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17 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

weiß

Die Tochter des Fechtmeisters

Sabine Weiß
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.12.2016
ISBN 9783404174812
Genre: Historische Romane

Rezension:  
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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Botschaften aus dem Jahr 2118

Erich von Däniken
Fester Einband: 221 Seiten
Erschienen bei Kopp Verlag, 30.09.2016
ISBN 9783864453281
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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(48)

107 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

magie, schweden, zauberer, lars vasa johansson, waldfee

Anton hat kein Glück

Lars Vasa Johansson , Ursel Allenstein , Antje Rieck-Blankenburg
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 21.10.2016
ISBN 9783805203876
Genre: Romane

Rezension:

Ein Zauberer, der an der Magie nicht glaubt, bietet eine spannende Ausgangssituation, um eine gute Geschichte daraus zu machen. Was der Autor, Lars Vasa Johansson, in diesem Fall mit seinen Romanhelden und Lesern vorhat, ist mehr als vielversprechend.

Im Mittelpunkt steht ein verbitterter, einsamer Mensch, der es hasst, keinen Erfolg in seinem Beruf als Zauberer zu haben. Wieso hat ihn seine Glückssträhne verlassen? Wieso ist er arrogant und oberflächlich geworden? Allem Anschein nach muss die Leserschaft dem Leidensweg einer unsympathischen Hauptfigur folgen.

Glücklicherweise erweist sich Anton, der Berufszauberer, dennoch als eine wandelbare Persönlichkeit, dazu noch einfallsreich und äußerst nachdenklich. Dank dieser Eigenschaften kämpft er sich ohne besondere Schwierigkeiten durch viele skurrile Abenteuer.

„Anton hat kein Glück“ ist eine ziemlich unmögliche, übersinnliche und teilweise wahnsinnige Geschichte, in der sich Realität und Fiktion durchgehend vermischen. In Antons gottverlassenem Alltag erscheinen übernatürliche Wesen und er taucht langsam in eine Märchenwelt ein, die versucht, ihn zu retten oder zu verschlingen.

Reicht denn ein Todesfluch aus, um ein unzufriedenes Leben ins Glückliche zu wenden?

Nach einer Reihe zweifelhafter Ereignisse wird langsam klar, dass der Autor auch die Leser zu täuschen versucht. Man rechnet andauernd mit gewissen Wendungen – vergeblich. Letztendlich kommt alles anders und genau das macht dieses Buch interessant. Verrückte Zwischenfälle und witzige Dialoge mit sehr viel (Selbst)Ironie erhöhen den Spaßfaktor. Ein wunderbares Buch für alle, die ihre Freizeit gern fernab der sicheren Normalität verbringen.

  (21)
Tags: alltagswunder, ironisch, magie, märchenhaft, nicht normal, schweden, skurril, verrückt, zauberei, zauberer   (10)
 

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70 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

mata hari, 1. weltkrieg, hinrichtung, biografie, roman

Die Spionin

Paulo Coelho , Maralde Meyer-Minnemann
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.11.2016
ISBN 9783257069778
Genre: Romane

Rezension:

Von Paulo Coelho erwartet man's eben nicht anders und man wird auch niemals enttäuscht: Er schafft Meisterwerke. Seine Darstellung über das Leben von Mata Hari ist beeindruckend und einfühlsam. Zwar geht es hier um eine gut recherchierte, dokumentarische Geschichte, die Erzählung durch fiktive Abschnitte ergänzt. Diese schöpferische Freiheit bereichert jedoch das Gesamtwerk.

Die Vorstellung über ein aufregendes Leben und die Sehnsucht nach Unabhängigkeit trieben eine junge Dame dazu, eine zumindest sicher erscheinende Existenz aufzugeben. Sicher und unglücklich. Sie lebte nach dieser Entscheidung gewiss anders, doch das Anderssein hatte seinen Preis.

Wie Mata Hari auf ihre unvermeidbare Tragödie zusteuert wird in Briefform niedergeschrieben. Zwei Ansichten werden geschildert und beide erscheinen jeweils eine Rechtfertigung zu sein. Mata Hari erklärt ihre Beweggründe zur gefahrenvollen „Spionage“, ihr Verteidiger erklärt, wieso ihr Fall vor dem Gericht von Anfang an aussichtslos war.

Die rührende Erzählweise stimmt nachdenklich: War Mata Hari tatsächlich eine selbstbewusste Persönlichkeit? Wurde sie lediglich Opfer von Verrat und Intrigen? Musste sie denn leidenschaftslose Liebesaffären hinnehmen, um dadurch ihren Wunsch nach Freiheit zu befriedigen? Führte sie ihr Schicksal selbst herbei?

Ein faszinierendes Frauenleben in einer männerdominierten Welt, mit Coelhos Worten einfach tief gehender ausgedrückt, als je zuvor.

  (19)
Tags: 1. weltkrieg, frauenschicksal, mata hari, paulo coelho, spionin, tänzerin, unabhängige frau   (7)
 

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(120)

267 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 99 Rezensionen

familie, tod, trauer, liebe, verlust

Und nebenan warten die Sterne

Lori Nelson Spielman , Andrea Fischer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 29.09.2016
ISBN 9783810524713
Genre: Romane

Rezension:

Eine herzzerreißende Familientragödie erschüttert das Leben von Erika Blair. In ihrem persönlichen Umfeld wird sie mit den Gefühlen ihrer Familienmitglieder und ihrer Freunde konfrontiert. Sie muss über dies hinaus noch „verstörende Erinnerungen“ aus der Kindheit bewältigen.

Autorin Lori Nelson Spielmann wählte ein überaus emotionales Thema für ihren Titel „Und neben warten die Sterne“. Die Ausgangssituation gibt genug Stoff für Spannungen: Alleinerziehende (geschiedene) Mutter, eine Adoptivtochter – junge Erwachsene mit einer Menge Unsicherheiten –, eine tragisch verunglückte leibliche Tochter, ein etwas oberflächlicher Ex-Mann, hoch gesetzte Ziele im Beruf – stressiger Alltag – und emotionale Lasten aus der Vergangenheit.

In erster Linie steht in diesem Buch die Trauerverarbeitung mit qualvollen Schuldgefühlen. Die Autorin führt die Leser durch zweierlei Ansichten durch die Ereignisse. Erika Blair erzählt in der Ich-Perspektive, die Eindrücke ihrer Adoptivtochter werden in der dritten Person geschildert. Das sorgt zwar anfangs für etwas Verwirrung, doch der direkte, schnörkellose Schreibstil hilft, um sich schnell an dieses Wechselspiel zu gewöhnen.

Die zwei Hauptfiguren, Erika und Annie, kämpfen sich durch die verwirrte, hektische Welt. Vielversprechende, überraschende Wendungen tragen dazu bei, dass es im Roman nicht nur bei Vorwürfen und quälenden Schuldgefühlen bleibt, sondern auch alte und neue Freundschaften blühen können und Liebe entflammt.

Letztendlich tragen die Sprüchealben viel bei, dass die Romanhelden nahezu unversehrt durch alle Desaster kommen. Großmutters liebevolle und weise Anleitung begleitet die Töchter schützend über den Tod hinaus.

Ein bemerkenswerte Lektüre, doch das Thema ist fast zu umfangreich für knapp 400 Seiten. Zeitweise mangelt es an Beweggründen und es wird mutig angenommen, dass die emotionale Wahrnehmung bei Männern fehlt. Es prickelt, es kriselt gewaltig, es ist in jeder Hinsicht aufregend. Die Schwierigkeiten, das eigene Leben „aufzuräumen“, sind knallhart erlebbar.

Autorin Lori Nelson Spielman bleibt sich treu und sorgt mit ihrem aktuellen Titel für ein packendes emotionales Leseerlebnis.

  (25)
Tags: befreiung, drama, erfrischend, familie, familienalltag, frauenroman, frauenschicksal, hautnah, loslassen, mutter-tochter-beziehung, trauerverarbeitung   (11)
 

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(70)

138 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 64 Rezensionen

heiligendamm, barbarazweig, liebe, ostsee, weihnachten

Winterblüte

Corina Bomann
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 14.10.2016
ISBN 9783471351420
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ein eiskalter Winter tobt in Heiligendamm, Weihnachten steht vor der Tür und die Familie Baabe ist in großer Aufregung. Tochter Johanna soll bald heiraten, doch sie will nicht. Zumindest nicht die Kandidaten, die ihr den Hof machen. Schließlich möchte sie glücklich werden. Doch 1902, Anfang des 20. Jahrhunderts spielt die gesellschaftliche Stellung eine so große Rolle, dass weibliche Familienmitglieder kaum auf ein unabhängiges und freies Leben hoffen dürfen.

Glücklicherweise bringt eine unbekannte Schiffsbrüchige Abwechslung ins Leben des kleinen Ortes an der Ostseeküste. Aus der melancholischen Grundstimmung entwickelt sich eine spannende Geschichte, die sowohl die festgefahrenen Traditionen als auch die Toleranz der Beteiligten auf die Probe stellt.

Die lebendig gezeichneten Figuren und bildhaften Szenenbeschreibungen lassen unterhaltsam in die Kulisse der vorletzten Jahrhundertwende eintauchen. Besonders stimmungsvoll ist die elegante Umgebung, die eifrige Vorbereitung in der Vorweihnachtzeit und die Einstimmung auf das Fest. Ergreifend die dramatischen Emotionsausbrüche – schließlich geht es um Identität, Abstammung und ferner um eine glückliche Zukunft.

Aussichtslosigkeit und Hoffnung wechseln sich in kurzen Abschnitten ab. Sogar gewisse Parallele zum Aschenputtels Leidensweg werden erkennbar, während sich die Liebesbeziehungen etwas eigenständig entwickeln und sich die Situation am Weihnachtsabend beim prunkvollen Ball zuspitzt.

Die Autorin strickt „Winterblüte“ fesselnd und einfühlsam, einzig die Dialoge enthalten zum Teil moderne Redewendungen, die sich etwas unglücklich in die Zeit vor über 100 Jahren fügen. Insgesamt gewinnen die Sympathie zu den Romanfiguren und die kurzweilige Erzählkunst.

  (14)
Tags: 1902, aschenputtel, elegant, eleganz, gesellschaftliche stellung, gesellschaftliche stellung der frau, heiligendamm, intrigen, junge liebe, liebesgeschichte, ostseeküste, romantik, romantisch, schicksalhaft, stimmungsvoll, vorweihnachtszeit, weihnachtsstimmung, weihnachtszeit, wintermärchen   (19)
 

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(15)

28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

sylt, durchschnittlich, witzig, campen, milionäre

Sylt oder Selters

Claudia Thesenfitz
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.05.2015
ISBN 9783548287072
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags: durchschnittlich, flach, oberflächlich   (3)
 

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(17)

25 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

historisch, historischer roman, taxis, tote herzogin, anschauliche darstellung

Die Postmeisterin

Helga Glaesener
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 12.08.2016
ISBN 9783471351321
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der historische Roman um die Wöllsteiner Gastwirtin, die man nur unter Lebensgefahr Postmeisterin nennen kann, ist eine abenteuerliche historische Geschichte, die man kaum aus der Hand legen kann. Warum die Lebensgefahr? Weil die genannte Tätigkeit im Postgeschäft der Wöllsteiner Witwe, Aliz, unter der größten Geheimhaltung illegal betrieben wird. Zu Konflikten kommt es im Laufe der Ereignisse dennoch nicht nur aus diesem Grund. Ein großes Durcheinander muss geklärt werden. Geheimnisse um verschleierte Familienverhältnisse müssen bewahrt werden, Intrigen um Macht müssen abgewehrt, persönlich erlittene Schicksalsschläge verkraftet werden – das alles unter bescheidenen Verhältnissen in Deutschland im 17. Jahrhundert.

Gut recherchierte historische Hintergründe, eine bildhafte Beschreibung des Alltagslebens in der Stadt, auf dem Land und in der freien Natur machen die einzelnen Szenen anschaulich. Die verschiedenen Charaktere handeln authentisch – man kann alles genau nachempfinden: Freude, Erfolg, Glück oder eben Verzweiflung, Sorgen und Grausamkeit.

Die Sprache ist klar, stilistisch passend und die Formulierungen sind oft witzig. Schlagfertige Sprüche lockern die teils düsteren Abschnitte auf und leiten hoffnungsvoll in die nachfolgenden Kapitel weiter.

Es fehlt nicht an einfallsreichen Überraschungen, dramatischen Wendungen und an waghalsiger Heldenhaftigkeit – zuletzt bleibt noch Spielraum für eine Prise Romantik. Mit Aliz, der Postmeisterin, die in Wirklichkeit gar keine ist, schuf Helga Glaesener eine weitere starke Frauenpersönlichkeit, die sich in fesselnden Abenteuern ins Herz der Leser kämpft.

Ein sehr bewegendes, ausdrucksvolles Buch.

  (42)
Tags: abenteuerlich, anschaulich, anschauliche darstellung, anschaulich präsentiert, ausdrucksvoll, authentisch, einfallsreich, frauenschicksal, historisch, historischer roman, mittelalter, romantik, romantisch, spannung, sprachlich präzise, starke frau, überraschend   (17)
 

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(72)

101 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

italien, insel, sizilien, roman, familie

Die langen Tage von Castellamare

Catherine Banner , Marion Balkenhol
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 12.08.2016
ISBN 9783471351307
Genre: Romane

Rezension:

Die Geschichte um Amedeo, den Dottore auf der süditalienischen Insel Castellamare, ist eine spannende Sammlung von Erzählungen, die gleichermaßen dramatische, romantische, märchenhafte und wundersame Elemente enthalten. Der Roman umfasst ein Jahrhundert aus dem Leben der Generationen der Familie Esposito.

Die Zeitabschnitte werden von italienischen Volksmärchen eingeleitet. In den entsprechenden Kapiteln lassen diese Erzählungen mit den realen Erlebnissen der verschiedenen Romanfiguren gewisse Gemeinsamkeiten entdecken.

Die tiefgläubigen und abergläubischen Süditaliener liefern zur ohnehin schon höchst emotionalen Geschichte ihren dramatischen Beitrag: Sie leben, lieben und leiden nach Herzenslust – so typisch italienisch, dass man sich fragt, ob die britische Autorin eventuell italienische Wurzeln haben könnte. Doch Catherine Banner lebt „lediglich“ in Italien.

„Die langen Tage von Castellamare“ zeugt von Anfang an von großem Einfühlvermögen und von exzellenter Beobachtungsgabe der Autorin. Mit diesem Buch bekommt man anspruchsvolle Literatur, sprachlich ausgefeilt, dennoch klar und natürlich.

Die Insel Castellamare ist übrigens nicht auf der Landkarte, sie ist frei erfunden und dient nur als Kulisse zu diesem geheimnisvollen und spannenden Roman. Doch scheint dieser Ort zu leben, die Bewohner lassen sich von Zeichen leiten, glauben an Wunder und tun wissenschaftliche Erklärungen als Geschwätz ab. Letztendlich bleibt nichts anderes übrig, als sich von den italienischen Märchen und den überwältigenden Ereignissen verzaubern zu lassen.


  (44)
Tags: anspruchsvoll, authentisch, belletristik, emotional, familienroman, familiensaga, italien, italienische geschichte, italienische insel, italienische lebensart, leidenschaftlich, literatur, mysteriös   (13)
 

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(26)

33 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

roboter, liebe, hörbuch, hendrik duryn, familie

Der Roboter, der Herzen hören konnte

Deborah Install , Susanne Goga-Klinkenberg , Hendrik Duryn
Audio CD
Erschienen bei Argon, 28.07.2016
ISBN 9783839814963
Genre: Romane

Rezension:

Ein schutzbedürftiger kleiner Roboter platzt ins Leben eines gelassenen „Versagers“. Die Autorin, Deborah Install, versetzt ihre etwas seltsamen Romanhelden in die nahe Zukunft, die bereits so weit technisiert ist, dass Menschen von künstlichen Intelligenzen bedient werden. Ob die Menschheit zu dieser Zeit auch moralisch eine verantwortungsvolle Entwicklungsphase erreicht hat, ist fraglich.

Die märchenhafte Erzählung von Deborah Install um die Abenteuer eines Menschen und eines Roboters entwickelt sich zu einem waghalsigen Roadtrip. Im Laufe der bunten Ereignisse meistern die Beteiligten unzählige Probleme. Sie lernen dabei Verantwortungsbewusstsein, Offenheit, Selbstlosigkeit, Hilfsbereitschaft und Verständnis gegenüber Andersartigkeit.

Beide Hauptfiguren von Deborah Install erwecken gleichzeitig Mitleid und Sympathie. Es ist schön, ihre gemeinsame Entwicklung zu beobachten. Die gemeinsame Reise ist reich an witzigen Episoden, die Sprache ist emotional und einfallsreich.

In der Hörbuchversion genießt man diese ideenreiche und unterhaltsame Geschichte durch die natürlich lockere Vortragsweise des Sprechers Hendrik Duryn. Ein kurzweiliges Vergnügen, in dem Realität und Fiktion verschmelzen und die Möglichkeit entsteht, „mit einem radioaktiven Dackel, einem Retroroboter und mit einem Dodge Charger in der Wüste unterwegs zu sein“.

  (42)
Tags: andersartigkeit, androiden, dodge charger, ehekrise, emotional, freundschaft, hendrik duryn, herztöne, hilfsbereitschaft, hörbuch, ideenreich, lebenwesen, liebe, liebesgeschichte, märchen für erwachsene, märchenhaft, maschinen, nachdenklich, offenheit, radioaktiver dackel, roadtrip, roboter, roboter & androiden, schrotthaufen, selbstlosigkeit, sympathisch, technisiert, trennung, verantwortungsbewusstsein, verständnis, zukunft, zukunftsvision   (32)
 

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(65)

97 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

frankreich, liebe, sommer, strand, le touquet

Die vier Jahreszeiten des Sommers

Grégoire Delacourt , Claudia Steinitz
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 16.07.2016
ISBN 9783455600414
Genre: Romane

Rezension:

Grégoire Delacourt bettete einige herzergreifende Liebesgeschichten in eine wundervolle sommerliche Meereskulisse. Diese spielen sich um den französichen Nationalfeiertag, den 14. Juli, ab.

Es gibt sinnliche, bildliche und musikalische Verbindungen, zufällige Begegnungen und Überblendungen während die voneinander unabhängigen Erzählungen dargelegt werden. Schicksalhafte kleine Episoden zwischen den großen emotionalen „Balladen“. Dabei verzaubert der Autor mit einer dichterisch hochwertigen Sprache. Die feinfühligen und anschaulichen Beschreibungen werden mit der Blumensymbolik ergänzt.

Delacourt schildert auf knapp 200 Seiten mehrere Formen und Auffassungen zum Thema Liebe. Sowohl aus männlicher als auch weiblicher Sicht, durch die Augen junger Verliebten und durch die Erfahrungen reiferen Menschen aus älteren Generationen in einer wohl gelungenen Mischung aus Romantik, Dramatik und Poesie.

Eine bittersüße, melancholische Grundstimmung, ein ausdrucksstarkes Wortgut und die Strände der französischen Nordküste (vor allem Le Touquet-Paris-Plage) als Kulisse machen dieses Buch zu einer stimmungsvollen, herzlichen Sommerlektüre.



„Ich erinnere mich an süßes, vergängliches Glück.“


  (29)
Tags: blumensprache, die verborgene sprache der blumen, emotional, ergreifend, frankreich, klar, liebesgeschichten, lyrisch, melancholisch, poesie, sommerlich, sprache der blumen, stilsicher, treffend pointiert   (14)
 

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(76)

138 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 67 Rezensionen

canterbury, pilgerreise, kim wright, liebe, pilger

Die Canterbury Schwestern

Kim Wright , Elfriede Peschel
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 26.05.2016
ISBN 9783548287867
Genre: Romane

Rezension:

In Kim Wrights Roman geht es um eine Pilgerreise. An sich kein besonders prickelndes Thema: Wandern, Reden, Beten (oder eben Meditieren). Dennoch passieren in dieser Geschichte einige faszinierende Dinge, die für jeden Leser eine abwechslungsreiche Unterhaltung bieten können.

Die Story ist also einfach: Eine kleine Gruppe von Frauen trifft sich. (Warum nur Frauen? Unklar.) Ihr Weg führt von London nach Canterbury und sie nehmen es sich vor, bei der Wanderung – so wie es bereits die Helden von Chaucer in den Canterbury Tales getan – einander mit Geschichten zu unterhalten. Es soll am Ende der Reise eine Belohnung für die beste Erzählung geben.

Kim Wrights Hauptfigur, Che, erzählt ihre Eindrücke aus der Ich-Perspektive. Dies vermittelt eine unmittelbare Nähe zur Gruppe, als wäre man selbst Teil davon. Ihre Empfindungen sind vielfältig: Von der Distanziertheit bis zur blanken Überraschung und vom Zynismus bis zur Selbstironie.

Die mehr oder weniger ehrlichen Selbstdarstellungen der erzählenden Frauen und die täglichen Ereignisse der Wanderung nach Canterbury ergeben schließlich ein authentisches Bild darüber, wie die Reisenden fernab ihrer alltäglichen Stresssituationen zu einer gewissen Ruhe kommen und sich von vielen Lasten – zumindest eine Weile – befreien können.

Die Autorin begleitet wortgewandt durch die Wandlung ihrer Heldin, Che, aus einer verschlossenen, traurigen, in eine befreite, offene Lage und zu einem besseren Verständnis ihres Lebens. So heitert sich auch die anfängliche depressive Grundstimmung auf und sie gibt der Einsicht Platz.

Die spitzen Bemerkungen und die unanfechtbaren Lebensweisheiten stimmen fröhlich und das Buch erlaubt, sich „gemeinsam“ mit Che durch eine problematische Lebensphase durchzukämpfen. Gewisser weise bekommt man sogar eine kleine Lebenshilfe für den Alltag und auf jeden Fall eine amüsante und geistreiche Lektüre, die nicht mal die Auseinandersetzung mit Gott und Religion scheut.


„Das ist vermutlich unser tiefstes Bedürfnis – zu sprechen und zuzuhören, selbst wenn wir nicht immer wissen, was die Geschichten bedeuten.“

  (26)
Tags: abschied, befreiung, canterbury tales, chaucer, distanziertheit, ehrlich, einfühlsam, frauenschicksale, ironisch, letzter wunsch, midlife crisis, midlife-crisis, mutter tochter beziehung, pilgern, pilgerreise, selbstironie, tiefgründig, trauer, überraschend, zynisch   (20)
 

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(71)

125 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

krimi, bayern, skispringen, anschlag, kommissar jennerwein

Hochsaison

Jörg Maurer
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 15.05.2012
ISBN 9783596512423
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: alpenkrimi, ironischer krimi   (2)
 

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(37)

71 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

trauer, familie, verlust, liebe, tod

Der Geschmack von Salz und Honig

Hannah Tunnicliffe , Hanne Hammer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Diana, 11.04.2016
ISBN 9783453358942
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags:  
 

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(17)

21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

schwangerschaft, deutscher, annemarie, robin, mobbing

Funkenflieger

Rita Falk , Johannes Raspe
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, 01.11.2014
ISBN 9783862313808
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: ausländerhass, bayern, erste liebe, fesselnd, freundschaft, frühe schwangerschaft, jugend, junge liebe, liebe, pubertät, rita falk, spannend, spannung   (13)
 

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(345)

672 Bibliotheken, 29 Leser, 2 Gruppen, 175 Rezensionen

erotik, calendar girl, audrey carlan, liebe, sex

Calendar Girl - Verführt

Audrey Carlan , Friederike Ails , Graziella Stern , Christiane Sipeer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 27.06.2016
ISBN 9783548288840
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Nach den ersten Seiten dieses Romans wird man sofort mitgerissen. Die Ereignisse haben einen derartig rasenden Schwung, dass man einfach keine Wahl mehr hat, als weiterzulesen.

Die Titelheldin Mia muss sich erschüttert vorkommen, als sie vor die Tatsachen gestellt wird: Ein Job als „Luxus-Callgirl“ oder Scheitern bei der Rettung ihres – in gefährliche Geldangelegenheiten verwickelten – Vaters. Man sucht vergebens nach Gerechtigkeit: Mia ist nicht schuld an der Lage ihres Vaters. Dennoch nimmt sie die beängstigende Drohung vom Kredithai Blaine ernst. Was bleibt ihr schon anderes übrig, als tief durchzuatmen und sich voll einzusetzen, um innerhalb von einem Jahr eine Million Dollar aufzutreiben? Im Rahmen der Escort-Service-Dienste gibt es noch einen Hoffnungsschimmer, fernab der Prostitution gutes Geld zu verdienen. Eine naive Vorstellung, denn sie startet mit vollem Körpereinsatz in den neuen Beruf als Escort-Girl.

Wie tief darf man sinken, um anderen – geliebten Menschen – zu helfen?

Überraschenderweise ist der erste Kunde gar nicht so mies. Folglich bekommt man das Gefühl, dass es sich hier noch etwas Romantisches entwickeln könnte. Zwar heißt es »Das hier ist nicht Pretty Woman, und ich bin auch nicht Julia Roberts.«, aber eine gewisse Ähnlichkeit mit der bekannten Liebesgeschichte kann man vorerst nicht leugnen.

Die Charaktere der zahlenden Kunden sind interessant, durch die bunte Mischung der Persönlichkeiten erkennt man die verschiedenen Ausdrucksformen der Liebe in menschlichen Beziehungen. Es geht eine gewisse Provokation von der Autorin aus, in dem sie ihre Heldin mit den unerwarteten Wendungen, mit Verliebtheit, Verlangen, Kunst und sogar Homosexualität konfrontiert. Dabei fördert sie Mias bemerkenswerten Reifeprozess. Es lässt sich sogar vermuten, dass ihre sexuellen Erfahrungen sie an ihr Glück näher bringen.

Natürlich erst, wenn man alle zwölf Monate durchnimmt.

Die Aufteilung der Episoden entspricht den zwölf Kalendermonaten, mit diesem Band bekommt man Einblick in die ersten drei Abschnitte. Zugegebenermaßen ist die Vorstellung nicht lästig, die junge Dame in weiteren Episoden wieder zu begrüßen. Auch wenn ihre Stärke nicht gerade das Kochen ist, bezaubert sie mit ihrer eigenwilligen, frei denkenden Art und mit allen ihrer Taten: Sie hat ein Herz und handelt stets ehrlich.

Audrey Carlans schnörkellose, direkte Erzählweise ist von Anfang an sehr sympathisch. Sie stellt eine souveräne, sehr selbständige Durchschnittsfrau als Hauptfigur vor, das Mädchen von nebenan, die sich kampfbereit zeigt und ihr Schicksal möglicherweise innerhalb von einem Jahr mehr als erfolgreich in Griff bekommt.

Eine Geschichte eines Escort-Mädchens zwischen Erfolg, Liebe, Sex und die Widrigkeiten des Lebens. Freizügig, liebevoll und verträumt, gleichzeitig origineller als Pretty Woman und reich an drolligen, prickelnden und verspielten Szenen.

  (26)
Tags: eigensinnig, erotisch, prickelnd, provozierend, spannend, verspielt   (6)
 

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(254)

494 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 139 Rezensionen

meredith wild, erotik, hardwired, verführt, liebe

Hardwired - verführt

Meredith Wild , Freya Gehrke
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 01.05.2016
ISBN 9783736301245
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

„Hardwired“ ist ein amerikanischer Bestseller mit prickelnden
Erotikszenen. Die sympathischen und attraktiven Protagonisten bewegen
sich in einer luxuriöser Umgebung, sie sind intelligent,
unwiderstehlich, einflussreich. Sie fahren in schicken Sportwagen, sie
speisen überwiegend exquisit und in jeder Lebenslage handeln sie mit
einer atemberaubender Geschicklichkeit. Die Zufälle liegen ihnen zu
Füßen. Trotzdem wirken sie normal.

Der Mann weiß, was er will und tut alles dafür. Er ist dominant. Die
ursprünglich sehr selbstbewusste, kluge Frau wird dadurch verunsichert
und hat plötzlich keine Ahnung mehr, was sie tun sollte. Auf einmal
fürchtet sie sich vor der neu heraufbeschworenen Vergangenheit, vor der
ungewissen Zukunft und fühlt sich deswegen auch in der Gegenwart häufig
verwirrt. Dennoch will sie ihre Unabhängigkeit bewahren.

Die Charaktere sorgen für viel Spannung, sowohl im Alltag als auch erotisch.

Die Geschichte bietet etwa drei Richtungen: Sehr viel Erotik (in
annehmbaren stilistischen Rahmen, ohne übertriebene Obszönität), etwas
Arbeit als „Nebensache“ und seelisches Krisenmanagement.

Die Erzählung ist fesselnd und schreitet zügig voran, die Dialoge
sind alltagstauglich, nur die Ereignisse sind allein aufgrund der
überdurchschnittlichen Ausgangssituation etwas außerordentlich.

Wieso ist Hardwired international so erfolgreich? Wohl wegen den
Emotionen, die das idealisierte Liebespaar dazu bewegen, sich zum
gemeinsamen Glück – zum Happy End – durchzukämpfen. Auch sehr wohl wegen den ausgesuchten Kulissen in Boston und in New York; Skyline, Luxus und Diamanten. Nicht zuletzt wegen der Romantik und wegen dem durchgehend erhofften, märchenhaften Glück.

Ein angenehmes, entspannendes, leicht zu verdauendes Buch. Einfach nett. Fortsetzung folgt.


„Wenn du mit dem richtigen Menschen zusammen bist, ist das, wozu ihr euch gemeinsam entwickelt, um ein Vielfaches besser.“

  (19)
Tags: bestseller, boston, erotik, new york, prickelnd, romantik, sexualität, spannung, weltbestseller   (9)
 

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(71)

96 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 59 Rezensionen

sizilien, krimi, mafia, tante poldi, mord

Tante Poldi und die Früchte des Herrn

Mario Giordano
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 13.05.2016
ISBN 9783431039481
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was mit einem Hundemord anfängt, kann leicht in turbulenten Ereignissen mit mehreren Menschenopfern enden. Tante Poldis professionelle Ermittlung in Verbindung mit einem kleinen vergifteten Hund lässt alle Köpfe schütteln. Zumindest, wenn ein Kriminalroman angekündigt wurde. Doch bald darauf findet die sympathische Titelheldin eine Leiche, die ihr Jagdfieber erweckt.

Das Projekt „Totsaufen mit Meeresblick“ wird zum zweiten Mal verschoben – Tante Poldi bleibt in der zweiten Folge ihrer Abenteuer sogar zeitweise nüchtern, doch weiterhin durchgeknallt. In der romantischen sizilianischen Umgebung, bei betörender Vegetation und stöbernden Touristen werden bayrische Kraftausdrücke laut, irrwitzige Lebensweisheiten und immerhin eine gewisse Trefferquote inklusive.

Mario Giordano schrieb eine hervorragende Fortsetzung zur Tante-Poldi-Reihe, genauso witzig und scharf formuliert, wie im ersten Teil. Die tragischen Ereignisse werden durch Wortwitz gemildert, es treten liebevolle und teilweise sogar übertrieben schräge Romanfiguren auf: Ernsthaftigkeit völlig ausgeschlossen. Emotional schwankt man durchgehend zwischen Lachattacken und grandioser Entsetzung, die verrückte Tante mit ihrer herzlichen Art ist einfach unwiderstehlich. Nebenbei erfüllt der Autor auch seinen „Bildungsauftrag“, in dem er die Schönheit und die Eigenarten Siziliens den Lesern zum Herz wachsen lässt.

Es gibt außerdem zweifelhafte Affären, Eifersuchtsszenen, sensationelle sarkastische Bemerkungen, familiäres Durcheinander, Korruption und gewisse erotische Züge – auch im Bezug auf Weingenuss.

Für Kenner: Tante Poldis Perücke wird auch in dieser Folge nicht vollständig gelüftet, viele ihrer Geheimnisse bleiben verhüllt, es gibt jedoch einen zuverlässigen (und zugegebenermaßen schockierenden) Hinweis auf eine weitere Fortsetzung.

„Tante Poldi und die Früchte des Herren“ ist eine erfrischende, unterhaltsame Lektüre mit vielen Überraschungen.

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Tags: bayrisch, detektivin, frauenmord, hobby-ermittlerin, italien, italienisch, krimi, montana, mord, seniorin, sizilien, tante poldi, torre archirafi, weinberg, weinkunde, winze   (16)
 

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126 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

krimi, bayern, eberhofer, mord, franz eberhofer

Zwetschgendatschikomplott

Rita Falk
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.04.2016
ISBN 9783423216357
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: alpen, alpenkrimi, bayern, bayrische tradition, eberhofer, humor, kommissar eberhofer, komödie, krimi, krimikomödie, landshut, mordfall, mordfälle, münchen, niederkaltenkirchen, trachtenmord, urig, witzig   (18)
 

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alpenkrimi, jennerwein, krimi, kommissar jennerwein, diebstahl

Schwindelfrei ist nur der Tod

Jörg Maurer
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 27.04.2016
ISBN 9783651022355
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kommissar Jennerwein ermittelt zum achten mal. Mittlerweile besitzt er Kultstatus und er vermehrt seinen Ruhm nach wie vor am Kurort, dort, wo etliche sterben, während andere lediglich Urlaub machen. Diesmal treibt der Autor nicht nur den Wortwitz in die Höhe, sondern auch den Ort des Verbrechens. Es dreht sich vieles um einen Heißluftballon in der Gegenwart und parallel werden Ereignisse aus dem Jahr 1971 in Verbindung mit dem bewaffneten Banküberfall in München aufgeklärt (oder eben in familiären Rahmen verheimlicht).

Nicht nur in dieser Hinsicht wird eine gewisse Zwiespältigkeit deutlich. Durch den Auftritt des geheimnisvollen Dirschbiegels verwickelt Jörg Maurer seine Hauptfigur, Jennerwein, in weitere, ethisch zweifelhafte Konflikte und verwischt die Grenzen zwischen Gesetz und Gesetzlosigkeit.

Durch die satirische Darstellung wird die Dramatik im gesamten Buch mit Leichtigkeit präsentiert. Durch bayrische Redensarten wird die Sprache aufgefrischt. Literarische, wissenschaftliche und unterhaltsame Zwischensequenzen sorgen für kurze, humorvolle Unterbrechungen – der eingefleischte Kabarettist, Jörg Maurer, bleibt sich treu.

Nach einer detailreicher Vorbereitung landet man unmissverständlich im Werdenfelser Land und wird teil des bayrischen Alltags – authentisch und unverwechselbar. Nebenbei bekommt man als kleines Geschenk einen Schnellkurs in ausgesuchten bayrischen Kraftausdrücken.

Wer Kommissar Jennerwein und Jörg Maurer bereits kennt, wird sich auch diesmal nicht enttäuschen. Es gibt natürlich ein Wiedersehen mit den Graseggers (Verbrecher-Ehepaar), Quasi, der sogenannte Hund entwickelt sich fast zum Polizeihund und es wandern noch weitere ausgesuchte Ganoven durch die Szenen, zur Freude aller Alpenkrimi-Fans – Humor und Ernsthaftigkeit gleichermaßen garantiert.

  (30)
Tags: alpenkrimi, bayrisch, bayrische landschaft, bayrische redensart, gewaltprävention, ironie, jennerwein, kommissar jennerwein, krimi, polizeiarbeit, redensart, spannung, werdenfelser land   (13)
 

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historischer roman, zeremonie, ägypten, magie, ägyptische mythologie

Die Königin von Theben

Christian Jacq , Anne Spielmann
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 26.09.2005
ISBN 9783442364206
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags: ägypten, ägyptische mythologie, authentisch, historischer roman, magie, mytisch, respektvoll, zeremonie   (8)
 

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kaffee, historischer roman, abenteuer, diebstahl, türkei

Der Kaffeedieb

Tom Hillenbrand
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.03.2016
ISBN 9783462048513
Genre: Historische Romane

Rezension:

Tom Hillenbrands erster historischer Roman ist durch und durch in Kaffeeduft eingehüllt. Alle Abenteuer des Titelhelden, Obediah Chalon, drehen sich um das belebende, damals – im 17. Jahrhundert – in Mode gekommene Getränk.

Ein besonders wichtiges Merkmal dieses Buches sind die historischen Details, die gründlich recherchiert wurden und interessant dargestellt werden. Zwar scheint sich der Autor anfangs in diesen ausführlichen Schilderungen zu verlieren, doch nach der gründlichen Einleitung findet die Geschichte ihren Lauf und es geht fortan spannend weiter – bis zum Schluss.

Die Charaktere sind grundverschieden, vielseitig und sie bleiben bis zum Ende der Abenteuer – genauso wie die gesamte Erzählung – unberechenbar. Die internationale Truppe der Gesetzlosen haben nichts zu verlieren, außer ihr Leben. Ihre Reise, um an die wohlbehüteten Kaffeepflanzen im Orient heranzukommen und sie zu stehlen ist reich an Dramatik. Vom Gelehrten, Freibeuter und verstoßenen Königssohn bis zur draufgängerischen Trickdiebin werden bunte Persönlichkeiten vorgestellt und interessante Ansichten vertreten. Dabei wird Einblick in die damaligen Gesellschaftsstrukturen, Politik und Wirtschaft gewährt.

Die fesselnden Ereignisse werden zeitweise in Briefform zusammengefasst – mal als persönliche Korrespondenz der Hauptfigur, Obediah Chalon, oder eben als verschwörerisches Werk der listigen Spionen (Gegenspieler der Kaffeediebe).

Die Gegensätze der naturphilosophischen Fortschritte und der Religion versprechen genauso viel Lesespaß, wie die verrückten Episoden, wobei gern auch der Zufall ins Spiel gebracht wird. Beispielhaft – und in unseren Zeiten aktueller denn je – sind die Abschnitte über Freundschaft, gegenseitige Achtung und Toleranz. Nicht zuletzt jedoch ist dieses Buch eine wohl gelungene Einladung in die Welt der ersten Kaffeehäuser und ob mit oder ohne eine duftende Kaffeetasse zur Hand ein Hochgenuss.

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Tags: 17. jahrhundert, betrüger, geschichte, gut recherchiert, handel, handelsflotte, handelsmonopol, historischer roman, intrigen, kaffeehandel, märchenhaft, osmanisches reich, politik, trickdiebe, trickdiebin, überraschende wendungen, weltwirtschaft   (17)
 

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Arginin, OPC und Entsäuerung

Frank Jester
Flexibler Einband: 124 Seiten
Erschienen bei Marina Jester Verlag, 01.09.2015
ISBN 9783943453102
Genre: Sachbücher

Rezension:  
Tags:  
 

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reise, england, freundschaft, geheimnis, historischer roman

Die Reise der Amy Snow

Tracy Rees , Elfriede Peschel
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 14.03.2016
ISBN 9783471351369
Genre: Historische Romane

Rezension:

Tracy Rees Romandebüt überrascht sowohl mit der Themenwahl als auch mit dem Schreibstil. Gleich nach den ersten Seiten taucht man ins viktorianische Zeitalter ein – ohne den Wunsch auf eine Rückkehr ins 21. Jahrhundert. Die Geschichte fesselt von Anfang an, ihre vollkommene, verträumte Sprache erinnert an die Brontë-Schwestern und Jane Austen. Man fragt sich andauernd, wie die Autorin diese etwas altmodische, dennoch wunderschöne Wortwahl so perfekt treffen konnte.

Die Erzählung geht um ein oft behandeltes Thema: Frauenschicksal nach einer überwiegend unglücklichen Kindheit. Die Tragödie von Amy Snow Anfang des 19. Jahrhunderts kann man als großes Unglück sehen. Man kann sie ebenfalls als Glück betrachten, schließlich wird das ausgesetzte Baby (es handelt sich um die Titelfigur, Amy Snow) gerettet. Ihr Leben wird durch die Liebe ihrer Retterin erhalten und erleichtert. Dabei wächst Amy Snow unter demütigenden Umständen auf, als Geduldete. Ihre Retterin, die lediglich acht Jahre ältere Aurelia Vennaway, schließt sie dennoch ins Herz und genießt ihre Gesellschaft. Aurelia ist sehr großzügig und anders als ihre restliche, äußerst wohlhabende Familie, die Vennaways. Sie missachtet das Reichtum und die Hierarchie des Geburtsrechts. Ihre Gesundheit ist dennoch leider schwach. Als Aurelia stirbt, hinterlässt sie eine ungewöhnliche Erbschaft. Amy Snow muss sich auf eine Schatzsuche begeben. Aurelia lotst sie mit ihren früher verfassten Briefen (über den Tod hinaus) – vorerst nach London und sie verspricht ihr weitere Anweisungen, bis sie ihr Ziel erreicht.

Amy Snow ist eine wundervolle Romanfigur. Sie ist klug und sehr selbstbewusst. Ihre geheimnisvolle Suche nach der Wahrheit verspricht eine anspruchsvolle Unterhaltung. Sie erlebt dabei Abenteuer, die für eine Frau zu der gegebenen Zeit unwahrscheinlich zu sein scheinen. Die junge Dame im Mittelpunkt kämpft sich durch England des 19. Jahrhunderts. Sie wird mit erstarrten Konventionen konfrontiert und kommt nur dank ihrer Charakterstärke und Entschlossenheit voran. Ihre Reise – trotz Zwiespalt, Verzweiflung und trotz schwierigen Lernprozessen – ist gleichzeitig eine wundervolle Selbsterkennung.

Eine edle Wortwahl, detailreiche Beschreibungen und eine spannende Geschichtsführung machen diese Lektüre sehr attraktiv. Nicht zuletzt erschafft die gelungene Übersetzung aus dem Englischen (von Elfriede Peschel) eine besondere Atmosphäre.

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Tags: 19. jahrhundert, england, exzellente sprache, frauenschicksal, gehoben, liebe, romandebüt, romantik, romantisch, selbstfindung, spannung   (11)
 

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biographie, 100 jahre, liebe, werte, glück

100 JAHRE LEBEN - Welche Werte wirklich zählen

Kerstin Schweighöfer
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 13.11.2015
ISBN 9783455503753
Genre: Sachbücher

Rezension:

Schon seit langem ist der Mensch auf der Suche nach den verborgenen Formeln für ein langes Leben. Man hofft immer auf einschlägige Erfahrungen, am besten aus erster Hand. Nun, wer findet die Gelegenheit dazu?

Hundertjährige kennenzulernen muss eine große Ehre sein und dazu noch eine Seltenheit. Man muss sich auch glücklich schätzen, wenn man in dieser Altersgruppe Gesprächspartner findet, mit denen ein vertrauensvolles, offenes Gespräch möglich ist. Intime Details inbegriffen. Kerstin Schweighöfer meistert in ihrem Buch mit dem Titel „100 Jahre Leben“ diese Herausforderung. Zehn Zentenare stellen sich in diesem biografischen Werk vor, die unterschiedlicher kaum sein können.

Die Autorin begegnet ihre Interviewpartner mit großem Respekt . Bei jedem Gespräch entsteht eine freundschaftliche Atmosphäre, die alten Menschen berichten mit einer erstaunlichen Offenheit über ihr Leben und teilen ihre Erlebnisse mit den folgenden Generationen. Kapitel für Kapitel entwickeln sich die fesselnden, bewundernswerten Lebensgeschichten, die größten Weisheiten werden dabei hervorgehoben und am Seitenrand jeweils gesondert abgedruckt. Dennoch fällt es schwer, eine allgegenwärtige Gemeinsamkeit zu finden.

Stattdessen bewundert man mehr und mehr die Einzigartigkeit dieser Menschen, ihre Kraft und letztendlich ihre Gelassenheit. Denn – ob bei Glanz und Gloria oder unter bescheidenen Verhältnissen – man trifft auf sehr bodenständige Individuen. Alle von ihnen waren Zeugen von Kriegen (den Zweiten Weltkrieg erlebten sie bewusster, als den Ersten), alle durften Gewinne feiern und Verluste erleiden. In ihren Erzählungen bewerten sie das Erlebte unterschiedlich. Die Autorin benutzt den Ausdruck „Erfahrungsschatz“. Treffender könnte man das gar nicht formulieren. Der persönliche Ton, die einfühlsamen Kommentare der Autorin und fröhliche Fotoaufnahmen machen diese Porträt- und Biografiesammlung noch wertvoller.

Alles in allem verdienen die Autorin und alle Hundertjährige große Dankbarkeit und Respekt für dieses außergewöhnliche, herzliche Buch.

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Tags: 100-jährige, 100-jähriger, alte menschen, erfahrungsschatz, hundertjährige, kriegsgeneration, nachkriegsgeneration, senioren, stärke, starke persönlichkeiten, vorkriegsgeneration, zeitgeschichte, zeitzeugen, zeitzeugenbericht, zweiter weltkrieg   (15)
 
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