Daphne1962

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639 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 119 Rezensionen

liebe, einsamkeit, verlust, familie, tod

Vom Ende der Einsamkeit

Benedict Wells
Fester Einband: 355 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 24.02.2016
ISBN 9783257069587
Genre: Romane

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92 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 15 Rezensionen

insel, anstalt, thriller, psychothriller, schizophrenie

Shutter Island

Dennis Lehane , Andrea Fischer
Flexibler Einband: 363 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.05.2005
ISBN 9783548261942
Genre: Krimi und Thriller

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

ddr, freundschaft, traurig, studium, geschichte

Alle sterben, auch die Löffelstöre

Kathrin Aehnlich
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.01.2009
ISBN 9783492251419
Genre: Romane

Rezension:


"Wahre Freundschaft ist eine langsam wachsende Pflanze" - George Washington

Es ist manchmal erstaunlich, wann einem Bücher in die Finger geraten, die gerade zu der Stimmung passen, in der man sich befindet. Das Buch endet mit einer Beerdigung.

Genau wie die Protagonistin Skarlet zu einer Beerdigung gehen muss, werde auch ich diese Woche noch einer Trauerfeier beiwohnen. Auch meine Verstorbene verstarb viel zu jung an einer Krebserkrankung.

Skarlet trägt ihren besten Freund Paul zu Grabe. Ihm ist es nicht vergönnt seinen kleinen Sohn aufwachsen zu sehen. Wer jetzt aber denkt, was für eine traurige Geschichte, das will ich nicht lesen, dem kann ich nur empfehlen, es ist nicht so wie man es erwartet.

Kathrin Aehnlich schafft es in ihrem Buch den Leser in eine Kindheitsgeschichte der ehemaligen DDR mitzunehmen. Mit lockerem und auch mit humorvollen Geschichten, die die beiden
seit ihrer Kindheit erlebt haben, macht es dennoch Spaß diese mitzuerleben. Sie beschreibt das Leben, wie so manch ein Kind und späterer Jugendlicher es erlebt hat. Die strenge und verhasste Kindergärtnerin Tante Edeltraut. Das Elternhaus, wo sich jeder etwas anderes gewünscht hätte. Aber ganz wichtig ist die innige Freundschaft, die Skarlet und Paul verband. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein konnten. Ausgerechnet der Hypochonder Paul muss so schwer krank werden. Skarlet weiß nicht, wie sie den Verlust verarbeiten wird.  

Nun wollte er auch noch, das Skarlet eine Grabrede hält. Beim Rückblick wird Skarlet klar, in was für einer Spießbürgerlichen Welt sie aufgewachsen ist und wie sie immer dagegen rebelliert hat. Den knauserigen Vater, der alles protokolliert hat. Sie wollte alles anders machen. Da findet man sich als Leserin wieder. Klasse, wie die Autorin dieses ernste Thema mit Humor erzählt hat. Man bekommt auch mal wieder ein Gefühl dafür, das wir alle einmal diese Welt verlassen müssen. Der eine früher, der andere später.

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Tags: beerdigung, ddr, freundschaft, gelb, italien, kindergarten, sarg, sonnenblumen   (8)
 

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(41)

63 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

wien, carlotta fiore, krimi, opernsängerin, hypnose

Die unbekannte Schwester

Theresa Prammer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 07.04.2017
ISBN 9783471351390
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


"Von allen Mordtaten sind nur diejenigen ausgekommen, von denen man etwas weiß". (Ambrose Gwinnet Bierce - Journalist und Satiriker) 

Carlotta Fiore hatte es noch nie leicht. So auch an ihrem offiziellen Arbeitstag mit Konrad Fürst, den sie mit ihrem Vater zusammen beginnt (der Vaterschaftstest hat es bewiesen). Die Kolleginnen und Kollegen sind alles andere als begeistert von der Tochter, der einst berühmten Wiener Operndiva und lassen sie ihre Abneigung spüren. Da kam es gerade Recht zu einem vermeintlichen Selbstmord gerufen zu werden. Aber, wenn der Selbstmord doch schon so klar war, warum schickt man sie dorthin? 

Zu sehen ist ein Toter in der Badewanne liegend. Der Tod hervorgerufen durch einen Stromschlag mit dem Fön. Der Leser wird sogleich in das Geschehen hineingezogen und man fängt an sich Gedanken zu machen, was hier vor sich ging und ob die alte Dame von Nebenan wirklich was gesehen hat. Es wird ein Fall, der keiner zu sein scheint. Da Lotta Notizen des Journalisten in der Wohnung fand, die ihren Namen tragen, geht sie mit Konrad eigenen Spuren nach und gibt sich nicht mit den Polizeimaßnahmen 
zufrieden. Immer weiter wird sie in ihre Vergangenheit gerissen. 

Lotta leidet sehr unter dem Trauma, als Kind von Maria Fiore entführt worden zu sein. Nicht mit ihren leiblichen Eltern aufgewachsen und unter dem bösen Einfluss gelebt haben zu müssen. Heimlich sucht sie eine Therapeutin auf, um wenigstens ein wenig Licht aus den Tiefen ihrer Seele zu holen. Denn ihr schwieriger Charakter, den bekommen alle zu spüren. Sie kann sich selbst nicht ausstehen. Sie sagt oft nicht die Wahrheit. 

So sehr mich die ersten beiden Bände in den Bann gezogen haben und ich auf den 3. Band gespannt war, hat mich diese Geschichte nicht so wirklich überzeugt. Die Spannung wollte sich nicht so richtig einstellen. Erst am Ende konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Allerdings hätte ich mir eher eine ganz neue Kriminalgeschichte gewünscht, die nicht im Zusammenhang mit Carlotta und ihrer Vergangenheit steht. Denn Leser, die die vorherigen Bände nicht gelesen haben, steigen durch dieses Konstrukt schwer durch und würden das Buch auch nicht gut bewerten.

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Tags: kriminalpolizei, ring, stenografie, therapeutin, trauma, wien   (6)
 

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3 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Der Orientalist

Tom Reiss , Jutta Bretthauer , Wolfgang Stockmann , Wolfgang Stockmann
Audio CD
Erschienen bei GRIOT HÖRBUCH, 01.03.2010
ISBN 9783941234192
Genre: Biografien

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1 Bibliothek, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Tapfer lieben: Ihre persönlichen Aufzeichnungen, Gedichte und Briefe (Literatur) ( 25. Juli 2012 )


Flexibler Einband
Erschienen bei null, 01.01.1608
ISBN B015YMVGHO
Genre: Sonstiges

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90 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

paris, terroranschlag, bataclan, frankreich, tod

Meinen Hass bekommt ihr nicht

Antoine Leiris , Doris Heinemann
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 09.05.2016
ISBN 9783764506025
Genre: Biografien

Rezension:


Wer kann sich nicht erinnern an diesen schrecklichen Freitag Abend? Ich saß vor dem Fernseher, als die Nachricht kam, Anschlag auf Musikclub Bataclan in Paris. Die Bilder wird man auch so schnell nicht vergessen, überall Blut und Schreie.

Antoine Leiris hütete zu Hause seinen kleinen Sohn, während die Mutter Hèlène in einem Konzert war mit einem Freund. Die schreckliche Nachricht kam zunächst bei ihm im Bewusstsein nicht so wirklich an. Erst als er Anrufe erhielt, ob sie in Sicherheit seien wird ihm die Tragödie klar. Zusammen mit seinem Bruder macht er sich auf den Weg um Hèlène zu suchen. Vergeblich, alle Krankenhäuser haben keine Person mit diesem Namen aufgenommen.

Schnell wird klar, seine heißgeliebte Ehefrau und Mutter des gemeinsamen Sohnes ist umgekommen bei diesem Attentat, bei diesem Blutbad, bei diesem grausamen Massaker.

Dieses kleine dünne Buch hat Antoine Leiras geschrieben um den Menschen zu zeigen, das Leben geht weiter. So schlimm die Tragödie auch ist. Da ist der kleine Sohn Melvil, der seinen Vater braucht. Er muss auch die Mutter ersetzen, er muss funktionieren, er muss versuchen sein Leben weiterzuführen auch mit diesem schweren Verlust. Es fällt mir schwer zu glauben, das bei ihm kein Hass aufgekommen ist. Ich denke, jede Trauerphase macht auch dieses Stadium durch. Sein Beruf ist Journalist, er kann schreiben, er kann sich ausdrücken. Er kann den Menschen erzählen, wie es die Tage nach der Tragödie in seinem Inneren ausgesehen hat. Es geht schon sehr unter die Haut dieses Büchlein und macht schon sehr betroffen. Es wirkt noch lange nach, denn diese sinnlose Tat ist sowieso nicht zu begreifen.

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Tags: blut, cafes, musikclub bataclan, paris, schreie, schüsse, terroranschlag   (7)
 

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68 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

landleben, liebe, fresko, kriegstrauma, yorkshire

Ein Monat auf dem Land

J.L. Carr , Monika Köpfer
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 01.01.2017
ISBN 9783832198350
Genre: Romane

Rezension:

Wieder, aber ganz unbewusst habe ich erneut ein Buch über eine
Gemälde gewählt. Dieses Mal ist es allerdings ein Wandgemälde
(Fresko genannt).

1920 in England, der Krieg ist zu Ende, die Menschen leiden noch
immer unter den seelischen Folgen. So auch der aus London stammende Restaurator Tom Birkin. Er stottert und hat Gesichtszuckungen und ist traumatisiert. Bei seiner Arbeit versucht er zu vergessen.

So wie Tom Birkin in der Dorfkirche nach und nach das Fresko freilegt, dabei immer mehr über den schaffenden Künstler versucht zu erfahren, so erfährt der Leser dieses kleinen künstlerischen Bandes mehr und mehr über den verwundeten Restaurator und den Dorfbewohnern von Oxgodby. Sie haben ihn in ihr Herz geschlossen und würden ihn auch gerne dort behalten wollen. Ehrlich interessiert an ihm und seiner Arbeit, eine schöne Abwechslung in ihrem Alltag. 

Dieses Buch ist so herrlich leicht geschrieben. Der Autor hatte das Talent einige Dinge melancholisch zu umschreiben, aber nicht zu sehr in die Tiefe zu dringen. Der Leser lernt in diesem Buch das englische Landleben kennen und man ist in Versuchung so ein Leben toll zu finden. Sonntags mit der Kutsche abgeholt zu werden und ein intaktes Gemeindeleben zu erleben.Gerne hätte ich noch ein paar Tage länger in Oxgodby verweilen mögen, aber leider hat der Restaurator seine Arbeit beendet und es wurde langsam Winter. Durch Denis Scheck von Druckfrisch bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden und es war ein sehr guter Tipp. 

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

familie, 20. jahrhundert, 2. weltkrieg, klassiker, 1. weltkrieg

Die Familie Hardelot

Irène Némirovsky , Iris Berben
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 04.11.2010
ISBN 9783837107029
Genre: Klassiker

Rezension:


Die Familie Hardelot von Irene Nemirovski, gelesen von Iris Berben

Die Autorin hat die Veröffentlichung ihrer Familiengeschichte nicht mehr erleben können. Denn der Verlag hat aus Angst jüdische Bücher zu verlegen, die Veröffentlichung erst im Jahr 1947 vorgenommen. Da war die Autorin bereits einige Jahre schon tot. Sie ist im KZ umgekommen.

Die Fabrikantenfamilie Hardelot aus der französischen Provinz wiegt sich vor dem Ausbruch des 1. Weltkriegs in trügerischem Glück. Doch innerhalb einer Generation wird ihre bürgerliche Welt für immer hinweggefegt. Einzig alleine die Kinder gut und teuer zu verheiraten, um seine eigenen Interessen und Gelder ins Trockene zu bringen, das ist das Wichtigste wofür die ältere Generation sich interessiert. Wenn es dann einer wagt, die vorgezeigten Wege nicht einschlagen zu wollen und seinem Herzen zu folgen, dann droht ihm der Ausschluss. So erging es Pierre Hardelot. Er setzte sich über den Willen seines despotischen Großvaters hinweg und ehelichte seine Agnes.

Unbedarft wie die Menschen in solch reichen Kreisen waren, interessierten sie sich nur für ihre Geschäfte und sahen den nahen Krieg nicht kommen. Klatsch und Tratsch über die Nachbarn war wichtiger. Die Geschichte um die Fabrikantenfamilien spielt zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg. Die Fabrikgebäude sind völlig zerstört worden. Mühsam wurde alles wieder aufgebaut um im 2. Weltkrieg ein weiteres Mal völlig zerstört zu werden. 

Die Autorin konnte wohl nur so gut beobachten, weil sie sich in diesen bürgerlichen Kreisen lange Zeit bewegte. Die Familien wiegten sich in Sicherheit und weigerten sich, die schlimmen Zeiten zu erkennen, die auf sie zu gerannt kamen. Meist im aller letzen Augenblick sind sie aus den Dörfern geflohen. Als es allerdings drauf ankam, hielten sie dann doch wieder zusammen. Die Autorin hatte eine sehr feinsinnige Art, die Menschen und das Geschehen zu beschreiben. Iris Berben hat es recht gut umgesetzt mit der Erzählung. 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

kreuzfahrt, demenz, teenager, gemüse, familienleben

Feuerprobe

Susanne Fröhlich , Susanne Fröhlich
Audio CD
Erschienen bei Argon, 22.09.2016
ISBN 9783839814987
Genre: Romane

Rezension:


Feuerprobe von Susanne Fröhlich, gelesen von der Autorin.

Andrea Schnid ist jetzt auch im mittleren Alter, die magische 50 hat sie inzwischen erreicht. Von ihrem Liebsten bekommt sie eine Kreuzfahrt geschenkt. Allerdings muss sie feststellen, dass die verwöhnte Teenie-Tochter ihres Paul mitfährt. Seltsamer Einfall. Zähneknirschend nimmt sie es hin. So wirklich hat sich allerdings nichts getan bei ihr. Der Sohn immer noch
faul und tatenlos, auf der Couch liegend. Die Mutter weiterhin dement und wird von der polnischen Pflegekraft umsorgt. Lustig konnte ich das allerdings alles nicht finden. Da waren einfach zu wenige Lacher. Diese ganze Story um vegane Ernährung fand ich langweilig. 

Meine Meinung zu diesem Hörbuch lautet. Sie hat schon bessere Zeiten erlebt. Langsam kommt die Zeit, wo es irgendwie langweilig wird und der Autorin nicht so wirklich was spritziges mehr einfällt. Viele Wiederholungen hat sie eingestreut und so manches war
doch sehr vorhersehbar. Am Ende war alles Friede, Freude, Eierkuchen. Denke, so langsam kann sie das Thema abschließen, obwohl sie für mich wie eine alte Bekannte geworden ist, an deren Leben man gerne mal teilnimmt. Am Ende hat es für mich nur noch für 2 Sterne gereicht, denn dieser Band hat mich nicht überzeugt. War meiner Meinung nach der Schlechteste in der gesamten Reihe. Schade eigentlich.

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Tags: demenz, gemüse, kreuzfahrt, vegane ernährung   (4)
 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Multiple Sarkasmen

Moritz Netenjakob , Moritz Netenjakob
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 23.07.2007
ISBN 9783866047143
Genre: Comics

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67 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

kunst, malerei, dominic smith, kunstfälschung, new york

Das letzte Bild der Sara de Vos

Dominic Smith , Sabine Roth
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 10.03.2017
ISBN 9783550081873
Genre: Romane

Rezension:


Die Fälschung unterscheidet sich zum Original dadurch, dass sie echter aussieht.
(Ernst Bloch 1885-1977) dt. Philosoph

Im Jahr 1631 in Holland wird die Malerin Sara de Vos als erste in der Amsterdamer Meistergilde aufgenommen.

In New York im Jahre 1957 hat der wohlhabende Anwalt Marty de Groot ein Gemälde von Sara de Vos in seinem Schlafzimmer hängen. Das letzte von ihr erhaltene ihrer geschaffenen Bilder. Es ist seit Jahrhunderten im Familienbesitz. Dieses wertvolle Gemälde wird Marty gestohlen. Zunächst hat er es gar nicht bemerkt. Es hängt dort eine sehr gelungene Kopie. Marty setzt alles daran herauszufinden, wer sein Bild gefälscht hat. Die Fälscherin ist Ellie Shipley, eine junge Kunststudentin.

Dieser sehr gelungene Roman handelt von dem interessanten Thema Kunstfälschung, getäuscht werden und von der Liebe und den Schuldgefühlen. Aufgebaut hat der Autor den Roman in 3 Erzähl-Ebenen. Die Geschichten verflechten sich zu einer gemeinsamen Geschichte um das Gemälde. Dominic Smith erzählt zunächst die Geschichte um Sara de Vos und ihrem Schicksal, dann lernen wir Marty de Groot und dann auch Ellie kennen im Jahre 1957. Später im Jahr 2000 zur Jahrhundertwende begegnen sich Ellie und Marty ein letztes Mal.

Ellie hadert ihr Leben lang damit, ein so wertvolles Bild nachgemalt zu haben. Denn auch sie war einer Täuschung erlegen und dachte sie solle ein Bild restaurieren. Es ist ja auch schon eine große Leistung, es bedarf sehr viel Erfahrung die Farben genau in den Tönen zu malen, das sie auch denen aus dem Jahre 1631 entsprechen könnten. Damals hatte man noch nicht so viele Möglichkeiten, wie heute. Erklärungen zur Malerei, den Maltechniken und Pinselführung sind sehr anschaulich geschildert.

Sehr gefallen hat mir der längere Dialog zwischen Marty de Groot und seinen intellektuellen Freunden Frederik und Will. Die lieferten sich einen sehr aberwitzigen Schlagabtausch. Das war eine Wonne zu lesen.

Das Cover ist sehr phantasievoll gestaltet. Wenn man es anfasst, denkt man, es würde sich um Leinen handeln. Darstellen soll es eine gefaltete Leinwand, eh sie bemalt wurde. Im unteren Teil kann man einen kleinen Bildausschnitt eines Gemäldes aus dem 17. Jahrhundert erkennen.

Für Menschen mit Kunstinteresse sehr empfehlenswert. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt in diesen Zeit-Ebenen und bin froh, dieses Buch gewählt zu haben. Hoffe, wir werden noch weitere gute Bücher des Autoren zu lesen bekommen in der Zukunft. 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

stadtleben, garten, roman, grundstücke, nachbarn

Meine Frau will einen Garten

Gerhard Matzig , Max Dieter Moor
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 01.03.2010
ISBN 9783837103069
Genre: Sachbücher

Rezension:

Er wälzt sich im Bett die halbe Nacht, er kann ab 3 Uhr nicht mehr schlafen. Der Städter, in München lebend mit seiner Familie. Aber nicht wegen der Lautstärke und dem Stadtlärm, sondern weil seine Frau Pia ein Haus auf dem Land haben möchte. Ihr Traum, dazu einen Garten. Die Kinder sollen idyllisch aufwachsen. 

Wird er das erleben, was einst die "Familie Semmeling" bei ihrem Hausbau mit allen Katastrophen erlebte in den 70er Jahren? Es läuft schon fast darauf hinaus. Immer wieder hofft er, sie finden kein geeignetes Haus zum Mieten, dann entschließt Pia sich, man könne doch selbst bauen. Dann wird ein Grundstück gesucht und wird fündig. Danach kommen dann die richtigen Alpträume.

Dieter Moor erzählt diese Geschichte recht amüsant, allerdings wiederholt der Autor sich doch recht häufig. Zu viele Plattitüden, die noch kein gutes Buch ausmachen. Eigentlich auch nichts neues. Es ist zwar nett zu hören, aber das war es dann auch schon.

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Tags: architektin, garten, grundstücke, münchen, nachbarn, stadtleben   (6)
 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

bahnhöfe, finnlandreise, tokio, clique, selbstfindung

Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

Haruki Murakami , Ursula Gräfe
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei btb, 14.08.2017
ISBN 9783442715152
Genre: Romane

Rezension:

Er ist noch ein junger Mann, Tsukuru Tazaki lebt in Nagoya. Sie sind 5 Freunde und harmonieren hervorragend. Sie gehen gemeinsam auf eine Oberschule. Sie sind unzertrennlich und erleben eine schöne gemeinsame Zeit. Auch sonst haben sie viel gemeinsam. Sie sind eine Clique, wie es sie selten noch gibt.

Da wäre der Rugbysspieler Ao, kräftig und kantig, aber liebenswert. Ao trägt die Farbe BLAU in seinem Namen.

Aka ist ein kleiner kräftiger Junge und trägt die Farbe ROT in seinem Namen. Fleiss ist nicht seine Eigenschaft.

Kuro war groß und kräftig und steckt voller Leidenschaft. Sie trägt die Farbe Schwarz in ihrem Namen.

Shiro spielt Klavier und ist mehr musisch angehaucht. Sie trägt die Farbe Weiss in ihrem Namen. Kuro und Shiro sind seit Kindheit befreundet und in einer Schulklasse gewesen.

Nur Tazaki beinhaltet keine Farbe. Auch hebt er sich von den anderen ab. Er fühlt sich daher eher farblos seine Leidenschaft sind Bahnhöfe. Er hält daran fest, geht nach Tokio zum Studieren und kommt nur in den Ferien nach Nagoya. Die jungen Leute befinden sich alle samt in einer Selbstfindungsphase noch. Genau in dieser Phase ereignet sich für Tazaki ein Ereignis, von dem er sich so schnell nicht erholen wird. Erst 16 Jahre später, als er Sara kennenlernt und sie sich für seine Geschichte interessiert und ihm rät, sich der Vergangenheit zu stellen und das Problem aus seinem Kopf zu bekommen.

Ich fand die Geschichte sehr ungewöhnlich, aber ausgesprochen gut. Man steht unter Spannung und wartet ständig darauf zu erfahren, was damals hinter Tazakis Rücken passiert ist. Man leidet mit Tazaki mit und hofft, er kommt aus dem Tal heraus. Warum er so leiden musste und versucht hat, diesen Schock zu verarbeiten kann der Autor authentisch darstellen, in dem er in die Seelen der Protagonisten herabsteigt und man sich in deren Köpfe verliert. Sehr menschlich sind die Geschichten von Murakami, die mich bisher immer begeistert haben.

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Tags: bahnhöfe, clique, finnlandreise, selbstfindung, tokio   (5)
 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

wien, koma, familie, gedächtnisverlust, opernsängerin

Mörderische Wahrheiten

Theresa Prammer
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 07.04.2017
ISBN 9783548613710
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Eltern müssen ihren Kindern in Wien eine Art Hausarrest erteilen. Ein
Serienmörder verbreitet Angst und Schrecken. In den Schulen werden Flugblätter verteilt. Mehrere Teenager sind erstochen aufgefunden worden. Alle haben lackierte Fingernägel in rosa, eine graue kurze Hose an und ein gelbes T-Shirt. Es ist genau das Muster und die DNA eines bereits verurteilten Mörders, der vor kurzem aber verstorben ist. Wie ist das möglich?

Carlotta Fiore wollte eigentlich ihr Leben in ruhigen Bahnen fortsetzen. Als Kaufhaus-Detektivin arbeiten und mit Hannes, dem Polizisten und ihrem gemeinsamen Sohn Konny leben. Doch Carlotta kannte die Familie Riedl, dessen Vater lange im Gefängnis saß, weil er als Kindermörder überführt wurde. Er hatte die Taten auch gestanden. 

Gleichzeitig ist Konrad Fürst aus dem Koma erwacht. Vor 18 Monaten ist er bei einem Einsatz in der Oper einigen Meter in die Tiefe gestürzt. Carlotta eilt an sein Krankenbett. Kann er sich an sie erinnern? Weiß er, das sie womöglich seine Tochter ist. Damals hatte Konrad die Ermittlungen bei dem Fall Riedl geleitet und eh sie sich versieht, steckt Carlotta in den Ermittlungen. Selbst Konrad wird hineingezogen, obwohl er sich an nichts erinnern kann. Das Chaos nimmt seinen Lauf.

Mir gefällt diese Art des Krimis sehr gut. Ich kann das Buch kaum mehr aus der Hand legen, da Carlotta von einer Katastrophe in die nächste stürzt.Das unfreiwillig sozusagen. Man fiebert mir ihr mit, man schüttelt den Kopf, weil man so manches Mal einfach nicht nachvollziehen kann, was sie zu so mancher Handlung bewogen hat. Der unkonventionelle Stil der Autorin beeindruckt mich sehr und ich kann es gar nicht erwarten den 3. Band in den Händen zu halten. Man sollte allerdings mit Band 1, den Wiener Totenliedern beginnen. 

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Tags: familie, gedächtnisverlust, keine erinnerung, koma, opernsängerin, physiotherapeu, serienmörder, wien   (8)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

detektiv, salzkrebse, wien, sekretär, bouvet briefmarke

Batmans Schönheit

Heinrich Steinfest , Dietmar Mues
Audio CD
Erschienen bei OSTERWOLDaudio, 20.08.2010
ISBN 9783869520575
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Hörbuch Heinrich Steinfest, Batmans Schönheit, gelesen von
Dietmar Mues

Immer wieder entdecke ich Literatur aus Österreich. Sie hat es mir irgendwie angetan. Vielleicht liegt es am Humor, der immer unterschwellig hervor kriecht. Vielleicht sind die Bücher aber auch anders. Sie nehmen mich mit auf eine Reise. Wie auch der Autor Heinrich Steinfest, Jahrgang 1961, mich eingefangen hat. Der Titel ist auch schon recht ungewöhnlich. Batmans Schönheit lautet er. Wer das ist, erfährt der Hörer noch früh genug.  

Es beginnt mit Ernest Hemingway. Allerdings nicht der berühmte Schriftsteller, sondern ein ganz gewöhnlicher Emigrant aus den Vereinigten Staaten, der sich Ernst nennt, damit man ihn nicht verwechselt. Später wird er zu "RED", als mittelmäßiger Maler. Eines Tages begegnet er dem zwielichtigen Palle Swedenborg, ein reicher Unternehmer, der ihn unter seine Fittiche nimmt. 

Detektiv Markus Cheng hat sich in sein Privatleben zurück gezogen, um sich der Zucht kleiner Salzkrebse zu widmen. Nicht ahnend, dass ihn eines Tages seine Vergangenheit einholt. 

5 Schauspieler werden in Wien nacheinander erschossen aufgefunden. Stark ausgeblutet und mit einer seltenen Briefmarke auf der Zunge. Die Wege von "Red" und Cheng kreuzen sich und sie stellen schnell fest, sie kennen beide Palle Swedenborg. Dieser hat die beiden zusammen geführt. 

Der Hörer kann manchmal dieses Spiel schwer verstehen und einordnen. Dennoch kommt Steinfest wieder an den Punkt zurück, wo der Faden begann. Allerdings ermittelt Cheng nicht, wie der Titel es benennt, oder doch? Wenn ja, dann nur kurz.

Am Ende fragt sich der Hörer unweigerlich, was war das jetzt? Krimi oder eine Erzählung? Egal, es hat mich gefesselt, begeistert und das ist die Hauptsache, es war unterhaltsam und spannend zugleich. Verstehen wird das ganze jeder auf seine Art und Weise. 

Dietmar Mues seine Stimme passte einfach hervorragend zu diesem ungewöhnlichen Hörbuch, selbst das näseln im wienerischen hatte er drauf. Er war ein ganz Großer im Erzählen und ist einfach unersetzlich geblieben. Man wird schon sehr wehmütig, wenn man ihm zuhört und an das Schicksal denkt, was ihn und seiner Frau vor Jahren in Hamburg ereilte. 

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Tags: bouvet briefmarke, cheng, detektiv, palle swedenborg, salzkrebse, sekretär, wien   (7)
 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

absturz, pulverschnee, pubertät, cessna, surfen

Süchtig nach dem Sturm (DAISY Edition)

Norman Ollestad , Brigitte Heinrich , Till Demtrøder
Audio CD
Erschienen bei Argon, 12.04.2010
ISBN 9783839850336
Genre: Romane

Rezension:


Norman Ollestad, Süchtig nach dem Sturm, gelesen von Till Demtroder

Norman Ollestad erzählt hier seine selbst erlebte Geschichte. In 2 Strängen parallel kommt zuerst der dramatische Flugzeugabsturz im Februar 1979 ans Licht. Dann wechselt er zu seiner Kindheit, die geprägt ist von der Vater-Sohn-Beziehung, der Trennung seiner Eltern und dem schwierigen Verhältnis zu Nick, dem Lebensgefährten seiner Mutter. 1979 ist Norman mit seinem Vater und dessen Freundin Sandra mit einer gecharterten Cessna unterwegs zu einem Eishockeyturnier. Zuvor hatte er einen Skislalom gewonnen. Um nicht so lange mit dem Auto hin und her zu fahren,
nahmen sie an diesem verhängnisvollen Tag das Flugzeug.
 
Norman empfindet viel Respekt für seinen Vater, dieser bringt ihm die Welt auf den Skiern und dem Surfbrett bei. Big Norm fordert seinen Sohn, dieser ist fasziniert über das Wissen und die Talente seines Vaters. Dort bei ihm ist er ein glücklicher Junge. Das was er ihm im Tiefschnee leert, rettet ihm das Leben. Allerdings musste er dafür auch an seine Grenzen gehen.

Ollestad erzählt von der verrückten Reise mit seinem Vater nach Mexiko zu seinen in Mexiko lebenden Großeltern. Im Gepäck haben sie eine Waschmaschine. Es entpuppte sich dann als eine ereignisreiche Surfreise entlang der mexikanischen Küste. Ollestad erzählt von all diesen Erlebnissen, die sie unterwegs erleben so lebendig und facettenreich, dass das Buch sicherlich auch ohne die Dramatik des Flugzeugabsturzes eine tolle und angenehme Lektüre gewesen wäre.

Süchtig nach Sturm war für mich ein sehr unterhaltsames Buch, bei dem man mit Ollestad die Pisten runter rauscht und dann wieder in den Wellen beim Surfen verschwindet und den genannten Kick spürt. Man leidet mit ihm nach dem Absturz und auch wenn Nick ihn mal wieder drangsaliert im Alkoholwahn. Es war eine gute Empfehlung aus der Zeitschrift "Hörbuch". Wunderbar sensibel erzählt von Till Demtroder.

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Tags: absturz, cessna, eishockey, mexiko, pubertät, pulverschnee, skier, surfen   (8)
 

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gedicht, kindheit, erinnerungen, lyrik

Traumsammlerin

Patti Smith , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 07.11.2013
ISBN 9783462045703
Genre: Biografien

Rezension:


Patti Smith hat ein kleines poetisches Buch über ihre Gedanken geschrieben, die aus der Kindheit stammen. Es sind kleine Gedichte und Gedanken, die sie zur damaligen Zeit beschäftigt haben. Es erschien als exklusive limitierte Ausgabe vor mehr als 20 Jahren. 

Man kann es schwer beschreiben, es sind ja auch nur Gedanken bei
 einer Näharbeit, beim Einschlafen, Tagträumen in ihrer Kindheit. Möchte gar nicht viel dazu sagen, es fiel mir in die Hände und kann nur sagen, lesen. Denn es erschien wohl nach dem Erfolg ihrer anderen Bücher auch auf deutsch.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

hörbuch, roman

Nussschale

Ian McEwan , Bernhard Robben , Wanja Mues
Audio CD
Erschienen bei Diogenes, 26.10.2016
ISBN 9783257803761
Genre: Romane

Rezension:


Am Anfang war ich ein wenig irritiert. Da spricht ein Baby aus dem Bauch der Mutter. So langsam erschließt sich dann, was es mit dem noch nicht geborenen auf sich hat. Eine doch recht geniale Idee hat der Autor da gehabt.

Dieser noch ungeborene Junge erzählt die Geschichte seiner Eltern, die derzeit  getrennt leben. Der ungeborene Junge ist verwirrt. Da ist seine schöne Mutter  Trudy (im 9. Monat hochschwanger), die mit ihrem Liebhaber zusammen lebt, der auch gleichzeitig sein leiblicher Onkel Claude ist, dann ist da sein Vater, der sich der Lyrik verschrien hat und an der Uni unterrichtet. Aber doch recht erfolglos bisher blieb. 

Das Haus, in dem sie leben ist ein altes und heruntergekommenes im besten Londoner  Viertel, auf mehrere Millionen Pfund geschätzt. Was den Jungen aber völlig  verunsichert ist die Tatsache, seine Mutter und Onkel planen den Vater zu töten. Sie wollen sich am Verkauf des Hauses bereichern und abhauen. Wie das Baby  aber schnell mitbekommt, er ist nicht in den Plan einbezogen. Panik verbreitet sich  bei ihm, da er den Vater nicht warnen kann. Allerdings kann er analysieren und  sich die Zukunft vorstellen, obwohl er noch nicht in dieser Welt hineingeboren ist. Aber er kann die Weinsorten bestimmen und bewerten, die seine Mutter zuhauf  trinkt. 

Ian McEwan hat hier zwar eine unglaubwürdige Geschichte kreiert, die aber dennoch  sehr unterhaltsam und spannend ist, denn das Baby ist der Ich-Erzähler und kann  auch die Gefühle der Mutter erahnen. Eine Zukunft mit Mutter im Gefängnis erscheint  ihm nicht erstrebenswert.

Wanja Mues erzählt die Geschichte hervorragend, man ist im Bauch der Mutter gefangen, man schaut aus seiner Perspektive auf das Geschehen. Ich wurde bestens unterhalten und fand die Idee hervorragend gut gemacht und erzählt. 

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173 Bibliotheken, 0 Leser, 5 Gruppen, 27 Rezensionen

sardinien, liebe, italien, familie, sehnsucht

Die Frau im Mond

Milena Agus ,
Buch: 135 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 13.08.2007
ISBN 9783455400779
Genre: Liebesromane

Rezension:


Sardinien, eine zauberhafte Insel in Italien. Wir bekommen hier Einblick in das  ehemalige Leben der einfachen Leute auf der Insel. Der Großmutter der Erzählerin,  die mit 30 immer noch nicht unter der Haube war. Nicht, weil sie hässlich war,  sondern weil sie mit ihren anzüglichen Liebesbriefen jeden Verehrer in die Flucht  schlug. Den Urgroßeltern war das sehr unangenehm, man wollte sie in eine  Anstalt stecken. Ein glücklicher Umstand verhilft ihnen die Tochter doch noch  zu verheiraten. Aus Dankbarkeit heiratet ein Witwer, der aufgenommen wurde  von der Familie die "späte" und spleenige Tochter. Sie gehen eine Vernunftehe ein.  Sie bekommt einen Sohn, der ein musikalisches Talent besitzt und fördert ihn, sich
seinem Klavier spielen hinzugeben. Die Mühe hat sich natürlich gelohnt.

Es war ein kleines, schnell zu lesendes Buch. Allerdings hat es mich nicht so  mitgerissen, wie ich gehofft hatte. Die großen Lobeshymnen fand ich ein wenig  übertrieben. Zu viele Wiederholungen füllen das eh schon dünne Büchlein.  Wahrheit und Traum vermischen sich und lassen den Leser zwar viel nachdenken,  aber die naiven Gedanken der Großmutter an die wahre Liebe, der sie immer wieder  heimgesucht wird, haben mich ein wenig verwirrt. Genauso, wie das Ende.

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Tags: briefe, klavier, liebe, mailand, sardinien, witwe   (6)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

deutschsein, sexualität, kulturen, humor

Mit Kant-Zitaten zum Orgasmus

Moritz Netenjakob , Moritz Netenjakob
Audio CD
Erschienen bei Argon, 25.09.2014
ISBN 9783839813416
Genre: Comics

Rezension:


Mit Kant Zitaten zum Orgasmus von Moritz Netenjakob selbst gelesen

Als ich die Hörbuch-CD von Moritz Netenjakob in der Bibliothek entdeckte,  musste ich sie gleich ausleihen. Erinnerte ich mich doch an sehr amüsante  und intellektuelle Comedy, die den Alltag mal wieder in einem anderen  Licht erscheinen lassen. Vor allem ist es sehr abwechslungsreich mal so  den einen oder anderen Akzent der deutschen Bewohner zu erleben.

Alltagsbeobachtungen der verkrampften Deutschen sowie die pubertären  Ergüsse von Moritz unter der Knute seiner Akademiker-Eltern, als Nachbarin  dann Alice Schwarzer, sexuelle Rollenspiele eines Ehepaares und Hochzeitsreisen  in die Türkei. 

Die Geschichten sind nicht alle so amüsant, wie ich es mir gewünscht hätte. Bisher war  ich besseres von Moritz Netenjakob gewohnt. Wenn ich da an die Multiplen Orgasmen  denken, da konnte ich wenigstens Tränen lachen.

Was Moritz aber drauf hat ist das Stimmen imitieren. Sei es die Ruhrpottler mit DIN-Norm  Fimmel oder das Rollenspiel Ehepaar oder den intellektuellen Vater von Moritz.  Aber so wirklich vom Hocker hat es mich dieses Mal leider nicht gehauen

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alter, sibirien, freundschaft, roman, bäume

Betrunkene Bäume

Ada Dorian
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein fünf, 24.02.2017
ISBN 9783961010011
Genre: Romane

Rezension:


"Bäume haben etwas Wesentliches gelernt: Nur wer einen festen
Stand hat und trotzdem beweglich ist, überlebt die starken Stürme."
(Anke Maggauer-Kirsche/Lyrikerin)

Allerdings sieht das bei den betrunkenen Bäume etwas anders aus. Sie sind eine Folge der Erderwärmung. Wo vorher gefrorener Boden war, dieser aber aufgeweicht wurde durch die Erwärmung verursacht durch Treibgase und anderen Umwelteinflüssen, haben diese
Bäume dort in ihrem Lebensraum keine Standfestigkeit mehr. Sie werden schief und krumm und schwanken wie betrunken.

Erich muss mit seinen über 80 Jahren erfahren, wie er so langsam seine  Unabhängigkeit verliert. Dabei braucht sein veritabler "Wald" ihn so dringend, dieser ist etwa wie sein "Kind" geworden um das man sich kümmern muss. In seiner Wohnung hat er ihn angelegt. Er liebt seinen Wald, ohne den Geruch  der Bäume kann er nicht schlafen. Das muss er aber vor seiner Tochter verheimlichen. Sonst steckt sie ihn in ein Heim. Seine Frau Dascha vermisst er sehr.

Katharina vermisst auch jemanden, ihren Vater, der zum Arbeiten nach Sibirien  geflüchtet ist. Ihr Familienleben ist auseinander gebrochen, er war ihr Halt. Sie haut von zu Hause ab, schwänzt die Schule und kriecht in einer leeren  Wohnung unter. Dort begegnet sie dem alten Erich, mit dem sie sich anfreundet  und ihm hilft in seiner immer größer werdenden Hilflosigkeit zurechtzukommen.

Erich war mal Forscher in jungen Jahren und hat eine Art Expedition in der Taiga unternommen. Ohne Wolodja, einem obdachlosen Überlebenskämpfer wäre er verloren gewesen. Wolodja kennt den riesigen Wald und die Einsamkeit, in der man dort verschwinden kann. 

Der Ullstein-Verlag hat, wie ich finde, ein kleines Juwel veröffentlicht. Bücher  brauchen nicht dick sein, auf 268 Seiten kann man sehr gut eine Geschichte  um Menschen, die sich normalerweise nie begegnet wären, erzählen.  Wenn der Leser genug Spielraum zum selbst denken bekommt und überlegen muss, was mal passiert ist, dann gibt einem die Autorin auch schon den nächsten  Gedankengang und man vervollständigt das noch fehlende Bild. Ich habe  mich sehr wohl gefühlt in dieser Geschichte, die auch zu Herzen geht. Die  Protagonisten wachsen einem ans Herz, man kann sich in ihr Leben sehr gut hineinversetzen. Die eigene Vergänglichkeit wird dem Leser hier sehr bewusst. 

Die Biografie der Autorin Ada Dorian hatte mich zunächst auf das Buch aufmerksam gemacht. Ich bin froh, es gelesen zu haben und kann es nur jedem Leser ans Herz legen. 

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Tags: altersheim, bäume, forscher, russlan, sibirien, wald   (6)
 

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

a-gruppe, elfter gast, verlassenes herrenhaus, bizarre geschichte, literarisch-spielerisches rätsel

Der elfte Gast

Arne Dahl , Wolfgang Butt
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 09.11.2015
ISBN 9783492307604
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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31 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

italien, afghanistan, schule, pakistan, schlauchboot

Im Meer schwimmen Krokodile

Fabio Geda , Christiane Burkhardt
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei btb, 10.08.2015
ISBN 9783442749584
Genre: Romane

Rezension:


Fabio Geda ist ein italienischer Autor, der mir überhaupt nicht bekannt war.  Bei einer Lesung lernte er den jungen Enaiatollah Akbari kennen, der ihm  seine Fluchtgeschichte aus Afghanistan erzählte. Daraus machte der Autor gemeinsam ein Buch, welches in Italien schnell die Bestsellerliste eroberte. 

Was das Buch so einzigartig macht ist das Erlebte von Enaiatollah. So unschuldig  und ehrlich ist dieser Junge von seiner Mutter in der ihm fremden pakistanischen Stadt Quetta zurückgelassen worden. Zu seinem eigenen Schutz, wie ihm dann auch  später erst bewusst wird. Ehe sie sich heimlich davon macht, gibt seine Mutter dem  erst 10 Jahre alten Jungen 3 wichtige Weisheiten mit auf den Lebensweg. 

Der Leser hat sich sicherlich schon oft gefragt, weshalb sind so viele unbegleitete  Minderjährige auf der Flucht. Wenn die Mütter für ihr Kind nur einen Ausweg sehen  ihr Kind fortzuschicken, weil es woanders ein sicheres Leben finden kann, als den  Tod vor der Haustür, dann haben sie keine Wahl. 

Er erarbeitet sich auf der Strasse seine Kost und Logie. Mühselig und ohne Perspektive.  Da reift der Plan zur Flucht in den Iran. Immer wieder erleidet er dort weitere Rückschläge  und die Angst im Nacken erwischt und wieder abgeschoben zu werden. Danach  entschließt er sich zur Flucht nach Europa. Denn auch die Nachbarländer wollen  keine Flüchtlinge beherbergen. 

Mir stockte an manchen Stellen der Atem, als ich mir vorstellen musste, wie man  in einem Container eingeschlossen ist und darauf nur warten kann, bis die Tür sich  irgendwann wieder öffnet. Oder wie man zu Fuß vom Iran durch das Gebirge in die  Türkei gelangt und viele es nicht schafften anzukommen, weil sie der Tod durch  Erschöpfung ereilte. Nun weiß ich auch, weshalb so viele im Mittelmeer ertrinken.  Es werden ihnen nur Lügen vorgegaukelt. 

Enaia schafft es auf abenteuerliche Weise bis nach Italien. Es gab eine glückliche  Fügung, die ihm ermöglichte die Sprache zu erlernen und nette Menschen kennen zu lernen, die ihm halfen seinen Lebensweg zu finden und seine Träume zu leben. Mich  hat dieses Buch sehr berührt und ich freue mich für den Jungen sehr, gebe aber ein  Gebet an alle, die es nicht schafften unbeschadet ihr Ziel zu erreichen. 

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Tags: afghanistan, flucht, gebirge, italien, kiesgrube, minderjährig, pakistan, quetta, schlauchboot, schule   (10)
 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

katharina die große, spionin, dienstmädchen, sophie von anhalt-zerbst, intrige

Der Winterpalast

Eva Stachniak , Peter Knecht , Anna Thalbach
Audio CD
Erschienen bei Hörbuch Hamburg, 13.09.2013
ISBN 9783869091327
Genre: Historische Romane

Rezension:

Wawara oder auch gebürtig Barbara wird von der Kaiserin Elisabeth am Hofe von  Sankt Petersburg aufgenommen, als Bedienstete. Das hatte sie dem Buchbinder  und Vater von ihr versprochen, eh er verstarb. Schnell schafft sie es sich am Hofe  nützlich zu machen und wird zur Lauscherin und Spionin ausgebildet. Spione am  Hof gibt es auch noch viele andere, darum dreht es sich auch ausschließlich. Klatsch  und Tratsch ist in den Gemächern sehr gefragt.

Mich hat diese Hörbuch, trotz toller Leserin gelangweilt. Obwohl die Geschichte  locker erzählt wird, spielt dieses in der Geschichte wichtige Zarenpalast die ganze Zeit nur dort in Sankt Petersburg und handelt durchweg nur von der Kaiserin  Katharina (die spätere Katharina die Große) und einigen Verwandten und Wawara.  Katharina die Große, regierte über 34 Jahre nachdem sie zur Kaiserin gekrönt  wurde, nach einem Staatsstreich gegen ihren Mann Peter. Da hätte man eine  wesentlich interessantere Geschichte machen können. Zahlreiche Liebhaber  teilten heimlich das Bett mit ihr. Kinder hat sie so einige bekommen, die ihr allerdings  immer kurz nach der Geburt weggenommen wurden. Ihr angetrauter Ehemann Peter  wollte nichts von ihr wissen, teilte nie das Bett mit ihr. Die Kinder hatten allesamt anderes, als Zarenblut in den Adern. 


Nach dem Tod von Elisabeth wird er zunächst zum Kaiser ernannt. Ein Putsch verbannt ihn allerdings und kurz darauf kommt er ums Leben. Katharina wird die Herrscherin im russischen Reich.

Die Figuren bleiben einfach zu blass und wirklich anfreunden konnte man sich  mit keiner Person so wirklich. Selbst die Liebhaber, die ja eine wichtige Rolle  spielten, laufen einfach nur so nebenher. Die Autorin konnte mich persönlich mit  ihrem dicken Werk nicht überzeugen. Somit spare ich mir auch die weiteren  Bücher/Hörbücher.

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Tags: geburten, kanzler, katharina die große, lauschen, liebhaber, russland, spione, winter   (8)
 
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