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494 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 93 Rezensionen

liebe, vermont, familie, marie force, alles was du suchst

Alles, was du suchst

Marie Force , Tatjana Kruse
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.09.2016
ISBN 9783596036288
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhaltsangabe:

Als die New Yorker Webdesignerin Cameron den Auftrag erhält, für einen familiengeführten Country-Store einen Online-Shop mit Landlust-Ambiente zu gestalten, ahnt sie nicht, was sie in Vermont, USA, finden wird: eine charmante Kleinstadt, unberührter Natur, eine warmherzige Großfamilie und den Sohn des Auftraggebers, Will. Weil dieser nicht begeistert von der Idee eines Internetauftritts ist, fliegen zwischen Cameron und Will zuerst die Fetzen, dann die Funken und schließlich die Gefühle.

Meinung:

Ach wie schön war dieses Buch zu lesen! Ich habe es regelrecht verschlungen und warte sehnsüchtig auf die beiden nachfolgenden Bände. Ich trauere jetzt schon, dass es "nur" drei Bände geben wird.
Der Schreibstil ist einfach und sehr gut nachzuvollziehen. Man ist direkt im Thema drin und fühlt sich als Teil der Story.
Natürlich gibt es schon sehr viele Bücher innerhalb dieses Genres, aber dieses ist nochmal besonders. Es hat etwas von der Reihe "Weil ich Will liebe....Weil ich Layken liebe" aber ist doch so viel mehr erwachsen.

Ich empfehle dieses Buch allen, die Liebesgeschichten im Country-Stile lieben und ein locker-leichtes Bucherlebnis empfinden möchten.

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

kinderwunsch, ungewollte schwangerschaft, obdachlos, konflikt, soziale schichten

Kollisionen

Florian Scheibe
Fester Einband: 377 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 27.08.2016
ISBN 9783608980318
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman „Kollisionen“ vom Autor Florian Scheibe ist am 27.08.2016 im Verlag Klett-Cotta erschienen.  

Carina, ihres Zeichens Architektin mit lang unerfülltem Kinderwunsch, fährt mit Ihrem Fahrrad die 16-jährige drogensüchtige, ungewollt schwangere, Punkerin Mona an.

Der Unfall verläuft für beide glimpflich, doch ihre beiden Lebenswege scheinen danach untrennbar verknüpft zu sein.  

Inhalt und Meinung:

Das Cover zeichnet eine junge, auf einem Fensterbrett an offenem Fenster sitzende, Frau in dunklen Tönen ab. Im Hintergrund sieht man die Hausfassade eines Patrizierhauses in hellerem weiß.

Betrachtet man das Cover, ohne den Inhalt des Buches zu kennen, erscheint es düster und man fragt sich, was die junge Frau wohl hat. Mit dem Wissen des Inhaltes des Buches, kann man das Cover gut interpretieren. Die junge Frau stellt Mona dar, die im „Schatten“ lebt und am Abgrund sitzt (durch das offene Fenster). Im schönen Patrizierhaus gegenüber könnten Carina und ihr Lebensgefährte Tom (Thomas) mit der Dogge Bennie wohnen. Es prallen Welten aufeinander. Noch schöner wäre es gewesen, wenn man in einem Fenster des Patrizierhauses eine Silhouette einer Frau erahnen könnte. Diese hätte ich dann als Carina gesehen, die ein Auge auf Mona hat. Zwar mit Abstand, aber auf Sichtweite.

Der Roman ist in fünf Teile gegliedert:

1.Zusammenprall

2.Zwietracht

3.Zwist

4.Zerwürfnis

5.Aufprall

Jeder einzelne Teil ist in einer unterschiedlichen Anzahl von Kapiteln unterteilt.

In Teil eins, „Zusammenprall“, kommt es wie der Titel dieses Teiles schon sagt zum Zusammenprall, oder der Kollision, zwischen Carina und Mona.

Mona ist vollkommen weggetreten, nicht durch den Unfall, sondern durch das ihr zuvor selbst verabreichte Heroin. Carina, deren Kinderwunsch seit jeher unerfüllt ist, sieht das Mona schwanger ist und schlägt diese. Mona versteht in ihrem Rausch überhaupt nicht warum und bezeichnet Carina daraufhin durch das ganze Buch durch, als die „verrückte Frau“.

Auffällig ist, dass der Roman sehr detailreich geschrieben wurde, wie z.B. auf Seite 38 / 39: „ Die zerissenen Bücher lagen neben ihr auf dem Boden. Alle zwei, drei Minuten öffnete sie die Klappe und warf einen Packen neues Material nach. Die Flammen flackerten hellorange, und ihr züngelnder Tanz war viel nervöser, als wenn man Holzscheite verbrannte. Es erstaunte Carina, wie lange es dauerte, bis sich das Feuer durch die Leineneinbände genagt hatte, während sich die Lesebändchen sofort willfährig zu kleinen Ascheklumpen zusammenrollten.“

Der Autor arbeitet hier mit sehr ausdrucksstarken Adjektiven, was mir sehr gut gefällt.

Man kann sich ebenfalls sehr gut in die Lage der einzelnen Protagonisten versetzen und wird in einer Weise Teil von Ihnen.

Sehr auffällig sind auch die oft vorkommenden Wortwiederholungen, wie: „Gehwegplatte“, „Kreuz“ und „Schwanger“. Ich vermute das hiermit die Gewichtigkeit des Wortes noch verdeutlicht werden soll.

Im Laufe des ersten Teiles lernt der Leser neben Carina und Mona, auch noch Carinas Lebensgefährten Tom, oder Thomas wie er richtig heißt, und ihren Hund Bennie kennen.

Tom schreibt Kolumnen in einer Zeitung und steht kurz vor der Verfassung seiner 100. Kolumne.

Carina und Tom leben mit Bennie in einer Dachgeschosswohnung direkt vor einem Park an einer Hochbahn. Dieser Park ist mit den Jahren zunehmend zum Drogenumschlagplatz mutiert und Mona nicht unbekannt, da Sie unter der Hochbahn am Park ihren Tag mit betteln für den nächsten Schuss verbringt.

Die Kapitel innerhalb der Teile oder Teile der Kapitel sind immer aus der Sicht der Protagonisten geschrieben und nicht beispielsweise nur aus der Sicht Carinas.

So bekommt man eine gute Einsicht in die Gedankenwelt aller wichtigen Hauptprotagonisten und kann ihren Handlungen gut folgen.

Im Verlauf des ersten Teiles trifft Carina, während eines Spazierganges im Park mit Bennie, auf Mona, welche vor der „verrückten Frau“ flüchtet.

Carina hetzt hinter Mona her um sie noch zu erwischen. Bennie blieb wo er war und nimmt, leider Gottes, Drogen im Gebüsch zu sich, wird regelrecht tollwütig, erkennt Carina bei ihrer Rückkehr zu ihm nicht mehr, und fällt Carina an, bevor er leblos zusammenbricht.

Für mich eine sehr intensive Szene, da auch ich schon einmal von einem Hund angefallen wurde.

In Teil zwei „Zwietracht“ lernt der Leser Petr kennen. Petr ist, wie Mona, drogensüchtig und lebt auf der Straße. Er ist Rumäne uns spricht nur ein paar wenige Brocken deutsch.

Er ist der Vater des in Mona heranwachsenden Kindes und sehr erfreut, dass er Vater wird.

Um endlich schwanger zu werden, entschließt sich Carina dazu in eine Kinderwunsch-Klinik zu gehen. Tom gibt dazu Spermien ab, um zu testen, ob er als Spender tauglich ist, oder ob er unfruchtbar ist.

Als Carina wieder nach Hause kommt, nimmt sie sich die Urne von Bennie vom Kaminsims, öffnet diese und riecht am Inhalt. Einem Verlangen nach, steckt sie einen Finger hinein und lutscht danach an diesem.

So etwas Widerliches habe ich noch nie gelesen. Im weiteren Verlauf des Romans holt sich Carina immer wieder Asche aus der Urne und lutscht sie. Ich frage mich, was das soll?!

Auch diese Lust auf Fleisch von Carina ist immer wieder Thema. Im ersten Teil des Buches verleibt Sie sich einen Döner ein, als gäbe es kein Morgen, dabei ist sie eigentlich Vegetarierin.

Im weiteren Verlauf des zweiten Teiles entschließt sich Mona dazu sich einen goldenen Schuss zu setzen. Dazu braucht sie jedoch Geld und stellt sich daher an den Kinderstrich vor einen Sex-Shop. Aus diesem kommt ein Mann heraus, welcher ihr Geld gibt mit der Bedingung, dass sie von dort verschwindet und nicht wiederkommt. Sie nimmt das Geld und macht sich von dannen.

Hier hatte ich den Eindruck, dass es sich um irgendeinen Typen handelt, doch es stellt sich heraus, dass es sich um Tom handelt, der da aus dem Sex-Shop kam.

Tom recherchierte dort für seine Kolumne, weil er nicht wusste, worüber er schreiben soll.

Auch hier kommt es zu der zufälligen Kollision zwischen Mona und in diesem Fall Tom. Man könnte meinen die Stadt in der die Protagonisten leben sei ein Dorf.

Während Tom den Sex-Shop verlässt und Mona Geld gibt, wird er von der Volontärin seiner Zeitung, namens Soph,  dabei beobachtet. Am folgenden Tag trifft er im Kopierraum nach Feierabend auf sie und es kommt zum Techtelmechtel.

Der dritte Teil „Zwist“ beginnt damit, dass sich Carina Embryonen einsetzen lässt. Tom möchte unbedingt dabei sein und Carina zur Seite stehen, steht aber selber im Stau. Kurzentschlossen lässt er sein Fahrzeug einfach stehen, rennt quer durch die Straßen, rennt weiter quer durch ein Filmset und bricht einem dortigen Mitarbeiter, der Tom versucht aufzuhalten, die Nase. Total aufgewühlt und dreckig durch einen Sturz kommt er in der Klinik an.

Mona ihrerseits mittlerweile in einer Enzugsklinik angekommen, weil Sie sich den goldenen Schuss gesetzt hatte, aber gerettet werden konnte, versucht sich dort einzuleben, was ihr jedoch nur bedingt gelingt.

In seiner nächsten Kolumne identifiziert er sich selbst als den, der durch das Set gelaufen ist und den Mitarbeiter niedergeschlagen hat. Schnell bekommt die Filmfirma davon Wind, wer er ist und schreibt Toms Chefin. Diese teilt ihm mit, dass die Filmfirma von einer Anklage absieht, wenn er 15.000€ Schadensersatz zahlen würde.

Total aufgewühlt von dieser Nachricht und dem Tag, schnappt sich Tom Soph und schläft mit Ihr nach Feierabend im Büro. Dabei erfährt der Leser, dass es beim ersten Mal zu garkeinem Geschlechtsverkehr gekommen war, da Tom nicht konnte.

Es kommt wie es kommen muss und Carina kommt in die Redaktion und sieht die Beiden.

Carina flüchtet durch das Haus in ihren Wagen, übersieht den ihr nachgelaufenen Tom und überfährt ihn.

Der Titel des vierten Teiles „Zerwürfnis“ betitelt exakt das, wozu es kommt: zum Zerwürfnis.

Teil vier beginnt im Krankenhaus, nachdem Carina Tom angefahren hat. Carina trifft dort auf Mona, welche zuvor ebenfalls eingeliefert wurde, da Sie blutet. Mona wird nach einem kurzen Gespräch klar, was die „verrückte Frau“ für ein Problem hat: sie kann keine Kinder bekommen und Mona, die nie schwanger werden wollte, ist es geworden.

Nach einigen Wochen, nachdem Tom aus dem Krankenhaus entlassen wurde, will er noch einmal Spermien abgeben, die der wartenden Carina direkt eingesetzt werden sollen.

Doch es klappt nicht, so sehr sich Tom auch anstrengt. Konfrontiert mit seinem Versagen geht er zu Carina und sagt es ihr. Diese ist sehr erbost und macht Tom Vorwürfe, das es zuvor bei der Volontärin ja noch prima geklappt hätte. Die Situation eskaliert dermaßen, dass von den Krankenschwestern die Security gerufen werden muss und Tom aus dem Haus entfernt wird.

Als Carina später nach Hause kommt, ist Tom ausgezogen.

Um sich selbst zu trösten, nimmt sie sich abermals die Urne von Bennie und löffelt sich seine Asche in den Mund.

Und ich komme nicht umhin noch einmal zu erwähnen WIE ekelhaft dies ist.

Ein auf den anderen Tag kommt ein Filmteam zu Carina in die Wohnung, mit der Bitte diese über das Viertel und die Drogensituation im Park interviewen zu dürfen. Sie willigt ein und gibt ein Interview.

Derweil findet in der Entzugsklinik, in der sich Mona befindet, ein Fest statt. Ihre Eltern kommen auch dorthin und konfrontieren Mona damit, dass sie das Sorgerecht für das noch ungeborene Kind übernehmen wollen. Dies versetzt Mona dermaßen in Rage, dass sie die Psychologin, die ihre Eltern zu diesem Schritt noch ermunterte, attackiert. Mona, von Sinnen, flüchtet aus der Klinik und macht sich auf zu Petr.

Petr wiederum hat das Interview von Carina im Internet gesehen und erfährt darin, dass Carina eine alte leerstehende Brauerei zu Lofts umwandeln will und noch Interessenten sucht. In diese Brauerei brechen Petr, Mona und einige Freunde ein, um dort zu nächtigen. Als noch weitere Hausbesetzer dazu kommen, eskaliert die Lage und die Polizei rückt an. Mona kann sich mit Petr in dem Tohuwabohu herausschleichen und beobachtet das Ganze aus der Entfernung. Die Brauerei wird letztlich von den Besetzern in Brand gesteckt.

Tom, dessen Kolumne eingestellt wird, weil sie nicht mehr zeitgemäß erscheint, kündigt bedingt durch eine Kurzschlussreaktion, bei der Zeitung. Eines Abends lauert er Soph auf, um sie zur Rede zu stellen, da sie jetzt die neue zeitgemäßere Kolumne schreiben soll und er vermutet, dass sie dies eigentlich die ganze Zeit im Sinn hatte. Dabei erfährt er unter anderem von der besetzten Brauerei und dem Polizeieinsatz. Aufgeschreckt durch diese Nachricht macht er sich direkt auf zur aufgewühlten Carina.

Sie versöhnen sich wieder und Tom zieht wieder ein.

Der finale Teil fünf hat den Titel „Aufprall“.

Carina und Tom beschließen ins Ausland zu gehen und verkaufen ihre Wohnung, viele ihrer Sachen und den Rest lagern sie ein.

Mona bringt einen kleinen Jungen zur Welt in der Wohnung einer rumänischen Familie, zu der sie Petr gebracht hatte.

Mona, seit einigen Wochen clean, beschließt den Jungen wegzugeben und mit Petr nach Rumänien zu gehen. Vor der Geburt hatten sie gewettet, ob das Kind ein Junge oder Mädchen werden wird und Petr hatte gesagt, würde es ein Junge werden, würden die Beiden nach Rumänien gehen. Er hatte Recht.

Mona und Petr bringen den kleinen Jungen noch in derselben Nacht der Geburt zu Carina, die völlig überrumpelt aus dem Bett geklingelt wird.

Sie nimmt den Kleinen an sich und Mona und Petr verlassen die Wohnung.

Schnell beschließt Carina das sie den Kleinen nicht behalten kann und bringt ihn ins Krankenhaus zur Babyklappe. Dort versichert man ihr, dass sie sich dort gut um den Kleinen kümmern und dass sie für ihn eine gute Familie finden werden. Carina verrät nicht, wer den Jungen gebar, da Mona sie darum bat, aus Angst ihre Eltern würden sich des Kleinen annehmen.

Im Laufe des folgenden Tages geht Carina mit Bennies Urne in den Park und verstreut ihn an dem Busch, an dem Bennie damals die Drogen zu sich genommen hatte. Die Urne lässt sie dort auf einer Mauer stehen und geht wieder in die Wohnung, um alsbald mit Tom in eine neue Zukunft aufzubrechen.

Auch Petr und Mona brechen in eine neue Zukunft auf in Richtung Rumänien.

Wie das Schicksal es will, wären sich Carina, Tom, Petr und Mona beinahe an einem Rastplatz wieder in die Arme gelaufen. Petr und Mona suchen nach einer Mitfahrgelegenheit und Carina und Tom fahren an ihnen vorbei. Tom hält nur nicht an, weil es Carina sehr schlecht geht.

Na, warum ist ihr wohl schlecht? Richtig! Sie ist schwanger!

 

Meine Ausführungen gehen nicht annährend in die Tiefe, wie der Roman es an sich geht. Faszinierend finde ich, wie zwei grundlegend verschiedene Lebensweisen, doch so nah aneinander vorbei gehen und gleichzeitig miteinander verwoben werden können. Alle Handlungen machen letztlich einen Sinn, die vielleicht allein betrachtet dies nicht tun. Und Zufälle gibt’s in diesem Roman, das ist der Wahnsinn. So ein Zufall, dass Carina gerade Mona anfährt, die auch noch ungewollt schwanger ist, was Carina lange verwehrt bleibt.

Oder das Bennie ausgerechnet an irgendwelchen Drogen stirbt, die im Park herumliegen und Mona wiederum will mit Hilfe von einer Überdosis sterben, stirbt aber nicht.

An der „Figur“ von Tom liest sich sehr gut ab, wie psychisch anstrengend es ist, den eigenen Kinderwunsch oder den der Frau / Lebensgefährtin nicht erfüllen zu können. Tom ist zuweilen mit den Nerven am Ende und verhält sich so, wie nie zuvor. Carina wünscht sich zwar auch Kinder und nagt daran, dass sie keine bekommt, sie finde ich jedoch nicht so ausdrucksstark wie Tom.

Der Roman liest sich sehr flüssig und ich als Leserin wollte immer sehr gerne wissen, wie es weitergeht.

Auch die Titelwahl der einzelnen Teile finde ich sehr gut gewählt. Ich habe den Eindruck, dass die ersten vier Teile sich dem Ende hin immer weiter steigern, bis es letztlich zu dem großen Urknall „Aufprall“ kommt, der der Beginn von etwas Neuem ist.

Zu gerne hätte ich am Ende noch gewusst, wie es dem kleinen Jungen weiterhin erging? Hat er gute Eltern gefunden? Oder wäre er zufällig von Monas Eltern adoptiert worden, weil diese sich noch ein Kind wünschten? Dies wäre der absolute Höhepunkt gewesen.

Ich muss hier am Ende meiner Ausführungen noch einmal deutlich sagen, dass es absolut widerlich war Carina die Asche des Hundes essen zu lassen.

Auch wenn ich dies echt widerwärtig finde, vergebe ich 5 von möglichen 5 Punkten.

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83 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

familie, schwestern, geheimnis, vergangenheit, roman

Schwestern bleiben wir immer

Barbara Kunrath
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.08.2016
ISBN 9783548288420
Genre: Romane

Rezension:

Schwestern bleiben wir immer

Von Barbara Kunrath

 

Der Roman „Schwestern bleiben wir immer“ von der Autorin Barbara Kunrath ist am 12.08.2016 im Ullstein Verlag erschienen.

Bei „Schwestern bleiben wir immer“, handelt es sich um eine Familiengeschichte rund um die Schwestern Alexa und Katja, die sowohl in der Vergangenheit, als auch in der Gegenwart spielt.

Als Alexa einen angefangenen Brief in den letzten Habseligkeiten ihrer verstorbenen Mutter Ines findet, begeben sich die Schwestern Alexa und Katja auf eine Reise in ihre Vergangenheit, die auch ein Teil ihrer Gegenwart werden wird und auch bereits zu sein scheint.

 

Meinung

Zunächst möchte ich auf das Cover des Buches eingehen.

Auf diesem sind dem Leser zwei auf einem Balken sitzende Mädchen mit dem Rücken zugewandt zu sehen. Die Mädchen umarmen sich gegenseitig schwesterlich die Schultern. Diese schwesterliche Geste passt perfekt zum Titel des Buches „Schwestern bleiben wir immer“, da es eine Verbundenheit ausdrückt. Die Grundfarbe des Covers ist grau und der Buchtitel ist in rosa / lila Balken eingestanzt.

Gerade die Farben rosa /lila passen als „Mädchenfarben“ sehr gut. Auch die Grundfarbe grau passt gut, da im Leben nun mal nicht alles weiß und schwarz ist, sondern es auch Graustufen darin gibt.  

Aufgebaut ist das Buch in Kapitel mit prägnanten Titeln, wie „vom Suchen“ oder „vom Erinnern“ und diese Kapitel wiederum werden meist abwechselnd aus den Sichtweisen der Schwestern wiedergegeben. Dieser Wechsel der Sichtweisen ist dadurch gekennzeichnet, dass der Name der jeweiligen Schwester darüber genannt wird. Erinnert sich eine der Schwestern an Geschehnisse der Vergangenheit und gibt diese wieder, wird die Wiedergabe in kursiver Schrift verdeutlicht.  Die Wortwahl und der Stil des Schreibens ist einfach zu verstehen. Man kann gut folgen.

Alexa, ihres Zeichens Mutter zweier Kinder, Elli und Till, Hausfrau und Ehefrau von Martin, ist eine von zwei Hauptcharakteren. Sie lebt mit Ihrer Familie in einem Haus in einer Wohnsiedlung. Alexa und Martin waren Eltern von einer weiteren schwerstbehinderten Tochter, Clara, welche jedoch mit nur 9 Jahren verstarb.

Katja ist 3 Jahre jünger als Alexa und der weitere Hauptcharakter in diesem Buch. Katja ist eine sehr unkonventionelle Mutter. Von dem Vater ihres 15-jährigen Sohnes Jonas lebt sie schon lange getrennt. Jonas und Katja leben in einer Wohngemeinschaft mit der ehemaligen Au-Pair von Jona namens Zara und einem Freund von Katja, namens Max. Katja befindet sich in einer Beziehung mit Erik, will, im Gegensatz zu Erik, jedoch nichts ganz so ernsthaftes entstehen lassen.

Alexa wäre gerne wie die schöne Katja.

Katja wäre gerne wie die verlässliche Alexa.

Doch im Laufe des Buches merkt der Leser schnell, dass es sowohl in Alexas Familienleben, als auch Katjas mehr oder minder stattfindenden Familienleben, nicht alles so rosig ist.

Meiner Meinung nach, wird der Charakter der Alexa gut beschrieben und man hat ein gutes Bild der treusorgenden, aufopfernden Mutter.

Katja ist das komplette Gegenteil von Alexa, denn sie ist überhaupt nicht treusorgend ihrem Sohn gegenüber, welcher oft nachts nicht nach Hause kommt und sie überhaupt nicht weiß, wo er sich eigentlich befindet.

Ihre gemeinsame Reise in die Vergangenheit beginnt mit dem Fund eines angefangenen Briefes in den letzten Habseligkeiten ihrer verstorbenen Mutter. Dieser Teil des Buches ist im Grunde nicht neu und Stoff schon vieler bereits zuvor geschriebener Bücher. Doch was aus diesem Fund wird, nämlich das alles wie es in ihren Erinnerungen herumschwirrt gar nicht so ist, wie es zu sein scheint und doch nach und nach einen Sinn ergibt, habe ich in dieser Form noch nicht gelesen.

So finden die beiden Schwestern heraus, warum ihr vermeintlicher Vater, sie und ihre Mutter vor Jahrzehnten verlassen hat und sich bei ihnen (vermeintlich) nie wieder gemeldet hat. Das es zu einem Treffen mit dem Vater kommt, scheint klar. Auch das der Grund des Verschwindens des Vaters „nicht ohne“ sein kann, scheint ebenfalls logisch.

Ich hätte mir gewünscht, dass die Nebencharaktere, sowohl der Gegenwart, als auch der Vergangenheit, noch besser, gar theatralischer dargestellt worden wären. Beispielsweise die Figur des Liebhabers der Mutter von Katja und Alexa (ich will hier nicht zu viel verraten).

 

Fazit

Der Titel „Schwestern bleiben wir immer“ klang für mich sehr verheißungsvoll nach: egal was Schreckliches passiert, egal welche Widrigkeiten wir durchleben zu haben, wir Zwei bleiben immer Schwestern und verbunden. Der Inhalt dessen, was in der Vergangenheit tatsächlich passiert ist, ist nicht ideal. Keine Frage. Aber auch irgendwie hausgemacht durch das Verhalten ihrer Mutter. Keine Liebelei mit einem älteren Mann bleibt ohne jedwede Folgen. Das ist nun einmal so. Dennoch fehlt mir die Tiefe in den Handlungen der Charaktere. Beim Vater hätte ich mir beispielsweise gewünscht, dass er es noch mehr bereut seine Töchter nie gesehen zu haben und mehr um ihre Verzeihung kämpft. Er hat natürlich Briefe an seine Töchter geschrieben, aber wie dies in den meisten Fällen, sowohl in Büchern, als auch Filmen so ist, wurden diese von der Mutter vernichtet. Dies ist ebenfalls nicht neu oder gar originell. Ich hätte mir mehr Verzweiflung gewünscht.

Dieses Buch kann man gut lesen, ohne großartig nachdenken zu müssen und zielt auf die Leserschaft 25 +  ab.

Ich vergebe 3,5 von 5 möglichen Punkten.

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

gesellschaftskritik, deutsche literatur im 21. jhd, familiengeschichte, flüchtlingsproblematik, anspruchsvoll

Hotel Jasmin

Jasmin Ramadan
Fester Einband: 269 Seiten
Erschienen bei Tropen, 27.08.2016
ISBN 9783608501421
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman "Hotel Jasmin" von der Autorin Jasmin Ramadan ist am 27.08.2016 im Tropen Verlag erschienen.

Einfach ausgedrückt geht in diesem Buch um den Hauptcharakter der Grundschullehrerin Christiane Tarpenbek.

Christiane Tarpenbek hat nur drei Leidenschaften: Glücksspiel, Zigaretten und Ihren Sohn Roland.  Als Roland sich von ihr abwendet, weil sie seinen neuen Lebensstil nicht nachvollziehen kann, bricht ihre kleine Welt zusammen. Zusätzlich wird sie noch beschuldigt ein kleines somalisches Mädchen aus ihrer Grundschulklasse rassistisch beleidigt zu haben und nachdem ein Sturm der Medien über sie hereinbricht, beschließt sie abzuhauen.

 

Meinung:

Dieses Buch ist sehr komplex und trieb mich als Leser schon an den Rand der Verzweiflung. Zumindest im ersten Teil des Buches. Ab Teil zwei bis vier konnte man dem Inhalt sehr gut folgen.

Das Cover des Buches sieht sehr ansprechend aus und erinnert an eine alte Leuchtreklame eines Hotels, passend zum Titel des Buches.

Wie oben angesprochen, ist das Buch in vier Teile gegliedert, die jeweils noch in mehrere weitere Teile mit prägnanten, gar skurrilen Titeln wie "Rhinozeros", "Schwellung" und "Säure" unterteilt sind.

Teil eins wird aus der Sicht Rolands erzählt und gibt zunächst Einblicke in sein derzeitiges Leben in einer WG mit Yolanthe und Nil. Roland ist wesentlich jünger als die Beiden und dennoch ging er ein Verhältnis mit Yolanthe ein und ist unsterblich in sie verliebt. Yolanthe erwidert seine Liebe jedoch nicht. Nil ist seines Zeichens Autor und Roland kann ihn nicht ausstehen. Eines Tages sieht Roland, der eigentlich Ronald nach Ronald McDonald benannt werden sollte und durch einen Fehler des Amtes als Roland in die Geburtsurkunde eingetragen wurde, seine Mutter auf der Titelseite einer Zeitung mit dem Inhalt, dass diese ein somalisches Mädchen rassistisch beschimpft haben soll. Als Christianes Vermieterin anruft, dass Roland ihre Sachen aus der von ihr gekündigten Wohnung entfernen soll, merkt er, dass seine Mutter nicht mehr da ist. Wo sie ist, weiß er nicht und so macht er sich auf zu einer Detektivin, die ihm ein Diktiergerät übergibt, worauf er alles sprechen soll, was ihm zu seiner Mutter einfällt und ihr helfen würde, sie wiederzufinden.

Teil eins ist sehr verwirrend geschrieben. So verwirrend, dass ich es gar nicht in Wort ausdrücken kann.

Ein Beispiel von Seite 27, wo ich dachte "Was zum Henker ist da los?":

"Nur so eine Eingebung, habe das manchmal, kann es aber immer schlechter regulieren, je mehr Erinnerungen ich anhäufe. Bin ja nicht mehr die Allerjüngste. Deshalb esse ich auch nur noch im Urlaub Fleisch, andere DNA wirkt wie eine Funktionsstörung....Schon Gelatine...Meine Fähigkeiten reduzieren sich sofort, wenn eine Spur Tier im Magen ist."

Im folgenden zweiten Teil spricht zunächst Roland in das Diktiergerät. Ihm folgen seine Patentante Lerke, deren Mann Hauke, die Schulleiterin der Schule an der Christiane arbeitet, Christianes Nachbar Egon Dittmers, die Inhaberin der Kneipe in der Christiane zuweilen einkehrte, ein weiterer Gast der Kneipe, Rolands Mitbewohnerin Yolanthe und zu guter Letzt Rolands Mitbewohner Nil.

All diese Leute sollen über Christiane erzählen und gegebenenfalls Auskunft darüber geben, wo diese sein könnte.

Im Beitrag von Lerke, der Patentante von Roland und Christianes Freundin und auch allen weiteren Beiträgen, dreht sich die Aufnahme auf dem Gerät zunächst kurzweilig um Christiane und danach zunehmend um die Person selbst, ihre Probleme und Sorgen. Auffallend in den Beiträgen sind vor allem die Aussagen Lerkes und des Nachbars Egon Dittmers. Beide Beiträge beinhalten zunehmen rassistische Äußerungen.

Im Grunde weiß jedoch niemand von den oben genannten, wo Christiane sein könnte.

Der dritte Teil bringt Licht ins Dunkel. Er ist komplett aus der Sicht Christianes geschrieben und beginnt damit, dass sich Christiane zunächst über Egon Dittmers, ihren Nachbarn, auslässt und dann über ihre Freundin Lerke. Nach und nach versteht man auch die Verhaltensweisen von Christiane, welche von ihren Bekannten zuvor auf den Diktiergeräten festgehalten wurden. Man sagt ja gerne, dass die Geschichte zwei Seiten hat. Dies wird hier auch sehr deutlich. Es ist nicht alles so, wie es zu sein scheint ( gerade auch im Hinblick auf die angeblich von Christiane getätigten Äußerungen gegenüber dem Mädchen) und wie es von den Menschen aufgenommen wird, daher sollte man sich immer erst beide Seiten anhören / ansehen, bevor man sein Urteil bildet.

Im letzten Teil des Buches erfährt der Leser, wohin Christiane verschwunden ist. Hier möchte ich nicht zu viel verraten.

Sehr gut hat mir gefallen, dass Christiane auf den Vater der Autorin trifft. Eine Wendung, die ich so noch nie in einem Buch gelesen habe, eine sehr coole Idee. Ich frage mich, ob es tatsächlich so ist, dass die Autorin ihren Vater nie besucht hat und ob er dann zu ihr gekommen ist und sie besucht hat.

Gerne möchte ich auch noch etwas zu dir sagen, Christiane:

Liebe Christiane,

für mich bist du kein Unmensch. Falls ich Roland einmal treffen sollte, werde ich ihm dies auch sagen!

Für dieses Buch vergebe ich 4 von möglichen 5 Punkten.

Wäre Teil eins für mich besser nachvollziehbar gewesen, wären 5 Punkte drin gewesen. Aber was nicht ist, ist leider nicht.

Ich werde dieses Buch auf jeden Fall noch einmal lesen. Vielleicht ist der erste Teil dann nicht so schwer für mich und es liest sich einfacher.

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92 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

sport, kanada, laufen, olympische spiele, familie

Die Frau, die allen davonrannte

Carrie Snyder , Cornelia Holfelder-von der Tann
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 13.06.2016
ISBN 9783442754649
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext:

Dass Aganetha Smart einst eine kühne Pionierin war, ist in dem Altenheim, in dem sie sitzt, niemandem bewusst.
Als zwei junge Leute auftauchen, um sie einen Film über weibliche Athleten zu interviewen, sagt sie bereitwillig zu. Trotz ihrer Gebrechlichkeit sehnt sie sich nach Abenteuer. Und auch wenn ihre Erfolge weitestgehend in Vergessenheit gerieten, erinnert sie selbst sich noch sehr genau daran. Als junge Läuferin trotzte Aganetha jeder Erwartung und gewann 1928 für Kanada eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen. Es war ein revolutionärer Sieg, Frauen durften in dieser Kategorie zum ersten Mal teilnehmen. Als junges Mädchen wollte sie ihrer Familie davonrennen, sich von deren Kummer und Geheimnissen befreien. Doch so sehr Aganetha sich bemühte, vor ihrer Vergangenheit konnte sie nicht davonlaufen – ebenso wenig wie vor den Konventionen der Zeit. Durch die beiden jungen Besucher wird Aganetha wieder mit den Erinnerungen an ihr Leben konfrontiert, auch mit einer Lüge, die bis zum heutigen Tag Bestand hat. Und ihr wird mehr und mehr klar, dass die beiden nicht die sind, für die sie sich ausgeben...

Meine Meinung/Rezension

Zunächst muss ich sagen, dass dieser Klappentext in keinster Weise mit dem Inhalt des Buches mithalten kann, geschweige denn, seinen Inhalt in der Tiefe auch nur ansatzweise wiedergibt.
Das Buch ist 343 Seiten lang und beinhaltet eine wahnsinnige Komplexität, die man nur sehr konzentriert verfolgen kann.
Im Grunde umfasst dieses Buch zwei Bücher. Zum Einen die Gegenwart, mit den Charakteren Aganetha (Aggie), den Besuchern im Altenheim Max und Kaley, sowie Ihrer Mutter Nancy.
Zum Anderen Aganethas Vergangenheit, mit all ihren Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten.
Das Buch erzählt mehr aus der Vergangenheit, als das es in der Gegenwart spielt.

Aganathas Vergangenheit ist in die Gegenwart eingebettet, da Sie immer wieder in ihre Vergangenheit abdriftet, ohne diese mit Max, Kaley und Nancy zu teilen. Im Grunde sagt sie zu den Dreien sehr wenig.
Aganetha wird von Kaley und Max mehr oder weniger aus dem Altenheim entführt. Die mittlerweile 104-jährige Aganetha kann sich kaum mehr wehren und die Pflegerin lässt die Beiden gewähren. Die Geschwister Kaley und Max wollen ein Interview über Aganethas Leben führen und Max filmt die ganze Geschichte von Beginn an. Kaley und Max fahren mit Aganetha zu ihrem Geburtshaus, bringen Sie danach zu ihrer Mutter Nancy, die unweit Aganethas Geburtshauses wohnt und letztlich wieder auf das Grundstück Aganethas zurück, zum von ihrem Vater erschaffenen Leuchtturm, wo die Fahrt enden wird.
Aber langsam.
Dazwischen wird noch vieles aus der Vergangenheit berichtet.
Aganetha ist Teil einer Großfamilie mit Geschwistern und Halbgeschwistern.
Vier Ihrer acht Halbgeschwister sind bereits zum Zeitpunkt Ihrer Geburt 1908, verstorben auf die unterschiedlichsten Weisen: bei der Geburt verstorben und ertrunken. Die erste Frau, die Mutter der Halbgeschwister, namens Tilda verstarb ebenfalls. Ihr Vater, Robert Smart, ehelicht ihre Mutter Jessica, welche Ihm noch einmal drei weitere Töchter schenkt.
Sie wohnen auf Farmgelände, welches schon Generationen der Familie Smart gehörte, bestellend die Äcker und leben sehr gut davon.
Aganetha hat ein sehr inniges Verhältnis zu ihrer 13 Jahre älteren Halbschwester Fannie, welche früh an der Grippe verstirbt. Da ist Aganetha erst 10.
Aganetha merkt schnell, dass sie gerne rennt und tut dies immer und immer wieder.
Ihre Mutter nennt sie „ruhelos“. Das beschreibt es tatsächlich am Besten.
Eines Tages, kurz nach dem Tod von Fannie, sieht Aganetha sie immer wieder erscheinen, was sie bis an ihr eigenes Lebensende immer wieder tut. Alle ihre verbliebenen Geschwister und Halbgeschwister zieht es nach und nach in die Städte. Lediglich Edith bleibt im zum Elternhaus nahe gelegenen Farmhaus mit Ihrem Mann Carson wohnen. Edith, immer kränklich,verliert ein Kind , woran sie zu zerbrechen droht, nicht fähig Haus und Hof zu führen.
Letztlich fährt auch Aganetha in die „große“ Stadt Toronto, besucht ihre Geschwister. Doch es kommt wie es kommen muss und sie bleibt.
Sie fängt in der Fabrik an zu arbeiten, in der auch bereits ihre Schwester arbeitet und schließt sich einem einer anderen Fabrik zugehörigen Sportverein an, dem Rosebud-Damensportclub. Der dortige Trainer Mr.Tristan nimmt Sie in die Mannschaft auf, in der Sie ihre zukünftige beste Freundin, Glad kennen lernt.
Aganetha und Ihre Schwester Cora wechseln die Fabrik und arbeiten zukünftig für die Rosebud-Pralinenfabrik.
Aganetha wird so gut, dass sie in die kanadische Olmypia-Mannschaft aufgenommen wird und die Goldmedaille im 800m-Lauf gewinnt.
Frauen dürfen 1928 zum Ersten und zum zunächst letzten Mal beim 800m-Lauf antreten.
Nach ihrem Sieg bei Olympia trifft Aganetha auf der Heimreise auf den Hürdenläufer Johnny. Schnell werden die Beiden ein Paar.
Nach der Rückkehr nach Toronto warten einige Jobs auf Aganetha, manche zu dieser Zeit sehr verpöhnte Jobs, wie posieren in Badeanzug für eine Zeitung.
Johnny drängt Aganetha mehr und mehr auch zu einer körperlichen Beziehung, welche sie sich nach einiger Zeit hingibt. Daraus resultierend wird Aganetha schwanger. Zunächst stellt sie sich krank, aus Angst, wie sie es Johnny sagen soll. Zur damaligen Zeit waren außereheliche sexuelle Aktivitäten mehr als obszön, geschweige denn außereheliche Kinder zu gebären. Dies war Aganetha mehr als genau bewusst, da ihre Mutter „solche“ Mädchen bei sich zu Hause aufnahm, um im bei Ihnen so genannten Granny-Zimmer, Fehlgeburten einzuleiten.
Sie beichtet Johnny ihre Schwangerschaft und dieser fertigt Aganetha mehr oder weniger ab, deutlichst, dass er das Kind nicht will, auch wenn er es nicht direkt so ausspricht. Er lässt Aganetha zu Ihrer Mutter ziehen, in dem Wissen, was dort geschehen wird.
Aganetha begibt sich in die Hände ihrer Mutter und kommt etwa 6 Monate später wieder nach Toronto zurück. Am Bahnsteig wird Sie von Johnny und Glad empfangen. Schnell ist ihr klar, dass zwischen Johnny und Glad in der Zwischenzeit mehr als Freundschaft entstanden ist.
Glad entschuldigt sich dafür zwar, die Hochzeit folgt jedoch schnell.
Aganetha nimmt einen Job bei einer Zeitung an und schreibt zunächst über Mordfälle,danach über Nachrufe.
Nach und nach sterben alle ihre weiteren Verwandten: Ihre Mutter, ihr Vater, ihr Halbbruder George.
Nur Edith stirbt als letzte Halbschwester. Verwunderlich, wo diese als sehr kränklich beschrieben wurde.
Aganethas Schwester zieht es von Toronto nach Australien, wo sie ihren Mann kennenlernt, heiratet und mit Ihm Kinder zeugt.
Übrig bleibt ihr nur noch Ihre Schwester Cora, die irgendwann in das elterliche Haus zurück gekehrt war und sich um kranke Kinder kümmert.
Nachdem ihrer beider Vater verstirbt, zieht auch Aganetha wieder zu ihrer Schwester Cora. Einige Jahre verbringen sie noch gemeinsam in dem Haus, bis dieses abbrennt, als Aganetha 95-jährig „eine Runde laufen“ geht. Bei dem Brand verstirbt auch ihre Schwester Cora und Aganetha ist allein.
Wie Aganetha letztlich in das Altenheim kommt, ist, wie eingangs geschrieben, nicht näher erläutert.

Auf Ihrer letzten Reise mit Max, Kaley und Nancy wird all dies (und noch vieles mehr) aus Aganethas Vergangenheit preis gegeben und zu allerletzt erfährt der Leser, dass Aganethas Schwangerschaft nicht abgebrochen wurde, sondern sie dieses Kind, ein Mädchen gebar, es ihrer Schwester Edith gegeben wurde und es sich dabei um die Mutter von Nany handelt. Aganetha versprach während Ihrer Schwangerschaft dieses Geheimnis nie preis zu geben und sich dem Mädchen nie zu nähern, woran sie sich bis zuletzt hält.
Im Schlussteil wird klar, warum Aganetha interviewt und gefilmt wird: Kaley ist ebenfalls eine begnadete Läuferin, deren Karriere aber nur mit Geld voran getrieben werden würde. Geld welches sie und ihre Familie nicht hat. Nur ein Verkauf ihres Grundstückes könnte dies ändern. Einen Investor gibt es bereits, welcher aber nur kaufen würde, wenn er auch Aganethas Grundstück erwerben könnte.
Sie schenkt den Dreien ihr Grundstück.
Aganetha erscheint  auf ihrem letzten Halt mit Max, Kaley und Nancy, ihre bereits vor langer langer Zeit verstorbene Schwester Fannie wieder und beginnt zu ihr zu rennen....ihr letzter Lauf.

Wie bereits beschrieben, wird das Buch sowohl in der Gegenwart, als auch der Vergangenheit erzählt. Schön wäre es gewesen, wenn die Teile der Vergangenheit gekennzeichnet gewesen wären. Im Laufe des Buches liest man sich in diese Zeitsprünge in die Vergangenheit ein, jedoch zu Beginn des Buches ist dies sehr verwirrend. Erschwerend kommt hinzu, dass Aganatha nicht chronologisch in ihre Vergangenheit driftet, schwer nachzuvollziehen, in welcher Zeit Aganetha sich letztlich befindet, jedoch sehr menschlich, denn kein Mensch wird seine Vergangenheit chronologisch noch einmal durchgehen, wenn dieser Mensch alt und gebrechlich ist.
Dieses Buch wird mich noch einige Zeit beschäftigen, da auch ich denke, dass es im Leben meiner Großmutter einige Geheimnisse gab, die ich aber nie erfahren werde, da meine Großmutter bereits verstarb.
Ich denke nicht, dass es Geheimnisse gab, ich weiß es. Zu viel ist in der Zeit vor, während und nach des 2.Weltkrieges passiert. Inklusiv dem Wissen von Halbgeschwistern meiner Mutter, über die aber nie wieder auch nur ein Wort verloren wurde.
Schade aber Realität.
Vielleicht löse ich diese Rätsel irgendwann einmal, aber jetzt bleiben sie noch im Verborgenen.
Schade finde ich , dass ich nicht erfahren konnte, ob Kaley tatsächlich in die Fußstapfen von Aganetha treten konnte.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Punkten.

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thriller, mord, melanie raabe, die falle, falle

Die Falle

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei btb, 11.04.2016
ISBN 9783442714179
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Linda Conrads, ihres Zeichens Bestsellerautorin, verlässt seit nunmehr 11 Jahren nicht mehr ihr Haus und lebt sehr zurückgezogen. Was war vor 11 Jahren passiert? Ihre Schwester Anna wurde ermordet und Linda fand ihre Schwester und sah den Mörder fliehen.

Die Polizei kam damals nicht weit mit den Ermittlungen, da von einer Beziehungstat ausgegangen war und keine Beziehungen nachzuweisen waren.

Nach nunmehr 11 Jahren sieht Linda den Mörder Ihrer Schwester im Fernsehen und sie fasst den Entschluss sich der Sache selbst anzunehmen und Ihm eine Falle zu stellen. Sie schreibt ein neues Buch über die Ermordung von Anna und die daraus resultierenden Ermittlungen.

Nach sehr akribischer Vorarbeit, lädt Linda den sehr erfolgreichen Reporter Viktor Lenzen, den vermeintlichen Mörder ihrer Schwester, zu einem Interview, in ihr Haus ein.

Das Interview gestaltet sich sehr verwirrend, sodass ich als Leserin nachher nicht mehr sicher war, ob Herr Lenzen tatsächlich der Mörder war, oder vielleicht doch Linda selbst ihre Schwester ermordete. Selbst Linda war sich da nicht mehr sicher.

Im Grunde bin ich keine Thriller-Leserin und kam nur in den Genuss des Buches, weil wir dieses für unsere private Leserunde ausgewählt hatten. Ich bereue es im Nachhinein keineswegs dieses Buch gelesen zu haben, im Gegenteil ich bin sehr begeistert und entschlossen mich dieses Genres nun doch mal anzunehmen. Eine umfangreichere Rezension werde ich noch zusammen mit meiner Leserunde verfassen und hier einstellen.

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australien, familiengeschichte, queensland, anna romer, mord

Das Rosenholzzimmer

Anna Romer , pociao , Roberto Hollanda
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.07.2016
ISBN 9783442484423
Genre: Romane

Rezension:

Kennen Sie dieses Gefühl? Sie schauen einen Film im Fernseh, die Musik nimmt bedrohliche Züge an, sie wissen, dass gleich etwas passieren wird,dennoch schalten Sie nicht weg und das Unvermeidliche nimmt seinen Lauf?

Genau so wird es Ihnen mit dem Buch „ Das Rosenholzzimmer“ von Anna Romer gehen.

 

Ich war direkt von der ersten bis zur letzten Seite gepackt und musste immer weiter lesen.

 

Audrey Kepler, eine fast 30-jährige Mutter einer elfjährigen Tochter, Bronwyn, erbt das im ländlich gelegenen Queensland stehende und seit Jahren verlassene Thornwood House von Ihrem erst kürzlich unter mysteriösen Umständen verstorbenen Ex-Lebensabschnittsgefährten Tony.

 

Audrey und Bronwyn machen sich aus Ihrem hektischen Leben aus Melbourne auf in das idyllische Queensland, um sich Ihr Erbe anzusehen, es auf zu hübschen und zu einem guten Preis verkaufen zu können. Doch schnell wird den Beiden klar, dass Sie dort Ihr Leben verbringen möchten und entschließen sich dazu zu bleiben.

Während Bronwyn sich immer besser in Ihre neue Umgebung einfindet und Kontakte zu anderen Mitschülern knüpft, verstrickt sich Audrey immer tiefer in die Familiengeschichte ihres Ex-Mannes.

Ein in einem entlegenen Zimmer an der Wand hängendes verblasstes Foto eines jungen, gut aussehenden Mannes erweckt Audreys Interesse.

Es ist Samuel Riordan, Großvater Ihres Ex-Mannes und ehemaliger Besitzer von Thornwood House, dem nachgesagt wurde nach dem Krieg eine junge Frau ermordet zu haben.

Audrey kann dies nicht glauben und recherchiert weiter. Dabei bringt Sie in Erfahrung, dass nebst dieser jungen Frau, auch Tonys Schwester Glenda und Tony selbst eines unnatürlichen Todes gestorben sind.

Zunehmend beschleicht Audrey ein beklemmendes Gefühl der Bedrohung. Soll Sie mit Bronwyn zurück nach Melbourne oder doch bleiben, um das Rätsel der Todesfälle zu lösen?

Bevor Sie sich der Antwort sicher wird, wird Ihr bewusst, dass Sie schon längst  ins Visier des Täters geraten ist.

 

 

Das Buch „ Das Rosenholzzimmmer“ kann ich allen Lesern und Leserinnen empfehlen, die gerne eine Mischung aus Dramatik, aber auch Liebe und Familiensinn in einem Buch vereint lesen wollen.

„Das Rosenholzzimmer“ ist ein unglaublich spannendes Buch, dass aber nicht ausschließlich von dieser Spannung lebt, sondern auch von dem leichten identifizieren mit den handelnden Personen und dem unglaublich gut beschriebenen Umfeld der Flora und Fauna rund um Thornwood House. Die wilde Schönheit Australiens kommt keineswegs zu kurz.

Wenn ich das Buch bewerten müsste, bekäme es das Prädikat „absolut lesenswert!“.

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hund, cornwall, heimatlich, dorf, tierliebe

Gib Pfötchen!

Sarah Harvey , Marieke Heimburger
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 10.06.2014
ISBN 9783492304931
Genre: Liebesromane

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liebe, england, freundschaft, london, schriftsteller

Kann ich den umtauschen?

Sarah Harvey ,
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2011
ISBN 9783492259347
Genre: Liebesromane

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liebe, sarah harvey, verzeihen, adventskalender, weihnachten

Kannst du mir verzeihen?

Sarah Harvey , Marieke Heimburger
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Piper, 15.10.2013
ISBN 9783492302050
Genre: Liebesromane

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indien, england, liebe, lucinda riley, familiengeheimnis

Die Mitternachtsrose

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 22.06.2015
ISBN 9783442479702
Genre: Romane

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zypern, geheimnis, liebe, familie, lucinda riley

Helenas Geheimnis

Lucinda Riley , Ursula Wulfekamp
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 29.02.2016
ISBN 9783442484058
Genre: Romane

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fantasy, elfen, pan, drachen, liebe

Die verborgenen Insignien des Pan

Sandra Regnier
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.08.2014
ISBN 9783551314352
Genre: Jugendbuch

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elfen, fantasy, liebe, pan, zeitreisen

Die dunkle Prophezeiung des Pan

Sandra Regnier
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.04.2014
ISBN 9783551313966
Genre: Jugendbuch

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elfen, fantasy, liebe, pan, zeitreise

Das geheime Vermächtnis des Pan

Sandra Regnier
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 20.12.2013
ISBN 9783551313805
Genre: Fantasy

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liebe, england, thailand, orchideen, geheimnis

Das Orchideenhaus

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 538 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 03.05.2011
ISBN 9783442475544
Genre: Romane

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