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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

ferdinand von schirach, verbrechen, justiz

Tabu

Ferdinand von Schirach
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei btb, 13.02.2017
ISBN 9783442714988
Genre: Romane

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1 Bibliothek, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Waldheimat

Peter Rosegger
Flexibler Einband: 136 Seiten
Erschienen bei Tredition, 07.09.2011
ISBN 9783842414709
Genre: Historische Romane

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

generationskonflikt, generation x, 89 generation, bonner republik, leggewie

Die Neunundachtziger

Claus Leggewie
Fester Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe
ISBN 9783455083729
Genre: Sachbücher

Rezension:

Claus Leggewie versucht in seinem Buch aus dem Jahr 1995 dem Begriff 89 Generation näher zu kommen in dem er einerseits den Begriff Generation aus wissenschaftlicher Sicht erklärt als auch das gemeinsame dieser Generation zu erfassen.


Gut wird beschrieben, dass Generationen nicht unbedingt eine Menschenzyklen, also 25-30 Jahre erklärt werden können, sondern sehr wohl auch deutlich kürzer, oftmals nur 10 Jahre oder manchmal auch kürzer . Als auch dass es für die alte Bundesrepublik "Bonner Republik" mit den Flakhelfern und der 68 Generation zwei prägende Personengruppen gibt.  Auch dass nicht jede Generation so nachhaltig in Erinnerung bleibt wie diese beiden.


Eine Jugend gibt es auch eine Entdeckung des 20. Jahrhunderts, da es vorher Kind und Erwachsen gab. 


Gemäß dem Autor definiert sich eine Generation mit Ereignissen, die alle betreffen und nicht Einzelne. Für die 89  Generation ist das laut Leggewie: 1. Tchernobyl, 2. Der Mauerfall-Wiedervereinigung, 3. der Jugoslawien Krieg Anfang der 90er Jahre. 


Im Gegensatz zu  anderen früheren Generationen ist die Generation laut Leggewie eine recht lange mit Geburtsjahren 1965-1978. 
Die 89 sind laut Leggewie die Generation der Gegensätze. Das Internet wird im privaten Leben mehr und mehr genutzt. Die Rückbesinnung auf Familie in einer globalisierten Welt. Die Friedensbewegung der Vorgängergeneration trifft auf die Brutalität des ersten Krieges in Europa nach dem 2. Weltkrieg. 


Gerade der Mauerfall ist wichtig für die Generation und gerade da wird auch mit der grösste Unterschied zwischen der Jugend des Westens und der des Ostens  deutlich. Die Wessis sind desinteressiert und wollen keine Änderung, die Ossis wollen viel  Veränderung, dürfen aber nicht, da der Westen bestimmt "wo es langgeht" in den Anfangsjahren der Berliner Republik.




Fazit: Habe das Buch vor 20 Jahren gelesen und fand es faszinierend und sicherlich in einigen Punkten erleuchtend und einleuchtend. Jetzt wieder gelesen und nun eher langweilig und langatmig. 


Was  aber sicherlich richtig ist. Die 89 Generation sind auch jetzt und heute ein Gruppe der Gegensätze. 

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Tags: 89 generation, bonner republik, generationskonflikt, generation x, leggewie, mauerfall   (6)
 

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1.278 Bibliotheken, 60 Leser, 5 Gruppen, 193 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, achtnacht, berlin, fitzek

AchtNacht

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.03.2017
ISBN 9783426521083
Genre: Krimi und Thriller

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Tags: berlin, menschenjagd, social media, todeslotterie, vogelfrei   (5)
 

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204 Bibliotheken, 10 Leser, 2 Gruppen, 97 Rezensionen

thriller, martin abel, rainer löffler, gummersbach, fallanalytiker

Der Näher

Rainer Löffler
Flexibler Einband
Erschienen bei Bastei Lübbe, 24.04.2017
ISBN 9783404174546
Genre: Krimi und Thriller

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59 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

droge, jack reacher-roman, buch, waffenhandel, afghanista

Die Gejagten

Lee Child , Wulf Bergner
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 27.06.2016
ISBN 9783764505424
Genre: Krimi und Thriller

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108 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

natur, bäume, wald, kommunikation unter bäume, geheimnisse über bäume

Das geheime Leben der Bäume

Peter Wohlleben , Kilian Schönberger
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ludwig, 24.10.2016
ISBN 9783453280885
Genre: Sachbücher

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(1.029)

1.660 Bibliotheken, 41 Leser, 1 Gruppe, 158 Rezensionen

kreuzfahrt, thriller, sebastian fitzek, selbstmord, psychothriller

Passagier 23

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 29.10.2015
ISBN 9783426510179
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: inzest, kindesmissbrauch, kreuzfahrt, undercover   (4)
 

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132 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

paris, frankreich, islam, sex, islamisierung

Unterwerfung

Michel Houellebecq , Norma Cassau , Bernd Wilczek
Flexibler Einband: 274 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 24.04.2017
ISBN 9783832163594
Genre: Romane

Rezension:

Der Schreibstil Houellebecq ist flüssig und das Buch ist sehr gut zum Lesen. Die internationale Bekanntheit des Autors hilft darüber hinaus den Erfolg des Buches zu erklären.


Der Hauptdarsteller Francois ist als Literaturwissenschaftler von vornherein nicht der typische Mann von der Strasse und mit seiner Spezialisierung auf Huysmans noch weniger. 
Das letzlich frauenfeindliche Bild zieht sich sehr gekonnt durch das gesamte Buch hindurch.
Wirklich gut beschrieben ist die demokratische Machtübernahme des Muslimbrüder mit ihrem charismatischen Anführer. 
Aus einem Kampf westlicher Liberalismus gegen Chauvinismus, bzw. Kapitalismus gegen Kommunismus wird duch die Partei der Muslimbrüder vermeintlich ein dritter, alternativer Weg dargelegt.
Schwerpunkt ist die Familie und der familiäre Handwerksbetrieb. Der Islamismus kommt durch die Hintertür. 


Houellebecq spielt gekonnt mit dem Thema des (radikalen) Islamismus und der sicherlich bei vielen Menschen vorhandenden unterbewussten Angst gegenüber dem  Islam im Allgemeinen. 
Aber leider trotz aller zugespitzten, sartireartigen Erzählweise ist alles doch recht eindimensional. 
Gerade am Frauenbild des Hauptdarsteller, der nicht nur zufällig eine Beziehung zu einer 20 jüngeren Jüdin pflegt, zieht sich der Rote Faden durch das Buch. 
Das am Ende unter anderem die Möglichkeit der Heirat von 4 Ehefrauen im Islam theoretisch erlaubt ist, versucht der Autor eine Art Krieg der Religionen aufzuziehen. 
Auch das gerade der Wahabismus der Saudis die Universität Sorbonne finanziell unterstützt ist bewusst von Houellebecq in Szene gesetzt. Stichwort Vollverschleierung und Heirat Minderjähriger.


Das es keine organisierte Gegenwehr gegen die schleichende Übernahme der 5. Republik gibt seitens der Bevölkerung sondern allenfalls Bürgerkrieg und Fatalismus ist sicherlich der Satire und Zielsetzung des gesamten Buches geschuldet.





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Tags: chauvinismus, huysmans, islamismus, paris   (4)
 

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111 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

fotografie, kunst, tabu, schach, sebastian von eschburg

Tabu

Ferdinand von Schirach
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Piper, 09.03.2015
ISBN 9783492305204
Genre: Romane

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11 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

sowjetunion, afghanistan, nobelpreisträgerin, erschreckend, zeitzeugenbericht

Zinkjungen

Swetlana Alexijewitsch , Ingeborg Kolinko , Ganna-Maria Braungardt
Flexibler Einband: 316 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 10.01.2016
ISBN 9783518466483
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die Nobelpreisträgerin bleibt Ihrem Stil treu. Kommentare und Erzählungen von Soldaten, deren Müttern, Medizinischen Personal und gelegentlich auch Zivilbeschäftigten.
Krieg ist wohl immer grausam, in letzter Konsequenz Menschenverachtend und zerstörerisch. Selbstverständlich auch tödlich.

Sehr gut und auch typisch for Alexijewitsch sind die verschiedenen Bilder, welche die Beschreibungen im Kopf des Lesers hinterlassen.  Wie der Krieg, die grossteils jungen Soldaten verändert und körperlich und seelisch zerstört.  Die Trauer der Mütter über Ihre Kinder, einmal verzweifelt, dann wieder stolz.
Ein Guerilla Krieg, wie der in Afghanistan bringt wohl  immer nur das schlechteste im Menschen zu Tage. 
Die Autorin beschreibt gut, die politische Motivation des Krieges aber auch, wie gerade die Zivilbevölkerung trotz Nachrichtensperre die Sinnhaftigkeit dieses Krieges immer stärker anzweifelt. 
Die Sowjetunion sind nicht die Befreier, wie im 2. Weltkrieg sondern letztlich Invasoren. Die Afghanen verteidigen ihr Land gegen den Aggresor. . 

Sehr stark ist am Ende des Buches die Beschreibungen, wo Alexijewitsch verklagt wird von 2 Personen, welche Sie interviewt hat. Einer Mutter eines getöteten Soldaten und eines Soldaten selbst. Diese sagen, dass Ihre eigenen Aussagen für Sie in Ihrer Ehre und Persönlichkeit verletzend sind und Alexijewitsch damit Geld verdient. Viel Geld.
Letztlich geht es darum, dass der Schreibstil die Nobelpreisgewinnerin eine dokumentarische Erzählung ist und kein Interview. Nichtsdestotrotz wird Sie in einem Fall verurteilt, da Sie nicht die Wahrheit schreibt. 

Schade ist, dass der gesamtpolitische und auch zeitliche  Kontext fehlt. Immerhin dauerte  der Krieg 10 Jahre. Dem Buch fehlt es aber an einer klareren Struktur. Die Kapitel Erster Tag, Zweiter Tag, Dritter Tag  zu nennen entzieht sich einer Logik oder Erklärung.
Auch die Rolle des Staates, Motivation, Diktion ist nicht immer ausreichend erklärt. 
Die  Autorin ist eine erklärte Kriegsgegnerin. Ihre Motivation für Ihre Erzählung ist den Krieg als solches zu beschreiben. In aller Tragik, Grausamkeit, Sinnhaftigkeit bzw. Sinnlosigkeit. Es gibt nur Verlierer, keine Gewinner. 

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Tags: afghanistan, mudschaheddin, nobelpreis, nobelpreisträgerin, sowjetunion, zeitzeugenbericht   (6)
 

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27 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

koran, syrien, reportage, is, gesellschaft

Inside IS - 10 Tage im 'Islamischen Staat'

Jürgen Todenhöfer
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Penguin, 12.12.2016
ISBN 9783328100836
Genre: Sachbücher

Rezension:  
Tags: daesch, irak, islamischer staat, koran, mosul, religion, reportage, syrien, terrorregime   (9)
 

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

helmut schmidt, pantheon verlag, hamburg, lebensbericht, biografie

Was ich noch sagen wollte

Helmut Schmidt
Flexibler Einband: 239 Seiten
Erschienen bei Pantheon, 13.06.2016
ISBN 9783570552841
Genre: Biografien

Rezension:

Das Buch ist keine Biographie hat aber themenbedingt doch einige sehr biographische Elemente. 

Schmidt beschreibt sehr gut die Schwierigkeiten mit dem Wort Vorbild, das in der deutschen Sprache viel mächtiger ist als in anderen Sprachen. Wo das Wort mehr in Richtig positives Beispiel geht.

Interessant ist sicherlich dSeher Versuch des Autors anhand der Philosophie sein Leben bzw. Motivation zu beschreiben. Über Marc Aurel, Max, Weber, Kant oder Popper. Auch wenn man selbst kein Philosoph ist und sich mit philosophischen Denkansätzen nicht leicht tut, bemüht sich Schmidt das Essentielle daraus in einfachen Worten zu beschreiben.

Sehr aufschlussreich ist, die Tatsache, dass er sich nur ein paar Sachen rauspickt und andere bewusst ausblended. Sehr anschaulich beschrieben bei der Person von Marc Aurel. 

Der philosophische Hintergrund erklärt doch so einiges, wenn man sich die historische Person und vor allem den Politiker Helmut Schmidt vergegenwärtigt. Bleibt nur die Frage, Erklärung seines Handelns  oder gute Ausrede. 

Wenn er Vorbilder nennt sind das wenig überraschend doch so einige Politiker, welche er im Laufe seine jahrzenten in der Spitzenpolitik kennengelernt hat. 
Einige Franzosen, etwas überraschend der Chinese Deng Xiaoping. 
Seine Liebe zur Musik und seine Annäherung an die Bildende Kunst. Bach und El Greco.

Ausschliesslich de Gaulle und Churchill als europäische Politiker mit Weltformat nach dem 2. Weltkrieg zu nennen ist Ansichtssache. Schmidt würde sich philosophisch verteidigen bzw. erklären.

Wer mir abgegangen ist im gesamten Buch ist Willy Brandt. Absicht?

Sehr spannend und lehrreich um den Menschen Schmidt näherzukommmen sind seine 8 Jahre Berufssoldat während des 3. Reiches. Ein Zeit, die den Menschen Helmut Schmidt nicht nur aufgrund der Kriegsereignisse geprägt hat sondern auch sehr stark als Mensch. Stichwort Marc Aurel und Pflichtgefühl.

Seine tiefe Liebe zu seiner Frau Loki ist kein Geheimnis und die Ehe wohl ein Vorbild als solches. 


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Tags: bundeskanzler, hamburg, politische philosophie, soldat, vorbild   (5)
 

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41 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

tschernobyl, akw, sowjetunion, reportage, berichte

Tschernobyl

Swetlana Alexijewitsch , Ingeborg Kolinko
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Piper, 09.03.2015
ISBN 9783492306256
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die Geschichten von Menschen die vor Ort waren. Entweder die dort lebende Bevölkerung oder Leute die dort aus den verschiedensten Gründen hingesendet wurden.

Ohne moralisierend zu sein stellt die Nobelpreisträgerin die Geschichten und Erlebnisse der Menschen dar. Keine Kommentare  oder Interpretationen was die Leute ihr erzählen.

Tragisch und dramatisch die Geschichten der Liquidatoren, also die Leute die Tschernobyl aufgeräumt haben und wenig verwunderlich fast alle gestorben sind oder sehr krank wurden. Mit grossen Leiden verbunden, was eine radioaktive Verstrahlung einfach mit sich bringt.

Aufwühlend der Fatalismus der Menschen ohne grossartig Fragen zu stellen zu dem Kraftwerk zu gehen um ihre Arbeit zu machen. Soldaten,  Bauarbeiter, Feuerwehr, Jäger und natürlich die Liquidatoren. Das ist was Sie können und die Gesellschaft von Ihnen erwartet. 

Man fragt sich, wer im Falle eines ähnlichen Unfall in seinem eigenen Land diesen Job macht. 

Ernüchternd der Einfluss der Geselllschaft und im speziellen der russisch-kommunistischen Gesellschaft. Drohungen des Entzuges des Parteibuches ist für einen Westeuropäer im ersten Moment ein etwas eigentümliche Drohung die funktioniert. Oder die Angst vor dem Feind der  Westen grösser als alles andere.  Man durfte keine Früchte essen aber trotz allem für das nächste Jahr das landwirtschaftliche Soll erfüllen und anpflanzen.

Aufwühlend die Erkenntnisse, dass die Menschen damals mit  Krieg umgehen konnten aber keine wusste wie mit einem Atomunfall umzugehen ist. Wie bekämpfe ich ein radioaktives Isotop.


Zum Schluss die Erkenntnis, dass das Leben weitergebt mit dem Atom. Es ist ja sowieso überall und geht nicht weg.




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Tags: akw, atomkraft, augenzeugenberichte, kommunismus, nobelpreis, nobelpreisträger, nukleare katastrophe, sowjetunion, tatsachenreportage, tschernobyl, weissrussland   (11)
 

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62 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

polizei, polizeialltag, parallelgesellschaft, gewalt, respektlosigkeit

Deutschland im Blaulicht: Notruf einer Polizistin

Tania Kambouri
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Piper, 05.10.2015
ISBN 9783492060240
Genre: Sachbücher

Rezension:

ein sehr gut zu lesendes Buch über den Alltag und den Problemen eine Streifenpolizistin mit griechischen Migrationshintergrund. Das Buch ist nicht patetisch und weder moralisierend noch hetzerisch oder aufwiegelnd. 

Es ist sicherlich sehr stark aus Sicht der Polizei geschrieben und bringt auch nur sehr indirekt Lösungsansätze, welche von der gesamten Bevölkerung genutzt werden kann. Konsequenz m Handeln und klare Ansagen klingen einfacher als Sie in der praktischen Umsetzung für viele Menschen sind.

Das Thema Migrationshintergrund ist ein sehr komplexes, aber es gibt ja auch nicht den vorher definierten Deutschen mit all seinen Verhaltensmustern und Eigenheiten.

Ein bisschen mehr Selbstkritik an der ein oder anderen Stelle hätte dem Buch sicherlich gut getan. Polizisten sind genauso Menschen mit all Ihren Vor- und Nachteilen, Voreingenommenheit und Schubladendenken  in bestimmten Situationen. 

In den USA ist das Thema racial profiling ein sehr  heikles aber wichtiges. Ohne die Polizeiproblematik in den USA und Deutschland gleichsetzen zu wollen. 

Respekt vor den Menschen ist ein sehr, sehr hoher Wert, Da hat die Autorin sicherlich recht. 

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Tags: familienehre, integrationsproblematik, migrationshintergrund, osteuropäer, parallelgesellschaft, patriachat, polizeialltag, roma   (8)
 

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

paris, jeunesse pur, zwang und freiheit, französische literatur, freiheit

Eine Jugend

Patrick Modiano , Peter Handke
Fester Einband: 187 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 31.07.1988
ISBN 9783518019955
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: französische literatur, jugenderinnerungen, nobelpreisträger, paris   (4)
 

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18 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

japan, parallelwelt, tokio, science fiction, thriller

1Q84, English edition

Haruki Murakami
Flexibler Einband: 1.216 Seiten
Erschienen bei Random House US, 01.10.2012
ISBN 9780345803405
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman spielt innerhalb eines Kalenderjahres und beschreibt die Geschichte zweier Menschen Anomane und Taeko welche in Tokio in eine fantastische Welt mit zwei Monden am Himmel hineingezogen werden. Amomame ist eine professionelle Killerin, welche beauftragt wird den Sektenführer der Sakake Sekten wegen Pädophelie zu töten und Taeko, welcher als Ghostwriter ein fantastischen Roman einen 17 jährigen umschreibt um dann zu erkennen, dass was er schreibt Realität wird. Die 17 jährige ist die Tochter des Sektenführers und in der ein und anderen Form auch ein Wesen, dieser Parerellwelt der Sekte mit zwei Monden am Himmel, Luftkristallen. Kleinen Personen die eine Art göttliche Herscher für die Sekte sind. Dohtas und Masas, wie Ying und Yang.

Das man selbst in der Parellwelt der kleinen Personen "Little People" ist, bemerkt man nur an den beiden Monden am Himmel und dass nicht alles mit rechten, physikalisch, medizinischen erklärbaren Dingen vor sich geht. DIese Parellwelt wird von Amomane 1Q84 anstatt 1984 genannt. Das Jahr in dem der Roman spielt.  

Amomame wirdschwanger, eine Art unbefleckte Empfängnis, wobei aus Ihrer sicht Taeko der Vater ist, obwohl sich die beiden seit 20 Jahren gar nicht gesehen haben. 

Buch ist gut zu lesen obwohl über 1200 Seiten stark. Hat sehr selten Längen, bedauerlicherweise gerade zum Ende hin etwas langatmig. Das finale Ende ist etwas langweilig im Gegensatz zum Rest des Buches. Dieses ist in kleinere Kapitel unterteilt, von ca 10-20 Seiten, wobei es jeweils erzählt, was Amomane und Taeko gerade machen. 


Buch eignet sich sicherlich auch gut zur Verfilmung und ist auch in der englischen Übersetzung sehr gut zum Lesen, Man sollte natürlich gut englisch können. Aber die Vokabeln sind jetzt nicht sehr ausgefallen.  Tolkien ist auf englischdeutlich schwieriger zu Lesen

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Tags: japan, parallelwelt, sekte, tokio   (4)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

canetti, dr. sonne, wien, zwischenkriegszeit, musil

Gesammelte Werke Band 9: Das Augenspiel

Elias Canetti
Fester Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 01.01.1994
ISBN 9783446170247
Genre: Biografien

Rezension:

Canetti beschreibt sehr anschaulich mit welchen Superstars der internationalen Kunstszene er so zu tun hat. Fritz Wotruba, Bildhauer und sein "Zwilling" der geniale Malocher und Proletarier, Robert Musil und sein "Mann ohne Eigenschaften" der so sprachgewaltig ist aber nicht reden will. Dann ist da der Komponist Alban Berg, der Musik wie Gedichte erzeugt.
Kein Weltstar aber wahrscheinlich die wichtigste Bezugsperson Canettis ist der juedische Lyriker und Kritiker "Dr. Sonne" mit buergerlichen Namen Avraham Ben Yitzhak. Ihn sieht er mehrmals die Woche,

Ein weiteres grosses Thema ist die Veroeffentlichung der "Blendung" und der unermuedliche Versuch ueber Vorlesungen sein in Wiener Dialekt geschriebenes Theaterstueck "Die Hochzeit" vorzustellen.

Er ist mit Veza verheiratet aber leider erfaehrt man ueber seine Ehe nicht sehr viel.

Aber dafuer was der Grund der Konflikte zwischen seinen Eltern war kurz bevor sein Vater ueberraschend gestorben ist. Siehe auch "Die gerettete Zunge"


Fazit: Starkes Buch mit interessanten Einblicken ueber beruehmte Personen. Der Mittelteil ist etwas langatmig, die letzten 100 Seiten aber genial.
Stil erinnert wieder im Gegensatz "Die Fackel im Ohr" dem zweiten Teil der Autobiographie an den ersten Teil, der immer noch der beste Teil ist. Vorteil von "Das Augenspiel". Man kann es lesen ohne die ersten beiden zu kennen. Ein Buch nicht nur fuer Fans des Nobelpreistraegers.

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Tags: alban berg, broich, canetti, dr. sonne, musil, nobelpreis, wien, wotruba, zwischenkriegszeit   (9)
 

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

afrika, religion, safari, massai, mary hemingway

Die Wahrheit im Morgenlicht

Ernest Hemingway , Patrick Hemingway , Werner Schmitz , Patrick Hemingway
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.07.2001
ISBN 9783499230127
Genre: Romane

Rezension:

Es geht schon recht viel über das Thema Grosswildjagd mit dem Ganzen drum herum. Sehr oft zum Zwecke der Nahrungsbeschaffung oder zum Schutz der lokalen Bevölkerung. Die Geschichte wie Hemingways Frau Mary zu "Ihrem" Löwen kommt und wie schwierig und anspruchsvoll die Jadg ist wird sehr anschaulich beschrieben.  Auch der Respekt vor den Tieren kommt nicht zu kurz.

Man muss aber schon Abstriche machen. Die Jagd auf die Paviane und auch die Adler hat mehr mit der Trophäen Jagd und der reinen Töten von Tieren zu tun als mit einem wie auch immer gearteten Nutzen.

Es wird ferner sehr gut die Interaktion Hemingways mit der lokalen Bevölkerung dargestellt und man bekommt sehr gut einen Einblick was der Nobelpreisträger für das Land und die dort lebenden Menschen empfunden hat.

Es ist nicht von ihm selbst geschrieben und beruht auf Aufzeichnungen und Tagebucheintragungen, welche sein Sohn dann in Form und ein Buch gefasst hat. Ob Hemingway wollte, dass darüber ein weiteres Afrika Buch von ihm veröffentlicht wird ist zum Teil müssig und kann letztendlich nicht beantwortet werden.


Hemingways Abhandlung über die Religion und die Schaffung einer eigenen Religion die allen nützt vor allem die sich selbst dafür aussprechen darf man weder als Kritik an den grossen christlichen oder moslemischen Relgionen verstehen.  Es ist mehr der Schalk der dabei spricht.

Einiges in dem Buch ist reine Fiktion. Ob seine Verlobte Debby aus einem Dorf in Kenia wirklich existiert hat darf stark angezweifelt werden. Hemingway beschreibt mit Ihr und über Sie mehr eine theoretische Fiktion.  Dies aber mit sehr viel Liebe für das Detail.


Fazit: recht gutes Buch, wenn man kein Gegner von Jagd und dem Töten von Tieren ist, Wenn man Kenia kennt ein nettes Buch um zu erfassen wie das Leben Mitte des vergangenen Jahrhunderts so war in Ostafrika.



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Tags: grosswildjagd, kenia, loewe, mary hemingway, massai, nobelpreis, nobelpreisträger, religion   (8)
 

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

tochter, erwachsen werden, familie, mutter, erzählungen

Der Traum meiner Mutter

Alice Munro , Heidi Zerning , Judith Hermann
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.04.2005
ISBN 9783596161638
Genre: Romane

Rezension:

Man kann verstehen warum Munro den Nobelpreis bekommen hat. Sehr angenehm und meist auch sehr flüssig zu lesen. Erinnert mich ein wenig an Llosa.

Beschrieben werden Situationen und Probleme innerhalb von Familien meist Eltern Kinder Situationen aber auch wie die zweite Erzählung "Die Kinder bleiben hier" zwischen Eheleuten. Immer aus der Sicht einer Frau. In allen 4 Erzählungen gibt es Rückblendungen in die Vergangenheit aber auch dise immer Problembezogen zu der Erzählung. Alle Erzählungen haben ein Thema bzw. Problematik und deren Seiteffekte.  Immmer gibt es einen Art "Showdown" und danach wird meist die Situation in der Zukunft meist Jahre später erläutert und somit abgeschlossen. Alle Geschichten spielen zu verschiedenen Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts nach dem 2. Weltkrieg in Kanada.

Die erste Geschichte "Der Traum meiner Mutter" ist wie ein guter Thriller geschrieben. Bis zu Showdown immer spannend und sicher die beste der vier Geschichten.

Aber auch die zweite Geschichte "Die Kinder bleiben hier" ist wirklich sehr gut dargestellt mit dem Weg der Ich Erzählerin bis zur Affäre und Trennung von Ihrem Mann und ihrer Kinder.

Die dritte Geschichte "Stinkreich" fällt etwas ab, Weder richtig spannend noch in den Rückschauen und Beschreibungen so gut wie die ersten beiden oder auch die Vierte. Die Erzählung der (Liebes-) beziehungen der Ex- Frau und der Geliebten und deren Tochter bis zum Showdown in der Geschichte mit dem Brand des Hochzeitskleid.

Die vierte Erzählung "Vor dem Wandel" schliesst wieder auf die ersten beiden auf. Beschrieben wird die Geschichte eines Arztes (Internist-Gynäkologe) un seiner Tochter der einerseits in seinem Leben und Umfeld ein Feind jeglicher Veränderung oder Innovation ist auf der anderen Seite sich bereiterklärt Abtreibungen, welche zu dem Zeitpunkt in Kanada illegal waren durchzuführen.

Im gesamten sehr guter Erzählungen die flott zu lesen sind. Manchmal und das scheint auch beabsichtigt zu sein von Munro würde man mehr lesen von dem einen oder anderen Thema der Erzählungen.
Fazit: Klare Empfehlung.

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Tags: eltern tocher beziehung, kanada, nobelpreis   (3)
 

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83 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

kanada, kurzgeschichten, erzählungen, nobelpreis, alice munro

Himmel und Hölle

Alice Munro , Heidi Zerning
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.11.2007
ISBN 9783596510252
Genre: Romane

Rezension:

Munro hat sicher den Nobelpreis verdient. Ihre Geschichten sind emeist sehr gut zu lesen und was noch wichtiger ist auch interessant zu lesen.  Entweder man liest die Kurzgeschichten am Stueck oder zeitlich versetzt.

Die Geschichten spielen entweder in Ontario oder Britisch Kolumbien und in unterschiedlichen Jahrzehnten meist des vergangenen Jahrhunderts. Die meisten davon in den 50-70er Jahren.
Auffallend ist, dass in fast allen Krankheit oder Tod die eine oder andere Rolle spielt und auch die handelnden Personen meist schon etwas aelter sind.

Es ist klar, dass nicht alle Geschichten gleich gut oder interessant sind.  Richtig gut sind folgende

Der Baer kletterte ueber den Berg geht es um das Thema Alzheimer, bei Was in Erinnerung bleibt geht es neben dem Thema Krebs und Tod um Religion. Auch Erbstuecke ist ein sehr klassisches Munro Thema. Familie



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Tags: familie, kanada, krankheit, nobelpreis, nobelpreisträgerin   (5)
 

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

knoblauch, china, selbstmord, bauer, kommunismus

Die Knoblauchrevolte

Mo Yan , Andreas Donath
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Unionsverlag, 20.07.2009
ISBN 9783293204546
Genre: Romane

Rezension:

Mo Yan linientreu? Nicht aufgrund diesem Buch. Bauern die taeglich um Ihr Ueberleben bangen, Behoerden bis in das Mark korrupt. Aber auch die Bauern sind keine heile Welt. Taeglich Grausamkeit und Gewalt. Verfolgung, Haft und Liebe nur Andeutungsweise und tragischem Ende.

Ein Buch nicht nur um China zu verstehen. Nobelpreiskollege  Gao Xingjian ist noch besser aber Mo Yan braucht sich nicht zu verstecken.


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Tags: bauer, china, ekel, knoblauch, kommunismus, korruption, nobelpreis, nobelpreisträger   (8)
 

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40 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

china, ein-kind-politik, abtreibung, revolution, 20 jh.

Frösche

Mo Yan , Martina Hasse
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 25.02.2013
ISBN 9783446242623
Genre: Romane

Rezension:  
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berlin, siegessäule, beerdigung, 68-generation

Rot : Roman. dtv 13125 ; 9783423131254

UWE TIMM
Flexibler Einband
Erschienen bei München : Dt. Taschenbuch-Verl., 01.01.2004
ISBN B00572YOJ4
Genre: Sonstiges

Rezension:

Habe mir das Buch wegen Uwe Timm gekauft, nicht unbedingt des Titels wegen und da bin ich sicher nicht alleine. Ein Unbekannter Autor mit dem selben Titel und Thema. Sicher nicht ganz so erfolgreich.
Gut die Farbe kommt thematisch immer wieder vor in dem Buch. Die Rückblicke auf die 68 Zeit und die kommunistisch angehauchten Umtriebe des Erzählers und seines Umfeldes. Die Liebe zu der deutlich jüngeren Frau und mal da und dort.

Der Erzähler ist Beerdigungsredner und erzählt aus seinem Leben und über Beerdigungen, das nicht nur rein sexuelle Verhältnis zu der bald 20 Jahre jüngeren verheirateten Frau.

Grosses Thema ist  die Vorbereitung auf die Rede zum Tod seines alten Alt 68 Freundes und "Genossen" Aschenbrenner und wie dieser die Siegessäule in Berlin in die Luft sprengen will. Diverse Rückblicke in die 60-er und 70-Jahre.

Das Buch ist sehr angenehm und flott zu lesen. Man kann auch unterbrechen, ein zweites Buch dazwischen Lesen oder sich einfach nur mit dem Lesen Zeit lassen. Dank des Schreibstils von Uwe Timm ist das kein Problem.

Die Beerdigungsrede wird letzlich nie fertgiggestellt. Der Erzähler stirbt im Strassenverkehr wo er von einem Auto überfahren wird. Die Strasse färbt sich rot....


Ein Buch nicht nur für Fans des Autors oder der 68- Zeiten.

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Tags: 68-generation, beerdigung, berlin, siegessäule   (4)
 

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38 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

bulgarien, george gros, autobiographisches, berthold brecht, masse

Die Fackel im Ohr

Elias Canetti
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.10.1982
ISBN 9783596254040
Genre: Biografien

Rezension:

Nicht ganz so wortgewaltig wie Die gerettete Zunge aber sicher nicht nur für eingefleischte Fans von Canetti überaus lesenswert.

In dem zweiten Band seiner Autobiographie beschreibt der Nobelpreisträger  seine letzten Schuljahre in Frankfurt am Main und dann seine Zeit während seines Chemiestudiums in Wien. Zu Guter Letzt seine beiden Sommeraufenthalte in Berlin.

In Frankfurt ist die Zeit sicher noch sehr geprägt vom ersten Weltkrieg und er  wird zum ersten Mal in seinem Leben mit dem Begriff der Masse in einer Grossveranstaltung konfrontiert.

Zum Chemiestudium, dass er sogar mit einem Doktortitel abschliesst hat er keine emotionale Bindung. Mit seiner Mutter erhöhen sich die Spannungen zunehmend und er entscheided sich für eine eigene Wohnung.

Ein entscheidendes Erlebnis ist der Brand des Justizpalastes in Wien am 27. Juli 1927 mit über 90 Toten, daß er hautnah miterlebt und die Dynamik der Masse in diesem Zusammenhang.

In Wien wird er auch stark von Karl Kraus geprägt, verpasst keine Vorlesung oder Ausgabe der Fackel. Der Zeitschrift von Kraus.
In dieser Vorlesung trifft er auch auf Veza und sie wird ein ganz wichtiger Bezugspunkt für Canetti und seine erste Ehefrau.

Die Ungarin Ibby wird Ende der 20-iger Jahre ein weiterer wichtige Bezugsperson. Es erscheint kein Zufall, dass gerade Frauen einen wichtigen Einfluss, gerade auf persönlicher Ebene für ihn werden.

Ibby ist es auch, die ihn nach Berlin lockt  in die dortige Literatenszene. Dort trifft der junge Canetti, auf Brecht, Grosz, Babel und Heartfield und Herzfelde.

Die Erlebnisse in Berlin sind zum guten Teil die Basis für Die Blendung.

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Tags: berthold brecht, brand justizpalast, george gros, karl kraus, masse, wien   (6)
 
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