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20 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

www.die-rezensentin.de, kinkel

Grimms Morde

Tanja Kinkel
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Droemer, 02.10.2017
ISBN 9783426281017
Genre: Historische Romane

Rezension:

Kassel 1821, Die ehemalige Mätresse des Landesfürsten wird bestialisch ermordet. Bei der Leiche findet man einen Zettel mit einem Zitat, das aus der Märchensammlung der Brüder Grimm stammt und somit hat die Polizei die Brüder gleich im Visier.

In einem anderen Handlungsstrang lernen wir die Schwestern Annette und Jenny von Droste- Hülshoff kennen.
Da Annette die Verfasserin des Märchens ist, aus dem das Zitat stammt, fahren die Schwestern nach Kassel, um bei der Aufklärung zu helfen.

Ich hatte ziemliche Schwierigkeiten, die ganzen Namen, trotz Personenregisters, auseinanderzuhalten. Zudem empfand ich die ersten 200 Seiten ziemlich langatmig.
Ab dann nahm die Geschichte allerdings Fahrt auf und konnte mich wieder fesseln.
Die Brüder Grimm und die Droste Schwestern versuchen, den wahren Mörder zu fangen, denn die Polizei hat sich ganz auf Jakob Grimm eingeschossen.
Die Frauen haben zudem noch andere Probleme, Jenny liebt Wilhelm Grimm und Annette hat immer noch mit den Nachwirkungen einer vergangenen, unseligen und peinlichen Liebschaft zu kämpfen.

Tanja Kinkel hat sehr gut recherchiert und es ist ihr gelungen, Wahres und Fiktion zu einer interessanten Geschichte zu verweben. Im Nachwort ist auch zu lesen, was wirklich passiert ist und was ihrer Fantasie entsprungen ist.

Durch die heimlichen Nachforschungen geraten die Schwestern auch in Gefahr. Annette von Droste- Hülshoff ist eine mutige Natur, die sagt was sie denkt. Zur damaligen Zeit wurde das als äußerst unweiblich empfunden, weswegen sie auch dauernd gerügt wird.
Ihre Gedichte und Geschichten sind nach Meinung ihrer Familie ganz nett und nur für den Hausgebrauch, doch auf keinen Fall soll sie etwas veröffentlichen. Was wäre der Nachwelt da entgangen, wenn es so geblieben wäre?
Mir hat `Grimms Morde` gefallen, wenn es auch lange Zeit sehr schleppend voranging und mir die vielen Personen zu schaffen machten. Es ist keine einfache Lektüre, die man mal eben so wegliest. Ich musste mich oft wirklich konzentrieren, damit ich alles richtig zuordne. Die beiden letzten Drittel waren jedoch recht spannend.
Einzelheiten aus dem Leben der Familien Grimm und von Droste- Hülshoff, zwei Morde, Intrigen, Liebe und jede Menge Verwicklungen, das alles hat Tanja Kinkel in `Grimms Morde` gekonnt zu einem historischen Krimi verarbeitet.

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55 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

rassismus, hebamme, usa, vorurteile

Kleine große Schritte

Jodi Picoult , Elfriede Peschel
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 02.10.2017
ISBN 9783570102374
Genre: Romane

Rezension:


Ich bin seit Jahren Fan von Jodi Picoult, habe all ihre Bücher verschlungen, nur das letzte hat mir nicht so gefallen. Nun war ich gespannt, was mich bei `Kleine große Schritte` erwarten würde. Und ich muss sagen: Jodi Picoult hat wieder zu ihrer alten Form zurückgefunden!!

Ruth Jefferson arbeitet seit zwanzig Jahren als Hebamme im Mercy- West Haven Hospital. Sie hilft, Kinder auf die Welt zu bringen, kümmert sich um Neugeborene, assistiert bei OPs und geht ganz in ihrem Beruf auf.
Dass sie schwarz ist, war bisher nie ein Problem, bis der Vater eines Säuglings ihr untersagt, sein weißes Baby anzufassen. Ruth bekommt von der Stationsschwester die Anweisung, den kleinen David nicht zu behandeln, sich von ihm komplett fernzuhalten. Als David jedoch um sein Leben kämpft und niemand außer Ruth da ist, gerät sie in Gewissenskonflikt. Kann sie verantworten, das Baby durch Unterlassung eventuell sterben zu lassen oder soll sie ihren Job riskieren und ihn behandeln?

Trotz aller Maßnahmen stirbt das Baby! Die bisher völlig unbescholtene Ruth wird wegen Mordes angeklagt und natürlich verändert das ihr ganzes Leben.

Jodi Picoult lässt uns, wie immer, die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Ruth, ihre Anwältin Kennedy und Turk, der Vater des Jungen schildern alles aus ihrer Sicht. Turk ist total rassistisch, betreibt eine eigene Website, die sich intensiv mit dem Thema `Nichtarier` beschäftigt.
Der Prozess beginnt und es war wieder mal höchst interessant zu lesen, wie sich der Charakter der Menschen verändern kann. Früher mochten alle Kollegen Ruth sehr gerne und waren auch tlw. mit ihr befreundet, doch davon ist nach der Anklage nicht mehr viel geblieben. Das Krankenhaus, dem sie zwanzig Jahre treu gedient hat, wirft sie den Löwen zum Fraß vor, nur damit niemand auf die Idee kommt, das Krankenhaus zu verklagen.
Erschütternd zu lesen, dass Schwarze in USA heute immer noch in vielen Dingen des alltäglichen Lebens diskriminiert werden. Einfach nur, weil sie eine andere Hautfarbe haben. Das war auch der Anwältin Kennedy nicht bewusst, erst als sie sich näher damit befasst, versteht sie es und versteht auch Ruths Wut, die seit Jahren in ihr schwelt.

Jodi Picoult beschreibt den Prozess, aber auch die Gefühlslage der drei Protagonisten in ihrem unverwechselbaren Schreibstil. In den anderen ihrer Romane konnte ich meist jede der Handlungsweisen verstehen, wenn sie aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt wurde. Hier war das allerdings anders. Turk Bauer war mir direkt unsympathisch aufgrund seiner Einstellung. Sein Hass richtete sich ja generell gegen jeden Schwarzen, Asiaten oder Schwulen. Jeder, der nicht arisch war, fiel durch. Egal, ob er irgendetwas getan hatte oder nicht. Einfach dadurch, das er lebte.

Die ganze Zeit fieberte ich mit, wie die Geschworenen sich am Ende des Prozesses entscheiden werden, denn Kennedy hat manche Dinge herausgefunden, die sie in ihren Befragungen der Zeugen gut anbringt.
Als es schon sehr gut aussieht, gibt gerade Ruth durch ihre Aussage der Sache eine ganz neue Wendung und man fragt sich, was das soll.

Jodi Picoult hält so viele kleine Überraschungen für den Leser bereit, die das Ganze in ein anderes Licht tauchen.

`Kleine große Schritte` hat mir wieder sehr gut gefallen! Ein aktuelles Thema, spannend umgesetzt und trotz der knapp 600 Seiten hatte ich das Buch schnell durch, weil es mich von Anfang bis Ende gefesselt hat.

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154 Bibliotheken, 20 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

historischer roman, paris, kingsbridge, london, sevilla

Das Fundament der Ewigkeit

Ken Follett , Dietmar Schmidt , Rainer Schumacher , Markus Weber
Fester Einband: 1.200 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.09.2017
ISBN 9783785726006
Genre: Historische Romane

Rezension:


Als ich gleich am Anfang das umfangreiche Personenregister sah, kriegte ich schon etwas Panik. Doch Ken Follett hat die Mitwirkenden so ausgiebig vorgestellt, dass man später immer genau weiß, um wen es sich handelt.
`Das Fundament der Ewigkeit` ist der dritte Teil der Kingsbridge Romane. (Säulen der Erde/ Tore der Welt) Es ist zwar schade, wenn man sich die ersten Bände entgehen ließe, aber zum besseren Verständnis ist es nicht nötig, sie davor zu lesen.
Ging es vorher viel um den Bau der Kathedrale, haben wir es jetzt eher mit den Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten zu tun, die in Glaubenskriegen enden.

`Das Fundament der Ewigkeit` spielt im 16. Jahrhundert. Ned Willard wohnt mit seiner Familie in Kingsbridge und seine große Liebe ist die hübsche Margery Fitzgerald. Es ist klar, dass er sie und keine andere heiraten wird. Margery liebt ihn auch, trotzdem entscheidet sie sich unter dem Druck ihrer Eltern für einen anderen Mann.
Aus Verzweiflung schließt sich Ned dem Gefolge der Königin an und wird von nun an Elisabeth Tudors treuester Begleiter.
Ken Follett lässt uns in verschiedene Familien und Länder blicken. England, Frankreich, Spanien und Holland. Immer gibt es Reibungspunkte, aber auch viele Gemeinsamkeiten.
Der Glauben spaltet Familien und entzweit Freunde. Katholiken und Protestanten kämpfen gegeneinander. Lange Zeit ist offiziell Ruhe, doch hinter den Fassaden brodelt es weiter.
Verschwörungen, Attentate, Folterungen und das alles geschieht im Namen Gottes.

Elisabeth Tudor ist Protestantin und zuerst recht tolerant den Andersgläubigen gegenüber, ihre Cousine Maria Stuart dagegen ist strenge Katholikin, beide Frauenkämpfen um den Thron Englands.
Geschickt hat der Autor fiktive Charaktere mit reellen Personen und wahren historischen Ereignissen verknüpft. Er lässt den Leser mitfiebern, ob die Spione, Intriganten und Heuchler durchkommen. Ganz besonders erschütternd fand ich die Beschreibung des Massakers in der Bartholomäusnacht in Paris, das schreckliche Abschlachten der Protestanten.


Die Geschichte zieht sich über viele Jahrzehnte und immer wieder trifft Ned zwischendurch auf Margery, die noch verheiratet ist. An ihrer Liebe zueinander hat sich nichts geändert, obwohl auch hier der unterschiedliche Glauben eine Rolle spielt.

1200 Seiten sind schon ein ordentlicher Wälzer und ich muss sagen, auf dem letzten Viertel empfand ich es etwas langatmig.

Trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen, eine überaus komplexe Handlung, der man aber sehr gut folgen kann. Ein anspruchsvoller Schreibstil und die gekonnte Kombination aus wirklichen und erfundenen Ereignissen und Personen machen `Das Fundament der Ewigkeit` zu einem umfangreichen Werk, das mich von der ersten Seite an gefesselt hat.

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irland, aberglaube, frauen, feenvolk, historisch

Wo drei Flüsse sich kreuzen

Hannah Kent , Leonie Reppert-Bismarck
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Droemer, 01.09.2017
ISBN 9783426199794
Genre: Romane

Rezension:

Die Geschichte spielt am Anfang des 19. Jahrhunderts in Irland, doch während des Lesens hat man den Eindruck, wir befänden uns im tiefsten Mittelalter.

Die junge Mary sucht eine Anstellung, um etwas Geld zu verdienen, damit sie ihre Eltern und Geschwister unterstützen kann.
Sie fängt bei der gerade verwitweten Nora an, um ihr bei der Pflege ihres Enkels unter die Arme zu greifen.
Der kleine Junge ist behindert, kann weder laufen, noch sehen, noch sprechen. Mary tut er leid und sie geht liebevoll mit ihm um. Doch Nora wird es mehr und mehr zu viel und irgendwann ist sie der Meinung, der Junge sei gar nicht ihr Enkel, sondern ausgetauscht worden, ein sog. `Wechselbalg`, ein Feenkind. Sie nennt ihn nur noch `Es` und ist der Meinung, ihren wahren Enkel durch Zauber und Magie, mit Hilfe der alten Kräuterhexe Nancy, gesund wiederzubekommen.
Der Aberglaube ist in dem Tal fest verwurzelt, Rothaarige sind gefährlich, da muss man drei Mal spucken, um nicht verflucht zu sein. Wenn die Kuh keine Milch gibt, ist irgendjemand Schuld, wenn eine Schwangere in der Schwangerschaft irgendwem oder etwas Komischem begegnet, kann das Baby tot oder behindert sein.
Einerseits sind die Bewohner streng gläubige Christen und auf der anderen Seite haben sie unzählige heidnische Bräuche gegen `Das Böse.' Jegliche Vernunft scheint vergessen.
Mary muss mitansehen, wie Nora zusammen mit der Kräuterfrau alles probiert, um das Feenkind zu vertreiben und ihren Enkel wiederzubekommen. Grausam, was sie alles anstellen, im guten Glauben, dass er nichts davon spürt. An manchen Stellen kamen mir wirklich die Tränen, denn die Handlung soll auf einer wahren Geschichte basieren. Und mit dem Wissen von heute, dass es eben schwerstbehinderte Kinder gibt, ohne dass irgendjemand Schuld hat und kein Aberglaube daran etwas ändern kann, ist es noch schlimmer zu lesen.
Das war mein erstes Buch von Hannah Kent, doch `Das Seelenhaus` werde ich mir auch holen.
Hannah Kents Erzählstil ist wirklich eindrucksvoll! Ich konnte richtig in die Geschichte abtauchen, hatte quasi den Geruch des Torffeuers in der Nase und die Leute bildhaft vor Augen.
Auch nach dem Beenden des Buches hat mich das Thema noch eine ganze Weile verfolgt.

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45 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

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Das Original

John Grisham , Kristiana Dorn-Ruhl , Bea Reiter , Imke Walsh-Araya
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Heyne, 21.08.2017
ISBN 9783453271531
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nachdem ich vom letzten John Grisham- Roman nicht ganz so begeistert war, hat mir `Das Original` wieder gut gefallen.
In der Bibliothek der Princeton Universität werden bei einem spektakulären Raub die Originalmanuskripte von Scott Fitzgerald gestohlen. Sie sind von unermesslichem Wert, für die Universität von unbezahlbarem.
In einem anderen Handlungsstrang lernen wir die junge Mercer kennen, sie unterrichtet an der Uni, möchte aber eigentlich lieber als Schriftstellerin arbeiten und weiß nicht, wie sie die nächsten Monate finanzieren soll.
Da bekommt sie ein überraschendes Angebot. Eine Versicherungsgesellschaft nimmt mit ihr Kontakt auf, sie soll sich in den Freundeskreis des Buchhändlers Bruce Cable einschleichen und sich mit ihm bekannt machen. Die Versicherungsgesellschaft vermutet, dass er die gestohlenen Manuskripte gekauft hat und noch besitzt.
Mercer soll versuchen, etwas herauszubekommen und durch die Geldsumme, die ihr geboten wird, wäre sie mit einem Schlag ihre Geldsorgen los.
Sie willigt ein, als Spitzel zu arbeiten..

`Das Original` ist wieder im typischen Grisham- Stil geschrieben, gleicht ja oft eher einer Aufzählung der Ereignisse, doch ich liebe seine Schreibweise.

Das Thema, wie begehrt alte Erstausgaben sein können, fand ich recht interessant, die Charaktere sehr vielschichtig; Mercer etwas naiv, Bruce dagegen der weltmännische Buchhändler, die etwas verschrobene Clique der Schriftsteller und die gar nicht so schlauen Räuber.
Grisham wechselt zwischen den verschiedenen Charakteren hin und her, was aber nicht hektisch wirkt.

Eigentlich ist die Handlung gar nicht soo spannend, aber durch die Erzählweise hat mich `Das Original`gefesselt und ich wollte immer wissen, wie es weitergeht.
Danach richtet sich bei mir oft die Sternevergabe. Kann ich das Buch gut zwischendurch weglegen oder nicht? Und hier war das definitiv nicht der Fall.

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münchen, bomben, verrat, hunger, www.die-rezensentin.de

Wie der Wind und das Meer

Lilli Beck
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.09.2017
ISBN 9783764505776
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch beginnt mit den Jahren 1945-1948, als der 11jährige Paul nach einem schrecklichen Fliegerangriff seine ganze Familie verliert.
Während er noch durch die Trümmer irrt, trifft er die kleine Sarah, die das gleiche Schicksal erlitten hat, auch ihre Angehörigen sind nicht mehr am Leben.
Sie erinnert Paul an seine kleine Schwester und fortan bleiben sie zusammen. Da Sarah Jüdin ist, gibt er sie einfach als seine Schwester Rosalie aus.
In diesem Moment kann noch niemand ahnen, welche Komplikationen später daraus entstehen werden.

Lilli Beck hat ihr Buch in verschiedene Jahresabschnitte eingeteilt, gekonnt spannt sie den Bogen von der Kriegszeit bis zur Gegenwart, und lässt die Geschichte im Jahr 1989 enden.

Paul und Sarah werden adoptiert, aber ist es irgendwann nicht mehr möglich, die Eltern über ihre wahre Herkunft aufzuklären. Das wäre auch nicht unbedingt nötig gewesen, wenn Paul und Sarah nicht plötzlich mehr füreinander empfunden hätten, als es sich für Geschwister ziemt..
Und dann wird Sarah auch noch schwanger....

Ich habe schon öfters gelesen, dass im Krieg vermeintliche Waisen adoptiert wurden und die wahren Namen, erst recht, wenn es sich um Juden handelte, nirgendwo auftauchen.. Später war es dann unmöglich, eventuell noch lebende Verwandte zu finden oder diese das Kind.
Wieviel Leid dadurch über Familien gebracht wurde, ist unvorstellbar.

`Wie der Wind und das Meer` ist die Geschichte einer großen Liebe mit zu vielen Hindernissen. Manche von Sarahs Entscheidungen konnte ich nicht nachvollziehen, aber es war natürlich damals auch eine ganz andere Zeit.

Viele zeitgeschichtliche Ereignisse werden erwähnt, doch leider immer nur kurz angerissen. Manches hätte ich mir ruhig ausführlicher gewünscht.

Das Buch lässt sich gut lesen, ist trotz des Themas eher eine leichte Lektüre, in die man sich zur kommenden Jahreszeit gut hineinschmökern kann.

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112 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 72 Rezensionen

bodensee, brigitte riebe, vertreibung, flucht, flüchtlinge

Marlenes Geheimnis

Brigitte Riebe
Fester Einband
Erschienen bei Diana, 11.09.2017
ISBN 9783453292055
Genre: Historische Romane

Rezension:

In Brigitte Riebes neuem Roman geht es um die Frauen der Familie Auberlin. Als Eva, die Großmutter, verstirbt, treffen ihre Töchter Marlene und Vicky und Enkelin Nane im Haus am Bodensee zusammen, um sie zu begraben.
Jede der drei Frauen hat anscheinend ihr Päckchen zu tragen und zudem herrscht quasi seit Jahren Dauerzwist zwischen ihnen, weswegen sie sich auch kaum gesehen haben.

Als Nane die Aufzeichnungen ihrer Großmutter Eva findet, vertieft sie sich sofort in die Zeit vor und während des zweiten Weltkrieges.
Evas erste große Liebe, die Flucht aus dem Sudetenland, Unterbringung in einem Lager, Entbehrungen und Mühen des Krieges. Der anschließende Aufbau einer erfolgreichen Obstplantage und Schnapsbrennerei machte Eva jedoch zu einer erfolgreichen Geschäftsfrau.
Ihre Enkelin erfährt eine Menge Dinge aus dem Leben der Großmutter, die anscheinend weder sie noch jemand anderes wusste.
Ich musste erst mal wieder googeln, um genau zu gucken, wie die Landkarte damals aussah, denn Tschechoslowakei und Sudetenland, das hatte ich gar nicht mehr so im Kopf.

Die Autorin erzählt einmal aus der heutigen Sicht Nanes und lässt den Leser bei den Aufzeichnungen Evas ganz in die damalige Zeit eintauchen.
Brigitte Riebes Schreibstil ist wie immer, angenehm flüssig und sehr gut zu lesen.
Sie hat Charaktere erschaffen, die sehr facettenreich sind, wobei es ganz klar ist, dass es immer wieder zu Reibereien kommen muss.

Nane hat Probleme mit der Gesundheit, sie verlängert ihren Aufenthalt am Bodensee und versucht einmal abzuschalten. Hier findet sie endlich zu sich selbst, überdenkt ihr bisheriges Leben und trifft eine schwerwiegende Entscheidung.
Mir persönlich haben die Erinnerungen besser gefallen, ich habe immer gewartet, dass es weiterging mit Evas Texten.
Liebevoll und detailreich hat Brigitte Riebe die Geschichte Evas erzählt, verbindet die Handlungsstränge später miteinander und am Ende kommt ein jahrzehntelang gehütetes Geheimnis zutage.

Den Schluss fand ich etwas zu kurz geraten, den hätte ich mir gerne ausführlicher gewünscht.
Insgesamt handelt es sich bei `Marlenes Geheimnis` um einen sehr lesenswerten, berührenden Familienroman mit geschichtlichen Hintergründen.

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51 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

münchen, dublin, patsy logan, krimi, mord

Harte Landung

Ellen Dunne
Flexibler Einband: 441 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 07.08.2017
ISBN 9783458362883
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

`Harte Landung` heißt der erste Fall der Münchener Hauptkommissarin Patsy Logan. Das Start Up Unternehmen Skiller, in dem alles nach den neuesten Erkenntnissen zum Wohle der Mitarbeiter getan wird, steht kurz vor dem Börsengang, bis ein tragischer Unglücksfall alles überschattet.
Carolin Höller, eine der besten Managerinnen, ist aus dem Fenster gestürzt und tot aufgefunden wurden. Irgendetwas lässt die Polizei jedoch zweifeln, ob es sich um einen Unfall oder Mord handelt. Hat jemand Carolin aus dem Fenster gestoßen oder ist sie wirklich gefallen?

Sehr interessant waren für mich die Einblicke in so eine große Online- Firma. Auch bei dem Vorzeigeunternehmen Skiller wird nach näherem Betrachten schnell klar, dass hier vieles nur Fassade ist. Es geht einzig und allein um Profit.
Als die Ermittlungen beginnen, muss die deutsche Polizei die irische um Amtshilfe ersuchen, da sich dort der Hauptsitz des Unternehmens befindet.
Wer ist dazu besser geeignet als Patsy, die irische Wurzeln hat?

Von Ellen Dunnes gekonntem Schreibstil durfte ich mich schon mehrmals überzeugen und wurde auch diesmal nicht enttäuscht. In verschiedenen Handlungssträngen und Zeitebenen lässt sie uns in das Leben von Patsy Logan und Carolin Höller eintauchen und alles hautnah miterleben.
In `Harte Landung` spielt auch eine Menge Privates eine Rolle, ich würde das Buch halb Roman, halb Krimi nennen, also ein Kriminalroman im wahrsten Sinne des Wortes.

Patsy ist eine sympathische, oft humorvolle Ermittlerin, die ein schweres Päckchen aus ihrer Kindheit zu tragen hat und nun stellt sich auch noch heraus, dass sie auf normalen Weg keine Kinder bekommen kann.
Das stürzt sie in ein großes Gefühlschaos und genau dann muss sie nach Dublin reisen, die Stadt, die sie eigentlich nie mehr betreten wollte.
Durch einige geschickt eingebaute Wendungen bleibt der Leser lange darüber im Ungewissen, was wirklich mit Carolin Höller bei Skiller passiert ist.
Ein gut ausgearbeiteter Plot, eine ereignisreiche Handlung und sehr vielschichtige Charaktere machen `Harte Landung' zu einem gekonnten Auftakt der neuen Krimireihe.

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cia, agenten, www.die-rezensentin.de, gerritsen, spionage

Der Anruf kam nach Mitternacht

Tess Gerritsen , Ivonne Senn
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 07.08.2017
ISBN 9783959671095
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach nur zwei Monaten Ehe kommt Sarahs Ehemann Geoffrey bei einem Brand ums Leben. Erst nach seinem Tode erfährt sie nach und nach Dinge über ihn, die ihr klarmachen, dass sie ihren Mann überhaupt nicht kannte.
Anscheinend führte er ein Doppelleben, hatte ordentlich Dreck am Stecken und Sarah fühlt sich benutzt und hintergangen. Als sie auch noch von Nick O`Hara von der Botschaft befragt wird, als hätte sie mit ihrem Mann unter einer Decke gesteckt, ist sie ganz verzweifelt.

Das Buch fängt schön spannend an, doch nach und nach entwickelt es sich immer mehr zu einer Räuberpistole. Plötzlich haben die Behörden, aber auch gefährliche Kriminelle, Sarah im Visier und sie flieht quer durch Europa, teilweise zusammen mit Nick, immer auf der Suche nach Antworten und nicht wissend, wem sie trauen darf.
Ein paar Klopse sind aber darin, z.B. ein hauptberuflicher Killer wird von ihr mehrmals ausgetrickst und als er mit einer Waffe auf sie zukommt, zu Fall gebracht. Das fand ich alles schon etwas an den Haaren herbeigezogen.
Ich habe mich ziemlich über den Schreibstil gewundert, denn ich kenne Tess Gerritsen als geniale Autorin. Später hörte ich, dass dieses ihr Erstlingswerk war und neu aufgelegt wurde. Das finde ich ziemlich daneben, dem Leser vorzugaukeln, es handele sich um eine Neuerscheinung, denn auf der Seite steht 1.Auflage 2017.
Das erklärt natürlich auch den relativ schichten Stil und die doch einfach gestrickte Story.
Trotzdem ließ sich der Thriller flüssig lesen und war auf eine Art auch spannend. Ich bezeichne `Der Anruf kam nach Mitternacht` als eine Art Spionageroman mit einer Mischung aus Love and Crime.

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thriller, entführung, berlin, mord, rache

Der Totensucher

Chris Karlden
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 18.08.2017
ISBN 9783746633428
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

`Der Totensucher` beginnt mit einem ziemlich gruseligen Prolog, in dem ein Mädchen aus der elterlichen Wohnung entführt wird. Eigentlich sollte der Vater zu Hause sein, doch das ist er nicht...

Zwei Jahre später...
Adrian Speer tritt nach seiner Versetzung eine neue Stelle bei der Abteilung für besonders grausame Gewaltverbrechen an. Vor zwei Jahren wurde seine Tochter Lucy aus der Wohnung entführt und seitdem fehlt jede Spur von ihr.
Adrians Leben ist seitdem nicht mehr dasselbe. Er gibt sich die Schuld daran, denn er hatte Lucy allein gelassen. Um halbwegs mit seinen Schuldgefühle leben zu können, glaubt er fest daran, dass Lucy noch lebt.
Daran ist seine Ehe gescheitert, sein Sohn spricht nicht mehr mit ihm und auf seiner vorigen Stelle wurde er suspendiert.

Bei seinem ersten Fall in der neuen Abteilung handelt es sich um einen brutalen Mord. Ein Mann wurde gequält, dann kopfüber aufgehängt und ihm die Zunge herausgeschnitten. Ein langsamer, grauenvoller Tod.
Während Adrian und seine Kollegen den Tatort inspizieren, ruft der Mörder auf dem Handy des Toten an und verlangt mit Adrian zu sprechen.
Er schickt ihm ein Foto seiner inzwischen 13jährigen, lebenden Tochter Lucy...

Dies war mein erstes Buch von Chris Karlden und ich bin sehr angetan davon. Mir gefällt sein Schreibstil, die Handlung hat mich mitgerissen, und obwohl sie sehr komplex ist, kann man trotzdem gut folgen.
Viele Kapitel enden mit einem Cliffhanger, gehen jedoch meist direkt weiter, also ist es kein künstliches Spannung erzeugen.

Ein paar heftige Szenen, in denen sehr detailliert wiedergegeben wird, was die Polizei an den einzelnen Tatorten findet und wie brutal die Morde ausgeführt wurden, aber da muss man als Thriller-Fan durch.
Anscheinend hatte jemand eine Rechnung mit den Opfern zu begleichen, alles sieht nach schrecklicher Rache aus.
Doch was haben die Morde mit Lucy zu tun? Schafft Speer es, den Täter zu stellen und wird er Lucy wiedersehen?

Der Autor legt geschickt viele falsche Fährten und bringt jede Menge Verdächtige ins Spiel, sodass der Leser vom Ende vollkommen überrascht wird. Jedoch war mir das Finale fast etwas zu übertrieben ausgetüftelt.

Speer ist ein sehr sympathischer Protagonist, aber auch die anderen Charaktere sind hier sehr gut gezeichnet, sodass ich meist ein Bild zu jedem vor Augen hatte.

Im Gegensatz zu den Kollegen, die den Mörder fassen wollen, hat Speer allerdings noch ein anderes Motiv, um den Täter zu finden, denn dieser weiß, wo sich seine Tochter befindet. Das gibt natürlich Stress mit dem Vorgesetzten...

Ein spannender Plot, ein fesselnder Schreibstil und interessante Charaktere, so wünsche ich mir einen Thriller!!
Von mir eine ganz klare Leseempfehlung für `Der Totensucher!!!!`

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127 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

amisch, thriller, linda castillo, painters mill, new york

Böse Seelen

Linda Castillo , Helga Augustin
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.07.2017
ISBN 9783596298013
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kate Burkholder, Polizeichefin in Painters Mill in Ohio und ehemalige Amische, wird von der Polizei aus dem Bundesstaat New York um Amtshilfe gebeten. Dort kam in der amischen Gemeinde ein Mädchen ums Leben und es gibt allerlei Gerüchte um die Gemeinde und ihren Bischof. Irgendetwas stimmt nicht mit den Leuten. Niemand von ihnen will jedoch mit der Polizei reden und so tappen die Ermittler ziemlich im Dunkeln.
Die Idee ist nun, Kate als ehemalige Amische dort einzuschleusen. Sie soll sich als Witwe ausgeben und der Gemeinde beitreten.
Das ist natürlich ziemlich heikel, weil sie als Amische auch die Sitten und Gebräuche annehmen muss.
Das bedeutet, jetzt ist sie ziemlich auf sich allein gestellt, denn wenn man ihr die Rolle abnehmen soll, darf sie nicht durchs Handy oder gar einen Wagen auffallen.
Kate überlegt nicht lange und sagt zu, zum Ärger ihres Lebenspartners Tomasetti, der die Sache für zu gefährlich hält.
Es gelingt Kate schnell, sich mit Mitgliedern der Gemeinde anzufreunden, wobei sie direkt merkt, alle sind extrem eingeschüchtert, wenn es um den Bischof geht.
Kate ermittelt heimlich, findet auch bemerkenswerte Dinge heraus, die sich dort abspielen und dass der Tod des Mädchen nur die Spitze des Eisbergs ist. Schon bald befindet sie sich jedoch selbst in großer Gefahr...
Mir hat diese neue Story supergut gefallen, hatte das Buch in zwei Abenden ausgelesen. Es war mal ganz anders als die übrigen Fälle, in denen Kate in ihrem Revier und mit ihren Kollegen ermittelt hat.

Ich lese immer gerne über die Amischen und fand diesen Fall besonders spannend. Linda Castillo hat einen flüssigen Schreibstil und die kurzen Kapitel tragen dazu bei, den Spannungsbogen konstant oben zu halten. Die Autorin hält sich nie mit unwichtigen Beschreibungen oder Details auf, um die Seiten zu füllen.
In diesem Band war besonders gut, dass es nicht soviel Privatkram von Kate und Tomasetti gab, denn das hat mich in den vorigen Bänden etwas genervt.

Hier ging es wirklich nur um diesen außergewöhnlichen Fall, der mit einem Ende überraschte, das ich überhaupt nicht erwartet hätte.

Eine ganz klare Leseempfehlung für den neuen Band um Kate Burkholder und die Amischen!!

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48 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

befreiung, satmar-gemeinde, rolle der frau, scheidung, www.die-rezensentin.de

Unorthodox

Deborah Feldman , Christian Ruzicska
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei btb, 19.06.2017
ISBN 9783442715343
Genre: Biografien

Rezension:

Deborah Feldman wächst in einer strengen jüdischen Familie auf, die der chassidischen Gemeinde angehört. Das Leben besteht allezeit aus Sitten, Ritualen, Zwängen und Gebräuchen. Als junges Mädchen darf Deborah nichts von dem, was andere Jugendliche in ihrem Alter so tun, noch nicht einmal lesen.
Sie muss sich züchtig anziehen, die Kleidung ist immer lang und unmodern. Die Frauen rasieren sich die Köpfe, damit kein Fremder ihre Haare sieht, tragen stattdessen Perücken. Kontakt zu Andersgläubigen geht gar nicht.
Deborah möchte sich eigentlich schon früh gegen die strengen Regeln zu Hause auflehnen, trotzdem gehorcht sie artig und auch als ihr ein Ehemann ausgesucht wird, willigt sie ein. Ehen werden grundsätzlich von den Eltern und der Familie arrangiert, ein Mitspracherecht gibt es für die Eheleute nicht. Die Regeln und Sitten, wie es abzulaufen hat, an welchen Tag was geschieht, wann man den Mann zum ersten Mal sieht usw. ist alles streng reglementiert. Aufgeklärt wird niemand von den jungen Leuten, aber es gibt Unterricht, in dem dem Paar erklärt wird, wie evtl eine Hochzeitsnacht abläuft.
Doch weder Frau noch Mann haben eine Ahnung, was wirklich passiert. Am nächsten Tag wird sofort alles von der Familie kontrolliert und wehe, es ist kein Blut im Laken.
Es wird ein unglaubliches Theater um die Periode der Frau gemacht, da sie in der Zeit und danach als unrein gilt. Anschließend muss ein Rabbi tagelang weiße Tücher kontrollieren, ob kein Blut mehr zu sehen ist. Zuletzt muss die Frau in ein Badehaus gehen und wird von Badefrauen gewaschen, was tlw. auch sehr unangenehm und intim ist. Danach erst ist die Frau wieder rein und der Mann darf sie berühren.
Ein anderes wichtiges Thema ist das Verhalten am Sabbat. Es darf absolut nichts getan werden, Mütter mit kleinen Kindern dürfen diese nicht auf der Straße tragen, denn etwas tragen ist nicht erlaubt. Also müssen sie dann zu Hause bleiben, wenn die Familie sich bei Verwandten trifft. Als dringend ein Krankenwagen benötigt wird, wird auch erwartet, dass man die Schmerzen bis Sabbatende aushält, weil telefonieren eine unerlaubte Tätigkeit wäre. Zu Anfang des Buches nahm ich an, wir befinden uns in irgendeiner anderen Zeit, aber das Ganze spielt sich im 21. Jahrhundert ab. Unvorstellbar, ich konnte eigentlich immer nur mit dem Kopf schütteln, ich finde es unfassbar, in der heutigen Zeit so etwas zu lesen.
Das ganze Leben der chassidischen Juden besteht nur aus strengen Regeln, Unmengen an Bräuchen und Verboten.
Ich mag seit jeher die jüdische Kultur mit ihren Sitten und Gebräuchen und lese gerne darüber. Doch gegen die chassidische Gemeinde sind ja sogar die Amischen noch fast fortschrittlich.

Das Ende kam etwas abrupt, ich hätte mir Deborahs Ausstieg aus der Gemeinde doch etwas ausführlicher beschrieben gewünscht. Ansonsten ist `Unorthodox` ein Buch, das ich unbedingt empfehlen kann, wenn sich jemand für das Thema interessiert.
Wer Lust hat, kann übrigens eine ganze Menge bei Google nachlesen.

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www.die-rezensentin.de, winzer, carsta, mittelalter

Rebenblut

Ellin Carsta
E-Buch Text
Erschienen bei Tinte & Feder, 01.08.2017
ISBN 9781542097314
Genre: Historische Romane

Rezension:

  Gysinheym am Rhein, im Jahre 1359.
Schon der erste Band um Isabel Velten und ihre Familie hat mich begeistert. Auch im zweiten Teil geht es, wie der Titel schon vermuten lässt, wieder um die Weinberge.
Eigentlich läuft alles recht gut, Isabel lebt mit ihrer Freundin Hanna und allen Kindern zusammen im Haus ihres verstorbenen Mannes und der Weinanbau ist mehr als erfolgreich. Einige Weinberge haben sie vom Kloster Johannisberg gepachtet, andere Hänge sind Isabels Eigentum.
Hannas und Isabels inzwischen erwachsene Söhne, Albert und Matthis, befinden sich auf einer Geschäftsreise, um die Gastwirte und Abnehmer der Weinfässer zu besuchen. Die Abwesenheit der Männer nutzt der intrigante Bischof, um hinterhältig die vorhandenen Verträge mit dem Kloster zu ändern. Da Isabel als Frau keine Unterschriften leisten darf, ist niemand da, der dem Bischof Einhalt gebieten kann. Da fällt Isabel ihrerseits eine List ein. Hanna soll Albert und Matthis mit den beiden jüngeren Söhnen hinterherreisen. Vielleicht schaffen sie es, die beiden zu finden und sie rechtzeitig zurückzuschicken.

Ellin Carsta hat es wieder geschafft, mich ganz ins 14. Jahrhundert eintauchen zu lassen. Spannend beschreibt sie den Alltag zur damaligen Zeit, der besonders schwierig war für Frauen, die auf sich gestellt waren und keinen Ehemann an ihrer Seite hatten.
Ich bin immer wieder beeindruckt, wie die Menschen früher gereist sind und wie beschwerlich es war.
Um von Gysinheym nach Bremen zu gelangen, war man sehr lange unterwegs, teilweise zu Fuß, mit dem Schiff und zu Pferde. Wenn ich darüber lese, muss ich immer denken, wie einfach man heutzutage mit dem Auto, Zug oder Flugzeug in kurzer Zeit überall hinkommt.

Viele interessante Charaktere, die wir teilweise auch schon aus dem vorigen Band kennen, treffen wir wieder, aber es kommen auch neue hinzu.

In Bremen lernen Hanna und ihre Söhne Anna von Goossen kennen, die den Lesern aus dem Buch `Die Duftnäherin` sicher noch in guter Erinnerung ist. Das hat mir gefallen und auch das Hansefest spielt wieder eine Rolle.
Doch leider klappt nicht alles so, wie sich Isabel das vorgestellt hat.
Sie hat viele Hürden zu überwinden und immer werden ihr vom Bischof und seinem Gefolge neue Steine in den Weg gelegt. Bis irgendwann das Schicksal, ganz unerwartet und erbarmungslos zuschlägt und die Familien auseinanderreisst. Von einem Tag zum anderen ist alles anders und zudem die ganze Existenz bedroht.
Kann Isabel sich noch einmal aufraffen und weiterkämpfen oder gibt sie aufgrund der schrecklichen Verluste, die sie erlitten hat, auf?
Der zweite Teil der `Reben-Bücher` hat mir genauso gut gefallen wie der erste. Es ist leichte Lektüre, die sich wunderbar zum Abschalten und Wohlfühlen eignet, idealerweise für den Urlaub.
Das Ende des Buches lässt auf eine Fortsetzung hoffen.

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thriller, gerechtigkeit, mord, band 6, phil brennan

Du sollst nicht leben

Tania Carver , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.07.2017
ISBN 9783548613512
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Diesmal hat sich Tania Carver zwei abgefahrene Stories ausgedacht. Detective Phil Brennan wird zu einem Mordfall gerufen, bei dem eine junge Frau und ihr Kind vor den Augen des Partners getötet wurden.
Der Leser hat diesen Mord aber schon vorher hautnah mitbekommen.

Gleichzeitig ist Phils Ehefrau und Profilerin Marina in einen anderen, auch spannenden Fall verstrickt. Sie muss in einer Psychiatrischen Anstalt ermitteln.
Im dritten Handlungsstrang erfahren wir einige Dinge aus der Sicht des Täters.
Tania Carver wechselt in rasantem Tempo zwischen den Fällen hin und her, trotzdem ist das Buch nicht unruhig,
Der Täter nennt sich `Der Rechtsprecher` und er hat sich nur Phil als Verhandlungspartner bei der Polizei ausgesucht. Ihn ruft er an- immer bevor er den nächsten Mord begeht.
Mit seinen Opfern geht er äußerst brutal vor und den Lesern bleiben keine Einzelheiten erspart.
Es gab ein paar Ungereimtheiten für mich, doch darüber konnte ich gut hinweglesen, weil der Thriller mich ansonsten durchweg gefesselt hat.
Genauso fand ich Marinas Fall extrem spannend, auch wenn das Ende mich nicht ganz zufrieden zurückgelassen hat. Ich bin mir sicher, es gibt eine Fortsetzung, doch das dauert ja meist ein Jahr und bis dahin habe ich schon wieder vergessen, um was es ging.
Trotzdem kann ich eine ganz klare Leseempfehung für diesen spannenden, packenden Thriller aussprechen!!

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Die Töchter der Heidevilla

Madeleine Harstall
E-Buch Text: 417 Seiten
Erschienen bei dotbooks, 30.05.2017
ISBN 9783961480838
Genre: Romane

Rezension:

Die siebenjährige Zilla wird heimlich von ihrer Mutter aus der DDR ausgeschleust. Allein in der Fremde, jedoch mit neuen Pflegeeltern, geht sie ihren Weg, studiert und wird erfolgreich im Beruf. Die Ehe mit Richard ist allerdings nicht ganz so, wie sie es sich ursprünglich vorgestellt hatte.

Nach Öffnung der Grenzen bleibt ihr die leibliche Mutter fremd, doch als diese sie bittet, einige Wochen die Pferdezucht zu leiten, da sie ins Krankenhaus muss, sagen Zilla und Richard zu.

Durch Zufall findet Zilla im Haus ein Heft, in dem ihre Großmutter ihre Lebensgeschichte aufgeschrieben hat.

Sie beginnt zu lesen und wir werden in die Zeit vor und während des zweiten Weltkrieges versetzt. Zilla gewinnt völlig neue Erkenntnisse über sich und ihre Herkunft und auch Richard wird gezwungen, die Vergangenheit seiner Familie aufzuarbeiten.

Das Buch ist flüssig geschrieben und hat mir gut gefallen, wenn es auch zwischendurch manchmal an ein Verwirrspiel im Theater erinnerte, was aber nicht wirklich störte.

Die Flucht aus Ostpreußen, alle Mühen und Qualen, werden Zilla vom alten Pferdewirt Aki berichtet und nach und nach fügt sich alle Gelesene und Gehörte zu einer komplexen Geschichte zusammen, an der Zillas und Richards Ehe zu zerbrechen droht.

Die Töchter der Heidevilla sind allesamt, in jeder Generation, starke Persönlichkeiten gewesen, die sich oft allein durchkämpfen mussten.
Ein sehr schöner, lesenswerter Familienroman mit liebevoll gezeichneten Charakteren und interessantem geschichtlichen Hintergrund.

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www.die-rezensentin.de, ledige frauen mit töchtern, profiler falko cornelsen, mord, serie

Blutschmuck

Petra Mattfeldt
Flexibler Einband
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 05.07.2017
ISBN 9783839221433
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Profiler Falko Cornelsen und seine Freundin Sarah treffen auf der Beerdigung von Sarahs Mutter auf Lisa Schönfeld, eine ehemalige Freundin der Verstorbenen.

Als sie die Bernsteinkette an Sarahs Hals sieht, legt sie auf dem Friedhof urplötzlich ein verstörendes Verhalten an den Tag, schreit los und reagiert völlig hysterisch und bevor Falko nachfragen kann, ist sie verschwunden.
Weder Sarah noch Falko lässt dieses Verhalten Ruhe und Falko beginnt Nachforschungen anzustellen.

Um überhaupt an Informationen über Lisa Schönfeld zu kommen, muss er tief im Polizei-Archiv graben. Er wird wirklich fündig und stößt auf einen ungeklärten alten Fall, bei dem es um die Vergewaltigung von Lisa Schönfeld und ihrer Mutter geht und die Täter nie gefasst wurden.
Je mehr Falko sich damit beschäftigt, umso mehr wird ihm klar, dass er in ein Wespennest gestochen hat. Es scheint in der Vergangenheit noch eine ganze Menge Fälle gegeben zu haben, alle mit der gleichen Vorgehensweise der Täter, die aber nie aufgeklärt wurden. Es stellt sich heraus, dass bei den Ermittlungen extrem geschlampt wurde.
Diese alten Vergewaltigungsfälle wurden schon lange zu den Akten gelegt, doch Falko ist so angefixt, dass er sie wieder aufrollen möchte.

In `Blutschmuck` geht es in erster Linie um die Ermittlungen. Falko redet mit Betroffenen von damals, setzt Puzzlestück für Puzzlestück zusammen und leider gibt es auch in Sarahs Familie dunkle Geheimnisse, die nach und nach ans Tageslicht kommen.
Ich liebe diese Art von Krimi, in denen es hauptsächlich um Nachforschungen geht, weil die Verbrechen in der Vergangenheit liegen.

In einem anderen Erzählstrang blendet die Autorin in die 60er Jahre zurück und einer der Täter, um die es hier geht, kommt zu Wort.
Das macht das Ganze erst recht spannend, da der Leser schon Einzelheiten kennt, während Falko und seine Kollegen noch im Dunkeln tappen.

`Blutschmuck` hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, habe es in zwei Abenden gelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.
Es hat mir richtig gut gefallen und wer es auch nicht gerne so blutrünstig mag, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen.

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freundschaft, entführung, hass, neid, psychothriller

WO IST JAY?

Astrid Korten
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Independently published, 18.05.2017
ISBN 9781521310021
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Mia Beckers Freundin Jay de Winter verschwindet spurlos, ohne sich zu verabschieden oder irgendwo zu melden. Nur ihr Ehemann Hugo hat angeblich eine Nachricht erhalten, dass Jay ihn und die Kinder verlassen hat.
Mia kann das nicht glauben und will Jay als vermisst melden, doch der gemeinsame Freundeskreis hält das für unnötig und benimmt sich merkwürdig. Was verschweigen die Freunde? Was wissen sie?

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Dabei kommt jedesmal einer der Freunde, eingeteilt nach Datum, zu Wort und der Leser erfährt nach und nach, wie die Tage vor Jays Verschwinden verlaufen sind und was danach geschah.

Alle haben ihre Geheimnisse und es kommt heraus, dass auch Jay kein Engel gewesen ist, nur Mia scheint als Einzige nie etwas mitbekommen zu haben.
Trotzdem beharrt sie darauf, nach Jay suchen zu lassen und probiert alles, um sie zurückzuholen.

`Wo ist Jay?` war mein erster Roman von Astrid Korten und er hat mir gut gefallen. Sie hat total unterschiedliche Charaktere geschaffen, nach außen hin die besten Freunde, die alle anscheinend eine perfekte Ehe führen. Doch guckt man einmal hinter die Fassaden, tun sich wahre Abgründe auf. Der ganze Freundeskreis scheint nur ein einziges Lügengebilde zu sein.

Ist Jay wirklich freiwillig gegangen, wurde sie entführt oder ist sie womöglich schon tot? Als in der Nähe ein Mord geschieht und das Opfer Jay zum Verwechseln ähnlich sieht, ist wieder nur Mia überzeugt, dass etwas nicht stimmt.
Der Schreibstil ist flüssig, der Leser wird durch verschiedene Wendungen immer wieder in die Irre geführt und kann nur rätseln, was es mit Jays Schicksal auf sich hat.
Ich würde sagen, so etwas kann sich nur ein Autor ausdenken, aber dann las ich, dass es sich um eine wahre Begebenheit handeln soll. Wahnsinn, die besten Geschichten schreibt anscheinend doch das Leben...
Neid, Intrigen, Hass, Lügen, Missgunst, hier ist wirklich alles vertreten. `Wo ist Jay?` ist ein spannender Thriller, der mich von Anfang bis Ende gefesselt hat!!

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bäcker, www.die-rezensentin.de, ritter, misshandlung, gefange

Die honigsüßen Hände

Marion Johanning
Flexibler Einband: 498 Seiten
Erschienen bei Amazon Publishing, 09.02.2016
ISBN 9781503954670
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich muss gestehen, der Buchtitel hat mich zuerst etwas abgeschreckt, doch inzwischen weiß ich, dass er sich aufs Backen bezieht.
Die junge Beatrix wird an den adeligen Arnold von der Ahe verheiratet, doch ihre Ehe ist die Hölle. Arnold misshandelt sie und hält sie bei Wasser und Brot auf seiner Burg gefangen.
Zusammen mit der Dienerin Mechthild gelingt Beatrix eine abenteuerliche Flucht nach Köln.
Dort schafft sie es, sich einen Namen als Kuchenbäckerin zu machen und obwohl sie und Mechthild sich als Schwestern aus der Eifel ausgegeben haben, bietet das nicht wirklich Sicherheit vor Entdeckung.
In Köln lernt sie einen Mann kennen, in den sie sich verliebt. Aber er ist nicht frei, genauso wenig wie Beatrix und die Angst, Arnold könnte sie finden, überschattet alles...

Marion Johanning hat sehr interessante Charaktere geschaffen, facettenreich und lebendig beschrieben.
Obwohl das Buch 500 Seiten dick ist, hatte ich beim Lesen keine Minute Langeweile. Beatrix` Leben verläuft sehr ereignisreich und die Autorin hat gut recherchiert und den Alltag im Köln des 13. Jahrhundert authentisch dargestellt.
Auch die Entwicklung der Backkünste vom einfachen Obstkuchen bis hin zu den edelsten Marzipantorten fand ich sehr interessant. Beatrix tüftelt und probiert, bis ihr wieder etwas Neues gelingt. Zur damaligen Zeit war es alles andere als einfach, denn die Zutaten waren schwer bis gar nicht zu beschaffen. Sie musste oft improvisieren, weil ein Gewürz etc. fehlt. Zucker wurde als weißes Gold bezeichnet und war extrem teuer und fast gar nicht zu bekommen.
Beatrix stellt trotzdem die herrlichsten Torten her, die ihr jede Menge Kundschaft bescheren, doch gleichermaßen wieder Ärger mit der Zunft.
Viele Wendungen und verschiedene Ereignisse machen `Die honigsüßen Hände` zu einem wahren Lesevergnügen! Eine ganz klare Kaufempfehlung von mir !

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www.die-rezensentin.de, irland, wenn du vergisst, familiengeschicht, roman

Wenn du vergisst

Lisa Ballantyne , Marie Rahn
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei btb, 13.06.2017
ISBN 9783442715251
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch beginnt mit dem Unfall der Lehrerin Margaret, bei dem ein fremder Mann ihr das Leben rettet. Durch den Unfall wird bei Margaret etwas losgetreten, das sie lange Jahre verdrängt und vergessen hatte.
Sie möchte herausfinden, was sie so beschäftigt, hat aber keinerlei Anhaltspunkt. An viele Jahre ihrer Kindheit hat sie überhaupt keine Erinnerungen, sie weiß nur, was sie von ihren Eltern gehört hat. Und zwar, dass sie lange im Krankenhaus war und lieber vergessen solle, was gewesen ist.
Doch nach dem Unfall möchte sie unbedingt herausfinden, was damals geschah. Und dann findet sie auf dem Dachboden ihrer Eltern eine alte Kiste mit Zeitungsabschnitten und einem Tagebuch...

Lisa Ballantyne schreibt in verschiedenen Handlungssträngen, die in zwei Zeitebenen eingeteilt sind. 1985 erleben wir den 26jährigen George McLaughlin, der von einem anderen Leben träumt. Er möchte seine damalige Freundin Kathleen und seine kleine Tochter überraschen und mit ihnen auf und davon gehen. Das Problem ist nur, dass das Mädchen ihn nicht kennt und Kathleen inzwischen glücklich verheiratet ist.
Er beobachtet die Familie und als das Mädchen allein zur Schule geht, entführt er sie.
Diese Geschehnisse werden von mehreren Personen aus unterschiedlichen Blickwinkeln wiedergegeben.
In Rückblenden dürfen wir zusätzlich auf Georges Elternhaus und seine schlimme Kindheit blicken, wie der Alltag bei den McLaughlins ablief und alle Geschwister und die Mutter vor dem gewalttätigen Vater zitterten.
Das Leben hat George hart mitgespielt, seine Handlungen sind meist unüberlegt und naiv. Er tat mir oft leid, weil er durchaus kindliche Züge im Körper eines erwachsenen Mannes hat.

Schon Lisa Ballantynes erster Roman hat mich begeistert und auch hier hat sie sich wieder eine fesselnde Story ausgedacht, die man, dank des lockeren Schreibstils sehr flüssig lesen kann.

Die Autorin hat sehr unterschiedliche, interessante Charaktere geschaffen, auch der Reporter Agnus war sehr gut beschrieben, obwohl ich nicht verstanden habe, warum Christen den Sabbat so streng halten. Das war mir gänzlich neu, aber vielleicht gibt es irgendwo religiöse Gruppen, die das so praktizieren.

`Wenn Du vergisst` würde ich als einen gefühlvollen Roman mit leichten Krimi-Elementen bezeichnen, bei dem der Spannungsbogen die ganze Zeit oben gehalten wird, obwohl es weder blutig noch sonderlich actionreich ist.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es gerne !

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krimi, mord, gina, münchen, dühnfort

Sieh nichts Böses

Inge Löhnig
E-Buch Text: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 16.06.2017
ISBN 9783843715362
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Lange mussten die Leser auf einen neuen Inge Löhnig- Krimi warten, aber ich kann sagen: Es hat sich gelohnt!!
 Kommissar Dühnfort beginnt mit den Ermittlungen, nachdem während einer Hundeprüfung durch Zufall eine Frauenleiche gefunden wurde. Recht schnell ist die Identität der Toten geklärt, doch als die Polizisten zu den Eltern der jungen Frau fahren, um ihnen die schreckliche Nachricht zu überbringen, sind sie mehr als erstaunt über die Reaktionen, die sie dort erleben.


Außerdem erwarten Dühnfort und seine Frau Gina ihr erstes Kind und leider gibt es da eine nicht so schöne Nachricht der Ärzte. Eigentlich mag ich nicht viel Privatkram der Ermittler im Krimi, doch hier hat es mich komischerweise gar nicht gestört. Man fiebert quasi mit, wie die beiden mit der neuen Situation umgehen und wie sie sich entscheiden werden.
Inge Löhnig  lässt uns in verschiedenen Handlungssträngen mehrere Familien kennen lernen und zwar ziemlich ausführlich, sodass man eine Verbindung aufbauen kann. Scheinbar haben die Personen nichts miteinander zu tun und immer wenn ich dachte, mir ginge ein Licht auf, löste sich der Verdacht fürs Erste wieder auf.
Auch Dühnfort und sein Team kommen nicht so recht voran. 
Gibt es bei dem Mord an der jungen Frau eine Verbindung zu einem zurückliegenden Mordfall und was hat es mit den Affenfiguren auf sich, die neben den Toten gefunden wurden?

Ich habe lange keinen so perfekt konstruierten Krimi mehr gelesen. Alle anfänglich losen Fäden werden zum Schluss verknüpft und zu einem fulminanten Ende zusammengeführt.
Ich mag alle `Dühnfort`- Bände, aber für mich ist `Sieh nichts Böses` der beste! 
Extrem spannend geschrieben, fesselnde Story mit vielen Wendungen- einfach genial!
Das war mal wieder so ein Buch, bei dem ich traurig war, als ich es zuschlagen musste.
 Lesegenuss von der ersten bis zur letzten Seite!!

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113 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 86 Rezensionen

krimi, münchen, mord, gewalt, misshandlungen

Tiefe Schuld

Manuela Obermeier
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 16.06.2017
ISBN 9783548288635
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kommissarin Toni Stieglitz wird zu einem Mordfall gerufen. Eine Frauenleiche im Wald, ermordet, und die Flecken und Blutergüsse auf ihrem Körper deuten auf Misshandlungen hin, die ihr lange vor der Tat zugefügt worden sein müssen.
Toni wird direkt an ihre eigene Vergangenheit erinnert, ihr Freund Mike hat sie auch misshandelt, bis sie ihn angezeigt hat.
Die tote Frau tut ihr sehr leid und für Toni ist es ganz klar, dass der Ehemann der Täter ist. Ihre Kollegen sind allerdings anderer Meinung und werfen ihr eine einseitige Ermittlung vor.

Der Fall gestaltet sich für Toni doch nicht so einfach, wie zuerst gedacht. Irgendwann ist sie gezwungen, auch einen anderen Täter in Erwägung zu ziehen.
Den Leser lässt die Autorin durch einige geschickte Wendungen gleichfalls im Ungewissen, wer für den Mord verantwortlich ist.
`Tiefe Schuld` gehört wieder eher in die Kategorie ruhiger Krimi, ohne viel Action, dafür mehr Ermittlungsarbeit.
Der Schreibstil der Autorin hat mir gefallen, das Buch lässt sich flüssig lesen. Auch der Fall ist sehr interessant, allerdings wurde mir zu viel von Tonis Privatkram erzählt. Da hätte es gerne etwas weniger sein dürfen und auch Tonis Handlungen konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen.
Trotzdem war es insgesamt eine spannende Story.

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132 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

mord, thriller, krebs, krankheit, psychothriller

AMNESIA - Ich muss mich erinnern

Jutta Maria Herrmann
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.06.2017
ISBN 9783426519974
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Helen weiß, dass sie unheilbar krank ist- Lungenkrebs im Endstadium. Die Ärzte geben ihr noch ungefähr ein Jahr. Sie beschließt, sich von ihrer Mutter und ihrer Schwester zu verabschieden, die sie lange nicht gesehen hat und zu denen das Verhältnis nicht besonders ist.
Doch als sie dort ankommt, findet sie nie den richtigen Zeitpunkt, um den beiden von ihrem Zustand zu erzählen.
Ihre Mutter reagiert mehr als kühl auf das Wiedersehen, nur ihre Schwester Kristin, inzwischen glücklich verheiratet und schwanger, scheint sich zu freuen. Als Helen jedoch Kristins Ehemann kennenlernt, ist sie alles andere als erfreut. Sie kennt Leon von früher und weiß, dass er ein Verbrechen begangen hat, für das er nicht zur Rechenschaft gezogen wurde. Auch ihre Schwester scheint er nicht gut zu behandeln und Helen macht eine Äußerung, die sie bald bitter bereuen wird.

Kurz nach ihrer Ankunft bei der Familie  passieren im Umfeld plötzlich schreckliche Dinge, ein Selbstmord, ein Mord, ein Unfall.
Helen kriegt alles eher wie durch einen Schleier mit, denn sie nimmt zu häufig Beruhigungstabletten, obwohl sie weiß, dass diese starke Nebenwirkungen hervorrufen, z.B. Halluzinationen.
Sie leidet oft unter  großen Erinnerungslücken und Kontrollverlust und eines Morgens fragt sie sich beim Erwachen voller Panik, ob sie evt. für die Taten verantwortlich ist, denn scheinbar deutet alles auf sie als Täterin hin. Ist sie wirklich eine Mörderin? Oder bildet sie sich alles vielleicht nur ein?

Der Thriller ist in der Ich-Form aus Helens Sicht geschrieben. In fesselndem Schreibstil mit kurzen Kapiteln lässt die Autorin uns an Helens Gefühlswirrwarr teilnehmen.
 Ich war mir während des Lesens nie ganz sicher, was Realität ist und wobei es sich um eventuelle Wahnvorstellungen im Medikamentenrausch handelt.

Durch clever eingesetzte Wendungen bringt Jutta Maria Herrmann andere Verdächtige ins Spiel, die auch ein Motiv gehabt hätten, um uns kurze Zeit später wieder einen klaren Beweis für Helens Schuld zu liefern. So bleibt die Spannung erhalten und der Leser weiter im Ungewissen. 

Jutta Maria Herrmann hat mich auch mit  ihrem  neuen Buch wieder begeistert. `Amnesia` ist ein packender Psychothriller, der mich von der ersten bis zur letzten Seite in Atem gehalten hat.

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spannend bis zum ende, urlaubsliteratur, www.die-rezensentin.de, westfalen, krimi

Mordkapelle

Carla Berling
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453419964
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Lokalreporterin Ira Wittekind ist den meisten Lesern ja schon aus den vorigen Bänden bekannt, jedoch kann man auch problemlos mit diesem Band einsteigen.
Als der Apotheker Ludwig Hahnwald in der Dorfkapelle bei einem Brand ums Leben kommt, sieht alles nach Mord aus und Ira beginnt sofort mit den Vorbereitungen für ihren Artikel. Sie möchte das Leben von Ludwig Hahnwald beleuchten und eine Reportage über ihn schreiben.
Wer hatte ein Motiv, den beliebten Apotheker zu töten? Profitiert vielleicht jemand finanziell von seinem Tod oder gab es doch andere Gründe?

Als sie sich näher damit beschäftigt, stößt Ira immer wieder auf unerklärliche Vorkommnisse in der Vergangenheit und auf eine Familie, in der seit Jahren so einiges totgeschwiegen wird.

Ira ist eine sympathische Protagonistin, die den Dingen gerne auf den Grund geht. Ziemlich verbissen versucht sie, mehr über die Familie Hahnwald herauszubekommen.


Was sie dabei nach und nach entdeckt, lässt auf eine große Story hoffen, doch es wird immer besser. Jeder aus der Familie hat anscheinend etwas zu verbergen und der allseits beliebte Ludwig Hahnwald hatte auch allerlei Geheimnisse in seinem Leben. Ira findet heraus, dass er bei weitem nicht der nette Mensch war, den alle in ihm sahen.

`Mordkapelle`ist eher ein ruhiger Krimi und nicht sonderlich actionreich, hier geht es hauptsächlich um Recherche und die vielen dunklen Geheimnisse im Umfeld des Toten.
Die Autorin schreibt in lockerem, leichten Stil, bringt immer wieder neue Verdächtige ein, sodass der Leser keine Ahnung hat, wer den Apotheker auf dem Gewissen hat.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Für die Leser der vorigen Bände gibt es ein Wiederlesen mit Andy und seiner Familie. Humorvoll beschreibt Carla Berling die beiden alten Tanten, die immer ein `Schnäpsken` bereit halten. Die ostwestfälische Mundart der beiden war mir in den anderen Bänden manchmal etwas viel, hier hat sie jedoch genau die richtige Dosis gefunden.

Obwohl die  Protagonistin Reporterin ist und keine Polizeibeamtin, ist `Mordkapelle` ein fesselnder Krimi mit vielen humorvollen Szenen und einer ordentlichen Portion Lokalkolorit!!


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wien, missbrauch, kinderheim, krimi, die verlorenen kinder

Die verlorenen Kinder

Michael Seitz
E-Buch Text: 248 Seiten
Erschienen bei Knaur eBook, 03.05.2017
ISBN 9783426444849
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Falco Brunner, ehemaliger Polizist, jetzt Privatdetektiv, bekommt den Auftrag, den Tod eines alten Mannes im Pflegeheim zu untersuchen. Die junge Witwe glaubt nicht an einen natürlichen Tod, sondern vermutet, dass ihr Mann ermordet wurde.
Bei seinen Nachforschungen entdeckt Falco noch mehr ungeklärte Todesfälle in Pflegeheimen. Und alle Toten scheinen mit dem Kinderheim Wilhelminenberg, in dem es in den 60er Jahren Missbrauch gegeben hatte, in Verbindung zu stehen.
Es war für mich das erste Buch von Michael Seitz und der Schreibstil des Autors hat mir gefallen. Teilweise kam ich etwas durcheinander wegen der vielen verschiedenen Namen, aber das hat sich nach einiger Zeit gelegt, obwohl ich eigentlich auch manche Personen überflüssig fand. Wenn sie nur mal kurz erwähnt werden, ist es eher störend, wieder einen neuen Namen zu hören. Laut Klappentext hatte ich mir vorgestellt, dass das Buch in zwei Zeitebenen eingeteilt ist, jedoch spielt es fast die ganze Zeit in der Gegenwart.

Die damaligen Opfer leiden heute noch unter dem, was man ihnen im Heim angetan hat und die Verantwortlichen wurden nie zur Rechenschaft gezogen.
Übt jemand späte Rache oder haben die Todesfälle einen ganz anderen Grund?
Auch wenn die Story teilweise etwas verworren schien und ich manches nicht nachvollziehen konnte, war ich doch in Lage, großzügig darüber hinwegzusehen, denn das Buch hat mich auf jeden Fall gefesselt.
Es gibt viele verschiedene Handlungsstränge, die das Ganze auflockern und es war spannend, da man die ganze Zeit nicht wirklich wusste, wer gut oder böse ist.
Falco fand ich, trotz seines übertriebenen Sexualtriebs, einen sympathischen Protagonisten, der immer noch nicht ganz verkraftet zu haben schien, dass seine Ex-Ehefrau einen anderen hat. Und dass das allein Falcos Schuld ist, denn er hatte es nie so genau genommen mit der Treue in seiner Ehe.

Insgesamt hat mir `Die verlorenen Kinder` gut gefallen und ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen!

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dania dicken, die profilerin, urlaub, band 8, www.die-rezensentin.de

Die Profilerin - Das Grauen in dir

Dania Dicken
E-Buch Text
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 09.05.2017
ISBN 9783732542161
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Profilerin Andrea macht mit ihrer Familie Urlaub in Schottland auf der Insel Skye.
Durch einen kleinen Verkehrsunfall kommt sie in Kontakt mit dem örtlichen Polizeichef Fergus. Dieser bittet sie um Hilfe, denn seit Jahren treibt ein Serientäter sein Unwesen auf der Insel. Immer sind männliche Teenager seine Opfer, die er bestialisch quält, bevor er sie tötet.
Andrea willigt ein, während ihres Urlaubs ein Profil zu erstellen und kommt dem Täter dabei erschreckend nah.
Die erste Hälfte des Buches fand ich spannend, auch wenn es nicht ganz einleuchtend war, dass vorher keine intensiven Ermittlungen erfolgten, obwohl es eine Reihe von Todesfällen gab. Trotzdem ließ es sich gut lesen und konnte mich fesseln.
In der zweiten Hälfte passierten jedoch zu viele Dinge, die ich total unrealistisch fand und das Verhalten der Verantwortlichen wurde auf einmal absolut unprofessionell.

Wie kann ein Täter entkommen, obwohl mehrere Polizisten danebenstehen? Wo ist die Polizei, wenn zwei Männer allein den Täter verfolgen? Wie kann er immer wieder ungehindert irgendwo auftauchen? Ich kann leider nicht ins Detail gehen, ohne zu spoilern, aber für mich gab es da zu viele Ungereimtheiten.
Die Spannung, die im ersten Teil aufgebaut wurde, flachte leider in der zweiten Hälfte immer mehr ab.
Schade, denn der Schreibstil der Autorin hat mir eigentlich gefallen.

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