Leserpreis 2018

EifelBuecherwurms Bibliothek

275 Bücher, 187 Rezensionen

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129 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

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Iron Flowers – Die Kriegerinnen

Tracy Banghart , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.01.2019
ISBN 9783737355629
Genre: Jugendbuch

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13 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

Halbfettzeit

Tetje Mierendorf
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Gütersloher Verlagshaus, 27.08.2018
ISBN 9783579087214
Genre: Sachbücher

Rezension:

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 20,00 [D]
Verlag: Gütersloher Verlagshaus
Seiten: 256
Format: Hardcover
Altersempfehlung: keine Angabe
Erscheinungsdatum: 27.08.2018

Inhalt:

»Dieses Buch kann alles bewirken. Wenn Du es zulässt!« (Tetje Mierendorf)

Tetje Mierendorf ist Comedian, Schauspieler, Sänger und Synchronsprecher und bekannt unter anderem aus Let's Dance und der Doku-Soap Mein großer, dicker, peinlicher Verlobter. Seine größte Leistung in den letzten drei Jahren: Er hat sich halbiert, d.h. 80 Kilo abgenommen!

Wie ihm das gelungen ist und wie dieser Prozess nicht nur seinen Körper, sondern sein ganzes Leben verändert hat, beschreibt er in diesem Buch. Neben vielen Infos und Tipps zu Ernährung, Stoffwechsel und Sport erfahren wir, warum Tetje Mierendorf eigentlich so dick geworden ist. Welche Probleme er damit lösen, welchen Konflikten er aus dem Weg gehen wollte. Scham, Verletzlichkeit und Selbstwertgefühl spielen dabei eine Rolle – Themen, mit denen Männer in der Regel ja nicht gerade offen umgehen. Tetje ist da anders und besonders.

Design:

Das Cover mit dem waageähnlichen Display und dem knallig gelben Hintergrund springt auf jeden Fall sofort ins Auge. Gut gefällt mir der Schriftzug und dass das Wort "fettzeit" auch wirklich fett gedruckt wurde. Das passt.
Sympathisch finde ich auch, dass sein Vorname Tetje so hervorgehoben wird. Immerhin kennt und liebt man ihn unter diesem Namen und irgendwie wird es dadurch auch direkt persönlicher.
Unter dem Schutzumschlag ist der Einband des Buches ebenfalls sehr gelb. Sonnenblumengelb würde ich sagen. Das fällt schon auf. Also wenn man vorhat das Buch unauffällig in der Bahn zu lesen: vergesst es. Bei dieser Farbe schauen alle Leute hin und versuchen den Buchtitel zu lesen. ;)

Meine Meinung:

Ich habe das Buch von einem Kollegen empfohlen bekommen. Er hatte davon gehört und als wir über meine bevorstehende Reha sprachen, erzählte er mir davon. Spontan suchte ich danach und fragte es an. Kurze Zeit danach startete ich sowohl mit der Reha, als auch mit dem Buch. Außerdem änderten sich einige Dinge in meinem Leben, sodass mich das Buch tatsächlich in einen neuen Lebensabschnitt hinein begleitet hat.

Tetje (ich bleibe einfach mal beim Vornamen) schildert eindrucksvoll wie sein Leben als dicker Mensch gewesen ist. Es ist erschreckend zu lesen, welche Gedankengänge und Maßnahmen jemand tätigt um seinen täglichen Zuckerpegel halten zu können. Auch die Mengen an Essen, die er zu dieser Zeit konsumiert hat, sind unglaublich und abschreckend.
Ja, ich habe deutlich zu viel auf den Rippen, doch solche Ausmaße hat es nie angenommen. Natürlich ist jeder Mensch anders und viele Wege führen zu den Pfunden auf den Rippen. Daher konnte ich mich in einigen Beschreibungen wiedererkennen. Bei mir ist es zum Beispiel überhaupt nicht der Zucker, sondern Chips und andere fettige Lebensmittel sind meine Versuchung. Ich hatte also von Anfang an eine Verbindung zu dem Thema.

Mit Witz und auf eine sehr charmante Art und Weise bringt Tetje den Leser dazu ihm auf den Weg zur Abnahme zu folgen. Die Fragen, die er dem Leser ab und an stellt, brachten mich sehr zum Nachdenken. Ich habe mir auch wirklich viel Zeit dafür genommen darüber nachzudenken und habe in der Zeit der Reha sehr viel selbstreflektiert. Das Buch bringt einen definitiv dazu sich über seine Situation Gedanken zu machen. Aber es wendet sich vor allem an diejenigen, die wirklich abnehmen wollen und noch vor dieser schweren (im wahrsten Sinne des Wortes) Herausforderung stehen.

Sehr beeindruckend fand ich auch die Bilder, die sich in der Mitte des Buches befinden. Auf den älteren Fotos habe ich Tetje direkt erkannt, auf den Neueren ehrlich gesagt nicht. Er ist wirklich ein ganz neuer Mann geworden.

Wenn ich zurückdenke an die Lektüre, habe ich höchstens Kapitel vermisst, die sich mit dem Straucheln und Scheitern, aber auch dem anschließenden Aufstehen und Weitermachen beschäftigen. Er betont zwar immer wieder wie schwer eine solche Umstellung ist, und dass es eine lebenslange Aufgabe ist, aber irgendwie kommt es trotzdem sehr leicht rüber. Er hat einmal den Entschluss gefasst und setzte daraufhin alles daran sein Ziel zu erreichen. Dieser Schlüsselmoment war ein Traum, den er in seinem Buch schildert.
Ich glaube, dass solch ein Schlüsselmoment sehr viel Kraft und Antrieb geben kann, es aber dennoch nicht leicht ist. Natürlich soll das Buch motivieren und Ansporn geben, aber es war mir etwas zu viel Sonnenseite. Die Schatten wurden in meinen Augen vernachlässigt, daher ist es nicht ganz ausgewogen.

Irgendwie hatte ich auch das Gefühl, dass die Kapitel immer kürzer wurden, je weiter ich im Buch vorankam. Grundsätzlich mag ich kurze Kapitel, aber es vermittelte mir ein wenig den Eindruck, dass Tetje gegen Ende schnell fertig werden wollte.

Besonders hervorheben möchte ich noch, dass Tetje wirklich schonungslos und absolut ehrlich mit sich selbst ins Gericht geht. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und schildert frei heraus seine Gefühle und Ängste. Das ist sehr wichtig, damit der Leser ihn auch ernst nehmen kann und ihn auf seiner Reise emotional begleiten kann. Oh Gott, das hört sich gerade total spirituell angehaucht an, aber es ist so. Dies ist kein Ratgeber, sondern ein Motivationsbuch. Und um Menschen motivieren zu können, muss man etwas mit seinen Worten in ihnen ansprechen. Tetje schafft das.

Fazit:

Unterhaltsam und bewegend. Tetje versteht es definitiv Menschen zu motivieren. Ich ziehe meinen Hut vor so viel Ehrlichkeit. Konkrete Anleitungen und Tipps gibt es nicht, dafür gibt es genug andere Ratgeber in diesem Bereich. Insgesamt vergebe ich für dieses Buch 4 Sterne.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Holly und die Sache mit dem Wünschen

Kerstin Barth
Flexibler Einband: 248 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 15.05.2018
ISBN 9783752859904
Genre: Romane

Rezension:

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 0,89 [D]
Verlag: Selfpublisher über Amazon Media EU S.à r.l.
Seiten: 248
Format: Ebook
Altersempfehlung: keine Angabe
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 15.05.2018

Inhalt:

Holly wäre eigentlich rundum zufrieden und doch fehlt etwas Gravierendes in ihrem Leben: das i-Tüpfelchen, das Sahnehäubchen, ihr Mister Right.

In der Silvesternacht schießt Holly eine Wunschrakete in den Himmel und hält seitdem ungeduldig Ausschau nach ihrer Bestellung. Dabei stolpert sie von einer peinlichen Situation in die nächste.

Oma Yoda, eigentlich Jolanda, meldet Holly hinter deren Rücken zu einer Kuppelshow an. Widerwillig und ohne große Erwartungen nimmt Holly an der Show teil und lernt Gregor kennen, der jeden Punkt auf ihrem Wunschzettel zu erfüllen scheint. Sollte es tatsächlich ihr Traummann sein?

Design:

Romantisch und französisch kommt das Cover daher. Eine Frau mit Sonnenblumen steht im Vordergrund, rechts neben ihr der Eifelturm. Das kann doch nur romantisch werden, oder?

Der beige Farbton als Basis des Covers gefällt mir allerdings nicht so gut. Eine fröhlichere Farbe wäre sicher ansprechender gewesen.

Meine Meinung:

Ich habe von diesem Buch erwartet, dass es eine locker-leichte, romantische Liebes-Komödie ist. Und genau das hat mir die Geschichte auch geliefert.

Holly ist Single, wäre aber viel lieber in einer Beziehung. Und wählerisch ist sie auch, es muss schon der perfekte Traumprinz sein. Daher erstellt sie sich eine Liste mit allen gewünschten Eigenschaften und bindet diese an eine Silvesterrakete. Vielleicht bringt das ja was und ihr
Zunächst scheint es jedoch so, als würden nur all ihre anderen Freundinnen, die ebenfalls bei diesem Versuch mitgemacht haben, ihr Glück finden. Holly jedoch geht leer aus. Daher macht es sich ihre Oma Yoda zur Aufgabe dem Schicksal etwas auf die Sprünge zu helfen. So landet Holly bei einer Kuppelshow im Fernsehen und erlebt die Höhen und Tiefen des Verliebtseins.

Holly als Charakter war in Ordnung. An einigen Stellen fand ich sie zu naiv, manchmal übertrieb sie es auch maßlos. Insgesamt war sie jedoch recht flach und einfach gestrickt.
Dies trifft auch auf die anderen Charaktere der Geschichte zu. Jeder erfüllt seinen Teil und bringt einen gewissen Aspekt in die Geschichte mit ein.

Überraschungen in der Handlung, oder der Entwicklung der Personen, gab es für mich nicht. Von Anfang an hatte ich eine Vorstellung davon, wie diese Geschichte ablaufen würde. Und genau so trat es auch ein. Das muss jedoch nicht schlecht sein. Bei den Liebeskomödien im Fernsehen weiß man auch direkt, wer am Ende zusammen kommen wird. Dennoch hätte ich mir den ein oder anderen unvorhergesehenen Punkt gewünscht.

Der Schreibstil war leicht und flüssig zu lesen. Ich finde man merkt es nur minimal, dass es sich um ein Debüt handelt. Die Autorin hat ihre Sache für ein Erstlingswerk gut gemacht. Lediglich das Ende der Geschichte kam mir zu überstürzt.

Fazit:

Meine Erwartungen an dieses Buch wurden erfüllt. Eine wunderbar leichte Lektüre, die sich perfekt für einen Urlaub am Strand eignet. Dafür vergebe ich drei Sterne.

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126 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

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DOORS - Der Beginn

Markus Heitz
E-Buch Text: 97 Seiten
Erschienen bei Knaur eBook, 20.08.2018
ISBN 9783426454817
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Preis: € 0,00 [D]
Verlag: Knaur eBook
Seiten: 97
Format: Ebook
Altersempfehlung: keine Angabe
Reihe: Pilotfolge einer neuen Reihe
Erscheinungsdatum: 20.08.2018

Inhalt:

Ein neues, actiongeladenes Mystery-Abenteuer von SPIEGEL-Bestseller-Autor Markus Heitz.

Lies jetzt die kostenlose 80-seitige Pilotfolge "DOORS - Der Beginn" und bereite dich auf eine spannende Reise vor.

Am Ende der Pilotfolge wirst du vor die Wahl gestellt: drei Türen, drei Bücher - durch welche Tür sollen die Helden treten?

Greife zu dem DOORS-Band deiner Wahl und erfahre, was hinter den Symbolen steckt.

"DOORS X - Dämmerung", "DOORS ? - Kolonie" und "DOORS ! - Blutfeld" - drei Romane, drei parallele und eigenständige Geschichten, drei Möglichkeiten. Es liegt in deiner Hand.

Du möchtest einen kurzen Blick hinter die Türen werfen? Dann verraten wir dir hier schon etwas über die Welten:

DOORS - Der Beginn

Der schwerreiche Vater der vermissten Anna-Lena van Dam schickt ein sechsköpfiges Team aus, um seine Tochter zu finden – darunter einen Ex-Militär, eine Höhlenkletterin und einen Parapsychologen. Jeder der sechs ist ein Experte auf seinem Gebiet, jeder von ihnen hat etwas zu verbergen. Und keiner von ihnen wird das gigantische Höhlensystem unter dem Anwesen der van Dams unverändert verlassen.

Denn in der Dunkelheit entdeckt das Team geheimnisvolle Türen, und muss sich dahinter auf Pfade jenseits aller Wissenschaft und Vernunft einlassen, um Anna-Lena zu retten.

DOORS ? - Kolonie

...führt Sie mitten in die 40er Jahre. Doch in dieser Zeitlinie hat Nazi-Deutschland früh kapituliert, die USA haben die Kontrolle über Europa übernommen und drohen dem Widerstand, angeführt von Russland, mit einem Atomschlag. Will das Team überleben, müssen sie diesen Wahnsinn stoppen – um jeden Preis!

DOORS ! - Blutfeld

...bringt Sie ins frühe Mittelalter des 9. Jahrhunderts. Doch anders als in den Geschichtsbüchern wird hier die Herrschaft nicht nur von Männern ausgeübt. Während sich machtbewusste Kaiserinnen bekriegen, planen männliche Verschwörer das Ende des Matriarchats. Auf der Suche nach Anna-Lena ist das Team mittendrin, als Europa auf eine gigantische Schlacht zusteuert …

DOORS X - Dämmerung

... lässt das Team unerwartet in die eigenen Albträume blicken, ohne dass es ein Entkommen gibt. Wissen Sie, wie man die eigenen Dämonen besiegt? In dem unterirdischen Reich des Höhlensystems existiert zudem noch viel mehr, das nicht von dieser Welt ist. Und der einzige Fluchtweg führt in eine bedrohliche Zukunftsvision ...

Design:

Ein Schlüssel hängt an einer Wand. Blättert die Farbe ab oder ist es Rost, der die Wand rot färbt? Der Schlüssel sieht merkwürdig aus, ein Schädel mit komischen Auswüchsen ziert den Handgriff. Eine sehr starke Vignette lenkt den Blick nur auf den Schlüssel. Darunter prangt im schwarzen Bereich der Titel in weißer Farbe. Alles ist reduziert auf das Wesentliche. Mir gefällt das sehr.

Meine Meinung:

Der Beginn der Pilotfolge ist sehr spannend. Eine junge Frau irrt durch eine dunkle Höhle und versucht dieser zu entkommen. Im ersten Kapitel springen wir im Anschluss an einen Flughafen, bei dem sich unsere Abenteurer kennenlernen. Hierzu habe ich einen Screenshot von Amazon für euch:

Diese Vorstellung der Charaktere wirkte leider hölzern. Die Daten und Beschreibungen wurden einfach nur schnell herunter gerattert. Wer selbst schon einmal HeroQuest oder Pen&Paper gespielt hat, wird deutliche Parallelen bemerken. Mir hat das nichts ausgemacht, da es sich hierbei um eine kostenlose Einleitung handelt. Viele Fakten müssen in sehr wenigen Seiten vermittelt werden. Dennoch fand ich immer wieder Stellen, die sich nicht so rund lesen ließen und etwas hakten.

Die Szenen mit der jungen Frau in dieser fremdartigen Umgebung sind wirklich spannend. Ich habe richtig gespürt, wie mein Herz geklopft hat. Dazu muss ich erwähnen, ich bisher noch nichts von Herrn Heitz gelesen habe (auch wenn ich ihn total sympathisch finde), und Thriller oder Horror überhaupt nichts für mich sind. Da diese Reihe allerdings als "actiongeladenes Mystery-Abenteuer" beschrieben wird, habe ich mich daran gewagt.

Die vielen verschiedenen Personen haben mich manchmal fast durcheinander gebracht. Es hielt sich aber noch ihm Rahmen. Irgendwie habe ich den Personen auch direkt im Kopf Kategorien aus Dungeon Crawler Spielen etc. zugeteilt, wie Magierin, Barbar, Alb, und so weiter. Mal sehen, ob ich damit richtig liege. ;)

Recht schnell gewöhnte ich mich an die vorherrschende Spannung und empfand nicht mehr das enorme Herzklopfen, wie zu Beginn der Lektüre. Diese Vorgeschichte macht auf jeden Fall Lust auf die weitere Lektüre der anderen Bücher. Ich habe auch schon eine Ahnung, für welche der drei Türen ich mich entscheiden werde.

Fazit:

Eine schöne Vorgeschichte mit viel Spannung. Leider war der Schreibstil manchmal etwas ruckelig, daher ziehe ich dafür einen Stern ab. Trotzdem landet die Pilotfolge damit bei vier Sternen.

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die kleine Meerjungfrau

Hans Christian Andersen , MinaLima Design
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.10.2018
ISBN 9783649629788
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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666 Bibliotheken, 35 Leser, 0 Gruppen, 80 Rezensionen

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Die Krone der Dunkelheit

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2018
ISBN 9783492705264
Genre: Fantasy

Rezension:

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 12,99 [D]
Verlag: PIPER
Seiten: 640
Format: Ebook
Altersempfehlung: keine Angabe
Reihe: Band 1
Erscheinungsdatum: 02.10.2018

Inhalt:

Magie ist in Thobria, dem Land der Menschen, verboten – doch Prinzessin Freya wirkt sie trotzdem. Und das nicht ohne Grund. Vor Jahren wurde ihr Zwillingsbruder entführt und seitdem versucht Freya verzweifelt, ihn zu finden. Endlich verrät ihr ein Suchzauber, wo er sich aufhält: in Melidrian, dem sagenumwobenen Nachbarland, das von magischen Wesen und grausamen Kreaturen, den Elva, bewohnt wird. Gemeinsam mit dem unsterblichen Wächter Larkin begibt sich Freya auf den Weg dorthin und muss ungeahnten Gefahren ins Auge blicken.

Zur selben Zeit setzt die rebellische Ceylan alles daran bei den Wächtern aufgenommen zu werden, welche die Grenze zwischen Thobria und Melidrian schützen. Ihr gesamtes Dorf wurde einst von blutrünstigen Elva ausgelöscht, und Ceylan sehnt sich nicht nur nach Rache, sondern möchte auch um jeden Preis verhindern, dass so etwas noch einmal geschieht. Doch ihr Ungehorsam bringt sie bei den Wächtern immer wieder in Schwierigkeiten, bis sie schließlich bestraft wird: Sie soll als Repräsentantin an der Krönung des Fae-Prinzen teilnehmen. Dafür muss sie nach Melidrian reisen, in ein Land, in dem es vor Feinden nur so wimmelt.

Und während sich die beiden Frauen ihrem Schicksal stellen, regt sich eine dunkle Macht in der Anderswelt, welche Thobria und Melidrian gleichermaßen bedrohen wird ...

Design:

Eine wahre Schönheit ist dieses Cover. Die Sanduhr strukturiert den gesamten Aufbau. Während von oben der schwarze Sand herunterläuft, begräbt er währenddessen unten die goldene Tiara. Sehr schön ist auch, dass der Titel scheinbar aus dem Sand zu bestehen scheint. Alles sehr bedeutungsschwanger.

Meine Meinung:

Ganz am Anfang des Buches war ich in den ersten Kapiteln ehrlich gesagt etwas überfordert. Viele Personen, fremde Namen und Arten von Lebewesen. Das musste ich erst einmal in meinem Hirn sortieren. Aber das ging recht schnell, sodass ich mich dann von dem spannenden Erzählstil mitreißen ließ.

Das erste Drittel des Buches hat alles, was ich mir von einem High-Fantasy-Roman wünsche. Dann kam allerdings das zweite Drittel. Und das zog sich leider wie Kaugummi. Ich habe mehrere Wochen dafür gebraucht und die Handlung konnte mich einfach nicht fesseln. Irgendwie waren es zu viele Erzählstränge, überall passierte etwas anderes. Erst als sich im letzten Drittel wie auf wundersame Art und Weise alle Stränge zusammenfanden, riss mich das Geschehen wieder mit. Diesen Teil des Buches habe ich dann innerhalb von zwei Tagen verschlungen und war erneut begeistert.
Das Buch endet ohne Cliffhanger. Sehr untypisch für aktuelle Fantasyliteratur. So macht es einen runden und abgeschlossenen Eindruck, auch wenn natürlich viele Fragen offen bleiben.

Die Charaktere sind alle gut durchdacht, jedoch etwas flach. Man erfährt noch nicht so viel von den einzelnen Personen. Ich hatte tatsächlich keinen Lieblingscharakter. Das kommt selten vor. Jeder hatte etwas Faszinierendes an sich.
Vielleicht war aber auch das mit ein Grund, warum mir der Mittelteil des Buches etwas schwer fiel. Die Kapitel sprangen inhaltlich immer von einer Person zur nächsten. Da ich keine Lieblingsfigur hatte, drängte es mich auch nicht die anderen Kapitel schnell zu lesen, um endlich zu erfahren wie es mit "meinem Liebling" weitergeht. Das ist bei mir sehr oft eine Motivation, die dieses Mal fehlte.

Einiges, was die wahren Ziele der Charaktere angeht, werden wir sicherlich erst in der Fortsetzung erfahren. Bisher hat zwar jeder etwas, das ihn antreibt, aber richtig vertieft wurde das nicht. In meinen Augen muss das aber auch in einem ersten Band nicht sein. Insgesamt legt die Autorin den Fokus eher auf den Weltenaufbau, als auf die Charaktere. Die Beschreibungen der Umgebung, der Religionen, Magie und Gesellschaften sind zahlreich und detailliert. Hier hat sie sich viele Gedanken gemacht und Zeit investiert, um dem Leser viel zu bieten.

Eine Sache, die mir während des Lesens auch immer wieder negativ auffiel, waren die Anzahl an Fehlern. Es kam mehrfach vor, dass einfach komplette Wörter fehlten. Und Rechtschreibfehler, sowie fehlende Buchstaben, fand ich auch andauernd. Da hat das Lektorat wohl etwas geschlafen. Bei einem Selfpublisher-Buch ohne weiteres Korrektorat in dieser Größenordnung, wäre es für mich nicht so schlimm gewesen. Da hier allerdings ein großer Verlag dahintersteht, bewerte ich es entsprechend anders.

Gefallen hat mir, dass es Zeichnungen zu den wichtigsten Personen gibt. Diese gefallen mir gut. Im Ebook waren sie leider etwas verzogen (und auf meinem Kindle natürlich nur SW), sodass ich sie noch einmal im Internet angeschaut habe.

Fazit:

Ein gutes Fantasybuch, dass allerdings eine lange Durststrecke zwischendrin hat. Da ich das Ende wieder gut fand, und ich auch das zweite Buch lesen möchte, vergebe ich drei Sterne an diesen Roman.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Die Monstertrickserin

. Lemonbits
Fester Einband: 324 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 15.08.2018
ISBN 9783752832624
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 12,99 [D]
Verlag: Independently published
Seiten: 322
Format: Taschenbuch
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 13.07.2018

Inhalt:

Gewinner des Kindle Storyteller X Awards 2018

Doris mag keine Monster. Dabei sind ihre Eltern das berühmte Monsterforscherpaar Callidus, dessen Labor sich auch noch im heimischen Keller befindet. Als diese eines Tages ein seltenes Monsterexemplar von einer Expedition mitbringen, offenbart es Kräfte, die nie zuvor von Menschen beobachtet worden sind. Leider sehr zum Nachteil von Familie Callidus.

Nun ist es an Doris, ihre Eltern zu retten und eine entlaufene Monsterschar wieder einzufangen. Mit nichts als ein paar obskuren Monsterfallen, die sie im Labor findet, und ihrem Verstand.

Dies ist ein Spielbuch, das speziell für das eBook-Format aufbereitet ist. Wer dieses eBook liest, trifft zusammen mit Doris auf knifflige Sprach- und Zahlenrätsel und beeinflusst durch kluge Entscheidungen den Verlauf der Handlung. Für Jung und Alt ab 14 Jahre.

Design:

Das Cover ist hauptsächlich in Blau, Gelb und Schwarz-weiß gehalten. Verschiedene Monster kann man darauf erkennen. Besonders, wenn man das Buch schon gelesen hat, kann man vieles erkennen. Ich finde es süß umgesetzt und es gefällt mir gut.

Auch die Zeichnungen im Buch sind im gleichen Stil wie das Cover. Diese wiederholen sich zwar immer wieder, aber das hat mich nicht gestört. Kristalle, tropfende Spinnweben, Krallen, Spinnen, Ringelschwänzchen und Augen ziehen sich durch das gesamte Buch.

Meine Meinung:

Ich habe das Rezensionsexemplar im Rahmen der Frankfurter Buchmesse erhalten nachdem die Autorin den Kindle Storyteller X Award erhalten hat. Und es ist sogar signiert! Ein weiterer Schatz für meine Sammlung, vielen Dank.

Diese Art von Rätselbüchern habe ich als Kind schon geliebt, daher habe ich das Buch direkt nach der Messe in die Hand genommen und verschlungen. Innerhalb von etwas mehr als einer Stunde war ich bei meinem Happy End angekommen. Zuvor habe ich ein- oder zweimal eine falsche Entscheidung getroffen, doch man kommt irgendwie doch immer weiter. Mathematik und Fremdsprachen helfen einem hier weiter.

Wer es nicht kennt: diese Rätselbücher haben das Prinzip, dass man einen Textteil liest und dann eine Entscheidung treffen muss. Abhängig davon gibt es verschiedene Seiten, auf denen man weiterlesen kann. So springt man auch mal munter von vorne, nach hinten und wieder zurück. Es gibt auch falsche Lösungen, doch das ist nicht schlimm. Entweder wird man an einen entsprechenden Punkt in der Geschichte zurückgeschickt, oder kann noch einmal von vorne beginnen.

Die generelle Geschichte ist sehr süß und überhaupt nicht gruselig, auch wenn ich bei dem Titel "Die Monstertrickserin" irgendwie fiesere Monster erwartet habe. Aber so bleibt es kinderfreundlich, sodass man das Buch mit Unterstützung auch schon ab 12 Jahren lesen kann. Doris ist die Tochter von zwei Monsterforschern. Doch ihr aktuellster Fang macht Probleme und Doris muss ihnen helfen und muss die Monster mit allerlei kniffligen Fallen fangen. Denn jede der Fallen wird mit einem Passwort oder Ähnlichem ausgelöst. Je nach dem ob sie richtig oder falsch handelt, ergeben sich entsprechende Konsequenzen.

Der Schreibstil ist locker und leicht, man kann der Geschichte ohne Probleme folgen und sie ist schneller gelesen, als man meint. Das ist auch schon der einzige Wermutstropfen: ich hatte gehofft, dass sie länger dauern würde. Aber das ist ja kein Problem, ich lese sie einfach noch einmal und werde mich an entsprechender Stelle einfach mal anders entscheiden. Ich bin schon gespannt, wie sich die Geschichte dann entwickeln wird.

Da ich das Buch als Print hatte, fiel es mir natürlich viel einfacher noch einmal zurückzublättern und meine Entscheidung "rückgängig" zu machen. Wie einfach das im Ebook geht, kann ich daher nicht sagen. Vermutlich muss man sich dabei die Seitenzahl merken und manuell zurückgehen.

Fazit:

Ein unterhaltsames und ansprechendes Buch, nicht nur für Kinder. Wer diese Art von Büchern mag, sollte es sich auf jeden Fall anschauen. Mir hat die Umsetzung, die Gestaltung und die Geschichte sehr gut gefallen und vergebe daher 5 Sterne.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Camping-Glück

Björn Staschen
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei DVA, 19.02.2018
ISBN 9783421040923
Genre: Sonstiges

Rezension:

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 24,00 [D]
Verlag: DVA
Seiten: 320
Format: Paperback / Klappenbroschur
Altersempfehlung: keine Angabe
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 19.02.2018

Inhalt:

Für all diejenigen, die auf der Suche nach einem ungewöhnlichen Ziel sind, bietet diese völlig neu gestaltete, komplett überarbeitete und erweiterte Neuausgabe der Zeltbibel „Cool Camping Deutschland“ 80 besondere Plätze zum Zelten in ganz Deutschland! Mit vielen neuen Sehnsuchtsorten, Fotos, Karten und praktischen Hinweisen zur Anreise, Unterbringung und Verpflegung.

Camping in Deutschland macht glücklich! Denn die Zeltplätze der Republik sind wieder cool: Von der Bergwiese in Thüringen bis zum Indianer-Tipidorf in Baden-Württemberg. Von der bayrischen Zeltinsel bis zur nordfriesischen Hallig, vom Zeltplatz „nur für Erwachsene“ bis zum Kinderparadies an der Neiße, vom Trekkingplatz mitten im Pfälzerwald bis zum Eisenbahnhotel in Schleswig-Holstein.

Überall sind in den vergangenen Jahren neue Plätze entstanden, fern vom Dauercamper-Klischee vergangener Jahre: für Singles, Großstadtpärchen oder Familien, für Twens und Senioren, Großeltern mit Enkeln, für Lagerfeuer-Romantiker oder Naturburschen, Radfahrer und Wanderer, für Zelturlauber, Bullifahrer oder Wohnwagen-Enthusiasten. Immer etwas Besonderes – mit fantastischer Aussicht oder verrückten Zutaten, am glasklaren See oder unter der steilen Kletterwand.

Die neue Freiheit ruft: schlafen unterm Sternenhimmel, der erste Kaffee mit Blick auf grüne Wälder im Morgentau, und abends Stockbrot backen am Lagerfeuer! Zurück zu den Wurzeln, zurück zur Natur: „Campingglück“ reiht sich ein in den neuen Trend, der auch Schrebergärten neue Freunde bringt. Ein Generationswechsel vor unserer Haustür.

Über einen QR-Code im Buch stehen alle Kurzbeschreibungen zum Download zur Verfügung!

Meine Meinung:

Das ist mal ein Campingführer genau nach meinem Geschmack. Aber erstmal langsam mit den guten Pferden, ich fange vorne an. Wenn man die Klappenbroschur öffnet, findet sich auf der einen Seite eine Liste aller Bundesländer in denen die Campingplätze liegen, und auf der anderen Seite eine Karte von Deutschland, auf denen mit blauen Kreisen die Standorte vermerkt wurden. Alles ist ordentlich durchnummeriert und man findet sofort den Ort und den Namen des Platzes sowie die Seite im Buch, auf der er dargestellt wird. Wunderbar, so habe ich mir das vorgestellt. In der Praxis heißt das für mich: ich will in eine bestimmte Region fahren und kann sofort erkennen, ob es dort einen der besonderen Plätze gibt.

Nach einer Inhaltsangabe folgt ein Vorwort. Darin werden schon ein paar Tipps zum Buch gegeben. So ist zum Beispiel bei jedem Platz mit kleinen Symbolen angegeben, ob er sich für Zelte, Bullies oder Wohnwagen eignet (oder eine Kombination daraus).

Danach folgt eine Auflistung "Die Besten der Besten", die einen zweiten Blick wert ist. Diese Plätze habe ich mir im Buch tatsächlich als erstes angeschaut. Bevor es auf die einzelnen Präsentationen zuging folgten noch drei Seiten mit "Die Besten ihrer Art". Hier findet man Kategorien wie zum Beispiel: "Die einsamsten Campsites", "Die Besten am Meer", "Die Besten für romantische Wochenende" und noch einige mehr. Das gefiel mir sehr gut. Hier kann man nach Lust und Laune entscheiden und nicht nach Region.

Und nun zum Herzstück des Buches: den einzelnen Campingplätzen.
Jede Vorstellung beginnt mit einem seitenfüllenden Foto. Darauf folgen 2-3 Seiten mit Beschreibungen und Fotos. Außerdem gibt es einen halbseitigen blauen Textblock indem alle wichtigen Informationen (Adresse, Sonnenseite, Schattenseite, Kosten, Klo & Co., Essen & Trinken, Stadtprogramm, Landpartie, Abenteuer, Grillfrei, Hin & Her, Geöffnet und Ausweichquartier). Diese gefallen mir, zusammen mit den Bildern, mit am besten. Dort ist alles zusammengefasst, was man in Kürze wissen muss.

Es macht richtig Spaß auch einfach nur durch das Buch zu blättern und all die schönen Bilder zu betrachten. Da würde ich am liebsten direkt mein Zelt packen und losfahren. Es macht Lust auf Camping. Und der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist herzlich und persönlich. Man merkt richtig, dass viel Herzblut in das Buch geflossen ist und dass die Autoren wirklich nur besonders Plätze ausgewählt haben, die ihnen wirklich gefallen.

Fazit:

Ich habe mir schon ein paar schöne Plätze ausgesucht, die ich bald mal ansteuern will. Vielen Dank für dieses tolle, informative und unterhaltsame Buch. Es hat alles, was ich mir gewünscht habe. Dafür kann ich nur fünf Sterne vergeben.

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294 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

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Spiel der Macht

Marie Rutkoski , Barbara Imgrund
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.09.2018
ISBN 9783551583888
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 13,99 [D]
Verlag: Carlsen
Seiten: 368
Format: Ebook
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Reihe: Band 1/3
Erscheinungsdatum: 28.09.2018

Inhalt:

Als Tochter des ranghöchsten Generals von Valoria hat die siebzehnjährige Kestrel nur zwei Möglichkeiten: der Armee beizutreten oder jung zu heiraten. Aber Kestrel hat fürs Kämpfen wenig übrig; für sie ist die Musik das kostbarste Gut. Einem plötzlichen Impuls folgend ersteigert sie den Sklaven Arin, der sie auf unerklärliche Weise fasziniert. Schon bald muss sie sich eingestehen, dass sie mehr für ihn empfindet, als sie sollte. Doch er hat ein Geheimnis – und der Preis, den sie schließlich für ihn zahlt, wird ihr Herz sein …

Design:

Der scharfe Dolch zusammen mit den blutroten Rosenblättern und dem roten Band auf grauem Grund ist echt ein Hingucker. Mir gefällt sowohl die grafische Gestaltung, als auch die Schriftart extrem gut. Die Bilder, die ich vom Hardcover gesehen habe, sahen auch sehr viel versprechend aus.

Meine Meinung:

Kestrel ist gerade mal 17, doch an sie werden schon die höchsten Ansprüche gestellt. Sie ist die Tochter des wichtigsten Generals und muss sich in Kürze entscheiden: geht sie zur Armee oder heiratet sie?
Beides sind nicht gerade frohe Aussichten, ihrer Meinung nach. Taktisch hat sie zwar einiges auf dem Kasten, doch Kämpfen ist nicht ihre Stärke. Viel lieber spielt sie Klavier. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sie auf dem Sklavenmarkt einen Sklaven kauft, der besonders gut singen können soll. Und mit diesem Tag verändert sich ihr Schicksal.

Der Schreibstil war flüssig und gut lesbar. Die Passagen werden aus der Sicht von Kestrel und Arin (dem Sklaven) geschrieben. Recht schnell wird jedem Leser klar, dass mehr hinter Arin steckt, als am Anfang zu erkennen ist.
Das "große" Geheimnis, sowie seinen Plan, hatte ich jedoch schon recht früh genau so vorhergesehen. Mich konnte die Autorin leider mit der Handlung nicht überraschen.

Insgesamt war es so, dass mich das Buch nicht gefesselt hat. Große Teile behandeln das gesellschaftliche Leben von Kestrel. Grundsätzlich ist dies ein guter Gedanke, aber es war einfach zu viel des Guten.
Nachdem die Hälfte des Buches geschafft war, verflog die zweite Hälfte wie im Fluge. Das letzte Drittel hat mir wieder ganz gut gefallen. Endlich kam ein kleines bisschen Spannung auf, doch nie so viel, dass ich gefesselt wurde.

Die Geschichte und die Hintergrundstory haben so viel Potential! Leider nutzt die Autorin dies im ersten Band nicht richtig aus. Ich habe den Tiefgang vermisst. Alles bleibt oberflächlich. Gerade die politischen Elemente hätten (für meinen Geschmack) noch weiter ausgearbeitet werden können. Aber damit habe ich vermutlich zu hohe Ansprüche an ein Jugendbuch.

Die beiden Protagonisten Kestrel und Arin waren mir nicht unsympathisch, aber richtig gut fand ich sie auch nicht. Besonders Kestrel erschien mir oft unnahbar. So konnte ich mich als Leser leider nicht mit ihr identifizieren. Sie wirkt oft kalt und berechnend. Es gibt zwar ein paar Elemente (Liebe zu einer Freundin und zu ihrem Kindermädchen), die sie menschlicher wirken lassen sollten, doch irgendwie kam das nicht bei mir an.
Arin fand ich dagegen schon besser, er ist definitiv vielschichtiger und interessanter.

Das Ende des Buches hat mich, wie gesagt, nicht überrascht. Ein großartiger Cliffhanger blieb mir auch erspart. Die beiden Folgebände werde ich vermutlich nicht mehr lesen, da werde ich zuerst die Rezensionen abwarten.

Fazit:

Ein Jugendbuch ohne Tiefgang, dafür mit interessanten Ideen und Gesellschaftsentwürfen. Gerade das Thema Sklaverei kann zum Nachdenken anregen und polarisiert. Das Buch hat mich unterhalten, aber nicht gefesselt. Daher vergebe ich drei Sterne.

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77 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

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Hot – Heute Nacht gehörst du mir!

Lauren Blakely , Tilly Johansson
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.10.2018
ISBN 9783956498510
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 8,99 [D]
Verlag: mtb
Seiten: 304
Format: Ebook
Altersempfehlung: keine Angabe
Reihe: Band 3
Erscheinungsdatum: 01.10.2018

Inhalt:

Mein Name ist Wyatt Hammer. Ich habe alles, was Frauen wollen. Ich bin wohlhabend, verdammt attraktiv und extrem humorvoll. Das Komplettpaket sozusagen. Leider habe ich aber auch diese eine schreckliche Schwachstelle – ich bin viel zu anständig. Denn Natalie, meine neue Assistentin, ist süß, heiß, furchtbar intelligent, eine Traumfrau. Wäre ich irgendein Dreckskerl, wäre es mir natürlich egal, dass ich ihr Boss bin. Aber das ist es eben nicht. Sex und Privatleben werden bei mir streng getrennt. Bis zu dieser verhängnisvoll sinnlichen Nacht in Las Vegas zumindest …

Design:

Auf dem Cover springt einem das große "HOT" direkt ins Auge. Die pinken Blütenblätter vor dem blauen Hintergrund ließen mich direkt an einen erotischen Roman denken. Irgendwie hat sich das eingeprägt. Sobald Blüten oder deren Blätter auf einem Cover sind, dann geht es darin heiß her.
Der Diamantring als großes O gefällt mir auch.

Meine Meinung:

Was in Vegas passiert, das bleibt auch in Vegas. Oder doch nicht? Wyatt Hammer (was für ein subtiles Wortspiel) und seine Assistentin fliegen nach Vegas um dort einen großen Auftrag abzusahnen. In einer Nacht voller Alkohol und Vergnügen unterschiedlichster Art fliegen nicht nur die Klamotten von den Leibern, sondern sie heiraten auch noch spontan. Am Tag darauf beantragen sie zwar sofort die Scheidung, doch natürlich hat diese Nacht ihre Beziehung zueinander nachhaltig verändert.

Die erotischen Szenen sind ehrlich gesagt recht flach. Hose auf und rein damit. Wyatt und Natalie tun sich beide nichts und geben direkt Vollgas. Romantik sucht man leider vergebens, es geht rein um den Akt. Da hätte ich mir etwas mehr Knistern gewünscht und dass sie es auch mal langsamer angehen lassen.
Was in einem Moment noch rein beruflich und professionell war, ist plötzlich voll sexueller Spannung. Aber so was passiert, wenn man sich mehrere Monate angeschmachtet hat und dann viel zu viel über den Durst trinkt.

Der Protagonist fällt in die typische Sparte der gutaussehenden, erfolgreichen Männer. ABER, er tituliert sich selbst als guten Kerl. Das ist doch mal was Neues. Und das Buch wurde aus seiner Sicht geschrieben, was eine gute Abwechslung von all den Schilderungen aus Frauensicht ist.
Wyatt als Person war sehr von sich selbst überzeugt. Er ist der Beste, hat den Größten und sieht auch noch verdammt heiß aus.
Natalie als weibliche Gegenspielerin zeichnet sich dadurch aus, dass sie ebenfalls super aussieht, nett ist, das Büro komplett im Griff hat und Karate lehrt. Ansonsten ist sie recht flach gezeichnet.

Die anderen Charaktere des Buches haben mir gut gefallen. Es gibt einige nette Persönlichkeiten darunter, doch viel Tiefgang kann solch ein Buch natürlich nicht bieten. Es geht hauptsächlich um Wyatt und Natalie.

Am Anfang hatte ich schon die Befürchtung, dass das ganze Buch eine große Aneinanderreihung von vielen "Akten" ist, doch dies trat zum Glück nicht ein. Sie treiben es zwar noch mehrfach, doch es ist lange nicht so oft vorgekommen wie ich es vorher vermutet habe.
Die restliche Geschichte gefiel mir sogar ganz gut. Sie dient nicht nur zum Lücken füllen, sondern hat mich unterhalten und das Ende fand ich zauberhaft und hat mich zum Lächeln gebracht.

Fazit:

Wer auf knallige Szenen steht und zwei sympathische Protagonisten mag, der ist mit diesem Buch richtig beraten. Wyatt ist zwar, typisch Mann, auch ein kleiner Idiot mit einem Brett vor dem Kopf, doch es war erfrischend einen wirklich gutherzigen Kerl als Hauptperson zu haben. Insgesamt kommt das Buch auf drei Sterne.

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Nach mir die Flut

Sarah Perry , Eva Bonné
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Eichborn, 28.09.2018
ISBN 9783847906513
Genre: Romane

Rezension:  
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1.132 Bibliotheken, 27 Leser, 3 Gruppen, 219 Rezensionen

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Scythe – Die Hüter des Todes

Neal Shusterman , Pauline Kurbasik , Kristian Lutze
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 21.09.2017
ISBN 9783737355063
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Preis: € 19,95 [D]
Verlag: argon hörbuch
Seiten: 528 / 9 Std. 6 Min.
Format: Hörbuch
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Reihe: Band 1
Erscheinungsdatum: 21.09.2017

Inhalt:

Die perfekte Welt hat einen hohen Preis

Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Umgebung müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe – eine Dienstleistung, für die sie hoch geachtet und gleichzeitig gefürchtet sind. Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch was sie nicht ahnen: Am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und seine erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten…

Design:

Ich mag das Cover sehr gern. Das metallische Kupfer bietet einen starken Kontrast zum Schwarz. Der Sensenmann zog meine Aufmerksamkeit sofort auf sich. Die Zweiteilung des Covers ist gelungen. Normalerweise passt solch eine harte Trennung nicht so gut, aber hier ist es gut umgesetzt. Der darüber liegende Schriftzug verbindet die beiden Ebenen. Ein echter Blickfang für das Regal.

Meine Meinung:

Meine Güte, dieser Sprecher hat das gewisse Etwas in der Stimme. Einerseits beruhigend, andererseits leicht gruselig. Immer wieder habe ich leichte Gänsehaut bekommen, wenn ich ihm zugehört habe (natürlich an den thematisch passenden Stellen im Buch). Schon als ich die Hörprobe bei audible angehört habe, wusste ich, dass ich dieses Hörbuch hören muss.

Manchmal kommen auch kurzzeitig andere Sprecher ans Mikrofon, wenn zum Beispiel aus dem Nachlesetagebuch eines anderen Charakters vorgelesen wird. Das sind jedoch immer nur sehr kurze Ausschnitte, sodass es mich nicht gestört hat.

Thematisch hat mich das Buch absolut fasziniert. Eine Welt, in der niemand stirbt. Alles ist perfekt, es gibt keine Kriege oder Krankheiten. Eigentlich traumhaft, oder? Aber wie wird es in solch einer Situation geregelt, dass es zu keiner Überbevölkerung kommt? Dafür gibt es die Scythe: eine speziell ausgebildete Gruppierung von Menschen, die das Töten perfektioniert haben. Sie betreiben die so genannte "Nachlese", bei der sie eine bestimmte Quote erfüllen müssen. Klingt alles sehr theoretisch, ist praktisch aber faszinierend.

Ehrlich gesagt war dieses Hörbuch ein absoluter Coverkauf. Ich habe mir nur das Cover angeschaut und kurz geprüft, ob ich die Stimme des Sprechers mag. Inhaltlich wusste ich nichts, da hatte ich es bereits gekauft. Von vielen Bloggern wusste ich allerdings, dass sie das Buch sehr mochten. Die Wahrscheinlichkeit war also hoch, dass es auch mir gefallen würde. Und das tat es.

Grundsätzlich gibt es zwei Hauptcharaktere: Citra und Rowan. Beide sind Lehrlinge zum Scythe unter dem gleichen Meister. Dies ist jedoch ein Regelbruch, da jeder Meister nur einen Lehrling haben darf. Folglich bestimmt der Rat, dass nur einer von beiden zum Scythe ernannt wird. Derjenige, der die Prüfungen besser besteht, muss als erste Amtshandlung den anderen nachlesen. Damit beginnt eine turbulente Reise mit einigen Wendungen. Insgesamt mochte ich Citra etwas mehr als Rowan.

Der Schreibstil ist eingänglich und dem Thema angemessen. Die eingeschobenen Einträge aus den Tagebüchern verschiedener Scythe waren informativ, aber manchmal etwas störend. Sie unterbrachen den Hörgenuss. Vielleicht hätten sie mir besser gefallen, wenn es der gleiche Sprecher geblieben wäre. Aber sie sind dennoch ein gutes Stilelement.

Fazit:

Mir hat das Hörbuch gut gefallen und ich habe direkt den zweiten Teil erworben. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Die Thematik und Umsetzung haben mich fasziniert. Dafür vergebe ich vier Sterne.

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316 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 77 Rezensionen

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Redwood Love – Es beginnt mit einem Kuss

Kelly Moran , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 19.09.2018
ISBN 9783499275395
Genre: Liebesromane

Rezension:

Preis: € 12,99 [D]
Verlag: Kyss von Rowohlt
Seiten: 368
Format: Taschenbuch / Paperback
Altersempfehlung: Frauenliteratur
Reihe: Band 2/3
Erscheinungsdatum: 19.09.2018

Inhalt:

Alte Freunde, neue Liebe?

Redwood, Oregon. Eine kleine Stadt zwischen Bergen und Meer. Hier betreibt Flynn O’Grady gemeinsam mit seinen beiden Brüdern eine Tierarztpraxis. Da er von Geburt an taub ist, muss Flynn sich bei der Arbeit mit den Tieren auf seine anderen Sinne verlassen. Und auf Gabby, seine Assistentin. Die beiden sind ein perfekt eingespieltes Team und auch privat beste Freunde. Deshalb ignoriert Flynn sein Herzklopfen, wann immer er sie zu lange ansieht. Nur lassen sich manche Dinge nicht für immer ignorieren. Vor allem, wenn man in einer Kleinstadt voller schamloser Kuppler wohnt …

Design:

Genau wie Band 1 gefällt mir das Design auch hier sehr gut. Ein echter Blickfang. Der Unterschied der beiden Bände ist nur der Austausch von ein paar Bildern, der andere Farbton des Holzes und der anders farbige Kreis mit dem Titel darin. Das rote Holz gefällt mir zwar nicht so gut wie das gelbliche von Band 1, aber es ist dennoch schön.

Meine Meinung:

Schon das erste Kapitel lies mich grinsen und herzlich lachen. Ich war sofort wieder in Redwood angekommen. Ich finde die drei O'Grady Brüder einfach toll, ebenso wie die ganze Gemeinde.
In diesem Band geht es um Flynn, der aufgrund seiner Taubheit bisher kein großes Glück bei den Frauen hatte. An seiner Seite befindet sich seit seiner Kindheit die Tierarztassistentin Gaby, die bisher ebenfalls kein Glück mit den Männern hatte. Als nettes Mädchen von nebenan wird sie von allen übersehen. Irgendwann wird den beiden klar, dass da mehr ist als reine Freundschaft.

Flynn fand ich schon im ersten Band klasse (okay, alle drei Brüder sind toll, ich weiß). Und Gabby als mögliche Partnerin ist nur logisch, da sie Gebärdensprache spricht und die beiden miteinander befreundet sind seit sie sich in ihrer Kindheit begegnet sind. Natürlich brauchen die beiden einen Schupps von außen, denn sonst hätten sie es schon viel früher miteinander versucht. Aber ich kann auch ihre Angst verstehen, dass nach einer gescheiterten Beziehung ebenfalls die Freundschaft meistens nicht mehr weiter bestehen kann.

Dadurch, dass sich Flynn und Gabby schon so lange kennen, entwickelte sich bei mir beim Lesen nicht so ein richtiges Knistern. Sie kennen sich schon in- und auswendig und es kommt eigentlich nur noch die Horizontale (oder gerne auch mal Vertikale) hinzu. Ansonsten ist es wie eine Freundschaft, die upgegradet wurde. Bei zwei unbekannten Personen ist einfach noch mehr Potential dabei und es kribbelt mehr, da wirklich alles neu und spannend ist. Ich persönlich bevorzuge also das Neue, doch natürlich gibt es auch genug Beziehungen, die sich aus Freundschaften entwickelt haben. Wieso sollte es also nicht auf mal Bücher darüber geben?

Die anderen Familienmitglieder kommen auch nicht zu kurz und tauchen immer wieder auf. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass Flynn etwas einsiedlerischer ist im Vergleich zu Will und daher nicht so viel Kontakt zu dem Rest hat. Es kann allerdings auch daran liegen, dass er viel im Außeneinsatz ist und daher nicht immer in der Klinik präsent ist.

Eine große Sache habe ich allerdings komplett vermisst. Und da muss ich euch vorwarnen, falls ihr euch auch so darauf freut (damit ihr dann nicht enttäuscht seid): es werden Hochzeitsvorbereitungen für Cameron und Will und auch kurz die Feier geschildert, die Hochzeit wird allerdings komplett ausgelassen.
Darauf hatte ich mich so gefreut! Vor allem, da die Vorbereitungen immer wieder auftauchen. Das hat mich schon sehr enttäuscht. Ich saß vor dem Buch und zog einen Flunsch. Schade! Ein wichtiger Teil wird uns Lesern vorenthalten. Und gerade als absolute Romantikerin liebe ich Hochzeiten.
Angenehm dagegen fand ich, dass das Drachentrio in diesem Band nicht so häufig vorkam. Diese Damen sind mir eine Spur zu heftig, daher war ich froh, dass sie nicht dauernd mitmischten.

Große Spannung darf man bei diesem Buch natürlich nicht erwarten, aber das habe ich auch nicht. Der Schreibstil der Autorin ist wieder locker und frisch, allerdings finden wir auch hier wieder viele Wiederholungen. Gerade im erotischen Bereich scheint entweder die Autorin oder die Übersetzung etwas zu hinken. Etwas mehr Einfallsreichtum wäre schön gewesen.
Was die Ausdrucksweise angeht finde ich sogar, dass man einen kleinen Unterschied zwischen den beiden Bänden merken kann. Flynn ist etwas zurückhaltender und in sich gekehrter. Außerdem schafft es die Autorin, dass man sich das Leben und die Umstände seiner Taubheit gut vorstellen kann. Dabei ist es niemals eine Behinderung, sondern einfach ein Fakt. Das gefiel mir und machte Flynn direkt noch sympathischer.

Fazit:

Wer den ersten Band mochte, wird auch dieses Buch mögen. Es reiht sich gut ein und hat mich wunderbar unterhalten. Leider konnte er seinen Vorgänger nicht übertrumpfen, daher vergebe ich (ebenso wie für "Es beginnt mit einem Blick") vier Sterne. Nun freue ich mich auf den abschließenden Band rund um Drake, den ich bisher am sympathischsten fand. Ich bin schon sehr gespannt und neugierig.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Liebe zukünftige Lieblingsfrau

Michalis Pantelouris , Michalis Pantelouris
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 14.05.2018
ISBN 9783837140774
Genre: Sonstiges

Rezension:

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 16,99 [D]
Verlag: Random House - Audio
Seiten: 208 Seiten / 4 CDs - Laufzeit: ca. 5h 23 min
Format: Hörbuch
Altersempfehlung: ab xx Jahren
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 14.05.2018

Inhalt:

Nach zehn Jahren muss Michalis Pantelouris beziehungsmäßig wieder ganz von vorn beginnen: Seine Frau hat ihn verlassen. Als er sich auf die Suche nach der nächsten Liebe seines Lebens macht, wird schnell klar, dass ihm die Rituale des Datens fremd geworden sind. Jemanden ansprechen? Dann reden? Und woher weiß man eigentlich, dass man sie küssen darf? In erzählenden Passagen und Briefen an die Frau, die er über alles liebt – und von der er vor allem hofft, dass es sie überhaupt gibt –, schreibt er mit viel Selbstironie, Sinn für Situationskomik, Gefühl, Verzweiflung und absoluter Offenheit über seine Erlebnisse und all die Unsicherheiten "da draußen". Liebe zukünftige Lieblingsfrau versammelt nicht nur die SZ-Kolumnen von Michalis Pantelouris – für die der Autor Tausende von Zuschriften und Heiratsanträge bekommt –, sondern ergänzt diese mit allem, was davor und dazwischen geschah oder was er bisher verschwiegen hat.

Design:

Das Cover des Hörbuchs ist ziemlich aussagekräftig. Der Autor versteckt sich hinter seiner Hand. Zu persönlich sind seine Briefe, die er zunächst nur für sich schreibt. Und die drei Zitronen liegen dort ganz dekorativ in der Holzschale. Was macht man mit seinem Leben, wenn es einem Zitronen gibt?
Passend dazu ist die Verpackung des Hörbuchs innen auch in einem knalligen Gelb gestaltet.

Meine Meinung:

Der Autor Michalis Pantelouris wurde von seiner Frau verlassen. Für ihn komplett überraschend steht er vor den Scherben seines Lebens und versucht sich als Teilzeit-Alleinerzieher um sein Liebesleben, seinen Job, und jede zweite Woche um seine beiden Kinder zu kümmern. So sehr aus seinem Alltag herausgerissen fällt es ihm schwer neue Kolumnen zu schreiben. Er findet erst zu seiner kreativen Ader zurück, als er Briefe an eine imaginäre Traumfrau schreibt. Er traut sich sogar sie einzusenden und das Unglaubliche passiert: sie werden abgedruckt.

Das große Manko dieses Hörbuches ist leider, dass der Autor sein Werk selber spricht. Man merkt einfach, dass er kein professioneller Sprecher ist. Mir hat seine Art und Weise des Vortrags leider nicht gefallen. Besonders bei der Vertonung von Gesprächen konnte ich oft nicht erkennen wer wann was sagte. Außerdem wurde der gesamte Text recht monoton vorgetragen und mir fiel es sehr schwer zu erkennen wann es zum Beispiel einen Ortswechsel gab, wann die Kolumne zitiert wurde und wann er einfach nur Handlungen dazwischen beschrieb. Ich bin davon überzeugt, dass diese Umsetzung im Buch viel besser ist und mehr Struktur herrscht. Diese hat mir im Hörbuch, zum Beispiel durch passende Sprechpausen und mehr Betonung, gefehlt.

Dieses Hörbuch steckt voller Wiederholungen. Wenn man alle rausstreichen würde, wäre das Buch direkt einen ganzen Batzen kürzer. Im gewissen Maß sind Wiederholungen okay, aber hier fiel es mir immer wieder auf. Und damit meine ich nicht, dass er in seinen Briefen immer wieder "liebe zukünftige Lieblingsfrau" schreibt, denn das gehört natürlich dazu. Ansonsten hat mir der Schreibstil gefallen. Man merkt einfach, dass der Autor mit regelmäßigen Kolumnen sein Geld verdient. Er versteht sein Handwerk.

Was den Humor angeht, scheine ich anders gestrickt zu sein als viele anderen. Ich fand das Hörbuch nicht lustig und kann mich an keine Stelle erinnern, an der ich mal gelacht habe. Dafür stand für mich die Romantik ganz klar im Fokus. Die Schilderungen von Herrn Pantelouris gehen ans Herz und mehrfach ertappte ich mich dabei, dass ich mir selbst solche Liebesbriefe wünschte. Ich glaube, dass gerade wir Frauen uns sehr davon angesprochen fühlen. Kein Wunder, dass er für seine Texte so viele Heiratsanträge bekommen hat.

Was mir außerdem sehr gut gefallen hat war die schonungslose Ehrlichkeit, mit der der Autor seine Gefühle geschildert hat. Er nimmt sich selbst, sein Leben und seine bisherigen Beziehungen genau unter die Lupe und schildert offen seine Gefühle. So viel Ehrlichkeit bekommt man von den verschlossenen, alles verkraftenden Männern sonst kaum. Er ist also wirklich ein Einzelstück. Die Briefe waren in diesem Buch absolut die Höhepunkte und haben mir sehr gefallen.


Fazit:

Als Print hätte mir diese Geschichte bestimmt besser gefallen. Da ein Hörbuch allerdings auch sehr vom Sprecher lebt, muss ich leider zwei Sterne abziehen. Somit landet die Hommage an die liebe zukünftige Lieblingsfrau bei drei Sternen.

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287 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

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Palace of Fire - Die Kämpferin

C. E. Bernard , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 23.07.2018
ISBN 9783764531980
Genre: Fantasy

Rezension:  
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102 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

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Muss es denn gleich für immer sein?

Sophie Kinsella , Jörn Ingwersen
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.07.2018
ISBN 9783442487769
Genre: Liebesromane

Rezension:

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 9,99 [D]
Verlag: Goldmann
Seiten: 480
Format: Taschenbuch
Altersempfehlung: keine Angabe
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 16.07.2018

Inhalt:

Sylvie und Dan sind seit zehn Jahren zusammen. Sie führen eine glückliche Ehe, haben zwei Kinder, ein hübsches Zuhause und wissen stets, was der andere denkt. Beim jährlichen Check-up-Termin prognostiziert ihr Hausarzt außerdem hocherfreut: Beide sind so kerngesund, dass sie sich bestimmt noch auf 68 gemeinsame Jahre freuen können. Erfreulich? Sylvie und Dan packt die blanke Panik. Wie zum Kuckuck sollen sie diese Ewigkeit überstehen, ohne einander zu langweilen? Sie beschließen, sich gegenseitig im Alltag zu überraschen. Doch das ist leichter gesagt als getan ...

Design:

Der hellblaue Hintergrund passt gut zu dem großen Strauß Blumen, hinter denen sich die Frau versteckt. Der Titel und der Name der Autorin heben sich gut ab. Inhaltlich verrät dieses Cover allerdings nichts. Es lässt höchstens auf einen leichten Liebesroman schließen.

Meine Meinung:

Ich liebe Sophie Kinsella. Ich habe schon so viele ihrer Bücher verschlungen, sodass es überhaupt nicht zur Debatte stand ob ich dieses Buch lese oder nicht. Die Inhaltsbeschreibung las sich auch amüsant. Ein Ehepaar, das nach Schätzung des Arztes noch 68 Jahre gemeinsam leben wird? Wie füllt man diese Zeit?

Direkt nachdem diese Feststellung getroffen wurde, fragen sich sowohl Sylvie, als auch Dan, ob sie sich voneinander trennen werden. Das fand ich schon einmal total schlecht und vermieste mir etwas die Laune. Hey, ihr habt ein langes, gemeinsames Leben zusammen. Hilfe! Das wird langweilig. Wie sollen wir diese Zeit nur interessant gestalten? Ein Leben mit dem Partner ist schließlich nach spätestens 10 Jahren langweilig.

Was sich im Ansatz lustig anhörte, nervte mich nach kurzer Zeit enorm. Anstatt sich zu schätzen, denken beide irgendwie durch die Blume doch nur an sich selbst.

Mit den beiden Protagonisten bin ich auch nicht so richtig warm geworden. Sie waren zu negativ eingestellt und haben viel herumgekrittelt. Ich konnte ihre Beweggründe oft einfach nicht nachvollziehen. Ich persönliche wünsche mir ein möglichst langes, gemeinsames Leben mit meinem Mann und schätze jeden Tag!

Inhaltlich war der Anfang des Buches noch am besten, in der Mitte zog es sich dann leider und das Ende war zwar wieder etwas spannender, aber trotzdem insgesamt gemischt. Ich habe tatsächlich mehrere Monate gebraucht um dieses Buch zu lesen, da es mich einfach nicht richtig fesseln konnte. Es ist nett für mal zwischendurch, aber definitiv kein Must-Read, selbst nicht für eingefleischte Kinsella Fans.

Der Schreibstil war für mich der Große Pluspunkt des Buches. Er war so, wie ich es von Sophie Kinsella gewohnt bin: locker und leicht. Daher eignete es sich auch dazu, dass ich es immer nur häppchenweise gelesen habe.

Fazit:

Ein Buch, bei dem ich mich etwas schwergetan habe. Ich habe etwas anderes erwartet, mehr Humor und weniger Drama. Leider konnte die Geschichte ihr Potential nicht zeigen. Für die Idee, die kleinen Lacher und den guten Schreibstil vergebe ich drei Sterne.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Sauerteig

Martina Goernemann
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei DVA, 16.04.2018
ISBN 9783421040954
Genre: Sachbücher

Rezension:

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 29,95 [D]
Verlag: DVA
Seiten: 192
Format: Hardcover
Altersempfehlung: keine Angabe
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 16.04.2018

Inhalt:

Was tun, wenn der Akku leer ist? Wenn ein Wochenende nicht reicht, um neue Kraft zu schöpfen? Die Lösung heißt Sauerteig und liegt in einem leeren Marmeladenglas. Man gibt Mehl, Wasser und Geduld hinein und bald fängt das Ganze an zu blubbern. Wir füttern den Sauerteig, er lehrt uns, Brote zu backen. Köstliche Brote, die jeder kann und jeder mag. Es steckt nämlich eine Glücksformel im Sauerteig. Leicht anwendbar und überall erhältlich. Kostenloses, großes Glück im Glas!

„Glück vermehrt sich in vier Tagen“ ist kein leeres Versprechen. Es ist ein Statement. Unser Buch nimmt die Leser mit auf eine Reise zusammen mit einem Gläschen Sauerteig quer durch Europa bis in die USA und lässt Menschen erzählen, denen der Sauerteig zu Glück verholfen hat. Es ist ein Buch mit emotionalen Geschichten, voll mit Rezepten für Einsteiger und Tipps, die aus Anfängern Sauerteigfans machen. Sauerteig ist Glück, das sich vermehrt. Und es braucht nur vier Tage dazu.

Meine Meinung:

Das Buch ist sehr schön groß und schwer. Der Einband ist matt verarbeitet und hat nur eine glänzende Veredelung über dem Titel auf dem Cover. Wirklich eine besondere Haptik, die sich wie reines Papier anfühlt ohne weitere Verarbeitung oder Veredelung. Am Anfang habe ich mir Sorgen gemacht, dass sich direkt viele Flecken bilden könnten, doch bisher ist eher das Gegenteil eingetreten. Ich habe es beim Backen dabei gehabt und es hat noch keinen einzigen Fleck. Allerdings sind die Ecken des Buchrückens schon etwas angegriffen. Das ist schade.

Das Design und die Abbildungen auf dem Buch sehen wunderschön aus und ziehen sich ebenso durch das ganze Buch durch. Ein Lob an die Fotografin, sie hat die Lebensmittel und Situationen wirklich herrlich eingefangen. Dieses Buch ist rustikal und voller Charme. Einige der Fotografien könnte man sogar als Artprints ausdrucken und aufhängen. Das trifft genau meinen Geschmack.

Ganz ehrlich, als ich die Inhaltsangabe gelesen habe fragte ich mich, was für ein Hippie dieses Buch geschrieben hat. Glück im Glas? Einen Teig mit auf Reisen nehmen? Ich musste doch sehr lachen. Aber irgendwas hat mich dennoch neugierig gemacht. Entweder, so dachte ich, ist das Buch echt gut, oder sehr schlecht. Und da ich derzeit sowieso auf dem Selber-machen-Trip bin, passte das Thema gut. Daher habe ich es beim Verlag angefragt und auch als Rezensionsexemplar erhalten. Vielen Dank dafür.

Direkt auf den ersten Seiten ergriff mich das Gefühl ein Buch zu lesen, dass wie die Landpartien im Fernsehen aufgebaut ist. Eine Frau geht auf Reise und besucht die verschiedensten Leute. Jede Geschichte ist anders und die vielen einzelnen Textblöcke wirken zusammenhanglos, sind im Kontext aber logisch und unterhaltsam. Zum Beispiel "redet" sie mit ihrem Saugerteigstarter und gibt ihm einen Namen.

In der Inhaltsangabe steht, dass dieses Buch Rezepte für gute, einfache Brote liefert. Das ließ ich mir natürlich nicht nehmen, und habe meinen eigenen Sauerteig angesetzt und auch ein Brot daraus gebacken.
Hier ein kleiner Tipp von mir: die Mengen für den Sauerteigstarter sind sehr viel. Ab dem 3. Tag benutzt man immer nur noch 200g Starter und schmeißt den Rest weg. Wenn man jede Woche nur ein bis zwei Brote backen möchte, reicht schon die Hälfte der genannten Mengen absolut aus.

Was die Anzahl an Rezepten angebt, bin ich leider ein wenig enttäuscht. Wir haben einmal das Grundrezept für den Sauerteigstarter und dann noch etwa (wenn ich richtig gezählt habe) 15 weitere Rezepte. Denn diese sind im Buch leider nicht so leicht zu finden. Man kann sie sehr schnell überblättern und findet sie weder vorne in der Inhaltsangabe, noch hinten im Register. Ich habe mir also bei den Rezepten, die ich ausprobieren möchte, ein Post-it eingeklebt.

Beim Backen ist mir noch aufgefallen, dass die Beschreibungen in den Rezepten teilweise uneindeutig geschrieben sind. Man muss die Rezepte interpretieren und versuchen zu verstehen, was sie bei dem Backvorgang womöglich getan hat.
Bei meinem ersten Brot habe ich mich strikt an die Anleitung im Buch gehalten. Das Ergebnis war, dass mein Brot oben verbrannt war. Die Angabe im Buch lautete, es durchgehend bei 240°C zu backen. Nach meinem Gefühl hätte ich nach 10 Minuten die Temperatur reduziert und mit geringerer Hitze weiter gebacken. Man kann sich also leider nicht auf die Angaben in den Rezepten verlassen. Das ist schade.

Neben dem Backen geht es vor allem aber um das Glück, dass man dabei finden kann. Die persönlichen Geschichten der Personen zeigen auf, dass man bei so einfachen Dingen wie einem Brot Freude finden kann. Und nach meinem ersten Backvorgang war ich tatsächlich mächtig stolz und glücklich. Natürlich schmeckte das eigene Brot viel besser als das vom Bäcker. Mein Saugerteigansatz "lebt" noch, blubbert vor sich hin und hat sogar noch einen Weizenbruder dazu bekommen.

Fazit:

Ein unterhaltsames, kurzweiliges Buch. Die Bilder sind hervorragend, doch an den Rezepten müsste noch gearbeitet werden. Wer sich für Sauerteig-Backen interessiert, und den das nicht stört, findet in diesem Buch einige inspirierende Elemente und genügend Motivation um in dieses kleine Abenteuer zu starten. Dafür vergebe ich 4 Sterne.

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172 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 102 Rezensionen

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Der Welten-Express 1

Anca Sturm , Bente Schlick
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.08.2018
ISBN 9783551654113
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 10,99 [D]
Verlag: Carlsen
Seiten: 384
Format: Ebook
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Reihe: Band 1
Erscheinungsdatum: 31.08.2018

Inhalt:

*** Eine atemlose Reise, angetrieben von Kohle, Dampf ... und Magie! Willkommen im WELTEN-EXPRESS! ***

BAND 1: Nacht für Nacht sitzt die schüchterne Flinn Nachtigall am stillgelegten Bahnhof von Weidenborstel, dem Ort, wo zwei Jahre zuvor ihr Bruder verschwand. Bis eines Abends ein Zug herbeirollt, mit einer gewaltigen, rauchspuckenden Lokomotive. Und Flinn ... ... stürzt als blinde Passagierin in das Abenteuer ihres Lebens! Denn der Zug ist der Welten-Express, ein fahrendes Internat voller außergewöhnlicher Kinder, angetrieben mit magischer Technologie. Ein Ort, in dem Flinn Freunde findet – und Feinde. Denn der Welten-Express birgt mehr Geheimnisse, als sie sich je hätte träumen lassen ... ***

Design:

Der große, runde Mond ist mir als erstes aufgefallen. Der Rest des Covers ist, bis auf wenige Elemente, sehr in Blau gehalten. Das vermittelt den Eindruck einer nächtlichen Zugfahrt. Die anderen abgebildeten Dinge konnte ich nicht zuordnen, jedoch kann man direkt erkennen, dass die farbige Person in der Mitte sicherlich die Hauptprotagonistin ist. Ansonsten sind mir noch der springende Tiger, der Vogel und der Hase aufgefallen. Was es mit dem Brief, dem Bumerang und dem Fernglas auf sich hat ließ sich für mich nicht direkt erschließen.

Meine Meinung:

Die Erwartungen an dieses Buch waren sehr hoch. Es wird verglichen mich Harry Potter - allein das hat mich schon darauf aufmerksam gemacht. Flinn ist zwar kein Waisenkind, dennoch kommt sie aus nicht besonders guten Verhältnissen. Seitdem ihr Bruder vor zwei Jahren verschwunden ist, und eine Postkarte mit einem Zug darauf das letzte Lebenszeichen von ihm war, wandert sie nachts umher und besucht oft den abgelegenen und stillgelegten Bahnhof. Dort fährt plötzlich ein Zug vorbei, der genauso aussieht wie der auf der Karte. Sie springt auf ihn auf und damit beginnt ihr Abenteuer im Welten-Express.

Flinn ist ein Mädchen, auch wenn ihr Name eigentlich ein Jungenname ist. Und das betont die Protagonistin auch so oft, dass es irgendwann leicht nervig wird. Mich hat der Name sowieso etwas gestört. Im Kopf habe ich immer "Fynn" gelesen. Das Bild eines Mädchens konnte sich nicht richtig bilden.

Der Schreibstil klassifizierte Flinn auch nicht unbedingt als Mädchen. Allgemein ist die Geschichte recht ruhig und nicht so spannend, wie ich es erwartet habe. Viele Dinge werden immer wieder wiederholt, das ging mir auf die Nerven. Ansonsten ließ sich das Buch problemlos lesen und ist definitiv auch für das jüngere Publikum geeignet.

Flinn's Charakter ist leider recht flach und wenig ausgearbeitet. Die anderen Charaktere waren da schon etwas besser. Jedem wurde ein grundsätzliches Gerüst an Eigenschaften und Zielen gegeben, doch diese Informationen wurden im ersten Band noch nicht richtig ausgeschöpft. Wer weiß wie das in den folgenden Bänden aussehen wird. Hoffentlich nutzt die Autorin das vorhandene Potential.

Die Idee des Zuges und einer magischen Schule darin hat mich direkt fasziniert. Die Umsetzung überzeugte mich dann allerdings nicht zu 100%. Besonders wenn es um das nächtliche Herumschleichen geht. In einem Zug kann man sich nicht aus dem Weg gehen. Wenn zwei Personen in einem Zug herumlaufen, treffen sie sich irgendwann.
Die Aufteilung und Planung der Waggons hat mir wieder sehr gut gefallen. Man muss eben in viel kleineren Maßstäben denken. Hier zeigte die Autorin ihr Können. Die Details sind so zahlreich und die Beschreibungen extrem bildhaft. Ich konnte mir alles vorstellen und es war fast so, als wäre ich selbst mit im Welten-Express.

Flinn's Suche nach ihrem Bruder treibt die ganze Geschichte an. Sie ist das Hauptthema und hat mich am Ball bleiben lassen. Aber auch viele andere kleine und größere Rätsel tauchen auf, werden aber nur teilweise gelöst. Das Ende fand ich zwar einerseits schön, aber andererseits hatte ich mir noch mehr erhofft.

Wenn ich mir rückblickend das Cover anschaue, hätte ich viele Dinge anders erwartet. Ich glaube wirklich, dass die Autorin eine detailverliebte und gut konstruierte Welt erschaffen hat. Sie hat sich jedoch in einigen Bereichen etwas verzettelt. Den Welten-Express und die Welt liebe ich, doch mit den Charakteren und Teilen der Geschichte wurde ich nicht warm.

Fazit:

Für Kinder ab 10 Jahren ist dies ein Buch mit einer schönen Geschichte, magischen Elementen und auch einem winzigen Hauch Spannung. Für Erwachsene ist es eher nicht so geeignet. Daher werde ich die nächsten Bände vermutlich nicht lesen oder erst entsprechende Rezensionen abwarten. Trotzdem vergebe ich dem Buch drei Sterne für das vorhandene Potential und die zauberhaften Ideen.

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39 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

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Luckiest Girl Alive

Jessica Knoll , Kristiana Dorn-Ruhl
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei LYX, 31.08.2018
ISBN 9783736307131
Genre: Romane

Rezension:

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 9,99 [D]
Verlag: LYX
Seiten: 416
Format: Ebook
Altersempfehlung: Frauenliteratur
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 05.11.2015

Inhalt:

Ani FaNelli müsste die glücklichste Frau der Welt sein:

Sie hat einen glamourösen Job, trägt die neueste Designerkleidung und wird in wenigen Wochen ihrem gut aussehenden, adeligen Verlobten auf einer sündhaft teuren Hochzeit das Jawort geben. Anis Leben ist perfekt. Fast.

Denn Ani hat ein Geheimnis. Ein dunkles, brutales Geheimnis, das sie seit ihrer Jugend verfolgt. Jetzt hat es sie eingeholt. Und es droht, ihre perfekte Bilderbuchwelt für immer zu zerstören.

Design:

Die schwarze Rose ist ein wenig unheimlich. Die fetten gelben Lettern des Titels schreien den Betrachter geradezu an. Dieses Cover springt ins Auge. Der dunkel gehaltene Hintergrund ist in meinen Augen allerdings etwas zu erdrückend.

Meine Meinung:

Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, was ich von diesem Buch erwartet habe. Aber definitiv nicht das, was ich geboten bekam. Die Geschichte ist düster und verdreht, spannend und abstoßend zugleich.

Ani als Charakter stellt sich zunächst wie eine ziemlich durchtriebene B**ch dar. Sie tut alles um zur High Society zu gehören und plant jeden ihrer Schritte minutiös. Ihre Menschenkenntnis ist beeindruckend und sie greift zu allen Mitteln und Wegen um ihre Ziele zu erreichen. Skrupellos könnte man sie durchaus nennen. Am Anfang des Buches scheint sie den perfekten Fang gemacht zu haben: sie hat einen reichen Verlobten, der ihr das entsprechende Image und die Stellung in der Gesellschaft verleiht. Dazu ist sie auf der Arbeit voll auf Kurs und erfolgreich wie nie. Was könnte ihr wohl in die Quere kommen?

Und dann kommt sie plötzlich mit Geschehnissen aus Ihrer Vergangenheit um die Ecke, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet habe. Irgendwann dachte ich, dass ich nun alles von ihr weiß und daher verstehe, warum sie so tickt. Und was macht die Autorin? Sie wirft den Leser wieder ins kalte Wasser und verdreht alles erneut. Unglaublich. Wie kann einer einzigen Person nur so viel passieren?

Ich schwankte stetig zwischen Mitleid und Abneigung. Und auch jetzt, einige Zeit nach der Lektüre des Buches, kann ich mich nicht für eine der Positionen entscheiden. Da Ani grundsätzlich ziemlich unausstehlich ist, überwog immer wieder die Abneigung. Die Autorin schafft es gekonnt, dass man sie einerseits hasst, andererseits aber auch ihre Motive teilweise nachvollziehen kann. Das ist ein sehr schmaler Grat, der meisterhaft umgesetzt wurde.

Der Schreibstil gefiel mir ausgesprochen gut. Flüssig, spannend, mitreißend. Als ich einmal angefangen hatte das Buch zu lesen, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe es überall gelesen. Die Flashbacks in die Jugend von Ani wurden so realistisch geschildert, dass es mir vorkam als wäre ich dabei gewesen.

Die anderen Charaktere des Buches waren sehr vielseitig. Natürlich gab es auch einige eher flache Persönlichkeiten, doch bei fast allen hat Frau Knoll sich Mühe gegeben und ihnen verschiedenste Charakterzüge, Motive, Antriebe und Meinungen verpasst. Immer wieder überraschten sie mich mit Handlungen, die ich in dieser Art nicht vorhergesehen habe. Oder jedenfalls nicht in dieser krassen Ausführung.

Das Ende des Buches hat mir einen kleinen Dämpfer verpasst. Ich hatte etwas anderes erwartet. Bei diesen schwierigen Themen, die hier verarbeitet werden, war es mir irgendwie zu seicht. Dennoch kann ich nachvollziehen, warum die Autorin das Buch so aufgelöst hat.

Eine Warnung am Ende muss ich euch jedoch noch geben: solltet ihr zartbesaitet sein und nicht mit den detaillierten Schilderungen von Gewalt klarkommen, dann lest das Buch nicht. Die Autorin hat einen sehr bildhaften Schreibstil und ich fühlte mich ab und an wie bei Dexter.

Fazit:

Ich glaube, dass ich noch weitere Bücher der Autorin lesen werde. Sie hat mich definitiv am Haken. Hätte man mir am Anfang erzählt was alles in diesem Buch passieren wird, dann hätte ich es vermutlich nicht gelesen. Es erschien mir nicht so als sei es mein Genre. Aber das Buch hat mich überrascht und überzeugt. Demnächst werde ich mich mal umschauen, ich glaube die "düstere" Literatur wird gerade immer interessanter für mich. Dafür gibt es definitiv 4 Sterne von mir.

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691 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 277 Rezensionen

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Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick

Kelly Moran , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 19.09.2018
ISBN 9783499275388
Genre: Liebesromane

Rezension:

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 9,99 [D]
Verlag: Kyss von Rowohlt
Seiten: 384
Format: Taschenbuch
Altersempfehlung: Frauenliteratur
Reihe: Band 1/3
Erscheinungsdatum: 01.09.2018

Inhalt:

Redwood, ein malerisches kleines Städtchen in Oregon. Genau der richtige Ort für einen Neuanfang. Und den braucht Avery Stowe nach einer desaströsen Ehe dringend, ebenso für sich wie für ihre autistische Tochter Hailey. Da gibt es nur ein Problem: den attraktiven Tierarzt Cade O’Grady. Eine neue Beziehung ist das Letzte, was Avery will. Sie ist sich nur nicht sicher, wie lange sie Cade widerstehen kann. Vor allem, da sich anscheinend der ganz Ort gegen sie verschworen hat und Amor spielt …

Ein Ort zum Wohlfühlen, drei Tierärzte zum Verlieben – der erste Band der Redwood-Love-Trilogie

Design:

Ein uriger Traum von einem Cover. Es gibt absolut nichts, was ich daran auszusetzen habe. Der Holzhintergrund, darauf die Hochglanzfotos und der geprägte, ebenfalls glänzende Titel. Das würde ich mir so ins Regal zur Deko stellen. Super finde ich auch, dass man zwar Menschen darauf sieht, sie aber nicht im Fokus stehen. Die Landschaften und die Natürlichkeit kommen so viel besser rüber.

Meine Meinung:

Der Start in den Roman fiel denkbar einfach. Ich war sofort in der Geschichte angekommen und zog zusammen mit Avery in das malerische Städtchen Redwood. Sie zieht nach der Trennung von ihrem Mann samt Tochter zu ihrer Mutter und kann vorerst in einem ihrer Ferienhäuser wohnen. Schnell muss sie feststellen, dass in so einer kleinen Stadt jeder jeden kennt und sich alle gerne einmischen. So bekommt sie nicht nur einen neuen Job, sondern lernt auch den attraktiven Tierarzt Cade kennen. Dieser leitet zusammen mit seinen beiden Brüdern die Tierarztpraxis.

Das erste Kapitel war schon gut, doch im zweiten hat das Buch mir mein Herz gestohlen. Ich habe sogar gemerkt, dass ich aus dem Grinsen nicht mehr rauskam. Irgendwann taten mir meine Wangen sogar weh, weil ich unterbewusst vor mich hin lächelte. Von außen hat das sicherlich amüsant ausgesehen. Ein seliger Gesichtsausdruck, gepaart mit einem verträumten, andauernden Lächeln.

Ich mochte Avery von Anfang an sehr. Sie ist keine perfekte Protagonistin, sondern hadert und kämpft gegen sich selbst. Ihre Ehe hat sie stark verunsichert. Dazu kommt auch noch, dass sie sich komplett für ihre autistische Tochter aufopfert. Sie muss erst lernen, dass sie auch einmal an sich denken muss.
Da ich bisher noch keine Erfahrungen mit Autismus habe, kann ich nicht sagen, ob die geschilderte Geschichte von Averys Tochter Hailey an die Wahrheit herankommt. Ich kann es mir aber gut vorstellen, da sich Autismus bei jedem anders ausprägen kann. Es war für mich auf jeden Fall immer nachvollziehbar und gut dargestellt.

Der Sprachstil ist klar und gradlinig. Es gibt keine voluminösen Endlos-Sätze. Selbst wenn man kurz vor dem Einschlafen ist kann man noch 1-2 Seiten ohne Probleme lesen. Mir fiel jedoch auch auf, dass manche Formulierungen sich recht häufig wiederholten, besonders wenn es um die Schilderung von Gefühlen ging.

Als ich die ersten Video-Rezensionen zu dem Buch geschaut habe, hatte ich etwas Bedenken wegen "Avery und Kate". Bei Avery denke ich automatisch an Jackson Avery von Greys Anatomy - defintiv ein gestandener Kerl und keine Frau. Und "Kate" stellte sich dann beim Lesen als Cade heraus. Was ein Glück! Ich hatte schon einen Arzt und Kate Middleton vor Augen. Aber ausgesprochen hört sich sein Name wirklich sehr weiblich an.

Dieses Buch wurde definitiv für romantische Frauen geschrieben. Schon das Setting und die Inhaltsangabe haben mich stark an die Romane von Marie Force erinnert. Was will man da mehr als sich in eine Kuscheldecke wickeln, ein Glas Wein (oder in meinem Fall eher einen Kakao) trinken und dieses Buch vor einem knisternden Feuer lesen? Ich glaube, ich werde es im Winter direkt noch einmal lesen.

Neben all der aufkeimenden Liebe habe ich natürlich ein tragisches Element erwartet, eine Wendung der Geschichte, die es den beiden Liebenden schwer macht. Normalerweise tritt dies bei etwa 75% des Buches auf. Doch ich las und las und las und die Geschichte dümpelte irgendwann etwas vor sich hin. Die beiden kannten sich zu dem Zeitpunkt seit über 2 Monaten, aber es passierte nicht viel Neues. Natürlich ist die Geschichte unterhaltsam, aber sie zog sich auch in die Länge. Hier wären ein paar Wendungen oder andere Elemente gut gewesen um die Spannung aufrecht zu erhalten. Dafür überschlugen sich in meinen Augen die Ereignisse am Schluss viel zu schnell und das Ende kam zu plötzlich. Das war wie ein Schubs ins kalte Wasser, sehr abrupt.

Ein Element, das mich übrigens ein bisschen genervt hat, war der in Liedversen sprechende Vogel in der Praxis. Erstens zitierter er immer in Englisch und natürlich stets passend zur aktuellen Situation. Ich kenne mich mit Papageien zwar nicht aus, aber ich glaube kaum, dass sie so viel verstehen und unterschiedlich zuordnen können. Das war unglaubhaft und wäre nicht notwendig gewesen. Es war vermutlich der Versuch ein lustiges Element einzubauen, das bei mir allerdings nach hinten losging. Da fand ich die "böse" Katze noch unterhaltsamer.

Dafür gab es viele Kleinigkeiten, die mir Tränen in die Augen trieben. Ich sagen nur Eis. Wer das Buch gelesen hat wird verstehen, wie unglaublich herzlich die Gemeinde von Redwood ist. Das macht das Buch auch für mich aus. Es geht nicht nur um die beiden, sondern sie sind eingebettet in eine liebevolle und unterstützende Umgebung.

Was ich auch noch sehr gut finde: Cade ist von Anfang an ein guter Kerl und ehrlich. Er ist offen, nett und freundlich, liebt seine Familie und Tiere natürlich ebenso. Kein Wunder, dass ihm die Herzen der Frauen zu Füßen liegen. Er hat einen Geduldsfaden so dick wie die Seile der größten Hängebrücken der Welt.
Bücher, bei denen die Frau den vernachlässigten, unverstandenen Bad Boy in einen sentimentalen Lover verwandelt kann ich langsam nicht mehr lesen, diese Masche ist ausgelutscht. Umso schöner ist es daher, dass dieses Buch eine Hommage an gute Kerle ist! Ich brauche keinen Mr. Grey, ich will einen Cade. Oder einen seiner Brüder. ;) Zum Glück gibt es noch zwei weitere Brüder und somit zwei weitere Bücher in der Reihe.

Fazit:

Eine Geschichte voller rosa Wolken für Romantik-Liebhaber. Für Fans von Marie Force's "Lost in Love"-Reihe ist dieses Buch eine Pflichtlektüre. Ich habe mich in Redwood, die Bewohner und in die Brüder verliebt und würde sofort dort hinziehen. Daher vergebe ich 4 Sterne.

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357 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 131 Rezensionen

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Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern

Vic James , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 22.08.2018
ISBN 9783841440105
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 14,99 [D]
Verlag: FISCHER
Seiten: 350
Format: Ebook
Altersempfehlung: keine Angabe
Reihe: Band 1/3
Erscheinungsdatum: 22.08.2018

Inhalt:

Zehn Jahre Sklavenarbeit für alle. Fast alle.

In England muss jeder, der nicht zum magischen Adel gehört, zehn Jahre lang als Sklave arbeiten.

Lukes Familie will diese Sklavenjahre gemeinsam durchstehen, im Dienst der mächtigen Herrscherfamilie Jardine. Doch nun rast Lukes Herz vor Angst, als er plötzlich von den anderen getrennt und in die laute und schmutzige Fabrikstadt Millmoor gebracht wird. Die Arbeit dort ist besonders hart.

Seine Schwestern sind mit den Eltern am prunkvollen Hofe der Jardines den rücksichtslosen Machtspielen und eiskalten Intrigen der Elite ausgesetzt. Vor allem der junge Adlige Silyen verfolgt mit seinen ungeheuerlichen magischen Fähigkeiten eigene Ziele. Und Lukes Schwester Abi verliert ihr Herz an den Falschen.

Design:

Das Cover hat mich sofort auf das Buch aufmerksam gemacht. Die beiden geteilten Gesichter mit den herausstechenden Augenfarben zogen mich in ihren Bann. Die Risse in Pink lassen die Bilder wie zersplittert aussehen. Als würde man sie in einem zerstörten Spiegel betrachten. Bei diesen kräftigen Farben fällt der Titel gar nicht richtig auf. Eigentlich mag ich keine Gesichter auf Covern - doch dieses gefällt mir sehr gut.

Meine Meinung:

Nachdem ich das Cover entdeckt habe (und mich das Wort "Palace" eigentlich erst etwas verwirrt hat), habe ich den Klappentext gelesen und mich spontan verliebt. Die Idee der Sklavenzeit für jeden normalen Bürger ohne Geschick ist genial. Wie ist die Autorin denn darauf gekommen? Thematisch habe ich solch ein Buch noch nicht gelesen bisher. Es gab immer nur Bücher in denen es Menschen gab die herrschten oder die, die versklavt waren. Auf Lebenszeit. Aber Sklave für 10 Jahre - das ist total neu für mich gewesen. Sehr spannend. Daher musste ich das Buch unbedingt lesen.

Für mich ist und bleibt der Hauptcharakter Luke. Er und seine Familie (die Eltern und seine zwei Schwestern) treten zusammen die 10-jährige Sklavenzeit an nachdem seine jüngste Schwester gerade das Mindestalter dafür erreicht hat. Doch etwas geht schief und Luke wird von seiner Familie getrennt. Er kommt in die gnadenlose Fabrikstadt Millmoor, während seine restlichen Verwandten an dem prunkvollen Hof der Familie Jardin landen.

Das erste Kapitel war etwas verwirrend, doch danach hat mich das Buch gefesselt. Ich war von Anfang an gespannt auf den Fortgang der Geschichte. Dies wurde noch unterstützt von den vielen Handlungssträngen... die erste Hälfte des Buches blieb spannend. Die Kapitel wurden immer aus der Sicht von wechselnden Personen geschildert. Dabei hat mir die Geschichte rund um Luke am besten gefallen. Immer wenn ein Kapitel zu einer anderen Person sprang, hätte ich es am liebsten überblättert um direkt bei Luke weiter zu lesen.

Die zweite Hälfte des Buches war zwar immer noch voller Handlungen und Ereignisse, aber irgendwie konnte sie mich nicht so sehr fesseln wie der Beginn. Vielleicht waren es plötzlich zu viele verschiedene Handlungsstränge auf einmal?

Zu Beginn hatte ich auch Angst, dass mich die vielen verschiedenen Personen irgendwann durcheinander bringen würden, doch das trat nicht ein. Zum Glück! Mir gefiel auch, dass sich die Personen im Laufe des Buches entwickelt haben. Besonders die Kinder der Familie reifen heran und gehen alle ihren ganz eigenen Weg. Das hätte ich zunächst nicht in diesem Ausmaß erwartet und hat mich positiv überrascht. Mal sehen, was da später noch so auf uns zukommt.

Gut fand ich, dass am Ende einige Dinge aufgeklärt wurden, die mich das ganze Buch über beschäftigt haben. Dennoch blieben viele Fragen offen und gerade in den letzten Kapitel wurden viele neue Fragen aufgeworfen, damit der zweite Band direkt mit viel Spannung beginnen kann.

Den Schreibstil mochte ich sehr. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und egal ob es die Sklavenstadt oder das Anwesen der Jardines war - alles war so beschrieben, dass ich es vor meinem geistigen Auge sehen konnte.

Das Buch endete gleich mit mehreren Cliffhangern (ja, das geht tatsächlich). Sehr gemein, Frau Autorin! Gerade die allerletzten Handlungen einer bestimmten Person hatte ich so überhaupt nicht vorhergesehen. Nach dem Ende des Buches saß ich erst einmal erstaunt da und fragte mich, wie es wohl weitergehen wird. So viele Fragen schossen mir durch den Kopf, doch ich kann keine nennen ohne euch massiv zu spoilern.

Fazit:

Eine tolle Idee und gute Umsetzung. Zwischendrin hatte das Buch zwar ein paar Längen, dennoch freue ich mich auf die Fortsetzung und warte gespannt darauf. Die Geschichte hat noch ein riesiges Potential! Daher gibt es vier Sterne von mir.

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142 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

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Royal Hearts. Wie ich mich in den Prinzen von England verliebte

Emily Albright , Anja Hansen-Schmidt , Wolfram Ströle
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 18.04.2018
ISBN 9783473401703
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Preis: € 11,99 [D]
Verlag: Ravensburger
Seiten: 353
Format: Ebook
Altersempfehlung: keine Angabe
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 18.04.2018

Inhalt:

Can a ROYAL be LOYAL?

Ein Studienplatz in Oxford! Evie kann ihr Glück kaum fassen. Als sie auf der Semesterparty den attraktiven Edmund kennenlernt, fühlt sie sich sofort unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Doch dann erfährt sie, wer er ist: Prinz Edmund, der jüngere Bruder des englischen Thronfolgers, hat nicht nur einen Ruf als Bad Boy und unzählige weibliche Fans, seine königlichen Eltern haben auch schon die perfekte adelige Freundin für ihn auserkoren. Trotzdem kann Evie ihre Gefühle nicht verbergen und auch Edmund nutzt jede Chance, um ihr näherzukommen. Als die Klatschpresse die Anziehungskraft zwischen dem Prinzen und der Bürgerlichen bemerkt, steht Evie plötzlich im Rampenlicht - genau wie ein gut gehütetes Geheimnis ihrer Familie ...

Königlich, knisternd und herzzerreissend romantisch!

Design:

Mal wieder ein Kleidchen-Buch. Eine junge Frau in einem blass-rose Abendkleid küsst einen jungen Mann im Anzug. Er steht soweit außerhalb des Rahmens, dass man ihn nicht erkennen kann. Im Hintergrund ist ein englischer Adelssitz mit entsprechender Flagge zu erkennen. Das Blau des Himmels ist recht ausgewaschen. Insgesamt wirken die Farben sehr gedämpft, etwas mehr Kraft wäre schöner gewesen.

Meine Meinung:

Ich hatte mal wieder richtig Lust auf ein romantisches Buch mit einem Royal. Daher habe ich mir dieses Buch ausgesucht, da es beide Punkte vereint. Evie stammt aus Seattle, doch ergattert in Oxford einen Studienplatz. Ausgerechnet das Sahneschnittchen, auf das sie ein Auge geworfen hat, entpuppt sich als der kleine Bruder des Kronprinzen. Drama vorprogrammiert!

Evie ist von ihren Gedanken her noch recht kindlich. Oft ist sie trotzig und benimmt sich nicht ihrem Alter entsprechend. Edmund fand ich zwar grundsätzlich sympathisch, aber er lässt Evie zu lange im Dunkeln und handelt auch nicht gerade vertragenserweckend. An ihrer Stelle würde ich sein Handeln auch infrage stellen.
Irgendwie habe ich mir eine größere Liebesgeschichte zwischen den beiden gewünscht, mehr Gefühle, mehr Romantik. Die beiden blieben in ihrem Umgang recht kühl miteinander, auch wenn die Autorin sich Mühe gegeben hat das Knistern darzustellen. Leider ist der Funke nicht zu mir übergesprungen.

Der Untertitel "Can a royal be loyal?" beschreibt die Beziehung der beiden ziemlich gut. Der Prinz war (unter der Hand) bereits einer anderen Adligen versprochen. Doch er verliebt sich in Evie. Er möchte sie allerdings beschützen und die Aufmerksamkeit nicht allzu sehr auf sie richten, daher bekennt er sich nicht offiziell zu ihr. Dies schürt die Eifersucht in Evie, die ihm einfach nicht vertraut. Daraus resultiert ein ewiges Hin und Her der Gefühle.

Der Schreibstil hat mich nicht gestört, aber auch nicht gefesselt. Das Buch ließ sich gut lesen und ist auf jeden Fall etwas für zwischendurch. Die Story um Evies großes Familiengeheimnis fand ich noch am interessantesten. Ihre Gefühle für ihre Mutter kamen bei mir an und ich konnte ihren Schmerz nachvollziehen. So lange wie dieses Geheimnis aufgebaut wurde, so schnell wird es allerdings auch gelöst. Und dann geht alles plötzlich ganz schnell.

Das Buch habe ich (laut Angabe im Ebook) bis 60% gelesen und hatte es dann etwas pausiert. Da noch 40% übrig waren, erwartete ich eine entsprechend lange Story. Ich dachte ja, dass ich erst etwas über die Hälfte gelesen hatte. Umso enttäuschter war ich, als das Buch dann abrupt nach nur 75% endete. Es folgen mehrere kurze Buchvorstellungen sowie drei längere Leseproben. Ganz ehrlich, muss das sein? Ich war wahnsinnig traurig, da ich mir noch so viel mehr von der Geschichte erhofft hatte. Das Ende hat war zwar so, wie ich es vermutet hatte, doch trat es viel zu schnell ein. Es fehlte mir noch so viel am Ende! Wirklich schade.

Fazit:

Leider habe ich mir mehr von diesem Buch erhofft. Die Liebesgeschichte konnte mich nicht richtig überzeugen, die Charaktere benahmen sich zu kindisch und das Buch endete, bevor ich dafür bereit war. Es fehlte mir leider Einiges. Daher kann ich nur zwei Sterne vergeben.

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123 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Der Tätowierer von Auschwitz

Heather Morris , Elsbeth Ranke
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2018
ISBN 9783492061377
Genre: Biografien

Rezension:

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 14,99 [D]
Verlag: Piper
Seiten: 304
Format: Ebook
Altersempfehlung: keine Angabe
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 01.08.2018

Inhalt:

Eine Geschichte von Menschlichkeit, Mut, Liebe und Hoffnung

1942 wurde Lale Sokolov nach Auschwitz deportiert. Seine Aufgabe war es, Häftlingsnummern auf die Unterarme seiner Mitgefangenen zu tätowieren, jene Nummern, die später zu den eindringlichsten Mahnungen gegen das Vergessen gehören würden. Er nutzte seine besondere Rolle und kämpfte gegen die Unmenschlichkeit des Lagers, vielen rettete er das Leben.
Dann, eines Tages, tätowierte er den Arm eines jungen Mädchens – und verliebte sich auf den ersten Blick in Gita. Eine Liebesgeschichte begann, an deren Ende das Unglaubliche wahr werden sollte: Sie überlebten beide.
Eindringlich erzählt Heather Morris die bewegende, wahre Geschichte von Lale und Gita, die den Glauben an Mut, Liebe und Menschlichkeit nie verloren.

Design:

Das Cover ist in Sepia gehalten. Unten ist der Eingang eines KZ zu sehen, darüber der Titel in roter Schrift und die obere Hälfte besteht aus zwei Händen, die miteinander verschränkt sind. Außerdem kann man an einem Unterarm schon die Nummer von Gite erkennen.
Von der Gestaltung her kann ich nichts aussetzen. Das Cover ist perfekt für das Buch und der Leser weiß sofort, worum es geht.

Meine Meinung:

Am Anfang muss ich ein paar Worte zu meinen Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus im Dritten Reich verlieren. In meiner Schulzeit wurde das Thema immer und immer wieder durchgekaut. Ich kann echt nicht mehr sagen wie oft wir uns damit beschäftigt haben. Wenn ich so zurück denke wurde in fast jeder Klassenstufe darauf eingegangen und das Thema in irgendeiner Weise behandelt, ob es nun ein Buch im Deutschunterricht war, eine Projektwoche in Geschichte, oder oder oder. Gekrönt wurde dies nur noch von einer Klassenfahrt nach Berlin mit entsprechender Exkursion ins nächste KZ. Dies ist eine Erfahrung gewesen, die mich viel mehr geprägt hat als alle schulischen Aktionen im Vorfeld. Dort vor Ort zu sein und das Zeugnis dieser Zeit zu sehen hat mich tief erschüttert. Auch heute bekomme ich noch Beklemmungen und Tränen in den Augen, wenn ich daran denke. Ich habe mich damals sogar in einer der schallisolierten, pechschwarzen Gummizellen einsperren lassen. Gänsehaut! Ich habe mich nicht getraut mich zu bewegen.
Daher war sofort klar, dass ich dieses Buch lesen muss, als ich davon hörte. Vielen Dank an Netgalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Wie der Titel schon verrät geht es in dem Buch um den Tätowierer von Auschwitz. Lale, oder komplett Ludwig Eisenberg, wird als Jude ins KZ gebracht und landet dort beim Bautrupp. Recht schnell erkennt er seine Chancen, denn er verfügt über eine unglaubliche Menschenkenntnis und ein gutes Gespür. Außerdem spricht er mehrere Sprachen fließend, sodass er wertvoll für die SS ist. Er schafft es, dass einer der SS-Leute ihn zum zweiten Tätowierer macht und hat ab sofort einige Vergünstigungen. Als der alte Tätowierer verschwindet, nimmt Lale seinen Platz ein und hat, im Vergleich zu den anderen Gefangenen, das "große Los" gezogen. Er hat ein eigenes Zimmer, kann sich relativ frei bewegen und wird nicht weiter behelligt. Er baut sich ein richtiges Netzwerk auf, versucht den anderen zu helfen und überlebt so einige brenzlige Situationen.

Das zweite Hauptelement der Geschichte ist Gita. Sie ist eine der vielen tausend Gefangenen, die Lale tätowiert. Doch es ist Liebe auf den ersten Blick für ihn. Gespannt habe ich verfolgt, wie sich die Liebesgeschichte immer weiter entwickelt. Egal wie schwer es wurde, sie haben immer wieder zueinander gefunden. Eine wahrlich erstaunliche Leistung. Natürlich war mir von Anfang an klar, dass sie beide das KZ überleben, denn das wird schon in der Inhaltsbeschreibung verraten. Doch tatsächlich habe ich mich gefragt, wie sie das geschafft haben. An einer Stelle wird Lale gefragt ob er nicht in Wirklichkeit eine Katze sei, so viele Leben wie er habe. Und genau diesen Gedanken hatte ich auch schon gehabt.

Der Schreibstil ist absolut passend und ich konnte der Geschichte jederzeit ohne Probleme folgen. Die Autorin hat es wirklich geschafft diese Lebensgeschichte gut zu strukturieren und klar für den Leser aufzuarbeiten. Mir hat auch inhaltlich nichts gefehlt. Gut fand ich auch, dass es nach dem finalen Zusammentreffen der beiden außerhalb des KZ einen kurzen Abriss über das restliche Leben der beiden gab. Ohne diesen wäre das Buch nicht rund gewesen.

Besonders interessant fand ich auch die Anmerkungen und Nachworte. Hier kommen zum Beispiel die Autorin und der Sohn der beiden zur Sprache. Ergänzt wird das Ganze von ein paar Schwarz-Weiß-Fotos des Paares. So habe ich nun auch endlich ein Gesicht zur Geschichte. Und der Lageplan des KZ hat mich noch einmal richtig aufgewühlt. Die schiere Größe wird einem erst durch so einen Plan bewusst. Besonders auch dann, wenn man die winzigen Unterkünfte der SS mit dem restlichen Lager vergleicht.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings noch. Dadurch, dass Lale für die SS arbeitet, hat er ein angenehmeres Leben als die anderen. Natürlich bekommt er viele Dinge mit, aber er kann auch einiges ausblenden. Dadurch verliert das Buch ein kleines bisschen an Kraft für mich. Der Schrecken und die Qualen, mit denen sich ein normaler Insasse auseinander setzen muss, bleiben ihm erspart. Irgendwie hatte ich mit noch eindrücklicheren Erlebnissen gerechnet. Für mich kommt die Schilderung nicht an den Besuch im KZ heran. Trotzdem ist es ein eindrückliches Buch, dass ich jedem empfehlen kann, der sich mit dem Thema beschäftigen möchte.

Fazit:

Ein berührendes und wichtiges Buch, das von einer großen Liebe erzählt. Doch es lässt auch die Schrecken der Zeit nicht außen vor und verbindet beides gekonnt zu einem besonderen Zeitzeugnis. Dafür vergebe ich fünf Sterne.

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Männergrillschule

Thomas Krause
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Südwest, 06.03.2017
ISBN 9783517095752
Genre: Sachbücher

Rezension:

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 19,99 [D]
Verlag: Südwest Verlag
Seiten: 176
Format: Hardcover
Altersempfehlung: keine Angabe
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 06.03.2017

Inhalt:

Ein Mann, ein Grill

Hier grillt Mann in geselliger Runde: Mit einfach-raffinierten Rezepten und alltäglichen Zutaten wird ohne Schnickschnack, aber dafür mit besten Zutaten und Kochwissen gegrillt. Die Anleitungen sind kurz und prägnant, die Tricks wirklich hilfreich, die Rezepte für Puristen oder Grillhedonisten – weg mit der Bohrmaschine, her mit der Grillgabel!

Meine Meinung:

Heute werdet ihr einmal eine etwas andere Rezension von mir erhalten. Denn wie der Titel des Buches schon verrät, handelt es sich bei diesem Buch um eine Grillschule für Männer, bzw. ein entsprechendes Kochbuch. Also wird natürlich auch mein eigener Göttergatte seine Meinung kundtun. Diese Rezension ist also eine Gemeinschaftsarbeit. Aber natürlich lasse ich es mir als Frau auch nicht nehmen dieses Buch zu nutzen.

Inhaltlich ist das Buch in 8 Abschnitte eingeteilt. Nach einer Einleitung mit Hinweisen was man alles zum Grillen braucht, folgt direkt das Kapitel zu Rind und Kalb. Außerdem gibt es noch Abschnitte mit Rezepten für Schwein, Geflügel und Wild, Fisch und Meeresfrüchte, Vegetarisch & Vegan, Desserts & Co. sowie Salate und Beilagen.

Vom Design her hat jeder Abschnitt eine eigene Farbgestaltung. Die Rezepte rund ums Schwein sind zum Beispiel in einem dunklen Rosa gehalten, wohingegen die Fischrezepte in einem klassischen Blau erstrahlen. Aber keine Sorge, ihr erhaltet kein komplett buntes Kochbuch. Die Farbe findet sich nur in der Zutatenliste und in den Überschriften wieder.

Die Bilder sind ansprechend rustikal gehalten und machen direkt Hunger. Sie verführen dazu zum Metzger zu fahren und sofort alles zu kaufen was in der Auslage liegt, um es danach gekonnt auf den Grill zu werfen. Meinem Mann ist jedoch direkt negativ aufgefallen, dass es nicht zu jedem Rezept ein Bild gibt. Auch ich muss gestehen, dass mir das etwas fehlt. So weiß man bei einigen Rezepten eben nicht wie das Endprodukt aussehen soll. Dies fördert zwar die Kreativität, könnte einen aber auch zur Verzweiflung treiben.
Ansonsten ist die Gestaltung und Bebilderung insgesamt sehr passend gewählt. Rutikal und Old School, sagt mein Mann. ;) Es macht Spaß durch das Buch zu blättern und nach neuen Rezepten zu Suchen. Man findet viele inspirierende Ideen.

Ich finde es auch klasse, dass ungefähr ein Drittel des Buches sich nicht nur um das Hauptthema Fleisch dreht, wie man es normalerweise bei einem Kochbuch für Männer erwarten würde. Mein Göttergatte war zum Beispiel direkt von den Desserts begeistert. Die Vielfalt der Rezepte ist sehr ansprechend. Da ist für jeden was dabei. Alles in einem Buch, das ist schon super gelöst.

Die Rezepte selbst sind sehr gut, aber nicht zu ausschweifend erklärt, sodass man zügig weiß was zu tun ist. Neben der reinen Auflistung der Zubereitung gibt es bei einigen Rezepten auch hilfreiche Tipps.

Als Frau muss ich bei vielen Formulierungen schon schmunzeln, da oft typisch männliche Äußerungen wiedergegeben werden. Aber das ist vollkommen okay, da sich das Buch speziell an Männer richtet. Meinem Mann sagten auf jeden Fall etwa 95% der Rezepte spontan zu. Seine Lieblingsrezepte sind:

    Himbeer-Lakritz-Butter (Seite 22)
    Dreierlei Beef-Lollis auf Rote-Bete-Carpaccio mit Zitronenöl (Seite 32)
    Meatballs mit Cheddar und Chili (Seite 56)
    Tandoori Chicken mit Raita (Seite 84)
    Wolfsbarsch mit Baconchip und glasierten Johannisbeeren (Seite 99)
    Gefüllter Kürbis mit Aprikosen und Bulgur (Seite 130
    Süsser Flammkuchen mit Mango und Marshmallow (Seite 134)
    Melonensalat mit Frühlingszwiebeln, Chili und Hüttenkäse (Seite 154)

Fazit:
 
Ein Buch für Jedermann oder Frau, die es sich nicht nehmen lassen am Grill auch Mal etwas Besonderes auszuprobieren und sich mal von 0815-Würstchen, Bauchspeck und Hühnerbrust zu verabschieden. Leicht erklärt, sodass jeder es nachgrillen kann und auf das Wesentliche fokussiert. Ganz klar ein wunderbares Buch für Grill Fans.

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Heliopolis - Magie aus ewigem Sand

Stefanie Hasse
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Loewe, 24.07.2018
ISBN 9783743200920
Genre: Jugendbuch

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