EliasBohst

EliasBohsts Bibliothek

24 Bücher, 21 Rezensionen

Zu EliasBohsts Profil Zur Autorenseite
Filtern nach
24 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(19)

22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

sherlock holmes, krimi, dr. watson, krimiklassiker, hörspiel

Sherlock Holmes 01. Das Haus bei den Blutbuchen

Arthur Conan Doyle , Christian Rode (Sprecher) , Peter Groeger (Sprecher)
Audio CD
Erschienen bei maritim, 10.11.2003
ISBN 9783935287814
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was Arthur Conan Doyle so außergewöhnlich macht, erkennt man bereits nach den ersten beiden Kapiteln dieser Geschichte. Jedes Wort ist bedacht, jeder Satz ein Unikat und Wortmalerei erwartet einen auf praktisch jeder Seite. Da verwundert es nicht, wie schnell man diese Geschichte verschlingt.
In der heutigen Zeit erfahren wir zwar Verschwörungen und Detektivgeschichten am laufenden Meter durch Film, Fernsehen und sogar gute Bücher, doch Doyle ist eben DER Meister der Detektivgeschichten und seine Ansätze passen auch noch in die heutige Zeit. Dabei trübt es dann die Lesefreude auch nicht, wenn man in dieser Geschichte auch schon selbst das Rätsel lösen kann; es kommt eben auch auf die Details an.
Alles in allem hat diese Geschichte um Sherlock Holmes einen hohen Unterhaltungswert, wenn man sich auch am Ende fragen mag, wie die ein oder andere Figur dort hineinpasst.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(22)

50 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

frauen, short stories, buch, sex, erzählungen

Das Leben und Sterben im Uncle Sam Hotel

Charles Bukowski , Carl Weissner
Flexibler Einband: 118 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 01.12.1990
ISBN 9783596104796
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(0)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

thriller, humor, satire, agent albatros

Jagd auf Agent Albatros

Elias Bohst
Flexibler Einband: 294 Seiten
Erschienen bei Independently published, 06.01.2017
ISBN 9781520206790
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: agent albatros, humor, satire, thriller   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(92)

181 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

science fiction, humor, science-fiction, satire, per anhalter durch die galaxis

Das Leben, das Universum und der ganze Rest

Douglas Adams , Benjamin Schwarz
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 12.10.2009
ISBN 9783453407800
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Mit dem Leben, dem Universum oder gar dem ganzen Rest hast dieses Werk von Adams auch nicht mehr gemein, als die beiden vorigen Teile seiner "Anhalter"-Reihe. Der Name könnte also unpassender nicht sein - zumal es weitere Fortsetzungen der Geschichte um Arthur Dent gibt.
Zugegeben: Ein dritter Teil von einer guten Geschichte ist ein harter Brocken. Dennoch bleibt Adams' Humor in bekannter Fülle erhalten, obwohl man Abstriche machen muss. Als Leser wird man daher etwas enttäuscht sein, doch wie sollte Adams sich selbst überbieten? So erfährt man eine Fortführung des Lebens von Arthur Dent nach der Zerstörung und Wiedererschaffung der Erde. So findet man sich in der irdischen Vergangenheit in der Steinzeit wieder, wo ein trostloser Arthur Dent als Protagonist erst einmal beschließt, verrückt zu werden. Doch Adams wäre nicht Adams, wenn nicht bald eine gemeiner Haushaltsgegenstand eine Zeitreise ermöglichen würde, de den Protagonisten und seinen besten Freund bis fast in die Gegenwart bringt. Schon gehen die Probleme weiter.
Was auf den ersten Blick nie und nimmer aufgehen kann, ermuntert den Leser schon sehr bald und verschafft ein grandioses Lesevergnügen. Dieses Buch ist bestens geeignet für jeden, der Fliegen lernen wollte und der einst eine Reisetasche am Flughafen verloren hat. Natürlich gibt es die erwähnten Abstriche, doch am Ende wird man als treuer Fan von Douglas Adams nicht enttäuscht sein. Lesen!

  (11)
Tags: humor, satire, science-fiction   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

science fiction, scifi, lem, mars

Der Mensch vom Mars

Stanislaw Lem , Hanna Rottensteiner , Stanislaw Lem , Franz Rottensteiner
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 03.10.1992
ISBN 9783518386453
Genre: Fantasy

Rezension:

"Der Mensch vom Mars" - Lems erste Geschichte. Wenig psychedelisch aber sehr spannend.
Man mag sich fragen, woher Lem seinerzeit bereits dieses enorme Wissen über radioaktive Strahlung und deren Abschirmung hatte. In keinem Werk zuvor habe ich von meterdicken Bleiwänden gelesen und in keiner Science-Fiction-Geschichte zuvor wurde der Protagonist gleich von Anfang an mit jemand anderem derart konsequenzenreich verwechselt. Doch auch hier überrascht Lem bereits früh, denn sein Protagonist kennt sogar Kampfsportarten und Verteidigungstechnikern - was zu dieser Zeit sicher noch nicht so üblich war wie heutzutage. Schon kurze Zeit später steckt der Protagonist mitten in großen Schwierigkeiten, denn seine Entführer haben es mit einem gefangenen Außerirdischen zu tun, dessen Schiff vom Mars stammt. Für sein Frühwerk ist die Beschreibung dieses Außerirdischen wirklich erstaunlich und phantastisch. Man könnte gar sagen, dass Lem diese Lebensform so skurril ersonnen hat, wie er in späteren Werken die Psyche der Menschen darlegt.
Es stellt sich mir die Frage, welche Kritik man einem Buch widmen kann, das nunmehr 70 Jahre alt ist. Eigentlich kann man so etwas nicht, denn seiner Zeit war es ein grandioses Werk, dessen Genre lediglich die Leser fehlten. Für Lem-Fans ein unumgängliches Buch!

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(48)

96 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

science fiction, interstellar, rakete, raumfahrt, paradox

Paradox - Am Abgrund der Ewigkeit

Phillip P. Peterson
Flexibler Einband
Erschienen bei Bastei Lübbe, 10.12.2015
ISBN 9783404208432
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
Tags: abenteuer, science fiction, wissenschaft   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(73)

146 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 18 Rezensionen

thriller, schweiz, cia, mord, alpen

Projekt Wintermond

Glenn Meade
Flexibler Einband: 443 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 20.01.2005
ISBN 9783404152339
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was braucht man für einen Guten Thriller? Eine Protagonistin, die von ihrer rätselhaften Vergangenheit eingeholt wird, einen Geheimdienst, eine Verbrecherbande und viele Kugeln. Dieses Rezept kennt auch Glenn Meade - und viele andere.
Es ist schon etwas her, seit ich dieses Werk gelesen habe, doch im Rückblick ist es ein Roman von der Stange. Wie jeder gute Thriller beginnt er mit einer ProtagonistIn, die eine schreckliche Vergangenheit hat und die sie plötzlich wieder einnimmt. Zweifelsohne fragt sich der Leser somit direkt zu Beginn, was es mit den rätselhaften Ereignissen auf sich hat. Auf diese Weise ist es einfach, einen Spannungsbogen zu schaffen, der weiter ansteigt. Was 2005 noch gut funktionierte, dürfte heute keine Garantie mehr für ein spannendes Buch sein, wenn man nicht deutlich tiefer in die Gute-Idden-Kiste greift. So entwickelt sich "Projekt Wintermond" auch so, wie man es erwartet: Der Spannungsbogen steigt an, brenzlige Situation kehren wieder, eine Verschwörung gibt es auch.
Meine Meinung: Packender Thriller, wenn man die Standards von Autoren und Genres nicht kennt. Kann man lesen, muss man aber nicht. Heutige Thriller tun es auch.

  (1)
Tags: thriller   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

20 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

verschwörung, science fiction, thriller

Meteor


Fester Einband: 622 Seiten
Erschienen bei Weltbild, 01.01.2005
ISBN 9783828974609
Genre: Sonstiges

Rezension:

Auch Dan Brown weiß sehr genau, wie man spannende Thriller schreibt. Da mag man sich doch fragen, warum es dieses Werk noch nicht auf die Leinwand geschafft hat.
Ein aufsehenerregender Fund sorgt unter Wissenschaftlern für Furore: Im arktischen Ein wurde ein Meteor gefunden, in dem Spuren von Fossilien entdeckt wurden. Was hat es mit diesem Felsbrocken auf sich? Dies ist die Frage, der die Protagonistin Rachel Sexton nachgeht. Der Roman greift ein Dauerthema der amerikanischen Politik auf, das immer wieder von Demokraten und Republikanern diskutiert wurde: Ist die NASA eine Geldverschwendung? Mit einer solchen Grundlage kann das Buch mit Hinblick auf die Kernhandlung - die Untersuchung des Meteors im arktischen Eis - eigentlich nur in eine Richtung guter Unterhaltung voranschreiten. So lässt Brown kein Thema aus, um diese der Science-Fiction angenäherte Handlung auszuschmücken. Leider schießt er dabei über das Ziel hinaus, denn die Technologien, die er dem Leser als Stand der Technik vorführt, haben auch heute noch Kinderkrankheiten oder sind schlichtweg nicht realistisch. Ansonsten ist das Konzept gelungen und dieses Buch bietet spannende Unterhaltung bis bis zum Schluss.
Meine Bewertung: Spannender und unterhaltsamer Lesestoff.

  (2)
Tags: science fiction, thriller, verschwörung   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(253)

506 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

fantasy, hexer, kurzgeschichten, geralt, magie

Der letzte Wunsch

Andrzej Sapkowski ,
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.06.2007
ISBN 9783423209939
Genre: Fantasy

Rezension:

Es ist schwer, ein Buch zu bewerten, das seinesgleichen sucht.
Sapkowski hat sicherlich die Nase vorn, wenn es um die Abenteuer eines Hexers in einer mittelalterlichen Welt geht. Zu recht genießt er seinen Platz an der Spitze, obgleich seine Werke rein der Unterhaltung dienen und keine tiefgreifenderen Erkenntnisse als den menschlichen Drang nach Unterhaltung durchblicken lassen. Aber darum geht es in diesem Buch auch nicht.
Bis zu diesem außergewöhnlichen Werk dachte ich stets, mit Fantasy rein gar nichts anfangen zu können. Sapkowski hat mich eines bessere belehrt. "Der letzte Wunsch" lässt keine Langeweile aufkommen, wenn die mittelalterliche Welt voller Mythen und Monster um den Hexer Gerald von Riva aufersteht. Die Geschichten um den Hexer sind vielseitig, ausgefallen und durchaus kein langweiliger Satndard-Stoff. Männer kommen hier auf ihre Kosten, denn zu den Kämpfen des Protagonisten mischt sich an vielen Stellen eine ordentliche Brise Erotik.
Genau das macht gute Unterhaltung aus.

  (1)
Tags: abenteuer, fantasy, hexerei   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2.114)

2.451 Bibliotheken, 26 Leser, 2 Gruppen, 59 Rezensionen

satire, humor, hitler, adolf hitler, berlin

Er ist wieder da

Timur Vermes
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 08.10.2014
ISBN 9783404171781
Genre: Humor

Rezension:

An Skurrilität ist "Er ist wieder da" nur schwer zu überbieten, wenn Adolf Hitler im Jahr 2011 in einem Berliner Hinterhof wieder zu sich kommt. Was dann folgt, gleicht einer Re-Integration des Diktators, den man für einen Komödianten hält, in die Gesellschaft.
Was Vermes mit diesem Buch vermutlich sagen wollte, ist das, was wir derzeit in den Medien erleben. Die Sympathie für Rechtspopulismus ist auferstanden und war selten höher in der Nachkriegszeit. So verwundert es nicht, dass dieses Werk und die aktuelle Geschichte sich nur allzu sehr ähneln. Man könnte sich strenggenommen auch die Frage stellen, ob "Er ist wieder da" nicht vielleicht einen starken Einfluss auf die derzeitige Stimmung in der Politik hat oder hatte. Denn so unterhaltsam dieses Buch auch ist, so einfallsreich Vermes' Ideen daherkommen, so gefährlich ist dieser Stoff, denn er schafft zu viele Sympathien mit einem menschenverachtenden System. Schließlich schafft dieses Buch immer mehr Verständnis für einen entrückten Diktator, dessen Verbrechen vielleicht nicht mehr so ernst genommen werden, an Grausamkeit aber dennoch unübertroffen sind.
Gefährlich wird es nun, wenn dieses Buch von Menschen gelesen wird, die es nicht verstehen. Hier dürfte außer Frage stehen, dass der Auto eine falsche Perspektive in den Köpfen solcher Menschen schaffen wird. Und Bestätigung werden solche Menschen dann auch erfahren - durch das Buch von Vermes. Meine Meinung: Gut geschrieben aber brandgefährlicher Inhalt.

  (1)
Tags: komödie, schwarzer humor   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(37)

83 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

science fiction, arthur c. clarke, esoterik, science fiction klassiker, erst-kontakt

Die letzte Generation

Arthur C. Clarke
Flexibler Einband: 282 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.12.2003
ISBN 9783453875340
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Esoterik und Science-Fiction - wo geht denn so etwas? Aber doch bitte bei Arthur C. Clarke.
Ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet, als ich gespannt den Klappentext las. Der verheißungsvolle Titel suggerierte wesentlich mehr Science-Fiction, als ich am Ende vorfand. Zugegeben: Es ist jede Menge davon in diesem Werk enthalten. Aber auf der anderen Seite auch jede Menge anderes und zwar Esoterik oder vielleicht auch Fantasy. Ich schätze, dass man Clarke wohl etwas besser kennenlernen muss, bevor man sich an "Die letzte Generation" wagt. Im Rückblick war dieses Buch eines derer, die ich für gewöhnlich nicht kaufe. Denn jedes Mal, wenn in Science-Fiction außerirdische Rassen auftauchen, verliert das ganze Genre seinen Reiz für mich. Letztlick kann kein Schriftsteller meinen Erwartungen an Außerirdische erfüllen und so kommt es dann, dass mich derartige Literatur maßlos enttäuscht. Genau das widerfuhr mir bei diesem Buch.
Meine Meinung: Wer es spannend liebt, der sollte besser "Rendezvous mit Rama" lesen, ebenfalls von Clarke.

  (2)
Tags: esoterik, fantasy, science fiction   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(19)

49 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

science fiction, religion, planet, düster, weltraum

Irrgarten des Todes

Philip K. Dick
Flexibler Einband: 223 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.11.1982
ISBN 9783453530218
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Philip K. Dick hat es wie kaum ein anderer Autor seiner Zeit verstanden, visionäre Ideen zu ersinnen. Da wundert es nicht, dass virtuelle Realitäten, Parallelwelten und das Weiterleben nach dem Tod zu seinem Repertoire gehören.
In "Irrgarten des Todes" verschlägt es eine kleine Gruppe scheinbar zufällig zusammengewürfelter Menschen auf den Planeten Delmak-O. Das einzige, was sie alle verbindet, ist ein Buch von einem Autor namens Specktowsky, das eher an ein religiöses Werk erinnert. Was in einer isolierten Situation mit einem mysteriösen Mord beginnt, entwickelt sich alsbald zu einem undurchschaubaren Spiel. Niemand kann dem anderen mehr trauen und selbst die Realität scheint unberechenbar, etwa dann, wenn ganze Gebäude plötzlich verschwinden oder Gegenstände klonende Gebilde auftauchen. Wenn auch nicht alle Gedanken des großen Science-Fiction-Autors nachvollziehbar sind oder gar einen Sinn ergeben, so bildet das ganze Werk am Ende einen furchtbar vertrauten Schluss. Bedenkt man aber, dass dieses Buch bereits 1974 geschrieben wurde, erstaunt man umso mehr über Dick.

  (2)
Tags: science fiction, virtuelle realitäten   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

science fiction, usa, alternative realität, zweiter weltkrieg, spionage

Das Orakel vom Berge

Philip K. Dick , Norbert Stöbe
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.02.2017
ISBN 9783596521326
Genre: Romane

Rezension:

Was wäre, wenn Deutschland und Japan den zweiten Weltkrieg tatsächlich für sich entschieden hätten? Dies ist die spannende Frage, mit der Dick diesen Roman eröffnet.
Was zunächst mit einem Antiquitätenhändler beginnt, dessen Waren sich als Fälschungen herausstellen, wird mehr und mehr zu einem komplizierten Komplott verschiedenster Institutionen Japans und des Dritten Reiches. Im Mittelpunkt steht immer wieder das Buch "Die Plage der Heuschrecke" von einem gewissen Mr. Abendsein. Bücher im Mittelpunkt der Handlung oder in deren unmittelbarer Nähe - das ist typisch für Dick. Auch hier steht es Pate für den Schlüssel zu einer anderen Welt, einer Welt, in der Deutschland und Japan den Krieg verloren haben. So verwundert es nicht, dass dieses fuktive Werk der zentrale Punkt dieses Buches ist.
Hin und wieder verlassen einzelne Figuren ihre Realität und erblicken die dem Leser bekannte Welt, die auf sie schockierend und fremdartig wirkt.
Ein absolut gelungenes Buch, das man gelesen haben sollte, wenn man als Sciende-Fiction-Fan irgendetwas auf sich hält!

  (2)
Tags: alternative realität, fantasy, science fiction   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(18)

35 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

science fiction, kurzgeschichten, abenteuer, polen, osteuropa

Pilot Pirx

Stanislaw Lem , Roswitha Buschmann , Kurt Kelm , Caesar Rymarowicz
Flexibler Einband: 548 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 25.08.2003
ISBN 9783518455357
Genre: Fantasy

Rezension:

Dies ist kein zusammenhängender Roman, sondern eine Sammlung kurzer Geschichten um den Piloten Pirx. Die Geschichten entsprechen Lem in jeder Weise und deshalb ist Humor recht schwer zu finden.
Für die Liebhaber klassischer Science-Fiction wird kaum ein Weg um dieses spannende Werk drum herum führen. Egal ob es um den Androiden Terminus geht, der der letzte Überlebende eines Weltraumunglücks ist, um eine Jagd auf einen außer Kontrolle geratenen Roboter oder um die Rettungsmission für das Raumschiff 'Albatros', dessen Reaktor kirschrot am Glühen ist - all diese kurzen Geschichten enthalten spannende Details eines Vordenkers. Man könnte sagen, dass Lem gewisse Risiken von Raumfahrt und Robotik bereits sehr weit vorausgesehen hat.
Blickt man von heute aus über sämtliche Science-Fiction-File zurück ins Jahr 1978, wird man feststellen, dass auch Stanislaw Lem sehr viele Entwicklungen vorhergesehen hat. Daran erkennt man gute Science-Fiction!

  (2)
Tags: abenteuer, antiheld, science fiction   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(144)

242 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 2 Rezensionen

science fiction, humor, weltraum, science-fiction, per anhalter durch die galaxis

Das Restaurant am Ende des Universums

Douglas Adams ,
Flexibler Einband: 237 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 12.10.2009
ISBN 9783453407817
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Douglas Adams hatte mehr Humor als die meisten anderen Menschen und auch einen viel komplexeren. Da ist es oft nicht einfach, ihm zu folgen.
Die merkwürdigen Ideen und Ungereimtheiten nach "Per Anhalter durch die Galaxis" nehmen in diesem Buch noch immer kein Ende. Stattdessen kommen weitere kuriose Ideen des Autors auf einen zu. So bildet "Das Restaurant am Ende des Universums" eine logische Fortsetzung zum "Anhalter". Wer aber glaubt, dass dies eine einfache Fortsetzung ist, der irrt, denn Adams kramt natürlich noch einige Paradoxa und Zeit-Phänomene hervor. An ein Sequel ist da nur bedingt zu denken. Ohne viel zu verraten, sei gespoilert, dass es eine angemessene Fortsetzung ist. Natürlich kann sie ihrem Vorgänger nicht das Wasser reichen.
Genial und absolut lesenswert!

  (11)
Tags: 42, handtuch, roboter, science fiction   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(18)

31 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

aliens, science fiction, krieg

Der ewige Krieg

Joe Haldeman , Birgit Reß-Bohusch
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.04.2014
ISBN 9783453315976
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Unendlich lange kämpfen ... muss man mit diesem Buch nicht. Dazu enthält eine packende Geschichte eines intergalaktischen Krieges, der an den Vietnam-Krieg angeleht ist.
Während Soldaten in Raumschiffen von einem Schlachtfeld zum nächsten geflogen werden, vergehen aufgrund der Zeitdilatation hunderte von Jahren auf der Erde. Nach jedem Gefecht und jedem Flug haben die Soldaten und Ihre Feinde somit ganze Technologiesprünge zu verzeichnen, die die tief schlafenden Soldaten vor neue Herausforderungen stellen. Kein Wunder, dass der Protagonist sich früher oder später die Frage nach dem Sinn stellt.
Ein fantastisches Werk von Joe Haldeman, dass man als Science-Fiction-Freund gelesen haben muss!

  (2)
Tags: aliens, krieg, science fiction   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(133)

227 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 14 Rezensionen

science fiction, androiden, klassiker, utopie, düster

Blade Runner

Philip K. Dick
Flexibler Einband: 268 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 01.09.2002
ISBN 9783453217287
Genre: Science-Fiction

Rezension:

"Blade Runner" (original: Träumen Androiden von elektrischen Schafen) ist definitiv ein Meisterwerk, egal ob als Buch oder als Film.
Bei diesem Werk zeigt sich die wahre Tiefgründigkeit eines Philip K. Dick. Obwohl die Rahmenhandlung in einer technologisch weit fortgeschrittenen Zukunft nach einem Atomkrieg spielt, sind die wichtigsten Dinge für die Menschen die Tiere. Wer sich kein echtes Tier leisten kann, der kauft zumindest aus Anstand ein elektrisches und so besitzt der Kopfgeldjäger Rick Deckard ein elektrisches Schaf, um das er sich kümmert, wenn er keine flüchtigen Androiden am Ende ihrer Dienstzeit jagt, um sie zu eliminieren.
Erstaunlich an dieser Geschichte ist die Vorstellung, dass man mit elektrischen Tieren echte ersetzt, obgleich sie keinen Nutzen aufweisen, außer den, ein Statussymbol zu markieren. Da liegt es auch nicht allzu fern, dass sich Dick mit Empathie als zentralem Element beschäftigt hat. Diese ist es nämlich, die Androiden von den Menschen zweifelsfrei unterscheidet, da die Androiden physisch dem Menschen bereits zu sehr ähneln. So kommt es, dass Deckard eine Affäre mit Rachel Rosen beginnt, von der er bald nicht mehr weiß, ob sie tatsächlich ein Mensch ist.
Alles in allem schafft das Werk viele Fragen und zeigt bereits relativ früh ein grundlegendes Dilemma auf, zu dem es tatsächlich nur noch eine Frage der Zeit sein könnte: Ab wann besitzt eine künstliche Lebensform ein echtes Bewusstsein? Und ganze nebenbei auch jene, wie wichtig uns Tiere sind, wenn es nicht mehr viele gibt.

  (1)
Tags: androiden, elektrische tiere, science fiction   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(36)

68 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

science fiction, raumstation, planet, ozean, psychedelisch

Solaris

Stanislaw Lem , Irmtraud Zimmermann-Göllheim
Flexibler Einband: 263 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 16.11.2009
ISBN 9783518461310
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Gibt es eigentlich ein Zuviel an tiefgreifend psychologischen Fragestellungen - und Antworten? Bis zu diesem Buch war ich sehr interessiert an der menschlichen Psyche. Doch nach diesem Lem weiß ich, dass es definitiv ein Zuviel gibt.


Betrachtet man die Zukunft und die Handlungsorte dieser Geschichte zu anfangs, so wird einem bereits klar, dass die Figuren, allem voran der Protagonist Kris Kelvin, in einer Situation der Isolation auf sich allein gestellt sind. Dass keine freundliche Gruppeninteraktion besteht, ist die Ausgangssituation, die der Psychologe Kelvin aufklären soll, denn die Forscher der Solaris-Raumstation halten keinen Funkkontakt mehr mit der Außenwelt und hatten zuletzt Hilfe angefordert. Was Kelvin auf der Station entdeckt, scheint zunächst unerklärlich. Die Wissenschaftler scheinen von "Besuchern" heimgesucht zu werden. Dies hatte bereits den Tod von Besatzungsmitgliedern oder zumindest deren Verschwinden zur Folge. Kelvin kann sich darauf so schnell keinen Reim machen, wird dann jedoch selbst von einem Besucher aufgesucht.
In diesem Werk befasst sich Lem natürlich fast ausschließlich mit der menschlichen Psyche und der Frage, wie sie auf ungewohnte Formen der Kontaktaufnahme reagiert. Wie diese Formen an sich aussehen, gerät dabei mehr und mehr zur Nebensache, während die menschliche Reaktion darauf bis ins letzte Detail untersucht wird. Was nach 50 Seiten für eine leichte Verwirrung sorgt, lässt einen nach spätestens 150 Seiten als kleines Kind zurück, dass allmählich erahnt, wie wenig es über Psychologie weiß. Es sei denn, man studiert diese Disziplin mit entsprechendem Fachgebiet. Für den gewöhnlichen Leser, der glaubt, ein Buch über Science-Fiction zu lesen, ist dies jedoch zu viel, sodass man am Ende unfreiwillig enttäuscht ist.
Die Ideenvielfalt, die Lem bei diesem Werk an den Tag legt, übersteigt heutige Science-Fiction Autoren jedoch um Längen. Für Psychologen mit Hang zu konfusen Weltraumabenteuern ist dies gewiss eine runde Sache.

  (2)
Tags: psychedelisch, science fiction   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(18)

24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

aliens, scifi, klassiker, abenteuer, science-fiction

Rendezvous mit Rama

Arthur C. Clarke
Flexibler Einband: 301 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.04.2008
ISBN 9783404243716
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Rama ist eine hinduistische Gottheit - nur um Missverständnisse zu vermeiden. Arthur C. Clarke wusste nämlich nicht viel über Margarine - aber über Science Fiction umso mehr.
Es sollte einen nicht verwundern, wenn man heutzutage Dinge erblickt, die zu Clarkes Zeit undenkbar waren. Und doch hatte er sie vorhergesehen. Auch in diesem Werk wird man den ein oder anderen Alltagsbegleiter finden, den der Autor einst ersonnen hatte. Doch kommen wir zur Kernhandlung des Buches.
Der Erde nähert sich ein Objekt, dass nach der Begutachtung von Experten als außerirdisches Raumschiff identifiziert wird. Da es ungelenkt und nur anhand der Gravitation von Sternen - der Sonne - zu interagieren scheint, besteht also keine Gefahr für den Erdball. Grund genug, um einfach mal eine Expedition zu dem außerirdischen Gebilde zu schicken. Was dieser Spähtrupp anfangs nur als gigantischen aber leblosen Zylinder wahrnimmt, erwacht mit abnehmender Distanz zur Sonne jedoch mehr und mehr zu neuem Leben, was die Expedition umso spannender macht.
Zu einer Zeit, als die Raumfahrt noch in ihren Kinderschuhen steckte, muss dieses Buch mit den darin verarbeiteten Ideen für wahre Furore unter Science-Fiction-Fans gesorgt haben. Was damals klappte, klappt auch heute noch.

  (2)
Tags: abenteuer, science fiction   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(106)

228 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

humor, douglas adams, krimi, dirk gently, science fiction

Der Elektrische Mönch

Douglas Adams
Flexibler Einband: 283 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.11.2001
ISBN 9783453199088
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Geister-Horror-Wer-ist-der-Täter-Zeitmaschinen-Romanzen-Komödien-Musical-Epos - und das ist nur das Genre, in dem sich dieses Werk bewegt.
Ein solch komplexes Genre benötigt zu Beginn natürlich viele Handlungsstränge, die unmerklich aufeinander zu laufen. Doch leider liegt genau hier die Schwierigkeit. Wer Adams' Humor nicht kennt, der wird sich hierbei schwer tun - für einen Einstieg eignet sich jedoch die komplette "Per Anhalter durch die Galaxis"-Reihe. Und dann ist man auch schon drin. Wenn auch der titelgebende Mönch so ziemlich einer der ersten Handlungsstränge ist, die man liest, so ist der Protagonist des Buches jedoch (vermutlich) der holistische Detektiv Dirk Gently. Leider begegnet der einem erstmals nach etlichen dutzend Seiten. Das macht es schwer, denn davor war ich mir gar nicht sicher, ob er überhaupt noch in dem Werk erwähnt wird. Ist er dann jedoch einmal eingeführt, hat man einen roten Faden. Die vielen Handlungsstränge verwirren dabei früher oder später jedoch auch tapfere Lese, denn so komplex muss ein gutes Buch wirklich nicht sein. So verwundert es auch nicht, dass man am Ende nur noch mit Mühe alles zusammenreimen kann. Zum Glück hilft Adams mit Erklärungen. Doch das abschließende Geheimnis um die Zeitmaschine wird sich den wenigsten Lesern erschließen - und das ist schade. Etwas weniger Komplexität - und dieses Buch wäre so bekannt wie der Anhalter.
Meine Meinung: Absolut lesenswert und absolut verwirrend,

  (2)
Tags: detektiv, geiste, krimi, mystery, science fiction, zeitreise   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1.611)

1.934 Bibliotheken, 16 Leser, 2 Gruppen, 26 Rezensionen

humor, science fiction, science-fiction, universum, per anhalter durch die galaxis

Per Anhalter durch die Galaxis

Douglas Adams ,
Flexibler Einband: 206 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 12.10.2009
ISBN 9783453407848
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Leider waren Douglas Adams nicht genügend Lebensjahre auf unserem schönen blauen Planeten vergönnt, um seinen Buchreihe "Per Anhalter durch die Galaxis" angemessen zu vollenden - doch einen genialen Anfang hat er tadellos hinbekommen!
Man muss dieses Buch gelesen haben, wenn man etwas auf Sicence-Fiction und/oder Humor hält. So zeigt Adams eine perfekte Symbiose dieser beiden Genres und erschuf ein Buch, das an kuriosen Ideen kaum zu überbieten ist. Sei es, wie er die Nützlichkeit eines einfachen Handtuchs nahelegt, depressive Androiden in Spiel bringt oder sich über die Glücksgefühle versprühenden Automatiktüren in Raumschiffen auslässt - dieses Werk ist Phantasterei im positivsten Sinne. Im Grunde genommen hinterlässt dieses Werk einen begeisterten Leser mit Zwerchfellmuskelkater, der sich nichts sehnlicher herbeiwünscht, als die von Adams niedergeschriebene Zukunft. Leider wurde aber auch dieses Buch bereits verfilmt. Den potentiellen Lesern sei jedoch mitgegeben, dass der Film unmöglich an das Buch herankommen kann.
Mein Fazit: Muss man lesen - mindestens einmal im Leben!

  (1)
Tags: abenteuer, handtuch, humor, satire, science fiction   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

philosophische, science fictio, gesellschaftskritik, scifi, botschaft entschlüsseln

Die Stimme des Herrn

Stanislaw Lem , Roswitha Buschmann
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 24.10.1995
ISBN 9783518389942
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Was einen typischen Lem ausmacht? Konfusion bei normalsterblichen Lesern.
Und so ist es auch in diesem Werk. Der Protagonist, ein amerikanischer Mathematiker namens Peter E. Hogarth, widmet sich als Mitglied einer Expertenkommision der Entschlüsselung eines Neutrinosignals, das aus den tiefen des Alls auf die Erde trifft und eigentlich nur zufällig entdeckt wurde. Ab dann spielt die Handlung, erzählt von einem Ich-Erzähler, auf einem Militärstützpunkt in der Wüste, irgendwo in den USA. Mehr muss der Leser nicht über die Umgebung wissen, denn um diese geht es nicht.
Stattdessen zeigt Lem einmal mehr, wie tiefgreifend und weitreichend seine geistigen Gespinste sich erstrecken. Lem, seines Zeichens selbst ein Wissenschaftler, kennt in diesem Werk mit seinen Kenntnissen keine Grenzen. Mit wissenschaftlicher Abfolge überrollt er den naiven Leser mit fiktiven Theorien wie ein Panzer. Science-Fiction wird in diesem Buch also überdeutlich demonstriert. Da darf man sich als Leser auch nicht über die Grundlagen der Kernfusion verwundern oder über die eiskalte Präzision, mit der mathematische Paradigmen dargelegt werden. Typisch Lem eben.
Mein Fazit: Kein Buch zeigt so deutlich, wie fern sich Lems Geist von dem eines normalen Menschen bewegt. Schwieriger Stoff.

  (2)
Tags: mystery, science fictio, wissenschaft   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(24)

27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

abenteuer, science fiction

Der Unbesiegbare

Stanislaw Lem , Roswitha Dietrich
Flexibler Einband: 227 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 16.11.2009
ISBN 9783518461341
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Dass Stanislaw Lem tiefe Einblicke sowohl in die menschliche Psyche als auch in die Technik seiner Zeit besessen hat, ist Fakt. Glücklicherweise verschont er seine Leser in diesem Buch zumindest mit letzterem.
Der Roman wird erzählt aus der Ich-Perspektive des Protagonisten Rohan, dem ersten Offizier des Raumschiffs "Der Unbesiegbare", welches auf einer Bergungsmission nach dem Schwesterschiff "Kondor" sucht. Dieses ist vor Jahrzehnten auf dem Planeten Regis III verschollen. Genau auf eben jenem fernen Planeten handelt der komplette Roman. Die beiden Raumschiffe, "Der Unbesiegbare" und die "Kondor" gelten dabei als die größte technische Errungenschaft der Menschheit in Sachen Leistungsfähigkeit und Bewaffnung, was die Crew vor das Rätsel stellt, was der Besatzung eines solchen Raumschiffs bloß zugestoßen sein könnte. Auch wenn die Mannschaft die "Kondor" bald schon aufgespürt hat, beginnt das Rätselraten um deren Crew jedoch erst.
Die Ideen und Fantastereien, auf die Lem gekommen ist, lassen den Leser erst einmal baff zurück. Für seine Zeit war das geradezu visionär, doch heute fesselt es einen leider etwas weniger. Dennoch weiß Lem sehr wohl einen Spannungsbogen aufzubauen. Doch leider ist bereits ebenso schnell ersichtlich, welchem Ende die Ereignisse auf Regis III sich zuneigen.
Ein sehr gutes und unterhaltsames Buch, wenn nicht gar ein Meilenstein. Zum vermutlich ersten Mal beschreibt der Autor in seinem Werk eine Art Kampfdrohne.

  (10)
Tags: abenteuer, science fiction   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

31 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

zukunft, expedtion, katastrophe, venus, weltraumrakete

Die Astronauten

Stanislaw Lem , Rudolf Pabel
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 01.05.1978
ISBN 9783518369418
Genre: Fantasy

Rezension:

Dass Lem sich gerne schon mal den Kopf über die menschliche Psyche zermartert, ist ja bekannt, Dass er aber auch die physikalischen Gesetze bis über die Grenzen des erträglichen hinaus beugt, ist hingegen weniger bekannt.
In "Die Astronauten" wird etliche Jahre nach dem "Tunguska-Ereignis", bei dem zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der russischen Taiga nahe dem Fluss "Steinige Tunguska" etliche Quadratkilometer Wald und Bäume sprichwörtlich umgeknickt wurden, ein langer und schier unzerstörbarer Metalldraht entdeckt, der sich als Datenspeicher einer außerirdischen Intelligenz entpuppt. Nach dessen fast vollständiger Entschlüsselung steht zumindest fest, woher die außerirdischen Wesen kamen: von der Venus. Da ihre Motive bezüglich der Erde zunächst unklar sind, wird eine Expedition zur Venus gestartet. So weit, so simpel die einführende Geschichte in diesem Buch. Doch Lem wäre nicht Lem, wenn bis hierher nicht schon etliche wissenschaftliche Theorien und Thesen in die Geschichte mit eingeflossen wären. Und genau dies passiert auch. Die Geschichte ist einmal mehr als Gedankenstrom geschrieben und die Einführung der einzelnen, genialen Charaktere geschieht über deren Erzählungen während der langen Reise zu Venus. Und das ist grundsätzlich eine gute Idee. Wären da nicht einige Stereotype wie die Position des Piloten unter all den wissenschaftlichen Genies.
Zu allem Überfluss verwirren die Geschehnisse auf der Venus den Leser sehr bald. Was Spannung erzeugen soll, zieht sich leider viel zu lange hin und so fragt man sich irgendwann zwischen all den Paradigmen und der Quantenphysik eines Stanislaw Lem, was eigentlich noch einmal die Mission der Astronauten war. Am Ende gehen die wissenschaftlichen Erklärungen der verschiedenen Phänomene dann so weit, dass es ohne explizite Zeichnungen des Autors nicht mehr verständlich ist. Und das macht die Geschichte sehr trocken.
Wer eine Hausarbeit in Physik schreiben muss und circa eine Woche dafür Zeit hat, kann gerne als einführende Literatur diesen Lem lesen. Für Science-Fiction-Liebhaber dürfte dieses Buch etwas schwer im Magen liegen. Zu seiner Zeit jedoch war dieses Werk visionär. Deshalb: 4 von 5 Sternen.

  (2)
Tags: science fiction   (1)
 
24 Ergebnisse