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30 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

familie, neuanfang, gewalt in der ehe, schottland, sommer

Im siebten Sommer

Rowan Coleman , Marieke Heimburger
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2017
ISBN 9783492308038
Genre: Romane

Rezension:

Auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit, strandet Rose mit ihrer Tochter in einem kleinen Bed & Breakfast, im idyllischen Millthwaite. Dies war der erste Ort, der ihr nach dem Verlassen ihres Ehemannes einfiel, denn sie wollte unbedingt den Kunsthändler Frasier wiedersehen, der ihr seit vielen Jahren nicht mehr aus dem Kopf ging. Frasier besuchte sie einst, als er auf der Suche nach weiteren Kunstwerken ihres Vaters war und für Rose war diese kurze Begegnung immer etwas Besonderes. Etwas, dass ihr über die schwierige Zeit mit ihrem Ehemann hinweghalf. In Millthwaite trifft sie jedoch nicht nur auf Frasier, sondern auch auf einen Mann, der Rose einst alles bedeutete.

Neugierig geworden durch das originelle Cover, wollte ich diesen Roman unbedingt lesen. Es war mein erstes Buch der Autorin, aber sicher nicht mein letztes, denn obwohl die Seitenanzahl relativ hoch war, bin ich förmlich durch die Seiten geflogen.


Rose, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wurde, erschien mir anfangs furchtbar unsicher und hilflos. Ihre Flucht hatte sie zwar gut vorbereitet, wie es schien, aber gleichzeitig hatte ich ein bisschen das Gefühl, sie hatte sich da etwas in den Kopf gesetzt, dass eigentlich nur schief gehen konnte. Sie möchte unbedingt einen Mann wiederfinden, dem sie lediglich einmal begegnete, dabei hatte sie augenscheinlich erstmal ganz andere Probleme, denn wie es nach dem Verlassen ihres Ehemannes weitergehen sollte, darüber hatte sie sich keinerlei Gedanken gemacht. Hinzu kommt die ständige Sorge um ihre siebenjährige Tochter Maddie, die zwar sehr klug ist, aber schon immer ein Außenseiter war und keinerlei Freunde hatte.


Anfangs wusste ich wirklich nicht, in welche Richtung diese Geschichte geht, da der Klappentext doch sehr wenig verriet und auch erst nach und nach Details bekannt wurden über Roses Ehe, ihre schwierige Kindheit und Jugend sowie ihren Vater, der die Familie wegen einer anderen Frau verließ. Nach und nach ergab Roses Flucht jedoch einen Sinn, die Puzzleteilchen setzten sich zusammen, und ich bewunderte diesen großen Schritt, den sie damit machte. Sie freundet sich mit der Familie an, in deren Besitz das Bed & Breakfast ist, und fühlt sich sichtlich wohl dort. Auch ihre Tochter macht dort eine erstaunliche Wandlung durch und blüht unter der Fürsorge der schlagfertigen Jenny und ihrem Ehemann geradezu auf.


Rowan Coleman ist mit diesem Buch eine perfekte Mischung aus lockerer humorvoller Lektüre, aber auch einer gewissen Tiefgründigkeit sowie Ernsthaftigkeit gelungen. Ich fand es spannend von der ersten bis zur letzten Seite und mochte die bemerkenswerten Charaktere. Hin und wieder gab es einige Stellen, an denen ich mir einen anderen Ablauf gewünscht hätte und auch einen anderen Ausgang letztendlich, aber meinen Lesespaß trübte das in keinster Weise.


Mein Fazit:


Alles in allem eine herzerwärmende aber auch zugleich bedrückende Geschichte, die mich durch die unvorhersehbaren Wendungen, überzeugte. Ein großartiges Buch mit Tiefgang, das ich eindeutig empfehlen kann.

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(50)

74 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 36 Rezensionen

provence, krimi, mumie, mord, remy eyssen

Schwarzer Lavendel

Remy Eyssen
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.04.2016
ISBN 9783548287010
Genre: Krimi und Thriller

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

panik, ermittlung, mor, krimi, debüt

Willkür

Daniel C. Bergmann
E-Buch Text: 299 Seiten
Erschienen bei null, 08.06.2017
ISBN B071JYY29Q
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kommissar Dieter Heilbrunners Sohn ist seit einigen Tagen spurlos verschwunden und er hat keinerlei Anhaltspunkte wo er mit der Suche beginnen sollte. Wenig später wird er zu einem Tatort gerufen, der auf den ersten Blick nicht außergewöhnlich erscheint. Als im jedoch ein merkwürdiges Detail auffällt, wird klar, dass der Mörder ihm unweit des Fundorts eine Nachricht von seinem Sohn hinterlassen hat. Er wird sofort vom Fall abgezogen und beginnt auf eigene Faust gemeinsam mit dem Journalist Torsten Messer, dem er einst das Leben rettete, sowie dessen Kumpel Markus Lind zu ermitteln. Es bleibt nicht bei einem Mord, sondern dies soll nur der Auftakt zu einer grauenvollen Serie werden und die Chancen seinen Sohn lebend zu finden schwinden mit jedem weiteren Fall.

Ich war anfangs sehr skeptisch, ob dieses Buch so meinem Lesegeschmack treffen würde, denn einige schlechtere Bewertungen schreckten mich erstmal etwas ab und ich konnte die Geschichte nicht so recht einordnen. Einige Tage später rückte jedoch eine Bloggerin eben genau dieses Buch wieder in meinen Fokus und nach kurzem Zögern, wollte ich es dann doch unbedingt lesen. Worüber ich jetzt rückblickend wirklich sehr sehr froh bin.

Der Einstieg gestaltete sich für mich schwierig, da ich die vielen verschiedenen Sichtweisen irritierend fand, keinerlei Zusammenhang erkennen konnte und das war fast ein bisschen so, wie eine Aneinanderreihung vieler seltsamer Mordfälle, aber ohne irgendwelche Tatverdächtigen. Und dennoch kann ich nicht sagen, dass mich die Geschichte langweilte, denn gerade weil die Handlung durch so viele Charaktere erzählt wurde, fand ich diese Entführung sowie die Suche nach dem Serienkiller, der gleichzeitig auch der Entführer sein musste, überaus spannend. Immer wieder ging mir durch den Kopf, wie schrecklich all dies für den Kommissar sein musste und unter welchem Druck er wohl stand. Ich brauchte jedoch auch immer wieder Lesepausen, da gerade diese ersten Kapitel schlichtweg ermüdend waren.

Und nachdem ich ungefähr ein Drittel des Buches gelesen hatte, war endlich so etwas wie ein Lösungsansatz zu erkennen, die Ermittlungen kamen richtig ins Rollen und von da an konnte ich die Geschichte kaum noch aus der Hand legen. Was wohl auch ein bisschen daran lag, dass ich den Kommissar sowie sein Team, bestehend aus einem Journalist sowie einem Computer-Nerd, wunderbar fand. Sie ergänzten sich super und brachen auch schonmal die ein oder andere Regel um weiterzukommen.

Erzählt wird die Handlung überwiegend aus der Sicht des Kommissars und des Mörders, aber auch immer wieder aus der Sicht des Vermissten und des Journalisten Messer. Hinzu kommen immer wieder kürzere Kapitel, die von einigen Nebencharakteren erzählt werden. Ich fand das sehr informativ, da man auch in etwa erahnen konnte, was der Entführte wohl durchmachen musste, welch komplett anderes Bild beispielsweise Bekannte des Täters von ihm hatten und dann wiederum auch erschreckend und beängstigend aufgrund der Grausamkeit, mit der dieser Mensch handelte. Was ich jetzt nicht so unbedingt gebraucht hätte, waren die Sichtweisen einiger Getöteter in den ersten Kapiteln, da diese für den Verlauf auch eher unwichtig waren meiner Meinung nach.

Mein Fazit:

Ich war positiv von dem Buch überrascht und sehr froh, dass ich es doch noch gelesen habe. Die Geschichte ist mir unheimlich nah gegangen und hat mich gleichzeitig nachdenklich zurückgelassen am Ende. Nichts für Zartbesaitete!

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

krimi, entführung, einbruchserie, geld, rosenheim

Diridari

Susanne Rößner
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 17.09.2015
ISBN 9783954516902
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schon viel zu lange hatte ich keinen Krimi mehr gelesen, und nachdem ich bereits vom Liebesroman der Autorin "Nur einen Sommer lang". so begeistert war, wollte ich nun unbedingt auch ihre Krimis kennenlernen.

Über das Ermittler-Team erfährt man als Leser eigentlich eher wenig, aber man hat schon das Gefühl den Kommissar Sauerwein sowie die Angestellte Eva und teilweise auch deren Freundin Kristina nach und nach etwas kennenzulernen. Sauerwein ist so der typische Vorgesetzte, wie ihn jeder sich wünscht, denn er schaut vordergründig auf das Wohl seiner Angestellten und gibt dem Chef auch schonmal gehörig Contra, wenn es sein muss. Er wirkte tiefenentspannt, humorvoll und ich hätte gerne noch sehr viel mehr über sein Privatleben erfahren, das zwar immer wieder mal kurz angeschnitten wurde, aber ansonsten eher nebensächlich bleibt. Vielleicht hätte ich dazu aber auch einfach bloß mit dem vorhergehenden Buch beginnen sollen. Über seine Kollegin Eva konnte man sich da schon eher ein umfassendes Bild machen und ich fand ihre Art und Weise der Ermittlung ziemlich kreativ und ideenreich. Anders wäre dieser außergewöhnliche Fall wohl auch nie gelöst worden.

Am Anfang des Romans war ich teilweise sehr erschrocken, da es damit begann, dass eine junge Frau brutal entführt wurde und ich zweifelte wirklich daran, ob dieses Buch so das Richtige für mich sein sollte. Danach geriet diese Entführung jedoch erst mal in den Hintergrund und wurde eher nebensächlich. Dennoch spielte das Ganze eine entscheidende Rolle bei der Einbruchserie und man fragte sich immer wieder, wie all diese Dinge zusammenhängen, warum diese Frau entführt wurde und was der Täter damit bezweckte.

Aufgrund der Entführung und der nachfolgenden Zeit mit dem Entführer nimmt dieser Roman ziemlich schnell Fahrt auf. Mir ging dieses grausame Schicksal sehr nahe und ich konnte auch nur schwer nachvollziehen, wie sich die Persönlichkeit der Frau nach und nach veränderte. Beinahe banal wirkten die Einbrüche dagegen, bei denen die Polizei schließlich die Ermittlungsarbeit aufnahm und es dauerte lange, bis die Ermittler schließlich wieder auf die Entführung zurückkamen, was mich teilweise wirklich nervös machte.

Ich brauchte zwischen den Kapiteln immer wieder kleinere Lesepausen, da mich diese Entführung viel zu sehr beschäftigte. Ich versuchte mich in die Frau hineinzuversetzen, aber die nach und nach entstehende Abhängigkeit zum Entführer machte mir sehr zu schaffen. Zumal er stellenweise unberechenbar und launisch erschien, im nächsten Moment wiederum beinahe zuvorkommend.

Die Art und Weise, wie der Kommissar und sein Team all die Fälle schließlich lösten fand ich wirklich genial. Zusammen ergänzten sie sich trotz der vielen Meinungsverschiedenheiten im Team perfekt und bewiesen allesamt eine gute Menschenkenntnis und viel Gespür.

Mein Fazit:

Ein spannender Krimi mit ungewöhnlichen Charakteren, Schauplätzen, die beeindrucken und dem gewissen Etwas. Ich bin begeistert und freue mich auf ein Wiedersehen mit diesen Ermittlern.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

bodensee, komödie, krimi, regionalkrim, mord

Seeblick kostet extra

Christiane Kördel
Flexibler Einband: 332 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 29.06.2017
ISBN 9783744840286
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ines Fox versteht die Welt nicht mehr. Der mutmaßliche Mörder ihres Mitarbeiters wird nach den Gerichtsverhandlungen freigesprochen und auf freien Fuß gesetzt. Wenig später wird der leitende Kripobeamte tot aufgefunden und für Ines steht der Verantwortliche für diese Tat sofort fest. Gemeinsam mit ihrem Partner Dr. Frieder und Kriminaloberkommissar Arthur von Leisfall will sie Roger Merian endlich ein für alle Mal hinter Gitter bringen, doch dieser ist untergetaucht und macht ihr erneut das Leben schwer. Als sich auch noch ihr Exfreund in die Ermittlungen einschaltet ist das Chaos perfekt, denn ihre Gefühlswelt gerät mächtig ins Schwanken.

Obwohl mich der erste Band dieser Reihe damals doch sehr zwiegespalten zurückließ, war ich unheimlich gespannt, wie es mit den Hauptcharakteren weitergehen würde und wie sich die Beziehung zwischen Ines Fox und dem Gerichtsmediziner Dr. Frieder entwickeln würde. "Seeblick kostet extra" knüpft direkt an den ersten Band an und in der Zwischenzeit sind nur wenige Monate vergangen. Man wird quasi direkt mit der Nase wieder reingeschubst in die Handlung, ganz so als hätte man zwischenzeitlich gar kein anderes Buch in der Hand gehabt.

Ines und Dr. Frieder sind mittlerweile in einer festen Beziehung, doch während Ines ihren Lebensmittelpunkt eindeutig in Konstanz sieht, steht Dr. Frieders Umzug nach Freiburg kurz bevor. Als nun auch noch Roger Merian erneut ihre Bodyguards auf sie ansetzt und es schafft ganz Konstanz gegen sie aufzubringen, weiß sie nicht mehr, wie sie sich entscheiden soll. Soll sie mit nach Freiburg gehen oder stattdessen Roger Merian aufspüren um ihn endlich hinter Gitter zu bringen? Sie entscheidet sich für Letzteres und übernimmt gemeinsam mit ihren Verbündeten die Ermittlungen.

Da die Geschichte direkt auf den ersten Band aufbaut, war ich innerhalb weniger Seiten wieder mittendrin im Geschehen und hatte auch sofort wieder ein klares Bild der Hauptcharaktere vor Augen. Ich denke allerdings, ohne diese Vorkenntnisse wäre es wahnsinnig schwer geworden, die Protagonisten auseinanderzuhalten und die Handlung zu verstehen. Viele der Geschehnisse werden zwar kurz angeschnitten, aber zum besseren Verständnis ist es einfach vorteilhafter, die verschiedenen Personen bereits zu kennen.

Der Roman ist interessant sowie spannend zu lesen, allerdings ist es kein Buch, das man mal eben zügig nebenher liest. Ich hatte das Gefühl, dass die Seitenanzahl wesentlich höher ist als angegeben, da ich verhältnismäßig langsam vorwärts kam. Hatte ich beim ersten Band noch so meine Probleme mit den Echtzeitträumen, so empfand ich diese hier viel weniger störend und gut platziert. Dieses Mal wurde der Kriminalfall wirklich durch Spürsinn und Neugierde gelöst, statt durch die Träume, was mir wesentlich besser gefiel. Zusätzliche Spannung erhält der Roman durch das eingebaute Liebes-Wirrwar und zugleich fragt man sich natürlich ständig, wie es weitergeht mit Ines und dem smarten Dr. Frieder.

Mein Fazit:

Ein humorvoller Krimi, den ich gerne gelesen habe, und der mich aufgrund der vielfältigen Themen, der Art der Auflösung sowie dem schönen Handlungsort Konstanz mehrere Tage gut beschäftigt hat. Die Mischung aus Krimi, Humor sowie Zwischenmenschlichem war perfekt und anders als beim ersten Band, waren die übersinnlichen Fähigkeiten der Hauptprotaginistin diesmal an der Lösung des Falls kaum beteiligt.

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

krimi, paris, aux champs-élysées, paris-krimi, mara ferr

Aux Champs-Élysées

Mara Ferr
Buch: 224 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 01.08.2013
ISBN 9783954511396
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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349 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 121 Rezensionen

cornwall, familie, eve chase, england, liebe

Black Rabbit Hall

Eve Chase , Carolin Müller
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 29.02.2016
ISBN 9783764505608
Genre: Romane

Rezension:

"Nichts verändert sich groß. Die Zeit ist wie Sirup. Ein Familienscherz besagt, dass eine Black-Rabbit-Stunde doppelt so lange dauert wie eine in London, aber man nur ein Viertel der Dinge erledigt bekommt." (Zitat S. 31)

Ich habe mich unheimlich schwer getan mit dieser Geschichte und wollte sie ursprünglich in einer Leserunde lesen, aber das Lesetempo der Anderen konnte ich irgendwann nicht mehr mithalten, sodass ich das Buch erst mal zuklappte und für lange Zeit zur Seite legte. Vielleicht lag es an den vielen verschiedenen Charakteren gleich zu Beginn oder aber auch an den verschiedenen Zeitebenen, bei denen mir einfach ein Zusammenhang nicht ersichtlich war, aber ich kam überhaupt nicht rein in die Geschichte.

Während meines Urlaubs habe ich dann einen weiteren Versuch unternommen weiterzulesen, und habe das Buch schließlich mit mehreren kurzen Lesepausen beendet. Nach der Hälfte etwa, konnte ich dann den Zusammenhang zwischen Lorna und der Familie vage erahnen und wollte dann natürlich auch die ganze Geschichte erfahren. Die alte mürrische Dame des Hauses faszinierte mich irgendwie, und als sie schließlich begann ein wenig mehr über das Anwesen zu erzählen, wusste ich nicht so recht, ob ich sie bemitleiden oder verfluchen sollte, denn Lorna begann gleichzeitig eigene Erkundigungen anzustellen und erfuhr so auch mehr über die Familie, die einst ihre Ferien auf dem Anwesen verbrachte.

Neben Lorna und der alten Dame beinhaltet das Buch zahlreiche weitere Charaktere, mit denen ich mich leider so gar nicht anfreunden konnte. Die Kinder wirkten allesamt schrecklich verstört und taten mir leid, der Vater war ständig auf Reisen und auch die Beziehung zwischen Lorna und ihrem Verlobten fand ich merkwürdig. Auf mich wirkten die Familienverhältnisse zu kühl, zu reserviert und es fehlte einfach ein bisschen das Warmherzige. Kurzum das, was mich persönlich bei solchen Büchern am meisten begeistern kann.

Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und als leichte Sommerlektüre ist diese Geschichte wohl eher nicht geeignet. Ich mochte zwar die Beschreibungen des alten Hauses und der Umgebung, aber stellenweise war mir das dann auch wieder zu langatmig und die Perspektiv- und Zeitwechsel fand ich bei diesem Roman eher störend als hilfreich. So richtig fesseln konnte mich eher die Teile mit Amber und diese mochte ich dann auch wesentlich lieber.

Mein Fazit:

Mich konnte dieses Buch leider nicht ganz überzeugen. Ein teilweise emotionales Buch, welches mir aber oftmals etwas zu überspitzt und trostlos war. Alles in allem aber ein ganz netter Roman, bei dem jedoch die ganz großen Gefühle ausblieben. Kann man lesen, muss man aber nicht.

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(295)

561 Bibliotheken, 30 Leser, 2 Gruppen, 126 Rezensionen

neapel, freundschaft, italien, bildung, armut

Meine geniale Freundin

Elena Ferrante , Karin Krieger
Fester Einband: 422 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 29.08.2016
ISBN 9783518425534
Genre: Romane

Rezension:

Lange habe ich mit mir gehadert, ob ich dieses Buch tatsächlich lesen sollte, da es von der Presse so hoch gelobt wurde, dass ich die Sorge hatte, mit zu viel Erwartungen an diese Geschichte heranzugehen, oder ob ich es besser einfach lasse, da die Kritiken viel zu sehr nach Literatur für Hochbegabte klangen. Letztenendes lief mir dieses Buch jedoch so oft über den Weg, dass ich es irgendwann gar nicht mehr ignorieren konnte und nachdem ich die ersten Kapitel bei einem geliehenen Buch gelesen hatte, kaufte ich es mir dann doch noch selber, da dieser Roman mich schlichtweg faszinierte. Die Idee eine Frauenfreundschaft über einen so langen Zeitraum zu begleiten und gleichzeitig zu erfahren, wie es den verschiedenen Nebencharakteren über die Jahre erging fand ich toll.

Die beiden Freundinnen könnten unterschiedlicher nicht sein und man fühlt sich durch die großartigen Beschreibungen des Handlungsortes sowie der zahlreichen Protagonisten sofort ins Italien der fünfziger Jahre versetzt. Ich fand es schön zu lesen, wie sich diese Freundschaft über die Jahre entwickelte, Krisen sowie Streiteren überstand, und wie sich die beiden Mädchen doch immer aufeinander verlassen konnten. Nach und nach ließ sich auch erkennen, wie unterschiedlich der Lebensweg wohl ablaufen würde und wie schwierig es für Mädchen damals war, ihrer Berufung zu folgen oder die vorgegebenen Pfade zu verlassen.

Elena Ferrante erzählt diese Geschichte auf sehr ruhige, unspektakuläre Weise, sodass ich mich stellenweise wirklich fragte, was denn nun so besonders an diesem Buch sein soll. Dann wiederum genügte schon eine klitzekleine Veränderung im Leben der klugen Mädchen oder in deren Familien, um meine Meinung wieder komplett über den Haufen zu schmeißen. Ich konnte mir dieses einfache Viertel, in dem sich so ziemlich alles abspielte, prima bildlich vorstellen und erwischte mich öfter beim Gedanken, dass dieses Buch als Verfilmung sicherlich noch viel mehr Anhänger finden würde.


Zugegeben, ab und an hätte ich es am liebsten zugeklappt und ganz weit weg gelegt, weil ich das Gefühl hatte, dass ich das Ende wohl nicht erreichen würde, aber dazu hatte ich es dann doch schon zu weit gelesen, und da das Buch mehr oder weniger mit dem Ende, beziehungsweise mit dem Verschwinden von Lila, begann, wollte ich natürlich auch erfahren, was passiert war.


Zum Ende hin hat mich das Ferrante-Fieber dann doch noch erwischt, und ich glaube auch, dass die Folgebände einfacher zu lesen sein werden, da man die einzelnen Rollen nun bereits besser kennt und wahrscheinlich auch noch sehr viel Entscheidendes im Leben der beiden Frauen passieren wird.

Mein Fazit:

Ein faszinierendes Buch, das authentisch und ehrlich das Leben einer wundervollen Frauenfreundschaft erzählt, aber auch das Schicksal mehrerer italienischer Familien seit den fünfziger Jahren. Ich denke, Italienliebhaber und Fans von Familiengeschichten werden an dieser Reihe auf jeden Fall viel Gefallen finden und sollten unbedingt mal selber reinlesen!

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

humor, krimi, gerichtsmediziner, bodensee, seeblick kostet extra

Seeblick kostet extra

Christiane Kördel
E-Buch Text: 301 Seiten
Erschienen bei Independently Published, 24.06.2017
ISBN B0721TLNFB
Genre: Humor

Rezension:

Ines Fox versteht die Welt nicht mehr. Der mutmaßliche Mörder ihres Mitarbeiters wird nach den Gerichtsverhandlungen freigesprochen und auf freien Fuß gesetzt. Wenig später wird der leitende Kripobeamte tot aufgefunden und für Ines steht der Verantwortliche für diese Tat sofort fest. Gemeinsam mit ihrem Partner Dr. Frieder und Kriminaloberkommissar Arthur von Leisfall will sie Roger Merian endlich ein für alle Mal hinter Gitter bringen, doch dieser ist untergetaucht und macht ihr erneut das Leben schwer. Als sich auch noch ihr Exfreund in die Ermittlungen einschaltet ist das Chaos perfekt, denn ihre Gefühlswelt gerät mächtig ins Schwanken.

Obwohl mich der erste Band dieser Reihe damals doch sehr zwiegespalten zurückließ, war ich unheimlich gespannt, wie es mit den Hauptcharakteren weitergehen würde und wie sich die Beziehung zwischen Ines Fox und dem Gerichtsmediziner Dr. Frieder entwickeln würde. "Seeblick kostet extra" knüpft direkt an den ersten Band an und in der Zwischenzeit sind nur wenige Monate vergangen. Man wird quasi direkt mit der Nase wieder reingeschubst in die Handlung, ganz so als hätte man zwischenzeitlich gar kein anderes Buch in der Hand gehabt.

Ines und Dr. Frieder sind mittlerweile in einer festen Beziehung, doch während Ines ihren Lebensmittelpunkt eindeutig in Konstanz sieht, steht Dr. Frieders Umzug nach Freiburg kurz bevor. Als nun auch noch Roger Merian erneut ihre Bodyguards auf sie ansetzt und es schafft ganz Konstanz gegen sie aufzubringen, weiß sie nicht mehr, wie sie sich entscheiden soll. Soll sie mit nach Freiburg gehen oder stattdessen Roger Merian aufspüren um ihn endlich hinter Gitter zu bringen? Sie entscheidet sich für Letzteres und übernimmt gemeinsam mit ihren Verbündeten die Ermittlungen.

Da die Geschichte direkt auf den ersten Band aufbaut, war ich innerhalb weniger Seiten wieder mittendrin im Geschehen und hatte auch sofort wieder ein klares Bild der Hauptcharaktere vor Augen. Ich denke allerdings, ohne diese Vorkenntnisse wäre es wahnsinnig schwer geworden, die Protagonisten auseinanderzuhalten und die Handlung zu verstehen. Viele der Geschehnisse werden zwar kurz angeschnitten, aber zum besseren Verständnis ist es einfach vorteilhafter, die verschiedenen Personen bereits zu kennen.

Der Roman ist interessant sowie spannend zu lesen, allerdings ist es kein Buch, das man mal eben zügig nebenher liest. Ich hatte das Gefühl, dass die Seitenanzahl wesentlich höher ist als angegeben, da ich verhältnismäßig langsam vorwärts kam. Hatte ich beim ersten Band noch so meine Probleme mit den Echtzeitträumen, so empfand ich diese hier viel weniger störend und gut platziert. Dieses Mal wurde der Kriminalfall wirklich durch Spürsinn und Neugierde gelöst, statt durch die Träume, was mir wesentlich besser gefiel. Zusätzliche Spannung erhält der Roman durch das eingebaute Liebes-Wirrwar und zugleich fragt man sich natürlich ständig, wie es weitergeht mit Ines und dem smarten Dr. Frieder.

Mein Fazit:

Ein humorvoller Krimi, den ich gerne gelesen habe, und der mich aufgrund der vielfältigen Themen, der Art der Auflösung sowie dem schönen Handlungsort Konstanz mehrere Tage gut beschäftigt hat. Die Mischung aus Krimi, Humor sowie Zwischenmenschlichem war perfekt und anders als beim ersten Band, waren die übersinnlichen Fähigkeiten der Hauptprotaginistin diesmal an der Lösung des Falls kaum beteiligt.

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74 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

liebe, sommer, kalifornien, katie jay adams, roman

Ein Sommer fürs Leben

Katie Jay Adams
E-Buch Text
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 24.07.2017
ISBN B0747Z238J
Genre: Liebesromane

Rezension:

Emily Carsen kehrt zurück in ihre Heimatstadt, denn es ist ihre einzige Chance auf einen Neuanfang. Völlig enttäuscht über ihre gescheiterte Ehe, steht sie mittellos vor einem riesigen Scherbenhaufen und benötigt dringendst einen Job. Durch ein von ihrem Vater vermitteltes Vorstellungsgespräch erhält sie ein verlockendes Angebot, bei dem sie eine geheime Rezeptur herausfinden soll und am Ende die Möglichkeit hat, ihren Traumjob zu erhalten. Da Emily dringend Geld braucht stimmt sie zu, ahnt jedoch nicht, dass sie von nun an öfters mit dem attraktiven Chris MacGowan zu tun haben wird, als ihr lieb ist.


Nachdem mich die Autorin bereits letztes Jahr mit "Sommer ins Glück" absolut überzeugte, wollte ich diese Geschichte unbedingt lesen und fieberte der Veröffentlichung entgegen. Ich erhoffte mir wieder einen fesselnden Liebesroman, bei dem man vollkommen abschalten kann, der einen fesselt und bei dem man dem Alltag einige Stunden entfliehen kann. Nun, genau dies ist Katie Jay Adams mit "Ein Sommer fürs Leben" erneut geglückt und am Ende klappte ich wieder meinen Reader mit einem leisen "Hach-Ja"-Seufzer zu, da es wieder viel zu schnell vorbei war.


Emily steht vor dem Nichts. Enttäuscht von ihrem Ehemann, kehrt sie zurück zu ihrem Vater und ihrer Schwester, die nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt. Ihre Kreditkarten wurden gesperrt und sie möchte auf keinen Fall ihrem Vater auf der Tasche liegen, da dieser genügend eigene Probleme hat. Am Anfang schüttelte ich über Emilys kopfloses Verhalten oftmals nur den Kopf, fand sie schrecklich nervös und konnte nicht so ganz einschätzen, was in ihrer Ehe zuvor schief lief beziehungsweise, warum sie diesen Mann denn damals überhaupt heiratete. Dies legte sich dann jedoch schnell, nachdem die Hintergründe Stück für Stück erwähnt wurden und auch Emilys Familienverhältnisse genauer erklärt wurden. Ihren Vater fand ich dabei absolut herrlich und von mir aus, hätte dieser in der Geschichte gerne noch viel öfter auftauchen können.


Chris ist für Emily kein Unbekannter, da er auch ihren Ehemann von frühester Kindheit an kennt und dieser ihm oftmals Unterschlupf gewährte, wenn seine Eltern sich stritten. Er schafft es immer wieder mit seiner selbstbewussten Art Emily zu verunsichern und dennoch versucht er mit allen Mitteln, sie auf Distanz zu halten. Auch er hat für sein junges Alter schon viel erlebt und wirkte auf mich herrlich geheimnisvoll, aber auch liebenswürdig und mit einem riesengroßen Herz ausgestattet.


Katie Jay Adams Schreibstil bereitete mir auch diesmal viel Freude, weil sie mich mit der nötigen Prise Humor oftmals herzhaft lachen ließ und auch die Charaktere schlichen sich von Seite zu Seite mehr in mein Herz. Durch die bildhaften Beschreibungen hatte ich sowohl von den Protagonisten als auch von den interessanten Handlungsorten ein klares Bild vor Augen und hätte gerne noch ein Weilchen länger dort verweilt. Wie die Geschichte endet, lässt sich bereits nach wenigen Seiten erahnen, dennoch gab es zwischendrin immer wieder Überraschungen, mit denen ich so dann doch nicht gerechnet hatte.


Mein Fazit:


Die perfekte Liebesgeschichte um dem Alltag zu entfliehen, sich wegzuträumen oder einfach gut unterhalten zu lassen. Die anfängliche Naivität des Hauptcharakters hat mir ein wenig Probleme bereitet, aber im Laufe der Handlung entwickelte sie sich dann weiter, sodass ich sie am Ende doch sehr mochte. Ich vergebe 4 von 5 Sternen und hoffe, dass die Autorin noch viele weitere herzerfrischende Romane geplant hat.

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

italien, liebe, lucy foley, schiff, rom

Das Versprechen eines Sommers

Lucy Foley , Christel Dormagen
Flexibler Einband: 435 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 13.06.2017
ISBN 9783458362784
Genre: Liebesromane

Rezension:

Als Hal und Stella sich das erste Mal begegnen, wissen sie nichts voneinander und lassen sich dennoch auf einen One-Night-Stand ein. Ein Jahr später begegnen sie sich zufällig wieder bei der Präsentation eines Filmes, der mit einer großen Werbekampagne beworben werden soll. Gemeinsam reisen sie an Bord eines Schiffs die ligurische Küste entlang und Hal ist enttäuscht, dass Stella ausgerechnet die Frau des amerikanischen Geschäftsmanns Frank Truss ist. In seiner Gegenwart wirkt sie völlig verändert. Gleichzeitig kämpfen alle an Bord gegen ihre Schatten der Vergangenheit an, die sie mehr und mehr einzuholen drohen.

Ich kann nicht so genau sagen, was ich mir von dieser Geschichte erwartet habe, aber mich sprach das Cover unheimlich an und ich fand es ziemlich passend zur Urlaubszeit und vermutete wohl auch eher eine leicht lesbare Liebesgeschichte, die in den Nachkriegsjahren handelt. Nun teilweise lag ich mit meiner Vermutung ganz richtig, aber leicht lesbar war dieses Buch definitiv nicht für mich. Ich brauchte lange, bis ich mich halbwegs reingefunden hatte und fand die langen Rückblenden zwischendurch eher deprimierend. Dennoch fand ich die vielen verschiedenen Charaktere an Bord dieses Schiffes unglaublich faszinierend, wollte mehr über sie erfahren und natürlich interessierte mich auch, wie es mit Hal und Stella weitergehen würde, was sie voreinander verschweigen und was sie so bedrückt.

Den Schreibstil fand ich gewöhnungsbedürftig, da die Sätze überwiegend kurz sowie direkt sind, aber auch die Dinge sofort auf den Punkt bringen. Gleichzeitig verpackt die Autorin all dies in sehr detailgetreue Bilder, sodass ich zwischen den einzelnen Kapiteln immer wieder Lesepausen brauchte, da mir besonders die beschriebene Vergangenheit der Charaktere sehr nahe ging. Allesamt haben sie Erschreckendes erlebt, das wie ein schwerer Schleier über diesem eher freudigen Anlass des Zusammentreffens liegt. Man kann die angespannte Stimmung beinahe greifen, und da ich einige Personen sofort sympathisch fand, war ich dann richtig schockiert, über das Erlebte.

Was mich dann doch etwas störte, waren Hals Träume oder Halluzinationen. Was auch immer dies zu bedeuten hatte, mir fehlte da am Ende eine nachvollziehbare Erklärung des Ganzen. Es begann damit, dass er ein altes Tagebuch erhielt, das wohl der Auslöser zum Dreh des Filmes war, aber dann schweifte er beim Lesen ab und sponn sich selber eine Geschichte zusammen ... Ich kann es nicht genau erklären, da ich damit auch eher wenig anfangen konnte. Es verwirrte mich immer wieder, da diese Träume wohl gewisse Parallelen zur richtigen Handlung aufwiesen, aber wie gesagt: Ich hätte darauf auch gut verzichten können.

Mein Fazit:

Ein sehr bewegendes Buch, das mich einerseits faszinierte, aber andererseits vielleicht einfach nicht zum richtigen Zeitpunkt von mir gelesen wurde. So sommerlich leicht das Cover auch wirkte, aber mir war die Handlung dann doch zu bedrückend, die Stimmung zu schwermütig. Da brachte auch das Dolce Vita drumherum nicht viel und durch die ständigen Sicht- sowie Zeitenwechsel, konnte mich die Geschichte leider auch erst zum Ende hin richtig fesseln.

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(7)

20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Der Duft von Apfelblüten

Susan Wiggs , Ivonne Senn
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.03.2014
ISBN 9783956490033
Genre: Liebesromane

Rezension:

Dass ich dieses Buch überhaupt gelesen haben, habe ich wohl eher einer glücklichen Fügung zu verdanken, als dass es ein Herzens-Buch gewesen wäre. Ich fand es zufällig in einem Wanderpaket und da mich ansonsten gar keins der anderen Bücher ansprach, ich jedoch aufgrund der hohen Versandkosten, wenigstens eins behalten wollte, griff ich schließlich zu "Der Duft von Apfelblüten" und fand den Klappentext recht interessant, sodass ich wenigstens mal reinlesen wollte.


Ich habe nicht nur "reingelesen", ich habe es verschlungen! Die Hauptprotagonistin Tess habe ich aufgrund ihrer herrlich chaotischen Art sofort ins Herz geschlossen und spätestens als der smarte Dominic Rossi seinen ersten Auftritt hinlegte, war es um mich geschehen. Die Beiden waren einfach ein wundervolles Paar und nach und nach fügten sich immer mehr Puzzle-Stückchen aus Tess' Familiengeschichte zusammen, und die Frage, wie Tess damit umgehen würde, wurde gleichzeitig immer drängender.


Dieses Buch ist nicht einfach nur eine simple Liebesgeschichte, sondern es ist soviel mehr, denn Tess arbeitet beruflich viel mit Antiquitäten und möchte zu jedem der alten Dinge, die persönliche Geschichte erfahren. Das führte schließlich dazu, dass ich mit dieser Geschichte auch viel über den Holocaust erfahren konnte, und wie beklemmend dies für einige Kinder gewesen sein musste. Klar, all dies war mir nicht unbekannt, aber man kann dieses Thema in Büchern gar nicht oft genug erwähnen, da es aus der Sicht einzelner Schicksale, immer noch mal ein ganz anderes Gefühl vermittelt.


Zwischen den einzelnen Kapiteln fanden sich viele vielversprechende Rezepte, von denen ich unbedingt einzelne ausprobieren möchte, und die dazu führten, dass ich mir beim Lesen die gemeinsamen Zusammentreffen der Familienmitglieder nur allzu gut vorstellen konnte. Dennoch beinhalteten die Gerichte wenige Zutaten und man bekam bereits beim Lesen der Zutaten riesigen Appetit.


Die Geschichte lässt sich zügig weglesen und ist spannend von der ersten Seite an. Zum Ende hin fand ich die Auflösung dann zwar etwas zu banal, aber an meiner Gesamteinschätzung zum Buch änderte dies nichts.


Mein Fazit:


"Der Duft von Apfelblüten" war mein persönliches Highlight dieses Sommers! Eine wundervolle, zu Herzen gehende Geschichte, über eine Familie, die so viele Hürden überwinden musste und eine junge Frau, die aufgrund ihrer eigenen Geschichte schließlich zu sich selbst fand.

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

jo berger, kick off, krimis, komödie, schwarzer humo

Kick Off: Fünf Ladies auf Abwegen

Jo Berger
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei MBS, 01.03.2017
ISBN 9789463429856
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zu Beginn des Buches war ich wirklich etwas verwirrt, da ich den typischen Ablauf eines Kriminalromans erwartet hatte und gleichzeitig die Handlung aus so vielen verschiedenen Sichten abwechselnd erzählt wurde, dass es mir schwer fiel in die Geschichte reinzukommen und ein Bild zu den Charakteren zu formen. Nach und nach wurde jedoch ersichtlich, wer die hauptsächlichen Protagonisten sind und nach der letzten Seite kann ich sagen, ich habe schon lange nicht mehr soviel gelacht bei der Lektüre eines Buches.

Da die fünf "Ladies" wirklich grundverschieden sind und jede von ihnen ihre Stärken und Schwächen aufweist, zudem einen großen Altersunterschied beherbergt, konnte ich mich nach den ersten schwierigen Kapiteln zwar gut in sie hineinversetzen und auch nachvollziehen, warum sie diesen verrückten Plan schmieden, aber einen richtigen Bezug konnte ich dennoch nicht herstellen und sie blieben mir etwas fremd. Die Handlung wird außerdem von einigen Nebencharakteren erzählt, was ich teilweise eher störend empfand. Es kam anfangs irgendwie kein richtiges Tempo rein, da ich durch die Sichtwechsel jedesmal wieder ausgebremst wurde beim Lesen.

Ich kannte bisher noch kein Buch von Jo Berger und war deshalb wirklich positiv überrascht über den erfrischenden sowie trockenen Humor dieser Geschichte. Der Schreibstil strotzt vor Sarkasmus und herrlich überzogenen Darstellungen, sodass ich mir das verfilmt richtig amüsant vorstelle. Immer wieder kommt es zu unvorhergesehenen zufälligen "Unfällen", die mich fast schon ein bisschen an die alten Pierre Richard Filme erinnerten.

Mein Fazit:

Nach anfänglichen Schwierigkeiten habe ich mich wunderbar unterhalten gefühlt. Lediglich die vielen wechselnden Sichtweisen störten meinen Lesefluss etwas, aber der humorvolle Schreibstil machte das alles wieder wett und am Ende war es wieder rund und ich zufrieden.

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60 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

amalfiküste, brighton, italien, heimweh, leichte unterhaltung

Das Glück schmeckt nach Zitroneneis

Abby Clements , Sabine Schilasky , Susanne Zeyse
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.04.2017
ISBN 9783956496783
Genre: Romane

Rezension:

Annas italienischer Ehemann sehnt sich mehr und mehr nach seiner Heimat und seiner dort lebenden Familie. Nach langem Überlegen und Planen, wagen sie den Schritt und finden in Sorrent eine geeignete Gelateria, die sie übernehmen können. Weit genug weg von Matteos Mutter, denn Anna möchte auf keinen Fall deren gut gemeinte Ratschläge ständig hören. Diese lässt es sich jedoch nicht nehmen, ihren Sohn sowie ihre geliebte Enkeltochter zu besuchen und bleibt direkt für mehrere Monate da, um die Gelateria mit zum Laufen zu bringen. Schließlich hat sie darin mehr als genug Erfahrung und ist im ganzen Land bekannt für ihre gute Eiscreme.

Da ich bereits vor einigen Jahren durch die Weihnachtsgeschichten auf die Autorin Abby Clements aufmerksam wurde, wollte ich unbedingt mehr von ihr lesen und entdeckte zufällig dieses Buch. Leider war mir jedoch nicht klar, dass es sich dabei um die Fortsetzung von "Viviens himmlisches Eiscafé" handelt und fand auch nirgends einen Hinweis diesbezüglich. Erst beim Lesen des Buches kam ich ins Grübeln und sah, dass der erste Band der Reihe bereits vor längerer Zeit veröffentlicht wurde. Allerdings kann man diese Geschichte auch sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen und lernt die englische Familie durch mehrere Rückblenden ebenfalls prima kennen.

Anna und Imogen haben das Eiscafé ihrer verstorbenen Großmutter übernommen. Imogen zieht es jedoch seit Langem in die Ferne, denn sie träumt von einer Karriere als Fotografin, sodass Anna gemeinsam mit ihrem italienischen Lebenspartner das Eiscafé alleine betreibt. Da Imogen in letzter Zeit wenig Aufträge bekam, verbringt sie viel Zeit mit ihrer Schwester und hilft gelegentlich im neu eröffneten Gästehaus der Familie aus. Ich fand die beiden Schwestern sehr sympathisch und obwohl sie sehr verschieden sind, sind sie immer füreinander da und helfen sich gegenseitig. Sowohl Anna als auch Imogen haben leichte Schwierigkeiten in ihren Partnerschaften, was immer wieder für Gesprächsstoff sorgt und dann ist da auch noch die verschlossene Frau, die im Gästehaus wohnt und dieses kaum verlässt.

Eigentlich hatte ich erwartet, dass dieses Buch hauptsächlich in Italien spielt, aber bis es soweit ist, dass die Handlung sich mehr und mehr dorthin verlagert, und auch Matteos Familie, die hauptsächlich aus der Mutter sowie der Schwester besteht, auf der Bildfläche erscheint, dauert es sehr lange und dementsprechend war ich anfangs wirklich etwas enttäuscht. Ich kam nur mühsam in die Geschichte rein und hatte gerade so gar keine Lust auf ein verregnetes Brighton, aber dennoch fand ich die Familie der Schwestern interessant und dann war ja da auch noch die langjährige Freundin der Großmutter sowie der merkwürdige Gast, die mit ihren Sorgen für zusätzliche Spannung sorgten.

Ich mag den Schreibstil von Abby Clements unwahrscheinlich gern, da er so bildhaft und flüssig ist. Außerdem weiß ich bei ihren Büchern schon, dass sie kitschfrei und frei von erotischen Szenen sind, was auch bei dieser Geschichte definitiv zutrifft. Auch wenn die Handlung anfangs etwas schleppend lesbar war, da ich die große Familie sowie die Nebencharaktere erst kennenlernen musste, so konnte mich diese in der zweiten Hälfte dann doch noch sehr fesseln und von da an flog ich auch durch die Seiten. Den ersten Band der Reihe möchte ich dennoch unbedingt noch lesen und ich könnte mir durchaus auch weitere Fortsetzungen vorstellen.

Mein Fazit:

Ein unterhaltsamer Roman, der mit sympathischen Charakteren und einer abwechslungsreichen Handlung am Ende doch noch bei mir punkten konnte. Man kann das Buch auch gut ohne Vorkenntnisse des ersten Bandes lesen, da die Geschichten in sich abgeschlossen sind und alle wichtigen Infos aufgeführt werden. Ich freue mich dennoch, dass ich den ersten Band noch vor mir habe und damit die Zeit bis zum nächsten Buch der Autorin überbrücken kann.

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33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

urlaub, italie, resc, reis, beziehungsprobleme

Urlaub für Profis

Maria Resco
Flexibler Einband: 294 Seiten
Erschienen bei Independently published, 30.04.2017
ISBN 9781520989976
Genre: Humor

Rezension:

Katrin und Paul möchten gemeinsam mit ihren Nachbarn Gaby und Hanfred sowie den gemeinsamen Freunden Heide und Siggi das gekaufte Landhaus am Gardasee auf Vordermann bringen. Dabei kommt es immer wieder zu Streitigkeiten zwischen den Frauen, da jede von ihnen andere Vorstellungen hat von der Einrichtung sowie von der Zimmeraufteilung, Gaby versucht mit aller Macht ihr Ostzimmer zu verteidigen, während Katrin und Paul Angst haben, dass ihnen die Kosten über den Kopf wachsen. Wie gut, dass Detektiv Hermann Müller inzwischen am Gardasee wohnt und mal wieder Katrins Hilfe gebrauchen kann. Wieder mal beginnt eine Zeit voller Streitigkeiten, Verwicklungen und Trubel. Dabei hatten die Hollmanns doch gehofft sich durch die Reise wieder näher zu kommen.

Als großer Fan dieser Reihe wollte ich nun endlich noch den dritten Band "Urlaub für Profis" lesen und wissen, was dieses Mal wieder alles schief läuft während des Urlaubs. Wie bereits im Vorgänger "Urlaub für Fortgeschrittene" geht die Reise erneut an den Gardasee und der Ärger beginnt bereits bei der Anreise, da Katrin bereits das allseits beliebte Ostzimmer bezogen und eingerichtet hat. Ihre Vorstellungen von der Renovierung sowie der Einrichtung sprengen den finanziellen Rahmen der Hollmanns, sodass Paul am liebsten sofort wieder abreisen würde. Doch Katrin möchte sich ihren Traum nicht so schnell madig machen lassen von Gaby und versucht durch ihren Freund Hermann zusätzlich Geld zu verdienen. Am Ende ist es jedoch Hermann der dringend Hilfe benötigt.

Anfangs dachte ich ja, die Handlung soll wieder ähnlich ablaufen wie bei der vorherigen Geschichte, da der Handlungsort sowie die Story nicht so viel anders waren, aber bereits nach den ersten Kapiteln wurde klar, dass diesmal Hermann eine große Rolle spielen wird. Ansonsten erwartet den Leser natürlich wieder das übliche Chaos, Streitigkeiten unter den Partnern sowie Nachbarn. Ich war nach wenigen Seiten direkt wieder mittendrin und konnte mich köstlich amüsieren über Gabys verrückte Ideen und die gegensätzlichen Vorstellungen der Hollmanns sowie der Schuberts.

Der Schreibstil ist gewohnt locker und humorvoll, sodass man beinahe durch die Seiten fliegt und wunderbar beim Lesen abschalten kann. Allerdings habe ich auch einen kleinen Kritikpunkt: Hermanns Verliebtheit. Mir war das stellenweise schlichtweg zu viel des Ganzen und ich dachte ständig, so verblendet kann man(n) doch gar nicht sein. Da die Streitigkeiten zwischen den Hausbesitzern jedoch erneut der Geschichte den besonderen Biss verliehen, störte mich dies nicht allzu sehr. Am Ende jedoch fand ich Hermann einfach nur noch anstrengend und nervig. Nichtsdestotrotz habe ich mich wieder wunderbar unterhalten gefühlt und würde auch weitere Bände sofort wieder lesen.

Mein Fazit:

Ich weiß nicht, ob dies nun der Abschluss der Reihe war oder ob es noch eine Steigerungsform der "Profis" geben wird, aber mich konnte Maria Resco auch mit dem dritten Band wieder überzeugen. Die Hollmanns & Die Schuberts schaffen es immer wieder mich zum Lachen zu bringen, zu begeistern und mich bestens zu unterhalten. Ich würde mich riesig über eine Fortsetzung des Ganzen freuen.

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485 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 109 Rezensionen

freundschaft, reise, england, geheimnis, liebe

Die Reise der Amy Snow

Tracy Rees , Elfriede Peschel
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 14.03.2016
ISBN 9783471351369
Genre: Historische Romane

Rezension:

Beim ersten Anblick des Covers sowie Lesen des Klappentextes stand für mich fest, dass ich diese Geschichte unbedingt lesen möchte. Dennoch dauerte es über ein Jahr, bis ich das Buch endlich in die Hand nahm, denn ich nahm an, dass das Lesen sehr zeitintensiv werden würde und dass die Seitenanzahl viel höher wäre. Da irrte ich jedoch gewaltig, da man geradezu durch die Seiten fliegt und letztenendes kann man diese 480 Seiten wahrhaftig innerhalb weniger Tage locker weglesen.

Amy Snow habe ich sofort ins Herz geschlossen und sie ist es auch, die diese Geschichte so spannend macht, denn man weiß weder etwas über ihre Herkunft, noch was ihr auf dieser Reise, welche ihre gute Freundin Aurelia iniziert hat, widerfahren wird. Nach Aurelias Tod wird sie regelrecht auf die Straße gesetzt, von deren Mutter, der sie stets ein Dorn im Auge war und die sie lediglich ihrer Tochter zuliebe jahrelang duldete. Als Aurelia erfuhr, dass sie bald sterben würde, begab sie sich auf eine lange Reise durch England und hinterließ Amy, die sie einst als Baby fand und umsorgte, ein Berg an Geheimnissen sowie wundervollen Erfahrungen sowie Erinnerungen. Da Amy nach dem Tod ihrer geliebten Freundin, die trotz der Standesunterschiede immer wie eine Schwester für sie war, gar nichts anderes übrigbleibt, als den Anweisungen in Aurelias Briefen zu folgen, erfährt sie Stück für Stück mehr über Aurelias Geheimnisse und lernt die Welt jenseits des düsteren Anwesens, auf dem sie aufwuchs, kennen.

"Mein Leben spielte sich immer in Hatville ab, ich habe es so gut wie nie verlassen. Und Aurelia hatte recht: Es war ein Gefängnis. Aber als solches verstand ich es nie, nicht solange auch sie darin war. Wir waren wie zwei Vögel, die einander in einem sehr edlen Käfig Gesellschaft leisteten." (Zitat S. 39)

Der Schreibstil gefiel mir außerordentlich gut, da ich aufgrund dessen, dass die Handlung mit dem Tod der besten Freundin begann und ich natürlich wissen wollte, was es mit diesem ersten Brief auf sich hat, sofort neugierig war, und anfangs waren da für mich soviele weitere Fragen über die Herkunft Amys sowie die gemeinsame Kindheit mit Aurelia, dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte. Gleichzeitig fand ich die ständigen Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart interessant, da ich dies sonst eher störend empfinde, hier jedoch sehr gelungen fand. Naja, und England in den Jahren 1831 bis 1848 war ohnehin eine bedeutungsvolle Zeit und so spielte während der Handlung auch der Autor Charles Dickens eine große Rolle.

Amys Reise besteht aus vielen verschiedenen Stationen, sodass sie am Ende ein ganzes Jahr unterwegs ist und auch viel über sich selber erfährt, sich Gedanken macht, wie es nach der Reise weitergehen soll, wunderbare Menschen kennenlernt, aber auch oftmals den Sinn der Briefe sowie die Freundschaft Aurelias, die scheinbar aus vielen Geheimnissen bestand, hinterfragt. So gab es auch für mich Phasen, die mir unglaublich gut gefielen, aber leider auch Stellen, an denen ich die Handlung eher zu langatmig empfand. Vorallem als plötzlich zwei Verehrer auf der Bildfläche erschienen, die doch sehr unterschiedlich waren, hätte man meiner Meinung nach das Ganze etwas abkürzen können. Ich fieberte da wirklich dem nächsten Brief Aurelias entgegen, damit Amy endlich ihre Reise fortsetzen konnte.

Mein Fazit:

Eine absolut lesenswerte und spannende Geschichte, die mich sofort fesseln konnte und voller Geheimnisse steckt, die gelüftet werden wollen. Die ideale Lektüre für Fans britischer Literatur oder solche, die es erst noch werden möchten. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

tegernsee, bayern, erbschaft, almhütte, unglück

Nur einen Sommer lang

Susanne Rößner
E-Buch Text: 304 Seiten
Erschienen bei Piper ebooks, 02.05.2016
ISBN 9783492973663
Genre: Sonstiges

Rezension:

Als Laura überraschend die Nachricht von der Erbschaft einer Alm erhält, versteht sie die Welt nicht mehr. Sie kannte weder die Vererberin noch versteht sie, warum ihre Großmutter sie jahrelang belogen hatte. Bevor sie jedoch eine Entscheidung über die Erbschaft treffen kann, soll sie für ein halbes Jahr in die oberbayerische Gemeinde Schliersee ziehen und sich ein Bild machen. Leichter gesagt wie getan, denn bereits kurz nach der Ankunft wird sie von den Einwohnern angefeindet und ausgerechnet der unfreundliche Nachbar, mit dem ihre Tante seit Jahrzehnten im Klinch liegt, rettet sie aus einer misslichen Lage.

Ich lese ja sehr gerne zwischendurch mal unterhaltsame Liebesrome, um abzuschalten vom stressigen Alltag, und so fiel mir dieses Buch irgendwie genau zur richtigen Zeit in die Hände. Bereits auf den ersten Seiten schaffte diese Geschichte es, mich mitzunehmen, naja und spätestens bei den wundervollen Beschreibungen der oberbayerischen Gegend fühlte ich mich zurückversetzt in meinen letzten Urlaub.

Laura lebt ursprünglich in Berlin und kann sich überhaupt nicht vorstellen, ein halbes Jahr ohne ihre Freunde in dieser ländlichen Umgebung zu leben. Allerdings ist genau dies Bedingung um die Erbschaft zu erhalten. Gleichzeitig möchte sie mehr erfahren über die ihr bis dato unbekannte Frau, die in ihrem Testament behauptete ihre Großmutter bestens zu kennen. Scheinbar hatte ihre kürzlich verstorbene Oma ihr jahrelang Lügenmärchen über ihr Leben aufgetischt. Laura ahnt jedoch überhaupt nicht, wo sie da hineingeraten ist, und findet sich schließlich in einem Nachbarschaftsstreit wieder, der ihr ein unbeschwertes Leben dort beinahe unmöglich macht.

Man könnte meinen, vieles ist bereits am Anfang sehr vorhersehbar und auch die Handlung erscheint stellenweise etwas sehr fragwürdig. Besonders was die Testamentsverkündung am Anfang anging, kamen mir da schon leichte Zweifel an der Glaubwürdigkeit, aber darüber kann man getrost hinwegsehen, denn die Geschichte an sich konnte mich allein durch die witzigen Dialoge, die detailgenauen Beschreibungen der Gegend rund um den Schliersee sowie die unternommenen Wanderungen komplett begeistern.

Leider schwächte die, meiner Meinung nach etwas zu schnell zustande gekommene, Liebesbeziehung die Spannung sowie das eigentlich besonders Humorvolle dieser Geschichte dann etwas ab, sodass auch mein Interesse etwas nachließ. Doch zum Ende hin schlug die Stimmung dann dermaßen um, dass man nochmal in einen rasanten Wechsel aus Hochs und Tiefs geriet, und dann am Ende (als eingefleischter Liebesromanleser) doch ein bisschen enttäuscht zurückgelassen wird.

Mein Fazit:

"Nur einen Sommer lang" war für mich ein leichter, humorvoller Liebesroman, den man prima zwischendrin lesen kann. Ein sommerlicher, aber auch interessanter, lustiger und liebevoller Roman, der mir schöne Lesestunden bereitete. Vielleicht hätte man die Beziehung der beiden Hauptcharaktere noch ein Stück weit hinauszögern können, dann wäre es zwischendrin etwas weniger seicht gewesen, aber dennoch fühlte ich mich gut unterhalten und vergebe 4 von 5 Sternen.

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1.063 Bibliotheken, 44 Leser, 1 Gruppe, 114 Rezensionen

stromausfall, thriller, europa, blackout, katastrophe

BLACKOUT - Morgen ist es zu spät

Marc Elsberg
Flexibler Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.06.2013
ISBN 9783442380299
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mich hat dieses Buch irgendwie eiskalt erwischt, da ich mich eigentlich schwer tue mit derartigen Wälzern und die Thematik an sich auch erstmal eher nach viel Technik sowie Wissen klang. Allerdings schaffte der Autor es bereits auf den ersten Seiten, mich durch den interessanten Hauptcharakter Piero, zu fesseln und da ich das Buch in einer Leserunde begonnen hatte, wollte ich die einzelnen Tage, in die die jeweiligen Kapitel eingeteilt sind, auch jeweils an einem Stück lesen.

Anfangs war mir das Ausmaß eines so flächendeckenden Stromausfalls in keinster Weise bewusst, da man denkt, früher ging es ja auch irgendwie ohne Strom. Hinzu kam, dass ich nebenher noch ein Buch las, das kurz nach neunzehnhundert handelte und in dem das elektrische Licht gerade erst seinen Weg in die Haushalte fand. Was jedoch plötzlich alles nicht mehr möglich ist, wenn sich das über Tage hinzieht, wurde mir erst nach und nach bewusst. Herrschte die ersten Tage noch viel Solidarität unter den Menschen, war sich später jeder selbst der Nächste und kämpfte ums Überleben.

Mit dem Thema Smart Meter oder auch intelligente Stromzähler hatte ich mich zufällig erst wenige Monate zuvor beschäftigt, nachdem mir unser Stromanbieter diese geradezu aufzudrängen versuchte. Nun ja, ich habe meine eigene Meinung dazu und verwehre mich trotz der angepriesenen Vorteile absolut dagegen. In "Blackout: Morgen ist es zu spät" sind nun genau diese der Ausgangspunkt eines flächendeckenden Stromausfalls in ganz Europa sowie später auch auf anderen Kontinenten.

Der Leser erfährt die Geschichte aus der Sicht vieler verschiedener Charaktere, die in verschiedenen Ländern beheimatet sind, jedoch später allesamt miteinander verflochten werden. Man konnte die Personen aufgrund der Beschreibungen auch relativ schnell auseinanderhalten und insbesondere Manzano war jemand, von dem man schnell ein Bild vor Augen hatte und dessen Schicksal mich dann auch am meisten interessierte. Die Spannung stieg von Kapitel zu Kapitel mehr, was wohl auch an einigen gut platzierten Cliffhangern lag und man möchte einfach erfahren, wer hinter diesem Anschlag steckt und wie es endet.

Mein Fazit:

Pflichtlektüre! Dieses Buch muss man einfach gelesen haben! Mich lässt die Geschichte auch Wochen später noch nicht los und ich sehe so Themen wie Bevorratung, Bargeld sowie digitale Technik inzwischen mit völlig anderen Augen als vor dem Lesen dieses Romans.

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

frankreich, restaurant, kochen, liebe, erbe

French Kiss: Liebe zum Nachtisch

Marie Keller
E-Buch Text
Erschienen bei null, 27.03.2017
ISBN B06XX4D39Z
Genre: Sonstiges

Rezension:

Sophie Weber wurde gerade erst von ihrem Freund verlassen, mit dem sie eigentlich gemeinsam eine Auszeit in Australien nehmen wollte. Da sie noch einige Wochen vom Job freigestellt ist, reist sie kurzerhand nach Courvelle, einem kleinen Ort in der Nähe von Paris, um das Haus ihrer verstorbenen Großmutter zu verkaufen. Gleichzeitig hofft sie, etwas mehr über die Oma, die sie aufgrund eines alten Streits mit der Mutter nie kennenlernen durfte, zu erfahren. Das Haus, welches auch ein kleines Restaurant beherbergt, ist jedoch in heruntergekommenen Zustand und benötigt dringend eine Sanierung, um einen zahlungswilligen Käufer zu finden. Der findet sich dann doch schneller als sie denkt, aber die Liebe schmeißt sämtliche Pläne über den Haufen.

Bei diesem Buch musste ich nicht lange überlegen ob ich es lesen mag oder nicht, denn mein Interesse war bereits aufgrund des zauberhaften Covers geweckt und durch den Titelnamen ahnte ich auch sofort, dass die Geschichte in Frankreich handelt. Für mich war dies Grund genug!

Über die Hauptprotagonistin Sophie, aus deren Sicht die Geschichte beschrieben wird, erfährt man bereits auf den ersten Seiten sehr viel, sodass ich von ihr auch schnell ein gutes Bild vor Augen hatte. Sie war nach der Trennung von ihrem Freund noch nicht lange wieder in Leipzig, als sie die Nachricht von der Erbschaft erreichte und auch der Liebeskummer ist längst nicht verflogen, doch bevor sie in einigen Monaten ihre Stelle als Lehrerin wieder antreten muss, möchte sie unbedingt noch sehen, wie ihre Großmutter lebte und mehr über sie erfahren. Doch am Ende findet sie neue Freunde, beginnt die Einwohner des Ortes ins Herz zu schließen, muss Kochen lernen und gerät immer wieder in Streit mit dem Nachbarn, der auf seine erste Auszeichnung als Sternekoch wartet.

Der Einstieg in die Handlung gelang mir recht schnell, da ich natürlich neugierig war, warum Sophie ihre Großmutter nie kennenlernen durfte und auch die Eltern nicht bereit waren, ihr mehr über sie zu erzählen. Den kleinen Ort Courvelle konnte ich mir aufgrund der bildhaften Beschreibungen sehr gut vorstellen und da die Autorin es schaffte, mich mit ihrem lockeren sowie humorvollen Schreibstil zu fesseln, flog ich geradezu durch die Seiten.

Die Hauptcharaktere sowie die Nebencharaktere wurden authentisch gezeichnet und vorallem Clothilde, mit ihrer herzlichen Art, sowie Henriette, die Sophie bei der Renovierung behilflich ist, fand ich einfach herrlich und richtig gut gelungen. Die drei Frauen gaben ein super Team ab und ich habe sie wirklich ins Herz geschlossen. Jean dagegen machte mich mit seiner selbstverliebten Art stellenweise richtig wütend und wie er Sophie einige Male behandelte fand ich unmöglich. Da hätte ich mir dann von Sophie etwas mehr Sturheit sowie Trotz gewünscht.

Man sollte diesen Roman wohl eher nicht im Rahmen einer Diät lesen, das kann ich aus eigener Erfahrung berichten, denn allein beim Gedanken an Sophies Aprikosen Dessert lief mir das Wasser im Mund zusammen und ich hatte den Geruch geradezu in der Nase. Schade, dass das Rezept nicht gleich mitgeliefert wurde, aber vielleicht finde ich ja ein ähnliches. Das Ende kam mir dann fast schon etwas zu plötzlich und von mir aus hätte die Geschichte durchaus noch einige Seiten mehr haben können, da ich mich wirklich wohl fühlte in diesem liebenswerten Örtchen, das Gefühl hatte, die Einwohner seit Jahren zu kennen und auch irgendwie noch ein paar Fragen hatte bezüglich des Streits zwischen der Großmutter und der Mutter, aber vielleicht gibt es ja irgendwann doch noch ein Wiedersehen mit den Charakteren. Ich würde mich jedenfalls freuen.

Mein Fazit:

Eine wundervolle Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe und die meine Sehnsucht nach Frankreich etwas stillen konnte. Die Handlung wird spritzig und frisch erzählt, die Charaktere sind allesamt interessant und ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Die ideale Lektüre für zwischendurch!

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44 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

gardasee, urlaub, italien, liebe, landhaus

Urlaub für Fortgeschrittene

Maria Resco
E-Buch Text: 263 Seiten
Erschienen bei Amazon Publishing, 20.09.2016
ISBN 9781503995635
Genre: Romane

Rezension:

Katrin soll für ihren alten Freund und Detektiv Hermann Müller an den Gardasee reisen und dem Italiener Roberto Morone schöne Augen machen. Nach anfänglichem Zögern nimmt sie das Jobangebot an, denn sie verspricht sich gleichzeitig einige erholsame Urlaubstage. Doch dann beschließt Ehemann Paul überraschend mitzukommen und hat nebenbei noch die Nachbarn Gaby und Hanfred im Gepäck sowie die Freunde Heide und Siggi.

Nach "Urlaub für Anfänger" ist dies nun das zweite humorvolle Buch, welches ich von Maria Resco gelesen habe. Dieses Mal nahm mich die Autorin mit auf eine Reise an den Gardasee, bei der so einiges ganz anders lief als ursprünglich geplant. Und wieder durfte ich dabei sein, wenn die Nachbarn Schubert und Hollmann, die Freunde Heide und Siggi sowie Detektiv Müller sich verstricken in eine urkomische Verwechslungs- und Lügengeschichte.

Obwohl die Geschichte von so vielen unterschiedlichen Charakteren erzählt wird, hatte ich keinerlei Schwierigkeiten reinzukommen und hatte auch sofort wieder ein klares Bild der Protagonisten vor Augen. Vielleicht lag das auch ein bisschen daran, dass die beiden Töchter der Schuberts dieses Mal komplett außen vor blieben. Dadurch dass alle Charaktere ihre Marotten sowie Eigenheiten weiter ausgebaut haben, konnte man sie auf Anhieb unterscheiden und wusste auch sofort, wer gemeint war.

Die Story kann aufgrund kurzer Rückblenden zwar für sich alleine gelesen werden, aber ich würde trotzdem dazu raten, mit dem 1. Band zu beginnen, da man einige Pointen so wesentlich besser versteht und auch die Feinheiten einiger Protagonisten besser kennenlernt. Für mich war das ein bisschen wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten, sodass ich das Buch innerhalb weniger Tage verschlungen hatte. Insbesondere über Gabys Irrglaube, was den Urlaubsort angeht, habe ich mich köstlich amüsiert und die ganze Handlung an sich wirkte auch etwas ausgereifter als noch beim Vorgänger.

Ich hatte aufgrund der gelungenen Beschreibungen des Gardasees und seiner Umgebung ein sehr klares Bild vor Augen und fand die urkomisch erzählten Missverständnisse herrlich erfrischend. Einmal angefangen fiel es mir auch schwer, das Buch zur Seite zu legen, sodass ich viel zu schnell ans Ende kam.

Mein Fazit:

Wer eine humorvolle, lockere Lektüre für zwischendurch sucht, bei der man wunderbar abschalten kann, ist mit dieser Geschichte gut beraten. Ich habe jedenfalls Tränen gelacht und nehme als nächstes direkt den dritten Band der Reihe zur Hand.

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

erster weltkrieg, nachkriegszeit, historischer roman, hunger, kriegstraumata

Heldenflucht

Jan Kilman
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.03.2017
ISBN 9783453438378
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Kriegsberichterstatterin Agnes Papen verbringt einige Wochen bei ihrem kranken Onkel in einem kleinen Eifeldorf. Die Region ist gezeichnet vom Krieg, Nahrungsmittel sind nur schwer zu bekommen und in der ansässigen Tuchfabrik wird jede anpackende Hand gebraucht. Die Einwohner sind dabei, als das elektrische Licht beginnt in den Häusern für Helligkeit zu sorgen, sorgen sich jedoch gleichzeitig vor dem nächsten Winter, da sämtliche Vorräte längst aufgebraucht sind. Als plötzlich ein stummer französischer Soldat im Dorf auftaucht, möchten die Einwohner ihn am liebsten so schnell wie möglich vertreiben, doch Agnes schafft es ihn gemeinsam mit dem Händler Lieberstock, dem Arzt Hermann Brosch sowie dem jungen Franz in Sicherheit zu bringen. Doch nachdem im Dorf immer mehr Gewalttaten passieren, steht für die Einwohner der Täter sofort fest.

Da ich seit Langem schon neugierig bin auf historische Krimis, wollte ich diesen Roman, welcher im Jahre 1918 handelt, unbedingt lesen und war auch bereits nach wenigen Seiten gefesselt. Dennoch dauerte es etwas, bis mich die Geschichte richtig packen konnte, da die vielen Perspektivwechsel anfangs eher störten und auch vom Aufbau her, war dieses Buch nicht vergleichbar mit typischen Krimis.

Erzählt wird die Handlung aus sehr vielen verschiedenen Sichten, sodass man die Einwohner zwar schnell kennenlernt, aber als Leser fand ich Agnes Papen schlichtweg am interessantesten, weshalb mich die anderen Charaktere zuerst mal kaum interessierten. Schnell wurde jedoch klar, dass auch diese eine wichtige Rolle einnehmen und je mehr man nach und nach über sie erfuhr, desto spannender wurde auch dieses Buch und desto mehr konnte man auch die bedrückende Stimmung der damaligen Zeit nachempfinden. Die abgedruckten Feldpostbriefe am Ende jeden Kapitels taten ihr Übriges dazu.

Den ruhigen sowie bildhaften Schreibstil fand ich sehr angenehm. Man konnte sich sowohl dieses kleine Dorf, als auch die beschriebenen Charaktere allesamt gut vorstellen und nachdem ich mich durch die ersten etwas zähen Kapitel erstmal durchgearbeitet hatte, begann mich die Story auch richtig zu packen. Dennoch würde ich das Buch nicht unbedingt als Kriminalroman einordnen, da es vordergründig um die verschiedenen Schicksale der Bewohner geht und erst zum Ende hin, nimmt die Geschichte eine überraschende Wendung ein, die mich erstmal sprachlos zurückließ. Ich hatte mit diesem Schluss so gar nicht gerechnet, fand ihn jedoch heftig und hätte mir auch in den vorherigen Kapiteln im Nachhinein etwas mehr Nervenkitzel in dieser Form gewünscht.

Mein Fazit:

Jan Kilmans "Heldenflucht" konnte mich begeistern und durch die vielen eingearbeiteten geschichtlichen Details absolut überzeugen. Trotzdem sollte man bei diesem Buch keinen klassischen Krimi erwarten, denn im Vordergrund stehen eher die Schwierigkeiten der Protagonisten in der damaligen Zeit sowie die Nachwirkungen eines schrecklichen Krieges.

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177 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

mars, mark watney, überleben, science fiction, nasa

Der Marsianer

Andy Weir ,
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.09.2015
ISBN 9783453316911
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Zu dieser Geschichte wurde wahrscheinlich bereits alles gesagt, was gesagt werden musste. Man muss sie einfach gelesen haben! Ich habe mich lange Zeit davor gescheut, da ich eigentlich überhaupt kein Fan dieses Genres bin und mich auch nie allzu sehr für Astronomie oder Raumfahrt interessierte. Dennoch konnte mich das Buch bereits auf den ersten Seiten begeistern, weil ich den trockenen Humor Watneys so herrlich fand, und er ist einfach ein wahnsinnig toller Kerl.

Mark Watney bleibt nach einem Unfall, bei dem die Crewmitglieder ihn für tot hielten, alleine auf dem Mars zurück. Eigentlich ein hoffnungsloses Unterfangen, doch er käme nie auf die Idee zu verzagen, beginnt sofort sämtliche Lösungsansätze abzuwägen und berechnet wie lange er mit den Nahrungs- sowie Wasservorräten durchhalten würde - Weiß er doch, dass die nächste Mission erst in einigen Jahren ansteht.

Am Anfang hatte ich einige Schwierigkeiten mit den vielen technischen Details und brauchte ein Weilchen, bis ich richtig reinkam. Es ist auch keine Geschichte, die man einfach mal so locker nebenher liest, da man sich schon wahnsinnig konzentrieren muss, um sich das halbwegs bildlich vorstellen zu können. Ursprünglich wollte ich das Buch in einer Leserunde lesen, sodass ich mich von einem Leseabschnitt zum nächsten hangelte, dabei mehrere Wochen brauchte und kaum hinterherkam, aber ich wollte natürlich unbedingt wissen, wie es Mark ergehen wird und ob seine Idee, Kartoffeln zu züchten, fruchtet. Hinzu kam dieser herrliche Sarkasmus, mit dem er seine eigene Situation immer wieder beschrieb, sodass ich nie auf die Idee gekommen wäre, das Buch abzubrechen. Stellenweise habe ich wirklich Tränen gelacht.

"Mein heutiger Tag begann mit einer Kartoffel, die ich mit etwas Marskaffee hinuntergespült habe. So nenne ich heißes Wasser mit einer aufgelösten Koffeinpille. Der echte Kaffee ist mir schon vor Monaten ausgegangen." (Zitat S. 366)

Ab und zu enthält das Buch schon sehr viele Details für Technikbegeisterte sowie Naturwisschenschafts-Freaks, aber auch Ahnungslose (wie ich) kommen bei diesem Buch voll auf ihre Kosten, denn ich habe stattdessen meinen Fokus mehr auf Mark gerichtet, fühlte mit super unterhalten durch seine Eintragungen ins Logbuch sowie die Unterhaltungen seiner Vorgesetzten.

Mein Fazit:

Ein wahnsinnig tolles Buch, das jeder selbst gelesen haben sollte. Auch die Nicht-Science-Fiction-Leser werden von dieser Geschichte begeistert sein und sollten auf jeden Fall mal rein lesen! Mark Watney wird sein Übriges tun, sodass ihr spätestens nach einigen Seiten beeindruckt sein werdet und das Buch nie wieder weglegen möchtet.

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liebe, das leben zwischen jetzt und hier, arzt, familie, mode

Das Leben zwischen Jetzt und Hier

Cara Mattea
Flexibler Einband: 404 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 20.04.2017
ISBN 9783743176027
Genre: Romane

Rezension:

Emilia musste für ihr Medizinstudium nach Berlin ziehen, fühlt sich jedoch bei ihrer Mitbewohnerin alles andere als willkommen. Es fällt ihr schwer Freunde zu finden und die Einsamkeit in der Großstadt macht ihr zu schaffen. Das ändert sich auf einen Schlag, als sie den Modedesign-Studenten Leo kennenlernt. Dieser betreibt mit seinen Freunden, zu denen auch Emilias Mitbewohnerin Ivana zählt, ein kleines Modelabel. Leo ist durch sein Studium, das Label sowie seinen Nebenjob in einem Café stark eingespannt, aber dennoch verbringt er viel Zeit mit Emilia und die Beiden fühlen sich zueinander hingezogen. Doch so schnell wie sich Emilia und Leo ineinander verlieben, so schnell droht aufgrund Leos schwieriger Vergangenheit sowie einem schweren Schicksalsschlag alles wieder zu zerbrechen.

"Ich schüttele mich leicht und würde am liebsten losheulen, während ich das Licht lösche und in den Flur trete. Will das alles nicht mehr und gestehe mir plötzlich ein, dass ich mich Hals über Kopf verknallt habe. In einen Kerl, der eine ganze Nummer zu groß für mich ist." (Zitat Pos. 1552)

Nachdem ich die letzten Monate kaum Zeit zum Lesen hatte oder mir schlichtweg die Lust fehlte, da ich ständig mit Müdigkeit kämpfte, griff ich schließlich zu diesem Debüt von Cara Mattea und vermutete eine locker leichte Liebesgeschichte. Bereits auf den ersten Seiten merkte ich dann jedoch schnell, dass dies ein Buch ist, welches mir emotional sehr nahe gehen würde.

Mila mochte ich mit ihrer zurückhaltenden Art sofort und ich konnte auch gut nachvollziehen, wie schwer es ihr fällt, sich einzuleben in dieser Metropole. Ihr Bruder arbeitet zwar als Arzt an der Berliner Charité, hat jedoch neben Beruf und Familie wenig freie Zeit. Ihre Mitbewohnerin Ivana macht Mila mit ihrer abweisenden Art das Einleben zusätzlich schwer, sodass sie sich größtenteils in ihrem kleinen WG-Zimmer einigelt oder sich auf ihr Studium konzentriert.

Leo erweist sich als Retter, denn er zeigt ihr die schönsten Ecken Berlins und spannt sie oftmals im Modelabel mit ein, sodass sie dort neue Freunde findet und beginnt sich wohl zu fühlen. Mit Leos Wahl des Studiums hatte ich stellenweise meine Probleme, da er so ganz anders erscheint als die Modedesigner, die man aus der Presse und dem Fernsehen kennt. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mich mit aktueller Mode oder den Laufstegen so gut wie gar nicht beschäftige. Die Autorin erklärt zwar vieles diesbezüglich, sodass es auch Laien nachvollziehen können, aber mir war das ab und zu dann doch etwas zu langatmig.

Da die Geschichte sowohl aus der Sicht von Emilia als auch aus der Sicht von Leo erzählt wird, fühlte ich mich den Protagonisten sehr nah und verstand sowohl Emilias Sorgen als auch Leos innere Konflikte gut. Cara Mattea erzählt all dies in bildhaftem Schreibstil, voller Emotionen und mit wundervollen Schauplätzen. Mich konnte die Handlung durch die vielfältigen Themen und die besonderen Charaktere sofort fesseln und ich fand es toll, die Zwei auf ihrem gemeinsamen Weg zu begleiten. Was mir auch unheimlich gefiel, waren die Beschreibungen der Berliner Charité, denn während ich dieses Buch las, lief im Fernsehen die Serie über die Anfänge der Charité, mit ihren herausragenden Persönlichkeiten, die heute noch vielen ein Begriff sind. Ich hatte einen tollen Vergleich zwischen damals und heute, sodass ich die Entwicklungen der Medizin wahnsinnig beeindruckend fand. Zudem bekommt man auch in etwa eine Ahnung davon, wie stressig der Krankenhaus-Alltag oftmals ist und was Ärzte sowie Pflegekräfte leisten müssen.

Mein Fazit:

Mit "Das Leben zwischen Jetzt und Hier" ist Cara Mattea eine tiefgründige Geschichte gelungen, die mir wirklich nahe ging und die mich noch lange Zeit beschäftigen wird. Einige Stellen hätte man vielleicht etwas weniger ausschweifend erzählen können, aber ansonsten fand ich die Handlung stimmig und besonders zum Ende hin absolut passend. Auf die geplante Fortsetzung freue ich mich jetzt schon!

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liebe, sommer, thrill, kolibriküsse, barbara schinko

Kolibriküsse

Barbara Schinko
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 04.08.2016
ISBN 9783646602456
Genre: Liebesromane

Rezension:

So sehr mir das Cover auch gefiel, die Geschichte an sich hat mich dann doch sehr zwiegespalten zurückgelassen. Dabei begann die Handlung so vielversprechend und locker, dass ich eine leicht lesbare Liebesgeschichte vermutete, aber besonders zum Ende hin wurde das Ganze immer schräger und die Charaktere begannen mich mehr und mehr zu nerven, sodass ich die Geschichte wahrscheinlich abgebrochen hätte, wenn sie einige Seiten länger gewesen wäre.

Kenzie ist eine taffe junge Frau, die eigentlich gar nicht so recht nachvollziehen kann, warum sie nun ausgerechnet zu ihrer Schwester ziehen soll, wo diese doch ohnehin zu wenig Platz und Zeit für sie hat. In ihrer neuen Schule fühlt sie sich anfangs völlig fehl am Platz, da ihre Kleidung nicht so recht passend erscheint, freundet sich jedoch schnell mit Sarah an, die ihr dann auch eine Einweisung gibt, was die verschiedenen Freundesgruppen der Schule betrifft.

Über Josh kann ich seltsamerweise wenig sagen, da er mir beinahe fremd blieb. Er macht sowohl um seine Vergangenheit als auch um seine Familie und sich selbst ein Riesen-Geheimnis und nur nach und nach kommen einige Dinge ans Licht, was ihn mir allerdings auch nicht unbedingt sympathischer machte.

Obwohl das Buch anfangs so vielversprechend begann, konnte es mich letztenendes leider bis zum Ende hin nicht packen, da das Ganze auch immer abstruser wurde. Es war nicht schwer, zu erahnen dass diese Geschichte zum Ende hin diese seltsame Wendung nehmen würde, da die Anzeichen schon sehr offensichtlich waren. Was mich jedoch wahnsinnig störte an der ganzen Handlung, war Kenzies Verhalten, da sie immer wieder im Haus von Josh und seinem Onkel rumschnüffelt, als sei es das Normalste der Welt, und auch so offensichtlich mit ihm flirtet, dass es beinahe schon peinlich ist. Von Josh kommt dagegen ziemlich wenig zurück, sodass ich oftmals dachte: Warum rückt sie ihm immer wieder so auf die Pelle, wenn er sie doch offensichtlich nur als Freundin sieht?

Der Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen, aber dadurch dass die Unterhaltungen der beiden Hauptcharaktere so schleppend verlaufen, kommt leider auch wenig Spannung auf. Interessanter fand ich dagegen die Erzählungen Kenzies, über die Zeit bevor sie zu ihrer Schwester zog. Ich wollte die Geschichte hauptsächlich nebenher lesen, aber oftmals hatte ich bereits nach wenigen Seiten genug und schloss das E-Book wieder.

Mein Fazit:

Vielleicht war ich einfach die falsche Zielgruppe für diese Geschichte, da mich weder die Charaktere noch die Handlung richtig begeistern konnten. Mir erschien das alles etwas zu fad und auch die merkwürdige Wendung zum Ende hin, wollte für mich nicht so richtig dazu passen. Ich habe lange überlegt, wieviele Sterne ich hierfür vergebe, da ich das erste Drittel richtig gut und vielversprechend fand, danach jedoch mehr und mehr genervt war von der Story. Allerdings würde ich sicherlich erneut zu einem Buch der Autorin greifen, sodass ich letztenendes eher zu drei statt zwei Sternen tendierte.

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liebe, schwangerschaft, geheimnisse, leukämie, selbstmord

Tage mit dir

Kate Dakota
E-Buch Text: 298 Seiten
Erschienen bei Forever, 12.08.2016
ISBN 9783958181328
Genre: Liebesromane

Rezension:

Falk, der dringend eine Auszeit benötigt, um ein schlimmes Erlebnis zu verarbeiten, trifft auf die schwangere Dänin Minje, die sich vor ihrer Familie versteckt. Er merkt schnell, dass sie in großen Schwierigkeiten steckt und möchte ihr helfen, doch Minje verrät ihm nichts über den Grund ihrer Flucht. Dabei trägt sie ein Geheimnis mit sich herum, dass ihrer beider Leben für immer verändern wird.

Als ich das Cover sowie den Klappentext dieser Geschichte das erste Mal sah, war ich eigentlich der Meinung, dass es sich um eine lockere Liebesgeschichte mit interessanten Protagonisten handelt, doch dieses Buch war soviel mehr, dass ich mir mit der Rezension einfach Zeit lassen musste. Ich musste das alles erst etwas sacken lassen, sodass dazwischen letztenendes viele Wochen lagen, aber selbst jetzt rückblickend merke ich nach wie vor, wie sehr mich das Gelesene immer noch beschäftigt. Die Geschichte beinhaltet viele Schicksalsschläge und dennoch, oder vielleicht auch gerade deswegen, versprüht sie jede Menge Optimismus, Lebensfreude und Hoffnung, sodass sie mich wahnsinnig berührt hat.

Falk musste mitansehen, wie ein Kollege sich das Leben nahm und sieht daraufhin keinen Sinn mehr darin, lediglich für den Beruf als Broker zu schuften. Er beschließt eine Auszeit zu nehmen und nur mit dem Nötigsten ausgestattet entlang der Mosel zu wandern.

Minje stammt aus einer wohlhabenden Rennfahrer-Familie, möchte jedoch keinesfalls von ihrer Familie gefunden werden. Da sie ihre Kreditkarte deshalb nicht benutzen darf, bittet sie Falk ihm etwas Geld zu leihen. Dieser möchte sie in ihrem Zustand jedoch nicht so einfach alleine ziehen lassen und besorgt ihr deshalb einen Schlafplatz. Minje beschließt Falk ein Stück seines Weges zu begleiten.

Die Geschichte wird sowohl aus der Sicht von Falk und Minje erzählt, als auch aus der Sicht von Minjes Familienangehörigen, die jeder für sich eigene Probleme zu bewältigen haben. Ich fand das alles zwar sehr spannend, aber stellenweise waren mir das doch schon etwas zu viele verschiedene Baustellen. Am Ende ergab das alles zwar durchaus Sinn, aber mich interessierte vordergründig wie es mit Falk und Minje weitergeht, sodass ich die Probleme ihres Vaters sowie ihres Bruders erstmal zweitrangig fand. Dennoch mochte ich die Charaktere allesamt und fand die Handlung insgesamt auch realistisch beschrieben.

Das Buch hat mich alles in allem doch sehr bewegt und berührt. Das Ende passte meiner Meinung nach zwar gut zur Story, wirkte mir dann allerdings zu konstruiert. Ich denke im wahren Leben hätte man da doch etwas anders entschieden oder die Charaktere wären anders damit umgegangen. Positiv erwähnen möchte ich noch die großartig beschriebenen Handlungsorte Koblenz, Stockholm sowie Monte Carlo, über die man in dieser Geschichte viele wissenswerte Dinge erfahren konnte.

Mein Fazit:

Ein sehr gelungenes Buch, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Ich möchte das Buch jedem ans Herz legen, der hochemotionale und romantische Liebesgeschichten mag und den Glauben an die wahre Liebe und das Schicksal noch nicht verloren hat. Obwohl die Geschichte durchaus stellenweise nachdenklich stimmt, ist der Roman überwiegend heiter und vor allem aufmunternd. Er ist ein Plädoyer dafür, jeden Tag zu genießen und seine Träume zu verwirklichen.

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