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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Blasen - Der perfekte Blowjob | Erotischer Ratgeber

Tina Rose
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei blue panther books, 15.09.2017
ISBN 9783862776214
Genre: Sachbücher

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

fantasy, spiegelwelt, hinder dem spiegel, dornen, gutenachtgeschichte

Hinter dem Spiegel

Henriette Hermine Settmacher
Flexibler Einband: 337 Seiten
Erschienen bei Deutsche Literaturgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783038311348
Genre: Fantasy

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

erotik, sexueller genus, sex, offene beziehung, erotisch

Pure - Die Versuchung

Jo Abbing
E-Buch Text: 110 Seiten
Erschienen bei books2read, 15.09.2017
ISBN 9783733785970
Genre: Sonstiges

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6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

spätmittelalter, deutschland, räuber lippold

Kaspar's sagenhafte Abenteuer

Riccardo Timpanaro
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 24.05.2017
ISBN 9783734733772
Genre: Fantasy

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

Auftakt

Philipp Schmidt
Flexibler Einband: 328 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 22.06.2017
ISBN 9783744818056
Genre: Science-Fiction

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

sex, sekte, bdsm, dom sub, entwicklungsroman

Das gefallene Mädchen: Wasser

Viola Waldner
Flexibler Einband: 493 Seiten
Erschienen bei Independently published, 07.07.2017
ISBN 9781521773796
Genre: Romane

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(2)

3 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Crionnach: Wolfsgeheul

Thorsten Paul
E-Buch Text: 526 Seiten
Erschienen bei null, 26.06.2017
ISBN B073CT2FXD
Genre: Sonstiges

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

erotik in der literatur, erotik, indonesien, falsche versprechungen, erotischer roman

Die Nacht der Tigerin | Erotischer Roman

Stella Harris
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei blue panther books, 01.06.2017
ISBN 9783862776146
Genre: Erotische Literatur

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

hipster, berlin, mode, lifestyle, twitter

111 Gründe, Hipster zu hassen

Ralph Stieber
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Schwarzkopf & Schwarzkopf, 15.07.2017
ISBN 9783862656462
Genre: Sachbücher

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

steampunk, pinkerton, london, team, ermitteln

Frost & Payne - Die Jagd beginnt

Luzia Pfyl
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 22.05.2017
ISBN 9783958342415
Genre: Science-Fiction

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

ein muss, tiefgründig, muss ich mir sicher besorgen :-), science fiction, ein absolutes muss.

Der verbotene Sektor (Assassine, Band 1)

Katharina Rambeaud
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Independently published, 06.06.2017
ISBN 9781521155455
Genre: Sonstiges

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

balgari, mahnend, fabtasy, parallelwelt, fremde welt

Morbidias Spiegel: Balgari - Fantasy

Anna Wittig
Flexibler Einband: 286 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 24.04.2017
ISBN 9781545569580
Genre: Sonstiges

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(4)

10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

die zitadelle, düster, nebel

Die Elementarsturm-Chroniken - Die Zitadelle

Kieran L. McLeod
Flexibler Einband: 116 Seiten
Erschienen bei Independently published, 25.02.2017
ISBN 9781520694054
Genre: Fantasy

Rezension:

Erinnert ihr euch noch an das Druidentor? Nein? Auch nicht schlimm, denn jetzt, eine Woche nachdem ich den zweiten Band gelesen habe, weiß ich nicht einmal mehr, was die namensgebende Zitadelle ist.


Gut, also wo fange ich an? Band 2 der Elementarsturm-Chroniken setzt quasi dort an, wo Band 1 aufgehört hat, das heißt, mit demselben Kapitel, welches in Band 1 schon als Vorschau abgedruckt gewesen ist. Wir lernen die Hauptakteure Stuart und Marten kennen, die in Wales unserer Gegenwart leben. Marten ist Archäologiestudent und hat mit seinem Ausgrabungsteam eine erstaunliche Entdeckung gemacht: ein versiegelter Sarg, der Hinweise auf eine andere Welt bietet. Zusammen mit seinem Jugendfreund Stuart, der sich schon immer für Wales' Geschichte und Zauberei interessiert hat, macht er sich auf dem Weg zur Fundstelle, um die Mysterien um den Sarg zu lösen. Doch auch eine andere Organisation ist scharf auf diese Ausgrabung – und die gehen sogar über Leichen.

Währenddessen geschieht in der Parallelwelt von Gaetan irgendwas, was ich wieder mal nicht verstehe. Immerhin bleibt der Autor was das angeht konsequent.


Holdrio, willkommen im richtigen Abenteuer! Wie auch schon im ersten Band macht der Autor nicht viel Federlesen, wenn es um Action geht. Während das erste Kapitel (habe ich nicht nochmal gelesen, da es 1:1 im alten Buch vorkam) noch ruhig beginnt, schlittern wir ohne Vorwarnung nach einigen Seiten bereits in eine wilde Verfolgungsjagt, überleben mit Stu und Marten eine Schießerei und landen schließlich in einer geheimen Bibliothek, in der wir mehr über das Leben Geralds erfahren, der im letzten Band eine der Hauptrollen spielte.

Allerdings sind die Informationen, die wir bekommen nur wenig befriedigend und vor allem wenig rühmlich. Wars das schon mit Gerald? Kommt da noch was? Und wo zum Henker ist eigentlich Walter abgeblieben? Erfährt man das im dritten Band? Zumindest endet Band 2 damit, dass Stu und Marten nach Gaetan übertreten. Vielleicht kann die Geschichte jetzt endlich richtig losgehen!


Ich denke, es lohnt hier nicht, ein weiteres Mal auf die Einzelheiten einzugehen, die ich bereits beim ersten Band angemerkt habe. Handwerklich ist das Buch leider ein ziemliches Desaster. Die Rechtschreibung ist dieses Mal solider, allerdings haben mich viele Satzformulierungen akut im Lesefluss gestört. Oftmals wurden Nebensätze als volle Sätze geschrieben, also quasi mit Punkt zur Trennung, nicht mit Komma. Hie und da weißen Sätze eine englische, keine deutsche Satzstellung auf und Wörter wurden falsch flexiert (man bedenke hierbei, dass der Autor aus Wales stammt, also sei ihm das ein wenig verziehen).

Dieses Mal liegt der Hauptschwerpunkt der Geschichte aber auf dem Storytelling und den Charakteren. Walter und Gerald fand ich eigentlich sympathisch, an Stu habe ich mich gewöhnt, Marten nervt mich allerdings mit seiner merkwürdigen Art und von dem Typen aus Gaetan habe ich mir nicht einmal den Namen merken können. Wobei seine zukünftige Doppelrolle wohl einer der interessanteren Punkte der Geschichte darstellen könnte.

Leider hat mich die Story dieses Mal irgendwie gar nicht mitgenommen. Ich hoffe ehrlich gesagt, dass sich der Autor ab Band 3 dann mehr auf Gaetan einlässt, um dem Leser diese Welt, die bisher lediglich Fragezeichen zurückgelassen hat, näherzubringen.


Ach ja, soll das beim E-Book so, dass die Karte Gaetans mitten im Kapitel steckt? Die trennt einen Satz voneinander. Und taucht vor allem in einem Kapitel von Stu und Marten auf, das nicht einmal in Gaetan spielt.


Wie auch schon zuvor kann ich dem Büchlein nur 2 von 5 Sternen geben.

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12 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

engel, gott

Der Engel Gottes

Axel von Kalben
E-Buch Text: 363 Seiten
Erschienen bei Selfpublisher, 04.04.2017
ISBN B06Y2M55JX
Genre: Fantasy

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(32)

98 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

steampunk, london, spinnen, alfred, butler

Clockwork Spiders

Corina Bomann
Fester Einband: 398 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter, 01.01.2012
ISBN 9783800056637
Genre: Fantasy

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(17)

19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

die zitadelle, die elementarsturm-chroniken, kieran mcleod, elementarsturm-chroniken, #elementarsturmchronike

Die Elementarsturm-Chroniken - Die Zitadelle: Episode 2

Kieran L. McLeod
E-Buch Text: 27 Seiten
Erschienen bei null, 01.11.2016
ISBN B01M0GG25L
Genre: Fantasy

Rezension:

Erinnert ihr euch noch an das Druidentor? Nein? Auch nicht schlimm, denn jetzt, eine Woche nachdem ich den zweiten Band gelesen habe, weiß ich nicht einmal mehr, was die namensgebende Zitadelle ist.


Gut, also wo fange ich an? Band 2 der Elementarsturm-Chroniken setzt quasi dort an, wo Band 1 aufgehört hat, das heißt, mit demselben Kapitel, welches in Band 1 schon als Vorschau abgedruckt gewesen ist. Wir lernen die Hauptakteure Stuart und Marten kennen, die in Wales unserer Gegenwart leben. Marten ist Archäologiestudent und hat mit seinem Ausgrabungsteam eine erstaunliche Entdeckung gemacht: ein versiegelter Sarg, der Hinweise auf eine andere Welt bietet. Zusammen mit seinem Jugendfreund Stuart, der sich schon immer für Wales' Geschichte und Zauberei interessiert hat, macht er sich auf dem Weg zur Fundstelle, um die Mysterien um den Sarg zu lösen. Doch auch eine andere Organisation ist scharf auf diese Ausgrabung – und die gehen sogar über Leichen.

Währenddessen geschieht in der Parallelwelt von Gaetan irgendwas, was ich wieder mal nicht verstehe. Immerhin bleibt der Autor was das angeht konsequent.


Holdrio, willkommen im richtigen Abenteuer! Wie auch schon im ersten Band macht der Autor nicht viel Federlesen, wenn es um Action geht. Während das erste Kapitel (habe ich nicht nochmal gelesen, da es 1:1 im alten Buch vorkam) noch ruhig beginnt, schlittern wir ohne Vorwarnung nach einigen Seiten bereits in eine wilde Verfolgungsjagt, überleben mit Stu und Marten eine Schießerei und landen schließlich in einer geheimen Bibliothek, in der wir mehr über das Leben Geralds erfahren, der im letzten Band eine der Hauptrollen spielte.

Allerdings sind die Informationen, die wir bekommen nur wenig befriedigend und vor allem wenig rühmlich. Wars das schon mit Gerald? Kommt da noch was? Und wo zum Henker ist eigentlich Walter abgeblieben? Erfährt man das im dritten Band? Zumindest endet Band 2 damit, dass Stu und Marten nach Gaetan übertreten. Vielleicht kann die Geschichte jetzt endlich richtig losgehen!


Ich denke, es lohnt hier nicht, ein weiteres Mal auf die Einzelheiten einzugehen, die ich bereits beim ersten Band angemerkt habe. Handwerklich ist das Buch leider ein ziemliches Desaster. Die Rechtschreibung ist dieses Mal solider, allerdings haben mich viele Satzformulierungen akut im Lesefluss gestört. Oftmals wurden Nebensätze als volle Sätze geschrieben, also quasi mit Punkt zur Trennung, nicht mit Komma. Hie und da weißen Sätze eine englische, keine deutsche Satzstellung auf und Wörter wurden falsch flexiert (man bedenke hierbei, dass der Autor aus Wales stammt, also sei ihm das ein wenig verziehen).

Dieses Mal liegt der Hauptschwerpunkt der Geschichte aber auf dem Storytelling und den Charakteren. Walter und Gerald fand ich eigentlich sympathisch, an Stu habe ich mich gewöhnt, Marten nervt mich allerdings mit seiner merkwürdigen Art und von dem Typen aus Gaetan habe ich mir nicht einmal den Namen merken können. Wobei seine zukünftige Doppelrolle wohl einer der interessanteren Punkte der Geschichte darstellen könnte.

Leider hat mich die Story dieses Mal irgendwie gar nicht mitgenommen. Ich hoffe ehrlich gesagt, dass sich der Autor ab Band 3 dann mehr auf Gaetan einlässt, um dem Leser diese Welt, die bisher lediglich Fragezeichen zurückgelassen hat, näherzubringen.


Ach ja, soll das beim E-Book so, dass die Karte Gaetans mitten im Kapitel steckt? Die trennt einen Satz voneinander. Und taucht vor allem in einem Kapitel von Stu und Marten auf, das nicht einmal in Gaetan spielt.


Wie auch schon zuvor kann ich dem Büchlein nur 2 von 5 Sternen geben.

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

tunnel, joanna im freien fall, selbstmord, kräuterbeet, halbschwester

Joanna im freien Fall

Kerstin Westerbeck
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 05.10.2017
ISBN 9783741277276
Genre: Romane

Rezension:

Ich habe mich in den letzten Wochen für viele Leserunden auf lovelybooks beworben, habe das ein oder andere Buch gewonnen, bin aber auch leer ausgegangen. Bei Joanna im freien Fall von Autorin Kerstin Westerbeck hatte ich eigentlich auch kein Glück, aber dann sah ich in meinem Postkasten eine freundliche Nachricht. Frau Westerbeck mochte meine bisherigen Rezensionen so sehr, dass sie mir ebenfalls ein Exemplar ihres Romanes zukommen lassen wollte. Und da sagt man als begeisterte Leseratte natürlich nicht nein – und das, obwohl Gesellschaftsdramen eigentlich gar nicht in meine sonstige Genreauswahl fallen. Aber eine solche Chance lässt man sich natürlich nicht entgehen und ich hoffe doch zutiefst, dass Frau Westerbeck nicht enttäuscht sein wird.


Joanna Hochmuth ist der neue aufstrebende Stern in der deutschen Architekturbranche. Als Tochter des wohl berühmtesten Architekten Frankfurts, August Hochmuth, stehen ihr alle Türen offen. Sie ist erfolgreich, sie ist begehrt. Und trotzdem entscheidet sie sich vom neuen, noch nicht ganz fertiggestellten Gebäude ihres Vaters aus 132 Metern Höhe in den Tod zu springen.

Blöd nur, dass sie plötzlich im Körper von Anna Gerlach aufwacht, einer Frau, die ihrem wahren ich nicht unterschiedlicher sein könnte. Anna wohnt in einem Dorf etwas abseits von Frankfurt, führt ein etwas spiesiges Leben, arbeitet in einem Bio-Laden, ist verheiratet – und Joanna sieht sich mit mächtigen Problemen konfrontiert, denn dieses normale Leben ist für sie alles andere als gewohnt.

Während Joanna beginnt, sich langsam in das Leben der Anna zu fügen, stellt der freie Blogger Leo Nachforschungen über Joanna Hochmuths Selbstmord an. Als Anna dies mitbekommt, sieht sie in ihm eine Chance, den Umständen ihres neuen Lebens auf den Grund zu kommen.


Mit diesem Buch habe ich mich in für mich völlig trübe Gewässer begeben. Ich kann mich nicht entsinnen, dass ich (freiwillig) mal einen Roman dieser Art gelesen hätte. Sicher, damals hatten wir ständig Gesellschaftsdramen als Pflichtlektüre, aber seien wir doch mal ehrlich: wer hat Schullektüre wirklich gerne gelesen?

Bei der Geschichte um Joanna und Anna allerdings, habe ich sehr schnell einen Draht gefunden und konnte mich in einer unglaublichen Geschwindigkeit in die Szenerie hineinversetzen, wie ich es bislang erst selten erlebt habe. Vor allem der wirklich coole Auftakt, der in Joannas Selbstmord gipfelt, hat einen sehr interessanten, experimentellen, aber dadurch eben im Gedächtnis bleibenden Stil. Da hat es mich auch nicht gestört, dass man nach eben diesem Auftakt das Tempo erst einmal gedrosselt hat, um (Jo)Anna in ihrem neuen Leben willkommen zu heißen.

Im Laufe der Geschichten lernt man die wichtigsten Menschen in Annas Leben kennen, wobei es Frau Westerbeck hier gelingt, den Charakteren allesamt in kurzer Zeit viel Leben einzuhauchen und es immer wieder schafft, neue Facetten in deren Eigenarten unterzubringen. Besonders interessant und lobenswert finde ich übrigens, dass jeder einzelne Charakter, der eine bedeutendere Rolle spielt, im Laufe der Geschichte eine spürbare Wandlung durchzieht. Charaktere, die anfänglich unsympathisch oder nervig erschienen sind, sind mir ans Herz gewachsen, andere, die am Anfang nett gewesen sind, haben bald schon tiefe Abgründe aufgezeigt. Letzten Endes aber hat es keinen Handlungsträger gegeben, dem ich abgeneigt gewesen bin. Alle haben sich irgendwie in mein Herz geschlichen. Vor allem Leo.


Die Erzählweise des Buches hat mir sehr gefallen. Wir haben zwei Perspektiven, zum einen die direkte Erzählung Joannas als Ich-Erzähler, zum anderen Leos Beiwerk in der Form eines ihn begleitenden Erzählers. Normalerweise hasse ich es, wenn man zwischen Ich- und Er-Erzähler hin- und herspringt, aber in diesem Buch hat es gut gepasst. Ein zweiter Ich-Erzähler wäre hier zu viel und vielleicht sogar zu verwirrend gewesen. Wobei ich es gegen Ende schon ein wenig merkwürdig fand, als (Jo)Anna und Leo in Kontakt getreten sind.

Die Entwicklung des Romans ist wohl eine der größten Stärken der Geschichte. Nach Joannas Selbstmord wird man mit ihr zusammen in eine völlig neue und unbekannte Umgebung geworfen. Sie weiß genauso viel über ihre neue Familie, wie wir als Leser und so lernen wir Annas Leben auf dieselbe Weise kennen, wie Joanna selbst. Wir lernen ihre Schwiegereltern und ihren Ehemann kennen, ihre Arbeitskollegin, ihren Arbeitsplatz. Nach und nach wirft Frau Westerbeck dem Leser ein paar Brotkrumen zu, die Licht ins Dunkel bringen und nach und nach die Umstände von Joannas Tod erläutern. Dabei gelingt es ihr, immer wieder Spannung aufzubauen, ohne dabei zu viel zu verraten (auch wenn ich zugeben muss, dass ich fast alle Höhepunkte der Geschichte bereits etliche Kapitel zuvor richtig vorausgesagt habe, aber das habe ich sogar als befriedigend, nicht als störend empfunden). Lustig finde ich es übrigens, dass wir in Leos Kapiteln mehr über Joanna erfahren, als in ihren eigenen Kapiteln. Aber das nur als kleine Anmerkung.


Als ich die letzte Seite umgeschlagen habe, habe ich mich leider ein wenig im Regen stehengelassen gefühlt. Nicht falsch verstehen, das Ende ist gar nicht mal verkehrt, die meisten Fragen wurden geklärt und die, die offen stehengeblieben sind, dienen der eigenen Interpretation. Dennoch habe ich das Gefühl gehabt, dass das Ende einfach unvollständig gewesen ist, fast so, als wollte Frau Westerbeck zeigen, dass das Leben eben keine perfekten Geschichten schreibt.

Die Zusammenhänge zwischen Annas und Joannas Leben habe ich leider als etwas sehr an den Haaren herbeigezogen empfunden. Vielleicht liegt es daran, dass auf den Umstand nur wenig eingegangen worden ist, ich für meinen Teil habe es leider als etwas hahnebüchen und unspektakulär abgelegt. Nach all der Spannung, die das Buch aufgebaut hat, ist mir die Auflösung einfach viel zu banal und uninspiriert vorgekommen, dass es mir leider die letzten – na ja, circa – 50 Seiten irgendwie verdorben hat.


Joanna im freien Fall lässt sich genretechnisch schwer in eine Schublade packen. Es ist ein Drama mit jeder Menge Gesellschaftskritik, es ist Slice of Life, es ist ein klein wenig Entwicklungsroman, hat Anflüge eines Ermittlungsthrillers und auch einen kleinen Hauch von Fantasy. Und trotzdem besitzt das Buch zu Teilen einen so lockeren und heiteren Ton, dass es einen zum Schmunzeln oder Lachen bringen kann. Es bietet viel Raum für Interpretationen, vor allem, was das neue Leben und vor allem den Wandel von Joanna in Annas Körper anbelangt. Wie viel Joanna steckt in Annas Kopf, wie viel Anna schwingt in Joannas Herzen. Wie das Buch auf dem Klappentext schon andeutet, experimentiert das Buch mit den Grenzen des Ich – eine durchaus gerechtfertigte Phrase.


Letzten Endes gibt es für mich eigentlich nur noch eine Frage, die es sich zu stellen lohnt: Wieso hat sich die Autorin entschieden, das Buch im Selfpublish zu veröffentlichen? Dieses Buch hat definitiv Verlagsqualität. Der Schreibstil ist locker und hochwertig, Fehler sind mir keine aufgefallen, die Geschichte ist außergewöhnlich und vielschichtig, wird nicht langweilig. Ich vermute, dass es in einer Buchhandlung sicher besser aufgehoben wäre, als bei Books-on-Demand. Aber vielleicht hat sich die Autorin etwas dabei gedacht.


Wie dem auch sei, ich habe die Geschichte trotz einiger Kritikpunkte am Ende sehr genossen und möchte ihr verdiente 4 von 5 Sternen geben!


Für mich eine klare Leseweiterempfehlung für all jene, die gerne Gesellschaftsdramen lesen, die trotzdem eine gewisse Leichtigkeit ausstrahlen, für diejenigen, die sich gerne in das Leben eines anderen hineinversetzen und es entdecken möchten, die es lieben zu rätseln und zu spekulieren und vor allem für all jene, die sich selbst die Frage stellen, ob das, was sie im Leben haben, sie wirklich glücklich macht.


P.S.: Wer sich in Frankfurt auskennt, wird hier weniger Orientierungsschwierigkeiten haben, als ich kleiner Ossi :P

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(2)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

immigrant, depression, sachbuch, autobiografie

Ich will. Sie will. Es will nicht.

Aaron Sachs
Fester Einband: 226 Seiten
Erschienen bei ttt, 09.06.2017
ISBN 9783000544446
Genre: Romane

Rezension:

Es war ein harter Kampf. Bei dieser Buchverlosung ging es um lediglich drei Print-Exemplare. Die Konkurenz war unnachgiebig … das heißt, alle drei, die sich beworben haben. Huch? 100% Siegeschancen! Wuhey!
Ich hatte mich für das Buch beworben, weil der Autor in seinem Youtube-Video recht sympathisch wirkte, charmant und witzig, vielleicht ein klein wenig sehr von sich überzeugt, aber hey: Selbstbewusstsein schadet nie.

Als das Buch ankam, musste ich erstmal Schlucken. Schon bei lovelybooks in der Buchverlosung fand ich das grüne Cover mit dem dicken Smiley nicht unbedingt ansprechend. Vor allem die kleineren Symbole im Smiley ließen das Cover trotz seiner Einfachheit überladen wirken. Die Frau in der Tür auf dem Mund des Gesichts hinterließ bei mir nun noch mehr den Eindruck eines Hitlerbärtchens.
Was mich aber wirklich am Cover stört, ist die Qualität des Bildes. Es ist pixelig, wirkt einfach nur auf die passende Größe gestrecht (der Smiley ist nicht rund, sondern oval) und selbst die ISBN auf der Rückseite ist unscharf. Hat die Druckerei nicht darauf Aufmerksam gemacht, dass die Bildauflösung für das Format unpassend ist?
Dass man auf linksbündigen Text und nicht auf Textblock gesetzt hat, ist auch eine eher ungewöhnliche Art, ein Buch zu formatieren, aber es hat mich nach einer Weile deutlich weniger gestört, als ich es anfänglich vermutet habe.

 

Aber gut, man soll ein Buch ja nicht nach seinem Einband beurteilen, nicht wahr? Ich fasste mir also ein Herz und hoffte, dass es wenigstens dem Untertitel Fast ein Comedy-Buch aus Deutschland gerecht wird (den ich leider nirgends auf dem Einband sehen konnte. Schade, wurde nur im Video erwähnt), auch wenn ich von – gewissermaßen – Autobiographien nicht der größte Fan bin. 

Gewissermaßen weil der Autor selbst erst dreißig ist und die Geschichte lediglich eine Episode von etwa 10 Jahren seines Lebens abhandelt. Dafür aber ungefähr zweihundert Jahre seiner Familiengeschichte. Ist doch auch was!
Aaron Sachs, pseudonymisierter (ist das ein echtes Wort? Wenn nicht habe ich es jetzt erfunden, als möchte ich zwanzig Euro Nutzungsgebühr, wenn immer ihr es verwendet!) Autor und Protagonist der Geschichte, erzählt in einigen Kapiteln von seiner bewegten und nicht ganz sauberen Jugend. Er spricht von Alkohol- und Drogenkonsum, spricht unverblümt über Dokumentenfälschung und Waffenbesitz, von Betrug und ganz nebenbei von einer Vielzahl seltsamer Leute, die er Zeit seiner Jugend getroffen hat. Aber er beschreibt auch, wie er sich selbst aus diesem Sumpf gezogen und versucht hat, ein neues, besseres Leben zu beginnen.

Die Geschichte beginnt in einem Irrenhaus. Viele gute Geschichten beginnen so, meist jedoch metaphorisch. Sachs meinte es allerdings ernst. Die Geschichte beginnt wirklich in der Psychiatrie und verbleibt dort auch die meiste Zeit über – wenn auch die meiste Handlung vor der Zeit in der Klinik spielt. Hier trifft man bereits auf die ersten skurrilen Charaktere, aber auch auf Daniela, der Aaron seine bisherige Lebensgeschichte schildert und dabei fast so gut im Weitausholen ist wie Ted Mosby aus How I met your mother.
Viele der Kapitel waren – obwohl ich das anfänglich nicht für möglich gehalten habe, da es sich bei Sachs weder um einen Bekannten, noch um eine Berühmtheit handelt – erstaunlich interessant geschrieben und die Sympathie zum Protagonisten wuchs entgegen allen Bedenken doch stetig mit.

Vor allem zu Anfangs fiel es mir schwer, Sympathien zu den Charakteren – allen voran zu Aaron – aufzubauen. Ich fand ihn überheblich und sein Mangel an Urteilsvermögen ließ mich ein paar Mal zu oft verzweifelt seufzen. Von dem erhofften Humor fand man immer nur Prisen, wirklich witzig fand ich nur wenige Passagen. Oftmals ging es eher darum, in seiner zwölfjährigen Naivität die Schuld in jemand anderem, als sich selbst zu suchen. Vor allem, dass er einen Therapieplatz einfach so weggeworfen hat, hat mich wütend gemacht, da ich weiß, dass viele Leute verzweifelt Jahre lang danach suchen.
Aber gut, ich habe mich nicht beirren lassen und weitergelesen. Nach dem ersten Drittel des Buches folgte die angekündigt Lehrstunde über Antisemitismus, die ich persönlich als recht anstrengend und zäh empfand. Nicht, dass ich das Thema irgendwie schlechtreden möchte, aber irgendwie wirkte das Kapitel für das Buch einfach unpassend. Aaron war zwar an einer jüdischen Schule, selbst war er aber, wenn ich mich recht entsinne katholisch aufgezogen worden, machte sich aber allgemein nicht viel aus Religion. Wieso also dieser lange und breite Exkurs über Judenverfolgungen und Asyl in den sowjetischen Staaten? Nach diesem Kapitel gab es nie auch nur wieder eine Erwähnung von Juden oder Religion allgemein. Obwohl doch, einmal kurz während einer Beerdigung, aber das entschuldigt nicht die fünfundzwanzig Seiten Monolog von Josef.
Danach allerdings wurde das Buch langsam besser. Aaron wuchs über sich selbst hinaus, begann an seinen Fehlern zu arbeiten und wurde mir damit endlich auch sympathischer. Das hatte zur Folge, dass auch andere Charaktere, die nun langsam zu wiederkehrenden Elementen des Buches wurden (zuvor war das Buch sehr stark auf Aaron fokusiert und las sich mehr wie ein Roadtrip), mehr Tiefe verliehen wurde und man begann, sich für diese zu interessieren – oder sie zu hassen.
An einigen Stellen habe ich sogar wirklich mit Aaron mitgefühlt, auch Pauls Schicksal hat mich berührt, Tommi fand ich ebenso einen großartigen Charakter.

 

Für dieses Buch ist es schwierig eine Empfehlung auszusprechen. Ich denke, ich würde es am ehesten Personen ans Herz legen, die sich bereits mit der Thematik von Depressionen und deren Bewältigung auseinandergesetzt haben. Auch für Leute, die sich gerne mit dem Leben anderer auseinandersetzen, könnte das Buch interessant sein. Ich persönlich fand es nett und ab einer gewissen Stelle dann auch lesenswert, aber wirklich mitgenommen habe ich aus dem Buch nichts. Vor allem der Humor, der durch das Vorstellungsvideo impliziert wurde, kam meines Erachtens zu kurz. Die meisten Stellen, an denen ich schmunzeln musste, waren jene, als der Autor die vierte Wand durchbrochen hat, um dem Leser eine gewisse Wortwahl oder Reaktion näherzubringen. So gesehen würde ich das Buch also eher als Tragikomödie einstufen.


Trotz anfänglicher Schwierigkeiten und etlicher Kritikpunkte gebe ich dem Buch dennoch 3 von 5 Sternen, was unter anderem auch daran liegt, dass es eine Menge Mut erfordert, seine Lebensgeschichte zu veröffentlichen. Das möchte ich hiermit respektieren.

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Tags: autobiografie, depression, immigrant, sachbuch   (4)
 

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(10)

22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

halloween, sleepy hollow, horror, mystery, thriller

Verflucht – Nacht der Toten (Mystery-Thriller)

Rob Blackwell
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Mantikore-Verlag, 05.07.2017
ISBN 9783945493953
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Da ich in letzter Zeit fast nur Fantasy-Bücher gelesen habe, dachte ich mir, es wäre auch mal wieder schön, einen Thriller zu lesen. Da mich die letzten beiden Thriller, die ich zwischen die Finger bekommen habe, nicht wirklich haben überzeugen können, bin ich ein wenig vorsichtig gewesen, was die Auswahl anging. Die Entscheidung über den nächsten Thriller hat mir die Buchverlosung des Mantikore-Verlags abgenommen. Verflucht – Die Nacht der Toten, der erste Band der Sanheim-Chronicles hat ein sehr ansprechendes Cover: der Totenkopf wirkt unheimlich und mysteriös, unterstrichen mit den dunklen Rottönen, ein dazu passender Schriftzug. Chic, chic. Dazu gibt es einen äußerst interessanten Klappentext. Die angepriesene Mischung aus Horror, Thriller und Mystery hat mein Interesse geweckt. Hat man nicht alle Tage.

Wir schreiben den Oktober des Jahres 2006. Quinn ist Reporter einer kleinen Lokalzeitschrift in Leesburg, einer Kleinstat in der Nähe von Washington DC und ziemlich gut in seinem Job. Leider wird er seit seiner Kindheit von Albträumen heimgesucht, in denen er vom kopflosen Reiter (ja, eben jener aus der Legende von Sleepy Hollow) verfolgt. Ausgerechnet nun, da seine Albträume ein ungeahntes Ausmaß an Realitätsnähe annehmen, regt sich der Serienmörder Lord Haloween wieder, der dich bereits zwölf Jahre zuvor durch Leesburg und Umgebung gemordet hat. Hat die Rückkehr des Serienmörders mit Quinns Albträumen zu tun? Und welches Geheimnis verbirgt Kate, die neue Reporterin bei Quinns Zeitung?

Wie für einen Thriller üblich, beginnt die Geschichte recht ruhig. Wir lernen die Charaktere kennen, uns wird die Region Loudon und die Stadt Leesburg nähergebracht und in angemessenen Abständen bekommt man – interessant gelöst durch Briefe des Serienmörders selbst – Informationen über die düstere Vergangenheit der Gemeinde. Dadurch wird eine gewisse Spannung aufgebaut, ohne dass wirklich etwas in der Geschichte passiert. Nach und nach wird der Mörder dann auch aktiv. Während die meisten Kapitel aus der begleitenden Sicht von Quinn oder Kate geschrieben sind, bekommt man auch hin und wieder direkt Einblicke aus den Taten des Mörders. Hierbei wird stets darauf geachtet, ihn stets mysteriös zu halten, keine Informationen über ihn zu geben, außer dass es eben ein Mann ist. Hätte man besser lösen können, um den Täterkreis nicht gleich zu Beginn einzuschränken.

Die Mitte des Buches streckt sich ziemlich. Man verbringt viel Zeit damit, die Beziehung zwischen Quinn und Kate aufzubauen, lässt sie sich in aller Ruhe kennenlernen, während hin und wieder Mal ein Hinweis kommt, dass ja irgendwo jemand Leute umbringt. Allerdings fällt schnell auf, dass der Fokus hier eher auf der sich anbahnenden Romanze liegt, weniger darauf, den Mörder zu schnappen. Es ist ein interessantes Konzept, einen Kriminalfall mal aus der Sicht der Reporter zu sehen, die ja sonst immer als Störfaktor für Polizeiarbeit gelten, aber ich bin der Meinung, dass hier sehr viel Potenzial verschenkt wurde, wirklich Spannung aufzubauen.

Im letzten Drittel des Buches spitzt sich die Geschichte dann so langsam zu. Ein Großteil der Fragen wurden geklärt (wenn zum Teil auch eher schlecht als recht), der Kreis der Tatverdächtigen wurde auf ein gesundes Maße eingeschränkt und die gestreuten Informationen geben viel Spielraum zum Miträtseln. Leider beginnt die bis dato recht bodenständige Geschichte auch immer übernatürlichere Formen anzunehmen, die ich bis dato wirklich nicht erwartet habe. Ich für meinen Teil habe mich ein wenig schwer damit getan, einen Thriller mit Fantasy-Elementen in Verbindung zu setzen, ohne dass ich von vornherei darauf eingestimmt wurde, wodurch ich das Ende eher befremdlich empfunden habe, auch wenn ich die Auflösung des Mörders sehr genossen habe.

Die Charaktere der Geschichte sind sehr sympathisch und – wie oben bereits erwähnt – nimmt sich der Autor auch genug Zeit, die wichtigsten Handlungsträger stark in den Fokus zu setzen. Quinn und Kate wirken äußerst authentisch und die Entwicklung ihrer Beziehung von Kollegen bis zu einem Liebespaar hat sich rstaunlich viel Zeit genommen, wodurch sie allerdings auch echter und glaubwürdiger erscheint, als ich es in den meisten anderen Büchern bisher gelesen habe. Auch wichtigere Nebencharaktere wie Janus werden gut in Szene gesetzt (Wirklich! Ich liebe diesen walisischen Bastard!). Leider bleiben andere Charaktere dabei auf der Strecke. Ich hätte gern mehr über Buzz, Kyle oder Summer erfahren, um die Beziehung zwischen ihnen und den Hauptcharakteren mehr zu verstehen.

Einer der größten Kritikpunkte des Buches gilt hierbei der katastrophalen Übersetzung bzw. dem miserablen oder vielleicht sogar fehlenden Lektorat. Ich habe noch nie ein Buch mit so vielen Rechtschreib-, Satzzeichen- und Wortwahlfehlern gesehen. Teilweise sind es Buchstabendreher oder Buchstaben, die beim Abtippen vergessen worden, manchmal wurden Wörter aber auch 1 zu 1 ins Deutsche übersetzt, ohne darauf zu achten, dass diese auch eine andere Bedeutung haben könnten, oder Worte sind falsch übersetzt wurden, wodurch sie gar keinen Sinn mehr ergeben. Besonders Kopfschmerzen hat mir ein langes Gespräch über Kates Vergangenheit bereitet, in der sich der Übersetzter wohl nicht ganz sicher gewesen ist, wie er die einzelnen Satzzeichen variiert. Wörtliche Rede in wörtlicher Rede wird da einmal mit normalen Ausführungszeichen geschrieben ("..."), dann mal wieder mit halben Ausführungszeichen ('...'), hie und da hat man die Zeichen ganz vergessen.

Verflucht – Nacht der Toten ist ein grundsolider Thriller mit einem leichten Fantasy-Horror-Einschlag gegen Ende, der sich viel Zeit nimmt, um die Geschichte ins Rollen bringt, sich dafür aber auch Mühe gibt, die Charaktere dem Leser näher zu bringen. Ich bin der Meinung, dass man gerne fünfzig bis hundert Seiten eher damit hätte beginnen können, die Spannung aufzubauen, oder sie weniger auf die Romanze sondern mehr auf die Nebencharaktere fokusieren sollte. Die Übersetzung ist der wohl größte Kritikpunkt, der viel vom Lesespaß kaputt gemacht hat. Einen kleinen Bonus gibt es jedoch noch dafür, dass man dem Buch noch die komplette Legende von Sleepy Hollow beigelegt hat – einfach noch einmal, um die ganzen Anspielungen, die das Buch darauf macht, besser zu verstehen. Eine sehr coole Idee.

Ich lege diesen Thriller vor allem jenen Leseratten ans Herz, die Thriller lesen, die mal aus einer anderen Perspektive geschildert sind, als die typischen der Polizisten oder Agenten. Wer dann noch mysteriöse Geschichten oder Horrorbücher/Filme liest und darüber hinwegsehen kann, dass alle paar Seiten irgendetwas falsch geschrieben ist, der wird mit dem Buch sicher seine Freude haben. Ich für meinen Teil habe mich trotz einiger Längen doch recht gut unterhalten gefühlt und kann dem Buch grundsolide 3 von 5 Sternen geben.

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Tags: horror, mystery, thriller, usa   (4)
 

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mervaron, meister, schwert, mittelalterliche welt, clever

Schwert & Meister 1

Florian Clever
Flexibler Einband: 172 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 23.02.2017
ISBN 9783743149779
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich freue mich immer, wenn ich mir ein Buch nehmen und in fremde Welten abtauchen kann. Umso mehr hat es mich gefreut, als ich bei der Verlosung von Florian Clevers Erstlingswerk einer der Glücklichen gewesen bin, die eine Printausgabe seines Buches gewonnen haben. Was mich damals überzeugt hat, bei der Verlosung teilzunehmen, kann ich gar nicht mehr so genau sagen. Vom Klappentext her klang das Buch ganz nett, das Cover wirkte für Selfpublishing ebenfalls wertig, aber es war nichts, was mich umgehauen hätte. Allerdings hatte der Autor sich die Mühe gemacht, allen Bewerbern wenigstens eine Frage abzuverlangen, anstatt sich nur für die Verlosung anzumelden. Also habe ich mir die Mühe gemacht, darauf zu antworten.


Und die hat sich auch gelohnt, denn Schwert & Meister bietet mit seinem ersten Band Mervaron einen fulminanten Auftakt für eine kurzweilige Fantasy-Reihe, die Lust auf mehr macht!


Glen ist der Sohn eines meisterhaften Erzschmelzers, der die Gabe besitzt, das mystische Erz Niyn abzubauen und zu schmelzen – ein Metal, aus dem die Schwerter der Helden aus den Legenden geschmiedet wurden. Als der Meister den Auftrag bekommt, eine Stange aus Niyn für den Fürsten zu schmieden, nimmt er seinen Sohn mit sich – unwissend, dass ihn und das Niyn mehr verbindet, als nur ein Schmelzofen.


Zugegeben, die Geschichte klingt auf den ersten Blick nicht sonderlich spannend, bedenkt man aber, dass sie nur rund 150 Seiten umfasst und den Auftakt einer sechsteiligen Reihe bildet, sollte man das nicht so eng sehen.

Clever schafft es, auf so wenigen Seiten eine wirklich dichte und spannende Athmosphäre aufzubauen, Charaktere zu erschaffen, die einem am Herzen liegen und mit denen man mitfiebert und – das finde ich besonders wichtig – eine Welt zu erschaffen, die lebendig wirkt, ohne sie dabei kaputtzuerklären. Vor allem das fällt vielen Genrevertretern besonders schwer.

Der Schreibstil ist flott, ohne den Leser dabei zu überfordern. Es gibt keine endlosen oder überflüssigen Dialoge, jedes Gespräch hat seinen Zweck, entweder um die Geschichte voranzutreiben, oder uns die Charaktere näher zu bringen. Der Erzähler begleitet das Geschehen die meiste Zeit über als allwissende Macht, verrät dabei aber nie mehr, als es den Leser in jenem Moment interessieren muss. In wichtigen Situationen zeigt er sich aber auch als vertraute Stimme, die die Emotionen der Charaktere – in den meisten Fällen die des jungen Glens – einfängt. Offene Fragen werden im Laufe der kurzen Geschichte so weit geklärt, dass sie Spannung auf den nächsten Teil aufbauen, nicht aber Unverständnis erzeugen.

Eine so flüssige und leichte Erzählweise habe ich schon lange nicht mehr erlebt!

Da hat es mich nicht einmal gestört, dass man die Hälfte des Buches eigentlich in einer dunklen Höhle spielt, in der es nicht viel zu entdecken gibt.


Lediglich zwei kleinere Kritikpunkte habe ich an das Buch.

Den einen kann sich der Autor sicher denken, weil er ihn schon dutzende Male gehört hat: wie kannst du deine Leser bei dieser Geschichte und diesem Schreibstil nur so bestrafen, indem du die Geschichte nach nicht einmal 150 Seiten einfach enden lässt? Das ist doch keine HBO-Serie! D:

Der Zweite (und das ist wohl der einzige wirkliche Kritikpunkt) betrifft das Schicksal einer bestimmten Person gegen Ende des Buches. Ich versuche hier nicht zu spoilern, aber ich fand die Abhandlung über ihr Schicksal ihrer Position dem Protagonisten gegenüber sehr unwürdig: irgendwie kalt und distanziert; während andere Charaktere – obwohl sie für Glen eine weniger wichtige Stellung einnahmen - mehr Beachtung bekommen hatten.

(Geschachtelter Schachtelsatz ist schachtelig und voll von sonderbaren Satzzeichen.)


Ich hoffe sehr, dass ich bald schon den zweiten Band in meinen Händen halten darf. Vielleicht verlost Herr Clever ja auch diesen? ;) Ansonsten muss ich ihn mir wohl doch kaufen, denn diese Reihe werde ich definitiv bis zum Ende verfolgen.


Für dieses spannende, wenn auch kurzweilige Abenteuer gebe ich hier 4,5 von 5 Punkten – nach lovelybooks-Standards demnach volle 5 Sterne!

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macht, power, korruption, dystopie, feminismus

The Power

Naomi Alderman
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Penguin, 06.04.2017
ISBN 9780670919963
Genre: Romane

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The Witcher

Paul Tobin , Piotr Kowalski , Borys Pugacz-Muraszkiewicz , Karolina Stachyra
Flexibler Einband
Erschienen bei Panini, 26.06.2017
ISBN 9783741602771
Genre: Comics

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comic, hexnonnen, arkane, manga, steampunk

Monstress

Marjorie Liu , Sana Takeda
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 09.11.2016
ISBN 9783959810579
Genre: Comics

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die elementarsturm chroniken, wales, urban fantasy, mittelalter, fantasy

Die Elementarsturm-Chroniken - Das Druidentor: Episode 1

Kieran L. McLeod
E-Buch Text: 39 Seiten
Erschienen bei null, 11.09.2016
ISBN B01LXHDYKK
Genre: Fantasy

Rezension:

Zu allererst: eine wirklich freundliche Geste des Autors, allen Bewerbern der Leserunde eine kostenlose Ausgabe des E-Books von Band 1 und 2 zukommen zu lassen. Zugegeben, das E-Book kostet auf Amazon nur 99ct, aber trotzdem. Andersweitig hätte ich die Geschichte nicht gelesen.

... nicht, dass ich dadurch etwas verpasst hätte.


Wales im Mittelalter, die Burg Caerphilly fällt unter der Besatzungsmacht der französischen Königin Isabelle. Der Graf der Burg, Walter of Erin, ist gezwungen zu fliehen, wird jedoch schwer verletzt. Der junge Bauernsohn Gerald findet ihn an der Schwelle des Todes und peppelt seinen Grafen wieder auf. Dieser jedoch hat sich in den Kopf gesetzt, zum sagenumwobenen Druidentor zu reisen, mit dem ihn ein geheimnisvolles Amulett verbindet. Währenddessen droht in der Parallelwelt Gaetan ein schrecklicher Krieg, denn nicht nur das letzte Elementar, sondern auch der letzte Elementarstürmer sind verschwunden und können die Welt nicht mehr beschützen.

Mit einem regelrechten Arschtritt landet man auf der ersten Seite schon mitten im Gemetzel um die Burg Caerphilly. Der Autor macht sich nichts aus Ruhe, wirft uns ins Geschehen und gibt das gesamte erste Kapitel auch keine Möglichkeit, zum Durchatmen. In rasantem Tempo wird die Geschichte vorangetrieben und verschwendet keine Zeit darauf, sich auf den Hintergrund oder die Atmosphäre der Geschichte einzulassen. Name und Name wird genannt, die Charaktere – bis auf Walter selbst – bleiben allerdings eine graue Masse, die nicht näher erleutert wird. Außerdem wird ein Charakter eingeführt, dessen Bedeutung so mysteriös bleibt, dass man bis zum Ende keine Ahnung hat, welche Rolle er überhaupt einnehmen soll.

Auch in den anderen Kapiteln und Handlungssträngen (es sind drei an der Zahl, ein vierter wird im Epilog – welcher das erste Kapitel des zweiten Bandes ist – ebenfalls angeschnitten), setzten sich die oben genannten Probleme fort. Die Charaktere bleiben einfach eindimensional und langweilig, sie weißen keine wirklich liebenswerten Eigenschaften auf (außer einer, der aber schnell das zeitliche segnet) und lassen im Kopf des Lesers kein wirkliches Bild entstehen. Teilweise wusste ich besser darüber bescheid, welche Farbe die Blumen auf dem Tisch der gemütlich eingerichteten Bauernhütte hatten, als welche Haarfarbe unserer Hauptfiguren haben!

Dann, gegen Mitte des Buches, im dritten Handlungsstrang, begaben wir uns in die Parallelwelt Gaetan, welche allerdings genauso flach und grau bleibt, wie der Rest der Umgebung (außer der Bauernhütte von Gerald. Die war hübsch). Wir erfahren von einer anderen humanoiden Rasse, aber außer, dass sie ein wenig größer als normale Menschen sind, gibt es keine weitere Informationen über sie. Wir erfahren von den Elementaren, aber nicht, wer sie sind, oder welche Rolle sie einnehmen. Wir erfahren vom Elementstürmer, aber nicht, welche Bedeutung er für diese Welt hat. Wir erfahren von einem Krieg, aber nicht von dessen Hintergründen. Wir erfahren ...

Ich denke, man versteht, worauf ich hinauswill, nicht wahr?


Und dann die ganzen Fehler... Mein E-Book-Reader hat die Geschichte auf 60 Seiten reduziert und ich habe mir insgesamt 34 Markierungen mit Fehlern gemacht. Rechtschreibfehler (wie Mine anstatt Miene), Zeichensetzungsfehler, Grammatikfehler, Wörter vergessen, Wörter zu viel, Wiederholungen noch und nöcher. Besonders nervig, wenn in drei Sätzen fünf Mal derselbe Name genannt wird und dann alle Sätze auch noch mit diesem beginnen. Es ist einfach sprachlich unschön. Und wenn man dann in einem Dialog nicht einmal einen Zeilenumbruch beim Sprecherwechsel macht, wächst das Unbehagen beim Lesen noch weiter.

Ich weiß wirklich nicht, wer die Geschichte lektoriert hat – ob der Autor sie überhaupt jemand hat überprüfen lassen -, aber es ist schon eine kleine Frechheit, dass man diese Geschichte, die optisch den Anforderungen einer mittelmäßigen Fanfiction entspricht, gegen Geld anbietet. Die 99ct für die digitale Version mag man dabei vielleicht noch verkraften, 5 Euro für ein Printexemplar auf diesem Qualitätsstandard sind jedoch eine bösartige Abzocke. Ich hoffe sehr, dass Herr McLeod seinen Text nochmal analysiert und die Fehler ausbessert, ehe er die Chroniken weiterschreibt.


Die Elementarsturmchroniken haben einige wirklich gute Ideen und könnten sich durchaus in eine sehr interessante Richtung entwickeln, das Storytelling allerdings hat unglaublich viele Macken, die den Leser eher überfordern, anstatt ihn neugierig zu machen, die die eigentlich kurzweiligen Kapitel und Abschnitte ziehen, wie Kaugummi und interessante oder actionreiche Szenen viel schneller vergehen lassen, als es einem Lieb wär. In Verbindung mit der wirklich grenzwertigen Formatierung des Textes, den lieblosen und wenig interessant eingefangenen Charakteren und der fragwürdigen Einbindung der Parallelwelt, kann die Geschichte aber nicht wirklich glänzen und geht in der Masse aller Fantasyromane, die unsere Moderne zu bieten hat, einfach unter.

Von daher kann ich nur 1,5 von 5 Sternen geben. 2, nach lovelybooks-Standard.

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Tags: fantasy, mittelalter, serie, urban fantasy, wales   (5)
 

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mafia, sizilien, liebe, arkadien, fantasy

Arkadien brennt

Kai Meyer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 27.09.2010
ISBN 9783551582027
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rosa, die mittlerweile das Oberhaupt des Mafiaclans der Alcantara ist, kann nirgendwo durchatmen. Die Clanfehde zwischen ihr und den Canavares spitzt sich immer weiter zu, nicht zuletzt, weil sie und Alessandro, nun mehr Oberhaupt der Canavare, ihre Beziehung nicht mehr verheimlichen. Als sie sich nach New York begibt – zum einen, um durchzuatmen, zum anderen auch um mit ihrer Mutter über die Familiengeschichte zu reden – gerät sie in die Fänge der amerikanischen Canavare. Doch nicht nur die haben ihre Finger nach Rosa ausgestreckt. Selbst auf Sizilien wird sie in immer größere Intrigen verwickelt, die nicht nur ihre Liebe zu Alessandro, sondern auch ihre Fähigkeiten als Clanoberhaupt und ihr Glaube an ihre Familie auf die Probe stellen.

 Nachdem ich mich durch den ersten Band der Arkadien-Reihe ein wenig ungelenk durchgebissen habe, habe ich mir lange Zeit gelassen, die Reihe weiterzulesen. Bereits nach den ersten zwei Kapiteln ist mir allerdings klar gewesen, wie fahrlässig das von mir gewesen ist.

Meine Güte, ist dieses Buch gut!

Das Cover – also das alte, gebundene – ist stimmig und nun, da man weiß, auf was man sich bei der Geschichte einlässt, auch sehr passend gewählt. Die neueren Cover mit der Frau und der Schlange gefallen mir immer noch nicht.

Der zweite Band der Arkadien-Reihe beinhält deutlich mehr Fantasy-Elemente. Die Formwandlungskräfte der Arkadier stehen diesmal im Mittelpunkt der Geschichte, nicht mehr irgendwelche Bandenkriege der Mafiaclans. Zwar existieren die Spannungen zwischen den Alcantara und den Canavare noch immer, allerdings merkt man recht schnell, dass eine weitaus höhere Macht im Hintergrund die Fäden zieht und die Canavare nicht die eigentliche Gefahr sind.

Ich habe mich riesig gefreut, wieder von Rosa zu lesen. Ich finde ihre zynische, leicht genervte Art wunderbar erfrischend. In Jugendbüchern sind vor allem weibliche Charaktere oftmals sehr nervig, vor allem, wenn sie verliebt sind – bei Rosa war das nicht der Fall. Wenn überhaupt, dann hat mich Alessandro gestört. ABER: Alessandros Rolle in diesem Band war deutlich geringer gewichtet. Die erste Hälfte des Buches war er nur selten anwesend und wenn, war er schnell wieder weg. Er agierte mehr als Rosas Sidekick und spielte sich nicht mehr wie der große, starke Beschützer auf. So langsam glaube ich, dass ich mich an ihn gewöhne. Oberhaupt der Canavare zu sein, scheint ihn reifer zu machen. Auch über ein Widersehen mit Iole (ich find sie toll <3) und dem knuffigen Hund Sarcasmo habe ich mich gefreut.

Da bis auf wenige kleinere Ausnahmen kaum ein namhafter Charakter den letzten Band überlebt hat, habe ich mich auf viele neue Charaktere eingestellt. Was ich an Meyers Schreibstil mag, ist dass jeder Charakter, der einen Namen bekommt, auch eine gewisse Bedeutung für die Geschichte hat. Die neuen Personen sind, wie auch im Vorgänger schon, passend in die Story eingebunden und für eine gute Vorstellung ausreichend beschrieben. Lediglich bei einem Charakter bin ich mir noch unsicher, aber ich vermute, dass sie im Finale eine wichtige Rolle spielen wird.

Meyer macht nicht viel Aufleben darum, die Geschichte ruhig angehen zu lassen. Nach nicht einmal vierzig Seiten gibt es den ersten großen Aufhänger für die Geschichte, weitere dreißig Seiten später ist die Spannung am Überkochen. Schön ist, dass Meyer zwischen größeren Spannungsmomenten immer mal wieder ein Kapitel einbaut, in dem man durchatmen kann. Noch schöner, dass diese trotz ihrer Ruhe, die sie ausstrahlen, nicht langweilig wirken, sondern Indizien für den oder die nächsten Aufhänger geben. Selten habe ich so viel Spaß daran gehabt, über die einzelnen Hinweise zu rätseln, mir Theorien zurecht zu legen und zu spekulieren, was geschehen könnte.

Ich bin wirklich froh, dass wir uns die komplette Triologie gekauft haben, denn wenn ich nur mit dem ersten Band angefangen hätte, hätte ich vielleicht nicht weitergelesen. Ich hätte mich im Nachhinein nur in den Arsch gebissen, denn Arkadien brennt ist eine hervorragende Fortsetzung der Reihe, die mit viel Spannung, großartiger Action, sympathischen Charakteren – sowohl auf Pro-, als auch Antagonistenseite – aufwartet und durch seine schlüssige und vielschichtige Erzählweise keinerlei Langeweile aufkommen lässt.

Wenn ich einen Kritikpunkt anmerken müsste, dann, dass das Buch lediglich 400 Seiten lang ist. Gerne hätte ich noch mehr gelesen. Aber gut, dann werde ich mir wohl noch das Finale zu Gemüte führen, um meine Neugier zu befriedigen!

Ich gebe der Geschichte 4,5 von 5 Sternen – mit Potenzial nach oben, je nachdem, wie das Finale die Reihe abschließen wird.

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