Curins Bibliothek

639 Bücher, 534 Rezensionen

Zu Curins Profil
Filtern nach
639 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

16 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

"abenteuer":w=1,"reisebericht":w=1,"weltreise":w=1,"segeln":w=1,"dt autor":w=1,"weltumseglung":w=1

Blau Türkis Grün

Mareike Guhr
Flexibler Einband: 168 Seiten
Erschienen bei Delius Klasing, 17.09.2018
ISBN 9783667114242
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ihren großen Traum, einmal um die ganze Welt zu segeln, hat sich die Journalistin Mareike Guhr erfüllt. Viereinhalb Jahre lang war sie unterwegs und hat 143 verschiedene Inseln besucht. In diesem Buch lässt sie den Leser an ihren Erlebnisse teilhaben und berichtet von den verschiedenen Herausforderungen auf dem Schiff.
Mareike Guhr hat hier aus ihrer Weltumsegelung einen wunderschönen Reisebildband gemacht, der viele hochwertige Fotos enthält. Die vielen Texte sind persönlich gehalten und geben einen Eindruck davon wieder, wie sie sich auf den Reisen gefühlt hat und was sie dort erlebt hat. So kann man beispielsweise ihre Begeisterung, als sie die Südseeinseln erreicht, fast spüren und freut sich mit ihr mit.
Insgesamt konnte mich das Buch überzeugen, auch wenn ich selbst nicht segle. ,,Blau Türkis Grün" lädt einfach zum Träumen ein und macht Lust, selbst einmal den einen oder anderen Ort zu besuchen. Gerne empfehle ich diesen Bildband hier weiter.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(22)

37 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

"roman":w=1,"spannung":w=1,"mörder":w=1,"russland":w=1,"handy":w=1,"staat":w=1,"sms":w=1,"text":w=1

TEXT

Dmitry Glukhovsky , Franziska Zwerg
Fester Einband: 340 Seiten
Erschienen bei Europa Verlag , 31.08.2018
ISBN 9783958901971
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach sieben Jahren Straflager darf Ilja endlich nach Hause zurückkehren, doch schnell stellt er fest, dass er nicht einfach so sein altes Leben weiterleben kann. Seine Mutter ist kurz vor seiner Ankunft verstorben und seine Freundin hat längst einen anderen Mann. Vor lauter Wut sucht er Petja auf, der ihm damals Drogen untergeschoben hat und bringt ihn ihm Affekt um... .
In diesem etwas schwermütigem, aber sprachgewaltigem Roman erzählt Dmitry Glukhovsky von einem jungen Menschen, dem übel mitgespielt wurde und der sich mit einer schrecklichen Tat im Nacken nun in Moskau durchschlagen muss. Dabei übernimmt Ilja quasi das Leben seines größten Feindes mit dessen Smartphone und kommt damit erstaunlich gut durch.
Ilja ist von Anfang an keine sympatische Figur. Obwohl ihm wirklich übel mitgespielt worden ist, hat man nur zeitweise etwas Mitleid, weil er sich ziemlich schnell in eine sehr kritische Richtung entwickelt. Anstatt zu versuchen, sein Leben wieder in geordnete Bahnen zu lenken, wird er zum Mörder und verbaut sich seinen Neustart gleich selbst. 
Das eigentlich spannende an Iljas Geschichte ist jedoch, dass er das Smartphone von Petja an sich und so auch gleich dessen Leben übernimmt. Für mich war dabei erschreckend, wie einfach und schnell scheinbar anhand von Textnachrichten, Bildern und E-mails, rekonstruiert werden kann, wie eine Person lebt und was sie tut. Vor allen Dingen zeigt sich im Roman auch, wie einfach es Ilja fällt, Petja nachzuahmen und seinen Kontakten wie der Mutter, der Freundin und Kollegen so zu antworten, dass dessen Verschwinden ihnen gar nicht auffällt.
Der Autor schreibt melancholisch und schafft es, den Geisteszustand, die Hoffnungslosigkeit und die Gefühle von Ilja sehr gut darzustellen. Leider wird die Zeit im Straflager im Roman völlig ausgeklammert und kaum bis gar nicht beschrieben, was ich sehr schade fand.
Insgesamt hat mich ,,Text" letztendlich etwas ratlos zurückgelassen und ich hatte mir auch etwas mehr Spannung versprochen. Letztendlich hat das Buch meinen Geschmack nicht ganz getroffen, aber dennoch empfehle ich es hier weiter.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

12 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

Die Polizisten

Hugo Boris , Amelie Thoma
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 10.08.2018
ISBN 9783550050466
Genre: Romane

Rezension:

In Frankreich soll die junge Polizistin Virginie gemeinsam mit zwei Kollegen einen Flüchtling, der abgeschoben werden soll, zum Flughafen bringen. Auf der Fahrt wird verbotenerweise der Umschlag mit den Unterlagen des abgelehnten Asylbewerbers geöffnet, worauf klar wird, dass dem Mann in seiner Heimat Folter und der Tod drohen. Bei allen Beamten meldet sich nun das Gewissen, doch können sie etwas tun und die Abschiebung verhindern?
Hugo Boris hat sich hier eigentlich zwei sehr aktuellen Themen angenommen und zeigt einerseits wie schwierig und zermürbend die Polizeiarbeit für die Beamten heute ist und vor welche Herausforderung es uns stellt, wem Asyl gewährt werden soll.
Im Mittelpunkt der Handlung steht die junge Polizistin Virginie, die gerade selbst mit sich und ihrem Leben völlig überfordert ist. Ihren Ehemann hat sie betrogen und ist dabei schwanger geworden. Sie ist es auch, die den verhängnisvollen Umschlag öffnet und dabei sich und ihre Kollegen mit dem Leid des Flüchtlings konfrontiert. Ich persönlich konnte während des Lesens Virginies Verhalten zwar nicht immer ganz nachvollziehen, aber ich fand es gut, dass sie nicht einfach nur stur ihren Auftrag ausführt, sondern auch reflektiert und abwägt.
Das Buch ist mit seinen nicht mal 200 Seiten sehr kurz, aber dennoch kann man es nicht innerhalb kurzer Zeit durchlesen. Man muss einfach immer wieder inne halten und wird tief bewegt von dem, was man da liest.
Der Schreibstil von Hugo Boris ist anspruchsvoll und er versteht es, den Leser in die Gedanken seiner Figuren eintauchen zu lassen. Was mir gefehlt hat, ist die Perspektive des Asylbewerbers, der gar nicht zu Wort kommt und von dessen Innenleben man so gut wie gar nichts erfährt.
Insgesamt ist ,,Die Polizisten" ein besonderer Roman, der den Nerv unserer Zeit trifft und mich persönlich sehr nachdenklich gemacht hat. Gerne empfehle ich das Buch hier weiter.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

10 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Geborgen im Schatten deiner Flügel

Anita Dittman , Jan Markell , Eva-Maria Nietzke
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 27.08.2018
ISBN 9783957344977
Genre: Biografien

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Stärker denn je

Déborah Rosenkranz
Buch: 224 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 27.08.2018
ISBN 9783957345240
Genre: Sachbücher

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Totenlied

Tess Gerritsen , Mechthild Großmann
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Random House Audio, 25.07.2016
ISBN 9783837135633
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Julia Ansdell erwirbt in Rom in einem Antiquitätenladen ein Notenheft, indem sich auch eine einzelne Komposition eines Walzers befindet. Zuhause in den USA beginnt die Musikerin sich mit dem Stück auseinander zu setzen, doch jedes Mal wenn sie den Walzer ,,Incendio" auf ihrer Violine einüben will, tut ihr kleine Tochter Lily etwas Schreckliches. Doch kann es wirklich sein, dass die merkwürdige und unveröffentlicht Komposition dafür verantwortlich ist?... .
Tess Gerritsen hat hier eine sehr spannende und authentische Handlung entworfen, die aus meiner Sicht allerdings nur wenig mit einem Thriller zu tun hat. Hier gibt es keinen Kriminalfall, der aufgeklärt werden müsste, sondern die eigentliche Spannung entsteht durch das unheimliche Verhalten der kleinen Lily.
Mir hat das Hörbuch von Anfang an gefallen, aber an die ungewöhnliche rauchig klingende Stimme der Sprecherin Mechthild Großmann musste ich mich erst einmal gewöhnen. Die Handlung an sich hatte mich allerdings sofort gepackt und ich war sehr gespannt darauf, wie die Autorin alles logisch auflösen möchte.
Besonders gut gefallen hat mir, dass sich die Geschichte in Gegenwart und Vergangenheit aufsplittet und man abwechselnd aus Julias Perspektive und später aus der des Italieners Lorenzo alles miterlebt. 
Julia ist eine sympatische Protagonistin, in die ich mich sofort hineinversetzen konnte. Besonders, als ihr niemand wegen ihrer Tochter glaubt, habe ich mit ihr mitgelitten. Allerdings habe selbst ich manchmal an ihrer Wahrnehmung gezweifelt.
Lorenzo, der in den 1940er Jahre in Italien lebt, habe ich ehrlich gesagt in diesem Buch gar nicht erwartet. Er ist ein sehr talentierter Musiker, den leider wie vielen anderen Menschen zu seiner Zeit ein furchtbares Schicksal ereilt.
Tess Gerritsen hat hier eine sehr spannende Geschichte geschrieben, die so auch wirklich hätte passieren können. Sie löst am Ende alles auch logisch auf. Besonders gut fand ich auch, dass man am Ende des Hörbuchs auch einmal ,,Incendio" hören kann.
Mechthild Grossmann hat eine ungewöhnliche Stimme, die erst einmal gar nicht zu den Figuren, wie der kleinen Lily zu passen scheint. Wenn man sich aber an ihren Klang gewöhnt hat, möchte man sie nicht mehr missen. So habe ich nachher den Eindruck gehabt, dass Frau Grossmann sogar zur Spannung der Geschichte beiträgt, weil sie alles mit viel Gefühl und guter Betonung vorträgt. 
Insgesamt ist ,,Totenlied" ein spannendes Hörbuch, welches zwar in eine ganz andere Richtung verläuft, als ich es erwartet habe, aber mich letztendlich doch überzeugen konnte. Gerne empfehle ich es hier weiter.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(144)

254 Bibliotheken, 20 Leser, 0 Gruppen, 103 Rezensionen

"thriller":w=10,"mord":w=5,"fbi":w=4,"carter":w=4,"lapd":w=4,"chris carter":w=4,"robert hunter":w=4,"serienkiller":w=3,"hunter":w=3,"krimi":w=2,"spannung":w=2,"usa":w=2,"reihe":w=2,"serienmörder":w=2,"buchreihe":w=2

Blutrausch - Er muss töten

Chris Carter , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 24.08.2018
ISBN 9783548289533
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als in Los Angeles eine junge hübsche Frau grausam zugerichtet in ihrem Schlafzimmer aufgefunden wird, stehen die Sonderermittler Garcia und Hunter vor einem Rätsel. Warum hat der Täter dem Opfer eine lateinische Botschaft eingeritzt und es wie ein Kunstwerk drapiert? Bald schon zeigt sich, dass der Mörder einen ganz bestimmten Plan verfolgt... .
Für mich war ,,Blutrausch" tatsächlich der erste Thriller von Chris Carter und ich muss sagen, dass mich das Buch vollends überzeugt hat. Es ist von Anfang an spannend, undurchschaubar und hat mit Garcia und Hunter zwei tolle Ermittler, deren Gedankengänge gut nachvollziehbar sind. Der Fall an sich ist sehr brutal, aber bei den Tatortschilderungen, der Autopsien usw. merkt man, dass es dem Autor nicht um reine Effekthascherei geht.
Erzählt wird die Handlung meistens aus der Sicht von Hunter, aber auch die Perspektiven anderer Ermittler wie FBI-Agentin Fisher und sogar der Täter selbst, stehen manchmal im Mittelpunkt.
Bei Hunter merkt man gleich, dass er unglaublich intelligent ist und es ist faszinierend, als Leserin mitzuerleben, wie er Dinge miteinander kombiniert und so dem Täter langsam, aber sicher auf die Schliche kommt. Dennoch ist es auch für ihn schwierig, zu erkennen, was dieser wirklich im Sinn hat.
Chris Carter schreibt gut lesbar und man kann auch gut nachvollziehen, woher die Ermittler ihre Erkenntnisse hernehmen und wie sie etwas herleiten. Auch verläuft die Handlung keineswegs vorhersehbar, sondern man erlebt einige Wendungen und die eine oder andere erschreckende Überraschung.
Insgesamt hat ,,Blutrausch" für mich alles, was ein guter Thriller haben muss. Tolle und authentisch wirkende Ermittler, ein interessanter Fall und Spannung von Anfang bis zum Ende. Gerne empfehle ich das Buch hier weiter.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(62)

81 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

"thriller":w=3,"fbi":w=2,"käfig":w=2,"spannung":w=1,"serienmörder":w=1,"leseempfehlung":w=1,"senator":w=1,"studie":w=1,"unvorhersehbar":w=1,"nahtoderfahrung":w=1,"wissenschaftlerin":w=1,"washington dc":w=1

Todeskäfig

Ellison Cooper , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 436 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.08.2018
ISBN 9783548290768
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als eine Senatorentochter verschwindet und Monate später tot in einem Käfig entdeckt wird, setzt man die FBI-Agentin Sayer Altair auf den Fall an. Gemeinsam mit ihrem Team versucht sie dem Täter auf die Spur zu kommen, doch dann gerät noch ein Mädchen in die Gewalt des Käfigmörders... .
Dies ist der erste Band aus einer Thrillerreihe, die sich um die FBI-Agentin Sayer Altair dreht. Mich hat hier der Klappentext sehr neugierig gemacht, aber dennoch konnte mich die Handlung nicht gleich packen.  So habe ich die Geschichte anfangs als schleppend und langatmig empfunden, aber dann kam ein Moment, wo mich das Buch nicht mehr losgelassen hat und ich kaum mehr mit dem Lesen aufhören konnte.
Die Ermittlerin Sayer Altair fand ich erst irgendwie unbeholfen und hatte den Eindruck, dass sie sich mehr auf ein privates Unglück als auf den eigentlich Fall fokussiert hatte. Doch dann im Laufe der Handlung entwickelt sie einen Spürsinn und beginnt, den sehr raffinierten Täter langsam, aber sicher zu durchschauen und in die Enge zu treiben.
Als man dann am Ende der Buches erfährt, wer wirklich hinter den Morden steckt, erlebt man gemeinsam mit Sayer eine echte Überraschung.
In Erinnerung geblieben ist mir auch Sayers Großmutter, die als Nebenfigur zwar nur eine kleine Rolle spielt, aber dennoch als ältere Dame viel Power beweist und mir oft ein Schmunzeln entlockt hat.
Vom Schreibstil her lässt sich das Buch gut lesen, doch anfangs verstrickt sich die Autorin in zu vielen Details, die die Geschichte so erst etwas langatmig machen. Man muss also durchhalten und wird dann mit einer spannenden Handlung und einem sehr überraschenden Ende belohnt.
Insgesamt hat mir ,,Todeskäfig" gut gefallen, bis auf den holprigen Start. Jetzt freue ich mich auf den nächsten Band von Ellison Cooper und empfehle diesen Thriller hier gerne weiter.

  (8)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(22)

48 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

"thriller":w=3,"flucht":w=2,"blanvalet verlag":w=2,"entführung":w=1,"serienmörder":w=1,"heirat":w=1,"todeszelle":w=1,"todestrakt":w=1,"juli 2018":w=1,"wendungsreich":w=1,"gefangenenhochzeit":w=1

Die Braut

Anita Terpstra , Simone Schroth
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.07.2018
ISBN 9783734105760
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als sich Mackenzie dazu entschließt, den verurteilten Mörder und Vergewaltiger Matt Ayers zu heiraten, reagiert ihr Umfeld mit Unverständnis und Abscheu. Doch niemand ahnt, dass Mackenzie keineswegs naiv mit einem Straftäter eine Ehe eingeht und das ihr Plan, ihn aus dem Gefängnis zu befreien, bald in die Tat umgesetzt werden soll.... .
Anita Terpstra hat hier einen Thriller geschrieben, der zwar viel Spannung enthält, aber auch irgendwie ziemlich verstörend ist und mich letztendlich nicht ganz überzeugen konnte. Die Handlung enthält einige Überraschungen und Wendungen, aber trotzdem kann man vieles auch erahnen.
Was der Geschichte fehlt, sind Symphatieträger, die es für mich nicht gab. Weder mit den Protagonisten noch mit den Nebenfiguren konnte ich mich anfreunden.
Gerade Mackenzie, welche anfangs ziemlich naiv wirkt, durchschaut man schnell und merkt, dass sie ihre eigenen Ziele verfolgt und ihre Heirat mit Matt keine unüberlegte Handlung ist. Ihre Beweggründe erfährt man erst nach und nach und ich habe dabei eigentliche keine wirkliche Überraschung erlebt.
Matt dagegen war für mich erst schwer einzuschätzen und er ist eine der interessanteren Charaktere im Buch. Bei ihm ist man erst unsicher, ob er wirklich der grausame Serientäter ist, der im Gefängnis deswegen gehasst wird oder ob ihm unrecht getan wurde und er unschuldig ist. Ihn durchschaut man jedenfalls nicht so leicht.
Vom Schreibstil her lässt sich das Buch gut lesen, aber mir fehlten manchmal die Details, um mir etwas gut vorstellen zu können. Andrerseits war allerdings auch froh, dass in den Kapiteln, wo die vom Täter gefangene Rosie von ihrem Martyrium erzählt, eher ungenau dargestellt werden. Gerade, weil diese Passagen so schon ziemlich verstörend und angsteinflössend sind, fand ich es passend, dass hier nicht alles haargenau beschrieben wird. Es geht der Autorin hier also nicht um Effekthascherei.
Insgesamt ist ,,Die Braut" eigentlich ein spannender und wendungsreicher Thriller, der mir allerdings nicht so gut gefallen hat. Dennoch empfehle ich das Buch hier gerne weiter.

  (23)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(97)

195 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 76 Rezensionen

"mafia":w=6,"dark romance":w=6,"vanessa sangue":w=6,"fire queen":w=6,"liebe":w=4,"intrigen":w=3,"lyx verlag":w=3,"verrat":w=2,"lyx":w=2,"dilogie":w=2,"cosa nostra":w=2,"familie":w=1,"spannung":w=1,"tod":w=1,"liebesroman":w=1

Fire Queen

Vanessa Sangue
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 27.07.2018
ISBN 9783736306172
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nachdem Saphira nun Madox wahre Identität kennt, hat sie nur noch ein Ziel: Ihn und seine Familie zu vernichten. Dabei ahnt sie nicht, dass ihr von einer ganz anderen Seite Gefahr droht. Während sie Stück für Stück wieder versucht, zu ihrer alten Stärke zurückzufinden, geschieht etwas, womit sie nicht gerechnet hat... .
Dies ist die Fortsetzung um Saphira, die die Mafiafamilie de Angelis anführt. Den ersten Band ,,Cold Princess" habe ich nicht gelesen, aber hatte dennoch keine Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzufinden, da am Anfang kurz wiederholt wird, was bisher geschah.
Das Buch beginnt recht dramatisch, aber konnte mich irgendwie nicht richtig fesseln und begeistern. Es wird zwar Spannung aufgebaut, aber diese flacht immer wieder ab und einige Wendungen in der Handlung waren für mich auch vorhersehbar. 
Was mir gut gefallen hat, ist die Darstellung der Mafia und die Beschreibung ihrer Hierarchiestrukturen. Diese fand ich authentisch und glaubhaft, wodurch man merkt, dass die Autorin für ihren Roman wirklich gut recherchiert hat.
Die Protagonistin Saphira, die ich mir eigentlich recht taff und selbstbewusst vorgestellt habe, wirkte auf mich eher weich und in einigen Situationen fast schon kindlich. Dass so eine junge Frau in der Realität wirklich einen Mafiaclan führen kann, bezweifele ich. Auch in der Beziehung zu Madox kommt Saphira noch naiv rüber und die starken erotischen Szenen kann ich kaum mit ihrem sonstigen Charakter in Einklang bringen.
Madox dagegen wirkt wirklich stark und mir hat bei ihm gefallen, dass er neben seiner knallharten Art auch eine verletzliche Seite hat und andere beschützen möchte.
Vanessa Sangue schreibt zwar gut lesbar, aber auch ein bisschen holprig, wie ich finde. Was ihr aber gut gelingt, sind die Beschreibungen der Situationen, die man sich gut vorstellen kann. Leider bleibt die Spannung etwas auf der Strecke und das Potenzial, welches auf jeden Fall vorhanden ist, wird nicht ganz ausgeschöpft.
Insgesamt ist ,,Fire Queen" eine unterhaltsame Mafiageschichte, die allerdings auch kleine Schwächen hat. Dennoch empfehle ich das Buch hier gerne weiter.

  (21)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(41)

54 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

"familie":w=2,"kunst":w=2,"liebe":w=1,"freundschaft":w=1,"london":w=1,"frankreich":w=1,"beziehung":w=1,"macht":w=1,"vater":w=1,"geld":w=1,"geschwister":w=1,"rom":w=1,"sohn":w=1,"lehrer":w=1,"kanada":w=1

Die Gesichter

Tom Rachman , Bernhard Robben
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 31.08.2018
ISBN 9783423289696
Genre: Romane

Rezension:

Als Sohn des gefeierten Males Bear Bavinsky wünscht sich Pinch schon als kleiner Junge, einmal in die Fußstapfen seines berühmten Vaters zu treten. Doch als er von diesem als unbegabt eingestuft wird und er ohne Hilfe klarkommen muss, ist sein Leben, ob er es will oder nicht, immer mit Bear verbunden... .
Nachdem mich Tom Rachmanns Werk ,,Aufstieg und Fall großer Mächte" begeistert hat, war ich auch neugierig auf dieses Buch. Leider konnte mich ,,Die Gesichter" nicht richtig überzeugen und hat mich zwischendurch sogar etwas gelangweilt.
Im Prinzip geht es in der Handlung um Pinch, für den der berühmte Vater eher ein Fluch als ein Segen ist. Schon als Kind bettelt er förmlich um dessen Anerkennung und Liebe, die er nie richtig bekommt und erhält später sogar das vernichtende Urteil, dass er kein richtiger Maler sei.
So sieht man gleich zu Beginn des Buches, dass eine Vater-Sohn-Beziehung kaum vorhanden ist, aber dennoch Pinch immer Kind des berühmten Malers bleibt, egal was er tut und wie sehr er sich dagegen wehrt.
Bear wird in der Geschichte irgendwie als klischeehafter Künstler dargestellt, der beim Malen alles andere um sich herum vergisst, seine Werke bei nicht gefallen verbrennt und andere auf Austellungen maßlos beleidigt. Am schlimmsten fand ich an ihm, dass er nicht mal zu merken scheint, wie er seine Kinder, seine Frauen, die schnell zu Exfrauen werden, verletzt und welche Spuren er besonders bei Pinch hinterlässt.
Vom Schreibstil her ist das Buch gut zu lesen, aber bleibt hinter dem zurück, was ich sonst von Tom Rachmann gewöhnt bin. Auch verläuft die Handlung zähflüssig und häufig habe ich die Geschichte aus der Hand gelegt, weil sie mich gelangweilt hat.
Insgesamt ist ,,Die Gesichter" ein langatmiger Roman für mich gewesen, den ich hier leider nicht weiterempfehlen kann.

  (19)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(61)

139 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

"lyx":w=2,"liebe":w=1,"angst":w=1,"erotik":w=1,"liebesroman":w=1,"gewalt":w=1,"verlust":w=1,"sehnsucht":w=1,"verlangen":w=1,"teil 1":w=1,"2018":w=1,"unschuld":w=1,"lyx verlag":w=1,"fremder":w=1,"hoffnungen":w=1

Crown of Lies

Pepper Winters , Ralf Schmitz
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei LYX, 27.07.2018
ISBN 9783736306912
Genre: Liebesromane

Rezension:

Als Erbin des erfolgreichen Unternehmens ,,Belle Elle" ist Noelle schon früh auf ihre Rolle als zukünftige Chefin vorbereitet worden, die mittlerweile ihr Leben fast komplett ausfüllt. Doch als sie eines Abends auf den Straßen von New York aus einer brenzligen Situation nur knapp entkommt, kann sie ihren mysteriösen Retter nicht mehr vergessen. Einige Zeit später tritt der attraktive und aufdringliche Penn in ihr Leben und bald schon hat Noelle den Verdacht, dass er irgendetwas mit der gefährlichen Nacht zu tun hat... .
Für mich war ,,Crown of lies" das erste Buch der Autorin Pepper Winters und nach der Leseprobe erwartete ich eine spannende und authentische Liebesgeschichte. Leider entwickelte sich die Handlung in eine Richtung, die ich so nicht erwartet habe und die mich auch nicht völlig überzeugen konnte. Spannung wird zwar immer wieder aufgebaut, aber flacht recht schnell ab, bis es am Ende einen wirklich fiesen Cliffhänger gibt.
Beginnen tut das Buch noch recht vielversprechend mit der noch kindlichen Noelle, die auf Wunsch ihres Vater schon als Teenager in der Firma mitwirkt und dort Verantwortung übernehmen muss. Wenig später versucht sie dann, wenigstens einmal aus ihrem normalen Leben auszubrechen und wird prompt überfallen. Mich hat an dieser Stelle des Buches sehr gestört, dass Noelle hier etwas sehr Schreckliches erlebt, aber sie mit niemanden über die Nacht spricht geschweige denn, dass versucht wird, die Täter zu bestrafen. Ich denke, gerade weil auch jüngere Leserinnen diese Geschichte lesen, dass man diese Situation nicht hätte so unreflektiert stehen lassen dürfen. So wird aus meiner Sicht vermittelt, es sei ganz normal, über derartige Dinge nicht zu sprechen.
Ansonsten konnte ich mich auch nicht richtig mit Noelle anfreunden. Wenn es um geschäftliche Dinge geht, wird sie überall für ihre Intelligenz und Scharfsinnigkeit gelobt, aber sobald es um andere Dinge wie Liebe geht, wird sie naiv und sieht auch sonst in ihrer Umgebung das Offensichtliche nicht. Besonders hat mich gestört, wie schnell sie Penn, der sie unfassbar dreist reizt, hörig wird und sich ihm ganz überlässt.
Penn dagegen ist ein Mann, der sich weshalb auch immer in den Kopf gesetzt hat, Noelle zu erobern. Dabei hat er eine sehr aufdringliche und besitzergreifende Art und weiß genau, wie er die reiche Erbin dazu bekommt, ihm zu Willen zu sein.
Vom Schreibstil her ist das Buch einfach gehalten und gerade am Anfang etwas holprig, was sich im weiteren Verlauf aber schnell legt. Mir hat gefallen, dass Pepper Winters einen guten Blick für Details hat und auch weiß, wie sie eine bestimmte Situation möglichst anschaulich darstellt. In der Geschichte gibt es auch einige erotische Szenen, die mir allerdings zu pikant und zu stark für ein Jugendbuch waren. 
Insgesamt ist ,,Crown of lies" ein spannender und unterhaltsamer Roman mit einigen Kritikpunkten. Ich empfehle ihn daher nur bedingt weiter.

  (6)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(151)

297 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 129 Rezensionen

"audrey carlan":w=6,"liebe":w=5,"dream maker":w=5,"sex":w=4,"erotik":w=4,"paris":w=4,"sehnsucht":w=4,"kopenhagen":w=4,"agentur":w=3,"liebesroman":w=2,"new york":w=2,"prinzessin":w=2,"carlan":w=2,"dreammaker":w=2,"leben":w=1

Dream Maker - Sehnsucht

Audrey Carlan , Christiane Sipeer , Friederike Ails
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.07.2018
ISBN 9783548290478
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Gemeinsam haben die drei Freunde Parker, Bogart und Royce die Agentur ,,International Guy" gegründet und sich darauf spezialisiert, Frauen in allen möglichen Bereichen des Lebens zu mehr Erfolg zu verhelfen. Dabei führen sie ihre Aufträge bis in Städte Paris, New York und Kopenhagen, wo Kundinnen ihre Hilfe benötigen... .
Dies war das erste Buch von der Autorin Audrey Carlan, welches ich gelesen habe. Leider konnte mich die Handlung nicht so recht überzeugen, so dass ich die Geschichte eher fade und häufig als sehr langatmig empfunden habe.
Gefallen hat mir, dass der größte Teil der Handlung aus der Sicht von Parker geschildert wird. Man erfährt so, wie Männer in bestimmten Situationen denken, aber auch wie extrem selbst eine normale Jeans und hohe Absätze bei Schuhen auf sie wirken. 
Grundsätzlich war Parker mir von Anfang an unsympathisch. Scheinbar löst jede Frau bei ihm eine körperliche Reaktion aus und am liebsten möchte er mit jeder ins Bett steigen. Dabei sind nur seine Kundinnen es wert, dass man ihnen den Hof macht und andere Frauen sind bloß ,,Häschen", die man nach einer Nacht schnell wieder vergisst.
Genau diese Haltung, die alle drei Männer haben, fand ich schon sehr grenzwertig und auch abstoßend.
Dabei ist die Grundidee des Buches, ein Unternehmen darzustellen, wo Frauen zu mehr Erfolg verholfen werden soll, eigentlich gar nicht schlecht. So gibt es auch gute Stellen, wo beispielsweise eine Chefin in Paris beraten wird und sie so schwarze Schafe aus ihrer Firma entlassen kann. 
Vom Schreibstil her ist das Buch recht einfach gehalten und nichts Besonderes. Auch die Handlung ist eher schlicht und verläuft meist nach dem selben Schema nur das die Stadt eine andere ist. Die erotischen Szenen im Buch sind oft sehr langgezogen und entsprachen nicht meinem Geschmack. 
Insgesamt hat mich ,,Dream Maker- Sehnsucht" etwas enttäuscht und zum Teil auch entsetzt zurückgelassen. Weiterempfehlen möchte ich das Buch hier nicht.

  (10)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

"krieg":w=2,"humor":w=1,"jugend":w=1,"hörbuch":w=1,"mädchen":w=1,"erwachsenwerden":w=1,"pubertät":w=1,"kriegsalltag":w=1

Weit weg von Verona

Jane Gardam , Isabel Bogdan , Vanessa Loibl
Audio CD
Erschienen bei Hörbuch Hamburg, 01.08.2018
ISBN 9783957131393
Genre: Romane

Rezension:

Jessica ist ein 13-jähriges Mädchen, welches in einem kleinen englischen Badeort zur Zeit des 2.Weltkriegs aufwächst. Aufgrund ihrer etwas direkten Art wird sie von den Lehrern oft als aufmüpfig wahrgenommen und dementsprechend häufig getadelt. Auch hat sie nur wenige Freunde, aber ein großes Ziel: Sie möchte schreiben und Schriftstellerin werden... .
Jane Gardam hat hier mit ,,Weit weg von Verona" eine ganz besondere Geschichte geschrieben, in der man nicht nur durch die Augen einer jungen Heranwachsenden viel über die das Leben der englischen Bevölkerung im Krieg erfährt, sondern auch gleichzeitig eine unterhaltsamen Handlung geliefert bekommt.
Die Protagonistin Jessica hat mir richtig gut gefallen. Sie gehört zu den Menschen, die ehrlich sagen, was sie denken und dabei oft bei anderen anecken. Ihr geht es nicht darum, andere zu beeindrucken und im Mittelpunkt zu stehen. Auf ihre Mitschüler und ihre Lehrerinnen wirkt sie mit ihrer unangepassten Art etwas verrückt und gerät so immer wieder in unangenehme Situationen. Das interessante bei ihr ist allerdings, dass sie eigentlich gar nicht so sein will, aber scheinbar nicht anders kann.
Besonders spannend wird die Geschichte, als Jessica bei einer ihr sehr unangenehmen Feier auf Christian trifft, der aus einer reichen Familie stammt. Zunächst scheint er sich brennend für die Armen in der Gesellschaft einsetzen zu wollen, ohne sich selbst jedoch ein eignes Bild von den Leuten und deren Situation gemacht zu haben.
Jane Gardam schreibt wunderbar anschaulich und schafft es durch kleine Details immer wieder zu zeigen, wie das Leben im Krieg aussieht. So beschreibt sie beispielsweise, wie Jessica immer eine Gasmaske bei sich tragen muss, um auf einen eventuellen Angriff vorbereitet zu sein.
Dieses Hörbuch liest Vanesssa Loibl, die mit ihrer Stimme der Figur Jessica wirklich Leben eingehaucht hat. Sie klingt genauso patzig, aber auch sehr direkt und unbedarft, wie man sich das junge Mädchen vorstellt. Auch die anderen Personen, die in der Geschichte vorkommen wie die Lehrerinnen oder Jessicas Mutter, werden richtig gut gesprochen. Besonders in Erinnerung bleibt mir allerdings der kleine nörgelige Bruder, bei dessen kindlichen Quengeleien ich immer schmunzeln musste.
Insgesamt ist ,,Weit weg von Verona" ein wunderbares und unterhaltsames Hörbuch, welches mir sehr gut gefallen hat. Gerne empfehle ich es hier weiter.

  (10)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(10)

26 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

"thriller":w=1,"psychothriller":w=1,"goldmann-verlag":w=1,"juli 2018":w=1

Was Alice wusste

T.A. Cotterell , Karin Dufner
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.07.2018
ISBN 9783442205578
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als nach einer Party eine Frau tot in ihrer Wohnung aufgefunden wird, geht die Polizei von einem Mordverbrechen aus und hat bald den Arzt Edward Sheahan unter Verdacht. Dieser führt mit seiner Frau Alice eigentlich ein idyllisches Leben, aber ist in der besagten Nacht nicht nach Hause gekommen. Alice glaubt zunächst an die Unschuld ihres Mannes, doch dann kommt sie ihm auf die Schliche und steht vor der schwierigen Frage, was sie nun tun soll... .
Auf dieses Buch war ich aufgrund des Klappentextes sehr neugierig geworden und habe mir einen spannenden Pychothriller mit vielen unvorhersehbaren Wendungen erhofft. Leider ist die Geschichte größtenteils ziemlich langatmig und zwischendurch habe ich beim lesen das Buch immer wieder zur Seite gelegt, weil es mich nicht richtig packen konnte.
Das besondere an dieser Handlung ist eigentlich die Tatsache, dass Alice schon relativ früh weiß, dass der Verdacht gegen ihren Mann nicht unbegründet ist. Sie gerät so in ein moralisches Dilemma, weil sie einerseits nicht ihre Familie zerstören und Edward ins Gefängnis bringen will, aber andererseits auch nicht mit einer lebenslangen Lüge leben kann.
Im Buch lernt man Alice als engagierte Portraitmalerin kennen, die einen Menschen erst genau studiert und beobachtet, bevor sie mit dem Zeichnen beginnt. Man merkt sofort, dass sie eine sehr aufmerksame Protagonistin ist, die auch schnell Widersprüche erkennt und so auch ihren Mann durchschaut. Dennoch konnte ich mich mit ihr nicht anfreunden und fand sie auch nur wenig sympatisch. Sie blieb einfach die ganze Handlung ziemlich farblos und vieles von dem, was sie tat, war für mich auch nicht ganz nachvollziehbar.
Der Autor T. A. Cotterell schreibt recht passabel, aber verliert sich zu sehr in Details und bestimmten Szenen. So wird zum Beispiel stundenlang beschrieben, wie Alice jemanden malt und worauf sie dabei achtet. Dabei gerät die eigentliche Handlung ins Stocken und kommt überhaupt nicht vorwärts. Auch hat der Autor kaum überraschende Wendungen eingebaut und konnte mich auch nicht mit dem Ende überzeugen, was sehr schade ist.
Insgesamt ist ,,Was Alice wusste" für mich ein langatmiger Roman und kein richtiger Thriller. Da mir die Spannung fast gänzlich gefehlt hat, empfehle ich das Buch hier nur bedingt weiter.

  (9)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

"hörbuch":w=1,"otto":w=1,"lebenslauf":w=1,"eigenwahrnehmung":w=1

Kleinhirn an alle

Otto Waalkes
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Random House Audio, 14.05.2018
ISBN 9783837141368
Genre: Biografien

Rezension:

Als einer der bekanntesten Komiker Deutschlands ist Otto Waalkes wohl jedem ein Begriff. Auf diesem Hörbuch erzählt er nicht nur aus seiner Kindheit und von den Anfängen seiner Karriere, sondern auch von Pleiten, Pech und Pannen und vielen schönen Erlebnissen auf der Bühne.
Obwohl seine Biographie auch als Buch erschienen ist, habe ich mich für das Hörbuch entschieden, weil Otto es selbst eingesprochen hat.  So erfährt man ganz gemütlich beim zuhören, wie er aufgewachsen ist und was ihn schon früh geprägt hat. Dabei erlebt man als Hörer einige Überraschungen und erfährt zum Beispiel, dass er eine baptistische Mutter hatte und schon früh gerne Blödsinn und Witze gemacht hat.
Besonders hat mir gefallen, dass seine Biographie gar nicht wie eine solche klingt, sondern eher wie eines seiner vielen Bühnenprogramme. Nur an wenigen Stellen im Buch, wo er zum Beispiel von der Entstehung des Films ,,7 Zwerge" erzählt, wurde mir ein bisschen langweilig.
Ansonsten erzählt Otto unterhaltsam mit viel Witz, aber ganz geschickt lenkt er von vielen Dingen ab und gibt nicht alles aus seinem Leben preis. Erstaunlich offen spricht er aber über seine erste Ehefrau und erklärt, warum diese Beziehung gescheitert ist. 
Mir hat auch gefallen, dass Otto keineswegs mit Erfolgen, die er auf jeden Fall vorzuweisen hat, prahlt, sondern immer wieder erwähnt, dass er sich seinen Aufstiegt kaum selbst erklären kann.
Als Ergänzung zum Hörbuch gibt es in der CD-Hülle ein kleines Booklet, in dem man einige Fotos findet und sich so ein besseres Bild von Otto und seiner Familie machen kann.
Insgesamt ist ,,Kleinhirn an alle" ein tolles und unterhaltsames Hörbuch für alle Ottofans. Auch wenn ich nicht alle seine Witze, besonders die über den christlichen Glauben überhaupt nicht gut finde, habe ich beim zuhören viel gelacht und empfehle diese Cd gerne weiter.

  (7)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(53)

112 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

"thriller":w=6,"max bentow":w=5,"psychothriller":w=3,"bentow":w=3,"mord":w=2,"schmetterling":w=2,"band 7":w=2,"goldmann-verlag":w=2,"der schmetterlingsjunge":w=2,"reihe":w=1,"serie":w=1,"rache":w=1,"berlin":w=1,"mutter":w=1,"rezension":w=1

Der Schmetterlingsjunge

Max Bentow
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.07.2018
ISBN 9783442205424
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nils Trojan und seine Kollegen sind entsetzt, als sie es mit dem sogenannten ,,Bodypainter" zu tun bekommen, der auf den nackten Rücken seiner Opfer groteske bunte Schmetterlinge malt. Während der Ermittlungen kommt er dem Team immer wieder gefährlich nah, doch sein Motiv bleibt lange im Unklaren... .
Dies ist bereits der siebte Thriller, der sich um den Berliner Komissar Nils Trojan dreht. Dabei muss man nicht die ganze Reihe gelesen haben, sondern kann aus meiner Sicht auch gut mit dem ,,Schmetterlingsjungen" anfangen.
Max Bentow hat es auch dieses Mal geschafft, eine glaubhafte und sehr erschreckende Handlung zu entwerfen, in der gleichermaßen Nils Privatleben, der Fall an sich und auch die Leben der Opfer des Killers eine tragende Rolle spielen. Mir hat auch gefallen, dass es einige Seiten gibt, in denen der Täter aus seiner Vergangenheit erzählt und somit auch sein Motiv nach und nach deutlich wird. Jedoch konnte ich dadurch auch relativ schnell erkennen, wer der Mörder ist, was natürlich einen Teil der Spannung schon vorweg genommen hat.
Nils Trojan beweist auch in diesem Psychothriller, dass er einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn hat und es ihm sehr wichtig ist, dass jeder Täter, egal wer es ist, seine Strafe bekommt. Den Täter verfolgt er ohne Kompromisse und ohne Rücksicht auf seine Gesundheit und sein Schlafbedürfnis. Bei ihm mag ich besonders, dass er nicht der perfekte Ermittler ist, der sofort durch wenige Hinweise den Mörder schnappt. Stattdessen hat auch er seine Ecken und Kanten, macht Fehler und erkennt auch nicht immer sofort die bewusst falsch gelegten Spuren des ,,Bodypainters". Genau das macht ihn als Figur so glaubwürdig und auch authentisch.
Vom Schreibstil her lässt sich das Buch gut und auch einfach lesen. Spannung wird von Anfang an erzeugt und kann auch fast durchgängig gehalten werden. Der Fall selbst ist schon etwas gruselig, gerade weil man als Leser oft mit dabei ist, wenn der ,,Bodypainter" seine Tat vorbereitet und begeht. Jedoch wird im Buch gut begründet, warum er bestimmte Dinge tut und was ihn bei seinen Morden antreibt.
Insgesamt ist ,,Der Schmetterlingsjunge" ein gleichsam unterhaltsamer, aber auch erschreckender Thriller, der mir gut gefallen hat. Gerne empfehle ich das Buch hier weiter.

  (13)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(13)

14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

"liebe":w=1,"familie":w=1,"vergangenheit":w=1,"geheimnis":w=1,"schicksal":w=1,"drama":w=1,"verrat":w=1,"hörbuch":w=1,"gefühle":w=1,"unfall":w=1,"lieb":w=1,"schuld":w=1,"irland":w=1,"sommer":w=1,"feuer":w=1

Wo mein Herz dich findet

Kathryn Taylor , Marie Bierstedt
Audio CD
Erschienen bei Lübbe Audio , 29.06.2018
ISBN 9783785756621
Genre: Romane

Rezension:

Als Cara nach einer Autopanne in einer einsamen Gegend nach Hilfe sucht, stößt sie in einer alten Hütte auf Liam, der dort alleine und zurück gezogen lebt. Er ist gar nicht begeistert von der jungen Frau, die nichts von seinem düsteren Geheimnis ahnt, welches auch etwas mit ihrer Familie zu tun hat. Gleichzeitig planen ihr Bruder Patrick und seine Verlobte Jessica ihre Hochzeit, als seine Jugendliebe Amy im Familienhotel auftaucht... .
Für mich war dies das erste Buch von Kathrin Taylor und nach dem ansprechenden Klappentext war ich sehr neugierig auf die Geschichte. Mir hat gleich sehr gefallen, dass die Autorin hier viele Elemente miteinander verbindet, die ich sehr mag. So gibt es neben einer Familiengeschichte auch viel Spannung und eine Portion Liebe.
Die Protagonistin Cara ist eine junge und sehr positiv eingestellte junge Frau, die sich auch nicht von der ruppigen und verschlossenen Art von Liam abschrecken lässt. Man merkt bei ihr sofort, dass andere Menschen ihr sehr wichtig sind und dass sie für die, die sie liebt auch durchs Feuer geht. Später in der Geschichte sieht man noch, wie gerne sie es ihrer Familie in allen Belangen recht machen möchte, weshalb sie auch ein Jurastudium angefangen hat.
Liam kommt am Anfang noch sehr abweisend rüber und war mir nicht gleich sympatisch. Man ahnt zwar, dass unter der rauhen Schale noch etwas anderes vorhanden ist, doch es ist schlimm zu sehen, wie verbittert und verzweifelt er ist. 
Neben der Geschichte von Cara und Liam gibt es noch einen wunderbaren Nebenstrang, der sich um ihren Bruder Patrick dreht. Dieser trifft nach Jahren wieder auf Amy, in die er damals verliebt war, aber die ihn abrupt verlassen hat.
Kathrin Taylor hat hier eine wunderbare Handlung entworfen, die weder kitschig noch langweilig ist. Stattdessen zeigt sie, was voreilige Beschuldigungen im Leben eines Menschen anrichten können und das nicht immer alles so ist, wie es hingestellt wird. 
Die Sprecherin des Hörbuchs ist Marie Bierstedt, die eine sehr angenehme Stimme hat, der man auch gut zuhören kann. Sie betont gut und schafft es, auch die richtig spannenden Stellen auch mit der nötigen Power und den passenden Emotionen wiederzugeben.
Insgesamt ist ,,Wo mein Herz dich findet" ein wunderbares Hörbuch, welches mich gut unterhalten hat. Gerne empfehle ich es hier weiter.

  (12)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(57)

66 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

"schweden":w=3,"politik":w=1,"biographie":w=1,"gesellschaftskritik":w=1,"zeitgeschichte":w=1,"debüt":w=1,"kommunismus":w=1,"arbeiter":w=1,"mankell":w=1,"sozialdemokratie":w=1,"arbeiterschicht":w=1,"arbeiterleben":w=1

Der Sprengmeister

Henning Mankell , Verena Reichel , Annika Ernst
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 23.07.2018
ISBN 9783552059016
Genre: Romane

Rezension:

Juni 1911: Oskar Johannson arbeitet als Sprengmeister und trägt bei einem schweren Arbeitsunfall mehrere Verletzungen davon. Von seiner ersten Liebe wird er sitzen gelassen und heiratet stattdessen Elvira, die ihm treu zur Seite steht und auch seine sozialistische Gesinnung teilt. Im Alter erwirbt Oskar ein altes Saunahäuschen, in dem er seinen Ruhestand verbringt... .
Tatsächlich ist dieser Roman das Debüt von Henning Mankell, welches allerdings erst jetzt in die deutsche Sprache übersetzt worden ist. Genau deshalb war dieses Buch für mich interessant und ich war neugierig darauf, doch meine Erwartungen an die Handlung wurden nicht ganz erfüllt. 
Teilweise habe ich sie als in die Länge gezogen und sogar als langweilig empfunden und konnte mich bis zum Schluss nicht richtig einlesen.
Das Leben des Protagonisten Oskar wird durch einen Ich-Erzähler geschildert, der selbst im Hintergrund bleibt und dessen Rolle mir nicht ganz klar war. Er verbringt viel Zeit mit dem mittlerweile gealterten Mann in dessen Saunahäuschen und gibt seine Geschichten recht unsortiert und auch nicht chronologisch wieder. So entstehen viele Zeitsprünge, so dass ich der Handlung oft nicht ganz folgen konnte.
Oskar selbst ist eine beeindruckende Figur, die selbst nach einem schweren Unfall wieder in seinem Beruf als Sprengmeister arbeitet und weiterhin für die sorgt, die ihm wichtig sind. An ihm sieht man jedoch, wie sich soziale Ungerechtigkeit auf die Arbeiterschicht auswirkt und das selbst politisches Engagement damals kaum etwas verändert hat.
Generell merkt man bei dem Buch, dass damals Mankells Art zu schreiben noch nicht ganz ausgreift gewesen ist. Der Text lässt sich zwar flüssig lesen, aber hat aus meiner Sicht nur wenig mit seinen anderen herausragenden Romanen gemein. Daher denke ich, dass dieses Buch eher etwas für echte Mankell-Fans ist.
Insgesamt konnte mich ,,Der Sprengmeister" leider nicht ganz überzeugen, aber es ist natürlich interessant, mal den ersten Mankell zu lesen. 

  (12)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(12)

19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

"historischer roman":w=3,"liebe":w=2,"usa":w=2,"glaube":w=2,"wissenschaft":w=2,"christlicher roman":w=2,"roman":w=1,"familie":w=1,"vergangenheit":w=1,"kinder":w=1,"amerika":w=1,"fluch":w=1,"familiengeheimnis":w=1,"historischer liebesroman":w=1,"19. jh.":w=1

Das Anwesen

Elizabeth Camden , Julian Müller
Flexibler Einband
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.05.2018
ISBN 9783963620041
Genre: Historische Romane

Rezension:

1898 am Hudson River: Sophie van Rijn hat auf dem Anwesen ,,Dierenpark" eine Wetterstation eingerichtet. Mit Entsetzten erfährt sie jedoch, dass der Besitzer Quentin Vandermark auf Wunsch seines Großvaters das alte und ehrwürdige Haus abreißen lassen will. Sophie versucht, mit ihrer freundlichen und geduldigen Art, den Hausherren umzustimmen, doch dieser lässt sich nicht so leicht überzeugen... .
Elizabeth Camden hat hier einen wunderbaren historischen Roman geschrieben, indem auch der christliche Glaube eine große Rolle spielt. Für mich war es das erste Buch der Autorin und ich habe etwas gebraucht, um überhaupt richtig in die Handlung hineinzufinden. Anfangs weckte das Buch nicht so richtig mein Interesse, doch umso weiter ich gelesen habe, umso mehr hat es mir gefallen.
Die Protagonistin der Geschichte ist Sophie van Rijn, eine junge Frau, die zwar schon viele Enttäuschungen hinnehmen musste, aber sich dennoch eine liebenswerte und angenehme Art gegenüber ihren Mitmenschen bewahrt hat. Im Buch wird sehr deutlich hervorgehoben, dass sie ihre Kraft nicht aus sich selbst schöpft, sondern aus ihrem christlichen Glauben, welcher ihr viel Halt im Leben gibt. Ansonsten ist sie nicht nur eine ausgezeichnete Köchin, sondern hat auch sehr viel Interesse an technischen Vorgängen und bewirtschaftet selbstständig die Wetterstation auf Dierenpark. So ist sie eine sehr fortschrittlich denkende Frau für ihre Zeit, die für ihre Anliegen kämpft. Manchmal fand ich allerdings, dass sie an einigen Stellen zu übertrieben fröhlich und somit auch etwas unrealistisch wirkt.
Quentin Vandermark kam am Anfang der Handlung sehr kühl und auch recht verbittert rüber. Man merkte zwar immer, dass er für seinen Sohn Pieter immer nur das beste will, aber dennoch wirkte er ziemlich unbeholfen im Umgang mit dem Jungen. Sophie lässt sich allerdings von seiner abweisenden Art nicht abschrecken.
Die Figuren fand ich allesamt zwar authentisch, aber in manchen Situationen lässt die Autorin ihre Eigenschaften zu stark hervortreten, so dass Sophie nur noch fröhlich, Quentin nur verbittert und Pieter nur ängstlich und bockig wirkt.
Vom Schreibstil her, lässt sich das Buch gut und einfach lesen. Es ist unterhaltsam, aber ich hätte mich über ein paar mehr Details zu dem alten Anwesen gefreut. So hatte ich oft Probleme, mir Dierenpark richtig vorzustellen.
Was mir sehr gut gefallen hat, ist die Darstellung des christlichen Glaubens in dem Roman. Es wird sehr deutlich, dass es keineswegs naiv und dumm ist, an Gott zu glauben. Stattdessen sieht man an Sophie, wie Jesus auch in schweren Zeiten trägt und den Menschen bewahrt, zu verbittern, wenn man sich von ihm verändern lässt.
Insgesamt ist ,,Das Anwesen" ein toller und unterhaltsamer Roman, den ich hier gerne weiterempfehle.

  (10)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(44)

149 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

"zerebralparese":w=3,"mord":w=2,"jugendbuch":w=2,"pflegefamilie":w=2,"ein kleines wunder würde reichen":w=2,"penny joelson":w=2,"quadriplegikerin":w=2,"familie":w=1,"england":w=1,"geheimnis":w=1,"geheimnisse":w=1,"mörder":w=1,"wahrheit":w=1,"schwestern":w=1,"zwillinge":w=1

Ein kleines Wunder würde reichen

Penny Joelson , Andrea Fischer
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.05.2018
ISBN 9783841440235
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Jemma ist ein junges und intelligentes Mädchen, welches in einer Adoptivfamilie aufwächst. Aufgrund einer vollständigen Lähmung ist sie von der Hilfe anderer abhängig und kann sich auch nicht verständigen. Als in der Nachbarschaft ein Mord geschieht, gesteht der Täter ihr gegenüber seine Tat, weil er genau weiß, dass Jemma ihn nicht verraten kann... .
Penny Joelson hat hier einen sehr beeindruckenden Jugenroman geschrieben, der mich von Anfang an sehr bewegt und auch sehr betroffen gemacht hat. Es wird während der ganzen Handlung sehr deutlich, wie der Alltag von Jemma aussieht und mit welchen Problemen körperlicher, aber auch zwischenmenschlicher Art sie zu kämpfen hat.
Mir hat sehr gefallen, dass die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Jemma geschildert wird. Man merkt sofort, wie gerne sie mit anderen sprechen und sich mitteilen würde und wie oft sie Dinge aushalten und ertragen muss, weil sie nicht kommunizieren kann. Trotzdem ist sie nicht verbittert, trägt viel Hoffnung in sich und hat einen wachen Verstand. Mich hat Jemma unglaublich beeindruckt und an ihr als Figur sieht man sehr deutlich, dass man körperlich behinderte Menschen oft unterschätzt.
Erwähnen möchte ich auch Jemmas Adoptiveltern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Kinder mit Behinderungen bei sich aufzunehmen und ihnen ein liebevolles Zuhause zu schaffen. Ich finde es sehr bewundernswert, wenn Menschen sich bewusst dafür entscheiden, sich um ,,schwierige" Kinder zu kümmern. Allerdings hätte ich gerne noch mehr über die Motivation der Eltern erfahren.
Die Handlung selbst ist sehr spannend und ich habe die ganze Zeit mit Jemma mit gebangt und für sie gehofft, dass es für sie noch einen Weg gibt, den Mörder zu entlarven. 
Penny Joelson hat einen einfachen und gut lesbaren Schreibstil und schafft es auf eine sehr authentische Weise wiederzugeben, wie Jemmas Alltag mit der Zerebralparese aussieht und vor allem, was in ihr vorgeht. Es sind besonders die vielen Details und die Art und Weise, wie Menschen mit ihr umgehen und sie zum Teil unfassbar heftig beleidigen, die mich sehr betroffen gemacht und entsetzt haben. 
Mich persönlich hat die Geschichte von Jemma so nachdenklich gemacht, dass sie mich auch nach dem Lesen noch beschäftigt. Bei ihr sieht man, wie schnell Menschen ausgehend vom körperlichen Zustand eines anderen auch auf dessen geistige Gesundheit schließen und ihn auch dementsprechend kindlich und entwürdigend behandeln. Ich denke, dass Buch vermittelt daher eindringlich, wie sehr Behinderte dadurch verletzt werden und dass sich da dringend etwas ändern muss.
Insgesamt ist ,,Ein kleines Wunder würde reichen" ein beeindruckendes Buch, welches nicht nur spannend ist, sondern auch eine wichtige Botschaft vermittelt. Gerne empfehle ich diesen Roman hier weiter.

  (8)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(112)

138 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 92 Rezensionen

"feminismus":w=7,"freundschaft":w=5,"jugendbuch":w=5,"liebe":w=3,"erste liebe":w=3,"zwangsstörung":w=3,"krankheit":w=2,"holly bourne":w=2,"spinster girls":w=2,"familie":w=1,"humor":w=1,"abenteuer":w=1,"reihe":w=1,"angst":w=1,"jugend":w=1

Spinster Girls – Was ist schon normal?

Holly Bourne , Nina Frey
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.07.2018
ISBN 9783423717977
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Für ihre Zeit am College hat sich Evie viel vorgenommen. Sie möchte einfach ganz normal sein und vor allem verhindern, dass jemand etwas von ihrer Krankheit mitbekommt. Als sie endlich ein Date hat und in Amber und Lottie zwei tolle Freundinnen findet, mit denen sie den ,,Spinster Club" gründet, scheint ihr Plan aufzugehen... .
Holly Bourne hat hier einen Jugendroman mit starken Mädchen geschrieben, die sich bewusst dafür entscheiden, zusammenzuhalten und Geschlechterklischees kritisch unter die Lupe zu nehmen. Zusätzlich werden auch psychische Krankheiten und Stigmatisierungen, die damit einhergehen, thematisiert.
Erzählt wird die Handlung aus der Sicht von Evie, die an einer Zwangserkrankung und einer Angststörung leidet und in ihrem Genesungstagebuch festhält, was sie auf dem College erreichen will. Ihre Sorgen und ihre Gedanken konnte ich sehr gut nachvollziehen und auch verstehen, warum es ihr so schwer fällt, ihren neuen Freundinnen auch von ihrer Krankheit zu erzählen. Evie ist auf jeden Fall eine außergewöhnliche Protagonistin, die nicht auf den Mund gefallen ist und in bestimmten Situationen eine tolle Reaktion zeigt, die man ihr Anfangs gar nicht zutraut.
Generell wird im Buch sehr anschaulich gezeigt, wie der Alltag mit Schule, Freunden und Partys heute bei vielen Jugendlichen aussieht. Man sieht, dass es noch immer wahnsinnig wichtig ist, möglichst dazuzugehören.
Gut hat mir gefallen, dass die drei Mädels sich gegen gesellschaftliche Rollenbilder stellen wollen und den Jungs klar machen, dass sie nicht so leicht zu haben sind. Leider rutschen sie dabei manchmal in einen ziemlich radikalen Feminismus ab, so mein Eindruck.
Vom Schreibstil her ist es der Autorin Holly Bourne wirklich gut gelungen, ihren Text so klingen zu lassen, als hätte ein 16-jähriges Mädchen alles verfasst. Die einzelnen Situationen konnte ich mir sehr gut vorstellen, weil alles bildlich beschrieben wird.
Insgesamt ist ,,Spinster Girls" ein guter Auftakt zu einer Buchreihe, der leider bei mir einen bitteren Beigeschmack hinterlässt.

  (10)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(46)

82 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

"mystery":w=3,"fantasy":w=1,"tod":w=1,"spannend":w=1,"rache":w=1,"jugendroman":w=1,"wald":w=1,"kinder- und jugendbuch":w=1,"behinderung":w=1,"jugendbücher":w=1,"coming-of-age":w=1,"hütte":w=1,"aussteiger":w=1,"ich-erzählerin":w=1,"überraschende wendungen":w=1

Hyde

Antje Wagner
Fester Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 10.07.2018
ISBN 9783407754356
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Katrina ist ein junge Tischlerin auf Walz und deshalb ständig auf der Suche nach Arbeitgebern, die ihr für handwerkliche Tätigkeiten Unterschlupf gewähren. So landet sie auch im abgelegenen und etwas unheimlichen,,Haus Waldkauz", welches sonst von den Ortsansässigen strikt gemieden wird... .
Mit ,,Hyde" hat die Autorin Antje Wagner eine eigentlich vielversprechende Handlung entworfen, die leider viele Elemente wie Wahrsagerei enthält, die mir gar nicht gefallen haben. Auch das Ende fand ich merkwürdig und unlogisch und war so letztendlich sehr enttäuscht von dem Buch, von dem ich eigentlich viel erwartet habe.
Im Mittelpunkt der Handlung steht stets Katrina, eine junge 18-jährige Frau, die in ihrem Leben schon viel erlebt und auch durchgemacht hat. Man erfährt immer nur Stückweise Dinge aus ihrer Kindheit, die sie mit ihrer Zwillingsschwester Zoe und ihrem Vater in einem Haus namens ,,Hyde" im Wald  verbracht hat. Durch diese Vergangenheit ist Katrina zu einer bemerkenswerten Persönlichkeit herangereift und hat eine besondere Beziehung zur Natur und zu natürlichen Produkten wie Kräutern usw. entwickelt. Mir war sie so von Anfang an sehr sympatisch. 
Sehr geschickt wechselt die Autorin zwischen Vergangenheit und Gegenwart von Katrina und lässt sie ihre Erlebnisse stets in der Ich-Perspektive schildern. Auch vom Schreibstil her ist das Buch angenehm zu lesen und auch gut verständlich. 
Was mir allerdings überhaupt nicht gefallen hat, ist die unreflektierte Darstellung der Wahrsagerin Josefine, auf die Katrina recht früh zu Beginn der Handlung trifft. Mich hat unheimlich gestört, dass sie und ihre Tätigkeiten überhaupt nicht kritisiert und in Frage gestellt werden, sondern einfach nur positiv besetzt sind. In einem Jugendbuch aber auch in Erwachsenenliteratur finde ich es wichtig, dass bei solchen Dingen auch die Schattenseiten deutlich herausgestellt werden.
Auch das Ende des Buches hat mich sehr enttäuscht. Ich hatte mir erhofft, dass die unheimlichen Dinge im Haus noch irgendwie logisch und zufriedenstellend aufgelöst werden können, doch das ist aus meiner Sicht überhaupt nicht passiert.
Insgesamt ist ,,Hyde" ein Buch mit einer eigentlich tollen und spannenden Idee, welches mich letztendlich nicht überzeugen konnte. Von meiner Seite gibt es daher keine Leseempfehlung.

  (25)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Sleep

Nick Littlehales , Henriette Zeltner
Flexibler Einband
Erschienen bei Knaus, 05.03.2018
ISBN 9783813507874
Genre: Sachbücher

Rezension:

Schlaf ist wichtig für unser Wohlbefinden, unsere Leistungsfähigkeit und auch für unsere Gesundheit. Doch oftmals ist es gar nicht so einfach, in der Nacht zur Ruhe zu kommen und vom Tag abschalten zu können. Als Berater für Spitzensportler kennt Nick Littlehales diese Probleme ganz genau und zeigt in diesem Buch, wie man lernt, in bestimmten Zyklen zu schlafen und so die Stunden in der Nacht effektiver für die Erholung nutzen kann... .
Nick Littlehales hat hier einen hilfreichen Ratgeber zum Thema Schlaf geschrieben, indem er nicht nur erklärt, wie man besser schläft, sondern auch auf Themen wie die Schlafumgebung und die richtige Matratze eingeht.
Für mich waren im Buch viele neue Informationen enthalten, von denen ich so vorher noch nicht gehört habe. So fand ich es sehr interessant, den nächtlichen Schlaf nicht in Stunden, sondern in Zyklen je 90 Minuten einzuteilen, die so variierbar sind. Dabei geht Littlehales noch darauf ein, wie viele Zyklen man pro Woche schlafen sollte und wie man je nach Lebenssituation diese abändern und auch mal eine Einheit auslassen kann.
Gut fand ich auch, dass er auf die Zeit vor und nach dem Schlafen eingeht. Er zeigt hier sehr deutlich, wie wichtig es ist, in dieser Zeit schon runterzuschalten, technische Geräte zu meiden und langsam ruhiger zu werden.
Nick Littlehales schreibt gut lesbar und schafft es alleine schon, durch kurze Einblicke in seine Arbeit als Schlafcoach bei Manchester United usw. die Aufmerksamkeit des Lesers zu bekommen. Allerdings waren seine Beschreibungen für mich nicht immer gut umsetzbar und verständlich. Er erklärt zum Beispiel, in welcher Schlafposition man am besten liegen soll, aber wie genau diese praktisch aussieht, habe ich weder durch den Text noch durch die Abbildung im Buch richtig verstanden. 
Insgesamt ist ,,Sleep" ein guter, aber nur zum Teil für mich richtig verständlicher Ratgeber, der allerdings gute Tipps zum Thema Schlafen vermittelt. Gerne empfehle ich das Buch hier weiter.

  (22)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(24)

34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

"thriller":w=4,"beklemmend":w=3,"mord":w=2,"tod":w=2,"hörbuch":w=2,"new york":w=2,"fenster":w=2,"agoraphobie":w=2,"spannung":w=1,"usa":w=1,"vergangenheit":w=1,"mörder":w=1,"lügen":w=1,"internet":w=1,"debüt":w=1

The Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen?

A. J. Finn , Christoph Göhler , Nina Kunzendorf
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 19.03.2018
ISBN 9783837141481
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Seit einem traumatischen Erlebnis lebt Anna Fox allein in ihrem Haus in New York, welches sie seit Monaten nicht mehr verlassen hat. Stattdessen chattet sie im Internet mit Menschen, die wie sie an Agoraphobie leiden und beobachtet mit Vorliebe ihre Nachbarn durch das Fenster. Als im Haus gegenüber die Russels einziehen, wird sie eines Abends Zeugin einer grausamen Tat. Doch als sie die Polizei alarmiert, will ihr niemand glauben... .
Die Autorin A.J. Finn hat hier eine spannende und wie ich finde, auch lebensnahe Geschichte geschrieben, die mich mit glaubhaften Figuren und einem überraschenden Ende überzeugt hat.
Die Handlung beginnt etwas schleppend mit vielen Beschreibungen, wie Annas Leben aussieht, wie sie ihre Nachbarn beobachtet und wie sie den Tag mit ihren Medikamenten, sehr viel Alkohol und alten Filmen verbringt. Man braucht hier ein bisschen Durchhaltevermögen, denn es kommt erst richtig Spannung und Fahrt in die Geschichte, als die Russels in das Haus gegenüber einziehen und sie den Mord beobachtet. 
Anna Fox ist eine spannende Figur, an der man sehen kann, wie heftig sich eine Krankheit wie die Agoraphobie äußern kann. Obwohl sie mit ihrem Psychologen immer wieder übt, schafft sie es einfach nicht nach draußen zu gehen, ohne dort zusammenzubrechen. Zuerst hält man Anna für eine Spannerin, die ihre Nachbarn ohne deren Wissen ausspioniert, aber dann merkt man, wie wichtig diese Blicke nach draußen für sie sind.
Mit ihr hat die Autorin einen typischen Charakter geschaffen, bei dem nie weiß, was wirklich passiert und was man glauben kann. Gerade, als der Mord geschieht, war ich mir unschlüssig, was Anna in Wahrheit gesehen hat.
Gelesen wird die Geschichte von Nina Kunzendorf, an deren Stimme ich mich erstmal gewöhnen musste. Gerade weil am Anfang des Hörbuches noch wenig passiert, trägt die etwas ruhige und eintönige Art des Vorlesens dazu bei, dass man sich beim zuhören schon sehr konzentrieren muss. Als ich mich allerdings an Frau Kunzendorfs Art zu lesen gewöhnt hatte und auch die Handlung an Fahrt aufnahm, mochte ich ihre Stimme nicht mehr missen. Gerade zum Ende, wo es richtig spannend wird, schafft sie es mit Betonungen und ihrer Lesart noch zusätzlich, die Geschichte anzuheizen. Während ich selber bei einem Buch diese besonderen Stellen in einem raschen Tempo gelesen hätte, ist man hier beim Hörbuch auf positive Art und Weise gezwungen, zuzuhören und so nach und nach zu erfahren, wie die Geschichte ausgeht.
A. J. Finn, die Autorin des Buches, hat hier eine spannende und auch sehr echt wirkende Handlung entworfen. Einige Wendungen, die sie einstreut, habe ich erahnen können, aber mit dem Ende habe ich nicht gerechnet und wurde davon regelrecht umgehauen.
Insgesamt ist ,,The woman in the window" ein äußerst spannender Thriller, der zwar etwas braucht, um in Fahrt zu kommen, aber dann auf ganzer Linie überzeugt. Gerne empfehle ich das Hörbuch hier weiter.

  (10)
Tags:  
 
639 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks

Mit der Verwendung von LovelyBooks erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir und unsere Partner Cookies zu Zwecken wie der Personalisierung von Inhalten und für Werbung einsetzen.