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(323)

637 Bibliotheken, 31 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

zeitreise, stephen king, attentat, kennedy, dallas

Der Anschlag

Stephen King , Wulf Bergner
Flexibler Einband: 1.056 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.06.2013
ISBN 9783453437166
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was soll man dazu noch schreiben? Wir haben hier eines der besten King Bücher aller (King) Zeiten! Glücklicherweise gibt es sie noch, diese wahre Perlen zeitgenössischer Literatur. Auf eine erzählerisch spannende Weise schildert Jake Epping seine ergreifende Geschichte rund um das Attentat auf JFK.


Ich finde es ist einfach großartig, wie Stephen King es einmal wieder geschafft hat die verschiedenen Erzählstränge miteinander zu verknüpfen. Trotz der großen Umfangs wird die Geschichte an keiner Stelle langweilig. Im Gegenteil, man möchte immer weiter und weiter lesen.
Was hat es mit dem Mann mit der gelben Karte auf sich? Wie wird die Welt aussehen, wenn Kennedy überlebt? Was wird aus Jake und Sadie? All diese Fragen drehen sich bis zu ihrer Aufklärung im Kopf. King versteht es wie kein anderer das Alltägliche mit dem Übersinnlichen auf eine erschreckend glaubwürdige Weise zu kombinieren.


Ich habe es bereits in anderen Rezensionen geschrieben: Es gibt die sehr guten Autoren, jene Profis der alten Schule und es gibt die "Anderen". Und wer bei all dem Riesenangebot an zeitgenössischer Literatur immer noch nicht weiß, wo denn nun der qualitative Unterschied zwischen Stephen King und Stephenie Meyer ist: Mit "Der Anschlag" habt ihr hier ein schönes Beispiel!

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Tags: der anschlag   (1)
 

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(4.323)

6.748 Bibliotheken, 77 Leser, 39 Gruppen, 465 Rezensionen

panem, liebe, dystopie, katniss, krieg

Die Tribute von Panem - Flammender Zorn

Suzanne Collins , Sylke Hachmeister , Peter Klöss , Hanna Hörl
Fester Einband: 431 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 20.01.2011
ISBN 9783789132209
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Und jetzt noch den dritten Teil, hurra... Nach den ersten 30-40 Seiten habe ich mich gefragt, wer in diesem finalen Teil eigentlich zuerst abgedreht ist. Katniss, der Hauptcharakter oder S. Collins die Autorin? Die Frage wird wohl nie beantwortet. Zum Konzept der gesamten Trilogie hatte ich mich ja schon in den Rezensionen der ersten beiden Teile hinreichend geäußert. Alleine dafür sollte es null Sterne geben. Und hatte ich nach den ersten beiden Teilen gehofft, Collins würde hier die Kurve noch irgendwie hinkriegen, so wurde ich auf's Übelste enttäuscht. Ich hätte es eigentlich wissen müssen. Natürlich hat das Morden auf den vergangenen Schlachtfesten nicht gereicht. Es sollte ja schließlich nicht langweilig werden. Aber statt nach einer intelligenten Lösung zu suchen, lässt die Autorin sich die in diesem Teil auf's Äußerste überzeichnete Charaktere bei absurden, nicht nachvollziehbaren Kriegshandlungen einfach niedermetzeln. Auf den letzten 100 Seiten hatte ich das Gefühl, als wäre ich bei einem Ego-Shooter. Hier kommen die Monster, da reißt der Boden auf, hier explodiert was, dort fließt eine ätzende Flüssigkeit usw. Absurd! Die Handlung liest sich, als hätte Bart Simpson sie geschrieben. Ein anderes Szenario, als durch die Luft fliegende Gliedmaßen, wäre wohl ein kommerzielles Risiko.
Und der Rest? Tja, da haben wir eine Bekloppte (Katniss) die entweder irgendwo depressiv in der Ecke hockt oder anderen Leuten mit ihrer offensichtlich gespaltenen Persönlichkeit auf die Nüsse
geht. Und das ist in diesem Teil ein noch größeres Problem als in den ersten beiden. Hier verwischen die letzten Kontraste der Charaktere vollkommen. Man weiß nicht mehr wer ist wer und auf wessen Seite er steht. Wie Chamäleone wechseln die Charaktere ihre Farbe, so dass das Ganze irgendwann einfach nur lächerlich wird. Auf die dämliche Handlung will ich  erst gar nicht weiter eingehen. Offensichtlich stand die Autorin hier unter massivem Zeitdruck oder sie kann einfach nicht schreiben. "Arme" reiche Frau Collins.

Fazit: Auch hier wird deutlich, dass kommerzieller Erfolg nichts mit der literarischen Qualität zu tun hat. "Feuchtgebiete" und "Shades of Grey" sind auch kommerziell erfolgreich, trotzdem ist es keine Literatur, nicht mal annähernd. Was soll's. Tribute von Panem wird in zwei-drei Jahren kein Mensch mehr kennen. Tom Sawyer und Huckleberry Finn kennt man heute noch.

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Tags: tribute von panem   (1)
 

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(3.494)

5.169 Bibliotheken, 39 Leser, 15 Gruppen, 116 Rezensionen

dystopie, liebe, panem, suzanne collins, jugendbuch

Die Tribute von Panem - Gefährliche Liebe

Suzanne Collins , Hanna Hörl , Silke Hachmeister , Peter Klöss
Buch: 432 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.04.2014
ISBN 9783841501356
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem ich den ersten Teil m. E. recht gut "rezensiert" habe, werde ich mir den Spass den zweiten zu bewerten nicht entgehen lassen. Habe ja schließlich alle Teile gelesen.  

Im Prinzip haben die 1-Stern Rezensenten schon alles dazu gesagt. Collins hatte keinerlei neue Ideen, also hat sie den ersten Band einfach kopiert. Statt Bienen haben wir mutierte Affen, statt einer Feuerwand kommt schwarzes Gas usw.

Ferner hat die Autorin überhaupt kein Feingespür für glaubwürdige und sympathische Charaktere. Katniss ist genauso gefühlskalt wie im ersten Teil, Haymitch ein versoffenes Wrack usw. Schon wieder wird vieles nicht erklärt, es wird nur behauptet. Wie kamen die Rebellen ins Kapitol ohne entdeckt worden zu sein? Glaubwürdig? Absolut nicht. Verblutend und desorientiert schafft es Katniss durch einen Pfeil die ganze Arena lahmzulegen. Glaubwürdig? Klares nein. Und so geht es im ganzen Buch weiter. Alle anderen Kritikpunkte habe ich bereits in der Rezi des ersten Teils erläutert und bleibe dabei:

Die gesamte Umsetzung der Idee der Hungerspiele ob im Buch oder Film, ist nicht gut. Die Geschichte hat keinen Tiefgang,
keine Vielschichtigkeit. Zumindest kann ich keine erkennen.
Es fehlen die fein ausgearbeiteten Charaktere.
Es fehlt das Subtile.
Es fehlt das Menschliche.
Es fehlt die Logik.
Letztendlich fehlt auch eine vernünftige Vorgeschichte! Stattdessen haben wir ein Übermaß an dümmlicher Depression und Hoffnungslosigkeit.
Deshalb ist die Story nicht glaubwürdig. Sie ist irgendwie eindimensional und bis ins Groteske überzeichnet.

Am schlimmsten finde ich die völlig sinnlosen Grausamkeiten. Als ich gesehen habe, dass über 90% aller Rezensten die Bücher in den Himmel lobten, konnte ich es nicht glauben. Sind wir dermaßen verblödet und abgestumpft, dass wir sowas gut finden? Sind wir so blutgierig, dass wir nur Geschichten mit umherfliegenden Körperteilen gut finden?
Bei diesem und ähnlichen Büchern steht der Kommerz ganz klar im Vordergrund. Bücher, Filme, Merchandising. Greller, bunter, schriller - Haupsache man zieht den Leuten das Geld aus der Tasche.

Mit einem Remake von "Tom Sawyer" kann man in heutigen Zeiten nicht mehr punkten, also dachte man sich so einen futuristischen "Vierte Reich-Blödsinn" aus, um den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Teenager werden verängstigt und depressiv, Frau Collins wird steinreich - so hat jeder was davon.

Und dann diese Prüderie! Typisch amerikanisch. Auf der einen Seite wird gnadenlos gemordet, doch gleichzeitig existiert für Männlein und
Weiblein keinerlei Sexualität! Um Gottes Willen, könnte noch anstößig sein! Alles brave Jungfrauen, die zwar töten wie andere Fahrrad fahren, doch den Sex sparen sie sich natürlich für die Ehe auf. Ist das realistisch? Es ist eher absurd! Na ja, wie gesagt ich bin einfach zu alt für sowas...

Und bevor wieder einer fragt warum ich mir alle drei Teile reinziehe, wenn mir schon der erste nicht gefallen:

Ich will wissen was die Leute bewegt und verstehen warum da so ein Hype draus gemacht wurde. Außerdem ist es immer sinnvoll eine Sache zu kennen, wenn man darüber mitreden will. Und ich hasse es etwas anzufangen und nicht zu Ende zu lesen, auch wenn ich es mies finde. Außer vielleicht Twilight oder Shades of Grey.  Diese "literarischen" Ausdünstungen bis zum Schluss zu lesen wäre ja Masochismus pur. 

Fazit: Schwächerer Plagiat des bereits schwachen ersten Teils.

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Tags: tribute von panem   (1)
 

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(12.514)

15.179 Bibliotheken, 102 Leser, 32 Gruppen, 440 Rezensionen

dystopie, liebe, panem, hungerspiele, jugendbuch

Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele

Suzanne Collins , Sylke Hachmeister , Peter Klöss , Werbeagentur Hauptmann & Kompanie
Buch: 416 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.10.2012
ISBN 9783841501349
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Normalerweise gehe ich mit dem Mainstream konform, deshalb bin ich stark verwundert, dass ich einer von wenigen bin die diese unselige Trilogie so grottenschlecht finden. Zunächst also zu Teil 1.  An dem Buch haben mir so viele Dinge nicht gefallen, dass ich erst gar nicht alle aufzählen werde. Nur ein paar Aspekte.
Schreibstil und Sprache: Flüssig, gut lesbar. Das Tempo ist vielleicht sogar etwas zu hoch. Durch spärliche Beschreibungen wird man geradezu durch das Buch gehetzt. Die Ich-Perspektive ist hier Geschmackssache. Ich finde sie hier nicht gut, weil viele wichtige Informationen dadurch verloren
gehen.
Ganz großen Minuspunkt gibt es für die Beschreibung und Aufbau von Panem. Bei mir blieben am Ende sehr viele Fragen offen, was Panem an sich überhaupt ist. Irgendwo in Nordamerika? Soweit so gut. Und weiter? NICHTS! So wie die Autorin die Welt von Panem aufgebaut hat, kam es mir vor als wäre es aus Pappe. Absolut eindimensional und leer. Wie viele Menschen leben eigentlich insgesamt in Panem? Wo genau ist es überhaupt? Grenzt es an andere Länder bzw. Staaten? Werden dort auch
Hungerspiele veranstaltet? Was ist eigentlich auf den anderen Kontinenten so los? Und wie leben die Menschen in anderen Distrikten, was gibt es dort alles? Es wird viel behauptet, aber nichts wirklich gezeigt oder erläutert.  Das alles hätte ich aber schon gerne gewusst. Der ganze historische Hintergrund fehlt also komplett. Das macht stutzig.

Charaktere: Interessante und lebendige Charaktere sind das Herzstück eines jeden Romans. Hier hat die Autorin die Charaktereigenschaften irgendwie "unvorteilhaft" miteinander vermischt.
Es geht schon bei der Protagonistin Katniss los. Die Göre ist dermaßen zickig, egozentrisch und übellaunig, dass man irgendwann eine richtige Antipathie gegen sie entwickelt. Ob einer Freund oder Feind ist, entscheidet sie ganz nach ihrer aktuellen Stimmung. Soll ich ihm ein Pfeil ins Hirn bohren
oder doch ein Küsschen geben? Launisch, gefühlskalt und einfach unsympathisch. Auch die übrigen "Helden" erwecken nicht unbedingt Sympathie und wirken etwas stereotyp. Die einzigen "positiven"
Charaktere sind Peeta und Rue (die irgendwo in der Mitte von einem Speer durchbohrt wird), die übrigen sind Säufer, Mörder, oder psychisch Kranke. Das Zwischenmenschliche fehlt stellenweise komplett, oder wird auf eine unglaubwürdige, halbherzige Weise rüber gebracht (Ich küsse ihn, er küsst mich, das wars).

Und nun zur eigentlichen Geschichte: Die Idee von modernen Gladiatorenkämpfen ist nicht neu, wurde hier auf eine recht originelle Weise umgesetzt (mal abgesehen von Battle Royal). Insgesamt ist die Umsetzung, aber eher schwach, weil das ganze Konstrukt irgendwie keinen Sinn ergibt. Bei jeder Behauptung der Autorin, sagte ich mir gedanklich "glaube ich nicht"! Wo ist der geschichtliche Hintergrund? Es ist nicht nachvollziehbar, warum bsp. die Hungerspiele veranstaltet werden. Warum? Weil das Kapitol
seine Macht demonstrieren muss? Und wieder die Frage, warum? Die haben dort Technik um jeden einzelnen satt, gesund und glücklich zu machen! Warum ist das Kapitol dann so grausam? Warum? Wird nicht
beantwortet. Und ich weiß auch warum. Weil die Autorin die Antworten schlicht und einfach selber nicht wusste oder kein Bock hatte eine lebendige Welt aufzubauen. Der ganze historische Hintergrund (der gerade für eine post-apokalyptische Story wichtig wäre) geht bei Collins baden. Hauptsache es macht ordentlich wumms.
Der kommerzielle Erfolg gibt ihr auch noch recht. Und das ist die eigentliche Enttäuschung.

Offensichtlich sind die Ansprüche der Menschen an Jugendliteratur dermaßen gesunken, dass sogar oder gerade solche Bücher wie Tribute von Panem, Biss zum... Ergrauen, Chroniken der Blablawelt,
etc. tatsächlich das Zeug zum Weltbestseller haben. Das ist traurig. Mark Twain und Astrid Lindgren wären entsetzt, wenn sie wüssten was aus ihrem Vermächtnis geworden ist.  Jetzt werden sich die Fans natürlich auf mich stürzen, "was fiele mir ein", "Wichtigtuer" und "wieviel Ahnung hätte ich schon" und überhaupt wird jeder kritischer Kommentar sofort mit Sarkasmus und Beleidigungen quittiert. Aber so ist das nun mal. Da muss ich jetzt durch.

Fazit: siehe Überschrift

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Tags: tribute von panem   (1)
 

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(12.120)

16.151 Bibliotheken, 58 Leser, 28 Gruppen, 325 Rezensionen

fantasy, harry potter, magie, hogwarts, zauberei

Harry Potter und der Stein der Weisen

Joanne K. Rowling , Klaus Fritz
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.07.1998
ISBN 9783551551672
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Was soll man hier noch großartig schreiben? Die Buchreihe um Harry Potter ist der beste Beweis dafür, dass Mainstream auch gut und wunderbar originell sein kann!
Lange, sehr lange habe ich mich geweigert HP zu lesen. Zuviel Hype, zuviel Kommerz um ein gewöhnliches "Kinderbüchlein". Ein großer Irrtum, wie sich später rausstellte.

Wir alle haben mal als Kinder geträumt und sind hin- und wieder in eine Welt voller Fantasie und Freude geflüchtet, sei es durch Bücher, Fernsehen oder was auch immer. Und sicherlich denken die meisten von uns wehmütig an diese sorglosen Zeiten als sich das Kindsein einfach gut anfühlte. Als Erwachsener kann man an diese schönen Gefühle nie wieder Anschluss finden.So dachte ich zumindest bis ich das erste HP Band in die Hände nahm.

HP ist nämlich so ein Buch, das euch den Zauber der Kindheit wieder zurück bringt! Zumindest solange ihr es liest. Ihr taucht in eine wunderbare Welt ein die zu beschreiben den Rahmen dieser Rezi sprengen würde. Als ich die Bücher las merkte ich, dass ich zum ersten Mal seit meiner Kindheit wieder wie ein Kind träumte. Wäre zu dem Zeitpunkt in London gewesen, hätte ich mich wahrscheinlich auf die Suche nach Gleis 9 3/4 begeben.

J. K. Rowling ist eine der wenigen Autorinnen unserer Zeit die ihr Geld auch wirklich wert ist.Wunderbar ausgearbeitete Charaktere, eine zauberhafte Kulisse und eine spannende Geschichte! Hier wurde an alles gedacht. Selten wurde ich von einem Buch so gut unterhalten. Ich habe alle sieben Bände in einem Rutsch gelesen. Eigentlich zu schade, da es viel zu schnell vorbei war. Deshalb hoffe ich wirklich sehr, dass die gute Frau noch ein - zwei Bände rausbringt.

Einen Kritikpunkt will ich an dieser Stelle aber noch anbringen. Die Verlage und Buchhändler sollten sich wirklich schämen! Harry Potter ist sicherlich eine großartige Buchreihe und ihr Geld wert, ABER: Es ist eine Dreistigkeit und Geldgier immer noch fast 16 € für ein 16 Jahre altes Buch zu verlangen! Muss dieser freche Kommerz wirklich sein? Reicht es nicht bereits Milliarden mit der Buchreihe verdient zu haben? Diese Preispolitik ist wirklich beschämend! Was würde wohl HP dazu sagen?

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Tags: harry potter   (1)
 

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(445)

974 Bibliotheken, 72 Leser, 4 Gruppen, 36 Rezensionen

horror, stephen king, clown, es, freundschaft

Es

Stephen King , Alexandra von Reinhardt , Joachim Körber
Flexibler Einband: 1.536 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.02.2011
ISBN 9783453435773
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Es" gehört zu der Sorte Bücher, die ihre volle Wirkung erst entfalten, nachdem man sie komplett durchgelesen hat. Dann setzt nämlich eine gewisse Melancholie ein, so wie nach einem schönen Urlaub. Und so erging es mir auch hier. Ein Rezensent hat hier bereits geschrieben, dass man das Gefühl hat sich von guten Freunden zu verabschieden. Ich glaube das trifft die Sache am Besten. Es ist unglaublich wie Stephen King es geschafft hat, so viel Atmosphäre in diesem dicken Schinken einzubauen. Die Stadt Derry, die Haupt- und Nebencharaktere, sie alle strotzen nur so von Lebendigkeit. Dieses Buch hatte ich schon seit längerem im Visier gehabt, hatte mich aber lange Zeit nicht getraut es zu lesen. Ich rechnete mit viel Blut und Horror, hieß es doch überall "Es" sei eines von Kings gruseligsten Werken. Doch die vielen positiven Rezension veranlassten mich schließlich doch dazu mir das Ding vorzuknöpfen. Und ich wurde nicht enttäuscht. "Es" ist eines seiner besten Werke. Und dieses Buch war eigentlich gar nicht so extrem gruselig wie ich "befürchtet" hatte. Wie in den meisten seiner Werke sind Horrorelemente selbstverständlich vorhanden, verkommen angesichts dieser bunten Lebendigkeit der Charaktere und der Schauplätze zur Nebensache. Hier geht es um mehr als nur um Horror. Es geht um die Freuden der Kindheit, Freundschaft, Brüderlichkeit und die Überwindung von Ängsten. Jenen Ängsten die in jedem von uns mehr oder weniger vorhanden sind. Natürlich gibt es hier auch Blut und Gewalt und einige brutale Szenen die durchaus strittig sind und es auch sein dürfen, schließlich haben wir es hier mit Stephen King zu tun, dem Meister des Horrors. Die Sache mit der Schildkröte fand ich zum Beispiel etwas albern. Und hier und da blieben bei mir noch ein-zwei Fragen, auf die ich am Ende keine Antwort bekam. Aber im Großen und Ganzen haben wir hier eine Geschichte, die großartig erzählt wird mit viel Tiefgang und Fantasie! Ich hoffe, das der Autor sich irgendwann doch noch zu einer Fortsetzung hinreißen lassen wird.
Mein Tipp: Traut euch und stattet Derry einen kleinen Besuch ab.

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Tags: es   (1)
 

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(400)

828 Bibliotheken, 16 Leser, 10 Gruppen, 32 Rezensionen

fantasy, avalon, morgaine, merlin, liebe

Die Nebel von Avalon

Marion Zimmer Bradley , Manfred Ohl , Hans Sartorius
Fester Einband
Erschienen bei Weltbild, 27.01.2005
ISBN 9783898971072
Genre: Fantasy

Rezension:

Über ein Jahr ist es schon her, seit ich dieses Buch gelesen habe. Und irgendwie ist Avalon immer noch in meinem Kopf präsent. Sowas schaffen wirklich nur ganz wenige Bücher bei mir. Als ich irgendwo gelesen hatte, es handele sich hier um Fantasy, freute ich mich schon auf die (für die heutige Literaturlandschaft typischen Fantasyelemente) Elfen, Zwerge, Goblins, Trolle und Zauberer. Aber trotz der Tatsache (oder vielleicht gerade deswegen), dass hier all das nicht vorhanden ist, ist es eines der besten Bücher dieses Genres! Es ist sowas wie eine Mischung aus historischem Roman und realistischer Fantasy. Auf der einen Seite haben wir eine Geschichte über die Anfänge des Christentums und auf der anderen steht die magische Welt von Avalon. Die Nebel von Avalon ist ein schönes vielschichtiges Buch in dem man auch nach mehrmaligem Lesen immer noch neue Details und Sichtweisen entdecken kann.


Diese Geschichte wurde auch häufig mit Feminismus in Verbindung gebracht. Und in der Tat hatte ich an einigen Stellen das Gefühl als würde Marion Zimmer Bradley die feministischen Aspekte in der Geschichte stark herausarbeiten. Doch letztendlich handelt es sich hier m. E. nicht um die Betonung des Feminismus so wie wir ihn heute kennen (im Buch gibt es z. B. keine Frauen in der Armee), sondern vielmehr um die Darstellung starker Frauen, was mir persönlich sehr gut gefallen hat, weil Sie schlussendlich ihre Weiblichkeit behalten und nicht versuchen die Männer in allem nachzuahmen, wie das beim heutigen Feminismus der Fall ist.


Alles in allem ein wunderbares Buch für alle, die Wert auf eine epische Geschichte legen und dabei auf Schlachten und blutiges Gemetzel verzichten können.

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Tags: avalon, nebel   (2)
 
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