Divina_Commediante

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87 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

bücher, kai meyer, magie, bibliomantik, fantasy

Die Seiten der Welt

Kai Meyer
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 24.08.2017
ISBN 9783596198528
Genre: Jugendbuch

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140 Bibliotheken, 31 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

fantasy, zamonien, walter moers, gehirn, märchen

Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr

Walter Moers , Lydia Rode
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaus, 28.08.2017
ISBN 9783813507850
Genre: Fantasy

Rezension:


Diese Rezension ist lang. Und nicht positiv. (Ja, nur ein Stern.) Sie enthält Hinweise auf die Handlung. Wer das Buch völlig blind lesen will, sollte nach der Lektüre diese Rezension lesen.

Das Buch las ich in einem Rutsch durch, allerdings nicht, weil es so toll war, sondern weil ich wusste: Wenn ich jetzt aufhöre, dann lese ich es niemals fertig.

Schauen wir uns die Katastrophe Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr mal genau an:

Wenn man dieses Buch und diese Rezension verstehen möchte, ist es wichtig, den Hintergrund zu kennen:

Walter Moers kam in Kontakt mit einer jungen Frau aus Berlin namens Lydia Rhode. Sie leidet an der Krankheit CES (Chronische Erschöpfungssyndrom) oder Chronisches Müdigkeitssyndrom (englisch: chronic fatigue Syndrome (CFS)), auch Myalgische Enzephalomyelitis (ME). (Danke Wikipedia!) Ich werde nicht zu viel dazu erklären, doch es lohnt sich, danach zu googeln. Dies ist eine Krankheit, die man nicht einmal seinem schlimmsten Feind wünscht. Symptome sind unter anderem: Ständige völlige Erschöpfung, Schmerzen, Übelkeit und Schlaflosigkeit. Moers entschied mit Lydia Rhode zusammen zu arbeiten. Er verfasst den Text, sie würde die Illustrationen übernehmen. Das Ganze war ursprünglich als Kurzgeschichte geplant und hier liegt das größte Problem:

Als Kurzgeschichte in Form einer Zusammenarbeit zwischen Walter Moers und Lydia Rhode hätte die Geschichte wunderbar funktioniert. Moers Art mit Worten zu spielen, seine Ideen und Vorstellungskraft sind bestens dazu geeignet sich einem Thema wie CES zu nähern. Lydia Rhode, die an dieser Krankheit leidet, kann durch ihn andere Menschen an ihrem Schicksal teilhaben lassen und sich selbst durch ihre Illustrationen Gehör verschaffen. Als Kurzgeschichte, die auf CES Aufmerksam machen will, wäre diese Idee genial gewesen.

Also was läuft falsch?

Für mich gibt es zwei große Punkte, an denen alles hängt.


1. Die Handlung trägt keinen Roman.


Das Problem zeigt sich bereits in den ersten Kapiteln. Wir lernen Dylia kennen, die an etwas leidet, dass alle nur „die Krankheit“ nennen. Dazu gehört eine extreme Form von Schlaflosigkeit, die Dylia dazu bringt Nacht für Nacht durch ihr Schloss zu tapern und sich irgendwie zu beschäftigen. Unter anderem rezitiert sie die Namen ihrer liebsten Mondkrater in alphabetischer Reihenfolge. (Das nimmt fast eine ganze Seite in Anspruch.) Ein weiterer Zeitvertreib ist das Sammeln von „Pfauenwörter.“ Dies sind ungewöhnliche Wörter aus allen möglichen Sprachen, die schwer in alltägliche Sätze einzufügen sind, weswegen sich Dylia jeden Tag eine Liste mit solchen Wörtern erstellt mit der Aufgabe bis zum Ende des Tages jedes Wort mindestens einmal zu benutzen. Es folgen ein paar Gedanken zu ihrem Zustand und, in fiktiver Form, zu ihrer Krankheit, welche, wie der Leser weiß, CFS ist.

Manche der Ideen sind clever und liebenswert. Die Pfauenwörter sind interessant und die späteren Versuche sie einzubauen sind amüsant. Ungefähr die ersten zwei Male. (Es gibt 12 davon, und manche werden mehrfach genutzt...) Dylia stellt sich ihre Symptome, wie zum Beispiel Übelkeit und Schmerzen als Besuche von ungeliebten Verwandten vor, die man gerne loswerden möchte, aber man muss sie eben erdulden. Immerhin ist es die Verwandtschaft und man mag nicht unhöflich sein. Es ist ein warmherziger Humor, aber auch eine große Stärke in diesem Bild; es zeigt die Geduld, mit der jemand, der eine solch lähmende Krankheit hat, mit seinen Symptomen umgeht. Moers Ideen funktionieren an dieser Stelle perfekt, so, wie man es von ihm gewohnt ist. Aber das ist leider nur ein kleiner Teil der ersten Seiten.

Denn Dylia ist in ihrer Schlaflosigkeit und in ihrer Krankheit entweder gelangweilt oder von den Symptomen zu gelähmt, um etwas zu tun. Was passiert, wenn man einer Figur folgt, der permanent langweilig ist? Es ist langweilig! Jemandem dabei zuzusehen wie er sich langweilt ist langweilig. Bis derjenige sich interessante und witzige Dinge einfallen lässt, damit ihm nicht mehr langweilig ist. Aber das passiert hier nicht: Ja, Dylia lässt sich Dinge einfallen, aber eben Dinge wie die Auflistung von Mondkratern oder das Erfinden von irgendwelchen Dingen und Farben. Man merkt trotzdem eines: Dylia langweilt sich zu Tode, ergo sehe ich jemanden, der sich langweilt.

Ich könnte hier schreiben, dass ich, wenn ich mich langweile, anfangen mir Hunderassen vorzustellen und mir für jede Rasse zu überlegen, welche Namen solche Hunde haben könnten. Das könnte eine nette Idee sein, heißt aber nicht, dass ich in allen Details jede einzelne existierende Hunderasse hier auflisten muss, zu jedem den Namen schreiben und dann noch die Erklärung dazu, warum es diesen Namen gibt. Spätestens nach zwanzig Hunden ist die nette Grundidee verpufft und man blättert weiter, um diese Liste nicht komplett lesen zu müssen.

Auch hat jemand, der durch schwere Krankheit ans Bett gefesselt ist, ohne Frage einen schweren Kampf auszufechten. Trotzdem ist es nicht sehr spannend jemanden stundenlang dabei zu beobachten, wie er im Bett liegt. Wenn man in einem Krankenhaus eine Kamera installiert, sieht man, dass der Mensch krank ist, sieht ihn vielleicht leiden, weiß, dass er eine Schlacht schlägt … aber trotzdem schaut sich niemand zwei Stunden lang eine Kameraaufzeichnung an, in der jemand einfach nur (krank) im Bett liegt und ab und zu Wörter oder Farben auflistet.

Und das geht so für fast 60 Seiten. 60 Seiten, auf denen man im Prinzip eben nur jemandem dabei zusieht, wie er sich langweilt oder krank im Bett liegt. Da sind ein paar gute Einfälle, ja, aber die tragen keine 60 Seiten.

Dann erscheint endlich der titelgebende Nachtmahr: Havarius Opal.

Jetzt fängt die Geschichte an! Richtig? Richtig …? (Bitte! Bittebittebittebitte!)


Ich wünschte ...


Also: Havarius Opal, der Nachtmahr, stellt sich vor und erklärt Dylia, dass er nun ihr persönlicher Nachtmahr ist und sie nie mehr verlassen wird, bis sie sich umbringt. Was eine ziemlich düstere Ausgangssituation ist, die eigentlich eine Menge verspricht. (Ja, vergesst das. Das Potential erstickt schneller als die Würmer in 'Evolution'.)

Dylia ist fest entschlossen ihrem Schicksal zu entgehen. Der Nachtmahr nimmt sie mit auf eine Reise zum dunklen Herz der Nacht, eine Reise, in ihr eigenes Gehirn.

Warum suchen sie das dunkle Herz der Nacht? Ich habe keine Ahnung. Es muss irgend einen wichtigen Grund geben, aber ich kann mich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern.

Opal und Dylia machen sich auf den Weg durch Dylias Gehirn. Diese Idee ist bei Walter Moers nichts Neues; er nutzte sie bereits in anderen seiner Geschichten. Dort sind es kurze Kapitel oder kurze Teile der Geschichte, da die Idee zwar interessant ist und etwas aus sich machen lässt, aber sie hat ihre Grenzen. Grenzen, die man hier nur all zu deutlich spürt.

Es funktioniert nicht als Idee für einen ganzen Roman . Erstens weil die Idee für Moers Leser schon zu bekannt ist, zweitens, weil man dem Text deutlich anmerkt, dass die Ideen und Vergleiche an sich nicht genug hergeben.

Ich muss etwas korrigieren: Die Idee würde funktionieren, wenn es mehr Handlung gäbe. Die Handlung hier ist aber: Wir laufen durch. Jawohl. Das ist es. Wir laufen durchs Gehirn. Und Moers macht den größten Fehler, den er in meinen Augen machen konnte: Er fängt an seine Ideen und Bilder zu erklären.

Solche Bilder funktionieren, weil sie ein Bild durch ein anderes ersetzen. Man redet von etwas und meint eigentlich etwas anderes. Das Bild muss clever sein, damit jeder versteht, was eigentlich gemeint ist. Und wenn ein guter Autor, wie Moers eigentlich einer ist, damit arbeitet, dann schafft er es Bilder zu erfinden, die der Leser begreift. Doch weil dies nun einmal keine Kurzgeschichte ist, sondern ein Roman mit über 300 großformatigen Seiten, lässt er seine Bilder nicht für sich alleine sprechen: Er erklärt sie. Er erklärt jedes kleinste Detail.

Die Figuren stoßen auf einen cleveren Einfall: Lieber Leser, lass mich dir genau erklären, was du hier siehst, wie mein Bild funktioniert und dann lass die Figuren noch ein paar Seiten lang darüber reden.

Oh, die Protagonisten geraten in Gefahr? Nun, lass uns erst mal erklären, was hier nun genau passiert und dann lass die Figuren darüber reden. Wir bannen dann mal kurz die Gefahr, damit wir erklären können, wie genau die Gefahr gebannt wurde und damit die Figuren darüber reden können.

Diese Reise durch Dylias Gehirn ist so spannend wie eine Bedienungsanleitung.

Das sind ein paar gute Ideen, wie zum Beispiel die Seitenhiebe auf Bürokratie und Beamten, aber es fühlt sich an, als läge man in einem wachkomaartigen Halbschlaf, und dann und wann piekst einer dich mit einer Nadel, was dich kurz aufschrecken lässt, nur um dich zurück in die Lethargie fallen zu lassen.

Jeder Punkt in der Handlung, der auch nur einen Hauch von Spannung verspricht, wird komplett ruiniert durch die endlosen Erklärungen und das endlose Gelaber der Figuren. Jede Idee, jedes Wortspiel wird durchgekaut wie Kaugummi, lang gezogen, von allen Seiten betrachtet und noch mal durchgekaut.

Zum Ende dieses Buches war ich nah dran einzuschlafen. Ich wollte dieses Buch so gerne zuschlagen und an die Wand pfeffern. Es war geradezu hypnotisierend einschläfernd. Ich war nicht mal mehr daran interessiert, wie die Geschichte ausgeht. Alles was ich wollte war, dass das Elend ein Ende hat!

Das Ende übrigens, - abgesehen davon, dass sie das dunkle Herz der Nacht nur kurz ansehen und dann wieder gehen …. (*bitte frustrierten Schrei hier einsetzen*) - soll einen Twist beinhalten und wohl auch berührend sein. Glaube ich. Denn ich wollte nur noch, dass die Figuren endlich die Klappe halten. Es hat mich nicht mehr im Mindesten interessiert was mit den Figuren passiert. (Und die angebliche Liebesgeschichte, wie sie auf dem Umschlag angekündigt wird, erschließt sich mir nicht. Aber vermutlich war ich nach dem Lesen einfach vor Langeweile zu benebelt, um das zu kapieren. )

So viel zum Inhalt und zur Handlung.

Aber das Schlimmste, das absolut Schlimmste an diesem ganzen Buch und der Hauptgrund Nummer 2 warum ich nach der Lektüre wirklich angepisst war. Nicht verärgert, sondern richtig sickig?


2. Es ist kein Zamonien - Roman.


Ich verstehe die grundlegende Idee und ich mag sie. Ehrlich. Walter Moers Einfallsreichtum, sein Gefühl für Bilder und Worte dazu zu nutzen um auf eine noch fast gänzlich unbekannte und bis dato unheilbare Krankheit aufmerksam zu machen ist eine großartige Sache. Jemand, der an etwas wie CES leidet eine Plattform zu bieten, Menschen wie Lydia Rhode eine Stimme zu geben; ihr einen Weg zu ermöglichen sich durch ihre Kunst zu zeigen und Gehör zu verschaffen, ist eine verdammt gute Sache. Am Geist dieser Idee gibt es nichts auszusetzen.

Wäre die Geschichte als Kurzgeschichte veröffentlicht worden; als eigenständige Geschichte, indem Moers auf CES Aufmerksam macht, gäbe es daran nichts auszusetzen.

Aber es wurde als neuer Zamonien-Roman beworben.

Bis auf ein paar Erwähnungen von zamonischen Dingen am Rande hat das Buch nichts, aber auch gar nichts mit Zamonien zu tun.

Ich hätte kein Problem damit gehabt eine von Walter Moers geschriebene Geschichte zu kaufen, in der er über CES schreibt. Ich hätte gern eine Geschichte gekauft, in der eine junge Frau, die an CES leidet, ihre Kunst und ihre Sicht auf die Welt mit mir teilt.

Aber ich lasse mich nicht gerne hinters Licht führen.

Schreibt drauf, was drin ist und versucht keine Bücher zu vermarkten, indem eine populäre Romanserie als Werbung genutzt wird, wenn das Buch im Endeffekt nichts mit dieser Serie zu tun hat.

All die guten Hintergedanken, all die guten Vorsätze, all der löbliche Geist, der hinter der Idee steckt wird dadurch pervertiert. Diese Art von Verkaufsstrategie und Buchvermarktung regt mich auf.
Ihr möchtet auf eine Krankheit Aufmerksam machen und einer jungen Frau eine Plattform geben?
Okay, tut das.
Aber versteckt das nicht hinter einem großen, werbewirksamen Namen.

Kurz: Steht zu dem, was es ist und versucht nicht Leser unter Angaben falscher Tatsachen dazu zu tricksen das Buch zu kaufen.






Fazit:


Das ist Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr: Eine Kurzgeschichte, die schmerzvoll zum Roman aufgeblasen wurde. Figuren, die jede Spannungskurve zu Tode labern. Eine Handlung, dünn wie ein zu oft gekautes Kaugummi und ein Erzähltempo jenseits von Scheintod. KEIN Zamonienroman.


Walter Moers ist bekannt dafür mit Worten zu spielen, dutzende Begriffe aneinander zu Reihen. Aber seine anderen Bücher haben eine Handlung. Sie sprühen nur so von Einfällen und Ideen, von Wendungen und cleveren Erfindungen, vor skurrilen Figuren, die, so kurz ihr Auftritt auch sein mag, alle liebenswerte oder interessante Charaktere sind. Hier gibt es nichts davon. Die selben Wortspiele, die selben Begriffe, der selbe Streit, der wohl als „Konflikt“ dienen soll, alles in einer endlosen Wiederholung, schlimmer als Fernsehen im Sommerloch. Bis auf zwei Figuren hat hier nichts einen nennenswerten Charakter, bis auf ein paar Ideen gibt es hier nichts, das zündet, nichts, dass fesselt. Es gibt keine Substanz, keinen Plot, der in der Lage ist das Buch zu tragen. Es gibt nichts außer ein Haufen aneinander gereihter Worte auf einem Fundament, dass so dünn und wacklig und löchrig ist, dass man nur einbrechen kann. Einbrechen und absaufen.


Wenn die Geschichte auch versucht mich mit dem Namen „Walter Moers“ und „Zamonien“ zu blenden, ich sehe sie als das, was sie für mich ist: Ein großes, langweiliges, fade Aneinanderreihung aus Belanglosigkeiten. Wie ein Spaziergang, durch das Gehirn von jemandem, der sich zu Tode langweilt, und so schlimm CES ist, so sehr Lydia Rhode und all die anderen Menschen, die an so einer Krankheit leiden meinen Respekt und meine Hochachtung genießen:


Dieses Buch ist so "spannend" wie Gras beim Wachsen zuzusehen. Und die Vermarktung-Strategie ist ... eine Schande. 

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67 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

joe hill, fireman, fantasy, pandemie, dystopie

Fireman

Joe Hill , Ronald Gutberlet
Flexibler Einband: 944 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2017
ISBN 9783453318342
Genre: Fantasy

Rezension:

Was habe ich erwartet: 
Eine Geschichte über eine apokalyptische Krankheit und einen mysteriösen Fireman. Irgendwas mit einem coolen Endzeithelden, gespickt mit feinen Mystery- und Horror - Elementen. (Entschuldige, Joe Hill, aber ja, ich messe dich an Daddy.)  


Was habe ich bekommen:
Ja, was habe ich bekommen? Ein Endzeit-Dschungelcamp? Eine Gesellschaftsstudie am Rande einer Apokalypse?  


Man hätte es genau so gut „Marlborough -Mann“ nennen können und behaupten, eben jener wäre die größte Gefahr der Menschheit.  Ja, ein „Marlborough- Mann“ kommt vor und ja, er ist eine Gefahr. Zumindest für einen Teil der Menschheit. Damit wären wenigstens zwei Aussagen des Klappentextes als wahr erfüllt, denn es gibt tatsächlich einen „Firmen“ in diesem Roman, aber er ist nicht die letzte Rettung der Menschheit.  


Die Krankheit ist cool. „Dragonscale“, feine Muster, die auf deiner Haut erscheinen und dazu führen, dass du in Flammen aufgehst. Mit dem Menschen nach und nach die ganze Welt. Gut, dieKrankheit zu haben ist nicht so cool, aber die Idee ist gut.  Verschwendet, aber gut.  


Harper, die Protagonistin folgte ich sehr gern durch den Verlauf der Geschichte. Sie ist erfrischend normal, nicht perfekt, aber auch keine Damsel-in-Distress.  


Der Firmen war am Anfang als mystischer Retter interessant, wurde aber sehr schnell de-mystifiziert. Er ist nett. Also nicht im Sinne von „nett ist die kleine Schwester von…“, sondern nett. Mehr aber auch nicht. Er kommt nicht so oft vor und er macht auch nicht sonderlich viel. Aber er ist … nett.  


Die Romanze fand ich zu erzwungen und fehl am Platz. Sie tut nichts für die Geschichte und macht wenig Sinn. Lass die beiden sich mal verlieben, weil … Keks. Das ist eine „Thor“ - Romantik. Kennen sich ein paar Stunden und verlieben sich unsterblich weil es der Plot so will. Nein, nicht der Plot, der Autor.  


Joe Hill arbeitet mir epischer Vorausdeutung. Das erfüllt seinen Zweck, man möchte weiter lesen, aber es verrät auch viel. Zu viel Info zu früh nimmt Überraschung weg. Ich mag es lieber, wenn ich nach und nach herausfinde, wer die Antagonisten sind, als wenn ich vorweg mit der Nase darauf gestoßen werden. Ein oder zwei Wendepunkte der Geschichte lässt er offen, die größten, aber weniger vorweg greifender Erklärung hätte dem Buch gut getan.  


Längen gibt es. Der Mittelteil im Camp zieht sich hin, während das aktionsreichere Ende im Vergleich recht kurz ausfällt. Ich wünschte mir mehr und früher Aktion und weniger Aufbau. Die Etablierung des großen Personals braucht Zeit, ja, aber Joe Hill sollte auf sein Talent vertrauen viele Figuren differenziert darzustellen. Das kann er nämlich. Hat gut von Daddy gelernt.

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35 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

thriller, agenten, geheimdienst, mossad, gabriel allon

Der englische Spion

Daniel Silva , Wulf Bergner
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.10.2016
ISBN 9783959670494
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Gabriel Allon? Nie gehört. Bis ich ein Leseexemplar bekam. 

Silvas Stil ist mit feiner Ironie gespickt, die Handlung schnörkellos; durch die Folge der Ereignisse und die Ortswechsel gibt es Abwechslung genug. Die Kapitel sind nicht zu kurz und nicht zu lang. So hat die Geschichte den perfekte Rhythmus für einen Agententhriller.

Über den Protagonisten und die handelnden Personen erfährt man genug um der Geschichte folgen zu können. Vermutlich sind einem die Figuren vertrauter, wenn man denn die restlichen Bände kennen würde. Die Wiederholung der vergangenen Ereignisse könnten für Kenner der Serie ermüdend sein. Am Ende überflog ich die Bemerkungen über Allons Vergangenheit nur noch.

Thematisch verknüpft Silva politische Themen mit persönlichen Anliegen seiner Figuren. Die politischen Inhalte sind teils aktuell, alle gut recherchiert und laden dazu ein sich dort einzulesen.

Die persönlichen Anliegen sind die Achillesferse dieses Thrillers: Zum einen fand ich es moralisch fragwürdig, dass zwei Figuren der einen Seite ungestraft ihrer privaten Rachsucht frönen dürfen; unterstütz und bezahlt von ihren Diensten und Staaten. Die Bösen sind böse und die Guten tun im Grunde das Selbe, sind aber die Guten … und deswegen ist Mord und Folter okay, bzw. irgendwie doch ganz cool … ? Hm. In der Welt der Geheimdienste gibt es wahrscheinlich keine weißen Westen, deshalb schaut man auf Ethik und Moral besser nicht so genau.

Zweitens läuft der Roman zu glatt durch. Er lässt sich dadurch leicht lesen und unterhaltsam ist es auch, aber diese Geradlinigkeit in der Handlung als auch auf der moralischen Ebene lässt Ecken und Kanten vermissen, die andere Thriller und Agenten für mich interessanter machen. Es gibt Wendungen und Probleme, die gemeistert werden müssen, am Ende dachte ich dennoch: Och, das war nun eigentlich ziemlich einfach.

Aber es ist unterhaltsam. So zum locker weg lesen an einem regnerischen Nachmittag. 

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160 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

markus heitz, spannung, thriller, kartenspiel, heitz

Des Teufels Gebetbuch

Markus Heitz
E-Buch Text: 672 Seiten
Erschienen bei Knaur eBook, 27.02.2017
ISBN 9783426434529
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: des teufels gebetbuch, heitz, markus   (3)
 

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174 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

mops, magie, schweden, fantasy, lars simon

Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen

Lars Simon
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 14.10.2016
ISBN 9783423216517
Genre: Romane

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Tags: lars simon, lennart malmkvist, simon   (3)
 

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

david baldacci, thriller, buch, bastei lübbe verlag, baldacci

Im Auge des Todes

David Baldacci
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.08.2016
ISBN 9783785725634
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich gebe auf. Diese Serie kackt sowas von ab. Aber sowas von! 

 

Fertig gelesen habe ich das Buch nur, weil mich die Szenen in Nordkorea wirklich interessiert haben. Das Thema finde ich spannend, das Leben dort, die Strukturen, die Lager. Zwar habe ich mich noch nie richtig damit beschäftigt, aber es liest sich gut recherchiert, wenn ich das als absoluter Laie auf dem Gebiet überhaupt beurteilen kann. 

 

Alles andere ist Mist. 

 

Zum einen entwickelt sich die Reihe von der Will "Auftragskiller" Robie - Reihe zur Jessica "Heulsuse" Reel - Reihe. 

 

Die Frau ging mir so auf den Senkel. Ich glaube so langsam, Baldacci kann für mich einfach keine sympathischen Frauen schreiben. Da wird zum Beispiel ständig behauptet wie abgebrüht und kalt und stark und super Jessica Reel angeblich doch ist; de facto bricht sie ständig in Tränen aus, braucht Hilfe versinkt noch mehr in Selbstmitleid als in Teil zwei. 

 

Ja, sie hatte eine schwere Kindheit und ist augenscheinlich davon traumarisiert, aber dann sollte man einen solchen Charakter auch von Anfang an mit seinen Schwächen präsentieren und ihn nicht zur Super-Sue-Überfrau erklären. Da komme ich mir als Leser verarscht vor, weil einfach nicht drin ist, was drauf steht.  Dazu verliert der Charakter an Glaubwürdigkeit, weil Dinge die über ihn gesagt werden und wie er bei mir als Leser ankommt einfach nicht zusammen passen. 

 

Der ganze Plot um Jessica Reel und ihren Nazi-Vater kann man in die Tonne kloppen. Dieser Handlungsstrang hat absolut keinen Einfluss auf, keinen Sinn und Zweck für die Haupthandlung. Würde man diese Seiten streichen, würde man absolut nichts verpassen. 

Gut, es sei denn, man findet Jessica Reel ganz toll und möchte mehr über sie erfahren. Das hätte man dann aber auch als Side-Story veröffentlichen können. So zieht es die Haupthandlung nur unnötig in die Länge und statt Spannung aufzubauen war ich mehr und mehr genervt davon. 

 

Die Haupthandlung an sich ist allerdings auch nicht mehr als "Präsident in Gefahr" - Einheitsbrei. Wer das in gut haben möchte, der sollte 24 mit Jack Bauer Koma-Glotzen. 

 

Fazit: Kauft euch ein Buch über Nordkorea, wenn ihr das Thema auch so interessant findet, wie ich.  Den Rest dieses Buches braucht sich keiner anzutun. 

 

Bewertung: Töte es, bevor es Eier legt!

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Tags: baldacci, david baldacci, im auge des todes, reihe, will robie   (5)
 

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102 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

markus heitz, kartenspiel, fantasy, thriller, urban fantasy

Des Teufels Gebetbuch

Markus Heitz
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.03.2017
ISBN 9783426654194
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: des teufels gebetbuch, heitz, markus heitz   (3)
 

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

david baldacci, verfolgt, killer, baldacci, will robie-reihe

Verfolgt

David Baldacci , Uwe Anton
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.01.2017
ISBN 9783404174553
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es fing so gut an... 

 

Während Band eins der Reihe um Will Robie, Der Killer, noch mit solider Krimi Handlung punkten konnte legt David Baldacci hier mehr den Fokus auf den Agenten-Thriller. Leider versumpft die Handlung mehr und mehr in konstruiertem Einheitsbrei. 

 

In Will Robie verfestigen sich mehr und mehr die Kennzeichnungen eines Gary-Stu-Übermenschen; Charakteristiken, die im ersten Teil zwar vorhanden, aber nicht prominent zur Schau gestellt wurden. Das Ärgerliche daran ist immer noch, dass vom Erzähler, als auch den anderen Figuren gesagt wird, Will Robie ist the Shit! als Auftragskiller ... aber wirklich an einer Szene gezeigt wird das nicht. Viel BlahBlah und kein Beweis. 

 

Es gibt wohl mal eine Action-Szene, in der Robie gleich eine ganze Armee ausschaltet. Doch das ist so drüber, dass ich das nicht ernst nehmen kann. 

 

Sein Gegenpol, Jessica Reel, die Abtrünnige, ist auch the Shit!, tut aber noch weniger. Außer untertauchen, kryptische Anweisungen geben und angeblich eiskalt sein, während sie Seite um Seite in (Selbst)Mitleid zerfließt. 

 

Als Bonus tauchen Figuren des ersten Bandes auf, die aber nur die Funktion eines netten Wiedersehens erfüllen. Wirklich notwendig für die Handlung sind sie nicht. 

 

Fazit: Agenten-Thriller, der mehr und mehr an Fahrt verliert. Die Action soll die Spannung aufbauen, am Ende reicht das aber einfach nicht aus. 


Bewertung: Gut ist trotzdem was anderes.

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Tags: baldacci, david baldacci, reihe, verfolgt, will robie   (5)
 

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baldacci, camel club, der komplize, will robie, kurzgeschichte

Der Komplize

David Baldacci
E-Buch Text: 87 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 16.05.2014
ISBN 9783838757230
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: baldacci, camel club, david baldacci, der komplize, kurzgeschichte, will robie   (6)
 

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thriller, auftragskiller, killer, verschwörung, der killer

Der Killer

David Baldacci
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.09.2016
ISBN 9783404173839
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit David Baldacci hatte ich bis dato keine so guten Erfahrungen gemacht. Irgendein Buch von ihm hatte ich mal gelesen, ich weiß leider nicht mehr genau, was es war. Dabei kann ich mich nur noch daran erinnern, dass die einzige Szene, die mir im Gedächtnis bliebt, eine ziemlich plumpe Sexszene war. Der Rest ging irgendwie unter und wurde unter "muss ich nicht noch mal haben" verbucht. 

 

Um so positiver wurde ich von diesem Buch hier überrascht. Ausschlaggebend für den Kauf war die Tatsache, dass der Hauptprotagonist ein Auftragskiller ist. Ja, ich gebe zu, ich mag das Thema. Menschen für Geld töten ist etwas, das mich fasziniert. Nicht, weil ich es gut finde, sondern weil allein der Gedanke so etwas zu tun eine moralische Reibfläche enthält, die spannend für mich ist. 

 

Will Robie ist der Protagonist dieser Reihe und besagter Auftragskiller. Sein Beruf spielt hier jedoch eigentlich nur eine untergeordnete Rolle. Er ist ein angenehmer Charakter, der nur leicht die Tendenz aufweist, ein bisschen zu perfekt zu sein. Der beste in seinem Beruf etc. pp. Wobei das über ihn oft gesagt wird, gezeigt wird wenig. 

 

Die weibliche Hauptfigur, eine Ermittlerin, dient eher zum Zweck der Stichwortgeberin und blieb mir nicht im Gedächtnis. 

 

Der Teenager war tragbar, aber manchmal doch nervig. Auch wenn ein Mädchen ein hartes Leben hat und schnell erwachsen werden musste ist sie noch nicht erwachsen. Daher mag ich das Kind nur schütteln, wenn es trotzig verlangt einen militärisch ausgebildeten Profikiller in eine Gefahrensituation begleiten zu wollen, weil sie unbedingt dabei sein will. Oder der Meinung ist, alles alleine zu können. 

Natürlich passt es zum Alter, Teenager, und auch zum Hintergrund und Charakter der Figur. Nervig finde ich es leider trotzdem. 

 

Die meiste Zeit über hatte ich eher das Gefühl einen Krimi zu lesen, denn einen Thriller. Die Handlung dreht sich bis fast ganz zum Schluss darum diversen Verbrechern auf der Spur zu sein. Erst als es zum Showdown kam fiel mir ein, dass da ja noch irgendwas mit einer Verschwörung war. 

 

Wer etwas mit dem Trope Chekov's Gun anfangen kann, der kommt schnell dahinter, wer die gesuchte Person des Agenten-Thriller-Plots ist. Aber da der großteil des Buches ein recht ordentlicher Krimi ist, störte mich das nicht besonders. 

 

 

 

Fazit: Gut gemachter Krimi mit Agenten-Thriller-Anteilen. Das Ende ist ein wenig vorhersehbar, aber Zug im Plot und Prota gleichen das aus. 


Bewertung: Kann man lesen. Muss man nicht, aber man kann. 

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rezension, verena lueken, lueken, alles zählt

Alles zählt

Verena Lueken
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.07.2017
ISBN 9783596036271
Genre: Romane

Rezension:

Zu Beginn war ich optimistisch. Dann habe ich mich gelangweilt. Zum Schluss habe ich die Zeilen nur noch überflogen. (Ich hasse es Bücher nicht zu Ende zu lesen, da komme ich mir so vor, als wäre ich gescheitert.)  

Zu Beginn machte das Buch einen guten Eindruck. Lueken arbeitet viel mit Zitaten, alle in englischer Sprache. Ab und an nur sind sie übersetzt, was schade für Leser ist, die im Englischen nicht so firm sind.  

Ein paar Sätze haben mich wirklich beeindruckt. Weil sie sehr auf den Punkt sind. Aber unterm Strich überwiegen hier für mich die Negativpunkte. 

Allem voran wählt Lueken einen Allwissenden Erzähler. Dieser erzählt über "Sie", die Hauptfigur; kennt aber all deren innere Gedanken. Es liest sich wie eine erste Person Singular, ist es aber nicht und das irritiert maßlos. Du hast das Gefühl, du liest ein Buch in der Ich-Perspektive, aber es stimmt gar nicht.

Am Ende hatte ich als Erzähler eine Art Alien im Kopf, das die Hauptfigur durchleuchtet und alles stumpf aufschreibt, was es von ihr mitbekommt, ohne wirklich zu fühlen und zu verstehen, was "Sie" da erlebt und fühlt. So distanziert las sich alles. 

Zweitens hat kaum eine Figur einen Namen. Ich glaube, in der ganzen Geschichte hat eine Figur einen Vornahmen, zwei einen vollen Namen und der Rest wird nur auf den Verwandtschaftsgrad oder eine Initiale reduziert. "Die Mutter." "Der Vater." "Der Onkel." 

"S." und "H."

Wer nennt seinen Lebenspartner oder die große Liebe seiner Mutter "S." bzw. "H."? 

Das ist so unpersönlich, dass ich zu diesen Figuren gar keine Beziehung aufbauen kann und will. 

Die Verwandtschaftsbezeichnungen sind verwirrend und unnötig kompliziert. Ich habe eine Weile gebraucht, um zu kapieren, dass die Mutter der Prota zwei Mal verheiratet war. Erst schreibt sie von dem "Vater der Mutter" als "der Vater", ergo ihr (Prota) Großvater. Dann ist der erste Mann der Vater der Brüder und ihr Vater, also der Vater der Prota ist auch der Vater und .... Was ?!?! 

Keiner dieser Männer hat anscheinend einen Namen. Jeder ist in irgend einer Hinsicht "der Vater" und wenn du das sechsmal in einem Absatz liest, bekommst du die Krise. 

"Sie" steht dann nach ihrem Eingriff unter Schmerzmitteln und erleidet eine Art Drogentrip, der mit Gedanken über das Leben und Gott und die Welt einhergeht, aber durch die seltsame Wahl der fehlenden Namen und die Distanz zur Protagonistin durch den allwissenden Erzähler mich schnell anödete. 

Selbsthilfegruppen sind unnötig.

Das ist ein Fazit, dass "Sie" nach gefühlten tausend Seiten des schwadronieren zieht. Aber für manche Menschen sind sie gut. Zweites Fazit. -> Danke für diese tief-schürfende Erkenntnis. 

Am Ende gibt es eine Art beginnende Liebesgeschichte ..? Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, was das sollte. Zumal "Sie" noch immer mit "S." zusammen ist, der offenbar jede Sch.. mitmacht, die diese Frau aushalten muss und selbst verzapft. Armer Mann. 

Nope. Ich mochte das Buch nicht. Es hatte gute Ansätze und als jemand, der die Krankheit hautnah miterlebt hat, fand ich manches Gefühl und Erlebnis dort wieder. Aber neue Erkenntnisse habe ich durch dieses Buch nicht bekommen. Berührt hat es mich auch nicht. Es tat gar nichts für mich und das ist für mich die schlimmste Art von Büchern, weil sich das Lesen danach als verschenkte Zeit anfühlt. 

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mobbing, selbstmord, freundschaft, empfehlung, rezension

Jessicas Geist

Andrew Norriss , Christiane Steen
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.08.2016
ISBN 9783499217449
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch hat mir eine Arbeitskollegin in die Hand gedrückt mit den Worten:“Lies das mal. Ist irgendwie nicht so meins, dachte ich, aber ich konnte nicht aufhören.“  


 Genau so war es bei mir.  Beim Lesen des Klappentextes dachte ich spontan.“ Na, das wird bestimmt wieder so eine 0815 Teenager-Romanze sein.    Ist es nicht. Romanze: Fehlanzeige. Überhaupt nicht. 


Und ja, ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, zumindest nicht bis zum letzen Drittel. Auch danach habe ich es zügig fertig gelesen, gern fertig gelesen, einfach, weil die Charaktere so sympathisch sind.   


 Es geht um Mobbing und Suizid bei Jugendlichen. 
 
 Andrew Norriss schreibt klar und unaufgeregt, dass der Text einen eigenen Sog entwickelt. Du bist sofort „drin.“ Es sind knapp 220 Seiten angenehmer Unterhaltung, zu einem ernsten Thema. Seinen Umgang damit fand ich hervorragend. Er beschönigt nichts, er verharmlost auch nichts. 


Lediglich gegen Ende hin fand ich die Botschaft des Textes etwas zu plump, zu offensichtlich. Zu sehr noch mal erklärt und aufgedrückt.   


Alles in allem aber ein nettes, lesenswertes Buch, mit durchweg sympathischen Figuren und mit einer ernsten Thematik, die zugänglich, ernsthaft und mit Fingerspitzengefühl behandelt wird, ohne all zu sehr den Zeigefinger zu erheben. 

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fillory and further, lev grossman, reihe, the magicians, band 1

The Magicians

Lev Grossman
E-Buch Text: 428 Seiten
Erschienen bei Cornerstone Digital, 08.10.2009
ISBN 9781409067146
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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bücher, wüste, arthur, freundschaft, jemen

Arthur und die Stadt ohne Namen

Gerd Ruebenstrunk , Laurence Sartin
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 14.01.2011
ISBN 9783760764535
Genre: Jugendbuch

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arthur, bücher, larissa, dubrovnik, cordoba

Arthur und der Botschafter der Schatten

Gerd Ruebenstrunk , Laurence Sartin
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 11.06.2010
ISBN 9783760751900
Genre: Jugendbuch

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bücher, amsterdam, abenteuer, suche, arthur

Arthur und die vergessenen Bücher

Gerd Ruebenstrunk
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.07.2012
ISBN 9783551310835
Genre: Jugendbuch

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fantasy, talent, bibliothekare, alcatraz, alexandria

Alcatraz und das Pergament des Todes

Brandon Sanderson
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 06.10.2008
ISBN 9783453524156
Genre: Kinderbuch

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Alcatraz und die dunkle Bibliothek

Brandon Sanderson , Charlotte Lungstraß , Charlotte Lungstrass
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei cbj, 01.03.2013
ISBN 9783570401491
Genre: Kinderbuch

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magie, bücher, abenteuer, feuermal, zauber

Archie Greene und der Fluch der Zaubertinte

D. D. Everest , Nadine Mannchen
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 19.09.2016
ISBN 9783785580776
Genre: Kinderbuch

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magie, bücher, zauberei, kinderbuch, rätsel

Archie Greene und die Bibliothek der Magie

D. D. Everest ,
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Loewe, 22.06.2015
ISBN 9783785580769
Genre: Kinderbuch

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detektiv, fantasy-serie, harry dresden, urban fantasy

Blendwerk

Jim Butcher , Dominik Heinrici
Buch: 688 Seiten
Erschienen bei Feder & Schwert, 01.12.2014
ISBN 9783867622196
Genre: Science-Fiction

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wiliam faulkner, britische literatur, g. k. chesterton, amerikanische literatur, argentinische literatur

Von Büchern und Autoren

Jorge Luis Borges , Gisbert Haefs
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.08.1994
ISBN 9783596105809
Genre: Romane

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Kabbala und Tango

Jorge Luis Borges , Karl August Horst
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.11.1991
ISBN 9783596105786
Genre: Romane

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dichtung, vorlesung, übersetzung, schreibstil, wissen

Das Handwerk des Dichters

Jorge Luis Borges
Flexibler Einband: 112 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.02.2008
ISBN 9783596175017
Genre: Romane

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