Dagmar_Urbans Bibliothek

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91 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Ostfriesenfluch

Klaus-Peter Wolf
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 08.02.2018
ISBN 9783596036349
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eine von Schrotkugeln durchlöcherte Frau liegt auf einem Feld vorm Deich, gleich daneben, auf der Straße vor seinem Auto, ein toter Deutsch-Türke. Die Frau entpuppt sich als angesehene Anwältin, die seit Wochen verschwunden war. Ihr Mann ist überzeugt, sie hätte ihn und die Kinder verlassen. Auch Kommissar Rupert glaubt das, zumal die Tote ein Verhältnis mit einem Schüler hatte. Dann wird im Ferienhaus ihres Anwaltskollegen ein Paket mit ihren Kleidern gefunden. Hat der junge Mann sie aus Eifersucht erschossen? Ann Kathrin Klaasen zweifelt. Plötzlich wird auch auf den Witwer der Ermordeten geschossen. Als eine weitere Frau verschwindet, ist die Kommissarin überzeugt: die Frauen wurden entführt. Doch die Zusammenhänge sind unklar. Zu allem Überfluss plagen Ann Kathrin und Weller private Sorgen, denn Ann Kathrin hat einen Leberfleck, der verdächtig nach Krebs aussieht. Schließlich flieht der junge Liebhaber bei einer Befragung. Ist er doch der Täter? Endlich gefasst, nimmt er die Kommissarin als Geisel und entkommt erneut …

Zum zwölften Mal hat Klaus-Peter Wolf seine Auricher Kommissare auf den Plan gerufen. Diesmal taucht er tief in eine verletzte Kinderseele ein. Das Thema passt hervorragend zu seiner einfühlsamen, Kinderbuch sammelnden Kommissarin. Wolf lässt Ann Kathrin Klaasen und ihre Kollegen gewohnt engagiert, manche nennen es ostfriesisch-starrköpfig, arbeiten. Lange gepflegte, lieb gewonnene Charakterstärken und menschliche Schwächen der Figuren spielt er ebenso gekonnt wie humorvoll aus. Beispielsweise meint sein Hauptkommissar Rupert: „Ann Kathrin ist egal, wer unter ihr Chef ist.“ Ein typisches Klaasen-Zitat lautet: „O Herr, gib mir Geduld, aber bitte sofort!“ Darüber hinaus bindet der Autor (teils echtes) privates Umfeld ein, ostfriesische Eigenarten, Wissen über Natur und Geschichte, erzählt sehr unterhaltsam und lebendig.

Fazit: Für Krimi-Fans, die es nicht allzu blutrünstig mögen, genau das Richtige zum Abtauchen und Entspannen.

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Tags: ann kathrin klaasen, aurich, klaus-peter wolf, krimi, lokalkolorit, ostfriesland, psychopath, spannung und humor   (8)
 

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160 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Das Café am Rande der Welt

John Strelecky , Bettina Lemke
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.12.2014
ISBN 9783423253574
Genre: Sachbücher

Rezension:

John braucht dringend eine Auszeit. Spontan bricht er zu einem Urlaub auf, Richtung Süden und dann immer geradeaus. Doch schneller als gedacht steht John im Stau. Nach einer gefühlten Ewigkeit fährt er vom Highway ab, ohne Karte, und verirrt sich prompt. Mitten in der Nacht, müde, hungrig und mit fast leerem Tank, strandet er an einem Café irgendwo im Nirgendwo. Im „Café der Fragen“ sitzen nur ein paar Leute, die Bedienung ist seltsam, aber nett. Schnell hat sie John in ein Gespräch verwickelt.

Geschickt kippt Strelecky seine Ich-Erzählung bzw. die Sicht auf das Reise-Geschehen von außen nach innen. Drei Fragen helfen dem Protagonisten, sein Leben zu hinterfragen, auf Sinnsuche zu gehen und seinem Leben eine neue Richtung zu geben. So bescheren ihm letztlich Stau und Irrfahrt ein Schlüsselerlebnis, das ihm langfristig wahre Erfüllung beschert.

 
Der Autor benutzt eine klare, schlichte Sprache. Die Figuren sind warmherzig und gehen humorvoll miteinander um. Der Text wirkt durch seine Leichtigkeit entspannend, gleichzeitig hebt er die tiefschürfenden Gedanken hervor.

Meine Empfehlung: 120 Seiten aufsaugen und nachwirken lassen. (-;

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Tags: begegnung, fragen-café, lebenssinn, neuorientierung, umweg, urlaub   (6)
 

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449 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 21 Rezensionen

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Die dunkle Seite

Frank Schätzing
Flexibler Einband: 537 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 12.02.2007
ISBN 9783442458790
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Einzelhändler Üsker ist gefoltert und ermordet worden. Überlastete Kripo-Beamte suchen erfolglos nach brauchbaren Spuren. Unterdessen taucht Simon Bathge bei Vera Germini auf. Die Privatdetektivin soll ihm helfen, Andreas Marmann zu finden, mit dem Bathge als Fremdenlegionär im Golfkrieg war. Durch ihre Kontakte zur Polizei erfährt Germini, dass auch Üsker sich als Legionär verdingt hatte und Bathge und Marmann kannte. Außer den dreien gehörte Jens Lubold zu der Truppe, doch dieser ist angeblich längst tot. Hat Marmann Üsker so bestialisch ermordet? Will er auch Bathge töten? Wenn ja: Welches Motiv hat er? Obwohl sich Germini zu Bathge hingezogen fühlt, überwacht sie ihn per Funksender während sie bei Marmanns Familie und einigen alten Bekannten recherchiert. Dann wird einer dieser Bekannten ermordet und Menemenci verliert bei einem Rettungsversuch fast sein Leben. Nun steht Germini im Verdacht, den Mörder zu schützen.

Um Gut und Böse geht es letztlich in jedem Krimi oder Thriller. Doch Schätzing will in seinem Roman dem Wesen eines Psychopathen näher kommen. Laut Vorwort beschäftigte er sich 1997 mit FBI-Akten von Serienkillern und Psychopathen. Daraus ist ein fesselnder Thriller entstanden. Das Täterprofil ergibt sich aus der zweigleisigen Ermittlungsarbeit, psychologische Erkenntnisse fließen in die Ermittlungen ein, statt die Handlung zu blockieren. Der Druck auf Seiten von Polizei und Detektivin wächst stetig und damit die Spannung für den Leser. Zudem sorgt Germinis Vor- und Liebesgeschichte für einen weiteren psychologischen Täteraspekt und emotionale Verdichtung. Als besonders angenehm empfand ich, dass die Folterungen nicht detailliert beschrieben sind, aber dennoch sehr deutlich werden.

335 Seiten Hochspannung plus Anhang mit Golfkrieg-Chronologie, Übersetzung der kurzen französischen Dialoge und Dank

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Tags: fremdenlegion, golfkrieg, köln, polizei, privatdetektivin, psychopath, thriller   (7)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

chaos, erste liebe, projektwoche, schule, teenie

Echt fertig!

Hans-Jürgen Feldhaus ,
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.06.2014
ISBN 9783423715942
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Jan Hensen ist dreizehn und verliebt in Lena. Natürlich weiß sie das nicht. Noch nicht, denkt Jan, und lässt sich für die Projektwoche in die Arbeitsgruppe der supersüßen Lena und ihrer Bestfreundin Nadine einteilen. Blöd nur, dass die Mädchen auch Justus Bloch aus der 7 c dabei haben wollen. Noch blöder, dass der ein Angeber und Besserwisser ist und sich immer mehr bei Lena einschleimt. Ein echter Arsch-Bloch eben. Langsam fragt sich Jan, ob er nicht besser in der Gruppe seiner Kumpel geblieben wäre. Die hängen nämlich im Stadtpark ab, filmen Passanten mit ihren Handys und chillen, während er öde Protokolle führen soll. Wer interessiert sich schon für die Arbeitsplätze seiner Eltern? Leider sind Jans Gruppenmitglieder anderer Meinung. Also schlägt er sich mit Justus im Bestattungsunternehmen von Nadines Vater herum, im Kommissariat und im Krankenhaus bei Lenas Eltern, in der Bank bei Bloch Senior und nimmt die drei mit zu seiner Mutter ins Museum. Als Justus verbotenerweise ein altes Bild aus dem Büro seines Vaters kopiert und Lena schenkt, wird es echt kriminell schwierig. Denn Jan erfährt, dass das Bild eigentlich dem Museum gehört und seine Mutter wegen Justus‘ Vater womöglich ihren Job verliert. Jan muss das verhindern. Er muss was tun. Mit Justus zusammen. Jan ist fertig. Echt fertig …

Chaos und Missgeschicke sind Programm im Leben von Jan Hensen. Hans-Jürgen Feldhaus lässt seine Hauptfigur nicht nur witzig, frech und lebendig erzählen, er illustriert die (Alltags-)Erlebnisse des 13-Jährigen ebenso passend. Außerdem beherrscht er die Gefühlspalette eines Teenies und spielt sie voll aus. Träume, Wünsche, Hoffnungen, Wut, Frust und Unsicherheit wechseln bei Jan Hensen so schnell wie seine Ideen, die mit schönster Regelmäßigkeit nach hinten los gehen. Eben alles wie im richtigen Teenie-Leben, nur sehr viel lustiger.

Diese Bücher haben m.E. das Zeug, junge Lesemuffel zu bekehren. (-;

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Tags: chaos, erste liebe, projektwoche, schule, teenie   (5)
 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

afrika, eisenbahn, globetrotter, nordkap, reise, zugreise

Die eiserne Straße

Tatjana Kröger
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Wiesenburg, 01.02.2016
ISBN 9783956323843
Genre: Sonstiges

Rezension:

Globetrotterin Tatjana Kröger fährt mit dem Zug vom Nordkap zum Kap der Guten Hoffnung. Das jedenfalls ist der Plan zu ihrer Reminiszenz an die Eisenbahn. Dass die Zugverbindung auf ihrer Route teilweise gar nicht mehr existiert, stellt sie erst vor Ort fest. Dennoch wird die sechsmonatige Reise für die Projektmanagerin und Lehrerin ein voller Erfolg.
Hautnah erlebt sie Länder und Leute verschiedenster Kulturen, entdeckt traumhafte Landschaften, bestaunt atemberaubende Plätze und beobachtet wilde Tiere. Zudem ist Krögers Reise deutlich preisgünstiger als ein durchschnittlicher Pauschaltourist zu träumen wagt.

Die zwölfsprachige Autorin lässt sich ganz auf die örtlichen Gegebenheiten ein, übernachtet im Schlafsaal einer Jugendherberge, im fensterlosen Kabuff eines afrikanischen Hostels oder auf der Couch hilfsbereiter Privatleute. Sie hält nordnorwegischen Sturmböen und Mückenschwärmen stand, klettert im Nieselregen durch die Karpaten, kämpft sich durch den Großstadtdschungel von Istanbul und Kairo und wandert durch die Steppe im Hochland Tansanias, um eine Barbaig-Familie zu besuchen. Je weiter sie nach Süden kommt, desto billiger werden die Fahrkarten, aber das Schienennetz wird auch löcheriger, streckenweise muss sie auf Busse ausweichen. Schnell wird ihr klar: Wo, wie beispielsweise in Rumänien, noch Pferdefuhrwerke fahren, sind viel mehr Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Und wer sich im nördlichen Europa über mangelnde Pünktlichkeit beklagt, ist in Afrika froh, wenn überhaupt ein Zug kommt.

 

All das beschreibt Kröger lebendig und eindrucksvoll auf 307 Seiten. Sie nimmt die Leser mit in eine polnische Bazylia, wo sie Pierogi, Kraut- u.a. Suppen kostet, zeigt ihnen eine ungarische Familien-Kelterei, entführt sie ebenso zu Augen- und Ohrenschmaus auf afrikanische Märkten wie zu kulinarischen Genüssen an etlichen Mamalishe (Garküchen). Im Mittelteil unterstützen einige schwarz-weiße Fotos und zwei Landkarten ihre Schilderung.

Ein lesenswerter Reisebericht, der Fernweh und Neugier weckt und die Sinne schärft für fremde Lebensweisen.

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Tags: afrika, eisenbahn, globetrotter, nordkap, reise, zugreise   (6)
 

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(19)

35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

durchsetzungsvermögen, gerechtigkeit, jugendbuch,span, mee, meuterei, schiffsreise, schulbuch, see, ung

Salz im Haar

Avi , Josef Pesch
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.01.2007
ISBN 9783551354747
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Mit Magengrummeln besteigt die 13jährige Charlotte Doyle im Sommer 1832 ein Handelsschiff, das sie von England nach Amerika zu ihrer Familie bringen soll. Charlotte ist die einzige Passagierin, ihre Kajüte ähnelt einem engen, dunklen Verschlag und vor den Matrosen schaudert ihr. Zudem lehnen die Männer die junge Miss offenbar ab, nur Kapitän Jaggery benimmt sich so galant, wie sie es gewöhnt ist. Als Schiffskoch Zacharias ihr ein Messer zur Verteidigung schenkt, vertraut sie sich dem Kapitän an. Kurz darauf deckt dieser eine geplante Meuterei auf, bedroht die Matrosen mit Schusswaffen und verhängt drastische Strafen. Charlotte ist entsetzt. Sie gerät zwischen die Fronten und entscheidet sich gegen den brutalen Kapitän. Damit hat sie ihn zum Feind. Nachdem sie der Mannschaft bewiesen hat, dass sie es ernst meint, gehört sie zu den Matrosen. Sie muss – auf Befehl des Kapitäns – bei den Männern schlafen und arbeitet wie sie. Doch mit jedem Tag wird die Reise gefährlicher und seltsamer. Die Seahawk gerät in einen Orkan, den Charlotte offenbar dank eines Geistes überlebt. Doch danach liegt der erste Steuermann Mister Hollybrass tot auf dem Deck und Charlotte wird des Mordes angeklagt.

„Salz im Haar“ ist gleichzeitig historischer Abenteuerroman und Jugend-Thriller. Autor/Autorin AVI lässt Charlotte ihre Geschichte selbst erzählen. Dementsprechend kann die Sprache besonders für sehr junge Leser von heute ungewohnt, vielleicht sogar schwierig sein. Doch wer sich daran wagt, wird reich belohnt. Begonnen mit dem pulsierenden Leben am Hafen über das gefährliche, raue Leben auf See bis zum Luxus einer wohlhabenden Familie erlebt man die Verhältnisse im 19. Jahrhundert hautnah mit. Seemännische Begriffe erklären sich wie nebenbei aus dem Geschehen und durch eine Skizze am Ende des Buches. Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung der jungen Protagonistin von der gehorsamen Tochter (jungen Lady) aus gutem Haus zu einem mutigen, selbstbewussten, Freiheit liebenden Menschen.

PRÄDIKAT: absolut EMPFEHLENSWERT 

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Tags: durchsetzungsvermögen, gerechtigkeit, meuterei, schiffsreise, see-abenteuer   (5)
 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

freundschaft, hoffnung, krankheit, liebe, phantasie, tod, träume, vertrauen, wunder, zauber, zirkus

Zirkus Mirandus

Cassie Beasley , Wieland Freund , Florian Biege
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 12.09.2016
ISBN 9783407821676
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der 9-jährige Micah lebt glücklich bei seinem Großvater Ephraim. Die beiden spielen, lachen, bauen gemeinsam ein Baumhaus und am liebsten hört Micah Opas fantastische Geschichten vom Zirkus Mirandus. Doch als Ephraim todkrank wird, reist seine Schwester Gertrudis an. Die verbitterte Frau hasst die Geschichten ihres Bruders, tut sie als Hirngespinste ab und hält Micah von Ephraim fern. Micah sehnt sich nach seinem Opa und nutzt jede Gelegenheit, sich in dessen Zimmer zu schleichen. So erfährt er, dass Ephraims Erzählungen vom geheimnisvollen Lichtkrümmer, der zauberhaften Vogelfrau und all den Zirkus-Erlebnissen tatsächlich wahr sind. Außerdem hat Micahs Opa beim Lichtkrümmer noch einen Wunsch frei. Allerdings können die wenigsten Menschen – nicht mal alle Kinder – den Zirkus Mirandus sehen oder gar eine Vorstellung miterleben. Trotzdem macht sich Micah zusammen mit seiner neuen Freundin Jenny auf die Suche. Aber: kann ein Zauber des Lichtkrümmers seinen Großvater retten?

Wo ist die Grenze zwischen Realität und Illusion? Dieser Frage spürt Cassie Beasley in ihrem Kinder-Roman nach. Phantasievoll, warmherzig und einfühlsam stellt sie die beiden Lager gegenüber. Ihre Figuren haben individuelle Fähigkeiten, die sie langsam entdecken, mutig ausleben oder verdrängen. Die Autorin schickt ihren kleinen Protagonisten in ein Abenteuer, das seinen Widerspruchsgeist herausfordert, seinen Glauben stärkt und sein Selbstbewusstsein wachsen lässt.
Nur wer die Magie in sein Leben lässt, kann sich von ihr durch dunkle Zeiten tragen lassen und WUNDERvolle Dinge erleben. Eine traumhaft schöne, zeitlose Geschichte.

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Tags: freundschaft, hoffnung, krankheit, liebe, phantasie, tod, träume, vertrauen, wunder, zauber, zirkus   (11)
 

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(209)

341 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

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Corpus Delicti

Juli Zeh
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei btb, 09.08.2010
ISBN 9783442740666
Genre: Romane

Rezension:

Mia Holl trauert um ihren Bruder Moritz, der in einem Indizienprozess wegen Mordes verurteilt wurde und im Gefängnis Selbstmord beging. In einem Staat, der Gesundheit und Überlebenswillen als obersten Bürgerwillen bzw. als Pflicht betrachtet, die Menschen diesbezüglich überwacht und Verstöße ahndet, gilt Selbstmord als Revolution. Mia zieht sich in ihrer Trauer zurück, vernachlässigt ihre sportlichen und ernährungsphysiologischen Pflichten. Das ruft die METHODE, das staatliche Rechtssystem, in Gestalt des systemtreuen Journalisten Heinrich Kramer auf den Plan. Rechtsanwalt Rosentreter wird Mia als Pflichtverteidiger beigestellt. Nach einigem Auf und Ab kann Rosentreter einen Justizskandal aufdecken, der Mia die Freiheit beschert. Doch Mia steckt nach wie vor in einem Dilemma: als trauernde Schwester sind ihre rationalen Zweifel an der Schuld ihres geliebten Moritz beseitigt, doch als Staatsbürgerin zweifelt sie am System. Ihr Widerspruchsgeist ist geweckt, mit fatalen Folgen.

Juli Zeh spinnt aktuelle Themen weiter und verdichtet sie in einer packend scheinschönen Justiz- und Staatsvision. Ihre ambivalent denkende Protagonistin findet problemlos Argumente für und gegen die METHODE. Perfekt, um das Drama der Hauptperson langsam zuzuspitzen und die Gefahren der Staatsdoktrin für den Leser erlebbar zu machen. Ein wortgewandt inszeniertes Gerichtsverfahren in einer perfekt gedachten Zukunft. Fehler im System sind und bleiben allerdings die Menschen.

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Tags: justizirrtum, methode, prozess, staatsdoktrin, überwachungsstaat, zukunftsvisio   (6)
 

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54 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

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Wilma & Wilhelm - Geheim geht anders

Uli Leistenschneider , Isabelle Göntgen
Fester Einband
Erschienen bei Kosmos, 06.07.2017
ISBN 9783440151921
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Uli Leistenscheider schreibt anschaulich und humorvoll, gleichzeitig baut sie zügig Spannung auf und zieht die (jungen) LeserInnen schnell in das Geschehen.
Die Figuren werden durch ihre Handlungen sehr plastisch eingeführt. Sie sind etwas überzeichnet, was m. E. für Kinder lustiger ist, sie lebendig und gut vorstellbar werden lässt. Das Thema Freundschaft ist umfassend ausgearbeitet: Jaro, Wilma und Wilhelm freunden sich schnell an, doch die Monster sind für die meisten unsichtbar. Jaro fehlen weitere, sichtbare Freunde, zudem vermisst er Lukas. Das Pendant bildet der offensichtlich einsame, unsympathische Lutz Lotterböse, der sich an seine virtuellen Freunde klammert. Familie Löwenstein geht freundschaftlich miteinander um, die neuen Klassenkameraden lehnen Jaro wegen seines seltsamen Verhaltens (anfangs) ab und Frieda Funkel wirkt auf den ersten Blick wie eine Nachbarin, die zum freundschaftlichen Oma-Ersatz werden kann. Freundschaften wechseln, außerdem muss man an ihnen arbeiten. Das zeigt die Autorin am Umzug, durch den Jaro seinen Münchener Freund Lukas verliert und sich seine Eltern neu orientieren müssen, an den Verwicklungen durch Wilma und Wilhelm sowie an den Beziehungen zwischen Karl Knacke, Ludwig Löwenstein und Frieda Funkel.
Im Mittelteil gewinnen die Themen Verantwortung, Vertrauen und Hilfsbereitschaft an Bedeutung. Dabei erweist sich Jaros Schulkameradin Emilia als echte Freundin, die mit ihm durch Dick und Dünn geht. Bei einem Streich mit Süßigkeiten-Diebstahl will Jaro zunächst nicht mitmachen und übernimmt somit die moralische Instanz ohne erwachsenen Zeigefinger. Als Lutz Lotterböse ungefragt in Jaros Zimmer fotografiert, um ihn zu belauschen, beschwert sich Jaros Vater beim Vermieter. Diese Szene stellt klar, dass auch Erwachsene Regeln brechen und Grenzen überschreiten. Allerdings können, sollen und dürfen sich die Betroffenen wehren, sie bekommen (bei Bedarf) Unterstützung. Kleine Streiche und Schwindeleien werden dagegen nicht nur geduldet, sondern als humorvolle Pointen eingesetzt, weil sie ein gutes Ziel verfolgen.
Die liebenswerte, kindlich-fröhliche Art der beiden Monster kommt bei den LeserInnen sehr gut an. Das Geheimnis um ihre Herkunft gibt der Geschichte einen zusätzlichen Kick  und der Schluss lässt Raum für weitere Geschichten über Jaro, Emilia und die liebenswerten blauen Kuschelmonster.

Fazit: Lustig, ausgewogen, altersgerecht und mit verständlicher Botschaft. Die fröhlichen, bunten Bilder, der lockere Erzählstil und der liebevolle Blick auf Menschen und  Monster machen „Wilma & Wilhelm – Geheim geht anders“ zu einem fröhlichen Leseabenteuer. Sehr empfehlenswert!

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Tags: abenteuer, familie, freundschaft, geheimnis, monster, schokoladenfabrik, schule   (7)
 

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(2)

7 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

abenteuer, dokumentarfilmer, erste liebe, jäger, lebensgefahr, vater und sohn, vulkan, vulkanausbruch, young adult

Vulkanjäger

Katja Brandis
Flexibler Einband: 366 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 13.07.2015
ISBN 9783407745927
Genre: Jugendbuch

Rezension:



Jan lebt bei seiner Mutter in München.
Sein Vater, Vulkanologe und Filmemacher, besucht ihn nur sporadisch. Meistens
vergisst André sogar den Geburtstag seines Sohnes. Umso überraschter ist Jan,
als er seinen Vater in den Ferien nach Hawaii begleiten darf. Dort will André
einen Teil seines neuen Vulkan-Filmes drehen. Doch zuerst fliegen die beiden
nach Neapel. Am Fuße des Vesuv treffen sie Andrés Kameramann Fred und Jan bekommt
einen Vorgeschmack auf die berufliche Seite seines Vaters. Außerdem verliebt
sich der Sechzehnjährige in Giulia. Leider muss er die feurige Italienerin am
nächsten Tag verlassen. Während André auf Hawaii die hübsche Aolani bei einer
Zeremonie für die Vulkangöttin filmt, tritt an einer anderen Stelle Lava aus. Sofort
lässt sich André zum Krater fliegen, Jan und Aolani sollen auf einem
„sicheren“, erkalteten Lavafeld warten. Aber auch dort bricht die Kruste auf.
Plötzlich stehen Jan und Aolani zwischen zwei Lavaflüssen. Der Weg ist
abgeschnitten. In letzter Sekunde werden die beiden gerettet. Aber zum Erholen
bleibt keine Zeit: in Indonesien rumort der nächste Vulkan. André, Fred und Jan
fliegen hin, steigen mit Schwefelsammlern in die giftigen Gruben und geraten
durch einen Lahar in Lebensgefahr. Jan hat die Nase voll. Als Fred zu einem
anderen Auftrag muss und André verletzt wird, reisen Vater und Sohn zurück nach
Neapel. Doch dort droht die größte Gefahr - nicht nur durch den Vesuv …                 

Parallel zu der Action reichen Jagd
nach den besten Bildern der Feuerberge brodelt das Feuer in Jan. Der
Sechzehnjährige ist zum ersten Mal verliebt, in ein Mädchen aus einer anderen Kultur,
deren Regeln und Gesetzte er nicht kennt. Gleichzeitig entdeckt er die
Geschichte seiner Eltern und kämpft um die Aufmerksamkeit seines Vaters, der nur
für die Vulkane und seinen nächsten Film zu leben scheint.  



Katja Brandis
peitscht ihre Protagonisten von einem Risiko zum nächsten. Dabei verbindet sie
gekonnt deren äußere mit der inneren Welt, nutzt die Vulkane als Sinnbild für
Liebe, Leben und Leidenschaft und vermittelt Fachinformationen auf leicht verständliche
Weise. Die klare, anschauliche Sprache der Autorin fesselt von der ersten bis
zu letzten Zeile. Ich habe selten einen (Jugend-)Roman so verschlungen.



  (1)
Tags: abenteuer, dokumentarfilmer, erste liebe, jäger, lebensgefahr, vater und sohn, vulkan, vulkanausbruch   (8)
 

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(37)

60 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

brasilien, dinner, freundschaft, isabel abedi, kamera, kinderbuch, kindheit, kochen, krisen, lehrer, liebe, lola, mobbing, ostern, schule

5 Sterne für Lola

Isabel Abedi , Dagmar Henze
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Loewe, 09.10.2012
ISBN 9783785556771
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Lola Veloso ist elfdreiviertel und steckt in einer Identitätskrise. Sie braucht eine neue Traum-Berufung, ein zweites Ich für schlaflose Nächte. Doch das ist nicht die einzige Krise: Lola steckt in einer Beziehungskrise zu Alex, hat eine Sehnsucht-nach-Brasilien-Krise und mit dem neuen Schulprojekt gerät sie in eine Küchenkrise. Ihrer kleinen Tante Lisbeth hilft Lola als Hochzeitsplanerin aus der Ehe- und Scheidungskrise. Ihre beste Freundin Flo hat eine Krise, weil ihr Freund Sol wegen einer Wetterkrise bei seinen Verwandten in Brasilien festsitzt. Penelopes alte Freundin Gudrun hat eine Lebenskrise, verschwindet nach Indien und lässt ihren Sohn Enzo bei Penelope und Flo. Das löst bei Penelope, Flo und Lola eine neue Krise aus, denn Enzo ist nicht nur sehr speziell und eigenwillig, er kommt auch in Lolas Klasse. Außerdem hat Gudrun mysteriöse Andeutungen gemacht, die klangen, als würde sie Penelope erpressen. Was steckt dahinter? Und warum nimmt Penelope den Pflegejungen einfach so auf? Lola wäre nicht Lola, wenn sie das Geheimnis nicht lüften wollte. Aber vorher läuft als Schulprojekt „Das perfekte Dinner“. Fünf Fünftklässler (Marcel, Dalila, Annalisa, Enzo und Lola) laden nacheinander als Gastgeber ein, zwei Zehntklässlerinnen betreuen und filmen das Event. Wie in der TV-Vorlage werden Punkte vergeben für Menü und Ambiente, dazu Wohnungsbesichtigung, Unterhaltung usw.. Der Druck auf Lola wächst himmelhoch, denn Enzo legt großartig vor, Dalila und Annalisa lästern über ihr Zuhause und dann auch noch die Entscheidungskrise: Was soll sie kochen?
Schon bei den Vorbereitungen und beim Probekochen geht Einiges schief. Dass Alex als Osterüberraschung auftaucht, die restlichen Ferien bei seinem Vater bleibt und sich mit „Trennungsgrund“ Fabio anfreundet ist bei dem Krisen-Chaos Lolas kleinstes Problem.

Isabel Abedi hat ihre Lola-Reihe auf Leserinnen ab neun Jahren angelegt und den Ablauf zeitlich eng getaktet. Die Bände 1 (Hier kommt Lola!) bis 9 (Lola und die einzige Zeugin) folgen Lola von ihrem neunten bis zum zwölften Lebensjahr. Abedi lässt ihre Lola deutlich, aber einfühlsam wachsen. Die Protagonistin erzählt ihre Erlebnisse sehr anschaulich und lebhaft. Sie teilt ihre Sorgen, Gefühle und Geheimnisse auf Augenhöhe den Lesern. Themen und Probleme, mit denen sich Lola und ihre Freunde herumschlagen, sind altersangepasst und an jeder Schule aktuell. Ebenso angepasst sind Sprache und Informationen. Ab der fünften Klasse lässt die Autorin anspruchsvolleres Wissen einfließen, benutzt (und erklärt) Fremdwörter wie nebenbei. Ihr Humor und der liebevolle Blick auf die Menschen machen auch schwierige Themen für Kinder verständlich und erträglich, so wie das Thema Mobbing im Band „5 Sterne für Lola“.
Fazit: Toller Band aus einer Mädchenbuchreihe, die nicht langweilig wird.   

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Tags: brasilien, dinner, ferien, freundinnen, kochen, krisen, mobbing, ostern, schule, schulprojekt   (10)
 

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591 Bibliotheken, 12 Leser, 3 Gruppen, 87 Rezensionen

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Altes Land

Dörte Hansen
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Knaus, 16.02.2015
ISBN 9783813506471
Genre: Romane

Rezension:

Hildegard von Kamcke, ostpreußische Gutsbesitzerin, und ihre fünfjährige Tochter Vera stranden als Flüchtlinge auf dem Obst-Hof von Ida Eckhoff und ihrem Sohn Karl. Während die beiden Frauen um die Herrschaft an Haus und Herd ringen, kämpft Karl erfolglos gegen die Schrecken seiner Kriegserlebnisse. Vera laviert sich zwischen den Erwachsenen durch, schafft sich einen Platz in der neuen Umgebung und lässt sich einfangen von dem großen, finsteren, flüsternden Haus.

Jahre später zieht Anne Hove mit ihrem vierjährigen Sohn Leon bei Vera Eckhoff ein. Auch Anne ist geflohen, aus der Stadt und dem verhassten Arbeitsverhältnis, ist getrennt von Leons Vater und ihrem Traum, Musikerin zu werden. Statt ihrer Tante Vera Miete zu zahlen, soll die Schreinerin das verfallene Reetdach-Haus auf Vordermann bringen.

Langsam nähern sich die beiden Frauen einander, ihrer Geschichte und ihrer neuen Welt an.

 

Schnörkellos, bildgewaltig und lebensnah erzählt Dörte Hansen die Geschichten ihrer Flüchtlinge. Wie genau die gebürtige Husumerin beobachtet, Land und Leute kennt, ist in jedem Satz spürbar. Charaktere, rau wie der Seewind, knorrig wie alte Obstbäume und stolz wie das Reethaus, werden zerrieben zwischen Tradition und Veränderung. Doch mit scheinbar hingeworfenen Bemerkungen knackt die Autorin die Schalen ihrer Figuren, lässt verwundete Seelen schimmern, Bauernschläue und Herzenswärme aufblitzen oder blendende Arroganz verlöschen. Sie zeigt das echte Dorfleben augenzwinkernd, liebevoll und fern von jeder Großstadt-Romantik.  

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Tags: dorfleben, elbe, flüchtling, fremde, freunde, heimatlos, krieg, masuren, nachbarn, nachkriegszeit, obsthof, reetdächer, städter, vertrieben   (14)
 

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

autobiographie, erkrankung, krankheit, krebs, lebensmut, lebenswert, sachbuch, überleben

Vom Krebs gebissen

Marion Knaths
Flexibler Einband: 142 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 11.06.2007
ISBN 9783442154456
Genre: Sachbücher

Rezension:

Krebs im Endstadium. Die Diagnose trifft die aufstrebende 25-Jährige wie ein Dampfhammer. Obwohl sie zuvor bereits zahllose, oft schmerzhafte Untersuchungen, diverse Behandlungsversuche und eine Horrormeldung nach der anderen über sich ergehen lassen musste. Gleichzeitig ist sie die Erklärung für „vier Monate Dauererkältung“, an der der Arzt herum laboriert hatte. An einer Chemotherapie geht kein Weg vorbei. 1994 bedeutete das für die Patientin: monatelange Krankenhausaufenthalte, permanente Übelkeit, Schmerzen am ganzen Körper, Kraftlosigkeit, Einsamkeit und Gefühle des Ausgeliefertseins, der Abhängigkeit von Ärzten, Schwestern, riesigen Apparaten und zerstörerischen Medikamenten. Doch der jungen Frau ist klar: Letztlich sterben wir alle. Sie hat nur diese Chance, ihr Leben zu verlängern. So nimmt sie den Kampf auf, geht drei Jahre durch die Hölle und gewinnt überraschende Erkenntnisse, mit denen sie anderen Betroffenen, Angehörigen und Interessierten helfen kann.

Marion Knaths berichtet mit einigen Jahren Abstand über ihre Erfahrungen. Dabei geht sie nicht chronologisch vor, sondern greift einzelne Episoden themenbezogen heraus. Bereits im Vorwort stellt sie klar, dass ihre Erlebnisse einzigartig sind. Subjektiv, dennoch beispielhaft sind die Themen, begonnen bei der Erstdiagnose, über die Auseinandersetzung mit verschiedenen Behandlungsmethoden, bis zu Haarausfall, Ernährung, dem Umgang mit Klinikpersonal, Familie und Freunden, bis zur Rückkehr in den Alltag. Knaths schreibt schonungslos ehrlich, teils (noch immer) wütend, teils augenzwinkernd, aber immer kraftvoll. Aufgeben kam nie in Frage, sagt die (Laien-)Autorin und lässt es auf jeder der 143 Seiten spüren. Ein m. E. lesenswertes, ermutigendes Büchlein, das aber auch deutlich macht: Jede Krankheitsgeschichte ist so individuell wie der Mensch, der sie durchlebt. 

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Tags: krankheit, krebs, lebensmut, lebenswert, überleben   (5)
 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

chaos, freunde, handy, krankenhaus, schwindel, teenies, verwechslung

Echt krank!

Hans-Jürgen Feldhaus , Hans-Jürgen Feldhaus
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.07.2013
ISBN 9783423715492
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der 12jährige Jan Hensen freut sich auf die Ferien bei seiner Patentante in Münster. Auf dem Weg zum Bäcker wird er gleich am ersten Tag von einem Auto gerammt. Im Krankenwagen zur Uniklinik stecken die Sanitäter Jan ein iPhone zu, das sie irrtümlich für seines halten. Der Junge ist zunächst im Zwiespalt: soll er das edle Teil behalten oder dem rechtmäßigen Besitzer zukommen lassen? Aber wer ist das und wie kann er ihn finden? Doch als Jan mit Gehirnerschütterung und eingegipsten Bein in einem Mädchen-Zimmer liegt, ist das Handy einziger Lichtblick. Kurzfristig. Denn

die Mädchen beäugen ihn und sein iPhone neidisch, weil die Oberschwester ihre konfisziert hat. Als sie bei „Deutschland sucht den Super-Spacko“ abstimmen wollen, setzen sie Jan unter Druck. So erfahren die Mädchen, dass ihr Jan „Janny-Mäuschen“ Hensen die SMSe von Jan Claßen, dem rechtmäßigen Handy-Besitzer beantwortet hat. Diesen „Werbe-Fuzzi“ bombardieren seine Freundin mit Liebesgesäusel, sein Chef mit einem Arbeitsauftrag und sein Bankberater mit Fragen zu Aktiengeschäften. Mit seinen Antworten hat Jan Hensen Claßens Geld verspielt, die Freundin hingehalten und Ärger mit dem Chef provoziert. Sofort ist klar: die Mädchen müssen „ihrem“ Janny-Mäuschen helfen. Ronja hat eine Idee für den Werbe-Kunden, Rebecca und Aysche kümmern sich um die Frau. Doch abgesehen von den alltäglichen großen und kleinen Krankenhaus-Katastrophen bleiben die Fragen: Ist Jan Claßen tot oder „nur“ krank? Ist die Polizei schon auf Jan Hensens Spur? Was, wenn der Schwindel auffliegt?

Hans-Jürgen Feldhaus hat das Tagebuch seines 12jährigen Protagonisten im perfekten Teenie-Jargon verfasst, gespickt mit gelungenen Skizzen. So erscheinen die Figuren extrem nah, lebendig und glaubwürdig. Die Handlung beruht zwar auf geballten Extrem-Krankenhaus-Erlebnissen, verläuft am Rande der Legalität und greift auf Klischees zurück. Doch genau daraus ergibt sich ein chaotisch-witziges Abenteuer à la Till Eulenspiegel. Lesespaß für junge und „alte“ Kinder. (-;

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Tags: chaos, freunde, handy, krankenhaus, schwindel, teenies, verwechslung   (7)
 

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121 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

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Ostfriesentod

Klaus-Peter Wolf
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 16.02.2017
ISBN 9783596036332
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wohnhaus in Flammen: ein kleines Mädchen wird gerettet, ein junger Mann ist tot. Hat er das Feuer gelegt und sich erhängt? Das Team der Kripo Aurich stößt auf Ungereimtheiten. Zudem agiert Kommissarin Klaasen offenbar illegal und außerhalb ihres Dienstbereiches. Sie wurde in ihrem Twingo auf dem Weg nach Oldenburg geblitzt, wo sie den Laptop einer Studentin konfisziert haben soll. Die Studentin sie des Diebstahls bezichtigt. Ann Kathrin bestreitet den Vorwurf, kann ihre Unschuld allerdings nicht beweisen. Sie wird von dem Fall abgezogen. Während Weller bzw. Rupert und Sylvia Hoppe sich um den Fall der Studentin kümmern, verhört Ann Kathrin einen möglichen Brandstifter. Kurz darauf verschwindet die Studentin spurlos und der Verdächtige Brandstifter bringt sich in seiner Zelle um. Handelt es sich um eine Selbstmord-Serie? Kommissarin Klaasen zweifelt. Aber wer steckt sonst dahinter? Außerdem ist die integere, schlecht bezahlte Verhörspezialistin laut ihrer Bank plötzlich reich durch Geld aus dubiosen online-Geschäften. Als wäre all das nicht genug, quartiert sich eine halbwüchsige Schülerin bei Weller und Ann Kathrin ein und die Kommissarin plagt sich mit Schuldgefühlen gegenüber ihrer krebskranken Freundin Astrid. Wie lange kann sie dem privaten und beruflichen Druck standhalten?

Gewohnt authentisch lässt Klaus-Peter Wolf in seinem elften Ostfriesland-Krimi die altbekannten Kollegen und Freunde um Ann Kathrin lebendig werden. Doch diesmal taucht er noch tiefer in die zwischenmenschlichen Strukturen ein. Seine Protagonistin ist nicht nur Ermittlerin, sondern selbst betroffen. Sie braucht polizei-fachliche Hilfe und die Unterstützung ihrer Freunde. Wer dazu gehört, zeigt sich im Verlauf der Handlung. Dramatisch, mitreißend und dennoch humorvoll.

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Tags: ann kathrin klaasen, klaus-peter wolf, krimi, mimikry, mordverdacht, ostfriesland, spannung   (7)
 

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193 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 102 Rezensionen

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Die Spionin

Paulo Coelho , Maralde Meyer-Minnemann
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.11.2016
ISBN 9783257069778
Genre: Romane

Rezension:

Am 15. Oktober 1917 wurde Margaretha Zelle, alias Mata Hari, als Spionin in Paris hingerichtet. Bis dahin hatte die 39jährige Niederländerin in ihrer französischen Wahlheimat mit außergewöhnlich freizügigen Tanz-Auftritten zunächst große Erfolge gefeiert. Sie wurde geliebt, bewundert und beneidet. Zu ihren Liebhabern zählten einflussreiche Männer, die sie protegierten und förderten. Doch mehr und mehr imitierten jüngere Tänzerinnen ihren Stil, das öffentliche Interesse verlagerte sich von ihrer Kunst zu ihren „Eskapaden“. Ein selbstbestimmtes Leben als unverheiratete Frau kratzte an der damaligen Moral, schürte Misstrauen und Ängste. Besonders in den Kreisen der Mächtigen, zumal es Mata Hari mit der Wahrheit offenbar nicht allzu genau nahm. So wurde sie zum leichten Opfer für Politiker, Ankläger und Richter, die von Horrormeldungen über die Schlachten bei Verdun oder eigenen Fehlentscheidungen ablenken wollten.

Das und die Gründe für Margaretha Zelles Verhalten erfährt der Leser aus dem fiktiven Brief, den die Verurteilte ihrem Anwalt schreibt, sowie aus seiner Antwort.

Paulo Coelho hat aus wahren Begebenheiten einen Roman geschaffen über eine Frau, die entgegen aller Schwierigkeiten und Konventionen ihren eigenen Weg geht. Gekonnt holt er die Berühmtheit vom Sockel, zeigt einfühlsam ihre menschliche Seite und die Dramatik ihres Schicksals.

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Tags: 1.weltkrieg, justizopfer, konventionen, mata hari, spionage   (5)
 

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64 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Mio, mein Mio

Astrid Lindgren , Karl Kurt Peters , Ilon Wikland
Buch: 192 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.11.2014
ISBN 9783841503282
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der neunjährige Bo Vilhelm Olsson fühlt sich bei seinen Adoptiveltern einsam und ungeliebt. Bosses Mutter ist bei seiner Geburt gestorben, seinen Vater kennt niemand. Wenigstens hat er seinen Freund Benka. Eines Tages schenkt Tante Lundin aus dem Obstladen Bosse einen besonders schönen Apfel und bittet ihn, eine Karte in den Briefkasten zu werfen. Mit dieser Karte beginnt Bosses magisches Abenteuer. Er reist durch Tag und Nacht ins Land der Ferne, dort erwartet ihn sein Vater, der König. Bosse heißt eigentlich Mio, Prinz Mio. Schnell lebt sich Mio im Land seiner Vaters ein, freundet sich mit Jum-Jum an und ist sehr glücklich. Doch als Mio und Jum-Jum mit Mios Pferd Miramis die Umgebung erkunden, erfährt Mio von Ritter Kato. Der schwarze Ritter raubt Kinder und bedroht die friedliche Welt des Königs. Niemand kann etwas gegen ihn tun. Nur Mio. So steht es seit tausenden von Jahren geschrieben. Mio nimmt den Kampf auf, Miramis und sein Freund Jum-Jum begleiten ihn. Doch im Toten Wald, auf dem Toten See und in Katos Burg lauern viele Gefahren. Mio, Miramis und Jum-Jum werden getrennt und brauchen ihren ganzen Mut, um den schwarzen Spähern zu entkommen und Ritter Kato zu besiegen.

 

Einfühlsam lässt Astrid Lindgren Prinz Mio seine Geschichte selbst erzählen. So erleben die LeserInnen Bosses Trauer, Einsamkeit und Sehnsucht hautnah mit in den Beschreibungen vom Kinderheim, den Adoptiveltern und den Erlebnissen mit Benka und seiner Familie. Kindliches Staunen, anfängliches Glück und Geborgenheit im phantastischen Land der Ferne nehmen auch Erwachsene gefangen. Ebenso wie Mios Ängste und Verzweiflung, als der Kampf gegen Ritter Kato verloren zu sein scheint. Besonders liebenswert empfand ich, Mios Ehrlichkeit und Treue. Er steht zu seinen Gefühlen, zu Schwäche, Unsicherheit, Tränen. Dennoch folgt er mutig seiner Bestimmung und vergisst auch im größten Glück nie seinen alten Freund Benka. 

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Tags: abenteuer, familie, freundschaft, könig, mut, prinz, ritter, treue, waisenkind   (9)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

frieden, glauben, politik, religion, weltkrise

Neue Offenbarungen

Neale Donald Walsch
Flexibler Einband: 381 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 12.11.2007
ISBN 9783442218172
Genre: Sachbücher

Rezension:

„Die Welt steckt in Schwierigkeiten. In größeren Schwierigkeiten als je zuvor.“ Mit dieser Feststellung und der Bitte um Hilfe beginnt Neale Donald Walsh sein Gespräch mit Gott. Christliche Lehren, Traditionen und Überzeugungen prägen das Leben der westlichen Welt und damit auch das Leben des erfolgreichen Journalisten und ehemaligen Werbetexters. Anhand von historischen Geschehnissen, Entwicklungen und Zitaten aus Heiligen Büchern verschiedener Religionen (Bibel, Koran, Bhagavadgita usw.), erklärt der Autor die aktuelle weltweite Krise. Logisch erläutert er, den Unterschied zwischen dem Glauben AN und dem Glauben ÜBER Gott. Letzterer sei ein institutionalisierter Glaube mit einigen zu Krieg und Hass führenden Irrtümern. Dennoch werde dieser Glaube in den Kirchentraditionen bis heute oft unreflektiert gelehrt. Die Irrtümer werden klar benannt, im Dialog ausführlich besprochen und analysiert.
Den Weg aus der Krise erkennt Walsh im Umdenken. Durch einen erweiterten Blickwinkel sowie angepasstes Handeln seien Harmonie und Wohlstand für alle Menschen möglich.
Die Schlüsselfrage zu Harmonie und Wohlstand weltweit – dem erklärten Ziel – lautet: Funktioniert das jeweilige Handeln oder funktioniert es nicht? Führen derzeitige Aktionen (persönlich, politisch, ökonomisch) zum Ziel oder was muss sich ändern?

Neben neuen Offenbarungen bekommen die LeserInnen, befreiende Überlegungen, ermutigende Erkenntnisse und positive Aussichten mit auf den Weg. Ebenso wie die Gewissheit, dass jede Veränderung bei sich selbst und der eigenen Verantwortung beginnt.

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Tags: frieden, glauben, politik, religion, weltkrise   (5)
 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

diabetes, ernährung, frisch und gesund, gesundheit, gut essen, krebs, lecker essen

Tomatenrot + Drachengrün: 3x täglich

Susanne Bihlmaier
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Hädecke Verlag, 30.07.2018
ISBN 9783775006309
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ansprechende Bilder, verständliche Hintergrundinformationen, interessante Interviews und praktische Tipps sind die wesentlichen Zutaten dieses „Gesund-Ernährungs-Buches“. Die Rezepte sind leicht nach zu kochen und trotz gängiger Zutaten oft überraschend neu. Viel frisches Obst und Gemüse in abwechslungsreichen Kombinationen, verfeinert mit ungewöhnlichen Gewürz-Ideen, machen aus einfachen Speisen hochwertige Nahrung zum Gesundschlemmen.

Entgegen dem ersten Anschein spricht das Buch nicht nur Krebspatienten, sondern auch Menschen mit Stoffwechsel- oder entzündlichen Krankheiten an. Zudem kann man mit dieser Ernährung das Immunsystem stärken und (laut entsprechender Studien im Buch) Diabetes, Rheuma, Alzheimer usw. vorbeugen.

Die Autorin Dr. med. Susanne Bihlmaier ist Ärztin für Naturheilverfahren und Chinesische Medizin und begeisterte Hobbyköchin. Diese Begeisterung ist in ihren Texten spürbar. Humorvoll und fachlich kompetent thematisiert sie in insgesamt 16 Kapiteln unter anderem „Volles Korn voraus“, „Ferrari im Gesundheitsfuhrpark“, „Naschen Sie sich glücklich“ und „Scharfe Waffen“. Experteninterviews, ganzheitsmedizinische Informationen sowie Rezepte, Küchen- und Kochtipps sind durch jeweils unterschiedliche Farben gekennzeichnet und somit schnell nachzuschlagen. Zudem gibt es zu jedem Rezept Tipps der Hobbyköchin, der Naturärztin und/oder Zeitspartipps sowie im Anhang neben weiterführender Literatur auch Empfehlungen für Ein- und Umsteiger „Eigenmündig getestet“.

Mein Fazit: Dr. Bihlmaiers Ernährungs-Ratgeber inspiriert, informiert und zeigt, wie unkompliziert kochen und wie lecker gesundes Essen sein kann.

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Tags: diabetes, ernährung, frisch und gesund, gesundheit, gut essen, krebs, lecker essen   (7)
 

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152 Bibliotheken, 3 Leser, 6 Gruppen, 7 Rezensionen

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Der Fünfte Berg

Paulo Coelho , Maralde Meyer-Minnemann
Flexibler Einband: 222 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 24.04.2007
ISBN 9783257231588
Genre: Romane

Rezension:

Seit seiner Kindheit hat Elia Kontakt zu Engeln. Sie geben ihm Informationen oder Aufträge von Gott, doch der Junge möchte kein Prophet sein. Er entscheidet sich für einen praktischen Beruf, arbeitet erfolgreich, ist zufrieden und die Besuche der Engel werden immer seltener. Als König Ahab die babylonische Prinzessin Isebel zur Frau nimmt, ändern sich die Zeiten in Israel. Königin Isebel huldigt dem Gott Baal und zieht König Ahab auf ihre Seite. Inzwischen wird Elia eine Dürre über Israel prophezeit, die er dem König vorträgt. Daraufhin sorgt Königin Isebel für die Verfolgung und Ermordung aller Propheten des einen Gottes. Unter Gottes Schutz und Führung entkommt Elia. Er wird nach Akbar geschickt, wo ihn eine Witwe zunächst widerwillig aufnimmt. Durch ein Wunder gehen die Vorräte der Witwe nicht aus, während sie den Gast beherbergt. Aber als Elia den Tod ihres Sohnes nicht verhindern kann, fällt der Prophet in Ungnade. Stadtbewohner und Baal-Priester treiben ihn auf den tödlichen Berg der Götter. Auf diesem Fünften Berg bittet Elia einen Engel Gottes um Rat und Hilfe. So kann er den toten Sohn wieder zum Leben erwecken. Kurz darauf belagert ein assyrisches Heer die Stadt Akbar. Elia würde gern mit der Witwe nach Israel zurückkehren und dort den Irrglauben bekämpfen. Doch sein göttlicher Auftrag lautet, in Akbar zu bleiben. Der Hohepriester Akbars stellt sich gegen Elia und den Statthalter. Im Krieg mit den Assyrern wird die Stadt zerstört und die Witwe getötet. Elia will aufgeben, doch sein Auftrag ist noch nicht beendet.

Paulo Coelho baut die biblische Geschichte des Propheten Elia aus. Immer wieder stellt er den Propheten vor große Aufgaben und Gewissensfragen. Er zeigt ihn als zutiefst menschlich, voller Angst, Trauer und Zweifel. Elia fragt und hadert, dennoch folgt er letztlich seiner Bestimmung. Mit Gottes Hilfe überwindet er alle Schwierigkeiten, ist erfolgreich und zufrieden. So wird seine Lebensgeschichte beispielhaft, nachvollziehbar und aktuell.

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Tags: bestimmung, biblische geschichte, engel, lebensziele, prophet   (5)
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Die Brüder Löwenherz von Astrid Lindgren (2007) Gebundene Ausgabe


Fester Einband
Erschienen bei null, 01.01.1600
ISBN B010IMVDK0
Genre: Sonstiges

Rezension:

Bei einem Brand nimmt der 13jährige Jonathan Löwe seinen todkranken Bruder Karl, genannt Krümel, auf den Rücken und springt mit ihm aus dem Fenster. Jonathan stirbt. Der 9jährige Krümel überlebt, glaubt aber fest, dass Jonathan in Nangijala auf ihn wartet. Von diesem Land und den Abenteuern, die Krümel dort erleben wird, hat Jonathan ihm oft erzählt. Kurz darauf kommt Krümel wirklich zu seinem Bruder ins wunderschöne, friedliche Kirschblütental von Nangijala. Hier ist Krümel gesund, die beiden haben Freunde und sind als „Brüder Löwenherz“ bekannt. Doch der Frieden ist bedroht. Im benachbarten Heckenrosental hat Tyrann Tengil mit Hilfe des Drachens Katla die Macht ergriffen. Jonathan lässt seinen Bruder im Kirschblütental zurück, um den Widerstand im Heckenrosental zu unterstützen. Obwohl Krümel sich fürchtet, folgt er seinem mutigen Bruder – allein und heimlich. Prompt erwischen ihn Tengils Wachen. Um dem Gefängnis zu entgehen, erfindet Krümel einen Großvater. Zu dem wollen die Wachen ihn bringen. Zufällig entdeckt der Junge einen alten Mann vor einem einsamen Häuschen, der ihm Unterschlupf gewährt. Hier findet er auch Jonathan, doch für unbeschwertes Glück ist keine Zeit. Tengil quält seine Untertanen immer mehr und will den gefangenen Anführer Orwar töten lassen. Jonathan und Krümel kämpfen nicht nur in der Schlacht gegen den Tyrannen, auch Drache Katla muss besiegt werden. Es geht um Leben und Tod.

Mit „Die Brüder Löwenherz“ hat Astrid Lindgren einen beispiellosen Apell für Menschlichkeit und Lebensmut geschaffen. Eine phantastisches Abenteuer in einfacher Sprache, zeitlos und tiefschürfend, auch für Erwachsene. Die Geschwister besiegen ihre Nöte, überwinden Ängste, stehen für Selbstlosigkeit, Mut und Liebe über den Tod hinaus. Krümel bewundert seinen Bruder für dessen Klugheit, Humor, Kraft und Herzlichkeit. Er lernt, besonnen zu handeln, sich füreinander und für eine gerechte Sache einzusetzen. Selbst in größter Gefahr behalten die Brüder ihr Ziel im Auge, denn sie fürchten den Tod nicht sondern glauben an ein Leben danach. So ist die Geschichte trotz aller Dramatik tröstend und ermutigend.  

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Tags: abenteuer, geschwister, krieg, liebe, menschlichkeit, mut, tod, treue   (8)
 

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(2)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

bären, freundschaft, hilfsbereitschaft, mut, reise, tiere, umwelt

Seekers - Am Großen Bärensee

Erin Hunter
E-Buch Text: 336 Seiten
Erschienen bei Beltz & Gelberg, 01.01.2012
ISBN 9783407743411
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Am längsten Tag treffen sich alle Bären am großen Bärensee, um die Sonne zu verabschieden und die Geister um fischreiche Flüsse und die Rückkehr des Eises zu bitten. Grizzly Toklo, Schwarzbärin Lusa und der bärige Gestaltwandler Ujurak sind gemeinsam auf dem beschwerlichen Weg. Oft stoßen sie an ihre Grenzen und geraten sie in große Gefahr. Ebenso hungrig, müde und unsicher wie die drei schlägt sich Eisbärin Kallik allein durch. Nur selten spürt sie den Geist ihrer toten Mutter, doch sie hofft, am See ihren Bruder zu finden. Endlich am Ziel muss Kallik erkennen, dass eine Horde Jungbären den traditionellen Frieden des längsten Tages nicht respektiert. Ausgerechnet ihr verschollener Bruder und seine Freunde bedrohen und bestehlen andere Eisbären und wollen sogar die Schwarzbären angreifen. Das könnte den Zorn der Geister und damit Krieg und andauernde Not auslösen, fürchtet Kallik. Doch allein kann sie die Bande nicht stoppen. Zudem müssen auch Toklo und Lusa am großen Bärensee ihre Ängste überwinden.  

Erin Hunter, Pseudonym einer britischen Autorinnen-Gruppe, verwebt sachliche Informationen über Natur- und Tierschutz, mit Indianerglauben und Bärenschicksalen zu einem fabelhaften Abenteuer. Die Figuren sind glaubhaft ausgearbeitet, Spannungsaufbau und Sprachstil für Kinder gut geeignet. Ganz nebenbei zeigt die Geschichte die Bedeutung von Freundschaft und Zusammenarbeit. Denn trotz gegensätzlicher Herkunft, unterschiedlicher Bedürfnisse und Charaktere akzeptieren und unterstützen sich die vier Bären gegenseitig und können große Probleme letztlich auch nur gemeinsam lösen.

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Tags: bären, freundschaft, hilfsbereitschaft, mut, reise, tiere, umwelt   (7)
 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

angst, einsame insel, film, freundschaft, geheimnis, insel, jugendliche, liebe, mord, spannung, überwachung

Isola

Isabel Abedi
E-Buch Text: 228 Seiten
Erschienen bei Arena Verlag, Würzburg, 01.06.2012
ISBN 9783401800035
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Für ein Film-Experiment verbringen zwölf Jugendliche drei Wochen allein auf einer einsamen Insel. Tag und Nacht werden sie mit versteckten Kameras von der Nachbarinsel beobachtet und gefilmt. Die 16- bis 19-Jährigen lernen sich unter Pseudonymen kennen, sollen ihre wahre Identität geheim halten und dürfen nur drei Dinge mitnehmen. Handys, Computer, Sex, Alkohol, Drogen und Gewalt sind verboten. Schnell wird klar, dass alle Mädchen und Jungen unterschiedliche Gründe, Träume und Ziele mit dem Projekt verbinden. Durch ein vom Regisseur vorgegebenes „Mörder-Spiel“ entwickeln sich Neugier und kleinere Reibereien zu ernsthaftem Misstrauen und Machtansprüchen. Die Lage eskaliert, als Alkohol ins Spiel kommt und der Kontakt zur Nachbarinsel abreißt.

In „Isola“ thematisiert Isabel Abedi die Auswirkungen von Scheinwelten, Wunsch und Wirklichkeit. Aus Sicht der 17jährigen Joy alias Vera erzählt sie ein Jugendabenteuer mit etlichen Wendungen und Überraschungen. Ihre Charaktere sind authentisch und voller Geheimnisse. Ich bin ihnen gern über die Insel gefolgt, um ihre verborgenen Identitäten und Probleme zu ergründen.

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Tags: film, geheimnis, insel, jugendliche, liebe, mord   (6)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

bella block, drama, hafenstädte, kommissarin, krimi, mord, prostitution, reise, urlaub

Tod in Marseille

Doris Gercke
Buch: 205 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 19.08.2010
ISBN 9783455402858
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auf Gomera wird ein Killer erschossen. Die Hotelangestellte Maria-Carmen nimmt sich seine Hinterlassenschaft (Geld und Zeitungsartikel) und setzt sich mit der alten Nini nach Marseille ab. Unterdessen lernt Bella Block in Hamburg den Reeder Gerd-Omme Nissen kennen, der offenbar schwarze Frauen als Prostituierte vermittelt. Statt auf seine Avancen einzugehen, fährt die pensionierte Bella in Urlaub nach Marseille. Dort trifft sie Nini, hilft ihr bei der Suche nach Maria-Carmen und lernt den zwielichtigen Polizisten Grimaud kennen. Auch Nissen ist in Marseille. Ex-Kommissarin Bella entdeckt, dass Grimaud den Hamburger näher kennt, geht der Verbindung aber nicht nach, obwohl zwischen den beiden offenbar illegale Geschäfte laufen.
Doris Gercke lässt ihrer Figuren im jeweiligen Umfeld lebendig werden und verstrickt deren Lebensläufe nach und nach. Durch schmucklose Sprache, "ausgesprochene" Gedanken und starke Verdichtung bringt sie den Lesern die Situationen extrem nah. Die Gegenüberstellung der Schauplätze Gomera (Fluchtpunkt), Marseille und Hamburg (Verfall und Aufstieg der Hafenstädte samt Geschichte und Aktualität) verstärkt die menschlichen Dramen, die sich dazwischen abspielen.

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Tags: bella block, drama, hafenstädte, kommissarin, krimi, mord, prostitution, reise, urlaub   (9)
 

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2.018 Bibliotheken, 22 Leser, 15 Gruppen, 179 Rezensionen

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Lucian

Isabel Abedi
Fester Einband: 553 Seiten
Erschienen bei Arena, 15.09.2009
ISBN 9783401062037
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als Rebecca nach einem schrecklichen Traum aus dem Fenster schaut, starrt ein fremder Junge zu ihr hinauf. Beobachtet er sie? Was will er? Die 16jährige will den seltsamen Typen genauso vergessen wie ihren Alptraum, aber es gelingt ihr nicht. Kurz darauf trifft sie ihn auf einem Fest und ist so fasziniert, dass ihr Freund Sebastian eifersüchtig wird. Suse warnt ihre Freundin, der Fremde könne ein Psychopath sein. Doch Becki trifft sich immer wieder mit dem Jungen, der offenbar sein Gedächtnis verloren hat. Selbst als ihre Mutter den Umgang verbietet und sie sogar gegen ihren Willen zu Vater und Stief-Familie in die USA verfrachtet, kann Rebecca ihre große Liebe nicht vergessen. Schließlich taucht Lucian bei ihr auf und die Ereignisse spitzen sich zu.

Isabel Abedi gelingt der Spagat zwischen Realität und Phantasy. Mit scheinbarer Leichtigkeit und viel Humor stellt sie ihre knapp 17jährige Protagonistin vor alle Alltagsprobleme, die Schule, Freundschaften, erste Liebe, „zwei“ Mütter und ein „Skype/Email“-Vater mit sich bringen. Im gleichen Atemzug webt sie ein dunkles Netz aus Fragen, Kuriositäten und Geheimnissen um Lucian, in dem die ganze Dramatik einer großen (Teenager-)Liebe lebendig wird. Obwohl das Ende der Geschichte letztlich logisch und vorhersehbar ist, hält die Spannung bis zum krönenden Schluss.

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Tags: engel, freundschaft, große liebe, phantasy, teenager   (5)
 
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