DoreenGehrke

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34 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

liebe, familie, 19. jahrhundert, klassiker, roman

Überredung: Roman (Reclam Taschenbuch)

Jane Austen
E-Buch Text: 348 Seiten
Erschienen bei Reclam Verlag, 04.02.2016
ISBN 9783159609782
Genre: Klassiker

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Wer ist Mr Satoshi?

Jonathan Lee , Cornelia Holfelder-von der Tann
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei btb, 12.12.2016
ISBN 9783442714544
Genre: Romane

Rezension:

Der Autor, Jonathan Lee, beschreibt Ereignisse und Eindrücke des Protagonisten, Robert Fossick, detailreich und mitunter in einer neu entdeckten Sprache. Dabei ist die "neu entdeckte Sprache" nicht unbedingt ein Segen für das Erzählen. Die Wortwahl sowie das Zusammensetzen von Wörtern ist zwar gut gemeint, da der Autor versucht, eine besondere Atmosphäre zu schaffen. Aber ich finde, dass es das Erzählen erschwert, und ich fühle mich im Lesefluss gestört: „ein feiner Lichtstrahl laserte durch die Scheibe, fiel in das Glas in meiner Hand und brachte die Eiswürfel zum Vibrieren“, „das Gebrummel anderer Bewohner“, „das Wort Mutter, das sich in meiner Kehle staute und ins Zimmer ergoss“, „Stakkato von Schwarz-Weiß-Bildern“, „nur dieses Alien-Wesen, runzlig und pockennarbig, das sie noch hält“, „ließ gerade Eiswürfel in ein Glas klimpern“, „Ich ging in Habachtstellung, aber die Scheibe hielt“, „in dieser leeren Sekunden, dieser Blanko-Stelle der Zeit, wusste ich, dass ich Aktionsmöglichkeiten hatte“, „Zeitlupenmundbewegungen“. Nichtsdestotrotz ist die Geschichte interessant. Es stellt sich für mich aber die Frage, warum Robert Fossicks Mutter sich gerade einen japanischen "Decknamen" für ihre englische Jugendliebe Reggie ausgedacht hatte. Und ich habe mich zudem immer gefragt, ob der eine oder andere es überhaupt aushalten kann, wenn man beim Lesen mit sich kämpfen muss. So heißt es z. B. „grazil gedrehter Hals“, als der Ich-Erzähler das Stürzen seiner Mutter beschreibt – kann der Hals einer Sterbenden noch grazil sein? oder „verunkrautete Alice-Fossick-Gedächtnisloch“, als der Sohn von weitem dem Begräbnis seiner Mutter beiwohnt - für das frisch ausgehobene Grab seiner Mutter? Allein ein einziger Satz hat mir gefallen, der mich von seinem nachgesagten Talent aber nicht überzeugen konnte: „Jeder zurückgelegte Meter fühlte sich an wie ein Sieg des Willens über die Materie.“

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

kunst, kunstfälschung, ruhm, geld, meisterfälscher

Original Meisterfälscher - Ego, Geld & Größenwahn

Noah Charney
Fester Einband: 296 Seiten
Erschienen bei Brandstätter Verlag, 31.08.2015
ISBN 9783850339216
Genre: Sachbücher

Rezension:

Noah Charney ist ein Experte für Kunstkriminalität und vermittelt mit seinem Buch „Original Meisterfälscher – Ego, Geld & Größenwahn“ dem kunstinteressierten Leser aufschlussreiche Informationen zur Geschichte der Kunstfälschung. Beispielhaft beschreibt er die Beweggründe von Kunstfälschern aus dem Mittelalter bis in die Gegenwart, Kunst zu fälschen. Deren kriminelle Lebensläufe und wie sie letztendlich entlarvt wurden, wird detailliert geschildert. Zudem gibt der Autor Auskunft über Methoden, Fälschungen forensisch zu entdecken bzw. Originale zu schützen und für die Nachwelt zu erhalten. Dieses Sachbuch ist in Kapiteln unterteilt, die sich auf die verschiedenen Beweggründe von Künstlern beziehen, Kunst zu fälschen. Nicht immer war Geldgier der Grund zum Fälschen. Zumeist begannen Künstler Werke zu kopieren oder nachzuahmen, weil sie mit ihrer eigenen Kunst keinen Erfolg hatten und sich von Mitspielern aus der Kunstwelt gedemütigt fühlten – wie es heute sicher noch sein wird. Welch ein Gefühl der Genugtuung muss es da sein, dann zu sehen, wie leicht es ist, die Kunstwelt an der Nase herumzuführen? Denn die Vergangenheit hat gezeigt, wie einfach es zum Teil war, die Welt zu täuschen, da sie getäuscht werden wollte. Ebenso, wie es Noah Charney in seinen Kapiteln „Zu Beginn“ und „Fazit“ sagt: „Die Welt möchte getäuscht werden … also sei sie getäuscht.“ Hinzu kommt, dass Kunstfälscher, sollten sie denn entlarvt werden, wenig zu befürchten hatten und noch haben. Geringe Gefängnisstrafen und danach möglicherweise sogar der große Profit. Wolfgang Beltracchi zum Beispiel, über dessen kriminelle Karriere 2014 ein Film in die Kinos kam. Ruhm und Bewunderung wird Fälschern zuteil und man vergisst, dass es Kriminelle sind, die nach ihrer Entlarvung eigentlich nicht mehr von ihren kriminellen Hinterlassenschaften profitieren sollten. Dem stimme ich Noah Charney zu und meine, wie er, dass es Gesetze braucht, die genau das verhindern.

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155 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 67 Rezensionen

drogen, kelly fiore, familie, geschwister, jugendbuch

Der tiefe Fall der Cecelia Price

Kelly Fiore , ,
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.06.2015
ISBN 9783649619185
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Cyrus Price war ein Opfer – und jeder andere in seinem Leben auch“, so der Richter bei der Urteilsverkündung im Prozess um Cecelia Price, die wegen Drogendealens für neun Monate Haft in der Justizvollzugsanstalt für Jugendliche in Piedmont Abteilung für Verhaltenstherapie verurteilt wird. Eine Mitschuld an den Drogentod ihres Bruders ist nicht bewiesen. Ihr Geständnis wird vom Richter nicht anerkannt, er sieht eher darin den verzweifelten Versuch eines psychisch labilen Mädchens, die Alleinschuld dieser Tragödie auf sich zu nehmen, um Angehörige, Freunde und Bekannte zu entlasten. Kelly Fiores Jugendroman „Der tiefe Fall der Cecelia Price“ hat nicht meine Erwartungen aus der Leseprobe erfüllen können. Die gewählte Erzählform aus Blick der Protagonistin Cecelia Price mit gut dosierten Rückblicken bis zum Tod des Bruders hat mich nicht gestört. Die Aufteilung der Geschichte in den Aufenthalt in der Justizvollzugsanstalt für Jugendliche in Piedmont mit anschließendem Gerichtsprozess und in Cecelias Vergangenheit mit früher Kindheit bis zum letzten Schuljahr und dem Versuch, auf ein College gehen zu können, war von der Autorin eine gute Idee, die auch gut umgesetzt worden ist. Schlecht fand ich die dann und wann auftretenden psychologischen Erklärungen, ja, psychoanalytischen Versuche der Autorin, die eher in ein Sachbuch, als in ein Jugendbuch gehören. Zudem aus der Perspektive eines Ich-Erzählers, d. h. von einer Schülerin erzählt. Das war mir etwas zu viel, bei sicher gut gemeinter Intention von Kelly Fiore. Weiter fielen mir einige Stellen im Text auf, die in mir Unverständnis aufkommen ließen und vielleicht sogar als Fehler in der logischen Abfolge dieser Geschichte zu sehen sind. Warum wurde Cecelias College-Wunsch nicht in der Therapie, Monate vor Prozessbeginn, herangezogen und diskutiert? Das wäre eine Möglichkeit gewesen, Cecelia zu stärken und zu motivieren, vor Gericht zu kämpfen. Warum wurde im Prozess nicht klargestellt, dass Jason die Kernspinaufnahme seiner Cousine gefälscht hatte? Nur mit der gefälschten Aufnahme hat Cecelia die Schmerzmittel vom Arzt bekommen. Warum wurde nicht darauf eingegangen, warum Cecelia überhaupt Drogen verkauft hatte? Laborgebühren für den Chemieunterricht der High-School, Collegekurse etc.. Warum wurde der Vater erst gar nicht in den Zeugenstand gerufen? Er hätte aussagen müssen, dass er immer wieder seinen Sohn Cyrus finanziell unterstützte und von seiner Drogensucht wusste. Das hätte Cecelia sehr entlastet. Möglicherweise wäre sie mit einer Bewährungsstrafe und ambulanter Therapie gut davongekommen. Beim Lesen der letzten Kapitel hatte ich immer wieder den Eindruck, dass das Ende schnell fertig geschrieben werden sollte. Mir fehlt hier die intensive Recherche, die für einen soliden Prozessverlauf nötig gewesen wäre. Von der Autorin wurden von 2013 bis 2015 drei Bücher veröffentlicht. Offensichtlich hat sie sich nicht genügend Zeit gelassen. Schade!

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38 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

london, 1968, krimi, korruption, hippies

Kings of London

William Shaw , Conny Lösch
Flexibler Einband: 472 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 06.07.2015
ISBN 9783518466100
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Als müssten sie ständig vögeln, um frei zu sein. … Ich finde das unheimlich, weißt du. Die machen das nicht, weil sie wollen. Jedenfalls nicht die Mädchen. Die müssen das machen, wenn nicht, sind sie spießig. Verstehst du, was ich meine? Ich könnte das nicht. Ich könnte mich selbst nie so gering schätzen. … Unheimlich daran ist nur, dass die alle denken, sie würden die Welt verändern. Dabei reden und streiten sie die ganze Zeit. Sitzen bis zwei Uhr früh zusammen und labern dummes Zeug. … Aber die glauben, wenn du möglichst viel Pot rauchst und vögelst, dann verschwindet alles Böse. Die sind wie … Kinder.“, erzählt Tozer ihrem Kollegen Detective Breen von ihren Erfahrungen mit den Hippies eines besetzten Hauses, das unter Verdacht steht, Umschlagplatz für Drogen zu sein. Für Breen ist diese Zeit des Londons im Jahre 1968 eine ganz andere Welt, ungreifbar und unwirklich. Hippies als die neuen Freigeister auf der einen Seite und korrupte Cops in Breens Abteilung auf der anderen Seite, die selbst über sich sagen: „ … D Devision 1968. Wir sind die verfluchten Könige von ganz London, jawohl, das sind wir.“ Breen ist der typische Antiheld, ein Eigenbrötler, skeptisch, kritisch und korrekt. Ohne seinen Job, weiß er nichts mit sich anzufangen. Aufgewachsen in einem „frauenlosen“ Haus, allein mit seinem Vater, fällt es ihm schwer, Kontakt mit Frauen zu finden, geschweige denn eine Beziehung zu führen. Seinen kranken Vater hat er bis zum Schluss gepflegt, ihn zu Letzt ins Krankenhaus gebracht und für sich gehofft, dass es mit ihm zu Ende geht. Was auch geschieht, mit Beginn des Buches und worüber Breen später selber sagt: „Mein Vater hat sich mit dem Sterben lange Zeit gelassen. … Ich habe mir gewünscht, er würde sich ein bisschen mehr beeilen.“ Immer wieder tauchen Rückblicke über das Zusammenleben mit seinem Vater auf, gut dosiert, niemals zu viel, man lernt William Shaws Protagonist kennen. Seine Entwicklung ist vielschichtig, er fühlt sich hin- und hergerissen. Zuletzt spielt er das gefährliche Spiel der Macht mit, sein Verhalten reflektiert sich so: „Teilweise war Breen schockiert, wie leicht ihm das alles fiel. Die nackte Angst in Creamers Blick. Sein eigenes Gefühl von Macht. Eigentlich müsste er sich selbst verachten. Das war der Stil von Oliver Tarpey, die Geheimnisse einer Person gegen diese selbst zu verwenden. … Langsam voranschreitende Korruption.“ Neben „Abbey Road Murder Song“ ist „Kings of London“ der zweite Band der Trilogie um Detective Breen und Constable Tozer. Ich habe das erste Buch nicht gelesen, habe aber nicht Eindruck gehabt, ich hätte den ersten Band lesen müssen. Die gesellschaftlichen Hintergründe in diesem Buch werden sehr gut geschildert und scheinen mir vom Autor intensiv recherchiert. Das sollte man von einem Journalisten auch erwarten können. Die Übersetzung scheint mir sehr gelungen. Der Text liest sich flüssig, der Spannungsbogen wird bis zum Schluss gehalten. Anders als die Leseprobe hat mich das Buch sehr gepackt. Ein gelungener Kriminalroman, den ich nur weiterempfehlen kann.

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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

norwegen, handpuppe, jostein gaarder, einsamkeit, schweden

Ein treuer Freund

Jostein Gaarder , Gabriele Haefs
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 13.03.2017
ISBN 9783446254435
Genre: Romane

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