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Vampirromane sind zum Kotzen - ein Vampirroman

Isabell Schmitt-Egner
E-Buch Text: 289 Seiten
Erschienen bei null, 22.10.2015
ISBN B0172BST9I
Genre: Humor

Rezension:

Inhalt:

Sie sind Schriftsteller - sie sind Vampire - sie haben die Schnauze voll -

Die beiden Vampire Mike und Berchtold leben und arbeiten in Berlin. Unter dem strengen Regiment ihrer Geschäftsführerin Rita schreiben sie unerträglich schmalzige Vampirromane für das einschlägige Publikum. Während Berchtold sein Leben akzeptiert hat, aber vom Schreiben eher angenervt ist, haut Mike ein Buch nach dem anderen raus und hadert dabei mit seinem Schicksal. Die Fans lieben es, die Vampire hassen es.
Und niemand, nicht mal Rita, weiß, dass die beiden als egozentrisch geltenden Schriftsteller echte Vampire sind!

Eines Tages lernt Mike in der Buchhandlung eine junge Frau kennen und fühlt sich sofort zu ihr hingezogen. Problem: Phoebe findet Vampirromane zum Kotzen! Sie liebt richtige Thriller, spannende Bücher, alles Mögliche, aber keine Vampirromane, die auf irgendeinem Blackstone Castle in den Highlands spielen!
Schöner Mist, denn Mike muss jetzt alles tun, damit Phoebe nicht rausfindet, dass er der Urheber von Titeln wie "Leyla in den Fängen des dunklen Prinzen" ist. Hilfe! Was wird sie von ihm denken, wenn das rauskommt?

Ein Roman über Freundschaft, Liebe und das Autorenleben. Ein Roman, der durch eine Wette entstand und den die Autorin sonst niemals geschrieben hätte, denn sie findet Vampirromane ... naja!

Design:

Sehr cool! So schön minimalistisch. Und doch kann man auf einen Blick erkennen, dass es um Vampire und Co. geht. Ich kann mich so über das Cover amüsieren. Flapsig gesprochen müsste ich schreiben: "Ich feier das so dermaßen!". ^^ Der kleine Blutstropfen und die hochgezogene Augenbraue. Ironie pur. Denn Vampire sind zum kotzen, und dennoch ist es ein Vampirroman. Herrlich.

Meine Meinung:

Ich habe von diesem Buch über Facebook erfahren. Dort hatte ich schon öfter Beiträge der Autorin in unterschiedlichen Gruppen gelesen und fand die Idee hinter diesem Buch schlicht und ergreifend genial. Also echt: zwei Vampire, die so tun als seien sie Menschen, die wiederum so tun als seien sie Vampire, die Vampirromane schreiben. Darauf muss man erst einmal kommen.

Der Einstieg ins Buch war angenehm und durch den flüssigen Schreibstil konnte ich mich direkt in der Geschichte verlieren. Die Charaktere sind lustig und überspitzt dargestellt. Die Kapitel sind schön kurz (das mag ich generell sehr gerne) und man merkt der Geschichte an, dass die Autorin Erfahrungen mit dem Verlagswesen und dem Verlegen von Büchern hat. Man spürt förmlich, wie ihre Erfahrungen eingeflossen sind.

Die Liebesgeschichte zwischen Mike und Phoebe entwickelt sich sehr, sehr schnell und ist für meinen Geschmack zu klischeehaft. Ich hätte gerne mehr über Vampire gelesen und weniger Liebesschnulze. ;) Es kam mir manchmal so vor, als würde ich selber eins der im Buch zerrissenen Liebesheftchen lesen.

Phoebe als Charakter ist mir zu flach. Immer ist sie verständnisvoll, lieb und rücksichtsvoll. Bei den Klöpsen, die sich Mike erlaubt hat, wäre ich sicher schon ein paar Mal ausgetickt oder hätte ihm wenigstens ordentlich die Meinung gegeigt. Aber bei ihr ist immer Friede, Freude, Eierkuchen und alles paletti. Das ist mir bisher bei noch keinem weiblichen Charakter passiert, weder im realen Leben, noch in Büchern.

Und dann gab es noch Katzen, jede Menge. Die Katzen, ja die Katzen. Ich fand sie etwas nervig. Als würde Berch ansonsten keine richtige Daseinsberechtigung haben, außer er kümmert sich um sie. Sie werden andauernd erwähnt, weniger wäre für meinen Geschmack besser gewesen. Ich wollte etwas über Vampire lesen und keine Einkaufsliste für Katzenbesitzer.

Allgemein entwickelte sich die Geschichte nicht so, wie von mir erwartet. Die Liebesgeschichte war zwar vorhersehbar, doch die Geschichte an sich ist anders verlaufen, als ich es mir am Anfang vorgestellt habe. Das Ende kam für mich sehr plötzlich, aber ich fand es dennoch gelungen und passend zum Rest der Story.

Fazit:

Man merkt, dass die Autorin Vampire und Vampirromane nicht ernst nimmt und sie gerne auf die Schüppe nimmt (veralbert). Hardcore-Vampir-Fans sollten einen Bogen um dieses Buch machen.

Wer jedoch eine seichte, vorausschaubare Liebesgeschichte sucht mit witzigen Elementen, Katzen und Vampiren - der ist hier genau richtig!
Ich habe das Buch mit einem Schmunzeln zugeklappt und fühlte mich gut unterhalten. Dafür, und für die tolle Idee, vergebe ich drei Sterne.

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