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37 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

verlag cbt, tom fletcher, weihnachtosauru, weihnachtsgeschicht, rezensionsexemplare

Der Weihnachtosaurus

Tom Fletcher , Franziska Gehm , Shane Devries
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei cbt, 02.10.2017
ISBN 9783570164990
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

erotik

Diamond Men - Versuchung pur! Mr. Wednesday

Shana Gray
E-Buch Text: 51 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 03.11.2017
ISBN 9783955767679
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 1,49 [D]
Verlag: MIRA
Seiten: 44
Format: Ebook
Altersempfehlung: keine Angabe
Reihe: Band 3/7
Erscheinungsdatum: 03.11.2017

Inhalt:

Sieben Tage, sieben Prüfungen, sieben unwiderstehliche Männer! Für wen wird Tess sich entscheiden?
Tess‘ einziger Wunsch? Rache! Diamond Enterprises hat ihren Vater ruiniert und sie will es dem Konzern heimzahlen. Deshalb bewirbt sie sich als Assistentin des Firmenbosses. Eine Woche soll sie nun täglich bei einem anderen Chef ihr Können unter Beweis stellen.
Teil 3:
Vom ersten Moment an fliegen die Funken zwischen Tess und dem Großstadt-Highlander Mr. Wednesday. Wie soll sie sich da bloß auf ihren schwierigen Auftrag konzentrieren?

Meine Meinung:

Die kurze Inhaltsangabe zu diesem dritten Teil der Diamond Men Reihe ließ, wenn ich ganz ehrlich bin, meine Hoffnungen auf Besserung der Reihe ganz schön schrumpfen. Schon wieder fliegende Funken? Verliert Tess ihren Plan jetzt komplett aus den Augen?

Tatsächlich hat Tess mich am Anfang ziemlich enttäuscht. Sie stellt sich ein Leben mit Mr. Monday vor und kaum 5 Minuten später zerfließt sie vor Sehnsucht nach einem anderen Kerl. Das ist doch nicht normal! Selbst der Hinweis auf Jamie Fraser beziehungsweise Outlander konnte diesen Eindruck nicht mehr wettmachen. Sehr gut fasst Tess es selbst zusammen:

    "Es bestand die Gefahr, dass ich zu einem kopflosen Opfer der Lust wurde."

Glücklicherweise verabschiedet sich Mr. Wednesday recht schnell und den Rest des Tages verbringt Tess in produktiver Stimmung bei ihrer neuesten Aufgabe. Ihr Vorgehen war zwar sehr vorhersehbar, aber zum ersten Mal konnte ich mich etwas mit ihr identifizieren und ihre Gedanken nachempfinden. Auch ihren Kampf mit sich selbst fand ich sehr gut und hoffe, dass sich dieser noch verstärken wird.

Fazit:

Nach anfänglichen Bedenken hat mir dieser Teil sogar noch besser gefallen als die ersten beiden. Zwar darf das Prickeln scheinbar nicht fehlen, aber es hält sich im Rahmen und die eigentliche Handlung steht mehr im Vordergrund. Dafür gibt es von mir 3 Sterne!

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

erotik, eshort, kurzgeschichte, prüfungen, neue herausforderungen

Diamond Men - Versuchung pur! Mr. Tuesday

Shana Gray
E-Buch Text: 49 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 27.10.2017
ISBN 9783955767662
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 0,99 [D]
Verlag: MIRA
Seiten: 44
Format: Ebook
Altersempfehlung: keine Angabe
Reihe: Band 2/7
Erscheinungsdatum: 27.10.2017

Inhalt:

Sieben Tage – sieben Prüfungen – sieben unwiderstehliche Männer! Für wen wird Tess sich entscheiden?
Tess‘ einziger Wunsch? Rache! Diamond Enterprises hat ihren Vater ruiniert und sie will es dem Konzern heimzahlen. Deshalb bewirbt sie sich als Assistentin des Firmenbosses. Eine Woche soll sie nun täglich bei einem anderen Chef vorstellen.
Teil 2:
Mr. Tuesday ist so groß und muskulös, dass er wie ein Footballprofi im Designeranzug wirkt. In seinem Porsche nimmt er Tess mit auf einen aufregenden Road Trip …

Meine Meinung:

Wie schon im ersten Teil (Mr. Monday) hat die Protagonistin Tess einige heiße Gefühle für die großen und stattlichen Männer rund um sie herum, aber längst nicht mehr so ausgeprägt wie zuvor. Dabei hat sie an diesem zweiten Tag sogar Mr. Monday und Mr. Tuesday um sich.

Die Rachegefühle treten immer weiter in den Hintergrund und werden nur ganz kurz erwähnt. Tess will einfach nur die Prüfung schaffen und erhält erste Einblicke in das Unternehmen. Dieses Mal muss sie einen Geschäftsabschluss schaffen. Ob ihr das gelingt?

Auffällig fand ich, dass wieder sehr viel Zeit in Fahrzeugen unterschiedlichster Art "vergeudet" wurde. Andauernd fahren und fliegen sie irgendwo hin. Ich hoffe, dass das in den nächsten Teilen etwas weniger wird.

Gut fand ich, dass mehr auf die geschäftsmäßige bzw. berufliche Seite von Tess eingegangen wurde.

Fazit:

Leichte Kost Teil 2, jedoch mit weniger Erotikinhalten. Es hat mir schon besser gefallen als der erste Teil, aber für mehr als zwei Sterne reicht es noch nicht. Ich bin gespannt, ob wir uns von Teil zu Teil steigern werden.

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39 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

erotik, rache, shana gray, new-adult, konnte mich nicht überzeugen

Diamond Men - Versuchung pur! Mr. Monday

Shana Gray
E-Buch Text: 52 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 20.10.2017
ISBN 9783955767655
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 0,99 [D]
Verlag: MIRA
Seiten: 44
Format: Ebook
Altersempfehlung: keine Angabe
Reihe: Band 1/7
Erscheinungsdatum: 20.10.2017

Inhalt:

Sieben Tage – sieben Prüfungen – sieben unwiderstehliche Männer! Für wen wird Tess sich entscheiden?

Tess‘ einziger Wunsch? Rache! Diamond Enterprises hat ihren Vater ruiniert und sie will es dem Konzern heimzahlen. Deshalb bewirbt sie sich als Assistentin des Firmenbosses. Eine Woche soll sie nun täglich bei einem anderen Chef vorstellen.

Teil 1:

Das erste Bewerbungsgespräch mit dem faszinierenden Mr. Monday, der sie in einem Helikopter entführt, lenkt Tess gefährlich von ihren Vergeltungsplänen ab …

Design:

Alle sieben Bände der Reihe haben die gleiche Aufmachung und unterscheiden sich nur in der Farbe der Krawatte und des Farbkleckses am unteren Coverrand sowie dem Titel "Mr. ...".

Für eine Reihe ist diese grafische Ausführung sehr passend. Das Bild ansich von dem Mann im Anzug, der sich das Hemd vorne auseinanderreißt, sagt mir nicht so zu. Das hat doch sehr etwas von Superman, nur dass dieser Kerl hier nicht gerade super muskulös ist. Für mich wäre er nichts. Der Rest des Covers mit den abgestimmten Farben ist stimmig.

Meine Meinung:

Ich wurde vom Verlag oder NetGalley ausgewählt die ersten drei Teile der Reihe zu bewerten, da ich bereits "Calendar Girl" von Audrey Carlan gelesen und rezensiert habe. Das hat mich natürlich sehr gefreut und daher habe ich den ersten Teil direkt heruntergeladen.

Mit ein klein wenig Bedauern stellte ich dann fest, dass wir hier eine Reihe mit sieben sehr kurzen Teilen vor uns haben. Von Bänden möchte ich nicht direkt sprechen, denn bei dieser geringen Seitenanzahl ist das kein "Buch" für mich, sondern eine Kurzgeschichte.
Im Internet habe ich verschiedene Informationen zur Seitenanzahl gefunden. Auf der Seite des Verlags heißt es 44 Seiten, auf Amazon werden 52 Seiten genannt.
Da hat sich so ein Teil natürlich sehr schnell ausgelesen. Aber ich wollte dem Ganzen eine Chance geben, auch wenn ich eigentlich lieber längere Bücher bevorzuge.

Am Anfang des Buches werden wir direkt mit den heftigen Rachegelüste der Protagonistin konfrontiert. Sie will unbedingt eine Stelle in dem Unternehmen ergattern, das ihren Vater zu Fall gebracht hat, um dieses von innen heraus zu zerstören. Doch ihr Groll kann nicht so groß sein, denn beim Anblick des ersten gutaussehenden Mannes gerät sie in begierige Schwingungen und kann sich fast nicht zurückhalten.

Dieser wahnsinnig attraktive Kerl wird immer nur Mr. Umwerfend genannt. Auch den Vornamen der Protagonistin erfahren wir im ersten Teil der Reihe nicht (oder ich habe es verpasst). Sie wird mehrfach nur als Mrs. Canyon tituliert. Das hat mich massiv gestört, denn ich konnte dadurch keine Verbindung zu ihr aufbauen. Eins der ersten Dinge, die man über einen Menschen erfährt, ist sein Name.

Generell habe ich ein Problem mit den Namen in diesem Buch. Später treffen wir noch auf eine Person namens Mr. King. Und das Unternehmen heißt Diamond Enterprises. So klischeehaft! Wenn in den nächsten Bänden auch noch ein Mr. Big wie bei "Sex and the City" um die Ecke kommt, dann würde mich es auch nicht mehr wundern.

Der Schreibstil ist in Ordnung. Ich habe keine großen Fehler, außer ein paar Logikfehlern, gefunden. Sie wundert sich zum Beispiel, dass der Firmenfahrer sie nach Hause bringt, ohne dass sie ihm ihre Adresse genannt hat. Dass aber auf jeder Bewerbung die Adresse der Person draufsteht, das hat sie wohl vergessen.

Natürlich findet in diesem Teil kein normales Vorstellungsgespräch statt, sondern sie wird erst einmal in einen Hubschrauber verfrachtet und mit einer Augenbinde ausgestattet. Das erinnert doch sehr stark an Shades of Grey. Alles, was danach folgt, ist beinahe Nötigung. Wenn sie schlau gewesen wäre, hätte sie eine versteckte Kamera am Leib getragen und könnte die Firma nur aufgrund der Geschehnisse an diesem ersten Tag schon verklagen. Und die restlichen Geschehnisse sind leider auch sehr hanebüchen und unglaubwürdig. Ein typischer Fall von zu gut um wahr zu sein.

Fazit:

Leider konnte mich dieser Teil nicht überzeugen. Es ist eine Geschichte für eine halbe Stunde zwischendurch mit flacher Unterhaltung. Daher kann ich leider nicht mehr als zwei Sterne vergeben. Hoffentlich werden die nächsten Bände besser.

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54 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

zeitzeugenbericht, judenverfolgung, anne frank, niederlande, konzentrationslager

Das Tagebuch der Anne Frank

Ari Folman , Anne Frank , David Polonsky , Mirjam Pressler
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 05.10.2017
ISBN 9783103972535
Genre: Comics

Rezension:

Preis: € 20,00 [D]
Verlag: S. FISCHER Verlag
Seiten: 160
Format: Hardcover
Altersempfehlung: keine Angabe
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 05.10.2017

Inhalt:

Anne Franks Tagebuch, weltbekannt und geliebt, liegt jetzt in einer völlig neuen Fassung vor: »Das Tagebuch der Anne Frank: Graphic Diary. Umgesetzt von Ari Folman und David Polonsky« ist eine einzigartige Kombination aus dem Originaltext und lebendigen, fiktiven Dialogen, eindrücklich und einfühlsam illustriert von Ari Folman und David Polonsky. Beide bekannt für ihr Meisterwerk »Waltz with Bashir«, das u.a. für den Oscar nominiert war. So lebendig Anne Frank über das Leben im Hinterhaus, die Angst entdeckt zu werden, aber auch über ihre Gefühle als Heranwachsende schreibt, so unmittelbar, fast filmisch sind die Illustrationen. Das publizistische Ereignis zum 70. Jahrestag der Erstveröffentlichung, autorisiert vom Anne Frank Fonds Basel.

Design:

Das Cover und die Aufmachung des Buches gefallen mir sehr gut. Schon von Weitem kann man zweifelsfrei erkennen, dass dies ein Buch über Anne Frank ist, da sie sofort zu identifizieren ist und auf dem Cover wirklich hervorsticht.

Besonders gut gefällt mir auch, dass das Rot von Annes Oberteil sich auch in der Schriftfarbe der Namen der Zeichner, als Farbe des Buchrückens, im Text auf der Rückseite und auf dem Vorsatz (Innenseiten des Einbandes) wiederfindet.

Der Rest ist edel und einfach gehalten, ein schwarzer Hintergrund auf dem die Zeichnungen und Informationen des Einbandes in den Vordergrund rücken und gleichzeitig eine gewisse Ernsthaftigkeit und schon fast Trauer vermittelt.

Meine Meinung:


Ich habe das Buch bereits im Vorfeld auf der Frankfurter Buchmesse in der Hand gehabt und war sofort begeistert. Umso mehr habe ich mich gefreut, als mir der Verlag ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat, ansonsten hätte ich es mir aber auch auf jeden Fall selber gekauft.

Die Geschichte beginnt am Freitag, den 12. Juni 1942. Anne Frank bekommt zu ihrem Geburtstag ein Tagebuch geschenkt, in das sie ab diesem Zeitpunkt regelmäßig schreibt. Die Einträge umfassen oft mehrere Tage, die am Anfang der Abschnitte auch genau angegeben werden. Wir erleben die Geschichte, genau wie im Originalwerk, als Tagebucheinträge. Anne tauft das Tagebuch auf den Namen Kitty und es ersetzt ihr die beste Freundin. Sie vertraut ihr ihre tiefsten Gefühle an.

Die Einträge beginnen noch in einer Zeit vor dem Leben im Hinterhaus. Es ist erschreckend, wie schnell die Geschehnisse eskalieren und bereits auf Seite 23 ziehen sie in ihr Versteck ein, denn sie und ihre Familie sind Juden und wurden in Holland von den Nazis verfolgt. Die Seiten zuvor reichen absolut aus um die Vorgeschichte zu schildern und einen Eindruck von der Zeit zu geben.


Nach und nach kommen die anderen Bewohner des Hauses dazu und mit ihnen verkompliziert sich die sowieso schon schwierige Situation immer mehr. Wir erfahren von den Ängsten und Nöten, vom Krieg und der Verfolgung der Juden.
Die Autoren haben es wunderbar geschafft die Essenz aus den Texten zu extrahieren und die wichtigsten Punkte darzustellen. Auch wenn ein Graphic Diary nicht alle Inhalte wiedergeben kann, habe ich doch nichts vermisst und empfinde das Buch von vorne bis hinten als stimmige Interpretation.


Die graphische Umsetzung und die Zeichnungen gefielen mir sehr gut. Bisher habe ich noch keinen Comic gelesen, der diesen Zeichenstil beinhaltet. Einen winzigen Kritikpunkt habe ich allerdings: die Bilder und Zeichnungen sind etwas verschwommen. Im Vergleich dazu ist der Text in den Sprechblasen sehr klar. Das fand ich etwas schade und hätte etwas präzisere Zeichnungen bevorzugt. Die Personenübersicht am Anfang des Buches ist auch deutlicher gezeichnet.

Bei der Lektüre hat es mich übrigens auch erstaunt, dass auf mehreren Bildern das Hakenkreuz abgebildet wurde. Ich schwanke hierbei ein wenig zwischen den beiden Punkten, dass dieses Symbol nicht gezeigt werden sollte und der Meinung, dass es ein Teil der Geschichte ist und daher nicht weggelassen werden kann. Auf jeden Fall kann ich mir vorstellen, dass es manchen Personen nicht gefallen könnte. Mich hat es nicht gestört und ich finde es wichtig der Jugend zu zeigen, dass dies ein Symbol ist, mit dem man sich nicht schmücken sollte.

Ab und an gab es auch ganze Seiten mit viel Text. Ab der zweiten Hälfte kam dies immer öfter vor, teilweise ganze Seiten sogar. Die Schrift war so klein wie in den Sprechblasen, so dass der lange Fließtext ein wenig schwierig zu lesen war. Der Lesefluss wurde durch die vielen Textpassagen auch deutlich verlangsamt im Vergleich zu der ersten Hälfte des Buches.
Mir hat der Abdruck der unveränderten Texte des Tagebuches sehr gut gefallen. Manche Dinge kann man in einem Bild oder auf einer Seite nicht so abbilden, wie es ein Text vermitteln kann. Daher finde ich es gut, dass die Autoren eine stimmige Mischung aus Bildern und Texten ausgearbeitet haben.


Wie immer, wenn mich ein Buch total begeistert, finde ich es schwer darüber zu berichten und dem Ganzen mit meinen Worten gerecht zu werden. Dieses Werk ist ein eindrückliches und bewegendes Graphic Diary. Die Zeichner haben es auf unglaubliche Weise geschafft die Stimmung im Hinterhaus und von Anne einzufangen. Einfühlsam und dennoch schockierend. Ein hoch poetisches Buch zwischen Politik, Krieg, dem Erwachsenwerden und all seinen Problemen. 


Nach dem letzten Tagebucheintrag gibt es noch drei weitere Seiten mit den Geschehnissen die auf den letzten Eintrag folgten. Die Schrift und Gestaltung dieser Seiten hebt sich klar vom Rest des Buches ab, so dass man zweifelsfrei erkennen kann, dass es sich hierbei nicht mehr um das Tagebuch handelt.


Wie immer, wenn ich Anne Franks Tagebuch beende, stehen mir danach die Tränen in den Augen. Das passierte mir bereits bei den Originaltexten, und auch bei diesem Graphic Diary hatte ich einen unglaublichen Kloß im Hals. 


Im Nachwort der Zeichner wird erwähnt, dass sie den Erinnerungen an Anne Frank und ihrem Vermächtnis treu bleiben wollten und ihr Ziel war den Geist von Anne Frank in jedem einzelnen Bild zu bewahren. Besser hätte ich es nicht ausdrücken können, denn genau dieser Eindruck ist bei mir als Leser entstanden.


Ich habe das originale Tagebuch bereits in meiner Schulzeit gelesen, und empfinde es immer noch als eines der wichtigsten Zeugnisse aus dieser Zeit. Daher freut es mich umso mehr, dass nun eine neue Form gefunden wurde, in der hoffentlich viele neue Leser die Geschichte von Anne Frank erleben werden.

Fazit:

Dieses Buch hat es ohne viel Federlesen direkt in die Liste meiner Jahreshighlights geschafft! Auch wenn ich einen kleinen, halben Stern abziehen muss wegen der leicht unscharfen Bilder und der winzigen Schrift in den Fließtexten, kann ich ansonsten nichts finden, das ich an diesem Werk auszusetzen hätte. Inhaltlich überragend! Ich kann nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen und dieses Buch jedem ans Herz legen. Lest es, es ist so wichtig!

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36 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

weihnachten, familie, verlust, familienunternehme, roman

Das Leben ist kein Punschkonzert

Heike Wanner
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.10.2017
ISBN 9783548289687
Genre: Romane

Rezension:

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 8,99 [D]
Verlag: ullstein
Seiten: 304
Format: Ebook
Altersempfehlung: keine Angabe
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 13.10.2017

Inhalt:

Die selbstsichere Carolin hat Karriere gemacht, aber Pech in der Liebe. Die durchorganisierte Dreifach-Mutter Melanie wünscht sich ihr eigenes Leben zurück. Und Julia, die jüngste der drei Schwestern, weiß mit Anfang zwanzig immer noch nicht so recht, wohin sie im Leben will. Fürs Erste betreibt sie den alten Kartoffelpufferstand der Familie und tingelt damit von Markt zu Markt. Doch so richtig gut läuft das Geschäft nur im Winter. Und ausgerechnet kurz vor Beginn der Weihnachtssaison kommt es zur Katastrophe: Julia rutscht auf dem Glatteis aus und bricht sich das Handgelenk. Einen verzweifelten Hilferuf später finden sich ihre beiden älteren Schwestern im Imbisswagen auf dem Wiesbadener Weihnachtsmarkt wieder, um Julias Jahresumsatz zu retten. Familie verpflichtet eben. Doch zwischen Pufferteig und Punschtopf fliegen bald schon die Fetzen ...

Design:

Der Titel ist Programm beim Cover! Der Punsch und die weihnachtlichen Gewürze stehen im Fokus, alles ist farblich schön abgestimmt. Ein bisschen liebevolles Chaos auf dem Tisch, so würde ich es bezeichnen. Mir wird direkt warm, wenn ich das Cover ansehe.

Meine Meinung:

Drei Schwestern, wie sie unterschiedlichen nicht sein könnten. Und doch halten sie zusammen, wenn es um die Familie geht. Jede der drei Schwestern wurde realistisch und nachvollziehbar von der Autorin konstruiert und sie ergänzen sich hervorragend und wachsen aneinander. Und was wäre ein richtiges Weihnachtsfest ohne ein wenig Reibung zwischen den einzelnen Parteien?

Wenn man das Buch mit einem Wort zusammenfassen müsste, dann wäre es "gemütlich". Ich habe mich in der Handlung sofort wohlgefühlt und es war fast so, als würde mich die Autorin in eine dicke, rote Decke einpacken, vor dem Kamin parken mit einem heißen Kakao auf dem Beistelltisch und einem Teller voll Weihnachtsleckereien dazu. Sie entführt uns in ein Weihnachtswunderland, in dem auch Sternschnuppenwünsche Bedeutung haben.

Ich habe den Roman in der Vorweihnachtszeit gelesen, wenn die Läden schon voll sind mit Lebkuchen und anderen Schnuckereien. Man bekommt richtig Lust darauf über einen Weihnachtsmarkt zu schlendern, so realistisch wurde der Wiesbadener Sternschnuppenmarkt beschrieben. Ich konnte die einzelnen Düfte fast selber riechen und den Schnee glitzern sehen. Kitschig wurde es dabei jedoch nie, eher romantisch.

Kaum hatte ich angefangen, war die erste Hälfte der Geschichte auch schon vorbeigerauscht. Ich habe garnicht gemerkt, wie die Zeit verging. In nicht einmal zwei Tagen hatte ich das Buch ausgelesen. Hinterher habe ich mich ein wenig über mich selbst geärgert, da ich es nicht abwarten konnte und mir nicht mehr Zeit gelassen habe. Aber so ist das bei guten Büchern eben. Der Schreibstil ist so schön und fließend, dass ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte.

Insgesamt gibt es 24 Kapitel. Vielleicht werde ich es nächstes Jahr so machen, dass ich jeden Abend eins davon lese bis Heiligabend. Das würde sich auf jeden Fall anbieten. Und zum Abschluss gibt es auch noch eine Reihe von Rezepten, die ich unbedingt ausprobieren muss. Ich freue mich immer über so kleine Gimmicks, die dem Leser noch einen gewissen Mehrwert mitgeben. Wenn ein paar der Rezepte super sind, werden sie auf jeden Fall den Weg in mein Kochbuch finden. Und jedes Mal wenn ich sie sehen werde, werde ich an das Buch denken müssen. Ich habe schon so manches Geheimrezept am Ende eines Buches gefunden!

Das Ende des Buches gefiel mir (auch von der Geschichte her, nicht nur wegen den Rezepten ) sehr gut und ich habe das Buch mit einem breiten Grinsen aus der Hand gelegt. Sogar ein Tränchen ist vorher noch geflossen. Während des Lesens war ich voll weihnachtlicher Gefühle und die Geschichte hinterließ auch einen gewissen Zauber bei mir als ich das Buch abgeschlossen hatte. Schade, dass ich noch über eine Woche warten muss bis zum Start der Adventszeit. Ich bin allerdings auch froh, dass ich mir etwas Zeit gelassen habe und das Buch erst jetzt gelesen habe. Es gehört einfach in die winterlichen Monate! Ein typischer Weihnachtsroman.

Fazit:

Mit diesem Buch habe ich ein neues Lieblingsbuch im Bereich der Weihnachtsbücher gefunden. Ich werde es mir auf jeden Fall noch als Print bestellen und kann mir sehr gut vorstellen es regelmäßig zur Weihnachtszeit zu lesen. Wenn ich ein Rezensionsexemplar nach dem Lesen auf dem Reader behalte und nicht direkt lösche, dann war es ein sehr gutes Buch. Ich kann daher nur verdiente 5 Sterne vergeben!

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725 Bibliotheken, 43 Leser, 0 Gruppen, 108 Rezensionen

fae, rhysand, fantasy, das reich der sieben höfe, feyre

Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 720 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 04.08.2017
ISBN 9783423761826
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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32 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

fae, seelenverwandte, ungekürztes hörbuch, reich der fae, hörbuch

Das Reich der sieben Höfe 2 - Flammen und Finsternis

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst , Ann Vielhaben , Simon Jäger
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, 04.08.2017
ISBN 9783742402011
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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162 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

essex, liebe, aberglaube, london, pfarrer

Die Schlange von Essex

Sarah Perry , Eva Bonné
Fester Einband: 520 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.09.2017
ISBN 9783847900306
Genre: Romane

Rezension:

Preis: € 24,00 [D]
Verlag: eichborn
Seiten: 492
Format: Hardcove
Altersempfehlung: ab 16 Jahre
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 29.09.2017

Inhalt:

London im Jahr 1893. Nach dem Tod ihres Mannes verlässt Cora Seaborne die Hauptstadt und reist gemeinsam mit ihrem Sohn Francis in den Küstenort Aldwinter. Als Naturwissenschaftlerin und Anhängerin der provokanten Thesen Charles Darwins gerät sie dort mit dem Pfarrer William Ransome aneinander. Beide sind in rein gar nichts einer Meinung, beide fühlen sich unaufhaltsam zum anderen hingezogen.

Design:

Das Buch ist mir aufgrund des Covers sofort aufgefallen. Es ist außergewöhnlich und sehr ansprechend. Ein richtiger Hingucker im Regal. Und unter dem Schutzumschlag kam dann die wirkliche Schönheit zutage: der dunkelgrüne Einband ist mit einem Muster geprägt, das an Schlangenschuppen erinnert. Ich kann schon gar nicht mehr sagen wie oft ich verträumt darüber gestrichen habe und mich einfach an dem Gefühl erfreut habe.
Die Innenseiten der Buchdeckel sind mit einem wunderschönen floralen Muster versehen, dass mich an altertümliche Tapeten oder die wissenschaftlichen Zeichnungen von Blumen erinneren.
Haptik und Optik stimmen hier also 100%ig. Und als besonderes Extra hat das Buch auch noch ein Lesebändchen. Für mich gibt es nichts Besseres! Daher ein großes Lob an den Verlag, das Buch überzeugt von der Aufmachung her auf ganzer Linie.

Meine Meinung:

Ich fühle mich klein und unfähig eine passende Rezension über dieses großartige Buch zu schreiben. Mein Gefühl sagt mir, dass ich nicht die richtigen Worte finden kann um die Schönheit und Einzigartigkeit dieses Buches zu vermitteln. Es ist anders als alles, was ich bisher gelesen habe. Selbst mit Deutsch- und Englisch-Leistungskurs im Hintergrund habe ich den Eindruck, dass dieses Buch etwas Besonderes ist.

Ich habe zwar am Anfang etwa 20 Seiten gebraucht um in den Stil und die Geschwindigkeit der Geschichte hineinzufinden, doch danach konnte ich es stets zur Hand nehmen und direkt loslesen ohne mich neu eingewöhnen zu müssen. Für dieses Buch habe ich mir auch wirklich viel Zeit genommen. Jeden Tag habe ich einige Seite gelesen, wie eine tägliche Dosis Sarah Perry.

Grundsätzlich geht es um die gerade verwitwete Cora Seaborne, die zusammen mit ihrem Sohn und einer Freundin ins ländliche Aldwinter zieht um dort nach prähistorischen, paläontologischen Überresten zu suchen. Sie ist fasziniert von der Wissenschaft und gerät daher mit dem hiesigen Dorfpfarrer William Ransome aneinander.
Ich habe die Geschichte von Cora und William nicht unbedingt als Haupthandlungsstrang angesehen. Alle Personen der Geschichte sind interessant und jede hat mich fasziniert, oder auch abgestoßen. Natürlich bildet Cora trotzdem den Mittelpunkt, die alle anderen Personen verbindet, doch es gibt genug Seiten, auf denen es nicht um sie geht.
Die Charaktere werden zumeist (bis auf die Wichtigsten) nur minimal beschrieben, sodass man sich gut ein eigenes Bild von ihnen machen kann. Auf skurrile und besonders Persönlichkeiten treffen wir dabei, jeder auf seine eigene Art außergewöhnlich.

Die Handlung ansich ist nicht so komplex. Es gibt viele Zeitsprünge und in einigen Kapiteln wird in jedem Absatz das Schicksal einer anderen Person beleuchtet, sodass man schon gut aufpassen muss um nichts zu verpassen. Die schnellen Szenenwechsel geben dem ruhigen Erzählstil eine gewisse Dynamik, der den Leser wie einen Sog erfasst. Es ist eine Zeit des Umbruchs, des Neubeginns und der Wagnisse. Gesellschaftliche Konventionen werden auf den Prüfstand und infrage gestellt. Wissenschaft oder Religion - diese zwei Welten prallen aufeinander.

Für mich ist der wichtigste Aspekt dieses Buches die Sprache. Sie ist so ausführlich und bildhaft, dass man von den vielen Details fast erschlagen wird. Denn genau so detailverliebt wie das Cover gestaltet wurde, so ist auch die Geschichte. Faszinierend, erschreckend, poetisch, gefühlvoll, sonderbar.

Ich habe mich voll und ganz in die Sprache verliebt. Anfangs musste ich mit einem seligen Lächeln auf den Lippen immer mal wieder an die Serie "Anne with an E" denken, in der Anne eine wunderbar poetische Ausdrucksform zeigt. Hochgestochene und überkandidelte Kunstformen ergeben zusammen ein harmonisches Bild. Ähnlich, aber weitaus tiefgreifender und philosophischer geht es in Essex zu.
Etwas Auflockerung geben die abgedruckten Briefe. Diese haben mir besonders gut gefallen, da sie die Persönlichkeiten der Charaktere wunderbar widerspiegelten.

Das Buch beginnt mit einer dreiseitigen Vorgeschichte aus der Neujahrsnacht. Danach erleben wir die Monate Januar bis November, aufgeteilt in verschiedene Abschnitte und Kapitel. Dass die Autorin den Dezember weggelassen hat, hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein offenes Ende und der Leser kann seine eigenen Theorien entwickeln wie es nach dem Ende des Buches weitergegangen sein könnte.

Fazit:

Ein außergewöhnliches, einmaliges Buch mit einer grandiosen, niveauvollen Sprache! Für mich ist es auf jeden Fall eines der Jahres-Highlights. Es hat einen ganz speziellen Platz in meinem Herzen erobert. Ich kann dafür nur 5 Sterne vergeben.

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(3)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Die geheimsten Orte der Welt

Petra Bachmann
Flexibler Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 17.08.2017
ISBN 9783845820712
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt:

Sich verstecken, etwas verbergen, unerkannt bleiben – dafür haben Menschen seit jeher Orte aufgesucht oder erschaffen, die unauffindbar sein sollten. Dabei dienen solche geheimen Orte ganz unterschiedlichen Zwecken: als Treffpunkte für Spione, für Wissenschaftler, um mit gefährlichen Stoffen zu arbeiten, als Vorratskammern für schlechte Zeiten, als Schutz vor Feinden. Es gibt aber auch ausradierte, erfundene oder vergessene Orte - wer weiß, vielleicht liegt einer der geheimsten Orte ja ganz in deiner Nähe?

Design:


Die Haptik und Wertigkeit dieses Buches kann ich nicht beurteilen, da ich vom Verlag ein PDF als Rezensionsexemplar erhalten habe. Ich kann euch jedoch bestätigen, dass die innere Gestaltung wirklich zauberhaft für junge Heranwachsende aufgearbeitet worden ist. Viele Fotos, bunte Textfelder und allerlei Zeichen verschönern das Buch. Es ist perfekt um mit kleinen Abenteurern die geheimsten Orte der Welt von zu Hause aus zu erkunden.

Schön fand ich auch, dass jedes Kapitel farblich anders gestaltet wurde. Jedes hat seinen eigenen Hintergrund, zu dem die Überschriften und Textfelder passend gehalten wurden. 

Meine Meinung:


Mit unter 100 Seiten ist dieses Buch nicht gerade lang, aber absolut ausreichend und mit vielen Informationen bestückt. Hätte es dieses Buch in meiner Kindheit schon gegeben, ich hätte es sicherlich lesen wollen. Mit den ganzen militärischen Details und der Aufmachung ist es eher für Jungs geeignet oder technik- und abenteuerversessene Mädchen.

Direkt der erste geheime Ort befindet sich in meiner unmittelbaren Umgebung: der Regierungsbunker bei Bonn. Und wie es meistens so ist habe ich den natürlich noch nicht besucht. Nach der Lektüre der Informationen zum Bunker habe ich mich entschlossen, diesen einmal zu besichtigen.

Auf fast jeder Seite werden Fremdwörter oder unbekannte weitere Informationen aus den Texten in einem separaten Textfelder erklärt. Diese sehen aus wie karierte Post-Its in unterschiedlichen Farben, die hier und dort auf den Seiten platziert wurden. Das gefällt mir sehr gut, denn es vermittelt direkt noch etwas Allgemeinwissen nebenher.

Im Buch sind viele interessante Details enthalten, die selbst ich noch nicht kannte. Der Verlag gibt an, dass das Buch für Kinder von 9-11 Jahren geeignet ist. Dem kann ich zustimmen. Jüngere Kinder würden viel nicht verstehen und einige der Themen und Schilderungen sind meiner Meinung nach auch nicht für sie geeignet (Folter, etc.).

Das Buch enthält folgende Kapitel:

Bunkeranlagen Militärstützpunkte Geheimdienste Reserveanlagen Geschlossene Städte Forschungseinrichtungen Digitale Orte Druckereien Geisterstädte Untergrundorte Verbotene Orte Nicht-Orte Vergessene Orte

Es ist also wirklich für jeden etwas dabei. Leider sind manche der Kapitel sehr kurz. Zum Beispiel das letzte Kapitel "Vergessene Orte" besteht nur aus einer Doppelseite. Das fand ich sehr schade, denn gerade dieses Kapitel hat mich sehr interessiert. Oder wurde vergessen die vergessenen Orte weiter auszuführen? 😉

Fazit:

Dieses Jugendbuch ist sehr gelungen und gefällt mir gut. Es wird nicht für alle Kinder interessant sein. Aber für Abenteurer ist es sicher etwas. Ich kann es nur empfehlen und hätte ich Kinder im entsprechenden Alter in meinem Umfeld würde ich es sicher auch verschenken. Mir fällt nichts ein (außer den kurzen Kapiteln), was man hätte besser machen können. Daher gibt es von mir 5 Sterne!

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(660)

1.456 Bibliotheken, 45 Leser, 3 Gruppen, 228 Rezensionen

fantasy, fae, das reich der sieben höfe, liebe, sarah j. maas

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423761635
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Sie hat ein Leben genommen. Jetzt muss sie mit ihrem Herz dafür bezahlen. Die junge Jägerin Feyre wird in das sagenumwobene Reich der Fae entführt. Nichts ist dort, wie es scheint. Sicher ist nur eins: Sie muss einen Weg finden, um ihre Liebe zu retten. Oder ihre ganze Welt ist verloren.

Design:

Das Design des englischen Buches unterscheidet sich sehr stark von der deutschen Variante. Die Cover sind wirklich wie Tag und Nacht. Ich muss jedoch sagen, dass mir das Englische irgendwie besser gefällt. Durch das Rot wirkt es gefährlicher und warnender. Das Deutsche hat mit den fallenden Rosenblättern schon fast etwas Romantisches dagegen.

Als ich dann das deutsche Buch in Händen hielt, gefiel mir der transparente Umschlag doch ganz gut. Das ist mal eine andere Gestaltung. Trotzdem finde ich, dass die Gestaltung einfach am Inhalt des Buches vorbeigeht.

Meine Meinung:

Ich hatte im Vorfeld mehrfach gelesen, dass die deutsche Übersetzung leider nicht so gut gelungen sein soll. Daher habe ich mich dazu entschieden, das englische Original zu lesen. Dieses hat mich dann in den ersten 10% schon so überzeugt, dass ich die deutsche Variante doch noch gekauft habe und zwischen den beiden Sprachen hin und her gewechselt habe. Unterwegs las ich das englische Ebook, zuhause das deutsche Hardcover.

Auch wenn ich viele englische Serien und Filme schaue, habe ich immer wieder mal Worte gefunden, die ich nicht kannte. Dies hat mich jedoch kein einziges Mal im Lesefluss gestört, da sich der Sinn recht einfach ergibt und meiner Meinung nach das Level nicht zu hoch ist. Mit gerade mal 3,49 Euro für das englische Ebook macht man auf jeden Fall nichts verkehrt.


Die ersten Kapitel waren immer so gut gestaltet und konzipiert, dass sie am Ende richtig spannend waren und ich sofort weiter lesen wollte. Aber nach nicht einmal dem ersten Drittel stellte sich bei mir die Langeweile ein. Ich legte das Buch immer wieder aus der Hand und konnte meistens keine zehn Seiten am Stück lesen. Das hat mich ganz schön genervt. 


Ich hatte bereits im Internet vorher von vielen Leuten gelesen, dass das erste Buch nicht so gut sein soll wie der zweite Band. Daher war es für mich irgendwie die ganze Zeit so, dass ich nur auf das Ende des ersten Bandes gewartet und hingelesen habe, um dann endlich mit dem Zweiten anfangen zu können.


Was ich schön fand war, dass es sich hierbei um eine Adaption des Märchens die Schöne und das Biest handelt. Es fühlte sich für mich aber nicht einfach nur wie ein ungeschriebenes Buch an, sondern ist beinhaltete nur einige Details aus dem ursprünglichen Märchen bzw. dem Disney Film. Daher gab es für mich immer wieder Stellen, an denen ich lächeln musste und an die Disney Verfilmung erinnert wurde, ohne dass dies die Handlung gestört hat.


Mit Feyre als Charakter bin ich klargekommen. Das hört sich jetzt wahrscheinlich hart an, aber sie war weder so toll, dass ich mit ihr mitgefiebert und gelitten habe, noch fand ich sie total bescheiden. Sie war okay, mehr aber nicht. Die Autorin hat versucht sie vielschichtig erscheinen zu lassen, doch bei mir ist das nicht so rübergekommen.

Auch die anderen Charaktere aus dem Buch waren ausreichend durchgeplant. Jeder hatte einen Beweggrund für seine Taten. Komplexere Gebilde darf man aber nicht erwarten. Der Weltenentwurf gefiel mir hingegen sehr gut. Ich finde die Ideen kreativ und gut durchdacht. Hoffentlich erfahren wir davon noch mehr in Teil 2!


Etwa 150 Seiten vor Schluss entwickelt sich plötzlich eine Dynamik, auf die ich die ganze Zeit gewartet hatte. Endlich wurde es etwas spannender. Feyre wird vor Prüfungen gestellt, die mich hoffen ließen. Die erste war dann auch wirklich gut, ich fieberte mit und wollte mehr davon. Der Rest danach hat mich dann allerdings im Vergleich leider enttäuscht. Grundsätzlich gut ausgedacht, aber die Reihenfolge hätte ich anders gewählt.

Es kam, wie es kommen musste. Die letzten 100 Seiten brachen an (die angeblich so gut sein sollen). Ich fand sie tatsächlich besser als den Rest des Buches zuvor, doch für mich konnten die paar Seiten das Buch nicht mehr herumreißen. Das Ende ist aus meiner Sicht aber gut abgeschlossen. Es ist nicht notwendig den zweiten Teil zu lesen. Hätte ich ihn nicht hier schon Zuhause stehen würde ich ihn vermutlich nicht lesen. Nur durch das Hypen der ganzen Leute im Internet werde ich ihn mir zu Gemüte führenin der Hoffnung, dass er besser sein wird. Sollte der mich jedoch nicht überzeugen, werde ich den dritten Teil erst garnicht mehr lesen.

Fazit:

Einerseits habe ich hohe Erwartungen, andererseits war ich bereits vorgewarnt, dass es nicht so gut ist. Das Buch versackt bei mir leider in absoluter Mittelmäßigkeit. Eine Folge "Game of Thrones" ist spannender. Daher kann ich hier nicht mehr als drei Sterne vergeben. Da bleibt wirklich viel Luft nach oben!

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497 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 129 Rezensionen

seelenwächter, dämonen, nicole böhm, fantasy, magie

Die Chroniken der Seelenwächter - Die Suche beginnt

Nicole Böhm
E-Buch Text: 141 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 20.08.2014
ISBN 9783958340008
Genre: Fantasy

Rezension:  
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394 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 110 Rezensionen

liebe, hamburg, werft, krebs, petra hülsmann

Das Leben fällt, wohin es will

Petra Hülsmann
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.05.2017
ISBN 9783404175222
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Party, Spaß und Freiheit - das ist für Marie das Allerwichtigste, und sie liebt ihr sorgenfreies Dasein. Das ändert sich jedoch schlagartig, als ihre Schwester Christine schwer erkrankt und sie darum bittet, sich während der Behandlung um ihre Kinder zu kümmern. Und nicht nur das - Marie soll auch noch Christines Posten in der familieneigenen Werft für Segelboote übernehmen. Darauf hat Marie ja mal so überhaupt keinen Bock, und auf ihren neuen "Chef", den oberspießigen Daniel, erst recht nicht. Während sie von einem Chaos ins nächste stolpert, wird ihr jedoch klar, dass es Dinge im Leben gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt. Und dass manches einen ausgerechnet dann erwischt, wenn man es am wenigsten erwartet - zum Beispiel die Liebe ...

Design:

Das Cover des Buches hat mich sofort angesprochen. Die Blumen, die maritimen Symbole und die blau weißen Streifen ergeben ein abgerundetes Bild. Alles sieht sehr sommerlich aus und passt daher gerade perfekt zur Urlaubszeit.

Meine Meinung:

Marie ist ein Partygirl durch und durch. Sie lebt in den Tag hinein und vermeidet ernsthafte Beziehungen und langfristige Verbindungen, egal ob privat oder beruflich. Nur ihre Partygesellen liebt sie heiß und innig und verbringt die Nächte mit ihnen im Hamburger Kneipenviertel.

Aus diesem Leben wird sie jedoch herausgerissen als ihr ihre alleinerziehende Schwester Christine eröffnet, dass sie Krebs hat. Um sie zu unterstützen zieht sie bei ihr ein, kümmert sich um die Kinder und muss auch noch gegen ihren Willen Christines Job in der Familienwerft übernehmen. Natürlich kann das nicht lange gutgehen und das Chaos ist vorprogrammiert.

Marie ist mir im Laufe des Buches richtig ans Herz gewachsen. Am Anfang des Buches charakterisiert sie dieser Textausschnitt sehr gut:

    "Einfach so tun, als wäre alles okay, lautete die Devise. Darin war ich Weltmeisterin. Und wenn man nur lang genug so tat, als wäre alles in Ordnung, glaubte man manchmal sogar daran."

Aber auch die anderen Charaktere sind herzallerliebst konzipiert. Von den zwei chaotischen-niedlichen Kindern, über den grummeligen Vater, bis zum lebensweisen Taxifahrer. Eine ganze Reihe toller Individuen wurde von der Autorin geschaffen und im Hamburger Kessel zu einer hinreißenden Geschichte vermischt.

Ich habe dieses Buch gelesen in der Hoffnung, dass ich eine schöne Sommergeschichte erlebe. Dies habe ich mir gewünscht und auch so erhalten. Doch dieses Buch ist noch viel mehr. Die Krebsgeschichte von Christine hat mich berührt. Ich glaube, dass man die Situation der Personen besonders gut nachvollziehen kann, wenn man selber einen Krebsfall in der Familie hatte. Ich habe mir auf jeden Fall das ein oder andere Tränchen wegwischen müssen bei den Gefühlen, die die Geschichte in mir weckte.

Das Buch ist von Anfang an recht vorhersehbar für mich gewesen. Bei dem Klappentext hatte ich direkt so meine Vermutungen (ich verrate aber nicht welche). Normalerweise stört mich das, doch hier fand ich es in diesem Fall überhaupt nicht schlimm. Im späteren Verlauf wurden noch genügend Dinge aufdeckt, mit denen man zunächst nicht gerechnet hat.

Besonders die persönliche Entwicklung von Marie hat mir gut gefallen. Die Autorin lässt sich Zeit damit und gibt der Protagonistin den nötigen Spielraum um sich langsam zu entfalten und zu sich selbst zu finden.

In der Geschichte geht es aber nicht nur um Familie, Liebe und Leid. Auch die Arbeit in der Werft kommt nicht zu kurz. Die Details darüber erschienen mir glaubwürdig und ich fand sehr interessant. Bei den Gesprächen zwischen Marie und Daniel musste ich so oft lächeln. Pure Situationskomik ohne übertrieben zu sein. Sehr schön gelöst!

Der Schreibstil im Allgemeinen ist sehr angenehm. Die Seiten flogen nur so vorbei und ich war hinterher total erstaunt, dass das Buch über 500 Seiten hat. Das ist mir beim Lesen nicht so vorgekommen. Ich habe das letzte Viertel des Buches an einem Abend komplett gelesen. Ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen, und musste wissen wie es ausgeht.

Sehr gut hat mir auch gefallen, dass der Titel des Buches gegen Ende des Romans immer wieder mal ganz natürlich in den Text mit einfloss. Dies wurde jedoch nicht nur mit dem Titel des Buches so gehandhabt, sondern auch mit den Überschriften der einzelnen Kapitel. Es hat mich jedes Mal zum Grinsen gebracht. Und die Überschriften der Kapitel sind herrlich! Hamburger Platt vom Feinsten. Besonders süß fand ich auch noch, dass die Gespräche in Platt am Ende auch noch ins Hochdeutsche übersetzt wurden. Für mich hätte das nicht sein müssen (mit Rheinischem und Eifler Platt als Hintergrund konnte ich es gut verstehen), aber für andere ist es sicher hilfreich.

Fazit:

Dieses Buch habe ich mit wohlverdienten 5 Sternen bewertet. Es hat mir von vorne bis hinten gut gefallen und ich habe nichts daran auszusetzen. Ich werde es in Zukunft bestimmt noch mehrfach lesen.

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88 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

fabelwesen, impress, magie, drachen, packend

Die wundersame Welt der Fabelwesen. Abigail & Darien

Vanessa Riese
E-Buch Text: 267 Seiten
Erschienen bei Impress, 01.06.2017
ISBN 9783646602753
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Drachen, Feen, Einhörner: Diesen und vielen anderen magischen Wesen begegnet die 17-jährige Abigail Tag für Tag. Gemeinsam mit ihrer Tante versorgt sie, tief verborgen in einer Hütte im Wald und abseits der Menschenwelt, kranke und verletzte Fabelwesen. Zu gerne würde Abigail bei der Tierpflege ihre besondere Gabe einsetzen – wenn ihre Tante ihr das nicht ausdrücklich verboten hätte. Doch dann trifft sie auf den äußerst charmanten Darien mit den saphirblauen Augen und ihre wahre Bestimmung scheint sie schließlich einzuholen…

Design:

Das Cover ist einfach wunderschön. Es hat mir direkt sehr gut gefallen. Die dezenten und mystischen Farben passen toll zu den Fabelwesen. Das Ganze dann vor der Abbildung eines geheimnisvollen Waldes passt gut. Nur der Scherenschnitt der beiden Personen passt irgendwie nicht so gut hinein. Er ist zu dunkel im Kontrast zum Hintergrund. Aber ansonsten gefällt mir das Cover sehr gut.

Meine Meinung:

In diesem Buch erleben wir die Geschichte von Abigail Amalthea. Sie lebt mit Ihrer Tante Aria in einem Haus im Wald und behandelt dort unterschiedlichste Fabelwesen in einer Praxis. Sie weiß nichts von ihrer Familie und lebt unter den strengen Regeln ihrer Tante. Daher kommt es, wie es kommen muss: sie widersetzt sich ihrer Tante und damit beginnen die Probleme.

Beim ersten Kapitel fühlte ich mich so als wäre ich in einem neuen Film von "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" gelandet. Es gibt wirklich sehr viele Fabelwesen. Diese Vielzahl und der Einfallsreichtum der Autorin sind die besten Punkte an diesem Buch. Sie bedient sich bei altbekannten Wesen, Erfindungen von anderen Autoren und denkt sich auch selber welche aus. Das ist eine gute Mischung.

Die Figur der Abigail war für mich leider nicht richtig greifbar. Es werden zwar ein paar Daten und Fakten präsentiert, aber irgendwie habe ich kein Gefühl für sie bekommen. Ich kann allerdings auch nicht komplett sagen woran das lag. Sie wird als toughe junge Frau dargestellt, aber in vielen Dingen ist sie total begriffsstutzig. Das hat mich etwas genervt. Viele Dinge waren mir als Leser direkt klar, doch Abigail hat sie erst nach mehreren Kapiteln verstanden oder erkannt.

Die anderen Charaktere in der Geschichte waren für mich leider auch zu flach. Keiner stach für mich besonders hervor. Sie waren zu einseitig. Außerdem erschienen mir die Begegnungen und Erlebnisse zwischen den einzelnen Personen (besonders Abigails Familie) sehr unglaubwürdig. Alles wird so kurz und knapp beschrieben, ich hätte es mir ausführlicher gewünscht.

Besonders auch die Entwicklung zwischen Abigail und Darien überzeugt mich nicht. Sie ist 17 Jahre alt. Wo sind die Schwärmereien für sein Aussehen und sein Handeln? Abigail wirkt kalt und abgeklärt. Es kommt keine Leidenschaft auf. Ich erwarte keinen expliziten Handlungen, aber etwas Verliebtheit hätte ihr nicht geschadet und hätte sie menschlicher wirken lassen.

Lobster der kleine Rotschweif erfüllt den Job des typisch lustigen Nebencharakters. Das erinnert mich stark an Disney. Wenn ich ehrlich bin hätte ich auch gerne so einen kleinen Lobster für mich allein. Einfach putzig!

Ich habe mich in den ersten Kapiteln etwas schwer getan. Wenn es nach meinem Gefühl geht merkt man schon etwas, dass es ein Erstlingswerk ist. Die Autorin hat versucht einen guten Einstieg in die Geschichte zu finden, aber das gelang nicht ganz hundertprozentig. Der Schreibstil ist noch nicht richtig rund. Dazu kommt noch, dass es für mich erst ab etwa 60% interessanter und spannender wurde. Etwas, was mich auch noch ziemlich frustriert hat: anstatt nach und nach Geheimnisse aufzudecken mit denen man bisher als Leser nicht gerechnet hat stellt Abigail immer wieder Fragen, auf die ihre Gesprächspartner einfach nicht antworten. Das nervt!

Was mir jedoch am meisten fehlte waren die Beschreibungen zur Umgebung. Es war so als würden die Figuren vor einem Greenscreen agieren. Ein paar Infos wurden eingestreut, aber ich konnte mir die Szenerie nicht richtig vorstellen.

Einige Formulierungen sind außerdem etwas komisch. Im ersten Moment dachte ich jedes Mal, dass es sich um einen grammatikalischen Fehler handelt. Nach mehrmaligem Durchlesen verstand ich dann jedoch den etwas ungewöhnlichen Satzbau. Das hat natürlich meinen Lesefluss unterbrochen und daher etwas das Lesevergnügen gedämpft.

Das Ende hat mich leider auch recht unzufrieden zurückgelassen. Die Sache mit ihrer Tante und dem Heilmittel wurde lieblos in einem Nebensatz abgehandelt ohne Hintergrundgeschichte wie es dazu gekommen ist. Hier fehlt ein Handlungsstrang einfach komplett.

Das Ende selbst hat einen entsprechenden Cliffhanger mit vielen losen Fäden um einen zweiten Teil (oder sogar mehrere noch?) anfügen zu können. Das fand ich gerade total doof, weil ich dachte, dass die Geschichte abgeschlossen sei. Ich habe grundsätzlich nichts gegen Mehrteiler, doch lese ich diese lieber alle an einem Stück. Und ich hatte vorher nirgendwo die Info gefunden, dass dieses Buch nicht abgeschlossen ist.

Ich hatte kurz mit der Autorin Kontakt gehabt, da mir die Inhaltsangabe nicht aussagekräftig genug war. Sie war total lieb und hilfsbereit. Umso mehr hatte ich mich daher auf das Buch gefreut. Und es tut mir wirklich im Herzen weh, dass es mir nicht gefallen hat. Aber trotzdem werde ich meine ehrliche Meinung sagen. Liebe Vanessa, bitte nimm es mir nicht übel. Man kann nicht jeden Geschmack treffen.

Fazit:

Leider konnte der Einfallsreichtum der Autorin die Dinge, die mir nicht gefielen, nicht ausgleichen. Wenn weitere Bände der Geschichte veröffentlicht werden sollten, werde ich sie mir vermutlich kaufen um zu erfahren, wie es weitergeht, denn das interessiert mich schon. Dennoch werde ich diesen Teil wohl nicht noch einmal lesen.

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510 Bibliotheken, 13 Leser, 5 Gruppen, 51 Rezensionen

liebe, frankreich, provence, bücher, bücherschiff

Das Lavendelzimmer

Nina George
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.04.2014
ISBN 9783426509777
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Er weiß genau, welches Buch welche Krankheit der Seele lindert: Auf seinem Bücherschiff, der »literarischen Apotheke«, verkauft der Pariser Buchhändler Jean Perdu Romane wie Medizin fürs Leben. Nur sich selbst weiß er nicht zu heilen, seit jener Nacht vor 21 Jahren, als die schöne Provenzalin Manon ging, während er schlief. Sie ließ nichts zurück außer einem Brief – den Perdu nie zu lesen wagte. Bis zu diesem Sommer. Dem Sommer, der alles verändert und Monsieur Perdu aus der kleinen Rue Montagnard auf eine Reise in die Erinnerung führt, in das Herz der Provence und zurück ins Leben.

Design:

So minimalistisch und schön. Ich habe mich sofort in das Cover verliebt. Passend zum Titel "Das Lavendelzimmer" ist die Schrift in Lila gehalten. Ein paar Lavendel-Zweige liegen auf einem hölzernen Untergrund. Für mich hatte das direkt etwas vom Mittelmeer.

Meine Meinung:

Bisher habe ich Romane wie diesen nicht so auf dem Schirm gehabt. Der Grund, warum ich mir dieses Hörbuch kaufte war einfach: es gab vor Ort kein Anderes was ich nicht schon hatte, und daher griff ich zu diesem, da mir das Cover so gut gefiel. Als sich die Imhaltsangabe auch noch ansprechend anhörte, kaufte ich es kurzerhand. Und dies stellte sich als Glücksgriff heraus.

Jean Perdu ist ein besonderer Buchhändler. Seine Buchhandlung befindet sich auf einem Schiff und Bücher verkauft er wie Medizin. Er erkennt woran die Menschen leiden und hat immer das passende Buch zur Hand. Nur bei sich selbst kommt er nicht weiter. Erst die Ankunft einer neuen Nachbarin reißt ihn aus seiner gewohnten Lethargie und stößt ihn hinaus ins Leben. Er macht sich auf den Weg zu sich selbst und findet dabei nicht nur sich selbst, sondern auch gute Freunde an seiner Seite.

In diesem Buch findet jeder Leser ein Stück von sich selbst. Es ist poetisch-philosophisch und arbeitet mit so viel Gefühl und Menschlichkeit. Es ist eine kleine, kostbare Perle. So ein Buch habe ich noch nie gelesen!

Der Sprecher passt perfekt zum Buch. Er ist total beruhigend und hat mich direkt zum Träumen gebracht. Abends im Bett wäre das Hörbuch vermutlich nichts gewesen, weil ich sicher sofort eingeschlafen wäre. Aber so habe ich auf dem Weg zur Arbeit dem sehr sympathischen Sprecher verzaubert zugehört.

Einen Teil des Buches spricht die Autorin selbst. Mit ihrer Stimme konnte ich mich nicht so gut anfreuden, sie hat für mich einfach nicht zur Person gepasst. Aber da die Szenen nicht sehr lang und auch nicht häufig waren konnte ich damit leben. Es hat nur vom Gefühl her den Hörspaß etwas unterbrochen.

Dieses Buch ist Sehnsucht pur. Die Erzählweise ist so plastisch und überdeutlich, dass ich die Gerüche fast wahrnehmen konnte. Immer wieder berichtet die Autorin so detailliert von der Umgebung und allem rund um Jean, dass es besser ist als jeder Film.

Schön fand ich auch, dass es nicht nur um Jean Perdu geht. Wir erfahren allerlei über die Personen um ihn herum. Unterschiedliche Charaktere, die zunächst überhaupt nicht zueinander passen, treten eine Reise an. Jeder für sich, aber auf Teilen der Strecke gemeinsam. Eine kleine, eingeschworene Gemeinschaft rund um Jean entsteht. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und geht unterschiedlich damit um. Aber sie stehen einander bei und können sich aufeinander verlassen.

Manche Kleinigkeiten fand ich von den Charakteren her doof, Anderes wieder total klasse. Aber so ist das auch im wahren Leben. Nicht alles an einer Person kann einem gefallen.

Fazit:

Dieses Buch hat mich verzaubert. Ich kann es schwer in Worte fassen. Es war wie ein ruhiger und besonnener Hafen, in den ich nach einem stressigen Tag einlaufen konnte. Es hat auf einfache Weise philosophisch anspruchsvolle und zwischenmenschliche Dinge beleuchtet und analysiert. Und das ohne belehrend zu sein. Dazu die liebenswerten Charaktere, die schöne Landschaft und der interessante Inhalt. Da kann ich nur gute 4 von 5 Sternen vergeben!

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833 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 83 Rezensionen

fantasy, das juwel, liebe, dystopie, jugendbuch

Das Juwel – Der Schwarze Schlüssel

Amy Ewing , Andrea Fischer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 27.04.2017
ISBN 9783841440198
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

audiobook, berlin, hörbuch, erdmännchen, erdmännchen ray

Dumm gelaufen

Moritz Matthies , Christoph Maria Herbst
Audio CD
Erschienen bei Argon, 19.02.2015
ISBN 9783839892503
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Endlich Frühling im Berliner Zoo, endlich raus ins Freigehege. Mit dem ersten Sonnenstrahl haben die Erdmännchen Ray und Rufus eine neue Auftraggeberin: Angel Eyes, eine nicht mehr ganz junge Rassestute, bittet Ray, den Tod ihres Geliebten Stardust zu untersuchen, der beim Eröffnungsrennen in Berlin-Hoppegarten gestürzt ist. Angel Eyes ist sich sicher: Der Sturz hatte keine natürliche Ursache. Und tatsächlich: Ray, Rufus und Privatermittler Phil kommen einem üblen Komplott auf die Spur …

Design:

Ich mag Grün einfach. Und Quietsch-Grün erst Recht. Daher habe ich direkt nach diesem Hörbuch gegriffen, als ich es im Angebot im Rossmann entdeckt hatte. Und da ich Erdmännchen grundsätzlich auch sehr gerne mag, fand ich das Cover und die Inhaltsangabe des Hörbuches direkt so ansprechend, dass ich es sofort gekauft habe.

Meine Meinung:

Mir ist erst bei Erstellung der Rezension aufgefallen, dass es sich bei diesem Buch um den dritten Teil einer Reihe handelt. Alles wurde so gut erklärt und jeder Charakter kurz umrissen und beschrieben, dass ich wirklich gut mitgekommen bin und nicht vermutet habe, dass es zwei weitere Bände vor diesem hier gab. Ihr müsst also die beiden anderen nicht vorher lesen oder hören, das Buch kann super separat gelesen werden.

Beim Einschalten des Hörbuches habe ich mich zunächst etwas erschrocken. Christoph Maria Herbst hat wirkliche viele sehr unterschiedliche Stimmen parat. Ich habe tatsächlich eine ganze CD lang gebraucht um mich an die Stimme der Erdmännchen und Co. zu gewöhnen. Ab und an tauchte auch ein Nebencharakter auf, dessen Stimme ich überhaupt nicht an den Zähnen haben konnte. Da war ich sehr froh, wenn die Szene recht knapp gehalten wurde. Was mussten Herrn Herbst die Stimmbänder weh getan haben! Am Ende des Buches hatte ich mich aber an die Art und Weise des Vorlesens gewöhnt, trotzdem ist das für mich ein Stern Abzug, denn eigentlich möchte ich mich direkt in der Geschichte verlieren und nicht dauernd über die Stimmen nachdenken.  

Ray das Erdmännchen ist der Hauptcharakter. Er zieht mit seiner ganzen Sippschaft am Anfang der Geschichte aus dem Winterquartier zurück ins große Gehege. Und dort trifft er auf seinen Detektivkollegen Phil. Er versteht als einziger Mensch die Erdmännchensprache und zusammen ermitteln sie in einem Mordfall. Dass natürlich der ein oder andere kleinere Fall noch dazu kommt, versteht sich von selbst.

Die Geschichte ist gut erzählt und vereint gekonnt mehrere Erzähstränge. Rays Suche nach seiner Geliebten vom letzten Sommer erschien mir jedoch total unnötig und bauschte die Geschichte künstlich auf. Vielleicht fehlte mir hier aber tatsächlich der Hintergrund aus den ersten Bänden. So konnte ich mit diesem Erzählstrang jedenfalls nichts anfangen und fand ihn langweilig.

Viele Namen und Bezeichnungen in dem Buch triefen nur so vor englischen Bedeutungen. Da ich wie gesagt nur das Hörbuch gehört habe, kann ich leider nichts über die Schreibweise sagen. Aber Orte wie "Nowhere" und andere Anglizismen ließen mich öfters schmunzeln.

Fazit:

Ein lustiger Roman! Ich werde mir beizeiten sicher auch noch die anderen Teile holen. Ab und an ist so eine Krimi-Komödie ganz unterhaltsam. Sie ist leicht und unterhaltsam, jedoch recht vorhersehbar. Gerade als kleiner Krimi hätte ich mir vielleicht noch die ein oder andere Wendung gewünscht. Dennoch ist es ein gutes Buch. Dafür gibt es von mir drei Sterne.

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58 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

der asteroid ist noch das kleinste problem, jugendbuch, asteroid, romanze, apkalypse

Der Asteroid ist noch das kleinste Problem

Katie Kennedy , Julia Gehring
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 21.03.2017
ISBN 9783522505505
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Ein Asteroid rast auf die Erde zu. Ein großer und ziemlich gefährlicher. Vielleicht nicht unbedingt einer von der Sorte „Ich-töte-alle-Dinosaurier", aber zumindest einer in Richtung „Ich-lösche-ganz-Kalifornien-aus-und-zerstöre-Japan-mit-einem-Tsunami". Yuri, Physikgenie, soll zusammen mit einem Team von Superhirnen aus der ganzen Welt diese Katastrophe verhindern. Die gute Nachricht ist: Yuri weiß, wie er den Asteroiden stoppen kann. Die schlechte Nachricht: Er ist gerade mal 17, und keiner seiner Kollegen nimmt ihn so richtig ernst. Schließlich haben sie länger Physik studiert, als er überhaupt auf der Welt ist. Doch von einer Sekunde auf die andere scheint der Asteroid nicht mehr Yuris größtes Problem zu sein, denn er lernt Luna kennen. Ein Hippie-Mädchen, das ihm zeigt, wie das Leben aussehen kann, wenn man nicht als Genie auf die Welt gekommen ist und mit 12 seinen Schulabschluss gemacht hat. Sie nimmt ihn mit ins Leben und zeigt ihm, wie schön es sein kann …

Design:

Das Cover gefällt mir sehr gut. Die Schrift ist verspielt und erweckt einen jugendlichen Eindruck. Die dunkelblaue Farbe und die vielen kleinen weißen Punkte zusammen mit dem herzförmigen Planeten versetzen den Betrachter sofort ins ferne All. Wenn man das zusammen mit der Inhaltsangabe sieht, passt es perfekt zu diesem Buch.

Meine Meinung:

Für die Plattform Netgalley habe ich die Leseprobe zu diesem Roman gelesen. Sie beinhaltet die ersten Kapitel des Buches. In ihnen geht es um Yuri Strelnikov, ein russisches Wunderkind, das mit 17 Jahre bereits einen Doktortitel hat und sich auf Antimaterie spezialisiert hat. Er soll helfen den Einschlag des Asteroiden BR1019 am 09. Juni zu verhindern. Dazu bleiben ihm und seinen Kollegen des Near-Earth-Object-Programms der NASA nur wenige Tage Zeit.

Er wird nach Amerika ins Jet Propulsion Labor in Pasadena verfrachtet und muss sich dort mit Zach Simons und Bruce Pirkola herumschlagen, die mit ihm ein Team bilden. Sie müssen versuchen ihren Part zu erfüllen, kommen jedoch zu komplett unterschiedlichen Lösungsansätzen.

Um das Ganze nicht allzu verstaubt wirken zu lassen streut die Autorin schon ziemlich am Anfang ein Kapitel ein, in dem Yuri ein sehr nettes Mädchen trifft. Dieses taucht danach aber in der Leseprobe nicht mehr auf, es geht vielmehr um Yuri selbst und die Wissenschaft. Manch einem wird das bestimmt zu trocken sein.

Der Schreibstil der Autorin gefiel mir ganz gut. Ich hatte keine Schwierigkeiten die wissenschaftlich angerissenen Details zu verstehen. Es hätte mir allerdings noch besser gefallen, wenn die Geschichte aus Yuris Sicht geschildert worden wäre. Der allwissende Erzähler kommt etwas hölzern rüber. Besonders charmant fand ich die kleinen russischen Sprachfehler, die die Autorin eingebaut hat. Das macht Yuri sympathisch und auch menschlicher. Über einen lustigen Textausschnitt musste ich sogar schallend lachen:

"Seine Worte hingen in der Luft,
als würde die Schwerkraft bei blöden Bemerkungen nicht wirken."

Yuri als Hauptcharakter erinnert mich stark an Sheldon Cooper, auch wenn er nicht so spleenig ist. Menschen mit besonderen Begabungen sind eben oft anders als der Durchschnitt, und diesen Eindruck vermittelt die Autorin auch direkt.

Fazit:

Die Leseprobe hat mich neugierig gemacht. Den Schreibstil fand ich jedoch etwas holprig und irgendwie bin ich nicht richtig mit Yuri warm geworden. Eine Leseprobe vermittelt natürlich nur einen ersten Eindruck vom Buch. Daher kann ich nicht sagen wie sich das Buch noch entwickeln wird. Auf jeden Fall würde ich mir das Buch nach dem Lesen der Leseprobe nicht direkt kaufen. Es ist okay, aber haut mich nicht um. Vielleicht werde ich es mir später einmal holen.

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101 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

die schöne und das biest, gabrielle-suzanne barbot de villeneuve, zeitlose geschichte, coppenrath verlag, schöne

Die Schöne und das Biest

Gabrielle-Suzanne Barbot de Villeneuve , Sonja Häußler
Fester Einband
Erschienen bei Coppenrath, 02.03.2017
ISBN 9783649624745
Genre: Jugendbuch

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1.170 Bibliotheken, 29 Leser, 3 Gruppen, 113 Rezensionen

liebe, humor, australien, rosie, asperger-syndrom

Das Rosie-Projekt

Graeme Simsion , Annette Hahn
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.01.2015
ISBN 9783596197002
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Gestatten? Don Tillman sucht die Frau fürs Leben

Don Tillman ist hochintelligent, sportlich, erfolgreich – und er will heiraten. Allerdings findet er menschliche Beziehungen oft höchst verwirrend und irrational. Was tun? Don entwickelt das Ehefrau-Projekt: mit einem 16-seitigen Fragebogen will er auf wissenschaftlich exakte Weise die ideale Frau finden. Also keine, die raucht, trinkt, unpünktlich oder Veganerin ist.

Und dann kommt Rosie. Unpünktlich, Barkeeperin, Raucherin. Ohne recht zu verstehen, wie ihm geschieht, lernt Don staunend die Welt jenseits beweisbarer Fakten kennen und stellt fest: Gefühle haben ihre eigene Logik.

Design:

Das Cover des Hörbuchs ist durch die kräftige Farbe und die ansonsten sehr einfache Gestaltung ziemlich auffällig gewesen zwischen all den anderen Hörbüchern. Ein Mann auf einem Fahrrad mit Helm, Rosen und Krawatte? Was soll denn das? Sofort hatte ich mir die Hülle zur Hand genommen und die Inhaltsangabe gelesen. Die Gestaltung hat mich auf jeden Fall angesprochen und neugierig und aufmerksam gemacht.

Meine Meinung:

Die erste Minute des Hörbuchs war noch nicht verstrichen, da hatte ich schon das Bild von Sheldon Cooper vor meinem inneren Auge. Jeder, der "The Big Bang Theory" kennt, wird auch Sheldon als pingeligen, durchorganisierten, besserwisserischen und sehr speziellen Menschen kennen. Und dieses Bild ist auch nicht mehr wirklich verschwunden wärend des gesamten Hörbuchs.

Der Sprecher war für mich ganz neu und ich habe nichts zu kritisieren. Er hat alle Personen wunderbar umgesetzt und auch nicht übertrieben. Ich hatte zunächst Angst, dass er Don sehr überspitzt darstellen würde. Dies war allerdings nicht der Fall und daher gefiel es mir sehr gut.

Die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Ich fand Don interessant und außergewöhnlich und wollte unbedingt wissen, was es mit ihm auf sich hat. Dass jemand, der so durchgeplant ist auch einen Plan wie das Ehefrau-Projekt aufstellt um die perfekte Parterin zu finden, hat mir direkt gefallen. Eine lustige Idee! Und jeder von uns hat doch eine innere Liste mit Dingen, die er oder sie bei dem eigenen Partner nur ungern akzeptieren würde. Bei Don artet dies jedoch in einen mehrseitigen Fragebogen mit allerlei Kriterien aus. Und wie das Leben so spielt taucht plötzlich eine Frau auf, die bei den wichtigsten Punkten seiner Liste durchfällt. Das ist doch mal Stoff für eine gute Romantik-Komödie!

Die Charaktere sind liebevoll umgesetzt, manche jedoch etwas flach gehalten. Da es aber bei seinen Projekten (egal ob Ehefrau- oder Vater-Projekt) um recht viele Teilnehmer geht, kann ich das problemlos verschmerzen. Die wichtigen Personen sind genug ausgearbeitet.

Ob ich den zweiten Band lesen werde, weiß ich allerdings noch nicht. Die Geschichte ist für mich jetzt so schön abgeschlossen, dass ich damit ganz gut leben kann. Denn meistens sind Fortsetzungen nicht so gut wie der erste Teil, und den möchte ich mir ungern kaputt machen.

Fazit:

Mir hat das Hörbuch sehr gut gefallen. Ich habe an vielen Stellen gelacht und eigentlich beim Hören die meiste Zeit über gelächelt. Das Buch hatte zwischendrin ein paar Längen die den Hörgenuss etwas getrübt haben. Die Geschichte hat mich trotzdem gut unterhalten und ich kann mir vorstellen sie ab und an noch einmal anzuhören.

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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

hund, dackel, puppenspiel, liebe, kasperl

Die Dackel sterben aus

Dieter Hermann Schmitz
E-Buch Text: 466 Seiten
Erschienen bei Amazon Publishing, 13.12.2016
ISBN 9781503997738
Genre: Humor

Rezension:

Inhalt:

Karls eingefahrenes Leben als rheinischer Lokalreporter ändert sich eines Tages schlagartig: Krankheitsbedingt fällt er einige Wochen von der Arbeit aus, seine Schwester liefert ihre Zwillinge im Kindergartenalter bei ihm ab, um sich in Ruhe von ihrem Mann trennen zu können und kurz darauf übernimmt er auch noch für einen Nachbar die Aufgabe, sich um einen dickwanstigen Dackel »Professor Brinkmann« zu kümmern.

Für die Kinder kramt Karl alte Kasperlepuppen heraus und spielt ein paar eigenwillige, politisch unkorrekte und keinesfalls pädagogisch wertvolle Stücke. Die Kleinen sind begeistert. Auch in der Seniorenresidenz seiner Mutter kommt eine Geschichte über Kasperls Oma und Sex im Alter gut an.

Nachdem die alleinerziehende Mutter der kleinen Essi ihn für einen Kindergeburtstag engagiert, ist es endgültig vorbei mit Karls altem Leben …

Mit Tiefgang, Witz und einer Prise Lokalkolorit begleitet die »rheinische Dramödie« Karl auf seinem Weg in einen Neuanfang.

Design:

Das hauptsächlich in Gelb gehaltene Cover mit dem geteilten Dackel darauf (sollen das zwei sein?) und der Gedankenblase hat mir direkt den Eindruck vermittelt, dass ich hier ein komödiantisches Werk vor mir habe. Irgendwie hat sich Gelb ja in der lustigen Sparte festgesetzt. Auf jeden Fall hat mich das Cover angesprochen, aber auch nicht umgehauen. Im Regal hätte ich nicht danach gegriffen. Umso mehr freue ich mich, dass ich diese kleine Perle trotzdem gelesen habe.

Meine Meinung:

Ich wusste am Anfang nicht wirklich was ich von diesem Buch halten sollte. Die Inhaltsangabe hörte sich okay an, aber umgehauen hat sie mich nicht. Umso überraschter war ich, als ich mit dem Lesen anfing, und das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen wollte! Ich habe mich von Anfang an einfach wohl gefühlt mit dem Buch und habe mich nachträglich sogar über mich geärgert, dass es so lange auf meinem Stapel ungelesener Bücher gelegen hatte.

Karl ist Reporter für eine lokale Zeitung im Ressort "Gedöns", also das Mädchen für Alles. Er mag seinen Job, aber irgendwie ist er nicht ganz zufrieden. Als Witwer und allein erziehender Vater eines mustergültigen Schülers hat er ein durchschnittliches Leben. Kleines Haus, Fußball, Arbeit, Alltag. Nichts Besonderes halt. Doch nachdem er in Folge eines Unfalls eine Weile Zuhause bleiben muss, entdeckt er das Kasperle Theater und damit das Puppenspielen wieder für sich, und damit beginnt seine Reise.

Als gebürtige Rheinländerin musste ich über viele Dinge schmunzeln. Wunderbar rheinisches Platt, teilweise jedoch nicht ganz urtümlich. Vermutlich, damit es alle Leser verstehen können. Besonders die Gespräche zwischen Kasperle und seiner Oma sind oftmals nicht gerade zimperlich und im Buch gibt es immer mal wieder Kraftausdrücke. Mir macht das nichts, aber zartere Gemüter könnte das stören. In Amerika wäre das Buch bestimmt zensiert worden. Wie gesagt, bin ich zwar im Rheinland aufgewachsen, dennoch habe ich nie was von Huckeln gehört. Ein neues Wort, das ich direkt in meinen Wortschatz aufgenommen habe.
Meine Hunde habe ich übrigens jetzt auch schon ab und an Köttel genannt. Die Art des Humors hat mir total zugesagt, ich selbst habe einen sehr trockenen Humor. Das ist im Rheintal wirklich weit verbreitet, wenn ich mal so darüber nachdenke.

Die wichtigen Personen des Buches sind genug ausgearbeitet, sodass sie glaubwürdig und nicht zu flach erscheinen. Ich habe die Charaktere richtig lieb gewonnen und habe mit Ihnen gefiebert und gelacht. Und das nicht nur bei den gut geschilderten Theaterstücken. Diese sind amüsant und so gut beschrieben, dass ich den Eindruck hatte mit im Publikum zu sitzen. Mir hat das gut gefallen. Wären die Theaterstücke nicht so ausführlich beschrieben worden, hätte mir etwas gefehlt. Dafür fand ich ab und an manche Szenen etwas langatmig. Das hat mich aber nicht zu sehr gestört.

Das Buch ist aber nicht nur lustig. Man sollte es auf keinen Fall unterschätzen! Es spielt mit feinen zwischenmenschlichen Tönen und macht nachdenklich. Das menschliche Miteinander wird immer wieder zum Thema und wird aus verschiedenen Richtungen beleuchtet. Denn oft ist es im wahren Leben auch so, dass diejenigen, die die schlimmsten Verluste ertragen mussten, all dies mit einem Lächeln und einem Witz versuchen zu überspielen. Man wendet sich bewusst den lustigen Dingen zu, um nicht zu viel über die Traurigkeit nachdenken zu müssen.

Am Ende ist das Buch recht philosophisch und sehr selbst reflektierend. Mir fehlte so ein wenig der abschließende Witz. Kasperle hat doch meistens auch einen kleinen Knaller am Ende. Das habe ich vermisst. Von der Handlung her hatte ich mit diesem Ende gerechnet, aber irgendwie hat mich das Seminar und der kurze Abschnitt danach ein wenig ernüchtert zurückgelassen. Ich weiß aber auch nicht wie der Autor das hätte besser lösen können. Vielleicht das Seminar etwas früher einbauen?

Fazit:

Ein wirklich unterhaltsamer Roman mit etwas Tiefgang, reichlich rheinischem Platt, Kasperle und zweiten Chancen. Denn das Leben läuft nicht immer Geradeaus, sondern macht auch gerne mal ein paar Schlenker. Für alle, die eine lustig-nachdenkliche Komödie lesen möchten ist dies auf jeden Fall eine Empfehlung von mir! An ein paar Stellen hatte ich leichte Kritik, daher gibt es 4 Sternchen mit einem + dazu. 

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jugendbuch, dystopie, fantasy, das juwel, liebe

Das Juwel - Die weiße Rose

Amy Ewing , Andrea Fischer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.08.2016
ISBN 9783841422439
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Sie kann dem Juwel entkommen – aber nicht ihrer Bestimmung.
Der zweite Teil des Fantasy-Bestsellers ›Das Juwel‹ von Amy Ewing.

Violet ist auf der Flucht. Nachdem die Herzogin vom See sie mit Ash, dem angestellten Gefährten des Hauses, ertappt hat, bleibt Violet keine Wahl, als aus dem Palast zu fliehen oder dem sicheren Tod ins Auge zu sehen. Zusammen mit Ash und ihrer besten Freundin Raven rennt Violet aus ihrem unerträglichen Dasein als Surrogat der Herzogin davon. Doch das Juwel zu verlassen ist alles andere als einfach. Auf ihrem Weg durch die Kreise der Einzigen Stadt verfolgen die Regimenter des Adels sie auf Schritt und Tritt. Die drei Geflohenen schaffen es nur äußerst knapp, sich in die sichere Umgebung eines geheimnisvollen Hauses in der Farm zu retten. Hier befindet sich das Herz der Rebellion gegen den Adel. Zusammen mit einer neuen Verbündeten entdeckt Violet, dass ihre Gabe sehr viel mächtiger ist, als sie sich vorstellen konnte. Aber ist Violet stark genug, sich gegen das Juwel zu erheben?

Design:

Das Cover ist schön und passt zur Reihe, allerdings gefällt mir das erste Cover besser. Außerdem muss ich sagen, dass es überhaupt nicht zum Inhalt des Buches passt. Violet trägt zu keiner Zeit eine solche Robe in diesem Buch. Aber es ist okay.

Meine Meinung:

Ich hatte seeeehr große Erwartungen an dieses Buch. Der erste Teil war eines meiner Highlights des letzten Jahres gewesen. Mit entsprechenden Vorstellungen bin ich auch an dieses Buch herangegangen.

Der Start ins Buch klappt mühelos. Es ist zwar schon eine Weile her seitdem ich "Das Juwel" Band 1 gelesen habe, aber die Autorin schafft es ganz nebenbei nützliche Informationen auf den ersten Seite einzustreuen, ohne dass es wie eine plumpe Wiederholung von Fakten erscheint. Das hat mir sehr gut gefallen.

Außerdem ist der Schreibstil wieder sehr flüssig und leicht zu lesen. Die Kapitel sind eher kurz gehalten, sodass man auch zwischendrin problemlos ein Kapitel einschieben kann.

Von der Story her beginnt das Buch mit Violets Flucht. Und so geht es auch weiter. Die erste Hälfte des Buches dreht sich nur um die Flucht. Natürlich war mir klar gewesen, dass ein Großteil des Buches daraus bestehen wird. Aber ich hatte ganz andere Erwartungen. Schon nach kurzer Zeit konnte ich ein Muster in den Abläufen erkennen, und dieses zog sich durch den ganzen Teil. Spannung kam bei mir zu keinem Zeitpunkt auf. Wirklich schade! Ich hätte mir etwas anderes gewünscht.

Da ist so viel Potential in der Geschichte, doch sie plätschert nur so dahin. An diesen Stellen habe ich mich sehr gelangweilt und das Buch ziemlich oft aus der Hand gelegt. Ich habe ganze zwei Wochen gebraucht um es endlich zu beenden, und das heißt schon was! Das erste Buch konnte ich überhaupt nicht aus der Hand legen, so sehr hat es mich fasziniert.

Der Leser erfährt nun auch mehr über die Stadt, ihre Teile und die Hintergrundgeschichte. Das wird noch für das Finale wichtig werden.
Im zweiten Teil des Buches erfährt man auch, warum der Titel des Buches "Die weisse Rose" lautet und es dreht sich vor allem um die Auspizien bzw. die Gaben und Fähigkeiten der Surrogates, die damit einhergehen.

Aber ansonsten fehlt mir einfach das gewisse Etwas, was den Beginn der Trilogie so besonders gemacht hat. Es ist vielleicht falsch den zweiten mit dem ersten Band zu vergleichen, aber immerhin ist es eine Reihe und baut aufeinander auf. Da sollte ein Vergleich erlaubt sein. ;)

Übrigens war für mich auch Violet nicht die interessanteste Person in diesem Buch. Ein Nebencharakter hat sich in mein Herz geschlichen und ich hoffe, dass man von dieser Person im dritten Band noch mehr erfahren wird.

Irgendwie erinnert mich dieser Band an meine Erfahrungen mit seeehr dicken Büchern. Oft ist der Anfang spannend, dann kommt der sich ziehende mittlere Teil, und abschließend das spannenden Ende. Auch in dieser Trilogie ist die Mitte leider zäh. Auch wenn es mal wieder mit einem Cliffhanger endet, der mich allerdings auch nicht überrascht hat.

Fazit:

Leider konnte das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen. Es ist dennoch okay für ein "Sandwich"-Buch. Es kann mit dem ersten Band nicht mithalten. Ich rate allen nicht mit zu großen Erwartungen an diesen Teil heranzugehen.

Und wer die Reihe noch gar nicht begonnen hat sollte bis zum Erscheinen des letzten Bandes warten. Ich denke es ist besser, alle hintereinander zu lesen.

Ich hoffe nun einfach, dass das Finale noch einmal richtig spannend wird und der Serie einen krönenden Abschluss aufsetzt. Dann kann ich auch über den mittelmäßigen zweiten Band hinwegschauen.

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hörbuch, die farben des blutes, dystopie, jugendbuch, rebellion

Die rote Königin

Victoria Aveyard , Birgit Schmitz , Britta Steffenhagen
Audio CD
Erschienen bei Silberfisch, 28.05.2015
ISBN 9783867421959
Genre: Jugendbuch

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märchen, cyborg, cinderella, cinder, dystopie

Die Luna-Chroniken - Wie Monde so silbern

Marissa Meyer , Astrid Becker
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 20.12.2013
ISBN 9783551582867
Genre: Jugendbuch

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fantasy, game of thrones, winterfell, das lied von eis und feuer, intrigen

Die Herren von Winterfell

George R. R. Martin , Jörn Ingwersen , Sigrun Zühlke
Flexibler Einband: 571 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 14.12.2010
ISBN 9783442267743
Genre: Fantasy

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