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173 Bibliotheken, 38 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

fantasy, liebe, stormheart, sturm, leserunde

Stormheart - Die Rebellin

Cora Carmack , Birgit Salzmann , Alexandra Rak , Carolin Liepins
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.05.2017
ISBN 9783789104053
Genre: Jugendbuch

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(13)

44 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

freundschaft, jugendbuch, selbstfindung, all-age, familie

Du & Ich - Best friends for never

Hilary T. Smith , Jenny Merling
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.03.2017
ISBN 9783841440044
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt: Annabeth und Noe sind allerbeste Freundinnen. Es gibt nichts, was sie entzweien kann. Sie haben sogar ihre Zukunft zusammen geplant. Gemeinsames College, gemeinsames studieren- ja sogar die Kinder sollen etwas gleichalt werden und dann heiraten- so wünschen sich die beiden das jedenfalls. Doch dann tritt ein Junge in Noes Leben und sie verändert ihre Pläne: eine neue Universität kommt ins Gespräch und  Noe verbringt lieber die Nachmittage mit dem neuen Freund als mit Annabeth. So langsam muss Annabeth sich entscheiden: soll sie nun eigene Pläne schmieden und sich Selbst verwirklichen? Oder einer Freundin hinter rennen, die Annabeth behandelt wie ein aus der Mode gekommenes Accessoires?   Schreibstil: Der Schreibstil ist recht simpel gehalten und hat wenig Schnörkel. Er ist auf den Punkt gebracht und somit gut zu lesen. Man kommt wegen dem flüssigen Stil sehr gut durch das Buch, die Autorin versucht ihn aufzuwerten durch Metaphern, die im einzelnen an sich sehr schön sind, aber in der Menge too much für mich waren und im Gegensatz zu den Protagonisten standen.  Charaktere: Tja nun, der Schreibstil war eigentlich das einzig positive, was ich über dieses Buch verbuchen kann. Annabeth und Noe als Freundinnen waren mir zu hetzerisch, ihre Freundschaft besteht eigentlich nur aus Lästereien und Beschweren über andere. So etwas ist mir sofort unsympathisch. Dann ist Annabeth noch dazu super naiv. Hat sie denn wirklich gedacht, dass der Plan so aufgeht? Dass jeder Mensch auch mal andere Interessen haben darf, ist ihr wohl noch nie in den Sinn gekommen. Ich habe ja gehofft, dass es sich bei dem Buch eher um einen Findungsweg einer Jugendlichen handelt, wurde aber enttäuscht. Stattdessen ist es nur noch schlimmer geworden mit den Naivitäten und Oberflächlichkeiten. Vielleicht bin ich auch schon zu alt für das Buch mit dieser Thematik, aber nein- ich bin mir sicher- selbst als Jugendliche war ich nicht so oberflächlich wie diese beiden Mädels. Ich konnte Annabeth's Handlungen nicht nachvollziehen und war beinahe schon genervt über ihre Naivität.    Story:  Also wie schon gesagt, war meine Erwartung diese, dass die Charaktere sich entwickeln und man an einem Entwicklungsprozess teilnehmen kann. Eigentlich mag ich diese Art von Büchern, weil man selbst als Erwachsener noch einiges mitnehmen kann. Doch dieses mal wurde ich in meinen Erwartungen enttäuscht. Kein wahrnehmbarer Entwicklungsprozess, himmelschreiende Naivität und oberflächliche Charaktere haben mir die Lust und Laune genommen, dieses Buch zu mögen. Inhaltlich geschieht eigentlich nicht viel nennenswertes, das Buch ist von der Storyline her genauso oberflächlich wie seine Hauptpersonen.  Fazit: Dieses Buch war leider nichts für mich. Naive Charaktere, oberflächliche Freundschaften und Offensichtlichkeiten konnten mich nicht überzeugen. Das einzig gute an diesem Buch war der Schreibstil, der schön angenehm und flüssig war.  Ich liebe zwar Jugendbücher, aber vielleicht bin ich doch etwas zu alt für dieses Buch gewesen.

Ich kann diesem Buch nur 2 Monsterpunkte geben!

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317 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

physik, jugendbuch, verlust, trauer, liebe

Ein bisschen wie Unendlichkeit

Harriet Reuter Hapgood , Susanne Hornfeck
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.02.2017
ISBN 9783737340335
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt: Gottie ist ein physikalisches Genie, doch  es plagt sie ein wenig Liebeskummer. Auch Genies sind nicht gefeit vor Herzschmerz, denn Angelegenheiten des Herzens sind nicht immer logisch nachvollziehbar. Noch dazu macht Gottie ein kleines Geheimnis um ihre Begabung, denn sie will nicht als Streber dastehen. Gottie und ihr Bruder haben ein sehr gutes Verhältnis und trauern beide um ihren Opa Grey, der verstorben ist. Der Opa hat beiden viele merkwürdige Eigenheiten vermacht und Gottie kämpft um den Halt in ihrem Leben und mit Flashbacks, die sie ständig zu überwältigen scheinen. Und so vergehen die Tage der Trauer und Lustlosigkeit, bis plötzlich die Nachricht kommt, dass Gotties bester Freund Thomas wieder zurück ins Dorf kommt und Gottie sich in einer innerlichen Zerrissenheit befindet zwischen der Schönheit des Lebens und tiefer Trauer.




Schreibstil:

Der Schreibstil ist geradlinig und offen. Er konzentriert sich auf die jeweilige Stimmung, es gibt Szenen im Buch, die sind wunderschön und ausführlich beschrieben, andere werden dafür auf den Punkt gebracht. Der Schreibstil ist also sehr flexibel, und wär der Schreibstil eine Person, würde ich mich wahrscheinlich sehr gern mit ihr unterhalten! Auch wenn die Thematik zunächst etwas schräg klingt, so hat der Schreibstil mich direkt nach den ersten Seiten in den Bann gezogen.


Story:

Die Geschichte an sich ist, wie ich bereits vorhin schon erwähnt habe, etwas ungewöhnlich und man sollte offen sein sowohl für die Geschichte um den Großvater und das Thema Flashbacks und Physik. Dies in Kombination mit einem hohen Anteil an Emotion ist schlichtweg- ungewöhnlich. Aber gerade deswegen mag ich dieses Buch sehr gerne, ich liebe ungewöhnliche Bücher, die das Herz berühren. Und um genau so eine Geschichte handelt es sich hierbei. die Autorin hat die beiden widersprüchlichen Themen geschickt zusammengefädelt, sodass eine authentische, liebevolle Atmosphäre entsteht.


Charaktere:

Ich mag Gottie sehr gern, auch wenn ich sie anfangs nicht so ganz verstanden habe, weil man gleich am Anfang in Gotties Gefühlswelt hineingerät. Nach ein paar Seiten konnte ich jedoch Gottie sehr gut verstehen und ihr nachempfinden. Sie ist eine sehr sympathische Protagonistin, deren Zerrissenheit mir nah ging. Die Personengestaltung war äußerst individuell, aber nicht zu schrill. Vielmehr ging diese Gestaltung über Emotionen und Gefühle aus, was mir gut gefallen hat und womit ich mich dann intensiver beschäftigen wollte. Ich habe regelrecht mitgefiebert, weil ich Gotties Gefühle und Handlungen sehr gut selbst verinnerlichen konnte.

Thomas dagegen bringt frischen Wind hinein in die Geschichte, ich bin ja bei solchen Geschichten der Herrenwelt gegenüber immer etwas skeptisch, aber auch Thomas konnte mich überzeugen.


Fazit:

Dieses Buch hat eindeutig viel mehr Aufmerksamkeit verdient. Die interessante Mischung aus Physik und Gefühl ist neuartig und wurde gekonnt umgesetzt. Für diejenigen, die Physik langweilig finden, ist das Buch wahrscheinlich nichts, aber für diejenigen, die der Sache offen gegenüberstehen werden eine Leseerfahrung machen auf einer neuen Ebene und genau das ist es, was mir dieses Buch gegeben hat.

Ich vergebe daher 4 Monsterpunkte! Und heute kommt zum ersten Mal zum Einsatz mein liebes Vier- Punkte Monster !

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15 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

haroon gordo, palast aus staub und sand

Palast aus Staub und Sand

Haroon Gordon
Flexibler Einband
Erschienen bei hockebooks, 04.10.2016
ISBN 9783957511621
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Der Debütroman "Palast aus Staub und Sand" handelt von Baptiste, der alles verloren hat, von Ella, die alles gerade verliert und von Gabriel, der bereits verloren geboren wurde. Die Schicksale der drei Personen weben sich unweigerlich zusammen und hervor kommt ein großes, dunkles Geheimnis, welches folgenschwer ist.


Schreibstil:

Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven beschrieben und enthält diverse Zeitsprünge. Der Schreibstil ist außergewöhnlich und einzigartig. Mit einer klaren, präzisen Sprache und einer kreativen Ausdrucksform sind wir hier bei einem Sprachstil auf Weltklasse- Niveau. Durch Wortwahl, Konstruktion und dem Klang der Sätze entsteht eine ureigene Dynamik, die dem Leser ein authentisches Gefühl gibt. Der Autor lässt sich Zeit mit der Entwicklung und Entfaltung der Charaktere und haucht ihnen somit viel Leben ein. Man hat das Gefühl, jeder Charakter für sich  hat so viel Tiefgang, dass man sich eigentlich mit dem Fortgang der Geschichte nur peripher auseinander setzen muss.


Charaktere:

Die Charaktere sind sehr eigensinnig und jeder eigentlich ein Kapitel für sich.
Baptiste ist derjenige, der eine recht triste Figur ist, die ich aber im Endeffekt am allerliebsten "erlesen" habe. Trotz der Intensität seiner Gedanken, Gemütslagen und Handlungen, ist Baptiste für mich immer ein Rätsel gewesen, was den Reiz noch verstärkt hat.

Ella war diejenige,  über die man sich als Frau identifizieren könnte. Sie ist sympathisch, ein natürlicher Typ und engagiert. In Ella ruht eine kindliche Naivität, sie lebt in ihrem eigen gebauten Paradies und wird dann auch noch vertrieben. Ihr Weg hat mir am meisten weh getan, da er Konflikte führt sowohl auf einer persönlichen als auch auf einer globalen Ebene.

Und Gabriel ist das allergrößte Mysterium. Wie kann eine Person so unschuldig schuldig sein? Er durchläuft ein Martyrium und ist dabei doch kein schlechter Junge und dennoch, es ist so als würde ihm seit Geburt an etwas Böses anhaften, für das er ein Leben lang büßen wird.


Story:

Tja nun, die Story an sich bietet auch einiges an Input. Sie ist zum Schreibstil und den Charakterdarstellungen gegenläufig konzipiert. Was ich damit meine? Der Autor lässt sich viel Zeit, um eine Tiefe in die Charaktere zu bringen, währenddessen also zunächst der Anfang eher von Trauer, Frust und Stillstand geprägt ist, verändert sich das Tempo des Buches mit der Handlung. Nicht gerade plötzlich, jedoch deutlich wahrnehmbar geschehen viele Dinge und Zusammenhänge in Verbindung mit der Handlung. Durch Tiefe und Tempo entsteht eine eigenwillige Spannung, die das Buch gegen Ende zum Pageturner mutieren lässt.
Inhaltlich existieren in dem Debütroman sowohl die persönlichen Dramen der Charaktere, als auch die Weltlichen. Dinge wie Liebe, Hass, Freundschaft, Feindschaft sind nicht die einzigen, die thematisiert werden. Es geht auch um Trauer, Schuld,Glaube, Schicksal, und Vergebung eben einfach der Tanz des Lebens.

Wie ihr sehen könnt also ein straffes Programm!


Fazit:

Ich bin unglaublich dankbar das Buch "Palast aus Staub und Sand" von Haroon Gordon gelesen zu haben. Cover und Kurzbeschreibung können nicht das wiedergeben, was den Leser in dem Buch erwartet. Es hat mich einfach nicht mehr loslassen können, und wird es wohl auch für die nächste Zeit nicht mehr. Es ist ein einzigartiges Meisterwerk, mit dem ich keinen Vergleich anstellen kann. Die Perfektion aus Kreativität und präziser Intensität haben mich als Leser verblüfft dastehen lassen.

Ich kann euch jetzt schon sagen: Merkt euch den Namen Haroon Gordon. Er könnte der nächste Salman Rushdie werden!



Von mir gibt es die volle Monsterpunktzahl und ist definitiv ein Anwärter auf DAS Jahreshighlight !

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133 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 84 Rezensionen

fantasy, osten ard, tad williams, high fantasy, das herz der verlorenen dinge

Das Herz der verlorenen Dinge

Tad Williams , Cornelia Holfelder-von der Tann
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.03.2017
ISBN 9783608961447
Genre: Fantasy

Rezension:

Vorab zum Buch:

Das Herz der verlorenen Dinge ist ein Buch, welches zu der Reihe "Osten Ard" von Tad Williams gehört. Es setzt am Ende der Reihe an, kann jedoch genauso gut von Neulesern genossen werden. Ein umfangreicher Informationsteil bezüglich der Elben befindet sich im hinteren Teil des Buches. Da nun die Osten Ard auch schon eine Weile her ist (ich habe die Reihe vor etwa zehn Jahren gelesen) knüpft das Buch jedoch geschickt an, und man findet sich sehr schnell in der Welt wieder.



Inhalt:

Herzog Isgrimnur, der zusammen mit König Simon den Krieg gegen die Nornen gewonnen hat, lechzt nach Vergeltung. Der Sieg allein reicht ihm nicht, nein, er möchte das Nornenvolk komplett zerstören und verfolgt die Kreaturen is hoch in den Norden in ihre letzte Festung. Für die Nornen geht es in diesem Kampf um die Existenz und den Fortbestand ihrer Rasse. Wenn nur endlich ihre Königin aus dem tödlichen Schlaf erwachen würde . . . .


Schreibstil:

Der Schreibstil ist einerseits ein typisch anzulesender für High Fantasy, andererseits habe ich mich (so wie sonst auch bei Tad Williams) sofort zuhause gefühlt. Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben und hat somit auch mehrere Hauptakteure. Daduch, dass es sowohl aus der menschklichen, als auch aus der elbischen Perspektive geschrieben ist, kann man sich gut hinein versetzen in beide Seiten. Die Meisterleistung besteht darin, dass der Autor hierbei überhaupt nicht wertend beschrieben hat und man somit sein eigenes Bild machen konnte. Ich persönlich hätte dies wahrscheinlich nicht hin bekommen (dadurch, dass ich es eine Frechheit finde, dass man Flüchtenden nachsetzt, hätte ich wahrscheionlich die Nornen favorisiert). Tad Williams lässt sich, wie immer, für seine Charaktere und deren Entwicklung viel Zeit. Man weiß einfach immer, irgendetwas wird geschehen, irgendeine Rolle spielt dieser Charakter in diesem Gefüge, sodass ich bei dem Autor eigentlich shcon immer darauf programmiert bin, die Geschehnisse förmlich einzusaugen. Alles in wohlweislicher Vorbereitung auf das Ende, in dem sich alles zusammensetzt und doch in kleinste Einzelteile geschildert wird. Undgenau dieser Verlauf war wie immer grandios. Ich liebe es.


Charaktere:

Wo fängt man da am besten an? Ich unterteile die Charaktere am besten in die menschlichen und die elbischen Akteure!

Menschlich:

Herzog Isgrimnur ist der Besetzer und Verfolger der Nornen, er versucht die Taktik der Nornen einzufangen und dabei den Schmerz zu vergessen, den der Tod seines Sohnes und Thronfolgers hinterlassen hat. Herzog Isgrimnur ist eine starke Persönlichkeit, die Prioritäten setzen kann und weiß, wie man funktioniert. Sein Zwiespalt ist einerseits die Rachsucht und der Hass auf die Nornen, aber andererseits auch seine Verantwortung seinem Volk gegenüber.

Porto und Endri: Die beiden sind zwei Südländer, die eigentlich aus rivalisierenden Gegenden kommen. zwischen den beiden entwickelt sich eine muntere Männerfreundschaft, die immer ernster wird, je mehr sie dem Kampf gegen die Nornen folgen.


Elbisch:

Viyeki gehört zu den Bauleuten der Nornen, er ist der engste Vertraute des Baumeisters und ein sehr intelligenter Typ. Seine Schwäche ist es jedoch, dass sein Wissen ihm ständig zur Resignation führt.

Generalin Suno'ku ist die Flamme, die die Opfermutigen (Krieger der Nornen) anführt. Sie taucht plötzlich während eines misslichen Kampfes auf und verhilft den Nornen in letzter Sekunde zur Flucht. Die Generalin steht für alles, was die Nornen an sich stolz macht. Sie ist die pure Essenz allen Elbischens. Sie hat einen scharfen Verstand, einen harten Willen, eine tiefe verbundenheit zu ihrer Rasse und wird zur Heldin im Verlauf der Geschichte.



Meinung:

Das Herz der verlorenen Dinge ist meiner Meinung nach ein Meisterwerk. Es fängt recht sachte an und man wird nicht überrumpelt. Die Geschichte spitzt sich jedoch dramatisch zu und am Ende war ich nur noch geflashed, von der Brillanz, der Intelligenz und dem Tiefsinn hinter der Geschichte. Wenn ich schon allein an Porto und Endri denke, kommen mir die Tränen, so schön war die Geschichte. Oder schon allein der Titel, der, passend zum Buch, für ein Ende und aber auch für einen Neuanfang steht, versetzt mich in tiefe Ergriffenheit, und das alles ohne viel Schnörkel. Ich kann dieses Buch wärmstens emfpehlen, sowohl an diejenigen, die gerne High Fantasy lesen, als auch diejenigen, die sich mit High Fantasy vertraut machen möchten. Das herz der verlorenen Dinge steht für alle werte, die ich mit High Fantasy verbinde (sowie eigentlich auch die gesamte Osten Ard).


Im September geht es weiter mit einer neuen Trilogie der Osten Ard! Der letzte König von Osten Ard wird sie heißen! König Simon steht in dieser Trilogie wieder auf dem Parkett und muss mal wieder die Menschheit retten, Und ich bin schon ganz kribbelig, wenn ich nur daran denke.


Von mir gibt es also die volle Monsterpunktzahl und ich spreche mein erstes Highlight des Jahres für 2017 hiermit aus !

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145 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

liebe, krankheit, fischer, tabletten, gänsehautmomente

Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden

Emily Barr , Maria Poets
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.03.2017
ISBN 9783841440075
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:  In dem Buch geht es um Flora, die an einer anterograden Amnesie leidet. Das bedeutet, dass sie alles was vor ihrem elften Lebensjahr stattgefunden hat sehr gut im Kopf behalten kann, doch jegliche neuen Ereignisse entfallen ihr in unregelmäßigen Abständen (die nicht mal einen Tag dauern). Flora kann also keine neuen Informationen aufnehmen und behalten. Bis plötzlich eine Sache passiert: Flora wird geküsst. Von Drake. Drake ist der Freund ihrer besten Freundin und ist an den Nordpol gezogen zu Studienzwecken. Genau an diesen Kuss kann Flora sich erinnern. Flora beginnt, sich Hoffnung zu machen und begibt sich auf eine Reise, um Drake zu suchen und somit auch ihre Erinnerungen. . . . .   Cover:  Das Cover ist ultraschön. Es ist teilweise mit glänzenden Applikationen geschmückt, was das Buch zu einem Hingucker macht. Besonders der Elch ist super witzig (für eine Frühjahrserscheinung). Ein schönes, verspieltes Cover, das gut zu der teilweise naiven Stimmung des Buches passt.   Schreibstil:  Der Schreibstil hat mich stark fasziniert. Das Buch ist aus der Perspektive von Flora in der Ich-Form geschrieben, dies liest sich auch ganz gut und man kommt als Leser super in den Charakter "Flora" rein. Das Interessante an dem Stil ist, dass man genau wie Flora immer mal wieder auf den Punkt Null zurück gesetzt wird. Also mitten in der Geschichte ergeht es Flora plötzlich so: Wo bin ich ? Was mache ich hier? Was ist geschehen?- Das kann unter Umständen manchmal echt gemein sein (an spannenden Stellen zum Beispiel). Aber genauso doof ist das ja dann auch für Flora. Ich hatte in dem Buch das absolute Lesegefühl, gerade dadurch konnte ich mich sehr gut in Floras Situation einfinden und eine Ahnung davon bekommen, in was für einer Situation sie sich befindet.   Story:  In der Geschichte gibt es viele spannende Elemente. Einmal die Frage, ob Drake wirklich der Schlüssel zu Floras Erinnerungen ist, ob Flora die Reise gut übersteht und auch wirklich ihre Ziele erreichen kann. Dann ist da noch die mysteriöse Reise von Floras Eltern, die zu ihrem Bruder fliegen, denn dieser sei angeblich schwer krank. Man merkt sofort, dass irgendwas in der Richtung nicht stimmt. Durch den Kuss gleich am Anfang stolpert man in Probleme und Konflikte, dabei ist das Buch nicht schwer, denn durch Floras naive Art nimmt sie auch wiederum etwas von all den Spannungen, Konflikten und Problemen.    Charaktere:  Die Protagonistin ist selbstverständlich Flora. Flora hat auf jeden Fall die Naivität, die ich mir vorgestellt habe, als ich den Klappentext gelesen habe. Ich finde es aber sehr schwierig einen Teenager darzustellen, der eigentlich geistig auf dem Niveau eines 11 - Jährigen Mädchens sein sollte. Die Darstellung von Flora ist der Autorin absolut gelungen. Gleich am Anfang merkt man, dass Flora in Puncto Klamotten und Freundschaften hinterher hinkt. Manchmal macht sie etwas kindisches, und dann wiederum flammt eine Reife auf. Dies immer wohl proportioniert. Letztendlich bin ich nicht diejenige, die sich damit auskennt, wie ein Mädchen in Floras Alter und mit Floras Diagnose sein sollte, aber vom Bauchgefühl habe ich Flora als authentisch empfunden. Natürlich ist sie ein Teenager und hat so etwas wie Hormone. Wer setzt sich mit Flora zum Thema Sex und Partnerschaft auseinander? Welche Probleme tauchen auf, wenn Flora aufwacht und den Partner, der neben ihr liegt nicht mehr erkennt?  Ein sehr komplexes Thema, das zum Nachdenken anregt, schon allein durch Floras Grundsituation.   Dann gibt es (leider) noch Drake. Oh herrje, wie ich diesen Jungen.... einfach total blöd finde. Ich hatte permanent das Gefühl, er nutzt Flora nur aus und sie soll doch bitte nicht auf ihn hinein fallen. Dass er der Auslöser für eine von Floras Erinnerungen ist, habe ich ihm nicht gegönnt. Nichts da, von wegen süße Liebesgeschichte. Diesen Kerl konnte ich einfach nicht ertragen. Zum Glück ist der Verlauf der Geschichte ein anderer, als anfangs befürchtet, aber mehr werde ich an dieser Stelle nicht verraten ;-) .   Fazit:  Ein authentisches Buch mit einer interessanten Idee und einer spannenden Geschichte. Ich hatte ganz andere Erwartungen an das Buch, und dachte es sei romantischer. Dafür hat "Jeder Tag kann der Schönste in deinem Leben werden" andere Qualitäten entwickelt, die mir auch sehr gut gefallen haben.   Von mir gibt es daher 4 Monsterpunkte für das Buch!

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

kinderbuch, unsichtbarer freund, familie, kindheit, kinderbuc

Kasimir Karton - Mein Leben als unsichtbarer Freund

Michelle Cuevas ,
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.02.2017
ISBN 9783737340465
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt:

 Kasimir kam es schon immer merkwürdig vor, dass ihn niemand beachtet bis auf seine Zwillingsschwester Fleur, diese liebt ihn über alles und beide sind ein Herz und eine Seele. Obwohl Kasimir so langsam denkt, die ganze Welt würde ihn hassen, macht Fleur das Leben für Kasimir leicht. Als Kasimir dann doch noch auf eine Person stößt, die ihn beachtet, findet er etwas ganz Schreckliches heraus: Er ist Fleurs unsichtbarer Freund ! Kasimir durchläuft eine Lebenskrise, denn er möchte unbedingt ein echter Junge sein und nimmt alles auf sich, um dies zu erreichen. Vielleicht sogar eine Trennung zwischen ihm und Fleur?    

Schreibstil:

 Der Schreibstilist angenehm zu lesen und für die Altersklasse ab 8 Jahren gut geeignet. Die Geschichte wird aus Kasimirs Perspektive erzählt. Kasimir ist von Anfang an ein Charakter zum Liebhaben. Er ist ehrlich, hält mit seinen Gefühlen nicht hinter den Berg und  manchmal auch selbstironisch, was die Geschichte wiederum gut auflockert. Eigentlich ist die Thematik eine ganz traurige, die zum Nachdenken animiert. Diese ist jedoch gut verpackt in witzigen Situationen, einmaligen, unsichtbaren Freunden und lustigen Sprüchen, sodass es mir totalen Spaß gemacht hat, das Buch zu lesen trotz des  leicht melancholischem Hintergrunds.   

Charaktere:

 Kasimir ist der Protagonist und ist absolut sympathisch, sowohl für Mädchen als auch für Jungen. Er ist witzig und klug zugleich und das, was mir am besten an ihm gefällt, ist, sein Eigensinn, welcher hier verstärkt thematisiert wird.  Fleur ist Kasimirs Zwillingsschwester und das Mädchen, das Kasimir ausgedacht hat. Sie liebt Kasimir und fechtet alles für ihn aus. Anfangs war ich mir nicht ganz so sicher, warum Fleur einen unsichtbaren Freund benötigt, aber die Liebe die sie ihrem unsichtbaren Freund entgegenbringt ist sehr süß.   

Fazit:

 Eine sehr süße Geschichte, die mich einen Hauch melancholisch hat werden lassen, sehr schön verpackt in einem witzigen Stil. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und mich gut unterhalten gefühlt. Absolut geeignet für Kinder ab 8 aber auch für Erwachsene, die gerne wissen möchten, was passiert, wenn ein imaginärer Freund eine existenzielle Krise durchläuft.   Von mir gibt es daher die volle Punktzahl!

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

berlin, erbe, hotel, brand, spanne

Das Lächeln des Panthers

Johannes Groschupf ,
Buch: 224 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.10.2015
ISBN 9783841503497
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Katinka geht auf ein schottisches Internat. Doch eines Tages erhält sie einen schrecklichen Anruf: Ihr Vater hatte einen Unfall und liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Sofort macht sich Katinka auf den Weg nach Huase- ins kalte Berlin, zurück zum Familienhotel Marabu. Dort überkommt sie das Gefühl, dass ein Geheimnis auf dem Hotel liegt. Mysteriöse Dinge geschehen...merkwürdige Gäste besuchen das Hotel und alles scheint sich rund um das Gemälde des lächelnden Panthers zu drehen. Die Vergangenheit kommt ans Licht und mit ihr Unglaubliches. Schreibstil:
Der Schreibstil ist einfach gehalten. Er hat keinerlei Punkte, die auffallend sind. Das Buch ist in der dritten Person aus Katinkas Sicht geschrieben. An manchen Stellen wirkt der Stil roh auf mich.

Charaktere:
Mit Katinka als Protagonistin bin ich nicht warm geworden, es hat die Nähe zu ihren Gedanken gefehlt, ich konnte mich nicht in sie hineinversetzen. Es hat sich so angefühlt, als würde man einen Bericht über die Handlungen einer Person lesen. Das Lesegefühl hat dementsprechend einfach nicht gestimmt. Noch dazu sind ihre Handlungen für mich teilweise nicht nachvollziehbar gewesen. Finley dagegen hat etwas mehr Charakterfarbe abbekommen, er erscheint mir ausgearbeiteter und sympathischer als Katinka die Protagonistin. Ich denke, das war sicherlich nicht im Sinn der Geschichte. 

Die Story:
Die Geschichte hat mir am besten gefallen, sie hatte gute Ansatzpunkte, auch wenn mir die Ausführung nicht so gut gefallen hat. Sie war teilweise spannend und mysteriös. Der Verlauf der geschichte hat mir auch sehr gut gefallen. Ich bin dorthingehend gerade etwas kryptisch, weil ich nichts verraten möchte, denn der Teil hat mir eindeutig am meisten gefallen.


Meinung:
Die Art und Weise hat mir schon von Anfang an nicht zugesagt, da mir eine gefühlvollere Beschreibung gefehlt hat und man durch fehlende Tiefe keine Nähe zu den Charakteren aufbauen konnte. Die Vorgänge sind nicht authentisch und ich war mit einzelnen Handlungen nicht konform. Zum Beispiel erfährt Katinka erst nach drei Tagen von dem Unfall. Dies kann ich nicht nachvollziehen, genauso wenig kann ich nachvollziehen, dass Katinka kurz nach ihrer Ankunft in Berlin zu ihrer Mutter geht und die Mutter einfach keinbe Lust hat mit Katinka zum Vater zu gehen. Aber vorher drängen jede Minute könnte die Letzte sein? Es werden gerade bei berührenden Szenen keine Gefühle von Katinka beschrieben. Das ist absolut nicht tragbar für mich. Das Buch wird ab 16 Jahren empfohlen, ist jedoch in seiner Ausführung sehr roh, ich mute einfach mal 16 Jährigen Lesern zu, dass sie auch mehr von einem Buch lesen wollen als nur der simple Vorgang einer Geschichte, dies kann man bei 10-12 Jährigen so tätigen, aber für mich war es einfach zu wenig. 

Von mir gibt es also für eine gute Grundidee und eine spannende Geschichte mit Ausarbeitungsproblemen drei Monsterpunkte.

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88 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

koma, liebe, leben, freundschaft, familie

Das Traumbuch

Nina George
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur, 17.03.2016
ISBN 9783426653852
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:     Sam lädt seinen leiblichen Vater, den er bisher noch nie gesehen hat zum Vater und Sohn Tag seiner Schule ein. Sein Vater, Henri, ist auch auf dem Weg zu diesem Termin, sein Herz gefüllt mit Dingen, die er in Zukunft anders machen möchte, doch auf dem Weg zur Schule geschieht etwas Schreckliches: ein Kind stürzt in den Fluss. Henri rettet das Kind, wird jedoch ein paar Sekunden später überfahren von einem unachtsamen Autofahrer. Henri liegt fortan im Koma und Sam, der bei sich selbst die Schuld sucht, besucht Henri jeden Tag. Sam, sein Sohn und Eddie, seine Exfreundin begleiten Henri auf eine unwirtliche Reise durch sein Bewusstsein. Ob sie es schaffen, ihn zurück zu holen?       Der Schreibstil:     Der Schreibstil ist sehr angenehm und leicht. In dem Buch gibt es mehrfache Perspektivenwechsel zwischen Sam, Henri, Eddie und Mariefrance (Sams Mutter). Dadurch entwickelt sich in dem Buch eine steigende Spannung und man ist in jeder Perspektive mit dem Charakter stark verbunden und erkennt seine Beweggründe. Der Schreibstil hat mir vieles erleichtert, da er sowohl von Traurigkeit stammt als auch von eine Leichtigkeit, die gerade bei Sam und Eddie sehr gut zur Geltung kommt.       Die Charaktere:     In jedem Fall haben mir die Charaktere sehr gut gefallen. Sam als Synästhetiker hat mir insbesondere gut gefallen, da er noch mal ein wenig durch seine Beschreibungen das Bewusstsein für das Zusammenspiel der Welt öffnet. Er als Junge erkennt sehr viel mehr als wir Erwachsenen und ist dabei weise ohne veraltet zu wirken.   Eddie ist ein Herzchen, so eine Freundin hätte ich gerne wie Eddie. Sie ist stark, eigensinnig und man kann sich auf sie verlassen. In diesem Buch ist Eddie meine Heldin, was sie alles für Henri aufgeben möchte und die Opfer, die sie bringt, haben mich sehr berührt. Auch ihre Gefühle zu Sam, diese Offenheit, die vermisse ich schon sehr unter den wahren Menschen.   Mariefrance, Sams Mutter, dagegen hat mich schon teilweise super aggressiv gemacht. Sie kommt mir jähzornig und rachsüchtig vor. Sie will die Nummer eins sein, kein Platz für einen Vater. Noch dazu trimmt sie Sam, diesen sensiblen wunderbaren Jungen, auf einer Eliteschule, wo sie doch weiß, dass sein Vater im Krankenhaus ist. Und dann nimmt sie noch nicht mal die Veränderung ihres Jungen wahr? Blind davon getrieben, ihren Jungen auf "die richtige Bahn" zu bringen. Noch dazu schließt sie Sam aus dem Familienleben aus. Wie gemein ist das denn? Erstmal nicht wollen, dass Sam eine Familie hat und seinen Vater kennen lernt und dann auch noch Sam abkapseln von seinem Stiefvater und dem Halbbruder? Nein also Mariefrance hat es bei mir echt verscherzt. Am Ende sieht sie es ein, was für mich jedoch viel zu wenig war.     Die Geschichte:   Die Story hat mir gut gefallen. Die Dramaturgie wurde sehr gut aufgebaut, Stück für Stück, sodass es für den Leser nicht zu viel war. Noch dazu haben mir die verschiedenen Möglichkeiten des Lebens als Parallelwelten sehr gut gefallen. Etwas Symbolik war auch drin, nur nicht zu viel, sodass man sich nicht überlastet fühlte.  Der Ablauf der Geschichte war makellos, ich kann an keiner Stelle sagen, dass etwas nicht gepasst hätte. Es war eine permanente Anspannung vorhanden, die sich immer mehr verinnerlicht hat bis zu dem Punkt, an dem es zum Ausbruch aller Gefühle kommt, was meiner Meinung nach perfekt arrangiert war.     Von mir gibt es daher die volle Monsterpunktzahl

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50 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

perspektivlosigkeit, landleben, mecklenburg-vorpommern, milchbauern, sommer

Niemand ist bei den Kälbern

Alina Herbing
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Arche, 10.02.2017
ISBN 9783716027622
Genre: Romane

Rezension:

Der Inhalt:     Christin lebt auf dem Bauernhof ihres Freundes Jan. Ihr Lebenstraum ist das nicht gerade, aber was soll man schon machen? Jan kämpft Stunde um Stunde für seinen Melkbetrieb und gegen die Windkraftanlagen, die Ohnmacht des einzelnen gegenüber des Staates und der Medien gegenüber macht ihm echt zu schaffen. Und Christin? Sie versucht ihr Leben zu angenehm wie möglich zu gestalten, nur ob sie da auf dem richtigen Dampfer ist. . . .       Der Schreibstil:     Der Schreibstil wirkt zu Anfang unterkühlt, schnell wird dem Leser klar, dies hier ist kein Roman, der das Landleben romantisiert, sondern es geht um das richtige Leben mit all seinen Tücken. Auf dem Bauernhof ist wenig Zeit für Zärtlichkeit, dafür aber viel Arbeit, die einen verdrießlich machen kann.  Kurze knappe Beschreibungen bringen Situationen auf den Punkt, ohne viel Federlesens werden vor allem die negativen Aspekte des Landlebens aufgegriffen.       Die Charaktere:     Christin wird in einigen Beschreibungen als Anti- Heldin proklamiert. Doch ist sie das wirklich? Ja, sie lügt und betrügt, ist egoistisch und man müsste wirklich lange überlegen, um ihr gute Eigenschaften abgewinnen zu können. Nur frage ich mich auch: ist dies nicht irgendwie normal? Christins Situation ist schwierig, ein Vater als Alkoholiker, eine Mutter, die abgehauen ist und Jan, der mit dem Melkbetrieb so viel um die Ohren hat. Wer hat da Zeit für Christin? Wo bleibt die Zärtlichkeit für sie? Klar, man kann ihre Taten mit Missgunst betrachten- man kann aber auch verfolgen, wie Christin eigentlich um Aufmerksamkeit und Anerkennung schreit. Zwar sind die Grundlagen nicht immer die Edelsten- aber ich hatte kurze Phasen, in denen ich es echt verstanden habe. Vor allem während Christins Rückblenden kamen diese Gefühle bei mir an. Es bleibt nicht viel Zeit auf dem Land für persönliche Dinge- mittendrin ist Christin und geht dabei vollkommen unter.   Jan ist eher der jähzornige Typ, der Christin überwachen will wie eine seiner Kühe im Stall. Es gab durchaus auch schöne Momente zwischen Jan und Christin, doch das Verhältnis wird immer distanzierter. Jan als Kämpfer für seine Rechte und als Aufrechterhalter des Melkbetriebs hat mir sehr gut gefallen, Jan als Partner dagegen.... puh ziemlich mies, den würde ich nicht mal geschenkt bekommen wollen, ich habe es einfach nicht so mit Partnern, die mir ihre Moralvorstellungen und ihre Art zu leben aufs Ohr drücken wollen und ich glaube, auch dies fördert Christins Unbehagen. Sie kann sich einfach nicht entfalten. Sie ist perspektivlos.     Die Story:   Der Verlauf der Geschichte ist eigentlich das, was mich am meisten gestört hat in diesem Buch. Eine "echte" Handlung war am Anfang schwierig zu erkennen, wobei in der Mitte das ganze interessanter wird, auch auf psychologischer Ebene, an diesem Punkt habe ich mich eigentlich recht wohl gefühlt. Das Ende hat mir dann jedoch am wenigsten gefallen, es war meiner Meinung nach zu instruiert und nicht authentisch genug, was eigentlich im Gegensatz dazu steht, wie ich das Buch anfangs empfunden habe. Ein geschickteres Ende hätte mich zu einer höheren Punktzahl animiert.     Das Fazit:   Das Buch hat eine Menge Potenzial, welches mich nachdenklich gemacht hat. Eine Protagonistin, die einen schwierigen Charakter hat mit einem sozialkritischen Hintergrund verbunden scheint eine interessante Mischung zu sein, die hätte klappen können. Das Ende jedoch war ein Fehlschlag, zunächst zu instruiert und dann noch offen und frei (Jeder soll sich seine eigene Meinung bilden) waren keine gute Kombination, wobei mich das freie Ende nicht so sehr gestört hat.     Von mir gibt es also für "Niemand ist bei den Kälbern" 3 Monstersternchen.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Furthermore

Tahereh H. Mafi
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Dutton Books for Young Readers, 30.08.2016
ISBN 9781101994764
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:
Die 12 Jährige Alice lebt in einer Welt, in der Farben eine große Rolle spielen, denn in diesen Farben verbirgt sich die Magie, die das Leben aufrecht erhält. Die Wesen in Ferenwood sind bunt, bunt, bunt und sehr magisch. An einem ganz bestimmten Tag treten die 12 Jährigen auf und beweisen sich und ihre Gaben, sie erhalten jeder eine Lebensaufgabe, die sie binnen einer gewissen Zeit (zumeist ein Jahr) erfüllen müssen. Ihre Lebensperspektive für die Zukunft hängt davon ab. Alice dagegen ist so blass und weiß wie ein leeres Blatt Papier und außer dass Alice sehr gut tanzen kann, zeigt sie niemandem ihre Gabe. Was wohl ihre Aufgabe sein wird?


Das Cover: Das Cover wirkte auf den ersten Blick sehr chaotisch auf mich. Es passt jedoch zu der Welt und der Magie, Es ist zwar viel los auf dem Cover, aber irgendwie passt es auch wieder, wobei ich dahinter nicht unbedingt so eine tolle Geschichte vermutet hätte.



Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist wie gewohnt bei Tahereh Mafi sehr angenehm, das Buch ist von Anfang an einnehmend, da die Beschreibungen packend sind. Sprachlich fand ich das Buch extrem gut, da es schnell eine Eigenentwicklung hat und genau treffende Informationen enthält, die der Leser zum richtigen Zeitpunkt erhält. Das Buch ist ganz konventionell aus der Perspektive der Protagonistin geschrieben, nur selten gibt es Schwankungen, es hatte auf mich jedoch einen sehr großen unterhaltsamen Effekt. Obwohl das Buch ein Buch für Mittelschüler sein soll, habe ich mich als Erwachsene gut unterhalten gefühlt und ich fand es in vielen Dingen ausgearbeiteter und detaillierter als so manch ein Buch für Erwachsene. 

Die Story:
Der Plot hat mir unglaublich gut gefallen, die Autorin erschafft gleich zwei einmalige Welten, die es so noch nicht gegeben hat und das mit viel Geschick und Detail. Die Gestaltung der Welt ist eine 1 A Plus mit Sternchen! Aber auch die Geschichte finde ich sehr gut gelungen, man ahnt zwar als Leser so ab und zu welche Gabe Alice hat, es gibt jedoch einige Stolpersteine und die Autorin hält dieses Geheimnis bis zum Schluss gut als Ass im Ärmel, sodass es permanent spannend ist. Vom Feeling der Geschichte her war es wie ein Buch von Tad Williams zu lesen, der mitunter einer meiner Lieblingsautoren ist. Also auch der Aufbau und die Gestaltung der Story haben mich überzeugt. 


Die Charaktere:
Ich habe Alice von vornherein gemocht. Sie macht einfach ihr eigenes Ding und hat ein gesundes Selbstbewusstsein, sie ist am Anfang etwas störrisch, aber ganz ehrlich, das wäre ich an ihrer Stelle auch. Ich mag einfach eigensinnige Charaktere, auch wenn es manchmal falsch erscheint oder dumm, wenn sie den falschen Weg gehen. Alice hat einfach einen ganz anderen Bezug zu den Dingen und ich fand es sehr erfrischend von ihr zu lesen. Die anderen Charaktere verblassen einfach in ihrer Gegenwart.


Mein Fazit:
Ein wahnsinnig gut ausgearbeitetes und fantasievolles Buch, das den Leser in den bann zieht mit einer eigensinnigen und sympathischen Protagonistin. Ich würde gerne mehr über Furthermore und Ferenwood lesen! 

An outstanding good and fantastic book, with the quality of a pageturner. Alice as a headstrong and likeable person hijacked me to her world, which I never want to leave!


Hier gibt es also eine volle Monsterpunktzahl für Furthermore- na klar ;-)

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(60)

166 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

hexen, prophezeiung, freundschaft, magie, fantasy

Die Prophezeiung der Hawkweed

Irena Brignull , Sibylle Schmidt
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 16.03.2017
ISBN 9783737354240
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
 Ember und Poppy sind keine gewöhnlichen Mädchen in ihrer Welt. Ember lebt im Wald inmitten von einem Hexenzirkel und hat selbst kein Quäntchen Magie in sich, sie fühlt sich absolut deplatziert und kann ihr Leben, so wie es aktuell ist, nicht ertragen. Poppy dagegen lebt wie ein normales Mädchen, und dennoch ist sie so ganz anders als die anderen. Ihr laufen Katzen, Kröten und Spinnen hinterher. Das, was andere als eklig abtun, fasziniert Poppy ungemein. Noch dazu kann sie mit Dingen wie Freundlichkeit, Nähe und Liebe nicht allzu viel anfangen, weswegen sie ihren Vater regelmäßig in den Wahnsinn treibt. Was die beiden nicht wissen, ist, dass sie vertauscht wurden und, dass es für beide einen Platz auf der Welt gibt. Wie es der Zufall so will, begegnen sie sich und aus einer merkwürdigen Freundschaft, wird sehr viel mehr, eventuell die Erfüllung einer alten Prophezeiung? 

Cover:
Das Cover ist etwas eigensinnig, ich mag allerdings den Stil sehr gerne. Detaillierte Zeichnungen haben es mir einfach angetan, der Perlmuttglanz ist ein richtiger Hingucker. Ich finde besondere Cover wie dieses einfach klasse und weiß, dass es Geschmackssache ist.  

 Schreibstil:
Das Buch ist jeweils aus den Perspektiven der beiden Mädchen in der auktorialen Erzählperspektive geschrieben. Das klingt nun erstmal ganz normal, aber ich musste mich dennoch in den Schreibstil etwas einfinden, da sich momentan die Bücher mit Ich-Perspektiven bei mir gehäuft haben. Noch dazu fängt das Buch ziemlich kalt und gemein an, sodass ich schnbell Mitleid mit Poppy und Ember aufgebaut habe im nachgang, der Anfang war daher gewöhnungsbedürftig. Doch es geht immer spannender weiter, der "Tanz" der beiden Mädchen durch die Geschichte, die sich intensiv begegnen und doch wieder so unterschiedlich zu seinb scheinen, ist für mich als Leser sehr präsent gewesen und hat eine eigene Faszination entwickelt. Wie können sie unterscheidliche Charaktere so viele Parallelel aufweisen? Das wurde sehr geschickt von der Autorin eingefädelt. ;-) 

Charaktere:
Ember ist die Liebenswürdigkeit in Person, mit ihrer Naivität hat sie mich sehr schnell um den Finger gewickelt. Sie tut mir leid in ihrer Situation muss sie ganz eklige Dinge tun, die ihr absolut widerstreben und dennoch führt sie ein behütetes Leben mit einer Mutter, die sie liebt. Ember umgibt einfach eine Aura des Glücklichseins, egal in welcher Lebenslage sie sich befindet, scheint sich doch für sie alles zum guten zu wenden.
Anders dagegen ist es bei Poppy, sie hat niemanden, ihre Mutter hat sie sofort abgestoßen und ist verrückt geworden. Ihr Vater gibt sich Mühe,setzt sie jedoch regelmäßig unter Druck. Irgendwie scheint Poppy nie Glück zu haben, der einzige Hoffnungsschimmer: Ember und eventuell die Liebe zu einem jungen Mann, doch für wen wird er sich entscheidn? Für Poppy oder Ember? 

Fazit: 
Das Buch "Die Prophezeiung der Hawkweed" hat mir, trotz Startschwierigkeiten gut gefallen. Konsequente, tiefgehendere Charaktere und ein herausragendes Ende mit einem kleinen, netten Twist, konnten mich vollends überzeugen eine Leseempfehlung auszusprechen. 
Von mir gibt es vier Monsterpunkte!

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58 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

zwangsstörung, wesley king, daniel is different, freundschaft, magellan verlag

Daniel is different

Wesley King , Claudia Max
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734847103
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(2)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Mit Träumen im Herzen

Giuseppe Catozzella , Myriam Alfano
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Penguin, 12.12.2016
ISBN 9783328100591
Genre: Romane

Rezension:  
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(51)

87 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

organspende, liebe, trauer, verlust, jugendbuch

Für immer ein Teil von mir

Michelle Andreani , Mindi Scott , Henriette Zeltner
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 09.01.2017
ISBN 9783959670692
Genre: Jugendbuch

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(64)

171 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 49 Rezensionen

vampire, fantasy, gabe, krimi, liebe

Die Seelenspringerin

Sandra Florean
Flexibler Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 27.09.2016
ISBN 9783959911238
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Tess ist ein ganz besonderer Mensch, denn sie hat die Gabe in die Körper anderer zu springen, leiderbetrifft dies nur übersinnliche Wesen wie Vampire, Werwölfe, Werlöwen und leider kann Tess ihre Gabe auch nicht kontrollieren, womit ihr diese Gabe eher als Fluch erscheint. Tess bekommt auch nicht gerade die schönen Seiten des Übersinnlichen zu sehen, sondern Gewaltverbrechen und Gräueltaten. Als Tess einen Mord an einen Menschen sieht, wendet sie sich an die Polizei. Dann lernt sie auch noch einen jungen Vampir kennen und das Chaos ist perfekt.

Der Schreibstil:
Sandra Florean hat einen überaus mitreißenden Schreibstil, wie ich es nun zum zweiten Mal feststellen musste. Ich war sofort in der Geschichte drin, da die Protagonisten immer stark präsent sind und man innerhalb von kurzer Zeit mit ihnen fühlen kann. Dazu gehören perfekte Beschreibungen, die nicht zu viel aber auch nicht zu wenig sind, die Attribute und Adjektive sind nicht übertrieben aber perfekt gewählt, um ihren Reiz aufrecht zu erhalten. Die erotischen Stellen haben genau das Maß an Beschreibung, dass ich sie auch gut finde,ich weiß, dass das bei mir nicht so einfach ist. 

Der Inhalt:
Die Geschichte über die Seelenspringerin fand ich schon sehr reizvoll, jemand, der für kurze Zeit in den Körper eines übersinnlichen Wesens springt bietet schon eine hohe Spannung, es kommen ein paar "Fälle" zusammen, die es zu lösen gilt und Tess somit immer tiefer in die Welt der Werwesen und Vampire hinein gerät. Als Leser fällt es somit auch leichter in diese Welt zu kommen und über die Strukturen mehr zu erfahren. Die Liebelei und Erotik hinter dem Roman sind sehr stimmungsvoll, Tess ist jedoch so ein Typ Mensch, bei dem es nicht kitschig wirkt, was mir auch sehr gut gefallen hat. Vom inhaltlichen her wurde also alles richtig gemacht. 

Die Potagonisten:
Tess ist klasse, sie wirkt am Anfang etwas frustriert, da sie durch ihre Gabe ziemlich isoliert leben muss, da viele Menschen diese Fähigkeiten nicht verstehen. Ihr Hang zu den übersinnlichen Wesen wird dadurch verstärkt, dass  sie sich dort akzeptierter fühlt, was meiner Meinung nach ein kluger Schachzug der Autorin ist, somit schafft sie eine Brücke zwischen Tess und den Vampiren, Dämenen, Wertieren, die der Leser sofort akzeptiert. Warum Tess sich etwas in den jungen Vampir verliebt, war mir anfangs schleierhaft, er ist zwar ganz süß, aber ich habe sofort gemerkt, dass Tess ihm bestimmt irgendwann eine Nummer zu groß für ihn wird. Meine Bedenken wurden allerdings gegen Ende zufrieden gestellt, sodass ich nichts zu meckern habe. Gabbi, Tess' beste Freundin, ist mir auch etwas schleierhaft,denn ein eindeutiges Vertrauensverhältnis gibt es nicht zwischen den beiden, ich hatte das Gefühl, dass nur die Faszination und der Hang zu Vamnpir Liebhabern die beiden verbindet, was Tess' Leben eigentlich nur noch trauriger gestaltet. Am meisten gespannt bin ich auf Octavian im zweiten Teil der Geschichte, ich spüre- da bahnt sich etwas großes an !

Fazit:
Die Seelenspringerin hat mir überdurchschnittlich gut gefallen. Das Buch war ein Pageturner für mich, und so etwas hatte ich schon lange nicht mehr. Ich habe das Buch innerhalb einer Nacht durch gesuchtet, so gut war es, ich wollte einfach nicht mehr aufhören mit dem Lesen. Es ist spannend, gut geschrieben und hat genau das Maß an Erotik, Spannung, Humor, welches mir gut gefällt. Für mich eines der Jahreshighlights 2016 und ich brenne so, so sehr auf den zweiten Teil!

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(70)

123 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 60 Rezensionen

weingut, spanien, frauen, familie, mord

Die Frauen von La Principal

Lluís Llach , Petra Zickmann
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 07.03.2016
ISBN 9783458176725
Genre: Romane

Rezension:

1893. Ungeziefer verpestet das Weingut von Marias Familie, doch ihr Vater hat für jede Eventualität gesorgt. Er hat für Marias Brüder glänzende Zukunftspläne, nur Maria soll auf dem Weingut bleiben und dieses hüten. Die junge Frau fühlt sich wie lebendig begraben und hat doch mehr Mumm und Kraft als alle anderen, denn sie findet Wege, das Weingut zu retten und wird somit eine der reichsten und mächtigsten Frauen ihrer Heimat. Auch ihre Tochter wird zu einer starken Persönlichkeit, doch kurz vor dem Spanischen Bürgerkrieg wird eine Leiche auf dem Weingut der Principal gefunden. Ein düsteres Geheimnis liegt auf der Principal und dieses konfrontiert Marias Tochter.

Das Cover:
Das Cover ist ein typisches für einen Roman dieser Art. Die Sepia- farbene Fotografie lässt den Leser schnell darauf schließen, um welche Zeit es sich handelt, der Hintergrund verrät auch schon das ländliche Setting. Die Momentaufnahme mit dem Mann, der die Frau auffängt finde ich jedoch nicht gut gelungen, da wir es hier im Buch mit zwei Generationen starker Frauen zu tun haben, hätte eine andere Aufnahme vielleicht besser gepasst, die die Position der Frauen besser dargestellt hätte. 

Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, nicht hochgestochen und auch nicht großartig ausgeschmückt, was ihn mir schon sympathisch macht. In dem Buch gibt es Perspektivenwechsel, manchmal mit Zeitsprüngen, die Perspektiven können diese der beiden Frauen sein, oder aber auch von Nebenrollen wie zum Beispiel die Haushälterin. Es wird dem Leser immer ziemlich schnell klar, welche Perspektive und welche Stellung die zugeordnete Person im Kapitel inne hat, sodass es nicht zu Verwirrungen oder Verwechselungen kommen kann und dies insgesamt ein gutes Mittel ist, um Spannung herzustellen. 

Der Inhalt:
Inhaltlich bietet das Buch eine Menge. Da haben wir einerseits die historischen Hintergründe, das Leben auf einem Weingut, deren Sorgen und Probleme. Dann wird die Stellung der Frau Ende des 19. Jahrhunderts wunderbar beschrieben, ohne irgendwelche Wertung dieser, jedoch mit genügend Input zum Problematisieren. Der Familienzwist und die einzelnen Schicksale, die Emotionen von Maria Roderichs geben dem ganzen etwas Intensives und der Mordfall bringt Spannung hinein, da dieser zu Anfang nicht ganz greifbar ist und man als Leser Stück für Stück hinein wächst und am Ende kommt es noch einmal zu einer genialen Finte, die mich restlos überzeugen konnte. Inhaltlich ein sehr gut durchdachtes und abgerundetes Buch. 

Die Protagonisten:
Tja was gibt es zu den Protagonisten zu sagen? Zunächst einmal, dass ich Geschichten mit starken Frauen als Hauptpersonen liebe! Und genau so ein Buch haben wir vor uns. Zunächst einmal istdas Opfer sehr groß, dass Maria bringen muss, daraus erwächst ihre Stärke und auch, wenn sie mächtig und stark ist, so hat sie doch die Liebe entdeckt, was sie wiederum etwas weicher macht. Die Tochter dagegen wird in diese starke Position hineingeboren und weiß genau, welche Fäden sie ziehen muss, um etwas zu erreichen, sie liebt stark und abgöttisch und wird dadurch ins Chaos gerissen. Hach, das ist einfach ganz nach meinem Geschmack!

Fazit:
Die Frauen von La Principal ist ein spannendes, gut strukturiertes Buch, welches an Emotion, Information, Stärke, Liebe und Spannung nichts zu wünschen übrig lässt. Ich habe das Buch aufgesogen, da die Atmosphäre des Buches jeden Leser mitreisst. Von mir aus gibt es nichts zu bemängeln, daher gebe ich dem Buch die volle Monsterpunktzahl !

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23 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

abstergo, aufstände, assassinen, new york, templer

An Assassin’s Creed Series. Last Descendants. Aufstand in New York

Matthew J. Kirby , Achim Stanislawski
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 24.11.2016
ISBN 9783733503307
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Owens Vater ist im Knast, weil er eine Bank ausgeraubt hat, doch Owen ist sich sicher: Sein Vater ist unschuldig! Owen möchte die Unschuld seines Vaters beweisen, indem er einen Animus aufsucht und dort über seine genetischen Erinnerungen in Erfahrung bringt, dass sein Vater kein Krimineller ist. Bald schon findet er einen Mann, der inkognito Reisen mit dem Animus anbietet. Owen und sein bester Freund Javier besuchen diesen, bald schon wird klar, dass Owens Plan logische Lücken hinterlässt. Die Freunde sind neugierig und steigen dennoch in den Animus ein. Spätestens nach dieser Erfahrung kommt die Erkenntnis: Owen und Javier sind in etwas reingerutscht, in etwas viel Größeres, Gefährlicheres.... ob sie da heil wieder herauskommen werden?



Das Cover:

Schon allein am Cover sieht man, dass das Buch auf der Grundlage von dem Spiel "Assassin's Creed" geschrieben wurde. Mir gefällt das Cover sehr gut, es hat etwas Junges, dadurch, dass es einen Touch von Comic hat, zeigt aber auch, dass es sich hierbei um ein actiongeladenes Buch handelt.


Die Geschichte:

Die Geschichte hat mir wahnsinnig gut gefallen, der Animus wird gut beschrieben und auch, was es mit den Templern und Assassinen auf sich hat, sodass auch ein jeder, der das Spiel nicht kennt, sich gut zurecht finden kann. Selbstverständlich geht es in dem Buch primär um das Auffinden der Edensplitter und um eine Gruppe Jugendlicher, mit denen dies möglich sein soll. Die Gruppe Jugendlicher reist ins New York der 1860er, die Stadt wird aus den verschiedenen Blickwinkeln  historisch korrekt wiedergegeben, man hat permanent das Gefühl mittendrin zu sein. Eine Sache hat mir jedoch inhaltlich gefehlt, Grace's Vorfahrin hat nämlich gegen Ende eine wahnsinnige Entwicklung durch gemacht und es ist einiges passiert, das interessant ist für den Storyverlauf, doch das hat man als Leser nicht aktiv mitbekommen, für den Leser endet die Reise nämlich mit dem Austritt aus dem Animus von Owen und Javier. Das empfand ich als sehr schade, wichtige Entwicklungen nur per Nacherzählung zugetragen zu bekommen, lassen das Ende etwas zu dezent wirken. Ich hoffe jedoch für den weiteren Verlauf der Geschichte, dass ein paar gute Twists kommen wie im Spiel und nicht nur eine Edensplitterjagd pro Buch, das wäre zu schade, dafür hat die Hintergrundgeschichte zu viel Potenzial. Auch David mit seiner generierten Erinnerung habe ich als etwas unlogisch empfunden, da es Erinnerungen sind von den anderen über Davids Vorfahren, wäre doch eigentlich eine andere Perspektive logischer gewesen.


Der Schreibstil:

Der Stil ist einfach gehalten, also perfekt für Jugendliche. Das Buch wird aus abwechselnden Perspektiven geschildert. Dies wurde mit der Zeit etwas anstrengend, es waren insgesamt 6 Jugendliche, die alle in die Vergangenheit reisten und die Erinnerungen ihrer Vorfahren miterlebten, also muss man sich vorstellen, dass man in dem Buch die Bekanntschaft macht mit 12 Hauptpersonen und die Perspektiven zwischenzeitlich immer mal wechseln, es gibt zwar einige Überschneidungen, sodass das Buch nicht undurchsichtig wird, allerdings wurde es mir ab und zu zu anstrengend, gerade dann, wenn jede Perspektive mit einem Cliffhanger endet. Als Leser hatte ich somit das Gefühl, ständig auf Trab gehalten zu werden. Etwas Gutes hatte es jedoch: es war mega spannend! Ich konnte das Buch nicht aus der Hand nehmen, weil ich ja immer wissen wollte, wie es weiter geht! Das Spannungslevel steigt im Laufe des Buches und bleibt dann permanent oben.


Fazit:

Ein spannungsgeladener Auftakt der Trilogie basierend auf das Game Asssassin's Creed mit viel Potenzial. Die spannenden Cliffhanger pro Perspektive haben das Spannungsniveau zwar ins unermessliche gesteigert, waren jedoch auf Dauer etwas anstrengend, und das Ende war etwas schwächer als der Rest der Geschichte. Die Hintergrundgeschichte ist jedoch mega gut und ich warte nun sehnlichst auf den 2. Band, der hoffentlich bald erscheinen wird (diesbezüglich habe ich noch keine Information).


Von mir gibt es daher 4 Monsterpunkte !

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

kinderbuch, katze, armut, obdachlosigkeit, fantasy

Crenshaw - Einmal schwarzer Kater

Katherine Applegate , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 22.09.2016
ISBN 9783737354271
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt:
Jackson hat eine furchtbare Zeit durchgemacht, seine Familie war eine Zeit lang obdachlos und haben im Wagen geschlafen. Zum Glück hatte Jackson zu dem Zeitpunkt einen imaginären Freund: Crenshaw, ein großer, sprechender, schwarzer Kater mit einer Vorliebe für lila Geleebohnen. Lange ist es her, doch plötzlich taucht Crenshaw wieder auf und Jackson befürchtet, dass die Geschichte sich noch einmal wiederholen wird...

Das Cover:Ich liebe dieses Cover! Schon gleich, als ich das Buch in der Vorschau gesehen habe, musste ich es haben. Der große Kater neben dem kleinen Jungen strahlt etwas beschützendes aus und die dem Leser zugekehrten Rücken sind geheimnisvoll und gleichzeitig strahlt es etwas melancholisches aus.

Der Schreibstil:
Das Buch ist in einer einfachen Sprache aus der Sicht von Jackson gehalten, es ist definitiv für Kinder ab 8 Jahren geeignet.Die ernst zu nehmenden Gedanken und die plötzliche Situationen sind einfach zu erfassen. Das Buch ist durchzogen von Rückblenden, die sehr interessant sind und dem Leser einen Eindruck von der familiären Situation wiedergeben.

Die Protagonisten:Jackson ist ein lieber Junge mit einer total witzigen  und chaotischen Familie, die man alle einfach gern haben muss. Jede Person strahlt Zuneigung und Liebe aus und dennoch widerfährt ihnen etwas schlimmes, nämlich die Armut. Ich als Leser habe es der ganzen Familie so sehr gewünscht, dass es irgendwie umzukehren sei, so lieb habe ich alle gewonnen. Die charakterliche Gestaltung ist somit durchweg gut gelungen. Etwas enttäuscht war ich von Crenshaw, denn ich habe eigentlich erwartet, dass Crenshaw die Hauptperson in diesem Buch ist, Titel und Kurzbeschreibung lassen darauf schließen, dafür taucht Crenshaw allerdings sehr wenig auf und ist nicht so aktiv, wie ich es mir vorgestellt habe. Es gibt gerade mal zwei Szenen, in denen Crenshaw in der neuen Situation eine Rolle spielt, einmal damit Jackson sch ausweinen kann und einmal ermahnt er Jackson zur Wahrheit. Mehr ist es leider nicht gewesen. Das fand ich sehr traurig, ich habe mir eindeutig mehr Präsenz von Crenshaw in dem Buch gewünscht, dann wäre das Buch für mich perfekt gewesen,

Mein Fazit:Eine süße Geschichte mit liebevoll gestalteten Charakteren und einer Geschichte mit ernsten Anklängen, die ich jedem Kind empfehlen kann, egal ob Mädchen oder Junge. Von mir gibt es 4 Monsterpunkte. 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

wahrscheinlich liebe, meg rosoff, hunde, rezension, goldmann verla

Wahrscheinlich Liebe

Meg Rosoff , Brigitte Jakobeit
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.08.2016
ISBN 9783442205189
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der Inhalt:Jonathan lebt in New York mit den zwei Hunden seiner Bruder- nur für den Übergang versteht sich. Jonathan arbeitet in einer Werbeagentur und hat eine Freundin- Julie, die er vielleicht liebt, vielleicht auch nicht, denn eigentlichen passen Jonathan und Julie nicht zusammen. Dann sind da noch die beiden Hunde, diese wirbeln Jonathans Leben ganz schön auf, was gut so ist, denn eigentlich ist Jonathan unglücklich, aber er ändert nichts aus Bequemlichkeit, bis es zum großen Knall kommt. . .

Das Cover:
Das Cover ist recht schlicht gehalten, zu weißen Büchern greife ich auch eher selten. Ich habe bisher jedoch die Romane von Meg Rosoff sehr gemocht, hatte bisher jedoch Jugendromane von ihr gelesen. Die Autorin plus die beiden süßen Hunde waren der Punkt, warum ich mich für dieses Buch entschieden habe. 

Der Schreibstil:
Der Schreibstil von der Autorin ist gewöhnungsbedürftig, er wirkt zunächst etwas karg, was ich allerdings ganz gut finde, denn dadurch entsteht ein eigentümlicher Charme und wenn es dann an manchen Stellen ernster oder witziger wird, vergrößert gerade dieser Schreibstil nochmal die Wirkung, da der Kontrast stark ist. Das Buch wird aus Jonathans Sicht geschrieben, wodurch man gleich eine (ziemlich verquere) Verbindung mit dem Protagonisten hat.


Der Inhalt:
Die Geschichte an sich ist nicht neu. Ein junger Mann, der mit seinem Leben nicht im Reinen ist und auch nicht aus dem Quark kommt. Dann kommen die Hunde des Bruders ins Spiel. Diese bringen die Veränderung ins Rollen. Was den Roman von anderen unterscheidet ist die liebevoll gestaltete Macke von Jonathan, ständig sich in eine andere Realität zu denken und zu fantasieren. Dabei stellt er sich sein Leben vor wie in einem Comic. Was mir nicht so gut gefallen hat, war Jonathans psychische Blockade, diese war zunächst ja ganz witzig, aber es gab keine Erklärungen dafür, es war wie ein Fluch, ohne dass es eine Aufklärung gab, sodass dies etwas übertrieben wirkte mit der Zeit.

Die Protagonisten:
Also Jonathan als Protagonist ist herzallerliebst, er hat ständig Phasen in denen er sich in eine Comic Welt träumt. Seine missliche Lage und Unzufriedenheit ist gut nachvollziehbar, sodass man auch mit ihm mitfühlen kann. Er weiß selbst nicht, was er will, was seine Lage noch verkompliziert und Jonathan auch etwas knabenhaft darstellt. Jonathan ahnt, dass er schnell erwachsen werden muss, denn seine Freundin Julie entwickelt sich haushoch weiter. Wer kennt das nicht?
Die beiden Hunde, Dante und Sissy, werden süß dargestellt, wobei ich ab und zu das Gefühl hatte, dass es sich in diesen Beschreibungen um Wunschprojektionen Jonathans handelte. Also Jonathan wollte, dass die Hunde sich so benehmen, um sich entweder bestätigt zu fühlen oder um passiv Hilfe zu erhalten. Aber das ist reine Spekulation ;-) 
Noch erwähnenswert finde ich Greely. Greely ist zunächst ohne Geschlecht und wird Jonathans psychischer Mentor. Greelys herrliche Geschlechtslosigkeit, gibt ihm irgendwie die Eigenschaften eines Engels auf Erden. Greely ist dabei auf dem Boden geblieben und eher sachlich, er lässt Jonathan wieder zur Ruhe kommen. Greelys Antworten sind dabei zumeist auch kurz und knapp, was ihn erstmal super skurril herüber kommen lässt. 

Mein Fazit:
Alles in allem ist Wahrscheinlich Liebe ein süßer, witziger Roman, der ab und zu Situationen überspitzt darstellt. Dieser Roman sorgt für kurzweiliges Lesevergnügen.

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(22)

40 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

meer, sachbuch, norwegen, eishai, walfang

Das Buch vom Meer oder Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen

Morten A. Strøksnes , Ina Kronenberger , Sylvia Kall
Fester Einband
Erschienen bei DVA, 29.08.2016
ISBN 9783421047397
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Inhalt:

Die beiden Männer Morten und Hugo sind seit Lebzeiten Freunde, sie beschließen, im Nordmeer einen Eishai zu fangen und entführen den Leser dabei in eine außergewöhnlich interessante Meereswelt.


Das Cover:

Das Cover ist sehr hübsch, es sieht nicht nur aus wie Stoff, sondern hat eine stoffähnliche Struktur. Die schöne, blaue Farbe passt sehr gut zum Thema Meer.

Der Inhalt:

In diesem Roman gehen zwei Freunde ein Jahr lang auf Eishai- Jagd, an sich passiert folglich nicht gerade viel, was die Handlung angeht. Der Leser erhält jedoch auf einem anderen Level Inhalt, das Meer und seine Bewohner werden nämlich sehr detailliert beschrieben, sodass man alles Interessante rund ums Meer erfahren kann. Darunter sind auch sehr skurrile Informationen, was für mich ein Vergnügen war.

Der Schreibstil:

Das Buch ist aus der Sichtweise von Morten geschrieben, größtenteils ist der Schreibstil informativ - malerisch, was eine interessante Kombination ist. Ich konnte mich als Leser jedoch gut darin hineinfinden, es war einfach mal was ganz anderes. Das Lesefeeling hat mir sehr gut dabei gefallen, als würde ein alter, rauer Seebär mir aus vergangenen Zeiten und alles rund ums Meer erzählen, darunter zählten teilweise auch Informationen, die mich nicht so sehr interessiert haben. Alles in allem hat der Schreibstil jedoch ein authentisches Gefühl hergestellt, trotz dieser merkwürdigen Kombination. Das Buch ist auf jeden Fall ein Unikat.

Mein Fazit:

Ein stimmungsvolles, wissenswertes Buch, welches mich in die Meereswelt mitgenommen hat, mit einer sowohl rauen als auch malerischen Kulisse. Die Handlung war praktisch nicht vorhanden, sodass sich das Buch stellenweise gezogen hat. Ich hatte teilweise das Gefühl: was soll das eigentlich? Wodurch meine Begeisterung zu dem Buch etwas geschmälert hat. Ich war jedoch trotzdem sehr froh, dieses Buch lesen zu dürfen,


Von mir gibt es daher 4 von 5 Punkten.

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(33)

83 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

fantasy, bernhard hennen, dsa, das schwarze auge, nordwärts

Die Phileasson Saga - Nordwärts

Bernhard Hennen , Robert Corvus
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.04.2016
ISBN 9783453317512
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Inhalt:


Der Kapitän Phileasson, auch der Foggwulf genannt, ist sagenumwoben und unschlagbar. Oder? Beorn der Blender möchte ihm Gegenteiliges beweisen und gemeinsam liefern die beiden Kapitäne sich ein Rennen in 80 Wochen um die Welt, mit 12 göttlichen Aufgaben betraut. Der Sieger wird zum König der Meere. Beorn, der Blender, ist dabei ein skrupelloser, hartnäckiger Gegner. 


Das Cover:


Das Cover ist ein typisches Fantasy- Cover. Das Eismeer und das Schiff haben mich angesprochen. Die Seeabenteuer- Fantasy Geschichte war für mich Grund, warum ich dieses Buch lesen musste, ich hatte einfach mal lust darauf.

Der Stil: 


Der Stil besticht durch eine wunderbar detaillierte und flüssige Sprache. Die Welt ist vielfältig und am Anfang prasseln jede Menge Informationen auf den Leser ein, mit denen man nach und nach aber gut zurecht kommt. Das Buch ist aus den verschiedenen Perspektiven der Helden bzw. Feinde geschrieben, dies führt jedoch nicht zu Verwirrung, sondern steigert die Spannung, man weiß auch immer sofort, um welche Person es sich in den jeweiligen Kapiteln handelt. Mit der Zeitrechnung bin ich anfangs überhaupt nicht zurecht gekommen, am Ende gibt es noch einen Informationsteil, in dem die Zeitrechnung erklärt wird (selbstverständlich habe ich das zu spät entdeckt -.-). Ich habe es aber irgendwann hingenommen und mich haben die Zeitangaben auch nicht großartig gestört. 

Die Geschichte:


Das Geschichte war der Hauptgrund, warum ich das Buch unbedingt lesen musste. Ich hatte so Lust auf ein Seeabenteuer mit fantastischen Elementen. Und ein richtig gutes Fantasybuch habe ich auch schon lange nicht mehr gelesen. Die Geschichte ist vor allem eins: spannend, spannend, spannend. Von der ersten bis zur letzten Seite, Phileasson ist dabei ein charmanter Protagonist, aber auch Tylstyr hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Jeder Held hat eine eigene Geschichte, die dem Leser gut wiedergegeben wird und man einerseits eine Bindung zu den Helden hat und andererseits die Welt besser kennen lernt. Dann ist da noch das Seeabenteuer mit den Aufgaben, wovon in dem Buch die erste angegangen wird ist ja grundsätzlich der Part, weswegen ich das Buch unbedingt lesen wollte.

Mein Fazit:

Eine spannende Fantasygeschichte, die ich sehr gerne gelesen habe. Man bekommt als Leser immer genau den richtigen Informationsfluss an Spannung, Kampf, Mysterium, sodass das Buch für mich zu einem Genuss wurde. Endlich mal wieder eine richtig gute Fantasy, die mich begeistern konnte!

Von mir gibt es daher die volle Punktzahl und eine Empfehlung an alle, die gerne Fantasy lesen. 

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Die Traumtaucher: Ein Australien-Roman

Alesia Fridman
E-Buch Text: 459 Seiten
Erschienen bei null, 20.08.2016
ISBN 9783000535727
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Inhalt:

 

Der Wirtschaftsspion Alexej ist ein kalter Agent, der niemanden in sein Herz lässt. Bis plötzlich Sarah auftaucht, sie geht ihm durch und durch. Wider aller Umstände lässt er sich auf sie ein. Doch eines Tages erfährt er, dass er selbst ermordet werden wird. Er wird entführt und wacht in Australien auf bei den Aborigines. Er wird der weiße Wolf dort genannt und hat eine große Aufgabe: er soll die australischen Ureinwohner in ein neues Zeitalter führen, ein Zeitalter in dem sie frei sein können. In ihm sitzt der Verdacht tief, dass es Sarah war, die ihm das Leben gerettet und gleichzeitig genommen hat.


Das Cover:

 

Das Cover ist der Hammer, obwohl es ein Selfpublisherbuch ist, sieht das Cover sehr professionell aus. Falls es das Buch irgendwann in Print zu kaufen  geben wird, werde ich es mir wahrscheinlich zulegen, weil mir das Cover so gut gefällt. Das Thema Australien und ihre Ureinwohner fand ich schon immer interessant, es ist ein Gebiet, über das man sehr wenig weiß, das Cover hätte mich auch sofort neugierig gemacht.


Der Stil und die Story:

 

Ein bildgewaltiger Schreibstil entführt den Leser sofort nach Australien in die Welt der Aborigines. Dadurch, dass der Protagonist selbst verwundert über die Sitten und Gebräuche der Ureinwohner ist, kommt man gut als Leser hinterher. Die Autorin fängt das Wesen der Ureinwohner auf bezaubernde Weise authentisch ein. Es gab keine Fragen, die für mich offen geblieben sind, was den kulturellen Inhalt angeht, war der Input optimal. Es wurde nie langweilig, sowohl die Geschichte als auch die Informationen dahinter waren sehr interessant. Die Geschichte ist überwiegend aus der Perspektive von Alexej geschrieben, selten gibt es auch Perspektivenwechsel , diese kommen jedoch erst später, wenn man bereits mit den Figuren vertraut ist und sie kündigen sich an, sodass es nicht zu Verwirrungen kommt. Gefühle, Gedanken und Handlungen werden detailiert und spannend geschildert, das gesamte Buch ist ein Erlebnis in jedem Bereich. 
Durch die authentische Handlung und dem enormen Input, den der Leser erhält, bekommt man den Eindruck, dass es sich hier um ein sehr gut recherchiertes Buch handelt, das mit viel Passion geschrieben wurde. In letzter Zeit hatte ich selten so einen Roman wie diesen in der Hand, der mich komplett in eine andere Welt entführt hat und ich dabei nicht hilflos war. Man hat das Gefühl, die Autorin packt den Leser und den Protagonisten bei der Hand und zeigt einem das Australien der Aborigines. Ein großes, beeindrucktes Lob von mir für diesen gewaltigen Aufbau der Geschichte und dem tiefen Einblick in ein Australien, das die meisten noch nie vorher so gesehen haben. 
Auch der Aufbau der Geschichte ist sehr spannend, am Anfang herrscht ein großes Fragezeichen, wobei ich der Autorin danke, dass die Geschichte nicht chronologisch verläuft. Sie beginnt mit Australien, was für mich auch der spannendste Punkt gewesen ist. Hätte es 50 Seiten Vorgeplänkel gegeben, ich wäre GESTORBEN vor NEUGIER! Nachdem der größte Berg an Fragen geklärt ist, geht die Geschichte über zu Intrigen und Verwicklungen, die auch ganz interessant sind. Frau Fridman erschafft einen deutschen Kommisar als Nebencharakter, der zwar gegen unsere Protagonisten arbeit, mir jedoch sehr sympathisch war. 
Das Ende des Buches wird dann noch mal actiongeladener und findet aber dann einen ruhigen, harmonischen Ausklang, der mir sehr gut gefallen hat. Es muss ja nicht immer ein offenes Ende sein, oder ein Ende das einen mit Herzklopfen alleine lässt...naja wobei, Herzklopfen hatte ich am Ende auch, aber nicht vor lauter Aufregung, sondern, weil die Geschichte so schön war.

Die Protagonisten:

 

Tja nun, was soll man sagen? Obwohl Alexej als kalter, russischer Wirtschaftsspion nun wirklich nicht sympathisch klingt, so beginnt das Buch doch gleich mit der großen Liebe, die er bei Sarah empfindet, sodass er mir nicht unsympathisch werden konnte. Nach und nach erfährt man von seiner Vergangenheit und seinem Schicksal. Alexej ist mir dabei sehr ans Herz gewachsen. Seine Handlungen und Überlegungen sind lebensecht und werden detailiert geschildert.
Sarah ist eine starke Frau, die ich anfangs eher als mysteriös empfand. Auch ihre Gefühle treten nachund nach ans Licht und lassen tief blicken.  Sie ist eine Kämpferin und ich liebe Kämpferinnen in einer Geschichte. 


Mein Fazit:

 

Der Roman "Die Traumtaucher" konnte mich in jedem Punkt überzeugen. Ein bildgewaltiger Australienroman versehen mit mystischen Anteilen, Verwicklungen, Liebe und natürlich einer wichtigen kulturellen Frage. Somit sind alle Bereiche für mich abgedeckt (und sogar noch mehr), die ich bei einem sehr guten Roman erwarte. 
Von mir gibt es daher die volle Punktzahl!

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Dschihad Online

Morton Rhue , Nicolai von Schweder-Schreiner
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.01.2017
ISBN 9783473401185
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:


Der aus einer Flüchtlingsfamilie stammende Jugendliche Khalil führt ein ganz normales, amerikanisches Leben. Er selbst wurde in Amerika geboren und ist amerikanischer Staatsbürger. Obwohl alles zunächst in Ordnung scheint, brökelt nach und nach Khalils heile Welt ausseinander und führt die Schwächen unserer Gesellschaft auf. Durch die extremistischen Handlungen seines älteren Bruder, taucht Khalil in die Welt der "Dschihad online" Kämpfer ein. Ein erschreckender Roman, durch den man am Ende nicht mehr weiß, was richtig und was falsch ist.



Das Cover:


Das düstere Cover mit den aggressiven Farben passt gut zum Thema. Mir gefällt ganz gut, dass die Person auf dem Cover eher westlich aussieht und sich nicht unbedingt den Klischees eines muslimischen Extremisten bedient.


Der Stil & die Geschichte:


Das Buch ist in einer jugendlichen Sprache gehalten, geschrieben aus Khalils Perspektive. Am Anfang sind düstere Elemente vorhanden, die mit der Zeit sich verdichten. Khalils moralischer Druck und auch sein Weg in den Extremismus ist nachvollziehbar, es werden verschiedene Ansätze beschrieben, die eingängig sind. Vor allem die Vielfalt an Ansatzpunkten konnten mich von dem Buch überzeugen. Selbstverständlich sind diese keine Begründung für Extremismus, jedoch sind es gute Kritikpunkte unserer Gesellschaft. Bei jeder Handlung und Wirkung gibt es zwei Seiten der Medaille, vor allem ich als Leser vertrete dabei die westliche Seite durch meine Gedanken. Ich möchte hierzu ein Beispiel nennen: Ich bin dafür, dass kriminelle Flüchtlinge abgeschoben werden. Dies ist mein westlicher Standpunkt. Aber was bedeutet das für die Familie? Ist z.B. Diebstahl ein gutes Argument, um Familien zu zerstören? Leiden diese Jugendlichen nicht unter Perspektivlosigkeit, weil sie eventuell große Entbehrungen durchleiden müssen in einer Welt, in der alles möglich ist, sie aber nur nicht da ran kommen? Sind sie nicht eigentlich ein Produkt unserer Gesellschaft und sollten wir nicht dafür Sorge tragen? Wie ihr seht, hat mich dieses Thema sehr beschäftigt, aber auch die anderen Facetten sind einer Überlegung wert. Im Laufe der Geschichte sammelt sich einiges an, teilweise hätte ich es gerne noch etwas eingehender gelesen, da die Andeutungen in mehrere Richtungen interpretiert werden können und ich gerne die Meinung des Autors erlesen hätte. Das Ende der Geschichte ist rasant und im Vergleich zu dem Rest des Buches etwas oberflächlich. Mir hätte mehr Input am Ende gut gefallen.

Das Ende bedient sich dann doch noch einem Klischee, nämlich dass Jugendliche nicht kritisch genug sind. Dass man sich hätte den nationalen Nachrichten widmen sollen. Bei diesem Punkt widerspreche ich, denn auch die amerikanische oder deutsche Presse hat ihre Interessen. Jugendliche sind ganz besonders Manipulationen ausgesetzt, doch ich glaube nicht an eine interessenlose Presse, sodass der Ansatzpunkt nicht ganz so richtig auf mich wirkt.

Die Protagonisten:


Khalil ist ein kluges Köpfchen, das nicht so viel Lust auf Schule hat. Gleich am Anfang wird klar, dass Khalils Lebenssituation perspektivlos ist und er sich seinem älteren Bruder beugt. Der moralische Zwiespalt der hinter Khalils Situation steht lässt den Leser gut zu halil durchdringen. Obwohl vieles im Argen liegt, merkt man, dass Khalil eigentlich kein schlechter Junge ist und eigentlich das Herz am rechten Fleck hat, umso dramatischer ist es für den Leser, mitverfolgen zu müssen, wie Khalil abrutscht. Die Motivation endlich jemand zu sein und eine Macht über Menschen zu haben, ist zwar abschreckend, macht ihn jedoch menschlich.

Amir hingegen ist ein ganz anderes Kaliber, er hat eine grundsätzliche Wut auf den Westen und er hat auch bereits einiges mitbekommen. Auch Amir wurde unfair behandelt, sogar schlimmer noch als Khalil. Amir ist eigentlich ein Opfer der Gesellschaft, kehrt sich jedoch sehr zügig um in einen Rachetäter.

Wen ich total schnuckelig fand, war Khalils bester Freund, Vitaly, er glaubt an die westliche Welt und ist vollkommen integriert. Er versucht Khalil wieder auf die reche Bahn zu bringen und ist ein echter Freund. Doch als auch ihm und seiner Familie ein schreckliches, ungerechtes Schicksal ereilt, platzt Khalil der Kragen. Vitalys Schicksal ist für Khalil der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt, daher ist italy ein wichtiger Punkt in der Geschichte. Auch was die Umkehr der Hoffnung angeht. Man könnte es so darstellen: Vitaly war immer der Hoffnungsvolle und Khalil der Perspektivlose. Als die Hoffnung verloren hat. Naja, was bleibt da noch?



Fazit:


Ein bewegender Jugendroman, der nicht nur vor der Gefahr des Extremismus warnt, sondern auch Kritik an unsere Gesellschaft ausübt. Dieser Roman sagt uns, dass Extremismus ein Produkt unserer Gesellschaft ist.


Von mir gibt es für diesen spannenden Roman vier von fünf Monsterpunkte, da mir das Buch an mancher Stelle nicht ausgereift genug war und das Ende für mich auch etwas tiefgehender hätte sein können

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Falsche Schwestern

Cat Clarke , Jenny Merling
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.08.2016
ISBN 9783841402257
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Inhalt:


Faith hat vor 13 Jahren ihre Schwester Laurel verloren. Laurel wurde entführt und bis heute haben ihre Eltern die Hoffnung nicht aufgegeben. Bis plötzlich vor dem alten Elternhaus ein Mädchen auftaucht, es sieht aus wie Laurel, hat sogar dieselbe Narbe im Gesicht, mit Laurels altem Teddybären in der Hand. Alles weist darauf hin, dass Laurel wieder gekommen ist. Doch so nach und nach bezweifelt Faith, dass "Laurel" ihre richtige Schwester ist. . . .



Das Cover:


Das Cover ist auf dem ersten Blick etwas verwirrend. Im Vordergrund steht eine junge Dame mit fliehendem Haar, in diesem Bild befinden sich Balken als Schnittstellen, die ein kleines Mädchen mit Teddybär von hinten zeigen, von der Bedeutung her ist das Cover gut gelungen, auch wenn es mir wegen der Farbgebung nicht ins Auge gestochen wäre.



Der Stil: 


Das Buch ist in einem sehr angenehmen Stil aus der Perspektive von Faith geschrieben. Die Sprache ist jugendlich und eingehend. Ich konnte mich sofort in den Charakter Faith einfühlen.  Vor allem die gemischten Gefühle von Faith sind gut herüber gekommen durch die unaufdringliche Schreibweise. Der Spannungspegel war immer hoch, da stets diverse Fragen über der Geschichte lagen, die man in guten Abständen auch beantwortet bekommen hat. Man hatte also stets etwas zu überlegen, war jedoch nicht frustriert, weil es keine Antworten gab, die Portionierung war genau richtig. Ganz besonders gut gefallen hat mir das unkonventionelle Ende, das für mich schlüssig war, aber dennoch einen Überraschungseffekt hatte. In der Endszene habe ich sogar eine enorme Gänsehaut bekommen.


Die Protagonisten:


Faith als Hauptprotagonistin ist klasse. Sie ist ehrlich und gesteht sich selbst auch negative Dinge ein, ihre Naivität macht sie authentisch. Ich finde es immer schwierig, einen jungen Charakter darzustellen, dies ist der Autorin sehr gut gelungen. Faith ist klug, aber durch ihr junges Alter auch vollkommen unbedarft, ohne dabei dem Leser auf den Nerv zu gehen. Eine sehr gute Charaktermischung. Durch Faiths Perspektive ist man als Leser sofort auf ihrer Seite. Mir hat Faith mit ihren Ängsten und Zweifeln und aber auch mit ihrer besonderen Art sehr gut gefallen.

Laurel dagegen ist ein Mysterium. Ich persönlich wüsste nicht, wie ich einer Person begegnen könnte, die soetwas durchgestanden hat wie Laurel. Genauso willkürlich kommt Laurel auch rüber. In vielen Dingen ist sie ein sehr starker Charakter, in anderen Dingen wiederum ist sie labil. Das Ungleichgewicht kommt für mich unzweifelhaft herüber, so würde ich mir eine Person vorstellen, der dieses Schicksal ereilt hat.




Das Fazit:


Das Buch "Falsche Schwestern" hat mir sehr gut gefallen. In diesem Buch steckt auch alles drin: das Drama der Familie, die Emotionalität hinter dem Schicksal, Faith als Überbringerin all dieser Emotionen, ein überraschendes Ende mit Gänsehautfaktor. Es gibt nichts, was ich zu bemängeln habe. Daher bekommt das Buch auch von mir die volle Punktzahl!


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