DieFlammende

DieFlammendes Bibliothek

24 Bücher, 14 Rezensionen

Zu DieFlammendes Profil
Filtern nach
24 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(3.524)

5.462 Bibliotheken, 33 Leser, 16 Gruppen, 50 Rezensionen

harry potter, fantasy, magie, zauberei, hogwarts

Harry Potter und der Halbblutprinz

Joanne K. Rowling ,
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 19.03.2010
ISBN 9783551354068
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(178)

372 Bibliotheken, 5 Leser, 10 Gruppen, 20 Rezensionen

thriller, boston, tess gerritsen, jane rizzoli, chinatown

Grabesstille

Tess Gerritsen , Andreas Jäger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.09.2013
ISBN 9783442374823
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(159)

342 Bibliotheken, 3 Leser, 7 Gruppen, 16 Rezensionen

boston, thriller, mord, tess gerritsen, krimi

Leichenraub

Tess Gerritsen , Andreas Jäger
Flexibler Einband: 442 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 08.06.2010
ISBN 9783442372263
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(260)

529 Bibliotheken, 6 Leser, 8 Gruppen, 19 Rezensionen

thriller, jane rizzoli, krimi, mumie, archäologie

Grabkammer

Tess Gerritsen , Andreas Jäger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.08.2011
ISBN 9783442372270
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(615)

1.103 Bibliotheken, 6 Leser, 13 Gruppen, 62 Rezensionen

thriller, jane rizzoli, krimi, boston, mord

Schwesternmord

Tess Gerritsen ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 11.12.2006
ISBN 9783442366156
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1.010)

1.639 Bibliotheken, 7 Leser, 14 Gruppen, 85 Rezensionen

thriller, jane rizzoli, boston, vergewaltigung, krimi

Die Chirurgin

Tess Gerritsen ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 01.06.2004
ISBN 9783442360673
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(501)

895 Bibliotheken, 9 Leser, 11 Gruppen, 55 Rezensionen

thriller, jane rizzoli, boston, mord, serienmörder

Der Meister

Tess Gerritsen ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 08.08.2005
ISBN 9783442362844
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(615)

1.081 Bibliotheken, 6 Leser, 15 Gruppen, 57 Rezensionen

thriller, jane rizzoli, kloster, mord, boston

Todsünde

Tess Gerritsen ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.05.2006
ISBN 9783442364596
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(501)

979 Bibliotheken, 72 Leser, 1 Gruppe, 119 Rezensionen

harry potter, fantasy, hogwarts, zauberei, theaterstück

Harry Potter und das verwunschene Kind

Joanne K. Rowling , John Tiffany , Jack Thorne
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.09.2016
ISBN 9783551559159
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

6 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Bratpfannensurfer

Peter Fellner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 19.10.2016
ISBN 9783741271830
Genre: Comics

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(29)

53 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

liebe, zeitreise, eine liebe zwischen den zeiten, sabine neuffer, zeiten

Eine Liebe zwischen den Zeiten

Sabine Neuffer
E-Buch Text: 353 Seiten
Erschienen bei dotbooks Verlag, 02.01.2014
ISBN 9783955204198
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext: Das Erbe ihrer Großmutter führt die Journalistin Lea, die seit Jahren in London lebt, in ihre deutsche Heimat Braunschweig zurück. Durch Zufall entdeckt sie in dem geerbten Haus einen kleinen Verschlag unter der Treppe, den sie genauer unter die Lupe nehmen möchte … und findet sich plötzlich im Jahr 1938 wieder. Das alles macht ihr Angst und sie möchte so schnell es geht wieder in die Gegenwart zurück, doch dann lernt sie den Arzt Daniel kennen. Aber es gibt ein Problem: Daniel ist Jude …

Stimmen zum Buch/Pressestimmen:  "Der vorliegende Roman bedeutet Unterhaltung mit geradezu berauschender Wirkung und gehört zweifellos zu den schönsten (Lese-)Erlebnissen der Welt." (Literaturmarkt.info)

Covergestaltung:  Das Cover hat mich im Buchhandel sofort angesprochen. Eine Treppe, in schönen Brauntönen gehalten, welche von rosa Blumen umringt ist. Das Cover macht Lust auf mehr .. und man wird nicht enttäuscht!

Meine Meinung:  Die Autorin scheint sich sehr gut informiert haben, bevor sie das Buch geschrieben hat. Lea stürzt bei ihrem ersten Zeitreisesprung hinaus auf die Straße und wird sofort mit diversen Gerüchen konfrontiert, die sie von der Gegenwart nicht kennt, sie findet Zeitungen aus dem Jahr 1938 und auch die Rollenverteilung der damaligen Zeit wird ausgezeichnet dargestellt. Beispielsweise hilft der Arzt Daniel seiner Tochter Mirjam nicht beim Haushalt, während Lea das absolut unmöglich findet und sofort ihre Hilfe anbietet, wie es in der heutigen Zeit üblich ist. Auch kann man sehr gut mit Lea mitfühlen, ihr Leben und ihre Gefühlswelt werden ausführlich beschrieben. Es fließen immer wieder Geschichten aus ihrer eigenen Vergangenheit hinein, die beispielweise von dem Freund ihres verstorbenen Vaters Carl, den der Leser sofort ins Herz schließen kann, aus einem komplett anderen Blickwinkel erzählt werden. Carl ist sowieso ein eigenes Thema: Er ist Neurologe und ist ganz fasziniert von Zeitreisen gelesen. Seinetwegen reist Lea überhaupt noch einmal in die Vergangenheit.
Lea selbst hat auch eine sehr faszinierende Persönlichkeit. Von ihren Eltern hat sie nicht viel Liebe erfahren und hat daher bisher niemanden zu nah an sich heran gelassen. Bis Daniel diese Schale knackt und ihr zeigt, dass es auch seine guten Seiten hat, jemandem zu vertrauen. Im Laufe der Geschichte findet Lea zu sich selbst, könnte man fast sagen. Auch ihre Beziehung zu Brian profitiert davon. Während sie anfangs sehr abweisend zu ihm ist und jeglichen Kontakt zu dessen Familie vermieden hat, springt sie ihm beim Wiedersehen nach der Zeit in Deutschland in die Arme und freut sich, ihn wieder bei sich zu haben und seine Familie kennen zu lernen.
Während ich mich am Anfang noch etwas geziert habe, das Buch weiter zu lesen, konnte ich nach ein paar Seiten nicht mehr aufhören. Was mich am Anfang etwas gestört hat, waren die ausführlichen Beschreibungen der Umwelt und die langen Sätze. An die Sätze gewöhnt man sich aber sehr schnell und die Beschreibungen werden spätestens in der Vergangenheit sehr interessant. Allerdings muss ich auch zugeben, dass es für mich immer schwer ist, mich in ein neues Buch hinein zu versetzen.  
Der einzige Minuspunkt ist leider der Schluss, der etwas lieblos abgefertigt wurde. Ich hätte über dieses Wiedersehen gerne noch mehr gelesen.

Beurteilung / Fazit: 4/5 Sternen. Ausgezeichnetes Buch, welches eine unglaubliche Liebesgeschichte einer Zeitreisenden im Dritten Reich erzählt. Wer also auf der Suche nach Zeitreisen, die Geschichte des Dritten Reiches und der Liebe ist, der ist bei diesem Buch an der richtigen Adresse! Wirklich Empfehlenswert.

  (3)
Tags: den, eine, liebe, zeiten, zwischen   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5.068)

6.461 Bibliotheken, 130 Leser, 13 Gruppen, 354 Rezensionen

schweden, humor, lebensgeschichte, freundschaft, elefant

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Jonas Jonasson , Wibke Kuhn
Fester Einband: 412 Seiten
Erschienen bei carl's books, 29.08.2011
ISBN 9783570585016
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext:
„Allan Karlsson hat Geburtstag. Er wird 100 Jahre alt. Eigentlich ein Grund zu feiern. Doch während sich der Bürgermeister und die lokale Presse auf das große Spektakel vorbereiten, hat der Hundertjährige ganz andere Pläne: er verschwindet einfach – und schon bald steht ganz Schweden wegen seiner Flucht auf dem Kopf. Doch mit solchen Dingen hat Allan seine Erfahrung, er hat schließlich in jungen Jahren die ganze Welt durcheinander gebracht.
Jonas Jonasson erzählt in seinem Bestseller von einer urkomischen Flucht und zugleich die irrwitzige Lebensgeschichte eines eigensinnigen Mannes, der sich zwar nicht für Politik interessiert, aber trotzdem irgendwie immer in die großen historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts verwickelt war.“
Quelle: http://www.randomhouse.de/Paperback/Der-Hundertjaehrige-der-aus-dem-Fenster-stieg-und-verschwand-Roman/Jonas-Jonasson/e353913.rhd

Stimmen zum Buch/Pressestimmen:
"Ein Schelmenroman erster Güte!" Der Spiegel (05.12.2011)
"Ein amüsanter Crashkurs über Sinn und Irrsinn von Geschichte und Gegenwart. Ein Gute-Laune-Schmöker!" Denis Scheck, ARD druckfrisch (26.02.2012)
"Ganz große Unterhaltung und einfach ein Riesenspaß!“ Hessischer Rundfunk, hr 1 (23.09.2011)
„Hier müssen wir mal niederknien. Dieser Jonas Jonasson hat ein wirklich schönes Buch geschrieben.“ Stern (15.12.2011)
"Ein verrücktes, überbordendes Buch. 5 Sterne!" Stern (08.09.2011)
"Eine Mischung aus Roadmovie und Schelmenroman in moderner Verpackung. Ein großes Lesevergnügen!" NDR Kultur (08.09.2011)
„Die Freude, die man beim Lesen empfindet, hält 400 Seiten und wird sogar immer größer: in diesem Glücksfall eines Romans.“ Kurier (10.09.2011)
"Dass Sie mal von einem Hundertjährigen zu einem wahren Roadmovie angestiftet werden, hätten Sie nicht gedacht! Freuen Sie sich daran, was diesem verrückten Autor für seine Protagonisten eingefallen ist!" Brigitte (07.09.2011)
"Ein heiterer Ritt durch die Weltgeschichte." Westfälische Nachrichten (18.10.2011)
"Ein Roman, den man am liebsten ewig weiterlesen würde - unterhaltsam und bezaubernd!" Abendzeitung, München (31.08.2011)

Covergestaltung:
Das Cover ist einfach in den Farben braun und blau gehalten. Und es bildet einen Elefantenkopf ab. Auf diese Idee muss man erst einmal kommen!

Meine Meinung:
In „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ geht es hauptsächlich um einen Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg und verschwand. Allan hat in seinem Leben unglaublich viel erlebt, es reihen sich Zufälle an Zufälle. Er findet den Koffer voll Geld, ist daraufhin auf der Flucht vor den Eigentümern des Geldes, lernt einen Kleinganoven und einen ewigen Studenten und so weiter. Diese Reihe könnte man ewig weiter führen. Hinzu werden immer wieder Ausschnitte aus seiner „Jugend“ gezeigt, die noch mal zusätzlich verdeutlichen, wie er Weltgeschichte schreibt. Ob er mit Putin oder dem amerikanischen Präsidenten zu Mittag speist, es kommen immer noch mehr Verstrickungen. Aber um in der Gegenwart zu bleiben und den Bezug zum Cover herzustellen:  Unter urkomischen Umständen muss Allan mit samt seinen neuen Freunden vor der Polizei fliehen – ja, man könnte dieses Buch auch als einen lustigen Krimi inklusive Toten sehen – und auf eben dieser Flucht trifft er Sonja. Aber Sonja ist keine Frau, sondern eine Elefantendame.
Dieses Buch ist einfach unglaublich unterhaltsam. Allerdings muss man diese Art von Humor haben; ich kenne einige Leute, denen die Zufälle in diesem Buch zu skurios waren und sie nicht drüber lachen konnten.
Für mich aber auf jeden Fall eine super Lektüre, zu der jede Lobeshymne berechtigt ist!

Beurteilung / Fazit:
5/5. Ohne Worte

  (5)
Tags: aus, de, der, enste, er, hundertjährige, tieg, und, verschwand   (9)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

erbe, ei, bretonisches

Ein bretonisches Erbe

Valerie Menton
E-Buch Text: 257 Seiten
Erschienen bei KMI-Publishing, 09.07.2013
ISBN B00DUXH6HE
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Yuna, die Protagonistin, entführt die Asche ihres Großvaters, dessen letzter Wunsch es war, in der Bretagne, in der Baie des Tréspassés, der Bucht der Verstorbenen,  beizusetzen. Yuna fährt mit der Asche also nach Frankreich, um sie dort ins Meer zu streuen. In An Triskell, dem Haus ihres Großvaters war ihre Familie eingetroffen. Doch diese verabschiedet sich schnell wieder, da sie noch andere Verpflichtungen haben. So ist Yuna also mit Hund Emo alleine, um ihr Haus, das ihr Großvater ihr vererbt hat, in Schuss zu halten. Durch Zufall trifft sie auf dem Hinweg ihre erste große Liebe Julien wieder; aus dem schlacksigen Jungen ist ein hübscher, fröhlicher Medizinstudent geworden, welcher Yuna sofort in seinen Bann zieht. Sie verlieben sich ineinander, doch Yuna entdeckt in einer Höhle eine Inschrift auf einem Stein mit dem Geburtsdatum ihres Vater, die nur ihr Großvater gemacht haben konnte. Sie beginnt mit ihren Nachforschungen, doch die Gemeindemitglieder wollen ihr nichts sagen und auch Julien weiß nichts. Ob das Dorf ein großes Geheimnis hat?

Covergestaltung: Das Cover finde ich ganz bezaubernd. Man sieht eine in dunklen Farben gehaltene Steinküste  und im Hintergrund das von der Sonne angestrahlte Meer mit ein paar Wellen. Typisch Bretagne!  Am liebsten würde ich sofort meine Koffer packen und mich auf den Weg zu diesem wunderbaren Ort machen, denn ich war selbst früher jeden Sommer in der Bretagne und vermisse diese wunderbaren, rustikalen Strände.

Meine Meinung: Am Anfang hat es mich zugegebenermaßen etwas geschockt, dass  Yuna so ohne Skrupel in den Friedhof einbricht, um die Urne zu klauen. Allerdings wurden durch diverse Rückblicke in die Vergangenheit Yunas verkorkste Situation sehr gut dargestellt. Sie hat ihren Großvater geliebt und möchte seinen letzten Wunsch respektieren und erfüllen. Einfache Idee. Nur die Umsetzung, zum Beispiel die Fahrt in die Bretagne, kam mir etwas überstürzt vor. Ohne Plan, fährt sie mit dem Motorrad eines Freundes des Bruders los. Zwei Tage und Nächte braucht sie damit bis zu An Triskell. Zuvor trifft sie – natürlich ganz zufällig – ihre Jugendliebe Julien an einem Strand wieder. Als sie dann endlich in ihrem Haus angekommen ist, scheint ihre Mutter, die mit dem Bruder im Gepäck schon vor Yuna dort war (wie auch immer ihr das gelungen sein mag), auch nicht besonders sauer, dass Yuna so einfach abgehauen ist. Vielmehr hat sie Verständnis dafür, was ich nicht nachvollziehen kann.  Spontan beschließt Yuna mit ihrer Mutter, einfach noch eine Weile in der Bretagne zu bleiben.
Die Beziehung mit Julien reift und die beiden entdeckten Gemeinsamkeiten aus ihrer Kindheit wieder. Jedoch wird es etwas eigenartig, als Yuna das in Stein gemeißelte Geburtsdatum ihres Vaters in einer Grotte entdeckt. Das ganze Dorf verhält sich bei Yunas Fragen merkwürdig, was man erst am Ende verstehen wird.
Auch wenn manche Details und Zusammenhänge in der Geschichte etwas merkwürdig erscheinen, muss ich doch zwei Dinge an dem Roman besonders loben. Am Anfang von jedem Artikel ist ein Auszug aus Pierre Lotis „Islandfischern“ zu lesen. Anfangs wollte ich es nicht glauben, dass es das Buch wirklich gibt, dann allerdings habe ich mich etwas besser informiert und es dann natürlich sofort gekauft! Mal schauen, wie sich das Buch liest. Jedenfalls ist die Idee super, das Buch mit der zu schreibenden Geschichte zu kombinieren. Gefällt mir, die Idee.
Außerdem wäre da noch die liebevolle Beschreibung der Bretagne. Wenn Yuna mit ihrem Hund an den Feldern nahe der Küste entlang spaziert, hat man das Gefühl, dass der Wind mit den Haare spielt und die Sonne die Haut wärmt.

Beurteilung:
4/5 Sternen

  (5)
Tags: bretonisches, ei, erbe   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

verliebt, verplant

Verplant verliebt

Kerstin Böhm , Ulrike Wronski
Flexibler Einband: 274 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 03.12.2013
ISBN 9781492789826
Genre: Liebesromane

Rezension:

Marie, eine Karrierefrau durch und durch, weiß genau, was sie von einem Mann will und was sie gar nicht leiden kann. Eines ihrer No-Gos ist, mit keinem ihrer Kollegen etwas anzufangen. An dieses Vorsatz hält sie sich strickt, bis sie auf einer Kostüm – Party einen Matrosen namens Karlo kennen lernt. Sofort fühlen sich die beiden zueinander hingezogen und verbringen eine gemeinsame Nacht miteinander. Als am nächsten Morgen dummerweise ihre komplette – schwäbisch sprechende –  Familie vor der Tür steht, ist das Chaos komplett, denn eben diese hält nichts von One Night Stands. Also behauptet Marie, Karlo sei ihr neuer Freund.
Alles läuft gut, Marie ist glücklich. Bis sie Montagmorgen im Büro vor Karlo steht. Überraschung – Karlo ist ihr neuer Kollege. Und wie kann es auch anders kommen, Karlo wird mit ihre zusammen arbeiten müssen. Dass das nicht klappt, ist praktisch vorherzusehen. Allerdings nimmt die Geschichte mit einem Teamwochenede auf dem Gasthof von Maries Eltern eine plötzliche Wendung …
„Verplant verliebt“ ist eine super Abendlektüre, nicht allzu anspruchsvoll, aber doch unterhaltsam. Ich habe nur wenige Tage gebraucht, um das Buch gelesen zu haben, denn ich wollte immer wissen, wie es weiter geht. Es gab immer neue Überraschungen, nie konnte man sich sicher sein, was als nächstes passieren wird. Doch es war immer noch ein Liebesroman, daher kann man sich das Ende ja in gewisser Weise denken. Aber diese ganzen Verstrickungen innerhalb, das hat mir richtig gefallen. Auch konnte ich mich wunderbar mit Marie identifizieren, sie wird sehr sympathisch geschrieben.
Allerdings musste ich mich richtig zusammen reißen, als ich das erste schwäbische Wort gelesen habe.   Schwäbisch ist allgemein nicht meine Sprache, daher musste ich mich sehr bemühen, um verstehen zu können, was genau Maries Familie jetzt sagen wollte. Obwohl es mich am Anfang etwas abgeschreckt hat, muss ich zugeben, dass man sich doch etwas dran gewöhnt hat. Trotzdem sollte man vielleicht noch einmal explizit darauf hinweisen.
Ansonsten ist dieses Buch für diejenigen geeignet, die eine kitschige Liebesgeschichte wollen, aber nicht auf jeder zweiten Seite Liebesschwüre lesen möchten. Perfekt für einen schönen Sonntag im Garten.

  (2)
Tags: verliebt, verplant   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

umwelt, liebe, ritter, ein, freundschaft

Ein sterbender Traum: Dying Dream

Shiying Müller
E-Buch Text: 448 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 13.02.2013
ISBN 9783848247028
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich weiß, ich hätte mich an der Leserunde beteiligen müssen, aber war ich gestern noch nicht mal mit dem ersten Kapitel fertig, so habe ich vor keinen fünf Minuten den letzten Satz des Buches gelesen. Da es dazwischen keine nennenswerten Pausen gab und ich auch ehrlich gesagt nicht die Zeit dafür hatte, mich in der Leserunde ernsthaft zu beteiligen, habe ich diese nun einfach ausgelassen und bin gleich zur Rezension gesprungen.

Ich habe mich gefreut, als mir mitgeteilt wurde, dass ich zu den glücklichen Gewinnern dieses Buches gehöre. Mich hat es fasziniert, dass es ein Roman gibt, der auf die Probleme wie den Klimawandel dieser Erde anspricht. Und auch das Cover fand und finde ich bis jetzt super gelungen. Eine Seifenblase, die man auch mit einem Planeten verwechseln könnte, umringt von der Farbe schwarz. Der in weiß gehaltene Titel des Buches fügt sich perfekt in dieses Bild hinzu. Allein dieses Cover zog meinen Blick an, als ich es bei den Buchverlosungen gesehen habe. Dafür möchte ich noch mal ein großes Lob aussprechen.
Als das Buch dann da war, mit einem lieben Text von der Autorin auf der ersten Seite, konnte ich gar nicht schnell genug anfangen zu lesen.
Aber noch einmal kurz zum Inhalt: Die siebzehnjährige Loanna scheint eine typische Erstsemester-Studentin – mit ausgezeichneten Violine Fähigkeiten –  in Hamburg zu sein, als plötzlich merkwürdige Sachen in ihrem Leben geschehen.  Luca de Medici taucht auf. Er verrät ihr, dass sie eigentlich kein Mensch ist, sondern die Königin eines Volkes, das bisher verborgen lebt.
Auch der Inhalt des Buches hört sich doch auf den ersten Blick nach einem guten Buch an, das ein ernstes Thema – in diesem Roman die Verletzung der Umwelt – in einer interessanten Geschichte einwickelt. Als ich mir dann allerdings schon eine Meinung zum Buch bilden konnte, bemerkte ich, dass die Umwelt nicht wirklich im Mittelpunkt steht, so wie ich mir das ausgemalt hatte. Die Zerstörung war eher nebensächlich. Hauptsächlich ging es eben um Loanna, die sich in ihr neues Leben einfinden muss. Das ist natürlich auch ein guter Inhalt, aber wie gesagt, ich habe bei diesem Buch erwartet, dass etwas mehr über die Umwelt thematisiert würde.
Was mich auch etwas, sagen wir, verwirrt hat, war Loanna selbst. Anfangs war sie mir sympathisch, eben eine typischer Teenager. Aber als dann Luca mit der Nachricht kommt, sie sei kein Mensch, stellt sie keine Fragen, akzeptiert diese Behauptung als Tatsache, mit der Begründung, sie fühle, er sage die Wahrheit. Selbst wenn sie als Königin ihres Volkes die Gefühle anderer kennt, so ist sie bis dahin noch mit keinem von ihnen in Kontakt getreten. Woher weiß sie, dass sich ihre Gefühle nicht täuschen? Auch im weiteren Verlauf der Handlung habe ich das Gefühl, dass Loanna bei wichtigen Entscheidungen lieber ihren Mund hält, als ihrer Meinung kund zu tun. Es scheint, als wäre sie nur Luft, als sei sie nur zur Beobachtung und Beschreibung der Situation dort, wo sie ist. Obwohl auch Beschreibung zu viel verlangt wäre. Ich finde, dass in dem Buch zu wenig die Gegebenheiten beschrieben werden. Man wird als Leser in eine Situation hineingeworfen, ohne eben die Umwelt dieser Situation zu beschreiben. Hin und wieder wird beschrieben, wie schön das Haus doch ist oder wie ungemein riesig die Bibliothek, doch wirklich genau weiß man nie, wo sich die Protagonistin befindet, obwohl es in meiner bevorzugten Schreibweise, nämlich der Ich-Form geschrieben ist.
Aber genug davon, allerdings muss ich beim Schreibstil auch etwas meckern: Wie ich schon in „Plaudern“ erwähnte, musste ich mich an die abgehakten Sätze und die Zeitsprünge (anfangs war es noch der erste Schultag, kaum eine Seite später war schon eine Woche vergangen) gewöhnen. Obwohl ich sagen muss, dass ich mich entweder wirklich an die Zeitsprünge gewöhnt habe, oder dass sie irgendwann abgenommen haben. Mir scheint es, als hätte die Autorin am Anfang das „Geschwafel“, das man immer schreiben muss, damit die Leser sich etwas einlesen können, überspringen wollen, um dann geradewegs auf den Hauptteil zuzustreben. Zu meinem Bedauern muss ich aber auch sagen, dass die abgehakten Sätze nicht abgenommen haben. Und dazu kommen Unmengen von Rechtschreibfehlern. Ich hatte immer gedacht, dass es in Büchern keine Rechtschreib- oder Satzbaufehler gibt, aber  ich scheine mich getäuscht  zu haben. In gefühlt jedem zweiten Satz war ein Komma zu viel, ein Komma zu wenig, es wurde ein Buchstabe oder gar ein ganzes Wort vergessen. Liest man sich denn die Texte, die man geschrieben hat, nicht noch einmal durch, bevor sie gedruckt, bzw. veröffentlicht werden? Es schmerzt mich, dass dieses Buch so unglaublich viele Fehler besitzt, wo doch die Idee dahinter gar nicht so schlecht zu sein scheint. Aber wenn sich die Fehler auf einer Seite mal wirklich häuften, musste ich mich zwingen weiter zu lesen. Teilweise waren es Fehler, die ein Computer erkannt hätte, wären sie auf einem geschrieben worden.
Ihr merkt, ich bin wirklich erschüttert. Vielleicht kann man das Buch noch einmal genauer durchlesen, bevor es gedruckt wird? In den Danksagungen steht auch, dass es zwei Personen gelesen und für gut befunden hatten, haben sie denn nichts gemerkt?
Erschüttert ist gar kein Ausdruck! Aber gut, ich hoffe, es hat nun jeder verstanden ;)
So, aber wenn man nun aber von den Fehlern absieht und auch nicht beachtet, dass das ein Buch über die Umwelt sein sollte – obwohl ich zugeben muss, am Anfang wurde in wenigen Sätzen erwähnt, dass Loannas Gletscher, auf den sie immer mit ihrem Vater geklettert ist, nun einem Schutthaufen weichen musste (das Eis ist durch die Klimaerwärmung geschmolzen) – könnte es ein Buch mit interessantem Inhalt sein.  Eine menschenähnliche Spezies, die praktisch unter uns lebt und die doch niemand kennt. Auch das Gefühlschaos, das Loanna überfällt, passt in das Bild einer Abiturientin, die nun ein Geophysikstudium angefangen hat und gleich für mehrere Jungs Gefühle hegt. Die Wendung am Schluss, die ich hier nun natürlich nicht verraten werde, war auch für mich überraschend und etwas zu schnell abgefertigt. Hier überkam mich der Gedanke, man wolle so schnell wie möglich fertig werden, sich etwas spannenderem widmen. Leider. Denn dieses Ende war auf jeden Fall ausbaufähig.
Um das Geschriebene noch einmal kurz als Fazit zusammen zu fassen: Guter, außergewöhnlicher Inhalt, doch an der Umsetzung hapert es etwas: Rechtschreibfehler häufen sich, meiner Meinung nach unwichtige Situationen (zum Beispiel diverse Gespräche in Facebook) werden ausgesprochen ausführlich geschildert, während die weit aus wichtigeren Situationen auf der Strecke bleiben.

  (4)
Tags: ein, sterbender, traum   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(13)

19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

anthologie, queer, schwul, gay, andere

Liebe und andere Schmerzen

Jannis Plastargias
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Größenwahn Verlag, 14.06.2013
ISBN 9783942223232
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Liebe und andere Schmerzen -  16 Herzschläge“ von  dem Herausgeber Jannis Plastargias enthält sechszehn Kurzgeschichten von verschiedenen Autoren über die Liebe, wie wundervoll, aber auch wie zerbrechlich sie sein kann. Die Protagonisten entdecken die Liebe zu anderen Personen – es wird kein Unterschied gemacht, ob sie nun zum anderen Geschlecht ist oder gleichgeschlechtlich –, sie gehen den ersten Schritt in Richtung Beziehung oder entdecken erst, wie wundervoll es sein kann, ein Bett zu teilen. Manche Geschichten haben ein Happy End, andere gehen vielleicht nicht gut aus und bei manchen kann man sich das Ende selbst dazu reimen. Es sind ganz unterschiedliche Geschichten und doch findet man bei genauem Hinsehen einige Gemeinsamkeiten.
Nachdem ich die ersten zwei, drei Geschichten gelesen habe, ist mir aufgefallen, dass sie alle eine Gemeinsamkeit haben: junge Leute, meistens um die siebzehn, achtzehn Jahre herum, lernen die Liebe von einer völlig anderen Seite kennen; sie haben alle Gefühle zu gleichgeschlechtlichen Partnern. Auch später im Buch gibt es häufiger die gleichgeschlechtliche Liebe als die Liebe zum anderen Geschlecht. Das hat mich etwas verwundert.
Zum Schreibstil kann ich nicht viel zu sagen, denn dieser ist von Geschichte zu Geschichte unterschiedlich. In manche Geschichten kann man sich direkt hinein versetzen, man versteht, warum die Protagonisten diese Schritte tun. Allerdings gibt es manchmal auch das komplette Gegenteil davon, man kommt nicht mit, versteht nicht, warum das jetzt so ist. „Dampfbadlotterie“ oder die letzte Geschichte, „Liebe und andere Schmerzen“, sind solche Beispiele. Auch mit „Monogram“ oder „Leere Türen“ konnte ich nichts anfangen.  Umso besser hat mir dafür „Wünsch Dir was“ oder „Einmal ist Keinmal“ gefallen.
Manchmal sollte man eine Geschichte auch zwei Mal lesen, um sie besser zu verstehen, sich besser hinein zu versetzen.  Und um den Sinn dahinter zu verstehen, denn wohl jede, auch noch so kurze Geschichte, will dem Leser etwas auf den Weg geben. Ob es nun die Gewissheit ist, dass man in den Erinnerungen auch nach dem Tod weiter lebt oder dass Versprechen nicht gebrochen werden.
Und wenn ich persönlich dem Leser etwas auf den Weg mitgeben möchte, dann ist es, dass man das Buch nicht an einem Tag lesen sollte. Lieber jede einzelne Geschichte lesen und genießen, auf sich wirken lassen. Denn wenn man mehrere oder gar alle auf einmal liest, ist man ziemlich verwirrt. Zumindest ging es mir so. Ich war noch bei der vorherigen Geschichte, als diese eigentlich schon geendet und die nächste angefangen hatte.
Aber bei diesem Buch habe ich gemerkt, dass Kurzgeschichten nichts für mich sind. Ich brauche etwas Zeit, um die Beziehungen zwischen den Personen zu verstehen und zu verinnerlichen.

  (4)
Tags: andere, liebe, schmerzen, und   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(428)

842 Bibliotheken, 27 Leser, 5 Gruppen, 61 Rezensionen

schweden, südafrika, atombombe, roman, humor

Die Analphabetin, die rechnen konnte

Jonas Jonasson , Wibke Kuhn
Fester Einband: 443 Seiten
Erschienen bei carl's books, 15.11.2013
ISBN 9783570585122
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(36)

77 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

moral, malaria, parasiten, james meek, liebe

Liebe und andere Parasiten

James Meek , Karen Nölle , Hans-Ulrich Möhring
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei DVA, 19.08.2013
ISBN 9783421045867
Genre: Romane

Rezension:

Zu allererst möchte ich mich entschuldigen, dass ich mit meiner Rezension so unglaublich lange gebraucht habe. Aber in dem folgenden Text werde ich meine Gründe hoffentlich hinreichend erklären.

Zum Inhalt lässt sich sagen, dass es in dem Buch vorrangig um drei Personen geht:  
Zum einen Ritchie Stepherd, der vor sehr langer Zeit einmal Rockstar war, seine damals noch aufregende Band Kollegin geheiratet hat und nun zwei Kinder mit ihr hat. Er ist älter geworden und nun kein Rockstar mehr, sondern „nur“ noch millionenschwerer Produzent einer Talentshow für Jugendliche. Da er aber, wie es mir scheint, immer noch tief in seinem Inneren ein Rockstar sein möchte, will er sich unter Beweis stellen, indem er  sogar mit Jugendlichen eine sexuelle Beziehung anfängt.
Das wird noch zum Problem, denn der Ex seiner Schwester Bec ist Journalist und bekommt Wind von dieser Affäre mit einer Minderjährigen! Val ist zudem auch noch Journalist und droht nun, die Affäre in seiner Boulevard – Zeitung auszuschlachten, wenn Ritchie ihm nicht Bec ausliefert.
Und Bec, meiner Meinung nach eine der sympathischsten Protagonistin dieses Buches, hat sich zum Ziel gesetzt, ein Mittel gegen Malaria zu finden und setzt dafür sogar ihre Gesundheit aufs Spiel.

Auf den ersten scheint es ja ein gutes Buch zu sein, man hat am Anfang noch keinen blassen Schimmer, wie das Ende wohl aussehen mag. Für mich, die bei vielen Büchern am Anfang schon genau das Ende erahnen kann, eine positive Überraschung!
Auch das Zitat, welches auf der Seite steht, bevor das Buch anfängt (der Name ist mir leider entfallen), lässt auf Humor des Autors und eine gute Idee schließen. Das Zitat ist von Franz Kafka über Ehe und Familie:

"Heiraten, eine Familie gründen, alle Kinder, welche kommen, hinnehmen, in dieser unsicheren Welt erhalten und gar noch ein wenig führen, ist meiner Überzeugung nach das Äußerste, das einem Menschen überhaupt gelingen kann.“
Franz Kafka ( dem das nie geglückt ist)

Ich persönlich empfand das Anhängsel nach dem Namen als ein Zeichen von Humor. Daher ging ich mit Freude an das Buch heran. Allerdings musste ich schon auf den ersten Seiten feststellen, dass das Buch ganz und gar nicht meinen Vorstellungen entsprach. Der Ehebruch von Ritchie wird unglaublich ausgenommen, es werden ganze Kapitel darüber verloren. Der erste negative Aspekt für mich, denen Ehebrecher, egal aus welchem Grund auch immer sie ihren Ehepartner hintergehen, vollkommen unsympathisch ist.

Aber ich möchte ja nun nicht Seite für Seite die positiven und negativen Dinge erzählen, dies eine war nur ein Beispiel.

Das Buch stellt aber, wie mir erst im Nachhinein aufgefallen ist, einige sehr bedeutende Bezüge zur Realität her. Beispielsweise die Sache mit der NSA, im Roman dargestellt durch den Journalist Val, der den Prominenten, bei denen er einen Skandal gefunden hat, noch eine Chance gibt, indem er ihnen die Möglichkeit bietet, die eigene Haut zu retten und dafür eine nahestehende Person an den Pranger zu liefern.
Ein weiterer Bezug zur heutigen Zeit: Die moralische Frage, ob man sich selbst schützt, in dem man jemand anderen in den Dreck zieht.

Ich muss zugeben, ich habe mir jeder einzelnen Seite gekämpft, und jedes Mal, wenn ich das Buch weg gelegt habe, war ich in gleichem Maße froh, endlich nicht mehr der Geschichte folgen zu müssen, aber auch neugierig, wie es wohl weiter gehen mag. Das Buch ist in irgendeiner Weise spannend, allerdings wollte ich in meinem Fall nur wissen, wie es nun ausgeht, der Inhalt und was die Protagonisten noch alles tun, um ihre eigene Haut zu retten, war mir, es tut mir Leid, das zu sagen, egal.

Die Idee hinter dem Buch, Glaube und Wissenschaft einander näher zu bringen, ist wirklich gut. Ich habe bisher von keinem anderen Roman gehört, welcher darüber berichtet. Allerdings ist mir die Durchsetzung der Idee nicht ganz geläufig.

Für jeden, der sich nun überlegt, das Buch zu kaufen, dem möchte ich eines bei seiner Entscheidung auf den Weg mit geben: Wenn derjenige gut mit den etwas anderen Protagonisten glaubt, umgehen  zu können und auch die Handlung, welche wirklich gut durchdacht ist, interessant findet, der sollte am besten sofort in die nächst gelegene Buchhandlung rennen, sich das Buch schnappen und anfangen zu lesen.
Wer nun allerdings eher klassische Bücher mag, die nicht so wirklich aus der Reihe tanzen, in denen die Protagonisten noch Menschen sind, wie sie auf der Straße herum laufen, der sollte seine Entscheidung, das Buch zu lesen, vielleicht noch einmal überdenken.
Aber ich möchte natürlich keinem das Buch jetzt vermiesen, ich wollte nur meine Meinung kundgeben.

  (3)
Tags: andere, james, liebe, meek, parasiten, und   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(115)

230 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

mathematik, japan, baseball, professor, freundschaft

Das Geheimnis der Eulerschen Formel

Yoko Ogawa , Sabine Mangold
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 20.06.2013
ISBN 9783746629445
Genre: Romane

Rezension:

„Eine berückend schöne Geschichte über Freundschaft und Verlust – und über die Poesie der Zahlen“ - so wird dieser Roman am Ende des Klappentextes beschrieben. Und besser hätte man es auch nicht ausdrücken können.

Ein Professor, welcher früher wohl ein brillanter Mathematiker war, lebt zurückgezogen und vollkommen alleine auf dem Grundstück seiner Schwägerin. Niemals geht er hinaus in die weite Welt. Davor hat er mächtig Angst. Und das hat auch einen Grund: durch einen mysteriösen Unfall verliert der Professor nach achtzig Minuten seine Erinnerung an das zuvor Geschehene. Um für den Haushalt zu sorgen, engagiert seine Schwägerin eine Haushälterin, in deren Perspektive das Buch erzählt wird. Der Professor fragt sie an der Tür immer nach irgendwelchen Zahlen, wie viel sie bei ihrer Geburt gewogen hat oder wie groß sie ist. Nach ihrer Antwort erklärt er ihr, welche Bedeutung diese Zahlen haben, erst danach darf sie mit der Hausarbeit anfangen. Als sie ihm dann von ihrem Sohn erzählt, welcher nach der Schule immer alleine nach Hause gehen muss und sich das Essen selbst kochen muss – er ist noch sehr klein – ist der Professor erschüttert und bittet seine Haushälterin, ihren Sohn doch zu ihm mitzubringen.

Um die beiden und auch alle anderen wichtigen Dinge in seinem Leben nicht zu vergessen hat der Professor ganz viele kleine Zettel an seinem Anzug kleben. Das macht ihn unglaublich sympathisch!

Und das Verhältnis des Professors mit ihrem Sohn Root (er hat den Namen bekommen, da sein Kopf laut dem Professor wie ein Wurzelzeichen aussieht). Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben könnte. Es ist einfach wunderbar. Root hat Spaß am Lernen, besonders in Mathe. Er hört sich zusammen mit dem Professor Baseball Spiele im Radio an und ist allgemein gerne in seiner Gegenwart.


Zu dem „normalen“ Inhalt – in jedem Buch geht es ja schließlich um Menschen, die eine Beziehung zueinander aufbauen – kommen noch die Zahlen. Wie schon angesprochen, ist das ein wichtiger Aspekt des Buches.

Wenn man in der Schule in Mathematik keine besondere Begabung hatte, so sei gesagt, dass man das Buch trotzdem versteht. Der Professor kann wirklich gut erklären. Die Primzahlen waren ein besonderes Anliegen von ihm. Auch die Haushälterin beschreibt, wie sehr sich das Leben mit dem Professor verändert hat. Wenn früher ein Preisschild im Supermarkt eben nur ein Preisschild war, so ist es heute eine Zahl mit einer wichtigen Bedeutung.


Wie schon angedeutet, ist der Roman aus der Sicht der Haushälterin geschrieben. Sie selbst hat keine Ahnung von Zahlen, war in der Schule in Mathematik kein Ass. Daher merkt man, wie sie sich in Bezug auf die Zahlen verändert. Wenn ihr der Professor etwas erklärt, beispielsweise die Primzahlen, dann ist es nicht so, dass sie es sich erklären lässt (nach dem Motto: er ist ja immerhin schon älter und redet nur noch dummes Zeug) und dann wieder zu ihrer Arbeit zurück geht. Nein, sie denkt darüber nach, selbst wenn sie bei sich Zuhause ist und eigentlich etwas anderes machen müsste, sucht sie auch dort noch nach Primzahlen oder verwandten Zahlen – ja, so etwas gibt es auch !


Der Roman ist keinesfalls ein Buch, das man abends vor dem Einschlafen liest. Ich muss zugeben, ich habe es versucht und dann kam der Professor und hat meine Pläne durchkreuzt, in dem er wieder einen Rechenweg oder die Bedeutung einer Zahl erklärt hat. Danach ist man wieder wach. Ich wollte immer verstehen, warum das so ist, habe es nachgerechnet. Ich war in der Schule nicht schlecht in Mathe, auch keine Einser – Schülerin, aber wenn mein Lehrer etwas erklärt hat, habe ich es meistens verstanden.

Der Professor schmeißt aber nur so mit Wörtern um sich, die ich in meinem Leben noch nie gehört habe. Das war ein Problem, denn wenn man verstehen wollte, was wirklich die Bedeutung der Zahlen ist, musste man die Erklärung verstehen. In meinem Fall war das leider nicht so, ich musste immer im Duden nachschlagen.


Letztlich könnte man sagen, dass das Buch zwei verschiedene Geschichten hat. Die Beziehung zwischen den drei Protagonisten – Sohn Root, Haushälterin und der Professor. Und ja, sie unternehmen ganz normale Dinge, gehen spazieren und auf ein Baseball – Spiel, auch wenn der Professor manchmal überredet werden musste.

Der andere Teil ist die Mathematik. Die Magie der Zahlen, die ich zuvor noch nie gesehen hatte.


Ein wunderbares Buch, das sich zu lesen lohnt.

  (4)
Tags: das, de, eulerschen, formel, geheimnis   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(20)

23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

liebe, homosexuell, männerparadie, schwu, homosexuelle liebe

FUCK BUDDIES: Männerparadies: Erotischer Roman

Paul Klein
E-Buch Text: 167 Seiten
Erschienen bei dotbooks Verlag, 19.04.2013
ISBN B00CFNSOG2
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mein erster Roman dieser Art, den ich erst vor wenigen Minuten fertig gelesen habe. Und ich bin mir mit meiner Meinung noch nicht so ganz sicher, denn ich muss zugeben, dass ich ziemlich verwirrt bin. Wie gesagt, es ist mein erster Roman dieser Art, im erotischen Sinne und auch im Bezug auf die Sexualität der Protagonisten.

Aber erst mal zum Inhalt:

Max, ein homosexueller Geschäftsmann aus Deutschland, bekommt von seiner Chefin / Freundin eine Reise ins idyllische Provincetown in den USA geschenkt, als er ein Viertel Jahr nach seiner Trennung von seinem früheren Lebenspartner Tim immer noch am Trauern ist. Als er jedoch in dem Dorf angekommen ist, bemerkt er schnell, dass sich hier hauptsächlich Homosexuelle herumtreiben. Er beschließt, so schnell wie möglich wieder zu verschwinden, hatte er sich nicht vorgenommen, erst einmal Abstand von weiteren Männern zu bekommen. Wäre da nicht der smarte und geheimnisvolle Steve. Immer wieder taucht er in Situationen auf, in denen Max Hilfe benötigt. Ein rettender Engel. Und, eben doch eine Liebesgeschichte, wie kann es auch anders sein, Max verliebt sich in Steve. Die beiden verbringen wunderschöne Stunden miteinander, doch Steve will nichts von seinem Leben preisgeben und hört lieber Max bei seinen Geschichten zu. Doch, als es fast zu spät ist, beschließt Max um Steve zu kämpfen.


Nun ja, was soll ich sagen. Hauptsächlich schockiert, muss man fast schon sagen, haben mich die Szenen im Bett. Es war doch aller sehr genau beschrieben. Besonders eine Nacht, in der Max, aus dessen Sicht übrigens alles beschrieben wird, betrunken und bekifft ist: in dieser Nacht geht Max an den Dick Dock, ein Treffen für Männer, um sich, gemäß ihrer Natur, gehen zu lassen. Und genau das hat eben auch Max an dieser Stelle getan, glücklicherweise ist dabei aber nichts schlimmes passiert. Und auch in dieser Situation taucht Steve auf und rettet ihn.


Alles in allem ist der Roman eine Liebesgeschichte, ganz normal. Nur eben mit zwei Männern, nicht mit Mann und Frau. Man lernt sich kennen, verliebt sich und irgendetwas passiert ja immer, ob im echten Leben oder nur auf weißen Seiten, um die Spannung zu erhöhen.


Wer also mit Homosexuellen kein Problem hat und auch Details über eine Liebesnacht erfahren möchte, dem sei gesagt, das Buch ist super. Wer damit allerdings noch so seine Probleme hat, der sollte sich an dieser Lektüre lieber nicht probieren, denn, wie gesagt, manche Szenen sind doch sehr genau beschrieben.

Aber letztlich ist das Buch doch einfach nur eine Liebesgeschichte mit Happy End!

  (1)
Tags: männerparadies   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(111)

267 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 11 Rezensionen

vampire, lynsay sands, vampir, argeneau, liebe

Vampir à la carte

Lynsay Sands , Ralph Sander
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 09.11.2012
ISBN 9783802588013
Genre: Fantasy

Rezension:

Als ich den Roman im Laden gesehen habe, und auch den Klappentext durchgelesen hatte, fand ich das Buch an sich schon wert, zu lesen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich etwas knapp bei Kasse war und das Buch somit nicht gleich mitnehmen konnte. Als ich es dann aber kostenlos bei Amazon gesehen habe, musste ich natürlich sofort zugreifen.

Und ich wurde nicht enttäuscht.

Nun ja, da gibt es den Vampir Cale, der schon einige Jahrhunderte auf diesem Planeten lebt, seine Lebenspartnerin aber noch nicht gefunden hat. Auf einen Rat einer Freundin hin, lässt er sich dazu mitreisen, die Restaurantbesitzerin Alex kennen zu lernen und – siehe da – er kann ihre Gedanken nicht lesen. Ein todsicheres Zeichen dafür, dass sie seine Lebensgefährtin ist. Doch es gibt Probleme. Erstens weiß sie nicht, dass es auf dieser Welt Vampire gibt und zweitens hat sie im Moment kein Interesse an Männerbekanntschaften, da sie in naher Zukunft ein zweites Restaurant eröffnen möchte. Da muss sich ihr zukünftiger Lebensgefährte etwas ausdenken, um ihr Herz zu erobern.

Ich hatte den Roman in ungefähr einem halben Tag durch. Er liest sich wirklich flüssig und man kann sich wunderbar schlapp lachen. Aber es sind Vampire im Spiel, auch wenn sie nicht so typisch sind, wie es alle Welt glaubt. Sie sind auch nicht böse, sondern einfach anders. Das bedeutet, wer keine Fantasie – Romanzen mag, sollte auf jeden Fall die Finger davon lassen.

Aber wenn man so was mag, noch dazu viel lachen möchte, ist der Roman genau das richtige. Man kann sich richtig treiben lassen, der Schreibstil trägt seinen Teil dazu bei.

Ein wirklich gutes Buch.

  (1)
Tags: vampir à la carte   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(174)

450 Bibliotheken, 8 Leser, 6 Gruppen, 26 Rezensionen

fantasy, liebe, magie, dschinn, wüste

Die Sturmkönige - Dschinnland

Kai Meyer
Flexibler Einband: 428 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 24.04.2010
ISBN 9783404164264
Genre: Fantasy

Rezension:

Die zweite Trilogie, die ich von Kai Meyer lese, ist die Sturmkönige. Meine erste war die Arkadien – Trilogie und von dieser war ich grenzenlos begeistert. Daher habe ich mir überlegt, ob ich nicht eine weitere anfangen sollte und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Obwohl die Arkadien – Trilogie immer noch mein absoluter Favorit von Kai Meyer ist, ist auch dieses Buch nicht schlecht.

Kai Meyer entführt und in die Welt vor Persien vor vielen Jahren. Dort gibt es den Teppichreiter Tarik, seinen Bruder Junis und ein Mädchen, Sabatea, die die geheimnissvollste Person des Buches ist und bleibt. Sabatea, die unbedingt nach Bagdad möchte, will Tarik dazu überreden die gefährliche Strecke über das Dschinnland auf sich zu nehmen, indem sie gleich beim ersten Treffen mit Tarik sozusagen als Bezahlung mit ihm schläft. Dieser jedoch ist nicht zu überzeugen, zu gefährlich sind die Wesen im weiten Dschinnland, als dass er das auf sich nehmen würde. Anders ist sein Bruder Junis, der sofort breitwillig bereit ist. Obwohl sich die Brüder vor Jahren zerstritten haben, will Tarik seinen jüngeren Bruder nicht verlieren und ist bereit, Sabatea und Junis nachzufliegen. Und, wie kann es auch anders sein, es kommt zu Gefahren im Dschinnland.

Ich muss leider sagen, dass in dem Buch nicht unbedingt viel passiert, es ist mehr, dass sehr viel beschrieben wird. Aber trotzdem liest es sich als ein Fantasiebuch gut.

Mein Fall war es leider nicht, denn es war eher so ein Realität/Fantasie – Gemisch. Es gab einige reale Orte, allerdings kamen dann noch Fantasiewesen, die man sich auch bei noch so guter Beschreibung einfach nicht vorstellen kann, dazu. Diese haben mich verwirrt, besonders, da ich von diesem Autor eigentlich etwas anderes gewohnt war.

Aber wer genau so ein Gemisch mag, wer gerne ein „ruhiges“ Buch hat, bei dem zwar nicht wahnsinnig viel passiert, jedoch trotzdem einige Haupthandlungen zusammen kommen, und vor allem, wer Trilogien mag, ist bei Kai Meyer und bei den Sturmkönigen genau richtig.

Obwohl ich zugeben muss, dass ich nach dem ersten Band (zu dem zweiten bin ich noch nicht gekommen), nicht so recht verstanden habe, warum es nun „Die Sturmkönige“ heißt. Sie kommen vor, allerdings nur am Schluss und auch nicht genug, um sie als Titel des Buches bezeichnen zu können. Aber das ist ja der Sinn einer Trilogie – man muss den ersten Band erst verstehen, wenn man den zweiten und den dritten Band gelesen hat.

Trotz alledem ein schönes Buch, wenn auch nicht weltbewegend!

  (1)
Tags: die, sturmkönige   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

leben, jugend, liebe, jugendbuch, lei

LEIF - Hungrig nach Leben: Roman

Silke Heichel
Flexibler Einband: 188 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 24.03.2013
ISBN 9781482569629
Genre: Sonstiges

Rezension:

Rezension für den Roman "Leif – hungrig nach Leben" von Silke Heichel

"Ein jugendlicher Liebesroman“, so die Beschreibung dieses Buches. Besser hätte man das nicht wählen können, denn das Buch ist eindeutig für Jugendliche geschrieben – dazu werde ich später noch zurück kommen – und hat die Liebe als Inhalt.
Nina ist ein ganz normales Mädchen, zwei Jahre vor dem Abitur und ist, wie jedes andere Mädchen auf ihrer Schule unsterblich  in Leif, einen Jungen ihrer Jahrgangsstufe, verliebt. Sie kann es gar nicht fassen, als er sie an einem Samstag Abend, als sie alleine in ihrer Stammbar Simrock’s etwas trinken geht, zu sich ruft und mit ihr Zeit verbringt. Und wie es nicht anders sein kann, sind die beiden kurz darauf zusammen; eben ein typischer Liebesroman. Allerdings ist Leif nicht unbedingt der Typ Schwiegersohn, den sich Ninas Eltern für ihre Tochter wünschen würden und so kommt es, als ihre vorerst geheime Beziehung auffliegt, dass ihre noch so junge Beziehung mächtig kompliziert wird. Dazu kommt, dass Leif Nina des Öfteren fremd geht. Leif muss man sich als Mädchenschwarm vorstellen. Er wird als Junge beschrieben, dem ständig Mädchen hinter her laufen, der kein noch so gefährliches Abenteuer auslässt und einfach sein Leben genießt, mit allem, was dazu gehört: Party, Drogen und Sex. „Life is life“, sein Lebensmotto.
Er selbst stuft sein Fremdgehen gegenüber Nina als nicht so schlimm ein, wie sie sich das vorstellt. Es ist eben nur Sex, ohne Gefühle. Er möchte einfach nur sein Leben genießen und Erfahrungen sammeln. Diese sammelt er auch weiterhin, es scheint ihm dabei egal zu sein, ob er seine Freundin mit den anderen Mädchen verletzt. Nina ist das komplette Gegenteil von Leif. Sie plant gerne voraus und ist eher vorsichtig, bevor sie etwas überstürzt. Aber wie sagt man so schön: Gegenteile ziehen sich an.
Um euch jetzt allerdings nicht zu viel zu verraten, sei nur eines vorab gesagt: die Beziehung der beiden wird mehrmals hart auf die Probe gestellt. Ob sie bestehen wird?
Durch den Schreibstil der Autorin und die Verwendung der Ich – Form als Erzählstil von Nina, kann man sich wunderbar in die Protagonistin Nina hineinversetzen. Man kann verstehen, warum sie in dieser Situation so und nicht anders gehandelt hat; man muss es ja nicht tolerieren.
Das Buch ist in zwei große Abschnitte gegliedert, was im Nachhinein ziemlich passend erscheint, obwohl der Sprung von „Damals … “ zu „Heute … “ ziemlich plötzlich kommt.
Aber das Buch ist ein Jugendroman, dementsprechend einfach ist auch die Sprache. Man muss nicht viel nachdenken, es scheint, als würde einem die Buchstaben direkt ins Auge springen. Man muss auch nicht unbedingt an der Oberfläche des Buches kratzen, denn darunter wird man, zumindest wenn man das Buch noch nicht von Anfang bis Ende gelesen hat, nicht viel finden. Anfangs dachte ich, dass das Buch nicht unbedingt einen tieferen Sinn hat, allerdings muss ich diese Meinung schnell wieder zurück ziehen. Wenn man länger darüber nachdenkt, hat das Buch sehr wohl seinen tieferen Sinn: wie kurz das Leben doch sein kann. Man merkt, dass Leif, trotz seiner Fehler, ziemlich viel richtig gemacht hat. Er hat sein Leben genossen, vollkommen „ausgesaugt“.
Man kann sich trotzdem schlicht fallen lassen und drauf los lesen. Wirklich „tiefschlürfend“ ist der Roman nicht, aber das ist akzeptabel, denn er trägt ja nicht umsonst die Beschreibung „Ein jugendlicher Liebesroman“.
Eine Abendlektüre, um den Tag ausklingen zu lassen – perfekt. Obwohl ich persönlich zugeben muss, dass das Buch in irgendeiner Weise fesselnd ist. Hat man einmal damit angefangen, möchte man am liebsten gleich das Ende lesen – aber davon sei dem Leser in aller Weise abgeraten, denn das Ende wird man nicht verstehen, wenn man den Hauptteil des Buches nicht kennt. Also lieber der Reihe nach!
Man kann das Buch nicht als spannend, wie man es beispielsweise bei einem Kriminalroman tun würde, bezeichnen, und doch hat es etwas an sich, weshalb man immer weiterlesen möchte!

  (1)
Tags: -, hungrig, leben, lei, nach   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(10)

33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

mao, china, kommunismus, familie, verrat

Tochter des Glücks

Lisa See , Elke Link
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Bertelsmann, C, 22.04.2013
ISBN 9783570100301
Genre: Romane

Rezension:

"Tochter des Glücks" von Lisa See war mein erster Roman dieser Art und ich muss sagen, ich war / bin beeindruckt.

Die Protagonistin Joy will ihren leiblichen Vater kennen lernen, der in China lebt, während sie selbst in LA geboren und aufgewachsen ist. Durch einen Streit mit ihrer Mutter und ihrer Tante läuft sie weg und flieg nach Shanghai und trifft dort auch wirklich ihren leiblichen Vater. Dieser muss jedoch - aus welchen Gründen auch immer - aufs Land raus, was in den 1950er Jahren, wo das Buch spielt, eine Art Strafe war. Joy, die ihren Vater nicht wieder verlieren will, kommt mit in ein kleines Dorf, um ihrem Vater bei der "Strafe", den Bauern die Kunst näher zu bringen, zu helfen. In diesem Dorf jedoch verliebt sie sich in einen Bauernjungen.
Ihre Mutter, die ihr hinterher geflogen ist, um sie in die USA zurück zu holen, weiß, wie gefährlich es auf dem Land in China ist. Sie setzt alles daran, um Joy zurück zu holen, allerdings klappt das nicht ...

Am Anfang liest sich das Buch als ganz "normaler" Roman, der dem Leser Unterhaltung und Freude bringen will. Allerdings ändert sich dies schnell, als Joy in China ankommt. Da das Buch in der Ich-Form geschrieben wurde - mal aus der Perspektive von Joy, mal aus der ihrer Mutter - kann man sich sehr gut in die Personen hineinversetzen und hat somit einen ganz anderen Einblick. Man erlebt das damalige China praktisch hautnah, ist traurig, wenn die Erzählerin traurig ist und muss grinsen, wenn diese glücklich ist.
Als am Ende der "Countdown" kommt, kamen mir schon ein paar Mal die Tränen.

Letzendlich muss ich sagen, dass diese Geschichte alles hat, um ein Bestseller zu werden. Sowohl wird die emotionale Seite angesprochen, als auch die politische. Man bekommt einen ganz anderen Eindruck in das "rote China". Ich beispielsweise wusste bis dato nicht besonders viel über diese Zeit, da sie vor meiner Geburt liegt. Jetzt aber bin ich erschüttert über die Umstände, die damals geherrscht haben. Mao, der damalige Vorsitzende von China, wollte sein Land unbedingt verbessern, die Ernte steigern, mehr Nachkommen und so weiter. Auf die Menschen sowohl in den Städten als auch auf dem Land wurde nicht geachtet, sie waren nur ein Mittel zum Zweck.

Anfangs war ich erschüttert, warum Joy so einfach ihre Heimat, also Chinatown in LA verlassen und in ein anderes Land reisen kann, ich konnte nur den Kopf über diese Dummheit schütteln. Trotzdem fiebert man letztlich mit Joy mit, ob sie ihren Vater bzw. die Liebe ihres Lebens in dem Land ihrer Vorfahren findet.

Ich kann diesen Roman nur weiter empfehlen.


  (2)
Tags:  
 
24 Ergebnisse