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Briefe an junge Autoren

Colum McCann , Thomas Überhoff
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 19.05.2017
ISBN 9783499291401
Genre: Sonstiges

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In Weihnachtszeiten

Hermann Hesse , Volker Michels
Flexibler Einband: 118 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 06.09.2015
ISBN 9783458361046
Genre: Sonstiges

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Lug und Trug

Robert Gernhardt
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 26.09.2012
ISBN 9783596904495
Genre: Romane

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literatur vor 1945, hermann hesse, gedanken, winter, gedichte

Winter

Hermann Hesse , Ulrike Anders
Flexibler Einband: 118 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 12.08.2010
ISBN 9783458351993
Genre: Romane

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kurzgeschichten, weihnachten

Lustig, lustig, tralalalala

Mia Morgowski , Horst Evers , Hans Rath , Steffi von Wolff
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.11.2011
ISBN 9783499254970
Genre: Romane

Rezension:

Weihnachten ist ja auch in den Buchläden immer wieder Großkampfzeit und da wird dann auch gerne mal ein Krimi- oder Vampirtisch leergeräumt, um die immer zahlreicher werdende Weihnachtslektüre auszustellen. Antthologien ohne Ende, Gedichte, immer wieder dieselben Liederbücher, kleine, große, viereckige, flirrende und trendige Bücher grinsen den Besucher an, als hätte er im Weihnachtsstress überhaupt Zeit, irgendetwas zu lesen. Und am 26. ist ja schon alles vorbei, dann werden die Krimis vom Gabentisch gelesen.
Ach ja, diese Zusammenstellung hier: So lustig ist das dann nicht, ein bisschen schmunzeln hier, ein Grinsen da, die Autoren kommen ja vom Fach, es sind alles kleine Variationen von tausendfach erzählten Geschichten und daran merkt man immer wieder, dass Weihnachten zum Erzählen gar nicht so viel hergibt. Wenn man den Scrooge von Dickens kennt, dann hat man die schönste Geschichte schon gelesen, alles andere sind Variationen. Ein Zeitraum, der streng genommen nur 24 Tage dauert, ist eben zu kurz, dass so viel passiert, um damit Hunderte von Büchern zu füllen.-
Wer will, möge diese oder andere Anthologien lesen. doch die Zeit ist für ein "reguläres" Buch (und sei es ein Krimi) sicher besser angelegt.

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kurzgeschichten, weihnachten, familie, weihnachtsgeschichten

The Gold Collection

Karsten Kredel , Jörn Morisse
Flexibler Einband: 175 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 01.10.2007
ISBN 9783518459126
Genre: Sonstiges

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bücher, südamerika, bibliophilie, literatur, bibliophil

Das Papierhaus

Carlos María Domínguez , Elisabeth Müller
Fester Einband: 89 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 20.10.2014
ISBN 9783458176152
Genre: Romane

Rezension:

Joseph Conrads Buch "Die Schattenlinie" kam per Post von Uruguay nach Cambridge und war noch nicht mal für ihn, sondern für eine Kollegin, die es allerdings nicht mehr in Empfang nehmen konnte, weil sie bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen war. Das Besondere an dieser Sendung war der Zustand des Buches, es war von Mörtel und Zementresten zusammengepresst und sah aus wie ein Stein. Der Erzähler findet außerdem noch eine merkwürdige Widmung und so macht er sich auf die Suche nach dem geheimnisvollen Absender. Die führt ihn zu einem Sammler nach Montevideo und zu einem Strandstreifen mitten im Niemandsland einer Lagune.
Eine großartige Geschichte über die starke Passion, sein Leben nicht nur Büchern zu widmen, sondern auch abhängig von ihnen zu sein. Domínguez erzählt diese wunderbare kleine Geschichte ruhig und mit einer Art subjektiver Distanz, die ihn immer weiter treibt, um das Unerklärliche dieser Leidenschaft erklären zu können.
Es ist eine Liebeserklärung an das Buch, allerdings auch eine Warnung, dem Sog des Bücher(an)sammelns Grenzen zu setzen, bevor er exzessiv und destruktiv wird. Eine Erzählung von 90 Seiten, in der jedes Wort passt und die der Bücherfreund sicher so manches Mal voller Freude wieder in die Hand nehmen kann, um zu prüfen, ob seine Liebe zu Büchern immer noch Liebe ist, oder ob er Gefahr läuft, dass sich diese Liebe in etwas Negatives wandeln könnte. Sehr dringende Leseempfehlung nicht nur für die, die Bücher lieben, sondern für alle, die das Buch als Eintrittskarte in einen andere Welt sehen.

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tourtagebuch

Meine Jahre mit Hamburg-Heiner

Sven Regener
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.09.2013
ISBN 9783462044928
Genre: Romane

Rezension:

Regener hat ja über die Jahre hinweg immer mal wieder Internet-Blogs geschrieben, sei es auf Tournee, anläßliche der Buchmesse oder eben einfach nur so im Auftrag irgendeines Mediums. Dabei unterstützt ihn der Freund und Blogwart Hamburg-Heiner, mit dem er sich immer dann verbale Schlachten liefert, wenn es mit dem Blog mal ein wenig anstrengend wird. Das Ganze ist natürlich Kamauk, aber auf etwas höherem Niveau, denn Regener ist Wortjongleur, ein Spieler mit Sätzen und so manches Mal rutscht ihm auch eine richtige Spitze heraus, wo dem Leser das Lachen im Hals stecken bleibt, aber auf der langen Distanz ist das natürlich alles nicht ernst zu nehmen, liest sich auch schnell und kann auch schnell langweilig werden. Was dem Regener natürlich egal ist, weil er sowieso keine Kommentare liest. Das macht dann der Heiner und gibt ihm Saures.
Der Regener-Fan wird das lesen wollen, wenn er nicht schon die Blogs verfolgt hat, hier gibt es das alles nochmal in gesammelter und geballter De-Luxe-Ausführung, mit Bildern, die die Welt nicht braucht, weil sie absichtlich so Scheiße aussehen, dass es nach Seitenschinderei ausschaut. Aber da ja Regener sowieso nichts liest, was ein Leser schreibt, kann er sich ja über das hier auch nicht ärgern. Oder einen witzigen Song schreiben. Oder einen Leservernichtungsblog anfangen. Entbehrlich, aber wer es in der Hand hat, der liest es auch zu Ende. Ist eben vom Autor des Herrn Lehmann, der zufällig auch noch die Trompete bei Element of Crime tutet.

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new york, vietnamkrieg, armut, usa, national book award

Die große Welt

Colum McCann , Dirk van Gunsteren , ,
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.03.2011
ISBN 9783499248474
Genre: Romane

Rezension:

Ein Mann, der sich am hellichten Tag in schwindelerregender Höhe auf einem Seil zwischen den Twin Towers in New York bewegt. Das ist die verbindene Basis des Buches von McCann, wofür er mit dem National Book Award ausgezeichnet wurde. Der Drahtseilakt in der Luft ist die Spitze des Möglichen, das sich für die Figuren in diesem Roman ergibt - ein Moment der totalen Freiheit. Die Kämpfe, die McCanns Figuren auf diesem Weg zu führen haben, unterscheiden sich nach ihrer Gesellschaftszugehörigkeit. Der Priester, dessen Suche nach dem Gott, dem er glauben kann, in die Tiefen der New Yorker Diaspora führt, die Wohlhabende, deren Leben in der Park Avenue das Gegenteil ist und die nichts mit den anderen zu tun haben müsste, wäre da nicht der gemeinsame Verlust des Sohnes im Vietnamkrieg, die Huren, die Verlorenen, die scheinbar Guten und die Bösen, sie alle kämpfen ihren Kampf gegen das, was ihnen das Leben und den Glauben daran schwer macht.
Die Kulisse, die McCann gewählt hat, könnte besser nicht sein, wenn man die Vielschichtigkeit im Dasein unterschiedlicher Existenzen schildern will. Mit New York hat er sich den Schmelztiegel aller Schattierungen menschlicher Möglichkeiten und Unzulänglichkeiten ausgesucht. Ähnlich wie Paul Auster macht er aus der Kulisse, die die Stadt ist, eine Hauptfigur. Man kann ihre Ausdünstungen förmlich durch die Seiten riechen, es ist ein Parforceritt durch eine der größten Sammlungen menschlicher Unterschiedlichkeit und dem Versuch, darin zu überleben.
Ein großer Roman, gerade weil er vor dem Fall der Twin Towers spielt und deswegen ohne diese Tragik auskommt. Denn die Twin Towers beschreiben wie kein zweites Bauwerk der Stadt die Fallhöhe von oben nach unten am besten.
Intensiv, packend und mitreißend.

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Gran Canarische Skizzen - Impressionen: Texte und Gedichte

Jörg Reinhardt
E-Buch Text: 30 Seiten
Erschienen bei null, 01.11.2017
ISBN B0773PMD87
Genre: Sonstiges

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Großstadtgroove

Reinhardt Jörg
E-Buch Text: 130 Seiten
Erschienen bei null, 31.12.2016
ISBN B01N1Y3DQE
Genre: Sonstiges

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essen, reisen, restaurant, übersetzungen, gastronomien

Oberst von Huhn bittet zu Tisch

Axel Hacke , Dirk Schmidt
Buch: 128 Seiten
Erschienen bei Kunstmann, A, 05.09.2012
ISBN 9783888977794
Genre: Humor

Rezension:

Axel Hacke hat sich von seinen Lesern Speisekarten aus aller Welt schicken lassen, die sich in deutscher Übersetzung üben. Das ist manchmal bizarr, aber auch ziemlich lustig. Er macht sich daran, die Ursachen dieser teilweise sinnfreien Gerichte zu erforschen und da gibt es einiges bei den Übersetzungsprogrammen zu entdecken. Das ist ein kleiner Gimmick für zwischendurch, harmlos und für ein paar Schmunzler gut. Aber nicht zwingend notwendig, da gibt es vom Autoren doch lohnenderes.

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Ausgewiesen

Bei Ling , Karin Betz
Fester Einband: 194 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 12.03.2012
ISBN 9783518423004
Genre: Biografien

Rezension:

Die Geschichte des im Westen hoch angesehenen Autors und  Verlegers ist untrennbar mit der Geschichte seiner schreibenden Exil-Kollegen verbunden. Bei Ling erzählt, wie er im Jahr 2000 von den chinesischen Sicherheitsbehörden verhaftet und ausgewiesen wurde, mit welchen Widrigkeiten er im Exil in den USA zu kämpfen hatte und wie er einen unabhängigen Zweig des chinesischen P.E.N.-Clubs gründete. In erster Linie ist das aber die Geschichte der unabhängigen Literaturschaffenden in China, die ständig Repressalien ausgesetzt sind und nicht selten das Schicksal Lings teilen müssen und ins Exil gehen.
Nun gibt es sicher Menschen, die für ihre Überzeugungen härtere und längere Gefängnis- oder Lageraufenthalte auf sich nehmen mussten, aber darum geht es nicht. Es geht um die Freiheit, um das Denken ohne Repressalien, die Unabhängigkeit des Wortes, einfach um die Grundwerte des Menschen, egal, in welchem Land oder unter welchem Regime  er lebt. Dass sich so ein großes Land wie China mit der Demokratie und den Grundrechten schwer tut, ist nicht ganz so überraschend. Machtpolitische Überlegungen gerade in großen Ländern führten schon immer zu rigorosen Regelungen, doch wenn ein Land seine Bürger mit dem MIttel der Erpressung gängelt, dann werden die Menschenrechte mit Füßen getreten. Genau das macht den Kampf von Menschen wie Ling aus, den sie bis zur Erschöpfung und moralischen Schmerzgrenzen führen.
Es ist ein Buch, das Bewunderung für den Autor und Aktivisten Ling hervorruft, denn man benötigt jede Menge Standfestigkeit und Glauben an "höhere" Werte, um den Kampf gegen ein Regime wie China aufzunehmen. Was dann emtional aus diesen Kämpfern wird, lässt sich hier sehr gut nachvollziehen.

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england, kleinstadt, ein plötzlicher todesfall, krimi, tod

Ein plötzlicher Todesfall

Joanne K. Rowling , Susanne Aeckerle , Marion Balkenhol
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 02.12.2013
ISBN 9783548285283
Genre: Romane

Rezension:

Über Rowlings Fähigkeiten als Schriftstellerin zu reden, hieße Eulen nach Athen tragen, denn sie hat mit der Potter-Reihe bewiesen, dass sie eine sehr gute Erzählerin ist. Sie wählt in diesem Buch auch einen Stoff, der immer für einen guten Plot taugt, aber sie macht zu wenig daraus, beschränkt sich darauf, in die Gemeinde einer englischen Kleinstadt einzutauchen, zieht die Stränge mit den einzelnen Familien bis sie schlapp sind und hat auf der Haben-Seite noch nicht mal eine interessante Milieustudie hinbekommen. Alles ist zäh, zerfasert und die vielen Namen verwirren den Leser manchmal. Ein Hin-und Herspringen von einer kleinen Episode in die nächste macht das Ganze nicht besser, zumal auch keine einzige Handlung so spannend ist, dass der Leser mitfiebert. Weshalb sollte man dieses Buch eigentlich nicht nach dem ersten Drittel weglegen? Nun, weil die Autorin Rowling heißt und die Erwartungshaltung hoch ist. weil sie bei aller Kritik gut schreiben kann. Und weil es tatsächlich auf den letzten 50 Seiten etwas Fahrt aufnimmt, das Ende dann allerdings genauso enttäuschend ist, wie die 500 Seiten davor. Ein aufmerksames Lektorat hätte ihr 200 Seiten weggestrichen, dann wäre es zwar immer noch zu lang für die ganze Geschichte, aber der Leser würde nicht so lange hoffen, dass sich noch einiges von dem tut, was er erwartet.
Tausende werden dieses Buch gekauft haben, weil Rowling draufsteht. Und sie werden enttäuscht sein. Ob sich die fleißige und symphatische Autorin das nun unbedingt antun muss, darf gefragt werden. Keine Leseempfehlung.

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

italien, wagenrennen, asterix, obelix, südeuropa

Asterix 37: Asterix in Italien

Jean-Yves Ferri , Didier Conrad
E-Buch Text: 48 Seiten
Erschienen bei Egmont Ehapa Media.digital, 19.10.2017
ISBN 9783841391261
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ein neuer Asterix. Wo man früher mit zitternden Händem am Kiosk stand, um den noch druckfrischen Band in den Händen zu halten, ist jetzt eigentlich nur noch Loyalität und Interesse der Auslöser zum Kauf. Zu mäßig waren die letzten Abenteuer. Das ist auch im neuen Heft nicht anders. Ein Wagenrennen durch Italien ist angesagt und der erwartete Klamauk zieht sich durch die Ausgabe, allerdings in müder und nicht gerade origineller Form. Verschwunden sind die zündenden Dialoge, die Anspielungen und Seitenhiebe auf die Gegenwart, die wirklich noch zum Lachen waren. Man hat das Gefühl, als müssten hier mal eben die Seiten voll gemacht werden. Kaum eine typische "italienische" Charakteristik, die gelungen verballhornt wurde, alles schleicht sich durch die Geschichte, die ja eingentlich gar keine ist. Auch die Zeichnungen wirken wie mit dem weichen Strich gezogen, da wo früher Schärfe und Details die Bilder ausmachten, gibt es hier nur noch Kopien.
Der Trend zum belanglosen Comic-Event setzt sich fort. Natürlich werden wieder Hundertausende den neuen Band kaufen, aber eine Pflichtübung ist das nicht mehr. Ob die Loyalität die Verkaufszahlen auch weiterhin stabil hält, ist bei der Qualität der letzten Bände zweifelhaft.

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26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

frankreich, paris, asylverfahren, asylpolitik, innere zerrissenheit

Erschlagt die Armen!

Shumona Sinha , Lena Müller
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Edition Nautilus GmbH, 26.08.2015
ISBN 9783894018207
Genre: Romane

Rezension:

Wenn man von "Flüchtlingswellen" spricht, deren Ursachen diskutiert, und gerade dieser Tage wieder mal ernsthaft über "Höchstgrenzen" schachert, über Menschen spricht, die auf der Flucht sind und sie zahlenmäßig eingrenzen will, wenn man damit indirekt Todesurteile spricht, mit einem Wort, wenn man ein reales Problem so abstrakt und weltfremd angeht, wie es die Verantwortlichen zum Beispiel in Europa (und leider auch in Deutschland) machen, dann fragt gerade deshalb niemand nach denen, die damit täglich zu tun haben und die Konsequenzen tragen müssen. Die, die von Angesicht zu Angesicht mit den Menschen zu tun haben, die Entscheidungen zu treffen haben, die Wahrheit von Lüge unterscheiden müssen und die dann mit sich und ihrem Gewissen alleine gelassen werden. Darum geht es in diesem Buch über eine Dolmetscherin, die die Anhörungen von Flüchtlingen ohne Interpretation übersetzen muss, Bindeglied zwischen Antragstellern und Entscheidern ist, Tausende von Schicksalen hört, ohne selbst helfen oder entlarven zu können. Der innere Zwiespalt, das Erkennen von Schauspielern und echten Notleidenden, die Sprache als Werkzeug, um Grundbedürfnisse übersetzen und vermitteln zu können. Der der Verlust ihrer Identität droht und dann die plötzlich einen Gewaltausbruch von sich selbst nicht verhindern kann, weil sie das alles nicht mehr erträgt.
Shumona Shinha hat einen Roman geschrieben, der eigenltich ein Erfahrungsbericht ist und mit starken, tiefgehenden Worten beschreibt, was hilflos macht. Ihre eigene Geschichte als Migrantin, die es "geschafft" hat, immer mit einbezogen, ihre Identität bedrohend und ihre Werteskala durcheinander bringend. Ein Buch, das trifft. Genau dahin, worum eigentlich eine hohe Mauer gezogen wird. Die ganze Problematik des Asyls mit ihren falschen Voraussetzungen, wirren Träumen und echter Not. Betrachtet von jemandem, der mittendrin und zwischen allen Fronten steht. Wie so viele, die sich mit der Umsetzung der Vorgaben der Politik, die weltfremder nicht sein könnte, im richtigen Leben auseinandersetzen müssen.
Jedem Politiker, der sich über "Flüchtlingsquoten" am grünen Tisch wie beim Pokerspiel die strategisch beste Ausgangsposition verschaffen will, sollte man ohnehin mindestens eine Woche zur Zwangsarbeit in einem Flüchtlingslager, egal ab vor Ort in den unkomfortablen Massenunterkünften in den Grenzländern oder hier bei uns, inmitten des ganzen Elends mit seiner destruktiven, realitätsfernen Bürokratie, verpflichten.
Die Autorin verlor wegen dieses Buches ihren Job als Dolmetscherin bei der französischen Ausländerbehörde. So reagiert die Politik, wenn sie mit der unbequemen Wahrheit konfrontiert wird. Wünschenswert, wenn in Deutschland auch mal jemand so ein couragiertes Buch schreiben würde.

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Vom Leben gezeichnet

Harald Martenstein
Flexibler Einband
Erschienen bei Penguin, 11.09.2017
ISBN 9783328101093
Genre: Romane

Rezension:

Würde Martenstein selbst diese Überschrift hier gut finden? Wie würde er seinen Status in der deutschen Kolumnenlandschaft sehen? Würde ihm das Wort Kult gefallen? Denn das ist er ja schon geworden, der Kult-Kolumnist, der der ZEIT Käufer beschert, die das Blatt nur wegen seiner Kolumne kaufen (ja, die gibt es). Fest steht, dass niemand Kolumnen schreibt wie er und darauf kann man sich einigen. Diese prägnanten und nicht selten mit schwarzem Humor durchzogenen Beiträge sind zeitlos, man kann bedenkenlos auch zu diesem Buch greifen, obwohl es schon 13 Jahre alt ist. Die Themen haben Bestand, die Anmerkungen Martensteins treffen auch heute noch überraschenderweise häufig den Punkt, das Lachen kommt manchmal bitter, aber befreiend. es ist ein Genuss, wie er mit einfachen Mitteln den Widrigkeiten seiner Umgebung begegnet, Zustände ad absurdum führt und im täglichen Leben der Leser immer den Eindruck vermittelt, er steht inmitten ihres banalen Alltags. Handys, der Umgang mit dem Wochenendhausgedanken, der Wahnsinn mit Behörden (hier: BfA), all das sind Dinge, die immer noch so funktionieren, wie sie in diesen Kolumnen persifliert werden. Keine Begegnung kann so grotesk sein, als das sie nicht stattfindet und genau diese Inhalte nimmt sich Martenstein mit seinem unverwechselbaren Stil vor. Das macht ihn so einmalig und beliebt. Und deswegen muss er sich auch solche Begriffe wie "Künstler" oder "Kult" gefallen lassen. Es gibt Schlimmeres.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

katzenkrimi, katzen, krimi, mord, provencekrim

Commissaire Mazan und die Erben des Marquis

Jean Bagnol
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2014
ISBN 9783426514238
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jean Bagnol sind Vielschreiberin Nina George und ihr Mann Jens Kramer. Zusammen erfanden sie die Geschichte um Polizistin Zadira, die von Marseile in die Provinz strafversetzt wurde.  Dort treibt eine Gruppe einflussreicher Menschen ihre Spielchen nach dem Marquis de Sade und genauso heißen sie auch, die Erben des Marquis. Bis ein junges Mädchen ermordet im Garten des Anwesens der Gruppe gefunden wird und Zadira die Ermittlungen aufnimmt. Hilfe bekommt sie von den Katzen des Ortes, allen voran von einem heimatlosen Kater, der Comissaire Mazan getauft wird. Zusammen mit den Katzen wird eine ganze Mordserie aufgedeckt.
George und Kramer sind routinierte Schreiber. deswegen kann man ihnen auch nicht vorwerfen, langweilig zu sein. Aber vorhersehbar. So gibt es dann auch nur eine kleine Überraschung bei der Auflösung. Grenzwertig ist der Einsatz von Tieren mit Denk- und Kombiniervermögen und menschlichen Eigenschaften. Zu kalkuliert ist diese Kombination nach "Garou", "Kommissar Rex" und "Unten am Fluss", dem Klassiker dieses Genres. Ob man das nun wirklich machen muss, ist sicher nicht eine Frage der schriftstellerischen Ambition, sondern mehr eine des kommerziellen Effekts. In jedem Fall verliert das Buch dadurch an Effektivität, denn der Plot an sich, im dunklen Reich des Marquis de Sade angesiedelt, bietet jede Gelegenheit, einen interessanten Krimi zu schreiben. Etwas plumpes Schielen auf den breiten Publikumsgeschmack.

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ch: niveau 2016

Aus schierer Wut

Geoff Dyer , Stephan Kleiner
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 17.11.2016
ISBN 9783832198442
Genre: Romane

Rezension:


Der größte Feind des Schriftstellers ist die Schreibblockade. Das weiß auch Geoff Dyer, als er eine Studie über D.H. Lawrence schreiben will, doch schon an den Vorbereitungen scheitert. Er beschließt also, stattdessen einen Roman zu schreiben, doch auch hier stößt er auf die Grundprobleme seines Lebens. Zum Beispiel die Wahl seines Wohnorts. Mit Laura, seiner Freundin, versucht er also nicht nur den Ort zum Schreiben zu finden, sondern auch endlich einen Platz für die Sesshaftigkeit. Dabei führen alle seine Reisen, die er zu diesen Zwecken unternimmt, immer wieder zu Orten, an denen Lawrence auch war, doch die Fortschritte mit einer Studie scheitern immer wieder an der gespaltenen Person des Autors, dem es einfach nicht gelingen will, auch für sein alltägliches Leben einen Kompromiss zu finden, denn alles was er hat, interessiert ihn nicht mehr, das, was er beginnen sollte, scheitert an Kleinigkeiten, endlose Diskussionen mit sich selbst führen immer wieder zu einem Ende: Dem Scheitern.
Eine sehr ungewöhnliche Herangehensweise hat sich der Autor für die Beschreibung einer kreativen Krise ausgesucht. Er reist dabei viel und stellt fest, dass er nirgends in der Lage ist, ein Projekt zu beenden. Dabei muss er feststellen, dass seine Gegensätzlichkeit auch die kleinsten Bereiche seines Leben betrifft. Ob es sich um das Vorhandensein bestimmter Backwaren handelt oder um die Abneigung gegen ein ganzes Land, wenn er erst mal da ist, spielt keine Rolle. Trotzdem gelingt es ihm, durch diese Gegensätzlichkeit dennoch dieses Buch zu schreiben, was seine Nähe zu Lawrence fast wie Zufall entstehen lässt. Das schafft Dyer mit einer gut abgewogenen Mischung aus Philosophie und Humor. Er löst sein Dilemma selbst auf: Vom Erkennen der Depression bis zu ihrer Überwindung gibt es nur eine Erkenntnis aus wenigen Schritten. Der Depression entgehen, dem letzten Schritt zur Verzweiflung, "der letzten Zufluchtsstätte des Egos", auszuweichen, indem man das Interesse an einem Subjekt (in diesem Fall der Depression) verliert. Das ist das Ziel und nicht zufällig zitiert Dyer hier auch Pessoa, der in seinen Schriften ein ähnliches Denkmodell pflegt.
Ein ungewöhnliches Buch, amüsant und zum Nachdenken, keine leichte Lektüre, wenn man die vielen Nuancen auch so verstehen will, wie sie gemeint sind. Ganz sicher lohnt es sich, wenn man sich darauf einlassen will. Der Rezensent hatte ein paar gute Stunden damit, weil es nachhaltig ist und passagenweise wirkt. Der Humor ist eindeutig britisch, sehr unterkühlt, aber voll auf den Punkt. Empfehlung für die, die heute noch langsam lesen können.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Idyllen in der Halbnatur

Wilhelm Genazino
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.07.2014
ISBN 9783423143288
Genre: Romane

Rezension:

Wilhelm Genazino gehört sicher nicht zu der Sorte Schriftsteller, deren Bücher in schreienden Farben auf den Rundtischen im Eingang der Buchhandelsketten liegen, dennoch ist er einer der angesehensten Autoren in Deutschland. In diesem Buch lässt er seine Leser hinter die Kulissen blicken. Essays, Poetikvorlesungen von der Uni Bamberg und Vorträge zeigen einen Schriftsteller, der sein Werk von verschiedenen Seiten betrachtet und anhand von Beipielen Arbeitsweise und Grundeinstellungen nachvollzieht. Dass er dabei auch immer die Wechselwirkung von literarischem Prozess und Ausführenden im Auge hat, vermittelt eine Kenntnis von seinem Selbstverständnis als Schreiber, das fast aufklärerische Züge trägt. Dass er dabei auch immer wieder ins Philosophische abweicht, ist Teil dieses Selbstverständisses, denn Genazino arbeitet in seinen Prosawerken gründlich und überlässt nichts dem Zufall.
So bekommt der Leser hier hervorragende Sekundärliteratur vom Autoren selbst, das ein neues Licht auf seine Bücher wirft, die man vielleicht nun noch einmal unter ganz anderen Aspekten genießen kann. Sollte jemand mit diesem Buch hier den Schriftsteller erst kennenlernen, so ist es eine gute Voraussetzung, sein Werk richtig einordnen zu können.
Schöne Selbstbeschreibung mit philosophisch gut nachvollziehbaren Argumenten. Dass Genazino mit diesem Blick in das Innere der (seiner) Literatur die zahlreichen Preise, die er schon erhalten hat, ungewollt wahrscheinlich selbst erklärt, ist ein angenehmer Nebeneffekt dieses Buches.

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209 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

schweden, mörder, humor, roman, kirche

Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind

Jonas Jonasson , Wibke Kuhn
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei carl's books, 07.04.2016
ISBN 9783570585627
Genre: Romane

Rezension:

Wenn ein Rezeptionist, der gar nicht Rezeptionist werden wollte, einem Mörder, der die meiste Zeit seines Lebens im Gefängnis verbracht hat, ein Zimmer vermietet, wenn eine Pfarrerin, die eigentlich nicht an Gott glaubt und ihre Gemeinde verlassen musste, verscucht, diesen Rezeptionisten übers Ohr zu hauen und dann trotzdem ein Hotelzimmer bekommt, dann fällt der Startschuss für eine Geschichte von Jonasson mit absurden Verzweigungen und skurrilen Abenteuern, denn die drei unterschiedlichen Charaktere schließen sich für eine geschäftliche Mission zusammen. Menschen sollen glücklicher und ihr eigener Geldbeutel dafür praller werden. Da die Geschäftspartner unterschiedliche Intelligenzquotienten haben, kann man auch keine einheitliche Vorgehensweise erwarten. So scheitern die ersten beiden Geschäftsmodelle, erst beim dritten scheint das Glück ein ständiger Begleiter zu werden.
Auch im dritten Buch arbeitet Jonasson nach seinem bewährten Muster. Möglichst wundersame Menschen kommen zusammen und gehen ein Stück ihres Lebensweges gemeinsam, der natürlich mit grotesken Erlebnissen gespickt ist. Warum sollte er diesen Rahmen auch verlassen, wenn er jedes Mal kraftvoll, mit viel Phantasie und dem gehörigen Quantum Humor seine Leser glücklich macht? Natürlich ist die Gefahr groß, wie seine Kollegen Paasilinna oder Sharpe im Laufe der Zeit abzuflachen, doch bei Jonasson sind noch keine Ermüdungserscheinungen sichtbar. Mit ungebremster Energie und diesmal mit ein paar schön versteckten Seitenhieben gegen die Kirche lässt er seine Figuren durch die Geschichte streunen und dürfte beim Schreiben selbst eine Menge Spaß gehabt haben.
Gut für die Leser, die auch hier wieder ungetrübtes Vergnügen geniessen dürfen, inklusive herzhafter Lacher, wenn sich seine Helden in (fast) ausweglose  Situationen begeben. Unnötig zu erwähnen, dass auch dieser Roman nach einer Verfilmung schreit.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

literatur vor 1945, hermann hesse, gedanken, gedichte

Herbst

Hermann Hesse
Flexibler Einband: 117 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 11.08.2010
ISBN 9783458351986
Genre: Romane

Rezension:

Die Veröffentlichung der kleinen Serie mit den Büchern zu den Jahreszeiten von Hermann Hesse muss man dem Insel-Verlag hoch anrechnen. Mit viel Umsicht und Sensibilität wurden Gedichte, Textauszüge und Briefpassagen zusammengefasst, die der Autor dazu geschrieben hat.
Über Hesses Fähigkeit, Natur und alles, was sich in ihr entwickelt, zu beschreiben, als würde man selbst direkt davorstehen, muss eigentlich nichts mehr gesagt werden. Doch Hesse spannt den Bogen noch weiter und setzt den Kreislauf der Natur mit dem Lebensrhythmus der Menschen, und hier insbesondere in sein eigenes Dasein, in Verbindung. Das ergibt zusammen nicht nur einen interessanten Einblick in die Gefühlswelt des Autors, sondern auch dem Leser die Möglichkeit, sein eigenes Leben in ein Verhältnis mit der Natur zu setzen und Parallelen zu ziehen.
Altersweisheit, aber auch die Bereitschaft zur Reflektion setzen eine Bewertung des Daseins voraus, wenn man im Herbst angekommen ist. Hesses kleines Herbst-Brevier kann da nicht nur sehr hilfreich sein, sondern ist auch ansonsten, für sich allein genommen, ein freundlicher Begleiter durch eine Jahreszeit, die einen Übergang markiert. Die ausgewählten Texte und Gedichte kann man immer wieder lesen, ohne dass sie langweilig werden. Ähnlich, wie sich die Natur im Herbst schnell verändert, so können auch die Texte verschiedene Nuancen zu unterschiedlichen zeiten im Leben eines Menschen beleuchten. Für alle, die Melancholie nicht als traurig empfinden und innehalten können.

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kühe, indien, muh, david safier, reise

Muh!

David Safier , , ,
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.11.2013
ISBN 9783499256264
Genre: Humor

Rezension:

Safier hat ganz sicher ein paar gute Ideen gehabt in seiner bisherigen Karriere. Trotzdem musste man feststellen, dass sich natürlich die Routine einschlich und das ist bei einem Autoren, dessen Geschichten in erster Linie dem Humor zuzuordnen sind, immer gefährlich. Trotz aller guten Kritiken, die dieses Buch offensichtlich von Fans bekommen hat, kann der Rezensent an dieser Stelle nur sagen: Wenn man in fünfzig Seiten nicht einmal den Mund zu einer Gefühlsregung verziehen kann, stimmt da was nicht. Der ziemlich plumpe Anfang nimmt keine Fahrt auf, der italienische Kater ist eine ziemlich ärgerliche Kopie des Spaniers in Ice-Age und das ganze liest sich wie eine Kindergeschichte. Nach den erwähnten fünfzig Seiten war dann Schluss, die Langeweile gab Befehl, das Buch zuzuklappen und wegzulegen. Hat der Rezensent auch gemacht. Selten so einen faden Buchanfang gelesen, wie diesen. Sorry, liebe Fans, so ist das nun mal. Bei einem, der zum Lachen nicht in den Keller geht.

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

büffeljagd, büffel, ausrottung, metzger, wild west

Butcher's Crossing

John Williams , Bernhard Robben
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.12.2016
ISBN 9783423145183
Genre: Romane

Rezension:

Es ist um 1870, als der vielversprechende Harvard-Absolvent Will Andrews den Osten verlässt, um sich in einem ihm unbekannten Land im Westen selbst finden zu können. Er landet in Butchers Crossing, nichts als eine Ansammlung einiger Häuser und Unterstände, in denen sich Jäger und andere Glücksritter sammeln. Dort trifft er auf Miller, der ihn zu einer großen Büffeljagd nach Colorado überredet. Zusammen mit zwei weiteren Männern machen sie sich auf den beschwerlichen Weg und finden das Tal, von dem Miller meinte, dass man Tausende Büffel finden könnte. In dieser noch unberührten, paradiesischen Natur treffen sie auf die Herde und töten alle, die sie vor das Gewehr bekommen.Der plötzliche Wintereinbruch zwingt die Männer jedoch, weitere acht Monate in dem Tal zu bleiben. Dann können sie mit dem ersten Teil der Büffelfelle zurückreiten. Rückweg und Ankunft in Butchers Crossing enden in einer Katastrophe, die man schon mit der Entscheidung für die große Jagd vermuten konnte.
So einfach diese Geschichte vom Rahmen her konzipiert sein mag, unter Williams Dramaturgie entwickelt sie sich zu einem Epos. Das liegt auch am Stil des Autors, der nicht nur Orte und Landschaften so beschreiben kann, als wäre man im Film oder besser noch, mittendrin, sondern Williams kann auch Körperliches umsetzen. Man friert, man spürt die Hitze, man riecht das verbrannte Fleisch, klare Winterluft, einfach alles wird zu einem sinnlichen Erlebnis.
Dadurch wird die Spannung auch einige Male fast unerträglich, denn genauso expressiv reagieren die Personen und im Verlauf des Buches sieht man jede Falte, die die Natur in die Körper der Männer zeichnet.
Über das Ende soll hier nichts verraten werden, doch es entwickelt sich wie ein in die Tiefe stürzender Wasserfall. Die Natur, die Wildnis, der Wahn, Gier, Leben und Tod, all das in diesem Buch, dass den Leser ausgelaugt und fassungslos zurücklässt. Ein monumentales Stück Literatur, eigentlich mit Worten nicht treffend zu beschreiben. Ein großes, gewaltiges, zeitloses Buch.

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schweden, freundschaft, alter, katze, liebe

Ein Mann namens Ove

Fredrik Backman , Stefanie Werner
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.03.2016
ISBN 9783596521111
Genre: Romane

Rezension:

Ove ist 59 und leidet. Darunter, dass seine geliebte Frau verstorben ist und dass man ihn in Rente geschickt hat. Also trifft er mit derselben Gewissenhaftigkeit, mit der er seine morgendlichen Kontrollgänge in der Reihenhaussiedlung erledigt, Vorbereitungen zum Sterben. Doch er hat die Rechnung nicht mit seinen neuen Nachbarn gemacht, einer jungen Familie, die offensichtlich zu blöd ist, rückwärts einzuparken. Und dann noch ein paar andere Probleme mitbringen, die Oves Todestag hinauszögern.
Alles was auf dem Buchrücken und den Coverseiten steht, stimmt. Damit könnte man es hier bewänden lassen. Doch abgesehen von der emotionalen Flexibilität, die Bakman scheinbar ohne Mühe in sein Schreiben fliessen lässt, ist die Figur des Ove ein Paradebeispiel dafür, was die derzeitige Gesellschaft alles vermissen lässt. Ein Mensch mit Werten, Charakter, Emphatie, Verlässlichkeit und einen ausgesprochen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit mit der Prämisse, dass eine Gemeinschaft nur dann funktionieren kann, wenn ein paar grundlegende Regeln beachtet und eingehalten werden. Wenn genau das der Kern des Erfolges von Bakman sein sollte, dann gibt es Grund zur Hoffnung, dass die derzeitige Kälte unter den Menschen vielleicht doch noch überwunden werden kann.
Ansonsten ist Ove einfach nur ein Mensch. Ein Mensch, den man einfach lieben muss. Von denen es ruhig mehr geben dürfte. Ein wunderbares Buch.

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