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Mutter Blamage und die Brandstifter

Stephan Hebel
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Westend, 03.04.2017
ISBN 9783864891625
Genre: Sachbücher

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Hermann Hesse

Hugo Ball
Fester Einband: 228 Seiten
Erschienen bei Boer, K, 01.01.2016
ISBN 9783946619246
Genre: Biografien

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Allein mit Shirley

Jonathan Coe
Flexibler Einband
Erschienen bei Piper
ISBN 9783492224642
Genre: Romane

Rezension:

Die erfolgreiche Familie Winshaw ist an nichts so sehr interessiert wie an Macht und Geld. Dafür gehen die in unterschiedlichen Bereichen tätigen Mitglieder über Leichen, sogar über die eines Familienmitglieds. Doch dieses Geheimnis soll wohlbehütet bleiben, denn nur die alte Tante Tabitha weiß, dass ihr Bruder Godfrey im Auftrag eines Familienmitglieds ermordet wurde. Dafür muss sie den Rest ihres Lebens vorsorglich in einer Irrenanstalt verbringen.Doch als 1990 der Schriftsteller Michael Owen den Auftrag bekommt, die Winshaw-Biografie zu erstellen, recherchiert er Dinge, die ihn selbst zu einer Figur dieser Familie werden lassen. Die Angelegenheit lässt ihn nicht mehr los und so rollt sich die Geschichte fast von selbst auf, nur nicht in die Richtung, die der Familie gefallen kann.

Coe ist ein begnadeter Erzähler und Ränkeschmied. Obwohl er Erzählperspektiven, Orte und die Hauptpersonen wechselt, kommt der Leser nicht durcheinander, im Gegenteil, immer enger werden die Stränge verflochten und fließen auf das Ende hin, das, wie bei Coes Romanen üblich, einige unvorhergesehene Überraschungen bietet. Nebenher zeichnet Coe auch wieder ein Sittenbild des englischen Kapitals, immer verflochten mit der politischen Lage und den Skrupellosigkeiten, die sich hier bei der Vermischung von Geld, Macht und Gier ergeben.

Coe ist ein Autor, der süchtig macht. Mit einem ausgezeichneten Gespür für Dramaturgie und dem rechten Maß an Aktion schafft er es in seinen Büchern, niemals Langeweile aufkommen zu lassen. Gleichbleibend hohes Niveau auch in diesem Buch. Es ist egal, mit welchem Werk man diesen Autoren entdeckt, sie sind alle gleich gut.

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Erste Riten

Jonathan Coe
Fester Einband: 458 Seiten
Erschienen bei Piper
ISBN 9783492043700
Genre: Romane

Rezension:

Birmingham, nicht eine der schillerndsten Städte in England, ist der Schauplatz dieser Tragikomödie. Die Schulfeunde Trotter, Harding, Anderton und Chase verleben dort ihre Schulzeit in den 70ern, die in Großbritannien einen Umbruch bringen. Nicht nur politisch, sondern auch gesellschaftlich passiert einiges, was auf die Zukunft großen Einfluss haben soll. Rassismus und Klassenkampf sind durchgängige Themen im Alltag und der Punkrock soll seinen Ausdruck in der Jugend finden. Die Freunde versuchen eine Annäherung an die Welt der Erwachsenen als Redakteure einer Schülerzeitung und kommen hier so manches Mal an ihre Grenzen.

Doch die entscheidenden Entwicklungen betreffen das Privatleben. Familiäre Strukturen und besonders die ersten Liebesbeziehungen machen mehr als nur vorübergehende Schwierigkeiten.

Viele meinen, Coe sei der bessere Hornby und ein wenig Ähnlichkeit haben sie schon, doch Coe ist der ausholende Erzähler. Mit stilistischer Sicherheit und einem klaren Tonfall trifft er den Nerv dieser Zeit, ist glaubhaft und ein Mann, der dazugehört, der weiß, worüber er schreibt. Mit dem berühmten britischen Humor kann er Szenen bis zur Absurdität verklären, um im nächsten Satz voller Empathie den Effekt zu erzielen, den die Sicherheit des Banalen versteckt. Seine eindringlichen Gefühlsbeschreibungen und die Nähe zu seinen Figuren machen dieses Buch zu einem Leseerlebnis, das nicht näher am Stoff sein kann.

Das man nebenbei auch noch etwas mehr über die politische Lage im England dieser Zeit erfährt, den Umbruch zu einer langen Phase der Thatcher-Regierung, die Bedeutung der Gewerkschaften und der vielen Streiks, ist eine willkommene Bereicherung aber auch Voraussetzung, um den Roman vollständig zu verstehen.

Ein gelungenes Buch über die 70er und ein intensives Plädoyer für die Vielschichtigkeit des Erwachsenwerdens unter den Regeln einer schwierigen Gesellschaftsstruktur.


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Grunewaldsee

Hans-Ulrich Treichel
Flexibler Einband: 237 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 17.04.2011
ISBN 9783518462447
Genre: Romane

Rezension:

„Permanecemos juntos!“ heißt es zum Abschied von María, als sie Paul nach einem Jahr in Malaga verabschiedet, wo er als Sprachlehrer gejobbt hat, weil er in Deutschland auf seine Referendariatsstelle warten muss. Die Liebe zwischen dem Westberliner, der aus der niedersächsischen Provinz geflüchtet ist und der angehenden Ärztin, die in Spanien bleiben wird, um ihr Kind in geordneten Verhältnissen mit ihrem Ehemann, den sie nicht mehr liebt, zur Welt zu bringen, ist etwas ganz besonders und wird durch das Versprechen eine feste Größe in Pauls Leben, dessen Karriere keineswegs von großen Sprüngen geprägt ist. Er träumt sich durch sein Kreuzberger Hinterhofdasein und findet immer wieder Kraft auf der von ihm so geliebten Pfaueninsel. Seine Begegnungen mit Frauen verlaufen ohne besondere emotionale Stärke, die spanische Liebe bleibt permanent, aber nicht destruktiv. Bis er sie nach Jahren wiedersieht und mit ihr durch Deutschland fahren soll.

Wie in seinen ausgezeichneten Liebesgedichten findet Treichel auch beim Erzählen einen angenehm ruhigen Ton mit Platz für Feinheiten. Fast gleichmäßig fließt die Geschichte ohne dramaturgische Ausreißer und hektische Spannungssteigerungen und das macht sie so attraktiv. Der Leser ist eingebettet in die Geschichte und will am liebsten nicht mehr heraus. Keine überbordenden Gefühlsausbrüche, das Ganze kommt mit einer Konstanz aus, die fesselt. Das ist hohe Erzählkunst, Treichel arbeitet da, wo es nötig ist, mit Retrospektiven, aber immer nur so viel, wie die Geschichte braucht und auch dann immer im Fluss.

Ein Roman, der nicht nur schön, im wahrsten Sinn des Wortes ist, der Spaß macht, weil er auch mit ein paar humoristischen Einlagen aufwartet und dessen Figuren so einnehmend sind, dass man sie lebhaft vor sich sieht. Ein schönes Buch, großartig erzählt und ein wenig ist man dann enttäuscht, wenn das Ende erreicht ist,


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Aufstieg und Fall großer Mächte

Tom Rachman , Bernhard Robben
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.10.2014
ISBN 9783423280358
Genre: Romane

Rezension:

In einem kleinen Dorf in Wales betreibt Tooley Zylberberg eine schon fast bankrotte Buchhandlung zusammen mit Fogg, einem jungen Mann aus dem Ort. Es ist das vorläufige Ende einer unfreiwilligen Wanderschaft, die sie mit ihrem Vater begann, als der als Computerfachmann nur einjährige Engagements in aller Welt annahm.Eines Tages trat die exzentrische Sarah in ihr Leben, die sie in ihre Obhut nahm und später übernahm diese Rolle Humphrey, ein selbsternannter Exilrusse, in New York. Die wichtigste Person in ihrem Leben sollte aber Venn bleiben, der geheimnisvoll auftauchte, um dann gleich wieder zu verschwinden. Dennoch prägte er ihre Persönlichkeit wie kein Zweiter.

In dieser Buchhandlung erhält sie nach Jahren eine Mail von einem Verflossenen, der ihre nebulöse Vergangenheit wieder zur Gegenwart macht. Es besteht die Chance, einige Wahrheiten zu erfahren.


Rachmans zweiter Roman ist in erster Linie ein geschickt aufgebautes Konstrukt. Wie eine Zwiebel schält er den Kern über einen Zeitraum von 30 Jahren heraus, immer wieder Dekaden zurückgehend aus drei Zeitperspektiven. Das ist ein Kunstgriff, der ähnlich dem Cliffhanger, den Leser an den Stoff fesselt. Man kann diese Geschichte auch in einem Zug erzählen, um denselben Effekt zu erreichen, wenn man die Dramaturgie ein wenig verändert. Rachman hat aber einen anderen Weg gewählt und sich damit in Sicherheit gebracht, denn die Story ist zwar gut und vor allem gut erzählt, aber sie hat Schwächen. Die größte ist, dass nicht offenbar wird, worauf es am Schluss hinauslaufen soll. Die Dramaturgie lässt mehr Vermutungen offen, als z.B. der Titel der Geschichte verspricht. Einiges bleibt im Unklaren, die Kindheit Tooleys z.B., die einfach hin-und hergeschoben wird, ohne dass es behördliche Probleme gibt. Bis herauskommt, dass es hier nur um die Geschichte von Tooley geht, ist das Buch schon zu Ende. Natürlich lässt sich einiges „Hochgeistiges“ oder „Tiefgründiges“ hineininterpretieren, doch die wahren Ambitionen dürften unter dem Strich nur dem Autor bekannt sein.

Wofür Rachman nichts kann, sind die Erwartungen, die man an ihn hat. Waren die „Unperfekten“ das Manuskript, dass den wohl größten Vorschuss des Literaturbetriebs einbrachte, ist natürlich auch dieser hier zum Erfolg verdammt, denn die Hype, die dem ersten Roman voranging, machte daraus einen Bestseller und der muss ja wiederholt werden. Es sind die Marktmechanismen, die heute aus einem Buch einen Erfolg machen und ob darüber jeder Autor glücklich ist, sei dahingestellt.

Rachman ist ein überzeugender Erzähler, aber weder die „Unperfekten“ noch dieser hier haben das Zeug zum Klassiker. Es fehlt ihnen die Genialität, die einzigartige Handschrift und der letzte, aber entscheidende Esprit. Der Wiedererkennungswert im Stil des Schreibers. Es ist eine gute Geschichte, die gut erzählt ist, aber den Leser nicht zwingend zu einer Wiederholung der Lektüre treibt. Um es einfacher zu sagen: Ein Buch, das man lesen kann, aber das nicht nachhaltig wirkt.


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Wiener Melange

Anna von Planta
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.03.2018
ISBN 9783257244397
Genre: Liebesromane

Rezension:

Wie bei fast allen Diogenes-Anthologien braucht man über die Qualität der versammelten Texte nicht zu reden. Wiener Liebesgeschichten ist das Motto und die Autoren gehören zur ersten Liga. Namen wie Seethaler, Geiger, Irving, Schnitzler oder Joseph Roth sprechen für sich. Sollte der Rezensent eine Geschichte hervorheben, so würde er den Beitrag von Elke Heidenreich rot anstreichen, eine wunderbare Geschichte, die noch nicht so bekannt sein sollte.
Da wären wir dann beim einzigen Bewertungskriterium dieses Buches, nämlich der Auswahl. Anthologien haben ja auch immer den Zweck, Autoren vorzustellen und Appetit auf mehr zu machen. Diogenes setzt aber auch auf themenbezogene Zusammenstellungen, die nicht nur Schriftsteller aus dem eigenen Verlag berücksichtigen. Das gelingt mal mehr, mal weniger gut. Hier birgt die Auswahl der vorgestellten Beiträge nichts Unbekanntes, im Gegenteil, Schnitzlers "Traumnovelle", Seethalers Kapitel aus dem "Trafikanten", Irvings Kapitel aus "Laßt die Bären los" oder Stefan Zweigs "Brief einer Unbekannten" sind alles Texte, die man schon gelesen, bzw. in den entstprechenden Romanen im Kontext schätzen gelernt hat. Insofern ist die "Melange" eine kleine Enttäuschung, denn ganz sicher hätte sich verlagsübergreifend mehr Material finden lassen, um den Erwerb dieses Buches zu rechtferitgen. So ist man geneigt, die Hälfte des Buches zu überblättern, weil die Texte schon zu bekannt sind, als dass man sie nochmal, und dann aus dem Zusammenhang gerissen, lesen müsste. Natürlich - Elke Heidenreichs Text war auch dem Rezensenten nicht geläufig und eine Überraschung.
Wer indes keinen der vorgestellten Texte kennt, der ist natürlich bestens mit dieser Auswahl bedient. Die Hardcore-Fans der Diogenes-Anthologien eher nicht.

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Liebesgrüße aus Brüssel

Jonathan Coe , Walter Ahlers
Fester Einband: 270 Seiten
Erschienen bei DVA, 24.03.2014
ISBN 9783421046147
Genre: Romane

Rezension:

Der eher bedeutungslose Regierungsangestellte Ihrer Majestät, John Foley, wird nicht nur aus einem durchschnittlichen Familien- und Eheleben katatpultiert, als man ihn anlässlich der Weltausstellung in Brüssel 1958 nach Belgien abkommandiert, um sich um die Belange des dort installierten Pub Britannica zu kümmern. Der Ahnungslose taucht in die Welt des internationalen Trubels ein, in der auch Amouröses eine Rolle spielt. Allerdings findet er sich auch so kurz nach Ende des Weltkriegs in der Welt der Agenten und widerstreitenden Interessen von Großmächten. Es gibt viel zu lernen und einiges abzuwägen.
Coe ist einer der beliebstesten Autoren der Insel und seine Bücher, die er mit wunderbaren Handlungsschleifen versieht, beschäftigen sich eingehend mit unterschiedlichen Charakteren, die er fast liebevoll wie die eigenen Kinder behandelt. Im Großen und Ganzen geht es auch hier um die Geheimnisse des gesellschaftlichen Lebens in all ihren Schattierungen und die Weltausstellung von 1958 könnte auch gut ein Event der heutigen Zeit sein. Wenig hat sich am Gebaren der Beteiligten geändert.
Coe ist ein großartiger Erzähler, sein leichter, aber immer nuancierter Stil macht auch aus diesem Buch ein Leseerlebnis, dem man sich nicht entziehen kann. Mit einer gehörigen Prise britischen Humors hält er einen bis zur letzten Seite fest, ohne das auch nur eine Minute Langeweile aufkommt.

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Alles Amok

Anita Augustin
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 30.11.2015
ISBN 9783548287836
Genre: Romane

Rezension:

Jakob ist eigentlich gar nicht so verdreht. Nicht gerade ins Glück gefasst, hangelt sich von Job zu Job, sein Problem ist auch die demente Mutter, die er gerne tot sehen würde und deren Heim er finanzieren muss. Seine sozialen Kontakte sind schwierig und so langsam liest man sich hinter seine Kulisse und merkt, da ist doch noch was. Einen großen Schnitt gibt es, als er im "Paradies" anheuert, einem Vergnügungspark der großen und ganz besonderen Art.

Ein etwas eigenartiges, teilweise verwirrendes Buch. Während man sich in der ersten Hälfte noch über den Stil der Autorin freut, der frisch und teilweise etwas schnodderig daherkommt, kann man sich mit ihrem Jakob noch ganz gut identifizieren, denn die Ansätze eines beschissenen Lebens kennen wir ja alle irgendwie. Im zweiten Teil wird es ziemlich mystisch. Erst spät merken wir, dass die Mutter noch aus einem ganz anderen Grund gehasst wird und dann nimmt die Autorin Fahrt auf, wer nicht aufpasst, wird ratlos das Buch zuklappen.
"Alles Amok" ist dann doch nicht so ganz einfach, es hat Anspruch. Doch man wird das Gefühl nicht los, dass die Autorin diesen Anspruch nicht ganz erfüllt, weil sie Stil und Aufbau dieser inhaltlichen Vorgabe vorzieht. Das führt zu Irritationen beim Leser, zumal die Stringenz im zweiten Teil ein wenig verlorengeht.
Man kann nicht sagen, ob das Buch nun gut oder schlecht ist, man muss vielleicht neutral das ziemlich nichtssagende "interessant" bemühen, aber das trifft es ganz gut. Es fordert die Bereitschaft des Lesers, den Hintergrund erfahren zu wollen. Der Titel könnte da in die falsche Richtung führen. Ausprobieren.

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Nachtblüten

Magdalen Nabb , Christa E. Seibicke
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 27.02.2004
ISBN 9783257233810
Genre: Krimi und Thriller

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Don't Believe the Hype!

Sky Nonhoff
Flexibler Einband: 333 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 01.03.2007
ISBN 9783596164684
Genre: Sachbücher

Rezension:

Nein, es ist kein „Listenbuch“, eher der Gegenentwurf. Sky Nonhoff lässt hier Musiker, Journalisten und diverse Autoren zu Wort kommen, um dem Mythos der „Albumklassiker“ auf den Grund zu gehen. Das man sich am Heiligen Gral der Pop- und Rockmusik vergreift, ist gewollt und durchaus legitim, denn wie oft hat der Normalsterbliche schon vor der Lobhudelei für eine Platte gesessen, sich selbige rauf und runter gehört und ist dabei vor Langeweile fast gestorben? Die in den „ewigen Bestsellerlisten“ und „Platten des Jahrhunderts“ immer wieder auftauchenden Alben werden nie hinterfragt und genau angehört, um vielleicht nicht doch herauszufinden, dass einiges noch nicht mal Durchschnitt ist? Sicher, nicht alle hier erwähnten Platten sind so schlimm, dass man sie in Bausch und Bogen verdammen muss. Einiges, das hier zu lesen ist, spricht aber sicher vielen aus dem Herzen, nur dass man es sich nie getraut hat, zu sagen. Der Tanz ums Goldene Kalb der Mythen muss ja weitergehen und je länger die Popkultur Bestand hat (in welcher Qualität auch immer), desto schwieriger wird es, „the next big thing“ zu finden.

So alt wie Pop und Rock ist das Klischee, dass Kritiker verhinderte und frustrierte Musiker sind, die sich die eigene Unzulänglichkeit vom Leibe schreiben. Das mag es geben, auch in diesem Buch macht einiges diesen Eindruck, doch die Autoren bemühen sich lediglich, ihre Essays möglichst scharfkantig an den Leser zu bringen. Möglicherweise ist das eine adäquate Möglichkeit, den Heiligenschein von einigen Mythen auf ein relatives Maß zu stutzen.

Man muss mit den Autoren nicht einer Meinung sein, man darf auch ruhig mal entrüstet aufschreien, aber in 80% der beschriebenen Fälle muss man zumindest partiell beipflichten, wenn es auch wehtut, dass man zugeben muss, dass man schon immer irgendwie dabei war, wenn es darum ging, blinde Heldenverehrung einfach mitzumachen.

Das Buch ist eigentlich ein Muss für jeden Hörer und Fan von Rockmusik (und da die ja auch eine Art Folklore ist, also populär, fügen wir den Begriff Pop(ular)musik gleich hinzu), um die Dinge mal etwas differenzierter zu sehen. Der Interessent sollte sich vielleicht als erstes Nonhoffs Einleitung vornehmen und gleich danach den Essay von Nick Curry „Schluss mit den Meisterwerken“. Dann kann er mit Genuss oder auch mit ein wenig Verstimmung den Rest lesen. Ganz sicher ist dieses Buch nicht „wasted time“ und schon gar nicht ein Allerweltswerk (das gefühlte 154Tausendste), das einen Anspruch erhebt, den es nicht erfüllen kann. Es ist ein kritisches und provokatives Buch über Rock- und Popmusik, das versucht, mit einigen Missverständnissen aufzuräumen und alternative Sichtweisen aufzuzeigen. Dass dabei eifrig provoziert wird, dient dem Mittel zum Zweck.

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85 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Tod zwischen den Zeilen

Donna Leon ,
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 20.05.2015
ISBN 9783257069297
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wer so lange an und mit einer Figur arbeitet, dem gelingt nicht alles. Der 23. Fall des Commissario beschäftigt sich mit dem Raub und der Zerstörung wertvoller Bücher aus der Bibliothek Merula. Gemächlich plätschern die Ermittlungen dahin, die Zahl der Hauptverdächtigen bleibt überschaubar und daran kann auch ein Mord nichts ändern. Man bekommt einen kleinen Eindruck vom Schwarzmarkt für bibliophile Werte, doch alles ist wenig spektakulär, auch die familiären Intermezzi sind unauffällig, Vianello darf ab und an mit dabei sein und das Ganze wird zu einer Routineangelegenheit. Das kann man Donna Leon sicher nicht übelnehmen, wenn mal eines ihrer Bücher nicht so gut ist, denn irgendwann plagt sich auch der beste Ermittler mit seinem Image herum. Diese Vorlage eignet sich auch nicht für eine Verfilmung, zu behäbig das Ganze, wenn auch, wie immer, gut geschrieben.

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Die ungeheuerliche Einsamkeit des Maxwell Sim

Jonathan Coe , Walter Ahlers
Fester Einband: 405 Seiten
Erschienen bei DVA, 09.11.2010
ISBN 9783421044846
Genre: Romane

Rezension:

Maxwell Sim steckt in einer Krise. Frau und Kind haben ihn verlassen, der Job in einem Kaufhaus ist nicht das, was ihn erfüllt, seine Facebook-Freunde sind nicht das, was man hilfreich nennt. Mit einem Wort: Einsamkeit. Die macht ihm zu schaffen. Da eröffnet sich ihm eine Möglichkeit, sein Leben in neue Bahnen zu lenken. Eine Reise, um Zahnbürsten an den Mann zu bringen, als Wettfahrt mit drei Kollegen angelegt und Max muss ausgerechnet auf die Shetlands. Er macht sich auf den Weg und ausgerechnet sein Navi, das er Emma tauft, wird zur engsten Reisebegleiterin. Die braucht er auch, denn so manche Überraschung erwartet ihn auf dem Weg und besonders die Konfrontation mit der Vergangenheit wird zum ernsten Prüfstein, läutet allerdings auch eine Wende in seinem Leben ein.
Coe, einer der bekanntesten Autoren in der Literaturszene seiner Heimat, ist ein begnadeter Erzähler. Geschichten in der Geschichte machen sein Buch nicht etwa undurchdringlich, sondern bereichern es auf eine spannende Art. Sein Humor trägt den Leser durch die Reise, doch merkt man schnell, dass es Coe um mehr geht, als um pure und gute Unterhaltung. Die Verzweiflung, die Max befällt, wenn er sich seiner Einsamkeit ausgesetzt fühlt, ist beklemmend, die Konforntation mit den Versäumnissen der Vergangenheit sind hart.
Das Schöne, und das sei hier verraten, ist ein Happy-End. Man wünscht es sich im Laufe der Geschichte, denn der symphatische Max erobert die Herzen des Lesers recht schnell. Die große Kunst des Autors besteht in den vielen Wendungen und unvorhergesehenen Ereignissen im Laufe der Reise. Und auch das Ende ist eines, womit keiner, wirklich keiner rechnen kann.
Ein bemerkenswert gut komponierter Roman zwischen leichter Belletristik und tiefem Sinn. Ein Buch, von dem man sich nur schwer vor dem Ende trennen kann und somit eine nachdrückliche Leseempfehlung.

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Die natürliche Ordnung der Dinge

António Lobo Antunes , Maralde Meyer-Minnemann , António Lobo Antunes
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 07.08.2006
ISBN 9783442733897
Genre: Romane

Rezension:

Ein alter Mann erzählt seine Geschichte. Doch die junge Geliebte, die er damit konfrontiert, fühlt sich eher belästigt, für sie ist es der Tribut, den sie zahlt, damit sie ausgehalten wird. Doch diese Geschichte ist ein Familiendrama, das sich über mehrere Generationen hinzieht und so wird sie auch im weiteren Verlauf von mehreren Erzählern dargeboten, die nicht nur dieses Familienleben schildert, sondern auch die nicht ganz gewöhnliche Geschichte Portugals seit den 50er Jahren. Und es ist eine Schilderung der Hassliebe zu Lissabon, die die Erzähler, jeder auf seine Weise, thematisieren.
Niemand schreibt so wie Antunes. Das liest man sicher über den einen oder anderen Autoren auch in Rezensionen, aber dieses Alleinstellungmerkmal hat sich der Portugiese in vielen Romanen redlich erarbeitet. Wobei man noch nicht mal sagen kann, dass er diesen Stil "entwickelt" hat, vielmehr ist er ihm immanent, ein Teil von ihm, man könnte sagen, angeboren. Denn diese Art, mit Worten umzugehen, Sätze, die über mehrere Seiten, nur durch Kommata getrennt, mit einem Kaleidoskop von Bildern und Inhalten aufwarten, ist einfach nicht zu konstruieren.
Antunes lesen erfordert Geduld. Der Novize wird möglicherweise mehrmals im Laufe der ersten 50 Seiten das Gefühl haben, er müsse das Buch weglegen, doch hat man sich erst einmal an diesen Ton gewöhnt, dann kann man sich fallenlassen und es wird schwierig, wieder aufzutauchen. Einmal im Sog von Antunes Sprache kann man sich dem nicht mehr erwehren. Das ist übrigens nicht nur mit diesem Buch so, sondern betrifft alle seine Romane.
Mit Saramago hat zuletzt ein Portugiese den Nobelpreis erhalten. All die großartigen Schreiber wie Boyle, Auster usw. sind Kandidaten und Antunes reiht sich in diese Liga ein. Die fragwürdigen Entscheidungen der Jury in den letzten Jahren könnten endlich mal wieder durch die Verleihung an einen wirklich lebenden Großen Gewicht gewinnen. Antunes steht in der ersten Reihe.

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Keine Bewegung!

Denis Johnson , Bettina Abarbanell , any.way , Cathrin Günther
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.10.2011
ISBN 9783499256615
Genre: Romane

Rezension:

Oberflächlich betrachtet ist der Plot nichts besonderes. Das ist ein Thriller, könnte man sagen und die ganz Schlauen würden meinen: Das ist die Noir-Abteilung. Die Handlung ist einfach. Jimmy Luntz, ohnehin schon mit einer Menge Schulden belastet und deshalb auch immer auf der Flucht, trifft auf Anita, auch auf der Flucht, aber nicht wegen Schulden, sondern weil im Hintergrund 2,3 Millionen zu ergaunern sind. Natürlich trifft man sich in einer Bar, natürlich gibt es auch die ganz bösen Jungs, die nun hinter beiden her sind. Und die sind nicht zimperlich, sondern machen auch schon mal von Waffen und unästhetischen Verschönerungsmethoden Gebrauch.
Johnson zieht die Sache durch, mit allen Konsequenzen, und das macht das Buch besonders, denn wer ins Detail geht, der kann die herrlich übertriebenen Gimmicks des Genres genießen, die der Autor mit einer Lust einstreut, dass man irgendwann denken könnte, er wolle uns hier Satire abliefern. Doch das ist es nicht, es ist ganz einfach ein rasend schneller Roman mit herrlichen Dialogen, denen man sich nicht entziehen kann. "Beifall auf offener Szene" fällt einem dabei ein und dann erkennt man ihn, den rabenschwarzen Humor und den Spaß, den Johnson beim Schreiben gehabt haben muss. Das sich so ganz nebenbei auch die Spannung aufbaut und bis zum Ende hält, ist fast schon ein Nebeneffekt, doch der eine oder andere wird sich dabei ertappen, dass er das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann, bis er auf der letzten Seite angekommen ist. Für alle die, die diesen Roman langweilig finden, meine Empfehlung, nicht immer jeden "Krimi" so schnell zu lesen, denn dann versteht man selbst sowas nicht.
Wahrscheinlich hätte sich Johnson großartig mit Ken Bruen verstanden. Der "Jack Taylor"- Erfinder arbeitet ähnlich, mit knalligen Dialogen und kurzen Sequenzen. Was will uns diese Vermutung sagen? Dass der Leser dieser Rezension gleich zwei Literaturtipps auf einmal bekommt. Viel Freude damit!

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Gedichte /Lieder

Wolf Wondratschek
Buch: 291 Seiten
Erschienen bei Zweitausendeins, 01.04.2003
ISBN 9783861504733
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

Wondratschek wird 75 und der Ullstein-Verlag wirft eine Kassette mit seinen gesammelten Gedichten auf de Markt. Verdient hat er sich die Kollektion, die liebevoll aufgemacht ist, in jedem Fall. Schließlich war er doch der erste und wahrscheinlich einzige deutschsprachige Autor, der den Rock'n Roll lyrisch erfasst hat. Fauser war ja ein ähnliches Kaliber, doch dessen Schwerpunkte lagen doch mehr im Prosabereich.
Um diese Kollektion geht es jedoch nicht, denn Wondratschek hat früher seine Gedichte bei Zweitausendeins veröffentlicht und nun, pünktlich zum 75. hat der Verlag sein Lager geöffnet und noch einige der großen Bände, die so berühmte Werke wie "Chucks Zimmer" oder "Männer und Frauen" enthalten, für einen angenehmen Preis herausgegeben. Wenn auch die Ullstein-Version "vollständiger" ist (bei Zweitausendeins erschienen eben nur die Werke, die dort auch ursprünglich verlegt wurden), ist diese symphatische Großausgabe mit Klebeheftung irgendwie authentischer und erinnert an die Zeiten, wo der Autor noch so ein richtiger "Szenepoet" war und Muttis und Pappis angewidert die Augen verdrehten, wenn sie so einen Klamauk lesen sollten.
Nett von Zweitausendeins, die Exemplare herauszugeben. Viele werden es nicht gewesen sein, aber antiquarisch waren sie eigentlich nie weg.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Das Gewicht des Schmetterlings

Erri De Luca , Helmut Moysich , Erri DeLuca
Flexibler Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.02.2013
ISBN 9783548611365
Genre: Romane

Rezension:

Die Hauptrollen dieser Erzählung haben ein Wilderer, der sein halbes Leben als Einsiedler in den Bergen zugebracht hat und der König der Gämsen, ein untypischer Rudelführer, der ebenfalls die meiste Zeit abseits seines Rudels die Einsamkeit sucht.
De Luca erzählt beide Geschichten und die Besonderheiten, die sie zu den Einzelgängern gemacht haben. Dass es dieser Individualität zu verdanken ist, dass sie Gegner werden, ist eher zufällig, doch im Lauf der Zeit verschmelzen ihre Wege, werden zu einem Duell, dass beide nicht gewinnen können, bis es zur letzten Begegnung kommt, die vom Ende ihrer Lebenszeit bestimmt wird.
Im Klappentext steht etwas von "Epos" und das ist ausnahmsweise einmal richtig, denn de Luca ist mit einer solchen Wortgewalt und Gewandtheit gesegnet, die er auch noch meisterhaft beherrscht, dass man aus dem Schwärmen nicht herauskommt. Jedes Wort ist eine Gefühlsregung, in seinen Sätzen verwändeln sich die Worte in Lebewesen und zu Bildern von solcher Schärfe und Klarheit, dass man sich fragen möchte, ob das ein Buch oder ein Bild ist, das man da in der Hand hält. Ein Feuerwerk der Sinnlichkeit und Emotionen. Die Schicksale der beiden Protagonisten sind so verschieden angelegt wie nur möglich. Dass sie sich auf einer Ebene treffen und einen Kampf führen, der letztendlich einen überraschenden Ausgang nimmt, ist eine weitere Nuance in der gesamten Komposition des Autors.
Der eigentlichen Geschichte ist noch eine zweite hinzugefügt, "Der Besuch eines Baumes", fünfzehn Seiten über eine weitere Begegnung mit der Natur, ebenso eindringlich und nachdrücklichwie der "Schmetterling".
 Es folgt noch ein Nachwort des Übersetzers, sowie eine Laudatio zu einer Preisverleihung. Diese beiden Anhängsel sind total überflüssig, ja sogar ein wenig ärgerlich, weil sie einfach nicht in den Gesamtrahmen der beiden Geschichten passen. Nachworte sind immer dann überflüssig, wenn sie dem Leser die Geschichte, die er gerade gelesen hat, erklären wollen. Welchen Sinn die Laudatio hier haben soll, ist vollkommen unklar. Wahrscheinlich hat der Verlag nicht realisiert, dass die beiden Erzählungen für sich alleine stehen sollten, um ihre volle Kraft zu entwickeln. Deshalb der Tipp: Nur die Storys lesen, die beiden Anhänge vielleicht irgendwann einmal oder gar nicht.
De Lucas Bücher sind alle in diesem wunderbaren Stil geschrieben aber dieses hier hat das Zeug zu einem Klassiker. Wunderbar!

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Orpheus in der Sonne / Coda

Wolf Wondratschek
Flexibler Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 10.08.2018
ISBN 9783550050862
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

Über Wondratscheks Gedichte muss man auch hier wenig Worte verlieren, denn sein Werk ist so beeindruckend wie bekannt. In diesem Fall möchte ich einige kritische Anmerkungen zur Veröffentlichungspolitik des Ullstein-Verlages machen. Dieser Tage ist eine Gesamtausgabe von Wondratschek in einer schönen und ansprechenden Edition herausgekommen. Mit 59 Euro sicher nicht in der Abteilung Schnäppchen zu finden, dennoch lohnt es sich, alle Werke des Autoren zusammenzustellen und dem Leser anzubieten. Gerade auch, wenn man nun dieses Werk gleichzeitig in Einzelausgaben anbietet, was an sich nicht unüblich oder schlecht ist. Denn es gibt immer Leser, die erst mal einen Eindruck haben wollen, oder das eine oder andere schon im Regal haben. Dann allerdings nur einen so minimalen Band anzubieten, ist zumindest fragwürdig. Es handelt sich hier um das knappe und in fünfzehn Abschnitte aufgeteilte Opus "Orpheus in der Sonne", das mit gerade einmal genauso vielen Seiten aufwartet. Mit zwei Zitaten an Anfang und Ende, sowie 3 Fotos (Coda) streckt der Verlag das ganze Büchlein auf angestrengte 32 Seiten. Da zählen Deckblatt, Titel/Impressum schon mit. Ob das nun sein so muss, kann man hinterfragen. Befremdlich ist das schon, denn wenn Einzelausgaben, dann sollte man auf diese Miniaturen ganz verzichen oder zwei zusammenfügen. Da hilft auch der Preis von 5 Euro nichts, denn substantiell erhält man nur 15 halbe Seiten und das nenne ich fragwürdig.
Der Inhalt wird von dieser formalen Kritik nicht berührt.

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Von hier nach da

J.M. Coetzee , Paul Auster , Reinhild Böhnke , Werner Schmitz
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.05.2014
ISBN 9783596196876
Genre: Romane

Rezension:

Wenn zwei Hochkaräter der Literatur beschließen, einen Briefwechsel zu führen, dann darf man gespannt sein. Denn diese Art von Veröffentlichung bedient auch das voyeuristische Interesse des Lesers, der sich erhofft, über die Prominenten mehr Persönliches zu erfahren, als die Klappentexte ihrer Bücher hergeben. Wer nun allerdings von Coetzee und Auster erwartet, dass sie literarische und philosophische Höhenflüge veranstalten, der wird vielleicht enttäuscht. Die Themenauswahl der beiden ist manchmal schon banal, Tennis, Vatersein, Erinnerungen der harmlosen Art, ein paar Schwärmereien für den Kollegen und dergleichen mehr. Doch alles unterziehen sie einer Genauigkeit und Detailtreue, dass es schon spannend ist, weil man dadurch jede Menge Informationen über das Umfeld der Autoren bekommt. Die ernsthaften Themen aus Politik, Wirtschaft und Kultur unterziehen sie einer strengen Analyse, stellen Fragen und antworten nur, wenn es Antworten geben könnte.
Das alles ist in einem bewunderswert leichtem Stil verfasst, dass man meinen könnte, die beiden würden sich im Minutentakt ablösen und nicht Tage, manchmal Wochen vergehen lassen, um auf die Briefe des anderen zu reagieren.
Man bekommt nicht nur einen Einblick in das Privatleben der beiden Autoren, sondern erfährt auch viel über deren Arbeitspensum, sodass man sich wundern muss, wann sie die Zeit finden, ihre großartigen Werke zu schreiben.
Dass der dokumentierte Briefwechsel abrupt in 2011 endet, wird leider nirgendwo begründet. Der Leser hätte sich einen abschließenden Satz gewünscht. Aber vielleicht gibt es eine Fortsetzung, die hochwillkommen wäre.
Dieses Buch lässt keine Wünsche offen und ist eine großartige Ergänzung zum Gesamtwerk beider Autoren. Sehr empfehlenswert.

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Die Ermordung Margaret Thatchers

Hilary Mantel ,
Flexibler Einband: 188 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 16.11.2015
ISBN 9783832163372
Genre: Romane

Rezension:

Eigentlich ist die zweifache Booker Preisträgerin als Verfasserin von historischen Romanen bekannt geworden. Doch auch die Kurzform beherrscht sie meisterlich. Ihre Geschichten beschäftigeh sich mit nicht gewöhnlichen Figuren, die auch in gewöhnlichen Situationen nicht so reagieren, wie man es vielleicht erwartet. Dadurch lässt sich keine der Storys im Vorfeld von der Handlung her erahnen, immer nehmen sie einen überraschenden Verlauf oder haben eine nicht zu kalkulierende Pointe, die Mantel gerne in den letzten Sätzen wie beiläufig setzt.
Großartig ist ihr Schreibstil, der zwar etwas distinguiert und distanziert erscheint, aber dennoch prallvoll mit bildhaften Sätzen und genau durchstrukturierten Sätzen glänzt. Man kann diese filigrane Arbeit mit dem Feinschliff von Marmor vergleichen, kunstvoll und vorsichtig führt uns die Autorin durch ihre Erzählungen, die an allen Ecken und Enden wie Edelsteine zu funkeln scheinen. Eine großartige Entdeckung auf dem Short-Story Segment und für jeden empfehlenswert, der den sorgfältigen Umgang mit Worten und Sätzen schätzt.

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Die Rückkehr des Lemming

Stefan Slupetzky
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 22.09.2017
ISBN 9783499290978
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Oohps - he did it again. Slupetzky hat seinen Lemming nochmal losgeschickt, um seinem fernen Verwandten Theo zum Glück des Lebens zu verhelfen. Der hat sich nämlich in eine Frau verliebt, die jeden Morgen in den Triebwagen seiner Tram steigt, die er, von da ab gutgelaunt, durch Wien befördert. Doch eines Tages muss er mit ansehen, wie diese Frau kurz vor dem Einstieg entführt wird. Theo wird beim Inspektor a.D. Wallisch alias Lemming vorstellig und bittet ihn um Hilfe. Der stößt bald auf die erste Leiche, weitere sollen im Verlauf noch folgen. Und alles wegen zwei Vögel, Dodos, die 300 Jahre vorher auf Mauritius ausgerottet wurden und ihre eigene Geschichte haben, die Slupetzky auch erzählt, weil im aktuellen Fall diese Vögel auf Fotos auftauchen und deren Rolle erst viel später zu einer Hauptrolle wird.
Eine tolle Story, charmanter, unwiderstehlicher Wiener Humor, eine Geschichte zum Niederknien, mit all der Menschlichkeit und Kauzigkeit, die den Lemming auch früher schon so liebenswert gemacht haben. Die Fans werden es ohnehin lesen, alle anderen werden sich nach Lektüre dieses Bandes auf die frühen Abenteuer stürzen und man kann einfach nur feststellen, dass Slupetzky große Lust gehabt haben muss, noch eine Folge zu schreiben und als Lemming-Jünger könnte man sich nichts weiter wünschen, als das uns der Wallisch erhalten bleibt. Ein ungetrübtes Lesevergnügen und Slupetzky in Hochform.

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Ich bin dann mal Ertugrul

Oliver M. Schmitt ,
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Berlin, 24.04.2015
ISBN 9783871348082
Genre: Romane

Rezension:

Oliver Maria Schmitt? Da war doch was. Richtig, der Mann schrieb für die Titanic, verfasste Reisereportagen für die FAZ und GEO, weiß also, wie man reist. Wer nun einen Reiseführer erwartet, liegt daneben. Schmitt erprobt die Reiseziele mit einer Portion vorschussartigen Humor und obwohl ihm manches Man das Lachen sicher im Halse stecken geblieben ist. Er macht das amüsanteste daraus, was man herausholen kann. Die Reiseziele und die Motive sind nicht weniger skuril als die Erlebnisse selbst. Sopranos Endstationszimmer in Rom, Eissuche auf Capri und in Split, das Ungeheuer vom Wolfgangsee, die Gourmettour durch Berlin oder ein Teilhotelkauf in Las Vegas, all das sind Stationen, die man bereisen kann, aber nicht zu diesen Anlässen. Schmitts Satire-Training kommt ihm genauso zugute wie seine ausgezeichnete Journalistenader, sodass man hier von einem Hochgenuss der literarischen Weltreise sprechen kann. Lachen kann man oft und wenn das Buch beendet ist, dann möchte man den Mann zu gerne noch eine zweite Runde drehen lassen in der Gewissheit, dass dem humorvollsten Reisenden der Republik nie die Themen ausgehen werden. Spitzenunterhaltung.

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Das Geschenk

Wolf Wondratschek
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 07.03.2011
ISBN 9783446236790
Genre: Romane

Rezension:

Wir kennen Chuck aus seinem Zimmer. Es war ein Sammelbecken aller möglichen Typen und inspirierte ihn, Gedichte zu verfasssen, die seinen Lesern gut gefielen und ihm ein Erfolgspolster verschafften, was wiederum ihm gefiel. 31 Jahre später wird er ungeplant und wohl auch ungewollt zum Vater. Während die Beziehung zur Mutter schnell beendet ist und sich erst nach und nach zu einer neutralen Elternschaft entwickelt, ist das Verhältnis zu seinem Sohn alles andere als einfach. Nicht, dass es sich daran von anderen Vater-Sohn Beziehungen unterscheiden würde, aber Chuck wird sich erst nach und nach über dieses Verhältnis klar und muss feststellen, dass sein Sohn ein "typisches" Kind ist und er derjenige, von dem die Veränderung erwartet wird. Sein Kampf um das Verständnis und die Liebe des Sohnes, sowie die Erwartungen beider Seiten wird auch zur Retrospektive seines eigenen Lebens.
Wondratscheck hat sich Chuck, den Vater mit einigen Besonderheiten, ausgesucht, um ein ganz normales Generationsproblem mit einem etwas abweichenden Vorleben des Vaters zu schildern. Das, was Chuck umtreibt, ist auch die Bewältigung seiner eigenen Vergangenheit, die nie thematisiert worden wäre, hätte es nicht diesen Sohn gegeben. So macht Chuck die Erfahrung, die viele in diesem Alter machen: Dass es irgendwann sehr viel Mühe und Kraft kostet, die nächste Generation zu verstehen. Dass es für Chuck auch noch die Chance gibt, in seinem eigenen Leben herumzustöbern und sich einige Klarheiten zu verschaffen, die er sonst nicht erlangt hätte, ist ein Nebeneffekt, der dieses Buch umso interessanter und wertvoller macht. Denn eines schafft Wondratschek ganz sicher: Für viele einen Spiegel hochzuhalten, damit sie sich selber sehen können.

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Der Tag vor dem Glück

Erri De Luca , Annette Kopetzki
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.03.2016
ISBN 9783548288246
Genre: Romane

Rezension:

Don Gaetano, Hausmeister eines neapolitanischen Mietshauses, hat sich eines Waisenjungen angenommen und begleitet ihn wie ein Vater durch Kindheit und Jugend. der ihm nicht nur das Kartenspiel beibringt, sondern auch, wie man Gedanken liest. In einem Verlies unter dem Haus entdeckt der Junge Bücher, die von einem Juden im Krieg zurückgelassen wurden. Die Geschichten dazu erfährt er von seinem väterlichen Freund, der ihn langsam von der Jugend auf die Ebene des Erwachsensein führt. Spätestens als Anna auftaucht, die in dem Jungen einen Sturm der Gefühle auslöst, muss er sich dem Leben in aller Konsequenz stellen.
De Luca schreibt wunderschöne Bücher in einer klaren und poetischen Sprache. Ohne aufdringlich zu sein, versteckt er die Weisheiten des Lebens in einzelne Sequenzen und Sätze, die Gedanken seiner Figuren sind glasklar und wenn man das Buch aus der Hand legt, dann hat man das Gefühl, als sei man einem Becken reinsten Wassers entstiegen. Die Liebe zu Neapel ermöglicht es ihm, die Stadt so poetisch und bildhaft zu beschreiben wie nur möglich. Genauso ist die Zuneigung zu seinen Romanfiguren. Nie lässt er sie ausweglos in einer Situation zurück.
Das ist ein zauberhaftes Buch mit unendlich vielen, schönen und nachhaltig wirkenden Höhepunkten, quasi ein kleines Gourmetfest für Leser, die sich gerne von Büchern fesseln lassen.

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Train Dreams

Denis Johnson , Bettina Abarbanell , any.way , Cathrin Günther
Flexibler Einband: 112 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.04.2006
ISBN 9783499237706
Genre: Romane

Rezension:

Am Ende des 19. Jahrhundert arbeitet Robert Grainier als Tagelöhner, bis er sich ein kleines Stück Land leisten kann. Er heiratet seine Frau Gladys, die ihre Tochter Kate bekommt. Als er eines Tages wieder wegen der Arbeit abwesend ist, kommt es im Tal zu einem schrecklichen Waldbrand. Auch das Haus der Grainiers fällt den Flammen zum Opfer, Robert verliert nicht nur die Heimat, sondern auch Frau und Kind. Er lebt mit dem Schmerz, baut sich an der gleichen Stelle ein neues Haus und lebt zurückgezogen. Eine Vision bringt ihm die Gewissheit, dass seine Tochter noch lebt.
Diese Novelle von Johnson beschreibt sehr sensibel die Veränderungen im Leben eines Menschen. Es ist nicht nur der Verlust, der hier thematisiert wird, sondern es ist auch der Einfluss, den die Veränderung in der Gesellschaft durch die Technik mit sich bringt. Der Kampf gegen viele Dämonen prägt die Hauptfigur, die dennoch den vielen Widerständen trotzt und es schafft, sich mit einer Mischung aus Pragmatismus und Standfestigkeit treu zu bleiben.
Erst spät bei uns in Deutschland entdeckt, hat man nun auch hier Notiz von dem 2017 verstorbenen Autor genommen, der in Amerika zu den ganz Großen der Literatur geworden ist. Zu Recht, wie auch diese Novelle beeindruckend belegt.

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