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49 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

kunst, paris, katakombe, rassismus, (un)überwindbare hindernisse

A Fairy Tale: Die Suche nach dem blauen Herz

Anja Stephan
E-Buch Text
Erschienen bei BookRix, 04.04.2017
ISBN 9783743806108
Genre: Fantasy

Rezension:

Zusammenfassung


Halbelf Scott McKenzie und das Fräulein Gwendolyn von Cleve, ein Hochelf, kennen sich seit ihrer Schulzeit in den 1890ern. Aufgrund eines alten Friedenvertrages zwischen ihren verfeindeten Familien erklären sie sich bereit, einander zu heiraten. Das Fräulein von Cleve zieht bei ihrem Verlobten ein und sie versuchen, etwas steif, sich an die Gegenwart des anderen zu gewöhnen.

Scott McKenzie beichtet dem Fräulein irgendwann, was das Problem an einer Hochzeit sein könnte: In den 1930ern, als er als Halbelf um sein Leben bangen musste, hat er sein Herz extrahiert, und es irgendwann verloren. Er ist noch fähig, Freundschaften aufzubauen, aber Liebe kann er nicht mehr empfinden.

Damit des Fräuleins siebte Hochzeit nicht genauso ein Debakel wird die letzten sechs, gehen McKenzie und das Fräulein auf die Suche nach dem blauen Herz. Dabei hilft ihnen ein geheimnisvolles Bild, das das Fräulein von ihrem Ex-Ehemann Ephraim zur Restauration bekommen hat.

Es geht um Liebe, Freundschaft und darum, das Glück zu finden.





Persönlicher Eindruck


Eine unglaublich großartige Geschichte, voller Charme und Stimmung.
Der Schreibstil, die Protagonisten, die ganze Welt, die die Autorin entworfen hat, sie haben mich mitgerissen und begeistert.


Handlung
Zunächst dauerte etwas, bis ich mich eingenordet hatte und wusste, was der Hauptplot der Geschichte ist: die Suche nach dem blauen Herz. Das war allerdings umständehalber, Kindle hat den Namen nur bis zu "Fairy Tale" angezeigt und zeigt bei mir standardmäßig das Titelbild nicht an.

Die Abenteuer, die der etwas biedere Antiquar McKenzie, seine flippige Verlobte, sein Lehrling Charles und dessen heimliche Freundin Bernadette auf der Suche nach dem blauen Herz bestehen müssen, sind sehr abwechslungsreich und spielen übrigens alle in Paris.

Das geheimnisvolle Bild, das ihnen bei der Suche hilft, hat mir auch sehr gefallen. Scott ist Antiquar, hat also mit alten Büchern zu tun, und Gwendolyn mit Kunst und Gemälden; das gab dem Buch eine künstlerische Umrandung, die viel zur Stimmung des Buchs beitrug.

Eine große Herausforderung stellt auch das Zusammenleben von Scott und Gwendolyn dar, wie er versucht, sich an ihre Unordentlichkeit zu gewöhnen und wie sie sich im Gegenzug erfreut sehr schnell an seine Kochkünste gewöhnt.

Die Handlung war nicht vorherrsehbar, vor allem von der großen Wendung am Ende war ich total überrascht und hätte es so nie erwartet.

Das Buch ist in sich abgeschlossen, auf der anderen Seite sind noch genügend offene Fragen und Nebenstränge übriggeblieben, die auf einen zweiten Band hoffen lassen.


Weltenschöpfung
Fantasy macht mir immer auch deshalb großen Spaß, weil ich gerne "fremdartige Welten" erkunde. Diesmal hat es mir besonderen Spaß gemacht, die Autorin versteht es meisterhaft, das phantastische in der Welt fast beiläufig einfließen zu lassen und etwas sehr eigenes zu kreieren. Damit konnte sie mich fesseln.

Die Fähigkeiten der Hochelfen und Halbelfen, die lange Lebenserwartung, die Standesunterschiede zwischen beiden, Elementarzauber und Magie; das hat mir immer ein großes Aha entlockt und es hat einfach sehr sehr viel Spaß gemacht, es nach und nach zu entdecken.



Charaktere
Für Scott McKenzie konnte ich mich stark erwärmen. Er ist ein etwas biederer Antiquar und verfügt über sehr höfliche Umgangsformen. Er ist außerdem integer, freundlich, mutig, gelehrt. Im Umgang mit dem Fräulein von Cleve ist er immer höflich und respektvoll, so ganz anders als ihre vorherigen sechs Ehemänner.

Gwendolyn von Cleve hat bisher auch nach 6 Ehen noch nicht ihr Glück gefunden. Sie hat zwei gute Freunde: die Muse Polly, eine Malerin, und Leonardo da Vinci, zur Zeit Honorarprofessor. Sie ist unordentlich, farbenfroh, detailverliebt und lebhaft.

Zwischen Scott und Gwen entsteht eine tiefe Freundschaft. Und Freundschaft und Respekt als Basis einer Ehe, das ist eine gute Ausgangslage. Wir erleben aufkommende Liebe ohne Drama und Romantik, das ist sehr erfrischend.

Die Szenen zwischen den beiden sind sehr lebendig beschrieben, was auch daran liegt, dass sie sehr unterschiedliche Charaktere sind, wie Feuer und Wasser. Gwen versucht sich z.B. mit Scott zu streiten, aber er lässt sich gar nicht provozieren und nimmt ihr den Wind aus den Segeln. Im Gegenzug animiert sie ihn dazu, seine Wohlfühlzone zu verlassen.


Sprachstil
Das Buch ist gut zu lesen, die Geschichte fließt und der Schreibstil paßt zur Geschichte. Es wird abwechselnd aus der Perspektive von Scott und Gwen erzählt. Der erste Wechsel hat mich überrascht, er war ohne Kennzeichnung von Scott auf Gwen übergewechselt. Danach hatte ich mich an die Wechsel gewöhnt.

Scotts ausgesuchte Höflichkeit gegenüber seiner Verlobung hat einen besonderen altertümlichen Charme, sie siezen sich die meiste Zeit über und er nennt sie Fräulein.

Eingestreut in die Kapitel sind literarische Zitate, z.B. von Orvid oder anderen Schriftstellern.

Negativ sind mir die Flüchtigkeitsfehler in der Rechtschreibung aufgefallen, die über dem Durchschnitt liegen. Noch nicht so viel, dass es groß stört, aber so viel, dass ich einen weiteren Lektor empfehlen würde.






(c) Diese Rezension (und viele weitere) findet ihr auch auf meinem Blog buchvogel.blogspot.de

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48 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

ikea, schweden, humor, liebe, sparkasse

Mein Leben mit Anna von IKEA

Thomas Kowa
E-Buch Text: 346 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 04.04.2017
ISBN 9783960871590
Genre: Humor

Rezension:

Zusammenfassung


Matthias Käfer arbeitet am Kundenschalter einer kleinen Bankfiliale und muss sich mit seinem unfreundlichen Chef rumärgern, obwohl er lieber in der Werbeabteilung arbeiten möchte. Als seine Waschmaschine kaputt geht, fährt er zu IKEA um eine neue zu kaufen. Dort trifft er die nette Kundenberaterin Anna. Durch ein Mißverständnis denkt er, dass die digitale Anna der Ikea-Homepage "seine" Anna sei. Doch die Treffen mit der realen Anna passen so gar nicht zum Chat mit der digitalen Anna. Als er dann auch noch von einer Frau auf Anabolika massiv angebaggert wird und sie aus Versehen ein gelbes Post-It von ihm bekommt, ist das Chaos um Matthias perfekt.



Persönlicher Eindruck


Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar angeboten und ich habe mich auf eine lustige Liebesgeschichte gefreut, außerdem mag ich IKEA. Dass der Protagonist sich in die digitale Anna verliebt, fand ich als Plot originell und habe lustige Szenenhumor erwartet. Meine Erwartungen wurden nicht erfüllt. Ich habe selten ein Buch gelesen, in dem der Protagonist so dümmlich agiert und die Handlung dermaßen überzogen ist.

Nach den ersten paar Seiten hab ich unterbrochen und ein anderes Buch gelesen. Dann hab ich weitergelesen bis ungefähr zur Hälfte, dann auch wieder ein anderes Buch dazwischengeschoben und den Rest dann nur noch überflogen. Die Seitenzahl ist ja auch nicht allzu dick, das war das einzig positive.

Schon den Anfang des Buches fand ich blöd. Die Nachbarn des Protagonisten erzählen ihm, dass George Clooney gestorben ist und in ihrem Garten beigesetzt wird. Natürlich ist völlig klar, dass George Clooney irgendein Hase oder ein Hamster ist, aber unser Prota glaubt felsenfest, dass der echte George Clooney im Nachbargarten beerdigt wird, bis die Leichenschau ihm anderes offenbart. In tiefer Gefühlsaufwallung macht er daraufhin spontan der Nachbarstochter am Grab des Hamsters einen Heiratsantrag. Es tut mir Leid, aber ich habe selten etwas dämlicheres gelesen. Es soll wohl witzig sein, aber meinen Humor trifft es absolut nicht.

Die Handlung geht in dem Stil weiter. Eine Verkettung blöder Umstände (Waschmaschine kaputt, Job steht auf der Kippe etc) trifft auf dummen Protagonisten. Nicht in dem Sinne, dass er minderintelligent ist, aber er denkt und handelt dämlich. Z.B. lädt er Anna zum Kaffee ein und erst morgens fällt ihm auf, dass er a) pleite ist und b) kein sauberes Geschirr hat. Die Torte organisiert er zwar, hat dann aber keine Zeit mehr, Geschirr zu spülen und serviert auf Sammler-Schallplatten. Da windet sich in mir alles in einer Mischung aus Fremdleiden und Angst, was ihm nun wieder blödes passiert.

Es gibt viele irre Einfälle, die aber nur wegen des dumm agierenden Protas funktionieren, und witzig sein sollen, aber einfach meinen Humor nicht treffen. Ich kann mir schon vorstellen, dass das Buch seine Liebhaber finden wird, aber mein Fall war es eben nicht.

Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben und vom Schreibstil her recht gut zu lesen. Es gibt viele innere Monologe, die ich etwas ermüdend fand, da der Protagonist zwar seine Gefühle umschreibt, aber mich dabei nicht mitnehmen konnte.

Ich hab dem Prota bei seinen Erlebnissen zwar immer die Daumen gedrückt und eine gewisse Grundsympathie war vorhanden, aber meistens hat er mich nur genervt. Anna fand ich sehr nett, aber auch sie blieb mir merkwürdig distanziert.



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star trek, geordi laforge, enterprise, dayton ward, worf

Star Trek - The Next Generation

Dayton Ward
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 06.06.2017
ISBN 9783959811842
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Die Enterprise unter dem Kommando von Captain Picard ist wieder unterwegs auf einer Forschungsmission. In einem unerforschten Bereich des Alls findet die Enterprise ein treibendes, riesiges Raumschiff, dessen Minimalbesatzung im Kälteschlaf liegt. Als die Enterprise sich anschickt, die Besatzung aufzuwecken, kommt ein Raumschiff der Golvonek an und deklariert das Raumschiff als Kriegsbeute. Picard und seine Crew sind in den Konflikt zweier Mächte geraten.

Es geht um Mut und Opferbereitschaft im Angesicht eines alles verschlingenden Krieges.


Persönlicher Eindruck


Die Star-Trek-Bücher von Dayton Ward sind immer gut geschrieben und dieser Band stellt keine Ausnahme dar. Der Konflikt zwischen den Golvonek, den Raqilan und der Pfeil des Schicksals, in den die Enterprise hineingerät, besticht mit unerwarteten Wendungen und interessanten Charakteren, allen voran der Captain der Pfeil des Schicksals, Jonis.

Mit Jonis und seiner Besatzung fängt das Buch an, um dann aus der Perspektive der Enterprise-Crew personal erzählt zu werden.

ST-TNG-Charaktere wie Picard, Crusher, Worf, Elfiki, Cruzen oder Konya werden in gewohnt guter Manier präsentiert, eine charakterliche Weiterentwicklung findet allerdings nicht statt. Ich hätte mir vielleicht eine ein wenig lebhaftere Charakterisierung gewünscht. Die Charaktere waren nicht gerade flach, aber dennoch einen Tick zu wenig präsent.

Ein Schwerpunkt liegt auf T'Ryssa Chen. Die Halbvulkanierin präsentiert sich gefestigt und als erwiesenermaßen wertvolles Besatzungsmitglied und stellt ihren Mut und ihre gute Gesinnung unter Beweis. Besonders Spaß gemacht haben mir ihre verbalen Schlagabtausche mit Taurik.

Picard manövrierte wie immer sich selbst und seine Crew souverän durch die Untiefen der schwierigen Situation - er ist ja auch der galaxisbeste Raumschiffcaptain. Die Situation, Kleinkind René und Missionen unter einen Hut zu bringen, wurde allerdings nur angeschnitten. Bisher scheint alles ganz gut zu funktionieren, was ich sehr schön findet.

Die Zeitreise-Geschichte machte allen Beteiligten Kopfzerbrechen und die Behörde für Temporale Ermittlung wird wohl Überstunden machen müssen. In der Haut des armen Taurik möchte man auch nicht stecken.

Obwohl das Buch Teil einer Reihe ist, kann man es auch alleinstehend lesen.


(c) Buchvogel - Meine Rezension mit Bild und 3 Zitaten auf meinem Blog

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zukunft, rollstuhl, unfall, freundschaft, liebe

Umdrehungen

Sonja Bethke-Jehle
Flexibler Einband: 660 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 16.03.2017
ISBN 9783743194809
Genre: Romane

Rezension:

Zusammenfassung


Ben und Zita sind erst kurze Zeit zusammen als Ben während seines Dienstes als Polizist angeschossen wird. Die Verletzung ist schwer und Ben querschnittsgelähmt. Auf das junge Paar kommen ganz neue Herausforderungen zu.

Es geht auch darum, wie man als Paar zusammenhält und miteinander wächst. Um Beziehung,  um eigene Grenzen und wie man miteinander umgeht. Eine schöne, realistische Liebesgeschiche.




Persönlicher Eindruck


Diese Gesamtausgabe enthält alle drei Bände der Trilogie und bisher noch nicht veröffentliche Kurzgeschichen, die das Leseerlebnis abrunden. Die Autorin gibt im Vorwort zwei mögliche Lesereihenfolgen zur Auswahl (chronologisch nach Entstehung oder nach Handlung), diese Flexibilität hat mir besonders gut gefallen.

Wir begleiten Ben und Zita von der Körperverletzung, die Ben in den Rollstuhl zwingt, über die ersten Monate als Querschnittsgelähmter, neuen Herausforderungen im Zusammenwohnen, Zitas Probleme bei der Berufswahl bis zum gefestigten Alltag zweier starker und sich liebender Persönlichkeiten.


Handlung
Zu Beginn stellt Zita ihren eigenen Bedürfnisse hinter Bens zurück. Ben will die Behinderung zunächst nicht akzeptieren und hat starke Schwierigkeiten damit. Doch langsam pendelt sich das Stimmungsbarometer wieder ein. Sonja Bethke-Jehle gibt uns einen gnadenlos ehrlichen Einblick in die Gefühlswelten der beiden. Ich konnte die Gefühle und Handlungen der beiden gut nachvollziehen und war wirklich überwältigt von dem Blick der Autorin auf das Geschehen.

Wie das Paar dann wieder einen neuen Umgang miteinander lernt und weitere Krisen bewältigt (z.B. das in den Sand gesetzte Studium von Zita), ist authentisch und ehrlich beschrieben. Diese Paarbeziehung fand ich inspirierend. Sie reifen beide, und zwar miteinander. 

Ebenso authentisch beschreibt das Buch die Auswirkungen einer Querschnittlähmung, das es eben nicht nur heißt, dass man nicht mehr laufen kann. Sondern es Auswirkungen auf den ganzen Körper hat. Verspannungen in den Schultern etwa, weil man alles mit den Armen machen muss. Oder Schwierigkeiten beim Urinieren und Sexualleben. Die gewohnten Abläufe funktionieren nicht mehr, man muss mehr aufpassen auf seinen Körper und andere Wege finden.

Manche Themen schieen sich zu wiederholen, ich war hin und wieder irritiert und dachte, dass ich etwas schon gelesen hatte. 

Nachdem das Paar sich an den Rollstuhl gewöhnt hat, nimmt auch das Thema "Kinderkriegen" einen großen Raum im Buch ein, über das sie viel nachdenken und diskutieren (können wir, wollen wir, sollen wir).


Charaktere
Ben und Zita sind sehr unterschiedliche Charaktere. Ben wird beschrieben als aktiver, starker und attraktiver Mann, ein unkomplizierter Kumpeltyp. Er ist Polizist im Außendienst und wegen seiner dunklen Hautfarbe (der Vater war aus Ghana) sehr auffällig. Zita dagegen stammt aus adeligem Haus und wird von Bens Freunden als arrogant, verwöhnt, oberflächlich und eine richtige Zicke angesehen. Sie sind noch nicht lange zusammen, als Ben im Dienst verletzt wird und querschnittsgelähmt ist.

Ben ist verzweifelt ob seiner Verletzung und nicht nur seine Freunde, auch er selbst zweifelt an seiner Freundin. Wird Zita ihn verlassen, wenn klar wird, dass er nie mehr laufen wird? "Ihre Wohnung war perfekt und immer aufgeräumt und Zitas Klamotten waren immer makellos. Ben konnte sich nicht vorstellen, dass ein Rollstuhl in Zitas schönes Leben passte." Wie wird sie mit der Situation klarkommen? Doch Zita wächst an den Herausforderungen.


Sprachstil
Die Sprache ist leicht zu verstehen, das Buch liest sich flüßig. Vor jedem Kapitel steht, aus wessen Sicht gerade erzählt wird: Ben, Zita oder auch Roland, der beste Freund von Ben. Die Kurzgeschichten sind aus der Sicht weiterer Nebencharaktere erzählt, wie z.B. der Mutter von Zita.

So lernen wir sowohl Ben als auch Zita sehr gut kennen und die Kurzgeschichten runden das Leseerlebnis ab. Faszinierend fand ich, wie die beiden sich selbst und den anderen jeweils sehen, die leichten Nuance-Unterschiede zwischen Innen- und Außenwahrnehmung hat die Autorin meisterhaft ausgearbeitet.


emotionale Auswirkung
Das Buch lässt einen beim Lesen atemlos zurück. Wir begleiten beide Protagonisten dabei, wie sie eine wirklich schwere Zeit meistern. Sich an den Rollstuhl zu gewöhnen und die neuen Einschränkungen zu akzeptieren, ist für Ben nicht leicht. Und er ist zu Beginn wütend, unfair, launisch ... und Zita fängt das alles auf, mit einer Freundlichkeit und Beharrlichkeit, die ihr die Umwelt nicht zugetraut hat. Daraus kann man auch viel für sich selber mitnehmen.






Lesen oder nicht?


Die Autorin hat mit Umdrehungen einen großartigen Gegenwartsroman vorgelegt. Er ist sowohl Liebes- als auch Entwicklungsroman und zeigt auf, wie der Mensch mit Schicksalsschlägen (hier: eine Querschnittslähmung) umgeht und im Laufe seiner Entwicklung reift. Ein besonderer Augenmerk liegt auch darauf, wie sich gemeinsame Herausforderungen auf die Partnerschaft und die Kommunikation innerhalb der Partnerschaft auswirkt. Die Protagonisten finden im Lauf der Zeit einen Weg, Streitigkeiten zu minimieren und sich stattdessen ihrer Wertschätzung und Liebe zu versichern.
Der Weg von Ben und Zita ist zwar individuell, dennoch kann man daraus einiges für das eigene Leben mitnehmen. Zudem ist das Buch auch stilistisch gut geschrieben und kann, trotz aller schwierigen Themen, auch unterhalten.
Daher eine Leseempfehlung von mir.


(c) Buchvogel. Rezension hier

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5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Mord unter Null

Hugo B. Lauenthal
Buch: 8 Seiten
Erschienen bei Edition Wannenbuch, 01.03.2017
ISBN 9783000405808
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zusammenfassung


Die Ermittler suchen den Mörder eines Mannes, der tot im Wald gefunden wird. Er ist in der Nacht erfroren, der Mörder hat augenscheinlich zugeguckt. Ein lang zurückliegender Fall hat mit dem Mord zu tun.



Persönlicher Eindruck


Meine Tante hat mir dieses Buch geschenkt, weil ich hier im Blog in der Vorstellung gebeichtet habe, dass ich als Kind Bücher mit in die Dusche nehmen wollte, um weiter zu lesen. Obwohl dieser Wunsch lang hinter mir liegt und ich eher selten bade, habe ich mich total über dieses Wannenbuch gefreut.

Das Besondere ist, dass das Buch wasserfest ist und man es mit in die Badewanne, den Baggersee oder unter die Dusche nehmen kann. Es ist nur eine Kurzgeschichte, d.h. in maximal 15 Minuten, so der Verlag, ist man damit fertig. Ich hab natürlich kürzer gebraucht, es sind ja nur 6 Seiten. Die Schrift ist zwar nicht groß, aber groß genug, dass man es ohne Brille lesen kann. Das Material ist ein Kunststoff, von dem das Wasser abperlt, erinnert an bisschen an Babybücher unf ist auch knautschbar.

Die Kurzgeschichte selber war spannend, dramatisch und auch ein bisschen traurig. In kurzer Zeit wird der Fall dargeboten und auch aufgelöst, aber es liest sich wirklich leicht und gut. Kurzgeschichten sind ja schwierig zu schreiben, finde ich, und es ist dann gelungen, wenn es trotzdem interessant ist - was es war.


Lesen oder nicht?


Lesen oder nicht ist weniger die Frage, denn die Kurzgeschichte ist erstens gut und zweitens schnell durchgelesen. Die Frage ist kaufen oder nicht. Wenn eure Alltagsgewohnheiten hin und wieder Bäder vorsehen, bei denen ihr gerne etwas lesen würdet, dann sind die Wannenbücher perfekt. Auch perfekt zum Verschenken, evtl. in Kombination mit einem hübschen Badezusatz oder so, für eine Viertelstunde Entspannung.


Mehr Rezensionen auf meinem Blog

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87 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 69 Rezensionen

vampire, dämon, zauberer, zauberin, magie

Vampirjägerin inkognito

Fiona Winter
E-Buch Text: 258 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 26.07.2016
ISBN 9783960870524
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zusammenfassung


Amelie wird vom Bund kontaktiert. Das ist eine Vampirjäger-Organisation und sie möchte besonders einen Vampir erledigen: den sehr mächtigen, weil schon 400 Jahre alten Lucian. Diesen Part soll Amelie erledigen. Der Plan ist: während einer Morddämonenbeschwörung soll Amelie denn beschworenen Dämon auf Lucian hetzen. Im Gegenzug will der Bund ihr Informationen geben über Christopher, der seit zwei Jahren spurlos verschwunden ist und ihr so nahe steht wie ein Bruder.
Amelie läßt sich auf den Handel ein und versucht, Lucian zu finden und sein Vertrauen zu gewinnen. Das funktioniert tatsächlich und gemeinsam mit seinem Geschöpf Marcelle und einer weiteren Zauberin namens Serena reisen sie sehr umständlich nach Paris auf sein Anwesen.

Jetzt dürfen die drei nur nicht merken, dass Amelie noch nie etwas mit Schwarzer Magie zu tun hatte und schon gar keinen Dämen beschworen hat. Sie versucht sich erstmal mithilfe eines Buches an einer Beschwörung eines harmlosen Dämons. Doch etwas geht schief, und sie kann das kleine, nervige Fellbündel namens Sassa nicht mehr zurückschicken. Und dann gerät sie auch noch in einen unerwarteten Gewissenskonflikt...




Persönlicher Eindruck


Dieser Fantasy-Liebesroman hat mir einfach Spaß gemacht, ich hab das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Nur den Titel fand ich nicht so gut, zu viel Anlehnung an die Twilight-Bände und damit irreführend.

Zum Inhalt: Amelie ist eine Zauberin (nicht zu verwechseln mit den Hexen, die keine übernatürlichen Fähigkeiten haben) die in unserer gewohnten Welt lebt, nur, dass es eben Vampire und Zauberer gibt. Charmant fand ich es etwa, wenn sie Zauberutensilien im Internet bestellt.

Amelie ist die Erzählerin in Ich-Form, dadurch lernen wir ihren Charakter sehr gut kennen. Sie ist eine sehr sympathische Zauberin mit einem guten Herzen, aber etwas chaotisch und naiv.

Auch Lucian fand ich sympathisch und seine gestelzte Ausdruckweise hat ihm ein besonderes Flair hinzugefügt.

Die Geschichte wird humorvoll erzählt und ist leicht zu lesen. Besonders komisch fand ich die Geschichte um die mißglückte Dämonenbeschwörung. Und den kleinen Sassa einfach nur zuckersüß.

Auch die Spannung kommt nicht so kurz; die Angriffe des Bundes etwa sind mitreißend erzählt.

Das Tempo der Geschichte ist gerade richtig. Die Liebesgeschichte und die Geschichte um den Bund und den Auftrag wird nicht gleich aufgelöst, aber auch nicht unnötig in die Länge gezogen.

Die Liebesgeschichte selber traf auch meinen Geschmack, es waren einige romantische Stellen dabei und auch Stellen, bei denen es total zwischen den Protagonisten geknistert hat, haben total Laune gemacht beim Lesen.



Lesen oder nicht?


Ein toller erster Band für Fans des Romantasy. Es gibt Vampire, Zauberer, eine Verschwörung, Urban-Fantasy, eine packende Liebesgeschichte, Spannung und sympathische Charakter. Und ein niedlicher Dämon als i-Tüpfelchen


Rezension auf meinem Blog hier

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fantasy, pilgrim, magie, hatori, science fiction

Pilgrim - Rebellion

Joshua Tree
E-Buch Text: 446 Seiten
Erschienen bei www.weltenblume.de, 04.04.2017
ISBN B06Y1ZWLQD
Genre: Fantasy

Rezension:

Zusammenfassung


Auf einem kleinen Felsen leben die Pilgrim ein ruhiges und geregeltes Leben und streben die geistige Verschmelzung im Nimbus an. Ungewöhnlich für die eher einzelgängerischen Pilgrim sind Magnus, Tomm, Felix, Tasha und Tzunai seit ihrer Kindheit eng befreundet.

Magnus ist ein Prinz, der Sohn des Kaspan. Er ist außerdem ein guter Kämpfer in der körperlichen Disziplin, dem Hatnam, und herausragend in der Beherrschung des Hatori, der geistigen Diziplin.

Doch seit neuestem hat Magnus ein Problem, wenn er ins Hatori eintritt: Die Weltenblume spricht ihn persönlich an. Das gilt als erstes Zeichen des beginnenden Wahnsinns. Doch es geschehen noch weitere seltsame Dinge und dann hat seine Schwester Marit mit ihm eine lange Unterhaltung, in der er beginnt, die Glaubensgrundsätze der Pilgrim, in Frage zu stellen. Was geschieht mit den Pilgrim, wenn sie 40 Jahre alt werden? Was möchte die Weltenblume ihm mitteilen?




Persönlicher Eindruck


Joshua Tree führt uns zu Beginn ausführlich in das Leben und die Kultur der Pilgrim ein und stellt die fünf Freunde vor. Dafür nimmt er sich viel Zeit, was mir gut gefallen hat. Die ruhige, meditative Lebensweise der Pilgrim überträgt sich so auch auf den Leser, ich konnte total in diese Kultur eintauchen.

Dann jedoch legt der Autor nicht nur eine, sondern mindestens drei oder vier Schippen drauf; das Tempo der Erzählung wird rasanter, die Ereignisse überschlagen sich. Das Leben der fünf Pilgrim wird völlig auf den Kopf gestellt, auch ich als Leser musste mich erstmal an die Veränderungen gewöhnen.

Der Autor geht in seiner Erzählung keine Kompromisse ein. Man merkt, er schreckt vor nichts zurück und würde seinen Protagonisten auch nichts ersparen. Das macht die Geschichte spannend, weil wirklich alles passieren kann.

Die Protagonisten sind sympathisch und handeln nachvollziehbar. Ich mochte alle fünf von ihnen, vor allem Magnus.

Der Sprachstil ist klar, es lässt sich flüßig lesen. Die Geschichte wird von einem Erzähler erzählt, vor allem, aber nicht nur, aus der Sicht von Magnus.

Der Prolog verwirrte mich zunächst, ob ich nicht im falschen Genre, in der Sci-Fi, gelandet bin. Wie dieser Prolog mit dem Rest der Reihe zusammenhängt, darüber habe ich schon einige Vermutungen. Auf jeden Fall ein ungewöhnlicher Einstieg.


Lesen oder nicht?


Für diesen Auftakt einer 6-bändigen Fantasyreihe spreche ich einen Lesetipp aus. Freunde von gut geschriebener High-Fantasy und guten Abenteuergeschichten dürfte diese Geschichte ansprechen. Die Geschichte ist verdammt gut erzählt und bei allen irren Wendungen versuchen die Freunde, sich ihr Wesen zu bewahren.


Buchvogel, der Bücherblog

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

fkk;, schwarzwald, frankreic, camping

Nacktgebiete: Selig sind die Nackten (Humorvoller Roman, Humor)

Andreas Geist
E-Buch Text: 360 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 22.03.2017
ISBN 9783960871347
Genre: Humor

Rezension:

Zusammenfassung


In diesem zweiten Nacktgebiete-Band kommen Jo, Martina und ihre Tochter Fritzi zurück vom ersten FKK-Camping-Urlaub in Angabe der anscheinend ihr Leben verändert hat. Das naturistische Gefühl retten sie in den Alltag und in ihr Liebesleben.
Martinas neu entdeckter Vater Luc, der Betreiber des Campingplatzes in Angabe, reist an und übernimmt den in die Jahre gekommenen Campingplatz des Ortes. Ob der Gemeinderat so richtig verstanden hat, dass da Naturisten campen sollen?
Bei der (natürlich naturistischen) Hochzeit von Luc und Martinas Mutter kommt die alte Angabe-Clique wieder zusammen, ebenso zu Weihnachten und zum Testlauf vor der offiziellen Eröffnung.



Persönlicher Eindruck


Der Roman lebt von den folgenden Säulen: Erlebnisse unter Nackten, Erotik und philosophische Gedanken plus katholische Religionsausübung. Klingt komisch, aber kommt in diesem Roman ganz natürlich zusammen.

Die Erlebnisse unter Nackten waren zwar nicht spektakulär, aber ganz unterhaltsam erzählt. Für witzige Einlagen sorgte oft der "Druide" Luc. Die Szene mit den demonstrierenden Nazis wurde eindrucksvoll naturalistisch aufgelöst.

Die Erotik an sich fand ich nicht so prickelnd. Die Liebesszenen wurden eher humorvoll und in Metaphern erzählt, z.B. verglichen mit einem Flugzeugflug oder die beiden taten so, als würde er sie bei einem Briefmarkenraub stellen und dann durchsucht er sie mit seiner Taschenlampe ganz gründlich... Ich bezweifle nicht, dass Sex auf diesem Niveau gut funktioniert, aber beim Lesen dieses "Sex in Metaphern" kam bei mir einfach überhaupt kein erotisches Prickeln auf (falls das überhaupt intentiert gewesen ist vom Autor). Es war mir auch zuviel Rumgevögel. Gerade die ersten 20% passiert eigentlich nichts anderes, als dass das Ehepaar es miteinander treibt.

Und: ich hab noch nie soviel über Schamlippen gelesen. Erst fand ich das befremdlich, bis mir aufging, dass es wahrscheinlich deshalb ist, weil ich vorher noch überhaupt in keinem Roman etwas über Schamlippen gelesen habe! Der Autor ist offenbar ein Mann, der Frauen mag - und ihre Anatomie! Und ein gesundes Verhältnis zu Sex hat. Es ist wirklich super, dass in einem Roman soviel positives über Schamlippen berichtet wird.

Sehr gut gefallen hat mir auch, als der Prota seine Tochter aufgeklärt hat und ihm dabei klarwurde, dass er ihr wünscht, später viele und positive sexuelle Erfahrungen zu machen. Wie schön, so etwas von einem Vater zu lesen, so etwas lebensbejahendes und feministisches!

Die philosophischen Gedanken waren vielfältig und immer in die Handlung eingestreut. Es ging z.B. um Religion, Katholizismus, die Ehe, Hitler oder Evolution. Hier fand ich manche Meinungen des Autors gut, andere wiederum zu naiv oder zu pseudowissenschaftlich; das kommt halt tatsächlich darauf an. Es war wie wenn man mit einem Freund anfängt, über eine Sache zu diskutieren - nur dass man selber eben nicht antworten kann, weil man der Leser ist.

Es ging auch viel um ausgeübten Katholizmus und um den Zusammenhang zwischen katholischer Religion und Nacktheit. Das war interessant zu lesen.

Die Charaktere waren gut beschrieben, hier fand ich Luc und auch den außergewöhnlichen Pfarrer Jean am interessantesten, die anderen hab ich eher neutral wahrgenommen.

Der Sprachstil war leicht zu lesen. Erwähnenswert ist, dass der Autor öfter den Leser direkt anspricht. Und auch, dass er über sein erstes Buch und seine Erfahrungen als Autor selber berichtet, das hat einen ganz eigenen Flair erzeugt. Etwas genervt haben mich die wiederholten Aufforderungen, sich den ersten Band zu kaufen, falls man ihn noch nicht kennt.

Was mich noch genervt hat, war, dass der Autor Zweideutigkeiten in seinen Sätzen immer mit der gleichen Formel "also xxx, nicht yyy" aufgelöst hat. Bsp: Ritter hätten sich Tüchlein an die Lanze gebunden und seien damit auf den Gegner los - also mit der Lanze, nicht mit dem Tüchlein. Beim ersten Mal ist es noch ganz nett, aber in dieser Wiederholung war es dann zuviel.

Und leider muss ich auch sagen, dass es generell einfach nicht mein Humor war. Viele Rezensenten fanden das Buch ja lustig geschrieben. Ich merkte beim Lesen auch, dass es lustig sein soll, aber meinen Humor traf es einfach nicht.




Lesen oder nicht?


Wer sich schon immer für den Naturalismus interessiert hat, eher dezent umschriebene Erotik mag und den Humor des Autors teilt (Leseprobe!), für den ist das Buch ganz nett. Auch für den, der sich einfach nur die Zeit vertreiben möchte. Eine weitere Zielgruppe: Christen, die FKK-Fans sind oder werden wollen und einen neuen Blick auf ihre Religion werfen möchten.
Wer Anspruch, große Spannung oder komplexe Handlungen sucht, der ist hier nicht gut aufgehoben.


(c) https://buchvogel.blogspot.de/2017/05/nacktgebiete2-selig-sind-die-nackten.html

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amerikanische gegenwartsliteratur, sula, amerikanische literatur, toni morrison, nobelpreis

Sula

Toni Morrison , Karin Polz , any.way , Barbara Hanke
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.11.2004
ISBN 9783499238154
Genre: Romane

Rezension:

Zusammenfassung


Toni Morrison erzählt die Geschichte von Sula in der Kleinstadt Medallion. 1921 ist das kleine schwarze Mädchen 12 Jahre alt. Sie und Nel sind beste Freundinnen. Während Nels Mutter pedantisch ist, wächst Sula in einem chaotischen Haushalt auf, dem ihre Großmutter Eva vorsteht, ein unergründlicher und gewaltiger Charakter. Der erste Teil der Geschichte erzählt von Nels und Sulas Familie, ihrer Mädchenfreundschaft und endet mit Nels Hochzeit gleich nach der Highschool.
Wir überspringen die 10 Jahre, in denen Sula weg von Medallion gewesen ist. Der zweite Teil beginnt mit ihrer Rückkehr (die mit einer Rotkelchenplage zusammenfällt). Durch Sulas Art bringt sie die Gemeinschaft gegen sich auf, die Menschen arbeiten sich an ihr ab. Sogar Nel bricht mit ihr, da sie, eher beiläufig, mit Nels Mann schläft. Der Roman erzählt sogar über Sulas Tod hinaus, welche Sogwirkung Sula auf die Gemeinschaft entfaltet.




Persönlicher Eindruck


Toni Morrison umkreist Sula und nähert sich ihr aus verschiedenen Perspektiven über verschiedene Personen. Personale Erzählung, Berichte im Ich-Stil und Dialoge wechseln sich ab. Mal erläutert Toni Morrision psychologische Hintergründe, dann wieder beschreibt sie nur oder entwirft mit poetischer Sprache bildhafte Metaphern. Oft wird durch die Bilder, die sie zeichnet, nur ein Gefühl vermittelt. Als Leser musste ich mich auf diese Bilder einlassen, manchmal auch einen Satz oder Abschnitt mehrmals lesen, um ihn wirklich verstehen zu können. Das ist ein typischer Morrison-Stil, ich kenne das aus anderen Büchern von ihr.

All das macht es schwer, Sula wirklich zu verstehen, wir sind seltsamerweise immer auf der Seite derjenigen, die Morrison gerade beschreibt. Das Muttermal über ihrem Auge wird je nach Person als Rose, Fisch oder Klapperschlange interpretiert, und so ist das auch mit ihrem Charakter. Je nachdem, wen man fragt, ist Sula entweder lässig, naiv, nonkonformistisch und unabhängig oder überheblich, unverfroren, böse und gefährlich. Auch nach dem kompletten Buch bin ich mir immer noch nicht schlüssig über Sula, das ist ungewohnt, dass die Autorin selbst ihre Figur nicht völlig erklären möchte.


Die Handlung bezieht sich, typisch Kleinstadt, viel auf das Verhältnis der Bewohner untereinander. Vor allem die Freundschaft zwischen Nel und Sula ist hier wichtig, die wichtigen, die banalen, aber auch die tödlichen Dinge, die sie miteinander teilen. Shadrack, ein gebrochener Kriegsveteran, umrahmt mit seinem Selbstmordtag den Roman und taucht auch an einer wichtigen Stelle innerhalb des Romans auf. Mir hat besonders gefallen, wie gelassen die Kleinstadtbewohner selbst die skurillsten Marotten einfach hinnehmen. Keiner versucht groß, den anderen zu ändern.

Morrisons Roman balanciert immer zwischen Alltag und Besonderem, zwischen Lebendigkeit und Einsamkeit - und vielleicht sind das ja auch gar keine Gegensätze, denkt man so nach dem Roman.

Lesen oder nicht?


Die poetische Sprache und die Bilder, die Morrison entwirft, wirken nach, aber dadurch muss sich der Leser den Roman auch erarbeiten; er muss sich darauf einlassen. Trotzdem ist es auch ein leichter Roman. Ich finde, Toni Morrison ist eine Autorin, von der jeder in seinem Leben etwas gelesen haben sollte.

(c) Buchvogel- Rezension

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roadtrip, zeitreise, gabe, zeitreisen, verfolgung

Die Gabe der Zeit - Verlorene Liebe

Alexander R. Bloom
E-Buch Text: 314 Seiten
Erschienen bei Amazon Media, 01.12.2016
ISBN B01N2M90WK
Genre: Fantasy

Rezension:

Im Vergleich zu Band 1 steht hier das fantastische Element der Zeitreise im Mittelpunkt. Sie hängt irgendwie mit dieser Taschenuhr zusammen und dann zieht auch noch ein Sturm auf, den nur Manuel und Claire sehen können. Wie langsam die Geheimnisse um die Zeitreisefähigkeit gelüftet werden, ist sehr spannend. Auch hinter Manuels Visionen steckt noch mehr. Die Geschehnisse werden in einem Band 3 weitergeführt, das Buch endet mit einem Cliffhanger.

Diesmal verbringen unsere Helden viel Zeit im alten Istanbul. Bisher wußte ich noch nichts über das Istanbul im Jahr 1955, daher war es faszinierend, etwas darüber zu erfahren.

Etwas zu praktisch ist vielleicht, dass sie in Murat gleich einen willigen Helfer finden, der ihnen nicht nur die Zeitreise-Story glaubt, sondern ihnen auch noch mit Logis und Verpflegung hilft. Gut, bei der Überzeugungsarbeit half das Smartphone aus dem Jahr 2016... Murat ist ein sympathischer Typ, wobei er über große Teile außer dass er ihnen Essen bringt und sie versteckt, fast nichts macht. Das ist dann wohl die grausam langweilige Wirklichkeit, wenn man sich verstecken muss.

Der Roman ist überwiegend in der Ich-Form aus Sicht von Manuel geschrieben und ein allwissender Erzähler berichtet über Josh, Trevor und Sophia. Manuel ist immer noch sehr stur und risikoreich, und leider ist er auch sehr eifersüchtig. Nicht nur Claire war von seiner Eifersucht genervt, der Leser auch. Schon wieder, dachte ich mir da nur.

Positiv aufgefallen ist mir, dass Manuel sehr klug ist. Ich war beeindruckt von seinen Geschichts- und Geographiekenntnissen. Auch, dass er eine ganze Nacht lang wachend neben Claire verbracht hat und auf sie aufgepaßt hat, während sie krank war, zeigt seinen guten Charakter.

Der Roman ist gut geschrieben und lässt sich flüssig und leicht lesen.

Der Roman endet im Jahr 2016, der Militärputsch in der Türkei ist auch Teil des Buches; also wirklich hochaktuell, das hat mir gut gefallen.

/ http://buchvogel.blogspot.de/2017/05/die-gabe-der-zeit-2-verlorene-liebe.html

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zeitreise, wer war ich?, alexander bloom, freunde, gabe der zeit

Die Gabe der Zeit - Wer war ich?

Alexander R. Bloom
E-Buch Text: 304 Seiten
Erschienen bei Amazon Media, 07.04.2016
ISBN B01E06NFVK
Genre: Fantasy

Rezension:

Zusammenfassung


Manuel Epstein hat es nicht leicht - vor einigen Monaten ist seine Mutter gestorben. Aus ihrem Tagebuch erfuhr er, dass er adoptiert wurde. Das alles erzählt er an diesem Abend auf der Kirmes seinem besten Freund Josh. Die beiden wollen ein bisschen abseits etwas rauchen, da verlieren sie sich aus den Augen. In der Dunkelheit stolpert Manuel und knallt mit dem Kopf auf den Boden.
Eine alte Frau namens Oriana hilft ihm und führt ihn zu ihrem Kirmeswohnwagen. Sie kennt Manuels Namen und seine Lebensgeschichte und warnt ihn vor "bösen Männern". Zudem sagt sie ihm, er hätte die Gabe der Zeit und solle Sophia finden, sie würde ihm alles erklären.

In der nächsten Nacht träumt Manuel, dass er von Männern in einem dunklen Auto entführt wird. Und seltsamerweise wird diese Vision fast wahr. Doch dank der Vision weiß Manuel auch, wie er richtig reagieren kann und verhindert so die Entführung.

Manuel versucht, diese Sophia zu finden, vielleicht weiß sie weiter. Er findet heraus, dass sie in Wien arbeitet und reist dorthin. Dort ist Sophia aber nicht, stattdessen stöbern ihn erneut die drei Männer auf. Manuel entkommt knapp und reist nach Budapest, wo Sophia wohnen soll. Es folgt eine irrwitzige Verfolgungsjagd quer durch Europa mit Sophia und Josh, der auch noch auftaucht.



Persönlicher Eindruck


Dieser Abenteuerroman mit fantastischen Elementen (Präkognition) bietet spannende Unterhaltung. Die Verfolgungsjagd durch Europa ist spannend beschrieben, fast ist es schon etwas zuviel des Guten. Wenn Manuel mal wieder zu leichtsinnig seinerseits den Verfolgern hinterherspioniert oder versucht, in ein Militärkrankenhaus einzudringen, weiß man schon, dass das nicht gut ausgehen kann. Unglaublich, auf wieviele Arten man entkommen kann.

Das fantastische Element, die Präkognition, ist äußerst praktisch, ermöglicht es dem Trio doch oft, sich aus sonst aussichtslosen Situationen zu befreien.

Der Roman ist überwiegend in der Ich-Form aus Sicht von Manuel geschrieben, einige Male wird über seinen Vater berichtet, der seinem Sohn zu Hilfe eilen möchte. Der Roman ist flüssig und leicht zu lesen, die Handlungen sind gut nachvollziehbar. Mit den Protagonisten konnte ich mitfiebern.

Das zugrundeliegende Geheimnis, warum die Männer Manuel verfolgen, wird nach und nach aufgelöst. Am Ende gibt es eine erstaunliche Auflösung (zumindest hat es mich erstaunt, aber ich bin auch sehr schlecht darin, dezente Hinweise richtig zu deuten, mich kann der Autor immer überraschen).

/ http://buchvogel.blogspot.de/2017/05/die-gabe-der-zeit-wer-war-ich-1-von.html

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geschichte, stadt, waylhaghiri, gesellschaftskritik, multimedial

Sumerland 2

Johannes Ulbricht
Flexibler Einband
Erschienen bei Panini, 22.08.2016
ISBN 9783833233708
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Zusammenfassung

Band 2 folgt nahtlos den Geschehnissen aus Band 1.

(1) Prinz Zazamael hat sich durch die fragmentarische Stadt gekämpft und dabei gemerkt, dass sie aus Stadtteilen von Waylhaghiri besteht, die im Silber untergegangen sind. Nun ist er fast am Ziel, am Palast von Serisada, da taucht Azethot auf und bedrängt ihn zurück. Eine Spionin sei in die Stadt eingedrungen und sie müssten sie nun finden.

(2) Prinzessin Serisada hat das flüssige Silber überlebt, aber sie findet sich im Untergeschoß der Stadt wieder, wo die Nobodys leben, die nicht in der zentralen Datenbank der Stadt erfaßt sind. Stockwerk für Stockwerk kämpft sie sich nach oben und versammelt dabei immer mehr Revolutionäre um sich.
Die einzelnen Handlungsstränge führen zu der großen Fusion hin. Serisada und Zazamael treffen aufeinander und stürzen zusammen in den Silbersee. Das löst die große Fusion aus "und Sumerland und Waylhaghiri, Wirklichkeit und Traum, Natürlichkeit und Ästhetik verschmelzen zu einer untrennbaren Einheit." [Klappentext]

(3) Die 40jährige Ich-Erzählerin baut mit einem großen Kunden ein völlig neuartiges Datenbanksystem auf, "das die wertvollen Dinge in Erinnerung ruft, die man im Alltag übersieht. Jeder registrierte Nutzer kann dort Erlebnisse eintragen, die er als Erster entdeckt hat. Wenn andere dadurch auf diese Erlebnisse aufmerksam werden und Untereinträge in der entsprechenden Kategorie machen, verdient derjenige, der den ersten Eintrag gemacht hat, echtes Geld mit seiner Entdeckung." [S. 9]

(4) Susannnes erfundene Welt und sogar ihre eigenen Erlebnisse verschmelzen immer mehr mit der Geschichte im Buch: Susanne erzählt die Geschichte um Serisada und Zazamael einem Spielkameraden und erlebt kurz danach ähnliche Dinge. Susannes Widersacher ist der schielende Anführer, der nach einem Ausflug Susannes auf Land alle Kinder mit seinem Spiel um sich versammelt.


Persönlicher Eindruck

Da ich die verschiedenen Realitätsebenen des Romans und den Erzählstil schon in Band 1 dechiffriert hatte, bin ich in diesen Band schnell reingekommen und konnte ihn einfach genießen.
Beim ersten Band war ich mir über lange Zeit unsicher, ob mir das Lesen Spaß macht. Nun, beim zweiten Band, den ich förmlich verschlungen habe, wußte ich, dass es mir Spaß macht.

Azethot und Zazamael Obwohl der Band nach Prinz Zazamael benannt ist, verfolgen wir größtenteils Serisadas Weg durch Waylhaghiri. Wie sie sich ihren Weg nach oben kämpft und dabei zahlreiche Hindernisse überwindet ist sehr spannend und wieder voller Allegorien auf unsere Gesellschaft, z.B. als sie ihren Weg zwischen "arbeitenden" und "feiernden" Menschen hindurch finden muss.  (siehe auch Zitat)

Die Geschichte der 40-jährigen Ich-Erzählerin wird auch spannender, da sich nun tatsächlich etwas in ihrem Leben bewegt und sie am Schluß auch zufriedener wird.

Und auch mit Susanne hab ich mitgefiebert. Ihre Geschichte parallel zum Sumerland warf wieder einige Fragen auf. Warum konnte sie unbewußt Serisadas Weg verfolgen? (siehe auch Zitat)




Charaktere
Die Protagonisten sind gut darin, andere Menschen zu manipulieren. Das ist ihre Stärke, doch daraus resultiert auch Einsamkeit. Sie sind auch kreativ, doch diese Stärke kann auch eine Schwäche sein.


Logik
Aus dramaturgisch wertvollen Gründen besucht Susanne Kerstin, ein Mädchen, welches im Rollstuhl sitzt, nicht nach draußen kann und deshalb außerhalb der Spiele der Kinderbanden steht. Dass das Mädchen wegen ihrem Rollstuhl nicht nach draußen kann, ist sehr an den Haaren herbeigezogen. Ein Rollstuhl ist ja gerade deshalb da, um damit rumzurollen, und nicht nur im Zimmer zu sitzen. Ein etwas realistischeres Bild von behinderten Kindern wäre hier wünschenswert.


Inspiration
Auch dieser Band besticht wieder durch das schöne Cover.

Ein weiterer unerwarteter Nebeneffekt: Als ich die Nachrichten gestern gesehen habe, konnte ich sie nicht mehr Ernst nehmen. Rituale, die sich verselbstständigt haben; unsinnige Sachzwänge: ich habe tatsächlich beim Fernsehen hinter unserer Wirklichkeit den Schatten von Sumerland gesehen. Und das ist ein bemerkenswerter Effekt für einen Fantasy-Roman.
Wie es auch im Klappentext steht, "wir alle spüren die Wahrheit von Sumerland und Waylhaghiri tief in unserem Blut. Das Wissen um die dahinterliegende Wirklichkeit von Sumerland und Waylhaghiri liefert die Erklärung für Vieles in unserer Gesellschaft, das bei genauerer Betrachtung weniger selbstverständlich ist als eigentlich sogar ziemlich sonderbar."


Lesen oder nicht?


Dieser Fantasy-Roman ist mal etwas anderes. Er macht Spaß, aber er bringt auch allerlei an philosophischen und gesellschaftskritischen Überlegungen mit. Es ist möglich, ihn auf verschiedenen Ebenen zu lesen. Für Fans von High-Fantasy das Richtige, doch auch für Menschen, die sich für Philosophie und Soziologie interessieren.


(c) https://buchvogel.blogspot.de/2017/05/sumerland-2-prinz-zazamael-von-j-ulbricht.htm

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multimedial, andere welte, geschichte, augmented reality, ich-erzählerin

Sumerland 1

Johannes Ulbricht
Flexibler Einband
Erschienen bei Panini, 22.08.2016
ISBN 9783833233555
Genre: Science-Fiction

Rezension:

**** Zusammenfassung ****

Es gibt auf der Welt nur eine einzige Stadt: den babylonischen Stadtkegel Waylhaghiri, in dem sich Fiktion und Realität vermischen. Die Welt wie wir sie kennt, ist nur eine Scheinwelt innerhalb Waylhagiris. Umgeben ist der Stadtkegel vom wilden Sumerland, in dem verstreut Siedlungen liegen.

 (1) Der waylhaghirische kindliche Prinz Zazamel, seit Jahrhunderten baut und designt er an seiner Stadt und arbeitet auf die große Fusion hin. Er okupiert das Sumerland und kämpft sich mit einer kleinen Armee vor, um den wilden Wein finden, der die große Fusion endlich gelingen lassen soll. Doch seine Begleiter werden einer nach dem anderen von unsichtbarer Hand hingemetzelt.
(2) Die sumerländische kindliche Prinzessin Serisada, sie lebt seit Jahrhunderten in einem riesigen Palast und riecht doch alles, was in ihrem Reich vor sich geht. Sie macht sich auf nach Waylhaghiri, um dort eine Revolution anzuzetteln.
(3) Eine namenslose Ich-Erzählerin, die sich ständig mental mit ihrem verstorbenen Freund Andi unterhält, sie arbeitet in einer Werbeagentur, die in unserer Welt liegen könnte, und wurde teileingeweiht in die Geheimnisse der Stadt. Sie kann teilweise hinter die Kulissen sehen, sie kann sogar Zazamel und Serisada beobachten, aber sie kann sich nicht von der Verführung der Fiktion lösen.
(4) Susannne: Sie ist die Nichte der namenslosen Ich-Erzählerin und behauptet, Waylhaghiri und Sumerland erfunden zu haben. Susanne macht sich unabhängig von Spielwarenhändlern, indem sie sich Spielzeug vorstellt und andere Kinder für diese revolutionäre Art des Spielens begeistert.

 

 

**** Persönlicher Eindruck ****

 

Dieser Fantasyroman spielt auf verschiedenen Realitätsebenen, was vor allem zu Beginn äußerst verwirrend aber nichtsdestotrotz auch bereichernd ist.

 

Der Anfang ist etwas zäh. Die etwa 40-jährige Ich-Erzählerin berichtet von ihrem Job und der Suche nach der großen Liebe. Mit ihr zusammen blenden wir immer wieder zu Zazamel und Serisada. Ihre Geschichte ist nicht uninteressant, aber nimmt dennoch einen zu großen Teil des Buches ein. Da sie selber zwischen einer "normalen" Welt, wie wir sie kennen und dem Blick hinter den Kulissen Waylhaghiri hin- und herschwankt, war auch ich verwirrt: Was ist Realität, was Fiktion, was bildet sie sich vielleicht nur ein? Dazu kommt, dass wir ihrem inneren Monolog lauschen, den sie mit ihrem toten Freund Andi hält. Da diese namenlose Frau nicht im Klappentext auftaucht, ist der Einstieg sehr schwer. Sie bleibt auch unsympathisch.

 

Auch die Handlung um Susanne spielt mit Fiktion-Realität. Wir treffen sie als Nichte der Ich-Erzählerin in Waylhaghiri an. Sie scheint geheimes Wissen um das Wesen der Stadt zu haben und sagt, sie hätte die Stadt und das Sumerland erdacht und beginnt mit einer recht länglichen Vor-Geschichte. Es geht vor allem um das Spiel, dass sie erfunden hat, aber auch wie sie sich den Palast der Prinzessin oder die sieben Hochtugenden ausgedacht hat. Auch hier ist nicht klar: Wenn Susanne die Erfinderin ist, warum treffen wir sie in Waylhaghiri? Auch Susanne taucht nicht im Klappentext auf.

Da sind Zazamel und Serisada wohltuend greifbarer, weshalb es am meisten Spaß gemacht hat, ihren Abenteuern zu folgen. Beide Königskinder waren mir sehr sympathisch.

 

Am spannendsten und interessanten fand ich, die Gesetzmäßigkeiten und Regeln der Kegelstadt zu entdecken. In der Stadt gibt es verschiedenen Ebenen, jede neue Ebene stellt eine Weiterentwicklung, eine neue Idee von Prinz Zazamel dar. Alle Böden neigen sich zum inneren Silbersee hin - und wer, bzw. was in diesen See fällt, das ist für immer verloren.
Manche Bewohner sind ganz in einer Scheinwelt gefangen, wie z.B. die Umgebung der namenslosen Ich-Erzählerin, die glauben, in unserer bekannten Welt zu leben. Andere wiederum wissen, dass sie in einem Stadtkegel leben und streben danach, auf eine der höheren Ebenen zu kommen. Dafür müssen sie z.B. bestimmte Rituale gut durchführen (z.B. auf einer Party "Sehen und gesehen werden" zu spielen). Keiner aber weiß, wie sehr sie von dem Rat der Weisen und dem Prinzen manipuliert und geführt werden.

 

Zusammen mit Zazamel erkunden wir das Sumerland: ein wildes Stück Natur, mit verstreuten Siedlungen. Wir sind nah dran an Zazamel, an seiner Motivation und an seinen Entscheidungen, wir sehen, wie er seine Leute manipulieren kann. Wie Zazamel auch war ich fasziniert vom Sumerland, obwohl die allgegenwärtige Verlassenheit auch etwas Unheimliches an sich hat.
Im Klappentext steht, dass Zazamel erst einen Schritt vor dem Ziel erkennt, wer der Mörder ist. Doch das stimmt nicht. In diesem Band zumindest wird der Mörder nicht enttarnt.

***** Lesen oder nicht? ****

Diese Fantasy-Geschichte punktet durch die Vermischung von Realität und Fiktion. Die waylhaghirische Gesellschaft hält uns den Spiegel vor, es gibt viele Stellen, die den Leser zum Nachdenken bringen über sich selber und unsere Welt. Das Buch ist komplex in dem Sinne, dass es verschiedene Realitätsebenen gibt, die sich nur nach und nach erschließen. Das Buch ist also etwas für Menschen, die gerne beim Lesen mitdenken und sich inspirieren lassen.


(C) Diese Rezension wurde zunächst auf meinem Blog veröffentlicht (hier u.a. drei Zitate als Bonus)

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Providence und zurück, Großdruck

Isabella Nadolny
Flexibler Einband
Erschienen bei DTV, 01.05.1997
ISBN 9783423250740
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zusammenfassung

Isabella ist frisch verwitwet. Ihre Schwiegermutter ermutigt sie, die Einladung einer alten Freundin nach Providence in die Vereinigten Staaten anzunehmen. "Dort weiß niemand, daß du traurig sein mußt." sagt sie.
Und so fährt Isabella. Doch sie fühlt sich fremd auf dieser Reise, nichts dringt wirklich an sie heran. "Was hatte ich mir davon versprochen, in ein fremdes Land zu fahren, zu einer mir seit Jahrzehnten fremd gewordenen Frau? ... Laß es sie nicht merken, daß es eine Fehlentscheidung war, dachte ich."

In diesem Buch geht es um das Leben nach dem Tod eines geliebten Partners. Und um die Erkenntnis, dass das Leben schlußendlich doch einfach weitergeht und man weiterlebt.

Persönlicher Eindruck

Der Nachfolger von "Ein Baum wächst übers Dach", ist in meinem Augen nicht ganz so gut wie ebenjener, das liegt aber allein am traurigen Sujet. Eine Geschichte über eine frische Witwenschaft, da kommt eben keine überschwängliche Freude auf. Und doch hat die Autorin hier wieder ein meisterhaftes Buch vorgelegt, das bei aller Trauerbewältigung dennoch Lust macht, sich dem Leben zuzuwenden, ohne dabei die tragische Situation zu verleugnen.

Im Prinzip ist es ein klassischer deutscher Entwicklungsroman. Es passiert nicht viel - Isabella ist zu Besuch bei ihrer alten Freundin. Das Buch besticht, wie schon der Vorgänger, durch den besonderen Blick Isabellas auf die Welt und auf sich selber. Auf ihre Beschreibung von Dingen, Personen, Situationen. Wie sie sich wieder zurechtfindet in einer Welt ohne ihren Michael.

Die Sprache ist genau, poetisch, von einer ausgesprochen sprachlichen Erhabenheit, ohne dabei schwerverständlich zu sein. Das ist ein Buch von der Sorte, dass man es erneut lesen will.

Isabella erzählt in Ich-Form und ist als Charakter sehr sympathisch. Sie beschreibt das Älterwerden und ihre Eigenheiten. Das macht sie menschlich und man kann sich gut mit ihr identifzieren. Ihr Wohnort Seeham erweckt auch Sympathien beim Leser, gerne möchte man auch in diesem kleinen Sommerhaus wohnen.


(c) Diese Rezension wurde zunächst auf meinem Buchvogel-Blog veröffentlich

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die einäugige Katze

Paula Fox
Flexibler Einband
Erschienen bei Bertelsmann, München
ISBN 9783570203323
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zusammenfassung

Neds Onkel Hilary schenkt ihm zu seinem 11. Geburtstag ein Luftgewehr. Sein Vater nimmt es ihm aber weg, er sei noch so jung dafür. Nur einmal möchte Ned mit dem Luftgewehr schießen und holt es nachts aus seinem Versteck. Er geht nach draußen. Bei der Scheune erscheint ein Schatten, auf den Ned schießt.
Dann taucht beim alten Mr. Scully, dem er nach der Schule zur Hand geht, eine einäugige Katze auf. Ned kämpft gegen seine Schuldgefühle. Er kann niemand erzählen, dass er es vielleicht war, der diese Katze angeschossen hat.
Dieses erste Geheimnis zieht Lügen und weitere Lügen nach sich, die Ned immer mehr belasten.

Persönlicher Eindruck

Die Geschichte wird aus der Sicht von Ned erzählt. Ned erlebt alterstypische Sachen und hat mit seiner ersten großen Lüge zu kämpfen. Wir erleben die Geschichte durch seine Augen und wissen, wie er über etwas denkt.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Sein Vater ist Pfarrer und sieht immer das Gute in einem Menschen. Seine Mutter ist schwer an rheumatischer Arthritis erkrankt, hat oft Schmerzen und sitzt die meiste Zeit im Rollstuhl. Dennoch haben Ned und sie ein inniges Verhältnis. Mir hat besonders der beiderseitige respekt- und liebevolle Umgang zwischen Ned und seinen Eltern gefallen.
Mir hat auch die Darstellung der Freundschaft zwischen Ned und Mr. Scully gut gefallen, die sich trotz des großen Altersunterschieds immer was zu erzählen haben und sich gemeinsam um die Katze kümmern.

Die Autorin verwendet eine altersangemessene, fast schon leichte Sprache. Mir gefielen besonders die ungewöhnlichen sprachlichen Metaphern, z.B. die Haushälterin Mrs. Scallop lauschte oft "und was immer sie dann hörte, machte sie satt wie ein riesiges Nachtmahl" [S. 27]. Oder: "Jetzt steckte das Gewehr wie ein Splitter in seinen Gedanken." [S. 85]

Die Geschichte ist atmosphärisch und die Autorin lässt sich viel Zeit mit der Geschichte. Sie war mir schon fast zu zäh, zumal nichts weltbewegendes passiert.

Lesen oder nicht?

Ein wirklich netter Kinderroman, den ich entgegen der Herstellerempfehlung eher für 11-13-jährige empfehlen würde. Der Roman bietet kreative und schöne sprachliche Metaphern, eine stimmige, atmosphärische Erzählstruktur sowie alterstypischn Fragen eines sympathischen Protagonisten, mit dem sich die Kinder gut identifizieren können.

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Star Trek - Voyager 10

Kirsten Beyer
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 03.04.2017
ISBN 9783959812047
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Zusammenfassung

Dieser 10. Band knüpft nahtlos an die Geschehnisse in Band 9 an und besteht so aus drei Haupthandlungen:

(1) Die Full-Circle-Flotte unter Leitung von Admiral Janeway nimmt diplomatische Beziehungen mit der Konföderation auf, dem Planetenverbund um die Erste Welt, auf die sie hier gestoßen sind. Die Sternenflotte will die Konföderation kennenlernen (z.B. Technik Gesellschaftsstruktur, Landwirtschaft) und ausloten, ob eine Allianz möglich ist. Die Föderation hält ihrerseits bewusst einige Techniken verborgen, wie das Beamen oder den Slipstream-Antrieb. Wird das zu Zerwürfnissen führen?
An den Grenzen der Konföderation bei den sog. Strömen, Subraumverwerfungen, versammeln sich feindliche Schiffe. Überraschenderweise entpuppt es sich als eine Allianz aus Völkern, denen die Voyager schon begegnet ist, wie den Vaadwaur, die Turei und den Devore. "Nun, sieht so aus, als wären unwahrscheinliche Allianzen der letzte Schrei im Delta-Quadranten", stellt Chakotay trocken fest.

(2) Seven, begleitet von Doktor Sharak, begibt sich zum Sternenflottenhauptquartier. Axum, ehemaliger Borg und in Unimatrix Zero ihr Geliebter, könnte in Gefahr sein, zudem wurde Seven gebeten, bei der Bewältigung einer catomischen Seuche auf Coridan zu helfen. Doch dann wird Seven nur einige Catome entnommen, an ihrer Expertise scheint niemand interessiert zu sein. Seven begibt sich zu Axum, der in einer abgeriegelter Wohnung innerhalb des Labors Quartier bezogen hat.

(3) Tom Paris ist auch auf der Erde. Er hat die wenig spaßige Pflicht, sich einer Sorgerechtsanhörung zu stellen. Seine Mutter Julia ist enttäuscht und wütend, weil Tom und B'Elanna Mirals Tod vorgetäuscht haben. Zur Erinnerung: Mirals Tod wurde vorgetäuscht, weil ihr Leben in Gefahr war. Sie wurde von einer obskuren klingonischen Sekte bedroht. Tom und B'Elanna haben versucht, Miral in Sicherheit zu bringen, koste es, was es wolle.

Eine Nebenhandlung betrifft den holografischen Doktor, bei dem immer häufiger Erinnerungsfehler auftreten - die er selber aber gar nicht bemerkt.

Es geht in diesem Roman in allen Handlungssträngen darum, inwiefern man verantwortlich ist für seine Vergangenheit und die seiner Vorfahren, und wie sich Entscheidungen unserer Vergangenheit auf Ereignisse auswirken können.


Persönlicher Eindruck

Zunächst zu den Geschichten an sich. Die Handlung um die Konföderation war sehr interessant. Eine klassische Erkundungsmission, bei der man Gesellschaft und Kultur kennenlernt. Der Leser wird zu Vergleichen zwischen seiner eigenen Gesellschaft, der Föderation und der neuen dargestellten Kultur, in dem Fall die Konföderation, angeregt.

In der Konföderation herrscht ein strenges Kastensystem. Wer keine Arbeit findet oder sich nicht genug anstrengt, der bekommt die Bürgerrechte entzogen und muss sie sich erst wieder erarbeiten. Für die Föderation, die die individuellen Entfaltungsrechte jedes einzelnen achtet und die Hunger, Not und Elende überwunden hat, ein Unding. Und bei uns? Wie gehen wir mit Menschen um, die nicht arbeiten können - tendieren wir in Richtung der Konföderation oder in Richtung der Föderation - diese Frage stellt sich.

Die Crew erkundete auch religiöse Praktiken. Dabei behauptete der Autor, Betazoiden würden in religiösen Zusammenkünften eine göttliche Macht spüren. Diese nicht-canon Behauptung finde ich sehr gewagt und unglaubwürdig.



Diese Erforschung des Neuen sehr unterhaltsam und stringent erzählt. Die Crew schwankt hin und her, ob eine Allianz sinnvoll ist, und als Leser schwankt man mit. Das fand ich sehr unterhaltsam.

Als Charakter sticht der ungewöhnliche Cpt O'Donnell hervor - er ist herrlich unangepaßt, vielleicht etwas autistisch, und hat seine ganz eigene, unkonventionelle Art, die Dinge anzugehen.

Über die Gründe für die Bildung der ungewöhnlichen Allianz an Feinden hab ich auch spekuliert, aber die letztendliche Auflösung, was dahintersteckt, hab ich so nicht kommen sehen. Vielleicht bin ich auch nur leicht zu überraschen, aber mich hat die Enthüllung umgehauen. Hier bin ich gespannt auf den nächsten Band, wie das weitergeht.


In die Handlung um Seven und Axum bin ich nicht richtig reingekommen. Die Geschehnisse waren nicht stringent und etwas verwirrend. Zudem fand ich Sevens Handlungen nicht logisch - wann bitte hat sich Seven von etwas oder jemand von ihrem Missionsziel abhalten lassen? Auch wenn es Axum ist, aber es paßt nicht zu ihr.
Die Erzählung um die Catome und was sie für Fähigkeiten haben, fand ich auch wirr und ich glaube auch nicht, dass ich es vollständig verstanden habe. Auf die Auflösung wurde zwar hingearbeitet, dennoch konnte ich die Hinweise nicht deuten und war von der Auflösung überrascht. Dieser Handlungsbogen endete mit einen Cliffhanger und wird wohl im nächsten Band weitergehen.


Eine abgespaltene Handlung erzählt von Sharaks und Sam Wildmanns Recherchereise nach Coridan. Die Annäherung zwischen den beiden Personen hat mir gut gefallen und die Recherche auf Coridan war wie ein kleiner spannender Krimi im Buch. Den "Täter" fanden die beiden zwar, aber die Suche nach dem Motiv steht noch aus, dieser Handlungsfaden wird sicherlich im nächsten Band verfolgt. Überhaupt war der Sharak ein Highlight in der Geschichte: tapfer und unbeugsam.

Zum Schluß noch ein Kritikpunkt zum Cover, auch wenn ich Cover sonst nie groß kommentiere: Lt. Barclay kommt zwar im Buch vor, aber dennoch ist er für die Handlung absolut irrelevant. Da frag ich mich, warum er auf dem Cover ist. Ich hätte hier lieber Dr. Sharak gesehen.

Lesen oder nicht?

Für Trekkies und Fans, die die Cross-Cult-Reihe um die Voyager verfolgen, stellt sich die Frage nicht. Die Ereignisse aus Band 9 werden aufgegriffen und führen zum nächsten Band hin.
Die Voyager-Reihe an sich führt die TV-Sendung fort. Wir haben es zwar nicht mehr im Fernsehen, aber wir können unsere Helden in Romanform weiter verfolgen; die Autoren der Reihe entwickelten die Geschichte weiter.
Für Nicht-Trekkies ist es wahrscheinlich zu stark im Star-Trek-Universum verwurzelt. Einiges ist ohne Kenntnis der Serie "Voyager" und sogar der Reihe nicht verständlich, z.B. die Caeliar und die Catome. 


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Eine weiße Glut (Dalans Prophezeiung, Buch 3)

Sarah Marie Keller
E-Buch Text: 272 Seiten
Erschienen bei null, 18.06.2014
ISBN B00L40RGUC
Genre: Sonstiges

Rezension:

Im Abschlußband der Trilogie lernen wir den Namensgeber der Prophezeiung, Dalan, kennen. Zur Erinnerung: Dalan war ein großer Magier, seinem Können war es zu verdanken, dass der erste Weltenbrand beendet wurde. Dalans Prophezeiung besagt, dass es dereinst einen zweiten Weltenbrand geben wird - und dann wird Dalan wiederkommen, um den Städtebauern beizustehen.
Der Orden der Schenra-Vey, der sich in den ewigen Winter zurückgezogen hat, hat kurz vor Dalans Tod dessen Erinnerungen in eine magische Maschine eingespeist. Seither wird jedes Neugeborene geprüft, ob es ein geeignetes Gefäß für Dalan sein könnte. Seit 300 Jahren war Noa das erste Kind, das positiv getestet wurde. Noa sollte Dalans Erinnerungen übernehmen - doch das würde, vermutlich, bedeuten, dass Noa selbst dabei vergehen würde. Deshalb war Noa vor dem Orden geflüchtet ...

Doch nun, da der zweite Weltenbrand tatsächlich ausgebrochen ist, entschließt sich Noa, zurückzukehren und sich zu opfern, damit der Krieg beendet werden kann. Taya begleitet ihn.

Als Dalans Erinnerung auf Noa übertragen werden, sind die Schenra-Vey zunächst glücklich. Doch Dalan ist ziemlich wütend: Er selber hat weder diese Prophezeiung ausgesprochen, noch wollte er, dass er auf diese Weise unsterblich gemacht wird. Er war auch gar nicht derjenige, für den ihn die Schenra-Vey hielten, die Städtebauer hatten ihn nie interessiert, er wollte einfach nur den Krieg beenden und zu seiner Familie zurückkehren.

Und noch etwas kommt ans Licht: Die Schenra-Vey selbst haben den zweiten Weltenbrand angezettelt, damit sich die Prophezeiung erfüllt und Noa zurückkommt. Und nun ist die Büchse der Pandora geöffnet.


Die Erzählung geht da weiter, wo Band 2 aufgehört hat. Wir begleiten den tapferen Noa, der zurückkehrt, um ein Schicksal anzunehmen, dass er nie wollte. Die wahre Enthüllung über Dalans Prophezeiung sind ein ziemlicher Hammer. Das die Schenra-Vey hinter dem ganzen Kriegsgetreibe stecken, wusste man schon in Band 2, aber dass der ganze Wahnsinn zudem noch auf einer großen Lüge basiert, das setzt diesem irrwitzigen, verdrehten Glauben die Krone auf.

"Wie weitermachen", das ist die zentrale Frage, die über diesem Buch schwebt. An der Grenze zur Vernichtung die Elfen. In seinem Selbstverständnis als Sturmklinge getroffen, Gairan. Dabei, sich selber zu opfern, Noa. Wiedergeboren für eine Prophezeiung, die er nie selber getroffen hat, Dalan. Und auch Taya, die mit einem großen Verlust fertig werden muss.
Man könnte an der Situation verzweifeln, doch unsere Protagonisten suchen tapfer neue Wege. Dieses Aufsuchen neuer Wege fand ich sehr inspirierend.

Vollständige Rezension ist auf meinem Blog

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wahnsinn, freundschaft, religion, schicksal, liebe

Ein schwarzes Feuer (Dalans Prophezeiung, Buch 2)

Sarah Marie Keller
E-Buch Text: 284 Seiten
Erschienen bei null, 18.06.2014
ISBN B00L40R9NG
Genre: Sonstiges

Rezension:

So fängt es an Prinzessin Elara befand sich im sonnenerfüllten Morgensalon von Königin Lyndira. Ein Elfensklave war gerade dabei, die letzten Reste eines ausgedehnten Frühstücks abzuräumen.

Zusammenfassung

Die größenwahnsinnige Gebieterin von Xendor, Elara, hat das Königreich Minaskai erobert und den Paladin Kelrik Dalaros mit Hilfe einer Sklavenkrone gefügig gemacht. Als der Orden der Schenra-Vey dann den dritten Todesengel ausgegraben und funktionstüchtig gemacht hat, gibt es für Elara kein Halten mehr. Ihr Ziel: Die ganze Welt erobern.

Währenddessen sind Taya und Noa zu Noas Geburtstadt aufgebrochen. Noa will tun, was nötig ist, um Elara aufzuhalten. Und wenn das bedeutet, seine Seele zu verlieren.
Auch Gairan und Uruk wollen Elara aufhalten und schließen sich den Truppen an, die gegen Elara in den Kampf ziehen wollen. Gairan voller Überzeugung, wollte er doch schon immer eine Sturmklinge werden. Uruk, weil er seinen besten Freund nicht allein wissen will.

Persönlicher Eindruck

Die Handlung knüpft nahtlos an den ersten Teil an. Lose Fäden werden verknüpft, einiges klärt sich; wir erfahren mehr über die Protagonisten und die Gegenspieler, und auch über die geheimnisvollen Schenra-Vey.

Die Grausamkeiten im Kriegsgeschehen häufen sich, auf der anderen Seite bringen die Umstände auch Tapferkeit mit sich. Unsere Protagonisten stellen sich dem Dunkel entgegen, so gut sie es eben vermögen. Auch der etwas feige Uruk wächst über sich hinaus.

Uruk ist einer meiner Lieblingscharaktere im Buch. Für einen Ork ist er etwas aus der Art geschlagen, zu gelehrt und Gewalt gegenüber nicht zugeneigt. Mir muss an den Stellen, an denen er schreit oder weint, immer schmunzeln, weil er dabei klingt wie ein kleines Ferkel. Sein Aussehen (Schweinehauer, stämmig, etc) paßt so gar nicht zu seinem eher zarten Inneren.

Auch das Innenleben von Noa, seine Motivation, aus seiner Geburtstadt wegzugehen und nun wiederzukommen, wird gut erläutert. Der Orden der Schenra-Vey wirkt dabei durch seine Isolation und seinen verqueren Glauben wie eine Sekte. Noa ist von ihm geprägt und möchte ihn doch hinter sich lassen, nur ob er das auch kann, das steht noch nicht fest. Die Schenra-Vey sind durch ihren starren Glauben unsympathisch, weil sie ihn über ihre eigenen Kinder und das Wohl und Wehe ganzer Völker stellen.




Meine Rezension auf meinem Blog http://buchvogel.blogspot.de/2017/04/ein-schwarzes-feuer-dalans-prophezeiung.html

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fantasy, weltenbrand, orks, erlöser, elfen

Ein dunkler Funke (Dalans Prophezeiung, Buch 1)

Sarah Marie Keller
E-Buch Text: 256 Seiten
Erschienen bei null, 18.06.2014
ISBN B00L40RDE6
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Geschichte ist spannend erzählt. Humor, Drama, Tragik und Mitfiebern - es ist alles da. Die Welt ist stimmig und voll von kleinen, feinen Details. Besonders gut bringt die Autorin die Stimmungen und die Gefühle der handelnden Personen rüber. Auch scheinbare belangloses, wie das Studierzimmer des Orks, wirken interessant und niemals langweilig.

Alle Haupt- und Nebencharaktere sind vortrefflich ausgearbeitet.
Vor allem die drei Freunde hab ich gleich ins Herz geschlossen. Mir gefiel vor allem, dass die Autorin hier Klischees aufgebrochen hat. Die Orks sind zwar grundsätzlich kräftiger wie die Menschen und werden schneller wütend - aber sie sind keine tumben Monster; sondern bspw., wie Uruks Eltern, Gewürzhändler. Oder Historiker, wie Uruk selbst. Die Freundschaft zwischen den dreien so unterschiedlichen Personen sind für mich das Sahnestück der Erzählung. Ein Mensch, ein Ork und eine Elfe sind beste Freunde, das hat eine völkerverbindende Vision, die hier als Normalität erzählt wird. Mich hat dieses Bild sehr inspiriert. (Und irgendwie haben mich die Elfen an die Vulkanier und die Orks an die Tellariten erinnert, das nur nebenbei.)
Ein weiterer Charakter ist Noa, der Magier. Er hat ein gutes Herz, trägt aber irgendein Geheimnis mit sich herum, ein etwas mystischer Charakter, der eine gewissene Sexyness ausstrahlt.
Dann wäre da noch Kelrik, Gairan und Tayas Vater; der Paladin der Königin und schließlich die gute und gerechte Königin selbst.

Die Gegenspieler: Elara, die Herrscherin von Xendor ist eine labile und grausame Göre, die an die Herzkönigin aus "Alice im Wunderland" erinnt. Ihr Berater Dagul vom Orden der Schenra Vey ist ambivalent. Er scheint die Taten Elaras nicht gutzuheißen und hat sie doch initiert. Er verfolgt seine eigene Agenda, aber welche das ist, ist unklar.

In Minaskai leben die drei Völker friedlich und zu gegenseitigem Nutzen zusammen. Im Gegensatz zum xenophoben Nachbarstaat Xendor, von dem sie schließlich angegriffen werden. Die Minaskaier müssen zu tausenden fliehen - und darauf hoffen, dass sie als Flüchtlinge freundlich aufgenommen werden. Die Verzweiflung der Flüchtenden ist in bedrückender Weise wiedergegeben.

Die Autorin verwendet eine klare, leicht zu lesende und bildhafte Sprache. Die Dialoge sind so gut geschrieben, dass man viele davon gerne laut vorlesen möchte. Mir gefallen auch die originellen Neuschöpfungen wie "Städtebauer", "Weltenbrand" usw. Es unterstreicht den fantastischen Charakter der Geschichte.

- Dies ist ein Extrakt meiner ausführlichen Rezension auf meinem Blog: Buchvogel.blogspot.com -

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liebe, zeitreise, zeitreisen, schicksal, romantik

Die Frau des Zeitreisenden

Audrey Niffenegger ,
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.11.2005
ISBN 9783596163908
Genre: Fantasy

Rezension:

Die 20-jährige Clare trifft in einer Bücherei den 28-jährigen Henry. Freudig über das Wiedersehen lädt sie ihn zum Kaffee ein. Sie kennt ihn schon, seit sie 6 Jahre alt ist. Denn Henry ist ein Zeitreisender, er fällt dann und wann nackt in eine andere Zeit an einen andere Ort - ohne diese Reisen steuern zu können.
In seiner Zukunft und ihrer Vergangenheit haben sie sich hundertemal auf einer Wiese in der Nähe ihres Elternhauses getroffen. Daher weiß Clare auch, dass sie in der Zukunft verheiratet sind. Für Henry aber haben die Treffen mit Clare auf der Wiese noch gar nicht stattgefunden. Dennoch verliebt er sich in Clare, sie werden ein Paar und heiraten schließlich.
Die Frau des Zeitreisenden zu sein ist nicht einfach. Es bedeutet z.B., viel auf ihn zu warten, während nur ein Kleiderbündel auf dem Boden verrät, dass Henry wann-anders ist. Auch für Henry ist es nicht einfach, er weiß, dass Leid auf sie in der Zukunft wartet, aber er kann nichts dagegen unternehmen.


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Der Anfang des Romans bildet das Treffen von Clare und Henry 1991 - "Ich traf Clare zum ersten Mal im Oktober 1991. Sie traf mich zum ersten Mal im September 1977; sie war sechs, ich werde achtunddreißig sein." [S. 155]
Dann wird die Geschichte recht chronologisch erzählt, angefangen mit Henrys und Clares Kindheit. Es wird aus Henrys und Clares Sicht in Ich-Form erzählt. Zu Beginn jeder Episode steht ein Datum und wie alt Clare und/oder Henry sind (z.B. Clare ist 12, Henry 36. Oder: Henry ist 33 und 39). Das macht es leicht, sich zu orientieren.

Der Roman beschreibt zum einen das normale Leben und die Beziehung zwischen zwei Menschen, die sich lieben, mit all ihren Höhen und Tiefen - eben nur ergänzt um das Zeitreiseelement (das es manchmal leichter und manchmal schwerer macht). Auf der Metaebene wirft es die großen Fragen auf: Ist alles vorherbestimmt? Ist man glücklicher, wenn man weiß, was passiert? Hat man einen freien Willen? Kann man sein Schicksal ändern? Und wie lebt man gut, wie führt man eine gute Beziehung? Es ist ein Liebes- und Beziehungsroman, aber noch soviel mehr. 

Henry ist als junger Mann ein ziemlicher Egoist. Als reifer Mann zeichnet er sich vor allem durch seine Freundlichkeit zu Clare und ihren Freunden aus, er ist ein guter Ehemann. Henry versucht zwar, ein normales Leben zu führen. Doch durch die Zeitreisen ist er umständehalber zu einem sehr schwierigen Leben gezwungen.

Für Clare ist Henry ihr Seelenpartner und ein fester Bestandteil ihrer Kindheit und Jugend. Clare ist Künstlerin und macht Skulpturen aus Papier. Sie versucht, das Leben  mit Henry so normal wie möglich wirken zu lassen. Das sie seine Frau ist, ist für sie unausweichlich, denn der Henry, der sie in Kindertagen besucht, ist ja schon mit ihrem älteren Ich verheiratet.

Dem Autor gelingt es, den Charakteren Leben einzuhauchen. Sie haben Schwächen, Stärken, Ecken und Kanten. Man kann sich gut in sie hineinversetzen. So könnte der eigene Partner oder Freund auch sein. 

Von der Sprache her ist die Geschichte leicht und nachvollziehbar erzählt. Obwohl einem beim Nachdenken über die Zeitreisen leicht der Kopf raucht, sind die einzelnen Episoden logisch miteinander verbunden. Die Struktur der Geschichte ist handwerklich gut gemacht.
Mir gefällt besonders gut, dass manchmal Henry und manchmal Clare mehr vom anderen wissen, weil ein Geschehnis für einen der beiden in der Zukunft liegt. Oder wenn Henry sein jüngeres Ich, oder auch eine jüngere Clare besucht, und dann entweder keine Hinweise auf die Zukunft geben kann oder will oder gerade durch den Hinweis die Voraussetzungen für die kommenden Ereignisse schafft, die von ihm aus gesehen in der Vergangenheit liegen...


Lesen oder nicht?

Wer Geschichten mit philosophischer Botschaft und einer großen Liebesbeziehung mag, aber auch gern über das alltägliche Leben liest, ist hier bestens aufgehoben. Das Buch ist wirklich wirklich großartig und ich gebe eine unbedingte Leseempfehlung. Mit einer Warnung an potentielle Leser, die ich fairerweise geben möchte, obwohl es leicht spoilert (wer das nicht mag, bitte den nächsten Abschnitt überlesen):


In dem Buch werden auch Fehlgeburten thematisiert, Clare hat gleich einige davon. Sowohl Henry als auch Clare sind sehr verzweifelt und ihre Beziehung leidet darunter. Diese Geschichte nahm mich sehr mit, sie wird zwar leise aber mit eindrücklicher Wucht erzählt. Ich möchte nicht, dass jemand, der eine Fehlgeburt hatte und darunter noch leidet, ohne Vorwarnung darüberstolpert; daher der untypische Spoiler.



Mehr, auch drei Zitate, auf meinem Blog

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florian c. booktian, actio, krimi, lustig, abenteuer

Auseinandergelebt

Florian C. Booktian
E-Buch Text: 301 Seiten
Erschienen bei null, 14.12.2016
ISBN B01N5FSF6W
Genre: Sonstiges

Rezension:

Auf Leon soll ein Tag zukommen, der es ihn sich hat: Zunächst wird er in dem Keller, in dem er Werbung in Zeitungen einsortiert, überfallen. Als er heimkommt, redet Carina ihm ins Gewissen: In den letzten Jahren haben sie sich auseinandergelebt, Leon kümmert sich kaum noch um Carina, er hört auch nicht zu, wenn sie ihm etwas erzählt. Carina hatte lange Geduld, aber jetzt setzt sie ihm die Pistole auf die Brust: Sie wird ihn verlassen, wenn er ihr nicht beweist, dass er sie noch liebt. Er soll ihr eine ganz besondere Milch besorgen. Es ist früh am Morgen, noch haben keine Geschäfte auf, und er hat eine halbe Stunde Zeit. Leon nimmt die Herausforderung an und rast los.
Am nächsten Tag überschlagen sich die Ereignisse in irrwitziger Weise, als zwei Gangster auftauchen und einen Speicherchip von Carina haben wollen.

Das Buch pendelt immer zwischen Humor, etwas Tragik und Dramatik. Es ist leicht geschrieben, man kann der Handlung gut folgen. 

Die Geschichte spielt in der Gegendwart und ist im schwäbischen Endersbach verankert. Der Autor lässt hier lokale Orte einfließen, z.B. ein geschlossenes Schwimmbad, einen Häckselplatz, örtliche Bäcker und Baumärkte, etc.

Die Charaktere, zumindest die vier Hauptcharaktere, sind keine Helden im klassischen Sinne. Leon ist ein Schnapsbrenner ohne Ausbildung und nimmt seine großartige Freundin für selbstverständlich. Carina ist eine Frau, die immer geradeaus sagt, was sie denkt, und sich durch ihre Fürsorge für andere verschuldet. Otis - ein Ex-Krimineller, der aus jedem Tag das Beste machen will. Bea, eine kleine durchgeknallte Kleinbetrügerin, die sehr an ihrer Schwester Carina hängt. Was für eine Mischung!

Von den Wendungen der Geschichte war ich wie gefesselt, ich dachte mir immer "Oh nein, nicht auch noch das, das kann doch nicht wahr sein.". Die Gegebenheiten sind skuril und nicht ganz realistisch, werden aber glaubhaft vermittelt.

Das einzige, was ich nicht ganz glaubhaft fand, war der 10-Jahres-Sprung zwischen dem Buchanfang und der eigentlichen Geschichte. Dass eine Frau sich fast 7, 8 Jahre einen abwesenden Freund antut - ich weiß ja nicht. 7 Jahre ist Otis im Gefängnis und sein bester Freund besucht ihn nie? Das fand ich unrealistisch.

Mehr auf meinem Blog unter https://buchvogel.blogspot.de/2017/03/auseinandergelebt-von-florian-c-booktian.html

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71 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

ronan, raukland, hannah, könig, schwert

Raukland Trilogie - Rauklands Schwert

Jordis Lank
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Verlagshaus el Gato, 15.04.2014
ISBN 9783943596434
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In Band 3 erleben wir einen deutlich gereiften Ronan. Er steht zwischen Lannoch und Raukland; hat Sorge um Hannah und ihren Vater, um Kiera und ganz Raukland, und doch darf es nun nicht mehr sein Problem sein, denn er ist gar nicht der leibliche Königssohn, sondern der Sohn des Fechtmeisters. An dieser Enthüllung hat er schwer zu knabbern und ist auch erstmal ziemlich wütend auf Zhodan.
Aufgrund einer List kommt er nach Raukland zurück. Es dauert etwas, bis sich Ronan darauf einläßt, dass Raukland doch sein "Problem" ist - denn die Menschen wünschen sich ihn auf den Thron.
Ronan wird zum Anführer einer Rebellenarmee.
Bis es zur Schlacht kommt, und auch danach, gibt es noch einige Wendungen und Irrungen, wahnsinnige emotionale Momente und Gewissensfragen.
Ein sehr schöner Abschluß!

Meine vollständige Rezi findet ihr auf meinen Blog http://buchvogel.blogspot.de/2017/03/rauklands-schwert-von-jordis-lank.html

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krieg, ronan, liebe, raukland, fantasy

Rauklands Blut

Jordis Lank
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Verlagshaus el Gato, 01.01.2013
ISBN 9783943596366
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Broghan hat sich geschworen, König von Raukland zu werden. Weil ihr Vater ihnen verbietet, sich gegenseitig umzubringen, ersinnt er mehrere Listen, um Ronan zu erledigen. Derweil treffen auch Merin und Eila aus Lannoch ein. Eila und Ronan sind immer noch sehr verliebt ineinander. Broghan merkt, dass Eila Ronans Schwachstelle ist - Eila ist nicht sicher in Raukland und sollte es am Besten schnell verlassen. Dumm nur, dass Eila ihren eigenen Kopf hat...

Die Schlacht gegen Angent, ein angrenzendes Königreich, schwebt als nahendes Unheil über allem. Schon lange gibt es Krieg zwischen den beiden Königreichen. Ronan und Zhodan vollführen einen tollkühnen Plan und entführen die einzige Tochter von König Bellingor; Hannah. Damit soll Bellingor erpresst werden. Als Azel, Ronan und Bellingor zu einem Gespräch darüber zusammentreffen - in der Mitte eines Flußes - hat Azel einen unerwarteten Einfall: Bellingor soll Hannah dem Erbprinzen Rauklands zur Frau geben. So wären die zwei Länder vereint. Ronan ist geschockt: Zwar hat er sich mittlerweile mit Hannah angefreundet und mag sie sehr, aber sein Herz gehört nunmal Eila.

Die neuen Charaktere Hannah und Bellingor sind sehr sympathisch. Hannah ist blind, körperlich eher schwach, aber sie ist zäh, witzig und beweist in ihrer Gefangenschaft eine enorme geistige Stärke. Sie hat Verstand und ist trotz ihrer Jugend sehr weise. Wie Ronan mochte auch ich sie sofort. Auch Eila wächst hier über sich hinaus, von der Inselprinzessin zu einer Frau, die drei Männer in die Flucht schlagen und ihrer aller Leben retten kann. Mit Kiara hätten wir dann die dritte starke Frau. Während wir sie bisher nur taff und unerschrocken kennengelernt haben, wird ihr in diesem Band übel mitgespielt. Wie sie mit den Geschehnissen umgeht und sich wieder aufrappelt, ist anrührend. Es macht sie menschlicher und nur umso stärker.

Erfahrt mehr auf meinem Blog.

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198 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 134 Rezensionen

freundschaft, liebe, abenteuer, fantasy, raukland

Rauklands Sohn

Jordis Lank
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Verlagshaus el Gato, 07.03.2013
ISBN 9783943596045
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ronan wird von seinem Vater nach Lannoch geschickt, da er in Ungnade gefallen ist. Dort soll er ohne Blutvergießen König werden und Lannoch für seinen Vater erorbern. Dafür muss er ein Jahr auf der Insel bleiben und verschiedene Aufgaben lösen.
Dabei hilft ihm sein neuer Freund Liam. Ihm muss er das Fechten beibringen, was nicht ganz einfach ist, da Liam ein richtiger Hasenfuß ist und nicht das kleinste bisschen "Killerinstinkt" besitzt.
Auch Ronan selbst wächst auf diesem Jahr auf der Insel; er reift innerlich und schließt Freundschaften mit den Dorfbewohnern.

wie immer findet sich die Rezension mit 3 Zitaten auch auf meinen Blog unter http://buchvogel.blogspot.de/2017/03/rauklands-sohn-von-jordis-lank.html

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captain kirk, scotty, enterprise, chekov, mr. spock

Star Trek - The Original Series: Die Stürme der Widrigkeiten

William Leisner
E-Buch Text: 340 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 15.02.2017
ISBN 9783959812658
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das Buch war spannend und lehrt uns etwas über Freundschaft, neue Kulturen, Mißverständnisse und Unterschiede.

Nach einer Havarie lernt die Enterprise die Goeg-Domäne kennen. Sie bieten der Enterprise an, sie zu Reparaturzwecke zu einer Raumstation zu schleppen. Nach einigem Zögern willigt Kirk ein. Für die nächsten 10 Tage sind die Raumschiffe aneinander gekoppelt. War das eine gute Idee oder werden unsere Helden es noch bereuen?

http://buchvogel.blogspot.de/2017/03/star-trek-original-series-die-sturme.html

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Tags: captain kirk, spock, star trek   (3)
 
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