Curin

Curins Bibliothek

449 Bücher, 355 Rezensionen

Zu Curins Profil
Filtern nach
449 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

besatzungsmacht, ddr, nachkriegszeit

Vierzig Herbste

Nina Willner , Jochen Winter
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Propyläen Verlag, 10.03.2017
ISBN 9783549074770
Genre: Biografien

Rezension:


Als Geheimagentin wird Nina Willner 1984 in Ostberlin eingeschleust. Neben ihrem Auftrag beschäftigt sie ihre Familiengeschichte, die stark mit dem Kalten Krieg und der Besetzung des kleinen Ortes Schwaneberg durch die Sowjets zusammenhängt... .
Nina Willner gibt hier einen sehr persönlichen Einblick in ihr eigenes und in das Leben von Frauen aus ihrer engen Verwandtschaft. Sie erzählt davon, wie 1945 das Heimatdorf ihrer Großeltern zunächst von Amerikanern eingenommen wird, aber anschließend doch der Sowjetunion zufällt. Gerade in diesem Teil erfährt man viel über die Ängste der Menschen, die sich der Besatzungsmacht beugen mussten. Hier ist besonders beeindruckend, wie Frau Willners Großeltern sich mit der Situation arrangieren, aber sich trotzdem nicht völlig von der Ideologie einnehmen lassen.
Anhand der Familiengeschichte, die sich durch insgesamt fünft Frauenschicksale zieht, kann man sehr gut nachvollziehen, wie nach und nach die Siegermächte immer mehr zu Feinden werden. Der Kalte Krieg, die Entwicklungen in der DDR und die Auswirkungen der Mauer, die von Frau Willner als ,,Familienmauer" bezeichnet wird, werden hier sehr deutlich aus einer persönlichen Perspektive dargestellt.
Die Autorin schreibt sehr anschaulich und gewährt dem Leser einen spannenden Einblick in ihre Geschichte. Zwischendurch finden sich auch immer wieder schwarz-weiße Fotografien, durch die man auch mal erfährt, wie die beschriebenen Menschen aussehen.
Wer sich für die Nachkriegsgeschichte und die DDR interessiert und einen ganz persönlichen Eindruck einer ehemaligen Geheimagentin lesen möchte, der ist bei diesem Buch genau richtig. Gerne empfehle ich es hier weiter.

  (2)
Tags: besatzungsmacht, ddr, nachkriegszeit   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(0)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Ein Vogeljahr in Schweden

Tomas Bannerhed , Brutus Östling , Paul Berf
Fester Einband
Erschienen bei btb, 27.02.2017
ISBN 9783442799534
Genre: Sachbücher

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

106 Bibliotheken, 28 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

italien, liebe, familie, sommer, strand

Brausepulverherz

Leonie Lastella
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.04.2017
ISBN 9783596035465
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

22 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

serie, bell, band 3, fortsetzung

Die Orlow-Diamanten

Annis Bell
E-Buch Text
Erschienen bei Tinte & Feder, 28.03.2017
ISBN 9781477829264
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

bildzeitung, bild, bekehrung, glaube, gott

Ein bisschen Glauben gibt es nicht

Daniel Böcking
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Gütersloher Verlagshaus, 25.07.2016
ISBN 9783579086408
Genre: Sachbücher

Rezension:  
Tags: bekehrung, bild, bildzeitung, glaube, gott   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(13)

17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

vogel, rollstuhl, freundschaft, querschnittslähmung, bildband

Penguin Bloom

Cameron Bloom , Bradley Trevor Greive , Ralf Pannowitsch
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Knaus, 13.02.2017
ISBN 9783813507614
Genre: Biografien

Rezension:


Cameron und Sam Bloom leben mit ihren drei Söhnen in Australien und sind eine fröhliche junge Familie. Gemeinsam machen sie einen Urlaub in Thailand, bei der Sam wegen einem kaputten Geländer sechs Meter in die Tiefe stürzt und davon schwere Verletzungen davonträgt. Die ganze Familie Bloom erlebt nun eine schwere Zeit, bis sie eine kleine verletze australische Elster finden und sie großziehen... .
In diesem wunderschönen Bildband wird einerseits die Geschichte der Familie Bloom nacherzählt, aber größtenteils findet man darin viele Farbfotos, auf dem die kleine Elster Penguin zu sehen ist.
Mich hat die Geschichte der Blooms sehr berührt. Es ist sehr traurig, was Sam passiert ist und das Schicksal wird im Buch auch nicht irgendwie beschönigt dargestellt. Deutlich wird gezeigt, wie schwer das Leben im Rollstuhl für die Ehefrau ist und wie sehr sich das gesamte Familienleben verändert hat. Umso berührender ist der Moment, als Penguin in das Leben der Blooms tritt und allen wieder etwas Freude schenkt. Mich hat erstaunt, wie zahm ein Vogel werden kann und wie unterstützend alleine die Anwesenheit der Elster allen neue Kraft geschenkt hat. Trotz allem ist Penguin nicht vermenschlicht worden, auch wenn die Fotos manchmal den Eindruck erwecken. Es wird nämlich davon berichtet, dass das Tier auch viel draußen unterwegs ist, aber immer wieder gerne den Kontakt zu Menschen sucht.
Abschließend findet man im Buch auch einen sehr persönlichen Abschnitt, indem Sam sich einerseits an Menschen mit ähnlichen Behinderungen und andererseits an deren Angehörige wendet und sehr offen darüber spricht, was in ihr vorgegangen ist und wie sie mittlerweile im Leben zurecht kommt.
Insgesamt hat mich die wunderbare und äußerst seltene Freundschaft zwischen Menschen und Tier sehr bewegt und auch gerührt. Auch habe ich selten ein Buch gelesen, indem eine Familie so offen über ein schweres Schicksal spricht. Gerne empfehle ich ,,Penguin Bloom" weiter.

  (15)
Tags: freundschaft, vogel   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

gott, bibelstellen, keine diät, essgewohnheiten, freunde

Wenn du glücklich sein willst, such nicht im Kühlschrank

Lysa TerKeurst
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 27.02.2017
ISBN 9783957342034
Genre: Sachbücher

Rezension:

Probleme mit ungesundem Essverhalten und Gewichtsprobleme kennt sicherlich jeder und weiß, wie schwer es ist, daran etwas zu verändern. In diesem Buch beschäftigt sich die Autorin Lysa TerKeurst mit genau diesen Themen, die in ihrem Leben ebenfalls eine große Rolle spielen. Sie versucht anhand eigener Erfahrungen zu zeigen, dass schlechte Essgewohnheiten auf eine innere Sehnsucht zurück zu führen sind, die letztendlich nur Gott stillen kann.
In diesem Buch hat sich Lysa Terkeurst mit einem wirklich schwierigen Thema auseinandergesetzt. Im Gegensatz zu anderen Ratgebern aus diesem Bereich empfiehlt sie keine Diäten, sondern zeigt Wege auf, wie man dauerhaft etwas verändern kann. Dabei gibt sie einen sehr offenen Einblick in ihren eigenen Kampf gegen Fressattacken und der Lust auf ungesunde Lebensmittel. Mir hat auch sehr gefallen, dass sie viele Bibelstellen zitiert, die sie auf das Thema Abnehmen anwendet. Manchmal hatte ich jedoch den Eindruck, dass sie über das Ziel hinaus schießt und selbst den Verzehr von kleinen Mengen von süßen Sachen als Sünde bezeichnet.
Obwohl Lysa TerKeurst auch in diesem Buch gewohnt offen schreibt und viele praktische Erfahrungen weitergibt, hat mir etwas gefehlt. Im Gegensatz zu ihren anderen Büchern konnte ich mit einigen Punkten nur wenig anfangen und fand auch die Fragen am Ende jeden Kapitels nur selten hilfreich. Was sie aber gut rüber bringt, ist die Tatsache, dass auch Probleme wie falsche Essgewohnheiten Ursachen haben, mit denen wir zu Gott kommen können und nur er uns letztendlich helfen kann.
Insgesamt hat mich dieser Ratgeber zwar zum Nachdenken angeregt, aber ich konnte  dieses Mal nicht soviel daraus mitnehmen, wie aus Lysa TerKeursts anderen Büchern. Trotzdem empfehle ich es gerne weiter.

  (11)
Tags: abnehmen, essen, glaube, gott   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

populisten, kremayr&scheriau, europa, politik

Fürchtet euch und folgt uns

Michael Laczynski
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Kremayr & Scheriau, 06.03.2017
ISBN 9783218010627
Genre: Sachbücher

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

leid, leidfrage, kirche, zweifel an gott, gott

Kann man noch Christ sein, wenn man an Gott zweifeln muss?

Heiner Geißler
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 10.03.2017
ISBN 9783550050060
Genre: Sachbücher

Rezension:


In unserer Welt gibt es soviel Leid, aber dennoch glauben viele Menschen an einen Gott, der es gut mit uns meint. Doch ist dieser Glaube berechtigt? Pünktlich zum Lutherjahr hat Heiner Geissler sich mit dieser Frage beschäftigt und eine Streitschrift dazu geschrieben, in der er Kritik an den Antworten der  Kirche übt und dafür plädiert, die Menschen nicht mit fromm klingenden Worten abzuspeisen.
Beim lesen merkt man sofort, dass sich Herr Geissler wirklich intensiv mit dem Thema Leid und Gott beschäftigt hat. Dabei zählt er die meiste Zeit Dinge auf, in denen Gott scheinbar versagt hat und führt Argumente gegen eine perfekte Schöpfung an. 
Allerdings verstrickt er sich aus meiner Sicht in zu vielen Beispielen, in denen Gott in der Leidfrage scheinbar versagt und vermittelt dadurch dem Leser oftmals ein verzerrtes und widersprüchliches Gottesbild. Auch Heiner Geisslers Fazit konnte ich nicht ganz nachvollziehen.
Insgesamt hat mich der Autor kaum überzeugen können. Er wiederholt sich oft und liefert am Ende der Streitschrift auch keine zufriedenstellende Antwort darauf, wie sich der Glaube an Gott und das Leid in der Welt miteinander vereinbar lassen. Dennoch denke ich, dass seine Ausführungen Anlass dazu geben, sich einmal selbst mit der Frage kritisch auseinanderzusetzen und sich nicht nur auf die Antworten der Kirchen zu verlassen.

  (22)
Tags: gott, kirche, leid, leidfrage, politik, zweifel an gott   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

beziehungen, stachelschwein-dilemma, alltag, verlag: gerth, lebenshilfe

Jeder ist normal, bis du ihn kennenlernst: Wie zwischenmenschliche Beziehungen gelingen.

John Ortberg
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 27.02.2017
ISBN 9783957341976
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

4 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

krimi, radikalismus, kirchenkrimi, mord, schuld

Der Dolch des Patriarchen

Reiner Strunk
Flexibler Einband: 188 Seiten
Erschienen bei Neukirchener Aussaat, 09.01.2017
ISBN 9783761563786
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Als Pfarrer Beermann die Haustür öffnet, bricht sein Studienkollege Wackernagel tot vor ihm zusammen. In seinem Rücken steckt ein antiker Dolch, doch wer hat den Experten für Kirchengeschichte ermorden wollen ?  Wieder einmal beginnt Beermann selbst zu ermitteln und unterstützt Komissar Parler bei seiner Arbeit... .
Dies ist der zweite Kirchenkrimi, der sich um Pfarrer Beermann dreht. Der Autor Reiner Strunk kennt selbst die Arbeit in evangelischen Kreisen sehr gut und kann daher anschaulich und authentisch den Alltag eines Kirchenmannes beschreiben. Mir hat auch gefallen, dass viele Details zur Kirchengeschichte mit eingeflossen sind und man so ganz nebenbei viel Neues darüber erfährt. 
Der Krimi selbst verläuft kontinuierlich spannend und überzeugt durch Wendungen in der Handlung, die ich so nicht erwartet habe. Allerdings hätte die Geschichte zum Ende hin noch mehr an Fahrt aufnehmen können.
Der Protagonist Beermann ist ein sympatischer Pfarrer, der seine Arbeit liebt, aber bestimmten Verpflichtungen wie langweiligen Besprechungen mit dem Kirchenrat lieber aus dem Weg geht. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir auch seine Ehefrau Bettina, die sich mit ihrer energischen Art mit ganzer Hingabe für andere und ihre Belange einsetzt. So setzt sie zum Beispiel durch, dass eine christliche Flüchtlingsfamilie im Gemeindehaus unterkommen darf.
Vom Schreibstil her ist das Buch flüssig und gut zu lesen, wobei man immer wieder merkt, dass der Autor sich gut mit kirchlichen Belangen auskennt. Auch aktuelle Thematiken wie die Flüchtlingskrise, die Angst vor Fremden, antiker Kunstraub und die Verständigung zwischen den Religionen fließen mit ein.
Insgesamt habe ich ,,Der Dolch des Patriarchen" sehr gerne gelesen. Der Krimi ist spannend, unterhaltsam und auch sehr aktuell. Gerne empfehle ich das Buch weiter.

  (21)
Tags: kirche, krimi, pfarrer   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(59)

73 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 57 Rezensionen

thriller, nur ein kleiner gefallen, darcey bell, blog, freundinnen

Nur ein kleiner Gefallen - A Simple Favor

Darcey Bell , Juliane Pahnke
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.04.2017
ISBN 9783959671019
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Als Stephanie den Sohn ihrer besten Freundin Emily nach der Vorschule beaufsichtigen soll, tut sie ihr gerne den Gefallen. Doch dann holt diese ihr Kind nicht mehr ab und verschwindet spurlos. Stephanie macht sich natürlich große Sorgen und bittet in ihrem Mom-Blog um Hilfe, doch insgeheim wittert sie eine Chance, ihrem Leben als Witwe eine neue Richtung zu geben... .
Darcey Bell hat hier ihr Debüt abgelegt, dass mich leider nur teilweise überzeugen konnte. Die Handlung ist nur an wenigen Stellen spannend und war oft für mich vorhersehbar. Die Idee, die Blogeinträge von Stephanie im Buch abzubilden, hat mir eigentlich gefallen. Nur manchmal sind diese etwas langatmig und bringen die Geschichte auch nicht richtig voran. 
Die Protagonistin Stephanie ist eine typische Mutter, die es manchmal mit ihrer Fürsorge übertreibt. Man merkt, dass sie wirklich an ihrer besten Freundin Emily hängt und sich sehr auf sie fokussiert hat. Allerdings durchschaut man sie ziemlich schnell und wenn man schon ähnliche Romane gelesen hat, kann man einiges voraus ahnen.
Vom Schreibstil her ist das Buch angenehm zu lesen. Darcey Bell beschreibt bestimmte Situationen sehr detailliert. Allerdings gelingt es ihr nicht so gut, kontinuierlich Spannung aufzubauen. Sie hat zwar eine gute Idee für ihren Roman gehabt, aber aus meiner Sicht hat sie ihr Potenzial noch nicht ausgeschöpft. So verläuft die Handlung oft schleppend und hält kaum Überraschungen für den Leser bereit.
Insgesamt ist ,,Nur ein kleiner Gefallen" ein gut lesbarer Roman, der mich leider nicht so recht fesseln konnte. 

  (13)
Tags: blog, mutter   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

crepes, pfannkuchen, waffeln, selber machen

Waffeln, Pfannkuchen und Crêpes


Fester Einband
Erschienen bei Bassermann, 19.11.2015
ISBN 9783809435204
Genre: Sachbücher

Rezension:


Pfannkuchen, Crepes und Waffeln schmecken eigentlich jedem und sind leicht herzustellen. In diesem Kochbuch findet man insgesamt 36 Rezepte, die allesamt Lust machen, selbst loszulegen und etwas leckeres zuzubereiten.
Alle Rezepte werden gut verständlich erklärt und enthalten Zutaten, die man meistens sowieso zu Hause hat. So kann vieles wirklich ganz spontan ausprobiert werden und auf den jeweiligen Farbfotos bekommt man auch eine Anregung für das Anrichten.
Mir hat besonders gefallen, dass man im Buch auch Grundrezepte für einen ,,klassischen Pfannkuchen" und für eine ,,klassische Waffel" findet, die man je nach Geschmack etwas aufpeppen kann. Es gibt aber auch viele herzhafte Varianten wie z.B ,,Gemüse-Crepes", die den süßen Köstlichkeiten in nichts nachstehen. Manche Rezepte, wie der ,,Crepes-Auflauf mit Sauerkirschen" haben mich richtig überrascht und mir nochmal gezeigt, wie kreativ man mit ganz einfachen Mitteln werden kann.
Insgesamt hat mich dieses Kochbuch ganz neu für Waffeln und Co. begeistert. Die Rezepte sind alle wirklich gut umsetzbar und auch abwandelbar, so dass wohl jeder seine Freude daran haben wird. Ich persönlich kann dieses Buch daher uneingeschränkt weiterempfehlen.

  (12)
Tags: crepes, pfannkuchen, selber machen, waffeln   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

gebet, anbetung

10 000 Gründe: Geschichten von Hoffnung, Wundern und verwandelten Herzen

Matt Redman
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei SCM R. Brockhaus, 02.02.2017
ISBN 9783417268119
Genre: Sonstiges

Rezension:


Mit ,,10000 Gründe" hat Matt Redman ein wunderbares Lied geschrieben, dass vielen Menschen auf der ganzen Welt in schwierigen Zeiten und in dunklen Stunden Mut und Kraft geschenkt hat. In diesem Buch erzählt er viele besondere Geschichten, die Christen mit seinem Lied erlebt haben.
Obwohl ich vorher ,,10000 Gründe" noch gar nicht kannte, hat mich das Buch neugierig gemacht und beim lesen wurde ich auch nicht enttäuscht.
Matt Redman erzählt zunächst etwas über die Entstehungsgeschichte seines Lieds, dass aus seiner Sicht erst gar nicht veröffentlicht werden sollte. Wie gut, dass es anders gekommen ist!. Am spannendsten waren für mich aber die verschiedenen Erlebnisse, die geschildert werden. Es ist einfach schön und berührend  davon zu lesen, was Christen auch in dunklen Zeiten erleben und sie  trotz allen Schwierigkeiten die Entscheidung getroffen haben, Gott dankbar zu sein und ihn zu loben. Sehr bewegt hat mich dabei zum Beispiel die Geschichte von zwei jungen Männern, die auf Bali zum Tode verurteilt wurden, im Gefängnis zum Glauben zurück gefunden haben und so ihre Mithäftlinge ermutigen konnten.
Immer im Fokus steht die Anbetung Gottes. Man merkt richtig, dass es dem Autor ein wichtiges Anliegen ist, andere Menschen zu ermutigen und ihnen zu zeigen, dass Gott auch in schweren Zeiten für uns da ist und uns durch trägt.
Insgesamt hat mir ,,10000 Gründe" sehr gut gefallen und ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Außerdem habe ich dadurch dieses wunderbare Lied kennengelernt. Gerne empfehle ich das Buch weiter.

  (11)
Tags: anbetung, gebet   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(34)

62 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

krieg, frankreich, gesellschaft, rassismus, gesellschaftskritik

Die Zeit der Ruhelosen

Karine Tuil , Maja Ueberle-Pfaff
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 10.03.2017
ISBN 9783550081750
Genre: Romane

Rezension:


Soldat Romain Roller kommt aus Afghanistan zurück und bekommt die Bilder und den Schrecken der Krieges nicht mehr aus dem Kopf. Während er in einem Hotel auf Zypern zur Erholung untergebracht ist, fängt er eine verhängnisvolle Affäre mit der Journalistin Marion Decker an. Diese ist die Ehefrau des bekannten Managers Francois Vely, der gerade mit furchtbaren Gerüchten zu kämpfen hat und dabei Unterstützung von unerwarteter Seite erhält... .
Karine Tuil hat hier ein beeindruckendes Buch geschrieben, welches die französische Gegenwart unglaublich echt wirkend und authentisch darstellt. Dabei werden die politische und die gesellschaftliche Situation in den Mittelpunkt gestellt und so auch für Menschen, die nicht in Frankreich leben, anschaulich und greifbar gemacht.
Besonders gefesselt haben mich die Beschreibungen des Krieges aus der Sicht des Soldaten Romain Roller. Fast schon wie ein Bewusstseinsstrom wird aus seiner Perspektive ein realistisches Bild von Afghanistan und der Situation der Menschen und auch der dort stationierten Armee gezeichnet. Es ist wirklich erschreckend zu lesen, was in diesem traumatisierten Mann vorgeht. Umso unglaublicher scheint es mir, dass man im Buch, aber auch in unserer Realität  von den Soldaten nach ihrem Kriegseinsatz verlangt, fast ohne Unterbrechung direkt wieder in ihr altes Leben zurückzukehren und alles Erlebte zu vergessen.
Auch die anderen Figuren im Buch wirken alles andere als konstruiert. Jeder hat seine Schwierigkeiten und muss sich über Ungerechtigkeiten hinwegsetzen, was nicht immer gelingt. So ist zum Beispiel Osman Diboula ein gebildeter Mann, der aber aufgrund seiner Herkunft in der Politik eine nur unsichere Stellung hat und deswegen nie den selben Status wie seine Mitstreiter erreichen kann.
Karine Tuil hat einen gut lesbaren und sehr nüchternen Schreibstil. Ohne viel Gefühlsduselei schildert sie die oft schwierige Situation ihrer Figuren und zeichnet so ein Bild der französischen Gesellschaft, welches es in sich hat.
Mir persönlich hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Allerdings schreibt Frau Tuil mir manchmal zu kühl und sie hätte auch ruhig ein paar mehr positive Aspekte hineinbringen können. Dennoch empfehle das Buch sehr gerne weiter.

  (23)
Tags: frankreich   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

vergangenheit, gnade, christlicher roman, briefe, gebet

Jolas Briefe

Lisa Wingate , Silvia Lutz
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.01.2017
ISBN 9783868276299
Genre: Romane

Rezension:


Auf der Atlantikinsel Hatteras möchte Tandi Reese noch mal ganz von vorne anfangen. Mit ihren beiden Kindern mietet sie ein Cottage an, dass sich direkt neben dem Anwesen der älteren Dame Jola befindet. Als diese verstirbt und ihren Besitz der Kirche vermacht, bekommt Tandi den Auftrag, dass Haus zu entrümpeln. Doch dabei entdeckt sie wunderschöne Kästchen, in denen sich alte Briefe befinden... .
Lisa Wingate hat hier eine wunderbare und bewegende Geschichte geschrieben, die auch Tiefgang hat. Im Mittelpunkt der Handlung steht Tandi, die eine äußerst schwierige Vergangenheit mit sich herumschleppt und sich nur schwer von angewöhnten alten Verhaltensmustern trennen kann. Für mich war sie anfangs eine eher ungewöhnliche Protagonistin für ein christliches Buch und auch keine Sympathieträgerin, doch im Laufe der Erzählung wuchs sie mir immer mehr ans Herz. Der Autorin gelingt es bei ihr sehr gut, ihre innerlichen Veränderungen darzustellen. 
Auch die anderen Figuren werden gut charakterisiert und scheinen mitten aus dem Leben gegriffen. Da gibt es zum Beispiel Tandis Freund Ross, der nicht so recht zu ihr zu passen scheint und Paul, der Biologielehrer ihrer Kinder, der gerne Krebse fängt und auch sonst sehr fürsorglich und nett rüberkommt.
Das besondere an diesem Buch waren für mich die sogenannten Gebetskästchen, in denen Jola von ihrer Jugend an ihre Gebetsbriefe gesammelt hat. Dadurch wird im Buch einerseits noch zusätzlich die bewegende Geschichte der alten Dame erzählt und andererseits auch gezeigt, welche außerordentliche und verändernde Wirkung die Briefe auf Tandis persönliches Leben haben. Auch ich selbst finde die Idee, die eigenen Anliegen an Gott aufzuschreiben und in schönen Schatullen zu sammeln, sehr schön und werde es vielleicht einmal selbst ausprobieren.
Der Schreibstil von Lisa Wingate ist flüssig und auch gut zu lesen. Zwischendurch kommt sogar etwas Spannung auf. Auch schafft es die Autorin, die typische Atmosphäre, die am Meer vorherrscht, einzufangen und dem Leser zu vermitteln.
Auch wenn es sich hier ,,nur" um eine erdachte Geschichte handelt, kann man daraus viel über das Gebet und seine Wirkung lernen. Mir hat gefallen, dass man hier wirklich sehen und miterleben kann, dass Gott Gebete erhört, wenn auch manchmal anders, als man sich das vorstellt.
Insgesamt ist ,,Jolas Briefe" ein sehr bewegender und tiefgehender christlicher Roman, der mich berührt, aber auch gleichzeitig gut unterhalten hat. Gerne empfehle ich das Buch hier weiter.

  (11)
Tags: gebet, gebetsbriefe, gott, neuanfang, vergangenheit   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

selbstständig machen

Einfach anfangen!

Daisy Gräfin von Arnim
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.01.2017
ISBN 9783868276350
Genre: Biografien

Rezension:


Viele Menschen haben den Traum sich einmal selbstständig zu machen und ein eigenes Unternehmen zu gründen. Genauso ging es Daisy Gräfin von Arnim, die heute ein Apfel-Delikatessengeschäft betreibt und auch Bücher veröffentlicht. In ihrem neuen Werk porträtiert sie verschiedene Frauen, die den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt haben. 
Zum Anfang des Buches erzählt zunächst Daisy Gräfin von Arnim ihre eigene Geschichte und gibt einen guten Einblick in ihren Betrieb und die täglichen Herausforderungen. Danach folgen 14 weitere Frauen, die sich in unterschiedlichen Bereichen selbstständig gemacht haben. Alle erzählen sie sehr ehrlich und auch offen darüber, wie ihr Weg bisher verlaufen ist und welche Erfolgsmomente sie erlebt haben. Schwierigkeiten und auch schwere Zeiten werden aber auch nicht verschwiegen und nicht heruntergespielt. 
Mir persönlich hat das Buch einen guten Einblick darüber verschafft, was es heißt, sein eigenes Unternehmen zu gründen. Auch wenn man bei allen Frauen sieht, dass es alles andere als leicht ist, wird man doch dazu ermutigt, seine eigenen Ideen festzuhalten und deren Umsetzung zu wagen. 
Alle in diesem Buch vorgestellten Unternehmerinnen sind Christinnen, die es mit dem Glauben ernst meinen. Jede verbringt auf ihre Weise Zeit mit Gott und kann von besonderen Erfahrungen mit ihm berichten. 
Insgesamt habe ich ,,Einfach anfangen" sehr gerne gelesen. Es ist ein ermutigendes Buch, dass einen realistischen Einblick darüber gibt, was es heißt ein Unternehmen aufzubauen. Aber auch wenn man nicht mit dem Gedanken der Selbstständigkeit spielt, ist es einfach interessant und spannend, die verschiedenen Porträts zu lesen. Gerne empfehle ich das Buch weiter.

  (18)
Tags: selbstständig machen   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(34)

95 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

psycho, düster, psychothriller, angst, beängstigend

Das Mädchen im Dunkeln

Jenny Blackhurst , Anke Angela Grube
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783404174164
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Dr. Karen Brownings neue Patientin Jessica scheint auf den ersten Blick psychologisch keine Herausforderung zu sein. Doch dann scheint diese ein besonders Interesse an dem Privatleben ihrer Ärztin zu entwickeln und bald schon gerät nicht nur Karens, sondern auch das Leben ihrer Freundinnen aus den Fugen... .
Mit ihrem neuen Buch hat die Autorin Jenny Blackhurst einen richtig spannenden Psychothriller geschrieben, der nicht so leicht zu durchschauen ist. Die Handlung beginnt erst sehr unscheinbar, aber nimmt dann richtig an Fahrt auf und man bekommt ein sehr beklemmendes Gefühl bei den Dingen, die den Figuren plötzlich passieren und ihr Leben durcheinander bringen. 
Häufig werden die Figurenperspektiven gewechselt, so dass man unterschiedliche Eindrücke auf das Geschehen bekommt, aber meistens steht Karen im Mittelpunkt des Geschehens. Auf den ersten Blick scheint sie sehr kompetent zu sein und ihr Leben im Griff zu haben, aber umso weiter man liest, umso weniger kann man sie einschätzen. Der Autorin ist es hier wirklich gelungen, vielschichtige Figuren zu entwerfen, die man nicht so leicht durchschaut und die alle etwas zu verbergen haben. Teilweise wirken sie dadurch auch etwas konstruiert.
Der Schreibstil von Jenny Blackhurst ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Sie hat es immer wieder geschafft, mich zu überraschen und auf falsche Fährten zu locken. Bis zum Ende kann man sich nicht richtig sicher sein, was wirklich vorgefallen und vor allem wer dafür verantwortlich ist. Letztendlich wird aber alles für mich zufrieden stellend aufgelöst.
Insgesamt hat mich ,,Das Mädchen im Dunkeln" überzeugt, auch wenn es manchmal etwas zu konstruiert wirkte. Wer gerne Thriller mag, die nicht auf den ersten Blick zu durchschauen sind, der ist hier genau richtig. Gerne empfehle ich das Buch weiter.

  (15)
Tags: mädchen   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(45)

76 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

brasilien, historischer roman, österreich, portugal, liebe

Der grüne Palast

Peggy Hohmann
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.03.2017
ISBN 9783548613529
Genre: Historische Romane

Rezension:


Wien 1816: Die junge Erzherzogin Leopoldine wird mit dem portugiesischen Thronfolger Dom Pedro verheiratet und muss gemeinsam mit ihrer Vertrauten und Erzieherin Gräfin Lazansky die gefährliche und beschwerliche Reise nach Brasilien antreten. Dort eröffnet sich ich ihr nicht nur eine völlig fremde Welt, sondern sie wird auch mit den Nöten der Bevölkerung und einem launischen Ehemann konfrontiert... .
Die Autorin Peggy Homann hat aus der Geschichte von Leopoldine einen Briefroman gemacht, bei dem verschiedene Figuren miteinander korrespondieren. Anfangs musste ich mich erst an diese Besonderheit des Buches gewöhnen, doch dann mochte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen.
Durch die ständigen Briefwechsel erlebt man das Geschehen immer wieder aus einer anderen Perspektive. Als Leserin war für mich sehr spannend zu lesen, was sich die Figuren untereinander verheimlichen und was sie einem engeren Vertrauten offen legen.
Was auch besonders gut gelungen ist, sind die verschiedenen Briefe der einzelnen Figuren. Jede hat tatsächlich einen anderen Schreibstil, so dass man wirklich glauben könnte, mehrere Personen hätten hier miteinander korrespondiert. 
Am meisten beeindruckt hat mich die Figur der Erzherzogin Leopoldine. Während sie anfangs noch etwas kindlich und unerfahren wirkt, wächst sie in Brasilien als Dona Lepoldina über sich hinaus und setzt sich unermüdlich bis über die Grenzen des damals Schicklichen für die Menschen dort ein. Auch ihre Gefährtin Gräfin Lazansky hat mir gut gefallen. Besonders ihr Briefwechsel mit Fürst von Metternich hat mich oft zum schmunzeln gebracht. 
Insgesamt hat mir ,,Der grüne Palast" sehr gut unterhalten. Das Buch lässt sich trotz der ungewöhnlichen Form gut lesen und stellt die mir bis dahin unbekannte Leopoldine in den Mittelpunkt. Diesen gelungenen historischen Roman kann ich nur jedem ans Herz legen.

  (23)
Tags: brasilien   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

4 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Seine Kraft hat mich stark gemacht

Stormie Omartian , Susanne Naumann , Sieglinde Denzel
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei SCM Hänssler, 01.02.2017
ISBN 9783775157674
Genre: Biografien

Rezension:

Trotz ihres Erfolgs in Hollywood ist Stormie nicht glücklich, sondern leidet an heftigen Depressionen und an Selbstmordgedanken. Die Wurzeln dafür liegen in ihrer Vergangenheit, die durch viel Gewalt in der Kindheit geprägt ist. Erst als Stormie eine Entscheidung für Jesus Christus trifft, erlebt sie eine Wende, doch schnell merkt sie, dass sie sich den negativen Erlebnissen stellen muss... .
In diesem Buch erzählt die bekannte Autorin Stormie Omartian das erste Mal ihre ganze Lebensgeschichte und zeigt durch ihr persönliches Zeugnis, dass Gott auch aus einem zerstörten Leben etwas Gutes machen kann. 
Stormie schreibt hier sehr offen und ungeschönt über ihre Vergangenheit. Ihre Erinnerungen an die Kindheit und die damit verbundenen Misshandlungen durch ihre Mutter haben mich ziemlich betroffen gemacht. Beim lesen merkt man aber immer wieder, dass Stormie ihre Geschichte nicht aufgeschrieben hat, um Mitleid zu erregen, sondern um an anderen Menschen Mut zu machen. 
Ehrlich berichtet sie aber auch über Rückschläge und Probleme nach ihrer Bekehrung. Sie musste vieles aufarbeiten und lernte so, ihre Anliegen immer wieder im Gebet vor Gott zu bringen und ihm ihre Sorgen zu überlassen. 
Mir persönlich hat Stormies Lebensgeschichte sehr angesprochen und berührt. Auch wenn ich Erlebnisse, in denen sie zum Beispiel von einem ,,Geist der Sinnlosigkeit" befreit wird, etwas seltsam fand, habe ich doch viel aus dem Buch mitnehmen können. Man kann an ihr sehen, dass man mit Jesus wirklich neu anfangen kann, aber das man auch bereit sein muss, sich selbst von ihm verändern zu lassen.
Insgesamt habe ich diese spannende Biographie sehr gerne gelesen und empfehle sie hier weiter.

  (11)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

verbannung

Aber der Himmel - grandios

Dalia Grinkevičiutė , Vytene Muschick
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei btb, 11.10.2016
ISBN 9783442714285
Genre: Romane

Rezension:


1941: Mit gerade einmal 14 Jahren wird Dalia Grinkevičiūtė mit ihrer Familie aus Litauen nach Sibirien deportiert. Nach einer langen und erschöpfenden Reise, die schon erste Opfer fordert, kommen sie auf der Insel Trofimowsk an und müssen dort ein Lager für sich errichten. Doch ihre Baracken schützen nicht vor der Kälte des sibirischen Winters und trotz mangelnder Nahrung verrichten sie jeden Tag Schwerstarbeit.
Dalia Grinkevičiūtė hat die Verbannung überlebt und heimlich ihre Erinnerungen auf losen Blättern festgehalten und in einem Glas im Garten vergraben. Ihre Aufzeichnungen zeugen von dem Grauen, welche die Litauer und die anderen Verbannten tagtäglich erleben mussten und von ihrem starken Überlebenswillen.
Mich haben die Erinnerungen von Dalia sehr erschüttert. Ihr ist es gelungen, die Schrecken des Lagers schriftlich festzuhalten und uns Lesern vor Augen zu führen. Sehr genau beschreibt sie, wie es sich anfühlt, wenn man mit Sommerkleidung und um die Beine gebundende Stofffetzen mitten im sibirischen Winter schwere Baumstämme befördern muss und nachts vor lauter Hunger von einem kleinen Stück Brot träumt. 
Teilweise habe ich beim lesen das Buch an die Seite gelegt und musste erst mal tief durchatmen, weil mich ihre Erlebnisse sehr mitgenommen haben. Es ist mir immer noch unverständlich, wie man mit Menschen so grausam umgehen kann.
Was mich jedoch beeindruckt hat, ist Dalias unglaublicher Lebenswille, mit dem sie den Lagerumständen und ihren Unterdrückern trotzt. Sie ist zwar noch ein junges Mädchen, aber lässt sich nicht brechen und tut alles notwendige, damit ihre Baracke und ihre Mutter überleben können.
Ihr Schreibstil ist sehr bildhaft , so dass man wirklich eine Vorstellung von dem Gulag und den Zuständen dort entwickelt. Manchmal springt sie jedoch ziemlich schnell von einer Situation in die andere, so dass man ihr nicht immer ganz folgen kann.
Insgesamt hat Dalia hier ein beeindruckendes Zeugnis über ihre sibirische Verbannung abgelegt. So hat sie dem Regime sogar nach ihrer Zeit im Gulag noch getrotzt, indem sie ihre Erlebnisse schriftlich festgehalten hat. Insgesamt kann ich das Buch jedem weiterempfehlen.

  (19)
Tags: verbannung   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

haiti, ausreißerin, gegenwartsliteratur, insel, schicksal

Kein anderes Meer

Edwidge Danticat , Kathrin Razum
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 17.02.2017
ISBN 9783746632872
Genre: Romane

Rezension:


Claire ist gerade sieben Jahre alt geworden, als ihr Vater Nozias sie in die Obhut der wohlhabenden Tuchhändlerin Gaëlle geben möchte. Als armer Fischer am Strand von Ville Rose auf Haiti befürchtet er, seiner Tochter nicht genug bieten zu können. Doch Claire läuft davon und auch sonst scheint ihre siebter Geburtstag für viele Bewohner des Inselstaats ein besonderer und schicksalsträchtiger Tag zu sein... .
Edwidge Danticat nimmt ihre Leser mit diesem Roman mit nach Haiti und hat es geschafft, die Atmosphäre von dort sprachlich einzufangen.
Anders als Klappentext beschrieben, geht es im Buch nicht nur um das Verschwinden von Claire, sondern auch um die Geschichten von vielen anderen Figuren, die miteinander verbunden werden und dem Leser so nach und nach ein differenziertes Bild von den Geschehnissen liefern.
Alle Figuren wirken authentisch und nicht konstruiert. Sie kommen alle aus verschiedenen Gesellschaftsschichten und haben alle eine Geschichte, die je nach Betrachter und Sichtweise ganz anders eingeordnet und bewertet werden kann.
Besonders beeindruckt hat mich die Darstellung der kleinen Claire, die auf der einen Seite mit ihren sieben Jahren bereits ihrem Alter weit voraus scheint und ihr Leben selbst in die Hand nehmen will, aber dann immer noch das Kind ist, das nicht weg von ihrem Vater möchte.
Sie hat genauso ein schwieriges Schicksal zu tragen wie die anderen Figuren, mit dem sie letztendlich klar kommen muss.
Das besondere an diesem Buch ist die Art und Weise, wie die Autorin die Geschehnisse darstellt. Sie lässt die Ereignisse immer aus unterschiedlichen Perspektiven erzählen und bricht dabei stets die Chronologie auf. Mit einer leicht melancholischen Sprachmelodie und einer ruhigen angenehmen Art wird dargestellt, wie nah Leben und Tod und Freude und Verzweiflung auf Haiti beieinander liegen und wie schnell sich alles drehen und wenden kann.
Insgesamt hat mich ,,Kein anderes Meer" sehr gut unterhalten und gleichzeitig auch nachdenklich gemacht. Daher kann ich das Buch gerne weiterempfehlen.

  (17)
Tags: haiti, insel, schicksal   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

37 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

kommunismus, sibirien, verbannung, russland, jachina

Suleika öffnet die Augen

Gusel Jachina , Helmut Ettinger
Fester Einband: 541 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 17.02.2017
ISBN 9783351036706
Genre: Romane

Rezension:


Tatarien 1930: Suleika lebt gemeinsam mit ihrem viel älteren Ehemann und ihrer bösartigen Schwiegermutter zusammen auf einem Hof, der im Zuge der Entkulakisierung enteignet wird. Ihr Mann Murtasa wird dabei erschossen und Suleika mit vielen anderen Menschen monatelang nach Sibirien deportiert. Unterwegs bemerkt sie ihre erneute Schwangerschaft und muss sich nun fernab jeder Zivilisation ein neues Leben aufbauen... .
Die Autorin Gusel Jachina hat mit diesem Roman ein beeindruckendes Debüt vorgelegt. Sie hat sich intensiv mit dem Thema der Enteigung und der Deportation von Menschen in der Sowjetunion, die nicht ins stalinistische System passten, beschäftigt und zeigt an ihrer Protagonistin Suleika und an weiteren Figuren, wie die Verbannung konkret ausgesehen haben könnte.
Suleika steht in der Erzählung fast immer im Mittelpunkt. Sie hat bereits vor der Entkulakisierung ein schweres Leben, indem sie für ihre Schwiegermutter nur eine nutzlose Arbeitskraft darstellt und auch von ihrem Ehemann keine echte Liebe erfährt. Für sie beginnt mit der Deportation und mit dem Gulag in Sibirien eine Lebenswende, in der sie wieder von anderen fremdbestimmt wird, aber auch eigene Entscheidungen treffen kann. Mit ihr hat Gusel Jachina eine authentische Figur geschaffen, die sehr glaubhaft wirkt. Auch die anderen Figuren und ihre Perspektiven auf das Geschehen werden gut und anschaulich dargestellt. Da ist zum Beispiel der Doktor Wolf Karlowitsch, der sich immer mehr in eine Eierschale zurückgezogen hat, die erst platzen muss, bevor er anderen im Lager richtig helfen kann. Aber auch der Kommandant Ignatow ist nicht einfach nur ein Befehle befolgender Kommunist, sondern entwickelt auch Mitgefühl für die Menschen und macht in Sibirien ebenfalls eine Veränderung durch.
Gusel Jachina schreibt flüssig und lässt wirklich Bilder im Kopf ihrer Leser bestehen. Sie schildert das ganze Ausmaß der Verbannung und hat es aus meiner Sicht geschafft die Gewalt und die Härte, die den Menschen dort widerfährt lesbar zu machen, ohne sie abzuschwächen.
Mich hat ,,Suleika öffnet die Augen" gepackt und auch sehr berührt. Es ist eine besondere Erzählung über einen Teil der Geschichte Russland, über den man sonst kaum etwas liest. Ich kann daher das Buch wärmstens weiterempfehlen.

  (11)
Tags: russland, verbannung   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

glaube, behinderung, familie, adoption, akrobatik

Alles ist möglich

Jen Bricker , Dorothee Dziewas
Flexibler Einband: 171 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.01.2017
ISBN 9783868276343
Genre: Biografien

Rezension:


Jen Bricker kommt ohne Beine auf die Welt und wird von ihren leiblichen Eltern zur Adoption freigegeben. Doch ihre Adoptivfamilie freut sich sehr über das aufgeweckte Mädchen und vermittelt ihr, dass sie alles erreichen kann. Schnell entdeckt Jen ihre Begabung für den Sport und wird damit sehr erfolgreich. In diesem Buch erzählt sie, wie sie gelernt hat, trotz ihrer Einschränkung ein so positiver Mensch zu werden und wie ihr der Glaube an Gott jeden Tag neue Kraft schenkt.
Von Anfang an hat mich Jen`s Geschichte sehr beeindruckt. In ihrem Leben hat sie von Kindesbeinen jede Herausforderung angenommen und nach Wegen gesucht, möglichst alles ohne Hilfe zu schaffen. Ihre Eltern haben sie dabei immer unterstützt und ihr beigebracht, dass sie wirklich alles erreichen kann. So hat sie ein gesundes Selbstbewusstsein entwickelt und ist auch mit Rückschlägen fertig geworden, die sie auch nicht verschweigt. 
Das Buch ist verständlich geschrieben und lebt einfach von Jens fröhlicher und frischer Art. Sie spricht darin auch über sehr persönliche Erlebnisse wie zum Beispiel ihren ersten Freund, aber auch über die Begegnung mit ihren leiblichen Schwestern.
Gefallen hat mir auch der Farbfototeil in der Mitte des Buches, wodurch man sich selbst ein Bild von Jen, ihrer Familie und von ihrer Akrobatik machen kann.
Jens Lebensfreude ist ansteckend. Immer wieder spricht sie ihre Leser direkt an, macht ihnen Mut und motiviert sie. An ihrem Leben kann man sehen, dass es sich wirklich lohnt, für die Verwirklichung der eigenen Träume zu kämpfen. Insgesamt war es für mich sehr spannend, dieses Buch zu lesen. Man erfährt nicht nur viel über Jen, sondern wird auch selbst dazu motiviert, mehr im Leben zu wagen und Herausforderungen anzunehmen. Ich kann daher ,,Alles ist möglich" nur weiterempfehlen.

  (17)
Tags: christlicher glaube, leben mit behinderung, motivation   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(12)

26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

krieg, mythos, maeve, rache, irland

Die Stierin

Andrea Stift-Laube
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Kremayr & Scheriau, 08.02.2017
ISBN 9783218010689
Genre: Romane

Rezension:


In ihrem kleinen Käseladen schnitzt Maeve gerne Figuren, die aus einer anderen Zeit zu stammen scheinen. Dort lernt sie auch ihren Freund Alli kennen, welcher sie erst stark umworben hat, aber sie nun nach und nach immer mehr unterdrückt und unterjocht. Ähnliche Schrecken ereilen die Halbgöttin Maeve aus der irischen Mythologie. Sie wird von einem fremden König vergewaltigt und plant eine grausame Rache. Beide Frauenschicksale prallen plötzlich mit Gewalt aufeinander und scheinen sich zu vermischen... .
Gekonnt hat hier Andrea Stift-Laube den irischen Mythos um die kriegerische Halbgöttin Maeve und das Leben einer Frau aus unserer Gegenwart miteinander verwoben. In der Handlung wird immer wieder thematisiert, wie beide Opfer von extremer männlicher Gewalt werden, aber aus Scham alles mit sich selbst ausmachen. Man erlebt richtig mit, wie beide in so eine schlimme Lage gelangen. Durch einen Chor, der nach und nach immer stärker in Erscheinung tritt, wird noch mal eine andere Ebene aufgemacht und die Geschehnisse aus einem weiteren Blickwinkel betrachtet und schlussendlich in eine andere Richtung gelenkt.
Das besondere an diesem Buch ist für mich die symbolträchtige Sprache. Während und selbst nach der Lektüre konnte ich noch über verschiedene entworfene Bilder und Verbindungen zu der Mythologie nachdenken. Wer gerne interpretiert und es schätzt, durch sprachliche Mittel einen noch tieferen Zugang zur Lektüre zu erhalten, wird an ,,Die Stierin" seine Freude haben.
Oft hat mich die Geschichte auch an eine antike Tragödie erinnert, bei der der Ausgang vorbestimmt scheint. Sobald Maeve Alli kennenlernt, gerät sie langsam aber sicher in eine Abwärtsspirale. Allerdings bleibt die Deutung des Endes als Katastrophe wieder dem Leser überlassen.
Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, nur war mir oft zu viel Gewalt im Spiel, die sogar vom Chor gerade zum Ende hin nicht als solche erkannt und entsprechend getadelt wird. Auch die sexuellen Beschreibungen waren mir zuviel.
Insgesamt ist ,,Die Stierin" ein etwas düsteres, aber sehr lesenswertes Buch, indem man viel entdecken und interpretieren kann.

  (17)
Tags: gewalt an frauen, maeve, mythos   (3)
 
449 Ergebnisse