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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

jo berger, kick off, schwarzer humo, krimikomödie

Kick Off: Fünf Ladies auf Abwegen

Jo Berger
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei MBS, 01.03.2017
ISBN 9789463429856
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zu Beginn des Buches war ich wirklich etwas verwirrt, da ich den typischen Ablauf eines Kriminalromans erwartet hatte und gleichzeitig die Handlung aus so vielen verschiedenen Sichten abwechselnd erzählt wurde, dass es mir schwer fiel in die Geschichte reinzukommen und ein Bild zu den Charakteren zu formen. Nach und nach wurde jedoch ersichtlich, wer die hauptsächlichen Protagonisten sind und nach der letzten Seite kann ich sagen, ich habe schon lange nicht mehr soviel gelacht bei der Lektüre eines Buches.

Da die fünf "Ladies" wirklich grundverschieden sind und jede von ihnen ihre Stärken und Schwächen aufweist, zudem einen großen Altersunterschied beherbergt, konnte ich mich nach den ersten schwierigen Kapiteln zwar gut in sie hineinversetzen und auch nachvollziehen, warum sie diesen verrückten Plan schmieden, aber einen richtigen Bezug konnte ich dennoch nicht herstellen und sie blieben mir etwas fremd. Die Handlung wird außerdem von einigen Nebencharakteren erzählt, was ich teilweise eher störend empfand. Es kam anfangs irgendwie kein richtiges Tempo rein, da ich durch die Sichtwechsel jedesmal wieder ausgebremst wurde beim Lesen.

Ich kannte bisher noch kein Buch von Jo Berger und war deshalb wirklich positiv überrascht über den erfrischenden sowie trockenen Humor dieser Geschichte. Der Schreibstil strotzt vor Sarkasmus und herrlich überzogenen Darstellungen, sodass ich mir das verfilmt richtig amüsant vorstelle. Immer wieder kommt es zu unvorhergesehenen zufälligen "Unfällen", die mich fast schon ein bisschen an die alten Pierre Richard Filme erinnerten.

Mein Fazit:

Nach anfänglichen Schwierigkeiten habe ich mich wunderbar unterhalten gefühlt. Lediglich die vielen wechselnden Sichtweisen störten meinen Lesefluss etwas, aber der humorvolle Schreibstil machte das alles wieder wett und am Ende war es wieder rund und ich zufrieden.

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53 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

amalfiküste, brighton, italien, heimweh, leichte unterhaltung

Das Glück schmeckt nach Zitroneneis

Abby Clements , Sabine Schilasky , Susanne Zeyse
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.04.2017
ISBN 9783956496783
Genre: Romane

Rezension:  
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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

urlaub, italie, resc, reis, beziehungsprobleme

Urlaub für Profis

Maria Resco
Flexibler Einband: 294 Seiten
Erschienen bei Independently published, 30.04.2017
ISBN 9781520989976
Genre: Humor

Rezension:

Katrin und Paul möchten gemeinsam mit ihren Nachbarn Gaby und Hanfred sowie den gemeinsamen Freunden Heide und Siggi das gekaufte Landhaus am Gardasee auf Vordermann bringen. Dabei kommt es immer wieder zu Streitigkeiten zwischen den Frauen, da jede von ihnen andere Vorstellungen hat von der Einrichtung sowie von der Zimmeraufteilung, Gaby versucht mit aller Macht ihr Ostzimmer zu verteidigen, während Katrin und Paul Angst haben, dass ihnen die Kosten über den Kopf wachsen. Wie gut, dass Detektiv Hermann Müller inzwischen am Gardasee wohnt und mal wieder Katrins Hilfe gebrauchen kann. Wieder mal beginnt eine Zeit voller Streitigkeiten, Verwicklungen und Trubel. Dabei hatten die Hollmanns doch gehofft sich durch die Reise wieder näher zu kommen.

Als großer Fan dieser Reihe wollte ich nun endlich noch den dritten Band "Urlaub für Profis" lesen und wissen, was dieses Mal wieder alles schief läuft während des Urlaubs. Wie bereits im Vorgänger "Urlaub für Fortgeschrittene" geht die Reise erneut an den Gardasee und der Ärger beginnt bereits bei der Anreise, da Katrin bereits das allseits beliebte Ostzimmer bezogen und eingerichtet hat. Ihre Vorstellungen von der Renovierung sowie der Einrichtung sprengen den finanziellen Rahmen der Hollmanns, sodass Paul am liebsten sofort wieder abreisen würde. Doch Katrin möchte sich ihren Traum nicht so schnell madig machen lassen von Gaby und versucht durch ihren Freund Hermann zusätzlich Geld zu verdienen. Am Ende ist es jedoch Hermann der dringend Hilfe benötigt.

Anfangs dachte ich ja, die Handlung soll wieder ähnlich ablaufen wie bei der vorherigen Geschichte, da der Handlungsort sowie die Story nicht so viel anders waren, aber bereits nach den ersten Kapiteln wurde klar, dass diesmal Hermann eine große Rolle spielen wird. Ansonsten erwartet den Leser natürlich wieder das übliche Chaos, Streitigkeiten unter den Partnern sowie Nachbarn. Ich war nach wenigen Seiten direkt wieder mittendrin und konnte mich köstlich amüsieren über Gabys verrückte Ideen und die gegensätzlichen Vorstellungen der Hollmanns sowie der Schuberts.

Der Schreibstil ist gewohnt locker und humorvoll, sodass man beinahe durch die Seiten fliegt und wunderbar beim Lesen abschalten kann. Allerdings habe ich auch einen kleinen Kritikpunkt: Hermanns Verliebtheit. Mir war das stellenweise schlichtweg zu viel des Ganzen und ich dachte ständig, so verblendet kann man(n) doch gar nicht sein. Da die Streitigkeiten zwischen den Hausbesitzern jedoch erneut der Geschichte den besonderen Biss verliehen, störte mich dies nicht allzu sehr. Am Ende jedoch fand ich Hermann einfach nur noch anstrengend und nervig. Nichtsdestotrotz habe ich mich wieder wunderbar unterhalten gefühlt und würde auch weitere Bände sofort wieder lesen.

Mein Fazit:

Ich weiß nicht, ob dies nun der Abschluss der Reihe war oder ob es noch eine Steigerungsform der "Profis" geben wird, aber mich konnte Maria Resco auch mit dem dritten Band wieder überzeugen. Die Hollmanns & Die Schuberts schaffen es immer wieder mich zum Lachen zu bringen, zu begeistern und mich bestens zu unterhalten. Ich würde mich riesig über eine Fortsetzung des Ganzen freuen.

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475 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 105 Rezensionen

freundschaft, reise, england, geheimnis, liebe

Die Reise der Amy Snow

Tracy Rees , Elfriede Peschel
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 14.03.2016
ISBN 9783471351369
Genre: Historische Romane

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

tegernsee, bayern, erbschaft, almhütte, unglück

Nur einen Sommer lang

Susanne Rößner
E-Buch Text: 304 Seiten
Erschienen bei Piper ebooks, 02.05.2016
ISBN 9783492973663
Genre: Sonstiges

Rezension:

Als Laura überraschend die Nachricht von der Erbschaft einer Alm erhält, versteht sie die Welt nicht mehr. Sie kannte weder die Vererberin noch versteht sie, warum ihre Großmutter sie jahrelang belogen hatte. Bevor sie jedoch eine Entscheidung über die Erbschaft treffen kann, soll sie für ein halbes Jahr in die oberbayerische Gemeinde Schliersee ziehen und sich ein Bild machen. Leichter gesagt wie getan, denn bereits kurz nach der Ankunft wird sie von den Einwohnern angefeindet und ausgerechnet der unfreundliche Nachbar, mit dem ihre Tante seit Jahrzehnten im Klinch liegt, rettet sie aus einer misslichen Lage.

Ich lese ja sehr gerne zwischendurch mal unterhaltsame Liebesrome, um abzuschalten vom stressigen Alltag, und so fiel mir dieses Buch irgendwie genau zur richtigen Zeit in die Hände. Bereits auf den ersten Seiten schaffte diese Geschichte es, mich mitzunehmen, naja und spätestens bei den wundervollen Beschreibungen der oberbayerischen Gegend fühlte ich mich zurückversetzt in meinen letzten Urlaub.

Laura lebt ursprünglich in Berlin und kann sich überhaupt nicht vorstellen, ein halbes Jahr ohne ihre Freunde in dieser ländlichen Umgebung zu leben. Allerdings ist genau dies Bedingung um die Erbschaft zu erhalten. Gleichzeitig möchte sie mehr erfahren über die ihr bis dato unbekannte Frau, die in ihrem Testament behauptete ihre Großmutter bestens zu kennen. Scheinbar hatte ihre kürzlich verstorbene Oma ihr jahrelang Lügenmärchen über ihr Leben aufgetischt. Laura ahnt jedoch überhaupt nicht, wo sie da hineingeraten ist, und findet sich schließlich in einem Nachbarschaftsstreit wieder, der ihr ein unbeschwertes Leben dort beinahe unmöglich macht.

Man könnte meinen, vieles ist bereits am Anfang sehr vorhersehbar und auch die Handlung erscheint stellenweise etwas sehr fragwürdig. Besonders was die Testamentsverkündung am Anfang anging, kamen mir da schon leichte Zweifel an der Glaubwürdigkeit, aber darüber kann man getrost hinwegsehen, denn die Geschichte an sich konnte mich allein durch die witzigen Dialoge, die detailgenauen Beschreibungen der Gegend rund um den Schliersee sowie die unternommenen Wanderungen komplett begeistern.

Leider schwächte die, meiner Meinung nach etwas zu schnell zustande gekommene, Liebesbeziehung die Spannung sowie das eigentlich besonders Humorvolle dieser Geschichte dann etwas ab, sodass auch mein Interesse etwas nachließ. Doch zum Ende hin schlug die Stimmung dann dermaßen um, dass man nochmal in einen rasanten Wechsel aus Hochs und Tiefs geriet, und dann am Ende (als eingefleischter Liebesromanleser) doch ein bisschen enttäuscht zurückgelassen wird.

Mein Fazit:

"Nur einen Sommer lang" war für mich ein leichter, humorvoller Liebesroman, den man prima zwischendrin lesen kann. Ein sommerlicher, aber auch interessanter, lustiger und liebevoller Roman, der mir schöne Lesestunden bereitete. Vielleicht hätte man die Beziehung der beiden Hauptcharaktere noch ein Stück weit hinauszögern können, dann wäre es zwischendrin etwas weniger seicht gewesen, aber dennoch fühlte ich mich gut unterhalten und vergebe 4 von 5 Sternen.

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967 Bibliotheken, 39 Leser, 1 Gruppe, 98 Rezensionen

stromausfall, thriller, europa, blackout, katastrophe

BLACKOUT - Morgen ist es zu spät

Marc Elsberg
Flexibler Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.06.2013
ISBN 9783442380299
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mich hat dieses Buch irgendwie eiskalt erwischt, da ich mich eigentlich schwer tue mit derartigen Wälzern und die Thematik an sich auch erstmal eher nach viel Technik sowie Wissen klang. Allerdings schaffte der Autor es bereits auf den ersten Seiten, mich durch den interessanten Hauptcharakter Piero, zu fesseln und da ich das Buch in einer Leserunde begonnen hatte, wollte ich die einzelnen Tage, in die die jeweiligen Kapitel eingeteilt sind, auch jeweils an einem Stück lesen.

Anfangs war mir das Ausmaß eines so flächendeckenden Stromausfalls in keinster Weise bewusst, da man denkt, früher ging es ja auch irgendwie ohne Strom. Hinzu kam, dass ich nebenher noch ein Buch las, das kurz nach neunzehnhundert handelte und in dem das elektrische Licht gerade erst seinen Weg in die Haushalte fand. Was jedoch plötzlich alles nicht mehr möglich ist, wenn sich das über Tage hinzieht, wurde mir erst nach und nach bewusst. Herrschte die ersten Tage noch viel Solidarität unter den Menschen, war sich später jeder selbst der Nächste und kämpfte ums Überleben.

Mit dem Thema Smart Meter oder auch intelligente Stromzähler hatte ich mich zufällig erst wenige Monate zuvor beschäftigt, nachdem mir unser Stromanbieter diese geradezu aufzudrängen versuchte. Nun ja, ich habe meine eigene Meinung dazu und verwehre mich trotz der angepriesenen Vorteile absolut dagegen. In "Blackout: Morgen ist es zu spät" sind nun genau diese der Ausgangspunkt eines flächendeckenden Stromausfalls in ganz Europa sowie später auch auf anderen Kontinenten.

Der Leser erfährt die Geschichte aus der Sicht vieler verschiedener Charaktere, die in verschiedenen Ländern beheimatet sind, jedoch später allesamt miteinander verflochten werden. Man konnte die Personen aufgrund der Beschreibungen auch relativ schnell auseinanderhalten und insbesondere Manzano war jemand, von dem man schnell ein Bild vor Augen hatte und dessen Schicksal mich dann auch am meisten interessierte. Die Spannung stieg von Kapitel zu Kapitel mehr, was wohl auch an einigen gut platzierten Cliffhangern lag und man möchte einfach erfahren, wer hinter diesem Anschlag steckt und wie es endet.

Mein Fazit:

Pflichtlektüre! Dieses Buch muss man einfach gelesen haben! Mich lässt die Geschichte auch Wochen später noch nicht los und ich sehe so Themen wie Bevorratung, Bargeld sowie digitale Technik inzwischen mit völlig anderen Augen als vor dem Lesen dieses Romans.

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

frankreich, restaurant, kochen, liebe, erbe

French Kiss: Liebe zum Nachtisch

Marie Keller
E-Buch Text
Erschienen bei null, 27.03.2017
ISBN B06XX4D39Z
Genre: Sonstiges

Rezension:

Sophie Weber wurde gerade erst von ihrem Freund verlassen, mit dem sie eigentlich gemeinsam eine Auszeit in Australien nehmen wollte. Da sie noch einige Wochen vom Job freigestellt ist, reist sie kurzerhand nach Courvelle, einem kleinen Ort in der Nähe von Paris, um das Haus ihrer verstorbenen Großmutter zu verkaufen. Gleichzeitig hofft sie, etwas mehr über die Oma, die sie aufgrund eines alten Streits mit der Mutter nie kennenlernen durfte, zu erfahren. Das Haus, welches auch ein kleines Restaurant beherbergt, ist jedoch in heruntergekommenen Zustand und benötigt dringend eine Sanierung, um einen zahlungswilligen Käufer zu finden. Der findet sich dann doch schneller als sie denkt, aber die Liebe schmeißt sämtliche Pläne über den Haufen.

Bei diesem Buch musste ich nicht lange überlegen ob ich es lesen mag oder nicht, denn mein Interesse war bereits aufgrund des zauberhaften Covers geweckt und durch den Titelnamen ahnte ich auch sofort, dass die Geschichte in Frankreich handelt. Für mich war dies Grund genug!

Über die Hauptprotagonistin Sophie, aus deren Sicht die Geschichte beschrieben wird, erfährt man bereits auf den ersten Seiten sehr viel, sodass ich von ihr auch schnell ein gutes Bild vor Augen hatte. Sie war nach der Trennung von ihrem Freund noch nicht lange wieder in Leipzig, als sie die Nachricht von der Erbschaft erreichte und auch der Liebeskummer ist längst nicht verflogen, doch bevor sie in einigen Monaten ihre Stelle als Lehrerin wieder antreten muss, möchte sie unbedingt noch sehen, wie ihre Großmutter lebte und mehr über sie erfahren. Doch am Ende findet sie neue Freunde, beginnt die Einwohner des Ortes ins Herz zu schließen, muss Kochen lernen und gerät immer wieder in Streit mit dem Nachbarn, der auf seine erste Auszeichnung als Sternekoch wartet.

Der Einstieg in die Handlung gelang mir recht schnell, da ich natürlich neugierig war, warum Sophie ihre Großmutter nie kennenlernen durfte und auch die Eltern nicht bereit waren, ihr mehr über sie zu erzählen. Den kleinen Ort Courvelle konnte ich mir aufgrund der bildhaften Beschreibungen sehr gut vorstellen und da die Autorin es schaffte, mich mit ihrem lockeren sowie humorvollen Schreibstil zu fesseln, flog ich geradezu durch die Seiten.

Die Hauptcharaktere sowie die Nebencharaktere wurden authentisch gezeichnet und vorallem Clothilde, mit ihrer herzlichen Art, sowie Henriette, die Sophie bei der Renovierung behilflich ist, fand ich einfach herrlich und richtig gut gelungen. Die drei Frauen gaben ein super Team ab und ich habe sie wirklich ins Herz geschlossen. Jean dagegen machte mich mit seiner selbstverliebten Art stellenweise richtig wütend und wie er Sophie einige Male behandelte fand ich unmöglich. Da hätte ich mir dann von Sophie etwas mehr Sturheit sowie Trotz gewünscht.

Man sollte diesen Roman wohl eher nicht im Rahmen einer Diät lesen, das kann ich aus eigener Erfahrung berichten, denn allein beim Gedanken an Sophies Aprikosen Dessert lief mir das Wasser im Mund zusammen und ich hatte den Geruch geradezu in der Nase. Schade, dass das Rezept nicht gleich mitgeliefert wurde, aber vielleicht finde ich ja ein ähnliches. Das Ende kam mir dann fast schon etwas zu plötzlich und von mir aus hätte die Geschichte durchaus noch einige Seiten mehr haben können, da ich mich wirklich wohl fühlte in diesem liebenswerten Örtchen, das Gefühl hatte, die Einwohner seit Jahren zu kennen und auch irgendwie noch ein paar Fragen hatte bezüglich des Streits zwischen der Großmutter und der Mutter, aber vielleicht gibt es ja irgendwann doch noch ein Wiedersehen mit den Charakteren. Ich würde mich jedenfalls freuen.

Mein Fazit:

Eine wundervolle Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe und die meine Sehnsucht nach Frankreich etwas stillen konnte. Die Handlung wird spritzig und frisch erzählt, die Charaktere sind allesamt interessant und ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Die ideale Lektüre für zwischendurch!

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42 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

gardasee, urlaub, italien, liebe, landhaus

Urlaub für Fortgeschrittene

Maria Resco
E-Buch Text: 263 Seiten
Erschienen bei Amazon Publishing, 20.09.2016
ISBN 9781503995635
Genre: Romane

Rezension:

Katrin soll für ihren alten Freund und Detektiv Hermann Müller an den Gardasee reisen und dem Italiener Roberto Morone schöne Augen machen. Nach anfänglichem Zögern nimmt sie das Jobangebot an, denn sie verspricht sich gleichzeitig einige erholsame Urlaubstage. Doch dann beschließt Ehemann Paul überraschend mitzukommen und hat nebenbei noch die Nachbarn Gaby und Hanfred im Gepäck sowie die Freunde Heide und Siggi.

Nach "Urlaub für Anfänger" ist dies nun das zweite humorvolle Buch, welches ich von Maria Resco gelesen habe. Dieses Mal nahm mich die Autorin mit auf eine Reise an den Gardasee, bei der so einiges ganz anders lief als ursprünglich geplant. Und wieder durfte ich dabei sein, wenn die Nachbarn Schubert und Hollmann, die Freunde Heide und Siggi sowie Detektiv Müller sich verstricken in eine urkomische Verwechslungs- und Lügengeschichte.

Obwohl die Geschichte von so vielen unterschiedlichen Charakteren erzählt wird, hatte ich keinerlei Schwierigkeiten reinzukommen und hatte auch sofort wieder ein klares Bild der Protagonisten vor Augen. Vielleicht lag das auch ein bisschen daran, dass die beiden Töchter der Schuberts dieses Mal komplett außen vor blieben. Dadurch dass alle Charaktere ihre Marotten sowie Eigenheiten weiter ausgebaut haben, konnte man sie auf Anhieb unterscheiden und wusste auch sofort, wer gemeint war.

Die Story kann aufgrund kurzer Rückblenden zwar für sich alleine gelesen werden, aber ich würde trotzdem dazu raten, mit dem 1. Band zu beginnen, da man einige Pointen so wesentlich besser versteht und auch die Feinheiten einiger Protagonisten besser kennenlernt. Für mich war das ein bisschen wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten, sodass ich das Buch innerhalb weniger Tage verschlungen hatte. Insbesondere über Gabys Irrglaube, was den Urlaubsort angeht, habe ich mich köstlich amüsiert und die ganze Handlung an sich wirkte auch etwas ausgereifter als noch beim Vorgänger.

Ich hatte aufgrund der gelungenen Beschreibungen des Gardasees und seiner Umgebung ein sehr klares Bild vor Augen und fand die urkomisch erzählten Missverständnisse herrlich erfrischend. Einmal angefangen fiel es mir auch schwer, das Buch zur Seite zu legen, sodass ich viel zu schnell ans Ende kam.

Mein Fazit:

Wer eine humorvolle, lockere Lektüre für zwischendurch sucht, bei der man wunderbar abschalten kann, ist mit dieser Geschichte gut beraten. Ich habe jedenfalls Tränen gelacht und nehme als nächstes direkt den dritten Band der Reihe zur Hand.

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39 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

erster weltkrieg, nachkriegszeit, historischer roman, hunger, kriegstraumata

Heldenflucht

Jan Kilman
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.03.2017
ISBN 9783453438378
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Kriegsberichterstatterin Agnes Papen verbringt einige Wochen bei ihrem kranken Onkel in einem kleinen Eifeldorf. Die Region ist gezeichnet vom Krieg, Nahrungsmittel sind nur schwer zu bekommen und in der ansässigen Tuchfabrik wird jede anpackende Hand gebraucht. Die Einwohner sind dabei, als das elektrische Licht beginnt in den Häusern für Helligkeit zu sorgen, sorgen sich jedoch gleichzeitig vor dem nächsten Winter, da sämtliche Vorräte längst aufgebraucht sind. Als plötzlich ein stummer französischer Soldat im Dorf auftaucht, möchten die Einwohner ihn am liebsten so schnell wie möglich vertreiben, doch Agnes schafft es ihn gemeinsam mit dem Händler Lieberstock, dem Arzt Hermann Brosch sowie dem jungen Franz in Sicherheit zu bringen. Doch nachdem im Dorf immer mehr Gewalttaten passieren, steht für die Einwohner der Täter sofort fest.

Da ich seit Langem schon neugierig bin auf historische Krimis, wollte ich diesen Roman, welcher im Jahre 1918 handelt, unbedingt lesen und war auch bereits nach wenigen Seiten gefesselt. Dennoch dauerte es etwas, bis mich die Geschichte richtig packen konnte, da die vielen Perspektivwechsel anfangs eher störten und auch vom Aufbau her, war dieses Buch nicht vergleichbar mit typischen Krimis.

Erzählt wird die Handlung aus sehr vielen verschiedenen Sichten, sodass man die Einwohner zwar schnell kennenlernt, aber als Leser fand ich Agnes Papen schlichtweg am interessantesten, weshalb mich die anderen Charaktere zuerst mal kaum interessierten. Schnell wurde jedoch klar, dass auch diese eine wichtige Rolle einnehmen und je mehr man nach und nach über sie erfuhr, desto spannender wurde auch dieses Buch und desto mehr konnte man auch die bedrückende Stimmung der damaligen Zeit nachempfinden. Die abgedruckten Feldpostbriefe am Ende jeden Kapitels taten ihr Übriges dazu.

Den ruhigen sowie bildhaften Schreibstil fand ich sehr angenehm. Man konnte sich sowohl dieses kleine Dorf, als auch die beschriebenen Charaktere allesamt gut vorstellen und nachdem ich mich durch die ersten etwas zähen Kapitel erstmal durchgearbeitet hatte, begann mich die Story auch richtig zu packen. Dennoch würde ich das Buch nicht unbedingt als Kriminalroman einordnen, da es vordergründig um die verschiedenen Schicksale der Bewohner geht und erst zum Ende hin, nimmt die Geschichte eine überraschende Wendung ein, die mich erstmal sprachlos zurückließ. Ich hatte mit diesem Schluss so gar nicht gerechnet, fand ihn jedoch heftig und hätte mir auch in den vorherigen Kapiteln im Nachhinein etwas mehr Nervenkitzel in dieser Form gewünscht.

Mein Fazit:

Jan Kilmans "Heldenflucht" konnte mich begeistern und durch die vielen eingearbeiteten geschichtlichen Details absolut überzeugen. Trotzdem sollte man bei diesem Buch keinen klassischen Krimi erwarten, denn im Vordergrund stehen eher die Schwierigkeiten der Protagonisten in der damaligen Zeit sowie die Nachwirkungen eines schrecklichen Krieges.

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111 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

mars, science fiction, überleben, mark watney, nasa

Der Marsianer

Andy Weir ,
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.09.2015
ISBN 9783453316911
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Zu dieser Geschichte wurde wahrscheinlich bereits alles gesagt, was gesagt werden musste. Man muss sie einfach gelesen haben! Ich habe mich lange Zeit davor gescheut, da ich eigentlich überhaupt kein Fan dieses Genres bin und mich auch nie allzu sehr für Astronomie oder Raumfahrt interessierte. Dennoch konnte mich das Buch bereits auf den ersten Seiten begeistern, weil ich den trockenen Humor Watneys so herrlich fand, und er ist einfach ein wahnsinnig toller Kerl.

Mark Watney bleibt nach einem Unfall, bei dem die Crewmitglieder ihn für tot hielten, alleine auf dem Mars zurück. Eigentlich ein hoffnungsloses Unterfangen, doch er käme nie auf die Idee zu verzagen, beginnt sofort sämtliche Lösungsansätze abzuwägen und berechnet wie lange er mit den Nahrungs- sowie Wasservorräten durchhalten würde - Weiß er doch, dass die nächste Mission erst in einigen Jahren ansteht.

Am Anfang hatte ich einige Schwierigkeiten mit den vielen technischen Details und brauchte ein Weilchen, bis ich richtig reinkam. Es ist auch keine Geschichte, die man einfach mal so locker nebenher liest, da man sich schon wahnsinnig konzentrieren muss, um sich das halbwegs bildlich vorstellen zu können. Ursprünglich wollte ich das Buch in einer Leserunde lesen, sodass ich mich von einem Leseabschnitt zum nächsten hangelte, dabei mehrere Wochen brauchte und kaum hinterherkam, aber ich wollte natürlich unbedingt wissen, wie es Mark ergehen wird und ob seine Idee, Kartoffeln zu züchten, fruchtet. Hinzu kam dieser herrliche Sarkasmus, mit dem er seine eigene Situation immer wieder beschrieb, sodass ich nie auf die Idee gekommen wäre, das Buch abzubrechen. Stellenweise habe ich wirklich Tränen gelacht.

"Mein heutiger Tag begann mit einer Kartoffel, die ich mit etwas Marskaffee hinuntergespült habe. So nenne ich heißes Wasser mit einer aufgelösten Koffeinpille. Der echte Kaffee ist mir schon vor Monaten ausgegangen." (Zitat S. 366)

Ab und zu enthält das Buch schon sehr viele Details für Technikbegeisterte sowie Naturwisschenschafts-Freaks, aber auch Ahnungslose (wie ich) kommen bei diesem Buch voll auf ihre Kosten, denn ich habe stattdessen meinen Fokus mehr auf Mark gerichtet, fühlte mit super unterhalten durch seine Eintragungen ins Logbuch sowie die Unterhaltungen seiner Vorgesetzten.

Mein Fazit:

Ein wahnsinnig tolles Buch, das jeder selbst gelesen haben sollte. Auch die Nicht-Science-Fiction-Leser werden von dieser Geschichte begeistert sein und sollten auf jeden Fall mal rein lesen! Mark Watney wird sein Übriges tun, sodass ihr spätestens nach einigen Seiten beeindruckt sein werdet und das Buch nie wieder weglegen möchtet.

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28 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

liebe, das leben zwischen jetzt und hier, arzt, familie, mode

Das Leben zwischen Jetzt und Hier

Cara Mattea
Flexibler Einband: 404 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 20.04.2017
ISBN 9783743176027
Genre: Romane

Rezension:

Emilia musste für ihr Medizinstudium nach Berlin ziehen, fühlt sich jedoch bei ihrer Mitbewohnerin alles andere als willkommen. Es fällt ihr schwer Freunde zu finden und die Einsamkeit in der Großstadt macht ihr zu schaffen. Das ändert sich auf einen Schlag, als sie den Modedesign-Studenten Leo kennenlernt. Dieser betreibt mit seinen Freunden, zu denen auch Emilias Mitbewohnerin Ivana zählt, ein kleines Modelabel. Leo ist durch sein Studium, das Label sowie seinen Nebenjob in einem Café stark eingespannt, aber dennoch verbringt er viel Zeit mit Emilia und die Beiden fühlen sich zueinander hingezogen. Doch so schnell wie sich Emilia und Leo ineinander verlieben, so schnell droht aufgrund Leos schwieriger Vergangenheit sowie einem schweren Schicksalsschlag alles wieder zu zerbrechen.

"Ich schüttele mich leicht und würde am liebsten losheulen, während ich das Licht lösche und in den Flur trete. Will das alles nicht mehr und gestehe mir plötzlich ein, dass ich mich Hals über Kopf verknallt habe. In einen Kerl, der eine ganze Nummer zu groß für mich ist." (Zitat Pos. 1552)

Nachdem ich die letzten Monate kaum Zeit zum Lesen hatte oder mir schlichtweg die Lust fehlte, da ich ständig mit Müdigkeit kämpfte, griff ich schließlich zu diesem Debüt von Cara Mattea und vermutete eine locker leichte Liebesgeschichte. Bereits auf den ersten Seiten merkte ich dann jedoch schnell, dass dies ein Buch ist, welches mir emotional sehr nahe gehen würde.

Mila mochte ich mit ihrer zurückhaltenden Art sofort und ich konnte auch gut nachvollziehen, wie schwer es ihr fällt, sich einzuleben in dieser Metropole. Ihr Bruder arbeitet zwar als Arzt an der Berliner Charité, hat jedoch neben Beruf und Familie wenig freie Zeit. Ihre Mitbewohnerin Ivana macht Mila mit ihrer abweisenden Art das Einleben zusätzlich schwer, sodass sie sich größtenteils in ihrem kleinen WG-Zimmer einigelt oder sich auf ihr Studium konzentriert.

Leo erweist sich als Retter, denn er zeigt ihr die schönsten Ecken Berlins und spannt sie oftmals im Modelabel mit ein, sodass sie dort neue Freunde findet und beginnt sich wohl zu fühlen. Mit Leos Wahl des Studiums hatte ich stellenweise meine Probleme, da er so ganz anders erscheint als die Modedesigner, die man aus der Presse und dem Fernsehen kennt. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mich mit aktueller Mode oder den Laufstegen so gut wie gar nicht beschäftige. Die Autorin erklärt zwar vieles diesbezüglich, sodass es auch Laien nachvollziehen können, aber mir war das ab und zu dann doch etwas zu langatmig.

Da die Geschichte sowohl aus der Sicht von Emilia als auch aus der Sicht von Leo erzählt wird, fühlte ich mich den Protagonisten sehr nah und verstand sowohl Emilias Sorgen als auch Leos innere Konflikte gut. Cara Mattea erzählt all dies in bildhaftem Schreibstil, voller Emotionen und mit wundervollen Schauplätzen. Mich konnte die Handlung durch die vielfältigen Themen und die besonderen Charaktere sofort fesseln und ich fand es toll, die Zwei auf ihrem gemeinsamen Weg zu begleiten. Was mir auch unheimlich gefiel, waren die Beschreibungen der Berliner Charité, denn während ich dieses Buch las, lief im Fernsehen die Serie über die Anfänge der Charité, mit ihren herausragenden Persönlichkeiten, die heute noch vielen ein Begriff sind. Ich hatte einen tollen Vergleich zwischen damals und heute, sodass ich die Entwicklungen der Medizin wahnsinnig beeindruckend fand. Zudem bekommt man auch in etwa eine Ahnung davon, wie stressig der Krankenhaus-Alltag oftmals ist und was Ärzte sowie Pflegekräfte leisten müssen.

Mein Fazit:

Mit "Das Leben zwischen Jetzt und Hier" ist Cara Mattea eine tiefgründige Geschichte gelungen, die mir wirklich nahe ging und die mich noch lange Zeit beschäftigen wird. Einige Stellen hätte man vielleicht etwas weniger ausschweifend erzählen können, aber ansonsten fand ich die Handlung stimmig und besonders zum Ende hin absolut passend. Auf die geplante Fortsetzung freue ich mich jetzt schon!

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55 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

liebe, sommer, thrill, kolibriküsse, barbara schinko

Kolibriküsse

Barbara Schinko
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 04.08.2016
ISBN 9783646602456
Genre: Liebesromane

Rezension:

So sehr mir das Cover auch gefiel, die Geschichte an sich hat mich dann doch sehr zwiegespalten zurückgelassen. Dabei begann die Handlung so vielversprechend und locker, dass ich eine leicht lesbare Liebesgeschichte vermutete, aber besonders zum Ende hin wurde das Ganze immer schräger und die Charaktere begannen mich mehr und mehr zu nerven, sodass ich die Geschichte wahrscheinlich abgebrochen hätte, wenn sie einige Seiten länger gewesen wäre.

Kenzie ist eine taffe junge Frau, die eigentlich gar nicht so recht nachvollziehen kann, warum sie nun ausgerechnet zu ihrer Schwester ziehen soll, wo diese doch ohnehin zu wenig Platz und Zeit für sie hat. In ihrer neuen Schule fühlt sie sich anfangs völlig fehl am Platz, da ihre Kleidung nicht so recht passend erscheint, freundet sich jedoch schnell mit Sarah an, die ihr dann auch eine Einweisung gibt, was die verschiedenen Freundesgruppen der Schule betrifft.

Über Josh kann ich seltsamerweise wenig sagen, da er mir beinahe fremd blieb. Er macht sowohl um seine Vergangenheit als auch um seine Familie und sich selbst ein Riesen-Geheimnis und nur nach und nach kommen einige Dinge ans Licht, was ihn mir allerdings auch nicht unbedingt sympathischer machte.

Obwohl das Buch anfangs so vielversprechend begann, konnte es mich letztenendes leider bis zum Ende hin nicht packen, da das Ganze auch immer abstruser wurde. Es war nicht schwer, zu erahnen dass diese Geschichte zum Ende hin diese seltsame Wendung nehmen würde, da die Anzeichen schon sehr offensichtlich waren. Was mich jedoch wahnsinnig störte an der ganzen Handlung, war Kenzies Verhalten, da sie immer wieder im Haus von Josh und seinem Onkel rumschnüffelt, als sei es das Normalste der Welt, und auch so offensichtlich mit ihm flirtet, dass es beinahe schon peinlich ist. Von Josh kommt dagegen ziemlich wenig zurück, sodass ich oftmals dachte: Warum rückt sie ihm immer wieder so auf die Pelle, wenn er sie doch offensichtlich nur als Freundin sieht?

Der Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen, aber dadurch dass die Unterhaltungen der beiden Hauptcharaktere so schleppend verlaufen, kommt leider auch wenig Spannung auf. Interessanter fand ich dagegen die Erzählungen Kenzies, über die Zeit bevor sie zu ihrer Schwester zog. Ich wollte die Geschichte hauptsächlich nebenher lesen, aber oftmals hatte ich bereits nach wenigen Seiten genug und schloss das E-Book wieder.

Mein Fazit:

Vielleicht war ich einfach die falsche Zielgruppe für diese Geschichte, da mich weder die Charaktere noch die Handlung richtig begeistern konnten. Mir erschien das alles etwas zu fad und auch die merkwürdige Wendung zum Ende hin, wollte für mich nicht so richtig dazu passen. Ich habe lange überlegt, wieviele Sterne ich hierfür vergebe, da ich das erste Drittel richtig gut und vielversprechend fand, danach jedoch mehr und mehr genervt war von der Story. Allerdings würde ich sicherlich erneut zu einem Buch der Autorin greifen, sodass ich letztenendes eher zu drei statt zwei Sternen tendierte.

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58 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

liebe, schwangerschaft, geheimnisse, leukämie, selbstmord

Tage mit dir

Kate Dakota
E-Buch Text: 298 Seiten
Erschienen bei Forever, 12.08.2016
ISBN 9783958181328
Genre: Liebesromane

Rezension:

Falk, der dringend eine Auszeit benötigt, um ein schlimmes Erlebnis zu verarbeiten, trifft auf die schwangere Dänin Minje, die sich vor ihrer Familie versteckt. Er merkt schnell, dass sie in großen Schwierigkeiten steckt und möchte ihr helfen, doch Minje verrät ihm nichts über den Grund ihrer Flucht. Dabei trägt sie ein Geheimnis mit sich herum, dass ihrer beider Leben für immer verändern wird.

Als ich das Cover sowie den Klappentext dieser Geschichte das erste Mal sah, war ich eigentlich der Meinung, dass es sich um eine lockere Liebesgeschichte mit interessanten Protagonisten handelt, doch dieses Buch war soviel mehr, dass ich mir mit der Rezension einfach Zeit lassen musste. Ich musste das alles erst etwas sacken lassen, sodass dazwischen letztenendes viele Wochen lagen, aber selbst jetzt rückblickend merke ich nach wie vor, wie sehr mich das Gelesene immer noch beschäftigt. Die Geschichte beinhaltet viele Schicksalsschläge und dennoch, oder vielleicht auch gerade deswegen, versprüht sie jede Menge Optimismus, Lebensfreude und Hoffnung, sodass sie mich wahnsinnig berührt hat.

Falk musste mitansehen, wie ein Kollege sich das Leben nahm und sieht daraufhin keinen Sinn mehr darin, lediglich für den Beruf als Broker zu schuften. Er beschließt eine Auszeit zu nehmen und nur mit dem Nötigsten ausgestattet entlang der Mosel zu wandern.

Minje stammt aus einer wohlhabenden Rennfahrer-Familie, möchte jedoch keinesfalls von ihrer Familie gefunden werden. Da sie ihre Kreditkarte deshalb nicht benutzen darf, bittet sie Falk ihm etwas Geld zu leihen. Dieser möchte sie in ihrem Zustand jedoch nicht so einfach alleine ziehen lassen und besorgt ihr deshalb einen Schlafplatz. Minje beschließt Falk ein Stück seines Weges zu begleiten.

Die Geschichte wird sowohl aus der Sicht von Falk und Minje erzählt, als auch aus der Sicht von Minjes Familienangehörigen, die jeder für sich eigene Probleme zu bewältigen haben. Ich fand das alles zwar sehr spannend, aber stellenweise waren mir das doch schon etwas zu viele verschiedene Baustellen. Am Ende ergab das alles zwar durchaus Sinn, aber mich interessierte vordergründig wie es mit Falk und Minje weitergeht, sodass ich die Probleme ihres Vaters sowie ihres Bruders erstmal zweitrangig fand. Dennoch mochte ich die Charaktere allesamt und fand die Handlung insgesamt auch realistisch beschrieben.

Das Buch hat mich alles in allem doch sehr bewegt und berührt. Das Ende passte meiner Meinung nach zwar gut zur Story, wirkte mir dann allerdings zu konstruiert. Ich denke im wahren Leben hätte man da doch etwas anders entschieden oder die Charaktere wären anders damit umgegangen. Positiv erwähnen möchte ich noch die großartig beschriebenen Handlungsorte Koblenz, Stockholm sowie Monte Carlo, über die man in dieser Geschichte viele wissenswerte Dinge erfahren konnte.

Mein Fazit:

Ein sehr gelungenes Buch, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Ich möchte das Buch jedem ans Herz legen, der hochemotionale und romantische Liebesgeschichten mag und den Glauben an die wahre Liebe und das Schicksal noch nicht verloren hat. Obwohl die Geschichte durchaus stellenweise nachdenklich stimmt, ist der Roman überwiegend heiter und vor allem aufmunternd. Er ist ein Plädoyer dafür, jeden Tag zu genießen und seine Träume zu verwirklichen.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Das Model und der Walflüsterer

Ava Lennart
E-Buch Text
Erschienen bei www.avalennart.com, 14.11.2016
ISBN B01MTNJ3DE
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das erste Zusammentreffen von Elle und dem Walforscher Alexander verläuft alles andere als freundlich, allerdings ist Alexanders bester Freund ausgerechnet ein ehemaliger Bekannter von Elle. Neil ist ein ziemlicher Weiberheld, der nichts anbrennen lässt, und so versucht er auch prompt bei Elle sein Glück. Elle genießt sein Werben, findet jedoch Alexander wesentlich interessanter und da beide deutsche Wurzeln haben, freundet sie sich auch schnell mit Alexanders Eltern an, die ein Restaurant mit deutscher Küche dort leiten. Als die Vergangenheit beide jedoch einholt, rückt eine Beziehung in weite Ferne.



Bei diesem Buch fühlte ich mich sofort vom wunderschönen Cover angesprochen und so freute ich mich sehr, dass ich die Geschichte im Rahmen einer Blogtour lesen durfte. Alleine der Handlungsort Vancouver versprach bereits eine passende Unterhaltung für verregnete Wintertage.


Elle kennt sich als ehemaliges Model gut in der Modebranche aus und hat nun in Vancouver ein kleines Modelabel aufgebaut. Als ein chinesischer Investor sie unterstützen möchte, hofft sie endlich richtig Fuß zu fassen mit ihrem Unternehmen. Als ihre Tochter beschließt im Restaurant von Alexanders Eltern auszuhelfen, ist sie froh, dass dieser sich so fürsorglich um ihre Tochter kümmert und schnell wird ihr klar, dass sie ihn völlig falsch eingeschätzt hat.


Alexander versucht sich mit jeder Menge Arbeit von einem Erlebnis in seiner Vergangenheit abzulenken. So hilft er oft im elterlichen "The Heidelberg" aus, organisiert Bootstouren für Touristen um die Wale zu beobachten, macht Vorlesungen an der Uni und forscht nebenher noch im Aquarium von Vancouver über die Meeressäuger.


Mir waren die beiden Hauptcharaktere schnell sympathisch, dennoch schafften sie es leider nicht, mich richtig mitzureißen sowie zu berühren. Elle erschien mir oftmals etwas oberflächlich, da sie sich ständig um ihre Figur sorgt und auch andere eher nach Äußerlichkeiten einordnet. Gleichzeitig konnte ich auch nicht so recht verstehen, warum sie sich seit Jahren die Spielchen ihres Exfreundes gefallen lässt.


Ich konnte durch den flüssigen und lockeren Schreibstil prima in die Geschichte abtauchen und fand auch die Beschreibungen des Handlungsorts Vancouver, verbunden mit der Geschichte deutscher Auswanderer, sehr informativ. Obwohl das Ende in einem gewissen Rahmen vorhersehbar war, konnten mich doch einige Zusammenhänge in der Geschichte komplett überraschen, allen voran Alexanders Vergangenheit.


Mein Fazit:


Alles in allem enthält diese Geschichte genau die richtigen Zutaten für viel Gefühl, Herzschmerz und ein fesselndes Leseerlebnis. Da ich jedoch einige Schwierigkeiten mit den Charakteren hatte, konnte es mich leider zu wenig berühren und wird mir nicht allzu lange in Erinnerung bleiben. Dennoch ist es eine nette 3 Sterne Lektüre für zwischendurch.

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140 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 62 Rezensionen

krebs, roadtrip, tumor, liebe, krankheit

Mein schlimmster schönster Sommer

Stefanie Gregg
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 17.02.2017
ISBN 9783746633213
Genre: Romane

Rezension:

Isabel wird nach einem Klinikaufenthalt mit den Worten entlassen, sie soll doch nochmal verreisen, bevor sie sich erneut in Behandlung begibt. Eigentlich überhaupt nicht ihre Art, so spontan Dinge zu tun, ohne genaue vorherige Planung. Doch nun wurde ihr ein Tumor prognostiziert und als sie einen alten VW Bully sieht, der verkauft werden soll, fasst sie innerhalb weniger Minuten den Entschluss nach Südfrankreich zu reisen. Da der Besitzer Rasso jedoch zuvor noch einiges erledigen muss, wird daraus eine ereignisreiche Reise und Isabels schlimmster schönster Sommer.

Ich liebe Roadtrip-Romane und nachdem ich das Cover dieses Buches sah, mit dem VW Bully vorne drauf, stand für mich fest, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Nun, die Handlung verlief dann doch etwas anders, als ich es erwartet hatte, aber begeistern konnte mich diese Geschichte dennoch.

Isabel lebt in einer festen Beziehung, aber so richtig glücklich ist sie mit ihrem Partner schon lange nicht mehr. Es hat eher was von einer Zweckgemeinschaft, beide leben für ihre Arbeit, und Ehe oder Kinder waren nie ein Thema. Mit Isabels Erkrankung kann ihr Freund absolut nicht umgehen, sodass sie kurzerhand beschließt einfach alleine zu verreisen. Doch dann kommt alles ganz anders, denn sie findet in Rasso, der sie eigentlich nur kurz begleiten wollte, bevor sie alleine nach Südfrankreich fährt, einen wahren Freund, lernt weitere außergewöhnliche Menschen kennen und lernt viel über sich selber während dieser Reise.

Die beiden Hauptcharaktere Isabel sowie Rasso geben ein sehr gegensätzliches Paar ab, aber ich mochte sie auf Anhieb und konnte auch gut nachvollziehen, was in Isabels Kopf vorgeht, nachdem sie diese niederschmetternde Diagnose erhalten hat. Auch Rasso fand ich sehr realistisch dargestellt und seine Wandlung während dieser Geschichte überzeugten mich gänzlich. Bisher lebte er für seinen Traum Musiker zu werden, es fehlte jedoch immer das nötige Kleingeld und so hielt er sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, genoss seine Freiheit und versuchte seine Träume zu verwirklichen.

Eigentlich hatte ich aufgrund des Klappentextes sowie den ersten Seiten eine eher traurige Geschichte erwartet und war anfangs etwas enttäuscht, dass dieses Buch oftmals so lustig war. Stellenweise war mir das fast schon etwas zu viel des Guten und ich vermisste die Ernsthaftigkeit, die tiefgründigen Gespräche oder auch bedrückende Momente. Ab und an gab es all das auch, aber oftmals waren mir die Szenen einfach zu albern, die Nebencharaktere zu schräg oder auch die Themen zu belanglos. Dennoch mochte ich diesen Roman und fand ihn unterhaltsam. Naja, und da das Ende dann doch sehr passend war, sah ich vieles auch etwas weniger kritisch im Nachhinein. Die Geschichte soll eher die Leichtigkeit einer unbeschwerten Reise vermitteln und vielleicht auch zum Nachdenken anregen, was ihr dann letztendlich auch gut gelang.

Die Handlung ist abwechslungsreich und teilweise urkomisch beschrieben, sodass keine Langeweile aufkommt, aber besonders am Anfang empfand ich die vielen "glücklichen Zufälle" doch eher unglaubwürdig. Das legte sich jedoch dann urplötzlich und dadurch konnte mich das Ganze auch wesentlich mehr fesseln.

Mein Fazit:

Mich konnte "Mein schlimmster schönster Sommer" trotz einiger Kritikpunkte gut unterhalten. Die Tiefgründigkeit blieb bei der Fülle an merkwürdigen Geschehnissen leider etwas auf der Strecke, aber als lockere Lektüre für zwischendurch passte es ganz gut.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

schottland, highlands, dramatik, familie, liebe

Highlanderinnen küsst man nicht

Dana S. Jacob
E-Buch Text
Erschienen bei null, 17.09.2016
ISBN B01LWKUG14
Genre: Liebesromane

Rezension:

Musiker Tom braucht unbedingt eine Auszeit, da er eine wichtige Entscheidung fällen muss. Er versteckt sich bei dem schweigsamen Ainsley und knüpft schnell Kontakte zu den Einwohnern der Gegend. Besonders über die stolze Schottin Fiona möchte er mehr erfahren, sodass er mit einer Notlüge versucht sie näher kennenzulernen. Fiona managt das Pub der Famile und versucht gleichzeitig ein umstrittenes Staudammprojekt zu verhindern. Die Beiden kommen sich schnell näher, doch Toms Geheimniskrämerei droht alles zu zerstören.

"Highlanderinnen küsst man nicht" durfte ich im Rahmen einer Blogtour lesen, und da ich Schottland wahnsinnig interessant finde, habe ich mich bereits auf den ersten Seiten in dieser Geschichte wohl gefühlt. Was wohl auch zu einem großen Teil daran lag, dass hier sowohl die Protagonisten als auch die Handlungsorte sehr authentisch beschrieben wurden.

Die Hauptcharaktere Fiona sowie Tom, aus deren Sicht das Ganze erzählt wird, fand ich direkt sympathisch und ich wahr natürlich neugierig, wovor Tom davongelaufen ist. Lediglich sein bester Freund weiß, wo er sich aufhält und selbst Fiona verschweigt er den wahren Grund seines Versteckspiels. Dabei arbeitet die Zeit gegen ihn und er muss dringend eine Entscheidung treffen.

Die Geschichte lässt sich leicht und flüssig lesen, ist spannend und oftmals auch ziemlich humorvoll. Insbesondere Fionas Familie fand ich bereits nach wenigen Seiten so herzerfrischend, dass ich natürlich wissen wollte, wie das Ganze weitergeht. Die Handlung an sich ist nicht sonderlich anspruchsvoll und teilweise auch leicht vorhersehbar, aber mich hat dieses Buch sofort mitgenommen und auch die Beschreibungen Schottlands machten es für mich interessant.

Was die Liebesbeziehung zwischen Fiona und Tom angeht, so ging mir das alles etwas zu schnell und ich hätte mir die Herangehensweise da etwas ausführlicher und frecher gewünscht. Es wirkte einfach etwas überhastet, was sich dann zwar schnell wieder gibt, aber da hätten der Geschichte ein paar Seiten mehr durchaus gut gestanden.


Mein Fazit:

Mit "Highlanderinnen küsst man nicht" ist der Autorin ein lesenswertes Debüt gelungen, bei dem man wunderbar abschalten und entspannen kann. Mal abgesehen von einigen wenigen Kritikpunkten, konnte mich diese Geschichte vollkommen überzeugen und ich würde mich über weitere Bücher von Dana S. Jacob freuen. Eben einfach ein Wohlfühlbuch!

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756 Bibliotheken, 19 Leser, 2 Gruppen, 103 Rezensionen

mars, science fiction, überleben, astronaut, andy weir

Der Marsianer

Andy Weir , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 509 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.10.2014
ISBN 9783453315839
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Zu dieser Geschichte wurde wahrscheinlich bereits alles gesagt, was gesagt werden musste. Man muss sie einfach gelesen haben! Ich habe mich lange Zeit davor gescheut, da ich eigentlich überhaupt kein Fan dieses Genres bin und mich auch nie allzu sehr für Astronomie oder Raumfahrt interessierte. Dennoch konnte mich das Buch bereits auf den ersten Seiten begeistern, weil ich den trockenen Humor Watneys so herrlich fand, und er ist einfach ein wahnsinnig toller Kerl.

Mark Watney bleibt nach einem Unfall, bei dem die Crewmitglieder ihn für tot hielten, alleine auf dem Mars zurück. Eigentlich ein hoffnungsloses Unterfangen, doch er käme nie auf die Idee zu verzagen, beginnt sofort sämtliche Lösungsansätze abzuwägen und berechnet wie lange er mit den Nahrungs- sowie Wasservorräten durchhalten würde - Weiß er doch, dass die nächste Mission erst in einigen Jahren ansteht.

Am Anfang hatte ich einige Schwierigkeiten mit den vielen technischen Details und brauchte ein Weilchen, bis ich richtig reinkam. Es ist auch keine Geschichte, die man einfach mal so locker nebenher liest, da man sich schon wahnsinnig konzentrieren muss, um sich das halbwegs bildlich vorstellen zu können. Ursprünglich wollte ich das Buch in einer Leserunde lesen, sodass ich mich von einem Leseabschnitt zum nächsten hangelte, dabei mehrere Wochen brauchte und kaum hinterherkam, aber ich wollte natürlich unbedingt wissen, wie es Mark ergehen wird und ob seine Idee, Kartoffeln zu züchten, fruchtet. Hinzu kam dieser herrliche Sarkasmus, mit dem er seine eigene Situation immer wieder beschrieb, sodass ich nie auf die Idee gekommen wäre, das Buch abzubrechen. Stellenweise habe ich wirklich Tränen gelacht.

"Mein heutiger Tag begann mit einer Kartoffel, die ich mit etwas Marskaffee hinuntergespült habe. So nenne ich heißes Wasser mit einer aufgelösten Koffeinpille. Der echte Kaffee ist mir schon vor Monaten ausgegangen." (Zitat S. 366)

Ab und zu enthält das Buch schon sehr viele Details für Technikbegeisterte sowie Naturwisschenschafts-Freaks, aber auch Ahnungslose (wie ich) kommen bei diesem Buch voll auf ihre Kosten, denn ich habe stattdessen meinen Fokus mehr auf Mark gerichtet, fühlte mit super unterhalten durch seine Eintragungen ins Logbuch sowie die Unterhaltungen seiner Vorgesetzten.

Mein Fazit:

Ein wahnsinnig tolles Buch, das jeder selbst gelesen haben sollte. Auch die Nicht-Science-Fiction-Leser werden von dieser Geschichte begeistert sein und sollten auf jeden Fall mal rein lesen! Mark Watney wird sein Übriges tun, sodass ihr spätestens nach einigen Seiten beeindruckt sein werdet und das Buch nie wieder weglegen möchtet.

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75 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

liebe, blind, autismus, silly millie, gefühle

Mein Himmel in deinen Händen

Amy Harmon , Corinna Wieja
Flexibler Einband
Erschienen bei INK ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.10.2016
ISBN 9783863960995
Genre: Liebesromane

Rezension:

David Taggert hat bereits eine schwierige Vergangenheit hinter sich, als er die blinde Millie kennenlernt, aber angesichts dessen, womit sich Millie tagtäglich auseinandersetzen muss, ist sein Leben momentan eher einfach. Tagg ist sofort hingerissen von ihr, und je näher er sie kennenlernt, desto mehr schließt er sie, sowie ihren autistischen Bruder, in sein Herz. Dennoch sucht er von einem Tag auf den anderen das Weite und lässt Millie lediglich einige besprochene Kassetten da, die ihr eine Erklärung über sein Verschwinden liefern sollen. Millie sucht Hilfe bei Davids bestem Freund Moses. und gemeinsam mit dessen Frau versuchen sie eine logische Erklärung für Taggs Verschwinden zu finden.

Dass es sich bei "Mein Himmel in deinen Händen" um eine Fortsetzung handelt, war mir leider anfangs überhaupt nicht bewusst und ich hätte mich schon gefreut, wenn darauf im Klappentext oder der Beschreibung irgendwie Bezug genommen worden wäre. Ich konnte die Handlung zwar auch ganz gut ohne Vorkenntnisse nachvollziehen, aber normalerweise lese ich solche Geschichten schon gerne der andgedachten Reihenfolge nach. Man versteht die Zusammenhänge der Handlung zwar auch aufgrund der eingebauten Rückblicke, aber nun weiß ich viel zu viel über die vergangenen Geschehnisse, um noch großartig Lust auf den 1. Band zu verspüren. Ich möchte ihn zwar trotzdem gerne noch lesen, aber ich denke, damit werde ich mir auf jeden Fall noch Zeit lassen, damit ich das Gelesene eventuell doch wieder vergessen habe, bis dahin.

David mochte ich unwahrscheinlich gerne, da er für mich den perfekten Traummann verkörperte. Er ist humorvoll, charmant, sportlich und kann super mit Kindern umgehen (auch mit so einem schwierigen Fall, wie es Henry einer ist). Seine bewegte Vergangenheit in Bezug auf Frauen habe ich irgendwie bewusst ausgeblendet, da ich ihn mir absolut nicht als Aufreißer vorstellen konnte. Dazu wirkte er auf mich einfach zu fürsorglich, vorsichtig und besorgt.

Millie hat sich gemeinsam mit ihrem Bruder perfekt eingerichtet. Sie ergänzen sich prima und helfen sich gegenseitig wo es nur geht. Aufgrund einer Krankheit ist sie seit vielen Jahren blind, hat sich jedoch ganz gut damit arrangiert und strahlt jede Menge Lebensmut und Freude für die kleinen Dinge des Alltags aus.

Obwohl ich diese Geschichte wirklich sehr genossen habe, kam ich nur langsam vorwärts. Vermutlich lag es am Schreibstil, der schon recht gewöhnungsbedürftig war, da man einerseits durch die Kassetten-Aufnahmen stets das Gefühl hat, dass Tagg anwesend ist und der zweite Strang wurde seltsamerweise nicht von Millie direkt, sondern von Moses erzählt. Dennoch fühlte ich mich mit Millie verbunden und konnte gut nachvollziehen, was in ihr vorging. Gleichzeitig mochte ich den emotionalen und zugleich bildhaften Schreibstil sehr und möchte unbedingt weitere Bücher von Amy Harmon lesen.

Im Verlauf des Buches kann man in etwa erahnen, was der Grund für Taggs Flucht ist, aber ich fand es spannend bis zum Ende und fand den Schluss dann auch sehr stimmig.

Mein Fazit:

Ein wundervolles Buch, das mich noch lange beschäftigen wird, da ich die Hauptcharaktere innerhalb kürzester Zeit ins Herz geschlossen hatte und auch die Thematik Blindheit sowie Autismus sehr interessant fand. Der Schreibstil bereitete mir einige Schwierigkeiten, aber zu dieser Gesamthandlung passte das alles genau so, wie es gedacht war.

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51 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

perspektivlosigkeit, landleben, mecklenburg-vorpommern, milchbauern, sommer

Niemand ist bei den Kälbern

Alina Herbing
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Arche, 10.02.2017
ISBN 9783716027622
Genre: Romane

Rezension:

Christin ist unzufrieden mit ihrer momentanen Lebenssituation und fühlt sich auch auf dem elterlichen Hof ihres Freundes Jan unwohl. Eigentlich träumte sie immer davon in einer großen Stadt zu leben, einem Bürojob nachzugehen und das Leben zu genießen. Stattdessen sitzt sie ohne abgeschlossene Ausbildung in der Einöde Mecklenburg-Vorpommerns fest und fühlt sich wie im Hamsterrad. Als sie den Windkrafttechniker Klaus kennenlernt, sieht sie darin einen Hoffnungsschimmer zur Flucht und es beginnt ein Versteckspiel aus Lügen und Geheimnissen.


Auf dieses Buch hatte ich mich richtig gefreut, da ich einerseits die Region etwas kenne und das ländliche Leben, aber auch irgendwie eine selbstbewusste junge Frau erwartete, die vielleicht doch noch Gefallen findet am Leben auf dem Bauernhof. Doch damit lag ich leider komplett verkehrt und so hinterließ diese Geschichte einen merkwürdigen Nachgeschmack bei mir. Desweiteren bin ich mehr als schockiert über einige Lesermeinungen und Berichte, in denen das hier dargestellte Frauenbild als typisch oder häufig vorkommend empfunden wird. Als wäre es charakterisierend für diese Region und für die Frauen, wie die hier dargestellte Christin, dort das Normalste der Welt.


Christin stammt aus schwierigen Verhältnissen, ihr Vater ist Alkoholiker und lebt als einer der letzten Mieter in einem Wohnblock, der modernisiert werden soll. Die Beziehung zu ihrem langjährigen Freund Jan ist mehr eine Zweckgemeinschaft und während dieser sich wünscht, den elterlichen Hof zu übernehmen und sich Nachwuchs wünscht, möchte Christin weg vom Dorf und sich nicht zweckmäßig kleiden, sondern schöne Kleider tragen und sich stylen. Jan ist schrecklich eifersüchtig und kontrolliert sie ständig, weshalb es auch immer wieder zum Streit kommt, da auch sein Vater wenig von seiner Freundin hält. Er sieht sein Erbe in Gefahr.


Über die restlichen Charaktere, wie zum Beispiel die junge Freundin von Jans Vater oder ihre beste Freundin, hätte ich gerne noch mehr erfahren, da sie mir etwas zu blass und charakterlos wirkten, obwohl sie im Leben von Christin doch eine größere Rolle spielen sollten. Allerdings konnte man so besser nachempfinden, wie einsam sich der Hauptcharakter fühlen muss und wie ausweglos ihr ihr Leben in dieser verlassenen Region erscheint. Ich fand sie bis zu einem gewissen Punkt sehr bemitleidenswert, doch dann kam die Szene mit der Brandwunde und sie freute sich darüber wie über eine Auszeichnung oder ein besonderes Andenken, und ich war einfach nur noch angewidert. Im Nachhinein zerbreche ich mir den Kopf, welche Optionen Christin gehabt hätte, da sie mir auch nicht dumm erschien, aber das ändert leider nichts mehr an meiner Meinung über diese Geschichte.


Die Sprache ist schonungslos und oftmals sehr derb, aber man hat aufgrund des bildhaften Schreibstils sofort eine Darstellung dieses Bauernhofs sowie seiner Umgebung vor Augen. Ich persönlich hätte mir jedoch etwas mehr Spannung gewünscht und vorallem ein anderes Ende des Ganzen.


Mein Fazit:


Für mich war dieses Buch leider ein recht enttäuschendes Leseerlebnis, denn trotz einiger guter Anfänge, konnten mich weder die Charaktere überzeugen, noch die Handlung insgesamt. Ich hatte mir aufgrund des vielversprechenden Klappentextes wesentlich mehr erhofft. Das Landleben hat auch viele schöne Seiten und bemerkenswerte Menschen zu bieten, die hier jedoch gänzlich fehlten.

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1.100 Bibliotheken, 26 Leser, 3 Gruppen, 102 Rezensionen

liebe, humor, rosie, asperger-syndrom, australien

Das Rosie-Projekt

Graeme Simsion , Annette Hahn
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.01.2015
ISBN 9783596197002
Genre: Liebesromane

Rezension:

Lange Zeit lag "Das Rosie-Projekt" unberührt in meinem riesigen SuB (sogar noch eingeschweißt), da ich aufgrund der vielen positiven Lesermeinungen immer etwas Sorge hatte, dass ich vielleicht von vornherein zu hohe Erwartungen an die Geschichte stellen würde. Dies war jedoch vollkommen unbegründet, denn mich konnte der Roman bereits nach wenigen Seiten so sehr mitnehmen, dass ich die Protagonisten bildlich vor Augen hatte und beim Lesen regelrecht versank.


Don hat Asperger und ist stark abhängig von seinem geregelten und durchgeplanten Tagesablauf. Jede noch so kleine Abweichung schmeißt ihn komplett aus der Bahn, sodass es auch beinahe unmöglich ist Freundschaften zu pflegen. Lediglich seinem Kollegen Gene sowie dessen Frau vertraut er und holt sich bei diesen auch immer wieder Ratschläge oder Tipps. Sie sind es auch, die ihm dabei helfen den ausgearbeiteten Fragebogen zur Ehefrauensuche auszuwerten und immer wieder zu verbessern. Bis schließlich Rosie vor ihm steht, die eigentlich beim ersten Date sofort durchfällt als passable Ehefrau. Dennoch genießt Don ihre Anwesenheit und lässt ihr zuliebe auch immer öfter die gewohnten Tagesabläufe außer Acht.


Ich mochte den Hauptcharakter, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, bereits nach wenigen Seiten, da er mich so sehr an Sheldon Cooper erinnerte. Seine ganze Art zu denken und alles genau vorher zu planen fand ich einfach herrlich und ich konnte auch gut nachvollziehen, wie es ihm nun plötzlich mit Rosie ergeht, die das personifizierte Chaos zu sein scheint. Ich habe ihn jedenfalls sofort ins Herz geschlossen und habe seine Suche nach der passenden Ehefrau sehr gerne begleitet.


Das Rosie-Projekt ist zwar ein Liebesroman, aber durch die klug ausgearbeiteten Charaktere sowie jede Menge Wortwitz hat man eher das Gefühl eine Komödie zu lesen. Dennoch wirken die Szenen niemals erzwungen witzig oder übertrieben, sodass man das Dilemma, in dem Don da steckt, auch stets gut nachvollziehen kann. Stellenweise habe ich wahrhaftig Tränen gelacht über seine Gedankengänge sowie Reaktionen auf bestimmte Verhaltensweisen und dann wiederum habe ich auch mit ihm gehofft, dass er endlich seine passende Partnerin findet.


Mein Fazit:


Im Nachhinein ärgere ich mich sehr, dass ich solange gewartet habe mit dem Lesen dieser skurrilen Geschichte. Es hat soviel Spaß gemacht Don sowie Rosie kennenzulernen und ihre urkomischen Treffen zu begleiten. Bei mir hat sich diese Geschichte auf Lebenszeit einen festen Platz im Herzen gesichert und ich empfehle jedem, der es noch nicht kennt, es unbedingt zu lesen!

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143 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

debbie macomber, liebe, winterglück, roman, schuld

Winterglück

Debbie Macomber ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.10.2015
ISBN 9783734102493
Genre: Romane

Rezension:

Nach dem Tod ihres Mannes beschließt Jo Marie noch einmal völlig von vorne zu beginnen. Er starb kurz nach der Hochzeit, während eines Einsatzes in Afghanistan, und in der gemeinsamen Wohnung erinnert einfach alles an ihn. Da er ihr auch etwas Geld vererbte beschließt sie, sich endlich einen Traum zu erfüllen und eine kleine Bed and Breakfast-Unterkunft zu eröffnen. Sie wird schnell fündig und spürt sofort, dass das Rose Harbor Inn, wie sie es später nennt, genau das Richtige für sie ist. Die ersten Gäste lassen nicht lange auf sich warten, da sie bereits bei den alten Eigentümern gebucht hatten, und Jo Marie ahnt sofort, dass Abby Kincaid und Joshua Weaver nur ungern zurückkehren in ihre Heimatstadt.


Die Rose Harbor-Reihe war mir bereits durch einige schöne Rezensionen ein Begriff, aber da der Titel des 1. Bandes "Winterglück" lautete und auch das Cover wunderbar in diese Jahreszeit passte, habe ich lange Zeit auf den richtigen Lese-Moment gewartet und das Ganze dann immer wieder aufgeschoben.


Jo Marie mochte ich mit ihrer ruhigen sowie zurückhaltenden Art auf Anhieb und man spürte auch bereits nach wenigen Seiten, wieviel Herzblut sie in diese kleine Pension steckt. Sie verfügt über keinerlei Erfahrungen diesbezüglich, aber bei ihren ersten Gästen gibt Jo sich große Mühe, sodass sich Abby Kincaid und Joshua Weaver sofort gut aufgehoben fühlen.


Abby Kincaid ist angereist zur Hochzeit ihres Bruders und es fällt ihr sehr schwer zurückzukehren an den Ort ihrer Vergangenheit. Sie verlor ihre beste Freundin bei einem Autounfall, bei dem sie am Steuer saß, und die Schuld lastet auch viele Jahre später noch sehr schwer auf ihr.


Joshuas Stiefvater liegt im Sterben und nachdem die Nachbarin ihn bat schnell zu kommen, machte er sich schweren Herzens auf den Weg. Dass sein Stiefvater wenig erfreut sein würde über seine Ankunft, wusste er von vornherein, aber seiner verstorbenen Mutter zuliebe versucht er seinen Groll gegenüber dem Stiefvater zu vergessen und hofft außerdem noch ein Paar Erinnerungsstücke zu finden.


Obwohl die gesamte Handlung nur über die Dauer eines verlängerten Wochenendes stattfindet, passiert in diesen wenigen Tagen so unglaublich viel, dass wahrhaftig keine Langeweile aufkommt. Während die Autorin Jo Maries Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt, werden Abbys sowie Joshuas Handlungen aus der Sicht eines Erzählers geschildert, was ich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig fand, aber relativ schnell verinnerlichte. Dennoch störten mich die häufigen Wechsel, welche seltsamerweise immer an den spannendsten Stellen stattfanden, doch des Öfteren. Ich benötigte dann immer erstmal eine kurze Lesepause und musste das Ganze etwas sacken lassen.


Die Hauptprotagonistin Jo Marie versucht langsam und mit viel Einfühlungsvermögen mehr über ihre Gäste zu erfahren, was ihr nach und nach auch sehr gut gelingt. Gleichzeitig spürt man allerdings auch ihre Unsicherheit, da sie noch über wenig Berufserfahrung verfügt, was das Bed and Breakfast betrifft. Es gibt soviel zu beachten und die Nachbarn geben ihr zahlreiche Tipps, aber letztenendes muss sie alleine klarkommen.


Da dieser Roman bereits mit einer Ankündigung der nächsten Gäste endet, musste ich mir die Fortsetzung "Frühlingsnächte" sofort kaufen und freue mich nun sehr auf das Lesen, da ich wissen will, wie es weitergeht mit der kleinen Unterkunft, in Jo Maries Leben sowie mit den weiteren Gästen. Das Bed and Breakfast habe ich auch jetzt noch sehr realistisch vor Augen und ich denke einfach, es ist so ein Wohlfühlort, an dem man sich bereits nach wenigen Minuten zurücklehnen und entspannt durchatmen möchte.


Was mich etwas störte, waren die paranormalen Szenen, die zwar wenig vorhanden waren, aber doch unterschwellig immer mitschwangen. Man mag dazu stehen, wie man will, aber ich konnte damit einfach zu wenig anfangen.


Mein Fazit:


Mit "Winterglück" ist der Autorin Debbie Macomber ein wundervoller Serienauftakt gelungen und ich hoffe wirklich, dass diesem noch viele Fortsetzungen folgen werden. Bis dahin lese ich die bereits veröffentlichten Bände und bin gespannt, was Jo Marie mit ihren zukünftigen Gästen noch widerfahren wird.


Info: "Winterglück" ist eine Neuveröffentlichung des Romans "Rose Harbor und der Traum vom Glück", welcher bereits 2014 beim Blanvalet Verlag erschien.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

krebs, liebe, liebesroman, lisa jasmin, foreverullstein

Running to you - Bis zum Horizont und zurück

Lisa Jasmina
E-Buch Text: 345 Seiten
Erschienen bei Forever, 14.10.2016
ISBN 9783958181335
Genre: Liebesromane

Rezension:

Stella hat gerade mehr als genug eigene Probleme, da sie sich um ihre kranke Schwester sorgt und nicht weiß, wie es nach dem Abi beruflich weitergehen soll. Ausgerechnet da tritt Valentin in ihr Leben, den sie anfangs ziemlich unsympathisch findet, der es aber dennoch schafft, sie abzulenken von ihren eigenen Sorgen. Mit ihm verbringt sie unvergessliche Momente und kann auch wieder die schönen Seiten des Lebens fühlen, doch schnell wird klar, dass Valentin auch zusätzliche Probleme mitbringt, denn er entspricht überhaupt nicht den Vorstellungen ihrer konservativen italienischen Familie und wird von falschen Freunden beeinflusst.


Zuallererst sollte ich vielleicht erwähnen, dass ich beim ersten Anblick des Covers sowie des Titels an einen Roman dachte, in dem es um eine Sportart geht. Als ich jedoch den Klappentext las, ahnte ich schnell, dass es sich um eine berührende Liebesgeschichte mit ernstem Hintergrund handeln würde. Was sich dann auch genau so bewahrheitete.


Stellas Leben befindet sich quasi in der Warteschleife, seitdem die Familie von der schweren Krebserkrankung ihrer kleinen Schwester erfuhr, und sämtliche Pläne, die sie für die Zeit nach dem Abi hatte, hat sie erst mal auf Eis gelegt. Eigentlich wollte sie mit ihrer besten Freundin längere Zeit reisen und das Leben genießen, doch daran ist vorerst nicht zu denken, denn die Sorge um ihre kranke Schwester steht stets im Vordergrund.


Valentin kommt aus schwierigen Verhältnissen und hat außer dem Großvater niemanden mehr. Man spürt bereits nach wenigen Seiten, dass er nur schwer klarkommt mit dem Leben, aber die Gründe dafür, erfährt man erst nach und nach. Anfangs hatte ich mit seiner groben Art einige Schwierigkeiten, doch er schaffte es dann auch immer wieder mich positiv zu überraschen, sodass ich Stella auch irgendwo verstehen konnte.


Die Autorin Lisa Jasmina hat es bereits beim Prolog geschafft, eine unglaubliche Spannung aufzubauen, da man sich natürlich ständig fragt, wie es der kleinen Schwester mit ihrer Erkrankung ergehen wird. Mich hat das sofort ins Mark getroffen, da man das, was diese Familie in etwa durchmacht förmlich greifen konnte. Mich hat das zutiefst berührt, weil sie es trotzdem schaffen, halbwegs zu funktionieren im Alltag und warmherzig miteinander umgehen können. So kam es dann auch, dass ich sofort gefesselt war von der Handlung, und das Buch überhaupt nicht mehr weglegen wollte.


Die Handlung an sich wirkt einerseits bedrückend, schaffte es dann jedoch auch immer wieder ein Fünkchen Hoffnung zu verbreiten. Zudem stehen genügend weitere Themen im Raum, sodass wirklich keine Langeweile beim Lesen aufkommen kann.


Mein Fazit:


Ein dramatischer Liebesroman, der mich vollkommen überzeugen konnte und der mich noch lange beschäftigen wird. Ich bin froh, dass die Geschichte in "Running away" fortgesetzt wird und freue mich auf ein Wiedersehen mit der sympathischen italienischen Familie.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

paris, krimi, bordell, hure, regionalkrimi

41 Rue Loubert

Mara Ferr
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 16.07.2015
ISBN 9783954516520
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Louise lebt seit vielen Jahren in Paris, zählt jede Menge angesehene Einwohner der Stadt zu ihrem kleinen Kundenkreis und hat sich gemeinsam mit zwei weiteren Frauen gut eingerichtet in ihrem Bordell. Dennoch hat sie ein weiteres großes Ziel vor Augen und träumt davon, ihren Lebensabend unter einer anderen Existenz anzutreten. Doch der Inspecteur Marcel hat sie längst im Visier und verdächtigt sie des Mordes an achtzehn Männern, kann ihr jedoch nichts nachweisen. Der Fall lässt ihm keine Ruhe, sodass er beginnt in der Vergangenheit von Louise zu stochern.


"41 Rue Loubert" ist ein in Paris handelnder Krimi, auf den ich sehr gespannt war. Da er nicht mal 200 Seiten umfasst, war ich der Meinung, diese Geschichte innerhalb weniger Tage lesen zu können, doch ich musste schnell feststellen, dass dies kein Kriminalroman im klassischen Stil war. Vielmehr ging es darum, Beweise für den Fall zu finden und dadurch das Motiv zu erkennen.


Louise möchte endlich einen Schlussstrich unter ihr bisheriges Leben ziehen und hat ihren Ausstieg bereits perfekt geplant. Nur noch wenige Tage trennen sie von ihrem großen Ziel, die sie versucht so unauffällig wie möglich zu überstehen. Obwohl ich die Hauptprotagonistin anfangs schlichtweg unsympathisch fand, konnte ich ihre Beweggründe im Laufe der Geschichte doch irgendwie nachvollziehen. Gestaunt habe ich über ihre perfekt durchdachte Organisation und wie gelassen sie all den Ermittlungen Marcs gegenübertrat.


Der Schreibstil irritierte mich am Anfang sehr, da von vorneherein klar zu sein schien, wer der Täter ist und es dauerte auch nicht lange, bis klar war, wie die Männer starben. Mir gefiel die Geschichte insgesamt zwar sehr, aber dadurch dass sie so vorhersehbar war, fehlte mir persönlich etwas die Spannung eines typischen Krimis. Die Handlung besteht mehr oder weniger nur daraus, Beweise sowie Tatmotive zu finden, sowie die Vergangenheit zu durchleuchten.


Über den Ermittler Marcel hätte ich gerne auch einiges aus dem privaten Umfeld erfahren, da er mir schlichtweg zu blass und verbissen erschien. Was ich absolut nicht nachvollziehen konnte, war sein Verhalten gegenüber Louise, denn einerseits ermittelt er gegen sie und andererseits fühlt er sich zu ihr hingezogen und möchte zu ihrem Kundenstamm gehören.


Das Ende konnte mich ebenfalls nicht mehr überraschen, da vieles bereits während der Geschichte angedeutet wurde, sodass es letztenendes schlichtweg zu offensichtlich war.


Mein Fazit:


Kein wirklicher Krimi, da die Handlung insgesamt zu vorhersehbar war. Dennoch habe ich mich gut unterhalten gefühlt und würde jederzeit wieder zu einem Buch der Autorin greifen.

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sarina bowen, erotik, warme herzen, liebesroman, starke charaktere

Kalte Nächte Warme Herzen

Sarina Bowen
E-Buch Text
Erschienen bei Rennie Road Books, 31.01.2017
ISBN 9781942444329
Genre: Romane

Rezension:

Dane lässt sich aufgrund einer Erbkrankheit, an der seine Mutter frühzeitig verstarb und an der sein Bruder seit einigen Jahren leidet, nie auf feste Beziehungen ein, denn er fürchtet, dass auch bei ihm die Krankheit früher oder später ausbrechen wird. Sollte die Presse davon Wind bekommen, droht ihm zudem das Karriereaus als Ski Champion und so versucht er die ihm verbleibende Zeit zu nutzen und Spaß zu haben.


Als er jedoch Willow während eines Schneesturms kennen lernt und die Beiden eine gemeinsame Nacht im Pick-up verbringen müssen, kommen sie sich schnell näher. Sie überbrücken die Zeit mit Gesprächen über ihre Vergangenheit und ahnen nicht, welch schwerwiegende Folgen diese geimeinsame Nacht haben wird.


Alleine vom Cover her, hätte ich wahrscheinlich erstmal einen großen Bogen um diese Geschichte gemacht, aber ich erhielt das Buch vorab und entschied mich aufgrund des interessanten Klappentextes dafür, diesen Roman zu lesen.


Willow versucht das Beste aus ihrer festgefahrenen Situation zu machen und hält sich mit einigen Gelegenheitsjobs über Wasser, denn ihr Ex-Freund ließ sie auf einem Schuldenberg in der Einöde sitzen und sie versucht nun lediglich den Schaden so gering wie möglich zu halten.


Dane glaubt, dass auch ihn die Erbkrankheit, die bereits das Leben seiner Mutter einforderte und seinen Bruder schwer gezeichnet hat, in absehbarer Zeit einholen wird. Gleichzeitig versucht er, das Ganze geheim zu halten, denn falls die Presse davon Wind bekäme, wäre seine Karriere beendet. Einerseits konnte ich Danes Schwermütigkeit gut nachvollziehen, aber andererseits störte es mich dann doch sehr, dass er Willow so unmöglich behandelte. Im nächsten Moment war er dann wieder einfühlsam und freundlich, aber mich regte das Launische an ihm stellenweise richtig auf.


Der Schreibstil ist fließend und einfach zu lesen, sodass man wirklich schnell durch die Seiten fliegt und auch die Erotik-Szenen halten sich in einem gewissen Rahmen. Dass ich mich generell schwer tue mit solchen Sachen, ist ja bekannt und so wurde mir das auch bei dieser Geschichte schnell zu viel und zu ausführlich. Allerdings reizte mich die Story an sich ungemein und ich wollte wissen, an was für einer Krankheit Dane nun eventuell leidet und was all das für Willow bedeuten würde.


Einige Handlungen der Protagonisten konnte ich nur schwer nachvollziehen und besonders zum Ende hin, wirkten die Szenen schlichtweg etwas zu seicht auf mich, aber ansonsten konnte mich die Geschichte fesseln und wirkte auch gut durchdacht. Insbesondere die Erkrankung, von der ich zwar bereits gehört hatte, mit der ich mich jedoch noch nie beschäftigte, konnte mein Interesse wecken und man konnte hier einiges über diese Erbkrankheit erfahren.


Mein Fazit:


Die Geschichte an sich hat mir gut gefallen, da sie sich angenehm lesen ließ und auch spannend war. Umhauen konnte sie mich jedoch leider nicht, weil mich insbesondere an Danes Verhalten zu viele Dinge störten und auch die Erotikszenen hätte es meiner Meinung nach gar nicht gebraucht. Wer jedoch auf Bücher mit einer Prise Leidenschaft steht, der ist mit dieser Geschichte gut beraten.

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Törtchen zum Verlieben

Silvia Konnerth
E-Buch Text: 293 Seiten
Erschienen bei null, 09.01.2017
ISBN B01N5O57OW
Genre: Liebesromane

Rezension:


Die Journalistin Victoria träumt schon lange von einer Beförderung, doch dazu wird es wohl nur kommen, wenn sie ein Interview mit Leonore von Himmelsthal, welche die Witwe eines bekannten Schriftstellers ist, abliefert. Nachdem ihr Chef ihr schließlich eine Frist setzt, versucht Victoria mit allen Mitteln, das wohlgehütete Geheimnis dieser Witwe aufzudecken und lässt sich kurzerhand als Köchin in deren Villa einschleusen. Dabei kann sie absolut nicht kochen und es dauert auch nicht lange, da wird der Sohn der Witwe auf sie aufmerksam. Als er dann auch noch merkt, dass Victoria überhaupt keine Ahnung vom Kochen hat, wird er misstrauisch und möchte sie so schnell wie möglich loswerden. Seltsamerweise scheint sich seine Mutter prächtig mit ihr zu verstehen.


Als ich das Cover dieses Romans zum ersten Mal sah, wusste ich sofort, dass ich ihn unbedingt lesen möchte. Keine Ahnung warum, aber vielleicht war es einfach Intuition, denn diese Geschichte passte einfach von Anfang bis Ende in mein Beuteschema und ich habe lange Zeit nicht mehr soviel gelacht bei einem Buch.


Victoria ist nach einer heftigen Enttäuschung schon lange Zeit Single und sucht auch gar keine Beziehung. Ihr Fokus liegt auf ihrer Journalismuskarriere und da sie unbedingt das Geheimnis der Schriftstellerwitwe ausfindig machen möchte, kommt sie auf die Schnapsidee, sich übergangsweise als Köchin anstellen zu lassen. Dies kann jedoch nur schief gehen, bei Victorias nichtvorhandenen Kochkünsten, und so kommt man ihr schnell auf die Schliche. Da Leonore jedoch unbedingt die Verlobte ihres Sohnes loswerden möchte, schlägt sie ihr einen Deal vor und plötzlich findet sich Victoria gemeinsam mit Leonore, Sohn Alexander, der Haushälterin Agnes sowie dem Gärtner Miguel in Spanien wieder und sie fragt sich, worauf sie sich da bloß eingelassen hat.


Die Geschichte ist abwechselnd aus der Sicht von Victoria sowie von Alexander geschrieben, und während ich Alexander anfangs eher als arrogant, karrieregeil sowie oberflächlich hielt, war mir Victoria auf Anhieb sympathisch. Doch dann beginnt Alexander sich unter der spanischen Sonne zu öffnen und ich fing an, auch ihn interessant zu finden. Alleine die schlagfertigen Gespräche zwischen den Beiden machten diese Geschichte zu einem Erlebnis. Ich hatte mehrmals Tränen in den Augen, so amüsant fand ich die Unterhaltungen und da die Geschichte durchweg flüssig sowie temporeich geschrieben ist, lässt sie sich locker innerhalb von zwei Tagen lesen. Gleichzeitig steht natürlich ständig die Frage im Raum, warum die Witwe so ein riesiges Geheimnis aus dem Tod ihres Mannes macht und vor lauter Neugier und Freude an den bissigen Gesprächen zwischen Victoria und Alexander, fiel es mir wirklich schwer, das Buch zur Seite zu legen.


Die Beschreibungen Spaniens sowie die vielschichtigen Nebencharaktere rundeten das Ganze perfekt ab und obwohl das Buch eher locker leicht daherkommt, hat es dennoch auch eine gewisse Tiefgründigkeit und man stellt fest, dass Reichtum mehr ist, als ein bestimmter Firmenposten oder finanzieller Reichtum. Sehr passend dazu fand ich auch die Zitate am Anfang jeden Kapitels.


Mein Fazit:


Ich hätte Victoria sehr gerne noch länger begleitet, da sie einfach ein absolutes Unikat ist. Sie hat es geschafft mich zum Lachen, zum Weinen sowie zum Nachdenken zu bringen und alleine dafür hat sich das Lesen dieser urkomischen Liebesgeschichte gelohnt. Das perfekte Buch für ein verregnetes Wochenende!

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