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Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern

Vic James , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 22.08.2018
ISBN 9783841440105
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zehn Jahre musst du opfern. Allein der Titel verrät einem schon so einiges über dieses Buch, denn diese 10 Jahre Sklavenarbeit muss jeder Bürger hinter sich bringen. So auch Luke und seine Familie, doch dabei kommt es zu mehr Komplikationen, als gut für alle Beteiligten ist.
Die Sklaven sind ihren Aufsehern oder Vorgesetzten komplett ausgeliefert. Sie haben 10 Jahre lang keine Rechte und sind der Besitz des Staates oder der Familie ›Geschickter‹, der sie dienen. Das System ist grausam und wird so lange nicht in allen Ländern geführt, doch die Geschickten in England haben die Macht an sich gerissen. Durch ihre Gaben kann ihnen diesen Posten keiner so schnell streitig machen, doch es gibt Menschen, die gegen die Ungerechtigkeit ankämpfen - sogar in den eigenen Reihen.
Die erste Seite des Buches hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Ich war einige Seiten lang total gefesselt vom Schreibstil der Autorin und habe die ersten Andeutungen und Geschehnisse förmlich inhaliert, doch nach einer Weile nahmen Tempo und Spannung deutlich ab. Man liest die Geschichte aus sehr vielen Perspektiven - was ich normalerweise mag - doch dieses Mal war das in meinen Augen nicht sehr vorteilhaft für die Geschichte. Dadurch, dass jeder Charakter, der einen Part erzählt, fast bei 0 anfängt, dauert der Mittelteil sehr lange und es braucht einiges an Zeit, bis es spannend wird. Die Hinweise und interessanten Details sind ganz unspektakulär in den Alltag der Charaktere eingebaut und kommen so nicht wirklich zur Geltung. Auch fiel es mir schwer, die Charaktere zu mögen oder mit ihnen mitzufühlen. Wo am Anfang noch schöne Szenen waren, in denen man die Charaktere gut kennenlernen konnte, fehlten diese irgendwann fast komplett. Die Charaktere, die sehr interessant waren - Gavar, Jenner, Silyen, der Doc, Renie, Daisy - hatten wenig Platz, sich zu entfalten, wodurch man sie nicht so gut kennenlernen konnte, dass man sie wirklich mögen könnte. Insgesamt lernt man im ersten Band noch recht wenig kennen. Im Vordergrund stehen die Ungerechtigkeiten und Luke in der Sklavenstadt Millmoor. Doch selbst dieser Handlungsstrang, der nebenbei bemerkt der spannendste Part ist - wird wenig spannungsreich erzählt. Die wirklich interessanten und nervenaufreibenden Teile bekommen wir nicht mit, stattdessen liest man sehr viel von der Planung und dem Ergebnis.
Was dagegen sehr interessant war: Das Thema an sich. Der Zustand der Welt, in der Luke lebt. Das ganze furchtbare System voller Hass, Intrigen und Selbstüberschätzung. Dieses lernt man wirklich gut kennen und hassen. Besonders die Skrupellosigkeit der Geschickten wird sehr gut transportiert, auf der anderen Seite lernt man aber auch die andere Seite der Medaille kennen, denn auch unter den Geschickten gibt es einige, die gegen das sind, was die Regierung tut. Die Angst, die selbst sie vor ihren Leuten haben, ist beinahe greifbar.
Sehr erschreckend fand ich, dass die normalen Menschen so wenig gegen das System vorzubringen hatten - besonders am Anfang. Es scheint sich alles so sehr eingebürgert zu haben, dass die 10 Jahre Sklavenzeit etwas völlig normales für die Menschen sind. Sie treten diesen Dienst oft sogar freiwillig an, denn jeder Bürger darf sich den Zeitpunkt dafür auswählen. Auch dass die Menschen vor ihrer Sklavenzeit eingeschränkte Rechte haben - nur, weil die Geschickten so viel Macht haben - fand ich sehr schockierend. Nichtmal die, die sich mit der Rechtslage auskennen und dagegen hätten vorgehen können, unternehmen nichts.
Und... So abwegig ist all das nicht, wenn man die phantastischen Elemente mal außen vor lässt.
Vom Thema her ist Dark Palace ein grandioses Buch, doch an der Umsetzung habe ich einiges auszusetzen. Dennoch freue ich mich auf den nächsten Band!

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148 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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Mondstaub und Sonnenstürme

Maja Köllinger
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 09.07.2018
ISBN 9783959911566
Genre: Fantasy

Rezension:

Mondstaub und Sonnenstürme - das klingt schon so wundervoll galaktisch und verträumt. Ebenso beginnt das Buch auch, wobei der Anfang sehr traurig und bedrückend ist, denn Stella, die Protagonistin, erlebt einen schweren Schicksalsschlag. Was mich beim Lesen jedoch noch mehr bedrückt hat als dieser, war der Zustand von Stellas Psyche, die auch vor dem Ereignis nicht ganz gesund ist, da sie anders ist - denn Stella sieht in den Augen ihres Gegenübers sein Universum. Eine kleine Galaxie, die in jedem Menschen schlummert. Sein innerstes.
Dass jemand, der eine solche Fähigkeit hat, von anderen schnell ausgegrenzt und nicht gemocht wird, ist schnell klar. Und das obwohl niemand von Stellas Gabe weiß.
Die Universumsthematik begrenzt sich allerdings nicht nur auf Stellas Gabe, denn ihre Eltern haben ihr gesamtes Leben der Erforschung der Galaxie gewidmet und auch Stella ist begeisterte Sternenguckerin. Immer wieder tauchen die Sterne, Planeten, der Mond und die Galaxie auf. Ob als Sternenkarte neben dem Teleskop in ihrem Zimmer, in den Augen der Menschen oder im Nachthimmel. Überall ziehen einen die Sterne in ihren Bann, was ich geliebt habe.
Neben den Sternen und einer besonderen Gabe hat das Buch noch einen weiteren Komponenten, der mich sehr fasziniert hat: Die Psyche. Es ist unglaublich, wie gut das Buch recherchiert sein muss, denn man erlebt die Stadien von Stellas mentaler Gesundheit hautnah mit und kämpft mit ihr gemeinsam darum, das Leben nicht aufzugeben. Ihre Geschichte ging mir stellenweise so nah, dass ich das Buch für einige Sekunden weglegen und mich sammeln musste, was ich richtig gut fand. Die Geschichte hat mich berührt und verzaubert.
Den Rahmen bilden Stellas neues Zuhause und ihre neue Schule, an der nach allerbester Hollywood-Manier auch ein Ball stattfindet. Insgesamt war die Schule sehr Hollywood, was ich einfach geliebt habe! Normalerweise mag ich Highschol Geschichten nicht, doch hier hat es wunderbar gepasst und auch nicht Überhand genommen. Es fügt sich alles sehr schön zusammen und ergibt eine Geschichte, die ganz anders ist als alles, was ich bisher gelesen habe.
Auch die Lovestory fügt sich hier wunderbar ein. Man kann sie nachvollziehen und verliebt sich im Laufe der Geschichte ohnehin in die beiden Charaktere. Mich hat sie sehr verzaubert und ich fand es gut, dass sie nicht too much war. Für mich hat alles sehr schön zusammen gepasst, ebenso wie die Charaktere, die allesamt sehr stark und unterschiedlich waren. Es gab einige Wendungen, die mich teilweise sehr überrascht haben und das Ende hat mich total aus den Socken gehauen.


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45 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Das Feuer in mir

Christian Milkus
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 13.07.2018
ISBN 9783959912792
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Als ich hörte, dass die Religion in dem Buch sehr präsent sein soll, war ich sehr skeptisch. Ich bin kein großer Fan von Religionen, weil es bei dem Thema immer so viele Meinungen gibt und jeder ist sich sicher, dass seine Meinung die richtige ist. Auch in diesem Buch war das teilweise so, aber nicht auf schlechte Art und Weise. 

Leanne, die Protagonistin, die insgesamt leider ziemlich blass blieb, gerät in das Lager der Zwölf Boten, wo sie mit einem Glauben konfrontiert wird, der dem ihren in allen Punkten widerspricht. Zwischen all den Ansichten und ihren eigenen Erfahrungen gerät sie in einen Strudel, der sie immer wieder zweifeln lässt. Zwischen Herz, Gewissen und Glauben hin und hergerissen, muss sie tun, was sie für richtig hält.

Dass das nicht leicht werden kann, ist eigentlich schon klar. 

Ich fand es gut, wie es dem Autor gelungen ist, alle Seiten näher an den Leser zu bringen. Man ist sich während des Lesens nicht sicher, welcher Geschichte man Glauben schenken soll und genau da liegt meiner Meinung nach der Knackpunkt. Es gibt einfach keine "wahre Geschichte", wenn es um den Glauben geht, auch, wenn es die Götter in der Fantasywelt tatsächlich zu geben scheint. Zumindest die Magie gibt es. 

Neben Leanne gab es noch weitere wichtige Charaktere. Zum einen Damion, den charismatischen Anführer der Zwölf Boten, der sich selbst nicht als Anführer sieht, und dann noch Leannes kleinen Bruder Lon, gerade einmal 12 Jahre alt und sehr unzufrieden mit seinem Leben. Die beiden waren gut gezeichnet, wenn auch nicht immer sehr aktiv. Besonders Lon war in weiten Teilen der Geschichte sehr passiv, obwohl er an sich sehr wichtig war, besonders für die Protagonistin. Damion hingegen hatte sehr viel Potential, das er jedoch nicht völlig ausgeschöpft hat. Insgesamt ist mir aufgefallen, dass die Charaktere oft nicht so rund waren, wie sie hätten sein können, da ihre Charakterzüge vor allem durch Beschreibungen, aber nur selten von Handlungen oder gar Gesprächen geformt wurden. Man kam dem, was sie jeden für sich antreibt, was sie sich wünschen oder was sie ausmacht, einfach nicht nahe.

Neben Lon und Damion gab es noch eine Reihe weiterer Charaktere, besonders mochte ich allerdings Sir Caster, dessen Geschichte mehr oder weniger unabhängig von Leannes in die Erzählung eingeflochten wurde und den ich sofort mochte. Er und eine Priesterin bildeten das Gegengewicht zu den Zwölf Boten und haben für ein Gleichgewicht gesorgt, während Leanne zwischen ihren Eindrücken, Hoffnungen und ihrem Glauben geschwankt ist. 

Daran hat mir besonders gut gefallen, dass der Leser in keine Richtung gedrängt wurde und sich anhand der Beweise und Geschehnisse eine eigene Meinung bilden konnte. 

Was ich jedoch etwas schade fand war, dass einige Aspekte der Geschichte, die zunächst relevant wirkten, sehr schnell abgefrühstückt wurden oder nicht mehr vorkamen, obwohl sie eigentlich einen Einfluss auf das Leben einiger Charaktere hätten haben müssen. Nichtsdestotrotz war die Geschichte für sich rund und ich hatte nicht das Gefühl, dass etwas fehlte. Man merkte zwar, dass sie sich in ein Universum einfügt, in dem auch andere Geschichten spielen (es gibt ein weiteres in sich abgeschlossenes Buch des Autors in dieser Welt), dennoch war sie abgeschlossen und in sich plausibel.

Der Gedanke hinter den religiösen Gruppen hat mir sehr gefallen, denn Leannes Geschichte zeigt auf, wie schnell man sich beeinflussen lassen kann und dass es unter den Religionen (Dunkler Gott oder die Wahren Götter) keine gibt, die gut ist, aber auch keine, die schlecht ist, da es die Menschen sind, die Gutes oder Schlechtes tun. 

Neben all den "wichtigen" Themen in dem buch kommt es doch sehr auf Leanne an, die als Protagonistin mehrere Entscheidungen treffen muss, die man meistens auch nachvollziehen konnte. Zwar ist sie nicht besonders stark, dennoch hat sie ihren Anteil am großen Finale und lässt sich trotz ihrer Unsicherheit, die sie teilweise überfällt, nicht in eine Richtung drängen.


Der Schreibstil lies sich ganz wundervoll lesen, allerdings sind dadurch, dass das Buch in der dritten Person geschrieben ist, viele Momente mit den Charakteren kaputtgegangen, da sie sehr unnahbar blieben. Das lag vor allem daran, dass sie häufig eher beschrieben wurden und man sie nicht wirklich kennengelernt hat. Hier hätte ich mir einige Momente zwischen den Charakteren gewünscht, in denen mehr von ihrer Persönlichkeit hervorkommt, denn so haben mich einige Geschehnisse, die an sich tragisch waren, sehr kaltgelassen. 


Dennoch fand ich das Buch richtig gut und habe es sehr gerne gelesen. Für mich war es eine willkommene Abwechslung zu dem, was ich sonst so lese, denn High Fantasy-Bücher dieser Art sind mir in letzter Zeit sehr wenige untergekommen.


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Superior - Im Windschatten der Lüge

Anne-Marie Jungwirth
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 19.07.2018
ISBN 9783959912273
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Ich liebe dieses Buch und kann mich nicht erinnern, jemals eine ähnliche Geschichte gelesen zu haben. Klar, besondere Fähigkeiten sind nichts Neues. Auch totalitäre Systeme oder eine Gesellschaft, die im Verborgenen agiert, sind nicht neu. Aber die Mischung macht es!

Schon im ersten Band habe ich Amelia, die Protagonistin, sehr gemocht. Sie ist selbstbewusst, eigensinnig, oft ziemlich flirty, manchmal zynisch, sarkastisch und therapiert ihre Sorgen gerne mal mit einem Gin-Tonic. All das sind nicht gerade die typischen Merkmale von Protagonistinnen, was erstmal eine willkommene Abwechslung ist. Allerdings habe ich Amelia in ihrer etwas anderen Unperfektheit schnell ins Herz geschlossen. Sie ist einfach Amelia und nicht austauschbar!
Im zweiten Band gerät bei der Armen so ziemlich alles aus den Fugen. Nachdem sie schon im ersten Band sehr viel durchmachen musste, kämpft sie sich durch ihre neuen Probleme und versucht, irgendwie Fuß zu fassen. Dass sie sich Sky und seiner Sache angeschlossen hat, macht das Ganze für sie nicht einfacher. Durch all die Veränderungen, die in ihrem Leben geschehen sind, verändert sich auch ihr Charakter und sie selbst weiß nicht, ob sie das akzeptieren kann. Seelisch ist sie ziemlich zerstört, ähnlich wie alle anderen Charaktere, die Brick "behandelt" hat.

Die Handlung befasst sich zu einem großen Teil mit den Problemen, die sich Skys Sache in den Weg stellen. Es werden Pläne geschmiedet, Ziele festgelegt und nebenher müssen sie darauf achten, unentdeckt zu bleiben. Dabei stellt sich auch die Frage, wie weit jeder aus dem Team gehen will und natürlich lernt man auch weitere Charaktere kennen, die im Laufe der Handlung zu einer Art Familie zusammenwachsen. Im Zentrum all der Überlegungen steht Amelia, an der plötzlich so vieles hängt, denn ihre Gabe könnte der Schlüssel sein. Doch der Druck macht ihr zu schaffen, denn ihre Gabe entwickelt sich nicht so schnell, wie es alle gerne hätten. Dazu kommt das Trauma nach all den Erlebnissen, die sie in Band 1 überstanden hat.
Gerade das ist auch ein Punkt, den ich an dem Buch sehr besonders finde. Denn neben Amelia besteht Skys Gruppe fast ausschließlich aus Superior, die ähnliches, wenn nicht sogar schlimmeres erlebt haben als sie. Das, was sie alle durchlebt haben, grenzt nicht nur an Folter, es IST Folter. Ich habe mit jedem einzelnen Charakter gelitten, als ich erfahren habe, was ihm widerfahren ist. Sie alle haben dadurch Probleme und Ängste, doch sie alle haben einen Weg gefunden, damit zu leben.
Man findet ihre Vergangenheit vor allem in ihrem Charakter wieder. Man merkt es an ihrem Verhalten. Was ich dabei am schönsten fand war, dass die guten Seiten dadurch nie überlagert wurden. Man merkt jedem Charakter an, für was sein Herz schlägt und was ihm wichtig ist. Oft gehen diese Sachen mit ihren Gaben und ihrer Vergangenheit einher. Ob dicker Panzer mit weichem Kern oder ein zerbrechliches Äußeres mit einer unerwarteten inneren Stärke. Jeder Charakter ist gezeichnet und so einzigartig, dass man sie sich alle ohne Probleme als echte Menschen vorstellen kann. Und obwohl sie in manchen Punkten sehr verschiedene Ansichten haben, sich alle anders verhalten und total unterschiedliche Herangehensweisen haben, die einem selbst vielleicht auch mal nicht so gut gefallen, muss man sie einfach mögen. Man kann gar nicht anders. Die Charaktere haben alle ihre Schattenseiten, Eigenschaften, die man nicht mag, aber das Gesamtbild wird vom Guten überlagert. Trotz all dem Schlechten, dass ihnen widerfahren ist. Trotz all der Dunkelheit in ihrer Welt.
Es ist erschreckend, wie schnell man allein durch diese Einblicke schon eine Bindung zu den Charakteren aufbaut und sich ihnen und ihrer Sache quasi anschließt. Todesangst, Schmerz, Hilflosigkeit ... Es gibt so viele grausame Ängste, mit denen die Charaktere konfrontiert worden sind und die sie alle nie komplett überwunden haben. Dabei fühlte sich beim Lesen alles fast schon zu real an. Jedes Detail aus der Vergangenheit der Charaktere fügt sich zu einem Bild zusammen. Alles, was passiert ist, hat seine Auswirkungen auf die Zukunft. Dabei sind ganz besonders die psychischen Aspekte enorm gut herausgearbeitet. Man kann all das nachvollziehen, ja sogar mitfühlen. Man ist hautnah dabei. Und fiebert umso mehr mit. Man will unbedingt, dass sie einen Ausweg finden und die SHS ändern oder vernichten.
All die Konflikte, sie sich den Charakteren stellen, kann man durch die vielen Perspektivwechsel gut nachvollziehen. Dabei hat man beim Lesen jedoch nie das Gefühl, aus der Handlung gerissen oder überfordert zu werden. Da die Charaktere viele verschiedene Sichtweisen haben, kann man sich seinen eigenen Standpunkt aussuchen und ist nicht an eine Sichtweise gefesselt.

Neben all den inneren Konflikten, Amelias Trauma und dem Kampf im Verborgenen gibt es noch eine Sache, die ganz wichtig ist. Amelia und Nathan. Die Liebe.
Mit Nathan stand ich ganz zu Beginn von Band 1 gelegentlich auf Kriegsfuß, doch mittlerweile habe ich auch ihn sehr ins Herz geschlossen. Er sorgt sich so sehr um Amelia und beweist dadurch so viel Stärke. Charakterstärke. Viel mehr, als ich ihm zugetraut hätte. Wie viele Menschen hätten sich einfach ihrem Schicksal gebeugt? Wie viele hätten das Risiko für die Liebe nicht in Kauf genommen? Doch er schon und das rechne ich ihm hoch an. Die Beiden haben ihre ganz eigene Art von Zärtlichkeit und stehen einander nicht immer nur mit Worten bei. Irgendwie ist die Beziehung zwischen ihnen etwas ganz besonderes und wirkt beim Lesen weder schwer, noch überlagert sie die anderen wichtigen Teile des Buches. Sie fügt sich ein, gehört genau dorthin, wo sie ist.
Auch die anderen Beziehungen zwischen den anderen Charakteren sind sehr natürlich und einzigartig. Alles ist extrem gut durchdacht und jede Verbindung hat einen Hintergrund. Dabei hat mir besonders gut gefallen, dass die "guten" Charaktere auch untereinander oft nicht einer Meinung waren und gelegentlich auch gegeneinander gearbeitet haben. Es gibt in dem buch viele Grauzonen und sehr viele Facetten - in jeder Schattierung, also auch unter den "guten".

Ich möchte außerdem noch den Schreibstil loben, den ich wirklich sehr liebe. Er passt zu allen Charakteren, aus deren Sicht erzählt wird, und auch zur Geschichte an sich. Dazu stechen einem keine Fehler oder ähnliches ins Auge, das den Lesefluss stören könnte. Man wird in die Geschichte gesogen, die Geschichte legt sich über die Realität. Dadurch, dass auch inhaltlich viele Kontaktpunkte zu dem Leser und der Realität bestehen, scheint das Buch an manchen Stellen gar nicht mehr so fiktiv zu sein. Der lockere Ton des Schreibstils und der Humor, der an einigen Stellen unterschwellig durchschimmert, passen hervorragend zum Setting und den Charakteren. Man fühlt sich den Charakteren und ihren Geschichten so nah, als wäre man selbst dabei. Man leidet, grübelt, hofft und bangt mit ihnen.

Alles in allem kann ich das Buch nur von ganzem Herzen empfehlen. Es geht an vielen Stellen unter die Haut, ist spannend, aufwühlend, oft düster, aber auch hoffnungsvoll und stark. Wie bereits der erste Band wird sich auch der zweite Teil wieder einen Platz unter meinen Jahreshighlights sichern. Ich liebe dieses Buch und besonders seine Charaktere, mit denen ich mich unfassbar gut identifizieren konnte, einfach und freue mich schon wahnsinnig auf den dritten und letzten Band.


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51 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

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Nation Alpha

Christin Thomas
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Zeilengold Verlag, 09.04.2018
ISBN 9783946955092
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Ich war mir von Anfang an sicher, dass dieses Buch etwas besonderes sein muss. Das Cover, der Titel und alles, was ich darüber gehört habe, ließen gar keine anderen Optionen offen. Als das Buch schließlich bei mir einzog war dieses Gefühl noch immer da und schließlich habe ich es einfach in die Hand genommen und zu lesen begonnen, obwohl ich allgemein akute Unlust zu lesen hatte. Dennoch hat mich das Buch gefesselt, sodass ich es einfach nicht mehr weglegen konnte.
Gleich zu Beginn lernen wir die namenlose Protagonistin und ihre Welt kennen. Ein furchtbares Bild, denn sie ist eine Omega - eine Sklavin der Alphas. Der Leser erfährt sehr schnell, wie dieses System funktioniert. Die Alphas - die weißen Menschen - herrschen in der Nation über all jede mit anderen Hautfarben. Je dunkler, umso wertloser und schmutziger sind sie laut diesem System.
Die Protagonistin nimmt uns mit in ihr Leben. Wir erleben mit ihr gemeinsam ihre Qualen, seelische wie körperliche und begleiten sie zu einem neuen Herrn. Bei diesem scheint einiges ungewöhnlich zu sein. Die Omega soll sich um die Tochter des Hauses kümmern, die ein großes Interesse an ihrer Sklavin hegt und immer wieder versucht, mit ihr ins Gespräch zu kommen. Doch eine Omega darf nicht mit ihren Dienstherren über belangloses quatschen. Sie muss ihre Aufgaben erfüllen und sich ansonsten unsichtbar machen, sonst drohen ihr beim kleinsten Vergehen unsagbare Strafen.
Wie bereits erwähnt ist die Protagonistin eine Omega. Sie ist vom leben gezeichnet, trägt innere wie äußere Narben und misstraut jedem, obwohl sie eigentlich ein gutes Herz hat. Was mich sehr berührt hat war, dass sie so nahbar war. Dass sie so stark war, obwohl sie sich selbst nie so gesehen hat.
Die Kontakte zu anderen Charakteren waren zu Beginn sehr selten und wenn, dann von Angst, Demut oder Distanziertheit geprägt. Mit der Zeit hat sich dies jedoch geändert und die Art und Weise, wie dies passiert ist, hat mir sehr gefallen. Man hat ihr bis zum Schluss angemerkt, wie verunsichert sie durch das Wesen anderer Menschen ist, die ihr nichts böses wollen. Obwohl sie irgendwann Vertrauen fasst und selbstsicherer wird, legt sie ihre Vergangenheit nie ab. Wie sollte sie auch, schließlich ist es ihre Vergangenheit und aus dieser kann man nicht einfach herausschlüpfen. Ich habe ihre Charakterentwicklung sehr gerne miterlebt, da diese sehr natürlich wirkte. Man weiß, warum sie so ist, wie sie ist und warum sie sich verhält, wie sie sich verhält. Dabei habe ich ihren Charakter sehr bewundert. Trotz allem, was ihr widerfahren ist, hat sie sich ihre Menschlichkeit und ihr Herz bewahrt, obwohl dies doch niemand in ihrem Umfeld hat. Sie kannte weder Gerechtigkeit noch Liebe, dennoch trug sie all dies in sich. Zunächst versteckt, doch man konnte wundervoll beobachten, wie sich all dies entwickelt und aus ihrem Inneren hervorgekämpft hat. Ihr Charakter ist so vielschichtig, so besonders und unglaublich liebenswert. Ich mochte sie unfassbar gerne und konnte mich vollständig auf sie einlassen. Außerdem konnte ich mich auch ziemlich gut mit ihr identifizieren, was mir bei Büchern, die so tragische Schicksale behandeln, oft schwerfällt. Doch dieses Buch ist anders als andere Bücher. Es ist kein Erlebnisbericht. Es hat nicht den Anspruch auf Echtheit, obwohl es so echte Themen behandelt. Dadurch war ich den Charakteren, besonders der Protagonistin, viel näher. Darum habe ich dieses Buch geliebt.
Ohne zu viel zu verraten möchte ich noch eben einige weitere Charaktere erwähnen. Zum Einen wären da die anderen Omegas, die man nicht sehr gut kennenlernt. Gerade das fand ich jedoch gut und verständlich. In Anbetracht ihres Schicksals und der Umgebung, in der man sie antrifft, wäre es eher verwunderlich gewesen, wenn sie einen Blick in ihr Wesen zugelassen hätten, wo sie doch von Kindesbeinen an darauf trainiert worden sind, sich zu verstecken und unscheinbare Statisten zu sein.
Was mir sehr gefallen hat war, dass die Alphas untereinander auf den zweiten Blick oft sehr verschieden waren. Wo die Masse gehässig, aggressiv, schadenfroh und blutlüstern ist, kann man so viel mehr Mensch in den Alphas erkennen, wenn man sie außerhalb der Menge betrachtet. Während ein wichtiger Mann mit viel Einfluss sehr hart und brutal ist, verstehen wir auch nach einer Weile, dass es nicht die pure Bosheit ist, die ihn zu seinen Taten treibt. Er bleibt ein furchtbarer Mensch, aber wir verstehen seine Beweggründe, obwohl sie uns so unverständlich sind. Doch man erfährt, dass auch er Ziele, Gefühle und Vorstellungen hat. Dagegen lernen wir auch Menschen kennen, die selbst Gefangene ihres eigenen Systems sind. Menschen, die dazu erzogen wurden, kaltherzige Monster zu sein. Wir erfahren, dass man diese Vorstellungen und Charakterzüge nur schwerlich ablegen kann, aber wir erfahren auch, dass all dies nur Menschen sind, die Fehler machen. Manche Menschen ändern sich, andere nicht.
Was ich auch sehr schön fand war, dass es selbst unter den Alphas Menschen mit Herz gab. Ein Hauch von Hoffnung. Gutherzigkeit und Menschlichkeit. Sie sind nur eine zarte Knospe, aber sie sind da.
Ich bin beeindruckt, wie schnell ich das Buch gelesen habe. Es hat natürlich nicht ganz so viele Seiten, doch der Schreibstil und die Geschichte haben mich derart gefesselt, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Ich habe es auch nicht als anstrengend empfunden, obwohl ich die halbe Nacht gelesen habe. Der Schreibstil ist sehr locker, leicht zugänglich und es gelingt der Autorin, dieses schwere Thema gefühlvoll und bedacht an den Leser zu bringen. Ganz ohne Wertung, ohne Vorwürfe, ohne Hass und ohne, dass es zu schrecklich wäre, um es einfach zu lesen. Mir hat ausgesprochen gut gefallen, dass das Buch so leicht war. Es spricht einen auf so vielen emotionalen Ebenen an, man fühlt mit der Protagonistin mit, leidet, hofft, hat Angst, ist misstrauisch - aber man wird nicht davon erschlagen, nur mitgerissen. Ich ziehe meinen Hut vor der Autorin, dass sie dies geschafft hat. Es ist eine Kunst, eine Geschichte mit so vielen grausamen Dingen zu erzählen, ohne die Qualen als Nebensache abzuwerten oder so sehr ins Detail zu gehen, dass es einen Abschreckt und Distanz hervorruft. Es passiert so oft, dass gerade bei solch schwierigen Themen durch den Schreibstil Distanz hervorgerufen wird. Hier ist das absolut nicht der Fall. Man ist mit Herz, Seele und Kopf voll im Buch, ohne, dass es einen umhaut oder zu sehr zerstört. Im Gegenteil, man kann sich gut in diese Welt hineinversetzen und alles in sich aufnehmen, vielleicht schlauer daraus hervorgehen und wichtiges für sich mitnehmen - aber in jedem Fall hat man das Lesen genossen und das ist meiner Meinung nach das Wichtigste.
Ich bin beeindruckt von der Umsetzung des Themas. Noch nie habe ich ein vergleichbares Buch gelesen. Es ist eine Dystopie, eher der Unterhaltungsliteratur als wirklich hartem Stoff zuzuordnen, obwohl die Geschichte so schwer wiegt und das Schicksal der Protagonistin etwas ist, das alles andere als weit hergeholt ist. Das Thema betrifft die gesamte Menschheit seit Anbeginn ihrer Zeit. Es betrifft uns alle, es ist ein schrecklicher Teil unserer Geschichte und auch unserer Gegenwart. Es wird auch Teil unserer Zukunft sein. Sich diesem Thema zu nähern erfordert Mut und Recherche. Ein Buch darüber zu schreiben erfordert noch mehr Mut und Feingefühl.

Christin Thomas ist nicht die erste, die ein Buch zu diesem Thema schreibt, aber meines Wissens nach ist sie die erste, die es so schreibt, dass man das Buch wirklich lieben kann. Ich zumindest habe es in mein Herz geschlossen. Es trägt einen Hauch der Fiktion in sich, tut ein wenig so, als sei es eine normale Dystopie mit einigen futuristischen Erfindungen und einer erfundenen Gesellschaft. Doch dabei entfernt sich das Buch kaum mehr als einen Katzensprung von der Realität. Vielleicht nicht unbedingt von meiner oder deiner Realität, aber von einer Realität, die es für viele Menschen gab, gibt und leider auch geben wird.
Mir hat gerade dieser Hauch des Fiktiven sehr gefallen, denn er erlaubt dem Leser, eine tiefe Bindung zu der Geschichte, den Charakteren und dem Thema aufzubauen, ohne, dass es aufgesetzt wirkt. In diesem Buch steckt ein Funke Fantasie, der es einem ermöglicht, die Geschichte unvoreingenommen und von aktuellen Themen und Ansichten losgelöst zu lesen, sie zu erleben und besser zu verstehen, als es ohne eben diesen Funken möglich wäre. Und genau das ist es, was ich an der Fantasie so mag. Sie lässt einen weiter denken, mehr fühlen und besser verstehen. Ich bewundere die Autorin für ihren Mut, diese Mischung gewagt zu haben.

Ein ganz klarer Geheimtipp. Ich kann dieses Buch jedem uneingeschränkt empfehlen. Ich sage euch - dir: Lies dieses Buch. Du wirst es ebenso ins Herz schließen wie ich. Auch du wirst von der Geschichte gefesselt werden und sie nicht so schnell wieder vergessen.
Dieses Buch belehrt nicht. Es beißt ein wenig, aber es liebt auch.
Mit einem Atemzug ist mir dieses Buch wichtig geworden. Ich kann nicht mehr tun, als euch dazu zu raten, es zu lesen. Es ist ein kleiner Schatz. Ein wunderschöner noch dazu.

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34 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

Lucrum

Anika Ackermann
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 14.02.2017
ISBN 9783743195271
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Lucrum habe ich schon seit einer langen Zeit im Blick gehabt, doch es hat ewig gedauert, bis ich es mir gekauft habe. Ich weiß nicht mehr, warum ich so lange gezögert habe, war ich mir doch sofort sicher, dass ich es lieben würde. Buchliebe auf den ersten Blick. Anders kann ich es kaum bezeichnen. Als das Buch dann endlich bei mir ankam, hat mich allein schon die liebevolle Verpackung so sehr gefreut, dass mein Bücherherz höher geschlagen hat. Und was soll ich sagen, das Buch hat mich nicht enttäuscht!


Geschichte:
Ohne den Klappentext noch im Kopf zu haben, habe ich angefangen zu lesen. Ich bin in eine unwirkliche, düstere Version eines zukünftigen Londons gefallen, habe die taffe und rücksichtslose Emma kennengelernt und wurde direkt in eine kuriose Auseinandersetzung verwickelt. Das Buch ging so weiter, wie es angefangen hat. Die Geschichte strotzt nur so vor unerwarteten Ereignissen, überraschenden Geschehnissen und besonderen Momenten. Ich habe Emma gerne auf der ersten Hälfte ihres ungewollten Abenteuers begleitet.
Die Bruderschaft und die Loge der Lichtritter waren zwei wunderbare Ideen, die einander widersprechen und sich doch irgendwie gegenseitig bedingen. Ich mochte an der Idee besonders, dass sie zwar auf der einen Seite schon Schwarz-Weiß sind, aber dann doch nicht ganz. Oder so. Es ist schwer zu formulieren! Emma gehört der Bruderschaft an, also eigentlich eher der bösen Seite. Sie selbst nimmt das jedoch nicht so wahr, wodurch der Leser auch zum Nachdenken gezwungen wird. natürlich heißt man nicht gut, wofür die Loge steht, doch man ist in der verzwickten Situation, auf der Seite der Protagonistin zu sein... Ihr seht, worauf ich hinauswill?
Dieser Konflikt zieht sich durch das gesamte Buch und zieht einen gelegentlich mal in eine andere Richtung, was das ganze spannend bleiben lässt. nebenbei passieren sehr viele Dinge, die einen immer mehr mit der Geschichte verschmelzen lassen haben - zumindest erging es mir so. Ich liebe London und die düstere Version der Stadt hat es mir einfach angetan!


Charaktere:
Emma ist eine sehr schwierige Protagonistin. Sie ist stark, taff, selbstbewusst und denkt manchmal nicht so genau nach, bevor sie handelt. Sie ist impulsiv und stellenweise recht kindlich, aber auch sehr erwachsen. An manchen Stellen hat sie es mir sehr schwer gemacht, sie zu mögen, denn sie kann auch sehr grausam sein. Dies liegt vor allem an ihrer Erziehung, die sie der Bruderschaft zu verdanken hat. Ihre Entwicklung habe ich sehr gerne verfolgt, denn die Arme steht irgendwann vor dem Problem, dass ihr das ganze Leben, all ihre Überzeugungen und alles, was sie zu wissen glaubte, einfach unter den Füßen weggezogen wird. Es ist erstaunlich, wie gut sie mit ihrer Art damit zurechtkommt, doch nach und nach bemerkt man, dass sie auch eine schwache, verletzliche Seite du sogar ein Herz hat. Dadurch hat sie mich unerwartet berührt, denn sie ist eine kleine Kämpferin. Ein Kätzchen, das oft mit ausgefahrenen Krallen zum Tiger wird, aber ebenso unnahbar und verletzlich wie eine Katze ist.
Dann hätten wir da noch Noah, den Lichtritter. Ihn mochte ich nie so richtig, dann aber dich und eigentlich war ich mir nie sicher. Manchmal ist er wirklich sehr liebenswert. Doch sein Getue ging mir stellenweise etwas auf den Keks, wodurch ich ihn dann eigentlich nochmal lieber mochte, weil das seinen Charakter ausgezeichnet hat. Er ist ein Lichtritter, der das richtige tun will. Doch Emma stellt ihn gleich vor dutzende Probleme und innere Konflikte, wodurch er dazu gezwungen ist, seine Taktik zu ändern und auch ungewöhnliche Wege zu beschreiten. Was ich an ihm sehr mochte war, dass er unerschütterlich und hilfsbereit ist. Unter all dem Lichtritter-sein hat er einen ganz eigenen Charakter und einen weichen Kern. Er ist er.
Timotheus. Omg, er ist so genial! Ich habe ihn in der Sekunde geliebt, in der er aufgetaucht ist. Er ist ein Gestaltwandler und hat einen sehr düsteren Humor. Er ist unfassbar witzig und vermag es, die drückenden Momente aufzulockern. Er ist nicht sehr rücksichtsvoll und oft hat er ein extrem schlechtes Timing und doch ist er genau derjenige, den Emma an ihrer Seite braucht. Timotheus ist ein kleines Teufelchen, das mit seiner manchmal etwas bösartigen und doch lustig-liebenswerten Art einer der besten Freunde ist, die man sich wünschen kann. zudem ist auch er recht Loyal, wobei er das immer darauf schiebt, dass er eine Schuld zu begleichen hat und dadurch gebunden ist. Aber wisst ihr was? ich glaube ihm das nicht! Der Gestaltwandler mit dem großen Selbstbewusstsein und seiner Lässigkeit ist mit sehr ans Herz gewachsen.


Schreibstil:
Es gab ein paar winzige Stellen, an denen ich nicht ganz einverstanden mit dem Schreibstil war, weil mich hier und da mal ein Satz gestört hat. Das lag aber vermutlich, dass ich in letzter Zeit sehr viele Texte mit Argusaugen betrachte, weil ich Fehler suche, um sie auszumerzen. Insgesamt habe ich das Buch aber sehr flüssig lesen können. Ich wurde weder von übermäßigen Fehlern, noch von irgendwelchen anderen Dingen abgelenkt. Der Stil passt wunderbar zu Emma und dem düsteren Zukunfts-London.

Umsetzung:
Ich fand es sehr schön, dass keiner der begonnenen Handlungsstränge im Nirgendwo geendet hat. Natürlich blieb noch einiges offen, doch es gibt ja noch einen zweiten Band, in dem sicherlich noch einiges passieren wird. Die Mischung der Charaktere und die vielen verschiedenen Handlungsorte waren wundervoll in die Geschichte eingebaut und haben dem ganzen einen tollen Rahmen gegeben. Besonders gut gefallen hat mir, dass Emma so authentisch und ungewöhnlich ist. Eine Protagonistin wie sie ist mir tatsächlich noch nie begegnet. Die Autorin hat sie sehr toll geschrieben, sodass sie sehr authentisch rüberkam. Emma ist Emma und so ist sie wunderbar. Auch sonst habe ich an der Umsetzung nichts zu meckern. Die ganze Geschichte wirkte rund, es gab von Anfang an ein paar kleine Hinweise und Sachen zum drüber-nachdenken und alles hat sich gut ineinandergefügt. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und freue mich sehr auf den zweiten Band.


Fazit:
Lucrum ist ein wunderbares Buch, das mich in eine verdrehte, phantastische und düstere Zukunftsversion entführt hat. Es konnte mich begeistern und fesseln, hat mich zum Lachen gebracht und ist mir ans Herz gewachsen. Es ist wirklich ganz wundervoll.


Bewertung:
Wer auf der Suche nach einem besonderen Buch ist, das einmal ganz anders daherkommt und liebenswert-schräge Charaktere mitbringt, wird hier einen kleinen Schatz finden. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es euch allen nur ans Herz legen. Lasst euch von Lucrum entführen und schaut, wohin es euch bringt...

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442 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 105 Rezensionen

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Die Grimm-Chroniken - Die Apfelprinzessin

Maya Shepherd
Flexibler Einband: 146 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 02.02.2018
ISBN 9783906829708
Genre: Fantasy

Rezension:

Als ich mir Die Apfelprinzessin bestellte, wusste ich gar nicht genau, was mich bei diesem Buch erwarten würde. Eine Märchenadaption, ja. Aber sonst? Der Klappentext verrät sehr wenig. Wir erfahren nichts über die Hauptfigur, nichts über das Setting... Nur, dass es um Märchen und die Grauzonen zwischen Gut und Böse geht.
Eigentlich fand ich das nicht schlecht, weil Klappentexte oft viel zu viel verraten, oft sogar spoilern - was ich absolut nicht leiden kann. Umso neugieriger war ich dann auf das Büchlein.
Zunächst war ich überrascht, dass die Hauptfigur männlich ist. Positiv überrascht. Sehr positiv. Ich mag es sehr, auch mal aus der Sicht eines Jungen oder eines Mannes zu lesen.
Da dies der erste Band ist, passiert noch nicht sooo viel, aber man bekommt bereits einen guten Einblick in die Geschichte und lernt die ersten Charaktere kennen. Es wird eine Basis für die weiteren Bände geschaffen.
Die Charaktere mochte ich auch alle sehr, denn sie sind sehr verschieden. Jugendliche, die im Waisenhaus aufgewachsen sind. Ein Mädchen, das sehr positiv gestimmt ist und sich für Märchen interessiert, ein Junge, der sich durch den Sport sehr verändert hat (eher ins Negative) und einen Jungen mit einem Vater, der mit Wahnvorstellungen in der Psychiatrie sitzt.
Willhelm, kurz Will, gerät nach einem seltsamen Treffen mit einem
noch seltsameren Mann in eine Situation, die man nur als seltsam beschreiben kann. Der Mann schickt ihn nämlich auf eine Mission, auf die ihn seine besten Freunde Maggy und ihr Bruder Joe begleiten.
Neben Wills Handlungsstrang wird außerdem eine Geschichte auf einer weiteren Zeitebene erzählt. Diese spielt im 16. Jahrhundert und wirft einige Fragen auf, weil man als Leser noch nicht so recht weiß, wie beide Geschichten zusammenhängen. Wir erfahren von einer jungen Frau, die so schön ist, dass es sie in Gefahr bringt und von einer jungen Liebe. Doch wie genau beide Ebenen zusammenhängen, erfahren wir noch nicht. Beim Lesen hatte ich allerdings das Gefühl, dass sich in meinem Hinterkopf erste Dinge verknüpfen...
Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die Folgebände, die ich mir hoffentlich bald holen kann. Die Geschichte ist nämlich buchstäblich märchenhaft.

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JACKABY - Die verschwundenen Knochen

William Ritter , Dagmar Schmitz
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 09.01.2018
ISBN 9783570311622
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich liebe kauzige Detektive, ich liebe übernatürliches. Ich liebe Jackaby.
Die Reihe ist bis jetzt total mein Ding. Besonders die gelungene Mischung aus übernatürlichem, Vergangenheit und Detektivroman gefallen mir sehr gut. Der erste Band hat mich vollkommen überzeugt und ich habe vor allem den schrägen Jackaby sehr liebgewonnen, aber auch die übernatürlichen Phänomene und gefährlichen Situationen. Im zweiten Band begegnen wir alten Bekannten wieder und treffen auf ein neues Phänomen.
Abigail finde ich sehr liebenswert, wenn ich mich auch manchmal nicht so gut mit ihr identifizieren kann. Meine Meinung zu Jackaby solltet ihr mittlerweile kennen, aber ich liebe seine exzentrische, weise und doch auch unbedarfte Art einfach. Er ist sehr kurios und es ist einfach interessant, ihn und Abigail zu begleiten.
Im Gegensatz zum ersten Band ist die Handlung dieses Mal auf's Land verlegt. Ich weiß nicht, warum, aber ich kann das bei Detektivromanen selten leiden. Auch bei Die Flüsse von London fand ich das Buch, das auf dem Land spielt, am schwächsten. Dabei kann ich nicht genau sagen, woran das liegt. Nun gut, das ist einfach so. Doch dadurch fand ich den zweiten band nun deutlich schwächer als den ersten, wobei ich das Buch trotzdem sehr gerne gelesen habe. Ich möchte auch die Folgebände noch lesen!
Der Fall war dieses Mal recht seltsam (okay, das war der letzte auch, aber anders), denn wir begeben uns auf eine Ausgrabungsstätte. Dort treffen wir auf zwei rivalisierte Forscher, die das Fossil für sich haben wollen und ständig zanken, was leider ziemlich viel Raum der Handlung eingenommen hat. Es war zwar lustig zu verfolgen, wie sich die beiden Streithähne benommen haben, aber mir war es zu viel. Es hat einfach einen Großteil der Handlung gefressen und die Stimmung kaputt gemacht, wie ich finde. Wo der erste Band noch mysteriös, interessant und spannend war, zum Nachdenken angeregt hat und eine ganz geheimnisvolle und bedrohliche Stimmung mitgebracht hat, gab es hier eine bunte Mischung. Dadurch schien mir der Fall selbst etwas in den Hintergrund zu rücken. An sich hätte er deutlich weniger Platz eingenommen.
Allerding kommt in diesem Band ein Unbekannter hinzu, der sich bis zum Ende nicht direkt zeigt. Dieser macht mich sehr neugierig, da es scheint, als könnte er in den nächsten Bänden wichtig werden. Ich hoffe sehr, dass der zweite Band so war, wie er war, weil er uns auf das Folgende vorbereitet. Immerhin ist es Band zwei. Zweite Bände finde ich fast immer ziemlich schwach, weil dort irgendwie oft etwas vorbereitet wird, wodurch das Buch eine ganz andere Färbung bekommt.

Insgesamt hat mir das Buch wirklich gefallen, auch, wenn die Rezension vielleicht eher negativ klingen mag. Im Vergleich zum ersten Band war das Buch deutlich schwächer, aber nichtsdestotrotz toll. Ich habe es verschlungen und freue mich schon sehr auf die nächsten Abeneuer mit Jackaby und Abigail.

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212 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

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Spark

Vivien Summer
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.02.2017
ISBN 9783646603378
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mich faszinieren besondere Gaben in Verbindung mit Gesellschaftssystemen ungemein. Auch in Spark fand ich diesen Aspekt sehr interessant. Der ganze Sache mit den ELITE-Soldaten hat mir eine Gänsehaut verursacht. Sie sind angesehen, haben besondere Fähigkeiten bekommen alles was sie wollen und sehen sich als was besseres. Die andere Medaille des Ruhms ist jedoch, dass sie sehr viel trainieren müssen. Schließlich werden sie zu Soldaten herangezüchtet.
Es stieß mir übel auf, dass dieses Gen nicht natürlich entsteht. Es ist nicht einfach da, sondern wird kleinen Kindern verabreicht, damit sie im laufe der Jahre hoffentlich diese Fähigkeiten bekommen. Kinder zu Soldaten zu züchten ist kein wirklich neuer Gedanke, vor allem nicht in dystopischen Büchern, aber ich finde es jedes Mal auf's Neue unheimlich. Hier vor allem, weil anfangs nicht alle Kinder die Behandlung überlebt haben...
Dass Malia das Gen hat, ist für sie eine Katastrophe. Sie möchte keine Aufmerksamkeit. Sie will keine Extrabehandlung und sie will auf keinen Fall jemanden verletzen. Keine guten Voraussetzungen für eine angehende ELITE-Soldatin. Dadurch konnte ich mich jedoch wunderbar mit ihr identifizieren, denn mir wäre es nicht anders gegangen. Ihre beste Freundin denkt da eher wie der Rest der Gesellschaft, denn sie wäre unfassbar gerne ein Teil der High Society. Das konnte ich weniger nachvollziehen, aber mit hat gefallen, dass einem so die andere Seite etwas glaubhafter erschien. Denn im großen und ganzen wirkt die ELITE tatsächlich nicht wie etwas erstrebenswertes, was aber vor allem auch an Malias Sicht auf die Dinge liegt. Das Buch ist in der 1. Person geschrieben, wodurch quasi alle Barrieren zwischen mir und ihr weggefallen sind, weil ich mich ohnehin wunderbar mir ihr identifizieren konnte. Mir gefiel auch der Stil sehr, denn er passt zu dem leicht futuristischen Feeling und der ganzen Situation.
Chris war allerdings ein Charakter, bei dem sich in mir alles gesträubt hat. Er ist ein ziemlicher Badboy, allerdings begründet, was ich schonmal sehr gut fand. Chris ist nämlich der erste Soldat der ELITE. Das erste geglückte Experiment. Ich kann mir seine Kindheit kaum ausmalen, aber ich glaube, so genau möchte ich auch gar nicht wissen, was er durchgemacht haben muss. Natürlich ist er sehr grob und fühlt sich überlegen, was ich absolut nicht mag. Auch, wenn er oft Recht hat. Er IST sehr stark, hat auch Einfluss und die Welt scheint ihm zu Füßen zu liegen. Und er ist sehr unfreundliche zu Malia. Nein, ich mochte ihn nicht. Dennoch hatte er etwas an sich. Hinter ihm muss mehr stecken, was mich sehr neugierig macht. Ich glaube, ich werde ihn auch in den nächsten 3 Bänden nicht mögen können, aber sein Geheimnis wüsste ich schon gerne!

Ich bin gespannt, was in den nächsten Bänden auf mich zukommt. Vielleicht ein Krieg? Eine Rebellion? Oder etwas ganz anderes?

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Cyberempathy

E.F. v. Hainwald
E-Buch Text: 560 Seiten
Erschienen bei GedankenReich Verlag, 03.03.2018
ISBN 9783947147472
Genre: Fantasy

Rezension:  
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Perfection - Das Ranking

Katharina Groth
Flexibler Einband: 388 Seiten
Erschienen bei GedankenReich Verlag, 28.03.2018
ISBN 9783947147250
Genre: Science-Fiction

Rezension:

In dem Buch begleiten wir zwei Charaktere auf ein ungewolltes Abenteuer. Crystal ist eine Hochrangige mit vielen Followern. Ein aufsteigender Stern, während K ein namenloser aus der untersten Gesellschaftsschicht ist, der um das Leben seines kranken Bruders kämpft und den Ausfstieg schon lange aufgegeben hat. Sie treffen aufeinander und plötzlich funktioniert nichts mehr. Crystal wird aus ihrer Welt gerissen und auch K muss improvisieren, weil plötzlich Fehler auftreten, die nicht sein dürften.

Normalerweise mag ich in Dystopien die Charaktere aus den unteren Gesellschaftsklassen lieber, während ich mit den anderen oft erst warmwerden muss. Hier war es ausnahmsweise einmal andersherum, denn ich konnte mich sehr viel besser mit Crystal identifizieren. Selbst ihre Weltanschauung konnte ich zu großen Teilen nachvollziehen, während ich mit K erst später warmwurde. Es war nicht so, dass er mir unsympathisch war - keinesfalls! Doch seine Ansichten waren ein Punkt, mit dem ich nicht wirklich klarkam - wobei er aus seinem Umfeld dennoch der Vernünftigste war.
Crystals Leben ist sehr vorherbestimmt vom System. Ein Computer sagt ihr, was sie essen, wie viel Sport und wie lange sie schlafen soll. Alles ist darauf ausgelegt, dass es ihr und ihrem Körper möglichst gut geht und dass sie auch gut aussieht. Den ganzen Tag über macht sie Videos für ihre Follower, um im Ranking aufzusteigen, denn ihr Ziel ist es, in die Zentralstadt zu kommen. Raus aus der Wohnung, die sie nicht verlassen kann und hinein in eine sichere Stadt, die von der Umweltverschmutzung abgeschottet ist.
K lebt hingegen im Dreck. Er teilt sich mit seinem kranken Bruder ein Zimmer und versucht alles, um an Medizin zu kommen. Er kämpft um ihrer beider Leben und muss sich regelmäßig der giftigen Luft aussetzen, um an Medizin zu kommen. Während sein Bruder mit den Rebellen sympathisiert, sieht er in diesen nur eine Gefahr für sie beide. Unnötige und vor allem sinnlose Risiken.
Im Laufe der Handlung habe ich beide Charaktere sehr gut kennengelernt und sie auch ins Herz geschlossen. Besonders zusammen mochte ich beide sehr, denn obwohl sie aus verschiedenen Welten kommen und total verschiedene Weltansichten haben, passen sie wunderbar zusammen und lernen mit der Zeit auch, ihre Perspektive zu überdenken.
Auch noch erwähnenswert fand ich Casus. Er hat sich im Untergrund seine eigene Welt gebaut, weil er ein richtiges Technikgenie ist und das System überlisten kann. Seine Art ist sehr erfrischend und ich fand ihn von Anfang an spitze. Er ist keiner von den Guten, kein Wohltäte (wie er nicht müde wird zu erwähnen), aber auch keiner von den Bösen. Er ist sehr intelligent versteht die Zusammenhänge und vor allem auch die Konsequenzen und Auswirkungen, die ein unbedachtes Handeln haben kann. In seiner beinahe-Neutralität konnte ich mich sehr gut mit ihm identifizieren und ich fand ihn einfach mega cool. Ein toller Ausgleich zu den anderen Charakteren.
Alles in allem fand ich alle Charaktere sehr glaubwürdig und auch sehr individuell. Man hat sie alle irgendwo verstanden und sie haben nicht entgegen ihres Charakters gehandelt.
Mir sind hier und da ein paar Fehlerchen aufgefallen (wirklich nicht viele), aber ansonsten hat mir der Stil sehr gefallen. Ich bin nirgendwo gestolpert, wusste immer, aus wessen Perspektive gerade erzählt wurde (auch, wenn ich mitten im Kapitel abgebrochen und später weitergelesen habe) und fand den Stil auch sehr passend. Die Charaktere kamen sehr authentisch rüber und auch von der Welt um sie herum habe ich einen sehr guten Eindruck bekommen, ohne das Gefühl gehabt zu haben, dass irgendwo unnötig viel Erklärt wird. Es gab keine Informationsflut, obwohl die Welt nicht unbedingt unkompliziert ist.
Während des Lesens habe ich einige Punkte "gesammelt" und im Hinterkopf behalten, weil ich auf einige Fragen unbedingt noch Antworten haben wollte. Mir hat es sehr gefallen, dass zwischendrin Themen aufgekommen sind, die viel Später nochmal aufgegriffen und zu Ende geführt wurden. Die Welt an sich fand ich sehr schön erklärt und auch gar nicht so abwegig. Am Anfang habe ich mich gefragt, wie das alles funktionieren soll, wenn alle Menschen nur Videos machen und nicht arbeiten oder ähnliches, aber auch das hat sich später geklärt.
Im Laufe der Handlung trafen die verschiedenen Welten oft aufeinander, doch es gab kein Schwarz-Weiß-Denken. eher Graustufen und die Erkenntnis, dass man andere Blickwinkel einnehmen und verstehen können sollte. Der Aspekt hat mir persönlich am besten an dem buch gefallen.
Ab und zu hatte ich während des Lesens das Gefühl, dass einige Details sehr lose sind, die Begründungen nicht sehr Wasserdicht, aber selbst das hat sich später gelöst. Alles in allem fand ich das Thema sehr gut umgesetzt und die Welt, die Charaktere und die Geschichte an sich sehr interessant und gut durchdacht.

Eine tolle Dystopie, die sich mit unserem Followerwahn und Gesellschaftssystemen beschäftigt. Auch den Umwelt- und Gesundheitsaspekt fand ich sehr interessant. Besonders die Auflösung am Ende hat mir gefallen, weil sie ganz nach meinem Geschmack war, weil es eben nicht so genretypisch war.

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

jugendbuch, science fiction, sci-fi

ANXO

Liv Modes
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Eisermann Verlag, 15.09.2016
ISBN 9783946172543
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Ich wusste zunächst nicht genau, worauf ich mich einlasse. Nur, dass das Buch in der Zukunft spielt und es unter anderem um Umweltverschmutzung etc. geht.
Jaime muss im Laufe der Geschichte einiges durchstehen. Der Anfang der Geschichte ist sehr angsteinflößend und ich hatte beim Lesen durchgehend ein ungutes Gefühl, da viele Dinge passiert sind, die mehr als nur undurchsichtig waren. Unheilvolle Untersuchungen, nach denen sich die Menschen seltsam verhalten, dazu die Umweltprobleme und andere beunruhigende Dinge. Dadurch, dass gerade durch die Umweltverschmutzung ein sehr aktuelles Thema im Buch auftaucht, wird es umso realer. Gerade darum habe ich die erste Hälfte des Buches beinahe in einem Atemzug gelesen. Später nimmt die Geschichte eine andere Richtung, die mich etwas überrascht hat und die Spannung für mich etwas rausgenommen hat, doch interessant war es allemal. Nur das Ende ging mir ziemlich gegen den Strich. Nicht nur, weil es anders war, als ich es gewollt hätte, sondern auch, weil es meiner Meinung nach nicht wirklich zu den Charakteren gepasst hat.
Jaime besucht die Oberstufe und setzt sich sehr für die Umwelt ein, soweit es ihm möglich ist. In seiner Familie stößt er damit oft auf taube Ohren und in der Schule nimmt alles eine andere Richtung ein, wobei er sich nicht sicher ist, was er davon hält. Als die seltsamen Ereignisse beginnen, setzt er sich sehr für seine kleine Adoptivschwester ein. Diesen Charakterzug habe ich sehr an ihm gemocht, weil er seine "großer Bruder"-Seite zeit und ihn somit auch zugänglicher macht. Auch sonst war mir Jaime sehr sympathisch, wobei ich ein paar Abstriche machen muss, denn er wirkt manchmal sehr abgehoben, was seine Intelligenz angeht. Das erschien mir etwas falsch, aber okay. Solche Menschen gibt es. Zum Glück wurde er dadurch nicht überheblich, im Gegenteil. Vor allem gegenüber einer gewissen jungen Dame verhält er sich sehr bedacht und einfühlsam, obwohl sie ihn stets abweist und ihm gehörig die Meinung geigt.
Die anderen Charaktere kamen eher am Rande vor, waren jedoch interessant. Besonders die Anxo, die leider viel zu selten aufgetaucht sind und nur Statisten blieben, konnte ich zwar nicht ganz fassen, das machte sie aber umso interessanter, weil sie stets etwas geheimnisvolles an sich hatten. Trotzdem hätte ich mir mehr Einblicke in ihr Leben gewünscht. In ihren Alltag, denn man bekommt nur etwas von den Wissenschaftlern und hohen Tieren mit, ansonsten nichts.
Das Buch ließ sich unfassbar schnell lesen, was vor allem daran lag, dass ich so gefesselt war. Auch sind mir kaum Fehler aufgefallen bzw. bin ich nicht groß über Formulierungen oder ähnliches gestolpert.
Insgesamt fand ich die Umsetzung recht gut gelungen. Der Anfang war hier jedoch deutlich stärker als alles danach. Ich vermute, dass es daran lag, dass der Teil noch in einem normalen Umfeld spielte. Ich will der Autorin nicht unterstellen, dass sie ihre Welt nicht gut gebaut hat, aber leider kam das nicht ganz so gut bei mir an. Dennoch fand ich das Buch sehr gelungen und es war definitiv mal etwas ganz anderes.
Alles in allem fand ich das Buch ziemlich gut. Mir hat gefallen, dass es mich so sehr gefesselt hat. Das schaffen nicht ganz so viele Bücher, wie man meinen sollte.

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62 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

entscheidungen, familie, fantasy, freundschaft, gefühle, gesellschaft, gestaltenwandler, gestaltwandler, gestaltwandlern, hydra, laura labas, liebe, pharos, reyna, seelen

Hydra

Laura Labas
E-Buch Text: 341 Seiten
Erschienen bei null, 29.01.2015
ISBN 9781507750643
Genre: Fantasy

Rezension:

Nachdem ich den ersten Band bereits so gerne gelesen habe, war ich umso gespannter auf die Fortsetzung. Reyna ist mir sehr sympathisch und ich begleite sie gerne durch all die Probleme, die sich ihr in den Weg stellen. Davon gibt es nämlich so einige. Nicht nur, dass ihre Mutter eine Gestaltwandlerin und vermutlich böse ist - nein. Ihre Familie wurde auch aus der Gemeinschaft der Pharos ausgestoßen und Reyna steht vor der Wahl, ob sie zu den Pharos gehören oder bei ihrer Familie bleiben will. Eine Entscheidung, die nicht leichtfertig getroffen werden kann. Auch entwickeln sich viele Dinge nicht so, wie sie es gerne hätte. Alle wollen etwas von ihr und sie gerät immer tiefer in einen Strudel, der sie an ihren eigenen Entscheidungen und ihrem Weltbild zweifeln lassen. Dazu kommen noch eine zerrüttete Gefühlswelt und nicht absehbare Gefahren... Und zwischen alldem versucht Reyna, das richtige zu tun. Auch, wenn es manchmal keinen richtigen Weg gibt.

Nachdem der erste Band beinahe schon Krimi-Charakter hatte, wurde es in diesen Band nochmal spannend, wenn auch keine polizeilichen Ermittlungen reingespielt haben. Was ich an den Büchern bisher sehr mochte war, dass sich einige Dinge schon lange vorher abzeichnen. Laura versteht es, überall Hinweise einzustreuen, die erst rückblickend Sinn ergeben. Wunderbar also, um verrückte Theorien zu spinnen! Während des Lesens hingen meine Gedanken oft an Theorien, die ich gesponnen, wieder verworfen und dann doch wieder aufgegriffen habe. Ich mag es, wenn einem Bücher Rätsel aufgeben und nichts anderes ist hier der Fall. Einiges habe ich bereits erahnt, doch sicher war ich mir fast nie und manches kam auch ganz anders. Es kam vor, dass ich fest mit Dingen gerechnet habe, die dann doch ganz anders waren und mich an allem haben zweifeln lassen. Allein durch den Sog, der dadurch entstanden ist, habe ich das Buch bereits sehr gerne gelesen. Meine Neugierde auf die nächsten Bände ist auch schon groß, weshalb ich froh darüber bin, bereits die gesamte Reihe in meinem Regal stehen zu haben.
Es sind noch sehr viele Fragen offen geblieben, wenn auch schon einige wenige beantwortet wurden. Ich muss unbedingt wissen, wie es weitergeht.
Zum Schreibstil kann ich nur sagen, dass mich die Atmosphäre, die durch das Setting und den ruhigen Stil entstanden sind, sehr mochte. Trotz einiger kleiner Fehler im Text bin ich nur so durch die Seiten geflogen.

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195 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Aschenputtel und die Erbsen-Phobie

Nina MacKay
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 31.08.2017
ISBN 9783959919906
Genre: Fantasy

Rezension:

Nach dem Auftakt der Hipster-Märchen stand für mich fest: Diese Reihe musst du weiterlesen! Der Hipster-Wolf war einfach so lustig, locker und sympathisch. Zwar habe ich in Band eins sehr oft den Kopf über die Prinzessinnen geschüttelt, doch neben Red und Ever sind sie mir sehr ans Herz gewachsen, weil sie einfach so... so sie selbst sind.
Im zweiten Band lernen wir Cinder etwas besser kennen, wie Cover und Klappentext schon erahnen lassen. Ihre Geschichte fand ich wirklich süß und sie ist mir sehr viel mehr ans Herz gewachsen. Auch Pan wird mir immer sympathischer. Beide wachsen über sich hinaus und sind einfach Zucker. Anders kann ich das kaum formulieren.
Was mich etwas gestört hat war, dass der Krieg, der am Ende von Band 1 quasi direkt vor der Tür stand, gar nicht so nah war. Zwar passierte in der Hinsicht noch einiges, doch nach dem ersten Band habe ich etwas anderes erwartet. Wirklich schlecht war das nicht, es ist mir nur aufgefallen und hat mich etwas irritiert.
Natürlich beansprucht auch Red wieder einen großen Teil der Geschichte für sich. Ich mag sie wirklich sehr gerne, weil sie so eine Art hat, die man - besonders in Gegenwart der Prinzessinnen - einfach schätzen muss. Manchmal schient sie die Einzige mit einem gesunden Menschenverstand zu sein, dennoch schaltet sich dieser manchmal aus. Ganz so erwachsen und intelligent, wie sich Red fühlt, ist sie dann nämlich doch nicht. Ich weiß auch nicht, ich habe sie unfassbar gern! Vielleicht auch gerade wegen ihrer Fehler? Sie und Ever sind zusammen sehr putzig. In Band eins war ich ja anfangs immer sehr für Jaz, aber dann hat er sich so seltsam entwickelt, dass Ever wirklich besser zu Red passte - was ich schon sehr schade fand. Leider hat Jaz dadurch extrem an Sympathie verloren, die er in Band zwei kaum zurückerlangt. Ich möchte ihn mögen, aber irgendwie geht das nicht. Dieses ewige an-Red-kleben und rumheulen hat mich schier wahnsinnig gemacht. Für mich passte das kaum zu seinem Charakter, aber nun gut.
Der Rest des Buches war sehr unterhaltsam, wenn auch nicht mehr ganz so witzig wie der erste Band. Die Prinzessinnen haben etwas aus der Vergangenheit gelernt und alle benehmen sich ein winziges Stück erwachsener. Ich habe die gesamte Truppe sehr lieb, hoffe allerdings, dass der nächste Band wieder etwas lustiger wird, denn das hat leider wirklich nachgelassen.
Die Handlung an sich war so absurd wie schon im ersten band und passte wieder wunderbar zum Rest. Es kamen einige neue Charaktere hinzu, die das ganze nochmal aufgepeppt haben und ich wurde als Leser in die Irre geführt, da ich mir in einer (oder zwei?) Sachen ganz sicher war, die dann doch nicht so waren. Die Handlung hielt also die ein oder andere Überraschung bereit.
Alles in allem hat mir das Buch trotz kleiner Abstriche sehr gut gefallen.

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Die fünf Gaben

Rebecca Ross , Anne Brauner , Susann Friedrich
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.02.2018
ISBN 9783551583635
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar gewonnen. Vermutlich hätte ich es mir nicht gekauft, aber so war ich neugierig genug, um an dem Gewinnspiel teilzunehmen. Tatsächlich bin ich sehr froh darüber, durch diesen Zufall zu dem Buch gekommen zu sein, denn es hat mir sehr gut gefallen.
Zunächst konnte ich mir nicht wirklich vorstellen, was mich erwartet, denn der Klappentext ließ (für mich) sehr viele Möglichkeiten zu - nicht alle nach meinem Geschmack. Also begann ich zu lesen. Der Schreibstil der Autorin lässt sich wunderbar lesen. Ich bin selten irgendwo hängengeblieben und fand ihn vor allem auch in Bezug auf die Zeit, in der das Buch spielt, sehr passend.
Auch inhaltlich hat mir die Geschichte sehr gefallen, wobei ich ein paar winzige Abstriche machen muss - aber dazu später mehr. Besonders die Idee der fünf Gaben mochte ich. Es ist nichts magisches daran, seine Passion zu meistern. Zumindest nicht direkt und dennoch wirkte es beinahe so. Das ist für mich ein sehr greifbarer Zauber gewesen, den das Buch da versprüht. Auch die zwei Länder, die unterschiedlicher nicht sein könnten, haben mich fasziniert. Brienna mit ihrer Zerrissenheit zwischen beiden Orten, denen ihre Eltern entstammten, hat das Übrige getan.

Da die Gaben zwar besonders im ersten Teil des Buches relevant waren, aber nicht der Hauptpunkt für die Handlung waren, gab es sehr viel interessantes zu entdecken und auch verschiedene Fäden und Hinweise, die am Ende ein ganzes ergaben. Hier habe ich meinen ersten Kritikpunkt, denn meiner Meinung nach gab es Hinweise, die ins Nichts führten, obwohl sie sehr wichtig erschienen. Nach dem ersten Drittel des Buches war ich etwas frustriert, da ich plötzlich ahnte, worauf alles hinauslaufen würde. Das kam mehrmals vor und ganz falsch lag ich nicht. Allerdings haben die Differenzen zwischen dem, was ich erwartet habe und dem, was wirklich passiert ist, nicht gut zusammengepasst. Ich fand daher einige kleine Details unstimmig, was mich in meiner Begeisterung für das Buch etwas hemmt. Dennoch waren es nur Kleinigkeiten und nichts davon hat dem buch wirklich einen Abbruch getan.
Die Orte, an die Brienna gereist sind, hatten allesamt ihren Flair und konnten mich begeistern. Sie waren sehr verschieden und einzigartig, wobei sie stets ihren eigenen Charakter entfaltet haben und weder zu viel, noch zu wenig Platz im Buch einnahmen.
Was die Charaktere anging, so haben mir die meisten sehr gefallen. Ich mochte Briennas Ardensschwestern und fand es schön, dass sie alle auf einzigartige Art und Weise mit ihrer Passion verbunden waren. Schauspiel, Kunst, Musik... Dadurch wirkten sie sehr authentisch und sehr rund dafür, dass sie nur am Rande vorkamen. Ein Charakter, den ich wirklich sehr liebgewonnen habe, war Cartier - Briennas "Lehrer". Er hat eine wundervolle ruhige und unverwechselbare Art. Er hat meiner Meinung nach von allen Charakteren mit Abstand am meisten Charakter.
Aber auch im späteren Verlauf der Handlung tauchten Charaktere auf, die in meinen Augen sehr ausdrucksstark waren. Um nicht zu spoilern, gehe ich nicht weiter auf diese ein, doch sie haben alle sehr unterschiedliche Emotionen in mir hervorgerufen.
Was mich jedoch in der zweiten Hälfte sehr gestört hat war, dass mir zwei Charaktere viel zu extrem vorkamen. Plötzlich waren sie nicht mehr rund. Es wirkte etwas überspitzt. In dem Teil kam es mir dann auch so vor, als sei der Fokus irgendwie verrutscht. Als hätte die Autorin plötzlich etwas wichtiges fallengelassen und dafür anderes in den Vordergrund gestellt, das da meines Empfindens nach nicht hingehörte.
Die genannten Kritikpunkte sind allerdings wirklich nur winzig, sie sind mir vermutlich so stark im Gedächtnis geblieben, weil sie die schöne Harmonie gestört haben.
Das Ende war anders, als ich erwartet hatte, aber dadurch nicht unpassender. Mir sind ein paar Kleinigkeiten im Kopf geblieben, die das Ende nicht ganz Rund erscheinen lassen, aber auch diese stören nur minimal, sodass ich mit gutem Gewissen sagen kann, dass Die Fünf Gaben ein unglaublich tolles Buch ist.

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38 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

2018, anthologie, kurzgeschichte, kurzgeschichten, märchen, winter, zeilengold verlag

Der Zauber des Winters

Lillith Korn , Ney Sceatcher , Nicole Obermeier , Kat Rupin
Flexibler Einband: 168 Seiten
Erschienen bei Zeilengold Verlag, 20.11.2017
ISBN 9783946955054
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich habe das Buch für die Leserunde auf Lovelybooks gewonnen und war super Happy, unter den "Auserwählten" zu sein, weil ich schon eine Weile auf die Anthologie geschielt hatte, aber nie dazu kam, sie zu holen und zu lesen. Mich hat der Zeitpunkt etwas irritiert - Weihnachten im März? Aber nach der Schneechaos-Buchmesse passte das irgendwie!
Die 10 Geschichten sind alle sehr verschieden, darum gefielen sie mir nicht alle gleich gut. Der Einstieg war komplett anders als das Ende oder die Mitte. Von einer kitschigen Geschichte, die ich meiner kleinen Schwester vorlesen könnte bis zu tiefergehenden Themen war beinahe alles vorhanden. Am besten gefallen hat mir "Die Geschichte der ewigen Nacht" von Ney Sceatcher, in der es um eine verzauberte Hochzeitsgesellschaft geht und die mich ein wenig an den Anfang von Dornröschen erinnert hat.
Eine Geschichte, die ich nicht so mochte, war "Weihnachtswunder am Hindukusch" von Sabrina Schuh, da die Geschichte für meinen Geschmack trotz (oder eben gerade wegen) des ernsten Themas so unrealistisch fand, dass sich in mir alles dagegen gesträubt hat.
Die letzte Geschichte, die ebenfalls ein etwas ernsteres Thema behandelt, hat mich hingegen vollkommen verzaubert und mich sowohl traurig, als auch glücklich gestimmt.
Alles in allem hatte die Anthologie von jedem etwas, sodass auch für jeden Geschmack etwas dabei ist. Das bedeutet allerdings auch, dass vermutlich keinem Leser alle Geschichten gefallen werden.
Ich habe das Buch dennoch sehr gerne gelesen und kann es ruhigen Gewissens weiterempfehlen.

Die Geschichten dieser Anthologie sind beinahe ausschließlich eng mit dem Thema Weihnachten verknüpft, darum würde ich sie euch vor allem zur Weihnachtszeit empfehlen.

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94 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

2, bela, drachenmond, drachenmondverlag, drachenmond verlag, dystopi, dystopie, lovestory, marion hübinge, marion hübinger, rezension, romance, water love, waters, watership5

Water Love

Marion Hübinger
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 27.02.2017
ISBN 9783959912587
Genre: Fantasy

Rezension:  
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92 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Soul of Stars: Wenn Sterne fallen

Anika Ackermann
E-Buch Text: 328 Seiten
Erschienen bei Independently published, 17.07.2017
ISBN B073NDQXMR
Genre: Fantasy

Rezension:

Schon die ersten Seiten von Soul of Stars haben mich verzaubert. Das sterbende Universum, ein Raumschiff, das wie ein Piratenschiff aussieht und die Weiten des Universums. As dann ein Weltallbewohner auftauchte, war ich restlos begeistert und den Rest des Buches über nur noch am Träumen. Das klingt jetzt seltsam, aber es sah alles so eindrucksvoll aus! Ich konnte mir jede Kleinigkeit wunderbar vorstellen, weil das Buch bei mir einfach einen nerv getroffen hat (Sterne!) und zudem einfach wunderschön geschrieben ist. Die Tatsache, dass es keine Kapitel gibt, sondern das Buch nur in drei Teile eingeteilt ist, war für mich erst ein wenig befremdlich, aber irgendwie hat es mir dann gefallen. Dadurch liest es sich etwas anders und man hat nicht das Gefühl, die Kapitel abzuhaken und als gäbe es ständig Cuts in der Geschichte.
Sola ist eine Protagonistin, die ich trotz ihrer teilweise kindlichen Macken sehr ins Herz geschlossen habe. Man will einfach, dass es ihr gut geht und versteht sie auch irgendwie sehr gut. Ich fand ihren Charakter sehr erfrischend, weil sie eben eine Siebzehnjährige ist, die nicht von jetzt auf gleich erwachsen wird und sich stellenweise einfach so verhält, wie es Teenager eben tun. Ja, auch eine siebzehnjährige darf mal bockig sein! Das war sehr unterhaltsam und in Verbindung mit Loki, einer besserwisserischen Androidin ohne jegliches Feingefühl, war das einfach herrlich zu lesen. Die beiden sind schon putzig und unglaublich liebenswert. Auch die anderen Charaktere, die später auftauchen, fand ich sehr cool. Beim Lesen bekam man viel von ihrer Persönlichkeit mit. Es gab Charaktere, die ich absolut nicht ausstehen konnte, einige, die mich etwas schockiert haben, aber auch welche, die ich sehr mochte, über die ich den Kopf geschüttelt habe oder die ich richtig, richtig gern hatte. Sie hatten alle ihre Persönlichkeit, das hat mir sehr gefallen. ein kleiner Kritikpunkt an der Stelle ist, dass einige Nebenstränge aufgetaucht sind, die dann nicht fortgeführt wurden. Einerseits fand ich es toll, die Charaktere dadurch besser kennenzulernen, andererseits hatte ich beim Lesen erst das Gefühl, dass das noch irgendwie wichtig werden würde und dann kam einfach nichts mehr dazu. nicht weiter tragisch, aber auch nicht sooo toll.
Die Welt, die die Autorin hier geschaffen hat, ist zauberhaft, beängstigend, atemberaubend, gefährlich und interessant. Ich mochte die vielen kleinen Details, die immer mal wieder aufgetaucht sind und den Planeten haben lebendig werden lassen. Egal ob Tiere, Pflanzen oder Naturschauspiele. Ich fand das sowas von genial! Dabei ist mir zwar auch etwas begegnet, dass ich physikalisch absolut nicht verstanden habe, aber auch das war eigentlich eher nebensächlich. Alles in allem hat mir nämlich das Gesamtpaket wunderbar gefallen und ich würde das Buch am liebsten nochmal lesen, ohne es bereits zu kennen. Es ist wirklich ein kleiner Schatz!
Ich kann es wirklich nur wärmstens weiterempfehlen und jedem ans Herz legen.

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194 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

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Der Fluch der sechs Prinzessinnen - Schwanenfeuer

Regina Meißner
Flexibler Einband: 354 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 01.10.2017
ISBN 9783906829456
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich bin voll im Märchen-Fieber! Märchenadaptionen sprießen momentan gefühlt aus jeder Ecke, was mir da natürlich sehr gelegen kommt. Gerade Schwanenfeuer hat mich da sehr neugierig gemacht (und das nicht nur wegen des Covers!).
Ich hatte keine Ahnung, was mich bei dem Buch erwartet, weil ich den Klappentext wie so oft absichtlich direkt nach dem Lesen vergessen habe. Es reichte mir zu wissen, dass die Geschichte klasse klingt. Entgegen meiner Erwartungen, die ich dennoch hatte, ließ sich das Buch sehr locker und fast schon zu "jung" für mich lesen. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass das Buch sehr seicht und eher für etwas jüngere Leser ist, wobei mich das nicht gestört hat. Es ist mir einfach aufgefallen und hat sich später auch etwas gelegt. Nach und nach hat mich das Märchen dann aber in seinen Bann gezogen und ich war ganz verzaubert. Die Charaktere waren sehr sympathisch, auch, wenn sie teilweise fast schon zu glatt wirkten . Mir hat allerdings das Zusammenspiel der beiden gefallen und Estelle ist wirklich zuckersüß mit ihrer natürlichen, starken aber auch unsicheren Art. Auch die Story fand ich gut, wenn auch teilweise vorhersehbar und ich mochte die gesamte Idee und das Setting sehr. Was mir am meisten gefallen hat, waren die vielen Prinzessinnen, die alle noch ihre eigenen Geschichten haben. Ich finde es immer toll, wenn mehrere Märchen miteinander verknüpft und damit zu einer ganz neuen Geschichte gemacht werden. Jetzt bin ich natürlich sehr gespannt auf die nächsten Bände und die Geschichten von Estelles Schwestern.
Insgesamt hat mir das Buch wirklich super gefallen. Durch den leichten Schreibstil ließ es sich wunderbar lesen und es hatte auch einen sehr märchenhaften Charakter. Die Charaktere waren mir sympathisch und auch alles Drumherum hat mir sehr gefallen.

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328 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 96 Rezensionen

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Rosen & Knochen

Christian Handel
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 06.09.2017
ISBN 9783959915120
Genre: Fantasy

Rezension:

Mich hat Rosen & Knochen positiv überrascht. Denn obwohl - oder gerade weil? - es so wenige Seiten hat, habe ich es sehr gerne gelesen. Die Geschichte ging schnell voran, doch ich hatte nie das Gefühl, dass irgendwo zu wenig war, dass es zu schnell ging oder dass mir wichtige Details fehlten. Zwar habe ich keine richtige Verbindung zu der Protagonistin bzw. den Protagonistinnen aufbauen können, dafür aber zu dem Schicksal der Kinder in dem verwunschenen Haus und dem Geschehen an sich. Die Geschichte ist mir nach einer Weile sehr nahe gegangen und ich habe mitgefiebert, obwohl sich meine Vorahnung vom Anfang sehr schnell bestätigt hat. Das Buch hat keine einzige Seite mehr gebraucht! Christian Handel schreibt unglaublich toll. Die Geschichte, die er da geschrieben hat, bringt er mit vergleichsweise wenig Text richtig gut rüber und ich bin schon richtig gespannt auf den nächsten Band.
Inhaltlich möchte ich gar nicht so viel sagen, aber ich fand die Lovestory, wenn man sie denn so nennen kann, sehr cool. Sie steht nicht im Fokus und wirkt sehr realistisch. Zudem mag ich die beiden Frauen recht gern, wobei ich denke, dass ich einen besseren Bezug zu ihnen haben werde, wenn ich etwas mehr von ihren Abenteuern gelesen habe. Die beiden standen nicht so sehr im Fokus sondern eher das Schicksal der Kinder und das gruselige Haus an sich. Die Geschehnisse sind unglaublich gut geschrieben, sodass ich nach ein paar Seiten (und die habe ich wirklich erst gebraucht) sehr gut reinkam und richtig gefesselt war. An manchen Stellen hatte ich ein richtig ungutes, fast schon beklemmendes Gefühl und vor allem die Visionen wirkten richtig echt. Fast schon so, als hätte sie der Autor direkt in meinen Kopf geschrieben.
Der Schreibstil an sich war sehr flüssig und vergleichsweise simpel, aber auf der anderen Seite auch wieder richtig ausdrucksstark, mitreißend und märchenhaft. Ich weiß nicht, wie das geht, aber ich fand es sehr cool!
Am Ende des Buches gibt es einen recht langen Anhang mit einigen Beiträgen zu Märchen, ein kurzes Märchen aus Christians Feder und Hintergrundinfos, was ich richtig cool fand! Dadurch blieb man noch etwas länger in der Stimmung und zudem war es auch sehr interessant!

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241 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

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Der verwunschene Gott

Laura Labas
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 05.10.2017
ISBN 9783959913348
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und bin von Buch zu Buch begeisterter. Der verwunschene Gott hat ihre bisherigen Bücher mal wieder übertroffen und ich bin so froh, das Buch gelesen zu haben!
Allein das Cover ist schon ein Traum. ich habe mich sofort verliebt, als ich es gesehen habe. Ich liebe die Farben, das Mysteriöse, das es ausstrahlt, die Bäume, den Nebel... Alles! Sogar die Schrift ist richtig genial - vom Titel mal zu schweigen.
Mir war  Morgan sofort sympathisch. Sie ist taff, aber das ist nur ihr Äußeres. Sie hat gelernt, zu überleben. Natürlich, denn eine Wölfin muss sich durchbeißen und bekommt nichts geschenkt. Sie tat mir im Laufe der Geschichte unendlich leid. Der Armen bleibt auch nichts erspart. Einige Szenen sind mir sehr nahe gegangen. Sehr, sehr nahe.
Die Geschichte war von Anfang an spannend, gut geschrieben und es passierte sehr viel, wobei es nie überstürzt oder überladen wirkte. Es war genau richtig. Die verschiedenen Emotionen sind sofort zu mir übergesprungen und ich habe Morgan immer mehr ins Herz geschlossen und ihre Geschichte gespannt verfolgt.
Es gab viele Überraschungen und ich konnte nur wenig voraussehen, wobei da doch eine größere Sache war, die ich mir sehr schnell zusammengereimt habe... Ansonsten habe ich mir zwar viele Gedanken gemacht und alle Geschichten, die hier miteinander verwoben werden, aufmerksam verfolgt. Es waren einige Hinweise zu finden, allerdings werden die vermutlich erst im Folgeband Sinn ergeben. Genug Zeit also, um Theorien zu spinnen.
Ich bin ja ein riesen Fan von Büchern, die aus mehreren Perspektiven geschrieben sind und so war ich natürlich begeistert von der Vielzahl an Charakteren und Handlungssträngen, die sich langsam miteinander zu verflechten beginnen. Ich mag auch die Nebencharaktere sehr gerne und bin unheimlich gespannt darauf, was noch passiert!
Das Ende fand ich etwas gemein und ich will jetzt ganz dringend den zweiten Band lesen!

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Bittersüße Weihnachten

Julia Zieschang , Johanna Danninger , Valentina Fast , Jennifer Wolf
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 01.12.2016
ISBN 9783646602999
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich liebe Weihnachten, ich liebe Fantasy und den Winter.

Und obwohl ich sonst eher selten weihnachtliche Bücher lese, musste ich dieses eBook unbedingt lesen. Darüber gestolpert bin ich durch Andreas Dutter, der auch eine Kurzgeschichte darin veröffentlicht hat und weil ich Beautyhawk so mochte, wollte ich mir die Geschichte nicht entgehen lassen und habe sie als Rezensionsexemplar angefragt.

Die Geschichten waren alle etwas ganz besonderes und sie hatten jede eine eigene Art, den Zauber von Weihnachten zu vermitteln. Ich fand es schön, so in die vielen Romanideen reinzuschnuppern (Achtung, es könnte passieren, dass durch das eBook eure Wunschliste explodiert) und sie so kennenzulernen, denn ich habe das ein oder andere Buch entdeckt, das ich mir einmal genauer ansehen muss und das mir vorher nicht aufgefallen ist. Besonders gut gefallen haben mir die Geschichten zu Beautyhawk und zur Wanderer-Reihe. Beautyhawk mochte ich ja wie gesagt als Buch schon sehr gerne und es war einfach wundervoll, wieder in die Geschichte eintauchen zu können. ich mag Cecilia super gern! Leider war auch diese Geschichte wieder viel zu schnell vorbei.

Die Wanderer-Reihe kannte ich vorher noch nicht, was ich offenbar mal ändern sollte. Die Geschichte war auch einfach wundervoll!

Alles in allem kann ich euch dieses Weihnachtliche eBook wirklich nur ans Herz legen! Es steckt voller schöner Geschichten, unter denen garantiert für jeden etwas dabei ist.

Jede Geschichte ist einzigartig und macht neugierig auf die Bücher, die dahinter stecken. Ich mochte es sehr, die einzelnen Schreibstile der Autoren kennenzulernen und für ein paar Minuten in die Geschichten abzutauchen. Die eignen sich übrigens perfekt für unterwegs, weil sie so kurz sind!

Wenn ihr auch noch etwas Weihnachtszauber gebrauchen könnt, macht ihr mit dem eBook nichts falsch.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

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120 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 49 Rezensionen

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Pharos

Laura Labas
Flexibler Einband: 434 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 15.10.2014
ISBN 9781502410801
Genre: Fantasy

Rezension:

Vor Pharos habe ich bereits zwei andere Bücher von Laura Labas gelesen, sodass ich um ihr Debüt nicht herum kam. Nachdem ich den Klappentext überflogen hatte war ich sehr neugierig, wie sie das alles umgesetzt hat und wurde überrascht, denn ich hatte nicht erwartet, dass die Story so viele krimiartige Elemente haben würde. Dies fand ich sehr gut, weil es der Geschichte Schwung und das gewisse Etwas gegeben hat. Sehr begeistern konnten mich auch die unterschiedlichen Charaktere, vor allem die der Caelum, aber auch die anderen Menschen in Reynas Umgebung. 

Reyna selbst mochte ich total gerne, weil sie so authentisch ist. Sie ist nicht perfekt, man merkt ihr an, dass sie noch jung ist und kann sie so sehr gut verstehen. Auch wenn sie gelegentlich falsche Entscheidungen trifft. Es macht sie menschlich und man hat das Gefühl, einen echten Menschen zu begleiten und keine stilisierte Romanheldin. 

Dass Reyna nicht richtig im Mittelpunkt steht, fand ich auch gut. Es war nicht das typische "Wir nehmen eine magisch begabte Jugendliche, die keine Ahnung von der magischen Seite ihres Lebens hat und machen sie zum Zentrum aller Dinge". Es wirkte natürlich.

Auch bekommt man immer nur häppchenweise Informationen zu den Pharos und was für ein System dahinter steht, wie sie ticken und was sie wollen. Das hat mich unfassbar neugierig gemacht, sodass ich mir sofort die Folgebände bestellen musste!

Am Schreibstil hatte ich minimal was auszusetzen. Ich bin über den ein oder anderen Satz gestolpert, was der Geschichte jedoch in meinen Augen keinen Abbruch getan hat. Sonst mochte ich das Buch jedoch sehr, sehr gerne. 

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54 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Raubzug des Phoenix

D.B. Granzow
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 28.08.2017
ISBN 9783959914307
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Ich habe den Raubzug bestritten. Ich habe Lügen entdeckt und nach der Wahrheit gesucht. Ich habe Freunde und unerwartete Hilfe gefunden, doch die Wahrheit liegt noch immer im Nebel verborgen. Ein Abenteuer ist überstanden, doch es wartet noch etwas viel Größeres auf mich.
Wow, Leute! Ich habe vor kurzem den Phoenix gelesen und das Buch war der Hammer! Ich mochte den Schreibstil sehr und vor allem auch Hayden, die Protagonistin des Romans. Sie ist etwas schwierig, aber ich liebe sie dafür. Sie ist naiv, aber nicht nervig-naiv. Auf ihre eigene Art und Weise ist sie sehr mutig und besitzt eine große Portion Durchhaltevermögen.
Ihre Familie hat mich zu Beginn echt fertig gemacht. All die Geheimnisse und Halbwahrheiten! Oder doch nur Lügen? Und dann diese Regeln. Himmel, ich verstehe, warum Hayden aufbricht, um nach der Wahrheit zu suchen!


Der Raubzug und all die Hintergründe, die man im ersten Band erfährt, sind beängstigend und haben mich dazu gebracht, sehr viele unschöne Theorien zu spinnen. Ich MUSS den zweiten Band endlich lesen, das halte ich so nicht mehr lange aus!
Die Stadt ist gefährlich, die Motive der Städter undurchschaubar. Menschlichkeit sucht man vergebens. Dass dennoch so viele Siedler aufbrechen, um die von der Stadt erlaubte Raubnacht zu bestreiten, irritiert und lässt einen viele Überlegungen anstellen. Ist es die Gefahr wert? Und was treibt die Stadt dazu, diese Raubnächte zu veranstalten?
Ein Geflecht aus Lügen.
Und zu meinem Leidwesen habe ich nicht so viele Antworten bekommen, dass ich das Buch beruhigt zuklappen konnte. Ich mache mir noch Gedanken darüber und fiebere dem nächsten band entgegen!
Zum Schreibstil möchte ich noch eben anmerken, dass er mich positiv überrascht hat. 1. Person Präsens ist in meinen Genres nicht sehr üblich, aber hier mochte ich das total gerne. Die Barriere wischen Geschichte und Leser fällt fast vollständig und so stürzt der Leser förmlich in den Roman. Hayden ist außerdem eine sehr unterhaltsame Protagonistin. Durch die Ich-Perspektive bekommt man erst so richtig mit, was in ihrem Kopf abläuft und dass das nicht immer ganz logisch ist. Sie ist noch sehr jung und belügt sich gelegentlich selbst. Das ist menschlich und deshalb mochte ich es sehr, sie auf ihrem Raubzug zu begleiten.

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139 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

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Camp der drei Gaben - Juwelenglanz

Andreas Dutter
E-Buch Text: 305 Seiten
Erschienen bei Impress, 05.10.2017
ISBN 9783646603637
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein Camp für magische Jugendliche? Ein Mädchen, das seine Fähigkeiten annehmen und ausbilden muss? Alles schon gehört. Oder? Trotzdem musste ich dieses Buch unbedingt lesen! Nicht zuletzt, weil es von Adreas Dutter ist. Da kann ja nur was cooles neues bei rumkommen.
Und ich wurde nicht enttäuscht!
Fleur ist eine wundervolle Protagonistin, die ich schnell ins Herz geschlossen habe. Dank ihrer überfürsorglichen Eltern ist sie sehr unselbstständig, was sie zerbrechlich wirken lässt. Als einzige Unwissende im Camp entwickelt sie sich jedoch zu einer skeptischen, liebenswerten und starken jungen Frau, die man einfach liebhaben muss. Man kann sich gut in sie hineinversetzen und versteht sie einfach, wodurch man sie später umso mehr bewundert. Ich mag ihre Art, denn sie ist so erfrischend im Gegensatz zu all den anderen Protagonisten, denen man im Laufe seines Leserlebens so begegnet. Auch die anderen Charaktere mochte ich sehr. Die Tatsache, dass auch Fleurs Freunde alles andere als perfekt sind, mochte ich. Besonders Jugendliche haben doch immer irgendwelche Problemchen, die ihnen das Leben schwer machen, oder?

Was mir auch sehr gefallen hat war, dass in dem Buch die Grenze zwischen Gut und Böse zu verschwimmen scheint und dass man auch als Leser nicht weiß, woran man ist. Die "Bösen" bleiben ziemlich im Hintergrund, was einen irgendwie zweifeln lässt, ob alles mit rechten Dingen zugeht.
Was ich unfassbar gemein fand war das Ende! Ich bin froh, dass der zweite Band bald erscheint und ich nicht mehr so lange warten muss.
Der Schreibstil gefiel mir auch sehr gut, denn er passt sowohl zu Fleur als auch zur Story an sich. Die 1. Person ist hier mehr als passend, da dadurch auch Fleurs Charaktereigenschaften mehr als deutlich vermittelt werden. Der Stil ist locker und lässt sich gut lesen.
Das Cover ist auch ein Traum, oder? Ich liebe die Farben und Fleur stelle ich mir genau so vor!

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