Leserpreis 2018

DanielaNs Bibliothek

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Mädelsabend

Anne Gesthuysen
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.11.2018
ISBN 9783462051506
Genre: Romane

Rezension:

In Anne Gesthuysens „Mädelsabend“ lernen die Leser/-innen die 88-jährige Ruth und ihren 90-jährigen Ehemann Walter kennen, die erst kürzlich in ein Betreutes Wohnen gezogen sind. Während Ruth sich gut eingelebt und neue Freundinnen gefunden hat, hadert Walter und möchte zurück in sein Haus.

Im Lauf des Buches wird in Rückblenden vom Eheleben von Ruth und Walter berichtet und dabei wird deutlich, wie sehr Ruth unter der Knute ihres Ehemannes leiden musste und was sich Frauen in den 1950er- bis 1970er-Jahren alles von ihrem Mann gefallen lassen mussten – kraft Gesetz.

Die zweite Protagonistin ist Ruths Enkelin Sara, eine Frau Mitte 30, sie hat einen Lebensgefährten und ein kleines Kind. Sie erhält die Chance auf ein Forschungsstipendium im Ausland und steht nun vor der Entscheidung: Kind oder Karriere bzw. wie kann man Familie und Karriere unter einen Hut bringen. Eine Frage, vor die sich sicherlich viele der heutigen Frauen gestellt sehen, selbst dann, wenn der Partner ein moderner Mann ist, der sich am Familienleben und am Haushalt beteiligt.

Das Buch spannt einen gesellschaftlichen Bogen zum Thema Partnerschaft und Ehe von der Großelternzeit bis in die heutige Zeit. Exemplarisch wird anhand von Ruth und ihrer Enkelin Sara erzählt, wie schwierig es für Frauen war und immer noch ist, selbstbestimmt zu leben, ohne die Interessen der nächsten Angehörigen aus dem Blick zu verlieren.

Das Buch fängt recht stark an, beschreibt glaubhaft und nachvollziehbar die Sorgen, Nöte und Ängste, aber auch die Träume und Wünsche der beiden Frauen. Jede ist ein Kind ihrer Zeit und ihre Handlungen werden durch die (Erwartungen) Gesellschaft mitbestimmt.

Leider lässt die Geschichte ab der Mitte nach. Die Charaktere handeln für mich nicht immer plausibel bzw. hat man als Leserin die Figuren nicht so gut kennengelernt, dass man ihnen ihre Einstellungen und Handlungen immer abnehmen könnte. Mein Verdacht ist, dass manches aus rein dramaturgischen Gründen eingeflochten wurde, um bestimmte Probleme/Situationen, mit denen Frauen einer bestimmten Generation zu kämpfen haben/hatten, darstellen zu können. Dadurch verlieren die Figuren aber an Authentizität – in meinen Augen jedenfalls.

Das Buch ist in einem leicht zu lesenden Stil geschrieben, liest sich flott und flüssig. Und trotz meiner Kritik oben liest es sich auch so, dass man immer weiterlesen möchte und wissen will, wie es ausgeht.

Ich schwanke zwischen drei und vier Sternen für das Buch.

 

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Tags: alltag am niederrhein, emanzipation, freiheit der frau, gesellschaft   (4)
 

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10 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Rettung für Nori

Lisa Echcharif
Fester Einband: 164 Seiten
Erschienen bei Buch Verlag Kempen, 31.12.2017
ISBN 9783867407892
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Im Zentrum des Lese-Info-Mitmachbuchs „Rettung für Nori“ steht eine spannende Geschichte: Die tierliebe Antonia, Toni genannt, lebt mit ihrer Familie auf dem Land. Nicht nur ihrem Hund Emil und ihrer Katze Mistral gehört ihr Herz, nein, sie setzt sich auch für Kröten ein und mag Spinnen. Ins Nachbarhaus zieht Stadtkind Jonas, der mit Tieren nichts am Hut hat und sich vor dem riesigen Emil (ein Berner Sennenhund) fürchtet. Toni und Jonas können sich daher zunächst nicht ausstehen.

Doch dann verschwindet Tonis Katze. Als Jonas einen verdächtigen Transporter beobachtet, informiert er Toni. Die ist alarmiert. Tierfänger am Werk? Toni will ihre Katze retten und ehe sie sich´s versehen, sind sie mitten in einer Tierrettungs-Aktion, der sich Jonas nicht entziehen kann …

„Rettung für Nori“ ist eine Geschichte rund um das Thema Freundschaft, Ängste, Hilfsbereitschaft und geht damit weit über eine reine Tier-Geschichte hinaus.

Der Name „Lese-Info-Mitmach-Buch“ ist Programm: Zusätzlich zur Geschichte gibt es zahlreiche Informationen und Rätsel über Tiere, Tierschutz und Umwelt, aber auch Fragen und Tests, welche die Kinder zum Nachdenken über sich selbst (z.B. „Bist du reif für ein Haustier?“) oder über ihr Handeln (z.B. „Was würdest du in dieser Situation tun?“) anregen. Das Buch bietet sehr viel Abwechslung und ist vom Layout her sehr aufwändig gestaltet.

Meiner Meinung nach werden Kinder, die sich für Tiere interessieren (oder auch Angst davor haben!), Freude an diesem Buch haben. Auch eignet es sich für Projekte und Diskussionen in der Schule, in Büchereien oder Naturschutzvereinen. Einzig die Altersangabe „ab 8 Jahren“ hat der Verlag meines Erachtens etwas zu niedrig angesetzt. Nach meinem Empfinden können viele Achtjährige ein so umfangreiches Buch mit entsprechend viel Text und kleiner Schrift (besonders in manchen Infoboxen) noch nicht bewältigen. Neun, wenn nicht zehn Jahre, hielte ich für realistischer.

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Tags: angst vor tieren, freundschaft, lese-info-mitmach-buch, tierliebe, tierschutz   (5)
 

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146 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 92 Rezensionen

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Der Spielmann - Die Geschichte des Johann Georg Faustus

Oliver Pötzsch
Fester Einband: 784 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 21.09.2018
ISBN 9783471351598
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der Titel des historischen Romans „Der Spielmann“ von Oliver Pötzsch kommt scheinbar brav daher, doch der Stoff hat es in sich: Es geht im Roman um die historische Figur Johann Georg Faustus, ein Mann, der zu Beginn der Neuzeit tatsächlich gelebt haben soll und der Goethe als Vorlage für seinen Faust gedient hat.

Die Leser lernen Johann als kleinen Bauernjungen kennen, der schon als Kind ein Außenseiter ist, weil er klug und wissbegierig ist. Johann interessiert sich nicht für die bäuerlichen Arbeiten und die Raufereien der anderen Jungen, dafür faszinieren ihn die Spielleute und Gaukler, die in seinem Heimatort Knittlingen auftreten. Dabei lernt er auch den geheimnisvollen Magier Tonio del Moravia kennen. Als Teenager und nach einigen schrecklichen Vorfällen, die hier nicht erzählt werden sollen, muss Johann seine Heimat verlassen. Tonio del Moravia rettet ihn aus einer brenzligen Situation und bietet ihm an, ihn als Lehrjungen aufzunehmen. Bedingung: Er bestimmt, wann Johann entlassen ist. So ist der Pakt geschlossen und die beiden ziehen gemeinsam als Gaukler und Zauberer umher. Dabei lernt Johann viel von seinem Meister, erkennt aber mehr und mehr, dass er sich mit einer unheimlichen Person eingelassen hat. Dem Teufel?

Pötzsch erzählt im Roman nicht nur die Lebensgeschichte von Johann Faustus, sondern bindet auch Goethes Fauststoff mit ein (Figur des Gretchen, Famulus Wagner, Mephisto; wörtliche Zitate wie „Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust“). Das Buch ist hervorragend konzipiert als

- Reiseroman, in dem zahlreiche Orte Deutschlands, der Alpen und Norditaliens beschrieben sind, wie sie im ausgehenden Mittelalter aussahen bzw. welche Rolle sie damals spielten (z.B. die Fuggerstadt Augsburg, die Handelsstadt Venedig, Universitätsstadt Heidelberg)

- Entwicklungsroman, der den Reifeprozess des Protagonisten Faustus darstellt

- Suche nach Wissen, nach Erkenntnis, nach sich selbst, nach Liebe …

- Liebesroman (Margarethe!)

- Abenteuerroman (Faustus muss sich auf seinen Reisen einigen Abenteuern stellen)

- intertextueller Roman (Goethes Faust)

Man muss den Hut ziehen vor dieser großartigen Leistung, solch einen Wälzer (knapp 800 Seiten) mit so viel historischer Kenntnis und gleichzeitig so fesselnd zu schreiben, dass man kaum aufhören kann zu lesen. Das Buch ist absolut lesenswert für alle, die sich gern in die Welt der historischen Romane begeben und eine packende Geschichte lesen möchten. Allerdings geht es an manchen Stellen ziemlich grausam und unheimlich zu, daher kleiner Warnhinweis für zartbesaitete Gemüter!

Einzig am Titel kann man vielleicht kritteln, denn der gaukelt eine Harmlosigkeit vor, die dem Buch nicht gerecht wird.

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Tags: der faust-stoff, faust, goethes faust, historischer roman, pakt mit dem teufel   (5)
 

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24 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

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Im Iran dürfen Frauen nicht Motorrad fahren ...

Lois Pryce
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei DuMont Reiseverlag, 05.03.2018
ISBN 9783770166817
Genre: Biografien

Rezension:  
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209 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 112 Rezensionen

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Die Eishexe

Camilla Läckberg , Katrin Frey
Fester Einband: 752 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 02.01.2018
ISBN 9783471351079
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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477 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 226 Rezensionen

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Woman in Cabin 10

Ruth Ware , Stefanie Ochel
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 27.12.2017
ISBN 9783423261784
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: kreuzfahrt, spannend, thriller   (3)
 

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(16)

29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

chiemgau, chiemsee, einsamkeit, ermittlungen, frau maier, frau maier fischt im trüben, freundschaft, gefahrt, geheimnis, jessica kremser, krimi, leiche, leichenfund, mord, opfer

Frau Maier fischt im Trüben

Jessica Kremser
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Pendragon, 16.07.2012
ISBN 9783865323408
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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(351)

678 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 66 Rezensionen

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Das italienische Mädchen

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 10.03.2014
ISBN 9783442480098
Genre: Romane

Rezension:

Die elfjährige Rosanna wird von ihrer italienischen Familie, die ein Café in Neapel betreibt, nicht besonders wertgeschätzt oder beachtet und hat entsprechend kein ausgeprägtes Selbstbewusstsein. Als der berühmte Opernsänger Roberto die kleine Rosanna aber singen hört, ist er von ihrer Stimme so angetan, dass er ihr einen Gesangslehrer vermittelt. Rosanna wiederum verliebt sich sofort in Roberto. Jahre später - Rosanna wird in Mailand zur Opernsängerin ausgebildet - begegnen sich die beiden wieder und das Schicksal nimmt seinen Lauf ...
Auf eindrucksvolle Weise und psychologisch nachvollziehbar schildert Lucinda Riley in ihrem Roman die unmögliche Liebe eines Lebemanns und Schürzenjägers sowie der sprichwörtlichen "Unschuld vom Lande". Liebende, die nicht miteinander und nicht ohneeinander können. Es gelingt ihr auf faszinierende Weise, die Entwicklung von Rosanna vom schüchternen Mädchen zur selbstbewussten Frau darzustellen. Auch Roberto und andere Charaktere des Buchs wie z.B. Rosannas Bruder Luca werden mit ihren Stärken und Schwächen, ihren Ängsten und Nöten überaus glaubwürdig dargestellt.
Gefühlvoll, opulent wie eine Oper - einfach großartig.

  (3)
Tags: aufstieg und fall, dramatische liebe, intrigen, italien, opernsänger, unglückliche liebe   (6)
 

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(128)

215 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 87 Rezensionen

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Die Oleanderfrauen

Teresa Simon
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2018
ISBN 9783453421158
Genre: Romane

Rezension:

Das dritte Werk von Teresa Simon „Die Oleanderfrauen“ erinnert – im besten Sinne – an ihren ersten Roman „Die Frauen der Rosenvilla“ und hat mich, nachdem ich von den „Holunderschwestern“ nicht ganz überzeugt war, wieder voll für sich eingenommen.

Ich spare mir eine Inhaltsangabe, denn diese ist überall zu finden, sondern möchte nur aufzählen, was dieses Werk zu einem Muss macht für alle, die wie ich Romane lieben:

-        bei denen die Hauptfigur etwas aus der eigenen Vergangenheit entdeckt und beginnt, in den alten Familiengeheimnissen zu wühlen (Jule/Johanna). Durch die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit entwickeln sich auch die Protagonisten der Gegenwart weiter.

-        bei denen eine spannende (Liebes-)Geschichte aus einer vergangenen Zeit erzählt wird (Sophie)

-        bei der man so ganz nebenbei viel über eine geschichtliche Epoche lernt, transportiert über die Menschen, die in dieser Zeit lebten und litten (Drittes Reich)

-        die Lokalkolorit vermitteln bzw. einem eine Stadt/Region so nahebringen, dass man am liebsten sofort hinfahren würde (Hamburg)

-        in denen man etwas über ein Thema lernen kann, über das man nichts bis wenig weiß und bis dato auch gar nicht dachte, dass es einen interessieren könnte (Kaffee)

Dies alles geschickt verwoben in die Story und mit angenehmem Erzählstil dargeboten, sodass man als Leserin das Gefühl hat, es sei nichts leichter, als so einen Roman hinzuzaubern. Doch wenn ich es mir recht überlege, muss in so viel Detailliebe, so vielen Zeitebenen und so viel Geschichts- und Kaffeewissen eine Heidenarbeit stecken.

Hut ab davor und fünf Sterne!

  (1)
Tags: drittes reich, frauenroman, hamburg, kaffee, kaffeedynastie, vergangenheit   (6)
 

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353 Bibliotheken, 9 Leser, 4 Gruppen, 33 Rezensionen

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Das Orchideenhaus

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 30.04.2012
ISBN 9783442478040
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags: familiengeheimnis, konfrontation mit der vergangenheit   (2)
 

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(3)

8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

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Mary Poppins kommt wieder

P. L. Travers , Elisabeth Kessel , Horst Lemke
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.03.2017
ISBN 9783791500317
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
Tags: kinderbuch, klassiker, lieblingsbuch   (3)
 

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(53)

129 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 5 Rezensionen

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Mary Poppins

P. L. Travers
Fester Einband: 174 Seiten
Erschienen bei Süddeutsche Zeitung / Bibliothek, 01.11.2005
ISBN 9783866151130
Genre: Klassiker

Rezension:  
Tags: kinderbuch, klassiker, lieblingsbuch   (3)
 

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(191)

438 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

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Der verbotene Liebesbrief

Lucinda Riley , Ursula Wulfekamp
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.09.2017
ISBN 9783442484065
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags: englisches königshaus, gefährliche liebe, geheimagenten, investigativer journalist, jahrelange liebe, spannungsgeladen   (6)
 

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(177)

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Die Perlenschwester

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 30.10.2017
ISBN 9783442314454
Genre: Romane

Rezension:

Im vierten Band der Reihe "Die sieben Schwestern" macht sich Celaeno "Cece" auf die Suche nach ihrer Herkunft und ihrer Identität. Für alle, die die Reihe noch nicht kennen: Es handelt sich bei den sieben Schwestern um sechs adoptierte Frauen (die siebte fehlt), die nach den Plejaden benannt sind und in der Schweiz aufgewachsen sind. Nach dem Tod ihres reichen Adoptivvaters hinterlässt er den Schwestern Hinweise auf ihre ursprüngliche Herkunft und die biologische Familie.
Cece führt diese Reise nach Australien und in die Familiengeschichte einer Perlenfischerdynastie. Schnell ist auch klar, dass Aborigines eine wesentliche Rolle in dieser Familiengeschichte und für Cece persönlich spielen.
Ich lese Lucinda Rileys Bücher sehr gern, bin aber an dieses Buch mit Vorbehalten herangegangen, weil mir die Cece, die man in den vorangegangenen Bänden schon ein bisschen kennengelernt hat, als Charakter nicht sehr sympathisch war. Ich fand sie klammernd, dominant und egoistisch. In "Die Perlenschwester" bekommt man die Perspektive Ceces unmittelbar und fängt an, Verständnis für sie zu entwickeln. Das ist schon mal ein totaler Pluspunkt des Romans, denn ich finde es faszinierend, wenn Autoren es schaffen, einem die Gefühle und Handlungen eines Menschens nachvollziehbar zu machen - selbst wenn man mit dem Menschen sonst nicht viel gemein hätte.
Wer sich für Geschichte und Australien interessiert, kommt ebenfalls voll auf seine Kosten. Denn man lernt ganz nebenbei und in die Handlung gut eingebettet viel über Australien zu Beginn des 20. Jahrhunderts, über Perlenfischerei und über den Umgang mit den Aborigines früher und in der Gegenwart.
Zugleich wird eine Familien- und Liebesgeschichte erzählt mit allen Dramen und Wirrungen, die ein ausgezeichneter Roman braucht, um mich als Leserin bis spät in die Nacht bei der Stange zu halten.
Fazit: Absolut lesenwert für alle, die wie ich spannende und lehrreiche Geschichten voller Gefühle und Emotionen mögen.

  (2)
Tags: eigene herkunft, familiengeheimnis liebe, familienromane, identitätssuche   (4)
 

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(4)

12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

finnischer tango, finnland, lappland, liebe in finnland, schweigen

Rakkaus! (finnisch: Liebe)

Christian Gasser , ,
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.10.2014
ISBN 9783499269288
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der Schweizer Journalist Frank verliebt sich im Frühling in die Finnin Kaisa. Er lernt Finnland und die Finnen damit genau zu der Zeit kennen, wo alles aufblüht. Nicht nur in Flora und Fauna, auch die Finnen selbst präsentieren sich ab Mai über Mittsommer (Juhannus) bis in den Spätsommer (Anfang August ;-) als unerwartet fröhlich, offen und feierfreudig. Mit Kaisa erlebt Frank einen tollen Sommer, doch dann kommen der Herbst und der Winter: Die Kaamos-Zeit beginnt. Und Frank muss feststellen, dass nicht nur die Tage dunkler und schwermütiger werden, sondern auch die finnische Seele. Das belastet auch die Beziehung zu Kaisa.

Besonders bis ungefähr zur Hälfte des Buches war ich ziemlich begeistert von Franks Erzählung über sein Leben in Finnland und mit den Finnen. Nach meiner Auffassung hat er das Lebensgefühl in Finnland sehr gut getroffen, alles verpackt in eine Liebesgeschichte und mit etwas Augenzwinkern und Ironie.

Im weiteren Verlauf wird die Story selbst allerdings reichlich skurril. Schade auch, dass der Autor Pauschalisierungen am Ende doch nicht vermeiden kann. So bleibt - vielleicht gerade für den Nicht-Finnland-Kundigen - ein Bild von schweigsamen Sauna-Männern, die Alkohol im Übermaß trinken. Keine Frage, die gibt´s. Aber ich kenne halt auch das Gegenteil. Insofern finde ich diese Übertreibungen um der Story willen unangenehm, daher ein Punkt Abzug.


  (2)
Tags: finnischer tango, finnland, lappland, liebe in finnland, schweigen   (5)
 

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(73)

140 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

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Das saphirblaue Zimmer

Karen White , Beatriz Williams , Lauren Willig , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.09.2017
ISBN 9783734104275
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman „Das saphirblaue Zimmer“ hat drei Protagonistinnen und drei Zeitebenen: Es geht um die junge Ärztin Kate, die im Zweiten Weltkrieg verwundete Soldaten betreut. Um die Sekretärin Lucy, die 1920 in einer Anwaltskanzlei arbeitet und etwas über ihre Herkunft herausfinden möchte. Und um Olive, die 1892 als Dienstmädchen bei der reichen Familie Pratt arbeitet. Im Mittelpunkt steht außerdem ein Haus in Manhattan und darin eine kleine Dachkammer. Dieses Haus verbindet die drei Frauen von Anfang an. Denn sowohl Lucy wie auch Kate wohnen in dieser Dachkammer. Und Olive ist eigentlich die Tochter des Architekten, der das Haus der Pratts entworfen und gebaut hat. Sie schleicht sich als Dienstmädchen ein, um herauszufinden, warum ihr Vater um den Lohn seiner Arbeit betrogen wurde. Eines Nachts, als sie im Haus herumgeistert, um nach Hinweisen zu suchen, landet sie auf der Treppe zur Dachkammer …

Bei allen drei „Geschichten“ geht es um große Gefühle, um die große Liebe und um Geheimnisse aus der Vergangenheit, die nach und nach gelüftet werden. Obwohl der Roman von drei Autorinnen geschrieben wurde (vermutlich hat jede von ihnen eine der Protagonistinnen „übernommen“), merkt man dies nicht. Die Kapitel sind inhaltlich und stilistisch wunderbar aufeinander abgestimmt. Alles wirkt sehr rund. Ich wurde sehr schnell in das Buch hineingezogen. Es ist von der Art, wo man nicht aufhören kann zu lesen. Ich habe es in drei Tagen ausgelesen. Dadurch dass nach jedem Kapitel Zeitebene und Protagonistin wieder wechselt, ist es von Vorteil, wenn man dranbleiben kann, um den roten Faden nicht zu verlieren. Die Story bietet alles, was das (Frauen?)-Herz begehrt: Die Themen sind Liebe (aber nicht zu kitschig) und Familie und Herkunft (woher komme ich, wer war meine Mutter wirklich?) und zugleich erfährt man einiges über die Gesellschaft (Rolle von Mann und Frau) und die Zeitgeschichte.

Das Buch war genau nach meinem Geschmack. Genau richtig für verregnete Tage, wenn man es sich auf dem Sofa oder am Kaminfeuer gemütlich machen möchte. Eine Geschichte zu heißer Schokolade, Tee oder Kaffee und Keksen – und sich dann hineinversenken, bis das Buch ausgelesen ist.

Fünf Sterne!

  (2)
Tags: familiengeheimniss, frauenroman, große liebe, liebe, new york, romantik   (6)
 

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(36)

57 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Killerfrauen

Stephan Harbort
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.03.2017
ISBN 9783426788660
Genre: Biografien

Rezension:  
Tags: serienmord, serienmörderinnen, wahre geschichte   (3)
 

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(50)

76 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Die Wurzel alles Guten

Miika Nousiainen , Elina Kritzokat
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Nagel & Kimche, 21.08.2017
ISBN 9783312010387
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: suche nach der herkunft, vergangenheitsaufarbeitung   (2)
 

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(100)

205 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

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Tausendschön

Kristina Ohlsson , Susanne Dahmann
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.09.2013
ISBN 9783442375813
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: krimi, schwedischer krimi   (2)
 

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193 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

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Emma

Jane Austen , Christian Grawe , Ursula Grawe , Christian Grawe
Flexibler Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Reclam, Philipp, 10.02.2016
ISBN 9783150204047
Genre: Klassiker

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Tags: england, jane austen, klassiker   (3)
 

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Stolz und Vorurteil

Jane Austen , Christian Grawe , Ursula Grawe , Christian Grawe
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Reclam, Philipp, 10.02.2016
ISBN 9783150204085
Genre: Klassiker

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Tags: england, jane austen, klassiker   (3)
 

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computernerd, cyberattacke, fenster, finnisches buch, finnland, hacker, hochbrisante vide, identitätsdiebstahl, internetkriminalität, netzwerk, politische kreise, stalker, thriller

Das Fenster

Pauliina Susi , Stefan Moster
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 05.05.2017
ISBN 9783423261449
Genre: Krimi und Thriller

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Tags: cyberattacke, finnisches buch, hacker, internetkriminalität   (4)
 

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Das Leben wartet nicht

Marco Balzano , Maja Pflug
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 22.02.2017
ISBN 9783257069839
Genre: Romane

Rezension:

Ninetto wächst in den 1950er-Jahren im armen Sizilien auf. Es gibt wenig zu essen, die Kinder müssen früh mitarbeiten, die Eltern sind eher lieblos. Doch da die Situation für alle gleich ist und Ninetto nichts anderes kennt, empfindet er sein Leben als gar nicht so schlimm. Sein Vater und ein Freund reden ihm aber zu, mit eben diesem Freund in den Norden, nach Mailand, zu fahren. Um dort Arbeit und ein besseres Leben zu finden. Schließlich macht sich Ninetto mit nur neun Jahren auf in Italiens Norden. Harte Jahre mit viel Arbeit und wenig Geld erwarten ihn. Doch obwohl noch ein Kind, schlägt Ninetto sich durch und findet mit 15 Jahren seine große Liebe, die er auch schnell heiratet. Auch sein weiteres Leben ist geprägt vom Kampf um den Lebensunterhalt. Der Leser lernt Ninetto (der nach heutigen Maßstäben zur „bildungsfernen Schicht“ gehört) als einen reflektierten, philosophischen und tapferen Mann kennen, den nur eines aus der Bahn werfen kann: seine Eifersucht. Und genau diese ungezügelte Eifersucht bringt ihn in schlimme Schwierigkeiten …

Das Buch ist sehr angenehm zu lesen. Mit wenigen, oft nur lapidar hingeworfenen Sätzen gelingt es dem Autor, die Lebenswirklichkeit des kleinen Ninetto zu skizzieren und ein Bild vom Italien der 50er-Jahre bis in die Gegenwart zu entwerfen. Dabei wird nicht nur der (wirtschaftliche) Kontrast zwischen Süd- und Norditalien gezeigt, sondern es werden auch die negativen Folgen der Globalisierung dargestellt, die Italien wohl mehr spürt als wir hier in Deutschland: „Die Deindustrialisierung hat alles weggefegt, und um die Fabriken wiederzufinden, die es hier gab, müsste ich bis nach Rumänien radeln.“

Obwohl Ninetto etwas Schreckliches tut, bleibt er einem sympathisch. Nie bekommt man den Eindruck, er sei ein schlechter Mensch, höchstens ein Opfer der Umstände.

Da das Buch in Ich-Perspektive geschrieben ist und nur Ninettos Sichtweise über das Leben und die Menschen präsentiert wird, hat man keine Möglichkeit, in die Köpfe der anderen hineinzuschauen. So blieben mir andere Figuren ungewohnt fremd. Insbesondere seine Ehefrau konnte ich nicht „greifen“. Wie sie zu Ninetto wirklich steht und was sie fühlt, insbesondere nach seiner Tat, das wäre interessant gewesen zu erfahren.

Fazit: schnell und angenehm zu lesen, historisch interessant, vielleicht ein bisschen sehr „Ninetto-zentriert“.

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Tags: italien, italiens wirtschaft   (2)
 

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Ich kann, du kannst, Erkan

Inga Liebig
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783404609147
Genre: Humor

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Septemberschuld

Klara Nordin
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.09.2015
ISBN 9783462048360
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es ist September. Die Rentierzüchter treiben ihre Tiere zusammen, um die Schlachttiere auszusortieren. Der Rentierbesitzer Jon meldet seine Frau als vermisst. Wenig später wird ihre Leiche in einem Container voller Schlachtabfälle gefunden. Ella Vikström wurde mit einem Bolzenschuss getötet. Von nun an versucht die Polizei, den Täter zu finden. Neben persönlichen Motiven, wie sie überall auf der Welt menschlich sind (Enttäuschung, Eifersucht …), tritt dabei auch ein eher unrühmliches Thema aus der schwedischen Vergangenheit zutage – das ich hier nicht nennen will, um nichts vorwegzunehmen.

Toll an diesem Buch ist die Beschreibung der Landschaft, der Menschen und der Atmosphäre von Schwedischlappland. Ich kann mir vorstellen, dass es für Leute, die noch nie dort oben waren, ein sehr interessanter Einblick in die Natur und die Kultur der Samen ist. Und wer schon mal dort war (ich J), erkennt vieles wieder.

Leider fand ich die Krimi-Geschichte selbst an vielen Stellen arg konstruiert. Ich hatte stellenweise den Eindruck, dass hier nur eine Krimi-Geschichte in ein Lapplandbuch hineinkonstruiert wurde, um das Buch besser vermarkten zu können. Über weite Strecken plätschert die Geschichte vor sich hin, erst im letzten Viertel nimmt die Handlung Fahrt auf und es wird richtig interessant.

Gestört hat mich auch, dass ich so gar keinen Bezug zu den Figuren entwickeln konnte. Sie blieben mir alle seltsam fremd. Ich habe für mich identifiziert, dass es vor allem am Sprachstil lag, der mich genervt hat: Da wird von Ella Vikström meistens als „die Tote“ oder „die Leiche“ gesprochen, so als lese man einen Polizeibericht. Auch andere Personen werden einem eher in ihrer Funktion denn als Persönlichkeiten nahegebracht: „die Samin“, „die Polizistin“, „der Mann der Toten“, „die Tochter der Toten“ – schrecklich, besonders wenn einem „Stella, die Tochter der Toten“ noch weit über Seite 200 hinaus immer wieder als Tochter der Toten vorgestellt wird (einmal sogar zweimal auf einer Seite). Nicht nur dass der Leser ihre Rolle bis dahin kapiert haben dürfte, ich kann so keine Beziehung zu den Personen aufbauen.

Deshalb von mir nur drei Punkte. Wer weniger kritisch auf Sprachstil reagiert als ich und nicht so viel Wert auf stark entwickelte Figuren legt, dem möchte ich es wegen der guten Atmosphäre von Lappland trotzdem empfehlen.

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Tags: lappland, lapplandkrimi, samen, samische kultur, schweden, schwedenkrimi   (6)
 
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