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195 Bücher, 109 Rezensionen

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(12)

36 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

verschwinden, harriet cummings, dorf, 1980er jahre, misstrauen

Eine von uns

Harriet Cummings , Walter Goidinger
Fester Einband
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 24.07.2017
ISBN 9783552063358
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

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(12)

57 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

picasso, liebe, französische küche, frankreich, juan-les-pins

Monsieur Picasso und der Sommer der französischen Köstlichkeiten

Camille Aubray , Anna-Christin Kramer
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 27.04.2017
ISBN 9783810530219
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags: entartete kunst, französische küche, frauenschicksal, frauenschicksale, genussvoll, juan-les-pins, kochkunst, köstlich, kulinarisch, kunstszene, liebesgeschichte, mafia, new rochelle, picasso, pikant, südfrankreich, zweiter weltkrieg   (17)
 

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(90)

191 Bibliotheken, 12 Leser, 2 Gruppen, 63 Rezensionen

entführung, new york, paris, brooklyn, thriller

Das Mädchen aus Brooklyn

Guillaume Musso , Eliane Hagedorn , Bettina Runge
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 02.06.2017
ISBN 9783866124219
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch von Guillaume Musso verlangt nach Konzentration. Es verspricht natürlich auch jede Menge Spannung, Rätsel und Turbulenz, aber die Gestaltung ist nun mal sehr anspruchsvoll. Es gibt eine schwungvolle Handlung, komplexe, entwicklungsfähige Charaktere, mehrere Zeitebenen und die Ereignisse werden aus verschiedenen Blickwinkeln dargestellt. Das hört sich zwar vorerst etwas verwirrend an, doch Guillaume Musso führt mit sicherer Hand durch die Ereignisse.

Ein einfacher Alltagsstreit löst eine Kettenreaktion aus, die die Protagonisten in actiongeladene Abenteuer mitreißt und dunkle Abgründe aus der Vergangenheit offenbart.

Nach dem ereignisreichen Start folgen die Hinweise dicht hintereinander, zwei Ermittler treiben das ohnehin rasante Geschehen voran, die Spannung wird mit prompten Szenenwechseln und halben Sätzen gesteigert.

Es ist ungewöhnlich und interessant, einer Verbrecherjagd je nach Abschnitt, nach den verschiedenen Methoden des Polizeiermittlers, des Schriftstellers und des Journalisten zu folgen. Ebenso überraschend wirken die Enthüllungen und die Widersprüche, die im Laufe der Zeit entstehen.

Guillaume Musso schenkt gleichzeitig Einblicke in die systematische Arbeit eines Schriftstellers, was sich in der Vorgehensweise eines seiner Hauptfiguren, Raphaëls, spiegelt. Genauso sorgenvoll ist Raphaëls Rolle als allein ziehender Vater, während ihn sein Sohn, Theo, dicht an den dramatischen Situationen begleitet.

Der Autor hält das permanente Schwanken zwischen Wahrheit und Lüge, Schuld und Unschuld, Held und Antiheld aufrecht und lässt alle Tatsachen andauernd neu bewerten. Man bekommt sogar den Eindruck, dass reine Zufälle die Auflösung ergeben, doch dazu ist dieser Kriminalroman zu intelligent. Eben durch die bewusste Geschichtsführung bleibt das Buch bis zur letzten Seite fesselnd, das große, erleichternde Finale kommt nämlich erst ganz zum Schluss.

  (7)
Tags: brooklyn, entführung, ereignisreich, frankreich, harlem, intelligent, klug, kriminalgeschichte, kriminalroman, medienkritik, nancy, new york, paris, politischer mord, schwungvoll, spannend, unberechenbar   (17)
 

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(100)

265 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 86 Rezensionen

liebe, ruth hogan, freundschaft, verlorene dinge, down-syndrom

Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge

Ruth Hogan , Marion Balkenhol
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 19.05.2017
ISBN 9783471351475
Genre: Romane

Rezension:

Ein pfiffiges, verspieltes Cover lädt zu einer besonderen Geschichte ein: Ursprünglich suchen lediglich zwei „gebrannte Kinder“, Mr. Peardews und seine Assistentin, Laura, nach Seelenfrieden. Doch der Kreis der Suchenden wird allmählich erweitert. Von Anfang an treten immer mehr Charaktere auf, deren Wege sich später kreuzen.

Vor allem geht es in Ruth Hogans Buch um die Sehnsucht nach Glück. Die Autorin erzählt liebevoll und ausgeglichen. Ihr Einfallsreichtum fällt sofort auf, die Beschreibungen sind bildhaft, die Ereignisse wecken die Neugier. Obwohl die Umgebung in der Gegenwart sehr realistisch wirkt, fühlt man sich oft in eine Märchenwelt versetzt. Dazu tragen größtenteils die übersinnlichen Elemente und die schicksalhaften Begegnungen bei.

Was sucht eine Keksdose in einem Zug von London Bridge nach Brighton? Mit vermutlich menschlichen Überresten darin? Wer verliert sie? Welche unglaublichen Zufälle schaffen eine derartige Situation herbei? Dieses Buch ist allemal reich an Spannung und überraschenden Wendungen.

Gefühlvolle Episoden, bunte Formulierungen zum Thema Tod, Vergänglichkeit, Verlust und witzige Zwischenfälle machen Ruth Hogans Romandebüt zu einem kleinen zauberhaften Leseschatz.

  (6)
Tags: ausgeglichen, down-syndrom, einfallsreich, herzlich, idyllischer ort, liebevoll, schicksalhaft, schicksalsschläge, schlicht, sinn für humor, trauerbewältigung, traurig   (12)
 

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(38)

88 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

london, krieg, liebe, malta, roman

Die Liebe in diesen Zeiten

Chris Cleave , Susanne Goga-Klinkenberg
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 07.04.2017
ISBN 9783423261401
Genre: Romane

Rezension:

Chris Cleave deutet mit „Die Liebe in diesen Zeiten“ eine Liebesgeschichte an, doch die Romanze lässt lange auf sich warten. Vielmehr wird im Roman die Möglichkeit gezeigt, dass sich Menschen unter allen Umständen – auch im Krieg – verlieben können, und dass es trotzdem keine Garantie zum Glück ist. Es geht jedoch um wesentlich mehr: Nach kurzer Einleitung wird man intensiv mit Antikriegsgedanken bombardiert. Die Brutalität der Kriegsszenen beherrscht die Erzählung, die Absurdität der Handlungen sowohl im zivilen als auch im militärischen Umfeld werden kritisch dargestellt – eine ziemlich klare Stellungnahme des Autors. Also doch ein Antikriegsroman mit Nebenhandlung.

Als Gegenpol zu den negativen Gedanken gibt es schlagfertige Dialoge und lustige Sprüche. Aber auch wenn die Situationen mit Sarkasmus entschärft werden, fällt es oft schwer, dabei zu schmunzeln. Selbst, wenn sich die schmerzhaften Emotionen in Grenzen gehalten werden, stimmt der Roman nachdenklich.

Chris Cleaves knappe, unkomplizierte Formulierung wirkt schockierend überzeugend, die sympathischen Helden erleben spannende Kriegsmonate in einer bildhaft präsentierten Umgebung. Man findet liebenswerte Charaktere auch in den Nebenrollen, sie sind alle ausnahmslos interessant und lebendig gezeichnet. Der Autor bringt das damalige Lebensgefühl – die Romanhandlung umfasst die Zeit von 1939 bis 1942 – sehr einfühlsam näher.

„Die Liebe in diesen Zeiten“ ist eine sehr realistische, tiefgehende Geschichte „ohne Zuckerguss“. Chris Cleave bringt dabei Situationen hervor, die zeigen, wie die Liebe in der Kriegszeit vermutlich war: Weniger romantisch, dafür voller Sehnsucht, Verzweiflung und Unsicherheit – aber es gab immer einen kleinen Hoffnungsschimmer.

Eine tiefgründige Lektüre, packend und gnadenlos.


„Es hatte geholfen, dass sie betrunken waren.“

  (11)
Tags: anstand, antikriegslektüre, antikriegsroman, ehrlich, gesellschaftskritik, lähmende depression, liebesroman, london, malta, nachdenklich, nächstenliebe, portion sarkasmus, respekt, sarkasmus, schlicht, schnörkellos, zweiter weltkrieg   (17)
 

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(78)

127 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

tracy rees, liebe, london, schicksal, cornwell

Die zwei Leben der Florence Grace

Tracy Rees , Elfriede Peschel
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 07.04.2017
ISBN 9783471351567
Genre: Romane

Rezension:

Autorin Tracy Rees beeindruckte bereits mit ihrem ersten Roman und Bestseller „Die Reise der Amy Snow“ und nun entführt sie ihre Leser wieder ins viktorianische England. „Die zwei Leben der Florence Grace“ ist eine natürliche, ausgeglichene Erzählung über eine besondere junge Dame.

Die Hauptfigur, Florrie Buckley (alias Florence Grace) aus Braggenstones, berichtet über ihren Weg zum Erwachsenwerden aus der Ich-Perspektive. Die sympathische Heldin ist so außergewöhnlich, dass man sie nicht so leicht einordnen kann. Das unschuldige, aufrechte Mädchen landet plötzlich in einer neuen, gekünstelten Umgebung. Nach dem Tod ihrer direkten Angehörigen fällt ihr der Wechsel zwischen ihrer naturnahen, ländlichen Lebensweise in Cornwall und der prachtvollen Gesellschaft in London schwer.

In diesem Buch werden große Kontraste thematisiert: Landleben – Stadt, Armut – Reichtum, Anstand – Verlogenheit, Diener – Herr, Nebellandschaft – Sonnenschein. Außerdem werden die Umstände besonders betont, die Frauenschicksale bestimmen, darunter die erstarrten Konventionen des 19. Jahrhunderts, die einen „Ausbruch“ nahezu unmöglich machen.

Tracy Rees vermittelt ihre Geschichte in einer klaren, klassischen Sprache. Der Grundton ist etwas naiv und märchenhaft mit mystischen Elementen. Die Sprachqualität bleibt von der ersten bis zur letzten Seite konstant auf einem hohen Niveau. Die wunderschöne Wortwahl, detailreiche Naturbeschreibungen und die gefühlvolle Darstellung erschaffen eine besondere Atmosphäre, die in Elfriede Peschels Übersetzung perfekt zur Geltung kommt.

Eine Leseempfehlung für feinfühlige Romantiker und Fans von charakterstarken Frauenfiguren.

  (11)
Tags: anspruchsvoll, atmosphärisch, charakterstärke, detailreich, eleganz, frauenschicksal, gesellschaftskritik, hohe sprachqualität, naturnah, sehr gefühlvoll, tracy rees, übersinnlich   (12)
 

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(61)

76 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 62 Rezensionen

familie, paris, adoption, simon van booy, vater

Mit jedem Jahr

Simon Van Booy , Claudia Feldmann
Fester Einband: 310 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 26.03.2017
ISBN 9783458176992
Genre: Romane

Rezension:

„Mit jedem Jahr“ ist ein dezentes, philosophisch angehauchtes Werk vom Schriftsteller Simon Van Booy. Er bleibt sich mit diesem Roman nach wie vor treu und – wie in „Die Illusion des Getrenntseins“ – verwandelt er das Alltägliche ins Außergewöhnliche mit leisen Worten.

In der Geschichte handelt es sich um eine komplizierte Adoption und um die Entwicklung der Beziehung zwischen einem Ziehvater und einer Adoptivtochter. Das sind überwiegend familiäre Ereignisse zweier liebenswürdigen Menschen, die unter bescheidenen Lebensverhältnissen zurecht kommen müssen und dabei Herausforderungen meistern, die den Meisten vertraut vorkommen werden: Haushaltsmanagement, Arbeit, Schulalltag, gemeinsame Freizeit, Geburtstage, Krankheiten, Kummer, um nur Einiges zu nennen. Nichts Weltbewegendes, dennoch transformiert der Autor das gesamte Geschehen in eine fesselnde Chronik auf mehreren Zeitebenen.

Der ruhige Grundton wird in jeder Situation beibehalten. Die Darstellung ist schlicht, die Emotionen bleiben durchgehend zurückhaltend, sie werden beinahe schon sachlich betrachtet. Die melancholischen Szenen stimmen stets nachdenklich.

Die klaren Worte des Autors vermitteln eine unanzweifelbare Selbstverständlichkeit der Liebe zu einer Tochter, die man unverhofft bekommt und die Freude am überraschend wiedergefundenen Sinn des Lebens. Diese wunderbare Neuorientierung führt zu weisen Erkenntnissen, die in der Darstellung des Autors geradezu verzaubern.

Die Melancholie des Glücks und die Wertschätzung der kleinen Dinge – das sind die Stärken des Buches, mit deren Hilfe der Autor die Leserschaft in eine vertraute und familiäre Welt verführt. Eine kleine Aufheiterung im Alltag, wenn man gelegentlich bei den Warum- und Was-wäre-wenn-Fragen dazu neigt, die Übersicht zu verlieren.


„Du musst einfach jeden Tag mit dem Besten leben, was du hast.“

  (19)
Tags: bildhaft, detailreich, lebenswandel, leise, liebevoll, liebevoll gezeichnet, melancholisch, neuorientierung, philosophisch, realitätsnah, schlicht, sehr gefühlvoll, sensibel, tragisch, zurückhaltend   (15)
 

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(73)

96 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

fbi, nero wolfe, krimi, new york, detektiv

Es klingelte an der Tür

Rex Stout , Conny Lösch , Jürgen Kaube
Fester Einband: 248 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.03.2017
ISBN 9783608981117
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Es klingelte an der Tür“ ist keine Neuerscheinung, sondern ein klassischer amerikanischer Detektivroman, ein Bestseller aus den 60ern – neu aufgelegt vom Klett-Cotta Verlag, aktuell übersetzt von Conny Lösch.

Das Cover sticht mit einem zeitgerechten Motiv hervor, das geschickt auf die bekannte Nero-Wolfe-Tradition hinweist – natürlich mit Leineneinband im Retrostil.

Die Kriminalromane von Rex Stout wurden seit den 30ern mehrfach verlegt und verfilmt, mittlerweile wuchs eine riesige Fan-Gemeinde heran. Kein Wunder, Stouts Stil überzeugt von Anfang an sowohl mit hochwertiger Schreibqualität als auch mit spannendem Inhalt. Dabei gewinnt man bei „Es klingelte an der Tür“ anfangs einen etwas verrückten Eindruck, die Handlung klingt absurd: Eine reiche Witwe verwickelt sich in einen anscheinend gefährlichen Konflikt mit der Sicherheitsbehörde der USA und danach wird sie vom FBI verfolgt. Zumal könnte sie ihre Tage völlig sorglos und gedankenlos verbringen, sich in Luxus wälzen und glücklich sein. Doch sie fordert ihr Schicksal heraus. Wie soll es Nero Wolfe gelingen, die Auftraggeberin vor dem FBI dauerhaft zu schützen?

Zuerst gilt es, die Motive der Protagonisten – der Auftraggeberin und des Detektivs, Nero Wolfe – zu verstehen. Danach geht es schwungvoll an die Lösung heran und all diese Vorgänge bereiten großen Spaß. Schlagfertige Dialoge, charakteristische Figuren und theatralisch angelegte Inszenierungen verhalfen diesen Roman seit der ersten Auflage stets zum Erfolg.

Besonders bemerkenswert ist die Persönlichkeit von Nero Wolfe, dem übergewichtigen, orchiedeenzüchtenden Sonderling mit scharfem Verstand und mit ausgeprägter Neigung zum Genuss. Doch unerwarteterweise ist er nicht der Erzähler. Die Geschichte wird von seinem smarten Assistenten aus der Ich-Perspektive – spürbar kritisch – dargestellt: Ein ironisches Augenzwinkern ist immer dabei.

Das heutige Publikum wird sicherlich den klaren Stil des Autors genießen und die Leichtigkeit, mit der er verwirrte Situationen beschreibt und bewertet. Die etwas nostalgische, elegante Grundstimmung wird durch die aktuelle Übersetzung hervorragend unterstreicht: Die beste Basis, um in den faszinierenden New Yorker Alltag der 60er Jahre einzutauchen.

Die Folge 28 der bereits weltberühmten Nero-Wolfe-Serie ist eine stilvolle und amüsante Lektüre für anspruchsvolle Leserschaft.


„Männer mustert er abschätzig, Frauen jedoch nicht, denn zu seinen Grundüberzeugungen zählt, dass jede Meinung, die man sich über eine Frau bildet, nur falsch sein kann.“

  (17)
Tags: amüsant, augenzwinkernd, augenzwinkernder humor, eleganz, fbi, geistreich, klassiker, krimi, krimi mit augenzwinkern, kriminalgeschichte, nero wolfe, neuauflage, new york, privatdetektiv, sonderling, weltbestseller   (16)
 

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(77)

157 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

liebe, audrey carlan, trinity, erotik, sex

Trinity - Tödliche Liebe

Audrey Carlan , Christiane Bowien-Böll
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 24.02.2017
ISBN 9783548289366
Genre: Erotische Literatur

Rezension:  
Tags: erotischer roman   (1)
 

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(117)

267 Bibliotheken, 18 Leser, 0 Gruppen, 78 Rezensionen

barcelona, zafón, carlos ruiz zafón, spanien, der friedhof der vergessenen bücher

Das Labyrinth der Lichter

Carlos Ruiz Zafón , Peter Schwaar
Fester Einband: 944 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 16.03.2017
ISBN 9783100022837
Genre: Romane

Rezension:

„Das Labyrinth der Lichter“ ist der vierte Band einer Reihe. Es ist jedoch möglich, das Gesamtwerk mit jeder beliebigen Folge zu beginnen. Anfangs verursachen zwar die fehlenden Hintergrundinformationen etwas Verwirrung, doch nach kurzer Zeit überwindet man diese mithilfe der detaillierten Rückblenden.

Der Roman behandelt auf mehreren Zeitebenen die Geschichte weniger Familien beziehungsweise einiger Opfer des spanischen Bürgerkriegs 1936-1939 und der darauf folgenden Franco-Diktatur. Die Ereignisse spielen sich hauptsächlich in Barcelona und teilweise in Madrid ab. Das sind düstere Episoden, während deren die Angst regierte und ungeahnte menschliche Abgründe sich auftaten.

Der Autor, Carlos Ruiz Zafón, vermittelt diese grauenvolle Zeit in einer eigenwilligen, wunderschönen Sprache. Durch seine bildhafte Erzählung wird die bedrückende Atmosphäre spürbar: Teils wird die Brutalität ins Unerträgliche gesteigert. Erleichterung schaffen die Jahre nach Francos Tod, der Grundton wechselt danach in eine bittersüße Stimmung.

Übersetzer Peter Schwaar hatte mit Sicherheit keine leichte Aufgabe, die komplexen Gedanken von Zafón in deutscher Sprache aufzubauen. Immerhin sind in diesem Buch Sätze über 7-8 Zeilen keine Seltenheit.

„Das Labyrinth der Lichter“ bietet viele Facetten, unter anderem spannende Agentenabenteuer, kaltblütige Verbrechen, zwielichtige Regierungsgeschäfte und als Gegenpol die allgegenwärtige Liebe und das moralisch hoch angesetzte Streben nach der Wahrheit.

Die Figuren und die Ereignisse wirken authentisch, die Protagonisten erwecken Sympathie. Ihre dramatischen Schicksale stehen symbolisch für viele Leidtragende.

Das Tempo wird dem Geschehen stets angepasst; mal rasend und verzweifelt, mal zögerlich und unsicher, mal gemütlich und lustvoll-genießerisch. Bei Letzteren treten die Vorzüge von Zafóns Heimatstadt in den Vordergrund: Es ist einmalig, mit seinen Helden zusammen zu leiden, mit ihnen durch Barcelonas Straßen zu streifen und dabei der spanischen Lebensart näher zu kommen. Ein weiterer Lichtblick sind schlagfertige Dialoge, scherzhaft versaute Weisheiten und traumhaft magische Darstellungen einer Stadt in dunklen und in lichtvollen Momenten.

Unter diesen Gegensätzen bleibt „Das Labyrinth der Lichter“ ein durchgehend spannendes Buch – bildhaft, bewegend, voller Emotionen. Keine leichte Lektüre zwischendurch, eher ein anspruchsvolles Monumentalwerk, das die permanente Aufmerksamkeit fordert.

  (21)
Tags: barcelona, brutalität, carlos ruiz zafón, dramatisch, franco-diktatur, friedhof der vergessenen bücher, gegensätze, generationen, kinderschicksale, literatur, romanzyklus, schicksalhaft, schlagfertigkeit, spanischer bürgerkrieg, sprachgewaltig, sprachliche kreativität, zafón   (17)
 

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(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

realistisch, brutal, kindheit, lebensnah, politisch

Der weiße König

György Dragomán , Laszlo Kornitzer
Flexibler Einband: 293 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 23.01.2012
ISBN 9783518463130
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: brutal, diktatur, dramatisch, kindheit, lebensnah, politisch, realistisch   (7)
 

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(112)

212 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

trinity, audrey carlan, erotik, stalker, liebe

Trinity - Gefährliche Nähe

Audrey Carlan , Graziella Stern
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 26.01.2017
ISBN 9783548288895
Genre: Erotische Literatur

Rezension:  
Tags:  
 

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(19)

28 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

italien, erinnerung, hörbuch, geniale freundin, 1950er jahre

Meine geniale Freundin

Elena Ferrante , Karin Krieger , Eva Mattes
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 01.09.2016
ISBN 9783844523522
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

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(228)

357 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 177 Rezensionen

mord, psychologie, krimi, manuskript, erinnerungen

Das Buch der Spiegel

E.O. Chirovici , Werner Schmitz , Silvia Morawetz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 27.02.2017
ISBN 9783442314492
Genre: Romane

Rezension:

Anhand eines unvollendeten literarischen Manuskripts entsteht in „Das Buch der Spiegel“ eine spannende Erzählung, die nicht nur zur abenteuerlichen Aufklärung eines Mordfalls, sondern zu stets wechselnden Erkenntnissen führt. Dabei wird immer wieder das selbe Ereignis aus der Sicht verschiedener Ich-Erzähler weiter verfolgt und bewertet.

Polarisierende Charaktere treiben Psychospielchen und beeinflussen die Wahrnehmung aller Beteiligten auf einer äußerst berechnenden Art. Nach der beinahe nebensächlichen Feststellung, dass das menschliche Gehirn zwischen Realität und Fiktion kaum unterscheiden könne, verliert man sich bald im Selbstzweifel, ob das eben Gelesene die Wahrheit oder nur eine vage Möglichkeit darstellt. Manipulation und irritierende Dialoge bringen einen andauernd aus dem Konzept.

Der Autor sorgt für anhaltende Spannung. Dabei kommt die Unterhaltung niemals zu kurz; spöttische Bemerkungen und tiefgehende Gedanken bieten jeweils aufheiternde oder nachdenkliche Momente, zeitweise wird die Stimmung sogar gruselig. Letztendlich hinterfragt man sich selbst und dennoch findet man die überraschenden Wendungen aufregend.

Wie das der Autor E. O. Chirovici bereits am Anfang seines Buches so treffend formuliert, schreiben tatsächlich viele Autoren „unbeholfen, leblos, ohne jenes gewisse Etwas“. Er entwickelt jedoch seine Geschichte präzise, mit leichter Hand. Eine interessante Herausforderung, sich von ihm an der Nase herumführen zu lassen. Dies zu wagen ist auf jeden Fall empfehlenswert.

  (21)
Tags: erinnerung löschen, erinnerungsprozeß, fesselnd, manipulation, mordfall, mysteriöser mordfall, präzise, psychische krankheiten, psycholgie, psychospielchen, spannend, verwirrend, wahrnehmung beeinflussen   (13)
 

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(104)

135 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 92 Rezensionen

fantasy, magie, andreas suchanek, lichtkämpfer, wechselbalg

Das Erbe der Macht - Schattenchronik: Das Erwachen

Andreas Suchanek
Fester Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 16.11.2016
ISBN 9783958342262
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags: fantasy, zauberei   (2)
 

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(53)

70 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 49 Rezensionen

frankreich, paris, freundschaft, freundinnen, liebe

Fast perfekte Heldinnen

Adèle Bréau , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.01.2017
ISBN 9783548613253
Genre: Romane

Rezension:

„Fast perfekte Heldinnen“ ist nicht das erste Buch über Freundinnen um die 40, daher ist das Thema an sich schon ziemlich verbraucht. Wenn man sich trotzdem heran traut, sollte man etwas zu bieten haben. Was jedoch Adèle Bréau mit ihren Protagonisten anstellt ist nicht sehr überzeugend.

Die Geschichte ist so alltäglich, dass sich beim Lesen recht schnell Langeweile einstellt: Kindererziehung, Partnerprobleme, Karriere – alles in einem anspruchslosen literarischen Rahmen dargestellt. Stilistisch liegt die Erzählung nah an einer Dokumentation.

Zumindest könnten die Dialoge verscherzt sein, doch da fehlt jede Spur. Außerdem ist es schwierig, ein Merkmal zur Identifikation zu finden. Die Heldinnen bewahren bis zum Schluss einen vornehmen Abstand zum Leser. So ist es mühsam, Sympathie zu entwickeln.

Die Schilderungen der Autorin reflektieren die Verzweiflung des Frauendaseins als Mutter und Ehefrau, die Glücksmomente kommen jedoch zu kurz und es fehlt völlig an Leichtigkeit. Ist denn das Leben der Pariser Damen eine pure Katastrophe? Die Frage ist ferner, ob man den Alltag als Heldin (er)leben muss und ob die Perfektion nötig ist, um glücklich zu sein.

Dieses Buch ist geeignet als Zeitvertrieb zwischendurch aber es ist nicht weltbewegend und an „Sex And The City“ (wie im Klappentext angekündigt) kommt es bei weitem nicht ran. Möglicherweise wird der zweite Band des Buches „Männer von fast perfekten Heldinnen“ interessantere Ansätze liefern...

  (28)
Tags: alltagsgeschichten, ehefrauendasein, eheleben, familienglück, familienglück- und unglück, familie und karriere, frauenalltag, frauendasein, frauenschicksal, junge mütter, kindererziehung, langeweile, mutter, paris, treue, untreue, verzweiflung   (17)
 

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(265)

493 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 156 Rezensionen

trinity, erotik, liebe, audrey carlan, vergangenheit

Trinity - Verzehrende Leidenschaft

Audrey Carlan , Christiane Sipeer
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 02.01.2017
ISBN 9783548289342
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Audrey Carlans Trinity ist nicht jugendfrei. Die Romanze mit sehr vielen erotischen Szenen taugt nicht für anständige Minderjährige. Auch wenn die „dreckige“ Wortwahl in den einschlägigen Abschnitten im modernen Alltag fast schon als normal betrachtet wird, auch wenn die übrige Handlung durch und durch romantisch ist.

Die einfach gestrickte Geschichte erzählt von jungen, erfolgreichen und atemberaubend schönen Menschen (Gigi und Chase), die Kulisse ist erstklassig (überwiegend luxuriös) und auch die Nebenrollen sind mit überdurchschnittlich angenehmen Persönlichkeiten besetzt. Es ist herzerwärmend zu lesen, wie sich die Hauptfiguren ineinander verlieben und wie sich ihre Liebe entwickelt. Dass sie zusammenkommen steht außer Frage. Es geht nur darum, diese knisternde Liebesgeschichte miterleben zu dürfen. Natürlich mit allem drum und dran, wie im Titel versprochen: Verzehrende Leidenschaft pur.

Trinity ist surreal und spannend, durchgehend leidenschaftlich, gelegentlich sogar erheiternd – insgesamt eine willkommene Ablenkung von der Realität, die sich selten so exquisit präsentiert.

Kleiner Zusatz: Die lobenswerte indirekte Stellungnahme der Autorin in dieser Publikation gegen häusliche Gewalt und Missbrauch wertet den Roman moralisch auf.

Audrey Carlan macht ihre Träume für ein breites Publikum in einer leicht verständlichen Sprache zugänglich. Trinity ist zweifellos ein guter Einstieg in eine emotional geladene Serie mit sympathischen Hauptfiguren, obwohl die erste Folge an sich eine runde Geschichte ergibt und nicht unbedingt eine Fortsetzung braucht.

  (40)
Tags: beängstigend, dominanz, erheiternd, erotik, erotische literatur, exquisit, frauenschicksal, häusliche gewalt, knisternd, leidenschaftlich, liebesgeschichte, liebhaber, luxuriös, milliardär, moralisch, nicht jugendfrei, prikelnd, romanze, stalker, surreal, traumhaft   (21)
 

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(44)

70 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

prag, rostock, fechten, sabine weiß, juden

Die Tochter des Fechtmeisters

Sabine Weiß
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.12.2016
ISBN 9783404174812
Genre: Historische Romane

Rezension:

Anfang des 17. Jahrhunderts: Eine junge Dame kämpft sich im männlichen Metier 'Fechten' wortwörtlich durch – und das zu einer Zeit, als Frauen im christlichen Europa selten zu Wort kamen. Clarissa, die Tochter eines ehrbaren Fechtmeisters, ist eine beeindruckende Persönlichkeit mit Intelligenz und Kampfgeist. Als Hauptfigur im historischen Roman „Die Tochter des Fechtmeisters“ ist sie in einer außergewöhnlichen Position. Ihre aufgeklärten Eltern gewähren ihr für die Verhältnisse des Zeitalters sehr viele Freiheiten: Sie darf fechten, reisen, letztendlich sogar eine Verschwörung aufklären und selbst als Gauklerin behauptet sie sich ausgezeichnet.

Bei allen intriganten Machenschaften und beim fast undurchschaubaren politischen Wirrwarr am Vorabend des Dreißigjährigen Krieges sorgt die Autorin mit einer klaren Sprache für den Überblick. Mit detailreichen Beschreibungen und mit umfangreich und präzise dargestellten historischen Hintergründen schafft Sabine Weiß eine authentische Umgebung für ihre lebhaften Romanfiguren. Dabei sind auch die Nebenrollen herausragend besetzt. Insgesamt ist bei den Charakteren eine überdurchschnittlich große Vielfalt geboten. Darüber hinaus sind die Namen der Romanfiguren keineswegs dem Zufall überlassen.

Moralische Werte werden betont: Respekt, Ehre, Kameradschaft, Anstand und Menschlichkeit unter schwersten Umständen. Das ist nicht selbstverständlich in einer Situation, wo die vorbestimmte Lage, der Stand der Individuen eine so bedeutende Rolle spielt, während im Hintergrund Machtkämpfe im Gang sind und das einfache Volk den Launen – und oft auch den kriegerischen Auseinandersetzungen – der Hochgeborenen ausgeliefert ist.

Die spannenden Abenteuer enthalten außerdem anspruchsvolle Fechtszenen mit entsprechender Waffenkunde.

Der Roman mit der starken Frauenfigur ist nicht nur fesselnd, er bietet sogar unter anderem stürmische Emotionen, ungeahnte Überraschungen und weise Ansätze zum Nachdenken – dieses Buch ist Lesespaß pur.

  (32)
Tags: 16. - 17. jahrhundert, authentisch, detailreich, ehre, einfallsreichtum, fechtkunst, fechtschule, frankfurt, frauenschicksal, gut recherchiert, historisch, historischer roman, intrigen, politik, religionskonflikte, rostock, schwerin, spannend, verschwörung   (19)
 

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(1)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

außerirdische, präastronautik, aliens, däniken

Botschaften aus dem Jahr 2118

Erich von Däniken
Fester Einband: 221 Seiten
Erschienen bei Kopp Verlag, 30.09.2016
ISBN 9783864453281
Genre: Sachbücher

Rezension:  
Tags:  
 

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(79)

154 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

magie, schweden, zauberer, lars vasa johansson, glück

Anton hat kein Glück

Lars Vasa Johansson , Ursel Allenstein , Antje Rieck-Blankenburg
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 21.10.2016
ISBN 9783805203876
Genre: Romane

Rezension:

Ein Zauberer, der an der Magie nicht glaubt, bietet eine spannende Ausgangssituation, um eine gute Geschichte daraus zu machen. Was der Autor, Lars Vasa Johansson, in diesem Fall mit seinen Romanhelden und Lesern vorhat, ist mehr als vielversprechend.

Im Mittelpunkt steht ein verbitterter, einsamer Mensch, der es hasst, keinen Erfolg in seinem Beruf als Zauberer zu haben. Wieso hat ihn seine Glückssträhne verlassen? Wieso ist er arrogant und oberflächlich geworden? Allem Anschein nach muss die Leserschaft dem Leidensweg einer unsympathischen Hauptfigur folgen.

Glücklicherweise erweist sich Anton, der Berufszauberer, dennoch als eine wandelbare Persönlichkeit, dazu noch einfallsreich und äußerst nachdenklich. Dank dieser Eigenschaften kämpft er sich ohne besondere Schwierigkeiten durch viele skurrile Abenteuer.

„Anton hat kein Glück“ ist eine ziemlich unmögliche, übersinnliche und teilweise wahnsinnige Geschichte, in der sich Realität und Fiktion durchgehend vermischen. In Antons gottverlassenem Alltag erscheinen übernatürliche Wesen und er taucht langsam in eine Märchenwelt ein, die versucht, ihn zu retten oder zu verschlingen.

Reicht denn ein Todesfluch aus, um ein unzufriedenes Leben ins Glückliche zu wenden?

Nach einer Reihe zweifelhafter Ereignisse wird langsam klar, dass der Autor auch die Leser zu täuschen versucht. Man rechnet andauernd mit gewissen Wendungen – vergeblich. Letztendlich kommt alles anders und genau das macht dieses Buch interessant. Verrückte Zwischenfälle und witzige Dialoge mit sehr viel (Selbst)Ironie erhöhen den Spaßfaktor. Ein wunderbares Buch für alle, die ihre Freizeit gern fernab der sicheren Normalität verbringen.

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Tags: alltagswunder, ironisch, magie, märchenhaft, nicht normal, schweden, skurril, verrückt, zauberei, zauberer   (10)
 

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(120)

166 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 98 Rezensionen

mata hari, paulo coelho, spionage, spionin, roman

Die Spionin

Paulo Coelho , Maralde Meyer-Minnemann
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.11.2016
ISBN 9783257069778
Genre: Romane

Rezension:

Von Paulo Coelho erwartet man's eben nicht anders und man wird auch niemals enttäuscht: Er schafft Meisterwerke. Seine Darstellung über das Leben von Mata Hari ist beeindruckend und einfühlsam. Zwar geht es hier um eine gut recherchierte, dokumentarische Geschichte, die Erzählung durch fiktive Abschnitte ergänzt. Diese schöpferische Freiheit bereichert jedoch das Gesamtwerk.

Die Vorstellung über ein aufregendes Leben und die Sehnsucht nach Unabhängigkeit trieben eine junge Dame dazu, eine zumindest sicher erscheinende Existenz aufzugeben. Sicher und unglücklich. Sie lebte nach dieser Entscheidung gewiss anders, doch das Anderssein hatte seinen Preis.

Wie Mata Hari auf ihre unvermeidbare Tragödie zusteuert wird in Briefform niedergeschrieben. Zwei Ansichten werden geschildert und beide erscheinen jeweils eine Rechtfertigung zu sein. Mata Hari erklärt ihre Beweggründe zur gefahrenvollen „Spionage“, ihr Verteidiger erklärt, wieso ihr Fall vor dem Gericht von Anfang an aussichtslos war.

Die rührende Erzählweise stimmt nachdenklich: War Mata Hari tatsächlich eine selbstbewusste Persönlichkeit? Wurde sie lediglich Opfer von Verrat und Intrigen? Musste sie denn leidenschaftslose Liebesaffären hinnehmen, um dadurch ihren Wunsch nach Freiheit zu befriedigen? Führte sie ihr Schicksal selbst herbei?

Ein faszinierendes Frauenleben in einer männerdominierten Welt, mit Coelhos Worten einfach tief gehender ausgedrückt, als je zuvor.

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Tags: 1. weltkrieg, frauenschicksal, mata hari, paulo coelho, spionin, tänzerin, unabhängige frau   (7)
 

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419 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 117 Rezensionen

familie, tod, trauer, liebe, hoffnung

Und nebenan warten die Sterne

Lori Nelson Spielman , Andrea Fischer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 29.09.2016
ISBN 9783810524713
Genre: Romane

Rezension:

Eine herzzerreißende Familientragödie erschüttert das Leben von Erika Blair. In ihrem persönlichen Umfeld wird sie mit den Gefühlen ihrer Familienmitglieder und ihrer Freunde konfrontiert. Sie muss über dies hinaus noch „verstörende Erinnerungen“ aus der Kindheit bewältigen.

Autorin Lori Nelson Spielmann wählte ein überaus emotionales Thema für ihren Titel „Und neben warten die Sterne“. Die Ausgangssituation gibt genug Stoff für Spannungen: Alleinerziehende (geschiedene) Mutter, eine Adoptivtochter – junge Erwachsene mit einer Menge Unsicherheiten –, eine tragisch verunglückte leibliche Tochter, ein etwas oberflächlicher Ex-Mann, hoch gesetzte Ziele im Beruf – stressiger Alltag – und emotionale Lasten aus der Vergangenheit.

In erster Linie steht in diesem Buch die Trauerverarbeitung mit qualvollen Schuldgefühlen. Die Autorin führt die Leser durch zweierlei Ansichten durch die Ereignisse. Erika Blair erzählt in der Ich-Perspektive, die Eindrücke ihrer Adoptivtochter werden in der dritten Person geschildert. Das sorgt zwar anfangs für etwas Verwirrung, doch der direkte, schnörkellose Schreibstil hilft, um sich schnell an dieses Wechselspiel zu gewöhnen.

Die zwei Hauptfiguren, Erika und Annie, kämpfen sich durch die verwirrte, hektische Welt. Vielversprechende, überraschende Wendungen tragen dazu bei, dass es im Roman nicht nur bei Vorwürfen und quälenden Schuldgefühlen bleibt, sondern auch alte und neue Freundschaften blühen können und Liebe entflammt.

Letztendlich tragen die Sprüchealben viel bei, dass die Romanhelden nahezu unversehrt durch alle Desaster kommen. Großmutters liebevolle und weise Anleitung begleitet die Töchter schützend über den Tod hinaus.

Ein bemerkenswerte Lektüre, doch das Thema ist fast zu umfangreich für knapp 400 Seiten. Zeitweise mangelt es an Beweggründen und es wird mutig angenommen, dass die emotionale Wahrnehmung bei Männern fehlt. Es prickelt, es kriselt gewaltig, es ist in jeder Hinsicht aufregend. Die Schwierigkeiten, das eigene Leben „aufzuräumen“, sind knallhart erlebbar.

Autorin Lori Nelson Spielman bleibt sich treu und sorgt mit ihrem aktuellen Titel für ein packendes emotionales Leseerlebnis.

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Tags: befreiung, drama, erfrischend, familie, familienalltag, frauenroman, frauenschicksal, hautnah, loslassen, mutter-tochter-beziehung, trauerverarbeitung   (11)
 

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(112)

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barbarazweig, heiligendamm, liebe, ostsee, weihnachten

Winterblüte

Corina Bomann
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 14.10.2016
ISBN 9783471351420
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ein eiskalter Winter tobt in Heiligendamm, Weihnachten steht vor der Tür und die Familie Baabe ist in großer Aufregung. Tochter Johanna soll bald heiraten, doch sie will nicht. Zumindest nicht die Kandidaten, die ihr den Hof machen. Schließlich möchte sie glücklich werden. Doch 1902, Anfang des 20. Jahrhunderts spielt die gesellschaftliche Stellung eine so große Rolle, dass weibliche Familienmitglieder kaum auf ein unabhängiges und freies Leben hoffen dürfen.

Glücklicherweise bringt eine unbekannte Schiffsbrüchige Abwechslung ins Leben des kleinen Ortes an der Ostseeküste. Aus der melancholischen Grundstimmung entwickelt sich eine spannende Geschichte, die sowohl die festgefahrenen Traditionen als auch die Toleranz der Beteiligten auf die Probe stellt.

Die lebendig gezeichneten Figuren und bildhaften Szenenbeschreibungen lassen unterhaltsam in die Kulisse der vorletzten Jahrhundertwende eintauchen. Besonders stimmungsvoll ist die elegante Umgebung, die eifrige Vorbereitung in der Vorweihnachtzeit und die Einstimmung auf das Fest. Ergreifend die dramatischen Emotionsausbrüche – schließlich geht es um Identität, Abstammung und ferner um eine glückliche Zukunft.

Aussichtslosigkeit und Hoffnung wechseln sich in kurzen Abschnitten ab. Sogar gewisse Parallele zum Aschenputtels Leidensweg werden erkennbar, während sich die Liebesbeziehungen etwas eigenständig entwickeln und sich die Situation am Weihnachtsabend beim prunkvollen Ball zuspitzt.

Die Autorin strickt „Winterblüte“ fesselnd und einfühlsam, einzig die Dialoge enthalten zum Teil moderne Redewendungen, die sich etwas unglücklich in die Zeit vor über 100 Jahren fügen. Insgesamt gewinnen die Sympathie zu den Romanfiguren und die kurzweilige Erzählkunst.

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Tags: 1902, aschenputtel, elegant, eleganz, gesellschaftliche stellung, gesellschaftliche stellung der frau, heiligendamm, intrigen, junge liebe, liebesgeschichte, ostseeküste, romantik, romantisch, schicksalhaft, stimmungsvoll, vorweihnachtszeit, weihnachtsstimmung, weihnachtszeit, wintermärchen   (19)
 

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(19)

37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

sylt, glück, geld, leben, millionär

Sylt oder Selters

Claudia Thesenfitz
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.05.2015
ISBN 9783548287072
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags: durchschnittlich, flach, oberflächlich   (3)
 

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historisch, historischer roman, taxis, tote herzogin, anschauliche darstellung

Die Postmeisterin

Helga Glaesener
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 12.08.2016
ISBN 9783471351321
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der historische Roman um die Wöllsteiner Gastwirtin, die man nur unter Lebensgefahr Postmeisterin nennen kann, ist eine abenteuerliche historische Geschichte, die man kaum aus der Hand legen kann. Warum die Lebensgefahr? Weil die genannte Tätigkeit im Postgeschäft der Wöllsteiner Witwe, Aliz, unter der größten Geheimhaltung illegal betrieben wird. Zu Konflikten kommt es im Laufe der Ereignisse dennoch nicht nur aus diesem Grund. Ein großes Durcheinander muss geklärt werden. Geheimnisse um verschleierte Familienverhältnisse müssen bewahrt werden, Intrigen um Macht müssen abgewehrt, persönlich erlittene Schicksalsschläge verkraftet werden – das alles unter bescheidenen Verhältnissen in Deutschland im 17. Jahrhundert.

Gut recherchierte historische Hintergründe, eine bildhafte Beschreibung des Alltagslebens in der Stadt, auf dem Land und in der freien Natur machen die einzelnen Szenen anschaulich. Die verschiedenen Charaktere handeln authentisch – man kann alles genau nachempfinden: Freude, Erfolg, Glück oder eben Verzweiflung, Sorgen und Grausamkeit.

Die Sprache ist klar, stilistisch passend und die Formulierungen sind oft witzig. Schlagfertige Sprüche lockern die teils düsteren Abschnitte auf und leiten hoffnungsvoll in die nachfolgenden Kapitel weiter.

Es fehlt nicht an einfallsreichen Überraschungen, dramatischen Wendungen und an waghalsiger Heldenhaftigkeit – zuletzt bleibt noch Spielraum für eine Prise Romantik. Mit Aliz, der Postmeisterin, die in Wirklichkeit gar keine ist, schuf Helga Glaesener eine weitere starke Frauenpersönlichkeit, die sich in fesselnden Abenteuern ins Herz der Leser kämpft.

Ein sehr bewegendes, ausdrucksvolles Buch.

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Tags: abenteuerlich, anschaulich, anschauliche darstellung, anschaulich präsentiert, ausdrucksvoll, authentisch, einfallsreich, frauenschicksal, historisch, historischer roman, mittelalter, romantik, romantisch, spannung, sprachlich präzise, starke frau, überraschend   (17)
 
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