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Die Töchter der Heidevilla

Madeleine Harstall
E-Buch Text: 376 Seiten
Erschienen bei dotbooks Verlag, 30.05.2017
ISBN 9783961480838
Genre: Romane

Rezension:

Die siebenjährige Zilla wird heimlich von ihrer Mutter aus der DDR ausgeschleust. Allein in der Fremde, jedoch mit neuen Pflegeeltern, geht sie ihren Weg, studiert und wird erfolgreich im Beruf. Die Ehe mit Richard ist allerdings nicht ganz so, wie sie es sich ursprünglich vorgestellt hatte.

Nach Öffnung der Grenzen bleibt ihr die leibliche Mutter fremd, doch als diese sie bittet, einige Wochen die Pferdezucht zu leiten, da sie ins Krankenhaus muss, sagen Zilla und Richard zu.

Durch Zufall findet Zilla im Haus ein Heft, in dem ihre Großmutter ihre Lebensgeschichte aufgeschrieben hat.

Sie beginnt zu lesen und wir werden in die Zeit vor und während des zweiten Weltkrieges versetzt. Zilla gewinnt völlig neue Erkenntnisse über sich und ihre Herkunft und auch Richard wird gezwungen, die Vergangenheit seiner Familie aufzuarbeiten.

Das Buch ist flüssig geschrieben und hat mir gut gefallen, wenn es auch zwischendurch manchmal an ein Verwirrspiel im Theater erinnerte, was aber nicht wirklich störte.

Die Flucht aus Ostpreußen, alle Mühen und Qualen, werden Zilla vom alten Pferdewirt Aki berichtet und nach und nach fügt sich alle Gelesene und Gehörte zu einer komplexen Geschichte zusammen, an der Zillas und Richards Ehe zu zerbrechen droht.

Die Töchter der Heidevilla sind allesamt, in jeder Generation, starke Persönlichkeiten gewesen, die sich oft allein durchkämpfen mussten.
Ein sehr schöner, lesenswerter Familienroman mit liebevoll gezeichneten Charakteren und interessantem geschichtlichen Hintergrund.

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serie, www.die-rezensentin.de, band 3, fortsetzung

Blutschmuck

Petra Mattfeldt
Flexibler Einband
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 05.07.2017
ISBN 9783839221433
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Profiler Falko Cornelsen und seine Freundin Sarah treffen auf der Beerdigung von Sarahs Mutter auf Lisa Schönfeld, eine ehemalige Freundin der Verstorbenen.

Als sie die Bernsteinkette an Sarahs Hals sieht, legt sie auf dem Friedhof urplötzlich ein verstörendes Verhalten an den Tag, schreit los und reagiert völlig hysterisch und bevor Falko nachfragen kann, ist sie verschwunden.
Weder Sarah noch Falko lässt dieses Verhalten Ruhe und Falko beginnt Nachforschungen anzustellen.

Um überhaupt an Informationen über Lisa Schönfeld zu kommen, muss er tief im Polizei-Archiv graben. Er wird wirklich fündig und stößt auf einen ungeklärten alten Fall, bei dem es um die Vergewaltigung von Lisa Schönfeld und ihrer Mutter geht und die Täter nie gefasst wurden.
Je mehr Falko sich damit beschäftigt, umso mehr wird ihm klar, dass er in ein Wespennest gestochen hat. Es scheint in der Vergangenheit noch eine ganze Menge Fälle gegeben zu haben, alle mit der gleichen Vorgehensweise der Täter, die aber nie aufgeklärt wurden. Es stellt sich heraus, dass bei den Ermittlungen extrem geschlampt wurde.
Diese alten Vergewaltigungsfälle wurden schon lange zu den Akten gelegt, doch Falko ist so angefixt, dass er sie wieder aufrollen möchte.

In `Blutschmuck` geht es in erster Linie um die Ermittlungen. Falko redet mit Betroffenen von damals, setzt Puzzlestück für Puzzlestück zusammen und leider gibt es auch in Sarahs Familie dunkle Geheimnisse, die nach und nach ans Tageslicht kommen.
Ich liebe diese Art von Krimi, in denen es hauptsächlich um Nachforschungen geht, weil die Verbrechen in der Vergangenheit liegen.

In einem anderen Erzählstrang blendet die Autorin in die 60er Jahre zurück und einer der Täter, um die es hier geht, kommt zu Wort.
Das macht das Ganze erst recht spannend, da der Leser schon Einzelheiten kennt, während Falko und seine Kollegen noch im Dunkeln tappen.

`Blutschmuck` hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, habe es in zwei Abenden gelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.
Es hat mir richtig gut gefallen und wer es auch nicht gerne so blutrünstig mag, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen.

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freundschaft, hass, psychothriller, liebe, astrid korten

WO IST JAY?

Astrid Korten
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Independently published, 18.05.2017
ISBN 9781521310021
Genre: Sonstiges

Rezension:


Mia Beckers Freundin Jay de Winter verschwindet spurlos, ohne sich zu verabschieden oder irgendwo zu melden. Nur ihr Ehemann Hugo hat angeblich eine Nachricht erhalten, dass Jay ihn und die Kinder verlassen hat.
Mia kann das nicht glauben und will Jay als vermisst melden, doch der gemeinsame Freundeskreis hält das für unnötig und benimmt sich merkwürdig. Was verschweigen die Freunde? Was wissen sie?

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Dabei kommt jedesmal einer der Freunde, eingeteilt nach Datum, zu Wort und der Leser erfährt nach und nach, wie die Tage vor Jays Verschwinden verlaufen sind und was danach geschah.

Alle haben ihre Geheimnisse und es kommt heraus, dass auch Jay kein Engel gewesen ist, nur Mia scheint als Einzige nie etwas mitbekommen zu haben.
Trotzdem beharrt sie darauf, nach Jay suchen zu lassen und probiert alles, um sie zurückzuholen.

`Wo ist Jay?` war mein erster Roman von Astrid Korten und er hat mir gut gefallen. Sie hat total unterschiedliche Charaktere geschaffen, nach außen hin die besten Freunde, die alle anscheinend eine perfekte Ehe führen. Doch guckt man einmal hinter die Fassaden, tun sich wahre Abgründe auf. Der ganze Freundeskreis scheint nur ein einziges Lügengebilde zu sein.

Ist Jay wirklich freiwillig gegangen, wurde sie entführt oder ist sie womöglich schon tot? Als in der Nähe ein Mord geschieht und das Opfer Jay zum Verwechseln ähnlich sieht, ist wieder nur Mia überzeugt, dass etwas nicht stimmt.
Der Schreibstil ist flüssig, der Leser wird durch verschiedene Wendungen immer wieder in die Irre geführt und kann nur rätseln, was es mit Jays Schicksal auf sich hat.
Ich würde sagen, so etwas kann sich nur ein Autor ausdenken, aber dann las ich, dass es sich um eine wahre Begebenheit handeln soll. Wahnsinn, die besten Geschichten schreibt anscheinend doch das Leben...
Neid, Intrigen, Hass, Lügen, Missgunst, hier ist wirklich alles vertreten. `Wo ist Jay?` ist ein spannender Thriller, der mich von Anfang bis Ende gefesselt hat!!

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Die honigsüßen Hände

Marion Johanning
Flexibler Einband: 498 Seiten
Erschienen bei Amazon Publishing, 09.02.2016
ISBN 9781503954670
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich muss gestehen, der Buchtitel hat mich zuerst etwas abgeschreckt, doch inzwischen weiß ich, dass er sich aufs Backen bezieht.
Die junge Beatrix wird an den adeligen Arnold von der Ahe verheiratet, doch ihre Ehe ist die Hölle. Arnold misshandelt sie und hält sie bei Wasser und Brot auf seiner Burg gefangen.
Zusammen mit der Dienerin Mechthild gelingt Beatrix eine abenteuerliche Flucht nach Köln.
Dort schafft sie es, sich einen Namen als Kuchenbäckerin zu machen und obwohl sie und Mechthild sich als Schwestern aus der Eifel ausgegeben haben, bietet das nicht wirklich Sicherheit vor Entdeckung.
In Köln lernt sie einen Mann kennen, in den sie sich verliebt. Aber er ist nicht frei, genauso wenig wie Beatrix und die Angst, Arnold könnte sie finden, überschattet alles...

Marion Johanning hat sehr interessante Charaktere geschaffen, facettenreich und lebendig beschrieben.
Obwohl das Buch 500 Seiten dick ist, hatte ich beim Lesen keine Minute Langeweile. Beatrix` Leben verläuft sehr ereignisreich und die Autorin hat gut recherchiert und den Alltag im Köln des 13. Jahrhundert authentisch dargestellt.
Auch die Entwicklung der Backkünste vom einfachen Obstkuchen bis hin zu den edelsten Marzipantorten fand ich sehr interessant. Beatrix tüftelt und probiert, bis ihr wieder etwas Neues gelingt. Zur damaligen Zeit war es alles andere als einfach, denn die Zutaten waren schwer bis gar nicht zu beschaffen. Sie musste oft improvisieren, weil ein Gewürz etc. fehlt. Zucker wurde als weißes Gold bezeichnet und war extrem teuer und fast gar nicht zu bekommen.
Beatrix stellt trotzdem die herrlichsten Torten her, die ihr jede Menge Kundschaft bescheren, doch gleichermaßen wieder Ärger mit der Zunft.
Viele Wendungen und verschiedene Ereignisse machen `Die honigsüßen Hände` zu einem wahren Lesevergnügen! Eine ganz klare Kaufempfehlung von mir !

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Wenn du vergisst

Lisa Ballantyne , Marie Rahn
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei btb, 13.06.2017
ISBN 9783442715251
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch beginnt mit dem Unfall der Lehrerin Margaret, bei dem ein fremder Mann ihr das Leben rettet. Durch den Unfall wird bei Margaret etwas losgetreten, das sie lange Jahre verdrängt und vergessen hatte.
Sie möchte herausfinden, was sie so beschäftigt, hat aber keinerlei Anhaltspunkt. An viele Jahre ihrer Kindheit hat sie überhaupt keine Erinnerungen, sie weiß nur, was sie von ihren Eltern gehört hat. Und zwar, dass sie lange im Krankenhaus war und lieber vergessen solle, was gewesen ist.
Doch nach dem Unfall möchte sie unbedingt herausfinden, was damals geschah. Und dann findet sie auf dem Dachboden ihrer Eltern eine alte Kiste mit Zeitungsabschnitten und einem Tagebuch...

Lisa Ballantyne schreibt in verschiedenen Handlungssträngen, die in zwei Zeitebenen eingeteilt sind. 1985 erleben wir den 26jährigen George McLaughlin, der von einem anderen Leben träumt. Er möchte seine damalige Freundin Kathleen und seine kleine Tochter überraschen und mit ihnen auf und davon gehen. Das Problem ist nur, dass das Mädchen ihn nicht kennt und Kathleen inzwischen glücklich verheiratet ist.
Er beobachtet die Familie und als das Mädchen allein zur Schule geht, entführt er sie.
Diese Geschehnisse werden von mehreren Personen aus unterschiedlichen Blickwinkeln wiedergegeben.
In Rückblenden dürfen wir zusätzlich auf Georges Elternhaus und seine schlimme Kindheit blicken, wie der Alltag bei den McLaughlins ablief und alle Geschwister und die Mutter vor dem gewalttätigen Vater zitterten.
Das Leben hat George hart mitgespielt, seine Handlungen sind meist unüberlegt und naiv. Er tat mir oft leid, weil er durchaus kindliche Züge im Körper eines erwachsenen Mannes hat.

Schon Lisa Ballantynes erster Roman hat mich begeistert und auch hier hat sie sich wieder eine fesselnde Story ausgedacht, die man, dank des lockeren Schreibstils sehr flüssig lesen kann.

Die Autorin hat sehr unterschiedliche, interessante Charaktere geschaffen, auch der Reporter Agnus war sehr gut beschrieben, obwohl ich nicht verstanden habe, warum Christen den Sabbat so streng halten. Das war mir gänzlich neu, aber vielleicht gibt es irgendwo religiöse Gruppen, die das so praktizieren.

`Wenn Du vergisst` würde ich als einen gefühlvollen Roman mit leichten Krimi-Elementen bezeichnen, bei dem der Spannungsbogen die ganze Zeit oben gehalten wird, obwohl es weder blutig noch sonderlich actionreich ist.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es gerne !

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mord, krimi, gina, band 8, frauen

Sieh nichts Böses

Inge Löhnig
E-Buch Text: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 16.06.2017
ISBN 9783843715362
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Lange mussten die Leser auf einen neuen Inge Löhnig- Krimi warten, aber ich kann sagen: Es hat sich gelohnt!!
 Kommissar Dühnfort beginnt mit den Ermittlungen, nachdem während einer Hundeprüfung durch Zufall eine Frauenleiche gefunden wurde. Recht schnell ist die Identität der Toten geklärt, doch als die Polizisten zu den Eltern der jungen Frau fahren, um ihnen die schreckliche Nachricht zu überbringen, sind sie mehr als erstaunt über die Reaktionen, die sie dort erleben.


Außerdem erwarten Dühnfort und seine Frau Gina ihr erstes Kind und leider gibt es da eine nicht so schöne Nachricht der Ärzte. Eigentlich mag ich nicht viel Privatkram der Ermittler im Krimi, doch hier hat es mich komischerweise gar nicht gestört. Man fiebert quasi mit, wie die beiden mit der neuen Situation umgehen und wie sie sich entscheiden werden.
Inge Löhnig  lässt uns in verschiedenen Handlungssträngen mehrere Familien kennen lernen und zwar ziemlich ausführlich, sodass man eine Verbindung aufbauen kann. Scheinbar haben die Personen nichts miteinander zu tun und immer wenn ich dachte, mir ginge ein Licht auf, löste sich der Verdacht fürs Erste wieder auf.
Auch Dühnfort und sein Team kommen nicht so recht voran. 
Gibt es bei dem Mord an der jungen Frau eine Verbindung zu einem zurückliegenden Mordfall und was hat es mit den Affenfiguren auf sich, die neben den Toten gefunden wurden?

Ich habe lange keinen so perfekt konstruierten Krimi mehr gelesen. Alle anfänglich losen Fäden werden zum Schluss verknüpft und zu einem fulminanten Ende zusammengeführt.
Ich mag alle `Dühnfort`- Bände, aber für mich ist `Sieh nichts Böses` der beste! 
Extrem spannend geschrieben, fesselnde Story mit vielen Wendungen- einfach genial!
Das war mal wieder so ein Buch, bei dem ich traurig war, als ich es zuschlagen musste.
 Lesegenuss von der ersten bis zur letzten Seite!!

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krimi, münchen, mord, toni stieglitz, häusliche gewalt

Tiefe Schuld

Manuela Obermeier
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 16.06.2017
ISBN 9783548288635
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kommissarin Toni Stieglitz wird zu einem Mordfall gerufen. Eine Frauenleiche im Wald, ermordet, und die Flecken und Blutergüsse auf ihrem Körper deuten auf Misshandlungen hin, die ihr lange vor der Tat zugefügt worden sein müssen.
Toni wird direkt an ihre eigene Vergangenheit erinnert, ihr Freund Mike hat sie auch misshandelt, bis sie ihn angezeigt hat.
Die tote Frau tut ihr sehr leid und für Toni ist es ganz klar, dass der Ehemann der Täter ist. Ihre Kollegen sind allerdings anderer Meinung und werfen ihr eine einseitige Ermittlung vor.

Der Fall gestaltet sich für Toni doch nicht so einfach, wie zuerst gedacht. Irgendwann ist sie gezwungen, auch einen anderen Täter in Erwägung zu ziehen.
Den Leser lässt die Autorin durch einige geschickte Wendungen gleichfalls im Ungewissen, wer für den Mord verantwortlich ist.
`Tiefe Schuld` gehört wieder eher in die Kategorie ruhiger Krimi, ohne viel Action, dafür mehr Ermittlungsarbeit.
Der Schreibstil der Autorin hat mir gefallen, das Buch lässt sich flüssig lesen. Auch der Fall ist sehr interessant, allerdings wurde mir zu viel von Tonis Privatkram erzählt. Da hätte es gerne etwas weniger sein dürfen und auch Tonis Handlungen konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen.
Trotzdem war es insgesamt eine spannende Story.

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mord, krebs, thriller, krankheit, psychothriller

AMNESIA - Ich muss mich erinnern

Jutta Maria Herrmann
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.06.2017
ISBN 9783426519974
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Helen weiß, dass sie unheilbar krank ist- Lungenkrebs im Endstadium. Die Ärzte geben ihr noch ungefähr ein Jahr. Sie beschließt, sich von ihrer Mutter und ihrer Schwester zu verabschieden, die sie lange nicht gesehen hat und zu denen das Verhältnis nicht besonders ist.
Doch als sie dort ankommt, findet sie nie den richtigen Zeitpunkt, um den beiden von ihrem Zustand zu erzählen.
Ihre Mutter reagiert mehr als kühl auf das Wiedersehen, nur ihre Schwester Kristin, inzwischen glücklich verheiratet und schwanger, scheint sich zu freuen. Als Helen jedoch Kristins Ehemann kennenlernt, ist sie alles andere als erfreut. Sie kennt Leon von früher und weiß, dass er ein Verbrechen begangen hat, für das er nicht zur Rechenschaft gezogen wurde. Auch ihre Schwester scheint er nicht gut zu behandeln und Helen macht eine Äußerung, die sie bald bitter bereuen wird.

Kurz nach ihrer Ankunft bei der Familie  passieren im Umfeld plötzlich schreckliche Dinge, ein Selbstmord, ein Mord, ein Unfall.
Helen kriegt alles eher wie durch einen Schleier mit, denn sie nimmt zu häufig Beruhigungstabletten, obwohl sie weiß, dass diese starke Nebenwirkungen hervorrufen, z.B. Halluzinationen.
Sie leidet oft unter  großen Erinnerungslücken und Kontrollverlust und eines Morgens fragt sie sich beim Erwachen voller Panik, ob sie evt. für die Taten verantwortlich ist, denn scheinbar deutet alles auf sie als Täterin hin. Ist sie wirklich eine Mörderin? Oder bildet sie sich alles vielleicht nur ein?

Der Thriller ist in der Ich-Form aus Helens Sicht geschrieben. In fesselndem Schreibstil mit kurzen Kapiteln lässt die Autorin uns an Helens Gefühlswirrwarr teilnehmen.
 Ich war mir während des Lesens nie ganz sicher, was Realität ist und wobei es sich um eventuelle Wahnvorstellungen im Medikamentenrausch handelt.

Durch clever eingesetzte Wendungen bringt Jutta Maria Herrmann andere Verdächtige ins Spiel, die auch ein Motiv gehabt hätten, um uns kurze Zeit später wieder einen klaren Beweis für Helens Schuld zu liefern. So bleibt die Spannung erhalten und der Leser weiter im Ungewissen. 

Jutta Maria Herrmann hat mich auch mit  ihrem  neuen Buch wieder begeistert. `Amnesia` ist ein packender Psychothriller, der mich von der ersten bis zur letzten Seite in Atem gehalten hat.

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www.die-rezensentin.de, westfalen, mord, kapelle

Mordkapelle

Carla Berling
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453419964
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Lokalreporterin Ira Wittekind ist den meisten Lesern ja schon aus den vorigen Bänden bekannt, jedoch kann man auch problemlos mit diesem Band einsteigen.
Als der Apotheker Ludwig Hahnwald in der Dorfkapelle bei einem Brand ums Leben kommt, sieht alles nach Mord aus und Ira beginnt sofort mit den Vorbereitungen für ihren Artikel. Sie möchte das Leben von Ludwig Hahnwald beleuchten und eine Reportage über ihn schreiben.
Wer hatte ein Motiv, den beliebten Apotheker zu töten? Profitiert vielleicht jemand finanziell von seinem Tod oder gab es doch andere Gründe?

Als sie sich näher damit beschäftigt, stößt Ira immer wieder auf unerklärliche Vorkommnisse in der Vergangenheit und auf eine Familie, in der seit Jahren so einiges totgeschwiegen wird.

Ira ist eine sympathische Protagonistin, die den Dingen gerne auf den Grund geht. Ziemlich verbissen versucht sie, mehr über die Familie Hahnwald herauszubekommen.


Was sie dabei nach und nach entdeckt, lässt auf eine große Story hoffen, doch es wird immer besser. Jeder aus der Familie hat anscheinend etwas zu verbergen und der allseits beliebte Ludwig Hahnwald hatte auch allerlei Geheimnisse in seinem Leben. Ira findet heraus, dass er bei weitem nicht der nette Mensch war, den alle in ihm sahen.

`Mordkapelle`ist eher ein ruhiger Krimi und nicht sonderlich actionreich, hier geht es hauptsächlich um Recherche und die vielen dunklen Geheimnisse im Umfeld des Toten.
Die Autorin schreibt in lockerem, leichten Stil, bringt immer wieder neue Verdächtige ein, sodass der Leser keine Ahnung hat, wer den Apotheker auf dem Gewissen hat.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Für die Leser der vorigen Bände gibt es ein Wiederlesen mit Andy und seiner Familie. Humorvoll beschreibt Carla Berling die beiden alten Tanten, die immer ein `Schnäpsken` bereit halten. Die ostwestfälische Mundart der beiden war mir in den anderen Bänden manchmal etwas viel, hier hat sie jedoch genau die richtige Dosis gefunden.

Obwohl die  Protagonistin Reporterin ist und keine Polizeibeamtin, ist `Mordkapelle` ein fesselnder Krimi mit vielen humorvollen Szenen und einer ordentlichen Portion Lokalkolorit!!


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wien, krimi, kinderheim, missbrauch, wien-krimi

Die verlorenen Kinder

Michael Seitz
E-Buch Text: 248 Seiten
Erschienen bei Knaur eBook, 03.05.2017
ISBN 9783426444849
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Falco Brunner, ehemaliger Polizist, jetzt Privatdetektiv, bekommt den Auftrag, den Tod eines alten Mannes im Pflegeheim zu untersuchen. Die junge Witwe glaubt nicht an einen natürlichen Tod, sondern vermutet, dass ihr Mann ermordet wurde.
Bei seinen Nachforschungen entdeckt Falco noch mehr ungeklärte Todesfälle in Pflegeheimen. Und alle Toten scheinen mit dem Kinderheim Wilhelminenberg, in dem es in den 60er Jahren Missbrauch gegeben hatte, in Verbindung zu stehen.
Es war für mich das erste Buch von Michael Seitz und der Schreibstil des Autors hat mir gefallen. Teilweise kam ich etwas durcheinander wegen der vielen verschiedenen Namen, aber das hat sich nach einiger Zeit gelegt, obwohl ich eigentlich auch manche Personen überflüssig fand. Wenn sie nur mal kurz erwähnt werden, ist es eher störend, wieder einen neuen Namen zu hören. Laut Klappentext hatte ich mir vorgestellt, dass das Buch in zwei Zeitebenen eingeteilt ist, jedoch spielt es fast die ganze Zeit in der Gegenwart.

Die damaligen Opfer leiden heute noch unter dem, was man ihnen im Heim angetan hat und die Verantwortlichen wurden nie zur Rechenschaft gezogen.
Übt jemand späte Rache oder haben die Todesfälle einen ganz anderen Grund?
Auch wenn die Story teilweise etwas verworren schien und ich manches nicht nachvollziehen konnte, war ich doch in Lage, großzügig darüber hinwegzusehen, denn das Buch hat mich auf jeden Fall gefesselt.
Es gibt viele verschiedene Handlungsstränge, die das Ganze auflockern und es war spannend, da man die ganze Zeit nicht wirklich wusste, wer gut oder böse ist.
Falco fand ich, trotz seines übertriebenen Sexualtriebs, einen sympathischen Protagonisten, der immer noch nicht ganz verkraftet zu haben schien, dass seine Ex-Ehefrau einen anderen hat. Und dass das allein Falcos Schuld ist, denn er hatte es nie so genau genommen mit der Treue in seiner Ehe.

Insgesamt hat mir `Die verlorenen Kinder` gut gefallen und ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen!

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dania dicken, die profilerin, urlaub, band 8, www.die-rezensentin.de

Die Profilerin - Das Grauen in dir

Dania Dicken
E-Buch Text
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 09.05.2017
ISBN 9783732542161
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Profilerin Andrea macht mit ihrer Familie Urlaub in Schottland auf der Insel Skye.
Durch einen kleinen Verkehrsunfall kommt sie in Kontakt mit dem örtlichen Polizeichef Fergus. Dieser bittet sie um Hilfe, denn seit Jahren treibt ein Serientäter sein Unwesen auf der Insel. Immer sind männliche Teenager seine Opfer, die er bestialisch quält, bevor er sie tötet.
Andrea willigt ein, während ihres Urlaubs ein Profil zu erstellen und kommt dem Täter dabei erschreckend nah.
Die erste Hälfte des Buches fand ich spannend, auch wenn es nicht ganz einleuchtend war, dass vorher keine intensiven Ermittlungen erfolgten, obwohl es eine Reihe von Todesfällen gab. Trotzdem ließ es sich gut lesen und konnte mich fesseln.
In der zweiten Hälfte passierten jedoch zu viele Dinge, die ich total unrealistisch fand und das Verhalten der Verantwortlichen wurde auf einmal absolut unprofessionell.

Wie kann ein Täter entkommen, obwohl mehrere Polizisten danebenstehen? Wo ist die Polizei, wenn zwei Männer allein den Täter verfolgen? Wie kann er immer wieder ungehindert irgendwo auftauchen? Ich kann leider nicht ins Detail gehen, ohne zu spoilern, aber für mich gab es da zu viele Ungereimtheiten.
Die Spannung, die im ersten Teil aufgebaut wurde, flachte leider in der zweiten Hälfte immer mehr ab.
Schade, denn der Schreibstil der Autorin hat mir eigentlich gefallen.

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Floras Traum von rotem Oleander

Annette Hennig
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 14.03.2017
ISBN 9781612185323
Genre: Sonstiges

Rezension:

Rügen, 1939. Flora ist in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, doch ihr war schon früh klar, dass sie einmal ein völlig anderes Leben führen möchte. Als sie eine Stellung als Zimmermädchen bei der Gräfin von Langenberg bekommt, hat sie eine ganz klare Vorstellung von ihrer Zukunft. Sie träumt von einem Leben im Wohlstand und setzt zielstrebig alles dran, um den jungen Grafen Heinrich von Langenberg zu betören. Er verliebt sich in Flora und trotz des Widerstands seiner Mutter heiratet er sie und macht sie zur Gräfin.
Von nun an kann Flora ihre Maske wieder fallenlassen und die schlechten Charakterzüge kommen zum Vorschein. Ihr Ehemann wird genauso schikaniert wie das Dienstpersonal und das ändert sich auch nicht, als Tochter Viola zur Welt kommt.
Flora übernimmt die Leitung des Guts, die alte Gräfin wird aufs Altenteil geschickt und Heinrich bleibt ein verliebter, gutgläubiger Trottel.

Die Geschichte ist in zwei Handlungssträngen geschrieben, zur Zeit des zweiten Weltkrieges und 1990, kurz nach der Wende.

Durch die Geschehnisse in 1990 weiß der Leser, dass Flora sich in irgendeiner Form auch an ihrer Tochter versündigt haben muss, sodass seit etlichen Jahren keinerlei Kontakt besteht.

Flora ist eine dominante, nicht sehr sympathische Protagonistin und kommt nicht besonders liebenswert rüber.
Mich hat das hier nicht gestört, weil es für die Geschichte nötig war und zudem die anderen Charaktere sehr sorgfältig und liebevoll beschrieben werden.

`Floras Traum von rotem Oleander` ist der Auftakt zu einer wunderschönen Familiensaga, deren Handlung mich direkt fesseln konnte, sodass ich es an einem Sonntag gelesen habe.

Ein Problem habe ich mit dem abrupten Ende, die Geschichte ist nicht abgeschlossen, viele Fragen bleiben offen, wenn man das Buch zuschlägt.
Es geht zwar nahtlos im zweiten Teil weiter, was für mich jetzt okay war, weil das nächste Buch hier schon liegt. Trotzdem möchte ich eigentlich eine abgeschlossene Geschichte lesen, die nicht mittendrin aufhört.

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teepflückerin, ceylon, tempel, freunde, engländer

Der Himmel über Ceylon

Linda Cuir
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Weltbild, 01.01.2016
ISBN 9783959732512
Genre: Romane

Rezension:


Die junge Teepflückerin Anjali erhofft sich etwas anderes vom Leben, als nur Tee zu pflücken und sich zur Krönung ein Kind von einem Aufseher andrehen zu lassen.
Trotz der Missbilligung ihrer Mutter schwänzt sie die Arbeit auf der Plantage und steigt zum Tempel, um die Götter um eine bessere Zukunft zu bitten.
Dabei trifft sie auf den adeligen Engländer Tom. Er bietet ihr an, bei seinen Eltern als Küchenhilfe zu arbeiten und es scheint, als hätten die Götter ihren Wunsch erhört.
Anjali verliebt sich in Tom und nimmt an, dass es ihm ähnlich geht, doch leider läuft alles bald ganz anders als erwartet.
Anjali lässt sich jedoch nicht unterkriegen, steht schwierige Zeiten ganz allein durch, schafft es aber immer wieder, Menschen zu finden, die ihr zugetan sind und so baut sie sich mehrmals etwas Neues auf. Fleißig arbeitet sie an ihren Ideen, doch wohin ihr Weg sie am Ende führt, ist nie ganz klar. Viele Niederlagen und menschliche Enttäuschungen muss Anjali einstecken, doch aufgeben kommt für sie nie in Frage.

Die Geschichte ist sehr interessant, in den 60er Jahren und später gab es in Ceylon immer noch Kastendenken, obwohl es offiziell abgeschafft wurde.
Zwischendurch zieht es sich allerdings etwas, da hätte man das Geschehen ein wenig zusammenraffen können. Anjalis Verhalten aufgrund ihrer Mentalität konnte ich manchmal nicht nachvollziehen, da merkte man wieder den Unterschied zwischen europäischem und asiatischem Denken.

`Der Himmel über Ceylon` ist eine berührende, sehr schön erzählte Geschichte mit vielen interessanten Eindrücken und Hintergründen über Ceylon und das Leben dort, die andere Kultur, den Unterschied zwischen arm und reich. Die Autorin hat gut recherchiert und dem Leser die Lebensweise, die Götter und das Kastenwesen nähergebracht.

Durch den Prolog ist der Leser sicher, dass noch etwas Bedeutendes in Anjalis Leben passiert und dass sie es auf jeden Fall geschafft hat.

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64 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

sylt, runen, historischer roman, liebe, insel

Die Strandräuberin

Ines Thorn
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 11.04.2017
ISBN 9783352008986
Genre: Historische Romane

Rezension:

1711, Jördis lebt seit dem Tode ihrer Eltern mit der Großmutter zusammen in einer Kate auf der Insel Sylt. Den Lebensunterhalt für beide verdient sie sich mit dem Sammeln von Strandgut oder dem Voraussagen der Zukunft durch das Runenorakel, das die Großmutter aus ihrer Heimat Island mitgebracht hat.

Ines Thron beschreibt das Leben zur damaligen Zeit sehr authentisch. Das Klima war rau, die Leute hatten es schwer, lebten vom Fischfang oder der Seefahrt. Und natürlich von der Strandräuberei, was aber bei Strafe verboten war. Es herrscht Armut, trotz harter Arbeit gab es wenig zu essen und zu wenig Material, um den Ofen anzufeuern. Die Mädchen konnten froh sein, wenn sie einen Ernährer gefunden hatten der sie heiratet. Die Liebe spielte da eher eine Nebenrolle. Umso glücklicher war Jördis, als Arjen, ihr heimlicher Schwarm sie bittet, seine Frau zu werden.
Doch dann kommt alles anders....
Eifersucht, Neid und Hinterlist zerstören ihr Glück und zu allem Übel werden Jördis und ihre Großmutter auch noch als Hexen beschimpft und verurteilt.

Die Autorin hat vielschichtige Charaktere geschaffen, liebenswert bis bösartig, es geht um Intrigen, Missgunst, üble Nachrede, aber auch Liebe und Vergebung.

`Die Strandräuberin` ist ein einfach zu lesender historischer Roman, den ich an einem Wochenende verschlungen habe.
Die Geschichte um Jördis konnte mich direkt fesseln, ich hatte keine Minute Langeweile und deshalb vergebe ich gerne 5 Sterne für diese unterhaltsame Lektüre.

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schottland, familie, adoption, liebe, geheimnis

Das Geheimnis von Chaleran Castle: Familiengeheimnis Roman

Elaine Winter
E-Buch Text: 264 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 11.04.2017
ISBN 9783732531493
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Reisejournalistin Felicia wird von ihrem Chefredakteur nach Schottland geschickt, um einen ausführlichen Artikel darüber zu schreiben. 
Fasziniert von dem alten Chaleran Castle bleibt sie länger, als ursprünglich geplant war, irgendetwas an den alten Gemäuern lässt sie nicht los. Als die Besitzerin der Burg ihr eine Schatulle mit Briefen und Tagebuchaufzeichnungen überlässt, stößt sie beim Lesen auf eine  Familientragödie, die ihr einen zusätzlichen Grund bietet zu bleiben.
Das ist ihr gar nicht so unrecht, denn es gibt auch einen Mann, der sie mehr als nur interessiert.
Zusätzlich erfährt sie plötzlich Dinge, die ihr eigenes Leben komplett auf den Kopf stellen.

`Das Geheimnis von Chaleran Castle` ist eine nette Lektüre, die mich gut unterhalten hat. In angenehmem Stil schreibt die Autorin in zwei Zeitebenen, sodass wir auch einiges über die Verfasserin der Tagebücher erfahren.
Interessant fand ich auch, einige Dinge über das Leben in Schottland mitzubekommen, z.B. über Clans und ihre Gebräuche.
Die wundervolle Landschaft hat Elaine Winter so bildhaft beschrieben, dass ich sie genau vor Augen hatte, bildete mir sogar ein, den Duft der Wiesen riechen zu können. Trotzdem verlor sie sich nicht in langatmigen und übertriebenen Ausschmückungen, sondern konzentrierte sich auf das wirkliche Geschehen.

Das Buch eignet sich für entspannte Stunden, in denen man mal in das schöne Schottland abtauchen kann und eine bezaubernde Familiengeschichte geboten bekommt.

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auswandererschicksale, www.die-rezensentin.de, deutsche in amerika, deutsche auswanderer, chicago

Mit Müh und Not: Dritter Teil des Auswanderer-Krimis

Kai Blum
E-Buch Text: 141 Seiten
Erschienen bei null, 10.03.2017
ISBN B01N6FK4LK
Genre: Sonstiges

Rezension:


Der dritte Teil der Auswanderer- Krimis spielt 1886 in Chicago, rund um den Haymarket Bombenanschlag.
Andreas Brenner, Mitarbeiter der deutschen Arbeiter- Zeitung, wird zusammen mit vielen anderen verhaftet, weil er während der Explosion vor Ort war.
Die Brüder Bob und Jack Hunhoff, die nun im Dakota Gebiet leben, bekommen die Nachricht von Andreas` Verhaftung und machen sich direkt auf den Weg in die Stadt, denn als ehemalige Chicagoer Polizisten haben sie vielleicht die Möglichkeit etwas zu erfahren, das Andreas helfen könnte.
Der Autor lehnt seinen Roman ganz nah an die historischen Tatsachen, die Mitwirkenden haben sogar zum großen Teil wirklich gelebt.
Die Streiks und Forderungen der Arbeiter nach kürzerer Arbeitszeit und Mitbestimmung wurden systematisch verhindert und das Haymarket Bombenattentat war eine perfekte Gelegenheit, um die Verschwörer und Anarchisten ein für alle mal hinter Gittern zu bringen oder gar zum Tode zu verurteilen.
Wie auch mit den ersten beiden Bänden schaffte Kai Blum es erneut, mich zu begeistern. Authentisch schildert er die historischen Ereignisse und hat die fiktiven Charaktere mit ihren Erlebnissen gekonnt eingebaut. Ich fand das Buch richtig spannend, und wieder einmal wurde mir klar, wie schwierig die Anfänge waren, um kürzere Arbeitszeiten, faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Viele mutige Männer setzten sich mit ihrem Leben für den Kampf um Gerechtigkeit und ein Ende der Lohnsklaverei ein.

Da zwischen den einzelnen Bänden immer eine große Zeitspanne liegt, hatte ich die Charaktere aus den ersten beiden nicht mehr auf dem Schirm. Also kann man auch mit dem dritten Teil anfangen, wäre allerdings schade, wenn man sich `Hoffnung ist ein weites Feld` und `Man erntet, was man sät` entgehen lassen würde.
Als Krimi im üblichen Sinne würde ich `Mit Müh und Not` gar nicht bezeichnen, eher als vielschichtigen historischen Roman, der mich bestens unterhalten hat.

Von mir eine ganz klare Kaufempfehlung !!!

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koblenz, preußen, 19. jahrhundert, verrat, napoleon

Die Festung am Rhein

Maria W. Peter
Flexibler Einband: 607 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783404175192
Genre: Historische Romane

Rezension:


Coblenz, 1822. Der junge Halbfranzose Christian, Soldat in der preußischen Armee, wird des Verrats beschuldigt. Wichtige Unterlagen über den Bau der neuen Festung soll er gestohlen und an die Franzosen verkauft haben. Seine Schwester Franziska glaubt kein Wort davon und versucht, die Unschuld ihres Bruders zu beweisen. Immer wieder läuft ihr dabei der preußische Leutnant Rudolph über den Weg. Es kommt so weit, dass er sie nun auch des Verrats bezichtigt.
Die Festung Ehrenbreitstein wurde 1817-1828 erbaut und thront bis heute über Rhein und Mosel.
Genau 200 Jahre später erscheint der Roman, für den die Autorin sehr genaue Recherche betrieben hat.
`Die Festung am Rhein` ist eine umfangreiche Geschichte mit liebevoll gestalteten Figuren. 
Rudolph, der typische Preuße, wie man ihn sich so vorstellt und Franziska, ein zartes, aber charakterstarkes Persönchen mit ziemlich viel Mut und Eigensinn. Die Geschichte wird mal von Rudolph und mal von Franziska erzählt, sodass der Leser verschiedene Blickwinkel kennenlernt. 
Durch die Suche nach dem wahren Verräter kommen die beiden sich, trotz gegenseitigen Misstrauens, doch näher.
Eine Verbindung zwischen einem Preußen und einer Halbfranzösin war zur damaligen Zeit eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, zusätzlich gehören beide noch unterschiedlichen Konfessionen an.

Sollte ein Offizier vorhaben zu heiraten, ging dies nicht ohne Einwilligung des Königs, was allerdings nur selten gestattet wurde.
Sehr interessant fand ich generell das Verhältnis der Rheinländer zu den Preußen, das die Autorin authentisch beschrieben hat.
Maria W. Peter hat die außergewöhnliche Geschichte um Franziska und Rudolph in einen wahren historischen Hintergrund eingearbeitet und eine ganze Menge Wissenswertes hineingepackt.

Herausgekommen ist ein eindrucksvoller Roman, der einem gemütliche Lesestunden beschert und  dazu noch lehrreich ist.

Am Anfang des Buches befindet sich eine Karte der Gebiete, die es dem Leser leichter macht, sich alles bildlich vorzustellen und im Anschluss wird noch einmal einiges an historischen Fakten erklärt und beschrieben.

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holocaust, erster weltkrieg, judenverfolgung, lübeck, familiensaga

Die silberne Spieldose

Mina Baites
E-Buch Text: 320 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 07.03.2017
ISBN 9781477820520
Genre: Sonstiges

Rezension:

Paul Blumenthal und seine Familie betreiben seit jeher Juweliergeschäfte in Hamburg und Lübeck.
Als es Anfang der dreißiger Jahre für Juden zu gefährlich wird in Deutschland, ziehen einige ihrer Verwandten nach Kapstadt, während Paul das Geschäft weiterführt. Genauso wie Onkel Max in Lübeck, hofft er, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis wieder alles beim Alten ist. Die Bevölkerung wird sich das nicht länger gefallen lassen und irgendjemand wird Hitler Einhalt gebieten.
Leider müssen sie schon bald erfahren, dass dem nicht so ist...

`Die silberne Spieldose` erzählt eine ergreifende Familiengeschichte, die im ersten Weltkrieg beginnt und in den 1960er Jahren endet.
Ich habe schon viele Bücher zu dem Thema gelesen, aber dieses hat mich von Anfang bis Ende gefesselt.
Ich finde es immer wieder unfassbar, dass Freunde, mit denen man zusammen zur Schule ging und aufgewachsen ist, sich plötzlich so gegen einen wenden können, nur weil man Jude ist. Zumal man das ja schon immer war und es vorher niemanden gestört hat.
Ganz schlimm fand ich auch, dass Pauls Vater im ersten Weltkrieg für Deutschland gekämpft hat und das Eiserne Kreuz für seine Tapferkeit erhalten hat und im zweiten Weltkrieg gelten er oder seine Familie dann plötzlich als Staatsfeinde?

Die Silberne Spieldose, die einst Pauls Vater für ihn hergestellt hat, schenkt er seiner Tochter Margarete, die sie wie einen Augapfel hütet.
Die Geschichte macht einen Zeitsprung, als die Spieldose 1965 bei der Engländerin Lilian im Nachlass ihrer Eltern auftaucht. Besteht eine Verbindung zu den Blumenthals? Lilian beginnt mit Nachforschungen....

Mina Baites hat in sehr angenehmen Stil eine authentische Familiengeschichte über mehrere Generationen geschrieben, die mich tief berührt hat.

Dieses Buch konnte man nicht einfach nach dem Lesen zur Seite legen und zu einem neuen greifen, sondern es wird mich noch einige Zeit beschäftigen.

Absolute Kaufempfehlung, zumal das eBook im Moment nur 4,99€ kostet!!!

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schottland, geige, violinkonzert, musik, sympathische charaktere

Die Zärtlichkeit des Augenblicks

Heike Fröhling
E-Buch Text: 222 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 07.03.2017
ISBN 9781477821237
Genre: Sonstiges

Rezension:

Nach einem Streit mit ihrem Freund entscheidet sich Kristin kurzfristig, alleine nach Schottland zu reisen. Sie steht in Verhandlungen, eine alte Geige zu kaufen und nun hat sie die Möglichkeit, eine Entscheidung wegen ihrer Beziehung aufzuschieben und gleichzeitig das Stück persönlich zu begutachten.
Der Verkäufer der Geige ist Ethan, ein älterer Mann, der seit vielen Jahren taub ist.
Irgendetwas zieht Kristin zu ihm hin und sie freunden sich an. Er zeigt ihr eine jahrelang verschollene Komposition von Mendelssohn. Nach und nach kommt heraus, wie er an die Papiere gelangt ist, doch da steckt noch ein Geheimnis dahinter und Kristin will es auf jeden Fall herausbekommen..

Das Buch fängt gemächlich an, Kristin lässt es ruhig angehen in Schottland, sie verbringt Abende mit Ethan, wobei er ihr Vieles anvertraut.
Im letzten Drittel ändert sich der Stil etwas und es passiert eine ganze Menge in kurzer Zeit.
Die Story hat mir gefallen, auch wenn ich es manchmal etwas unrealistisch fand, dass Ethan gerade einer Fremden nun alles erzählt, worüber er jahrzehntelang geschwiegen hat. Er überlässt Kristin die Entscheidung, was sie mit der Information anfangen soll.

`Die Zärtlichkeit des Augenblicks` ist ein Roman, der sich sehr intensiv mit dem Geigenspiel befasst. Obwohl ich völlig unmusikalisch bin und kein großes Interesse daran habe, hat mich die Geschichte gefesselt. Ich fand total spannend, wie die Autorin so intensiv über die Gefühle geschrieben hat, die man beim Geige spielen empfindet. Es muss ja eine ganz besondere Faszination davon ausgehen.

Bis auf ein paar wenige Schwachstellen handelt es sich um einen sehr liebevoll geschriebenen Roman, der sich leicht lesen läs

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fortsetzun, serie, www.die-rezensentin.de, inquisition, carsta

Die heimliche Heilerin und die Toten

Ellin Carsta
E-Buch Text: 350 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 07.03.2017
ISBN 9781612185040
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die ersten beiden Bände um die Heilerin Madlen sind mir bereits bekannt und ich freute mich auf ein Wiederlesen mit den schon liebgewonnenen Figuren.
Madlens Leben verlief bisher nicht immer glatt und umso mehr gönnte ich ihr nun etwas Ruhe mit ihrer Familie in Köln.
Doch dann passiert etwas, das ich mir beim besten Willen nicht vorgestellt hätte, denn Madlen wird von einem schweren Schicksalsschlag getroffen und ihr Leben ändert sich von einer Minute zur anderen.
Überstürzt, ohne sich zu verabschieden, muss sie flüchten und Köln auf unbestimmte Zeit verlassen.
Mir hat gefallen, dass sie immer auf Menschen trifft, die ihr wohlgesonnen sind und so ist sie nie ganz allein.
Ich bin immer wieder fasziniert, wie damals die weiten Wege bewältigt wurden. Für eine Strecke, die man heute in einer oder mehreren Stunden problemlos schafft, wurden früher Tage, Wochen oder sogar Monate benötigt. Und diese Reisen waren alles andere als bequem.
Irgendwann ist Madlen in der Lage, an dem, was passiert ist, das Gute zu erkennen, denn sie kann endlich ihren langjährigen Traum verwirklichen und Medizin studieren.
Doch natürlich nagt an ihr, was ihr in Köln widerfahren ist. Wird sie jemals Gerechtigkeit erlangen?

Ellin Carsta hat zum dritten Mal eine spannende Geschichte um die heimliche Heilerin gewoben.
Man sollte allerdings die ersten Bände ruhig gelesen haben, um die Entwicklung und die Zusammenhänge besser zu verstehen, aber natürlich kann man auch erst jetzt einsteigen.
Bekannte Gesichter treffen wir im dritten Teil wieder, den Erzbischof, Schwiegermutter Elisabeth und Tante Agathe.
In `Die heimliche Heilerin und der Medicus` habe ich mich immer gefragt, wieso Medicus Franz von Beyenburg so schnell von der Bildfläche verschwunden ist, doch jetzt findet man dazu eine plausible Erklärung.

`Die heimliche Heilerin und die Toten` ist eine gelungene Mischung aus Roman und Krimi, denn auch diesmal geht es wieder darum, einen Verbrecher zu überführen und zu verurteilen.
Ellin Carsta überzeugt, wie gewohnt, mit einem flüssigen Schreibstil und sympathischen Protagonisten. Sie hält sich nicht mit ausufernden Beschreibungen oder einem `in die Länge ziehen` auf, sondern Madlens Leben ist so ereignisreich, dass das völlig genügt.
Wieder einmal wurde klar, dass es auch in der damaligen Zeit starke Frauen gab, die ihren Weg gingen und ihre Ziele durchsetzten.
Die lebendige und bildhafte Schreibweise macht das Lesen sehr angenehm und so wurde ich wieder bestens unterhalten.

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hamburg, sturmflut, liebe, usa, schlaganfall

Sturmherz

Corina Bomann
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783548288390
Genre: Romane

Rezension:

Alexa hat seit vielen Jahren kein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter Cornelia. Nun liegt diese plötzlich mit einem Schlaganfall im Krankenhaus und ist auf die Hilfe ihrer Tochter angewiesen.

Der Roman spielt in zwei Zeitebenen, wodurch wir die junge Cornelia und ihren Freund Rick während der Sturmflut 1962 in Hamburg kennenlernen.
Aus zwei Sichten wird die Liebesgeschichte des jungen Paares erzählt und warum eine Aneinanderreihung unglücklicher Umstände damals ein Happy End verhinderten.
Der andere Handlungsstrang spielt in der Gegenwart.
Bei der Durchsicht der Papiere stößt Alexa auf Briefe und Aufzeichnungen, die das Verhalten ihrer Mutter in den vielen Jahren in einem anderen Licht erscheinen lassen.
Alex hat eine Menge Fragen und dann bekommt sie die Gelegenheit, die Geschichte aus erster Hand zu hören, denn Rick ist zurückgekommen.

Corina Bomann lässt den Leser lange darüber im Ungewissen, was damals passiert ist und wieso Cornelia ihrer Tochter nie die nötige Liebe geben konnte.
Nach und nach, Stückchen für Stückchen erfährt man immer mehr und leidet mit den Beteiligten. Trotzdem konnte ich Cornelias Verhalten nicht verstehen oder nachempfinden.
Alexa kämpft ein Leben lang um die Liebe ihrer Mutter und nun, als Cornelia krank ist, scheint sie ihr endlich eine Erklärung zu geben. Aber ist es dafür nicht längst zu spät?
Corina Bomann wirft immer nur Bröckchen hin und so wird die Phantasie der Leser angeregt und man kann selbst versuchen, sich einen Reim auf das Verhalten zu machen.

Gekonnt springt sie zwischen den Zeiten und verschiedenen Perspektiven hin und her und fesselt den Leser mit der tragischen Geschichte einer großen Liebe, durch die viele, auch Unbeteiligte sehr leiden mussten.
`Sturmherz`ist eine leichte Lektüre, die sich wunderbar zum Entspannen eignet und mich sehr gut unterhalten hat.

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Der Scharfrichter

Nadine d'Arachart , Sarah Wedler
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei telescope, 28.10.2016
ISBN 9783959150224
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nachdem Ermittlerin Daria Storm im ersten Band den Schinder zur Strecke gebracht hat, scheint es jetzt eine Steigerung zu geben. Ein grausamer Mörder richtet seine Opfer nach dem Vorbild mittelalterlicher Foltermethoden hin. Schnell bekommt er von der Presse den Namen `Der Scharfrichter.`
Bei jedem der Toten findet sich ein Hinweis auf den nächsten Mord. Daria und ihr Team sind verzweifelt, denn der Mörder ist ihnen immer einen Schritt voraus.
Irgendwann ist sich Daria sicher, es kann ihr nur einer bei der Aufklärung der Morde helfen: Der Schinder!

Daria ist inzwischen fest mit ihrem Kollegen Martin liiert. Er weiß um die Gefühle, die Daria für  den Schinder  hatte und ist sich nicht sicher, wie es jetzt in ihr aussieht. Natürlich möchte er auf keinen Fall, dass sie mit ihm in Kontakt tritt.

Daria jagt den Mörder, wobei jagen diesmal wörtlich genommen werden kann.
Ohne Verschnaufpause reihen sich Mord an Mord und das Autorenduo spart nicht an grausamen Einzelheiten zu den Taten.
In einem rasanten Tempo ist die Polizei dem Täter auf den Fersen, doch leider kommt sie immer einen Moment zu spät, um ihn zu fassen oder seine Taten zu verhindern. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Die kurzen Kapitel und der flüssige Schreibstil sorgen dafür, dass der Spannungsbogen oben gehalten wird, auch wenn ich mir zwischendurch etwas mehr Ruhe gewünscht hätte.
Im ersten Band war mir Daria Storm nicht sonderlich sympathisch, weil sie sich teilweise so naiv benommen hat und sich dadurch in große Gefahr brachte.
Jetzt gefiel sie mir um einiges besser, handelt sie doch nicht mehr so unüberlegt wie bei `Der Schinder.` Ich bin sicher, es gibt bald eine Fortsetzung, denn das Kapitel Daria und der Schinder ist für mich noch nicht zu Ende.

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ostpreußen, familiensaga, pferdezucht, familie, gutsleben

Das Lied der Störche

Ulrike Renk
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 19.01.2017
ISBN 9783746632469
Genre: Historische Romane

Rezension:

Das Buch erzählt die Geschichte der elfjährigen Frederike von Weidenfels, die mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern auf das Gut des Stiefvaters nach Ostpreußen zieht.
Schon früh ist ihr bewusst, dass sie keine Mitgift zu erwarten hat, da ihr leiblicher Vater tot ist.
So versucht sie möglichst viel zu erlernen, damit sie evtl. später einmal eine Stellung als Hausdame bekommt, denn an eine Heirat glaubt sie nicht.
Frederikes Mutter möchte ihre Tochter natürlich trotzdem gut versorgt sehen und legt ihr den um viele Jahre älteren Ax von Stieglitz ans Herz. Für Ax schwärmte Frederike schon, als sie elf war, doch sieht er in ihr mehr als ein Kind?
Als Frederike älter wird, scheint Ax an ihr interessiert zu sein, doch irgendein Geheimnis umgibt den Mann und aus welchem Grund hat er nie geheiratet?
`Das Lied der Störche` soll auf wahren Begebenheiten beruhen, was man im Anhang noch ausführlicher nachlesen kann.
Bildhaft erzählt Ulrike Renk über das Leben auf dem Gutshof in Ostpreußen in der 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Man konnte sich als Leser direkt dorthin versetzen und plötzlich in eine andere Zeit abtauchen.
Detailliert wird beschrieben, wie gekocht, geheizt, gebadet wurde und wie der Alltag auf dem Gut mit den Tieren verlief. Besonders interessant fand ich den Umgang der Adeligen mit den Bediensteten, den `Leuten`, wie sie genannt wurden.

Auch wenn das Buch keine wirklichen Höhen und Tiefen hat, empfand ich es auf keinen Fall langatmig, sondern es hat mir gut gefallen, über das alltägliche Leben zu lesen.
Die Themen der Frauen waren der Haushalt mit seinen üblichen Aufgaben und der Bewirtung der Gäste. Auf keinen Fall durften der Hausherr damit behelligt wurden.
Die Männer interessierten sich mehr für die Arbeiten und die Tiere auf dem Gut und natürlich für Politik.
Die Autorin hat sehr unterschiedliche und facettenreiche Charaktere geschaffen, wovon mir besonders Frederike und Onkel Erik, ihr Stiefvater, richtig ans Herz gewachsen sind. Aber auch alle anderen hatten ihre liebenswerten oder besonderen Seiten.
Das Buch erzählt Frederikes Erlebnisse, bis sie achtzehn Jahre alt ist, das Ende lässt noch einige Fragen offen.
Doch ein Lebensabschnitt ist nun abgeschlossen und die Fortsetzung wird nicht lange auf sich warten lassen.

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berlin, www.die-rezensentin.de, ermittlung, krimi, trieb

Ein dunkler Trieb

L.U. Ulder
Flexibler Einband: 444 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2016
ISBN 9783426216019
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:



Björn Liebermann tritt seine neue Stelle bei der Abteilung für Bandenkriminalität in Berlin an und muss sofort bei der Mordkommission aushelfen.
Es beginnt für ihn direkt mit einer toten Frau, die gequält und vergewaltigt wurde, aber dabei bleibt es leider nicht.

Es gibt mehrere Handlungsstränge, die das Buch erst richtig spannend werden lassen. Das Besondere daran ist, dass einige Männer sich durch ihre Handlungen verdächtig machen und der Autor alle selbst aus ihrer Sicht erzählen lässt. Der Leser tappt bei der Suche nach dem Täter genauso im Dunkeln wie die Polizei.

L.U. Ulder hat sehr interessante Figuren geschaffen. Mit dem Protagonisten Björn hatte ich zuerst meine Schwierigkeiten. Einige seiner Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen und für mich war er einfach nur ein Weichei. Das ändert sich aber im Laufe des Buches, denn er entwickelt sich weiter und zwar zu seinem Vorteil.
Am Anfang erfährt der Leser einiges über Björns Privatleben, doch später wird es nur noch kurz angerissen, da hätte ich eigentlich gerne Näheres erfahren.
Auch die Kollegen sind sympathisch, besonders gelungen fand ich die Chefin, bei der man nicht weiß, ob Männlein oder Weiblein, weswegen sie den Spitznamen `Er Sie Es` trägt.

`Ein dunkler Trieb` ist mal wieder ein Thriller, in dem es hauptsächlich um Ermittlungsarbeit geht, die sehr detailliert beschrieben wird.
Hier passt alles zusammen, eine raffiniert ausgetüftelte Handlung, spannend geschrieben, sodass keine Minute Langeweile aufkommen konnte.
Eine unbedingte Leseempfehlung für diesen packenden Thriller!!

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105 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

köln, familiengeheimnis, liebe, geheimnis, roman

Die Kirschvilla

Hanna Caspian
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.09.2016
ISBN 9783453419551
Genre: Romane

Rezension:

Ganz überraschend erben Isabell und ihre Großmutter Pauline ein riesiges Anwesen in Köln. Als Kind lebte Pauline mit ihrer Familie dort, doch irgendetwas scheint damals vorgefallen zu sein, denn sie war in den ganzen Jahren nie wieder dort.
Die Autorin schreibt in zwei Zeitebenen, wobei eine der Handlungen in Form von alten Tagebüchern erzählt wird. Isabell fand sie durch Zufall, in einem Verschlag in der Villa versteckt.

Pauline war eins von mehreren Kindern und die ganze Familie hatte unter dem herrischen, brutalen Vater zu leiden.
Nach und nach wird eine extrem düstere Familiengeschichte enthüllt, deren Auswirkungen bis in die Gegenwart zu spüren sind. Isabell beginnt langsam zu verstehen, warum ihre Großmutter nicht über ihre Vergangenheit sprechen möchte.
War es wirklich der Fluch, der einst ausgesprochen wurde, der die Familie zerstört hat?

Mit Isabell konnte ich nicht so richtig warm werden, ihre Art war mir zu hektisch und flatterhaft.
In die Vergangenheit konnte ich mich  jedoch wunderbar hineinversetzen, die Autorin hat die beklemmende Atmosphäre in der Villa sehr gut eingefangen.
Allerdings kamen mir die historischen  Kapitel etwas zu kurz. Ich hätte mich lieber länger in der damaligen Zeit aufgehalten. Immer wenn ich mich gerade in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts eingelesen hatte, sprang die Autorin wieder in die Gegenwart.


Hanna Caspian hat  eine fesselnde Familiengeschichte geschrieben, mit zahlreichen Verwicklungen, die plötzlich auch Folgen auf Isabells heutiges Leben haben.

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