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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Die verlorenen Kinder

Michael Seitz
E-Buch Text: 248 Seiten
Erschienen bei Knaur eBook, 03.05.2017
ISBN 9783426444849
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Falco Brunner, ehemaliger Polizist, jetzt Privatdetektiv, bekommt den Auftrag, den Tod eines alten Mannes im Pflegeheim zu untersuchen. Die junge Witwe glaubt nicht an einen natürlichen Tod, sondern vermutet, dass ihr Mann ermordet wurde.
Bei seinen Nachforschungen entdeckt Falco noch mehr ungeklärte Todesfälle in Pflegeheimen. Und alle Toten scheinen mit dem Kinderheim Wilhelminenberg, in dem es in den 60er Jahren Missbrauch gegeben hatte, in Verbindung zu stehen.
Es war für mich das erste Buch von Michael Seitz und der Schreibstil des Autors hat mir gefallen. Teilweise kam ich etwas durcheinander wegen der vielen verschiedenen Namen, aber das hat sich nach einiger Zeit gelegt, obwohl ich eigentlich auch manche Personen überflüssig fand. Wenn sie nur mal kurz erwähnt werden, ist es eher störend, wieder einen neuen Namen zu hören. Laut Klappentext hatte ich mir vorgestellt, dass das Buch in zwei Zeitebenen eingeteilt ist, jedoch spielt es fast die ganze Zeit in der Gegenwart.

Die damaligen Opfer leiden heute noch unter dem, was man ihnen im Heim angetan hat und die Verantwortlichen wurden nie zur Rechenschaft gezogen.
Übt jemand späte Rache oder haben die Todesfälle einen ganz anderen Grund?
Auch wenn die Story teilweise etwas verworren schien und ich manches nicht nachvollziehen konnte, war ich doch in Lage, großzügig darüber hinwegzusehen, denn das Buch hat mich auf jeden Fall gefesselt.
Es gibt viele verschiedene Handlungsstränge, die das Ganze auflockern und es war spannend, da man die ganze Zeit nicht wirklich wusste, wer gut oder böse ist.
Falco fand ich, trotz seines übertriebenen Sexualtriebs, einen sympathischen Protagonisten, der immer noch nicht ganz verkraftet zu haben schien, dass seine Ex-Ehefrau einen anderen hat. Und dass das allein Falcos Schuld ist, denn er hatte es nie so genau genommen mit der Treue in seiner Ehe.

Insgesamt hat mir `Die verlorenen Kinder` gut gefallen und ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen!

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dania dicken, die profilerin, urlaub, band 8, www.die-rezensentin.de

Die Profilerin - Das Grauen in dir

Dania Dicken
E-Buch Text
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 09.05.2017
ISBN 9783732542161
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Profilerin Andrea macht mit ihrer Familie Urlaub in Schottland auf der Insel Skye.
Durch einen kleinen Verkehrsunfall kommt sie in Kontakt mit dem örtlichen Polizeichef Fergus. Dieser bittet sie um Hilfe, denn seit Jahren treibt ein Serientäter sein Unwesen auf der Insel. Immer sind männliche Teenager seine Opfer, die er bestialisch quält, bevor er sie tötet.
Andrea willigt ein, während ihres Urlaubs ein Profil zu erstellen und kommt dem Täter dabei erschreckend nah.
Die erste Hälfte des Buches fand ich spannend, auch wenn es nicht ganz einleuchtend war, dass vorher keine intensiven Ermittlungen erfolgten, obwohl es eine Reihe von Todesfällen gab. Trotzdem ließ es sich gut lesen und konnte mich fesseln.
In der zweiten Hälfte passierten jedoch zu viele Dinge, die ich total unrealistisch fand und das Verhalten der Verantwortlichen wurde auf einmal absolut unprofessionell.

Wie kann ein Täter entkommen, obwohl mehrere Polizisten danebenstehen? Wo ist die Polizei, wenn zwei Männer allein den Täter verfolgen? Wie kann er immer wieder ungehindert irgendwo auftauchen? Ich kann leider nicht ins Detail gehen, ohne zu spoilern, aber für mich gab es da zu viele Ungereimtheiten.
Die Spannung, die im ersten Teil aufgebaut wurde, flachte leider in der zweiten Hälfte immer mehr ab.
Schade, denn der Schreibstil der Autorin hat mir eigentlich gefallen.

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Floras Traum von rotem Oleander (Blütenträume, Band 1)

Annette Hennig
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 14.03.2017
ISBN 9781612185323
Genre: Sonstiges

Rezension:

Rügen, 1939. Flora ist in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, doch ihr war schon früh klar, dass sie einmal ein völlig anderes Leben führen möchte. Als sie eine Stellung als Zimmermädchen bei der Gräfin von Langenberg bekommt, hat sie eine ganz klare Vorstellung von ihrer Zukunft. Sie träumt von einem Leben im Wohlstand und setzt zielstrebig alles dran, um den jungen Grafen Heinrich von Langenberg zu betören. Er verliebt sich in Flora und trotz des Widerstands seiner Mutter heiratet er sie und macht sie zur Gräfin.
Von nun an kann Flora ihre Maske wieder fallenlassen und die schlechten Charakterzüge kommen zum Vorschein. Ihr Ehemann wird genauso schikaniert wie das Dienstpersonal und das ändert sich auch nicht, als Tochter Viola zur Welt kommt.
Flora übernimmt die Leitung des Guts, die alte Gräfin wird aufs Altenteil geschickt und Heinrich bleibt ein verliebter, gutgläubiger Trottel.

Die Geschichte ist in zwei Handlungssträngen geschrieben, zur Zeit des zweiten Weltkrieges und 1990, kurz nach der Wende.

Durch die Geschehnisse in 1990 weiß der Leser, dass Flora sich in irgendeiner Form auch an ihrer Tochter versündigt haben muss, sodass seit etlichen Jahren keinerlei Kontakt besteht.

Flora ist eine dominante, nicht sehr sympathische Protagonistin und kommt nicht besonders liebenswert rüber.
Mich hat das hier nicht gestört, weil es für die Geschichte nötig war und zudem die anderen Charaktere sehr sorgfältig und liebevoll beschrieben werden.

`Floras Traum von rotem Oleander` ist der Auftakt zu einer wunderschönen Familiensaga, deren Handlung mich direkt fesseln konnte, sodass ich es an einem Sonntag gelesen habe.

Ein Problem habe ich mit dem abrupten Ende, die Geschichte ist nicht abgeschlossen, viele Fragen bleiben offen, wenn man das Buch zuschlägt.
Es geht zwar nahtlos im zweiten Teil weiter, was für mich jetzt okay war, weil das nächste Buch hier schon liegt. Trotzdem möchte ich eigentlich eine abgeschlossene Geschichte lesen, die nicht mittendrin aufhört.

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teepflückerin, freunde, tempel, engländer, unberührbar

Der Himmel über Ceylon

Linda Cuir
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Weltbild, 01.01.2016
ISBN 9783959732512
Genre: Romane

Rezension:


Die junge Teepflückerin Anjali erhofft sich etwas anderes vom Leben, als nur Tee zu pflücken und sich zur Krönung ein Kind von einem Aufseher andrehen zu lassen.
Trotz der Missbilligung ihrer Mutter schwänzt sie die Arbeit auf der Plantage und steigt zum Tempel, um die Götter um eine bessere Zukunft zu bitten.
Dabei trifft sie auf den adeligen Engländer Tom. Er bietet ihr an, bei seinen Eltern als Küchenhilfe zu arbeiten und es scheint, als hätten die Götter ihren Wunsch erhört.
Anjali verliebt sich in Tom und nimmt an, dass es ihm ähnlich geht, doch leider läuft alles bald ganz anders als erwartet.
Anjali lässt sich jedoch nicht unterkriegen, steht schwierige Zeiten ganz allein durch, schafft es aber immer wieder, Menschen zu finden, die ihr zugetan sind und so baut sie sich mehrmals etwas Neues auf. Fleißig arbeitet sie an ihren Ideen, doch wohin ihr Weg sie am Ende führt, ist nie ganz klar. Viele Niederlagen und menschliche Enttäuschungen muss Anjali einstecken, doch aufgeben kommt für sie nie in Frage.

Die Geschichte ist sehr interessant, in den 60er Jahren und später gab es in Ceylon immer noch Kastendenken, obwohl es offiziell abgeschafft wurde.
Zwischendurch zieht es sich allerdings etwas, da hätte man das Geschehen ein wenig zusammenraffen können. Anjalis Verhalten aufgrund ihrer Mentalität konnte ich manchmal nicht nachvollziehen, da merkte man wieder den Unterschied zwischen europäischem und asiatischem Denken.

`Der Himmel über Ceylon` ist eine berührende, sehr schön erzählte Geschichte mit vielen interessanten Eindrücken und Hintergründen über Ceylon und das Leben dort, die andere Kultur, den Unterschied zwischen arm und reich. Die Autorin hat gut recherchiert und dem Leser die Lebensweise, die Götter und das Kastenwesen nähergebracht.

Durch den Prolog ist der Leser sicher, dass noch etwas Bedeutendes in Anjalis Leben passiert und dass sie es auf jeden Fall geschafft hat.

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www.die-rezensentin.de, eifersucht, strandräuberin, historischer roman, neid

Die Strandräuberin

Ines Thorn
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 11.04.2017
ISBN 9783352008986
Genre: Historische Romane

Rezension:

1711, Jördis lebt seit dem Tode ihrer Eltern mit der Großmutter zusammen in einer Kate auf der Insel Sylt. Den Lebensunterhalt für beide verdient sie sich mit dem Sammeln von Strandgut oder dem Voraussagen der Zukunft durch das Runenorakel, das die Großmutter aus ihrer Heimat Island mitgebracht hat.

Ines Thron beschreibt das Leben zur damaligen Zeit sehr authentisch. Das Klima war rau, die Leute hatten es schwer, lebten vom Fischfang oder der Seefahrt. Und natürlich von der Strandräuberei, was aber bei Strafe verboten war. Es herrscht Armut, trotz harter Arbeit gab es wenig zu essen und zu wenig Material, um den Ofen anzufeuern. Die Mädchen konnten froh sein, wenn sie einen Ernährer gefunden hatten der sie heiratet. Die Liebe spielte da eher eine Nebenrolle. Umso glücklicher war Jördis, als Arjen, ihr heimlicher Schwarm sie bittet, seine Frau zu werden.
Doch dann kommt alles anders....
Eifersucht, Neid und Hinterlist zerstören ihr Glück und zu allem Übel werden Jördis und ihre Großmutter auch noch als Hexen beschimpft und verurteilt.

Die Autorin hat vielschichtige Charaktere geschaffen, liebenswert bis bösartig, es geht um Intrigen, Missgunst, üble Nachrede, aber auch Liebe und Vergebung.

`Die Strandräuberin` ist ein einfach zu lesender historischer Roman, den ich an einem Wochenende verschlungen habe.
Die Geschichte um Jördis konnte mich direkt fesseln, ich hatte keine Minute Langeweile und deshalb vergebe ich gerne 5 Sterne für diese unterhaltsame Lektüre.

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schottland, familie, adoption, liebe, geheimnis

Das Geheimnis von Chaleran Castle: Familiengeheimnis Roman

Elaine Winter
E-Buch Text: 264 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 11.04.2017
ISBN 9783732531493
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Reisejournalistin Felicia wird von ihrem Chefredakteur nach Schottland geschickt, um einen ausführlichen Artikel darüber zu schreiben. 
Fasziniert von dem alten Chaleran Castle bleibt sie länger, als ursprünglich geplant war, irgendetwas an den alten Gemäuern lässt sie nicht los. Als die Besitzerin der Burg ihr eine Schatulle mit Briefen und Tagebuchaufzeichnungen überlässt, stößt sie beim Lesen auf eine  Familientragödie, die ihr einen zusätzlichen Grund bietet zu bleiben.
Das ist ihr gar nicht so unrecht, denn es gibt auch einen Mann, der sie mehr als nur interessiert.
Zusätzlich erfährt sie plötzlich Dinge, die ihr eigenes Leben komplett auf den Kopf stellen.

`Das Geheimnis von Chaleran Castle` ist eine nette Lektüre, die mich gut unterhalten hat. In angenehmem Stil schreibt die Autorin in zwei Zeitebenen, sodass wir auch einiges über die Verfasserin der Tagebücher erfahren.
Interessant fand ich auch, einige Dinge über das Leben in Schottland mitzubekommen, z.B. über Clans und ihre Gebräuche.
Die wundervolle Landschaft hat Elaine Winter so bildhaft beschrieben, dass ich sie genau vor Augen hatte, bildete mir sogar ein, den Duft der Wiesen riechen zu können. Trotzdem verlor sie sich nicht in langatmigen und übertriebenen Ausschmückungen, sondern konzentrierte sich auf das wirkliche Geschehen.

Das Buch eignet sich für entspannte Stunden, in denen man mal in das schöne Schottland abtauchen kann und eine bezaubernde Familiengeschichte geboten bekommt.

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auswandererschicksale, www.die-rezensentin.de, deutsche in amerika, deutsche auswanderer, chicago

Mit Müh und Not: Dritter Teil des Auswanderer-Krimis

Kai Blum
E-Buch Text: 141 Seiten
Erschienen bei null, 10.03.2017
ISBN B01N6FK4LK
Genre: Sonstiges

Rezension:


Der dritte Teil der Auswanderer- Krimis spielt 1886 in Chicago, rund um den Haymarket Bombenanschlag.
Andreas Brenner, Mitarbeiter der deutschen Arbeiter- Zeitung, wird zusammen mit vielen anderen verhaftet, weil er während der Explosion vor Ort war.
Die Brüder Bob und Jack Hunhoff, die nun im Dakota Gebiet leben, bekommen die Nachricht von Andreas` Verhaftung und machen sich direkt auf den Weg in die Stadt, denn als ehemalige Chicagoer Polizisten haben sie vielleicht die Möglichkeit etwas zu erfahren, das Andreas helfen könnte.
Der Autor lehnt seinen Roman ganz nah an die historischen Tatsachen, die Mitwirkenden haben sogar zum großen Teil wirklich gelebt.
Die Streiks und Forderungen der Arbeiter nach kürzerer Arbeitszeit und Mitbestimmung wurden systematisch verhindert und das Haymarket Bombenattentat war eine perfekte Gelegenheit, um die Verschwörer und Anarchisten ein für alle mal hinter Gittern zu bringen oder gar zum Tode zu verurteilen.
Wie auch mit den ersten beiden Bänden schaffte Kai Blum es erneut, mich zu begeistern. Authentisch schildert er die historischen Ereignisse und hat die fiktiven Charaktere mit ihren Erlebnissen gekonnt eingebaut. Ich fand das Buch richtig spannend, und wieder einmal wurde mir klar, wie schwierig die Anfänge waren, um kürzere Arbeitszeiten, faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Viele mutige Männer setzten sich mit ihrem Leben für den Kampf um Gerechtigkeit und ein Ende der Lohnsklaverei ein.

Da zwischen den einzelnen Bänden immer eine große Zeitspanne liegt, hatte ich die Charaktere aus den ersten beiden nicht mehr auf dem Schirm. Also kann man auch mit dem dritten Teil anfangen, wäre allerdings schade, wenn man sich `Hoffnung ist ein weites Feld` und `Man erntet, was man sät` entgehen lassen würde.
Als Krimi im üblichen Sinne würde ich `Mit Müh und Not` gar nicht bezeichnen, eher als vielschichtigen historischen Roman, der mich bestens unterhalten hat.

Von mir eine ganz klare Kaufempfehlung !!!

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koblenz, preußen, 19. jahrhundert, coblenz, verrat

Die Festung am Rhein

Maria W. Peter
Flexibler Einband: 607 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783404175192
Genre: Historische Romane

Rezension:


Coblenz, 1822. Der junge Halbfranzose Christian, Soldat in der preußischen Armee, wird des Verrats beschuldigt. Wichtige Unterlagen über den Bau der neuen Festung soll er gestohlen und an die Franzosen verkauft haben. Seine Schwester Franziska glaubt kein Wort davon und versucht, die Unschuld ihres Bruders zu beweisen. Immer wieder läuft ihr dabei der preußische Leutnant Rudolph über den Weg. Es kommt so weit, dass er sie nun auch des Verrats bezichtigt.
Die Festung Ehrenbreitstein wurde 1817-1828 erbaut und thront bis heute über Rhein und Mosel.
Genau 200 Jahre später erscheint der Roman, für den die Autorin sehr genaue Recherche betrieben hat.
`Die Festung am Rhein` ist eine umfangreiche Geschichte mit liebevoll gestalteten Figuren. 
Rudolph, der typische Preuße, wie man ihn sich so vorstellt und Franziska, ein zartes, aber charakterstarkes Persönchen mit ziemlich viel Mut und Eigensinn. Die Geschichte wird mal von Rudolph und mal von Franziska erzählt, sodass der Leser verschiedene Blickwinkel kennenlernt. 
Durch die Suche nach dem wahren Verräter kommen die beiden sich, trotz gegenseitigen Misstrauens, doch näher.
Eine Verbindung zwischen einem Preußen und einer Halbfranzösin war zur damaligen Zeit eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, zusätzlich gehören beide noch unterschiedlichen Konfessionen an.

Sollte ein Offizier vorhaben zu heiraten, ging dies nicht ohne Einwilligung des Königs, was allerdings nur selten gestattet wurde.
Sehr interessant fand ich generell das Verhältnis der Rheinländer zu den Preußen, das die Autorin authentisch beschrieben hat.
Maria W. Peter hat die außergewöhnliche Geschichte um Franziska und Rudolph in einen wahren historischen Hintergrund eingearbeitet und eine ganze Menge Wissenswertes hineingepackt.

Herausgekommen ist ein eindrucksvoller Roman, der einem gemütliche Lesestunden beschert und  dazu noch lehrreich ist.

Am Anfang des Buches befindet sich eine Karte der Gebiete, die es dem Leser leichter macht, sich alles bildlich vorzustellen und im Anschluss wird noch einmal einiges an historischen Fakten erklärt und beschrieben.

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holocaust, erster weltkrieg, judenverfolgung, lübeck, familiensaga

Die silberne Spieldose

Mina Baites
E-Buch Text: 320 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 07.03.2017
ISBN 9781477820520
Genre: Sonstiges

Rezension:

Paul Blumenthal und seine Familie betreiben seit jeher Juweliergeschäfte in Hamburg und Lübeck.
Als es Anfang der dreißiger Jahre für Juden zu gefährlich wird in Deutschland, ziehen einige ihrer Verwandten nach Kapstadt, während Paul das Geschäft weiterführt. Genauso wie Onkel Max in Lübeck, hofft er, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis wieder alles beim Alten ist. Die Bevölkerung wird sich das nicht länger gefallen lassen und irgendjemand wird Hitler Einhalt gebieten.
Leider müssen sie schon bald erfahren, dass dem nicht so ist...

`Die silberne Spieldose` erzählt eine ergreifende Familiengeschichte, die im ersten Weltkrieg beginnt und in den 1960er Jahren endet.
Ich habe schon viele Bücher zu dem Thema gelesen, aber dieses hat mich von Anfang bis Ende gefesselt.
Ich finde es immer wieder unfassbar, dass Freunde, mit denen man zusammen zur Schule ging und aufgewachsen ist, sich plötzlich so gegen einen wenden können, nur weil man Jude ist. Zumal man das ja schon immer war und es vorher niemanden gestört hat.
Ganz schlimm fand ich auch, dass Pauls Vater im ersten Weltkrieg für Deutschland gekämpft hat und das Eiserne Kreuz für seine Tapferkeit erhalten hat und im zweiten Weltkrieg gelten er oder seine Familie dann plötzlich als Staatsfeinde?

Die Silberne Spieldose, die einst Pauls Vater für ihn hergestellt hat, schenkt er seiner Tochter Margarete, die sie wie einen Augapfel hütet.
Die Geschichte macht einen Zeitsprung, als die Spieldose 1965 bei der Engländerin Lilian im Nachlass ihrer Eltern auftaucht. Besteht eine Verbindung zu den Blumenthals? Lilian beginnt mit Nachforschungen....

Mina Baites hat in sehr angenehmen Stil eine authentische Familiengeschichte über mehrere Generationen geschrieben, die mich tief berührt hat.

Dieses Buch konnte man nicht einfach nach dem Lesen zur Seite legen und zu einem neuen greifen, sondern es wird mich noch einige Zeit beschäftigen.

Absolute Kaufempfehlung, zumal das eBook im Moment nur 4,99€ kostet!!!

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schottland, geige, violinkonzert, musik, sympathische charaktere

Die Zärtlichkeit des Augenblicks

Heike Fröhling
E-Buch Text: 222 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 07.03.2017
ISBN 9781477821237
Genre: Sonstiges

Rezension:

Nach einem Streit mit ihrem Freund entscheidet sich Kristin kurzfristig, alleine nach Schottland zu reisen. Sie steht in Verhandlungen, eine alte Geige zu kaufen und nun hat sie die Möglichkeit, eine Entscheidung wegen ihrer Beziehung aufzuschieben und gleichzeitig das Stück persönlich zu begutachten.
Der Verkäufer der Geige ist Ethan, ein älterer Mann, der seit vielen Jahren taub ist.
Irgendetwas zieht Kristin zu ihm hin und sie freunden sich an. Er zeigt ihr eine jahrelang verschollene Komposition von Mendelssohn. Nach und nach kommt heraus, wie er an die Papiere gelangt ist, doch da steckt noch ein Geheimnis dahinter und Kristin will es auf jeden Fall herausbekommen..

Das Buch fängt gemächlich an, Kristin lässt es ruhig angehen in Schottland, sie verbringt Abende mit Ethan, wobei er ihr Vieles anvertraut.
Im letzten Drittel ändert sich der Stil etwas und es passiert eine ganze Menge in kurzer Zeit.
Die Story hat mir gefallen, auch wenn ich es manchmal etwas unrealistisch fand, dass Ethan gerade einer Fremden nun alles erzählt, worüber er jahrzehntelang geschwiegen hat. Er überlässt Kristin die Entscheidung, was sie mit der Information anfangen soll.

`Die Zärtlichkeit des Augenblicks` ist ein Roman, der sich sehr intensiv mit dem Geigenspiel befasst. Obwohl ich völlig unmusikalisch bin und kein großes Interesse daran habe, hat mich die Geschichte gefesselt. Ich fand total spannend, wie die Autorin so intensiv über die Gefühle geschrieben hat, die man beim Geige spielen empfindet. Es muss ja eine ganz besondere Faszination davon ausgehen.

Bis auf ein paar wenige Schwachstellen handelt es sich um einen sehr liebevoll geschriebenen Roman, der sich leicht lesen läs

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www.die-rezensentin.de, inquisition, carsta, heilerin, flucht

Die heimliche Heilerin und die Toten

Ellin Carsta
E-Buch Text: 350 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 07.03.2017
ISBN 9781612185040
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die ersten beiden Bände um die Heilerin Madlen sind mir bereits bekannt und ich freute mich auf ein Wiederlesen mit den schon liebgewonnenen Figuren.
Madlens Leben verlief bisher nicht immer glatt und umso mehr gönnte ich ihr nun etwas Ruhe mit ihrer Familie in Köln.
Doch dann passiert etwas, das ich mir beim besten Willen nicht vorgestellt hätte, denn Madlen wird von einem schweren Schicksalsschlag getroffen und ihr Leben ändert sich von einer Minute zur anderen.
Überstürzt, ohne sich zu verabschieden, muss sie flüchten und Köln auf unbestimmte Zeit verlassen.
Mir hat gefallen, dass sie immer auf Menschen trifft, die ihr wohlgesonnen sind und so ist sie nie ganz allein.
Ich bin immer wieder fasziniert, wie damals die weiten Wege bewältigt wurden. Für eine Strecke, die man heute in einer oder mehreren Stunden problemlos schafft, wurden früher Tage, Wochen oder sogar Monate benötigt. Und diese Reisen waren alles andere als bequem.
Irgendwann ist Madlen in der Lage, an dem, was passiert ist, das Gute zu erkennen, denn sie kann endlich ihren langjährigen Traum verwirklichen und Medizin studieren.
Doch natürlich nagt an ihr, was ihr in Köln widerfahren ist. Wird sie jemals Gerechtigkeit erlangen?

Ellin Carsta hat zum dritten Mal eine spannende Geschichte um die heimliche Heilerin gewoben.
Man sollte allerdings die ersten Bände ruhig gelesen haben, um die Entwicklung und die Zusammenhänge besser zu verstehen, aber natürlich kann man auch erst jetzt einsteigen.
Bekannte Gesichter treffen wir im dritten Teil wieder, den Erzbischof, Schwiegermutter Elisabeth und Tante Agathe.
In `Die heimliche Heilerin und der Medicus` habe ich mich immer gefragt, wieso Medicus Franz von Beyenburg so schnell von der Bildfläche verschwunden ist, doch jetzt findet man dazu eine plausible Erklärung.

`Die heimliche Heilerin und die Toten` ist eine gelungene Mischung aus Roman und Krimi, denn auch diesmal geht es wieder darum, einen Verbrecher zu überführen und zu verurteilen.
Ellin Carsta überzeugt, wie gewohnt, mit einem flüssigen Schreibstil und sympathischen Protagonisten. Sie hält sich nicht mit ausufernden Beschreibungen oder einem `in die Länge ziehen` auf, sondern Madlens Leben ist so ereignisreich, dass das völlig genügt.
Wieder einmal wurde klar, dass es auch in der damaligen Zeit starke Frauen gab, die ihren Weg gingen und ihre Ziele durchsetzten.
Die lebendige und bildhafte Schreibweise macht das Lesen sehr angenehm und so wurde ich wieder bestens unterhalten.

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hamburg, sturmflut, liebe, usa, schlaganfall

Sturmherz

Corina Bomann
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783548288390
Genre: Romane

Rezension:

Alexa hat seit vielen Jahren kein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter Cornelia. Nun liegt diese plötzlich mit einem Schlaganfall im Krankenhaus und ist auf die Hilfe ihrer Tochter angewiesen.

Der Roman spielt in zwei Zeitebenen, wodurch wir die junge Cornelia und ihren Freund Rick während der Sturmflut 1962 in Hamburg kennenlernen.
Aus zwei Sichten wird die Liebesgeschichte des jungen Paares erzählt und warum eine Aneinanderreihung unglücklicher Umstände damals ein Happy End verhinderten.
Der andere Handlungsstrang spielt in der Gegenwart.
Bei der Durchsicht der Papiere stößt Alexa auf Briefe und Aufzeichnungen, die das Verhalten ihrer Mutter in den vielen Jahren in einem anderen Licht erscheinen lassen.
Alex hat eine Menge Fragen und dann bekommt sie die Gelegenheit, die Geschichte aus erster Hand zu hören, denn Rick ist zurückgekommen.

Corina Bomann lässt den Leser lange darüber im Ungewissen, was damals passiert ist und wieso Cornelia ihrer Tochter nie die nötige Liebe geben konnte.
Nach und nach, Stückchen für Stückchen erfährt man immer mehr und leidet mit den Beteiligten. Trotzdem konnte ich Cornelias Verhalten nicht verstehen oder nachempfinden.
Alexa kämpft ein Leben lang um die Liebe ihrer Mutter und nun, als Cornelia krank ist, scheint sie ihr endlich eine Erklärung zu geben. Aber ist es dafür nicht längst zu spät?
Corina Bomann wirft immer nur Bröckchen hin und so wird die Phantasie der Leser angeregt und man kann selbst versuchen, sich einen Reim auf das Verhalten zu machen.

Gekonnt springt sie zwischen den Zeiten und verschiedenen Perspektiven hin und her und fesselt den Leser mit der tragischen Geschichte einer großen Liebe, durch die viele, auch Unbeteiligte sehr leiden mussten.
`Sturmherz`ist eine leichte Lektüre, die sich wunderbar zum Entspannen eignet und mich sehr gut unterhalten hat.

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Der Scharfrichter

Nadine d'Arachart und Sarah Wedler
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei telescope, 28.10.2016
ISBN 9783959150224
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nachdem Ermittlerin Daria Storm im ersten Band den Schinder zur Strecke gebracht hat, scheint es jetzt eine Steigerung zu geben. Ein grausamer Mörder richtet seine Opfer nach dem Vorbild mittelalterlicher Foltermethoden hin. Schnell bekommt er von der Presse den Namen `Der Scharfrichter.`
Bei jedem der Toten findet sich ein Hinweis auf den nächsten Mord. Daria und ihr Team sind verzweifelt, denn der Mörder ist ihnen immer einen Schritt voraus.
Irgendwann ist sich Daria sicher, es kann ihr nur einer bei der Aufklärung der Morde helfen: Der Schinder!

Daria ist inzwischen fest mit ihrem Kollegen Martin liiert. Er weiß um die Gefühle, die Daria für  den Schinder  hatte und ist sich nicht sicher, wie es jetzt in ihr aussieht. Natürlich möchte er auf keinen Fall, dass sie mit ihm in Kontakt tritt.

Daria jagt den Mörder, wobei jagen diesmal wörtlich genommen werden kann.
Ohne Verschnaufpause reihen sich Mord an Mord und das Autorenduo spart nicht an grausamen Einzelheiten zu den Taten.
In einem rasanten Tempo ist die Polizei dem Täter auf den Fersen, doch leider kommt sie immer einen Moment zu spät, um ihn zu fassen oder seine Taten zu verhindern. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Die kurzen Kapitel und der flüssige Schreibstil sorgen dafür, dass der Spannungsbogen oben gehalten wird, auch wenn ich mir zwischendurch etwas mehr Ruhe gewünscht hätte.
Im ersten Band war mir Daria Storm nicht sonderlich sympathisch, weil sie sich teilweise so naiv benommen hat und sich dadurch in große Gefahr brachte.
Jetzt gefiel sie mir um einiges besser, handelt sie doch nicht mehr so unüberlegt wie bei `Der Schinder.` Ich bin sicher, es gibt bald eine Fortsetzung, denn das Kapitel Daria und der Schinder ist für mich noch nicht zu Ende.

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ostpreußen, familiensaga, pferdezucht, familie, gutsleben

Das Lied der Störche

Ulrike Renk
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 19.01.2017
ISBN 9783746632469
Genre: Historische Romane

Rezension:

Das Buch erzählt die Geschichte der elfjährigen Frederike von Weidenfels, die mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern auf das Gut des Stiefvaters nach Ostpreußen zieht.
Schon früh ist ihr bewusst, dass sie keine Mitgift zu erwarten hat, da ihr leiblicher Vater tot ist.
So versucht sie möglichst viel zu erlernen, damit sie evtl. später einmal eine Stellung als Hausdame bekommt, denn an eine Heirat glaubt sie nicht.
Frederikes Mutter möchte ihre Tochter natürlich trotzdem gut versorgt sehen und legt ihr den um viele Jahre älteren Ax von Stieglitz ans Herz. Für Ax schwärmte Frederike schon, als sie elf war, doch sieht er in ihr mehr als ein Kind?
Als Frederike älter wird, scheint Ax an ihr interessiert zu sein, doch irgendein Geheimnis umgibt den Mann und aus welchem Grund hat er nie geheiratet?
`Das Lied der Störche` soll auf wahren Begebenheiten beruhen, was man im Anhang noch ausführlicher nachlesen kann.
Bildhaft erzählt Ulrike Renk über das Leben auf dem Gutshof in Ostpreußen in der 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Man konnte sich als Leser direkt dorthin versetzen und plötzlich in eine andere Zeit abtauchen.
Detailliert wird beschrieben, wie gekocht, geheizt, gebadet wurde und wie der Alltag auf dem Gut mit den Tieren verlief. Besonders interessant fand ich den Umgang der Adeligen mit den Bediensteten, den `Leuten`, wie sie genannt wurden.

Auch wenn das Buch keine wirklichen Höhen und Tiefen hat, empfand ich es auf keinen Fall langatmig, sondern es hat mir gut gefallen, über das alltägliche Leben zu lesen.
Die Themen der Frauen waren der Haushalt mit seinen üblichen Aufgaben und der Bewirtung der Gäste. Auf keinen Fall durften der Hausherr damit behelligt wurden.
Die Männer interessierten sich mehr für die Arbeiten und die Tiere auf dem Gut und natürlich für Politik.
Die Autorin hat sehr unterschiedliche und facettenreiche Charaktere geschaffen, wovon mir besonders Frederike und Onkel Erik, ihr Stiefvater, richtig ans Herz gewachsen sind. Aber auch alle anderen hatten ihre liebenswerten oder besonderen Seiten.
Das Buch erzählt Frederikes Erlebnisse, bis sie achtzehn Jahre alt ist, das Ende lässt noch einige Fragen offen.
Doch ein Lebensabschnitt ist nun abgeschlossen und die Fortsetzung wird nicht lange auf sich warten lassen.

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berlin, www.die-rezensentin.de, ermittlung, krimi, trieb

Ein dunkler Trieb

L.U. Ulder
Flexibler Einband: 444 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2016
ISBN 9783426216019
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:



Björn Liebermann tritt seine neue Stelle bei der Abteilung für Bandenkriminalität in Berlin an und muss sofort bei der Mordkommission aushelfen.
Es beginnt für ihn direkt mit einer toten Frau, die gequält und vergewaltigt wurde, aber dabei bleibt es leider nicht.

Es gibt mehrere Handlungsstränge, die das Buch erst richtig spannend werden lassen. Das Besondere daran ist, dass einige Männer sich durch ihre Handlungen verdächtig machen und der Autor alle selbst aus ihrer Sicht erzählen lässt. Der Leser tappt bei der Suche nach dem Täter genauso im Dunkeln wie die Polizei.

L.U. Ulder hat sehr interessante Figuren geschaffen. Mit dem Protagonisten Björn hatte ich zuerst meine Schwierigkeiten. Einige seiner Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen und für mich war er einfach nur ein Weichei. Das ändert sich aber im Laufe des Buches, denn er entwickelt sich weiter und zwar zu seinem Vorteil.
Am Anfang erfährt der Leser einiges über Björns Privatleben, doch später wird es nur noch kurz angerissen, da hätte ich eigentlich gerne Näheres erfahren.
Auch die Kollegen sind sympathisch, besonders gelungen fand ich die Chefin, bei der man nicht weiß, ob Männlein oder Weiblein, weswegen sie den Spitznamen `Er Sie Es` trägt.

`Ein dunkler Trieb` ist mal wieder ein Thriller, in dem es hauptsächlich um Ermittlungsarbeit geht, die sehr detailliert beschrieben wird.
Hier passt alles zusammen, eine raffiniert ausgetüftelte Handlung, spannend geschrieben, sodass keine Minute Langeweile aufkommen konnte.
Eine unbedingte Leseempfehlung für diesen packenden Thriller!!

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köln, familiengeheimnis, geheimnis, die kirschvilla, liebe

Die Kirschvilla

Hanna Caspian
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.09.2016
ISBN 9783453419551
Genre: Romane

Rezension:

Ganz überraschend erben Isabell und ihre Großmutter Pauline ein riesiges Anwesen in Köln. Als Kind lebte Pauline mit ihrer Familie dort, doch irgendetwas scheint damals vorgefallen zu sein, denn sie war in den ganzen Jahren nie wieder dort.
Die Autorin schreibt in zwei Zeitebenen, wobei eine der Handlungen in Form von alten Tagebüchern erzählt wird. Isabell fand sie durch Zufall, in einem Verschlag in der Villa versteckt.

Pauline war eins von mehreren Kindern und die ganze Familie hatte unter dem herrischen, brutalen Vater zu leiden.
Nach und nach wird eine extrem düstere Familiengeschichte enthüllt, deren Auswirkungen bis in die Gegenwart zu spüren sind. Isabell beginnt langsam zu verstehen, warum ihre Großmutter nicht über ihre Vergangenheit sprechen möchte.
War es wirklich der Fluch, der einst ausgesprochen wurde, der die Familie zerstört hat?

Mit Isabell konnte ich nicht so richtig warm werden, ihre Art war mir zu hektisch und flatterhaft.
In die Vergangenheit konnte ich mich  jedoch wunderbar hineinversetzen, die Autorin hat die beklemmende Atmosphäre in der Villa sehr gut eingefangen.
Allerdings kamen mir die historischen  Kapitel etwas zu kurz. Ich hätte mich lieber länger in der damaligen Zeit aufgehalten. Immer wenn ich mich gerade in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts eingelesen hatte, sprang die Autorin wieder in die Gegenwart.


Hanna Caspian hat  eine fesselnde Familiengeschichte geschrieben, mit zahlreichen Verwicklungen, die plötzlich auch Folgen auf Isabells heutiges Leben haben.

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thriller, insomnia, jilliane hoffman, bobby dees, florida

Insomnia

Jilliane Hoffman , Sophie Zeitz , Stefanie Kremer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 27.12.2016
ISBN 9783805250719
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:












Durch einen fatalen Fehler, den sie begangen hat, ist die siebzehnjährige Mallory Knight gezwungen, ihr bisheriges Leben aufzugeben und unter anderem Namen neu anzufangen.
Doch auch nach vier Jahren findet sie keine Ruhe, denn irgendjemand ist ihr auf den Fersen und bedroht sie.
Handelt es sich um den Hammermörder, der seit Jahren sein Unwesen treibt und junge Frauen entführt und tötet?
Einmal hat Mallory ihn fälschlicherweise beschuldigt, will er sich nun an ihr rächen?
Leider glaubt ihr niemand mehr, denn die Polizei und die Presse erinnern sich wieder an sie und die Geschichte, die vor vier Jahren passierte. Die Vergangenheit hat sie eingeholt...

Die letzten Bücher der Autorin haben mir nicht mehr gefallen, aber mit `Insomnia` ist Jilliane Hofman wieder zu ihrer alten Form zurückgekehrt.

Mallorys innere Qualen wurden so authentisch beschrieben, dass ich die ganze Zeit mit ihr gelitten habe. Man möchte, dass sie endlich zur Ruhe kommen kann, doch davon ist sie weit entfernt.
Den sympathischen Ermittler Bobby Dees kennt der Leser evt. schon aus `Mädchenfänger`. Er hat vor vier Jahren Mallorys Fall bearbeitete und jetzt ist er der einzige Polizist, der ihr glaubt. Allerdings gehört er nicht zu der zuständigen Dienstbehörde und er kann auch von dort keine Hilfe erwarten.

`Insomnia` ist sehr spannend geschrieben, konnte mich von Anfang bis Ende fesseln und nicht selten überkam mich beim Lesen eine Gänsehaut.
Jilliane Hoffman arbeitet viel mit psychologischen Tricks, was mir viel besser gefällt, als wenn das Blut aus den Seiten trieft..
Und als man endlich aufatmen will, weil der Täter gefasst ist, ist das Buch aber nicht zu Ende.....

Auch der Nachfolger von `Mädchenfänger` kann sich sehr gut lesen lassen !! Eine ganz klare Kaufempfehlung !!

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schokolade, dresden, familiengeheimnis, familiengeschichte, familiengeheimnisse

Die Frauen der Rosenvilla

Teresa Simon
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.02.2015
ISBN 9783453471313
Genre: Romane

Rezension:

Anna ist glücklich, als sie die Rosenvilla von ihrem Großvater erbt und begibt sich mit Feuereifer in die Restaurierung.
Womit sie gar nicht gerechnet hat, ist eine alte Schatulle, auf die sie  beim Graben im Garten stößt.
Darin findet sie Briefe und Tagebuchaufzeichnungen aus den letzten hundert Jahren. Beim Sortieren  bemerkt Anna, dass es sich dabei  um die Aufzeichnungen von verschiedenen Frauen handelt.
 Die Frauen, die früher hier gewohnt haben, mussten einige Schicksalsschläge erleiden und Anna erfährt beim Lesen von Familiengeheimnissen, die sie nie für möglich gehalten hätte und die ihre ganze Welt durcheinanderbringen.

Nach und nach kommt immer mehr ans Licht, auf welch tragische Weise verschiedene Familien miteinander verbunden sind.


Teresa Simon hat sich eine außergewöhnliche Familiengeschichte ausgedacht, vielschichtige Figuren geschaffen, die mir fast alle irgendwie ans Herz gewachsen sind, egal, was passiert ist.


Die Zeitsprünge haben mich nicht gestört, im Gegenteil- sie hielten die Spannung oben, denn natürlich fragt man sich, wie alles zusammenhängt und wie Anna da hineinpasst.

Teresa Simon lässt die verschiedenen Tagebuchschreiberinnen abwechselnd zu Wort kommen, sodass es sich um  mehrere Einzelschicksale handelt, die hinterher auf spannende Weise zusammengeführt werden.

Die Geschichte ist wunderschön und der Schreibstil sehr angenehm zu lesen. Das Buch ist perfekt für den Urlaub, oder wenn man einfach mal die Seele baumeln lassen möchte.

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barbarazweig, heiligendamm, liebe, ostsee, weihnachten

Winterblüte

Corina Bomann
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 14.10.2016
ISBN 9783471351420
Genre: Historische Romane

Rezension:

Eine uralte Fehde zwischen ihren Familien macht es für die Nachkommen Johanna Baabe und Peter Vandenboom unmöglich, eine Verbindung einzugehen.
Nun steht ein großer Ball bevor, auf dem Johanna sich, mit einem von ihren Eltern ausgesuchten Kandidaten, verloben soll.
Ihr Bruder Christian findet am Strand eine Schiffbrüchige, die ihr Gedächtnis verloren hat. Seine Mutter ist misstrauisch und möchte die Fremde möglichst schnell loswerden, doch Christian verliebt sich in das Mädchen....

Vorher kannte ich nur ein Buch der Autorin `Jasminschwestern`, das ich vom Stil her ganz anders fand, viel anspruchsvoller geschrieben.
`Winterblüte` ist dagegen eher leichte Lektüre, alles ist irgendwie vorhersehbar und  es passieren auch keine großen Überraschungen.


Trotzdem habe ich `Winterblüte` gern gelesen, denn es passt gerade gut zur Weihnachtszeit. Ab und zu braucht man einfach mal unkomplizierte Schmöker, von denen man sich angenehm berieseln lassen kann.

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krimi, mord, soziopath, spannung, psychologie

Evil Games – Wer ist ohne Schuld?

Angela Marsons , Elvira Willems
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2016
ISBN 9783492060394
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im zweiten Band der Kim Stone Reihe lässt die Autorin die junge Detective Inspector verzweifeln.
Es beginnt mit einem Mord auf offener Strasse. Ein Vergewaltiger, der seine Strafe abgesessen hat, wird niedergestochen. Verdächtigt wird direkt das damalige Opfer Ruth und sie gesteht auch sofort.
Irgendetwas erscheint Kim Stone aber komisch und sie unterhält sich mit Ruths Therapeutin Alex. Die Frau ist ihr von Anfang an unsympathisch, aber sie kann nicht erfassen warum. Kurz darauf passieren weitere Todesfälle und immer scheint die Therapeutin die Täter zu kennen.
Kim steht mit ihrer Meinung jedoch völlig allein da, denn Alex ist eine anerkannte Psychologin.

Angelas Marsons erster Kim Stone Krimi hat mich schon begeistert und auch der zweite hat mich wieder voll überzeugt.
Die Autorin gewährt dem Leser einen kleinen Vorsprung, indem sie uns in Alex` empathielose Gedankenwelt hineinblicken lässt.
In verschiedenen Handlungssträngen lässt sie die Täter, die gleichzeitig Opfer sind, selbst zu Wort kommen und der Leser bekommt einen anderen Blickwinkel.
Flüssiger Schreibstil, vielschichtige Charaktere, eine spannende Handlung, was will man mehr?
Ich hoffe, dass es bald einen dritten Band geben wird!!

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feuerland, ushuaia, vermisste personen, www.die-rezensentin.de, thomas pyczak

Ende der Welt

Thomas Pyczak
E-Buch Text: 240 Seiten
Erschienen bei null, 25.06.2016
ISBN B01HLJZMHS
Genre: Romane

Rezension:

Der Student André fühlt sich nicht mehr wohl in seinem Leben, das er in Hamburg mit Stella, der kühlen Hanseatin, teilt. Er hofft, auf einer sehr langen Reise zu der Erkenntnis zu gelangen, was für ihn das Richtige ist.

Seine letzte Station ist Ushuaia in Feuerland, wovon gesagt wird, es sei das Ende Welt und André wird prophezeit, dass sich hier sein Leben verändern wird!
Und schon während der ersten Tage wird ihm plötzlich klar, dass er eigentlich bereits alles hat. Sein Zuhause ist in Hamburg bei Stella, seiner großen Liebe. Er beschließt zurück zu fahren.
Doch dann begegnet ihm Dolores.....

Ein Zeitsprung- 22 Jahre später. Stella, inzwischen längst Mutter eines erwachsenen Sohnes, reist nach Ushuaia. Von André hat sie nie wieder etwas gehört. Doch ihr Sohn Jan hofft am Ende der Welt Fragen zu seiner Herkunft beantwortet zu bekommen.

Kaum sind Mutter und Sohn in Ushuaia eingetroffen, kehrt Jan nach einem Streit mit Stella nicht zurück. Er bleibt spurlos verschwunden. Stella findet Parallelen zu damals und nun ist sie sich sicher, dass André sie nicht freiwillig verlassen hat. Um ihn und ihren Sohn wiederzufinden, muss Stella weit in die Vergangenheit zurückgehen. Nun werden lange versteckte Geheimnisse aufgedeckt und sie selbst begibt sich dadurch in große Gefahr.

Der Roman hat mich von Anfang an gepackt, obwohl es eine eher ruhige Geschichte ist. Beim Lesen merkte ich etwas, das mir selten passiert, und zwar, dass ich selbst total ruhig und entspannt wurde.

Die Atmosphäre in der kleinen Stadt hat der Autor wunderbar eingefangen, ich konnte mich sehr gut dahin versetzen.

Detailreich beschreibt er die Bewohner Ushuaias und die Landschaft wird so bildhaft rübergebracht, dass man sie beim Lesen vor Augen hat.
Auch die Liebe kommt nicht zu kurz, und zum Schluss beeindruckt er mit einem überraschenden Ende, das ich so nicht erwartet hätte.
Mit `Ende der Welt` ist Thomas Pyczak ein toller Roman mit einer spannenden Handlung gelungen.

Hier fehlt die deutsche Hektik und trotzdem handelt es sich um eine fesselnde Story, die einen nur schlecht loslässt.
Das Buch macht Lust auf eine Reise nach Ushuaia!!

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zorn und schröder, www.die-rezensentin.de, reihe: zorn-schröder, zeitraum: heute, eigenschaft: humorvoll

Zorn - Wie du mir

Stephan Ludwig
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.10.2016
ISBN 9783596036080
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch beginnt mit einem Prolog, in dem ein Mann sich das Leben nimmt. Während er auf das Wasser und den damit verbundenen Tod wartet, lässt er sein Leben Revue passieren und wir erfahren ein bisschen über ihn.

Zehn Jahre später überschlagen sich die Ereignisse. Ein Obdachloser wird totgefahren und der Verursacher begeht Fahrerflucht. Ein anderer Mann wird tot, wahrscheinlich ermordet, an einem Baum stehend gefunden und es scheint zwischen den beiden Fällen einen Zusammenhang zu geben.
Zorn und Schröder ermitteln, dabei findet Zorn etwas heraus und will nicht glauben, auf wen alle Hinweise deuten. Er befindet sich in einem Gewissenskonflikt, möchte am liebsten seine Entdeckung vertuschen.

Stephan Ludwig schreibt in kurzen Kapiteln, doch das erste Drittel empfand ich trotzdem etwas langatmig.
Mir war das ein bisschen viel Privates, diese dauernden Ausflüge mit Kind und Schröder, da kam mir die Polizeiarbeit zu kurz.
Dazu waren die Fälle zuerst ziemlich undurchsichtig, sodass ich Mühe hatte, Schritt zu halten. Das änderte sich aber schlagartig ab dem zweiten Drittel.
Da wurden einige Verbindungen aufgedeckt und ich fand es sehr spannend. In einem Zeitsprung lässt der Autor den Leser einiges erfahren, das wichtig ist, um die Zusammenhänge zu begreifen. Auch die Mischung aus Privatleben und polizeilicher Ermittlungsarbeit fand ihre Balance wieder.
Ein genial konstruierter Plot, eine abwechslungsreiche Handlung und liebenswerte Charaktere machen auch Zorns sechsten Fall zu einem lesenswerten Krimi. Auch die Auflösung des Ganzen hat mir sehr gut gefallen. Für den etwas mühseligen Anfang ziehe ich dennoch einen Stern ab.

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nachkriegszeit, 2. weltkrieg, hamburg, krimi, historischer roman

Trümmerkind

Mechtild Borrmann
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Droemer, 02.11.2016
ISBN 9783426281376
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der neue Roman von Mechtild Borrmann ist in mehrere Handlungsstränge und verschiedene Zeitebenen unterteilt.

1991- In Köln ist die Lehrerin Anna auf der Suche nach ihren Wurzeln. Die Mutter hat nie viel über die Vergangenheit erzählt, sie schweigt verbissen darüber, was früher war und will auf keinen Fall über die Zeit damals reden. So begibt sich Anna selbst auf die Suche und stößt dabei auf eine merkwürdige Sache, die sie sich nicht erklären kann. Als die Mutter sich auch dann noch weigert, ihr zu helfen, wird sie erst recht neugierig und findet jemanden, der die Familie der Mutter früher kannte.

Weitere Handlungsstränge lassen den Leser die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg erleben. Zwei Familiengeschichten, unabhängig voneinander erzählt, haben anscheinend einen Berührungspunkt, doch der ist dem Leser lange nicht klar.

Erst nach und nach kann der Leser einen Zusammenhang erahnen und es kommt ein Verdacht, den man fast nicht wahrhaben will.

Sehr gut eingefangen hat die Autorin die Umstände der Nachkriegszeit mit ihren Entbehrungen und dem täglichen Kampf ums Überleben.

Beeindruckend schildert sie die Familiengeschichten, jede für sich interessant und spannend. Zuerst macht es den Eindruck, als handelte es sich nur um Einzelschicksale, doch Frau Borrmanns Bücher haben immer einen roten Faden, der die verschiedenen Handlungsstränge am Ende genial miteinander verknüpft.

Sie schreibt in einem besonderen Stil, der einen ganz gefangen nimmt und bis zum Schluss des Buches nicht mehr loslässt.
Ich bin total begeistert, denn `Trümmerkind` hat eine großartig ausgedachte und fesselnde Handlung mit einem Ende, dass es in sich hat.
Ein Buch, das man einfach lesen MUSS !

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krimi, havel, berlin, toni sanftleben, potsdam

Kalte Havel

Tim Pieper
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 19.10.2016
ISBN 9783740800017
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Hauptkommissar Toni Sanftleben hat nach 16 Jahren seine Frau Sofie wiedergefunden, doch nicht alles ist so, wie er es sich erträumt. In den Jahren ihrer Abwesenheit hat sie sich verändert und Toni hat schwer damit zu kämpfen, dass er sie vielleicht ein zweites Mal verliert.
Deswegen fällt es ihm gar nicht so leicht, als die Staatsanwältin Caren Winter ihn bittet, den Fall ihres verschwundenen Sohnes Alexander zu übernehmen, denn eigentlich befindet Toni sich im unbezahlten Urlaub.

Von Alexander fehlt jede Spur, seit er mit seinem Freund Hendrik abends zusammen war und Hendrik anschließend erschossen aufgefunden wird.

Tim Pieper lässt den Leser mehrmals zurückblicken in die Zeit vor der Tat, wie und mit wem Hendrik die letzten Monate vor seinem Tod verbracht hat. Dadurch kommen einige neue Verdächtige ins Spiel und der Leser ist der Polizei einen Schritt voraus.


Schon der erste Krimi mit Toni Sanftleben hat mir sehr gut gefallen und `Kalte Havel` steht dem in nichts nach.
Eigentlich mag ich ja nicht, wenn zu viel über das Privatleben der Kommissare geschrieben wird, doch hier passt es ganz genau. Diesen inneren Konflikt, den Toni auskämpft, einerseits seine Arbeit gut zu erledigen und sich gleichzeitig um seine kranke Frau zu kümmern und seine Ehe zu retten, hat der Autor sehr gut beschrieben.


Die Schauplätze sind gut gewählt, denn obwohl ich nicht aus der Gegend komme, habe ich schon viel über die Beelitzer Heilstätten gehört und kann mir die alten Gemäuer genau vorstellen. Die unheimliche Atmosphäre wurde gut eingefangen und steigerte so den Gruselfaktor.
Das Buch hat nur 252 Seiten, was ich super finde, denn so gibt es keine Längen, sondern es bleibt von Anfang bis Ende spannend.
Ich habe das Buch verschlungen und hoffe, dass es bald weitergeht mit dem sympathischen Ermittler.

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1.740 Bibliotheken, 56 Leser, 5 Gruppen, 281 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, psychothriller, das paket, fitzek

Das Paket

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer, 26.10.2016
ISBN 9783426199206
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Bis zu ihrer Vergewaltigung und Misshandlung war Emma Stein eine erfolgreiche Psychiaterin, doch seitdem ist nichts wie wie vorher.
Angst, Panik und Paranoia machen es für sie unmöglich, das Haus zu verlassen. Dort fühlt sie sich sicher, bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für einen Nachbarn anzunehmen.
Ab diesem Moment passieren Dinge, die sich anscheinend nicht mehr kontrollieren lassen.
Der Leser ist hin- und hergerissen. Was passiert wirklich und was in Emmas Gedanken?
Schon als Kind hatte Emma eine blühende Phantasie, bildete sich immer ein, ein Geist wohnte in ihrem Schrank.
Deswegen glauben auch einige, die Vergewaltigung könnte erfunden sein, was Emma erst recht verzweifeln lässt.
An manchen Stellen wirkt die Story ziemlich konstruiert, aber das Verwirrspiel beherrscht Sebastian Fitzek ja bestens. Dauernd fand ich jemand anderen verdächtig, wobei ich dann wieder alles nur als Hirngespinste in Emmas Gedanken sah. Was ist wirklich geschehen und was bildet sie sich ein? Nicht nur einmal überzog mich eine Gänsehaut beim Lesen.
Der Schreibstil ist wie immer, kurze knappe Kapitel, die sehr oft mit einem Cliffhanger enden und Zeitsprünge, die dafür sorgen, dass man wieder verwirrt wird und unbedingt wissen will, wie es an der anderen Stelle weitergeht. Doch gerade das sorgt dafür, dass der Spannungsbogen ständig oben gehalten wird.

Undurchsichtig bis zum Schluss und mit einem überraschenden Ende, wie man es von Sebastian Fitzek gewohnt ist.
Einen Stern ziehe ich ab, weil mir manche Dinge einfach zu abgedreht waren, aber ansonsten wieder ein spannender Fitzek!!

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