Daphne1962

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Die Panne

Friedrich Dürrenmatt , Christian Brückner
Audio CD
Erschienen bei Diogenes, 01.11.2007
ISBN 9783257801538
Genre: Romane

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joel dicker, niedergang amerika, freundschaft, bruderschaft, dicker

Die Geschichte der Baltimores

Joël Dicker , Andrea Alvermann , Brigitte Große
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2017
ISBN 9783492310796
Genre: Romane

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italien, weltausstellung 1929 barcelona, mitreisende, bordell, zugreise

Der ewige Spiesser

Ödön von Horvath , Claude Pierre Salmony , SRF Schweizer Radio und Fernsehen und ORF Österreichischer Rundfunk , Jörg Hube
Audio CD
Erschienen bei Merian, Christoph, 01.09.2016
ISBN 9783856167066
Genre: Klassiker

Rezension:


Hörspiel nach Ödön von Horvath

Ödön von Horváth (1901-1938) war einer der bedeutendsten
österreichisch-ungarischen Schriftsteller und verfasste seine
Werke auf Deutsch. Seit 1950 wurden diese vielfach verfilmt.

Spielt in der Zeit zwischen 2 Weltkriegen. Das Reisen war zur damaligen Zeit eine recht aufwendige Angelegenheit. Man reiste in der Regel mit dem Zug. Von München bis Barcelona war man da schon mal über 90 Stunden unterwegs.

Der Automobil-Verkäufer Alphons Kobler reist zur Weltausstellung
im Jahre 1929 nach Barcelona. Allerdings erhofft er sich dort eine gut
situierte, wenn nicht sogar sehr vermögende Dame anzueignen. Sein
Vorhaben ist schon recht berechnend. Unterwegs auf seiner Zugreise trifft er eine Menge Leute, die das Abteil mit ihm teilen. Einige steigen aus, andere wieder zu. Mit einem fährt er schon recht lange bis ans Ziel.

Die Geschichte dieses Romans ist doch recht ironisch aufzufassen. Die Figuren allesamt sonderbar und auch spießbürgerlich, genau wie der Protagonist selbst. Denn Kobler zeichnet alles auf und protokolliert sämtliche Befindlichkeiten der Reisenden und deren Meinungen.

Herrlich aber, dass es als Hörspiel inszeniert wurde, so sitzt man fast
selbst mit im Zug und lauscht den Gesprächen. Mir hat dieses kurzweilige Hörspiel viel Spaß gemacht. 

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Tags: bordell, italien, mitreisende, weltausstellung 1929 barcelona, zugabteil, zugreise   (6)
 

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paris, kunststudenten, ikonen

Schattenhände

Jorun Thørring , Sigrid C. Engeler , Sigrid Engeler
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv, 17.02.2011
ISBN 9783423212717
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Orla Os, eine Norwegerin in Paris. Sie ist seit 8 Jahren schon verwitwet und arbeitet bei der Polizei. Von Beruf eigentlich Gerichtsmedizinerin. Daher hat sie auch oft schon einen guten Blick, wenn Leichen aufgefunden werden und nimmt den Tatort gut in Augenschein.

Mit ihren Kollegen Robert und Hervé Marchal ermittelt sie in einem sonderbaren Fall. Ein junger Student aus der Ukraine wird entkleidet und erstochen aufgefunden. Während sie sich noch mit dem Motiv und dem Tatort befassen, passiert unter ihren Augen der nächste Mord im Haus. Aus den Nachbarn ist auch nicht viel heraus zu bekommen. Es wird nicht leicht für die Ermittler, ein Motiv zu finden.

Einziger Lichtblick in der schwierigen Zeit für Orla ist derzeit die Bekanntschaft mit einem wohlhabenden Weinhändler, dessen Familie ein Gut besitzt. Auch die Aussicht ein stattliches Erbe zu erhalten aus dem Nachlass ihres Mannes wirkt zwar etwas beruhigend auf sie, dennoch hat sie ständig das Gefühl beobachtet zu werden. Woher dieses Gefühl kommt, kann sie sich lange nicht erklären.

Es dauert als Leser ein wenig, eh man in diese ganze Geschichte hinein kommt. Für mich war es der 2. Krimi der Autorin und ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Die Story baut sich langsam auf und dann tut sich eine interessante Geschichte auf. Mit vier Sternen kann ich den Krimi bewerten. 

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Tags: ikonen, kunststudenten, paris   (3)
 

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frauen, skios, chaos, unglück

Willkommen auf Skios

Michael Frayn , Anette Grube
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.06.2014
ISBN 9783423143301
Genre: Romane

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familie, schwangeschaft, schweine, tierschutzaktivisten, inseln

Wenn das Schlachten vorbei ist

T. C. Boyle , Dirk van Gunsteren
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.11.2013
ISBN 9783423142694
Genre: Romane

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Idyllen in der Halbnatur

Wilhelm Genazino
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.07.2014
ISBN 9783423143288
Genre: Romane

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olympiade, radrennen, medaille, london, krebs

Gold

Chris Cleave , Susanne Goga-Klinkenberg , Britta Steffenhagen
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, 01.04.2013
ISBN 9783862312498
Genre: Romane

Rezension:


Gold von Chris Cleave - gelesen von Britta Steffenhagen

Eigentlich bin ich ja eh kein großer Fan vom Radrennsport. Die viele Negativ Presse tut sein übriges. Allerdings kann ich mir auch gut vorstellen, was für einen "Kick" man bekommt, wenn man auf einem Rennrad losspurtet und Rennen fährt. Da setzt dann so eine Art "Adrenalinstoss" ein oder die Glückshormone beginnen sich freizusetzen. Denn Fahrrad fahre ich ja auch für mein Leben gerne. Man bekommt den Kopf frei, wenn einem der Wind um die Ohren pustet.

Seit Jahren trainieren die beiden Frauen Zoe und Kate für die bevorstehende Olympiade. Olympisches Gold im Radrennen, davon träumen beide. Für Zoe ist es aber ihr Leben, sie hat sonst nichts anderes. Kate allerdings muss zu Hause bleiben und sich um Sophie kümmern. Sie hat sich gegen den Sport entschieden, um für ihre kranke Tochter da zu sein. Immerhin kann Jack fliegen. Auch er ist Radrennfahrer und auf Medaillen aus.

Der Autor hat hier ein Buch geschrieben, deren Inhalt sich dem Thema Freundschaft, Liebe, Familie und Sport beschäftigt. Was macht Zoe aber ständig so aggressiv? Warum will sie immer nur gewinnen, warum ist sie immer so boshaft? Den wahren Grund erfährt der Hörer allerdings erst zum Ende. Die Presse stürzt sich auf alles, was bei Zoe passiert, Es verschlimmert ihren Zustand allerdings nur. 

Dieses Hörbuch ist aber definitiv zu sehr in die Länge gezogen. Mit den Zeitsprüngen hatte ich bei dem Hörbuch manches Mal leichte Probleme. Auch wurde mir die Protagonistin zum Ende des Hörbuchs immer noch nicht sympathischer. Selbst, als einem die ganze Geschichte dahinter offenbart wurde. Zwar hat der Autor die Charaktere sehr gut beschrieben, keine Frage. Es ist an sich auch eine interessante Geschichte, aber es hat mich nicht ganz so mitgerissen und reichte bei mir daher nur für 3 Sterne.

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Tags: england, krebs, medaille, olympiade, radrennen, star wars   (6)
 

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mittelalte, geschichte, königshaus, dichter, schauspieler

Auf den Spuren von William Shakespeare

Ellen Alpsten , Helene Sandberg
Fester Einband
Erschienen bei Knesebeck, 14.03.2016
ISBN 9783868739282
Genre: Sonstiges

Rezension:


"Auf Dinge, die nicht mehr zu ändern sind, muss auch kein Blick
zurück mehr fallen! Was getan ist, ist getan und bleibt's."
(William Shakespeare 1564-1616)

Wer hat ihn nicht gesehen, den Film Shakespeare in Love. Völlig beseelt bin ich aus dem Kino damals gekommen. Nun hab ich Dank einer LB-Leserin dieses tolle Buch entdeckt. Wer kennt nicht seine großen Werke "Romeo und Julia" oder "Mcbeth", "Was ihr wollt" oder "Othello".

Dieser schöne Bildband über einen Mann, über den man so wenig weiß, ist so wunderschön gemacht. Tolle Illustrationen und verständliche Texte hat die Autorin Ellen Alpsten hier verfasst. Es macht so Spaß darin zu blättern.

Was haben wir Shakespeare zu verdanken? Viele Begriffe aus unserem Sprachgebrauch. "Jeder Topf findet seinen Deckel" oder 
"Kleider machen Leute". Das sind alles geflügelte Worte geworden.
Was wären wir heute ohne sie? Etwa 3000 Worte und Ausdrucke hat
William Shakespeare aus Stratford-upon-Avon in die englische Sprache eingeführt. 

Aber auch alles, was zu Lebzeiten des großen Autoren und Dichter gerade so üblich war, wie die Leute dort gelebt haben, auf den Tisch brachten oder wie sich sich kleideten, beschreibt die Autorin sehr bildlich. Woran die Engländer glaubten, was ihnen wichtig war und wie es im Königshaus zuging. Ich kann jedem Shakespeare Liebhaber dieses Buch nur empfehlen.Mit 143 Seiten ist es auch in keiner Weise zu überladen. Alles wesentliche ist beschrieben. 

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Tags: denker, dichter, elisabeth die erste, königshaus, mittelalte, schauspieler, sprache   (7)
 

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münchen, verschwörung, kaiserreich, fotograf, isar

Der eiserne Sommer

Angelika Felenda
Flexibler Einband: 435 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 11.09.2016
ISBN 9783518467138
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Im Jahr 1914 ist dieser historische Kriminalfall angesiedelt. Die Zeiten
damals waren noch andere, als heute. Kriminalität hat es schon immer gegeben, aber hier haben sich Erpresser auf eine ganz bestimmte Spezies abgesehen. Homosexualität konnte nur heimlich ausgelebt werden. Ausgelebt wurde sich auch reichlich unter den Männern, die in dieser Zeit beim Militär dienten. Aber sie waren ein gefundenes Fressen für Leute, die meinten mal schnell zu Geld zu kommen.

Kommissär Reitmeyer muss sich mit einem schwierigen Fall beschäftigen. Am Isar Ufer wurde eine Leiche aufgefunden. Zunächst sah es ganz nach einem Unfall aus. Der Mann war sturzbetrunken, da kann man schon mal unglücklich stürzen. Die Behören sind nicht sehr daran interessiert, den Fall aufklären zu wollen. Es geht immerhin um sehr pikantes Material. Allerdings darf er nicht gegen das Militär ermitteln. Da sind ihm die Hände gebunden. Gegen verdeckte Ermittlungen kann aber niemand was einwenden. Die Recherchen führen Reitmeyer ausgerechnet auch in das mit ihm befreundete Haus der Familie von Dohmberg. Er ist mit Lukas und Caroline von Dohmberg befreundet. Sie haben noch einen jüngeren
Bruder Franz, der beim Militär dient.

Die Autorin Angelika Felenda hat die damalige Zeit recht gut rüber gebracht, der Leser konnte sich von den damaligen Verhältnissen ein ordentliches Bild machen. Die Korrektheit und Strenge in den Behörden, die hierarchischen Kompetenzen kamen bei mir als Leserin gut an. Auch das Gehabe der jungen Offiziere beim Militär. Die Stimmung in der Vorkriegszeit war auch schon zu spüren. Allerdings entwickelte sich die Geschichte als solches in ein schwieriges Geflecht, was nicht so einfach zu verstehen war. Anfangs fand ich die Geschichte als solches plausibel und durchaus echt. Konnte dem auch noch gut folgen. Später verliefen sich einige Ansätze im Nichts und man war leicht geneigt den Faden zu verlieren. Dennoch wurde ich gut unterhalten, muss aber sagen, der 2. Band Wintergewitter hat mir besser gefallen. 

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Tags: fotograf, homosexualität, isar, militär, münchen, pikante fotos   (6)
 

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haustür, schule, tierschutzbund, untermieter, schüler

Danke, ich brauche keinen Sitzplatz!

Virginia Ironside , Sibylle Schmidt , Katja Duda , Hannelore Hoger
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 02.11.2015
ISBN 9783844519266
Genre: Romane

Rezension:


Was für ein Jahr das Marie Sharp hinter sich hat. Gelesen wurde
das Hörbuch wieder von Hannelore Hoger. Sie passt glänzend zu
dieser Rolle.

Aber nun zum Anfang. Die guten Vorsätze hat Marie für sich gepachtet zu Beginn des neuen Jahres. Das Haus muss gründlich aufgeräumt und entrümpelt werden. Es hat sich auch so dermaßen viel angesammelt. Einen neuen Untermieter sucht sie noch. Durch Freunde findet sie schnell einen adäquaten Mann, der frisch getrennt dringend ein möbliertes zu Hause sucht. Graham zieht bei ihr ein. Dann soll sie in der Schule ihres geliebten Enkels Gene einen Vortrag über das "Früher war alles anders" erzählen. Ein wenig Bammel hat sie ja doch davor. Dann muss sie sich noch monatelang mit einer gesundheitlichen Schwierigkeit plagen und das macht ihr doch schon heftiges Kopfzerbrechen genug. Da zieht auch noch eine neue Nachbarin ein, die ihr den letzten Nerv raubt. 

Ich mag die Bücher von Virginia Ironside sehr. Sie unterhalten mich
bestens und ich fühle mich quasi mittendrin im Geschehen. Gefallen
hat mir doch auch sehr, wie sie sich ein neues Auto suchen muss.
Das konnte ich so richtig gut nachvollziehen. So manches Mal dachte
ich, hätte ich das auch so gemacht? Wie hätte ich reagiert?

Es klang ganz wie ein Abschied am Ende, doch dann war ich beruhigt,
als ich sah es kommt im Herbst ein neuer Band heraus. Zum Glück,
denn ich möchte doch zu gerne weiter erleben, was Marie noch so
erleben wird. 

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Tags: haustür, nachbarin, schäferhund, schule, schüler, tierschutzbund, untermieter, vortrag   (8)
 

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Ein Garten am Meer

Bertina Henrichs
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 31.03.2011
ISBN B004URW6VA
Genre: Sonstiges

Rezension:

Hörbuch von Bertina Henrichs - Ein Garten am Meer - gelesen von Hannelore Hoger.

Die Bretagne ist ja bekannt für ihr raues Klima, dem Wind und der salzigen Luft. Aber die Menschen, die dort leben, lieben ihre Atlantikküste und die dazugehörenden Dörfer. So auch Marthe Simonet, die sich ihre freie Zeit mit Nachhilfestunden vertreibt und mit Bestandsaufnahmen und dem Katalogisieren von Büchern in der Bibliothek. Sie unterstützt die Bibliothekarin regelmäßig. Marthe ist Witwe und im Rentenalter. Das Dorf Plouerbec ist eine Idylle, die sie und ihre Bewohner nicht missen möchten.

Eines Tages hat das aber leider ein Ende. Es soll ein riesiger Freizeitpark gebaut werden. Einige Bewohner verkaufen schnell ihre Häuser. Aber Marthe und ihre Nachbarn lassen sich nicht vertreiben. Sie wollen es mit dem Giganten aufnehmen. Sie bilden eine Bürgerinitiative, der auch der Deutsche Sonderling Hans von Scharnbeck beitritt. Normalerweise lebt er nur auf seinem Boot, aber nun muss er zu anderen Maßnahmen greifen. Die ersten Bagger rauschen auch schon bald heran und Schluss ist mit Ruhe und Besinnlichkeit. Noch ahnen sie nicht, was auf sie zu kommt.

Bertina Henrichs hat hier wieder ein feinsinniges Buch geschrieben (die Schachspielerin hatte mir schon ganz gut gefallen) Sehr gut die Sprecherin Hannelore Hoger dafür zu gewinnen. Die Figuren sind alle samt vortrefflich erdacht und beschrieben. Jeder hat seinen sonderbaren Charakter, der dem Leser allerdings nicht ganz so tief beschrieben wird, wie ich es mir erwünscht hätte. Manche Menschen bleiben etwas an der Oberfläche und die Geschichte zieht sich doch recht in die Länge um dann aber am Ende sehr abrupt und unverhofft zu enden. Hat mich dann doch schon sehr erstaunt. Ich blieb ein wenig ratlos zurück, aber wir denken uns jetzt einfach 
unseren Teil dazu.

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exil, nationalsozialismus, wiederentdeckter klassiker, paris, belgien

Kind aller Länder

Irmgard Keun
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 18.02.2016
ISBN 9783462048971
Genre: Romane

Rezension:


Irmgard Keun (geboren 1905 - gestorben 1982) war eine Schriftstellerin, die in den 30er Jahren schon berühmt war. Noch heute verkaufen sich ihre Bücher recht gut und mit dem Buch "Kind aller Länder" sollte sich das auch weiter fortführen. Denn solch eine Schriftstellerin darf nicht ins Vergessen geraten. Der Krieg vertrieb sie zunächst ins Exil nach Ostende, wo sie mit Josef Roth lebte und reiste. Später ging sie wieder zurück nach Deutschland, konnte aber leider nicht an ihre Erfolge anknüpfen.

Kully ist ein 10 jähriges Mädchen, deren Vater ein erfolgloser Schriftsteller ist, es aber nicht wahrhaben will und ständig pleite ist. Mit Geld kann er nicht umgehen, leiht sich überall welches und gibt es mit vollen Händen wieder aus. So ist Kully gezwungen mit ihrer depressiven und vergnügungssüchtigen Mutter im Hotel zu leben und auf den abtrünnigen Vater zu warten. Dieser verschwindet manchmal für Wochen und überlässt sie ihrem eigenen Schicksal.

Von Unrast geplagt reist der Vater mit ihnen in viele Länder und Städte, wie Brüssel, Paris, Amsterdam und Nizza so auch nach Italien. Die Reiserei im Zug alleine lehrt Kully schon fürs Leben, nicht die Schulbank, die sie nicht drücken kann, weil sie nirgendwo sesshaft sind. Einen kläglichen Versuch haben sie unternommen, den der Vater allerdings schnell torpedierte. Seine Pläne wurden noch hochtrabender und es ging sogar per Schiff nach Amerika.

"Ich kann jetzt auch in der Zeitung die Kurse lesen und Gulden in Zloty
umwechseln und Zloty in belgische Francs. Das ist von allem Rechnen das Wichtigste. Man muss wissen, das es tausenmal besser ist, zehn Dollar zu haben als eine Mark." (S120)

Anfangs musste man sich an die Sprache des Mädchens Kully erst gewöhnen, manchmal blieb ein Kloß im Hals stecken bei soviel kindlicher Naivität aber dann kam ich kaum mehr aus dem Grinsen heraus. Denn es ist doch eine Sprachkunst, sich in den Kopf eines Kindes hineinzuversetzen. Es ist einfach hinreißend zu lesen, wie Kully die Welt wahrnimmt und interpretiert. Was ihr für Ideen kommen in ihrer reichhaltigen Phantasie, das ist schon makaber bis amüsant. Denn normalerweise ist die Geschichte recht
traurig. Man leidet mit Kully und ihrer Mutter mit, wie sie sich versuchen durch zuschlagen und des ständigen Wartens müde sind.

"Die Mutter hat eine Bouillabaisse gegessen, das ist eine Suppe, die aus dem Mittelmeer gekocht wird, sämtliche Tiere des Mittelmeeres 
schwimmen undeutlich in ihr herum, und manche sind manchmal giftig. Wenn Menschen sterben wollen, können sie sich auch mit Pilzen und mit Bouillabaisse das Leben nehmen, aber ich glaube sie müssen es dann extra in der Hotelküche bestellen." (S144)

Ich werde mir auf jeden Fall ihre weiteren Bücher vornehmen und schauen, was Irmgard Keun sonst noch so zu Papier gebracht hat. Gelohnt hat sich das Buch allemal. Mir hat es sehr gefallen.

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Tags: amsterdam, geld leihen, hotel, hunger, paris, schildkröten, verleger   (7)
 

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schweden, krimi, schwedenkrimi, reihe, thomas andreasson

Mörderische Schärennächte

Viveca Sten , Dagmar Lendt
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.04.2014
ISBN 9783462046458
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

tod, ddr, gemälde, schuld, beerdigung

Zwischenspiel

Monika Maron , Monika Maron
Audio CD
Erschienen bei Argon, 23.10.2013
ISBN 9783839812570
Genre: Romane

Rezension:


Zwischenspiel von Monika Maron, gelesen von der Autorin

Was für ein Tag widerfährt Ruth da nur. Eigentlich wollte sie nur zum
Begräbnis ihrer ehemaligen Schwiegermutter Olga fahren. Doch irgendwie verschwimmt ihre Wahrnehmung ständig und sie verfährt sich auf dem Weg dorthin und landet in einem Park. Bei den Begegnungen, die sie nun begleiten, durchlebt die Protagonistin eine Art Vergangenheit.

Olga ist über 90 Jahre alt geworden und Ruth weiß, auch Olgas Sohn
Bernhard, Ruths Ex-Ehemann und Vater ihrer Tochter Fanny wird dort sein. Das belastet sie extrem. Schuld und Verdrängung kommen zu Tage. Die Beerdigung verpasst sie, dennoch erscheinen ihr Lebende, wie Verstorbene und leisten ihr Gesellschaft. Fragen, wo der Mensch nach dem Tod verbleibt, was das Leben ausmacht. Dabei ist die Geschichte nicht düster, eher auch erheiternd. Sie muss sich dennoch mit vielem auseinander setzen und sogar das Böse wird durch einige Untote lebendig. Schrittweise kommt das vergangene Leben von Ruth zu Tage. Man lernt sie besser kennen und einschätzen. Die Begegnung mit Margot und Erich Honecker tue ich mal als Klamotte ab. Begegnungen mit Personen aus ihr bekannten Gemälden fand ich da schon interessanter. 

Monika Maron ist Jahrgang 1941 und von 1951 bis 1988 in der ehemaligen DDR aufgewachsen. Ihr Roman "Zwischenspiel" spiegelt bestimmt auch eine Art Vergangenheitsbewältigung wieder. Die Art, wie die "Geister" mit ihr kommunizieren ist sehr gekonnt. Es war der erste Roman der Autorin für mich. Gekonnt hat sie ihn vorgetragen. Sicherlich werde ich mir noch mal das eine oder andere Buch vornehmen. Da wäre ich nicht abgeneigt.

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Tags: begräbnis, ddr, gemälde, hund, park, stasi   (6)
 

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ehe, kinder, lange partnerschaft, pastor, tim parks

Thomas & Mary

Tim Parks
E-Buch Text
Erschienen bei Verlag Antje Kunstmann GmbH, 15.02.2017
ISBN 9783956141782
Genre: Romane

Rezension:

Beziehungen sind eines der schwierigsten Dinge im Leben. Denn an einer Ehe muss man arbeiten. Daran führt kein Weg vorbei. Thomas und Mary sind seit 30 Jahren verheiratet.

"Manche Ehe ist ein Todesurteil, das jahrelang vollstreckt wird"
- August Strindberg

Es beginnt mit dem verlorenen Ehering. Es ist für Thomas ein schlechtes Omen und nun denkt er, es musste ja so kommen. Aber eigentlich hat sich das Drama in der Ehe schon vorher abgespielt. 

Wer aber denkt, hier hat Tim Parks ein langweiliges Eheleben zu Papier gebracht, der irrt. Natürlich sollte man sich aber nicht in dieses Buch hineinziehen lassen, um dann gewisse Parallelen seiner eigenen Ehe oder Partnerschaft zu suchen. Lediglich sehr gekonnt und präzise hat der Autor sich hier in das Innenleben einer langjährigen Ehe gewagt und diese so detailliert durchlebt.

Es kommen auch Außenstehende zu Wort, die einige Auszüge erzählen, Beobachtungen und gemeinsam Erlebtes wieder geben. 
Da wäre der Sohn Mark oder eine Nachbarin mit der Mary sich angefreundet hat sowie eine der zahlreichen Geliebten von Thomas. Auch wird das Elternhaus durchleuchtet, die Erziehung fehlt dabei natürlich nicht. 

Sind die Kinder erst mal aus dem Haus oder fast, dann wird sich ein Hund angeschafft. Das scheint für viele eine Art Kinder Ersatz zu sein. Mary jedenfalls wollte auf einmal einen Hund haben und dann kam Ricky ins Haus. 2 Stunden täglich ist sie mit ihm gelaufen. Man hat im Nachhinein den Eindruck, sie wollte wenig Zeit zu Hause verbringen. Mit jedem Kapitel wird dem Leser deutlich, was es mit dieser Ehe auf sich hat. Thomas hat einen Job, er verdient gut, hat jede Menge Geliebte im Laufe der Jahre, die er aber auch schnell wieder austauscht, wenn es ihm unbequem wird. Mary richtet sich ihr Leben bequem ein, läuft quasi um Thomas herum. Die Probleme schleichen sich langsam aber sicher ein. Es wird nicht mehr richtig kommuniziert. Sie schläft schon, wenn er ins Bett geht oder umgedreht. 

Das 330 Seiten dicke Buch war nicht eine Minute langweilig oder ermüdend. Ganz im Gegenteil, obwohl man ja schon zu Anfang wusste, die beiden trennen sich. Das nahm der Geschichte in keinster Weise die innere Spannung. Tim Parks schreibt flüssig und intensiv, man verliert nie den Faden und man durchlebt die Geschichte hautnah. Eine Lese Empfehlung von mir.

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Tags: ehering, geliebte, hund, kinder, lügen, pastor   (6)
 

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66 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

toskana, krimi, italien, todsünden, mord

Die Morde von Morcone

Stefan Ulrich
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.05.2017
ISBN 9783548289243
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bereits 2 Bücher hat der Autor schon veröffentlicht. Allerdings handelt es sich bei "Die Morde von Morcone" um sein Krimi-Debüt. 

Robert Lichtenwalde träumte vom Leben in der Toscana mit seiner Frau Stefanie. Er hat sich dort ein schönes idyllisches Haus gekauft. Nun sitzt er dort allerdings alleine und versteht die Welt nicht mehr. Seine Frau hat ihn verlassen und ist untergetaucht, seine Tochter macht ein Auslandsjahr in Bolivien. 

Der Conte, auf dessen Grundstück sein Haus steht und der sich um das Anwesen kümmert, während seiner Abwesenheit reißt ihn aus seiner Lethargie und will ihm die schöne Gegend bei einer Wanderung zeigen. 
Als sie die Leiche einer Prostituierten finden, geraten sie beide zunächst in Verdacht. Die Carabinieri tappen allerdings bei dem Motiv im Dunkeln. Auch auf den folgenden Seiten machen sie nicht den Eindruck, als seien sie dem Täter wirklich auf der Spur. Noch beunruhigt es die Bürger allerdings nicht all zusehr. Das sollte sich dann aber bald ändern. 

Giada Bianchi, hat einen kleinen Zeitschriftenladen und zieht ihren Sohn Leo alleine groß. Nebenbei verdient sie sich ein Zubrot als Lokalreporterin. Mit ihrem Bericht macht sie sich dann mehr Gedanken und als die nächste Leiche ihr quasi vor die Füße fällt, hat es ihren Kampfgeist geweckt. Mit dem "Deutschen" beginnt sie sich auf Spurensuche. Dabei lernen wir so einige sonderbare Dorfbewohner kennen. 

Ich würde dem Autor raten sich eher auf Reiseberichte zu spezialisieren, denn die Toskana und ihre Landschaft zu beschreiben hat er ausgezeichnet gemacht. Krimis zu schreiben, dafür bedarf es eine gewissen Spannung zu erzeugen. Die fehlte mir hier leider, obwohl die Idee vom Ansatz her recht gut war. Religiösen Fanatismus finden wir ja heutzutage häufig und wo das endet ist jedem Leser bekannt. Nur ist Stefan Ulrich oft auf der Lösung des Falles herumgeritten und am Ende hatte ich das Gefühl, er will es jetzt schnell zu Ende bringen. 

Es gibt auch einige Fehler, die vom Lektor überlesen wurden. Einige wurden schon von anderen Rezensenten erwähnt, mir ist allerdings noch aufgefallen, das der Friseur erwähnte er hätte einen Hund (Seite 116). Obwohl er alleine lebt wird er in keiner Weise mehr erwähnt. Das ist allerdings sonderbar, denn es geschieht im Buch so einiges noch mit ihm und der Leser macht sich dann schon seine Gedanken, ob so ein Tier in der Wohnung verhungert. Der Autor hätte das allerdings gar nicht schreiben brauchen, völlig überflüssig. 

Die vom Autor häufig übersetzten Worte und Phrasen ins italienische störten meinen Lesefluss ebenfalls erheblich. Sicherlich beabsichtigte er dabei, reichlich italienisches Flair einfließen zu lassen. Für meinen Geschmack war das leider zu viel. Auch hatte ich reichlich Mühe mit den recht komplizierten italienischen Namen der Bewohner. 


Das Cover ist allerdings recht schick gestaltet. Die glänzenden Buchstaben und im Hintergrund ein Toskana-Haus mit Zypressen im Vordergrund wurde vom Ullsteinverlag passend entworfen.

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Tags: die 7 totsünden, friseur, hexenohrringe, hochmu, religiöser fanatismus, sabbatical, toskana, völlere, zorn   (9)
 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

verrat, personenschaden, seriennummern, filmprojek, hörbuch

Montecristo

Martin Suter , Wanja Mues
Audio CD
Erschienen bei Diogenes, 25.02.2015
ISBN 9783257803624
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Montecristo von Martin Suter, gelesen von Wanja Mues

Der freischaffende Videojournalist ahnt noch nichts von dem was auf ihn zurollt. Rollen tat der Zug in dem er saß allerdings plötzlich nicht mehr. Eine Notbremsung brachte den Intercity, in dem Jonas Brand saß zum Stehen. Ein Personenschaden, wie es so schön heißt, wenn jemand auf den Gleisen liegt, ist der Grund. Jonas hält mit seiner Kamera das weitere Geschehen fest und befragt einige Mitreisende Pendler.

Einige Tage später macht er zufällig eine sonderbare Entdeckung mit
den Geldscheinen, die er seiner Putzfrau ins Haushaltsbuch legen wollte. 2 identische Seriennummern findet er darauf. Er glaubt, ein Schein muss gefälscht sein, aber welcher? Er lässt es bei der Bank seines Vertrauens überprüfen und tritt hiermit eine Lawine los, ohne es zu ahnen. 

Martin Suter hat nach seiner Erfolgsserie Allmen einen neuen Protagonisten erschaffen. Jonas Brand, der eigentlich nur davon träumt seinen Film "Montecristo" eines Tages machen zu können. Langsam baut sich auch hier die Spannung zu einem Finanzkrimi auf, deren Ende noch nicht zu erahnen ist. Jonas ist nicht klar, in welcher Gefahr er sich befindet. 

Sein Freund Max Gantmann, der nach dem Tode seiner Frau in seinem Büro und in seiner Wohnung zum Messie wird, ist ihm zunächst eine große Hilfe bei der Aufdeckung der sonderbaren Ereignisse, die sich um einen Finanzskandal zu drehen scheint. Allerdings ist er nicht ganz so naiv, wie Jonas und trifft einige Vorkehrungen, falls ihm was passieren sollte. 

Zeitgleich lernt Jonas auch noch eine neue Frau kennen, Marina. Eine
Schönheit mit einem Beruf, der sie vollends auslastet. Er möchte natürlich diese neue Liebe genießen und somit wächst ihm so einiges seiner Recherchen und Projekte über den Kopf. Nur deshalb merkt er erst spät, in was er da hineingeraten ist. 

Einen Stern Abzug für die zu häufigen Zufälle in dem Hörbuch. Allerdings wurde ich gut unterhalten, was ich von Martin Suter allerdings auch erwartet hatte. Wollen wir doch hoffen, im wirklichen Leben darf so etwas nicht passieren, aber wollen wir das so genau wissen?

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Tags: asien, bank, computerstic, filmprojek, geldscheine, personenschaden, seriennummern   (7)
 

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212 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 27 Rezensionen

sinn des lebens, selbstfindung, philosophie, roman, reise

Das Café am Rande der Welt

John Strelecky , Bettina Lemke , Root Leeb , Root Leeb
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.02.2007
ISBN 9783423209694
Genre: Sachbücher

Rezension:

Was ist der Sinn des Lebens? Jeder Mensch hat darüber sicherlich schon nachgedacht. Der eine oder andere hat seinen Sinn im Leben schon gefunden, der andere sucht noch danach.

Der Autor John Strelecky hat eine kleine Erzählung geschrieben, die mir kürzlich in die Hände fiel und bereits ist dieses Buch schon in 20 Sprachen übersetzt worden. Meiner Meinung nach ist es nicht so die Erkenntnis, die der Autor gewonnen hatte, als er in einem kleinen Cafe am Rande der Welt landete, sondern eher das Erlebte auf dieser Reise. 

Als Bestseller kann ich das Buch nicht sehen, eher ein Buch, welches man als kleines Mitbringsel dabei hat. Es ist schnell gelesen, denn 126 Seiten lesen sich fix runter.

Allerdings befinde ich mich (auch mein Mann) gerade im Wandel und wir machen uns auch Gedanken über denn Sinn der restlichen Zeit, die uns
noch auf Erden bleibt. Diese wollen auch wir sinnvoll und glücklich noch verbringen und die Dinge machen, die uns Spaß machen. Der Sinn des
Lebens besteht allerdings nicht aus Spaß, immerhin muss der Mensch auch von etwas leben und essen und ein Dach über dem Kopf finanzieren.

John Strelecky hat hier aber die Erkenntnis gewonnen, mit dem was einem Spaß macht, hat man im Leben mehr Erfolg, als wenn man gestresst und unmotiviert zu seinem Arbeitsplatz eilt. Das ist wahr. Auch sollte der Mensch nach dem "immer mehr, immer größer, immer besser" nicht mehr streben. Das ist wie ein Hamster im Rad, der am Ende völlig leer und ausgebrannt liegen bleibt. 

Auch hat er mit der Erkenntnis, die er gewonnen hat ein Geschäft gemacht. Er gibt Seminare und Workshops und hält Vorträge. Hoffen wir mal, es ist seine Erfüllung im Leben. Unsere wird allerdings anders aussehen, eher wie die des glücklichen "Fischers" und seiner Familie. 

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Tags: cafe, die geschichte vom fischer, meeresschildkröte, sinn des lebens, speisekarte   (5)
 

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677 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 121 Rezensionen

einsamkeit, liebe, verlust, familie, benedict wells

Vom Ende der Einsamkeit

Benedict Wells
Fester Einband: 355 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 24.02.2016
ISBN 9783257069587
Genre: Romane

Rezension:


„Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.“ (Jean Paul)

Bei der Autorenlesung vor ein paar Monaten hat Benedict Wells 
aus seinem letzten Roman gelesen. Das fand ich allerdings etwas langweilig, hatte mich auch vorher nicht so wirklich mit seinen bereits veröffentlichten Büchern befasst. Nun habe ich das 3. Buch zur Hand genommen und bin einfach rein gezogen worden und komplett abgetaucht. Neben mir stand mein Tee und wurde kalt. 
300 Seiten habe ich einfach mal eben so verschlungen. Ich hoffe, 
er schreibt gerade an einem neuen Buch.

Jules und seine beiden Geschwister Liz und Marty verbringen 
eine behütete Kindheit in München. Die Sommerferien 
verbringen sie bei der Großmutter in Frankreich. Als ihre Eltern tödlich verunglücken kommen die Geschwister in ein Heim, 
jedoch werden sie in getrennten Gebäuden untergebracht. Sie 
haben schwer zu kämpfen mit dem Verlust, jeder auf seine Art 
und Weise. Immer weiter entfremden sie sich. Der stille Jules 
schließt langsam Freundschaft mit dem Mädchen Alva, die nur 
im Heim zur Schule geht. Liz fängt an zu rebellieren und Marty 
wird ein Computerfreak, der nur mit seinem Freund Toni abhängt. Erst als sie älter werden finden die 3 wieder 
zusammen und stützen sich gegenseitig. In der Zwischenzeit 
haben sie zahlreiche Lebenserfahrungen gemacht, gute wie schlechte und sie versuchen daraus zu reifen.

Jules und Alva verlieren sich aus den Augen und treffen erst 
15 Jahre später wieder aufeinander. Werden sie wieder 
zueinander finden? Die Geschichte um den russischen Autoren 
war sehr authentisch und bewegend. Gedächtnisverlust ist 
die Angst eines jeden Menschen.

Poetisch und malerisch versteht es Benedict Wells zu erzählen. 
Seine Ideen scheinen in seinem Kopf nur so überzusprudeln 
und es war sicherlich nicht leicht, die richtigen Szenen herauszufiltern. Aber, was Einsamkeit und Verlust und Trauer bedeutet, kann mal als Leser hautnah miterleben. Ich möchte 
dieses Buch wärmstens empfehlen. Es ist in keiner Weise kitschig, sondern man hat das Gefühl, der Autor beschreibt selbst Erlebtes nieder. Was er aber selbst vehement abstreitet. Jetzt kann ich den hype um seine Bücher bestens verstehen. 

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Tags: drogen, einsamkeit, freundschaft, geschwister, internat, kreb, rastlosigkeit, trauer, unfall, verlust, zusammenhalt   (11)
 

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92 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 15 Rezensionen

insel, anstalt, thriller, psychothriller, schizophrenie

Shutter Island

Dennis Lehane , Andrea Fischer
Flexibler Einband: 363 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.05.2005
ISBN 9783548261942
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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ddr, freundschaft, traurig, studium, geschichte

Alle sterben, auch die Löffelstöre

Kathrin Aehnlich
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.01.2009
ISBN 9783492251419
Genre: Romane

Rezension:


"Wahre Freundschaft ist eine langsam wachsende Pflanze" - George Washington

Es ist manchmal erstaunlich, wann einem Bücher in die Finger geraten, die gerade zu der Stimmung passen, in der man sich befindet. Das Buch endet mit einer Beerdigung.

Genau wie die Protagonistin Skarlet zu einer Beerdigung gehen muss, werde auch ich diese Woche noch einer Trauerfeier beiwohnen. Auch meine Verstorbene verstarb viel zu jung an einer Krebserkrankung.

Skarlet trägt ihren besten Freund Paul zu Grabe. Ihm ist es nicht vergönnt seinen kleinen Sohn aufwachsen zu sehen. Wer jetzt aber denkt, was für eine traurige Geschichte, das will ich nicht lesen, dem kann ich nur empfehlen, es ist nicht so wie man es erwartet.

Kathrin Aehnlich schafft es in ihrem Buch den Leser in eine Kindheitsgeschichte der ehemaligen DDR mitzunehmen. Mit lockerem und auch mit humorvollen Geschichten, die die beiden
seit ihrer Kindheit erlebt haben, macht es dennoch Spaß diese mitzuerleben. Sie beschreibt das Leben, wie so manch ein Kind und späterer Jugendlicher es erlebt hat. Die strenge und verhasste Kindergärtnerin Tante Edeltraut. Das Elternhaus, wo sich jeder etwas anderes gewünscht hätte. Aber ganz wichtig ist die innige Freundschaft, die Skarlet und Paul verband. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein konnten. Ausgerechnet der Hypochonder Paul muss so schwer krank werden. Skarlet weiß nicht, wie sie den Verlust verarbeiten wird.  

Nun wollte er auch noch, das Skarlet eine Grabrede hält. Beim Rückblick wird Skarlet klar, in was für einer Spießbürgerlichen Welt sie aufgewachsen ist und wie sie immer dagegen rebelliert hat. Den knauserigen Vater, der alles protokolliert hat. Sie wollte alles anders machen. Da findet man sich als Leserin wieder. Klasse, wie die Autorin dieses ernste Thema mit Humor erzählt hat. Man bekommt auch mal wieder ein Gefühl dafür, das wir alle einmal diese Welt verlassen müssen. Der eine früher, der andere später.

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Tags: beerdigung, ddr, freundschaft, gelb, italien, kindergarten, sarg, sonnenblumen   (8)
 

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96 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 78 Rezensionen

wien, carlotta fiore, krimi, oper, österreich

Die unbekannte Schwester

Theresa Prammer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 07.04.2017
ISBN 9783471351390
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


"Von allen Mordtaten sind nur diejenigen ausgekommen, von denen man etwas weiß". (Ambrose Gwinnet Bierce - Journalist und Satiriker) 

Carlotta Fiore hatte es noch nie leicht. So auch an ihrem offiziellen Arbeitstag mit Konrad Fürst, den sie mit ihrem Vater zusammen beginnt (der Vaterschaftstest hat es bewiesen). Die Kolleginnen und Kollegen sind alles andere als begeistert von der Tochter, der einst berühmten Wiener Operndiva und lassen sie ihre Abneigung spüren. Da kam es gerade Recht zu einem vermeintlichen Selbstmord gerufen zu werden. Aber, wenn der Selbstmord doch schon so klar war, warum schickt man sie dorthin? 

Zu sehen ist ein Toter in der Badewanne liegend. Der Tod hervorgerufen durch einen Stromschlag mit dem Fön. Der Leser wird sogleich in das Geschehen hineingezogen und man fängt an sich Gedanken zu machen, was hier vor sich ging und ob die alte Dame von Nebenan wirklich was gesehen hat. Es wird ein Fall, der keiner zu sein scheint. Da Lotta Notizen des Journalisten in der Wohnung fand, die ihren Namen tragen, geht sie mit Konrad eigenen Spuren nach und gibt sich nicht mit den Polizeimaßnahmen 
zufrieden. Immer weiter wird sie in ihre Vergangenheit gerissen. 

Lotta leidet sehr unter dem Trauma, als Kind von Maria Fiore entführt worden zu sein. Nicht mit ihren leiblichen Eltern aufgewachsen und unter dem bösen Einfluss gelebt haben zu müssen. Heimlich sucht sie eine Therapeutin auf, um wenigstens ein wenig Licht aus den Tiefen ihrer Seele zu holen. Denn ihr schwieriger Charakter, den bekommen alle zu spüren. Sie kann sich selbst nicht ausstehen. Sie sagt oft nicht die Wahrheit. 

So sehr mich die ersten beiden Bände in den Bann gezogen haben und ich auf den 3. Band gespannt war, hat mich diese Geschichte nicht so wirklich überzeugt. Die Spannung wollte sich nicht so richtig einstellen. Erst am Ende konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Allerdings hätte ich mir eher eine ganz neue Kriminalgeschichte gewünscht, die nicht im Zusammenhang mit Carlotta und ihrer Vergangenheit steht. Denn Leser, die die vorherigen Bände nicht gelesen haben, steigen durch dieses Konstrukt schwer durch und würden das Buch auch nicht gut bewerten.

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Tags: kriminalpolizei, ring, stenografie, therapeutin, trauma, wien   (6)
 

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moslem, berlin, selbstmord, konstantinopel, baku

Der Orientalist

Tom Reiss , Jutta Bretthauer , Wolfgang Stockmann , Wolfgang Stockmann
Audio CD
Erschienen bei GRIOT HÖRBUCH, 01.03.2010
ISBN 9783941234192
Genre: Biografien

Rezension:


Der Orientalist von Tom Reiss - Au
f den Spuren von Essad Bey - gelesen von Dietmar Mues und Nina Hoger.

Die Biographie Essad Beys, der 1920 als jüdischer Junge Lev Nussimbaum aus Aserbaidschan vor den Bolschewiken fliehen muss und schließlich im Berlin der Zwanziger Jahre landet. Er tritt als orientalischer Prinz auf, nennt sich Essad Bey und konvertiert zum Islam. Er steigt zum Medienstar auf, aber seinem jüdischen Schicksal entgeht er nicht.

Nachdem der amerikanische Autor Tom Reiss den Liebesroman "Ali und Nino" von Kurban Said gelesen hatte, wollte er mehr über den Autor erfahren. Das war allerdings nicht so leicht. Deshalb führte ihn seine Reise zunächst ans Kaspische Meer, in die Hauptstadt von Aserbeidschan, nach Baku. Es war mal eine tolle und moderne Stadt. Hier lebten alle Religionen und Kulturen untereinander, ohne Probleme, wie man sie heute nur zu gut kennt.

Nur nach und nach gelang es ihm, das Geheimnis um Essad Bey, alias Kurban Said und Lev Nussimbaum zu lüften. Jedes Detail hat der Autor recherchiert, es war schon wie ein Zwang, sein innerstes nach außen zu kehren. Immerhin ist er an die Orte gereist, hat mit Zeitzeugen gesprochen, alte Briefe gefunden. Ganz misteriös war die Mutter von Essad Bey. Sie verstarb früh, über sie wurde nicht gesprochen. Essad hat die meiste Zeit seines Lebens mit seinem Vater gemeinsam verbracht. Er hat ihn viel gelehrt. Essad Bey war eine schillernde Persönlichkeit, ein Sprachtalent und Schriftsteller. Die geschichtlichen Hintergründe sind auch sehr hörenswert, denn Essad Bey hat zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelebt (1905-1942)

Das Hörbuch ist auch deshalb so empfehlenswert, da es von Dietmar Mues gesprochen wurde. Auf jeden Fall werde ich mir demnächst den Liebesroman Ali und Nino vornehmen. Denn wenn man über das Leben des Autoren viel erfahren hat, dann will man auch sehen, was seine Bücher so besonders machen. Diese Biografie ist auch deshalb so besonders, da wir uns gerade in der heutigen Zeit mit unterschiedlichen Kulturen und Religionen beschäftigen. Es passt in das Zeitgeschehen heute äußerst gut hinein.  

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Tags: baku, berlin, briefe, flucht, jude, konstantinopel, moslem, selbstmord, stalin   (9)
 

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Tapfer lieben: Ihre persönlichen Aufzeichnungen, Gedichte und Briefe (Literatur) ( 25. Juli 2012 )


Flexibler Einband
Erschienen bei null, 01.01.1608
ISBN B015YMVGHO
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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