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78 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

mars, überleben, mark watney, science fiction, nasa

Der Marsianer

Andy Weir ,
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.09.2015
ISBN 9783453316911
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Zu dieser Geschichte wurde wahrscheinlich bereits alles gesagt, was gesagt werden musste. Man muss sie einfach gelesen haben! Ich habe mich lange Zeit davor gescheut, da ich eigentlich überhaupt kein Fan dieses Genres bin und mich auch nie allzu sehr für Astronomie oder Raumfahrt interessierte. Dennoch konnte mich das Buch bereits auf den ersten Seiten begeistern, weil ich den trockenen Humor Watneys so herrlich fand, und er ist einfach ein wahnsinnig toller Kerl.

Mark Watney bleibt nach einem Unfall, bei dem die Crewmitglieder ihn für tot hielten, alleine auf dem Mars zurück. Eigentlich ein hoffnungsloses Unterfangen, doch er käme nie auf die Idee zu verzagen, beginnt sofort sämtliche Lösungsansätze abzuwägen und berechnet wie lange er mit den Nahrungs- sowie Wasservorräten durchhalten würde - Weiß er doch, dass die nächste Mission erst in einigen Jahren ansteht.

Am Anfang hatte ich einige Schwierigkeiten mit den vielen technischen Details und brauchte ein Weilchen, bis ich richtig reinkam. Es ist auch keine Geschichte, die man einfach mal so locker nebenher liest, da man sich schon wahnsinnig konzentrieren muss, um sich das halbwegs bildlich vorstellen zu können. Ursprünglich wollte ich das Buch in einer Leserunde lesen, sodass ich mich von einem Leseabschnitt zum nächsten hangelte, dabei mehrere Wochen brauchte und kaum hinterherkam, aber ich wollte natürlich unbedingt wissen, wie es Mark ergehen wird und ob seine Idee, Kartoffeln zu züchten, fruchtet. Hinzu kam dieser herrliche Sarkasmus, mit dem er seine eigene Situation immer wieder beschrieb, sodass ich nie auf die Idee gekommen wäre, das Buch abzubrechen. Stellenweise habe ich wirklich Tränen gelacht.

"Mein heutiger Tag begann mit einer Kartoffel, die ich mit etwas Marskaffee hinuntergespült habe. So nenne ich heißes Wasser mit einer aufgelösten Koffeinpille. Der echte Kaffee ist mir schon vor Monaten ausgegangen." (Zitat S. 366)

Ab und zu enthält das Buch schon sehr viele Details für Technikbegeisterte sowie Naturwisschenschafts-Freaks, aber auch Ahnungslose (wie ich) kommen bei diesem Buch voll auf ihre Kosten, denn ich habe stattdessen meinen Fokus mehr auf Mark gerichtet, fühlte mit super unterhalten durch seine Eintragungen ins Logbuch sowie die Unterhaltungen seiner Vorgesetzten.

Mein Fazit:

Ein wahnsinnig tolles Buch, das jeder selbst gelesen haben sollte. Auch die Nicht-Science-Fiction-Leser werden von dieser Geschichte begeistert sein und sollten auf jeden Fall mal rein lesen! Mark Watney wird sein Übriges tun, sodass ihr spätestens nach einigen Seiten beeindruckt sein werdet und das Buch nie wieder weglegen möchtet.

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

liebe, das leben zwischen jetzt und hier, arzt, familie, mode

Das Leben zwischen Jetzt und Hier

Cara Mattea
Flexibler Einband: 404 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 20.04.2017
ISBN 9783743176027
Genre: Romane

Rezension:  
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(33)

54 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

liebe, sommer, thrill, kolibriküsse, barbara schinko

Kolibriküsse

Barbara Schinko
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 04.08.2016
ISBN 9783646602456
Genre: Liebesromane

Rezension:

So sehr mir das Cover auch gefiel, die Geschichte an sich hat mich dann doch sehr zwiegespalten zurückgelassen. Dabei begann die Handlung so vielversprechend und locker, dass ich eine leicht lesbare Liebesgeschichte vermutete, aber besonders zum Ende hin wurde das Ganze immer schräger und die Charaktere begannen mich mehr und mehr zu nerven, sodass ich die Geschichte wahrscheinlich abgebrochen hätte, wenn sie einige Seiten länger gewesen wäre.

Kenzie ist eine taffe junge Frau, die eigentlich gar nicht so recht nachvollziehen kann, warum sie nun ausgerechnet zu ihrer Schwester ziehen soll, wo diese doch ohnehin zu wenig Platz und Zeit für sie hat. In ihrer neuen Schule fühlt sie sich anfangs völlig fehl am Platz, da ihre Kleidung nicht so recht passend erscheint, freundet sich jedoch schnell mit Sarah an, die ihr dann auch eine Einweisung gibt, was die verschiedenen Freundesgruppen der Schule betrifft.

Über Josh kann ich seltsamerweise wenig sagen, da er mir beinahe fremd blieb. Er macht sowohl um seine Vergangenheit als auch um seine Familie und sich selbst ein Riesen-Geheimnis und nur nach und nach kommen einige Dinge ans Licht, was ihn mir allerdings auch nicht unbedingt sympathischer machte.

Obwohl das Buch anfangs so vielversprechend begann, konnte es mich letztenendes leider bis zum Ende hin nicht packen, da das Ganze auch immer abstruser wurde. Es war nicht schwer, zu erahnen dass diese Geschichte zum Ende hin diese seltsame Wendung nehmen würde, da die Anzeichen schon sehr offensichtlich waren. Was mich jedoch wahnsinnig störte an der ganzen Handlung, war Kenzies Verhalten, da sie immer wieder im Haus von Josh und seinem Onkel rumschnüffelt, als sei es das Normalste der Welt, und auch so offensichtlich mit ihm flirtet, dass es beinahe schon peinlich ist. Von Josh kommt dagegen ziemlich wenig zurück, sodass ich oftmals dachte: Warum rückt sie ihm immer wieder so auf die Pelle, wenn er sie doch offensichtlich nur als Freundin sieht?

Der Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen, aber dadurch dass die Unterhaltungen der beiden Hauptcharaktere so schleppend verlaufen, kommt leider auch wenig Spannung auf. Interessanter fand ich dagegen die Erzählungen Kenzies, über die Zeit bevor sie zu ihrer Schwester zog. Ich wollte die Geschichte hauptsächlich nebenher lesen, aber oftmals hatte ich bereits nach wenigen Seiten genug und schloss das E-Book wieder.

Mein Fazit:

Vielleicht war ich einfach die falsche Zielgruppe für diese Geschichte, da mich weder die Charaktere noch die Handlung richtig begeistern konnten. Mir erschien das alles etwas zu fad und auch die merkwürdige Wendung zum Ende hin, wollte für mich nicht so richtig dazu passen. Ich habe lange überlegt, wieviele Sterne ich hierfür vergebe, da ich das erste Drittel richtig gut und vielversprechend fand, danach jedoch mehr und mehr genervt war von der Story. Allerdings würde ich sicherlich erneut zu einem Buch der Autorin greifen, sodass ich letztenendes eher zu drei statt zwei Sternen tendierte.

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56 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

liebe, schwangerschaft, geheimnisse, leukämie, selbstmord

Tage mit dir

Kate Dakota
E-Buch Text: 298 Seiten
Erschienen bei Forever, 12.08.2016
ISBN 9783958181328
Genre: Liebesromane

Rezension:

Falk, der dringend eine Auszeit benötigt, um ein schlimmes Erlebnis zu verarbeiten, trifft auf die schwangere Dänin Minje, die sich vor ihrer Familie versteckt. Er merkt schnell, dass sie in großen Schwierigkeiten steckt und möchte ihr helfen, doch Minje verrät ihm nichts über den Grund ihrer Flucht. Dabei trägt sie ein Geheimnis mit sich herum, dass ihrer beider Leben für immer verändern wird.

Als ich das Cover sowie den Klappentext dieser Geschichte das erste Mal sah, war ich eigentlich der Meinung, dass es sich um eine lockere Liebesgeschichte mit interessanten Protagonisten handelt, doch dieses Buch war soviel mehr, dass ich mir mit der Rezension einfach Zeit lassen musste. Ich musste das alles erst etwas sacken lassen, sodass dazwischen letztenendes viele Wochen lagen, aber selbst jetzt rückblickend merke ich nach wie vor, wie sehr mich das Gelesene immer noch beschäftigt. Die Geschichte beinhaltet viele Schicksalsschläge und dennoch, oder vielleicht auch gerade deswegen, versprüht sie jede Menge Optimismus, Lebensfreude und Hoffnung, sodass sie mich wahnsinnig berührt hat.

Falk musste mitansehen, wie ein Kollege sich das Leben nahm und sieht daraufhin keinen Sinn mehr darin, lediglich für den Beruf als Broker zu schuften. Er beschließt eine Auszeit zu nehmen und nur mit dem Nötigsten ausgestattet entlang der Mosel zu wandern.

Minje stammt aus einer wohlhabenden Rennfahrer-Familie, möchte jedoch keinesfalls von ihrer Familie gefunden werden. Da sie ihre Kreditkarte deshalb nicht benutzen darf, bittet sie Falk ihm etwas Geld zu leihen. Dieser möchte sie in ihrem Zustand jedoch nicht so einfach alleine ziehen lassen und besorgt ihr deshalb einen Schlafplatz. Minje beschließt Falk ein Stück seines Weges zu begleiten.

Die Geschichte wird sowohl aus der Sicht von Falk und Minje erzählt, als auch aus der Sicht von Minjes Familienangehörigen, die jeder für sich eigene Probleme zu bewältigen haben. Ich fand das alles zwar sehr spannend, aber stellenweise waren mir das doch schon etwas zu viele verschiedene Baustellen. Am Ende ergab das alles zwar durchaus Sinn, aber mich interessierte vordergründig wie es mit Falk und Minje weitergeht, sodass ich die Probleme ihres Vaters sowie ihres Bruders erstmal zweitrangig fand. Dennoch mochte ich die Charaktere allesamt und fand die Handlung insgesamt auch realistisch beschrieben.

Das Buch hat mich alles in allem doch sehr bewegt und berührt. Das Ende passte meiner Meinung nach zwar gut zur Story, wirkte mir dann allerdings zu konstruiert. Ich denke im wahren Leben hätte man da doch etwas anders entschieden oder die Charaktere wären anders damit umgegangen. Positiv erwähnen möchte ich noch die großartig beschriebenen Handlungsorte Koblenz, Stockholm sowie Monte Carlo, über die man in dieser Geschichte viele wissenswerte Dinge erfahren konnte.

Mein Fazit:

Ein sehr gelungenes Buch, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Ich möchte das Buch jedem ans Herz legen, der hochemotionale und romantische Liebesgeschichten mag und den Glauben an die wahre Liebe und das Schicksal noch nicht verloren hat. Obwohl die Geschichte durchaus stellenweise nachdenklich stimmt, ist der Roman überwiegend heiter und vor allem aufmunternd. Er ist ein Plädoyer dafür, jeden Tag zu genießen und seine Träume zu verwirklichen.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Das Model und der Walflüsterer

Ava Lennart
E-Buch Text
Erschienen bei www.avalennart.com, 14.11.2016
ISBN B01MTNJ3DE
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das erste Zusammentreffen von Elle und dem Walforscher Alexander verläuft alles andere als freundlich, allerdings ist Alexanders bester Freund ausgerechnet ein ehemaliger Bekannter von Elle. Neil ist ein ziemlicher Weiberheld, der nichts anbrennen lässt, und so versucht er auch prompt bei Elle sein Glück. Elle genießt sein Werben, findet jedoch Alexander wesentlich interessanter und da beide deutsche Wurzeln haben, freundet sie sich auch schnell mit Alexanders Eltern an, die ein Restaurant mit deutscher Küche dort leiten. Als die Vergangenheit beide jedoch einholt, rückt eine Beziehung in weite Ferne.



Bei diesem Buch fühlte ich mich sofort vom wunderschönen Cover angesprochen und so freute ich mich sehr, dass ich die Geschichte im Rahmen einer Blogtour lesen durfte. Alleine der Handlungsort Vancouver versprach bereits eine passende Unterhaltung für verregnete Wintertage.


Elle kennt sich als ehemaliges Model gut in der Modebranche aus und hat nun in Vancouver ein kleines Modelabel aufgebaut. Als ein chinesischer Investor sie unterstützen möchte, hofft sie endlich richtig Fuß zu fassen mit ihrem Unternehmen. Als ihre Tochter beschließt im Restaurant von Alexanders Eltern auszuhelfen, ist sie froh, dass dieser sich so fürsorglich um ihre Tochter kümmert und schnell wird ihr klar, dass sie ihn völlig falsch eingeschätzt hat.


Alexander versucht sich mit jeder Menge Arbeit von einem Erlebnis in seiner Vergangenheit abzulenken. So hilft er oft im elterlichen "The Heidelberg" aus, organisiert Bootstouren für Touristen um die Wale zu beobachten, macht Vorlesungen an der Uni und forscht nebenher noch im Aquarium von Vancouver über die Meeressäuger.


Mir waren die beiden Hauptcharaktere schnell sympathisch, dennoch schafften sie es leider nicht, mich richtig mitzureißen sowie zu berühren. Elle erschien mir oftmals etwas oberflächlich, da sie sich ständig um ihre Figur sorgt und auch andere eher nach Äußerlichkeiten einordnet. Gleichzeitig konnte ich auch nicht so recht verstehen, warum sie sich seit Jahren die Spielchen ihres Exfreundes gefallen lässt.


Ich konnte durch den flüssigen und lockeren Schreibstil prima in die Geschichte abtauchen und fand auch die Beschreibungen des Handlungsorts Vancouver, verbunden mit der Geschichte deutscher Auswanderer, sehr informativ. Obwohl das Ende in einem gewissen Rahmen vorhersehbar war, konnten mich doch einige Zusammenhänge in der Geschichte komplett überraschen, allen voran Alexanders Vergangenheit.


Mein Fazit:


Alles in allem enthält diese Geschichte genau die richtigen Zutaten für viel Gefühl, Herzschmerz und ein fesselndes Leseerlebnis. Da ich jedoch einige Schwierigkeiten mit den Charakteren hatte, konnte es mich leider zu wenig berühren und wird mir nicht allzu lange in Erinnerung bleiben. Dennoch ist es eine nette 3 Sterne Lektüre für zwischendurch.

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136 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

krebs, roadtrip, liebe, tumor, leben

Mein schlimmster schönster Sommer

Stefanie Gregg
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 17.02.2017
ISBN 9783746633213
Genre: Romane

Rezension:

Isabel wird nach einem Klinikaufenthalt mit den Worten entlassen, sie soll doch nochmal verreisen, bevor sie sich erneut in Behandlung begibt. Eigentlich überhaupt nicht ihre Art, so spontan Dinge zu tun, ohne genaue vorherige Planung. Doch nun wurde ihr ein Tumor prognostiziert und als sie einen alten VW Bully sieht, der verkauft werden soll, fasst sie innerhalb weniger Minuten den Entschluss nach Südfrankreich zu reisen. Da der Besitzer Rasso jedoch zuvor noch einiges erledigen muss, wird daraus eine ereignisreiche Reise und Isabels schlimmster schönster Sommer.

Ich liebe Roadtrip-Romane und nachdem ich das Cover dieses Buches sah, mit dem VW Bully vorne drauf, stand für mich fest, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Nun, die Handlung verlief dann doch etwas anders, als ich es erwartet hatte, aber begeistern konnte mich diese Geschichte dennoch.

Isabel lebt in einer festen Beziehung, aber so richtig glücklich ist sie mit ihrem Partner schon lange nicht mehr. Es hat eher was von einer Zweckgemeinschaft, beide leben für ihre Arbeit, und Ehe oder Kinder waren nie ein Thema. Mit Isabels Erkrankung kann ihr Freund absolut nicht umgehen, sodass sie kurzerhand beschließt einfach alleine zu verreisen. Doch dann kommt alles ganz anders, denn sie findet in Rasso, der sie eigentlich nur kurz begleiten wollte, bevor sie alleine nach Südfrankreich fährt, einen wahren Freund, lernt weitere außergewöhnliche Menschen kennen und lernt viel über sich selber während dieser Reise.

Die beiden Hauptcharaktere Isabel sowie Rasso geben ein sehr gegensätzliches Paar ab, aber ich mochte sie auf Anhieb und konnte auch gut nachvollziehen, was in Isabels Kopf vorgeht, nachdem sie diese niederschmetternde Diagnose erhalten hat. Auch Rasso fand ich sehr realistisch dargestellt und seine Wandlung während dieser Geschichte überzeugten mich gänzlich. Bisher lebte er für seinen Traum Musiker zu werden, es fehlte jedoch immer das nötige Kleingeld und so hielt er sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, genoss seine Freiheit und versuchte seine Träume zu verwirklichen.

Eigentlich hatte ich aufgrund des Klappentextes sowie den ersten Seiten eine eher traurige Geschichte erwartet und war anfangs etwas enttäuscht, dass dieses Buch oftmals so lustig war. Stellenweise war mir das fast schon etwas zu viel des Guten und ich vermisste die Ernsthaftigkeit, die tiefgründigen Gespräche oder auch bedrückende Momente. Ab und an gab es all das auch, aber oftmals waren mir die Szenen einfach zu albern, die Nebencharaktere zu schräg oder auch die Themen zu belanglos. Dennoch mochte ich diesen Roman und fand ihn unterhaltsam. Naja, und da das Ende dann doch sehr passend war, sah ich vieles auch etwas weniger kritisch im Nachhinein. Die Geschichte soll eher die Leichtigkeit einer unbeschwerten Reise vermitteln und vielleicht auch zum Nachdenken anregen, was ihr dann letztendlich auch gut gelang.

Die Handlung ist abwechslungsreich und teilweise urkomisch beschrieben, sodass keine Langeweile aufkommt, aber besonders am Anfang empfand ich die vielen "glücklichen Zufälle" doch eher unglaubwürdig. Das legte sich jedoch dann urplötzlich und dadurch konnte mich das Ganze auch wesentlich mehr fesseln.

Mein Fazit:

Mich konnte "Mein schlimmster schönster Sommer" trotz einiger Kritikpunkte gut unterhalten. Die Tiefgründigkeit blieb bei der Fülle an merkwürdigen Geschehnissen leider etwas auf der Strecke, aber als lockere Lektüre für zwischendurch passte es ganz gut.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

schottland, highlands, dramatik, familie, liebe

Highlanderinnen küsst man nicht

Dana S. Jacob
E-Buch Text
Erschienen bei null, 17.09.2016
ISBN B01LWKUG14
Genre: Liebesromane

Rezension:

Musiker Tom braucht unbedingt eine Auszeit, da er eine wichtige Entscheidung fällen muss. Er versteckt sich bei dem schweigsamen Ainsley und knüpft schnell Kontakte zu den Einwohnern der Gegend. Besonders über die stolze Schottin Fiona möchte er mehr erfahren, sodass er mit einer Notlüge versucht sie näher kennenzulernen. Fiona managt das Pub der Famile und versucht gleichzeitig ein umstrittenes Staudammprojekt zu verhindern. Die Beiden kommen sich schnell näher, doch Toms Geheimniskrämerei droht alles zu zerstören.

"Highlanderinnen küsst man nicht" durfte ich im Rahmen einer Blogtour lesen, und da ich Schottland wahnsinnig interessant finde, habe ich mich bereits auf den ersten Seiten in dieser Geschichte wohl gefühlt. Was wohl auch zu einem großen Teil daran lag, dass hier sowohl die Protagonisten als auch die Handlungsorte sehr authentisch beschrieben wurden.

Die Hauptcharaktere Fiona sowie Tom, aus deren Sicht das Ganze erzählt wird, fand ich direkt sympathisch und ich wahr natürlich neugierig, wovor Tom davongelaufen ist. Lediglich sein bester Freund weiß, wo er sich aufhält und selbst Fiona verschweigt er den wahren Grund seines Versteckspiels. Dabei arbeitet die Zeit gegen ihn und er muss dringend eine Entscheidung treffen.

Die Geschichte lässt sich leicht und flüssig lesen, ist spannend und oftmals auch ziemlich humorvoll. Insbesondere Fionas Familie fand ich bereits nach wenigen Seiten so herzerfrischend, dass ich natürlich wissen wollte, wie das Ganze weitergeht. Die Handlung an sich ist nicht sonderlich anspruchsvoll und teilweise auch leicht vorhersehbar, aber mich hat dieses Buch sofort mitgenommen und auch die Beschreibungen Schottlands machten es für mich interessant.

Was die Liebesbeziehung zwischen Fiona und Tom angeht, so ging mir das alles etwas zu schnell und ich hätte mir die Herangehensweise da etwas ausführlicher und frecher gewünscht. Es wirkte einfach etwas überhastet, was sich dann zwar schnell wieder gibt, aber da hätten der Geschichte ein paar Seiten mehr durchaus gut gestanden.


Mein Fazit:

Mit "Highlanderinnen küsst man nicht" ist der Autorin ein lesenswertes Debüt gelungen, bei dem man wunderbar abschalten und entspannen kann. Mal abgesehen von einigen wenigen Kritikpunkten, konnte mich diese Geschichte vollkommen überzeugen und ich würde mich über weitere Bücher von Dana S. Jacob freuen. Eben einfach ein Wohlfühlbuch!

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(480)

760 Bibliotheken, 21 Leser, 2 Gruppen, 102 Rezensionen

mars, science fiction, überleben, astronaut, andy weir

Der Marsianer

Andy Weir , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 509 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.10.2014
ISBN 9783453315839
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Zu dieser Geschichte wurde wahrscheinlich bereits alles gesagt, was gesagt werden musste. Man muss sie einfach gelesen haben! Ich habe mich lange Zeit davor gescheut, da ich eigentlich überhaupt kein Fan dieses Genres bin und mich auch nie allzu sehr für Astronomie oder Raumfahrt interessierte. Dennoch konnte mich das Buch bereits auf den ersten Seiten begeistern, weil ich den trockenen Humor Watneys so herrlich fand, und er ist einfach ein wahnsinnig toller Kerl.

Mark Watney bleibt nach einem Unfall, bei dem die Crewmitglieder ihn für tot hielten, alleine auf dem Mars zurück. Eigentlich ein hoffnungsloses Unterfangen, doch er käme nie auf die Idee zu verzagen, beginnt sofort sämtliche Lösungsansätze abzuwägen und berechnet wie lange er mit den Nahrungs- sowie Wasservorräten durchhalten würde - Weiß er doch, dass die nächste Mission erst in einigen Jahren ansteht.

Am Anfang hatte ich einige Schwierigkeiten mit den vielen technischen Details und brauchte ein Weilchen, bis ich richtig reinkam. Es ist auch keine Geschichte, die man einfach mal so locker nebenher liest, da man sich schon wahnsinnig konzentrieren muss, um sich das halbwegs bildlich vorstellen zu können. Ursprünglich wollte ich das Buch in einer Leserunde lesen, sodass ich mich von einem Leseabschnitt zum nächsten hangelte, dabei mehrere Wochen brauchte und kaum hinterherkam, aber ich wollte natürlich unbedingt wissen, wie es Mark ergehen wird und ob seine Idee, Kartoffeln zu züchten, fruchtet. Hinzu kam dieser herrliche Sarkasmus, mit dem er seine eigene Situation immer wieder beschrieb, sodass ich nie auf die Idee gekommen wäre, das Buch abzubrechen. Stellenweise habe ich wirklich Tränen gelacht.

"Mein heutiger Tag begann mit einer Kartoffel, die ich mit etwas Marskaffee hinuntergespült habe. So nenne ich heißes Wasser mit einer aufgelösten Koffeinpille. Der echte Kaffee ist mir schon vor Monaten ausgegangen." (Zitat S. 366)

Ab und zu enthält das Buch schon sehr viele Details für Technikbegeisterte sowie Naturwisschenschafts-Freaks, aber auch Ahnungslose (wie ich) kommen bei diesem Buch voll auf ihre Kosten, denn ich habe stattdessen meinen Fokus mehr auf Mark gerichtet, fühlte mit super unterhalten durch seine Eintragungen ins Logbuch sowie die Unterhaltungen seiner Vorgesetzten.

Mein Fazit:

Ein wahnsinnig tolles Buch, das jeder selbst gelesen haben sollte. Auch die Nicht-Science-Fiction-Leser werden von dieser Geschichte begeistert sein und sollten auf jeden Fall mal rein lesen! Mark Watney wird sein Übriges tun, sodass ihr spätestens nach einigen Seiten beeindruckt sein werdet und das Buch nie wieder weglegen möchtet.

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70 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

liebe, blind, silly millie, krankheit, autismus

Mein Himmel in deinen Händen

Amy Harmon , Corinna Wieja
Flexibler Einband
Erschienen bei INK ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.10.2016
ISBN 9783863960995
Genre: Liebesromane

Rezension:

David Taggert hat bereits eine schwierige Vergangenheit hinter sich, als er die blinde Millie kennenlernt, aber angesichts dessen, womit sich Millie tagtäglich auseinandersetzen muss, ist sein Leben momentan eher einfach. Tagg ist sofort hingerissen von ihr, und je näher er sie kennenlernt, desto mehr schließt er sie, sowie ihren autistischen Bruder, in sein Herz. Dennoch sucht er von einem Tag auf den anderen das Weite und lässt Millie lediglich einige besprochene Kassetten da, die ihr eine Erklärung über sein Verschwinden liefern sollen. Millie sucht Hilfe bei Davids bestem Freund Moses. und gemeinsam mit dessen Frau versuchen sie eine logische Erklärung für Taggs Verschwinden zu finden.

Dass es sich bei "Mein Himmel in deinen Händen" um eine Fortsetzung handelt, war mir leider anfangs überhaupt nicht bewusst und ich hätte mich schon gefreut, wenn darauf im Klappentext oder der Beschreibung irgendwie Bezug genommen worden wäre. Ich konnte die Handlung zwar auch ganz gut ohne Vorkenntnisse nachvollziehen, aber normalerweise lese ich solche Geschichten schon gerne der andgedachten Reihenfolge nach. Man versteht die Zusammenhänge der Handlung zwar auch aufgrund der eingebauten Rückblicke, aber nun weiß ich viel zu viel über die vergangenen Geschehnisse, um noch großartig Lust auf den 1. Band zu verspüren. Ich möchte ihn zwar trotzdem gerne noch lesen, aber ich denke, damit werde ich mir auf jeden Fall noch Zeit lassen, damit ich das Gelesene eventuell doch wieder vergessen habe, bis dahin.

David mochte ich unwahrscheinlich gerne, da er für mich den perfekten Traummann verkörperte. Er ist humorvoll, charmant, sportlich und kann super mit Kindern umgehen (auch mit so einem schwierigen Fall, wie es Henry einer ist). Seine bewegte Vergangenheit in Bezug auf Frauen habe ich irgendwie bewusst ausgeblendet, da ich ihn mir absolut nicht als Aufreißer vorstellen konnte. Dazu wirkte er auf mich einfach zu fürsorglich, vorsichtig und besorgt.

Millie hat sich gemeinsam mit ihrem Bruder perfekt eingerichtet. Sie ergänzen sich prima und helfen sich gegenseitig wo es nur geht. Aufgrund einer Krankheit ist sie seit vielen Jahren blind, hat sich jedoch ganz gut damit arrangiert und strahlt jede Menge Lebensmut und Freude für die kleinen Dinge des Alltags aus.

Obwohl ich diese Geschichte wirklich sehr genossen habe, kam ich nur langsam vorwärts. Vermutlich lag es am Schreibstil, der schon recht gewöhnungsbedürftig war, da man einerseits durch die Kassetten-Aufnahmen stets das Gefühl hat, dass Tagg anwesend ist und der zweite Strang wurde seltsamerweise nicht von Millie direkt, sondern von Moses erzählt. Dennoch fühlte ich mich mit Millie verbunden und konnte gut nachvollziehen, was in ihr vorging. Gleichzeitig mochte ich den emotionalen und zugleich bildhaften Schreibstil sehr und möchte unbedingt weitere Bücher von Amy Harmon lesen.

Im Verlauf des Buches kann man in etwa erahnen, was der Grund für Taggs Flucht ist, aber ich fand es spannend bis zum Ende und fand den Schluss dann auch sehr stimmig.

Mein Fazit:

Ein wundervolles Buch, das mich noch lange beschäftigen wird, da ich die Hauptcharaktere innerhalb kürzester Zeit ins Herz geschlossen hatte und auch die Thematik Blindheit sowie Autismus sehr interessant fand. Der Schreibstil bereitete mir einige Schwierigkeiten, aber zu dieser Gesamthandlung passte das alles genau so, wie es gedacht war.

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(28)

50 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

perspektivlosigkeit, landleben, mecklenburg-vorpommern, milchbauern, sommer

Niemand ist bei den Kälbern

Alina Herbing
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Arche, 10.02.2017
ISBN 9783716027622
Genre: Romane

Rezension:

Christin ist unzufrieden mit ihrer momentanen Lebenssituation und fühlt sich auch auf dem elterlichen Hof ihres Freundes Jan unwohl. Eigentlich träumte sie immer davon in einer großen Stadt zu leben, einem Bürojob nachzugehen und das Leben zu genießen. Stattdessen sitzt sie ohne abgeschlossene Ausbildung in der Einöde Mecklenburg-Vorpommerns fest und fühlt sich wie im Hamsterrad. Als sie den Windkrafttechniker Klaus kennenlernt, sieht sie darin einen Hoffnungsschimmer zur Flucht und es beginnt ein Versteckspiel aus Lügen und Geheimnissen.


Auf dieses Buch hatte ich mich richtig gefreut, da ich einerseits die Region etwas kenne und das ländliche Leben, aber auch irgendwie eine selbstbewusste junge Frau erwartete, die vielleicht doch noch Gefallen findet am Leben auf dem Bauernhof. Doch damit lag ich leider komplett verkehrt und so hinterließ diese Geschichte einen merkwürdigen Nachgeschmack bei mir. Desweiteren bin ich mehr als schockiert über einige Lesermeinungen und Berichte, in denen das hier dargestellte Frauenbild als typisch oder häufig vorkommend empfunden wird. Als wäre es charakterisierend für diese Region und für die Frauen, wie die hier dargestellte Christin, dort das Normalste der Welt.


Christin stammt aus schwierigen Verhältnissen, ihr Vater ist Alkoholiker und lebt als einer der letzten Mieter in einem Wohnblock, der modernisiert werden soll. Die Beziehung zu ihrem langjährigen Freund Jan ist mehr eine Zweckgemeinschaft und während dieser sich wünscht, den elterlichen Hof zu übernehmen und sich Nachwuchs wünscht, möchte Christin weg vom Dorf und sich nicht zweckmäßig kleiden, sondern schöne Kleider tragen und sich stylen. Jan ist schrecklich eifersüchtig und kontrolliert sie ständig, weshalb es auch immer wieder zum Streit kommt, da auch sein Vater wenig von seiner Freundin hält. Er sieht sein Erbe in Gefahr.


Über die restlichen Charaktere, wie zum Beispiel die junge Freundin von Jans Vater oder ihre beste Freundin, hätte ich gerne noch mehr erfahren, da sie mir etwas zu blass und charakterlos wirkten, obwohl sie im Leben von Christin doch eine größere Rolle spielen sollten. Allerdings konnte man so besser nachempfinden, wie einsam sich der Hauptcharakter fühlen muss und wie ausweglos ihr ihr Leben in dieser verlassenen Region erscheint. Ich fand sie bis zu einem gewissen Punkt sehr bemitleidenswert, doch dann kam die Szene mit der Brandwunde und sie freute sich darüber wie über eine Auszeichnung oder ein besonderes Andenken, und ich war einfach nur noch angewidert. Im Nachhinein zerbreche ich mir den Kopf, welche Optionen Christin gehabt hätte, da sie mir auch nicht dumm erschien, aber das ändert leider nichts mehr an meiner Meinung über diese Geschichte.


Die Sprache ist schonungslos und oftmals sehr derb, aber man hat aufgrund des bildhaften Schreibstils sofort eine Darstellung dieses Bauernhofs sowie seiner Umgebung vor Augen. Ich persönlich hätte mir jedoch etwas mehr Spannung gewünscht und vorallem ein anderes Ende des Ganzen.


Mein Fazit:


Für mich war dieses Buch leider ein recht enttäuschendes Leseerlebnis, denn trotz einiger guter Anfänge, konnten mich weder die Charaktere überzeugen, noch die Handlung insgesamt. Ich hatte mir aufgrund des vielversprechenden Klappentextes wesentlich mehr erhofft. Das Landleben hat auch viele schöne Seiten und bemerkenswerte Menschen zu bieten, die hier jedoch gänzlich fehlten.

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(660)

1.056 Bibliotheken, 26 Leser, 2 Gruppen, 96 Rezensionen

liebe, humor, rosie, asperger-syndrom, australien

Das Rosie-Projekt

Graeme Simsion , Annette Hahn
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.01.2015
ISBN 9783596197002
Genre: Liebesromane

Rezension:

Lange Zeit lag "Das Rosie-Projekt" unberührt in meinem riesigen SuB (sogar noch eingeschweißt), da ich aufgrund der vielen positiven Lesermeinungen immer etwas Sorge hatte, dass ich vielleicht von vornherein zu hohe Erwartungen an die Geschichte stellen würde. Dies war jedoch vollkommen unbegründet, denn mich konnte der Roman bereits nach wenigen Seiten so sehr mitnehmen, dass ich die Protagonisten bildlich vor Augen hatte und beim Lesen regelrecht versank.


Don hat Asperger und ist stark abhängig von seinem geregelten und durchgeplanten Tagesablauf. Jede noch so kleine Abweichung schmeißt ihn komplett aus der Bahn, sodass es auch beinahe unmöglich ist Freundschaften zu pflegen. Lediglich seinem Kollegen Gene sowie dessen Frau vertraut er und holt sich bei diesen auch immer wieder Ratschläge oder Tipps. Sie sind es auch, die ihm dabei helfen den ausgearbeiteten Fragebogen zur Ehefrauensuche auszuwerten und immer wieder zu verbessern. Bis schließlich Rosie vor ihm steht, die eigentlich beim ersten Date sofort durchfällt als passable Ehefrau. Dennoch genießt Don ihre Anwesenheit und lässt ihr zuliebe auch immer öfter die gewohnten Tagesabläufe außer Acht.


Ich mochte den Hauptcharakter, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, bereits nach wenigen Seiten, da er mich so sehr an Sheldon Cooper erinnerte. Seine ganze Art zu denken und alles genau vorher zu planen fand ich einfach herrlich und ich konnte auch gut nachvollziehen, wie es ihm nun plötzlich mit Rosie ergeht, die das personifizierte Chaos zu sein scheint. Ich habe ihn jedenfalls sofort ins Herz geschlossen und habe seine Suche nach der passenden Ehefrau sehr gerne begleitet.


Das Rosie-Projekt ist zwar ein Liebesroman, aber durch die klug ausgearbeiteten Charaktere sowie jede Menge Wortwitz hat man eher das Gefühl eine Komödie zu lesen. Dennoch wirken die Szenen niemals erzwungen witzig oder übertrieben, sodass man das Dilemma, in dem Don da steckt, auch stets gut nachvollziehen kann. Stellenweise habe ich wahrhaftig Tränen gelacht über seine Gedankengänge sowie Reaktionen auf bestimmte Verhaltensweisen und dann wiederum habe ich auch mit ihm gehofft, dass er endlich seine passende Partnerin findet.


Mein Fazit:


Im Nachhinein ärgere ich mich sehr, dass ich solange gewartet habe mit dem Lesen dieser skurrilen Geschichte. Es hat soviel Spaß gemacht Don sowie Rosie kennenzulernen und ihre urkomischen Treffen zu begleiten. Bei mir hat sich diese Geschichte auf Lebenszeit einen festen Platz im Herzen gesichert und ich empfehle jedem, der es noch nicht kennt, es unbedingt zu lesen!

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(76)

137 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

debbie macomber, liebe, winterglück, roman, verlust

Winterglück

Debbie Macomber ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.10.2015
ISBN 9783734102493
Genre: Romane

Rezension:

Nach dem Tod ihres Mannes beschließt Jo Marie noch einmal völlig von vorne zu beginnen. Er starb kurz nach der Hochzeit, während eines Einsatzes in Afghanistan, und in der gemeinsamen Wohnung erinnert einfach alles an ihn. Da er ihr auch etwas Geld vererbte beschließt sie, sich endlich einen Traum zu erfüllen und eine kleine Bed and Breakfast-Unterkunft zu eröffnen. Sie wird schnell fündig und spürt sofort, dass das Rose Harbor Inn, wie sie es später nennt, genau das Richtige für sie ist. Die ersten Gäste lassen nicht lange auf sich warten, da sie bereits bei den alten Eigentümern gebucht hatten, und Jo Marie ahnt sofort, dass Abby Kincaid und Joshua Weaver nur ungern zurückkehren in ihre Heimatstadt.


Die Rose Harbor-Reihe war mir bereits durch einige schöne Rezensionen ein Begriff, aber da der Titel des 1. Bandes "Winterglück" lautete und auch das Cover wunderbar in diese Jahreszeit passte, habe ich lange Zeit auf den richtigen Lese-Moment gewartet und das Ganze dann immer wieder aufgeschoben.


Jo Marie mochte ich mit ihrer ruhigen sowie zurückhaltenden Art auf Anhieb und man spürte auch bereits nach wenigen Seiten, wieviel Herzblut sie in diese kleine Pension steckt. Sie verfügt über keinerlei Erfahrungen diesbezüglich, aber bei ihren ersten Gästen gibt Jo sich große Mühe, sodass sich Abby Kincaid und Joshua Weaver sofort gut aufgehoben fühlen.


Abby Kincaid ist angereist zur Hochzeit ihres Bruders und es fällt ihr sehr schwer zurückzukehren an den Ort ihrer Vergangenheit. Sie verlor ihre beste Freundin bei einem Autounfall, bei dem sie am Steuer saß, und die Schuld lastet auch viele Jahre später noch sehr schwer auf ihr.


Joshuas Stiefvater liegt im Sterben und nachdem die Nachbarin ihn bat schnell zu kommen, machte er sich schweren Herzens auf den Weg. Dass sein Stiefvater wenig erfreut sein würde über seine Ankunft, wusste er von vornherein, aber seiner verstorbenen Mutter zuliebe versucht er seinen Groll gegenüber dem Stiefvater zu vergessen und hofft außerdem noch ein Paar Erinnerungsstücke zu finden.


Obwohl die gesamte Handlung nur über die Dauer eines verlängerten Wochenendes stattfindet, passiert in diesen wenigen Tagen so unglaublich viel, dass wahrhaftig keine Langeweile aufkommt. Während die Autorin Jo Maries Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt, werden Abbys sowie Joshuas Handlungen aus der Sicht eines Erzählers geschildert, was ich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig fand, aber relativ schnell verinnerlichte. Dennoch störten mich die häufigen Wechsel, welche seltsamerweise immer an den spannendsten Stellen stattfanden, doch des Öfteren. Ich benötigte dann immer erstmal eine kurze Lesepause und musste das Ganze etwas sacken lassen.


Die Hauptprotagonistin Jo Marie versucht langsam und mit viel Einfühlungsvermögen mehr über ihre Gäste zu erfahren, was ihr nach und nach auch sehr gut gelingt. Gleichzeitig spürt man allerdings auch ihre Unsicherheit, da sie noch über wenig Berufserfahrung verfügt, was das Bed and Breakfast betrifft. Es gibt soviel zu beachten und die Nachbarn geben ihr zahlreiche Tipps, aber letztenendes muss sie alleine klarkommen.


Da dieser Roman bereits mit einer Ankündigung der nächsten Gäste endet, musste ich mir die Fortsetzung "Frühlingsnächte" sofort kaufen und freue mich nun sehr auf das Lesen, da ich wissen will, wie es weitergeht mit der kleinen Unterkunft, in Jo Maries Leben sowie mit den weiteren Gästen. Das Bed and Breakfast habe ich auch jetzt noch sehr realistisch vor Augen und ich denke einfach, es ist so ein Wohlfühlort, an dem man sich bereits nach wenigen Minuten zurücklehnen und entspannt durchatmen möchte.


Was mich etwas störte, waren die paranormalen Szenen, die zwar wenig vorhanden waren, aber doch unterschwellig immer mitschwangen. Man mag dazu stehen, wie man will, aber ich konnte damit einfach zu wenig anfangen.


Mein Fazit:


Mit "Winterglück" ist der Autorin Debbie Macomber ein wundervoller Serienauftakt gelungen und ich hoffe wirklich, dass diesem noch viele Fortsetzungen folgen werden. Bis dahin lese ich die bereits veröffentlichten Bände und bin gespannt, was Jo Marie mit ihren zukünftigen Gästen noch widerfahren wird.


Info: "Winterglück" ist eine Neuveröffentlichung des Romans "Rose Harbor und der Traum vom Glück", welcher bereits 2014 beim Blanvalet Verlag erschien.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

krebs, liebe, liebesroman, lisa jasmin, foreverullstein

Running to you - Bis zum Horizont und zurück

Lisa Jasmina
E-Buch Text: 345 Seiten
Erschienen bei Forever, 14.10.2016
ISBN 9783958181335
Genre: Liebesromane

Rezension:

Stella hat gerade mehr als genug eigene Probleme, da sie sich um ihre kranke Schwester sorgt und nicht weiß, wie es nach dem Abi beruflich weitergehen soll. Ausgerechnet da tritt Valentin in ihr Leben, den sie anfangs ziemlich unsympathisch findet, der es aber dennoch schafft, sie abzulenken von ihren eigenen Sorgen. Mit ihm verbringt sie unvergessliche Momente und kann auch wieder die schönen Seiten des Lebens fühlen, doch schnell wird klar, dass Valentin auch zusätzliche Probleme mitbringt, denn er entspricht überhaupt nicht den Vorstellungen ihrer konservativen italienischen Familie und wird von falschen Freunden beeinflusst.


Zuallererst sollte ich vielleicht erwähnen, dass ich beim ersten Anblick des Covers sowie des Titels an einen Roman dachte, in dem es um eine Sportart geht. Als ich jedoch den Klappentext las, ahnte ich schnell, dass es sich um eine berührende Liebesgeschichte mit ernstem Hintergrund handeln würde. Was sich dann auch genau so bewahrheitete.


Stellas Leben befindet sich quasi in der Warteschleife, seitdem die Familie von der schweren Krebserkrankung ihrer kleinen Schwester erfuhr, und sämtliche Pläne, die sie für die Zeit nach dem Abi hatte, hat sie erst mal auf Eis gelegt. Eigentlich wollte sie mit ihrer besten Freundin längere Zeit reisen und das Leben genießen, doch daran ist vorerst nicht zu denken, denn die Sorge um ihre kranke Schwester steht stets im Vordergrund.


Valentin kommt aus schwierigen Verhältnissen und hat außer dem Großvater niemanden mehr. Man spürt bereits nach wenigen Seiten, dass er nur schwer klarkommt mit dem Leben, aber die Gründe dafür, erfährt man erst nach und nach. Anfangs hatte ich mit seiner groben Art einige Schwierigkeiten, doch er schaffte es dann auch immer wieder mich positiv zu überraschen, sodass ich Stella auch irgendwo verstehen konnte.


Die Autorin Lisa Jasmina hat es bereits beim Prolog geschafft, eine unglaubliche Spannung aufzubauen, da man sich natürlich ständig fragt, wie es der kleinen Schwester mit ihrer Erkrankung ergehen wird. Mich hat das sofort ins Mark getroffen, da man das, was diese Familie in etwa durchmacht förmlich greifen konnte. Mich hat das zutiefst berührt, weil sie es trotzdem schaffen, halbwegs zu funktionieren im Alltag und warmherzig miteinander umgehen können. So kam es dann auch, dass ich sofort gefesselt war von der Handlung, und das Buch überhaupt nicht mehr weglegen wollte.


Die Handlung an sich wirkt einerseits bedrückend, schaffte es dann jedoch auch immer wieder ein Fünkchen Hoffnung zu verbreiten. Zudem stehen genügend weitere Themen im Raum, sodass wirklich keine Langeweile beim Lesen aufkommen kann.


Mein Fazit:


Ein dramatischer Liebesroman, der mich vollkommen überzeugen konnte und der mich noch lange beschäftigen wird. Ich bin froh, dass die Geschichte in "Running away" fortgesetzt wird und freue mich auf ein Wiedersehen mit der sympathischen italienischen Familie.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

paris, krimi, bordell, hure, regionalkrimi

41 Rue Loubert

Mara Ferr
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 16.07.2015
ISBN 9783954516520
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Louise lebt seit vielen Jahren in Paris, zählt jede Menge angesehene Einwohner der Stadt zu ihrem kleinen Kundenkreis und hat sich gemeinsam mit zwei weiteren Frauen gut eingerichtet in ihrem Bordell. Dennoch hat sie ein weiteres großes Ziel vor Augen und träumt davon, ihren Lebensabend unter einer anderen Existenz anzutreten. Doch der Inspecteur Marcel hat sie längst im Visier und verdächtigt sie des Mordes an achtzehn Männern, kann ihr jedoch nichts nachweisen. Der Fall lässt ihm keine Ruhe, sodass er beginnt in der Vergangenheit von Louise zu stochern.


"41 Rue Loubert" ist ein in Paris handelnder Krimi, auf den ich sehr gespannt war. Da er nicht mal 200 Seiten umfasst, war ich der Meinung, diese Geschichte innerhalb weniger Tage lesen zu können, doch ich musste schnell feststellen, dass dies kein Kriminalroman im klassischen Stil war. Vielmehr ging es darum, Beweise für den Fall zu finden und dadurch das Motiv zu erkennen.


Louise möchte endlich einen Schlussstrich unter ihr bisheriges Leben ziehen und hat ihren Ausstieg bereits perfekt geplant. Nur noch wenige Tage trennen sie von ihrem großen Ziel, die sie versucht so unauffällig wie möglich zu überstehen. Obwohl ich die Hauptprotagonistin anfangs schlichtweg unsympathisch fand, konnte ich ihre Beweggründe im Laufe der Geschichte doch irgendwie nachvollziehen. Gestaunt habe ich über ihre perfekt durchdachte Organisation und wie gelassen sie all den Ermittlungen Marcs gegenübertrat.


Der Schreibstil irritierte mich am Anfang sehr, da von vorneherein klar zu sein schien, wer der Täter ist und es dauerte auch nicht lange, bis klar war, wie die Männer starben. Mir gefiel die Geschichte insgesamt zwar sehr, aber dadurch dass sie so vorhersehbar war, fehlte mir persönlich etwas die Spannung eines typischen Krimis. Die Handlung besteht mehr oder weniger nur daraus, Beweise sowie Tatmotive zu finden, sowie die Vergangenheit zu durchleuchten.


Über den Ermittler Marcel hätte ich gerne auch einiges aus dem privaten Umfeld erfahren, da er mir schlichtweg zu blass und verbissen erschien. Was ich absolut nicht nachvollziehen konnte, war sein Verhalten gegenüber Louise, denn einerseits ermittelt er gegen sie und andererseits fühlt er sich zu ihr hingezogen und möchte zu ihrem Kundenstamm gehören.


Das Ende konnte mich ebenfalls nicht mehr überraschen, da vieles bereits während der Geschichte angedeutet wurde, sodass es letztenendes schlichtweg zu offensichtlich war.


Mein Fazit:


Kein wirklicher Krimi, da die Handlung insgesamt zu vorhersehbar war. Dennoch habe ich mich gut unterhalten gefühlt und würde jederzeit wieder zu einem Buch der Autorin greifen.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

sarina bowen, erotik, warme herzen, liebesroman, starke charaktere

Kalte Nächte Warme Herzen

Sarina Bowen
E-Buch Text
Erschienen bei Rennie Road Books, 31.01.2017
ISBN 9781942444329
Genre: Sonstiges

Rezension:

Dane lässt sich aufgrund einer Erbkrankheit, an der seine Mutter frühzeitig verstarb und an der sein Bruder seit einigen Jahren leidet, nie auf feste Beziehungen ein, denn er fürchtet, dass auch bei ihm die Krankheit früher oder später ausbrechen wird. Sollte die Presse davon Wind bekommen, droht ihm zudem das Karriereaus als Ski Champion und so versucht er die ihm verbleibende Zeit zu nutzen und Spaß zu haben.


Als er jedoch Willow während eines Schneesturms kennen lernt und die Beiden eine gemeinsame Nacht im Pick-up verbringen müssen, kommen sie sich schnell näher. Sie überbrücken die Zeit mit Gesprächen über ihre Vergangenheit und ahnen nicht, welch schwerwiegende Folgen diese geimeinsame Nacht haben wird.


Alleine vom Cover her, hätte ich wahrscheinlich erstmal einen großen Bogen um diese Geschichte gemacht, aber ich erhielt das Buch vorab und entschied mich aufgrund des interessanten Klappentextes dafür, diesen Roman zu lesen.


Willow versucht das Beste aus ihrer festgefahrenen Situation zu machen und hält sich mit einigen Gelegenheitsjobs über Wasser, denn ihr Ex-Freund ließ sie auf einem Schuldenberg in der Einöde sitzen und sie versucht nun lediglich den Schaden so gering wie möglich zu halten.


Dane glaubt, dass auch ihn die Erbkrankheit, die bereits das Leben seiner Mutter einforderte und seinen Bruder schwer gezeichnet hat, in absehbarer Zeit einholen wird. Gleichzeitig versucht er, das Ganze geheim zu halten, denn falls die Presse davon Wind bekäme, wäre seine Karriere beendet. Einerseits konnte ich Danes Schwermütigkeit gut nachvollziehen, aber andererseits störte es mich dann doch sehr, dass er Willow so unmöglich behandelte. Im nächsten Moment war er dann wieder einfühlsam und freundlich, aber mich regte das Launische an ihm stellenweise richtig auf.


Der Schreibstil ist fließend und einfach zu lesen, sodass man wirklich schnell durch die Seiten fliegt und auch die Erotik-Szenen halten sich in einem gewissen Rahmen. Dass ich mich generell schwer tue mit solchen Sachen, ist ja bekannt und so wurde mir das auch bei dieser Geschichte schnell zu viel und zu ausführlich. Allerdings reizte mich die Story an sich ungemein und ich wollte wissen, an was für einer Krankheit Dane nun eventuell leidet und was all das für Willow bedeuten würde.


Einige Handlungen der Protagonisten konnte ich nur schwer nachvollziehen und besonders zum Ende hin, wirkten die Szenen schlichtweg etwas zu seicht auf mich, aber ansonsten konnte mich die Geschichte fesseln und wirkte auch gut durchdacht. Insbesondere die Erkrankung, von der ich zwar bereits gehört hatte, mit der ich mich jedoch noch nie beschäftigte, konnte mein Interesse wecken und man konnte hier einiges über diese Erbkrankheit erfahren.


Mein Fazit:


Die Geschichte an sich hat mir gut gefallen, da sie sich angenehm lesen ließ und auch spannend war. Umhauen konnte sie mich jedoch leider nicht, weil mich insbesondere an Danes Verhalten zu viele Dinge störten und auch die Erotikszenen hätte es meiner Meinung nach gar nicht gebraucht. Wer jedoch auf Bücher mit einer Prise Leidenschaft steht, der ist mit dieser Geschichte gut beraten.

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

Törtchen zum Verlieben

Silvia Konnerth
E-Buch Text: 293 Seiten
Erschienen bei null, 09.01.2017
ISBN B01N5O57OW
Genre: Liebesromane

Rezension:


Die Journalistin Victoria träumt schon lange von einer Beförderung, doch dazu wird es wohl nur kommen, wenn sie ein Interview mit Leonore von Himmelsthal, welche die Witwe eines bekannten Schriftstellers ist, abliefert. Nachdem ihr Chef ihr schließlich eine Frist setzt, versucht Victoria mit allen Mitteln, das wohlgehütete Geheimnis dieser Witwe aufzudecken und lässt sich kurzerhand als Köchin in deren Villa einschleusen. Dabei kann sie absolut nicht kochen und es dauert auch nicht lange, da wird der Sohn der Witwe auf sie aufmerksam. Als er dann auch noch merkt, dass Victoria überhaupt keine Ahnung vom Kochen hat, wird er misstrauisch und möchte sie so schnell wie möglich loswerden. Seltsamerweise scheint sich seine Mutter prächtig mit ihr zu verstehen.


Als ich das Cover dieses Romans zum ersten Mal sah, wusste ich sofort, dass ich ihn unbedingt lesen möchte. Keine Ahnung warum, aber vielleicht war es einfach Intuition, denn diese Geschichte passte einfach von Anfang bis Ende in mein Beuteschema und ich habe lange Zeit nicht mehr soviel gelacht bei einem Buch.


Victoria ist nach einer heftigen Enttäuschung schon lange Zeit Single und sucht auch gar keine Beziehung. Ihr Fokus liegt auf ihrer Journalismuskarriere und da sie unbedingt das Geheimnis der Schriftstellerwitwe ausfindig machen möchte, kommt sie auf die Schnapsidee, sich übergangsweise als Köchin anstellen zu lassen. Dies kann jedoch nur schief gehen, bei Victorias nichtvorhandenen Kochkünsten, und so kommt man ihr schnell auf die Schliche. Da Leonore jedoch unbedingt die Verlobte ihres Sohnes loswerden möchte, schlägt sie ihr einen Deal vor und plötzlich findet sich Victoria gemeinsam mit Leonore, Sohn Alexander, der Haushälterin Agnes sowie dem Gärtner Miguel in Spanien wieder und sie fragt sich, worauf sie sich da bloß eingelassen hat.


Die Geschichte ist abwechselnd aus der Sicht von Victoria sowie von Alexander geschrieben, und während ich Alexander anfangs eher als arrogant, karrieregeil sowie oberflächlich hielt, war mir Victoria auf Anhieb sympathisch. Doch dann beginnt Alexander sich unter der spanischen Sonne zu öffnen und ich fing an, auch ihn interessant zu finden. Alleine die schlagfertigen Gespräche zwischen den Beiden machten diese Geschichte zu einem Erlebnis. Ich hatte mehrmals Tränen in den Augen, so amüsant fand ich die Unterhaltungen und da die Geschichte durchweg flüssig sowie temporeich geschrieben ist, lässt sie sich locker innerhalb von zwei Tagen lesen. Gleichzeitig steht natürlich ständig die Frage im Raum, warum die Witwe so ein riesiges Geheimnis aus dem Tod ihres Mannes macht und vor lauter Neugier und Freude an den bissigen Gesprächen zwischen Victoria und Alexander, fiel es mir wirklich schwer, das Buch zur Seite zu legen.


Die Beschreibungen Spaniens sowie die vielschichtigen Nebencharaktere rundeten das Ganze perfekt ab und obwohl das Buch eher locker leicht daherkommt, hat es dennoch auch eine gewisse Tiefgründigkeit und man stellt fest, dass Reichtum mehr ist, als ein bestimmter Firmenposten oder finanzieller Reichtum. Sehr passend dazu fand ich auch die Zitate am Anfang jeden Kapitels.


Mein Fazit:


Ich hätte Victoria sehr gerne noch länger begleitet, da sie einfach ein absolutes Unikat ist. Sie hat es geschafft mich zum Lachen, zum Weinen sowie zum Nachdenken zu bringen und alleine dafür hat sich das Lesen dieser urkomischen Liebesgeschichte gelohnt. Das perfekte Buch für ein verregnetes Wochenende!

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

liebe, rom, ewige stadt, dolce vita, ungeplante schwangerschaft

Mein Ex, die Ewige Stadt & Ich

Miriam Covi
E-Buch Text: 345 Seiten
Erschienen bei Feelings, 24.08.2016
ISBN 9783426438114
Genre: Liebesromane

Rezension:

Als Mika feststellt, dass sie schwanger ist, verläuft ihr Leben gerade nicht unbedingt in geordneten Bahnen. Ihren Ex-Freund erwischte sie kurz vor der Hochzeit mit einer anderen, ihren Job verlor sie nachdem der Arbeitgeber Insolvenz anmelden musste und der Vater des Kindes, Sebastian, lebt momentan in Italien. Sebastian kennt sie zwar schon sehr lange, denn er war ihre erste große Liebe, aber er ist der Sohn einer Diplomatin und wuchs in einer völlig anderen Welt auf als Landei Mika, die ihr kleines Dorf nie verlassen hat. Sie packt kurzerhand die Koffer, reist nach Rom um ihm von der Schwangerschaft zu erzählen und stellt schließlich fest, dass es in einer italienischen Großstadt auch sehr lebenswert sein kann.


Obwohl mir bereits beim Lesen des Klappentextes in etwa klar war, wie diese Geschichte enden würde, wollte ich sie nur allzu gerne lesen, alleine schon wegen dem Handlungsort Italien. Gerade in den tristen Monaten ist das immer eine sehr willkommene Abwechslung. Bereits nach wenigen Seiten hat es diese Geschichte dann geschafft, mich zu begeistern und in seinen Bann zu ziehen.

Mika ist eine wundervolle Protagonistin, da mit ihr definitiv keine Langeweile aufkommt. Stellenweise wirkten ihre Handlungen zwar etwas unüberlegt oder voreilig, aber sie ist so jemand, der generell zuerst auf sein Herz hört und den Verstand dann ganz gerne mal kurzzeitig ausschaltet. Dennoch ist sie intelligent und hatte sich bisher einfach wenige Gedanken über ihr Leben gemacht. Ihren Eltern gehört eine Gärtnerei, weshalb sie nie großartig verreisen konnten und da ihre Freundinnen allesamt in der näheren Umgebung leben, fühlt sich Mika immer pudelwohl in ihrem beschaulichen Dorf.

Sebastian wirkte mir dagegen beinahe schon etwas zu perfekt. Er ist der Traum aller Schwiegermütter, erfolgreich und bei allen beliebt. Ich mochte ihn zwar ganz gerne, aber ab und zu hätte ich ihn mir einfach etwas frecher oder schlagfertiger gewünscht. Es fehlte so ein bisschen das i-Tüpfelchen oder ein kleiner Makel, aber das ist sicherlich subjektiv.

Ich habe das Lesen dieser Geschichte, trotz der vorhandenen Vorhersehbarkeit, unheimlich genossen. Man fliegt regelrecht durch die Seiten und hat das Gefühl, Mika sowie ihre Familie bereits seit vielen Jahren zu kennen. Insbesondere über ihre Mama, die mit der Worterkennung am Handy absolut nicht klarkommt, habe ich stellenweise Tränen gelacht. Sebastians Persönlichkeit wäre noch etwas ausbaufähig, aber alle anderen Charaktere fand ich sehr authentisch und passend.

Was mir besonders gut gefiel, waren die Beschreibungen Roms. In der dunklen Jahreszeit kam solch eine Geschichte, bei der man ständig das Gefühl hat vor Ort zu sein, genau richtig. Man kann schon sehr gut nachvollziehen, was Mika so fasziniert an dieser Stadt und merkt auch, dass sie nach und nach viel aufgeschlossener wird, was das Thema Reisen sowie Umzüge angeht.

Mein Fazit:

Ein humorvoller Beziehungsroman, der mich trotz seiner Vorhersehbarkeit bis zum Ende fesseln konnte. Perfekt zum Abtauchen, Wegträumen und ab und an auch zum Schmunzeln. Lediglich beim werdenden Vater hätte ich mir ein paar mehr Ecken und Kanten gewünscht, aber darüber kann man durchaus hinwegsehen und die wundervolle Kulisse macht das auch wieder wett.

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173 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

roman, liebe, irland, frauen, familie

Das Jahr, in dem ich dich traf

Cecelia Ahern
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.08.2016
ISBN 9783596521166
Genre: Liebesromane

Rezension:

Jasmine wird für ein ganzes Jahr von der Arbeit freigestellt und hat bereits nach wenigen Wochen das Gefühl, die Decke würde ihr auf den Kopf fallen. Ihre Freunde haben alle bereits eine eigene Familie, während sie bisher hauptsächlich für ihren Job lebte. Sie beginnt ihren Nachbarn Matt zu beobachten, den sie absolut nicht ausstehen kann und der jeden Abend betrunken nach Hause kommt. Dennoch denkt sie viel über ihn nach und beginnt in Gedanken zu ihm zu sprechen. Gleichzeitig versucht sie ihrem Garten neues Leben einzuhauchen, was ihr anfangs sehr schwer fällt, doch dann fängt sie an, die Wechsel der Jahreszeiten mit völlig neuen Augen zu sehen und erfreut sich an den ständigen Veränderungen. Es folgen viele Gespräche mit ihren Nachbarn, insbesondere mit Matt, sowie jede Menge Chaos, Probleme und Streitigkeiten.

"Das Jahr, in dem ich dich traf" hat mich wahnsinnig positiv überrascht, da ich eigentlich immer der Meinung war, die Autorin schreibt hauptsächlich seichte Liebesgeschichten und auch die vielen Cover, die sich so stark ähnelten, schreckten mich mich bisher eher ab. Hinzu kamen die eher durchwachsenen Rezensionen bisher zum Buch, sodass ich mir gar nicht allzu viel erhoffte davon. Tja, was soll ich sagen: Da lag ich komplett verkehrt und diese Geschichte, die eher von Freundschaft und Familie handelte, übertraf meine Erwartungen bei weitem!

Jasmina war bisher ein regelrechter Workaholic und schenkte ihren Nachbarn überhaupt keine Beachtung. Sie war ja ohnehin die meiste Zeit auf Arbeit und falls nicht, dann traf sie Freunde, kümmerte sich um ihre ältere Schwester, die mit dem Down-Syndrom geboren wurde, oder besuchte ihren Vater, der erneut geheiratet hatte und inzwischen eine weitere kleine Tochter hat. Ich habe Jasmina bereits nach den ersten Seiten, auf denen sie von ihrer Kindheit im großelterlichen Garten schwärmt sowie ihrem wundervollen Großvater, direkt ins Herz geschlossen. Außerdem fand ich sie so herrlich chaotisch und mit einer gehörigen Portion Selbstironie ausgestattet, dass es Spaß machte sie durch dieses Garten-Jahr zu begleiten.

Ihr Nachbar Matt ist seit vielen Jahren Moderator beim Rundfunk und nachdem er sich Jahre zuvor über Menschen wie ihre Schwester lustig machte, verabscheute Jasmina diesen regelrecht. Nach und nach stellt sie jedoch fest, dass sie beide eigentlich viel mehr verbindet. Während sie immer wieder versucht Matt den Abschiedsbrief seiner Ehefrau zu übergeben, dieser sich jedoch weigert ihn selber zu lesen, und daraufhin urkomische Streitgespräche entstehen, entwickelt sich zwischen ihnen eine innige Freundschaft und sie beginnt ihre Nachbarschaft mit anderen Augen zu sehen.

Während des Lesens konnte ich mir Jasminas Garten sowie die Straße, in der sie wohnt, Dank der bildhaften Beschreibungen nur allzu gut vorstellen. Zudem strotzt dieses Buch vor Sarkasmus, Humor und wundervollen Momenten und Beschreibungen, sodass mich diese Geschichte komplett fesselte. Ich habe mich jeden Tag darauf gefreut, es endlich weiterzulesen und würde nun am liebsten direkt zum nächsten Ahern-Buch greifen.

Die innige Beziehung zwischen Jasmina und ihrer Schwester beeindruckten mich sehr und ich konnte viel erfahren über das Down-Syndrom, sodass ich diesen Gen-Deffekt jetzt mit völlig anderen Augen sehe. Ich fand das beeindruckend, wie selbständig die Schwester ist und wie sie ihren Alltag meistert. Auch die auftretenden Probleme dabei konnte man prima nachvollziehen.

Mein Fazit:

"Das Jahr, in dem ich dich traf" hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen und die Autorin Cecelia Ahern konnte mit mir nun einen neuen begeisterten Leser begrüßen. Eine wundervolle Geschichte über Freundschaft und Familie, die gespickt ist mit jeder Menge Sarkasmus, Tiefgründigkeit und Liebe zur Natur. Ich kann es euch nur empfehlen!

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444 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

hypnose, schweden, joona linna, krimi, mord

Der Hypnotiseur

Lars Kepler , Paul Berf
Flexibler Einband: 604 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 17.08.2012
ISBN 9783404163434
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Bisher scheute ich mich immer etwas vor der hohen Seitenanzahl und habe mich nicht so recht ran getraut an diese Reihe, doch während einer Lesewoche, bei der es darum ging, ein Buch mit mehr als 500 Seiten zu lesen, fiel die Wahl schließlich auf dieses Buch.

Die Geschichte wird abwechselnd erzählt aus der Sicht des Ermittlers Joona Linna und des Hypnotiseurs Erik Maria Bark, aber auch einige Nebencharaktere schildern ab und an wichtige Momente aus ihrer Sicht, was ich anfangs etwas verwirrend fand, aber nachdem ich mich richtig eingelesen hatte, fand ich gerade diese Perspektiven sehr hilfreich. Dennoch ließ mich die Handlung an sich mit gemischten Gefühlen zurück, da ich teilweise viel zu schockiert war, über das was da geschehen war und auch über die Brutalität. Gleichzeitig mochte ich die Hauptcharaktere von Seite zu Seite mehr und fand gerade die privaten Schwierigkeiten, in denen diese sich befanden, wahnsinnig spannend.

Es beginnt alles mit einem grausamen Mord an einer Familie, bei der lediglich der Sohn schwer verletzt überlebt. Erik Maria Bark, der eigentlich nie wieder Menschen hypnotisieren wollte, lässt sich von Joona Linna überreden, den Jungen unter Hypnose zu befragen, da es noch eine weitere Schwester geben soll, welche eventuell in großer Gefahr ist. Gleichzeitig löst er damit eine riesige Lawine aus, denn wenig später wird der Sohn von Erik Maria Bark entführt. Dieser ist auf Medikamente angewiesen und schwebt in größter Gefahr.

Ich brauchte lange, bis ich mich richtig reingefunden hatte in diese Geschichte, denn der Klappentext ließ absolut nicht vermuten, dass es sich bei diesem Buch eigentlich um zweierlei verschiedene Fälle handelt und da auch einige falsche Hinweise gestreut wurden, blieb zwischendurch immer wieder viel Raum für Spekulationen. Dennoch fand ich die Handlung an sich wahnsinnig spannend, da ich die Charaktere interessant fand, und wollte natürlich stets wissen, wie das Ganze enden würde.

Die Geschichte ließ sich relativ flüssig lesen, doch die vielen Zeitsprünge störten mich am Anfang doch sehr und auch den plötzlichen Schwenker auf die Charaktere, viele Jahre zuvor, fand ich eher störend. Plötzlich ging es viele Seiten lang hauptsächlich um die Hypnose-Gruppe und mir erschien das alles viel zu langwierig und kompliziert. Allerdings konnte man so auch viel eher Spekulationen über die Entführung anstellen und die Geschichte an sich erhielt zusätzliche Spannung.

Mein Fazit:

Hätte es nicht zufällig diese Lesewoche gegeben, würde das Buch wahrscheinlich noch lange Zeit hier ungelesen schlummern, aber nun bin ich doch sehr froh, dass ich es gelesen habe. Mir hat es gut gefallen, doch die Spannung wollte gerade am Anfang kaum aufkommen. Dennoch konnte mich die Geschichte, insbesondere durch die interessanten Charaktere zum Ende hin fesseln, sodass ich nun gerne weitere Bücher dieser Reihe lesen möchte.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

traumurlaub, roman, jungfrau, callboy to go, ina linger

Callboy to Go

Ina Linger , Cina Bard
Flexibler Einband: 328 Seiten
Erschienen bei epubli, 12.11.2016
ISBN 9783741866067
Genre: Romane

Rezension:

Mia steht kurz vor ihrem dreißigsten Geburtstag und hat kurzerhand eine Reise nach Teneriffa gebucht um endlich ihre Jungfräulichkeit zu verlieren. Bis ins kleinste Detail hat sie alles geplant und durchgespielt, um diese endlich loszuwerden, denn ständig hat sie das Gefühl sich erklären zu müssen deswegen. Der Callboy einer seriösen Begleit-Agentur soll es richten, doch der Mann, den sie gebucht hat verhält sich so ganz anders, als sie sich das vorgestellt hat. Chris ist eigentlich ein Juwelendieb und wollte sich lediglich kurz in Mias Zimmer verstecken, doch dann spielt er das Spiel mit und lässt Mia in dem Glauben, dass er der gebuchte Callboy ist. Eine spannende Verfolgungsjagd beginnt ...

"Callboy to Go" ist ein humorvoller Liebesroman, den ich irgendwie genau zum richtigen Zeitpunkt begonnen hatte. Ich steckte in einer Leseflaute fest und sehnte mich nach einer spannenden Liebesgeschichte mit viel Humor, jedoch ohne große Erotik-Szenen. Obwohl ich die Grundidee dieser Geschichte anfangs mehr als fragwürdig fand, konnten mich die Handlung sowie die Charaktere dann doch positiv überraschen.

Mia ist intelligent und sieht gut aus, aber der Richtige ist ihr bisher nie über den Weg gelaufen und als Softwareentwicklerin ist sie größtenteils nur von Nerds umgeben, mit denen sie wenig anfangen kann. Während Gauner Chris Mia ein romantisches Rundum-Date verspricht, versucht er eigentlich lediglich so schnell wie möglich die gestohlenen Diamanten aus seinem Versteck zu holen, um dann Mia so schnell wie möglich loszuwerden. Doch diese ist von Anfang an sehr misstrauisch und macht es Chris nicht ganz so leicht wie erhofft.

Die Geschichte lässt sich dank der leichten sowie humorvollen Schreibweise sehr gut lesen und es macht einfach Spaß die Beiden während ihres Katz- und Mausspiels quer über die Insel zu begleiten. Man ahnt zwar von vorneherein, wie das Ganze enden wird, aber das tut der Spannung keinen Abbruch und da sich die Sichtweisen immer wieder abwechseln, kann man die Beweggründe der beiden Hauptcharaktere gut nachvollziehen.

Beide Protagonisten waren mir auf Anhieb sympathisch und machten nach und nach eine tolle Entwicklung durch. Während ihnen die Verfolger ständig dicht auf den Fersen sind, führen sie erfrischende Dialoge und auch ernsthafte Gespräche, dabei schafft es Chris immer mehr Mias Vertrauen zu erlangen, sodass sie schließlich wesentlich lockerer wird und beginnt diesen Ausflug zu genießen. Lediglich die Action-Szenen fand ich teilweise etwas zu übertrieben, aber darüber kann man ganz gut hinwegsehen.

Mein Fazit:

Mit "Callboy to Go" ist den Autorinnen eine erfrischende Liebesgeschichte gelungen, bei der man die Zeit, aufgrund der steten Spannung, vergessen kann. Die Handlung erscheint zwar erst oberflächlich und zu klischeehaft aber im Laufe des Buches wird man so gefesselt, dass diese Empfindungen schnell verschwinden.

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52 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

lovestory, geheimnisse, freundschaft, stottern, pakt

Zwei Tage, zwei Nächte und die Wahrheit über Seifenblasen

Angela Mohr
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Arena, 15.07.2016
ISBN 9783401601229
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nik und Aino lernen sich unter merkwürdigen Bedingungen, während einer Zugfahrt, kennen. Nik ist auf der Flucht und hat weder Geld dabei, noch eine Fahrkarte. Als Aino ihm kurzerhand aus der Patsche hilft, während der Fahrkartenkontrolle, ist Nik unheimlich erleichtert und dankbar. Wenig später stoppt der Zug und die beiden landen auf einem verlassenen Bahnsteig, wo sie notgedrungen erst mal ausharren müssen. Nach und nach fassen sie Vertrauen zueinander und als Nik schließlich erfährt, dass Aino auf dem Weg in ein Kloster ist, versucht er sie umzustimmen ... innerhalb von 48 Stunden.

Auf dieses Buch, welches ich im Rahmen einer Blogtour lesen durfte, war ich unheimlich neugierig, da die Autorin viele eigene Erfahrungen hat einfließen lassen und zugleich waren die ersten Rezensionen, die ich las, eher niederschmetternd. Teilweise konnte ich auf den ersten Seiten die Lesermeinungen auch noch nachvollziehen, da die Geschichte eher ruhig und unspektakulär startete, aber dann wiederum fand dich die vorsichtige Annäherung der Protagonisten so wundervoll und authentisch, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen mochte.

Nik war mir anfangs gar nicht mal sympathisch, da er sich unhöflich und frech gegenüber Aino benahm und sie wenig später auch noch bestahl, dennoch fand ich es dann jedoch später niedlich, wie er versuchte Aino von ihrem Vorhaben abzubringen und sich so bemühte um ihre Zuneigung. Dabei hat er eigentlich genügend eigene Probleme, da sein Bruder ihm auf den Fersen ist und er nicht wieder zurück in die Trostlosigkeit zu Hause möchte.

Aus Aino wurde ich nicht so recht schlau, da sie eben während dieser Geschichte so wenig redet und ihre ganze Vergangenheit ein einziges Geheimnis zu sein schien. Ich hätte gerne mehr über sie erfahren und konnte mit den Szenen der Altaikriegerin kaum etwas anfangen. Am Ende ergab das alles zwar einen Sinn, aber gerade in den ersten Kapiteln empfand ich diese eher störend.

Die Erzählperspektive wechselt sich zwischen den beiden Hauptprotagonisten immer wieder ab, sodass man beide Seiten sehr gut nachvollziehen kann und auch erfährt, was sie so beschäftigt. Während dieser 48 Stunden geschehen soviele außergewöhnliche Dinge, dass das Buch niemals langweilig wird und zugleich lernen sie so bewundernswerte Menschen kennen, dass man darüber nachdenkt, wie sehr der erste Eindruck doch täuschen kann.

Mein Fazit:

Mich hat diese Geschichte unheimlich beschäftigt und zum Nachdenken gebracht. Manchmal ist es wirklich sinnvoller, einen Menschen genauer kennenzulernen bevor man sich ein Urteil bildet. Wie sehr der erste Eindruck trügen kann, kann man anhand dieser Geschichte sehr gut nachempfinden und die Eindrücke dieser kurzen Roadstory hallten noch lange nach bei mir. Gleichzeitig fand ich die Vergangenheit der beiden Hauptprotagonisten megaspannend und hätte gerne noch viel viel mehr darüber erfahren.

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90 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

assistentinnen, new york, spesenabrechnung, assistentin, frauen

Die Assistentinnen

Camille Perri , Stefanie Zeller
Flexibler Einband
Erschienen bei INK ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 11.11.2016
ISBN 9783863960957
Genre: Romane

Rezension:

Tina Fontana arbeitet seit vielen Jahren als Assistentin eines Medienmoguls und wünscht sich eigentlich nichts sehnlicher, als endlich ihren Studienkredit abbezahlt zu haben, damit sie am Ende des Monats wieder etwas mehr übrig hat und nicht ständig nur auf's Geld schauen muss. Durch einen merkwürdigen Fehler bei der Spesenabrechnung, erhält sie die Chance all ihre Schulden auf einen Schlag zu tilgen und setzt damit gleichzeitig eine Kettenreaktion in Gang, die so überhaupt nicht geplant war.

Mit dem Cover tue ich mich auch nach dem Lesen noch richtig schwer, da es dieser humorvollen Geschichte so gar nicht gerecht wird. Es wirkt einfach so schlicht und monoton, und das ist dieses Buch absolut nicht. Im Gegenteil, ich empfand es witzig, mit viel Selbstironie, und konnte mich auch in einigen Stellen der Geschichte selber wiedererkennen.

Vielleicht muss man auch selber eine kleine Büro-Macke besitzen, um diese Geschichte zu verstehen, aber mir kam davon vieles bekannt vor und so verrückt das Ganze stellenweise klang, so realistisch war es letztenendes vielleicht auch.

Tina hat bisher höchstes Ansehen von ihrem Chef genossen und mag ihren Job, allerdings macht sie sich immer wieder Sorgen um ihr Studien-Darlehen, und möchte damit endlich abschließen. Als sie durch einen Buchungsfehler nun genau diese Möglichkeit erhält, hadert sie einerseits mit ihrem schlechten Gewissen und andererseits sieht sie ein, dass genau dies ihre große Chance ist.

Ich fand diese Geschichte amüsant und natürlich auch spannend, da ich ja wissen wolllte, ob Tina mit diesem "Buchungs-Fehler" durchkommen würde. Das kommt sie nicht so ganz, denn natürlich fällt das Ganze jemandem auf und eine Kettenreaktion setzt sich in Gang. Mir war klar, dass es früher oder später irgendwem auffallen würde, aber ich war natürlich gespannt, welche Konsequenzen daraus entstehen würden und wie es mit Tina, die am Anfang der Geschichte sehr zurückhaltend ist, weitergehen würde. Ich fand sie sympathisch und nachdem sie sich regelmäßig mit einem Kollegen zum Mittagessen verabredet, wollte ich auch wissen, was aus den Beiden werden würde.

Dennoch hatte ich beim Lesen durchweg das Gefühl, dass etwas Entscheidendes fehlte. Ich kann nicht genau sagen was, aber mir war es oftmals zu langatmig und auch das Ende fand ich merkwürdig.

Mein Fazit:

Ein schön locker geschriebener Roman, der durch Witz und Charme überzeugen kann und mich gut unterhalten konnte. Ich glaube jedoch, dass dieses Buch nur Leute wirklich witzig finden, die den Büroalltag bereits selber durchlebt haben. Für Andere wird es eine fremde Welt bleiben.

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43 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

paris, liebe, erotik, sex, abstand

Merci Paris: Liebe auf den ersten Klick

Rose Bloom
E-Buch Text: 164 Seiten
Erschienen bei null, 01.09.2016
ISBN B01LFKQV88
Genre: Liebesromane

Rezension:


Nachdem Paula ihren Freund in flagranti mit einer Anderen überraschte und auch immer weniger Freude an ihrem eintönigen Job bei einem kleinen Fotostudio hat, fackelt sie nicht lange und nimmt spontan ein Jobangebot in ihrer Traumstadt Paris an. Sie findet schnell ein Zimmer in einer WG, fühlt sich sofort wohl, doch wie sie damit umgehen soll, dass sie ausgerechnet ihrem One-Night-Stand Nic ständig über den Weg läuft, ist ihr schleierhaft.

"Merci Paris: Liebe auf den ersten Klick" durfte ich im Rahmen einer Blogtour lesen und war anfangs schnell vollauf begeistert von der Story sowie den Protagonisten. Ich fand den Einstieg und die Grundidee unheimlich spannend, aber leider flachte die Geschichte dann auf einen Schlag derartig ab, dass ich ein bisschen das Gefühl hatte, das Buch musste schnell beendet werden und die eigentliche Handlung geriet dabei zur Nebensache.

Paula ist unzufrieden mit ihrem Job, und da ihre langjährige Beziehung ohnehin in die Brüche ging, muss sie nicht lange überlegen, als ihr der smarte Nic ein umwerfendes Jobangebot in Paris macht. Sie fühlt sich ohnehin unterfordert als Fotografin eines kleines Studios und auch mit ihrem Chef eckt sie ständig aneinander. Ich mochte es sehr, wie Paula endlich ihren Alltagstrott zurücklässt und einen Neuanfang in Paris wagte, fand ihre freundliche sowie zurückhaltende Art toll, aber leider blieb all das auch nach wenigen Tagen im neuen Job etwas auf der Strecke und Paula erschien mir mehr und mehr, wie eine von vielen. Ihr fehlten die Besonderheiten und das, was sie ausmacht, was ich wirklich sehr schade fand nach den spannenden ersten Seiten.

Ähnlich verhielt es sich leider auch mit der Handlung. Was grandios und vielversprechend begann, nahm dann so schlagartig eine Wendung, nachdem Paula Nic im neuen Job gegenüberstand, dass ich das Gefühl hatte, mittendrin fehlten einige Seiten. Mir ging die Konsequenz des Ganzen dann viel zu schnell und ich hatte das Gefühl, es geht hauptsächlich nur noch um das Thema Erotik und die eigentliche Grundidee wurde komplett fallengelassen. Nun ja, es gibt sicherlich Leser, die vorallem Bücher mit vielen Erotikszenen bevorzugen, doch mir war das leider zu wenig und ich hätte diese ganze Beziehung lieber etwas hinausgezögert.

Der Schreibstil lässt sich leicht und flott lesen, sodass man zügig voran kommt. Was mir sehr gut gefiel, waren die Eindrücke von Paris, die Paula nach ihrer Ankunft einholten. Ich hatte sofort das Gefühl, die kleine Wohnung sowie die Stadt vor mir zu sehen und hätte gerne mehr davon gehabt.

Mein Fazit:
Eine vielversprechende Grundidee, die leider nur vage umgesetzt wurde. Mir ging das Einlassen auf diese Beziehung insgesamt zu schnell und danach rückten die Erotikszenen zu sehr in den Vordergrund. Ich hätte mir einfach etwas mehr Handlung gewünscht sowie Protagonisten, die auch einen gewissen Wiedererkennungswert haben.

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

türkei, urlaub, sommer, liebe, lieb

Seksi Ürlaub

Jana Leonis
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Montlake Romance, 05.04.2016
ISBN 9781503933170
Genre: Liebesromane

Rezension:

Maike freut sich wahnsinnig auf den gemeinsamen Urlaub mit ihrer besten Freundin Fulya in der Türkei. Fulya möchte ihr dabei viele Dinge ihres Heimatlandes zeigen und gleichzeitig sind sie auch eingeladen zu einer türkischen Hochzeit. Die beiden Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein. Während die selbstbewusste Fulya in Gedanken ständig bei ihrem Freund ist, sehnt sich die unsichere Maike nach einem Urlaubsflirt. Umso mehr freut es sie, dass Fulyas Kindheitsfreund Kemal sofort mit ihr zu flirten beginnt und sie mit Komplimenten überhäuft. Maike fühlt sich begehrter denn je, aber da ist ja auch noch der sympathische Mert, der sich Maike gegenüber immer abweisender verhält.

Mit "Seksi Ürlaub" fühlte ich mich bereits nach wenigen Seiten direkt in Urlaubsstimmung versetzt. Man spürte auf jeder Seite die vorherrschende Wärme, aber auch die entspannte Atmosphäre, die einige bei einem aufregenden Cluburlaub, andere eher bei einer erholsamen Zeit im türkischen Hinterland finden. Das Buch ist eine gelungene Mischung aus diesen beiden gegensätzlichen Urlaubszielen und man spürt zugleich, dass die Autorin hier viel eigenes Wissen teilt.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Maike, mit der ich mich zeitweise unheimlich schwer tat, da sie so schrecklich naiv daherkam. Obwohl Fulya sie immer wieder warnt vor ihrem Kindheitsfreund Kemal, stürzt diese sich direkt in einen Urlaubsflirt mit ihm, während ich als Leserin das Gefühl nicht loswurde, dass dieser eine regelrechte Schleimspur hinter sich herzog. Maike möchte diesen Urlaub in vollen Zügen genießen und ihr "Graue-Maus-Kostüm" endlich ablegen, aber dass ihre Lobhudelei auf Kemal nur in einem Reinfall enden konnte, das war leicht vorhersehbar.

Obwohl ich mit der Hauptprotagonistin durchweg meine Schwierigkeiten hatte, mochte ich die Handlung insgesamt sehr, weil Fulya mit ihrer selbstbewussten sowie frechen Art vieles wieder wett machte. Ich mochte sie wirklich sehr, da sie einerseits vollkommen in familiären Traditionen festhängt, andererseits jedoch fest in Deutschland angekommen ist und selbstbestimmt lebt. Immer wieder erklärt sie Maike türkische Gepflogenheiten und Traditionen, sodass ich sie am Ende wirklich um diesen großen Familienzusammenhalt beneidet habe.

Während der erste Teil des Buches von einem Cluburlaub in einer Touristen-Hochburg handelt, beschließen die beiden Frauen später in Fulyas Heimatdorf zu reisen. Man hatte ein bisschen das Gefühl, dazwischen liegen Welten. Der zweite Teil der Geschichte gefiel mir dahingehend auch wesentlich besser, da ich es genossen habe, auch einmal etwas über diesen Teil der Türkei zu erfahren und wie die Menschen dort leben.

Das Ende der Geschichte lässt sich anhand des Klappentextes leicht erahnen, dennoch mochte ich die Leichtigkeit dieses Buches und habe mich gut unterhalten gefühlt. Es lässt sich flott und einfach lesen, ohne dass dabei Langeweile aufkommt. Zum Ende hin lässt sich zwar bei Maike auch eine leichte Weiterentwicklung erkennen, aber ich hatte dennoch das Gefühl, dass Fulya ihr da um Längen voraus ist. Trotzallem mochte ich die Charaktere und würde gerne noch sehr viel mehr über sie erfahren.

Mein Fazit:

Mich konnte diese Geschichte vorallem durch den lockeren Schreibstil und den Handlungs-Umschwung im zweiten Teil überzeugen. Die perfekte Lektüre für zwischendurch oder auch für den Urlaubskoffer.

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liebe, mona kasten, begin again, vergangenheit, new adult

Begin Again

Mona Kasten
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.10.2016
ISBN 9783736302471
Genre: Liebesromane

Rezension:

Für Allie Harper beginnt mit dem Start ihres Studiums, fernab des Elternhauses, ein neuer Lebensabschnitt. Sie hat das Gefühl endlich selber über ihr Leben bestimmen zu können und fühlt sich zum ersten Mal frei. Dass sich die Wohnungssuche jedoch so schwierig gestalten würde, hatte sie nicht geahnt. Notgedrungen zieht sie beim unfreundlichen Bad Boy Kaden ein, der zugleich auf drei grundlegende Regeln beharrt. Die wichtigste: Wir fangen niemals etwas miteinander an! Was anfangs für Allie überhaupt kein Problem darstellt, da Kaden sie scheinbar regelrecht meidet, fällt ihr auf Dauer zunehmend schwerer, da Kaden es immer wieder schafft sie sprachlos zu machen. Als die Vergangenheit die Beiden schlagartig einholt, droht alles zu zerbrechen.

Selten schaffen es Bücher, mich von der ersten Seite an so wahnsinnig zu fesseln, dass ich dabei Zeit und Raum vergesse und am liebsten pausenlos weiterlesen würde. Genau das ist Mona Kasten mit dieser zauberhaften Geschichte gelungen. Ich konnte bereits nach wenigen Seiten eintauchen in Allies Gefühlschaos und wurde im Laufe dieses Buches von so vielen verschiedenen Emotionen begleitet sowie einer Spannung, die mich teilweise wirklich wahnsinnig machte, dass ich immer noch etwas sprachlos bin.

Allie ist absolut liebenswürdig, da sie einerseits etwas unsicher wirkt und sich selbst immer wieder in Frage stellt, andererseits aber auch verdammt schlagfertig und gelassen daherkommt. Man kann schnell erahnen, dass etwas schlimmes in der Vergangenheit vorgefallen sein muss, die Auflösung des Ganzen kommt jedoch erst recht spät. Ihren Namen hat sie geändert, da sie mit alldem was war abschließen möchte und auch den Kontakt zur Mutter vermeiden will, doch ganz so einfach gestaltet es sich dann doch nicht.

Auch Kaden macht ein riesengroßes Geheimnis aus seinen Erlebnissen, lediglich seine besten Freunde scheinen mehr zu wissen und versuchen immer wieder das, was Kaden verzapft auszubügeln. Immer wieder hat er mich mit seiner Art wütend gemacht, da er Allie so unmöglich behandelte, aber im nächsten Moment war er dann der zuvorkommenste und humorvollste Kerl, sodass man ihn einfach lieben musste. Ich konnte Allies Gefühle nur allzu gut nachempfinden und habe regelrecht mit ihr gelitten.

Der Schreibstil ist ebenfalls mehr als authentisch, leicht und frisch, teilweise aber auch voller Ernst und Tiefgründigkeit. Alles wird aus Allies Ich-Perspektive erzählt, was Kaden umso geheimnisvoller erscheinen ließ. Was ich sehr positiv empfand, war die Tatsache, dass es nur wenige erotische Momente gab, und diese dann auch sehr gefühlvoll und schön beschrieben wurden. Sowas hat mittlerweile fast schon Seltenheitswert in Büchern dieses Genres und man hat stattdessen oftmals das Gefühl, es wird immer mehr.

Auch die zahlreichen Nebencharaktere wurden mit viel Liebe zum Detail dargestellt. Allesamt wiesen sie ihre kleinen Eigenheiten und Besonderheiten auf, weshalb man sie dann auch schnell zuordnen konnte. Auf ein Wiedersehen in den Folgebänden bin ich aufgrunddessen jetzt schon ziemlich gespannt.

Mein Fazit:

Eine Geschichte, die ich euch wärmstens empfehlen kann! Ich habe diese Achterbahn der Gefühle mehr als genossen, habe mit Allie gelacht, geweint, gehofft sowie gebangt und bin jetzt schon gespannt auf die Fortsetzung. Definitiv ein Must-Read!!!

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