Emys_bunte_Welts Bibliothek

4 Bücher, 3 Rezensionen

Zu Emys_bunte_Welts Profil
Filtern nach
4 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

london, england, geoff ryman

253, Der U-Bahn-Roman

Geoff Ryman
Flexibler Einband: 356 Seiten
Erschienen bei DTV
ISBN 9783423242103
Genre: Historische Romane

Rezension:

253, Der U-Bahn-Roman
von Geoff Ryman
Nein, am 11. Januar 1995, um 8 Uhr 42 gab es natürlich in der Realität keinen Unfall in der Londoner U-Bahn. Die sieben Wagen der Bakerloo Line wurden nicht im Tunnel zusammengequetscht. Aber es hätte doch sein können. Und wenn wir uns vorstellen, dies wäre tatsächlich geschehen, was hätten die Passagiere dann in den letzten sieben Minuten vor dem Unfall gedacht? Wie sahen sie aus, was hat sie bewegt? Warum sind sie bis zur Katastrophe sitzen geblieben, obwohl sie das vielleicht gar nicht vorgehabt hatten? Warum stiegen andere wiederum vorzeitig aus? Dieser Ausgangssituation stellt sich Geoff Ryman. Er beschreibt in seinem Romanexperiment 253 völlig verschiedene Menschen, ihr Äußeres, ihre berufliche und private Situation und ihre Gedanken. Und das alles auf je einer Seite, mit genau 253 Worten pro Passagier. Im Leser formt sich so ein Bild von der Vielgestaltigkeit der Insassen der U-Bahn, in der sich die Polyphonie der Großstadt widerspiegelt. 253 Schicksale werden fassbar gemacht.

″253″ ist ein Buch das man immer und überall lesen kann. Der rote Faden sind die Passagiere, da aber jeder Fahrgast auf genau einer Seite abgehandelt wird, lohnt es sich schon das Buch zu zücken, wenn man zum Beispiel auf den Bus wartet oder man eine Kurze Verschnaufpause hat, man muss sich nicht groß in die Geschichte einlesen.


Ich liebe ja außergewöhnlich Bücher und dieses würde ich als außergewöhnlich bezeichne. Wer einmal das Buch gelesen hat, geht mit einem etwas anderen Blick, für seine Mitmenschen durch die Welt und das denke ich, kann in der heutigen Zeit nicht schaden.


Über den Autor
Geoff Ryman ist Kanadier und lebt jetzt in London und Oxfordshire. Hauptberuflich ist er Abteilungsleiter für Neue Medien beim Central Office of Information. Seinen Roman 253 veröffentlichte er zuerst im Internet, wo er auch heute im Original noch abrufbar ist.

Taschenbuch: 360 Seiten
Verlag: Dtv (2000)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423242108
ISBN-13: 978-3423242103 

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(192)

310 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 15 Rezensionen

humor, tommy jaud, männer, lustig, simon peters

Vollidiot

Tommy Jaud
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 15.05.2012
ISBN 9783596512386
Genre: Romane

Rezension:

Nicht alle Männer sind Idioten, einige sind Vollidioten. Wie Simon Peters aus Köln, 29 Jahre alt, T-Punkt-Verkäufer. Im Laden tappt er in jedes Fettnäpfchen. Zu Hause droht Putzfrau Lala, ihn mit einem gackernden Business-Huhn zu verkuppeln und im Fitnessstudio lauert Popeye, die Killerschwuchtel. Dabei hat Simon sich doch endlich mal so richtig verliebt: in Marcia P. Garcia, die Milch aufschäumende Traumfrau aus dem Starbucks gegenüber. Nur eine winzige Kleinigkeit steht einer romantischen Hochzeit in der Karibik noch im Wege: Er müsste Marcia vielleicht doch einmal ansprechen … Das Kultbuch mit der höchsten Gagdichte!



Meine Meinung:

Der Roman an sich ist gut und flüssig geschrieben, leichte Lektüre. Am Handwerk oder können des Autors gibt es nichts zu meckern.

Ich hatte mir echt viel von diesem Buch versprochen. Als ich bei einem Klinikaufenthalt das erste Mal auf dieses Buch aufmerksam wurde, ging es dort rum, alles wollten es lesen und keiner konnte sich vor lachen halten. Ich war neugierig und wollte es beizeiten auch mal lesen. Vergaß es dann aber wieder. Dann kann die Verfilmung dieses Buches, ich war nicht besonders begeistert und einige Fans dieses Buches waren empört über die Umsetzung.
Gut, dachte ich, ist ja oft so, dass die Verfilmungen nicht so gut bewertet werden, wenn man das Buch kennt, ich kenne das selber. Ich hatte also Hoffnung, dass meine Lachrezeptoren so richtig gekitzelt werden, mir war noch sehr gut im Gedächtnis, dass wenn jemand in der Klinik nicht aus dem kichern heraus kann, er/sie besagtes Buch las.

Als ich mir dann endlich das Buch kaufte und zu lesen begann, kam die Ernüchterung. Ich blätterte durch das Buch, drehte und wendete es, vergewisserte mich, dass ich das richtige Buch in Händen hielt und das tat ich laut Titel.
Also las und las ich, in der Hoffnung da kämme etwas Witziges. Aber nichts und wenn ich doch etwas als Witz erkannte, was es so flach, dass ich nur mit dem Kopf schütteln konnte. Ich habe mich bis Seite 60 gequält und dabei die ein oder andere Seite übersprungen. Und verstand einfach nicht, wo die Komik in den Zeilen lag. Gut er benannte beispielsweise die Ikea Artikel mit ihr Namen/ Bezeichnungen, aber das war ja nun nicht lustig! War es offenbar doch. Ich gab das Buch an eine Freundin weiter, sie las kurz rein und schon nach wenigen Zeilen fing sie an zu kichern. Ich schenkte ihr das Buch. Dennoch wollte ich wissen, was so Lustig an dem Buch wäre und sie meinte, die erwähnten Artikel hießen ja wirklich so und das sein zum schiefen komisch.


Autor: Tommy Jaud

Dass er schreiben kann und Witz hat, bewies Jaud, der 1970 in Schweinfurt geboren wurde und heute in Köln lebt, schon Ende der 1990er-Jahre. Damals arbeitete er als Headwriter der Sat.1-"Wochenshow" und Anfang der 2000er-Jahre war er Creative Producer von Anke Engelkes preisgekrönter Sendung "Ladykracher". Dann kam besagter "Vollidiot" und mit ihm der Durchbruch als Schriftsteller.


  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(120)

280 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

freundschaft, selbstmord, ritzen, liebe, jugendbuch

vergissdeinnicht

Cat Clarke , Zoë Beck
Flexibler Einband: 286 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.03.2012
ISBN 9783785760611
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Stell dir vor, du würdest in einem weißen Raum aufwachen, nichts drin als ein Bett, ein Tisch, ein sehr unbequemer Stuhl, drei Stapel Papier und siebenundzwanzig Kugelschreiber. Alles weiß, von den Kugelschreibern man abgesehen, sie sind das einzige Highlight in all dem weiß. Das Fenster mit Brettern vernagelt und die Tür verschlossen, keine Möglichkeit zur Flucht. Und du hast keine Ahnung, wie du dort wo du jetzt bist, gelandet bist …
Für Grace ist das gerade Realität. Um nicht verrückt zu werden, beginnt sie, ihre Gedanken niederzuschreiben. Allmählich setzten sich die einzelnen Puzzleteile ihrer Vergangenheit zu einem Gesamtbild zusammen – und Grace spürt: wenn sie sich befreien will, muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen und herausfinden, wer sie ist.

Schreibstil:

Die Geschichte hat zwei Erzählstränge: Im ersten, der weiße Raum – der mir vorkam wie eine Isolierte kleine eigene Welt, und in der Grace versucht die Zeit tot zu schlagen und aus Ethan schlau zu werden.
Im Zweiten, erzählt Grace aus ihren Leben vor der Entführung.
Zunächst war ich von der Ausdrucksweise der Autorin genervt, sie kam mir teilweise unbeholfen und jugendlich vor.
Erzählt wird aus der ersten Person Singular.
Grace spricht davon, dass man durch ihre Schwärmereien ja glauben müsse, dass sie Ethan heiß fände. Was auch so war, bevor er sie entführt hat. Und weiter erzählt/ schreibt sie:

Und ich glaube, es ist noch zu früh, dass ich dieses Syndrom habe … wie heißt es noch gleich? Wenn die Geisel anfängt, sich mit ihrem Entführer zu identifizieren, sich in ihn verliebt und dann bei seiner üblen Kidnapping-/ Mord-/ sonst was-Tour mitmacht.“

Sie spricht von Stockholm Syndrom. Mir war zu der Zeit noch nicht klar, dass Grace erst siebzehn ist. Als mir klar wurde, das es sich um ein Teenie-Roman handelt, war es für mich gleich viel besser zu ertragen. Die Betonung liegt auf besser.
Was aber nichts mit dem können der Autorin zu tun hat, daran besteht kein zweifel. Aber, als ich den Klappentext gelesen hatte, glaubte ich, es würde sich um ein Entführungsdrama, einem Thriller handeln.

Meine Meinung

Grace scheint keine all zu große Meinung von ihrer Mutter zu haben.
So schreibt sie am zehnten Tag:

Ich frag mich wie es Mum geht. Wahrscheinlich ist sie am Durchdrehen. Gibt sich vielleicht ein bisschen Frustshoppen, um sich von ihrem Trauma abzulenken.

Meiner Meinung nach ist die Mutter mit ihrer Rolle – seit dem Tod von Ehemann und Vater – überfordert, beide trauern und keiner hat die Kraft zu fragen, wie es dem anderen geht. So ist die Mutter überwiegend unterwegs und umgibt sich mit weniger anstrengenden Menschen.
Außerdem scheint Grace der Meinung zu sein – da sie nur ihre Gefühle fühlen kann – die einzige zu sein die welche hat (ähnlich eines Narzissten) und sie schreibt:

Ich denke dauernd an Sal. Fühlt sie sich schlecht? Fühlt sie irgendwas?“

Und sie scheint zu glauben, dass sie frei von Fehlern ist und nimmt sie anderen sehr übel. So schreibt sie weiter:

Krümmt und winden sich ihre Eingeweide vor Scham und Schuld?“

Grace ist niemand, mit dem man Befreundet sein will und man würde sie nur knapp seinen schlimmsten Feind wünschen. Sie ist kein böser Mensch, sie ist aber überheblich und hat eine sehr schlechte Sozialkompetenz. Sie selber reagiert ständig sensibel, wenn andere es wagen sie zu Recht zuweisen, oder anderer Meinung sind, sie selber aber schert sich ein Dreck, was andere wollen oder Fühlen. So drängt sie Sal es ihr gleich zu tun und sich mit Sex (mit wildfremden Jungen) zu trösten. In Wahrheit aber ist es nur eine von vielen Formen, wie Grace sich selbst verletzt.
Und dann gibt es noch Nat in ihren Leben, der viel Verständnis für sie aufbringt, sie beruhigt und tröstet, wenn sie sich mal wieder selbst verletzt hat. Und das erste Mal ihn ihrem Leben erfährt sie bedingungslose liebe. Auch ihn behandelt sie viel zu oft Unfair. Mir scheint, dass sich dieses Muster durch das gesamte Buch zieht und auf Dauer ist es sehr anstrengend. Zum Glück scheint die Einsamkeit sie von ihrem hohen Ross herunterzuholen oder die Sehnsucht überwiegt über die Enttäuschung des Betrugs und sie wird milder.

Das Cover:
Das Cover ist komplett in Weiß gehalten, was sehr gut zu der Geschichte und dem weißen Raum passt. Wenn man genau hinguckt sieht man im Hintergrund die geschriebenen Zeilen von Grace, wobei der Titel des Buches über der Coverseite verstreut durch lila Buchstaben erscheint. Ein Cover das verschiedene Assoziationen hervorrufen kann. Ich dachte zum Beispiel, an eine Amnesie der Protagonistin, auch wegen des Titels: „Vergiss dein nicht“. Vergesse dich nicht, vergiss nicht, wer du bist.
Das Buch hat 288 Seiten, ist im März 2012 beim Bastei Lübbe Verlag erschienen und wurde meines Wissens in die Gegenwartsliteratur eingeordnet.

Fazit

Dieses Buch einmal gelesen, wird man die Geschichte nicht so schnell wieder los. Ich fand es schön mal ein (Jugend) Roman zu lesen, der nicht nach dem typischen Schema läuft und das mal angesprochen wird, das einige Jugendlich größere Probleme haben, als dass der Lippenstift zum Rest des Outfits passt. Wäre ich als Jugendliche auf das Buch gestoßen, hätte ich mich zum Mindestens halbwegs verstanden gefühlt, weil auch Grace leidet und einen sehr weichen Kern in ihrer harten Schale verbirgt.

Über Cat Clarke
Cat Clarke
 wurde 1978 in Sambia geboren und wuchs in Edinburgh und Yorkshire auf. Nach dem Studium arbeitete sie in London für einen Kinderbuchverlag und schrieb selbst Sachbücher für Kinder. Inzwischen lebt sie wieder in ihrer alten Heimat Edinburgh, wo sie sich neben ihrem Hund und ihren beiden Katzen auch um ihre selbst gegründete Literaturagentur für junge Autoren kümmert. Ihr Debütroman vergissdeinnicht wurde in Großbritannien begeistert von der Presse aufgenommen und sofort zu einem großen Erfolg.


  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(42)

108 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

weihnachten, joe hill, horror, entführung, christmasland

Christmasland

Joe Hill , Hannes Riffel , Sara Riffel
Flexibler Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.12.2014
ISBN 9783453437975
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 
4 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks