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206 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

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Du wolltest es doch

Louise O'Neill , Katarina Ganslandt
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.07.2018
ISBN 9783551583864
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Emma weiß wie gut sie aussieht und spielt diese Karte immer wieder gekonnt aus. Sie genießt es im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Kein Junge kann ihrem Charme wiederstehen, denn schließlich kriegt sie jeden herum. Obwohl sie auf Partys häufig zu viel Alkohol trinkt, versucht Emma nicht den Überblick zu verlieren und ihre Handlungen noch bewusst zu steuern. Um nicht als langweilige Spaßbremse zu gelten, wirft Emma auf ihrer letzten Party eine angebotene Tablette ein. Als sie wieder zu sich kommt steht die Nachmittagssonne hoch am Himmel. Sie liegt mit schmutzigem Kleid, schmerzenden Gliedern, blauen Flecken und ohne jegliche Erinnerungen wie Müll vor dem Haus ihrer Eltern. Am nächsten Schultag wird sie von ihren Mitschülern gemieden. Niemand erzählt was los ist, jeder verurteilt sie und hinter ihrem Rücken verstummt das Flüstern einfach nie: „…Hure. Schlampe. Nutte. Lügnerin. Flittchen. Sie hat es so gewollt…“ Als sie Bilder von dem Abend auf Facebook entdeckt, zerbricht Emma. Obwohl sie sich nicht erinnern kann, muss sie sich einer Realität stellen, die sie lieber einfach nur vergessen möchte. Leider lässt ihr niemand die Möglichkeit zu vergessen. Sie wird verurteilt, beschimpft, verachtet, manchmal bedauert. Die Identität wird ihr entrissen und sie betrachtet sich nur noch aus weiter Ferne wie ein Gast eigenen Leben.

Das Buch besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil des Buches schildert Emma ihr Leben bis unmittelbar nach der grausamen Tat. Der zweite Teil spielt genau ein Jahr später und zeigt die psychischen Auswirkungen auf Emma, ihre Familie und die Wahrnehmung in der Kleinstadt. Emma erzählt ihre Erlebnisse in der Ich-Form im Präsens. Der chronologische Erzählstrang wird immer wieder durch eingefügte Erinnerungen aufgebrochen. So erhält der Leser ein umfassenderes Bild von der Protagonistin, bestimmte Verhaltensmuster werden verdeutlicht und scheinbar zufällige Gedankensprünge lassen die Erzählung noch viel realistischer wirken.

Am Anfang genießt Emma die neidischen Blicke der Frauen und die Bewunderung der männlichen Bevölkerung. Sie schöpft daraus Kraft und braucht diese Resonanz als Selbstbestätigung. Aussehen und die Meinung anderer sind ihr unheimlich wichtig. Als ihr dies alles entrissen wird, bleibt nichts mehr übrig, woran sie sich festhalten kann. Jedes Schimpfwort, jede abfällige Bemerkung, jede negative Schlagzeile saugt sie auf und gibt ihr innerlich recht. Besonders schockierend fand ich die beschriebene Form von public blaming. Während der bewusstlosen Emma auf die verschiedensten Arten gedemütigt, vergewaltigt und beschmutzt wurde, fotografierten die Täter alles und stellten es in die sozialen Medien. Dort konnte jeder anonym seine bösartigen Kommentare darunter schreiben. Die weitere Folge war victim blaming. Während dem Opfer alle Schuld zugewiesen wird, werden die Täter bedauert.

Wir haben dieses Buch mit einer 10. Klasse Gymnasium gelesen und in diesem Zusammenhang über Alkohol- und Drogenmissbrauch, soziale Medien, Mobbing, public und victim blaming gesprochen. Die Diskussionen, Beiträge und Analysen waren sehr hitzig, sehr interessant und sehr verschieden. Das Buch hat es sogar in die Pausendebatte geschafft. Die hitzigen Diskussionen haben unter anderem auch damit zu tun, dass Louise O’Neill mit ihrer Emma eine Protagonistin schuf, die beim Lesen nicht spontan zum Sympathieträger wird. Genau dies macht die Geschichte so unglaublich authentisch. Der Leser wird gezwungen, sich mit einer Situation auseinanderzusetzen, die nur schwer in Worte zu fassen ist. Wenn man nicht mehr „Nein“ sagen kann, hat man doch zugestimmt. Eine Sichtweise, durch welche viele Opfer die Schuld bei sich selbst suchen und keine Anzeige erstatten. Das Buch endet mit einem umfangreichen Nachwort der Autorin in welchem sie dem Leser ihre Eigenen Bewegründe und Gedanken mit auf den Weg gibt. Ein weiteres Nachwort in der deutschen Ausgabe ist von Daniela Chmelik. Sie erstellt ein kurzes psychologisches Profil von Emma, verweist auf Ansprechpartner und ruft die Opfer dazu auf sich zu Solidarisieren. Ihr Aufruf sollte gelesen werden, denn er ist leidenschaftlich und gibt Kraft.

Mit diesem Roman ist der Autorin ein erschreckend realistisches Szenario gelungen. Ganz ohne ein befriedigendes Ende hat mich das Buch zutiefst betroffen zurück gelassen. Der offene Ausgang ist für ein Werk mit dieser Thematik perfekt gewählt. In so einer Situation gibt es keine Gewinner sondern nur Verlierer. Der psychologische Schaden hält ein Leben lang.

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Tags: alkoholmissbrauch, gewaltopfer, metoo, missbrauch, mobbing, public blaming, selbst schuld, vergewaltigung, victim blaming   (9)
 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

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Dieses Leben gehört: Alan Cole – bitte nicht knicken

Eric Bell , André Mumot
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 25.04.2018
ISBN 9783737354882
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der zwölfjährige Alan zeichnet sehr gern, ist introvertiert und hat in der Schule keine Freunde. Für die soziale Zurückgezogenheit ist sein älterer Bruder Nathan verantwortlich. Seit sich Alan erinnern kann, wird er von seinem Bruder gequält, geschlagen und psychisch terrorisiert. Alle Freunde mit denen er Gemeinsamkeiten teilte wurden von seinem Bruder drangsaliert bis sie mit Alan nichts mehr zu tun haben wollten. Aus Angst vor seinem Bruder knüpft Alan überhaupt keine Freundschaften mehr. Nathan möchte immer wieder beweisen, dass er der besser, schneller, stärker, cleverer ist. Dazu hat er sich das Spiel Cole gegen Cole ausgedacht. Bei diesem Spiel muss jeder Bruder eine bestimmte Anzahl möglichst unlösbarer Aufgaben auf einen Zettel schreiben und lösen. Dem Verlierer droht eine furchtbare Strafe. Leider hat Alan bei diesem Spiel bisher nie gewonnen, während sein Bruder mit cleveren Manövern die Spielregeln zu seinen Gunsten bog. Nun hat Nathan zu einer neuen Runde CgC ausgerufen und für Alan steht viel auf dem Spiel. Verliert er, wird sein Bruder ihn vor der gesamten Schule outen, denn Alan ist in seinen Banknachbarn Connor verliebt.

Mit viel Einfallsreichtum und vor allem Mut geht Alan die sieben schier unlösbaren Aufgaben an. Dabei findet er nicht nur zu innerer Stärke sondern auch zu neuen Freunden.

Alan schildert seine Erlebnisse in der Ich-Form im Präsens. Hin und wieder knüpft er in die laufende Handlung Erinnerungen an vergangene Ereignisse. So erhält der Leser einen umfassenden Einblick in die familiären Lebensumstände. Für mich war das Desinteresse der Mutter an ihren Söhnen ganz besonders erschreckend. Nie setzte sie sich für die Jungs gegenüber dem strengen Vater ein oder setzte dem brutalen Verhalten von Nathan Grenzen. Einige der familiären Probleme werden aufgeklärt, die passive Rolle der Mutter bleibt allerdings bis zum Schluss im Dunkeln. Im Zentrum der Geschichte stehen die Brüder Alan und Nathan Cole. Während Nathan seine Unsicherheit durch Gewalt gegen den Bruder zum Ausdruck bringt, schöpft Alan beim Zeichnen Kraft für seinen Alltag.

Eine berührende Geschichte um Coming out, Familie, Selbstfindung und Erwachsenwerden.

Für Kinder ab 10 Jahre geeignet.

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Tags: coming out, erwachsenwerden, familiendrama, selbstfindung   (4)
 

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70 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

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Vielleicht passiert ein Wunder

Sara Barnard , Ilse Layer
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.05.2018
ISBN 9783737355605
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Steffi hat Angststörungen und leidet unter selektivem Mutismus. In der Öffentlichkeit ist es ihr unmöglich laut zu sprechen. Intensive Therapien haben es ihr ermöglicht, im geschützten Raum mit engen Mitgliedern der Familie und ihrer besten Freundin zu reden. In der Schule sagt sie allerdings kein Wort, versucht in der Masse zu verschwinden und hofft nicht angesprochen zu werden. In ihrer Freizeit arbeitet Steffi im Tierheim. Dort fällt es ihr sogar sehr leicht auch mit Fremden zu kommunizieren. Nach dem Abschluss möchte Steffi Tiermedizin studieren. Leider wollen die Eltern die Zustimmung für das Studium nur geben, wenn Steffi ihre Ängste weit genug überwindet, um auch mit Lehrern und vor der Klasse zu sprechen. Für Steffi scheint diese Hürde unüberwindbar, bis Rhys in ihre Schule kommt. Rhys ist gehörlos. Er verständigt sich mit Hilfe von Zeichensprache und eingeübter Worte. Er kann auch von den Lippen lesen und bewegt sich sehr selbstbewusst in der Welt. Mit Rhys geschieht für Steffi ein Wunder.

Wundervolle Liebesgeschichte über zwei Jugendliche mit einem Kommunikationshandicap. Die sanfte Annäherung der beiden Protagonisten ist sehr einfühlsam, liebevoll und berührend beschrieben. Jeder geht anders mit seinem Handicap um. Während Steffi sich zurückzieht und versucht in der Masse zu verschwinden, geht Rhys sein Leben selbstbewusst an. Trotz ihrer unterschiedlichen Ausgangspunkte lernen beide, wie wichtig es ist bei Problemen wirklich miteinander zu kommunizieren. Dabei ist es überhaupt nicht Notwendig, die Worte auch auszusprechen. Einfache Gesten, sanfte Berührungen und ausdrucksstarke Mimik vermitteln Gefühle oft viel treffender als zahlreiche Worte.

Der Roman wird von Steffi in der Ich-Form im Präsens erzählt. So erhält der Leser ein lebendiges Bild ihrer Gedanken, Eindrücke und Erlebnisse. Pubertät und erste Liebe sind so schon nicht leicht. Für Steffi wird alles durch ihre Angststörung noch schlimmer. Trotz allem findet sie im Lauf der Handlung und mit Rhys Hilfe zu mehr Selbstbewusstsein.

Ein außerordentlicher Roman über das Erwachsenwerden und die erste Liebe.

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Tags: angststörung, erste liebe, erwachenwerden, familie, kommunikationshandicap, selbstfindung, selektiver mutismus   (7)
 

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150 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

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Ein kleines Wunder würde reichen

Penny Joelson , Andrea Fischer
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.05.2018
ISBN 9783841440235
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Seit ihrer Geburt leidet Jemma unter einer schweren Zerebralparese. Sie ist Quadriplegikerin. In ihrem Fall bedeutet es, dass sie unter anderem keine Kontrolle über Arme und Beine hat. Sie kann nicht sprechen, nicht selbstständig essen, sich nicht bewegen. Sie sitzt im Rollstuhl und braucht für alles Hilfe. Aber ihr Gehirn funktioniert normal. Ihr Geist ist rege, sie hört und verarbeitet alles und nimmt regen Anteil an den Geschehnissen in ihrer Familie. Jemma wohnt mit zwei weiteren Pflegekindern zusammen in einer Pflegefamilie. Zur Entlastung der Mutter wurde für Jemma eine Pflegerin eingestellt. Da Jemma hilflos in ihrem Körper gefangen ist, reden manche Menschen über sie, als wäre sie nicht anwesend. Ihr werden aber auch Geheimnisse anvertraut. Eines Tages gesteht jemand Jemma einen Mord. Das ist ein Geheimnis, was Jemma auf keinen Fall bewahren möchte. In ihrer Hilflosigkeit niemanden informieren zu können, wird sie krank und hofft schließlich auf ein großes Wunder.

Die Geschichte wird von Jemma in der Ich-Form im Präsens erzählt. Ihre detaillierten Schilderungen der Tagesabläufe mit begrenztem Sichtfeld aus handlungsunfähiger Perspektive sind so anschaulich, dass sich der Leser schnell in vollkommener Paralyse wiederfindet. Ich konnte während des Lesens die Frustration der Protagonistin über den eigenen Körper nachvollziehen. Interessant und schmerzlich sind auch der gedankenlose Umgang und das feindselige Verhalten mancher Mitmenschen. Aus der dargestellten Perspektive war es für mich doppelt frustrierend. Jemma kann hören, lesen, komplexe Informationen verarbeiten und sich weder mitteilen noch beteiligen. Trotz allem macht sich Jemma beherzt auf die Jagd nach einem Mörder. Natürlich erhält sie dabei überraschende Hilfe und manchmal passieren eben doch kleine Wunder.

Bis ich das Buch in der Hand hielt hatte ich mich noch nie mit einem solchen Krankheitsbild beschäftigt. Der Autorin ist ein beeindruckendes Porträt dieser lebensbestimmenden Behinderung gelungen. Eine nicht alltägliche, spannende Geschichte mit einer ungewöhnlichen, starken Protagonistin.

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Tags: geheimnisse, hälelkrimi, im körper eingeschlossen, lebensbestimmede behinderung, mini-detektivbuch, mord, pflegefamilie, quadriplegikerin, zerebralparese   (9)
 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Kannawoniwasein - Manchmal muss man einfach verduften

Martin Muser , Barbara Jung
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.05.2018
ISBN 9783551553751
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Finn fühlt sich mit zehn Jahren schon groß genug, um ohne Begleitung mit dem Zug zwischen seinen geschiedenen Eltern zu pendeln. Endlich hat er es geschafft, auch seine Mutter davon zu überzeugen und sitzt nun zum ersten Mal allein im Zug auf den Weg nach Berlin. Als ein merkwürdiger, betrunkener Rocker ihm einen Zaubertrick vorführt, bemerkt Finn zu spät, dass dieser mit seinem Rucksack die Bahn verlassen hat. Ohne Handy, Fahrkarte, Geld und Proviant wird er von einem sturen Schaffner mitten im Nirgendwo an zwei desinteressierte Polizisten übergeben. Keiner der Erwachsenen erhört Finns Diebstahlanzeige. Also ist es auch kein Wunder, dass er sich bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit Jola anschließt und vor der Polizei flüchtet. Jola möchte unbedingt in die „Tzitti“. Vereint mit dem gleichen Ziel kapern die beiden Kinder kurzerhand einen Traktor. Für jedes Problem scheint Jola geeignete Lösung parat zu haben. Schon bald werden die Kinder nicht nur von der Polizei gesucht, sondern auch von einer grimmigen Bikergang gejagt. Ein verrückter Roadtrip beginnt.

Das großartige Abenteuer wird von einem personalen Erzähler aus der Perspektive von Finn und Jola im Präsens geschildert. Immer wieder müssen sich die Kinder aus verzwickten Situationen herausreden, geraten an ungewöhnliche Orte oder begegnen merkwürdigen Menschen. Die dabei entstandene Situationskomik hat mir beim Lesen nicht nur einmal die Lachtränen in die Augen gedrückt. Zum Beispiel als der Traktor bei MC Drive vorfährt, das Geld an der Tankstelle nicht für den Diesel reicht oder der Traktor von zwei nackten Dänen im Wohnmobil abgeschleppt wird. Mit jeder Menge kindlicher Logik autorisieren sich die Kinder alle Dinge, die mit Eltern nicht möglich gewesen wären. Zum Beispiel wischt Jola Finns Bedenken, dass man ein Auto erst ab achtzehn fahren darf mit folgenden Argumenten weg: „…Ein Traktor ist schließlich kein Auto. Traktorfahren ist einfacher als Fahrradfahren. Und auf dem Land fahren alle Kinder Traktor! …“

Wir haben das Buch auf einer sehr langen Autofahrt vorgelesen und fühlten uns sehr gut unterhalten. Ich war so begeistert von dem Werk, dass ich es im Deutschunterricht mit einer vierten Klasse vor den Ferien gelesen habe. Das Buch ist bei allen Schülern sehr gut angekommen. Umfang, Schriftgröße, Zeilenabstand und Gliederung ermöglichen einen leichten zum Text. Der Erzählstil ist leicht, flüssig, witzig und voller kindlicher Logik. Dieses Werk ist für alle Altersgruppen als kurzweiliges Lesevergnügen sehr zu empfehlen.

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Tags: am bahnsteig ausgesetzt, flucht vor der polizei, freundschaft, humor, roadtrip   (5)
 

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0 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Flüsse dieser Erde

Peter Goes , Birgit Erdmann , Peter Goes , Peter Goes
Fester Einband: 78 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 15.08.2018
ISBN 9783407754226
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
Tags:  
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

Hier sind wir

Oliver Jeffers , Anna Schaub , Oliver Jeffers
Fester Einband
Erschienen bei NordSüd Verlag, 20.07.2018
ISBN 9783314104534
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
Tags:  
 

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307 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 107 Rezensionen

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Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern

Vic James , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 22.08.2018
ISBN 9783841440105
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Perfect Match

Beth Ellyn Summer , Henriette Zeltner
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 25.07.2018
ISBN 9783733504441
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Lacey betreibt einen sehr beliebten Beauty-Vlog bei YouTube unter dem Namen Lacey-Blushes. Bereits eine halbe Million Abonnenten sehen ihre Schminktipps für den perfekten Look. Für ihr Praxissemester hat sie sich beim Lifestyle-Magazin On Trend beworben und bereits eine Zusage erhalten. An ihrem ersten Arbeitsvertrag stellt sie fest, dass ihre Aufgabe nicht im Ausprobieren neuer Kosmetika besteht. Sie soll den Sänger Tyler mit ihrer Vlog-Cam begleiten, auf ihrer YouTube-Plattform berichten und ihm so zu einem neuen Image verhelfen. Leider ist Tyler so gar nicht ihr Typ. Er ist arrogant, undurchschaubar, unzuverlässig und trotzdem interessant. Tyler hat sich gerade von seiner beliebten Familienband getrennt. Um den erfolgreichen Start einer Solokariere zu ermöglichen, wurde das Lifestyle-Magazin On Trend engagiert. Je mehr Zeit Lacey mit Tyler verbringt, umso leichter gelingt es ihr hinter seine Popstar-Fassade zu schauen.

Der Roman ist eine typische, lineare Teenager-Liebesgeschichte mit diversen Höhen und Tiefen, Missverständnissen und Intrigen, Vorurteilen und Selbstzweifeln ohne unvorhersehbare Wendungen. Mehr als fünfzig Prozent des Textes besteht aus detaillierten Schilderungen zu Make up, Farben und Outfits. Beim Schminken des ersten Auges ist das vielleicht noch interessant aber über die Länge der Geschichte wird es langatmig und nimmt der Story den Biss. Manchmal liest sich das Buch wie eine Werbung für Markenprodukte. So soll Sänger Tyler ein „chartreusefarbenens Button-Down-Hemd von Hugo Boss“ tragen oder es wird mit M.A.C.-Produkten geschminkt. Sätze in denen Worte wie „…der unverwechselbare Chanel Duft…“ des einzigartigen „…Vitalumiere Aqua…“ geben ein entspanntes „…Spa-Gefühl…“ vorkommen, machen den Roman zu einer Aufeinanderreihung exklusiver Produktpromotion.

Auf jeden Fall habe ich beim Lesen eine Vielzahl neuer Vokabeln aus der YouTuber-Szene und dem Beauty-Bereich gelernt. Jetzt weiß ich etwas mit „Make-up oft the day“, „Follow me around“, „Get ready“, „Get unready“ oder „unboxing“ anzufangen. Beim Lesen musste ich mich selbst sehr stark motivieren, um bis zum Happy End durchzuhalten.

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Tags: happy end, liebe, markenprodukte, werbung, youtuber-szene   (5)
 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Cupcakes und Vanilleküsse

Anke Girod , Miri D'Oro
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.08.2018
ISBN 9783841505248
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Gwens Mutter ist Architektin und hat auf dem Land ein Öko-Haus gebaut. Noch während des Umzugs in die Einöde, wurde Gwen von ihrem Freund verlassen. Angeblich kann er mit Fernbeziehungen nichts anfangen. Um ihren Liebeskummer zu vergessen, gibt sich Gwen ihrer großen Leidenschaft dem Backen hin. Am liebsten kreiert sie neue Rezepte für Cakepops und Muffins. Gegen die Einsamkeit ruft Gwen einen Back-Blog ins Leben. Dort stellt sie ihre neuesten Kreationen und Rezepte vor. Schon bald kann sie sich über viele Follower freuen. Besonders nett scheint ein Kerl namens „Ben-der-Bäcker“ zu sein. Zwischen den beiden entwickelt sich schnell nicht nur ein reger Austausch von Backtipps. „Ben-der-Bäcker“ überredet Gwen dazu, sich gemeinsam mit ihm bei einem Backwettbewerb anzumelden. Sollten es beide in die Endauswahl schaffen, würden sie sich das erste Mal während einer Fernsehshow treffen.

Am Anfang hadert Gwen mit ihrem Schicksal. Sie fühlt sich sehr einsam und unzulänglich. Über das Backen gelingt es ihr jedoch rasch, neue Freundschaften zu knüpfen. Gwen gewinnt zunehmend an Selbstvertrauen, bis auch negative Kommentare im Internet sie nicht mehr aus der Ruhe bringen können.

Jede Seite ist mit kleinen Bildchen neben den Seitenzahlen verziert. Ganzseitig vollfächige Schwarz-Weiß-Zeichnungen leiten die Kapitel ein. Sie passen zum Inhalt des nachfolgenden Textes. Besonders kleine Lesemuffel wissen es sehr zu schätzen, wenn der straffe Text hin und wieder unterbrochen wird.

Die Geschehnisse sind in der personalen Erzählform im Präteritum aus Gwens Perspektive geschildert. Immer wieder wird der erzählende Text durch Rezepte, Blog-Einträge, Kommentare, SMS-Dialoge und Textnachrichten unterbrochen. Besonders schön sind die detailliert beschriebenen Backrezepte. Da bekommt man beim Lesen nicht nur Appetit, sondern auch Lust zum Backen. So aufgelockert ist eine leichte Lektüre für romantische Stunden für Mädchen ab 12 Jahre entstanden.

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Tags: back-blog, backen, backwettbewerb, erste liebe, rezepte, romantik   (6)
 

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103 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

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Liebe ist so scheißkompliziert

Sabine Schoder
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 22.08.2018
ISBN 9783733504069
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Neles Körpergröße beläuft sich auf die unangenehme Höhe von 1,90 m. Es ist also kein Wunder, dass sie als einziges Mädchen in ihrer Altersstufe noch ungeküsst ist. Die Jungs möchten ja noch nicht einmal neben ihr stehen, da sie sich sonst klein und unzulänglich fühlen. Irgendwie hat sich Nele nicht nur mit der Größe sondern auch mit den restlichen körperlichen Atribute abgefunden. Eingezogene Schultern und gebeugter Kopf, sind ihre einzigen erfolglosen Versuche sich anzupassen. Seit dem neuen Schuljahr geht Nele mit Nachbar Tom in eine Klasse. Durch ihn hat sie das erste Mal das Gefühl, ständig einen guten Freund zum Reden zu haben. Leider ist Tom kein Musterknabe. Alkohol, Drogen und Kettenrauchen bringen ihn immer wieder in Schwierigkeiten. Schnell hat auch Nele seinen Ärger. Auf einer Party mit zu viel Alkohol und Drogen landet Nele mit dem Basketballstar der Schule im Bett. Am nächsten Morgen kursiert ein Video von ihr mit freiem Oberkörper im Internet. Es ist eindeutig von Jerome eingestellt worden. Aber warum kann sie den Kerl nicht hassen? Warum hilft ihr Jerome und ist weiterhin nett? Nele kann ihre wiederstreitenden Gefühle überhaupt nicht verstehen.

Sabine Schoders schnoddriger Erzählton trifft genau den Nerv der Zielgruppe. Ungekünstelt, realitätsnah und greifbar erzählt die Protagonistin Nele in der Ich-Form im Präsens ihr Leben. Es ist die perfekte Mischung aus trockenem Humor, Ironie und Sarkasmus, welche dem Leser schnell Lachtränen in die Augen treibt. Die gesamte Handlung läuft chronologisch ab. Hin und wieder unterbrechen kursiv eingefügte Gedanken humorvoll den Erzählfluss. In der Klasse gibt es zum Beispiel ein Mädchen, welches auf ihrem YouTube-Channel den neuesten Klatsch und Tratsch der Schule veröffentlicht. Nele gibt dem Mädchen in ihrer Erzählung Namen wie: Ich-stecke-meine-Nase-in-fremden-Scheiß-Babs oder Ich-will-dir-nur-helfen-Babs. Alle Figuren haben ein sehr gut ausgearbeitetes Profil und individuelle Charaktere. Sie wirken so echt, dass man sich mit ihnen richtig identifizieren kann. Jeder Handlungsträger hat Probleme, welche sich an Alltagsrealität und Konflikten der Zielgruppe orientieren.

Der Autorin ist es gelungen, mit ihrem Roman einen Lesesog zu erzeugen, dem man sich nicht entziehen kann. Dieses Werk ist für Mädchen ab 14 Jahre sehr geeignet.

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Tags: cybermobbing, erste liebe, familienprobleme, mobbing, nordischer trockener humor   (5)
 

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7 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

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Edison

Torben Kuhlmann , Torben Kuhlmann
Fester Einband
Erschienen bei NordSüd Verlag, 31.08.2018
ISBN 9783314104473
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Hinter den Regalen eines Buchladens versteckt sich die Universität der Mäuse. Hier unterrichtet ein alter Professor seine wissensdurstigen Studenten in Mäusegeschichte. Er spricht über vor allem über große Errungenschaften und Entdeckungen. Eines Tages kommt Pete, ein junger Mäuserich, nach der Vorlesung zum Professor. Pete ist überzeugt, dass einer seiner Vorfahren einen großen Schatz besessen hat. Der Professor ist zwar kein Schatzjäger, hilft jedoch bei der Suche nach dem verschollenen Vorfahren. Nach intensiver Recherche, finden die beiden Mäuse heraus, dass sich der Schatz in einem versunkenen Schiff auf dem Grund des Atlantischen Ozeans befindet. Aber welche Maus kann schon so tief tauchen? Mutig, neugierig und voller Tatendrang macht sich Pete an die Arbeit. Am Ende hat er gemeinsam mit dem Professor nicht nur ein Unterseeboot gebaut, sondern auch noch ein Geheimnis entdeckt, welches Geschichte schreibt.

Die Bilder erzählen nicht nur die abenteuerliche Geschichte der kleinen Maus, sondern illustrieren fantasievoll die Entwicklung eines U-Boots. Atmosphärisch dicht und detailliert entführen sie den Betrachter in die verborgene Welt der Mäuse. Jede wichtige Etappe, von der Idee tief auf den Grund zu tauchen bis zum Ziel, wird beleuchtet. Übungen in der Badewanne, Druckberechnungen, Tauchanzug, Naturstudien, gefährliche Testtauchgänge, kreativ zeigt der Autor den Weg eines mutigen Visionärs aus Mäuseperspektive. Die kolorierten Zeichnungen sind sehr detailliert, fokussieren aber das Wesentliche, so dass der Betrachter nicht überfordert ist. Ruhige warme Brauntöne verströmen den Charme einer längst vergangenen Zeit. Vollflächige doppelseitige Illustrationen und kleine fast wie im Comic aneinandergereihte Einzelbilder wechseln einander ab. Originelle Bildreize wecken das Interesse und ziehen den Betrachter in eine fantastische Welt unter der Meeresoberfläche. Ein herrlich detailverliebtes Setting bietet nicht nur den zwei Mäusehelden eine authentische Bühne sondern entführt den Betrachter in die USA der 50er Jahre.

Der knappe Text ist in die Bilder integriert. Er erklärt und interpretiert die Bilder ohne zu langweilen. Viele der Illustrationen haben bzw. benötigen keinen Text. Sie sprechen in ihrer Gesamtheit für sich. Nach dem ersten Vorlesen erzählen die Kinder die Geschichte am liebsten selbst. Jede Interpretation ist anders. Es macht Spaß, stiller Zuhörer zu sein.

Am Ende des Buches sind ein paar wichtige Personen und knappe Daten zur Erfindung des elektrischen Lichts zu finden. Genannt werden die Forscher und Erfinder Sir Humphry Davy, James Bowman Lindsay, Frederick de Moleyns, Joseph Wilson Swan, Heinrich Göbel und natürlich Thomas Alva Edison.

Für das Buch wurde A4 Hochformat gewählt. Die Seiten bestehen aus einem etwas stärkeren Papier. Vorschulkinder können selbständig blättern und die Geschichte für sich erschließen. Auf dem passenden Cover ist die kleine Maus im Taucheranzug neben einer Glühbirne zu sehen. Um sie herum bewegt sich ein großer Fischschwarm.

Das Buch eignet sich wegen der großen überschaubaren Illustrationen auch für den Vortrag vor einer Kindergruppe. Wir haben es in der Grundschule verwendet, um Fächerübergreifend in Kunst, Sachkunde und Deutsch über das Tauchen, die Schatzsuche und das elektrische Licht zu sprechen. Dabei sind sehr kreative Werke und wundervolle Vorträge entstanden. Dieses Werk ist für jeden Bücherschrank eine Bereicherung, für Fans von Torben Kuhlmann ein Muss und für kleine Visionäre eine Offenbarung.

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Tags: abenteuer, elektrizität, erfinden, geheime welt der mäuse, mäuse, tauchen, u-boot   (7)
 

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Zilly und Zingaro. Der Rüpelritter

Korky Paul , Valerie Thomas , Ulli Günther , Herbert Günther
Fester Einband: 30 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 10.07.2018
ISBN 9783407823786
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die Zauberin Zilly und ihr treuer Kater Zingaro fliegen auf ihrem Besen über die Berge. Dort entdecken sie in einem Tal eine große Ritterburg. Leider ist dort überhaupt nichts mehr los. Die hohen Türme sind zerfallen, das Mauerwerk bröckelt, auf den Dächern wachsen Bäume. Kurz entschlossen schwingt Zilly den Zauberstab und dreht die Zeit zurück. Sofort kehrt Leben in die Mittelalterliche Burg, denn ein König ist zu Besuch. Ihm zu Ehren findet ein Ritterturnier statt. Begeistert stürzt sich Zilli in das mittelalterliche Getümmel und mischt mit Ritter Wilbur das Turnier auf. Rüpelritter Roderick ist davon überhaupt nicht begeistert.

Die Vorsatzpapiere wurden mit Schülerzeichnungen der Wembrook Grundschule gestaltet. Dazu wurde den Schülern farbige Kreide und schwarzes Papier zur Verfügung gestellt. Auftrag war es, eine Figur aus der Geschichte zu zeichnen. Natürlich viel die Wahl auf Hexe Zilly oder Kater Zingaro. Alle ausgewählten Zeichnungen wurden mit Rahmen sowie Aufhänger versehen und im Vorsatz ausgestellt wie in einer Galerie. Unter jedem Bild steht der Name des kleinen Künstlers. Wir haben diese Idee für den Kunstunterricht der 2. Klasse aufgegriffen. Als in Sachkunde das Thema Mittelalter behandelt wurde, lasen wir im Kunstunterricht diese zauberhafte Hexengeschichte mit Zilly und erstellten ähnliche Zeichnungen.

Wir lieben die magischen Abenteuer der Zauberin. Ihre charmante Zerstreuung führt immer wieder zu unterhaltsamen Situationen. Dynamische, witzige Illustrationen voller winziger Details verführen zum Entdecken und wiederholtem Lesen. Einseitig oder doppelseitig vollflächige Illustrationen, sowie kleine Einzelbilder setzen die flippige Hexe gekonnt in Szene. Aufgeregt zappelt sie durch das Geschehen und nutzt dafür den gesamten Bildraum als Bühne. Zarte Linien, gedämpfter Farbklang, zahlreiche Schraffuren machen die Zeichnungen von Korky Paul zu einem wundervollen Lesevergnügen. An einigen Stellen erinnert die Seitengestaltung an einen Comic.

Die Abenteuer der lustigen Hexe mit ihrem Kater sind zum Vorlesen für Kinder ab 5 Jahre geeignet und sehr zu empfehlen. Viele kleine Details in den lebhaften, farbigen Zeichnungen machen das Buch immer wieder zu einem fantastischen Leseabenteuer und nie langweilig.

Mein einziger Kritikpunkt sind die Namen der Protagonisten. Ich finde Hexe Winnie und Kater Wilbur, wie im englischen Original, viel schöner. Die Namensänderung in der Übersetzung ist für mich nicht nachvollziehbar. „Winnie the witch“ ist außerdem eine Hexe und keine Zauberin. Bisher habe ich die Abenteuer der Hexe mit meiner Tochter immer im englischen Original verfolgt. An die neuen Namen konnten wir uns beide nicht gewöhnen.

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Tags: abenteuer, hexerei, mittelalter, ritter, ritterturnier, zauberei, zeitreise   (7)
 

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Welches Tier ist anders hier?

Bernd Penners , Henning Löhlein
Pappbuch
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 20.06.2018
ISBN 9783473437580
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Auf den Seiten des humorvollen Wimmelbuchs tummeln sich zahlreiche Tiere. Wie es scheint, geht jedes der gleichen Tätigkeit nach: alle Hunde laufen, alle Enten schnattern, alle Pferde fressen… Nein das stimmt nicht! Genau ein Tier tanzt auf jeder Seite aus der Reihe. Während zum Beispiel alle Kühe Glöckchen am Hals haben, trägt eine Kuh rot-weiß-geringelte Söckchen. Die kleinen Betrachter sind dazu aufgefordert, Abweichungen zu finden.

Das quadratische, handliche Pappbilderbuch hat runde Ecken und eignet sich perfekt für kleine Kinderhände. Jede Doppelseite zeigt zahlreiche Tiere einer Art, die ein wimmeliges Durcheinander bilden. In der linken unteren Ecke wurde ein lustiger Text im Paarreim direkt auf das Bild gedruckt. Er enthält einen kleinen Hinweis, zum gesuchten Querulanten. Auf einem vollflächigen, farbigen Hintergrund wurden die Tiere als Einzelbilder aufgedruckt. Sie sehen aus wie aufgeklebte Sticker. Sowohl reine, als auch gebrochene Farben fanden Verwendung. Die Tiere erinnern an humorvolle Karikaturen, können aber dem natürlichen Vorbild problemlos zugeordnet werden. In den Wimmelbildern ist das richtige Maß an Figuren enthalten, um einerseits nicht zu voll zu erscheinen und andererseits nicht zu langweilen. Auch wenn alle Fehler gefunden wurden, kann man bei wiederholter Betrachtung neues Entdecken. Mit den lustigen Illustrationen eröffnet sich auch die Möglichkeit, neue Suchaufträge zu definieren. Z.B. „Welcher Hase hat drei Möhren?“ oder „Welches Pferd hebt den Schwanz in die Luft?“ Dadurch bleibt das Buch interessant und wird nicht langweilig. Eine Vielzahl an Spiel- und Interpretationsmöglichkeiten machen dieses Werk ideal für den Einsatz vor Kindergruppen in der Kita. Auch für die Kinderzimmerbibliothek ist das Buch für Kinder ab 2 Jahre sehr zu empfehlen.

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Tags: lernen und entdecken, lustige tiere, suchspaß, wimmelbuch   (4)
 

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Die Geschichte vom Löwen, der nicht kochen konnte

Martin Baltscheit , Martin Baltscheit , Martin Baltscheit
Fester Einband: 40 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 10.07.2018
ISBN 9783407754165
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die Löwin hat Geburtstag und der Löwe möchte ihr ein ganz besonderes Geschenk machen. Da Liebe bekanntlich durch den Magen geht, hat er sich dazu entschieden ein großartiges Menü zu kochen. Vom Kochen hat der Löwe natürlich keine Ahnung aber als König der Tiere kann er bekanntlich alles, also sollte Kochen kein Problem sein. Schon bei der Suche nach dem passenden Rezept, stößt er jedoch schnell an seine Grenzen. Kurzentschlossen befragt der Löwe seine tierischen Untertanen nach Lieblingsspeisen. Reh, Mistkäfer, Storch und Nilpferd geben sich große Mühe, leider ist der Löwe mit seiner selbstgestellten Aufgabe restlos überfordert. Zum Glück muss man aber nicht alles kochen.

Die Illustrationen sind doppelseitig und nahezu vollflächig. Kurze Texte wurden in die Bildgestaltung aufgenommen. An einigen Stellen werden den Tieren auch passende Sprechblasen zugeordnet. Gedeckte, erdige Farbtöne dominieren das Bildgeschehen. Alle tierischen Protagonisten sind vermenschlicht und karikiert dargestellt. Das natürliche Vorbild ist aber noch erkennbar. In den dynamischen Illustrationen wird der Text nicht nur interpretiert sondern auch erweitert. Besonders toll fanden meine Jungs natürlich die Seite in der das Essen Explodiert. Gestik und Mimik des Löwen sind witzig, treffend, temperamentvoll in Szene gesetzt.

Große Buchstaben, ausreichend Zeilenabstand, Gliederung in kurze Abschnitte und einfache Sätze in Paarreimen machen dieses Buch auch ideal für Erstleser. Das Buch mit den großen Illustrationen eignet sich sehr gut zum Vorlesen in der Gruppe. Für Kinder ab 4 Jahre zu empfehlen.

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Tags: essen, geburtstag, geschenke, humor, kochen, tiere   (6)
 

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Zilly und der Zauber-Computer

Korky Paul , Valerie Thomas
Fester Einband: 24 Seiten
Erschienen bei Beltz
ISBN 9783407770707
Genre: Kinderbuch

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Zilly fliegt wieder

Korky Paul , Valerie Thomas , Wolfram Sadowski
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 01.01.2015
ISBN 9783407770493
Genre: Kinderbuch

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Zilly macht Ferien

Korky Paul , Valerie Thomas , Ulli Günther , Herbert Günther
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 16.11.2015
ISBN 9783407795274
Genre: Kinderbuch

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Zilly und Zingaro. Der Riesenkürbis

Korky Paul , Valerie Thomas , Ulli Günther , Herbert Günther
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 19.01.2018
ISBN 9783407823762
Genre: Kinderbuch

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Zilly und Zingaro. Am Meer

Korky Paul , Valerie Thomas , Ulli Günther , Herbert Günther
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 27.03.2018
ISBN 9783407823793
Genre: Kinderbuch

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Zilly und Zingaro. Herzlichen Glückwunsch, Zilly!

Korky Paul , Valerie Thomas , Ulli Günther , Herbert Günther
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 22.03.2018
ISBN 9783407821584
Genre: Kinderbuch

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Zilly und Zingaro. Der Ritt auf dem Zauberstab

Korky Paul , Valerie Thomas , Herbert Günther , Ulli Günther
Fester Einband: 30 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 06.08.2018
ISBN 9783407821379
Genre: Kinderbuch

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Zilly und Zingaro. Zilly, die Zauberin

Korky Paul , Valerie Thomas , Barbara Haupt , Korky Paul
Fester Einband: 30 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 06.08.2018
ISBN 9783407821805
Genre: Kinderbuch

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Zilly und Zingaro. Der kleine Drache

Korky Paul , Valerie Thomas , Ulli Günther , Herbert Günther
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 06.08.2018
ISBN 9783407821591
Genre: Kinderbuch

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Löwenherzen weinen nicht!

Martin Baltscheit , Martin Baltscheit , Martin Baltscheit
Fester Einband: 48 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 11.07.2016
ISBN 9783407821843
Genre: Kinderbuch

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