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123 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

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Fallende Stadt

Lauren DeStefano , Andreas Decker
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.04.2018
ISBN 9783570311998
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich muss gestehen, dass mich dieses Buch auch am Ende nicht überzeugen konnte. Bereits in der Mitte empfand ich die Story als sehr zäh und dieser Eindruck hat sich bis zum Schluss leider nicht verflüchtigt. Wir erleben die Geschichte aus der Sicht von Morgan, einer sechzehnjährigen Schülerin, die auf Internment mit ihrer Familie lebt.

Morgan ist ein Mädchen, dass über die Dinge viel nachdenkt und das jemand diese Gedanken in Erfahrung bringen könnte, bereitet ihr Angst, denn sie sind nicht »normal«. Zumindest laut den Vorschriften von Internment. Sie lebt dort in einer schillernden Blase, in der alles perfekt zu sein scheint, doch Stück für Stück offenbarte sich für Morgan und mich die Realität. Dabei ist der Mord nur der Anfang des großen Ganzen. Überall lüften sich Geheimnisse. Schlussendlich war es wie ein Dunstschleier, der allmählich verschwindet und die Wahrheit ans Licht bringt.

„‚[…] Wir leben auf einem großen Felsen, der am Himmel schwebt. Wie viele Erklärungen kann es dafür schon geben?‘
‚Vielleicht hat das ja einen wissenschaftlichen Grund‘, gebe ich zu bedenken.“

Fallende Stadt, S. 209.

Insgesamt finde ich die Idee, der Geschichte sehr spannend. Eine autonome Stadt, abgeschnitten vom Rest der Welt. Hier könnte alles perfekt sein, ist es aber nicht. Das ist ein super Grundstein für eine aufregende Story. Ich bin jedoch der Meinung, dass hier vieles verschenkt wurde, gerade in dem Punkt, den Leser zu fesseln.

Ich denke, die Autorin hat versucht, die Gefühle von Morgan zu vermitteln, in dem sie viele ihrer Gedanken einfliesen lässt. Deshalb entwickelte sich die Story nur langsam, weil man mit Morgan die Geschehnisse miterleben sollte. Man sollte ihre Angst, ihre Zweifel und ihre Unsicherheit spüren. Allerdings wurde ich mit dieser Art des Erzählens nicht warm. Es war mir schlichtweg zu langweilig, weil es mir nicht gelang, auf die Gefühlsebene von Morgan einzusteigen.

Auf dem Cover ist eine moderne Stadt abgebildet, aber beim Lesen fiel immer wieder auf, das die Stadt gar nicht so fortschrittlich ist. Viele Dinge sind eher altertümlich, was ich beim Lesen jedoch immer wieder vergas, weil ich einfach ein ganz anderes Bild in meinem Kopf hatte, da ich für meinen Geschmack viel zu wenig über die Welt von Internment erfahren habe. Die Charaktere an sich waren greifbar dargestellt. Während ich Basil (Verlobter) und Lex (Bruder) sehr mochte, bin ich mit der besten Freundin von Morgan, Pen, nicht warm geworden. Einerseits hat sie sich vollkommen für Morgan eingesetzt und auf der anderen Seite erschien sie mir irgendwie zwiespältig.

„Pen schlingt die Arme um ihren Körper. ‚Du musst einfach lügen, wie der Rest von uns auch.'“

Fallende Stadt, S. 210.

Fazit?

Fallende Stadt von Lauren DeStefano ist leider kein Roman, der mich von sich überzeugen konnte. Die Story war für mich zu zäh. Mir gelang es einfach nicht, mich auf die Gefühle von Morgan einzulassen. Und das Cover stellte nach meinem Empfinden eine völlig andere Stadt dar, was mich zu Beginn der Geschichte etwas stutzen ließ, weil es mich dazu veranlasste von einer Hightech-City auszugehen. Insgesamt finde ich die Idee jedoch wirklich spannend, denke aber, dass hier und da packende Momente verschenkt wurden. Die Trilogie wird damit leider eine Reihe, die ich nicht weiter verfolgen werde.

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55 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

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Das Blatt des dunklen Herzens

Karolyn Ciseau
E-Buch Text
Erschienen bei null, 12.06.2018
ISBN B07DK9C6JW
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich betrat die Geschichte und das Spiel gemeinsam mit Feye, einer Elfe mit dem Blatt des Herzens. Bereits nach wenigen Seiten war ich voll und ganz gebannt, von einer Welt aus Magie und den Farben der Karten – Pik, Karo, Herz & Kreuz. Meine Neugierde auf das Spiel wuchs mit jeder gelesenen Zeile, denn selbst die Protagonistin wusste nicht, was auf sie zukommen würde.

Aufgaben, die du dir in deinen dunkelsten Alpträumen nicht ausmalen kannst? Nachdem Spiel ist nichts mehr, wie zuvor? Gefahren und Wesen, die dir den Verstand rauben? Sämtliche Erzählungen der Charaktere heizten die Erwartungen und die Spannung nur weiter an. Meine Gedanken drehten sich im Kreis. Was, um Himmelswillen, hatte es nur mit diesem Spiel auf sich?

„Das Spiel der vier Farben galt als grausam, tückisch und gefährlich. Es war so alt wie die Geschichte unseres Landes.“

Das Blatt des dunklen Herzens, Pos. 267.

Ich lernte Feye als starke Frau kennen, die mit allen Mitteln versucht, den Willen ihres verstorbenem Bruders gerecht zu werden und sich dabei von der Trauer, um ihn, nicht überrumpeln zu lassen.

»Du wirst antreten, Feye, du wirst schon sehen. Du hast oft deine schützende Hand über mich gehalten, jetzt ist es an der Zeit, dass ich dich beschütze.«

Das Blatt des dunklen Herzens, Pos. 82.

Sie wirkt taff und stark, doch mit der Zeit bricht diese Fassade in sich zusammen. Ab dem Zusammentreffen mit Ares erschien mir Feye zickig und schwach. Auf einmal benötigte sie für alles Hilfe, was sie vorher so gut allein hinbekommen hatte. Aber sie wächst an ihren Aufgaben. Mutig stellt sie sich ihren Ängsten und Gefühlen, und so schaffte sie es, mich im Verlauf der Story wirklich zu beeindrucken.

Ares hingegen umhüllte sich lange Zeit mit einer dunklen Aura. Ich fragte mich, was er wohl im Schilde führte und wieso er Dinge wusste, die er hätte gar nicht wissen dürfen. Düster und geheimnisvoll, genauso, wie man sich einen Dunkelmagier vorstellt. Und während Feye mit der Geschichte wuchs, so bröckelte die Macht des Magiers Stück für Stück in sich zusammen. Es war ein interessanter Kontrast, dessen Entwicklung ich mit Spannung verfolgt habe.

»'[…] ich habe dich dort drinnen kämpfen sehen. Und, bei allen Ahnen, ich will nicht derjenige sein, der sich mit dir anlegt. Du bist kein Lamm, du bist ein Wolf.’«

Das Blatt des dunklen Herzens, Pos. 1640.

Soweit so gut. Über das Spiel möchte ich gar nicht viel verraten. Was dahinter steckt, müsst ihr schon selbst herausfinden. Aber ich sag euch, macht euch gefasst auf eine Story, in der ihr euch auf nichts verlassen könnt. Ihr glaubt zu wissen, wer der Böse ist? Ihr denkt, das Ende steht euch bereits klar vor Augen?

Vergesst es! Nichts konnte mich auf dieses Ende vorbereiten. Alles woran ich geglaubt hatte, verlor seine Bedeutung und ich schloss die Geschichte mit dem Gefühl, dass bis Winter 2018/19 eine verdammt lange Zeit ist, die ich kaum abzuwarten vermag.

Fazit?

Was für ein Buch. Nicht nur das Setting war wirklich cool, auch das Spiel überraschte mich. Gemeinsam mit Feye stellte ich mich den Gefahren und entdeckte dabei Geheimnisse, die besser verborgen geblieben wären. Karolyn Ciseau hat einen fesselnden Schreibstil, der mich keine Sekunde in Langeweile tauchte. Eine spannende und düstere Geschichte, in der alles woran ich geglaubt hatte, zerschlagen wurde. Das Ende setzte noch die Kirsche auf das Sahnehäubchen und lässt mich mit großen Erwartungen auf die Fortsetzung zurück.

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Endzeit

Olivia Vieweg
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 20.03.2018
ISBN 9783551761699
Genre: Comics

Rezension:

Gruselig.

Ja, das trifft es ziemlich genau auf den Punkt. Natürlich war mir klar, das bei diesem Klappentext nur eine Horrorgeschichte enthalten sein kann, und letztendlich bin ich wohl selbst schuld, wenn ich dieses Buch abends allein im Dunkeln lese, aber ich habe mich wirklich gegruselt. Das ein oder andere Mal musste ich sogar eine kleine Pause einlegen, um die blutrünstigen Bilder kurz aus meinem Kopf zu verbannen. Dieser Comic ist definitiv nichts für schwache Nerven.

Aufgrund der Tatsache, dass die Geschichte in Weimar und Jena spielt, hatte ich gehofft, hier und da vielleicht einen bildlichen Bezug zu diesen Städten aufbauen zu können. Dem war leider nicht so, was ich etwas schade fand. Den Zeichenstil von Olivia Vieweg mochte ich jedoch sehr. Er ist nicht geradlinig, mehr wie eine bunte Skizze. Es überkam mich das Gefühl, dass die Autorin nur ein paar Seiten voraus noch am Zeichnen ist und ich direkt der Geschichte hinterher lese.

Die Story startete bei Vivi und mit ihr zusammen begegnete ich Eva. Beide könnten nicht verschiedener sein und so geraten die Mädels nicht nur einmal aneinander. Trotzdem halten sie zusammen, denn wenn der Tod einem auf den Fersen ist, kann man jede Hilfe gebrauchen. Ich muss sagen, mir haben die beiden Charaktere besonders wegen ihrer Ecken und Kanten imponiert. Jeder hatte seine Geheimnisse, die er zu verbergen versuchte und anstatt darüber zu reden, stießen sie den anderen lieber weg oder verletzen sich gegenseitig. In Zeiten wie diesen kann einem das aber ganz schnell das Leben kosten.

Die Zombiewelt, die die Autorin erschaffen hat, bot mir persönlich auch völlig neue und unbekannte Aspekte dieser Thematik. Der Grundsatzgedanke war zwar derselbe, also ein Biss oder Kratzer und du bist infiziert, aber das Aussehen und die Entwicklung der Zombies waren für mich neu. Das gefiel mir sehr gut und dadurch wurde ich hier und da doch überrascht, und zwar bis zum Schluss.

FAZIT?

Trotz des für mich doch höheren Gruselfaktors, bin ich sehr angetan von meiner ersten Graphic Novel. Olivia Vieweg entführte mich in eine Zombiewelt, wie ich sie noch nicht kannte und überraschte mich damit innerhalb der Story immer wieder. Der Bezug zum Handlungsort fehlte mir persönlich leider etwas, was der Geschichte aber keinen Abzug einbrachte. Die Charaktere sind schräg, eigensinnig und genau deshalb unglaublich spannend. Ich mochte Endzeit sehr und bin mit dem Ende mehr als zufrieden. Klare Leseempfehlung meinerseits, zumindest, wenn man mit etwas Blut und Hirnmasse zurechtkommt.

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437 Bibliotheken, 15 Leser, 2 Gruppen, 73 Rezensionen

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GötterFunke - Verlasse mich nicht!

Marah Woolf
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 19.03.2018
ISBN 9783791500423
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Im Band zwei gab es ja bereits eine extra lange Leseprobe zu Band drei. Von daher kam mir der Anschluss nahtlos vor und ich steckte bereits nach wenigen Seiten wieder voll und ganz drin in der Götterwelt. Die ersten Seiten waren besonders spannend, denn wie wir alle wissen wurde Cayden am Ende von Band zwei tödlich verletzt. Es hieß also direkt Daumen drücken und schnell lesen, um herauszufinden, was aus dem attraktiven Gott werden wird.

„Ich konnte nicht anders, als ihn anzustarren. Hades hatte ich mir nun wirklich nicht so vorgestellt.“

Götterfunke Bd. 3, S. 35

Jess hat mir in dem Buch wirklich gut gefallen. Hatte ich die vorherigen Bände ein wenig Probleme damit, wie sehr sie Cayden immer angeschmachtet hat, so wurde das in Band drei komplett umgekrempelt. Sie war wirklich stur und ungefähr bei der Hälfte des Buches, tat mir Cayden echt leid, weil Jess ihm einfach nicht verzeihen wollte. Ja, ihr lest richtig. Hatte mich ihr ständiges nachgeben vorher noch gestört, wollte ich im letzten Band plötzlich das völlige Gegenteil. Wie das halt immer so ist.

„‚Cayden trat einen Schritt auf mich zu. „Du wirst dich nicht mit Agrios oder Gaia anlegen. Hast du verstanden?‘ Ich stemmte die Hände in die Hüften. ‚Und was willst du dagegen tun, wenn du tot bist? Als Poltergeist zurückkommen und durch mein Leben spuken?'“

Götterfunke Bd. 3, S. 38.

Hinsichtlich der Götter überkam mich wieder das Gefühl, das sie völlig inaktiv waren, was den Kampf gegen Agrios und die Rettung der Menschheit anging. Immer musste Jess ran und natürlich blieb ihr meist keine andere Wahl, als zu handeln. Aber wenigstens hat sie das diesmal wirklich auf die Palme gebracht. Sie hat ihre Meinung und ihren Standpunkt klar vertreten und ich fühlte fast so etwas wie Stolz, auf sie, und ihre Entwicklung.

Die Spannung im Buch hat sich relativ gut gehalten. Ab und an kam mir jedoch der Gedanke, das diese oder jene Szene nicht unbedingt hätte sein müssen. Aber das ist ja bekannterweise Geschmackssache.

Das Ende kam mir wiederum viel zu schnell. Es fühlte sich wie ein Wettrennen gegen die Zeit an. Plötzlich kam alles aufeinander und zum Schluss das große Feuerwerk. Es war ein wahrer Show-Down, wie es so schön heißt.

FAZIT?

Der letzte Teil der Götterfunken Trilogie bot mir einen würdigen Abschluss. Marah Woolf hat es wieder geschafft, meine Gedanken, in ihre Götterwelt mitzunehmen. Die Liebe zwischen Jess und Cayden nahm für mich noch einmal ganz andere Züge an und die Götter an sich, hätte ich am liebsten alle einzeln auf den Mond geschnipst. Apoll ausgenommen! #einherzfürapoll

Hier und da empfand ich die Story etwas langatmig, aber die Spannung hielt bis zum Schluss, wo mich das große Finale erwartete, was meiner Meinung nach, viel zu schnell da war. Irgendwie ist es schade, dass diese Geschichte nun auch ein Ende gefunden hat. Aber ich freue mich auf neue Bücher von Marah Woolf und bin schon wahnsinnig gespannt, was sie uns als nächstes präsentieren wird.

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74 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

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Mein Date mit den Sternen - Blaues Funkeln

Bettina Belitz
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbj, 19.03.2018
ISBN 9783570165096
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Selten so gelacht, wie bei diesem Buch von Bettina Belitz. Ihr sucht ein Buch mit einer coolen, selbstironischen und trotzdem mitfühlenden Protagonistin? Die vielleicht, aber nur ein ganz kleines bisschen, so nerdig ist, wie ihr? Dann ran an dieses Buch. Bereits nach wenigen Seiten wollte ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Nicht nur der lockere und mehr als witzige Schreibstil der Autorin, sondern auch die Charaktere hatten mich sofort in Beschlag genommen.

„Denn nichts andere wünschte ich mir, seitdem ich das erste Mal nachts im Garten gelegen und in den Himmel geguckt hatte – dass es Verbindungslinien zwischen den Sternen und mir gab, auf denen ich reisen und sie besuchen konnte, wann immer es mir auf der Erde zu blöd wurde.

Mein Date mit den Sternen, S. 16-17.

Zu Beginn war ich etwas skeptisch gegenüber Joss. Ich konnte sie nicht so recht einordnen, welcher Typ sie ist. Aber nach und nach mochte ich ihre Art die Dinge zu sehen und wie sie sich ihr Leben ein kleines Stück erträglicher gestaltet. Joss ist ein sehr rationaler Mensch, die sich ihrer Schwächen bis ins kleinste Detail bewusst ist. Sie und Maks wollen so gar nicht in die Welt passen. Mehr schlecht, als recht schlagen sie sich irgendwie durch. Aber gemeinsam sind sie stark und das hat mir gefallen, obwohl die beiden zu Beginn keine wirklichen Freunde in dem Sinne sind. Sie sind vielmehr Leidensgenossen, doch im Verlauf der Gesichte wird daraus echte Freundschaft, die durchaus ein paar schräge Sachen abhalten kann.

„‚Willst du damit sagen, ich sei eine mutierte Mikrobe aus dem Weltall?‘ Maks versuchte es mit Humor, was ich ihm nicht verübeln konnte.“

Mein Date mit den Sternen, S. 115.

Ich wurde immer wieder überrascht, weil ich die Entwicklung der Geschichte so nicht erwartet hatte. Science Fiction mal anders. Einnehmend, witzig und menschlich, auf eine neue Art und Weise. Ich persönlich fand die Story sehr mitreißend, auch wenn sie zwischendurch immer mal etwas ruhiger wurde, aber genau an diesen Stellen erfuhr ich immer etwas über Joss oder Maks, was mir die beiden Stück für Stück näher brachte. Zwei schräge, aber für mich voll coole und liebenswerte Persönlichkeiten.

Das Ende hat mich hingegen total frustriert. Nicht weil es schlecht war, sondern weil es absolut nicht so endete, wie ich es gedacht, ja, mir vielleicht sogar erhofft hatte. Es blieben eine ganze Menge offener Fragen zurück und Empfindungen, die ich gerne sofort geklärt hätte. Als Bonus gab es einen kleinen Teaser auf Band 2 der Reihe. Allerdings warf dieser nur noch mehr Fragen in den Raum, was mich gelinde gesagt, zur Weißglut trieb. Nichtsdestotrotz bin ich total begeistert von diesem Buch und kann Band 2 – Mein Date mit den Sternen – Rotes Leuchten kaum erwarten. Das erscheint am 27. August 2018.

FAZIT?

Mein Date mit den Sternen konnte mich voll und ganz begeistern. Mit voller Überzeugung sage ich euch – LEST DIESES BUCH! Es ist witzig, erfrischend und absolut nicht 08/15, wie ich finde. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung und vor allem darauf, Maks und Joss wiederzutreffen. Mit ihnen Zeit zu verbringen, um endlich zu erfahren, was hinter alldem steckt, wer Sally ist und wie sie dieses Gedächtnisproblem lösen werden. Jetzt seid ihr neugierig? Gut so!

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359 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

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Auf immer gejagt

Erin Summerill , Nadine Püschel
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.04.2017
ISBN 9783551583536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Was ich ganz klar sagen kann, einen passenderen Titel hätte der Verlag für dieses Buch nicht wählen können. Auf immer gejagt, passt wie die Faust aufs Auge, denn zusammen mit Tessa und Cohen hetzte ich durch die Wälder und Täler von Malam und Sheardan. Pausen waren uns nur selten vergönnt.

Die Geschichte rund um Tessa besaß wirklich einen sehr spannenden und fesselnden Einstieg. Ich wurde direkt nach Malam katapultiert und musste mit ansehen, wie Tessa vor die Wahl gestellt wird – die Liebe oder ihr Leben.

„Mein Herzschlag pocht mir wütend in den Ohren. ‚Mein Leben gegen Cohens?'“

Auf immer gejagt, S. 41.

Die beste Auswahl ist das nicht unbedingt, aber sie ist mutig, taff und stark. Trotz einiger Rückschläge kämpft sie sich weiter vorwärts, ist gewillt, nicht aufzugeben. Das hat mir persönlich wirklich richtig gut gefallen.

„Ich hasse es, wie Cohen sich in meine Gedanken schleicht. Hasse es, hier im Wald zu sein und ihn als Mörder zu jagen. Hasse die Zweifel, die mich nicht loslassen, obwohl sie angesichts der Wahrheit in Lord Jamis’ Worten sinnlos sind.“

Auf immer gejagt, S. 76.

Cohen hingegen strotzte nur so vor Mut und Aufopferung, doch seine Einfältigkeit in einer ganz gewissen Situation hätte mich auch aus der Haut fahren lassen. Aber das hat zum Glück Tessa übernommen. Was mich jedoch etwas gestört, war die Tatsache, dass Cohen einfach immer verdammt gut roch, selbst nach drei Tage auf dem Pferd, ohne Pause. Ich weiß, wenn das in einer phantastischen Geschichte drin steht, dann ist das eben so. Aber ich persönlich kann mich mit solchen Beschreibungen nicht anfreunden.

Die Welt bzw. die beiden Länder Malam und Sherdan blieben für mich auch leider nur blasse Gebilde. Ihre Aufmachung besaß mittelalterliche Züge – Ritter, Burgen und Verließe, alles bereits bekannt. Außer der Magie gab es für mich mit nichts Besonderes zu entdecken, was ich etwas schade fand.

In der Mitte des Buches verlor sich die Spannung. Es wurden zu viele Dinge aufgeklärt, die mir als Leserin bis dahin schon völlig klar waren. Was zur Folge hatte, das mir alles etwas langatmig vorkam, da ich es persönlich nicht mag, dem Protagonisten so weit voraus zu sein. Zum Ende hin konnte mich die Story aber wieder völlig in ihren Bann schlagen und zum Schluss blieb ich mit einige offenen Fragen zurück, die mich auf Band zwei hinfiebern lassen.

FAZIT?

Auf immer gejagt barg einige Punkte, die mich persönlich nicht angesprochen haben bzw. die mir gefehlt haben oder mich nicht überraschen konnten. Dennoch bot mir das Buch einen guten Spannungsbogen, der zum Ende hin noch einmal deutlich zulegte, weshalb ich mich schon auf den 25. Juli 2018 freue, denn dann erscheint Band zwei – Auf immer gefangen.

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76 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

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Ein Herz aus Eis und Schnee

Karolyn Ciseau
E-Buch Text: 201 Seiten
Erschienen bei Selbstverlag, 27.02.2018
ISBN B07B1MJMD2
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Thematik, die die Autorin in ihrem Buch aufgreift, ist einigen Lesern vielleicht schon bekannt. Ein Mädchen unter vielen wird auserwählt und darf den Prinzen heiraten. Ich selbst habe erst eine Geschichte in diesem Stil gelesen, sodass ich zum Glück nicht allzu viele Vergleichsmöglichkeiten hatte. Trotzdem denke ich, dass es sicher schwer ist mit einem Thema, das schon öfter aufgegriffen wurde, die Leser zu überzeugen und für sich zu gewinnen.

Ich mache es kurz, bei mir hat die Autorin es geschafft. Ein Herz aus Eis und Schnee gewann mich mit einer klugen Protagonistin, die weiß, was sie will. Allerdings werden ihr diese Entscheidungen immer von anderen abgenommen, denn als einfaches aka normales Mädchen, ist es eben nicht so einfach, sich gegen die Obrigkeiten durchzusetzen. Besonders dann, wenn das Leben geliebter Menschen auf dem Spiel steht.

„Aber der König hatte ein kaltes Herz. Er wollte seine Reichtümer nicht teilen, die Mägen seiner Untertanen nicht füllen.“

Sowohl von der Spannung, als auch vom Ablauf innerhalb der Story gab es für mich keine Kritikpunkte. Spätestens ab dem zweiten Kapitel war ich der Geschichte verfallen und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Der Schreibstil ließ sich wunderbar lesen, ich kam kein einziges Mal ins Stocken. Hier muss ich sagen, wirklich toll umgesetzt. Farina eroberte mein Leserherz mit Witz, Charme und einer ordentlichen Portion Entschlossenheit.

„‚Haben Sie Angst bei uns zu verhungern, Miss Farina?‘ Natürlich muss Prinz Eirik mich genau dann beobachten, wenn ich das Buffet abräume.“

Einziger Minuspunkt, der mich mit Abschluss der Geschichte rund um Farina und Eirik dann etwas enttäuscht zurückließ, war die Gefühlsebene. Die beiden waren schon niedlich, auch wie sich angenähert haben. Nichts davon wirkte gestellt oder gar schnulzig. Im Gegenteil, ich hätte mir sogar noch mehr Tiefe gewünscht. Teilweise wurden gewisse Szenen offen gelassen, sodass der/die Leser/in seine Fantasie spielen lassen konnte. An sich finde ich solche Stilmittel in einem Buch nicht schlimm. Aber hier blieb bei mir kein Kribbeln zurück.

Positiv muss ich wiederum hervorheben, dass die Autorin keine typische „Liebe-Auf-den-ersten-Blick-Geschichte“ erzählt hat. Die Beziehung der beiden entwickelte sich in einer sehr angenehmen Geschwindigkeit. Noch besser fand ich sogar, die Art, wie sie mit ihren Gefühlen umgegangen sind, als sie sich derer bewusst wurden. Sie waren ehrlich und doch handelten sie nicht blind vor Liebe. Das hat mir persönlich sehr gut gefallen und dem ganzen einen realen und nachvollziehbaren Touch verliehen.

FAZIT?

Ein Herz aus Eis und Schnee konnte mich mit einer spannenden Geschichte begeistern, sodass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte. Die Protagonistin hat mich wirklich angesprochen, weil sie für ihre Liebe und ihre Familie kämpft. Einziger Minuspunkt war die Gefühlsebene innerhalb der Story, die für mich persönlich zu blass blieb. Somit ist bei mir leider der gewisse Funke nicht über gesprungen. Dennoch kann ich das Buch wirklich empfehlen.

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Damnum

Anika Ackermann
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 14.02.2017
ISBN 9783743103832
Genre: Science-Fiction

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

Lucrum

Anika Ackermann
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 14.02.2017
ISBN 9783743195271
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Ich fand es sehr erfrischend, mal nicht auf der Seite der Guten zu stehen. Emma gehört nämlich zu den Schattenbrüdern und ist alles andere als nett und freundlich, zumindest scheint es so. Der Beginn von Lucrum ist sehr beschreibend. Beinahe philosophisch erzählt uns Anika Ackermann von ihrer Welt, die nach dem Dritten Weltkrieg alles andere als schön ist. Die Sonne ist nur ein Hirngespinst, so sagen die Leute, genauso wie der blaue Himmel. Wirklich gruselig, aber unter der aktuellen politischen Lage … Wer weiß denn schon, wie es nach einem Krieg aussehen wird?

Nachdem ich Emma und Liam begegnet bin, dachte ich erst, die beiden sind ein Paar oder werden eines, denn ich habe das Buch gelesen ohne den Klappentext in Erinnerung zu haben. Ich lag natürlich völlig daneben, denn Liam entpuppt sich als bester Freund, den Emma, nach dessen Entführung, beginnt zu suchen.

„Sie fühlte sich, als müsste sie ersticken, als hätten sich Eisenketten um ihre Brust geschlungen, die sie am Atmen hindern wollten.“

Lucrum, Pos. 4345.

Emma ist ein starker Charakter. Mutig, emanzipiert, eigensinnig und ziemlich bissig. Vor allem, weil sie davon überzeugt ist perfekt zu sein, besonders im Bereich ihrer Kampffähigkeiten. Sie ist absolut loyal gegenüber den Schattenbrüdern und nur langsam beginnt ihre Meinung zu bröckeln. Ich persönlich fand, das die Autorin diesen Punkt sehr überzeugend rüber gebracht hat. Denn wer von Beginn an so gedrillt wird, der erlebt keinesfalls von heute auf morgen plötzlich einen Sinneswandel. Gerade in dieser Hinsicht hat es mir wirklich Spaß gemacht Emmas Entwicklung zu verfolgen.

Auch passend zu ihrem Charakter war die Liebe im Buch gestaltet. Wegen ihrer Engstirnigkeit verleugnet sie ihre Gefühle sehr lange, rastet dafür aber regelmäßig aus. Ein schöner Kontrast, der mal wieder zeigt, dass es nichts bringt, seine Emotionen zu unterdrücken. Hier sorgten auch die Zankereien zwischen Noah und Emma bei mir immer wieder für ein amüsiertes Grinsen.

„‚Woher wusstest du, wo wir sind?‘ […] ‚Ich hab einfach nach dem schmutzigsten und unmöglichsten Versteck gesucht‘, knurrte Noah.“

Lucrum, Pos. 3122.

Timotheus war allerdings mein Liebling in der Geschichte. Irgendwie stolperte er mehr oder weniger ungewollt in die Story. Ja, zu Beginn wirkte es gar so, als würde er sich ungefragt aufdrängen, aber mit der Zeit wuchs er mir und allen anderen echt ans Herz.

Es gab jedoch auch Punkte, die mir nicht so zugesagt haben, u. a. die Auflösung, also der Hintergrund der Geschichte. Die Idee hat mir persönlich nicht gefallen. Sie wirkte auf mich sehr schwammig und ich bin gespannt, ob dazu in Band zwei mehr Informationen kommen. Auch die Absichten der „bösen“ Seite erschienen für mich nicht rund. Keine Ahnung, aber wenn alle tot sind, wen will man dann bitte regieren?

FAZIT?

Lucrum konnte mich mit einer coolen Anti-Heldin, sowie einer beeindruckenden aber auch erschreckenden Welt begeistern. Anika Ackermanns Schreibstil lässt sich wunderbar lesen und entführte mich in ein wahrhaft düsteres London. Besonders Timothy der Formwandler hat es mir angetan. Kleinere Kritikpunkte gab es hinsichtlich den aktuell dargelegten Hintergründen der Geschichte. Aber diesbezüglich hoffe ich sehr auf Band zwei und nähere Erläuterungen dazu. Zumal am Ende von Band eins, einfach mal eine ganz wichtige Frage offen bleibt.

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35 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Vom Anfang bis heute

Loel Zwecker
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 11.12.2017
ISBN 9783328100065
Genre: Sachbücher

Rezension:

Als ich beim Stöbern auf das Buch von Loel Zwecker stieß und den Klappentext las, konnte ich nicht anders, als es zu lesen. Ich bin schließlich älter geworden. Geschichte interessiert mich jetzt um einiges mehr, als früher. Das ist auch gut so. Ich finde es eigentlich ziemlich wichtig, die Vergangenheit nicht aus dem Blick zu verlieren. Die begangenen Fehler nicht zu vergessen und für die Zukunft zu lernen. Aber als Kind tickt man da halt einfach anders.

"Wer über die Geschichte Bescheid weiß, lässt sich nicht mehr so leicht mit alten Tricks überlisten."

Vom Anfang bis Heute, S. 19.

Beim Lesen beschränkte ich mich auf zwei Kapitel pro Tag. Nicht, weil es sich nicht gut lesen ließ, sondern weil jedes Kapitel einfach unheimlich viel Input enthielt. Ich wollte aus diesem Buch möglichst viel mitnehmen, mir Zeit lassen und vergessene Dinge wieder auffrischen.

Insgesamt empfand ich den Schreibstil von Loel Zwecker als sehr angenehm. Mir gefielen insbesondere die Details, auf die er Bezug nahm. Keine sture Zahlenabfolge oder der Sprung von Ereignis zu Ereignis, sondern er zog die besonderen Dinge in den Vordergrund. Er erzählte von außergewöhnlichen Menschen, deren Kleidung oder Ideen, und wie diese ganzen Epochen beeinflusst haben. Er berichtete vom ersten Punk der Welt und gab mir Einblick in die Entstehung des Buddhismus. Kleine Geschichten mit großer Wirkung. Der Klappentext verspricht hier definitiv nicht zu viel!

"Die Vielfalt erinnert uns daran, dass Dinge, die uns bei anderen Kulturen und Menschen verrückt erscheinen, vielleicht gar nicht so verrückt sind."

Vom Anfang bis Heute, S. 176.

Dennoch hätte ich mir das Buch lustiger vorgestellt. Natürlich ist Geschichte nicht unbedingt lustig, ganz im Gegenteil. Meist ist sie grausam und sehr erschreckend. Vermutlich hat mich das Cover einfach darin bestärkt, dass dieses Buch einen Touch Witz enthält, wegen der eher kindlichen Gestaltung. Nichtsdestotrotz fand ich es sehr inspirierend.

Ich konnte mir viele Punkte markieren, die mich wirklich überrascht, aber auch schockiert haben. Dieses Wissen wird mich ab sofort in meinem Alltag begleiten. Denn eines ist gewiss, wir Menschen haben viel entdeckt, gelernt und erfunden. Aber wir haben auch entsetzliches Leid über uns gebracht, aus Gründen, die ich selbst nur schwer nachvollziehen kann.

Machtgier, Eifersucht und Intoleranz. Mir hat dieses Buch mal wieder gezeigt, wieso ich mich als Kind nicht dafür interessiert habe. Geschichte zeigt, wie brutal und ungerecht wir sein können. Als Kind wollte ich das wohl schlichtweg nicht wahrhaben. Als Erwachsener jedoch habe ich dieses Buch wohl nicht das letzte Mal in der Hand genommen.

Fazit?


Vom Anfang bis Heute von Loel Zwecker ist eine sehr interessante und anschauliche Zusammenfassung unserer Geschichte. Er schreibt in einem lockeren Stil über die wichtigen Ereignisse, ohne dabei trockene Zahlenabfolgen herunter zu beten. Die von ihm aufgegriffen Details und Zusammenhänge lassen sein Buch zu einer echten Bereicherung werden, für jeden, der sich für Geschichte und die Entstehung unserer heutigen Kulturen interessiert.

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1.258 Bibliotheken, 18 Leser, 2 Gruppen, 51 Rezensionen

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Plötzlich Fee - Winternacht

Julie Kagawa , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Heyne, 15.06.2015
ISBN 9783453314450
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nun zunächst einmal fand ich den Einstieg sehr schön, denn er schloss nahtlos an den ersten Teil an. Darin versprach Meghan, nach Erfüllung ihres Paktes mit Ash, mit an den Winterhof zu gehen. Mir hat die Beschreibung des Winterhofes im starken Kontrast zum Sommerhof sehr gefallen. So bekam ich als Leser einen sehr guten Eindruck, in welcher Welt Ash aufgewachsen ist und warum er so ist, wie er ist.

Die Dunklen oder auch die Feen des Winterhofs sind nicht nur düster in ihrer Ausstrahlung, sondern sie benehmen sich auch so. Missgunst, Gewalt und Heuchelei gehört am Winterhof zur Tagesordnung. Kein Wunder das Meghan sich mehr als unwohl fühlt, vor allem, da Ash nicht für sie da zu sein scheint.

"An unserem letzten Kuss war nichts Sanftes oder Zärtliches - er war voller Trauer und Verzweiflung, in dem bitteren Wissen, dass wir etwas Perfektes hätten haben können, es aber einfach nicht sein sollte."

Plötzlich Fee - Winternacht, S. 134.

Auch in Band zwei bin ich froh, dass sich nicht alles ausschließlich um die Liebe zwischen Meghan und Ash dreht. Nein, wir begegnen auch wieder den eisernen Feen, an deren Existenz immer noch niemand glauben will. Doch diesmal erlebte ich eine Überraschung im Kampf gegen diese fiesen Gesellen. Welche? Na, dass verrate ich hier natürlich nicht. Es wäre ja sonst keine Überraschung mehr, oder?

Zwischendrin hatte ich kurz das Gefühl, dass die Story etwas stagniert und das nichts wirklich voranging. Das zog sich dann etwa über zwei bis drei Kapitel und dann wurde es wieder wie gewohnt spannend. Natürlich ist auch wieder Grimalkin von Partie. Ich mag den Feen-Kater, auch wenn er immer zu verschwinden scheint, wenn es brenzlig wird. Trotzdem hat er mich von sich überzeugt. Ich denke, grundsätzlich ist er ein cooler Typ.

Auch Puck konnte im zweiten Buch einige Punkte bei mir sammeln. Ich mochte ihn im ersten Teil nicht so. Er wirkte undurchsichtig und nicht wirklich greifbar für mich. Aber jetzt bin ich wirklich von ihm begeistert. Er ist ein Raufbold, immer für einen guten Streich zu haben, und trägt, wie viele im Nimmernie, eine Maske, um seine wahren Gefühle zu verbergen.

"Es ist einfach nichts mehr da: keine Wut, kein Hass, keine Furcht."

Plötzlich Fee - Winternacht, S. 337.

Mab und Oberon sind weiterhin einfach nur geblendet vor Hass füreinander. Ich kann beide nicht wirklich leiden, aber ich schätze mal, das hat die Autorin auch so gewollt. Zwei kühlere Wesen kann man sich gar nicht vorstellen. Letztendlich kommen die Beiden für meinen Geschmack auch wieder viel zu gut weg. Das empfinde ich als ziemlich unfair und hoffe, dass sie in den folgenden Bänden noch ihre gerechte Strafe für ihre Ignoranz erhalten. Ich bin gespannt.

Fazit?

Auch das zweite Buch der Plötzlich Fee Reihe konnte mich von sich überzeugen. Sowohl die Charaktere, als auch das Setting hat mich wieder vollkommen in seinen Bann geschlagen. Zwischendurch empfand ich es etwas langatmig, aber das hat sich zum Glück schnell gelegt, sodass ich mich schon sehr auf den dritten Teil - Plötzlich Fee - Herbstnacht, freue.

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53 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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The Cruel Prince

Holly Black
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Little, Brown Books for Young Readers, 02.01.2018
ISBN 9780316310277
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als das Buch eintraf, war ich sofort fasziniert von dem Cover. Obwohl ich es eigentlich nicht wirklich »hübsch« finde, sprach es mich dennoch an. Vielleicht lag das aber auch an dem Titel »The Cruel Prince«, der grausame Prinz … Können Prinzen grausam sein? Reiten sie etwa nicht, wie in einem Märchen, auf dem weißen Ross daher?

Nein! Vor allem nicht im Land der Feen. Dort, wo sich jeder selbst der Nächste ist. Ich fing den Abend an mit lesen und konnte das Buch kaum noch zur Seite legen. Obwohl es auf englisch war, flogen die Seiten nur so dahin. Die Innengestaltung gefiel mir dabei besonders gut. Sie hat etwas Verspieltes und steht damit absolut im Kontrast zu der Geschichte rund um Jude und ihre Schwestern.

„I know it´s an honor to be raised alongside the Gentry´s own children. A terrifying honor, of which I will never be worthy.“

The Cruel Prince, S. 10.

Holly Black entführte mich in eine düstere und grausame Welt, das Land der Feen. Diesmal jedoch gab sie uns einen ausführlichen Eindruck davon, wie es wohl ist, in dieser mehr als gefährlichen Welt, als Mensch aufzuwachsen. Eines kann ich euch sagen, es ist kein Zucker schlecken. Judes Leben ist voller Gefahr, was sie stark gemacht hat bzw. was sie stark sein lassen will. Sie will sich behaupten, um anerkannt zu werden und um ihren Platz in dieser Welt zu finden.

So viel Brutalität und die beständige Angst, um das eigene Leben, verändern sie. Jude ist kein einfaches, süßes Mädchen. Ganz im Gegenteil, ich war teilweise beeindruckt und gleichzeitig abgeschreckt von der Art, wie sie die Dinge sieht und angeht. Sie ist bereit, sehr viel für ihr Ziel zu opfern – Macht erlangen. Ich konnte ihr handeln nicht immer nachvollziehen, allerdings kann ich mir ihr Leben dort, auch nur schwer vorstellen, was ihre Art wiederrum irgendwie greifbar gemacht hat. Keine Ahnung, ob ihr versteht, was ich meine.

„So here are three things I should have told your about myself before, but didn´t:

1. When I was nine, one of Madoc´s guards bit off the very top of the ring finger on my left hand.“

The Cruel Prince, S. 44.

Ihr Gegenspieler ist ganz klar Prinz Cardan. Ein Prinz, der sich in seiner Position irgendwie ebenfalls nicht richtig wohl zu fühlen scheint und seinen Frust an anderen auslässt. So zumindest kam es mir vor, denn er war die meiste Zeit im Buch damit beschäftigt, sich zu betrinken oder Jude zu schikanieren. Im Laufe der Geschichte verändert sich ihr Verhältnis zueinander. Nicht unbedingt ins Positive, aber es entsteht eine gewisse Abhängigkeit voneinander und die Dinge überschlagen sich, sodass ich zum Ende echt frustriert war, dass ich noch solange auf eine Fortsetzung warten muss.

FAZIT?

Ich habe sowohl positive, als auch negative Stimmen zu diesem Buch gelesen. Wer hier eine Happy End Love-Story erwartet, der ist definitiv fehl am Platz. The Cruel Prince zeichnet sich durch andersartige Charaktere aus. Sie sind nicht lieb und nett, sondern egoistisch und grausam. Trotzdem mochte ich die Geschichte. Ich will auf jeden Fall wissen, was aus Jude wird und wie ihr Leben im Reich der Feen weiter geht. Die Aussicht schaut schwierig und düster aus, weshalb ich mich wirklich auf die Fortsetzung The Wicked King, welches 2019 erscheint, freue.

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170 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 57 Rezensionen

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Prinzessin Fantaghiro - Im Bann der Weißen Wälder

Jennifer Alice Jager
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 07.12.2017
ISBN 9783646603422
Genre: Fantasy

Rezension:

Prinzessin Fantaghiro – im Bann der weißen Wälder war die zweite Märchenadaption, die ich gelesen habe und ich muss sagen, dass ich jetzt wohl öfter zu solchen Geschichten greifen werde.

Nicht nur das die Autorin einen sehr angenehmen Schreibstil hatte, auch die Geschichte rundum Fantaghiro konnte mich überzeugen. Das Setting, gerade die weißen Wälder, in denen die Prinzessin immer wieder unterwegs war, wirkten einfach traumhaft. Es wurde alles so einfühlsam beschrieben, dass ich als Leser mittendrin, statt nur dabei war.

Auch die Spannung ließ keine Wünsche unerfüllt. Auch wenn es sich um ein Märchen handelt und von Märchen gute Enden bekannt sind, wusste ich nicht, welches Ende mich hier erwarten würde. Kaum hatte ich gedacht, jetzt wird alles gut, geschah etwas, womit ich in dem Moment nicht gerechnet hatte. Danach war wieder alles möglich. Diese Spannung hielt sich beinahe bis zur letzten Seite.

Fantaghiro hat mir besonders gefallen. Sie ist eine außergewöhnliche Person und bricht durch ihre Art so ziemlich jedes Klischee, dass mir über Prinzessinnen bekannt ist. Willensstark, loyal und mutig, sind die Worte, mit denen ich sie beschreiben würde. Ich stand in jeder einzelnen Minute an ihrer Seite und war unglaublich beeindruckt, wie taff sie sich ihrem Schicksal stellte. Trotz aller Widrigkeiten blieb sie sich treu.

„Sie glaubte fliegen zu können, wenn sie sich nur noch ein klein wenig mehr anstrengte.“

Prinzessin Fantaghiro, Jennifer Alice Jager.

Eine Frau, die sich viele als Vorbild nehmen sollten. Jeder sollte an sich glauben, an dass, was man für richtig hält, was einem das Herz sagt. Egal wie sehr die Welt versucht, einem vom Gegenteil zu überzeugen. In dem Buch wird dabei besonders auf die Problematik eingegangen, wenn die eigenen Eltern komplett andere Vorstellungen und Erwartungen an das eigene Kind haben. Ein schwieriges Thema, nicht nur in einem Märchen.

„Man muss die Augen nach dem Licht offen halten, auch wenn man sich durch Schatten bewegt.“

Prinzessin Fantaghiro, Jennifer Alice Jager.

Die Schwestern von Fantaghiro konnte ich direkt ins Herz schließen. Nach außen so anders und im Herzen doch so gleich. Ich mochte sie beide, denn sie standen ihrer Schwester bei, gerade da, wo sie es am dringendsten brauchte. Die abwechselnden Perspektiven ermöglichten mir zudem auch einen tieferen Blick in die Gedanken von Alessio, dem Krieger aus dem Nachbarland. Das fand ich wirklich gut und hat der Geschichte, wie ich finde, noch mehr Tiefe verliehen.

FAZIT?

Eine wunderschöne Märchenadaption, die mich rundum überzeugen konnte. Nicht nur mit einer schönen Welt, sondern auch mit einer starken und beeindruckenden Protagonistin, die definitiv das Glanzstück des Buches war. Jennifer Alice Jager schreibt wirklich wunderbar und ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht das letzte Buch gewesen sein wird, was ich von ihr lesen werde. Eine klare Leseempfehlung von mir.

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456 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 123 Rezensionen

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Schicksalsbringer - Ich bin deine Bestimmung

Stefanie Hasse
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 24.07.2017
ISBN 9783785585696
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Macht euch gefasst auf ein Buch voller Klischees und Augenroll-Momente. Selbst ich, die gern mal eines dieser Klischee-Bücher liest, konnte nicht anders. Es gab immer wieder Situationen, die einfach abgedroschen wirkten. Naives Mädchen trifft Bad Boy. Eigentlich findet sie ihn ja total doof, doch dann verliebt sie sich doch. Damit kann ich ja leben, aber mit den Entscheidungen, die die Protagonistin teilweise getroffen hat, nicht.

Ungefähr bei einem Viertel des Buches habe ich sogar kurzzeitig darüber nachgedacht es abzusprechen, weil ich mit Kiera einfach nicht warm wurde. So viel Naivität auf einem Haufen war mir schon lange nicht mehr begegnet. Das mag jetzt hart klingen, aber so habe ich es einfach empfunden.

WARUM ICH ES TROTZDEM BEENDET HABE?

Zum einen wegen der Idee hinter der Geschichte. Das Schicksal mit einer Münze beeinflussen? Wie cool ist das denn bitte. Außerdem finde ich Bücher über die griechischen Mythologie immer recht spannend. Ich mag es, wenn das Alte mit dem Neuen verbunden wird. In diesem Punkt würde ich es sogar wagen, dass Buch von Stefanie Hasse mit den Werken von Marah Woolf zu vergleichen.
In Götterfunke geht es auch um die griechischen Götter und ein Mädchen, mit besonderen Fähigkeiten. Der Klischeefaktor ist auch ungefähr gleich. Falls jemand von euch Schicksalsbringer gelesen und gemocht hat, dem kann ich die Bücher von Marah Woolf wärmstens empfehlen.

Ich ließ mich also darauf ein und wurde nicht enttäuscht. Mag sein, das Kiera und ich arge Startschwierigkeiten hatten. Zum Schluss kamen wir aber ganz gut miteinander klar. Beste Freundinnen würde ich uns jetzt nicht betiteln, aber die gegenseitige Akzeptanz ist vorhanden. Was mich jedoch viel mehr überzeugt hat, war die Entwicklung der Geschichte an sich.

„Wer will schon eine Prinzessin sein, wenn er Rockstar sein kann?“, versuchte ich die Stimmung zu lockern und grinste Cody breit an.
Schicksalsbringer, S. 22.

Obwohl ich schon eine Ahnung hatte, wer der Böse in der Story ist, und ich auch damit Recht behielt, wurde ich zum Schluss trotzdem überrascht. Ich habe das Buch geschlossen, mit dem Gedanken: „Okay, damit hattest du jetzt nicht gerechnet.“ Es blieb ein gutes Gefühl zurück und der Wunsch zu wissen, wie es mit Kiera, Phoenix und Hayden weitergehen wird.

Wie gesagt, bis zum ersten Viertel hätte ich nie geglaubt, dass mich dieses Buch überhaupt noch packen könnte, aber das hat es tatsächlich geschafft. Natürlich bleibt es noch immer ein absolutes Augenroll-Moment-Buch und wer so etwas nicht mag, dem kann ich dieses Werk wirklich nicht empfehlen. Ich für meinen Teil habe allerdings beschlossen, Band zwei zu lesen. Das Buch erscheint am 12. März 2018 im Loewe Verlag.

FAZIT?

Ein Buch mit einer coolen Idee, in der die Götter der griechischen Mythologie, eine zentrale Rolle spielen. Einen Dämpfer erhielt die Geschichte jedoch durch die stark Klischee überladene Liebesgeschichte und eine, für mein Empfinden, sehr naive Protagonistin. Deren Entwicklung ich aber als positiv wahrnahm. Außerdem konnte mich das Ende des Buches wirklich überraschen, sodass ich trotz arger Zweifel zu Beginn, Band zwei lesen möchte.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Wunderweiße Tage. Zwölf winterliche Geschichten

Jeanette Winterson , Regina Rawlinson
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Wunderraum, 16.10.2017
ISBN 9783336547852
Genre: Romane

Rezension:

Ganz ehrlich? Ich habe lange kein Buch gelesen, dass mir so ans Herz ging. Weihnachten mag vielleicht vorbei sein, aber die Worte und Gedanken, die dieses Buch mir schenkten, wirken auch jetzt noch.

Jede der zwölf Geschichten regte mich zum Nachdenken an und ja, auch die ein oder andere Träne kullerte mir über die Wange. Hier muss wohl gesagt sein, dass ich sehr nah am Wasser gebaut bin. Trotzdem gingen mir diese Geschichten auf eine ganz besondere Art und Weiße nahe. Ich weiß nicht, ob es an der weihnachtlichen Zeit lag oder weil ich vielen Punkten in diesem Buch einfach nur zustimmen kann. Ehrlich gesagt, kann ich mein Empfinden gar nicht richtig in Worte fassen.

„Warum verliert sich das Wahre, das Wichtige so leicht zwischen Dingen, die fast gar keine Bedeutung haben?“

Wunderweiße Tage, S. 41.

Diese Zitat drückt so viel aus und gibt gleichzeitig so viel über den Inhalt des Buches wieder. Jede dieser Geschichten ist ein Schatz, den man durchaus auch nach Weihnachten für sich behalten und teilen sollte.

Die Rezepte habe ich ehrlich gesagt nur überflogen, für lecker befunden und dann meinem Freund untergejubelt. Ich hoffe, das er das ein oder andere mal für mich kochen wird. Weihnachten kommt ja schließlich schneller wieder, als gedacht, oder? Aber die Geschichten dazu habe ich gelesen. Sie waren nicht nur interessant, sondern gaben mir auch noch einen Einblick in eine ganz andere Zeit.

FAZIT?

Wunderweisse Tage war ein super schönes und berührendes Buch über Weihnachten und die wahren Werte, die wir in unserem stressigen Alltag nur allzu schnell vergessen. Ich war verzaubert und nächstes Weihnachten wird mich dieses Buch definitiv wieder begleiten, so viel ist sicher.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Evanna Athos und die Zeiten der Macht

Felicitas Sturm
Flexibler Einband: 392 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 06.11.2017
ISBN 9783746013978
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem ich die Leseprobe gelesen hatte, war ich neugierig geworden. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Ich gebe nämlich ehrlich zu, dass mich der Klappentext nicht wirklich angesprochen hat. Meiner Meinung nach verrät er schon viel zu viel über den Inhalt des Buches. Was ich etwas schade finde, da es einem teilweise die Spannung nimmt.

Mit Evanna und ihrer ganzen Art kam ich sehr gut klar. Sie ist eine Leseratte und verschlingt alles, was ihr vor die Nase kommt. Ich denke, darin können sich einige von uns wiederfinden. Die Arme hat es aber nicht leicht, weder zu Hause, noch in der Schule. Sie tat mir teilweise echt leid.

„‚Dein Vater ist nicht daheim.‘
Wie es meist mit solchen weltbewegenden Sätzen ist, wurde auch diesem zunächst nicht genügend Bedeutung beigemessen.“

Evanna Athos und die Zeiten der Macht, S. 14.

Mit Austin hingegen hatte ich so meine Probleme. Der werte Schülersprecher hat sich manchmal wirklich rätselhaft verhalten. So richtig warm wurden wir nicht und mir blieb auch bis zum Schluss schleierhaft, ob er Evanna nun mochte oder nicht. Sehr gut finde ich allerdings, das die Autorin hier keine dieser Klischee belasteten Liebesgeschichten in ihr Buch einbaute.

Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich die Idee des Buches wirklich gut finde. Aber an der Umsetzung hapert es meiner Meinung nach leider noch. Für mich gab es gleich mehrere Punkte, die mich als Leser stutzen ließen. Der Dialekt war einer davon. Die Autorin kommt aus Bayern, genauer gesagt, aus dem Oberallgäu, und ihr sind immer wieder Formulierungen hineingeraten, die ich als Sächsin zweimal lesen musste, um sie zu verstehen. Das ist wirklich schade und hat mir das Lesen teilweise etwas erschwert.

Ein weiterer Punkt greift etwas tiefer und betrifft die Logik der Geschichte. Es waren zwar nur kleine Details, aber solche Sachen fallen leider auf. Vielleicht hat die Autorin sich auch etwas dabei gedacht und hier fehlte lediglich die Erklärung für den Leser. Aber unter dem aktuellen Standpunkt betrachtet, machten gewisse Dinge für mich einfach keinen Sinn, bzw. hätten vielleicht anders umgesetzt werden können.

„Das gefiel Evanna schon besser. List und Wissen. Etwas worauf sie schon immer vertraut hatte. Man konnte schließlich nie wissen, wann Wissen gebraucht wurde.“

Evanna Athos und die Zeiten der Macht, S. 236.

Und ein Punkt, der mich wirklich etwas traurig zurücklässt, ist die Spannung in der Geschichte. Leider, leider verrät die Autorin einfach zu viel und macht zu viele Andeutungen, sodass mir nach den ersten Seiten bereits die Entwicklung der Geschichte klar war. Das stört mich nicht bei jedem Buch, aber hier war es nicht schön, da ich den Charakteren damit weit voraus war. Ich muss dem jedoch entgegenhalten, dass es ein Kapitel gab, dessen Ende mich wirklich sprachlos machte. Da hatte die Autorin es geschafft mich zu packen, aber leider nur kurz.

Der Schreibstil von Felicitas Sturm hatte mich mit der Leseprobe überzeugt. Der Prolog der Geschichte ist wirklich gut geschrieben und in ihm schwingt so eine nostalgische Note mit, die ich sehr mochte. Dieses Gefühl verlor sich innerhalb des Buches aber immer mehr.

FAZIT?

Evanna Athos und die Zeiten der Macht basiert auf einer coolen Idee, die durchaus ihr Potenzial hat. Leider verschenkt die Autorin die Spannung des Buches durch zu viele Andeutungen und gibt dem Leser damit keine Chance sich von dem Verlauf der Geschichte überraschen zu lassen bzw. mit den Figuren mitzufiebern. Ein paar Punkte in dem Roman erschienen für mich nicht ganz schlüssig und ich denke, dass hier Einiges vergeben wurde.

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310 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 94 Rezensionen

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Constellation - Gegen alle Sterne

Claudia Gray , Christa Prummer-Lehmair , Heide Horn
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbj, 20.11.2017
ISBN 9783570174395
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Tja, was soll ich sagen? Ich war, nein, ich bin immer noch völlig begeistert von diesem Buch. Die Geschichte erzählt zu Beginn aus der Sicht von Noemi und wechselt sich dann mit Abel je Kapitel ab. Da ich die letzten Bücher immer nur aus einer Sicht gelesen habe, war das mal wieder eine tolle Leseerfahrung. Ich fand, dadurch kam ich den beiden Charakteren unglaublich nahe und konnte ihre Gefühle und Empfindungen viel besser nachempfinden.

»Sie hat gelernt zu kämpfen. Als Nächstes muss sie lernen zu sterben.«

Constellation, S. 10.

Während Noemi sich darauf vorbereitet zu sterben, will Abel einfach nur aus dem alten Raumschiff, in dem er eingesperrt ist, entkommen. Als die beiden aufeinandertreffen könnten die Unterschiede nicht größer sein. Und doch sind ihre Schicksale von da an miteinander verknüpft. Denn Abel weiß, wie man Noemis Planeten retten kann. Auch wenn das seinen Tod bedeutet.

Constellation war für mich seit langem wieder ein Buch, in dem die Entwicklung der Charaktere einfach unglaublich gut dargestellt wurde.

Abel ist ein Roboter, und Claudia Gray beschreibt dies nicht nur super in seinen Handlungen, sondern auch in seiner ganzen Art und Sprache. Was mich jedoch so begeistert hat, war seine Entfaltung innerhalb des Buches. Ich habe regelrecht gespürt, wie Abel sich von einer Maschine in einen fühlenden Menschen verwandelte. Nicht nur in seiner Art, sondern auch in seinen Taten. Die Entscheidungen die er traf oder die Gedanken, die er hatte, wurde von Seite zu Seite immer menschlicher.

»Denn Hoffnung kann wehtun, und trotzdem kann Abel nicht aufhören, aus dem Fenster zu schauen und sich verzweifelt zu wünschen, dass ihn jemand sieht, damit er nicht mehr allein ist.«

Constellation, S. 24.

Noemi hingegen ist mir ihren 17 Jahren so mutig und tapfer, dass ich sie am liebsten einfach in den Arm genommen hätte, um ihr ein wenig die Last von den Schultern zu nehmen. Sie verliert alles und ist dennoch bereit für ihre Welt zu sterben. Ihre Willenstärke treibt sie an und schürt ihre Bereitschaft, sich für andere zu opfern. Die Beziehung zwischen Abel und ihr formte sich Stück für Stück. Zunächst unwillig, bemerken sie jedoch beide, dass sie sich, so verschieden sie auch sind, aufeinander verlassen können.

Die Story war mega spannend. Obwohl der Leser von Anfang an gesagt bekam, wohin die Reise gehen wird, wurde ich immer wieder überrascht. Auch das Ende hätte ich so nicht erwartet und macht Lust auf mehr. Und soweit ich weiß, wird es auch eine Fortsetzung geben?! Ich bin gespannt.

Fazit?

Constellation - gegen alle Sterne war für mich ein toller Science Fiction Roman, den ich nicht mehr aus der Hand legen wollte. Er überzeugt mich tollen Charakterentwicklungen und einer spannenden und mitreißenden Story. Ich bin absolut begeistert und hoffe sehr auf eine Fortsetzung. Für alle, die mal wieder Lust auf eine kleine Reise durch den Weltraum haben, denen kann ich dieses Buch nur empfehlen.

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Ein Kuss aus Sternenstaub

Jessica Khoury , Gabriele Haefs
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.07.2017
ISBN 9783570403532
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zu Beginn erinnerte mich die Geschichte sehr stark an Aladdin und die Wunderlampe. Aber ich merkte sehr schnell, dass mich hier eine völlig andere Gesichte erwartete. Eine Geschichte, die sich nicht um den Dieb der Lampe dreht, sondern um den Geist darin. Das Buch erzählt aus der Sicht von Zahra, einer Dschinny, die über 500 Jahre in ihrer Flasche gefangen war, bis Aladdin sie fand.

»[...] was für ein Himmel! Sterne wie Staub, Sterne in allen Farben - blau, weiß, rot -, die Edelsteine der Götter, auf schwarzer Seide verteilt.«

Ein Kuss aus Sternenstaub, S. 21.

Während der ganzen Erzählung hatte ich immer wieder Probleme mit der Länderbezeichnung. Irgendwie habe ich das Ganze erst zum Schluss verstanden, als dann eindeutig wurde, dass die Dschinn aus einer anderen Welt stammen. Ich empfand das als etwas verworren, aber vielleicht stand ich auch einfach auf dem Schlauch, wer weiß. Auf jeden Fall schwebten deshalb immer einige Fragezeichen über meinen Kopf.

Die Story an sich fand ich echt cool. Die Beschreibung der Stadt und der Wüste haben mich direkt dorthin versetzt. Es war wie die Geschichten von 1001 Nacht neu zu erleben. Auch die versunkene Stadt in der Wüste hat mich beeindruckt. Was mich jedoch etwas störte, waren vermehrte Rechtschreibfehler. Ein oder zwei finde ich nicht schlimm, kein Buch ist perfekt. Aber hier fiel es mir wirklich immer wieder auf und ich finde bei einem Verlag wie cbj, der nun doch schon zu den Großen gehört, sollte so etwas nicht passieren.

»Wenn du nicht die Freiheit hast zu lieben«, flüstere ich, »dann hast du überhaupt keine Freiheit.«

Ein Kuss aus Sternenstaub, S. 369.

Bei den Charakteren konnte ich mich mit Aladdin am wenigsten anfreunden. Nicht weil er ein mieser Typ war, nein. Er blieb mir einfach zu blass. Vielleicht lag es an der Ich-Erzählung, die natürlich den Schwerpunkt bei Zahra setzte. Trotzdem war Aladdin einer der wichtigsten Nebendarsteller und ich fand es schade, dass er mir so fern blieb und ich keinen richtigen Bezug zu ihm aufbauen konnte. Daraufhin wirkten einige Gefühle, die von ihm ausgingen, auf mich teilweise sehr abrupt.

Zahra hingegen war so toll. Hach, von Anfang an hatte ich sie in mein Herz geschlossen. Mutig, willensstark und absolut tapfer stellt sie sich ihren Gefühlen und ihrer Vergangenheit. Ich mochte es, wenn sie sich in Rauch auflöste oder verwandelte. Irgendwie hatte ich dabei immer direkt ein Bild vor Augen. Auch die eingebauten Rückblenden mochte ich sehr. Sie gaben der Geschichte eine Geschichte und verliehen ihr damit eine historische Tiefe.

Caspida und ihre Wachmaiden war mein charakterliches Highlight. Die Idee dieser Kriegerinnen hat mir unglaublich gut gefallen und erinnerte mich an die Assassinen aus anderen Geschichten. Das es sich um Frauen handelte, hat dem Ganzen nochmal einen cooleren Touch gegeben.

Fazit?

Ein Kuss aus Sternenstaub war eine süße Geschichte für zwischendurch, die mich mit einer spannenden Story und einer tollen Protagonistin überzeugen konnte. Ich mochte die Rückblenden sehr, wodurch die Geschichte einiges an Tiefe gewann. Leider hatte ich etwas Probleme mit dem Aufbau der Welt, weshalb für mich eine Karte super gewesen wäre.

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GötterFunke - Hasse mich nicht!

Marah Woolf
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 25.09.2017
ISBN 9783791500416
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Da ich den ersten Band bereits kenne, wusste ich, was ich in Band zwei erwarten konnte. Zu gut aussehende Götter und noch schwächere Mädchenherzen. In diesem Punkt wurde ich auch keinesfalls enttäuscht. Obwohl Jess sich doch recht tapfer schlägt, sogar besser, als ich erwartet hatte. Innerlich ist sie Cayden zwar jedes Mal wieder verfallen, aber nach außen blieb sie taff. Das hat mir sehr gut gefallen.

„“Hey“, raunte Caydens vertraute Stimme. Ich antwortete nicht. Das war die einzige vernünftige Strategie, die mir einfiel. Ich würde ihn ignorieren. Wenn ich ihn nie wieder an mich heranließ, verschwand er vielleicht, löste sich in Luft auf oder was immer Götter eben so taten, wenn sie der Menschen überdrüssig wurden.“

Götterfunken – hasse mich nicht, S. 23.

Letztendlich war das Ende von Band zwei jedoch recht vorhersehbar. Auch die Story an sich empfand ich als etwas flach. Die Liebesgeschichte zwischen Jess & Cayden steht hier natürlich im Vordergrund, sodass man von der Story her nichts Tiefsinniges erwarten sollte.

Götter-Fans kommen jedoch voll und ganz auf ihre Kosten. Marah Woolf hat sich tief in die griechische Mythologie gewagt und wirklich viele Geschichten rund um die Götter des Olymps in ihre Geschichte verwoben. Das war wirklich interessant und sehr gut umgesetzt, wie ich finde.

Was mich jedoch richtig gestört hat, war das Hinhalten der Götter von Jess. Sie hatten so viele Geheimnisse vor ihr und für meinen Geschmack hat sie sich all dem zu schnell ergeben. Hier wäre mir mehr Gegenwehr lieber gewesen. Jess hat viel zu viel einfach hingenommen. Sie fühlte sich zwar benutzt und wusste auch, dass die Götter ihr nicht alles offenbarten, aber so richtig dagegen gewehrt hat sie sich eigentlich nicht.

FAZIT

Götterfunken – hasse mich nicht von Marah Woolf war ein leichtfüßiger Fantasy-Romance-Roman der durch heiße Götter und Geschichten der griechischen Mythologie glänzen konnte. Die Beziehung zwischen Jess & Cayden blieb weiterhin turbulent und ich bin gespannt, wohin sich das Ganze im nächsten Buch, Götterfunke – verlasse mich nicht, entwickeln wird. Band drei erscheint im März 2018.

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Wolkenschloss

Kerstin Gier
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 09.10.2017
ISBN 9783841440211
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wie immer hat mich Kerstin Giers Schreibstil begeistert. Sie schreibt und beschreibt die Figuren ihrer Romane immer so voller Liebe und witziger Details, dass man sich nur in sie verlieben kann. Auch diesmal bin ich wieder mit Sack und Pack ins Wolkenschloss eingezogen. Habe mich zu Fanny Funke in das kleine Dachzimmerchen gequetscht und zusammen mit ihr die Dohlen gefüttert.

„[…], den wirklich unglaublich verfressenen Hugo (verfressen waren sie alle, doch der wirklich unglaublich verfressene Hugo war einfach … wirklich unglaublich verfressen), […]“

Wolkenschloss, S. 55.

Kerstin Gier schreibt nach meinem Empfinden einmalig. Ihre Texte stecken voller Wärme, Witz, Charme und familiärer Liebe. Es ist jedes Mal ein Gefühl von »nach Hause kommen«, wenn ich ihre Texte lese. Dennoch muss ich den bisher gelesenen Kritiken recht geben. Die Spannung war im Wolkenschloss eher zweitrangiger Natur. Die Story kam nur schwer in Gang, was sicherlich für den ein oder anderen Leser langweilig wirkt. Die Autorin steckt viel Zeit in die Welt und das Feeling im Wolkenschloss, sowie in die Charaktere an sich, sodass die Geschichte in den Hintergrund rückt.

„Das Wolkenschloss war noch nicht im Zeitalter digitaler Magnetschlüsselkarten angekommen, genau genommen war es schlüssel- und schlosstechnisch im neunzehnten Jahrhundert stehengeblieben.“

Wolkenschloss, S. 64.

Auch die Liebesgeschichte, die im Buch entsteht, ist daher leider zu knapp angerissen, um authentisch zu wirken. Nichtsdestotrotz mochte ich das Wolkenschloss. Ja, die Spannung war nicht unbedingt der Grund dafür, aber ich konnte bei diesem Buch so viel Lachen, dass für mich die angegebenen Kritikpunkte nicht so ins Gewicht fallen. Ich habe mich eben in die verbotene Katze, die Hugos und Fanny Funke verliebt.

„Die verbotene Katze hieß so, weil es sie eigentlich gar nicht geben durfte.“

Wolkenschloss, S. 41.

FAZIT

Das Wolkenschloss von Kerstin Gier war wieder ein sehr humorvoller und detailreicher Roman. Leider rückte die Spannung des Buches etwas in den Hintergrund. Für mich persönlich aber nicht schlimm, denn das wurde durch liebevoll ausgearbeitete Charaktere und eine einmalige Kulisse ausgeglichen.

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Tags: humor, liebe, weihnachten   (3)
 

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Plötzlich Fee - Sommernacht

Julie Kagawa , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.11.2014
ISBN 9783453528574
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zunächst einmal muss ich sagen, dass der Klappentext auf der Softcover Ausgabe, genau wie das Cover, völlig in die Irre führen. Ich hatte beim Lesen nicht das Gefühl, dass Meghan sehnlichst auf der Suche nach ihrer wahren Liebe war. Nein, absolut nicht. Ihr waren andere Dinge viel, viel wichtiger und das ist auch gut so. Ich empfehle deshalb Klappentext und Cover völlig zu ignorieren, dann wird man auch nicht in die Irre geführt, bezüglich des Inhaltes.

„[…] Bist du bereit?“„Keine Ahnung.“„Das reicht. […]“

Plötzlich Fee – Sommernacht, S. 257.

Denn ganz ehrlich, welche Sechzehnjährige ist bitte auf der Suche nach ihrer wahren Liebe? In diesem Alter ist alles schrecklich kompliziert, man will dazu gehören und man probiert sich aus. Natürlich kann einem Mädchen in diesem Alter die wahre Liebe begegnen, aber sie ist nicht unbedingt Lebensinhalt, wie ich persönlich finde. Und auch für Meghan sind ganz andere Dinge wichtig, allem voran ihre Familie und ihr kleiner Bruder.

Ich bin sehr froh das ich mich durch Booktuber und Buchblogger überzeugen lassen konnte, dieses Buch zu lesen. Plötzlich Fee bot mir so viel mehr, als ich erwartet hatte. Es überzeugte mich mit einem Hauptcharakter, der weiß, was er will. Und einer Story, die alles andere war, außer kitschig. Das Feenreich war keine rosa-schillernde Barbywelt, sondern ein Ort voller Gefahren und Geheimnisse.

„In meiner Kehle stieg ein Schrei auf, doch ich unterdrückte ihn. Dieses … Mädchen … hatte mir gerade das Leben gerettet, selbst wenn sie nur vorhatte, mich anschließend zu fressen.“

Plötzlich Fee – Sommernacht, S. 146.

Julie Kagawa gestaltete das Reich der Feen ernsthafter, als ich erwartet hatte, sodass es auf mich absolut glaubhaft wirkte. Ich mochte die Verbindung zum Sommernachtstraum, obwohl ich mit Puck einfach nicht warm wurde. Erst zum Schluss hat er mich mit ein, zwei Handlungen überzeugt. Am meisten mochte ich Grimalkin, den Kater. Er war einfach in seiner ganzen Art total genial.

„Versuche, nicht so viel auf die Dornen zu bluten“, riet er mir, als ich mich in die Handfläche stach und vor Schmer zischte. „Momentan könnte alles Mögliche hinter uns her sein, und du hinterlässt eine ziemlich leicht zu verfolgende Spur.“

Plötzlich Fee – Sommernacht, S. 246.

Die Geschichte rund um Meghan und das Nimmernie war absolut spannend und mitreißend. Ich musste mir direkt alle Folgebände bestellen, denn ich will unbedingt wissen, wie es mit ihr im Reich der Feen weiter gehen wird.

FAZIT?

Plötzlich Fee von Julie Kagawa war ein Buch, das mich völlig überrascht hat. Cover und Klappentext führen einen nur in die Irre und stellen den Inhalt für mich absolut falsch da. Das Buch bot mir eine spannende und abenteuerliche Reise in das Feenreich, die mich nicht nur durch die unerwartete Ernsthaftigkeit überzeugte, sondern wirklich begeisterte. Von daher gibt es hier von mir eine klare Leseempfehlung für diese Reihe.

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Tags: fee, liebe, magie, sommernachtstraum   (4)
 

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Der Schwarze Thron - Die Königin

Kendare Blake , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 25.09.2017
ISBN 9783764531478
Genre: Fantasy

Rezension:

Das Buch fing direkt wieder mitten im Geschehen an. Das war super, allerdings setzt es auch voraus, dass man Band eins nicht vor allzu langer Zeit gelesen haben sollte. Denn sonst wird es reichlich schwer bei den ganzen Namen und Orten erneut durchzusteigen.

Bereits nach wenigen Seiten steckte ich wieder voll und ganze drin, im Kampf um die Krone. Die drei Schwestern dürfen sich nun offiziell umbringen, um Königin zu werden. Aber wollen sie das wirklich? Oh man was habe ich mitgefiebert. Kennt ihr das, wenn man das Gefühl hat, jetzt endlich läuft´s und dann kommt es ganz anders? Genau so war dieses Buch. Seit langem wieder ein Roman, dessen Ende ich nicht mal annähernd habe kommen sehen. Wirklich toll!

„Eine junge Königin hat nur einen Daseinszweck: Die Krone.“

Der schwarze Thron – Die Königin, S. 212.

Auch die Charaktere haben nochmal eine Spur zugelegt. Vor allem Arsinoe und Jules, die ich bereits im ersten Teil sehr mochte, wurden mir noch vertrauter. Ich persönlich finde auch, dass diese beiden Charakter am tiefsten ausgearbeitet waren und ich sie als Leser am besten kennenlernen konnte. Im Vergleich wirkten Mirabella und Katharine beinahe blass. Trotzdem mochte ich sie. Ich fand es toll, dass Kendare Blake alle drei so verschieden gestaltet hat. Von der männlichen Seite her mochte ich Billy, als Freier der Königinnen, am meisten.

„Aber … nur für den Fall, dass ich sterbe … darfst du nie vergessen, dass du mich an dem Tag auf der Wiese hättest küssen können.“

Der schwarze Thron – Die Königin, S. 103.

Die Story war auch im zweiten Teil wieder sehr düster. Eigentlich passierte die ganze Zeit über nie wirklich etwas Gutes. Aber wie könnte es auch, müssen sich die Schwestern immerhin gegenseitig umbringen. Und doch fand ich diesen Kampf nicht bestialisch. Sondern irgendwie realistisch und sehr strategisch. Ich kann es nur schwer in Worte fassen, aber es ist, glaube ich, sehr verständlich, dass man nicht unbedingt scharf darauf ist, jemanden umzubringen. Dennoch drängte die Insel die Königinnen zur Tat und eine gehorchte diesem Gedanken.

„Mirabella denkt, sie könne wie ein Gewittersturm über die Hauptstadt hereinbrechen. Aber wenn ich mit ihr fertig bin, wird sie es nicht einmal mehr regnen lassen können.“

Der schwarze Thron – Die Königin, S. 340.

Das Ende empfand ich als sehr abrupt. Es lässt viel Raum für Spekulationen. Ich bin mir ehrlich gesagt noch nicht so sicher, ob mir das gefällt. Aber vielleicht nutzt die Autorin das ja auch für ein neues Buch? Tja, da werden wir uns wohl überraschen lassen müssen.

FAZIT

Der schwarze Thron – Die Königin von Kendare Blake konnte mich voll und ganz überzeugen. Er war wesentlich stärker, als Band eins und mindestens genauso düster. Die Charaktere haben mich dazu gebracht, mitzufiebern und zum Ende musste ich sogar ein Taschentuch zücken. Düster, mystisch und packend, genau so bleibt mir der schwarze Thron in Erinnerung. Und für alle die Band eins geschafft haben … ihr werdet Band zwei lieben!

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Scherben der Dunkelheit

Gesa Schwartz
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbj, 25.09.2017
ISBN 9783570164853
Genre: Jugendbuch

Rezension:

++Achtung in den folgenden Passagen können Spuren von Spoilern enthalten sein.++

Nun ich gebe ehrlich zu, dass Scherben der Dunkelheit mich nicht überzeugen konnte. Gesa Schwartz hat ohne Frage einen sehr angenehmen Schreibstil mit wirklich poetischen Zügen. In keinem anderen Buch habe ich mir so viele wundervolle Zitate markiert, wie in diesem. Aber trotzdem wurde ich mit Anouk und dem Dark Circus einfach nicht warm.

„Es war unmöglich, in eine fiktive Welt zu fliehen, wenn die Realität von kreischenden Frauen beherrscht wurde, so viel war sicher.“

S. 39, Scherben der Dunkelheit

Die ersten Seiten erinnerten mich wirklich direkt an den Nachtzirkus, doch dieser Schein verflog sofort, als die Zirkusvorstellung des Dark Circus begann. Das fand ich aber nicht schlimm, schließlich wollte ich ja keinen Abklatsch lesen. Doch bereits nach wenigen Seiten verlor ich den Bezug zu den Schatten des Zirkus. Bildlich spukte Masrador in meinem Kopf, wie kein anderer Clown zuvor, aber alles andere blieb für mich zu abstrakt.

„Er ist das Herz der Nacht und der Atem der Sonne, und er kennt die Träume der Sterne, die der Himmel ihm erzählt.“

S. 353, Scherben der Dunkelheit

Der Schluss zog sich für mich bereits ab Seite 300 spürbar in die Länge. Mich überkam immer wieder das Gefühl, dass das Buch jetzt enden könnte und dann kehrte das Böse wieder zurück. Das passiert nach meinem Empfinden eine Spur zu oft. Zumal Anouk gefühlt in jede Falle tapste, nur um danach von Rhasgar gerettet zu werden, dem nie etwas passierte. Okay, diese Tatsache klärt sich auf, sodass das durchaus Sinn ergab. Natürlich besaß Anouk auch eigene Stärken und die Beschreibung ihrer Bilder war wirklich schön, aber irgendwie wiederholte sich das alles für mich immer wieder.

„Du glaubst, du würdest nichts als Finsternis in dir tragen, aber du strahlst so hell, dass ich tausend Jahre bräuchte, um jede Facette deines Lächelns zu malen.“

S. 339, Scherben der Dunkelheit

Der große Showdown sollte dann schließlich im Herzen des Zirkus stattfinden. Der Zugang konnte nur von Masrador bzw. dem Beherrscher des Fluchs geöffnet werden, und Anouk und Rhasgar schlichen ihm deshalb unbemerkt hinterher. Seltsamerweise eilten später aber immer mehr Artisten zur Rettung von Anouk und Rhasgar herbei. Wie die da wohl reingekommen sind?

Das war schon etwas komisch. Aber es schlossen sich auch Türen grollend, die eine Seite zuvor eigentlich schon spurlos verschwunden waren. Und Anouk stützt sich auch mit den Händen ab, um nicht auf den Boden zu fallen, auf den sie kurz vorher schon hinab gesunken war. Ja, für mich gab es einfach hier und da ein paar Dinge, die nicht gepasst haben. Vermutlich einer der Hauptgründe, wieso der Dark Circus und ich, uns schlussendlich nicht näherkommen wollten.

FAZIT:

Scherben der Dunkelheit von Gesa Schwartz ist eine düstere und für mich sehr abstrakte Geschichte. Ich fand leider keinen Weg in die Schatten des Dark Circus, da für mich einfach ein paar Punkte nicht stimmig erschienen. Nichtsdestotrotz war der Schreibstil wunderschön und sehr ausdrucksstark. Wahrscheinlich der Hauptgrund, warum ich das Buch nicht abgebrochen habe. Insgesamt konnte mich dieses Buch jedoch nicht überzeugen.

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fantasie, fantasy, gedanken, kämpfe, krieg, lena, liebe, magie, marierapp, marie rapp, parallellwelten, schmetterling, seele, seeleauseis, seelenstein

Seele aus Feuer

Marie Rapp
E-Buch Text: 616 Seiten
Erschienen bei Selfpublisher, 04.10.2017
ISBN B075VYFTH7
Genre: Fantasy

Rezension:

Leute, es war der absolute Hammer. Ein Jahr warten hat sich total gelohnt. Zuerst hatte ich etwas bedenken, da es doch eine Weile her ist, das ich Band 1 – Seele aus Eis – gelesen habe. Und nach so einer langen Zeit, wäre es ja durchaus möglich, nicht mehr in die Geschichte hineinzufinden. Aber bereits nach den ersten beiden Kapiteln fühlte es sich für mich wie ein nahtloser Übergang an.

Das ganze Buch war ein Auf und Ab der Gefühle, und zwar mit Beginn der ersten Seite. Marie hat es wieder geschafft, mich in die Geschichte zu katapultieren, sodass ich bei jedem Erlebnis von Lena mitfieberte, als ob ich selbst betroffen wäre. Sie ist ein starker weiblicher Charakter, der es auch mal schafft sich aus brenzligen Situationen selbst zu retten. Der nicht gleich dahin schmilzt, nur weil ihr ein heißer Typ gegenüber steht. Stattdessen gibt es schlagfertige Antworten und ein Mädchen, dass mitdenkt. Sie besitzt Schwächen und Stärken und kommt für mich absolut authentisch rüber.

„Du bist noch keine zwei Minuten in meinem Zimmer und hast schon eine eigene Seite in meinem Bett? Soll ich dir gleich ein paar Schubladen frei machen?“ (Darian)

S. 84, Seele aus Feuer

Relativ zu Beginn gab es eine lustige Szene zwischen Lena und Darian, bei der ich lauthals lachen musste. Mein Freund hat mich gleich angesehen, als ob ich jetzt endgültig in die Irrenanstalt müsste. Aber es war einfach witzig und sehr treffend beschrieben. Generell kam in mir kein einziges Mal der Gedanke auf, dass mich dieses Buch langweilen würde, oder das sich Passagen besonders gezogen hätten. Es blieb durchweg spannend. Wer Band 1 kennt, weiß, dass Marie es liebt unerwartete Wendungen einzubauen. Diesmal habe ich mir bereits vorher gründlich den Kopf zerbrochen, was alles möglich wäre. Dennoch war die Entwicklung dann ganz anders, als erwartet.

„Wenn jemand eine Bombe zündet, dann geht jeder vernünftige Mensch in Deckung und läuft nicht darauf zu – niemand versucht, die Bombe zu retten.

"Ein Lächeln huschte über seine Lippen. „Sollte ich mir vielleicht irgendwo aufschreiben für das nächste Mal.“

S. 115, Seele aus Feuer

Es werden einige Fragen, die aus Band 1 noch offen waren geklärt, aber mindestens genauso viele Neue verstreut. Aber das fieseste war das Ende von Seele aus Feuer. Dieses Ende hat mich eine ganze Weile fassungslos auf der Couch zurückgelassen, bevor ich überhaupt in der Lage war das Buch zuzuklappen. So einen Cliffhanger ans Ende zu packen grenzt für mich an Leser-Folter. Das Schlimmste daran ist, dass Band 3 – Seele aus Donner – erst Ende nächsten Jahres erscheinen wird. Wie soll ich das bitte überstehen?

FAZIT

Band 2, der Seelentrilogie von Marie Rapp, bot mir alles, was ich von einem wirklich guten Buch erwarte. Spannung, glaubhafte Charaktere und einen gut durchdachten Plott. Man merkt, dass die Autorin sehr viel Wert auf Logik und Sinn ihrer Geschichte legt. Hier und da werden Fragen gestellt, die mir aufgrund der Situation auch direkt im Kopf hingen. Ich bin jedenfalls absolut begeistert und kann diese Bücher wirklich jedem ans Herz legen. Ihr werdet es nicht bereuen.

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brown, das, der, insel, kinderbuc, kinderbuch, peter, robote, roboter, wilden, wunder

Das Wunder der wilden Insel

Peter Brown , Uwe-Michael Gutzschhahn , Peter Brown
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei cbj, 25.09.2017
ISBN 9783570164839
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Es handelt sich zwar um ein Kinderbuch und passt damit nicht unbedingt in mein typisches Beuteschema, aber ab und zu muss man auch mal etwas Neues ausprobieren, oder? Wie schon gesagt, die Bilder sind der Hammer, einfach niedlich und sehr passend. Zumal sie alle vom Autor persönlich gezeichnet wurden.


Das ganze Buch ist in einer sehr einfachen Sprache verfasst und damit absolut kindergerecht, wie ich finde. Empfohlen wird es ab 10 Jahren. Zuerst dachte ich, okay, ganz schön hoch angesetzt, denn ich habe mit zehn bereits Harry Potter gelesen. Aber zum einen ist ja nicht jedes Kind gleich und zum anderen kamen doch einige Szenen darin vor, die für jüngere Kinder wohl etwas brutal sein könnten. Immerhin handelte Roz wie ein Roboter, als ohne irgendeine Gefühlsregung. So nahm sie auch den Tod von Tieren neutral und ohne Trauer wahr. Wie gesagt, so etwas ist immer Ansichtssache, aber vermutlich ist das einer der Gründe, wieso der Verlag dieses Buch ab 10 Jahren empfiehlt.


Die Kapitel sind schön kurz, eignen sich meines Erachtens damit wunderbar zum Vorlesen. Ein Kapitel fand ich besonders witzig. Darin ging es um die Gartenarbeit und das alle Tiere doch mal ihre Küttel dort absetzen sollten. Oh ja, ihr habt richtig gelesen. Es gab ein ganzes Kapitel nur für die Küttel der Tiere. Sehr amüsant, wirklich! ^^


„Nach ein paar netten Gesprächen suchte jeder Nachbar seinen Platz, hinterließ seine Küttel und machte sich wieder auf. Jeder mit einem Lächeln im Gesicht.“


Die Insel der wilden Tiere, S. 100.


Ein weiterer Pluspunkt war die Hintergrundthematik, die das Buch von Peter Brown mitbringt. Es geht um die Akzeptanz des Unbekannten, darum, Neues kennen und lieben zu lernen. Es geht um Freundschaft, Loyalität und warum Eltern nicht immer blutsverwandt sein müssen, um gute Eltern zu sein. Mit dem Ende wiederum konnte ich mich nicht wirklich anfreunden. Ich will jetzt nicht zu viel verraten, aber wie gesagt, es hätte für mich einfach schöner sein können. Ich mag schöne Enden.


FAZIT

Insgesamt fand ich das Kinderbuch vom cbt Verlag gut. Es war süß illustriert und die Sprache kindergerecht. Ich persönlich finde es auch für Kinder unter 10 Jahren geeignet, trotz der ein oder anderen Schreckensszene. Das Ende hat mich nicht begeistert, obwohl es Platz für Fantasie lässt, was für Kinder ja nichts Schlechtes ist. Kurzum ein tolles Kinderbuch, dass ich so auf jeden Fall auch meinen Kindern geben würde.

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