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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Blackstorm - Zeit der Erinnerung

Manuela Fritz
E-Buch Text: 405 Seiten
Erschienen bei neobooks, 15.07.2016
ISBN 9783738077834
Genre: Romane

Rezension:

"Blackstorm: Zeit der Erinnerung" ist der zweite Band der Blackstorm-Reihe und baut unmittelbar auf "Zeit der Veränderung" auf. Wenig Zeit ist seit der Enthüllung von Ryans Geheimnis vergangen und nachdem er Kira davon erzählte, wissen beide nicht so recht, wie sie mit der schwierigen Situation umgehen sollen. Während Ryan immer häufiger unter Albträumen leidet und sich durch schlafwandeln zunehmend in gefährliche Situationen bringt, versucht Kira mehr zu erfahren über das, was damals tatsächlich geschah.

Die Story an sich fand ich erneut super spannend und fesselnd, allerdings empfand ich Kiras Auftreten oftmals ein wenig unglaubwürdig. Mehrere Male wirkte sie sehr viel viel älter als sie tatsächlich war und schlichtweg zu perfekt. Mich nervte das teilweise richtig, wie sie scheinbar immer alles wusste und im Gegensatz zu allen anderen die optimalen Entscheidungen traf.

Sehr nahe gingen mir die Beschreibungen der Vergewaltigung beziehungsweise wie es überhaupt dazu kam. Ich weiß nicht, ob man solch schreckliche Geschehnisse wirklich in einem Jugendbuch so ausführlich beschreiben muss. Ebenso wie die häufig vorkommenden Erotik-Szenen. Mir wurde das schnell zuviel, sodass ich diese Stellen irgendwann nur noch überflog. Dennoch fand ich die spätere Entwicklung der Paarbeziehung zwischen Ryan und Kira unheimlich spannend zu lesen und möchte natürlich unbedingt wissen, wie diese Reihe weitergeht. Und auch die Nebenhandlung, welche sich vorwiegend um das Pferd Blackstorm drehte, gefiel mir sehr gut.

Mein Fazit:

Auch Band 2 der Blackstorm-Reihe konnte mich leider nicht so recht überzeugen und ließ mich eher zwiegespalten zurück. Da ich jedoch unbedingt wissen möchte, wie das Finale ablaufen wird und auch die Hoffnung noch nicht aufgegeben habe, dass die Charaktere sich im dritten Band weiterentwickeln werden, will ich selbstverständlich auch den Nachfolger noch lesen.

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262 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 72 Rezensionen

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Die Holunderschwestern

Teresa Simon
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2016
ISBN 9783453419230
Genre: Historische Romane

Rezension:

Auf diese Geschichte bin ich zufällig gestoßen, durch eine gemeinsame Leserunde bei Facebook. Dort wurde das Buch aus verschiedenen Vorschlägen ausgewählt, sodass ich mich entschied mitzulesen, da die Meinungen dazu ja doch recht positiv waren. Ansonsten hätte ich diesem Buch wahrscheinlich keine größere Beachtung geschenkt, da ich mich vom Cover überhaupt nicht angesprochen fühlte.

Das Buch handelt einerseits in der Gegenwart, wo wir Katharina kennenlernen, die gemeinsam mit ihrer Freundin alte Möbel restauriert und dabei zufällig auf ein Möbelstück stößt, das ihr durch ein Foto ihrer Urgroßmutter bekannt vorkommt, und andererseits handelt es in der Vergangenheit, wo wir mehr erfahren über die Urgroßmutter Fanny sowie deren Zwillingsschwester. Als Katharina schließlich von einem jungen Mann aufgesucht wird, der ihr die Tagebücher der Urgroßmutter bringt, beginnt sie diese zu lesen und endlich die Geheimnisse der Familiengeschichte aufzudecken.

Die stetig abwechselnden Zeitebenen machten mir anfangs sehr zu schaffen, da ich die Vergangenheit mit ihren Charakteren wesentlich interessanter fand und gleichzeitig fand ich auch Katharina eine Spur zu blass. Ich konnte nicht nachvollziehen, warum sie sich in den Überbringer der Tagebücher so schnell verliebte und fand das alles irgendwie unpassend, zumal sie ja kaum etwas über ihn wusste. Immer wieder fand ich anschließend einige Szenen merkwürdig und war dann auch dementsprechend froh, wenn es endlich wieder zurück zu Fanny sowie deren Schwester ging.

Die damalige Zeit, beginnend 1918 wurde durch die Autorin wirklich wunderbar bildhaft beschrieben, mit einigen bekannten Persönlichkeiten dieser Epoche und den politischen Konflikten, die nach und nach Auswirkungen auf das Leben aller hatte. Und auch die beschriebenen Handlungsorte in München faszinierten mich, da ich selber die Stadt zwar nur von der Durchreise kenne beziehungsweise aus dem Fernsehen, aber sie waren mir ein Begriff und so hatte ich sofort ein entsprechendes Bild vor Augen.

Der Schreibstil lässt sich schnell sowie flüssig lesen, und insbesondere die Szenen in der Gegenwart, hatte ich nach dem Lesen recht schnell wieder vergessen. Ganz anders hingegen bei den Erzählungen über Fanny, deren Schwester sowie ihre beste Freundin, welche aus einer jüdischen Familie stammt. Ich fand das unheimlich spannend zu lesen.

Mein Fazit:

Alles in allem ist "Die Holunderschwestern" eine interessante sowie lesenswerte Geschichte, die man super zwischendurch mal lesen kann. Mir erschienen jedoch die Szenen rund um Katharina stellenweise zu unglaubwürdig und beinahe so, als ob sie erst viel später auf die Schnelle ergänzt wurden. Dennoch möchte ich unbedingt weitere Bücher der Autorin lesen und war positiv überrascht über die eingebauten historischen Details.

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172 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

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Apfelkuchen am Meer

Anne Barns , Rainer Schöttle
Flexibler Einband: 356 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 08.05.2017
ISBN 9783956497100
Genre: Liebesromane

Rezension:

Als ich zu "Apfelkuchen am Meer" griff, erhoffte ich mir einen lockeren Sommerroman für zwischendurch, gepaart mit interessanten Landschaftsbeschreibungen über die Insel Juist. Diese beiden Punkte konnte die Autorin auch wunderbar umsetzen, allerdings war ich am Ende trotzallem etwas unzufrieden mit dem Verlauf der gesamten Story.

Merle fand ich sehr sympathisch, sie wirkte natürlich und verkörperte die aufgeschlossene, selbstbewusste junge Frau, die scheinbar auf Anhieb mit jedem klar kommt. Die Familie spielte von klein auf eine große Rolle für sie, und da ihre Großmutter ebenfalls auf Juist lebt, brauchte sie über das Angebot eines Ferienjobs gar nicht lange nachzudenken. Sie freundet sich in ihrem neuen Job schnell mit der Pächterin des Cafés an und erfährt Stück für Stück, durch das Leben auf der Insel, mehr über ihre Familiengeschichte.

Die Geschichte lässt sich leicht lesen und enthält eine angenehme Mischung aus Humor sowie Romantik. Eigentlich das perfekte Buch für den Urlaub oder zum Lesen nebenher, aber mir wurden die ständigen Beschreibungen des Arbeitsalltages in der Backstube schnell zuviel. Das hätte durchaus weniger ausführlich sein können, da es mir ehrlich gesagt relativ egal ist, in welcher Reihenfolge beziehungsweise wie die Kuchen und Torten täglich gebacken werden.

Erzählt wird die Handlung von der Hauptprotagonistin, sodass man sich prima in sie hineinversetzen kann und praktisch gut nachempfinden kann, wie sie schließlich hinter das Geheimnis des Familienrezeptes gelangt und dabei Stück für Stück auch viel über die gesamte Familiengeschichte erfährt. All dies fand ich unheimlich spannend zu lesen und hatte auch solch einen Verlauf nicht erwartet, dennoch störte mich während des Lesens irgendwie das schnelle Zustandekommen der Beziehung zu Jannes. Mir ging das etwas zu plötzlich, ich empfand es stellenweise alles zu harmonisch und einfach. Vielleicht war dies auch ein Grund dafür, dass mich die gesamte Handlung nicht so recht berühren konnte.

Mein Fazit:

Grundsätzlich ist "Apfelkuchen am Meer" ein locker leichter Roman mit angenehmen Charakteren. Allerdings war es für meinen Geschmack etwas zuviel Friede-Freude-Eierkuchen, auch wenn das Familiengeheimnis am Ende auch für mich bedrückend war. Ich hatte mir da schlichtweg einen aufregenderen Verlauf insgesamt gewünscht.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Stockwerk Liebe

Maria Resco
Flexibler Einband: 310 Seiten
Erschienen bei Schreiber, Eva, 01.12.2017
ISBN 9783000583834
Genre: Romane

Rezension:

Ich glaube, ich habe bisher von keinem Autor soviele Bücher innerhalb so kurzer Zeit gelesen, wie von Maria Resco. "Stockwerk Liebe" war bereits das vierte Buch, das ich von ihr lesen durfte und obwohl dieser Roman so völlig anders ist, als ihre "Urlaubs-Romane", konnte sie es auch diesmal wieder schaffen, mich absolut zu begeistern. 

Bis ich mit der Hauptprotagonistin Conny warm wurde, dauerte es etwas länger, da sie mir einfach so schrecklich organisiert vorkam, ihre Karriere so wahnsinnig wichtig nahm und auch, ihre Beweggründe für eine Beziehung, in der sie sich ganz offensichtlich eher eingeengt fühlte, erschloss sich mir nicht. Da war mir Joe, der ihre erste große Liebe war, schon wesentlich sympathischer, da ihm die Karriere nie wichtig war und er stattdessen seine Träume in die Tat umsetzte. Dennoch wuchs auch Conny mir mehr und mehr ans Herz, je mehr ich über sie erfuhr, über ihre Familie sowie das Traditionsunternehmen ihres Großvaters. 

Der Roman handelt immer wieder abwechselnd in der Gegenwart sowie der Vergangenheit, insbesondere Connys Vergangenheit, aus deren Sicht das Ganze auch erzählt wird. Ich fand gerade die Rückblenden wahnsinnig spannend zu lesen, da ich natürlich wissen wollte, ob Connys größter Wunsch denn zum Ende endlich in Erfüllung geht. Ob alles andere, was sie dafür hinten anstellte und auch ihre Jugendliebe dafür aufgab, ihre gefällten Entscheidungen rechtfertigte. Mich hat diese ganze Geschichte am Schluss doch sehr nachdenklich zurückgelassen, und auch wenn die Autorin gewohnt humorvoll vieles beschrieb, so schwang auch stets viel Ernsthaftigkeit darin mit.

Mein Fazit:

Ein unglaublich bewegender Roman, der gleichzeitig eine spannende Familiengeschichte sowie eine bezaubernde Liebesgeschichte beschreibt. Aufgrund der authentischen, sehr realistischen Charaktere  sowie der glaubhaft dargestellten Lebenswege, hat mich dieses Buch sehr nachdenklich zurückgelassen und dennoch vollends überzeugt.

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376 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 69 Rezensionen

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Die kleine Bäckerei am Strandweg

Jenny Colgan , Sonja Hagemann
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag Taschenbuch, 01.06.2016
ISBN 9783833310539
Genre: Liebesromane

Rezension:


Es ist schon eine Weile her, dass ich "Die kleine Bäckerei am Strandweg" von Jenny Colgan gelesen habe. Allerdings lässt mich diese Geschichte auch Wochen später nicht so recht los und ich frage mich natürlich ständig, wie es wohl weitergeht mit Pollys Bäckerei, den eigenwilligen Inselbewohnern und selbstverständlich auch der Imkerei. Obwohl mich der erste Band der Reihe so sehr begeisterte, fiel es mir wahnsinnig schwer, meine Leseeindrücke diesbezüglich in Worte zu fassen, sodass ich die Rezension erstmal aufschob und später dann schlichtweg nach den passenden Worten suchte.

Ich mochte Polly auf Anhieb, da sie mit ihrer schwierigen Situation herrlich sarkastisch und locker umging. Die Trennung von ihrem langjährigen Lebenspartner machte ihr zwar zu schaffen, aber ich hatte das Gefühl, dass ihre Schwermütigkeit sowie ihr Kummer mit dem Umzug nach Mount Polbearne, einer Gezeiteninsel, zusehends schwand und auf mich wirkte sie selbstbewusst sowie nach vorne blickend. Zugleich knüpfte sie so schnell neue Kontakte in dem kleinen Ort, dass man sich natürlich ständig fragte, warum sie trotzallem auf soviel Widerstand seitens einiger Bewohner stieß.

Die Handlung an sich ist schnell erklärt, denn es geht um Pollys Neuanfang auf dieser Insel, den sie praktisch mit dem wenigen Geld, das ihr verblieben ist, zu bestreiten versucht. Während die meisten Jugendlichen die Insel längst verlassen haben, da sie dort keine Perspektive sahen, beginnt sie mehr und mehr, sich mit den Einwohnern anzufreunden und sich heimisch zu fühlen. Jenny Colgan schaffte es, mich mitzunehmen nach Cornwell und all dies in so vielfältigen Eindrücken zu schildern, dass ich nach dem Lesen am liebsten direkt meine Koffer gepackt hätte. Gleichzeitig gefiel mir der trockene Humor sowie die Unbeschwertheit, die dieses Buch begleitete. Gerade in stressigen Zeiten sind solche Bücher wie Balsam für die Seele und ein gedanklicher Kurzurlaub.

Mein Fazit:

"Die kleine Bäckerei am Strandweg" war für mich ein echtes Wohlfühlbuch, das sich leicht lesen ließ und dennoch mit interessanten Charakteren sowie viel Humor aufwarten konnte. Mir hat es unwahrscheinlich gut getan und ich bin gespannt auf die weiteren Bände.

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158 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 77 Rezensionen

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Wie der Wind und das Meer

Lilli Beck
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.09.2017
ISBN 9783764505776
Genre: Romane

Rezension:

Von der Autorin Lilli Beck will ich schon seit ewigen Zeiten ein Buch lesen und habe auch beinahe alle ihre Romane im Bücherregal stehen, aber irgendwie sprachen mich die Cover der älteren Bücher irgendwann nicht mehr so an und für das letzte erschienene Buch fehlte bisher immer wieder die Zeit. "Wie der Wind und das Meer" erreichte mich schließlich als Rezensionsexemplar, da mich der Klappentext sofort neugierig machte.

Der elfjährige Paul überlebt als einziger seiner Familie einen Fliegerangriff und lernt wenig später Sarah kennen, die ebenfalls sämtliche Angehörige verloren hat. Paul schlägt ihr vor, dass sie sich erstmal als seine Schwester ausgeben kann, da sie ihr ohnehin ähnlich sieht, und verspricht ihr gleichzeitig, dass ihr dadurch nichts passieren kann, denn sie ist Jüdin. Zwei Kinder, die alles verloren haben und nicht mehr wissen, wem sie noch vertrauen können, aber Paul ist ein so herzensguter Junge, dass Sarah sich sofort gut aufgehoben fühlt in seiner Gegenwart, und man kann förmlich spüren, wie die schrecklichen Erlebnisse die Beiden zusammenschweißen. Mich hatte spätestens da, die Geschichte komplett gepackt, da ich natürlich wissen wollte, ob sie so einfach mit dieser Lüge würden leben können.

"Wie der Wind und das Meer" ist kein Buch, das man schnell mal nebenher mit wegliest, denn es handelt über so einen langen Zeitraum hinweg, dass ich persönlich immer wieder Lesepausen zwischendurch brauchte, um mit den Zeitsprüngen klarzukommen sowie den Charakteren, die sich im Laufe der Jahre natürlich auch stark veränderten. Das Schicksal der zwei Kinder beziehungsweise ihr weiterer Lebensweg berührte mich so sehr, und lässt mich auch Wochen später immer noch nicht so recht los, dass ich mich immer wieder frage, wie hätte eine akzeptable Lösung für sie ausgesehen.

Lilli Beck beschreibt all dies so wunderbar, dass ich sowohl die beiden Hauptcharaktere förmlich vor Augen hatte, als auch all die interessanten Nebencharaktere sowie die Schauplätze. Zugleich passiert natürlich im Laufe der Jahre soviel Politisches, Gesellschaftliches und Zeitgeschichtliches nebenher, dass es mir unheimlich Freude bereitete, die Protagonisten über einen so langen Zeitraum zu begleiten.

Mein Fazit:

Sehr emotional, bewegend und mitreißend. Mir wird diese Geschichte noch lange im Gedächtnis bleiben und wird mich im Nachhinein wohl auch noch öfter zum grübeln bringen. Unbedingt Lesen!

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83 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

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Hello Sunshine

Laura Dave , Ivana Marinovic
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.04.2018
ISBN 9783734103537
Genre: Romane

Rezension:

Sunshine Mackenzie steht nach einem Hacker-Angriff auf ihren Twitter-Account vor dem Nichts, denn plötzlich erfährt alle Welt, dass sie in Wahrheit gar nicht kochen kann. Ihre Kochshow wird nicht fortgesetzt, alle ihre Freunde wenden sich ab und ihr Ehemann hat die gemeinsame Wohnung bereits zum Verkauf freigegeben. Ihr bleibt lediglich ein Tag Zeit, um die Sachen zu packen und irgendwo unterzutauchen. Sunshine beschließt in ihre Heimat, die Hamptons, zurückzukehren und abzuwarten bis Gras über die Sache gewachsen ist, aber ihre Schwester ist alles andere als erfreut sie wiederzusehen und würde sie am liebsten sofort wieder loswerden.

Ich durfte "Hello Sunshine" aufgrund einer Bloggeraktion bereits vor dem Veröffentlichungstermin lesen und nehme dadurch automatisch an einem Gewinnspiel von Blanvalet teil. Meine Rezension ist aufgrunddessen zwar als Werbung gekennzeichnet, spiegelt aber dennoch meine ehrliche Meinung zu diesem Buch wieder.

Allein durch das zauberhafte Cover fühlte ich mich sofort angesprochen und wollte diese Geschichte unbedingt lesen. Naja, und irgendwie lese ich momentan auch unheimlich gerne Bücher über das Thema Neuanfänge, da es mich interessiert, wie die Charaktere damit umgehen und wie sie sich dadurch eventuell persönlich verändern.

Für Sunshine Mackenzie steht schnell fest, dass sie so wie bisher nicht weitermachen kann, da sie einerseits zahlreiche Follower verloren hat und andererseits macht ihr Manager ihr innerhalb weniger Minuten klar, dass niemand sie mehr sehen möchte. Die Sunshine Mackenzie, die die Zuschauer kannten und liebten, existierte nie und von all ihrem Ruhm sowie Reichtum ist ihr nichts geblieben.

Anfangs habe ich mich mit der Hauptprotagonistin, aus deren Sicht die Geschichte geschrieben ist, wahrhaft schwergetan. Mir erschien sie einfach zu uneinsichtig und ich tat mich schwer mit ihrer ständigen Lügerei. Allerdings nahm die Handlung wenig später dann doch noch eine überraschende Wendung und auch Sunshine begann endlich sich auf die wesentlichen sowie wichtigen Dinge im Leben zu konzentrieren. Als ihr endlich klar wurde, dass es wenig bringt sich ständig zu verstellen, fing auch ich an sie in mein Herz zu schließen.

Nach und nach wird klar, was sie für eine seltsame Kindheit im elterlichen Haus hatte und warum die Beziehung zu ihrer Schwester Rain so unveränderbar zerstört erscheint. Auch die Themen Internet, Selbstfindung, Vermarktung in Zeiten von Facebook & Twitter sowie Vertrauen werden immer wieder angeschnitten, sodass dieser Roman durchaus auch mit einer gewissen Tiefgründigkeit aufwarten kann. Gleichzeitig schaffen es jedoch die gut gezeichneten Nebencharaktere Sammy, Ethan und Chefkoch Z dem Ganzen die nötige Prise Humor zu verleihen, weshalb sich "Hello Sunshine" durchaus als lockere und wunderbar witzige Geschichte für zwischendurch eignet.

Ich muss gestehen: Ich, für meinen Teil, hätte mir ein völlig anderes Ende dieser Handlung gewünscht. Es passte zwar zu den typischen Liebesromanen mit Happy End, aber mir hätte es mehr gefallen, wenn die Protagonistin stattdessen einen anderen Weg gewählt hätte.

Mein Fazit:

Laura Dave ist es gelungen eine locker-leichte, humorvolle Lektüre mit gefühlvollen, tiefgründigen Elementen zu verknüpfen. Für mich die ideale Lektüre für zwischendurch oder für den nächsten Sommer-Urlaub!

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63 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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Das Leben ist kein Punschkonzert

Heike Wanner
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.10.2017
ISBN 9783548289687
Genre: Romane

Rezension:

Julchen war von jeher das Sorgenkind der Familie und so ist es auch wenig verwunderlich, dass ihre beiden Schwestern nach ihrem Unfall sofort alle Hebel in Bewegung setzen, um ihr mit dem Kartoffelpufferstand auf dem Weihnachtsmarkt zu helfen. Die kleine Schwester kann sich mit dem kleinen Imbisswagen, den sie einst von den Eltern übernahm, ohnehin keine großen Sprünge erlauben und durch die Gipshand würde ihre wichtigste Einnahmequelle wegfallen. Doch während die beruflich erfolgreiche Caro versucht mit einem völlig neuen Konzept, die Gewinne zu steigern, kommt es in Mellys Familie immer wieder zum Streit, da plötzlich alle mit anpacken müssen. Und dann schmeißt auch noch Julchens einzige Aushilfskraft das Handtuch...

Seit Wochen hatte ich bereits große Lust, ein weihnachtliches Buch zu lesen, denn diese kamen in den letzten Jahren immer viel zu kurz. Wenn überhaupt, schnappte ich mir während der Feiertage dann noch kurzerhand eins vom Bücherstapel, aber dabei blieb es dann leider immer. Dabei gibt es soviele großartige Weihnachtsbücher und "Das Leben ist kein Punschkonzert" ist definitiv eines davon.

Julchen wurde schon immer zu wenig zugetraut, denn erst kam sie zu früh auf die Welt, dann stotterte sie und so war es stets so, dass ihre beiden älteren Schwestern die Entscheidungen für sie trafen. Wenige Tage bevor der Wiesbadener Weihnachtsmarkt startet, rutscht sie im Schnee aus und bricht sich das Handgelenk. Caro und Melly sehen sich in der Pflicht auszuhelfen und versuchen sich zeitweise reinzuteilen.

Caro ist beruflich sehr erfolgreich, hat stets einen vollen Terminkalender, aber da sie ohnehin die nächsten Wochen Urlaub hat, erklärt sie sich bereit Julchen zu helfen. Sie hat ohnehin nichts anderes geplant und beneidet ihre Schwester Melly für deren harmonisches Familienleben, wo nie Langeweile aufkommt.

Ich hatte anfangs etwas Schwierigkeiten mit den verschiedenen Handlungssträngen, aber das legte sich sehr schnell, nachdem mehr über die drei Hauptcharaktere bekannt wurde. Die drei Schwestern könnten unterschiedlicher nicht sein, sind allesamt beruflich oder privat so eingespannt, dass sie sich üblicherweise lediglich einmal im Monat treffen. Nun müssen sie plötzlich auf dem Weihnachtsmarkt, auf engstem Raum, miteinander auskommen und sich zusammenraufen. Mir gefiel sehr, wie detailgetreu Heike Wanner die Schwestern beschrieben hat und ich konnte deren Handeln prima nachempfinden.

Die Beschreibungen des Wiesbadener Weihnachtsmarktes gaben der ganzen Geschichte eine tolle Kulisse und versetzten mich schnell in die dazugehörige Stimmung. Es gab immer wieder urkomische Szenen, insbesondere mit Frau Pfeiffer, deren herrlich trockene Art mir gefiel, aber auch traurige sowie melancholische Stellen, die irgendwie auch zur Weihnachtszeit dazugehören.

Mein Fazit:

Eine wunderbar warmherzige Geschichte, in der sich jeder ein Stück weit wiederfinden kann und die einen sofort in Weihnachtsstimmung versetzt. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Weil Liebe auch mal Pause macht

Nadine Bröcker
Flexibler Einband: 136 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 23.10.2017
ISBN 9783746011714
Genre: Romane

Rezension:

Isabell hat endgültig genug, denn sie hat ein Foto ihres Freundes entdeckt, auf dem er eine andere Frau küsst. Kurzerhand packt sie ihre Sachen und sucht Trost bei ihrer besten Freundin. Diese baut sie wieder auf und hilft ihr neu anzufangen, doch irgendwie geht alles schief und die Weihnachtszeit erscheint alles andere als besinnlich in diesem Jahr, ihre neue Nachbarin möchte sie am liebsten ganz schnell wieder loswerden und dann schickt ihr jemand immer wieder Blumensträuße.

Ich habe lange mit mir gehadert, ob ich diese Geschichte wirklich lesen sollte, da ich bisher ja Kurzromane eher gemieden habe. Auf mich wirkten sie immer etwas oberflächlich und sobald ich das Gefühl hatte, die Charaktere halbwegs zu kennen, war ich auch schon am Ende angelangt. Dies war bei diesem Buch definitiv nicht der Fall und ich kann auch nicht sagen, dass die Handlung zu eingekürzt wirkte.

Den Aufbau des Buches in vierundzwanzig kurze Kapitel fand ich toll, denn oftmals bestanden diese nur aus wenigen Seiten, die man prima zum Entspannen kurz vorm Einschlafen weglesen konnte. Die Nummerierung der Kapitel ist identisch mit den jeweiligen Dezembertagen und so konnte ich Isabells traurige Grundstimmung bezüglich der näher rückenden Festtage nur allzu gut nachempfinden.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig lesbar, allerdings blieben mir aufgrund der Kürze die Charaktere doch etwas zu fremd. Ich hätte so gerne noch viel viel mehr erfahren über die bösartige Kollegin, den Blumenlieferant, die schrullige Nachbarin oder auch über Isabell selber. Das blieb dann leider doch etwas auf der Strecke hier und von mir aus hätten die einzelnen Kapitel doch noch ein paar mehr Seiten umfassen können. Zumal das Ganze ja auch durchaus spannend war, was letztenendes dazu führte, dass ich das letzte Drittel in einem Zug komplett durchlas.

Mein Fazit:

Die Idee eines Adventskalender-Kurzromans fand ich wahnsinnig interessant und vielversprechend. Um in der oftmals hektischen Zeit vor den Feiertagen zur Ruhe zu kommen, ist dieses Buch einfach ideal, denn man kann die einzelnen Kapitel gut in die dazugehörigen Dezembertage integrieren oder auch einfach die Geschichte in einem Rutsch lesen. Mich konnte das Buch auf jeden Fall in Weihnachtsstimmung versetzen und ich würde mich freuen über weitere Geschichten mit den hier vorkommenden Charakteren.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

band , inka brandt, lüneburger heid, niedersachsen-krimi

Heidefeuer

Angela L. Forster
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.03.2016
ISBN 9783548287539
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auf diesen Krimi wurde ich vorallem aufgrund des ansprechenden Covers sowie des Titels aufmerksam. Ich kenne die Lüneburger Heide ein wenig durch mehrere Familienurlaube, aber diese fielen immer in die Wintermonate, sodass ich kaum etwas von der reizvollen Landschaft zu sehen bekam. Dennoch mag ich die Gegend, mit seinen vielen romantischen Landhäusern, die alle irgendwie ihren eigenen Charme besitzen, unwahrscheinlich gern und wollte diesen Krimi unbedingt lesen.

Inka Brandt hat es als alleinerziehende Mutter nicht einfach, da ihre Tochter gerade dann an einer ansteckenden Kinderkrankheit erkrankt ist, als das beschauliche Dörfchen Undeloh durch mehrere Mordfälle erschüttert wird. Ihre Eltern sind auf Weltreise und der elterliche Hof gehört inzwischen ihrer Schwester sowie deren Ehemann, den es wurmt, dass Inka kaum auf dem Hof mit anpackt und stattdessen lieber ihrer Arbeit auf dem Kommissariat nachgeht.

Der Einstieg in diese Geschichte fiel mir sehr einfach, da sowohl das kleine Dorf als auch die Hauptcharaktere gut beschrieben wurden, sodass ich sofort klare Bilder vor Augen hatte und ich fand auch die Idee toll, einen Polizeipsychologen undercover mit in der psychosomatischen Klinik unterzubringen, der mit seinen ganz eigenen Problemen zu kämpfen hat und dennoch nicht aus seiner Haut kann. Er beginnt auf eigene Faust Überlegungen zu den Morden anzustellen, was den Ermittlern Inka Brand und Mark Freese ziemlich gegen den Strich geht, aber letztenendes schafft er es doch Inkas Aufmerksamkeit zu erhaschen. Ich konnte nicht so ganz nachvollziehen, warum er Inka gegenüber nicht einfach sagt, wer er ist und warum er mithelfen möchte, aber letztenendes machte seine schwierige Vergangenheit diese Geschichte zugleich wesentlich spannender. Stellenweise dachte ich, es gäbe vielleicht noch einen Vorgänger dieses Bandes, aber dem war leider nicht so.

Mit den Charakteren insgesamt habe ich mich eher schwer getan. Inka Brandt war mir zwar sehr sympathisch, aber ihr Kollege Mark blieb mir etwas zu blass und über den Profiler Sebastian hätte ich gerne noch viel mehr erfahren. Er würzte das Ganze und gab diesem Krimi die nötige Spannung.

Die Story an sich hätte meiner Meinung nach noch etwas mehr Tempo und Humor vertragen, aber ich fand sie dennoch spannend zu lesen und möchte auf jeden Fall auch den zweiten Teil der Reihe lesen. Es gab viele Verdächtige und so schlugen die Ermittlungen auch schlagartig wieder völlig andere Richtungen ein, was ich toll fand, aber ich denke, man hätte da auch noch ein bisschen mehr rausholen können.

Mein Fazit:

Interessante Ermittler sowie die verworrene Ermittlungsarbeit gaben diesem Regionalkrimi die perfekte Spannung. Dennoch hätte ich mir einfach stellenweise noch etwas mehr Tempo oder Vordergründigkeit der privaten Belange der Kommissare gewünscht. Trotzdem ein toller Reihenauftakt, von dem ich mir unbedingt weitere Bände wünschen würde.

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256 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 84 Rezensionen

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Kleine große Schritte

Jodi Picoult , Elfriede Peschel
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 02.10.2017
ISBN 9783570102374
Genre: Romane

Rezension:  
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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

abenteuer, erlebnisse, hoffnung, krankheiten, kuba, mut, reise, rucksackreisen, rucksacktourismus, spannung, zentralamerika

Machos, Macheten & Mojitos

Stefan Kämpfen
Flexibler Einband: 372 Seiten
Erschienen bei tredition, 10.10.2017
ISBN 9783743948600
Genre: Romane

Rezension:

"Machos, Macheten & Mojitos" ist die Fortsetzung des Abenteuerromans "Flucht aus Babylon", aber man kann die Bücher auch problemlos getrennt voneinander lesen. Es gab anfangs eine kurze Zusammenfassung der Vorgeschichte und da ich den 1. Band ja bereits mit Begeisterung gelesen hatte, war dies gleichzeitig nochmal wie eine Auffrischung des bisher Geschehenen.

Ich muss gestehen, dass ich wirklich lange brauchte, bis ich diese Geschichte ausgelesen hatte. Eventuell lag dies daran, dass ich die hier bereisten Länder definitiv nicht auf meiner Liste, der Wunsch-Urlaubsorte stehen hatte oder auch, weil ich mich bisher mit den zentralamerikanischen Ländern gar nicht so sehr beschäftigt hatte. Da fand ich Kuba schon wesentlich interessanter und wahrscheinlich war das auch der Hauptgrund, warum ich den Roman unbedingt lesen wollte.

Stellenweise fragte ich mich wirklich, warum jemand sich mit so einer Reise, fernab jeglicher hygienischer Standards und mit beinahe schon zu vielen "aufregenden Abenteuern" selbst bestraft, allerdings erklärte der Autor schließlich im Nachwort genau diese Aspekte und mir kamen einige der genannten Gründe (aufgrund meiner langjährigen Camper-Erfahrungen) doch sehr bekannt vor.

Stefan Kämpfen schaffte es auch diesmal wieder, mich gekonnt mitzunehmen durch all die amüsanten sowie erschreckenden Urlaubserlebnisse, sodass bei der Lektüre des Buches definitiv keine Langeweile aufkam. Dennoch hätte ich mir an einigen Stellen einfach gewünscht, vielleicht etwas mehr über die Beziehung der Hauptprotagonisten zu erfahren, denn ich denke, dass gerade derart Reisen viel Konfliktpotenzial besitzen. Auf der Reise trafen die beiden Hauptcharaktere erneut auf viele skurrile Nebencharaktere, über die ich teilweise wirklich gerne mehr erfahren hätte.

Mein Fazit:

Ein lesenswerter Roman, der gut geschrieben ist, mich dennoch aber manchmal nicht ganz erreichen konnte. Ich hätte mir einfach stellenweise etwas mehr über die zwischenmenschlichen sowie beziehungstechnischen Probleme der beiden Hauptprotagonisten gewünscht und denke, man hätte da durchaus noch mehr Spannung aufbauen können.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Nur ein Sommer mit dir

Kat French , Inken Kahlstorff
Flexibler Einband: 268 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 07.08.2017
ISBN 9783956496660
Genre: Liebesromane

Rezension:

Alice steht vor den Trümmern ihrer Ehe und weiß nicht, ob sie ihr liebevoll eingerichtetes Haus behalten kann. Ihr Ehemann, ein berühmter Schauspieler, wohnt inzwischen bei seiner neuen Freundin und Alice ist froh, dass inzwischen etwas Gras über die Sache gewachsen ist, die Presse ihr nicht mehr auflauert und sie genießt die eingekehrte Ruhe im beschaulichen englischen Dörfchen. Dennoch benötigt sie dringend Geld um den Kredit weiter abzuzahlen und so beschließt sie in den Wohnwagen zu ziehen, während sie das Haus für einige Monate vermietet. Als dann der berühmte amerikanische Country-Sänger Robinson vor ihr steht, der für einige Zeit untertauchen möchte, steht nicht nur das ganze Dorf Kopf, sondern auch Alices Gefühlswelt.

Schon lange hatte ich kein Buch mehr in der Hand, das meine Lachmuskeln so sehr strapazierte und bei dem ich am liebsten gar nicht aufgehört hätte zu lesen. "Nur ein Sommer mit dir" hat dies jedenfalls souverän geschafft und ich habe jede einzelne Seite genossen.

Alice war jahrelang mit einem Promi verheiratet, für den sie ihre eigenen Bedürfnisse immer hinten angestellt hatte. Das wunderschöne Anwesen Borne Manor sollte ihre Liebe krönen, denn sie hatte es liebevoll eingerichtet und hoffte irgendwann Kinder dort großzuziehen. Sie kann sich nicht vorstellen all dies nun aufzugeben und hat in dem kleinen Ort großartige Freunde gefunden, auf die sie sich verlassen kann.

Robinson möchte in England eine Weile untertauchen, denn auch er hat gerade eine Beziehung hinter sich und Musik zu machen, auf Konzerten aufzutreten oder Gitarre zu spielen erscheint ihm gerade unmöglich. Er möchte all dies hinter sich lassen und beginnt sich innerhalb des Dorfes zu entspannen. Und dann ist da ja noch seine Vermieterin Alice, mit ihren roten Gummistiefeln, die ihm mit ihrer erfrischenden sowie natürlichen Art näher kommt als ihm lieb ist.

Der Schreibstil ist humorvoll, voller Sarkasmus, lebendig und spannend, sodass man nach nur wenigen Seiten das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Alices Freunde sind so urkomisch und teilweise schon skuril, dass man sie einfach mögen muss, denn es kommt immer wieder zu so schrägen Szenen, dass man Tränen lacht. Am Ende war ich wirklich ein bisschen traurig, diese wundervollen Persönlichkeiten mit dem Zuklappen des Buches zu verabschieden.

Das dauerhafte Leben im Wohnwagen (mit all seiner Romantik, aber auch seinen negativen Begleiterscheinungen) wurde prima eingefangen und so detailgetreu beschrieben, dass ich mir das gesamte Anwesen sowie die Umbauten, die Alice schließlich vornimmt, richtig gut vorstellen konnte.

Mein Fazit:

Eine wunderbar lockere Liebesgeschichte, die mich von der ersten Seite an bestens unterhalten hat. Ich habe gelacht, geweint und all die urkomischen Protagonisten sofort ins Herz geschlossen. Ich denke, wenn es diesen Glampingplatz und diesen Ort mit all seinen zauberhaften Menschen tatsächlich geben sollte, würde ich sofort die Koffer packen.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Wann immer ich die Sonne sehe

Michelle Schrenk
Flexibler Einband: 212 Seiten
Erschienen bei Canim Verlag, Michelle Schrenk, 21.09.2017
ISBN 9783942790307
Genre: Liebesromane

Rezension:

Mia ist am Boden zerstört als sie gleichzeitig ihren Job sowie ihre Wohnung verliert. Hinzu kommt die Trauer um ihre große Liebe Kai, die sie auch ein Jahr nach dem Tod immer wieder einholt. Nachdem sie völlig aufgelöst beinahe in ein Auto läuft, erhält sie von ihrer Freundin einen wichtigen Brief mit einer Aufgabe, den ihr Ehemann einst für sie schrieb. Mia schöpft neue Hoffnung und bringt mit kleinen Veränderungen eine Kettenreaktion in Gang, die ihr Leben völlig verändert. Und dann ist da ja auch noch Hannes, der ihr dabei hilft die Lichtblicke und die kleinen Wunder des Alltags zu erkennen und richtig zu deuten.

Nachdem mich Michelle Schrenk schon einmal mit einer Geschichte absolut begeistern konnte, wollte ich dieses Buch nur allzu gerne lesen. Aufgrund der niedrigen Seitenzahl war ich diesmal anfänglich skeptisch, aber bereits auf den ersten Seiten konnte mich diese Geschichte mitreißen und eines besseren belehren.

Die Hauptprotagonistin Mia war mir auf Anhieb sympathisch und die große Leere, die sie umgibt, beinahe greifbar. Man konnte sehr gut nachempfinden, wie schlecht es ihr gehen musste und wie sinnlos sowie ausweglos ihr ihr Schicksal vorkommen musste. Am absoluten Tiefpunkt angelangt erhält sie einen wichtigen Brief ihres verstorbenen Mannes, der ihr neue Hoffnung gibt. Sie begreift, dass ihr Dilemma auch eine große Chance für einen Neuanfang sein kann und dass sie mit kleinen Veränderungen Großes bewirken kann.

Ich lese ja eigentlich ungern Romane, die unter 250 Seiten umfassen. Keine Ahnung warum, aber irgendwie bezeichnet diese Zahl für mich immer so eine magische Grenze und alles was weniger Seiten hat, ignoriere ich eher. Oftmals wirken diese Bücher dann immer sehr eingekürzt, man hat das Gefühl, dass alles etwas zu schnell geht und vermisst tiefgreifende Gefühle. Das ist bei diesem Buch jedoch komplett anders, denn bereits der Prolog ist so einfühlsam und aufwühlend geschrieben, dass ich so ein bisschen das Gefühl hatte, Mia persönlich zu begleiten und als unsichtbarer Teilnehmer live dabei zu sein. Was wohl auch ein wenig daran lag, dass die Autorin die ganzen Handlungsorte so wundervoll bildhaft beschrieb, dass ich mir diese richtig gut vorstellen konnte. Man spürte einfach, wie verwurzelt sie sich mit der Stadt Nürnberg fühlt und bekommt große Lust sich diese Orte einmal selber anzuschauen.

Die Geschichte war zwar vorhersehbar, aber ich fand es spannend zu lesen, mit welchen Kleinigkeiten geradezu mehrere entscheidende Veränderungen in Gang gesetzt wurden und wie schnell sich das Blatt wieder wenden kann. Mich ließ dieser Roman mit einem guten Gefühl zurück, er brachte mich zum Nachdenken und zeigte auf, wie wichtig es ist, sich selbst und das Leben, mag es auch noch so mies sein, nicht aufzugeben. Stellenweise wurden mir die glücklichen Zufälle bei dieser Geschichte leider etwas zu viel des Guten, da diese leider dazu führten, dass man im Verlauf bereits frühzeitig erahnen konnte, was wohl als nächstes passieren würde, aber letztenendes überwog die postitive Botschaft dieses Buches und ich fühlte mich gut aufgehoben.

Mein Fazit:

Michelle Schrenk konnte mich mit "Wann immer ich die Sonne sehe" zutiefst berühren und mit einem guten Gefühl zurücklassen. Sie zeigt auf, dass man auch in den dunkelsten Momenten, die Hoffnung nie aufgeben sollte und dass man auch mit kleinen Schritten neue großartige Wege einschlagen kann.

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31 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

familie, freundschaft, gewalt in der ehe, gewalttätiger ehemann, kindheit, neuanfang, schottland, sommer, vater

Im siebten Sommer

Rowan Coleman , Marieke Heimburger
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2017
ISBN 9783492308038
Genre: Romane

Rezension:

Auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit, strandet Rose mit ihrer Tochter in einem kleinen Bed & Breakfast, im idyllischen Millthwaite. Dies war der erste Ort, der ihr nach dem Verlassen ihres Ehemannes einfiel, denn sie wollte unbedingt den Kunsthändler Frasier wiedersehen, der ihr seit vielen Jahren nicht mehr aus dem Kopf ging. Frasier besuchte sie einst, als er auf der Suche nach weiteren Kunstwerken ihres Vaters war und für Rose war diese kurze Begegnung immer etwas Besonderes. Etwas, dass ihr über die schwierige Zeit mit ihrem Ehemann hinweghalf. In Millthwaite trifft sie jedoch nicht nur auf Frasier, sondern auch auf einen Mann, der Rose einst alles bedeutete.

Neugierig geworden durch das originelle Cover, wollte ich diesen Roman unbedingt lesen. Es war mein erstes Buch der Autorin, aber sicher nicht mein letztes, denn obwohl die Seitenanzahl relativ hoch war, bin ich förmlich durch die Seiten geflogen.


Rose, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wurde, erschien mir anfangs furchtbar unsicher und hilflos. Ihre Flucht hatte sie zwar gut vorbereitet, wie es schien, aber gleichzeitig hatte ich ein bisschen das Gefühl, sie hatte sich da etwas in den Kopf gesetzt, dass eigentlich nur schief gehen konnte. Sie möchte unbedingt einen Mann wiederfinden, dem sie lediglich einmal begegnete, dabei hatte sie augenscheinlich erstmal ganz andere Probleme, denn wie es nach dem Verlassen ihres Ehemannes weitergehen sollte, darüber hatte sie sich keinerlei Gedanken gemacht. Hinzu kommt die ständige Sorge um ihre siebenjährige Tochter Maddie, die zwar sehr klug ist, aber schon immer ein Außenseiter war und keinerlei Freunde hatte.


Anfangs wusste ich wirklich nicht, in welche Richtung diese Geschichte geht, da der Klappentext doch sehr wenig verriet und auch erst nach und nach Details bekannt wurden über Roses Ehe, ihre schwierige Kindheit und Jugend sowie ihren Vater, der die Familie wegen einer anderen Frau verließ. Nach und nach ergab Roses Flucht jedoch einen Sinn, die Puzzleteilchen setzten sich zusammen, und ich bewunderte diesen großen Schritt, den sie damit machte. Sie freundet sich mit der Familie an, in deren Besitz das Bed & Breakfast ist, und fühlt sich sichtlich wohl dort. Auch ihre Tochter macht dort eine erstaunliche Wandlung durch und blüht unter der Fürsorge der schlagfertigen Jenny und ihrem Ehemann geradezu auf.


Rowan Coleman ist mit diesem Buch eine perfekte Mischung aus lockerer humorvoller Lektüre, aber auch einer gewissen Tiefgründigkeit sowie Ernsthaftigkeit gelungen. Ich fand es spannend von der ersten bis zur letzten Seite und mochte die bemerkenswerten Charaktere. Hin und wieder gab es einige Stellen, an denen ich mir einen anderen Ablauf gewünscht hätte und auch einen anderen Ausgang letztendlich, aber meinen Lesespaß trübte das in keinster Weise.


Mein Fazit:


Alles in allem eine herzerwärmende aber auch zugleich bedrückende Geschichte, die mich durch die unvorhersehbaren Wendungen, überzeugte. Ein großartiges Buch mit Tiefgang, das ich eindeutig empfehlen kann.

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84 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 39 Rezensionen

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Schwarzer Lavendel

Remy Eyssen
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.04.2016
ISBN 9783548287010
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dr. Leon Ritter hat sich inzwischen gut in dem kleinen Ort Le Lavandou eingelebt und erbt überraschend einen kleinen Weinberg. Als dort jedoch eine mumifizierte Frauenleiche gefunden wird, möchte er unbedingt mehr über die Tote herausfinden. Gleichzeitig wird eine junge Deutsche vermisst gemeldet, die bei der Weinernte aushelfen wollte, und der Doktor erkennt Parallelen. Dr. Leon Ritter beginnt auf einene Faust Ermittlungen durchzuführen und gerät selber in große Gefahr.

Da ich bereits vom ersten Band der Reihe wahnsinnig begeistert war, freute ich mich natürlich, endlich zu erfahren, wie es weitergeht mit dem Gerichtsmediziner Dr. Leon Ritter in der Provence sowie der Polizistin Isabelle. Es war zwar schon ein Weilchen her, dass ich "Tödlicher Lavendel" las, aber die Charaktere hatte ich sofort wieder bildlich vor Augen und spätestens nach diesem zweiten Band sind sie mir wirklich unheimlich ans Herz gewachsen.

Dr. Leon Ritter wohnt nach wie vor in der Pension von Isabelle und deren Tochter. Man könnte vermuten, dass sie fast so etwas wie eine normale Familie darstellen, aber Leon kämpft immer noch mit seiner Vergangenheit und Isabelle ist ihm inzwischen eine gute Freundin geworden, mit der er sich viel über seine Arbeit unterhält und mit der er einfach gerne Zeit verbringt. Auch mit ihrer Tochter unternimmt er viel, sodass diese sich oftmals eher ihm anvertraut statt ihrer Mutter.

Vom Schreibstil her steht dieses Buch seinem Vorgänger in nichts nach, denn es gibt wieder jede Menge Verdächtiger, der Leser wird immer wieder in eine andere Richtung gelenkt und es liest sich aufgrund der gelungenen Haupt- und Nebencharaktere ebenfalls spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Man kann förmlich spüren, wie wohl sich Leon mittlerweile in Südfrankreich fühlt, genießt die Beschreibungen der ländlichen Idylle und für mich war diese Geschichte erneut wie ein kleiner Urlaub vom Alltag. Dr. Leon Ritter schaffte es mit seiner ruhigen, besonnenen Art erneut zu begeistern und ich bin froh, dass ich mit dem Lesen des 2. Bands so lange gewartet habe, dass ich nun direkt zur Fortsetzung greifen kann und auch den bald erscheinenden 4. Band werde ich mir wohl direkt vorbestellen.

Mein Fazit:

Wieder ein sehr gelungener Kriminalroman, der es mit seinem Vorgänger auf jeden Fall aufnehmen kann. Die Handlung ist erneut rasant, spannend und nicht leicht zu durchschauen. Immer wieder erwartet den Leser eine neue überraschende Wende.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

debüt, entführung, ermittlung, krim, krimi, krimi-reihe, kurpfalz, mor, mord, opfer, panik, täter, vermisstenfall

Willkür

Daniel C. Bergmann
E-Buch Text: 299 Seiten
Erschienen bei null, 08.06.2017
ISBN B071JYY29Q
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kommissar Dieter Heilbrunners Sohn ist seit einigen Tagen spurlos verschwunden und er hat keinerlei Anhaltspunkte wo er mit der Suche beginnen sollte. Wenig später wird er zu einem Tatort gerufen, der auf den ersten Blick nicht außergewöhnlich erscheint. Als im jedoch ein merkwürdiges Detail auffällt, wird klar, dass der Mörder ihm unweit des Fundorts eine Nachricht von seinem Sohn hinterlassen hat. Er wird sofort vom Fall abgezogen und beginnt auf eigene Faust gemeinsam mit dem Journalist Torsten Messer, dem er einst das Leben rettete, sowie dessen Kumpel Markus Lind zu ermitteln. Es bleibt nicht bei einem Mord, sondern dies soll nur der Auftakt zu einer grauenvollen Serie werden und die Chancen seinen Sohn lebend zu finden schwinden mit jedem weiteren Fall.

Ich war anfangs sehr skeptisch, ob dieses Buch so meinem Lesegeschmack treffen würde, denn einige schlechtere Bewertungen schreckten mich erstmal etwas ab und ich konnte die Geschichte nicht so recht einordnen. Einige Tage später rückte jedoch eine Bloggerin eben genau dieses Buch wieder in meinen Fokus und nach kurzem Zögern, wollte ich es dann doch unbedingt lesen. Worüber ich jetzt rückblickend wirklich sehr sehr froh bin.

Der Einstieg gestaltete sich für mich schwierig, da ich die vielen verschiedenen Sichtweisen irritierend fand, keinerlei Zusammenhang erkennen konnte und das war fast ein bisschen so, wie eine Aneinanderreihung vieler seltsamer Mordfälle, aber ohne irgendwelche Tatverdächtigen. Und dennoch kann ich nicht sagen, dass mich die Geschichte langweilte, denn gerade weil die Handlung durch so viele Charaktere erzählt wurde, fand ich diese Entführung sowie die Suche nach dem Serienkiller, der gleichzeitig auch der Entführer sein musste, überaus spannend. Immer wieder ging mir durch den Kopf, wie schrecklich all dies für den Kommissar sein musste und unter welchem Druck er wohl stand. Ich brauchte jedoch auch immer wieder Lesepausen, da gerade diese ersten Kapitel schlichtweg ermüdend waren.

Und nachdem ich ungefähr ein Drittel des Buches gelesen hatte, war endlich so etwas wie ein Lösungsansatz zu erkennen, die Ermittlungen kamen richtig ins Rollen und von da an konnte ich die Geschichte kaum noch aus der Hand legen. Was wohl auch ein bisschen daran lag, dass ich den Kommissar sowie sein Team, bestehend aus einem Journalist sowie einem Computer-Nerd, wunderbar fand. Sie ergänzten sich super und brachen auch schonmal die ein oder andere Regel um weiterzukommen.

Erzählt wird die Handlung überwiegend aus der Sicht des Kommissars und des Mörders, aber auch immer wieder aus der Sicht des Vermissten und des Journalisten Messer. Hinzu kommen immer wieder kürzere Kapitel, die von einigen Nebencharakteren erzählt werden. Ich fand das sehr informativ, da man auch in etwa erahnen konnte, was der Entführte wohl durchmachen musste, welch komplett anderes Bild beispielsweise Bekannte des Täters von ihm hatten und dann wiederum auch erschreckend und beängstigend aufgrund der Grausamkeit, mit der dieser Mensch handelte. Was ich jetzt nicht so unbedingt gebraucht hätte, waren die Sichtweisen einiger Getöteter in den ersten Kapiteln, da diese für den Verlauf auch eher unwichtig waren meiner Meinung nach.

Mein Fazit:

Ich war positiv von dem Buch überrascht und sehr froh, dass ich es doch noch gelesen habe. Die Geschichte ist mir unheimlich nah gegangen und hat mich gleichzeitig nachdenklich zurückgelassen am Ende. Nichts für Zartbesaitete!

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

edelkaffee, ehemalige lpg, einbruch, einbrüche, einbruchsere, einbruchserie, einpflanzung, elektrode, elektroschock, entführung, erniedrigung, falsche nummernschilder, geld, krimi, rosenheim

Diridari

Susanne Rößner
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 17.09.2015
ISBN 9783954516902
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schon viel zu lange hatte ich keinen Krimi mehr gelesen, und nachdem ich bereits vom Liebesroman der Autorin "Nur einen Sommer lang". so begeistert war, wollte ich nun unbedingt auch ihre Krimis kennenlernen.

Über das Ermittler-Team erfährt man als Leser eigentlich eher wenig, aber man hat schon das Gefühl den Kommissar Sauerwein sowie die Angestellte Eva und teilweise auch deren Freundin Kristina nach und nach etwas kennenzulernen. Sauerwein ist so der typische Vorgesetzte, wie ihn jeder sich wünscht, denn er schaut vordergründig auf das Wohl seiner Angestellten und gibt dem Chef auch schonmal gehörig Contra, wenn es sein muss. Er wirkte tiefenentspannt, humorvoll und ich hätte gerne noch sehr viel mehr über sein Privatleben erfahren, das zwar immer wieder mal kurz angeschnitten wurde, aber ansonsten eher nebensächlich bleibt. Vielleicht hätte ich dazu aber auch einfach bloß mit dem vorhergehenden Buch beginnen sollen. Über seine Kollegin Eva konnte man sich da schon eher ein umfassendes Bild machen und ich fand ihre Art und Weise der Ermittlung ziemlich kreativ und ideenreich. Anders wäre dieser außergewöhnliche Fall wohl auch nie gelöst worden.

Am Anfang des Romans war ich teilweise sehr erschrocken, da es damit begann, dass eine junge Frau brutal entführt wurde und ich zweifelte wirklich daran, ob dieses Buch so das Richtige für mich sein sollte. Danach geriet diese Entführung jedoch erst mal in den Hintergrund und wurde eher nebensächlich. Dennoch spielte das Ganze eine entscheidende Rolle bei der Einbruchserie und man fragte sich immer wieder, wie all diese Dinge zusammenhängen, warum diese Frau entführt wurde und was der Täter damit bezweckte.

Aufgrund der Entführung und der nachfolgenden Zeit mit dem Entführer nimmt dieser Roman ziemlich schnell Fahrt auf. Mir ging dieses grausame Schicksal sehr nahe und ich konnte auch nur schwer nachvollziehen, wie sich die Persönlichkeit der Frau nach und nach veränderte. Beinahe banal wirkten die Einbrüche dagegen, bei denen die Polizei schließlich die Ermittlungsarbeit aufnahm und es dauerte lange, bis die Ermittler schließlich wieder auf die Entführung zurückkamen, was mich teilweise wirklich nervös machte.

Ich brauchte zwischen den Kapiteln immer wieder kleinere Lesepausen, da mich diese Entführung viel zu sehr beschäftigte. Ich versuchte mich in die Frau hineinzuversetzen, aber die nach und nach entstehende Abhängigkeit zum Entführer machte mir sehr zu schaffen. Zumal er stellenweise unberechenbar und launisch erschien, im nächsten Moment wiederum beinahe zuvorkommend.

Die Art und Weise, wie der Kommissar und sein Team all die Fälle schließlich lösten fand ich wirklich genial. Zusammen ergänzten sie sich trotz der vielen Meinungsverschiedenheiten im Team perfekt und bewiesen allesamt eine gute Menschenkenntnis und viel Gespür.

Mein Fazit:

Ein spannender Krimi mit ungewöhnlichen Charakteren, Schauplätzen, die beeindrucken und dem gewissen Etwas. Ich bin begeistert und freue mich auf ein Wiedersehen mit diesen Ermittlern.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

bodensee, komödie, konstan, krimi, liebe, mord, regionalkrim

Seeblick kostet extra

Christiane Kördel
Flexibler Einband: 332 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 29.06.2017
ISBN 9783744840286
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ines Fox versteht die Welt nicht mehr. Der mutmaßliche Mörder ihres Mitarbeiters wird nach den Gerichtsverhandlungen freigesprochen und auf freien Fuß gesetzt. Wenig später wird der leitende Kripobeamte tot aufgefunden und für Ines steht der Verantwortliche für diese Tat sofort fest. Gemeinsam mit ihrem Partner Dr. Frieder und Kriminaloberkommissar Arthur von Leisfall will sie Roger Merian endlich ein für alle Mal hinter Gitter bringen, doch dieser ist untergetaucht und macht ihr erneut das Leben schwer. Als sich auch noch ihr Exfreund in die Ermittlungen einschaltet ist das Chaos perfekt, denn ihre Gefühlswelt gerät mächtig ins Schwanken.

Obwohl mich der erste Band dieser Reihe damals doch sehr zwiegespalten zurückließ, war ich unheimlich gespannt, wie es mit den Hauptcharakteren weitergehen würde und wie sich die Beziehung zwischen Ines Fox und dem Gerichtsmediziner Dr. Frieder entwickeln würde. "Seeblick kostet extra" knüpft direkt an den ersten Band an und in der Zwischenzeit sind nur wenige Monate vergangen. Man wird quasi direkt mit der Nase wieder reingeschubst in die Handlung, ganz so als hätte man zwischenzeitlich gar kein anderes Buch in der Hand gehabt.

Ines und Dr. Frieder sind mittlerweile in einer festen Beziehung, doch während Ines ihren Lebensmittelpunkt eindeutig in Konstanz sieht, steht Dr. Frieders Umzug nach Freiburg kurz bevor. Als nun auch noch Roger Merian erneut ihre Bodyguards auf sie ansetzt und es schafft ganz Konstanz gegen sie aufzubringen, weiß sie nicht mehr, wie sie sich entscheiden soll. Soll sie mit nach Freiburg gehen oder stattdessen Roger Merian aufspüren um ihn endlich hinter Gitter zu bringen? Sie entscheidet sich für Letzteres und übernimmt gemeinsam mit ihren Verbündeten die Ermittlungen.

Da die Geschichte direkt auf den ersten Band aufbaut, war ich innerhalb weniger Seiten wieder mittendrin im Geschehen und hatte auch sofort wieder ein klares Bild der Hauptcharaktere vor Augen. Ich denke allerdings, ohne diese Vorkenntnisse wäre es wahnsinnig schwer geworden, die Protagonisten auseinanderzuhalten und die Handlung zu verstehen. Viele der Geschehnisse werden zwar kurz angeschnitten, aber zum besseren Verständnis ist es einfach vorteilhafter, die verschiedenen Personen bereits zu kennen.

Der Roman ist interessant sowie spannend zu lesen, allerdings ist es kein Buch, das man mal eben zügig nebenher liest. Ich hatte das Gefühl, dass die Seitenanzahl wesentlich höher ist als angegeben, da ich verhältnismäßig langsam vorwärts kam. Hatte ich beim ersten Band noch so meine Probleme mit den Echtzeitträumen, so empfand ich diese hier viel weniger störend und gut platziert. Dieses Mal wurde der Kriminalfall wirklich durch Spürsinn und Neugierde gelöst, statt durch die Träume, was mir wesentlich besser gefiel. Zusätzliche Spannung erhält der Roman durch das eingebaute Liebes-Wirrwar und zugleich fragt man sich natürlich ständig, wie es weitergeht mit Ines und dem smarten Dr. Frieder.

Mein Fazit:

Ein humorvoller Krimi, den ich gerne gelesen habe, und der mich aufgrund der vielfältigen Themen, der Art der Auflösung sowie dem schönen Handlungsort Konstanz mehrere Tage gut beschäftigt hat. Die Mischung aus Krimi, Humor sowie Zwischenmenschlichem war perfekt und anders als beim ersten Band, waren die übersinnlichen Fähigkeiten der Hauptprotaginistin diesmal an der Lösung des Falls kaum beteiligt.

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

krimi, kriminalroman, mara ferr, österreicher, pari, paris, paris-krimi, psycho-krimi, psychopathin, rache, rächende ehefraue, roman, spannung, thriller, untreue ehemänne

Aux Champs-Élysées

Mara Ferr
Buch: 224 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 01.08.2013
ISBN 9783954511396
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vor einigen Monaten hatte ich bereits "41 Rue Loubert" von Mara Ferr gelesen und hatte damit bereits leichte Schwierigkeiten, da ich ihn zu vorhersehbar fand. Dennoch wollte ich den Büchern der Autorin unbedingt eine zweite Chance geben mich zu überzeugen und freute mich auf einen weiteren Krimi, mit dem Handlungsort Paris, aber was soll ich sagen: "Aux Champs-Élysées" und ich - das ging absolut nicht!

Ging ich anfangs noch sehr optimistisch an diese Geschichte heran und fand es interessant, wie genau die Protagonistin Claire das Verschwinden ihres Ehemannes durchdacht sowie präzise geplant hatte, so schlug das Ganze nach und nach ins absolute Gegenteil um. Claires Idee, ihren Mann nach einem Seitensprung durch eine grausame Abhängigkeit sowie dessen plötzliche Angewiesenheit auf ihre Versorgung an sich binden, fand ich zutiefst verstörend. Ich las dennoch weiter und hatte irgendwie lange Zeit die Hoffnung, dass die freundliche alte Dame von gegenüber dem, durch ihre Skepsis, ein Ende setzen würde und stellenweise sah es auch so aus, wie wenn diese den Löwenanteil der Ermittlungen leistet, aber nachdem ich mich mühsam durch etwa 150 Seiten gequält hatte, klappte ich das Buch genervt zu und überflog den Rest lediglich um zu wissen, wie dieser Roman enden würde.

Mir fehlte es vorallem an der üblichen Spannung eines Krimis/Thrillers, denn der Täter stand von vorneherein fest, der ermittelnde Polizist wurde im Zuge der Ermittlungen immer unglaubwürdiger und die Charaktere waren mir allesamt vollkommen unsympathisch. Selbst die freundliche Nachbarin, die zwar irgendwann das Rätsel für sich gelöst hatte, unternahm nichts und ließ die durchgeknallte Claire weiterhin gewähren. Naja, und dass diese Geschichte in Paris spielte, spürte man als Leser leider auch kaum. Stellenweise hatte ich eher das Gefühl, in irgendeiner französischen Kleinstadt mit Häusern im amerikanischen Stil gelandet zu sein.

Mein Fazit:

Dieses Buch war leider absolut nicht meins! Es war schlichtweg enttäuschend und wenig spannend, sodass ich nach zwei Dritteln keine Lust mehr hatte weiterzulesen. Schade, aber manchmal bringt es dann auch nichts mehr durchzuhalten bis zum Schluss. Ich denke, es ist eher eine Geschichte für Leute, die sich für höhere Psychologie interessieren und ansonsten wenig Wert auf die Auflösung eines Falls legen.

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357 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 125 Rezensionen

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Black Rabbit Hall

Eve Chase , Carolin Müller
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 29.02.2016
ISBN 9783764505608
Genre: Romane

Rezension:

"Nichts verändert sich groß. Die Zeit ist wie Sirup. Ein Familienscherz besagt, dass eine Black-Rabbit-Stunde doppelt so lange dauert wie eine in London, aber man nur ein Viertel der Dinge erledigt bekommt." (Zitat S. 31)

Ich habe mich unheimlich schwer getan mit dieser Geschichte und wollte sie ursprünglich in einer Leserunde lesen, aber das Lesetempo der Anderen konnte ich irgendwann nicht mehr mithalten, sodass ich das Buch erst mal zuklappte und für lange Zeit zur Seite legte. Vielleicht lag es an den vielen verschiedenen Charakteren gleich zu Beginn oder aber auch an den verschiedenen Zeitebenen, bei denen mir einfach ein Zusammenhang nicht ersichtlich war, aber ich kam überhaupt nicht rein in die Geschichte.

Während meines Urlaubs habe ich dann einen weiteren Versuch unternommen weiterzulesen, und habe das Buch schließlich mit mehreren kurzen Lesepausen beendet. Nach der Hälfte etwa, konnte ich dann den Zusammenhang zwischen Lorna und der Familie vage erahnen und wollte dann natürlich auch die ganze Geschichte erfahren. Die alte mürrische Dame des Hauses faszinierte mich irgendwie, und als sie schließlich begann ein wenig mehr über das Anwesen zu erzählen, wusste ich nicht so recht, ob ich sie bemitleiden oder verfluchen sollte, denn Lorna begann gleichzeitig eigene Erkundigungen anzustellen und erfuhr so auch mehr über die Familie, die einst ihre Ferien auf dem Anwesen verbrachte.

Neben Lorna und der alten Dame beinhaltet das Buch zahlreiche weitere Charaktere, mit denen ich mich leider so gar nicht anfreunden konnte. Die Kinder wirkten allesamt schrecklich verstört und taten mir leid, der Vater war ständig auf Reisen und auch die Beziehung zwischen Lorna und ihrem Verlobten fand ich merkwürdig. Auf mich wirkten die Familienverhältnisse zu kühl, zu reserviert und es fehlte einfach ein bisschen das Warmherzige. Kurzum das, was mich persönlich bei solchen Büchern am meisten begeistern kann.

Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und als leichte Sommerlektüre ist diese Geschichte wohl eher nicht geeignet. Ich mochte zwar die Beschreibungen des alten Hauses und der Umgebung, aber stellenweise war mir das dann auch wieder zu langatmig und die Perspektiv- und Zeitwechsel fand ich bei diesem Roman eher störend als hilfreich. So richtig fesseln konnte mich eher die Teile mit Amber und diese mochte ich dann auch wesentlich lieber.

Mein Fazit:

Mich konnte dieses Buch leider nicht ganz überzeugen. Ein teilweise emotionales Buch, welches mir aber oftmals etwas zu überspitzt und trostlos war. Alles in allem aber ein ganz netter Roman, bei dem jedoch die ganz großen Gefühle ausblieben. Kann man lesen, muss man aber nicht.

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698 Bibliotheken, 36 Leser, 3 Gruppen, 138 Rezensionen

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Meine geniale Freundin

Elena Ferrante , Karin Krieger
Fester Einband: 422 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 29.08.2016
ISBN 9783518425534
Genre: Romane

Rezension:

Lange habe ich mit mir gehadert, ob ich dieses Buch tatsächlich lesen sollte, da es von der Presse so hoch gelobt wurde, dass ich die Sorge hatte, mit zu viel Erwartungen an diese Geschichte heranzugehen, oder ob ich es besser einfach lasse, da die Kritiken viel zu sehr nach Literatur für Hochbegabte klangen. Letztenendes lief mir dieses Buch jedoch so oft über den Weg, dass ich es irgendwann gar nicht mehr ignorieren konnte und nachdem ich die ersten Kapitel bei einem geliehenen Buch gelesen hatte, kaufte ich es mir dann doch noch selber, da dieser Roman mich schlichtweg faszinierte. Die Idee eine Frauenfreundschaft über einen so langen Zeitraum zu begleiten und gleichzeitig zu erfahren, wie es den verschiedenen Nebencharakteren über die Jahre erging fand ich toll.

Die beiden Freundinnen könnten unterschiedlicher nicht sein und man fühlt sich durch die großartigen Beschreibungen des Handlungsortes sowie der zahlreichen Protagonisten sofort ins Italien der fünfziger Jahre versetzt. Ich fand es schön zu lesen, wie sich diese Freundschaft über die Jahre entwickelte, Krisen sowie Streiteren überstand, und wie sich die beiden Mädchen doch immer aufeinander verlassen konnten. Nach und nach ließ sich auch erkennen, wie unterschiedlich der Lebensweg wohl ablaufen würde und wie schwierig es für Mädchen damals war, ihrer Berufung zu folgen oder die vorgegebenen Pfade zu verlassen.

Elena Ferrante erzählt diese Geschichte auf sehr ruhige, unspektakuläre Weise, sodass ich mich stellenweise wirklich fragte, was denn nun so besonders an diesem Buch sein soll. Dann wiederum genügte schon eine klitzekleine Veränderung im Leben der klugen Mädchen oder in deren Familien, um meine Meinung wieder komplett über den Haufen zu schmeißen. Ich konnte mir dieses einfache Viertel, in dem sich so ziemlich alles abspielte, prima bildlich vorstellen und erwischte mich öfter beim Gedanken, dass dieses Buch als Verfilmung sicherlich noch viel mehr Anhänger finden würde.


Zugegeben, ab und an hätte ich es am liebsten zugeklappt und ganz weit weg gelegt, weil ich das Gefühl hatte, dass ich das Ende wohl nicht erreichen würde, aber dazu hatte ich es dann doch schon zu weit gelesen, und da das Buch mehr oder weniger mit dem Ende, beziehungsweise mit dem Verschwinden von Lila, begann, wollte ich natürlich auch erfahren, was passiert war.


Zum Ende hin hat mich das Ferrante-Fieber dann doch noch erwischt, und ich glaube auch, dass die Folgebände einfacher zu lesen sein werden, da man die einzelnen Rollen nun bereits besser kennt und wahrscheinlich auch noch sehr viel Entscheidendes im Leben der beiden Frauen passieren wird.

Mein Fazit:

Ein faszinierendes Buch, das authentisch und ehrlich das Leben einer wundervollen Frauenfreundschaft erzählt, aber auch das Schicksal mehrerer italienischer Familien seit den fünfziger Jahren. Ich denke, Italienliebhaber und Fans von Familiengeschichten werden an dieser Reihe auf jeden Fall viel Gefallen finden und sollten unbedingt mal selber reinlesen!

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Seeblick kostet extra

Christiane Kördel
E-Buch Text: 301 Seiten
Erschienen bei Independently Published, 24.06.2017
ISBN B0721TLNFB
Genre: Humor

Rezension:

Ines Fox versteht die Welt nicht mehr. Der mutmaßliche Mörder ihres Mitarbeiters wird nach den Gerichtsverhandlungen freigesprochen und auf freien Fuß gesetzt. Wenig später wird der leitende Kripobeamte tot aufgefunden und für Ines steht der Verantwortliche für diese Tat sofort fest. Gemeinsam mit ihrem Partner Dr. Frieder und Kriminaloberkommissar Arthur von Leisfall will sie Roger Merian endlich ein für alle Mal hinter Gitter bringen, doch dieser ist untergetaucht und macht ihr erneut das Leben schwer. Als sich auch noch ihr Exfreund in die Ermittlungen einschaltet ist das Chaos perfekt, denn ihre Gefühlswelt gerät mächtig ins Schwanken.

Obwohl mich der erste Band dieser Reihe damals doch sehr zwiegespalten zurückließ, war ich unheimlich gespannt, wie es mit den Hauptcharakteren weitergehen würde und wie sich die Beziehung zwischen Ines Fox und dem Gerichtsmediziner Dr. Frieder entwickeln würde. "Seeblick kostet extra" knüpft direkt an den ersten Band an und in der Zwischenzeit sind nur wenige Monate vergangen. Man wird quasi direkt mit der Nase wieder reingeschubst in die Handlung, ganz so als hätte man zwischenzeitlich gar kein anderes Buch in der Hand gehabt.

Ines und Dr. Frieder sind mittlerweile in einer festen Beziehung, doch während Ines ihren Lebensmittelpunkt eindeutig in Konstanz sieht, steht Dr. Frieders Umzug nach Freiburg kurz bevor. Als nun auch noch Roger Merian erneut ihre Bodyguards auf sie ansetzt und es schafft ganz Konstanz gegen sie aufzubringen, weiß sie nicht mehr, wie sie sich entscheiden soll. Soll sie mit nach Freiburg gehen oder stattdessen Roger Merian aufspüren um ihn endlich hinter Gitter zu bringen? Sie entscheidet sich für Letzteres und übernimmt gemeinsam mit ihren Verbündeten die Ermittlungen.

Da die Geschichte direkt auf den ersten Band aufbaut, war ich innerhalb weniger Seiten wieder mittendrin im Geschehen und hatte auch sofort wieder ein klares Bild der Hauptcharaktere vor Augen. Ich denke allerdings, ohne diese Vorkenntnisse wäre es wahnsinnig schwer geworden, die Protagonisten auseinanderzuhalten und die Handlung zu verstehen. Viele der Geschehnisse werden zwar kurz angeschnitten, aber zum besseren Verständnis ist es einfach vorteilhafter, die verschiedenen Personen bereits zu kennen.

Der Roman ist interessant sowie spannend zu lesen, allerdings ist es kein Buch, das man mal eben zügig nebenher liest. Ich hatte das Gefühl, dass die Seitenanzahl wesentlich höher ist als angegeben, da ich verhältnismäßig langsam vorwärts kam. Hatte ich beim ersten Band noch so meine Probleme mit den Echtzeitträumen, so empfand ich diese hier viel weniger störend und gut platziert. Dieses Mal wurde der Kriminalfall wirklich durch Spürsinn und Neugierde gelöst, statt durch die Träume, was mir wesentlich besser gefiel. Zusätzliche Spannung erhält der Roman durch das eingebaute Liebes-Wirrwar und zugleich fragt man sich natürlich ständig, wie es weitergeht mit Ines und dem smarten Dr. Frieder.

Mein Fazit:

Ein humorvoller Krimi, den ich gerne gelesen habe, und der mich aufgrund der vielfältigen Themen, der Art der Auflösung sowie dem schönen Handlungsort Konstanz mehrere Tage gut beschäftigt hat. Die Mischung aus Krimi, Humor sowie Zwischenmenschlichem war perfekt und anders als beim ersten Band, waren die übersinnlichen Fähigkeiten der Hauptprotaginistin diesmal an der Lösung des Falls kaum beteiligt.

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Ein Sommer fürs Leben

Katie Jay Adams
E-Buch Text
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 24.07.2017
ISBN B0747Z238J
Genre: Liebesromane

Rezension:

Emily Carsen kehrt zurück in ihre Heimatstadt, denn es ist ihre einzige Chance auf einen Neuanfang. Völlig enttäuscht über ihre gescheiterte Ehe, steht sie mittellos vor einem riesigen Scherbenhaufen und benötigt dringendst einen Job. Durch ein von ihrem Vater vermitteltes Vorstellungsgespräch erhält sie ein verlockendes Angebot, bei dem sie eine geheime Rezeptur herausfinden soll und am Ende die Möglichkeit hat, ihren Traumjob zu erhalten. Da Emily dringend Geld braucht stimmt sie zu, ahnt jedoch nicht, dass sie von nun an öfters mit dem attraktiven Chris MacGowan zu tun haben wird, als ihr lieb ist.


Nachdem mich die Autorin bereits letztes Jahr mit "Sommer ins Glück" absolut überzeugte, wollte ich diese Geschichte unbedingt lesen und fieberte der Veröffentlichung entgegen. Ich erhoffte mir wieder einen fesselnden Liebesroman, bei dem man vollkommen abschalten kann, der einen fesselt und bei dem man dem Alltag einige Stunden entfliehen kann. Nun, genau dies ist Katie Jay Adams mit "Ein Sommer fürs Leben" erneut geglückt und am Ende klappte ich wieder meinen Reader mit einem leisen "Hach-Ja"-Seufzer zu, da es wieder viel zu schnell vorbei war.


Emily steht vor dem Nichts. Enttäuscht von ihrem Ehemann, kehrt sie zurück zu ihrem Vater und ihrer Schwester, die nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt. Ihre Kreditkarten wurden gesperrt und sie möchte auf keinen Fall ihrem Vater auf der Tasche liegen, da dieser genügend eigene Probleme hat. Am Anfang schüttelte ich über Emilys kopfloses Verhalten oftmals nur den Kopf, fand sie schrecklich nervös und konnte nicht so ganz einschätzen, was in ihrer Ehe zuvor schief lief beziehungsweise, warum sie diesen Mann denn damals überhaupt heiratete. Dies legte sich dann jedoch schnell, nachdem die Hintergründe Stück für Stück erwähnt wurden und auch Emilys Familienverhältnisse genauer erklärt wurden. Ihren Vater fand ich dabei absolut herrlich und von mir aus, hätte dieser in der Geschichte gerne noch viel öfter auftauchen können.


Chris ist für Emily kein Unbekannter, da er auch ihren Ehemann von frühester Kindheit an kennt und dieser ihm oftmals Unterschlupf gewährte, wenn seine Eltern sich stritten. Er schafft es immer wieder mit seiner selbstbewussten Art Emily zu verunsichern und dennoch versucht er mit allen Mitteln, sie auf Distanz zu halten. Auch er hat für sein junges Alter schon viel erlebt und wirkte auf mich herrlich geheimnisvoll, aber auch liebenswürdig und mit einem riesengroßen Herz ausgestattet.


Katie Jay Adams Schreibstil bereitete mir auch diesmal viel Freude, weil sie mich mit der nötigen Prise Humor oftmals herzhaft lachen ließ und auch die Charaktere schlichen sich von Seite zu Seite mehr in mein Herz. Durch die bildhaften Beschreibungen hatte ich sowohl von den Protagonisten als auch von den interessanten Handlungsorten ein klares Bild vor Augen und hätte gerne noch ein Weilchen länger dort verweilt. Wie die Geschichte endet, lässt sich bereits nach wenigen Seiten erahnen, dennoch gab es zwischendrin immer wieder Überraschungen, mit denen ich so dann doch nicht gerechnet hatte.


Mein Fazit:


Die perfekte Liebesgeschichte um dem Alltag zu entfliehen, sich wegzuträumen oder einfach gut unterhalten zu lassen. Die anfängliche Naivität des Hauptcharakters hat mir ein wenig Probleme bereitet, aber im Laufe der Handlung entwickelte sie sich dann weiter, sodass ich sie am Ende doch sehr mochte. Ich vergebe 4 von 5 Sternen und hoffe, dass die Autorin noch viele weitere herzerfrischende Romane geplant hat.

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Das Versprechen eines Sommers

Lucy Foley , Christel Dormagen
Flexibler Einband: 435 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 13.06.2017
ISBN 9783458362784
Genre: Liebesromane

Rezension:

Als Hal und Stella sich das erste Mal begegnen, wissen sie nichts voneinander und lassen sich dennoch auf einen One-Night-Stand ein. Ein Jahr später begegnen sie sich zufällig wieder bei der Präsentation eines Filmes, der mit einer großen Werbekampagne beworben werden soll. Gemeinsam reisen sie an Bord eines Schiffs die ligurische Küste entlang und Hal ist enttäuscht, dass Stella ausgerechnet die Frau des amerikanischen Geschäftsmanns Frank Truss ist. In seiner Gegenwart wirkt sie völlig verändert. Gleichzeitig kämpfen alle an Bord gegen ihre Schatten der Vergangenheit an, die sie mehr und mehr einzuholen drohen.

Ich kann nicht so genau sagen, was ich mir von dieser Geschichte erwartet habe, aber mich sprach das Cover unheimlich an und ich fand es ziemlich passend zur Urlaubszeit und vermutete wohl auch eher eine leicht lesbare Liebesgeschichte, die in den Nachkriegsjahren handelt. Nun teilweise lag ich mit meiner Vermutung ganz richtig, aber leicht lesbar war dieses Buch definitiv nicht für mich. Ich brauchte lange, bis ich mich halbwegs reingefunden hatte und fand die langen Rückblenden zwischendurch eher deprimierend. Dennoch fand ich die vielen verschiedenen Charaktere an Bord dieses Schiffes unglaublich faszinierend, wollte mehr über sie erfahren und natürlich interessierte mich auch, wie es mit Hal und Stella weitergehen würde, was sie voreinander verschweigen und was sie so bedrückt.

Den Schreibstil fand ich gewöhnungsbedürftig, da die Sätze überwiegend kurz sowie direkt sind, aber auch die Dinge sofort auf den Punkt bringen. Gleichzeitig verpackt die Autorin all dies in sehr detailgetreue Bilder, sodass ich zwischen den einzelnen Kapiteln immer wieder Lesepausen brauchte, da mir besonders die beschriebene Vergangenheit der Charaktere sehr nahe ging. Allesamt haben sie Erschreckendes erlebt, das wie ein schwerer Schleier über diesem eher freudigen Anlass des Zusammentreffens liegt. Man kann die angespannte Stimmung beinahe greifen, und da ich einige Personen sofort sympathisch fand, war ich dann richtig schockiert, über das Erlebte.

Was mich dann doch etwas störte, waren Hals Träume oder Halluzinationen. Was auch immer dies zu bedeuten hatte, mir fehlte da am Ende eine nachvollziehbare Erklärung des Ganzen. Es begann damit, dass er ein altes Tagebuch erhielt, das wohl der Auslöser zum Dreh des Filmes war, aber dann schweifte er beim Lesen ab und sponn sich selber eine Geschichte zusammen ... Ich kann es nicht genau erklären, da ich damit auch eher wenig anfangen konnte. Es verwirrte mich immer wieder, da diese Träume wohl gewisse Parallelen zur richtigen Handlung aufwiesen, aber wie gesagt: Ich hätte darauf auch gut verzichten können.

Mein Fazit:

Ein sehr bewegendes Buch, das mich einerseits faszinierte, aber andererseits vielleicht einfach nicht zum richtigen Zeitpunkt von mir gelesen wurde. So sommerlich leicht das Cover auch wirkte, aber mir war die Handlung dann doch zu bedrückend, die Stimmung zu schwermütig. Da brachte auch das Dolce Vita drumherum nicht viel und durch die ständigen Sicht- sowie Zeitenwechsel, konnte mich die Geschichte leider auch erst zum Ende hin richtig fesseln.

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