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thriller, dan, mor, zeit, kreis

Shining Girls

Lauren Beukes , Karolina Fell ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.02.2014
ISBN 9783499267000
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wenn man den unten stehenden Text des Verlages liest, kommt man zum Schluss, dass ein durch die Zeit reisender Serienkiller sich nach einer vielversprechenden Idee für ein spannungsgeladenes Buch anhört.

Chicago zur Zeit der Großen Depression. Lee Harper lebt auf der Straße. Er ist kaltblütig, hochgefährlich, von Wahnvorstellungen getrieben. Seit er die strahlend schöne Tänzerin Jeanette sah, träumt er von seinen "Shining Girls". Er will nur eines: ihr Licht für immer auslöschen. Eines Tages fällt ihm der Schlüssel zu einem alten Haus in die Hände - ein Portal. Von nun an reist Harper durch die Zeit, um zu töten. Niemand kann ihn stoppen, keiner vermag die Spuren zu deuten, die er am Tatort hinterlässt. Dinge, die noch nicht oder nicht mehr existieren. Doch dann überlebt eines von Harpers Opfern. Der jungen Kirby gelingt es, die unmöglichen Puzzleteile zusammenzusetzen. Und sie beginnt, den Killer durch die Zeit zu jagen.


Der Klappentext hört sich erst einmal gut und interessant an. Ein Mann der zum Morden durch die Zeit reist. Die Gegnerin des irren Serienkillers ist die junge Kirby Mazrachi. Kirby ist ein Opfer des Mörders, die aber ihre schweren Verletzungen überlebte. Ihr Peiniger war der irrigen Meinung, sie würde seinen Attacken erliegen. Harper Curtis begann im Jahr 1931 einen Mord und auf der Flucht vor seinen Häschern gerät er in ein geheimnisvolles Haus. Das Haus bietet ihm die Möglichkeit, in den Jahren zwischen 1931 und 1993 hin und her zu reisen. Das Haus zeigt ihm aber auch etwas anderes. In einem Zimmer findet er die Namen von Frauen, die als Shining Girls bezeichnet werden. Harper hat jetzt nichts besseres zu tun, als neben anderen Morden, vor allem die Shining Girls umzubringen. Aber warum? Harpers Motivation wird auch nicht in den Passagen klar, in denen aus seiner Sicht geschrieben wird. Trotzdem gelingt es mir nicht ganz, diesen Charakter ernst zu nehmen. Es fehlt mir einfach der Bezug zu Harper. Da war mir sein Opfer und Jägerin Kirby wesentlich sympathischer. Das System, wie der Roman funktioniert, ein Zeitreiseroman und ein Thriller in einem, wurde mir schnell klar.

Die Möglichkeit zwischen den Zeiten hin und her zu reisen ist für die Autorin Lauren Beukes natürlich eine gute Möglichkeit, auf die Situation der Frauen in den jeweiligen Jahren einzugehen. Dies erforderte sicherlich eine Menge Recherche. Diese Arbeit macht sie sich jedoch selbst kaputt, weil die jeweiligen Frauen nicht lang genug leben, um von der ersten Erwähnung bis zum abrupten Tod, ihre spezielle Zeit mit "Leben" zu erfüllen. So wird leider vieles nur angerissen, was zu einer spannenderen Erzählung geführt hätte. Auch der Reporter Dan, der aufgrund seines Alters mehr erfahren und erlebt hat, bleibt ein wenig im Hintergrund. Dafür wird er während des kurzen "Roman-Lebens" immer interessanter. Ähnliches gilt für Kirby. Sie versucht mit allen Mitteln, den Mann, der sie beinahe getötet hätte zur Rechenschaft zu ziehen. Harper versucht, sobald er von ihrem Überleben erfährt, sie wieder umzubringen. Leider nimmt die Ermittlungsarbeit von Kirby nur einen geringen Teil der Handlung ein. Hier wird die Auflösung auch ein wenig undurchsichtig, denn es ist mir nicht ganz klar geworden, wie sie den Killer nun immer dichter auf den Fersen sitzt. Lediglich der Schluss lässt mich etwas unbefriedigt zurück. Eine Art Hintertür für einen weiteren Mörder? 

Im Anschluss an diese Buchbesprechung folgt ein kurzes Interview mit der Autorin. Vermittelt freundlicherweise durch Leonie Minack. Vielen Dank auch an Leonie Minack für die Übersetzung meines schlechten englisch in für die Autorin lesbares. Die Fragen stammen von Susanne Gisecke und Erik Schreiber, die Übersetzung von Tanja Bröse-Kronz.

Was war Dein Antrieb, dieses Buch zu schreiben?

Es ist dieselbe Motivation, die ich bei jedem Buch habe - eine gute Geschichte zu erzählen, die hoffentlich vereinnahmend, anregend und überraschend ist und etwas darüber zu sagen hat, wer wir sind in dieser Welt. Bei diesem speziellen Buch waren die Themen wie diese alle wichtig für mich: wie das 20te Jahrhundert (das Amerikanische Jahrhundert) die Welt geformt hat, Frauenrechte - wie viel sich verändert hat und wieviel nicht, die Art wie wir über Gewalt gegen Frauen reden und die Mörder mehr glorifizieren als die Opfer, und die Kapriolen der Geschichte.

Wie kamst du zum Schreiben? Gab es ein bestimmtes Schlüsselerlebnis?

Ich bekam die Idee, als ich auf Twitter einem eigentlich Fremden scherzend schrieb: "Ich sollte ein Buch über einen zeitreisenden Serienkiller schreiben " und es gleich wieder löschte, weil ich dachte die Idee hätte großes Potenzial.

Sie (die Idee) kam außerdem aus einer recht persönlichen Ecke, da ich persönliche Erfahrung damit hatte, wie sehr die Gerechtigkeit irren kann. Eine junge Frau, die ich kannte war von ihrem Freund gewalttätig mit einem Kocher und einem Messer angegriffen worden und starb vier Monate später an ihren Verletzungen. Ich versuchte, mich des Falles anzunehmen, aber die Polizei stellte kaum Ermittlungen an und die Familie sagte mir, sie könnten es nicht länger ertragen und wollten es sein lassen. Ich fand es sehr schwer, einfach hinzunehmen, dass ihr Mörder noch immer da draußen ist. Und Kirby, die Überlebende in meinem Buch, teilt dieses Gefühl. Sie ist nicht bereit aufzugeben. Sie wird den Mann finden, der ihr dies angetan hat und verhindern, dass es irgendjemand anderem antut.

Natürlich, die Wahrheit über Gewalt gegen Frauen ist, dass sie nicht von unheimlich Boogiemen ('Schwarzer Mann') -Psychopathen begangen wird, sie geschieht mehr im Alltag, in häuslicher Umgebung. Es sind keine Serienkiller, die die Frauen töten, es sind die Männer die behaupten sie zu lieben.

Aber dann weiß nicht nicht, wie gut sich ein Buch über einen zeitreisenden missbrauchenden Mann verkauft hätte.

Ich benutze die Erzählung über einen Serienkiller als einen Weg zu erzählen, wie wir über die Opfer reden, wie wir mit Gewalt umgehen, was es HEISST, wenn eine Frau getötet wird, ihr Leben und ihre Möglichkeiten drastisch abgeschnitten werden.

Wie entstehen die Ideen für ein Buch, was inspiriert Dich beim Schreiben?

Aus der Geschichte, aus Erfahrungen, von all den Wundern und Schrecken in der Welt. Ich sammle Ideen in meinem Kopf und manchmal finden sie auf interessanten Wegen zusammen.

Du schreibst auch Drehbücher. Gehen diese alle in den SF-Bereich und wie viele wurden schon verfilmt?

Ich schreibe vorwiegend für Kindersendungen, so ja, sie sind fantastische und abenteuerlich und gefühlvoll.

Wie entstand die Idee für 'Shining Girls' und wie lange hast du an diesem Thriller geschrieben?

Wie oben erwähnt, bekam ich die Idee auf Twitter. Ich brauchte ein Jahr es zu schreiben, inklusive einer Nachforschungs-Reise zurück nach Chicago und Monate, in denen ich über Geschichte gelesen und über Serienkiller nachgeforscht habe, über weibliche Schweißer in den Vierzigern, Architektur, Frauenrechtsbewegungen, soziale Proteste in den Siebzigern, Punkmusik in den Neunzigern und mich in den Kopf eines jeden Charakters hineinversetzt habe.

Gibt es Ähnlichkeiten zwischen Dir als Autor und der Hauptfigur, und wenn ja, gewollte oder eher zufällig?

Siehe oben. Wir beide haben Mühe, Ungerechtigkeit zu vergeben. Wir beide sind ein wenig scharfkantig und auflehnend, aber unten drunter sensibel. Aber sie ist nicht ich. Sie ist eine eigene Person. Alle meine Charakter ähneln mir in einigen Aspekten - inklusive dem Mörder, Harper, manche haben den Keim in meiner eigenen Persönlichkeit, den ich zu einem Baum wachsen lassen kann.

In 'Shining Girl' entdeckt Harper eine Tür, durch die er durch die Zeit reisen und morden kann. Wieso kann er nur Zeitsprünge zwischen den 1930er und 1990er Jahren unternehmen? Könnte er auch in die Zukunft von 2100 reisen?

Es gibt einen sehr spezifischen Grund für das in dem Buch, was ein Spoiler sein würde, wenn ich ihn verrate, aber es liegt in der Natur des Hauses, dass es das macht was es ist, wessen Wille es beschwört und durch die Zeit schickt und was im finalen Showdown passiert, wenn Kirby und Harper einander wiederfinden.

Ich finde es etwas merkwürdig, wie gelassen die Hauptpersonen Harper und sein späteres Opfer Kirby auf die Entdeckung, durch die Zeit reisen zu können, reagieren. Wenn ich dieses Erlebnis hätte, würde ich an meinem Verstand zweifeln und tausend Erklärungen suchen.

Harper ist, wie viele Serienkiller, ein schlauer Opportunist. Aber er ist auch abgestumpft durch Zynismus und Gewalt. Er ist gleichgültig, motivationslos, er ist von den Wundern dieser Welt nicht überrascht und er wird angetrieben von diesem furchtbaren Zwang. Und Kirby zweifelt sehr an ihrer geistigen Gesundheit. Sie fragt sich sogar, ob das alles nicht eine Halluzination ist.

Harper sucht seine Opfer als Kinder aus weil sie "leuchten". Was bedeutet dieses Leuchten und warum verlieren einige es als Erwachsene wieder?

Es ist die Neugierde, die Verbindung mit der Welt, der Mut anders zu sein, einzustehen für das an das man glaubt, sie Suche nach einer Bedeutung - all die Sachen, die Harper nicht hat. Die junge Künstlerin verliert es, weil er sie als Kind so zum Fürchten gebracht hat, dass sie alles in ihrem Leben hinschmeißt für Selbstzweifel und Abhängigkeit. Sie wird zu einem Opfer der Angst. Er zerstört sie.

An den Tatorten werden immer Gegenstände gefunden, mal ein Feuerzueg oder eine Baseballkarte. Diese Souvenirs kommen aus einer anderen Zeit, was bedeuten sie für den Täter und das Opfer? Werden sie wahllos ausgewählt, je nachdem was Harper gerade in der Tasche hat?

Die Souvenirs werden den Mädchen weggenommen. Die Verhütungspille war von Julia, bei Alice zurückgelassen. Das Feuerzeug war von Willie-Rose, ein Geschenk, dass sie sich selbst gemacht hat, als sie ihren ersten Job als Architektin bekommen hat, und wurde bei Kirby zurückgelassen. Er nimmt einen persönlichen Gegenstand und hinterlässt einen Gegenstand. Es ein Spiel, das er spielt, ein Weg, die Opfer durch die Zeit miteinander zu verbinden, eine Konstellation der Morde um sie alle miteinander zu verbinden.

Möchte Haprer mit diesen Gegenständen der Polizei Tipps geben, dass er ein Zeitreisender ist?

Das tut er. Viele Serienkiller sehnen sich nach Anerkennung. Deswegen liest er die Zeitungen und besucht die Tatorte nach den Morden. Er spielt mit ihnen, wissend dass sie ihn niemals finden werden, aber er spielt auch mit den Opfern.

Beim Lesen war es etwas verwirrend, den Zeitsprüngen zu folgen. Hast du einen Tipp, wie man es lesen sollte, sich z.B. kleine Notizzettel an die wichtigen Seiten zu kleben, um schnell mal zurückblättern zu können?!

Das ist eine gute Idee. Man kann sich außerdem die Bilder meiner Mordseite auf Google Images anschauen, die einem zeigen, wie sich die Zeitlinien kreuzen.

Das Ende von Dan, Kirbys Begleiter, wird im Buch offen gelassen. War dies beabsichtigt, damit der Leser sich den Schluss selber ausdenken kann?

Ich mag etwas mehrdeutige Enden. Es bedeutet, man kann daraus machen was man will - eine Tragödie oder ein Happy End. Ich persönlich neige mehr zum Happy End, aber ich mag es, meinen Lesern zu vertrauen, Dinge zur Interpretation offen zu lassen.

Hast du schon Pläne für einen neuen Roman?

Mein neues Buch, Broken Monsters (Gebrochene Monster), über eine zerstörte Stadt, zerstörte Träume, gebrochene Menschen die versuchen wieder zu sich selbst zu finden um eine Serie von monströs deformierten Leichen herum, die in verlassenen Plätzen in Detroit gefunden werden, wird im Juli auf Englisch erscheinen.

Und ich ein paar gute Vorschläge, an denen ich für neue Bücher arbeite ...

Wo siehst du die Unterschiede zwischen unseren Ländern? (in Bezug auf's Bücherlesen)

Ich denke, Amerika hat einen festen Platz in unserer kulturellen Vorstellung. Mich würde mehr interessieren, wie die Leute in Deutschland meine in Johannesburg spielende Novelle 'Zoo City' lesen.

Gemeint ist, ich denke, Gewalt gegen Frauen in Südafrika ist erschreckend alltäglich.

Was sind Deine Pläne für die Zukunft?

Nach einem Jahr, dass ich umhergereist bin und an einem neuen Buch geschrieben habe, würde ich mir gerne eine kleine Auszeit nehmen, vielleicht ein Kinderbuch schreiben in dem keiner stirbt, oder mehr Comic-Arbeit, aber die Wahrheit ist, dass ich einen neuen Roman vor Ende des Jahres schreiben werden. Ich kann nicht anders. Es ist ein Zwang.

Was denkst Du über die Veröffentlichung im Ausland und bist Du Dir sicher, dass die Übersetzung sinngemäß ist?

Ich spreche nur Englisch und Afrikaans, so kann ich nur eine ungefähre Idee von den deutschen Übersetzungen bekommen. Ich spreche mit den Übersetzern, die mir mails schicken um bestimmte Wörter und Ideen zu klären und in einem Fall brachte mich mein französischer Übersetzer dazu, einen Abschnitt von 'Zoo City' umzuschreiben weil es ein kleines Loch im Plot gab, und er bestand darauf, dass ich es füllte! Ich bin dankbar für seine Leidenschaft und er hatte Recht. Es ist schwierig eine Übersetzung zu bemessen - gewöhnlich höre ich von den Lesern, was sie darüber dachten.

Kann Literatur die Welt verändern?

Ja. Wir erfahren die Welt durch die Geschichten, die wir uns selbst über uns selbst erzählen, ob es eine Anekdote über einen Verkehrsstau ist, von dem man seinen Freunden im Pub erzählt oder ober man durch einen Roman in eine andere Welt oder ein anderes Leben eintaucht. Empathie ist schwierig. Fiktion ist die Eingangstür in den Kopf anderer Leute.

Welche Bedeutung hat Literatur für Dich persönlich?

Die Geschichte ist alles. Es ist, wie wir verstehen, wer wir sind in der Welt. Lesen und Schreiben ist die Leidenschaft meines Lebens.

Vielen Dank für die Antworten und viel Erfolg mit Deinen weiteren Projekten.

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Robert Herbig - Morde erster Klasse

Robert Herbig
Flexibler Einband: 335 Seiten
Erschienen bei Saphir im Stahl, 29.01.2014
ISBN 9783943948202
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

 25 dunkle Erzählungen, wie man einen Menschen um die Ecke bringt.

Auf dem Titelbild befinden sich all die Utensilien, die man mit einem Detektiv in Verbindung bringt. Eine qualmende Zigarette, ein Whisky und ein Revolver mit Ersatzpatronen. Der Autor Robert Herbig ist mit seinen Erzählungen auf der Seite der Polizei, und dennoch ist er gern auch auf der Seite seiner Täter um den Lesern spannende Unterhaltung zu bieten.

In den Fernseh-Krimis sind die Gestalten nahezu perfekt, der Täter ist jeweils ein kleines Genie, dem es gelingt, einen Fall fast unlösbar darzustellen. Die Ermittler, ob Polizisten oder Privatdetektive, geben sich alle Mühe, meist im Team, dem Treiben des Verbrechers ein Ende zu setzen. Es gibt kaum noch Verbrechen aus Leidenschaft, alle sind kalkulierte Morde.
Robert Herbig greift der Realität mit seinen Abenteuern unter die Arme. In seinen Kriminalkurzgeschichten, die zum Teil bereits in anderen Büchern erschienen, lässt er die Morde manchmal recht beiläufig und keineswegs geplant erscheinen. Die Ermittler sind manches Mal überrascht, aus welch nichtigen Gründen der Mensch seinesgleichen vom Leben zum Tode befördert und wie sie versuchen, aus der Schlinge der Ermittlungen zu entkommen.

Als Leser fragt man sich durchaus, kann der Täter unerkannt entkommen? Oder steht dem Kriminellen am Ende nicht doch Justizia im Weg und weist den Weg in die Zelle? Robert Herbig gelingt es seinen überanspruchten, seelisch geplagten Ermittlern die nötigen Erfahrungen mitzugeben, um die Verbrecher Dingfest zu machen. Seine Mitbürger mit kriminellen Energien sind eben keine Genies und leiden manchmal an geistiger Armut, wenn sie glauben davonkommen zu können. Sollte es einmal ein perfektes Verbrechen gegeben haben, dann ist es, weil perfekt, nie herausgekommen. So bleiben die Täter in ihrer Selbstgefälligkeit immer in der Annahme, ihr Sinn für Gerechtigkeit ist der wahre Gedanke und sie helfen der Gerechtigkeit und der Menschheit, irrigerweise verhaftet. Sie biegen sich ihre Weltsicht so zurecht, wie sie glauben, dass sie ist oder sein sollte.

Autorinnen und Autoren erzählen gern Geschichten, bieten dem Leser Unterhaltung und ihren Protagonisten Tod und Verderben oder Erfolg und Glück, je nachdem welche Person in den Mittelpunkt gestellt wird. Manche der Erzählungen die Robert Herbig zusammenstellte sind ein bisschen makaber, einige richtig schräg und andere wiederum humorvoll angelegt. Bei ihm wird natürlich gemordet, was das Zeug hält, sonst wäre es keine Kriminalkurzgeschichtensammlung. Seine Morde erster Klasse gehen, wie im wirklichen Leben, jedoch auch manchmal, zur Verwunderung der Opfer, schrecklich daneben. Es wird sicherlich vorkommen, dass sich die Leser in den Geschichten wiederentdecken. In den Köpfen der Menschen finden sich immer wieder chaotische Ideen, die sich aus den Kriminalerzählungen ergeben. Aber irgendwie müssen doch alle Ideen und Hinweise zu einen positiven Ende führen, einen Sinn ergeben und zu einem Zwecke durchgeführt werden, der letztlich dazu führt, dass der Mord doch noch gelöst wird. Deshalb lieben die Leser spannende Kriminalgeschichten. In der Sammlung von Robert Herbig und den beiden Erzählungen von Sascha Herbig werden die Erzählmuster ganz bewusst durchbrochen. Doch manchmal gehen die Geschichten anders aus als der Leser erwartet.

In den letzten Jahren erschienen immer mehr Krimis, die konsequenter Weise von den Verlagen als Eifel-Krimis, Hessen-Krimis, Friesen-Krimis bezeichnet wurden. Gemeinsam galt den einfallslosen Titeln, dass sie quasi vor der Haustür der jeweiligen Autoren spielten. So entstand der Begriff Regional-Krimi. Der Verlag Saphir im Stahl verzichtet bei dieser Kurzgeschichtensammlung Morde erster Klasse und der vorherigen Sammlung Eine Leiche auf Reisen, bewusst auf eine solche Schubladenbezeichnung. Dennoch, auch hier sind die Handlung durchdacht und hintergründig, Figuren differenziert dargestellt mit einem Hauch Lokalkolorit. All dies sind Punkte, die Robert Herbig in seinem Buch Morde erster Klasse hervorragend vereint.  

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vater, tochter, adoption, angst, elch

Never Knowing

Chevy Stevens , Maria Poets , Laura Maire , Laura Maire
Audio CD
Erschienen bei Argon, 07.10.2011
ISBN 9783839811269
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Chevy Stevens, geboren 1973, ist auf einer Ranch auf Vancouver Island aufgewachsen und lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter auf der Insel vor der kanadischen Westküste. Ihre psychologischen Spannungsromane sind internationale Top-Bestseller. Wenn sie nicht gerade am Schreiben ist, geht Chevy Stevens gern mit ihrer Familie in den umliegenden Bergen campen oder paddeln.

Never Knowing ist das zweite Werk der kanadischen Autorin Chevy Stevens. Wie in ihrem ersten Buch Still missing bleibt Chevy Stevens ihrem Erzählstil treu, dass die Hauptpersonen ihre traumatischen Erlebnisse bei Therapiesitzungen verarbeiten und sich die Geschichten mit den Sitzungen Stück für Stück zusammensetzt. Dabei ist einem als Leser von Anfang an klar, dass die Opfer überlebt haben, aber das nimmt nichts von der Spannung. Die Autorin versteht es in ihren Erzählungen immer wieder einen Spannungsbogen aufzubauen und überraschende Wendungen einzubringen, so dass ich die Bücher nur schwer aus der Hand legen konnte.

Sara ist eine junge Frau die auf den ersten Blick ein glückliches und zufriedenes Leben führt. Sie hat eine sechsjährige Tochter aus einer früheren Beziehung und steht kurz vor der Hochzeit mit ihrem Traummann. Trotz allem geht sie regelmäßig zu einer Therapeutin da sie sich als Adoptivkind von ihrem Vater ungeliebt und benachteiligt gegenüber seinen leiblichen Kindern gefühlt hat. Kurz vor der Hochzeit wird Saras Wunsch immer grösser ihre leiblichen Eltern kennenzulernen. Sie schafft es ziemlich schnell ihre Mutter ausfindig zu machen, aber bei ihrem spontanen Besuch trifft sie auf eine eisige Mauer des Schweigens und wird weggeschickt. Ein Privatdetektiv, den Sara engagiert, bringt dann die grausame Wahrheit ans Licht dass Saras Mutter vor langer Zeit von einem Serienkiller vergewaltigt wurde und nur durch Zufall überlebt hat. Sara wird klar dass ihr Vater der berühmt berüchtigte Campsitekiller ist, der jedes Jahr im Sommer auf Campingplätzen brutal vergewaltigt und mordet und seit Jahrzehnten von der Polizei gejagt wird.

Schnell bekommen auch die Medien durch eine undichte Stelle in Saras Umfeld mit, dass der Campsitekiller eine Tochter hat . Dadurch erfährt es nun auch der Killer selbst, der daraufhin Kontakt zu seiner Tochter aufnimmt. Plötzlich wird Saras Leben von heute auf morgen auf den Kopf gestellt. Die Polizei möchte sie als Köder für ihre Jagd nutzen, ihr Verlobter hat nur noch Angst um seine kleine Familie und Saras Adoptiveltern sind enttäuscht von ihrer Tochter. Sara ist hin und hergerissen zwischen dem Wunsch der Polizei zu helfen und dem Bedürfnis ihr altes Leben wieder aufzunehmen und setzt damit nicht nur ihre Verlobung sondern auch das Leben ihrer Lieben aufs Spiel .


Chevy Stevens gelingt es sehr gut dem Leser die Hauptpersonen sympathisch nahe zu bringen und man fühlt und leidet mit den Figuren. Ich hatte beim Lesen nicht einmal das Gefühl dass eine Situation zu sehr ausgebaut sei und es dadurch auf den fast 500 Seiten langatmig wurde . Am Anfang war ich skeptisch ob man das Geschehen nur durch die Gespräche bei einer Therapeutin, die in dem Buch nicht ein einziges Mal das Wort ergreift, spannend und fesselnd gestalten kann aber diese Skepsis wurde schon nach den ersten Seiten vergessen da man als Leser ohne Schwierigkeiten in die Geschichte eintaucht.

Ich hoffe noch viele spannende Bücher von der Kanadierin zu lesen und freue mich auf ihr nächstes Werk“ Blick in die Angst“ das im Mai 2013 erschien.    

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thriller, florenz, nostradamus, kidnapper, französisch

Das Nostradamus-Testament

Tom Egeland , Maike Dörries , Günther Frauenlob
Flexibler Einband: 573 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 17.02.2014
ISBN 9783442479825
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Norweger Tom Egeland, geboren 1959, gilt als einer der meistgelesenen Thriller-Autoren seines Landes. Seine Werke wurden in sechzehn Sprachen übersetzt. Insbesondere sein Roman Sirkelens Ende (2001; dt. Frevel, 2006) wurde zu einem internationalen Bestseller. Tom Egeland arbeitet von 1992 bis 2006 beim in Oslo beheimateten Fernsehsender TV2 als Nachrichtenchef. Seither widmet er sich ausschließlich dem Schreiben.

Ein bisher unbekanntes Manuskript des französischen Visionärs Nostradamus wird gefunden. Auf der Konferenz in Florenz wird dieses Schriftstück als Sensation präsentiert. Es ist den Historikern und Forschern bislang unbekannt. Die Konferenz ist ein wichtiger Treffpunkt, auf der der Archäologe Bjørn Beltø sich mit Kollegen treffen will. Das Ungeheuerliche geschieht, als das Dokument vor den Augen der Konferenzteilnehmer gestohlen wird. Doch nicht nur das Schriftstück wird entführt, sondern auch gleichzeitig der Forscher Lorenzo Moretti, der es entdeckte. Bjørn Beltø wird regelrecht genötigt, sich des Falles anzunehmen. Gerade Angelica Moretti drängt darauf, die Lösung der Codes des Nostradamus voranzutreiben. Gerüchten zufolge soll das neu aufgetauchte Manuskript Hinweise auf die zehn Gebote Gottes und die Bundeslage geben. Dies wäre ein umso sensationellerer Fund als das Manuskript selbst. Nostradamus’ Manuskript beinhaltet eine Reihe von Codes, die Beltø lösen muss, bevor die Kidnapper in der Lage ist, die Codes zu entschlüsseln. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, ein Kampf um Leben und Tod.

Tom Egeland griff das gleiche Thema auf, wie zwei Jahre später Dan Brown. Sein Roman FREVEL kam vor Dan Browns internationalen Bestseller Sakrileg heraus. Sein Buch ist anders aufgebaut, der Erzählstil wechselt vom unbeteiligten Beobachter zur beteiligten Hauptperson. Die Personen sind charakterstark, wirken natürlich, ehrlich. Damit werden sie dem Leser gleich sympathisch. Auf diese Weise bleibt der Leser am Buch und hofft, es in einem Stück durchlesen zu können. 


Frevel 1. Band mit Bjørn Beltø

Pakt der Wächter 2. Band mit Bjørn Beltø

Das Luzifer Evangelium 3. Band mit Bjørn Beltø

Das Nostradamus-Testament 4. Band mit Bjørn Beltø

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ruth galloway, sarg, krimi, intrigen, seilschaften

Aller Heiligen Fluch

Elly Griffiths , Tanja Handels ,
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 07.03.2014
ISBN 9783805250467
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Mittelpunkt der Krimis von Elly Griffiths steht die Vollblut-Wissenschaftlerin und allein erziehende Mutter Ruth Galloway. Die forensische Archäologin will eigentlich die Geburtstagsparty ihrer Tochter Kate organisieren, aber möchte gleichzeitig bei der feierlichen Sargöffnung von Bischof Augustine dabei sein. Ein entfernter Verwandter und Besitzer eines Rennstalles, der es sich sonst nicht leisten könnte ein Familienmuseum zu besitzen, will den Sarg und Inhalt untersuchen lassen. Die sterblichen Überreste des bedeutenden Bischofs aus dem Mittelalter soll der Öffentlichkeit vorgestellt werden, weil er bei Ausschachtungsarbeiten für ein neues Einkaufszentrum gefunden wurde, bevor er im Museum verschwindet. Bevor Ruth jedoch zur Untersuchung des Sarges antreten kann, findet sie neben dem Sarg den Kurator, der tot und blutüberströmt neben dem Eichensarkophag liegt. Die Archäologin alarmiert sogleich Notarzt und Polizei. Die eingeleitete Untersuchung sagt aber nichts über die Todesursache aus. Diese ist und bleibt unbekannt.

Bei der Untersuchung des Mordes, davon geht die Polizei aus, trifft sie als Hauptzeugin wieder auf den Detectiv Inspector Nelson. Bei seinen Ermittlungen nimmt der Inspctor die Spur von Drogen auf, die nach Grossbritannien eingeschmuggelt werden, findet Drohbriefe an den Kurator, die einen Grund für den Mord darstellen und weiteres mehr. Seltsam wird es für die beiden Menschen, als sie auf eine Organisation stossen, als ein Keller voller Knochen und Schädel von Ruth gefunden wird. Sie hat Mitleid mit den toten australischen Aborigine, gejagt und getötet wie Wild. Die illegal aus Autralien ausgeführten Leichenteile wurden organisiert, um von ihren Mördern in deren Privatmuseen oder Wohnungen ausgestellt zu werden. Diesen seltsamen Menschen steht eine Gruppe gegenüber, die die Knochen wieder nach Australien zurückbringen wollen, den Nachfahren zurückzugeben, damit diese sie erneut in deren Heimat begraben können.

Ein weiterer Todesfall betrifft den Museumsbesitzer direkt. Der Adlige ist selbst das Opfer. Und plötzlich tritt ein alter Bekannter auf. Der Druide Cathbad scheint mit darin zu hängen. Cathbad glaubt daran, dass ein befreundeter Aborigine, der gleichzeitig ein Medizinmann ist, ein Fluch ausgesprochen hat. DCI Nelson und Ruth Galloway jedoch, hoffen wie immer auf eine normale Lösung, obwohl der Adlige im Besitz einer Sammlung von Schädeln und Knochen australischer Ureinwohner war, und sie nicht zurückgeben wollte. Nun ist er tot und eine andere Lösung muss her.

Der bereits vierte Teil mit Ruth Galloway und DCI Nelson ist ein ausgezeichneter und verwickelter Kriminalroman und wartet mit rätselhaften Todesfällen auf. Ohne grosses Blutvergießen kommt die Erzählung aus. Stattdessen wird der Leser entdecken, in welche Art und Weise die Geheimnisse aufgedeckt und gelöst werden. Haupt- und Nebenhandlung werden fesselnd erzählt und fallen sehr unterhaltsam aus. Neben der Krimihandlung wird auch die persönliche Geschichte um Ruth und Nelson weitergeführt. Ein ansprechender britischer Krimi mit vielschichtigen Haupt und Nebenfiguren.  

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Tags: gruselig, spannungsgeladener krimi   (2)
 

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absolut lesenswert, spannend

Tödliche Lilien

Robert Herbig
Buch: 220 Seiten
Erschienen bei Kehl Verlag, 08.06.2012
ISBN 9783935651424
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Holger Herbst ist ein frisch gebackener Kriminalkommissar und trat ebenso frisch seinen Dienst in Heidelberg an. Und schon geht's mächtig rund. Der katholische Pfarrer Lothar Herder wurde erschlagen und die Leiche an ein Steinkreuz des Weinheimer Friedhofs gehängt. Holger Herbst, Lothar Herder, Robert Herbig. Drei Namen, ein Autor. Ob er sich möglicherweise selbst als Opfer, Ermittler und eventuell sogar als Täter sieht?
Mit Mordermittlungen in Kirchenkreisen ist es nie ganz einfach. Zuviele Kirchenobere und Politiker mischen mit um die Tat zu vertuschen. Holger Herbst, selbst keiner Religionsgemeinschaft zugehörig macht sich so seine Gedanken, denn der Bischof ist ein Golfkamerad von seinem Chef Kriminalrat Schmitz. Der Mord ist jedoch erst der Anfang. Denn bald hat die Heidelberger Mordkommission eine ganze Serie von Morden zu bearbeiten. Die Ermordeten sind Durchschnittsbürger ohne Auffälligkeiten. Erst im Laufe der Ermittlungen fällt ein Name immer öfter auf. Monsignore Francesco Thalmann, der zurzeit im Auftrag des Vatikans in Deutschland weilt. Monsignore Thalmann ist freundlich, glatt wie Gleitcreme, lügt wie gedruckt und was er in Deutschland will bleibt im Dunkeln. Die Polizei muss nun das Umfeld der Opfer, ob persönlich oder beruflich überprüfen. Irgendwelche Zusammenhänge muss es doch geben. Aber welche? Holger Herbst kommt der Lösung des Falles nicht näher. Tödliche Lilien, so der Titel, sind bekannt als Symbol der Reinheit, Unschuld und Jungfräulichkeit. In Robert Herbigs Krimi dienen sie allerdings als Symbol des Todes, da an den Tatorten seiner Opfer eben weisse Lilien hinterlegt werden. Andererseits sind sie aber auch das Symbol des Fussballvereins Darmstadt 98.

Holgers Schwester Lea Schielke ist für ein paar Monate ins Elternhaus zurückgekehrt. Als Schriftstellerin will sie hier ihren neuen Krimi schreiben, weil ihr Berlin seit ihrer Scheidung etwas zu klein geworden ist. Mit der Schriftstellerei wird es erst einmal nichts, denn auch sie wird von der Mordserie in Beschlag genommen. Diese ist eine willige Ablenkung. Als sie mit ihrem eigenen Manuskript nicht weiter kommt, greift sie den Serienmord auf. Sie recherchiert auf eigene Gefahr und die lässt nicht lange auf sich warten, da eine Nachbarin Lea nicht antrifft, jedoch überall Spuren eines Kampfes findet. Holger findet schliesslich in ihren Notizen eine Spur, die ihm helfen kann.

Eine blutige Mordserie hat der Weinheimer Autor den Lesern vorgesetzt. Er lässt die Leser lange im Dunkeln tappen und recht spät ahnt der Leser, was Sache ist. Die handelnden Personen sind nicht immer die Sympathieträger schlechthin, dennoch lässt sich sehr gut nachvollziehen, was sie zu ihren Schandtaten bewegt. Der frisch ernannte Kommissar Herbst ist immerhin einer der Sympathieträger und seine recht legere Haltung und flappsige Sprüche lockern den Roman mit seinem ernsten Thema auf.Er ist ein Held, den man einfach gern haben muss, auch wenn er sich manchmal um Kopf und Kragen redet.

Robert Herbig, verbindet in seinem Krimi gleich mehrere Fälle, ohne dabei den Überblick zu verlieren. Manchmal denkt man, eine seiner Kurzgeschichten in der Handlung wiederzufinden, doch bleibt sich der Autor treu und schreibt ein eigenständiges Werk um seine Kommissare Vogler und Herbst. Die Recherchearbeit des Autors hat sich in jedem Fall gelohnt, denn seine Fälle sind wirklichkeitsgetreu dargestellt und nachvollziehbar.  

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Tags: absolut lesenswert, spannend   (2)
 

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michael buttler, historischer krimi, die bestie von weimar, saphir im stahl, michael buttler die bestie von weimar historischer roman krimi horror luuk de winter geschichtenweber

Die Bestie von Weimar

Michael Buttler
Fester Einband: 283 Seiten
Erschienen bei Saphir im Stahl, 12.12.2012
ISBN 9783943948011
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ein Mörder versetzt im Jahr 1825 die Stadt Weimar in Angst und Schrecken. Aus unerfindlichen Gründen werden Menschen wahllos zum Opfer. Niemand scheint in der Lage zu sein, etwas dagegen zu unternehmen. Zu den Opfern gehören die Eltern von Frederike Börner, ein anständiges Mädchen und tugendhaft. Warum trifft es ausgerechnet sie? Und was hat der Onkel Viktor damit zu tun, der plötzlich, als hätte er es geahnt, auftaucht?
Der Ermittler Luuk de Winter, dessen drittes Abenteuer vor uns liegt, ist dabei in Weimar den Mordfällen nachzugehen, doch werden ihm mehr als nur Steine in den Weg gerollt. Er jagt die Bestie, von der sehr schnell klar ist, die Bestie ist ein brutaler, grausamer Mensch. Aber warum mordet er scheinbar ohne Ziel und Verstand?
Zu Luuk de Winters Glück findet er in Geheimrat von Goethe einen Unterstützer, der dessen unkonventionellen Massnahmen nichts entgegensetzt.

Michael Buttler ist mit Kurzgeschichten und Romanen bereits bekannt geworden und sogar regelmässig mit verschiedenen Kurzgeschichtenbänden für Preise nominiert. Erst im Oktober war er mit einer Geschichte in GEHEIMNISVOLLE GESCHICHTEN - STEAMPUNK einer der Gewinner des Deutschen Phantastik Preises. Ihm gelingt es, nach ausführlichen Nachforschungen in Weimar, die Zeit um 1825 wieder aufleben zu lassen. Sein Roman begeistert mit seinen guten Beschreibungen, den ausgefeilten Charakteren und einem profunden Wissen über die Vergangenheit.

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Tags: die bestie von weimar, historischer krimi, luuk de winter, michael buttler, saphir im stahl   (5)
 
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