Leserpreis 2018

Dajobamas Bibliothek

113 Bücher, 87 Rezensionen

Zu Dajobamas Profil
Filtern nach
116 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Das Gedächtnis der Insel

Christian Buder
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.09.2018
ISBN 9783453422469
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(98)

127 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 84 Rezensionen

"kabul":w=10,"schweden":w=9,"afghanistan":w=9,"thriller":w=5,"entführung":w=5,"mord":w=4,"spannung":w=4,"krimi":w=3,"politik":w=3,"stockholm":w=3,"botschaft":w=3,"unterhändler":w=3,"amanda lund":w=3,"sex":w=2,"erpressung":w=2

Vier Tage in Kabul

Anna Tell , Ulla Ackermann
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 21.08.2018
ISBN 9783499273841
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vier Tage in Kabul – Anna Tell

   

Dieser Thriller hat gleich zwei Schauplätze. Amanda Lund, die erfolgreiche Unterhändlerin versucht in Afghanistan zwei vermutlich entführte schwedische Diplomaten zu finden und zu befreien. Zeitgleich wird in Stockholm ein Regierungsmitarbeiter ermordet aufgefunden. Die Hinweise verdichten sich, dass die beiden Fälle zusammenhängen. Die Spuren führen in höchste Regierungskreise.

 

Das Interessante an diesem Buch ist das Hintergrundwissen der Autorin. Anna Tell ist Kriminalkommissarin und Unterhändlerin. Sie verfügt über Polizei- und Militärerfahrung und liefert Einblicke, die dieses Buch spürbar aufwerten. 

Den Fall fand ich durchaus interessant und  locker nebenbei zu lesen. Gerade gegen Ende hin, lässt die Spannung allerdings stark nach. Die Auflösung wird unnötig in die Länge gezogen und hat mich dann irgendwann gar nicht mehr wirklich interessiert. Das allermeiste konnte man sowieso schon längst erahnen. Somit hat mir der Überraschungseffekt gefehlt.

 

Die Pluspunkte liegen für mich im Background der Autorin, sowie im sehr aktuellen Setting (entführte Diplomaten in Kabul). Handwerklich gibt es meiner Meinung nach aber noch Luft nach oben.

 

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(0)

16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Die zehn Lieben des Nishino

Hiromi Kawakami , Ursula Gräfe , Kimiko Nakayama-Ziegler
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 28.01.2019
ISBN 9783446261693
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(0)

13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Die verborgene Bibliothek

Alberto Manguel , Achim Stanislawski
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 22.02.2018
ISBN 9783103973693
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(143)

207 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 92 Rezensionen

"deutschland":w=7,"liebe":w=6,"arktis":w=5,"roman":w=3,"sehnsucht":w=3,"briefe":w=3,"lebensgeschichte":w=3,"diogenes verlag":w=3,"bernhard schlink":w=3,"leben":w=2,"20. jahrhundert":w=2,"drama":w=2,"zweiter weltkrieg":w=2,"emanzipation":w=2,"deutsche geschichte":w=2

Olga

Bernhard Schlink
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 12.01.2018
ISBN 9783257070156
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

31 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

"liebe":w=1,"roman":w=1,"tod":w=1,"hoffnung":w=1,"neuanfang":w=1,"überleben":w=1,"sterben":w=1,"gesundheit":w=1,"krank":w=1,"psychiater":w=1,"psychose":w=1,"2019":w=1,"sofa":w=1,"diwan":w=1,"agathe":w=1

Agathe

Anne Cathrine Bomann , Franziska Hüther
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei hanserblau in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG, 28.01.2019
ISBN 9783446261914
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(218)

372 Bibliotheken, 11 Leser, 2 Gruppen, 151 Rezensionen

"sklaverei":w=30,"flucht":w=17,"amerika":w=16,"underground railroad":w=15,"usa":w=14,"rassismus":w=12,"colson whitehead":w=12,"sklaven":w=11,"freiheit":w=7,"roman":w=6,"gewalt":w=6,"südstaaten":w=6,"pulitzer preis":w=6,"unterdrückung":w=4,"georgia":w=4

Underground Railroad

Colson Whitehead , Nikolaus Stingl
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 21.08.2017
ISBN 9783446256552
Genre: Romane

Rezension:

Underground Railroad – Colson Whitehead

 

Colson Whitehead arbeitet in diesem Roman die große Tragödie der Sklaverei auf. Über dieses Thema habe ich bisher kaum etwas gelesen, schon gar nicht auf so eindringliche und realistische Weise. Wobei man erwähnen muss, dass der Autor sich die ein oder andere dichterische Freiheit erlaubt. So ist die Underground Railroad bei ihm tatsächlich eine richtige Eisenbahn, mit Schienen und Stationen. In der Realität handelte es sich dabei vielmehr um ein Netzwerk aus freiwilligen Helfern, die sich selbst in Lebensgefahr brachten, um entlaufene Sklaven auf ihrem Weg in den Norden, wo sie auf ein Leben in Freiheit hoffen durften, zu unterstützen.

 

Cora ist ein Sklavenmädchen, das auf der Randall-Farm in Georgia geboren wurde und unter brutalsten Bedingungen lebt und wohl auch dort sterben wird. Bis Caesar, ein Leidensgenosse, ihr die Idee einer Flucht in den Kopf setzt. Er kann lesen und hat Verbindungen zu einem Helfer der Underground Railroad. Ihre Flucht beginnt dramatisch und führt sie kreuz und quer durch die Staaten. Jeder dieser Staaten hat eigene Gesetze und Regeln, entlaufene Sklaven sind jedoch nirgendwo gerne gesehen und werden überall schlimmer als Tiere behandelt.

Ergreifend und beinahe unerträglich detailliert beschreibt der Autor das Leben dieses Sklavenmädchens und ihrer Wegbegleiter. Ein Leben unter absolut unwürdigen Bedingungen, die sich auch während der Flucht nicht nachhaltig verbessern. Ein Leben ohne Wurzeln und ohne irgendeine Perspektive. Bezeichnend, dass Coras Reise mit dem Ende des Romans kein Ende findet. Viele Male verliert sie ihre Begleiter, bewundernswert ihr Durchhaltevermögen und Lebenswille.

 

Der Autor versteht es, dem Leser ein Stück Geschichte näherzubringen, das zwar jedem bekannt ist, über das sich aber die wenigsten wohl so intensiv Gedanken gemacht haben. Er setzt sogar noch früher an, nämlich bei der ersten großen Sünde der Weißen Invasoren: der Vertreibung der Indianer. Whitehead gibt der Geschichte Namen und Gesichter. Dabei denkt er aber nicht nur Schwarz-Weiß, es gibt weiße Helfer, und schwarze Verräter. Auch Konflikte zwischen Sklaven untereinander werden thematisiert.

 

Ein wirklich sehr gut geschriebenes und thematisch wichtiges Buch, doch oft schwer zu ertragen und beileibe nicht als Stimmungsaufheller geeignet. Dabei aber absolut fesselnd, so dass ich es innerhalb weniger Tage zu Ende gelesen habe.

Ein tolles Buch!

 

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Deutschland

Heinrich Heine , Klaus Detjen
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Wallstein, 03.09.2018
ISBN 9783835333130
Genre: Klassiker

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

"zeitgenössische belletristik":w=1

Neujahr: Roman

Juli Zeh
E-Buch Text: 192 Seiten
Erschienen bei Luchterhand Literaturverlag, 10.09.2018
ISBN 9783641221232
Genre: Romane

Rezension:

Neujahr – Juli Zeh

 

Ein Familienurlaub auf Lanzarote, der tief vergrabene Kindheitstraumata ans Tageslicht bringt.

 

Henning ist ein liebevoller und moderner Familienvater, Arbeits- und Betreuungszeiten sind gerecht zwischen ihm und seiner Frau Theresa aufgeteilt. Alles scheint perfekt, trotzdem scheint er sich zwischen Familie und Beruf aufzureiben; seit einiger Zeit plagen ihn Panikattacken.

Als Abwechslung soll Silvester diesmal mit Frau und Kindern auf Lanzarote gefeiert werden. An Neujahr bricht Henning zu einer Fahrradtour auf. Schlecht ausgerüstet, ohne Proviant will er den Steilpass zum Bergdorf Femés erklimmen. Was erst beinahe aussichtslos erscheint, bringt ihn an seine Grenzen, körperlich aber auch psychisch. Denn in seiner Kindheit war er schon einmal in dem Haus auf Lanzarote. Und er beginnt sich zu erinnern.

Mehr möchte ich zum Inhalt gar nicht sagen, weil ich finde, dass der Klappentext schon viel zu viel verrät.

 

Dies ist mein erster Roman von Juli Zeh und er hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Sie hat einen recht modernen Schreibstil, der sich sehr flüssig lesen lässt. Auch inhaltlich trifft sie exakt den Zeitgeist. Gerade in den Fragen des Ringens um gleichberechtigte Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Kindererziehung und dem Bemühen, die eigene Liebesbeziehung über all dem nicht aus den Augen zu verlieren, hat sie mich voll getroffen. Sehr oft konnte ich meine eigene Familie darin wiedererkennen. Die Charaktere sind total realitätsnah und echt dargestellt. Als würden sie neben einem sitzen.

Gegen Ende des Romans finden sich sogar Thriller Elemente und lassen den Leser das Buch kaum mehr zur Seite legen.

 

Mit Sicherheit war dies nicht mein letzter Roman von Juli Zeh!

 

  

  (7)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(20)

77 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

"usa":w=1,"amerikanische autorin":w=1,"minnesota":w=1,"man booker prize":w=1,"berlin verlag":w=1,"comingofage":w=1,"religiöserextremismus":w=1

Eine Geschichte der Wölfe

Emily Fridlund , Stephan Kleiner
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 19.03.2018
ISBN 9783827013675
Genre: Romane

Rezension:

Eine Geschichte der Wölfe - Emily Fridlund

 

In den tiefen Wäldern Minnesotas: Lindas Familie ist ein Übrigbleibsel einer längst aufgelösten, in alle Himmelsrichtungen verstreuten Kommune. Geblieben sind Armut und Sprachlosigkeit, der Stempel des Außenseitertums und das Gefühl, nicht dazu zu gehören. So ist die 14-jährige ein sehr einsames, auch seltsames Mädchen, das in einer kargen Hütte mitten im Wald aufwächst. Als eines Tages eine junge Familie mit ihrem vierjährigen Sohn Paul ans gegenüberliegende Ufer des Sees zieht, ist Linda sehr empfänglich für neue Kontakte und es dauert nicht lange, bis sie für den Jungen als Babysitterin engagiert wird.

 

Eigentlich müsste Linda schon recht früh auffallen, dass mit der Familie irgendetwas nicht stimmt. Anzeichen dafür gibt es genug. Doch auf der einen Seite entstammt Linda selbst keinem "gewöhnlichen" Elternhaus, wie sollte sie dies also beurteilen, andererseits sucht sie so sehr nach freundschaftlichen Beziehungen, dass sie kaum etwas hinterfragt. So gehört sie bald beinahe zur Familie von Paul und seiner Mutter Patra. Als Pauls Vater nach längerer Abwesenheit wieder auftaucht, häufen sich die Warnhinweise, doch nun ist Linda schon viel zu abhängig, um Alarm zu schlagen. Von einem verunsicherten Mädchen in der Pubertät ist auch kaum zu erwarten, dass sie sich ihren Eltern hier anvertraut.

 

Dies ist das Debüt von Emiliy Fridlund und als solches sehr beachtenswert, wie ich finde. Denn dieser Roman ist handwerklich wirklich sehr sehr gut und raffiniert konstruiert. Auch eine durchgehend düstere, beunruhigende Grundstimmung gelingt ihr hervorragend. So entsteht ein Sog, dem sich der Leser kaum entziehen kann, zumal die Sprache sehr leicht zugänglich ist.

 

Die Protagonisten fand ich allesamt faszinierend, wenn auch seltsam. Die Autorin beschreibt hier eine Lebenswelt, die mir absolut fremd ist. Zwischen dem Freigeist einer (wenn auch bereits aufgelösten) Kommune und der Engstirnigkeit einer religiösen Sekte, versucht Linda ihren Weg zu finden.

Dabei fand ich auch sehr interessant, dass sowohl Rückblicke in ihre Kindheit gewährt werden, als auch Aussichten in ihre Zukunft als Erwachsene. Es wird sehr deutlich, wie stark Erlebnisse in Kindheit und Jugend prägend sein können.

 

Absolut empfehlenswert! Ein tolles Debüt!

 

  (9)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(37)

78 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 17 Rezensionen

"philosophie":w=3,"roman":w=1,"usa":w=1,"ehe":w=1,"wissenschaft":w=1,"zeitgeschichte":w=1,"kapitalismus":w=1,"versagen":w=1,"pessimismus":w=1,"akademiker":w=1,"longlist deutscher buchpreis":w=1,"dtsch.bpreis-longlist":w=1,"technischer fortschritt":w=1,"leibniz":w=1,"über natur und naturwissenschaft":w=1

Kraft

Jonas Lüscher
Fester Einband: 237 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 23.11.2017
ISBN 9783406705311
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(132)

340 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

"frankreich":w=13,"zweiter weltkrieg":w=11,"deutschland":w=10,"roman":w=5,"anthony doerr":w=5,"alles licht das wir nicht sehen":w=5,"krieg":w=4,"paris":w=3,"nationalsozialismus":w=3,"2. weltkrieg":w=3,"2.weltkrieg":w=3,"blindes mädchen":w=3,"familie":w=2,"blind":w=2,"liebe":w=1

Alles Licht, das wir nicht sehen

Anthony Doerr , Werner Löcher-Lawrence
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei btb, 11.07.2016
ISBN 9783442749850
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(52)

85 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

"weihnachten":w=2,"schnee":w=2,"regionalkrimi":w=2,"alpen":w=2,"allgäu":w=2,"hubertus jennerwein":w=2,"krimi":w=1,"spannung":w=1,"humor":w=1,"schule":w=1,"hörbuch":w=1,"gefahr":w=1,"winter":w=1,"bayern":w=1,"4 sterne":w=1

Im Schnee wird nur dem Tod nicht kalt

Jörg Maurer
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 24.10.2018
ISBN 9783651025738
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Schnee wird nur dem Tod nicht kalt – Jörg Maurer

 

Dies war mein erster Alpenkrimi von Jörg Maurer. Tatsächlich ist es schon der elfte Fall um Kommissar Jennerwein und sein Team. Obwohl ich generell nicht so der Freund von Heimatkrimis bin, konnte mich dieser doch überzeugen. Der Autor hat eine sehr unkonventionelle Art des Erzählens. Slapstick und Spannung wechseln sich ab. Aber mehr dazu später.

 

Die diesjährige Weihnachtsfeier will Kommissar Jennerwein mit seinem Team in einer einsam gelegenen Berghütte feiern. Idyllisch und von der Außenwelt abgeschlossen, wollen die Kollegen endlich einmal abschalten und nicht ans Ermitteln denken. Doch so einfach ist das leider nicht. Woher kommen die Blutspuren im Schnee? Was ist mit der kaputten Drohne? Die Kollegin verhält sich auch irgendwie seltsam. Ohnehin scheint einiges los zu sein an diesem Abend in der Wildnis. Viel zu spät erkennt die feiernde Gesellschaft, dass sie in eine tödliche Falle getappt ist...

 

Der Autor unterbricht immer wieder die Geschichte, um wissenswerte Fakten einzustreuen (öfter geht es dabei um diverse Todesarten, aber auch um Informationen zum Jahr 1980, und überhaupt alles Mögliche, querbeet). Außerdem wird in Sequenzen immer wieder ein alter Fall aus Jennerweins Schulzeit erzählt. Dieser spielt später noch eine Rolle, lange ahnt man aber nicht, wohin die Reise gehen wird. Durch diese (beinahe) drei Erzählstränge gewinnt der Krimi an Tiefe, allerdings fand ich, dass die Geschichte dadurch recht lange, über Seite 100 hinaus, braucht, um wirklich Fahrt aufzunehmen. Anfangs plätschert es mehr so dahin. Dann aber hat mich der Sog gepackt und der Krimi mir wirklich sehr gut gefallen!

Jörg Maurer hat eine recht eigenwillige Handschrift, die mich oft auch an unpassenden Stellen schmunzeln ließ. Er wechselt unvermittelt zwischen Humor (man merkt doch den Kabarettisten) und wirklich spannenden Passagen. 

 

Ein wirklich empfehlenswerter Alpen-Krimi, insbesondere zur Weihnachtszeit!

 

  

  (8)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

23 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

"amerikanischer autor":w=1

Abendrot

Kent Haruf , pociao
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.01.2019
ISBN 9783257070453
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

"weihnachten":w=1

Bergkristall

Adalbert Stifter , Richard Pils , Richard Pils , Otto Bauriedl
Fester Einband: 100 Seiten
Erschienen bei Bibliothek der Provinz, 01.01.1996
ISBN 9783852521039
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(58)

66 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

"thriller":w=6,"südkorea":w=6,"krimi":w=2,"profikiller":w=2,"plotter":w=2,"spannung":w=1,"killer":w=1,"bibliothek":w=1,"auftragskiller":w=1,"korea":w=1,"auftragsmord":w=1,"auftragsmörder":w=1,"literatur aus südkorea":w=1,"auftagskiller":w=1,"dieplotter":w=1

Die Plotter

Un-Su Kim , Rainer Schmidt
Fester Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Europa Verlag, 23.11.2018
ISBN 9783958902329
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Un Su Kim – Die Plotter

"Die Zeit hatte es nun einmal an sich, dass sie sich im Kreis drehte und einen prompt in den Arsch biss." Seite 42

Der Koreaner Un Su Kim hat in seinem ersten Thriller „Die Plotter“ ein ausgeklügeltes System entworfen, in dem Auftragsmorde organisiert werden. Die Plotter sind die Planer und Organisatoren von überwiegend politischen Morden, die Killer sind diesen untergeordnet (jederzeit ersetzbar/eliminierbar) und führen die Morde aus. Ich gehe davon aus, dass dies fiktiv ist, ganz sicher bin ich mir allerdings nicht… Zumindest den Begriff „Plotter“ konnte ich in ähnlichem Zusammenhang nicht finden, was aber nicht heißt, dass es eine solche Organisation nicht tatsächlich gibt. Der Autor ist sehr überzeugend!

Raeseng wurde als Baby in einer Mülltonne entsorgt. Der Bibliothekar Old Raccoon nimmt den Jungen in seiner alten Bibliothek auf. Doch er ist ein Plotter und die Bibliothek geheimer Dreh-und Angelpunkt etlicher Auftragsmörder. Unweigerlich wächst auch Raeseng zu einem Killer heran. Als solcher darf er keinen Fehler machen, denn die Auftraggeber gehen nicht zimperlich mit Leuten wie ihm um. Raeseng hat jedoch ein weiches Herz und als er eines Tages Milde walten lässt und vom vorgegebenen Plan abweicht, gerät er auf die Todesliste.

Mit den ersten Seiten landet man gleich mitten im Geschehen, was einen rasanten Thriller erwarten lässt. Mit der Vermutung liegt man aber nicht ganz richtig. Zumindest die erste Hälfte des Buches passiert nicht so arg viel, die Handlung nimmt erst gegen Ende richtig Fahrt auf. Ich fand allerdings auch den ersten Teil sehr interessant, denn man erfährt viel über Raeseng. Er ist nicht zum Killer geboren, nach jedem Mord geht es ihm schlecht und er trinkt tagelang Bier, bis es ihm wieder besser geht. Kurzfristig steigt er sogar aus seinem Killerdasein aus, um in einer Fabrik zu arbeiten. Doch sieht er in der Organisation so etwas wie eine Familie und kehrt zurück.

Damit wirft der Autor die Frage auf, inwieweit der Mensch von den Umständen, in die er hineingeboren wird, geprägt wird. Wie wichtig Vorbilder sind und ob wir überhaupt eine echte Wahl haben. Raeseng wächst in diesem Milieu auf und identifiziert sich auch irgendwo damit. Auch wenn er durchaus seine Zweifel daran hat.

 

Beeindruckend fand ich die Effektivität und Herzlosigkeit der beschriebenen Organisation. Auftragsmorde sind eine Sache des Marktes. Wenn der Preis stimmt, wird der Auftrag ausgeführt. Nur für Geld wird gemordet. Andererseits wird der Protagonist nicht als eiskalter, gefühlloser Killer dargestellt, sondern als Mensch mit Ängsten und Gewissensbissen.

Insgesamt ein packender, tiefgründiger Thriller aus der Unterwelt Koreas! Leseempfehlung! 

 

 

  (21)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(30)

34 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 29 Rezensionen

"weihnachten":w=3,"kinderbuch":w=2,"drachen":w=2,"freundschaft":w=1,"kinder":w=1,"freunde":w=1,"weihnachtsmagie":w=1,"weihnachten kinderbuch":w=1,"weihnachtsdrache":w=1,"weihnachtsdrachen":w=1

Ferdinand der letzte Weihnachtsdrache

Harings Audrey , Stefanie Ziermann
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei AH Tales and Stories S.L., 25.11.2018
ISBN 9788494830341
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Audrey Harings – Ferdinand und der letzte Weihnachtsdrache

Eine wunderbare Weihnachtsgeschichte für Kinder über Freundschaft und Magie. Und über die Kraft des Glaubens.

Ferdinand ist ein Drache und zwar der letzte seiner Art. Seit Jahrhunderten lebt er allein mit drei Eiern verborgen und einsam in einer Höhle. Seine Geschwister in den Eiern kann er alleine nicht ausbrüten, dazu braucht es Magie. Die Kinder müssen wieder an die Weihnachtsdrachen glauben.

Da kommt eines Tages eine freche Fledermaus namens Hugo in die Höhle gepurzelt. Und zusammen sind die beiden mutig genug, die Höhle zu verlassen und sich auf die Suche zu machen.

Ferdinand, Hugo und später noch die Henne Hilde sind ganz süße Charaktere, die man sofort ins Herz schließen muss. 

Mit den vielen wunderbaren Illustrationen und der großen, leicht lesbaren Schrift, ist diese Geschichte auch für Leseanfänger bestens geeignet.

Diese Weihnachtsgeschichte werden wir ganz bestimmt auch nächstes Jahr wieder zur Hand nehmen! Große Empfehlung!

  (20)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

23 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

"familie":w=1,"familiengeschichte":w=1,"verschwinden":w=1,"israel":w=1,"österreichischer autor":w=1,"hanser,carl":w=1

Bruder und Schwester Lenobel

Michael Köhlmeier
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 20.08.2018
ISBN 9783446259928
Genre: Romane

Rezension:

Michael Köhlmeier – Bruder und Schwester Lenobel

 

„Wo ist Robert Lenobel? Ist der Wiener Psychiater wirklich verrückt geworden? Seine Frau Hanna ist ganz sicher. Aber Jetti kennt ihn besser, sie kennt ihn schon immer, sie kennt ihn ein Leben lang – sie ist seine Schwester. Und sie kennt die eigene, sehr ungewöhnliche Familie. In der ist immer mit allem zu rechnen.“ (Klappentext)

 

Eine Familiengeschichte, die mit dem plötzlichen Verschwinden des Wiener Psychiaters Robert Lenobel, quasi von hinten aufgerollt wird. Beginnend bei Lenobel und seiner Frau, sowie seiner Schwester Jetti, umfasst sie auch noch die Lebensgeschichte der depressiven Mutter und wirft die Frage auf, wie uns Kindheitserlebnisse prägen bzw. unser ganzes Leben beeinflussen können.

Generell spricht Köhlmeier ganz viele hochinteressante Lebensfragen und -weisheiten an.

Er hat einen guten, sehr angenehmen Erzählstil, doch passagenweise wird er immer wieder recht abschweifend und langatmig. Mehrmals hatte ich das Gefühl, er ist von seiner eigenen Geschichte abgekommen, es geht gar nicht mehr darum Lenobel zu finden, oder auch nur zu verstehen, was passiert ist.

 

Die Protagonisten sind kaum geeignet, sich mit ihnen zu identifizieren, das war aber vermutlich auch nicht die Intention des Autors. Teils sind sie einfach auch zu blass gehalten, als dass der Leser Bindungen zu ihnen aufbauen könnte.

 

Ein inhaltlich anspruchsvoller Roman, der sich viel mit Psychologie beschäftigt. Auch das jüdische Kulturgut spielt eine Rolle. Gerade die vielen psychologischen Überlegungen fand ich sehr interessant. 

 

Insgesamt also ein besonderer Roman mit unheimlich großem Potential, der dem Leser dennoch einiges an gutem Willen und Durchhaltevermögen abverlangt. Meiner Meinung nach, hätte sich der Autor auf die Hälfte der Seitenzahl beschränken können. 

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(19)

32 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

"selbstfindung":w=1,"shakespeare":w=1,"englischer autor":w=1,"knaus":w=1,"hogarth press projekt":w=1

Dunbar und seine Töchter

Edward St Aubyn , Nikolaus Hansen
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Knaus, 20.11.2017
ISBN 9783813506983
Genre: Romane

Rezension:

 

"Die kahlen Bäume, die ihre Zweige hysterisch in alle Himmelsrichtungen streckten, erinnerten ihn an Illustrationen des von Krankheit gezeichneten Zentralen Nervensystems: Studien des menschlichen Leids, anatomisch exakt dargestellt am Winterhimmel." Seite 44

 

Hierbei handelt es sich um eine moderne Fassung von Shakespeares König Lear. Vermutlich sollte ich einfach keine Adaptionen von großen Klassikern lesen, mir ist nämlich aufgefallen, dass ich dabei eine recht kritische Herangehensweise habe.

Der Plot ist sehr nahe am Original gehalten, nur dass er der heutigen Zeit angepasst wurde. Natürlich kann man den Roman auch völlig unabhängig lesen, dann aber wäre er mir persönlich zu oberflächlich, irgendwie zu wenig.

 

Medienmogul Henry Dunbar hat seinen gewaltigen Konzern seinen beiden Töchtern Abigail und Megan übergeben. Nachdem die machtgierigen Töchter ihren Vater in ein Sanatorium verbracht haben, dämmert Dunbar, dass seine Entscheidung möglicherweise falsch war, als er seine dritte geliebte Tochter Florence verstoßen hat. Dunbar beschließt, die Anstalt zu verlassen und irrt schließlich geistig verwirrt durch die Hochmoore und Hügel des Lake District. 

 

Gerade dadurch, dass die Handlung relativ nah am Vorbild orientiert ist, wird allerdings die Entwicklung und der Verlauf sehr vorhersehbar. Man kann das mögen oder nicht, aber wenn man König Lear kennt, erwarten einen keine großen Überraschungen mehr.

Die Übertragung dieses Werkes in unsere Zeit ist ohne Frage interessant und zeigt auf, dass die familiären Verwicklungen, die Shakespeare in seinen Stücken thematisiert, zeitlos sind.

 

Trotz alledem konnte mich dieser Roman nicht wirklich fesseln. Schließlich wirkte vieles auf mich sehr konstruiert und gewollt. Die Charaktere fand ich zum Teil bösartig  und unsympathisch, der nette Teil der Personenbesetzung, wie Florence, blieb mir zu blass. Insgesamt fehlte mir der Zugang zur Geschichte, sowie eine gewisse weitergehende Tiefe der Handlung.

  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(18)

44 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 4 Rezensionen

"liebe":w=2,"england":w=2,"ehe":w=2,"industrialisierung":w=2,"klassiker":w=1,"erotik":w=1,"gesellschaft":w=1,"philosophie":w=1,"selbstfindung":w=1,"affäre":w=1,"schwangerschaft":w=1,"scheidung":w=1,"adel":w=1,"sexualität":w=1,"klassenunterschiede":w=1

Lady Chatterley

D. H. Lawrence , Tom Roberts
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 31.07.2009
ISBN 9783866473751
Genre: Klassiker

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(22)

33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

"krimi":w=5,"island":w=3,"2. weltkrieg":w=2,"mord":w=1,"serie":w=1,"rache":w=1,"historisch":w=1,"selbstmord":w=1,"fortstzung":w=1,"lübbe":w=1,"island krimi":w=1,"teil 3 der reihe.":w=1

Graue Nächte

Arnaldur Indriðason , Anika Wolff
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.12.2018
ISBN 9783785726297
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Arnaldur Indridason – Graue Nächte - Islandkrimi

Dies ist der dritte Band aus der Reihe um die beiden Ermittler Flovent und Thorson, den man aber problemlos ohne die Vorgängerbände lesen kann. 

 Island, zur Zeit des Zweiten Weltkrieges: Beinahe zeitgleich tauchen zwei tote Männer auf, die scheinbar beide auf ungeklärte Weise ums Leben kamen. Eine unbekannte Wasserleiche und ein erstochener Soldat. Flovent und Thorson nehmen die Ermittlungen auf und geraten schon bald zwischen die Fronten. Denn das amerikanische Militär, das auf der Insel stationiert ist, hat einen schlechten Stand bei der isländischen Bevölkerung und ist wenig kooperativ. So gestaltet sich die Zusammenarbeit mit der einheimischen Polizei als schwierig. 

 Obwohl dies mein erster Krimi von Indridason war, war ich schnell überzeugt vom ruhigen, sachlichen Schreibstil. Das mag daran liegen, dass ich blutige, effektheischende Krimis nicht so gerne mag. Dieser Island-Krimi ist durchaus anspruchsvoll zu lesen und hat damit meinen Geschmack gut getroffen.

 Auf den ersten Blick geht der Autor eher sparsam mit Emotionen um, allerdings steckt viel zwischen den Zeilen, finde ich. Eine gewisse Distanz bleibt jedoch bestehen.

Eine nordisch düstere Grundstimmung ist sehr gut getroffen. Besonders interessant finde ich die  hochspannende Ausgangssituation, Island zur Zeit der amerikanischen Besatzung, im Kontext der Zeit.

Zusätzlich werden viele Themen eingebunden, wie etwa die Nazis oder das Tabu Homosexualität in der Armee.

Ganz nebenbei erhält der Leser viele Informationen über das damalige Island, mit zahllosen interessanten Fakten.

 Von Anfang an gibt es zwei große Handlungsstränge,  die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Indridason streut sehr viele Informationen und Andeutungen, die sich nach und nach wie ein Puzzle zusammensetzen lassen. Das ist wirklich gut gemacht, der Autor versteht sein Handwerk.

 Obwohl mich die distanzierte, wenig gefühlsbetonte Erzählweise eigentlich nicht gestört hat, blieben mir doch insbesondere die beiden Kommissare viel zu blass.  Hier erfährt man auch kaum Privates. 

 Im Endeffekt hat für mich das Gesamtpaket dieses Krimis gepasst. Ich habe die Lektüre sehr genossen und kann das Buch gerne weiterempfehlen!

  (15)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(95)

170 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

"ostfriesland":w=14,"krimi":w=10,"arzt":w=5,"klaus-peter wolf":w=5,"serienmörder":w=3,"norddeich":w=3,"roman":w=2,"mord":w=2,"serienkiller":w=2,"watt":w=2,"ann kathrin klaasen":w=2,"dr. bernhard sommerfeldt":w=2,"sommerfeldt":w=2,"dr sommerfeldt":w=2,"totenstille im watt":w=2

Totenstille im Watt

Klaus-Peter Wolf
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.06.2017
ISBN 9783596297641
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Ostfriesland-Krimi, der so ganz anders war, als ich erwartet hatte. Diese Geschichte wird nämlich aus der Perspektive des Täters erzählt. Dies ist einerseits sehr ungewohnt, macht aber auch einen besonderen Reiz aus. Die Gedankengänge eines Mörders und Psychopathen, erzählt mit viel schwarzem Humor, sind allemal die Lektüre wert.

 

Dr. Sommerfeldt ist ein falscher Arzt mit neuer Identität, der sich nicht nur um die medizinische Versorgung des kleinen Touristenortes an der Ostsee kümmert, sondern sich gerne auch um die Beseitigung von gewalttätigen Ehemännern kümmert. ..

 

Ein ungewöhnlicher Plot, erzählt aus einer besonderen Sichtweise mit erfrischend deutlicher Ausdrucksweise.

Trotzdem, so wirklich identifizieren kann man sich mit diesem Protagonisten nicht. Und so bin ich auch mit der ganzen Geschichte nicht so wirklich warm geworden. Einige Redewendungen erschienen mir arg platt und bemüht, abgedroschen. 

 

Diesen Krimi würde ich nicht unbedingt als solchen bezeichnen, Spannung fehlt hier nämlich fast komplett. Vielmehr handelt es sich hierbei um das Psychogramm eines Mörders. Und als solches finde ich es durchaus gelungen.

 

 

 

  (9)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

40 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

"angst":w=1,"rache":w=1,"spionage":w=1,"kalter krieg":w=1,"hanser,carl":w=1,"kanadischer autor":w=1

Kriegslicht

Michael Ondaatje , Anna Leube
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 11.08.2018
ISBN 9783446259997
Genre: Romane

Rezension:

Michael Ondaatje - Kriegslicht

 

Nachdem ich erst vor etwa einem Jahr „Der englische Patient“ gelesen habe, welcher mir hervorragend gefallen hat, war dieser neue Roman von Ondaatje für mich ein absolutes Muss. Unerwarteter Weise hab ich mich mit diesem Werk relativ schwer getan. Ich glaube fest, dass dies ein sehr gutes Buch ist, einige Passagen haben mir auch sehr gefallen. Trotzdem konnte mich die Geschichte im Ganzen einfach nicht wirklich und vor allem nicht über einen längeren Zeitraum fesseln. Vermutlich kam es für mich einfach nicht zur richtigen Zeit, um mich vollständig darauf einlassen zu können. Sehr schade, denn die Erwartungen waren hoch.

 

Konkret geht es um die Geschwister Nathaniel und Rachel, die kurz nach dem Krieg von ihren Eltern in London zurückgelassen werden. In der Obhut eines geheimnisvollen Mannes, Falter genannt. Jahre später kommt die Mutter zurück, ohne den Vater und ohne eine befriedigende Erklärung. Für ihre Kinder bleibt sie fortan eine Fremde.

Viele Jahre später, nach dem Tod der Mutter, beginnt Nathaniel nachzuforschen, was damals wirklich geschehen ist und welche Rolle sie damals im Kalten Krieg einnahm.

 

Die Geschichte ist zweigeteilt. Während der erste Teil die Gefühlswelt und das Unverständnis der zurückgebliebenen Kinder behandelt, geht es im weiteren Verlauf um die Nachforschungen des erwachsenen Nathaniel, der Stück für Stück die Geschichte seiner Mutter aufdeckt, deren selbstloses Handeln von Liebe und Krieg geprägt war, die dadurch dennoch ihre Familie zerstört hat, und das Leben ihrer Kinder bis weit ins Erwachsenenleben hinein beeinflusst hat. Beinahe erscheint es dem Leser wie eine Flucht, die sie ihren Kindern unwiderruflich entfremdet.

 

"Man kehrt zu dieser früheren Zeit zurück, ausgerüstet mit der Gegenwart,  und einerlei, wie dunkel diese Welt war, will man sie doch erhellen. Das eigene erwachsene Selbst nimmt man mit. Man erlebt das Vergangene nicht von neuem, sondern ist erneut Beobachter." Seite 133

 

Auch wenn der Roman durchaus vielversprechend beginnt, verliert er sich doch immer wieder in Nebensächlichkeiten und Abschweifungen. So erfordert er sehr viel Geduld. Besonders gegen Ende der ersten Hälfte hatte das Buch für mich eine lange Durststrecke. 

Auch wenn diese Geschichte toll geschrieben ist, erreicht sie jedoch bei Weitem nicht die Sogwirkung des „englischen Patienten“. 

Mich hätte dieser Roman beinahe auf der halben Strecke verloren. Dennoch werde ich das Gefühl nicht los, ihn trotz aller Bemühungen letztendlich nicht komplett verstanden, durchdrungen zu haben.

  (14)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 1 Rezension

"österreichische autorin":w=1

Kein Platz mehr

Margit Schreiner
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Schöffling, 06.02.2018
ISBN 9783895612817
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(17)

25 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

"paris":w=1,"2017":w=1,"konstantinopel":w=1,"kaufmann":w=1,"orient-express":w=1,"kinderbuch-reihe":w=1,"sachbuch für kinder":w=1,"dampfmaschine":w=1,"orientexpress":w=1,"küchenjunge":w=1,"speisewagen":w=1,"elisabeth von östereich":w=1,"diebstahl im zug":w=1,"bulgarischer könig":w=1,"salonwagen":w=1

Mit dem Orient-Express nach Paris

Stephan Martin Meyer , Thorwald Spangenberg
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Gerstenberg Verlag, 25.09.2017
ISBN 9783836959858
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
Tags:  
 
116 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks

Mit der Verwendung von LovelyBooks erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir und unsere Partner Cookies zu Zwecken wie der Personalisierung von Inhalten und für Werbung einsetzen.