Daphne1962

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

wien, cheng, krimi, mord, österreich

Batmans Schönheit

Heinrich Steinfest
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.01.2010
ISBN 9783492257640
Genre: Krimi und Thriller

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

hörbuch, roman

Nussschale

Ian McEwan , Bernhard Robben , Wanja Mues
Audio CD
Erschienen bei Diogenes, 26.10.2016
ISBN 9783257803761
Genre: Romane

Rezension:


Am Anfang war ich ein wenig irritiert. Da spricht ein Baby aus dem Bauch der Mutter. So langsam erschließt sich dann, was es mit dem noch nicht geborenen auf sich hat. Eine doch recht geniale Idee hat der Autor da gehabt.

Dieser noch ungeborene Junge erzählt die Geschichte seiner Eltern, die derzeit  getrennt leben. Der ungeborene Junge ist verwirrt. Da ist seine schöne Mutter  Trudy (im 9. Monat hochschwanger), die mit ihrem Liebhaber zusammen lebt, der auch gleichzeitig sein leiblicher Onkel Claude ist, dann ist da sein Vater, der sich der Lyrik verschrien hat und an der Uni unterrichtet. Aber doch recht erfolglos bisher blieb. 

Das Haus, in dem sie leben ist ein altes und heruntergekommenes im besten Londoner  Viertel, auf mehrere Millionen Pfund geschätzt. Was den Jungen aber völlig  verunsichert ist die Tatsache, seine Mutter und Onkel planen den Vater zu töten. Sie wollen sich am Verkauf des Hauses bereichern und abhauen. Wie das Baby  aber schnell mitbekommt, er ist nicht in den Plan einbezogen. Panik verbreitet sich  bei ihm, da er den Vater nicht warnen kann. Allerdings kann er analysieren und  sich die Zukunft vorstellen, obwohl er noch nicht in dieser Welt hineingeboren ist. Aber er kann die Weinsorten bestimmen und bewerten, die seine Mutter zuhauf  trinkt. 

Ian McEwan hat hier zwar eine unglaubwürdige Geschichte kreiert, die aber dennoch  sehr unterhaltsam und spannend ist, denn das Baby ist der Ich-Erzähler und kann  auch die Gefühle der Mutter erahnen. Eine Zukunft mit Mutter im Gefängnis erscheint  ihm nicht erstrebenswert.

Wanja Mues erzählt die Geschichte hervorragend, man ist im Bauch der Mutter gefangen, man schaut aus seiner Perspektive auf das Geschehen. Ich wurde bestens unterhalten und fand die Idee hervorragend gut gemacht und erzählt. 

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172 Bibliotheken, 1 Leser, 5 Gruppen, 25 Rezensionen

sardinien, liebe, italien, familie, sehnsucht

Die Frau im Mond

Milena Agus ,
Buch: 135 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 13.08.2007
ISBN 9783455400779
Genre: Liebesromane

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

deutschsein, sexualität, kulturen, humor

Mit Kant-Zitaten zum Orgasmus

Moritz Netenjakob , Moritz Netenjakob
Audio CD
Erschienen bei Argon, 25.09.2014
ISBN 9783839813416
Genre: Comics

Rezension:


Mit Kant Zitaten zum Orgasmus von Moritz Netenjakob selbst gelesen

Als ich die Hörbuch-CD von Moritz Netenjakob in der Bibliothek entdeckte,  musste ich sie gleich ausleihen. Erinnerte ich mich doch an sehr amüsante  und intellektuelle Comedy, die den Alltag mal wieder in einem anderen  Licht erscheinen lassen. Vor allem ist es sehr abwechslungsreich mal so  den einen oder anderen Akzent der deutschen Bewohner zu erleben.

Alltagsbeobachtungen der verkrampften Deutschen sowie die pubertären  Ergüsse von Moritz unter der Knute seiner Akademiker-Eltern, als Nachbarin  dann Alice Schwarzer, sexuelle Rollenspiele eines Ehepaares und Hochzeitsreisen  in die Türkei. 

Die Geschichten sind nicht alle so amüsant, wie ich es mir gewünscht hätte. Bisher war  ich besseres von Moritz Netenjakob gewohnt. Wenn ich da an die Multiplen Orgasmen  denken, da konnte ich wenigstens Tränen lachen.

Was Moritz aber drauf hat ist das Stimmen imitieren. Sei es die Ruhrpottler mit DIN-Norm  Fimmel oder das Rollenspiel Ehepaar oder den intellektuellen Vater von Moritz.  Aber so wirklich vom Hocker hat es mich dieses Mal leider nicht gehauen

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65 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 32 Rezensionen

alter, sibirien, bäume, wald, freundschaft

Betrunkene Bäume

Ada Dorian
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein fünf, 24.02.2017
ISBN 9783961010011
Genre: Romane

Rezension:


"Bäume haben etwas Wesentliches gelernt: Nur wer einen festen
Stand hat und trotzdem beweglich ist, überlebt die starken Stürme."
(Anke Maggauer-Kirsche/Lyrikerin)

Allerdings sieht das bei den betrunkenen Bäume etwas anders aus. Sie sind eine Folge der Erderwärmung. Wo vorher gefrorener Boden war, dieser aber aufgeweicht wurde durch die Erwärmung verursacht durch Treibgase und anderen Umwelteinflüssen, haben diese
Bäume dort in ihrem Lebensraum keine Standfestigkeit mehr. Sie werden schief und krumm und schwanken wie betrunken.

Erich muss mit seinen über 80 Jahren erfahren, wie er so langsam seine  Unabhängigkeit verliert. Dabei braucht sein veritabler "Wald" ihn so dringend, dieser ist etwa wie sein "Kind" geworden um das man sich kümmern muss. In seiner Wohnung hat er ihn angelegt. Er liebt seinen Wald, ohne den Geruch  der Bäume kann er nicht schlafen. Das muss er aber vor seiner Tochter verheimlichen. Sonst steckt sie ihn in ein Heim. Seine Frau Dascha vermisst er sehr.

Katharina vermisst auch jemanden, ihren Vater, der zum Arbeiten nach Sibirien  geflüchtet ist. Ihr Familienleben ist auseinander gebrochen, er war ihr Halt. Sie haut von zu Hause ab, schwänzt die Schule und kriecht in einer leeren  Wohnung unter. Dort begegnet sie dem alten Erich, mit dem sie sich anfreundet  und ihm hilft in seiner immer größer werdenden Hilflosigkeit zurechtzukommen.

Erich war mal Forscher in jungen Jahren und hat eine Art Expedition in der Taiga unternommen. Ohne Wolodja, einem obdachlosen Überlebenskämpfer wäre er verloren gewesen. Wolodja kennt den riesigen Wald und die Einsamkeit, in der man dort verschwinden kann. 

Der Ullstein-Verlag hat, wie ich finde, ein kleines Juwel veröffentlicht. Bücher  brauchen nicht dick sein, auf 268 Seiten kann man sehr gut eine Geschichte  um Menschen, die sich normalerweise nie begegnet wären, erzählen.  Wenn der Leser genug Spielraum zum selbst denken bekommt und überlegen muss, was mal passiert ist, dann gibt einem die Autorin auch schon den nächsten  Gedankengang und man vervollständigt das noch fehlende Bild. Ich habe  mich sehr wohl gefühlt in dieser Geschichte, die auch zu Herzen geht. Die  Protagonisten wachsen einem ans Herz, man kann sich in ihr Leben sehr gut hineinversetzen. Die eigene Vergänglichkeit wird dem Leser hier sehr bewusst. 

Die Biografie der Autorin Ada Dorian hatte mich zunächst auf das Buch aufmerksam gemacht. Ich bin froh, es gelesen zu haben und kann es nur jedem Leser ans Herz legen. 

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Tags: altersheim, bäume, forscher, russlan, sibirien, wald   (6)
 

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169 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

familie, märchen, elsa, oma, oma lässt grüßen und sagt es tut ihr leid

Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid

Fredrik Backman , Stefanie Werner
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.06.2016
ISBN 9783596197811
Genre: Romane

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

a-gruppe, elfter gast, verlassenes herrenhaus, bizarre geschichte, literarisch-spielerisches rätsel

Der elfte Gast

Arne Dahl , Wolfgang Butt
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 09.11.2015
ISBN 9783492307604
Genre: Krimi und Thriller

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26 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

italien, afghanistan, schule, pakistan, schlauchboot

Im Meer schwimmen Krokodile

Fabio Geda , Christiane Burkhardt
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei btb, 10.08.2015
ISBN 9783442749584
Genre: Romane

Rezension:


Fabio Geda ist ein italienischer Autor, der mir überhaupt nicht bekannt war.  Bei einer Lesung lernte er den jungen Enaiatollah Akbari kennen, der ihm  seine Fluchtgeschichte aus Afghanistan erzählte. Daraus machte der Autor gemeinsam ein Buch, welches in Italien schnell die Bestsellerliste eroberte. 

Was das Buch so einzigartig macht ist das Erlebte von Enaiatollah. So unschuldig  und ehrlich ist dieser Junge von seiner Mutter in der ihm fremden pakistanischen Stadt Quetta zurückgelassen worden. Zu seinem eigenen Schutz, wie ihm dann auch  später erst bewusst wird. Ehe sie sich heimlich davon macht, gibt seine Mutter dem  erst 10 Jahre alten Jungen 3 wichtige Weisheiten mit auf den Lebensweg. 

Der Leser hat sich sicherlich schon oft gefragt, weshalb sind so viele unbegleitete  Minderjährige auf der Flucht. Wenn die Mütter für ihr Kind nur einen Ausweg sehen  ihr Kind fortzuschicken, weil es woanders ein sicheres Leben finden kann, als den  Tod vor der Haustür, dann haben sie keine Wahl. 

Er erarbeitet sich auf der Strasse seine Kost und Logie. Mühselig und ohne Perspektive.  Da reift der Plan zur Flucht in den Iran. Immer wieder erleidet er dort weitere Rückschläge  und die Angst im Nacken erwischt und wieder abgeschoben zu werden. Danach  entschließt er sich zur Flucht nach Europa. Denn auch die Nachbarländer wollen  keine Flüchtlinge beherbergen. 

Mir stockte an manchen Stellen der Atem, als ich mir vorstellen musste, wie man  in einem Container eingeschlossen ist und darauf nur warten kann, bis die Tür sich  irgendwann wieder öffnet. Oder wie man zu Fuß vom Iran durch das Gebirge in die  Türkei gelangt und viele es nicht schafften anzukommen, weil sie der Tod durch  Erschöpfung ereilte. Nun weiß ich auch, weshalb so viele im Mittelmeer ertrinken.  Es werden ihnen nur Lügen vorgegaukelt. 

Enaia schafft es auf abenteuerliche Weise bis nach Italien. Es gab eine glückliche  Fügung, die ihm ermöglichte die Sprache zu erlernen und nette Menschen kennen zu lernen, die ihm halfen seinen Lebensweg zu finden und seine Träume zu leben. Mich  hat dieses Buch sehr berührt und ich freue mich für den Jungen sehr, gebe aber ein  Gebet an alle, die es nicht schafften unbeschadet ihr Ziel zu erreichen. 

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Tags: afghanistan, flucht, gebirge, italien, kiesgrube, minderjährig, pakistan, quetta, schlauchboot, schule   (10)
 

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

katharina die große, spionin, dienstmädchen, sophie von anhalt-zerbst, intrige

Der Winterpalast

Eva Stachniak , Peter Knecht , Anna Thalbach
Audio CD
Erschienen bei Hörbuch Hamburg, 13.09.2013
ISBN 9783869091327
Genre: Historische Romane

Rezension:

Wawara oder auch gebürtig Barbara wird von der Kaiserin Elisabeth am Hofe von  Sankt Petersburg aufgenommen, als Bedienstete. Das hatte sie dem Buchbinder  und Vater von ihr versprochen, eh er verstarb. Schnell schafft sie es sich am Hofe  nützlich zu machen und wird zur Lauscherin und Spionin ausgebildet. Spione am  Hof gibt es auch noch viele andere, darum dreht es sich auch ausschließlich. Klatsch  und Tratsch ist in den Gemächern sehr gefragt.

Mich hat diese Hörbuch, trotz toller Leserin gelangweilt. Obwohl die Geschichte  locker erzählt wird, spielt dieses in der Geschichte wichtige Zarenpalast die ganze Zeit nur dort in Sankt Petersburg und handelt durchweg nur von der Kaiserin  Katharina (die spätere Katharina die Große) und einigen Verwandten und Wawara.  Katharina die Große, regierte über 34 Jahre nachdem sie zur Kaiserin gekrönt  wurde, nach einem Staatsstreich gegen ihren Mann Peter. Da hätte man eine  wesentlich interessantere Geschichte machen können. Zahlreiche Liebhaber  teilten heimlich das Bett mit ihr. Kinder hat sie so einige bekommen, die ihr allerdings  immer kurz nach der Geburt weggenommen wurden. Ihr angetrauter Ehemann Peter  wollte nichts von ihr wissen, teilte nie das Bett mit ihr. Die Kinder hatten allesamt anderes, als Zarenblut in den Adern. 


Nach dem Tod von Elisabeth wird er zunächst zum Kaiser ernannt. Ein Putsch verbannt ihn allerdings und kurz darauf kommt er ums Leben. Katharina wird die Herrscherin im russischen Reich.

Die Figuren bleiben einfach zu blass und wirklich anfreunden konnte man sich  mit keiner Person so wirklich. Selbst die Liebhaber, die ja eine wichtige Rolle  spielten, laufen einfach nur so nebenher. Die Autorin konnte mich persönlich mit  ihrem dicken Werk nicht überzeugen. Somit spare ich mir auch die weiteren  Bücher/Hörbücher.

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Tags: geburten, kanzler, katharina die große, lauschen, liebhaber, russland, spione, winter   (8)
 

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154 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 29 Rezensionen

schweden, krimi, schärengarten, mord, schären

Tödlicher Mittsommer

Viveca Sten , Dagmar Lendt
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 18.04.2011
ISBN 9783462043112
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Normalerweise ist es doch sehr idyllisch in Schwedens Schärengarten. Die Inseln liegen so ruhig und die Sommergäste strömen in Scharen auf die Inseln. So auch nach Sandhamn, wo auch Nora mit ihrem Mann und den beiden Söhnen lebt. 

Allerdings wurde eine Leiche angespült, die sich in einem Netz verfangen hatte. Thomas Andreasson und sein Team sind der Meinung es muss sich um einen  tragischen Unfall handeln. Es kann sich auch keiner erklären, was er dort  in der Gegend zu tun hatte. Er muss von einer Fähre gestürzt sein. Nun beginnen auch die Ferien und die Polizei ist in Stockholm recht unterbesetzt. 

Der Tote hatte nur noch eine Cousine, die gerade von einem 3-monatigen Ferienjob aus Griechenland heimgekehrt ist. Als nur wenige Tage später ein weiterer Mord  auf der Insel Sandhamn geschieht, ist es mit der Ferienidylle vorbei. Die Presse überschlägt sich und die Feriengäste bekommen es mit der Angst zu tun.  Akribische Kleinarbeit ist nun gefragt. Aber mit Unterbesetzung ist das schwer zu bewältigen. Da passt es gut, das auch Nora ein wenig recherchiert und auf  ein paar Ungereimtheiten stößt. Ihr bester Freund Thomas Andreasson kann  jede Hilfe gebrauchen. 

Ich fand diesen Teil der Krimireihe von Viveca Sten ganz nett, allerdings hat mir der  Nachfolgeband besser gefallen. Denn hier ging es mir schon zu viel um die Belange und  Probleme von Nora und ihrem Doktor Hendrik, der sich doch die meiste Zeit aus dem Familienleben stielt. Ich werde mir aber auch noch Band 3 besorgen. Denn eigentlich interessiert es mich, wie sich das Leben dort weiter entwickelt.

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95 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

physik, solarenergie, ian mcewan, england, nobelpreis

Solar

Ian McEwan , Werner Schmitz
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 26.06.2012
ISBN 9783257241747
Genre: Romane

Rezension:


Michael Beard ist ein Physiker und Nobelpreisträger. Darauf kann er sich was einbilden. Bei den Frauen kann er damit schon mal recht gut punkten. Dabei ist er nicht mal attraktiv, eher so der dickliche Typ, ein  Genuss-Esser und kein Kind von Traurigkeit. Seine 5. Ehe geht gerade den Bach runter, denn auch die hat er an die Wand gefahren. Aus seinen  Eskapaden macht er ja auch kein großes Geheimnis.

Doch nun hat seine Gattin den Spieß umgedreht und sich ebenfalls
einen Geliebten genommen. Ausgerechnet einen muskelbepackten
Handwerker. Das kratzt gewaltig an seinem Ego.

Beards Karriere bekommt zunächst einen gewaltigen Knick. Denn er ruht  sich auf seinen Lorbeeren aus. I n relativ jungen Jahren ist er durch die Lösung  eines mathematisch- physikalischen Problems, indem er die Forschungen  Albert Einsteins fortgesetzt hat, zu großem Ruhm gekommen, er hat ihm auch  einem Nobelpreis beschert. Von nun hat ruht er sich auf seinen Lorbeeren aus.

In seine Fußstapfen will sein derzeitiger junger Assistent Aldous treten, der ihn mit  den wahnwitzigsten Ideen überhäuft. Dieser Aldous wird für ihn zum  Schicksal seiner Zukunft. Mehr möchte ich hier nicht verraten. Denn von nun  an entwickelt sich die Geschichte zu einem Krimi. 

5 Jahre später hat er nichts weiter erreicht, als sich eine neue junge und  hübsche Geliebte zu angeln. Sie lässt ihn nicht aus seinen Klauen, obwohl  er ihr immer wieder zeigt, das ihm auf Dauer keine Ehe mehr in Frage kommt.  Allerdings holt ihn seine Vergangenheit ein, die er nur allzu sorglos hat  schleifen lassen. 

Die erste Hälfte des Buches liest sich noch recht amüsant. Allerdings
schweift der Autor dann zu sehr ins wissenschaftliche ab. Was für einen  Laien doch recht anstrengend wird. Dadurch fängt die Geschichte dann an  leicht zu schwächeln und es dauert doch ein wenig, eh sie zum Ende wieder  Fahrt aufnimmt. Die Person Beard ist dem Leser wahrlich nicht sehr sympathisch,  was zu der Story aber auch recht gut passt. Ich denke aber, der Autor kann es noch  besser. Davon werde ich mich in Kürze mit dem nächsten Roman überzeugen. 

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Tags: albert einstein, arkti, ehen, freuenheld, nobelprei, projekt, solarenergie, vorträge, wissenschaftler   (9)
 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

samisches volk, aslak eira, obdachloser, schwelbrand, feuer

Im Auge des Feuers

Jorun Thørring , Sylvia Kall
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.10.2012
ISBN 9783423213950
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Fast 50 Jahre ist es her, im Oktober 1969 gab es in Tromso einen verheerenden Brand. Die Hafenregion der nordnorwegischen Stadt mit ihren Lagerhäusern und Kontoren brannten aus. Dieses damalige Ereignis hat die Autorin Jorun Thorring zum Schauplatz ihres Kriminalromans genommen. Sie war als Jugendliche selbst Augenzeugin des Geschehens. Im Auge des Feuers ist der 2. Fall des samischen Kommissars Aslak Eira. Das Samische Volk wurde früher Lappen genannt. Sie haben auch eine eigene Sprache.
 
Hauptpersonen sind die Mitglieder der Familie Fjeld, der ein großer Schaden bei besagtem Brand zugefügt wurde. Es mussten auch Menschen dabei ihr Leben lassen. Einer davon steht allerdings im Jahr 2007 bei seinem Bruder Johan unverhofft vor der Tür. Begeisterung löst sein Erscheinen nicht aus.  Es dauert auch nicht lange und Karl Fjeld wird ermordet aufgefunden. 

Es wird schnell klar, wer der Tote ist und es spricht sich auch schnell herum in der Stadt. Die Wunden der damaligen Ereignisses sitzen bei einigen Betroffenen noch immer sehr tief. Es wurde viel verschwiegen und Gerüchte machten sich breit. Kommissar Eira muss diese alten Unterlagen noch einmal überprüfen und sich zwangsläufig damit befassen. Denn mit dem Tot des vermeintlich Auferstandenen gibt es einige Verbindungen zum Brandereignis 1969. Damals gab es allerdings noch keine DNA, man musste sich auf das Verlassen, was man sah oder einem erzählt wurde. Nicht einfach für ihn und seine Kollegen, zumal er derzeit mit seinem Sohn Probleme bekommt. Er hat ihn alleine aufgezogen und wenn seine Abläufe aus dem Ruder geraten macht ihn das nervös. 

Die Ermittlung laufen schwierig an, denn immerhin ist das erste Todesopfer doch schon seit über 40 Jahren tot. Oder wen hat man statt seiner beerdigt? Die Autorin hat mit den wechselnden Dramen und schwierigen Protagonisten, eine gewisse Spannung erzeugt, so das man den Krimi kaum aus der Hand legen möchte und relativ zügig beendet. Man hört die Flammen förmlich knistern. Schade nur, das Aslak Eira noch nicht weiter ermittel. 

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Tags: borderline, brandkatastrophe, feuer, gerüchte, nordnorwegen, obdachloser, samisches volk, schwelbrand, tromso   (9)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

familie, tagebuch, briefwechsel, moderne, paris

Die Witwe der Brüder van Gogh

Camilo Sánchez , Peter Kultzen , Doris Wolters
Audio CD
Erschienen bei steinbach sprechende bücher, 05.03.2015
ISBN 9783869741963
Genre: Romane

Rezension:


Vincent van Gogh (1853-1890) war einer der bedeutensten Maler des letzten Jahrhunderts und wurde leider erst nach seinem tragischen Selbstmord berühmt. Zu Lebzeiten hatte er kaum von seiner Malerei leben können und war auf die Almosen seines Bruders Theo und dessen Frau Johanna van Gogh-Bonger angewiesen.  

Die zahlreichen Bilder, geschätzte 864 sowie an die 1000 Zeichnungen des Malers, gingen in den Besitz seines Bruders Theo van Gogh über. Der rege Briefwechsel mit seinem Bruder Theo machte es möglich, einen tieferen Einblick in die Seele und Gedanken des Künstlers zu bekommen. Allerdings konnte Theo den Selbstmord des Bruders nicht
verwinden, hatte Schuldgefühle die Tat nicht verhindert zu haben. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich zusehends, so das er nur ein halbes Jahr nach dem Tod Vincents verstarb und seine Witwe Johanna mit dem wenige Monate alten Sohn, ebenfalls Vincent alleine in Paris zurück ließ.

Nach dem Tod von Theo van Gogh kehrte die Witwe Johanna zunächst zu ihrer Familie in den Niederlanden zurück. Allerdings schwebte ihr eine kleine Pension vor, die sie mit Hilfe ihres Vaters eröffnet und die Räume mit den Gemälden des Schwagers ausstattete. Nachdem sie die zahlreichen Briefe zwischen ihrem Mann und Schwager gesichtet und
gelesen hatte, organisierte sie mit eigenen Mitteln ihre ersten Ausstellungen und veröffentliche später auch Auszüge daraus.
 
Der Maler Emile Bernard war mit van Gogh befreundet und hatte nach seinem Tod versucht zuerst eine Ausstellung zu organisieren in Paris. Es blieb wohl bei dem Versuch. Als ich Gelegenheit hatte eine Emile Bernard Ausstellung in meiner Heimatstadt zu sehen vor ca. 2 Jahren, wurde den Besuchern vermittelt, van Gogh habe vom Künstler Bernard 
Inspiration seines Freundes erhalten. Emile Bernard wird auch heute noch zu wenig Bedeutung beigemessen, denn er galt als der eigentliche Begründer der Moderne. 


Diese vom Autoren Camilo Sanchez verfasste Biografie über van Gogh gibt dem Leser einen einzigartigen Einblick über die Bindung zu Vincents Familie. Die Sprecherin Doris Wolters macht das Hörbuch zu einem wahren Kunstgenuss. Gerne hätte ich noch länger in dieser tiefen Erzählung verweilt. Nun werde ich mich deshalb mal wieder mit dem Maler van Gogh befassen und meine Bildbände zur Hand nehmen.

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Tags: ausstellung, briefwechsel, emile bernard, familie, holland, moderne, paris, schwägerin, tagebuch, theo van gogh, vincent van gogh   (11)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

zauberei, hörbuch, prag, roman, usa

Der Trick

Emanuel Bergmann , Stefan Kaminski
Audio CD
Erschienen bei Diogenes, 24.02.2016
ISBN 9783257803686
Genre: Romane

Rezension:


Der Trick von Emanuel Bergmann, gelesen von Stefan Kaminski

"Ein Zauberkünstler ist ein Mann, der Dinge von da wegnimmt, wo sie
nicht sind, und sie dort hinlegt, wo man sie nicht finden kann, weil sie dort
nicht sind." (Unbekannt)

Wir schreiben das Jahr 1939 und befinden uns zunächst in Prag. Mosche Goldenhirsch, der fünfzehnjährige Sohn des Rabbiners Laibl Goldenhirsch bestaunt im Zirkus die Darbietung des bekannten "Halbmondmannes". Fasziniert von diesem Zauber läuft er von zu Hause weg und schließt sich dem Zirkus an. Er lernt viele Städte und Orte kennen und verliebt sich in die Berlinerin und Assistentin des Halbmondmannes.

Das Jahr 2007 in Los Angeles. Hier lebt der 10 jährige Junge Marc Cohn mit seinen Eltern. Seine Eltern bringen dem Jungen schonend bei, dass sie sich scheiden lassen werden. Sein Vater zieht zu seiner Mutter, genannt "Omchen". Eine resolute alte Frau, die ihr Leben lang über den Holocaust lamentiert und wie sie dem Konzentrationslager entkommen konnte und ihre Eltern verlor. Alle kennen ihre Geschichten, keiner hört mehr richtig zu. Marc will sich nicht mit der Trennung abgeben, er leidet unter dem familiären Verlust. Noch ist er ein Kind. Als ihm eine uralte Schallplatte des "Grossen Zabbatinis" in die Hände fällt, will er den sogenannten
"Liebeszauber" anwenden. Seine Eltern sollen sich wieder versöhnen. Da die Platte nicht mehr richtig funktioniert, will er den großen Zabbatini finden, nur er kann seine Eltern wieder zusammen bringen. 

Der einst "Große Zabbatini" ist inzwischen ein alter und verbitterter Mann, der mittellos in einem Altenheim gestrandet ist und dort auch alleine enden wird. Vereinzelt erinnert sich noch jemand an ihn. Wie er einst die Zauberkunst erlernte und so manche Menschen ihm auf den Leim gingen, er seine jüdischen Wurzeln verleugnete, die Sehnsucht nach seinem Vater ihn umtrieb und er am Ende dem Konzentrationslager entkam und in
Amerika landete, das läuft in zwei Erzählsträngen  ab und diese finden am Ende zusammen. Das ist dem Autor gut gelungen. Man verliert nie den Faden dabei, auch wird es nicht langweilig. Grandios wird hier Magie angewendet, was den Hörer oder Leser in den Bann zieht.

Stefan Kaminski ist ein wahrer Erzähler. Mosche krächzt und schimpft in einem radebrechenden jiddischen Ost-Akzent, die persische Prinzessin berlinert daher und Marc seine Mutter lässt herrliche Schimpftiraden ab. Alte Ausdrücke wie, was für ein tinnef und Schickse sind nur eine kleine Auswahl der Wörter, die ich aus meiner Kindheit noch kenne. Von solchen Geschichten sollte es mehr geben. Da fühlt man sich richtig gut unterhalten. Stefan Kaminski könnte mein neuer Lieblingssprecher werden. Vom Autoren Bergmann hoffe ich doch bald noch mehr zu lesen.  

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alkohol, e-mail, taube, drogen, mutter

Zwölf Mal Juli

Astrid Rosenfeld , Luise Helm
Audio CD
Erschienen bei Diogenes, 26.08.2015
ISBN 9783257803655
Genre: Romane

Rezension:

Zwölf Mal Juli  von Astrid Rosenfeld - gelesen von Luise Helm

Eine Frau Namens Juli erhält von ihrem Ex-Lover Jakob, der sie ohne ein Wort vor Jahren verlassen hat, eine E-Mail. Komme am 24. Mai. Nun ist Juli völlig verwirrt, schwelgt noch immer in Erinnerungen und kann Jakob nicht vergessen. 12 Tage bleiben ihr. 12 Personen kreuzen in der Zeit ihren Weg. 
Verworrener und verquirlter Mist, lange nicht so was schlechtes gelesen bzw. gehört. Das ganze Buch ist genauso verwirrend wie die durchgeknallten Gestalten in dem Buch. Bei 2 Personen ist es schon verwirrend, kommt eine dritte Person ins Spiel verliert man langsam den Durchblick, weil absolut keiner irgendwie etwas bedeutendes Zustande bringt. Ständige Wiederholungen sollen wohl das Buch füllen, langweilen den Hörer aber ungemein. Was wollte die Autorin, von der ich wahrlich besseres gewohnt bin, hiermit sagen? Hoffentlich bleiben ihre eigenen Gedanken nicht weiterhin hängen.

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Tags: alkohol, drogen, e-mail, mutter, taube   (5)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

korruption, erpressung, mafiamethoden, alter, hyänen

Ein diskreter Held

Mario Vargas Llosa , Thomas Brovot , Gert Heidenreich
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 30.09.2013
ISBN 9783844513035
Genre: Romane

Rezension:


Ein diskreter Held von Mario Vargas Llosa, gelesen von Gert Heidenreich. Seiner Stimme könnte ich tagelang zuhören.
 
Felícito aus der Stadt Piura im Norden Perus, der sich mit harter Arbeit eine florierende Firma aufgebaut hat, sieht sich plötzlich mit Schutzgeldforderungen konfrontiert. Unbeirrt bleibt er jedoch hart, hält sich strikt an die Worte seines Vaters «Lass dich niemals von irgendwem herumschubsen», er weigert sich zu zahlen. Dennoch hat er Angst, sein Leben fängt an aus den Fugen zu geraten. Er war immer ehrenhaft, kann nicht verstehen, wer ihm so etwas antut. Erst als die Täter härtere Geschütze auffahren, knickt er zunächst ein.
 
Im zweiten Handlungstrang geht es um den 81jährigen Chef des gerade in den Vorruhestand gegangenen Don Rigoberto in Lima. Don Ismael Carrera heiratet seine halb so alte Haushälterin. Seine missratene Söhne setzen alle Hebel in Bewegung wegen der ihnen entgangenen Erbschaft. Sie wollen diese Ehe annullieren zu lassen. Die Hyänen werden die Söhne nur genannt und so benehmen sie sich auch. Allerdings sind sie nur dumm, aber nicht clever genug. Nicht nur Don Rigoberto, auch der Chauffeur bekommt es mit der Angst zu tun.

Es ist nicht leicht das Hörbuch zu hören und dabei alles zu verstehen. Vargas Llosa erzählt seine Geschichte in Fragmenten. Es bleiben Lücken in der Handlung, dann verschachtelt er nicht zusammengehörende Teile der
Handlung wieder ineinander. So wechselt er zum Beispiel mehrfach von einem Dialog zweier Figuren völlig unvermittelt ohne hörbare Kennzeichnung, in einen ganz anderen Dialog zweier ganz anderer Personen. Man muss dann schon überlegen, wer ist das jetzt? Vargas hat das wohl ganz bewußt so gemacht. Weshalb erschließt sich mir nicht so ganz. Leider wird auch zu viel auf den Phantasien der alten Männer herumgeritten, dafür dann bleiben die Söhne zu wenig beachtet. Lediglich thematisiert er hier die Verkommenheit der Kinder. Warum sie aber wurden, was sie sind, erschließt sich nicht so ganz. Die Frauen bleiben nur sehr blass in diesem langen Roman (8 CDs). Daher nur 3 Sterne von mir.

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Tags: erscheinunge, hyänen, korruption, mafiamethoden, mätresse, qi gong   (6)
 

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171 Bibliotheken, 3 Leser, 8 Gruppen, 23 Rezensionen

lehrer, musik, roadtrip, münchen, reise

Becks letzter Sommer

Benedict Wells
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 24.11.2009
ISBN 9783257240221
Genre: Romane

Rezension:


Robert Beck ist ein Enddreißiger und lebt in München. Dort ist er als Deutschlehrer tätig und begnet dem Schüler Rauli Kantas. Ein Junge aus Litauen, der mit seinem Vater und Bruder lebt. Aber sein Beruf war es nicht immer gewesen. Zuvor war Beck mal Musiker in einer Band. Allerdings zum großen Erfolg hat es dann doch gefehlt. Streitereien untereinander führten dann zum Rauswurf. Übrig geblieben von damals ist allerdings nur der Schlagzeuger, ein durchgeknallter deutschafrikanischer Freund mit Namen Charlie. Dieser schwebt ständig am Rande von Wahnsinn und Drogenabsturz, immer mit einem Bein in der Psychatrie sozusagen.

Eines Tages entdeckt Beck bei seinem Schüler Rauli ein Talent. Er spielt Gitarre. Von nun an nimmt er den Jungen unter seine Fittiche und merkt, er hat ein Goldstück unter so vielen Münzen sozusagen herausgefunden. Sogleich bemerkt er, was er nicht geschafft hat im Leben, das könnte er mit Rauli erreichen. Ihn fördern und auf den Weg zu einer großen Karriere bringen. Alles natürlich nicht selbstlos.
Er ist in gewisser Hinsicht sogar neidisch auf den Jungen. Nur ist Rauli nicht form- und lenkbar.

Mit einer leichten und lockeren Art schreibt der Autor seine Bücher. Auch in diesem Roman geht der Autor wieder auf eine abenteuerliche Reise mit den Protagonisten. Es wird die Reise ihres Lebens und führt über Osteuropa bis nach Istanbul. Bemängeln
muss ich allerdings die Länge der Geschichte. Die hätte man kürzer halten können. Es gab zu viele Wiederholungen und Ausschweifungen. Freu mich dennoch auf das nächste Buch in der Reihe.

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Tags: bob dylan, deutschlehrer, droge, gitarre, istanbul, münchen, pistole, rumänien, songtext   (9)
 

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

polizist, überforderung, pony, nachbar, krimis

Kühn hat zu tun

Jan Weiler ,
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 09.03.2015
ISBN 9783844518221
Genre: Romane

Rezension:


Jan Weiler - Kühn hat zu tun - gelesen vom Autor. Er kann auch lesen, ich meine natürlich den Autor.


Kommissar Kühn ist etwas durch Wind. Seine Tochter will ein Pony zum Geburtstag, seine Frau schickt ihm Einkaufszettel auf das Handy, sein pubertierender Sohn entgleitet ihm immer mehr und einen Mord hat er aufzuklären. Er ist schlichtweg überarbeitet und seine Gedanken kreisen und kreisen. An vielen Ecken hat er zu kämpfen.

Familie Kühn wohnt in der neuen Webersiedlung, genannt Weberhöhe am Stadtrand. Zur Arbeit fährt Kühn mit der S-Bahn, denn so viel bleibt Kühn am Ende des Monats nicht übrig an Geld. Obwohl er Polizist aus Überzeugung ist, wird er wohl keine Karriere mehr machen. Nun ist ausgerechnet bei ihm auf der Weberhöhe ein Mord geschehen. Ein Rentner wurde erstochen aufgefunden. Dann wird auch noch ein kleines Mädchen aus der Siedlung vermisst. 

Selten, das ein Autor sein Buch selbst einlesen kann. Bei Jan Weiler klappt das hervorragend. Liegt wohl auch an seinem Humor. Unterhalten kann er auch. Allerdings driften die Geschichte immer ein wenig ab zum Ende hin. Dennoch wurde ich mal wieder gut und spannend unterhalten. Denn alleine die Beschreibungen der Menschen und seiner Umgebung sind hörenswert. Auch hat die Siedlung eine Vorgeschichte, die im 2. Weltkrieg beginnt. Menschen und seine Charaktere sind Jan Weilers Steckenpferd. Auch die Beschreibung, wie jemand zum Serienmörder wird und was er bei den Morden empfindet. Ich freue mich auf eine Fortsetzung, die hoffentlich bald kommen wird. 

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Tags: blut, entführung, kommissar, messer, nachbar, nazi, pony, weberhügel   (8)
 

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57 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

mord, ostfriesland, entführung, erpressung, martinsfehn

Ihr einziges Kind

Barbara Wendelken
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2016
ISBN 9783492310123
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Martinsfehn ist wieder Mittelpunkt in der Krimireihe um Renke Nordmann und Nora van Heerden. Ostfriesland hat es in sich. Dort befindet sich die Schnapsfabrik der Familie Cassjen. Fehnbrand heißt das Gesöff. Hier führt Margit Cassjen, die Witwe von Cornelius Cassjen das Regiment. Keiner in der Familie kann ihr widersprechen. So plant sie, den neu geborenen Enkel unter ihre Fittiche zu nehmen. 

Ihre ungeliebte Schwiegertochter Silvana steht ja unter starkem Medikamenteneinfluß und ist nicht in der Lage ihren Mutterpflichten nachzukommen. Deren Ehemann Dr. Cord Cassjen hat in seiner Praxis zu tun. Ehe allerdings der Urologe erschossen in seinem Haus aufgefunden
wird und die unter postportaler Psychose leidende Silvana samt Baby verschwunden ist, gab es allerdings einen alarmierenden Zwischenfall im Hause Cassjen. Hier konnten sich Hauptkommissar Renke Nordmann und Oberkommissarin Nora van Heerden schon einen ersten Eindruck verschaffen. Was sie allerdings beim Graben in den Geheimnissen der
Protagonisten erfahren, verschlägt ihnen bald die Sprache.


Mir gefallen die Figuren, die Frau Wendelken hier geschaffen hat. Es gibt so viele Möglichkeiten, die in Frage kommen und dann überrascht die Autorin mit neuen Perspektiven und Wendungen, das man wieder völlig neu alles überdenken muss. Außerdem besitzt die Autorin die Fähigkeit,
komplexe Handlungen so detailliert zu beschreiben und wieder zusammen zu fügen, das der Leser nicht aus dem Konzept gerät. Im Hinterkopf hat man ständig die Sorge um das Baby, während Renke und Nora fieberhaft auf der Suche nach einer Mörderin und gar Mörder sind.
Alles ist möglich.   


Barbara Wendelken ist mal wieder zur Höchstform aufgelaufen. Ich hoffe, das Ende ist noch nicht in Sicht und sie macht genau so weiter. An Ideen wird es ihr hoffentlich nicht mangeln. Ich bin ein Fan ihrer Krimis und denke, diese sollten mehr Beachtung bei den Krimilesern finden. Band 4 ist in Arbeit und ich bin schon sehr gespannt darauf.

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196 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

roadtrip, usa, genie, las vegas, vater

Fast genial

Benedict Wells
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.04.2013
ISBN 9783257241983
Genre: Romane

Rezension:

fast genial, aber auch nur fast...
.... das betrifft nicht diesen Roman, sondern den Protagonisten in
Benedict Wells Geschichte.

Nachdem ich kürzlich seiner Lesung beiwohnen durfte, war ich dann jetzt doch neugierig, was er denn so phantastisches zu Papier gebracht hat.
Also hab ich jetzt mit "Fast genial" erst einmal begonnen zu lesen und fiebere schon der nächsten Geschichte entgegen. Denn, Benedict Wells kann erzählen. Wirklich spannend und unglaublich gut. Wenn man bedenkt, wie jung er noch ist, dann find ich das doch recht grandios.

Francis Dean lebt mit seiner depressiven Mutter in ärmlichen Verhältnissen im Trailerpark einer Kleinstadt. Er ist ein Aussenseiter, nur sein Halbbruder und sein Freund Grover sind ihm nahe noch. Er träumt von was Großem, von Rauskommen aus dem Trailerpark, aber es fehlt ihm dann noch die Ambition dazu. Als seine Mutter ihm offenbart, er sei das Ergebnisses eines waghalsigen Experiments gewesen, da macht er sich auf seinen Vater zu suchen. Er soll ein Genie sein. Vielleicht fühlte er immer schon, etwas außerordentliches schlummert ihn ihm.

Der Autor versteht was von seinem Handwerk. Mich hat diese spannende Geschichte gefesselt und hatte sie leider viel zu schnell gelesen. Zum Glück hat Benedict Wells noch andere Bücher geschrieben. 

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Tags: abenteuertrip, arme verhältnisse, depression, experiment, genie, las vegas, mexico, roulette, trailerpark   (9)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

crepe, freunde, mortimer, verliebt sei, tod

Heute beginnt der Rest des Lebens

Marie-Sabine Roger , Claudia Kalscheuer , Moritz Pliquet
Audio CD
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 15.04.2015
ISBN 9783455240092
Genre: Romane

Rezension:


Marie-Sabine Roger "Heute beginnt der Rest des Lebens" gelesen wird das Hörbuch von Moritz Pliquet

Mortimer liegt auf seinem Bett und wartet. Es ist sein 36. Geburtstag, und er wird sterben. Er hat eine recht sonderbare Familiengeschichte. Sein gesamtes Leben hat er sich auf diesen Tag vorbereitet. Es blieb ihm ja auch nichts anderes übrig. Nur läuft es dann doch nicht so, wie es hätte sein sollen. Nun gerät sein Leben völlig aus den Fugen.

Seine einzigen Freunde, der Araber Nassardine und seine Frau Paquita, die das Herz auf dem rechten Fleck trägt und Mortimer als ihren "Sohn" betrachten. Mortimer betrachtet sich als Pechvogel, auch jetzt hat er sich auf diesen einzigen Tag vorbereitet und dieser endet dann nicht so, wie er gedacht hat. Liebevolle Gedanken fangen an diese Geschichte zu beherrschen, Rückblicke, wie Mortimer seine Freunde kennen lernte und wie er sich verliebte und diese Liebe gehen lassen musste. Nun muss er sich in der Gegenwart aber sammeln und sich plötzlich dem Leben stellen. Nicht so einfach, aber Nassardine und Paquita schubsen ihn schon dorthin.

Eine außergewöhnliche Geschichte über den Sinn des Lebens. Mit viel Humor gespickt. Mortimer ist jemand, den man gleich ins Herz schließt und mit ihm leidet. Liebenswerte Personen, von denen es mehr geben sollte auf der Welt. Die französische Autorin hat schon 2 sehr erfolgreiche Bücher herausgebracht, die sogar verfilmt wurden. Das ist bei dieser Geschichte auch empfehlenswert, denn als Film kann ich mir das doch recht nett vorstellen. Wenn man richtig schön unterhalten werden möchte, dann lest oder hört etwas von Marie-Sabine Roger.

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Tags: crepe, familiengeschichte, frankreich, freunde, tod, verliebt sei   (6)
 

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professo, haushälterin, messer, unterricht, arithmetik

Die Unterrichtsstunde

Eugène Ionesco , Kurt Beck , Anneliese Betschart , Traute Carlsen
Audio CD
Erschienen bei Merian, Christoph, 01.10.2009
ISBN 9783856164218
Genre: Romane

Rezension:


Der schweizer Radiosender DRS hat mit dem Merian Verlag ein Hörspiel kreiert, nach dem Theaterstück "Die Unterrichtsstunde" von Eugène Ionesco

Ein Professor gibt Sprachunterricht, wird aber dauernd von seiner Haushälterin gestört. Als er sie dann endlich ruhig stellt geht er komplett in seinen Unterricht auf. Er steigert sich quasi derart hinein, das er total in Rage gerät und die Schülerin umbringt. Jeder kleinste Fehler hat ihn so in Wut gebracht. 

Kurzweilig und eine recht sonderbare Unterrichtsstunde mit ungewöhnlichen Dialogen. Das ganze dauerte nicht mal 1 Stunde. 

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Tags: arithmetik, haushälterin, messer, professo, schüleri, unterricht   (6)
 

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offizier, monologe, okkupation, winter 1941, besatzung

Das Schweigen des Meeres

Vercors , Hans Korte , ,
Audio CD
Erschienen bei Diogenes, 24.04.2012
ISBN 9783257803266
Genre: Romane

Rezension:

Hörbuch von Vercors, gelesen vom unvergessenen Hans Korte. Das Essay von Ludwig Harig wird von Gert Heidenreich gelesen. Beides herausragende Sprecher

Hier begegnen sich allabendlich Menschen, die sich normalerweise nicht begegnet wären, wenn Frankreich seinerzeit nicht von den Deutschen in Besetzung geraten wäre. Wir befinden uns im 2. Weltkrieg, im 
Winter 1941 und ein deutscher Offizier nimmt bei einem alten Mann und seiner Nichte Quartier.

Dieser Offizier monologisiert und seine Quartiersgeber schweigen beharrlich - wie das Meer. Die Nichte schaut nicht mal hoch von ihrer Handarbeit. Sein Respekt diesem Schweigen gegenüber und seine späte Einsicht in den Zynismus der Politik Hitlers machen die Erzählung zu einem eindringlichen Dokument französischen Selbstbewusstseins unter der deutschen Okkupation. Rund 100 Tage verbringt er dort und es wird schon für alle zu einer Art Gewohnheit.  

Die Erzählung mit dem Essay von Ludwig Harig ist ein Schlüsselbuch zur deutschen Vergangenheit, wohl auch zu seiner eigenen. Dieses Hörbuch erstreckt sich lediglich über 2 Hörstunden. Um so prägnanter geht es einem ins Gedächtnis. Die innere Dramatik, die sich hier bei den Protagonisten abspielt, kann man förmlich miterleben. Ein hörenswertes und kurzweiliges Werk, welches im Diogenes Verlag erschienen ist. 

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Tags: besatzung, krieg, monologe, offizier, okkupation, winter 1941   (6)
 

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aufräumen, minimalismus, magic cleaning, ordnung, marie kondo

Magic Cleaning

Marie Kondo , Monika Lubitz ,
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.03.2013
ISBN 9783499624810
Genre: Sachbücher

Rezension:


Marie Kondo und ihr Magic Cleaning Band 1
Wie richtiges Aufräumen ihr Leben verändert

Nun konnte ich mir in Ruhe den 1. Band von Marie Kondos Aufräumbuch verinnerlichen. Ich habe schon wieder das eine oder 
andere dazugelernt und muss sagen, es gefällt mir schon sehr. 

Umgebe Dich mit Dingen die Dich glücklich machen. Das ausschließlich. Nun gibt es aber auch Dinge, die zum Leben dazu 
gehören, nützliches für den Haushalt. So etwas kann ich natürlich nicht wegwerfen. Bedanke Dich bei den Dingen, die Dich glücklich machen 
oder begrüße Deine Wohnung, wenn Du nach Hause kommst.

Völliges Umdenken ist hier angesagt. Sich von den Dingen komplett trennen. Klienten, bei denen Marie Kondo als Aufräum-Coach diente, dort wurden Säckeweise Dinge entsorgt. Man wird sicherlich vieles nicht mehr vermissen, da man es eh nie benutzt hatte und es in den Schubladen schmorte oder in den hintersten Ecken verborgen war. Keller und Boden nicht eingerechnet.

Die meisten Dinge benötigt man nicht mehr und wenn man sich 
erst einmal getrennt hat und es ist richtig luftig in den Regalen und in der Wohnung und in den Schränken, dann wird man ein noch glücklicherer Mensch werden.

Bisher kann ich allerdings nur scheibenweise etwas umsetzen, 
aber wo ein Anfang ist, ist auch ein Weg. Wer mit dem Gedanken spielt umzuziehen und entrümpeln zu wollen oder dem die Wohnung als zu vollgestellt vor kommt, dem empfehle ich das Buch auf jeden Fall zu lesen. Man bekommt eine völlig neue Sicht für die Dinge, die einem täglich umgeben. Nur weiß ich nicht, wie ich das meinem Mann beibringen kann. Gerade sucht er wieder was in allen Ecken und Kisten. 

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Tags: aufräumen, glücklich, müllsäcke, ordnung   (4)
 

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england, jeffrey archer, historischer roman, familie, familiensaga

Spiel der Zeit

Jeffrey Archer , Martin Ruf
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.07.2015
ISBN 9783453471344
Genre: Historische Romane

Rezension:


Wir befinden uns im Jahr 1930. Harry Clifton ist ein Junge aus dem Arbeiterviertel der Hafendocks von Bristol. Dort treibt er sich herum und schwänzt die Schule. Seine Mutter ist verwitwet und versucht die Familie durch zubringen.

Als in der Schule ein Talent von Harry entdeckt wird, bekommt er die Möglichkeit auf eine Eliteschule zu gehen. Für seine Mutter Maisie wird es schwer. Sie muss viele Überstunden leisten um das Geld aufzubringen, damit Harry ein besseres Leben ermöglicht wird und er nicht in den Hafendocks landet, wie seine Vorfahren. 


Harry schließt Freundschaft mit 2 weiteren Schülern. Einer davon ist Giles Barrington, ein Junge aus reichem Haus, dessen Vater die Werft gehört. Emma seine Schwester übt eine starke Anziehungskraft auf Harry aus. Noch wissen die jungen Leute nicht, was für ein Schicksal sie verbindet. 

Vielleicht hat sich auch mein Lesegeschmack verändert. 20 Jahre zuvor habe ich die Geschichten von Jeffrey Archer geliebt. Kain und Abel und Abels Tochter waren darunter. Nun aber hat Jeffrey Archer eine mehrteilige Saga erschaffen, die mir schon im 1. Band leider die Lust auf eine weitere Folge genommen hat. Zuerst war ich begeistert über Harry und seine Begabungen und seine Entwicklung aus dem Arbeitermilieu sich in der großen und gebildeten Welt zu behaupten. 

Die Idee, jeden der Protagonisten eine eigene Story und Sichtweise zu ermöglichen, ist auch von der Idee her nicht so unklug. Man lernt die Figuren besser kennen. Allerdings bei der 3. und 4. Person fing es dann an mich zu langweilen. Denn der Leser ist ja auch schon an der Entwicklung von Harry Clifton eingebunden und recht gut vorangekommen. Nun hat man aber jedes Mal das Gefühl, man geht wieder einige Jahre zurück und es wiederholt sich zuviel. Harrys Figur war mir zu glatt. Der Junge war zu gut für diese Welt, ihm fehlen Ecken und Kanten oder mal eine etwas dunklere Seite. Man hat irgendwann das Gefühl, man schwimmt nur an der Oberfläche, kann nie so ganz eintauchen. Einige Figuren sind zu farblos, wie Emma. Von ihr hätte ich mehr erwartet. Eine Fortsetzung werde ich daher nicht mehr lesen. 

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