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The Burning Sky

Sherry Thomas
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Balzer&Bray/Harperteen, 16.09.2014
ISBN 9780062207302
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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105 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

18. jahrhundert, abenteuer, carlsen verlag, cavaliersreise, historisch, historischer roman, homosexualität, humor, jugendbuch, königskinder verlag, lgbt, liebe, mackenzie lee, mackenzi lee, reise

Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans

Mackenzi Lee
E-Buch Text: 496 Seiten
Erschienen bei Königskinder, 24.03.2017
ISBN 9783646929591
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Story: Henry "Monty" Montague soll zusammen mit seinem besten Freund Percy und seiner Schwester Felicity seine Cavaliersreise antreten. Während nach der einjährigen Reise die Verwaltung des Landguts auf Henry wartet, soll Felicity auf ein Mädcheninternat und Percy auf die Uni in Holland. Also ist das wohl ihre letzte Chance, um nochmal richtig Spaß zu haben - denkt zumindest Henry.

Auf den Punkt gebracht: Grandiose erste 400 Seiten, schwaches Ende.

In mehr Worten:

Am Tag des Aufbruchs zu unserer Cavaliersreise auf den Kontinent erwache ich neben Percy in meinem Bett.

Dieses Buch fing so gut an. Henry, von den meisten jedoch Monty genannt, ist ein selbstverliebter, aber durchaus sympathischer Taugenichts und obendrein verliebt in seinen liebenswerten besten Freund Percy. Die Tatsache, dass Monty alles aufbauschen und dramatisieren muss, um im Mittelpunkt zu stehen, zugleich aber auch im England des 18. Jahrhunderts mutig genug ist, zu seiner Bisexualität zu stehen, hat mir sehr gut gefallen. Autorin Mackenzi Lee macht direkt deutlich welche Konsequenzen seine Sexualität für Monty haben kann und dass er deshalb - auch wenn er stets oberflächlich und Aufmerksamkeit heischend agiert - durchaus mit Problemen zu kämpfen hat.
Diese Aspekte des Buches, sowie Percy, der wirklich super liebenswert ist und Felicity, die mich an eine badass Hermine des 18. Jahrhunderts erinnert hat, sind richtige Glanzstücke.

Leider ist Montys Charakterentwicklung jedoch mehr als enttäuschend, denn ist es zu Beginn noch recht unterhaltsam, dass er kaum einen ernsten Gedanken an sich und andere verschwendet, entpuppt es sich mit der Zeit doch als unglaublich oberflächlich. Nicht nur das, Henry hat überhaupt kein Verständnis für die Probleme anderer. Percy ist zum Beispiel dunkelhäutig und wird deswegen nicht behandelt, wie die hellhäutigen Personen seines näheren Umfelds, ein Problem, das sich mehr als einmal präsentiert und bis zum Ende hin nicht von Monty verstanden wird. Darüber hinaus bricht die ganze Story eigentlich nur los, weil Monty mit etwas nicht umgehen kann und selbstsüchtig wie er ist, beschließt etwas daran zu ändern. Nicht aber um einer anderen Person zu helfen, sondern weil sein eigenes Leben dadurch einfacher werden würde.
Charaktere müssen für mich nicht perfekt sein, aber nach fast 500 Seiten sollte eine bestimmte Entwicklung stattgefunden haben und die bleibt bei Monty einfach zum Großteil aus. Der einzige Wermutstropfen ist, dass auch die Charaktere im Buch ihm den Spiegel vor Augen halten und sein Verhalten ansprechen. Leider ist das allerdings nicht ausreichend, und zum Ende hin hat Monty mich derart genervt, dass ich mir gewünscht hätte, dass Percy oder Felicity die Story erzählt hätten.

Die grundlegende Story bietet dagegen einige Überraschungen und Wendungen, die man nicht erwartet, weswegen das Buch sehr schnell zum Pageturner wird.
Der Weltenbau ist gelungen und die verschiedenen europäischen Städte bieten ein klasse Setting für die Geschichte.

Fazit:
Mackenzi Lee liefert ein packendes Buch ab, das durch Diversität, freche Wortgefechte und den historischen Hintergrund glänzt. Leider hat der Hauptcharakter sich zu wenig weiterentwickelt, sodass es nicht für die volle Punktzahl reichte.

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Tags: cavaliersreise, diversität, historisch, jugendbuch, mackenzi lee   (5)
 

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achilles, agamemnon, götter, greek gods, griechenland, griechische myhtologie, griechische mythologie, hector, helden, helena von sparta, helena von troja, illiad, mythologie, odysseus, troja

The Song of Achilles

Madeline Miller
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Harpercollins, 06.11.2012
ISBN 9780062060624
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Story: Die Liebesgeschichte von Achilles und Patroclus vor dem Hintergrund des Trojanischen Krieges.

Auf den Punkt gebracht: Gelungene Interpretation der Geschichte eines bekannten griechischen Helden.

In mehr Worten:

My father was a king and the son of kings.

Ich-Erzähler und Königssohn Patroclus wird mit zehn Jahren aus seiner Heimat verbannt und kommt bei König Peleus unter, dessen Sohn ein Halbgott und dazu auserkoren ist, der Held seiner Generation zu werden. Achilles fasziniert den ruhigen Patroclus von der ersten Begegnung an, und was in einer Freundschaft beginnt, entwickelt sich mit der Zeit zu einer Liebe, die alles überdauert. Patroclus ist ein liebenswerter Charakter, der den schillernden Achilles perfekt ergänzt, und ich bin ihm sehr gern durch die Geschichte ihres gemeinsamen Lebens gefolgt.

Doch dort liegt zugleich auch der einzige Kritikpunkt, den ich anbringen möchte: die Darstellung des Achilles.

„It was as Odysseus had said: he had light enough to make heroes of them all.“


Achilles sehen wir nur durch Patroclus Augen, was dem Charakter auf den ersten Blick zu Gute kommt, da er nicht gerade als der sympathischste griechische Held gilt. Leider verpasst die Autorin es dadurch aber auch, Achilles Ecken und Kanten zu geben oder einen richtigen Blick in sein Innenleben zu gewähren. Was treibt einen Charakter wie ihn an? Wie sieht es in ihm aus, bei dem Wissen jung zu sterben und das alles, was ihm bleibt, sein göttliches Anrecht auf Ruhm ist? Davon sieht man in The Song of Achilles recht wenig. Und Patroclus Gutmütigkeit und Liebe zu Achilles malen ihn immer ihn einem weicheren Licht als der Charakter es manchmal verdient hätte.

Madeline Miller hat sich einige Freiheiten bei dem weitreichenden Stoff genommen, auf dem ihr Buch basiert. Es gibt eigene Ergänzungen oder Erläuterungen, die manchen Hardcore Ilias-Fan vielleicht auffallen werden. Mir persönlich haben die Geschichte und Verwebung von Mythos und Fiktion jedoch sehr gefallen. Und das nicht nur, wenn es um Achilles und Patroclus ging, sondern auch andere Charaktere wie Odysseus oder Briseis, die interessant und charismatisch dargestellt werden. Auch die Götter, die auftauchen, sind immer von einer „Andersartigkeit“ umgeben, die sie deutlich von gewöhnlichen Menschen abhebt.

Jeder wird wissen, wie die Geschichte um die beiden ausgeht, und genau dieses Ende ist es leider, das die Erzählperspektive ungelenk werden lässt. Ein Umstand, den Miller hätte umgehen können, wenn sie sich nicht nur für Patroclus, sondern direkt für beide Erzählperspektiven entschieden hätte. Dennoch ist das beschweren auf ganz hohem Niveau, denn Patroclus Erzählstimme entwickelt durch ihre einfache aber aufmerksame und liebevolle Art ihren eigenen Sog, der dem Buch einen ganz besonderen Zauber verleiht.

Fazit:

The Song of Achilles erzählt die berührende Geschichte zweier Männer, deren Schicksal unabdingbar miteinander verbunden ist. Lesenswert.

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Tags: achill, griechische mythologie, illiad, madeline miller   (4)
 

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39 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

beziehungen, erinnerungen, gefühle, gilmore girl, gilmore girls, lauren graham, revival, rolle, rollenangebote, schauspielerin, star, tagebucheinträge, talkshows, vergangenheit

Talking As Fast As I Can

Lauren Graham
E-Buch Text: 224 Seiten
Erschienen bei Virago, 06.12.2016
ISBN 9780349009698
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Inhalt: Schauspielerin Lauren Graham, bekannt geworden durch ihre Rolle als Lorelai Gilmore in der Serie Gilmore Girls, gibt einen humorvollen Einblick in ihre Schauspielkarriere, die Rückkehr zu dieser wichtigen Rolle und ihr Leben.

Auf den Punkt gebracht:
Unterhaltsames Buch, das man am besten als Audiobook, gelesen von Lauren Graham selbst, genießt.

In mehr Worten:


If you’d asked me back at the beginning of my career to guess which character I was most likely to return to, fifteen years after I’d played her for the first time, there would have been only one answer.


Nach dem Gilmore Girls-Revival im November 2016 musste ich dieses Buch einfach kaufen, und ich muss sagen, dass ich es nicht bereut habe.

Lauren Graham gibt in verschiedenen Essays einen Einblick in ihr Leben und Wirken als Schauspielerin. Neben witzigen Seitenhieben in Bezug auf Hollywood, lassen sich auch ruhigere Passagen finden, die die Schattenseiten des kreativen Lebens und Schauspielerdaseins spiegeln. Doch alles wird von Lauren Grahams unnachahmlichen Humor aufgelockert und rutscht somit die ins Belehrende ab.
Getragen wird Talking as Fast as I Can zu sehr großen Stücken von eben diesem tollen Humor, den die Schauspielerin zu eigen hat, und der dem von Lorelai nicht unähnlich ist. Wer hier erwartet, dass gelästert wird oder dass eine Enthüllung auf die nächste folgt, wird jedoch enttäuscht werden. Lauren Graham bleibt in seichten und sicheren Gewässern, wenn es um ihre Memoiren geht, was mich jedoch kein bisschen gestört hat. Das Buch kratzt an der Oberfläche und lebt mehr vom Charme der Autorin, als von Klatsch und Tratsch.
Dadurch ist es ein interessantes, kurzes Buch, das man rasch durchlesen oder hören kann.

Mir persönlich hat es sehr gefallen, ein wenig mehr über die Hintergründe der Gilmore Girls zu erfahren. Wie es damals zu der Serie und auch deren Ende kam, und wie sich das Revival entwickelt und am Ende realisiert hat (kaum zu glauben, dass die Macher und auch Lauren Graham ernsthaft denken, dieses Musical sei Gold wert).

Fazit:
Talking as Fast as I Can ist ein kurzweiliger, nicht allzu tiefer Einblick in Lauren Grahams Leben und Karriere. Humorvoll und charmant.

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Tags: gilmore girl, lauren graham   (2)
 

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aliens, becky chambers, chambers, der lange weg zu einem kleinen zornigen planeten, freundschaft, galaxie, liebesgeschichte, raumschiff, science fiction, science-fiction, scifi, tor, wayfarer, weltall, weltraum

Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten

Becky Chambers , Karin Will
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 27.10.2016
ISBN 9783596035687
Genre: Science-Fiction

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24 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

buchreihe, fantasy, magie, victoria schwab

A Conjuring of Light

Victoria Schwab
E-Buch Text: 624 Seiten
Erschienen bei Titan Books, 21.02.2017
ISBN 9781785652455
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: fantasy, shades of magic, victoria schwab   (3)
 

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Our Dark Duet

Victoria Schwab
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Greenwillow Books, 13.06.2017
ISBN 9780062380883
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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england, englische literatur, fantasy, junge erwachsene, london, magie, magier, parallelwelten, piraten, turnier, v.e. schwab, ve schwab, victoria schwab

A Gathering of Shadows

Victoria Schwab
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Tor Books, 23.02.2016
ISBN 9780765376473
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Story: Vier Londons, vier Farben, einst vereint durch Magie. Der junge Kell ist einer der wenigen Menschen, die zwischen den verschiedenen Städten reisen können und im Namen der Krone auch dürfen. Doch Kell benutzt seine Macht nicht immer für ganz legale Dinge.

Auf den Punkt gebracht: Grandios! Lest es, lest es alle!

In mehr Worten:

Delilah Bard had a way of finding trouble.

Was wohl daran liegt, dass Lila eine seltene Mischung aus Sturheit, Neugier und Lebenshunger in sich vereint. Hat sie sich etwas in den Kopf gesetzt, zieht sie es auch konsequent durch, ohne sich von anderen davon abbringen zu lassen. Dies führt im zweiten Band der Shades of Magic-Reihe zu interessanten Verwicklungen, die ebenfalls ihren Schatten auf den 3. Teil werfen.

People survived by being cautious, but they got ahead by being bold.( S.33)  

Mir persönlich gefällt Lila unglaublich. Endlich mal ein weiblicher Charakter, der einfach agiert, wie es ihr beliebt und sich dabei nie von den männlichen Charakteren hereinreden lässt, oder sich gar von ihnen abhängig macht. Erwartet hier nie eine Damsel in Distress, denn sollte Lila in Schwierigkeiten geraten (und das wird sie!), boxt sie sich – im wahrsten Sinne des Wortes – auch selbst wieder heraus.

Aber nicht nur Lila bietet einen starken Auftritt, denn in AGoS sind mir alle Charaktere richtig ans Herz gewachsen. Plötzlich ist es nicht mehr nur diese toll gestaltete Welt und kreative Idee, in der ein paar nette Charaktere herumhüpfen, deren Schicksal mich jedoch nicht ganz mitnimmt. Nein, hier erlebte ich mit Lila Abenteuer, versuchte mit Kell seinen Bruder zu schützen und zeigte mit Rhy allen, welch ein Thronfolger er sein kann.

Diese persönliche Note, die mir im ersten Band noch etwas gefehlt hat, spielt Autorin V.E. Schwab nun meisterhaft aus, indem sie ihre Beziehungsgeflechte sichtbar und äußerst wirksam verdichtet.

But Rhy was the closest thing to a brother Kell had ever known. He would give his life for the prince.(S. 57)

Kell und Rhys Beziehung ist eine der schönsten Geschwisterbeziehungen, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Ihre tiefen Gespräche, all die Dinge, die zwischen ihnen unausgesprochen bleiben, aber dennoch vom anderen verstanden werden, all diese kleinen zwischenmenschlichen Handlungen, lassen den Leser ihre Liebe füreinander spüren.

 "There you go again," murmured Rhy, leaning his head on Kell's shoulder. "You never let me fall."(S. 84)


Es ist schön, dass Rhy hier endlich mehr Raum bekommt. Sein größtenteils fröhlicher, leicht selbstverliebt anmutender Charakter ist sehr liebenswert. Darüber hinaus lernt man Kell durch Rhy und ihre Beziehung zueinander besser kennen.

Neben den dreien gibt es noch einen unglaublich interessanten Neuzugang, der mich in ein richtiges Fangirl verwandelt hat. Der Pirat Alucard Emery ist gerissen, mysteriös und charmant – wozu er diese Eigenschaften nutzt, ist ungemein unterhaltsam.

Storytechnisch überrascht V.E. Schwab mit der Richtung, die sie einschlägt. Ich hätte nämlich andere Schwerpunkte erwartet und war dann umso begeisterter, dass mich eine völlig andere Geschichte in ihren Bann zog. Der Strang um das Essen Tasch (ein Wettkampf zwischen Magiern) bietet gute Unterhaltung und zeigt, welche Völker diese Welt noch bewohnen. Zwar sind die ersten hundert Seiten etwas gemächlicher und auch in der Mitte lassen sich leichte Längen finden, aber das tut dem Lesespaß keinen Abbruch. Spätestens die letzten hundert Seiten entschädigen dafür und das Ende ist so spannend, dass ich am liebsten sofort mit dem 3. Band beginnen würde.

Fazit:
Ein gewohnt genialer Weltenbau, ein schöner Storyverlauf und Charaktere zum Niederknien, machen A Gathering of Shadows zu einem glasklaren Must-read. Volle Punktzahl!

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englisch, fantasy, jugendbuch, schwestern der wahrheit, susan dennard, truthwitch, windwitch, witchlands, young adult

Windwitch: A Witchlands Novel (The Witchlands)

Susan Dennard
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Tor Teen, 10.01.2017
ISBN 9780765379306
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Story: Safiya van Hasstrel kann als Wahrmagi die Wahrheit erkennen. Diese Gabe erweist sich als gefährlich, denn nun sind alle drei Reiche der Magislande hinter dem jungen Mädchen und ihrer besten Freundin, Iseult, her. Schaffen die beiden es, Safiya in Sicherheit zu bringen?

Auf den Punkt gebracht:
Eine deutliche Steigerung zum etwas unausgegorenen ersten Band.

In mehr Worten:


Blood on the floor.

Für alle LeserInnen, die ähnliche Probleme mit dem extrem hohen Tempo des ersten Bandes hatten, habe ich eine gute Nachricht: Windwitch ist ruhiger und strukturierter als der Vorgänger. Zwar gibt es noch immer mehrere Erzählperspektiven, aber sie machen einen ausgewogeneren Eindruck und die Story wirkt weniger gehetzt.

Benannt ist der zweite Band der Reihe nach Prinz Merik, den wir hier besser kennenlernen. Ich persönlich mochte ihn im ersten Band überhaupt nicht, habe ihn in Windwitch allerdings besser zu verstehen gelernt und ihm mehr Positives abgewinnen können.
Safi wird nie ein Charakter nach meinem Geschmack sein und so ganz verstehe ich noch immer nicht, warum ihre Wahrheitsmagie so super special ist, wenn man bedenkt, was wir von anderen Magi zu sehen bekommen, aber immerhin ist ihr Handlungsstrang sehr interessant.

Richtig in ihren Bann gezogen haben mich allerdings, Aeduan, Iseult und ein Neuzugang, über den ich hier nicht mehr verraten möchte. Insbesondere die ersten beiden sind komplexe Persönlichkeiten und ich bin sehr neugierig, was es noch über sie in den weiteren Bänden zu erfahren gibt.

Was mir jedoch am allermeisten an dieser Reihe gefällt, ist wie bedacht und gekonnt Susan Dennard hier das Thema Diversität aufgreift. Man merkt, dass es der Autorin wichtig ist, Menschen unterschiedlichster Herkunft und Lebenswege in ihrer Geschichte einzubringen und das gelingt ihr unglaublich gut, ohne dass viel Aufhebens darum gemacht wird.
Und - dafür bin ich Susan Dennard ebenfalls sehr dankbar - Frauen sind hier starke Charaktere, die diese Eigenschaft auch in anderen Frauen wiedererkennen und schätzen können. Stärke zeigt sich in vielen verschiedenen Formen und wird niemals überbordend dargestellt, oder wie in anderen Reihen lautstark hinausposaunt. Gerade das macht die Charaktere in Windwitch umso authentischer.

Storytechnisch bewegt sich die Handlung aufgrund der vielen Perspektiven weniger schnell voran, als man erwarten könnte. Windwitch ist allerdings auch der zweite Band in einer vierbändigen Reihe, weswegen ich mit den Verwicklungen und Geschehnissen, die letztendlich von Statten gehen, zufrieden bin und den nächsten Band kaum erwarten kann.

Fazit:
Windwitch ist der ruhigere, besser strukturierte zweite Band der Witchlands-Reihe. Mit einem Schwerpunkt auf Freundschaft, vielfältigen Charakteren und einigen Überraschungen, konnte Susan Dennard mich begeistern.

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Tags: englisch, fantasy, jugendbuch, schwestern der wahrheit, susan dennard, witchlands   (6)
 

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81 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

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The Sun is also a Star

Nicola Yoon
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Corgi Childrens, 03.11.2016
ISBN 9780552574242
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Die Story: Während der 17-jährigen Natasha Kingsley nur noch der heutige Tag bleibt, um die Abschiebung ihrer Familie nach Jamaika zu verhindern, steht Daniel Bae vor dem Interview, das ihm einen Platz in Yale sichern könnte. Doch als Natasha und Daniel aufeinandertreffen, rücken selbst solch wichtige Ereignisse in den Hintergrund. Daniel ist sofort sicher, dass sie zusammengehören, aber kann er auch Natasha davon überzeugen?

Auf den Punkt gebracht:
Eine Geschichte über Liebe und das Schicksal, aber auch über Kultur und Abstammung. Einfühlsam und wichtig.

In mehr Worten:


Carl Sagan said that if you want to make an apple pie from scratch, you must first invent the universe.

Natasha Kingsley steht kurz vor der Abschiebung aus Amerika. Es ist also kein Wunder, dass sie nicht gerade vor Freude überschäumt, wenn man sie in Nicola Yoons neuestem Buch, The Sun is Also a Star, kennenlernt. Denn es sind nicht etwa Natashas Eltern, die alles tun, um das Blatt noch einmal zu wenden, sondern das junge Mädchen selbst. Ihre Verzweiflung, Unsicherheit und unterschwellige Wut, aber ebenso leise Hoffnung werden sehr schön eingefangen. Einfühlsam beleuchtet die Autorin, wie es sich anfühlt in eine „Heimat“ zurückgeschickt zu werden, an die man sich nicht erinnern kann, und sein bekanntes Leben zurücklassen zu müssen. Der Tag steckt für Natasha voller Emotionen und sie denkt, zu wissen wie er ablaufen wird, aber sie hat die Rechnung ohne Daniel Bae gemacht.

Dieser ist der jüngere Sohn koreanischer Einwanderer, die alles tun, um ihren zwei Kindern eine gute Uni zu ermöglichen und somit ein armes Leben zu ersparen, das sie in Südkorea selbst durchleben mussten. Daniels Pläne sehen es jedoch nicht vor Arzt zu werden, nein, er möchte viel lieber Gedichte verfassen und herausfinden, was er wirklich vom Leben will. Aber wie macht man das seinen Eltern klar, wenn sie ihr Leben lang auf dieses Ziel hingearbeitet haben?

Daniel und Natasha sind runde Charaktere, denen ich gerne durch die Geschichte gefolgt bin. Ich las gebannt von den Problemen, die aus ihren Wurzeln erwachsen. Aber ich muss auch ganz ehrlich zugeben, dass es sich hier schlicht und ergreifend um Instalove handelt. Nennt mich unromantisch (ich würde das nicht abstreiten), aber ich finde, die Liebe zwischen den beiden ist der schwächste Aspekt der ganzen Story. Es ist sehr waghalsig, glaubhaft zu verkaufen, dass zwei Teenies sich innerhalb weniger Stunden unsterblich ineinander verlieben, erst recht, wenn eine der beiden vor der Abschiebung steht. Zum Glück mochte ich die zwei allerdings so gern und fand das ganze Drumherum so weise und berührend dargestellt, dass es dennoch über eine weite Strecke erträglich für mich, manchmal sogar süß zu lesen war (Daniel ist wirklich awesome). Für hoffnungslose Romantiker ist es ein tolles Buch, aber es gibt in ihm noch viel mehr zu entdecken, das ich für bedeutender halte.

Sometimes your world shakes so hard, it's difficult to imagine that everyone else isn't feeling it too. ~ S. 240  


Denn die Geschichte, die Nicola Yoon erzählt, ist eine äußerst wichtige. Daniels und Natashas innere und äußere Konflikte werden wohl nur wenige Leser kalt lassen, und es ist interessant mehr über die koreanische und jamaikanische Kultur zu erfahren. Die Frage nach Heimat, danach einen Weg zu finden, der möglicherweise von den gut gemeinten Vorstellungen der Eltern abweicht, und das Finden des eigenen Platzes in der Welt, sind zentrale Themen. Diese und noch viele weitere Fragen werden auf sensible, aber auch ehrliche Weise in The Sun is Also a Star beleuchtet. Das sind auch die stärksten Momente des Buches, die, in denen es nicht nur um Natashas und Daniels Mikrokosmos der aufkeimenden Gefühle füreinander geht, sondern um ihre Identitäten und welche Erwartungen und Begrenzungen deswegen auf ihnen lasten. Man merkt, dass die Autorin sich nicht nur Gedanken gemacht, sondern auch ihr eigenes Wissen hat einfließen lassen. Genau das ist es, was das Buch letztendlich so berührend und authentisch macht.

Fazit:
The Sun is Also a Star erzählt auf berührende Weise eine Geschichte über Identität, Heimat und das Suchen und Finden von Liebe. Empfehlenswert.

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Tags: contemporary, herkunft, jugendbuch englisch, romanze, the sun is also a star   (5)
 

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englisch, highly illogical behaviour, john corey whaley, jugendbuch, mental illness

Highly Illogical Behaviour

John Corey Whaley
E-Buch Text: 220 Seiten
Erschienen bei Faber & Faber, 03.06.2016
ISBN 9780571330454
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Story: Vor drei Jahren hat eine Panikattacke Solomon Reed mitten in der Schule derart übermannt, dass er seitdem nicht mehr das Haus verlässt. Solomon hat alles was er braucht, denkt er, bis er auf Lisa Praytor trifft, ein Mädchen, das sich noch genau an ihn erinnern kann – und mit ihm befreundet sein will.

Auf den Punkt gebracht: Teilweise wundervolle Charaktere und ein schnörkelloser, schöner Schreibstil. Ein gutes Buch, das noch mehr Seiten hätte vertragen können.

In mehr Worten:

Solomon never needed to leave the house anyway.

Highly Illogical Behaviour
wird abwechselnd aus der Sicht von Solomon und Lisa erzählt.

Der 16-jährige Solomon hat seit drei Jahren das Haus nicht mehr verlassen, da er unter Panikattacken und Agoraphobie leidet. Seine Eltern und Großmutter sind besorgt, dass er nie wieder einen Schritt nach draußen wagen wird, und auch Solomon selbst ist sich nicht sicher, ob sie damit nicht recht behalten werden. Trotz seiner Isolation ist Solomon ein guter Schüler, ein Filmfan und liebenswerter junger Mann, der im Verlauf der Story eine schöne Entwicklung durchmacht. Durch seinen Humor, die Beziehung zu seinen – megacoolen – Eltern und sein freundliches Wesen, konnte Solomon mich sofort überzeugen. Als jemand, der die Auswirkungen von Agoraphobie auf das Leben eines Menschen nur rational erahnen kann, fand ich die Darstellung seiner Krankheit meist glaubwürdig, wenn auch etwas vereinfacht.

Lisa Praytor ist ein richtiger Overachiver. Die Art von Mädchen, das in der ersten Reihe sitzt und bei JEDER Frage den Arm hebt, um drangenommen zu werden. Ein solcher Charakter kann schnell anstrengend für den Leser werden, aber Lisas Strebertum fand ich sympathisch und teilweise unterhaltsam dargestellt. Lisa hat beschlossen, etwas aus sich zu machen und alles dafür zu tun, um das zu erreichen. Leider ist die Art, wie sie ihr Ziel – einen Studienplatz für Psychologie zu erhalten – erreichen will, nicht gerade ein Glanzstück menschlichen Verhaltens. Denn diese 17-jährige maßt es sich doch tatsächlich an, Solomon „zu heilen“ und darüber ihren Essay für die College-Bewerbung zu schreiben. Ich war gelinde gesagt, wenig begeistert von diesem Plan, hatte aber die Hoffnung, dass das Blatt sich noch wendet. Meiner Meinung lernt Lisa durch die ganze Geschichte allerdings kein bisschen dazu. Alles dreht sich weiterhin um sie – und nach ein paar Tränchen – bekommt sie was sie will. Lisa ist ein Charakter, den ich von vorne bis hinten daneben fand.
Ein Buch steht und fällt für mich schnell mit den Charakteren und zum Glück ist nicht nur Solomon, im Gegensatz zu Lisa, unglaublich gelungen, sondern auch die Nebencharaktere wie Solomons Eltern, seine Großmutter sowie Lisas Freund Clarke hinterlassen einen positiven Eindruck.
Dennoch hätte man nicht nur aus ihnen, sondern generell aus der ganzen Geschichte mehr herausholen können. Mit seinen knapp 260 Seiten ist Highly Illogical Behaviour nämlich wahrlich kein dicker Wälzer. Einige Passagen wirken dadurch arg gestrafft. Lisa entschließt sich mit Solomon anzufreunden und zehn Seiten später gibt es schon das erste Treffen, Clarke sowie Lisas bester Freundin fehlt es eindeutig an Charaktertiefe, und auch Lisa selbst hätte mehr Tiefgang wahrscheinlich gutgetan, um ihr Verhalten besser zu rechtfertigen. Auch Solomons Krankheit hätte so noch besser dargestellt werden können, denn Freundschaft kann nicht alles in wenigen Wochen und Monaten überwinden, ohne, dass es größere Rückschläge gibt.
Aber immerhin stellt der Autor das Thema Freundschaft und Familie neben Solomons Krankheit in den Vordergrund, ohne zu melodramatisch zu werden. John Corey Whaley weiß, trotz kleiner Schwächen - etwas aus der Story zu machen, auch wenn dieser letzte Schliff mir persönlich gefehlt hat, um aus einem netten Buch ein großartiges Buch zu machen.

Fazit:
Highly Illogical Behaviour ist eine Geschichte über die Kraft der Freundschaft und einen wunderwollen jungen Mann, der an Agoraphobie leidet und versucht seinen Alltag zu gestalten, die es sich hier und da etwas zu einfach mit dem Krankheitsbild macht und einen unglaublich unsympathischen, weiblichen Hauptcharakter hat.

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Tags: englisch, highly illogical behaviour, john corey whaley, jugendbuch, mental illness   (5)
 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

daughter of smoke and bone, ergänzung, erstes date, erzählperspektive, fantasy, ich-perspektive, jugendbuch, karou, kennenlernphase, kurzgeschichte, laini taylor, liebe, magie, night of cake and puppets, prag

Night of Cake and Puppets (a Daughter of Smoke and Bone novella)

Laini Taylor
E-Buch Text: 112 Seiten
Erschienen bei Hodder & Stoughton, 26.11.2013
ISBN 9781444786255
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Story: Während Karou durch die halbe Welt reist, hat Zusana sich vorgenommen, endlich den Jungen mit der Violine anzusprechen. Mit einer aufregenden Aktion erhofft sie herauszufinden, ob ihre Zuneigung vielleicht auf Erwiderung stößt.


Auf den Punkt gebracht: Witzig, unterhaltsam und zauberhaft.

In mehr Worten:

On top oft he cabinet in the back of my father’s workshop – which was my grandfather’s workshop and will one day be mine, if I want it – there is a puppet.

Zusana ist einer meiner zwei Lieblingscharaktere der Reihe, es stand also außer Frage, dass ich diese Novelle lese, nur war ich mir nicht ganz sicher, ob sie mir gefallen würde.

Aber schon ab dem ersten Satz hat sich diese leise Befürchtung schnell verzogen, denn Zusana ist gewohnt sarkastisch, vorlaut und auf sympathische Weise bösartig. Ihr dabei zu folgen, wie sie versucht Mik für sich zu erobern, entpuppt sich als eine gelungene Storyline. Zum einen ist das Laini Taylors malerisch-märchenhaften Schreibstil zu verdanken, zum anderen aber auch Zusana und Mik, die beide wundervoll glaubwürdig und sympathisch sind, mit einem Schuss Exzentrik.

Was ich an der Reihe und auch hier aber am Schönsten finde, ist die Freundschaft zwischen Karou und Zusana, die unerschütterlich ist, und davon gezeichnet, dass die beiden Mädchen sich niemals im Stich lassen und stets versuchen füreinander da zu sein.

Was genau in der Night of Cake and Puppets geschieht, lasse ich hier offen, und hoffe, das noch ganze viele es für sich selbst herausfinden werden.
Es lohnt sich.

Fazit:
Gewohnt zauberhaft und lustig führt Night of Cake and Puppets durch Zusanas und Miks erste Annäherung. Für Fans der Reihe ein Muss.

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Tags: fantasy, jugendbuch, laini taylor, night of cake and puppets, zwischen den welten   (5)
 

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178 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

chimären, engel, fantasy, freundschaft, invasion, jugendbuch, krie, krieg, laini taylor, liebe, marokko, menschen, menschenn, monster, seraphim

Dreams of Gods and Monsters

Laini Taylor , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Flexibler Einband: 784 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.06.2016
ISBN 9783596033171
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Story: Kunststudentin Karou ist bei wahren Monstern, bezeichnet als Chimären, aufgewachsen. Doch die Geheimnisse ihrer Ziehfamilie werfen immer mehr Fragen auf, und bald findet Karou sich in Schwierigkeiten wieder, die ein weltliches Ausmaß annehmen.

Auf den Punkt gebracht: Gewohnt großartig, aber zugleich leider etwas überladen.

In mehr Worten:

Herzrasen und schreiendes Blut, wild und tosend und jagend und allesverzehrend und schrecklich, schrecklich, schrecklich …

Schon dieser erste Satz gibt einen Vorgeschmack darauf, was den Leser in Dreams of Gods and Monsters erwartet. Laini Taylors Stil war seit jeher ausladend und bildhaft, aber in diesem dritten, 772 Seiten starken Abschluss der Zwischen den Welten-Reihe, nimmt das Ganze noch einmal ganz andere Formen an. Doch nicht nur der Stil ist opulenter, auch die Erzählstränge und -perspektiven werden aufgestockt. Ob das für einen Reihenabschluss die richtige Entscheidung ist, bleibt dem Leser dabei selbst überlassen.

Aber fangen wir vorn an.
Gut gelungen ist der Strang um Akiva und Karou und der Konflikt zwischen Engeln und Chimären. Dieses Herz der Geschichte pocht ebenso stark wie in den Vorgängern und es ist unvergleichlich wie viel Tiefe, Tragik, aber auch Hoffnung Taylor in diesen Strang legt. Ich persönlich bin kein Fan von Akiva und Karou als Paar, sie sind mir einfach zu weinerlich und kitschig und sollten in ihrem Alter wissen, dass es sich im Fall ihrer grenzenüberwindenden „Liebe“ … na ja … um Instalove handelt, die Taylor durch ihr ständiges, exzessives Herumreiten auf den Äußerlichkeiten der beiden nicht gerade glaubwürdiger macht. Alles um sie herum und ihre individuellen Entscheidungen und Handlungen sind dagegen derart spannend und nachvollziehbar, dass ich darüber hinwegsehen kann. Insbesondere Karou mag ich als Protagonistin, da sie stärker, bedachter und viel erwachsener wirkt als viele andere Heldinnen.
Trotzdem stehlen andere Charaktere ihr hin und wieder die Show. Dazu gehören allen voran Zusana und Mik, die es sich natürlich nicht nehmen lassen, wieder mitzumischen. Die beiden sind es auch, die die trostlose Stimmung oft auflockern. Obendrein ist es schön eine Freundschaft unter Frauen zu lesen, in der ganz viel Herz und Loyalität steckt, sodass Zusana auch durch ihren Einsatz punkten kann, wenn es um Karou und deren Befinden geht.

Auch andere Charaktere aus den vorigen Bänden tauchen wieder auf. Man lernt sie noch besser kennen, sieht andere Seiten von ihnen und ein Charakter hat mich auch sehr überrascht.

Die Handlung ist teilweise grandios. Der Konflikt Chimären/Engel wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben und gehört zu meinen absoluten Lesehighlights. Doch darüber hinaus verliert die Autorin sich Kapitel lang in einem Handlungsstrang, der nie ganz aufgelöst wird. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass das sehr offensichtlich darauf hinauslaufen kann, dass sie nochmal zu der Reihe zurückkehrt. An sich finde ich das nicht schlecht, aber es hätte mit Sicherheit eine elegantere Lösung dafür gegeben, als diesem sowieso schon dicken Wälzer noch knappe 200 Seiten hinzuzufügen, die dann nicht einmal aufgelöst werden. Hier hätte ein Lektor – egal wie erfolgreich die Reihe auch sein mag – Taylor ausbremsen und sie zum Kürzen bewegen sollen. Da das leider nicht geschehen ist, hat sich dieses anfängliche 5-Sterne-Buch dadurch selbst abgewertet.

Trotzdem, Laini Taylors Zwischen den Welten-Reihe ist eine der innovativsten und interessantesten Jugendbuchreihen, die ich jemals gelesen habe, und ich werde sie mit Sicherheit nochmals lesen und gern weiterempfehlen.

Fazit:
Der Abschluss einer ganz besonderen Reihe. Sprachgewaltig, tiefgründig und originell – aber leider auch mit Längen. Dennoch ein guter Abschluss, der beweist, welch eine herausragende Autorin Laini Taylor ist.

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Tags: fantasy, jugendbuch, laini taylor, romanze   (4)
 

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Daughter Of Smoke And Bone

Laini Taylor
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.07.2015
ISBN 9783596191987
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Die Story: Kunststudentin Karou ist bei wahren Monstern, bezeichnet als Chimären, aufgewachsen. Doch die Geheimnisse ihrer Ziehfamilie werfen immer mehr Fragen auf, und bald findet Karou sich in Schwierigkeiten wieder, die ein weltliches Ausmaß annehmen.

Auf den Punkt gebracht:
Wunderschön geschriebenes Jugendbuch, das teilweise aus gängigen Klischees etwas Eigenes kreiert.

In mehr Worten:

Als sie über das schneebedeckte Kopfsteinpflaster zur Schule stampfte, hatte Karou keinerlei finstere Vorahnung, was den bevorstehenden Tag anging.

Hauptcharakter Karou führt ein besonderes Leben. Das fängt schon bei ihren strahlend blauen Haaren an und endet bei ihrer Familie, denn Karou ist bei Chimären aufgewachsen. Tierwesen, die für andere Monster wären. Doch die Chimären um den wortkargen Brimstone sind die einzige Familie, die Karou kennt.
Karou ist künstlerisch begabt, willensstark und eine gute, wenn auch geheimnisvolle beste Freundin für die quirlige Zuzana. Doch durch die Art wie sie aufgewachsen ist, fühlt Karou sich oftmals einsam, so als würde etwas fehlen. Und genau bei diesem Gefühl setzt Laini Taylor an.
An sich hat mir Karou als Hauptcharakter wirklich gut gefallen. Sie erlebt spannende Dinge, wächst bei dieser wahnsinnig interessanten Gruppe von Monstern auf, und lässt sich nicht unterbuttern. Das einzige, das mich wirklich gestört hat, ist die ständige Erwähnung davon, wie unglaublich, atemberaubend und blendend schön sie ist. Ich hatte es schon beim ersten Mal verstanden, aber Laini Taylor ist das nicht nur bei Karou extrem wichtig.
Auch ihr männliches Pendant, der Engel Akiva, wird direkt als der Geniestreich der göttlichen Schöpfung vorgestellt. Zum Glück kann Laini Taylor schreiben, wirklich richtig gut schreiben, sodass das ganze Gesäusel darüber, wie schön diese beiden sind, im Vergleich zu anderen Jugendbüchern noch erträglich ist, aber genervt hat es mich trotzdem ein wenig.

Ich selbst bin nicht romantisch veranlagt, deswegen war ihre Liebesgeschichte nicht ganz meins und mir persönlich hat deren Umsetzung, insbesondere zum Ende hin, leider etwas den Schwung aus der Story genommen. Trotzdem gehören Karou und Akiva definitiv zu den glaubwürdigeren – oder sagen wir besser – "ausgeglicheneren" Pärchen im Jugendbuchsektor. Sie sind sich ebenbürtig und Karou entwickelt nicht plötzlich eine neue Persönlichkeit, um Akiva schöne Augen zu machen.

Am besten gefällt mir allerdings die vorlaute und durchsetzungsstarke Zuzana. Mit dieser hat die Autorin meinem absoluten Lieblingscharakter der Reihe erschaffen, und ich finde es schön, dass sie die Freundschaft der beiden Mädchen in die Geschichte aufgenommen und Karou nicht zu einer kompletten Einzelgängerin gemacht hat.

Trotz der etwas zähen Handlung gegen Ende und der  Fixierung auf die Äußerlichkeiten ihrer beiden Hauptakteure, besticht Daughter of Smoke and Bone durch Laini Taylors kreative Umsetzung des Krieges zwischen Engeln und Teufeln. Die Schauplätze bewegen sich von Prag, über Paris bis hin zu Marrokko. Und es gibt noch weitere Orte zu entdecken. Mir hat das alles unglaublich gut gefallen und gepaart mit ihrer poetischen Sprache und Fähigkeit bildhafte Welten zu erschaffen, kann man regelrecht in dieser Story versinken.

Fazit:
Daughter of Smoke and Bone – Zwischen den Welten besticht durch seine einzigartige Idee und die poetische Schreibe von Autorin Laini Taylor. Unbedingt lesen.

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Tags: chimären, engel, fantasy, jugendbuch, laini taylor, teufel   (6)
 

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a darker shade of magic, fantas, fantasy, jugendroman, london, magic, magie, paralellwelte, parallelwelten, royal, spannung, v.e. schwab, ve schwab, victoria schwab, ya

A Darker Shade of Magic

Victoria Schwab
Flexibler Einband: 513 Seiten
Erschienen bei Titan Books, 27.02.2015
ISBN B011T7AAT8
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Story: Vier Londons, vier Farben, einst vereint durch Magie. Der junge Kell ist einer der wenigen Menschen, die zwischen den verschiedenen Städten reisen können und im Namen der Krone auch dürfen. Doch Kell benutzt seine Macht nicht immer für ganz legale Dinge.

Auf den Punkt gebracht: Bringt von einer grandiosen Grundeidee über einen detaillierten Weltenbau bis zu interessanten Charakteren alles mit!

In mehr Worten:

Die ersten hundert Seiten sind gemächlicher Weltenbau und Charaktereinführung – anders kann man es nicht sagen. Die Handlung überschlägt sich bei Weitem nicht, dafür lernt man aber Kell und die Menschen in seiner näheren Umgebung, sowie Lila und die Herrscher von Grey und White London kennen. Und allein das regierende Zwillingspaar aus White London ist mehr als lesenswert, ebenso die reiche und faszinierende Welt (bzw. die drei Welten!), die V.E. Schwab zu Beginn einführt. Trotz des eher gemächlichen Erzähltempos bin ich zufrieden – toller Stil, überzeugender Weltenbau und interessante Charaktere. Das geht eindeutig schlechter!

Kell wore a peculiar coat.

Erklärt der erste Satz von V.E. Schwabs A Darker Shade of Magic. Schnell wird allerdings klar, dass sein Mantel nicht das einzig Seltsame und Besondere an Hauptcharakter Kell ist. Denn Kell ist in seiner magischen Welt einer der wenigen, die zwischen den drei verschiedenen Varianten von London wandern können.

Kell stammt aus Red London, in dem die Menschen im Einklang mit Magie leben. Daneben gibt es noch das magielose Grey London und das vom herrschsüchtigen Zwillingspaar Dane regierte White London. Vor langer Zeit gab es noch Black London, aber dieses ist seit Jahren verloren.

Kells Abenteuer beginnt, als ihm seine illegale Tätigkeit als Schmuggler zwischen den verschiedenen Londons zum Verhängnis wird und er auf die zweite Hauptperson trifft.

Delilah Bard, kurz genannt Lila, ist der weibliche Hauptcharakter. Sie trägt gerne Männersachen und träumt von einem wahren Piratenleben.

Why anyone would ever pretend to be weak was beyond her. (S.64)

Ich muss sagen, ich schloss sie schnell ins Herz, da sie anders als viele weibliche Charaktere ist und man direkt merkt, dass sie nicht als plumpes Loveinterest fungieren wird. Wahrscheinlich würde sie sich selbst nicht mit dieser bescheidenen Rolle zufriedengeben, denn Lila liebt das Abenteuer und ihre Freiheit. Sie ist vieles, außer eben passiv und langweilig.

She’d wanted freedom. She’d wanted adventure. And she didn’t think she minded dying for it. (S. 354)

Tatsächlich zieht die Geschichte erst richtig an, wenn die beiden aufeinandertreffen und dazu gezwungen sind zusammenzuarbeiten.

Ab da gibt es einige Verwicklungen und spannende Szenen, die der Leser zusammen mit Kell und Lila durchlebt. Ein Highlight ist dabei auf jeden Fall ihre Interaktion miteinander, denn sie bilden ein wirklich tolles Team.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich nach Beenden des Buches nicht genau wusste, was ich davon halten sollte. Versteht mich nicht falsch, A Darker Shade of Magic ist ein toll geschriebenes, kreatives Buch mit lebendigen Charakteren und einem glaubwürdigen Weltenbau. Trotzdem wollte der Funke bei mir nicht ganz überspringen. Zwar finde ich Lila cool (und bin froh, dass sie wirklich nicht zum vermeintlichen Loveinterest degradiert wurde) und auch Kell ist kein unsympathischer Charakter, dennoch haben sie mich nicht so mitgerissen, wie so manch anderer Charakter.

Ich wünschte, ich könnte genauer sagen, woran es liegt, aber diese Erkenntnis ist mir noch nicht gekommen. So kann ich nur den Tipp geben, in das Buch hineinzulesen, denn es hebt sich allein schon durch die originelle Idee der drei verschiedenen Londons von so mancher Story dort draußen ab.

Ich werde weiterhin verfolgen, wie es mit den Büchern aus dieser Welt weitergeht und dem Nachfolger A Gathering of Shadows natürlich eine Chance geben, in der Hoffnung, dass mich dieser dann zu hundert Prozent packen wird.

Fazit:
Besondere Geschichte, toller Stil, überzeugende Charaktere – A Darker Shade of Magic bringt alles mit, was ein wirklich gutes Buch beinhalten sollte. Mich persönlich konnte es nicht so richtig vom Hocker reißen, aber ich lege es trotzdem jedem ans Herz mal hineinzulesen, sonst könntet ihr etwas verpassen.

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autobiographisch, heyne verlag, ratgeber, sachbuch

Das Ja-Experiment – Year of Yes

Shonda Rhimes , Elisabeth Schmalen
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Heyne, 31.10.2016
ISBN 9783453201309
Genre: Biografien

Rezension:

Inhalt: Shonda Rhimes ist den meisten als extrem erfolgreiche Schöpferin der Serien Grey’s Anatomy, Private Practice, Scandal und How to get away with murder bekannt. Doch hinter all dem Ruhm droht eine junge Frau sich in ihrer Arbeit und Schüchternheit zu verlieren. Deshalb beschließt Shonda ein Jahr lang zu allem – wirklich allem – Ja zu sagen. Mit überraschendem Ergebnis.

Auf den Punkt gebracht: Starke Stimme, interessante Botschaft.

In mehr Worten:

Ich bin eine Lügnerin.

Das Lügen, oder besser gesagt Erzählen von Geschichten, ist jedoch Shonda Rhimes‘ Job. Im vergangenen Jahrzehnt hat sie die amerikanische Fernsehlandschaft durch ihre Serien verändert. Plötzlich flimmerten starke Frauen über den Bildschirm, Farbige erhielten großartige Hauptrollen und jeder Charakter durfte lieben, wen er oder sie wollte.

Zwar weiß Shonda, dass sie gute Arbeit leistet, doch zugleich ist sie so schüchtern, dass sie öffentlich kaum die Lorbeeren dafür erntet. Sie nimmt weder an Galas teil, noch gibt sie gerne Interviews. Bis eine kleine Bemerkung ihrer ältesten Schwester ihr aufzeigt, wie wenig sie eigentlich lebt. Shonda beschließt ihr Leben zu verändern. Trotz Ängsten und extremer Schüchternheit, will sie von nun an ein Jahr lang Ja sagen. Ja zu sich selbst, zu ihren Kindern. Ja zum Nein-Sagen. Und vor allem Ja dazu, ihr Leben endlich wieder zu genießen.

Was mit Reden auf Abschlussfeiern sowie Interviews und Sondersendungen bei bekannten amerikanischen Talkmastern seinen Anfang nimmt, weitet sich mit der Zeit so stark in Shondas Leben aus, dass sie es bald nicht mehr wiedererkennt.

Das Ja-Experiment lebt vor allem durch die unvergleichliche Stimme seiner Autorin. Mal ironisch, mal entwaffnend ehrlich schildert Shonda Rhimes die Erfahrungen aus diesem Jahr und beleuchtet in vierzehn Kapiteln verschiedene Aspekte ihres Alltags.

Man könnte Bedenken haben, dass das Leben einer extrem erfolgreichen Drehbuchautorin aus Hollywood wenig mit unserem normalen Alltag zu tun hat, doch schon bald wird man eines Besseren belehrt. Viele Menschen, die schüchtern sind; die sich selbst ein wenig verloren haben oder inmitten des ganzen Stresses vergessen haben ihr Leben richtig zu genießen, werden sich auf diesen knapp 320 Seiten wiederfinden.

Den Zeigefinger erhebt Shonda allerdings nie. Sie lässt ihre Erlebnisse lieber für sich sprechen und auf den Leser wirken, was die Möglichkeit gibt, selbst über sich und das eigene Verhalten nachzudenken. Gerade dadurch hinterlässt Das Ja-Experiment einen bleibenden Eindruck, fühlt man sich weniger belehrt als daran erinnert, wie schön das Leben sein kann, wenn man sich traut, es aufrichtig zu leben.

Kurzum:
Shonda Rhimes' persönlicher Weg zurück in ein erfülltes Leben ist eine humorvolle, intelligente und persönliche Reise. Für alle Leser, die den Ton ihrer Serien mögen oder sich inspirieren lassen wollen, zu empfehlen.

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Tags: autobiographisch, ratgeber, sachbuch, shonda rhimes   (4)
 

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befreien, blanvalet verlag, blind, brechen, chaos, dunkel, fantasy, feja, intrige, magie, magier, meister, monde, orden, weren

Die Dunkelmagierin

Arthur Philipp
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.02.2017
ISBN 9783734160790
Genre: Fantasy

Rezension:  
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befreiung, elias, elias & laia, elias und laia, fantasy, flucht, gefängnis, imperium, jugendbuch, laia, liebe, sabaa tahir, schwarzkliff, spannung, tod

Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht

Sabaa Tahir , Barbara Imgrund
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei ONE, 11.11.2016
ISBN 9783846600382
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Story: Als ihr Bruder Darin von den brutalen Martialen des Imperiums gefangen genommen wird, entschließt Laia sich beim Feind einzuschleichen, um Darin zu retten. Elias, einer der bestausgebildeten Kämpfer des Imperiums möchte dagegen nur eines: seinem Schicksal entfliehen. Keiner der beiden ahnt, dass ihre verschiedenen Wünsche dazu führen, dass sich ihre Wege kreuzen.

Auf den Punkt gebracht: Spannend vom Anfang bis zum Ende.

In mehr Worten:

“Wie haben sie uns so schnell gefunden?”

“Eine Fackel im Dunkel der Nacht” knüpft unmittelbar an die Ereignisse aus dem ersten Band an. Als Leser wird man mit den Charakteren zusammen in eine schier ausweglose Situation geworfen und fiebert von Seite zu Seite mit, wie sie aufgelöst wird.

Sabaa Tahir lässt hier wirklich nichts anbrennen. Der hohe Spannungsgrad wird bis zum Ende gehalten, was es einfach macht, durch das Buch zu fliegen und die Zeit dabei zu vergessen.

Wie schon in “Die Herrschaft der Masken” schont die Autorin den Leser nicht vor den Grausamkeiten des Imperiums und seiner herrschenden Klasse, den Martialen. Menschen sterben, es gibt List und Verrat zu überwinden, sowie einige dunkle Geheimnisse zu entdecken.

Die Charakterentwicklung, die Elias und Laia währenddessen durchmachen, geht langsamer voran als erwartet. Da mittlerweile allerdings feststeht, dass es zwei weitere Bände in der Reihe geben wird, macht das Sinn. Dennoch können beide überzeugen und insbesondere Laia ist nicht mehr das furchtsame Mädchen, das ihren eigenen Platz in der Welt noch finden muss.

Wie schon im ersten Band zeigen sich Elias’ Mitgefühl und Mut als Stärken seines Charakters, aber er muss sich auch den ein oder anderen Dämonen stellen.

Besonders gefallen hat mir jedoch, dass Helena in diesem Band auch eine Erzählperspektive bekommt. Ich bin ein Fan von diesem loyalen und starken Mädchen, seit sie zum ersten Mal auf den Seiten auftauchte, und die Autorin verschenkt in Helenas Kapiteln wirklich kein Potenzial. Sie heizen die Spannung sogar noch an.

Von der Story werde ich hier nichts verraten, da ich nichts vorwegnehmen will. Aber auch sie kann überzeugen und mit den ein oder anderen Schockern aufwarten.

Nun bin ich sehr gespannt, auf welche Wege Sabaa Tahir ihre Charaktere noch schicken wird - auch bei ihrem nächsten Abenteuer werde ich definitiv dabei sein.

Kurzum:

"Eine Fackel im Dunkel der Nacht" ist die rasante Fortsetzung zu “Die Herrschaft der Masken”, und weiß zu überzeugen und zu fesseln. Alle, die den ersten Band mochten, werden nicht enttäuscht werden. Unbedingt lesen!

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contemporary, englisch, holly bourne, jugendbuch, y

The Manifesto on How to be Interesting: Written by Holly Bourne, 2014 Edition, Publisher: Usborne Publishing Ltd [Paperback]

Holly Bourne
Flexibler Einband
Erschienen bei Usborne Publishing Ltd, 16.08.2014
ISBN 8601418327790
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Story: Die 17-jährige Bree würde alles dafür tun, ihren großen Traum Autorin zu werden endlich wahr werden zu lassen. Leider scheint sie dazu aber nicht interessant genug zu sein und ebenso wenig etwas wichtiges zu erzählen zu haben. Also muss sich das schnell ändern.

Auf den Punkt gebracht: Ein tolles Buch, das zum Lachen bringt und nachdenklich stimmen kann.

In mehr Worten:

"Bree supposed it was quite an achievement really – to be a failed novelist aged only seventeen."

Schon der erste Satz ist Programm, denn Hauptcharakter Bree ist sarkastisch, intelligent und nicht unbedingt ein Sonnenschein. Seit Bree denken kann, wollte sie nichts weiter, als Schriftstellerin werden. Dementsprechend hat die 17-jährige sich mit ihren beiden Romanen mittlerweile schon in ganz England beworben und nur Absagen bekommen. Man lernt Bree nach einer neuerlichen Absage kennen.
Sie macht sich langsam Sorgen, ob sie zu schlecht schreibt, oder woran es sonst liegen kann, dass niemand ihr 110.0000 Wörter starkes letztes Werk über ein Mädchen, das von einer Klippe springen will, verlegen möchte (man kann einen Ausschnitt lesen – es ist wirklich schrecklich - und ich habe geweint vor lachen!).
Dann wird ihr angeraten, ihr Leben interessanter zu gestalten, was Bree erstmal für ziemlich bescheuert halt. Mit der Zeit reift in ihr allerdings ein Entschluss: Schluss mit dem Außenseiterdasein, Bree wird alles tun, um beliebt und interessant zu sein und das auf ihrem dafür gestarteten Blog teilen.
Was eher halbherzig beginnt, entwickelt sich zu einem richtigen Selbstläufer. Bree ist dabei wunderbar erfrischend, mal dramatisch, wie dieses Alter es vermuten lässt; mal äußerst intelligent und viel älter, als man es angenommen hätte; mal verletzlich und die meiste Zeit ziemlich sarkastisch und direkt. Ich kann nicht umhin zu sagen, dass sie mir als Charakter einfach ungglaublich ans Herz wächstist und ich ihr äußerst gern durch die Geschichte folge.

Während dieser macht sie eine totale Veränderung durch, verliebt sich, schüttet ihr Herz aus und lernt dabei sehr viel über sich und ihre Mitmenschen.

She supposed that this was what she found interesting about people. How, as you get to know someone, it’s not so much their good points that warm you, but the eccentricities, the confessions of self- doubt, the flaws you only realize when you get close up – like the pores on your nose in one of those ghastly magnifying mirrors. (S. 190)

Die Nebencharaktere sind oft in solchen Büchern anzutreffen. Der gutaussehende Typ, den alle wollen und der dies schamlos ausnutzt. Die boshafte Mädchenclique, die die Schulherrschaft innehat und der nerdige beste Freund. Dennoch möchte ich keinen von ihnen in dieser Geschichte missen, den die meisten haben mehr als nur eine Seite zu bieten und so lassen sich einige schöne Szenen in Konstellationen finden, bei denen man es zunächst nicht erwartet.

What if I don’t have a happy ending?
That is what I’m really scared of. (S.404)


Handlungstechnisch sollte man keine allzu großen Wendungen erwarten, doch das braucht das Buch meiner Meinung nach auch gar nicht, da Bree in ihren Reaktionen auf bestimmte Ereignisse doch frischen Wind reinbringt und ich oft mit einem breiten Grinsen dasaß oder sie angefeuert habe. Dieses Mädchen gibt nicht auf – der Charakterzug, den ich (neben ihrem Sarkasmus) am meisten an ihr mag. Fehlerfrei ist sie dabei allerdings nicht. Bree hat ihre Macken, muss ihre Grenzen erkennen und so einiges lernen.

Das Buch ist nicht nur eine Geschichte über Einsamkeit, oder darüber, wie man seinen Platz in der Gesellschaft finden kann. Es erzählt in ruhigen und authentisch dargestellten Szenen auch davon, wie sich ein Mensch fühlt, der sich selbst körperliches Leid zufügt, um seinen emotionalen Schmerz zu lindern. Ich finde es gut, dass Holly Bourne dieses Thema so einfühlsam aufgegriffen hat.

Mittlerweile ist das Buch auch hier bei uns erschienen. Dtv hat es übersetzt: Mein total spontanes Makeover und was dann geschah.

Kurzum:
The Manifesto on How to be interesting ist ein kurzweiliges Lesevergnügen, dessen toller Humor, sympathische Protagonistin und die wichtige Message mich wirklich begeistern konnten.

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englisch, high fantasy, magie, mark lawrence, mythologie

Prince of Fools

Mark Lawrence
Fester Einband
Erschienen bei HARPER COLLINS PUBLISHERS, 05.06.2014
ISBN 9780007531530
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Story: Prinz Jalan von Red March ist zehnter in der Thronfolge. Adelig genug, um reihenweise Frauen abzuschleppen und es sich gutgehen zu lassen, aber zu unwichtig, um etwas mit den Geschicken seines Landes zu tun zu haben. Das denkt Jalan zumindest, bis er dem Wikinger Snorri über den Weg läuft und durch Magie an ihn gebunden wird. Nun muss Jalan sich mit Snorri auf den Weg in den gefährlichen Norden machen. Doch für einen bekennenden Feigling wie Jal, ist das leichter gesagt als getan.

Auf den Punkt gebracht:
Solide Fantasy mit einem grandiosen Ich-Erzähler!

In mehr Worten:

I’m a liar and a cheat and a coward, but I will never, ever, let a friend down. Unless of course not letting them down requires honesty, fair play, or bravery.


Wenn der Erzähler eines Buches sich selbst direkt zu Beginn auf eine solche Art vorstellt, weiß man schon, dass man sich auf einiges gefasst machen kann. So ging es auch mir mit dem ersten Band aus der Red Queen’s War-Reihe von Mark Lawrence. Trotz seiner offensichtlichen Charakterschwächen weiß Prinz Jalan allerdings von der ersten Seite an zu unterhalten, und das lässt auch auf den folgenden knapp 500 Seiten nicht nach. Im Gegenteil. Seine trocken eingeworfenen Kommentare darüber, dass er sich am liebsten aus dem Staub machen möchte; dass er Angst hat und nicht alles für seine Ehre aufs Spiel setzen will, machen die Story erst aus. Jal mag ein Feigling und Weiberheld sein, doch trotz dieser "Schwächen" schließt man ihn früher oder später ins Herz.

Genauso ergeht es auch seinem Reisegefährten Snorri. Dieser ist ein bekannter Krieger unter den Wikingern und will im Norden seine Familie befreien, die verschleppt worden ist. Snorri ist all das, was Jalan auf den ersten Blick nicht ist: mutig, stark, ein Kämpfer durch und durch. Trotzdem freunden sich die beiden Männer auf der Reise an.
Mir persönlich hat es sehr gut gefallen mitzuerleben, wie sie sich annähern und ergänzen. Durch Snorris Respekt und hohe Meinung von ihm, wächst Jal ohne es richtig zu bemerken, mehrmals über sich hinaus.

I have quick feet but it’s probably my total disregard of other people’s safety that allowed me to open a considerable lead so swiftly. (S. 63)

Der Weltenbau ist an unsere Welt angelehnt. So würde Jals Heimat im hiesigen Italien liegen und Snorris in Norwegen. Leider muss ich sagen, dass mich der Bezug und die Ähnlichkeiten zu unserer Welt eher verwirrt haben. Mehrmals entfährt Jal ein “Jesus Christ!”, was mir persönlich in einer Fantasywelt mit komplett anderen Landesnahmen und größtenteils auch Hintergründen eher befremdlich vorkam. Neben dieser Kleinigkeit lassen sich aber durchaus interessante Aspekte finden. Es geht unter anderem um Nekromanten, Wiedergänger und den Gott der List, Loki. Vieles wird in diesem Band jedoch nur angerissen und man darf gespannt sein, wie Mark Lawrence diese Elemente noch in seiner weiteren Story verweben wird.

In der grundlegenden Idee, der Welt und den Charakteren – neben Jalan und Snorri gibt es durchaus noch andere Akteure, die im Gedächtnis bleiben – liegt großes Potenzial. Und Mark Lawrence wird in Fantasykreisen als großer Erzähler gehandelt, der auch gerne mal eine eigenwillige Geschichte erzählt. Mit diesem ersten Band als Grundstein, kann man nur neugierig sein, was er noch daraus macht.

Fazit:
Prince of Fools besticht vor allem durch die schöne Charakterzeichnung von Jalan und Snorri. Der Weltenbau ist solide, aber wird noch nicht ganz ausgeschöpft. Die eher ruhige Story glänzt durch einige gute Ideen, hätte an der einen oder anderen Stelle aber etwas mehr Pepp gut vertragen.
Alles in allem ein guter Einstieg, der neugierig auf die weiteren zwei Bände macht.

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Tags: englisch, high fantasy, magie, mark lawrence, mythologie   (5)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

englisch, internat, jugendbuch, magie, taran matharu

Summoner: Book 1: The Novice

Taran Matharu
E-Buch Text: 416 Seiten
Erschienen bei Hodder Children's Books, 05.05.2015
ISBN 9781444924237
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Story: Der 15-jährige Fletcher entdeckt per Zufall, dass er über magische Fähigkeiten verfügt. Nun muss er an einer Schule für Magier beweisen, was in ihm steckt.

Auf den Punkt gebracht:
Ein interessanter Mix aus Bekanntem, der eine mitreißende Eigenständigkeit entwickelt.

In mehr Worten:

„It was now or never.“

Beim Lesen von The Novice kommen dem Leser einige Elemente bekannt vor: Flechter besucht irgendwann ein Internat für magiebegabte Jugendliche, und die Magier kämpfen mit Dämonen in tierischer Form an ihrer Seite. Es gibt Orks, Elfen, Zwerge und auch andere bekannte Wesen. Ich muss gestehen, dass ich mir zu Beginn nicht sicher war, ob ich diesen „wilden Mix“ aus Bekanntem wirklich mögen würde. Taran Matharu hat mich allerdings schnell eines Besseren belehrt, weil er sich all diese Komponenten zu eigen macht und etwas Neues daraus entwickelt, das den Leser zu fesseln weiß.

Die größte Stärke des Buches ist dabei Hauptcharakter Fletchter, zu dem ich schnell eine Bindung aufbauen konnte. Fletcher ist mutig, klug, aber kein Überflieger, begabt ohne ein Wunderkind zu sein. Er hat sein Herz am rechten Fleck, was ihm auch zu Gute kommt, wenn es darum geht, Freunde an der Akademie für Magier zu finden. Seine Beziehung zu seinem Dämon ist niedlich und es macht Freude die Szenen der beiden zu lesen.

Der weitere Charme der Story liegt am Schreibstil: man merkt dem Buch einfach an, dass Taran Matharu aus Spaß an der Story und ohne jegliche Verpflichtung dahinter in die Tasten gehauen und gesehen hat, wohin seine Handlung ihn trägt. Dadurch liest The Novice sich sehr angenehm und flüssig und zieht den Leser schnell in die Welt von Hominum und Fletcher.

Die Nebencharaktere sind liebenswert, aber nicht allzu komplex. Trotzdem tat das meinem Lesespaß keinen Abbruch, denn ich hatte den Eindruck, dass es in diesem Band vor allem um Fletcher und seine Entwicklung geht.

Der Weltenbau ist gelungen. Konkret genug, dass man sich Hominum vorstellen kann, aber nicht zu überladen oder kompliziert. Jedes Volk hat seine eigene Geschichte, die beleuchtet wird, ohne den Leser mit Informationen zu überschütten. Dadurch sieht man einige der vorherrschenden Konflikte in einem anderen Licht und kann sich gut eine Meinung dazu bilden.

Beim Schreibstil merkt man der Geschichte hin und wieder an, dass sie zunächst über Wattpad veröffentlicht wurde. Die Kapitel sind kurz und zum Ende lassen sich meist kleine Cliffhanger finden, die zum Weiterlesen animieren. Auch das hat mich allerdings nicht gestört und machte es leicht The Novice in einem Rutsch zu lesen.

Fazit:
Eine süße Story, die zwar nicht perfekt, aber dafür sehr unterhaltsam ist. Ich freue mich auf die – mittlerweile drei – Folgebände!

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crooked kingdom, dilogie, dregs, entführung, fabrikator, fantasy, freundschaft, grisha, heartrender, heist, inej, jesper, job, leigh bardugo, six of crows

Crooked Kingdom

Leigh Bardugo
Flexibler Einband
Erschienen bei Henry Holt, 27.09.2016
ISBN 9781250119315
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Story: Kaz Brekker, berühmt-berüchtigtes Wunderkind der Straßen von Ketterdam, lässt sich auf den Coup seines Lebens ein. Zusammen mit fünf Komplizen, die unterschiedlicher nicht sein können, plant er einen nahezu unmöglichen Einbruch. Bei Gelingen winken Ruhm & Reichtum, beim Scheitern wartet der Tod.

Auf den Punkt gebracht: Uneingeschränkte Leseempfehlung!

In mehr Worten:

„Retvenko leaned against the bar and tucked his nose into the dirty shotglass.“

Kaz Brekker und seine Bande von Misfits sind zurück und mit ihnen, das ruchlose und gierige Ketterdam als Schauplatz.

War das Ravka aus der Grischa-Trilogie noch recht geordnet und traditionell, so gilt in Ketterdam das Recht des Stärkeren, und genau dieses will Kaz zusammen mit den anderen Dregs für sich beanspruchen. Was dieser berechnende Junge alles aus dem Ärmel schüttelt, ist jedes Mal wieder verblüffend, wirkt aber nie wie eine Notlösung der Autorin. Alles ist stimmig und durchdacht, ohne konstruiert zu wirken.

Neben Kaz spielen auch die anderen Six of Crows eine wichtige Rolle und der Leser kommt ihnen durch eigene Kapitel in diesem Buch noch näher. Besonders Jesper, dem ich mich im ersten Band nicht ganz so nahe gefühlt habe, ist mir hier nochmal mehr ans Herz gewachsen und hat für die ein oder anderen berührenden Stellen gesorgt.

Doch auch die anderen Charaktere kommen auf den knapp 560 Seiten nicht zu kurz und das Buch entwickelt sich schnell zu einer emotionalen Achterbahnfahrt. Man bangt, hofft, lacht und weint mit ihnen – und ich muss sagen, ich habe jede einzelne Seite genossen. Meiner Meinung nach ist genau diese Nähe zu den Charakteren eine der größten Stärken dieser Reihe, denn Leigh Bardugo schafft es sechs eigenständige, liebenswerte und facettenreiche Persönlichkeiten aufs Papier zu zaubern, die zu begeistern wissen.

Wer sich hier allerdings auf gängige Jugendbuchklischees einstellt, könnte enttäuscht werden, denn sowohl Six of Crows als auch Crooked Kingdom sind bewusst anders; älter und reifer, aber auch düsterer, werden hier auch Themen wie Menschenhandel und Prostitution angesprochen.

Der Weltenbau hat mir in Crooked Kingdom noch besser gefallen, da er griffiger und detailreicher ist. Es ist wundervoll, wie viel Mühe Leigh Bardugo sich mit den verschiedenen Kulturen und deren Unterschieden gemacht hat. Doch diese Arbeit kommt beim Leser an, da man sich dadurch die komplexe Welt um Ketterdam und deren Bewohner unglaublich gut vorstellen kann.

Die Handlung ist wieder einmal clever, das Risiko hoch, allerdings für den Leser noch greifbar und man steht während des Lesens ständig unter Strom und muss wissen, wie es weitergeht.

Einziges Manko – und das wird sich stark darin zeigen, welche Art von Geschichten man mag – ist, dass sehr viel passiert und man am Ball bleiben muss, um der komplexen Story zu folgen. Wenn man damit kein Problem hat, steht einem bei diesem genialen Buch nichts im Weg.

Fazit:
Crooked Kingdom bietet eine clevere Story, liebenswerte und faszinierende Charaktere und ganz viel abwechslungsreiche Handlung. Unbedingt lesen!

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Rebel of the Sands

Alwyn Hamilton
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Viking Books for Young Readers, 08.03.2016
ISBN 9780451477538
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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Schwestern der Wahrheit

Susan Dennard , Vanessa Lamatsch
Fester Einband: 530 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 22.08.2016
ISBN 9783764531348
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Story: Safiya van Hasstrel kann als Wahrmagi die Wahrheit erkennen. Diese Gabe erweist sich als gefährlich, denn nun sind alle drei Reiche der Magislande hinter dem jungen Mädchen und ihrer besten Freundin, Iseult, her. Schaffen die beiden es, Safiya in Sicherheit zu bringen?

Auf den Punkt gebracht: Insgesamt eine solide Story, die leider etwas oberflächlich bleibt.

In mehr Worten:

"Alles lief schief."

Susan Dennards erster Band ihrer vierteiligen Jugendbuch-Reihe, ist im englischsprachigen Raum sehr gut angekommen. In dem Fantasy-Roman besitzen einige Menschen Magie. So auch die beiden Freundinnen Safiya und Iseult.

Safiya ist eine seltene Wahrmagi, die die Wahrheit von Lüge unterscheiden kann. Iseult kann als Strangmagi dagegen Gefühle und Magie sehen. Safiya verheimlicht ihre Kräfte, weil sie weiß, dass sie sonst zum Spielball weitaus mächtigerer Personen werden könnte. Iseult ist aufgrund ihrer Herkunft eine Aussätzige. Seit sechs Jahren kämpfen die Mädchen sich durch und sind zur einer festen Einheit zusammengewachsen. Bis ein Auftrag schiefgeht und sie fliehen müssen.

Dies ist das grobe Grundgerüst von "Schwestern der Wahrheit". Leider muss ich sagen, dass der Anfang sehr verwirrend ist, denn Susan Dennard erklärt ihre Magislande kaum. Einige Menschen verfügen über besondere Fähigkeiten, es gibt drei große Reiche, die die Magislande bilden und deren Frieden vor einem baldigen Ende steht. Wer warum über Magie verfügt, wird nicht erklärt, ebenso wenig erfährt man genau, warum es vor 20 Jahren zum Krieg kam. Mich verwirrt das zu Beginn sehr und es macht das Lesen schwierig. Zwar merke ich, dass viel Arbeit in der Welt steckt, trotzdem mangelt es an Substanz und gut gesetzten Erläuterungen. Dasselbe Problem gilt auch für die Hintergrundgeschichte eines wichtigen Charakters. Ich habe bis zum Ende des Buches nicht verstanden, warum Iseults Volk, die Nomatsi, verachtet und ausgestoßen werden. Es ist eben so.

Neben den Sichtweisen der zwei Mädchen, wird die Geschichte noch von Merik und Aeduan erzählt, deren Wege die der Mädchen kreuzen. Durch diese vielen Erzähler konnte ich zu keinem von ihnen eine enge Verbindung aufbauen und die ganze Handlung nahm mich dadurch weniger mit als ich zu Beginn angenommen hätte. Aeduan und Iseult finde ich allerdings sehr interessant und hoffe, dass man als Leser noch mehr über sie erfahren wird.

Trotz dieser kleineren Kritikpunkte, gab es auch Themen, mit denen Susan Dennard bei mir punkten konnte.
Richtig an dem Buch gefallen hat mir, wie wichtig Freundschaft und ihre Rolle im Leben ist. Safi und Iseult sind ein eingespieltes Team und würden alles füreinander tun, und auch Merik und sein bester Freund Kullen sind dafür ein schönes Beispiel.
Die Handlung ist rasant und es vergeht kaum eine Seite, auf der nicht richtig etwas los ist. Generell finde ich das super, nur fehlten dadurch die etwas ruhigeren Momente, die mir die Charaktere noch etwas näher gebracht hätten. Da aber noch drei Bände folgen werden, hoffe ich darauf, Safi und Co. in diesen besser kennenzulernen.

Fazit:
Eine rasante, spannende Idee und eine kleine Liebeserklärung an die Wichtigkeit von Freundschaft. "Schwestern der Wahrheit" ist der solide Auftakt zu einer vierbändigen Buchreihe, der für mich manchmal noch zu sehr an der Oberfläche kratzt. Trotzdem bin ich neugierig auf den zweiten Teil, der hoffentlich im nächsten Jahr erscheinen wird.

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The Book of Ivy

Amy Engel
E-Buch Text: 304 Seiten
Erschienen bei Entangled: Teen, 11.11.2014
ISBN 9781622664665
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Story: Fünfzig Jahre nach einem nuklearen Krieg werden unter den Überlebenden die 16-jährigen Mädchen und Jungen der Verlierer- und Gewinnerseite miteinander verheiratet. Dieses Jahr hat Ivy Westfall jedoch eine Mission: Sie soll, getarnt als dessen Ehefrau, niemand geringeren als den Sohn des Präsidenten umbringen. Doch keiner hätte damit gerechnet, dass Ivy ihre Gefühle für Bishop Lattimer in die Quere kommen könnten.

Auf den Punkt gebracht: Trotz des bekanntes Konzepts, ein gelungener Reihenauftakt!

In mehr Worten:

No one wears white wedding dresses anymore.


In Ivys Welt werden Mädchen und Jungen mit 16 Jahren verheiratet, um den Frieden zu wahren und die Geburtenrate konstant zu halten. Sie zeigt früh, dass sie eine eigene Meinung hat, stur sein kann und ihr Mundwerk ihr hin und wieder durchgeht. Leider zeigt sie diese Eigenschaften nicht, wenn sie mit ihrem Vater und ihrer älteren Schwester zusammen ist, die sich überlegt haben, dass Ivy mal eben zur Mörderin werden soll. Warum? Das unterbreiten sie ihr in eher schwammigen Aussagen. Obwohl Ivy spürt, dass sie nachhaken sollte - geht es hier schließlich um einen Mord – hadert sie lange Zeit mit sich. Zwar zeigt das auch, wie loyal sie ihrer Familie ist, doch leider hat es mich oft auch aufgeregt mitzuerleben, was Ivy sich von ihrer Familie gefallen lässt.
Vielleicht ist es aber auch diese Schwäche, die sie für mich glaubwürdiger macht, denn ich folge Ivy gern durch die Geschichte und kann ihre Handlungen und Gedankengänge trotz allem nachvollziehen.But now I realize he feels things just as deeply as I do; he simply approaches them differently, less headlong dive and more deliberate thought.
Ihr Ehemann Bishop ist zu Beginn ein wenig blass, anders kann ich es nicht ausdrücken, doch er mausert sich mit der Zeit. Tatsächlich will er Ivy nicht direkt an die Wäsche, sondern lässt sich auch auf sie und ihre Person ein. Er.Redet.Mit.Ihr! Und starrt sie nicht einfach, wie in so vielen anderen Büchern an oder lässt sarkastische Sprüche ab, um mal direkt deutlich zu machen, wie cool er ist. Seine Kraft liegt eher in seiner ruhigen und bedachten Art. Bishop zeigt mehr Tiefe als viele andere Love-Interests des Genres. Er hat eine eigene Meinung und vertritt seine Werte.

Dadurch, dass beide durchaus rund sind, entwickelt sich ihre Beziehung glaubwürdig und mit der Zeit (keine Instalove - ich konnte es zunächst nicht glauben!). Tatsächlich führen sie ernsthafte Gespräche miteinander und sind interessiert daran, was dem anderen durch den Kopf geht. Im Jugendbuchgenre ist das mal eine richtige Wohltat, sind die Charaktere meist damit beschäftigt sich über Äußerlichkeiten Gedanken zu machen (ich kriege einen Schreikrampf, wenn ich noch mal ellenlang die Wangenknochen irgendeines Typens beschrieben bekomme!), darüber, wer für wen gut genug ist, oder wann es die nächste Gelegenheit zum Rummachen gibt.

Die Nebencharaktere sind dagegen ein wenig stereotyper. Bishops Mutter verabscheut Ivy von Anfang an und Ivys Familie benimmt sich so egoistisch und rücksichtslos, dass mir manchmal fast schlecht davon wurde – doch sie erfüllen alle ihre Rollen und bringen die Geschichte dadurch weiter.

I‘m not sure how we got to this place, where a girl’s only value is in what kind of marriage she has, how capable she is of keeping a man happy.

Gut gefallen haben mir auch die Welt und der Grundkonflikt, der sozial-kritische Aspekte hat. Ist es sinnvoll Jugendliche miteinander zu verheiraten und ihr gesellschaftliches Ansehen daran festzumachen, wie schnell sie Kinder bekommen und wie glaubwürdig sie auf heile Welt machen können? Nicht nur Ivy macht sich dazu ihre Gedanken. Interessant ist auch der Umgang mit Straftätern, der in diesem Band angerissen wird. Westfall ist von einem Zaun umgeben, jeder, der sich daneben benimmt, wird dort hinter verfrachtet und muss sehen, wie er zurechtkommt.

Fazit:
The Book of Ivy schafft es, sich positiv von den vielen romantischen Dystopien abzuheben, die es dort draußen gibt. Liebenswerte Charaktere, ein glaubwürdiger Konflikt und ein spannendes Ende, lassen mich dem zweiten Teil entgegenfiebern.

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