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(65)

149 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

umwelt, klimawandel, norwegen, jostein gaarder, klimawande

2084 - Noras Welt

Jostein Gaarder ,
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 26.08.2013
ISBN 9783446243125
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(84)

278 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

zwerge, ring, heike eva schmidt, rosengarten, zeitreise

Die gestohlene Zeit

Heike Eva Schmidt
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2013
ISBN 9783426513118
Genre: Fantasy

Rezension:

"Facettenreicher Fantasyroman"


Inhalt:
Emma ist Lehramt Studentin und im Sommer 1987 gemeinsam mit einer Klassen in den Dolomiten unterwegs. Als sie nach einem verhängnisvollen Streit sich mitten in den Bergen verläuft, landet sie auf einmal im Rosengarten von Zwergenkönig Laurin. Emma versteht die Welt nicht mehr, vor allem als Laurin sie zu einer Hochzeit mit ihm zwingen will. Sie beschließt zu fliehen. Koste es was es wolle. Dabei zieht sie Jonathan, ein Gefanger Laurins mit hinein, und plötzlich stecken beide nicht nur in ihrem Kampf um die Freiheit, sondern auch um ihr Leben …


Geschichte 3.5/5
Spannung 3/5
Romantik 3/5
Fantasy 4.5/5
Tiefgang 3/5



Meinung:
Bei dem Roman „Die gestohlene Zeit“ handelt es sich um einen Roman aus dem Knaur Verlag. Der Roman ist eine Mischung aus High Fantasy und Urban Fantasy.

Die Geschichte des Romans in wenige Worte zufassen, ohne dabei groß zu spoilern ist ziemlich schwer. Im Grunde unterteilt sich das Buch nämlich in zwei unterschiedliche Abschnitte. In dem ersten lernt der Leser Emma besser kennen. Sie ist die Protagonistin der Geschichte und zu Anfang Studentin. Doch nach einigen verhängnisvollen Schicksalsschlägen in den Bergen, gelangt sie in die Höhle vom Zwergenkönig Laurin. Dieser sieht in ihr eine Person von vor langer Zeit wieder und will Emma prompt zur Hochzeit zwingen. Sie ist in eine Zwickmühle und kämpft für ihre Freiheit, dabei lernt sie Jonathan kennen. Er ist der männliche Protagonist und auch ein Mensch, der von den Zwergen gefangen wurde. Beide rücken durch die Zeit in der Zwergenhöhle stark zusammen. Genau hier endet im Grunde der erste Teil des Plots.

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Mehr tot als lebendig saß ich an der langen Tafel neben König Laurin und versuchte, mir meine Angst nicht anmerken zu lassen.
(Seite 112)


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Allerdings verrät der Klappentext schon so einiges mehr, nämlich das Emma und Jonathan verflucht wurden, verfolgt werden und in lauter Probleme stecken. Hier geht die Geschichte erst richtig los. Aus High Fantasy Elementen wird auf einmal eine Urban Fantasygeschichte. Der Roman bietet viele unterschiedliche Facetten der Fantasy und ist somit abwechslungsreich.

Eigentlich wäre dies ein Merkmal für einen absolut gelungenen Roman, aber mir waren es letztendlich wohl zu viele Facetten die in einem Buch verarbeitet wurden. Die Einleitung in die Geschichte ist sehr langwierig. Dazu kommt das recht zähe Tempo der Geschichte. Der Leser kann sich vieles schnell selbst zusammenreimen, was bei über 440 Seiten dann doch enttäuschend sein kann. Hingegen ist das Ende wiederum gut und kann punkten. Aus diesem Grund vergebe ich auch gute 3,5 Sterne.

Romantik Fans kommen meiner Meinung nach weniger auf ihre Kosten. Zwar baut sich eine Beziehung zwischen Emma und Jonathan auf, die auch intensiv ist, dabei wirkt sie aber nicht realistisch. Mich hat das ganze eher an ein Pärchen aus einem Märchen erinnert, leicht kitschig und gekünstelt.
Im Grunde ist „Die gestohlene Zeit“ vor allem interessant für Fantasy Fans, die die Mischung von klassischer Fantasy (wie den Zwergen) und Urban Fantasy mögen. Es geht viel um Zeit, Flüche, Magie, die Zwerge und die Gefühle zwischen den Protagonisten.

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Der Rabe lag am Boden. Zwei Federn schwebten noch in der Luft und sanken langsam und sachte, wie schwarzer Schnee zu Boden.
(Seite 310)


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Der Schreibstil ist leider nicht mein Fall, gar nicht. Es gibt zwar viele Beschreibungen, unterschiedliche Handlungen und Wechsel der Perspektiven, aber die Art des Schreibens klingt für eine Ich Perspektive recht künstlich. Eine andere Erzählweise hätte dem Roman gut getan, ich hatte so leider immer wieder Holpersteine beim Lesen und konnte mich nicht so recht mit der Protagonistin identifizieren.

Das Cover ist wirklich hübsch und wenn der Leser tiefer in das Buch hinein blickt, dann passt die zerfließende Uhr wunderbar zum Inhalt. Die goldene Farbe glänzt zudem sehr schön.

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Bald, dachte Laurin. Bald würden seine Kräfte zurückgekehrt sein, und dann würde er sich mit Hilfe einer neuen Magie wieder auf die Suche nach seiner Braut machen.
(Seite 387)


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Fazit:
Der Roman „Die gestohlene Zeit“ erhält von meiner Seite 3,5 Sterne. Ich konnte nicht allzu viel mit dem Aufbau der Geschichte anfangen. Für Leser die die Mischung aus klassischer Fantasy und Urban Fantasy mögen und kein Problem mit einem etwas langwierigen Einstieg haben, könnte dieses Buch sicherlich ein Lesetipp sein.

  (11)
Tags: fantasy, fluch, gewalt, gier, high fantasy, hochzeit, katze, macht, magie, mythos, rabe, ring, rosengarten, urban fantasy, zwerge   (15)
 

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(232)

396 Bibliotheken, 17 Leser, 5 Gruppen, 19 Rezensionen

vegetarismus, massentierhaltung, ernährung, tierschutz, sachbuch

Tiere essen

Jonathan Safran Foer , Isabel Bogdan , Ingo Herzke , Brigitte Jakobeit
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.02.2012
ISBN 9783596188796
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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(14)

30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

islam, liebe, djihad, religion, terror

Djihad Paradise

Anna Kuschnarowa
E-Buch Text: 416 Seiten
Erschienen bei Beltz & Gelberg, 09.09.2013
ISBN 9783407744395
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Romeo und Julia einmal anders: Radikalisierung, eine große Liebe und allerlei Probleme"


Inhalt:
Romea und Julian können unterschiedlicher nicht sein: Sie kommen aus völlig unterschiedlichen Schichten. Trotzdem verlieben sich beide, denn ihnen fehlt ein eindeutiger Halt im Leben. Während beide zueinander wachsen, nimmt sie immer mehr der Sog der Salafisten mit. Bis es keinen Rückweg mehr gibt …


Geschichte 4.5/5
Spannung 5/5
Charaktere 4.5/5
Thematik 5/5
Tiefgang 4.5/5


Meinung:
„Djihad Paradise“ ist ein neuer Jugendroman vom Beltz & Gelberg Verlag. Der Roman stammt von Anna Kuschnarowa, die schon einige Jugendromane veröffentlicht hat. Bei ihrem neuen Jugendroman geht es vor allem um Halt, um eine wahre Liebe und um den Weg von einem normalen Jugendlichen hin zum radikalen Islamisten.

Der Roman spiegelt eine absolut aktuelle Problematik wieder: den Kampf mit dem Terrorismus. Allerdings schildert die Autorin diese Problematik von einer anderen Seite. Es geht um zwei Jugendliche. Beide kommen zwar aus unterschiedlichen Mileus, aber sie verlieben sich ineinander. Sie finden Halt und wachsen immer mehr zusammen. Und dann rutschten sie ab in eine radikale islamistische Szene. Alles verändert sich schleichend, ihre Leben, ihre Einstellungen, ihre sozialen Kontakte. Und plötzlich scheint kein Weg mehr zurück. Die Autorin schildert absolut authentisch ein Problem wieder, das in den Medien lange Zeit untergegangen ist: Das junge Deutsche konvertieren, radikalisiert werden und in den Djihad ziehen, in den Kampf gegen den Westen im Glaube Allah (Diese Interpretation ist die Art und Weise der Islamisten mit dem Djihad umzugehen, in der Realität steht dieser Begriff eher für den eigenen Weg zum Glauben).

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Meine superkluge Freundin. Abhauen. Wie das klang? Überraschend klang es und viel zu gut, um klappen zu können. Aber ich hatte ja nichts zu verlieren. Alles war besser als Berlin.
(Seite 95)


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Die Hauptrolle spielen Julian und Romea. Sie sind eine Art Romeo und Julia, nur eine sehr moderne Interpretation. Beide kommen aus unterschiedlichen Milieus. Beide verlieben sich, beide teilen ein ähnliches Schicksal. Und für eine moderne Romeo und Julia Adaption passt auch das Ende sehr gut. Da die Geschichte aus beiden Perspektiven abwechselnd erzählt wird, gelangt der Leser auch sehr gut in die Geschichte hinein und kann so den Lebensweg der beiden authentisch mit verfolgen. Beide Charaktere haben ihre sympathische Seite, oft versteht man aber auch nicht wie es so weit kommen konnte. Anzeichen dafür gibt es schon zu Beginn der Geschichte, doch obwohl der Roman authentisch und realistisch erzählt wird, bleibt alles so ungläubig. Ich habe mich immer wieder gefragt, wie naiv und „dumm“ man eigentlich sein kann, um solch eine Gehirnwäsche über sich ergehen zu lassen. Aber genau da spielen die Probleme beider Protagonisten eine große Rolle.

Obwohl das Thema sehr heikel und politisch ist, bleibt die Autorin aber durchweg auf der Jugendschiene. Die Sprache ist dem angepasst, es geht zudem vor allem um die Probleme von Julian und Romea und weshalb sie so einfach in die radikale islamistische Szene abdriften konnten. Hierbei spielt auch ihre Liebe zueinander eine ausschlaggebende Rolle.

Da ich mich selbst auch in der Uni tiefer mit dem Thema beschäftigt habe, war die Thematik in dem Roman für mich keinerlei Neuland. Für Jugendliche, die sich mit dem Thema nicht direkt auskennen, ist „Djihad Paradise“ sicherlich eine spannende Lektüre, die aber auch ihre harten Seiten hat. Es gibt den Tod und keine rosa Wolken. Allerdings fehlt mir irgendwie eine kleine Einleitung, ein Nachwort oder ein minimaler Informationstext, damit Jugendliche mit dem Inhalt des Romans nicht einfach stehen gelassen werden. Das fehlt mir eindeutig, denn die Autorin kritisiert vor allem mit einer guten Portion Ironie diese jungen Islamisten mit deutschen Wurzeln, die in diese radikale Szene abtauchen. Ansonsten bleibt der Roman recht neutral, man muss selbst die Moral und das Bildungsniveau der westlichen Welt haben um die negativen Aspekte genau rauszufiltern. Das finde ich für junge Menschen etwas sehr naiv gedacht …

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Aber als wir in der darauffolgenden Woche noch einmal vorsprachen, da hieß es, Omar seit tot. Eine Woche bevor er ins Ausbildungslager gehen wollte, starb er. Lungenkrebs. Austherapiert. Exitus. Es war einfach nicht zu fassen.
(Seite 302)


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Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, wirkt sehr jugendlich und flapsig, ist daher aber auch sehr einfach zu lesen. Der unterschiedliche Schreibstil spiegelt auch gut die beiden unterschiedlichen Hauptcharaktere wieder.

Das Cover ist hübsch und auffällig durch die Ornamente, aber auch die Gestaltung im Inneren ist richtig hübsch. Zu den unterschiedlichen Abschnitten gibt es passend gewählte Zitate, sowie Kapitelüberschriften mit dem Anfangsbuchstaben der erzählenden Person.


Fazit:
„Djihad Paradise“ erhält von mir 5 Sterne. Die Geschichte ist authentisch, spannend und spiegelt eine aktuelle Problematik wieder: Den fehlenden Halt von Jugendlichen, die so leicht zum Opfer radikaler Szenen wie den Islamisten werden. Allerdings ist das Buch nichts für weiche Seelen. Was mir allerdings fehlt ist eine kurze Einleitung, Nachwort, Informationstext zu diesem Thema, um Jugendliche nicht nach dem Ende stehen zulassen (Dafür würde ich glatt einen Stern abziehen wollen …).

  (12)
Tags: djihad, gewalt, islam, islamisten, jugendbuch, konvertiert, liebe, milieu, pakista, probleme, radikalisierung, romeo und juli, soziale schichten, terror, terrorcamp, terroris, tod   (17)
 

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(17)

39 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

endzeit, dystopie, bäume, sklaven, gesellschaftskritik

Der eiserne Wald

Chris Howard , Charlotte Lungstraß
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.09.2013
ISBN 9783426512890
Genre: Science-Fiction

Rezension:


"Endzeithetzjagd in einer öden Metall-Baum-Welt"


Inhalt:
Banyan ist ein junger Mann, der in einer Zeit lebt, in der Tiere, Pflanzen und jegliche Bäume beinahe ausgestorben sind. Aus diesem Grund geht er dem Beruf des „Tree Builder“ nach. Er baut Bäume nach, aus Metall- und Eisenresten, die sich finden lassen. Er kreiert gemeinsam mit seinem Vater Eisenwälder und versucht das schöne der vergangenen Bäume einzufangen. Doch dann wird eines Tages sein Vater verschleppt und es liegt nun an Banyan sich auf eine gefährliche Reise zu begeben, um ihn irgendwie zu retten. Auf seiner Reise begegnet er immer wieder Gefahren, Elend und Tod. Aber als es plötzlich Indizien für eine Art Paradies gibt, ist sich Banyan sicher, dass er diese Reise unbedingt überstehen muss …

Story 2/5
Spannung 2/5
Charaktere 2/5
Dystopie 3/5
Tiefgang 1/5


Meinung:
„Der eiserne Wald“ ist der erste Roman einer neuen Reihe. Die Geschichte stammt von Chris Howard und scheint seine erste Veröffentlichung zu sein. Der Roman ist eine Art Endzeit Abenteuerjagd mit allerlei dystopischen Elementen und viel Gewalt, Blut und Tod.

Die Geschichte wird aus der Sicht des jungen Banyan erzählt. Er ist „Tree Builder“ und baut mit seinem Vater Bäume aus Metall und Eisen nach. Als sein Vater verschleppt wird, liegt plötzlich alles an Banyan und er muss augenblicklich erwachsen werden, um in seiner Welt zu überleben. Als Charakter ist er ansatzweise sympathisch. Er soll den guten Held darstellen, der niemanden wirklich retten kann, aber auch nicht unmoralisch durch die Welt zieht. Er vermeidet es zu töten, lernt andere Menschen kennen, die der Leser zu einem Teil als neue Freunde verstehen könnte. Doch alles in allem bleibt Banyan irgendwie flach und oberflächlich. Als Leser erfährt man nicht viel über den Protagonisten, weil er nur von Ort zu Ort hetzt.

Im Grunde sorgt auch dieser Punkt für die 2 Sterne Bewertung. Mir ist der Roman zu oberflächlich. Die Charaktere sind auf einer Reise, diese ist eine einzige Hetzjagd und überall gibt es Gefahren und Zwischenstops. Die Geschichet verläuft sehr linear und vorhersehbar und gerade dadurch bleibt nicht viel Platz für Banyan und die anderen Charaktere.

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Der Weg zur Tür war frei, und ich rannte los. Aber Frost war zu schnell, sofort packte er mich mit seinen dicken Fingern im Genick. Ich strampelte hilflos, als er mich durch den Staub zu dem Stahlcotainer zerrte.
(Seite 71)

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Bei der Dystopieidee handelt es sich auf den ersten Blick um ein interessantes Thema. Auf den zweiten Blick wirkt jedoch alles schwachsinnig zusammen gewürfelt. In Banyans Welt gibt es anscheinend kaum noch Tiere, Pflanzen, Bäume und Co. In dem Gebiet in dem Banyan lebt gibt es keine Bäume, alles ist wie eine Wüste und der Mensch muss sich vor dem fiesen Staub, der die Lungen angreift, schützen. Nahrung gibt es nur noch von GenTech, die einen super Mais gezüchtet haben, der Staub und Tieren standhält. Dieser Konzern ist sozusagen der Bösewicht. Der Bösewicht in der Natur sind Heuschrecken die Menschen auffressen. Von der Gesellschaft erfährt man ansonsten nichts. Alles bleibt oberflächlich aufgegriffen, alles scheint unwirklich und auch nicht wirklich interessant. Wieso baut man bitteschön Bäume aus Eisenresten nach, wenn man eh kaum noch Ressourcen hat und Eisen lieber für etwas anderes verwenden sollte? Ich kann mir nicht vorstellen, dass reiche Menschen in so einer Dystopie auf einen Metall-Schrott-Wald Wert legen würden …

Bis zu diesem Punkt hätte ich wahrscheinlich aber noch 2-3 Sterne gegeben, aber das Ende (das ich natürlich nicht verrate) ist so banal und schwachsinnig. Mir ist das Gesamtpaket zu einfach, oberflächlich. Es fehlt Tiefe und weniger Schnelligkeit würde der Geschichte gut tun. So wird der Leser durch eine blutige Endzeit Hetzjagd gescheucht, die vor allem aus wahnwitzigen Ideen und blutigen Szenen besteht. Ich werde die Reihe nicht weiter verfolgen. Das Buch zieht durch die Gewaltakte eher auf eine ältere Dystopie Zielgruppe an. Im Widerspruch dazu ist der Inhalt dann aber wieder zu flach.

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Crow raste durch den Staub und zermalmte die drei Skelette unter unseren Reifen. Die Überreste der Agenten zerbarsten zu feinem Pulver.
(Seite 231)

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Der Schreibstil ist vollkommen einfach und hat mich enttäuscht. Ich habe etwas mehr Schreibniveau erwartet, da der Roman kein Jugendbuch ist. Erzählt wird die Geschichte aus Banyans Sicht, dem man seine fehlende Bildung auch anmerkt.

Das Cover ist nett und verrät nicht zu viel. Ich finde den deutschen Titel auch wesentlich besser als den englischen „Rootless“.


Fazit:
2 nett gemeinte Sterne, für eine blutige und vorhersehbare Endzeit Hetzjagd. Actionfans könnten hier allerdings ihre kurze Freude finden.

  (12)
Tags: action, blut, bruta, dystopie, endzeit, gewalt, kampf, metall-bäum, super mais   (9)
 

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(40)

53 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

freundschaft, liebe, essen, kochen, backen

Essen mit Freunden

Ilke S. Prick
Flexibler Einband: 253 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 18.08.2013
ISBN 9783458359463
Genre: Romane

Rezension:

"Liebe, Freundschaft und ein Kochservice als Traumerfüllung"


Inhalt:
Das Leben von Luise ist alles in allem langweilig. Nichts will so richtig klappen, bis sie durch das Schicksal einen Neustart beschließt. Prompt wird ihr Hobby zum Beruf: Sie bekocht andere Menschen um diese glücklich zu machen, oder ihnen zu helfen. Plötzlich blüht ihr Leben vor neuer Überraschungen auf und auch die Liebe rückt wieder in Luises Leben.

Story 4.5/5
Spannung 3.5/5
Charaktere 3.5/5
Liebesgeschichte 4/5
Tiefgang 3/5


Meinung:
„Essen mit Freunden“ von Ilke S. Prick ist ein angenehmer und unterhaltender Liebesroman. Der Schwerpunkt des Romans liegt vor allem in der Liebe, der Freundschaft und den eigenen Träumen.

Die Hauptrolle spielt Luise. Sie führt ein recht langweiliges Leben, weder mit der Liebe will es klappen, noch mit einem besseren Job. Alles in allem ärgert sich Luise für ihren jahrelangen Trott. Der einzige Lichtblick sind die Abende mit ihren besten Freunden, an denen sie ihre Freunde bekocht, denn Luise hat eine Leidenschaft: Kochen und backen. Als ihr irgendwann der Kragen platzt, beschließt sie einen Neuanfang und in diesem soll das Kochen in den Fokus rücken. Sie startet das Projekt „Essen mit Freunden“.

Luise ist an sich eine sehr sympathische Person. Sie ist nett und tut gerne etwas Gutes für ihre Freunde. Aber dabei hat sie ihr eigenes Leben vor sich hin treiben lassen. Sie ist unzufrieden mit ihrem Job, traut sich aber nicht diesen zu kündigen. So wie Luise geht es sicherlich vielen Single Frauen. Luise ist ein Charakter, mit dem sich der Leser/die Leserin identifizieren kann. Sie ist herzensgut und gerade das war ein Aspekt der mir nicht so ganz geschmeckt hat. Luise scheint ein wenig zu positiv, zu gut und warm. Wo ist ihre andere Seite?

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Wie lange saß sie nun schon hier? Eine Viertelstunde, eine halbe? Luise hatte jegliches Zeitgefühl verloren. Sie stellte die Rolle Toilettenpapier zurück auf den Spülkasten, dankbar für jede Minute, die sie ungestört geblieben war.
(Seite 49)


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Diese Linie zieht sich durch den gesamten Roman. Es wird das Kochprojekt „Essen mit Freunden“ gestartet. Die Idee klingt gut und alles wirkt sehr realistisch, aber auch einfach zu gut um wahr zu sein. So wie das Cover, so wirkt auch der Roman: wie ein Sahnetörtchen mit einer Portion Zucker. Dieser Aspekt hat mich ein wenig gestört beim Lesen, aber bei diesem Aspekt bleibt es auch. „Essen mit Freunden“ ist halt ein unterhaltsamer und warmherziger Liebesroman. Die Geschichte spiegelt aber nicht nur Luises Liebesleben wieder, sondern auch ihr Berufs- und Freundesleben und irgendwie ist alles stark miteinander verbunden.
Bei der Liebesgeschichte sollte man aber nicht zu viel erwarten. Diese ist ein großes Thema, aber nicht der Schwerpunkt, da sich die unterschiedlichen Themen mischen. Mir war die Liebesgeschichte zu vorhersehbar, leider.

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Luise hatte eine Entscheidung gefällt. Ihr mobiler Kochservice sollte sich von dem üblichen Catering unterscheiden. Nicht umsonst hieß es Essen mit Freunden.
(Seite 107)


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Der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Die Geschichte wird aus Luises Perspektive erzählt. Und wirkt an manchen Stellen dadurch etwas zu gut.

Das Cover ist süß. Der Titel passt perfekt und spiegelt den Inhalt der Geschichte wieder. Sehr süß sind vor allem die Titelüberschriften und das kleine Bestecksymbol daneben.


Fazit:
Mein Fazit sind 3,5-4 gute Sterne. „Essen mit Freunden“ ist eine unterhaltsame Liebesgeschichte, die auch mehr als nur eine aufkeimende Liebe erzählt. Dennoch eher eine kurzweilige Lektüre, für unterhaltsame Stunden.

  (7)
Tags: backen, beruf, freundschaft, genießen, kochen, lebenskrise, liebe, traum   (8)
 

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(54)

95 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

tanzen, liebe, familie, lügen, romantik

Seifenblasen küsst man nicht

Elisabeth Herrmann
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.07.2013
ISBN 9783570308677
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Seichter Jugendroman über Träume, Liebe und Unterschiede"


Inhalt:
Als Coralie einen Job als Zeitungsträgerin annimmt, um ihren Traum von einem Tanzworkshop in London zu verwirklichen, trifft sie immer wieder auf David. Er ist der Sohn eines ehemaligen Formel-1-Rennfahrers, reich, hübsch und vor allem hochnäsig. Dagegen muss Coralie jeden Morgen aufstehen und Zeitungen verteilen, um ihren Traum zu erfüllen. Doch dann wird plötzlich aus einem Missverständnis Coralies Eintritt in die Welt der Schönen und Reichen, aber gerade das zieht nur Probleme mit sich …


Story 4/5
Spannung 3/5
Charaktere 3/5
Liebesgeschichte 3/5
Jugendroman 5/5
Tiefgang 3/5


Meinung:
„Seifenblasen küsst man nicht“ ist der neue Jugendroman von Elisabeth Herrmann. In ihrem neuen Buch geht es um Träume, Liebe und vor allem Unterschiede.

Die Hauptrolle übernimmt die junge Coralie. Ihre Eltern haben nicht genug Geld, um ihr den Tanzworkshop in London einfach so zu bezahlen. Und so muss sie jeden Morgen aufstehen, Zeitungen austragen und Tag um Tag für ihr Geld hart arbeiten. Dabei trifft sie immer wieder auf den wohlhabenden David, jung, hübsch und motiviert. Er will wie sein Vater Formel-1-Fahrer werden. Gerade dafür hat Coralie nur einen müden Blick übrig, aber nach einem Missverständnis gelangt Coralie plötzlich in die Welt der Reichen und da sind Probleme nicht weit entfernt.

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Coralie stand, ein Glas Mineralwasser in der Hand, im Garten. Es war dunkel geworden. Irgendwo zirpten ein paar verlorene Grillen, doch sie kamen nicht an gegen den Sound der Band, die ihr Repertoire an Tanzklassikern routiniert abspulte.
(Seite 83)

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Coralie ist jung und dynamisch. Sie hat ein Ziel vor Augen und möchte dies erreichen. Sie ist eine sympathische Protagonistin, die David eher skeptisch gegenüber sieht. Das Klischeedenken wird hier stark aufgegriffen, aber in einen netten Rahmen gelenkt. Die Story basiert vor allem aus Coralies Plänen und ihren Schicksalsweg Richtung David, denn in sein Leben wird sie immer mehr verstrickt und natürlich bahnt sich zwischen beiden etwas an.

Die Geschichte ist an sich eine sehr leichte Liebesgeschichte. Es geht ansonsten um Familie, Freundschaft und Träume. Die Handlung ist sehr sachte und im Grunde nichts Neues. Die Autorin bedient sich von Klischees, dass fand ich etwas langweilig. „Seifenblasen küsst man nicht“ ist somit eher leichte Kost für Zwischendurch. Der Plot ist eine nette Liebesgeschichte, bleibt im Grunde aber flach. Aus diesem Grund vergebe ich auch nur 3-4 Sterne. Ich mag den Stil von Elisabeth Herrmann, die Autorin konnte mich schon mit verschiedenen Romanen überzeugen, aber dieser Jugendroman ist mir persönlich etwas zu einfach.

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Laura strecke ihre Zunge heraus. Sie hatte die Schmach vom Mädchenklo einigermaßen verkraftet, auch wenn Coralie den ganzen Vormittag gebraucht hatte, um sie dazu zu bewegen, das Schulgebäude zu verlassen.
(Seite 155)

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Der Schreibstil ist gut. Elisabeth Herrmann schreibt richtig gut. Allerdings ist die Geschichte etwas flach und somit auch der Schreibstil an manchen Stellen etwas einfach.

Das Cover finde ich unheimlich süß, sowie den Aufbau des Romans. Der Titel ist jedoch sehr ausgekaut und der Bindestrich im Titel ist auch alles andere als schön.


Fazit:
Alles in allem vergebe ich 3-4 Sterne für „Seifenblasen küsst man nicht“. Die Story und die Protagonisten sind liebenswert und schön zu lesen. Die Lektüre ist allerdings recht flach und eher ein kurzes Lesevergnügen.

  (6)
Tags: familie, jugendroman, liebesgeschichte, mädchen, reich, tanzen, träum, unterschiede, young adult   (9)
 

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(230)

497 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 60 Rezensionen

dystopie, godspeed, science fiction, raumschiff, liebe

Godspeed - Die Ankunft

Beth Revis ,
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Dressler, 01.08.2013
ISBN 9783791516783
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Spitzen Finale für eine spitze Trilogie!"


Inhalt:
Endlich ist es soweit. Die Reise der Godspeed hat ein Ende und Junior und Amy haben sich dafür entschieden zu denjenigen zu gehören, die auf dem fremden Planeten landen werden. Sie verlassen das alte Raumschiff, Juniors Heimat und Amys Gefängnis. Obwohl sie gewarnt wurden, überkommen sie dann aber doch die Ereignisse. Sie werden angegriffen von Kreaturen, die Monstern ähneln. Und als dann auch noch Amy die Besatzung von der Erde einfach aufweckt, spalten sich die Lager. So groß wie die Gefahr auf der Godspeed gewesen war, umso größer ist der eigentliche Feind auf dem Zentauri Planet.


Story 5/5
Spannung 5/5
Charaktere 5/5
ScFi 5/5
Tiefgang 4.5/5


Meinung:
“Godspeed #03 Die Ankunft” ist ein absolut grandioses Finale für eine wirklich spannende Trilogie. Auch hier hat die Autorin Beth Revis Spannung walten lassen. Auch wenn der letzte Band nun auf dem Planeten spielt und weniger auf dem Raumschiff Godspeed, ist auch das Finale wieder ein unglaublich packender Science Fiction Roman im Jugendgenre!

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Diese Welt ist so unendlich groß. Und so real. Und ich bin jetzt ein Teil davon.
(Seite 206)

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Wie auch in den Bänden zuvor spielen Junior und Amy die Hauptrollen. Junior begleitet einen Teil der Bevölkerung hinab auf den neuen Planet. All die Arbeiter von der Godspeed orientieren sich an ihm und haben Angst vor der Besatzung der Erde, die Amy unüberlegt aufgeweckt hat. So spalten sich sehr schnell die Lager, obwohl beide Parteien davon abhängig sind zu kooperieren, denn sie werden vermehrt angegriffen. Zu Beginn von Monster ähnlichen Kreaturen, bis deutlich wird, dass noch eine andere intelligente Spezies dahinter stecken muss.

Die Geschichte geht Schlag auf Schlag. Der Plot brennt vor lauter Spannung. Es gibt jede Menge Action, sowie Rätsel die der Planet aufgibt. Obwohl er der Erde zu ähneln scheint, ist er ganz anders und so entdecken die Menschen von der Godspeed schnell eine Energiealternative. Doch Junior hat schon richtig damit gelegen, dass der neue Planet nicht Frieden bedeutet. Die Menschen werden von fremden Wesen angegriffen. Die Menschen von der Godspeed und der Erde kommen schlecht miteinander klar und auch das Verhältnis zwischen Amy und Junior verändert sich stetig. Die Seiten vergehen also viel zu schnell. Der Leser reist förmlich mit den Menschen der Godspeed und so ist es unglaublich spannend wie der neue Planet erforscht wird. Im Laufe der Geschichte konnte ich das Ende erahnen und ich hatte auch den richtigen Riecher, denn das Ende ist wirklich gut und packend! Die Idee dahinter hat mir persönlich unglaublich gut gefallen und spiegelt auch das Verhalten der Menschheit derzeit wieder! An dieser Stelle will ich aber nicht zu viel verraten. Im Buch gibt es immer wieder kleine Hinweise, aber die große Aufklärung kommt erst am Ende des Buchs. Ein kleiner Tipp am Rande: Achtet vermerkt auf die Augenfarbe ;-)

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Am nächsten Morgen reißen mich hastige Schritte auf der Treppe meines Hauses aus dem Schlaf. Ich strecke mich und mein Nacken knackt.
(Seite 244)

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Alles in allem vergebe ich 5 Sterne für das Godspeed Finale. Ich fand es einfach richtig, richtig, richtig gut. Aus meiner Sicht würde sich gerade diese Trilogie absolut für eine Verfilmung eignen. Die Mischung aus Science Fiction, der Gesellschaft und einer jungen Liebe finde ich absolut stimmig. Die Geschichte ist spannend und aufregend. Es gibt Gefühle, aber keinen Kitsch und vor allem die bittere Realität zwischen Science Fiction und Zukunftsvision.

Etwas gestört hat mich am letzten Band dann aber das aufkommende Liebesdreieck. Die Auflösung zum Ende hin finde ich super, auch im Bezug zum Liebesdreieck, aber es hätte nicht sein müssen … Junior konnte mich in “Godspeed #0 die Ankunft“ jedoch vollständig von sich überzeugen. Er wächst zu einem Anführer heran und übernimmt Verantwortung. Amy handelt hingegen oft kopflos, unüberlegt und im Alleingang.

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Ich dränge mich durch die Menschenmenge, die auf die Rückkehr von Dad und seinen Männern wartet. Doch es ist nicht Dad, der aus dem qualmenden Wald kommt. Es ist Junior.
(Seite 319)

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Erzählt wird die Geschichte wieder abwechselnd aus der Sicht von Junior und Am. Dieses Schema behält die Autorin auch bis zum Ende bei. Der Schreibstil ist sehr schnell und einfach zu lesen, gefällt mir aber auch unglaublich gut, denn die Autorin nimmt den Leser einfach mit auf ihre Reise.

Das Cover ist wieder hübsch, wie auch das Cover zuvor. Ich finde die Idee besser als im englischen Original, weil zwei junge Menschen dargestellt werden, die in der Geschichte die Hauptrollen spielen. Der Verlag hat allerdings das Logo etwas verändert, sodass im Regal beim letzten Band der Buchrücken unten etwas anders ausschaut.


Fazit:
Mein Fazit ist an dieser Stelle ganz einfach. 5 Sterne für ein grandioses Finale, voller Spannung und Emotionen. Die Godspeed Trilogie ist einer meiner Lieblingstrilogien und vereint Science Fiction und das Jugengenre auf eine mitreißende Art und Weise.

  (6)
Tags: erde, godspeed, jugendroman, kampf, liebe, monster, planet, raumschiff, rebellion, science fiction, ya, zentauri   (12)
 

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(31)

69 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 6 Rezensionen

dystopie, organspende, liebe, alter, endspende

Die Entbehrlichen

Ninni Holmqvist , Angelika Grundlach , Angelika Grundlach
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 11.02.2011
ISBN 9783596183319
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

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(111)

287 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 49 Rezensionen

dystopie, krieg, liebe, ben, magda

Das verbotene Eden: Magda und Ben

Thomas Thiemeyer
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.08.2013
ISBN 9783426653289
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Der Kampf zwischen Frauen und Männern geht in die letzte Runde!"


Inhalt:
Endlich ist es soweit, der Krieg zwischen den Frauen und den Männern beginnt. Doch während des Konflikts treffen Magda und Ben aufeinander, beide stammen noch aus der Modernen Zeit und waren vor dem Virus ein Paar. Langsam erklärt sich was vor 65 Jahren geschehen ist. Dennoch sind beide Seiten verhärtet. Ein Kampf beginnt. Hat in diesem die vergangene Liebe zwischen Magda und Ben überhaupt noch eine Chance?


Story 4/5
Spannung 4/5
Romantik 2.5/5
Charaktere 4/5
Dystopie 4.5/5
Tiefgang 3.5/5


Meinung:
„Magda und Ben“ ist der dritte und finale Band der „Das verbotene Eden“ Trilogie von Thomas Thiemeyer. Bei seiner Dystopie handelt es sich um eine Welt, in der Frauen und Männer sich gegenseitig hassen und getrennt leben.

Im letzten Band spielen Magda und Ben die Hauptrollen. Beide Charaktere lernt der Leser auch schon in den vorherigen Bänden kennen, nun aber wesentlich genauer. Zudem wird deutlich, dass Magda und Ben noch aus der alten Welt stammen und zu ihrer Zeit ein Paar waren. Durch Rückblicke erfährt der Leser mehr und mehr über die Entwicklung der Geschichte anhand von Magda und Ben. Beide Charaktere sind trotz ihres Alters durchweg sympathisch.

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Die Reihe der Frauen, die aus der Stadt hinauszogen, schien endlos. Frau hinter Frau hinter Frau. Wie eine Perlenkette aus Sack und Asche.
(Seite 138)

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Gefallen hat mir vor allem, dass die Charaktere aus den vorherigen Bänden wieder eine enorme Rolle spielen. Gwen und Logan spielen weiterhin eine wichtige Rolle und auch Juna und David erhalten erneut ihren Auftritt. Dadurch wirken die Bände trotzt unterschiedlicher Hauptcharaktere in sich rund und stimmig. Die Perspektiven wechseln dazu wieder in unterschiedliche Rollen, sodass der Leser einen absolut guten Überblick über die Geschehnisse hat.

Alle Plotlinien kommen zudem zum Ende hin zusammen. Auf einmal gibt vieles einen Sinn, vor allem im Bezug zur alten Zeit. Einige Dinge bleiben offen, schüren auf den letzten Seiten dann aber nochmals die Spannung. Das Ende fand ich zudem richtig gut gewählt.

Insgesamt vergebe ich für das Finale wieder 4 gute Sterne, wie schon bei den anderen zwei Bänden. Die Geschichte ist spannend und gut geschrieben. Die Charaktere wirken authentisch, aber für 5 Sterne fehlt das gewisse Etwas.

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Der Gedanke entfachte ein wärmendes Feuer in Logans Herzen. Einen Moment lang stellte er sich vor, wie sie die Straßen nach ihm durchstreifte.
(Seite 275)

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Der Schreibstil ist flüssig und zügig zu lesen. Es gibt viele verschiedene Perspektivenwechsel, sowie Rückblicke. Dazu ist das Buch in drei Abschnitte gegliedert an deren Stelle zu Beginn immer eine Art Prolog ist. Vor den Rückblenden zum Beispiel eine Email von Magda und Ben aus der alten Zeit.

Das Cover ist wieder hübsch und reiht sich richtig gut in die anderen Bände ein. Mir gefallen vor allem, dass die Bände immer nach ihren jeweiligen Protagonisten benannt wurden.


Fazit:
„Das verbotene Eden 03: Magda und Ben“ bekommt von mir 4 gute und solide Sterne. Für Leser, die die vorherigen Bände schon verfolgt haben, ist das Finale ein absolutes Muss. Für all jene, deren Interesse geweckt wurde, lohnt es sich zum ersten Band der Trilogie zu greifen!

  (5)
Tags: dystopie, endzeitg, geschlechter, kampf, krieg, liebe, virus   (7)
 

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(53)

125 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

vampire, liebe, vampir, jennifer benkau, kienshi

Stolen Mortality

Jennifer Benkau
Buch: 400 Seiten
Erschienen bei Sieben-Verlag, 01.06.2013
ISBN 9783864431111
Genre: Fantasy

Rezension:

"Düster, schaurig: Wahre Vampire."


Inhalt:

Jamian ist ein Kienshi. Ein Wesen, das die Aufgabe hat über die Vampire zu wachen. Er uns sein kleiner Bruder leben in einem Dorf in den schottischen Highlands, das voller Vampire ist. Eines Tages geschieht Junias ein fataler Fehler, wodurch Jamian für seinen Bruder einspringt und seine Schuld übernimmt. Es geht um seine Sterblichkeit, ein Aspekt der ihn von den Vampiren unterscheidet. Aber das ist erst der Beginn … denn plötzlich taucht die Vampirin Laine auf und die Leben beider Brüder schweben auf einmal in Gefahr.



Story 4/5
Spannung 4/5
Charaktere 4/5
Fantasy 4/5
Tiefgang 4/5


Meinung:
Bei „Stolen Mortality“ handelt es sich um einen Vampirroman von Jennifer Benkau. Der Roman erschien im Sieben Verlag und ist ein in sich runder Fantasyroman mit Action- und Liebeselementen.

Die Hauptrolle spielt Jamian Byrons. Er uns sein jüngerer Bruder Junias sind Kienshi. Ihr Job ist es über die Vampire in ihrem kleinen Dorf zu wachen und notfalls einzuschreiten. Da Junias noch zu jung für diese Aufgabe ist, übernimmt Jamian die gesamte Verantwortung. Er ist ein starker Charakter mit einem guten Herzen und so rettet er seinen jüngeren Bruder natürlich aus dem Schlamassel, als ihm ein fataler Fehler passiert. Jamian nimmt die Schuld auf sich. Die Kienshi sind hart und so wird schnell die Strafe vollstreckt und Jamian verliert seine Sterblichkeit. Genau zu diesem Zeitpunkt taucht eine neue Vampirin im Dorf auf und bringt Jamians Leben ins Wanken. Sie bedeutet Ärger, Stress, aber dennoch fühlt er sich zu ihr hingezogen … bis deutlich wird, dass das Auftauchen der Vampirin einen Grund hat. Einen gefährlichen Grund.

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Jamian wandte sich ab, um ihm etwas Platz zu lassen. Durch die verspiegelte Tür seines Kleiderschranks beobachtete er, wie der dünne Blutstrom, der ihm an Wange und Hals hinunterlief, in seinem Ramones-T-shirt versickerte.
(Location 95/1379)


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In „Stolen Mortality“ stehen sich zwei Wesen gegenüber. Jennifer Benkau erschafft zwei Gegner: die Kienshi und die Vampire. Sie fesselt schon auf den ersten Seiten den Leser und entführt diesen in ein dunkle Atmosphäre mitten in Schottland. Die Geschichte an sich beinhaltet viel Spannung und Fantasyelemente. Es geht um den Kampf zwischen Kienshi und Vampir, dir nicht selten blutig endet. Dazu kommt, das Jamian und Junias beide ihre Geschichte innerhalb des Plot erleben. Junias beginnt stärker zu werden und sich zu öffnen. Hingegen wird Jamian dickköpfiger, als er sich zu der Vampiren Laine hingezogen fühlt.

Das Gesamtpaket dreht sich vor allem um die Geschichte zwischen Jamian und Laine. Dazu gesellen sich weiter Plotlinien, die am Ende alle zueinander finden. Im Mittelpunkt gelangt auch die Unsterblichkeit. Doch gerade diese ist in „Stolen Mortality“ nicht das wünschenswerteste.

Alles in allem ein in sich runder Einzelband. Die Vampire sind hier wirklich Vampire und die Stimmung ist vor allem düster. Aus dem Grund vergebe ich 4 gut Sterne für eine spannende Geschichte, die eher leichte Kost ist.

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Der Wald lag hinter Laine wie eine düstere Wand, durch die sie ins Freie getreten war, wo es sich atmen ließ.
(Location587/1379)


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Der Schreibstil in „Stolen Mortality“ ist angenehm und prickelnd zulesen. Jennifer Benkau verzaubert den Leser und schafft so eine düstere und klamme Atmosphäre in den schottischen Highlands. Die Erzählerperspektive wechselt, so dass der Leser unterschiedliche Plotstränge erlebt.

Das Cover ist hübsch, typisch Sieben Verlag. Bei dem Format handelt es sich um ein Taschenbuch, das vom Format her etwas größer ist.



Fazit:
„Stolen Mortality“ bekommt von mir 4 gute Sterne. Die Geschichte ist in sich rund, ein spannender Vampirroman eben, mit einer erotischen Komponente.

  (5)
Tags: action, blut, brüder, erotik, jennifer benkau, kienshi, liebe, prophezeiung, schottland, unsterblichkei, vampire, wachen   (12)
 

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

zukunft, soziale konflikte, antiutopia, science fiction, auserwählte

Therapiestation

Kenzaburô Ôe , Kenzaburô Ôe
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 11.02.2011
ISBN 9783596184187
Genre: Romane

Rezension:  
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696 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 133 Rezensionen

dystopie, auslese, liebe, überleben, jugendbuch

Die Auslese - Nur die Besten überleben

Joelle Charbonneau , Marianne Schmidt
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 26.08.2013
ISBN 9783764531171
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Mit Gewalt geladene Dystopie/3,5 Sterne"


Inhalt:
Cia hat endlich ihren Schulabschluss in der Tasche. Doch in ihrer Welt bedeutet dies, dass sie nun eine Erwachsene ist und für die Auslese einberufen werden kann. Ihre Chancen scheinen minimal und alle sind irritiert, als sie tatsächlich für die Auslese ausgewählt wird. Nun muss sie beweisen, dass sie das Zeug dazu hat eine hohe Position einzunehmen. Sie muss die Prüfungen bestehen, nicht nur um später einen Platz an der Universität zu ergattern, sondern auch weil Cia schnell merkt, dass nur die Besten die Auslese überleben. Es geht um ihr Können und ihr eigenes Leben.


Geschichte 3/5
Spannung3/5
Charaktere 3/5
Dystopie 5/5
Umsetzung 3/5


Meinung:
„Die Auslese“ ist der Beginn einer spannenden und dystopischen Jugendtrilogie. Die junge Cia wird vor schwierigen Aufgaben gestellt, mit dem Ziel zu überleben. Der Roman ist actionreich, spannend und weckt das Interesse auf eine neue Dystopie.

Die Geschichte spielt in einer Welt in der Zukunft, in der Länderabschnitte in Kolonien aufgeteilt wurden. Die Menschheit versucht diese wieder zu bewirtschaften, da durch mehrere Kriege die Erde sehr stark gelitten hat. Die Auslese dient der Hauptstadt dabei als eine Art Suche nach der menschlichen Elite. Durch verschiedene Prüfungen, die immer brutaler und gefährlicher werden, sollen so die besten Führungscharaktere ausgesiebt werden.

Cia spiel in dieser Story die Hauptrolle. Sie ist die Protagonistin, aus deren Sicht die Geschichte schließlich auch erzählt wird. Sie stammt aus einer eher unscheinbaren Kolonie, aus der lange Zeit kein Mitglied mehr einberufen wurde. Doch als Cia und ihre Truppe losziehen, wird ihr schnell bewusst, dass die Auslese alles andere als ein Spiel ist. Sie wird auf eine harte Probe gestellt, muss unzählige Prüfungen bestehen um eine Runde weiter zu kommen. Dabei verliert sie nicht nur Bekannte, sondern muss auch immer wieder um ihr eigenes Leben fürchten.

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Ich kämpfe meine Tränen nieder, trinke meine Milch und stecke den Apfel ein, den Mom für mich auf die Anrichte gelegt hat.
(Seite 56)

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In „Die Auslese“ gibt es einen recht stringenten roten Faden. Die Protagonistin wird ausgewählt, sie reist in die Hauptstadt und muss zahlreiche Prüfungen meistern. Dabei geht es viel mehr als nur um das Bestehen. Sie kommt Runde um Runde weiter, bis die letzte Prüfung in einer Art survival-Aufgabe endet. Es gibt Action und Gewalt. Ein bisschen Intelligenz und zum Ende hin einen recht fiesen Cliffhanger. Dazu gesellt sich immer wieder eine kleine Romanze, da Cia und Tomas sich immer näher kommen. So spannend „Die Auslese“ auch zu lesen ist, so einheitlich ist auch der Plot. Gerade das hat mich ein wenig frustriert, da die Geschichte durchweg vorhersehbar ist. Es gibt nicht viele überraschende Wendungen und eher immer Reaktionen von Cia, die recht simpel waren. Natürlich ist die Protagonistin die „Gute“ mit dem Gewissen auf ihrer Seite, was im Grunde auch der einzige Aspekt ist der sie von den anderen Teilnehmern unterscheidet. Mir gefällt diese positive Einstellung Cias, aber das genügt leider nicht um einen tiefen Hauptcharakter zu entwickeln.

Der Actionanteil in „Die Auslese“ ist ziemlich hoch. Dies war wieder ein positiver Punkt. Aber gerade diese action- und temporeichen Szenen wurden immer wieder durch Cias und Tomas Geplänkel gestört. Ihre Gefühle wirken eher gezwungen, als bräuchte die Autorin unbedingt ein Traumpaar. Zwar übernimmt Cia oft die Führung und repräsentiert ein starkes Frauenbild, aber genauso ist sie von Tomas abhängig, der ihr Halt gibt. Mit dieser kleinen Romanze konnte ich leider recht wenig anfangen.

Der ausschlaggebende Punkt, dass ich nur 3-4 Sterne vergebe ist aber ein anderer. Mich stört diese ungemeine Ähnlichkeit mit „Die Tribute von Panem“. Dies wird in „Die Auslese“ durchaus deutlich. Cia ähnelt Katniss, von ihrer Art, ihrem Charakter, ihren Stärken. Dann gibt es den einfühlsamen Tomas, der stark an Peeta erinnert, sowie einen Gegenspieler. Dazu kommt das ganze drumherum: Eine Welt aus Kolonien bestehend, also Abschnitten, oder wie in „Die Tribute von Panem“ auch Distrikt genannt. Es gibt eine Hauptstadt, zwar keine Spiele, dafür aber Prüfungen mit ähnlichen Aufgaben … Insgesamt finde ich dies doch recht enttäuschend, denn eigene Kreativität sieht anders aus.

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Tomas brüllt in sein Laken und bäumt sich vor Schmerzen auf. Seine gequälten Schreie sind gedämpft, und meine Augen füllen sich mit Tränen. Aber ich muss weitermachen.
(Seite 223)

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Der Schreibstil ist flüssig und locker. Die Geschichte liest sich sehr schnell und flüssig. Die Protagonistin Cia erzählt ihre Geschichte, sodass der Leser immer auf ihrer Seite bleibt und mit ihr Sympathie empfinden kann.

Das Cover ist hübsch, aber auch nichts sagend. Mädchen gibt es schließlich auf jedem zweiten Cover zur Zeit.


Fazit:
„Die Auslese“ erhält von meiner Seite aus 3,5 Sterne. Die Geschichte ist spannend und solide, die Dystopie weckt einfach Interesse und wertet das ganze Thema auf. Allerdings erinnert mich das gesamte Paket zu stark an einen anderen Roman. Dies zieht sich durch alles Aspekte: Charaktere, dystopische Welt, Handlung. Auch wenn die Geschichte an sich spannen und aufregend zu lesen ist, erinnert mich das ganze nur wieder an einen neuen Abklatsch.

  (9)
Tags: action, auslese, dystopie, kampf, liebe, prüfungen, überleben, zukunft   (8)
 

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905 Bibliotheken, 51 Leser, 0 Gruppen, 97 Rezensionen

florenz, thriller, robert langdon, venedig, istanbul

Inferno

Dan Brown , Axel Merz (Übersetzer) , Rainer Schumacher (Übersetzer)
Fester Einband: 685 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.05.2013
ISBN 9783785724804
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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180 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

fantasy, fliegende stadt, magie, rebellen, aschevogel

Flügel aus Asche

Kaja Evert
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2013
ISBN 9783426511961
Genre: Fantasy

Rezension:

"Der Aschevogel konnte mich leider nicht mit auf seine Reise nehmen …"

Inhalt:
Die Geschichte handelt vom jungen Adeen, der in der fliegenden Stadt Rashija ein Außenseiter ist. Die Stadt wird vor allem durch Gewalt regiert und Adeen hat es dank seiner Abstammung von Anfang an nicht leicht. Er arbeitet als niederer Schreiber und verbringt seinen Tag damit Zaubersprüche auf Papier zu bringen. Doch eines Tages lernt er die Rebellen kennen, die sich gegen die totalitäre Regierung erheben und flüchten wollen, hinab auf die Erde. Schneller als Adeen ahnt, steckt er in einem Wettlauf um Leben und Tod, um Frieden und Krieg. Dabei muss er sich entscheiden ob er mutig genug ist und nur der Aschevogel kann ihm dabei helfen.


Geschichte 4/5
Spannung 3/5
Charaktere 2.5/3
Fantasy 3/5
Umsetzung 3/5

Meinung:
„Flügel aus Asche“ ist ein Highfantasyroman aus der Feder von Kaja Evert. Die Geschichte spielt in der fliegenden Stadt Rashija, in der der König mit Gewalt und harter Hand regiert. Die Magier und Draquer genießen höhere Stellungen in der Stadt, während Adeen als niederer Schreiber Zauber zu Papier bringt, bis sein Abenteuer beginnt …

Die Geschichte wird aus Adeens Sicht erzählt. Er schildert sehr genau in welch ärmlicher Situation er lebt und jeden Tag um sein Leben fürchten muss. Eines Tages trifft er zufällig auf die Rebellen. Dieses Zusammentreffen führt in Adeens Leben zu einem wichtigen Wandel. Er wird mutiger und zielstrebiger. Er will nicht mehr hilflos dem Magier Charral ausgesetzt sein. Und so beschließt er den Rebellen zu helfen und stürzt in ein gefährliches Abenteuer, das ihm endlich seine wahren Wurzel und Gaben offenbart. Adeen ist insgesamt ein sympathischer Charakter, leider aber auch ein typischer Protagonist. Zu Beginn ist er der Schwächling, wächst während der Kämpfe und am Ende ist er angesehen und stark. Spannend ist eindeutig etwas anderes. Der besondere Aspekt, der Aschevogel von Adeen, dessen Geheimnis ich an dieser Stelle natürlich nicht lüften will, konnte mich auch nur bedingt mitreißen. Die Idee ist gut, aber mir gab es zu wenig Infos, zu viel Kampf und Action drumherum. Es fehlte hier ein gewisse Tiefe, eine Art Vorgeschichte oder inhaltlich etwas mehr Input. Dies gilt auch für die vielen Nebencharaktere.

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Bitter. Süß. Salzig. Erde knirschte zwischen Adeens Zähnen. Er blinzelte. Graues Licht mit einer Spur von Gelb. Verschwommene Formen zitterten vor seinen Augen. Mit vagem Unglauben erkannte er, was es war: Grashalme.
(Seite 191)


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„Flügel aus Asche“ spielt in Rashija. Rashija ist eine fliegende Stadt, die durch Magie in der Luft gehalten wird. Auf dieser „Insel“ regiert der König. Magier und Draquer haben eine Sonderstellung. Die Stadt wirkt allgemein sehr mittelalterlich, typisch für Highfantasy. Das besondere ist, dass auch nicht Magier Zauber verwenden können. Dies ist beispielsweise Adeens Aufgabe. Er ist dafür zuständig Zauber auf Papier zu bringen, wie viele andere der niederen Klasse. Interessant an dieser Highfantasy Welt ist vor allem, dass es „unten“, auf der Erde natürlich auch noch Menschen gibt. Rashija hat sich von diesen vollkommen abgekoppelt. So interessant die ganze Idee auch klingt, so wenig spannend fand ich sie währen der Geschichte. Die Idee von einer fliegenden Stadt hat mein Interesse geweckt, konnte es aber einfach nicht halten. Mir wird auf Rashija zu wenig eingegangen. Alles bleibt sehr schwammig und badet sich in Klischees des Highfantasy Genre. Es gibt kaum Besonderheiten und auch der rote Faden der Geschichte konnte mich leider nicht mitreißen.

Insgesamt ist „Flügel aus Asche“ eher ein netter Highfantasyroman für zwischendurch. Der Plot ist gut lesbar und hat auch seine Vorteile, ist aber leider nichts besonderes oder innovatives. Mir fehlen die Kanten und Ecken innerhalb der Geschichte, vieles ist vorhersehbar. Zudem beinhaltet die Geschichte für meinen Geschmack zu viel Action. Es gibt viele Kämpfe, dazwischen eine Liebesgeschichte und wieder Action, Action, Action.

Dazu kommt der seltsame Verlauf der Geschichte. Ich hatte mehrmals das Gefühl, dass die Story zu ende geht und dann folgten doch noch einige Seiten. Der Aspekt der Magie wird in dem Roman auch nur ganz grob angerissen. Es gibt keine Infos woher die Magie kommt, oder eine geschichtliche Vergangenheit. Sie ist da und Punkt. Das Problem bezieht sich auch auf den stärker werdenden Adeen. Weniger Action hätte der Geschichte an dieser Stelle gut getan.

Alles in allem vergebe ich solide 3 Sterne. „Flügel aus Asche“ ist ein netter Highfantasyroman, der aber sicherlich in der Masse von Büchern auf dem deutschen Markt untergehen wird.

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Ich bin stark. Ich habe die Kraft, anderen weh zu tun. Er wusste es, und er begann zu ahnen, was es bedeutete.
(Seite 258)


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Der Schreibstil ist flüssig und nett zu lesen, aber nichts wirklich besonderes. Die Geschichte wird aus Adeens Sicht erzählt, wobei gewisse Passagen aus der Sicht des Aschevogels geschildert werden.

Das Cover ist ziemlich hübsch und hat mein Interesse sofort geweckt. Vor allem passt das Cover unglaublich gut zu der eigentlichen Geschichte!


Fazit:
„Flügel aus Asche“ erhält von mir solide 3 Sterne. Die Geschichte ist ein guter Highfantasyroman für zwischendurch, konnte mich aber nicht in den Bann ziehen.
flag

  (11)
Tags: action, einzelband, fliegende stadt, highfantasy, magie, rebellen, zauber   (7)
 

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136 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

utopie, dystopie, klassiker, glück, zukunft

Schöne neue Welt

Aldous Huxley , Herberth E. Herlitschka
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 15.05.2012
ISBN 9783596512287
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
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96 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

liebe, entführung, stockholm syndrom, angst, jugendbuch

Du liebst mich nicht

Edeet Ravel , Anne Braun
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei cbt, 13.05.2013
ISBN 9783570308295
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Tiefgründige Emotionen; verwirrend und aufwühlend …"


Inhalt:
Chloe ist mit ihrer besten Freundin in Griechenland als es passiert: Sie wird entführt. Plötzlich findet sie sich wieder in den Händen ihres Entführers ohne Sicht auf Entkommen. Auch wenn ihr Entführer immer wieder beteuert, dass sie nur als eine Art Geisel dient geht Chloe durch die Hölle und zwischen all ihrer Angst und Panik um ihr Leben, spürt sie immer mehr dass sie sich in ihren einzigen Retter verliebt. Ihren Entführer.


Geschichte 4/5
Spannung 4.5/5
Charaktere 5/5
Thematik 5/5
Umsetzung 4.5/5



Meinung:
In “Du liebst mich nicht” greift die Autorin das Thema des Stockholm Syndroms auf. Es geht um ein junges Mädchen das sich innerhalb ihrer Zeit in Gefangenschaft in ihren Peiniger verliebt und dabei die Realität aus den Augen verliert. Der Roman ist kurz aber aussagekräftig. Auf 320 Seiten schildert Edeet Ravel eine authentische Entwicklung.

Die Hauptrolle in “Du liebst mich nicht” spielt die junge Chloe. Sie ist mit ihrer Freundin gemeinsam in Griechenland als sie entführt wird. Die gesamte Geschichte wird aus ihrer Perspektive geschildert, so dass es selbst als Leser irgendwann schwer fällt die Realität im Auge zu behalten. Chloe verändert sich innerhalb der Geschichte. Der Leser lernt jedoch auch ihre charakterlichen Stärken kennen. Chloe wirkt authentisch und kann so den Leser fesseln. Interessant fand ich vor allem den schleichenden Wandel der Protagonistin. Zu Beginn hat sie fürchterliche Angst, ist panisch und traut ihrem Entführer nicht. Doch mehr und mehr baut sich etwas zwischen ihr und ihrem Peiniger auf. Dieser Werdegang ist schleichend und so ist es überraschend für den Leser als Chloe beginnt daran fest zuhalten ihren Entführer zu lieben.

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Ich verspürte einen übermächtigen Wunsch, ihn zu berühren – es war ein körperliches Verlangen wie Hunger oder Durst.
(Seite 187)


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Die Thematik in diesem Roman ist realistisch und vor allem bestürzend. Es geht um das Stockholm Syndrom, also der Entstehung von emotionaler Liebe gegenüber einem Peiniger um sich so unbewusst selbst zu schützen. Ich finde es unwahrscheinlich grausam wie unser Gehirn unser Verhalten manipulieren kann und gleichzeitig auch faszinierend wie ein Mensch unbewusst um sein Leben kämpfen kann. Dieses Thema greift die Autorin sehr simpel auf. Es geht um das typische Beispiel: Ein männlicher Entführer und eine junge Frau, was wohl so am einfachsten funktioniert.

Durch den Prolog aus Chloes Sicht wird natürlich auch schnell klar, dass das Ende einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt. Es ist recht offen gehalten was einerseits gut ist, aber anderseits auch ein wenig unbefriedigend ist. Ich hätte gerne etwas mehr Einblick in die Zeit nach der Entführung gehabt, denn die Geiselzeit an sich ist nicht wirklich spannend. Es geht vor allem um die Beziehung zwischen dem Entführer und Chloe. Für diesen Aufbau von Charakteren erhält “Du liebst mich nicht” auch gute 5 Sterne von mir. Auch wenn das Thema nicht neu ist, die Entführung nicht wirklich Spannung enthält, so ist es ungemein spannend in Chloe einzutauchen. Selbst ich bin mir nach dem Ende nicht sicher was das zwischen Chloe und ihrem Entführer ist. Manipulierende Handlung auf Seiten des Peinigers oder doch vielleicht etwas mehr? Gerade dieser Aspekt macht den Roman zu einem kleinen Highlight.

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Ich hoffte, dass er nicht merkte, dass mir vor Rührung Tränen in den Augen standen, und ich war nur noch ein ganzes Universum voller brodelnder, wirbelnder Emotionen.
(Seite 284)


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Der Schreibstil ist locker und simpel. Da die Geschichte aus Chloes Perspektive erzählt wird gibt es sprachlich auch keine Highlights. Schön sind die Berichte zu Anfang und Ende aus Chloes Sicht, sowie dem Bericht des FBI zum Schluss. Gerade diese neue Perspektive wühlt den Leser wieder ungemein auf.

Das Cover ist nett und reiht sich gut in die Jugendbuchreihe von cbt. Ansonsten ist eher das Innenleben ein kleiner Eyectacher, da es immer wieder auch Zeitungsausschnitte gibt in denen um Chloes Freilassung gekämpft wird.


Fazit:
“Du liebst mich nicht” erhält von mir 5 gute Sterne. Trotz kleiner Schwächen packt die charakterliche Stärke des Romans. Chloes wachsende Beziehung zu ihrem Entführer ist aufwühlend und hinterlässt viel Raum zur Interpretation.

  (8)
Tags: abhängigkeit, angst, charaktere, entführung, gefangenschaft, gefühle, geiselnahme, liebe, stockholm syndrom   (9)
 

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44 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

surrealistisch, usa

Die New-York-Trilogie

Paul Auster , Joachim A. Frank , Hauptmann & Kompanie, Werbeagentur
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.01.2012
ISBN 9783499258091
Genre: Romane

Rezension:  
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(13)

25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

science fiction, postapokalypse, scifi, gesellschaft, fleischfressende pflanzen

Die Triffids

John Wyndham
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.02.2012
ISBN 9783453528758
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
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322 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

dystopie, kiera cass, selection, liebe, rebellen

Selection - The Elite

Kiera Cass
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Harper Collins USA, 23.04.2013
ISBN 9780062262851
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(164)

444 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

liebe, tod, noah, mara, michelle hodkin

Was geschah mit Mara Dyer?

Michelle Hodkin , Bettina Münch
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.03.2013
ISBN 9783423715362
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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635 Bibliotheken, 6 Leser, 4 Gruppen, 140 Rezensionen

dystopie, flucht, artikel 5, ember, chase

Artikel 5

Kristen Simmons , Frauke Meier
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Piper, 16.04.2013
ISBN 9783492702867
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Auf der Flucht vor der Moralmiliz"


Inhalt:
Ember wächst in einem totalitären Amerika auf. Jeden Schritt überwacht die Regierung und die Bestimmungen für Verstöße werden härter denn je. Eines Tages wird plötzlich ihre Mutter verhaftet. Sie verstößt gegen Artikel 5, denn Ember ist ein uneheliches Kind. Ember selbst landet in einer Besserungsanstalt. Allerdings gibt sie den Kampf nicht auf. Sie will ihre Mutter suchen und plötzlich trifft sie auf Chase, ihre vergangene Liebe und nun ein Soldat der Moralmiliz …

Geschichte 4/5
Spannung 4/5
Charaktere 4/5
Dystopie 4/5
Umsetzung 4/5


Meinung:
„Artikel 5“ ist eine neue Trilogie im Genre der Dystopie. Kristen Simmons erschafft ein totalitäres Amerika voller Paragraphen und Gewalt, in der sich Ember zurecht finden muss. Der Roman ist eine Mischung aus Action, Flucht und einer wieder aufflammenden Liebe.

Ember ist die weibliche Protagonistin. Aus ihrer Sicht schildert die Autorin, wie Embers Leben schlagartig auf den Kopf gestellt wird. Hals über Kopf wird ihre Mutter verhaftete, denn Ember ist ein uneheliches Kind was laut Artikel 5 strafbar ist. In einer Welt voller Paragraphen verliert Ember schnell die Übersicht über das Ausmaß der immer heftigeren Strafen. Sie landet prompt in einer Besserungsanstalt. Doch sie hat ein Ziel vor Augen: Die Suche nach ihrer Mutter … und gerade da taucht Chase auf, ihre vergangene Liebe und Soldat der Moralmiliz …

Hauptsächlich handelt „Artikel 5“ von Embers und Chase Flucht. Beide geraten wieder zusammen und wollen sich zu den Rebellen flüchten. Dabei werden sie natürlich verfolgt, denn Ember flüchtet und Chase handelt gegen die Moralmiliz. Auf dieser Flucht lernt der Leser beide Charakter besser kennen und ebenso die Gefühle der beiden füreinander. Zwischen der Flucht flammen Embers Gefühle immer wieder auf. Allerdings steht im Vordergrund, wie die beiden Protagonistin sich ihren Weg durch ein totalitäres Amerika bahnen.

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Mein Herz bekam einen Sprung. Was war eigentlich los mit mir? Seine Worte hätten mich beruhigen sollen. Stattdessen saß ich hier und kam mir unzulänglich vor, weil sie allein zurechtkam.
(Seite 158)


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Die Welt in der „Artikel 5“ spielt ist eine „typische“ Dystopie. Die Geschichte spielt in Amerika, nach Kriegen und Aufständen, wonach ein totalitäres System als Regierung an der Macht ist. Um die Menschen unter zu jochen gibt es immer wieder neue Paragraphen, deren Strafen immer wieder verstärkt werden. Zudem gibt es die Moralmiliz, die sich um die Einhaltung der Paragraphen kümmert. Die Menschen werden bewacht und gezwungen so zu leben wie das Gesetz es vorschreibt.

Dabei fällt Ember natürlich auf. Sie ist eher wild und kann kaum ihre Zunge zügeln. Ihr Dickkopf kommt ihr mehr als einmal teuer zu stehen. Allerdings habe ich sie gerade wegen diesen Charakterzügen gemocht. Sie ist ein kleiner Rebell :-) Chase ist dagegen der unnahbare Held. Er ist klischeehaft aber dennoch interessant. Erst langsam kommen Details über seine Vergangenheit zum Vorschein. Mir war er aber des öfteren einfach zu passiv. Ansonsten kommen eigentlich nur Nebencharaktere in der Geschichte vor, denn auf der Flucht sind Ember und Chase nur zu zweit. Erst gegen Ende der Geschichte gesellen sich wieder bekannte Gesichter zu der Geschichte hinzu.

Abgesehen von der Dystopie ist der erste Band ziemlich stimmig. Das Ende ist rund und ehrlich gesagt bräuchte ich jetzt nicht unbedingt noch zwei weitere Bände. Ich fand die Geschichte gut zu lesen und auch das System fand ich spannend, aber noch zwei weitere Bände? Ehrlich gesagt habe ich keinen spannenden Plotstrang entdeckt, der sich durch weitere Bände ziehen könnte. Dafür gibt es auch einen Stern Abzug, denn ich mag die Geschichte zwar, aber sie bleibt doch relativ unbedeutend. „Artikel 5“ ist gut und nett zu lesen, aber das war es im Grunde auch schon.

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Eine Dosis Adrenalin schoss durch meine Adern, als ich aus dem Augenwinkel eine Uniform wahrnahm. Das saubere, ordentlich gebügelte Blau hob sich deutlich von dem Meer schäbiger Fetzen ab.
(Seite 318)


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Der Schreibstil ist flüssig, wenn auch recht einfach. Berichtet wird vor allem aus Embers Perspektive. Teilweise fand ich die Dialoge zwischen Ember und Chase etwas langweilig.

Das Cover ist richtig schick und wahrscheinlich der ausschlaggebende Punkt für mein Interesse an der Dystopie. Die Aufmachung finde ich richtig hübsch, wobei mir eine Hardcover Variante besser gefallen hätte.



Fazit:
„Artikel 5“ erhält von mir 4 solide Sterne. Die Geschichte ist eine interessante und spannende Dystopie, die aber leider etwas unbedeutend scheint. Dennoch ein schönes Lesevergnügen, nicht nur für Dystopie-Verrückte :-)

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Tags: aufstände, dystopie, flucht, gewalt, jugendbuch, liebe, moralmiliz, paragraphen, rebellen, totalitärer staat   (10)
 

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liebe, sternenseelen, fantasy, seele, sterne

Sternenseelen - Wenn die Nacht beginnt

Kerstin Pflieger
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.04.2013
ISBN 9783442477074
Genre: Fantasy

Rezension:

"Einheitsbrei …"


Inhalt:
Dank der neuen Liebe von Lillys Mutter darf sie nun mit in den Odenwald ziehen. Sie ist weit weg von ihren Freunden, doch schnell beginnt sie einen Neustart. Lilly lernt schnell neue Freunde kennen und stößt dabei immer wieder auf den mysteriösen Raphael, der ihr den Kopf verdreht. Nach einem verhängnisvollen Unfall lernt sie aber plötzlich den wahren Raphael kennen. Ist ihre Liebe zu ihm stark genug?


Geschichte 2.5/5
Spannung 2/5
Charaktere 2/5
Fantasy 3/5
Umsetzung 2/5


Meinung:
„Sternenseelen #01: Wenn die Nacht beginnt“ ist der erste Band einer neuen Trilogie im Bereich Fantasy/Junge Erwachsene. Der Titel stammt aus der Feder von Kerstin Pflieger, die mit „Die Alchemie der Unsterblichkeit“ bekannt wurde. Die Sternenseelen Trilogie ist eine Mischung aus Fantasy und Romanze für junge Erwachsene.

Die Hauptrolle spielt Lilly. Sie zieht mit ihrer Mutter in den Odenwald, um mit dem neuen Freund ihrer Mutter und dessen Sohn zusammen zu ziehen. Begeisterung sieht bei Lilly anders aus und dennoch tut sie ihrer Mutter den Gefallen. Bald trifft sie in der Privatschule im Odenwald nicht nur auf neue Freunde, sondern auch auf den hübschen Raphael, der voller Geheimnisse steckt. Sie verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Als ihr Stiefbruder in einen Unfall verwickelt wird, lernt Lilly aber erst den wahren Raphael kennen, denn er verbirgt ein Geheimnis und nicht nur er, sondern nun auch Lillys Stiefbruder …

Der erste Band der „Sternenseelen“ Trilogie ist ein typisches Buch für junge Erwachsene, die gerne Liebesgeschichten im Fantasybereich lesen. Das Prinzip läuft nach Schema F ab. Das Mädchen zieht in ein Kaff, lernt auf Anhieb neue Freunde kennen, verliebt sich in den mysteriösen Unbekannten, der sonst kein Mädchen an sich heran lässt. An dieses Prinzip hält sich die Autorin auch die ganze Zeit. So nett wie die Grundidee auch sein mag, so schnell wurde für mich „Sternenseelen“ zu einer unglaublich vorhersehbaren Lektüre. Ich habe wirklich alles geahnt und für mich gab es keinerlei spannende Wendung innerhalb des Plots.

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Lilly blickte zu Samuel hinüber. Süß war er ja, aber das würde alles viel zu kompliziert machen. Und was ihre Mutter wohl sagen würde, wenn sie auf einmal unter demselben Dach wie ihr Freund leben würde?
(Seite 36)

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Im Grunde ist dies natürlich kein Ausschlusskriterium. Es gibt vieler solcher Geschichten auf dem deutschen Buchmarkt. Mir war allerdings „Sternenseelen #01“ wirklich zu Mainstream. Der Roman geht vollständig in der breiten Masse unter, denn es gibt nichts wirklich besonderes, gar Auffälliges an der Geschichte. Die Autorin mischt hier eine Geschichte für Jugendliche, mit Fantasy, mit einem deutschen Provinzkaff und packt dazu einen Schuss Liebe und mögliche Spannung. Mich konnte das ganze wirklich überhaupt nicht in den Bann ziehen, auch wenn hier mal eine neue Fantasyidee aufgegriffen wird. Es gibt weder Vampire noch Gestaltenwandler, sondern etwas ganz anderes, das leider aber schon der Titel vollständig verrät.

Die Umsetzung der Geschichte hat mir zudem nicht so recht gepasst. Es gibt endlos Sätze, wo ich am liebsten selbst schon gekürzt hätte. Die Autorin verliert sich in zig Beschreibungen, in unwichtigen Szenen die den Plot nicht voran bringen. Allein diese Satzkonstruktionen sind mir tierisch auf den Keks gegangen. Und dann wählt der eine oder andere Charakter auch wirklich unpassende Wörter, allen voran die jugendliche Protagonistin.

Außerdem sind mir einige Elemente aufgefallen in der Geschichte, die mich unsagbar genervt haben. Ich gehöre nicht zur Kategorie Leser, die Bücher mit anderen Bestsellern vergleichen, aber ab einem gewissen Punkt reicht es selbst mir. Es gibt das „Mamor-Gesicht“. Dieses „Mamor-Gesicht“ ist befreundet mit „Bärenstatur“ und der hat eine Freundin/Partnerin, die an Angelina Jolie erinnert, also total attraktiv ist. Zudem kommt ein Reh in der Geschichte vor, das allerdings von einem Bösen gejagt wird. Und dann diese Wortwahl des Glitzerns! Alles in allem kam ich mir vor, als hätte hier jemand Merkmale aus Twilight einfach so übernommen. Ich meine man kann schon auf die Wortwahl achten und wieso muss es ein Reh sein? Kein Dachs, kein Fuchs, kein Kaninchen, kein Wildschwein? Der deutsche Wald hat mehr zu bieten, ebenso wie es die deutsche Sprache tut. Nicht jedes ach so heiße Männergesicht muss aus Mamor sein und Herr Bärenkumpel hat auch ausgedient. All dies sind Aspekte die mir als Leser auf den Nerv gegangen sind, weil sie von fehlender Kreativität zeugen. Und aus diesem Grund vergebe ich auch nur gut gemeinte 2 Sterne, für eine eigentlich nette Grundidee, die in einer mangelnden Umsetzung leider untergeht.

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Plötzlich war er da. Eben noch war Lilly allein auf der Straße gewesen, jetzt stand er hoch aufgerichtet neben ihr. Die Haaren vom Wind zerzaust, hüllte ihn eine Wolke aus Sternenstaub ein, die im Licht des Mondes, der sich durch ein Loch in der Wolkendecke gekämpft hatte, glitzerte.
(Seite 192)

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Der Schreibstil ist wie oben schon erwähnt nicht mein Fall. Die Geschichte wird überwiegend aus Lillys Perspektive erzählt. Ansonsten gibt es viele endlos Sätze, manchmal eine zu altbackene Sprache für eine Jugendliche und zudem zu viele Beschreibungen von unwichtigen Textszenen. Etwas mehr Kürze hätte dem Roman sehr gut getan. Mir sind außerdem diese ganzen seltsamen Namen in dem Roman aufgefallen, was ich nicht wirklich authentisch finde für ein Dorf im Odenwald.

Das Cover ist nett. Da der zweite Band noch dieses Jahr folgt, ist auch schon ersichtlich, dass die anderen Cover auf einander abgestimmt sind.


Fazit:
Von mir erhält der erste Band der „Sternenseelen“ Trilogie leider nur 2 Sterne. Trotz einer netten Grundidee konnte mich der Rest nicht überzeugen. Für Leser die sich an solch Aspekten nicht stören, kann der erste Band dennoch eine nette YA-Romance Lektüre sein.

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Tags: fantasy, jugendbuch, liebe, science fiction   (4)
 

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49 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

liebe, familie, ranch, cowboy, amerika

Das Glück trägt Cowboystiefel

Ree Drummond , Andrea Fischer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 21.06.2012
ISBN 9783596187591
Genre: Romane

Rezension:  
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engel, dämonen, fantasy, andrea bottlinger, berlin

Aeternum

Andrea Bottlinger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.04.2013
ISBN 9783426511794
Genre: Fantasy

Rezension:

"Urbanfantasy Debüt"


Inhalt:
Auf einmal taucht ein riesiger Krater in Berlin auf. Chaos bricht aus. Doch die Dämonen und Engel sind sich sicher das dies kein Zufall sein kann und so schicken sie beide Vertreter in die Tiefen Berlins, um dem Ungewissen auf den Grund zu gehen. Doch bei den beiden Vertretern handelt es sich um Jul, einem gefallenen Engel und Amanda, einer Magierin, die beide ihre eigenen Ziele verfolgen und erst nach und nach sich vertrauen. Doch reicht dies aus um das Abenteuer in den Katakomben Berlins zu überleben?


Geschichte 4/5
Spannung 3/5
Charaktere 3.5/5
Fantasy 4/5
Umsetzung 4/5

Meinung:
„Aeternum“ ist ein Urbanfantasyroman von Andrea Bottlinger, der beim Knaur Verlag erschien. Der Roman behandelt Engel sowie Dämonen, die seit ewiger Zeit in Konflikt stehen.

Der Roman wird aus zwei unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Auf der einen Seite von Jul, einem gefallenen Engel, den sein Artgenossen verspotten und auf der anderen Seite die junge Amanda. Bei ihr handelt es sich um eine menschliche Magierin, deren Talent leider ein mächtiger Dämon erkannt hat und sie seitdem dazu zwingt ihm zu dienen.
Beide Charaktere treffen aufeinander, als der Alexanderplatz in Berlin plötzlich zusammenbricht und ein riesiger Krater entsteht. Engel und Dämonen sind sich sicher, dass mehr dahinter steckt und so schicken beide Seiten einen entbehrbaren Boten: Amanda und Jul.

Amanda erscheint auf dem ersten Blick stark, doch sie schwächelt immer wieder. Sie ist ungewollt die Dienerin eines Dämons geworden und leidet darunter. Im Kontrast zu ihr steht Jul, dem seine Flügel genommen wurden und er würde alles dafür tun sie wieder zu erlangen. Als beide Protagonisten aufeinander treffen ist das Misstrauen vorprogrammiert. Doch zwischen den beiden entwickelt sich mehr … und sie beginnen sich zu vertrauen und gerade an diesem Vertrauenhängt ihre Überlebenschance als beide gemeinsam den Krater hinab steigen.

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»Ich habe leider keine Waffe, um dich dazu zu bringen, mir irgendetwas zu verraten«, fuhr Amanda fort, ein alles andere als freundliches Lächeln auf den Lippen.
(Seite 136)


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In „Aeternum“ gibt es Engel sowie Dämonen. Beide Arten leben seit ewiger Zeit in Konflikt. Zwischen ihnen stehen nur noch die Menschen, worunter es wie Amanda Magier gibt. Der Roman ist somit typischer Urbanfantasystoff, denn es gibt fantastische Wesen unter uns, mitten in Berlin, wovon die Menschen aber nicht ahnen.

Zudem geht es in der Geschichte vor allem um Amanda und Jul. Um ihre beiden Leben und ihre Probleme mit den Dämonen und/oder den Engeln. Der Leser lernt einiges über Amanda und Jul kennen während beide in den Krater steigen. Im Grunde liegt hier auch der Schwerpunkt der Geschichte. Es geht darum, dass beide in den Krater klettern, dort etwas feststellen, dann wissen was zu tun ist, es in die Tat umsetzten und dann wieder in den Krater klettern. Dazwischen gibt es immer wieder Konflikte mit den Engeln und den Dämonen. Gerade dies ist für mich auch ein Konfliktpunkt, denn mir ist die Geschichte um Längen zu einfach aufgebaut. Es ist nett dem Plot zu folgen, es ist auch spannend während die Charaktere in der Tiefe Berlins unterwegs sind und die Geschichte beinhaltet auch jede Menge fantastischer Elemente, aber es fehlt an Tiefe. Es ist alles zu einfach und ich wusste nach 1/3 wie alles ausgehen wird. Diese Vorhersehbarkeit ist langweilig.

Ansonsten mochte ich das Thema und auch das Setting in Berlin. Ganz besonders mochte ich Jul, seine Art und ich habe wahrscheinlich allgemein ein Faible für gefallene Engelmänner. Er ist eint toller Protagonist und er verdient das Ende. Aber Amanda? Amanda mochte ich nicht. Zum Ende hin wurde dies mir immer deutlicher. Ich konnte mit der weiblichen Protagonistin nicht sympathisieren und teils lag das wohl auch daran, dass die Autorin etwas sehr dick in ihrem Roman aufträgt, vor allem im Bezug zu Gott und Amanda …

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Ihre Gedanken rasten, während sie sich eine Geschichte zurechtlegte, die einigermaßen plausibel klang. Wenn sie Krätschmer dazu bringen könnte, Baal für sie zu finden, während er glaubte, seinem Meister zu helfen …
(Seite 256)


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Aus diesem Grund vergebe ich auch nur 3-4 Sterne an „Aeternum“. Die Geschichte hat ein schönes Setting, ist aber nichts Neues zwischen all den urbanfantasy Geschichten. Es gibt viel, viel, viel Action und dazu Fantasy und ein klein wenig Gefühle und Romantik. Aber durch dieses ganze Tempo und dem hin und her geht auch die Tiefe flöten. Aus diesem Grund 3.5 Sterne für eine solide urbanfantasy Geschichte.

Der Schreibstil ist actiongeladen. Die Perspektive wechselt immer zwischen Jul und Amanda, so dass der Leser beide Charaktere besser kennen lernen kann. Mir fehlte ab und an immer ein wenig Tiefe in den Worten.

Das Cover gefällt mir persönlich weniger. Es ist einfach so nichtssagend und unauffällig. Ohne eine Inhaltsangabe sagt das Ganze einem recht wenig, was ich schade finde.

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Es gab mehr als ein Treppenhaus in diesem Gebäude. Sie suchten sich das abgelegenste, schlichen die Stufen hinab, Jul voran, die Hand am Schwert.
(Seite 440)

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Fazit:
„Aeternum“ erhält von mir solide 3.5 Sterne. Die Geschichte ist eine typische urbanfantasy Story. Es gibt jede Menge Action, eine Prise Liebe und eine gute Portion Fantasy. Alles in allem eine nette Lektüre für unterhaltsame Stunden.

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