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16 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

dystopie, daniel f. galouye, dark universe, atomkrieg, menschen leben in der finsterniss

Dark Universe - Der Aufbruch

Daniel F. Galouye
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Mantikore-Verlag, 10.05.2017
ISBN 9783945493847
Genre: Science-Fiction

Rezension:

* Meinen Dank an den Manticore Verlag für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar. *

 In Dark Universe steht die Warnung vor der Atomaren Bedrohung eher zweitrangig da. Vielmehr thematisiert der Autor im Gewand eines SF Abenteuerromans zeitbezogene Probleme wie Religion, Sektentum und Ausgrenzung. Ganz unmittelbar geht es dem Autor jedoch einfach um das Gedankenspiel einer Menschheit die in absoluter Dunkelheit überleben muss. Die Überlebenden, denen Hauptcharakter Jared angehört haben hierfür (durch Strahlungsmutation?) ein hochsensibles Gehör, ähnlich dem der Fledermäuse, entwickelt, welches sie ihre Umgebung mittels Echowahrnehmung erfassen lässt. Von dieser Prämisse ausgehend entwickelt der Autor seine Geschichte um eine Gesellschaft für die „Licht“ ein Mythos ist, ein Relikt vergangener Tage von dem sie nur Wissen das es um sie war.
 Galouye präsentiert uns eine gleichermaßen wahnwitzige, wie im Kontext überzeugende Religion die das Licht mit Gott gleichsetzt und welche in Furcht vor der Oberwelt und ihren Teufeln lebt, namentlich Kobalt, Strontium und Wasserstoff höchstpersönlich.

 Doch Jared ist ein Zweifler, er misstraut der Religion und möchte auf eigene Faust herausfinden was Licht ist. Diese Suche, wird behindert durch gräulichen „Subflatterer“, ins gigantische mutierte Fledermäuse, und die ständige bedrohung durch Überfälle der Zivver, einem abgelegen lebenden Menschenstamm, welche sich auf eine den Überlebenden unbekannte Weise zu orientieren vermögen ohne auf ihre Ohren angewiesen zu sein.
Die Suche führt Jared uns seinen Freund über die „Barriere“ welche den verbotenen Weg in die Oberwelt abgrenzt, eine Zone durchstreift von Monstern die lautlose Töne von sich geben und ihre Opfer betäuben um sie dann für ungewisse Zwecke zu Verschleppen.

 Bereits nach wenigen Seiten schafft es der Autor uns so komplett in seine Ideen zu involvieren das wir uns tatsächlich vorstellen können wie wir an der Seite Jareds durch eine ewige Dunkelheit jagen, sich vor uns eine Welt entfaltet die für uns nur noch aus Schalleindrücken besteht.

 Kritisieren lässt sich nur dass sich der Autor im Mittelteil in gefühlt unnötigen Passagen verliert, die zwar nicht weniger Spaß machen zu lesen, aber ultimativ die Geschichte nicht bereichern sondern eher dazu geneigt sind das sorgfältig aufgebaute Konstrukt der Glaubwürdigkeit zu Erschüttern, wenn zum Beispiel der Autor weitere Mutationen einfließen lässt, wohl nur um einem bereits gemachten Punkt Nachdruck zu verleihen.

 An der Übersetzung selbst fällt auf dass das Lektorat leider nicht so sorgfältig ausgefallen ist, wie es hatte sein können. Da der Manticore Verlag aber als unabhängiger Kleinverlag sicher stärker auf seine Kostendeckung achten muss, und mit der Veröffentlichung eines nicht mehr so bekannten Autors hier sicherlich ein gewisses höheres Risiko eingeht, lässt sich dies meiner Meinung nach leicht nachsehen.
 

 Die Geschichte, soviel sei Verraten, endet eher antiklimatisch, es gibt keine wirklich überraschende Wendung zum Ende hin und mir stellte sich das Gefühl ein das der Autor hier besser beraten gewesen wäre hätte er das Ganze auf eine Kurzgeschichte oder Novelle Konzentriert.

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Tags: dystopie   (1)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

marsianer, invasion, london, scifi, alien-invasion

Der Krieg der Welten

H. G. Wells , Jan Strümpel
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 30.06.2017
ISBN 9783730605431
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
Tags:  
 

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27 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

usa, 20. jahrhundert, faschismus, sinclair lewis, penguin classics

It Can't Happen Here

Sinclair Lewis
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin Classics, 20.01.2017
ISBN 9780241310663
Genre: Klassiker

Rezension:

 Sinclair liefert eine ironisch überhöhte, aufmerksame Beobachtung der Vorgänge im Europa der dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts, insbesondere der Politischen Lage in Deutschland nach Hitlers Machtergreifung. Diese Ereignisse spiegelt er in seinem Roman auf die USA, in Gestalt von Buzz Windrip einem mäßig gebildeten, charismatischen Redner der es schafft mit offen rassistischen Äußerungen und in ihrer Durchführbarkeit zweifelhaften Versprechungen die von der Wirtschaftsdepression gebeutelte Arbeiterklasse auf seine Seite zu ziehen.

 

 Klingt bekannt?

Gerade in den ersten Kapiteln scheint es einem fast als müsse Lewis’ Windrip eine moderne Schöpfung, eine gewollte Karikatur auf Amerikas aktuellen Präsidenten Donald Trump sein.

 

 Es steht aber die Frage im Raum wie viel von Lewis weitsichtiger Heraufbeschwörung von Konzentrationscamps und zunehmender Entrechtung der Bevölkerung, wie viel der akkuraten Darstellung innen- und außenpolitischer Besänftigungsstrategien dem Genius des Autors selbst entsprungen ist. Wie ein Mitleser aufmerksam machte war Lewis zu jener Zeit mit der Reporterin Dorothy Thompson verheiratet, welche das deutsche Büro der New York Post leitete. Es scheint nicht unwahrscheinlich dass ihre persönliche Erfahrung mit Hitler bei der Gestaltung des Buzz Windrip mit eingeflossen ist und ihre direkte Kenntnis der politischen Situation in Europa die Darstellung des faschistischen Amerika mit beeinflusste.

 

 Leider gelingt es Lewis nicht eine durchgängige Romanhandlung zu entspinnen, das Buch alterniert ständig zwischen trockenen Faktenaufzählungen der Veränderungen in Amerika und der romanhaften Rahmenhandlung um den Zeitungsherausgeber Doremus Jessup, welcher stellvertretend für eine intellektuelle Mittelklasse steht, die sich den Problemen der Arbeiterschaft soweit entfremdet hat, das er es für unmöglich hält das ein offensichtlicher Scharlatan wie Windrip ins Weiße Haus einziehen könnte.

 

Durch diesen Kniff baut das Buch einerseits eine sachbuchartige Glaubwürdigkeit auf, bremst sich dann aber durch oft hölzern agierende und durch unglaubwürdige Dialoge stolpernde Charaktere selbst wieder aus. Als Roman gewinnt die Geschichte nie richtigen Schwung, dies und ein zu starker Zeitbezug machen dem Leser den Zugang schwer, in den ersten Kapiteln charakterisiert der Autor die agierenden Personen weitgehend über deren klassische und zeitgenössischen Leitbilder welche eine über das Standardmaß hinausgehendes Wissen oder Beschäftigung mit Amerikas Geschichte nötigen. Auch sprachlich ist das Buch nicht immer einfach, vieles vom Slang jener Tage will verstanden sein – es empfiehlt sich beim Lesen seinen Merriam-Webster’s griffbereit zu haben.

Zugegeben, Lewis konnte in seinen Tagen sicherlich auf den Bildungsstand seiner Leserschaft, die im Roman milde kritisierten Intellektuellen bauen und Stilistisch mag er in jener Zeit durchaus En Vogue gewesen sein. 

 

 Lewis Kritik an der helfenden Untätigkeit auch nach Windrips Machtergreifung, nach dem Sturz des Parlaments und nach Aussetzung der demokratischen Rechtsgrundlagen personifiziert sich in Jessups bleibender Unentschlossenheit, seine Politik des Abwartens ermöglicht Präsident Windrip seine Machtposition dahingehend auszubauen, dass er praktisch unangreifbar wird.

 It can’t happen here, steht zugleich da als Kritik an Amerikas in jenen Tagen zunächst wohlwollender Haltung Hitler gegenüber, als auch an einer schweigenden Masse welche es lieber vorzog einem Demagogen die Macht zu überlassen, denn selbst Stellung zu beziehen.

 

 Der ironische Humor des Autors hilft einem dabei beim Lesen zwar über die trockeneren Passagen hinweg, übertüncht jedoch zugleich den Ernst der Erzählung, so überzogen einerseits wirkt, vor allem zu Ende hin, das Geschen, und zugleich in seiner Tragweite, in seinem Schrecken so heruntergespielt, das man sich des Gefühls nicht erwehren kann das im Innersten auch Lewis von einem It can’t happen here – Es kann hier nicht geschehen – überzeugt war.

 

 Die Erzählung ist nicht ohne historischen Reiz, aber liest sich doch mehr als literarische Kuriosität.

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Tags: alternative geschichte, distopie   (2)
 

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303 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 100 Rezensionen

briefe, liebe, tumblr, verlust, nie verschickte briefe

Ich wollte nur, dass du noch weißt ...

Emily Trunko , Nadine Mannchen , Lisa Congdon , typealive
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.02.2017
ISBN 9783785586082
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

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221 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

liebe, paris, freundschaft, frankreich, young adult

Anna and the French Kiss

Stephanie Perkins
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Usborne Publishing Ltd, 01.01.2014
ISBN 9781409579939
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

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44 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

drogen, liebe, ink rebels, studium, julia dibbern

Wenn ich dich nicht erfunden hätte

Julia Dibbern
E-Buch Text: 168 Seiten
Erschienen bei null, 01.01.2017
ISBN B01M6B53T6
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 Wenn ich dich nicht erfunden hätte ist anders als von mir erwartet. Ich hatte hinter dem Titel ein leichte, unterhaltsame Liebesgeschichte mit mystischem touch für jugendliche erwartet, aber Julia Dibberns Roman geht dramatischere Wege. Sie Erzählt dabei mit gebotenem Ernst, aber auch mit Leichtigkeit und Sinn für Romantik. In einem Stil der einen einnimmt, mit glaubhaften Dialogen und Charakteren welche sich immer realistisch in ihre Rollen fügen.

 Die Altersempfehlung als All Age Roman ab 14 würde ich nur bedingt übernehmen. Da Sex, wenn auch nie explizit dargestellt, doch einen tragenden Anteil hat, scheint ein 16+ angemessener – dann allerdings, ich muss zugestehen das ich schon lang keine vierzehn mehr war und wie alle Erwachsenen sicherlich dazu neige junge Leser zu unterschätzen.

 Dies soll auch nicht unbedingt negative Kritik sein. Ich begrüße die Tatsache das der Markt Jugendbuchautoren heutzutage zugesteht ihr Zielpublikum ernster zu nehmen, ihnen Themen zu präsentieren die irgendwo näher an ihrer Lebensrealität handeln als dies früher der Fall war.

 Das Buch ist nicht so sehr Romanze, aber auch nicht zu sehr Drama. Im Kern liegt das tragende Element mit auf der Rolle die Freunde für einen im Leben spielen. Es sind Freundin Miri, die Leo immer ein Stück weit auf dem Boden hält oder ihr auch schon mal einen verbalen Tritt in den Hintern verpasst wenn nötig, und Leos neugefundene Freundin Sina, die Leo immer unterstützend zur Seite steht bei ihrem romantisch verklärten Höhenflug auch wenn diese sich dabei gelegentlich versteigt, welche der Geschichte den Unterbau liefern.
Es ist auch eine Geschichte vom Erwachsen werden, davon sich in der Liebe nicht zu Verlieren, vom lernen das loszulassen was einem schadet und an dem festzuhalten was einem Stärke verleiht.

 Auch wenn das Buch inhaltlich gar nicht so sehr dem entsprach was ich mir davon ausgemalt habe, aber dann irgendwie eben doch, hat mich die Geschichte gut Unterhalten.
 Das ganze läuft nicht ab ohne dabei das eine oder andere Klischee zu streifen, aber am Ende bringt sie ihre Geschichte zu einem überzeugenden Abschluss, der zwar nicht alles aufklärt, denn nicht alles im Leben lässt sich klären, aber alle losen Fäden aufnimmt und das Geheimnis um Leos Verbundenheit zu Loris ohne Hokuspokus aufzulösen vermag.

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Tags: new adult   (1)
 

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kino, humphrey bogart, lauren bacall, englisch, biografie

Lauren Bacall by Myself

Lauren Bacall
Fester Einband
Erschienen bei Random House Inc, 01.01.1979
ISBN 9780394413082
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: biographie   (1)
 

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the sun is also a star, new york, nicola yoon, jugendbuch, schicksal

The Sun is also a Star

Nicola Yoon
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Corgi Childrens, 03.11.2016
ISBN 9780552574242
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Buchtext:
 Natasha: Ich bin ein Mädchen das an Wissenschaft und Fakten glaubt. Nicht Schicksal. Oder Träume, die nie wahr werden. Ich bin bestimmt nicht der Typ Mädchen welches auf einer bevölkerten New Yorker Strasse einen süßen Jungen trifft und sich in ihn verliebt. Nicht wenn meine Familie zwölf Stunden davon entfernt ist nach Jamaika Deportiert zu werden. Mich in ihn zu verlieben, wird nicht meine Geschichte sein.

 Daniel: Ich war immer der gute Sohn, der gute Student, erfüllte meiner Eltern hohe Erwartungen. Niemals der Poet. Oder der Träumer. Aber wenn ich sie sehe, vergesse ich das alles. Etwas an Natasha lässt mich denken dass das Schicksal etwas außergewöhnlicheres zu bieten - für uns beide. 

 Das Universum: Jeder Moment in unserem Leben hat uns zu diesem einen Moment transportiert. Eine Million Zukünfte liegt vor uns. Welche davon wird wahr werden?


 Entgegen Natashas Ausführung, bietet Nicola Yoon eine typische Junge trifft Mädchen Geschichte. Sich in Daniel zu verlieben ist genau ihre Geschichte.
Denn als der Sohn koreanischer Einwanderer Natasha in Folge eines Zwischenfalls mit einem kürzlich Erleuchteten erblickt, nimmt er einen Deus ex machina* Aufdruck auf ihrer Jacke als Zeichen und folgt ihr - entschlossen sie dazu zu bringen sich in ihn zu verlieben. Natasha, die sich bemüht sich und ihre Eltern vor der bevorstehenden Deportation zu bewahren, ist verständlicherweise zunächst wenig angetan von Daniels werben. Doch Daniels Hartnäckigkeit und eine Reihe von Zufällen bringen irgendwann auch die Bodenständige Natasha ins Grübeln, ob nicht vielleicht doch das Schicksal selbst hier seine Hand im Spiel hat.

 The Sun is also a Star wird erzählt aus der Perspektive von Natasha, Daniel und dem Universum, dabei nutzen die ersten beiden den Present Tense und das Universum führt uns durch Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft, füllt (leider nicht alle) Erzähllücken und bietet generell tiefere Einblicke in auftretende Nebenfiguren.
Dieser Perspektiven Mix funktioniert zu beginn des Buches sehr gut und vor allem das Universum bietet hier durchgehende Abwechslung. Der Wechsel zwischen Natasha und Daniel gibt zunächst Sinn doch zum Ende merkt man dann das sich die Stimmen der Beiden zu wenig unterscheiden und das ganze wurde (für mich) ab da zu einem eher etwas nervigen Gimmick das ein bereits nicht sonderlich starkes Finale noch weiter schwächte.

 Für mich stimmte die Chemie zwischen Daniel und Natasha nicht wirklich, die Autorin gibt uns keinen wirklichen Grund an Daniels Aufrichtigkeit zu glauben, wenn er sagt das er in Natasha verliebt ist, und gibt auch Natasha nur wenig Grund dies zu glauben, weniger noch zu erwidern. Hier wäre es eventuell hilfreich gewesen wenn das Universum uns nicht nur über die auftretenden Randfiguren, sondern auch ein wenig mehr über die Hauptfiguren aufgeklärt hätte. Seltsamerweise aber fallen in diesem Roman, in dem nicht alle Details von Wichtigkeit sind, viele Details unter den Tisch die für das bessere Verständnis womöglich  wichtig gewesen wären. Zum Beispiel, wenn Natasha auf ihren Ex trifft, bezichtigt sie diesen des Betrugs, worin dieser aber Bestand - überhaupt, worin die Beziehung der beiden zueinander genau bestand - bleibt im ganzen Buch offen. Man fragt sich warum uns das Universum einen Vortrag über Haare und deren gesellschaftliche Bedeutung hält, uns aber seltner Informationen zukommen lässt die zu unserem Verständnis der beiden "Liebenden" hätte beitragen können.

 Ganz persönlich hat mich Enttäuscht das Natashas Status kaum Thema ist, ich ging davon aus das ihre bevorstehende Abschiebung aus den Staaten, ihr Leben als illegale Immigrantin eine zentrale Rolle Spielen würde. Tatsächlich ist dieser Punkt aber nahezu komplett nebensächlich - Nat hätte, um des reinen Trennungskonflikts wegen den die Autorin heraufzubeschwören sucht, auch einfach nur an eine Uni in einem anderen Staat gehen können.

 Vermutlich wurde auch meine Erwartung an die Liebesgeschichte durch Rainbow Rowells eleanor & park, welches ja mit einer nicht unähnlichen Paarung aufwartet, zu sehr in die Höhe geschraubt. Ich schätze The sun is also a star ist eben mehr New Adult, denn YA, und denke das zum Beispiel Fans von Colleen Hoover an dem Roman mehr gefallen finden werden als ich dies tat.

 Eine ganz nette Idee darüber wie wir Menschen alle miteinander Vernetzt sind und unser Leben gegenseitig beeinflussen rettet den Roman auf einen soliden Durchschnitt, macht ihn aber nicht zu einer Empfehlung.

Meinen Dank an Penguin für das Buch und an Lovelybooks für die Leserunde.

  (6)
Tags: jugendbuch, liebesroman   (2)
 

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

liebe, natasha, disney, studium, englisch

The Sun Is Also a Star

Nicola Yoon
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Delacorte Press, 01.11.2016
ISBN 9780553496680
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Buchtext:
 Natasha: Ich bin ein Mädchen das an Wissenschaft und Fakten glaubt. Nicht Schicksal. Oder Träume, die nie wahr werden. Ich bin bestimmt nicht der Typ Mädchen welches auf einer bevölkerten New Yorker Strasse einen süßen Jungen trifft und sich in ihn verliebt. Nicht wenn meine Familie zwölf Stunden davon entfernt ist nach Jamaika Deportiert zu werden. Mich in ihn zu verlieben, wird nicht meine Geschichte sein.

 Daniel: Ich war immer der gute Sohn, der gute Student, erfüllte meiner Eltern hohe Erwartungen. Niemals der Poet. Oder der Träumer. Aber wenn ich sie sehe, vergesse ich das alles. Etwas an Natasha lässt mich denken dass das Schicksal etwas außergewöhnlicheres zu bieten - für uns beide. 

 Das Universum: Jeder Moment in unserem Leben hat uns zu diesem einen Moment transportiert. Eine Million Zukünfte liegt vor uns. Welche davon wird wahr werden?


 Entgegen Natashas Ausführung, bietet Nicola Yoon eine typische Junge trifft Mädchen Geschichte. Sich in Daniel zu verlieben ist genau ihre Geschichte.
Denn als der Sohn koreanischer Einwanderer Natasha in Folge eines Zwischenfalls mit einem kürzlich Erleuchteten erblickt, nimmt er einen Deus ex machina* Aufdruck auf ihrer Jacke als Zeichen und folgt ihr - entschlossen sie dazu zu bringen sich in ihn zu verlieben. Natasha, die sich bemüht sich und ihre Eltern vor der bevorstehenden Deportation zu bewahren, ist verständlicherweise zunächst wenig angetan von Daniels werben. Doch Daniels Hartnäckigkeit und eine Reihe von Zufällen bringen irgendwann auch die Bodenständige Natasha ins Grübeln, ob nicht vielleicht doch das Schicksal selbst hier seine Hand im Spiel hat.

 The Sun is also a Star wird erzählt aus der Perspektive von Natasha, Daniel und dem Universum, dabei nutzen die ersten beiden den Present Tense und das Universum führt uns durch Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft, füllt (leider nicht alle) Erzähllücken und bietet generell tiefere Einblicke in auftretende Nebenfiguren.
Dieser Perspektiven Mix funktioniert zu beginn des Buches sehr gut und vor allem das Universum bietet hier durchgehende Abwechslung. Der Wechsel zwischen Natasha und Daniel gibt zunächst Sinn doch zum Ende merkt man dann das sich die Stimmen der Beiden zu wenig unterscheiden und das ganze wurde (für mich) ab da zu einem eher etwas nervigen Gimmick das ein bereits nicht sonderlich starkes Finale noch weiter schwächte.

 Für mich stimmte die Chemie zwischen Daniel und Natasha nicht wirklich, die Autorin gibt uns keinen wirklichen Grund an Daniels Aufrichtigkeit zu glauben, wenn er sagt das er in Natasha verliebt ist, und gibt auch Natasha nur wenig Grund dies zu glauben, weniger noch zu erwidern. Hier wäre es eventuell hilfreich gewesen wenn das Universum uns nicht nur über die auftretenden Randfiguren, sondern auch ein wenig mehr über die Hauptfiguren aufgeklärt hätte. Seltsamerweise aber fallen in diesem Roman, in dem nicht alle Details von Wichtigkeit sind, viele Details unter den Tisch die für das bessere Verständnis womöglich  wichtig gewesen wären. Zum Beispiel, wenn Natasha auf ihren Ex trifft, bezichtigt sie diesen des Betrugs, worin dieser aber Bestand - überhaupt, worin die Beziehung der beiden zueinander genau bestand - bleibt im ganzen Buch offen. Man fragt sich warum uns das Universum einen Vortrag über Haare und deren gesellschaftliche Bedeutung hält, uns aber seltner Informationen zukommen lässt die zu unserem Verständnis der beiden "Liebenden" hätte beitragen können.

 Ganz persönlich hat mich Enttäuscht das Natashas Status kaum Thema ist, ich ging davon aus das ihre bevorstehende Abschiebung aus den Staaten, ihr Leben als illegale Immigrantin eine zentrale Rolle Spielen würde. Tatsächlich ist dieser Punkt aber nahezu komplett nebensächlich - Nat hätte, um des reinen Trennungskonflikts wegen den die Autorin heraufzubeschwören sucht, auch einfach nur an eine Uni in einem anderen Staat gehen können.

 Vermutlich wurde auch meine Erwartung an die Liebesgeschichte durch Rainbow Rowells eleanor & park, welches ja mit einer nicht unähnlichen Paarung aufwartet, zu sehr in die Höhe geschraubt. Ich schätze The sun is also a star ist eben mehr New Adult, denn YA, und denke das zum Beispiel Fans von Colleen Hoover an dem Roman mehr gefallen finden werden als ich dies tat.

 Eine ganz nette Idee darüber wie wir Menschen alle miteinander Vernetzt sind und unser Leben gegenseitig beeinflussen rettet den Roman auf einen soliden Durchschnitt, macht ihn aber nicht zu einer Empfehlung.

Meinen Dank an Penguin für das Buch und an Lovelybooks für die Leserunde.

  (6)
Tags: jugendroman   (1)
 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Die Penderwicks (Die Penderwicks 1)

Jeanne Birdsall , Sylke Hachmeister
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.09.2016
ISBN 9783551315892
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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heiter, jurisfiction, great expectations, 20. jahrhundert, thursday next

Lost in a Good Book

Jasper Fforde
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penguin Group USA, 01.02.2004
ISBN 0142004030
Genre: Fantasy

Rezension:  
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freundschaft, canada, classics, lmm, englisch

Anne of the Island

Lucy M. Montgomery
Flexibler Einband: 243 Seiten
Erschienen bei Random House Childrens Books, 01.09.1998
ISBN 0553213172
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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comic con, roxy, graham, john hughes, nerds

Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums

Sarvenaz Tash , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 25.07.2016
ISBN 9783734850271
Genre: Jugendbuch

Rezension:

* Ich habe das Buch als Leseexemplar in Rahmen einer Lovelybooks Leserunde erhalten *

 Sarvenaz Tash erzählt ihre Geschichte mit realistisch anmutenden jugendlichen Charakteren, ohne großartig prätentiöses Drama. Es gilt kein dunkles Geheimnis der Vergangenheit zu bewältigen, vielmehr steht Graham sich und seinem Glück ganz Menschlich einfach nur selbst im Weg. Nach Jahren inniger Freundschaft zu Roxy, gelingt es ihm nicht ihr einfach seine Gefühle offen zu gestehen, auch wenn diese, eben so Menschlich, für alle anderen längst offensichtlich sind. Er ist in die Idee verrannt das sein Liebesgeständnis ein besonderer, magischer Moment sein muss - eine Szene wie im Film.
Selbstverständlich gilt für Roxy das sie genauso wenig von Grahams Gefühlen für sie ahnt, wie er sich dazu bringen kann diese ihr gegenüber auszusprechen, oder aber dass sie sich diese einfach nicht eingestehen will, denn für beide steht damit natürlich der mögliche Verlust einer tiefen Freundschaft und einer funktionierenden kreativen Partnerschaft im Raum.


 Die Autorin verwendet für ihre Erzählung den dieser Tage immer beliebten Present Tense, und macht dabei die ganzen üblichen Fehler. Der Held spricht regelmäßig von in der Zukunft stattfindenden Ereignissen, in einer Art die in dieser Zeitform eher störend wirkt. Das reißt zwar gelegentlich aus dem Lesefluss, mehr dazu siehe unten, aber beeinträchtigt den Unterhaltungsfaktor nicht erheblich.

Mit dem Comic Con als Hintergrund zitiert die Autorin munter die Popkultur und vermischt dabei reale Personen mit frei erfundenen, das persönliche Highlight ist hierbei ein fiktives Panel mit den Darstellern aus Pretty in Pink.
 

 Nicht von ungefähr liest sich Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums wie beseelt vom Geist der 80'er Jahre US-Jugendfilme, Sarvenaz Tash studierte Filmwissenschaft und liebt nach eigener Aussage die John Hughes Klassiker (Roxy übrigens genauso, also Hand aufs Herz, wer wäre einem solchen Mädchen nicht verfallen?). Beides schlägt sich positiv im Text nieder.
 Die Geschichte entwickelt sich ohne Längen von Episode zu Episode logisch fort und bietet ihren handelnden Charakteren dabei genügend Raum um sich glaubwürdig weiterzuentwickeln.

 

  Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums ist ein nicht nur beinahe empfehlenswerter Jugendroman, dem man die Liebe der Autorin zu den Filmen des zu früh verstorbenen Regisseur und Drehbuchautor John Hughes deutlich anmerkt. Es gibt  eine realistisch anmutende Geschichte um Freundschaft und die Liebe, in besondere Umstände verpackt, die nicht mit weisen Worten spart und uns mit einem Ende abseits des üblichen Klischee entlässt.
Ein Roman der gekonnt den Geist des John Hughes mit dem Lebensgefühl der Internet Generation verbindet. Und dafür drückt man als Fan dann gerne ein Auge zu, wenn  das Buch sich als nicht ganz so vergeekt entpuppt.

  (7)
Tags: john hughes, jugendbuch   (2)
 

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klassiker, jugendbuch

Rebecca of Sunnybrook Farm.

KATE DOUGLAS WIGGIN
Flexibler Einband
Erschienen bei Wordsworth, 01.01.1994
ISBN 9781853261343
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: jugendbuch, klassiker   (2)
 

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

veron, jugen, erotik, einsamkei, inzest

Die Alchemie der Nähe

Gaia Coltorti , Christiane Burkhardt
Fester Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Blessing, Karl, 30.09.2013
ISBN 9783896675071
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: erotik, jugendroman   (2)
 

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Rocker, Punks und Teenies

Berndt Schulz
Flexibler Einband
Erschienen bei Bastei Lübbe, 01.09.1989
ISBN 9783404631032
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

Anne of Avonlea

L. M. Montgomery , Caroline Parry
Flexibler Einband: 276 Seiten
Erschienen bei Random House Childrens Books, 01.09.1992
ISBN 9780553213140
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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The Annotated Anne of Green Gables

Lucy M. Montgomery , Margaret Anne Doody , Mary E. Doody Jones , Wendy E. Barry
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Oxford Univ Pr, 28.08.1997
ISBN 0195104285
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

roman, krim, kinsey milhone, amerikaner, kriminalroman

Nichts zu verlieren: {A wie Alibi}

Sue Grafton
E-Buch Text: 244 Seiten
Erschienen bei Edel:eBooks, 20.06.2014
ISBN 9783955304867
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: krim   (1)
 

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82 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

liebe, new york, liebesroman, familie, trauer

Love, Kiss, Cliff

Kim Leopold
E-Buch Text: 403 Seiten
Erschienen bei Kim Leopold, 15.04.2016
ISBN B01DW93D2W
Genre: Liebesromane

Rezension:

 Die Autorin greift in ihrer Geschichte Wünsche, Sehnsüchte und Träume auf, die wohl jedem aus eigenen oder auch gegenwärtigen Jugendtagen geläufig sind. Es geht um die üblichen Themen Familie, Zugehörigkeit und Identität, und Liebe.

Die mit viel Schwung und in angenehm fließender Sprache erzählte Geschichte nimmt dabei gerade zum Ende hin ganz ungeniert Seifenopern Elemente mit ins Boot und wusste damit diesen Leser bis zur letzten Seite zu unterhalten.

 Es käme wohl niemand auf die Idee der Autorin vorzuwerfen sie hätte hier "große Literatur" geschaffen (oder auch nur im Sinn gehabt). Sie erzählt eine simple gestrickte, zuckersüße Liebesgeschichte die direkt ins Herz geht. Dass dabei alles nicht so neu ist, das verzeihe ich ihr gerne, denn die Charaktere die sie erschaffen hat sind allesamt geeignet gewesen mich auf die Seiten zu Bannen. Die wenigen Stunden in denen das Leben dazwischenkam, wenn solche Trivialitäten wie Arbeiten oder Schlafen anstanden, verbachte ich in Folge davon damit dass diese Charaktere mich in Gedanken weiter begleiteten und mich mit ihrer so gar nicht unerträglichen Leichtigkeit des Seins erfreut haben.

 Einziger persönlicher Stolperstein war für mich dass die Autorin sich für den so beliebten Present Tense entschieden hat und dabei leider so nach und nach in ziemlich alle denkbaren erzählerischen Zeitfallen tappt die dieser so mit sich bringt, wenn man mit aus dem üblicheren Past Tense übernommenen Formeln und Wendungen arbeitet. Aber das ist ja eine stehende Kritik die ich an fast allen Autoren, welche sich für diese Erzählform entschieden haben, üben muss.

 Kurzgefasst war für mich Love, Kiss, Cliff eine sehr schöne, solide in die Sweet Romance fallende Jugendgeschichte (gleichwohl die Charaktere schon im Studentenalter, also New Adult Material sind) welche es der Seele gestattet die Beine baumeln zu lassen und einfach ein wenig von der Liebe zu Träumen.

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Tags: jugendbuch, liebesroman   (2)
 

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young adult

The Girl from the Well

Rin Chupeco
Fester Einband: 267 Seiten
Erschienen bei SOURCEBOOKS INC, 05.08.2014
ISBN 9781402292187
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
Tags: young adult   (1)
 

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

A Walk to Remember

Nicholas Sparks
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Sphere, 10.01.2011
ISBN 9780751540482
Genre: Liebesromane

Rezension:  
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civil war romance, christian fiction

Chasing the Sun (Land of the Lone Star Book #1): Volume 1

Tracie Peterson
E-Buch Text: 354 Seiten
Erschienen bei Bethany House Publishers, 01.03.2012
ISBN 9781441269997
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: christian fiction, civil war romance   (2)
 

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zirkus, fantasy, meer, the gracekeepers, kirsty logan

The Gracekeepers

Kirsty Logan
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Vintage, 10.03.2016
ISBN 9781784700133
Genre: Romane

Rezension:

Dank der Lovelybooks Leserunde durfte dieses mit Erin Morgensterns The Night Circus verglichene Buch bei mir einziehen.

 Sehr positiv fällt einem sofort die Covergestaltung ins Auge, welche mehr Bedeutung gewinnt wenn man die Geschichte gelesen hat - nur so viel hierzu vorab, das Bild steht in fester Verbindung zu Callanishs Aufgabe als Gracekeeper, eine Art Seebestatter und Friedhofswärter. Die Käfige und Sterne sind in einer Farbe wiedergegeben die ganz passend je nach Lichteinfall von weiß bis fast anthrazitfarben wirkt.

 Logans Roman wurde als Fantasy angekündigt, persönlich würde ich eher zu einer Kategorisierung im Bereich Dystopie/Frauenroman tendieren. Der Weltenbau ist interessant, erinnerte mich atmosphärisch mit seinem sich zu einer Art Schiffskarawane zusammengeschlossenen, weltumfahrenden Zirkus welcher Insel für Insel anfährt um dort für eine Nacht zu gastieren, und den das Meer bevölkernden Schiffsgiganten des Militärs und der religiösen Revivalists zeitweise an Julie Bertagna's New Mundo.

 Die Geschichte selbst konnte mich im Prolog sehr fesseln, die kleine Callanish deren kaum zu zügelnde kindliche Energie sie mit großen Sprüngen nachhause jagen lässt, das ist ein Moment den man im Herzen behält, ebenso sehr wie das tragische letzte Bild des Abends.


 Danach fiel die Geschichte für mich dann leider schnell ab, obgleich Kirsty Logan es durchaus vermag faszinierende, sympathische und auch bedrohlich wirkende Charaktere zu entwerfen, scheint die Geschichte zunächst einfach nur dahin zu Treiben ohne rechtes Ziel im Auge. Zwar erfährt man nach und nach immer mehr über die einzelnen Personen und ihre Motive, der bedrohlich wirkende Red Gold, der Ringmeister, dessen Sohn Ainsel und Gattin Avalon, sowie North das Mädchen mit dem Bären sind dabei die wichtigsten Protagonisten, doch zeichnet sich trotzdem lange Zeit keine Richtung ab.

 Die Erzählung wechselt von Kapitel zu Kapitel zwischen einzelnen Blickwinkeln, Norths und Callanishs zum größten Teil, doch dazwischen auch die der restlichen Zirkuscrew. Dies ist Interessant da wir dadurch neue, zum Teil überraschende Einblicke in die Motive der einzelnen Charaktere gewinnen. Andererseits bremst die Autorin damit die Geschichte auch immer wieder aus, zudem verhalten sind Hauptcharaktere zu lange zu schicksalsergeben passiv, so das die Geschichte bis in das letzte drittel hinein kaum wirklich vorankommt.

 Ein Teil dieser wechselnden Blickwinkel ist gefühlt schlicht unnötig, sie bringen die Geschichte nicht voran und auch sonst konnte ich zum Beispiel den Kapiteln der Clowns für mich nichts abgewinnen, so dass man diese meines Erachtens nach aus dem Buch hätte streichen können ohne dabei abgesehen von Seitenzahl etwas einzubüßen.

 Das Finale ist zwar wieder mitreißend Geschrieben, doch leidet dieses wie das ganze Buch darunter das die Autorin vieles im dunkeln lässt. Viele der entscheidenden Szenen finden im Aus statt, werden uns nur im Rückblick geschildert oder muss der Leser sich gar komplett selbst zusammenreimen. Auch der dramatische Höhepunkt der Geschichte kann nur bedingt überzeugen - zu schnell und einfach gehen die Charaktere darüber hinweg.

 Auch sprachlich konnte Logan mich leider weniger überzeugen. Es gibt sie durchaus, die märchenhaften Momente, die Sätze von poetischer Schönheit, den Augenblick magischer Verbundenheit - doch kann Logan diese sprachlich weniger durchgängig umsetzen wie dies Erin Morgenstern vermag in ihrem oben genannten Werk. Auch Logan bewegt sich zwischen humorvoller Leichtigkeit und getragener Eleganz, aber wirkte dazwischen auf mich dann immer mal wieder unvermittelt flach und umgangssprachlich. Trotzdem muss man der Autorin einen eingängigen, fließenden Stil zugestehen. Gleichwohl nur wenige Charaktere wirkliche tiefe erlangen, Jarrow der Ringmeister sei hier positiv hervorgehoben, stellt sich früh ein Gefühl der familiarität ein welches einem das Lesen leicht macht auch dann wenn die Geschichte auf der Stelle zu Treten scheint.
Andere Leserunden Teilnehmer zogen den Vergleich zu einer TV-Soap - eine nicht unpassende Analogie.

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Tags: dystopie, frauenroman   (2)
 

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samisches volk, aslak eira, obdachloser, schwelbrand, feuer

Im Auge des Feuers

Jorun Thørring , Sylvia Kall
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.10.2012
ISBN 9783423213950
Genre: Krimi und Thriller

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