Dragonfighter

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299 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 107 Rezensionen

fantasy, alexander der große, magie, antike, schattenkrone

Schattenkrone - Royal Blood

Eleanor Herman , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.02.2017
ISBN 9783841422309
Genre: Jugendbuch

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37 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

rabenschatten-triologie, high fantasy, fanatsyreihe

Rabenschatten - Der Herr des Turmes

Anthony Ryan , Sara Riffel , Birgit Pfaffinger
Flexibler Einband: 861 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.02.2017
ISBN 9783608949728
Genre: Fantasy

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684 Bibliotheken, 18 Leser, 2 Gruppen, 31 Rezensionen

fantasy, bibliothek, bücher, die unsichtbare bibliothek, genevieve cogman

Die unsichtbare Bibliothek

Genevieve Cogman ,
Flexibler Einband: 426 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 10.12.2015
ISBN 9783404207862
Genre: Fantasy

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

freundschaft, liebe, homosexualität, schwul, gefühle

Naomi & Ely - Die Liebe, die Freundschaft und alles dazwischen

Rachel Cohn , David Levithan , Bernadette Ott
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei cbt, 13.09.2010
ISBN 9783570306826
Genre: Jugendbuch

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

reisende, heyne, fantasie, freundschaft, urwald

Der Rat der Wächter

A.J. Hartley , Kirsten Borchardt
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, 27.10.2014
ISBN 9783453267657
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der elfjährige Waise Darwen Arkwright hat eine besondere Gabe: Er ist ein Spiegelokulist und kann mittels Spiegeln nach Silbrica. Bei einem seiner Besuche sieht er die Entführung eines Jungen und die Suche nach ihm führt Darwen, Rich, Alex und Mr. Peregrine in den Urwald - und die gesamte übrige Klasse.

Überraschenderweise stellte ich fest, dass es sich bei diesem Buch um eine Fortsetzung handelt, was aus dem Klappentext leider nicht hervorging. Dies schlug nur selten unangenehm zu Buche, da der Autor zeitweise Rückblicke einfließen lässt, die es dem Leser relativ einfach machen, das vorangegangene Geschehen zu rekonstruieren und sich die Figuren vorzustellen.

Bereits im ersten Kapitel legt der Autor mit der Geschichte los und die Ereignisdichte hält sich; in dieser Hinsicht kommt für junge Leser kaum Langeweile auf.

Vor allem die vielfältigen Geheimnisse der Figuren und diverse Spuren sorgen für Spannung, die schließlich in einen Showdown mündet, der einige Fragen aufwirft. Für ältere/erfahrene Leser lässt sich das ein oder andere vorausahnen, ansonsten ist dieser Plot und einige interessante Ideen gut umgesetzt.

Die Figuren sind jedoch nicht immer glaubwürdig, doch die Hauptprotagonisten können vorwiegend überzeugen. Diese haben in diesem Band vor allem mit (nicht immer notwendigen) Spannungen zu kämpfen, die jedoch die Entwicklung der Charaktere voranschreiten lässt. Am sympathischsten empfand ich Alex, die herrlich sarkastisch ist, jedoch auch sehr anstrengend. Rich ist der "Schlaumeier", während Peregrine Darwen als Mentor zunächst anleitet. Leider möchte man die Charaktere für ihre Handlungen manchmal einfach schütteln, so abwegig sind manchmal die Handlungen.

Wie man sieht, sehr klischeehafte Rollenverteilung, die auch vor dem unangenehmen Mathelehrer nicht haltmacht. Dieser erinnerte mich sehr an Prof. Snape, ebenso wie einige Elemente der Geschichte ihre Inspirationsquellen nicht gänzlich verbergen können: Ich fühlte mich häufig an Harry Potter (und teilweise auch Narnia) erinnert, um mal prominente Beispiele zu nennen.

Der Schreibstil ist einfach gehalten und lässt sich flüssig lesen, jüngere Leser sollten damit gut zurecht kommen - mit Ausnahme der von Rich verwendeten Fachwörter, die für einen Elfjährigen nicht immer überzeugend wirken. 
Für gewöhnlich war es sehr leicht sich die Umgebung vorzustellen, und der Urwald entfaltet seine ganz eigene Atmosphäre. (Sehr gut fand ich die eingebrachten Hinweise auf Moral hinsichtlich Ressourcenschutz am Beispiel des Urwalds).

Insgesamt eine spannendes, kreatives Abenteuer für jüngere Leser, das zwar diverse bekannte Elemente verwendet, doch auch mit neuen Ideen überzeugen kann. Für mich reicht es zwar nicht an den als Vergleich genutzten "Harry Potter" heran, dazu fehlte es den Figuren an Tiefe, doch ich werde zusehen, dass ich noch in den Besitz von Band 1 komme und freue mich auf Band 3, den einige aufgeworfene Fragen hätte ich sehr gerne beantwortet.

Anbei: Das Cover ist klasse und macht richtig Lust auf die Geschichte!

Vielen Dank an den Heyne-Verlag für dieses Leseexemplar.

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Tags: fantasie, freundschaft, reisende, spiegel, urwald, waise   (6)
 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

test, familie, psychiater, mord, amerika

Casper

Dirk Wittenborn , Angela Praesent
Flexibler Einband: 477 Seiten
Erschienen bei btb Verlag (TB), 05.02.2009
ISBN 9783442738335
Genre: Romane

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

humor, robin li, der grendel, science fiction, monster

Der Grendel, verbannt in alle Ewigkeit

Robin Li
E-Buch Text: 508 Seiten
Erschienen bei p.machinery Michael Haitel, 28.10.2014
ISBN 9783957650184
Genre: Science-Fiction

Rezension:

"Der Grendel, verbannt in alle Ewigkeit" ist das Debüt von Robin Li, das sich sowohl in die Kategorie Fantasy als auch Science-Fiction einordnen lässt: Es spielt sowohl auf hochmodernen Raumschiffen als auch im Mittelalter.

Wie passt das zusammen?

Das habe ich mich auch gefragt und leicht skeptisch an diesen Roman gemacht, den neben dieser eher... ungewöhnlichen Mischung, versprach er auch eine Menge Humor. Und in dieser Sparte wurde ich leider schon häufiger enttäuscht. Konnte mich dieses Debüt trotzdem für sich gewinnen?
Oh ja, und wie!

Aber worum geht es überhaupt?

Aus der menschlichen Rasse hat sich ein weiterer Zweig entwickelt: die Jungas. Und wie sie sich entwickelt haben...Während die Menschen sich noch im finsteren Mittelalter befinden, hat man im Imperium der Jungas bereits diverse technische Errungenschaften feiern können- dagegen wirken jene in "Star Wars", "Star Trek"  und sämtlichen weiteren Science-Fiction-Filmen minimalistisch. 
Dummerweise hat man das Verbrechen noch nicht ausrotten können, weshalb man häufig das Exil als Strafe  wählt,was uns wieder zur Erde führt, weil... ne, wenn ich das verrate nehme ich schon Lesespaß.
Okay, auf der Erde lebt auf jeden Fall eine Hexe namens Gwen, deren Kräfte das Interesse des Herzogs wecken und ehe sie sich versieht, löst sie ein Chaos aus, das auch das Junganische Imperium erschüttert - ebenso wie die dort durchgeführten Recherchen der Sachbearbeiterin Kimmi, die auch für den größten Verbrecher aller Zeiten verantwortlich ist: Den Grendel. Aber ist er wirklich so böse?

So mehr verrate ich nicht, den die Geschichte steckt voller Wendungen und Überraschungen, die ich dem Leser nicht vorweg nehmen möchte.

Dies steht auch sinnbildlich für den ganzen Roman: Die Geschichte, ihr Setting und ihre Charaktere lassen sich nicht unbedingt festlegen und wirbeln lustig umher, je nachdem wie es ihnen gerade in den Kram passt.

Zwar verhalten sie sich teilweise auch ihren Rollen entsprechend und dann auf besonders überspitzte, stereotypische Weise (z.B. der sadistische, loyale, überkorrekte Hauptmann; die freche, spitzzüngige Hexe und der gemeine, cholerische Chef), aber die ein oder andere Wandlung lässt dann wieder alles über den Haufen fliegen... So ist der Folterknecht in Wahrheit sehr sanftmütig  (trotzdem würde ich nicht so richtig mit ihm warm, aber wenigstens zum Ende hat er sich mit seinen Aktionen doch sympathischer gemacht). 
Besonders witzig fand ich den Hauptmann (der beste!) und sein Zusammenspiel mit Gwen, auch wenn viele andere Figuren ebenfalls sehr einehmend sind, z.B. der hochbegabte Fred oder Kimmi, der ebenfalls eine tragende Rolle zukommt.

Durch gewisse, bereits angesprochene, überspitzte Charakterzüge lassen sich die Figuren leichter wiedererkennen, denn die Figurenanzahl und ähnlich klingende Namen machen es einen nicht immer leicht (und ein Personenverzeichnis gibt es nicht).

Viele Szenen sind bereits ein Highlight für sich, und das ist auch dem Humor zu verdanken, der herrlich schräg ist. Neben dem Nutzen von vielen Personifikationen, die ich super fand, gibt es komische Dialoge, voller Sarkarsmus, und absolut übertriebene Schilderungen, die manchmal doch so nah an der Realität sind, dass man umso mehr lachen (oder weinen?) muss.

" 'Hoch lebe die Physik! Nieder mit der falschen Göttin!'[...]Auf einen lässigen Wink der Göttin flog er ein paar Meter die Köpfe seiner Mitstreiterhinweg, segelte durch den Staub, rappelte sich auf und schrie:'Ha! Das war nur die Schwerkraft[...]'" (S.247)

Das war für mich pure Situationskomik und wirkte im Zusammenhang noch witziger;-) Dieser Humor ist natürlich nicht jedermanns Geschmack, meinen traf er, besonders weil er nicht so gestellt wirkte, sondern sich im Laufe der Situationen entwickelte. 
Der zugehörige, flüssige Schreibstil tut sein Übriges: Humorvoll, trocken und ironisch, mit vielen Adjektiven, und auch gerne mal umgangssprachlich -vllt. nicht immer dem Jahrhundert angemessen, aber doch sehr nachvollziehbar- schildert Robin Li das chaotische Geschehen.
Sehr toll fand ich auch die historischen Einblicke, über sowas freue ich mich immer! 

Aber auch die Spannung kam nicht zu kurz, denn die wechselnden Perspektiven an unterschiedlichen Orten, die große Intrige und das manchmal (sehr) unkonventionelle Verhalten der Charaktere lassen den Leser wirklich mitfiebern.

Ein gutes Ende, ein noch besserer Epilog und sympatische Dankesworte runden das sehr, sehr unterhaltsame Buch ab. Und wer weiß, vllt. kommt da ja noch mehr? Es bleibt zu hoffen, denn wenn man mal Lust hat auf pures Abtauchen und gute Stunden Unterhaltung, ohne hoch anspruchsvolle Literatur zu erwarten (den Anspruch setzt sich aber auch Robin Li nicht), ist man bei dieser Lektüre genau richtig! Und es ist auf jeden Fall "mal etwas anderes"!

Sehr, sehr gute 4 von 5 Bookworms und eine sehr klare Leseempfehlung!

Robin Li
Der Grendel, verbannt in alle Ewigkeit
AndroSF 45
ISBN 978 3 95765 014 6
15,90€

  (4)
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482 Bibliotheken, 7 Leser, 10 Gruppen, 71 Rezensionen

dystopie, zukunft, sicherheitszone, flucht, liberty 9

Liberty 9 - Sicherheitszone

Rainer M. Schröder
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei cbj, 27.08.2012
ISBN 9783570154649
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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314 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 65 Rezensionen

hexen, fantasy, half bad, sally green, jugendbuch

HALF BAD - Das Dunkle in mir

Sally Green , Michaela Link
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei cbj, 31.03.2014
ISBN 9783570158425
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags: freiheitssuche, gefangenschaft, identität, intoleranz, jagd, magie   (6)
 

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(50)

88 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

dystopie, smog, nox, umweltverschmutzung, düster

NOX - Unten

Yves Grevet , Stephanie Singh
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.03.2015
ISBN 9783423650120
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Menschheit hat es endlich geschafft! Die Luft ist so verunreinigt, dass überall nur noch Smok hängt, so dicht, dass man nur noch in den höheren Lagen was sieht! Aber nicht jeder kann dort wohnen,  also spaltet man die Gesellschaft in das übliche Gefälle... Arm und Reich.

Genau das ist die Thematik von Yves Grevets neuem Roman: "Nox".

Er schildert aus der Sicht von drei jungen Erwachsenen die Zustände in der Stadt, in der die Höhe deinen sozialen Status bestimmt: Lucian, der seine Jugendliebe Firmie gegen den Willen der Eltern heiraten will und sich langsam einen Job suchen muss; Gerges, Lucians bester Freund, der aus einem faschistischen Elternhaus stammt und sich ebenfalls der Miliz anschließt und schließlich Ludmilla, die zur Oberschicht gehört und nach und nach zu zweifeln beginnt, ob das alles Gerechtigkeit ist.

Die drei Figuren sind überzeugend und mit Tiefgang gestaltet, wenn auch nicht unbedingt Identifikationsfiguren, so leidet und fühlt man doch mit ihnen- und zu leiden gibt es einiges.

Sämtliche Ziele scheinen nicht erreichbar, und immer wenn es den Anschein macht, sich zu bessern, kommt es noch mal knüppeldick.

Es war sehr faszinierend, die einzelnen Gedanken zu verfolgen, denn jeder Charakter hat seine Probleme und handelt nachvollziehbar... Selbst Gerges, dessen Veränderung ich schneller erwartet habe, tat mir irgendwie leid und häufig hätte ich auch Lucian gerne mal eine gescheuert. Hmm, wie reale Menschen machen sie manchmal einen zwiespältigen Eindruck.

Dies wird so authentisch, so realistisch und schnörkellos geschildert, dass es schwer fällt, das Buch wegzulegen. Es passiert nicht immer spannendes, doch auch der Alltag hat eine gewisse Anziehungskraft und schließlich überstürzen sich die Ereignisse...

Wenn es Mäkel gibt, dann nur die wenigen Beschreibungen von Äußerlichkeiten, wobei dies hinsichtlich der Dunkelheit auch nachvollziehbar ist...
Denn die gesamte Welt hat ihre Eigenarten, die geschildert werden, was sich z.B. in den Namen widerspiegelt.

Absolut realistisch und überzeugend, ohne Logikfehler mit schnörkellosen Schilderungen einer schonungslosen Welt... Sehr empfehlenswert und ich freue mich auf Band 2!

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Tags: dystopie, freiheitssuche, schuld, smog, soziale ungerechtigkeit   (5)
 

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199 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 49 Rezensionen

zeitreise, fbi, london, jugendbuch, warp

WARP - Der Quantenzauberer

Eoin Colfer , Claudia Feldmann
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Loewe, 17.02.2014
ISBN 9783785579091
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags: abenteuer, zeitreise   (2)
 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

ya high fantasy, spannend, charaktere

Der Dämonenkönig. von Williams Chima. Cinda (2010) Taschenbuch

Williams Chima. Cinda
Flexibler Einband
Erschienen bei Goldmann, 01.01.1000
ISBN B00IVQT9U2
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

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(968)

1.982 Bibliotheken, 29 Leser, 11 Gruppen, 195 Rezensionen

dystopie, verrat, zukunft, ursula poznanski, jugendbuch

Die Verratenen

Ursula Poznanski
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Loewe, 09.10.2012
ISBN 9783785575468
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags: dystopie, lügen, spähren, verrat   (4)
 

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131 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 51 Rezensionen

fantasy, mykar, skargat, daniel illger, debüt

Skargat - Der Pfad des schwarzen Lichts

Daniel Illger
Flexibler Einband: 568 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 27.04.2016
ISBN 9783608946420
Genre: Fantasy

Rezension:

Der junge Mykar lebt als Außenseiter in einem abgelegenen Dorf im "Ahekrischen  Reich". Seit der Geburt verflucht, verpönt und gemieden, erlebt sein Dasein mit der Freundschaft zum beliebten Cay einen Wendepunkt -doch ein unvorhersehbare Ereignis zwingt Mykar aus dem Dorf zu flüchten. Jahre später wird Cay für einen Mord verantwortlich gemacht: Mykar kehrt zu seiner Rettung zurück. Gemeinsam mit der verrückten Scara und dem Adeligen Justinius begibt er sich in die "Perle", die Hauptstadt, wo er zusätzlich die Adelige Vanice zur Unterstützung gewinnt... Doch bei dem Versuch die Wahrheit aufzudecken, machen sie alle mit mehr als dem Tod Bekanntschaft...

Nach der spannenden Leseprobe musste ich diesen Fantasy-Roman lesen und meine Erwartungen waren auch recht hoch...Zu recht?

Tatsächlich macht bereits der Prolog sehr neugierig: Man rätselt, vermutet, aber erhält nur sehr sparsame Informationen. Selbst die Identität der handelnden Person bleibt verborgen.
Die folgenden Kapitel setzten in der Jugend Mykars an, ein Außenseiter aufgrund von unglücklichen Umständen und seinem Aussehen, nicht mal bei der eigenen Familie akzeptiert...Und schon gar nicht im Dorf. Seine Freundeszahl  lässt sich an einer Hand abzählen: Cay, der Gegenentwurf zu Mykar, und Danje. Es handelt sich bei Danje jedoch um den Totenschädel eines Mädchens. Mutetskurril an?
Ist es auch und das bleibt auch so!

Daniel Illger kreiert eine Welt, diemittelalterlich, mit allerlei Horrorelementen,anmutet. Dies gelingt äußerst gut; ich empfand die Darstellungen nicht besonders ekelerregend, doch zart geschildert sind sie auch nicht. Sprachlich sicher, aber nicht immer typisch für das Genre, schildert er das Geschehen.
Vor allem lebt der Roman aber von seinerSpannung: Denn spätestens nach der Schilderung von Mykars Fortgang und Rückkehr habe ich an meinem Leseverständnis gezweifelt und die Stelle mehrmals gelesen -auf der verzweifelten Suche nach einem entscheidenen Hinweis. 
Aber nichts. Gar nichts!

Mit gemischten Gefühlen-Skepsis und doch starke Neugierde- machte ich mich an die weitere Lektüre. 
Veränderungen lassen sich feststellen, Mykar wirkt stärker, und wesentlich zielgerichteter - hat er jedoch kein Ziel mehr... Leblos und depressiv beschreibt sein Denken dann wohl am besten. 
Persönlichkeitsentwicklung fand ich sehr hervorstechend: Jeder der erzählenden Charaktere verändert sich von Ereignis zu Ereignis, vorwiegend nachvollziehbar. Erzählt wird die Geschichte nicht nur aus Mykars Sicht sondern auch aus Justinius' (seine Sicht war die wohl sarkastischste und humorvollste) und Vanices, jeweils aus der Ich-Perspektive. Diese sind schon interessant genug, doch auch die weiteren Figuren, insbesondere Scara, sind ebenso verrückt, wie faszinierend. Durch ihre Geheimnisse fordern sie den Leser auf mehr herauszufinden, was aber durch den Mangel an Informationen erschwert wird... Über jedes Puzzleteil habe ich mich gefreut! Nicht etwa weil man sonst nix versteht... Ich wollte einfach wissen, was wer verbirgt (insbesondere bei Scara!) und Kleinigkeiten sind für dasHandlungsgeflecht sehr bedeutend. 
Man jagt durch die Seiten, nur um dann mit einem richtig fiesen Cliffhanger belohnt zu werden!

Ein Fantasy - Setting mit vorwiegend neuen, frischen Ideen und mehr Fragen als Antworten(manches wird aber geklärt, keine Sorge;-)) und skurrilen, faszinierenden und nachvollziehbar handelnden Figuren, die sich nicht einfach in eine Schublade pressen lassen... Das macht Skargat aus und damit eine klare Lesempfehlung und sehr gute 4 Bookworms  (der zweite Teil wird bestimmt noch besser, da brauch ich Handlungsraum) für Daniel IllgersDebütroman. Und sehr schön, dass die deutsche (High-)Fantasy nicht schläft!

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Tags: mykar, skurrile charaktere, vanitas   (3)
 

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474 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 112 Rezensionen

liebe, jugendbuch, holly bourne, fantasy, seelenverwandte

This is not a love story

Holly Bourne , Nina Frey
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.04.2014
ISBN 9783423715850
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich bedanke mich herzlich bei vorablesen.de und dem Deutschen Taschenbuch Verlag (dtv) für dieses Vorableseexemplar.

„This is not a love story“ von Holly Bourne fiel mir durch das Cover ins Auge, und als ich die Leseprobe las, wusste ich, dass ich dieses Buch sehr gerne lesen würde.
Penny, die Protagonistin, die die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt, war auch im weiteren Verlauf sehr sarkastisch, was mal sehr erfrischend war. Sie ist recht selbstbewusst ohne arrogant zu sein, denn auch sie hat ihre Probleme, insbesondere die Panikattacken gehen ihr auf die Nerven und die damit verbundenen Besuche bei ihrem Psychologen.
Als sie dann Noah trifft, bricht sie gleich mehrmals zusammen bzw. fast. Noah ist der absolute Traumtyp, doch auch er hat seine Probleme, und seine Eltern kümmern sich nicht mehr um ihn. Nicht arrogant, aber etwas weltfremd, verhält er sich sehr sympathisch, doch er ist auch idealisiert geschildert.
Natürlich entspannt sich nach anfänglichen Schwierigkeiten doch eine Liebesbeziehung, die auch sehr intensiv und nachvollziehbar geschildert ist, was überhaupt ein sehr positiver Aspekt ist, denn die Schreibstil ist sehr angenehm, lässt sich flüssig lesen und schildert doch alles sehr genau.
So manches Mal musste ich auch über Noah und Penny schmunzeln, ebenso wie Lizzie, Pennys beste Freundin. Sie ist zwar die typische Labertasche, unterstützt Penny jedoch nach Kräften, im Gegensatz zu Ruth, das, selbsterklärte, heißeste Mädchen. Warum Penny mit ihr befreundet ist, ist mir ein Rätsel. Die beiden sind einfach zu verschieden und eigentlich ist Ruth genau der Typ von Mädchen über den Penny sich ansonsten lustig macht. Überhaupt war Ruth sehr egoistisch und mir die ganze Zeit über unsympathisch. Amanda, eine weitere Freundin, bleibt sehr unscheinbar und spielt auch keine große Rolle. Sie wirkt eher dekorativ.

Neben der eigentlichen Geschichte ist ein weiterer Erzählstrang eingebaut, der parallel verläuft, und über den ich zunächst rätselte. Mein erster Tipp: Eine Geschichte in einem von Pennys Büchern, doch im weiteren Verlauf verwarf ich diesen Tipp, vor allem im Hinblick auf den englischen Originaltitel, den ich wesentlich passender finde: „Soulmates“. Weiteres möchte ich nicht verraten, doch der Verlauf dieses Strangs, der sich irgendwann verknüpft, hat mich sehr überrascht und damit hatte ich absolut nicht gerechnet und es hat mein Lesevergnügen geschmälert, denn für mich passt es einfach nicht in die Geschichte.

Das Ende hingegen ist sehr schön, und man spürt den Herzschmerz, und bleibt leicht traurig zurück.
Insgesamt gefiel mir die Geschichte gut, ideal zum Lesen zwischendurch, doch der weitere Erzählstrang hat mir nicht wirklich gefallen, denn ich hatte einfach andere Erwartungen: Daher nur 3,5 von 5 Bookworms.

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246 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 57 Rezensionen

dystopie, magie, fantasy, jugendbuch, lark

Skylark - Der eiserne Wald

Meagan Spooner , Kirsten Borchardt
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 23.06.2014
ISBN 9783453268227
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Lark lebt in einer Welt, in der ein Krieg dazu geführt hat, dass nur noch wenig Magie existiert. Doch jeder junge Mensch verfügt über einen gewissen Vorrat, den er bei der „Ernte“ der Gesellschaft zur Verfügung stellt. Und genau darauf hat Lark lange gewartet, schließlich gehört sie trotz ihrer 16 Jahre noch zu jenen, die nicht geerntet wurden. Und endlich geht ihr Wunsch in Erfüllung: Sie gelangt ins Institut und soll sich der Gesellschaft fügen. Aber eine schreckliche Entdeckung zwingt sie zu fliehen – hinter die Mauer, die ihre Stadt vor der Wildnis schützt; einer Wildnis, die unerforscht ist und von dem magischen Krieg manipuliert wurde. Kann sie dort draußen überleben?
Ich war mir zunächst nicht ganz sicher, was mich erwarten würde. Eher Dystopie oder doch eher Fantasy? Tatsächlich erschien es mir wie eine Mischung aus beidem, wobei der Schwerpunkt auf den Fantasyaspekten lag.
Der Leser wird direkt in die Geschichte geschmissen und lernt aus Larks Perspektive zunächst die Abwasserkanäle der Stadt kennen. Die ersten Seiten mussten doch mit etwas erhöhter Konzentration gelesen werden, da viele Begriffe fallen, die eines Kontext und einer Erklärung bedürfen. Doch danach fällt es sehr leicht in die Geschichte einzutauchen, Meagan Spooner verfügt über einen sehr flüssigen und anschaulichen Schreibstil, der das Lesen sehr angenehm macht.
Der Anfang war darüber hinaus auch recht spannend, auch wenn das grundlegende Konzept bei vielen Geschichten, vor allem Dystopien, bereits bekannt ist, was sich auch häufiger mal bemerkbar machte: Alles stellt sich als Lüge heraus, die Obrigkeit ist dafür verantwortlich-das ist nicht neu. Doch das Setting ist ein anderes, was für mich die Spannung ausmachte, ebenso wie die Tatsache, dass man nicht direkt mit Informationen gefüttert wird und die bereits bekannten Szenarien sich langsamer entwickeln. Die etwas langsamere Entwicklung kommt der Geschichte zugute, denn vieles wirkt gut ausgearbeitet.
Dies gilt auch für Lark, die ihrem Charakter entsprechend handelt und mir sehr sympathisch war, zeitweise jedoch zu naiv. Sie ist sehr emotional und oft etwas unbeholfen, was aber eher an der Situation als an ihr liegt. Dummerweise ist sie etwas zu ehrlich und hinterfragt nicht wirklich häufig etwas, das erwartet sie wohl auch von ihren Mitmenschen, was sie natürlich in einige Schwierigkeiten bringt. Neben Lark gibt es natürlich auch die -schon fast obligatorischen- Jungs. Kris ist im Institut aufgewachsen und behandelt Lark sehr freundlich und ist ihr gegenüber sehr aufmerksam. Dem wohlerzogenen Spross steht Oren gegenüber: Er ist hinter der Mauer aufgewachsen und hilft Lark ihr Ziel, den Eisernen Wald zu erreichen. Im Gegensatz zu Kris ist er eher wankelmütig und für Lark häufig ein Buch mit sieben Siegeln. Mit beiden fühlt sie sich verbunden, doch eine wirkliche Liebesgeschichte entwickelt sich in diesem Band nicht: Das Potenzial ist natürlich da und wird in der Fortsetzung vermutlich auch ausgenutzt werden.Ich empfand es hier als sehr angebracht, dass der Fokus auf der Handlung und nicht auf Larks Gefühlen zu den Jungs lag.
Der mittlere Teil hatte zwar einige interessante Szenen, doch lange ist Lark nur alleine unterwegs, was ich irgendwann als recht ermüdend empfand. Dies ändert sich mit der Ankunft eines sprechenden maschinellen Kobolds und natürlich Oren. Während Lark alleine war, wunderte ichmich manchmal über ihr Wissen, obwohl sie -laut eigener Aussage- wenig über Magie und die Welt hinter der Mauer gelernt hat.
Der letzte Teil war der wohl Spannendste, der mit einigen Überraschungen aufwarten konnte (manches war jedoch vorhersehbar), in dem ich Lark jedoch auch am häufigsten schütteln wollte. Sie handelt manchmal sehr unangebracht, sogar für jemanden, der noch recht jung ist. Das Ende ist kein fieser Cliffhanger, doch ich freue mich auf den zweiten Band und hoffe, dass noch einige Fragen in meinem Kopf beantwortet werden.Alles in allem, fühlte ich mich gut unterhalten, lediglich Larks Naivität störte zeitweise, sowie einige Ungereimtheiten hinsichtlich Larks Wissen über die für sie unbekannte Welt.
4 von 5 Bookworms und eine Empfehlung an Jugendliche und junge Erwachsene, die gerne Fantasy lesen, die das Rad nicht neu erfindet, aber gute Unterhaltung und Ideenausarbeitungen bietet.

Vielen Dank an den Heyne-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! 

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(133)

320 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

mord, jugendthriller, thriller, internet, mord;

Singe, fliege, Vöglein, stirb

Janet Clark
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Loewe, 10.03.2014
ISBN 9783785577523
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Vorab erstmal danke für dieses Leseexemplar vom Loewe-Verlag und "Was liest du?"!

Inas Leben ist eigentlich ganz normal - sie hat einen Freund, Aaron, und absolviert gerade ihre FSJ im Tierheim, doch mit dem Fund der Leiche der Nachhilfeschülerin Aarons ändert sich alles. 
Es handelt sich dabei um Casey, die Stieftochter des Inhabers eines Chemielabors, welches u.a. für Tierversuche in der Kritik steht. Dummerweise ist bekannt, dass sowohl Aaron als auch Ina mit ihr Streit hatten, und dann findet ausgerechnet Ina die Leiche! 
Da aber zunächst Aaron im Visier der Behörden ist, verteidigt sie ihn, doch dann zieht über sie beide ein Shitstorm aus dem Internet hinweg, und Ina verliert zunehmend das Vertrauen...

Der Thriller hat mich eindeutig überzeugt, jedoch unter dem Gesichtspunkt, dass es ein Jugendthriller ist: Wer einen Thriller erwartet, der auf die Psyche schlägt, ist hier wohl fehlberaten. Die Handlung ist auf eine kleine Menge handelnder Personen konzentriert: Ina, Aaron, Aarons Exfreundin und Kollegin Lennja, eine engagierte Tierschützerin, Janosch, ein Tierschützer mit Kontakten in die Szene, sowie Mark, Aarons bester Kumpel. Ansonsten spielen natürlich Eltern und Polizei eine Rolle. 
Der Leser erfährt die Handlung aus Sicht der Protagonisten Ina und Aaron, wobei Aaron dazu tendiert Buchstaben zu "verschlucken". Mich hat dies nicht weiter gestört, es kann den Lesefluss jedoch beeinträchtigen. 
Beide sind sympathisch, doch während ich Ina durchgehend nicht verdächtigt habe, war ich zwischen allen anderen sehr hin- und hergerissen. Und da liegt eine große Stärke dieses Thrillers: Der Leser wankt stets zwischen den Beteiligten, den jeder hat Geheimnisse, die auch die Beziehungen untereinander belasten. Die Auflösung hat mich dann doch überrascht, wobei der Showdown äußerst rasant verläuft: Da fiel es mir schwer, dass Buch aus der Hand zu legen, was nicht immer so war. 
Sehr gut geschildert ist die Macht des Internets und wie leicht man sich manipulieren lässt; das sollte zum Nachdenken anregen (ich erlebe sowas täglich in der Schule). Auch Tierschutz wird angesprochen, und es steht die Frage im Raum, wie weit man für Ideale und Moral gehen darf.

Diese Jugendthriller ist gut durchdacht, es treten keine Logiklücken auf, und trotz der Ich-Perspektive weiß der Leser nicht alles und schwankt zwischen allen Beteiligten. Bis kurz vorm Ende war ich unsicher, wer es denn nun ist. Jede Figur hat Tiefe und kleine Geheimnisse, sei sie nun sympathisch oder nicht, und das Beziehungsgeflecht ist sehr verworren, aber überzeugend. 
Lediglich zeitweise war der Thriller nicht ganz so spannend, was sich aber schnell wieder gab: 
4 von 5 Bookworms

  (7)
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(259)

490 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

stephen king, horror, thriller, shining, hotel

Shining

Stephen King , Harro Christensen
Flexibler Einband: 623 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 20.02.2007
ISBN 9783404771707
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ex-Alkoholiker Jack Torrance nimmt einen Job als Hausmeister im Overlook an, ein Hotel mitten in den Bergen. Gemeinsam mit seiner Frau Wendy und seinem kleinen Sohn Danny reist er zum Saisonende hin an, nicht ahnend, dass das Hotel eine mehr als zweifelhafte Geschichte hat. Insbesondere Danny, der über die Gabe der Hellsicht verfügt, fürchtet das Hotel und seine Macht, doch zunächst scheint sich die Situation zu bessern: Die Ehe von Jack und Wendy erlebt einen Aufschwung und Jack kommt mit seinem Theaterstück voran, endlich, seit langer Zeit. 
Doch neben merkwürdigen Vorfällen, verändert sich Jack zunehmend. Je mehr er über das Hotel erfährt, desto mehr steigert sich sein Hass gegen alles und jeden. Belastet von der Vergangenheit und dem Verlangen nach Alkohol, verliert er sich selbst, doch weigert er sich, dies zu erkennen. Dann schneit das Hotel ein, und vor allem Danny befindet sich in höchster Gefahr...

"Shining" ist für mich der fünfte Roman von Stephen King und ich bin erneut begeistert. Die Figuren sind wie immer sehr facettenreich, und vor allem Danny habe ich ins Herz geschlossen. Dieser kleine Junge, der versucht, es jedem Recht zu machen und mit einer Bürde zu kämpfen hat, die selbst Erwachsene in den Wahnsinn treiben würde, ist trotz all seiner Probleme liebenswert und ehrlich. Oftmals vergisst man, dass es sich um einen fünfjährigen Jungen handelt, gerade je weiter die Handlung voranschreitet. Auch Wendy und Jack haben viele Seiten: Jack, der nur Anerkennung will und mit seiner Vergangenheit zu kämpfen hat, und Wendy, die Danny schützen will, um jeden Preis. 
Vergangenheit ist ein sehr zentrales Thema in "Shining" - Jack und Wendy, die versuchen, über sie hinweg zu kommen und das Overlook, das sie herauf beschwört. 
Natürlich ahnt man als Leser, dass etwas passieren wird, vor allem wegen Dannys Träumen (und weil man Stephen King kennt - "Es" bereitet mir immer noch Unbehagen). Trotzdem ist da diese Hoffnung, dass doch noch alles gut ausgeht, doch dies wird zunehmend unrealistischer. 
Stephen Kings Schilderungen sind so real, so überzeugend, dass man sich einfach alles vorstellen kann; das macht es so schlimm. Könnte das alles nicht doch möglich sein? (Natürlich nicht, aber beim Lesen überkamen mich doch Zweifel.) 
Interessant ist es, dass ein Protagonist in Kings Romanen immer schreibt bzw. versucht zu schreiben und/oder Englischlehrer ist. Parallelen zu anderen King-Romanen findet man häufig, wenn auch nicht so viele in "Shining". 
Noch ein Wort zum Cover: Die Gefahr des Hotels ist spürbar und Dannys Angst auch, es passt also perfekt.

Insgesamt gefiel "Shining" mir sehr gut, wenn auch nicht ganz so gut wie "Es". Gerade die letzten zweihundert Seiten sind spannend und ließen sich in einem Rutsch lesen. Das ungute Gefühl ließ mich auch nach dem Lesen nicht los und bei einem Thriller ist das ein gutes Zeichen;-) 
Ich bin gespannt, wie es mit Danny weitergeht (Dr.Sleep liegt noch auf dem SUB) und vergebe 4,5 von 5 Bookworms.

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191 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

fantasy, geister, liebe, katzen, könig

Schattenpfade

Celine Kiernan , Astrid Finke
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Heyne, 29.06.2009
ISBN 9783453266292
Genre: Fantasy

Rezension:

Stell Dir vor, du kehrst nach langer Zeit nach Hause zurück: Deine Freude ist unbändig, du willst alte Freunde begrüßen - doch alles hat sich verändert.

So geht es der jungen Wynter, die nach langer Zeit im barbarischen Norden in den Süden zurückkehrt.  
Der Kontakt zu Geistern und Katzen, Wynters ehemalige Spielgefährten und Schutzbefohlenen, ist untersagt und Prinz Alberon ist verschwunden. Sein Halbbruder Razi wird nun wider Willen in die Nachfolge des Königs gedrängt, und er beginnt, sich vin Wynter zu distanzieren, ebenso wie von Christopher, seinem besten Freund. 
Was hat das zu bedeuten? Weshalb ist diese Schreckensherrschaft errichtet worden? Wynter forscht nach und sieht sich plötzlich Geheimnissen gegenüber, die sie zerreißen.  Und dann ist da auch noch ihr todkranker Vater...

"Schattenpfade" ist der erste Teil der "Moorehawke"-Trilogie von Celine Kiernan und das merkt man deutlich: Die Spannung bleibt etwas auf der Strecke - zeitweise plätschert die Geschichte vor sich hin - umso mehr erfährt der Leser jedoch über die Personen:

Wynter Moorehawke ist die Tochter des königlichen Protektors, die nach einer Lehre im Handwerk (bei ihrem Vater) zurückkehrt. Aufgewachsen mit den Königssöhnen Razi und Alberon, war es ihre Aufgabe sich um die sprechenden Katzen zu kümmern, die jetzt jedoch entweder tot oder geflüchtet sind. 
Zwar steht Razi ihr zu Beginn zur Seite, doch er distanziert sich zunehmend, vor allem um seine Freunde zu schützen. Ein zeitlang besucht er sie nur, um seinen ärztlichen Pflichten nachzukommen. 
Zugleich versucht Wynter herauszufinden, was es mit Alberon auf sich hat, und wer Attentate auf Razi verübt - angeleitet von einer grießgrämigen Katze. Doch die Wahrheit führt sie an Abgründe.
Abgründe, die sowohl ihre eigene als auch die Königsfamilie betreffen.
Wynter ist eine überzeugende, starke Protagonistin, die man ins Herz schließt. Nicht jede Entscheidung und Emotion ist rational erklärbar, und gerade das macht sie als Person glaubwürdig,  denn wer handelt stets überlegt?
Gerade ihr innerlicher Konflikt, der mit der Krankheit ihres Vaters zunimmt, ist authentisch und nachvollziehbar geschrieben, und auch der Leser wägt ihre Handlungen sorgfältig ab, ist aber entzwei gerissen. 
Auch Razi ist sympathisch, aber so manches Mal hätte ich ihm an den Hals fahren können, natürlich beeinflusst von Wynter, dabei ist die Geschichte aus der dritten Erzählperspektive geschrieben, was natürlich für den Schreibstil der Autorin spricht, die sehr genau die Welt und Emotionen Wynters beschreibt.
Zurück zu Razi: Er ist der farbige Sohn des Königs und will eigentlich nur Arzt sein, nicht der neue Königsthronsanwärter. Diese Rolle wird ihm aufgezwängt, doch das Volk ist gegen ihn und gibt ihm die Schuld am Verschwinden Alberons, was zu Anschlägen auf sein Leben führt, woraufhin er seine Freunde meidet: Wynter und Christopher.
Christopher ist für Wynter zunächst nur ein weiterer ungeliebter Eindringling in ihrem Leben, ein arroganter Frauenheld und Musiker, dem zudem beide Mittelfinger fehlen. Doch ihre gemeinsame Treue zu Razi eint sie und langsam näheren sie sich an. Die Beziehung der Beiden und ihre Entwicklung hat mir gut gefallen, sie ist ruhig und nachvollziehbar geschildert.
Weitere wichtige Figuren sind der König und Lorcan, Wynters kranker Vater. Ein schreckliches Geheimnis aus ihrer Jugend stellt den Ursprung der Umschwünge im Königreich dar.

Es sind die Figuren von denen die Geschichte lebt und Celine Kiernans detailreiche Beschreibungen, von denen die Geschichte lebt, denn an Spannung mangelt es, auch wenn es ein paar spannende Sequenzen gibt. Man sollte auch keinen allzu hohen Fantasyanteil erwarten, denn die Katzen und Geister spielen zwar eine wichtige Rolle, agieren jedoch recht sparsam - da ist noch Potential nach oben.

Zusätzlich ist noch eine Karte mit eine kurzen Erklärung der Autorin zu finden, wie das Land aufgebaut ist. Diese ist sehr schön gestaltet, ebenso wie das Cover, das ein halbes Katzengesicht mit einem gelb leuchtendem Auge abbildet. Das Cover ist jedoch nicht sonderlich auffällig, zumindest nicht im Vergleich zu anderen Phantasycovern.

"Schattenpfade" ist der solide Auftakt einer Reihe, der langsam die Geschichte aufbaut und die Grundlagen für die eigentliche Handlung legt, die hoffentlich in Band 2 richtig los geht und noch etwas mehr Fantasy beinhaltet. Das Potential ist da.
Ich vergebe 3 von 5 Bookworms.

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1.480 Bibliotheken, 11 Leser, 26 Gruppen, 120 Rezensionen

vampire, liebe, elena, stefano, fantasy

Tagebuch eines Vampirs - Im Zwielicht

Lisa J. Smith , Ingrid Gross , Kerstin Windisch
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei cbt, 03.11.2008
ISBN 9783570304976
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich hatte dieses Buch bereits im Auge gehabt, doch schreckte es mich inhaltlich immer wieder ab... 
Es erschien mir wie ein Abklatsch der "Biss"-Reihe (die mir gut gefiel, allerdings las ich die Bücher auch laaaange vor den Filmen) -eine falsche Annahme, denn diese Reihe war zuerst da- und zu dem Zeitpunkt fand ein Hype um diese Bücher bzw. Filme statt, dass ich es unterließ, jene Bücher dann zu lesen. 
Dann sah ich einige Folgen der Serie und überlegte es mir nochmal... 
Schließlich lieh ich mir den ersten Band aus der Bücherei aus und nun ja. 
Zunächst der Plot: Elena Gilbert, die gerade ihre Eltern verloren hat und nun mit ihrer kleinen Schwester Margaret bei ihrer Tante wohnt, kehrt zum Schuljahresbeginn nach Mystic Falls zurück. Dort weckt der attraktive und unnahbare Stefano ihr Interesse, doch dieser ist distanziert. Sie beschließt ihn zu erobern und tatsächlich gelingt es ihr, doch Stefano ungibt ein Geheimnis und zeitgleich mit seinem Auftauchen häufen sich zudem gewaltsame Vorfälle... 
Die Handlung ist wohl allgemein bekannt, und es gibt tatsächlich einige Parallelen zur "Biss"-Reihe oder besser, die Biss- Reihe mit den "Vampire Diaries", da diese einige Jahre später erschien. 
Stefano ist attraktiv, geheimnisvoll und trinkt lieber Tier- statt Menschenblut; nebenher hat er einen ausgeprägten Beschützerinstinkt. Das kommt einen ja dann doch bekannt vor... Über derartige Ähnlichkeiten könnte ich locker hinwegsehen, wenn nicht dieser Schreibstil wäre: Alles wirkt sehr "abgehackt", sowohl der Fortschritt der Geschichte als auch die Entwicklung der Figuren, zumindest empfand ich das so. Die Figuren waren überwiegend austauschbar, besonders Elenas Freundinnen, die bereit sind, alles für Elena zu tun - egal was und aus welchem Zweck. Was mich zu Elena führt - sie ist das Mädchen, das oftmals als Antagonistin genutzt wird (bspw. in Internatsgeschichten): Blond, hübsch und immer auf Männerfang - was ihr Freund Matt auch nach der Ankunft Stefanos zu spüren bekommt, denn sie macht Schluss. Begründung: Er sei mehr Bruder als Freund. Das machte Elena nicht gerade zur Lieblingsprotagonistin. Und ihr Verhalten ändert sich auch im Verlauf der Handlung kaum (leider!). Damon wäre noch positiv hervorzuheben, er ist interessanter, möglicherweise aber auch, weil ich dann an die Serie denke, aber er kommt kaum vor, was nach dem Klappentext nicht gerade zu erwarten war. Überhaupt erscheint mir der Klappentext falsch gewählt, er wirkt mehr wie eine Zusammenfassung der ersten zwei Bücher. 
Um auf die Sprache und den Schreibstil zurückzukommen: Das Gefühl der Unvollständigkeit kommt auch von Zeitsprüngen, die nicht als solche beschrieben werden. Auch die Erzählperspektive, die überwiegend aus Elenas Sicht geschrieben ist, wechselt - da wäre eine Leerzeile angebracht gewesen. Sprachlich ist die Geschichte sehr einfach gehalten und auch die Sätze sind relativ kurz, es lässt sich also gut zwischendurch lesen. 
Schlussendlich möchte ich noch die Sequenzen, die in der Vergangenheit Stefanos spielen positiv hervorheben - diese sind interessant und regten mich zum Weiterlesen an, doch leider sind sie sehr spärlich gesät, was die Spannung aber erhöht. Der Cliffhanger am Ende regt natürlich zum Weiterlesen der Reihe an, und vermutlich werde ich das auch tun: Zum Einen, weil das Ende des Buches wesentlich besser war als der Rest, zum anderen, weil ich trotz allem wissen möchte, wie es weitergeht. 
Insgesamt gefiel mir das Buch jedoch kaum, da die Figuren entweder lieblos entworfen oder unsympathisch waren, und mir der Aufbau und die Sprache nicht wirklich gefielen, ganz zu schweigen von der Entwicklung der "Beziehung" von Stefano und Elena. Fans der Serie werden auch enttäuscht sein, denn es gibt kaum Ähnlichkeiten. 
Ich vergebe noch (sehr) knappe zwei Bookworms und bin froh, dass ich das Buch nur ausgeliehen habe.

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272 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

märchen, fantasy, christoph marzi, wolf, grimm

Grimm

Christoph Marzi
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.12.2012
ISBN 9783453529601
Genre: Fantasy

Rezension:

Das Leben der jungen Vesper Gold gerät mit einem Mal aus allen Fugen: Zunächst wird sie durch die Straßen Hamburgs verfolgt und dann werden ihre getrennt lebenden Eltern tot aufgefunden.
Ein Schock für Vesper, ebenso wie die mysteriösen Umstände, die mit dem Tod ihrer Eltern verknüpft sind. Ein geheimnisvoller Brief und sein Inhalt führen Vesper auf eine gefährliche Spur. Begleitet von dem Studenten Leander Nachtsheim und dem geheimnisvollen Jonathan Andersen muss sie bald der Wahrheit ins Auge sehen: Die Grimmschen Märchen sind mehr als Phantasie und ihre Akteure sind der Menschheit nicht freundlich gesinnt...

Nachdem ich bereits die „Uralte Metropole“ verschlungen hatte, war es nur eine Frage der Zeit bis ein weiteres Buch Marzis den Weg in mein Regal finden würde. Begeistert von dem bunten und sehr schönen Cover, sowie dem Spannung versprechenden Klappentext griff ich zu.
Und tatsächlich, ich tauchte in eine fantastische Geschichte ein.
Bereits begeistert vom Schauplatz Hamburg, jene Stadt, die ich unbedingt mal sehen möchte, konnte ich mich auch mit den Protagonisten gut identifizieren. Vesper ist eine rebellische Einzelgängerin, ohne wirklichen Bezug zu ihrer Familie, die bereits vor Jahren zerbrochen ist. Schule ist ihr ein Graus, und nur das Theater bereitet ihr Freude.
Doch dann stirbt zunächst ihr Vater, dann ihre Mutter. Verfolgt von Wölfen, die jenen in ihren Alpträumen sehr ähnlich sehen, macht sie sich auf die Suche nach Friedrich Coppelius, und begegnet dort auch dem Studenten Leander Nachtsheim, dessen Eltern ebenfalls vor Kurzem umgekommen sind. Leander war zunächst sehr seltsam, doch je mehr man von ihm kennenlernt, umso sympathischer wird er. Er ruht in sich selbst, und bietet Vesper eine Stütze. Zwischen beiden entspinnt sich eine Liebesgeschichte, die unauffällig in die Geschichte eingebunden ist, und sich sehr angenehm entwickelt, sofern man außer Acht lässt, wie schnell die beiden einander näher kommen.
Sehr lieb gewonnen habe ich Ida, eine Freundin Vespers, die sich starke Sorgen um ihre Tochter macht, die wie alle Kinder plötzlich einschläft. Auch Jonathan Andersen war mir sympathisch, doch so ganz trauen konnte ich ihm die ganze Geschichte über nicht.

Besonders gefallen hat mir die Geschichte rund um die Bohemia, der Geheimbund, dem die Gebrüder Grimm und diverse Dichter und Maler angehörten. Ihre Bemühungen, die Welt zu schützen und aus welchen Beweggründen heraus, waren sehr angenehm eingebettet. Zentraler Dreh- und Angelpunkt: „Das Eismeer“ von Caspar David Friedrich.
Die ganze Geschichte harmoniert mit Marzis Schreibstil, der mir persönlich gut gefällt, denn er hat etwas spielerisch poetisches, so manchen Leser jedoch in den Wahnsinn treibt.
Ein Beispiel:
„Das Leben, das manchmal zu einem Sturm anwachsen konnte, hatte sie hier stranden lassen (...)“
(S.10)

Das Ende ist eine sehr überraschendes, aber auch trauriges und lässt einen betroffen zurück und einige Entwicklungen noch offen, doch es gefiel mir sehr gut, war vielleicht sogar das Beste an der ganzen Geschichte, die auch durch Dialoge und zerbrochene Charaktere lebt, die trotz allem Hoffnung haben. Es gibt auch ein paar Parallelen in „Grimm“ zur „Uralten Metropole“: Unter anderem die Spiegelaugen und das Verweben der eigenen Geschichte mit tatsächlichen Ereignissen/Personen und bereits bekannten Geschichten.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und obwohl ich manchmal bei einigen Reaktionen stutzte, war ich tief drin und etwas unglücklich, als ich das Buch zuschlug.

Insgesamt vergebe ich 5 von 5 Bookworms.

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974 Bibliotheken, 17 Leser, 9 Gruppen, 42 Rezensionen

fantasy, magie, kvothe, musik, liebe

Die Furcht des Weisen Band 2

Patrick Rothfuss , ,
Fester Einband: 520 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 27.02.2015
ISBN 9783608939262
Genre: Fantasy

Rezension:

Soo, der (bisher) letzte Band um den Magier Kvothe!

Kvothe ist nach der Begnung mit den Räubern schwer erschöpft, doch er erholt sich rasch. Auf dem Rückweg trifft die kleine Gruppe um ihn auf Felurian, eine wunderschöne Fae, deretwegen er sich von den anderen trennt. Im Feenreich verbringt er sehr viel Zeit mit ihr, doch nur mit  einer List kann er sie wieder verlassen. Doch er begegnet auch dem Cthaeh, einer uralten und bösartigen Wesenheit, die Zweifel sät...

Zurück in der Zivilisierten Welt, trifft er auf seine Gefährten und folgt dem Adem Tempi. Eine lange Ausbildung lehrt ihn etwas mehr Einsicht und Toleranz, und auch die Kunst des Schwertes.

Doch sein Rückweg wird nicht so angenehm wie er denkt und auch am Hof des Maer erwartet ihn eine Enttäuschung...

Jaaa und Neeeiin!
Ich habe die ganze Reihe durchgelesen, am Stück, und bin begeistert, doch jetzt muss ich ewig auf den nächsten und letzten Teil warten! Wie ich das hasse.

Kvothe verändert sich, doch nicht jede Veränderung ist zum Guten. Zwar behält er seine grundlegenden Wesenszüge, seine Gerechtigkeit und Ehrlichkeit,  doch mit seinen Schwertkünsten wird ihm Macht verliehen, die er meiner Meinung nach noch nicht recht zu nutzen vermag.
Zwar konnte ich ihn bei einer ganz bestimmten Handlung verstehen, und doch war sein Ausbruch zu erschreckend und birgt Eigenschaften Kvothes, die lieber verborgen geblieben wären.

Die Fae ist für den Leser genausowenig zu durchschauen wie für Kvothe. Mit einer unbeschreiblichen Wirkung auf Männner zieht sie Kvothe in den Bann, doch sie hat auch eine verletzliche Seite, die jedoch vor allem vor Kvothes Abreise zum Vorschein kommt.
Für mich war sie ein Charakter, den man nicht mehr vergisst, dochkeoner für den ich besondere Sympahien hege.

Tempi hingegen war witzig, ganz ab vom Namen. Sehr loyal seinem Volk gegenüber,  steht er im Zwiespalt: Kvothe oder die Adem.
Die Adem sind ein sehr interessantes Volk. Lernt man bereits ihr Schweigen und die nicht vorhandene Mimik kennen, so gelangt man mit Kvothe nun hinter ihr Kultur, die oft weise, manchmal aber auch, nun ja, sehr uneinsichtig ist.
Gerade Kvpthe wird als Barbar gesehen und nicht wirklich akzeptiert, doch einige weiß er von sich zu überzeugen, so auch Vashet, seiner sehr rabiate Meisterin. Sie gefiel mir gut, erschreckte mich oft aber auch mit ihren kulturellen Eigenheiten.

Sowohl seine Erlebnisse bei Felurian als auch bei den Adem bringen Kvothe, wie von Elodin gehofft, der Namenskunde näher.
Doch auf dem Rückweg begegnet er verkleideten Edema Ruh, und das ist der Moment, in dem Kvothe geradezu wahnsinnig wird.

Doch er berapppelt sich, allerdings bringt ihn das Ganze in weitere Scherereien, die ich jedoch nicht schildere. Eins sei versichert, Kvothe kämpft weiterhin mit vielen Vorurteilen, die in Rothfuss' konzipierter Welt sehr authentisch geschildert werden, ebenso wie Machtspielchen.

An der Uni schließlich muss er sich ausnahmsweise nicht mehr um Geld sorgen, denn auf gewitzte Weise hat er vorgesorgt.

Zugleich denken Bast und der Chronist über das Schicksal nach, und Bast bleibt weiterhin sehr rätselhaft,  wird jedoch auch zunehmend unleidlich und erschreckend. Gerade die Zwischensequenzen sind genial!
Die und Szenen mit Bäumen, ja, Bäume, richtig gelesen, sind richtig gut und gefielen mir am Besten. Was was heißen will, denn mir gefiel eigentlich alles:)

Ich behaupte nicht, dass Rothfuss das Rad neu erfindet, aber seine Umsetzung ist klasse, und einige Einfälle sind mir so noch nicht begegnet,  andere natürlich schon.

Ich fand's klasse und freue mich total auf "Die steinernen Türen", bis dahin lese ich mir ein paar Theorien durch :-D

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1.137 Bibliotheken, 27 Leser, 8 Gruppen, 61 Rezensionen

fantasy, kvothe, magie, universität, patrick rothfuss

Die Furcht des Weisen Band 1

Patrick Rothfuss , Jochen Schwarzer , Wolfram Ströle
Fester Einband: 859 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 07.11.2014
ISBN 9783608938166
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich habe erst vor kurzem meine begeisterte Rezension zu "Der Name des Windes" verfasst und eigentlich möchte ich mich nicht wiederholen, aber: Es ist eine geniale Geschichte, die nun weitergesponnen wird.

Kvothe hat trotz seiner Talente immer noch an der Universität zu kämpfen, und seine Suche nach wahrer Magie und den Namen der Dinge und die Chandrian stagniert. Irgendjemand attackiert ihn mit schwarzer Magie und auch Devi bringt er gegen sich auf. Zwar beginnt Elodin ein Seminar zu geben (sofern er erscheint), doch die Meister, besonders Hemme, sind unzufrieden mit ihm (so manchem kann man es nicht verübeln ;-)). Schließlich nimmt Kvothe sich eine (erzwungene) Auszeit und begibt sich zu einem möglichen Schirmherren, dem Maer Alveron. Dieser hat verschiedene Aufgaben für ihn, doch Kvothe langweilt sich und fühlt sich eingesperrt. Ein wenig besser geht es ihm als er Denna trifft, aber er sorgt sich weiterhin um sie. Etwas, das sie nicht ausstehen kann... 

Schließlich macht Kvothe sich mit ein Söldnertruppe auf den Weg, ohne zu ahnen, dass dieser verworrener ist als es diese Aufgabe erfordert.

Kvothes Geschichte geht weiter, und wieder ist Rothfuss ein toller Band gelungen!

Rothfuss öffnet uns seine riesige Welt ein weiteres Stückchen, nun dürfen wir Eintauchen in Intrigen und Ränkeschmieden der Adligen, sowohl an der Universität als auch am Hof des Maer.
Ambrose tritt selten als Person und doch sehr häufig in Erscheinung. Wie? Das werdet ihr selbst erfahren müssen.
Ich finde ihn genauso unsympathisch wie eh und je, ohne ihn als böse zu empfinden, was ich richtig gut finde, denn das ist immer noch ein Unterschied, den nicht jeder hinkriegt.
Auch Kvothe steht zu Ambrose wie eh und je, doch dass der auch noch eine Zeit lang mit Denna anbändelt, geht ihm vollends gegen den Strich, was ihn zu einer gefährlichen Aktion anstachelt.
Wie so oft, denn das ist wirklich ein Problem Kvothes: Leichtsinn und Ungeduld, Eigenschaften, die dem späteren Wirt vollends fehlen (na ja, zumondest der Leichtsinn). Ansonsten verändert Kvothe sich nicht wirklich, aber er ist teilweise sehr wankelmütig. 
Die Freundschaft von ihm, Simmon und Willem erreicht neue Höhepunkte und zeigt ihre Berechtigung, denn ohne die beiden hätte er um sein Leben fürchten müssen.
Auch andere Figuren rücken in ein neues Licht und treten hervor,  vor allem Elodin, der so manches Mal ulkig erscheint und dann wieder weise. Kvothe wird von ihm in den Wahnsinn getrieben, und erlebt so manche problematische Situation (ähm, Hemmes Räume), die auch witzig sein können. Manchmal erscheint mir Elodin Kvothe ähnlicher als er ahnt, sowohl altersmäßig als auch im Umgang mit anderen.
Doch Kvothe werden auch Grenzen aufgezeigt, denn zwar ist er in vielen Bereichen gebildet, aber selten der Allerbeste. Und das ist auch gut, denn manchmal braucht Kvothes Hochmut einen kleinen Dämpfer.

Am Hof begegnet er dem Maer, einem vielschichtigen Mann, der sehr intrigant, aber auch sehr gebildet ist. Er ist mir weder sympathisch noch unsympathisch,  denn seine Entscheidungen sind nicht ommer zu durchschauen. Nur Stapes und Bredon scheinen herzensgut zu sein, auch wenn ersterer zunächst einen anderen Anschein erweckt.

Schließlich trifft Kvothe noch auf seine Begleiter zur Banditenjagd: Marten, Hespe, Dedan und Tempi, ein Krieger der Adem, der Kvothe fasziniert und dem er sich langsam annähert. Diese Freundschaft wird noch von Bedeutung sein.

Das Buch endet mit einem Cliffhanger, da der zweite Band im Deutschen gesplittet wurde (wegen des großen Textumfangs).

Das Zwischenspiel ist wieder sehr interessant, und besonders Bast fasziniert mich und lässt den Leser mit Fragen zurück, genau wie Kvothe, der Schwäche zeigt. Ich frage mich: Wie kann dieser mächtige Magier so schwach geworden sein? Was ist passiert?

Gerade die Zwischensequenzen sorgen für Spannung, die in der eigentlichen Handlung etwas fehlt. Wie schon in Band 1 "Der Name des Windes" sind es einzelne Ereignisse, die Spannung hervorrufen, der große Bogen entsteht erst durch die Zwischensequenzen.

Trotzdem bin ich nach der Lektüre des Buches zufrieden wie selten gewesen - Band 1 war zwar etwas besser - und spmit vergebe ich auch für diesen Band 5 von 5 Bookworms.

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596 Bibliotheken, 26 Leser, 5 Gruppen, 54 Rezensionen

krimi, london, england, selbstmord, privatdetektiv

Der Ruf des Kuckucks

Robert Galbraith , Wulf Bergner , Christoph Göhler , Kristof Kurz
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 06.10.2014
ISBN 9783442383214
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auch ich wurde jahrelang von Frau Rowlings Potter-Reihe begleitet. Nun habe ich erstmals etwas anderes von ihr gelesen: "Der Ruf des Kuckucks", ein Krimi, den Rowling unter dem Pseudonym Robert Galbraith veröffentlicht hat.
Ein Model springt von ihrem Balkon, Selbstmord, keine Frage, doch der Bruder der Toten zweifelt und engagiert Cormoran Strike, einen Privatdetektiv, der vor den Trümmern seines Lebens steht. Doch je mehr er recherchiert, umso mehr Einblick erhält er in die Abgründe der Reichen und Schönen, und auch er beginnt zu zweifeln.
Zunächst: Das Cover ist echt schön, es hat etwas Geheimnisvolles, doch bei der dunklen Silhouette ging ich davon aus, dass es sich um den Ermittler Cormoran Strike handelt.Dementsprechend hatte ich eine Erwartung vom ungefähren Aussehen. Tja, falsch gedacht, denn Strike ist ungewöhnlich, in vielfacher Hinsicht.
Er ist recht groß, sehr dick und behaart, war Kämpfer in Afghanistan, was ihn ein Bein gekostet hat und dann wird er auch noch von seiner schönen und reichen Frau verlassen. Nun campt er in seiner eigenen Kanzlei, die er sich kaum leisten kann, und dann drückt ihm die Leihfirma auch noch eine weitere, zu kostenintensive, Assisstentin auf, Robin.
Robin, eine junge, hübsche Frau, frisch verlobt, wird von ihm auch erstmal fast die Treppe runtergestoßen und eigentlich wäre das auch ein Grund abzuhauen, wäre da nicht der Kindheitstraum vom Detektivsein.
Strike und Robin geben eine frische Mischung ab, und freunden sich bald an. Die Kapitel berichten abwechselnd über Strike und Robin, was einen Einblick in beide Figuren gewährleistet und ihnen Tiefe gibt.
Strike hat einen Haufen Probleme, ist aber intelligent und herzensgut, was er aber nicht oft zeigt, während Robin ehrgeizig und einfühlsam ist und nicht ganz so isoliert wie Strike.
Überhaupt sind es die Personen von denen dieser Krimi lebt, sie besitzen alle Tiefe umd haben ihre Geheimnisse. Es kommen zwar sehr viele Charaktere vor, doch keiner wirkt lieblos oder beliebig. Dank dem Schreibstil Rowlings entstehen klare Bilder im Kopf und man taucht richtig in die Geschichte ein. Der Leser prüft die Verdächtigen, lacht zeitweise über britschen Humor und verliert sich so manches Mal im Leben von Strike.
Da es einige Motive gibt, und noch mehr Zwietracht zwischen den Beteiligten, wusste ich nicht wer's war. Irgendwann tendierte ich in eine Richtung und zack - falsch. Sowas passiert mir eigentlich recht selten. Dementsprechend überrascht war ich vom Ende, das mir wirklich gut gefiel.
Rowling schneidet viele gesellschaftliche Themen an, besonders kaputte Familienstrukturen und die Kluft zwischen Arm und Reich spielen eine Rolle. Dies nimmt jedoch nicht den Hauptteil der Geschichte ein, regt ab und an aber doch zum Nachdenken an. Manchmal gab es auch kleinere Längen, die den Lesefluss aber nicht wirklich hemmen.
Insgesamt ein toller Krimi, der vor allem mit seinen Figuren überzeugt, und eine überraschende Auflösung präsentiert, zeitweise jedoch Längen hat.4 von 5 Bookworms

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865 Bibliotheken, 31 Leser, 0 Gruppen, 89 Rezensionen

magie, zirkus, fantasy, liebe, erin morgenstern

Der Nachtzirkus

Erin Morgenstern , Brigitte Jakobeit
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.10.2013
ISBN 9783548285498
Genre: Fantasy

Rezension:



Es fällt mir machmal sehr schwer ein Buch zu rezensieren -je besser es ist, umso schwieriger ist es zu sagen, warum.
Fangen wir erstmal mit dem Inhalt an:  Zwei alternde Zauberer wollen erneut einen Wettkampf abhalten. Dieser soll jedoch nicht von ihnen, sondern von ihren Lehrlingen durchgeführt werden. Sie wissen nichts, sie kennen wgewinnenen Gegner noch Zeit, Ort und Ziel. Und doch begegnen sie sich schließlich und...verlieben sich.Der Wettstreit im Lichte des Nachtzirkus wird immer komplizierter für Celia und Marco.
Der eigentliche Star dieser Geschichte ist der Nachtzirkus, der Cirque des Rêves. Jener Zirkus, der unangekündigt und nur bei Nacht geöffnet hat. In einigen Sequenzen, so auch zu Beginn, wird der Leser direkt angesprochen und tatsächlich fühlt es sich an, als ob man im Zirkus sei. Alle Sinne werden erfasst.Es macht richtig Spaß über die Zelte zu lesen, die Rêveurs, und jede noch so kleine Kleinigkeit.
Der Aufbau des Zirkus ist ein Handlungsstrang, der unablässig mit dem Schicksal von Marco und Celia verknüpft ist. Celia ist die Tochter eines großen Magiers, der jedoch nur wenig väterlichen Umgang mit ihr pflegt - er will nur den Wettbewerb gewinnen. Dementsprechen kurz ist ihre Kindheit, bis sie sich später kleine Freiräume erkämpft, die jedoch mehr durch Zufall (Glück oder Pech sei dahingestellt) entstehen. Lange Zeit ist sie jedoch alleine...
Marco hingegen wurde im Waisenhaus aufgegabelt und auch er ist häufig allein, sieht jedoch viel von der Welt. Dabei trifft er auf Isobel, eine junge Frau, die sich ihm und den Tarotkaten zugehörig fühlt.
Ihrer beider Schicksale finden schließlich bei Chandresh, einem Exzentriker mit Hang zur Exklusivität und Genialität zusammen und verknüpfen sich unwideruflich mit dem Zirkus...
Neben der Liebesgeschichte und dem Zirkus gibt es noch einen weiteren, zeitlich versetzten    Erzählstrang. Hier geht es um Bailey, dessen Leben durch den Zirkus durcheinandergewirbelt wird.
Die Charaktere sind allesamt besonders, jeder hat etwas, das ihn abhebt und so mancher weiß im Laufe der Handlung zu überraschen. Auf clevere Weise ist jeder mit jedem verbunden, oftmals ohne es zu ahnen. Marco ist zwar manchmal arrogant und doppelzüngig, die ist jedoch eher auf Erziehung und Umstände zurückzuführen. Celia hingegen ist recht liebenswürdig, jedoch sehr distanziert und introvertiert. Trotzdem schließt man die Charaktere ins Herz, vor allem jedoch die Nebenfiguren.
Ich habe häufiger gelesen, dass vielen die Liebesgeschichte nicht überzeugend genug finden, eine Aussage der ich nicht gänzlich zustimmen kann. Ja, es geht nicht alles ins Detail, aber die Geschichte ist auf mehrere Jahre angelegt, und der Schwerpunkt liegt mehr auf dem Zirkus und seiner Magie.
Diese Magie wird durch Morgenstern bezaubernden Schreibstil eingefangen, sie spielt mit allen Möglichkeiten: Vorausdeutungen, direkte Ansprachen des Lesers, Zitate eines Rêveurs, Metaphern, und sehr genauen Beschreibungen. Durch die Nutzung des Präsens entsteht eine Nähe zum Geschehen, es wirkt alles noch realer. 
Ebenso so schön wie die Geschichte selbst ist ihre Aufmachung: Das Cover lädt zum Träumen ein, und man kann schon viel Zeit damit verbringen, es anzuschauen. Wenn man sIch von der Geschichte losreißen kann, die zum Ende hin auch an Spannung zunimmt. Doch schon vorher kann man das Buch nicht aus der Hand legen - zu groß der Wunsch, es möge doch real sein.
Wer ein Buch sucht, in das man Eintauchen kann, das die Sinne berührt, und zum Träumen einlädt, der ist hier genau richtig!

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