Leserpreis 2018

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Ein Fall von Liebe

Katherine Collins
E-Buch Text
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 01.10.2018
ISBN 9783960874690
Genre: Historische Romane

Rezension:

Leider musste ich schon beim Klappentext an das Buch und die dazugehörige Serie Outlander denken. Somit ist „Ein Fall von Liebe“ nicht um den Vergleich herum gekommen. Eine Frau reist in der Zeit zurück, als sie in Schottland Urlaub macht, ihr Ziel ist es, wieder in ihre Zeit zu kommen, bis sie ihre Liebe, einen Schotten, trifft, den sie heiratet, um der Verfolgung zu entgehen. Dann kommen Engländer, die ihre Gunst erlangen möchten, von den Schotten gehasst werden.


Die Protagonisten:

Ich bin mir der Geschichte, hauptsächlich mit den beiden Protagonisten Katharina und Finlay nicht so richtig warm geworden. Die Handlungen konnte ich mir trotz des Ich-Erzählens von Katharina meist nicht so richtig erklären. Ich hatte keinen wirklichen Bezug zu ihr. Das war wohl der Hauptgrund, warum mich das Buch nicht angesprochen hat. Sie hat ewig gebraucht, um zu realisieren, dass sie nicht von Idioten umgeben ist, sondern tatsächlich durch die Zeit reiste, hat alle in ihrer Umgebung schlecht behandelt und wollte sie mit Dingen aus ihrer Zeit belehren. Auf der anderen Seite musste sie eben ganz klischeehaft gerettet werden und hat sich ihrem Retter an die Brust geworfen. Sehr theatralisch.


Weiterhin konnte ich mir die Liebe von Finlay nicht erklären. Katharina ist nicht die Freundlichste, trotzdem verliebt er sich unsterblich in sie, ganz egal, wie sie ihn behandelt. Eventuell war das vor zwei Jahrhunderten so, ich weiß es nicht. Trotzdem ging es mir leider nicht in den Kopf. Ich hab ihn nie verstanden, steht er doch des Öfteren für sie ein.


Allgemein hatte ich nicht das Gefühl, dass sich besonders Katharina während ihrer Reise entwickelt hat. Die Tiefgründigkeit der Figuren konnte ich nicht finden.


Sprachstil:

Ansicht wurde man gut durch das Buch geführt. Man ist flüssig durchgekommen. Mich hat nur gestört, dass es einige grammatikalische Fehler sowie Rechtschreibfehler hatte. Dadurch wurde der Lesefluss gestoppt.


Eventuell würde das Buch jemandem gefallen, der noch nicht das „Original“ Outlander gelesen hat.

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23 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Mit einem Lächeln im Sturm

Patricia Carlyle
Flexibler Einband: 617 Seiten
Erschienen bei Independently published, 16.07.2017
ISBN 9781521766705
Genre: Liebesromane

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42 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

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Love Lessons - Nachhilfe fürs Herz

Karin Koenicke
E-Buch Text
Erschienen bei Selfpublisher, 05.09.2018
ISBN B07H4S72NT
Genre: Liebesromane

Rezension:

Cover und Titel:

Ich bin leider kein Freund von Covern mit "echten" Menschen. Daher hat mir das Cover auch nicht besonders zugesagt, besonders da ich mir den männlichen Protagonisten Garret komplett anders vorgestellt hatte. Der Titel passt da schon besser. Ich hätte mir auch gut etwas zweideutiges vorstellen können, da ja zwei Personen lessons bekommen. Aber dennoch gut gewählt, eben aus Sicht von Marina.


Protagonisten:

Die Protagonisten Marina und Garret könnten kaum gegensätzlicher sein. Marina ist ein Mensch, der sich immer auf sein Bauchgefühl verlässt und jegliche Entscheidungen aus dem Bauch heraus trifft. Garret dagegen ist ein Kopfmensch, der mit Empathie oder gar Gefühlen nichts anfangen kann. Nun mische man diese beiden Gegensätze und dieses Buch kommt heraus. Beide sind etwas überspitzt dargestellt (ich persönlich kenne keine reale Person, die nur das eine oder andere Extrem ist) und erfüllen verschiedene Klischees. Meiner Meinung nach hat das dem Lesefluss keinen Abbruch getan, sobald man diese Tatsache eben akzeptiert hat.


Leider hatten besonders die Nebencharaktere keine besondere Tiefe. Marinas beste Freundin konnte ich mir nicht unbedingt vorstellen, eine weitere Freundin aus Oxford war ihr zunächst nicht wohlgesinnt, bis sie sich dann plätzlich ihre tiefsten Geheimnisse anvertrauen. Auf Garrets Seite dagegen gibt es keine Freunde, die diesen Namen verdient hätten. In dieser Richtung hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht, sodass die Charaktere nicht nur ihre Aufgabe im Buch erfüllen, wie es beispielsweise bei Willi der Fall ist (oder mir zumindest so vorkommt).


Sprachstil

Die Geschichte beeindruckt durch die schöne Schreibweise. Teilweise wird etwas umgangssprachlich oder in kitschiger Wortwahlgeredet. Das machen die detaillierten Beschreibungen aber wieder weg. Dabei – muss ich zugeben – werden auch erotische Details nicht verheimlicht, sondern sehr ausführlich beschrieben. Allgemein konnte ich mich richtig nach Oxford hineinfühlen. Manchmal musste ich über die Satzgestaltung ehrlich grinsen. Auch die vielen Verweise auf verschiedene andere Bücher fand ich passend.


Wichtig für die Konzeption des Romanes ist der Perspektivenwechsel. Das eine Kapitel wird aus Marinas, das andere aus Garrets Sicht geschrieben. Dadurch bekam ich als Leserin einen wunderbaren Einblick in die verschiedenen Gedankenstränge (die ja vollkommen verschieden sind) und auch in die Gefühlswelt der beiden Protagonisten.


Fazit:

Ein leichtes Buch für unterhaltsame Stunden, das manchmal (leider) in die Klischeekiste greift. Es liest sich aber gut und ist wunderbar geeignet für eine entspannte Abendlektüre. Die Romantik wird dabei immer wieder durch witzige und humorvolle Twischenfälle unterbrochen.

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31 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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Sommernachtsblues

Ava J. Thorne
E-Buch Text: 323 Seiten
Erschienen bei moments, 31.05.2018
ISBN 9783962320256
Genre: Liebesromane

Rezension:

Eigentlich ist es eine spannende Geschichte. Eine Frau, geschlagen von ihrem Freund, versucht sich aus dessen Fängen zu befreien und verliebt sich sogar neu. Leider hat mir die Umsetzung nicht zugesagt. Trotzdem kam ich gut in die Geschichte hinrein, obwohl die Perspektivenwechsel anfangs schwierig sind. Im Klappentext wurde der Fokus wesentlich mehr auf Jordan und nicht auf Noe gelegt, während eben das Buch den umgekehrten Schwerpunkt aufwies.Weiterhin haben mich im Lesefluss die Zeitsprünge etwas gestört. Meist wurde am Anfang des Kapitels jeweils daruaf hingewiesen, hin und wieder gab es aber mittendrin einen neuen Absatz, der nicht direkt auf den Vorhergehenden folge.


Sprachstil:

Ansich war die Sprache angenehm und flüssig zu lesen. Jedoch gab es mehrere Stolpersteine. Da waren beispielsweise die vielen Rechtschreibfehler (das Präteritum von dem Verb „fallen“ ist nunmal nicht „viel“).


Teilweise gab es sehr anstrengende Sätze, die ich mehrmals lesen musste, um zu verstehen, was gemeint war. Ob darin einfach ein Verb gefehlt hat, der Satz komisch gestaltet war oder einfach umgangssprachlich geschrieben wurde: Ich bin mehrmals im Lesefluss dadurch gestört worden.


Ein sehr subjektiver Kritikpunkt war die unglaublich detaillierten und meist sehr bildlich beschriebenen Szenen der ein oder anderen (Liebes-)Nacht. Für meine Verhältnisse hätten in diesem Fall Andeutungen gereicht. Eventuell bin ich aber auch einfach ältere Autoren gewöhnt und etwas „prüde“? Besonders gegen Ende wurden mir diese Szenen etwas zu viel und zu ausführlich, sodass ich mehrere Zeilen / Seiten übersprungen habe.


Protagonisten:

Da ist auf der einen Seite Eden, auf der anderen Seite gibt es Noe. Eden ist anfangs ein unglaublich schüchternes Mädchen, das von ihrem Freund Jordan immer wieder verprügelt wird, es sich aber gefallen lässt und eigentlich komplett abhängig von ihm ist. Ich dachte, wow, ein spannendes Thema! Leider war sie bereits im nächsten Kapitel eine komplett andere Person, mehr oder weniger ausgetauscht. Sie war frech, vorlaut und hat sich nichts gefallen lassen. Ich habe als Leserin diesen Wandel nicht kommen sehen, es gab keinen Prozess der Veränderung. Sie war einfach eine ganz andere. Weiterhin wurde die Landschaftsfotografie nicht wirklich thematisiert, das hatte ich irgendwie ausführlicher erwartet, da Eden durch diese Beschreibung eingeführt wurde. Aber eigentlich könnte sie auch in jedem anderen Job arbeiten. Ich konnte bei dieser Figur leider keine wirkliche Tiefe feststellen. Es machte eher den Eindruck, als würde ihre Eigenschaften und Eigenheiten so hingewürfelt werden, dass es zu der Szene passt.


Noe dagegen konnte ich noch nie besonders gut leiden oder mich gar in ihn einfühlen. Er behandelt alle Menschen um sich herum wie Abschaum und rechtfertigt es als Schutz vor Schmerz. So hab ich ihn zumindest eingeschätzt. Trotz der Inneneinsicht in seine Gedanken war er mir gänzlich unverständlich. Ich konnte bei ihm keine wirkliche Veränderung ausmachen. Ist Eden nicht bei ihm, ist er genauso wie zuvor.


Noes Familie war dagegen sympathisch. Ich kann das auch gar nicht direkt ausführen, eventuell, da sie ein harmonisches Bild abgeben? Trotzdem waren es etwas viele Familienmitglieder, bei denen ich Schwierigkeiten hatte, sie auseinanderzuhalten.



Fazit:

Mich hat die Idee angesprochen, von der Umsetzung wurde ich leider größtenteils enttäuscht. Der Klappentext ist ein ganz anderer, die Handlungen der Figuren konnte ich nicht wirklich nachvollziehen und dazu die Rechtschreibfehler, die meines Erachtens in einem Buch nicht sein sollten.


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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Ein Geschenk der Götter: Band III der Kashmir-Saga

Simone Dorra , Ingrid Zellner
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei tredition, 21.08.2018
ISBN 9783746968407
Genre: Sonstiges

Rezension:

Cover und Titel:

Ein wahrlich schönes Bild. So stelle ich mir Kashmir vor. Die weißen Berge mit dem strahlend blauen Himmel und noch dazu die schöne Verzierung an der Überschrift passen wunderbar zu dem Buch. Auch der Titel wurde meines Erachtens gut gewählt. Aber ich möchte nicht zu viel verraten.



Inhalt:

„Ein Geschenk der Götter“ ist der dritte Band der Kashmir-Reihe, aber ich bin auch in die Thematik hinein gekommen, ohne Band 1 und 2 gelesen zu haben. Durch eine kurze und knackige Zusammenfassung (die ich zunächst als Teil des Buches empfunden habe) wird selbst Neueinsteigern wie mir der Einstieg super erleichtert. Anfangs habe ich mich aber etwas schwer getan, da die Harmonie wortwörtlich aus dem Buch herausgeschwappt und mir entgegen geflossen ist. Das kannte ich so bisher nicht. Nach einer kleinen „Eingewöhnungsphase“ hab ich mich aber daran gewöhnt; es hat nicht mehr gestört.


Das einzige, was mich von den fünf Sternen hier abhält ist die lange „Eingewöhnungsphase“. Bevor das Ereignis geschieht, das im Klappentext beschrieben wird, ist von der Seitenanzahl bestimmt die Hälfte vergangen. Es ist nicht besonders schlimm, da mir so die Protagonisten näher gebracht wurden. Aber die Geschichte ist so leicht vor sich hin geplätschert. Andererseits passt das eben auch gut zur beschriebenen Harmonie, die ja etwas Zeit braucht, bevor sie richtig tief gehen kann.



Protagonisten:

Nachdem ich mit den Namen zurecht gekommen bin, waren sie mir größtenteils sehr sympathisch. Ich sage größtenteils, da die Figuren hier alle ihre Vergangenheit haben und diese auch ausführlich thematisiert wird. Niemand ist hier durch und durch gut, niemand ist durch und durch böse. Jede Figur wirkt so, als wäre sie direkt aus dem Leben gegriffen und in das Buch hineingesetzt worden. Wie ich schon gesagt habe, hat Harmonie in dem Buch einen großen Platz eingenommen. Die Protagonisten, vier an der Zahl plus Kinder, haben viel erlebt.


Raja und Sita auf der einen, Vikram und Sameera auf der anderen Seite. Raja ist sehr harmoniebedürftig, da er ganze fünfundzwanzig Jahre im Gefängnis saß – unschuldig! Seine Frau Sita ist auf der einen Seite ein Familienmensch, greift aber durchaus mal zu ungewöhnlichen Mitteln, um ihre Lieben zu beschützen.


Rajas bester Freund beziehungsweise schon Bruder ist Vikram, ein ehemaliger Agent, der nun mit seiner Frau Sameera ein Waisenhaus leitet. In diesem Band wird besonders Vikram von seiner Vergangenheit eingeholt. Dadurch bekam ich als Leserin auch die Geschichte von Kashmir mit.


Schreibstil:

Das Buch wurde von zwei Autorinnen geschrieben. Das habe ich in keinster Weise bemerkt. Sie schreiben selbst, dass sie eigens in verschiedene Figuren geschlüpft sind. Dadurch sind die Konversationen meiner Meinung nach sehr realistisch formuliert. Der Schreibstil ist dem Inhalt des Buches ähnlich und passt daher sehr gut dazu. Emotionen werden sehr genau beschrieben, diese sind auch das Hauptthema des Buches.


Fazit:

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Wie gesagt habe ich mich anfangs etwas schwer getan, ich habe mich aber bald in die indische Welt etwas eingelesen. Ich konnte wunderbar in die Geschichte hineintauchen und habe die Lesestunden genossen. Zusätzlich habe ich viel über die Situation in Kashmir gelernt.


Ich würde das Buch jedem Indien-Liebhaber empfehlen, der die indische Harmonie spüren, eine besondere Freundschaft erleben möchte, der aber auch gegen neue Rezeptideen nichts einzuwenden hat.


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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

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Der Klang eines Augenblicks

Kate Dakota
Flexibler Einband: 328 Seiten
Erschienen bei Forever, 09.11.2018
ISBN 9783958183575
Genre: Liebesromane

Rezension:

Cover und Titel:

Zugegeben musste ich beim Cover auf den ersten Blick an ein ganz anderes Land denken, aber letztlich passt es doch zu dem Inhalt des Romanes. Es zeigt den Fanad Leuchtturm, der auch wirklich existiert. Die Farbgebung deutet etwas auf die Liebe hin. Der Titel ist nach dem Lesen auch logisch. Sehr bedacht gewählt.


Allgemeines:

Der Roman wird als Liebesroman betitelt. Aber gerade am Anfang hatte ich eher das Gefühl, einen Krimi oder zumindest einen aktionsreichen Roman mit vielen Geheimnissen im Leben der Protagonisten in der Hand zu halten. Dies beschränkt sich allerdings wirklich nur auf den Anfang des Buches, während später die Liebe der Figuren definitiv im Vordergrund steht. Aber genau diese Kombination machen den Roman zu etwas besonderem. Meine persönlichen Leseerwartungen wurden positiv durchkreuzt. Es gibt unglaublich viele unerwartete Momente. Während meine Fantasie schon in die eine Richtung weitergedacht hatte, nahm das Buch die andere Abzweigung und ich musste den Abschnitt doppelt lesen, da das ja nicht wirklich zu meiner Fantasie gepasst hat. Dadurch wird Spannung hineingebracht, sowohl in Bezug auf Vergangenes als auch auf Zukünftiges. Und dabei wird die Gegenwart selbstverständlich nicht aus dem Blick verloren.


Weiterhin ist mir die gute Recherche der Autorin aufgefallen. Irland wird wundervoll geschildert. Es werden zum Roman passende Bräuche der Iren und die Inselbewohner selbst beschrieben, sodass man ein richtig sympathisches Bild von dem Volk der Insel bekommt.


Schreibstil:

Durch den angenehmen Schreibstil bin ich sehr gut in die Geschichte hineingekommen. Quasi direkt im ersten Satz wird gezielt Spannung aufgebaut. Erzählt wird gewisserweise in zwei Handlungssträngen, die ineinander verwoben sind, um Vergangenes aufzuarbeiten, aber gleichzeitig die Gegenwart nicht zu vergessen.


Die Beschreibungen von Irland wie auch von allen Protagonisten sind wunderbar. Ich hatte oft das Gefühl, inmitten der Geschichte zu stehen und live dabei zu sein. Großes Kompliment. Durch den Schreibstil, so hatte ich das Gefühl, kam auch die humorvolle Mentalität der irischen Bevölkerung gut bei mir als Leserin an.


Meist wurde aus der Perspektive der zwei Protagonisten, Brit und Declan, erzählt. Hin und wieder kam aber ein (wieder) überraschender Perspektivenwechsel und plötzlich bekam ich umfassende Einblicke in eine ganz andere Figur. Somit konnte ich jede Figur gut verstehen und mich in sie hineinfühlen.


Protagonisten:

Die eigentliche Liebesgeschichte geht um Brit und Declan.Beide haben eine Last aus der Vergangenheit und wollen diese nun verarbeiten. Trotz dieser Gemeinsamkeit stechen die Unterschiede heraus: Jede Figur ist ein Individuum und vielschichtig. Es gibt keine komplett guten oder ausschließlich schlechten Menschen. Jeder hat eine Vergangenheit. Und genau diese Vergangenheit bekam ich als Leserin nach und nach mitgeteilt, sodass ich den Grund für das Handeln verstand. Ihre Liebesgeschichte ist nur selten wirklich klischeehaft.

Neben diesen beiden Protagonisten gibt es noch eine Vielzahl an weiteren liebenswerten Figuren. Ob es Declans Familie ist oder die Dorfbewohner, Freunde oder komplett Fremde: Ich hatte immer das Gefühl, nicht über Figuren zu lesen sondern eben über eigenständige Individuen. Besonders hervorheben möchte ich Declans Familie, die in gewisser Weise alle süßen Klischees der Iren bedient, organisiert doch seine Mutter innerhalb weniger Stunden eine komplette Party .


Fazit:

Dadurch, dass eben immer wieder etwas Unerwartetes passiert ist, war die Lektüre durchweg spannend. In den Lesepausen habe ich mich des Öfteren gefragt, wie es wohl weiter gehen wird. Ich kann es nicht genau begründen, aber ich hatte nie das Gefühl, unbedingt jetzt weiterlesen zu müssen. Mir taten die Pausen zwischen den Kapiteln und Lesebaschnitten gut, dadurch habe ich mir bezüglich des Inhaltes eigene Gedanken gemacht. Die Mischung aus Liebe und Spannung, mit einer Prise Humor hat mich überzeugt.

Natürlich ist dieses Buch wie gemacht für Irland-Liebhaber (wie mich), die gerne eine schöne Liebesgeschichte mit einer Priese Spannung und Aktion lesen möchten. Ich hab die Lektüre sehr genossen.


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Amelia

Kristin Wöllmer-Bergmann
Flexibler Einband: 436 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 26.10.2018
ISBN 9783752805390
Genre: Fantasy

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Traumzeichen - Wer träumt mit mir?

Lara Kessing
E-Buch Text: 92 Seiten
Erschienen bei BookRix, 25.07.2018
ISBN 9783743875739
Genre: Sonstiges

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

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Ich hab's auch nicht immer leicht mit mir

Anne Vogd , Anne Vogd
Audio CD
Erschienen bei Audiobuch, 18.09.2018
ISBN 9783958620698
Genre: Comics

Rezension:

Anne Vogd, Autorin und gleichzeitig Sprecherin des Hörbuchs, begegnet dem Alltag mit Gelassenheit und Ironie, spricht über quasi jedes Thema, mit dem sie schon einmal in Berührung gekommen ist. Größtenteils beschränkt sich dies eben auf die klassischen weiblichen Themen, aber mit Humor erzählt.


Inhalt:

In einem rheinländischen Dialekt spricht sie von ihrem Alltag: ihrer Ehe, ihrer Tochter und dem Älter werden. Für jedes Thema hat sie eine Geschichten von ihr selbst, Verwandten oder Bekannten, ob Tante, Freundin, Nachbarin oder die eigene Katze.


Leider muss ich anmerken, dass manche Witze bereits vielfach vor ihr aufgekommen sind. Beispielsweise fängt sie in dem Hörbuch mit der Definition von Genießen an: „Er genießt sein Leben in vollen Zügen. … Ich fahre lieber Auto.“ Dies dann abzuleiten und auf die Bahn zu kommen, ist allerseits bekannt. Mich hat das beim Hören aber nicht sonderlich gestört, denn sie bringt hierbei auch etwas Eigenes ein.


Mit den Themen konnte ich mich leider nicht wirklich identifizieren. Trotzdem erkannte ich einige Begebenheiten, die sie beschrieben hat.


Rede:

Zugegebenermaßen spricht sie sehr schnell, sodass manches eher etwas durchgerutscht wirkt. Trotzdem hatte ich keine großen Probleme, ihr zu folgen, auch wenn ich manche Pointe oder auch den Wortwitz erst später oder nach dem zweiten Hören verstanden habe. Trotzdem hat diese Schnelligkeit irgendwie zu ihrer spritzigen Art und dem Dialekt gepasst, daher empfand ich es nicht als störend. Das könnte daran liegen, dass mir der Akzent sehr sympathisch ist. Manche Passagen wurden auch sehr stark betont. Passt auch irgendwie, besonders zum Cover.


Ich hatte viel Spaß beim Hören und habe es in fast einem Rutsch durchgehört. Ich konnte mit dem Hörbuch wunderbar abschalten und auf ihre Stimme und ihre Beschreibungen hören.


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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Delphine sind frei (Kurzgeschichte, Liebe) (Die booksnacks Kurzgeschichten-Reihe)

Stephanie Jana
E-Buch Text
Erschienen bei booksnacks.de, 28.08.2018
ISBN 9783960873105
Genre: Liebesromane

Rezension:

Betty trifft in ihrem Schreiburlaub Erik, einen alten Schulfreund. Sie verbringen eine gemeinsame Nacht.


Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich bisher nicht viele Kurzgeschichten gelesen habe und somit diese eher mit Romanen oder Novellen vergleichen kann.


Schreibstil

Der Schreibstil war einfach und gut zu lesen. Die Geschichte ist in der Ich-Form geschrieben, somit bekommt man einen guten Einblick in die Gedanken der Protagonistin.


Inhalt

In der Protagonistin Betty konnte ich mich nicht direkt wiederfinden. Anfangs war sie mir sympathisch, ihre Handlungen an jenem beschriebenen Tag konnte ich nicht wirklich nachvollziehen. Sie verbringt mit ihm die Nacht, obwohl davor noch geschrieben wird, dass er nicht ihr Typ ist und sie nicht seiner. Also beruht die ganze Erzählung auf den Gläsern Wein, die sie getrunken haben? Abgesehen davon, dass beide eigentlich in einer Beziehung sind und dieses Thema des Betrugs nicht unbedingt kritisch gesehen wird. Darüber hätte ich mir, wäre ich in dieser Situation gewesen, definitiv Gedanken gemacht.


Der Abschnitt „Das Verrückte ist: Ich habe dich wirklich geliebt in dieser Nacht. Und gleichzeitig liebe ich Paul. Das ist die Wahrheit. […] Liebe ist frei.“ relativiert meine relativ negative Meinung zu der Geschichte. Denn auch ich habe bereits verstanden, das wir nicht uns nicht aussuchen können, für wen unser Herz schlägt.


Ansicht lässt die Autorin dem Leser aber sehr viel Interpretationsspielraum. Denn mit dem Titel hat die Geschichte ganz nüchtern betrachtet nicht viel zu tun. Sie wirft die Frage in den Raum, ob die Protagonistin selbst so frei ist, wie die Delfine, die sie beobachtet.


Mich hat die Kurzgeschichte leider nicht begeistert. Dafür habe ich sie wohl nicht ausreichend verstanden.

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Weil wir anders sind

Tanja Daniel
Flexibler Einband: 408 Seiten
Erschienen bei epubli, 09.08.2018
ISBN 9783746749372
Genre: Science-Fiction

Rezension:

30 Jahre in der Zukunft. Europa hat ein anderes Volk entdeckt. Die Atlanti. Sie sind anders, haben blaue Haut, beeindruckende Fähigkeiten in Bezug auf das Element Wasser und sind den Europäern komplett fremd. Besonders macht sie aber der Rohstoff auf ihrer Insel. Diesen wollen die Europäer haben, koste es, was es wolle: „


Ein fesselndes Buch, das innerhalb weniger Stunden gelesen werden kann. Immer wieder wurde ich als Leserin überrascht von verschiedenen Wendungen, die ich nicht vorher gesehen habe oder mir anders vorgestellt habe.


Der Schreibstil ist toll, genauso wie die Erzählweise der Autorin. Man kommt direkt in die Geschichte rein und befindet sich schnell mitten im Geschehen. Ohne zu viel zu verraten, schafft es die Autorin mit verschiedenen stilistischen Mitteln, den Leser immer am Ort des Geschehens zu berichten, ohne dass die Sprünge zu spontan und unerklärbar wären.


»Welchen Preis sind wir bereit zu zahlen für Rohstoffe, die wir für den Fortschritt der Menschheit dringend benötigen? Dürfen wir um den Preis der Freiheit dieser jungen Frau unseren eigenen Fortschritt vorantreiben?« Reporter spielen in dieser Geschichte eine besondere Rolle. Diese Rolle wird schön herausgearbeitet. Reporter, die eigentlich bekannt dafür sind, unangenehme Fragen zu stellen, decken hier eine Machenschaft nach der anderen auf und zeigen großes Leid. Ob es gelingen wird?


Die einzige Kleinigkeit, die mich etwas gestört hat, waren hin und wieder Fehler in Rechtschreibung und Grammatik sowie die ungleiche Kapitellänge. Der erste Teil des Buches, auf dem meiner Meinung nicht unbedingt der Fokus lag, nahm gute zwei Drittel des gesamten Werkes ein, während die anderen drei Teile bedeutend weniger Seiten hatten.


Ich würde das Buch trotz der kleinen Mängel, die ja jederzeit ausgebessert werden könnten, jedem empfehlen, der gerne Fantasy-Elemente mit dem wahren Leben (oder einem Leben, das so einmal war oder vielleicht auch wieder werden könnte?) verknüpft. Spannend, aktuell, lesenswert.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Lost in Love - Bis du mich findest

Vinya Moore , Cornelia Pramendorfer
E-Buch Text: 401 Seiten
Erschienen bei Hawkify Books, 08.08.2018
ISBN B07GBDX92B
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Rosa und ihre beste Freundin Val beschließen, die Großeltern von Rosa in Texas zu besuchen, bevor Rosa ihre Aufgabe antritt, das Weingut der Familie in Italien zu übernehmen. In Texas trifft sie Aaron, Tierarzt, der über seine vorherige Beziehung nicht unbedingt weg gekommen ist. Beide fangen schnell an, von der großen Liebe zu sprechen.


Cover:

Das Cover zeigt wohl Aaron und Rosa während ihres ersten Dates. Sehr passend, doch ich hatte mir sowohl Aaron, aber besonders Rosa ganz anders vorgestellt. Ansicht verspricht es und auch der Titel eine klassische Liebesgeschichte, die es auch bietet.


Schreibstil:

Das Buch ist auf der einen Seite aus der Sicht von Aaron, auf der anderen Seite aus der Sicht von Rosa geschrieben. Damit bekommt man einen guten Eindruck über die Gefühle und Gedanken der Ich-Erzähler. Allgemein ist der Schreibstil angenehm. Das Buch lässt sich in seinen über 300 Seiten gut und flüssig lesen.


Figuren:

Zum einen gibt es Rosa, eine schüchterne junge Frau, die ihre Jungfräulichkeit ihrer großen Liebe schenken wollte. Sie wird als unglaublich naive Person dargestellt, die quasi von der Welt außerhalb ihres Schreibtisches keine Ahnung hat. Ich habe mich des Öfteren gefragt, wie sie in einer Stadt wie Berlin hat überleben können. Dass sie ihre Jungfräulichkeit an einen „dahergelaufenen Cowboy“ verliert, hat sie nicht im Mindesten so geschockt, wie ich es erwartet hatte. Trotzdem konnte ich mich von beiden Protagonisten doch eher in Rosa einfühlen, die ich mir als Unschuld vom Lande vorgestellt habe. Aaron dagegen ist mir etwas unsympathisch. Er hat seine große Liebe – die vor Rosa – zwei Mal betrogen und nutzt seine derzeitige Freundin aus, um nicht allein zu sein. Weiterhin wurde ich das Gefühl nicht los, dass er sich selbst ständig bemitleidet, obwohl er doch eigentlich ein schönes Leben hat. Er hat seinen persönlichen Traumjob als Tierarzt gefunden und lebt in seinem Traumhaus in seiner Lieblingsstadt. Trotzdem fühlt er sich einsam. Auch beschrieb er immer einen gewissen Ruf, der ihm anlasten würde, den ich aber so gar nicht nachempfinden konnte.


Allgemein wurde mir viel zu früh von einer großen Liebe gesprochen. Die beiden kennen sich keine zwei Wochen, als der erste Schicksalsschlag geschieht und Rosa zurück nach Europa muss. Aaron, der sich in dieser kurzen Zeit anscheinend unsterblich verliebt hat, fliegt ihr nach. Diese süße Idee macht die Dauer ihres Kennenlernens zunichte. Denn nach so kurzer Zeit von der großen Liebe zu sprechen, erscheint mir etwas utopisch und irgendwie klischeehaft.



Fazit:

Das Buch lässt sich durch den angenehmen Schreibstil und den einfachen Inhalt sehr gut lesen. Ich würde es als eine entspannte Abendlektüre bezeichnen. Meiner Meinung nach entspricht es größtenteils seinem Genre und somit kann ich es jedem Liebhaber davon empfehlen.

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In den Fesseln von Bermuda

Michelle Reiter
E-Buch Text: 311 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 02.08.2018
ISBN 9783752871913
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Welt, in die der Leser hier durch einen Flugzeugabsturz entführt wird, ist der unsrigen nicht so unähnlich. Es gibt Lebewesen der Luft, der Erde und des Wassers (Ventus, Terras, Aquaricus), die alle ihre einzigartigen Fähigkeiten haben. Der Konflikt des Romans besteht darin, dass die „bösen“ Terras gegen die Ventus und die Aquaricus einen Krieg führen. Trotzdem gibt es auf beiden Seiten Individuen, die eben nicht gut oder böse sind, sondern sich auf die andere Seite schlagen.


Die schöne und neu-geschaffene Welt wird toll beschrieben. Man hat ein Bild vor Augen, wie es dort aussehen könnte und kann sich alles gut vorstellen. Auch vom Inhalt her wurde ich so manches Mal überrascht und es kam doch etwas, das ich so nicht erwartet hätte. Eben nicht so ganz klischeehaft, wie man es mancherdings vermutet. Trotzdem, wie eben bei einer klassischen Liebesgeschichte, kommt auch die Beziehungsdramatik hier nicht zu kurz.


Protagonisten:

Eigentlich handelt die Geschichte aber von Anastasia und Leandro, die doch besonders anfangs viele Vorurteile erfüllen.

Michelle / Anastasia: Ich konnte mich mit Anastasia vollkommen anfreunden. Ich hatte das Gefühl, dass sie während ihrer Zeit bei den Ventus eine Veränderung durchmachte (eben von jemand, die gerettet werden muss, zu jemand, der rettet) und eben als eine andere hervor geht. Das hat sie ja auch schon beschrieben. Mit Michelle dagegen komme ich nicht so recht klar. Ich habe nicht verstanden, warum die Autorin ihrer Protagonistin den eigenen Namen gibt, ich habe nicht verstanden, warum Michelle beschließt, in dieser anderen Welt einen anderen Namen anzunehmen. Dem Grund bin ich nie auf die Schliche gekommen. Auch ansonsten war mir Michelle sehr unsympathisch, obwohl sie nur wenige Seiten wirklich gefüllt hat, da sie Teil der Rahmenhandlung war.


Leandro dagegen ist mehr oder weniger der große Unbekannte, in den sich Anastasia verliebt, von dem sie des Öfteren gerettet werden muss. Das ist leicht klischeehaft. Trotzdem bekommt man immer wieder neue Seiten an ihm zu sehen, was dem Charakter Tiefe gibt.


Alle weiteren Figuren sind ebenfalls auf ihre Weise ausgearbeitet. Klar, es gibt das „Böse“ (ohne hier Namen zu nennen), aber selbst die Handlungsweisen dieser Figuren konnte ich in irgendeiner Weise nachvollziehen.


Cover:

Nach dem Lesen des Romans finde ich das Cover nicht unbedingt gelungen. Der Flugzeugabsturz ist nur ein kleiner Teil der Geschichte, die schließlich rund 400 Seiten umfasst. Der Großteil findet in einer andern Welt statt, die auf dem Cover eben nur durch das Wurmloch dargestellt wird. Dabei wird diese andere Welt doch so schön beschrieben. Ähnliches gilt für den Titel, obwohl ich diesen nicht ganz so unpassend wie das Cover finde.


Schreibstil:

Die Geschichte ist leicht und flüssig zu lesen, obwohl man manchmal über den ein oder anderen Satz stolpert. Trotzdem findet man schnell in das Geschehen rein und ist auch direkt mittendrin. Das Einzige, was mich gestört hat, sind die Rechtschreibfehler, die sich aber hoffentlich bald erledigen.


Ich würde das Buch Fantasy-Lesern empfehlen, die aber nichts gegen eine Liebesgeschichte haben. Obwohl letzteres durchaus im Vordergrund zu stehen scheint, ist dies nichts für Leute, die Romanzen lieber in der realen Welt vorfinden möchten.

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7 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Lesbe auf Butterfahrt

Sybille Schönherr
Flexibler Einband: 404 Seiten
Erschienen bei Homo Littera, 28.05.2018
ISBN 9783903238060
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Die Protagonistin Jessi hat in Deutschland ein paar Probleme mit ihrer Ex und flieht in gewisser Weise vor der Liebe. Sie begibt sich auf Weltreise mit der üblichen Aufgabe: Die Beantwortung der Frage, wer sie eigentlich ist und was sie will. Sie fliegt von Deutschland nach Thailand, danach weiter nach Australien und Neuseeland.

Ich hatte dummerweise erwartet, dass ich nun eine Frau begleite und durch sie die Länder kennen lerne. Da habe ich mich gründlich getäuscht. Deswegen auch meine negative Bewertung. Statt viel über das Land und die Leute zu erfahren, bleibe ich als Leser quasi in ihren Gedanken gefangen. Ich wurde das Gefühl nicht los, dass Jessi sich entweder selbst bemitleidet oder über irgendetwas jammert. Und das in einer nie endenden Schleife über 600 Seiten. Weiterhin hat Jessi viel mit Leuten aus Deutschland geschrieben. Dies wiederum wurde in allen Einzelheiten abgedruckt. Seitenweise.

Positiv anzumerken ist eventuell, dass der Einstieg Spannung erzeugte, indem nicht direkt die Gründe der Weltreise genannt wurden. Die Idee des Highlight des Tages oder auch das Word of the day fand ich eine tolle Idee.

Zur Schreibweise: Die Sprache war mir zu umgangssprachlich. Ich hatte das Gefühl, eher einem Mitschrieb von verschiedenen Gedankenflüssen beizuwohnen, der vor sich hinplätschert und nicht unbedingt geordnet ist. Dazu kommen Unmengen an Flüchen und Schimpfwörtern. Das passt meiner Meinung nicht in das Buch. Ärger und Frust lässt sich besser beschreiben und ein stilistisches Mittel konnte ich hier auch nicht erkennen. Weiterhin wurden zusätzlich Passagen ihres Tagebuchs abgedruckt. Den Sinn dahinter habe ich leider nicht verstanden. Meist wurde wiederholt, was sie getan hat, was aber davor ja auch schon gesagt wurde. Davon abzusehen war sie ja hauptsächlich mit ihren Gedanken beschäftigt und konnte das Land um sie herum nicht auf sich wirken lassen.

Ich muss leider sagen, dass mich das Buch nicht angesprochen hat. Ich fand es sehr mühsam zu lesen und konnte so manche Handlung der Personen nicht nachvollziehen. Dazu kommen die Bilder von den Ländern, die mir suggeriert wurden, und die keine Gemeinsamkeiten mit der von mir dort erlebten Zeit haben. Ich beziehe mich hier hauptsächlich auf die Australien-Abschnitte. Ich habe die großen Themen in diesem Abschnitt so nie in Australien erlebt. Wäre ich vielleicht mit anderen oder keinen Erwartungen an das Buch heran gegangen, wäre meine Beurteilung eventuell eine andere. Meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Die Stiertänzerin: Historischer Roman

Sabine Wassermann
E-Buch Text: 418 Seiten
Erschienen bei Edel Elements, 10.08.2018
ISBN 9783962151713
Genre: Sonstiges

Rezension:

In diesem Roman begleitet der Leser Akija, die die Hüterin Kretas werden sollte. Dieser Weg ist aber sehr beschwerlich. Ich befürchte, ich werde einiges von der Geschichte spoilern, aber ich möchte meine Kritik möglichst ansehnlich verdeutlichen.


Allgemeines:

Im Roman werden diverse Opfer beschrieben. Diese werden nicht nur genannt, sondern eben teilweise genau beschrieben, was bei mir Ekel hervor rief. Aber ich befürchte, in dieser Zeit war das so, das kann ich mir schon vorstellen, daher ist dieses Realitätsnahe vielleicht sinnvoll. Trotzdem war es für meinen Geschmack etwas zu viel.

Weiterhin ist mir die Geschichte teilweise absurd vorgekommen: Ein Junge stiehlt Schmuck, der Vater bestraft ihn so schwer, dass er stirbt. Auf diese Weise kommt Temidqe in Kontakt mit einer Widerstandsbewegung. Diese zufällige Zusammenreihung war mir dann doch etwas zu viel.


Der Schreibstil:

Die Abschnitte waren gut gegliedert. Für jeden Teil ihrer Reise gibt es einen eigenen Abschnitt. Somit ist das Buch klar strukturiert. Teilweise waren die einzelnen Abschnitte aber sehr langwierig geschrieben. Seitenweise wurde beschrieben, was man auch auf einer Seite hätte beschreiben können. Ansicht kam ich aber sehr gut und auch flüssig durch das Buch. Auch der Perspektivenwechsel war schön. Somit konnte man nicht nur Akija auf ihrem Weg folgen, sondern auch ihren Widersacher Kaion. Spannung wurde damit produziert.


Die Protagonisten:

Akija soll das Amt ihrer Schwester, die Hüterin von Kreta, übernehmen. Darauf wurde sie ihr Leben lang vorbereitet, jedoch nie so, dass sie es schaffen könnte. Es wird zwar ausführlich thematisiert, dass das ihre Bestimmung sei, dennoch frage ich mich, warum sie davor nie über einen Stier gesprungen ist. Sie war sich der Tatsache bewusst, dass sie dies definitiv machen muss, trotzdem hat sie davor irgendwie die Augen verschlossen. Selbst ihre Schwester weiß nichts von dem erlebten Trauma und hintergeht sie. Allgemein verstehe ich so manches Handelns Akijas nicht. Ich hatte beispielsweise das Gefühl, dass sie sich ständig selbst bemitleidet. Das fängt bei der Gefangenschaft an, geht über die Existenz in der Wildnis bis hin zu der Geburt. Selbst als sich Temidque Menes stellen will, gibt sie nicht nach, sondern will nicht fliehen. Sie will unbedingt ihre Bestimmung erfüllen, schafft aber nicht mal einen Tagesmarsch, um ihre „große Liebe“ zu retten. Ich wurde hier und während der Kampfszene danach das Gefühl nicht los, dass die Autorin unbedingt Spannung aufbauen möchte und damit das Buch noch etwas in die Länge ziehen will. Weiterhin habe ich leider keine wesentliche Wesensveränderung von Akija feststellen können. Bis auf das letzte Kapitel, als sie wieder vor ihre Schwester tritt: Hier hatte ich plötzlich das Gefühl, dass sie wirklich hinter dem steht, was sie tun möchte. Genauso beim letzten Stiertanz.



Temidque genauso wie Kusupata haben bei mir anfangs nicht viel Eindruck hinterlassen. Gegen Ende allerdings wurde ersterer positiv besetzt (konnte aber die Vorstellung eines treuen Hundes nicht los werden), während Kusupata ins Negative gerutscht ist. Trotzdem hat er es genauso wie Akija schwer gehabt. Er hat sich auf seine Weise durch die Gefangenschaft gerettet.


Menes ist mir sympathisch. Bei ihm hatte ich das erste Mal das Gefühl, eine Figur mit Hintergrund zu sehen, die man eben nicht direkt durchschauen kann. Er war mir wesentlich sympathischer als Akija. Kaion dagegen hat in meinen Augen erst gegen Ende wirklich eine Person ergeben. Man kann einen Menschen nicht nur als gut und nicht nur als böse beschreiben. Aber genau das wurde mit Kaion gemacht. Er ist der Böse schlechthin. Erst gegen Ende bekam er ein bisschen von seinem Menschsein zurück.


Fazit

An der Umsetzung dieser Geschichte könnte man noch etwas arbeiten. Die Figuren – bis auf Menes – sind meiner Meinung nach zu unausgearbeitet. Die Idee ist aber gut und definitiv spannend. Man bekommt einen kleinen Eindruck in die Zeit 1450 v. Chr und ihre Machenschaften, welche zum Teil für heutige Verhältnisse schockierend sind.

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30 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Ein besoffener Bär im Bergwerkswald

Petteri Nuottimäki , Wibke Kuhn , Sibylle Klöcker
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 03.09.2018
ISBN 9783959672030
Genre: Humor

Rezension:

Von Trollen, Elchen und Waldgeistern – ein schwedisches Dorf am Rande des Wahnsinns. Trolle und Waldgeister gibt es hier zwar wenig, dafür umso mehr besoffene Bären und Elefantenbabys. Oder doch ein Außerirdischer, der die Welterobern will? Genau dem wollen allerlei Leute nachgehen und folgen einem Handyvideo in ein kleines, schwedisches Dorf.


Protagonisten

Per als Protagonist hat mir sehr gut gefallen. Er wirkt ständig verloren in seiner Welt und will doch in Schwedens Hauptstadt die Stricke ziehen. Trotz (oder gerade wegen?) seiner großen Träume war er für mich richtig sympathisch. Die Figur ist logisch aufgebaut und da das Buch aus seiner Sicht geschrieben ist, habe ich einen wundervollen Einblick in seine Gedankenwelt bekommen. Meist war ich fasziniert davon. Was er alles überlegt, mit was er zu kämpfen hat, alles urkomisch. Ich hatte des Öfteren Mitleid mit ihm, wie er versucht, verzweifelt den Überblick über all die unkontrollierbaren Geschehnisse in seinem Dorf zu behalten, konnte mir aber gleichzeitig das Schmunzeln nicht verkneifen. Besonders ironisch: Per, der eigentlich rein gar nichts für die Vorkommnisse kann und aufgrund dessen hoffnungslos überfordert ist, wird von allen als derjenige behandelt, der die Idee hatte und eine Werbeagentur beauftragt hat.


Seine Tochter und seine Frau (Mira und Maja) konnte ich nie auseinander halten. Das hat sich leider bis zum Ende nicht geändert, meist konnte ich aber aus dem Kontext erkennen, wer nun gemeint ist. Oder eben an der zuckersüßen und absolut ironischen Beschreibungen seiner Tochter, die eigentlich immer das komplette Gegenteil von ihrem Auftreten beschreiben. Klasse! Zu seiner Frau konnte ich mir leider nie ein richtiges Bild machen. Daher war mir sie weder besonders sympathisch noch besonders unsympathisch. Bei ihr hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht. Sein Sohn Emil ist da ganz ähnlich. Ich hab ihn nie ganz durchblicken können. Durch ihn ist die ganze Geschichte ins Laufen gekommen. Denn seine Auffassung von Stillschweigen ist etwas anderes: Er hat niemandem etwas erzählt, nur das Video online gestellt. Das war schließlich auch eine Art von Stillschweigen. Emil nutzt seine Chance und wird zum Geschäftsmann: von Fragen zur Urheberrechtsverletzungen bis zu professionellen Waldführungen für die Verschwörungstheoretiker und jeden, den es interessiert.


Allgemein habe ich das Gefühl nicht loswerden können, dass alle Charaktere außer Per nicht komplett ausgearbeitet sind. Klar, ich habe mir unter allen etwas vorstellen können, aber eben nicht annähernd so viel wie bei Per. Das liegt wahrscheinlich daran, dass das Buch aus Pers Sicht geschrieben ist und er eben selbst nicht so viel von seinen Mitmenschen weiß. Mich hat das aber beim Lesen nicht wesentlich gestört.


Schreibstil

Der Schreibstil hat mir direkt auf den ersten Seiten gefallen. Die Sätze sind herrlich ironisch und in Sarkasmus getränkt. Dieser Schreibstil passt hervorragend zu dem Inhalt des Buches und zum Protagonisten Per. Ich hatte anfangs keine Probleme, in die Geschichte einzutauchen.


Es war nicht so, dass ich das Buch vor Spannung nicht mehr aus der Hand legen wollte. Aber jedes Mal, wenn ich wieder in die Geschichte reingetaucht bin, habe ich mich wunderbar unterhalten.


Fazit

Der Autor zeigt auf unglaublich komische Art und Weise, wie ein kleines Video im Internet (in diesem Fall ein unbekanntes Wesen in einem Wald in Schweden) derart große Wellen schlagen kann, sodass ein kleines Örtchen, das am Rande der Insolvenz stand, plötzlich zum Ausflugsziel für so manch Gestalt wird. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und es hat mich immer wieder zum Lachen gebracht. Es hat quasi alles, was Titel und Cover versprochen haben – eine unglaubliche Menge Humor, anfangs einen Hauch von Spannung (vielleicht ist der Bär doch ein Elefantenbaby oder ein Außerirdischer?) und eine Wagenladung Ironie. Der Autor nimmt die heutige Zeit und ihre Gesellschaft überspitzt und sehr lustig wahr. Ich habe mich wunderbar amüsiert.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Anthrazit

Lucas Friedrich
Flexibler Einband: 188 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 09.01.2018
ISBN 9783746031170
Genre: Romane

Rezension:

"Anthrazit" von Lucas Friedrich war ein Buch, das mir sehr schwer gefallen ist. Sowohl zum Lesen als auch zum Verstehen. Die sechzehn Geschichten haben jeweils andere Protagonisten und behandeln andere Themen. Einzig und allein die graue Farbe, Anthrazit, die meist in Form der Gemütsstimmung aufkommt, durchströmt das komplette Buch. Man muss sich definitiv etwas mehr mit dem Titel und somit den Metaphern, die das Buch beinhaltet, auseinandersetzen, um es verstehen zu können.


Die Sprache:

Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich eine „Sprache“ ist, die hier gesprochen wird oder doch eher der Gedankenfluss einer Person. Teilweise kann ich als Leserin nicht mehr unterscheiden, inwieweit das Beschriebene Realität oder doch Traum ist. Je weiter fortgeschritten die Geschichte, desto schwieriger wird die Unterscheidung. Gedankensprünge häufen sich. Weiterhin würde ich die Sprache als schonungslos bezeichnen. Ich hatte das Gefühl, es wird sich nicht an die Norm oder an Regeln gehalten, wie geschrieben werden muss/sollte. Es wurden viele Schimpfwörter genutzt. Positiv aufgefallen ist mir der große Wortschatz des Autors.


Die Geschichten:

Die einzelnen Kurzgeschichten haben mir fast schon Kopfschmerzen gemacht. Auf viele konnte ich mir keinen Reim machen und habe sie dementsprechend schwer verstanden. Meist hat der Protagonist eine sehr negative Sicht auf die Welt, was mich als Leser beeinflusst hat. In den Geschichten zeugt vieles auf diese graue Sicht auf die Welt. Der Protagonist erscheint mir melancholisch oder gar depressiv. Unter dem Titel Anthrazit geht der Autor deshalb immer wieder auf Dinge ein, die mit grau assoziiert werden können: die grauen Wolken am Himmel, Asche der Zigarette, Dämmerung, etc. Dabei wird ein starker Fokus auf die Gefühle des Protagonisten gelegt. Meist bleibt der Leser im Ungewissen über den Fortgang des Protagonisten. Der gedankliche Spielraum, der dem Leser gegeben wird, ist groß.


Ich werde das Gefühl nicht los, dem Buch nicht gerecht zu werden.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Die Reise in die Freiheit

Falc-Moritz Köhler
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 29.06.2018
ISBN 9783752816204
Genre: Romane

Rezension:

„Die Reise in die Freiheit“ ist ein Buch, das zum Denken ansetzt. Über sechs Jahre lang hat der Autor sich um sein Buch gekümmert, viel Herzblut reingesteckt, bevor es publiziert wurde. Das merkt man sowohl beim Lesen als auch beim Austausch mit dem Autor persönlich. Somit lässt sich das Buch auch nicht in einem Rutsch runter lesen, sondern man braucht als Leser Zeit, um sich über das jeweilige Thema des Kapitels Gedanken zu machen. Der Autor spricht Themen wie Unsterblichkeit und die damit verbundene Thematik der Zeit an, die Maske des Menschens oder auch der Blick auf die Umgebung oder die Erde. Jede Thematik hat ihr eigenes Kapitel mit all ihren Eigenheiten und Besonderheiten. Es gibt so viele Weisheiten, die in jedem Kapitel stecken, dass man schon allein davon ein neues Buch publizieren könnte. Jeder Schwerpunkt eines jeden Kapitels kann sehr einfach auf das eigene Leben übernommen werden. Somit muss man als gewissenhafter Leser nach jedem Kapitel seine Gedanken sortieren und die neuen Informationen auf das eigene Leben anwenden.


Der Protagonist Molamo hat ein klares Ziel vor Augen: Er möchte zum Unsterblichen, der auf dem Berg der vier Jahreszeiten lebt. Doch auf seinem Weg dahin begegnen ihm viele verschiedene Menschen, von welchen er eine neue Sichtweise auf sich, sein Leben und auch seine Erfahrungen und Ziele bekommt. Wie ein Mensch auch überwindet er seine persönlichen Grenzen, fällt manchmal wieder zurück, steht aber immer wieder auf. Manchmal allein, manchmal mit Hilfe. Durch diesen Protagonisten wird dem Leser viel gezeigt.


Mir hat das Buch sehr gefallen, obwohl es mich persönlich manchmal eher traurig hat werden lassen. Die Dinge, die besprochen werden, sind so nah am Leben, dass man sich nicht davor verschließen kann. Die eigene Maske, die man quasi immer auf hat, wird abgelegt, der Mensch kommt zum Vorschein.


Ein tolles Buch und definitiv empfehlenswert für jeden, der sich einmal Gedanken über sich selbst machen will.

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79 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

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Dating you, hating you - Hoffnungslos verliebt

Christina Lauren , Ira Panic
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.08.2018
ISBN 9783956498022
Genre: Liebesromane

Rezension:

Kurz zum Inhalt:

Evie arbeitet in der Filmbranche von L.A. als Schauspielagentin. Sie ist professionell, holt die meisten Aufträge, ist sympathisch und mit ihrem Job verheiratet. Auf einer Kostümparty ist sie als Hermine Granger verkleidet und trifft Harry Potter alias Schauspielagent Carter. Zwischen den beiden funkt es. Allerdings wollen beide nicht unbedingt etwas mit einem Kollegen anfangen. Als dann noch ihre Firmen fusionieren, ist das Chaos perfekt. Denn nur einer der beiden Agenten kann seinen Job in L.A. behalten.


Das Cover:

Das Cover zieht auf jeden Fall den Blick auf sich. Ich bin allerdings kein Fan davon. Einerseits mag ich mehr Cover, die die Fantasie des Lesers nicht so eingrenzen. Andererseits weiß ich partout nicht, wer von den Menschen in dem Roman dieser Mann auf dem Cover darstellen soll. Ich habe darauf geachtet und kann keinerlei Gemeinsamkeiten entdecken. Ansonsten ist das Cover mit seinen schwarzen Linien sehr modern.


Der Einstieg:

Ich habe lange gebraucht, um in das Buch hineinzukommen. Für mich als Außenstehenden war es schwierig, in die Welt des Films und der Schauspieler, in der Evie lebt, hineinzukommen. Ich wurde zudem mit Namen verschiedener Personen überhäuft, sodass ich gar nicht wusste, wer denn jetzt wer ist. Ich finde es immer leichter, ein Buch mit der Protagonisten gemeinsam zu beginnen und nicht ins kalte Wasser geworfen zu werden.Dann war es leider anfangs auch nicht besonders spannend, sodass ich mehrere Tage lang warten konnte, bis ich weitergelesen habe. Die Kapitel ziehen sich, obwohl es immer wieder kleine Höhepunkte gibt, habe ich mich mit dem Weiterlesen sehr schwer getan. Gegen Ende hat sich das gebessert und ich habe das restliche Buch in wenigen Tagen gelesen. Diese witzigen Höhepunkte wurden allerdings des Öfteren ganz schnell abgehandelt, sodass ich mich nach einer Weile gar nicht mehr so genau erinnern kann, was im Mittelteil des Buches passiert ist.


Die Protagonisten:

Evie ist die starke Frau, von der sich jeder etwas abschauen kann. Sie ist erfolgreich in ihrem Job. Trotzdem hat ihr Chef Brad etwas gegen sie und versucht, sie durch Sexismus und Mobbing aus der Firma zu bekommen. Aber nicht mit Evie. Sie lässt sich nicht leicht unterkriegen. Carter dagegen ist ein gutaussehender Typ und weiß, wie er damit weiter kommt. Trotzdem hat auch er Talent in seinem Job. Zwei starke Persönlichkeiten treffen das erste Mal aufeinander, es funkt (nicht nur wegen der gemeinsamen Verkleidung). Da das Buch aus den zwei Ich-Perspektiven von Evie und Carter geschrieben ist, bekommt man einen unschlagbaren Einblick in die Gefühle des jeweiligen Protagonisten. Besonders beim „Bürokrieg“ ist es interessant, wie der jeweils andere auf den Schlag reagiert. Somit ist es schwer, sich hier komplett auf eine Seite zu schlagen - Team Evie oder Team Carter. Weiterhin ist es schön, mitanzusehen, wie sich beide Protagonisten entwickeln. Vergleicht man sie anfangs mit dem Ende, ist eine kleine, aber wesentliche Entwicklung zu beobachten.


Die Schreibweise:

Das Buch liest sich sehr flüssig. Die Schreibweise ist nicht anspruchsvoll, die Sätze in einer angenehmen Länge. Sehr gut, weiter so!

Manchmal wurde sehr viel um die eigentliche Thematik drum herum geredet. Das hätte man sich des Öfteren sparen können, denn es hat das Buch unnötig in die Länge gezogen. An anderer Stelle dagegen hätte ich mich über eine etwas ausführlichere Beschreibung gefreut.

Wirklich gestört hat mich die Ansprache des Lesers mit „Sie“. Das war etwas, woran ich mich während des ganzen Buches nicht gewöhnen konnte.


Was ich sonst noch zu sagen habe:

Den Roman würde ich nicht unbedingt als den klassischen Liebesroman bezeichnen. Dazu wird der Fokus zu oft auf den Job und anderes gelegt, während die eigentliche Beziehung in den Hintergrund tritt. Trotzdem war mir das Ende etwas zu klischeehaft (ohne zu viel zu verraten). Sehr gut finde ich, dass das Thema Sexismus im Job angesprochen wurde. Das ist leider auch heute noch ein sehr aktuelles Thema. Umso besser, wenn es hier genauso kritisiert wird!


Fazit:

Eine schöne Abendlektüre, die den ein oder anderen Seufzer und den ein oder anderen Lacher erzeugt. Obwohl ich hin und wieder verwirrt war, konnte ich dem Roman doch folgen und einiges abgewinnen. Es war schön zu lesen.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Stürmische Zeiten auf Tobago: Roman

Birgit Read
E-Buch Text: 216 Seiten
Erschienen bei Edel Elements, 08.08.2018
ISBN 9783962152178
Genre: Sonstiges

Rezension:

Eine Gedankenreise in die Karibik, nach Tobago: Die richtige Sommerlektüre? Nicht unbedingt, wer Friede, Freude, Eierkuchen sucht. Denn Mila, die Protagonistin des Romans, hat allerlei durchzumachen. Da ist nicht nur Liebe ein Thema, die in diesem Roman auch nicht unbedingt den Standards entspricht und mal etwas Neues darstellt. Probleme der Einheimischen, Urlaubsfeeling, Korruption, Freundschaft, Mord – all das wird in dem Roman thematisiert. Worum es geht? Mila erfüllt sich gemeinsam mit Ben ihren großen Traum: Auswandern nach Tobago und dort ein Resort mit Tauchschule aufmachen. Alles läuft gut, dann häufen sich eigenartige Zufälle. Ob der Traum von Tobago zerplatzt?


Man wird anfangs mitten in das Leben der Protagonisten hineingeworfen. Trotz des leichten Chaos findet man sich als Leser relativ schnell zurecht. Die Protagonisten sind allesamt gut durchdacht und haben eine schöne Tiefe, sodass die Geschichte glaubhaft wirkt, größtenteils zumindest. Kleine Unstimmigkeiten, die mir aufgefallen sind, sind so durchdacht gewesen, sodass das Bild wieder stimmig ist. Die Charaktere haben aber nicht nur sympathische Seiten, sondern auch Dinge an sich, die sie nicht zu perfekten Menschen machen. Somit geben sie ein schönes Gesamtbild ab.


Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil. Die Geschichte liest sich flüssig und es macht Spaß, zu lesen. Besonders bei spannenden Stellen möchte man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Denn Stürmische Zeiten auf Tobago ist kein klassischer Liebesroman. Eher alles andere als das. Korruption, Flüche, Mord – all das ist Thema. Auch das Land Tobago mit all seinen Problemen kommt nicht zu kurz. Durch schöne Beschreibungen bekommt der Leser ein klein wenig Karibikfeeling direkt auf das heimische Sofa.


Ein schönes Buch für jemanden, der eine entspannte Abendlektüre lesen möchte, die aber eben nicht vorhersehbar ist und mit reichlich un-klassischen Themen gespickt ist. Macht Spaß zu lesen!

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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The other side

Tiana Wicke
E-Buch Text: 130 Seiten
Erschienen bei Independently published, 01.07.2018
ISBN B07F6DRG1X
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Grundgedanke des Buches ist die Auswanderung einer deutschen Familie (Mutter, Tochter, Sohn) nach Amerika, damit die Mutter ihre zweite große Liebe heiraten kann. Doch dabei werden ihr so einige Hindernisse in den Weg gestellt. Klingt gut? Könnte es sein. Doch an der Umsetzung scheitert es. Anfänglich noch interessant durch die teilweise Vermischung von Gegenwart und Vergangenheit geschrieben – man erfährt, wie es zu dem derzeitigen Zeitpunkt ist und wie es dazu gekommen ist –, wird der Roman bald eintönig. Hauptsächlich wird beschrieben, wie eifersüchtig Edina auf die Frauen im Leben ihres Zukünftigen ist. Und dabei wird es nicht nur einmal beschrieben. Nein, fast jedes Mal, wenn die Eifersucht hochkommt, geschieht alles nach dem gleichen Muster: sie wird aus einem (teils leicht absurden) Grund eifersüchtig, er erklärt es, sie sieht es ein und alles ist wieder gut. Es werden die Klischees einer typischen Hausfrau bedient.


Zudem kam mir manches sehr unglaubwürdig vor. Beispielsweise das Kennen lernen der beiden. Anscheinend sind sich beide, obwohl sie den anderen noch keine vierundzwanzig Stunden kennen, völlig sicher, dass sie einander lieben. Weiterhin konnte ich mit den Protagonisten nicht viel anfangen. Sie haben keine „Tiefe“, sondern werden meistens nur oberflächlich beschrieben. Klar, es ist hauptsächlich aus der Sicht von Edina, aber bei ihr hätte ich gerne mehr Tiefe gehabt. Jamie dagegen wird als Mr. Perfekt schlechthin dargestellt. Er verhält sich immer richtig, ist ständig gut gelaunt und hat eine engelsgleiche Geduld mir seiner Verlobten. Das ändert sich auch nicht, als der Leser einen kurzen Einblick in seine Gedankenwelt bekommt. Hierbei wird nur seine Argumentation, er ist der Gute, er hat nichts verbrochen, gestärkt. Alles in allem ist der Perspektivenwechsel, manchmal auch zur Tochter oder einem mysteriösen Tagebuch, sehr interessant und baut Spannung auf.


Der Titel klang vielversprechend. Auch die Doppeldeutigkeit des Covers spricht für ein spannendes Buch. Auf den ersten Blick mag dies vielleicht darauf zurückzuführen sein, dass die Deutsche Edina für ihren Freund in die USA zieht. Allerdings gibt es noch eine andere Seite, die darauf anspielen könnte, was sehr gut überlegt ist! Super.


Was mich an diesem Roman grundlegend gestört hat ist die Rechtschreibung sowie die fehlende Grammatik. In einem veröffentlichten Buch sollte dieser Aspekt keine Rolle spielen! Außerdem ist der Roman an manchen Stellen sehr umgangssprachlich geschrieben und man bekommt das Gefühl, dass der Autorin die passenden Worte fehlen.


Zusammenfassend ist die Idee des Romans eine Gute, nur anscheinend schwer umzusetzen. Leider wird vom eigentlich guten Thema abgewichen und es wird nur noch in Klischees gedacht. Sehr schade!

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Sehnsucht nach Charleston: Historischer Liebesroman

Patricia Carlyle
Flexibler Einband: 685 Seiten
Erschienen bei Independently published, 20.07.2018
ISBN 9781983170591
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zunächst möchte ich mich nochmals dafür bedanken, dass ich an dieser Leserunde teilnehmen durfte. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich habe den Roman, trotz anfänglicher Schwierigkeiten, quasi innerhalb weniger Tage verschlungen.


Eigentlich ist es nicht besonders schwer, in die Geschichte hineinzutauchen: Vivien, ursprünglich aus den Vereinigten Staaten, lebt nun bei Verwandten in England. Seit sie dort angekommen ist, hat sie eine Sehnsucht nach Charleston befallen und sie arbeitet kontinuierlich daran, in ihre Heimat zurück zu kommen. Dies gelingt ihr schließlich und sie befindet sich mitten im Unabhängigkeitskrieg der Staaten mit den Briten. Und als wäre das für eine Zwanzigjährige nicht schon verwirrend genug, hat sie auch noch mit der Liebe zu „kämpfen“.


Die Protagonistin Vivien ist sympathisch. Sie ist ein „Kindskopf“ wie er im Buche steht. Sie weiß, was sie will und sie hält nichts davon ab, ihren Plan umzusetzen. Im Laufe des Schmökers – er ist doch stolze 600 Seiten lang – wandelt sie sich. Sie wird von dem Kindskopf, der allerdings immer mal wieder herauskommt, zu einer wahrhaften Lady ganz im Sinne des 18. Jahrhunderts. Es macht Spaß, sie auf ihrem Weg zu begleiten. Gegen Ende fällt ihre Persönlichkeitsänderung besonders auf. Einem Roman, der im 18 Jahrhundert spielt eine so selbstbewusste junge Frau an die Spitze zu stellen,


Selbstverständlich werden historische Themen behandelt. Als Leser bemerkt man an manchen Stellen ganz ausführlich die Auswirkungen des Krieges. Man wird mit der Frage konfrontiert, was gut und was böse ist. Ein kleiner englischer Junge, der seinen amerikanischen Retter töten möchte oder ein englischer Leutnant, der einer Amerikanerin Freude bereiten möchte, zeigen diesen Zwiespalt auf. Auch auf der Amerikanischen Seite gibt es sympathische und unsympathische Personen, die alle ihre eigene Geschichte haben und eben aus diesem Grund so geworden sind, wie sie sind. Gut beschrieben werden die Gefahren, die Veränderungen und die Auswirkungen des Krieges. Die Protagonistin selbst bemerkt sie durch einen Spaziergang im besetzten und danach im befreiten Charleston sowie im direkten Vergleich von verschiedenen Personen.


Auch der Zwiespalt, einen Krieg für die amerikanische Unabhängigkeit zu führen und gleichzeitig eigene Sklaven zu halten, wird leicht deutlich. Dabei werden beide Meinungen behandelt. Für manche Menschen war es ganz natürlich, Sklaven zu halten, während andere sich Gedanken machen, wie dies möglich sein soll, Menschen gefangen zu halten. Trotzdem ist erstere Person nicht deswegen unsympathisch dargestellt, was mir durchaus gefällt. Obwohl mir die Einstellung nicht gefällt, heißt es nicht, dass ich die Person von Grund auf verurteilen kann. Ein Thema, das vielleicht heute auch noch Beachtung finden sollte.


Lediglich die etwas längeren Kapitel, die teilweise sehr kurze, je nach den wichtigen Ereignissen, aber auch sehr lange Zeiträume umfassen können, sind anfangs etwas schwierig. Aber durch die angenehme Schreibweise und die interessante Geschichte, die mit jeder weiteren Seite Fahrt aufnimmt, wird nicht mehr von Kapitel zu Kapitel unterschieden, sondern einfach weiter geblättert, um noch ein weiteres Kapitel lesen zu können.


Das Buch ist für mich eine angenehme Lektüre, die leicht zu lesen ist. Trotzdem werden wichtige Themen behandelt, stehen aber nicht wirklich im Mittelpunkt der Geschichte. Mir sind keine Ungereimtheiten oder schlechte Recherchen aufgefallen, obwohl ich zugeben muss, dass ich in diesem Gebiet nicht sonderlich gut informiert bin. Mit seinen historischen Fakten ist der Roman ein Buch, das Spaß macht zu Lesen!

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Die Empathin II: - Freund und Feind

Viktoria Vulpini
Flexibler Einband: 276 Seiten
Erschienen bei Independently published, 07.05.2018
ISBN 9781981035014
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der zweite Teil der „Empathin-Reihe“ startet quasi mit dem Ende des ersten Teiles. Da es wichtig zum Verständnis ist, den ersten Teil gelesen zu haben, fehlte mir am Anfang des zweiten Teiles eine kurze Zusammenfassung über den ersten Teil, um wieder in diese spezielle Welt hineinzukommen. Inhaltlich baut der zweite Teil nämlich auf den Ersten vollkommen auf. Man erfährt, wie es mit Kamilla bei den Wölfen weiter geht. Während der erste Teil hauptsächlich aus der Perspektive Kamillas erzählt wird, wechselt diese sich hier des Öfteren. So hat man als Leser viele Hintergrundinformationen, die man ohne diesen Wechsel niemals erhalten hätte. Trotzdem hätte man den Wechsel vielleicht etwas genauer markieren können (Kapitel kürzen und pro Kapitel nur eine Perspektive beispielsweise).


Leider konnte ich hinsichtlich der spezifischen Rollen keine weiteren Informationen im Buch finden. Wodurch unterscheiden sich Träumer und Erwachte und Wandler? Warum ist die Welt so, wie sie ist? So etwas wäre schön zu wissen. Ich bin niemand, der vor dem Lesen eines Buches noch recherchieren möchte, worum es genau geht. Dazu lese ich ja das Buch.


Mein Problem war auch bei diesem zweiten Band die Rechtschreibung und Zeichensetzung. Das sollte kein Thema bei einem veröffentlichten Buch sein! Nahezu auf jeder Seite war ein Fehler zu finden: ein Komma zu viel, ein Komma zu wenig, Tod oder tot? Man merkte teilweise die Unsicherheit bezüglich der deutschen Rechtschreibung. Leider. Ich musste mich teilweise zwingen, weiter zu lesen, da mich das sehr gestört hat. Absolutes No-Go!


Das Buch allgemein ist in zwei große Teile aufgeteilt. Im ersten Teil ist Kamilla die Gefangene der Wandler. Hier hat sie sich mit ihrer Ehrlichkeit und (ehrlichen) Angst, die die Wölfe riechen können, das „Vertrauen“ erlangt, dass aber im zweiten Teil des Buches, nach dem Kampf, wieder durch ihre Flucht zunichte gemacht wird. Gewundert hat mich bei der Flucht, dass sie auch im Auto nichts über ihre Begleitung hat wissen wollen. Warum er sie mitgenommen hatte, da sie doch solch eine Last war? Und warum hat sie ihm vertraut, statt den Wölfen in den Käfigen zu retten? Ich verstehe, dass das wohl eher intuitiv als wohl überlegt gewesen sein muss, da sie nach ihrer Gefangenschaft sehr erschöpft und verängstigt gewesen sein muss. Trotzdem wusste sie selbst am Ende noch nicht den Namen des mysteriösen Fremden. Das erscheint mir unglaubwürdig. Wahrscheinlich lässt sich diese Geschichte leider doch nicht so einfach aus ihrer Reihe und dem Zusammenhang reißen. Wie auch schon im ersten Band gibt es am Ende des zweiten Bandes kein „Happy End“, sondern ein Kapitel, das den Auftrag hat, den Leser für den nächsten Band vorzubereiten. Das hat mich schon im ersten Band gestört, hier stört es mich wieder. Das mag aber auch sehr subjektiv sein.


Zusammenfassend gefällt mir die Geschichte über ein vergleichsweise neues, noch nicht ausgeschöpftes Thema jedoch gut, auch wenn ich nicht alles genau verstehe. Obwohl der Schluss teilweise vorhersehbar war, gab es doch immer wieder Überraschungen, die der Geschichte neue Spannung verliehen. Teilweise wurden manche Passagen etwas langwierig und die Gefühle etwas zu detailliert beschrieben. Als Leser weiß man ja manchmal auch, was genau Angst bedeutet, ohne dass diese auf zwei Seiten in aller Ausführlichkeit beschrieben werden musste. Gefallen hat mir zudem, dass die Perspektiven gewechselt haben. Das größte Kritikpunkt liegt in der Zeichensetzung und der Rechtschreibung. Wenn man davon absieht, macht es Spaß zu lesen und auch die Lektüre ist einfach, sodass ich das Buch innerhalb drei Tage gelesen habe.

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Die Empathin I - Rajas Heimkehr

Viktoria Vulpini
E-Buch Text: 170 Seiten
Erschienen bei null, 12.04.2017
ISBN B06Y15FMVM
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Einstieg:
Der dritte Teil der "Erwachten-Reihe" ist gleichzeitig der erste Teil der "Empathin-Reihe". Als ich das Buch las, war ich der Meinung, es wäre der erste Teil einer Reihe. Daher war der Einstieg in diese Fantasy-Welt für mich nicht ganz einfach, aber durchaus möglich, auch wenn ich manche Begriffe aus dieser eigenen Welt selbst am Ende noch nicht zuordnen kann. Mir hat hier eine entsprechende Einleitung in diese Welt, gerne auch als Stichworte oder Liste (wie beispielsweise wer alles vorkommt, was sind die besonderen Gaben dieser Gattungen, etc.) gefehlt. Dies würde den Einstieg sehr erleichtern.


Zeichensetzung und Satzstruktur:

Eigentlich sollte dieses Thema keine Rolle in einem Buch spielen. Leider ist mir trotzdem aufgefallen, dass wirklich sehr oft beispielsweise Kommas gefehlt haben oder einfach – meiner Meinung nach – wie Salzkörner über den Roman gestreut wurden, in der Hoffnung, sie würden an dieser Stelle Sinn ergeben. Dies hat nicht funktioniert. Die fehlerhafte Zeichensetzung hat den Lesefluss teilweise sehr schwierig gestaltet.


Zudem gab es hin und wieder Sätze, die sehr verworren waren. Hätte man aus diesem einen Satz mehrere Sätze gemacht, wäre es wesentlich einfacher zu lesen, da die Sätze sonst auch leicht verständlich waren.


Inhalt:

Die Geschichte von Kamilla und Raja wird spannend erzählt. Da die beiden eine wohl relativ lange Fahrt durchführen, gibt es manchmal Stellen, die sich etwas lang ziehen. Die Kapitel sind außerdem sehr lang.


Am Ende des Buches, quasi als letztes Kapitel, gibt es eine Art Ausblick auf den zweiten Teil, der sich nicht an die Umstände davor anpasst. Ich schätze, er gilt dazu, den zweiten Band dem Leser schmackhaft zu machen. Interessant gestaltet sich hier, dass der Anfang des zweiten Teiles genau an das Ende des ersten Teiles anschließt. Ansicht hätte ich diesen „Aufhänger“ allerdings nicht gebraucht.



Figuren:

Die Protagonistin Kamilla – an diesen Namen musste ich mich erst einmal gewöhnen – hat eine besondere Fähigkeit. Sie kann Gefühle anderer Tiere und Menschen in ihrer Umgebung spüren. Ihre Gabe hat sie zum Beruf gemacht: Sie hilft Haustierbesitzern, die Probleme ihrer Lieblinge zu entdecken. Ein ruhiges Leben, bei dem ihr selten etwas zu viel wird. Dennoch hat sie sich ein "Nest" aufgebaut – eine tolle Beschreibung für die Wohnung –, die ich mir richtig gut vorstellen konnte. Eine ruhige, sympathische Person, in die man sich als Leser durch gute Beschreibungen einfühlen kann.


Raja ist der kleine Wolf, den Kamilla auf Geheiß seiner Mutter rettet. Der Welpe ist genau so freudig und hyperaktiv, wie man sich einen Welpen vorstellt. Durch die Beschreibungen der Gefühle, die Kamilla durch ihre Gabe bekommt, kann man sich einen guten Eindruck der Persönlichkeit des Wolfes vorstellen. Leider fehlen viele Hintergrundinformationen zur Gattung der Wölfe. Ich beispielsweise konnte den Prolog nicht wirklich mit den Wölfen zusammenbringen.



Trotz seiner kleinen Fehler, die hier vielleicht etwas die Überhand genommen haben, finde ich die Idee des Buches toll. Der Inhalt ist sehr interessant, eine neue Welt mit Menschen mit verschiedenen Fähigkeiten, und nicht nicht so ausgeschöpft wie manch andere Themen. Habe die Geschichte mit gut 200 Seiten in wenigen Tagen verschlungen und freue mich auf die Fortsetzung mit Raja und Kamilla.

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Da haben wir den Salat!

Rolf-Bernhard Essig , Regina Kehn
Fester Einband: 168 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 23.07.2018
ISBN 9783446260597
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Sprichwörter kennen wir von klein auf als Kinder. Wir wachsen damit auf, verwenden sie in den für uns passenden Situationen und denken nicht weiter darüber nach. Ganz anders der Sprichwörter-Papst von „Da haben wir den Salat“. Er ist für dieses Buch quasi um die Welt gereist und hat sich auf die Suche nach den schönsten Sprichwörtern gemacht.


In dieser besonderen Weltreise starten wir in Europa, reisen nach Afrika und in den Orient, nach Asien und zum Schluss nach Australien, Neuseeland sowie Amerika, bevor wir wieder zurück nach Europa kommen. Gründlich recherchiert bekommt der Leser auf zwei bis drei Seiten die Geschichte hinter dem Sprichwort erklärt. Denn jedes Sprichwort entsteht aus einer besonderen Situation. Ist die Geschichte kurz und knapp erzählt (Getreu dem Sprichwort: In der Kürze liegt die Würze), bekommt der Leser eine kleine Erklärung zu dem Sprichwort, das den Sinn und Zweck nochmals kurz zusammenfasst. Und am Schluss ein Vergleich zu den deutschen, dem Leser als eher bekannten Sprichwörter.


Als Leser kommt man sehr einfach in die jeweilige Geschichte durch die abwechslungsreiche und angenehme Schreibweise des Autors hinein. Die kurzen Geschichten sind informativ und durch farbige Illustrationen von Regina Kehn grafisch unterstützt.


Ein schönes Buch für jeden, der sich etwas mit Sprichwörtern beschäftigen will. Für Jung und Alt kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen!

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