Leserpreis 2018

DeniseWolfs Bibliothek

159 Bücher, 57 Rezensionen

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119 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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Ein Tag im Dezember

Josie Silver , Babette Schröder
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.10.2018
ISBN 9783453422926
Genre: Liebesromane

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Adriana zwischen den Welten

Katharina Seck
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Drachenmond Verlag GmbH , 04.12.2018
ISBN 9783959918923
Genre: Jugendbuch

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

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Spiegel der Wahrheit (Die Chroniken von Philian 1)

Emilia Lynn Morgenstern
E-Buch Text: 435 Seiten
Erschienen bei null, 03.12.2017
ISBN B077XNL1KL
Genre: Fantasy

Rezension:

Design:

Das Cover ist auf dem ersten Blick echt schön, allerdings ist der Titel und der Name der Autorin nur schwer lesbar, was ich schon als kleines Manko empfinde. Die Farben wirken harmonisch und das Motiv erkennt man in der Geschichte wieder.

Sympathischer Antagonist


Bevor ich dazu übergehe zu erläutern, was mir nicht gefallen hat, möchte ich erstmal darauf eingehen, was ich gut gelungen fand. Der Antagonist von Aletheia, Dolos, war wirklich sympathisch. Er verfolgt klar sein Ziel und man merkt auch immer wieder in seinen Kapiteln, dass er mit seiner Existenz so nicht zufrieden ist. Seine Sprüche sind herrlich und seine Fähigkeiten wirklich beeindruckend. Er war wirklich meine Lieblingsfigur in dieser Geschichte. Allerdings waren seine Motive und seine Motivation an manchen Stellen ein wenig unklar.

Nicht nur griechische Götter

Gut fand ich auch, dass nicht nur die griechischen Götter aufgetaucht sind, sondern auch viele aus anderen Religionen. Es wurde auch sehr gut erklärt, wie diese Götter alle nebeneinander existieren können und wo sie ihren Ursprung haben – und was sie quasi am Leben erhält. Da hat die Geschichte mich definitiv positiv überrascht. Vor allem den Auftritt von Ganesha fand ich richtig cool.

Eine rachsüchtige Protagonistin

Gut, kommen wir nun zu den Punkten, die mich leider nicht überzeugt haben … Den Anfang macht dabei Aletheia. Sie hat von Dolos am Anfang der Geschichte ein paar negative Eigenschaften eingeflößt bekommen, als sie noch nicht am Leben, sondern nur eine Tonfigur in Prometheus‘ Werkstatt war. An sich finde ich es immer gut, wenn Figuren ihre Makel und Fehler haben. Anfangs fand ich es auch nicht so schlimm. Sie war ja erst frisch geboren und wusste es nicht besser. Aber nach und nach hab ich angefangen, sie einfach nicht mehr zu mögen, weil gefühlt keine Entwicklung in ihr stattgefunden hat. Sie blieb jähzornig und rachsüchtig, ohne irgendwann auch nur eine Spur Reue zu zeigen oder zu versuchen, sich zu bessern. Sie war wie ein kleines Kind mit zu viel Macht und dem dann der Lolli weggenommen wurde. Ich fand das auf Dauer einfach zu anstrengend, zumal nie viel gefehlt hat, um sie wütend zu machen.

Ich hätte mir einfach gewünscht, dass sie irgendwann selbst auf den Gedanken kommt, an ihren Mankos ein wenig zu arbeiten und sich in Gelassenheit zu üben oder zumindest nicht sofort um sich zu schlagen und Leute für ihre Fehler bestrafen zu wollen.

Andere Erwartungen

Nun, der Klappentext hat mich auf eine Göttergeschichte hoffen lassen – und die haben wir anfangs auch. Aber irgendwann gibt es plötzlich einen Turn – den ich übrigens sehr merkwürdig fand und auch in der Leserunde kritisiert habe – und dann fand alles ganz woanders statt und wurde immer verrückter. Es fiel mir schwer, am Ball zu bleiben, weil da wirklich ein paar unglaubliche Dinge geschehen sind. Das ist definitiv nicht jedermanns Geschmack. Ich war auch ein klein wenig enttäuscht, dass die Handlung so weit weg vom Olymp weitergeht. Ich liebe Göttergeschichten an sich, aber das hat sich immer weiter davon entfernt. Sehr sehr schade. Ich kann es verstehen, aber ich war trotzdem traurig darüber.

Auch wurde ich zwar gewarnt, dass S*x eine große Rolle darin spielt, aber dass es so viel sein wird, da war ich dann doch ein wenig überrascht. Also es war wirklich sehr sehr sehr viel Sex. Ab der Hälfte flaut es zwar ein wenig ab, aber dennoch wird alles immer explizit benannt und beschrieben. Mir war das manchmal ein wenig zu viel.

Auch hab ich viele Dinge im Buch nicht verstanden, die mir die Autorin während der Leserunde dann gut erklären konnte. Hätte ich das Buch nun ohne Leserunde gelesen, wären viele Informationen aber einfach nicht vorhanden gewesen, was ich schade finde. Und das ist ja auch nicht der Sinn eines Buches. Eigentlich soll man es ja ohne Erklärungen der Autorin verstehen können. An sich ist nämlich alles wirklich gut durchdacht und die Autorin konnte vieles auch sehr gut erklären und benennen. Wenn sie diese Informationen nun noch in die Geschichte einfließen lässt, dann wäre das Buch sogar richtig gut. So muss ich aber leider ziemlich viel Abzüge machen.

Fazit

Das Buch besitzt viel, meiner Meinung nach, ungenutztes Potenzial. Trotz mancher Stellen, die einfach Geschmackssache sind, sehe ich dennoch ein paar Punkte, die die Autorin wirklich verbessern kann, wie zum Beispiel fehlende Informationen über manche Handlungen oder die fehlende Entwicklung der Protagonistin. Es konnte mich leider gar nicht überzeugen im jetzigen Zustand und die Lust, die Reihe weiter zu verfolgen, ist dadurch auch sehr gering, was mir wahnsinnig leid tut. Ich gebe daher diesem Buch 2 von 5 Sterne.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Fairies 2: Amethystviolett

Stefanie Diem
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.11.2018
ISBN 9783551317551
Genre: Jugendbuch

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51 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Königreich der Träume - Der goldene Käfig : Die Brücke der Schlafenden

I. Reen Bow
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 20.09.2018
ISBN 9783958343078
Genre: Fantasy

Rezension:

Design:
Das Cover des Buches ist so wunderschön! Ich liebe die Farben und die Gestaltung generell. Die Schmetterlinge, die eine Krone bilden, wirkt einfach zauberhaft. Es sieht auf jeden Fall aus wie ein Traum. Die Schriften passen auch perfekt und fügen sich optisch einfach gut ein.

Auch im Inneren verbergen sich wundervolle Details. Am Anfang jeder Sequenz befindet sich außerdem ein wunderschönes Bild. Jedes Bild ist einzigartig und ich hab sie sicherlich jedes Mal mindestens 10 Minuten bewundert! Und auch so finden sich immer wieder Schmetterlinge, Kronen oder andere Verzierungen im Buch. Ich liebe die Gestaltung.

Erwachen ohne Erinnerung
Jessica erwacht in einem Motelzimmer – ohne irgendeinen Anhaltspunkt, wer sie eigentlich ist, wo sie herkommt oder was sie macht. Nur ein Name auf dem Spiegel im Motel und ein Busticket bieten ein paar Antworten. Aber stimmen sie auch? Um allen Fragen auf den Grund zu gehen, macht sie sich auf den Weg ins Königreich der Träume. Während der Busfahrt lernt sie den äußerst charmanten Dave kennen, der ihr später im Königreich der Träume auch ein paar Mal aus der Patsche hilft. Denn dort herrscht gerade absolut höchste Alarmstufe – eine Albtraumsequenz findet statt.

Was das bedeutet, erfahrt ihr beim Lesen des Buches. Denn der Vorteil an Jessicas Erinnerungsverlust ist, dass wir Leser genauso viel wissen wie sie und so nach und nach in das Königreich der Träume und seine Eigenarten eingeführt wird. Viele Fragen bleiben offen und es kommen auch einige dazu, aber dennoch finden wir zusammen mit Jessica bereits einige Antworten. Die Spannung bleibt so auf jeden Fall erhalten und steigert sich sogar immer weiter.

Zarte Flirterei
Während der Albtraumsequenz verbringen Dave und Jessica viel Zeit zu zweit. Dabei entwickelt sich ein lockeres Verhältnis und sie flirten auf eine schöne, gefühlvolle Weise miteinander, die eine gewisse Leichtigkeit in die spannungsvolle Atmosphäre bringt. Dabei wirkt Dave einfach unwiderstehlich und absolut charmant. Er war mir von Anfang an sympathisch und so war mir sein Schicksal dann auch nicht egal. Auch für Jessica ist er schnell sehr wichtig, da sie durch ihre Erinnerungslücken sowieso erst alles neu lernen muss.

Jessica ist ebenfalls äußerst sympathisch und erfindet sich immer wieder neu. Nach und nach erfährt sie Einzelheiten über ihre eigene Vergangenheit – und stellt sich selbst bzw. ihr altes Selbst durchgehend in Frage. Mir wuchs sie dabei immer mehr ans Herz. Sie ist eine ruhige, ausgeglichene, aber auch mutige Person.

Fantasievolle Elemente gepaart mit Horror
I. Reen Bow beweist in Königreich der Träume, wie toll sie verschiedene Elemente miteinander kombinieren kann. So sind die Stadt und die Technik sehr futuristisch und weisen Sci-Fi-Elemente auf, während die Träume Fantasy- und Horror-Elemente beinhalten. Ich fand die Mischung einfach großartig. Ich habe gern Neues erfahren und bin immer noch ganz gespannt, was hinter der Träumerin und den Traumsequenzen genau steckt. Denn immer wieder werden kleine Details bekannt gegeben, aber noch fehlt das eine Puzzleteil, das Licht ins Dunkel bringen kann. Die Traumsequenzen sind aber immer wieder absolute Highlights!

Fazit
Die Geschichte ist einfach so spannend, bietet viele Geheimnisse, die erkundet werden wollen und einfach wahnsinnig sympathische Charaktere. Ich flog nur so durch die Seiten und kann die Geschichte daher nur empfehlen. Außerdem ist das Hardcover eine wahre Augenweide. Ich gebe dem Buch daher 5 von 5 Sterne.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

Vom Ende eines langen Sommers

Beate Teresa Hanika
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei btb, 03.09.2018
ISBN 9783442757077
Genre: Romane

Rezension:

Design:

Die Farben des Covers passen perfekt zum Buch, spiegeln sie in meinen Augen doch den Spätsommer wieder. Der Ast mit den Limetten passt auch ganz gut rein, aber ich persönlich hätte einen Olivenzweig gewählt, der hätte am besten gepasst. Und einen Rosmarin-Strauch. Was dieser zu bedeuten hat, das erfährt man im Laufe der Geschichte.
Ansonsten gefällt mir das Cover aber wirklich sehr und ich finde, es passt ganz gut zu diesem Buch.

Zwei Frauen, drei Zeitebenen, eine Geschichte

Als Marielle nach Hause kommt, findet sie ein Paket vor ihrer Wohnungstür. Darin enthalten befinden sich die Tagebücher ihrer Mutter. Während sie die Tagebücher liest und somit in den Sommer 1944 in die Toskana reist, erinnert sie sich gleichzeitig an den letzten Sommer in dieser Gegend mit ihrer Mutter. Sie erinnert sich an die Distanz und die Kälte, die ihr diese Frau entgegen brachte. Und während sie liest, erfährt sie die Gründe für dieses Verhalten.

Die drei Zeitebenen wechseln sich dabei in immer wieder kehrender Reihenfolge ab, weshalb man auch nicht durcheinander kommt. Fast scheint es, als weisen die Geschehnisse der beiden Frauen Parallelen auf. Die Perspektiven sind perfekt ausgewogen, die Kapitel kurz gehalten und der Schreibstil sehr flüssig, weshalb man schnell durch das Buch kommt. An Spannung fehlt es gar nicht. Und obwohl Franka eine sehr kühle, kontrollierte Persönlichkeit ist, berührt einen ihr Schicksal dennoch. Man erfährt, was sie zu dieser unnahbaren, harten und verschlossenen Person werden ließ und warum sie Marielle immer auf Armeslänge ferngehalten hat. Dabei spielt der zweite Weltkrieg eine nicht zu unterschätzende Rolle. Und man bemerkt, welche Folgen dieses Verhalten auf Marielle hatte. Selbst so unbedeutend wirkende Tätigkeiten wie Malen bekommen am Ende eine große Bedeutung, bei der ich immer noch eine Gänsehaut bekomme. Immer wieder stolpert man über Puzzleteile zu Marielles Herkunft, die sich aber erst zum Ende hin zu einem stimmigen Bild zusammen fügen lassen.

Wechsel zwischen Toskana und Amsterdam

Immer wieder wechseln die Handlungsorte der Kapitel, beschränken sich aber auf zwei Gegenden: die Toskana, in der die Tante von Marielle lebt, und Amsterdam, wo Marielle lebt. Von der Toskana selbst erfährt man aber mehr und ich muss sagen, dass mir dieser Handlungsort auch besonders gefallen hat. Diese Gegend ist so passend, sie baut eine ganz eigene Atmosphäre auf. Geheimnisse scheint sie perfekt zu hüten und niemals preis zu geben. Ich hab mir die Gegend auch wunderbar vorstellen können durch die Schilderungen. In meiner Vorstellung schien eine heiße Sonne und der laue Meereswind kam ab und an den Berg hinauf, um die Haare aus dem Gesicht zu streichen und die verschwitzten Körper abzukühlen. Der Boden bewahrt die Geheimnisse der beiden Frauen zuverlässig und lässt kein Sterbenswörtchen gehen. Die Olivenbäume spenden Schatten und Trost in schweren Zeiten.

Fazit

Mit Vom Ende eines langen Sommers hat Beate Teresa Hanika ein eindruckvolles, berührendes Werk geschrieben. Trotz der schweren Thematik und den ernsten Themen ist der Schreibstil leicht und man kommt schnell durch die Seiten. Der Spannungsbogen ist oft zum Zerreißen gespannt und die Geschichte nimmt einen wirklich mit. Beide Frauen werden super charakterisiert und ich konnte deren Entwicklungen einfach nachvollziehen. Daher bekommt das Werk von mir 5 von 5 Sterne.

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(30)

39 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

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Black Heart 02: Das Lachen der Toten

Kim Leopold
E-Buch Text: 110 Seiten
Erschienen bei null, 30.11.2017
ISBN B076JF2L77
Genre: Sonstiges

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36 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Eulenherz

Mina Kamp
E-Buch Text: 449 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 28.09.2018
ISBN 9783522654012
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nachtmahre und Eulenhexen – eine neue Interpretation der hiesigen Sagengestalt


Nachtmahre sind seit jeher als Gestalten bekannt, die sich nachts auf schlafende Menschen niederlassen und sich im Traum von ihrer Lebenskraft ernähren. Genau um diese Gestalten geht es in Eulenherz. Die Eulenhexen sind aber das weibliche Pendant zu Nachtmahren – erschaffen, um die Menschen vor den Mahren und ihren unheilbringenden Kräften zu beschützen. Eulenhexen nehmen die Albträume der Menschen an sich und schützen sie vor dem Einfluss der Mahre. Mina Kamp hat so eine alte Sage erfolgreich um eine Interpretation erweitert und diese gut ausgearbeitet.
Wer neuinterpretierte Mythen und Sagen liebt, kommt hier voll auf seine Kosten, denn die Waage hält sich hier perfekt. Es wurde genug übernommen, damit man sich schnell reinfindet, aber mit so vielen tollen Ideen erweitert, dass es nicht abgekupfert oder nur nacherzählt wirkt.

Trotz Romantasy nicht zu viel Liebe

Erst letztens habe ich mich auf Instagram darüber ausgekotzt, dass in manchen Büchern der Anteil der Liebesgeschichte einen viel zu großen Rahmen einnimmt und so kaum noch Platz für das Fantastische in diesen Geschichten bleibt. Das ist hier gar nicht der Fall. Die Liebesgeschichte wird wunderbar eingeflochten, ohne zu penetrant oder allgegenwärtig zu sein. Immer wieder wird sie in Erinnerung gerufen und sie gehört einfach zu dem Handlungsverlauf, was gegen Ende auch gut erklärt wird, aber ich hatte nie den Eindruck, dass es NUR um die Liebe geht. Und das fand ich großartig, denn so konnte ich mich vollkommen auf die Welt der Nachtmahre und Eulenhexen einlassen und die fantastische und spannungsreiche Seite genießen.
Mina Kamp hat meiner Meinung nach auch hier die perfekte Mischung getroffen. Wem also nach ein wenig Liebe in einer Fantasy-Geschichte ist, der sollte auf jeden Fall zu Eulenherz greifen.

Grandioser Spannungsbogen

Der Spannungsbogen wird bereits direkt am Anfang hart angezogen. Das erste Kapitel ist bereits ein harter Schock, bei dem ich erst einmal dachte: WTF? Was lese ich da? Und dieses Niveau wird die gesamte Geschichte über grandios aufrecht gehalten. Natürlich gibt es auch Momente, in denen es seicht dahin plätschert und nicht so viel passiert, dennoch steigt der Spannungsbogen gegen Ende immer weiter an. Und bereits im letzten Drittel konnte ich das Buch nur unter Zwang weglegen. Die Ereignisse spitzen sich so dramatisch zu. Ich konnte es kaum fassen und habe richtig mitgefiebert. Es ist einfach wundervoll!

Hauptfiguren, die nicht schwarz-weiß, sondern grau sind

Für mich gibt es nichts schlimmeres, als eine absolut perfekte Protagonistin, der einfach alles gelingt und der alles nur so zu fliegt. Und die natürlich nur gewinnt. So eine ist Vivica nicht. Im Gegenteil. Die Ereignisse erdrücken sie beinahe und man spürt förmlich, wie nahe sie daran ist zu zerbrechen. Ich habe mich so oft in ihr wiedererkannt und mit ihr gelitten. Ihr Verhalten ist einfach authentisch und nachvollziehbar. Sie hat ihre Fehler, trifft falsche Entscheidungen und stößt die Menschen in ihrer Umgebung auch mal vor den Kopf. Aber man spürt auch ihre wahrhaftige Liebe zu ihren Geschwistern und ihre Ehrlichkeit. Außerdem tut sie sich schwer damit, ihre neu entdeckten Kräfte einzugestehen und zu beherrschen. Anfangs glaubt sie nicht einmal, dass es echt ist. In einem erträglichen Maß erfährt sie und somit auch der Leser neues über sich. Vivica ist einfach sympathisch.

Abel, der Nachtmahr, wirkt anfangs wie das personifizierte Böse. Aber ist er es wirklich? Immer mehr wird die Verbindung zwischen ihm und Vivica aufgedeckt und man merkt, dass nicht alles absolut böse ist, was böse wirkt. Er hat seine Gründe – und die sind wirklich gut nachvollziehbar, machen ihn greifbar und gut ausgearbeitet. Er handelt, weil er es nicht anders kann. Und ich muss gestehen, dass auch er einen Platz in meinem Herzen gefunden hat.

Wer es also liebt, dass Gut und Böse nicht so klar voneinander unterschieden werden kann, der wird auch mit Abel und Vivica glücklich werden. Übrigens wird die Thematik schwarz, weiß und grau auch im Roman aufgegriffen…

Absolut liebenswürdige Nebencharaktere

Aber das Allerbeste an der Geschichte sind die Nebencharaktere, allen voran Vivicas kleiner Bruder Jasper und ihre Mitschülerin Ella. Jasper ist so liebenswürdig, dass man richtig Angst um ihn hat, als er in Gefahr ist. Ich hab richtig den Atem angehalten und mir liefen die Tränen herunter, weil ich mir nicht ausmalen wollte, was als nächstes passiert.
Und Ella ist meine persönliche Heldin der Geschichte. Sie ist einfach die Stütze, die jeder im Leben bräuchte. Ihre fröhliche und aufgeweckte Art und ihre Bereitschaft, auch an Unglaubliches zu glauben, haben sie direkt zu meinem Lieblingscharakter erhoben.

Nicht nur bei den Protagonisten findet man also Sympathien, sondern auch bei den Nebencharakteren, wobei es natürlich auch ätzende Personen gibt, aber das muss es ja. Ich liebe es, wenn nicht nur die Protagonisten die Lorbeeren einheimsen, sondern auch die Figuren, die sie auf ihren Weg begleiten. Wer das ebenfalls liebt, wird in Eulenherz ein Highlight finden!

Fazit:

Eulenherz ist eine gefühlvolle und spannende Geschichte mit vielen neuen und alten Ideen, die wunderbar ausgearbeitet wurden und mit einer authentischen Protagonistin, einem gut durchdachten Antagonisten und liebenswürdigen Nebencharakteren. Der Roman bietet die perfekte Mischung aus Liebesgeschichte und Fantasy-Welt. Meiner Meinung nach hat Mina Kamp ein grandioses und mitreißendes Werk geschaffen, an dessen Ende alle Fragen beantwortet werden und das mich zu Tränen gerührt hat.

Ich gebe diesem Buch somit 5 von 5 Sterne.

P.S.: Das Cover ist übrigens der Wahnsinn! Ich liebe die Farben und das Motiv. Die Feder und das Auge lassen noch genug Platz, um sich Vivica auf eigene Weise vorzustellen, spiegeln aber perfekt die Stimmung des Romans wieder. Einfach schöne Arbeit.

Ich danke Mina Kamp und Loomlight Books, dass ich an der Leserunde auf Lovelybooks teilnehmen durfte!

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98 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

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Black Heart: Ein Märchen von Gut und Böse

Kim Leopold
E-Buch Text: 102 Seiten
Erschienen bei Independently Published, 31.10.2017
ISBN B075Z7W7PV
Genre: Fantasy

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

Fallen Queen

Ana Woods
Flexibler Einband: 310 Seiten
Erschienen bei Drachenmond Verlag GmbH , 28.11.2018
ISBN 9783959911061
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Design:
Das Cover ist wieder absolut traumhaft! Es passt einfach perfekt zur Stimmung und zur Atmosphäre. Außerdem zeigt es einige Elemente, die in der Geschichte wichtig sind. Welche das sind, müsst ihr beim Lesen selbst herausfinden! Auf jeden Fall liebe ich das Cover einfach. Es ist wunderschön und passt perfekt zum ersten Band.
Die Innengestaltung soll auch traumhaft sein, wurde mir gesagt, allerdings konnte ich diese bei meinem Rezensionsexemplar leider nicht bewundern.

Düstere Stimmung, viel Verzweiflung und Anfeindungen
Die Stimmung in diesem Buch ist noch einmal ein wenig düsterer als im ersten Buch. Nerina und ihre Gefährten wagen sich in die Schattenwelt, in der viele Gefahren auf sie lauern. Aber nicht nur giftige Bestien und kannibalistische Wandler machen den Gefährten zu schaffen. Der Zusammenhalt wird auf eine harte Probe gestellt.
Mir hat es sehr gefallen, wie spannend und düster die Erzählungen waren. An jeder Ecke warteten Gefahren, die ich mir nicht einmal ausmalen konnte. Und auch die Stimmung in der Gruppe selbst sinkt und wird immer düsterer, was ich übrigens sehr authentisch finde. Denn die Dunkelheit dort setzt irgendwann jedem zu. Und ob jeder lebendig aus dem Schattenreich wiederkehrt? Findet es heraus.
Ana Woods hat es auf jeden Fall geschafft, das Buch noch düsterer als den ersten Band zu gestalten.

Überraschende Wendungen und ein zwiegespaltenes Herz
Die Geschichte wird erneut aus Nerinas Sicht erzählt und auch wieder durch ein paar Kapitel aus Eiras Sicht durchbrochen. Dabei bekommen wir lebhaft mit, wie zwiegespalten Nerinas Herz ist. Nicht nur schlägt es für Tero, nein, ihre Liebe zu Jalmari ist auch nicht verloschen. Beide Männer kämpfen nun darum, aber waren denn beide ehrlich zu ihr? Ana Woods hat wieder einige Überraschungen in der Geschichte versteckt, die mir den Atem geraubt und Nerina das Herz gebrochen haben. Auch ein paar Geheimnisse über sie werden aufgedeckt, die sie selbst vorher nicht kannte. Ihre Entschlossenheit und ihre Liebe werden gleichermaßen auf die Probe gestellt.
Und obwohl viel Böses auf Nerina wartet, gibt es doch auch ein paar lichte Momente. Die kamen mir noch viel kostbarer vor, da sie doch recht wenige waren. So wurden auch wieder alle möglichen Gefühle abgedeckt, ohne in zu viel Kitsch abzudriften. So mag ich es am liebsten.

Doch nicht nur Nerinas Herz ist zwiegespalten. Auch Eira zeigt Zweifel an ihrem Plan. Immer wieder überlegt sie, ob sie das Richtige tut. Trotz allem möchte sie ihre Grausamkeiten durchsetzen. Die Gründe für ihre Zweifel werden auch erst nach und nach aufgedeckt und zeigen eine völlig neue Eira. Ich war fassungslos, als ich die Hintergründe erfahren habe. Ana Woods hat mich an dieser Stelle wieder mal kalt erwischt und mir gezeigt, wie gut sie zwar Brotkrummen verstreut, das gleichzeitig aber so subtil macht, dass man gar nicht bewusst darauf achtet.

Das Ende dann hat mir wieder mal gezeigt, wie toll Ana Woods mit Plottwists umgehen kann. Zwar wurde es angedeutet, aber was da heraus kam, hätte ich nie und nimmer für möglich gehalten oder auch nur erwartet. Das war einfach so überraschend, aber es passt einfach. Es gab keinen direkten Cliffhanger, war aber noch offen genug für den dritten Teil, auf den ich mich übrigens ebenfalls wahnsinnig freue.

Fazit
Auch die Fortsetzung des zweiten Bandes war sehr gelungen und hat mir einfach so gut gefallen! Ich konnte das Buch kaum weglegen, weil es so spannend war. Die Atmosphäre war düster und bedrückend. Man spürt die Emotionen richtig kochen. Und wieder mal konnte die Autorin mich mit einigen Wendungen überraschen. Daher bekommt das Buch von mir 5 von 5 Sterne!

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Oliver Parkins

Patrick L. Blockum
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei A TREE & A VALLEY, 14.09.2018
ISBN 9783947357031
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Was ich an Oliver Parkins liebe:


Natürlich ist nicht alles schlecht an diesem Buch. Daher gehe ich erst einmal darauf ein, was ich gut fand.

Erst einmal finde ich das Cover wirklich bezaubernd. Mir gefällt der Stil sehr und es verspricht eine magisch-fantasiereiche Geschichte. Das Bild zeigt eine Szene aus dem Buch, die relativ nah am Anfang kommt. Ich mag das Cover sehr, es hat mich von Anfang an verzaubert.

Die Welt Carsalen ist wirklich grandios ausgearbeitet. Am Anfang des Buches gibt es sogar eine Karte und man kann nur staunen, wie detailreich der Autor die Welt geplant und erklärt hat. Allein die Hauptstadt von Carsalen ist wahnsinnig faszinierend und hat ein geniales System, das in den weiteren Bänden hoffentlich noch weiter thematisiert wird und gezeigt wird.

Auch die verschiedenen Bewohner und Wesen sind sehr unterschiedlich und fantasievoll. Man lernt bereits einige Vertreter der verschiedenen Wesen kennen, was ein kleines Highlight war. Sie waren wirklich schön dargestellt und gut ausgearbeitet.

Die Charaktere sind zwar noch recht klischeehaft, aber dennoch absolut liebenswürdig. Ich hab sie sehr ins Herz geschlossen. Sie haben auch hin und wieder für einen Lacher gesorgt. Ich kann mir gut vorstellen, dass Kinder gerade Panzini und Rodolfo lieben werden. Die Charaktere sind also ein schöner Pluspunkt, können aber noch mehr Tiefe vertragen.

Warum es kein Highlight für mich ist:

So schön die Welt von Carsalen auch ist, so viel und detailreich wurde auch beschrieben. Und zwar sehr sehr oft. Mir persönlich war das ein bisschen zu viel, es hat sich sehr gezogen. Da hätte es durchaus nicht geschadet, die Figuren ein wenig mehr mit der Umgebung interagieren zu lassen, um sie darzustellen. So hat es mich oft ein wenig gelangweilt leider.

Auch die Kapitellänge hat mich an manchen Stellen erschlagen. Aus einigen kann man mindestens ein weiteres Kapitel oder sogar mehr machen. Für Kinder könnte das durchaus anstrengend sein, wenn sogar ich schon nicht so gut damit klar kam. Ich tat mir so recht schwer, das Buch zu lesen. Die Motivation sank an manchen Stellen ganz schön.

Dazu kommt, dass die Sprache wirklich sehr anspruchsvoll ist und jeder Bewohner schon sehr hochgestochen spricht. Ich musste nicht nur einmal Begriffe googeln und manche Redewendungen sind zu schwer für Kinder. Hier würde ich daher empfehlen, dass das Buch nicht für jüngere Kinder geeignet ist, sondern erst ab ca. 15 Jahre. Auf jeden Fall hat der gehobene Schreibstil mir das Lesen zusätzlich erschwert, da ich es doch lieber alltäglich mag.

Apropos Begriffe googeln. Neben ausführlichen Beschreibungen und anspruchsvollem Schreibstil scheint der Autor sehr gern Pflanzen haarklein zu benennen. Auch diesen Punkt fand ich leider nicht gut. Es ist löblich, eine genaue Vorstellung der Flora und Fauna zu haben, aber ich wette, dass die meisten Leute nicht einmal mit zwei Namen etwas anfangen können. Nach der fünften Pflanze war es mir auch zu blöd, jedes Mal mein Handy zu nehmen und zu googeln. Wenn ich ein ganzes Lexikon und eine Enzyklopädie der Pflanzenkunde nebenbei lesen muss, um das Buch zu verstehen, dann ist es leider wirklich zu viel des Guten. Zumal mich das aus dem Lesefluss rausbringt und ablenkt, was ein weiterer Grund ist, weshalb ich solche Probleme mit dem Buch hatte. Ab der Hälfte hab ich mich regelrecht dazu gezwungen, das Handy nicht mehr anzurühren, damit ich voran komme.

Ein weiterer Kritikpunkt ist der Protagonist. Laut dem Autor ist Oliver 11 Jahre alt. Meiner Meinung nach wirkt er aber wesentlich älter und reifer, als ein Junge in diesem Alter. Möglicherweise kommt das durch den Krieg, aber ich fand sein Verhalten nicht ganz passend zu seinem Alter. Außerdem nimmt er fast alles einfach hin, was mit ihm geschieht und steckt sogar Gefahrensituationen einfach weg. Ich glaube, dass manche Handlungen zu krass für einen Jungen in seinem Alter sind. Ich hätte so manches in diesem Alter nicht so gut weggesteckt.

Fazit:

Oliver Parkins: Die Entdeckung von Carsalen ist durchaus ein beeindruckendes Werk, allerdings finde ich die sehr anspruchsvolle Sprache ungeeignet für Kinder unter 15 Jahren. Es gab einige Längen, die mir das Lesen schwer gemacht haben, ebenso wie fremde Begriffe und Pflanzennamen. Die Beschreibungen waren mir ebenfalls zu häufig und hätten mehr in die Situationen eingebunden werden können. Dennoch fand ich Carsalen sehr schön zum Erkunden und werde den zweiten Band wohl ebenfalls lesen.
Daher bekommt das Buch 3 von 5 Sterne von mir.

Ich danke Literaturtest und dem A TREE & A Valley-Verlag für die Bereitstellung des Buches.

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(72)

173 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Mondlichtkrieger

Ava Reed
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Drachenmond Verlag GmbH , 01.08.2018
ISBN 9783959914161
Genre: Jugendbuch

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(22)

105 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Sturmmelodie

Alexandra Fuchs
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Drachenmond Verlag GmbH , 07.09.2017
ISBN 9783959911849
Genre: Fantasy

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(8)

14 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Die Seelenspringerin: Maskerade

Sandra Florean
E-Buch Text
Erschienen bei null, 18.05.2018
ISBN 9783981962222
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
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(5)

9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Die Kinder Gaias: Verwunschene Wurzeln

Stefanie Kullick
E-Buch Text: 222 Seiten
Erschienen bei null, 14.09.2018
ISBN B07GVQZSL5
Genre: Sonstiges

Rezension:

Design


Das Cover finde ich an sich schon toll. Die Farben sind einfach großartig (obwohl man sie auf meinem Reader leider nicht sieht…) und auch die Gestaltung selbst gefällt mir sehr. Leider mag ich Gesichter auf Covern wirklich nicht so gern. Ich hab von Noel auch eine klein wenig andere Vorstellung, daher kann ich mich mit dem Gesicht auf dem Cover nicht so sehr anfreunden.
Sonst aber liebe ich es, genau wie das Cover von Band 1.

Zusammenfassung der Handlung in eigenen Worten

Lizzy muss sich in der Welt der Diwata zurechtfinden und herausfinden, wer ihre Mutter ist. Noel versucht, sich von Lizzy fernzuhalten und kehrt nach Hause zurück. Beide leiden sehr unter der Situation und Terryn macht es nicht gerade besser. Können sich die beiden zusammenraufen? Wer ist Lizzys Mutter? Und erwacht Amaia wieder aus ihrem Heilkoma?

Meine Meinung zur Erzählstruktur und zum Plotverlauf

Die Geschichte ist in der ersten Person und in der Vergangenheitsform verfasst. Abwechselnd erleben wir die Ereignisse aus Lizzys und aus Noels Sicht, was jeweils Einblicke in deren Gefühle und Gedanken gibt. Mir gefällt diese Form der Erzählung in diesem Buch sehr, denn es hat einfach etwas persönliches und die beiden Charaktere sind mir so noch mehr ans Herz gewachsen.

Der Spannungsbogen ist im Verlauf der Geschichte sehr angenehm gehalten. Es sind meiner Ansicht nach keine unnötigen Längen drin. Die Plotpunkte sind nachvollziehbar und gerade gegen Ende steigt die Spannung besonders. So konnte ich im letzten Viertel das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich hab auch nicht geahnt, wie der Konflikt aufgelöst wird, aber die Art und Weise verspricht viel Spannung für den dritten Band und hat mir sehr gefallen. Ich freue mich schon drauf, erneut in diese Welt abzutauchen.

Stefanie Kullick hat es geschafft, mich mit einigen Wendungen so richtig zu überraschen. Besonders am Ende hat sie mich einfach fassungslos gemacht mit dem Plottwist. Ein wenig hab ich es ihr auch übel genommen, denn mein Herz hat ganz schön darunter gelitten. Dennoch muss ich es als absoluten Pluspunkt verbuchen, denn vorhersehbar war dabei gar nichts. Und ich bin gespannt, wie sie das wieder gut machen will, haha!

Lizzys Einleben in die Welt der Diwata

Lizzy ist einfach eine tolle Protagonistin. Man merkt, wie sie sich in der Welt der Diwatas noch ein wenig verloren fühlt. Sie hat Probleme dabei, ihre Magie zu finden. Und sie will natürlich herausfinden, wer ihre Familie ist. Sie fühlt sich nutzlos und einsam, aber trotzdem beweist sie am Ende Mut und die Bereitschaft, für die da zu sein, die sie liebt. Tavia ist ihr eine große Stütze in dieser Zeit und sie findet auch von einer unerwarteten Seite Hilfe. Aber dennoch merkt man einfach, dass die Situation für Lizzy nicht einfach ist. Stefanie Kullick hat das wirklich großartig dargestellt und ich konnte Lizzys Gefühle einfach so gut nachvollziehen, denn auch ich fühle mich manchmal ein wenig verloren und nicht dazugehörig.

Noels Weg aus dem Schock und dem Schmerz

Noel hat es in diesem Band wirklich nicht leicht. Er reagiert sehr stark auf die Offenbarung, dass Lizzy eine Diwata ist und haut erst einmal nach zuhause ab. Dort leidet er ganz schön. Er muss sich erst einmal über seine Gefühle klar werden. Der Prozess dabei ist auch sehr authentisch dargestellt von Stefanie Kullick. Seine schlechte Laune hat in keiner Sekunde genervt, sondern war einfach verständlich.
Doch auch, wenn er viel leidet, war er mir die ganze Zeit sympathisch und ich liebe ihn einfach, haha. Er ist trotz allem zuverlässig und zögert nicht, für Lizzy da zu sein, wenn sie ihn braucht. Ich wünsche mir wirklich, dass er ein tolles Happy End im dritten Band bekommt!

Eindruck zu den anderen Diwata

Die anderen Diwata sind alle sehr freizügig und denken meist nur an das Eine. Außerdem haben sie äußerst spitze Zungen und ziehen sich gern gegenseitig auf. Die Darstellung ihrer Fähigkeiten finde ich aber immer wieder faszinierend und wirklich gut durchdacht. Auch die verschiedenen Schutzgebiete der einzelnen Diwata finde ich genial. Den Schutz dieser Gebiete nehmen die Diwata sogar so ernst, dass sie gegenseitig ihre Leben aufs Spiel setzen und Ihresgleichen dabei unterstützen, wenn diese es benötigen. Sie halten einfach zusammen. Das gefällt mir an dieser Geschichte besonders gut.

Die Enthüllung der Antagonisten

Der Antagonist in dieser Geschichte hat mich durchaus überrascht, denn das hätte ich so nicht erwartet. Der Plot hat dadurch noch einen Ticken mehr Spannung erhalten und ich bin schon sehr neugierig darauf, weshalb diese Person so handelt, wie sie es tut. Band drei muss mir auf jeden Fall viele Antworten liefern, vor allem zum Hintergrund des Antagonisten.

Fazit

Ich liebe den zweiten Band genauso wie den ersten. Es war einfach ein absoluter Genuss, weshalb ich auch keine Kritikpunkte habe. Der Plot ist gut ausgearbeitet, die Spannung ist perfekt und ich liebe die Charaktere einfach. Die ganze Welt dort fasziniert mich und ich bin ein wenig traurig, dass Band 3 der Abschied sein wird. Das Ende war so gemein, dass ich Band 3 kaum erwarten kann. Er muss unbedingt bald fertig werden!
Daher bekommt das Buch 5 von 5 Sterne von mir!

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16 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Marock`n Roll

Fritz Schneider
Flexibler Einband: 290 Seiten
Erschienen bei Fritzschneider.org, 17.08.2018
ISBN 9783982008707
Genre: Romane

Rezension:

Design:

Das Cover ist ziemlich bunt und chaotisch gestaltet. Man erkennt viele Elemente, die im Buch thematisiert werden oder zur Handlung beitragen und vieles wird einem erst nach dem Lesen bekannt. Auch die Farbgebung spielt eine wichtige Rolle.

Das Cover finde ich okay. Es ist nicht direkt mein Stil, aber durch den handgezeichneten Charakter hat es auf jeden Fall Persönlichkeit und zeigt dabei auch von außen, wie einzigartig dieses Buch ist.

Zusammenfassung der Handlung in eigenen Worten:

In Marock’n Roll geht es hauptsächlich um Hanno und mit ihm befreundete Personen. Hanno ist Künstler und möchte nach dem Tod seines Bruders die Kunst endlich richtig ausleben. Da seine Familie ihn nicht versteht, haut er für ein paar Monate nach Marokko ab, wo er an seinen Kunstwerken arbeitet und nebenbei surft und Yoga macht.

Seine Exfreundin Lena arbeitet währendessen in Kalifornien auf einer Weed-Farm. Dort ist sie mit Kevin zusammen und muss feststellen, dass sie dem Thema offene Beziehung auch dort nicht entkommt.

Hannos aktuelle Freundin Elli lebt ein sehr freizügiges Leben. Die beiden führen eine offene Beziehung und deshalb tanzt Elli durch das Nachtleben und schläft, mit wem sie will. Sex und Tanzen sind ihr Leben und das zeigt sie auch sehr offen.

Rob, der beste Freund von Hannos Bruder, klettert und macht auch eigene Touren durch die Alpen. Seine Freundin Biene macht sich zwar Sorgen, möchte ihm diese Leidenschaft aber auch nicht verbieten. Außerdem muss er Geld verdienen, da sich bald etwas ändern wird.

Erzählstruktur:

Erzählt werden alle Handlungsstränge in der dritten Person und in der Vergangenheitsform, aber mit Zugang zu den Gedanken und Gefühlen der Charaktere, die im jeweiligen Kapitel im Vordergrund stehen. Dabei springen die Handlungsstränge hin und her und anfangs ist nicht ersichtlich, wo die Berührungspunkte genau liegen außer eben eine gemeinsame Vergangenheit. Gegen Ende fügen sie sich aber zusammen.

Am Ende des Buches befindet sich übrigens eine Erklärung zu allen Surf-, Kletter- oder Weed-Vokabeln, die in der Geschichte fallen. Leider ist mir das zu spät aufgefallen. So hab ich mich während den Dialogen oft geärgert, dass ich mit einigen Begriffen nichts anfangen kann. Aber jedes Mal googlen hätte den Lesefluss gestört.

Auch die englischen Dialoge haben mich oft ein wenig rausgebracht. Es sind nicht viele und das Englisch ist wirklich nicht schwer (im Gegenteil), aber das Gehirn muss ja trotzdem hin und her schalten. Klar, ist es mal interessant, aber es hat mir nicht so gefallen.

Eindruck zu Plot und Wendungen:
Die Story plätschert dabei so vor sich hin. Sie ist eben aus dem realen Leben entsprungen, weshalb es manchmal zu Schicksalsschlägen kommt und manchmal eben jemand Erfolg mit etwas hat. Das Ganze war so unvorhersehbar, wie das Leben selbst, was mir aber sehr gefallen hat.

Das Ende hat mich allerdings nicht ganz so berührt, wie ich es gehofft habe. Das lag aber einfach daran, dass gewisse Perspektiven am Ende nicht mehr thematisiert wurden und so die Ereignisse doch irgendwie mit einer gewissen Distanz nahegebracht wurden.

Entwicklung von Hanno:

Die Hauptperson der Hauptpersonen macht im Laufe der Geschichte einiges durch. Er wird immer von Rückblicken über seinen Bruder begleitet, die im Gegensatz zur Hauptstory im Präsenz verfasst sind. Eingeleitet werden diese Rückblicke auch immer auf dieselbe Art und Weise, die ich ein klein wenig zu komisch fand.

Hanno selbst ist sehr sympathisch. Er möchte seinen eigenen Weg finden und endlich seine Vergangenheit verarbeiten, weshalb er sich in ein anderes Land aufmacht. Dort hat er anfangs wirklich die Möglichkeit, sich zu entfalten, was ihm auch sehr gut tut. Dieser Start gibt ihm auch genug Stärke für alles, was im Laufe der Geschichte passiert. Außerdem lernt er viel und mit ihm der Leser. Dabei bleibt er sich im Kern aber durchweg treu.

Über Lena:

Lena ist anfangs sehr sehr sensibel und in sich gekehrt. Sie fühlt sich nicht so recht wohl in der Gruppe, zumal Amanda, die sogenannte Mom der Trimcrew, sie nicht wirklich akzeptiert. Sie ist mit Kevin zusammen, kommt aber nicht so recht klar, dass er eine offene Beziehung möchte. Sie bleibt eher für sich. Ihre Entwicklung ist ebenso überraschend wie nicht nachvollziehbar. Dennoch war sie mir sympathischer als Elli.

Eindruck zu Elli:

Elli ist das genaue Gegenteil von Lena. Sie ist feurig, temperamentvoll und leidenschaftlich und sie liebt es, mit jedem zu schlafen, der ihr einfach gefällt. Dabei lässt sie ihre Finger weder von ihren Freunden noch von ihrem Mitbewohner und sie spielt dabei auch gern mal mit Gefühlen. Im Grunde ist sie sehr sorglos, aber sie hat große Angst davor, dass jemand sein ganzes Glück auf ihren Schultern ablädt. Ihr Motto ist: Jeder ist seines Glückes Schmied. Und so lebt sie auch. Im großen und ganzen verändert sie sich auch nicht. Aber als Hanno sie braucht, ist sie für ihn da und das zeigt, dass sie trotz allem ein großes Herz hat.

Allerdings war sie mir eher unsympathisch durch ihre sehr extrovertierte und sorgenfreie Art und Weise.

Robs Darstellung:

Rob war mir dagegen sehr sympathisch. Was er sich als Ziel nimmt, das zieht er durch. Seine langjährige Freundin Biene ist ihm dabei das Teuerste und Liebste, was er hat. Dennoch rufen ihn die Berge und er genießt die Kraft und die Freiheit, die ihn beim Klettern durchströmen. In gefährlichen Situationen behält er einen kühlen Kopf. Auch er denkt oft an Mark zurück. Man merkt, dass der Verlust ihn immer noch beschäftigt. Trotzdem blickt er weiterhin nach vorn in die Zukunft.

Einen Antagonisten an sich gibt es in diesem Buch nicht. Allerdings erleben fast alle Charaktere einen Schicksalsschlag und müssen diesen irgendwie verarbeiten. Das hat das Ganze sehr interessant gemacht.

Nebenpersonen:

Viele der Nebenpersonen haben polarisiert. So gab es einige, die ich gern mochte und die ich ins Herz geschlossen habe, wie zum Beispiel Omar oder Liese. Und dann gab es welche, die ich absolut gar nicht mochte, wie Kevin oder Amanda. Jeder Charakter hatte eine gewisse Tiefe, ohne aber zu sehr ins Detail zu gehen. Das hat dem Buch eine schöne Lebendigkeit verliehen.

Fazit:

Marock’n Roll ist ein nettes Buch für Zwischendurch, dessen Ende mir leider zu offen und unrund ist, aber trotzdem durchaus überzeugen kann. Es liest sich leicht und wie eine Geschichte, die direkt aus dem Leben stammt. Die Charaktere sind authentisch und jeder auf seine eigene Art individuell. Es hat zwar ein paar Schwächen, aber ich kann es trotz allem empfehlen.

Daher bekommt es von mir 4 von 5 Sterne.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Die Grenze

Robert McCammon , Reimund Gerstäcker
Fester Einband: 550 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 01.08.2018
ISBN 9783958353053
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Design

Auf dem Cover sieht man am Himmel ein riesiges Raumschiff, das teilweise von Wolken bedeckt wird. Auf dem Weg Richtung die Berge fährt ein gelber Schulbus über Knochen und eine trostlose Landschaft. Der Name des Autors steht auf der oberen Hälfte in Großbuchstaben und einer Serifenschrift. Der Titel des Buches ist in einer dekorativen Linearschrift gestaltet und steht unter dem Namen des Autors.

Die Farben sind eher düster und in Graustufen gehalten. Nur der Bus sticht mit seiner gelben Farbe heraus. Wer das Buch liest, weiß, was der Bus zu bedeuten hat. Auch der Titel ergibt beim Lesen des Romans mehr Sinn. Sogesehen gibt das Cover die Stimmung und Atmosphäre des Romans perfekt wieder. Mir gefällt es auch echt gut. Ich mag die Trostlosigkeit, die es ausstrahlt. Die passt einfach zur Geschichte und stimmt einen gut ein.

Zusammenfassung der Handlung in eigenen Worten

Der Roman beginnt damit, dass ein Junge ohne Erinnerung mitten auf einem Feld erwacht. Er weiß nichts mehr. Er weiß nur, wer die Aliens sind und warum sie kämpfen – und dass er fliehen muss. Auf einem Feld wird er von einem überlebenden Menschen gerettet und in eine Festung gebracht. Dort bekommt er eine Eingebung – er muss zu einem bestimmten Ort. Während die Menschen ums Überleben kämpfen, das sowohl von den Aliens als auch von kannibalistischen Mutanten bedroht wird, klammern sie sich an eine Hoffnung: den namenlosen Jungen, denn in ihm erwachen geheimnisvolle Kräfte.

Meine Meinung zur Erzählstruktur und zu Wendungen

Die Geschichte wird in der dritten Person und in der Vergangenheitsform erzählt. Die Perspektiven zwischen den Personen wechseln sprunghaft und manchmal mitten im Absatz, was meinen Lesefluss häufig gestört hat. Man erfährt meist von einer bestimmten Person die Gefühle und Gedanken.

Der Autor verliert sich gern in langen Beschreibungen, was manchmal zu Längen führt. Die Spannung hat so manchmal ein wenig gelitten. Auch waren manche Handlungen ziemlich vorhersehbar. Trotzdem hat der Autor es geschafft, mich zu überraschen. Manche Wendungen habe ich so nicht kommen sehen und mich fassungslos zurückgelassen.

Der Junge ohne Namen und seine Entwicklung

Anfangs ist der Junge einfach seltsam. Er gibt sich selbst den Namen Ethan Gaines, da das der Name der Highschool ist, bei der er erwacht und seinen eigenen Namen nicht mehr kennt. Sein Körper ist von Hämatomen gezeichnet und eigentlich ist es ein Wunder, dass er lebt. Sein Geheimnis wird im Laufe der Geschichte auch immer weiter geklärt und das hat mich am meisten fasziniert.
Seine Kräfte entwickeln sich und mit ihm sein Charakter. Ein paar Erinnerungen kehren zurück und damit auch etwas anderes, fremdartiges. Ethan war der faszinierendste Charakter für mich.

Mein Eindruck zu den Nebenpersonen

Die Nebenpersonen erfüllen teilweise typische Klischees. Dennoch habe ich sie fast alle sehr ins Herz geschlossen. Sie hatten nur eine oberflächliche Tiefe, aber sie haben Sympathien erweckt. Und teilweise haben auch sie mich überrascht. Hier fanden kaum Entwicklungen statt, was aber die Entwicklung von Ethan nur verstärkt hat.

Die Darstellung der Aliens und der Grauen

Die kämpfenden Parteien wurden sehr genau und gruselig beschrieben. Ihre Fähigkeiten und Waffen haben mir teilweise die Haare zu Berge stehen lassen. Auch aus deren Sicht werden manche Textabschnitte beschrieben und ich finde die Vorstellung, dass eine von beiden hier landen könnten, wahnsinnig angsteinflößend. Was sie aus der Erde gemacht haben, ist einfach zu heftig.

Auch die Grauen waren furchterregend und schrecklich. Es sind im Grunde durch irgendein Gift oder einen außerirdischen Stoff mutierte Menschen oder Tiere, die nun auf alle möglichen Lebewesen abfahren und alles mit Puls fressen wollen. Ihre Mutationen gehen sogar soweit, dass manche richtige Schutzschilde oder waffenähnliche Gliedmaßen haben. Andere haben zusätzliche Köpfe, Hände oder Füße. Und diese Vieher zu töten, ist wirklich schwer. Sie bewohnen im Grunde zerfallene Häuser und aufgegebene Städte.
Mir haben sie nicht nur einmal eine Gänsehaut über den Körper gejagt und teilweise wurde mir auch wirklich schlecht. Hier hat der Autor ganze Arbeit geleistet.

Fazit

Auch wenn mich manche Teile der Geschichte nicht überraschen konnten, war der Plot sehr spannend und die Wesen furchterregend. Gegen Ende stieg die Spannung auch immer mehr an und ich konnte das Buch kaum noch weglegen. Es hat mich trotz mancher Kritikpunkte gut unterhalten.

Daher bekommt es 4 von 5 Sternen.

Ich danke dem Luzifer Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Magica

Saskia Stanner
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Eisermann Verlag, 15.08.2017
ISBN 9783961730179
Genre: Fantasy

Rezension:

Design:


Das Cover ist ganz cool, aber nicht so mein Fall ehrlich gesagt. Es ist in einem gelblich-grünen Ton gehalten, der für mich persönlich ziemlich schmutzig und giftig wirkt. Wie bereits beim ersten Teil ist auf der oberen Hälfte ein halbes Gesicht zu erkennen. Die linke Hälfte wird von dunkelbraunen Haaren verborgen und ansonsten sieht man nur Nase und Mund. Die untere Hälfte zeigt eine Stadt, wahrscheinlich Chicago, in der die Geschichte spielt. Die Coverhälften werden durch den Titel und Untertitel des Buches getrennt. Das Verlagslogo befindet sich auf der rechten, unteren Ecke und der Name der Autorin ist links oben. Am oberen und unteren Rand befinden sich goldgelbe Schnörkel als Verzierung.

Wie ich bereits angedeutet habe, gefällt mir das Cover jetzt nicht so. Ich finde es toll, dass es zum ersten Band passt, aber ich persönlich mag die Farben einfach nicht so gern. Die Motive selbst finde ich aber gut.

Zusammenfassung der Handlung in eigenen Worten:

Die Geschichte beginnt damit, dass Jonathan, seine Schwester Sarah, Marcus und der Zirkelleiter David ein Dorf in Amerika suchen, in dem sie sich niederlassen können. Die Reise ist für alle beteiligten anstrengend, aber letztendlich werden sie fündig. Während die Jahrhunderte verstreichen, erleben sie dort sehr viel und bauen ihren Zirkel weiter aus.

Knapp 400 Jahre später leben Hexen, Vampire und alle anderen Fabelwesen nicht mehr im Verborgenen, sondern sind mittlerweile Teil der Öffentlichkeit. Als solchen veranstalten die Vampire Informationstreffen für Interessenten, also für Leute, die irgendwann mal zum Vampir werden wollen. Zu solch einem Treffen begleitet Ally trotz ihrer Abneigung den Übernatürlichem gegenüber ihre beste Freundin Jess. Dabei trifft sie auf Jonathan und ab da nimmt alles seinen Lauf. In ihr erwachen Erinnerungen an ein früheres Leben und starke Hexenkräfte – obwohl niemand in ihrer Familie eine Hexe ist. Jonathan hilft ihr dabei, herauszufinden, weshalb sie diese Kräfte besitzt. Und dabei entdeckt sie ihre Gefühle vor ihn. Doch sind sie wirklich von ihr? Oder sind sie ein Erbe aus einem früheren Leben?

Die Erzählstruktur:

Die Geschichte wird aus Allys Sicht in der Ich-Form und in der Vergangenheit erzählt. Hin und wieder gibt es kurze Rückblicke aus Jonathans Sicht in die Zeit, in der er nach Kristy gesucht und mit seiner Schwester ein neues Leben begonnen hat.
Welche Sicht es ist und in welchem Jahr man sich befindet, wird am Anfang von jedem Kapitel erklärt. So kann man auch gut abschätzen, wie viel Zeit während der Geschichte vergeht.

Zwischen manchen Kapiteln befinden sich außerdem Tagebucheinträge. Zu wem diese gehören, wird auch recht schnell klar.

Mein Endruck zum Plot und zu den Wendungen:

Genau so, wie es mir schnell klar war, zu wem die Tagebucheinträge gehören, hab ich auch gewusst, in welche Richtung sich der Plot bewegt. Leider war vieles sehr schnell vorhersehbar und viele Wendungen und Situationen haben gar nicht die notwendige Zeit bekommen, die sie bräuchten, um wirken zu können. So hatte ich ein wenig das Gefühl, durch die Ereignisse zu hetzen. Kamen wir in einer Situation an, war sie im nächsten Absatz schon wieder vorbei. So haben mich Wendungen leider auch nicht besonders getroffen oder überrascht. Es geschah alles zu schnell.

Auch mochte ich die Auflösung der verschiedenen Konflikte nicht. Es war mir immer wieder zu einfach. Hm, da ist ein Problem? Okay! Zack, gelöst. Da hätte ich mir manchmal einfach mehr gewünscht. Mehr Spannungsaufbau, mehr Zeit, um die Wirkung zu entfalten und ein kleines bisschen mehr Drama.

Der Verlauf der Geschichte gefiel mir dafür wirklich gut und das Ende hat mich gefreut. Dennoch hätten 200 mehr Seiten wirklich nicht geschadet. Allein schon, um die Charaktere ein wenig lebendiger zu machen. Ich mag den Erzählstil sehr gern von Saskia, daher bin ich wirklich ein bisschen enttäuscht über das Tempo der Geschichte.

Über Ally:

Grade Ally wirkte ein wenig zu sprunghaft auf mich. An sich mochte ich sie ganz gern. Sie wurde in dem Glauben erzogen, dass das Übernatürliche gefährlich ist und ist deshalb entsprechend misstrauisch. Auch kann sie sich nur schwer mit der veränderten Situation anfreunden. Dass sie zunächst auch ihre Gefühle hinterfragt, ist für mich ebenso nachvollziehbar und wurde glaubhaft dargestellt. Die Entwicklung, die sie durchlebt, ging mir persönlich aber zu schnell und hatte für mich nur wenig Fleisch. Da hätte ich mir mehr Ereignisse gewünscht, die sie zum Nachdenken anregen und die ihr zeigen, dass es gut ist, wie es ist.

Der Konflikt, den sie mit ihren plötzlich erwachten Kräften hat, hätte gern ein wenig mehr im Mittelpunkt stehen dürfen, mit mehr Tamtam, mehr Schwierigkeiten und mehr Drama. Das war mir persönlich leider ein wenig zu flach und auch hier zu einfach gelöst.

Die Gespräche mit Kristy haben mich aber immer wieder amüsiert, da sie zu lustigen Situationen geführt haben und nur wenig hilfreich war. Das hat sehr gut gepasst. Ich mag den Humor sehr gern. Ally ist an sich auch ein toller Charakter und wirkt um einiges ernster und verantwortungsbewusster als Kristy.

Über Jonathan:

Jonathan ist eigentlich genauso wie in Band eins. Anfangs ist er noch unsicher, ob er Kristys Reinkarnation wirklich endlich gefunden hat oder ob er sich wieder täuscht. Nach knapp 400 Jahren erfolgloser Suche kann man sein Misstrauen und seiner Verärgerung der Göttin Gaia gegenüber durchaus verstehen. Leider wird auch hier wieder zu schnell eine Lösung gefunden.

Trotz allem steht er Ally bei, während sie versucht, ihre Kräfte und ihre Vergangenheit zu entschlüsseln. Er tut alles für seine Schwester, ist immer noch ein richtiger Gentleman und durchaus daran interessiert, die Vampire noch mehr in das öffentliche Leben zu integrieren. Er ist außerdem einer der wenigen Vampire, der nichts gegen Hexen hat. Was es damit auf sich hat, wird ebenfalls in der Geschichte erklärt.

Die Antagonisten:

Das Motiv und die Handlungen der Antagonisten waren mir persönlich ein wenig zu flach und zu einfach. Auch hier hätte mehr Drama und mehr Action nicht geschadet. Ein paar Intrigen mehr hätten die Spannung durchaus erhöht. Auch der Showdown am Ende wäre mit ein bisschen mehr Länge beeindruckender gewesen und hätte mich wirklich fassungslos gemacht. Hier darf gern mit der Boshaftigkeit gespielt werden. Saskia, trau dich, deine Charaktere ruhig ein Weilchen leiden zu lassen.

Die Nebenpersonen:

Die Charaktere neben Ally und Jonathan hatten meiner Meinung nach auch nur wenig Fleisch. Es blieb nicht viel Zeit, um sie ebenfalls kennen zu lernen und ihnen Tiefe zu verleihen, was mich ein wenig traurig gemacht hat. Grade über die Hexen und die Struktur im Stamm hätte ich gern mehr erfahren oder über die unterschiedlichen Kräfte dort. Auch über die Vampire oder Allys beste Freunde gibt es noch so viel zu erzählen.

Der Aufbau der Gesellschaft ist dabei schon gut durchdacht und angedeutet worden und bietet viel Potenzial, um es weiter auszubauen und mit dieser Situation zu spielen. Auch die Charaktere können dabei mehr Tiefe und Präsenz vertragen.

Mein Fazit:

An sich hat mich Magica gut unterhalten. Es war schön, altbekannte Charaktere zu treffen und neue kennen zu lernen. Allerdings ging mir die ganze Geschichte einfach zu schnell. Saskia Stanner darf sich gern mehr Zeit nehmen, um Situationen wirken zu lassen und Spannung aufzubauen. 200 Seiten mehr und das Buch wäre ein absolutes Highlight für mich gewesen.
Außerdem mag ich den Aufbau der Buchwelt mit der alternativen Realität, in der das Übernatürliche mittlerweile fester Bestandteil des Alltags ist. Es bietet einfach noch viel Potenzial, um mehr dabei rauszuholen. Und ich hoffe, dass Saskia sich traut, mehr Zeit und mehr Drama in ihre Geschichten einfließen zu lassen, denn dann werden sie wirklich perfekt.

Somit erhält das Buch 3 von 5 Sterne von mir.

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91 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

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Wolfspack

Amber Auburn
E-Buch Text: 85 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 29.04.2016
ISBN B01F0I3T5E
Genre: Fantasy

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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Fuchsfluch

Nicky P. Kiesow
E-Buch Text
Erschienen bei kein Verlag, 15.11.2016
ISBN B01LZFFWL8
Genre: Jugendbuch

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45 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Monster Geek

May Raven
Flexibler Einband: 236 Seiten
Erschienen bei Drachenmond Verlag GmbH , 28.08.2017
ISBN 9783959912723
Genre: Fantasy

Rezension:

Design:


Es fällt mir schwer, Einzelheiten auf dem Cover auszumachen. Auf dem oberen Rand steht der Name der Autorin. Daneben erkennt man das Gesicht einer jungen Frau und den Griff eines Schwertes (?). In der Mitte, umrahnt von blauen Funken, befindet sich das Logo und der Titel des Buches. Der Untertitel steht direkt darunter, gefolgt vom Namen des Verlags. Der Hintergrund scheint ein See oder etwas Ähnliches zu sein, das ist schwer zu sagen. Es sind auch andeutungsweise Bäume zu erkennen, also vielleicht ein See- oder Flussufer im Wald?

Obwohl man die Einzelheiten nicht so genau erkennt, finde ich das Cover echt schön. Es wirkt sehr stimmig, aber ich würde mir dennoch wünschen, dass man ein bisschen mehr erkennt. Mir gefallen aber die Farben sehr und die mysteriöse Stimmung, die dadurch aufgebaut wird, da sie echt gut zur Geschichte passt. Das Gesicht stimmt allerdings nicht mit meiner Vorstellung von Jess überein.

Bei jedem Kapitelanfang findet man eine süße Zeichnung von den Frettchen. Die sind echt goldig! Das hat mir super gefallen.

Meine Meinung:

Der Anfang der Geschichte ist sehr … speziell. Jess hat gerade Geschlechtsverkehr mit irgendeinem Kerl, den sie in der Bar aufgerissen hat. Allerdings ist sie nicht ganz bei der Sache, sondern mit den Gedanken bei Matej, dem Pfarrer aus dem ersten Band. Nachdem der Kerl fertig ist, geht sie nach Hause und gibt sich erst einmal der Sehnsucht hin, bevor ihre Ziehbrüder Julian und Jayden vor der Tür stehen und sie zu einem Job abholen. Doch bei diesem Job läuft nicht alles ganz nach Plan. Einige Zeit danach nehmen sie den Fall über die Fassspringerinnen an, der kniffliger ist, als er zuerst scheint. Und der Kerl aus der dortigen Bar ist auch nur bedingt eine Hilfe.

Erzählt wird die Geschichte aus Jess‘ Sicht. Ihre Gedanken sind oft einfach goldwert und unglaublich witzig. Die Sehnsucht nach Matej ist sehr gut geschildert und wirkt authentisch. Jess tritt von einem Fettnäpfchen ins andere, aber wirkt trotzdem tough und selbstbewusst. Jess‘ Waffen, die sprechen, sobald sie ihre Magie hineinleitet, peppen das ganze noch zusätzlich auf. Eine blutgierige Katana namens Olaf, ein überbesorgter und leicht trotteliger Dolch Sid oder ihre Armbrust Brunhilde – nicht nur die Namen bieten ordentlich Unterhaltung.
Natürlich läuft nicht immer alles super bei Jess, aber sie schafft es immer irgendwie, die Situation zu meistern. Und wenn sie es nicht schafft, dann hat sie ja Jayden und Julian, die sie immer irgendwie rausklopfen.

Die Zwillinge sind dabei super sympathisch und genial. Man merkt, wie sehr sich die drei mögen. Dabei reizen sie Jess auch gern mal. Trotz allem halten sie zusammen wie Pech und Schwefel.
Julians besondere Fähigkeit ist das Heilen. Ironisch dabei ist, dass er seit einem Unfall bei einer Jagd im Rollstuhl sitzt. Trotzdem päppelt er Jess und Jayden immer zuverlässig wieder auf, mischt liebend gern Salben zusammen und sammelt Hintergrundinformationen zu den Fällen.
Jayden hat die Begabung, Metall so zu formen, wie er das möchte. Er kann dabei nicht nur Waffen herstellen, sondern auch Spielzeugwaffen für Sir Harmsty (natürlich nur zu deren Unterhaltung, haha!).

Sir Harmsty ist der süße, kleine, mürrische und meist nackte Fae aus dem ersten Teil. Durch eine Lebensschuld ist er an Jess gebunden und kann erst gehen, wenn er ihr Leben gerettet hat. Seine miese Laune und Jess‘ Kommentare zu ihm bieten ebenfalls viel Unterhaltung. Er akzeptiert übrigens nur einen Schottenrock als Kleidung. Und er gibt es zwar nicht zu, aber er hat Jess und ihre Ziehbrüder bereits sehr ins Herz geschlossen. Auch mag er die Frettchen Billy Joel und Gertrude auch lieber, als er offen sagt.
Seine Fähigkeiten werden erst im Laufe der Geschichte gezeigt, haben mich aber sehr überrascht. Der kleine Fae ist stärker, als man bei seinem Anblick erwartet.

Auch die anderen Charaktere bieten viel Unterhaltung oder Spannung. Alle wirken authentisch und fügen sich passend in die Geschichte ein. Bei keinem hatte ich je das Gefühl, dass er überflüssig wäre oder zu flach wirkt. Außerdem trifft man auch ein paar altbekannte Charaktere aus dem ersten Teil wieder, was mich richtig gefreut hat.

Technische Neuerungen und fantastische Elemente machen den Charme der Trilogie aus. So spielt die Geschichte in der Zukunft. Der technische Fortschritt ist gut dargestellt, wirkt glaubwürdig und macht beim Lesen richtig Spaß. Was würde ich nur für den HandChip von Jess geben?
Die Monster, die Jess und ihre Brüder jagen, erinnern mich dabei ein wenig an Supernatural. Vor allem Jagdaufträge, bei denen Geister ihre Finger im Spiel haben, bauen die gleiche Atmosphäre auf. Ich bin gespannt, welche Monster noch auftauchen werden.

Die Geschichte entwickelt sich anfangs eher langsam. Manchmal war es ein bisschen zäh, bis es wieder richtig zur Sache ging, aber die letzte Hälfte war dann echt aufregend und ich konnte das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen. Dabei habe ich eine richtige Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt. Grusel, Sehnsucht, Spannung, Angst, Freude und Übermut – all das war dabei. Und grade das Ende hat mich dann richtig glücklich gemacht. Ich hab mich so riesig gefreut und hoffe, dass der dritte Teil nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Fazit:

Das Buch hat trotz ein paar kleinen Stellen, an denen es ein wenig zäh war, viel Spaß beim Lesen gemacht. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Viel Humor, ein paar pikante Szenen und viel Spannung warten auf den Leser. Mit tiefen Gefühlen und einer ordentlichen Portion Action wird auch nicht gespart. Ich hatte großen Spaß beim Lesen und freue mich schon auf den dritten Teil.
Ich gebe diesem Buch daher 5 von 5 Sterne!

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Maer

Jenny Koch
Flexibler Einband: 375 Seiten
Erschienen bei AAVAA Verlag, 01.02.2017
ISBN 9783845921006
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Design:


Das Motiv des Covers hat mich sofort angesprochen. Das Cover ist fast komplett in schwarz gehalten. Am oberen Rand erkennt man einen weißen Himmel. Der schwarze Rand hat die Form von einem Wald. Direkt darunter stehen der Name der Autorin in einer linearen Schrift und der Titel des Buches in einer dekorativen Serifenschrift. Ein Stück weiter drunter sind vier Punkte, zwei weiße und zwei rote. Was diese darstellen, weiß ich leider nicht zu interpretieren. Etwas weiter links davon erkennt man einen roten Apfel und darunter einen goldenen, blutbefleckten Schuh. Wofür diese beiden Symbole stehen, lässt sich einmal im Klappentext erahnen und wird im Laufe der Geschichte klarer.

Nun, über die Qualität des Covers lässt sich leider streiten. Als Mediengestalterin fällt mir die mangelnde Bildqualität leider gleich ins Auge und ich kann da nicht einfach wegsehen, obwohl ich da sehr gern ein Auge zudrücken würde. Es geht besser. Und ich kann den Verlag nur ermutigen, an der Qualität zu schrauben, denn ich kenne viele, die sich von sowas leider auch abschrecken lassen.

Mich spricht leider auch nicht das Material des Buchumschlags an. Es fühlt sich zwar weich an, wird aber schnell dreckig und man sieht auf dem Schwarz leider jeden Fingerabdruck. Sehr sehr schade. Ich bin eigentlich nicht pingelig, also meine Bücher dürfen auch Knicke oder Flecken haben, aber das hat mich doch ein wenig gestört. Allerdings lasse ich das nicht in die Wertung einfließen. Ich wollte es nur ansprechen, da es ein wichtiger Punkt für mich selbst war.

Auch die Innengestaltung bzw. das Seitenlayout kann noch verbessert werden. Die Zeilenlängen sind einfach zu lang, bzw. der Zeilenabstand zu gering. Es ist mir nicht nur einmal passiert, dass ich beim Lesen in der Zeile verrutscht bin, weil ich den Anschluss verloren hab. Der Rückschwung wird durch die Zeilenlänge und den Zeilenabstand gestört. Bei einem Buch schaden größere Seitenränder nicht, im Gegenteil. Es wirkt gefälliger und unterstützt den Lesefluss.

So, kommen wir nun aber zum Inhalt.

Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt damit, wie Raudur Grar, den jungen Wolf, am Straßenrand findet. Er sitzt vollkommen verwirrt direkt unter der Bekanntmachung und scheint nicht zu wissen, dass er damit in großer Gefahr ist. Raudur erkennt ihn sofort. Erst folgt er ihr ohne ihren Willen, doch dann nimmt sie ihn unter ihre Fittiche.
Aska lebt mit ihrem viel beschäftigten Vater, ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern in einem Haus in der Stadt. Da sie eine Hexe ist, ist es ihr verboten, das Haus zu verlassen. Mit Asche werden ihre Kräfte unter Schach gehalten und sie wird dazu gezwungen, als Dienstmagd für die Familie zu arbeiten. Dies ändert sich jedoch, als der Kronprinz eine Braut sucht.
Dort erhofft sie sich ein ruhiges, schönes und friedliches Leben, doch als Hexe sollte sie es eigentlich besser wissen, hat die Königsfamilie doch die Exekution dieser Wesen befohlen. Doch der Grund, wieso das überhaupt so ist, ist erschütternd.

Die Geschichte wird jeweils in der dritten Person aus verschiedenen Sichten erzählt, unter anderem Raudurs und Askas. Dabei ist der Verlauf bei einigen Stellen durch die Märchen zu erahnen, die als Vorlagen genutzt wurden. Die Autorin hat aber dennoch einige Stellen an die Welt in dieser Geschichte angepasst und so manchen Verlauf verändert. Es wirkte auf mich sehr stimmig und hat gut zu den Handlungen gepasst. So kann es auch sein, dass ein ganzes Ende von einem Märchen komplett abgeändert wird. Und manche Handlungsstränge sind auch wesentlich blutiger und düsterer als die Vorlagen. Das hat mir besonders gefallen, denn ich mag düstere Geschichten sehr. Allen voran düsteren Märchenadaptionen.
Durch die geänderten Handlungsstränge konnte Jenny Koch auch einige gute Plottwists einbauen, die mich teilweise sehr erschüttert haben. Vor allem gegen Ende war ich regelmäßig richtig geschockt oder zu Tränen gerührt. An manchen Stellen wurden mir Konflikte zwar zu schnell und beiläufig geklärt, aber dennoch war die Spannung konstant gut.

Ein bisschen schade fand ich aber die Charaktere an sich. Sie wirkten an manchen Stellen ein wenig erzwungen. Die Entwicklung der Beziehungen ging mir manchmal einfach zu schnell. Die Dialoge lasen sich auch ein wenig holprig. Hier sehe ich noch viel Verbesserungspotential.

Raudur war mir manchmal ein wenig suspekt. Sie wirkte kratzbürstig, hat aber scheinbar einen weichen Kern und ist verlässlich. Am liebsten gibt sie sich unnahbar, was vor allem Grar zu spüren bekommt, aber sobald man ihr Vertrauen gewinnen konnte, lässt sie erstaunlich viel Nähe zu. Ich mochte sie schon ein wenig, eben weil sie so verlässlich war. Aber sie wirkte auf mich manchmal ein wenig zu erwachsen und abgeklärt für 15.

Aska war mir da schon um einiges sympathischer. Ihr Charakter ist genau so, wie ich es erwartet hätte. Grade bei ihrer Vergangenheit lassen sich viele Handlungen und Eigenschaften von Aska einfach nachvollziehen. Sie ist misstrauisch, verbirgt ihre Kräfte und Gefühle und hadert mit ihrem Schicksal. Ihr genaues Alter kenne ich nicht, allerdings ist sie einige Jahre älter als Raudur, wirkt aber manchmal durch deren erwachsenes Verhalten sehr jung und unerfahren.

Grar ist anfangs wie ein kleines Kind, da er die ersten Jahre seines Lebens mit seiner Mutter in einer Wohnung verbracht hat. Nach deren Tod kam er erst ins Tollhaus und ist dort aber entkommen. Auf der Reise mit Raudur durchlebt er die heftigste Entwicklung, wird erwachsener, selbstständiger und frecher. Das hat mich durchaus beeindruckt. Außerdem fand ich ihn echt süß. Er ist einfach ehrlich und geradlinig. Außerdem ist er seinen Freunden gegenüber sehr loyal.

Auch die anderen Hauptcharaktere haben ihre tollen und weniger sympathischen Seiten, allerdings gehe ich aus Spoilergründen nicht näher auf sie ein.

Es ist recht schnell klar, wer der Antagonist in der Geschichte ist. Wer einige der verwendeten Märchen kennt, kann auch die Motive schnell hinter seinem Verhalten erkennen. Auf mich wirkte es passend und glaubhaft und hat die Geschehnisse recht gut erklärt. Zwar fehlt es ihm an einigen Stellen an Tiefe, aber dennoch war er ein durchaus faszinierender Antagonist.

Es gibt natürlich auch ein paar Nebenpersonen. Allerdings fehlt auch ihnen die Tiefe. Dafür sind mir die meisten sehr sympathisch und tragen viel zur Handlung bei. Manche haben mir wirklich sehr gefallen.

Fazit:

Maer ist eine spannende und schön düstere Märchenadaption, die mich durchaus überzeugen konnte, aber dennoch ein paar kleine Schwachpunkte hat. Die Charaktere waren zwar manchmal ein wenig zu erzwungen meiner Meinung nach, aber dennoch hatte ich Spaß beim Lesen. Und das Ende hat mich durchaus zu Tränen gerührt. Ich kann es also nur empfehlen und gebe dem Buch daher 4 von 5 Sterne!

Ich danke Jenny Koch noch einmal herzlich für das Rezensionsexemplar!

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94 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Soul of Stars: Wenn Sterne fallen

Anika Ackermann
E-Buch Text: 328 Seiten
Erschienen bei Independently published, 17.07.2017
ISBN B073NDQXMR
Genre: Fantasy

Rezension:

Design:

Das Cover ist ein Traum! Es ist in dunklen Blau- und Violetttönen gehalten, der einen Sternenhimmel darstellen soll. Galaxiennebel, Sterne und Wolken sind im Hintergrund zu erahnen. In der Mitte prangt der Titel in einer schönen, eleganten Serifenschrift. Im Buchstaben O sind Sterne abgebildet. Über und unter dem Titel sind mehrere Symbole, eingerahmt in wunderschönen Schnörkeln und kreisen. Oben befinden sich drei Sichelmonde, unten ein Anker und zwei Schmetterlinge. Die Symbole und die Schnörkel sind weiß mit blauweißen, leuchtenden Rändern. Ganz am Ende des Covers steht der Name der Autorin.

Ich LIEBE dieses Cover. Allein die Farben sind schon so wunderschön, aber der ganze Rest ist noch viel schöner! Die Details, die Verzierungen, die leuchtenden Farben,… als ich das Cover schon das erste Mal gesehen habe, wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt haben muss. Es ist ein absolutes Meisterwerk.

Und die Illustrationen im Buch sind einfach nur ein Traum. Jede einzelne Illustration hat meiner Meinung nach so gut zur Geschichte gepasst. Sie sind genauso zauberhaft und wie die Geschichte selbst. Ein großes Lob an den Künstler. Und eine Bitte an die Autorin: Mach bitte Postkarten draus! Und wenn sie schon existieren: Oh Gott, schick mir bitte welche!!!

Meine Meinung:


Diese Geschichte ist etwas ganz besonderes.
Sie beginnt mit einem ganz normalen Tag. Sola ist allein zuhause und langweilt sich deshalb ein wenig. Sie liest Bücher und lässt sich zu ihrer Bespaßung ein Prinzessinnenkleid vom 3D-Drucker drucken. Als sie es dann anzieht, beginnt es: der Weltuntergang. Sola wähnt sich schon tot, als ihr Vater die Wohnung betritt und sie mitnimmt. Er sperrt sie allein auf das Schiff Starstorm, das sofort startet und Sola mitnimmt. Nun treibt sie fort und sieht, wie ihre Welt – ihr Zuhause – untergeht. Natürlich ist sie erstmal sehr deprimiert, traurig und am Boden zerstört. Sie will ihr Leben schon aufgeben, als sie dann aber entdeckt, was am Ende des Universums auf sie wartet.

Diese Geschichte und Sola haben sich in mein Herz geschlichen. Sie ist sehr fantasievoll geschrieben, nicht alles ist mit unserer Logik erklärbar, aber genau darin liegt der Zauber von Soul of Star meiner Meinung nach. Erzählt wird die Geschichte in der dritten Person, die aber immer die Gefühle und Gedanken von Sola kennt. So wahren wir zwar eine gewisse Distanz zu ihr und fühlen uns mehr als ein Begleiter auf Solas Weg. Dennoch kann ich ihre Reaktionen, Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehen.

Sola ist dabei eine bemerkenswerte Persönlichkeit. Anfangs ist sie sehr ängstlich, hat ihren Lebensmut verloren und vegetiert eigentlich nur noch vor sich hin. Alles Neue und Unbekannte macht ihr wahnsinnige Angst, so dass sie sich nichts zutraut. Das ändert sich aber im Laufe der Geschichte. Sie macht dabei eine eindrucksvolle Wandlung, wird mutiger und blüht richtig auf. Dabei fühlt es sich an, als würde man ihr beim Wachsen zusehen. Es ist ermutigend und schön, Sola zu begleiten und zu sehen, wie sie die Liebe zum Leben neu entdeckt.

Dabei muss ich betonen, dass ich den Aufbau des Universums wirklich schön fand. Anika Ackermann erschafft mit sehr viel Fantasie ein traumhaftes Szenario. Es wirkt nicht so Hightech-mäßig wie bei Sci-Fi-Roman, sondern beinhaltet eine märchenhafte, fast schon romantische Atmosphäre. Der malerische Schreibstil der Autorin trägt zusätzlich dazu bei, dass ich durch die Seiten flog und sich alles ganz genau vor meinem inneren Auge abgespielt hat. Die fantastischen Tiere und Pflanzen, die Anika sich ausgedacht hat, haben der Geschichte noch den letzten Schliff gegeben und mich mit allen physikalisch unmöglichen Gegebenheiten vollkommen versöhnt, sodass ich nichts mehr hinterfragt habe, sondern alles als Gesamtbild passend fand.

Die Geschichte hat dabei einige spannende Wendungen parat. Es gibt einige Situationen, die mich am Buch quasi kleben ließen, bei denen ich atemlos gelesen und nur gehofft habe, dass alles gut geht. Manches ließ sich erahnen, aber es gab auch Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte. Manche Wendungen haben mich zum Weinen gebracht, andere haben mich mit Freude erfüllt. So viel Gefühl liegt in dieser Geschichte, so viel hat mich tief berührt. Und am Ende flossen die Tränen nur so. Und das Buch hat sich geradewegs als Kandidat für das Jahres-Highlight qualifiziert.

Fazit:

Soul of Stars: Wenn Sterne fallen von Anika Ackermann ist einfach besonders und magisch. Ich liebe die vielen, kunstvollen, etwas unlogischen, aber dennoch fantastischen Einzelheiten, die Sola auf ihre Reise als letzte (?) Überlebende der Menschheit entdeckt. Die Geschichte hat etwas Unschuldiges und Märchenhaftes an sich, bietet aber auch viel Gewalt und Schrecken, den ich Kindern z.B. nicht antun würde. Das Maß ist meiner Meinung nach aber erträglich und die Grundstimmung habe ich als lebensbejahend, ermutigend und einfach wunderschön empfunden. Die Geschichte ist eins meiner Highlights in diesem Jahr und ich bin einfach nur glücklich, dass ich sie lesen durfte! Daher bekommt die Geschichte von mir 5 von 5 Sterne!

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43 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

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BeastSoul

Juliana Fabula
Flexibler Einband: 456 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 27.07.2018
ISBN 9783743107984
Genre: Fantasy

Rezension:

Design:

Das Cover zeigt das Gesicht eines schwarzen Löwen. Er hat helle, silberne Augen und schwach erkennbare Hörner auf dem Kopf. Er schaut recht düster und gefährlich aus. Darüber steht der Name der Autorin. Darunter erkennt man den Titel BeastSoul in einer wunderschönen, silbernen Schrift. Der Untertitel Sternenlicht ist in einem silbrigen blassblau gehalten. Die vorherrschenden Farben sind schwarz und ein strahlendes dunkelblau, was sehr harmonisch wirkt.

Ich finde das Cover großartig! Es passt zur Geschichte und spiegelt die Atmosphäre gut wieder. Mir gefällt es sehr.

Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt mit Finyas Alltag während den letzten Sommerferienwochen bei ihrer Tante. Sie liest den ganzen Tag und genießt die Gesellschaft ihrer Tante. Sie will in die Stadt, um noch letzte Dinge für den bevorstehenden Schulalltag einzukaufen, als ein Sturm sie überrascht. Doch es geschieht etwas merkwürdiges: trotz Regen scheint Finya nicht nass zu werden. Dann taucht eine seltsame Frau auf und erklärt ihr, dass sie eine Tamerin ist und nach Nebula Asterì gehört, der Schule für Beasts und Tamer. Nach einigem Überlegen und einem Gespräch mit ihrer Tante geht Finya schließlich dorthin. Dort trifft sie auf Leonèl, einige Schwierigkeiten und neue Freunde.

Mir gefällt der Einstieg in die Geschichte. Wir lernen erst Finya und ihre Tante kennen, die beide eher abseits leben und sich in ihre Bücher vergraben. Finya scheint ein fröhliches und ruhiges Mädchen zu sein. Dennoch ist sie nicht sehr selbstbewusst und oft unsicher, was mir manchmal auch ein klein wenig auf die Nerven ging. Alles in allem fand ich sie aber sonst sehr sympathisch und authentisch. Sie hinterfragt auch mal Dinge und nimmt zwar vieles, aber nicht alles für bare Münze. Manchmal wirkt sie ein wenig naiv, aber im Laufe der Geschichte wird sie willensstärker, selbstbewusster und beweist ihren Mut.

Im starken Kontrast zu ihr steht Leonèl. Er ist düster, geheimnisvoll (sexy, heiß, animalisch, so fucking awesome, scharf, … *räusper* Entschuldigung!) und immer schlecht drauf. Okay, fast immer. Und er scheint ein ernstes Problem mit Tamer und Autoritäten zu haben. Was sein Problem ist, bleibt noch im Dunkeln. Allerdings hat mir ein Vögelchen (namens Juliana Fabula *hust*) gezwitschert, dass diese Frage in Band 2 und 3 beantwortet wird. Auf jeden Fall ist die Beziehung zwischen den beiden … quasi nicht existent. Er sträubt sich dagegen, mit ihr ein Team zu bilden und Finya verkriecht sich lieber in ihr Schneckenhaus, statt dem ganzen auf den Grund zu gehen. Dauernd streiten sie sich oder er bringt sie mit seinem heißen Körper aus der Fassung, weil er wieder mal fast komplett unbekleidet vor ihr herläuft (*seufz* beneidenswert…). Egal, zurück im Text: er war zwar dauernd schlecht drauf, aber ich mochte ihn trotzdem. Ich glaube, ich stehe einfach auf diese düsteren, sexy Typen… Ähem. Ja.

James und Emily waren mir ebenfalls sehr sympathisch. Sie sind quasi DAS Traumpaar und gleichen sich perfekt aus. Wo Emily energiegeladen und fröhlich ist, ist James ruhig und freundlich. Sie sind total toll und ich mag die beiden sehr.

Oscar und Phoebe hingegen sind mir schon unsymapthisher. Phoebe ist schon ganz cool, aber oft ein wenig zu ernst und klug. Oscar ist mir aber einfach unsympathisch. Er ist schleimig und ich kann ihn einfach noch ab. Sorry, geht nicht. Was hab ich mich oft über ihn aufgeregt… klar, er ist zuverlässig, aber ich mag ihn trotzdem nicht!

Die Bösen hingegen sind wunderbar unsympathisch. Ich möchte sie am liebsten vermöbeln, erwürgen, wiederbeleben, verbrennen, erneut wiederbeleben und zu Tode foltern. In genau dieser Reihenfolge! Aber gut. Da hat die Autorin wirklich gute Arbeit geleistet. Beide sind arge Kotzbrocken. Viel Spaß mit ihnen!

Es gibt noch weitere Charakter, die ebenfalls ihre Daseinsberechtigungen haben, aber ich möchte sie nicht näher erläutern. Nur eins: alle wirken sehr authentisch und sympathisch. Gut gemacht!

Der Verlauf der Geschichte ist gut gelungen. Am Anfang wird man in die Welt von Beasts und Tamern eingeführt und bekommt natürlich viel erklärt. Für uns ist alles ebenso neu wie für Finya, was es natürlich vereinfacht.

Der Spannungsbogen wird auf angenehme Art und Weise gesteigert und ist am Ende kaum auszuhalten. Das Ende ist dann richtig schön und genau richtig: einerseits abgeschlossen, mit der leisen Andeutung, wo es in Band 2 dann weitergeht.

Erzählt wird die Geschichte in der dritten Person und meist aus der Sicht von Finya mit kleinen Einschüben mit Leonèls Sicht. Das hat gut zur Geschichte gepasst und Spaß beim Lesen gemacht.

Fazit:

Mir gefällt vor allem die Idee hinter der Geschichte und ich finde die Umsetzung von Juliana Tabula sehr gelungen. Generell kann sie den Figuren noch ein wenig Tiefe verleihen, aber sonst ist es ein durchweg gelungenes Debüt und ein absolut gelungener Auftakt für die BeastSoul-Reihe. Ich freue mich schon sehr auf Band zwei! Ich kann es nur empfehlen. BeastSoul hat auf jeden Fall einen Platz in meinem Herzen verdient. Somit bekommt es von mir 4 von 5 Sterne.

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36 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Phoenicrus

Mirjam H. Hüberli
Flexibler Einband: 760 Seiten
Erschienen bei Drachenmond Verlag GmbH , 17.07.2018
ISBN 9783959917100
Genre: Fantasy

Rezension:

Design:


Das Cover hat etwas Magisches an sich. Auf dunkelrotem Hintergrund ist ein goldener, stilisierter Phönix abgebildet. Am unteren Rand erkennt man ein Gebäude, das von Ästen eingerahmt ist und unter dem der Verlag steht. Schräg über das Cover in der Mitte ziehen sich Titel und Name der Autorin und bilden so eine Einheit mit dem Phönix. Im Hintergrund erkennt man Strahlen, die an die Sonne oder an strahlendes Licht, das vom Phönix auszugehen scheint, erinnern. Ein paar Sterne und einige Äste am oberen Rand runden die Verzierungen ab.

Mir gefällt die Farbgebung des Covers. Es wirkt warm, magisch und irgendwie auch edel. Sie passen sehr gut zusammen und harmonieren mit den Motiven. Die Schriftart ist in einem dekorativen Stil gehalten, der gut zu den Motiven Phönix und Akademie passt. Ich mag die Schrift, da sie sich wunderbar einfügt und die schräg nach rechts oben verlaufende Textausrichtung einen positiven Eindruck hinterlässt.

Da ich das eBook als Rezensionsexemplar erhalten habe, gibt es nur wenige Verzierungen. An manchen Stellen wurden Textzitate genommen und typografisch in Szene gesetzt, was mir sehr gefallen hat. Es hat die Geschichte ein wenig aufgelockert und sie sind wirklich schön gestaltet. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das Printexemplar toll gestaltet wurde! Dafür ist der Drachenmond Verlag ja bekannt.

Meine Meinung:

Das Buch beginnt mit dem Alltag von Zara, der selbst ernannten Chaos-Queen. Ihre Laune ist bereits beim Verlassen des Hauses auf dem Tiefpunkt. Es regnet in Strömen und dann wird sie auch noch von diesem unverschämt gut aussehenden jungen Mann über den Haufen gefahren und landet ausgerechnet im Matsch. Doch sie hat keine Zeit, um wieder nach Hause zu gehen und sich umzuziehen, da sie bereits spät dran ist. Notgedrungen geht sie also als Schlammmonster in die Schule und dort geht der Tag bereits so weiter, wie er begonnen hat. Ein paar Tage später findet sie einen seltsamen Brief und ein Foto. Und dann ruft auch noch ihr Opa an, der ihre Hilfe braucht. Die Ereignisse werden umso skurriler und ehe sie es sich versieht, sitzt sie mit ihren Begleitern in einer blauen Klapperkiste und sucht nach einem Ort, der nicht gefunden werden will, und nach einer Schwester, an die sie keinerlei Erinnerungen hat.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus Zaras Sicht beschrieben, die in der ersten Person steht. Im zweiten Band wird sie dann von Yosrphine in der dritten Person abgelöst und im dritten Band wechseln sie sich ab. So bekommt man gute Einblicke in die Gedanken und Gefühle der beiden Schwestern, was mir sehr gefallen hat und die Protagonistinnen näher brachte.

Dabei dreht sich die Geschichte nicht nur um das Aufspüren der geheimnisvollen Phoenicrus-Akademie, sondern auch um das Wiedergewinnen verlorener Erinnerungen, das Aufdecken einer gefährlichen Intrige und um Liebe, Freundschaft und Familie.
Die Spannung wird in einem angemessenen Tempo gesteigert, allerdings fand ich den Cliffhanger am Ende von Teil 1 echt fies. Und da die Auflösung des Ganzen auf sich warten lässt, ist er noch fieser und hat mir gar nicht so wirklich gefallen. Da hätte ich mir eher gewünscht, dass Teil 1 und 2 miteinander verwoben werden und das alles in der chronologisch richtigen Reihenfolge geschieht. Oder zumindest parallel und sich dann zusammenfügt. Die vielen verschiedenen Handlungsstränge und die beiden Liebesgeschichten haben mich außerdem ein klein wenig überfordert und verwirrt. Teil 3 ist dafür dann recht gut gelungen und versöhnt mich beinahe schon wieder ein bisschen mit der Trilogie.
Allerdings zieht sich das Ende ein klein wenig zu sehr in die Länge meiner Meinung nach. Die Konfrontation und das klärende Gespräch nimmt schon sehr viel Platz ein. Gut ist aber, dass alle offenen Fragen geklärt werden. Die Auflösung des Konflikts ist mir dann aber ein wenig zu schnell gegangen und war mir ein bisschen zu einfach, zumal die Spannung unerträglich lang gesteigert wurde. Da müsste man nochmal ein wenig dran arbeiten, um das Gleichgewicht besser auszuarbeiten.

Zara ist mir während der Geschichte sehr sympathisch. Sie ist chaotisch, schlagfertig, zuverlässig und fängt unter Druck an, sehr intelligente Kommentare von sich zu geben (Ich zitiere: „Äh…“, beliebige Seitenzahl). Dabei fehlt ihr etwas ganz Entscheidendes, das sie aber nicht bewusst wahrnimmt. Nur ihr Opa erinnert sich. Ihn liebt sie übrigens ganz besonders und kümmert sich rührend um ihn, wobei er ein bisschen verrückt und verwirrt wirkt am Anfang. Sie macht sich viele Sorgen um ihn. Ihre Eltern kann sie im Augenblick nicht so sehr leiden, da diese sich in ihre Arbeit stürzen und deshalb kaum Zeit für sie haben.

Auch für Zaras Opa haben sie kaum Zeit und Nerven, weshalb alles an Zara hängen bleibt. Dabei versucht er dauernd, ihr klarzumachen, was ihr fehlt und dass sie das unbedingt wiederbekommen müssen. Irgendwann schafft er es auch, sie zu überreden und so machen sie sich auf den Weg. Während dieser Reise hab ich ihn besonders lieb gewonnen, denn er ist einfach Gold wert und absolut sympathisch. Für mich ist er der geheime Held der Geschichte und allein für ihn lohnt es sich schon, das Buch zu lesen.

Der oben erwähnte unverschämt gut aussehende junge Mann schließt sich ebenfalls der Reise an. Ben ist witzig und schafft es, Zara jedes Mal bis aufs Blut zu reizen. Trotz allem hat er etwas Anziehendes und Verlässliches an sich. Aber was sind seine wahren Motive bei dieser Reise? Warum ist er so versessen darauf, sie zu begleiten? Und kann Zara ihm vertrauen?

Im zweiten Teil lernen wir dann Yosephine kennen. Sie erinnert sich nicht an ihr Leben vor der Akademie, was ihr ein bisschen Undurchsichtigkeit gibt. Sie war farbloser als Zara, wirkte aber dennoch zuverlässig, leidenschaftlich und intelligent. Sie hinterfragt Dinge gern mal, aber mir persönlich stolpert sie ein bisschen zu oft in Situationen, in denen sie etwas mitbekommt, was sie nicht mitbekommen sollte. Da wird zu oft gelauscht meiner Meinung nach. So bekommt die Handlung oft sich ähnelnde Szenen, die die Geschichte ein wenig holprig wirken ließen.

Milo war mir lange Zeit ein Rätsel und ich hab ihm auch nicht ganz getraut. Wie bei Ben sind seine Handlungen oft nicht sofort nachzuvollziehen und beide stehen auf Geheimniskrämerei. Er scheint dennoch zuverlässig, liebevoll und ein echt cooler Typ zu sein. Ein wenig düster wirkt er mit seiner Kleidung dennoch und er scheint interessante Hobbys zu haben. Etwas mehr Tiefe hätte ihm aber trotzdem nicht geschadet.

Auch die anderen Charaktere waren mir sehr sympathisch oder unsympathisch, je nach dem, wer es war. Alle wurden sehr schön charakterisiert, allerdings hat mir manchmal ein wenig Tiefe gefehlt. Bei den Hauptcharakteren ist sie weitestgehend vorhanden, aber die Nebencharaktere sind doch recht eindimensional und entsprechen teilweise typischen Klischees. Bei manchen werden sie zwar negiert, aber das auch nur unzureichend meiner Meinung nach. So hat es einen altbekannten Beigeschmack gehabt. Die Nebencharaktere sind so nichts Neues und in so vielen Fantasy-Romanen schon vorgekommen. Auch da sehe ich noch ein bisschen Verbesserungspotential.

Was ich anschließend aber noch hervorheben muss, ist die tolle Ausarbeitung der Phoenicrus. Der Mythos hätte zwar noch ein wenig besser integriert werden können, aber es ist etwas Neues und man merkt, dass sich die Autorin sehr gut damit auseinander gesetzt hat. Die Kräfte sind interessant und ich denke, sie bieten durchaus noch mehr Potential für weitere Geschichten.

Fazit:

Phoenicrus: Die Trilogie ist ein tolles Buch, das eine interessante Welt enthält mit viel Liebe, Gefühl und Spannung. Allerdings fand ich die Handlung manchmal zu verworren, da hätte ich mir eine andere Struktur gewünscht, damit man die Fäden nicht verliert. Die Autorin hat viele Klischees bedient und meiner Meinung nach ein wenig zu viel Wert auf die Liebe gelegt. Der Klappentext verrät zumindest gar nichts darüber und dass die Liebesgeschichten dann so viel Raum bekommen haben, hat ein wenig zu sehr von der Spannung und der Handlung um die Verschwörung abgelenkt.
Nichtsdestotrotz hat das Buch Spaß gemacht und ich hab das Lesen genossen. Das Ende war mir dann zwar ein wenig zu lang, aber dafür wurden alle Fragen geklärt. Daher bekommt das Buch von mir 4 von 5 Sterne!

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