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Die Frauenburg

Marita Spang
Flexibler Einband: 816 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.03.2018
ISBN 9783426520239
Genre: Historische Romane

Rezension:

Es gibt auf dem Markt zuhauf historische Romane. Dazwischen finden sich gute Romane, sehr gute Romane und die Romane von Marita Spang. Mit der „Frauenburg“ brachte sie ihren dritten historischen Roman heraus, der die Reihe der Meisterwerke fortsetzt.

Ich muss gestehen, ich bin seit dem ersten Roman „Die Hexenliebe“ ein großer Fan von Marita Spang. Ihr zweiter Roman „Seide und Blut“ hat mich sehr beeindruckt durch die psychologische Tiefe, durch die Figuren, Sprache, Spannung. Umso höher waren meine Erwartungen, als es hieß, der dritte Roman erscheint. Und ich war nicht enttäuscht.

Als erstes fällt bei diesem Roman auf, wie historisch verwurzelt er ist, wie viele historische Fakten eingearbeitet wurden. Selbst bei den Szenen, die für mich fast „fantastisch“ klangen (Entführung des Erzbischofs und Erpressung ohne fatale Folgen für die Erpresserin – ich konnte mir das nicht vorstellen, aber im Nachwort zum Roman liest man, dass es dafür historische Belege gibt.

Für den Roman wurde also eine sehr spannende Zeit und eine sehr interessante Hauptfigur ausgewählt. Eine Frau, die irgendwie gar nicht in die mittelalterlichen Vorstellungen von einem „demütigen Weib“ passt. Eine Regentin kommt auf den Vordergrund, die viel zu kämpfen hat. Vor allem mit sich selbst und eigenen Gefühlen, aber auch mit den Bedrängnissen, die von allein Seiten kommen.

Es gibt mehrere erfolgreich realisierte Spannungslinien. Mein persönlicher Höhepunkt ist der Freitod (ich schreibe hier nicht, von wem, um nicht zu spoilern). Die Seiten 736 bis 743 sind die Seiten, für die ich Marita Spang so liebe. Es sind Seiten, die mich zum Zittern brachten, vor Aufregung, die kalten Schweiß auf meiner Haut trieben. Ich denke, das sind die besten Zeichen dessen, dass der Autorin die gewünschte Wirkung ihres Werkes auf die Leser gelungen ist.

Ich liebe Marita Spang und ihre Sprache, von der ich sehr viel lerne (ich bin ein Nicht-Muttersprachler). Kein Wort in ihren Büchern ist umsonst. Jedes davon trägt einen Sinn, emotionale Färbung, trägt dazu bei, ein möglichst detailliertes Bild zu schaffen, damit sich der Leser in jede einzelne Szene hineinversetzen kann. Ich hatte stets das Gefühl, an den Orten der Geschehnisse zu sein und die Handlung von der Seite zu beobachten. Das ist einfach faszinierend!

Das Lesen Ihrer Romane von Marita Spang ist ein Genuss, den man sich und seinen Freunden gönnen sollte. Jeder Roman, ob „Die Hexenliebe“, „Blut und Seide“ oder „Die Frauenburg“ - sind echte Meisterwerke, die man gelesen haben sollte. Und nach dem Lesen weiterempfehlen!

Nun fühle ich mich ein wenig leer und traurig – der nächste Roman ist zu Ende gelesen. Die Figuren, die mich nach der Lektüre noch einige Zeit begleitet haben, sind auf ihren Weg weiter gegangen. Und mir bleibt nichts anderes übrig, als auf den vierten historischen Roman zu warten. Auf das vierte Meisterwerk von Marita Spang, der Autorin aus der Superlative-Kategorie..

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Tags: historischer roman, marita spang., spannung   (3)
 

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

bingen, biografie, disibodenberg, eibingen, gott, heilige, hildegard von bingen, jutta von sponheim, kirche, kloster, medizin, mittelalter, nonne, nonnenkloster, visionen

Hildegard von Bingen. Ein Leben im Licht

Heike Koschyk
Flexibler Einband: 229 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 21.04.2009
ISBN 9783746625225
Genre: Biografien

Rezension:  
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70 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

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Die Kathedrale des Lichts

Ruben Laurin
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.01.2018
ISBN 9783404176366
Genre: Historische Romane

Rezension:

Auf diesen Roman bin ich dank seinem Titel aufmerksam geworden. Kurz davor hatte ich die Romane „Die Herrin der Kathedrale“ und „Die Kathedrale der Ewigkeit“ von Claudia und Nadja Beinert gelesen und war fasziniert von den beiden Büchern. In diesen ging es unter anderem um den Bau des Naumburger Doms. Und dann lese ich den Titel, der ziemlich gleich klingt. „Die Kathedrale des Lichts“. Auch hier soll es unter anderem um den Bau eines Doms gehen. Und da ich gerade Sehnsucht nach den Figuren aus Beinerts Romanen hatte, dachte ich mir, warum nicht diesen Roman lesen. Meine Erwartungen bzw. Ansprüche waren dementsprechend hoch, von Anfang an.

 

Der Prolog hatte mich zuerst etwas irritiert, denn es ging plötzlich nicht um das Mittelalter, sondern um die Zeit 1000 Jahre davor. Wenn man nicht weiß, dass der Magdeburger Dom dem Hl. Mauritius geweiht ist, fragt man sich, was soll diese Geschichte in diesem Roman? Ohne besagtes Vorwissen bleiben die Szenen unklar und gewinnen erst später an Bedeutung. Übrigens wurden gerade diese Szenen für mich diejenigen, auf die ich mich in diesem Roman am meisten freute.

 

Danach werden einzelne Figuren und ihre Geschichten eingeführt: Moritz, Helena, Ritter Ansgar, Mechthild, Gotthart (nur um die wichtigsten handelnden Personen zu nennen) – auf einmal werden es so viele Figuren und Geschichten, dass es bei mir für Durcheinander sorgte – wer war denn der Franzose, wer wurde entführt und wer ist der Bildhauer. Es brauchte einige Zeit, bis sich das Puzzle etwas zusammenlegte. Jede einzelne Geschichte ist für sich interessant, aber ich fragte mich, ob es nicht anders ginge, ob man die Handlungssträhne nicht nach und nach hätte einführen können.

 

Alle Figuren werden allmählich zusammengeführt, bis sie alle beinahe gleichzeitig in Magdeburg eintreffen. Die Wege der Einzelnen waren für mich allerdings besonders interessant. Was mir dabei fehlte, waren die Schauplätze. Es wurden immer wieder Orte erwähnt, die man kennt – die Rudelsburg, Jena, Naumburg – aber man bekommt keinen richtigen Eindruck davon. Auf der Rudelsburg dreht es sich die ganze Zeit nur um den Verlies, von Jena sieht man die 4 Burgen, die links liegen bleiben, und eine Schenke / Markt, von Naumburg wird nur beiläufig der Dom erwähnt. Das alles ist ziemlich unpersönlich, ja beliebig. Ich konnte kein Gefühl für diese Orte durch die Beschreibung bekommen (es gab ja fast keine Beschreibungen von den Orten, keine Details, die nur für diese Orte charakteristisch sind, nur allgemeine Worte). Wenn ich alle diese Orte nicht kennen würde, dann hätten die Schauplätze der Geschichten für mich absolut leblos, lieblos und beliebig ausgesehen. In einem historischen Roman erwarte ich aber gerade das Gegenteil. Der Autor muss mich nicht nur in die Geschichte einbeziehen, sondern mir auch das Gefühl für die Zeit und die Orte verleihen. Mir kleine Details zuwerfen, die meine Fantasie anspornen und mir helfen, in die Zeit einzutauchen. Das bekam ich in diesem Roman nicht. Höchstens wenn es um den Magdeburger Dom geht – da wird es besser. Auch wenn man von der Stadt nicht mehr viel zu „sehen“ bekommt.

 

Die Handlung, die einzelnen Geschichten, die Spannungsbögen fand ich gut. Es gibt einige überraschende Momente, nicht alle waren für mich nachvollziehbar oder glaubwürdig, aber ich habe trotzdem gerne gelesen.

 

Was den Schreibstil betrifft, hatte ich ein zwiespältiges Gefühl. Einerseits gibt es Abschnitte mit viel Gefühl, lebendiger, berührender Sprache. Es gibt Passagen, bei denen ich dachte „Wow, das ist aber sehr originell!“ („Stürze“ von den Figuren – eine tolle Zusammenführung!). Andererseits gab es auch Seiten mit „Nacherzählungen“, bei denen ich das Gefühl hatte, sie wären dem Autor selbst unbedeutend, er wollte bloß einen Zeitsprung irgendwie überbrücken, was letztendlich einen komischen Eindruck macht. Hier wird sehr trocken zusammengefasst, wie Moritz flieht und Beeren isst (null Gefühl in den Beschreibungen). An einer anderen Stelle sieht solche „Nacherzählung“ wie ein Epilog aus (S. 412-413), als wäre der Roman zu Ende und es bleibe nur noch kurz zu erwähnen, was mit den Figuren zwischendurch passierte. Oder auch die Szene mit dem Hin- und Herwerfen eines Balls (S. 455). Man liest: „Er fing den Ball auf und warf ihn zurück“. Der Satz wiederholt sich mehrmals. Eigentlich versteht man, wozu diese Szene da ist, was der Autor mit diesem Spiel in dieser Situation bewirken wollte. Allerdings ging es bei mir an dieser Stelle total daneben. Für mich las sich diese Passage nur komisch und zum Teil verwirren (man liest mehrmals, dass Moritz den Ball fing und zurückwarf, und erst nach 3 Wiederholungen liest man, dass auch Helena den Ball fing). Ich weiß nicht, wie ich genau beschreiben soll, was mich hier so irritiert, aber der Effekt, den der Autor mit diesem Spiel erreichen wollte, wurde in meinem Fall verfehlt. Ich fing diesen Ball nicht auf...

 

Insgesamt hatte ich nach dem Lesen einen guten Eindruck von dem Roman. Aber ich war nicht begeistert. Weder in Bezug auf Historisches, noch auf das Emotionale hat mich der Roman überzeugt. Ich habe gern gelesen, aber ich würde diesen Roman nicht weiterempfehlen.

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Tags: historischer roman   (1)
 

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194 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 90 Rezensionen

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Olga

Bernhard Schlink
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 12.01.2018
ISBN 9783257070156
Genre: Romane

Rezension:

Meine Entdeckung von Bernhard Schlink fing 2010 mit dem Roman „Der Vorleser“ an, der eines der ersten deutschsprachigen Büchern im Original war, das ich gelesen hatte, und der bis heute zu meinen Lieblingsbüchern gehört. So waren die Erwartungen an „Olga“ sehr groß. Ich liebte den Schreibstil dieses Autors, die Gedankentiefe und das Dramatische, was klug formuliert den Leser zutiefst trifft. 

Als ich anfing, „Olga“ zu lesen, war ich nicht begeistert. Die beiden Hauptfiguren entwickelten sich auf den Seiten, aber die Handlung war mir ein bisschen zu trocken, zu linear. Außerdem suchte ich nach den Emotionen, die in mir „Der Vorleser“ vor knapp 8 Jahren ausgelöst hatte. Und ich fand sie, allerdings erst im zweiten Drittel des Romans.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil erfährt der Leser die Geschichte der beiden Hauptprotagonisten: Olga, die schon als Kind durch ihre Fähigkeit auffällt, zu beobachten, das Mädchen, das sich zu einer weisen Frau entwickelt, die am Ende ihres Lebens feststellen muss, sich nie geliebt gefühlt zu haben. Und dann Herbert, der schon bei seinen ersten Schritten versucht zu rennen, was sein ganzes Leben charakterisiert: ein ständiges Rennen, ohne klares Ziel, ein Rennen ins Nichts, ein Wegrennen, das Olga so unglücklich macht. Die beiden sind ein Paar, ohne es sein zu dürfen, ohne es sein zu können. Ein Paar ohne Zukunft. Weil Herbert weiter rennen muss, weil es ihn ständig in die Ferne zieht. 

Im zweiten Teil lernen wir Olga als eine reife Frau kennen, die die beiden Weltkriege überlebt hatte, die allein lebt und immer noch innig auf ihren Herbert wartet. Ihre Liebe schenkt sie nun Ferdinand, einem Jungen, in dessen Familie sie als Näherin arbeitet und sich allmählich zum Familienmitglied entwickelt. Sie versucht, die besten Eigenschaften in Ferdinand zu fördern und ihn von dem Unsinn abzuhalten, der ihren Herbert und später ihren Schüler (eigentlich mehr als nur Schüler – das Geheimnis wird später gelüftet) Eik ins Verderben führt. Gerade in diesem Teil kommen immer wieder Sätze vor, die mich mit ihrer Aussagekraft besonders beeindruckt hatten, Sätze, die man als Aphorismen benutzen könnte. Die Weisheiten des Lebens, die Olga aus ihrer eigenen Erfahrung formuliert. So wie zum Beispiel „Das Leben ist eine Kette von Verlusten, und man muss beizeiten lernen, seinen Frieden damit zu machen“. 

In diesem Teil findet sich auch mein persönlicher emotionaler Höhepunkt – der Tod von Olga. Als hätte ich sie gekannt, als wäre ich Ferdinand, so lebendig wurde für mich die Hauptfigur des Romas.

Im dritten Teil darf der Leser einen Einblick in Olgas Briefe an Herbert bekommen, die der Empfänger nie gelesen hatte. In diesen Briefen offenbaren sich noch ein paar Geheimnisse, die die Bewunderung für diese Frau noch weiter hochtreiben. Eine richtig faszinierende Lebensgeschichte und eine unglaublich beeindruckende Figur. 

Mit „Olga“ hat Bernhard Schlink ein weiteres Meisterwerk geschaffen, das bereits seinen Ehrenplatz im Regal meiner Lieblingsbücher eingenommen hat.

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Die Kathedrale der Ewigkeit

Claudia Beinert , Nadja Beinert
Flexibler Einband: 720 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.11.2014
ISBN 9783426515365
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags: historischer roman, naumburg, naumburger dom, spannung, uta von ballenstedt   (5)
 

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Der erste Satz

Sandra Schümann
Flexibler Einband: 188 Seiten
Erschienen bei Spica Verlag GmbH, 12.03.2014
ISBN 9783943168525
Genre: Romane

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Tags: kurzgeschichte   (1)
 

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33 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

abschied, baby, emotionen, familie, geburt, kinder, kindstod, krankheit, liebe, schwangerschaft, sternenkind, sternenkinder, tod, trauer, vorfreude

Die kleinen Sterne leuchten immer - Briefe einer Sternenkindmutter

Tanja Wenz
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei edition riedenburg, 18.11.2016
ISBN 9783903085572
Genre: Sachbücher

Rezension:

Über Sternenkinder habe ich zum ersten Mal vor einigen Monaten erfahren. Ich meine, vorher kannte ich den Begriff gar nicht und dachte auch nie so richtig darüber nach. Erst als ich in einer regionalen Zeitung einen Artikel las, entdeckte ich etwas ganz Neues. In diesem Artikel ging es um eine junge Fotografin, die Bilder von Sternenkindern macht. Da lernte ich, was hinter diesem wunderschönen Begriff gemeint wird. Ich finde es übrigens ein wirklich tolles Wort, in dem so viel Positives steckt, so viel Licht und Hoffnung, dass die Trauerarbeit bei den Eltern allein von diesem Wort schon um einiges leichter werden kann. Da sagen sie nicht, dass ihr Kind gestorben sei, sondern dass sie ein Sternenkind hätten. Das macht Unterschied!

Das Thema finde ich unglaublich gefährlich für die Autoren. Man muss authentisch sein, sehr tief in die Gefühle gehen, aber dabei auch den Lesern (womöglich Sternenkinder-Eltern) helfen, aus diesen tiefen Emotionen, vor allem der Traurigkeit, rauszukommen, zurück in die „normale“ Welt, wieder zu leben, zu hoffen und das Leben zu genießen. Ich denke, so wie Tanja Wenz das gemacht hat, ist genau richtig. Zum einen zeigt es das ganze Spektrum der Gefühle, die eine Mutter erfüllen, aber am Ende führt sie ihre Heldin zurück ins Leben.

Das Buch liest sich relativ schnell. Es ist sprachlich sehr einfach gehalten, was aber nicht leicht ist – sind die Emotionen. Ich musste immer wieder das Buch ablegen, tief durchatmen und mich kurz ablenken. In diesem Sinne war es keine einfache Lektüre. Aber ich wusste schon, was mich erwartet.

Die Briefe-Form, die für das Buch gewählt wurde, passt wunderbar. Das macht die Geschichte viel intimer, man wird in die Geheimnisse eingeweiht, von denen kaum jemand etwas weiß. Und zugleich zeigt diese Form auf, wie die Trauerarbeit stattfinden kann – in Form des therapeutischen Schreibens. An die verstorbene Mutter. An Mariella, das Sternenkind. Oder auch an eine andere Bezugsperson, um es zu verallgemeinern. Das Buch gibt implizit Tipps für Sternenkinder-Mütter, fordert sie auf, nicht von den Gefühlen wegzulaufen, sondern sie zu bearbeiten und zu verstehen. Internetforen kommen als so eine Austauschplattform auf. Da ist man zwar mit seinen Gedanken präsent, bleibt aber anonym, was es ermöglicht, aufrichtiger zu sein, sich den anderen anzuvertrauen, sich helfen zu lassen. Auch der Verweis auf den Film „Mein kleines Kind“ ist hier erwähnenswert. Und natürlich die Ressourcen am Ende des Buchs, die für die Eltern sehr hilfreich sein können.

Ich finde die Arbeit, die Tanja Wenz in dieses Buch investiert hat, lobenswert. Ein gefühlvolles, berührendes Buch, das Hoffnung gibt und deutlich zeigt, wie unglaublich stark und wichtig die Liebe sein kann. Ich bin begeistert!

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Tags: liebe, sternenkinder   (2)
 

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90 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

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Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf

Oliver Pötzsch
Flexibler Einband: 688 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.07.2017
ISBN 9783548288376
Genre: Historische Romane

Rezension:  
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130 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

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Die Herrin der Kathedrale

Claudia Beinert , Nadja Beinert
Flexibler Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.11.2013
ISBN 9783426514047
Genre: Historische Romane

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56 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

cannes, europa, film, frankreich, genua, italien, krieg, liebe, ligurien, lucy foley, marokko, meer, rom, schiff, spanien

Das Versprechen eines Sommers

Lucy Foley , Christel Dormagen
Flexibler Einband: 435 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 13.06.2017
ISBN 9783458362784
Genre: Liebesromane

Rezension:

Cover

Das Cover hat auf mich von Anfang an keinen Eindruck gemacht. Ich fand es ziemlich nichtssagend und, nachdem ich den Roman gelesen hatte, nicht wirklich passend. Die Frau, die am Strand läuft, wird die weibliche Hauptfigur Stella sein, aber das Bild verrät nichts über die Geschichte(n), die hier erzählt wird (werden).

 

Handlung und Figuren

Ich fand sehr interessant, wie Lucy Foley einzelne Geschichten zusammengeflochten hatte. Wir lesen die Geschichte von Hal, einem Journalisten, der eine Filmkritik schreiben soll und dafür das Team auf einer Schifffahrt begleitet. Er lernt die Menschen kennen, die hinter dem Film stehen: Regisseur, Schauspieler, Geldgeber und dabei bekommt eine nach der anderen Geschichten dieser Menschen, meist ungefragt. Geschichten, die ihm die Personen verständlicher machen. Parallel dazu wird aus der Ich-Perspektive die Geschichte von Hal selbst erzählt, über die Jahre des Kriegs und die Tragödie, die sein Leben geändert hatte, über den Verlust seines besten Freundes und die Selbstvorwürfe, die ihn sein ganzes Leben begleiteten. Eine weitere Geschichte, ebenfalls aus der Ich-Perspektive, bringt dem Leser die Figur der Stella näher. Es wird nach und nach ihr Geheimnis gelüftet, wie aus dem spanischen Mädchen Estrella die Frau des reichen Amerikaner Stella wurde, wie es sich für sie anfühlte und welche Gedanken sie beschäftigten. Und noch eine Geschichte wird erzählt – die Geschichte, die dem Film als Vorlage diente. Von einem Kapitän, der eine rätselhafte Frau aus dem Meer „herausfischt“ und wie sie sein Leben ändert. Alle diese Geschichten werden miteinander verbunden, zu einem Geflecht, bei dem zum Ende des Romans die Geschehnisse immer surrealer wirken und man sich fragt, ob man einzelne Episoden als eine Andeutung auf mögliche Entwicklung einer anderen Geschichte verstehen soll. Ob das, was Hal im Tagebuch des Kapitäns liest, und das, was er selbst erlebt, an einigen Stellen das gleiche ist.

 

Sprache

Die Sprache von Lucy Foley begeisterte mich noch bei ihrem Debütroman „Die Stunde der Liebenden“. Ich finde sie sehr ausdrucksstark, vor allem am Anfang des Romans. Wie wunderbar sie damit Bilder zeichnen kann!

 

Gesamteindruck

Insgesamt hat mich der Roman ein bisschen weniger beeindruckt, als ich es erwartet hätte. An manchen Stellen fand ich ihn ein bisschen langweilig. Einige Geschichten interessierten mich weniger, ich wollte mehr von den Hauptlinien lesen. Die Nebengeschichten empfand ich dann eher als störend. Sie verlangsamten das Buch, sodass es für mich möglich war, es wegzulegen und einige Tage zu vergessen, dass ich lesen wollte. Sehr intensiv und spannend waren dagegen die letzten 30 Seiten des Romans, auf denen den Leser endlich richtig in die Geschichte gefesselt wird. Leider waren es aber nur wenige Seiten. Insofern hat das Buch bei mir einen guten Eindruck hinterlassen, mich aber nicht wirklich „umgehauen“.

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Tags: liebe, meer, roman, spannung, wunderschöne sprache   (5)
 

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Mein Leben mit dem Tod

Tom Werde
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei epubli, 23.04.2017
ISBN 9783742701749
Genre: Biografien

Rezension:

„Mein Leben mit dem Tod“ spricht ein Thema an, das in vielen Kulturen ein Tabu ist oder zumindest unerwünscht. Mit dem Tod und Sterben sind bei den Menschen ursprüngliche Ängste verbunden, die Endlichkeit des eigenen Daseins oder auch Schmerz des Verlustes, den die meisten Leser wohl kennen werden.

Als Notarzt begegnet der Autor dem Tod immer wieder. Den Satz „Das könnte ich nicht!“ könnten sicherlich viele sagen, vielleicht auch Tom Werde selbst, wenn das nicht seine Arbeit wäre, begleitet vom Wunsch, die Menschenleben zu retten. Dass es nicht immer gelingt, zeigt dieses Buch. Zahlreiche Geschichten lassen keinen Zweifel, dass man so was nicht lange aushalten könnte, wenn man nicht darüber spräche. Insofern kann man „Mein Leben mit dem Tod“ auch als eine Art Suche nach Gespräch mit anderen Leuten bezeichnen. Noch beim Lesen der ersten Kapitel erkennt man, dass es um ein Buch geht, dessen Autor seine Erlebnisse aufarbeiten bzw. verarbeiten möchte. Dass es kein Buch ist, mit dem man sich als Schriftsteller versuchen oder Geld verdienen möchte. Und das macht dieses Buch besonders ansprechend.

Auf den Seiten dieses Buches findet man viel Schmerz, vor allem in den Abschnitten über die Eltern des Autors. Nach einigen Kapiteln braucht mein eine Pause, um Luft zu holen, denn manchmal drückt es schon heftig auf die Psyche, besonders wenn man ähnliche Geschichten aus seinem eigenen Umkreis kennt, besonders wenn Ähnliches in der eigenen Familie passierte oder wenn man bedenkt, dass so etwas auch jedem von uns passieren könnte.

Ich war fasziniert von diesem Buch, von den Gefühlen, die nicht immer in Worte gefasst aber zwischen den Zeilen zu finden sind. Es lässt einen darüber nachdenken, was eigentlich unser Leben ist, wie abrupt es enden kann und dass man jeden Moment nutzen müsste, um seinen Lieben zu sagen, wie sehr man sie schätzt, sie liebt und sie braucht.

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Tags: leben, liebe, tod   (3)
 

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81 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

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Die Galerie der Düfte

Julia Fischer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.05.2017
ISBN 9783426653845
Genre: Liebesromane

Rezension:

„Die Galerie der Düfte“ war einer der wenigen Romane, auf die ich wirklich gewartet habe, monatelang. Nach dem Debütroman „Die Sehnsucht auf blauem Papier“ war ich so begeistert von den Schreibkünsten von Julia Fischer, dass ich unbedingt noch mehr von ihr lesen wollte. Mich faszinierten die Gefühle, mit denen der ganze erste Roman ausgefüllt ist, die Gedanken der Protagonisten, voller Schmerz, Traurigkeit, Melancholie und dann doch Hoffnung und Liebe. Ich verliebte mich sofort in die ausdrucksvolle Sprache der Autorin. Und diese Sprache fand ich in „Der Galerie der Düfte“ wieder. Sie kennzeichnet sich durch ihre Bildhaftigkeit, die einzelne Szenen, Gefühle und selbst die kleinsten Details für den Leser erlebbar macht, ja riechbar. Sie malt mit ihrer Sprache und zwar nicht in Farben, sondern in Gefühlen, die einen nicht unbeeindruckt lassen können.

Die Geschichte selbst entspricht völlig den Vorstellungen, die man bekommt, wenn man das Cover sieht – eine leichte, sonnige Geschichte, absolut passend als Sommerlektüre, warm und voller Lebensfreude.

Der Einstieg mag für den Lesen ein bisschen zäh sein – sehr ausführliche Beschreibungen der Orte, an denen Anna (zweite weibliche Hauptfigur) Florenz erkundet, verlangsamen die Geschichte, was ich für den Anfang ein wenig unglücklich fand. Diese Bilder hätten mich nicht gestört, wenn sie etwas später aufgetaucht wären, wenn man bereits IN der Handlung ist und nicht mehr weg kann. Diese detailreichen Aufzeichnungen treten nach und nach zurück und erst nach mehreren Seiten zieht die Geschichte den Leser richtig in ihren Bann.

Was weiter kommt, ist eine filmreife Story, die immer spannender wird, dabei aber ihre Leichtigkeit (oder Luftigkeit?) nicht verliert. Die Figuren werden eine nach der anderen präsentiert, so lebendig und liebevoll, dass man sich fragt, wie kann man nur so lieb sein. Es gibt zwei „Ausgaben“ von Venus aus München, einen Apollon aus Florenz (Sandro), der alle Frauen verrückt macht, seinen sehr sympathischen Bruder, der allerdings immer im Schatten bleibt (was ihn nicht weniger interessant macht). Und dann noch einige Nebenfiguren, die in die Geschichte ein bisschen Humor mitbringen – eine treue Apotheken-Umschau-Leserin, die für herrliche Schmunzelmomente sorgt, ein mit Zitaten sprechender Nachbar (die Zitate sind übrigens richtig toll ausgewählt!) und ein Krokodil (dazu schreibe ich nichts – das muss man einfach selbst lesen :-)  ).

Das alles erscheint in einem Schleier aus allen möglichen Düften, die die Atmosphäre der Orte erlebbar machen (vorausgesetzt: man kennt sich etwas in diesen Düften aus). Dazu kommen detailreiche Beschreibungen und zahlreiche Namen der Plätze, die man bei Interesse googeln kann. Als ein alternativer literarischer Reiseführer für Florenz kann man das Buch wirklich benutzen.

„Die Galerie der Düfte“ hat eine Duftspur in meinem Gedächtnis hinterlassen. Und ähnlich wie „Die Sehnsucht auf blauem Papier“ schenkte mir der zweite Roman ein paar Gedanken, die mich lange nach dem Lesen verfolgen. So wie zum Beispiel mein Lieblingssatz aus diesem Roman: „Manchmal muss man einen Traum loslassen, um Platz für einen neuen zu machen.“ Wieviel Realität in diesem Gedanken steckt, kann jeder Leser für sich herausfinden, aber allein für die Idee möchte ich Julia Fischer herzlich danken!

Und schon wieder warte ich… Auf den dritten Roman meiner Lieblingsschriftstellerin – „Die Fäden des Glücks“. Was mich wohl bei diesem Roman erwartet?..

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Tags: duft, florenz, liebe, münchen, sommer   (5)
 

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89 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 55 Rezensionen

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Sein blutiges Projekt

Graeme Macrae Burnet , Claudia Feldmann
Fester Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Europa Verlag , 08.02.2017
ISBN 9783958900554
Genre: Historische Romane

Rezension:

Dieser Thriller ist etwas ganz besonderes, was ich bisher nicht kannte. Darin wird die Geschichte eines Mörders erzählt, wobei diese aus verschiedenen Perspektiven dargestellt wird: durch die Zeugenaussagen, medizinische Gutachten und Protokolle einer psychologischen Untersuchung, aber auch aus der Perspektive des Mörders.
Von Anfang an stellte ich fest, dass dieses Bcuh einfach besonders ist - die Stimmung wird vom Autor wunderbar in Worte gefasst bzw. durch seine Worte geschaffen, die Sprache erweckt den Eindruck, man lese einen Klassiker der Weltliteratur. Anfangs war die Geschichte für mich ein wenig zu langwierig, zu detailliert und ich konnte es kaum erwarten, bis es zum eigentlichen Verbrechen von Rody kommt. Man bekommt eine sehr ausführliche Vorgeschichte, erzählt durch den Täter, und dann passiert alles so schnell, auf 2 Seiten, dass der Leser einfach verblüfft ist von der Intensität...
Sehr interessant fand ich die Analysen des kriminologischen Antropologen, der seine Schlüsse zieht, ohne auf solches wichtige Dokument, wie die schriftlichen Ausführungen des Täters zum Fall zu beachten. Ohne diese zu lesen, schreibt er: "Ich zweifle keine Sekunde daran, dass die Seiten /.../ lediglich wirres, sinnloses Gefasel enthielten..."
Eine faszinierende Geschichte!

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253 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 124 Rezensionen

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Minus 18 Grad

Stefan Ahnhem , Katrin Frey
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 02.01.2017
ISBN 9783471351246
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"In Helsingborg an der schwedischen Westküste wird ein Auto aus dem Hafenbecken geborgen. Eigentlich wäre der Fall klar: ein Unfall. Doch bei der Obduktion stellt sich heraus, dass der Fahrer schon lange tot war, als das Auto ins Wasser stürzte. Kommissar Fabian Risk und seine Kollegen untersuchen den mysteriösen Todesfall. Jemand glaubt, den Toten erst letzte Woche gesehen zu haben. Wie ist das möglich? Risk hat einen Verdacht, aber der ist so absurd, dass er ihn zunächst selbst nicht glauben will. Die Indizien lassen nur einen Schluss zu - es handelt sich um einen Mörder, der das Leben seiner Opfer komplett übernimmt. Er tötet sie, kleidet sich wie sie, spricht wie sie. Nur durch Zufall ist die Polizei jetzt auf seine Spur gekommen. Der Tote im Hafenbecken war nicht sein erstes Opfer, und noch lange nicht sein letztes ..."

Wenn man diesen Klappentext liest, hat man schon ziemlich große Erwartungen - das Ganze klingt sehr spannend. Aber dass der Roman SO SPANNEND sein kann, hätte ich nicht gedacht!
Ich muss gestehen, der Anfang war für mich kompliziert. Vor allem dadurch, dass auf den ersten 50 Seiten über 20 Figuren eingeführt wurden. So viele Namen, die man sich merken muss, um der Geschichte (bzw. den Geschichten) zu folgen - das hat bei mir gedauert. Aber dann ging es richtig los. Eine nach der anderen wurden neue Wendungen eingebaut. Die Erkenntnisse der Ermittler waren mal verblüffend, mal schockierend und immer wieder atemberaubend. Welche Geschichte sich der Autor mit dem Identitäten-Diebstahl ausgedacht hatte - das ist bemerkenswert, war für mich neu und sehr unheimlich.
Die Sprache des Autors unterstützt den spannenden Aufbau auf allen Etappen. Das Buch liest sich sehr leicht (sobald man mit den zahlreichen Namen zurechtkommt) und es macht sehr viel Spaß!
Eine besondere Stelle im ganzen Buch waren für mich die Seiten 509-510. So viel Brutalität, so viel nackte Gewalt habe ich noch nie in Büchern gelesen. Ich war total entsetzt von dieser Szene, zumal sie unheimlich realistisch wirkt, zumindest auf mich.
Im großen Ganzen ist "Minus 18 Grad" ab sofort mein absoter Favorit in der Kategorie "Kriminalroman". Von Stefan Ahnhem will ich nun noch mehr!

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Tags: kriminalroman, spannung   (2)
 

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41 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

auseinandersetzungen, eltern, eltern haften an ihren kindern, erziehung, helikoptereltern, humorvoll, kabarettist, kein ratgeber, kinder, leben mit kindern, persiflage, selbstanalyse, zingsheim, zw, zwänge

Eltern haften an ihren Kindern

Martin Zingsheim
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 02.12.2016
ISBN 9783548376585
Genre: Humor

Rezension:

Als ich den Cover gesehen hatte, war ich sehr gespannt auf das Buch. Ich erwartete ein Buch voller Humor und das zu einem nicht einfachen Thema, Kindererziehung. Der Vater von drei Kindern beschreibt, wie er mit dieser Aufgabe zurechtkommt, wie verblüfft man manchmal dabei ist (z.B. wenn Kinder ganz einfache Fragen stellen, die man aber nicht erwartet) und wie viel Spaß man auf dieser Entdeckungsreise durch Kinderpsychologie hat.
Ich fand das Buch zwar unterhaltsam, aber weniger beeindruckend als ich es erwartete. Ein bisschen gestört haben mich etwas abschweifende Überlegungen zu verschiedensten Themen, die natürlich etwas mit dem Thema Erziehung zu tun haben, viel besser aber in ein anderes Buch gepasst hätten. So hat mich das Buch leider nicht völlig in seinen Bann gezogen.

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Tags: humorvoll   (1)
 

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111 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 62 Rezensionen

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Nenne drei Hochkulturen: Römer, Ägypter, Imker

Lena Greiner , Carola Padtberg
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 18.11.2016
ISBN 9783548376653
Genre: Humor

Rezension:

Ich bin seit 3 Jahren Lehrer, allerdings im Bereich Erwachsenenbildung. Und ich muss sagen - die Erwachsenen machen nicht weniger lustige Fehler, Versprecher oder Ausreden, sodass sie sich nicht selten mit den Protagonisten dieses Buches vergleichen lassen.
Ich lese sehr gerne solche witzigen Geschichten, vor allem wenn ich abends unterwegs nach Hause bin, im Zug. Da kann man sich entspannen und ein bisschen schmunzeln.
Das Buch von den beiden Autorinnen verspricht Lachanfälle bis Schmerzen im Bauch. Das hatte ich leider nicht, aber geschmunzelt habe ich schon. Ich denke, die meisten Antworten, die die Schüler gegeben hatten, waren gar nicht ernst gemeint. Für mich sahen sie eher wie Versuche aus, eigenes Unwissen nicht so dramatisch aussehen zu lassen, sondern daraus etwas Lustiges zu lachen. Man nimmt dann die Situation nicht so ernst, wenn man darüber lachen kann. Das kenne ich sowohl aus meiner Schul- und Studiumzeit, als auch aus meiner heutigen Praxis. Was das über den Stand der Bildung der deutschen Schüler aussagen kann, würde ich an dieser Stelle nicht bewerten.
Im großen Ganzen ist "Nenne drei Hochkulturen...." eine unterhaltsame Lektüre, mit der sich die Zeit angenehm vertreiben lässt.

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Tags: humorvoll   (1)
 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

liebe, perfekt, romantisch

Cupido Darts - Sein perfekter Mann

El Sada
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Cupido Books, 01.10.2015
ISBN 9783944490465
Genre: Romane

Rezension:

„Sein perfekter Mann“ ist eine schöne Geschichte zum entspannten Lesen an einem kalten Herbsttag, am besten unter einer Kuscheldecke. So habe ich das Buch größtenteils gelesen. Die Kuscheldecke wird hier nicht umsonst erwähnt – der Schreibstil von El Sada löste in mir das gleiche Gefühl aus – das Gefühl der Wärme und der Liebe, die sie zu ihren Figuren empfindet und dem Leser rüberzubringen versucht. Dabei schafft sie 2 durchaus perfekte Figuren, die so gut wie keine negativen Eigenschaften haben, die unglaublich schön sind und… einfach perfekt, wie es der Titel schon verspricht.

Für eine Geschichte (bzw. Novelle) ist „Sein perfekter Mann“ schon ziemlich umfangreich – daraus hätte ein guter Roman werden können, zumal es darin einige Linien für potentielle Weiterentwicklung gibt. Oder lässt die Autorin ihre Helden in einem zweiten Buch weiterleben?

Die Handlung fand ich sehr spannend, nicht gleich vorhersehbar und, was ich schön fand, lebendig und nicht ausgestopft mit den Klischees, die für viele Bücher dieses Genres typisch sind. Die erotischen Szenen sind eben erotisch und nicht pornografisch und sind auf den richtigen Stellen eingebaut. Sodass es Sex dann gibt, wenn die Handlung es vorbereitet, und nicht nach allen paar Seiten, nur damit der Leser heiß bleibt. Übrigens, die nicht so zahlreichen erotischen Szenen sind mehr als heiß. Die Autorin hat versucht, den perfekten Sex der perfekten Männer in Worte zu fassen. Wie gut es ihr gelungen ist, kann jeder für sich entscheiden. Ich fand es gut!

„Sein perfekter Mann“ wurde für mich nicht zum perfekten Roman bzw. zur perfekten Geschichte. Ein bisschen mehr Tiefgang in die Gefühlswelt der Helden (was an einigen Stellen sehr gelungen umgesetzt wurde) hätte ich mir schon gewünscht. Ebenso wie Figuren, die menschlich sind, authentisch, nicht so super PERFEKT in jeder Hinsicht wie Matt und Dylan (auch wenn der Titel das erwarten lässt). Das sind die einzigen Punkte, die mich daran hindern, „Sein perfekter Mann“ als ein absolut lesenswertes Buch zu bezeichnen.

Und noch ein Vorwurf in die Richtung des Verlags – die Schriftgröße in der Printausgabe ist so klein, dass das Lesen manchmal recht anstrengend wird.

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Tags: liebe, perfekt, romantisch   (3)
 

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237 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 101 Rezensionen

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Sieben minus eins

Arne Dahl , Kerstin Schöps
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2016
ISBN 9783492057707
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit „Sieben minus eins“ beginnt der schwedische Autor Arne Dahl eine Krimiserie, die viel Spannung verspricht. Das erste Buch präsentiert dem Leser die beiden Hauptfiguren der Reihe – den Kriminalkommissar Sam Berger und Molly Blog, die bei einem Geheimdienst arbeitet. Beide sind auf den Spuren eines Serienmörders. Wer der Mörder sein könnte – darüber habe ich mehrere Hypothesen gestellt und keine davon hat sich gehalten. Unter Verdacht standen bei mir unter anderem die beiden Hauptfiguren. Und sobald meine Erwartungen und Vermutungen sich wenigstens ein bisschen Grund fanden, warf der Autor eine unerwartete Wendung (davon gibt es im Buch sehr viele, allerdings wirken einige davon ziemlich konstruiert und unglaubwürdig). Sie jagen die Spannung hoch und verwirren zugleich. Alles, was man annimmt, wird über den Bord geworfen. Und am Ende steht man vor dem nächsten Rätsel, das eventuell im zweiten oder gar im letzten Buch der Reihe gelöst wird. 

Der Schreibstil des Autors fand ich anfangs ziemlich anspruchsvoll und nicht wirklich ansprechend. Ich habe Zeit gebraucht, um mich einzulesen, um die Spannung auf mich wirken zu lassen, um sie überhaupt zu finden. Auf den ersten 40-50 Seiten dachte ich mehrmals, ob ich das Buch doch in die Seite legen soll. Aber danach ging es einigermaßen spannender. Es gab zwischendurch immer wieder Stellen, bei denen ich umblättern wollte und einige Absätze habe ich tatsächlich weggelassen (Dialoge zwischen Sam und seinem Chef als Beispiel). Dafür gab es aber auch einige Höhepunkte, psychologisch raffiniert und sprachlich gut realisiert. Wer sich am Ende als der gesuchte Täter entpuppte, war für mich ein bisschen enttäuschend – einige andere Figuren hätten für diese Rolle besser gepasst, wären für mich interessanter. Und die beiden Hauptfiguren – die haben mich leider nicht überzeugt und ich glaube nicht, dass ich das zweite Buch aus der Serie lesen werde.

Fazit: im großen Ganzen war das Buch für mich spannend genug, um es zu Ende zu lesen, aber danach hatte ich nicht das Gefühl, das sich das Lesen wirklich gelohnt hat.

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Lügenmauer

Barbara Bierach
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.07.2016
ISBN 9783548613062
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der wichtigste Punkt, warum ich auf dieses Buch aufmerksam geworden bin, ist der Schauplatz, Irland. Ein Land, das bei mir wie bei vielen anderen Laien mit grünen Wiesen, Felsen am Meer, Wellen am Strand, geheimnisvollen Wesen und Ruhe assoziiert wird. Ich war sehr neugierig darauf, wie Irland in einem Krimi präsentiert werden kann. Und fand nicht nur das, was ich lesen wollte, sondern auch eine tolle spannende Geschichte.
Der Anfang, das erste Kapitel, erinnerte mich an einen historischen Roman. Irgendwie hatte ich das Gefühl, die Geschichte, die beschrieben wird, passiert nicht in den 1960-er Jahren, sondern im Mittelalter. Aber irgendwann hatte ich dann die Vorstellung, dass das Leben in abgelegenen Orten Irlands schon etwas Mittelalterliches an sich hat.
Die nächsten Kapitel brachten mich zurück in die Gegenwart. Was ich schön fand, - im Laufe des Romans entwickeln sich parallel 3 Geschichten, die am Ende vereint werden. Wie die Autorin das geschafft hat, wie sie die Übergänge aufgebaut hat, fand ich sehr gut. Die Geschichte bleibt größtenteils spannend. Nur in der Mitte passierte irgendwie lange Zeit nichts – was ich allerdings nicht schlimm fand, denn da konnte man sich besser in die Stimmung der Ermittlerin hineinversetzen, die lange Zeit keine Theorien hatte und selbst wenn, kam sie keinen Schritt weiter.
Die Sprache des Romans fand ich sehr gut, der Schreibstil sehr angenehm, fließend und leserfreundlich. Die zahlreichen Aufzeichnungen der irländischen Landschaften, der einfachen Leute und ihrer Lebensweise waren für mich besonders wertvoll. Einfach schön zu lesen!
Insgesamt ein lesenswertes Buch, das ich in ein paar Wochen sicherlich noch einmal lesen werde, einfach um noch ein Mal die Stimmungen zu erleben, die im Buch herrschen, und um noch ein Mal die Beschreibungen Irlands zu genießen.

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Tags: irland, krimi, spannend   (3)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

enttäuschung

Busfahren ist menschlich

Matthias Knierim
Flexibler Einband: 140 Seiten
Erschienen bei Fischer, R. G., 01.12.2012
ISBN 9783830115670
Genre: Humor

Rezension:

Dieses Buch habe ich einem Freund von mir geschenkt, der zufälligerweise Busfahrer ist. Er erzählte mir schon einige lustige Geschichten aus seinem Berufsalltag und ich dachte, wenn es schon mal dieses Buch gibt, das hier als humorvoll gepriesen wird, dann wäre das vielleicht ein schönes Geschenk. Für die Pausenzeiten.

Als ich einige Tage später danach fragte, sprach mein Bekannter von seiner Enttäuschung und lies mich das Buch lesen. Das erste Kapitel war noch ganz okay, aber was danach folgte, fand ich weder realistisch, noch unterhaltsam. Humorvoll – vielleicht, aber nicht für mich.

Der Autor war selbst Busfahrer und alles was er hätte machen müssen, um ein tolles Buch zu schreiben, wäre nur eigene Erlebnisse aufzuschreiben. Was hier gemacht wurde, hat mich enttäuscht. Es werden Geschichten erfunden, nach denen man denkt, ob das wirklich so gedacht war oder ob die Fantasie ein bisschen krankhaft ist. Seltsam. Geschichte mit den Möhren…  Linienbus als Laden auf den Rädern… Irgendwann war mir das alles ehrlich gesagt zu doof und ich klappte das Buch zu.

Ich bin sehr enttäuscht!

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197 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 64 Rezensionen

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Silent Scream – Wie lange kannst du schweigen?

Angela Marsons , Elvira Willems
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2016
ISBN 9783492060349
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Geheimnis, das  die Eingeweihten das Leben kosten kann, - ist das nicht ein spannender Anfang eines Kriminalromans? Genau so beginnt „Silent scream“. Und schon in den ersten Kapiteln sterben die ersten Zeugen einer schrecklichen Tat. Das, was am Anfang vielleicht ein bisschen trivial klingt, entwickelt sich weiterhin zu einer sehr spannenden Geschichte, die den Leser bis zum Ende in ihrem Bann hält, ihm immer wieder neue überraschende Wendungen zuwirft und keine Chance gibt, das Buch wegzulegen.

Die Art, wie die Spannung vom Kapitel zum Kapitel aufrechterhalten wird, finde ich klasse. Es wird nicht zu viel verraten, sodass man ziemlich lange in der Unwissenheit bleibt, wer der Mörder sein könnte und was für Geheimnisse stehen hinter der Geschichte. Selbst wenn es zum Ende scheint, alles wäre geklärt, kommt noch eine Wendung dazu. Und die ist meiner Meinung nach richtig gut!

Wenn man diesen Kriminalroman liest, kann man sich kaum vorstellen, dass es sich dabei um ein Debüt handelt. Alles wirkt bis ins Detail durchdacht, die Stimmung hält im Laufe der ganzen Geschichte, die Figuren treten lebendig hervor und man hat kein einziges Mal das Gefühl, etwas wäre übertrieben, nicht realistisch, „an den Haaren herbeigezogen“.

Die Sprache fand ich sehr unterhaltsam. Sie unterstützt das Tempo, das die Handlung erfordert, malt Bilder im Kopf des Lesers, ermöglicht volles Eintauchen in die Geschichte. Das einzige, was mich ein wenig gestört hat, war das Wortpaar „verdrehte die Augen“. Es kommt gefühlt auf jeder Seite vor und manchmal dachte ich mir „Hätte man das nicht anders schreiben können? Wieso immer nur die Augen verdrehen?“  So musste ich jedes Mal, wenn ich das las, tatsächlich die Augen verdrehen.

Es ist für mich überhaupt keine Frage, ob ich dieses Buch weiterempfehlen würde. Und ich weiß schon ganz genau, was meine 2 Freunde, die gerne Krimis lesen, zum nächsten Geburtstag / Fest o.Ä. geschenkt bekommen. Und ich warte in der Zwischenzeit auf mögliche Fortsetzung der Geschichte von Kim – die Detective hat mich stark beeindruckt!

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

akzeptanz, biografie, conchitawurst, conchita wurst, crazy hors, eurovision, eurovision song contest, life ball, mode, model, toleranz

Ich, Conchita. Meine Geschichte

Conchita Wurst
Fester Einband: 180 Seiten
Erschienen bei Langen-Müller, 27.02.2015
ISBN 9783784433752
Genre: Biografien

Rezension:

Als ich vor 3 Jahren zum ersten Mal einen Auftritt von Conchita Wurst gesehen hatte, konnte ich mir nicht vorstellen, dass mein Interesse für diese Figur so hoch steigt, dass ich sie fast lieben werde. Oder besser: ohne „fast“. Damals fand ich das alles sehr skurril und ihre Interpretation von „My heart will go on“ (das wohl bekannteste Lied meiner Lieblingssängerin Celine Dion) hat mich keineswegs berührt. Doch dann kam „Rise like a Phoenix“, und noch bevor Conchita mit diesem Lied ESC-Zuschauer eroberte, wusste ich, dass es der Anfang einer neuen Liebesgeschichte war.

Die letzten Jahre beobachtete ich, wie sich Conchita entwickelte. Mich faszinierte, wie sie mit dem Publikum umgeht. All die Geschichten rund um die Mode, die sehr oft überrepräsentiert werden, waren für mich uninteressant, dafür aber das, was die bärtige Frau sagte. Als ihre (Auto-)Biografie erschien, landete sie auf meiner Wunschliste und nun ist sie gelesen.

Erst mal zur optischen Gestaltung. Knapp 70 Seiten mit den Bildern, die den Aufstieg der österreichischen Künstlerin zum Star zeigen, habe ich mir gerne angeschaut. Es sind schöne Bilder. Da ich aber kein echter Fan bin, hat mir das einmalige Betrachten der Fotos gereicht. Schön! Aber mich interessierte von Anfang an der Inhalt, was Conchita schrieb und wie. Denn ihre Reden während der Konzerte oder bei anderen Auftritten, die man auf youtube finden kann, fand ich hörenswert. Die Art, wie sie spricht, wie sie ihre Gedanken in Worte fasst, und natürlich was sie spricht. Aber als ich das Buch las, hatte ich das Gefühl, hier stimmte irgendwas nicht. Das klang nicht ganz nach Conchita, die ich kannte. Und der Blick auf die Seite 1 zeigte mir eine mögliche Erklärung: Das Buch wurde vom deutschen Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur Daniel Oliver Bachmann aufgeschrieben und erzählt. Also ist das für mich eher eine Biografie, statt Autobiografie. Ich weiß nicht, wie viel von dem, was man im Buch liest, tatsächlich von Conchita bzw. Thomas Neuwirth stammt und was dem Schriftsteller Bachmann gehört. Aber ich hatte nicht das Gefühl, ein Buch von Conchita zu lesen.

Ich habe die Biografie (etwa 110 Seiten Text) in ein paar Tagen verschlungen, aber das Gefühl danach war nicht die Begeisterung, die ich erwartete. Ich fand darin so gut wie nichts, was ich nicht mittlerweile aus der Presse oder dem Internet wusste. Ohne ein Riesenfan zu sein. Das Buch blieb für mich weniger persönlich oder intim, als die meisten Leser in ihren Rezensionen loben. Oder waren meine Erwartungen viel zu groß? Auch der ganz besondere Humor von Conchita, den ich von ihren Live-Auftritten kannte, vor allem wie sie das sprachlich umhüllt, fand ich im Buch leider nicht. Und gerade das ließ mich denken, dass der sprachliche Einfluss des Schriftstellers hier größer war als die ursprüngliche faszinierende Art der Künstlerin. Der Charme ging beim Aufschreiben irgendwie verloren.

Insgesamt ist es ein gutes Buch, ohne Zweifel lesenswert für Fans und Nicht-Fans, aber ein bisschen mehr Conchita, ein bisschen mehr Authentizität hätte ich mir hier schon gewünscht.

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

brida süß, historisch, historischer roman, piraten, piratin, piratinnen, schweiz, zürcher see, zürichsee

Piratinnen

Piero Schäfer
Fester Einband: 294 Seiten
Erschienen bei novum premium ein Imprint von novum publishing , 22.06.2015
ISBN 9783903067011
Genre: Romane

Rezension:

Das erste, was mir bei diesem Buch aufgefallen war, war das Cover. Ich habe selten historische Romane mit so schön gestaltetem Hardcover gesehen! Allein das Buch in den Händen zu halten, das Bild zu betrachten (tolle Farben!) war für mich ein schönes Gefühl. Und mein erster Gedanke war: Bitte möge dieses Buch genauso schön sein wie das Cover. Irgendwie ist das nicht selten so, dass ein sehr gutes Buch ein unauffälliges Cover hat und hinter wunderschön gestalteten Covers eine langweilige Geschichte steckt.

Leider waren meine Erwartungen wohl zu hoch. Als ich anfing zu lesen, merkte ich sehr schnell, dass ich kaum vorankam. Vor allem die Sprache hat mich am Lesen gehindert. Die Ausdrucksweise, der Wortschatz. Es ist schon klar, dass man in historischen Romanen versucht, die Sprache der Zeit anzupassen, aber hier hat der Autor ein wenig übertrieben. Vielleicht liegt es daran, dass Deutsch nicht meine Muttersprache ist, aber manchmal war ich tatsächlich überfordert mit Wörtern und Ausdrucken wie „rüpelhafte Rempelei“, „schlaksig“, „Büttel“, „jovial“, „renitent“, „maliziös“, „schnöde“ usw. Da musste ich immer wieder nach dem Wörterbuch greifen, um zu verstehen, worum es geht. Ein bisschen anstrengend war das schon, denn dieser schwere Wortschatz machte das Lesen alles andere als flüssig. Schön allerdings ist, dass einige historische Begriffe im Text hervorgehoben und im Glossar am Ende des Buches definiert sind.

Die Hauptgeschichte fand ich toll. Es gab immer wieder Spannung, die der Autor immer wieder meisterhaft ruinierte mit Sätzen wie „Er wusste nicht, dass sie sich nie wiedersehen“ oder so ähnlich – und das so gut wie am Ende jedes Kapitels. Irgendwann nervte mich das ein wenig und ich lies die letzten Absätze in den Kapiteln ungelesen. Ich kann mir schon denken, dass mit diesen Absätzen die Übergänge in die nächsten Abschnitte sowie die Erwartungen des Lesers geschaffen werden sollten, aber mich störte das unheimlich. Ich mag lieber selbst im Laufe der Geschichte entscheiden, ob ich das eine oder das andere Treffen als schicksalhaft interpretieren kann und ich kann auch selbst erkennen, ob die Figuren sich wieder sehen oder nicht. Ich muss nicht am Anfang des Buches wissen oder ahnen, was weiter passiert…  Das war der größte Nachteil dieses Romans.

Zurück zur Geschichte – ich fand den Gedanken, am Zürcher See hätten Piratinnen gelebt, sehr interessant. Ich war zwar noch nie dort und kann mir schwer vorstellen, ob der See wirklich so groß ist, dass die Piratinnen dort hätten jahrelang unbestraft rauben können, aber warum nicht? Ich dachte nur, am Bodensee hätte das vielleicht noch besser funktioniert, weil der See um einiges größer ist.

Interessant fand ich auch die Klostergeschichten. Nur ein bisschen schade für mich war, dass ich keinen direkten Zusammenhang zwischen den Neugeborenen im Klosterbrunnen und der späteren Piratin Anne sah. Ich dachte: Warum ließ der Autor diese grausamen Geschichten nicht abspielen, während Anne dort, im Kloster war? Sonst wirkt das wie 2 voneinander unabhängige Geschichten.

Die Figuren fand ich interessant und relativ gut ausgearbeitet. Aber auch hier habe ich was zu „meckern“ – ich fand, es gibt in der Geschichte SEHR viele Figuren, die bei Namen genannt werden und so gut wie keine Rolle in der Geschichte spielen. Der Autor überfordert die Leser mit den Namen unbedeutender Figuren. Wozu?...

Insgesamt ein gutes Buch, nur das Cover ist etwas besser gelungen…

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Tags: historischer roman, piratinnen, zürcher see   (3)
 

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Das Mädchen Anne Frank

Melissa Müller
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.04.2013
ISBN 9783596189021
Genre: Sachbücher

Rezension:

Vorab muss ich schreiben, dass ich in Kasachstan geboren und erwachsen bin, hatte also eine andere Schulbildung, in der die Themen wie Nationalsozialismus und Judenverfolgung nicht so intensiv erarbeitet werden wie es in Deutschland der Fall ist. Daher wusste ich nichts über Anne Frank, bis ich nach Deutschland kam. Irgendwann las ich den Namen dieses Mädchens in einem Deutschbuch, aber warum es so bekannt ist, konnte ich nicht nachvollziehen.

Erst vor einem Jahr hatte ich ein paar Auszüge aus dem Tagebuch der Anne Frank gelesen und seitdem interessiere ich mich für dieses Thema. Und nun erhielt ich vor einigen Monaten diese Biographie als Geschenk. An dem Tag begann für mich die Entdeckung der Seiten der deutschen Geschichte, die ich bisher eher nicht so gut kannte.

Schon das Vorwort zu „Das Mädchen Anne Frank“ fand ich klasse. Von den ersten Worten wunderte ich mich über die Leidenschaft, mit der sich die Autorin ihrer Arbeit gewidmet hatte, über ihre Hingabe, die Gründlichkeit, mit der sie sich mit dem Thema befasst.

Das Lesen der Biografie war höchst spannend und lehrreich. Ich konnte nicht nur die Geschichte eines Mädchens lesen, sondern auch viele Details über die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Hintergründe der Judenverfolgung in Deutschland und anderen europäischen Ländern.

Sehr ausführlich sind im Buch die familiären Beziehungen dargestellt, die Lebensläufe vieler Verwandten der Anne Frank werden erfasst. Einerseits ist das sehr interessant, denn jede dieser Figuren erweitert die Geschichte und präsentiert neue Aspekte der Zeit des Nationalsozialismus. Andererseits war ich an manchen Stellen überfordert mit den zahlreichen Namen von Familienmietgliedern, Geschäftspartnern, Freunden usw. So war es am Anfang des Buchs besonders schwer, den Überblick nicht zu verlieren, und das noch bevor die Lebensgeschichte von Anne Frank selbst beginnt. Noch schwerer wurde es, als die Autorin auf mehreren Seiten die Geschichte der Firmen schilderte, die Otto Frank gehörten. Die Zahlreichen Details sind vielleicht für besonders interessierte Leser von Bedeutung, ich musste diese Seiten aber umblättern, weil mich nicht die Geschichte von Opekta sondern von den Menschen interessierte.

Ein bisschen verwirrend waren für mich einige Zeitsprünge – es wurde beispielsweise eine Linie ausgearbeitet, „Biografie einer Nebenfigur“, zeitlich verfolgt bis in die Jahre 1938-39 und dann brach diese Linie ab, um den Leser zurück ins Jahr 1933 zu führen und eine andere Erzählperspektive einzunehmen.

Alles andere fand ich in dieser Biografie wunderbar! Sehr gut sind im Text Passagen aus dem Tagebuch von Anne Frank eingebaut, sodass man die Vorstellung von der Tiefe der Gedanken im Tagebuch des Mädchens erkennen kann, ohne es gelesen zu haben.

Die Biografie beschäftigte mich noch Wochen, nachdem ich mit dem Lesen fertig war. Auf dem Weg zu meiner Arbeit laufe ich jeden Tag eine Straße entlang, in dem früher sehr viele Juden wohnten. Und jedes Mal dachte ich daran, ob es hinter einem der Häuser in dieser Straße auch so ein Hinterhaus existiert(e), wie erlebten die Menschen in dieser Straße die Zeit des Nationalsozialismus und ob sie sie überlebten. Was passierte mit diesen Menschen damals und was ist von ihnen heute geblieben? Ob vielleicht irgendwo in einem dieser Häuser auch jemand ein Tagebuch geschrieben hatte, das genauso viel Schmerz und Frust enthält, wie das Tagebuch der Anne Frank. Ich finde, das ist ein wichtiger „Verdienst“ von Melissa Müller, die mit ihrem Buch, mit ihrer wissenschaftlich gestalteten, sehr aufwendig recherchierten Biografie nicht nur einen Teil der deutschen und Weltgeschichte solchen Menschen wie mir näher bringt, sondern auch zum Nachdenken bewegt, mit Worten und Bildern, die den Leser noch lange begleiten.

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Tags: anne frank, biografie, geschichte, judenverfolgung   (4)
 

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ägypten, diktatur, dystopie, faszinierend, flucht, flüchten, glauben, guter mensch, hazem ilmi, hochzeit, humorvoll, islam, religion, unterdrückung, zukunft

Die 33. Hochzeit der Donia Nour

Hazem Ilmi , Matthias Frings
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Blumenbar, 18.04.2016
ISBN 9783351050276
Genre: Romane

Rezension:

Ich bin kein Fan von Fantasy, fantastischer Literatur und von Büchern, in denen die Handlung zu sehr von der Realität abweicht. Deswegen war ich ein bisschen skeptisch, als ich zum ersten Mal den Klappentext zu „Die 33. Hochzeit der Donia Nour“ las. Eine Zukunftsvision. Dieses Wort stieß mich ein wenig ab, aber die Geschichte, die dahinter steckt, vor allem ihre Aktualität, Anspielungen an die heutigen Geschehnisse in der islamischen Welt, machten mich neugierig.

Ich war sehr schnell hineingezogen in die Handlung. Denn es geht im Buch zwar um eine Zukunftsvision, aber sie ist so überzeugend und glaubwürdig dargestellt, dass man einfach daran glaubt, als existiere dieses Ägypten 2.0 tatsächlich. Mit all seinen „Errungenschaften“ wie den Sittenwächtern (fliegende Roboter, die auf die Ordnung und die Befolgung der Regeln der Neo-Scharia aufpassen sollen), Gebetkabinen, magischen Rosenkränzen, die die  guten Taten zählen und vielem mehr. Der Glaube der Menschen scheint grenzenlos zu sein, ihre Unterwürfigkeit, die vom Koran vorgeschrieben wird, verstärken bestrafende Maßnahmen wie die Verbannung in die Quarantäne für verlorene Seelen. Die Gedanken der Menschen werden zusätzlich gelenkt durch das Ministerium für das Sleepvertising, das Botschaften direkt in die Gehirne senden kann. Öffentliche Predigten, denen man sich beim besten Willen nicht entziehen kann. Und der Umgang mit den kulturellen Schätzen des Altertums. Das alles hat mich zutiefst beeindruckt und zum Nachdenken über aktuelle Geschehnisse in den islamischen Ländern und der ganzen Welt gebracht.

Trotz der massiven Propaganda der islamischen Diktatur gibt es in Ägypten von 2048 Menschen, die sich ein anderes Leben wünschen, wie die Hauptfigur Donia Nour. Sie verkauft ihren Körper und „regenerierbare“ Jungfräulichkeit für das Gold, das ihr eine Flucht mit einem Boot sichern könnte. Doch kurz vor dem Ziel geht alles schief. Die Spannung wird hier von dem Autor ins Unermessliche gesteigert, sodass ich persönlich mit der Heldin mitgefiebert hatte, die Angst verspürte und die Enttäuschung, die Ausweglosigkeit, die sie spürte. Faszinierend!

Insgesamt fand ich das Buch sehr mutig geschrieben, sehr kritisch (was Islam betrifft), fast zerschmetternd und zugleich humorvoll. Und wie bereits erwähnt, regt das Buch zum Nachdenken an – was kann man sich von einem Werk sonst wünschen?

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Tags: ägypten, faszinierend, humorvoll, islam, neo-scharia, zukunft   (6)
 
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