Duffy

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11 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Hart auf Hart

T. C. Boyle , Dirk van Gunsteren
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 26.08.2016
ISBN 9783423145152
Genre: Romane

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328 Bibliotheken, 10 Leser, 2 Gruppen, 25 Rezensionen

thriller, ethan cross, entführung, serienkiller, ich bin der schmerz

Ich bin der Schmerz

Ethan Cross ,
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.11.2015
ISBN 9783404172580
Genre: Krimi und Thriller

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Villa Metaphora

Andrea De Carlo , Maja Pflug
Flexibler Einband: 1.088 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.09.2016
ISBN 9783257243710
Genre: Romane

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56 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

thriller, daniel kehlmann, leben mit kind, vierte dimension, für zwischendurch

Du hättest gehen sollen

Daniel Kehlmann
Fester Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 21.10.2016
ISBN 9783498035730
Genre: Romane

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Flann O’Brien für Boshafte

Flann O’Brien , Harry Rowohlt , Anna Mikula , Harry Rowohlt
Flexibler Einband: 91 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 23.02.2009
ISBN 9783458351054
Genre: Romane

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

drogen, alkohol, nüchtern, rauchen, benjamin von stuckrad-barre

Nüchtern am Weltnichtrauchertag

Benjamin von Stuckrad-Barre
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 13.10.2016
ISBN 9783462049602
Genre: Biografien

Rezension:

Endlich mal ein Buch über die legalen Suchtmittel Alkohol und Nikotin, das die Probleme wirklich beim Namen nennt. Nicht die weinerlichen und soziopsychologischen Horrorbetrachtungen mit dem Verständnis der großen Therapeuten, sondern der Kern der Sache, um damit fertig zu werden. Das Problem beginnt nämlich nicht mit der Sucht, die ist eben einfach mal da, der Knackpunkt ist der Moment, wenn man mit dem Saufen aufhört. Das muss durchgehalten werden. Und das in einer Gesellschaft, die eben das Saufen zum gesellschaftlichen Ritual erhoben hat. Da sind die Probleme mit der Versuchung, mithalten zu wollen und zu können. Ohne Alkohol. Der Autor hat aus eigener Erfahrung daraus einen längeren Essay und Erfahrungsbericht gemacht, der genau diesen Ansatz verfolgt und daher auch denen helfen kann, die sich ihrer Sucht auch nach der Abstinenzentscheidung dauerhaft entledigen wollen. Dau gehören die hier geschilderten Erfahrungen und Erkenntnisse, die man daraus ziehen kann, die dann wiederum in eine ganz automatische Willensbildung zum Durchhalten ermöglichen. Diejenigen, die Barres Weg ebenfalls beschritten haben, jubeln während der Lektüre jedenfalls laut auf, weil hier endlich mal jemand die entscheidenden Gedanken auf den verbalen Punkt gebracht hat. Und diejenigen, die die Wassertrinker belächeln, sollte man das Buch um die Ohren hauen, solange, bis sie begriffen haben, wie armselig doch z.B. ein "schöner" Abend ist, wenn er vom Konsum alkoholischer Getränke abhängig wird.
Die Zugabe, Barres Protokoll seines Rauchverhaltens, ist von ähnlichem Kaliber. Durchtränkt mit Wahrheiten und amüsanter Betrachtensweise, die die einzige ist, die uns Rauchern in der Welt militanter Nichtraucherlegionen noch bleibt.
Ein Hoch auf dieses kleine Buch, mein Herz flattert immer noch voll Freude und ich werde sicher sehr bald einige Passagen daraus auswendig zitieren können. Und immer auch den Autor nennen. Sowas von Pflichtlektüre!

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Die sizilianische Oper: Roman

Andrea Camilleri
E-Buch Text: 272 Seiten
Erschienen bei Fischer E-Books, 29.01.2014
ISBN 9783104002361
Genre: Romane

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50 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

thriller, sean king, secret service, usa, anschlag

Im Bruchteil der Sekunde

David Baldacci
Fester Einband: 508 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.09.2004
ISBN 9783785721513
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

David Baldacci ist wohl so etwas wie ein erfolgreicher Thrillerautor. Seine Bibliographie ist zumindest quantitativ beeindruckend und der Rezensent muss zugeben, dass der Name ihm bisher nicht geläufig war. So erging es ihm wohl nicht alleine, denn auch der deutsche Verlag wollte wohl ein wenig die Werbetrommel rühren und brachte dieses Buch zu einem Kennenlern-Sonderpreis heraus.
Die Hauptpersonen sind das Ermittlerduo Sean King und Michelle Maxwell, beides Secret-Service Leute, King ein ehemaliger und Maxwell noch dabei. Beide sind oder waren Top-Leute, beide hatten einen Präsidentschaftskandidaten zu bewachen und beide haben einen großen Fehler gemacht. Acht Jahre vor Maxwell kostete King das Karriere und nun treffen beide aufeinander und irgendwie gehören die beiden Fälle zusammen. Also beginnt eine Ermittlerkooperation und über 500 Seiten zieht sich die Aufklärung der Geschichte.
Baldacci hat mit seiner große Routine einen Roman geschrieben, der in sich schlüssig und gut zu lesen ist. Allerdings geht es ihm so wie vielen Vielschreibern: Die Routine dominiert. Seine Spannungsbögen sind unaufgeregt, das Niveau stagniert, die vielen Ermittlungsansätze werden durchgekaut und verworfen, modifiziert und wieder dargestellt, diese ganzen Spekulationen und Lösungsmöglichkeiten in ewigen Dialogen machen das Buch zäh, stellenweise langweilig und so manches Mal ist man geneigt, einfach aufzuhören.
Das ist das Problem mit den Fließbandarbeitern, irgendwann einmal verstricken sie sich in ihren eigenen Netzen, es fehlt ihnen die Spontanität und die Kraft, sich aus den Fluß zu nehmen und das Kalkulierbare durch das Überraschendende zu ersetzen. Daher sind Leute wie Lehane noch erfolgreicher, weil sie sich auf ihrer Erfolgswelle noch die Mühe machen, aus der Routine auszubrechen.
Das Buch hätte richtig gut werden können, wenn es zweihundert Seiten weniger gehabt und sich auf die guten Passagen konzentriert hätte.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Mein Vater aus Paris (Hardback)(German) - Common

Translated by Stefanie Gerhold By (author) Antonio Skarmeta
Fester Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Graf Verlag, 01.01.2011
ISBN 0884281370393
Genre: Sonstiges

Rezension:

Jacques, ein 21jähriger Lehrer, lebt mit seiner Mutter in einem Dorf "am Ende der Welt" in Chile. Sein französischer Vater hat die Familie verlassen und ist nach Paris gegangen. Jacques hat ein Auge auf Teresa geworfen und deren Bruder, ein Schüler von ihm, nutzt das aus und überredet ihn, ihm einen ersten Bordellbesuch in der nächsten großen Stadt zu ermöglichen. Dort jedoch trifft Jacques überraschend seinen Vater, dessen Gründe für seine dortige Existenz eine einzige Opfergabe an die Liebe zu sein scheint. Jacques nimmt alle Fäden in die Hand, um gleich mehrere Beteiligte glücklicher zu machen.
Ein bezaubernder Roman des chilenischen Autors. Mit einer knappen und klaren Sprache schafft er ein sinnliches Gebilde, in dem kein Wort zu viel ist. Deswegen kommt der Roman auch mit nur 90 Seiten aus und jede Seite ist prallvoll mit Gefühl. Bis zum Ende malt Skármenta sein Bild von Liebe, Erwartungen und Sehnsucht. Das ist großartig und in dieser Form sicher nicht allzu häufig zu finden, denn viele Schriftsteller würden sich bis zu diesem Ende eher über Hunderte von Seiten quälen. Dann wäre es immer noch fraglich, ob dieses Finale dabei herauskommen würde. So ist das Buch vom ersten bis zum letzten Wort ein Hochgenuss.

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humor, genial, ruhrgebiet, buecherseele, geschichten

Als ich in meinem Alter war

Torsten Sträter
Fester Einband: 228 Seiten
Erschienen bei Lappan, 12.01.2016
ISBN 9783830334064
Genre: Humor

Rezension:

Sträter mag lustig. Sagt er selber. Also macht er auch in seinem dritten Buch das, was er am besten kann: Er ist er selbst und das ist überwiegend ganz schön lustig. Manchmal aber auch bissig. Aber immer direkt. Muss nicht unbedingt mit der Ruhrgebietsschnauze zu tun haben, kann aber. Ist auch egal. Der Mann mit der Mütze ist ja paradoxerweise nicht als Schriftsteller bekannt geworden, sondern als Vorleser. Allerdings seiner eigenen Sachen. Damit ist er ein vorlesender Autor. Ist auch egal, solange man mit ihm Spaß haben kann und das geht hervorragend, denn seine direkte und schnodderige Art kommt an. Zudem ist er ein großer Pointenschreiber. Kleine Pointen, manchmal nur zwei, drei Worte und der Gag sitzt. Außerdem ist Sträter symphatisch. Gut, das kann man im Buch nicht sehen. Aber wenn man liest, hört man seine Stimme und sieht seine Mimik. Sträter passt zu sich, er hat alles richtig gemacht, war auch zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ist auch nicht zu jung. Gut abgehangen kriegt er gleich mehrere Generationen am Schlafittchen. Weitermachen, Sträter, aber aufpassen, dass Du nicht überpräsent wirst. Wäre schade. Ach ja, wenn ich gerne mal zusammen jemand mit Dir auf einer Bühne sehen würde, wäre das Wischmeyer. Das wäre dann "unendlich viel Spaß". Aber so geht ja auch. Bis die Tage.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

warnemünde, ddr-geschichte, satirische utopie, harald martenstein, dd

Schwarzes Gold aus Warnemünde

Harald Martenstein , Tom Peuckert
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 14.11.2016
ISBN 9783746632827
Genre: Romane

Rezension:

Statt des "unverzüglichen Inkrafttretens der Reisefreiheit" verkündet Schabowski stattdessen Erdölvorkommen an der Ostseeküste. Öl für alle. Unverzüglich. Aus dieser Grundidee zimmern die Autoren Martenstein und Peuckert die jüngste Geschichte. Die DDR als reichstes Land der Erde. Als Undercoverreporter gehen sie den reichen Sozialismus an und schildern, was durchaus hätte sein können, wenn nicht der Besserwessi, sondern die Bossis das Sagen gehabt hätten. Dabei bleiben sie trotz aller Absurdität immer irgendwie hart an einer Realität, die uns nicht unbekannt erscheint, wenn man ehrlich ist. Entscheidend ist dabei nicht so sehr das System, das in dieser und in jeder anderen Form wahrscheinlich nicht besser gearbeitet hätte als in der Realität, entscheidend ist der Deutsche an sich, eingebettet in welches System auch immer, trägt er typische Merkmale an sich, die auch systemimmanent nicht verändert werden können.
Ein tolles Experiment. Dass sich die Autoren dem Stoff in satirischer Form angenähert haben, ist naheliegend. Doch sogar hier blickt man ab und an von der Lektüre auf und der Lacher will im Halse stecken  bleiben. Nie  ist man weit von der möglichen Realität entfernt. Auch heute noch.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

für zwischendurch, sekundengeschichten, bekannte namen

Überraschung!

Clara Paul
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 09.05.2015
ISBN 9783458360643
Genre: Romane

Rezension:

Die Idee ist ja nicht neu und es gibt auch schon einige Anthologien, doch diese kleinsten Kurzgeschichten sind ja nur in den wenigsten Fällen richtige Meisterwerke. Meistens ist es die Konzentration auf einen Gedanken, eine Szene, so viel wie eben in dieser Form geht. Das ist nicht immer so spannend zu lesen und so ist auch in dieser Insel-Zusammenstellung etwa die Hälfte des Materials ganz schnell abzuhaken, obwohl es ja nicht an illustren Namen fehlt. Aber es gibt nur ganz wenige, die diese Literaturabteilung ernsthaft betreiben und insofern überhaupt einen Anspruch erfüllen wollen. Viele liefern einfach nur ein paar Stilübungen ab und einige sind Totalausfälle.
Aber für den kleinen Lesehappen zwischendurch darf man das durchaus empfehlen.

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thriller, elvis cole, waffenhändler, kriminell, l. a

Gesetz des Todes

Robert Crais , Jürgen Bürger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.07.2014
ISBN 9783453437685
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Robert Crais ist ein etablierter Thrillerautor, hat zahlreiche erfolgreiche Romane geschrieben und ist eigentlich mit seinen Bücher immer auf der Erfolgsspur. Auch die Geschichte, in der eine ganze Familie ausgelöscht wird und die Mörder von Joe Pike, einem Ermittler mit persönlichem Interesse gejagt werden, lebt von den üblichen Ingredienzen des klassischen Thrillers. Serbische Mafia, Waffen, Ehrenkodex, das ganze Programm, angereichert mit verwinkelten Schachzügen der Jäger, viel Blut, viele Erschossene, alles, was man auch in den durchschnittlichen Krimiserien sieht. Und das ist das große Manko bei Crais, er ist schon zu routiniert, das Ganze schreibt er in 400 Seiten durchaus spannend herunter, verzichtet auf störende Rückblicke und verwirrende Handlungsstränge. Doch der Verlauf wird absehbar, die Überraschungen im Showdown halten sich in Grenzen. Man kann dem Autoren nicht vorwerfen, dass er sich selbst treu bleibt, doch atemlos macht diese Lektüre nicht.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

kurzgeschichten, erzählung, klassiker

Das Weihnachtsgeschenk

Ray Bradbury , Otto Bayer , Peter Naujack , Christa Schuenke
Flexibler Einband: 69 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 21.10.2016
ISBN 9783257236880
Genre: Romane

Rezension:

Wer Bradbury nur mit den "Mars-Chroniken" oder "Fahrenheit 451" in Verbindung bringt, weiß nicht, welches Potential als Geschichtenerzähler noch in ihm steckt. Dieser kleine Band mit vier Weihnachtsgeschichten, die der Verlag zu Recht als Geschenk für die Leser bezeichnet, zeigen den Autoren von einer fast schon poetischen Seite. Das trifft besonders auf die längste Geschichte vom Bettler auf der O'Connell-Brücke zu. Aber auch Weihnacht auf dem Mars, im Beichstuhl und auf dem Friedhof sind großartige Geschichten, deren stilistische Meisterschaft Bradbury in die Nähe der ganz großen Klassiker rückt. Kann man auch zu Ostern lesen.

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comedy

So funktioniert Deutschland

Hans Zippert , Brigitta Garcia-López
Flexibler Einband: 138 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.07.2006
ISBN 9783423209076
Genre: Comics

Rezension:

Gleich vorneweg: Nicht den Fehler machen (wie der Rezensent) und das Buch in einem Zug (z.B. auf einer Zugfahrt) lesen. Denn dann beginnen die Ermüdungserscheinungen nach etwa der Hälfte und es wird langweilig. Lieber kapitelweise, denn dann kann man Zipperts eigentlich gut geschriebene und mit kleinen Highlights gespickte Deutschland-Satire auch mit einem Dauergrinsen und kleinen Auflachern genießen. Im Ganzen beschränkt es sich aber auf eine ziemlich gleichförmige Art von Gags über die bekannten und oft kolportierten deutschen Eigenschaften, Landschaften und Macken. Das ist nun hier gesammelt, ist gut für Leute, die sich nicht so anstrengen wollen beim Lesen, aber harmlos. Den einen oder anderen Gag hat man schon gelesen/gehört und Nachhaltigkeit dürfte auch nicht zum Konzept des Autors gehören. So hatten alle ihren kleinen Spaß, der Autor beim Schreiben, der Verlag beim Verdienen und der Leser beim Grinsen. Nicht mehr und nicht weniger.

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Der Taxitänzer

Fanny Morweiser
Flexibler Einband: 157 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 01.11.2001
ISBN 9783257232974
Genre: Romane

Rezension:

Zehn Kurzgeschichten, alle nach dem Schema des launigen Schlagertextes der Gebrüder Blattschuss: "Erst fang' se janz langsam an, aber dann, aber dann ..."
Fanny Moorweiser hat für sich einen eigenen Short-Story-Stil gefunden. Meist in einer idyllischen Vorortatmophäre oder in ganz alltäglichen Situationen entwickelt sie ihre kleinen Episoden mit kurzen und treffenden, of sehr bildhaften Sätzen. Um dann kurz und ebenfalls in nur ein paar Sätzen die Geschichte makaber und eben "noir light" abzuschließen. Das hat nur ganz entfernt etwas mit Poe zu tun, wie uns das Deckblatt verkündet.
So gut ihr Schema auch letztendlich funktioniert, desto größer ist die Gefahr, in die sie sich begibt, wenn die Vorgeschichte sehr viel länger ist als das Finale. Denn so schön sie auch beschreiben und eine Situation transparent gestalten kann, kommt bei der einen oder anderen Geschichte in diesem "langen" ersten Teil Langeweile auf. Manchmal so massiv, dass man nur noch deswegen weiterliest, weil man weiß, wie viele Seiten man noch vor sich hat.
Insgesamt gesehen bleibt dies die einzige Schwäche, wenn auch eine gravierende. Stil und Inhalt sind nicht zu bemängeln, aber der Pep fehlt für die Kurzgeschichte, den Dialogen täte ab und an ein wenig mehr Schärfe auch gut. Aber - dieses Büchlein kann man lesen, wenn man nicht so viel Zeit hat.

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275 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 15 Rezensionen

humor, tommy jaud, köln, simon, millionär

Millionär

Tommy Jaud
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 15.05.2012
ISBN 9783596512393
Genre: Romane

Rezension:

Es ist relativ einfach, Tommy Jauds Erfolg zu erklären. Seine Bücher sind einfach unkompliziert, frisch und gut geschrieben, beinhalten ein paar echte Brüller, überhaupt, man kommt aus dem Schmunzeln nicht heraus, man hat das alles schon mal irgendwie gelesen, aber hier kommt es punktgenau und passt immer. Auch in diesem Buch ist die Handlung wieder ziemlich abstrus und wird zur Nebensache, denn für den Protagonisten Simon, den wir ja schon kennen, ist der Weg das Ziel. Und der ist bis zur ersten Million gepflastert mit den üblichen Schwierigkeiten, die aber nach Jauds Maxime "Immer feste druff" nicht die sind, die ein üblicher Sterblicher zu umschiffen hat. Aber natürlich wird alles gut und der Leser hat sich blendend amüsiert (der Rezensent natürlich auch).
Jaud merkt man seine Erfahrung beim Fernsehen an, kompromisslos schafft er seine Pointen, hat ein brilliantes Timing für die Gags und wird - das ist selten - eigentlich nie langweilig, weil er es schafft, so wenig wie möglich vorhersehbar zu sein, was in diesem Genre recht schwer ist.
Warum dann doch nur drei Sterne? Weil es Einwegliteratur ist. Ex und hopp, zwar wohlschmeckend, aber kein Sattmacher. Das ist nichts Schlechtes, überhaupt nicht, aber es ist eben der schnelle Griff zur Flasche, ohne Reue, aber auch ohne Suchtfaktor.
Jaud weiß das und er wird darüber nicht unglücklich sein, hat es ihn doch zu einem wohlhabenden Mann gemacht, oder zumindest zu einem Autoren, der voller Genugtuung mit Blick auf die Verkaufszahlen sagen kann: "Who cares?". Genau, und das sei ihm von ganzem Herzen gegönnt, denn in diesem Fach ist er ein Meister und so werden sicher auch die nächsten Werke Erfolge. Und auf die Kritiken kann man dann ganz gut verzichten.

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dokumente, fernando pessoa, briefe

Dokumente zur Person und ausgewählte Briefe

Fernando Pessoa
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Fischer (TB.), Frankfurt
ISBN 9783596111473
Genre: Sachbücher

Rezension:

Sekundärliteratur nennt man alles, was begleitend zu einem Autorenwerk erscheint. Dazu gehören nicht nur die Biografien, Querverweise, Zeitzeugen, sondern auch z.B. Briefe. Bei Pessoa verhält es sich ein wenig anders, denn seine Briefe gehören zu seinem Werk, sind für sich stehende Konstrukte.
Das vorliegende Buch enthält 60 Briefe des Literaten an ausgewählte Adressaten, weiterhin Selbstaussagen des Autoren und Zeugnisse von Angehörigen und Zeitgenossen. Diese Sammlung ist umso interessanter, als dass der Autor Pessoa mit seinen Heteronymen in seinem Werk nur wenig von sich als Mensch preisgegeben hat, sondern mit dem Leser immer nur auf der Ebene der Literatur korrespondierte. Der "ganz normale" Tagesmensch Pessoa blieb immer irgendwie geheimnisvoll, sein Lebensstil war keineswegs öffentlich, sein Privatleben unspektakulär, bzw. überhaupt nicht existent.
So gewährt uns Pessoa selbst ein paar Einblicke in sein Leben, die Briefe erklären einige Dinge, die sein Werk betreffen und die Aussagen der Zeitzeugen geben die Zerrissenheit, aber auch die eigentlich heitere Grundhaltung des Autoren wieder. Das kann natürlich nur auf subjektiven Beobachtungen beruhen, aber interessant ist es für den Pessoa-Freund allemal.
Und genau für den ist dieses Buch in erster Linie. Man muss das Werk dieses Dichters schon für sich entdeckt haben, um einen Nutzen aus dieser Kollektion ziehen zu können. Dann aber ist es eine interessante Ergänzung und hilft, das eine oder andere Kapitel im Leben dieses außergewöhnlichen Autoren besser zu verstehen.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

bitterböse und saumäßig amüsant, sammelwerk, unterhaltung, satire

Kafkas Affe stampft den Blues

Wiglaf Droste
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Reclam, Philipp, 01.09.2007
ISBN 9783150201398
Genre: Comics

Rezension:

Es ist egal, wie alt die Texte von Droste sind, sie sind immer aktuell, weil sich sein liebstes Thema - der Deutsche - nicht ändert. Auch in dieser Sammlung, die schon zehn Jahre alt ist, finden wir wieder die typischen Wesenszüge dieses mittleeuropäischen Volkes, die Droste knüppelhart und mit brillianter Schärfe und der gewohnten Wortakrobatik auseinandernimmt. Dabei geht er hart an die Grenze, aber diese Grenze ist ja auch nur "Allgemeingut", also für einen wie Droste nicht existent. Dass das Ganze dann vielleicht anmaßend und unverschämt wirkt, liegt in der Betrachtungsweise des Lesers, der ja konditioniert ist, dass man bestimmte Grenzen nicht zu überschreiten hat.
Deshalb gibt es wohl keinen besseren Chronisten als Droste, denn er zeigt die Oberflächlichkeit, die dem Betrachten und Erkennen von Charakteristika seiner Objekte in der hiesigen Berichterstattung zugrunde liegt. Und nicht nur das. Durch schonungsloses Behandeln von Tabuthemen (Ratzingers Pamphlete) zeigt er auf, dass die Schlachtung goldener Kälber auch deren Innereien zutage fördert. Und die sind dann alles andere als Gold.
Droste ist immer schon gut für dieses Land gewesen. Zudem weiß er auch noch, wie man unterhält, auch wenn einem das Lachen so manches Mal im Hals stecken bleiben will. Jedes Buch von ihm ist ein Gewinn.

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usa

Am Ende einer Welt

Dennis Lehane ,
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.09.2015
ISBN 9783257069440
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Joe Coughlin hat sich vom aktiven Mafiageschäft verabschiedet und ist nun ein etablierter Bürger und so etwas wie ein Berater und Vermittler zwischen den Clans und Syndikaten, ein Mann also, der von allen geachtet wird und durch dessen geschicktes Lavieren auch alle eine Menge Geld verdienen. Unumstritten. Doch dann soll er aus dem Weg geräumt werden. Plötzlich tauchen alte Rivalitäten auf, die unterschiedlichsten Clans und ihre Interessen treffen aufeinander. Für Joe steht aber noch mehr auf dem Spiel: Es geht um den Schutz seines einzigen Sohnes, den er mehr liebt, als alles andere. Die Sache spitzt sich zu.
Lehane hat sein Buch in die Kriegszeit der frühen 40er Jahre verlegt und die "Krisenzeit" auch für das organisierte Verbrechen beschrieben. Diese Zeit ermöglicht es ihm auch, die einfache Brutatlität der damaligen Mafia-Kämpfe einfließen zu lassen. So geht es in dem Buch heftig zur Sache, manche Sequenzen sind brutal und vom Blut durchtränkt. Unter dem Strich die gewohnte Lehane-Qualtität mit dem notwendigen Maß an Psychologie und natürlich der unvergleichlichen Spannung, die der Mann in seinen Büchern aufbauen kann. Nichts für allzu schwache Nerven, man sollte schon ein paar Gehirnspritzer an der Wand aushalten können.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Absurdes Glück

Stefan Slupetzky , any.way , Barbara Hanke , Cordula Schmidt
Flexibler Einband: 112 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.03.2012
ISBN 9783499258084
Genre: Romane

Rezension:

"Wer hat's erfunden?", könnte man nach Slupetzkys kleinem Band "bittersüßen" Geschichten fragen und die Antwort kriegen: "Nicht die Schweizer, aber auch nicht die Engländer", denn der schwarze Humor der Österreicher hat noch eine weitere Zutat, nämlich einen märchenhaften Charme , der die Effizienz des Bitteren noch stärker hervorhebt. In 14 kleinen Geschichten reiht sich Slupetzky in die Reihe unzähliger "galliger", aber auch immer schöngeistiger Autoren ein, die aus der Alpenrepublik ihr humoristisches Gift in die Welt spritzen. Slupetzkys Phantasie ist überbordend, denn schon die Wahl seiner Protagonisten und Orte ist manchmal so überraschend, dass es die anderen Inhaltsstoffe wie Humor oder sogar Fabelanleihen gar nicht bräuchte, um interessant zu sein. Glück, Pech, Verirrungen, Traurigkeit und einfach nur schönes Erzählambiente wird immer begleitet von kleinen Knuffen und verbalen Hieben, hinterrücks oder auch offen unerwartet, so schön und absurd, dass keine dieser Geschichten vorhersehbar ist.
Slupetzky, eigentlich aus dem Kinder- und Jugendbuchbereich kommend, hat sich mit seiner "Lemming"-Reihe auch einen guten Ruf als Krimiautor erworben und ist auch ein Meister der kleinen Form. Unverkennbar seine Handschrift, lustvoll und mit einem Dauerlächeln zu lesen, ohne dass es einem im Halse stecken bleibt.
Das ist große literarische Kunst, das ist Unterhaltung auf allerhöchstem Niveau und man könnte auf die Idee kommen, die Frage: "Wer hat's erfunden?" mit "Slupetzky!" zu beantworten.

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

witzig, christoph maria herbst, unterhaltung, reise, traumschif

Ein Traum von einem Schiff

Christoph Maria Herbst
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 20.02.2014
ISBN 9783596191130
Genre: Romane

Rezension:

Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein Verlag mit einem bekannten Namen ein paar Euros macht. Nehmen wir einfach mal den äußerst talentierten Schauspieler Herbst, der sich ja auch als Humorist einen guten Ruf erspielt hat und lassen den ein Protokoll seiner Traumschiffreise schreiben. Es ist anzunehmen, dass man ihn nicht mit vorgehaltener Waffe zwingen musste, denn man merkt, dass ihm das wohl auch ansatzweise Spaß gemacht hat. Herbst versucht so manches Mal in Bandwurmsätzen viel von seiner Komik auf engstem Raum unterzubringen, doch leider scheitert er, denn er kann es einfach nicht, liest sich zu bemüht und konstruiert, scheitert am Anspruch, so etwas wie einen eigenen Stil zu entwickeln. Er ist eben Schauspieler, ein begnadeter Sprecher (das Hörbuch dürfte sicher interessanter sein) und hat als Komiker einen Status erreicht, den er selbst mit diesem Buch nicht demontieren kann. Da will man ihm gönnerhaft zurufen: "Schuster, bleib' bei Deinem Leisten", doch das wird er selbst herausgefunden haben. Ach ja, der Inhalt: Ein paar Gimmicks auf der Kreuzfahrt, Unwohlsein, bisschen Saufen, bisschen Leute-niedermachen, na, alles was Stromberg besser kann, aber Herbst ist ja nicht Sromberg, gibt sich aber Mühe, ein wenig wie Stromberg zu klingen und ... Ach, das Ganze ist zu belanglos, um sich darüber auszulassen, kurz vor dem Ärgerlichen, aber doch nicht ganz so schlimm und machen wir mal das, was das Beste ist: Decken wir den Mantel des Schweigens darüber.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

Kalte Macht

Jan Faber
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.12.2014
ISBN 9783442481460
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Natürlich hat dieses Buch alles, was ein Bestseller braucht. Einen Autoren, der unter Pseudonym schreibt (dessen richtigen Namen noch nicht mal der Verlag kennt, was eine sehr zweifelhafte Werbeaussage ist), ein Thema, das dem Volk sehr nahe geht, unzählige Möglichkeiten, auf diesem weiten Feld zu operieren und tatsächlich auch noch die Grenzen zwischen Fiktion und Relalität verschwimmen zu lassen. Dennoch funktioniert der Roman nicht richtig, oder vielleicht gerade deswegen.
Die Geschichte der jungen Staatssekretärin Eusterbeck, die unvorbereitet eine Arbeit übernehmen soll, die ihr von der Kanzlerin höchstpersönlich übertragen wird. Sie soll im Gewirr des Politbetriebes die Seilschaften aufstöbern, Querverbindungen und Netzwerke durchleuchten und die sich gegenseitig an den Karren fahrenden Interessengruppen identifizieren. Kurz: Sie soll das Kanzleramt nach Subjekten und Objekten durchleuchten, die der Macht der Kanzlerin gefährlich werden können. Dabei stößt sie auf einen Komplott, der gut dafür ist, ein komplettes Land und sein System in den Grundfesten zu erschüttern.
Der Autor, der sich Jan Faber nennt, spielt sein Insiderwissen aus, doch das ist beileibe nicht so viel, dass es ein Pseudonym verlangt. Die Verknüpfungen von Staat und RAF-Terrorismus ist ja beileibe kein Geheimnis mehr und hier nun einer Kanzlerin das Strippenziehen von damals unterstützen und ausnutzen zu lassen, ist dann schon sehr fiktiv.
Wie so vieles hier in einer Sackgasse endet, weil Faber kein richtiges Verhältnis von Realität und Fiktion zustande bringt. Entweder verzichtet er auf den Plot, wenn der zu unwahrscheinlich ist, oder er schreibt gleich einen Tatsachenbericht. Trotz aller Kenntnis des Politbetriebes würden dafür aber die Fakten fehlen. So taumelt das Buch zwischen halbgaren Tatsachen, die in die Romanhandlung eingebaut werden und den fiktiven Räuberpistolen des Thrillergenres (eine Vergewaltigung unter Drogen, Schwangerschaft durch den Geheimdienst ist ein wenig zu heftig des Guten), so richtig haften bleibt dann nur der Eindruck: "Seht ihr, ich habe das doch gleich gewusst, alle Politiker sind Schweine".
Es ist gut, wenn ein Insider seine Erkenntnisse nach außen trägt, wenn sie helfen, Straftaten und Missstände aufzudecken. Dieser Faber wird auch seine Quellen haben. Er berichtet aber nichts Neues, nichts, was man nicht schon weiß oder vermutet. Und nur für einen Thriller ist das Ergebnis zu mager. Erstens ist das Buch zu lang und zweitens die Handlung manchmal zu weit hergeholt. Dass der Autor schreiben kann ist unbestritten, aber dieses Buch kann man nur dem ganz Neugierigen empfehlen, der mit gesunder Distanz lesen sollte. Und Frau Merkel vielleicht gar nicht.

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italien, sizilien, krimi

Das Ritual der Rache

Andrea Camilleri , Moshe Kahn
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.02.2014
ISBN 9783404169108
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Toter in einem Plastiksack. Dazu noch Genickschuss und dann in 30 Teile zerstückelt. Die Mafia, deren alte Sprache die Rache für Verrat erkennen lässt. Dazu noch der Hinweis mit den 30 Silberlingen. Es könnte leichter werden für Montalbano, wenn da nicht ein paar Dinge wären, die nicht ins Bild passen. Der verdächtigte Mafioso etwa, für den das Opfer so etwas wie ein Sohn war. Dessen Frau, die vor Liebe fast verrückt wird. Und dann macht auch noch Mimi, Monatalbanos Vizekommissar, einen sehr labilen bis verzweifelten Eindruck. Und nach einer Weile stellt sich heraus, dass alles irgendwie zusammenhängt.
Camilleri ist wohl auch jemand, der keine schlechten Bücher mehr schreiben kann. Sein Montalbano ist genauso etabliert wie Leons Brunetti und seine Fähigkeit, immer wieder neue und spannende Geschichten zu erzählen scheint nie zu ermüden. So ist auch dieser Fall wieder interessant und spannend bis zur letzten Seite und den Grantler Montalbano und seine etwas ungewöhnlichen Methoden und Launen kennen die Leser ja schon. Gewohnte, gleichbleibend gute Krimiqualität.

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Zu guter Letzt

Edward St. Aubyn ,
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Piper, 17.09.2013
ISBN 9783492303224
Genre: Romane

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