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20 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

zeitgenössische belletristik

Olga

Bernhard Schlink
Fester Einband
Erschienen bei Diogenes, 12.01.2018
ISBN 9783257070156
Genre: Romane

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70 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

wettbewerb, auto, london, anthony mccarten, liebe

Hand aufs Herz

Anthony McCarten , Manfred Allié
Flexibler Einband: 319 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 19.04.2011
ISBN 9783257240580
Genre: Romane

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Der Giftzeichner

Jeffery Deaver , Thomas Haufschild , Dietmar Wunder
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Random House Audio, 14.09.2015
ISBN 9783837131512
Genre: Krimi und Thriller

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

gesellschaft, alter, hörbuch, freundschaft, wunderbare erzählung

Unsere Seelen bei Nacht

Kent Haruf , Pociao , Ulrich Noethen
Audio CD
Erschienen bei Diogenes, 22.03.2017
ISBN 9783257803792
Genre: Romane

Rezension:

Der bereits verstorbene Autor Kent Haruf hat hier einen ganz zauberhaften Roman geschrieben, der noch mal vom Diogenes Verlag herausgebracht wurde.

Die verwitwete Addie Moore lebt in einer Kleinstadt Namens Holt, Michigan. Sehr konservativ geht es dort noch immer zu. Sie fühlt sich einsam und am Schlimmsten sind für sie die Nächte. Ihr Nachbar Louis Waters ist ebenfalls alleine. Da er sich genauso einsam fühlt9 wie Addie, geht er auch spontan auf ihren Vorschlag ein. Louis soll die Nächte bei ihr verbringen, mit ihr reden und die Einsamkeit vertreiben. Louis geht mit seiner Papiertüte unter dem Arm, in dem sich lediglich ein Pyjama und eine Zahnbürste befindet zu Addie rüber. So liegen sie viele Nächte nebeneinander und erzählen über die Vergangenheit, über Erlebtes, ihre verstorbenen Partner und Addies Kinder. Ihre nicht erfüllten Träume und Schicksalsschläge.

Doch es gibt auch Menschen in ihrem Umfeld, die von Mißgunst befallen sind und ihnen dieses kleine Glück nicht gönnen. Gerade den älteren Männern missfällt diese Verbindung, während einige Frauen Addie bewundern für ihren Mut. Dabei interessiert sich Addie nicht für das was andere Menschen sagen.

Dieses Buch ist so eine bewegte Geschichte, die den Leser sehr berührt. Addie und Louis verleben einen wunderschönen Sommer gemeinsam mit Addies Enkel. Liebevoll kümmern sie sich, den Jungen wieder aufzubauen. Kent Haruf zeichnet die Figuren in dieser Geschichte hervorragend klar und schnörkellos. Der Enkel Jamie hatte eine ganz besondere Rolle in diesem Stück. Ich bin froh, die Hörbuchversion gewählt zu haben, denn Ulrich Noethen spricht es so hervorragend, mit einer ruhigen und rauchigen Stimme. Es machte sehr viel Spass ihm zuzuhören.

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297 Bibliotheken, 13 Leser, 2 Gruppen, 87 Rezensionen

neapel, freundschaft, italien, roman, studium

Die Geschichte eines neuen Namens

Elena Ferrante , Karin Krieger
Fester Einband: 623 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 10.01.2017
ISBN 9783518425749
Genre: Romane

Rezension:

Nahtlos geht dieser 2. Band in der Elena Ferrante Tetralogie weiter. Die Hochzeit von Lila ist zwar überstanden, aber sie stand unter keinem guten Stern. Noch während der Feier kommt Lila dahinter, das ihr Mann Stefano sie hintergangen hat. Das auch ihr Bruder Rino und ihr Vater dem ganzen zugestimmt hatten, macht die Sache nicht besser. Die von ihr und ihrem Bruder entworfenen Cerrullo Schuhe wurden den Solara Brüdern verkauft. Auch Lila fühlt sich verkauft. Der Widerstand, den sie Stefano Carracci, ihrem frisch vermählten Ehemann nun gegenüber entgegenbringt, versucht dieser auf brutale Weise zu durchbrechen. Auch mit Schmeicheleien erreicht er nicht sein Ziel bei der widerspenstigen Lila.  

Aber wäre Lila nicht diese von allen Männern begehrte Frau, die weiß, wie man sich zur Schau stellt, dann gäbe es hier keine Geschichten zu erzählen. Stefano hat Lilas Zicken mit der Zeit satt und schickt sie zusammen mit seiner schwangeren Schwester und Mutter auf die Insel Ischia in einen längeren Sommerurlaub. Begleitet werden sie von Lenu. Die Frauen verbringen dort eine, wie es scheint schöne Zeit. Lenus Schwarm Nino Sarratore und ein wohlhabender Freund sind ebenfalls auf der Insel um für das angehende Studium zu lernen. Hier kommt es dann aber leider am Ende des Urlaubs zu einem Bruch zwischen Lila und Lenu. Viele Jahre haben sie keinen engen Kontakt mehr und alles was Lenu von dort erfährt, weiß sie vom Erzählen der alten Freunde und ihrer Familie. 

Mir hat dieser Band wieder sehr gut gefallen, ich war mitten im Leben von Elena im damaligen Italien der 60er Jahre. Dieses Tetralogie macht einfach süchtig. Es liegt auch sicherlich daran, das es hier um eine Freundschaft geht, die geprägt ist von Konkurrenzkampf, Schuldgefühlen, Grenzen austesten, sich über alles hinweg setzen und einer gewissen Hassliebe. Sondern wir erleben hier auch 2 Mädchen, die in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen sind und die beide was aus ihrem Leben machen wollen. Während die eine glaubt mit einem gewissen finanziellen Hintergrund stellt man etwas dar, kann sich alles erkaufen, die andere glaubt aber mit dem Lernen und Wissen sich aneignen, kann man dem Rione entkommen. Elena geht zum Studieren nach Florenz und wird auf ihre Art erwachsen und nur mit Fleiß und Ausdauer erreicht sie auch großes Ansehen in ihrer Heimatstadt und auch bei den Lehrkräften. Auch Lila entflieht mit ihrem kleinen Sohn den Rione. Aber sie muss in der Fabrik schuften um über die Runden zu kommen. 

Die Bücher von Elena Ferrante wurden inzwischen in vielen Ländern übersetzt. Leider gibt es in der Türkei derzeit nur den 1. Band, ich hoffe das ändert sich bald. Denn ein Buch mit Suchtfaktor muss man hintereinander lesen und nicht erst monatelang auf die Fortsetzung warten müssen. Das kann ich meiner Schwägerin nicht zumuten, es ihr nicht kaufen.  Ich werde mich im Januar auf den 3. Teil stürzen. 

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Tags: ehebruch, florenz, geburt, lügen, studium   (5)
 

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22 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

italien, roadtrip, familie, road trip, trauer

Signor Rinaldi kratzt die Kurve

Lorenzo Licalzi , Erich Wittenberg
Audio CD
Erschienen bei steinbach sprechende bücher, 27.10.2017
ISBN 9783869742878
Genre: Romane

Rezension:

Manchmal will das Schicksal es doch anders. Wann die Lebensuhr abläuft bestimmt nicht jeder Mensch selbst. Diese Erfahrung muss Signor Rinaldi machen. Er hatte alles so schön geplant. Lange über das wie und wann er sich das Leben nehmen will auseinander gesetzt und nun will er zur Tat schreiten.

Immerhin ist er schon 80 Jahre alt und des Lebens überdrüssig. Die gehen ihm alle auf den Sack, wörtlich genommen. Verbittert und grantig wäre die richtige Beschreibung für ihn. Dabei ist er kein unbedeutender Bürger, nein er ist Schriftsteller und auch nicht ganz so unbekannt.

Doch da steht seine Tochter vor der Tür und eröffnet ihm er müsse auf den Enkelsohn Diego aufpassen. Zwar sei er schon 15 Jahre alt, aber 2 Tage alleine mit Sid dem riesen Köter zu Hause wolle sie nicht zulassen. Ihr ist nicht wohl dabei. Naja, dann eben den Selbstmord verschieben. Kommt auf 2 Tage auch nicht so an. Die Schwiegermutter seines Schwiegersohns, die in Paris verheiratet ist, hat das zeitliche gesegnet und die beiden müssen zur Beerdigung fahren.

Nun ist Pietro Rinaldi mit seinem Enkelsohn alleine und er merkt schnell, er hatte sich die ganzen Jahre nicht um ihn gekümmert und weiß so gar nicht viel von ihm. Ein unerwartetes Ereignis wirft alle Pläne über den Haufen und Großvater und Enkel Diego machen sich mit dem Auto auf den Weg nach Rom, auf der Rückbank im Cabrio Sid den riesen Köter mit Schal und Sonnenbrille ausstaffiert. Zwei ereignisreiche, ungeplante Zwischenstopps haben sie eingelegt auf der Fahrt zu Diegos Onkel. Dabei kommen sich Enkel und Opa sehr viel näher, als zu erwarten war. Vor allem gibt Diego seinem Großvater viel zu denken und diesem kommen mehr Erinnerungen hoch, als ihm lieb ist.

Im letzten Teil des Hörbuchs wurde die Geschichte dann ergänzt von Diegos Geschichte. So lernt der Hörer dann die Ereignisse aus einer neuen und wie ich finde besseren Perspektive kennen. Es war für mich eine recht berührende Story, die allerdings ein wenig in die Länge gezogen war. Das war für mich ein Stern Abzug. Aber dennoch ein zu empfehlendes Hörbuch, dessen Sprecher, Erich Wittenberg eine angenehme Erzählstimme hat.

Einen Dank an Steinbach sprechende Bücher

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Tags: enkelsohn, fischerdorf, italien, klassentreffen, onkel, schriftsteller, selbstmord, unfall   (8)
 

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37 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

krimi, berlin, spannung pur, krimi-reihe, empfhlenswert

Märzgefallene

Volker Kutscher
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.03.2016
ISBN 9783462049039
Genre: Krimi und Thriller

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144 Bibliotheken, 6 Leser, 4 Gruppen, 30 Rezensionen

berlin, krimi, gereon rath, antisemitismus, sa

Goldstein

Volker Kutscher
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.10.2011
ISBN 9783462043235
Genre: Krimi und Thriller

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94 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

adel, graf, wahrsagerin, schloss, belgien

Töte mich

Amélie Nothomb , Brigitte Große
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257069891
Genre: Romane

Rezension:


Das im August erschienene Buch von Amélie Nothomb hat nur 110 Seiten, die man locker an einem Abend weg lesen kann. 

Graf Henri Neville kann sich eigentlich glücklich schätzen. Er ist mit einer tollen Frau verheiratet und hat 2 Töchter und einen Sohn. Während allerdings die älteren Kinder ihm nur Freude bereiten, wird die 17-jährige Serieuse immer verschlossener und unberechenbarer. Sie behauptet sogar keine Gefühle empfinden zu können. 

Eine Wahrsagerin, die Serieuse mitten in der Nacht im Wald aufliest, prophezeit dem Grafen auch noch, er würde bei seinem in Kürze stattfindenden Gartenfest einen Gast umbringen. Dabei freut er sich auf dieses Fest, obwohl er sozusagen Bankrott ist und sein Anwesen zum Verkauf steht. 

Durch dieses Buch "Töte mich" bin ich auf die Autorin aufmerksam geworden. Sehr zur Freude muss ich sagen. Vater und Tochter führen wahnwitzige Gespräche und es macht den Leser schon neugierig, wer am Ende gewinnt. Gibt der Vater nach, geht ihm die Hutschnur über? Oder knickt die Tochter am Ende doch ein? Aber die Wahrsagerin hat doch einen Toten aus der Zukunft gelesen, da steigt die Spannung stark an. Der Leser darf gespannt sein. Ein gelungener Wurf. Auch meiner Meinung nach ein Stück, welches gut für die Bühne geeignet wäre, denn die Autorin spielt hier mit einigen Klassikern der Literatur und ein etwas abgedrehter Humor fehlt ebenfalls nicht. Das nächste Werk von Amélie Nothomb liegt schon bereit. Man darf gespannt sein.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

trauer, hoffnunfsfroh, belletristik, hörbuch, hörversion

Ein Himmel voller Sterne

Marie-Sabine Roger , Claudia Kalscheuer , Moritz Pliquet
Audio CD
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 17.02.2017
ISBN 9783455000726
Genre: Romane

Rezension:

Ein Himmel voller Sterne von Marie-Sabine Roger - gelesen von Moritz Plique

Merlin ist Autor einer erfolgreichen Comic-Reihe. Er hat dort eine Figur geschaffen, die sehr beliebt bei seinen Fans ist. Mit seiner Frau Prune und dem Kater Pantoffel zieht er in ein Traumhaus auf dem Land. Zwar gibt es nach elf Uhr vormittags kein warmes Wasser, und der Klempner vertröstet sie ständig, aber davon abgesehen ist ihr Glück wahrlich perfekt. 

Bis eines Tages Merlins bester Freund Laurent stirbt, dieser war das Vorbild für seinen Comic-Helden Wild Oregon. Laurents sein letzter Wunsch: Wild Oregon soll im nächsten Band endlich die Liebe seines Lebens finden und es bitte nicht – wie er selbst – verbocken, 
sondern es soll klasse enden. 

Doch Merlin will die Arbeit einfach nicht gelingen: Er gerät in eine Schaffenskrise und überlegt, wie er dort wieder heraus kommt. Erst, als er begreift, er hat sich von der Liebe immer ein falsches Bild erschaffen, fließen die Gedanken wieder besser.

Marie-Sabine Roger hat einige Romane geschrieben, die ans Herz gehen. Ihre Figuren haben allesamt Charakter. Es gibt sehr viele nette Menschen und auch weniger nette, wie die alte Tante von Laurent, die eher der Kategorie "Die Teufelin" zuzuordnen ist.
Der arme Onkel Albert, dieser liebenswerte Kerl, wie er es so lange aushielt. Aber, es ist nie zu spät für eine Veränderung im Leben. Zwar ist das Grundthema hier "Die Trauer", aber es ist dennoch nicht rührselig. Die Erzählung ist eher mit einer Leichtigkeit gespickt, so das den Hörer eine recht unterhaltsame Geschichte erzählt wird. Der Sprecher hat seinen Job hervorragend gemacht. Es machte Spaß ihm zuzuhören.

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Tags: comiczeichner, kater, trauer   (3)
 

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49 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

japan, niederländisch, französisch, lehrerin, sensei

Der japanische Verlobte

Amélie Nothomb , Brigitte Große
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 21.02.2012
ISBN 9783257241518
Genre: Romane

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561 Bibliotheken, 30 Leser, 2 Gruppen, 126 Rezensionen

neapel, freundschaft, italien, bildung, armut

Meine geniale Freundin

Elena Ferrante , Karin Krieger
Fester Einband: 422 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 29.08.2016
ISBN 9783518425534
Genre: Romane

Rezension:

Nun wurde ja sehr viel Werbung um die Bücher von Elena Ferrante gemacht, auch Dennis Scheck hat es in den höchsten Tönen gelobt. Jetzt konnte ich dann doch nicht mehr vorbei laufen an diesem Buch und habe es mir in Ruhe zu Gemüte geführt.

Anfangs bin ich etwas schwer in die Geschichte hinein gekommen. Die vielen Familien und Namen sich merken erforderte mir einiges ab. Wo führt die Geschichte hin? Es war mir nicht ganz klar und ich dachte, ist es wirklich so gut das Buch? Dennoch hat es einen Sog bei mir erwirkt, auf einmal konnte ich mich nicht mehr entziehen. Wenn dem Leser erst klar wird, wie die Strukturen aufgebaut sind und wie sie funktionieren, wird die Geschichte von Kapitel zu Kapitel spannender.

Es liegt schon alleine daran, das die Erzählerin Lenù den Leser förmlich hineinzieht in das Leben in der Vorstadt Neapels in den 50er Jahren. Sie lässt uns teilhaben am Leben der italienischen Familien, von denen die einen in total ärmlichen Verhältnissen und die anderen vom Geld der Nachbarn leben. Wo Hass und Neid zur Tagesordnung gehören, wo eine Familie besser sein möchte, als die Andere. Aber auch auf so ehrliche Weise schildert die Autorin den Ablauf, der den Leser so einige Male erschüttert.

Da ist vor allem die Familie des Schuhmachers Fernando Cerullu, dem der Stolz über allem geht, seine Tochter Rafaella, genannt Lina, nur von Elena wird sie Lila gerufen. Intelligent, aber auch voller Aggressionen, ein innerer Kampf, den sie ausfechten muss.

Elena (Lenù) gehört zur Familie Greco und ist die Erzählerin. Ihr Vater ist Pförtner in der Stadtverwaltung in Neapel. Nur durch den 
unermüdlichen Einsatz der Lehrerin wird es für Lenù möglich die Schule zu besuchen und zu lernen. Was sie schafft, wird Lila für immer verwehrt bleiben, obwohl sie es schaffen könnte. 

Prägen werden aber die Familie Solara, Scanno, Serratone, Capuccio, Peluso und vor allem Carracci das Geschehen. Sie geben den Lebensstil der 50er Jahre vor, Männer haben das Sagen und die Frauen müssen gehorchen. 

Die Freundschaft der beiden Mädchen ist trotz ihrer Andersartigkeit so unerschütterlich. Anziehung und Abstoßung, Gleichgültigkeit und Interesse, Abhängigkeit und Entfremdung, Überheblichkeit und Unterwerfung, alles beinhaltet es. Während ich hier noch an der Rezension bastel, stecke ich schon mitten im Folgeband und bin froh, es gibt auch noch einen weiteren Band.

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

new york, roman, japan, autobiographisch, china

Biographie des Hungers

Amélie Nothomb , Brigitte Große
Flexibler Einband: 207 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 27.04.2010
ISBN 9783257240429
Genre: Romane

Rezension:

Biografie des Hungers, der Titel hat mich schon ein wenig verwundert, den Amelie Nothomb da gewählt hat. Ich ließ mich überraschen. Biografie sagte mir aber, es muss was persönliches sein. Anfangs bin ich dann auch noch nicht so ganz gut hinein gekommen in die Geschichte. Es langweilte mich sogar ein wenig. Habe dann noch einen 2. Anlauf genommen und als Amelie von Japan nach China gezogen ist mit ihren Eltern und Geschwistern, 
da wurde es langsam interessant.

In den 70er Jahren war es allerdings in China viel strenger dort.
Sich frei bewegen im Land war nicht so einfach möglich. Was sie
von Japan gewohnt war, konnte man hier nicht übertragen. Amelie hat es als Apokalypse erlebt. So ihre Erinnerungen.

Amelie war als Diplomatentochter aufgewachsen. Sie hat zu einer Zeit Länder bereist und dort gelebt mit ihren Eltern und Geschwistern, wo kaum einer freiwillig hinfahren wollte.

Der nächste Aufenthalt war dann New York im Jahr 1975. Es war für
alle wie aus einem Winterschlaf zu erwachen. Dann hat die Familie erst einmal aus den Vollen geschöpft. Wie es aber bei Diplomaten ist, sie bleiben nicht für immer an einem Ort. Da müssen die Kinder dann wieder in eine neue Schule und dann bleiben die so müseelig
geknöpften Freundschaften auf der Strecke.

Diese ganzen ständigen Veränderungen haben mit diesen Kinderseelen einiges angerichtet. Das beschreibt Amelie Nothomb schonungslos und ehrlich. Ich hatte als Leserin jedenfalls den Eindruck.

Wenn man ein paar Jahre in dem offenen und übersättigendem 
New York gelebt hat, dann ist ein Umzug nach Bangladesch ein absoluter Kulturschock. Menschen auf der Strasse sterben zu 
sehen. Welches Kind kann so etwas verdauen? Sie und ihre Schwester haben sich an einander geklammert und die 
Aussenwelt ausgeblendet. In dem Glauben, sie überstehen auch 
das.

Nächster Aufenthalt war dann Indien, danach Burma und dann 
nach Laos. Amelie dankte den Eltern dieser ständige Wechsel mit Nicht-Essen und langsam zum wandelnden Skelett zu werden. Bei einer Größe von 1,60 Meter nur noch 32 kg zu wiegen ist schon gefährlich. 
Sie muss da aber wieder herausgekommen sein. Endstation der
vielen Umzüge ist dann Belgien, wo sie heute noch teilweise lebt, wenn sie nicht in Paris ist.

Es ist einfach schwer zu beschreiben, wie sich das Innenleben der
Autorin angefühlt hat und wie sich zu dem entwickelt hat, was sie
geworden ist. Eine grandiose Autorin. Ich denke man muss sich
selbst ein Bild machen und ihre Romane Stück für Stück lesen. Das
nächste Buch liegt schon bereit auf meinem Lesestapel. 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Erzählungen

Elke Heidenreich , Elke Heidenreich
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 24.10.2016
ISBN 9783837137170
Genre: Romane

Rezension:

Elke Heidenreich - Erzählungen, gelesen von der Autorin

Bei diesen Erzählungen handelt es sich lediglich um eine Auswahl
diverser Erzählungen aus bereits veröffentlichten Geschichten. Obwohl ich bereits alle Geschichten schon mal gehört hatte, war es wieder ein Vergnügen Elke Heidenreich bei diesen Alltagsgeschichten zu lauschen.

Es handelt sich um 5 CDs in einer Box. Die erste und zweite C ist aus
Kolonien der Liebe, (Die Liebe, Das Dööfchen und der Hund wird
erschossen). 2 weitere sind aus Der Welt den Rücken (Der Tag als
Boris Becker ging, Die Silberhochzeit und Karl, Bob Dylan und ich,
und eine letzte dann "Erika". Die Schweins-Geschichte.

Ich kann mich über die Silberhochzeit noch am Meisten amüsieren.
Immer im Hinterkopf die Verfilmung, aber auch die anderen Geschichten sind hörenswert. Über das Zerbrechen einer Familie oder als Boris Becker, der ja der Held einer ganzen Generation war seinen Tennisschläger an den Nagel hing.

Mir gefällt es außerordentlich der Autorin zuzuhören. Ihre Geschichten sind so aus dem Leben gegriffen, da glaubt man ihr jedes Wort. Der Hörer kann sich in die Figuren hineinversetzen und man schläft mit einem guten Gefühl ein. Ich würde mich allerdings freuen, wenn es wieder etwas neues aus der Feder von Elke Heidenreich geben würde. 

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Wunderbare Jahre. Als wir noch die Welt bereisten

Sibylle Berg , Katja Riemann
Audio CD: 4 Seiten
Erschienen bei Audio Media Verlag, 26.09.2016
ISBN 9783956391590
Genre: Romane

Rezension:


Sibylle Berg - Wunderbare Jahre, als wir noch die Welt bereisten.
Gelesen von Katja Riemann.

War die Welt früher wirklich besser? Unglücke sind auch früher schon passiert. Bergrutsche und Schiffskatastrophen gab es alles. Aber in der heutigen Zeit kommt erschwerend der Terror dazu, vor dem die Touristen und unbescholtene Passanten nicht gefeit sind. Die Ideen der Terroristen werden immer unberechenbarer und perfider. Das verleidet den Menschen das Reisen in ferne Länder oder große Städte.

Sibylle Berg hat hier eine Art Zeitreise um die Welt gemacht. Es beginnt im Kosovo. Glaube nicht, es wäre auch früher schon jemand dorthin gereist. Schweiz ist dagegen ein beliebtes Urlaubs- und Reiseziel. Tel Aviv pulsiert zwar das Leben, aber auch dort herrscht Terror-Angst. Eine Fahrt mit einem Frachtschiff über den Atlantik. Das ist wie ein schwimmender Knast. Musste die Autorin aber wohl mal machen. Nie wieder, war das Fazit. Sie war in Bangladesch und hat uns gezeigt, es ist Glück, als was man auf die Welt kommt. Entweder hat man Glück oder keine Chance. Als Mädchen sowieso nicht. Gold schürfen im Dschungel von Brasilien war auch mal eine Erfahrung. Gefährlich ist es allemal. 

Ich bin froh, dieses Buch als Hörbuch gewählt zu haben. Denn der Erzählstil von Katja Riemann lässt den Hörer das Buch leichter verständlich erscheinen. Es ist schon ein etwas anderes Buch sozusagen. Schwer zu beschreiben, aber dennoch hörbar. Durch die angenehme Stimme von Katja Riemann wird es zu einem Abenteuer. Doch nach den Geschichten folgen erst einmal Fakten. Sie werden einem quasi um die Ohren gehauen. Was danach an diesen Orten bereits passiert ist. Allerdings ist wohl nicht alles geografisch und geschichtlich richtig dargestellt, wie ein Rezensent bei Amazon ausführlich beschrieben hat. Das sollte einer Autorin nicht passieren. 

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114 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

england, musik, singen, frauenchor, zweiter weltkrieg

Der Frauenchor von Chilbury

Jennifer Ryan , Andrea O´Brien
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 07.09.2017
ISBN 9783462048841
Genre: Romane

Rezension:

Das Dorf Chilbury in England im Jahr 1940. Die Männer sind alle in den Krieg gezogen und die Frauen halten dort die Stellung. Der Pfarrer der Gemeinde erläßt eine Bekanntmachung, der Chor im Dorf wird aufgelöst, da die männlichen Stimmen fehlen. Die Enttäuschung der verbliebenen Frauen ist groß. Ihre Gemeinschaft löst sich in Wohlgefallen auf, wenn hier nicht eingeschritten wird.

Hilfe eilt von der Musikprofessorin Pimrose Trent aus London herbei. Sie überzeugt die Frauen im Dorf davon auch ohne Männer weiter zu singen. Daraus entsteht der "Frauenchor von Chilbury", der dann auch bald zu einem Wettbewerb angemeldet wird. Die Frauen gewinnen an Selbstbewusstsein und innerer Stärke, denn diese benötigen sie auch wirklich bald. Denn der Krieg schleicht mittlerweile auf leisen Sohlen herbei.

Rund 60 Jahre zuvor hat man sich noch Briefe geschrieben oder Tagebuch geführt. Diese Aufzeichnungen, die von den Frauen aus Chilbury geschrieben wurden ergeben einen zauberhaften Roman, der den Leser die innersten Gefühle und Gedanken der Frauen und Mädchen teilnehmen lässt. Ich fand die Geschichte, die nur in einem Zeitraum von 6 Monaten spielt zauberhaft. Selbst den Chor konnte ich im Ohr fast wirklich hören. Viele genannte Lieder sind einem bekannt und daher hatte man schnell eine Melodie im Ohr.

Die Frauen selbst sind so in ihrem konservativen Dasein gefangen und werden erst durch äußere Einflüsse gestärkt daraus hervorgehen. Da haben wir es mit Miss Tilling, zu tun, die mit unermüdlichen Einsatz die Fäden zusammen hält im Dorf, obwohl sie bereits ihren Mann im Krieg verloren hat. Nun hofft sie, ihr Sohn David übersteht diesen furchtbaren Krieg wenigstens. Oder Kitty, ein 13-jähriges Mädchen, sie hält in ihrem Tagebuch die Geschehnisse des Krieges fest. Doch recht klug, aber noch eine kindliche Art hat. Venetia, Kittys ältere Schwester, wird durch den Krieg schnell erwachsen. Die Hebamme Edwina Paltry versucht das schnelle Geld zu verdienen und sei es auch auf nicht ganz legalem Wege. Sie kennt keine Skupel.  

Die Autorin Jennifer Ryan hat einen recht authentischen Roman geschrieben, der sich sicherlich in der Vielfältigkeit der Bücherwelt behaupten kann. Die 40er Jahre in den Kriegswirren hat sie hervorragend wieder aufleben lassen. Ich konnte richtig gut eintauchen in die Geschichte und habe mit den Frauen mit gebibbert, als so manche Situation recht brenzelig wurde. Auch der Schluss des Romans ist recht gut abgerundet und der Leser bleibt nicht mit Fragezeichen im Kopf zurück, sondern blickt voller 
Zuversicht in die Zukunft und wartet auf einen weiteren Roman der Autorin.

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Tags: 2. weltkrieg, agent, frauenchor, hebamme, homosexualität, krankenschwester, wettbewer   (7)
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

hebamme, kinder, salzburg, tagebuch, wien

Schatten

Ursula Poznanski , Andrea Sawatzki
Audio CD
Erschienen bei Argon, 23.03.2017
ISBN 9783839815441
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


"Schatten" von Ursula Poznanski, gelesen von Andrea Sawatzki.

Ist es wirklich nur Zufall, als Beatrice Kaspary auf einem Foto einen alten Zeitungsausschnitt eines 16 Jahre alten Falls entdeckt, deren Opfer ihre damalige Mitbewohnerin und Freundin war? Auch die nächste Leiche weist auf einen Zusammenhang zwischen dem 1. Opfer und dem alten Fall, der Beatrice sehr persönlich trifft hin. Sie wird langsam unruhig und alte Erinnerungen spülen an die Oberfläche. Sie muss die Kollegen in Wien zu Rate ziehen und alte Unterlagen anfordern. 

Das Privatleben hat sich nicht anders entwickelt, wie bisher. Ihr Ex-Ehemann hetzt nach wie vor die Kinder gegen sie auf und kein Telefonat mit ihm ist entspannt. Ganz im Gegenteil. Bea hat keine Chance die Anrufe zu ignorieren. Die beginnende Beziehung von Bea zu Florin soll weiterhin geheim bleiben, obwohl die Kollegen es eigentlich schon längst entdeckt haben müssten. Aber das wird alles zur Nebensache, als Bea immer tiefer in die Ermittlungen eingespannt wird und nach einer Person zu suchen beginnt, deren Identität auch die Wiener Kollegen nicht ermitteln konnten. 

Der 4. Band um das Ermittler-Duo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger hat mir dieses Mal wieder außerordentlich gut gefallen. Die Spannung steigerte sich langsam, aber dann konnte man das Hörbuch einfach nicht mehr weglegen. Die angenehme Stimme von Andrea Sawatzki tut sein Übriges. Die Geschichte ist gut konstruiert und weist keinerlei Ungeklärtes auf. Nun fiebere ich dem 5. Band entgegen und sage allen Lesern und Hörern, Schatten ist der Autorin außerordentlich gut gelungen. Absolute Leseempfehlung.

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Tags: friedhof, hebamme, kinder, salzburg, tagebuch, wien   (6)
 

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

champagner, verbotenes zimmer, mörder, amélie nothomb, spanier

Blaubart

Amélie Nothomb , Brigitte Große
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 20.05.2015
ISBN 9783257243178
Genre: Romane

Rezension:

Nun habe ich mir das nächste Buch von Amélie Nothomb zu Gemüte
geführt und muss sagen, es hat mich ebenfalls gefesselt. Als eine
spannende Mischung aus Erzählung und Kriminalfall und auch ein
Hauch Märchen würde ich es mal beschreiben.

Die Autorin hat sich als Vorlage das Märchen der Gebrüder Grimm
genommen und die Story in die heutige Zeit gelegt und geschickt
abgewandelt. Nicht weniger spannend als das Original um den
Frauenmörder Blaubart.

Die junge Saturnine bezieht ein Zimmer im Pariser Stadtpalais des
Adeligen Don Elemirio. Es geht das Gerücht um, 8 ebenfalls junge
Frauen, die bei dem charmanten und reichen Don Elemirio wohnten,
sind alle spurlos verschwunden. Wird Saturnine dem Charme ebenso
erliegen wie die anderen Frauen? Was wird siegen: Gefühl oder
Verstand?

Ein so kluger wie scharfsinniger Dialog zwischen den Protagonisten
ist hier zu lesen. Es knistert nicht nur der Stoff des genähten Rockfutters, sondern es perlt auch der teure Champagner. Die Spannung steigert sich von Abendessen zu Abendessen. Amelie Nothomb spielt mit den Genüssen für Leib und Seele des Menschen und lässt uns in die Abgründe des Bösen blicken. Ein Buch zum Lesen und Nachdenken.

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Tags: champagner, katholisch, spanier, verbotenes zimmer   (4)
 

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geldgeber, behörden, afrika, trauma, indien

Die Traumwerkstatt von Kerala: Die Welt verändern - das kann man lernen

Sabriye Tenberken
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.09.2015
ISBN 9783462047172
Genre: Sachbücher

Rezension:

Als ich sah, Sabriye Tenberken hatte wieder ein Buch geschrieben, musste ich mir das gleich besorgen.

Die Traumwerkstatt von Kerala heißt der Titel. Wo liegt Kerala? Mitten in Indien. Aber sie waren doch in Tibet? Was hat sie bewegt dorthin zu gehen?

Für die mit 12 Jahren schon erblindete Sabriye ist es eine Lebensaufgabe benachteiligten Menschen selbstlos zu helfen bzw. diesen Menschen einen Weg zu zeigen, wie sie aus ihrer Situation heraus ein Projekt starten können, um wiederum anderen eine Lebensperspektive zu ermöglichen. Aber es musste auch ein Schulungs-Center errichtet werden dafür, wo sich die Teilnehmer gut zurecht finden und auch wohlfühlen. Viele haben ein schweres Schicksal hinter sich, einige sind blind, leiden wegen ihres Äußeren unter Verfolgung oder haben eine andere Behinderung.

Einige werden zu Bienenzüchtern und Umweltschützern ausgebildet. Andere wiederum werden Lehrer und bereiten Kinder auf ein selbstbestimmtes Leben vor. Oder bringen Kindern die Brailleschrift bei. Ganz toll auch das Projekt, wie aus Müll wertvolles hergestellt werden kann. 

Sehr gefallen hat mir, das es spielerisch alles durchexerziert wurde. In mehreren Phasen wurden sämtliche Fallen aufgestellt, die auf die Teilnehmer lauern könnten. Das ganze Planspiel läuft über mehrer Monate und jeder Teilnehmer spielt eine Rolle, wie auf der Theaterbühne. Am Ende wird allen Teilnehmern in Filmen gezeigt, was schief laufen kann. Sie sollen alle 100 % vorbereitet sein, wenn sie in ihr Land zurück kehren und die Projekte in Angriff nehmen. Denn wichtig ist, nicht nur die Euphorie soll am Leben erhalten bleiben, auch sollen die Projekte wie ein Schiff durch das Fahrwasser gleiten und alle Hürden leicht umschifft werden.

In ihrem aus den Niederlanden stammenden Paul Kronenberg hat Sabriye einen Partner an ihrer Seite, der unermüdlich und voller Optimismus das auch noch so schwierigste Projekt aus der Taufe hebt. Wenn man sich die Fotos in Ruhe anschaut, auf allen Bildern strahlt Sabriye von innen heraus. Vieles hat sie auch von ihrem Elternhaus mitbekommen, anderes hat sie in Marburg auf der Schule erlernt. Sie gibt ihre Erfahrung gerne an andere weiter.

Ich bewundere Menschen, die sich so für andere Menschen einsetzen und das Zeug haben etwas sehr wichtiges auf die Beine zu stellen. Sabriye und Paul haben meinen ganzen Respekt. Einen Platz auf Wolke 7 ist den beiden auf jeden Fall mal sicher.

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Tags: afrika, behörden, blinde, geldgeber, grundstück, hexenglaube, indien, schicksale, tibet, trauma   (10)
 

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vivienne westwood, champagner, london, paris, saufkumpanin

Die Kunst, Champagner zu trinken

Amélie Nothomb , Brigitte Große
Flexibler Einband
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257244168
Genre: Romane

Rezension:


Amèli Nothomb ist für mich eine neue Entdeckung. Sie ist 1967 in
Japan geboren und dort als Tochter eines Diplomaten aufgewachsen.
Dem Schreiben ist sie schon früh verfallen und in Frankreich schreibt
sie einen Bestseller nach dem Anderen. Ihren Lebensmittelpunkt hat
sie teilweise in den Metropolen Paris und Brüssel.

Ihre Bücher sind keine Schmöker mit vielen Seiten, nein. Eher so die
dünnen Varianten mit weniger als 200 Seiten. Aber die haben es in
sich.

Champagner ist eine Leidenschaft. Allerdings behauptet die Autorin
es sei eine Kunst so ein edles Tröpfchen zu trinken. Aber alleine macht es weniger Spaß. Folglich macht sie sich auf die Suche nach einer Saufkumpanin. Sie findet sie in Pétronille, mit der sie als Autorin Briefkontakt pflegt und die eines Tages auf einer 
Buchlesung auftaucht. Auch sie hat sich dem Schreiben gewidmet. 

Gemeinsam gehen sie auf "Tour" sozusagen und finden sich in London wieder, wo die Autorin sich von dem Trauma mit Vivienne Westwood, die mit den orangefarbenen Kartoffelpüree-Haaren erholen muss. Köstlich auch die Ski-Tour in den Alpen oder die vornehme Degustation im sogenannten berühmten Rizz. 

Die Geschichte nimmt einen gleich gefangen und die Ausdrucksweise
der Autorin ist zwar gespickt mit Fremdwörtern, aber auch mit einem
derart bissigen Humor versehen. Köstlich würde ich sagen. Für mich
war es das erste Buch der Autorin und sie hat mich so überzeugt, dass ich mir unbedingt noch weitere Bücher von ihr vornehmen werde. Geschrieben hat sie ja reichlich.

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Tags: buchlesung, champagner, degustation, freundschaft, london, paris, saufkumpanin, vivienne westwood   (8)
 

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experiment, hörbuch, mission control, neid, glashaus

Die Terranauten

T.C. Boyle , Dirk van Gunsteren , August Diehl , Ulrike C. Tscharre
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 09.01.2017
ISBN 9783844523843
Genre: Romane

Rezension:

Die Terranauten von T.C. Boyle - gelesen von August Diehl, Ulrike C. Tscharre und Eli Wasserscheid

"Jeder Geist baut sich selbst ein Haus und jenseits dieses Hauses
eine Welt" (Emmerson)

Die Terranauten ist ein erfundener Begriff vom Autor T.C. Boyle. Die Grundidee des Autors zu diesem ungewöhnlichen Roman war "Kann man eine 2. Erde erschaffen, wenn man die erste vernichtet hat"? Er liebt Ökologische Themen, wie er Denis Scheck in einem Interview offenbarte.

Unter einer Glas-Kuppel werden 4 Männer und 4 Frauen für den geplanten Zeitraum von 2 Jahren eingeschlossen. Sie sollen in einer Art künstlichem Ökosystem überleben und sich selbst versorgen. Strickte Anweisungen sind zu befolgen. Das erste Projekt "Mission 1" ist kläglich gescheitert und nun will man beweisen, es kann funktionieren. In diesem Ökosystem gibt es rund 3.800 Pflanzen- und Tierarten, die müssen versorgt und gepflegt werden. Allerdings möchte jeder seine eigene Persönlichkeit zur Schau stellen und sich inszenieren vor den Medien. Einschaltquoten müssen her, egal wie. Das Projekt verkommt zu einem riesigen PR- und Medienzirkus. Es gibt Sex und Liebe, Neid und Missgunst und die üblichen Sorgen unter dieser Glaskuppel. Stromausfall, die die Temperaturen in die Höhe treiben sowie Sauerstoffmangel. Als Hörer hat man das Gefühl man sei bei „Big Brother“ oder dem Dschungelcamp. Die Aufgaben bestehen allerdings in Theaterstücken, die die Teilnehmer aufführen müssen.  

Sympathie hegte ich für keine der Eingeschlossenen sowie der Personen, die das Projekt überwachten. Niemand kommt wirklich gut weg bei der Story. Ein Geniestreich? Mich konnte es nicht ganz so fesseln, wie ich das vorher gehofft hatte und ich war eher froh, als die Terranauten ihren Wiedereintritt hinter sich hatten und Mission 3 ans Werk ging. Allerdings muss ich zugeben, die Beobachtung und das Agieren der Crew-Mitglieder untereinander war dann schon sehr unterhaltsam und spiegelte wohl wirklich die Charaktere
von Menschen wieder, wenn sie ihre egoistischen Ziele verfolgen.

Die Sprecherin von Dawn gefiel mir gar nicht. Zu hart und zu schnell gelesen für meinen Geschmack hat Eli Wasserscheid die Hauptperson. Für mich kam sie emotionslos rüber und daher war ich immer froh, wenn August Diehl oder Ulrike C. Tscharre ihre Sprechrolle übernahm.

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Tags: missgunst, mission 2, neid, ökosystem, sekte, sex, theaterstück   (7)
 

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istanbul, türkei, geschichte, krimi, hass

Die Gärten von Istanbul

Ahmet Ümit , Sabine Adatepe
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei btb, 11.09.2017
ISBN 9783442715138
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Istanbul: Stadt der tausend Seelen, der tausend Geschichten, der tausend Sprachen.....

Das Original heißt übersetzt - Erinnerungen an Istanbul, ich finde den Titel viel passender. Denn Erinnerungen werden hier ausgegraben. Wer allerdings einen spannenden Krimi erwartet, wo der Täter von den Ermittlern durch immer einen Schritt voraus ist, sollte nicht weiter lesen. Dieser türkische Krimi, der ausschließlich in Istanbul spielt ist eher etwas für Geschichtsliebhaber, der viel und ausführlich über die interessanten Bauten und deren vergangenen Herrscher erzählt. Tote gibt es dennoch reichlich.


Die erste Leiche lässt den Leser auch schon mal einiges über die Gründung der Stadt am Bosporus erfahren, sie hieß Byzantion. Gegründet von den Griechen. Kadiköy ist da wohl der älteste Stadtteil. Konstantinopel kam erst mit dem Tod vom römischen Kaiser Konstantin. Gefunden wurde der Professor für Kunstgeschichte an der Atatürksäule. Merkwürdigerweise konnte man keinen einzigen Blutstropfen feststellen und in der Hand des Leichnams fand sich eine historische Münze, die auf die Gründung der Stadt hinweist. Schnell stellt sich heraus, es handelt sich um den Ex-Ehemann der Museumsdirektorin des legendären Topkapi Palastes, Leyla Barkin.
Nachdem der Täter auch ein zweites Mal zugeschlagen hat und eine weitere Leiche mit historischer Münze gefunden wurde, stellt sich schnell heraus, die Opfer waren keine unbescholtenen Bürger. Sie waren in einen Bau-Skandal um ein großes Wohn- und Geschäftscenter verwickelt. 

Die Figuren um Oberinspektor Nevzat herum sind einfach toll dargestellt. Ali, der draufgängerische Polizist, der sich gerne mal mit einem verdächtigen anlegt und am Liebsten ein Geständnis aus ihm rausprügeln möchte. Oder die fleißige Zeynep, auf die sich Nevzat verlassen kann. Nevzat erzählt in der Ich-Form und schnell ist man auch in seinem privaten Drama involviert. Es wird von Liebe und Verrat und Verlust erzählt und auch Geschichte und Gegenwart wechseln sich immer wieder ab. Man verliert nie den Faden.

Hier spürt man auch die Melancholie der Menschen (sehr typisch für das türkische Volk), die oft vergangenem nachhängen, dazu in der lauen Sommernacht in einem Weinlokal sitzen und ein Glas Raki trinken, im Hintergrund spielt leise melancholische Musik bekannter Musiker. Man muss sich ganz einlassen in die jahrtausendealte Geschichte Istanbuls und es als historischen Kriminalroman sehen. Dann ist es äußerst lesenswert. Vorteil ist auch, wenn man die Stadt schon besucht hat, dann hat man diese tollen Paläste und Moscheen vor Augen. Denn gelangweilt hat es mich in keinster Weise. Auch ist die türkische Literatur hier nicht so publik gemacht worden bisher, deshalb umso mehr möchte ich diesen Schmöker den Lesern ans Herz legen.

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Tags: atatürk, bosporus, dolmabace palast, galatabrücke, hagia sofia, istanbul, kadiköy, topkapi palast   (8)
 

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syrien, damaskus, freunde, freundschaft, hoffnung

Sami und der Wunsch nach Freiheit

Rafik Schami , Philip Waechter
Fester Einband: 326 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 19.12.2017
ISBN 9783407823199
Genre: Jugendbuch

Rezension:


"Wer anderen die Freiheit verweigert, verdient sie nicht für sich selbst"
(Abraham Lincoln)

Scharif war als syrischer Flüchtling in Deutschland gelandet und ist
dem Schicksal sei Dank mit dem syrischen Autor Rafik Schami zusammen getroffen. Denn nur durch schicksalhafte Begegnungen kommen die Geschichten zu dem bemerkenswerten 
Autoren Rafik Schami. Bescheiden wie Scharif ist, möchte er nur ein Musikinstrument für seine Geschichte haben, die er über seinen besten Freund Sami erzählen wird. Er spielt für sein Leben gerne das orientalische Instrument "Laute". Nur mit der Musik kann er sich in sein früheres Leben hineinversetzen und an all die Menschen denken, die sein Leben geprägt haben und ihn lange Zeit begleiteten.

Aber zurück zu Sami und seinem Leben voller Narben. Die beiden Freunde kennen sich von Kindesbeinen an. Wir erfahren viel über das frühere Leben in Syrien in den Gassen von Damaskus, über seine Familie, Freunde und Nachbarn. Einer der Nachbarn ist Elias, der alte Postbote. Er ist über alles und jeden gut informiert und für die Jungs ein guter Erzähler und weiser Freund.

Wir bekommen auch Einblick in das Schulsystem im damaligen Syrien. Unterdrückung, Bespitzelung und Korruption, Neid und Missgunst und dem Geheimdienst, der überall seine Fühler ausstreckt. Welches Schema sich unter der Diktatur abzeichnete und worauf es dann letztendlich hinaus lief, davon bleibt der Leser nicht verschont. Dennoch ist die Geschichte lesenswert und man versteht das syrische Volk ein wenig besser. Es wäre nicht Rafik Schami, der daraus eine Geschichte gemacht hätte, die fast wie ein Märchen klingt. Aber auch nur fast. Denn, wenn Menschen jahrzehntelang drangsaliert und unterdrückt werden, in Angst leben, nicht wissen, was mit ihren verschleppten Angehörigen passiert ist, dann kocht die Wut irgendwann über.

Es macht schon sehr betroffen, weil man hier mit einzelnen Schicksalen konfrontiert wird. Dennoch gelingt es Rafik Schami immer wieder auch eine gewisse Distanz zu behalten, denn schon schlittert man in die nächste Geschichte. Beim Lesen wird jedem klar, Rafik Schami hat auch noch in seinem hohen Alter Sehnsucht nach seinem geliebten Syrien und Hoffnung auf Frieden in seiner Heimat. Das merkt man bei jedem seiner Bücher. Wie heißt es so schön? "Die Hoffnung stirbt zuletzt".  Eine absolute Leseempfehlung von mir. 

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Tags: damaskus, daraa offensive, flucht, flüchtling, freundschaft, geheimdienst, internet, laute, postbote, verschleppung   (10)
 

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china, leere bienenstöcke, imker, vermächtnis, bienenstock

Die Geschichte der Bienen

Maja Lunde , Ursel Allenstein , Bibiana Beglau , Markus Fennert
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Der Hörverlag, 20.03.2017
ISBN 9783844526219
Genre: Romane

Rezension:


Die Geschichte der Bienen von Maja Lunde, gelesen von Bibiana Beglau, Markus Fennert und Thomas M. Meinhardt. 

"Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch
nur noch 4 Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung
mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr."
(Albert Einstein)

Bienen sind äußerst nützliche Tiere, für Mensch, wie für die Tiere. Das ist den meisten Menschen nicht ganz so bewusst, denke ich mal. Spätestens nach dem Lesen dieses Buches ist der Leser oder Hörer schlauer. Die norwegische Autorin hat einen beeindruckenden Roman über 3 Epochen verfasst, die ausschließlich das Thema Bienen und Bestäubung und Imkerei behandelt und das so interessant und auch mit einer gewissen Spannung. 

England im Jahre 1852, der Biologe William hat eine große Sinnkrise und liegt nur noch im Bett. Seine Samenhandlung bringt keinen Gewinn mehr ein. Williams zahlreiche Töchter sind ihm keine Hilfe, Edmond sein einziger Sohn findet keinen Bezug zu seinem Vater. Lediglich Tochter Charlotte interessiert sich leidenschaftlich für die Bienen und unterstützt ihren Vater beim Bau eines neuartigen Bienenstocks. 

In den USA in Ohio im Jahre 2007 lebt der Imker George mit seiner Frau und Sohn Tom von den Bienen. Er träumt davon, seinem Sohn das Vermächtnis von zahlreichen Bienenstöcken zu übergeben damit er die Tradition weiter führen kann. Doch eines Tages erlebt George das Unfassbare: seine Bienen verschwinden, die Bienenstöcke sind leer, seine Existenz ist bedroht. Und das ist keine Erfindung, sondern es ist wirklich passiert. 

In China im Jahr 2098 bestäubt Tao mit ihrem Mann per Hand die Blumenblüten. Sie arbeiten in einer Kolonie sozusagen. Da es keine Bienen mehr gibt, müssen sie die mühevolle Aufgabe übernehmen. Es geht um das Überleben der Menschheit. Die Nahrungsmittel werden knapp. Sie haben einen kleinen Sohn, Wei-Wen, der es mal besser haben soll als sie. An einem freien Tag passiert allerdings etwas Ungewöhnliches mit der kleinen Familie und Tao sieht in ihrer hilflosen Situation nur noch eines, Angriff nach vorne. 

Durch die abwechselnden Erzählungen kommt der Hörer langsam dahinter, dass die Geschichten, die zu völlig unterschiedlichen Zeiten angesiedelt sind, irgendwie eine Verbindung haben. Die Geschichte der Zukunft hat mich besonders gefesselt und nach dem Rechnen des Lebensalter war ich erleichtert, so etwas nicht mehr erleben zu müssen. Maja Lunde hat es aber erreicht, das der Mensch sich Gedanken über das Einsetzen von Pestiziden machen sollte. Auch darüber, was wir unseren Nachkommen hinterlassen und bei rechtzeitiger Kehrtwende noch das Schlimmste verhindern könnten. Dieses Buch klingt noch lange nach bei mir und wenn ich eine Biene oder Hummel sehe freue ich mich über ihr fleißiges Arbeiten an den Blüten.

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Tags: bienenstock, china, imker, leere bienenstöcke, seuche, sinnkrise, vermächtnis   (7)
 

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krimi, island, fall 01, krimi island, zurückweisung

Eiskalte Stille

Jón Hallur Stefánsson , Betty Wahl
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.08.2007
ISBN 9783548607269
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Junge Marteinn findet seinen Vater bewußtlos und schwer
verletzt beim Sommerhaus der Familie auf. In der Nacht zuvor
hatte er einen Anruf erhalten und überstürzt das Haus verlassen.
Marteinns Vater ist Architekt und hat eine Affäre mit seiner
jungen Assistentin Sunneva. Nun ist allerdings auch Sunneva
verschwunden. Ihre Mutter hat sie als vermisst gemeldet.

Ich spare mir den weiteren Inhalt. Umständliche Beschreibungen,
zu detailliert und primitiv um noch irgendwie spannend
zu wirken. Das ganze Vorgeplänkel war zu privat. Eh man erst einmal
eine Leiche zu sehen bekam, waren schon 100 Seiten fast vorbei.
Das ist für einen Kriminalroman definitiv zu lange. Langweilige Figuren machen den Krimi nicht spannender. 

Eine Karriere als Krimiautor riss dann wohl vor längerer Zeit ab bei
dem Autoren Stefansson, schien wohl doch nicht von Erfolg gekrönt zu sein. Denn lediglich 2 Krimis kann ich entdecken, dabei war er als 
"Kronprinz" der islandänischen Kriminalliteratur angepriesen auf der
Rückansicht des Taschenbuches. In meinen Augen ein langweiliger
Islandkrimi, den man nicht lesen muss. 

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