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20. jahrundert, konzentrationslager, 3. reich, familiengeschichte, nazizeit

VergeSSen

Petra Pauls-Gläsemann
Flexibler Einband: 164 Seiten
Erschienen bei Edition Lumen, 29.08.2017
ISBN 9783943518320
Genre: Romane

Rezension:

Wider dem Vergessen lautet mein erster Eindruck, nachdem ich das Buch gelesen habe. Selten war mir die Vergangenheit so direkt präsentiert worden wie auf diesen 164 Seiten. Ich fühlte mich zeitweise in die Zeit versetzt, in der diese Erzählung stattfindet und wurde durch den Schreibstil der Autorin zum Zweifel angeregt, ob das alles eine fiktive Geschichte ist oder ob die Realität nicht doch zugeschlagen hat - wenn auch rein unbewusst. Nachdem ich das Buch von Petra Pauls-Gläsemann gelesen habe, steht für mich fest: Es gibt kein Vergessen! - und ihre Geschichte ist aufregend, spannend und gleichzeitig erschütternd, weil sie viele noch lebende Nachkommen von NS-Tätern beschreibt.
Das kurz zu meiner persönlichen Meinung, was das Buch angeht.
Das Taschenbuch "VergeSSen" von Petra Pauls-Gläsemann ist in der Edition Lumen, einer privaten Autoren- und Künstlergemeinschaft am 31.8.2017 erschienen, umfasst 164 Seiten und somit das letzte Werk der Autorin, nach eigenen Angaben.
Schon 2001 veröffentlichte sie den Roman Levitikus Erben, der sich mit einer ähnlichen Thematik auseinandersetzt.
Die Autorin selber ist verheiratet und lebt zurückgezogen im Schwarzwald. Sehr interessant ist die Tatsache, dass sie die Enkelin des Oberscharführers Johann Pauls ist, der von 1943 bis 1945 in der Wachmannschaft des Konzentrationslagers in Stutthof (Nähe Danzig) eingesetzt worden sein soll. (Quelle: Wikipedia)

Der Text ist in sieben Kapitel eingeteilt, passend eingeleitet durch Zitate berühmter Persönlichkeiten, die einen Hinweis auf den Inhalt geben, und zeitbezogen mit Rückblenden aufeinander aufgebaut.
Sie spielt gekonnt mit den Stilmitteln, benutzt Anaphern ("Ein Mann der schoss und erschossen wurde. Ohne Rang. Ohne Bedeutung." ) ebenso  wie Oxymorone ( „Pawel, lass die Toten ihre Toten begraben.“ , oder sie benutzt die Emphase, um rhetorisch auf etwas Wichtiges hinzuweisen. (Er hatte tatsächlich Ähnlichkeit mit ihrer Mutter. Sie hatte Ähnlichkeit mit ihm!), und vieles mehr. Das verleiht dem Inhalt eine besondere Lebendigkeit und intensiviert die Symbolik dieser Erzählung. Es lässt sich dadruch auch fließend lesen, obwohl es sehr oft zum Nachdenken anregt. Einige Sachverhalte müssen neu überdacht werden, der Leser ertappt sich selbst dabei, wie er Vorurteile aus dem Weg räumt und sich eine neue Sicht der Dinge aufbaut.
Die einzelnen Hauptdarsteller selber zu Wort kommen zu lassen, aus ihrer Sicht zu schreiben, verleiht diesem Buch etwas ganz Besonderes. Man bekommt das Gefühl, selbst am Schauplatz mit dabei zu sein, die Welt aus der Sicht dieser Personen zu sehen, sich in sie hinein zu fühlen und ihre Denkweise zu verstehen.
Dadurch wird die Spannung immer weiter aufgebaut. Was dachte die Frau des Nazis Pawel über ihren Mann? Wie empfand der Obersturmbannführer seine Arbeit im KZ? Warum kam er auf die Idee, anderen Menschen - vor allem Kindern - zu helfen? Wieso konnte die KZ-Wächterin Maria von Olschewik nicht mit ihrer Familie über das Grauen reden? Wie erlebten die Kinder der Pawels die Flucht nach Westen? Wieso gaben sie ihr Erbe weiter an ihre eigenen Kinder? Fragen über Fragen, die hier nach und nach beantwortet werden und mich sehr beeindruckt haben.
Die Nachkommen der Täter aus heutiger Sicht zu Wort kommen zu lassen, verdient meinen größten Respekt!
Der Autorin ist mit diesem Buch nicht nur eine Art Aufarbeitung ihrer eigenen Familiengeschichte gelungen, sie hat mich persönlich auch intensiver an dieses Thema herangeführt und meine Sichtweise auf die Dinge nachhaltig verändert.
Ein Buch, das sich hervorragend im (Schul) Unterricht als Lektüre eignet und sicher noch für Zündstoff sorgen wird.











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zukunftsroman, prophezeihungen, verschwörungstheorie, petra pauls - gläseman, zukunftsroma

Die Briefschreiberin

Petra Pauls-Gläsemann
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Edition Lumen, 23.10.2014
ISBN 9783943518221
Genre: Romane

Rezension:

Ich liebe Romane, die sich mit der Zukunft beschäftigen und zwar einer Zukunft, die wir aus unserer Gegenwart logisch nachvollziehen und erkennen können.
Mit dem 160 Seiten-Roman "Die Briefschreiberin" ist der Autorin Petra Pauls-Gläsemann das vorzüglich gelungen. Allein schon der Umschlag spiegelt die Landschaft wieder, wie sie 2066 beschrieben wird.
Die Handlung findet in Südbaden statt, dort, wo die Autorin heute lebt. Umgebung, aktuelle Problematik, Politik und Wirtschaft sind ihr also bewusst und indem sie jetzt beobachtet, lässt sie das Geschehen weiterleben. Sieht den nuklearen GAU in Fessenheim voraus, die dadurch zu erwartende klimatische Veränderungen und das politische Ausmaß für ganz Europa. Aber was mich viel mehr faszinierte - sie beschreibt alles so lebendig, als nüchterne Vergangenheit, um zu erklären, warum sich die Menschheit zu einer Weltregierung entwickeln konnte. Fakten, die erschüttern, wenn man mit offenen Ohren und Augen die Realität beobachtet. Was sie 2013 geschieben hat, scheint sich Stück für Stück zu erfüllen und das macht diesen Roman auch etwas erschreckend. Eine spannende Mischung von Prophezeihung, Vorahnung und Logik.
Die Protagonistin jedenfalls gehört zu den Frauen, die 2066 noch biologische Eltern hat, was schon seit 2020 nicht mehr selbstverständlich ist. Teilweise mutiert von den Umweltbelastungen und mit der Gewissheit, dass ihr Leben ein Ende gesetzt werden soll, findet sie den Weg zu den Menschen, die miterlebt haben, wie der Terror in den Anfängen des 21. Jahrtausends gezielt das Weltgefüge auseinander riss. Überlebende in den Silberbergwerken des Hochschwarzwaldes versuchten die Wahrheit zu erhalten, zu beschützen. Lena erfährt hier nicht nur deren tragische Geschichte im Kampf ums Überleben nach der atomaren Katastrophe mit dem Terror weltweit, sie findet auch ihre persönliche Antwort auf viele Fragen, was ihre Person angeht. Unter einem riskanten Einsatz geht sie schließlich ihrer Berufung nach: sie wird zur "Briefschreiberin" -  und rettet mit dieser Gabe und Fähigkeit das Oberhaupt der Weltkirche vor dem endgültigen moralischen und religiösen Untergang. Aber nicht nur das, sie begreift im Kampf ums Überleben, wer sie wirklich ist und kann damit das Schicksal in der letzten Minute für sich und viele wenden.

Die Botschaft, die die Autorin in dem Roman versteckt hat, ruft unterschiedliche Reaktionen hervor. Für manche ist er nur ein Science-Fiktion-Roman, für andere bestätigt das Buch die Hintergründe für klimatische und politische Veränderungen weltweit.
Die Autorin ist mutig, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Ich wünsche ihr viel Glück und dass die Botschaft viele Menschen erreicht - und zwar jetzt, damit unsere Zukunft anders ausehen wird ... denn jetzt können wir noch etwas daran ändern - wir sehen es jeden Tag in den Medien....

Rezension vom
AutorenTeam



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Tags: science fiktion, zukunftsroman   (2)
 

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Heilung des Inneren Kindes

Petra Pauls
Buch
Erschienen bei Lumen Verlag und Autorenverlag ARTEP, 30.07.2006
ISBN 9783936544619
Genre: Sachbücher

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Der Galgenbuck

Petra Pauls
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Edition Lumen, 31.03.2012
ISBN 9783943518009
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der historische Roman "Der Galgenbuck" von Petra Pauls, umfasst 300 Seiten (13,5x21,5 Taschenbuch) und kostet im Buchhandel 9,95 Euro. Auffallend ist nicht nur das Buchcover (in dunkelblau bis schwarz gehalten, ein Gewitterhimmel mit einem Galgen im Vordergrund), sondern auch der optische Aufbau des Buches. Eigentlich recht ungewöhnlich für ein Buch, was dem Ganzen dann auch eine besondere Note gibt. Es gibt weder Kapiteleinteilungen, noch Überschriften. Der ganze Roman ist in vier Jahreszeiten eingeteilt, passend zu der Handlung. Vorweg ist ein Stadtplan der spätmittelalterlichen Gemeinde Grafenhausen im Hochschwarzwald, wo der Roman u.a. seinen Höhepunkt hat. Zum Schluss - sehr passend zur Handlung und dem geschichtlichen Hintergrund - ein Zitat von Martin Luther. Auch abweichend von vielen anderen Büchern ist das tragische Ende, das aber perfekt in die ganze Handlung des Romans eingebaut wurde und somit eine besondere Botschaft an den Leser hinterlässt. Es folgen im Anhang neben einem Personenregister mit Geburtsdaten und Geburtsort, auch eine Zeittafel und eine Tabelle mit Maßeinheiten für das bessere Verständnis. Ein umfassender Quellennachweis rundet das Buch neben den üblichen Autorendaten, Danksagungen usw. ab.
Zum Inhalt:
Erzählt wird aus drei Perspektiven: aus der Perspektive der Familie des Zimmermanns Jacob aus Münster, der wegen seinem Glauben 1522 in den Süden flieht. Zu der Zeit wurden die Anhänger Luthers verfolgt und als Ketzer verurteilt.
Ebenso gewinnt der Leser Einblick in das Leben des ältesten Sohnes Günther, der bereits ein Jahr zuvor aus Westfalen, zusammen mit dem Augustinermönch Ruprecht, in die Schweiz flieht. Von Krankheit, Mord, Verfolgung, Missbrauch und Verzweiflung gezeichnet - begegnen sich die Protagonisten unverhofft kurz in Freiburg, wo man Günthers Mutter als Hexe angeklagt hat. Das Schicksal lässt die Familie - das, was von ihr nach Besessenheit, Gier, Lüge und roter Pest übrig geblieben ist - erst wieder in Grafenhausen zusammen treffen. Doch hier wartet der Scharfrichter auf dem Galgenbuck, um den Alpträumen der jungen Magdalena endlich ein Ende zu setzen.
Zu Ostern 1522 macht sich auch der junge Schaffhauser Mönch Benedict, zusammen mit dem Einsiedler Jakobus, auf dem Weg in den Hochschwarzwald, um Holz für das Kloster Allerheiligen von den Fronbauern und Leibeigenen zu holen. Was er jedoch nicht weiß: dies soll eine Reise ohne Wiederkehr für ihn sein. Er wurde umgewollt zum Mitwisser der neuen Bewegung in der Abtei und der Prior sieht in ihm eine Gefahr aufsteigen. Auf den Weg nach Grafenhausen entdeckt der junge Mönch, unter welcher Last die Bauern im Schwarzwald leben. Um sein Leben zu retten bleibt er bis zum Sommer bei dem Heidebauern, kurz vor den Toren der Stadt. Doch das hindert ihn nicht, seiner Berufung zu folgen.
Die Begegnung mit der jungen Magdalena verändert nicht nur sein Denken und sein Fühlen - auf tragische Weise beendet sie auch sein Leben.

Ich persönlich war von diesem Roman sehr beeindruckt, weil er drei rote Fäden gekonnt durchs ganze Buch zieht, um zu einem bemerkenswerten Höhepunkt zu kommen, mit dem ich als Leserin nicht gerechnet habe. Die Autorin schildert neben der religiösen Einstellung der Protagonisten, auch das politische Geschehen im Deutschen Reich, die Lage der Bauern und Leibeigenen im Schwarzwald und die (fiktiven) Hintergründe, warum es zu einem Bauernaufstand durch Hans Müller im Jahre 1525 kommen musste. Spannend schiebt sie geschichtliche Hintergründe in die Handlung ein und lässt so den Leser quasi immer mitdenken. Durch einen der Zeit angepassten Dialog, bekommt der Leser das Gefühl, er befände sich mitten im Geschehen. Trockene Passagen habe ich so gut wie keine gefunden, ich war nicht einmal geneigt, eine Seite zu überschlagen.
Etwas gewöhnungsbedürftig mag vielleicht für den ein oder anderen der ausführliche Dialog sein. Auch arbeitet die Autorin mit Metaphern und anderen Stilmitteln, so dass der Leser manchmal zweimal eine Passage lesen muss, um sie wirklich zu begreifen. Eine leichte Bettlektüre ist dieser Roman eher nicht. Es wurde viel Hintergrundwissen, sowie auch Symbolik verwendet, um dem Roman eine gewisse Spannung zu verleihen. Als Beispiel möchte ich den Ring anführen, den die 12-jährige Magda in einem Traum gesehen hat. Diesen Ring findet ihr Bruder Walther am Rheinufer. Immer wieder tritt dieser Ring in Erscheinung: als Wegweiser, als Orakel, sogar als Zauberwerkzeug, dem böse Mächte zugesprochen werden. Der Ring begleitet die junge Magdalena bis zur letzten Seite des Buches.
Hier erfährt der Leser den wahren Sinn dieses Ringes – er ist das Symbol der Ewigkeit, dass der Tod die Liebe nicht zerstören kann.

Das Buch ist für Leser zu empfehlen, die auch zwischen den Zeilen mitlesen können und sich nicht scheuen, der Realität der damaligen Zeit gegenüber zu stehen. Neben einer ausführlichen Beschreibung, wie man Frauen als Hexen gefoltert hat, gibt es auch Szenen von sexuellem Missbrauch oder der Hoffnungslosigkeit jener Menschen, die unter dem Joch der Leibeigenschaft standen. Von Abtreibung, Selbstmordgedanken und Mord wird der Leser ebenso Zeuge, wie von einem erotischen Fingerspitzengefühl. Was in anderen Romanen ordinär wirkt, beflügelt hier eher die Fantasie des Lesers.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es nur weiterempfehlen.

Sylvia van Dyke

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Engel mit Trompete

Gerhard Jeske
Flexibler Einband: 308 Seiten
Erschienen bei Edition Lumen, 21.11.2011
ISBN 9783943518016
Genre: Sachbücher

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