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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Cara Hunter , Teja Schwaner , Iris Hansen
Flexibler Einband: 362 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 17.08.2018
ISBN 9783746633589
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die kleine Daisy verschwindet auf einer Party spurlos, niemand will etwas mitbekommen haben und auch die Eltern können sich nicht genau erinnern, wann sie ihr Kind zuletzt gesehen haben.

Die Polizei geht von einem Verbrechen aus und beginnt mit ihren Ermittlungen, wobei gerade dieser Fall besonders Detective Inspektor Adam Fawley schwer belastet, denn sein eigenes Kind ist vor kurzem gestorben.

Das Buch ist etwas außergewöhnlich aufgebaut, in Rückblenden erfahren wir aus verschiedenen Blickwinkeln, was an bestimmten Tagen oder auch Wochen vor dem Verschwinden passiert ist.

Zusätzlich wird auf Twitter einen Gruppe mit dem Hashtag #FindetDaisy gegründet, wo eifrig diskutiert wird. Jeder gibt, genau wie im echten Leben, seinen Senf dazu und die meisten haben bereits eine vorgefasste Meinung. Es scheint für alle klar zu sein, dass die Eltern schuldig sind und die kleine Daisy tot ist.

Von dem Mädchen fehlt weiterhin jede Spur und immer neue Erkenntnisse erschweren es der Polizei, zu rekonstruieren, was passiert ist. Ist der Vater schuldig, die Mutter, der Bruder oder doch jemand ganz anderes? Die Ermittler decken nach und nach ein wahres Lügengebilde auf, weil in der Familie so gar nichts zu stimmen scheint.

Die meisten Kapitel enden mit einem Cliffhanger, der es mir jedesmal unmöglich machte, mit dem Lesen aufzuhören.

Was mich bei diesem Buch gefesselt hat, ist, dass nichts vorhersehbar war. In jedem Kapitel gibt es immer neue Entwicklungen, bis es zu einem phänomenalen Ende kommt. Wenn ich mit allem gerechnet hätte, aber nicht damit !!

Einfach genial!

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24 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Das Verschwinden des Josef Mengele

Olivier Guez , Nicola Denis
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 10.08.2018
ISBN 9783351037284
Genre: Romane

Rezension:

Josef Mengele, der berüchtigte Lagerarzt von Auschwitz, flieht 1949 nach Argentinien, weil es in Deutschland doch etwas zu brenzlig für ihn wird. Immer noch ohne jegliches Schuldbewusstsein baut er sich in der Ferne eine neue Existenz auf.

Olivier Guez hat Mengeles Leben nach dem Krieg in eine Art Romanform gebracht, die sich sehr gut lesen lässt. Eigentlich mag ich keine Bücher ohne gänzliche wörtliche Rede, doch bei seinem tollen Schreibstil ist mir das gar nicht so aufgefallen.

In Argentinien trifft Mengele auf viele Altnazis, die dort ebenfalls leben und sich oft treffen und zusammen in Erinnerungen an die schöne Zeit vom Dritten Reich schwelgen. Immer und immer wieder lassen sie die Geschehnisse Revue passieren und niemand ist sich einer Schuld bewusst.

Präsident Peron hat keinerlei Skrupel, den Mördern und Verbrechern Asyl zu gewähren, sodass sie mit seiner Hilfe wie Gott in Frankreich leben können.

Sie gehen in die Oper, haben Essen und Trinken im Überfluss und lassen es sich richtig gut gehen.

Wenn sie Nachrichten aus Deutschland lesen, wird darüber diskutiert, Adenauer nennen sie verächtlich nur Rabbi Adenauer, weil er judenfreundlich gesinnt ist und die Schuld der Deutschen anerkennt, was für die Altnazis ein Unding ist. Die BRD wird verpflichtet, mehrere Milliarden Dollar Reputationszahlungen an Israel zu leisten und Entschädigungen für die Juden, das ist natürlich für die alten Kameraden nicht tolerierbar. Sie planen das Deutsche Reich so wiederherzustellen, wie es damals war. Gott sei dank gelingt ihnen das aber nicht.

Mengele wird im Buch als ein Jammerlappen dargestellt, der mit nichts zufrieden ist, von seiner Familie in Deutschland ununterbrochene Unterstützung verlangt und sehr anspruchsvoll und unverschämt ist.

Mengele möchte für seine Taten in Auschwitz bewundert werden, für die schrecklichen Quälereien, die er den Häftlingen zugefügt hat, indem er sie für seine Versuche missbraucht hat. Die unvorstellbarsten Versuche hat er vor allem mit Kindern, Zwillingen, aber auch Erwachsenen angestellt. Unfassbar, wozu Menschen, dazu noch ein Arzt fähig sind.

Wahrhaftig findet er auch in Argentinien Bewunderer, die ihn verehren wie einen Helden, ihm weiterhelfen und ihn unterstützen.

Ich habe schon einiges aus der Zeit und auch über Mengele gelesen, aber dieses Buch hat mich erneut erschüttert.

Der Leser erfährt zusätzlich viel über die Geschichte Argentiniens und die Herrschaft Perons, unter der Mengele unbehelligt jahrelang unter seinem echten Namen leben konnte. Erst Ende der 50er Jahre wurde er wirklich als NS- Kriegsverbrecher gesucht und flüchtete später nach Brasilien.

Nun lebte er in ständiger Angst, sie könnten ihn schnappen, doch leider wurde er nie gefasst.

Ein gut recherchierter, bedrückender Tatsachenroman, der mich von Anfang bis Ende gefesselt und mich noch eine ganze Weile beschäftigt hat.

Eine ganz klare Leseempfehlung !!!!!

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193 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 94 Rezensionen

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Der Schatten

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei btb, 23.07.2018
ISBN 9783442757527
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Die Journalistin Norah zieht nach der Trennung von ihrem Lebensgefährten von Berlin nach Wien, um neu anzufangen.

Kurz nach ihrem Umzug trifft sie in der Stadt auf eine Frau, die ihr prophezeit, dass sie am 11.Februar einen Mord begehen wird und der Name des Opfers sei Arthur Grimm.

Norah tut es als Faselei ab und hat den Vorfall auch fast schon vergessen, wenn nicht plötzlich der Name Arthur Grimm öfters auftauchen würde. Nun wird sie neugierig und versucht mehr über den unbekannten Mann herauszufinden.

Die ersten beiden Thriller von Melanie Raabe haben mir sehr gut gefallen und ich freute mich auf `Der Schatten`, doch ich musste mich wirklich durch das Buch quälen. Die Story empfand ich als hanebüchen und das Verhalten Norahs genauso. Eine unbekannte Person schreibt ihr sms, worauf sie jedesmal eingeht und antwortet. Der geheimnisvolle Schreiber gibt ihr Anweisungen, denen sie folgt, was ich total unrealistisch fand. Zusätzlich verschafft sich irgendjemand Zutritt zu Norahs Wohnung, sie wird bedroht, die Polizei glaubt ihr nicht, Freunde meinen, sie hätte wieder zu Drogen gegriffen.

Es liest sich nicht schlecht, aber mir fehlte jegliche Spannung und ich fand es extrem langatmig. Die Story plätschert so vor sich hin, zog sich teilweise wie Kaugummi, doch von einem Thriller erwarte ich einfach mehr, vor allem etwas Nervenkitzel.

Es kommt eigentlich fast nie vor, dass ich ein Buch nicht zu Ende lese, aber hier habe ich nur bis S.280 durchgehalten, danach habe es zur Seite gelegt.

Die Geschmäcker sind ja unterschiedlich, aber ich kann `Der Schatten` nicht empfehlen!!

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Kalter Sand

Anja Behn
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 15.03.2018
ISBN 9783740802813
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Der Kunsthistoriker Richard besucht seinen alten Studienkollegen Philip an der Ostsee. Der Freund hat sich verändert, trinkt zu viel, wird schnell aggressiv und die alte Vertrautheit will sich nicht so recht wieder einstellen. Dazu kommt, dass Richard von einem Mord erfährt, der vor sechs Jahren hier passiert ist und Philip als Verdächtiger kurz im Gefängnis saß. Das alles hat Philip ihm verschwiegen.
In anderen Handlungssträngen lernen wir Isa, Philips Verlegerin und Jette Harsberg kennen. Jette ist auf jeden Fall nicht die, für die sie sich ausgibt und scheint sehr an Philip interessiert.

`Kalter Sand` ist ein spannender Krimi, der ohne viel Action auskommt. Es geht mehr um die Personen und ihre einzelnen Geschichten. Richard ermittelt ein bisschen auf eigene Faust, denn er kann sich nicht vorstellen, dass Philip eine Frau ermordet haben soll.  Im Ganzen geht es aber eher ruhig zu, die Autorin überrascht mit  vielen  raffinierten Wendungen und Verwicklungen.  Es gibt einen Einbruch, einen weiteren Mord und  die düstere Novemberstimmung kommt gut rüber und tut ihr übriges..

Ein wirklich gut zu lesender und recht unblutiger Krimi, der mir sehr gut gefallen hat.

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142 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

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Wo mein Herz dich findet

Kathryn Taylor
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.06.2018
ISBN 9783404176694
Genre: Liebesromane

Rezension:


Die Studentin Cara trifft wegen einer Autopanne auf den eigenbrötlerischen Liam, der allein in einer Hütte lebt. Er gefällt ihr und trotz seiner widerspenstigen Art versucht sie, mehr über ihn herauszufinden. Gegen seinen Willen besucht sie ihn öfters überraschend und irgendwann taut er etwas auf. Der Leser erfährt aber auch aus seiner Sicht, warum er dort allein und zurückgezogen lebt.
Als Cara den wahren Grund dafür herausbekommt, gerät sie in einen Zwiespalt, denn Liam wird einer schrecklichen Tat beschuldigt.

In einem anderen Handlungsstrang geht es um Caras Bruder Patrick, der kurz vor seiner Hochzeit steht.
Doch dann kehrt seine alte Liebe Amy zurück und bringt alles durcheinander....

Kathryn Taylor schreibt in flüssigem, einfachen Stil und man kann gut in die Geschichte abtauchen. Leider ist schon nach wenigen Seiten klar, wo das Ganze hinführt, da gibt es kaum überraschende Wendungen.


Die `Daringham Hall` Reihe der Autorin fand ich um einiges besser und auch nicht so schlicht geschrieben.
`Wo mein Herz dich findet` ist eine leichte, anspruchslose Lektüre, die sich aber trotzdem gut und flüssig lesen lässt. Das ideale Buch für den Urlaub, wenn man sich einfach nur berieseln lassen möchte.

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95 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Ewige Schuld

Linda Castillo , Helga Augustin
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.06.2018
ISBN 9783596298020
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wieder einmal präsentiert uns Linda Castillo einen überaus spannenden Thriller, der in der amischen Gemeinde spielt.

Kate Burkholder bekommt die Nachricht, dass ihr Jugendfreund Joe King aus dem Gefängnis ausgebrochen ist und man vermutet, dass er versucht, zu seinen Kindern zu gelangen.
Joe lebte früher in der amischen Gemeinde, der auch Kate angehörte, wurde jedoch vor einigen Jahren verurteilt, weil er seine Frau und Mutter seiner fünf Kinder ermordet haben sollte.
Als Kate etwas unvorsichtig ist, kann Joe sie überwältigen und nimmt sie und seine Kinder als Geiseln. Er beteuert weiter seine Unschuld und Kate beschließt halbherzig, ihm zu helfen und sich den Fall noch einmal anzusehen. Doch dann passiert ein schreckliches Unglück und nun klemmt sich Kate dahinter und versucht, alles über den Mord herauszufinden. Könnte es wirklich sein, dass Joe unschuldig ist?


Diesmal hat mir gefallen, dass nicht soviel Privatkram von Kate und Tomasetti erzählt wurde, sondern die Autorin sich mehr auf den Fall konzentriert hat.
Über das Leben der Amischen erfahre ich dagegen immer gerne etwas, das wird mir nie zu viel.
Kate sticht bei ihren Ermittlungen geradewegs in ein Nest aus Korruption, Vertuschung und Skrupellosigkeit, was allerdings nicht ungefährlich für sie ist. Ziemlich rasant jagt Kate von einer Gefahr zur nächsten, sodass der Leser öfters mal zittern muss, ob alles gut ausgeht. Bei `Ewige Schuld` ist wirklich keine Minute Langeweile aufgekommen.
Freut euch auf einen weiteren packenden Thriller um Kate Burkholder und die Amischen !!

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67 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Die Zeit der Kraniche

Ulrike Renk
Flexibler Einband: 515 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 13.07.2018
ISBN 9783746633565
Genre: Historische Romane

Rezension:


Sehnsüchtig habe ich den dritten und letzten Teil der Ostpreußen- Saga erwartet. Von den ersten beiden Bänden war ich total begeistert. Nun gibt es ein Wiederlesen mit Frederike und ihrer Familie und wir befinden uns mitten im zweiten Weltkrieg in Ostpreußen.
Die Russen kommen immer näher, viele Gutsbesitzer flüchten in den Westen, denn es scheint immer noch besser, Engländern oder Franzosen in die Hände zu fallen, als dem `Iwan.` Da Gebhard verhaftet wurde und sein Schicksal ungewiss ist, weigert sich Frederike, ohne ihn zu fliehen.

`Die Zeit der Kraniche` hat mich nicht so mitgerissen wie die ersten beiden Teile. Ich fand vieles sehr langatmig beschrieben, dutzende Male wurde über das Essen berichtet. Kessel aufsetzen, Wasser kochen, Rüben putzen. Rüben verarbeiten, Rüben essen usw. Sicher war es zu der Zeit ein großes Thema, wo man etwas zu essen herbekommt, doch auf Dauer fand ich das too much.
Andererseits erfährt der Leser viel über Ostpreußen, die größeren Häuser mussten ganze Flüchtlingsfamilien aufnehmen und sich sehr einschränken. Trotzdem ging es den Menschen auf dem Land noch lange gut, im Gegensatz zu den Städten wie Berlin u.v.a. Die Gutsherren verloren jedoch alles, was seit ewigen Zeiten im Familienbesitz war, denn den russischen Kommunisten waren gerade die besser gestellten Menschen ein Dorn im Auge. Manche Familien mussten von jetzt auf gleich fliehen und hatten nichts als einen Koffer dabei.

Frederike ist eine sympathische, taffe Frau, die es nicht immer leicht gehabt hat im Leben und auch jetzt muss sie wieder alles allein durchstehen, denn Gebhard bleibt erstmal in Haft.
Die Unterstützung durch die Familie hilft ihr, woanders Fuß zu fassen, doch die Sorge um Gebhards Schicksal bleibt, weil sie keinerlei Kontakt zu ihm hat.

Ulrike Renk schafft es, den Leser in die Zeit des zweiten Weltkrieges hineinzuversetzen, ich habe vieles bildhaft vor mir gesehen. Deutschland wurde geteilt, aber niemand konnte sich vorstellen, dass das die nächsten Jahrzehnte so bleiben wird. Gefallen hat mir Gebhards Bruder, überzeugter Kommunist, der auch irgendwann merken muss, dass der Grundgedanke gut ist, aber die russischen Besatzer bei weitem nicht jeden gleich behandeln.
Die Leiden und Mühen der Kriegszeit konnte die Autorin gut vermitteln, trotzdem musste ich mich streckenweise wirklich durch das Buch quälen, da hätten 100 Seiten weniger auf jeden Fall gereicht.

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97 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 76 Rezensionen

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Gleis der Vergeltung

Astrid Korten
Flexibler Einband: 309 Seiten
Erschienen bei Independently published, 20.05.2018
ISBN 9781982949457
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Lynn von Raaben ist das Schlimmste passiert, das man sich so vorstellen kann. Auf den Weg zur Trauung verunglückt ihr Bräutigam tödlich. Lange Zeit kommt sie nicht über seinen Tod hinweg, bis eines Tages eine Frau vor ihrer Tür steht und ihr etwas über den Unfall erzählt, das Lynn endlich wieder einen Lebensinhalt gibt- Rache!

In verschiedenen Handlungssträngen wird aus der Sicht mehrerer Personen berichtet. Da gibt es die Clique von früher, zwei Männer, eine Frau, die sich schuldig am Tod ihres Freundes fühlen, der tödlich verunglückt ist.

Und Lynn, die Protagonistin, die in der Ich- Form erzählt.

In Lynns Kindheit ist auch so einiges schiefgelaufen, darüber erfährt der Leser nach und nach erschütternde Details, die einen sehr betroffen machen.

Die Story soll tlw. auf wahren Begebenheiten beruhen, das macht das Ganze noch schrecklicher.

Astrid Korten hat sich hier selbst übertroffen, eine sehr verzwickte Geschichte mit vielen Verwicklungen, absolut spannend umgesetzt. Für mich war das Nervenkitzel pur.

Bis zum Schluss sind einem die Zusammenhänge nicht klar und vielleicht ist ja auch alles ganz anders gewesen, als man vermutet.

Ein aufwühlender, bewegender, spannender und mitreißender Thriller, den man schlecht aus der Hand legen kann.

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(37)

59 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

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Wähle den Tod

Jutta Maria Herrmann
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.07.2018
ISBN 9783426519981
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jana führt mit ihrem Mann und den beiden Kindern ein recht idyllisches Familienleben. Es gibt jedoch Geheimnisse in ihrer Vergangenheit, von denen weder ihr Mann noch sonst jemand etwas weiß. Deswegen ist sie zu Tode erschrocken, als es einen Angriff auf ein Familienmitglied gibt und sie schnell ahnt, dass es einen Mitwisser gibt.
Obwohl ziemlich bald klar ist, dass derjenige nicht spaßt und auch zu allem fähig ist, zieht sie ihren Mann immer noch nicht ins Vertrauen, sondern versucht auf eigene Faust etwas herauszufinden.
Als plötzlich ihre Kinder verschwinden, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit...


Jutta Maria Herrmann hat sich wieder eine fesselnde Story ausgedacht und so verpackt, dass ich das Buch regelrecht verschlungen habe.
Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, nur bei einer Person wechselte meine Sympathie sich mit Antipathie ab, bis ich die Person für ihr Verhalten gehasst habe.

Man kann die ganze Zeit mitfiebern, ob Jana es rechtzeitig schafft, die Kinder zu befreien. In kurzen Rückblenden erfährt man etwas über ihre Vergangenheit, doch für den Leser scheint es erstmal gar nicht so schwer zu wiegen.
Ziemlich zum Schluss wird der Leser aufgeklärt, u.a. über Janas Beweggründe, womit ich nicht gerechnet hatte und was der Geschichte eine unvorhersehbare Wendung gibt.
Der Spannungsbogen hält sich, durch falsche Fährten und unerwartete Geschehnisse permanent oben. Im letzten Viertel  überschlagen sich die Ereignisse etwas und manches empfand ich ein wenig unglaubwürdig.
Trotzdem ist `Wähle den Tod` ein lesenswerter, packender Psychothriller, den ich gerne weiterempfehle!

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70 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 34 Rezensionen

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So dunkel der Wald

Michaela Kastel
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 15.03.2018
ISBN 9783740802936
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jannik und Ronja leben weit entfernt von einer Stadt mitten im Wald, zusammen mit `Paps` und den jüngeren Geschwistern.

Ronja erzählt in der Ich- Form: Dass sie keine richtige Familie sind, hat sie schon fast vergessen,  auch dass weder Jannik ihr Bruder, noch Paps ihr Vater ist.

Es ist erschreckend, dass beide fast erwachsen sind, aber es doch nicht schaffen, sich gegen Paps zur Wehr zu setzen und ihn noch bei seinem grausamen Tun unterstützen. `Wie bringt man einem Kind blinden Gehorsam bei? Indem man es bricht!`  Das hat Paps geschafft, alle Kinder gehorchen aufs Wort und erledigen blind, was er verlangt.

Der Thriller von Michaela Kastel hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Manche Dinge blieben erstmal im Dunkeln und erst nach und nach versteht der Leser, was hier vor sich geht.

Atmosphärisch düster  und unheimlich beschreibt die Autorin die Geschehnisse im tiefen Wald. Ich hatte die Menschen, das alte Haus und `das Loch` bildlich vor Augen.

Als plötzlich die Freiheit zum Greifen nah ist, ändert sich alles, doch nicht zum Guten, denn Jannik und Ronja sind überhaupt nicht gewohnt, eine einzige Entscheidung allein zu fällen.

 Jahrelange Gefangenschaft, Folter und Unterdrückung lassen einen Menschen anscheinend völlig anders handeln, als man es als normal denkender Mensch vermuten würde.

Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, das mich so gepackt hat. Eine ganz klare Kaufempfehlung für Leser, die nicht ganz so zartbesaitet sind.

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277 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 165 Rezensionen

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Die Frauen vom Löwenhof - Agnetas Erbe

Corina Bomann
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.05.2018
ISBN 9783548289960
Genre: Historische Romane

Rezension:

Agneta ist die Rebellin der Familie, denn anstatt den Eltern zu gehorchen, sich früh zu vermählen und ihr Leben als gute Ehefrau zu verbringen, geht sie alleine nach Stockholm und studiert Kunst. Das war natürlich 1913 etwas Besonderes, zumal sie noch mit einem jungen Mann in wilder Ehe zusammenlebt.

Der Unfall ihres Vaters und Bruders bringt alles durcheinander und Agneta muss nach Hause zurückkehren und das elterliche Gut verwalten.

Sie durchlebt schwere Zeiten, Ihr Freund verlässt sie, es gibt ewig Spannungen zwischen ihr und ihrer Mutter, dazu muss sie um die Anerkennung in der Gesellschaft kämpfen. Eine Frau als Gutsherrin wird nicht leicht akzeptiert, aber Agneta bekommt unerwartet Hilfe durch Max, ihren neuen Verwalter. Nach und nach kommen sie sich auch privat etwas näher, doch auch diese Liebe scheint unter keinem guten Stern zu stehen.

Eine spannende Handlung, sehr facettenreiche Charaktere und ein wunderbarer Schreibstil machen die über 700 Seiten zu einem wahren Lesevergnügen.

Kennt Ihr das?? Ein Buch, in dem man ewig weiterlesen möchte? So eins ist `Die Frauen vom Löwenhof.`
Gott sei Dank erscheint schon im September der nächste Teil, auf den ich mich tierisch freue.
Eine ganz klare Kaufempfehlung für diesen hervorragend geschriebenen Schmöker!!

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Verhängnisvoll

Markus Kleinknecht
Flexibler Einband: 520 Seiten
Erschienen bei TWENTYSIX, 13.03.2018
ISBN 9783740744922
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Reporter Jan Fischer will eigentlich nicht für das Online- Magazin `Lauffeuer` arbeiten, doch den Auftrag, eine verschwundene Familie zu suchen, kann er nicht ablehnen. Dazu liebt er seine Arbeit, vor allem, wenn es um Recherche geht, doch zu sehr.

Oleg Kamarow wird tot aus der Elbe gefischt, aber von seiner Frau und den beiden Kindern fehlt jede Spur. Hat er sie, bevor er sich selbst tötete, umgebracht oder sind sie untergetaucht?

Jan soll darüber etwas herausfinden, was natürlich gar nicht so einfach ist.

Doch dann stößt er auf einen groß angelegten Ring von Kinderschändern, Menschenhandel und Korruption.

Die Handlung wird von mehreren Personen aus verschiedenen Perspektiven erzählt, jede für sich spannend geschrieben.

Die Charaktere sind bunt gemischt, von sehr sympathisch bis abstoßend ekelhaft ist alles dabei.

Trotz Trennung hängt Jan noch an der Fotografin Charlotte Sander, doch da auch Charlotte in die Recherche involviert wird, finden wir eine gute Mischung aus Arbeit und Privatem.

Die Idee zur Story kam dem Autor, als über das Verschwinden der Familie Schulze aus Drage vor ein paar Jahren berichtet wurde. Aber natürlich hat Markus Kleinknecht es zu seiner eigenen Story gemacht!

`Verhängnisvoll` ist ein richtig spannender Roman, den ich geradezu verschlungen habe.

Ich freue mich schon auf den nächsten Band, in dem es mit Jan Fischer und Charlotte Sander und dem Team von `Lauffeuer` weitergeht.

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Träume aus Silber

Mina Baites
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 24.04.2018
ISBN 9782919800544
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Geschichte der jüdischen Familie Blumenthal habe ich schon in `Die silberne Spieldose` verschlungen, doch manche Fragen blieben am Ende offen.

Umso begeisterter war ich, als ich nun die Fortsetzung in den Händen hielt.

Lilian, aufgewachsen bei Adoptiveltern, hat erst vor kurzem ihren leiblichen Vater wiedergefunden. Und sie möchte unbedingt herausfinden, wie ihre Schwester Emma gelebt hat, die bei einem Bombenangriff ums Leben gekommen sein soll.

Außerdem gibt es noch Großmutter Lotte, die sich in Kapstadt während der Apartheidpolitik sehr engagiert für Schwarze einsetzt. In den 60er Jahren wurde das von der weißen Bevölkerung aber nicht toleriert, was Lotte schon bald schmerzhaft zu spüren bekommt.

In einem anderen Handlungsstrang lernen wir Ceara kennen, die auch adoptiert wurde und es wird schnell klar, um wen es sich handelt.

`Träume aus Silber` hat mir nicht ganz so gut gefallen wie der erste Teil. Den Schreibstil empfand ich viel einfacher und es ging mir auch alles zu glatt. Nach so vielen Jahren und mehreren Namensänderungen werden alle Hindernis mühelos überwunden und alles fügt sich plötzlich wie ein Puzzlespiel zusammen und passt genau.

Der erste Teil `Die silberne Spieldose` war sehr spannend und voller Dramatik, wobei ich in `Träume aus Silber` alles etwas zu vorhersehbar fand.

Trotzdem ließ sich das Buch gut lesen und hat auf jeden Fall vier Sterne verdient!

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52 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

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Der letzte Gast

Sabine Kornbichler
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2018
ISBN 9783492061063
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Mia, die ihr Geld damit verdient, fremde Hunde auszuführen und zu trainieren, findet ihre Kundin Berna tot in deren Wohnung.
Schnell findet die Polizei heraus, dass es sich hier um Mord handelt und Mia hat direkt einen Verdacht, wer die alte Dame auf dem Gewissen haben könnte.
Als sie diesen den Ermittlern mitteilt, hat sie plötzlich eine Menge Leute gegen sich, was sogar so weit geht, dass sie bei einer ihrer Hunderunden angeschossen wird. Und es bleibt auch nicht bei dem einen Todesfall....

Sabine Kornbichler präsentiert den Lesern eine neue Protagonistin und ich könnte mir vorstellen, dass es der Auftakt zu einer Reihe ist.

Mia ist eine sehr sympathische junge Frau, die Spaß an ihrer Arbeit hat und ganz zufrieden mit ihrem Leben ist.
Eigentlich passt es ihr gar nicht in den Kram, dass durch den Mord gerade alles durcheinander gewirbelt wird, aber sie schafft es auch nicht, sich aus den Ermittlungen herauszuhalten.
Die Autorin verrät immer nur so viel, dass der Leser gut miträtseln kann, wer hier der Mörder sein könnte. Ich hatte schnell einen Verdacht, doch durch falsche Fährten und viele Wendungen wurde ich mir des Öfteren wieder unsicher.

Der Küchentisch in Mias WG, auf dem jeder sich verewigen muss, war eine tolle Idee. Ich hatte direkt Lust, das hier auch einzuführen.
Die nächtlichen Ausflüge mit ihrer Nachbarin, die auf der Flucht vor der Tochter ist, fand ich zum Schießen.

Eine gut konstruierte und erzählte Handlung, kurze Kapitel, sehr vielschichtige Charaktere und ein Spannungsbogen, der sich die ganze Zeit oben hält. Genau das erwarte ich von einem guten Krimi und deswegen hat mich Sabine Kornbichlers neuestes Werk auch wieder begeistert!

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44 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Forderung

John Grisham , Kristiana Dorn-Ruhl , Bea Reiter , Imke Walsh-Araya
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 19.03.2018
ISBN 9783453270343
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Die vier Jura- Studenten der Foggy Bottom Hochschule stehen kurz vorm Abschluss, den sie wahrscheinlich nicht schaffen werden und ein Job als Anwalt ist außerdem nicht in Sicht. Dafür aber die massiven Schulden, die sie angehäuft haben, um überhaupt studieren zu können. Und die Rückzahlung soll schon bald beginnen.
Als Gordy, einer der Freunde, keinen Ausweg mehr sieht, bringt er sich um, nicht ohne vorher zu verraten, dass er auf der Spur eines riesigen Betrugs ist. Die gesammelten Beweise hat er in Form eines Speichersticks hinterlassen.
Die verbleibenden Freunde Mark, Todd und die Afrikanerin Zola sind nach Gordys Tod total durcheinander und sehen dann auch die Ausweglosigkeit ihrer Situationen.
Mark und Todd kommen auf eine wahnwitzige Idee. Wie leicht ist es, Mandanten zu bekommen, ohne eine Zulassung als Anwalt zu haben? Das Unvorstellbare gelingt, sie geben sich als Anwälte aus und vertreten Mandanten vor Gericht.
 Doch das Glück währt nicht lange und sie geraten in einen Riesenschlamassel, aber zum Glück gibt es ja noch den Speicherstick.
 John Grisham hat mich mit `Forderung` wieder bestens unterhalten. Die Story ist einerseits so hanebüchen, doch er beschreibt die Situationen vor Gericht und  zwischen den Anwälten so bildhaft, dass ich ungesehen glaube, es könnte so sein.
 Ich hatte zwischendurch den Eindruck, als verzettele der Autor sich  etwas, doch zum Schluss passt wieder alles zusammen.
`Forderung` ist nicht sein bestes Buch, aber mir hat es gefallen und hat mich gut unterhalten.

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Die heimliche Heilerin und die Könige

Ellin Carsta
E-Buch Text
Erschienen bei Tinte & Feder, 17.04.2018
ISBN 9781503956186
Genre: Historische Romane

Rezension:


Im vierten Band um die heimliche Heilerin Madlen geht es ordentlich zur Sache. Weil sie einem Schwerverletzten helfen wollen, geraten Madlen und Franz ganz unbeabsichtigt zwischen die Fronten zweier mächtiger Gegner.

Franz beschuldigt man, geheime Informationen vorzuenthalten und er wird gefangen genommen, eingesperrt und misshandelt.

Madlen gelingt es, herauszufinden, um was es überhaupt geht, doch erst als ein verheerendes Feuer ausbricht, merkt sie, dass ihre Gegner ihr haushoch überlegen sind.

Madlen und ihre Familie müssen schwere Zeiten durchstehen, in denen allerlei schlimme Dinge passieren, Intrigen und Missgunst, tragische Todesfälle, sowie Verlust vom ganzen Hab und Gut. Und immer noch hat niemand herausgefunden, wer in Worms ein falsches Spiel spielt und für all das verantwortlich ist und so viele Menschen auf dem Gewissen hat.

Die Geschehnisse machen für Madlen mühselige Reisen mit längerer Abwesenheit von Worms notwendig, aber genau wie schon in den vorigen Bänden gefällt mir, dass sie bei allen Prüfungen, die ihr auferlegt werden, nie ganz allein ist, sondern immer ihre Familie oder gute Freunde hinter sich hat, die ihr helfen.

Die Autorin hat Madlens Geschichte wieder so anschaulich erzählt, dass man sich direkt im 15. Jahrhundert befand. Es ist von Vorteil, die vorigen Bände zu lesen, aber kein dringendes Muss.

Der Schreibstil ist einfach, das Buch lässt sich gut und flüssig lesen. Die spannende Handlung ist perfekt in den historischem Hintergrund eingebaut, doch nicht alles ist wirklich so geschehen, sondern die Autorin hat es mit künstlerischer Freiheit etwas ausgeschmückt und manches hinzugedichtet, was man im Anhang nachlesen kann.

Auch der vierte Band um Madlen hat mir wieder gut gefallen und ich konnte ihn in zwei Abenden auslesen.

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Libellenschwestern

Lisa Wingate , Andrea Brandl
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Limes, 05.03.2018
ISBN 9783809026907
Genre: Romane

Rezension:


Avery  ist beruflich und privat ziemlich eingespannt, sie ist selbst als Anwältin tätig, nimmt aber nebenbei noch Pressetermine mit ihrem Vater wahr, dem Senator Stafford. Bei einem dieser Termine im Altenheim begegnet ihr eine alte Frau, die sich sehr für Averys  Libellenarmband interessiert. Sie sagt, sie kennt es und es würde ihr gehören. Als Avery dann ein Foto bei ihr im Zimmer sieht, auf dem vier Frauen abgebildet sind, die ihr und ihrer Großmutter sehr ähneln, interessiert sie sich für die Geschichte der Frau. Irgendetwas scheint sie mit Averys Großmutter zu verbinden, doch diese lebt im Heim, ist dement und kann sich an nichts erinnern.
Avery lässt dieses geheimnisvolle Foto keine Ruhe und sie sucht im Haus ihrer Großmutter nach Erklärungen. Gibt es ein Familiengeheimnis, das jahrelang gehütet wurde?

 In einem anderen Handlungsstrang begeben wir uns ins Jahr 1939 zu den  Geschwistern Foss, die mit ihren Eltern als sog. Flusszigeuner auf einem Hausboot leben. Als die Mutter ins Krankenhaus kommt, werden die Kinder  abgeholt und in ein Waisenhaus gebracht. Dort werden sie an neue Eltern verkauft.
Leider entsprechen diese Machenschaften der Wahrheit. Die Eltern, meist nicht sonderlich gebildet, unterschrieben irgendetwas und in Wirklichkeit gaben sie ihre Kinder damit zur Adoption frei und sahen sie meist nie wieder. Von den 20er Jahren bis hinein in die 50er Jahre wurde das so gehandhabt und anscheinend von ganz oben gedeckt. Im Anhang kann man dazu einiges nachlesen.

Lisa Wingate  schafft es, den Leser ganz in die beiden Handlungsstränge eintauchen zu lassen. Gerade war ich noch bei Avery, gleich wieder bei den Flusszigeunern. Detailreich erzählt sie die Geschichte der Foss- Kinder  und beschreibt so bildhaft, dass man alles direkt vor Augen hat. Rill Foss kämpft darum, ihre Geschwister zusammenzuhalten und eine Trennung zu verhindern, doch leider ist das unmöglich.

Doch was hat die alte Geschichte der Flusskinder mit der  Frau im Heim und Averys Großmutter zu tun?
Avery will um jeden Preis das Geheimnis erfahren und sie findet Dinge heraus, die sie nie für möglich gehalten hätte.


Avery ist eine sehr sympathische Protagonistin, die man direkt ins Herz geschlossen hat. Spannend wird erzählt, wie sie nach und nach mehr herausfindet über die Verbindung der Flusskinder zu ihrer Familie.
Bei den Recherchen macht Avery noch eine ganz andere persönliche Erfahrung. Sie lernt den attraktiven Trent kennen, der auch eine ähnliche Familiengeschichte hat. Zum ersten Mal stellt sie ihre langjährige Beziehung mit Elliot, ihrem Verlobten in Frage. Ist es wirklich Liebe, das sie verbindet oder hält das Leben noch etwas anderes für sie bereit?

Lisa Wingate hat einen fesselnden Schreibstil, beide Zeitebenen haben mich gleichermaßen gefangen genommen, tief bewegt und noch einige Zeit beschäftigt. Ich empfehle es gerne weiter !

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48 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

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Tiefe Havel

Tim Pieper
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 15.03.2018
ISBN 9783740802851
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Der Potsdamer Hauptkommissar Toni Sanftleben wird zum Tatort gerufen, bei dem es um einen ermordeten Binnenschiffer geht. Doch es scheint kein einfach zu lösender Fall zu werden, sondern die Spur führt ins Drogenmilieu und da scheint etwas im großen Stil abzulaufen.
Toni ist mir bereits aus den vorigen Havel- Krimis, die mich auch schon begeistert haben, bekannt.
Normalerweise mag ich nicht zu viel Privatkram der Ermittler bei Krimis, doch Tonis Ehegeschichte berührt mich seit dem ersten Band. Und auch dieses Mal entwickelt es sich zwischen den beiden ganz anders, als ich erwartet habe.
Zudem gibt es Stress mit seinem Vorgesetzten und Toni macht des Öfteren die Faust in der Tasche.

Trotzdem muss er sich  um den Fall oder die Fälle kümmern, denn inzwischen ist ein zweiter Toter dazugekommen. In mühsamer Kleinarbeit werden die Bilder von Überwachungskameras ausgewertet, Telefondaten kontrolliert  und Kontakte überprüft. So ergibt sich bald ein Bild, in welchem Stil hier Drogengeschäfte getätigt wurden und wer dran beteiligt sein könnte.

In einem anderen Handlungsstrang kommt Sandro Ehmke zu Wort, ein ehemaliger Knacki, der mit Toni noch ein Hühnchen zu rupfen hat. Was er und sein Freund Herm mit den Drogengeschäften zu tun haben, ist zuerst noch nicht erkennbar, aber nach und nach werden die losen Fäden zu einem Knoten verbunden und es wird einiges klarer.

Tim Pieper hat wieder einen hervorragenden Krimi geschrieben, kurze Kapitel, flotter Schreibstil und er hält sich nicht mit überflüssigen und unnötigen Beschreibungen auf. 

Spannende Ermittlungstätigkeit wechselt sich mit Tonis unruhigem Privatleben ab, sodass  keine Zeit zur Erholung bleibt. An zwei Abenden habe ich das Buch verschlungen und bin genauso begeistert wie von den letzten Bänden. So darf es gerne weitergehen!

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89 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

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Kühn hat Ärger

Jan Weiler
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2018
ISBN 9783492057578
Genre: Romane

Rezension:

Nachdem ich neulich die Lesung von Jan Weiler zu diesem Buch besucht habe, musste ich `Kühn hat Ärger` natürlich auch lesen.
Es kann gut sein, dass ich nun voreingenommen bin, denn die Lesung war äußerst lustig und ich hatte nun während des Lesens die ganze Zeit den Autor vor Augen.

`Kühn hat Ärger`  ist ein Roman, also kein Krimi im üblichen Sinn. Mit Unmengen  humorvoller Szenen wird dieses Buch zu einem `Krimi- Erlebnis` der besonderen Art.

Es geht um den Mord an einem jungen Libanesen, den Kühn aufzuklären hat. Doch Kühn selbst befindet sich gerade in einer Krise, denn nach seiner mehrwöchigen Reha  läuft alles nicht mehr so toll. Sein Kollege benimmt sich nicht loyal, seine Frau scheint ein Verhältnis zu haben, sein Sohn hält ihn auf Distanz und dann kommt da noch die Angst vor einem ärztlichen Untersuchungsergebnis dazu.
Trotzdem muss er sich um seinen Fall kümmern.

Der junge Libanese Amir war mit Julia, einem Mädchen aus sehr gutem Haus befreundet. Julias Mutter engagiert sich sehr für die Integration von Flüchtlingen bei dem Münchener Verein `Sternenhimmel.`  Sie nimmt Amir begeistert in ihre Familie auf, doch ist sie wirklich so angetan von der Wahl ihrer Tochter oder ist alles nur Schau?

Kühn betritt bei den Ermittlungen quasi eine andere Welt, die Welt der Reichen und Schönen!
Bei der Beschreibung des Hauses der Familie van Hauten, z.B. des Bonsai- Parketts habe ich mehrmals herzhaft lachen müssen.
Die Fantasie des Autors ist phänomenal, wie kann man sich diese Dinge ausdenken? Auch andere Beschreibungen haben es in sich und ganz alltägliche Situationen können sich über mehrere Seiten hinziehen, ohne dass es einem auch nur eine Sekunde langweilig wird.
Als es nach einer Dienstfeier zu einem Seitensprung mit einer Kollegin kommt, wird die Bettszene in allen Einzelheiten wiedergegeben, aber extrem witzig und  humorvoll und bestimmt nicht so, wie man es üblicherweise lesen kann.

Auch Kühns Verhörmethoden sind von ganz besonderer Art, haben mir sehr gut gefallen.
 `Kühn hat Ärger`  ist ein gesellschaftskritischer Roman mit Krimi-  Elementen, doch für mich trat das Krimi- Geschehen eindeutig in den Hintergrund.
Der Autor mit der besonderen Beobachtungsgabe hat einen kurzweiligen, unterhaltsamen Roman geschrieben, den ich gerne empfehle.

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51 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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Als Luca verschwand

Petra Hammesfahr
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Diana, 12.03.2018
ISBN 9783453292093
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kommissar Klinkhammer hat es diesmal mit einem heiklen Fall zu tun. Eigentlich dürfte er gar nicht ermitteln, da er die betroffene Familie persönlich kennt.
Gerade deswegen ist es ihm wichtig, bei der Aufklärung mitzuhelfen. Was ist passiert? Mel, Mutter zweier Kleinkinder, lässt das Baby Luca vor der Drogerie im Kinderwagen stehen und geht einkaufen. Als sie nach einiger Zeit zurückkommt, ist der Wagen leer und der Junge  weg.
Auch die schnell herbeigerufene Polizei kann nichts ausrichten, Luca bleibt verschwunden.

Es gibt einige Theorien. Hat die ältere, verwirrte Frau, die in den Kinderwagen gelangt hat, etwas damit zu tun oder vielleicht der Buhmann, der den anderen Sohn draußen so erschreckt hat?
Mels Mann Martin glaubt allerdings, dass seine Mutter Gaby den Jungen entführt hat, doch die weilt ganz woanders. Und dann verlangt auch noch ein Anrufer Lösegeld. Später kommt eine andere Idee dazu: Hatte Mel den Jungen eventuell gar nicht dabei? War der Wagen vielleicht leer und das Ganze eine Täuschung?


In schnell wechselnden, verschiedenen Handlungssträngen und Rückblenden erfahren wir einiges über Martins Familie und deren Umfeld. Außerdem lernen wir Anni Erzig, die alte verwirrte Frau, näher kennen. Die Charaktere sind allesamt seltsam, verhalten sich merkwürdig und stehen in sonderbaren Beziehungen zueinander.
Der Leser hat den Ermittlern zwar etwas voraus, weiß immer ein wenig mehr, doch trotzdem bleibt es bis zum Schluss ein Rätsel, was hier passiert ist.
Wurde Luca von einem Fremden entführt oder von der alten Frau? Hat Mel Schuld auf sich geladen? Hat die Oma Gaby damit zu tun? Lebt der Junge überhaupt  noch? Wieso benehmen sich alle so eigentümlich?

 Ich mag die Bücher der Autorin, sie sind aber manchmal etwas gewöhnungsbedürftig. Petra Hammesfahr schafft es, mit einfachem Erzählstil trotzdem große Spannung zu erzeugen. Die Story verläuft eigentlich ohne besondere Action, enthält jedoch jede Menge überraschender Wendungen, mit denen man nicht rechnet. Insgesamt hat mich das Buch wieder so gefesselt, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte.
Ein typischer Hammesfahr, den ich sehr gerne empfehle!

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

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Die letzte Fahrt

Petra Mattfeldt
Flexibler Einband: 284 Seiten
Erschienen bei Edition M, 13.03.2018
ISBN 9781503947207
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Petra Mattfeldt stellt uns in `Die letzte Fahrt` zwei neue Ermittler vor, die Freunde Markus Labrenz, Kriminalhauptkommissar, und David Cramer, Journalist.

Cramer beschäftigt sich mit Vermisstenfällen, ganz besonders ist ihm das Verschwinden der jungen Mutter Carla Bornkamp an die Nieren gegangen.

Als plötzlich andere Frauen verschwinden und auch eine Leiche gefunden wird, sieht er, im Gegensatz zur Polizei, direkt einen Zusammenhang.

In einem anderen Handlungsstrang geht es um einen Psychopathen, der den Tod seiner Frau nicht verkraftet hat und nun seit Jahren Frauen entführt, sie gefangen hält und `EHE' spielt.

Petra Mattfeldt hat mich auch mit ihren neuen Figuren wieder begeistern können. Ich mag Krimis, in denen es hauptsächlich um die Ermittlungsarbeit geht.

In mühsamer Kleinarbeit tragen Cramer und die Polizei die Erkenntnisse zusammen und nach und nach ergibt sich ein Bild vom Entführer und Mörder. Wieder wird eine Frauenleiche gefunden und mit Hilfe von Cramer ist die Polizei auf einer ganz heißen Spur. Sie merken, sie sind dem Täter nah auf den Fersen, können ihn doch nicht fassen und es scheint ein Wettlauf gegen die Zeit zu werden.

`Die letzte Fahrt` hat für mich alles, was ein guter Krimi braucht. Eine spannende Story, die ganz ohne viel Blutvergießen und unnötige reißerische Szenen auskommt, aber trotzdem fesselnd geschrieben ist.

Ich freue mich auf weitere Fälle mit Cramer und Labrenz.

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121 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 65 Rezensionen

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Wolfswut

Andreas Gößling
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 12.01.2018
ISBN 9783426521328
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach dem Tode ihres geliebten Vaters macht Lotte Soltau eine grausame Entdeckung. In seiner Garage findet sie mehrere Fässer mit Leichenteilen. Die Polizei ermittelt daraufhin wegen mehrfachen Mordes. Sie halten Soltau für einen Serientäter.

Doch das zu beweisen ist gar nicht so einfach, denn er war anscheinend ein überaus beliebter Mann und niemand traut ihm irgendeine böse Tat zu.

Die Ermittlerin Kira Hallstein und ihr Team versuchen in mühsamer Kleinarbeit herauszufinden, was passiert ist.
Hallstein ist ein eigenwilliger Charakter, hat mir aber sehr gut gefallen. Sie beisst sich richtig fest an dem Fall.
Das mag vielleicht daran liegen, dass ihr kleiner Bruder seit zwanzig Jahren verschwunden ist und seine Leiche nie gefunden wurde. Bei jedem neuen Fall hofft sie, etwas über den Verbleib herauszufinden.

Anscheinend hat Alex Soltau im großen Stil gemordet und er war wohl dabei nicht alleine. Die Opfer wurden vor ihrem Tode lange Zeit grausam gefoltert und teilweise verspeist. Das Buch spart nicht an detailreichen Beschreibungen der Quälereien, deswegen würde ich sagen, es ist nichts für Zartbesaitete.

In der Mitte des Buches gibt es leider ein paar Längen, doch insgesamt bleibt es ein wirklich spannender Thriller.
Dass es sich um einen Fall mit wahrem Hintergrund handelt, las ich erst, nachdem ich das Buch beendet habe und das hat mich anschließend nochmal richtig erschüttert.

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176 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 93 Rezensionen

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Totenweg

Romy Fölck
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 23.02.2018
ISBN 9783785726228
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Polizistin Frida Paulsen muss nach einem Überfall auf ihren Vater am elterlichen Hof in der Elbmarsch aushelfen. In den letzten zwanzig Jahren war sie nie länger zu Hause, weil der Mord an ihrer Jugendfreundin Marit sie bis heute verfolgt.
Nun ist aber Not am Mann und sie kann nicht wieder fliehen, sondern muss ihrer Mutter zur Seite stehen.

Kriminalhauptkommissar Haverkorn steht kurz vor der Pensionierung, doch sein Cold Case, der Mord an Marit Ott, lässt ihn bis heute nicht los.
Umso besser, dass Frida mal wieder in greifbarer Nähe ist, denn er ist überzeugt, dass sie ihm damals nicht alles gesagt hat, was sie über den Mord wusste.

In Rückblenden erfahren wir einiges über die Vergangenheit zum Zeitpunkt des Mordes.

Frida sieht Kommissar Haverkorn, dem sie früher lieber aus dem Weg gegangen ist, heute in einem anderen Licht. Jetzt ist er ein Kollege, und sie vertraut ihm Dinge an, die sie jahrelang für sich behalten hat.

`Totenweg` ist mein erstes Buch von Romy Fölck und ich bin total begeistert.
Ich fühlte mich direkt nach Deichgraben versetzt und hatte ein ganz klares Bild vom Dorf in der Elbmarsch im Kopf. Ein eigentlich beschauliches Örtchen, in dem aber seit dem Mord an Marit vieles anders wurde. Ich stelle mir alles ein wenig mystisch und nebelig vor, mit hutzeligen alten Häuschen und einer insgesamt düsteren Atmosphäre.

Als wieder ein Mädchen verschwindet, hat Frida einen Verdacht und ermittelt ein bisschen auf eigene Faust. Als sie dabei ihre alten Freunde wieder trifft, weiß sie plötzlich nicht mehr, wem sie trauen darf und wem nicht.
Und dann wird auch sie bedroht....

Die Autorin hat einen spannenden Krimi geschrieben, viele Wendungen eingebaut und falsche Fährten gelegt, sodass der Leser nie wusste, was als nächstes passiert und wer überhaupt gut oder böse ist.
Lange hat mich kein Buch mehr auf diese Weise gepackt, spannende, mitreißende Story und keine Sekunde Langeweile.

Ich bin begeistert, dass es der Auftakt zu einer neuen Krimireihe ist und freue mich schon sehr auf weitere Bände mit Frida Paulsen und Kommissar Haverkorn.

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54 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Die ferne Hoffnung

Ellin Carsta
Flexibler Einband: 362 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 20.02.2018
ISBN 9781542047883
Genre: Historische Romane

Rezension:

1888,
`Die ferne Hoffnung` ist der Auftakt zu einer neuen Buchreihe um die Hamburger Handelsfamilie Hansen.

Nach dem Tod des Vaters bleiben die drei Brüder auf einem Schuldenberg sitzen. Nur mit Kaffee können sie das nötige Geld nicht aufbringen, aber sie beschließen, eine neue Richtung einzuschlagen. Mit Kakao wollen sie dem Handelshaus Hansen zu altem Glanz zurück verhelfen.

Die Brüder verstehen sich sehr gut und teilen sich auf, Georg bleibt im Hamburger Kontor, Robert kauft eine Plantage in Kamerun und siedelt mit seiner Familie dorthin. Karl, der Jüngste, wird in Wien versuchen, ein neues Standbein aufzubauen. Zusammen wollen sie es schaffen!!

In drei Handlungssträngen lässt die Autorin uns am Leben der Brüder und ihren Familien teilhaben. Roberts Tochter Luise fühlt sich in Kamerun sofort zu Hause, im Gegensatz zu ihrer Mutter und ihrer Schwester. Zumal es dort einen jungen Mann gibt, der starke Gefühle in ihr weckt. Leider gehört er zu den schwarzen Arbeitern und eine Beziehung zwischen beiden ist undenkbar.

Das Leben auf der Plantage und der Anbau von Kakao ist wieder ein außergewöhnliches Thema, das mich auch fasziniert hat.

Das Konzept geht auf, die Brüder schaffen es, mit Kakao gutes Geld zu verdienen, sodass die Schulden getilgt werden können und ein angenehmes Leben in Wohlstand wieder in Aussicht ist.

Es hat mir gut gefallen, wie die Brüder zusammenhalten und keiner dem anderen etwas neidet. Das erwirtschaftete Geld wird einfach geteilt, doch dann passiert etwas, das die Brüder für immer entzweien könnte.

Ellin Carsta hat mit ihren facettenreichen Charakteren und den interessanten Schauplätzen ein fein gemischtes Gesamtbild der Zeit geschaffen. Gut rübergekommen ist die Überheblichkeit vieler Europäer, die in Kamerun leben und die Einwohner eine winzige Stufe über den Affen ansiedeln. Doch auch der junge, etwas unscheinbare Karl in Wien macht eine unvorhersehbare Entwicklung durch.

Das Geschehen wechselt immer zwischen dem Leben im wilden Kamerun, dem gemütlichen Wien oder dem steifen Hamburg, wobei alle drei Handlungsstränge gleich spannend gewesen sind, denn es passiert eine ganze Menge.

Ellin Carsta hat mich mit dem ersten Band der Hansen- Saga wieder total begeistert! Das Buch habe ich verschlungen und möchte am liebsten sofort den zweiten Band lesen. Nun bin ich gespannt, wie es weitergeht mit der Familie Hansen.

Von mir eine absolute Leseempfehlung !!!

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49 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

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Die andere Schwester: Roman

Kristin Hannah
E-Buch Text: 515 Seiten
Erschienen bei Aufbau Digital, 16.02.2018
ISBN 9783841215314
Genre: Romane

Rezension:


Meghann ist eine erfolgreiche Scheidungsanwältin und ledig. Aus gutem Grund, wie sie findet. Männer sind eher für schnellen Sex ohne Verpflichtungen geeignet.
Ihre Schwester Carrie ist das krasse Gegenteil. Abgebrochene Schule, keine Ausbildung und Mutter eines unehelichen Kindes.
Trotz ihrer gemeinsamen schweren Kindheit haben die Schwestern kaum Kontakt und sehen sich nur selten. Darunter leiden eigentlich beide, aber sie schaffen es nicht, daran etwas zu ändern.
Nun hat Carrie vor zu heiraten und Meg will sie auf jeden Fall davon abbringen. Sie sieht in ihrem Job jeden Tag, wie schnell eine große Liebe vorbei sein kann und möchte ihre Schwester vor diesem Fehler bewahren.
Die Autorin hat das Leben der beiden Frauen in zwei verschiedenen Handlungssträngen ausführlich beschrieben, sodass man sehr gut in die Geschichte eintauchen konnte.


`Die andere Schwester` lässt sich gut lesen, plätschert aber lange Zeit etwas vor sich hin, wie ich finde.
Ich habe immer gewartet, dass noch irgendwas passiert und als es dann passierte, ging es mir zu schnell vorbei.
Das gravierende, einschneidende Erlebnis, das die beiden Schwestern zusammenschweißen könnte, hätte viel ausführlicher erzählt werden dürfen. Doch dieser wichtigste Teil ist eher kurz ausgefallen, vielleicht ein Viertel des ganzen Buches.

Ein gutes Buch, aber es kommt für mich nicht an den Vorgänger `Die Nachtigall` heran.

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