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64 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

robin hobb, fantasy, empfehlung, gabe, bastard

Die Gabe der Könige

Robin Hobb , Eva Bauche-Eppers
Flexibler Einband
Erschienen bei Penhaligon, 28.08.2017
ISBN 9783764531836
Genre: Fantasy

Rezension:

Voller Erwartungen begann ich mit dem Lesen von Teil 1 der Chronik der Weitseher, die zuerst im Jahr 1996 unter dem Titel „Der Adept des Assassinen“ erschienen ist. Seither wechselte das Buch den Verlag, das Cover und die Titel. Davon sollte man sich nicht verwirren lassen, wenn die Suchmaschine unter der Autorin Robin Hobb unterschiedliche Suchergebnisse liefert.

In „Die Gabe der Könige“ erschafft Robin Hobb eine völlig eigene mittelalterliche Fantasywelt und kommt dabei so ganz ohne Elfen, Zwerge und Drachen aus. In dieser monarchisch regierten Welt voller Intrigen und Machtspielen wird Fitz als Bastard des Thronfolgers geboren. Als Fitz 6 Jahre alt ist, wird er von seiner Mutter getrennt und am Königshof abgegeben. Nun folgen wir aus der Perspektive von Fitz wie er sein Heranwachsen von einem kleinen Jungen zum Jugendlichen schildert. Er leidet unter Einsamkeit, Ablehnung und findet sich nur schwer am Königshof zurecht. Wir beobachten wie er sein magisches Talent entdeckt, lernt zu einem Assassinen zu werden und sich dabei selbst findet. Ich entwickelte dabei für den kleinen Fitz eine starke Sympathie, die einfach verdeutlicht, wie authentisch Robin Hobb ihren Protagonisten bzw. ihre Charaktere beschreibt.

Der Fokus dieses Buchs liegt ganz klar darin, die Charaktere, deren Beziehungen und die Welt einzuführen. Robin Hobb schreibt ruhig und bildgewaltig und geht dabei detailreich vor, sodass die Geschichte sehr langsam startet. Die Handlung kommt über zwei Buchdrittel sogar so langsam ins Rollen, dass ich mich manchmal gefragt habe, wohin die Autorin mit all diesen Beschreibungen möchte und weshalb sie uns Lesern diese Geduld abringt. Aber ich bekam auch gleichzeitig mit fortschreitender Seitenzahl das Gefühl, dass sie hier etwas Großes versucht aufzubauen und blieb am Ball. Und so zäh wie manches Kapitel war, kam dann endlich die Wendung, die Dramatik und die Spannung. Schade, dass es nicht vorher schon so kurzweilig und unterhaltend zu lesen war. Doch jetzt bin ich auf die Fortsetzung gespannt und möchte dringend wissen, wie es mit Fitz weitergeht.

Fazit
Robin Hobb präsentiert uns einen besonderen Reihenauftakt mit einem jungen Helden. Leider fokussiert sie sich zu sehr auf den Weltenaufbau und die Figuren statt auf die Handlung. Wer aber mittelalterliche Fantasywelten sowie Königreiche samt Politik und Intrigen mag, der ist mit „Die Gabe der Könige“ gut beraten. Wer nun sogar noch Geduld mitbringt, der wird damit große Freude haben. 

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

assistentin, melanie moreland, chef, boss, liebe

The Contract - Sie dürfen den Chef jetzt küssen

Melanie Moreland
E-Buch Text: 327 Seiten
Erschienen bei LYX.digital, 03.08.2017
ISBN 9783736305069
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Die Idee hinter diesem Buch ist gleichermaßen einfach wie unterhaltend. In „The Contract“ lernen wir zu Beginn Richard (alias „Dick, die Arschgeige“) kennen. Er ist ein arroganter Playboy und beruflich sehr erfolgreich. Zumindest bis sein Kollege die Position bekommt für die er so geschuftet hatte. Wütend kontaktiert er seinen Headhunter, der ihm ein Vorstellungsgespräch in einem Unternehmen organisiert, das ihm nicht nur eine super Position bieten kann, sondern auch noch die ungeliebte Konkurrenz seines jetzigen Chefs darstellt. Das Problem dabei ist nur, dass die neue Position einen gewissen familiären Hintergrund verlangt. Es wird dort Wert gelegt auf Familienleben, bodenständiges und freundliches Auftreten… also alles, was Richard nicht vorweisen kann. Aber dafür hat er einen Plan und eine persönliche Assistentin, die sich mit der richtigen Menge Geld auch noch als Schauspielerin versucht und in der Öffentlichkeit seine bessere Hälfte spielt. Und dann kommt doch alles ganz anders.

Ja, diese Handlung haben wir schon häufiger gelesen und ja, das ist alles nicht originell. Was dieses Buch aber mitbringt, sind unterhaltende Charaktere. Richard lernen wir gleich von seiner tyrannischen Seite kennen und trotzdem erscheint er so nahbar, dass ich direkt mehr über ihn erfahren wollte und sich da auch ein weicher Kern vermuten ließ. Die Charakterentwicklung, die er durchläuft, kommt zwar sehr schnell, aber ich kann sein Verhalten nachvollziehen. Katy, die persönliche Assistentin wirkt zu Beginn noch sehr blass, was aber auch daran liegt, dass Richard in ihr nur die graue Maus sieht. Das sie aber keineswegs so schüchtern und zurückhaltend ist, sondern Rückgrat beweisen kann, merken wir Leser sehr bald. Einzig ihr Märtyrer-Gen ist doch etwas überzogen, andererseits passt es auch gut zu dieser Art von Geschichte und der Person, die sie hier darstellt.

Richard und Katy haben eine Dynamik, die einfach Spaß macht. Da „The Contract“ auf der Interaktion zwischen den beiden basiert, kann natürlich auch viel Gefühl erwartet werden. Manchmal trägt die Autorin wirklich dick auf, sodass ich mir unsicher war, ob nicht gleich rosa Herzchen aus dem ebook Reader purzeln. Dennoch bin ich regelrecht durch die Seiten geflogen. Eigentlich wollte ich das Buch nur mal kurz anlesen, spät abends, wie das eben immer läuft. Und dann war ich plötzlich schon auf Seite 100. Schuld daran ist der lockere Schreibstil mit einer entsprechenden Menge Humor und die wechselnden Ich-Perspektiven von Richard und Katy. Dieses Buch ist süß, lustig und emotional. Wirklich gut gemacht, Frau Moreland!

Fazit
Melanie Moreland präsentiert uns mit „The Contract“ ein Buch, das einen von der ersten Seite nicht mehr los lässt und zwei ungleiche Charaktere zusammen bringt. Gegensätze ziehen sich eben doch an. Wer ein bisschen überzogene Sentimentalität gut verträgt, der bekommt hier die geeignete Strand- und Sommerlektüre.

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361 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 92 Rezensionen

fantasy, kendare blake, penhaligon, magie, königin

Der Schwarze Thron - Die Schwestern

Kendare Blake , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 09.05.2017
ISBN 9783764531447
Genre: Fantasy

Rezension:

Von Kendare Blakes Büchern habe ich schon viel gehört bevor ich Band 1 von „Der schwarze Thron“ selbst lesen konnte. Daneben machte dann das Cover einen guten Eindruck, sodass ich unbedingt wissen wollte was an diesem Buch dran ist.

Kendare Blake präsentiert uns in „Die Schwestern“ Katharine, Arsinoe und Mirabella: Die drei sind Königstöchter und Drillinge. Sie wachsen getrennt voneinander auf, verfügen über jeweils unterschiedliche magische Talente und sind auch sonst grundverschieden. Die Tradition sieht es vor, dass sich mit ihrem 16. Lebensjahr entscheiden muss, welche der drei den Thron des Inselreichs Fennbirn besteigen wird. Es ist gleichzeitig ein Wettbewerb und ein Kampf auf Leben und Tod, denn nur wer die anderen beiden Schwestern umbringt, kann rechtmäßig seinen Anspruch geltend machen.

Der Klappentext faszinierte mich durch die Originalität und die düstere Idee. Wie grausam ist das bitte, wenn man seine eigenen Schwestern töten muss, um Königin werden zu können? So richtig düster ist die Geschichte aber gar nicht, auch die erwartete Grausamkeit und Brutalität kam bei mir kaum an. Jede der Schwestern geht anders mit dieser Tradition um, fühlt sich auf ihre Art innerlich zerrissen und gerade das macht es schlussendlich auch interessant. Der Fokus liegt hier klar auf den drei Mädchen und den verschiedenen magischen Talenten. Daher ist es auch nur logisch, dass die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt wird und wir so die Drillinge besser kennenlernen können.

Der Einstieg war aber nicht so einfach wie gedacht. Ich kam nur mäßig mit dem zwar lockeren, aber auch detaillierten und nüchtern-informativen Erzählstil und der Kapitelaufteilung zurecht und fühlte mich nicht sofort heimisch. Dazu tauchten schon zu Beginn viele Nebencharaktere mit den unterschiedlichsten Namen auf, die aufgrund der Anzahl nur wenig facettenreich erschienen. Kurzum: Mich verwirrte alles so sehr, die Orientierung fehlte und die Zusammenhänge waren mir unklar. Ich gestehe, dass ich das Buch dann erst einmal eine Weile bei Seite gelegt habe.

Ich wagte dann aber doch noch Anlauf Nummer 2 und ich hielt durch bis die Geschichte in der zweiten Buchhälfte endlich Fahrt aufnahm und es mich doch packen konnte. Und dann wird das Ganze ein spannender Pageturner – samt gemeinem Cliffhanger! Viele Fragen bleiben dabei unbeantwortet und machen neugierig auf Band 2.

Fazit
Das Buch besticht definitiv durch seine ungewöhnliche Idee und die Welt, in der die drei Schwestern leben. Es ist faszinierend, magisch und geheimnisvoll. Allerdings fehlt dem Buch vor allem zu Beginn die Spannung. Die Längen und wechselnden Perspektiven können dabei durchaus den Lesefluss erschweren. Das Ende heizt dann aber alles noch einmal auf und ich kann Teil 2 kaum erwarten!

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228 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 86 Rezensionen

thailand, liebe, jo watson, lyx verlag, sommer

Kopf aus, Herz an

Jo Watson , Barbara Först , Hannah Brosch
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 28.06.2017
ISBN 9783736304215
Genre: Liebesromane

Rezension:

„Kopf aus, Herz an“ ist der erste Band von Jo Watsons „Destination Love-Reihe“. Mit einem schlichten, aber farblich absolut überzeugenden Cover fiel mir dieses Buch gleich auf. Zwischen den Buchdeckeln geht es um Lilly, die eigentlich den schönsten Tag ihres Lebens hätte erleben sollen. Die Hochzeitsfeier ist exakt geplant, die Gäste warten, das wunderschöne Kleid ist eine Kreation nur für Lilly – alles hätte so wunderschön sein können, wenn sich nicht der Bräutigam ohne eine Erklärung aus dem Staub machen würde. Für Lilly bricht eine Welt zusammen, denn statt Freudentränen, gibt es nun viel Schokolade und Reality-TV für das Seelenheil. Bis zu dem Moment, indem sie kurzfristig beschließt, dass sie dann eben allein die Hochzeitsreise nach Thailand antritt. Und als sie dann nervlich total am Ende im Flieger sitzt, lernt sie Damien kennen. Mit Damien verändert sich nicht nur die Hochzeitsreise, sondern auch viel mehr.

Jo Watson präsentiert uns ein Buch, in dem wir Lilly auf ihrer Reise und durch die Schwierigkeiten des Lebens begleiten. Lilly ist am Boden zerstört, rappelt sich aber Stück für Stück wieder auf. Wir lernen unsere Protagonistin von ihrer sensiblen Seite kennen, aber sehen sie auch mit fortschreitender Seitenzahl an Stärke und Selbstvertrauen gewinnen. Das gefiel mir sehr gut und besonders positiv empfand ich es auch, dass sich das Buch dabei auf diese Charakterentwicklung fokussiert und die Romanze nur ein schönes Beiwerk ist. Die Liebe kommt aber ziemlich schnell und heftig. Wer meinen Buchgeschmack kennt, der weiß, dass ich sowas nicht ganz so gern lese. Es stört hier aber kaum. Damien ist die Hilfe, die Lilly braucht, um wie ein Phönix aus der Asche aufzusteigen.

Ich konnte mich durch die Ich-Perspektive gut in Lilly hinein versetzen und vor allem auch herzhaft über und mit ihr lachen. Sie hat ein Gespür dafür sich in unvorteilhafte Situationen zu manövrieren und das verleiht der Geschichte eine gute Portion Humor im Chick Lit-Stil. „Kopf aus, Herz an“ unterhält dabei ohne Längen und lässt sich in einem Rutsch lesen. Das Ende hätte ich mir weniger abrupt und irgendwie etwas ausführlicher gewünscht – vor allem ein Epilog hätte dem ganzen noch gut getan, um zu sehen wie Lillys Leben weitergeht. Aber vielleicht treffen wir sie und Damien ja in einem weiteren Band der Reihe wieder. Auf ein Wiedersehen würde ich mich freuen!

Fazit:
Jo Watson hat hier eine Geschichte abgeliefert, die ans Herz geht und mit Humor und Gefühl zeigt wie man los lässt und dabei zu sich selbst findet. Lilly ist eine tolle Protagonistin, die ich gern auf ihrer Reise begleitet habe. Ich kann dieses Buch daher jedem empfehlen, der gerne humorvolle Geschichten mit viel Gefühl liest. Perfekte Urlaubslektüre! 4,5 Sterne

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Schnelle Kuchen!

Luise Lilienthal
Fester Einband
Erschienen bei Bassermann, 27.03.2017
ISBN 9783809434757
Genre: Sachbücher

Rezension:

Kuchen, Crumbles, Torten, Kleines zum Vernaschen? Jawohl, dafür bekommt man hier eine breite Auswahl an Rezepten. Der Titel orientiert sich dabei stark an den Rezepten, denn „Schnelle Kuchen“ sind innerhalb von 10 bis 30 Minuten zubereitet. (Die Backzeit kommt natürlich noch dazu.)

Wer kennt das nicht? Plötzlich kündigt sich Besuch an oder Sonntagmittag überfällt einen der Heißhunger. Wie wäre es dann mit Cakepop-Herzen, Cheesecake Brownies, Himbeer-Mandel-Mug Cake oder Apfelmuskuchen? Mhm, klingt alles gut. So ging es mir auch als ich das Buch zum ersten Mal in der Hand hatte und mich entscheiden musste was ich als erstes ausprobiere. Nach den ersten Versuchen, habe ich allerdings beschlossen fortan bei jedem Rezept den Zucker zu reduzieren - das war teilweise schon viel zu süß! Mir geht das aber oft mit Backbüchern so, daher bin ich immer etwas vorsichtig mit der Zuckermenge.

Die Bilder sind in „Schnelle Kuchen“ nett anzusehen, aber ehrlicherweise auch nicht so schön dekoriert und angerichtet wie ich das von anderen Backbüchern kenne. Dafür ist die Zubereitung kurz und knackig erklärt, die Umsetzung fiel mir absolut leicht. Viele der Zutaten hat man auch üblicherweise Zuhause, allzu exotisch wird es nicht. Und wenn der Kühlschrank doch eher leer ist, dann hilft das Inhaltsverzeichnis weiter. Denn das Verzeichnis ist einmal nach Buchstaben und einmal nach wesentlichen Zutaten sortiert. Wirklich praktisch.

Da der Charakter des Buches auch eher einem Ich-brauch-jetzt-schnell-einen-Kuchen entspricht, bringt es wenig Persönlichkeit mit. Ich hatte vor einer Weile über „Französisch Backen“ von Aurelie Bastian berichtet und darin spürt man die Backleidenschaft der Autorin. Luise Lilienthal hält sich hier zurück, schreibt zweckorientiert und präsentiert uns über 30 Rezepte, die man auch mal schnell unter Zeitdruck umsetzen kann. Die Buchidee ist daher gut umgesetzt.

Einen neuen Lieblingskuchen habe ich übrigens auch. Cheesecake Brownies sind der Hit! Ich bin total verliebt in diese Dinger! Da muss ich echt aufpassen, dass ich mich nicht hinreißen lasse… a la „Das geht so schnell, ich könnte ja mal…“

Fazit
Ein Buch, das seinen Zweck erfüllt. „Schnelle Kuchen“ bringt eine breite Auswahl an verschiedenen Rezepten mit, die einfach zubereitet sind und auch unter Zeitdruck gut klappen. Auch wenn mich die Aufmachung nun nicht umhaut, so ist es doch ein ganz nettes Buch.

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189 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 71 Rezensionen

oxford, mystery, rezension, die schule der nacht, studium

Die Schule der Nacht

Ann A. McDonald , Christoph Göhler
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 22.05.2017
ISBN 9783764531775
Genre: Romane

Rezension:

„Die Schule der Nacht“ führt uns nach Oxford, wo Cassandra auf den Spuren ihrer verstorbenen Mutter Licht in das Dunkel ihrer Vergangenheit zu bringen versucht. Dieses Vorhaben war lange und etwas unkonventionell geplant, denn nachdem sie einen geheimnisvollen Brief bekam, wurde der Drang nach Antworten übermächtig. Kannte sie ihre Mutter womöglich gar nicht richtig? Als amerikanische Austauschstudentin beginnt sie ihre Nachforschungen dort, wo sie erste Anhaltspunkte vermutet und stößt während ihrer Suche auf mehr als sie gedacht hätte.

Die Geschichte beginnt damit, dass Cassandra als Austauschstudentin nach Oxford kommt. Sie ist Mitte 20 und bringt eine nicht ganz unkomplizierte Vergangenheit mit. Das Knüpfen von sozialen Kontakten fällt Cassandra nicht leicht, was daran liegen mag, dass sie irgendwie kein Interesse an Freundschaften hat. Da wir Cassandra daher wenig mit Anderen interagieren sehen, sondern viel in der dritten Person ihren Gedanken und Handlungen folgen, fiel es mir etwas schwer mich in sie hinein zu versetzen. Emotionen kamen bei mir leider nicht an. Ich empfand die junge Frau als unnahbar, blass und schlicht zielorientiert. Anfreunden konnte ich mich mit ihr nicht. Schade.

Das Setting empfand ich als atmosphärisch und gut gewählt. Oxford mit seiner langen Geschichte und seinen Traditionen interessiert mich sehr. Hin und wieder bekommen wir historische Details geliefert, was ich spannend fand und mich dazu gebracht hat die Örtlichkeiten zu googeln (Ich brauch jetzt nur noch Urlaub...). Die bildhaften Beschreibungen und der flüssige Schreibstil sind toll, um sehr schnell in die Handlung einzutauchen. Obwohl ich mich für die Figuren nicht sonderlich begeistern konnte, so war ich doch wirklich neugierig wohin die Reise geht. Die Geheimnisse, die Andeutungen über eine Geheimgesellschaft und die Spurensuche ließen mich weiterlesen.

Rätsel, Cassandras Entdeckungen und Oxford tragen uns Leser somit durch die erste Buchhälfte. Da das Erzähltempo eher gemächlich ist, konnte mich das Buch leider nicht mitreißen. Nach ungefähr der Hälfte kommt dann die Wende, Cassandra macht eine besondere Entdeckung und die Geschichte erhält Fantasyanteile. Darauf war ich nicht gefasst und so ganz glaubwürdig war dieser Plottwist auch nicht. Dieser Fantasyanteil bringt aber gleichzeitig Spannung mit, was der langatmigen Geschichte gut tut. Dennoch gibt es einfach nichts an „Die Schule der Nacht“ was Besonders wäre, aus den Socken haut oder sich sonst hervortut.

Fazit
„Die Schule der Nacht“ ist ein Buch über eine junge Frau auf der Suche nach Antworten, mysteriösen Rätseln und Geheimnissen. Die traditionsreiche Oxford University bringt Atmosphäre in die sonst eher langatmige Handlung, die ab der Buchhälfte erst durch Fantasyelemente an Spannung gewinnt. Leider konnte mich Ann. A. McDonald mit ihrem mittelmäßigem Werk nicht begeistern. 2,5 Sterne

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27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

schnee

Somnia

Christoph Marzi
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.06.2017
ISBN 9783492269971
Genre: Fantasy

Rezension:

"Somnia" ist der vierte Band der eigentlich schon abgeschlossenen Urban Fantasyreihe "Die uralte Metropole" von Christoph Marzi. Ich kenne von ihm bereits Lycidas, Lilith und Lumen, die ich vor einiger Zeit mit Begeisterung gelesen habe. Marzi nimmt uns in "Somnia" mit nach New York, wo wir Scarlet Hawthrone kennenlernen. Ohne Erinnerungen läuft sie durch die winterliche Stadt und wird plötzlich von fremdartigen Kreaturen angegriffen. Auf ihrer Flucht und der Suche nach ihren Erinnerungen, erlebt Scarlet einiges und lüftet dabei Geheimnisse. Gemeinsam gehen wir ihrer Vergangenheit auf den Grund und reisen dabei in die uralte Metropole.

Für Neueinsteiger ist dieses Buch geeignet und es ist auch ohne Vorkenntnisse gut zu lesen. Wir treffen bisher unbekannte Figuren und so fühlt es sich wie ein neues Abenteuer an, das nicht direkt an seine Vorgänger anknüpft. Trotzdem erwarten uns Marzi-typisch Rätsel, Mythen, Anspielungen, Geheimnisse und Verwunderliches.

Mit Scarlet konnte ich mich nicht schnell anfreunden, denn sie war für mich kein Charakter, in den ich mich hinein versetzen konnte. Anthea Atwood, die in "Somnia" als allwissende Ich-Erzählerin fungiert, bleibt ebenfalls etwas blass. Emily, die wir aus den andere Büchern der Reihe kennen, nimmt dabei nur eine kleine Nebenrolle ein. Ich habe sie ein wenig vermisst.

Christoph Marzi schreibt wie immer ausdrucksstark, spielt mit Wörtern und verleiht damit jedem Absatz noch einmal an Tiefe. Ich mag seinen Schreibstil unheimlich gerne und obwohl er zu Wiederholungen neigt, trägt er mit seinem Stil zu einer besonderen magischen Atmosphäre bei. Im Vergleich zu seinen bisherigen Büchern, schafft er es aber nicht mich derart mitzureißen. Ich glaube nicht, dass es daran liegt mit Buch Nr. 4 überdosiert zu sein, sondern irgendwie fehlt dem ganzen diese Sogwirkung. Dazu gehört sicherlich auch, dass die Geschichte etwas langsam startet und den Spannungsbogen nicht konsequent aufrecht erhalten kann. Manche Stellen habe ich mehr überflogen als aufmerksam gelesen. Bis die Geschichte dann richtig an Fahrt aufnimmt bewegen wir uns schon auf das Ende zu. Das wirkt unausgegoren und der tolle Schreibstil kann das auch nicht mehr ausbalancieren.

Für mich war dieses Buch eines seiner schwächsten Werke. Für jene, die Lycidas, Lilith und Lumen noch nicht gelesen haben, ist es vermutlich ein gutes Fantasybuch.

Fazit
"Somnia" ist ein weiterer Teil der "Die uralte Metropole"-Reihe und bringt eine neue Protagonistin sowie ein neues Setting mit. Christoph Marzi schreibt ausdrucksstark und verspielt, schafft es damit aber nicht mich vollends mit "Somnia" zu begeistern. "Somnia" ist ein gutes Buch, kommt aber an Lycidas, Lilith und Lumen einfach nicht heran.

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207 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, auf immer gejagt, erin summerill, königreich der wälder

Auf immer gejagt (Königreich der Wälder 1)

Erin Summerill , Nadine Püschel
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.04.2017
ISBN 9783551583536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Auf immer gejagt“ ist der erste von den zwei „Königreich der Wälder“-Bänden. Es geht darin um die 17-järhige Tessa Flannery, die bei ihrem Vater aufwuchs, der sich im Namen des Königs auf die Jagd von Kriminellen machte. Für Tessa ist es daher nichts Besonderes mit Pfeil und Bogen umzugehen, Fährten zu lesen und sich in den Wäldern des Königsreichs aufzuhalten. Bis ihr Vater ermordet wird. Ohne Anspruch auf ihr Erbe, ist sie gezwungen sich auf illegalem Weg vor dem Verhungern zu retten – und wird prompt von der Garde des Königs geschnappt. Plötzlich sieht sie sich vor die Wahl gestellt: Entweder sie blickt der Todesstrafe entgegen oder sie erklärt sich bereit den Mörder ihres Vaters zu finden. Der Haken an der Sache ist aber der, dass der Mörder höchstwahrscheinlich ihr ehemaliger bester Freund und ihre erste Liebe Cohen ist.

Das gold-braun-grünen Cover passt wirklich toll zur Geschichte, obwohl ich mir die junge Frau in dem roten Kleid nicht als Tessa vorstellen kann. Die Gestaltung wirkt auf mich geheimnisvoll und magisch, insbesondere der Schriftzug und die Farben sprechen mich an. Dieser erste optische Eindruck gepaart mit dem Klappentext (und den bisher erschienen Interviews) schraubte meine Erwartungen ganz schön nach oben und ich freute mich auf ein spannendes Fantasyabenteuer!

Tessa, unsere Protagonistin, heißt im englischen Original eigentlich Britta. Ich habe keine Ahnung warum der Verlag den Namen in der deutschen Übersetzung änderte, aber gleich zu Beginn erinnerte sie mich an Katniss aus The Hunger Games. Es wirkt fast wie ein Deja-vu: Getrieben von Hunger, eine ausweglose Situation, unterwegs mit Pfeil und Bogen in den Wäldern. Wow, das klang schon mal echt gut. Obwohl dieses Buch eher langsam startet, hing ich sofort in der Geschichte fest und blätterte und blätterte. Der Schreibstil ist so leicht, bildhaft und flüssig, dass sich „Auf immer gejagt“ schnell lesen lässt. Manchmal muten die Beschreibungen und die Welt sehr mittelalterlich an, aber besonders in die Tiefe geht die Autorin nicht was die Königreiche, das Leben der Menschen und die Historie der Welt angeht. Der Fantasyanteil ist anfangs gering und Magie taucht erst zur Mitte des Buchs auf. Ich hätte insgesamt gerne mehr erfahren, aber es macht neugierig auf die Fortsetzung und die Autorin legt hier ein gutes Fundament, das sich ausbauen lässt.

Mit Tessa ging es mir ganz ähnlich wie mit dem Worldbuilding. Obwohl wir durch ihre Sicht „Auf immer gejagt“ erleben, ist sie zwar sympathisch, bleibt mir aber zu farblos. Sie ist keine royale, jammernde Heulsuse, wie es in letzter Zeit oft in Jugendbüchern vorkommt, einige stereotypischen Jugendbuch-Eigenschaften bringt sie trotzdem mit. Einen richtigen Plan hat sie auch nicht und so irren wir irgendwie die meiste Zeit während der Geschichte nur im Wald herum. Mit Cohen, ihrem besten Freund, hatte ich hingegen Probleme. Seine Art und seine Entscheidungen empfand ich als unüberlegt und irgendwie ging er mir gegen den Strich. Die Gefühle zwischen den beiden sind auch klar wie Kloßbrühe, aber sie tänzeln lange umeinander herum. Die Liebesgeschichte ist damit genauso vorhersehbar wie vieles andere in diesem Buch. Dennoch bleibt es spannend und wir Leser merken, dass wir hier auf etwas Großes zu steuern und die Handlung in der Fortsetzung wohl nochmal an Tempo aufnimmt.

Insgesamt hatte ich an einigen Stellen das Gefühl in einer bunten Mischung von bisher schon geschriebenen Büchern zu stecken. Neben Katniss fühlte ich mich beispielsweise auch oft an „Die Beschenkte“ oder „Der Kuss der Lüge“ erinnert. Mir fehlte hier definitiv das Besondere, etwas, dass dieses Werk hervorhebt und originell macht. Insgesamt habe ich mich aber gut unterhalten gefühlt.

Fazit
Auch wenn es dem Buch an Originalität fehlt und „Auf immer gejagt“ sehr vorhersehbar ist, bekommen wir mit Tessa eine angenehme Jugendbuch-Protagonistin an die Seite gestellt. Das mittelalterliche Setting und die Art der Magie machen neugierig und ich bin gespannt wie es mit Cohen und Tessa in der Fortsetzung weitergeht.

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358 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 146 Rezensionen

liebe, abschiebung, new york, schicksal, familie

The Sun is also a Star.

Nicola Yoon , Susanne Klein , Dominique Falla
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.03.2017
ISBN 9783791500324
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In “The Sun is also a Star” läuft der 17-jährigen Natasha Kingsley und ihre Familie die Zeit davon. Sie stehen 12 Stunden vor ihrer Ausreise nach Jamaica, denn sie leben nicht legal in New York und müssen die USA verlassen. Natasha möchte jedoch nicht gehen, will sich nicht von ihren Freunden verabschieden und alles Gewohnte zurücklassen. Dann trifft sie auf Daniel. Und Daniel ist vom ersten Moment angetan von ihr, geradezu fasziniert. Daniel glaubt, dass dieses Aufeinandertreffen ein Zeichen und lebensverändernd ist. Zufall? Schicksal? Jedenfalls muss er jetzt noch Natasha überzeugen.

"Was ist, wenn ich dir sage, dass ich dich mit wissenschaftlichen Methoden dazu bringen könnte, dich in mich zu verlieben"? (Daniel, Zitat von Seite 100)

Ich wollte dieses Buch genießen, ich wollte Spaß dabei haben, aber irgendwie funktionierte es nicht. Ganze drei Anläufe habe ich benötigt, um in die Geschichte hinein zu kommen. Dabei gab es einige Punkte, die mir wirklich gut gefallen haben. Angefangen mit diesem wunderschönen Cover, dessen farbliche Gestaltung auffällt und „Will ich haben“ schreit. Ich mochte es zudem, dass dieses Buch die Themen Immigration, Abschiebung und Rassismus aufgreift. Sowohl Daniel als auch Natasha sind mit ihren Familien in die USA immigriert und in Jugendbüchern ist das selten ein Handlungsgegenstand. Leider schöpft Nicola Yoon diesen Punkt kaum aus, da die bevorstehende Abschiebung neben der Jugendromanze eher eine Nebenhandlung einnimmt.

Dieses Buch spielt sich in einem Zeitraum über 12 Stunden ab. Gerade dieser zeitliche Rahmen, verursachte mir auch enorme Leseschwierigkeiten. Ich glaube einfach nicht an Liebe auf den ersten Blick, dass ich jemanden ansehe und genau in dieser Sekunde weiß „Mit dieser Person werde ich alt!“. Sich innerhalb von nur wenigen Stunden so zu verlieben, das ist für mich nicht realistisch – zumal die beiden nicht eine normale Unterhaltung führen, um sich richtig kennenzulernen. Daher konnte ich auch kein bisschen die Chemie zwischen Natasha und Daniel spüren, Emotionen kamen bei mir gar keine an. Dazu kommen diese ganzen Zufälle, die anfangs irgendwie noch glaubhaft waren… nur dann eben nicht mehr. Dieses ganze Buch wirkt konstruiert, manches mehr als unlogisch und vieles des Gesagten lächerlich.

"Wir sind ein Kienspan bei einem Blitzeinschlag. Ein brennendes Streichholz und ein knochentrockener Scheit. Ein Brandgefahr-Schild und ein Wald voller ausgedörrter Bäume." (Daniel, Zitat von Seite 211)

Der Schreibstil an sich lässt sich flüssig lesen, nur Spannung kommt nicht wirklich auf. Sehr gewöhnungsbedürftig sind die wirklich kurzen Kapitel, die oft nur eine Seite umfassen und stellenweise für Verwirrung sorgen. Neben den Sichtweisen von Natasha und Daniel bekommen wir die Perspektive von anderen Menschen zu lesen, die einen Blick auf das Leben unserer Protagonisten werfen (wie bspw. das Sicherheitspersonal). Dadurch hatte ich aber nicht das Gefühl die Figuren besser kennenzulernen, sondern fragte mich jedes Mal weshalb uns Nicola Yoon das jetzt wissen lässt. Da Daniel zudem ein Poet und Träumer ist, muss man sich auf viele poetische/philosophische Gedanken einstellen. Mich konnten aber alle Ausführungen über Bestimmung, Schicksal usw. nicht begeistern. Das Epilog setzte dann allem die Krone auf, sodass ich nur noch den Kopf schütteln konnte. „The Sun is also a Star“ und ich kamen einfach nicht miteinander klar.

Fazit

Nachdem ich zuerst dachte, dass mir einfach nur der Einstieg in die Geschichte schwer fällt, kann ich nun sagen: „The Sun is also a Star“ gefiel mir einfach nicht. Insbesondere die Thematik um die Liebe auf den ersten Blick, Daniels poetisch und philosophische Gedanken und die ganzen Zufälle machten dieses Buch weder glaubhaft noch unterhaltsam. Von mir gibt es leider keine Leseempfehlung.

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899 Bibliotheken, 26 Leser, 0 Gruppen, 163 Rezensionen

paper prince, erin watt, liebe, royals, ella

Paper Prince

Erin Watt , Ulrike Brauns
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2017
ISBN 9783492060721
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

„Paper Prince“ passt nicht nur mit seinem wunderschönen Glitzercover gut zu Band 1, sondern knüpft nahtlos daran an. So tauchen wir Leser sofort wieder in die Welt der Royals ein und alles geht an der Stelle weiter, wo Erin Watt uns ungeduldig zurück ließ.

Verglichen mit "Paper Princess" weist “Paper Prince” aber eine besondere Veränderung auf, denn dieses Buch ist zusätzlich aus der Sicht von Reed geschrieben und ermöglicht uns Lesern einen etwas tieferen Blick in seine Gedanken und seine Persönlichkeit. Das war klasse und gefiel mir sehr gut. Weniger gelungen fand ich an diesem Teil, dass ich oft das Gefühl hatte, die Handlung würde etwas auf der Stelle traben. Auch die Charaktere bleiben dieselben, eine Charakterentwicklung fand nicht statt – was ich persönlich sehr schade finde und ich mir speziell für Ella gewünscht hätte. Sie tickt jedoch immer noch genau wie in Paper Princess: Von Reed ist sie geradezu besessen, sodass es fast schon lächerlich ist und sobald ihre "Stiefbrüder" in der Nähe sind, schaltet sich irgendwie ihr Denkapparat aus. Aus einem mir unerfindlichen Grund mag ich Ella trotzdem und immer noch. Mit Reed sieht das ganze ähnlich aus: Er war vorher schon unangenehm arrogant und selbstherrlich, etwas das ich normalerweise nicht mag, aber auch ihm verzeihe ich das Verhalten. Er hat einfach irgendetwas an sich, das ihn interessant macht.

Der Schreibstil begeistert weiterhin und macht es noch einfacher durch die Seiten zu fliegen. Die Autorinnen toben sich aus mit dieser Geschichte um eine total verrückte Familie. All die Geheimnisse, die Andeutungen, überraschenden Wendungen. Atemlos ließ mich dann auch der gemeine Cliffhanger zurück, der uns am Ende erwaretet!

Insgesamt verursacht Band 2 der Paper-Reihe einen fiesen Zwiespalt. Irgendwie kann ich dieses Buch nicht ganz ernst nehmen, was es mir jedoch wiederrum leichter macht über all das Störende hinweg zu sehen. „Paper Prince“ ist klischeegeladen, unrealistisch, einfallslos und an manchen Stellen wirkt die Handlung als wüssten die Autorinnen selbst nicht wohin die Reise gehen soll. Das Drama ist so überzogen, manche Situationen absolut extrem. Und doch… blättert man weiter und weiter. Es ist ein bisschen wie bei einem Autounfall, man bleibt kleben, guckt und ist neugierig. Ich glaube das ist es auch, was „Paper Prince“ ausmacht. Es ist eine Soap-Opera… ein bisschen wie GZSZ auf Speed. Es unterhält ganz einfach wunderbar – wenn man es nicht zu ernst nimmt. Es ist eben nicht vergleichbar mit „The Deal“ oder „The Mistake“ von Elle Kennedy, denn die Paper-Reihe will einfach nicht realistisch und authentisch sein. Tja und daher bin ich auch schon gespannt auf „Paper Palace“ und wie es weiter geht mit Ella, Reed und den anderen Royals.

Fazit
Das Autorenduo hinter dem Pseudonym „Erin Watt“ schafft hier etwas ganz Spezielles: Total überzogenes Drama, extreme Situationen, unlogisches Verhalten und mittendrin die verrückteste Familie von der ich je gelesen habe. Aber es macht Spaß und wer diese Bücher nicht so ernst nimmt, den wird die soap-opera-ähnliche Paper-Reihe auch begeistern.

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(16)

18 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

backbuch, französich backen, backen, frankreich

Französisch backen

Aurélie Bastian
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Südwest, 20.03.2017
ISBN 9783517095332
Genre: Sachbücher

Rezension:

Aurélie Bastian kenne ich bereits von ihrem Blog und habe dort schon einige Rezepte ausprobiert. Umso erfreuter war ich als ich dieses wunderschöne, bunte Backbuch entdeckt habe. Es macht schon beim Anblick Lust in die Küche zugehen und liegt zudem noch hochwertig in der Hand.

Aurélie Bastian holt mit diesem Backbuch die französische Backkunst in unsere deutsche Küche. Sie macht es spielend einfach all ihre Rezepte mit deutschen Zutaten nachzubacken – auch ohne ein großer Küchenprofi zu sein. Die meisten ihrer Rezepte erfordern auch keine riesengroße Einkaufstour, sondern sind im normalen Supermarkt erhältlich. Die Rezeptvielfalt ist dabei großartig: Es sind die klassischen Rezepte wie Baguette, Brioche, Brot und Croissant vertreten: Rezepte, die sich super zum Frühstück genießen lassen. Aber auch aufwendigere Dinge wie verschiedene Croissantfüllungen, selbstgemachter Blätterteig, Tartes und Torten sind vertreten. Aufgeteilt ist dabei in „Frühstück“, „Gebäck“, „Kaffeezeit“ und „Besondere Anlässe“. Die Mischung ist einfach klasse und die persönlichen Erzählungen und Vorwörter, machen dieses Backbuch einfach authentisch und liebevoll. Es ist ein bisschen wie wenn Aurélie neben mir stehen und wir gemeinsam etwas zubereiten würden. Irgendwie sympathisch.

Wunderschön sind auch die Fotos in diesem Buch und lassen einem direkt das Wasser im Mund zusammen laufen. Ich hätte am liebsten sofort die Croquembouche (Windbeutelpyramide), Charlotte au chocolate (Schoko-Küchlein) und Babas au rhum (kleine Törtchen mit Briocheteig) gleichzeitig verschlungen. Ausprobiert habe ich dann natürlich verschiedene Rezepte, so zum Beispiel das Bauernbrot, die Croissants aux amandes (Mandelcroissants), den Marmorkuchen (mit Äpfeln – sehr tolle Idee), die Apfeltaschen sowie die Madeleines. Trotz variierendem Schwierigkeitsgrad funktionierte alles sehr gut. Ich habe nur schnell gemerkt, dass es Aurélie und ihre Familie gerne etwas süßer mögen. Ich habe dann bei jedem weiteren Rezept die Zuckermenge reduziert und so schmeckte es auch mir nochmal besser.

Fazit
Wer gerne backt und nascht, der liegt mit diesem Buch absolut richtig. Ich kann euch „Französisch backen“ nur ans Herz legen und wünsche euch ganz viel Freude mit Aurélie und diesen super-leckeren Rezepten! Einfach top!

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freundschaft, jugendbuch, der koffer, missbrauch, familie

Der Koffer

Robin Roe , Sonja Finck
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.03.2017
ISBN 9783551560292
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Der Koffer“ ist wieder einmal ein Königskinder-Buch, das sich mit seiner Thematik fern von Alltäglichem bewegt. Es ist ein Buch, das mich selbst nach Tagen noch beschäftigt. Das Cover ist hierbei Programm, denn die düstere Farbgestaltung spiegelt die Gefühle zwischen den Buchdeckeln wieder, während die beiden Jungs eine besondere Freundschaft verbindet und in ihrer Pose unter dem Baum Hoffnung und Ruhe vermitteln. Stimmig und gelungen - mehr gibt es nicht zu sagen.

Es ist fünf Jahre her, dass der zurückhaltende Julian seine Eltern verloren hat und damit seine Welt in den Grundfesten erschüttert wurde. Während er erst bei einer Pflegefamilie lebt und schließlich zu seinem Onkel umzieht, verfolgen ihn weiterhin die Trauer um seine Eltern und die Erinnerungen an eine schöne Kindheit. Doch das Leben wird nicht einfacher, denn Zuhause und in der Schule läuft es gar nicht gut. So unberechenbar wie das Leben ist, trifft er plötzlich auf seinen vier Jahre älteren, ehemaligen Pflegebruder Adam. Adam ist offen, versucht Julian in sein Leben zu integrieren und schließlich auch herauszufinden was mit Julian los ist. Was sich dabei enthüllt und in welch schrecklicher Situation sich Julian befindet, schockiert und erschüttert.

Julian und Adam sind sympathische Figuren, die mit Authentizität überzeugen. Beide haben ihre Päckchen zu tragen, doch jeder auf seine eigene Art. Von Seite zu Seite erfahren wir Leser mehr von den Umständen in Julians Leben, sehen aber auch zu wie sich eine besondere Freundschaft zwischen den beiden Jungs entwickelt. Dieses Buch ist keine lustige, fröhliche Geschichte, sondern herzzerreißend, traurig und lebt von den Charakteren sowie deren Persönlichkeiten. Es geht um Verlust, Trauer, Angst und Missbrauch. Daneben ist „Der Koffer“ in seiner Thematik realitätsnah und geht damit direkt unter die Haut. Es verursacht einen Nachhall, bleibt in Erinnerung und schürt den Wunsch all den Julians auf dieser Welt etwas Gutes tun zu wollen und sie aus ihrer Situation zu befreien.

Robin Roe hat dieses Buch aus wechselnden Ich-Perspektiven geschrieben. Wir Leser erleben so die Dinge aus der Sicht von Adam und Julian, wobei sich die beiden Stimmen in der Atmosphäre und den transportierten Gefühlen unterscheiden. Adams Sicht bringt mehr Leichtigkeit mit sich, was ich sehr genossen habe, denn bei Julian hatte ich ständig einen bedrückenden Kloß im Hals. Diese Abwechslung tut dem Buch wirklich gut und lockert immer wieder etwas auf. So lässt sich „Der Koffer“ auch in einem Rutsch lesen.

Fazit
Dieses Buch ist aufwühlend, berührend, traurig und überzeugt durch die Emotionen, die einen während dem Lesen ergreifen und auch danach nicht mehr loslassen. Robin Roe zeigt uns mit ihrem Debüt wie wichtig Freundschaft ist und, dass Hoffnung auch in ausweglos erscheinenden Situationen möglich ist. „Der Koffer“ ist eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die emotionale Jugendbücher schätzen.

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london, ende der 1980er, waisenkinder, derhimmelüberappeltonhouse, ich-erzählerin

Der Himmel über Appleton House

S. E. Durrant , Katharina Diestelmeier
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.03.2017
ISBN 9783551560308
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das grüne Cover mit dem Baum, den Sonnenstrahlen und dem Mädchen am Fenster fängt genau ein, was uns zwischen den Buchdeckeln erwartet. Die Optik flüstert von Träumen, von der Suche nach Glück und vielen Funken Hoffnung. Wunderschön.

Der Königskinder-Titel „Der Himmel über Appleton House“ handelt von zwei Kindern, die in den 1980er Jahren in London leben und ohne Eltern aufwachsen müssen. Die 10 jährige Ira und ihr kleiner Bruder Zac ziehen schon lange von einer Pflegefamilie zur nächsten bis sie im „Skilly House“ ein vorläufiges Zuhause finden. Wenn man an solche Waisenhäuser denkt, dann assoziiert man das durch Film- und Fernsehen oft mit schlechten Zuständen und diktatorisch geführten Einrichtungen. Aber dieses Buch stellt all jene in den Mittelpunkt, die sich mit Sorge und Aufmerksamkeit um einsame Kinder kümmern. Das ist einfühlsam und wunderbar dargestellt.

Erzählt wird „Der Himmel über Appleton House“ aus Iras Perspektive, die authentisch ihre eigene Geschichte nieder geschrieben hat, aus ihrem Alltag berichtet und dem ganzen so eine glaubhafte, kindliche Stimme verleiht. Die Geschwister stehen sich sehr nahe und obwohl Ira selbst noch ein Kind ist, wirkt sie schon sehr reif. Gleichzeitig ist sie auch viel zu ernst für ihr Alter, was ich aber aufgrund ihrer Vergangenheit für nachvollziehbar halte. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen, spürte ihre Verletzlichkeit, die Fürsorge ihrem Bruder gegenüber und habe mich für und mit ihr gefreut. Aber manchmal war ich auch dicht dran ein paar Tränen zu verdrücken.

Der Schreibstil von S.E. Durrant ist dabei flüssig, passt hervorragend zu Iras kindlichem Ich und trägt mit Schwung durch die Seiten. Die Geschichte lebt von der erzeugten Atmosphäre. Es ist ein Buch, das nicht laut sein will, das sensibel und herzerwärmend von Träumen und dem Wunsch nach Familie und Geborgenheit erzählt.

Fazit
„Der Himmel über Appleton House“ habe ich an nur einem Abend gelesen, denn dieser Buchschatz marschiert direkt ins Herz. Es ist ein wahres Königskind: Wunderschön und hochwertig in Optik und Haptik, stimmig und auffallend in seiner Covergestaltung und eine Geschichte, die berührt und im Gedächtnis bleibt. Dieses Buch empfehle ich all jenen, die gerne Kinder- und Jugendbücher lesen, die durch eine besondere Atmosphäre überzeugen. Lest es! 

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liebe, scorched, alkohol, jennifer l. armentrout, new adult

Scorched

Jennifer L. Armentrout , Vanessa Lamatsch , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2017
ISBN 9783492310277
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Ich bin wirklich ein Fan von Jennifer Armentrouts Bücher, obwohl Frigid – der erste Teil dieser Reihe – bisher ihr schwächstes Werk war. Nichtsdestotrotz wollte ich natürlich unbedingt auch „Scorched“ lesen und in Andreas und Tanners Geschichte eintauchen. Die beiden hatten schon in Frigid ihre kleinen Auftritte, sodass mir die Personen nicht gänzlich unbekannt waren. Wie von Jennifer Armentrouts anderen New Adult Büchern gewohnt, erzählt sie gekonnt und mitreißend aus der Perspektive beider Protagonisten. So lernen wir Andrea und Tanner am besten kennen.

Andrea ist mir sofort sympathisch gewesen, denn gleich auf den ersten Seiten erzählt sie von kleinen Erlebnissen aus ihrer Vergangenheit, was ihr schon passiert ist und setzt sich direkt in das nächste Fettnäpfchen. Das war einfach so authentisch und ich adoptierte sie kurzerhand als meine beste Buchfreundin. Umso intensiver fühlte ich auch mit ihr mit, denn sie hat ihre Laster, Probleme und inneren Konflikte. Und damit meine ich nicht nur, dass sie mit dem gutaussehenden Tanner wenig auskommt, obwohl das hier natürlich auch eine große Rolle spielt. Die beiden können sich nämlich aufgrund ihres Freundeskreises nicht aus dem Weg gehen. So knallt es immer wieder zwischen den beiden. Allerdings ändert sich vieles, als ihre besten Freunde Sydney und Kyler (aus „Frigid“) sie zu einem Urlaubstrip einladen und eine längere Konfrontation unvermeidlich ist.

„Scorched“ ist lustig, emotional, ernst und sexy. Andrea und Tanner haben eine tolle Chemie, die Dynamik zwischen ihnen macht Spaß und es knistert ordentlich. Allerdings deckt dieses Buch auch eine ganze Reihe an Klischees ab und bringt mit dieser Handlung nicht wirklich etwas Originelles mit. Wer viel in diesem Genre liest, dem wird einiges bekannt vorkommen und dieses Ich-hasse-dich-jetzt-mag-ich-dich nicht aus den Socken hauen. Vor allem weiß man dann als Leser auch, dass die Entwicklung von Feinden zu Freunden auch glaubhafter geschrieben werden kann.

Bis die Probleme von Andrea und Tanner sowie die ernsteren Themen angesprochen und gelöst werden, dauert es auch eine ganze Weile und so begeistert wie ich am Anfang war, ging es ab der Hälfte des Buchs etwas bergab. Allerdings mochte ich dieses Buch lieber als Frigid, da es thematisch etwas mehr Tiefe mitbringt und die Schwierigkeiten und Probleme greifbarer bzw. realitätsnaher erscheinen. Ob es für diese Art von Problemen und die Ernsthaftigkeit dahinter, nicht doch zu „leicht“ geschrieben ist, lässt sich aber sicherlich diskutieren… Für mich war es aber in Ordnung, denn wenn ich richtig mitleiden möchte, dann lese ich Jessica Sorensens Bücher.

Fazit
Wie jedes Buch von Jennifer Armentrout brilliert dieses Buch durch einen wunderbaren Schreibstil, der einen sofort mit auf eine Lesereise nimmt und mit Sogwirkung durch die Seiten treibt. Auch wenn dieses Buch facettenreicher und unterhaltsamer als „Frigid“ ist, bringt es trotzdem seine Schwächen mit. Insgesamt macht es durch die sympathischen Protagonisten aber auch viel Spaß und wer New Adult mag, der findet hier ein gutes Buch für Zwischendurch. 3,5 Sterne.

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Seifenzauber - natürlich, pflegend, duftend

Anne-Marie Faiola
Fester Einband
Erschienen bei Frech, 13.02.2017
ISBN 9783772477171
Genre: Sachbücher

Rezension:

Anne-Marie Faiola präsentiert uns mit "Seifenzauber" ein Buch, das sich mit im Kaltverfahren hergestellten Seifen beschäftigt. Das tolle bei handgemachter Seife ist ja, dass man sich die Inhaltsstoffe je nach Belieben zusammenstellen kann. Welche Öle und Fette, welcher Duft, wie pflegend, all das bleibt einem selbst überlassen. Frau Faiola erklärt toll, gibt einen guten Einblick und weist auf die unterschiedlichen Sicherheitsthemen hin. Denn zum Seifesieden gehört auch Natriumhydroxid und das ist ätzend. Gerade die Theorie ist deshalb besonders wichtig und Anne-Marie Faiola beschreibt die Grundlagen des Seifenherstellens, welche Utensilien und Materialien benötigt werden sehr lehrreich und verständlich.

Total begeistert war ich von Kapitel 4, denn hier werden die gängigen Öle bzw. Fette näher erklärt. Genau so eine Übersicht hat mir bisher gefehlt, denn hier findet sich ganz komprimiert alles was es zu wissen gilt: Welche Eigenschaften hat welches Öl, wie viel sollte ich idealerweise davon verwenden oder auch wie lange ist besagtes Öl in der Seife haltbar. Anschließend geht es in Kapitel 5 weiter mit Kräutern und anderen Zusatzstoffen (z. B. Tonerden, Honig, Seide). Nochmal ganz großes Lob für diese beiden Kapitel! Ich habe natürlich gleich ausprobiert wie man Ölaufgüsse zubereitet und wie verschiedene pflanzliche Zusatzstoffe (z. B. Brennnessel und Paprika) der Seife Farbe verleihen. Das hat auch alles sehr gut geklappt!

Im Anschluss an die Theorie geht es dann an die Rezeptentwicklung. Die Rezepte sind sehr verschieden und enthalten auch etwas exotischere Zutaten, die man nicht gleich um die Ecke bekommt. Vieles habe ich dann einfach weg gelassen, denn sonst wird der Geldbeutel sehr schnell sehr leicht. Aber das Buch macht auch durch die vielen tollen Bilder große Lust sofort loszulegen und die bisher fremden Fette und ätherischen Öle zu nutzen oder einfach mal ganz ungewöhnlich eine Banane in der Seife zu versenken. Manches in den Zutatenlisten gefiel mir aber auch nicht so gut, so zum Beispiel das Titandioxid. Das kam bei mir dann einfach nicht rein. Einen Anfänger kann die Zutatenliste sowieso erstmal erschlagen, da ist weniger einfach mehr. Und dann arbeitet man sich einfach voran, übt und probiert Neues aus.

Damit Seife nicht einfach nur einfarbig ist, werden auch verschiedene Techniken für Muster und Farbspiele vorgestellt. Ich habe mich auch daran versucht, muss aber sagen, dass es nur anhand der Anleitung nicht gleich funktioniert hat. Hier helfen auf jeden Fall Youtube-Videos, die parallel genutzt dann den Erfolg versprechen (nach ein paar Übungsversuchen zumindest). Für Anfänger ist das aber wohl erstmal nichts, hier würde ich erstmal ein ganz einfaches Rezept angehen und mich mit dem Vorgehen vertraut machen. Dann gelingt aber auch schnell die ein oder andere Technik!

Fazit
Das Buch ist wirklich kompetent, informativ und inspirierend. Es gibt einen sehr tollen Überblick und ist aufgrund seiner Ringbindung auch handlich. Die wunderschönen Fotos machen große Lust alles auszuprobieren! Für Anfänger ist das Buch gut geeignet, um sich mit der Thematik zu beschäftigen, kann aber aufgrund der vielen Zutaten auch erstmal überfordern. Aber dann lässt man einfach die Farbe und die vielen Zusatzstoffe erstmal weg. Insgesamt ist das ein Buch, das ich auch in nächster Zeit immer wieder noch zu Rate ziehen werde und bin voll auf zufrieden damit! Meine neue Seifenbibel!

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anthologie, gentlewoman, gentleman, gentlemen, ohneohren

Gentlemen in Space

Melanie Schneider , David Knospe , Angela Stoll , Markus Cremer
E-Buch Text: 147 Seiten
Erschienen bei Verlag OHNEOHREN, 24.12.2016
ISBN 9783903006829
Genre: Romane

Rezension:

Lest ihr gerne Kurzgeschichten? Und könnt ihr neben den ganzen Badboys auch mal einen Gentleman vertragen? Sci-Fi interessiert euch auch? Dann ist das hier das richtige Buch! In dieser Anthologie finden sich 12 Kurzgeschichten, die sich alle mit dem Thema Gentlemen in Space beschäftigen. Die Debütautoren/innen und erfahrenen Autoren/innen haben dabei auch wirklich eine ganz bunte Mischung an Geschichten geliefert - teilweise lustig, schräg, romantisch, skurril, ernst und alle auf jeden Fall sehr kreativ.

Das sind die Autoren:
David Knospe, Melanie Schneider, Angela Stoll, Markus Cremer, Katharina Fiona Bode, Michael Schäfer, Eliza Bauer, Thomas Waldschicht, Fabian Dombrowski, Robert von Cube, Andrea Bienek und Elisabeth Hofer.

Wir erleben in "Gentlemen in Space" zum Beispiel einen kampferprobten Frisör, Weltraumhaie, ungleiche Pärchen oder auch Piraten. Die Gentlemen bleiben dabei stets höflich, ritterlich und zuvorkommend. Manche der Geschichten sind ganz klassische Sci-Fi-Raumschiff-Geschichten und andere spielen auf fremden Planeten mit eigenartigen Wesen. Insgesamt gefiel mir die Mischung wirklich gut und manche Geschichten hören so fies auf, dass ich mir eine Fortsetzung wünsche.

Natürlich können einem bei 12 Geschichten nicht alle gleich gut gefallen und so waren mir manche einfach zu bizarr. Gerade die erste Geschichte war gar nicht mein Fall, aber danach wurde es immer besser. Zum Ende hin werden die Kurzgeschichten auch etwas ernster, sodass wirklich für jeden etwas dabei sein sollte. Ich habe für mich beim lesen aber auch festgestellt, dass ich nicht alle Geschichten auf einen Rutsch lesen kann. Gerade dadurch, dass sie so unterschiedlich sind, brauchte ich immer wieder Pausen zwischen den Kurzgeschichten. Nur so konnte ich auch jede Einzelne auf mich wirken lassen. Folglich war "Gentlemen in Space" trotz der nur 147 Seiten nichts für Zwischendurch, bleibt dafür jedoch im Gedächtnis hängen.

Fazit
Wer eine Abwechslung zu den ganzen Badboys sucht, die gerade so beliebt sind, der ist hier richtig beraten. „Gentlemen in Space“ ist eine Anthologie mit wirklich sehr unterschiedlichen Geschichten, die uns auf Raumschiffe und in fremde Galaxien entführen. Lesetipp!

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teufel, hölle, liebe, benne schröder, in der liebe ist die hölle los

In der Liebe ist die Hölle los

Benne Schröder
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 24.04.2017
ISBN 9783736304499
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Teufel ist ein cleverer Kerl und führt die „Hölle“ wie ein Unternehmen – und das sehr erfolgreich, denn der Tod ist ein gut laufendes Geschäft. In „In der Liebe ist die Hölle los“ geht es um die Tochter des Teufels: Catalea. Nachdem manches in ihrem Leben nicht ganz rund läuft, steigt sie gezwungenermaßen in die Firma ein und unterstützt im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Intrigen und Machtspiele führen aber dazu, dass Catalea in Gefahr gerät. Gut, dass ihr Vater den gut aussehenden Totenanwalt Timur kennt und ihr zur Seite stellt. Doch dann wird es erst richtig turbulent…

Benne Schröder liefert uns mit diesem Werk seinen Debütroman und schafft ein wirklich einfallsreiches Setting. Auch wenn er zu Beginn mit einer Flut an Informationen zur „Firmenstruktur“ umsichwirft, kam ich gut in die Geschichte hinein und war fasziniert von diesem hierarchischen System. Die Hölle wie ein Unternehmen mit unterschiedlichen Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortungen zu betrachten, ist wirklich etwas Neues und gefällt mir. Die Art wie hier die überirdischen Kräfte gewirkt und Kämpfe ausgetragen wurden, erinnerten mich zwar an eine Mischung aus Dragonball Z und Pokemon-Gameboyspiel, aber irgendwie passte das auch sehr gut in diese höllische Welt. Die Schauplätze hauptsächlich in Deutschland anzusiedeln ist auch eine angenehme Abwechslung. Oft spielen die Bücher deutschsprachiger Autoren ja trotzdem in den USA, hier bewegen wir uns aber in Köln, München und kurzzeitig auch in Italien. Das gab Pluspunkte! Der Chef, also der Teufel in Person, ist ein ebenso interessanter Charakter wie die sehr eigene Kitty und jeden Auftritt der beiden empfand ich als kleines Highlight. Lieber Benne Schröder, schreibst du bitte jedem sein eigenes Buch? Ich würde das sofort lesen!

Leider hat dieses Buch für mich auch einen Schwachpunkt: Mit Catalea hatte ich so meine Schwierigkeiten und erst die letzten Seiten war sie mir einigermaßen sympathisch. Sie ist eine junge Frau, die verständlicherweise selbstbestimmt und eigenverantwortlich leben möchte. Es ist also gut nachzuvollziehen, dass ihr die Arbeit in der Firma nicht zusagt. Aber für Catalea ist dies alles schwer zu „ertragen“ und statt einen anderen Weg zu suchen oder sich damit zu arrangieren, leidet sie. Und dabei jammert sie, (be)schimpft und nörgelt. Daneben kommt Catalea auch wirklich undankbar rüber und nachdem sie das dritte Mal „Arschloch“ sagt, konnte ich nur noch den Kopf schütteln. Sie hinterfragt auch nicht mal genau warum sie etwas unternimmt oder etwas passiert. Statt aktiv zu werden oder sich einfach mal die richten Fragen zu stellen, schimpft sie weiter, flieht und „erträgt“ dabei ihre Rolle. Mir ist es ehrlich gesagt auch ein Rätsel was der geheimnisvolle Totenanwalt Timur an ihr anziehend findet und folglich war die Portion Romantik für mich nicht glaubhaft. Die letzten 30 Seiten bekommt Catalea aber die Kurve. Sie benutzt zwar immer noch dauernd das Wort „Arschloch“, ist aber weniger undankbar und nörgelt nicht mehr ganz so viel. Das war echt schade, denn mit einer angenehmeren Hauptfigur hätte dieses Buch mehr Spaß gemacht!

Dennoch: Schreiben kann Benne Schröder auf jeden Fall! Mit einem wortgewandten und lockeren Schreibstil und einer Prise Humor erleben wir aus Cataleas Sicht die Geschehnisse. Hin und wieder tauchen kursive Textstellen auf, die bei mir immer wieder ein breites Grinsen verursachten und einen tieferen Einblick in das Regelwerk der Hölle werfen lassen. Den Stil kann ich einfach nur loben!

Fazit
„In der Liebe ist die Hölle los“ öffnet uns die Tore in eine faszinierende Welt, die wir so noch nicht gesehen haben. Bis auf die Protagonistin Catalea schafft Benne Schröder es interessante Figuren zu schaffen, die ich gern durch diese Geschichte begleitet habe. Sowohl Setting und Stil begeistern einfach. Sollte Benne Schröder ein weiteres Buch in dieser Welt entstehen lassen, so bin ich sofort wieder dabei! 3,5 Sterne

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241 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 66 Rezensionen

superhelden, jennifer estep, karma girl, piper verlag, bigtime

Karma Girl

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2017
ISBN 9783492280372
Genre: Fantasy

Rezension:

Stellt euch eine Welt wie unsere vor, nur dass es dort in jeder Stadt einen eigenen Superhelden (mit Superkräften und in passendem Outfit) und einen bösen Erzschurken gibt. Der Superheld rettet Kinder aus brennenden Hochhäusern, während der Erzschurke natürlich allerlei Dinge unternimmt, um seine Macht zu vergrößern. Genau in so einer Welt lebt die Journalistin Carmen Cole, unsere Protagonistin. Klingt gut? Auf jeden Fall!

Das Setting ist zwar ungewöhnlich bis schräg, aber auch gelungen. Der Einstieg in dieses Buch war auch ganz einfach, denn wir erleben zu Beginn wie Carmen ihren Verlobten in flagranti mit ihrer besten Freundin erwischt. Als wäre das noch nicht schlimm genug: All das passiert an ihrem Hochzeitstag und Carmen entdeckt gleichzeitig, dass die beiden der örtliche Superheld und seine Erzschurkin sind. Total erschüttert, zückt sie aber kurzerhand ihr Handy und fotografiert die beiden. Und das ist der Beginn einer Mission! Verärgert wie sie ist, zieht sie von Stadt zu Stadt und deckt fortan wahre Identitäten auf. Zumindest solange bis das ganze massiv in die Hose geht und Carmen sich plötzlich in einer unberechenbaren, gefährlichen Situation wiederfindet.

Wie bereits angedeutet: Dieses Buch ist schräg, überzeichnet und manchmal alles einfach nur unrealistisch und unlogisch. ABER es macht wahnsinnigen Spaß. Ich mochte all die Beschreibung der Superheldenkostüme, die kreativen Superheldennamen und das Gefühl als würde ich einen Superman-Chicklit-Comic lesen. Carmen ist auch grundsätzlich eine sehr angenehme Figur, die ich wirklich schnell in mein Herz geschlossen habe. Sie ist sympathisch, frech und keine Heulsuse. Dann lernen wir auch noch Striker kennen, ein besonderer Superheld in der Stadt "Bigtime" und Anführer der „Fearless Five“. Der gut aussehende und heldenhafte Striker war mir etwas zu perfekt, aber er ist natürlich ein Superheld, von daher war das schon in Ordnung so.

„Karma Girl“ ist ein originelles und humorvolles Buch, das eine Portion Romantik mitbringt und durch das tolle Setting besticht. Was dem Gesamtpaket aber schadet ist die Vorhersehbarkeit der Geschichte, denn das beginnt schon mit den Namen der Personen und zieht sich auch weiterhin durch die Handlung. Da frustrierte es manchmal schon, dass Carmen für alles etwas länger brauchte und nicht ganz so eine 'Blitzmerkerin' ist. Das ist schade, denn das Buch hätte spannender sein können. Insgesamt liest sich Jennifer Esteps Superheldengeschichte aber wirklich schnell, denn der Schreibstil ist flüssig und passt sehr gut zur Geschichte.

Fazit
„Karma Girl“ ist ein unterhaltsames Buch für alle, die Superhelden und etwas frischen Wind im Fantasygenre mögen. Wer kein tiefschürfendes Buch mit ernsten Themen erwartet und sich auf diese Art von Humor einlässt, der hat viel Spaß beim Lesen. Nur die Vorhersehbarkeit ist etwas nervig, denn so nimmt es der Geschichte an Spannung.

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liebe, reise, wünsche, ava reed, jugendbuch

Wir fliegen, wenn wir fallen

Ava Reed , Alexander Kopainski
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 17.02.2017
ISBN 9783764170721
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das neue Jugendbuch von Ava Reed fällt sofort durch die Farbe des auf. Es ist einfach gehalten und trotzdem ein Hingucker. Die Handlung ist auch recht kurz zusammengefasst: Es geht um Noel und Yara, die sich bisher noch nicht kennen und sehr unterschiedlich sind. Aber als eine ihnen beiden vertraute Person stirbt und die beiden so verbindet, beginnt für die zwei ein gemeinsames Abenteuer. Im Mittelpunkt steht dabei eine Bucket-List (also eine Liste, die es abzuarbeiten gilt) und die Wünsche eines alten Mannes.

„Wir fliegen, wenn wir fallen“ ist ein Buch, das natürlich keine grundsätzlich neue Idee mitbringt. Bücher, die von Listen handeln, gibt es schon einige. Diese Geschichte bietet aber zuerst einmal sehr liebenswerte Charaktere, die absolut stimmig gestaltet sind. Sie bringen eine jeweils eigene Persönlichkeit mit und Erlebnisse, die sie geprägt haben. Während ihrer Reise durchlaufen sie eine Entwicklung, die vielleicht nicht ganz realistisch, aber dafür wirklich spannend zu lesen ist. Und kombiniert mit dem wirklich tollen Schreibstil der Autorin ließ es mich zügig durch die Seiten fliegen. Denn wer bisher noch kein Buch von Ava Reed gelesen hat, dem sei gesagt, dass sie wirklich sehr angenehm schreibt: Flüssig, jugendlich, wortgewandt. Wirklich gut ist daher auch, dass wir die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven beider Protagonisten erleben.

Am besten gefiel mir wie wir Leser von den jeweiligen Hintergründen von Noel und Yara erfahren und wir Stück für Stück mehr von ihrem bisherigen Leben gezeigt bekommen. So lassen sich die Figuren einfach besser verstehen und Dinge nachvollziehen. Doch obwohl es sich hier um eine sehr gefühlvolle Geschichte handelt und auch die Romantik nicht zu kurz kommt, fiel es mir schwer mitzufühlen. Die Emotionen werden zwar schön dargestellt, aber so richtig rein versetzen konnte ich mich nicht. Das mag daran liegen, dass sich all die Geschehnisse auf rund 300 Seiten abspielen und somit natürlich nicht genug Tiefgang erreicht wird. Ich hatte den Eindruck, dass Ava Reed den Finger auf der Vorspultaste hatte während sie geschrieben hat und deswegen alles unglaublich schnell geht. Das war wirklich schade und etwas mehr Seiten hätten dem Buch nicht geschadet.

Fazit
Insgesamt ist „Wir fliegen, wenn wir fallen“ ein Buch, das sehr gut zur Zielgruppe passt und wirklich schnell gelesen ist. Für Jugendliche und Bucket-List-Freunde, die Bücher zum Träumen mögen, ist dieses rosa Schmuckstück absolut empfehlenswert. 

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magie, spiel, caraval, fantasy, liebe

Caraval

Stephanie Garber , Diana Bürgel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704168
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Cover ist ein wahrer Hingucker und verspricht ein magisches Abenteuer. Mit hohen Erwartungen bin ich an dieses Buch heran gegangen, vor allem mit all den positiven Kritiken im Gedächtnis. Diese Buchbesprechung fällt mir nun aber schwer, denn ich bin hin und her gerissen was ich von "Caraval" halten soll...

In Stephanie Garbers Werk geht es um Scarlett, die schon als kleines Kind von ihrer Großmutter Geschichten über Caraval erzählt bekommen hat. Seither träumen sie und ihre jüngere Schwester Donatella von den geheimnisvollen, talentierten Caraval-Darstellern, dem magischen Caraval-Spiel und dem mysteriösen Spielemacher namens "Legend“. Jahre später leben Scarlett und Tella immer noch unter dem Dach ihres machthungrigen und gewalttätigen Vaters. Einzig die arrangierte Ehe für Scarlett mit einem Grafen schürt die Hoffnung auf eine Flucht und ein neues Zuhause. Doch plötzlich erreicht ein Brief die beiden Mädchen und darin finden sie die Eintrittskarten für Caraval mit dem Versprechen, dass der diesjährige Gewinner von Caraval einen Wunsch erhält. Nehmen Scarlett und Donatella die Einladung an? Und was wird sie dort erwarten?

Nachdem ich "Caraval" nun innerhalb von zwei Abenden gelesen habe, lässt es mich mit sehr gemischten Gefühlen zurück. Während dem Lesen hatte ich ein bisschen das Gefühl von "Alice im Wunderland" trifft auf "The Hunger Games" und "Der Mittarnachtszirkus". Die Atmosphäre ist weitgehend magisch, geheimnisvoll und mit einem Hauch des 18 Jahrhunderts. Es ist ein Buch über Geschwisterliebe, Aufopferung und dem Wunsch nach einem sicheren, erfüllten Leben. Dazu gibt es eine Prise Romantik (aber leider Insta-Love). Die Idee ist insgesamt gut und auch wenn die Einflüsse anderer Bücher am Rande bemerkbar sind, störte mich das kaum.

Das Buch lässt sich gut lesen, nur manchmal ist es zu beschreibend. Aber der Schreibstil fängt die magische Stimmung gut auf und zwingt einen immer weiter Umzublättern - bis man dann doch erschrocken auf die Uhr sieht und feststellt, dass es eigentlich Zeit zum Schlafen ist. Die Handlung nimmt einen auch sofort gefangen und die Neugierde um das Spiel von Caraval sprang direkt von Scarlett und Tella auf mich über. Leider lies meine Begeisterung in der zweiten Buchhälfte etwas nach, was hauptsächlich am fehlenden "World Building" lag. Ich kann im Nachhinein nicht mal genau sagen, um welches Genre es sich hier handelt. Die Ansätze für High Fantasy sind da und lassen viel erwarten: Ich wollte unbedingt mehr über die Eroberten Inseln und das Reich erfahren, wie die Magie funktioniert oder einfach mehr über die Geschichte dieser Welt. Ein gutes Setting braucht jedoch nicht nur einfallsreiche Begriffe, sondern auch tiefergehende und logische Beschreibungen. Aber es wird nichts erklärt und auf nichts eingegangen, was total schade ist.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Scarlett, die zusammen mit ihrer Schwester Donatella und dem Seemann Julian los segelt, um am Spiel teilzunehmen. Scarlett kommt als interessanter Charakter mit einem starken Beschützerinstinkt ihrer Schwester gegenüber daher, mit fortschreitender Seitenzahl lernen wir sie aber besser kennen. Letztendlich wirkte sie auf mich weinerlich, inkonsequent und wirklich sehr naiv. Manchmal wollte ich sie einfach schütteln und ihr die Meinung sagen. Donatella und Julian blieben mir bis zum Schluss auch fremd, denn insgesamt fehlt es allen Figuren an Tiefe – alles wirkte eindimensional und austauschbar auf mich. Das Buchende verstärkt den Zwiespalt gegenüber diesem Buch dann nochmal. Es passiert einiges, es überrascht und bringt unterschiedliche Wendungen mit sich. Aber ich vermute gleichzeitig auch einige Logikfehler. Zudem war ich die letzten Seiten über sehr verwirrt, konnte teilweise nicht mal mehr sagen, ob das was passiert nun Illusion oder Realität ist, wer denn nun welches Motiv verfolgt und war somit nur damit beschäftigt die Stirn zu runzeln.

Fazit:
„Caraval“ schürt die Neugierde und begeistert vor allem in der ersten Buchhälfte. Es lässt sich auch in einem Rutsch lesen, denn Stephanie Garber schreibt mit Sogwirkung. Im Nachhinein bin ich nur etwas enttäuscht, insbesondere vom „World Building“, den Charakteren und der großen Verwirrung. Schade, dass das Potential nicht ganz ausgeschöpft wurde. Auf Band 2 bin ich trotzdem schon gespannt! 3,5 Sterne

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63 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

witz und weisheiten des tyrion lennister, tyrion lannister, zitate, dasliedvoneisundfeuer, illustrationen

Witz und Weisheiten des Tyrion Lennister

George R.R. Martin , Andreas Helweg , Jörn Ingwersen
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 27.03.2017
ISBN 9783764531577
Genre: Sachbücher

Rezension:

In diesem schmalen, gebundenen Buch tummelt sich eine Sammlung von Zitaten unseres liebsten Zwergs aus der bekannten Buchreihe von George R.R. Martin. Es liegt qualitativ hochwertig in der Hand und das Cover ist auch wirklich sehr schön gestaltet. Mit dieser Optik passen Tyrions Sprüche auch perfekt neben meine anderen Game of Thrones-Bücher und alles macht einen tollen Gesamteindruck.

In unterschiedlichen Kategorien unterteilt, ist "Witz und Weisheiten des Tyrion Lennister" eine verbale Reise durch alle Bücher von "Das Lied von Eis und Feuer". Es finden sich darin beispielsweise die Kapitel "Über das Leben als Zwerg", "Über die Liebe", "Über Familienwerte", aber auch "Über Realpolitik" und "Über die Kunst, die eigene Haut zu retten". Es ist wirklich eine bunte Mischung, wobei die einzelnen Zitate auch immer auf den jeweiligen Band verweisen, aus dem sie entnommen wurden.

Die einzelnen Zitate bleiben in Erinnerung und als Fan der Reihe kamen mir auch direkt einige bekannt vor. Die Auswahl gefiel mir gut: Mancher Spruch ist zum Schmunzeln, manches wirklich originell oder auch echt schräg. Somit bekommen wir hier eine geballte Ladung Tyrion, die kurzweiligen Lesespaß bietet. Insgesamt liest sich dieses Büchlein auch sehr schnell, da pro Seite nur ein Zitat abgebildet wird. Schwarzweiße, gezeichnete Illustrationen ergänzen die Zitate optisch sehr gut, obwohl mir hier nicht jedes Bild zusagt und der Stil nicht ganz meinen Geschmack trifft.

Als Geschenk für eingefleischte Fans ist "Witz und Weisheiten des Tyrion Lennister" sicher eine nette Überraschung. Hier taucht allerdings kein Zitat auf, das nicht auch im Internet zu finden ist oder man sich selbst in der Buchreihe vermerken könnte. Für die 160 Seiten ist der Preis damit eher hoch.

Fazit
In diesem Buch findet sich eine breite Sammlung der besten Zitate von Tyrion Lennister. Es macht Spaß Tyrion Lennisters "Witz und Weisheiten" zu lesen, obwohl der Preis dafür eher hoch ist. 

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1.565 Bibliotheken, 28 Leser, 1 Gruppe, 392 Rezensionen

erin watt, paper princess, liebe, erotik, new adult

Paper Princess

Erin Watt , Lene Kubis
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2017
ISBN 9783492060714
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

"Paper Princess" kommt mit einem wahnsinnig schönen Cover daher, das hochwertig in der Hand liegt und ein wenig glitzert. Es fällt einfach sofort ins Auge und passt ebenso gut zur Geschichte. In "Paper Princess" geht es um die 17-jährigen Vollwaise Ella, die sich mit Nebenjobs finanziert und gerade so über die Runden kommt bis plötzlich der ihr unbekannte Callum Royal auftaucht. Callum behauptet der beste Freund ihres verstorbenen Vaters gewesen zu sein und nimmt sie ganz ungefragt mit zu sich. So landet Ella in der sehr wohlhabenden Familie "Royal" und sieht sich plötzlich mit den fünf Söhnen und noch ganz anderen Problemen konfrontiert.

Wie ihr vielleicht schon an dieser kurzen Beschreibung bemerkt, ist Ella natürlich keine "Princess" - sondern eher eine Art ungewollte CinderELLA. Sie ist einerseits ein starker Charakter, der sich nichts gefallen lässt und gleichzeitig auch eine Menge Drama um sich herum verursacht. Andererseits war manches an ihr für mich etwas schwer zu glauben, denn obwohl dieses Buch auf der High School spielt, nimmt das Thema Sex eine vergleichsweise große Rolle ein. Das fängt schon damit an, dass Ella in der Identität ihrer Mutter als Stripperin nebenbei an der Stange arbeitet und alten Herren den Kopf verdreht. Hätte sie nicht einfach bei McDonalds Burger braten können? Dennoch mochte ich sie von allen Charakteren doch am liebsten. Die Brüder bleiben nämlich eher blass und ohne besondere Merkmale. Sie sind alle muskulös, heiß, reich und vordergründig der Typ "arrogantes Arschloch". Ein paar weniger von dieser Männersorte hätten es ja auch getan. Mir gefiel allerdings wie Ella mit den Jungs umging, sie verändert sich für niemanden und ist auch nicht auf den Mund gefallen.

In "Paper Princess" findet ihr neben Ella und den fünf Royal-Söhnen natürlich auch Partys, High-School-Leben, knisternde Teenieliebe, neue Freundschaften, aber auch Betrug, Rache und fiese Schüler-Streiche. Insgesamt erinnert mich dieses Buch sehr stark an die Fallen Crest High-Bücher von Tijan mit einer kleinen Portion von Abbi Glines "Rush of Love". Das ist aber absolut unproblematisch für mich gewesen, denn ich mag die beiden genannten Reihen gern und Cinderella-Anlehnungen sowieso.

Wie von den anderen Büchern des Autorenduos gewohnt, liest sich auch "Paper Princess" unheimlich gut. Der Schreibstil ist absolut fließend und ich konnte an keiner Stelle sagen, dass ich die Handschrift einer der Autorinnen erkannt hätte. Alles fügt sich gut ineinander. Dazu ist es spannend aus der Ich-Perspektive geschrieben und besonders die erste Hälfte gefiel mir richtig gut. Dann wird es leider etwas zäher, bekommt zu wenig Tiefgang und bringt damit Augenroll-Potential mit. Doch es liest sich alles schnell, sodass man plötzlich am Ende ist und einen echt fiesen Cliffhanger präsentiert bekommt. Jetzt heißt es warten bis die weiteren Bücher erscheinen.

Fazit
"Paper Princess" bringt uns knisternde Momente, unterhaltsame Lesestunden und einen Schreibstil mit Suchtpotential. Auch wenn das Buch klischeebehaftet ist, kann ich den ersten Teil der Trilogie jedem empfehlen, der gerne New Adult liest und eine Protagonistin mag, die sich nicht alles gefallen lässt.

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46 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

maus, mond, raumfahrt, kinderbuch, armstrong

Armstrong

Torben Kuhlmann , Torben Kuhlmann
Fester Einband: 127 Seiten
Erschienen bei NordSüd Verlag, 25.07.2016
ISBN 9783314103483
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Auf der vergangenen Frankfurter Buchmesse bin ich auf einen riesengroßen Aufsteller gestoßen, der eine Maus im Astronautenanzug zeigte. Da kam ich nicht drum herum und musste dieses Buch lesen!

Schauplatz dieses Buchs ist Amerika in den 1950er Jahren. Armstrong, eine kleine Maus, zweifelt als Einziger des Mäusevolks daran, dass der Mond aus Käse ist. Jede Nacht schaut er durch sein Fernrohr in den Himmel, ist fasziniert von diesem Anblick und beschließt der Sache auf den Grund zu gehen. Armstrong möchte die erste Maus auf dem Mond sein.

Der Zeichner Torben Kuhlmann präsentiert uns mit „Armstrong“ ein Bilderbuch, das seinesgleichen sucht (ok, seine anderen Werke schließen wir mal kurz aus). Ich bin sowas von hin und weg wie schön diese Zeichnung und die gesamte Aufmachung sind. Im Großformat mit 128-Seiten liegt „Armstrong“ absolut hochwertig in der Hand und zieht alle Blicke auf sich. Ich hatte es auf dem Wohnzimmertisch liegen und kaum einer ist daran unbemerkt vorbei gekommen. Zudem kann man dieses Buch auch nicht „mal kurz“ lesen, denn dafür ist es viel zu facettenreich. Ich habe es wirklich oft in die Hand genommen, wieder und wieder betrachtet und ich bin mir sicher, dass ich es auch in nächster Zeit noch öfter aus dem Regal holen werde.

Wer nun denkt: „Bilderbücher sind doch was für Kinder“, der sollte jetzt mal sehen wie energisch ich mit dem Kopf schüttle. Schon allein die vielen Konstruktionszeichnungen, die technischen Skizzen und Konzepte sind so faszinierend anzusehen - das finden nicht nur Kinderaugen klasse. Dazu kommt, dass wir natürlich alles aus der Perspektive der Maus betrachten und somit für uns die kleinen Dinge plötzlich ganz groß, imposant und detailgetreu erscheinen.

Die Geschichte selbst ist voller Spannung, Raffinesse, Technikaffinität und das alles setzt die mutige Maus super in Szene. Wir verfolgen als Leser wie Armstrong wissbegierig und entschlossen sich seine Ziele setzt und daran unaufhörlich arbeitet. Es geht aber auch darum, dass man an sich selbst glauben muss und auch mal etwas anpacken, das zuvor noch keiner getan hat. Armstrong ist schon nach der ersten Seite direkt in mein Herz gehüpft.

Der Schreibstil eignet sich sowohl zum Vorlesen als auch zum selbst lesen. Die historischen Fakten der Raumfahrtgeschichte sind gut in die Geschichte eingewoben, sodass es wirklich sehr interessant ist. Flüssig, gewitzt und spannend schreibt Torben Kuhlmann über Armstrong und lässt uns am Abenteuer der kleinen Maus teilhaben.

Fazit
Quadratisch, hochwertig, detailreich, gelungen! Armstrong zeigt, dass nichts unmöglich ist, wenn man mit Mut und Vertrauen an eine Sache heran geht. Ich bin begeistert und behalte Torben Kuhlmanns Werke auf jeden Fall im Auge. Bitte, bitte, wir brauchen noch viel mehr solcher Bücher!

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Der Axolotlkönig

Sylvia Rieß
E-Buch Text: 205 Seiten
Erschienen bei null, 11.02.2017
ISBN B06W542NGP
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Da ist er also, der erste Band der Märchenspinnerei. Sylvia Rieß darf den Anfang machen und präsentiert uns mit „Der Axolotlkönig“ ein Buch, indem sie mit Leonie eine Figur kreiert, die es im Leben nicht leicht hat. Fynn dagegen aber auch nicht, denn der wird auf dem Schulklo plötzlich in einen Axolotl verwandelt. Und dann landet Fynn auch noch in Leonies Aquarium...

Das Buch wäre mir ehrlicherweise in einer Buchhandlung nicht aufgefallen. Der Schriftzug auf dem Cover gefällt mir zwar sehr gut, aber die restliche Gestaltung trifft leider nicht meinen Geschmack. Auch der Buchtitel geht nicht leicht von der Zunge. Dennoch lese ich sehr gerne Märchenadaptionen und mag es auch, wenn in Büchern ernstere Themen angesprochen werden und den Geschichten so Tiefgang verleihen. Beides bekommen wir hier.

„Der Axolotlkönig“ bekommt sein märchenhaftes Fundament durch den Froschkönig und die Schneekönigin gestellt. Prinzessinnen, hübsche Kleider und Schlösser bekommen wir hier aber nicht, denn das ganze spielt in der heutigen Welt. Ergänzt wird das Buch durch Themen wie Mobbing und psychischen Erkrankungen. Das sind absolut aktuelle und sensible Themen, die allerdings in der Öffentlichkeit nicht so viel Beachtung finden. Deshalb ist es umso wichtiger auch mal anzusprechen wie sich Menschen fühlen, die als Mobbingopfer an ihre eigenen Grenzen stoßen und an einer depressiven Erkrankung leiden. Besonders hervorheben will ich daher also, dass „Der Axolotlkönig“ durch diese ernste Thematik und dem sensiblen Umgang damit punktet. Wirklich gut gemacht!

Die Autorin Sylvia Rieß schreibt hauptsächlich aus der Ich-Perspektive von Fynn und Leonie und erzählt dabei in jugendlicher Sprache. Fynn ist der beliebteste Junge der Schule, spielt Gitarre und sieht gut aus. Leonie ist ein cleveres Mädchen und leidet stark unter dem Mobbing in der Schule. Die Charaktere sind insgesamt sympathisch, bleiben aber auch etwas farblos. Manches Verhalten war mir zu viel, anderes wird mir zu schnell abgetan – so geht etwas der Authentizität verloren. Im Laufe der Geschichte findet aber eine Charakterentwicklung statt, die ich gern beobachtet habe.

Wir erleben hier also was aus Menschen wird, die sich in extremen Situationen befinden und wie sie damit umgehen. Das regt zum Nachdenken an. Ich finde es einfach ganz furchtbar, dass sich Menschen über andere Leute lustig machen, sie verspotten und gar nicht wissen (oder es ihnen gleichgültig ist) was sie damit anrichten. Als Leserin habe ich wirklich mit gelitten und mich gefragt, ob Leonie es aus diesem wirklich schlimmen Tief herausschafft und ob Fynn ihr helfen kann.

Und noch ein kleiner Exkurs: Wer sich jetzt auch fragt: „Was ist bitte ein Axolotl?" Ich musste das selbst auch recherchieren und teile meine Erkenntnisse gern mit euch. Es handelt sich nämlich um einen mexikanischen Schwanzlurch, wobei das Wort „Axolotl“ aus dem Sprachgebrauch der „Azteken“ stammt und so viel wie „Wassermonster“ bedeutet. Optisch sieht dieser Lurch aus wie eine sehr große Kaulquappe mit einer Mischung aus Molch und Salamander.

Fazit
Ein gutes Buch, das mich zwar nicht richtig fesseln konnte, aber durch die ernste Thematik punktet und zum nachdenken anregt.

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174 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

liebe, royal, heather cocks, england, mein herz und deine krone

Mein Herz und deine Krone

Heather Cocks , Jessica Morgan , Anja Hackländer
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.02.2017
ISBN 9783734102950
Genre: Liebesromane

Rezension:

Kennt ihr den Film „Der Prinz und ich“ aus dem Jahr 2004? In meiner Jugend habe ich ihn geliebt, denn diese moderne Cinderella-Story ist einfach super schön. Als ich dann von „Mein Herz und deine Krone“ gehört habe, da war klar: Muss ich lesen!

„Mein Herz und deine Krone“ startet wirklich märchenhaft, so wie ich das erwartet habe. Rebecca Porter, genannt Bex, ist eine amerikanische Studentin, die an einem Austausch mit Oxford teilnimmt. Sie erreicht Oxford verschwitzt, nass vom Regen und klopft an die Tür ihres Wohnheims. Nach einer gefühlten Ewigkeit wird ihr auch endlich geöffnet: Von Nick, der ihr direkt mit ihrem Gepäck hilft und sie zu ihrem Zimmer führt. Was Bex erst ein Fettnäpfchen später erfährt, ist, dass Nick der britische Thronfolger ist. Anschließend begleiten wir Bex durch ihre Studienzeit und auch eine geraume Zeit danach, denn das Studium in Oxford wird ihr ganzes Leben verändern.

Bex mochte ich sehr gern, sie nimmt das Leben wie es kommt und macht sich nicht allzu viele Gedanken. Oxford ist für sie ein Ausbruch aus dem Schatten ihrer Schwester und ein Schritt in ihre persönliche Unabhängigkeit. Nick fühlte sich zwar bis zum Schluss noch etwas fremd an, aber auch er wirkt sympathisch und voller Pflichtbewusstsein. So wie man das eben von einem Thronfolger erwartet. Am besten gefiel mir Nicks Bruder Freddie, der einfach cool und locker rüberkommt. Auch die weiteren Nebencharaktere waren zwar manchmal etwas stereotypisch, aber trotzdem gut getroffen und liebenswert.

Das Buch ist eingeteilt in mehrere Teile und wird hauptsächlich aus der Ich-Perspektive von Bex erzählt. Der Schreibstil ist flüssig, sodass es sich wirklich angenehm lesen lässt. Der Einstieg ist grandios und so fesselt der Anfang direkt. Leider lässt das Buch dann etwas nach, denn die Handlung ist leider verbesserungswürdig. Mir fiel schon sehr bald auf, dass es hier viele Parallelen zum britischen Königshaus und der Geschichte von William und Kate gibt. Das war mir vorher gar nicht klar, denn auf dem Klappentext war es nicht vermerkt. Mich störte das nicht allzu sehr, obwohl sich das Gesamtpaket dann eher wie eine Fanfiction lesen ließ und alle Figuren in meinem Kopf direkt wie ihre Vorbilder aussahen. Was mich dann aber doch etwas in meinem Lesefluss behinderte, war das Erzähltempo, denn in „Mein Herz und deine Krone“ entwickelt sich alles sehr langsam. Von den 704 Seiten hätten sich mindestens 150 Seiten streichen lassen, denn bei jedem Filmabend und jeder Party muss ich nicht dabei gewesen sein.

Wie zu erwarten entspinnt sich zwischen Bex und Nick eine Romanze (kein Spoiler, wir alle wissen, dass Kate und William verheiratet sind), die aber nicht die ganze Geschichte dominiert. Freundschaften und Familie spielen ebenso eine große Rolle. Dennoch hätte ich gerne ein bisschen mehr mitgeschmachtet, irgendwie fehlten mir die romantischen Emotionen. Dafür habe ich aber oft genug gegrinst, mich amüsiert und selbst ein wenig in Freddie verliebt. .

Fazit:
Mit diesem Schmöker erhalten wir Einblicke in das royale Leben mit all seinen Sonnen- und Schattenseiten sowie in die Geschichte von Kate und William. „Mein Herz und deine Krone“ ist ein Buch für die weiblichen Leser unter uns, die Liebesgeschichten für Zwischendurch und zum Schmunzeln suchen, aber keinen Tiefgang erwarten.

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