken kann man für ihre tolle Bande und ihren guten Zusammenhalt wirklich nur beneiden. Mit so tollen Freunden ist selbst das Leben auf dem Lande das reinste Abenteuer!


Fazit: Witzig, liebenswert und mitreißend. Zusammen mit den Heuhaufen-Halunken dürfen hier ein neues turbulentes Abenteuer erleben, welches ganz besonders Kinder ab 8 Jahren hellauf begeistern wird. Auch ich als Erwachsene hatte hier jede Menge Spaß beim Lesen und ich hoffe ja sehr, dass es noch einen dritten Band dieser lustigen Reihe geben wird. Der zweite Band der Heuhaufen-Halunken erhält von mir volle 5 von 5 Sternen!

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10 kleine Burggespenster - Kein Schatz für Zipfel

Britta Nonnast , Susanne Göhlich
Buch
Erschienen bei Orell Füssli, 08.09.2017
ISBN 9783280035474
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das erste Buch mit den 10 kleinen Burggespenstern hatte mir richtig gut gefallen, daher war ich auf die Fortsetzung schon sehr gespannt gewesen. Auch bei dieser finde ich das Cover wieder sehr gelungen und richtig niedlich. Der Klappentext konnte ebenfalls sofort meine Neugier wecken, daher habe ich ganz erwartungsvoll zu lesen begonnen.


Eigentlich sollte Zipfel wie seine Freunde friedlich schlafen, doch das kleine Gespenst ist überhaupt nicht müde und fliegt viel lieber ein bisschen in der Stadt herum. In einem Schaufenster fallen Zipfel dann die herrlich schimmernden Uhren und der glitzernde Schmuck auf. Ganz begeistert betrachtet er das funkelnde Glitzerzeug. In ihm erwacht ein Traum: Er will reich werden und auch so wunderschöne Dinge besitzen. Zipfel möchte nun möglichst schnell an viel Geld kommen, um seine Träume vom Reichtum zu verwirklichen. Doch leider scheitern alle seine Versuche. Anscheinend ist es gar nicht so leicht, zu großem Reichtum zu gelangen. Und seine Träume zu verwirklichen kann sehr schwierig sein. Zipfel aber gibt nicht auf und bei der vielen Pläneschmiederei übersieht er fast, dass er seinen größten Schatz schon längst besitzt.


Leider konnte mich der zweite Band nicht ganz so begeistern wie der Band davor. Ich hatte natürlich dennoch viel Spaß beim Lesen und finde die Geschichte wirklich niedlich – nur waren hier so ein paar Dinge, die ich in einem Kinderbuch nicht so gern sehe.


Erstmal vorweg: man muss nicht den ersten Band der 10 kleinen Burggespenster kennen, um dieses Buch verstehen zu können. Die Bände sind in sich abgeschlossen und können sehr gut unabhängig voneinander gelesen werden.

Im ersten Band waren Marti und Luzie die Hauptgespenster. In diesem Buch ist es das kleine Gespenst Zipfel und das Gespenstermädchen Lilli mit ihrem Hund Chilli. Natürlich werden auch die anderen Burggespenster erwähnt, nur nehmen diese eher kleinere Rollen in dieser Geschichte ein.


Mich haben in diesem Buch zwei Dinge gestört, wegen denen ich auch leider einen Stern abziehen muss. Als erstes hat mir Zipfel anfangs nicht so gut gefallen. Wie Lilli einmal sehr passend gemeint hat: Das kleine Gespenst kann schon recht fies sein. Zipfel denkt, dass nur viel Geld ihn glücklich machen kann und um an dieses zu gelangen, ist er sogar bereit eine Bank zu überfallen. Das wäre dann auch schon der zweite Punkt, den ich nicht so gut fand: Zipfel klaut mir einfach zu viel in dieser Geschichte. Für ein Kinderbuch dieser Altersklasse sehe ich das etwas kritisch. Der Banküberfall misslingt natürlich und wird auch recht amüsant beschrieben, da Zipfel den Bankangestellten mit einer Schokoladenpistole bedroht, die gerade am Schmelzen ist, nur fand ich diese Szene im Buch dennoch nicht so schön.


Mit Zipfel bin ich schließlich dann doch noch warm geworden. Man darf ja auch nicht vergessen, dass Zipfel noch ein sehr junges Gespenst ist und alles erst noch lernen muss. So eben auch, dass Reichtum allein nicht glücklich macht. Die Botschaft dieser Geschichte finde ich wirklich sehr schön. Das Buch zeigt auf kindgerechte (bis auf das Klauen) und unterhaltsame Weise, dass Familie und Freunde der größte Schatz im Leben sind und dass man am Glücklichsten ist, wenn man diese an seine Seite hat und nicht alleine ist.

Dies wird schließlich auch unserem lieben Zipfel bewusst. Neun tolle Gespensterfreunde, die immer zu ihm halten und bei denen er sich wohl fühlt; einen größeren Schatz kann man als kleines Gespenst doch eigentlich gar nicht besitzen, oder?


Das Buch eignet sich perfekt zum Vorlesen. Für geübtere Leser lässt es sich auch wunderbar selber lesen. Für Erstleser aber ist der Text noch zu schwierig, da es sich hier nicht um großgedruckte Fibelschrift handelt und auch die Sätze manchmal recht lang sind.

Da es auch hier wieder sehr viele schöne farbige Illustrationen von Susanne Göhlich gibt, ist auch das zweite Abenteuer der 10 kleinen Burggespenster ein wundervolles Vorlesebuch für die ganze Familie. Die Illustrationen haben mir sehr gut gefallen, auch wenn ich es etwas verwirrend fand, dass manche Figuren, die eigentlich Menschen sein sollen, als Tiere dargestellt werden. So sieht man gleich auf der zweiten Seite, wie ein Schwein einem Pudel die Autotür aufhält. Beide tragen Kleidung und stehen aufrecht auf zwei Beinen. Die Idee finde ich eigentlich ganz witzig, so mal hier, mal da Tiere die Rollen von Menschen spielen zu lassen. Da die Tiere aber nie im Buch erwähnt werden, hatte ich mich anfangs schon etwas gewundert, wieso da denn nun ein Pudel mit Einkaufstaschen ins Auto steigt. Aber so haben Kinder was zum Suchen und können sich einen Spaß daraus machen, in den vielen Bildern nach versteckten Tieren Ausschau zu halten. Ist ja schon ein sehr witziger Einfall, oder?


Ich habe die 10 kleinen Burggespenster ja schon längst fest in mein Herz geschlossen und hoffe sehr, dass wir noch viele weitere zauberhafte Geschichten mit ihnen zu lesen bekommen werden.


Fazit: Britta Nonnast ist es erneut gelungen, eine sehr witzige, turbulente und lehrreiche Geschichte für Kinder ab etwa 5 Jahren zu schreiben. Diese konnte mich nicht ganz so begeistern wie die erste, dennoch hatte ich hier großen Spaß beim Lesen und geriet öfters sehr ins Schmunzeln. Da mir das Verhalten des kleinen Gespenstes Zipfel öfters nicht ganz so gut gefallen hat, gebe ich dem Buch 4 von 5 Sternen!

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10 kleine Burggespenster - Wer hat Angst vorm schwarzen Gespenst?

Britta Nonnast , Susanne Göhlich
Buch
Erschienen bei Orell Füssli, 10.02.2017
ISBN 9783280035313
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Mit diesem schönen Buch habe ich ja bereits seit dem Erscheinungsdatum im Februar geliebäugelt. Aufmerksam darauf geworden bin ich durch das Cover, da dieses von Susanne Göhlich gezeichnet wurde, eine Illustratorin, deren Bilder mir schon in anderen Büchern sehr gut gefallen haben. Mit dem Erscheinen des zweiten Bandes der 10 kleinen Burggespenster konnte ich meine Neugier nicht länger zügeln und wollte die Burggespenster-WG endlich kennenlernen!

Das kleine Gespenst Marti lebt in einem Waschsalon, in welchem er jeden Tag seiner liebsten Beschäftigung nachgeht: sich im Schleudergang der Waschmaschinen herumschleudern zu lassen. Er ist das einzige Gespenst im Waschsalon, daher kann er diesen schönen Spaß mit niemanden teilen. Eines Tages aber bekommt Marti endlich Geistergesellschaft: mit der Wäsche aus dem Theater gelangt das Gespenstermädchen Luzie in den Waschsalon. Diese ist leider aufgrund der Schließung des Theaters heimatlos geworden und daher auf der Suche nach einem Zuhause. Martis Leidenschaft kann sie nur wenig abgewinnen und auch ein Leben in einem Waschsalon kommt für sie nicht in Frage. Sie begibt sich also auf die Suche nach einem neuen Zuhause. Marti beschließt kurzerhand, sie zu begleiten und auf ihrer gemeinsamen Suche erleben die beiden aufregende Abenteuer und lernen viele weitere tolle Gespenster kennen. Diese haben alle etwas gemeinsam: sie fürchten sie vor dem schwarzen Gespenst, welches gerade in der Gegend sein Unwesen treibt. Da es überall für Angst und Schrecken sorgt, fassen Marti und Luzie den Entschluss, das schwarze Gespenst zu finden, um diesen Spuk ein Ende zu setzen. In einer Scheune finden unsere Gefährten das schwarze Gespenst schließlich auch, nur stellt sich dann heraus, dass es völlig harmlos ist und ein ganz einfaches und normales Gespenst ist wie alle anderen auch. Das schwarze Gespenst fühlt sich schrecklich allein und hätte sehr gerne Freunde an seiner Seite. Ob die weißen Gespenster wohl ihr Misstrauen überwinden können und das schwarze Gespenst, trotz seines anderen Aussehens, in ihrer Gruppe aufnehmen werden?

Ich bin wirklich froh, dass ich mich dazu entschlossen habe, endlich dieses wundervolle Vorlesebuch zu lesen. Die Geschichte ist total liebenswert und niedlich, zugleich aber auch sehr lehrreich, da Kinder hier auf altersgerechte und sehr amüsante Weise mit dem Thema Vorurteile konfrontiert werden.

Jemand anderem die Schuld zuweisen und somit den schwarzen Peter zuspielen, das kann ja so schön einfach sein. Nur kann man damit einen großen Schaden anrichten und andere sehr verletzen. In dieser Geschichte ist das geheimnisvolle schwarze Gespenst der Übeltäter, den nie jemand gesehen hat, an den aber alle glauben und den alle für böse und gefährlich halten. Jedes Gespenst hat irgendwo etwas aufgeschnappt und diese Gerücht weitererzählt, sodass das schwarze Gespenst nach und nach immer gruseliger und gemeiner dargestellt wird. Als die weißen Gespenster dem schwarzen Gespenst dann schließlich gegenüber stehen, ist es daher nur zu verständlich, dass sie misstrauisch und ängstlich sind.

Dieses schöne Geschichte macht also nur zu deutlich, was Vorurteile anrichten können und wie falsch es ist, gemeine Gerüchte in die Welt zu setzen und weiterzuerzählen. Junge Kinder werden die Botschaft ohne Probleme verstehen können und anhand dieses schönen Beispiels erkennen, was falsche Behauptungen alles bewirken können.

Mir hat das Buch ja wirklich richtig gut gefallen! Nicht nur die wundervolle Handlung konnte mich begeistern, auch die Charaktere und die Illustrationen sind in meinem Augen erstklassig gelungen.

Die Gespenster sind allesamt sehr verschieden, vom Verhalten her, aber auch durch ihr Äußeres. Marti ist ein mutiges, hilfsbereites und sehr aufgewecktes kleines Gespenst. Er möchte Luzie sofort bei ihrer Suche nach einem neuen Zuhause helfen und begleitet sie trotz ihres etwas ruppigen Verhaltens. Luzie war mir persönlich nicht ganz so sympathisch, zumindest am Anfang nicht. Zum Ende hin aber, als sie so lieb zu dem armen schwarzen Gespenst ist, habe ich auch sie fest in mein Herz geschlossen.

Kinder werden die Gespenster auf jeden Fall lieben! Verstärkt werden wird dies auch durch die niedlichen und sehr liebevoll gezeichneten Illustrationen Susanne Göhlich. Man bekommt ja bereits durch das tolle Cover einen Vorgeschmack auf die Bilder im Innenteil. Diese haben mir richtig gut gefallen! Sehr oft befinden sich ganzseitige und schön farbenfrohe Zeichnungen in dem Buch, die den Lesespaß einfach perfekt machen. Ich finde die Illustrationen der kleinen weißen Gespenster ja wirklich goldig, in die habe ich mich sofort verliebt.

Sehr schön finde, dass Susanne Göhlich jedem Gespenst mit einem kleinen Detail etwas Charakteristisches verliehen hat. So trägt Marti eine Mütze, Luzie ist rosa gepunktet, das Gespenst aus der Bibliothek trägt eine Brille, ein anderes eine Tasche. So fällt es einem nie schwer, die Gespenster auseinander zu halten. Außerdem macht es so viel mehr Spaß, die Bilder zu betrachten, da die Gespenster nicht alle langweilig gleich aussehen.

Das Buch eignet sich wunderbar zum Vor- und Selberlesen. Etwas geübtere Leser sollten hier keine Schwierigkeiten mit dem Lesen haben, da die Schrift recht groß und der Satzbau sehr einfach ist. Für Leseanfänger halte ich das Buch für noch etwas zu schwierig, da manche Wörter vermutlich doch zu kompliziert sind und auch die Sätze etwas zu lang. Da sich das Buch aber auch perfekt zum Vorlesen eignet, können sich jüngere Kinder diese tolle Gespenstergeschichte auch sehr schön von anderen vorlesen lassen. Erwachsene werden hier auch ganz sicher großen Spaß beim Lesen haben und sich an den niedlichen Gespenstern und den wundervollen Illustrationen erfreuen.

Den zweiten Band der 10 kleinen Burggespenster habe ich auch schon bei mir liegen. Auf den freue ich mich ja schon sehr; ich bin sehr gespannt darauf zu erfahren, was für schöne Abenteuer unsere liebe Burggespenster-WG noch so erleben wird!

Fazit: Ein ganz wundervolles Buch für Kinder im Vor- und Grundschulalter. Sehr amüsant und kindgerecht wird hier das Thema Vorurteile vermittelt und regt Kinder zum Nachdenken an. Zugleich aber werden sie hier auch bestens unterhalten, da unsere 10 lieben Burggespenster spannende und aufregende Abenteuer erleben, welche zauberhaft von Susanne Göhlich illustriert worden sind Ich hatte hier jede Menge Spaß beim Lesen und gebe dem Buch sehr gerne volle 5 von 5 Sternen!

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16 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

band 6, spaß, abenteuer, humor

Scary Harry - Hals- und Knochenbruch

Sonja Kaiblinger , Fréderic Bertrand
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Loewe, 18.09.2017
ISBN 9783785582664
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Ich finde die Scary Harry Reihe von Sonja Kaiblinger ja wirklich genial! Daher kann ich echt nicht begreifen, wieso ich erst so spät auf die Bücher aufmerksam geworden bin. Nachdem ich den ersten Band gelesen hatte, musste ich unbedingt sofort die nächsten Bände lesen und habe diese in einem Rutsch hintereinander weggelesen. Was für ein Glück für mich, dass ich nun nicht lange auf den nächsten Teil warten musste. Auf das sechste Abenteuer von Scary Harry hatte mich schon total gefreut und sobald ich es in Händen hielt, habe ich mit dem Lesen begonnen.

Während Otto immer noch dabei ist, sich einen Plan zu überlegen, wie er seine Eltern aus Qualcatraz befreien kann, kündigen sich schon wieder neue Probleme an, die es zu lösen gilt. Eine unbekannte Person treibt in der Gegend gerade ihr Unwesen und macht es Scary Harry unmöglich, seinen Job, Seelen einzufangen, nachzugehen. Immer wieder kommt ihm diese merkwürdige Person zuvor und ruft die Seelen wieder ins Leben, ehe Scary Harry sie in seine Gurkengläser sperren kann. Auch wird Emilys Freund Albert immer lästiger und möchte sich unbedingt an Onkel Archibalds Geisterforschungen beteiligen. Ein Ausflug ins verschneite Österreich kommt daher gerade recht. Nur wird der Urlaub leider alles andere als entspannt und friedlich. Anscheinend hat sie jemand bis nach Österreich verfolgt und zwar mit ziemlich fiesen Absichten. Ob Scary Harry & Co diesen Urlaub wohl heil überstehen werden?

Der sechste Band konnte meine Erwartungen komplett erfüllen! Diese schöne Gruselbuchreihe für Kinder ab 10 Jahren ist wirklich richtig klasse und bisher konnte mich jeder Band hellauf begeistern!

Der sechste Band schließt ziemlich direkt an den Band davor an und ich rate hier, die Reihe lieber in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Um das Buch verstehen zu können, ist es zwar nicht zwingend notwendig, das Wissen aus den Bänden davor zu haben; da in den Folgebänden aber öfters gespoilert wird, empfehle ich eben die chronologische Reihenfolge, wenn man sich nicht die Spannung nehmen möchte. Da aber alle Bände total genial sind, sollte man eh die gesamte Reihe kennen!

Ich frage mich beim Lesen dieser Bücher ja immer wieder, vorher die Autorin nur diese coolen Ideen nimmt. Auch im sechsten Band bekommen wir es mit grandiosen Charakteren und kreativen Wortwitzen zu tun, die mich sehr zum Schmunzeln gebracht haben. So treffen unsere Freunde in Österreich zum Beispiel auf den schrägen Landgraf Hubertus, der nicht nur ulkig spricht, sondern der gar nicht wusste, dass er überhaupt tot ist und seit einigen Jahren als Geist umherwandelt.
Unsere Hauptfiguren in dieser schönen Reihe dürfen aber natürlich auch nicht fehlen. Wir dürfen hier nicht nur so einige neue tolle Figuren kennenlernen; wir dürfen uns auch wieder über die freche Fledermaus Vincent amüsieren oder zusammen mit Otto und Emily bei diesem spannenden Abenteuer mitfiebern.
Klar, dass auch Scary Harry wieder mit dabei ist, ohne ihn geht hier gar nichts. Ich könnte bei dieser Reihe wirklich nicht sagen, welchen Charakter ich nun am besten finde, die sind einfach alle so mega genial.

Das Buch hat mir herrliche Lesestunden beschert und war leider wieder viel zu schnell vorbei. Der Schreibstil ist echt super, bei mir flogen die Seiten nur so dahin. Die Handlung ist wunderbar witzig, sehr actionreich und rasant und auch genau richtig spannend.
Was diesen tollen Lesespaß dann nur noch perfekter macht, sind die großartigen Illustrationen von Fréderic Bertrand. Sein Zeichenstil ist einfach unverkennbar und mich können seine Bilder immer wieder aufs Neue hellauf begeistern. Auch in diesem Buch hat er wieder ganz wundervolle Zeichnungen geschaffen, die mich bestens unterhalten haben.

Sonja Kaiblinger und Fréderic Bertrand ist hier ein rundum perfektes Buch gelungen, welches ich nicht nur Kindern wärmstens empfehlen kann. Auch Erwachsene sollten die Scary Harry Reihe unbedingt lesen, sie lohnt sich wirklich! Das Tolle hier ist auch, dass die Reihe sowohl für Mädchen als auch für Jungen prima geeignet ist und sich auch sehr gut zum Vorlesen eignet. Auch dieser Band ist wieder ein super Buch für die ganze Familie und wird Groß und Klein beim Lesen erfreuen.
Da das Buch recht offen endet, können wir uns auf jeden Fall auf einen siebten Band freuen. Mann, was freue ich mich schon auf den, nun heißt es also leider auch mal für mich warten.

Fazit: Absolute Leseempfehlung! Dieses Buch ist total witzig, sehr spannend und herrlich schräg. Die Mischung aus Abenteuer, Humor, Fantasy und Spannung ist hier einfach nur perfekt und wird nicht nur Kinder ab 10 Jahren erfreuen. Zusammen mit den erstklassigen Illustrationen von Fréderic Bertrand ist der Lesespaß hier grandios. Auf den siebten Band warte ich nun ganz ungeduldig, ich muss unbedingt erfahren, wir es mit Scary Harry & Co weitergehen wird. Der sechste Band der Scary Harry Reihe erhält von mir ganz klar volle 5 von 5 Sternen!

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

damaris liest

Piper Perish

Kayla Cagan , Maren Illinger
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 24.08.2017
ISBN 9783737354417
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich das Buch das erste Mal sah, war ich sofort ganz begeistert von dem Cover. Obwohl es eher schlicht ist, da es hauptsächlich weiß ist und nur der Titel farbenfroh, hat es meine Neugier sofort geweckt. Ich liebe einfach diesen bunten Titel, durch das Weiß kommt dieser auch noch viel besser zur Geltung. Als ich mir dann den Klappentext durchgelesen hatte, stand für mich fest: Piper Perish wollte ich unbedingt kennenlernen“

Piper möchte nicht normal sein, nicht so gewöhnlich langweilig wie alle anderen Leute. Sie will ihr Leben richtig leben, ihre Ziele verfolgen und ihre Träume verwirklichen. Daher möchte sie nach der Schule unbedingt nach New York, die Stadt, in der das alles möglich ist. Piper möchte dort Kunst studieren, zusammen mit ihren beiden besten Freunden Enzo und Kit. Die drei haben sich ihr Leben in New York schon so schön ausgemalt, doch dann kommt alles anders: Enzo, vor kurzem noch Pipers Freund, nun ihr Ex-Freund, verliebt sich in einen Jungen und möchte auf einmal nicht mehr nach New York. Kit wird an der Kunsthochschule gar nicht erst angenommen und Piper erhält zwar die Zulassung, nur steht sie vor einem neuen großen Problem: die Studiengebühren. Diese sind entsetzlich hoch und ihre Eltern können diese hohe Summe einfach nicht aufbringen. Piper aber gibt nicht auf! Sie möchte unbedingt weg aus Texas, weg aus ihrem chaotischen Elternhaus, weg von ihrer verrückten Familie. Für New York ist Piper bereit zu kämpfen! Ob es ihr gelingen wird, ihren großen Traum verwirklichen zu können?

Es handelt sich hier um das Tagebuch von Piper. Ich liebe ja Bücher, die in Tagebuchform geschrieben sind, da man so die Protagonisten viel besser kennenlernen kann und es einem viel leichter fällt, sich in diese hineinzuversetzen.

So fiel es mir auch hier überhaupt nicht schwer, Pipers Gefühle und Gedanken nachvollziehen und sie zu verstehen. Ich mochte Piper auf Anhieb! Sie ist witzig, lebhaft, selbstbewusst und lässt sich von niemanden vorschreiben wie sie zu sein hat. Sie ist bereit für ihre Ziele zu kämpfen und für ihre Willensstärke habe ich sehr bewundert. Ich bin auf jeden Fall ein ganz anderer Typ als Piper, trotzdem konnte ich mich wunderbar mit ihr identifizieren und habe mit ihr mitgelitten, mich mit ihr gefreut und mit ihr gelacht.

Die komplette Aufmachung des Buches ist einfach klasse! Da es sich um Pipers Tagebuch handelt, gibt es keine Kapitel, nur größere Monatsabschnitte. Dafür ist jeder neuer Eintrag mit Datum und Uhrzeit versehen; auch der Ort wird von Piper oft dazu geschrieben.

Da Piper künstlerisch sehr begabt ist und viel malt, befinden sich auch in dem Buch einige Zeichnungen und Kritzeleien von ihr. Diese sind zwar alle in schwarz-weiß und leider nicht so schön knallig bunt wie der Schriftzug auf dem Cover – dennoch haben mir die kleinen Zeichnungen sehr gut gefallen, da sie für mich diese besondere Tagebuchform perfekt gemacht haben.

Der Schreibstil ist wirklich super! Genau so, wie ich es mir für ein Buch in Tagebuchform wünsche. Alles wirkt sehr authentisch und viele Schilderungen und Erlebnisse von Piper haben mich ungemein berührt. Auch hat mich das Buch sehr nachdenklich gestimmt. Denn Piper wird mit vielen Problemen konfrontiert, bei denen ich persönlich ja recht schnell aufgeben hätte.

So ist Pipers große Schwester Marli ein sehr schwieriger Mensch. Ich muss gestehen, ich konnte sie überhaupt nicht leiden. Bei Pipers Erzählungen habe ich mich ja gefragt, wie sie es nur mit Marli und deren gehässigen Bemerkungen aushält. Auch meine Sympathie gegenüber den Eltern war nicht immer groß, da sie ihre älteste Tochter meiner Meinung viel zu viel durchgehen lassen und immer Piper nachgeben muss. Dass Piper von zu Hause weg will, konnte ich wirklich nur zu gut verstehen.

Als dann auf einmal alles anders kommt und ihr großer Traum: Kunststudium in New York, plötzlich weit weg zu sein scheint, habe ich richtig großes Mitleid mit der armen Piper verspürt. Ihr Ex-Freund Enzo lässt sie im Stich und möchte nicht mehr nach New York und Kit erhält keine Zusage, obwohl sie doch so talentiert ist.

Pipers Freunde haben mir ja auch sehr gut gefallen. Manchmal konnte ich mich zwar sehr über ihr Verhalten aufregen; sie zeigen aber auch, was sie für tolle Freunde sind und helfen und unterstützen Piper wo sie nur können.

Mir hat die gesamte Idee dieses Buches und deren Umsetzung echt richtig gut gefallen! Das Buch liest sich so schön, die Charaktere wurden so super von der Autorin herausgearbeitet und das ganze drumherum wie Cover und Innengestaltung plus die mitreißende und bewegende Handlung, konnten mich hellauf begeistern. Auch der Humor kommt hier nicht zu kurz; ich habe ja an so manchen Stellen sehr schmunzeln müssen.

Ich habe erst vor kurzem ein anderes, wirklich sehr schönes Buch gelesen, von welchem ich dachte, dass es ganz bestimmt mein Monats-Highlight wird. Nun aber, nach dem Lesen von Piper Perish bin ich mir da nicht mehr so sicher. Die Wahl wird mir in diesem Monat echt schwer fallen. Schließlich haben wir ja erst Mitte September, da können noch so einige tolle Bücher dazu kommen. Piper Perish hat auf jeden Fall eine sehr große Chance, mein Buch-Highlight dieses Monats zu werden.

Dieser Satz kommt daher vermutlich nicht sehr überraschend: Ich kann Piper Perish jedem sehr ans Herz legen und es absolut empfehlen! Es handelt sich um den Debütroman von Kayla Cagan und ich hoffe sehr, dass wir noch weitere so großartige Bücher von ihr zu lesen bekommen werden!

Fazit: Ein Buch, das zeigt, dass man seine Träume nie aufgeben darf und es sich lohnt für diese zu kämpfen! Ich bin hellauf begeistert von Piper Perish und kann es jedem wärmstens empfehlen. Die Story ist mitreißend, berührend und humorvoll. Der Schreibstil ist klasse und die Charaktere sehr authentisch und sympathisch. Zumindest die meisten. Ich hatte hier jede Menge Spaß beim Lesen und gebe dem Buch volle 5 von 5 Sternen! 

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29 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

kinderbuch-reihe, liliane susewind, kinderbuch, mit tieren sprechen, band 12

Liliane Susewind – Giraffen übersieht man nicht

Tanya Stewner , Eva Schöffmann-Davidov
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 21.09.2017
ISBN 9783737340021
Genre: Kinderbuch

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Miles & Niles - Jetzt wird's wild

Jory John , Mac Barnett , Alexandra Ernst , Christoph Maria Herbst
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Der Hörverlag, 18.09.2017
ISBN 9783844526448
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ich hatte bereits bei den ersten beiden Bänden der Miles & Niles Reihe richtig viel Spaß beim Hören, daher war meine Vorfreude auf den dritten Teil sehr groß gewesen. Da es auch bei diesem zum Glück wieder eine ungekürzte Lesung mit Christoph Maria Herbst gibt, stand für mich sofort fest, dass ich auch diesmal das Hörbuch wählen würde.


Endlich Sommerferien! Miles und Niles, die Meister im Sreichespielen, verbringen ihre Ferien in den Wäldern von Yawnee Valley, wo sie auf Bäumen herumklettern, Höhlen erkunden und - natürlich - Streiche aushecken! Dann aber kommt ihnen Josh Barkins in die Quere. Der Sohn des Schuldirektors Barry Barkins ist auch in diesem Sommer wieder in dem anspruchsvollen Drill-Camp, welches ihm vom letzten Jahr in sehr guter Erinnerung geblieben ist. Diesmal hat er sogar ein paar Bewunderer an seiner Seite, die ihm nahezu willenlos gehorchen. Josh und seine Anhängerschaft machen es unseren beiden Tricksern nicht gerade leicht und ein Kampf zwischen Fäusten und Köpfchen entbrennt. Wer wird wohl am Ende als Sieger hervorgehen? Haben Miles und Niles mit ihren genialen Einfällen eine Chance gegen Josh und Co?


Auch der dritte Band der Miles & Niles Reihe hat mich bestens unterhalten und mir einige sehr nette Hörstunden beschert. Erneut kommen wir als Zuhörer in den Genuss von witzigen Einfällen und sehr kreativer Streiche unseres lieben Trickser-Duos.

Um der Geschichte folgen zu können ist es nicht zwingend notwendig die ersten beiden Bände zu kennen. Besser wäre es natürlich, aber meiner Meinung nach sollte man hier auch alles verstehen können ohne das Wissen aus Band 1 und 2 zu haben.


Mit Miles und Niles sind wir in ihrem dritten Abenteuer diesmal nicht in der Schule, sondern in den Wäldern von Yawnee Valley. Und natürlich tüfteln die weltbesten Trickser aller Zeiten auch dort jede Menge genialer Streiche aus. Ihre Opfer: Die Mike-Kompanie, bestehend aus Josh Barkins und seinen zwei Bewunderern.

Schon direkt am Anfang des Hörbuches geht es witzig und turbulent zu, als sich Miles und Niles gut getarnt ihren Streicheopfern nähern. Ich habe mich hier wirklich köstlich amüsiert und jedem weiteren Streich der beiden ganz eifrig entgegengefiebert.


Da der dritte Band in den Sommerferien spielt, eignet sich das Hörbuch wunderbar für die warme Jahreszeit. Schon gleich im ersten Kapitel wird einem richtig große Lust auf den Sommer gemacht. Diese lieblichen Beschreibungen am Anfang führen einen auch zuerst etwas in die Irre. Wenn man diese Reihe noch nicht kennt und auch den Klappentext nicht gelesen hat, könnte man im ersten Moment denken, man bekomme es hier mit einer herrlich idyllischen Sommergeschichte zu tun. Aber Pustekuchen! Sommerlich ist die Geschichte zwar, aber ruhig und idyllisch ganz klar nicht! Hier folgt ein lustiger Streich dem nächsten und ein wilder Kampf zwischen der Mike-Kompanie und den wilden Zweien entbrennt. Die wilden Zwei sind natürlich Miles und Niles. Wer nun am Ende als Sieger hervorgehen wird, verrate ich hier natürlich nicht.


Die Bücher zu der Miles & Niles Reihe kenne ich nicht, da ich mich bei allen Bänden stets für die Hörvariante entschieden habe. Da ich aber gelegentlich in Buchhandlungen in den Büchern geblättert habe, weiß ich, dass diese sehr lustig illustriert worden sind. Dennoch haben mich die Hörbücher immer mehr gereizt und durch diese bin ich auch erst auf diese nette Reihe aufmerksam geworden. Vorgelesen wird dieser schöne Hörspaß nämlich von Christoph Maria Herbst und wer alles schon einmal ein Hörbuch mit ihm gehört hat, weiß nur zu gut, wie klasse er vorlesen kann. Ich habe mir den ersten Band damals wirklich nur gekauft, weil der Herbst es liest. Die Geschichte klang so ganz nett, aber sonderlich viel hatte ich mir nicht versprochen.

Ich wurde dann aber sehr positiv überrascht und wollte auch die weiteren Bände unbedingt hören.


Auch bei Band 3 macht Christoph Maria Herbst sein Sache wieder grandios! Wirklich Hut ab, wie gekonnt er seine Stimme verstellt und wie super er alles betont. Meine Highlights sind ja immer die Ausrufe von Josh. Josh liest Christoph Maria Herbst wirklich großartig; ihn erkennt man immer sofort. Mein Lieblingswort in diesem Hörbuch ist ganz klar: „Brotgehirn“! Dies ist wohl auch das Lieblingswort von Josh Barkins. Im Englischen wird dieses Wort wohl besser klingen, ich vermute mal in der Originalfassung heißt es „Bread-Brains“. Da klingt die deutsche Übersetzung natürlich etwas komisch, aber ich liebe das Wort „Brotgehirn“ dennoch seit dem Hören der Miles & Niles Reihe.


Was ich ein wenig schade fand, ist, dass ein Klassenkamerad von Miles und Niles nur kurz am Ende der Geschichte auftaucht. Dieser wird immer so klasse von Christoph Maria Herbst gelesen, darüber amüsiere ich mich jedes Mal köstlich. Wirklich schade, dass dieser hier nur so einen kurzen Auftritt hatte, „oh Mann, ey“! ;-)


Ich kann jedem die Miles & Niles Reihe sehr empfehlen. Es handelt sich hier zwar um eine Kinderbuchreihe, dennoch kann ich auch Erwachsenen diese Reihe sehr ans Herz legen. Ich denke ja, dass die Hörbücher hier wirklich etwas besser sind, da sie so grandios von Christoph Maria Herbst vorgelesen werden. Da die Illustrationen aber auch sehr unterhaltsam sind, sind die Bücher vermutlich genauso empfehlenswert. Ich weiß nur genau, dass ich, sollte es noch einen vierten Band geben, mir auch diesen wieder als Hörbuch anhören werde. Sofern es auch dazu eines geben wird, was ich ja sehr hoffe!


Fazit: Ein super witziger und herrlich schräger Hörspaß! In ihren dritten Abenteuer machen Miles und Niles, die weltbesten Trickser und Streichespieler, die Wälder von Yawnee Valley unsicher und hecken einen lustigen Streich nach dem anderen aus. Christoph Maria Herbst liest wirklich großartig! Es macht richtig viel Spaß ihm hier zuzuhören und ich wurde hier bestens unterhalten. Von mir erhält das Hörbuch volle 5 von 5 Sternen!

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Gloria Glühwürmchen

Kirsten Vogel , Susanne Weber , Sabine Bohlmann
Audio CD
Erschienen bei cbj audio, 25.09.2017
ISBN 9783837137866
Genre: Kinderbuch

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Liliane Susewind – Ein kleiner Hund mit großem Herz

Tanya Stewner , Florentine Prechtel
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 21.09.2017
ISBN 9783596856541
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Als großer Liliane Susewind Fan kenne ich natürlich auch die Bücher für Leseanfänger. Auf den neuen Band hatte ich mich schon sehr gefreut. Wie wohl alle Lilli-Leser wollte auch ich unbedingt erfahren, wie Bonsai eigentlich zu Lilli kam. Ganz gespannt habe ich mit dem Lesen begonnen.

Lilli ist gerade mit ihren Eltern und ihrer Oma im Urlaub. In einem schicken Hotel direkt an einem tollen Badesee genießt die Familie Susewind das herrliche Wetter und die wohltuende Ruhe. Damit letzteres auch so bleibt, haben Lillis Eltern ihre Tochter darum gebeten, nicht mit den Tieren zu sprechen, um nicht unnötiges Aufsehen zu erregen. Dann aber entdeckt Lilli einen kleinen weißen Hund, der gerade auf Futtersuche bei den Mülltonnen ist. Lilli kann einfach nicht widerstehen und spricht den kleinen Kerl an. Sie erfährt von ihm, dass er kein Zuhause mehr hat und ganz auf sich alleine gestellt ist. Lilli schließt den Hund sofort fest in ihr Herz und zusammen erleben die beiden in diesem Buch ihr erstes gemeinsames Abenteuer.

 Dies ist nun bereits das siebte Liliane Susewind Buch für Leseanfänger. Da jedes Buch in sich abgeschlossen ist, kann man problemlos mit diesem Band beginnen. Dieser Band spielt ja zudem auch vor den eigentlichen Liliane Susewind Abenteuern, da Lilli und Bonsai sich in dieser Geschichte erst kennenlernen.

Am Anfang heißt Bonsai in diesem Buch auch noch gar nicht Bonsai. Für Lilli ist er erst einmal nur ein kleiner weißer Hund, der von seinen Besitzern ausgesetzt wurde. Sie haben ihn auf einem Parkplatz einfach in eine Mülltonne gesetzt und sind weitergefahren. Seitdem schlägt sich der arme Kerl irgendwie alleine durch.

Wie gut, dass er Lilli getroffen hat. Sie schließt den kleinen Hund sofort fest in ihr Herz und zusammen versuchen die beiden, die Katzenmama von drei kleinen Kätzchen wiederzufinden. Man sieht also schon bei dem ersten Abenteuer von Lilli und Bonsai, was für ein tolles Team die beiden sind und dass sie jedem Tier in Not zur Hilfe eilen.

Am Ende erfahren wir dann auch, wieso Bonsai eigentlich Bonsai heißt. Diese Erklärung hat mir ja echt richtig gut gefallen und mich breit lächeln lassen. Tanya Stewner ist hier eine besonders liebenswerte Geschichte gelungen, die ich jedem Lilli-Fan sehr empfehlen kann. Ganz egal ob Erstleser oder geübter Leser, diese schöne Geschichte wird ganz sicher jedermann hellauf begeistern können!

Dazu trägt natürlich auch der nette Humor bei. Wie wir unseren Bonsai kennen haut er auch hier einen witzigen Spruch nach dem anderen heraus. Bonsai ist schon echt ein klasse Hund, der mich immer wieder sehr zum Lachen bringen kann.

 Für Leseanfänger ist dieses Buch wirklich perfekt! Schöne große Fibelschrift und ein sehr leichter und flüssiger Schreibstil. Die Sätze sind nicht zu lang und die Wörter nicht zu schwierig. Die Geschichte ist unterhaltsam und enthält eine tolle Botschaft, nämlich dass auf seine Freunde immer Verlass ist. Für Mädchen ab 6 Jahren ist das Buch ganz besonders zu empfehlen; ich kann mir aber auch durchaus vorstellen, dass hier so mancher Junge sehr viel Spaß beim Lesen haben wird.

Was man dann auch noch auf jeden Fall erwähnen muss, sind die wunderschönen Illustrationen von Florentine Prechtel! Diese sind herrlich bunt und wirken wundervoll fröhlich. Auf jeder Doppelseite befindet sich ein liebevoll gezeichnetes Bild von ihr – mal nur eine kleine Zeichnung, sehr oft aber auch eine ganzseitige Illustration. Diese zu betrachten hat mir eine wahre Freude bereitet, besonders Bonsai sieht herrlich knuffig aus.

Fazit: Herzerwärmend, lustig und herrlich farbenfroh illustriert! Für Lilli-Fans ist dieses Buch ein absolutes Muss, da wir Leser hier endlich erfahren, wie der kleine Hund Bonsai eigentlich zu Lilli kam. Zusammen erleben die beiden in diesem Buch ihr erstes tolles Abenteuer! Für Leseanfänger ist „Ein kleiner Hund mit großem Herz“ perfekt geeignet, ich kann aber auch den älteren Lilli-Fans dieses Buch sehr ans Herz legen. Mir hat das Buch richtig gut gefallen und es erhält von mir volle 5 von 5 Sternen!

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detektiv, london, ladenmädchen, mädchenbuch, kinderbuch

Kaufhaus der Träume - Das Rätsel um den verschwundenen Spatz

Katherine Woodfine , Katharina Orgaß , Alessandra Fusi
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 23.08.2017
ISBN 9783473408122
Genre: Kinderbuch

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Bella & Blue, Band 04

Emilia Klee , Marie Sann
Fester Einband
Erschienen bei Egmont Schneiderbuch, 07.09.2017
ISBN 9783505140150
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Es handelt sich hier bereits um den vierten Band der Bella & Blue Reihe. Mich hatte ja der Verlag auf diese Reihe aufmerksam gemacht. Von alleine hätte ich wohl vermutlich niemals nach den Büchern gegriffen, da mich die Cover nicht so wirklich ansprechen. Ich war daher richtig überrascht, wie gut mir die Bella & Blue Bücher gefallen! Nach Band 1 habe ich auch die nächsten beiden Bände gelesen, die wie Band 1 wirklich schön sind. Auf den vierten Band war ich dann auch schon sehr gespannt gewesen.

In Bellas Klasse herrscht gerade große Aufregung, denn die Klassenkasse wurde aus dem Pult der Lehrerin gestohlen. Eigentlich wollte die Klasse mit dem Geld auf Klassenfahrt fahren, nur wird das ohne natürlich schwierig werden. Wer wohl der Übeltäter ist? Bella und Karoline können sich keinen der Klassenkameraden als Dieb vorstellen. Als die Freundinnen hören, dass es dem Tierheim finanziell gerade sehr schlecht geht, beschließen die beiden den Übeltäter zu entlarven. Das Geld aus der Kasse kann das Tierheim nämlich sehr gut gebrauchen, da verzichten Bella und Karoline auch gerne auf die Klassenreise. Ein bisschen helfen können sie dem Tierheim aber auch schon ohne Geld, denn Bellas Vater verliebt sich sofort in das süße Fohlen Aladin, welches neu ins Tierheim gekommen ist. Kurzerhand beschließt Bellas Vater, dass der kleine Hengst auf den Fliederhof einziehen darf. Nun muss nur noch die Klassenkasse wieder auftauchen, dann wird es dem Tierheim bestimmt bald wieder besser gehen. Und Bella hat auch noch eine weitere tolle Idee, wie sie den Tieren noch mehr helfen kann!

Auch das vierte Abenteuer mit Bella und ihrer Stute Blue hat mir sehr gut gefallen. Mein Eindruck ist ja, dass diese schöne Reihe nicht sehr gut läuft. Was wirklich sehr schade ist, da die Bella & Blue Bücher wirklich toll sind. Ich frage mich ja, woran das liegen mag. Mich haben ja anfangs die Cover abgeschreckt, die mir leider so gar nicht gefallen, da ich sie einfach zu mädchenhaft und kitschig finde. Die Zielgruppe, sprich Mädchen ab 8 Jahren, müsste sich aber eigentlich von den Büchern angesprochen fühlen.

Auch wenn mir die Cover nicht gefallen, so versprechen sie doch unterhaltsame und süße Pferdegeschichten für junge Mädchen. Ich kann jedem Pferdemädchen ab etwa 8 Jahren diese Reihe sehr ans Herz legen! Dies hier ist ja nun bereits der vierte Band und da ich nun alle vier Bände kenne, kann ich versichern, dass die Reihe durchweg richtig gut bleibt und mich jeder Band begeistern konnte.

Ich rate hier aber dringend, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Die Bände bauen sehr aufeinander auf und es wird in jedem weiteren Teil schon recht viel Wissen aus den Bänden davor verlangt.

Es handelt sich auch hier wieder um das Tagebuch von Bella. Bücher im Tagebuchstil lese ich ja immer sehr gerne und bei dieser Reihe ist dieser wirklich richtig gut gelungen.

Der Schreibstil ist locker und leicht und liest sich sehr angenehm. Man könnte beim Lesen tatsächlich glauben, dass ein junges Mädchen die Tagebucheinträge geschrieben hat. Der Autor Manfred Theisen, der sich hinter dem Namen Emilia Klee verbirgt, hat selbst vier Töchter und weiß daher nur zu gut, wie Mädchen in Bellas Alter ticken.

Das Buch ist sehr humorvoll und liest sich durch den Tagebuchstil richtig witzig. Bella setzt hinter ihre Sätze immer sehr gerne Smileys, die je nach Laune lächeln, böse gucken oder zwinkern.

Auch schreibt Bella manche Unterhaltungen in Dialogform auf, was ich auch für eine tolle Idee halte, da es für ein Tagebuch realistisch ist und auch das Lesen so sehr abwechslungsreich wird.

Illustrationen von Marie Sann befinden sich ebenfalls in dem Buch. Diese wirken erstaunlicherweise gar nicht mehr so kitschig wie auf dem Cover. Marie Sann kann wirklich wunderbar zeichnen, besonders Pferde bekommt sie richtig schön hin.

Pferdemädchen werden bei diesem Buch auf jeden Fall ganz auf ihre Kosten kommen. Pferde begegnen einem in dieser Geschichte ständig, ob nun die Stute Blue oder das niedliche Hengstfohlen Aladin.

Das Thema Freundschaft wird in diesem Band auch ganz groß geschrieben, was mir ja sehr gefallen hat. Ich finde es immer gut, wenn die Bedeutsamkeit von Freunden in Kinderbüchern hervorgehoben wird. Ich habe mich ja sehr darüber gefreut zu sehen, wie dick Bella und Karoline mittlerweile befreundet sind und wie toll die beiden zusammenhalten. Auch die Liebe spielt in diesem Band eine kleine Rolle, denn Bella merkt, dass sie den Jungen Ludwig irgendwie ganz nett, wenn nicht sogar süß findet. ;-)

Die Bella & Blue Bücher sind meiner Meinung nach schon eine Reihe für Mädchen. Jungen werden wohl vermutlich nicht danach greifen, allein schon wegen der mädchenhaften Cover. Auch bei den Geschichten gehe ich davon aus, dass Jungen eher nicht so begeistert von denen sein werden. Für Pferdemädchen ab 8 Jahren aber, die gerne Pferdebücher und Bücher im Tagebuchstil lesen, ist die Bella & Blue Reihe perfekt geeignet! Mich konnte auch der vierte Band komplett überzeugen und ich würde mich ja sehr über weitere Fortsetzungen freuen. Nur gehe ich eher davon aus, dass es bei vier Bänden bleiben wird. Ich kann mich aber auch irren, ich lasse mich einfach überraschen, ob ich demnächst auch ein fünftes Abenteuer mit Bella und ihrer Stute Blue lesen darf.

Fazit: Witzig, abenteuerlich und perfekt für junge Pferdemädchen! Mich konnte auch der vierte Band der Bella & Blue Reihe hellauf begeistern und ich kann diese schönen Bücher wirklich jedem, der gerne Pferdegeschichten und Tagebücher liest, wärmstens empfehlen! Wie in den drei Bänden davor geht es auch im vierten Teil um die Themen Pferde, Freundschaft und Zusammenhalt. Der Humor der lieben Bella ist wirklich klasse und ich hatte hier jede Menge Spaß beim Lesen, auch wenn dieser für mich aufgrund der nur 120 Seiten wieder recht schnell vorbei war. Das Buch bekommt von mir volle 5 von 5 Sternen!



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Finn und Frieda halten den Herbst auf

Martin Klein , Kerstin Meyer
Fester Einband: 48 Seiten
Erschienen bei TULIPAN VERLAG , 21.08.2017
ISBN 9783864293955
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Auch wenn ich schon längst kein Leseanfänger mehr bin, lese ich ab und an sehr gerne Bücher für Erstleser. Manchmal aufgrund der schönen farbigen Illustrationen, sehr oft natürlich aber auch, weil mich die Geschichten sehr ansprechen. Bei Finn und Frieda traf beides zu: der Klappentext hatte mich sofort richtig neugierig auf das Buch gemacht und nach einem kurzen Blick in die Leseprobe, bei welchem mir sogleich die wundervoll farbenfrohen Bilder von Kerstin Meyer auffielen, stand für mich schnell fest, dass ich die Geschwister Finn und Frieda unbedingt kennenlernen wollte.

Finn und Frieda lieben den Sommer! Was man in der schönen Jahreszeit Tolles machen kann: Frisbee oder Federball spielen, Häuser aus Gras bauen und im Planschbecken baden. Doch dann merken die Geschwister eines Tages, wie kalt es draußen plötzlich ist. Oh nein, der Sommer ist vorbei! Nun heißt es wohl wieder eine lange Zeit warten bis der schöne warme Sommer wieder da ist. Finn und Frieda aber haben so gar keine Lust aufs Warten und auf den Herbst. Daher beschließen Finn und Frieda, dass sie den Herbst aufhalten werden. Und das ist wirklich kinderleicht! Die Wollsocken bleiben im Schrank, die Badesachen kommen trotz der Kälte wieder zum Einsatz. So planschen Finn und Frieda fröhlich im Planschbecken herum, verfärbte Blätter werden einfach schleunigst mit grüner Farbe übermalt und die reifen Pflaumen landen fix in den Bäuchen der Kinder. Bei so vielen tollen Ideen muss sich der Herbst doch einfach aufhalten lassen, oder?

Finn und Frieda halten den Herbst auf ist für diese Zeit einfach nur perfekt! Der Sommer verabschiedet sich so langsam, die Tage werden kürzer und kälter und ehe man es sich versieht, steht der Herbst vor der Tür. Der Sommer ist mit Abstand meine Lieblingsjahreszeit und wie Finn und Frieda bin ich jedes Jahr aufs Neue traurig, wenn die warmen Tage vorbei sind und man sich wieder wärmer anziehen muss.

Ich konnte daher sehr gut mit den Kindern mitfühlen. Ihre Idee, den Herbst aufzuhalten, fand ich richtig witzig und kreativ. Die beiden ignorieren die Kälte einfach und tun so, als ob der Sommer weiterhin da wäre. Jedes Anzeichen, das den Herbst ankündigt, wie bunt verfärbte Blätter oder reifes Obst, wird einfach schleunigst mit einem cleveren Einfall rückgängig gemacht, sodass der Herbst bei Finn und Frieda wirklich keine Chance hat.

Sogar die Eltern machen schließlich mit und trotz Regen wird draußen gegrillt und gepicknickt.

Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Beim Lesen habe ich mich ja gefragt, wieso ich als Kind eigentlich nie versucht habe, den Herbst aufzuhalten. Denn das ist ja eigentlich wirklich kinderleicht, wie Finn und Frieda es uns hier nur zu schön zeigen.

Ich musste beim Lesen ja sehr über die einfallsreichen und witzigen Ideen der Kinder schmunzeln. Junge Leser werden hier auf jeden Fall viel Spaß haben. Das Buch ist zwar nicht spannend, dafür sehr lustig und unterhaltsam. Ich kann mir gut vorstellen, dass so manche Kinder nach dem Lesen dieser Geschichte selbst mal den Versuch unternehmen werden, den Herbst aufzuhalten und den Sommer etwas in die Länge zu ziehen. Finn und Frieda zeigen ja nur zu gut, wie das funktioniert und wie viel Spaß man dabei haben kann.



Das Buch ist in der ABC-Reihe des Tulipan Verlages erschienen. Finn und Frieda befinden sich in der Stufe B, die für Kinder ab 7 Jahren empfohlen wird. Diese Altersempfehlung halte ich für sehr angemessen. Für Leseanfänger ist die Schriftgröße perfekt und der Schreibstil sehr gut verständlich. Die Sätze sind schön kurz und durch die viele wörtliche Rede wird der Text lebendig und lässt sich sehr flüssig lesen.

Das Buch eignet sich für Jungen und Mädchen ab 7 Jahren, die gerne unterhaltsame und weniger aufregende und spannende Geschichten mögen. Auch wenn man gerne Sommerbücher liest, ist dieses Buch absolut empfehlenswert. Der Herbst kündigt sich hier zwar bereits an, dennoch besitzt die Geschichte eine wunderbar sommerliche Atmosphäre, sodass man selbst wieder richtig Lust auf die warme Jahreszeit bekommt.

Was dann auch auf keinen Fall unerwähnt bleiben darf, sind die wunderschönen und sehr liebevoll gezeichneten Illustrationen von Kerstin Meyer. Ihre Bilder sind herrlich farbenfroh und es macht richtig viel Spaß diese zu betrachten. Auf jeder Doppelseite kann man tolle Illustrationen von Kerstin Meyer finden, die immer stimmig zur Handlung sind und die mich allesamt hellauf begeistern konnten.

Martin Klein und Kerstin Meyer ist hier ein wirklich richtig tolles Buch gelungen, welches der erste Band von Martin Kleins Jahreszeiten-Abenteuern in der ABC-Reihe ist. Auf seine weiteren Kinderbücher bin ich ja schon sehr gespannt!

Fazit: Liebenswert und witzig! Zusammen mit Finn und Frieda dürfen wir in dieser schönen Geschichte den Sommer länger genießen und haben dabei jede Menge Spaß. Für Kinder ab 7 Jahren ist das Buch sehr zu empfehlen. Die Schrift ist leicht lesbar und der Schreibstil altersgerecht. Zusammen mit den wundervollen und sehr farbenfrohen Illustrationen von Kerstin Meyer ist das Lesevergnügen hier perfekt. Mir hat Finn und Frieda halten den Herbst auf richtig gut gefallen und ich gebe gerne volle 5 von 5 Sternen!

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Tage wie diese

John Green , Maureen Johnson , Lauren Myracle , Julia Meier
Audio CD
Erschienen bei Jumbo, 08.09.2017
ISBN 9783833738036
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Hierzu habe ich vor gut einem Jahr das Buch gelesen. Als ich nun entdeckt hatte, dass es zu diesem wundervollen Weihnachtsbuch nun auch endlich ein Hörbuch gibt und dieses von großartigen Sprechern gelesen wird, wollte ich „Tage wie diese“ auch unbedingt zum Hören besitzen. Die Neuauflage des Cover gefällt mir richtig gut! Meine Buchausgabe besitzt ja das alte Cover, was fast genauso schön ist. Das neue Bild aber gefällt mir etwas besser, da ich die Kombination der beiden Farbtöne, also dunkelblau und golden, richtig schön und harmonisch finde. Sobald ich das Hörbuch in Händen hielt, habe ich meinen CD-Player angemacht und mit dem Hören begonnen.

Drei Autoren, drei Geschichten, drei Protagonisten. Das ist das Besondere an diesem Hörbuch. Denn dieses besteht aus drei verschiedenen Weihnachtsgeschichten, die aber alle drei zusammenhängen.

Mir waren bisher nur Werke von John Green bekannt gewesen. Dies war auch damals der Grund, weshalb ich das Buch so unbedingt lesen wollte, da ich die Bücher von John Green echt klasse finde.

Ich habe aber schon vor einem Jahr gemerkt, dass auch Maureen Johnson und Lauren Myracle ganz tolle Autorinnen sind. Gemeinsam haben die drei ein ganz wundervolles, weihnachtliches Jugendbuch geschrieben, welches ich nun endlich auch hören durfte.

Den Anfang macht Maureen Johnson mit Der Jubilee-Express.

In der Geschichte geht es um das Mädchen Jubilee, deren Weihnachten dieses Jahr das reinste Chaos ist. Ihre Eltern wurden verhaftet (nichts Schlimmes, keine Sorge), und Jubilee sitzt daher im Zug auf den Weg zu ihren Großeltern, um bei denen die Feiertage zu verbringen. Eigentlich hätte Jubilee ja gerne Weihnachten mit ihrem Freund Noah verbracht, doch der findet momentan kaum Zeit für sie. Als wäre Weihnachten nicht ohnehin schon im Eimer, bleibt der Zug aufgrund eines starken Schneesturms stecken. Jubilee hat keine Lust, weiterhin im Zug zu hocken und zu warten, dass es endlich weitergeht und steigt kurzerhand aus. Sie landet in einem Waffelhaus, in dem sie Stuart kennenlernt, einen sehr netten und attraktiven Jungen...

Die erste Geschichte wird von Julia Meier gelesen. Ich habe erst vor kurzem mein erstes Hörbuch mit ihr gehört und hatte ihre Stimme daher noch sehr gut im Ohr. Sie liest wirklich witzig und hat auch so ihre eigene Art zu betonen. Sie verstellt gekonnt ihre Stimme und mir hat es erneut sehr großen Spaß gemacht ihr zuzuhören.

Die zweite Geschichte stammt dann von Jonh Green und trägt den Titel Ein cheer unglaubliches Weihnachtswunder.

Aus der Sicht von Tobin verbringen wir zusammen mit ihm und seinen Freunden JP und dem Herzog (der Herzog ist übrigens ein Mädchen) ein genauso turbulentes Weihnachten wie mit Jubilee. Die drei Freunde wollten eigentlich Weihnachten gemeinsam in gemütlicher Runde vor dem Fernseher verbringen und sich James Bond Filme reinziehen – dann aber ruft ihr Freund Keun aus dem Waffelhaus an, mit einer tollen Nachricht! 14 Cheerleader seien gerade zu Gast und wollten unbedingt Twister spielen. Tobin, JP und der Herzog müssen sich beeilen, denn Keun berichtet ihnen, dass nur die ersten Leute, die beim Waffelhaus eintreffen, reingelassen werden. Hals über Kopf springen unsere drei Freunde ins Auto und düsen trotz des Schneesturms los. Eine sehr unterhaltsame und zugleich sehr gefühlvolle Fahrt beginnt…

Diese humorvolle und emotionale Geschichte wird von Jacob Weigert gelesen. Auch ihn kenne ich bereits aus anderen Hörbüchern und schon bei diesen hatte er mir als Sprecher richtig gut gefallen. Er hat eine sehr angenehme und junge Stimme, die zugleich auch frech wirkt. Perfekt für den Jungen Tobin! Auch hier war mein Hörspaß groß gewesen!

Den Schluss macht dann Lauren Myracle mit Der Schutzheilige der Schweine.

Auch diese Geschichte ist sehr gefühlvoll und unterhaltsam. Schon den Titel finde ich ja klasse.

Hier erzählt das Mädchen Addie von ihren Weihnachtstagen. Sie trauert gerade um ihren Ex-Freund Jeb, den sie selbst verlassen hat. Sie hat sich zu wenig von ihm beachtet gefühlt und konnte seine Schüchternheit bezüglich ihrer Beziehung einfach nicht verstehen. Addie hat es schon öfter zu hören bekommen und mittlerweile sieht sie es auch selbst ein: sie ist schon sehr egoistisch. Doch zum Glück hat Addie zwei wunderbare Freundinnen, die mit ihrer Art klarkommen und ihr in Zeiten der Not beistehen. Nachdem Addie sich ein paar Tage selbst bemitleidet hat, beschließt sie die Sache mit Jeb zu klären. Sie möchte sich mit ihm versöhnen, nur leider kann sie Jeb nicht erreichen und bei ihr eintreffen tut er auch nicht. Was Addie da noch nicht weiß, ist, dass Jebs Zug in einem Schneesturm stecken geblieben ist…

Diese Geschichte wird von Leonie Landa vorgelesen, die ich von allen drei Sprechern am besten finde. Sie hat eine richtig angenehme Stimme und liest sehr gefühlvoll. Wie schon bei Julia Meier und Jacob Weigert war es auch bei Leonie Landa nicht mein erstes Hörbuch mit ihr. Bei allen drei Sprechern hatte ich schon das Vergnügen, ihren Stimmen zu lauschen, daher war meine Vorfreude ja auch so groß gewesen, als ich entdeckt hatte, welche Sprecher dieses wunderschöne Buch lesen.

Den drei Autoren ist zusammen ein richtig tolles Weihnachtsbuch für Jugendliche ab 12 Jahren gelungen. Alle drei haben einen großartigen Schreibstil und eigentlich könnte ich gar nicht so wirklich sagen, welche Geschichte mir nun am besten gefallen hat. Vermutlich die von John Green, obwohl mich auch die anderen beiden sehr gut unterhalten und berührt haben. Kitschig ist keine der Geschichte und ich kann dieses Hörbuch jedem wärmstens empfehlen. Ganz besonders für die Weihnachtszeit ist es perfekt.

Ich finde es echt klasse, wie gut die Autoren drei Geschichten, die auch alleine stehen können, miteinander verwoben haben und so ein wundervolles Weihnachtsbuch geschaffen haben, welches nun grandios als Hörbuch umgesetzt wurde.

In jeder der drei Geschichten sind die Charaktere super sympathisch und besonders die drei Protagonisten sind mir nun, nach dem erneuten Wiedersehen, nur noch mehr ans Herz gewachsen. Obwohl ich bei Addie ein wenig gebraucht habe, aber auch sie habe ich letztendlich sehr lieb gewonnen.

Fazit: Dieses Hörbuch ist zum Träumen schön und perfekt für die Weihnachtszeit. Drei Autoren haben drei herrlich romantische und humorvolle Kurzgeschichten geschrieben, die allesamt von großartigen Sprechern vorgelesen werden. Ich hatte hier jede Menge Spaß beim Zuhören und kann das Hörbuch sehr empfehlen. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen! 

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66 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

this love has no end, rezension, romance, lovestory, love

This Love has no End

Tommy Wallach , Henriette Zeltner
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbj, 04.09.2017
ISBN 9783570173961
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Cover dieses Buches finde ich wunderschön - das Pärchen, welches man von hinten sieht und im Hintergrund dieses wundervolle Panorama einer großen Stadt im Dunklen. Da sowohl das Cover als auch der Klappentext meine Neugier auf das Buch geweckt haben, wollte ich den neuen Jugendroman von Tommy Wallach unbedingt lesen!

Der 17-jährige Parker führt ein ruhiges und recht einsames Leben. Seit dem Tod seines Vaters kann er nicht sprechen und kommuniziert mithilfe von Gebärdensprache oder seinen Notizbüchern. Eines seiner Hobbys ist es, sich in große Luxushotels zu schleichen und dort diese besondere Atmosphäre zu genießen, die nur in Hotels zu finden ist. In der Lobby eines solchen Hotels trifft Parker eines Tages auf das Mädchen Zelda. Von ihrem silberfarbenen Haar ist er sofort ganz fasziniert und als er sieht, dass sie in dem Besitz eines sehr dicken Banknotenbündels ist, kann er nicht widerstehen und stiehlt es ihr, als sich eine günstige Gelegenheit bietet. Er ist schon seit langer Zeit ein wahrer Meister darin, für andere Leute nahezu unsichtbar zu sein und nutzt dieses Talent, um hin und wieder etwas mitgehen zu lassen. Doch anders als sonst plagt ihn diesmal das schlechte Gewissen und er bringt seine Beute zurück. Zelda und er fangen an, sich zu unterhalten, wobei natürlich nur Zelda redet und Parker schreibt. Nach anfänglichem Zögern lässt sich Parker auf eine Wette ein und für ihn und Zelda beginnen drei wundervolle Tage, die turbulent, romantisch und aufregend sind. Beide erkennen in dieser gemeinsamen Zeit, was ihnen wirklich wichtig ist und für was es sich lohnt zu leben.

Tja, wie soll ich dieses Buch bewerten? Was darf ich in meiner Rezension erwähnen, ohne zu viel von der Geschichte zu verraten? Sonst fällt es mir ja immer recht leicht, ein Buch zu rezensieren, hier aber tue ich mich ziemlich schwer.

Nicht nur, dass ich mir unsicher bin, was für Details ich nennen kann, ohne anderen die Spannung zu nehmen, auch bin ich hin und her gerissen, ob mir das Buch nun eigentlich sehr gut gefallen hat oder eher weniger gut. Vieles konnte mich begeistern, anderes aber habe ich als etwas merkwürdig empfunden. Vielleicht mal zuerst zu den positiven Dingen, denn diese zu nennen fällt mir eindeutig leichter als die negativen.

Der Schreibstil von Tommy Wallach ist wirklich gut. Er schreibt sehr humorvoll und flüssig, sodass ich das Buch in einem sehr flotten Tempo lesen konnte. Wir erfahren alles aus der Sicht von Parker, der seit dem Tod seines Vaters alleine mit seiner Mutter in einem kleinen engen Haus in San Francisco lebt. Sein Vater ist bei einem Unfall ums Leben gekommen und seit diesem Tag kann Parker nicht mehr sprechen. Auch eine Therapie hat nicht geholfen, sodass sich Parker mithilfe von Gebärdensprache und dem Schreiben verständigt. Ich mochte Parker sofort. Trotz seines nicht leichten Lebens hat er eine sehr positive Einstellung und besitzt einen tollen Humor. Doch als Leser merkt man recht schnell, dass Parker auch so seine Probleme hat: Er spricht nicht, hat keine Freunde und lässt gerne Sachen mitgehen. Trotz seiner witzigen Art zu erzählen, hatte ich großes Mitleid mit Parker, welches sich aber im Verlaufe des Buches gelegt hat, da sich Parkers Leben sehr zum Guten verändert. Parker entwickelt sich in dem Buch richtig schön weiter, was er allein Zelda zu verdanken hat.

Zelda ist nun ein Punkt, bei dem es mir schwer fällt zu erklären, was mich hier gestört hat. Zelda selbst mochte ich recht gerne. Sie ist sympathisch und wirklich etwas ganz Besonderes. Ihr silberfarbenes Haar ist da nur eine Kleinigkeit. Zelda kommt einem stellenweise schon etwas verrückt vor. Auch erzählt sie Parker etwas, was für mich sehr überraschend kam und was mir nicht so wirklich gut gefallen hat. Da dieser Punkt im Klappentext nicht erwähnt wird und ich auch nicht zu viel vom Inhalt verraten möchte, gehe ich hier lieber nicht weiter ins Detail. Die Geschichte rund um das Mädchen Zelda konnte mich jedenfalls nicht so wirklich begeistern.

Was ich auch immer etwas seltsam fand, waren die Geschichten von Parker. Er trägt ja immer ein Notizbuch bei sich, weil er nicht sprechen kann. In diese Bücher schreibt er viele Geschichten, von denen wir hier drei zu lesen bekommen. Ich würde diese als Märchen bezeichnen und empfand sie als etwas skurril.

Eigentlich hat mir das Buch ja gut gefallen. Ich hatte schon sehr viel Spaß beim Lesen und habe ganz besonders den Schauplatz des Buches, also San Fransisco, sehr gemocht. Die Charaktere hat der Autor auch sehr schön ausgearbeitet, sowohl Parker und Zelda, als auch die Nebencharaktere.

Zudem handelt es sich hier nicht nur um eine Liebesgeschichte. Das Buch beinhaltet noch so einige Themen mehr wie Tod, Einsamkeit und Schicksalsschläge. So merkwürdig ich manche Dinge hier auch fand, die Idee des Buches und die Stimmung, die die ganze Zeit über herrschte, hat mir sehr gut gefallen. Auch hat mich das Buch sehr berührt und nachdenklich gemacht. Man stellt sich beim Lesen immer wieder selbst die Frage, was einem selbst im Leben eigentlich wichtig ist und für was es sich lohnt zu leben.

Ich empfand die Geschichte als viel ernster, als ich erwartet hätte. Ich hatte ja mit einer romantischen und unterhaltsamen Liebesgeschichte gerechnet und auch wenn diese natürlich vorhanden ist, hat sie sich als ganz anders erwiesen, als ich anhand des Klappentextes vermutet habe.

Das Buch ist auf jeden Fall mal etwas Anderes und Außergewöhnliches. Eigentlich finde ich es ja auch mal ganz schön, es hier nicht mit einer gewöhnlichen und klischeehaften Teenie-Lovestory zu tun bekommen zu haben. Empfehlen kann ich das Buch auf jeden Fall. Komplett überzeugen konnte es mich zwar nicht, aber berührt und nachdenklich gestimmt hat es mich definitiv. Und auch der Anteil Unterhaltung kam nicht zu kurz.

Fazit: Anders als erwartet und stellenweise etwas merkwürdig. Dennoch hat mir das Buch gut gefallen. Es ist humorvoll, berührend und hat trotz sehr viel Ernst eine locker-leichte Atmosphäre. „This Love has no End“ ist mal erfrischend anders und keine normale klischeehafte Liebesgeschichte. Dieses Buch zu bewerten ist mir erstaunlich schwer gefallen, aber ich habe mich schließlich für volle 4 von 5 Sternen entschieden!

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126 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

laufen, blindheit, jugendbuch, freundschaft, blind

Wie ich dich sehe

Eric Lindstrom , Katarina Ganslandt
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551583475
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Keine Angst vor Stinktieren

Elana K. Arnold , Sylke Hachmeister , Sebastian Rudolph
Audio CD
Erschienen bei Silberfisch, 31.08.2017
ISBN 9783867423427
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Als ich dieses schöne Hörbuch das erste Mal sah, hatte mich das niedliche Cover sofort angesprochen. Da auch der Klappentext eine sehr süße Geschichte versprach und ich zudem Sebastian Rudolph als Sprecher sehr gerne höre, wollte ich Bat und sein Stinktier unbedingt kennenlernen.


Bat ist ein riesengroßer Tierliebhaber. Da seine Mutter beruflich viel mit Tieren zu tun hat und er ihr oft dabei hilft, hat er regelmäßig Kontakt zu Tieren. Er selbst besitzt leider kein Haustier, doch das ändert sich, als seine Mutter eines Tages mit einem kleinen Tierbaby nach Hause kommt. Dieses ist allerdings kein gewöhnliches Haustier wie ein Welpe oder ein Kätzchen, nein, was die Mutter nach mitgebracht hat, ist ein kleines Stinktierbaby. Anders als Bats große Schwester Janie verliebt sich der Junge sofort in das niedliche schwarz-weiße Wesen. Er beginnt sich liebevoll um es zu kümmern und schließt es immer mehr in sein Herz. Sobald es etwas kräftiger ist, soll das Stinktier in die Rettungsstation für Wildtiere kommen. Bat aber findet, dass das Kleine es bei ihm zu Hause viel besser hätte. Er möchte das Stinktier unbedingt behalten und beginnt daher einen cleveren Plan austüfteln, um seiner Mutter davon zu überzeugen, dass er für ein super Stinktierhalter ist.


Hier haben mir Cover und Klappentext nicht zu viel versprochen. „Keine Angst vor Stinktieren“ ist eine sehr niedliche und einfühlsame Tiergeschichte, die mich hellauf begeistern konnte. Obwohl das Hörbuch für Kinder ab 8 Jahren ist, habe ich mich bestens unterhalten gefühlt und hatte jede Menge Spaß beim Zuhören.


Bat ist ein ganz lieber Junge, den ich sofort fest in mein Herz geschlossen habe. Kurz hatte ich mich ein wenig über sein Verhalten gewundert, dann aber ist mir klar geworden, dass Bat kein gewöhnlicher Junge ist, sondern an Autismus leidet. Ich habe mich nie groß mit dieser Thematik beschäftigt, habe aber dennoch recht schnell gemerkt, dass Bat ein ganz besonderer Junge ist.


Er nimmt gewisse Dinge anders wahr als andere Menschen. Zudem besitzt er nicht sehr viele Freunde, weil es ihm schwer fällt, zu Gleichaltrigen Kontakt herzustellen und er sowieso viel lieber mit Tieren spielt, da er die mehr als seine Freunde betrachtet.


Das Wort Autismus fällt an keiner Stelle und es wird auch nie genauer gesagt, dass Bat an einer Störung leidet. Die Anzeichen sind aber recht eindeutig und manche werden auch gleich am Anfang erwähnt, wie, dass Bat ein feineres Gehör besitzt oder dass er, wenn er nervös ist, immer mit seinen Händen rumflattert. Auch wird deutlich, dass er sehr viel aufmerksam benötigt. Er gerät schnell in Panik, wenn sein normaler Alltag aus dem Rhythmus gerät und nicht alles wie gewohnt verläuft. 


Ich hatte mit so einem doch recht ernsten Thema gar nicht gerechnet und war daher etwas überrascht. Allerdings hat es mich nicht gestört. Ich hatte zwar eine reine unterhaltsame Tiergeschichte erwartet, finde es aber wirklich gut, dass auch so ein tiefgründiges Thema wie Autismus zur Sprache kommt.


Es wurden auch noch andere wichtigen Themen in die Geschichte eingebaut wie Freundschaft und Familie. Bat fällt es, wie bereits erwähnt, recht schwer Freundschaften zu anderen Kindern zu schließen. Dann ist auch die Situation in der Familie nicht ganz einfach, weil Bats Eltern geschieden sind. 


Die Themen Autismus, Freundschaft und Scheidung werden in dem Buch sehr kindgerecht und liebevoll beschrieben. Auch die Beziehung zwischen Mensch und Tier wird sehr rührend dargestellt. Bat hat sich sofort in das kleine Stinktier verliebt und beginnt sich wundervoll um das kleine Wesen zu kümmern, sodass einem richtig warm ums Herz wird.
Ganz nebenbei lernt man hier auch noch viel Wissenswertes über Stinktiere. Ich wusste vor diesem Hörbuch eher wenig über diese Tiere und habe hier beim Zuhören wirklich sehr viel Neues erfahren.


Tierliebhabern kann ich „Keine Angst vor Stinktieren“ ganz besonders ans Herz legen. Es ist sowohl für Jungen als auch für Mädchen sehr gut geeignet und kann auch durchaus von etwas älteren Kindern gehört werden. Wirklich spannend ist die Geschichte zwar nicht, dafür sehr herzerwärmend und schön.


 Vorgelesen wird dieser tolle Hörspaß von Sebastian Rudolph. Er hat eine sehr angenehme Stimme und liest in einem optimalen Lesetempo. Auch verstellt er seine Stimme gekonnt, sodass man immer gleich heraushört, wer gerade spricht. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, ihm zu lauschen und zusammen mit ihm Bats Geschichte zu erfahren, welche mir richtig gut gefallen hat. Ich fand es so schön zu sehen, wie Bat das kleine Stinktier pflegt und wie die Bindung zwischen den beiden immer inniger wird. Bat möchte das Stinktier unheimlich gerne behalten und versucht seine Mutter davon zu überzeugen, dass er der Verantwortung, ein Stinktierhalter zu sein, gewachsen ist. Ob ihm das gelingt, werde ich hier natürlich nicht verraten. ;-)


Fazit: Eine wunderschöne Geschichte über einen liebenswerten Jungen, welcher sich so liebevoll um ein kleines Stinktiertier kümmert, dass einem richtig warm ums Herz wird. Es kommen hier viele wichtige Themen zur Sprache wie Autismus, Freundschaft und Probleme in der Familie. Sebastian Rudolph liest diese herzerwärmende Geschichte wirklich klasse vor, da macht das Zuhören jede Menge Spaß. Mir hat „Keine Angst vor Stinktieren“ richtig gut gefallen und ich kann es ganz besonders Jungen und Mädchen ab 8 Jahren empfehlen, die gerne Tiergeschichten hören. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

bilderbuch, freundschaft, wollschweine, schafe, lustig

Krümel und Fussel - Allein unter Schafen

Judith Allert , Joëlle Tourlonias
Fester Einband
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 23.08.2017
ISBN 9783473446971
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Da mir der erste Band von Krümel und Fussel richtig gut gefallen hatte, war meine Vorfreude auf die Fortsetzung sehr groß gewesen. Auch hier hat mich das niedliche Cover wieder sofort angesprochen und mich auf das neue Abenteuer der beiden Wollschweinen sehr neugierig gemacht.

Seit Krümel und Fussel ihren Stall verlassen haben, sind die beiden Wollschweine ganz schön viel herum gekommen und ständig auf der Suche nach neuen spannenden Abenteuern. Das nächste Abenteuer lässt auch nicht lange auf sich warten, denn die beiden Wollschweine treffen auf eine Herde Schafe. Gerade haben die beiden noch friedlich auf einer Wiese geschlummert, da befinden sie sich plötzlich inmitten von flauschigen Wollpopos. Verrüsselt nochmal, wo kommen die denn auf einmal her? Um nicht als Schweine aufzufallen, beginnen Krümel und Fussel sich wie waschechte Schafe zu benehmen und mache Mäh und fressen Gras. Doch lange können sie sich nicht undercover unter den Schafen verbergen, denn die beiden entdecken etwas ganz Wunderbares! Eine Schlammsuhle. Ein Traum jedes Wollschweines. Sofort nehmen die beiden ein ausgiebiges Schlammbad. Die Schafe sind entsetzt. Als Fussel dann auch noch das Oberschaf aus Versehen mit Schlamm bespritzt, sieht es richtig nach Ärger aus. Oje, ob unsere lieben Wollschweine wohl wieder heil aus dieser verzwickten Lage herauskommen werden?

Auch das zweite Abenteuer von Krümel und Fussel konnte mich hellauf begeistern! Die Geschichte ist herzallerliebst und die Illustrationen wieder traumhaft schön.

Krümel und Fussel muss man einfach gern haben. Nicht nur, dass diese putzigen Wollschweine super niedlich aussehen, auch ihre aufgeweckte und liebenswerte Art sorgt dafür, dass man die beiden wolligen, abenteuerlustigen Schweine sofort in sein Herz schließen muss.

Seit die beiden im ersten Band entdeckt haben, wie toll und aufregend es außerhalb ihres Schweinestalls ist, sind die beiden immerzu auf der Suche nach neuen Abenteuern.

Als sie sich nach einem Nickerchen inmitten flauschiger Schafe befinden, hat ihre Suche kurzzeitig ein Ende. Die vielen Schafe machen Krümel und Fussel Angst und da es ihnen nicht gelingt, sich zwischen den vielen Wollpopos hindurchzuzwängen, versuchen die beiden nicht aufzufallen und sich wie waschechte Schafe zu benehmen. Nur ist das Schafsleben ziemlich langweilig, gerade für unsere zwei Abenteuer-Schweine. Als Krümel dann eine Schlammsuhle entdeckt, kann das kleine Wollschwein nicht widerstehen und springt hinein. Damit ist die Tarnung der beiden aufgeflogen und die Schafe merken, dass diese seltsamen „Schafe“, die da die ganze Zeit unter ihnen waren, in Wahrheit Schweine sind! Krümel und Fussel rechnen nun mit jeder Menge Ärger und das dann auch erst recht, als das Oberschaf eine Ladung Matsch abbekommt. Dann aber zeigt sich, dass die Schafe sehr freundlich sind und auch offen für etwas Neues. Manchmal muss eben auch ein Schaf Schwein sein! So nimmt kurz darauf die gesamte Herde ein Schlammbad und hat jede Menge Spaß dabei.

Diese wunderschöne Bilderbuchgeschichte zeigt also nur zu deutlich, dass man nicht zu schnell über andere urteilen sollte und zudem bereit sein sollte, neue Dinge auszuprobieren. Krümel und Fussel halten die Schafe anfangs für etwas eingebildet und sehr langweilig. Die Schafe wiederum finden es super eklig, dass Krümel und Fussel im Matsch baden. Dann aber zeigt sich, dass Schafe gar keine so großen Langweiler sind und gerne auch mal etwas Neues ausprobieren. Zu ihrem Erstaunen stellen die Schafe dann fest, wie toll es ist, sich im Schlamm zu suhlen und sich wie ein richtiges Schwein zu benehmen.

Die Geschichte ist sehr herzerwärmend und wird ganz sicher Groß und Klein begeistern können. Mich zumindest hat sie das und ich kann auch dieses wunderbare Bilderbuch mit den zwei Wollschweinen wärmstens empfehlen. Vom Verlag wird das Buch ab 4 Jahren empfohlen und dieser Empfehlung schließe ich mich an. Kinder in dem Alter werden der Handlung gut folgen und die Botschaft verstehen können. Die Textmenge ist auch angemessen und der Schreibstil leicht verständlich und durch die viele wörtliche Rede wird die Geschichte schön fröhlich und lebendig.

Was mir ja wieder sehr gut gefallen hat, sind die vielen witzigen Wortkreationen. Mit denen bekommt man es ja bereits im ersten Band zu tun und ich habe zu meiner Freude festgestellt, dass Krümel und Fussel auch hier wieder lauter ulkige Wörter sagen wie „wunderborstig“ oder „schlammastisch“. Da macht das Vorlesen richtig viel Spaß und ganz besonders Kinder werden von diesen lustigen Wörtern ganz begeistert sein.

Auch wie die Schafe sprechen, hat mir sehr gut gefallen. So machen diese natürlich ihr übliches „Määääh“, aber auch andere Wörter sprechen sie sehr schafsmäßig aus wie „schö-ö-ö-ön“ oder „drä-ä-ä-äckig“. Ich musste hier ja immer wieder sehr schmunzeln und war auf jeder neuen Seite immer schon ganz gespannt darauf zu erfahren, was für lustige Wortkreationen mir wohl noch so begegnen werden.

Was man dann ja auch noch unbedingt erwähnen muss, sind die großartigen Illustrationen von Joelle Tourlonias. Ich liebe ihre Zeichnungen ja sehr und besitze mittlerweile viele schöne Bücher, die von ihr illustriert worden sind. Auch in diesem Buch befinden sich wieder ganz zauberhafte und sehr liebevoll gezeichnete Bilder von ihr. Wie es Joelle Tourlonias‘ Stil ist, sind die Farben etwas dunkler und gedeckter. Als farbenfroh würde ich die Bilder nicht wirklich bezeichnen, dafür aber als super niedlich! Krümel, Fussel und die Schafe sehen richtig putzig aus und ihr süßes Aussehen wird Kinder bestimmt sofort ansprechen.

Das Buch bietet einen tollen Vorlesespaß für die ganze Familie! Die Geschichte ist total liebenswert und die Illustrationen laden zum Staunen und Bewundern ein. Man muss auch nicht den ersten Band kennen. Die Bücher sind in sich abgeschlossen und es werden in Band 2 keine Vorkenntnisse aus dem Teil davor verlangt.

Ich hoffe ja sehr, dass es noch weitere Bücher mit Krümel und Fussel geben wird. Die beiden haben mein Herz längst erobert und ich würde nur zu gerne noch ein paar weitere schöne Abenteuer mit den beiden Wollschweinen erleben!

Fazit: Super Vorlesespaß für die ganze Familie! Auch im zweiten Band von Krümel und Fussel dürfen wir mit den beiden Wollschweinen ein aufregendes und lustiges Abenteuer erleben. Hier ist das Vorlesen das reinste Vergnügen, da es viele witzige Wörter gibt, die man wunderbar betonen kann, sodass Kinder beim Zuhören jede Menge Spaß haben werden. Auch die Illustrationen sind wieder großartig und machen diese liebenswerte Bilderbuchgeschichte perfekt. Ich bin hellauf begeistert und gebe Krümel und Fussel volle 5 von 5 wolligen Sternen! 

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39 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

künstliche intelligenz, jugendbuch, stalker, zukunft, clou

Cloud

Claudia Pietschmann
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Arena, 10.08.2017
ISBN 9783401603490
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bei diesem Buch konnten mich Cover und Klappentext sofort überzeugen. Mir ist Cloud das erste Mal im Internet beim Durchstöbern der Neuerscheinungen aufgefallen und es hatte sehr schnell meine Neugier geweckt. Sobald ich es dann in Händen hielt, konnte ich nicht länger warten und habe sogleich mit dem Lesen begonnen.


Für Emma bricht eine Welt zusammen, als ihr geliebter kleiner Bruder bei einem Unfall ums Leben kommt. Immer mehr zieht sich Emma vor ihren Freunden zurück und verkraftet diesen Schicksalsschlag nur schwer. Auf Facebook erhält sie dann eines Tages eine Freundschaftsanfrage von einem Jungen namens Paul. Nach kurzem Zögern nimmt Emma diese an, denn bei Paul hat sie das Gefühl, dass er der Einzige ist, der sie wirklich versteht. Sie öffnet sich ihm und teilt ihm ihre Gefühle und Probleme mit. Paul geht auf diese ein und endlich fühlt sich Emma nach langer Zeit wieder besser und glücklicher. Sie fasst immer mehr Vertrauen zu Paul, beantwortet bereitwillig seine vielen Fragen, schickt ihm sogar Videos aus ihrem Alltag. Schließlich spricht Emma Paul auf ein Treffen an, damit sie sich endlich persönlich kennenlernen können. Doch Paul weicht immer wieder aus, lässt sich Ausreden einfallen und mit der Zeit wird Emma unsicher. Wer ist eigentlich dieser Paul? Fühlt er für sie dasselbe wie sie für ihn? Wenn ja, warum möchte er sich dann nicht mit ihr treffen? Kurz entschlossen macht sich Emma auf den Weg nach zu ihm Schottland, ohne dass dieser etwas davon weiß. Doch dann findet Emma etwas Unglaubliches und auch Erschreckendes heraus. Ob sie den Kontakt zu Paul nicht lieber abbrechen sollte?


Cloud ist bereits das zweite Buch von Claudia Pietschmann. Ihr erstes Buch Gooddreams kenne ich noch nicht, was sich aber bald ändern wird, denn Cloud hat mir so gut gefallen, dass ich nun auf Claudia Pietschmanns anderes Werk richtig neugierig geworden bin.


Mich konnte Cloud sofort in seinen Bann ziehen. Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich das Buch vermutlich in nur einem Tag durchgelesen. Es ist bis zum Schluss spannend und steckt voller überraschender Wendungen.


Als Leser bekommen wir einen sehr guten Eindruck von Emma. Man merkt sofort, wie psychisch angeschlagen sie aufgrund ihres verstorbenen Bruders ist. Dass sie jemanden zum Reden braucht, ist verständlich und auch, dass sie sich sehr bereitwillig jemanden anvertraut, den sie überhaupt nicht kennt, bei dem sie sich aber verstanden und gut aufgehoben fühlt. Dieser Jemand ist Paul, den Emma im Internet kennenlernt.

Mir war Paul von Anfang an nicht geheuer. Er will erschreckend viel von Emma und ihrem Leben wissen und ich hatte ja schon bei den ersten Gesprächen zwischen den beiden so meine Bedenken, dass Emma Paul so viel von sich erzählt.

Emmas Naivität war auch das Einzige, was mir an dem Buch nicht so gut gefallen. Es ist zwar nachvollziehbar, dass Emma sich in ihrer psychischen Verfassung jemanden anvertraut, bei dem sie sich verstanden fühlt, dennoch konnte ich es einfach nicht begreifen, wieso Emma erst so spät gemerkt hat, wie gefährlich dieses unbewusste Handeln für sie werden kann.


Ich selbst bin ja immer sehr vorsichtig was das Internet angeht. Ich achte ganz genau darauf, wie viel ich im Netz über mich preisgebe und war daher sehr geschockt zu sehen, wie bereitwillig Emma Pauls Fragen beantwortet und wie viel Privates aus ihrem Leben sie ihm, einen Fremden, erzählt.


Das Buch zeigt einem nur zu deutlich, wie gefährlich das Internet sein kann und dass man aufpassen muss, wem man was anvertraut.

Mich konnte dieses interessante Thema bis zum Schluss fesseln. Ich habe das Buch an keiner Stelle als langweilig empfunden und auch der Schluss konnte mich sehr zufrieden stellen.


Die Charaktere sind Claudia Pietschmann sehr gut gelungen. Emma war mir sofort sympathisch und durch die tollen und authentischen Beschreibungen ihrer Gefühle konnte ich mich auch wunderbar in sie hineinversetzen. Nur ihr naives Handeln was Paul betrifft, konnte ich, wie oben bereits erwähnt, nicht nachvollziehen.

Auch die anderen Charaktere wurden sehr schön von der Autorin ausgearbeitet. Paul war mir zwar nicht sympathisch, aber für die Geschichte des Buches war sein Charakter perfekt. Emmas Freund Matt habe ich sofort fest in mein Herz geschlossen und auch die Freundin Hazel mochte ich sehr.

Die Beschreibungen der Eltern haben mir ebenfalls gut gefallen, da sie wie bei Emma sehr realistisch sind. Auch Emmas Eltern können den Verlust ihres Sohnes nur schwer verarbeiten und ziehen sogar in neues Haus ein, in welchem sie sich sicherer fühlen.


Die Darstellungen dieses futuristischen Hauses haben mir ja richtig gut gefallen. Ich würde mich alles andere als technikbegeistert beschreiben und habe von Technik auch überhaupt keine Ahnung, dennoch habe ich die Beschreibungen dieses „SmartHomes“ mit viel Begeisterung gelesen. Für mich wäre so ein Haus, in welchem alles per App und Computer gesteuert wird, eindeutig nichts, aber als interessant habe ich es dennoch empfunden. Wer weiß, vielleicht leben wir ja alle irgendwann in SmartHomes und fahren selbststeuernde Autos, so wie Emmas Mutter.

Der Schreibstil von Claudia Pietschmann hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Er ist flüssig, leicht und liest sich sehr angenehm. Bei mir sind die Seiten wirklich nur so geflogen, was auch an dem tollen Spannungsaufbau des Buches lag.


Ich kann Cloud jedem wärmstens empfehlen. Man muss auch nicht viel Ahnung von Technik haben, um das Buch verstehen zu können oder um es zu mögen. Ich bin da nur das perfekte Beispiel, da ich wirklich eine ziemliche Technik-Laie bin.

Die Idee des Buches wurde hier sehr gut umgesetzt und meine Erwartungen konnte der neue Jugendroman von Claudia Pietschmann auch vollkommen erfüllen. Empfohlen wird Cloud ab 12 Jahren, was ich für angemessen halte; das Buch lässt sich aber auch wunderbar von Erwachsenen lesen.


Fazit: Super Idee, die klasse umgesetzt wurde. Cloud ist ein sehr spannendes und faszinierendes Jugendbuch, welches mir richtig gut gefallen hat. Die Charaktere sind authentisch, die Handlung mitreißend und der Schreibstil klasse. Mich hat nur Emmas naives Verhalten etwas gestört, ansonsten bin ich wirklich hellauf begeistert von dem Buch und vergebe gerne volle 5 von 5 Sternen!

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133 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 62 Rezensionen

new york, liebe, chatroman, anna pfeffer, chat

New York zu verschenken

Anna Pfeffer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbj, 28.08.2017
ISBN 9783570173978
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Da mir das Buch „Für dich soll‘s tausend Tode regnen“ von dem Autorinnen-Duo, welches sich hinter dem Namen Anna Pfeffer verbirgt, richtig gut gefallen hatte, war ich auf ihr neues gemeinsames Jugendbuch schon sehr gespannt gewesen. Das Cover hatte mich mit seinen knalligen Farben ja sofort angesprochen und mich sehr neugierig auf das Buch gemacht. Vom Klappentext wusste ich, dass es sich hier um einen Chatroman handelt. Solche Bücher lese ich ja immer sehr gerne, da diese meistens recht unterhaltsam sind. Meine Vorfreude auf „New York zu verschenken“ war daher sehr groß!

Der 17-jährige Anton hat eigentlich alles, was sich ein Teenager in seinem Alter nur wünschen kann: eine reiche Familie, daher keine Geldsorgen, tolle Eltern, die sich immer noch bestens verstehen und keine lästigen Geschwister, die ihm auf die Nerven gehen. Was er aber leider nicht mehr hat, ist eine Freundin. Seine Ex Olivia hat ihn vor kurzem verlassen, was für Anton sehr überraschend kam. Gerade hat er sie noch mit einem Ticket für eine New York Reise überraschen wollen, da ist es auf einmal vorbei mit der Beziehung. Da das Ticket auf den Namen Olivia Lindmann gebucht ist, beginnt Anton auf Instagram einen Aufruf zu starten, auf den sich alle mit dem Namen Olivia Lindmann melden sollen, die Lust haben, mit einem gutaussehenden und charmanten 17-jährigen Jungen nach New York zu reisen. Neben etwas merkwürdigen Frauen meldet sich auch die 16-järhige Liv. Die beiden schreiben sich in den nächsten Wochen regelmäßig und Anton merkt recht schnell, dass Liv ganz anders ist, als die Mädchen, die er bisher kennengelernt hat...

Wie bereits erwähnt, handelt es sich hier um einen Chatroman, daher besteht das Buch nur das aus Chatgesprächen zwischen Anton und Liv. Kapitel gibt es keine, was ich aber hier nicht als störend empfunden habe. Sonst mag ich es ja nicht so gerne, wenn Bücher nicht in Kapitel unterteilt sind, in diesem Roman aber habe ich das als sehr passend und sinnvoll empfunden.

Kapitel finde ich ja für den Lesefluss immer ganz gut, da diese auch Struktur in die Geschichte bringen. Dieses Buch aber hat sich auch ohne Kapitel wunderbar leicht und sehr flüssig lesen lassen.

Ich habe das Buch ja wirklich in einem Affenzahn durchgelesen. Dazu haben mehrere Dinge beigetragen: zum einen ist der Schreibstil wirklich super! Locker-leicht und herrlich humorvoll. Die Dialoge zwischen Anton und Liv sind sehr unterhaltsam und haben mich immer wieder sehr ins Schmunzeln gebracht. Was den Humor betrifft, haben die Autorinnen genau meinen Geschmack getroffen. Daher habe ich das Buch auch kaum aus der Hand legen können und es recht fix beendet.

Die Geschichte ist schon echt süß. Vieles war für mich zwar vorhersehbar, aber das fand ich nicht schlimm. Klischees sind natürlich auch vorhanden, aber da ich damit gerechnet habe und ich auch so jemand bin, den Klischees nicht groß stören, haben diese Punkte meinen Lesespaß nicht negativ beeinflusst.

Was mir aber nicht so gut gefallen hat, ist, dass sich manche Szenen ein bisschen in die Länge gezogen haben. Stellenweise hatte ich das Gefühl, dass Anton und Liv ständig nur über ein bestimmtes Thema geredet haben und nicht groß etwas Neues passiert ist.

Ein weiterer Punkt, der mich etwas enttäuscht hat, ist, dass das Buch so gut wie gar nicht in New York spielt. Ich lese Geschichten, die in dieser aufregenden Stadt spielen, immer total gerne und anhand des Covers und des Titels hatte ich mit mehr New York gerechnet.

Ein letztes, was mich auch ein bisschen beim Lesen gestört hat, waren die vielen Hashtags. Die fand ich ab und an etwas albern und wenn sie sehr lang waren, fand ich es immer etwas anstrengend, sie zu lesen. Die Idee aber finde ich eigentlich ganz witzig, nur waren mir manche Hashtags einfach zu lang.

Das war es dann aber auch mit der negativen Kritik. Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen. Nicht nur die witzige Story, auch die Charaktere, sprich, Anton und Liv, fand ich super.

Anton hält man anfangs für den typischen Macho, der sich für extrem cool und sexy hält und denkt, dass alle Mädchen ihn toll finden. Zudem braucht er sich um Geld keine Sorgen zu machen, da seine Eltern stinkreich sind. Im Verlaufe des Buches merkt man aber, dass Anton gar nicht so oberflächlich ist, wie man anfangs gedacht hat.

Liv dagegen ist viel zurückhaltender und ernster. Sie muss sich Zuhause viel um ihre kleine Schwester und ihre Mutter kümmern, was mir ja irgendwie wirklich leid getan hat, da mein Eindruck war, dass die ganze Arbeit an Liv hängen bleibt und sie kaum Zeit für sich und ihre Hobbys hat.

Anton hat mir aufgrund seines Humor echt gut gefallen. Liz war mir manchmal etwas zu ernst, aber sympathisch war sie mir dennoch sehr. Ganz besonders auch, weil sie eine große Leseratte ist und hauptsächlich Bücher auf Instagram postet (wie ich auch).

Die beiden sind also sehr verschieden, aber gerade diese Gegensätze machen die Chatgespräche so super witzig. Die beiden necken sich ständig und sprechen über Themen, die wohl jeder Jugendliche gut kennt, daher wird sich hier wohl auch ganz besonders die Zielgruppe des Buches angesprochen fühlen. Ich bin ja nun schon ein bisschen älter, hatte aber dennoch richtig viel Spaß beim Lesen und hatte einige sehr nette Lesestunden mit dem Buch.

Das Ende hat mir richtig gut gefallen, da es für mich sehr überraschend kam. Vieles in dem Buch war ja wirklich sehr vorhersehbar, daher war ich über das Ende sehr überrascht. Dies aber im positiven Sinne.

Was ich mich immer wieder noch gefragt habe, ist, ob diese Chatverläufe wirklich realistisch sind. Manche Nachrichten waren sehr lang und ausführlich formuliert und ich bezweifle ja, dass Teenager sich tatsächlich so schreiben. Zudem stand zwischendurch immer wieder, wie viele Sekunden, Minuten, Stunden zwischen manchen Nachrichten gelegen haben und bei den Sekundenangaben habe ich mich ja gefragt, ob man in dieser kurzen Zeit wirklich solche langen Texte mit dem Smartphone tippen kann. Ich könnte das definitiv nicht und habe manche Zeitangaben auch als etwas unrealistisch empfunden. Allerdings fand dies nun nicht so schlimm, als dass ich dafür einen Stern abziehen würde. Das Buch hat mich trotz kleiner Kritikpunkte bestens unterhalten und es war auf jeden Fall einer meiner besten Chatromane, die ich bisher gelesen habe.

Fazit: Witzig, liebenswert und herrlich unterhaltsam. Wenn man Chatromane mag, dann ist dieses Buch auf jeden Fall die perfekte Fall. Die Dialoge zwischen Anton und Liv lesen sich echt klasse und sind sehr amüsant. Trotz kleiner Kritikpunkte konnte mich das Buch richtig begeistern und hat mir einige sehr nette Lesestunden beschert. Das Autorinnen-Duo hat hier erneut ein tolles Jugendbuch geschrieben, welches ich sehr empfehlen kann. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!

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detektivgeschichte, kinderbuch, hamster, sprachwit, originel

Nickel und Horn

Florian Beckerhoff , Barbara Scholz
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 21.08.2017
ISBN 9783522184366
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Auf dieses Buch bin ich durch das niedliche Cover aufmerksam geworden. Neben Lieblingsautoren habe ich auch meine Lieblingsillustratoren und Barbara Scholz zählt da auf jeden Fall dazu. Ich mag ihren Malstil unheimlich gerne. Ich erkenne ihre Bilder ja immer sofort, so auch hier, wobei man bei „Nickel und Horn“ vielleicht nicht auf den ersten Blick sieht, wer hier das Cover entworfen hat, da Barbara Scholz‘ unverkennbare Menschen mit den runden Kulleraugen fehlen. Mich hat das schöne Cover sofort sehr neugierig auf das Buch gemacht und da ich Kinderbücher mit vielen farbigen Illustrationen liebe und der Klappentext dieses Buches sehr lustig geklungen hat, wollte ich die beiden Detektive mit Durchblick unbedingt kennenlernen!


In diesem Buch erleben wir Leser ein lustiges Tierabenteuer mit zwei sehr gewitzten Detektiven: Nickel und Horn. Nickel ist eine weitsichtige Meerschweinchendame, Horn ein kurzsichtiger Papagei. Zusammen leben die beiden bei Herrn Locke, einem pensionierten Detektiv. Nickel und Horn langweilen sich ziemlich und vermissen die spannenden Zeiten, als Herr Locke noch knifflige Fälle gelöst hat. Sein Hund Schnappi achtet sehr darauf, dass sein Herrchen auch ja seinen Ruhestand einhält. Ihm sind Nickel und Horn lästig, da sie seiner Meinung nach die friedliche Ruhe im Hause Locke stören. Diese ist dann auch für Nickel und Horn vorbei, als dem kleinen Nachbarsjungen Paul sein Hinterafrikanischen Pupsetier geklaut wird. Nickel und Horn zögern nicht lange und nehmen den Fall an. Ihre Recherchen ergeben, dass sich das Pupsetier mittlerweile auf einer einsamen Insel befindet. Die beiden bebrillten Detektive machen sich auf die weite Reise zur besagten Insel, um das Pupsetier wieder zu Paul zurückzubringen. Ein spannendes Abenteuer beginnt für die beiden…


Hier haben Cover, Titel und Klappentext nicht zu viel versprochen! Meine Erwartungen wurden bei diesem schönen Kinderbuch komplett erfüllt. Die Geschichte über die zwei Detektive mit Durchblick ist sehr witzig, abenteuerlich und fantasievoll. Wie es sich für ein Kinderbuch dieser Altersklasse gehört, können die Tiere hier sprechen und sich sogar mit den Menschen unterhalten. Man merkt sofort, dass es sich hier um ein Kinderbuch für jüngere Leser handelt. Ältere Kinder hätten es vermutlich merkwürdig gefunden, dass Tiere die Menschensprache sprechen können, jüngere Kinder dagegen werden sich wohl eher nicht so groß darüber wundern.


Ich war anfangs ein klein wenig irritiert, als sich Nickel und Horn plötzlich mit Herrn Locke unterhalten haben. Dann aber fand ich es recht witzig. Auch die Unterhaltungen mit dem kleinen Paul fand ich sehr unterhaltsam. Dieser ist todunglücklich, weil sein geliebtes Pupsetier geklaut wurde. Er hat seinen gemeinen Nachbarn in Verdacht, Herr Grobian. Dieser beschwert sich immer über Lärm und da das Pupsetier immer sehr laut pupst, ist der grimmige Nachbar Verdächtiger Nummer eins.


Zusammen mit Nickel und Horn erleben wir hier ein sehr unterhaltsames und spannendes Abenteuer. Die beiden Detektive ergeben schon sehr lustiges Paar. Besonders Horn finde ich klasse. Er besitzt einen super Humor und hat mich mit seinen Äußerungen immer wieder sehr zum Schmunzeln gebracht. Er ist etwas aufbrausender und auch mutiger. Nickel dagegen ist ängstlicher, dafür aber auch besonnener. Beide haben sie jedoch gewisse Dinge gemeinsam: sie sind clever, mutig und tragen Brillen. Wenn auch aufgrund unterschiedlicher Sehschwäche. Zusammen ergeben die beiden Freunde ein super Team, können sich stets aufeinander verlassen und halten in jeder noch so heiklen Situation zusammen.


Für Jungen und Mädchen ab etwa 6 Jahren, die abenteuerliche Tier- und Detektivgeschichten mögen, ist dieses Buch genau das Richtige! Für etwas geübtere Leser eignet es sich auch sehr gut zum Selberlesen. Die Schrift ist schön groß und die Kapitel haben eine optimale Länge. Der Schreibstil ist leicht, sehr flüssig und altersgerecht.

Zum Vorlesen eignet sich das Buch aber ebenfalls prima. Durch die vielen schönen farbenfrohen Illustrationen haben Kinder hier sehr viel zum Angucken und zum Bestaunen. Barbara Scholz hat mal wieder erstklassige Illustrationen geschaffen! Sehr bunt und liebevoll gezeichnet. Nahezu auf jeder Doppelseite befindet sich eine Zeichnung. Mal größer, mal kleiner, aber bei allen bereitet es einen sehr viel Spaß, sie zu betrachten. Mir hat ja Horn mit seiner großen Brille besonders gut gefallen. Aber auch das Pupsetier sieht sehr niedlich aus. Natürlich dürfen auch die Menschen nicht fehlen, die im bekannten Barbara Scholz Stil mit den süßen kugelrunden Augen gezeichnet wurden.


Text und Illustrationen passen wunderbar zusammen und erzählen gemeinsam eine richtig tolle Geschichte für Groß und Klein. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass auch so mancher Erwachsener von Nickel und Horn ganz begeistert sein wird. Ich zumindest bin es und ich hoffe ja sehr, dass wir noch weitere spannende Fälle mit den beiden bebrillten Detektiven erleben dürfen!


Dieses wunderschöne Kinderbuch ist witzig und spannend und an keiner Stelle langweilig. Natürlich hält sich die Spannung in Grenzen, da es sich hier ja um ein Kinderbuch ab 6 Jahren handelt. Meiner Meinung nach dominiert hier auch der Humor. Kinder werden diesen lieben. Ganz besonders das Pupsetier, welches eine lustige Sprache spricht und seinen Namen auch nicht ohne Grund trägt. ;-)

Außer unseren zwei Detektiven, dem Hund Schnappi und dem Pupsetier begegnen uns hier noch viele weitere tolle Tiere. Manche sind hilfsbereit und freundlich, andere dagegen ziemlich blöd und zickig. Viele wundervolle Tiere spielen in dieser schönen Detektivgeschichte eine Rolle und alle zusammen bescheren sie uns Lesern ein richtig tolles Leseerlebnis!


Fazit: Dieses wunderschöne Kinderbuch ist wärmstens zu empfehlen! Es eignet sich prima zum Selber- und Vorlesen und ist ganz besonders Kindern ab 6 Jahren, die witzige und abenteuerliche Tier- und Detektivgeschichten mögen, sehr ans Herz zu legen. Die vielen farbigen Illustrationen von Barbara Scholz sind einfach nur klasse und konnten mich hellauf begeistern. Ich hatte hier jede Menge Spaß beim Lesen und gebe unseren zwei cleveren Detektiven volle 5 von 5 Sternen!

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Die wundersamen Kinder des Herrn Tatu

Sabine Bohlmann , Sabine Bohlmann
Audio CD
Erschienen bei Audio Media Verlag, 01.07.2014
ISBN 9783868043822
Genre: Kinderbuch

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

myriad high, carly wilson, internat, mitschüler, schule

Myriad High - Was Hannah nicht weiß Band 1

Carly Wilson
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 04.08.2017
ISBN 9783423740319
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich kenne bereits einige Bücher der Autorin, die sie unter anderen Pseudonymen geschrieben hat und da mir diese allesamt sehr gut gefallen haben, war ich auf den ersten Band der Myriad High Reihe schon richtig gespannt gewesen. Das Cover hatte mich sofort angesprochen, da es eine unterhaltsame Teenie-Story verspricht, was ich ab und an ja wirklich gerne lese. Da es in dem Buch auch um lauter Geheimnisse gehen soll, ein weiterer Punkt, den ich in Büchern liebe, stand für mich relativ schnell fest: das Leben auf der Myriad Highschool wollte ich unbedingt kennenlernen!

Die Myriad High ist keine gewöhnliche Highschool. Diese Internatsschule ist wohl der Traum eines jeden Teenagers. Alles ist hier von modernster Technik, die Schüler düsen mit ihren eigenen E-Autos auf dem riesigen Gelände herum, Scanner können den gesundheitlichen Zustand der Schüler checken, manche besitzen eigene Drohnen und selbst die Pflanzen sind hier auf dem neuesten Stand. Für die drei Freundinnen Hannah, Sophie und Chloe geht endlich ein Traum in Erfüllung, als ihr erstes Schuljahr an der Myriad High beginnt. Doch so toll diese Luxusschule auch ist, sie hat auch ihre Schattenseiten. Schon bei der Zimmervergabe kommt es zum Streit und die drei Mädchen machen sich ausgerechnet die hinterhältige Allyssa Snyder zum Feind. Auch scheinen einige der Schüler Geheimnisse zu verbergen, es werden fiese Streiche gespielt und auch in Sachen Liebe knistert es gewaltig. Die mysteriösen Zwischenfälle beginnen sich zu häufen. Wer steckt wohl dahinter? Was will der – oder diejenige damit bezwecken?

Mit diesem Buch ist der Autorin ein richtig toller Reihenauftakt gelungen! Ich haben bereits die ersten Seiten sehr gut gefallen, auf denen die Myriad High kurz vorgestellt wird, sodass man sich schon einmal eine Überblick über diese futuristische Schule machen kann.

Nach dieser Einleitung beginnt dann die eigentliche Geschichte. In immer wechselnden Erzählperspektiven lernen wir Leser das Leben auf der wohl coolsten Internatsschule der Welt der kennen. Ich war von diesen vielen technischen Erfindungen ganz begeistert. Die meisten hätten mich zwar vermutlich komplett überfordert, da Technik und ich nicht wirklich zusammenpassen, aber die Beschreibungen dieser modernen Technologie konnten mich bestens unterhalten und haben mich auch öfters sehr zum Schmunzeln gebracht.

Die vielen Erfindungen sind auch nicht zu verrückt; bei manchen könnte ich mir ja durchaus vorstellen, dass es die so ähnlich in absehbarer Zeit geben wird. Einige Dinge existieren sogar schon wie Elektroautos oder Drohnen.

Das gesamte Setting des Buches konnte bei mir sofort punkten. Ich liebe ja seit meiner Hanni und Nanni Phase als Achtjährige Internatsgeschichten und auch wenn sich die Myriad High Reihe nicht so wirklich mit den Büchern von Enid Blyton vergleichen lässt, war auch hier dieses besondere Internatsfeeling vorhanden und ich habe das Lesen das ganze Buch über richtig genossen.

Wie ich es aus ihren anderen Bücher gewohnt bin, hat die Autorin auch hier einen tollen und flüssigen Schreibstil, der sich sehr angenehm lesen lässt. Auch beim Punkt Humor trifft die Autorin stets meinen Geschmack, sodass der Lesespaß bei mir hier sehr groß war.

Neben den tollen Humor kommt in dem Buch auch die Spannung nicht zu kurz. Ständig ist man am Mitfiebern und am Rumrätseln, wer wohl hinter den mysteriösen Zwischenfällen steckt und welcher gemeine Streich wohl als nächstes kommen wird.

Was das Lesen auch sehr abwechslungsreich gestaltet, ist der ständige Sichtwechsel der Charaktere. Diese Wechsel werden immer mit dem entsprechenden Namen gekennzeichnet, sodass man gleich weiß, wer nun an der Reihe ist mit dem Erzählen. Wobei wir die Geschichte nie aus der Ich-Perspektive, sondern stets nur aus der Beobachter-Perspektive erfahren. Man kann sich aber dennoch von allen Charakteren ein sehr gutes Bild machen und ihre Gefühle und Gedanken nachvollziehen. Hannah kommt dabei am meisten zu Wort. Sie war mir ja auf Anhieb sehr sympathisch gewesen wie auch ihre Freundinnen Sophie und Chloe. Die drei Mädchen sind trotz ihrer Unterschiede die besten Freundinnen und versuchen gemeinsam das doch recht schwierige Leben auf der Myriad High zu meistern.

Die Zicke Allyssa konnte ich gleich von der ersten Begegnung an nicht leiden und das hat sich auch bis zum Schluss nicht geändert.

Auch andere Charaktere wie die Jungen Ryan und Evan habe ich anfangs als nicht wirklich nett empfunden. Beide verhalten sie sich sehr geheimnisvoll, was die Geschichte so aber natürlich sehr spannend und fesselnd macht.

Obwohl man es hier doch mit recht vielen Charakteren zu tun bekommt, hatte ich an keiner Stelle Schwierigkeiten damit, diese auseinander zu halten. Die Autorin hat ihre Figuren sehr gut ausgearbeitet, sodass man bei den Namen immer gleich wusste wer wer ist und welche Eigenschaften wer jeweils besitzt.

Mir hat die Idee des Buches sofort richtig gut gefallen und auch deren Umsetzung ist der Autorin hervorragend geglückt. Wie das Cover schon vermuten lässt, bekommt man es hier mit einer unterhaltsamen Teenie-Story zu tun und mit allem was dazu gehört. Freundschaft, Liebe, Eifersucht, Zickenkrieg, Schulalltag (wobei einige Fächer hier natürlich alles andere als normal sind) und noch so einige Dinge mehr, mit denen man als Teenager zu kämpfen hat. Ich gehöre ja nun nicht mehr zur Zielgruppe, hatte beim Lesen aber dennoch jede Menge Spaß und kann die Myriad High Reihe daher auch älteren Lesern wärmstens empfehlen. Wenn man sich mal wieder jung fühlen möchte und Lust auf einen lustigen und zugleich spannenden Jugendroman hat, der sich locker-leicht lesen lässt, dann ist dieser tolle Reihenauftakt die perfekte Wahl!

Der fiese Cliffhanger am Ende macht mega große Lust auf den zweiten Band, auf den ich mich schon sehr freue und dessen Erscheinungsdatum im Oktober ich mir auch sofort notiert habe! Es bleiben nämlich noch so einige Fragen im ersten Band offen, deren Antworten ich unbedingt wissen möchte!

Ich habe an dem Buch überhaupt nichts zu bemängeln. Selbst das viele Fluchen hat mich nicht gestört, da das einfach zu einem richtigen Jugendroman dazu gehört, wie ich finde. Ich selbst fluche zwar nicht gerne, aber leider gehören diese Ausdrücke heutzutage zu dem Wortschatz vieler Jugendlichen einfach dazu. Der Zielgruppe wird dieser freche und moderne Schreibstil mitsamt der Wortwahl ganz sicher sehr gut gefallen.

Auch von den vielen kreativen Ideen der Autorin bin ich ganz begeistert wie den iBabys, dem Schulcomputer MISSI oder den Vitalboxen.

Fazit: Witzig, spannend, einfallsreich! Ein super Reihenauftakt, welcher mich hellauf begeistern konnte. Ich spreche hier eine ganz klare Leseempfehlung aus und gebe dem ersten Band der Myriad High Reihe von Carly Wilson volle 5 von 5 Sternen!

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