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131 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

ballett, russland, tanz, roman, russland, 1900, ballett

Die Schwester des Tänzers

Eva Stachniak , Peter Knecht
Flexibler Einband: 570 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 29.10.2016
ISBN 9783458361787
Genre: Historische Romane

Rezension:


Bronislawa und Waslaw Nijinsky entstammen einer Tänzerfamilie, die ihre Kinder schon früh auf auf das Leben als Balletttänzer vorbereitet. In St. Petersburg an der kaiserlichen Balletschule ausgebildet, beginnen beide eine große Karriere an verschiedenen Theatern in ganz Europa. Doch Bronja steht dabei immer im Schatten ihres großen Bruders, bis sie selbst ihre eigene Tanzkunst entwickelt... .
Die Autorin Eva Stachniak hat sich in ihrem neuen Roman der Familie Nijinsky und somit auch der Welt des Tanzes gewidmet. Aus der Sicht von Bronja erzählt sie, wie hart diese für ihren eigenen Erfolg kämpfen muss und das in einer Zeit, in der der erste Weltkrieg ausbricht und durch die Revolution, die Zarenfamilie abgesetzt und ermordet wird. 
Bronja ist eine Figur, die sehr viel Ehrgeiz besitzt und viele Träume verwirklichen möchte. Da auch ihre Gedanken geschildert werden, merkt man als Leser schnell, dass sie innerlich zerrissen ist und gerade im letzten Drittel des Buches mit ihren Problemen kaum mehr fertig wird. An manchen Stellen war sie mir sympatisch, aber so richtig mit gelitten und mit gebangt habe ich nicht mit ihr. Beeindruckt hat mich nur, dass sie sich immer mehr freigestrampelt hat und ihre eigenen Kunst entwickelt.
Was sehr intensiv beschrieben wird, ist die Welt des Balletts. Man erfährt viel über das harte Training, bei dem am Ende sogar die Füße bluten und über den Konkurrenzkampf und den Neid in den verschiedenen Ensembles. Auch bestimmte Chorographien werden genau beschrieben, aber dennoch konnte ich sie mir nicht genau vorstellen. Häufig sind gerade die Partien, in denen es um das Ballet ging, etwas langatmig. Dagegen wurde die politische Situation immer nur am Rande erwähnt und nicht genau beschrieben. 
Frau Stachniak schreibt sehr detailliert, aber oft zu ausführlich. Was ihr aber gelingt, ist das Ballett sehr präsent und lebendig zu machen und gerade den Übergang vom klassischen bis zu einem modernen Stil darzustellen. 
Mir persönlich hat das Buch letztendlich gut gefallen, aber es war für mich kein Werk, welches man nicht mehr aus der Hand legen will. Auf jeden Fall ist es sicherlich sehr lesenswert für alle, die sich für Russland und gerade für das Thema Tanz begeistern können.

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Tags: ballett, ehekrise, russland, tanz, training   (5)
 

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

kaukasus, moscheen, moskau, heirat, hass

Eine Liebe im Kaukasus

Alissa Ganijewa , Christiane Körner
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 08.08.2016
ISBN 9783518425541
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: hochzeit, kaukasus, liebe, russland   (4)
 

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31 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

australien, familie, verna, waisenkind, 2016

Das Land der roten Sonne

Harmony Verna , Marie Rahn
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 17.10.2016
ISBN 9783352008887
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags:  
 

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(98)

316 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 68 Rezensionen

märchen, winter, fantasy, katharina seck, liebe

Die silberne Königin

Katharina Seck
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783404208623
Genre: Fantasy

Rezension:


Schon seit langer Zeit befindet sich die Stadt Silberglanz in einer Welt voller Eis und Schnee. Die Bevölkerung leidet unter der ständigen Kälte und führt ein hartes und entbehrungsreiches Leben. Mitten in der Stadt befindet sich die Chocolaterie von Madame Weltfremd, die neben den vielen Köstlichkeiten auch für das Geschichten erzählen bekannt ist. Als sie eine neue Stelle ausschreibt, bewirbt sich die 24-jährige Emma, die von nun in der Küche mitarbeiten darf. Doch dann beginnt die Madame, Abend für Abend ein Märchen über eine silberne Königin zu erzählen, wobei immer mehr Parallelen zum Leben von Emma sichtbar werden... .
Von Anfang an ist es der Autorin Katharina Seck gelungen, mich in die eisige Welt von Silberglanz mitzunehmen. Besonders gut hat mir dabei gefallen, dass mitten in der Geschichte durch die Erzählung des Märchens über die silberne Königin eine Metaebene aufgemacht wird, die so noch einen weiteren Raum zur Interpretation der Handlung bietet. Da man als Leser nicht mehr weiß als Emma selbst, kann man genau wie sie über die Erzählung nachdenken und sie weiterspinnen.
Erzählt wird die Geschichte aus der dritten Person, wobei meistens Emma im Fokus der Handlung steht. Sie ist eine sympatische junge Frau, die im Verlauf des Buches sehr viel Mut und innere Stärke beweist. Während des Lesens ist sie mir schon ans Herz gewachsen. Auch die Nebenfigur Ophelia, die mit in der Chocolaterie arbeitet, mochte ich sehr gerne. Mit ihrer Fröhlichkeit und ihrer besonderen Art bringt sie etwas Schwung in die Geschichte. Leider sind sie und auch Madame Weltfremd ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr präsent und tauchen nur noch am Rande auf. In dieser Zeit dreht sich das Geschehen mehr um Emma und um Caspar, den Herrscher von Glanzvoll.
Generell kann man über die Figuren sagen, dass sie alle glaubhaft wirken und keine Klischee-Märchenfiguren sind. So gibt es nicht nur böse und gute Personen, sondern alle haben eine Vergangenheit, die sie geprägt hat.
Frau Seck gelingt es, durch die vielen Beschreibungen von Silberglanz, aber auch durch die Darstellung der Kälte, die fast spürbar wird, eine glaubhafte Welt zu schaffen. Auch wenn man eindeutige Bezüge zu ,,Tausend und eine Nacht" erkennen kann, hat sie daraus doch etwas ganz eigenes und neues geschaffen. Mich hat die Handlung vom Anfang bis zum Ende begeistert und teilweise fiel es mir schwer, dass Buch wegzulegen.
Bis auf ein paar Kleinigkeiten hat mir ,,Die silberne Königin" sehr gut gefallen und ich empfehle das Buch gerne weiter.

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Tags: eis und schnee, märchen   (2)
 

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51 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

münchen, krimi, historischer krimi, 20er jahre, mord

Wintergewitter

Angelika Felenda
Flexibler Einband: 438 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 29.10.2016
ISBN 9783518467190
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


München 1920: Als zwei junge Frauen aus dem Schauspielermilieu tot aufgefunden werden und die Spuren auf Mord hindeuten, beginnt Kommissar Reitmeyer zu ermitteln. Doch umso tiefer er gräbt, umso mehr zeigt sich, dass der Fall auch politisch äußerst brisant ist. Währenddessen ist die junge Berlinerin Gerti Blumenfeld in München angekommen und sucht nach ihrer verschwundenen Schwester. Auch sie stellt unangenehme Fragen und gerät in Gefahr... .
Mit diesem Kriminalroman entführt die Autorin Angelika Felenda ihre Leser in die zwanziger Jahre und beschreibt neben einem verzwickten Mordfall auch die Situation der Münchener Bevölkerung, die noch stark unter den Folgen des ersten Weltkriegs zu leiden hat. So erlebt man mit, wie schwierig es für die einfachen Leute ist, genügend Nahrungsmittel zu erhalten und eine Wohnung zu bekommen. Auch wird ganz nebenbei vermittelt, wie rechte Kräfte langsam erstarken und immer mehr Zulauf aus allen Gesellschaftsschichten verzeichnen können.
Kommissar Reitmeyer ist ein sympatischer Ermittler, der selbst im ersten Weltkrieg gedient und dieses Trauma noch nicht richtig verarbeitet hat. Oftmals ohne den Rückhalt seiner Vorgesetzten geht er unkonventionelle Wege, um den Täter dingfest zu machen. Unterstützt wird er jedoch vom Polizeischüler Rattler, der auch gerne versteckt ermittelt und von seinem Kollegen Steiger.
Frau Felenda hat einen guten und sehr detailreichen Schreibstil. Gekonnt verknüpft sie die beiden Handlungsstränge um Gerti Blumfeld und Kommissar Reitmeyer, aber bestimmte Zusammenhänge stellt sie sehr kompliziert und schwer nachvollziehbar dar. Die Mordermittlungen verlaufen zwar mit einer gewissen Grundspannung, aber ich hätte mir gerade im Finale noch mehr davon erwartet.
Dieser Krimi mit historischem Hintergrund hat mich auf jeden Fall gut unterhalten und durch viele verschiedene Fährten war es bis zum Ende kaum durchschaubar, wer der Täter ist.
Gerne empfehle ich dieses Buch weiter.

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Tags: mord, münchen   (2)
 

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18 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

ungarn, politik, orbán, victor orbán, budapest

Orbáns Ungarn

Paul Lendvai
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Kremayr & Scheriau, 01.10.2016
ISBN 9783218010382
Genre: Biografien

Rezension:


Der ungarische Ministerpräsident Victor Orban ist einer der umstrittensten Politiker in Europa. Doch wie begann seine politische Karriere und wie ist es ihm gelungen, in seinem Heimatland immer mehr an Einfluss zu gewinnen? In dieser Biographie betrachtet der Osteuropa-Experte Paul Lendvai 
den Politiker, in den viele Menschen große Hoffnungen setzten, ganz genau und versucht, Orbans Entwicklungen von seiner Kindheit an bis heute nachvollziehbar und transparent zu machen.
Mich hat dieses Buch angesprochen, da ich bisher nur wenig über die Person Orban und über die genauen Entwicklungen in Ungarn wusste. Daher war für mich sehr hilfreich, dass der Autor wirklich von Anfang an die Ausgangslage erklärt und wie der junge Orban überhaupt als Anfänger politisch so erfolgreich werden konnte. Dabei sind seine Informationen oft aus erster Hand, da er selbst dem Ministerpräsidenten begegnet und sozusagen Zeitzeuge der politischen Entwicklung Ungarns ist.
Die Biographie lässt sich ohne viel Vorwissen sehr gut lesen und man bekommt eine kompetente Einschätzung und Meinung eines Experten.
Mir persönlich hat diese Biographie viel Neues vermittelt, weshalb ich jedem, der sich politisch über die Situation in Ungarn informieren möchte, das Buch weiterempfehlen kann.

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Tags: orban, politik, ungarn   (3)
 

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35 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

china, kaiser, kaiserlicher hof, gegenwartsliteratur, automatenbauer

Cox

Christoph Ransmayr
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 27.10.2016
ISBN 9783100829511
Genre: Romane

Rezension:


Cox, der wohl beste Uhrmacher und Automatenbauer seiner Zeit, wird nach China beordert. Dort beauftragt Kaiser Qianlong ihn und seine Gefährten, außergewöhnliche Uhren zu erschaffen, an denen unterschiedliche Geschwindigkeiten verschiedener Zeiten ablesbar sein sollen. Ausgestattet mit den wertvollsten Materialien machen sich die Engländer an das Werk.Doch dann fordert der Kaiser das Unmögliche: Eine Uhr, die selbst die Ewigkeit misst und auch noch existiert, wenn alles vorüber ist... .
Dieses Buch entführt den Leser von Anfang an in eine andere Zeit und in eine Welt, die der unseren gleicht, aber doch sehr exotisch und phantastisch gestaltet ist. In Ransmayrs China liegen Überfluss und Mangel haarscharf nebeneinander. Während die Begünstigten des Kaisers in Sänften getragen werden, müssen niedere Sklaven Bequemlichkeiten wie diese ermöglichen. 
Der Kaiser selbst wirkt anfangs unnahbar und wenig greifbar für den Leser. Er wird wie ein göttliches Wesen verehrt und niemand darf ihn und seine Entscheidungen in Frage stellen. Doch etwas lässt ihn nach und nach doch noch menschlich wirken: Er vertieft sich wie ein Kind in die seltsamen und phantastischen Apparate der Uhrmacher und scheint an ganz normalen Dingen wie dem Spaziergang im Schnee mit einer Frau Gefallen zu finden.
Cox dagegen ist eine Figur, die einerseits mit handwerklichem Geschick beeindruckt, aber andererseits in ihrem Schmerz gefangen zu sein scheint. Man merkt, wie er im Verlauf der Handlung immer mehr die Gesellschaft und ihren Kaiser versteht und langsam zu realisieren beginnt, wie nah dort Gunst und Missgunst beieinander liegen und wie schnell sich das Wohlwollen des absoluten Herrschers, dem man nicht einmal ungestraft in die Augen sehen darf, wandeln kann.
Das große Thema Zeit findet sich auf allen Ebenen der Handlung wieder und ist nicht nur auf die Uhren und deren Lauf beschränkt. Zeit wird auch als etwas Individuelles definiert. Es kommt immer auf den Betrachter an, der ihre Geschwindigkeit je nach Anlass ganz anders wahrnimmt.
Die Chronologie wird  immer wieder durch die Erinnerungen von Cox durchbrochen, der an die gemeinsame Zeit mit seine Frau und seiner verstorbenen Tochter in England zurück denkt und dieses Zeitgefühl mit in seine Gegenwart und in seine Arbeit hinein nimmt.
Mit der selben Präzision, mit der die Uhrmacher jede Kleinigkeit an ihren Werken ausarbeiten und veredeln, erzählt Ransmayr die Gegebenheiten in der verbotenen Stadt, die Arbeit an den verschiedenen Uhren und Automaten und um den Kaiser selbst. Als Leser bekommt man eine gute Vorstellung von allem und kann sich kaum von der Handlung lösen, weil man wissen möchte, wie die nächste komplizierte Aufgabe von den Engländern gelöst wird. An manchen Stellen wird die sonst sehr feine und poetische Sprache durch eine doch etwas derbe Umgangssprache ersetzt. Dieses Verfahren ist an den jeweiligen Punkten aber durchaus passend gewählt.
Insgesamt ist ,,Cox oder Der Lauf der Zeit" ein gelungener und auch unterhaltsamer Roman der Gegenwartsliteratur, indem Ransmayr sein ganzes Können abruft und den Leser mit einer wunderbaren Handlung begeistert.

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Tags: china, gegenwartsliteratur, kaiser   (3)
 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

gott, leid, erkenntnis, gebet, trost

Sterne leuchten nachts: Gott im Leiden lieben lernen

Thomas Härry
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei SCM R. Brockhaus, 11.07.2016
ISBN 9783417267839
Genre: Sonstiges

Rezension:


Immer wieder wird man im Leben mit dem Thema Leid konfrontiert. Dabei kann man meistens nicht verstehen, warum Gott scheinbar tatenlos zusieht und nicht eingreift. Thomas Härry hat sich in diesem Buch mit der Leidfrage beschäftigt und versucht, dem Leser Wege aufzuzeigen, wie man trotz allem an Gott festhalten und eine noch lebendigere Beziehung zu ihm bekommen kann.
Obwohl ich schon einige Bücher zum Thema Leid gelesen habe, konnte ich hier noch viele neue und sehr hilfreiche Gedanken für mich
entnehmen.Thomas Härry geht intensiv auf die Problematik ein, dass Gott manchmal eingreift und in anderen Fällen scheinbar trotz vieler Gebete Schlimmes zulässt. Er betont, wie wir dabei stets nach Erklärungen suchen, die für uns das Unbegreifliche begreiflicher und fassbarer machen sollen, aber die uns letztendlich doch nicht weiterbringen. Deshalb zeigt er, dass wir im Leid nur Trost und Ermutigung finden, wenn wir Gott versuchen zu erkennen, also eine echte und tiefe Beziehung zu ihm aufbauen, welche uns auch durch schwere Zeiten trägt.
Thomas Härry schreibt sehr einfühlsam und gut verständlich. Er erzählt auch Beispiele von Menschen, die Schicksalsschläge hinter sich haben und beschreibt, wie diese trotz Leid im Glauben wachsen konnten und an Gott festgehalten haben. Auch gibt er in einem Kapitel hilfreiche Hinweise für Leute, die mit Betroffenen zu tun haben, aber nicht so recht wissen, was man tun kann und was man lieber lassen sollte.
Mir persönlich hat dieses Buch viel gebracht und mir in vielen Dingen eine neue Perspektive vermittelt. Anstatt immer nur nach dem ,,Warum" zu fragen, kann man Gott im Leid begegnen und so trotz allem bei ihm geborgen sein. Gerne empfehle ich dieses Buch weiter.

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Tags: gott, leid, trost   (3)
 

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

brown, winter

Ein Märchen im Winter

Kate Lord Brown , Elke Link
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2016
ISBN 9783492302029
Genre: Romane

Rezension:


Fraser Stratton, Besitzer des Anwesens Wittering Manor, schreibt an seinen Memoiren und sucht dafür Unterstützung. Nachdem er mehrere Assistentinnen mit seiner wunderlichen Art vergrault hat, bewirbt sich Grace Manners um die Stelle. Diese hat gerade einige schwere Schicksalsschläge hinter sich und möchte eigentlich nur wissen, was es mit einem alten Familienschmuckstück auf sich hat. Doch dann tritt sie die Stelle an, bezieht gemeinsam mit ihrer Tochter ein kleines Cottage auf dem Grundstück der Strattons und lernt auch den Neffen des Hausherrn kennen... .
Mit ,,Ein Märchen im Winter" hat Kate Lord Brown einen wunderbaren Roman geschrieben, der in den 70er Jahren spielt und neben einer  romantischen Geschichte viel Spannung und Humor zu bieten hat.
Mich hat die Handlung von Anfang an gepackt und an vielen Stellen auch berührt. Man lernt Grace als eine Frau kennen, die trotz großer Verluste stark für ihr Tochter bleibt, aber sich auch eine gewisse Freude und Neugier bewahrt hat. Besonders im Umgang mit den Strattons blüht sie auf. So kann sie mit Frasers verschrobenen Art sehr gut umgehen, aber verliert aus meiner Sicht die Familienbrosche eine Zeit lang aus dem Blick.Neben den Protagonisten gibt es auch eine Vielzahl von sehr sympatischen Nebenfiguren, die die Geschichte noch warmherziger machen. Da ist zum Beispiel die Haushälterin Ellen, die auf ihre ganz eigene liebevolle, aber auch strenge Art für die Bewohner von Wittering Manor sorgt und die etwas verrückte Alice, die ein Cafe im Stil von ,,Alice im Wunderland" führt und Grace mit Rat und Tat zur Seite steht. 
In der Handlung entsteht immer wieder ein bisschen Spannung, da Grace jeden Monat einen mysteriösen Brief ohne Absender bekommt, dem einer der Geburtssteine, die aus ihrem verpfändeten Haus gestohlen worden sind, beiliegt. Was mich hier gestört ist, ist die fehlende Ermittlung. Man hat die ganze Zeit das Gefühl, dass jeder Brief schnell wieder verdrängt wird und man gar nicht daran denkt, die Sache von der Polizei aufklären zu lassen. 
Die Autorin Kate Lord Brown schreibt mit viel Gefühl, aber auch mit einem ganz besonderen Humor. So ist die Geschichte manchmal zum Lachen komisch, wenn zum Beispiel Grace und Fraser bestimmte Ereignisse aus der Vergangenheit mit allem, was dazu gehört nachspielen, aber an anderen Stellen wieder sehr traurig. 
Mich hat ,,Ein Märchen im Winter" sehr gut unterhalten. Es gibt eine Liebesgeschichte, etwas Spannung und ein altes Familiengeheimnis, dass ganz anders gelöst wird, als ich erwartet hatte. Sehr gerne empfehle ich dieses Buch weiter.

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Tags: winter   (1)
 

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124 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

london, selbstjustiz, krimi, gericht, tony parsons

Wer Furcht sät

Tony Parsons
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783404174423
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Detective Max Wolfes dritter Fall: In London werden Männer erhängt, die allesamt vorher selbst zu Tätern geworden sind, aber von der Justiz keine lange Strafe bekommen haben. Der sogenannte ,,Club der Henker" hat bald einen riesigen Fanclub, der die im Internet veröffentlichten Hinrichtungen bejubelt, was die Ermittlungen noch schwieriger macht, zumal Max Wolfe bald selbst in die Kritik gerät... .
Obwohl dies mein erstes Buch aus der Reihe um Detective Max Wolfe war, konnte ich mich gut einlesen und hatte nicht den Eindruck, dass mir viel Vorwissen fehlt. 
Mich hat dieser Thriller interessiert, weil darin das schwierige Thema ,,Selbstjustiz" behandelt wird. Als Leser wird man hier mit verschiedenen Fällen konfrontiert, bei denen die Justiz viel zu mild vorgegangen ist und die Täter so wirklich keine gerechte Strafe erhalten haben. Man sieht im gesamten Buch, dass es manchmal nur ein kleiner Schritt ist, selbst die Dinge in die Hand zu nehmen.
Detective Max Wolfes ist nicht unbedingt ein Sympathieträger, aber mir hat gefallen, dass er auch ungewöhnliche Wege bei seinen Ermittlungen geht. Zusätzlich zu seiner Arbeit gibt es auch immer wieder Einblicke in sein Privatleben, indem er als allein erziehender Vater eine kleine Tochter großzieht und sich um einen alten Freund kümmert. 
Tony Parsons schafft es, von Anfang bis zum Ende die Spannung weit oben zu halten und durch kaum vorhersehbare Wendungen den Leser mitzureißen. Für mich gab es zum Schluss wirklich ein Überraschung, was die Täter betrifft, obwohl man im Nachhinein darauf hätte kommen können. Besonders interessant fand ich auch, dass es bei den Ermittlungen wirklich auch historisch zugeht. So erfährt man etwas über Hinrichtungen aus dem alten London und es geht sogar bis unter die Erde, wo es jede Menge stillgelegte Gleise und Bahnhöfe gibt.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, denn das Thema ,,Selbstjustiz" steht selbst außerhalb der offiziellen Ermittlungen im Vordergrund und dem Leser wird letztendlich selbst überlassen, eine eigene Meinung dazu zu bilden.
Mich hat ,,Wer Furcht sät" sehr gut unterhalten und kann es gerne weiterempfehlen. 

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Tags: hinrichtung, mord, selbstjustiz   (3)
 

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

familie, verfolgung, missionarin, elizabeth musser, bibelschmugglerin

Und jenseits der Berge das Leben

Elizabeth Musser , Julian Müller
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.09.2016
ISBN 9783868275971
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

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3 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

ebola, dankbarkeit, missionsdienst, isolation, krankenpfleger-in

Berufen, den Menschen zu dienen

Kent Brantly , Amber Brantly , Dorothee Dziewas
Fester Einband: 249 Seiten
Erschienen bei Neukirchener Aussaat, 03.08.2016
ISBN 9783761563281
Genre: Sachbücher

Rezension:

Familie Brantly reist im Herbst 2013 nach Liberia aus, um dort den Menschen zu helfen. Kent ist Arzt und arbeitet in einem Krankenhaus, doch dann kommt es im Land zu ersten Ausbrüchen von Ebola. Mit seinen Kollegen versorgt Kent viele Infizierte, doch trotz aller Schutzmaßnahmen steckt er mit dem zumeist tödlich verlaufendem Virus an. Doch er ist nicht allein: Tausende Menschen erfahren von seiner Krankheit und beginnen für ihn zu beten... .
In diesem Buch erzählen Kent und Amber abwechselnd ihre Geschichte. Dabei gehen sie auch weiter zurück und berichten davon, wie sie sich kennen und lieben lernten und wie die Mission für sie immer ein präsentes Thema war. Deutlich wird auf jeden Fall, dass beide Gottes Liebe ganz praktisch weitergeben wollen und dafür auch manches Risiko eingehen.
Besonders interessant fand ich die Erklärungen zum Thema Ebola. Man erfährt hier sozusagen aus erster Hand, wie schwierig es ist einen Patienten zu behandeln, ohne sich selbst anzustecken und wie schlimm und entwürdigend die Krankheit verläuft. Kent berichtet erst aus der Sicht eines Arztes, wie man versucht, die Menschen trotz schlechter Prognose zu retten. Doch als er selbst erkrankt, schildert er sehr offen und anschaulich aus Patientensicht, wie man sich quält und immer mehr auf die Pflege von anderen angewiesen ist. 
Besonders hilflos in dieser Zeit ist seine Frau Amber, die bereits vor seinem Krankheitsausbruch mit den Kindern in die USA ausgereist ist und nun ihrem Mann nur durch indirekten Kontakt beistehen kann. Sie schildert sehr ehrlich ihre Gefühle, ihre Ängste und als Leser bangt man richtig mit ihr mit, auch wenn man schon weiß, wie es ausgeht.
Ambers und Kents Geschichte hat mich bewegt, aber auch ermutigt. Man sieht, dass Gott trotz aller schlechten Prognosen eingreifen kann und Mittel und Wege hat, von denen wir nichts wissen. Für mich ist ,,Berufen, den Menschen zu dienen" ein lesenswertes Buch, dass ich gerne weiterempfehle.

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Tags: ebola, mission   (2)
 

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

pornografie, wahrhei, strippen, bordel, missbrauch

Pornographie

Shelley Lubben
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Ruhland, 05.09.2016
ISBN 9783885091073
Genre: Biografien

Rezension:  
Tags:  
 

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

psalm 23, sefora nelson, hirte, bibel, hoffnung

Denn du bist bei mir: Psalm 23 - eine Einladung zu vertrauen.

Sefora Nelson
Fester Einband
Erschienen bei Gerth Medien, 29.08.2016
ISBN 9783957341457
Genre: Sonstiges

Rezension:


Psalm 23 ist wohl der bekannteste der Bibel, doch was kann man ganz persönlich daraus für das eigene Leben entnehmen? Die christliche Sängerin Sefora Nelson versucht darauf eine Antwort zu geben, indem sie den Psalm Aussage für Aussage durchgeht und ihre Leser so an ihren eigenen Erfahrungen und Gedanken teilhaben lässt.
Mich hat dieses Buch sehr angesprochen und an vielen Stellen bewegt. Besonders gefallen hat mir, dass sie auch den Psalmschreiber David selbst nicht außen vor lässt, sondern auch Abschnitte seines Lebens mit in ihre Deutung miteinbezieht. So führt sie dem Leser vor Augen, dass der kleine Schafhirte, der später von König Saul verfolgt wurde, trotz vieler Höhen und Tiefen immer noch aus voller Überzeugung ,,Der Herr ist mein Hirte" sagen konnte.
Auch erzählt Sefora Nelson viel aus ihrem eigenen Leben und gibt dabei auch Einblicke in Zeit vor ihrer Karriere als Sängerin und in ihr Familienleben. Dabei berichtet sie neben vielen wunderbaren Momenten auch von Krisenzeiten, durch die sie und ihr Mann Keith gehen mussten. Zwischendurch gibt es auch immer wieder Liedtexte, die die Aussage des jeweiligen Kapitels verdeutlichen.
Viele Gedanken von Sefora Nelson haben mich sehr angesprochen und oft auch berührt. Beim lesen denkt man viel über sein eigenes Leben nach und wird ermutigt, genauso wie David auf Gott zu vertrauen, auch wenn die Umstände alles andere als rosig sind.
Ich persönlich konnte sehr viel aus diesem Buch mitnehmen und kann es daher nur weiterempfehlen.

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Tags: hirte, psalm 23, sefora nelson   (3)
 

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lüge, wahrheit

Wahrheit und Wandlung

Vishal Mangalwadi
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Fontis – Brunnen Basel, 21.09.2016
ISBN 9783038480938
Genre: Sachbücher

Rezension:


Vishal Mangalwadi hat sich in diesem Buch intensiv mit dem Evangelium und dessen Auswirkungen auf unsere westliche Kultur beschäftigt. Er vertritt dabei die These, dass nur durch die Wahrheit, die uns in der Bibel vermittelt wird, Gesellschaften nachhaltig positiv verändert werden können.
Der Autor beschreibt sehr klar und gut nachvollziehbar, wie aus seiner Sicht Korruption und Unterdrückung in einem Land entstehen und dieses nach und nach in Armut stürzen. Er selbst ist Inder, aber hat auch viel in westlichen Ländern gelebt und kennt daher beide Kulturen und ihre Unterschiede sehr gut. Manchmal nutzt er eigene Erlebnisse und verdeutlicht seinen Lesern damit, was es zum Beispiel in Indien bedeutet, durch das Kastensystem von Geburt an zu einem bestimmten Leben verurteilt zu sein und als zweitgeborenes Mädchen in einer Familie keinen Wert zu haben. 
Mich hat dieses Buch sehr zum Nachdenken gebracht und mich auch auf verschiedene Punkte aufmerksam gemacht, wo mittlerweile immer mehr die Wahrheit und damit auch unsere Wertmaßstäbe verloren gehen und durch Lügen ersetzt werden. Doch Vishal Mangalwadi lässt den Leser nicht mit dieser Begutachtung unserer Situation stehen, sondern präsentiert eine Lösung: Die Rückkehr zum christlichen Fundament.
Auch wenn ich einige Punkte, die der Autor anspricht, nicht ganz schlüssig fand, hat mich dieses Buch sehr angesprochen. Ich kann es daher nur weiterempfehlen.

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Tags: lüge, wahrheit   (2)
 

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nächstenliebe, mode, glaube, leid, familie

LOVE YOUR NEIGHBOUR

David Togni , Andrea Specht , Daniela Sprenger
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Brunnen, 14.11.2016
ISBN 9783765509650
Genre: Biografien

Rezension:


David Togni ist der Gründer des christlichen Modelabels ,,LOVE YOUR NEIGHBOUR.  Doch einige Jahre zuvor hatte er einen ganz anderen Weg eingeschlagen, auf dem er trotz Erfolg und Geld nicht glücklich geworden ist. In diesem Buch erzählt er seine Geschichte von Anfang an und zeigt dem Leser, wie Gott an ihm gewirkt hat.
Zuerst erfährt man viel über sein Modelabel, indem er seinen Lebensstil der Nächstenliebe ganz kreativ eingearbeitet hat. An vielen Stellen im Buch erzählt er davon, wie er Zeit mit Obdachlosen verbringt, sie beschenkt und ihnen so auch Wertschätzung zu teil werden lässt.
Über sein Leben berichtet er sehr offen und ungeschönt. Schwierige Zeiten wie nach dem Tod seiner Schwester Anja und die Trauer, die seine Familie danach gefangen nimmt, lässt er auch nicht aus. Mich persönlich hat gerade dieser Teil der Biographie sehr bewegt. 
Auch zeigt David, dass trotz beruflichen Erfolgen und einem hohen Einkommen immer noch eine Leere im Menschen bleibt, die letztendlich nur Gott ausfüllen kann. 
Für mich waren allerdings einige Dinge, die erwähnt werden, doch etwas gewöhnungsbedürftig. So spricht er manchmal von Engeln, die er wirklich sieht und betet in einer anderen ihm selbst fremden Sprache. An einer anderen Stelle heilt er einer Passantin nach einer spontanen Eingebung ein schmerzendes Knie. 
Mich persönlich hat Davids Geschichte doch sehr angesprochen, auch wenn Dinge darin vorkommen, die ich nicht ganz einordnen kann. 
Insgesamt muss ich sagen, dass diese Biographie auf jeden Fall lesenswert ist und dazu ermutigt, nicht über hilfsbedürftige Menschen hinweg zu sehen, sondern einfach mal ganz praktisch zu helfen. Gerne empfehle ich das Buch weiter.

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Tags: mode, nächstenliebe   (2)
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

hirntumor, sarkasmus, ostern, danksagung, nadia bolz-weber

Unheilige Heilige

Nadia Bolz-Weber , Christian Rendel
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Brendow, J, 15.08.2016
ISBN 9783865068903
Genre: Sachbücher

Rezension:


Nadia Bolz-Weber ist lutherische Pastorin und die Gründerin der Gemeinschaft ,,House for all Sinners and Saints". In diesem Buch erzählt sie von vielen Begegnungen mit Menschen, die so gar nicht in ein christliches Schema passen, aber von denen sie dennoch etwas für ihr eigenes Glaubensleben gelernt hat.
Viele der hier erzählten Geschichten haben mir gut gefallen und ich konnte daraus etwas für mein eigenes Leben mitnehmen. Die Autorin beschreibt, wie sie in vielen Situationen trotz ihrer eigenen Fehler von Gott gebraucht werden konnte und spricht dabei auch schwierige Themen wie zum Beispiel das Tragen einer Waffe differenziert an. Im Gegensatz zu anderen Autoren wird kein reines schwarz-weiß Bild gezeichnet und auch niemand von vorneherein verurteilt.
Allerdings hat es mich manchmal erschreckt, wie eigentlich klare Aussagen in der Bibel von Frau Bolz-Weber umgedeutet werden und so die Botschaft darin verloren geht. Auch hat mich ein wenig erstaunt, dass im ,,House for all Sinners and Saints" doch noch so viel Wert auf Liturgien und damit auch auf feste Abläufe gelegt wird. 
Die Autorin schreibt immer ehrlich und offen und lässt den Leser auch an ihren eigenen Zweifeln und Gedanken teilhaben. Ungewöhnlich für eine lutherische Pastorin ist auch ihre etwas harte und von Schimpfwörtern durchsetzte Sprache.
Auch wenn ich das Buch in vielen Punkten kritisch sehe, kommt doch etwas sehr Wichtiges beim Leser an: In der Gemeinde von Nadja Bolz-Weber ist wirklich jeder bekommen und keiner, der irgendwie anders ist, wird ausgegrenzt oder schief beäugt. Und das ist sicherlich nicht überall der Fall.
Insgesamt hat mich das Buch nicht in allen Punkten überzeugt, aber ich denke, jeder sollte sich sein eigenes Bild davon machen.

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Tags: gemeinde, kirche, luther, pastorin   (4)
 

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109 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

venedig, paris, liebe, philosophie, geheimnis

Das Café der kleinen Wunder

Nicolas Barreau , Sophie Scherrer
Fester Einband: 357 Seiten
Erschienen bei Thiele & Brandstätter Verlag, 17.09.2016
ISBN 9783851793680
Genre: Romane

Rezension:


Die Philosophiestudentin Nelly hat sich heimlich in ihren Professor verliebt und träumt von einer gemeinsamen Zukunft, doch dann kommt alles anders als erwartet. Als sie dann auch noch in einem alten Buch von ihrer Großmutter eine rätselhafte Widmung findet, beschließt sie dem auf den Grund zu gehen und reist von Paris nach Venedig... .
Auch mit diesem Roman ist es Nicolas Barreau gelungen, einen wunderbare Handlung zu entwerfen, die mich gut unterhalten und  häufig zum lächeln gebracht hat.
Die Protagonistin Nelly ist eine junge, hübsche Französin, die sehr intelligent rüberkommt, aber gleichzeitig auch etwas träumerisch durch das Leben geht. Manchmal hat sie das sprichwörtliche Brett vorm Kopf und ist sich ihrer Stärken nicht bewusst, was sie irgendwie liebenswert und auch so sympatisch macht. Auch viele der Nebenfiguren haben mir gut gefallen. Da ist zum Beispiel ein Amerikaner namens Sean, der gerade auf Europareise ist und Nellys Cousine Jeanne, die in ihrem Cafe eine wunderbare Birnentarte backt, welche ich auch gerne mal probiert hätte.
Alle Figuren wirken sehr individuell und authentisch. Man könnte meinen, dass man ihnen tatsächlich irgendwo in Paris oder Venedig begegnen könnte.
Die Handlung ist zwar ein bisschen vorhersehbar, aber im Gegensatz zu vielen anderen Liebesromanen hebt sich dieser dadurch ab, dass es doch noch viele unvorhersehbare Wendungen gibt, die mich überrascht haben. Außerdem steckt auch noch durch das Geheimnis der Großmutter eine kleine Geschichte in der Geschichte.
Nicolas Barreau erzählt sehr charmant und schafft es wirklich, seine Leser gedanklich in die jeweilige Stadt zu versetzen. Dabei vermeidet er übermäßigen Kitsch und schreibt eine wirklich schöne und romantische Liebesgeschichte, die von der vermittelten Atmosphäre lebt.
Mich hat ,,Das Cafe der kleinen Wunder" sehr gut unterhalten und auch berührt. Ich kann daher den Roman gerne weiterempfehlen.

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Tags: geheimnis, liebesgeschichte, paris, venedig   (4)
 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

krimi, mord, vergebung, heiratsantrag, hochzeit

Unheilvolle Nähe

Terri Blackstock , Hilke von der Mark , Friedhelm von der Mark
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei BOAS-Verlag, 26.09.2016
ISBN 9783942258043
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Als in einem Boot die Leiche eines jungen Mädchens gefunden wird, gerät schnell der Autor Marcus Gibson in Verdacht, da in einem seiner Krimis ein sehr ähnlicher Mord beschrieben wird. Polizeichef Cade nimmt die Ermittlungen auf und plant gleichzeitig, seiner Freundin Blair einen Heiratsantrag zu machen. Doch alles kommt anders, als noch ein Mord geschieht und Cade plötzlich selbst zum Verdächtigten wird... .
Dies ist der vierte Band aus der Cape Refuge Reihe, den man aber auch unabhängig von seinen Vorgängern lesen kann.
Die Autorin Terri Blackstock hat es auch mit diesem Buch geschafft, einerseits einen sehr spannenden und auch kaum vorhersehbaren Krimi zu schreiben, aber auch gleichzeitig die verschiedenen Handlungsstränge um bereits bekannte als auch um neue Figuren auf Cape Refuge glaubhaft fortzusetzen.
Mir hat besonders gefallen, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven geschildert wird. Man erlebt so direkt aus der Sicht der jeweiligen Figur mit, wie Sheila,eine ehemalige Gefängnisinsassin langsam Vertrauen zu Gott entwickelt und wie ihre Tochter Sadie sich unwissentlich in Gefahr begibt. Auch kann man sich an vielen Stellen mit den Figuren mitfreuen.
Die Autorin schreibt flüssig und hält die Spannung den ganzen Roman über aufrecht, bis sie sie schließlich im letzten Drittel noch mal steigert, so dass ich das Buch kaum noch weglegen konnte. Man beginnt in das Buch einzutauchen und alles wird so realistisch dargestellt, dass einen die Handlung richtig aufwühlt und man gar nicht anders kann, als mitzufiebern und mitzuhoffen.
Terri Blackstock schafft hier wirklich gekonnt den Spagat zwischen wertvoller christlicher Literatur und spannendem Unterhaltungsroman. Sie vermittelt, dass ein Neuanfang auch bei einer schweren Vergangenheit dank Gottes Gnade möglich ist und dass man ihm in allen Lebensumständen vertrauen kann. Gerne empfehle ich diesen Krimi weiter.

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Tags: jesus, krimi, liebe, mord, roman, vergebung   (6)
 

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bibel, frauen in der bibel, gunst, schweizer autor-in, icf

Esther

Leo Bigger
Buch: 256 Seiten
Erschienen bei Fontis – Brunnen Basel, 01.09.2016
ISBN 9783038480990
Genre: Sachbücher

Rezension:


Esther ist eine der wenigen Frauen, nach denen ein ganzes Buch in der Bibel benannt ist. ICF-Gründer Leo Bigger hat sich intensiv mit diesem außergewöhnlichen Mädchen beschäftigt, dass vom Waisenkind zur Königin von ganz Persien ernannt wurde und durch ihre Position das ganze jüdische Volk retten konnte.
Das erste, was neben dem DIN A4-Format bei dem Buch auffällt, ist die durchgehend farbliche Gestaltung und die Einbindung von QR-Codes, durch die man Zugriff auf Videos usw. bekommt. So hat man nicht nur einen starren Text vor sich.
Leo Bigger erzählt die Geschichte von Esther nicht einfach nur nach, sondern überträgt sie auf unser Leben heute. Dabei arbeitet er immer wieder heraus, dass Gott, obwohl er namentlich im Buch Esther nicht genannt wird, die Fäden in der Hand hält und bereits einen guten Plan hat.
Beim lesen wird man dazu angeregt, Jesus ganz zu vertrauen und in dieser Gewissheit auch mit Zuversicht und einem gesunden Selbstwertgefühl durch das eigene Leben zu gehen. Besonders interessant und spannend sind dabei die verschiedenen Erlebnisse und Geschichten, die Bigger von sich und von anderen Personen erzählt. Gut fand ich auch, dass Bigger nichts beschönigt und betont, dass ein Leben mit Jesus nicht immer nach unseren Wünschen verläuft und es oft auch Momente gibt, in denen man lange auf Gebetserhörungen wartet, einfach nichts klappen will oder man offensichtlich an etwas gescheitert ist.
Außergewöhnlich ist auch der moderne und humorvolle Schreibstil des Autors, der mir an manchen Stellen ein bisschen zu locker für meinen Geschmack war. Ihm gelingt es allerdings durch seine unkomplizierte und offene Art etwas rüber zu bringen, was jeder Leser auch wirklich umsetzen und in seinem Alltag gebrauchen kann. 
Mich haben viele Gedanken von Leo Bigger zum Nachdenken gebracht und ermutigt. Das Buch empfehle ich daher hier gerne weiter.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

tennis, vertrauen, glaube, gott, gnade

Matchball

Pablo Giacopelli
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Fontis – Brunnen Basel, 08.09.2016
ISBN 9783038480976
Genre: Sachbücher

Rezension:


Schon als Kind wird Pablo Giacopelli dazu erzogen, immer Höchstleistungen zu vollbringen. So entwickelt er schnell das Bewusstsein, dass er nur geliebt wird, wenn er Siege davon trägt. Als er schließlich Christ wird, überträgt er die alten Verhaltensmuster auf sein Glaubensleben und wird dadurch immer unzufriedener und setzt als Tennistrainer auch seine Spielerin Stacey unter Druck, bis er schließlich erkennt, dass Gott ihn liebt, auch wenn er versagt.
In diesem Buch beschreibt Pablo sehr offen und ungeschönt, was er selbst mit Gott erlebt hat und erklärt das sogenannte Prinzip ,,des lockeren Festhaltens", welches er jetzt auslebt. Mir hat beim lesen besonders gefallen, dass er anstatt einen Ratgeber zu schreiben wirklich erzählt, wie er nach und nach wirklich verstanden hat, dass Gottes Gnade geschenkt ist und nicht erst erarbeitet werden muss. Ich denke, in den Schilderungen seiner Gedanken kann sich jeder irgendwo wiederfinden und etwas für das eigene Leben mitnehmen. 
Pablo hat hier schlicht und einfach seine Erlebnisse aufgeschrieben. Besonders spannend fand ich auch, dass man durch ihn auch gleichzeitig das Leben eines Tennistrainers kennen lernt. Allerdings hätte ich mir da noch mehr Einblicke gewünscht. 
Mich hat das Buch ermutigt und ich konnte viel für mich persönlich mitnehmen. Gerne empfehle ich das Buch weiter.

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Tags: glaube an gott, tennis   (2)
 

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sekte, thriller, horror, deutschland, krimi

Muttertag

André Mumot
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783847906100
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Viele Jahre, nachdem eine grausame Sekte an Menschen herum experimentiert hat, werden nach gewissen Vorkommnissen die Ermittlungen wieder aufgenommen. Ausgerechnet der scheinbar harmlose Pensionär Richard Korff gerät dabei in den Fokus und muss schnell mit seinem Neffen Philipp fliehen. Doch was hat der ältere Mann wirklich mit den alten Fällen zu tun?
Mit seinem Debüt  Andre Mumont eine Mischung aus Krimi, Horror und Roman geschrieben. Jedoch gelingt ihm an vielen Stellen die Komposition dieser verschiedenen Genres nicht richtig, so dass häufig ein merkwürdiges Bild entsteht, welches mich beim lesen oft ziemlich ratlos zurück gelassen hat. Für einen Thriller gibt es zu wenig Spannung und ein richtiger Horrorroman ist es aus meiner Sicht auch nicht.
Um richtig in die Handlung hinein zu kommen, musste ich mich lange einlesen, da ständig neue Handlungsstränge entworfen werden und ich so Probleme hatte, die verschiedenen Figuren und ihre Rolle im Buch zu überblicken. Die Figuren sind jedoch fast alle sehr gut gelungen und kommen auch authentisch rüber.
Andre Mumont schreibt flüssig und schafft es, dass sich jede Figur zu jeder Zeit so ausdrückt, wie man es erwarten würde. Man hat das Gefühl, dass er seinen Schreibstil an die jeweilige Zeit und die jeweilige Situation anpasst. Zum Ende hin entsteht sogar etwas wie Spannung. Als Thema hat er sich grausame Menschenexperimente ausgesucht, die auch ins Okkulte abrutschen und mich beim lesen doch sehr abgestoßen und schockiert haben. So was zu lesen ist nicht Meins.
Insgesamt ist ,,Muttertag" ein Buch, dass ich als ein bisschen zäh empfunden habe und hinter meinen Erwartungen zurück geblieben ist.

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leserunde, sachbuch;, friedefürst, israel, christlich

Das Prinzip des Terrors

Tass Saada , Christian Rendel , Dean Merrill
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Fontis – Brunnen Basel, 01.09.2016
ISBN 9783038480945
Genre: Sachbücher

Rezension:


Immer wieder hört man in den Nachrichten von Terroranschlägen und fragt sich, was die Täter antreibt und warum sie sich einer radikalen Gruppierung angeschlossen haben. Der Autor Tass Saada war selbst Mitglied in der ,,Fatah", aber setzt sich heute für den Frieden zwischen den Juden und den Palästinensern ein. In diesem Buch versucht er zu erklären, warum so viele Menschen zu Terroristen werden, woher der ganze Hass kommt und wie man selbst zum Friedensstifter werden kann.
Für mich war dieses Buch sehr interessant zu lesen, weil hier wirklich jemand berichtet, der selbst einmal Teil einer gefährlichen Gruppe war und daher vieles aus eigener Erfahrung wiedergeben kann. Jedoch ist der Teil, indem es wirklich darum geht wie Terroristen denken, nur kurz und dreht sich auch fast nur um den Konfliktherd in Israel. Ich persönlich hätte mir mehr Erklärungen zu der Motivation von anderen Gruppierungen gewünscht.
Gefallen hat mir, dass der Autor viele seiner Aussagen mit der Bibel begründet und sogar bis zu Ismael und Isaak zurückgeht, um zu erklären, dass gerade an dieser Stelle schon eine Art Verletzung stattfindet, die bis in unsere Zeit die Völker spaltet. Auch wenn ich nicht alle seine Thesen so unterschreiben würde, hat der Autor mich zum nachdenken gebracht. Vieles habe ich tatsächlich noch nie so gehört.
Einen großen Teil im Buch nimmt das Thema Frieden ein. Tass Saada zeigt, dass es der westlichen Welt noch immer viele Vorbehalte gegenüber Muslimen gibt und gerade wir als Christen viele Möglichkeiten haben, sie einzuladen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Was man dabei beachten sollte, wird hier gut vermittelt.
Der Autor schreibt gut lesbar und erklärt auch sehr anschaulich anhand von vielen Beispielen. Mir gefällt besonders der letzte Teil des Buches, indem er über Projekte wie die Kindergärten ,,Seeds of Hope" berichtet, wo Kinder verschiedener Herkunft in Israel gemeinsam und vor allem friedlich miteinander spielen und lernen.
Obwohl meine Erwartungen an das Buch nicht ganz erfüllt wurden, hat es mir gefallen und ich empfehle es gerne weiter.

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Tags: frieden   (1)
 

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roman rausch, würzburg, geschichte, bombennacht, zerstörung würzburgs

Bombennacht

Roman Rausch
Fester Einband: 340 Seiten
Erschienen bei Echter, 26.09.2016
ISBN 9783429038854
Genre: Historische Romane

Rezension:


Bis zum 16. März 1945 ist die Stadt Würzburg im Gegensatz zu anderen deutschen Städten weitestgehend verschont geblieben. Viele Menschen haben hier eine Zuflucht gefunden, in der Nervenheilanstalt werden Kriegsverletzte behandelt und in der Villa des Professors Dr. Werner bereitet man eine Geburtstagsfeier für die Tochter vor. Niemand ahnt, dass die Briten bereits einen folgenschweren Bombenflug auf die Stadt geplant haben  und man sich im Nordosten Englands schon zum Abflug bereit macht... .
Auch mit seinem neuen historischen Roman ist es Roman Rausch gelungen, den Leser in eine andere Zeit mitzunehmen. Stunde um Stunde wird erzählt, was die verschiedenen Figuren in der Stadt erleben und was sie sich erhoffen. Man erhält so ein sehr lebendiges Bild von Würzburg.
Besonders in den Mittelpunkt wird die junge Lernschwester Fanny gerückt, die durch das Auftauchen einer ehemaligen Patientin mit Nachforschungen beginnt und Grausames aufdeckt. So wird man als Leser mit einem dunklen Kapitel konfrontiert, über das sonst nur wenig geschrieben wird.
Roman Rausch schreibt flüssig und sehr anschaulich. Er schafft es, dass man wirklich irgendwie Teil am Leben der Figuren hat und so auch richtig besorgt und betroffen wird, als die Bombenflieger beginnen Würzburg in Brand zu setzen. Gerade dieser letzte Teil des Angriffs wird so glaubhaft geschildert und die Atmosphäre der Panik und Verzweiflung wiedergegeben, dass man meint, man wäre selbst irgendwie dabei.
Mich hat dieser historische Roman sehr beeindruckt. Durch die verschiedenen Perspektiven bekommt man ein sehr lebendiges Bild der Stadt und wird beim lesen richtig mitgerissen. Für mich ist ,,Bombennacht" einer der besten Romane, die ich je über die Zeit um 1945 gelesen habe und daher kann ich das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen.

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tod, leid, scheidung, schmerz, krankheit

Das Schicksal ist ein Schläger

Christina Rammler
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei SCM Hänssler, 01.09.2016
ISBN 9783775157315
Genre: Biografien

Rezension:


Wie geht man damit um, wenn das Schicksal zuschlägt und man keinen Ausweg mehr sieht? Und wo ist Gott in all dem Leid und warum lässt er es zu? In ihrem neuen Buch geht Christina Rammler diesen Fragen nach und zeigt an verschiedenen Menschen, die es wirklich getroffen hat, wie diese mit ihrem Leid umgegangen sind.
Die Menschen, die einem im Buch begegnen, haben alle Schweres erlebt und mussten sich jeweils mit Schicksalen wie Krebs, Missbrauch, Tod und Scheidung auseinandersetzen. Frau Rammler erzählt ihre Geschichten nach und flechtet immer wieder Zitate der Personen ein.
Mich hat sehr beeindruckt wie offen die Menschen über ihr Leid sprechen, über ihre Zweifel und den Groll gegen Gott in dieser Zeit. Obwohl jede Geschichte ganz anders verläuft, sieht man immer wieder deutlich, dass man mit Gott ganz ehrlich reden kann und er auch die starken negativen Gefühle und die Wut des Einzelnen erträgt. Es ist sehr bewegend zu lesen, wie die Personen nach und nach Heilung erfahren und auch ihr Glaube wieder gefestigt wird.
Christina Rammler hat einen außergewöhnlichen Schreibstil. Sie verdeutlicht vieles, indem sie alleine durch Wiederholungen im Schriftbild Dinge visualisiert und so deutlich hervorhebt. Man merkt beim lesen immer wieder, dass sich die Menschen ihr wirklich geöffnet haben und sie genau diese persönliche Atmosphäre auch dem Leser vermitteln möchte. So wird vieles sehr direkt und konkret beschrieben, ohne Gefühle und Handlungen zu entschärfen und ohne das Gesagte zu bewerten.
Ich persönlich konnte viel aus diesem Buch für meinen eigenen Umgang mit dem Leid mitnehmen. Letztendlich ist es auch sehr ermutigend zu sehen, dass Gott Menschen, die von ihm enttäuscht sind und sich sogar ganz abwenden, nicht aufgibt, sondern auch zu sich zurückzieht.

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Tags: leid, probleme, scheidung   (3)
 
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