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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Roman in Fragen

Padget Powell , Harry Rowohlt
Fester Einband: 190 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury, 31.01.2012
ISBN 9783827010520
Genre: Romane

Rezension:

Habe endlich eines der großartigsten Bücher meines Lebens zu Ende gelesen – Padgett Powells “Roman in Fragen”: Nichts als Fragen, eine nach der nächsten, Tausende Fragen und keine Antworten. Zum Lesen dauerte es fast ein Jahr; alle paar Wochen nahm ich es wieder in die Hand und las ein paar Seiten.

Wenn es der Sinn von Literatur ist, die ganze bunte, verrückte, wilde, endlos seltsame Welt darzustellen, in der wir leben, dann tut das dieses Buch besser als jeder Roman. Eine lustige, merkwürdige, faszinierende Frage nach der anderen zu lesen ohne großen Zweck, nur so, bringt einen dazu, das leben Revue passieren zu lassen und macht einen leicht und hoffnungsvoll und erstaunt, alles auf einmal.

Ich habe das englische Original gelesen, und habe mir sagen lassen, das Harry Rowohlt viele Fußnoten einsetzt, um unbekannte Begriffe zu erklären – allerdings sind viele Begriffe im Original für mich als Ami unbekannt, das ist ein Teil des Reizes; ich weiß nicht, ob es gut ist, alles immer zu durchleuchten. Es gibt hier nichts zu verstehen, es ist kein Roman, es ist nur eine Sammlung von Fragen. Und vergessen Sie überflüssige Streitfragen wie, “Ist das wirklich Literatur oder macht der Autor nur eine Show daraus?” Denken Sie nur über die Fragen nach – Sie brauchen sie nicht einmal beantworten, nur Ihre Gedanken davon leiten lassen. Es gibt auch – auf Englisch – ein kurzes E-Book: The Imperative Mood, auch großartig. Thank you, Mr. Powell. 

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(2.231)

3.679 Bibliotheken, 34 Leser, 37 Gruppen, 542 Rezensionen

liebe, panem, hungerspiele, katniss, peeta

Tödliche Spiele

Suzanne Collins , Sylke Hachmeister , Peter Klöss ,
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 17.07.2009
ISBN 9783789132186
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Habe gerade The Hunger Games (Teil 1) ausgelesen – wow, alle Achtung. Es war ein pager-turner wie ich lange nicht mehr erlebt habe – ich konnte es nicht weglegen. Wenn ich als Autor versuche zu verstehen, was Collins getan hat:

1. Sie hat die Gefahr für die Hauptfigur vom ersten Moment an etabliert und diese gleichzeitig übersichtlich (sie wird in einer Arena stattfinden mit genau 23 Konkurrenten) und ausweglos.

2. Die Heldin hat ein moralisches Dilemma – sie wird töten müssen. Vielleicht einen Menschen, den sie eigentlich mag.

3. Die Situation ist interessant. Viele haben eine große Sache daraus gemacht, dass es ein „distopian“ Roman ist (The New Yorker hat viel darüber geschrieben und einen Trend ausgemacht) – eine anti-Utopie, eine negative Projektion unserer Gesellschaft in eine finstere Zukunft. Stimmt auch. Aber vor allem es ist interessant – es ist wie die Gladiatoren, aber anders, neu, schondeshalb für uns fesselnd.

4. Sie macht eine Menge aus ihren persönlichen Beziehungen: Menschen, die die Heldin mag oder die sie mögen könnten mit ihr in der Arena landen.

5. Sie hatte den Mut, in einem Jugendroman die Heldin zur Mörderin zu machen. Da war nichts mit: „Man kann doch Kindern so was nicht zumuten.“

Es gibt vielleicht ein paar Kritikpunkte. Sie war sehr vorsichtig, dass die Heldin nie aus Berechnung tötete. Sie blieb selbst in dieser Situation moralisch unantastbar. Vielleicht muss das sein in einem Jugendroman. Im realen Leben frage ich mich, ob das wirklich geht, und ich hätte mir gewünscht, dass sie diese Frage angeht. Dennoch habe ich das nicht als wirkliches Manko wahrgenommen.

Genial. Ich habe mir gleich die zweite Band auf Kindle geholt.

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

reportage, non-fictional, english

Das glücklichste Volk

Daniel L. Everett , Sebastian Vogel , Daniel Everett
Fester Einband: 414 Seiten
Erschienen bei DVA, 16.02.2010
ISBN 9783421043078
Genre: Sachbücher

Rezension:

Gerade “Don’t Sleep, There are Snakes” fertig gelesen – fantastisches Buch.

Daniel Everett war ein Linguist und Missionar mit der Aufgabe, die Sprache des geheimnisvollen Stammes der Piraha zu lernen und das Neue Testament in deren Sprache zu übersetzen. Die Erfahrung, sieben Jahre unter ihnen zu leben, machte ihn zum Atheist und änderte seine Sicht auf Sprache. Sprache – auch Chomsky’sche Theorie zu revidieren - ist auch sein Hauptanliegen, und das Interessanteste am Buch.

Die Piraha haben keine Zahlen. Sie haben keine Futur. Sie haben keine Nebensätze. Sie haben nur 8 (?) Konsonanten. Ihre Sprache wiederspricht allem, was wir über Sprache wissen. Ihre Mentalität gründet sich im Hier und Jetzt – sie erzählen keine (erfundenen) Geschichten, haben auch keine Schöpfungsgeschichte, weil sie nur das glauben, was sie mit eigenen Augen sehen. (Deswegen waren sie auch nicht missionierbar, und das hat dazu geführt, dass Everett die ganze westliche Idee von „Wahrheit“ in Frage stellt.)

Ganz merkwürdig, zu sehen, dass der Mensch so völlig anders sein kann als das, was wir sonst als „allgemeingültig“ oder „universal menschlich“ annehmen.

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(29)

45 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

englisch, sprache, deutsch, fehler, deutsche

Forbetter your English

Eric T. Hansen , Astrid Ule
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Langenscheidt, 04.05.2011
ISBN 9783468738210
Genre: Humor

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(193)

354 Bibliotheken, 5 Leser, 5 Gruppen, 54 Rezensionen

endzeit, vater, sohn, überleben, hoffnung

Die Straße

Cormac McCarthy , Nikolaus Stingl
Fester Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Rowohlt, Reinbek, 16.03.2007
ISBN 9783498045074
Genre: Romane

Rezension:

Geschafft: 252 von 252 Seiten
Grossartiges Buch... bis ich es ausgelesen hatte und Zeit hatte, darüber nachzudenken. Da kam das bittere Nachgeschmack, das bis heute andauert. (EN)

(- aus meinem Blog http://planet-germany.germanblogs.de)

On my flight back from the US I read – in one swoop Cormac McCarthy's "The Road."

I loved it, I ate it up, it's page-turner, it's relevant to our post-9/11 times, it is a book that understands life – the despair, yet, at the end of it, the tendency of human life to somehow go in, not necessarily to conquer evil in a utopian sense of banishing it from our souls, but in the sense that the good, though it sometimes seems to be banished, is only hibernating, and always returns.

Then I thought twice about it. That's when a bad aftertaste manifested itself on my tongue.

McCarthy's book, as is most his writing, is most notable for its outright literariness. He doesn't put dialogue in quotation marks. He leaves out apostrophes. He creates new nouns by combining adjectives with nouns. At times he remains very abstract, not even giving his main characters names, then he turns around and explains mechanical processes, like lighting a kerosene light, savoring little-known technical words that sound good and that he probably got out of a thesaurus or manual. All that is literary. It's more than that: it's the signals of literariness. It like wearing a button on your lapel: Vote for Clinton, I Am Christian, I am A Vegan, or an AIDS ribbon. It tells people, in case they had doubts, that this is literature.

Whenever I see something like that, I play a little game with myself. I mentally strip away the literary signals and ask myself if it's still literature underneath. (I tend to do that with people who wear "I Am Christian" buttons, too: I wonder just how much I can rust that person to really act like a Christian and not just dress up like one.)

Stripped of its literary signals, does the "The Road" still hold up to its reputation, or does it turns out to be just another apocalypse story?

I come from science fiction. I have read and watched more than my share of apocalypse stories. Just recently I saw on TV ten minutes of the reputedly awful move "Reign of Fire," about dragons ruling the earth and destroying humankind. It's a parable of any kind of apocalypse and the story, even the little part I saw, included the traditional elements of despair and hope and the question of whether goodness can triumph in the end. In fact, those elements pretty much crop up in all apocalypse stories. Come to think of it, other apocalypse stories I have read were – taking just the story, not the buttons – more impressive than "The Road." Most impressive of all for me was Delany's most-modern masterpiece Dhalgren.

Sitting there watching ten minutes of "Reign of Fire," I realized that if you take the Road out of the literary setting and put it into the genre setting, it comes out lacking. It contributes nothing to the genre. In fact, in genre terms it's a step backward. In the literary world it won the Pulitzer Prize, but in the genre world it can best be described as stealing ideas that other genre writers invented long before and going nowhere new with them.

That bugs me. It's like Roy Lichtenstein. He doesn’t actually crate image, he repackages them for a high-culture audience and gets all the praise and money, while the comic book artists who created the images are forgotten. Sure, Lichtenstein added a sense of irony, as McCarthy added a sense of literariness, but it still stinks. Mainly it stinks of arrogance: "The Road" is about a literary author who basically disrespects genre writing so much and thinks himself so superior that he says to himself, "I'm going to write an apocalypse story the way it should be written." Then he writes something that has been written a thousand times before, but he gets the credit – the Pulitzer - , as if all the guys who went before and invented the genre – a gene that in popular film and books has contributed far more to the way the world thinks than a literary novel ever could – were just there to feed him ideas.

That's the bad taste I feel in my mouth now.

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Snack Daddys abenteuerliche Reise

Gary Shteyngart , Tamara Trautner , Robin Detje
Fester Einband: 378 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 01.09.2006
ISBN 9783827006615
Genre: Romane

Rezension:

Absurdistan / Snack Daddys abenteuerlichen Reise:
Geschafft 50 von 378 Seiten

Schelmuffsky (erster Teil):
Geschafft: 57 von 57 Seiten

(EN - aus dem Blog http://planet-germany.germanblogs.de/)

If you want to know just how conformist, submissive, rule-servile, uninventive and downright boring we have become, read the following two books at the same time: "Absurdistan" and "Schelmuffsky."

Absurdistan is a current bestselling comic novel about a fat (they're always fat) Jewish Russian and his misadventures in Russia and the US. It has "creative writing course" stamped all over it. It's in the sentences: author Gary Shteyngart positively strains to turn out well-formed sentences, like Michael Chabon and like most American writers writing today. They are grammatically correct, touched with a tinge of irreverence of the kind that might send an appealing tingle of shock through the fragile spines of upper middle class women at reading groups. Then he goes on and on about it. Scenes don't end. Over-ambitious similes take over.

"Rain fell like pin-pricks on his cheek." Do we need a sentence like that in a comic novel? Do we need a simile at all? Strained similes like this remind me of John Gardner, that stuck-up pseudo-elitist writing teacher who recommended "original, unusual" similes and metaphors in his classic book On Writing Fiction. Whenever I read a simile like that that the book can do without, I think of Gardner and I wonder if the author like Shteyngart isn't more interested in impressing his creative writing instructor than in writing a scene, much less a funny scene. Jesus Christ, just say it's raining and get it over with. Is the big thing the raindrops, or is the big thing the story… whatever that may be? "Pinprick raindrops" might in some cases establish a dramatic atmosphere, but here it is unnecessary and strained and that goes for about 75% of all his sentences. And In the above paragraphs you can replace the name Shteyngart with almost any name out there today.

At the same time I read "Schelmuffsky", a thin comic/picaresque novel from the 17th century that best translates from the German as "Rascalsky", which is the name of the main character. It's not a classic and it's not really a good book. The main attribute was that the author Christian Reuter seemed to start off in comic directions but stopped before going all the way. The absurdist elements were punchlines, not springboards to further absurdity.

But even then, Schelmuffsky was ten times better and far more absurder than Absurdistan. The way Reuter did it, without doing anything special, really, shows up our modern literature for just how unadventurous it really is:

1. Reuter doesn’t give a damn about grammar. This is typical for his pre-dictionary time (and for other classics, including Grimmelshausen and English writers of the day) and it gives his sentences a crazy, veering, careening life of their own. It starts with the (sub)title: "The curious and dangerous Travelogue." How can a travelogue be dangerous? It can't. It doesn't matter. It just sounds better, and funnier, than "The dangerous travels" or "Description of a dangerous journey." And come to think of it, who cares that it's "wrong"? Nowadays we over-schooled writers are so afraid of making a grammatical mistake that our prose becomes stiff and lifeless, every sentence cowering before the assumed scrutiny of our high school English teachers. All this right-and-wrong grammar stuff is nothing but modern-day literary Prussianism.

2. Reuter is not afraid of extreme absurdity. I know of no novel today that dares to be so ridiculous. While Tristram Shandy opened and closed from the womb, Schelmuffksy also starts in the womb than describes how a giant rat ran under the dress of his sister and into a "hole", causing his mother to faint and remain unconscious for a few days, causing him, after a few days of no food, to crawl out of his mother's womb with mature faculties, meaning he can speak and think as an infant – and immediately he gets into a confrontation with and triumphs over the village priest before waking his mother. It goes on and on like that. The only absurd thing about the hero of Absurdistan is that he is obese. Okay, fine, who cares? Why are there no adventuresome authors out there today? Reuter cold have gone another step or to beyond what he did, but he went a huge step beyond what we do today.

These, then, are the Two Comic Laws of Schelmuffsky: 1) Forget the pretty sentences already, and 2) go one step beyond.

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fast food, eric schlosser, mcdonalds, dokumentation, usa

Fast Food Nation

Eric Schlosser
Flexibler Einband: 383 Seiten
Erschienen bei Harpercollins, 01.07.2005
ISBN 0060838582
Genre: Sachbücher

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6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

allgemeiner glaube, statistik, wissenschaft, verblueffend

Freakonomics

Steven D. Levitt , Stephen J. Dubner
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Harpercollins Publishers Inc, 01.10.2006
ISBN 0061234001
Genre: Sachbücher

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Cultural Amnesia

Clive James
Fester Einband: 876 Seiten
Erschienen bei W W Norton & Co Inc, 19.03.2007
ISBN 0393061167
Genre: Sonstiges

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 2 Rezensionen

mittelalter, deutschland, worms, rittertum, nibelungenlied

Die Nibelungenreise

Eric T Hansen , Astrid Ule , Cornelia Stoll
Flexibler Einband: 363 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2007
ISBN 9783492245562
Genre: Sonstiges

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Gefährliche Reisebeschreibung

Simone Trieder , Moritz Götze , Peter Gerlach
Flexibler Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Hasenverlag, 01.10.2005
ISBN 9783939468004
Genre: Sachbücher

Rezension:

Geschafft: 64 von 64 Seiten

Anstelle einer Rezension - Briefwechsel mit Schelmuffsky:

Mein Lieber Schelmuffsky,

nachdem ich nun die große Freude hatte, Ihre fiktive autobiographische Reisebeschreibung lesen zu dürfen, muss ich Ihnen leider einige knifflige Fragen stellen. Doch zuerst muss ich doch ein Lob aussprechen, auch wenn es ein Lob an eine fiktive Person ist, und zwar ein allgemeiner Lob und danach ein spezieller Lob:

Was ich liebe an solche absurden Erzählungen? Die reine, ungestörte und angefesselten Absurdität. Heute liest man auch bei comic novels die Zivilisation mit. Selbst bei einem modernen absurden Meisterwerk wie "A Confederacy of Dunces" bleibt der Autor innerhalb der gesellschaftlichen Grenzen, die, 500 Jahre nach der protestantischen Revolution, enger geschnürt sind denn je.

Die Ratte, die ins Loch kroch, die wiederholte Erbrechungsspektakeln, die unterschwellige, befreiende Mangel an Moral und vor allem einfach eine Atmosphäre von Absurditätspotential liebe ich. Ich wünschte, es wäre heute noch möglich. Ich wünschte, unsere zahmen Autoren heute würden sich ein Stück davon abscheiden.

Vielleicht waren die gesellschaftlichen Normen in der Zeit um Schelmuffsky und Grimmelshausen einfach anders und erlaubten solche absurden Exzessen, aber als Autor muss ich sagen, egal, ich mag das und finde es zu schade, dass solche Bücher heute nicht mehr geschrieben werden und vielleicht auch nicht mehr möglich sind.

Also mein lieber Schelmuffsky in diesem Sinne: Respekt.

Was meine brennende Fragen angeht: Mehr davon in den nächsten Tagen.

In Verehrung und Neid,
Eric T. Hansen

KOMMENTAR AUS DEM BLOG http://planet-germany.germanblogs.de:

Absurdistan / Snack Daddys abenteuerlichen Reise: Geschafft 50 von 378 Seiten
Schelmuffsky (erster Teil): geschafft: 57 von 57 Seiten

If you want to know just how conformist, submissive, rule-servile, uninventive and downright boring we have become, read the following two books at the same time: "Absurdistan" and "Schelmuffsky."

Absurdistan is a current bestselling comic novel about a fat (they're always fat) Jewish Russian and his misadventures in Russia and the US. It has "creative writing course" stamped all over it. It's in the sentences: author Gary Shteyngart positively strains to turn out well-formed sentences, like Michael Chabon and like most American writers writing today. They are grammatically correct, touched with a tinge of irreverence of the kind that might send an appealing tingle of shock through the fragile spines of upper middle class women at reading groups. Then he goes on and on about it. Scenes don't end. Over-ambitious similes take over.

"Rain fell like pin-pricks on his cheek." Do we need a sentence like that in a comic novel? Do we need a simile at all? Strained similes like this remind me of John Gardner, that stuck-up pseudo-elitist writing teacher who recommended "original, unusual" similes and metaphors in his classic book On Writing Fiction. Whenever I read a simile like that that the book can do without, I think of Gardner and I wonder if the author like Shteyngart isn't more interested in impressing his creative writing instructor than in writing a scene, much less a funny scene. Jesus Christ, just say it's raining and get it over with. Is the big thing the raindrops, or is the big thing the story… whatever that may be? "Pinprick raindrops" might in some cases establish a dramatic atmosphere, but here it is unnecessary and strained and that goes for about 75% of all his sentences. And In the above paragraphs you can replace the name Shteyngart with almost any name out there today.

At the same time I read "Schelmuffsky", a thin comic/picaresque novel from the 17th century that best translates from the German as "Rascalsky", which is the name of the main character. It's not a classic and it's not really a good book. The main attribute was that the author Christian Reuter seemed to start off in comic directions but stopped before going all the way. The absurdist elements were punchlines, not springboards to further absurdity.

But even then, Schelmuffsky was ten times better and far more absurder than Absurdistan. The way Reuter did it, without doing anything special, really, shows up our modern literature for just how unadventurous it really is:

1. Reuter doesn’t give a damn about grammar. This is typical for his pre-dictionary time (and for other classics, including Grimmelshausen and English writers of the day) and it gives his sentences a crazy, veering, careening life of their own. It starts with the (sub)title: "The curious and dangerous Travelogue." How can a travelogue be dangerous? It can't. It doesn't matter. It just sounds better, and funnier, than "The dangerous travels" or "Description of a dangerous journey." And come to think of it, who cares that it's "wrong"? Nowadays we over-schooled writers are so afraid of making a grammatical mistake that our prose becomes stiff and lifeless, every sentence cowering before the assumed scrutiny of our high school English teachers. All this right-and-wrong grammar stuff is nothing but modern-day literary Prussianism.

2. Reuter is not afraid of extreme absurdity. I know of no novel today that dares to be so ridiculous. While Tristram Shandy opened and closed from the womb, Schelmuffksy also starts in the womb than describes how a giant rat ran under the dress of his sister and into a "hole", causing his mother to faint and remain unconscious for a few days, causing him, after a few days of no food, to crawl out of his mother's womb with mature faculties, meaning he can speak and think as an infant – and immediately he gets into a confrontation with and triumphs over the village priest before waking his mother. It goes on and on like that. The only absurd thing about the hero of Absurdistan is that he is obese. Okay, fine, who cares? Why are there no adventuresome authors out there today? Reuter cold have gone another step or to beyond what he did, but he went a huge step beyond what we do today.

These, then, are the Two Comic Laws of Schelmuffsky: 1) Forget the pretty sentences already, and 2) go one step beyond.

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Radicalism of the American Revolution

Gordon S. Wood
Flexibler Einband: 447 Seiten
Erschienen bei Random House Inc, 01.03.1993
ISBN 0679736883
Genre: Sonstiges

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An Empire of Wealth

John Steele Gordon
Fester Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Harpercollins, 01.10.2004
ISBN 0060093625
Genre: Sachbücher

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

schauplätze, reise, sagen, deutschland, burgen

Die Nibelungenreise

Eric T. Hansen
Fester Einband: 363 Seiten
Erschienen bei Malik
ISBN 9783890292786
Genre: Sonstiges

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50 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

deutschland, identität, kultur, humor, nationalstolz

Planet Germany

Eric T. Hansen
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.12.2006
ISBN 9783596173242
Genre: Sonstiges

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 14 Rezensionen

deutschland, quiz, fragen, humor, antworten

Deutschland-Quiz

Eric T. Hansen
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Fischer (TB.), Frankfurt, 01.12.2007
ISBN 9783596176847
Genre: Romane

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

skurril, humor

A Confederacy of Dunces

John Kennedy Toole
Flexibler Einband
Erschienen bei Pgw, 01.09.1987
ISBN 0802130208
Genre: Romane

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Let the Sea Make a Noise

Walter A. McDougall
Flexibler Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Harpercollins, 01.04.2004
ISBN 0060578203
Genre: Sachbücher

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

familiengeschichte, autobiographie, familie, familie biographie judentum, 1939-2000

Himmelstraße

Erica Fischer
Fester Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Berlin, 21.09.2007
ISBN 9783871345845
Genre: Romane

Rezension:

Seiten Geschafft: alle.

Ich liebe dieses Buch - Himmelstrasse (eine Strasse in Wien) von Erica fishcer, die auch "Aimee und Jaguar" geschrieben hat.

Die deutsche Literatur erlebt derzeit ein kleines Hoch, angetrieben von Werken, die gleichzeitig literarisch anspruchsvoll und publikumsfreundlich sind – wenn man zu diesem Hoch nur eine Handvoll Bücher zurechnen könnte, müsste Erica Fischers Buch "Himmelstrasse" dabei sein.

Das Buch ist ein kleines Wunder – während andere Holocaust-Bücher davon leben, Schuld zu predigen, lässt Fischer den Holocaust als übermächtiger, dunkler Hintergrund fungieren. Als Kind in England hat sie selbst ihre Großeltern nie kennen gelernt, die in Treblinka ermordet wurden. Auch ihre Mutter war mit Ach und Krach aus Wien rechtzeitig geflohen. Sie sind also keine Holocaust-Opfer. Dennoch schwebt der Holocaust über sie wie ein dunkles Erbe, das sie nicht loswerden. Am Ende wird die Geschichte der Überlebenden zu einer Geschichte von gescheiterten Menschen.

Als ich das Buch weglegte, dachte ich, ich würde etwas mehr von Leben verstehen – dass das Leben etwas ist, was wir Menschen gar nicht in der Lage sind, zu bewältigen.

Fischer nimmt sich auch nicht raus – sie porträtiert sich auch schonungslos ehrlich und ohne Mitleid. Und man merkt, dass sie auch nicht genau versteht, warum ihre Mutter und ihr Bruder scheiterten. Das ist unglaublich ehrlich. Die meisten Autoren, die Holocaust-Bücher schreiben (oder auch Leidensmemoiren – in Amerika gibt es derzeit eine ganze Gattung von solchen Bauchnabelschau Epen – siehe "Tausend Kleine Scherben" von James Frey – die davon leben, zynisch auf die Tränendrüse zu drücken), machen dem Leser unterschwellig vor, dass sie wissen, was passiert ist – wer die Schuldigen sind oder wo der Fehler lag. Wer die am Tod der Großeltern schuldig war, ist klar; alles andere aber bleibt unklar. Das ist ein ehrlicher Blick auf den Zustand des Lebens, und es ist ein Blick, das die wenigsten deutschen Autoren heute sich leisten. Das macht "Himmelstrasse" zu mehr als einem Stück Zeitgeschichte – es handelt vom Leben selbst.

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46 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

amsterdam, krimi, alzheimer, mord, papua-neuguinea

Und vergib uns unsere Schuld

Claus Cornelius Fischer
Fester Einband: 349 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 13.03.2007
ISBN 9783431037029
Genre: Krimi und Thriller

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