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383 Bibliotheken, 11 Leser, 4 Gruppen, 60 Rezensionen

horror, buch, fantasy, trilogie, dancing jax

Dancing Jax - Auftakt

Robin Jarvis , Nadine Mannchen
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei script5, 10.09.2012
ISBN 9783839001349
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Dieses Buch ist böse... Du solltest dich ihm nicht nähern. Du solltest nicht darüber sprechen. Was auch immer du tust, öffne es nicht"

Dieser ach so verlockende Klappentext hatte es mir, zusammen mit dem tollen Cover, gleich angetan und so stürzte ich mich schon sehr kurz nach dem Erwerb des Buches in die geheimnisvolle Welt der Dancing Jax.

In der englischen Kleinstadt Felixstowe stolpert eine Gruppe junger Menschen in einem alten und verlassenen Haus über ein paar Holzkisten. Doch statt des erhofften Familienschmucks enthalten die Kisten nur unzählige Ausgaben des Kinderbuchs "Dancing Jacks" von Austerly Fellows, einem Satanisten der vor 80 Jahren von der Erdoberfläche verschwand. Kaum das Buch aufgeschlagen, so sind fast alle völlig in seinen Bann gezogen, leben in der festen Überzeugung, dass das hier und jetzt nur ein Traum ist und sie bald wieder im wundervollen Königreich sind. Jezza, der Anführer der kleinen Gruppe, wird plötzlich zum Ismus und beschließt, nachdem er den Bund (zu viel mag ich euch nicht darüber verraten ) geschlossen hat, dass die Bücher auf dem Flohmarkt vertrieben werden. Schnell sind mehr und mehr Bewohner in die Welt der Dancing Jacks abgetaucht. Auch dem Lehrer Martin Baxter fallen die Veränderungen an seinen Kollegen und Schülern auf, alle wirken eher in sich gekehrt, auf dem Schulhof bilden sich neue Gruppen, die Bibliothek ist voller lesender Schüler und diese tragen nun an ihren "modifizierten" Schuluniformen Spielkarten. Was mag das zu bedeuten haben? Steckt da wirklich dieses ominöse Buch dahinter, wie sein Stiefsohn Paul behauptet?

Mein Fazit
Tja, wo soll ich anfangen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich von dem Buch wirklich begeistert bin. Die Geschichte hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen und ich hätte das Buch auch selbst zu gerne einmal in Händen gehalten, um die Macht zu spüren, die von ihm ausgeht und jeden in ihren Bann zieht. Einziges Manko ist vielleicht, dass der rote Faden sich vielleicht nicht ganz durch die Geschichte spannt, sondern hier und da ein wenig aufwickelt, weil man doch häufiger mal bei anderen Charakteren ist und nicht vornehmlich einem folgt. Alles in Allem habe ich mich aber sehr gut unterhalten gefühlt.

Ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Band "Zwischenspiel", der übrigens bereits am 16. Januar erscheinen wird.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

LITTLE WOMEN

Louisa May Alcott
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Sterling Adult, 07.03.2013
ISBN 9781435136526
Genre: Sonstiges

Rezension:

Nachdem ich nun schon von verschiedenen Seiten von diesem Buch gehört habe - ich glaube sogar, das erste Mal lief es mir in einer TV-Sendung über den Weg - habe ich endlich beschlossen Louisa May Alcotts "Little Women" zu lesen. Wie auch mein erstes Buch in diesem Jahr so spielt dieses ebenfalls in den USA rund um die Bürgerkriegszeit, jedoch nicht in der Nähe der Kampflinie. Sozusagen gleiche Zeit, andere Ecke und damit andere Gegebenheiten innerhalb der USA.

Wir sind zu Gast bei der Familie March und begleiten diese mit ihren Töchtern, allen voran Jo, die gerne auch als Tomboy bezeichnet werden kann, durch Höhen und Tiefen des Heranwachsens. Dabei stehen sowohl Liebe und Hochzeiten, Krankheiten, Entbehrung und harte Arbeit, als auch das Einfinden in der eigenen Rolle als Frau im Mittelpunkt der einzelnen Episoden. Louisa May Alcott erzählt keine zusammenhängende Geschichte sondern führt uns die Entwicklung der March-Schwestern von jugendlichen Mädchen hin zu selbstbestimmten Frauen vor Augen und lässt hier sehr viel Moral mit einfließen, was nicht zuletzt auch durch die Stellung von Mr. March forciert wird.
Alles in Allem habe ich mich durch das Buch gut unterhalten gefühlt, habe jedoch so meine Schwierigkeiten mich in das Rollenbild und die Moralvorstellungen des 19. Jahrhunders hineinzudenken. Doch ist es wirklich interessant, mehr über diese Zeit zu erfahren. Ich muss aber gestehen, dass ich das Buch, hätte ich es auf Deutsch gelesen, sehr schnell wieder beiseite gelegt hätte, denn vermutlich hätte es mich da aufgrund der Sprache zunehmend gelangweilt und nicht den Reiz ausgeübt, den es in der Originalsprache hat.

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214 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 15 Rezensionen

liebe, klassiker, südstaaten, krieg, bürgerkrieg

Vom Winde verweht

Margaret Mitchell , Martin Beheim-Schwarzbach
Flexibler Einband: 1.120 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.11.2004
ISBN 9783548261898
Genre: Klassiker

Rezension:

Es gibt wohl keinen, der nicht zumindest die Namen Rhett Butler und Scarlett O'Hara einmal in seinem Leben gehört hat. Die Namen selbst hatten sich bereits v or Jahren fest in mein Gehirn eingebrannt, doch ich habe mich jahrelang geweigert, den Film zu sehen. Im Rahmen einer Leserunde habe ich mich nun aber auf 1119 Seiten mit Scarlett und Rhett und den Südstaten auseinandergesetzt und ich muss sagen: es hat sich wirklich gelohnt.
Erwartet habe ich eine kitschige Liebesgeschichte, Herzschmerz, große Gefühle - bekommen habe ich unheimlich viele Eindrücke in das Leben in den Südstaaten rund um den amerikanischen Bürgerkrieg und den Wandel von der Sklavenwirtschaft hin zu einer neuen Generation von Farmern.

Scarlett O'Hara wächst wohlbehütet auf der Baumwollplantage Tara auf und wird ganz im Sinne des Südstaaten-Ehrgefühls als junge Frau auf, die für Bälle, schöne Kleider und wohlerzogene Gentlemen schwärmt. Ganz speziell für den einen: Ashley Wilkes. Doch der junge Mann ist bereits verlobt und da Scarlett ihn nicht mit ihren Reizen betören kann - der ungehobelte Rhett Butler erlebt dieses Schauspiel samt Wutausbruch mit - heiratet sie kurzerhand Charles, der kurz nach der Hochzeit stirbt, während Ashley in den Krieg zieht. Scarlett bleibt zurück mit einem Kind, zu welchem sie keinerlei Muttergefühle aufbauen kann. Scarlett verlässt Tara und lebt fortan mit Ashleys Frau Melanie und deren Tante Pitty in Atlanta. Nachdem Rhett Butler es Scarlett ermöglicht hat trotz Witwendasein auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung ausgelassen zu tanzen - was tut man nicht alles für den guten Zweck - und sich bei Melanie auf ritterliche Weise in deren Herz geschlichen hat, wird er obwohl in allen angesehenen Familien Atlantas verpönt zum gerngesehenen Gast in Pittys Heim. Doch der Krieg schreitet unerbittlich voran, Ashley gerät in Gefangenschaft und Scarlett muss ausgerechnet Melanie helfen, ihr Kind zur Welt zu bringen, während Atlanta bereits zum Kriegsschauplatz geworden ist. In einer Nacht und Nebel Aktion fliehen die Frauen samt Kindern und Sklaven zurück nach Tara, doch auch hier ist nichts mehr so, wie es einmal war. Scarlett bleibt nur eine Wahl: Gefühle ausschalten und dem Überlebenstrieb folgen: Essen suchen, Geld verdienen und die Familie samt Plantage retten. Und so wandelt sich die junge, verspielte Scarlett immer mehr und entfremdet sich dabei von ihren Wurzeln...

Mein Fazit
Nein, "Vom Winde verweht" ist keine klassische Romanze, in der es ausschließlich darum geht, dass Mann und Frau zusammenfinden und schließlich bis ans Ende ihrer Tage glücklich zusammenleben. Auch wenn Liebe, in diesem Fall Scarletts zu Ashley und Rhett schon immer irgendwo mit vorhanden ist und thematisiert wird, so präsentiert Margaret Mitchell doch vielmehr das Leben in den Südstaaten vor und nach dem Bürgerkrieg und zeigt dabei auch unterschiedliche Wege, wie die Menschen mit den neuen Gegebenheiten umgegangen sind und wie sie an alten Idealen festzuhalten versuchten oder auch aus Überlebensangst ganz andere Wege einschlugen.
Allein deshalb kann ich "Vom Winde verweht" jedem wirklich empfehlen, der neben ein wenig Liebe und Herzschmerz auch viel über die Südstaaten und den Umbruch erfahren möchte.

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161 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 61 Rezensionen

aids, tod, wien, punk, chucks

Chucks

Cornelia Travnicek
Fester Einband: 186 Seiten
Erschienen bei DVA, 05.03.2012
ISBN 9783421045263
Genre: Romane

Rezension:

Ein Buch mit dem Titel meiner Lieblingsschuhe, welche ich in Büro und Freizeit quasi dauernd trage. Was will man mehr?
An diesen Schuhen hängen für Mae ganz spezielle Erinnerungen... in Gedenken an ihren viel zu früh an Krebs verstorbenen Bruder trägt Mae diese Schuhe seit ihre Mutter ihr diese an den Kopf geworfen hat tagtäglich. Von den knalligroten Schuhen, welche ihr Bruder im Krankenhaus geschenkt bekam hat, ist nicht mehr allzuviel übrig, die Sohle löst sich, es wurde draufgeschrieben... was man halt mit solchen Schuhen so macht.

Durch den Tod ihres Bruders zerbröckelt nach und nach Maes gesamte Familie. Und wo früher Vater, Mutter und zwei Kinder lebten bleiben schließlich nur noch Mae und ihre Mutter, die sich nichts mehr zu sagen haben. In ihrer Trauer entfremden sich die beiden immer mehr, so dass Mae ihren eigenen Weg sucht, mit ihrer Trauer umzugehen. Doch ganz verschwinden kann diese nicht - man kann nur lernen, damit zu leben.
Auf der Straße lernt Mae den Punk Mara kennen, die eigentlich Geld oder Zigaretten erschnorren will. Doch Mae gibt ihr lieber ein Eis aus - ist ja schließlich ein warmer Tag. Fortan hat Mae ihren eigenen Punk und beobachtet fasziniert diese neue Welt, die sich vor ihren Augen auftut. Schule wird uninteressant und was die Mutter einem Zuhause sagt wird nicht mehr wahrgenommen. Schließlich beendet Mae nach der Pflichtschulzeit aus eigenem Antrieb die Schule - sehr zum Leidwesen ihrer Eltern - und verbringt mehr und mehr Zeit auf der Straße. Doch gänzlich rutscht Mae hier nie ab: wo Mara sich fast einen goldenen Schuss setzt, scheint Mae harte Drogen nicht selbst zu probieren. Stattdessen liest sie lieber in den Bibliotheksbüchern während Mara um Geld betteln geht oder hört hier und da Vorlesungen an der Uni, in welche sie sich hineinschummelt.
Nach einer Handgreiflichkeit muss Mae Sozialstunden in einer Aids-Hilfe leisten - doch sowohl ihr Bewährungshelfer als auch der Job selbst nerven sie mehr, als dass sie daraus direkt lernt. Nein, sie verhält sich sogar gegenüber den Hilfesuchenden ziemlich daneben. Bis ihr eines Tages der kranke Paul vor die Füße fällt und sie vom ersten Moment an bezaubert. Das erste Mal spürt Mae Liebe in sich aufkommen. Doch Pauls Krankheit wirft einen Schatten auf die Beziehung und der Tod ist immer gegenwärtig.

Mein Fazit:
Versucht man den Inhalt zusammenzufassen, so kommt schnell der Verdacht auf, es handle sich mal wieder um einen Roman über eine durch einen tragischen Zwischenfall komplett aus der Bahn geworfene jungen Menschen, der am Ende geläutert wird und sein Leben wieder in den Griff bekommt. Doch Cornelia Travnicek geht keinesfalls mit erhobenem Zeigefinger auf uns Leser los und bedient keines der bekannten Klischees. Ehrlich gesagt habe ich als Leser Maes Lebensumstände nie als verwerflich oder wirklich negativ gezeichnet wahrgenommen, auch wenn die Grundstimmung keineswegs auf Sonnenschein, Blümchen und und und schließen lässt. Travnicek gelingt es hervorragend, Mae und ihre Gedankenwelt zu verbildlichen, wobei auch gerade unausgesprochene Dinge - die kleinen Informationen zwischen den Zeilen, zur Gesamtstimmung des Romans beitragen. Und ob es ein Happy End gibt... fraglich. Doch darauf kommt es hier wirklich nicht an.
Die häufigen Zeitsprünge würden mich während des Lesens normalerweise absolut stören, da man in vielen Romanen und Erzählungen eine Weile braucht, um sich zu sortieren. Doch hier nicht. Es fügt sich alles ganz natürlich in den Erzählfluss ein.

Aus meiner Sicht: Absolut lesenswert!!

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383 Bibliotheken, 10 Leser, 5 Gruppen, 62 Rezensionen

sherlock holmes, bienen, detektiv, jugendbuch, krimi

Young Sherlock Holmes - Der Tod liegt in der Luft

Andrew Lane , Christian Dreller
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.02.2012
ISBN 9783596193004
Genre: Jugendbuch

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74 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

england, schildkröte, maus, kanada, flugzeug

Die erstaunlichen Talente der Audrey Flowers

Jessica Grant , Thomas Mohr
Flexibler Einband: 493 Seiten
Erschienen bei Manhattan, 14.04.2010
ISBN 9783442546664
Genre: Romane

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paris, antisemitismus, italien, freimaurer, verschwörung

Der Friedhof in Prag

Umberto Eco , Burkhart Kroeber
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 08.10.2011
ISBN 9783446237360
Genre: Romane

Rezension:

Ich muss gestehen, ich bin ein riesiger Fan von Umberto Eco und habe wohl die meisten seiner Romane gelesen - einen davon sogar ein Semester lang in der Uni durchgesprochen. Es ist immer wieder faszinierend wie viel Hintergrundwissen Eco zusammenträgt und in seine Romane einbindet. Vermutlich deshalb brauche ich meist etwas mehr Zeit, um Ecos Bücher zu lesen und möglichst viele Informationen in mich aufzusagen. So auch, wie eigentlich nicht anders zu erwarten, bei "Der Friedhof in Prag".

Auf verschlungenen Wegen ist der Italiener Simon Simonini fernab der Heimat in Paris angelangt, wo er eines Morgens aufwacht und eine Erinnerungslücke wahrnimmt, die ihn schwer belastet. Da er vor einiger Zeit von einem jungen Arzt erfahren hat, dass Traumapatienten oft durch eine Gesprächstherapie ihr Trauma bewältigen können, beginnt er seine Erinnerungen ausgehend von seiner Jugend in Italien zu rekonstruieren. Als er nach einer Schlafpause sein Buch zur Hand nimmt muss er jedoch mit Schrecken feststellen, dass ein gewisser Dalla Piccola seine Einträge kommentiert hat. Wer ist dieser Fremde und warum erdreistet dieser Mensch sich, seine Erinnerungen zu kommentieren - ja regelrecht zu korrigieren und auszufüllen?

Gemeinsam machen sich die beiden innerhalb des Notizbuchs daran, Simoninis Geschichte sowie die des Dalla Piccola aufzuarbeiten und begeben sich tief hinab in ein dunkles Geflecht aus Spionage, gefälschten Militärpapieren, Intriegen ohne Ende. Und alles läuft auf ein und dasselbe Feindbild hinaus: die Freimaurer und die Juden.

Umberto Eco ist ohne Frage der Meister des historischen Romans. Angesiedelt im ausgehenden 19. Jahrhundert und damit nur wenige Jahrzehnte vor dem 2. Weltkrieg lässt er seinen Protagonisten ein ausuferndes Pamphlet erdichten, welches als Beleg für die jüdische Weltverschwörung herhalten soll. Mit Hinblick auf die späteren Geschehnisse in Deutschland wirklich erschreckend und faszinierend zugleich. Wie viel Macht doch von einem einfachen Blatt Papier ausgehen kann, wenn sich genug Menschen finden, die daran glauben bzw. glauben wollen.

Besonders amüsiert hat mich Simoninis Betrachtung der verschiedenen Landsleute ganz zu Beginn des Romans. An keinem kann er wirklich ein gutes Haar lassen. So zieht er sowohl die Italiener und Franzosen als auch - und das fand ich wirklich amüsant - die Deutschen ein wenig durch den Kakao. Danke für diese hervorragenden Klischees

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63 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

bibliothek, bücher, usa, entführung, freundschaft

Ausgeliehen

Rebecca Makkai , Mirjam Pressler
Fester Einband: 367 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 06.10.2011
ISBN 9783550088483
Genre: Romane

Rezension:

Ich kann mir ein Leben ohne Bücher nicht vorstellen und ich liebe Bücher, in denen Figuren meine Leidenschaft teilen. Mit Ausgeliehen bietet Rebacca Makkai gleich zwei hoffnungslos Buchsüchtige Charaktere: Die Bibliothekarin Lucy und den zehnjährigen Ian, der jedoch nur sehr eingeschränkt Zugang zu guten Büchern hat.
Ian ist Dauergast in Lucys Bibliothek und seine Leseleidenschaft macht ihn der jungen Bibliothekarin mehr als sympathisch, doch als seine Mutter ihr vorschreiben will, welche Art von Büchern man ihrem Sohn keinesfalls ausleihen darf, verbündet sie sich mit dem Jungen und beliefert ihn heimlich mit guter Literatur. Doch Ian verändert sich mit der Zeit sehr stark, Ursache hierfür scheint der Besuch einer christlichen Organisation zu sein, in welcher Kinder vor Homosexualität geheilt werden sollen. Lucy findet dies schrecklich, hat jedoch nicht die Möglichkeit, Ian zu helfen.
Als Lucy eines Morgens früher als sonst in der Bibliothek erscheint, erwischt sie den Ausreißer Ian zwischen den Pflanzenkübeln - er hat die Nacht hier verbracht. Doch als Lucy ihn heim bringen will, entführt Ian seine Lieblingsbibliothekarin und die beiden beginnen eine wahre Odysse durch die USA.

Mein Fazit:
Ein Kind entführt eine Bibliothekarin und droht damit, sollte sie ihn ausliefern wollen, dass er sie als seine Entführerin anprangern möchte. Ein wirklich urkomischer Plott, doch mit jedem Tag, den die beiden auf der Straße verbringen, kann man Lucy ein wenig besser verstehen und fragt sich vielmehr, ob es denn noch einen guten Ausweg gibt. Beide irren vielmehr durch die Staaten, als dass sie ein wirkliches Ziel vor Augen haben. Doch was sie erlebt haben, das prägt beide nachhaltig.
Ein wirklich fantastisches Buch, dass mich vom ersten Satz an komplett in seinen Bann gezogen hat.

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272 Bibliotheken, 4 Leser, 8 Gruppen, 73 Rezensionen

london, sherlock holmes, krimi, dr. watson, mord

Das Geheimnis des weißen Bandes

Anthony Horowitz , Lutz-W. Wolff
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 12.12.2011
ISBN 9783458175438
Genre: Krimi und Thriller

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67 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

liebe, college, depression, amerika, dreiecksgeschichte

Die Liebeshandlung

Jeffrey Eugenides , Uli Aumüller , Grete Osterwald
Fester Einband: 621 Seiten
Erschienen bei Rowohlt, 18.10.2011
ISBN 9783498016746
Genre: Romane

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448 Bibliotheken, 13 Leser, 3 Gruppen, 24 Rezensionen

japan, aomame, tengo, liebe, little people

1Q84. Buch 3

Haruki Murakami , Ursula Gräfe
Fester Einband: 570 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 29.10.2012
ISBN 9783832195885
Genre: Fantasy

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700 Bibliotheken, 20 Leser, 10 Gruppen, 77 Rezensionen

zamonien, fantasy, buchhaim, bücher, hildegunst von mythenmetz

Das Labyrinth der Träumenden Bücher

Walter Moers
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaus, 05.10.2011
ISBN 9783813503937
Genre: Fantasy

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727 Bibliotheken, 14 Leser, 14 Gruppen, 101 Rezensionen

london, jack the ripper, zeitreise, zeitreisen, liebe

Die Landkarte der Zeit

Félix J. Palma , Willi Zurbrüggen
Fester Einband: 716 Seiten
Erschienen bei Kindler, 17.09.2010
ISBN 9783463405773
Genre: Historische Romane

Rezension:

Einmal den alten Ägyptern über die Schulter schauen, die Bibliothek von Alexandria mit eigenen Augen sehen oder doch lieber herausfinden, wie das Leben in 100 Jahren so aussieht? Wären Zeitreisen möglich, so könnte ich mich nicht entscheiden, ob ich das wirklich würde wahrnehmen wollen. Denn was passiert, wenn man unwissentlich etwas verändert und das gesamte Zeitgefüge durcheinander bringt? Ich mag garnicht dran denken.

Im London kurz vor der Jahrhundertwende war das Thema Zeitreisen in aller Munde, schließlich erschien zu dieser Zeit H.G. Wells bekannter Roman "Die Zeitmaschine" und entwickelte sich schnell zum Bestseller, wenn man ein Buch zu dieser Zeit überhaupt schon so nennen kann. Doch Andrew bekommt von diesen Entwicklungen nichts mit - ganz in Trauer um seine Geliebte, die vor 8 Jahren dem grausamen Jack the Ripper zum Opfer gefallen ist, sieht er nur einen Ausweg: sich das Leben zu nehmen. Doch sein Cousin weiß ihn zu retten, denn erst kürzlich hat er an einer Zeitreise ins Jahr 2000 teilgenommen.
Gemeinsam mit H.G. Wells, der eine Zeitmaschine besitzt, hilft er Andrew, eine Reise in die Vergangenheit zu unternehmen, um vielleicht etwas bewirken zu können... Doch welche Auswirkungen hat das auf die heutige Zeit?

Die junge Claire war ebenfalls auf der Expedition ins Jahr 2000 dabei, jedoch nicht, um sich alles aus der Ferne anzuschauen, sondern um am besten gleich dort zu bleiben. Denn sie hat sich knall auf Fall in den tapferen Hauptmann verliebt, der die Welt einst vor den bösen Maschinenmenschen retten wird. Eine Liebe ohne Zukunft? Oder kann H.G. Wells auch hier aushelfen?

Und dann wären da noch die mysteriösen Morde, die vermutlich von einem Zeitreisenden begangen wurden - denn keine bekannte Waffe hätte die Opfer so zurichten können. Doch hinter den Morden steckt ein hinterhältiger Plan, der H.G. Wells, Bram Stroker und Henry James in Gefahr bringen soll.

Mein Fazit:
Ich muss gestehen, ich habe vorab geteilte Meinungen zu diesem Buch gehört und gelesen. Doch ich kann mich hier definitiv auf die Seite derer schlagen, die dieses Buch wirklich toll fanden. Die Geschichte selbst spielt wunderbar mit den Wünschen der Menschen und verbindet Einzelschicksale gekonnt miteinander. Lange rätselte ich über den Titel und fand es zunächst schade, dass dieser so wenig mit dem Roman zu tun hat. Doch am Ende hat mich die Frage doch sehr motiviert und immer weiter zum Nachdenken angeregt.
Ein wirklich spannender und unterhaltsamer Roman!! Aber ob Zeitreisen nun wirklich möglich sind? Man weiß es nicht ;)

Mehr Rezensionen unter http://literary-walk.blog.de/

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Tags: bram stoker, gegenwart, henry james, h.g. wells, historisch, jack the ripper, jahrhundertwende, london, palma, science fiction, spannung, vergangenheit, zeitreisen, zukunft   (14)
 

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950 Bibliotheken, 13 Leser, 4 Gruppen, 67 Rezensionen

liebe, italien, fantasy, colin, mahre

Dornenkuss

Bettina Belitz
Fester Einband: 816 Seiten
Erschienen bei script5, 02.11.2011
ISBN 9783839001233
Genre: Jugendbuch

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

islam, speisem glauben, tripolis, christen, frauen

Sieben Frauen aus Tripolis

Kamal Ben Hameda , Helmut Moyisch
Fester Einband: 132 Seiten
Erschienen bei Graf Verlag, 14.09.2011
ISBN 9783862200238
Genre: Romane

Rezension:

Das Jahr 2011 neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu - und es gibt wahrlich viele große Ereignisse, die uns aus diesem Jahr in Erinnerung bleiben werden. Untrennbar mit 2011 verbunden sind sicherlich die Revolutionen im arabischen Raum und nicht zuletzt der Sturz des Gaddafi-Regimes mit Hilfe des internationalen Militäreinsatzes in Libyen.
Daher freute ich mich besonders, als ich vom Graf Verlag das Rezensionsexemplar zu "Sieben Frauen aus Tripolis" zugeschickt bekam.

Autor Kamal Ben Hameda schildert hier das Tripolis seiner Kindheit, was er sehr stark mit der Rolle der Frau verbindet. Ehemänner tauchen nur am Rande auf und so wird auch der Vater selbst kurz beschrieben als gläubiger Mann, der häufig betet und in die Moschee geht.

Tripolis selbst ist bunt gewürfelt, überal wimmelt es von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Glaubensrichtungen, der Duft von Gewürzen hängt in der Luft und die gleißende Hitze erschwert oftmals den Alltag. Mitten drin lebt "Hadachinou" (bisher hab ich die Bedeutung dieses Kosenamens leider noch nicht ausfindig machen können) zwischen seiner Mutter und ihren Freundinnen und im Gegensatz zu unserem westlichen Verständnis beschreibt er die Frauen seines Lebens als überaus starke Personen. Natürlich haben die Frauen eine dem Mann untergeordnete Rolle inne, doch unter sich erfährt Hadachinou, was in den Frauen wirklich vorgeht, was für ein Bild sie sich von den Männern machen und wie ungerecht viele Männer mit ihren Frauen umgehen. Und so zeigt uns Hameda einmal die andere lebensfrohe und doch wirklich bunte Seite Tripolis.

Mein Fazit:
Ich hab es genossen, endlich einmal ein Buch aus einer anderen Perspektive zu lesen. Und auch wenn die Hintergründe und Lebenswege der Frauen alles andere als schön sind und sie unterschiedlich tragische Schicksale erleiden, so kommt bei der Lektüre nie das Gefühl auf, dass die Frauen sich aufgeben. Nein der Blick ist nach vorne gerichtet und unter sich können sie ihr Leben in vollen Zügen genießen. Anders als vielleicht erwartet schicldert Hameda keine dunkle triste Welt in Tripolis, sondern begeistert einen von den starken Frauen.
Und man spürt bereits, dass Hadachinou mit einem ganz anderen Rollenverständnis aufwächst.

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Tags: hameda, tripolis   (2)
 

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132 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 29 Rezensionen

klassiker, bücher, shakespeare, cervantes, romeo und julia

Die Buchwanderer

Britta Röder
Flexibler Einband: 268 Seiten
Erschienen bei Acabus Verlag, 14.11.2011
ISBN 9783862820177
Genre: Fantasy

Rezension:

Wenn Buchliebhaber über Bücher schreiben... dann geht es häufig eben auch um die Liebe zur Literatur. Ich selbst liebe "Die Stadt der träumenden Bücher" von Walter Moers und freue mich schon wahnsinnig auf die Lektüre von "Das Labyrinth der träumenden Bücher" und habe massenweise weitere Bücher auf meinem Bücherstapel liegen, die auch von Buchliebhabern und über Buchliebhaber geschrieben sind. Denn was gibt es schöneres, als sich gänzlich in einem Buch zu verlieren?

Etwas befremdlich ist jedoch, was Ron eines Tages geschieht: Auf dem Weg zu einer Verabredung mit seinem Cousin begegnet ihm eine schöne Unbekannte, die ihn so in ihren Bann zieht, dass Ron ihr augenblicklich folgt und in der Bibliothek endet. Fasziniert beobachtet er, wie die Unbekannte ihre Buchauswahl trifft und ihm scheinbar ein Zeichen zukommen lässt. Kurzer Hand leiht er sich "Romeo und Julia" aus und beginnt zu lesen. Statt jedoch zu seiner Verabredung zu gehen, findet er sich plötzlich mitten in Verona wieder und ist umringt von Shakespeares Figuren. Damit nicht genug findet er seine schöne Unbekannte wieder, in der Rolle der Rosalinde. Doch so plötzlich Ron in Shakespeares Werk hineingerutscht ist, genauso schnell findet er sich in seiner Wohnung wieder.
Fortan ist es sein einziges Ziel, Rosalinde wiederzusehen, denn auch sie scheint sich wirklich für ihn zu interessieren. Und sein Weg führt ihn über Puschkin bis hin zu Cervantes.

Mein Fazit:
Der Einstieg in das Buch fiel mir zunächst etwas schwer, was jedoch nicht mit der Sprache oder der Geschichte selbst zu tun hat. Vielmehr fand ich die Schrift etwas zu klein, was das Lesen anfangs etwas mühsam machte. Dabei habe ich bisher nie Probleme mit den Augen gehabt ;)
Inhaltlich war ich schnell gefangen von dieser außergewöhnlichen Geschichte und den liebevoll gezeichneten Charakteren. Ron, der wie aus dem nichts in ein Werk Shakespeares gezogen wird und sich dort in Shakespeares Rosalinde verliebt... versucht, sie in Puschkins Eugen Onegin für sich zu gewinnen, ohne dabei den Verlauf der Geschichte zu sehr zu beeinflussen bis hin zum dramatischen Höhepunkt an der Seite doch Quixotes und Sancho Panzas. Die Liebe zur Literatur und die Liebe zu einem außergeöhnlichen Menschen können wahrlich Grenzen einreißen.

Ich kann diesen Roman nur allen empfehlen, die sich schon viele ABende in guten Büchern verloren haben und nur ungerne in die Realität zurückgekehrt sind.

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Tags: buch, bücher, rezension, röder   (4)
 

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279 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 36 Rezensionen

weihnachten, weihnachtsmann, finnland, geschenke, trauer

Wunder einer Winternacht

Marko Leino , Gabriele Schrey-Vasara , ,
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.11.2009
ISBN 9783499248467
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Was gibt es Schöneres, als in der Vorweihnachtszeit das ein oder andere schöne weihnachtliche Buch zu lesen. Und obwohl mein SuB langsam aber sicher zusammenbricht, konnte ich mich nicht zurückhalten und hab mir in der zweiten Adventswoche "Wunder einer Weihnacht" zu Gemüte geführt. Soviel schonmal vorab: eine wirklich zauberhafte Geschichte!!

Nikolas muss in der Weihnachtszeit einen schweren Schicksalsschlag verkraften, seine Eltern sowie seine kleine Schwester sind in der stürmischen See ertrunken. Fortan kümmert sich die Gemeinschaft des kleinen Fischerdörfchens reihum um den einsamen Jungen, der sich zunächst komplett zurückzieht. Doch nach dem ersten Jahr kann er wieder Menschen in sein Herz schließen und integriert sich in seine Familien. Jedes Jahr zur Weihnachtszeit wechselt er die Familie und als Dank hinterlässt er den Kindern der Familie ein Weihnachtsgeschenk.

Nachdem Nikolas nach ein paar Jahren bei jeder Familie gelebt hat, nimmt ihn der alte Schreiner Lisakki bei sich auf. Im nu scheint Nikolas Leben ganz andere Bahnen zu nehmen, denn Lisakki mag keine Kinder und nutzt Nikolas als Hilfe in seiner Werkstatt. Doch in der ersten gemeinsamen Weihnacht erkennen die beiden, dass sie doch nicht so unterschiedlich sind und leben von nun an freundschaftlich zusammen und kümmern sich gemeinsam um die Weihnachtsgeschenke für die Kinder des Dorfes. Bis ein weiterer Schicksalsschlag Nikolas Leben nochmals durchschüttelt.

Mein Fazit:
Eine wirklich süße Weihnachtsgeschichte über die Herkunft des Weihnachtsmannes und den Brauch des Schenkens. Ach ja, Weihnachten kann so schön sein. Ich frage mich nur, wie Kinder heutzutage da noch zurecht kommen: Nikolaus, Weihnachtsmann, Christkind...
Aber die Geschichte selbst hat doch ein wenig Weihnachtsstimmung bei mir heraufbeschworen. Eine in der Weihnachtszeit absolut lohnenswerte Lektüre und sicherlich auch ein schönes Buch für junge Leser!

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59 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

china, games, nerds, computerspiele, gesellschaft

JPod

Douglas Coupland , Clara Drechsler , Harald Hellmann
Fester Einband: 510 Seiten
Erschienen bei Tropen, 01.08.2011
ISBN 9783608501032
Genre: Romane

Rezension:

Programmierer sind eine ganz spezielle Spezies: in sich gekehrt, weltfremd und mit möglichst wenig sozialen Kontakten. Zumindest ist das das gängige Bild, was man von Programmierern im Allgemeinen hat. Douglas Coupland entführt uns in seinem Roman "JPod" mitten hinein in die Welt der Computerspielprogrammierer, speziell sogar in den JPod, einen Zusammenschluss aller Programmierer, deren Nachnamen mit J beginnen - daher dann auch der Name des Romans :) Und was wir hier erleben schweift dann doch in weiten Teilen von den Klischee ab, welches wir gerne von Programmierern haben - aber keine Angst, das ein oder andere Klischee bleibt natürlich erhalten :D

Ethan Jarlewski nimmt uns mit auf eine Reise durch seine Welt. Mit möglichst wenig Motivation und Arbeitseifer und einem erstaunlichen Maß an Überstunden - wobei man sich oft genug fragt, warum denn da überhaupt überstunden anfallen, aber ganz klar: Alibi - programmieren er und seine Kollegen nun eine Schildkröte (!) in das eigentlich schon fertige Skaterspiel hinein. Aber wenn der Sohn des Chefs nunmal auf Schildkröten abfährt...
Viel spannender als der Büroalltag ist jedoch Ethans Leben neben dem Büro:
Seine Mutter baut im Keller des Elternhauses Hanf an und muss schonmal zum Geldeintreiben große böse Rocker mit Pistolen bedrohen, und wenn dann noch ein kleines Hundchen seine Zähne in ihre Wade rammt, dann muss auch dieses kleine Lebewesen daran glauben.
Ethans Vater lebt seine Midlifecrisis vor der Kamera aus. Doch die erste Sprechrolle lässt ewig auf sich warten, dafür hat er aber nach kürzester Zeit eine Stalkerin an den Fersen, die er so schnell nicht mehr los wird und die zu allem Überfluss den Dude, die Lieblingspflanze von Ethans Mutter, zerstört.
Ethans Bruder weicht auch ein wenig von der Norm ab. Als Immobilienmakler hilft er nebenbei noch einen Menschenschmugglerring und quartiert mal eben eine ganze LKW-Ladung Flüchtlinge in Ethans Wohnung ein. Der Chef des Menschenschmugglerrings Kam-Fong zeigt sich hierfür erkenntlich und schleust sich gleich mit in Ethans Freundeskreis ein. Alle lieben ihn - und das nicht nur, weil er eine ganze Ladung Kokain in die JPod-Cola mischt.

Und natürlich darf auch Doglas Coupland selbst nicht fehlen. Wird er zunächst nur nebenbei erwähnt und sein schriftstellerisches Können belächelt, so sitzt er nachher Leibhaftig mit Ethan zusammen im Flieger nach China und bleibt bis zum bitteren Ende Element des Romans.

Was sich bereits bei der Zusammenfassung etwas konfus und turbulent anhört, entpuppt sich auch wirklich als rasante, abstruse und wirklich komische Geschichte mit vielen vielen besonderen Charakteren, die alle auf ihre Art liebenswert sind. Viele Leser mögen sich an den Einschüben stören, so liest man beispielsweise seitenlang Primzahlen oder bekommt Pi bis auf die 1.000. Stelle aufgeführt, doch für mich persönlich passte dies perfekt in die Geschichte. Erinnerte es mich doch in weiten Teilen an meinen Arbeitsalltag. Wobei wir unsere Zeit nicht mit lustigen Spielchen verbringen, sonder tatsächlich sehr konzentriert arbeiten. Aber auch wir haben mal unsere verrückten 5 Minuten.

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84 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 35 Rezensionen

liebe, ddr, wende, bauernhof, jugend

Irgendwann werden wir uns alles erzählen

Daniela Krien
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Graf Verlag, 16.09.2011
ISBN 9783862200191
Genre: Romane

Rezension:

Maria ist 16 und gerade bei ihrem Freund Johannes eingezogen. Hier auf dem Hof seiner Eltern in der DDR hilft sie nach und nach mit, sofern sie sich nicht in ihre Bücher verliert und die Sonne genießt. Besonders angetan hat es ihr hier Dostojewskijs "Die Brüder Karamasow". Nur einer vernachlässigt sie permanent: während Johannes sein Abitur macht, schwänzt sie die Schule und plant keine wirkliche Zukunft.

In der dörflichen Gemeinschaft gelingt es ihr nach und nach, sich einen eigenen Platz zu erarbeiten, doch nach und nach entfremdet sie sich innerlich immer mehr von ihrer neuen Familie.
Der 24 Jahre ältere Henner, der innerhalb der Dorfgemeinschaft eine klare Außenseiterposition inne hat, scheint ein gewisses Interesse an der jungen Frau zu haben. Unmerklich baut sich eine gewisse sexuelle Spannung zwischen beiden auf, die Maria häufiger Angst macht, weil sie sich nicht wirklich einzuordnen weiß. Nachdem Henner sie eines Abends auf der Straße findet und sie nach Hause bringen will, entläd sich die Spannung zwischen beiden in einer Mischung aus Sex und Gewalt. Maria versucht ihre Male vor Johannes zu verbergen. Doch auch wenn dies auf den ersten Blick sehr nach Vergewaltigung aussieht, ist dies der Beginn einer innigen Beziehung eines absolut ungleichen Paares. Mehr und mehr entfernt Maria sich von Johannes und seiner Familie und sucht immer neue Ausreden, um sich zu Henner zu stehlen. Doch eines Tages muss eine Entscheidung getroffen werden, denn Maria plagt das schlechte Gewissen...

Mein Fazit:
Eingebettet in die Zeit der Wiedervereinigung gelingt es Daniela Krien eine wunderbare und wirklich außergewöhnliche Liebesgeschichte zu erzählen, die einen jedoch nie vergessen lässt, dass sie in den letzten Monaten der DDR direkt nach dem Mauerfall spielt. Marias Wesen wird eindrucksvoll dargelegt, so dass die Zerrissenheit zwischen den Gefühlen zu Johannes Familie und zu Henner wirklich greifbar sind.
Auch die Familiengeheimnisse und das dörfliche Leben sind keine platten Nebensachen sondern werden liebevoll geschildert.

Mich persönlich erinnert das die Dorfgemeinschaft an die Heimat der Familie meines Großonkels, die ich in eben dem Jahr in der DDR besucht habe, in der diese Geschichte spielt.

Insgesamt hätte man einige Punkte vielleicht noch weiter herausarbeiten können. Einige Themen wie beispielsweise Jugendweihe werden zwar angerissen, aber nicht weiter vertieft.

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468 Bibliotheken, 3 Leser, 7 Gruppen, 103 Rezensionen

raum, entführung, gefangenschaft, flucht, missbrauch

Raum

Emma Donoghue , Armin Gontermann
Fester Einband: 409 Seiten
Erschienen bei Piper, 24.08.2011
ISBN 9783492054669
Genre: Romane

Rezension:

Raum ist exakt 3,30 x 3,30 Meter lang und das Zuhause von Jack und seiner Mutter. Hier leben und kochen sie und machen regelmäßig Sport. Abends kommt Old Nick vorbei und bringt den Müll raus und leckere Lebensmittel vorbei. Und Sonntags dürfen Jack und seine Mutter sich immer ein Sonntagsgutti aussuchen, dass ihnen den Tag versüßt. Doch Old Nick hat Jack noch nie gesehen, denn immer bevor Old Nick zu Besuch kommt, versteckt sich Jack im Schrank und wird erst dann von seiner Mutter wieder herausgeholt, wenn Old Nick weg ist. Dann darf Jack in Mamas Bett schlafen.

Auf den ersten Blick ist Jack ein wahrlich normaler Junge, er spielt gerne, ist sehr kreativ und hilft seiner Mutter, wo er kann. Lesen, Schreiben und Rechnen hat er sogar auch schon gelernt. Doch eigentlich werden Jungs in seinem Alter nicht mehr von der Mutter gestillt. Doch was außerhalb von Raum alles vor sich geht, das ist Jack ein abolutes Rätsel, denn eigentlich kann er sich eien Welt außerhalb von Raum garnicht vorstellen - das muss doch alles im Fernsehen sein und garnicht "in echt" so wie er und seine Mutter. Jack war noch nie in seinem Leben außerhalb von Raum und die Vorstellung, dass es da Bäume, Kinder, Flugzeuge und was auch sonst noch alles gibt. Als Ma mehr und mehr davon erzählt und dann auch noch sagt, dass sie auch mal ein Kind war, schwirrt Jack der Kopf und eigentlich will er nur seine Lieblingsbücher lesen. Alles andere interessiert ihn nicht. Doch das ist wahrlich nicht so einfach...

Mein Fazit:
Ich muss ehrlich sagen, dass ich zutiefst beeindruckt bin, von Emma Donoghues Roman und wirklich jedem nur empfehlen kann, ihn zu lesen.

Jacks Erzählweise mag zunächst wirklich befremdlich wirken, schließlich ist er gerade mal 5 Jahre alt, was sich an seiner Sprache durchaus bemerkbar macht, doch wirkt die gesamte Geschichte hierdurch absolut stimmig und zeigt uns ein tragisches Schicksal aus einer bemerkenswert anderen Perspektive. Als Leser neigt man so schon sehr früh zu Spekulationen, erlebt aber gleichzeitig auch, wie Jack keinen Raum für Spekulationen hat und Dinge in seinem kindlichen Gemüt einfach ausklammert oder sein Leben als absolut normal lebt. Ich mag an dieser Stelle auch nicht zu viel vorweg nehmen, um möglichen Lesern auch ja nicht die Spannung zu nehmen.

Lasst euch jedenfalls nicht von der Sprache abschrecken, dieser Roman ist es wirklich wert, sich darauf einzulassen!

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Tags: donoghue, gegenwartsliteratur, kind, raum, usa   (5)
 

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60 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

italien, bergdorf, rätsel, glaube, dorf

XY

Sandro Veronesi , Michael von Killisch-Horn
Fester Einband: 393 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 01.08.2011
ISBN 9783608939606
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein weiteres Rezensionsexemplar von bloggdeinbuch.de ist nun in mein Regal gewandert. Diesmal wusste ich allerdings nicht, um welches Buch es sich handelt, denn man konnte sich auf eine Sneak Preview bewerben. Was mich dann erwartete war ein Krimi...

Beschreibung des Verlages

"Elf Leichen werden in einem verschneiten Bergdorf gefunden. Ein Pfarrer und eine Psychiaterin versuchen, dem Unfassbaren auf die Spur zu kommen. Mitreißend spürt Sandro Veronesi den Grundfragen von Schuld und Sühne, Gut und Böse, Vernunft und Glauben nach.

Im verschneiten Wald nahe des Bergdorfs San Giuda werden die Leichen von elf Touristen gefunden. Die Autopsie der Leichen offenbart etwas Unfassbares: elf Leichen, elf Todesursachen. Mord und Selbstmord, Krebs und Herzinfarkt. Ein Opfer scheint dem Biss eines Haifisches erlegen zu sein. Nichts passt zusammen. Während die Behörden die unerklärlichen Details der Tragödie vertuschen, versuchen der Priester Don Ermete und die Psychologin Giovanna, das Rätsel zu lösen. Ihre Ermittlungen führen den Leser auf eine philosophische Reise in die Grenzgebiete unseres Verstandes."

Mein Fazit

Puh, was soll ich dazu sagen? Veronesi gelingt esrecht gut, Verwirrung zu stiften, was nicht zuletzt durch die Psychologin Giovanna und den Priester Don Ermete sowie die vielen irgendwie doch schräg wirkenden Kreaturen im Buch hervorgerufen wurde. Während des Lesens habe ich mich sogar dabei erwischt, dass ich mich gefragt habe, was ich hier eigentlich lese: Krimi/Thriller oder Science Fiction? Spannend fand ich es dennoch und irgendwie mag ich es auch, wenn ein Buch mich rätseln lässt. Aber wie viel Rätsel braucht der Mensch/Leser wirklich? Oft hatte ich das Gefühl, dass die Handlung einfach nur stockte, statt voranzuschreiten. Und auch das Ende war für mich alles andere als erfüllend. Gute Ansätze und ein flüssiger Erzählstil, der das Lesen ansich sehr angenehm machte, können jedoch nicht über das wirklich dürftige Ende hinwegtäuschen

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Tags: italien, klettcotta, veronesi, xy   (4)
 

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84 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

kindheit, süskind, erzählung, herr sommer, novelle

Die Geschichte von Herrn Sommer

Patrick Süskind , Jean-Jacques Sempé
Fester Einband: 127 Seiten
Erschienen bei Diogenes
ISBN 9783257018950
Genre: Romane

Rezension:

Herr Sommer ist ein eigenartiger Kauz, so weiß der junge Ich-Erzähler noch aus seiner Kindheit zu berichten. Von früh morgens bis spät abends treibt es ihn von Ort zu Ort, rund um den See. Egal welches Wetter herrscht und selbst bei schlimmsten Hagelsturm tragen ihn seine Füße und scheinen nicht anhalten zu wollen, es sei denn, es geht wirklich nicht anders. Selbst seine Frau, die Zuhause Puppen herstellt, sieht ihn kaum.
Angeblich leidet er an Klaustrophobie, heißt es im Ort. Dieses "Im-Freien-herumlaufen-müssen" beeindruckt den Erzähler so allgemein, dass sich die wenigen Begegnungen mit diesem kauzigen Dorftbewohner in sein Gehirn eingebrannt haben, auch wenn er damals noch nichtmal Gymnasialschüler war. Als er eines Tages mit seinem Vater bei schlimmstem Hagelschauer im Auto unterwegs ist, bietet sein Vater dem Spaziergänger an, ihn nach Hause zu fahren und wird zunächst knallhart ignoriert. Nachdem er sich aber nicht abwimmeln lassen lässt, erhält er eine Reaktion: "Ja so laßt mich doch endlich in Frieden!" Eine für den Erzähler einprägsame Aussage, an die er sich bei einer schicksalsträchtigen Begegnung im Wald hält.

"Die Geschichte von Herrn Sommer" ist nach "Das Parfüm" das zweite Werk von Patrik Süskind, welches ich gelesen habe und ich hab jeden einzelnen Satz wirklich genossen. Süskind erzählt mit einer wunderbaren Leichtigkeit, so dass das sicherlich nicht das letzte Werk Süskinds ist, das ich lesen werde.

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Tags: gegenwartsliteratur, süskind   (2)
 

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harold und maude, alter, colin higgins, freundschaft, beziehung

Harold and Maude

Colin Higgins , Marcel Keller
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.09.2009
ISBN 9783548609188
Genre: Romane

Rezension:

Der 19-jährige Harold hat zum Leidwesen seiner Mutter keine Perspektive in seinem Leben. Weder Studium noch Heirat interessieren ihn. Sein einziges Ziel ist es, seine Mutter zu erreichen. Und dafür greift er zu merkwürdigen Mitteln: Er inszeniert seinen eigenen Tod auf unterschiedlichste Weise und beobachtet dabei die Reaktionen seiner Mutter. Die jedoch nimmt nach und nach weniger Notiz von seinen ausgeklügelten Plänen und schickt ihren Sohn lieber zu einem Therapeuten.
Auf einer Beerdigung - eines seiner skurilen Hobbies - sieht er eine ältere Dame, die, genau wie er selbst, scheinbar keinerlei Verbindung zu dem verstorbenen hatte. Stattdessen sitzt sie unter einem Baum und isst Wassermelone. Auf der nächsten Beerdigung kommen die beiden Beerdigungsfans ins Gespräch und nachdem Maude ausgerechnet Harolds Wagen geklaut hat, entwickelt sich zwischen dem ungleichen Paar mit einem Altersunterschied von 60 Jahren eine innige Freundschaft.

Ich habe mir das Buch von meinem Geburtstagsgeld gekauft, weil ich es unbedingt einmal lesen wollte. Den Film kenne ich bis heute nur aus Erzählungen, doch diese reizten mich genug, das Buch zur Hand zu nehmen.
Es ist eine wirklich schöne Geschichte von einem Paar, das unterschiedlicher nicht sein könnte. Maude ist herrlich schrullig und sehr lebensfroh kurz vor ihrem 80. Geburtstag.
Auch die Beziehung zwischen Harold und seiner Mutter hat mich des öfteren schmunzeln lassen. Ob die Mutter nun über eine Datingagentur 3 Heiratskandidatinnen ins Haus holt, die Harold alle mit seinen Scherzen vertreibt oder der hübsche E-Type Jaguar, den sie ihm schenkt, weil sie seinen Leichenwagen einfach nicht mehr sehen kann ("Was sollen denn die Leute denken") und Harold bastelt daran herum und macht aus dem grünen Jaguar einen tollen schwarzen Leichenwagen-Jaguar mit Samtvorhängen.

Ich habe das Buch tatsächlich an einem Abend durchgelesen!! Daher kann ich es jedem nur empfehlen.

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Tags: colin higgins, harold und maude, liebesgeschichte, tv, verfilmte bücher   (5)
 

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581 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 21 Rezensionen

klassiker, mord, medien, gesellschaft, bild

Die verlorene Ehre der Katharina Blum

Heinrich Böll
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.01.1976
ISBN 9783423011501
Genre: Klassiker

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Die Katze, die Anchovis liebte

Detlef Bluhm
Fester Einband: 222 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 07.08.2006
ISBN 9783431036848
Genre: Sonstiges

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