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46 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

gruselig

Mein schönes falsches Leben

Hilary Freeman , Ulrike Köbele
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.03.2017
ISBN 9783785584484
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Als Ella aufwacht ist nichts mehr wie es war. Ihr Zimmer, ihre Eltern, ihre Freunde, ihre Leistungskurse in der Schule – alles ist anders! Auch ihr langjähriger Freund will sie nicht kennen. Ella ist so durcheinander, das sie nach jedem Strohhalm der Erklärung greift, doch sind die Ratschläge und Erklärungen wirklich möglich?

Schreibstil:
Das Jugendbuch ist auch für Erwachsene interessant, weil es spannende Theorien vertritt und die Geschichte auch Themen für „die ältere Generation“ aufweist. Mir hat die Ausdrucksweise sehr gut gefallen und das Ende war sehr überraschend und gut gelöst.

Charaktere:
Ella war mir sehr sympathisch, sie hat sich immer versucht zu behaupten, war immer sehr höflich – egal wie sie selbst behandelt wurde – ohne dabei selbstlos zu sein. Endlich mal eine Protagonistin, welche glaubhaft wirkte.

Die anderen Charaktere waren ebenfalls sehr sympathisch, einzig Daniel wirkte mir zeitweise zu allwissend. Wobei ich mir auch nicht vorstellen könnte, wie man ihn sonst hätte darstellen können.

Cover:
Das Cover finde ich sehr schön. Ich mag die Farben und dieses verwaschene, es passt einfach richtig gut.

Fazit:
Ein ganz tolles Buch, welches mich in seinen Bann zog. Ich empfehle es an Sci-Fi Leser und jene, welche gerne etwas außergewöhnlich lesen wollen. Von mir gibt es 4 Sterne, weil mir der allwissende Daniel nicht so gepasst hat.

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(78)

112 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 71 Rezensionen

irland, geister, nachforschungen, debüt, tote

Der Freund der Toten

Jess Kidd , Klaus Timmermann , Ulrike Wasel
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 18.05.2017
ISBN 9783832198367
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:
Mahony wächst im Waisenhaus auf und erhält erst mit 26 Jahren einen Hinweis auf seine Vergangenheit. Natürlich macht sich der junge Mann auf den Weg zu seiner Geburtsstadt und wird von vielen unerlösten Seelen begleitet, denn Mahony hat eine Gabe: er kann die Toten sehen und mit ihnen sprechen …

Schreibstil:
Der Duktus von Jess Kidd ist unbeschreiblich schön! Ihre Art Dinge zu beschreiben, Gefühle auszudrücken und die Gabe, jedem Regentropfen ein Gesicht zu verpassen, ist meiner Meinung nach einmalig!

Der Ausdruck war sogar besser als die eigentliche Handlung der Lektüre, denn diese konnte mich nicht überzeugen. Teilweise sehr brutal geht es in dieser Geschichte gegen Tiere zu und das musste ich erstmal verdauen. Auch die Menschen untereinander schenken sich nichts. Und das schlimmste: das Ende blieb irgendwie offen und es schreit förmlich nach einer Fortsetzung. Die ich allerdings aufgrund der sprachgewaltigen Erzählung auch kaufen würde 

Charaktere:
Besonders gefallen hat mir, dass diese nicht bis ins Detail beschrieben wurden. Jess Kidd beschreibt bei allen die Eckdaten, gefüllt werden die Charaktere aber durch die eigene Vorstellungskraft. Dies regt die eigene Phantasie an und fördert eine stärkere Bindung zu den Charakteren. So waren mir einige sehr sympathisch, andere eher weniger.

Cover:
Mit dem Cover konnte ich nicht viel anfangen und kann jetzt, nach dem Lesen, nur etwas mit den Blumen verbinden, wenn ich lange nachdenke. Ich glaube, da hätte ein altes Haus mit einem Priester oder eine Insel im Wasser besser gepasst.

Fazit:
Ein Buch, welches mit so einer Sprachgewalt geschrieben wurde, dass ich immer noch geplättet bin, allerdings konnte mich die Handlung nicht überzeugen, daher gibt es nur 4 Sterne für diese Lektüre und eine Leseempfehlung an Literaturfreunde.

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(166)

367 Bibliotheken, 4 Leser, 6 Gruppen, 16 Rezensionen

vampire, liebe, york, vergangenheit, lynsay sands

Vampire sind die beste Medizin

Lynsay Sands , Ralph Sander
Flexibler Einband: 364 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 04.10.2010
ISBN 9783802583735
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Was im vorherigen Band „Wer will schon einen Vampir?“ begann, wird hier fortgesetzt. Marguerite Argeneau ermittelt immer noch im Fall von Christian Notte und als dann auch noch ein Mordanschlag auf die Vampirdetektivin verübt wird, weicht ihr der Vater ihres Auftraggebers nicht mehr von der Seite …

Schreibstil:
In diesem Band geht es eindeutig mehr um Erotik, als um das finden der Liebenden untereinander. Hier zeigt sich, dass die beiden Vampirurgesteine ganz genau wissen was es bedeutet Lebensgefährten zu sein. Mich haben die prickelnden Szenen allerdings genauso mitgerissen wie der Krimi um Christian Notte und das Auffinden seiner leiblichen Mutter. Dieser Roman kam mir ganz anders vor, als die vorherigen. Dennoch schreibt Lynsay Sands immer noch mit viel Humor und Charme.

Charaktere:
Marguerite, welche sonst immer nur kuppelt und alles für ihre Familie macht, zeigt hier eine ganz andere Seite. Natürlich ist sie immer noch für alle da, aber auch sie hat Bedürfnisse, und Erfahrungen gesammelt, welche hier beleuchtet werden. Sie wurde mir noch sympathischer.

Christian Notte ist ein ganz toller und absolut sympathischer Vampir. Ich mochte ihn sehr und hoffe, dass er auch noch in anderen Büchern eine Rolle spielen wird.

Julius Notte ist ein Urtyp. Ich konnte ihn mir umgehend vorstellen und fand ihn gleich sympathisch. Er passt so hervorragend zu Marguerite, dass ich mich für beide einfach nur freuen kann.

Cover.
Cover sowie Titel wirken hier erst nach der gelesen Geschichte, aber dennoch ist es sehr passend.

Fazit:
Ein ganz tolles Buch, welches aber erst richtig wirkt, nachdem man „Wer will schon einen Vampir?“ gelesen hat. Denn der vorangegangen Roman spielt zeitgleich mit „Vampire sind die beste Medizin“, daher sollten beide Bücher zeitnah hintereinander gelesen werden. Mir hat dieses Buch sehr gefallen, mit Spannung, Aktion, Raffinesse und Erotik hat dieser Liebes-Krimi-Roman alles, was ein gutes Buch haben muss. daher gibt es von mir volle 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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(172)

398 Bibliotheken, 0 Leser, 8 Gruppen, 16 Rezensionen

vampire, liebe, vampir, london, lynsay sands

Wer will schon einen Vampir?

Lynsay Sands , Ralph Sander ,
Flexibler Einband: 348 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 07.06.2010
ISBN 9783802583230
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Thomas reist nach London um nach seiner vermissten Tante zu suchen. Zu seiner Unterstützung wurde Inez hinzugezogen, welche nichts von Thomas Vampirdasein weiß. Als Thomas dann auch noch glaubt in Inez seine Lebensgefährtin gefunden zu haben wird es sehr schwer für Inez eine Entscheidung zu treffen: Leben oder Vampir …

Schreibstil:
Endlich wieder ein romantisch-erotischer Liebesroman mit meiner Lieblingsvampirfamlie! Lynsay Sands schreibt wie immer sehr detailgetreu bzw. Gefühlgetreu wie sich ihre Charaktere benehmen und handeln und zieht mich damit in jedem Buch in ihren Bann. Auch hier ist alles wieder sehr rund, obwohl sie ihren Protagonisten teilweise viele Steine in den Weg wirft, klingt alles logisch und die Geschichte lässt nichts anderes als mietfiebern zu.

Charaktere:
Thomas hatte in den anderen Bänden immer nur kurze Auftritte, daher war es sehr schön mehr von ihm zu lesen und zu erfahren, warum er sich in den anderen Geschichten immer so aufgesetzt verhielt. Hier nimmt er andere Charakterzüge ein und diese Wandlung wird logisch erläutert. Ich mochte ihn sehr.

Inez ist eine tolle Frau, welche hier und da ein paar kleine Kanten hat, die aber auch durch die Nanos nicht repariert werden, weil sie genau wie sie ist, perfekt ist. Genau aus diesem Grund liebe ich die Bücher der Autorin. Ihre Charaktere weisen schwächen auf, wie bei uns wirklichen Menschen auch, und wir sind alle in unserer Einzigartigkeit perfekt!

Die Familie Argeneau spielt natürlich auch wieder mit und ich freue mich jedesmal wieder von ihnen zu lesen und zu sehen, wie sie sich entwickeln.

Cover:
Das Cover ist schön und das Herz, welches der Wein zeigt, passt zur Geschichte. Sie ist herzlich schön!

Fazit:
Ein weiteres tolles Buch mit viel Gefühl, Aktion und Witz! Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung. Auch wenn die vorherigen Bände nicht gelesen wurden ist dieses Buch ohne Vorkenntnisse zu verstehen, aber ich rate einfach allen: Fangt vorne an 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Hufbalance

Gail Williams , Martin Deacon
Buch
Erschienen bei Cadmos Verlag, 01.08.2010
ISBN 9783840410093
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhalt:
Die Bedeutung der Hufbalance
Anatomie und Biomechanik
Die Beurteilung des Pferdes
Orthopädische Korrekturbeschläge
Mangelhafte Hufe und Rückenprobleme
Verformung der Hornkapsel
Flache Hufe und Hornspalte
Optische Täuschungen in der Hufschmiedearbeit
Huferkrankungen und Hufverletzungen
Keile, Polster, Stollen und neue Materialien
Das Hufschmiedehandwerk im 21. Jahrhundert

Meine Meinung:
Dieses Buch ist für Laien und für Fachleute (Trainer, Reiter, Pferdebesitzer, etc) gleichermaßen interessant. Die Autoren haben sich bemüht alles zu erklären, aber sich nicht im Detail zu verlieren, was gerade bei dieser Thematik echt schwierig ist. Besonders hilfreich sind dabei die Zeichnungen, welche eindrucksvoll das Geschriebene untermauern. Die Aufteilungen der Kapitel sind gut gelungen, besonders spannend waren für mich die Bilder und Beschreibungen zu den optischen Täuschungen. Hier zeigt sich nämlich ob der Schmied gut arbeitet oder nur kosmetisch tätig ist. Auch kann eine gute Verbindung zum restlichen Pferdekörper hergestellt werden – ist der Huf schief oder klemmt es schon in der Schulter des Pferdes?!

Besonders beeindruckt hat mich, dass die Autoren auch auf die Pferdezucht eingegangen sind und sich negativ über die aktuelle Warmblutzucht geäußert haben. Denn unsere bekannten, stabilen Warmblüter erhalten immer mehr Fremdblutanteile von Vollblütern, was sie dynamischer (Bewegungsstärker), aber auch anfälliger für vollbluttypische Beschwerden, wie kleine instabile Hufe, macht.

Fazit:
Ein Buch, welches jeder gelesen haben sollte der mit Pferden zu tun hat. Ob man nun sein Pferd beschlägt oder es barhuf gehen lässt, ist in dieser Thematik egal, es geht erstmal darum zu verstehen, was im Huf eigentlich passiert und was falsche Bearbeitung auslösen kann. Ich gebe 5 Steren und eine absolute Leseempfehlung für „Hufbalance“.

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(43)

116 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

literatur, bibliothek, roman, bretagne, paris

Das geheime Leben des Monsieur Pick

David Foenkinos , Christian Kolb
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei DVA, 13.03.2017
ISBN 9783421047601
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:
Eine Bibliothek für abgelehnte Manuskripte wird in einem kleinen Ort errichtet. Die Autoren müssen ihre nicht veröffentlichen Werke selber vorbeibringen, wenn diese in den heiligen Hallen beherbergt werden sollen. Jahrelang verstauben die Texte dort, bis eines Tages, die junge pariser Lektorin von der ungewöhnlichen Bibliothek erfährt und sich die Manuskripte durchliest …

Schreibstil:
Der Stil von David Foenkinos hat Ähnlichkeit mit dem Film „Die fabelhafte Welt der Amelie“. Ähnlich schnell entwickelt sich die Geschichte und die Fußnoten im Buch, welche den Text immer wieder ergänzen, wirken wie ein weiterer allwissender Erzähler. Dadurch flog die Geschichte nur so dahin und ich konnte sofort in die Welt der abgelehnten Bücher eintauchen. Doch dann passierte ein, für mich, nicht greifbarer Bruch in der Geschichte. Als die Erklärungen der Bibliothek endeten und die Geschichte um das geheime Buch des Moinseur Pick begann wollte mein Kopfkino nicht mehr so recht mitmachen. Zu viele Persönlichkeiten aus der Realität fanden Einzug in die Geschichte. Diese wirkte dann nicht mehr so reizvoll, sondern eher wie ein Buch aus dem Geschichts- oder Literaturunterricht. Natürlich ist es interessant einen Roman mit Verbindungen aus der Welt zu koppeln, um ihn realistischer erscheinen zu lassen, aber mir war es zu viel. Schlimm auch, wenn man die Personen nicht kennt und zwischenzeitlich erst mal googlen muss um eine Idee zu bekommen, warum Person XY nun so wichtig für die Geschichte ist, um erwähnt zu werden.
Kurz gesagt: Das Buch hat super angefangen, meine Erwartungen waren übertroffen und dann knallte ich hart in die Realität – im wahrsten Sinne des Wortes – und ab dem Punkt wollte der Funkte nicht mehr so überspringen. Dennoch ist der Schreibstil genial, einfach anders und das mochte ich!

Charaktere:
Gerade durch die Fußnoten und den dadurch immer wieder unterbrochenen Text, hatte ich immer wieder den Amelie-Film im Kopf und konnte mich schlecht auf die Charaktere einlassen. Ich war hin und her gerissen zwischen dem Film und meinen eigenen Gedanken, sodass ich Schwierigkeiten hatte die Charaktere zu greifen.

Cover:
Das Cover wirkt wirr und unstrukturiert, zu einem Teil passt es daher zur Geschichte, da der Autor seine Fäden geschickt spinnt und das eigentliche Ende nicht erraten werden kann.

Fazit:
Ein schönes Buch, welches so ganz anders ist, als die üblichen Romane. Mir hat er gefallen, auch wenn er durch den teils krampfhaften Realitätsbezug nicht immer flüssig zu lesen war. Ich gebe 4 Sterne und eine Leseempfehlung an Literaturfreunde.

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(39)

59 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

thriller, paranoia, psychologie, fitzek, spannung

Das Paket

Sebastian Fitzek , Simon Jäger
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.10.2016
ISBN 9783785753897
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Dr. Emma Stein, als Kind von ihrem Vater vernachlässigt – als Erwachsene nicht ernst genommen, hält in einem Berliner Hotel einen Fachvortrag zum Thema Psychologie. Genervt und entkräftet will sie sich in ihrem Hotelzimmer erholen, doch diese Nacht wird alles andere als entspannend …

Stil:
Simon Jäger liest, wie immer, sehr gut! Es macht einfach Freude seiner Stimme und damit der Geschichte zu lauschen.

Doch nun zur Geschichte: Was zur Hölle hat der Klappentext und der Titel mit der Kern-Geschichte zu tun?! Und fällt Fitzek nichts mehr ein oder warum hatte ich das Gefühl den Inhalt der Lektüre bereits zu kennen? Alles spielt immer in einer Anstalt und das Ende war sowas von vorhersehbar – allerdings nur, wenn man bereits mehrere Werke vom Autor kennt; leider tat ich das und nach „Splitter“ war mir sehr schnell klar, dass „Das Paket“ auf genau das gleiche abzieht, das ist langweilig, einfallslos und peinlich!

Die ganze Handlung wirkt unrund und konstruiert. Zudem ist es ja nicht der erste Thriller, welcher in und um einer Klinik spielt und bei dem es um psychische Verhaltensweisen geht, daher verstehe ich nicht, wie man es schafft eine Panikstörung so falsch darzustellen, wie es in diesem Werk gemacht wurde.

Bsp.: Die Protagonistin leidet unter Panikstörungen, Paranoia und hat so starken Verfolgungswahn, dass sie immer alles überwachen will (Kameras im Haus, Alarmanlage) und hat nur eine einzige „Zwangsstörung“ und zwar das doppelte Abschließen der Haustür?! *putzig*

Die Protagonistin hat bedenken ihr Haus zu verlassen, seit 6 Monaten hockt sie zuhause und bestellt sich alles via Post. Als sie dann das Haus verlässt (Grund ist nachzuvollziehen), kommt sie mal spontan auf die Idee beim Nachbarn einzubrechen … *Bitte was?!

Dann, eines Tages hört sie Geräusche im OG des Hauses und geht mal nachsehen, zuvor schiebt sie mal wieder Panik, aber dann geht sie doch allein (!); ihr liebender Ehemann entpuppt sich dann als der Geräuschverursacher (war er doch unbemerkt wieder ins Haus, weil er was vergessen hatte). Ja was ist denn das für ein liebender Ehemann?! Er weiß doch mit der Störung seiner Frau umzugehen, da sagt man ihr doch, dass man wieder daheim ist *bissel konstruiert, gell?* Auch unlogisch, weil die Alarmanlage (inkl. Bewegungsmelder) für das OG aktiv waren und die Protagonistin diese erst deaktivierte, als sie selber nach oben ging. theoretisch hätte ihr Mann gar nicht nach oben gehen können …

Charaktere:
Emma wirkt einfach nur konstruiert. Eine Panikstörung verschwindet nicht einfach so und bildet sich niemals als Einzeldiagnose aus. Schade, dass es beim X-ten Thriller immer noch solche Ungereimtheiten gibt. Daher ist mit Emma die ganze Zeit über total fern geblieben.

Emmas Mann, ebenfalls sehr konstruiert und ebenfalls unsympathisch. Ist wohl ebenfalls nur „erschaffen“ worden um die Geschichte in die Länge zu ziehen. Wer den Autor kennt, weiß was dieser Charakter in der Geschichte zu suchen hat.

Gleiches gilt für die anderen Figuren. Alles gewoben und gebastelt. So bitte nicht!

Cover:
Das Cover ist echt gelungen und macht neugierig auf die Geschichte, die leider erstaunlich wenig mit einem Paket zu tun hat.

Fazit:
Für mich die schlechteste Geschichte von Sebastian Fitzek, weil die Geschichte nicht nur überzogen (siehe meine Rezension zu „Das Kind„), sondern auch nicht nachvollziehbar (psychische Störung) ist. Bleibt nur zu sagen, dass Simon Jäger sehr gut liest und mich damit bei Laune gehalten hat. Den einzigen Grund das Hörbuch nicht abzubrechen war immer die Frage:“Warum heißt diese Erzählung das Paket?“. Ich vergebe 2 Sterne, weil mich die Geschichte über eine lange Autofahrt hin gut begleitet hat. eine Hör- oder Leseempfehlung gebe ich nicht, da mir alles viel zu konstruiert erschien.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Ein Buch, das nie erschien

Regina Rheinwald
Flexibler Einband: 136 Seiten
Erschienen bei Rheinwald-Verlag, 01.10.2015
ISBN 9783981767704
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhalt:
Regina Rheinwalt, Reitlehrerin und Pferdetrainerin, schildert in ihrem Buch ihre Erlebnisse, welche sie auf Turnieren und Freizeitställen miterleben musste und was geschah, als sie etwas dagegen unternehmen wollte.
Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven! Es zeigt viele Fotos von Pferden in Rollkur / Hyperflexion / LDR und die Texte dazu sind ebenfalls nicht ohne …

Meine Meinung:
Ich habe schon jahrelang keine Turniere mehr besucht und mir keine im TV oder Internet angesehen, zu viel passiert schon im heimischen Pensionsstall und als Miteinsteller ist man fast machtlos gegen die anderen Reiter. So lernt schon jeder vernünftige Reiter: sage nix, sieh weg oder akzeptiere. Dass es im Leistungssport nur noch um das gewinnen und aufpolieren des eigenen Egos und gegen das Pferd geht, stellt dieses Buch ganz deutlich hervor, aber gibt es nicht auch Reiter, welche pro Pferd sind? Oder findet man die nicht auf Turnieren? Gleiches ist in der Ausbildung von Pferden zu sehen: Prügeln, brechen und irgendwann läuft der Gaul – gibt es niemanden, der die Pferde so ausbildet, wie sie es brauchen?

Das Buch ist gut, es ist ein Wachmacher! Allerdings und das ist sehr schade, ein einseitiger Wachmacher. Man kann nicht alles schlecht machen (was Pferdequälen eindeutig ist!), aber man muss auch alternativen aufzeigen. Was in diesem Fall wäre: Pferde in vernünftiger, physiologischer Aufrichtung; feine Zügelführung ohne Hilfszügel; gut sitzende Reiter ohne Sporen, Pferdeausbildung, welche Pferdegerecht ist; damit jene Menschen, welche durch falsche Vorbilder geprägt sind, eine Alternative kennen lernen!

Fazit:
Es ist für mich schwierig ein Buch zu rezensieren, von dem ich mich immer wieder ablenken musste, weil mich die Schilderungen und Bilder so verstört haben. Theoretisch möchte ich es jedem empfehlen um das Auge zu schulen „sieh hin, sag was, dass ist falsch!“, aber andererseits zeigt dieses Buch nicht, wie es besser gemacht werden sollte. Eine Kritik sollte auch aufklären und das fehlt in der Lektüre komplett. Daher vergebe ich nur 4 Sterne für dieses Buch mit dem Hinweis, sich mit einer physiologischen Reitweise zu beschäftigen und alles zu hinterfragen was man ans Pferd oder an den Reiter schnallt, damit das Reiten leichter fällt.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Die Seelenleserin

Kristina Günak
E-Buch Text: 288 Seiten
Erschienen bei dotbooks Verlag, 01.12.2015
ISBN 9783958243934
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Venia hat magische Kräfte und kann die Seelen ihrer Mitwesen lesen. Um dies zu verarbeiten erschafft sie Kunstwerke und kehrt so das Innerste nach außen. Logisch, dass sich auch Sam, Engel im Ruhestand, von ihr verzaubern lässt …

Schreibstil:
Normalerweise mag ich den Stil von Kristina Günak sehr, aber irgendwie war hier der Duktus ein ganz anderer als in ihren anderen Büchern. Ich habe im Oktober 2016 mit „Die Seelenleserin“ begonnen und konnte einfach nicht so recht in die Geschichte eintauchen. Jedes Detail wurde so beschrieben, dass ich kein Kopfkino erzeugen konnte und daher hatte ich das E-Book vorerst beendet. Ich startete Anfang März einen erneuten Versuch, da mir die fantasievolle Welt, welche um die Protagonisten herrscht und welche Kristina Günak immer erschafft, sonst sehr gefallen hat. Auch beim zweiten Versuch musste ich schnell feststellen, dass mir diese Detailverliebtheit wieder missfiel. Die bunten Auren, welche Venia sowie Sam wahrnahmen, die Beschreibungen der Schauplätze, Gemütsverfassungen etc waren mir zu stark hervorgehoben. Ich muss nicht alles wissen – deswegen lese ich ja, um meine Gedanken anzukurbeln.

Ich bin also gar nicht in die Geschichte hinein gekommen, sondern habe „nur“ gelesen. Sowas finde ich immer schade, ich will beim Lesen ein Gefühl, ein Kino, einfach ein Erlebnis haben und wenn ich das nicht bekomme, dann verliere ich das Interesse an der Geschichte. Was in diesem Fall sicherlich sehr schade ist, denn wie gesagt: Kristina Günak ist eine tolle Schriftstellerin!

Charaktere:
Obwohl die Charaktere alle sehr genau beschrieben sind, sind mir alle fremd. Ich kann sie nicht genau beschreiben oder konnte Sympathien aufbauen.

Cover:
Das Cover finde ich wunderschön, wobei es mir zu kantig erscheint. Venia, als Seelenleserin, sollte „feiner“ sein.

Fazit:
Trotz 2 Versuchen kläglich bei 57 Seiten gescheitert. Es lag wohl an meiner „Erwartungshaltung“ und an meiner eigenartigen Art eine Geschichte zu lesen. Daher kann ich nur einen Stern für mein Leseerlebnis vergeben.

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(20)

29 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

london, spionage, england, historischer roman, agentin

Der Spion mit dem Strumpfband

Lisa McAbbey
E-Buch Text: 207 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 16.02.2017
ISBN 9783732535958
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:
Clarissa Greenly, Agentin und verarmte Tochter eines Barons, muss dem Earl von Hawkhurst ein Notizbuch abluchsen. Dieser Auftrag scheint nicht so leicht zu sein, wie ihre bisherigen und dann schaut der Earl auch noch sehr gut aus …

Schreibstil:
<3 was soll ich noch groß schreiben? Nach „Die Reise nach Edinburgh“ und „Die Eroberung des Normannen“ schafft es Lisa McAbbey abermals, mich in eine längst vergessene Welt zu entführen. Ihr Hauptthema neben der romantischen Liebesgeschichte um James und Clarissa ist der siebenjährige Krieg 1756 – 1763.

Der Einstieg ins Buch war mit dem ersten Satz ein Highlight: „Gib acht, Mädchen, dass du keine Kanten oder Ecken beschädigst, die Einbände nicht zerkratzt, weder Eselsohren noch Fettflecken hinterlässt! Merk dir: Man muss Bücher wie rohe Eier behandeln – vorsichtig und sehr behutsam!“;
Ich liebe Bücher und von daher freute ich mich besonders, gleich so empfangen zu werden – so hieß es auch von William Cuthbert Faulkner (1892 – 1962): Schreib den ersten Satz so, dass der Leser unbedingt auch den zweiten lesen will; nun wusste ich ja, dass ich das komplette Buch von Lisa McAbbey lesen wollte, aber dieser Satz lies mein Herz wahrlich brennen und ich fühlte mich sofort angesprochen und tauchte ab in die große Buchhandlung von Mr. Noon, sah die Reihen von Büchern vor mir und roch den Staub, der sich über die Zeit auf die Einbände niederlegte und fieberte mit den Figuren mit und so weiter und so fort.

Kurz geschrieben: Ich war hin und weg, von der Idee der Geschichte, von den Figuren, deren Handlungen und der ganzen Kulisse. Die Liebesgeschichte mit teils sehr knisternden Szenen war ein wundervolles Geschenk für die teils trockenen politischen Geschehnisse, welche aber zur Geschichte passen. Besonders hervorzuheben ist der Ausdruck der Autorin, so nutzt sie längst vergessene Wörter um ihre Geschichte noch authentischer werden zu lassen. Ich bin einfach nur begeistert, so muss ein historischer Roman geschrieben sein!

Charaktere:
Clarissa ist eine wundervolle Protagonistin, welche ich umgehend vor meinem geistigen Auge sah. Ihre Art zu agieren passt zu ihr und wie sie sich in ihren Auftrag stürzte, brachte mir mehr als einmal ein lächeln ins Gesicht.

Der Earl von Hawkhurst ist ebenfalls ein sehr liebenswürdiger Zeitgenosse und auch ihn habe ich vergöttert! Was für ein toller Mann! Besonders sein Umgang mit Clarissa berührte mich.

Clarissas Vater erinnerte mich sehr an Mr. Bennet (aus Stolz und Vorurteil von Jane Austen), der gutmütige Alte hatte irgendwie nicht mehr alle Tassen im Schrank – so gutmütig kann man doch nicht sein! – aber er passt in das Bild der Geschichte so gut hinein, dass ich ihn doch irgendwie mochte.

Die anderen Charaktere wirkten ebenfalls so natürlich und zum liebhaben, dass ich sehr traurig bin „Der Spion mit dem Strumpfband“ schon ausgelesen zu haben, aber ich kann es ja immer wieder lesen 

Cover:
Das Cover ist sehr schön geworden und passt zur Geschichte.

Fazit:
Wieder ein ganz tolles Buch von Lisa McAbbey, welches jetzt schon zu meinen Favoriten für das Jahr 2017 zählt! Tolle Idee, wundervolle Charaktere und ein traumhafter Schreibstil! Ich empfehle es an jeden, der gerne romantisch-kriminalistische Liebesgeschichten liest! Von mir gibt es 5 Sterne!

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27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

hausbau, handwerker, familie, nebenkosten, gelesen 2014

Ich glaube, der Fliesenleger ist tot!

Julia Karnick
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.02.2014
ISBN 9783442378685
Genre: Humor

Rezension:

Inhalt:
Familie Karnick kauft ein Grundstück und lässt das darauf stehende Haus abreißen um ein neues Haus zu bauen. Der Baualltag wird Rückblickend mit viel Humor geschildert …

Schreibstil:
Als freie Journalistin und Kolumnistin weiß Julia Karnick wie man schreibt und seine Leser bei Laune hält. Die Geschichte an sich hat mich tief berührt und ich musste das Buch des Öfteren zur Seite legen, einfach weil ich beim Lesen schon eine halbe Depression bekommen habe – wie kann man diese ganze Schei** nur durchmachen? Auf dieser Baustelle hat ja wirklich nichts geklappt! Ich bin sehr froh, dass der Hausbau (vor über 20 Jahren) bei meinen Eltern ohne einen Mangel funktioniert hat und ich auch im Bekanntenkreis habe ich zwar von Baupannen gehört, aber nie, dass solche Mängel aufgetreten sind. Daher habe ich mich zwischenzeitlich immer wieder gefragt, ob die Dinge wirklich so passiert sind, wie sie denn geschildert wurden. Im Buch steht ganz klar: Ja, alles so passiert! Gruselig und authentisch wird also beschrieben, wie sich die Handwerker verhalten, was nicht klappt und die Folgen dazu. Auch wird nach jedem Kapitel aufgerechnet wie hoch die Baunebenkosten sind und was man dafür bekommt – oder eben auch nicht. Dennoch werden die ganzen Pannen und die Depression der Autorin locker flockig niedergeschrieben, frei nach dem Motto: Wenn du nicht weinen kannst, dann lache.

Cover:
Das Cover spiegelt genau das wieder, was das Buch beinhaltet: Alles geht zu Bruch!

Fazit:
Für Menschen, welche überlegen zu bauen könnte es ein halber Ratgeber sein „worauf sollte man achten“ und „wo könnte viel passieren“, es kann aber auch sein, dass nach dem Lesen das Bauvorhaben komplett abgebrochen wird, einfach weil man zu viel Angst bekommen kann, wenn man liest was alles passieren kann.  Für Leute, welche schon gebaut haben ist dieses Buch eine schöne Lektüre um das eigene Bauvorhaben rückblickend zu betrachten. Alles in allem ist das Buch gut geschrieben und ein schöner Zeitvertreib, daher gebe ich 3 Sterne. Eine Leseempfehlung ist hier wohl schwer zu geben und muss von Fall zu Fall betrachtet werden 

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(85)

172 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 20 Rezensionen

thriller, mord, mörder, serienkiller, level 26

Level 26: Dunkle Seele

Anthony E. Zuiker , Axel Merz , Axel Merz
Flexibler Einband: 430 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 20.05.2011
ISBN 9783404160570
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Womit fange ich an? Das mir ein Inhalt versprochen wurde, den es nicht gibt?

Im Vorwort steht: […] Wo traditionelle Erzählung endet, beginnt das Erleben, da der Leser in die Lage versetzt wird, nicht nur zu lesen, sondern zuzuschauen – die erste Digi-Novel TM der Welt ist erschaffen. […] werde ich dem Leser die Möglichkeit geben, sich auf Level26.com einzuloggen und [dort] Filme anzusehen, die die Geschichte von einem Kapitel zum anderen führen. […]

Meine Meinung:
Wenn ich mir die Zeit nehme zu lesen, dann freue ich mich, wenn mein Handy, Radio und TV aus sind, weil ich dann ruhe habe. Man wird doch den ganzen Tag zugeblödelt von den digitalen Medien, aber ich wollte mal was neues ausprobieren, daher dann doch der Griff zur Buch-Computer-Verbindung.
Wie bereits einleitend erwähnt, habe ich eine Digi-Novel erwartet, mit eigener Webseite und Codes, welche man einträgt um die entsprechenden Filmsequenzen zu sehen. Was habe ich bekommen? Eine Webseite, welche seit mindestens 2014 (lt. einer anderen Rezension) tot ist und nur noch auf den Youtube Kanal von Leven26 verweist. Dort sind die Videos in schlechter Qualität oder teilweise gar nicht mehr vorhanden, weil ebenfalls gelöscht.

Videos sind nicht alles, geht es ja hier eigentlich auch um Bücher. Also auf zur vernichtenden Buchkritik (Januar ist wohl nicht mein Monat):
Anthony E. Zuiker ist durch und durch Drehbuchautor, Kopfkino kennt er wohl nicht, denn dies lässt er nicht zu. Seine Sätze sind immer kurz und beschreiben alles so genau, dass die eigene Phantasie nur in der Ecke steht und sich langweilt. Mittlerweile bin ich auch zu dem Schluss gekommen, dass dies auch der Grund gewesen sein muss eine Digi-Novel zu erschaffen, einfach um noch genauer in den Verstand des geneigten Lesers einzugreifen und ihm noch mehr Gedankenkreativität zu nehmen.

Nachdem ich also beim Lesen meines Kopfkinos beraubt wurde und mir diesen stümperhaften Kurz-Satz-Quatsch für ein paar Kapitel angetan habe und das erste Video der Digi-Novelle nicht vorhanden war, habe ich mich für einen Abbruch entschieden. Meine Zeit ist kostbar und die verschenke ich nicht an so einen brutalen Kram, bei dem die Charaktere gestört, aber Oberflächlich gehalten sind und die eigentliche Handlung nur auf das bestialische Abschlachten von Menschen abzielt.

Fazit:
Die Geschichte ist durch die fehlenden Videos mangelhaft und hat wohl damals nur gutes Marketing genossen. Schlimm, wenn nun auch Bücher ein Verfallsdatum haben und ab einer gewissen Zeit nicht mehr zielführend genutzt werden können. Von mir gibt es nur einen Stern und selbstverständlich rate ich jedem ab sich dieses Werk zu beschaffen.

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Balanceakt

Dr. med. vet. Gerd Heuschmann
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Kosmos, 05.06.2014
ISBN 9783440145333
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der erste Eindruck:

Das Buch kommt optisch sehr ansprechend daher. Es ist reich bebilder und vermittelt mit den Kapiteleinleitungen und dem gewählten Layout einen klassischen und professionellen Eindruck. Mit insgesamt 256 Seiten lässt sich einiges an Inhalt vermuten.
Da ich ein Buch erwartet hatte, welches sich vor allem biomechanischen Zusammenhängen widmet, erstaunten mich jedoch die sehr spärlich gesäten anatomischen Grafiken und Bilder.

Inhaltlicher Überblick:

Auf der ersten Seite findet man eine Widmung des Autors, welche mich ein bisschen irritiert hat.
Er schreibt: „Gewidmet allen die mich mögen – oder auch nicht!“
Gefolgt von einer Doppelseite voller Namen. In der Mitte sein in Sepia gehaltenes, etwas trotziges Portrait (im Stil von Anfang 20.Jh).
Auf mich wirkte das ein bisschen überheblich.

In den ersten sieben Kapiteln (Umfang ca. 27% des Buches) äussert sich der Autor zu seinen Ansichten über den aktuellen Reitsport und die Wichtigkeit der Ausbildung von Reiter und Pferd.
Dabei streift er auch die Themen Horsemanship und das Reiten mit feinen Hilfen.
Leider bleibt er dabei meistens sehr oberflächlich und wenn etwas detailliert erläutert wird bleiben für den halbwegs versierten Reiter Fragezeichen stehen, warum denn nicht einfach korrektes Reiten propagiert wird, anstelle von Symptombewältigung.
(z.B. S.75-77; Zügelhilfen und Zügelführung, Litauer Zügelführung)

Kapitel 8-14 widmet sich der Ausbildungsskala gemäss H.Dv.12, mit einem Zwischenkapitel in dem es um die Umsetzung der Skala im aktuellen Dressursport geht (Umfang ca. 27% des Buches)
In diesen Kapiteln stellt er wiederholt die Skala als einzig richtiger Ausbildungsweg dar.
Biomechanische Zusammenhäng werde eher oberflächlich behandelt.

Die nächsten drei Kapitel widmen sich den, meiner Meinung nach, eigentlichen Kernthemen zum Thema Balance und Gleichgewicht. Dem Genick, der Maultätigkeit und der Balanceverschiebung. (mit 27 Seiten leider nur ca. 11% des Gesamtwerkes)
Interessanterweise erscheinen in diesen Kapiteln plötzlich Zitate von François Robichon de la Guérinière, und auch François Baucher wird heran gezogen.
Leider scheint sich der Autor mit der Légèretée nicht wirklich befasst zu haben, sonst hätte er den Hintergrund der „cession de mâchoire“ (auslösen des Schluckreflexes) wahrscheinlich nicht als Kritikpunkt angeführt.

Es folgen 19 Seiten (drei Kapitel), in denen auf die Zügellahmheit, den Tierarzt im politischen Spannungsfeld und einer Hypothese zur „Berufskrankheit“ Fesselträgerschaden eingegangen wird.
Diese Problematiken werden biomechanisch auch nur vage erläutert.

Zum Schluss des fachlichen Teils des Buches widmet sich Herr Heuschmann in sechs Kapiteln Korrekturansätzen für verrittene oder verspannte Pferde.
Leider wird auch dieses wichtige Thema sehr oberflächlich behandelt. Der Versuch ein Pferd nach diesen Vorschlägen zu korrigieren ist meiner Meinung nach für das Zielpublikum dieses Buches nicht umsetzbar.

Zusammenfassung:

Einleitend widmet Herr Kurd Albrecht von Ziegner der H.Dv.12. eine dreiseitige Laudatio (Sogar der Titel dazu war ‚Laudatio auf die H.Dv.12‘).
Und genau das beinhaltet dieses Buch!
Auch der Autor verhehlt dies nicht, wenn er in seiner Zusammenfassung auf Seite 243 einleitend schreibt: „In dem vorangegangenen Text wird ausführlich der Hintergrund unserer seit ca. 100 Jahren gültigen Reitlehre erklärt.

Im Fachteil des Buches werden keine anderen Ausbildungsansätze zugelassen als die der H.Dv.12.
Wenn andere Reitlehren erwähnt werden, dann nur um sie als fehlgeleitet oder unvollständig dar zu stellen.
Zum Beispiel werden üble Reitfehler praktisch immer mit Bildmaterial aus der Isländer- oder Westernszene dokumentiert. Einzig bei der Rollkur sieht man auch Bilder aus dem Dressursport.

Die Themen werden praktisch überall nur gerade so tief angeschnitten, dass man irgendwas Biomechanisches dazu schreiben kann, ohne wirkliche Antworten zu liefern.
So werden die wichtigsten Rumpfträger, M. Serratus ventralis thoracis & -cervicis, ebenso ausser Acht gelassen, wie die M. Psoas major & -minor, welche für das Beugen der Hüfte und das steiler stellen des Beckens verantwortlich sind.
Alle Grafiken in denen der M. Serratus ventralis cervicis (oberer Rumpfträgermuskel) eigentlich sichtbar wäre, wird stillschweigen suggeriert, er gehöre zum M. Longissimus dorsi (langer Rückenmuskel).
Gemäss Autor erhöhen die M. Pectoralis (gesamte Brustmuskulatur) und die Bauchmuskulatur automatisch ihren Grundtonus wenn sich die obere Muskelkette spannt (S.102). Es ist unklar, ob er die Rückenmuskulatur oder alle über der Wirbelsäule liegenden Muskeln meint.
Wenn dies der Fall wäre, würde meiner Auffassung nach aber die Bewegungsfreiheit der Vorhand durch die erhöhte Spannung im M.Pectoralis profundus & -superficialis descendens gehemmt, was ein gelöstes Vorwärtstreten verunmöglicht.

Weitere für mich rätselhafte oder auch widersprüchliche Aussagen fand ich zum Thema Dehnungshaltung und dem Rücken wölben.
So heisst es auf S.82 zum 1. Ziel der Ausbildung:
„Das Pferd muss in den ersten Monaten lernen den Reiter in einer natürlichen Körperhaltung zu tragen.“ (unter „natürliche Körperhaltung“ versteht er die Haltung die ein Pferd in den einzelnen Gangarten ohne Reiter frei laufend annehmen würde)
Auf der nächsten Seit wird in einem Bildtext aber erwähnt, das Pferd müsse erst lernen sich unter dem Reiter V/A zu dehnen. Was kommt jetzt zuerst? Die natürliche Aufrichtung oder das V/A?
Zum Rückenwölben und Anheben der Vorhand wird auf S.87 geschrieben:
Der lange Rückenmuskel kann nur von seiner hinteren Basis (Dornfortsätze des Kreuzbeins und Darmbeinschaufeln) aus die Vorhand heben und den Rücken wölben.“ (wenn er von seiner vorderen Basis aus arbeite, würde der Rücken absinken)
Ich verstehe nicht, wie ein Muskel der parallel über der Wirbelsäule verläuft, diese nach oben wölben und erst noch die Vorhand anheben kann. Das anheben der Vorhand von hinten ist meines Wissens nach nur in höchster Versammlung möglich (z.B. bei der Levade). Die Versammlung kommt aber gemäss Skala erst ganz am Schluss.
Es gibt noch einige andere, für mich ähnlich komische Erläuterungen im Buch.
Diese aber alle hier zu beschreiben, würde den Rahmen sprengen.

Was den textlichen Inhalt im Allgemeinen angeht, so werden ausserordentlich viele Zitate vergangener Reitmeister aufgeführt und mit eigenen Worten weiter vertieft.
Man könnte den Eindruck bekommen, es würden vor Allem alte Weisheiten neu verpackt aber keine eigenen Erfahrungen vermittelt. (ausser bei der Litauer Zügelführung, die kommt definitiv vom Autor)

Das abschliessende Appel des Autors, unterschiedliche Ausbildungsziele anzuerkennen und dogmatische Mauern einzureissen, haben mich dann vollends umgehauen.
Hier ein paar Ausschnitte daraus:
„…Wir sollten aufhören, übereinander, sondern viel mehr miteinander zu reden.“ (Toll)
„…Wir brauchen weder eine neue Reitlehre, noch kann es eine neue, schlüssige geben.“ (Wie jetzt?)
„…Wie können Leute glauben, innerhalb kürzester Zeit (ein paar Jahre) ein solches System infrage stellen und ein äusserst fragliches Konzept als Lehre in den Raum stellen zu können? Von unseren Verbänden würde ich in einer solchen Situation sofort einen kompetenten und kämpferischen Einsatz erwarten.“ (Gibt es jetzt Krieg oder Dialog? Und um welches „fragliche Konzept“ geht es denn eigentlich?)
„…Wann kommt es endlich zu einem Austausch der Pferdeleute untereinander? Wir brauchen keine Gurus und neue Heilsbringer. Die klassische Reitlehre beantwortet alle Fragen derer, die im Sinne der FN Pferdeausbildung betreiben wollen.“ (und wie ist es mit den Fragen der Anderen?)
Und als Schlusswort: „…Ich wünsche unseren Funktionären grossen Mut, eine sichere Hand und ein treffsicheres Gespür für die Steuerung des ‚schönsten Sports der Welt‘ in die Zukunft.“

Ist es wirklich so, dass er alle Ausbildungsziele anzuerkennen will? Die schwarzen, roten, gelben UND die richtigen?
Ich weiss nicht, irgendwie erinnert mich das an eine ganz dunkle Zeit in Europa.

Meine Quintessenz:

Dieses Buch ist meiner Meinung nach eine mittelmässige Propaganda eines stark unter Druck stehenden Systems.
Die H.Dv.12 wird darin in z.T. recht arroganter Weise als einzig richtiger Weg deklariert.
Da kann man schon fast zum Schluss kommen, die FN möchte damit ihre „Schäfchen“ dringend davor warnen den „heiligen“ Weg zu verlassen, sonst würde übles geschehen.

Gastrezension verfasst von R. Berger.

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50 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

magie, tagebuch, diebin, abenteuer, hexer

Geheimnisvolle Versuchung

Alix Rickloff , Ulrike Moreno
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 18.05.2012
ISBN 9783404167074
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Die Geschichte, um die Diebin Catriona O’Connell, spielt um 1815 in England. Sie wurde beauftragt ein geheimes Tagebuch aus dem Kilronan House zu erbeuten, doch leider wird sie vom Hausbesitzer Aidan Kilronan beim Einbruch erwischt …

Schreibstil:
Was ist da nur passiert?! Die Geschichte soll im April 1815 spielen und die Protagonistin stellt sich als „Cat“ vor?! Schlimmer ist noch, dass das Wort […] Alter […] am Satzende sehr gerne verwendet wird! Wie krass ist das denn, Alter?!

Dazu kommt auch noch, dass die Geschichte an sich sehr schleppend anläuft und von vornherein klar ist, dass das Girl den knuffigen Boy am Ende bekommen wird.

Charaktere:
Cat ist eine untypische Frau, welche im Jahr 1815 bestimmt so nicht existiert hätte. Ich könnte sie mir gut in der heutigen Zeit vorstellen.

Aidan wirkt verweichlicht und verhält sich ebenfalls untypisch für einen Mann mit Stand und Ansehen.

Die anderen Charaktere passen ebenfalls nicht ins Zeitgeschehen und hätten besser daran getan sich in die Neuzeit zu verflüchtigen. Die Handlungen sind alle vorhersehbar.

Cover:
Das Cover war für mich kaufentscheidend, weil ich mal wieder einen sinnlichen-fantasy Roman lesen wollte. Leider hält die Geschichte nicht, was mir das Cover verspricht.

Fazit:
Ohne Angabe der Jahreszahl, in dem die Geschichte spielen soll, wäre die Story ggf ganz interessant geworden. Aber so: Thema verfehlt, setzen, sechs! Auch hatte ich nicht die Hoffnung, dass sich die Handlungen der Charaktere ändert und ein Spannungsbogen aufgebaut wird. Daher habe ich mich für einen Leseabbruch entschieden und vergebe nur einen Stern.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das Hufbuch - Jonny Pump - und das geheime Wissen der Pferdehufe

Angela Mayr , Jennifer Kurz , Marlene Mayr , Angela Mayr
Fester Einband
Erschienen bei AMARO Verlag, 01.04.2008
ISBN 9783000243769
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhalt:
Die, von Jennifer Kurz, gezeichnete Figur „Jonny Pump“ führt den Leser durch die Anatomie und Funktion des Pferdehufes und zum Abschluss des Buches gibt es noch einen Exkurs zum Thema artgerechte Pferdehaltung.

Meine Meinung:
Die Idee „Jonny Pump“ den Huf erklären zu lassen ist genial! Der kleine Mann macht den Theorieteil zu einer angenehmen und witzigen Reise in den Huf. Die Zeichnungen des Hufes sind sehr detailliert und jeder, wirklich jeder! sollte nach dieser Pflichtlektüre den Aufbau sowie die Funktion des Hufes (Hufmechanismus, Hufrolle, etc.) kennen und erklären können. Natürlich gibt es Fachbücher von Hufschmieden / Huforthopäden etc, aber dieses Buch setzt eine gute Basis, um mit den Fachbüchern weiterzumachen, wenn man denn möchte. Rein informativ reicht dieses Buch schon mal aus, um die Hufe des eigenen Pferdes zu beurteilen und gewisse Dinge zu hinterfragen und oder gemeinsam mit dem Hufbearbeiter durchzusprechen.

Ebenso gefallen hat mir, dass gleich zu Beginn des Buches davon berichtet wurde, dass Pferde keinen Schmerzlaut haben. Viele Pferdebesitzer machen einfach mit allem weiter, ohne auf die Bedürfnisse ihres Tieres zu achten und deuten beißen, Kopfschlagen oä als „frech“ oder „unerzogen“. Das dies ein Ausdruck von Schmerz sein kann, ist schön hervorgehoben und lässt den potentiellen Leser noch aufmerksamer werden, was (Huf-)Krankheiten / (Huf-)Probleme angeht.

Fazit:
Nicht nur für Kinder, sondern für alle „Einsteiger“ in den Bereich Pferdehuf geeignet. Für mich ist dieses Buch eine Pflichtlektüre, die jeder Pferdemensch gelesen haben sollte, denn so ausführlich (es sei denn man kauft Fachliteratur) habe ich noch keine Erklärungen rund um den Huf gelesen. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Stresspunktmassage nach Jack Meagher

Claus Teslau
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Müller Rüschlikon, 29.09.2006
ISBN 9783275015719
Genre: Sachbücher

Rezension:

Meine Meinung:
Ich war vor diesem Buch kein Freund der Stresspunktmassage, weil ich immer das Gefühl hatte „das tut den Pferden weh und man muss die verspannten Muskeln auch anders wieder hinbekommen“. Ich selber habe diese Therapieform nicht gelernt, kenne aber viele, welche diese Art der Massage bei Pferden gelernt haben und aktiv anwenden. Nun war ja Weihnachten und was macht man nicht alles für die Bildung – neben Seminaren kauft Frau auch mal ein paar Bücher.

Wie gesagt, war ich von Beginn an kein Freund der Stresspunktmassage, wollte ihr aber eine Chance geben (kann ja sein, dass befreundete Therapeuten etwas falsch anwenden oder was weiß ich). Der Einstieg ins Buch war trocken und langweilig. Zudem hatte ich das Gefühl, dass Claus Teslau sich zu sehr in den Mittelpunkt der Lektüre rückte und nur von sich und seiner, immer funktionierenden, Behandlung schrieb. Diese Art der Selbstverherrlichung liegt mir nicht und ich fragte mich, wann es denn nun endlich um die eigentliche Massage geht.

Dort endlich angekommen freute ich mich über die Bilder und Gliederung (1. Aufgabe 2. Lokalisation und Therapie 3. Weitere Maßnahmen 4. Dehnungen 5. Zusammenfassung) unter den aufgeführten Stresspunkten. Was ich wiederum vermisste, war die Genauigkeit (zeigt doch der Autor im ersten Teil des Buches, wie gut er doch in der Praxis arbeiten kann, scheint ihm die Theorie nicht so gut zu liegen). Bei vielen Muskeln ist nur ein Teil der ihm zugedachten Aufgaben beschrieben. Die Lokalisation ist teils ungenau. Bei weiteren Maßnahmen finde ich nur sehr selten die Anmerkung, dass das Equipment überprüft werden soll – dass falsches Reiten (zu harte / rückwärts wirkende Hand / schlechtes Training etc) ebenfalls zu Msukelstress führt, habe ich komplett vermisst. Dabei ist gerade dieser Punkt fast immer Auslöser für erschöpfte / verkürzte / brennende Muskulatur. Die Bilder der Dehnungen sind für Laien ebenfalls absolut bedenklich, können diese doch leicht falsch greifen und dabei sich und das Pferd verletzen.

Darauf folgen wieder Geschichten aus der Praxis und danach fühlte ich mich wie auf einer Kaffeefahrt. Therapiegeräte wurden, natürlich vom Autor selbst, getestet und zum Kauf empfohlen. Ein Schelm wer böses denkt: denn alle empfohlenen Geräte und Hilfszügel (!) gibt es bei der DIPO (Deutsches Institut für Pferde Osteopathie), an dem der Autor eine Dozententätigkeit hat, zu kaufen.

Kommen wir zu dem Kurzkapitel „Triggerpunkte“. Kurz deshalb, weil es gerade mal 5 Seiten umfasst inkl. Bildern – ich finde es schon fast frech damit auf dem Cover zu werben. Das DryNeedling (Nadeln der Triggerpunkte) wird ebenfalls sehr kurz abgearbeitet und sind laut Autor [… ] nur als Anregung zu sehen […] (Zitat von Claus Teslau auf amazon.de vom 14.08.2014).

Fazit:
Ein Buch, welches Fachleute nicht brauchen, weil sie andere Möglichkeiten kennen, um den Pferden „schmerzfrei“ zu helfen. Und für Laien ist dieses Buch einfach zu oberflächlich! Die abgebildeten Pferde laufen entweder nicht taktklar oder auf der Vorhand, die Pferde in der Behandlung zeigen deutliches Unwohlsein und entspannen nur teilweise (ich weiß, dass es sich um Momentaufnahmen handelt). Der Hinweis, dass die Pferde aufgrund falschen Reitens, falsches Equipments zu Verspannungen neigen, habe ich nicht oder nur unterschwellig gelesen. Also kurz: von mir gibt es keine Empfehlung und daher 1 Stern. Wer Interesse an der Stresspunktmassage hat, sollte einen Livekurs besuchen und nicht aus diesem Buch lernen.

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47 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

liebe, wg, wohngemeinschaft, humor, berlin

Drei Männer, Küche, Bad

Kristina Günak
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 03.12.2015
ISBN 9783802593840
Genre: Romane

Rezension:


Inhalt:
Jörn und Marie trennen sich. Unterschiedlicher hätten sie auch nicht sein können. Sie ist bloggerin und er arbeitet in einer Bank. Das konnte ja nicht gut gehen. Marie möchte unbedingt in der gemeinsamen Wohnung wohnen bleiben und um auch nach Jörns Auszug die Miete stemmen zu können, müssen zahlende Mitbewohner her …

Schreibstil:
Entweder war es einfach nicht meine Zeit oder es ist das erste Buch von Kristina Günak, welches mich nicht überzeugen konnte. Ich wusste die ganze Zeit was als nächstes passieren würde und so fehlte mir die „Lesesucht“, welche sich bei ihren Büchern für gewöhnlich recht schnell einstellt. Die Geschichte selbst besitzt eine einfache Handlung und die Charaktere sind passend, aber es „passiert“ einfach nichts und das was passiert, ist – wie oben beschrieben – nicht neu sondern schon im Ansatz zu erahnen. Leider :(

Charaktere:
Marie ist ordentlich, strukturiert und wirkt in einem Moment weich und im nächsten knallhart. Dieser Charakter ist für mich nie wirklich greifbar gewesen, kommt mir aber leider sehr bekannt vor und es gibt viele Menschen, die so sind wie Marie.

Jörn, ein zugeknöpfter, ekelhafter Typ. Den hätte ich ebenfalls in den Wind geschossen.

Maries Mitbewohner runden die seichte Geschichte ab und fügen sich in sämtliche Nischen ein. Hier hätte ich mir etwas anderes vorgestellt. Ggf war auch einfach alles noch zu „normal“?!

Cover:
Das Cover passt auch nicht wirklich zur Geschichte. Marie war nie so verplant, wie mir dieses Cover suggerieren möchte. Evtl. liegt mein Missfallen an der Geschichte auch daran, dass ich mir, seit ich das Cover gesehen habe, etwas ganz anderes erhofft habe?

Fazit:
Eine Geschichte für „Zwischendurch“, welche ein paar Lacher auf ihrer Seite hat, aber ansonsten nicht hervor sticht. Daher vergebe ich nur 3 Sterne und eine Empfehlung für lange, kalte Abende.

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207 Bibliotheken, 11 Leser, 2 Gruppen, 48 Rezensionen

usa, geister, mutter, nathan hill, chicago

Geister

Nathan Hill , Werner Löcher-Lawrence , Katrin Behringer
Fester Einband: 864 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492057370
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:
Samuel ist noch sehr jung, als seine Mutter die Familie für immer verlässt. Selbst als er erwachsen ist, versteht und verkraftet er diesen Verlust noch nicht. Noch erschütternder ist allerdings, dass seine Mutter wieder Kontakt zu ihm sucht und ihm alles offenbart …

Schreibstil:
Nathan Hill hat eine wundervolle Art zu schreiben. Er berichtet von Politikern, welche lieber nicht gewählt werden sollten – den Rummel um diese und wie sie mit Manipulation der Wähler zum Erfolg kommen. Er schreibt von schlechten Eigenschaften der Menschen, dass diese lieber mit Horrormeldungen konfrontiert werden, als mit positiven Nachrichten. Die Geilheit auf das Unglück anderer ist der Menschheit einfach wichtiger als Weltfrieden … Egal was er schreibt, man möchte es lesen und das Kopfkino entsteht.

Leider hat er aber einen Hang dazu, alles bis ins kleinste Detail zu beschreiben und dadurch ziehen sich Szenen ins unermessliche. Auch springt der Autor in seinen Erzählungen extrem von der Gegenwart in die Vergangenheit und wieder zurück und es scheint egal zu sein, ob der Leser folgen kann oder nicht. Diese beiden Kritikpunkte machen „Geister“ zu einer schweren Kost.

Charaktere:
Die Charaktere werden durch die genauen Beschreibungen und detailverliebten Schilderungen sofort greifbar und es bleibt kein Spielraum für eigene Interpretationen, man muss die Charaktere also genau so sehen, wie Hill sie haben will.

Cover:
Das Cover ist ein totales Highlight! Die Haptik ist ganz toll und durch die Farbtöne und den Aufbau wirkt der Buchtitel noch mysteriöser und macht damit noch neugieriger auf den geschriebenen Inhalt.

Fazit:
Obwohl der Stil von Nathan Hill und die Geschichte gut sind, haben mich doch die Längen und Zeitsprünge in den einzelnen Szenen genervt. Daher bekommt „Geister“ nur 3 Sterne von mir.

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Akupressur für Pferde

Ina Dr. med. vet. Gösmeier
Fester Einband
Erschienen bei Kosmos, 14.01.2016
ISBN 9783440149256
Genre: Sachbücher

Rezension:


Inhalt:
Wirkungsweise und Anwendungsgebiete

Geschichte und gedankliche Hintergründe der Akupressur

Yin und Yang – Das Wesen aller Dinge
– Krankheiten des Yang-Typs
– Krankheiten des Yin-Typs
Wichtige Begriffe der chinesischen Medizin
– Die Organe
– Schmerz, Hitze, Kälte, Wind
– Qi – die treibende Kraft
Die Leitbahnen der Energie
– Lungen-Meridian
– Dickdarm-Meridian
– Magen-Meridian
– Milz-Pankreas-Meridian
– Herz-Meridian
– Dünndarm-Meridian
– Blasen-Meridian
– Nieren-Meridian
– Pericard-Meridian
– Dreifacher-Erwärmer-Meridian
– Gallenblasen-Meridian
– Leber-Meridian
– Das Lenkergefäß – Du Mai
– Das Konzeptionsgefäß – Ren Mai
– Das Gürtelgefäß – Dai Mai
Die Lehre von den fünf Elementen – der Weg zu den richtigen Punkten

Pferdetypen in der Akupressur

Der Gand- oder Lebertyp
Der Shen- oder Nierentyp
Der Pi- oder Milztyp
Der Xin(Chin)- oder Herztyp
Der Fei- oder Lungentyp

Akupressurpunkte zum psychischen Ausgleich der Pferdetypen

Leber 3 – Taichong – Großes Branden
Patientenbeispiel May
Niere 3 – Taixi – Großer Wildbach
Patientenbeispiel Lucy
Milz-Pankreas 6 – Sanyinjiao – Treffen der drei Yin
Patientenbeispiel Maron
Lunge 7 – Lieque
Patientenbeispiel Florit

Die Anwendung der Akupressur

Vorbereitung
Untersuchung
– Anschauen des Pferdes
– Abtasten des Pferdes
– Einordnen der Beobachtungen
Die Shu-Punkte
– Lokalisation und Bedeutung der Shu-Punkte
– Praktisches Vorgehen zur Untersuchung der Shu-Punkte
Patientenbeispiel Dari
Behandlungsprinzipien
– Auswahl der Akupressurpunkte
– Druckausübung auf den Akupressurpunkt
– Zeitdauer der Akupressur
Die Praxis
– Gesamtunterstützung ohne besondere Problemstellung
– Akupressur am heranwachsenden Pferd
– Akupressur am alten Pferd
– Lösen von psychischen Disharmonien
Patientenbeispiel Louis
– Vorbeugung vor Infektionskrankheiten
Patientenbeispiel Soli
– Akupressur nach überstandener Erkrankung
Patientenbeispiel Bronchitis
– Genickfestigkeit und Schmerzen im Genick
Patientenbeispiel Roll-up
– Beweglichkeitsübung für den Hals
– Rückenschmerzen – Muskelverspannungen
Patientenbeispiel Henrilo
– Nachsorge nach Verletzungen und Operationen
Patientenbeispiel Lori
Patientenbeispiel Mango
– Turniervorbereitung
Patientenbeispiel Ankor
Patientenbeispiel Navarolo
– Akupressurpunkte, die Qi in den Meridianen bewegen
– Individuelle Punktkombinationen
Patientenbeispiel Ayumi
Fehlerquellen
– Falsche Voraussetzungen
– Zu kurze Anwendung
– Falsche Punktauswahl
– Lokalisation der Akupressurpunkte
– Widerstand gegen die Akupressur
Patientenbeispiel Filigran
– Negativer Einfluss der Umgebung

Beschreibung und Wirkung der Akupressurpunkte

Lunge 7 – Lieque – Unterbrochene Reihenfolge
Patientenbeispiel Lotta
Magen 36 – Zusanli – Punkt der drei Dörfer oder dritter Weiler am Fuß
Patientenbeispiel Elba
Gallenblase 20 – Fengchi – Windteich
Gallenblase 41 – Zulinqu – Fließende Tränen des Flusses
Patientenbeispiel Little Browny
Dickdarm 4  – Hegu – Geschlossenes Tal oder Zusammenkunft der Täler
Milz-Pankreas 21 – Dabao – Allgemeine Kontrolle
Patientenbeispiel Melody
Blase 10 – Tianzhu – Himmelspfeiler
Dickdarm 16 – Jugu – Großer Knochen
Patientenbeispiel Leander
Blase 60 – Kunlun – Kunlun-Berge
Patientenbeispiel Larinus
Patientenbeispiel Pünktchen
Dünndarm 3 – Houxi – Hinterer Fluss
Patientenbeispiel Ticiano

 

Meine Meinung:
Ich habe mir das Buch gekauft, weil ich die Akupressur bei Menschen und Katzen kenne / anwende und beides hervorragend funktioniert. Beim Pferd benötigte ich, bis jetzt, weder die Akupunktur noch die Akupressur. Aber man lernt 1. nie aus und 2. nur weil man denkt etwas nicht zu brauchen, kann es für das Pferd dennoch gut sein ;)

Der Aufbau des Buches ist logisch und verständlich. Etwas zu kurz kam mir allerdings die Lehre der 5 Elemente, welche Seiten füllen könnte. Dennoch sind die Akupressurpunkte so gut beschrieben, dass man die Elementlehre bei der Punktauswahl vernachlässigen kann. Bei schwerwiegenden Problemen sollte sowie immer ein erfahrener Akupunkteur / Akupresseur zu einer Behandlung hinzugezogen werden (dies wird auch immer wieder im Buch erwähnt).

Die Einzelnen Kapitel sind mit Fallbeispielen aufgelockert, ordentlich bebildert und kurz und verständlich geschrieben. Längere Texte hätten das geschriebene nur aufgeweicht und die Fakten wären schwammig und missverständlich geworden. So wirkt die Aufmachung und der Inhalt absolut rund und ist für den Einstieg in die Akupressur auch für Laien absolut verständlich und empfehlenswert.

Vermisst habe ich ein Poster oder eine einlaminierte Karte, welche man mit ans Pferd nehmen kann. Das Buch hat keine abwaschbaren Seiten und wer sein Pferd nicht vor jedem „üben“ klinisch gereinigt hat, wird die Seiten beim umblättern / nachschlagen beschmutzen.

Fazit:
Ein super Buch für den Einstieg in die Pferdeakupressur. Trotz „Fallbeispielen“ muss der Leser sein Pferd gut kennen um die richtigen Punkte auszuwählen und auch sich selbst kritisch hinterfragen. Denn Pferde sind feinfühlig und spiegeln uns Menschen sehr genau, wenn wir nervös sind, kann es auch das Pferd werden, obwohl es gar nicht der nervöse-Typ ist – in diesem Fall wäre der falsche Akupressurpunkt ausgewählt und das ganze funktioniert nicht! Daher nur kaufen, wenn man bereit ist über den Tellerrand zu sehen und nicht um seine Probleme dem Pferd in die Hufe zu schieben oder weil man seinem Tier nicht gewachsen ist. Akupressur kann helfen, aber nur, wenn diese korrekt angewandt wird ;)

Ich vergebe 4 Sterne für „Akupressur für Pferde“ weil mir ein stalltauglicher „Punkt-Lageplan“ gefehlt hat und die Lehre der 5 Elemente zu kurz kam.

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108 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 72 Rezensionen

italien, insel, familiengeschichte, sizilien, roman

Die langen Tage von Castellamare

Catherine Banner , Marion Balkenhol
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 12.08.2016
ISBN 9783471351307
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:
Amedeo ist ein Findelkind. Nichts scheint ihn, in seinem erwachsenen Leben, zu befriedigen – außer seine Geschichten. Keiner weiß etwas mit ihm anzufangen, bis zu dem Tag, als ihn sein Ziehvater zum Arzt ausbildet und ihn dann auf die Insel Castellamare bringt. Dort scheint er seine Berufung gefunden zu haben, als Arzt und als Geschichtensammler ….

Schreibstil:
Leider konnte mich die Geschichte von Catherine Banner nicht berühren. Die Figuren bleiben blass und die Handlung plätschert so dahin. Es gab, trotz der theoretisch (teilweise) emotionalen Handlung nichts, wo ich mich berührt fühlte – mir war alles, was mit den Charakteren passierte egal. Ehrlich gesagt, war mir das Buch, für das was passierte, auch zu dick, zu aufgeblasen – 200 Seiten weniger hätten es auch getan.

Charaktere:
Wie oben bereits geschrieben konnte mich kein Charakter überzeugen. Trotz der tragischen Geschichte jedes einzelnen blieb keiner wirklich in meinem Kopf.

Cover:
Das Cover weckt einen ganz anderen Eindruck von der Handlung als das, was letztendlich in der Geschichte passiert.

Fazit:
Ein Buch, was nicht gelesen werden muss. Wenn man es macht, dann ist es aber gut und flüssig geschrieben. Mich konnten „Die langen Tage von Castellamare“ nicht überzeugen – sie machten mir meinen Tag nur länger – und daher vergebe ich nur drei Sterne.

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

königliche hochzeit, abschluss

Selection [3]

Kiera Cass , Friederike Wolters
Audio CD
Erschienen bei Jumbo, 20.02.2015
ISBN 9783833734175
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Amercia ist unter den letzten 4 Mädchen im Casting. Nachdem sie sich mit dem König angelegt hat und sich immer mehr in Prinz Maxon verliebt, wird ihr eins klar: Sie will Königin werden um für Illeá zu kämpfen …

Stil:
Was soll ich noch schreiben? Friederike Wolters hat es immer noch nicht gelernt richtig zu reden und schläft bei jedem Satz fast ein. Die Betonung ist grauenhaft und die Autorin versucht durch Action die Geschichte zu bereichern…

Charaktere:
Nichts neues aus der Welt der schillernden Persönlichkeiten. Ich konnte nur den Kopf schütteln und hoffen, dass diese Reihe bald ein Ende hat.

Cover:
Dieses Cover wirkt zu lasziv um für eine Jung-Mädchen-Reihe zu stehen. Sollen die Mädels sich denn jedem an den Hals werfen?

Fazit:
Ich habe einfach genug von diesem „ich kann mich nicht entscheiden“-Zeug. Die Sprecherin gibt mir langsam den Rest und ich raste schon aus, wenn ich nur an diese Stimme denke, die den Text so vorliest als würde sie gleich einschlafen, gepaart mit einem Hauch von amerikanischem Slang *schüttel* Von mir gibt es daher nur 2 Sterne und den Rat, die Geschichte eher zu lesen als zu hören.

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(1.745)

2.590 Bibliotheken, 27 Leser, 3 Gruppen, 154 Rezensionen

casting, liebe, selection, prinz, dystopie

Selection - Die Elite

Kiera Cass , Susann Friedrich
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 23.07.2015
ISBN 9783733500955
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Natürlich hat es America geschafft unter den letzten 6 Mädchen im Casting zu bleiben – wäre ja auch blöd wegen der Handlung … – und sie ist immer noch hin und hergerissen zwischen ihrer großen Liebe Aspen und dem Prinzen Maxon…

Stil:
Mittlerweile habe ich mich an den komischen Ton von Friederike Wolters Stimme gewöhnt und ihre Betonung finde ich langsam recht amüsant. Ich sehe die Geschichte daher mehr als humoristisches Werk an und erfreue mich der Klischees. Kiera Cass nutzt immer noch die Vorlagen vom „Bachelor“ und „Mädchen steht zwischen den Stühlen, während sie die Welt rettet“.

Charaktere:
Es wird einfach nicht besser. Wobei Maxon mittlerweile auftaut und sympathisch wird. Aspen hingegen katapultiert sich in meiner Achtung sehr weit ins Aus.

Cover:
Es wirkt zwar immer noch zu puppenhaft, aber nicht so „nimm mich“-mäßig wie beim ersten Band.

Fazit:
Berühren konnte mich „Selection“ immer noch nicht. Dennoch ist die Geschichte nicht langweilig und von daher gibt es 3 Sterne für einen netten Zeitvertreib.

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liebe, dystopie, prinz, casting, selection

Selection

Kiera Cass , Sibylle Schmidt
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Sauerländer, 01.02.2013
ISBN 9783411811250
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt:
America Singer (jung, hübsch, single) soll ins Königshaus von Illeá kommen. Der Prinz muss verheiratet werden und so wird ein Casting einberufen …

Stil:
Die Stimme und die Betonung von Friederike Wolters ist furchtbar und nach 5 Minuten platzte mir förmlich der Kopf. Dennoch höre ich beim Autofahren gerne Hörbücher und hatte nichts anders dabei. Außerdem wurde die Selection-Reihe hoch gelobt und was macht man nicht alles um „mitschreiben“ zu können ;)

Die Idee hinter Selection erinnert mich stark an „Den Bachelor“ oder andere Verkupplungs-Shows aus dem TV. Die Einteilung, der in Illeá lebenden Menschen, in „Kasten“ ist wohl Dystopie-typisch, aber was soll es. Es wirkte alles irgendwie geklaut. Ein Mädchen, welches alles mitbringt, was ein Prinz möchte: Schönheit, Eleganz, (künstlerisches) Talent, Witz, Charme und Stärke … Aber sie liebt nicht nur den Prinz, sondern auch noch einen anderen *seufz* Was also hat Kiera Cass hier noch selbst geschrieben? Es war doch alles schon mal da ?!

Charaktere:
Die ach so perfekte America ging mir sowas von auf die Nerven. Sie kann alles, sie weiß alles und sie liebt jeden. Was soll denn das? Die Jugendlichen heute haben doch eh schon alle Komplexe, hätte sie nicht einen Mangel haben können?

Maxon (Friederike Wolters spricht es: Mäksen und ich musste immer an ein Fertigessen aus dem Tiefkühlregal denken), der Prinz, scheint eine Pflaume zu sein. Butterweich und Marionette seiner Eltern hat er wohl keine Meinung und was er an America findet ist mir schleierhaft.

Aspen, Americas heimliche Liebe, mischt natürlich auch immer mit und scheint mir zumindest etwas sympathischer als der Prinz mit dem komischen Namen.

Cover:
Ich bin mir nicht sicher, ob mir dieses Topmodelcover gefällt oder mich eher abschreckt. Für junge Mädchen aber bestimmt passend.

Fazit:
Ich hätte „Selection“ definitiv abgebrochen, wenn ich ein anderes Hörbuch im Auto gehabt hätte. So aber habe ich mir die Geschichte angetan und fand sie gar nicht so schlecht. Die Idee ist nicht neu und die Umsetzung von Friederike Wolters eher eine Lachnummer, aber vielleicht hat gerade deshalb „Selection“ einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Von mir gibt es 3 Sterne, weil ich des Öfteren schmunzeln musste und mir doch tatsächlich noch einen weiteren Teil von dieser Reihe angehört habe.

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eifel, dominante mutter, erdbeeren, für immer und emil, erntehelfer

Für immer und Emil

Nikola Hotel
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 18.07.2016
ISBN 9783746632124
Genre: Liebesromane

Rezension:


Inhalt:
Wenn es der pseudo-veganerin und Powerfrau Leonie eine zahme, fleischessende Landfrau wird, dann kann es nur an den leckeren Erdbeeren und Emil liegen …

Schreibstil:
Wie immer verzauberte mich der Stil von Nikola Hotel. Ich sah die Charaktere bildhaft und umgehend vor meinem inneren Auge und machte mich teilweise über ihre Art lustig. Die Geschichte nimmt schnell an Fahrt auf und es ist klar, wie sich die Geschichte entwickelt. Dennoch ist das „wie“ sehr überraschend, witzig und einzigartig. Der Ausdruck ist immer passend, höflich und typisch Nikola Hotel.

Charaktere:
Leonie war zu Beginn der Geschichte doch sehr merkwürdig. Ihre Art mit Druck umzugehen und sich dermaßen an andere anzupassen war mir absolut fremd. Als sich herausstellte warum sie dies tat, hatte ich Mitleid mit ihr und gönnte ihr die Lebensveränderung von Herzen. Besonders witzig war ihre innere Zerrissenheit, die ich beim Lesen immer wieder spürte, aber wirklich belächelte. Ihre wahre Persönlichkeit kam zum Ende der Geschichte hervorragend zur Geltung und machte Leonie zu einer wirklichen Powerfrau.

Emil, ein surfer-Typ zum anbeißen, nur schade, dass er surfen nicht mag da war ich wohl nicht die einzige, die diese Entwicklung schade fand – aber genau dieser Fauxpas, dass wir Menschen in Schubladen stecken ist so genial! Wir achten heutzutage gar nicht mehr auf Persönlichkeit und Menschlichkeit, wir lassen uns durch virtuelle Profile auf sozialen Medien ablenken, stellen uns falsch oder richtig dar und das zwischenmenschliche geht verloren. Wer mag sowas?! Daher ist Emil nicht nur eine Romanfigur, sondern im gewissen Maße auch ein Vorzeigetyp, der diesem Wahn des öffentlichen Medienhypes via Facebook widerspricht. Einfach nur gelungen dargestellt und nachahmungswürdig!

Ben, Emils Bruder, welcher unter einer Form des Autismus leidet, passt ebenfalls hervorragend in diese Geschichte. Er ist, wie alle anderen auch, so wie er ist. Er macht das was er für richtig hält und lebt gut damit. Er ist ehrlich, direkt und war mein heimlicher Liebling. Seine Taten wirken auf eine Art befremdlich, auf eine Andere absolut nachvollziehbar – nur würden wir (als gesellschaftsfähig erzogene Erwachsene) nie so reagieren. Die Geschichte zeigt, dass Autisten gar nicht „auffällig“ sind, sondern die Gesellschaft verkorkst!

Cover:
Mit dem Cover kann ich leider gar nichts anfangen und ich wäre im Buchladen an dieser wirklich lesenswerten Geschichte vorbeigegangen.

Fazit:
Ein absolutes must read für jeden! Eine tolle Geschichte über Gesellschaft, die Reise zum ICH und die Liebe.

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Märchenküsse & Katzenträume

Kristina Günak , Kristina Steffan
E-Buch Text: 49 Seiten
Erschienen bei null, 13.07.2015
ISBN B010SVODEO
Genre: Liebesromane

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