Couchpirats Bibliothek

5 Bücher, 2 Rezensionen

Zu Couchpirats Profil
Filtern nach
5 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(54)

100 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

island, dna, mord, adoption, spannend

DNA

Yrsa Sigurdardottir , Anika Wolff
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei btb, 09.10.2017
ISBN 9783442715756
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

*** Rezension gekürzt, vollständig mit Fotos auf meinem Blog ***

->> Darum geht es

„Er schlägt erbarmungslos zu. Wie aus dem Nichts. Zuerst trifft es eine junge Mutter nachts in ihrer Wohnung in Reykjavik. Wenig später verliert eine zweite Frau unter brutalen Umständen ihr Leben. Der erste große Fall für Kommissar Huldar. Der hat noch ein Problem: Er muss mit der Psychologin Freyja zusammenarbeiten, mit der er kürzlich nach einer Kneipentour die Nacht verbracht hat – allerdings als angeblicher Zimmermann von den Westfjorden. Währenddessen erhält ein junger Amateurfunker rätselhafte Zahlenbotschaften zu beiden Opfern und beschließt, auf eigene Faust zu ermitteln. Kann einer von ihnen den geheimnisvollen Killer stoppen?“ (Quelle Verlagstext)

->> Das Hörbuch

Das Hörbuch wurde auf eine MP3-CD mit 10 Stunden und 38 Minuten Laufzeit gepresst.
MP3-Datenträger empfinde ich immer als etwas sehr positives, da ich meine Hörspiele und Hörbücher im Regelfall auf unseren Plex-Heimserver kopiere und von dort mit fast jedem Gerät darauf zugreifen kann. Übrigens handelt es sich hier, im Gegensatz zur normalen Hörbuch-Ausgabe, um eine etwa drei Stunden kürzere Lesung.

Die Hülle, ein Digippac, ist trotz des minimalistischen Äußeren recht ansprechend gestaltet. Ich selbst bin jetzt nicht so ein großer Freund von Digipacs, da diese zwar meist um längen schöner und aufwendiger gestaltet sind als ein Hörbuch im Jewelcase, aber leider in einer CD-Sammlung oftmals einfach untergehen. Bei „DNA“ passiert das allerdings wahrscheinlich eher weniger, da die Papp-Hülle einen recht breiten Rücken hat und man sie dadurch in einem Regal ziemlich leicht wiederfinden dürfte.

Wie bereits geschrieben, das Digipac ist recht minimalistisch designt. Allerdings, was mir persönlich wirklich sehr gut gefällt, findet man nach dem Öffnen der Papphülle jeweils eine Kurz-Biographie der Autorin Yrsa Sigurdardóttir und dem Vorleser Mark Waschke. Nach dem weiteren entfalten der Verpackung entdeckt man noch die Übersicht einiger wichtiger Figuren, allerdings ausschließlich Figuren der Polizei und Staatsanwaltschaft, und einen CD-Index. Alles in allem sehr vorbildlich, da können sich so einige andere Digipacs eine Scheibe davon abschneiden.

Mark Wasche, bekannt aus der ZDF-Serie Tatort, zeigt als Sprecher auf diesem Hörbuch hervorragende Arbeit.
Alleine schon das aussprechen der isländischen Namen gleicht für mich einem Zungenbrecher, Waschke meistert dies aber großartig. Allerdings wird er mit Sicherheit auch einiges an Übung nötig gehabt haben, den einen oder anderen Namen fehlerfrei auf die CD zu bekommen. Zudem passt seine Stimme sehr gut zur Story, die ein wenig melancholisch und düster daher kommt.

->> Fazit

Ja, die Verpackung passt schon mal, der Vorleser auch. Aber wie ist es mit dem wichtigsten, der Geschichte?

Die Geschichte an sich ist eigentlich recht spannend.
Ein sehr brutaler Serienmörder geht um, scheinbar unbeteiligte Personen werden in das Geschehen mit hinein gerissen, eine verkappte Romanze ist auch mit an Bord.

Eine der Hauptpersonen, ein Chemiestudent namens Karl Pétursson, ist ein begeisterter Amateurfunker. Dieser empfängt eines Tages geheimnisvolle Zahlenreihen, in der er seine Sozialversicherungsnummer heraus hört. Nicht nur das, auch die Nummer eines der mit einem Haushaltsgegenstand getöteten Opfer wird mitgesendet. Karl und seine Freunde werden immer tiefer in den Sumpf des Verbrechens hineingezogen und auch als Hörer wird einem schnell klar, Karl muss einfach irgendwas größeres mit der Geschichte zu tun haben.

Immer wieder ertappt man sich beim Versuch, die ständig wiederkehrenden Zahlenrätsel auf eigene Faust zu lösen. Die Lösung ist übrigens bemerkenswert einfach und trotzdem irgendwie ziemlich genial.

Aber genau diese Zahlenrätsel, die von der Polizei auch an den Tatorten entdeckt werden, bremsen die Geschichte brutal aus. Immer und immer wieder werden die Zahlenkolonnen wiederholt. Und wenn sie nicht vom Zahlensender per Funk mehrmals ausgegeben werden, dann lesen dauernd irgendwelche Polizisten die gefundenen Zettel vor. So als würde die Autorin sagen wollen: „Jetzt komm schon, das ist so einfach, löse die Aufgabe lieber Zuhörer“.

Dadurch entstehen ziemlich unschöne Längen.
Verstärkt werden diese noch durch das etwas langatmige Hobby Amateurfunk von Karl und die schwierige Beziehung zwischen dem Kommissar Huldar und der Psychologin Freyja, die schon einmal ein Techtelmechtel am laufen hatten. Aber als Freyja am nächsten Morgen erwachte, war Huldar verschwunden und sie dementsprechend sauer. Warum er verschwunden war, das muss ich wohl überhört haben oder das Motiv dahinter fiel der Kürzungsschere zum Opfer. Auf jeden Fall irgendwie unklar.

Das die beiden Hauptfiguren so gar nicht miteinander können, ist ziemlich am Anfang des Buches schon klar und wird auch immer wieder aufgewärmt. Was dann einfach noch einmal für Längen sorgt.

Aber auch wenn das Hörbuch ein paar unnötige Passagen aufweist, weiß es meistens doch ganz gut zu unterhalten.

Daher finde ich es, obwohl ich eigentlich eher unbeschnittene Lesungen bevorzuge, auch überhaupt nicht schlimm, dass die Buchvorlage für das Hörspiel um einiges gekürzt wurde. Wenn man hier die verschiedenen Hörbücher vergleicht, also die MP3-Version und die vollständige Lesung, dann sind das doch immerhin knapp 3 Stunden Unterschied. Und wenn ich mir vorstelle, ich müsste mir noch weitere drei Stunden Geschichten über das gescheiterte Liebesleben von Huldar und Freyja oder Zahlenkolonnen aus dem Äther anhören , dann wäre das wohl doch nichts für mich gewesen.

Die Auflösung des Falls wirkt am Ende zwar ein wenig konstruiert, ist aber in sich nachvollziehbar. Warum der Psychopath allerdings so dermaßen brutal vorgehen muss, das erschließt sich mir nicht so ganz. Aber das ist wohl der typischen skandinavischen Machart von Thrillern geschuldet.

Auf jeden Fall finde ich, dass „DNA“ ein recht starker Auftakt der geplanten „Hulder und Freyja“-Reihe ist. Ich bin allerdings sehr gespannt auf eine Fortsetzung, denn ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das kleine und beschauliche Island so viele psychopatische Killer haben soll. Ich lasse mich einfach mal vom nächsten Band, „SOG", überraschen.

Abschließend fehlt dann eigentlich nur noch die Wertung.
Noch einmal zusammengefasst: Mark Waschke liest sehr gut vor, die Geschichte ist insgesamt eigentlich recht spannend und das Ende sehr überraschend aber dafür nachvollziehbar. Abzüge gibt es für die Längen, ohne die es ein hervorragendes Hörbuch hätte werden können. Insgesamt vergebe ich hier 4 von 5 Couchpiraten für diesen isländischen Thriller.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(55)

95 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

new orleans, krimi, axeman, historischer krimi, axtmörder

Höllenjazz in New Orleans

Ray Celestin , Elvira Willems
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2018
ISBN 9783492060868
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

4 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

drogen, erpressung, gewalt, krebs, mafia

Mit einem Bein im Grab

J.A. Konrath
E-Buch Text
Erschienen bei Edition M, 06.03.2018
ISBN 9781503956544
Genre: Sonstiges

Rezension:

Den Thriller-Kennern dürfte der Name J.A. Konrath wahrscheinlich ein Begriff sein.

Bekanntheit errang er durch Bücher wie „Der Lebkuchenmann“ und „Mr. K“ (Jack Daniels Reihe), aber auch mit Horrorgeschichten unter dem Pseudonym Jack Kilborn, z.B. „Das Hotel", konnte er seinen Bekanntheitsgrad steigern. Dank seines oftmals tiefschwarzen Humors sind die Bücher Konraths nicht für jeden geeignet, besonders wenn man großen Wert auf Political Correctness legt.

 

„Mit einem Bein im Grab“ ist der erste Roman Konraths, mit dem er damals bereits bei einigen Verlagen Aufsehen erregte, die Geschichte es aber aber dann am Ende doch nicht bis zu einer Veröffentlichung schaffte. Auf Wunsch vieler Fans wurde das nun nachgeholt und der erste Band der Phineas Troutt Trilogie landete in einer vollständig überarbeiteten Fassung in den Buchläden.

 

Wie mir nun das „Erstlingswerk“ des Thriller-Autoren gefallen hat, darüber möchte ich hier nun schreiben. Viel Spaß beim lesen!

 

->> Darum geht es

 

„Phineas Troutt löst Probleme – wenn nötig auch mit Gewalt. Er ist todkrank und hat nichts zu verlieren, als die Ärztin Pasha Kapoor ihn um Hilfe bittet. Sie wird wegen ihrer Abtreibungsklinik bedroht und Phin soll das beenden. Doch dabei kommt er skrupellosen Mafiosi und korrupten Politikern gefährlich nah, und eine gnadenlose Jagd auf ihn beginnt.

 

Aber Phin hat zwei Leute, auf die er sich verlassen kann, wenn die Luft gefährlich dünn wird: seinen schrägen Kumpel McGlade und die Polizistin Jacqueline »Jack« Daniels, mit der Phin zunehmend mehr verbindet als nur die knallharte Entschlossenheit zu überleben … „ (Quelle: Verlagstext)

 

->> Meine Meinung zum Buch

 

„Mit einem Bein im Grab“ ist schon ein sehr spezielles Buch, denn hier muss man ganz klar Story und Hauptfiguren getrennt voneinander betrachten.

 

Von J.A. Konrath kannte ich bisher nur Bücher aus der (bis jetzt) siebnteiligen Jack Daniels-Reihe. Gerade der „Lebkuchenmann“ und „Mr. K“ fand ich persönlich wirklich sehr gut. Allerdings bedienen Konraths Bücher auch den allgemeinen Unterhaltungsmarkt, großartige Werke der Weltliteratur darf man da natürlich auf keinen Fall erwarten.

Der Autor schreibt auch sehr gerne mit extrem tiefschwarzem Humor und seine Geschichten ziehen meist eine ziemlich lange Blutspur hinter sich her. Also definitiv nicht jedermanns Sache.

 

Im vorliegenden Buch, der Auftakt der „Phineas Troutt Trilogie“, erkennt man die Handschrift von Konrath schon recht deutlich.

Der „Problemlöser“ Phineas leidet unter Bauchspeicheldrüsenkrebs, den er liebevoll Earl nennt. Dank Earl hat Phin alles zurückgelassen, was ihm wichtig war, seine Chemotherapie abgebrochen und flüchtet sich in eine Welt aus Alkohol, Drogen und Prostitution. Job-Angebote als prügelnder Problemlöser werden nur angenommen, um ganze Wochenenden mit Nutten und Koks zu verbringen. Und überhaupt befindet sich Phin so ziemlich das ganze Buch über in einem Dauerrausch.

 

Das ist allerdings ein Punkt, der mir auf Dauer ein wenig auf die Nerven ging. Von Beginn an geht es nur um Koks, wieviel er noch besitzt, wo er es auftreibt, warum das so toll ist … also eine ganze Latte an Gründen, einen Süchtigen von seiner Entziehungskur abzubringen. Denn wenn man es genau nimmt, dann bleiben abseits der Themen Waffen, Alkohol, welche Drogen welche Wirkung haben usw. eigentlich nicht mehr viel Platz für die Geschichte übrig. Was am Anfang auf irgendeine Art noch richtig witzig ist, beginnt später irgendwann gewaltig zu nerven.

 

Dabei kann man aus Phineas so viel machen. Er ist definitiv eine sehr interessante Person und beim lesen des Buches musste ich ständig an eine Mischung aus Marv (SinCity) und Mike Ehrmantraut (Breaking Bad, gespielt von Jonathan Banks) denken.

 

Er hat ziemlich mit seinem Leben abgeschlossen, führt ständig Zwiegespräche mit seinem Krebs und versucht, keinen Menschen an sich ran zu lassen, damit dieser nicht miterleben muss, wie Phin vor sich hinsiecht. Die Grundeinstellung des Protagonisten lässt ihn zu einem gefährlichen Killer werden, da er in jede Prügelei ohne Angst um sein eigenes Leben geht. Das ist ja eh schon so gut wie vorbei.

 

Antagonisten sucht man aber irgendwie eher vergeblich.

Phin wird zwar in eine mittelmäßige Mafi-Geschichte mit übermächtigem Boss verstrickt, der ist aber eher kein richtiger Gegner für den Berufsprügler. Dessen Bodygard hingegen schon, aber der bleibt einem auch nur als tumber Muskelberg ohne Tiefgang in Erinnerung. Also irgendwie ist die Geschichte an sich eher langweilig bis uninteressant.

 

Spannend dagegen sind Phins Begleiter. Besonders der Sidekick Harry ist schon ein recht spezieller Typ, der mit Uringefüllten Wasserpistolen auf Demonstranten schießt und schon auch mal einen Haufen in seine Kevlarverstärken Unterhoßen setzt. Auch lernt man hier bereits die Polizistin Jack Daniels kennen, mit der Konrath später bekannt werden sollte. Die restlichen Figuren sind farblos und austauschbar.

 

Zusammenfassend lässt sich hier sagen, Hauptfiguren sind ziemlich schwarzhumorig interessant, die Geschichte dahinter eher nicht, besonders weil sie zur Mitte hin noch mal deutlich absackt und immer langweiliger wird. Kurz vor Ende gibt es noch einmal einen Peak nach oben, aber das reicht meiner Meinung nach nicht für ein gelungenes Buch aus.

Trotzdem musste ich dank Phin und Harry doch sehr oft lachen, diese beiden Figuren haben für mich das Buch auf jeden Fall gerettet. Daher könnte ich mir schon irgendwie vorstellen, den zweiten Band der Trilogie auch mal zu lesen. Allerdings steht dieses Buch dann eher nicht sehr weit oben auf meiner Dringlichkeitsliste.

 

Unterm Strich gesehen hat mich das Ebook, abgesehen vom abflaueneden Spannungsbogen, schon einigermaßen gut unterhalten und daher vergebe ich hier gute 3 von 5 Couchpiraten.

 

Ich hoffe, euch hat die Rezension des Ebooks gefallen und ich freue mich sehr auf eure Kommentare und Verbesserungsvorschläge in allen sozialen Kanälen und besonders auf meinem Blog.

 

Bis zum nächsten Mal, haltet die Gallionsfigur schön sauber,

Arrr! … Michael, der Couchpirat

  (0)
Tags: thriller-roman   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(130)

178 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 79 Rezensionen

weihnachten, dinosaurier, tom fletcher, kinderbuch, weihnachtosaurus

Der Weihnachtosaurus

Tom Fletcher , Franziska Gehm , Shane Devries
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei cbj, 02.10.2017
ISBN 9783570164990
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(75)

249 Bibliotheken, 27 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

stephen king, sleeping beauties, owen king, fantasy, horror

Sleeping Beauties

Stephen King , Owen King , Bernhard Kleinschmidt
Fester Einband: 958 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.11.2017
ISBN 9783453271449
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 
5 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks